KenFM im Gespräch mit: Christoph Pfluger („Das nächste Geld“)

Geld ist Macht.

Diese Macht kann nur ausüben, wer über drei Fähigkeiten verfügt. Er muss Geld aus dem Nichts schaffen können, um es Dritten dann gegen mehr Geld zu verleihen. Er muss dafür sorgen, dass dieses Geld mit Zinsen zurückbezahlt werden muss, so dass die verleihenden Privatbanken und ihre Besitzer immer reicher werden. Und er muss dafür sorgen, dass dieses Betrugssystem den Massen unbekannt bleibt. Nur so können etwa 0,000001% der Vermögenden den großen Rest der über 99,999999% für sich schuften lassen.

Moderne Sklaverei getarnt mit dem Begriff „Finanzdienstleistung“.

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar noch vor morgen Früh.“ – Henry Ford.

Revolutionen haben viele Namen. Werden sie von den Eliten eingefädelt, nennen sie sich aktuell Demokratieexport und kommen nicht ohne Bombenteppiche aus. Krieg und unser exponentiell wachsendes Geldsystem bedingen einander. Um immer höhere Zinsen und Zinseszinsen bedienen zu können, reicht es ab Punkt X nicht mehr, die Löhne zu Senken, die Preise zu erhöhen oder immer mehr Jobs von Maschinen erledigen zu lassen, während das Heer der Arbeitslosen wächst. Dann muss man an die Rohstoffe, die benötigt werden, um überhaupt zu produzieren, immer billiger heran. Raub ist die Folge, getarnt als „Peacekeeping Operation“.

Unser Geld ist eine gigantische Fehlkonstruktion. Diese gilt es zu enttarnen und zu benennen, auf das dann ein neues, das nächste Geld kreiert werden kann. Geld, das den Menschen nützt und ohne Krieg auskommt, und das nicht permanente Umverteilung von unten nach ganz oben organisiert.

Wie könnte dieses „Nächste Geld“ funktionieren? Welche Hindernisse müssen beseitigt werden, um es einzuführen? Wer soll dieses Geld erschaffen, und wer kontrolliert es in der Zukunft?

KenFM traf Christoph Pfluger in Zürich. Der Schweizer Journalist und Verleger ist Autor des Buches „Das nächste Geld“ und hat sich jahrelang mit der Materie beschäftigt. Wir können sein Buch wärmstens empfehlen, denn es räumt mit zahllosen Mythen über unser Geld und unser Finanzsystem auf. Vor allem aber zeigt es einen Ausweg aus der globalen Krise, die genau genommen eine Geldkrise ist. Und das ganze in einer Sprache, die jeder versteht!

Auch wer sich bisher nur wenig mit dem Thema beschäftigt hat, kommt daher am Ende des Buches zu der Erkenntnis, dass ein neues, faires Geld schnell umgesetzt werden kann!

WIR, die 99%, müssen es nur wollen. Dazu aber müssen wir das aktuelle Geld und seinen zerstörerischen Mechanismus erst einmal erkennen. Bildung ist der Schlüssel. Nutze ihn.

Kapitel:

Geldschöpfung & Zinsen – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=11m16s
Bargeldabschaffung – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=16m16s
Exponentielles Wachstum – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=31m29s
Leitwährung & Triffin-Dilemma – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=45m47s
Marshmallow-Kapitalismus – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=54m19s
Green Economy – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=78m18s
Peak Oil & Peak Ego – https://youtu.be/zenuq5n6bP8?t=82m18s

172 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Christoph Pfluger („Das nächste Geld“)

  1. Es gibt ein paar „Zitate“ die immer wieder „zitiert“ werden, die aber keiner seriösen Überprüfung standhalten.
    dies
    „Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar noch vor morgen Früh.“ – Henry Ford.
    ist eines davon.

  2. Pingback: Surplus America
  3. Über Geld und unser Geldsystem Bescheid zu wissen und zu diskutieren ist interessant, weil dann irgendwann klar wird, dass das Geldsystem einerseits Ursache, andererseits aber auch nur ein Teil des Problems ist. Viele kluge Köpfe verbringen ihre kostbare Lebenszeit damit, darüber nachzudenken, die Fehler aufzudecken, „Lösungen“ zu erarbeiten und zu verbreiten. Sehr aufschlussreich sind z.B. folgende Vorträge:

    zum Thema Vollgeldreform und Monetative:
    Vortrag von Prof. Dr. Joseph Huber in Berlin, Abgeordnetenhaus
    https://www.youtube.com/watch?v=yIhr3VjP2Oc
    Er erklärt das Vollgeld sehr gut.

    und als Kontrast(?) dazu, der Frage nachgehend:
    wer außer dem „Staat“ profitiert von selbst geschaffenem (zinslosem) Voll-„Falschgeld“?:
    Vortrag Prof. Dr. Philipp Bagus „EZB, Geld und Geldsystem“
    https://www.youtube.com/watch?v=6WU2_H2Bigc
    (besonders die ersten 1 1/2 Minuten lang gut zuhören! Der Rest bis zum Schluss ist auch interessant!)

    Herr Pfluger stellt fest, dass das Geld ein Irrglaube ist und ruft dazu auf, diesen Eiterpickel nicht zu pflegen sondern baldmöglichst zu tilgen. Und ich meine: die größten Propagandisten des alternativlosen Wirtschaftswachstums und des noch etwas enger zu schnallenden Gürtels gleich damit. –>siehe auch Georg Schramm über den Furunkel am Gesäß des Bösen, … das Gelbe kommt weg, ekelerregend, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=urvK7_OCpjQ .

    Der Untertitel des Interviews mit Herrn Pfluger lautet aber wie sein Buchtitel: „Das nächste Geld“!?
    Widerspricht er sich damit nicht selbst? Also brauchen wir zur Rettung -wenigstens der westlichen Welt- nur ein neues Geld oder Geldsystem?

    Das kann’s doch nicht sein! Ändert sich durch ein neues -womöglich Voll- Geldsystem irgendetwas an unserer völlig irrwitzigen Art zu wirtschaften, basierend auf zyklischem Konsum von Gütern und „Dienstleistungen“, deren Sinn längst nicht mehr in der Befriedigung wichtiger menschlicher Bedürfnisse liegt, sondern einzig noch darin, das „Rad“ am Laufen zu halten? -unter rücksichtsloser Ausbeutung und Verschwendung der Natur und ihrer Rohstoffe und der Gesundheit der Menschen.
    Bezahlen wir (oder z.B. H&M) der Näherin in Bangladesch dann 2,50 $ mehr Lohn im Monat, damit sie statt 50 dann 52,50 $ verdient und weiterhin in einem Dreckloch leben muss – das wäre aber doch immerhin eine 5 prozentige Lohnerhöhung! So viel haben die Mehrheit der Arbeitnehmer hier seit Jahren nicht erhalten!

    Vielleicht könnten mit den durch zinsloses Vollgeld geförderten, billigeren landwirtschaftlichen Produkten noch mehr afrikanische Märkte zerstört werden, damit noch mehr afrikanische „Gastarbeiter“ den Weg nach Mittel- und Nordeuropa finden. Anwerbeprämien wie früher für Arbeitskräfte aus Spanien, Portugal, Griechenland, Italien, … sind nicht mehr erforderlich! Da sparen wir doch enorm!

    Tatsächlich wäre eine Gesprächsrunde mit Jean Ziegler (gegen den Raubtierkapitalismus) und Christoph Pfluger (Geld ist ein Irrglaube) interessant. Wenn Franz Hörmann (Kooperation und Info-Money) und vor allen Dingen Peter Joseph oder notfalls ein Vertreter einer deutschen Abteilung der Zeitgeist-Bewegung (ressourcenbasierte Wirtschaft ohne jegliches Geld statt Märkte mit zerstörerischem Geldsystem) noch mit am Tisch sitzen könnten wäre es riesig!

    Überhaupt wäre ein Hinweis auf die Ideen zu einer ressourcenbasierten Wirtschaft, wie sie Jacque Fresco seit einem halben Jahrhundert fordert, und zu »The Venus-Project« (TVP) auf dem KenFM-Portal längst fällig.

    Davon dass die Filme von Peter Joseph -1. »Zeitgeist« https://www.youtube.com/watch?v=GgmLxQuPcNw, und 2. »Zeitgeist Addendum« https://www.youtube.com/watch?v=Cw0086V5cCY, und 3. »Moving Forward« https://www.youtube.com/watch?v=LYyQ0yEz9dI – dem eingefleischten KenFM-Besucher bekannt sind, kann man wohl ausgehen. Das hoffe ich wenigstens!

  4. So viele Kommentare, in der Zeit hätte ich auch ein interessantes Buch lesen können 🙂 Spaß muss auch mal sein. Christoph Pfluger hat meine Nerven im Nu erobert, symphatischer Kerl. An einem BGE wird wohl nichts vorbeigehen können. Das werden die, in die Ecke gedrückten Superreichen, eines Tages selbst fordern, bevor es ihnen an den Kragen geht… aber ob die das dann noch früh genug bemerken und die Zornigen darauf eingehen werden, steht in den Sternen? Gruß Stolli.

  5. Sry, ist n bisschen länger geworden, ich schweife ab, finde aber wieder zurück, um dann doch noch mal ab zu schweifen, weil ich zwischendurch auf Antworten eingehe und alles in einem Abwasch erledigen wollte. Ich hoffe, dass ich hier viele Dinge, die mich beschäftigen, vereinen konnte ohne selbst ins „Schwafeln“ ab zu gleiten 😉 Weiter unter hab ich mal Vorschläge gemacht, was evtl. helfen könnte, um dieses Gewusel an Beiträgen sinnvoll in Taten um zu setzen. Weil sonst haben wir nur Beiträge, die nach und nach weg rutschen, passiert ist aber noch nüscht.

    @ Mamomi:
    Vielen Dank für deine Anteilnahme und deinem Beispiel, was dieses Menschen verachtende System aus Menschen macht, die einmal Kinder mit großen Hoffnungen waren! Von meinem eigenem Beispiel abgesehen, könnte ich, könnte wir, zig solcher Geschichten erzählen.
    Ich selbst habe mich schon dabei erwischt, wie ich, nach dem ich damals eine Weile in Berlin verbracht habe, an Obdachlose vorbei gegangen bin und sie nicht mehr sah. Man stumpft ab, jeder von uns. Das soll kein Vorwurf sein, aber jeder kann in sich selbst nach fühlen, wie sehr man schon vom System versteinert wurde. Wir alle sind mit der Welt so überfordert, sodass kein Platz mehr für Gefühle bleibt. Würden wir alles an uns heran lassen, wären wir alles Kunden der Pharmaindustrie und Psychiatrischer Einrichtungen. Die Hilfe, die uns geboten wird, ist zum Mittel des Geld Generierens verkommen.
    So verhält es sich auch mit dem „ rechtlichen Beistand“
    In meinem Fall geht es ja nicht um Hartz4, sondern um Guthaben, die aus Betriebskostenabrechnungen stammen und unterschlagen werden. Es geht um Verschleppung und Verschleierung, weil der Insolvenzverwalter, alle paar Jahre ein neues Türschildchen bastelt und neue Konten eröffnet etc. pp.
    Ich will das auch nicht weiter ausführen. Das Ding ist: Ich müsste Rechtskostenbeihilfe beantragen und bekomme dann einen Anwalt, der nach einer Pauschale bezahlt wird. Es ist leider ein Erfahrungswert, dass solch motivierte Anwälte erst auf dem Weg zum Gericht ein Blick in die Akte werfen, aber darüber hinaus keine Anstrengungen betreiben, den Fall so aufzuarbeiten, dass das Ausmaß des Betruges sichtbar wird.
    Egal in welchem Bereich, gehört man nicht zur Elite, bekommt man nur das Letzte!

    Ich versuche generell zu differenzieren, nicht zu sagen: „Die Griechen, Die Amerikaner und die Jobcenter Angestellten“. Denn auch ich habe Jobcenter Mitarbeiter kennen gelernt, die nicht den gängigen Klischees entsprachen. Dazu ist ein Video, welches auf You Tube zu finden ist, ganz interessant: Gewollte Armut – Mit Inge Hannemann (15.04.2013).
    Leider gibt es aber unter den Anständigen, immer auch die Ängstigen. Die nicht aufstehen und sagen: NEIN, wir setzen die Weisungen nicht um.
    Ansonsten bin ich kein sonderlich mutiger Mensch, ich habe nur nichts mehr zu verlieren. Und NEIN sagen, bedeutet in meinem Fall, dass ich „die Karre gegen die Wand fahre“. Hätte ich noch Energiereserven, würde ich wegen jedem Scheiß klagen, aber es reicht bei mir gerade nur noch für ein lautes: „NEIN, ich unterschreibe nichts mehr“. Ich habe mich die letzten Jahre verbrannt, weil auch ich einen Rest Hoffnung hatte. Die Hoffnung das Ruder noch einmal rum reißen zu können. Ich bin gut ausgebildet, aber mehr als Praktikantentätigkeiten sind nicht drin. Ich hab mich damals an meiner Ausbildung so aufgerieben, dass ich zusammengebrochen bin. Eine 75 Stunden Woche, war Zeitweise die Regel, weil ich weite Strecken fahren musste. Als ich merkte, dass ich nur in einer Praktikantenschmiede gelandet war und noch persönliche Probleme zu meinem eh schon vollen Zeitplan hin zu kamen, war es das. Die Leute, die mit pseudomoralistischem Gequacke aus der Mattscheibe belehren, bieten gleichzeitig auch Arbeitsbedingungen, die unter aller Sau sind. Die Medienbranche biete die meisten unbezahlten Praktika, so mein nicht ganz objektives Empfinden. Ich hab beim RBB meine Prüfungen absolviert und weiß nur zu gut, wie Propaganda und Volksverdummung funktioniert.
    Schreiben tue ich dass, weil man mit „NEIN“ sagen auch Faulheit verbinden könnte“. Ich hab dem Amt aber auch gesagt, dass wenn ich noch einmal in einem Computer Kurs sitzen muss, dafür sorge, dass der schlecht ausgebildete Dozent zeigen kann was er drauf hat, wenn ich ihm aus Langeweile das Netzwerk zerkloppe. Denn solange sich die Umstände, also die Arbeitsbedingungen nicht ändern, folgt ein Kurs dem Anderen. Und das nur um die tatsächlichen Arbeitslosenquoten auf zu hübschen.
    Umziehen darf ich nicht, weil die nächste Wohnung billiger sein muss, als die Jetzige. Was verdammt schwer sein dürfte. Und wenn mir ein Umzug, ins z.B. Berliner Hartz4 Ghetto, bewilligt werden würde, hätte ich neue Probleme die sich aus den Gegebenheiten eines solches Ghettos ergeben, ohne aber die Gewissheit eines Arbeitsvertrages zu haben.

    Zu: „Gewaltfreie Kommunikation“. Widerstand ist eine Form von Gewalt. Es reicht doch vollkommen, wenn wir uns darauf einigen, dass bei aller „Gewalt“ niemand verletzt wird 😉
    Aber deshalb sind wir doch (hfftl.) alle hier. Weil wir Gewalt ausüben wollen, Druck machen wollen, ohne aber so zu werden wie DIE. Wenn wir gewalttätig werden, haben wir keine Chance, die rufen Notstandsgesetze aus und ballern uns gnadenlos über den Haufen!

    Ich wünsche dir Kraft, um das Erlebte zu verdauen !

    @KenFmFan: Danke für deine netten Zeilen!
    Meine Insel wird wohl eines Tages in den rumänischen Karpaten liegen. Hartz4 macht vor allem handlungsunfähig. Ich erreiche nur wenige Leute, die kann ich an 5 Finger abzählen. Und ob ich den Mut habe, mich Medienwirksam, und für jeden Menschen sichtbar, im TV zu präsentieren, …„zähne knirschen“. Meine Biografie ist (räuspern) dermaßen „problematisch“, dass ich unter Umständen Geister wecke, über die längst Gras gewachsen sind. Das mit Kommunen ist auch immer so eine Sache. Was ich bisher über spanische Hippie Dörfer gesehen habe, also Geld ist da auch ein Problem …und Alkohol 😀 Allerdings wollte ich tatsächlich mal eine Rad Tour ins spanische „Hippiehausen“ wagen. Ob ich dann noch über die Grenze komme, ist die andere Frage. Das wäre auf jeden ein Lebensstil, den ich mir vorstellen kann. Solche Kommunen sind allerdings gut versteckt und nur schwer zu finden, …sonst wäre ich schon dort.
    PS: Das mit den Quellen hat mir gefallen 🙂

    @Der Souverän: Gegens Schienbein tret 😉 lol
    Also der Führer, der mich noch mal an die Hand nimmt, dem beiß ich in den Finger! Notwehr nenne ich das dann. Ich kann dich trotzdem verstehen.
    Wir Menschen sind halt nur schlecht erzogen. Von Kindes Beinen an. Immer will Horst in der Schule Team leader sein etc. Gibt da so ne Volksweisheit: „Geb nem Bauern n Posten“.
    Das Problem ist, Führen verführt. Irgendwann hebt man dermaßen ab, das man am Wandlitzsyndrom, wie ich es nenne, leidet. Man verliert den Bezug zum Volk. Macht, macht bescheuert. Irgendwann wird man so wunderlich, dass man niemand anderen zu traut, die Dinge zu regeln. Wenn man dann noch Angst hat, gestürzt zu werden, ….Geschichtsbuch rüber werf. Zeig mir einen Führer, der als Arsch geboren wurde! Und dann siehe, was aus ihm geworden ist. Führer bringen nur vorübergehend dem Einzelnen Kraft. Es liegt an der Psyche. Menschen, die sich zum Führen eignen, tragen auch den Drachen in sich. Ich schließe mich auch da Ken an, Anarchie ist das einzige System, in dem kein Krieg möglich ist. Wer sich in diesem System erhebt, in dem er wieder rafft und Menschen aufhetzt, ist schon draußen. Bescheidenheit ist Erziehungssache, Führer sind schlecht erzogen! Und was macht man, wenn ein Führer stirbt, wartet man dann wieder auf den Nächsten? Gibt dann jemand Führerunterricht auf ner Führerschule? Bekomme ich so vielleicht endlich meinen Führerschein? 😉
    Und was willst du im Djungel, wenn du eh nicht weißt, wo es da lang geht? Die Natur kannste auch am Djungelrand genießen, statt durchs Unterholz zu brechen und vermutlich Tierarten breit zu latschen, die eh schon mit Überlebensstress zu kämpfen haben. Und du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass du so unselbstständig bist, dass du permanent ne Krücke brauchst, die dich durchs Leben hieft? Da stellst du dir ja ein Armutszeugnis aus. Überdenke das mit der Einen, Richtigen Führungsperson, auf die man eh immer ewig warten muss, weil se sich immer so fülle Zeit lässt um Muttiś Ausgang zu finden 😉 Und wenn du den Planeten von oben siehst, wirst du feststellen, dass auch du nur eine ganz kleine Einheit bist. Man muss dir halt nur Zeigen, was du zu tun hast. Dafür brauchst du aber nur Erziehung und Eltern, die ihren Job gut machen und Aufgaben hast du genug, wenn du für dich selbst sorgen musst. Naturgesetze stehen u.A. im Physikbuch, vom Führer steht da nüscht. Wer da andere Informationen hat, bitte mit Quellnachweis einreichen!

    Für die, die sich fragen, was das alles mit dem Thema zu hat. Mich hat anfangs (29. April 2016 at 01:12 ) geärgert, dass hier wieder viel zerredet wird. Viel Buchhalterischer Kram. Ich hatte da den Eindruck, als wenn Menschen hier nur ihr „Fachwissen“ parken möchten, bzw. Alternativen negieren wollen, um User die hier vllt. neu sind abzuschrecken und zu verwirren.
    Ken hatte doch in Position 5 gemeint, dass er Think Tanks mit einigen seiner Gäste bilden möchte. Er wird sicherlich so schlau sein, gegensätzliche Charaktere einzubeziehen um ein breites Spektrum an Kreativität zu haben. Ich selbst habe nur Angst, dass hier viel gesabbelt wird, so unendlich viel, dass alles wieder auseinander driftet und sich im Sande verläuft.
    Es liegt aber auch noch am Aufbau dieser Seite, dieses Netzwerkes.
    Solche Finanzsachen sind Projekte, in denen man sich endlos verlieren kann. Ich frage mich nur, welche Prioritäten man setzen sollte. Es macht hier den Eindruck, als ob die Menschen erst bereit zum wandel sind, wenn ein neues Geldsystem gefunden wurde. In Anbetracht der Weltlage empfinde ich es aber als Luxus, mit Theorien zu spielen, während sich verschiedene Faktoren langsam zum Kollaps summieren.
    Vielleicht sollte der Tag X eine etwas höhere Priorität einnehmen.
    Die Basics der Selbstversorgung halte ich für verdammt wichtig. Angenommen Morgen kommt in den Medien: „Börsenkollaps“. Was dann? Ich hab da Bilder vor Augen die mir Angst machen. Bilder von Plünderungen, marodierende Banden, Mord und Totschlag. Dann ist Schluss mit Lustig! Keinen interessiert dann, ob sich mal jemand über Alternativen den Kopf zerbrochen hat.
    Das Problem was ich sehe, liegt aber noch n bissl woanders, an dieser Web Seite bzw. an der Netzwerkstruktur dieser Web Site.
    Es müsste hier Channels geben, die sich nach Fähigkeiten aufteilen, statt immer Beiträge tot zu diskutieren um danach tatenlos pennen zu gehen. Es ist also nicht unbedingt Kritik an Usern. Mir geht es auch nicht immer, um Falsch oder Richtigkeit der Beiträge, ich hätte es hier gern sortierter um, je nach Fähigkeiten, effektiven Widerstand leisten zu können. Ein Widerstandsmanagement szsgn.
    Verschiedene Reiter des Netzwerkes könnte wie folgt aussehen.

