Petition mit 10.511 Unterschriften gegen „GEZ-ielte Kriegspropaganda“

Druschba Global e.V. – Pressemitteilung vom 12.07.2017

Petition mit 10.511 Unterschriften gegen „GEZ-ielte Kriegspropaganda“ mit Einladung an ZDF zur erneuten Begleitung der Druschba-Friedensfahrt nach Russland verbunden

Vom 7. bis 21. August 2016 hatten 235 für Völkerverständigung engagierte Bürger im Alter von fünf bis 80 Jahren, die aus sieben Ländern stammten, an der ersten „Friedensfahrt Berlin-Moskau“ teilgenommen. Das ZDF hatte die in 70 Fahrzeugen reisenden Friedensbotschafter bis nach Moskau begleitet. Überraschenderweise wurde das Filmmaterial jedoch in den Frontal21-Sendungen vom 27. September und 4. Oktober 2016 in einen völlig sinnentfremdeten Zusammenhang ostukrainischer Separatisten-Propaganda gestellt und suggeriert, die „sogenannten Friedensfahrer“ müssen wohl ebenfalls vom Kreml aus gesteuert worden sein.

Auf diese Verleumdungskampagne hin startete der Initiator der Friedensfahrt Dr. Rainer Rothfuß eine Petition mit der Forderung: „Keine GEZ-ielte Kriegspropaganda“. Die Unterzeichner stellen darin fest: „Die deutschen Medien haben aus historischer Perspektive betrachtet die Verbreitung von Stereotypen über Juden, Muslime oder Angehörige anderer Nationalitäten weitestgehend hinter sich gelassen. Sie sollten diesen ethischen Standard ohne tendenziöse Verzerrungen auch auf Russen und Russland anwenden“. Gerade die öffentlich-rechtlichen Medien mit ihrem von der Bevölkerung per GEZ-Gebühren finanzierten Bildungsauftrag hätten den Pressekodex des Deutschen Presserats zu achten und „Frieden und Völkerverständigung sowie Transparenz, Unparteilichkeit und Dialog […] als oberste Richtschnur journalistischer Arbeit“ zu wahren, so die Forderung der 10.511 Unterzeichner.

Aufgrund der positiven Resonanz der Friedensfahrt 2016 entschlossen sich die Organisatoren am 7.1.2017 den Verein „Druschba Global e.V.“ zu gründen. Dieser setzt sich gemäß dem russischen Begriff „Druschba“ für „Freundschaft“ dafür ein, dass Dialog und Völkerfreundschaft als erstes Mittel zur Sicherung friedlicher Beziehungen zwischen den Völkern gefördert wird. Damit stellen sich die Verantwortlichen des Vereins gegen eine militaristische Agenda, wie sie die NATO seit Jahren gegenüber Ländern des Nahen Ostens und nun verstärkt auch gegenüber Russland verfolgt, was den europäischen Steuerzahler in den kommenden zehn Jahren rund hundert Milliarden Euro zusätzlich kosten soll.

Auch auf der Freundschaftsfahrt 2017 mit ihren 347 gemeldeten Teilnehmern aus mittlerweile 16 Ländern steht wieder die Begegnung zwischen den Völkern im Vordergrund. „Nur wer sich kennt, kann entdecken, dass das Gegenüber auch liebenswürdig ist“ lautet das Motto der Friedensfahrer, die am 23. Juli vom Brandenburger Tor aus in 120 Fahrzeugen über Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Russland aufbrechen werden. Dort werden sie in 45 Städten von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und interessierten Bürgern sowie Gastfamilien auf insgesamt sieben Friedensfahrt-Routen erwartet.

Hier der Link zu Petition: 170704_Petition_ZDF

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10 Kommentare zu: “Petition mit 10.511 Unterschriften gegen „GEZ-ielte Kriegspropaganda“

    • Ja, da werden die Politiker jetzt alle in sich gehen… man seid ihr kindisch!

  1. Also… Rundfunkstaatsvertrag – RStV V18 von 1. Januar 2016 (www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Rechtsgrundlagen/Gesetze_aktuell/RStV_18.pdf)

    §11 Auftrag
    (1)…..Sie (Rundfunkanstalten, kriegen um 2% von GEZ-Einnahmen (8.300.000.000 €/a)) sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

    So! Wo steht hier was von Weltfrieden?

    Und – Wo kann man die Petition zeichnen?

    • So! Wo steht hier was von Weltfrieden?

      Es steht nichts da drüber, dass die Rundfunkanstalten sich für den Weltfrieden einsetzen , sollen, müssen, aber auch nicht für Gewalteinwirkung zwischen den Staaten!

    • Im Militär-Jargon werde ich als „Weichziel“ bezeichnet. Jeder Mensch wird als Weichziel bezeichnet. Die Wortwahl beeinflusst unser Bezug zur Sache. Wer dies kennt und Rhetorik beherrscht, ist in der Lage das Bild vor dem innerem Auge eines Zuhörers/Lesers sehr präzise auszumalen/ zu steuern. Ich finde unklare Sachstellungen besonders bei Verträgen, die „mit der Kraft des Gesetzes“ wirken, als unzulässig.

      Wie ist der Handlungs-Rahmen bei der Förderung der internationalen Verständigung, europäischen Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Bund und Ländern definiert? Wo sind die Grenzen? Wenn dies die deutsche Rechtsprechung ist, dann ist dieser ZDF-Vortrag ein klarer Fall für die Staatsanwaltschaft.
      Was inkludiert „internationale Verständigung“? Und wieso begrenzt sich solch eine unglaubliche Wohltat nur auf den Bund und Länder? Sind wir wirklich so egoistisch? Oder ist es eine gezielte Ausgrenzung – Europa und die anderen, die „mit der Kraft des Gesetzes“ für jede Rundfunkanstalt gilt?

      Es ist absolut unklar aus diesem § welchen Auftrag die Rundfunkanstalten in ihrer Arbeit zu erfüllen haben. Der RStV gehört überarbeitet und konkretisiert MIT dem Ziel den Weltfrieden zu fördern! Oder was ist so schlechtes daran? Was spricht dagegen?

      – Weltweiterfreieden ist nicht gut für unsere Wirtschaft, immerhin würden 50.000 Jobs wegfallen!
      u.s.w.

      Während Weltfrieden „als höchstes Ziel aller Politik und Wissenschaft“ und Grundrecht aller Menschen ist, ist die Förderung von Gewalteinwirkung zwischen den Staaten grund­ge­setz­wid­rig und eine Straftat.

  2. Was hat man erwartet, die Presse will gegen wirken, nicht das Sympathie für Russland auf kommt.
    Das könnte diese Regierung immerhin daran hintern, ihr Gewaltpotenzial aus leben zu können, damit die Rüstungsindustrie ihre Gewinnen erhöhen kann! !

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