    Finanzen u. Möglichkeiten der Arbeitskraftspeicherung
    Alternativen zum Kommerziellen Einheitsbrei, mit Unterteilungen z.B:
    Ernährung
    Bekleidung
    Stromversorgung, Technik
    Bauen. Häuser die Autark funktionieren gibt es schon.
    Die kleine Landwirtschaft. Selbstversorgung

    Ich selbst verweigere mich „asozialen“ Netzwerken. Fratzenbuch ist keine Option für mich. Weil ich kein Aldi liken will, meine Daten nicht verkaufen möchte ohne einen Cent dafür zu sehen und weil ich mich nicht zur Projektionsfläche minderbemittelter Bratzen machen möchte, die zu dämlich sind, den Busplan zu lesen, aber immerhin noch schlau genug, um einen Shitstorm zu organisieren, wenn man ihnen erklärt, das ihr Wissen mit dem letzten Spongebob Comic endet. Deshalb bin ich froh, dass ich nach Jahren, wieder auf Ken gestoßen bin und war verblüfft, was er seiner Zielgruppe so anbietet. Deshalb bedanke ich mich recht herzlich beim rbb für die Kündigung, einer ihrer stärksten Zugpferde 🙂 Und danke, dass ich auch mal ein Netzwerk nutzen kann, welches mein Hirn wieder Reizt.
    – – Etwas zum Thema – –
    Wir werden uns, früher oder später, von dem Leben so wir es jetzt kennen verabschieden müssen.
    Deshalb halte ich es für fatal, wenn sich Bürger vor Dingen scheuen, die sie als „Mittelalterlich“ betrachten. Sich selbst am Leben zu erhalten, sollte zu den Grundlagen gehören. Das kann jedes Tier, nur wir nicht? Wenn jeder Mensch in der Lage ist, seine Grundbedürfnisse selbst zu stillen, sind alternative Zahlungsmittel eher sekundär, weil der Mensch zum tauschen neigt. Tauschen/Handeln ist auch eine Option und man sollte nicht unbedingt Tempel einführen, oder gar drohend den Zeigefinger erheben. Als Erstes sollten wir Normen des Umgangs einführen.
    Wer 1000 Eier anbaut, hat sicherlich anderes im Sinn, als nachhaltiges Produzieren von Lebensmittel. Und wer zu doof ist, ein Stuhl zu bauen, muss halt im Schneidersitz hocken.
    Und wenn ich einen Stuhl baue, benötige ich keine Tage, das sollte recht schnell gehen, und wenn ich dafür nur 3 Eier bekomme, weil das Huhn n schlechten Tag hatte, sag ich einfach: „drauf geschissen, viel Spaß mit dem Stuhl und danke für die Eier. Aber vllt. kannste mir ja noch n Stück Speck mit geben“.
    Es geht also viel mehr um Erziehung, Selbsterziehung. Wo ich heute weniger bekomme, bekomme ich beim nächsten mal mehr. Wenn ich mehr zu geben habe, muss ich nicht alles aufs Pfund zurück bekommen. Weil ich auch gönnen kann. Das Produkt allein macht doch nicht lange glücklich. Glücklich macht doch, wenn jemand anderes gern etwas abgibt, und so gibt man auch gern etwas zurück. Glücklich macht auch der produktive Prozess, solange einem niemand mit der Knute jagd und mit Sanktionen droht.
    Das sind Basics, die hab ich als Kind schon gelernt, weshalb verhalten sich Erwachsene Menschen wie Raubtiere? Ich bin in der DDR aufgewachsen, das sollte ich vielleicht noch dazu sagen. Tauschhandel hat bei uns auch gut funktioniert. Künstler, Wissenschaftler, Lehrer. Solche Leute machen ihren Job doch nicht nur des Geldes wegen. Ich höre immer: Wissenschaftler etc., haben keine Zeit für Eigenanbau, deshalb brauchen wir eine Arbeitskraftspeicherung. Ich kenne Lehrer die haben einen Garten und nehmen sich aus Spaß auch die Zeit dafür. Deshalb wiederhole ich noch mal: Die Basics der Selbstversorgung sollte von Kindesbeinen an gelehrt werden! Man bestellt für sich allein schließlich keine 10 Hektar Land. Ich glaub, man unterschätzt den Willen zur Hilfe, weil wir nur Egoisten gewohnt sind.
    Und ne Zwiebel in den Boden zu popeln, um sie später zu ernten…. Herrrrgottt, n Pfandpullenautomaten zu bedienen ist für einige viel schwieriger 😀 ← Hab ich selbst gesehen.

    Alternative Arbeitskraftspeicherung und das damit verbundene Zahlungsmittel? Gerne. Aber wir sollten nun auch nicht ALLE unsere Energie daran verbraten.
    Vllt reicht es, wenn man unter solche Beiträge, wie von Pfluger etc., ein einfaches „gefällt“ mir oder „sehe ich kritisch“ setzen könnte. Das würde viel mehr Überblick schaffen, was die Beliebtheit des Einen oder Anderen Vorschlages angeht.
    Die Experten auf den jeweiligen Gebieten sollten dann zusätzlich die Möglichkeit haben, sich in Think Tanks auszutauschen.
    Entweder Ken bastelt hier n paar Spartenkanäle, die man als Think Tanks nutzen kann, rein oder bindet das irc mit ein. Aber die Seite ist ja eh noch nicht fertig und der Programmierer muss sicherlich auch mal schlafen.

    Zur aktuellen Situation hätte ich auch noch einen Wunsch.
    Leiharbeiter und Arbeitslose brauchen eine Lobby. Zu der können wir uns alle machen.
    Kleines Beispiel:
    Immer wenn jemand mit dem Jobcenter Stress hat, weil wieder ne Kürzung etc. ansteht. Kurzfristig eine Art Flashmob organisieren und mit Trillerpfeife die Bude rocken. Und zwar jedes mal. Wir müssen uns gegenseitig mehr unterstützen! Es gibt schließlich auch Idioten, die sich zu einem Flashmob zusammen finden um McDonaldś leer zu fressen, da muss es doch auch möglich sein, Flashmobs zu organisieren um in Jobcentern, medienwirksam, die Rote Karte zu zeigen. Man kann auch die ganzen gemeinnützigen Vereine und ihre Sinnlosbeschäftigungen aus ihrer Anonymität holen. CJD und wie se alle heißen. Einfach mal n Video von den bescheuerten Tätigkeiten auf You Tube posten.

    – Leiharbeiter benötigen eine Zentrale Anlaufstelle. Da muss in Zukunft schnell etwas passieren! Ich träume von einem Bundesweiten Streik der Leiharbeiter und Billiglöhnern. 70 % der Vollzeitbeschäftigten gehören zu dieser Gruppe, wenn die mal 1 Woche auf die Straße gehen, kommt die Industrie aber ins Schwitzen. …Und die Politik erst.
    Man sollte dafür eine Web Seite einrichten, in denen man Aktionen organisiert.

    Briefkastenaktionen sind immer eine tolle Sache! Die Menschen sollten von KenFm erfahren. Leider haben immer noch nicht alle Bürger Internet. Ich selbst muss Aufwand betreiben, um an Kenś Videos zu kommen. Wenn ich hier schreibe, kann ich keine Videoś gucken. Nur das, was ich mir runter geladen habe, was ich aber nicht täglich machen kann.
    Allerdings gibt es Leute, die schnelles Internet haben und KenFm trotzdem nicht kennen. Da könnten Flugblätter Abhilfe schaffen. Der Inhalt müsste sicherlich von Ken oder seinem Team verifiziert werden. Oder er stellt gleich ne PDF zum Drucken online.

    Ich selbst würde mich noch ganz anders nützlich machen. Ich habe schon über ein „Peter Lustig Format“ für komplexe Inhalte nach gedacht.
    Es gibt ne Menge Menschen, die mit viel Text nichts anfangen können, die keine Stundenlangen Sendungen verfolgen können. Die einfach nicht in der Lage sind, komplexe Themen zu verstehen, aber trotzdem brav das kleinere Übel wählen und somit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Solchen Menschen könnte man evtl. mit animierten Formaten begegnen. 10 Minütiges Format, in denen man Animationen oder Grafiken sprechen lassen könnte. Bei mir hapert es dann aber wieder an den Möglichkeiten.
    Meine alte Kiste läuft ganz ohne Grafik,- und Audiokarte. Kommerzielle Betriebssysteme bringe ich auf der Kiste gar nicht mehr zum laufen. Wenn ich ein Video rendern möchte, gibt’s so komische Geräusche, dass ich hinterm Stuhl in Deckung gehe. Blender, Kdenlive o.Ä. kann ich also nicht nutzen. Ein Zeichentablett besitze ich ebenfalls nicht, und so kann ich nicht viel. Aber vllt. greift jemand die Idee auf und versucht sich mal in so etwas.

    Vielen Dank an alle, die sich engagieren. Gewaltfrei, aber Machtvoll!

    Bis die Tage 🙂

    • @ van Galgenberg: “ Gewaltfrei, aber Machtvoll!“

      Hartz 4 ist die durch Kommerz gesteuerte Gewalt gegen die Freiheit des Menschen.
      Würden wir allgemein bemerken, dass unsere Gottlosigkeit sowohl von Bankherren als auch von der Politik und den von der Politik kaum noch unterscheidbaren Amtskirchen gewollt ist und durch Staatsschulen gefördert wird, würden wir über „Gewaltfreiheit“ ganz neu nachdenken und würden z.B. über die durch Joh. 2. 12-16 beschriebene „Tempelreinigung“ meditieren.

    • Sehr gute Ideen, van Galgenberg, die nicht untergehen sollten, so nochmal kurz zusammengefasst:
      *Spartenkanäle zum Diskutieren auf KenFM
      *Selbstversorgung lernen
      *Flashmobs in Jobcentern
      *Streiks der Leiharbeiter
      *Briefkastenwerbung für KenFM
      *“Peter-Lustig-Format“ für einfache Erklärungen

      Ich hoffe der Admin hat noch eni wenig Zeit für die Kanäle, das fände ich auch echt Klasse. Anbei herzlichen Dank für die gute Arbeit, dass hier so eine Plattform zur Verfügung gestellt wird.

    • Man sollte da nicht so viel Erwartung/Hoffnung reinlegen. Nach meiner Einschätzung wird es eine Änderung/Erweiterung dieses Forums – wenn überhaupt – nur marginal geben.

    • @Michaela
      Ich bin Atheist, meine Gottlosigkeit ist mir heilig! Religion sollte Privatsache bleiben! Missionarische Dienste haben bisher nur Unheil gebracht! Über Gewaltfreiheit muss man nicht „ganz neu“ nachdenken, das Wort sollte jedem verständlich sein! Auf was du hier Bezug nehmen willst, weißt du bestimmt selber nicht.
      Danke für Nichts!

  6. Grundannahme Tauschwirtschaft – die Mutter aller ökonomischen Irrtümer
    Die meisten Ökonomen treffen die Grundannahme einer real gar nicht existierenden Tauschwirtschaft. Wenn wir Selbstversorger wären, könnten wir tatsächlich Überschüsse tauschen – aber wir haben real eine hochgradig arbeitsteilige Wirtschaft!

    Ist arbeitsteilig wirtschaften nicht auch tauschen?
    Auf den ersten Blick scheint es zwar mit der arbeitsteiligen Wirtschaft nicht anders zu sein. Tauschen wir nicht beim Händler unser Zwischentauschmittel Geld-Ding gegen Ware ein? Und beim Arbeitgeber unsere Arbeitsleistung gegen Geld-Ding – was haben wir übersehen?

    Die Zeit – es wird vergessen, dass bei der Wertschöpfung viel Zeit vergeht
    Die arbeitsteilige Wirtschaft hat eine grundlegende Besonderheit. Die eigentlichen Wertschöpfer und auch die vielen Menschen welche von deren Abgaben leben , müssen ein Einkommen in Geldguthaben haben bevor der Endverbraucher die Ware bezahlen kann. Bitte bedenken Sie jetzt noch, dass der für heutige Wertschöpfungsverhältnisse typisch große Einsatz von Investitionsgütern nur über viele Jahre per Abschreibung auf den Konsumgüter – Produktpreis umgelegt werden kann. Dies ist insbesondere das Einkommen der mit der Investitionsgüter- und Vorprodukte-Herstellung beschäftigten, welches über sehr viele Jahre vorfinanziert werden muss.

    Geldsystemaufgabe = Überbrückung des Zeitbedarfs für arbeitsteiliges Wirtschaften
    Wirtschaften ist also offensichtlich auf der monetären Ebene gar nicht vom Tausch von „Überschuss-Fertigprodukten“ sondern von der Vorfinanzierung der Wertschöpfung geprägt. Natürlich schafft menschliche Arbeit die eigentliche Wertschöpfung, aber das Einkommen der Menschen bedarf eben der Vorfinanzierung.

    Realitäts- Check – Tauschwirtschaft versus Vorfinanzierungswirtschaft
    Machen Sie sich selbstständig oder denken Sie mal drüber nach, was dafür zu tun wäre. Warum sind Sie noch nicht selbstständig? Ist es nicht das Risiko der Vorfinanzierung Ihres potentiellen Leistungsangebots und der Verzicht auf ein sicheres von Dritten vorfinanziertes Einkommen? Oder ist Ihnen selbstständiges Tauschen zu langweilig?
    Wirtschaften ist nicht Tauschen –
    1. Das Geldsystem dient nicht der Tauscherleichterung, sondern der Vorfinanzierung der Wertschöpfung
    2. Es gibt so etwas wie eine „gute Verschuldung“, welche uns hochproduktive arbeitsteilige Wertschöpfung durch Überbrückung des Zeitbedarfs ermöglicht.
    3. Einkommen müssen vorfinanziert werden – also muss erst der Kredit sein und dann erst können Einkommensbestandteile als Guthaben gespart werden.
    4. Wir sprechen also keineswegs über einen Skandal, wenn wir in den nächsten Beiträgen lernen, wie Geld-Guthaben aus Kredit entsteht.

    • Kredit ohne Zins wäre problemlos. Nur wie kriegt man das hin?
      Warum sollte jemand, der etwas hat, das er nicht braucht, damit jemandem Kredit geben, ohne sich dafür vom Kreditnehmer bezahlen zu lassen?
      Eine häufige Ausrede ist, dass der Kreditzins nur das Risiko abdecke, das der Kreditgeber trägt. Aber das stimmt nicht. Dann müsste nämlich bei sicheren Krediten der Zins gleich Null sein. Aber das ist er nicht.

      Ein weiteres Problem beim Tauschhandel ist, dass es oft nicht um Ware geht, die von irgendwem an irgendwen verkauft wird. Oft ist es gar nicht möglich, einen Preis zu ermitteln, weil überhaupt nicht klar ist, was da verkauft wird, und es weder mehrere Anbieter noch mehrere Nachfrager gibt.
      Auch Marx konnte dieses Problem nicht lösen. Stattdessen hat er es so zerquasselt, dass das Problem aus dem Blickfeld geraten ist.

    • „Warum sollte jemand, der etwas hat, das er nicht braucht, damit jemandem Kredit geben, ohne sich dafür vom Kreditnehmer bezahlen zu lassen?“

      Warum sollte das „jemand“ tun? Geldhoheit gebührt alleine dem Souverän und maximal noch in seinem Auftrag dem Staat.

      Warum sollte jemand vor einer roten Ampel halten? Weil er es muß. Und weil er sich und seinen Mitmenschen damit jede Menge Ärger erspart.

    • @ Der Souverän: “ Warum sollte jemand vor einer roten Ampel halten ? Weil er es muss.“

      Warum machte sich Christus eine Geissel und prügelte die Banker aus dem Tempel ?

    • Weil er die Schnauze so gestrichen voll hatte von dem Gesindel, das er ausnahmsweise mal Gewalt angewendet hat – einfach mal ausgeflippt.

    • Streng Geheim sagt: 30. April 2016 at 23:29
      „Kredit ohne Zins wäre problemlos. Nur wie kriegt man das hin?“

      Wieso, das haben wir doch schon. Natürlich nicht für die Sklaven, das steht nur den Herrschaften zu – aber das war ja immer so…

    • Ja, der Fehler steckt schon im Tausch. Tausch ist eben nicht „ich geb dir was, was ich grade nicht brauche und du gibst mir dafür was, was mir im Moment nützlich ist“. Tauschwert und Gebrauchswert sind eben nicht dasselbe. Tauschwert setzt Gebrauchswert voraus, ja! Und je nötiger mir der Gebrauchswert ist, desto mehr kann man mir im Tausch daür abpressen.
      Ein Bäcker z.B. produziert ja nicht seine Backwaren um sie dann zu tauschen, weil er zuviel davon hat und sie nicht braucht. Nein er produziert sie, weil er sie tauschen will, gegen Geld (oder Geldware). Wirklicher (abstrakter) Reichtum entsteht dann, wenn er andere für sich arbeiten lässt und den Mehrwert kassiert: Ein Geselle bekommt z.B. einen Lohn von 10 €/h produziert aber in der Stunde Backwaren im Wert von z.B. 100 €. Diese Backwaren sind aber im Eigentum des Bäckers und nicht des Gesellen. D.h. der Bäcker hat eine Mehrwert von 90€ pro Stunde. Diesen Mehrwert muss er dann durch den Verkauf realisieren – das ist das Risiko des Bäckers. Das ganze System des Tausches ist also schon darauf angelegt, dass sich das Eigentum der Einen durch die Arbeit der Anderen mehrt

  7. Also wir haben ein Schuldgeldsystem das bedeutet:

    Schulden = Vermögen!!
    Wenn alle Schulden zurückgezahlt werden sind auch alle Guthaben weg.
    Ob das nun einem passt oder nicht.
    Erst der Kredit und dann das Guthaben.

    Kann man hier nach lesen im Buch der Deutschen Bundesbank
    „Geld und Geldpolitik“

    Auf der Seite 75

    3.5 Geldschöpfung

    Bargeld

    Wie das Bargeld in Umlauf kommt
    Wenn eine Privatperson Bargeld benötigt, hebt sie dieses typischerweise am
    Bankschalter oder Geldautomaten ab. Aber wie kommen die Banken an das
    benötigte Bargeld? Prinzipiell gilt, dass im Euro-Raum nur die Zentralbanken
    des Eurosystems Banknoten und Münzen in Umlauf bringen dürfen. Abgewickelt
    wird dieses „In-Umlauf-Bringen“ im Euro-Raum normalerweise so: Wenn
    eine Bank Bedarf an Bargeld hat, nimmt sie bei der Zentralbank einen Kredit
    auf. Die Zentralbank prüft, ob die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe
    erfüllt sind. Ist dies der Fall, schreibt die Zentralbank der Bank den aufgenommenen
    Betrag auf dem Konto der Bank bei der Zentralbank als Sichteinlage
    gut. Die Zentralbank gewährt nur dann Kredit, wenn die Bank den Kredit
    durch Hinterlegung von Pfändern besichert. Ganz allgemein handelt es sich
    bei solch einem Vorgang – Kreditgewährung und entsprechende Gutschrift als
    Sichteinlage auf einem Konto – um die Schöpfung von Buch- oder Giralgeld.
    In diesem Fall handelt es sich um die Schöpfung von Zentralbankgeld. Denn
    die Sichteinlagen, die Banken auf ihren Konten bei der Zentralbank halten,
    sind Zentralbankgeld.

    Seite 76 Buchgeld

    Wie das Buchgeld der Geschäftsbanken in Umlauf kommt

    Der Vorgang entspricht der Entstehung von Zentralbankgeld: In der Regel
    gewährt die Bank einem Kunden einen Kredit und schreibt ihm den entsprechenden
    Betrag auf dessen Girokonto als Sichteinlage gut. Ähnlich wie die
    Zentralbank prüfen auch die Banken zuvor genau, ob die Voraussetzungen
    für eine Kreditvergabe gegeben sind. Insbesondere wird geprüft, ob der Kreditnehmer
    in der Lage sein wird, den Kredit mit Zins- und Tilgungszahlungen
    zu bedienen. Auch muss die Bank ihre Kosten im Blick haben, darunter ihre
    Kosten für eine Refinanzierung des Kredits.

    Hier der Link zum Buch

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile

    Und hier noch herr Müller dazu

    https://www.youtube.com/watch?v=QT5ZbSyz2gk

  8. Das mit dem Zins ist eine sehr verworrene Sache.
    Wer etwas verleiht, geht das Risiko ein, dass er das Verliehene ganz oder teilweise nicht zurück bekommt. Dieses Risiko lässt er sich bezahlen. Das wird gewöhnlich Risikoprämie genannt.
    Der Verleiher wird nicht eher verleihen, bis er deutlich mehr als die Risikoprämie kassieren kann. Wenn es ihm nicht angeboten wird, wird er nicht verleihen. Er sitzt am längeren Hebel. Er kann es sich leisten. Das, was über die Risikoprämie hinaus geht, nennt Gesell Urzins.
    Beim Verleihen von Geld wird es komplizierter. Da spielt Inflation eine Rolle. Der Verleiher will Risikoprämie plus Inflatioinsausgleich plus Urzins haben.

    Bei Eigentum an Ackerland wird deutlich, wohin das Ganze führt. Wer Ackerland verpachtet, kann sich aus dem Urzins weiteres Ackerland kaufen. Aber durch Ackerbau wird das Ackerland nicht mehr. Irgendwann stehen sich nur noch große Eigentumklumpen gegenüber und der Preis für Ackerland wird utopisch. Für einen Bauern, der Ackerland pachten muss, ist es unmöglich, jemals Ackerland zu erwerben. Und der Eigentümer von 1000 Hektar Ackerland, der bemerkt, dass er aus dem Urzins, den ihm die 1000 Hektar in einem Jahr einbringen, nicht 20 Hektar kaufen kann, lässt es brach liegen, investiert stattdessen in Wachmannschaft, die verhindern, dass Landlose ihm sein Eigentum streitig machen.

    Was ist Kapital?
    Ist das nur tatsächliches oder auch fiktives Produktionsmittel? Wenn es nur tatsächliches Produktionsmittel ist, müsste Gewinn = Kapital * Zinssatz gelten.
    Was ist ein Acker wert, der brach liegt, weil der Eigentümer den Hals nicht voll kriegt? Bewertet man die tatsächlichen Kosten für den Eigentümer, also die Kosten für die Wachmannschaft, ist sein Gewinn negativ. Ist der Zinssatz negativ oder das Kapital?

    Nun zum Thema „Das nächste Geld“.
    Es wäre schön, wenn der Gewinn aus einem Kreditgeschäft dem Staat gehören würde, der ihn dann bevorzugt an ärmere Bevölkerungsteile ausgibt.
    Dazu müsste aber der Staat das Monopol auf das Geld haben. Solange Eigentum zerstückelt und weitergegeben werden kann, haben Eigentümer die Macht, Geld zu erzeugen.
    Man könnte das verhindern, indem man Geschäften, die mit nichtstaatlichem Geld ausgehandelt werden, den Dienst des Staates verweigert. Das heißt, dass zum Beispiel bei Betrug der Betrogene Pech gehabt hat.

    • „Das mit dem Zins ist eine sehr verworrene Sache.
      Wer etwas verleiht, geht das Risiko ein, dass er das Verliehene ganz oder teilweise nicht zurück bekommt.“

      Wenn eine Bank Geld verleiht, so hat sie das Geld vorher nicht besessen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Das nennt man FIAT Geld!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Wenn sie aus Nichts ihnen Geld für einen Grund gibt, so trägt sich die Bank ins Grundbuch ein, wo ist das Risiko???????????
      Die Bank hat also aus nicht entweder den Grund(Haus) oder das Geld das sie als Zinsen bezahlt haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Der Aufwand der Bank ist dafür 2 Zahlen im Computer zu ändern!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      „Es wäre schön, wenn der Gewinn aus einem Kreditgeschäft dem Staat gehören würde, der ihn dann bevorzugt an ärmere Bevölkerungsteile ausgibt.“

      Genau dieser Ansicht bin ich auch, jeder der einen Kredit nimmt verschafft sich einen Vorteil gegenüber der Allgemeinheit und sollte dafür die Allgemeinheit auch entschädigen. Dies wäre mit einem staatlichen Vollgeldsystem problemlos möglich!!!!!!!!!!!!

    • @ Eiszeit
      Im ersten Teil geht es nicht um Banken. Um Banken geht es erst im zweiten Teil, wo es um Kreditgeschäft geht.
      Zins ist auch ohne Banken vorhanden.

      Banken erzeugen nur Geld, wenn der, der das Geld bekommt, Eigentum an die Bank verpfändet. Die Bank riskiert nichts. Wenn der Kreditnehmer nicht zurückzahlen kann, behält die Bank das Pfand. Der Kreditzins, den die Bank erhebt, ist Risikoprämie und Liquiditätsprämie. Wenn die Bank sich völlig sicher ist, dass das Pfand auch später noch den Wert des Kredites abdeckt, ist die Risikoprämie Null.
      Wenn der Eigentümer allgemein bekannt ist, also ein ganz dicker Fisch, kann er Aktien ausgeben, mit der man überall einkaufen gehen kann. Diese Aktien sind dann Zahlungsmittel. Der Eigentümer braucht nur zur Bank zu gehen, wenn er keiner von den ganz dicken Fischen ist. Dafür muss er die Liquiditätsprämie zahlen.

      Wenn der Staat der einzige sein soll, der Geld erzeugt, muss verhindert werden, dass mit anderem Geld bezahlt wird. Dieses andere Geld kann Fremdwährung, Edelmetall oder Aktien sein. Wie soll man die Menschen im Staat dazu bringen, das offizielle Geld gegenüber dem anderen Geld zu bevorzugen? Mein Vorschlag ist, nur bei der Verwendung von offiziellem Geld Schutz vor Betrug anzubieten.

      Wir werden das Zinsproblem nicht los, wenn wir an Eigentum und Vertragsfreiheit festhalten.

    • „Wenn der Staat der einzige sein soll, der Geld erzeugt, muss verhindert werden, dass mit anderem Geld bezahlt wird.“

      Das gab es ja nun schon oft und gibt es immer noch. Das Problem einer Komplementärwährung gibt es nicht, da es immer an breiter Akzeptanz fehlt und diese bei vernünftiger Geldpolitik eh von den Bürgern nicht gewünscht wird. Sollte es doch regionale Währung-en geben, sind sie so marginal das sie einen Staat nicht kümmern. Letztlich wird sowie immer wieder getauscht in das vorgeschriebene Geldsystem.

      Man lann das auch mit Schattenwirtschaft vergleichen. Diese wird es immer geben, lässt sich auch im diktatorischstem Dikatatorenstaat nicht verhindern und wird letztlich sogar geduldet, weil es eben aus dem System kein effizientes oder/und dauerhaftes Entrinnen gibt.

    • P.S.
      Außerdem dient die Schattenwirtschaft der Realwirtschaft. Denn das was dort umgesetzt wird, fließt auch wieder ungefiltert – also ohne Reduktion durch Steuern – in die Realwirtschaft. So kann dann die Realwirtschaft die Steuern die die Schattenwirtschaft „eingespart“ hat selbst einheimsen und beiseite schaffen.

  9. Ist es gut, wenn wir sooo viel über Geld wissen bzw. so viel darüber diskutieren (Golddeckung, Umlaufgebühr, Grundeinkommen usw.)?

    Manchmal habe ich das Gefühl, daß all die Diskutiererei die vermeintlich aufgewachten Menschen dazu bringt, daß sie ausschließlich ihren Fokus darauf legen, was sie nicht wollen.
    D.h. es fehlt somit auch an Wertschätzung z.B. für jene Zahlungsalternativen, die schon da sind.

    (Hinweis: Neben Regionalgeldern (RG) und Tauschringen (TR) schießen gerade Stadtgelder (SG) – oft Geschenk- oder Einkaufsgutschein genannt – regelrecht wie Pilze aus dem Boden. vgl. http://martinmatzat.com/stadtgelder-deutschland-oesterreich-schweiz)

    Zugegeben, egal ob TR, RG oder SG – sie tun so manches Mal nicht wirklich etwas dafür, daß selbst der „Geldunwissende“ Wertschätzung für die Zahlungsalternative erfährt.
    Es geht meist lediglich um einen gewissen Idealismus ohne gewisse Marketingzusammenhänge, wie z.B. jener der richtigen Kommunikation für den „Zielkunden“, verstanden zu haben.
    (Ja, auch Wissen des „alten Bewußtseins“ kann nützlich sein!)

    Denn wenn wir uns mit der Wertschätzung auseinander setzen, dann erfahren wir diese – auch wenn wir uns noch so sehr in der Fülle wähnen – meist erst dann, wenn etwas wirklich knapp ist.

    Worauf will ich hinaus?

    Herr Pfluger brachte gleich zu Anfang das Beispiel des Talents, wo die Teilnehmerzahlen zusammengeschrumpft sind. Und so geht es vielen TR und RG – es fehlt an der Aktivität der Mitglieder.
    Also etwas, was es attraktiv macht einem solchen TR oder RG beizutreten bzw. dabei zu bleiben.

    Was also braucht ein TR oder RG um attraktiv zu sein?

    Die Antwort mag paradox klingen, weil wir alle ja irgendwie aus der Knappheit herauswollen, aber genau das ist es:
    Ein unseren Idealen entsprechendes Geldsystem – welches wir selbst schon jetzt entwickeln könnten – braucht MINDESTENS EIN KNAPPHEITSELEMENT.
    Also etwas, was die Zahlungsalternative echt begehrenswert macht.

    Denn ansonsten fehlt die Wertschätzung für die Zahlungsalternative und somit auch der stabile Kern für’s „expotentielle Wachsen“!
    😉

    Liebe Grüße
    Martin

  10. Der Zins fehlt nicht.

    Die Theorie vom fehlenden Zins. Der Hauptfehler dieser Betrachtungsweise ist die Inselbetrachtung bzw. die isolierte Betrachtung von einzelnen Krediten in einem Geldsystem. Die Realität in der Welt der Kredite sieht jedoch ganz anders aus. In unserem Geldsystem überlagern sich zigtausende von Krediten die sich unterscheiden in Beginn, Laufzeit und Höhe des Kredites

    Wir halten fest: Der Kreditzins fehlt nicht, solange der Zins ausgegeben wird

    Hier das ganze ausführlich. https://dl.dropboxusercontent.com/u/54964470/zins%20fehlt%20nicht.pdf

    Gruß der Pfälzer

  11. Banken können kein Geldvermögen aus dem nichts erschaffen.
    Banken können nur Zahlungsmittel Schaffen kein Geldvermögen!
    Es ist sehr wichtig dies zu unterscheiden sonst zieht man völlig falsche Schlüsse.
    Das kommt, meiner Meinung nach, daher, dass man nur die erste (1)Buchung in Betracht zieht.
    Beispiel:
    Es benötigt jemand 200 000 für ein Eigenheim.
    (1)200 000 Kreditkonto = 200 000 Girokonto = 200 000 aus dem Nichts/Luft
    Aber was ist das jetzt Guthaben /Geldvermögen der Bank ?
    Oder Guthaben/Geldvermögen des Kreditnehmers.
    Die Bank kann nun nicht über die 200 000 verfügen und hat daher auch keine Guthaben/Geldvermögen.
    Der Kreditnehmer kann über die 200 000 verfügen. Hat er jetzt Guthaben /Geldvermögen?
    Wohl kaum da 200 000 auf dem Girokonto – 200 000 auf dem Kreditkonto in der Summe = 0 ergibt.

    Bis hierher hatten wir es mit Zahlungsmittel zu tun.
    Der nächste Schritt ist der Entscheidende.
    (2) Die 200 000 werden jetzt auf das Konto der Hausbaufirma gebucht, die dann das Haus baut.
    Die Hausbaufirma hat jetzt ein Guthaben/Geldvermögen Zuwachs von 200 000.
    Mit diesem Geld werden jetzt die Materialen und die Gehälter wie auch der Gewinn der Hausbaufirma verrechnet.
    So nun müsste es klar sein das die 200 000 Schulden des Kreditnehmers zu Guthaben der Hausbaufirma und dann zu Guthaben der Arbeitnehmer in Form ihrer Entlohnung werden.(Natürlich für alle die direkt oder indirekt am Hausbau beteiligt sind)
    Jetzt ist auch klar sein das Einkommen wenn wir mal annehmen man wären bei der Hausbaufirma beschäftigt durch Schulden eines Dritten vorfinanziert werden.(Hier der Kreditnehmer kann auch der Tischlermeister oder Bäcker sein der sich selbständig macht.)
    Die Funktion des Geldes ist die Vorfinanzierung von Produkten und Dienstleistungen.
    (alles weitere wie die Tauschmittelfunktion ist eine Nebenfunktion.)
    Nun wieder zurück zum Geld aus Luft oder dem Nichts.
    Den 200 000 stehen jetzt ein Haus gegenüber (die Bank steht wohl im Grundbuch) und nicht etwa Luft oder gar nichts.
    Des Weitern haftet der Kreditnehmer mit seinem Einkommen und die Bank mit ihrem Eigenkapital
    das auch nicht „Nichts“ ist oder Luft.
    Dass die Bank großes Interesse daran hat, das es nicht zum Kreditausfall kommt, oder, wenn doch, der Schaden durch die Pfänder (Haus, Auto, Lohn…) gering bleibt, dürfte klar sein. Eine Bank ist auch nur ein Unternehmen und wenn die Bilanz nicht stimmt, droht Kapitalverlust (Aktie unattraktiv) oder gar Pleite. (Siehe Suprime Krise in den USA.)
    Nun zum Zins .
    Es wurden nur 200 000 Zahlungsmittel erschaffen es müssen aber 280 000 zurückzahlen.
    Somit fehlt der Zinsbetrag von 80 000 und man kann ihn nicht zurückzahlen.
    Die Bank nimmt Zinsen (über die Höhe kann man streiten) als Risikoprämie und bezahlt damit ihren Bürokomplex und ihre Mitarbeiter. Solange die Mitarbeiter ihr Einkommen aus dem Kreditzins konsumieren, fehlt dieser auch nicht für die Tilgung. Da eine gewisse Geldmenge immer zirkuliert ist also immer eine gewisse Liquidität vorhanden mit der die Zinsen bedient werden können. Man kann also mit einem Geldschein an einem Tag mehrere Forderungen begleichen.
    Resümee: Es wurden 200 000 Kredit aufgenommen dadurch ein Sachwert (Hausbau) geschaffen.
    Menschen Einkommen ermöglicht. Der Kredit wurde getilgt und damit auch Geldvermögen des Kreditnehmers. Die Bank hat für ihr Risiko der Vorfinanzierung Zinsen bekommen.

    Ein Skandal oder krimineller Vorgang kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen.
    Im Grunde gibt es überhaupt kein Geldvermögen. Netto jedenfalls, da Jedem Geldvermögen in gleicher Höhe Schulden gegen überstehen. Was in der Summe 0 ergibt.
    Vermögen sind eigentlich nur Sachwerte da diese bleiben. Und das Geld ist nur dazu da diese Vorzufinanzieren und dann einfacher unter den Wirtschaft Teilnehmer auszutauschen.
    Gruß der pfälzer
    PS : Wenn sie den Mut haben ihr Weltbild im Bezug auf die Kritik am Wirtschafts und Finanzsystem ins Wanken zubringen dann laden sie doch ich ihnen mal Herrn Jörg Buschbeck von http://guthabenkrise.wordpress.com/ zum Gespräch.

    • Dennoch schafft die Bank das Geld, bevor der Gegenwert geschaffen ist. Durch die Überlagerung der Kredite, und weil Kredite durch Kredite finanziert werden, wird doch immer weiter vorfinanziert, wird immer mehr virtuelles für nichts handfestes geschaffen. Daher bleibt es für mich dabei: Geld wird aus dem Nichts geschaffen und Geld ist Schuld – Schuld an die Zukunft und an die Gemeinschaft. Das Hausbauprojekt ist ja noch das harmloseste Beispiel, und fällt unter den geringen Anteil, den die Realwirtschaft einnimmt. Was ist mit den Krediten, die sich die Zocker geben?

    • Udo Heintz sagt: 29. April 2016 at 18:38
      „Jetzt ist auch klar sein das Einkommen wenn wir mal annehmen man wären bei der Hausbaufirma beschäftigt durch Schulden eines Dritten vorfinanziert werden.“

      Keineswegs, denn es gibt auch nicht wenige Menschen die in der Lage sind ihre Anschaffungen zu bezahlen ohne dafür einen Kredit aufzunehmen.

      „Die Funktion des Geldes ist die Vorfinanzierung von Produkten und Dienstleistungen.
      (alles weitere wie die Tauschmittelfunktion ist eine Nebenfunktion.)“

      Auch das ist so nicht richtig. Denn es gibt tausende Möglichkeiten der „Nachfinanzierung“.
      Ruft man z.B. einen Schlüsseldienst, hat der zunächst alles vorfinanziert bevor er sein Geld von dir bekommt.

      Tauschmittel war, ist und bleibt die Hauptfunktion des Geldes – egal was man mit ihm sonst noch alles anstellen kann.

    • P.S.
      „Im Grunde gibt es überhaupt kein Geldvermögen. Netto jedenfalls, da Jedem Geldvermögen in gleicher Höhe Schulden gegen überstehen. Was in der Summe 0 ergibt.“

      Das ist eine reine Behauptung und in keiner Weise belegt. Das sich – in den offiziellen Statistiken – Barvermögen! und Schulden ungefähr die Waage halten, ist ein (vorläufiger) Hinweis – nicht mehr.

    • „KenFmFan sagt: 29. April 2016 at 19:24
      Dennoch schafft die Bank das Geld, bevor der Gegenwert geschaffen ist.“

      Nein, das tut sie nicht. Sie generiert nur eine Zahl mit dem Sinn, das nicht Tag und Nacht hunderttausende Menschen mit gefüllten Geldsäcken durch die Gegend fahren müssen.

  12. Muss man eigentlich darüber diskutieren, dass im Grunde alles sowohl für das Gute genutzt werden kann als auch für das Schlechte pervertiert wird?
    Die Aussage „Keiner weißt was Geld wirklich ist“ ist sehr zutreffend. Genauso wie „Demokratie“, viele kennen ihre Funktionen und plappern einfach vor sich hin, was der Sollzustand von Demokratie ist und halten es für die beste Systemform oder für ein Allheilmittel für die Verelendung der Menschheit.
    Als Metapher zitiere ich mal von der aktuellen Sendung der Anstalt (sehr gute Folge und passend zum Thema Geld) : „Demokratie ist, wenn vier Füchse und ein Hase abstimmen, was zum Abendessen gibt.“

    • Das Zitat ist aber nur ein Auftakt zur Diskussion bzw. Reflexion. Es steht überhaupt nicht für Denokratie, sondern maximal für die Art von Scheindemokratie, die bis heute existiert. In einer echten Demokratie sitzen die vier Füchse und der Hase am runden Tisch und erörtern, wie die 4 Füchse zu einem Abendessen kommen, ohne den Hasen zu schlachten. Das kann man geradezu als Sinnbildende Metapher für eine echte Demokratie verstehen.
      Der Gedanke dazu ist auch schon ziemlich alt:
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.
      So hieß das früher, aber das hat wohl ein Mensch gesagt, der zu früh geboren ist, und deswegen wohl auch zu früh gestorben wurde. Wer weiß woher sie den Gedanken kannte…

    • Also um wirklich zu verstehen was Demokratie sein soll und ist, muss man einen Historiker der bewandert ist mit dem Altgriechischem. Weil ich befürchte stark, dass man sehr lax mit der Übersetzung umgegangen war und bis heute glaubt, das Demokratie die „Herrschaft des Volkes“ bedeutet.
      Ein Beispiel wo auch die falsche Übersetzung einfach übernommen wurde und bis heute sehr viele falsch sagen:
      Crime against humanity ist das „Verbrechen gegen die Menschheit“ und nicht „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
      Menschlichkeit ist ein Charakterzug, dagegen kann man kein Verbrechen ausüben. Man kann ein Verbrechen gegen Schwarzhaarige verüben aber nicht gegen Schwarzhaarigkeit.
      Von daher freue ich mich für die genaue Übersetzung von „Demokratie“.

  13. Gespräch hat mir gefallen.

    Ich habe über neues Geld schonmal etwas gelesen und hier ist der Artikel vom EIFELPHILOSOPH(ganz nebenbei eine Seite mit Philosophenpotenzial):
    http://www.nachrichtenspiegel.de/2015/06/16/treeec-eine-neue-hoffnung-valorismus-statt-kapitalismus-zum-mitmachen/

    Hier die Seite des darin angesprochenen TREEEC.
    http://treeec.xyz/index.php?lang=de&page=home

    Was ich dort ganz interessant fand war, dass das Geld an Wert verliert, wenn es gehortet wird. Das zwingt zur Ausgabe des Geldes.

    Viel Glück weiterhin bei der Aufklärung aller Schichten unseres Landes.

  14. Für die User die es noch nicht richtig verstanden haben. Hier noch ein Beitrag von Franz Hörmann wo er die Thematik meines erachtens einfach u logisch erklärt.
    ttps://youtu.be/SM41wdPnuow
    Es gibt auch schon einige Alternative Organisation die Versuchen neue Wege der Geldschöpfung zu gehen. Unter anderen auch die von Franz Hörmann gegründete Osbeee. ( http://www.osbeee.com)
    Auch einige Genossenschaft haben sich Weltweit in den letzten Jahren gegründet in denen sich Kommunen zusammenschließen um neue Wege zu gehen. Meines Erachtens könnte jeder von uns schon einiges mehr machen um dieses System nicht mehr zu unterstützen.
    Einfach mal das Konsum verhalten ändern. Heimische Produkte direkt beim Bauern oder Hersteller beziehen. Nur das kaufen was man wirklich benötigt u was man sich auch leisten kann. Den Banken das Kapital entziehen in dem man sein Geld von der Bank holt. Ich Persönlich hole meinen Gehalt immer direkt vom Konto ab und bezahle fast alles nur noch Bar.
    Ich weiß das sind wieder ganz einfache u banale Dinge, aber damit sollte jeder ersteinmal anfangen. Ich glaube nämlich nicht das ein Umdenken u die Einführung eines neuen Systems ohne einen totalen Zusammenbruch des Alten überhaupt möglich ist. Aber ich glaube auch das dies nicht mehr allzu Lange dauern wird. Krisenvorsorge, Permakultur (Eigenversorgung), eigene Energieversorgung, das wieder bewußt weden von Umwelt u Natur, solte bei jedem auf der Agenda stehen. MFG Rene

  15. Ich führe mal das Beispiel mit dem Tischler und dem Bauern, Tisch gegen 1000 Eier weiter, indem ich da den Tempel als Bank hinzufüge.

    Der Tischler gibt dem Bauern einen Tisch. Der Bauer will mit 1000 Eiern bezahlen, aber der Tischler kann eine so große Omelette nicht essen. Er nimmt 100 Eier und eine Forderung auf 900 Eier gegen den Bauern.
    Der Tischler würde gerne die Forderung auf Eier an andere weitergeben und damit etwas anderes kaufen. Die anderen kennen aber den Bauern nicht, müssten sich erst über ihn erkundigen, bevor sie eine Forderung auf Eier gegen den Bauern akzeptieren.
    Also geht der Bauer in den Tempel. Der Priester dort erkundigt sich über den Bauern, legt fest, wie viele Tempelpunkte 900 Eier wert sind, gibt ihm Zettel mit den Tempelpunkten (Geldscheine) und sagt dem Bauern, dass er Tempelpunkte bis in einem Jahr wiederbringen soll, und noch 90 Eier dazu. Sollte der Bauer mit „Boah! Meine Hühner sind weggeflogen.“ die Rückzahlung verweigern, droht ihm, dass eine Opferfeier anberaumt wird, wo der Bauer der Hauptdarsteller ist.
    Dann zahlt der Bauer den Tischler in Tempelpunkten. Wenn nun einer beim Bauern mit Tempelpunkten bezahlt, bringt er diese in den Tempel und denkt immer an die Drohung mit der Opferfeier.

    Guthaben des Tempels und Schulden des Bauern sind gleich.
    Ob das aus ungelegten Eiern und Tempelpunkten, einer bevorstehenden Opferfeier oder aus erneuten Zukunfsplänen besteht, wird sich am Zahltag zeigen.

    Die 90 Eier, die der Bauer an den Tempel geben muss, ergeben sich aus der Risikoabschätzung des Tempels und seiner Monopolstellung als einzigem Aussteller des allgemein anerkannten Zahlungsmittels. Das erste nennt Keynes Risikoprämie und das zweite Liquiditätsprämie.
    Sollten die Leute an der Autorität des Tempels zweifeln und die Tempelpunkte nicht mehr als Zahlungsmittel anerkennen, können sie ja zum Tempel gehen und eine Opferfeier mit den Priestern als Hauptdarsteller veranstalten. Sie brauchen dann nicht mehr ihre Zinsen an den Tempel zu zahlen, verlieren dadurch allerdings auch ihre Ansprüche auf Eier und dergleichen gegeneinander.

    Die Priester bekommen so viele Eier und dergleichen, dass sie das gar nicht alles essen können. Davon kaufen sie Land und lassen Häuser bauen, die sie dann vermieten.

    Daneben können Leute, die etwas besitzen, das sie nicht brauchen, das an die verleihen, die es brauchen, und sich dafür bezahlen lassen. Die Bezahlung besteht hier aus Risikoprämie und etwas, das Gesell Urzins nennt.
    Diese Leute können sich auch zusammenschließen, und so einen Eigentumklumpen bilden, der überall bekannt und vertrauenswürdig ist. Dann können sie dem Tempel Konkurrenz machen.
    Der Bauer kann seinen Eiervertrag statt mit dem Tempel auch mit den Hütern des Eigentumklumpens machen. Er leiht sich Eigentum aus dem Eigentumklumpen und verspricht zusätzlich zur Rückgabe des Eigentums 70 Eier. Die Hüter des Eigentumklumpens bestellen beim Tempel einen Termin für eine Opferfeier, falls der Bauer mit „Boah! Meine Hühner sind weggeflogen.“ argumentiert, und zahlen dem Tempel dafür etwas. Das geliehene Eigentum aus dem Klumpen wird in Papieren zu kleinen Stücken (Aktien) herausgegeben. Die Forderung gegen den Bauern, diese Papiere ein Jahr später wiederzubringen, zählen sie noch nicht zu ihrem Eigentum, weil das ihrer Vertrauenswürdigkeit schaden würde. Die 70 Eier, die der Bauer zahlt sind eine Mischung aus Risikoprämie, Kosten zur Drohung, Urzins und Liquiditätsprämie.

    Mit der Zeit wird der Tempel zum Hüter eines Eigentumklumpens und Hüter von Eigentumklumpen werden zu Tempeln. Irgendwann sind sie nicht mehr unterscheidbar.
    Die Hüter der Eigentumklumpen wollen die anderen Eigentumklumpen kaufen und so steigt deren Wert. Da die Einnahme aus dem Verleihen von Eigentum gemessen in Eiern und Tischen nicht steigt, lügen die Hüter der Eigentumklumpen sich selbst und sich gegenseitig die Hucke voll, indem sie Forderungen auf Eigentum zu Eigentum erklären und Versicherungen auf Ausfall dieser Forderungen ebenfalls.

  16. Lieber zweifelnde und schwafelnder User/in!

    Vielleicht sollten Leute auch einfach mal ihr Hirn anschalten und selber denken! Das ist doch das Problem, dass alle warten bis ein großer Führer kommt und ihnen alles vorkaut ! Jeder muss für sich selbst sagen: Jetzt ist Schluss, ich lebe mein Leben nicht, wie es mir von oben vorgekaut wird, sondern so, dass ich mich wieder als Mensch, und nicht als Konzern gesteuerte Fress-Furz Maschine, fühlen kann !!! Wer hier, auf dieser Web Seite, nach einem Führer sucht, der hat Ken nie wirklich zugehört und wird vermutlich bis zum Rest seiner Tage „das kleinere Übel“ wählen! Veränderung fängt bei jedem selbst an!

    – Wer einen Garten hat, sollte es mit Selbstversorgung versuchen.

    – Klamotten kann man Secound Hand kaufen, statt Sklaven für sich zu beschäftigen die ihre Gesundheit ruinieren, nur damit sich der, an Minderwertigkeit Komplexen leidende, Bürger von der vermeintlich nächst unteren Klasse abheben kann.

    – Wer Kohle dafür hat, kann sich für knapp 250 €/stk., Photovoltaik Platten kaufen, bzw. sich Photovoltaik Ladegeräte für Lappi etc. kaufen. <— Energieerzeugungsgesetz ..? Pffff, einfach mal darauf geschissen! Wer Lust zum basteln hat, kann sich vertikale Windräder bauen. Der finanzielle Aufwand dafür ist ein Witz.

    – Wer wieder einmal zu "Sinnlosmaßnahmen" vom Jobcenter gezwungen wird, einfach mal NEIN sagen! Gerade Menschen in Städten hätten die Möglichkeit sich in Think Tanks o.Ä. zu organisieren, um gemeinschaftlich und als Masse aufzutreten. Und dann sagt nicht einer NEIN, dann brüllt die gesamte Masse NEEEEEEEEEIIIIIINNNNN. Wir sind wütend, wir lassen uns nicht mehr verarschen, ausbeuten und dumm machen!!!!

    – Es gibt so vieles, was WIR machen könnten, wenn wir uns nicht immer wieder auf Andere verlassen würden und warten, warten, warten…!
    Wer sich von Parteien Instrumentalisieren lässt, bleibt nur eine Marionette!
    Niemand baut DIR ein warmes Nest. Das musst du selbst tun! Und wenn du nach Ausflüchten suchst und den Kopf in den Sand steckst, musst du dich nicht wundern, wenn man in deinem Arsch ein Fahrrad abstellt!

    "Man denkt über den Bundeswehreinsatz im Inland nach".
    Wenn die Politik schon so weit ist, dann dauert es nicht mehr lange und ihr seid wirklich handlungsunfähig und dann wird es kein WIR mehr geben!

    Ihr habt jetzt Bedenken? Weshalb, habt ihr noch so viel zu verlieren? Wir bräuchten erst einmal "dieses und jenes, eine Übergangsphase? Bullshit!!! Ihr braucht nur Eines, Rückrad und den Willen zum WIR!

    Um so länger ihr wartet um wieder zum WIR zu finden, um so mehr Menschen verzweifeln jeden Tag an diesem System! Das glaubt ihr nicht??? Ich habe zwei Menschen verloren, die an diesem beschissenem System verzweifelt sind!
    Und ihr müsst nur mit offenen Augen in die Welt schauen, dann könnt ihr das Elend sehen! In jedem Obdachlosen, in jedem Drogentoten, in all den Menschen die das System aus scheißt, ist ein Stück von eurer Arroganz! Und ihr schwafelt und lamentiert solange, bis IHR die seid, an denen ignorante Menschen Tag für Tag vorüber gehen!

    Und ich sage NEIN!
    Mir ist scheiß egal ob ich meine Wohnung verliere, weil ich seit Jahren Stress mit meinem Vermieter habe, der mich bescheisst und ich deshalb mit dem Jobcenter, die immer wieder kehrenden Diskussionen führen muss. Weil ich keinen Anwalt bezahlen kann, der sich auch den Fall anguckt und mich adäquat vor Gericht vertreten würde. Weil ich es satt habe!

    Mir ist scheiß egal, ob ich aus Mülleimern fressen muss, weil ich ohne Wohnung kein Anrecht auf Hartz4 habe. Weil ich eh keine freie Wohnort Wahl habe und immer wieder nur im Hartz4 Ghetto lande, in denen keine Bürgerrechte mehr gelten, weil sie zugleich auch No Go Bereiche sind, in denen Polizeisondergesetze gelten!

    Mir ist scheiß egal, dass ich seit fast 10 Jahren mit der selben Jacke rum laufen muss, weil ich eh nicht mehr am kulturellen Leben teilnehmen kann und deshalb egal ist, wie verkommen ich rum laufen muss!

    Und mir ist das alles scheiß egal, weil man mir alles genommen hat! Meine Lebensfreude, meine Gesundheit und meine Familie!
    Aber meine Würde will ich mir bewahren und
    deshalb sage ich nur noch NEIN! Ihr beschissenen Industriefaschisten, ihr Helfer und Helfers Helfer: Ich fresse eure Scheiße nicht mehr!

    Ich wohne soooo weit ab vom Schuss, sodass ich mich mit niemanden solidarisieren könnte, ich muss alleine NEIN sagen. Viele von euch haben ganz andere Möglichkeiten und euch fällt immer noch nichts anderes ein, als hier zu schwafeln, was man alles machen müsste, weil Lieschen Müller von neben an sich sonst ängstigen würde? Ängstigen vor was, vor Selbstverantwortung??? Lieschen Müller wird sich bald ganz anderen Realitäten stellen müssen, und die werden sie nicht nur ängstigen, sondern bis ins Knochenmark erschüttern! Aber bis dahin gehen all jene vor Hunde, die nicht den Luxus haben, sich in einer rosa roten Blase zu wälzen um darauf zu warten, dass ein Führer vom Himmel fällt!

    Ich kann auf so vieles verzichten, aber nicht auf Freiheit! Was macht euch so abhängig, dass ihr die Freiheit und die Würde des Menschen an Leute verkauft, die euch belügen, betrügen und die euch zerstören?

    Zerstecht die Traumblase!
    Unsere gemeinsamen Nenner sollten sein: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Nie wieder Industriefaschismus, Bevormundung und Sklaverei! Nie wieder einem Führer in den Krieg und Untergang folgen! Mehr Ärzte für Psychopathen, Narzissten und all den Kleinen und Großen Donald Duck´s dieser Welt!

    Wir sollten endlich aufstehen und gemeinsam brüllen: Nein, wir lassen uns nicht mehr von euch vergewaltigen, wir fordern unsere Grundrechte zurück!!!
    Und WIR sollten nicht eher gehen, bis DIE gegangen sind! Bundesweit, Weltweit!

    • Lieber van Galgenberg,
      Sie haben so sehr Recht mit allem was Sie schreiben! Vor ca. drei Wochen hat sich ein junger Mensch aus tiefer Verzweiflung das Leben genommen. Niemand hat gemerkt, wie sehr er an dieser Welt, an all den Lügen und der Pseudo-Liebe, die ihm entgegen gebracht wurde, litt!

      Den Abend zuvor hatte ich mit seinem Onkel gesprochen, bei dem der junge Mann seit ca. 2 1/2 Jahren wohnte. Er teilte mir seine Sorgen mit, dass er befürchte, sein Neffe würde wieder auf die „schiefe Bahn“ geraten, dabei sei doch sein Leben in den letzten zwei Jahren endlich in „geordneten“ Bahnen gelaufen.

      Ich bat ihn, dass sich sein Neffe bitte bei mir melden soll, weil ich das Gefühl habe, dass etwas anderes dahinter steckt, was es gilt herauszufinden. Doch dazu kam es nicht mehr! Am nächsten Tag erhielt ich den Anruf von seinem Selbstmord.

      Ich war und bin noch immer zutiefst erschüttert, mache mir Vorwürfe, nicht von mir aus in Kontakt gegangen zu sein, sondern stattdessen mit seinem Onkel über ihn, statt mit ihm, gesprochen zu haben.

      Und mir wird klar, dieses System frisst unsere Kinder! Klar stehen am Anfang die Eltern, doch dann geht es weiter, schon im Kindergarten wird Konkurrenz statt Kooperation aufgebaut, weiter geht es in den Schulen und wenn man diese Zeit einigermaßen überlebt hat, geht es weiter in den Betrieben oder Konzernen, denen man seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt.

      Ich bin Omi von dreijährigen Zwillings-Jungs und um ihre Zukunft ist mir mehr als bange!
      Und ich weiß nicht, warum es so schwer ist, sich mit Gleichgesinnten zu vereinen, jeder ahnt irgendwie, dass etwas gewaltig in die falsche Richtung läuft, doch es passiert einfach nichts!

      Zu ihrer Situation: Sie haben einen Anspruch auf einen Anwalt, der Ihre Rechte verteidigt! Inzwischen gibt es Anwälte, die sich auf Harz IV spezialisiert haben und die Klagen häufen sich! Das weiß ich von einer Freundin, die genau diesen Wahnsinn, wie sie ihn beschreiben, nicht mehr hingenommen hat.

      Sie hat „Nein“ gesagt, zu diesen vielen sinnlosen Bewerbungsschreiben, sie hat Jobangebote abgelehnt, die nur auf Ausbeutung angelegt waren, sie hat sich geweigert Ein-Euro-Jobs anzunehmen und ist mit ihrer Klage durch gekommen. Im Gegenteil, es hat sich sogar herausgestellt, dass ihre Bezüge falsch berechnet waren und sie hat noch eine ordentliche Nachzahlung bekommen.
      Die Anwaltskosten muss der Staat, also die Steuerzahler, übernehmen! Und auch die Nachzahlung! Tja und da regen sich dann wieder die „Steuerzahler“ auf! Doch anstatt das die Steuerzahler gemeinsam mit Harz IV Empfängern auf die Straße gehen und diese Unfähigkeit und die Willkür der „Obrigkeits-Diener“ an den Pranger stellen, die noch nicht mal wissen, was Recht ist und was Unrecht ist, wird wieder einmal der sogenannte Harz IV Empfänger beschimpft, der einen geraden Rücken macht und sich nicht dieser furchtbaren Ungerechtigkeit beugt.
      Allerdings kenne ich auch eine Angestellte in der Arbeitsagentur, die aufgrund der Arbeitsbedingungen dort, tief verzweifelt ist. Auf ihren Schreibtisch, so ihre Auskunft, häufen sich die immer neuen Rechtsprechungen, die niemand mehr versteht, geschweige denn liest. Beliebt sind die Kollegen, die die meisten Sanktionen verhängen…Sie, die immer das Gespräch sucht und alles tut um Sanktionen zu vermeiden, wird gemoppt und ausgrenzt. Inzwischen ist die arbeitsunfähig, weil ihr körperliches und psychisches „System“ kollabiert ist. Immer mehr Menschen landen im „Burn out“ was für eine irrsinnige Diagnose für Menschen, die diesen wahnsinnigen Stress einfach nicht mehr aushalten…und nur noch mit ihrer Psyche und ihrem Körper reagieren, ohne ein Bewusstsein dafür, was sie sich selbst eigentlich Tag für Tag antun…
      Wenn irgendwann alle Menschen wach werden würden, was natürlich eine Utopie von mir ist, dann würde sich niemand mehr zum Arbeitssklaven machen lassen, sondern ab sofort seine Arbeit in den Konzernen und menschenunwürdigen Betrieben kündigen…

      Da ich mit Menschen arbeite, die an diesem System verzweifeln, die sich erst einmal ihrer eigenen Geschichte bewusst werden müssen, um zu verstehen, was sie körperlich und psychisch krank werden ließ, funktionieren nicht mehr in diesem System, sie steigen aus, weil sie keine andere Wahl haben, wenn sich selbst treu werden wollen…

      Meine Arbeit ist nicht beliebt, weil sie nicht das bewirkt, was der Mensch der zu mir kommt, erst einmal erhofft: dass er weiter „funktionieren“ kann, doch bitte ohne psychische oder körperlichen Symptome. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass das so nicht geht!
      Doch sich der eigenen Wahrheit zu stellen, bedeutet auch, sich seiner eigenen Geschichte zu stellen! Diesen unglaublichen Schmerz zu ertragen, schon von Anbeginn seines Lebens, von den Menschen, die ihm Liebe, Halt und Geborgenheit geben sollten, zum Objekt gemacht worden zu sein, von diesen Menschen verraten worden zu sein und um überleben zu können und blieb dann, als einziger Ausweg, nur noch der Selbstverrat!

      Sie sind ein mutiger und aufrechter Mensch und haben trotz der schlimmen Verluste in ihrem Leben, nicht den Mut und die nötige Energie verloren, sich aufzulehnen.

      Vielleicht gelingt er hier über das Forum, dass sie Gleichgesinnte treffen, die auch in ihrer Nähe wohnen, so dass ein Treffen zustande kommt und neue Ideen und Gedanken ausgetauscht werden können…
      Diese Menschen werden sie nicht auf der „Straße“ finden, doch vielleicht besteht die Möglichkeit über KenFm auch regionale Gruppen zu organisieren, die sich gemeinsam auf einen neuen Weg machen…

      Denn eins ist klar, als „Einzelkämpfer“ können Sie nichts erreichen, sondern werden schlimmstenfalls noch ausgelacht…

      Eine Möglichkeit wäre, dass Sie ihre Anonymität hier im Forum aufgeben und nach Mitstreitern suchen, die in ihrer Nähe wohnen…

    • Nachtrag: leider beherrsche ich nicht die gewaltlose Kommunikation: Statt „Mit-Streiter“ wäre es wohl friedvoller nach mit „Verbündeten“ zu suchen…
      Ja, ich bin dabei mich zu üben, möglichst gewaltlos zu kommunizieren, weil ich das schon für einen wichtigen Aspekt erhalte…
      Denn Gewalt erzeugt gegen Gewalt…Und ich glaube daran, das wir gewaltfrei kommunizieren können und trotzdem auf den „Punkt“ kommen, um den es eigentlich geht…

    • Hallo van Galgenberg, Vielen Dank für Ihr Nein und Ihren ungefilterten Ausdruck, das finde ich sehr gut. Sie haben Recht, wir müssen uns solidarisieren und zusammen Nein sagen. Nein sagen und etwas Besseres aufbauen, was allen Gutes tut. Nicht mehr auf Kosten anderer leben und einander helfen. In Kommunen findet man Inseln der Kooperation, in denen andere Gesetze gelten. Gehen Sie nicht am System zugrunde, nutzen Sie die Protestenergie und Wut in Ihnen um etwas eine Insel zu schaffen. Vielleicht sprechen Sie mal im Interview bei KenFM, vielleicht mit mehreren zusammen, die die harte Realität kennen. Ich denke Sie haben viel Energie, die auch anderen Kraft geben könnte, sich zu erheben. Und Sie haben Recht, dass es bald noch viel mehr Leuten so gehen wird wie Ihnen. Erkennen wir es jetzt, schliessen uns zusammen udn geben uns Kraft. Nur die Starken können gegen den Strom schwimmen.

    • „van Galgenberg sagt: 29. April 2016 at 01:12
      Das ist doch das Problem, dass alle warten bis ein großer Führer kommt und ihnen alles vorkaut !“

      Ähm, nein. Umgekehrt ist es richtig. Das Problem ist das dieser „große Führer“ (noch) nicht da ist.

      Führen ist nämlich keineswegs negativ behaftet, sondern absolut positiv.

      Wenn ein Führer mich oder eine Gruppe durch den Dschungel, durchs Gebirge, durch Wälder usw führt, dann ist er mir eine Hilfe und besorgt darum das mir nichts schlimmes passiert, das ich keinen Fehltritt mache, das ich mich nicht verlaufe, nicht verletze etc. Er übernimmt Verantwortung und ist um mein Wohl bedacht.

      Das es in der Vergangheit und Gegenwart gefühlt ausschließlich Führer gab und gibt die das genaue Gegenteil darstellen, zeigt nur eines – wir wählen uns die FALSCHEN Führer aus.

      Der Mensch braucht Führer. Das ist ein feststehendes Naturgesetz, welches IMMER ab einer bestimmten Größe, bestimmten Menschenmenge greift. Nur ganz kleine Einheiten kommen ohne Führer aus, aber nur weil dort jeder „weiß was er zu machen hat“.

      Das ist ab einer gewissen Menge nicht mehr möglich. Da braucht es Koordination und Kooperation die von Menschen geführt, gelenkt wird, die den Blickwinkel von oben haben und deshalb das Gesamtbild überblicken können, was von unten nicht möglich ist.

      Daran ist nichts überhebliches – zumindest sollte es so sein – sondern es ist ein feststehender Fakt.

    • P.S.
      Eigentlich sind Führer und Geführte eine ziemlich perfekte Symbiose gleicher Art, eine sich gegenseitig brauchende, helfende, unterstützende, wechselseitig profitierende Einheit.

    • Der Souverän: Ja, ein Führer ist etwas Positives. Nimmt man den englischen Begriff „guide“ ist er nicht so negativ besetzt. Ja, ab einer gewissen Gemeinschafts-Größe braucht es einen Führer. Es gibt schon viele. Wenn die Zeit dafür reif ist, finden die vielen Bäche, die es jetzt schon gibt, und die sich neue Wege bahnen, zusammen, und vereinigen sich zu einem großen Strom. Der Strom ist noch versteckt in den vielen kleinen Bächen. Die Bewegung ist verzweigt (Individuen, verschiedene Interessen und Perspektiven) und das ist gut so. Die Bäche sind noch klein, aber wenn es stark regnet, schwillen sie an, da der Weg von den Pionieren bereits gebahnt ist. Die Bäche werden zusammenfinden. Die vielen Bäche decken ein großes Wasser-Einzugsgebiet ab und haben großes Potential. Die Bäche müssen nur noch zusammenfinden, sich nicht irreleiten lassen, sich nicht eindämmen lassen (vom Geht-in´s-Heim-Dienst nicht erpressen/einschüchtern lassen). Wenn genug „Druck“ zusammenkommt, brechen diese Dämme oder werden unterspült, folgen die Bachläufe einfach der Topographie/ der Realität /der Wahrheit. Wir kommen aus verschiedenen Richtungen zusammen und haben dasselbe Ziel, den Ozean: Frieden untereinander und mit der Erde. Der gegenwärtige Mainstream hat wahrscheinlich nur eine Quelle, die Gegenbewegungen speisen sich aus vielen Quellen und vereinigen sich zwangsläufig.

    • Odo endlich angekommen in der großen Vereinigung der Gründer (Formwandler). 🙂

  17. Christoph Pfluger sagt: 27. April 2016 at 18:03
    „Alles Geld besteht aus Schulden. Das haben mittlerweile die meisten begriffen, die sich ein bisschen mit dem Geldsystem befassen.“

    Lieber Eidgenosse Christoph. Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit Geld und diversen System. Da wurden teilweise schon recht abenteuerliche Behauptungen aufgestellt. Was mich immer am meisten dabei wunderte, das kein breiter, hörbarer Einspruch erfolgte. Eine Aussage wie „alles Geld besteht aus Schulden“, muß zwingend logisch dargelegt werden können, so sie denn Tragfähigkeit in weiten Teilen der Bevölkerung erhalten soll. Der bloße Hinweis das die Guthaben und die Schulden sich ungefähr die Waage halten, ist dafür nicht ausreichend, zumal der ja besagt, das eben nicht alles Geld aus Schulden besteht.
    Des Einen Geld sind des Anderen Schulden, wäre da schon zu-treffender.

    Ich kann nicht belegen das alles Geld aus Schulden besteht. Aber ich kann darlegen, wie Geld zustande kommt das nicht aus Schulden besteht. Dereinst hatte ich 30.000 € gespart, die ich als Angestellter einer Firma von meinem Lohn angespart hatte. Nur nebenbei, die Firma bilanzierte mehr als ausreichend im schwarzen Bereich und war nicht verschuldet.

    Von dem Angesparten finanzierte ich mein Unternehmen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Kreditlosigkeit war mir persönlich immer äußerst wichtig, da ich mich ja mit dem Zins und Währungssystem auskannte. Ich arbeitete 2 Jahre mindestens 100 Stunden die Woche und war dann in der Lage Personal einzustellen. Nach und nach konnte ich bis auf 40 Angestellte erweitern, die alle bezahlt wurden – ebenso wie weitere betriebliche Investitionen – ohne je einen Kredit zu nehmen.

    Meine Kunden haben mit Sicherheit auch kein Kredit aufgenommen um sich die von mir angebotene niedrigpreisige Ware zu leisten. Hier wird deutlich, das nirgendwo in der Kette irgend eine Geldschuld entstand. Und ich bin kein Einzelfall. Das gesamte Handelssystem funktioniert so, wenn auch sicherlich längst nicht immer ohne jeglichen Kredit.

    Ein Freund hat sich ein neues gebrauchtes Auro gekauft. Dafür hat er einen Kredit von 15.000 € aufgenommen und das Auto bar bezahlt. Selbst wenn die Bank 15.000 € dann als Guthaben bilanzierte, muß sie doch den Ausgang ebenso bilanzieren. Es bleibt also erst einmal ein Nullsummenspiel. Am Ende des Geschäftes, also wenn die 15.000 € plus Zinsen zurückgezahlt wurden, stehen bei der Bank eben auch nicht 15.000 € als Einnahme die sie versteuern müsste, sondern halt nur der Anteil der Zinsen. Es spielt auch keine Rolle, ob Giralgeld von Konto zu Konto wandert und erst einmal gar nicht physisch existiert, da letztlich immer! irgendwann jedes Giralgeld in den Papiergeldkreislauf einfließt. Nur eben nicht alles auf einmal.
    Und deswegen ist es sinnvoll eben nicht mit Vollgeld welches umständlich buschstäblich Bergeweise verwahrt werden müsste, zu arbeiten. Es reicht völlig aus, wenn es eine „Vollgeldgarantie“ gibt, im Sinne von; das Geld ist vorhanden, wir haben es nur nicht hier in der Filiale, aber wenn sie es benötigen, bekommen sie es kurzfristig.

    Das ganze System ist dem menschlichen Verhalten und Umständen angepasst – es ist quasi natürlich gewachsen und immer wieder angepasst worden. Wir legen uns ja auch keine Lebensmittel oder Wasservorräte für Jahre an, sondern verlassen uns darauf, das wir sie nach Bedarf schnell besorgen können.

    Das wirklich gefährliche an dem System ist der Zins, der untrennbar mit dem Zinseszins und dem sich daraus egebenden exponentiellen Effekt verbunden ist. Ich stelle das immer ganz einfach – wie viele andere auch – mit dem Josephspfennig dar.

    Aus einem Pfennig zu 5% verzinst, wären nach 2.000 Jahren genau

    36.974.065.803.977.600.196.249.671.448.280.835.513.349.511.214.293.330.299.977.728,00.- DM geworden. Oder aber 23.911.022.046.135.514.445.576.346.886.247.519.617.024,00 Euro

    Ohne den Zinseszinseffekt – also wenn jedes Jahr der Anteil der 5% Zinsen abgehoben worden wäre – hätte man nach 2000 Jahren genau 1.- DM oder 100 Pfennige – schon ein kleiner Unterschied zu der oberen Zahl.

    Der aktuelle Hype um das Geldsystem wird meines Erachtens falsch geführt. Diese Diskussionen führen zu zehntausenden Büchern und Abermillionen Stunden Verbalbeschäftigung über Jahre, aber nicht zu einem gewünschten oder brauchbaren Ergebnis.

    Die mit Sicherheit kommende Zeit, ab der die Menschheit ohne Geld viel besser klarkommt, werden wir mit gleicher Sicherheit nicht mehr erleben.

    Unser Geldsystem wird mit 2 gravierenden Mankos betrieben – dem Zins und die Menge.

    Will man unser Geldsystem ändern, funktioniert das heute nur noch global – nicht nur aus ethischen Gründen. Erleichternd kommt hinzu, das eine Änderung die allen Menschen gerecht wird nicht solistisch einhergehen kann, sondern dafür eine komplette Systemänderung die viele Bereiche betrifft, vorgenommen werden muß. Erleichternd deshalb, weil das Gesamtpaket viel logischer aufgebaut und sehr leicht verständlich gemacht werden kann.

    Aber ich wollte hier kein Buch schreiben, deshalb schließe ich an dieser Stelle.

    • Alles Geld ist Schuld, so verstehe ich das auch. Wenn ich etwas leiste und dafür einen Schuldschein (Geld) bekomme, habe ich damit (bisher in der Praxis) ein Recht auf Gegenleistung bekommen – die Gemeinschaft der am Geldsystem beteiligten steht in meiner Schuld. Wenn jemand einen Kredit „bei einer Bank aufnimmt“, nimmt er ihn nach meinem Verständnis eigentlich bei der Gemeinschaft auf (da mehr Geld im Kreislauf das bestehende Geld entwertet). Daher müsste eigentlich auch an die Gemeinschaft zurück gezahlt werden (und das ist im Prinzip auch der Fall). Nicht aber bei den Zinsen. Wenn die Zinsen ebenfalls an die Gemeinschaft zurückfliessen würden, fände ich Zins berechtigt und auch sinnvoll (wer sich etwas kauft, wofür er noch keinen entsprechenden Gegenwert geleistet hat, kann seinen Erwerb schon jetzt geniessen obwohl er es mit Erspartem erst in 20 Jahren machen könnte, z.B. 20 Jahre höhere Lebensqualität im später eigenen Haus). Und weil alle Kreditnehmer davon profitieren, ist das evtl. ein weiterer Grund dafür, warum es so lange funktioniert. Somit hätten alle ein wenig Schuld, die im Kreditsystem mitspielen. Der Zins müsste in die Gemeinschaft zurückfliessen, dann wäre es fair. Ich bin mir nicht sicher, ob es so einfach ist, aber das ist momentan so, wie ich es verstehe.

    • Deine Zahlen stimmen nicht. 36.974.065.803.977.600.196.249.671.448.280.835.513.349.511.214.293.330.299.977.728,00. endet auf 00, was äußerst unwahrscheinlich ist, und außerdem ist sie um etwa 8*3 Stellen zu lang. Sie darf nur etwa 14*3 Stellen haben. Die Eurozahl könnte daher ungefähr stimmen.

      Was das eigentliche Problem angeht, kannst du mit deinem Unternehmen nicht argumentieren. Das wäre ungefähr wie die Bahn, die teurere Tickets verkauft, und dann einzelne Züge (also eigentlich ja nur deinen Sitzplatz) nur mit Ökostrom von Düsseldorf nach Stuttgart befördert.
      Der Absatz darunter über den Freund, der das Auto gekauft hat, klappt besser. Es ist ein Nullsummenspiel, bis auf die Zinsen. Für die Bank. Insgesamt bleibt es immer ein Nullsummenspiel. Deswegen sagt Heiner Flassbeck, Schulden vs Vermögen hebt sich auf. Ich persönlich glaube, dass das ungenau ist. Wenn man Schulden mit Vermögen gegenrechnet kommt denke ich ein Guthaben raus. Ich glaube das müsste so etwas wie die im Umlauf befindliche Geldmenge sein. So etwas, weil es da auf die genauen Definitionen ankommt.

      Ich denke im Moment, das Flassbecks Argument uneingeschränkte Gültigkeit hat. Finanztechnisch sind noch so hohe Schulden völlig unproblematisch, weil sie immer einem Guthaben gegenüber stehen. Es ist eben nur Bilanzierung. Aber …
      Das Zinsproblem bleibt, vor allem wegen der Größenordnung. Ich glaube es kam hier im Video – wenn ich von einer Bank 1.000.000€ als Kredit haben will, dann prüft die Bank mich – nach welchen Kriterien auch immer. Und wenn sie einwilligt benötigt sie 10.000€ Notenbankgeld, als Sicherheit. Die bezieht sie von der Notenbank, die das Geld praktisch immer rausrückt. Für 5% Zinsen, in guten Zeiten. Heute kostenlos. Das heißt, die Bank benötigt 500€ Kapital, um mir 1.000.000€ als Kredit zu gewähren. (Das allerdings dann nicht als Notenbankgeld, sondern erstmal als Spielgeld. Das ist quasi wie im Kasino. Ich bekomme Chips. Und erst, wenn ich in ein anderes Kasino gehen will muss ich die Chips in Notenbankgeld umtauschen, um sie im nächsten Casino (die andere Bank) in die dort üblichen Chips umzutauschen.)
      Der Witz an dem Vorgang ist, dass die Bank 10% Zinsen verlangt (weil sie ja Gewinn machen will, muss ihr Zins höher sein, als der der Zentralbank, so das Argument). Und dass sind 100.000€
      Für 500€ Eigenkapital (die werden quasi als Steuer an die Notenbank abgeführt) kann die Bank also 100.000€ Gewinn rausschlagen.Die werden vermutlich auch noch besteuert – ich glaube aber das der Satz da deutlich unter Einkommenssteuern oder auch nur Mehrwertsteuern liegt. Der Punkt ist, dass die Bank mit 100.000€ Gewinn ja 200 neue Kredite vergeben kann, und die Eigenkapitalrendite ist … irrsinnig. Die Salden bleiben dabei immer im Gleichgewicht, wie Heiner Flassbeck argumentiert, das gilt auch für den Zins. Der Zins pleibt ein Problem es ist ein rein politisches Problem. Denn vereinfacht vormuliert bedeutet Geld Macht, und die Banken bekommen reichlich davon, und zwar für gar nichts.
      (Wenn die Bank für das Gewonnene Geld einen prächtigen Palast in die Pariser vorstadt pflanzt, dann ist der Schaden effektiv nicht allzu groß – es handelt sich dann im wesentlichen um ökologische Kosten eines Sinnlosen Prachtbaus und den Entzug von Wirtschaftsmitteln, die zum Beispiel zum renovieren von Brücken oder Bahnstrecken nicht mehr aufgebracht werden können – und ich rede nicht von Geld, sondern von der Zeit, die Menschen arbeiten und den Materialien, die sie einsetzen; Geld kann ein staat bei Bedarf schaffen – die viel erwähnten Probleme mit dem Zins entstehen, wenn die Bank den Gewinn nimmt und in neue Kredite investiert, aber es ist eben ein politisches und kein finanzielles Problem)

    • Stimmt, das ist der korrekte Wert in DM
      23.911.022.046.135.514.445.576.346.886.247.519.617.024,00 DM

      „Was das eigentliche Problem angeht, kannst du mit deinem Unternehmen nicht argumentieren. Das wäre ungefähr wie die Bahn, die teurere Tickets verkauft, und dann einzelne Züge (also eigentlich ja nur deinen Sitzplatz) nur mit Ökostrom von Düsseldorf nach Stuttgart befördert.“

      Verstehe ich nicht, kriege ich keinen Bezug hin.
      Das Beispiel mit der Selbstständigkeit dient nur zur Veranschaulichung das es sich nicht um Schuldgeld handelt.

      Die ganze Debatte scheint mir auch sehr künstlich verkompliziert. Das ist weder nötig, noch nützlich und schon gar nicht zielführend. Das A und O ist der gewollte unnatürliche Mangel und der Zins.

    • Ich wollte damit ausdrücken, dass insofern du dein Geld auf einem Giro- oder Sparkonto hattest, und eben nicht in die Matratze gepackt hast, es Teil des Bankensystems ist, und als solches nicht getrennt betrachtet werden kann. Auch wenn das für dich vielleicht gewisse Vorzüge hatte, nicht verschuldet zu sein.

      Ich halte weniger die Debatte für künstlich verkompliziert, als vielmer das bestehende Geldsystem. Oder mit Ford: „Wenn die Leute wüssten wie unser Finanzsystem funktioniert, dann hätten wir noch heute eine Revolution.“
      Man kann dann entweder sagen, die Leute sind zu blöd, oder man kann sagen, das System ist so komplex gemacht, dass es leicht fällt, die meisten Leute zu täuschen. Such’s dir aus.

    • Der Zins ist der Anteil am zukünftigen Profit für denjenigen, der die notwendigen Vorauskosten für die Unternehmung bereitstellt. Ziel der Veranstaltung ist Wertverwertung und Anstieg der Wertmasse.
      Anders gesagt ist der Zins ein notwendiges Merkmal der Produktion modernen abstrakten Reichtums wie ihn ausschließlich unsere Moderne kennt.

    • @Michael Poost

      Wo nimmt denn die Notenbank einen Kredit auf, wenn sie Geld herausgibt?
      Und tut sie das immer? Zwangsläufig? Hat der Römische Kaiser einen Kredit aufgenommen, um seine Soldaten zu bezahlen? Wenn ja, bei wem und wie?

    • @ Sebastian
      Auch der staatliche Charakter der Notenbank als „letzte Instanz“ der Geldschöpfung gibt dem Staat kein wirkliches Kommando über das Geld. Die Kompetenz der Notenbank ist rein formal, aber nicht substantiell. Ihre Geldschöpfung aus dem Nichts kann nur die reale Wertsubstanz der Kapitalakkumulation repräsentieren. Wird mehr Geld eingespeist, als es den wirklichen Wertverhältnissen entspricht, hat das die Entwertung des Geldes selbst zur Folge, Das gilt natürlich erst recht, wenn sich der Staat nicht mehr den Bedingungen des Kredits unterwirft, sondern seine Notenbank anweist, ihm direkt Geld zu überweisen. Einerseits gehen die Staaten gegenwärtig überall in der Welt zu dieser desperaten Maßnahme über. Andererseits wollen sie die Konsequenzen durch eine rigide Sparpolitik eindämmen. Damit bewegen sie sich in einem zirkulären Widerspruch, der nur zu neuen Verwerfungen führen kann. Wenn sich Staatsversagen und Marktversagen in immer kürzeren Abständen die Klinke in die Hand geben, verweist das auf die Krise des übergreifenden Mediums selbst.
      Der Rückgriff auf Rom unterstellt, dass damals bereits die selben Verhältnisse geherrscht haben. Das ist nicht der Fall. In der religiösen Epoche vor unser Moderne gab es keine Staaten, sondern eben „Reiche“. Im Gegensatz zu uns Heutigen ging es um konkreten Reichtum und nicht um Verwertung des Werts.

    • @ Petra: “ Wird mehr Geld eingespeist, als es den wirklichen Wertverhältnissen entspricht, hat das die Entwertung des Geldes selbst zur Folge.“

      Genauso dachte ich selber auch, bis Streng Geheim mich auf Anfrage hin aufklärte, warum wir nicht nur über die Geldmenge sondern auch über das Zurückziehen von Geldmengen aus dem Umlauf (!!!) nachdenken müssen, um das Phänomen der Geldentwertung – also Inflation – besser verstehen zu können.

      Da geht es auch um die Frage, WOHINEIN denn dieses „mehr“ an Geld „eingespeist“ wird ! Wenn es nicht in den Umlauf eingespeist wird, wenn es also dem Umlauf künstlich vorenthalten wird, kann man soviel mehr an Geld aus dem Nichts schöpfen wie man will, nur bewirkt das eben KEINE Inflation ! KEINE Entwertung des Geldes selbst, was ja einen Anstieg der Preise nach sich ziehen müsste.

      In den letzten Jahren hatte ich immer darauf geachtet, ob die Geld- Menge erhöht wurde. Weil ich auch dachte, dass wenn sie erhöht wurde, eigentlich die Goldpreise steigen müssten. Und dann wurde die Geldmenge erhöht, doch trotzdem dümpelten zunächst die Goldpreise NACH 2011, wo sie sehr hoch waren, wieder dahin, und ich fragte mich, wie das angehen könne. Es hat mit der STRATEGIE der Monopolisten zu tun, die ja so gigantische Mengen an Geld horten, dass sie dadurch fähig sind, riesige Mengen an Geld dem Umlauf zu entziehen und Geld-trotzdem objektiv die Geldmenge anschwillt – zu verknappen, dadurch zu verteuern und so auch die Goldpreise IN IHREM SINNE zu manipulieren !!!

    • „Michael Poost sagt: 29. April 2016 at 07:38
      @Der Souverän
      Geld kommt nur durch Kredit in die Welt und durch nichts anderes.“

      Genau das meine ich. Peng! Basta! Und warum ist das so? Weil ich es sage! Weitere Erklärung erübrigt sich.

      Ich habe ja dargelegt das Geld – zumindest auch – durch Arbeit „entsteht“.
      Man könnte sagen, wenn ich am Ende des Monats mein Gehalt erhalte, habe ich dem Arbeitgeber einen Kredit über 30 Tage gewährt. Das hat aber mit dem realen Geldschein immer noch nichts zu tun. Der entsteht wiederum durch Arbeit.

      Geld war, ist und bleibt in erster Linie seiner Basis treu – Tauschmittel. Alles andere drum herum ist die künstliche Verkomplizierung zum Zwecke der Vorteilnahme, Ausbeutung, Versklavung usw usf.

    • „Profile photo of Sebastian Sebastian sagt: 29. April 2016 at 09:29
      @Michael Poost
      Wo nimmt denn die Notenbank einen Kredit auf, wenn sie Geld herausgibt?
      Und tut sie das immer? Zwangsläufig? Hat der Römische Kaiser einen Kredit aufgenommen, um seine Soldaten zu bezahlen? Wenn ja, bei wem und wie?“

      Ganz genau. Geld entsteht ausschließlich und wahrhaftig zunächt erstmal durch Arbeit. Denn irgendwer muß die Scheine und Münzen ja herstellen. Diese Arbeit könnte man als „Leistungskredit“ bezeichnen, da ja erst die Scheinchen hergestellt werden müssen, bevor sie VERTEILT werden können.

      Wenn heute – auch das geht ja nicht ohne Arbeit – Geld am oder im Computer „erzeugt“ werden kann, dann ist das kein Geld, oder Geldentstehung, sondern schlicht Betrug.

      Geld dient immer noch hauptsächlich als Tauschmittel, ist aber „nebenher“ zu einem gigantischen Betrugssystem verkommen WORDEN.

    • „Profile photo of Sebastian Sebastian sagt: 28. April 2016 at 23:54
      Ich wollte damit ausdrücken, dass insofern du dein Geld auf einem Giro- oder Sparkonto hattest, und eben nicht in die Matratze gepackt hast, es Teil des Bankensystems ist, und als solches nicht getrennt betrachtet werden kann.“

      Es kann ja nicht sein, das ich das einzige Kind bin dessen Eltern mich „gelehrt“ haben: Traue niemals einer Bank. Sie begründeten es zwar nicht, aber paukten es mir immer wieder mal verbaL ein.

      Wie üblich musste/durfte ich auch diese Erfahrung selbst machen – zum Glück in sehr jungem Alter. Damals 19 jährig nahm ich einen Kredit über 15.000 DM auf, obwohl ich auf dem Konto der BfG (Bank für Gemeinwirtschaft) ein Guthaben über 10.000 DM hatte, welches auch weiter bestand, nicht angetastet wurde – jedenfalls nicht von mir.

      Den Kredit nahm ich auf, weil er so günstig war, das ich innert der Laufzeit einiges mehr daraus machen konnte. Laufzeit war vereinbart auf drei Jahre und am Ende hatte ich 16.500 DM zurückgezahlt. Mit den 15.000 konnte ich in diesen drei Jahren aber wesentlich mehr erwirtschaften, als die 1.500 DM an Zinsen und Schreib-Gebühren.

      Nach ca. 1 Jahr fiel ich aus allen Wolken, weil die BfG – seitdem hieß sie für mich Bank für gemeine Wirtschaft – den Kredit kündigte und dafür das Geld das sich auf dem Girokonto befand, abzog.
      Zusätzlich wurde das Konto gesperrt.
      Wohlgemerkt ohne jeden für mich erkennbaren realen Grund, da die Kreditraten ja automatisch jeden Monat vom Konto abgezogen wurden und zusätzlich das Konto ja jederzeit auch mit dem Guthaben über 10.000 DM gefüllt war, welches auch nicht angetastet werden musste. Das Geld lag einfach nur da „dumm rum“.

      Ich schrieb dann einen gepfefferten Brief an die Geschäftsleitung, woraufhin nach einigem hin und her die Kreditkündigung zurückgezogen wurde und das Konto wieder auf alten Stand gebracht wurde.

      Übrigens der Anlass der Kreditkündigung war auch interessant. Ich hatte 6 Knöllchen innert 2 Wochen produziert. Vier mal falsch parken und 2 Geschwindigkeitsübertretungen im Gesamt“wert“ von um die 200 bis 250 DM – genau weiß ich es nicht mehr. Da ich in dieser Zeit umzog, ging die Post an meine alte Adresse und erreichte mich nicht mehr, obwohl ich mich umgemeldet hatte.

      Aus den Knöllchen wurden dann Haftbefehle – von denen ich auch nichts erfuhr – mit einer Strafe (jede einzeln) insgesamt glaube 8 Tage waren es. Und von eben diesen Haftbefehlen wurde die BfG über die SCHUFA! informiert, worauf sie dann den Kredit kündigte, diesen mittels des auf dem Konto befindlichen Geldes glattstellte und das Konto sperrte -OHNE MICH DARÜBER ZU INFORMIEREN, oder vorher mal nachzufragen.

      Als ich zur Bank ging nachdem mir gewahr wurde das ich kein funktionierendes Konto nmehr besaß, sagte man mir nur das ich per Haftbefehl gesucht werde und deshalb das Konto gesperrt wurde.

      Ich legte dann einen 5 Tagesmarathon ein, besorgte mir erstmal die urprünglichen Knöllchen, bezahlte diese, ließ die Schufaeinträge löschen und wurde mit allen Belegen bei der Bank vorstellig. Diese meinte das interessiere sie nicht und das bleibt jetzt so wie es ist. Daraufhin schrieb ich besagten gepfefferten Brief und das Konto wurde in alten Stand versetzt.

      Seit dieser Erfahrung habe ich NIE WIEDER mehr als ein paar DM oder Euro im zweistelligen Bereich auf irgend einem Konto belassen.

      Insofern war ist und bleibt mein Geld „Matratzengeld“. Und seitdem weiß ich auch was meine Eltern meinten wenn sie mir einpaukten: Traue niemals einer Bank.

      Und ich bleibe dabei, das Geldsystem ansich ist nicht kompliziert, es wird nur künstlich verkompliziert um sich zu bereichern, um Menschen zu unterdrücken und zu versklaven.

    • „Petra sagt: 29. April 2016 at 09:14
      Der Zins ist der Anteil am zukünftigen Profit für denjenigen, der die notwendigen Vorauskosten für die Unternehmung bereitstellt. Ziel der Veranstaltung ist Wertverwertung und Anstieg der Wertmasse.
      Anders gesagt ist der Zins ein notwendiges Merkmal der Produktion modernen abstrakten Reichtums wie ihn ausschließlich unsere Moderne kennt.“

      Der Zins ist eigentlich und ursprünglich – das ist innerhalb dieses Systems sogar vernünftig – ein Risikoaufschlag. Fällt der Kreditnehmer aus, soll mittels dieses Risikoaufschlages Schutz anderer Kreditnehmer erreicht werden, indem der (vorläufige) „Zins-Gewinn“ dazu gebraucht wird, nicht „unschuldige“ in Mitleidenschaft zu ziehen.

      Im Prinzip ist das ein sauberes System – wenn es nich ausgenutzt, mißbraucht und pervertiert würde.

      Das haben Menschen – wie z.B. auch bei den Nachdenkseiten – vergessen. Sie argumentieren, warum solle ein Mensch Geld verleihen, wenn er nicht daran verdient oder sonstige Vorteile erhält? Darauf kann ich nur mit einer Gegenfrage antworten: Warum sollten Menschen vor einer roten Ampel anhalten?

    • „KenFmFan sagt: 28. April 2016 at 21:11
      Alles Geld ist Schuld, so verstehe ich das auch. Wenn ich etwas leiste und dafür einen Schuldschein (Geld) bekomme, habe ich damit (bisher in der Praxis) ein Recht auf Gegenleistung bekommen…“

      Na ja, man kann es auch so sehen das man einen Wertschein bekommt., der mit bestimmten Rechten ausgestattet ist. Diese Rechte beinhalten aber keineswegs eine Schuld Anderer, sondern ebenfalls ein Recht. Zum Beispiel das Recht dir etwas auszuhändigen/verkaufen.

    • @sebastian

      Geld wird aus dem Nichts geschöpft und zwar erst dann, wenn Kredite vergeben werden. So einfach ist das.

      Da das Geldsystem ein Werkzeug der Elite ist, sind alle Bestrebungen, das Geldsystem zu ändern zum Scheitern verurteilt.

    • Souverän: Ich sehe dieses Geld nicht als Wertschein, sondern als Schuldschein, als „Soll“ statt „Haben“, als „Soll“ an alle Beteiligten des Systems, an alle die durch Beteiligung am System seine Spielregeln akzeptieren.

    • Ja ja, schon klar. Wichtig ist aber nicht so sehr wie jemand was sieht, sondern wie es in der Realität ist.

      ist wie mit der leicht zu beantwortenden Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas. Für den Einen ist es immer halbvoll, für Andere immer halb leer. In der Realität sagt dir der Wirt wenn du ihn aufforderst das Glas voll zu machen, weil es nur halb voll ist; ne ne mein lieber, das Glas ist bereits halb leer. Trink mal ganz leer, dann kriegste auch wieder ein volles.

    • @ ´Der Souverän
      Alles Kapital ist zunächst Geldkapital, also Geld, das nicht für Konsum verausgabt, sondern kapitalistisch „angelegt“ wird. Die Form dieser Anlage ist jedoch verschieden. Das industrielle und kommerzielle Kapital (auch das von Dienstleistungsunternehmen) wird in Arbeitskraft, Gebäude, Maschinen usw. investiert, um es durch die Produktion oder Distribution von Gütern zu „verwerten“. Die Anwendung von Arbeitskraft setzt dem ursprünglichen Geldkapital Mehrwert zu,und dieser wird durch Verkauf der Produkte auf dem Markt „realisiert“. Das Kreditkapital dagegen ist ein Geldkapital, das sich nicht durch die Produktion von Gütern verwertet, sondern das verliehen wird gegen den „Preis“ des Zinses.

      Tatsächlich handelt es sich nur um eine abgeleitete Form des Mehrwerts, denn der Zins (und natürlich die Rückzahlung) des ausgeliehenen Geldkapitals kann nur abfallen, wenn die entleihende Instanz, in der Regel ein industrielles oder kommerzielles Kapital, dieses Geld in reale kapitalistische Warenproduktion steckt und diese auf dem Markt realisiert worden ist. Das heißt nichts anderes, als dass das Produktionskapital die „Beute“, den Mehrwert, mit dem Kreditkapital oder zinstragenden Kapital teilen muss. Der Mehrwert spaltet sich auf in Unternehmensprofit und Zins, wobei der Zins letztlich nichts anderes als der abgetretene Teil des Unternehmensprofits ist.

    • @ Michaela
      Das ist sehr treffend beobachtet und zeigt das ganze Ausmaß des Desasters, das im Gange ist. Seit Beginn der 1970-er Jahren wird produktive Arbeitskraft durch die 3. industrielle Revolution schneller überflüssig gemacht, als die Märkte sich ausdehnen können. Damit kam die absolute Mehrwertproduktion zum Erliegen, was als Profitkrise deutlich wurde. Zunächst gingen die Staaten mit keynesianischen Mitteln dagegen vor, also mit Ausgabe von Staatskrediten. Da die Verwertung aber nicht ansprang, war das erste Phänomen der Finanzblasenökonomie wachsende Staatsverschuldung mit ausufernder Inflation in den kapitalistischen Zentren und Hyperinflation in der Peripherie. Der Begriff hierfür ist Stagflation.
      Dann traten die Neoliberalen auf den Plan und machten das staatliche Eingreifen vermittels deficit-spending als Ursache der Misere aus. Die nun folgende exzessive Deregulierung der Finanzmärkte verlagerte die Aufblähung des „fiktiven Kapitals“ vom Staatskredit auf die Finanzblasen einer fiktiven Wertsteigerung finanzkapitalistischer Eigentumstiteln. Diese Vermögensinflation führte nur deshalb nicht zu einer entsprechenden Geldentwertung, weil sie durch transnationale Geldströme außerhalb der nationalen Währungsräume vermittelt war.
      Bekanntlich ging mit der neoliberalen Wende eine soziale Spaltung auch in den kapitalistischen Kernländern einher. Der Sozialstaat mutierte zur repressiven Krisenverwaltung einer wachsenden Massenarmut. Trotzdem schien sich das „finanzgetriebene Wachstum“ unendlich fortsetzen zu können. Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als in den 90er Jahren eine Art Wiedergängertum der Finanzblasen-Ökonomie in die sogenannte Realwirtschaft begann. Im Zentrum stand dabei die politische Ökonomie der letzten Weltmacht USA. Dort fand seit Reagan eine doppelte Verlagerung statt; nicht nur vom Staatskredit auf die private Vermögensinflation, sondern auch innerhalb des Staatskredits von Sozial- und Kulturprogrammen auf eine forcierte defizitäre Rüstungsökonomie. Für die Finanzmärkte galt die militärische Garantiemacht des Weltkapitals als „sicherer Hafen“ der Geldanlage, der einen überproportionalen Anteil des globalen „fiktiven Kapitals“ absorbierte.
      Daraus entstand eine abenteuerliche globale Arbeitsteilung. Während überall sonst die Binnenkaufkraft stagnierte oder zurückging, wurde sie in den USA durch die „Arbeitsplätze“ des militärisch-industriellen Komplexes und die relativ breite Streuung von Finanztiteln gefüttert. Obwohl auch hier die Massenarmut zunahm, konnte auf diese Weise die Mittelklasse ein Konsumwunder tragen, das sich nicht mehr aus realer Wertschöpfung speiste. Als Kehrseite des Zustroms von fiktivem Geldkapital nahmen die USA so durch einseitige Importströme die überschüssigen Waren aller Weltregionen und insbesondere Asiens auf. Dem astronomischen US-Außenhandelsdefizit stehen inzwischen entsprechende Dollarguthaben der Exportregionen gegenüber. Dieses scheinbar reale Wachstum ist auf Sand gebaut, weil es seinen Ausgangspunkt nicht in Einkommen aus realer Mehrwertproduktion hatte, sondern von den Finanzblasen genährt wurde. Deshalb ist auch die Verlagerung industrieller Arbeitsplätze etwa in die Wachstumswunder China und Indien eine optische Täuschung.
      Zunächst aber beschränkten sich die Börsenkräche und Staatspleiten auf regional begrenzte Räume (Südamerika, das ehemalige Jugoslawien usw.) Mit dem Zusammenbruch des „neuen Marktes“ und der nachfolgenden Rezession schienen nun aber auch die Kernländer an der Reihe zu sein. Aber ausgerechnet der Neoliberalismus, der bisher eine strenge Geldmengenpolitik postuliert hatte, zündete mit der Dollarschwemme (Helicopter-Ben) eine Defizitkonjunktur nie gekannten Ausmaßes, von der die größte aller Finanzblasen, die Immobilienblase zehrte. Ihr Ergebnis ist die Finanzkrise von 2008, die bis heute anhält.
      Der Simulationsbetrieb läuft nun ausschließlich auf der Politik des „billigen“ Geldes und negativer Leitzinsen, also durch Ausgabe von tatsächlich ungedecktem Geld, das in der Realwirtschaft auch nicht profitabel angelegt werden kann und so an die Börsen und andere finanzkapitalistische Wettplätze gelangt. Die Stagflation als Phänomen kehrt aber (noch) nicht zurück, weil eben die Geldmenge von der Wertsubstanz entkoppelt wurde.

    • @ Petra: „…Geldmenge von der Wertsubstanz entkoppelt…“

      Ja, das ist – wenn wir es mal medizinisch sehen wollen – eine treffende „Diagnose“. Und nun stellt sich natürlich dann im Anschluss daran die Frage nach der besten „Therapie“. Und da fällt mir bei der „Diagnose“ eines besonders auf, nämlich, dass offenbar die „Krankheit“ willkürlich herbeigeführt wurde und wird. CUI BONO ?
      Wären wir Mediziner, denen man einen Patienten mit Schusswunde herbrachte, müssten wir über das rein-Medizinische hinaus ja auch die Polizei hinzuziehen, um etwaige strafrechtliche Gesichtspunkte zu klären.

      Was mir konkret auffällt, ist, dass offenbar ein grösserer PLAN hinter all dem steckt, was heute als „Symptom“ diagnostizierbar wird, d.h., als Wirtschaftskrieg sich austobt. Man ist ja heute allgemein wenig dazu geneigt, allzu weit in die „Geschichte“ zurück zu blicken. Doch schon 1890 veröffentlichte die englische Zeitschrift „Truth“ eine Europakarte, auf der in etwa die Grenzen von 1945 abgebildet sind.
      Es gibt ja eine Schrift aus dem 19. Jahrhundert, um deren Ursprung gemutmasst wurde, um derentwegen auch ein Gerichtsprozess stattfand und die als „Fälschung“ gilt. Wenn das eine „Fälschung“ ist, frage ich mich nach dem Original. Wenn wir einmal von der Frage nach der wirklichen historischen Quelle der Schrift mit Titel:“ Die Protokolle der Weisen von Zion“ absehen, ob das etwa Cecil Rhodes an Lord Rothschild testamentarisch weitergab, wenn wir einfach nur den INHALT mit den späteren realen ENTWICKELUNGEN vergleichen, ist es deckungsgleich mit diesem Fahrplan zur Weltherrschaft , der ja heute als ein Fahrplan der Angloamerikaner erkennbar wird.
      Und der ist über hundert Jahre alt, worauf sogar George Friedman 2015 hinwies.

      Ich zitiere aus den „Protokollen“, damit dieses PLANMAESSIGE hinter den heutigen Ereignissen erkennbar wird:
      „§ 3: “ Wir werden damit beginnen,ungeheure Monopole zu errichten, Behälter gewaltiger Reichtümer, von denen selbst die grossen Vermögen der Gojim“ – ersetzen wir „Gojim“ durch: „Nichtangloamerikaner“ – „so sehr abhängig sein werden, dass sie zugrunde gehen müssen , zusammen mit dem Kredit der Staaten, am Tage nach dem politischen Zusammenbruch…“
      „§ 5: ..um unser System, die Gojim in Europa in Schach zu halten, zusammenzufassen: wir werden einer von ihnen unsere Stärke durch Schreckensunternehmungen zeigen, und wenn wir die Möglichkeit einer allgemeinen Erhebung gegen uns zugeben, werden wir allen mit den Kanonen von Amerika, China oder Japan antworten…….Wenn ihr Kreis geschlossen ist, werden alle Staaten Europas in ihren Ringen eingeschlossen sein wie in einem Schraubstock.“
      Das wurde vor dem Jahre 1900 schon formuliert, geplant !

      „§ 7: Ethik: Unsere Losung ist – Gewalt und Täuschung. Nur die Gewalt siegt in politischen Angelegenheiten, besonders, wenn sie in den für Staatsmänner wichtigen Gaben verborgen liegt. Gewalt muss der Grundsatz sein und Schlauheit und Täuschung die Richtschnur für Regierungen,…“

      „§ 8: Presse: Keine einzige Ankündigung wird ohne unsere Kontrolle in die Oeffentlichkeit gelangen.“

      „§ 9: Lehrfreiheit- Erziehung- Religionsfreiheit: Die Gojim werden NICHT zur praktischen Anwendung der vorurteilslosen GESCHICHTLICHEN Beobachtungen angeleitet…..Wenn wir unser Königreich aufgerichtet haben, wird es uns unerwünscht sein, wenn es darin noch eine andere Religion geben sollte.“ Hervorhebungen von mir.

      „§ 10: Vatikan: ..Zusammenbruch der christlichen Religion vollkommen sein wird…Wenn endlich die Zeit gekommen ist, die päpstliche Macht zu zerstören, wird der Finger jener unsichtbaren Hand die Völker auf den Vatikan hinweisen. Wenn sich jedoch die Nationen auf ihn werfen, werden wir uns den Anschein seiner Verteidiger geben, als ob wir übermässiges Blutvergiessen verhindern wollten. Durch diesen Vorwand werden wir in seine innersten Verhältnisse eindringen und nicht früher wieder herausgehen, bis wir die päpstliche Macht völlig in der Hand haben.“

      In den Jahren 1934/1935 kam es zu einem Prozess um die Echtheit der „Protokolle“ in Bern/Schweiz.
      Prinzessin Radziwill, die zu Cecil Rhodes in Verbindung stand, war Zeugin. Der Prozess brachte aber keine Klarheit.
      Mir fällt besonders auf, dass schon 1890 diese Europakarte in der „Truth“ veröffentlicht wurde, die etwa ziemlich genau die Grenzen von 1945 zeigt. Und wenn man die „Schreckensunternehmungen v. § 5 ansieht, die lange VOR den Weltkriegen formuliert wurden, wenn man dann die Tatsache dieser Kriege zur Kenntnis nimmt, wenn man darüber hinaus den heutigen Wirtschaftskrieg sieht und das vergleicht mit § 3, dann kann man doch das Planmässige, das lange, lange Zeit schon vorher Geplante erkennen.

      Sie haben die „Diagnose“ gestellt, die meiner Meinung nach stimmt. Welche „Therapie“ schlagen Sie vor ?

    • Profile photo of Petra Petra sagt: 30. April 2016 at 09:30
      „Alles Kapital ist zunächst Geldkapital, also Geld, das nicht für Konsum verausgabt, sondern kapitalistisch „angelegt“ wird.“

      Das ist mir alles nicht erst seit vorgestern klar. Ich sehe keinen Bezug, da ich darüber nicht geschrieben habe.

      Ich schrieb ursprünglich. Wenn es nur staatliche Banken gibt – also dem Volk gehörend – stellen diese Kredite zur Verfügung, an denen sie nichts verdienen müssen, sondern die Zinsen nur dazu dienen das Ausfallrisiko abzudecken. Die Kosten der Banken werden aus Steuermitteln bedient. Das ist eben in dem System das Ideal. Die Zinsen können niedrig gehalten werden, also ca 3%. Das ist ein Zinssatz den jedes Unternehmen welches nicht sowieso schon pleite ist „gar nicht spürt“.

      Bei Zinsen um 8, 10 oder gar 15% steigt das Pleiterisiko exponentiell, ist fast schon vorprogrammiert.

    • Petra sagt: 30. April 2016 at 10:14
      „Der Simulationsbetrieb läuft nun ausschließlich auf der Politik des „billigen“ Geldes und negativer Leitzinsen, also durch Ausgabe von tatsächlich ungedecktem Geld, das in der Realwirtschaft auch nicht profitabel angelegt werden kann und so an die Börsen und andere finanzkapitalistische Wettplätze gelangt. Die Stagflation als Phänomen kehrt aber (noch) nicht zurück, weil eben die Geldmenge von der Wertsubstanz entkoppelt wurde.“

      Das ist zumindest eine interessante These die ich noch nicht kannte – wirft aber Fragen auf.

      Gedecktes Geld entsteht demnach durch den Leitzins, aber nur wenn dieser positiv ist. Und wie fluppt dann die Formel, je höher der Leitzins desto gedeckter das Geld?

      Und die Realwirtschaft kommt mit höherem Zinssatz wesentlich besser klar als mit niedrigem?
      Ach ne, das waren ja die Kreditgeber die nix mehr verdienen. Da stellt sich mir wiederum eine Frage und zwar ab wieviel Prozent vorläufigem Gewinn oder Ergebnis denn verleih von Geld lohnend wird.

      Wenn wir mal von deiner falschen Darstellung des negativen Haupttenders (Leitzins) zu den Fakten wechseln, lässt sich eine ziemlich genaue Rechnung aufmachen.

      Vor kurzen wurde durch alle Medien der historisch niedrige Leitzins in Höhe 0,05% bekannt gegeben. Die Banken konnten sich also für 0,05% Zins Geld bei der EZB leihen. Nehmen wir mal an, sie haben der Realwirtschaft nur 3% Zinsen für ihre gewährten Kredite abverlangt.
      Dann wären das flockige 6.000 (i.W. sechstausend) Prozent Reibach, oder Aufschlag.
      Bei 5% lägen wir dann schon im fünfstelligen Bereich, nämlich 10.000% Aufschlag

      Ich will es mal so ausdrücken; wenn ein Gastronom auf eine Tasse Bier (0,2 L) die ihn im Einkauf geschätzte 0,30 € kostet 6.000% aufschlägt, dann bräuchte er am Tag nicht allzuviel Bier verkaufen, da das Tässchen dann 18 € kosten würde, er mithin pro 0,2 L Bier vorläufigen Gewinn von 17,70 € erzielte. Verkaufte dieser Gastronom also nur 50 Gläser Bier am Tag = ein 10 L Patyfäßchen, hätte er Einahmen von 900 €. Damit kommt man mit nem Bierstand schon ganz gut über die Runden. Wahrscheinlich bräuchte der nur eine Stunde am Tag arbeiten – lohnt sich kaum die Tür aufzuschließen… Da hätte es der weiße Ware Händler schon besser. Der verkauft pro Tag eine Waschmaschine EK 500 € für 30 k über das Internet und dürfte Schwierigkeiten haben die 29.500 € pro Tag an den steuerfreien Südstränden auszugeben – jedenfalls für Schirmchendrinks.

      Aktuell liegt der Haupttender übrigens bei 0,00% – also gar nix. Im Minus war er allerdings noch nie – jedenfalls nicht bei der EZB. Aber für schnelles Geld – über Nacht und so – müssen die Banken immer noch 0,25% berappen. Das ist der sogenannte Spitzenrefinanzierungssatz.

      Es gibt aber auch einen Minuszinssatz. Den allerdings müssen die Bankster an die EZB bezahlen, wenn sie angefordertes Geld bei der EZB liegenlassen, oder eigenes Geld bei der EZB parken. Da beträgt der sogenannte Einlagesatz z.Z. 0,40%.

      Der Zweck soll sein, das die Bankster endlich Geld der Realwirtschaft zur Verfügung stellen, damit das ewige Wachstum nicht stockt, oder gar abreißt, oder ein >pruuuust< "Minuswachstum" eintritt – welch eine Wortschöpfung… Erdrutschartiger Sieg ist auch so ein Unwort.

      Stagflation – ein Kunstwort das gleichzeitige Stagnation (wirtschaftlicher Stillstand) mit Inflation (Minderung der Kaufkraft durch Verteuerung der Waren/Güter) beschreibt – ist aus meiner Sicht in dem System kein Phänomen, sondern logisch. Aber darüber ließe sich (lange) diskutieren.

  18. Ja klar, die Welt ist bankrott!! Wer ruft dies mal laut medienwirksam aus?? Wer erklärt , dass Österreich, dass Deutschland, Italien, Frankreich und die VSA sowieso alle bankrott sind!! Wir werden dies machen. Also, solange keiner öffentlich zu gibt, dass er bankrott ist, so lange ist er nicht bankrott und kann täglich umschulden und Fälligkeitstermine nach hinten verschieben. Darum bricht das System auch nicht zusammen, obwohl es seit 20 Jahren schon bankrott ist. Wie Christoph Pfluger richtig sagt am Schluss: wir sollten den Zusammenbruch beschleunigen! Genau das machen wir mit der Ausrufung des Bankrotts. Der das hat nur Sinn, wenn wir ein besseres System anzubieten haben, das erprobt und funktional und vor allem komplett anders und damit besser ist. Und das haben wir nun.

    Wie bei der Titanic glaubte keiner an den Total-Untergang der Banken und deren Schuldgeld-Zins-System, weil in der Zeitung stand, das Schiff sei unsinkbar. So ist es auch mit dem Kapitalismus. Damit er friedlich zusammenbrechen kann, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: 1. Die neue Titanic muss bereits neben der sinkenden sichtbar schwimmen und besser und schöner aussehen. 2. Dann muss eine Nachricht verbreitet werden auf der alten Titanic, dass das mit dem „Nicht untergehen können leider ein Irrtum sei und man nun schleunigst unsteigen solle auf die neue Titanic.“

    Übrigens ist die Konkurswelle der letzen 20 Jahre der Stabilisator des sehr langsamen Sinkens der alten Titanic. Jeder Firmen- oder Privat-Konkurs hat Bankverträge auf Kreditrückzahlungen aufgelöst. Somit konnte das durch den Bankkredit geschöpfte Geld nun frei in der Wirtschaft länger zirkulieren, und es wurde nicht mehr automatisch durch den Zins auf die Banken zurück gesaugt.

    Was könnten wir nach der Ausrufung des globalen Bankrott alles neu und besser und menschlicher machen mit unserem neuen System?

    1. Wir beseitigen den Geldmangel durch dezentrale Waren/Leistung-gedeckte Geltschöpfung (neues Gelt mir t stammt von gelten).
    2. Wer keinen Geltmantel mehr kennt, braucht keine Versicherungen. Wer keine Versicherung braucht, wird überlegter, Eigenverantwortlicher und Lokaler handeln und einkaufen, und er braucht nicht mehr auf den Preis achten, sonder fragt nach der Produktionsmethode und dem Zustand des Produzenten, seiner Umgebung, seiner Mitarbeiter-Entlohnung.
    3. Dadurch wir das kleine dezentrale wieder gefördert und kann überleben. Der Preis ist nur noch die Buchhltung und muss nicht mehr in werthaltigem Mangelgeld eingefordert werden.
    4. Dadurch löst sich jeglicher Geldeintreibungs-Kampf auf. Alle Inkassobüros und Schuldbetriebungs-Gericht und Konkursämter können schliessen. Der Zeitdruck mach uns stressfrei und gesünder.
    5. 70% der Krankheiten – insbesondere der psychischen wie Burnout – verschwinden, denn wer nie mehr Sorgen zu haben braucht um seine „Kaufkraft“ am Überfluss aller Waren einzulösen, die nun gerechter verteilt werden können, wird nie mehr krank. Die überflüssigen Ärzte können sich sinnvolleren Beschäftigungen widmen oder einfach nur Golfspielen gehen wie die überflüssigen Bänker, Inkassounternehmer, deren Heer von Anwälten und Richter auch.
    6. Die Konkurrenzgesellschaft wandelt sich nun in eine Solidargemeinschaft. Im Vordergrund steht nicht mehr „Geldverdienen“ sondern Bedarfsdeckung der Nächsten Umgebung.
    7. Die Immigrantenströme fliessen an den Ausgangspunkt zurück, denn jeder wird – nachdem er hier ausgebildet wurde – gerne mit unserem neuen System in seiner Heimat den Wiederaufbau vorantreiben und sich in seiner Heimat „Selbst-Verwirklichen“.
    8. Die Kriege werden alle beendet, weil wir alle Systemlügen über den Mangel aufdecken. Daher ist jeder uns aufgezwungene Kampf um Ressourcen auch als Lüge der Elite entlarvt.
    9. Das erwartete und uns zustehende „Goldene Zeitalter“ kann beginnen.

    Gerne werden wir hier in einem Video dieses System vorstellen. Wir warten auf die entsprechende Einladung.

    • So funktioniert das aber nicht. Man braucht die Völker und die Regierungen für den Umbau.

      Man kann also nicht erst ein neues neben dem alten System installieren und dann sagen friß oder stirb, sondern die Menschen müssen dem nicht nur zustimmen, sie müssen es WOLLEN – so richtig fest von ganzem Herzen wollen.

      Und dafür muß man ihnen eine durchdachtes, logisches, einfaches System anbieten, welches sie auch verstehen und dann mit daran arbeiten oder zumindest mittragen.

      Wie sone Schulklasse bei 30° im Sommer, denen der Lehrer anbietet ob es einen Ausflug in das Freibad gibt, oder ne Mathearbeit.

    • Keines braucht „Völker“, also Nation und damit die verschwiegene Seite der Subjektivität. Womit wir beim Thema sind: das Ich-Bewusstsein braucht keine Subjektivität.

    • @ Petra: „…das Ich – Bewusstsein braucht keine Subjektivität.“

      Der Mensch kann den einfachen Satz bewusst denken: Ich bin.
      Es ist das Denken, das die Begriffe „Subjekt“ und „Objekt“ hervorbringt.

    • @ Michaela
      Es ist die gesellschaftliche Form, das moderne Ensemble, die dieses Denken in ihrer Sphäre der Öffentlichkeit erzwingt.

    • @ Petra: “ Es ist die gesellschaftliche Form, das moderne Ensemble, das dieses Denken in ihrer Sphäre der Oeffentlichkeit erzwingt.“

      Ist denn nicht diese gesellschaftliche Form, dieses „Ensemble“ ein Symptom eines Denkens oder einer erzwungenen
      Denkweise, in der das Formelle mehr Gewicht bekommt als das Sinnhafte ?
      Und wenn dem so ist, welche mögliche Strategie für Befreiung des Denkens aus solchem „Korsett“ ist die Richtige ?
      Hier ein konkretes Beispiel für die Tatsache, dass das Formelle höher gewichtet wurde als das Sinnhafte : Seit fast sieben Jahren hat mich jemand dazu genötigt, zu prozessieren. Grund dafür war ein Formfehler eines Notares bei einer Beurkundung. Weil die Beurkundung den Formfehler enthielt – so die dritte Instanz in dem Verfahren – hat das Gericht, das die Urkunde für rechtsunwirksam erklärt und hat sich mit dem Inhalt gar nicht mehr befasst, aus dem der Sinn dieser Beurkundung hervorging.

      Erst durch ein parallel dazu laufendes Verfahren, in dem wir die Versicherung des Notares regresspflichtig machten, wo das dann auf aussergerichtlichen Vergleich hinauslief, kippte das erste Verfahren uns zugunsten, so dass die Frau, die uns verklagt hatte, nun selber eine 6 stellige Summe auskehren musste an andere, die ansonsten ich hätte auskehren müssen. Will sagen: Der Formfehler war Anlass dafür, dass Gerichte und Rechtsanwälte bezahlt werden mussten. Hätten die Gerichte sich mit dem Sinn der Urkunde befasst, die formell – weil sie nicht zweifach einen Hinweis enthielt, es ging um zwei Urkunden gesamt – ungültig war, hätten sie erkennen müssen, dass nicht die Verklägerin einen Anspruch hatte, und das Verfahren wäre verkürzt worden. Doch dieser Sinn der Urkunden wurde einfach komplett ignoriert. Und diese Ignoranz dem Sinnhaften gegenüber zahlte sich für die Juristen aus !

      Ist nicht diese gesellschaftliche Form ein Symptom eines vom Leben und vom Sinnhaften abstrahierten Denkens ?
      Wenn ja, welche Lösungsmöglichkeiten haben wir, wenn wir das ändern wollen ?

    • Das Bild mit der Titanic gefällt mir, und auch Ihre positive Vision für die Zukunft. Ein Video dazu fände ich toll – hoffentlich mit konkreten Vorschlägen, was JEDER JETZT SOFORT TUN kann.

    • „Profile photo of Petra Petra sagt: 29. April 2016 at 08:55
      @ Michaela
      Es ist die gesellschaftliche Form, das moderne Ensemble, die dieses Denken in ihrer Sphäre der Öffentlichkeit erzwingt.“

      Was soll uns solch ein Satz sagen? Außer das manch Einer ihn als ein verschwurbeltes Gebilde betrachten könnte.

    • „Michaela sagt: 29. April 2016 at 10:00
      Ist denn nicht diese gesellschaftliche Form, dieses „Ensemble“ ein Symptom eines Denkens oder einer erzwungenen Denkweise,…“

      Ich stelle mir gerade die Frage ob Denken oder insbesonder eine Denkweise überhaupt erZWUNGEN werden kann. Ich dachte immer die Gedanken wären die letzte freie Bastion.

    • @ Der Souverän: “ Was soll uns solch ein Satz sagen ?“

      Gute Frage. Ich weiss es nicht. Das klingt für mich wie Juristendeutsch, und sie ist ja Juristin.
      Kann man Denkweisen erzwingen ? Wenn man jemand glaubhaft belügt, erzwingt man dessen Irrtumsdenken.
      Anderes fällt mir dazu nicht ein. Habe mal einer Schulfreundin, die sich sehr für prähistorische Tiere interessierte, glaubhaft erzählt, es gab früher auch riesige „Hühner mit Rüssel“. Die glaubte das und war super interessiert an diesen riesigen Hühnern mit Rüsseln. Als ich ihr dann die Wahrheit sagte, dass das nur ausfantasiert war, war die richtig enttäuscht… Manche wollen ja so gerne in einer Fantasiewelt leben.
      Wer nicht fragt bleibt dumm. Das hat uns früher die Sesamstrassen – Akademie gelehrt. Ich frag sie mal :
      @ Petra: Was bedeutet o.g. Satz genau ?

    • @ Michaela

      Was Du beschreibst ist kein Erzwingen. Das nennt man täuschen, belügen, betrügen, hinters Licht führen usw.

      Erzwingen ist eine bewusste Handlung des Zwang ausübenden auf den zum Zwang genötigten, dessen sich der dem Zwang ausgesetze ebenfalls bewusst ist.

  19. Das herrschende (Geld-)System ist das System der Herrschenden. Sie werden es niemals freiwillig aufgeben. Wenn das Geldsystem zusammenbricht – es wäre ja nicht das erste Mal -, dann werden sie alles daran setzen, es in gleicher Weise neu zu bauen. Eine gerechte Ordnung wäre jedenfalls nicht automatisch die Folge eines Zusammenbruchs.

    Gut gemeinte Ideen, bei denen es sich in der Konsequenz um alternative Herrschaftsmodelle handelt, bleiben Illusionen, solange nicht auch die Machtverhältnisse verändert werden. Die herrschenden Nutznießer des Systems müssen gestürzt werden! Und natürlich reicht es nicht, ein paar andere Figuren an ihre Stelle zu setzen.

    Dann bleibt noch die Frage, durch welche Ordnung die alte ersetzt werden sollte und auf welche Weise die neue Ordnung gegen Angriffe der gestürzten, aber weltweit operierenden Herrscher verteidigt werden müßte. In der Vergangenheit hat es bekanntlich nicht an Versuchen gefehlt, neue Geld- und Herrschaftssysteme zu errichten, auch das „Brechen der Zinsknechtschaft“ ist kein völlig neuer Gedanke. Wie wir aber auch wissen, verliefen diese Versuche auf längere Sicht nicht besonders erfolgreich oder wurden von außen vernichtet.

    Selbstverständlich reicht es nicht, die Machtfrage zu stellen, dadurch alleine ändert sich noch nichts. Aber ohne Verbindung mit dieser Frage schweben alle schönen Gedanken über eine „bessere Welt“ im luftleeren Raum. Unter dem jetzigen Herrschaftssystem könnten sie niemals realisiert werden.

  20. Jetzt habe ich es endlich verstanden! Vielen Dank an Christoph Pfluger und auch den Kollegen Franz Hörmann aus der letzten Positionen-Sendung.

    Die Banken lassen Anschreiben – wie in der Kneipe auf den Bierdeckel!
    Es ist wie in Civilisation – zuerst war die Schrift da, und dann kam erst das Alphabet. (das war in den ersten Civ-Teilen noch andersherum)
    Und im Finanzwesen war zuerst der Bierdeckel da (Bilanzen im Tempel) und DANN haben die Römer ihren Soldaten Sold gezahlt!
    Und wenn man das verstanden hat, wird sehr schnell klar, dass der Staat den Sold ( Und das muss Notenbankgeld sein, egal ob er ihn den Soldaten, den Rentnern oder den Brückenbauern gezahlt hat) per Steuern wieder einziehen MUSS(!!!) – weil das Geld sonst alles mögliche machen kann, aber nicht das was es soll – die gesamte Ökonomie darauf zuzuschneiden Soldaten, Rentner und Brückenbauer mit Essen, Wohnraum und Prostituierten* zu versorgen.

    *Wäre natürlich schön, wenn sich weder Soldaten, noch Rentner, noch Brückenbauer nach Prostituierten umsehen würden, aber die Praxis sieht wohl anders aus. Man nehme den Terminus bitte außerdem als Beispielterm für den 2. Teil des Euphemismus „Brot und Spiele“

    • @ Sebastian: “ weil das Geld sonst alles mögliche machen kann“

      Geld kann gar nichts machen. Es liegt passiv da. Es lagert. Menschen sind es, die etwas machen oder unterlassen.

      Hier ein Zitat aus dem Buch: „Geheimpolitik – Der Fahrplan zur Weltherrschaft“ v.D.Rüggeberg, der selbst aus Urkunden zitiert, die aus dem 19.Jahrhundert (!!!) stammen und heute brandaktuell sind:

      “ § 3: Schuldenwirtschaft

      Wirtschaftskrisen zur Schädigung gegnerischer Staaten haben wir lediglich durch Zurückziehung des Geldes aus dem Umlauf hervorgerufen. Grosse Kapitalien wurden von uns aufgehäuft und so dem Staate entzogen, der dadurch gezwungen war, diese selben Kapitalien als Anleihe von uns zu entnehmen. Diese Anleihen belasteten die Staaten mit Zin sen und machten sie zu willenlosen Sklaven der Kapitalisten……Jede Staatsanleihe beweist Schwäche und einen Mangel an Verständnis für die Rechte des Staates. Anleihen hängen wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Staatsbürger. Anstatt von ihren Untertanen eine zeitgemässe Steuer zu erheben, kommen sie mit ausgestreckten Händen zu unseren Bankherren betteln. Fremde Anleihen sind Blutegel; es gibt keine Möglichkeit, sie vom Staatskörper zu entfernen, bis sie von selbst abfallen oder der Staat sie abschüttelt. Aber die…..staaten schütteln sie nicht ab, sondern setzen sich immerzu neue an, so dass sie unvemeidlich zugrunde gehen müssen, entkräftet vom freiwilligen Aderlass.“

    • @Michaela 🙂

      „Geld kann gar nichts machen. Es liegt passiv da. Es lagert. Menschen sind es, die etwas machen oder unterlassen.“

      Da haben wir aneinander vorbei geschrieben. Du hast natürlich völlig recht. Geld liegt (meistens) nur so unmotiviert (sprich passiv) in der Gegend rum. Aber wenn es das tut, dann kann eben jeder vorbeikommen, und sich daran bereichern. Das passiert selbst mit staatlich verwalteten Rentenkassen. Deswegen schrieb ich „dass der Staat den Sold über Steuern wieder einziehen MUSS(!!!)“. Steuern stellen eine Möglichkeit dar, Geld wieder zu vernichten (ich glaube im Moment sogar dass es die einzige ist). Und wenn es weg ist, kann es nicht mehr rumliegen, und niemand kann sich daran bereichern.

      Dein Zitat zur Schuldenwirtschaft bietet im Prinzip ein anschauliches Beispiel, was man mit rumliegendem Geld alles machen kann. Eines von vielen. Das meiste davon ist so illegal, wie Brecht’s Methoden, einen Menschen zu töten.

    • @ Sebastian
      Mir ist unklar, was Sie mit „Geld“ denn so meinen, irgendwie überhistorisch, als sei das heutige Geld das gleiche wie das vor unserer Zeit. Und bedeutet Ihr Gebrach von Geld, dass Sie den abstrakten Reichtum, den unser heutiges Geld ausmacht, nicht unterscheiden von substantiellem Geld, der es zuvor war?

    • @ Sebastian: “ Steuern stellen eine Möglichkeit dar, Geld wieder zu vernichten.“

      Steuern stellen eine Möglichkeit für die Politik dar, sie den Bankherren hinterher zu schmeissen wie in ein Fass ohne Boden, weil die Politik bei den Bankherren gezwungen ist, Kredite aufzunehmen, um die „eigene“ Währung rausbringen zu können.
      Es geht doch nicht darum,Geld zu vernichten ! Haben Sie eine Geld – Allergie ? Oder warum wollen Sie Geld vernichten?
      Geben Sie `s mir, bevor Sie sich mit Fünfhundertern die Zigaretten anzünden.
      Und denken Sie noch mal genau nach, ob nicht Geld zu besitzen, auch Freiheit bedeutet.

    • @Petra
      Die Argumente, so wie ich sie jetzt verstanden habe, setzen noch eins drauf. Die sagen, dass Buchgeld – was sie wohl mit abstraktem Reichtum meinen – war zuerst da. Das sind die Bilanzen. Die kamen erst. Sie wurden im Tempel aufbewahrt, wo die Menschen hingehen konnten, um ihre Schweine, oder das Getreide oder den neuen Tisch anzuschreiben. Dieses Geld gab es schon zu ägyptischen Zeiten, und man kann durch Bilanzverlängerung einfach neues erschaffen. Hätte man schon damals gekonnt. Man geht dann etwa in den Tempel und sagt nicht, „ich habe für die letzten 2 Säcke Getreide noch keine Gegenleistung bekommen, und möchte das jetzt einlösen“ sondern man sagt „Ich habe gerade nichts, aber wenn ich jetzt 2 Hühner bekommen könnte, dann würde ich nächstes Jahr 3 Säcke getreide zurück bezahlen“. -> eine klassische Bilanzverlängerung, sprich ein Kredit.
      Das „substantielle Geld“ kam viel später. Etwa zu zeiten Roms (und etwa zeitgleich wohl in Indien und Chias?)

      Im Antwortpost bezog ich mich dann allerdings auf „heutiges Geld“, quasi die Summe aus Spielgeldchips (Bilanzverlängerungen) und Notenbankgeld („substantiell“ wenn man so will), welches Effektiv wohl eine Mischform darstellt.

    • @michaela
      „…, weil die Politik bei den Bankherren gezwungen ist, Kredite aufzunehmen, um die „eigene“ Währung rausbringen zu können.“

      Kannst du das erläutern (wir waren doch schon beim Du oder?).
      Ich bin der Meinung, Notenbanken können Geld einfach erschaffen. Die brauchen dafür heute nichts weiter als Papier und ein wenig Druckerschwärze. Dafür sind sie Notenbanken. Man braucht dafür aber eine gehörige Portion Macht (der Ausdruck ist ungenau), soviel das eigentlich nur Staaten dazu in der Lage sein sollten, eine Notenbank zu halten. Und doch, es geht darum Geld konkret wieder zu vernichten, nachdem es seinen Zweck erfüllt hat. Nicht das Geld. Sondern den konkreten „Sold“.

      Ich versuchs mal an den Rentenkassen zu verdeutlichen. Die werden heutzutage angelegt, zum Beispiel (per Gesetz) in Staatsanleihen. Also Geld, das eingesammelt wird (per Gesetz, wie eine Steuer) wird nicht an die Notenbank zurück geführt, sondern in Form von Fonds an die Bankendurchgereicht, die es anlegen sollen. Um es über 5, 10, 20 oder auch 45 Jahre zu vermehren.
      Wenn alles gut geht, wird dieses Geld nach 5, 10, 20 oder auch erst 45 Jahren wieder ausgezahlt, an die Dann-Rentner. Diese Rentner verzichten damit auf Anteile am Wirtschaftskreislauf zum Zeitpunkt T um mit dem gesammelten Geld zum Zeitpunkt T + X Waren (und Dienstleistungen) aus dem Wirtschaftskreislauf einzukaufen. Mal abgesehen von anderen Aspekten wie Fairness oder Gerechtigkeit, kann in 45 Jahren mit Geld viel passieren. Im Gebiet der ehemaligen DDR gabs innerhalb von 15 Jahren 2 Währungsumstellungen. Zwischen 1918 und 1933 gab es im selben Zeitraum 2 Wirtschaftskriesen, dazu Hyperinflation, da war irgendwas angespartes dann einfach gar nichts mehr wert – egal wie viel es war. Dann gibt es auch Kriminelle Energie – sagen wir Veruntreuung. Auch Rentenkassen sind davor nicht gefeit, und wenn sie einfach „schlechte Deals“ abschließen, können die Verantwortlichen in der Regel noch nicht mal belangt werden. Von privater Vorsorge fang ich da lieber nicht an.
      Wegen all dieser unwägbarkeiten gibt es im Prinzip nur eine Lösung. Man zieht das Geld ein (oder auch nicht, dazu gleich nochmal) und „vernichtet“ es, in dem man es zur Notenbank zurück trägt. Ob als Steuer oder als Rentenbeitrag ist dann erstmal egal. Für das eingesammelte Geld gibt es dann keine Rentenkasse, sondern staatliche Garantien auf einen Anteil am Wirtschaftsertrag im Rentenalter – Rente eben. Die wird dann ausgezahlt, wenn es soweit ist, und zwar in einer nominalen Höhe die dem Bedarf, oder meinetwegen auch der „Lebensleistung“ der dann-Rentner angemessen ist.

      Effektiv besoldet man aber die Rentner mit Zentralbankgeld. Deshalb ist es im Prinzip sinnlos, das Geld heute schon einzutreiben. Es reicht, wenn man durch teilhabe am Arbeitsleben staatlich garantierte Rentenansprüche erwirbt. Wie gesagt, Anteile am Wirtschaftsertrag der im Rentenalter dann verfügbar ist. Mehr geht sowieso nicht, und staatlich muss er sein, weil staaten die einzigen Gebilde, die solche Ansprüche auch dann noch weitertragen können, wenn sie zusammenbrechen. Zum Beispiel haben Rentner aus der ehemaligen DDR durchaus Bundesdeutsche Rentenansprüche erworben, auch wenn die DDR zusammen gebrochen ist. Ob da jetzt alles gerecht war, oder ob da unterschlagen wurde, ist ein anderes Thema, aber im allgemeinen blieb eine hinreichende Rente auf Westniveau übrig.
      Und wenn man die Rente (als Sold) ausgeschüttet hat, erst dann muss man sie wieder zurück holen – per Steuern. Wenn man das nicht tut, dann gibt es keinen Grund für einen Bäcker, dem alten Mann für sein seltsames Zentralbankgeld ein Brötchen zu verkaufen. Er könnte auch seine Brötchen für Spielgeld an die Bank verkaufen, weil da ne höhere Zahl drauf steht. Damit kann man zwar keine Steuern bezahlen, aber dass muss er ja auch nicht, wenn der Staat das Geld einfach zurück lässt. Dann richtet es Schaden an. Und deshalb muss es vernichtet werden. (um im nächsten „Zyklus“ dann neues Notenbankgeld herauszugeben)

    • @ Sebastian: “ eine gehörige Portion Macht“

      Ja, gerne duzen. Wollte nur nicht unhöflich sein. Es geht um diese Frage der Macht, das sehe auch ich so.
      Eigentlich ist in der Demokratie das Volk der Souverän, zumindest steht das so auf Papier gedruckt im GG.
      Wäre das eine Wirklichkeit, wären die von uns gewählten Volksvertreter unsere Diener. Das sollten sie eigentlich sein.
      Sie schwören ja auch einen Eid darauf, vom „deutschen Volk“ Schaden abzuwenden, dem zu dienen.
      So betrachtet ist die Demokratie vergleichbar mit der Monarchie, in der die Diener den kaiserlichen Herrschaften
      Beamte waren, die gemäss dem Willen des Souveräns die Verhältnisse gestalteten, nur ist in der Demokratie eben das ganze Volk sozusagen „der Kaiser“ oder „der König“ bzw. die Herrschaft.

      Denken wir uns mal hinein in die Rolle der Herrschaften. Unsere Diener sind bei einem privaten Bankenverein unrettbar verschuldet. Sie schulden einer Bankenmafia so viel Geld, dass sie – um das bezahlen zu können – ihre eigenen Herrschaften ausplündern müssen. Wie würde ein wahrer Kaiser reagieren, wenn der Wind davon bekäme, dass seine Diener ihn ausplündern wollen, um seinen ärgsten Feinden die Kohle in deren gigantischen Tresor rein zu schieben ?

      Du hast ja von „Tempeln“ geschrieben. Christus hat die Banker, die Geldwechsler mit einer Geissel verprügelt und hat dieses Drecksgesindel rausgejagt aus dem Tempel, weil es -statt Gott zu dienen – dem Mammon diente.
      Er stiess die Tische dieser Bankleute um und rief erzürnt, dass sie aus dem Haus des Vaters eine Räuberhöhle gemacht hatten.
      Vermischen wir nicht das Heilige mit dem Mammon.

      Wenn wir dem Christusimpuls wirklich dienen wollen, dann müssen wir es machen, wie Er es vorgelebt hat und müssen uns eine Geissel machen und damit dieses Drecksgesocks zur Hölle jagen, weil das deren Heimat ist, denn da lebt deren Vater.
      Um solche Revolution machen zu können, braucht es Gottvertrauen, Selbstvertrauen und Opfergesinnung.
      Dafür reicht intellektualistisches Gerede nicht aus, dafür braucht es freiheitliche Gesinnung und Seele und ein spiritualisiertes Denken, das nicht ängstlich halt macht vor Grenzen, die irgendwelche Fremden uns überstülpen wollen wie eine Nachtmütze des amerikanischen Traumes. Dafür braucht es europäisches Erwachen.
      Denn Deutschland allein kann sich nicht wieder erheben, nachdem es niedergetreten wurde, daher braucht es den Gegenpol zum amerikanischen Traum: Europäisches Erwachen.
      Es braucht dafür Menschen, die geistig von Blitz & Donner abstammen.
      Solange wir nur über Geld reden, über nichts anderes als materielle Dinge, solange haben diese Superreichen unser Denken versklavt. Sie wollen, dass wir nur noch Gehirndenkerei betreiben, dass wir nicht schaffen, unser Denken aus dem magteriellen Gehirn usw. rauszureissen, um zur Gottverbundenheit zu kommen.
      Zumindest Franz Hörmann hat den genialen Denk-Ansatz, übersinnliche Kraftquellen in sein Denken mit einzubeziehen. Meditieren wir solange über Christus, wie Er die Geldwechsler mit der Geissel verjagte, bis uns innerlich eine Lösung aufgeht dafür, wie wir das in unserer Zeit gebacken kriegen.
      Und wenn es damit beginnt, dass jemand sich eine reale Geissel anfertigt und rituell damit auf die äusseren Bilder einschlägt, welche diese Mammonsdiener symbolisieren. Die Angloamerikaner sind da instinktiver als der allgemeine Deutsche. Die Amis schossen mit Revolvern auf Fotos von Bin Laden.
      Da bekommt das eine magische Dimension.

  21. So sind sie die Schweizer, meist doch recht sympathisch, ruhig und gelassen. Wer einmal in der Schweiz ein paar Jahre verbracht hat, der wird sich immer nach ihr sehnen wenn er sie – egal aus welchen Gründen – verlassen hat.

    Der Vorteil eines 1,5 stündigen Gespräches, danach einem interessierten Publikum seine Behauptungen nicht untermauern zu müssen/können, bedeutet (hier) für den Nach-fragenden oder Kritiker, das er sich Tage damit beschäftigen müsste, wollte er jeden Punkt – und da gibt es einige – der unstimmig oder schlicht falsch ist, widerlegen. Deshalb nur in Kürze etwas zum Vollgeld.

    Das nächste Geld muß genau das Gegenteil von Vollgeld sein. Die Frage ist nicht ob Geld durch ein anderes System ausgewechselt wird, sondern nur wann. Und dieses System sollte mit Geld wie wir es heute kennen, kaum mehr etwas gemein haben – nicht mal mehr Geld genannt werden.

    Vollgeld wäre definitiv der völlig falsche Weg und Entschuldung funktioniert auch gänzlich anders als Pfluger sich das vorstellt.

    Ein „Geldsystem“ muß auf einer DIN A 4 Seite so erklärt werden können, das Schulkinder es leicht verstehen können. Völlig klar sollte jedem sein, das ein Umstellung in ein anderes System nur international erfolgen kann. Das heißt, es muß so beschaffen sein, das 200 Länder-vertreter und die Völker sagen können: Ja, genau das wollen wir.

  22. noch mehr Info: (24.2.16)

    Vollgeld bringt Staatsmonopolismus
    http://www.geolitico.de/2016/02/24/vollgeld-bringt-staatsmonopolismus/

    zitiert aus dem Artikel: (trotzdem alles lesen bitte)

    „Bis heute kann Bargeld nicht so ohne weiteres abgeschafft werden. Die Bürger würden ja sonst ohne gesetzliches Zahlungsmittel da stehen. Mit der Einführung von Vollgeld würde diese Situation jedoch radikal verändert. Ein rechtlicher Anspruch auf Herausgabe von Bargeld würde logischerweise entfallen, auch wenn dies natürlich nicht an die große Glocke gehängt wird. Wer jedoch das neue Vollgeld auf seinem Zahlungsverkehrskonto hat, hat bereits das gesetzliche Zahlungsmittel.

    „Wem nützt Vollgeld?

    Zusammenfassend kann man sagen, dass das Vollgeldsystem den reichsten 20 Prozent, die schon fast obszön anmutende Geldberge auf den Girokonten haben, mehr Sicherheit bietet. Deren Einlagen sind dann geschützt.

    Was aber hat der größte Teil der Bevölkerung davon, die 80 Prozent? Er hat kaum nennenswerte Vorteile. Selbst unter günstigsten Umständen, will heißen, durch kluge, sozial und ethisch einwandfreie Handhabung des Vollgelsystems, werden die Kleinen Leute unter der Verschärfung der Risiken leiden, die bei Sparguthaben auftreten.

    Kann man eine kluge, soziale, ethische und einwandfreie Handhabung des Vollgeldsystems überhaupt erwarten? Ich kann mir dies nicht vorstellen, nicht unter den gegebenen Umständen. Denn der Bürger hätte es ja mit den gleichen Leuten zu tun, die auch jetzt schon das Geldsystem beherrschen. Die den Souverän, das Volk, in den letzten Jahrzehnten aus Geld- und Machtgier an die Großindustrie und die Finanzoligarchie verraten haben. Wie sonst hätte eine monopolistische Wirtschaft entstehen können, die sage und schreibe, weltweit aus nur 147 Konzernen besteht ( siehe oben )?

    Mit einer solchen Elite aus völlig empathielosen, eigensüchtigen, geld- und machtgierigen Subjekten will die Vollgeldiniatitive ein neues Geldsystem starten. Diese wird de facto aus den vorgenannten Gründen völlig korrumpiert sein und zu noch viel mehr Monopolismus und nicht mehr einzudämmenden Vetternwirtschaft führen. Aus dem angeblichen Befreiungsprogramm Vollgeld wird die dekadente Elite aus der Politik, Wirtschaft und Finanz, ziemlich schnell das größte Versklavungsprogramm aller Zeiten basteln. Wegbereiter des ganzen sind die Eigentümer und Hintermänner des internationalen Zentralbankwesens. Deshalb unterstützt ja auch der IWF, die verschiedensten Vollgeldinitiativen weltweit. “

    Abolish the FED!
    Keine Zentralbanken! Total unnötig! Die Sklaven-Ketten um unsere Hälse!
    Besonders die, die in privater Hand sind!!!! Völlig irre eigentlich!
    Staatliche Landes-Notenbanken, die ihr eigenes „gesetzliches Zahlungsmittel“ herausgeben, ausschließlich dem Souverän verantwortlich sind und einem unabhängigen ( gibt’s sowas? 😉 ) staatlichen Prüforgan unterliegen!

    Alternative Währungen aller Art soll und muss es geben dürfen.
    Welche auch immer? (DM, Chiemgauer, Yuan, Rubel, Gold, Silber, Bitcoins usw. usf.) die ein „Vertragspartner“ gewillt ist zu akzeptieren. Alles andere ist weiterhin Knechtschaft! Der Strick um unser aller Hälse, der nach Belieben immer stärker angezogen werden kann/und wird!!!
    Ich fürchte, wir müssen versuchen rasch unseren Hals aus genau dieser Schlinge zu ziehen!
    Oder weiterschlafen ….

  23. Bei 0:24:23 erklärt Pfluger kurz und treffend, was Geld ist.
    Da wird klar, dass mit Eigentum und Vertragsfreiheit das Geld in die Welt gekommen ist. Was Pfluger leider nicht gesagt hat, ist, dass damit auch schon der Zins in die Welt gekommen ist.
    Wer etwas hat, das er nicht braucht, kann es gegen Zins verleihen. Der der es braucht, wird ihm den Zins zahlen, denn andernfalls bekommt er es nicht. Und die Allgemeinheit, die dafür sorgt, dass Eigentum und Vertragsfreiheit heilig ist, sorgt dafür, dass der Zins gezahlt wird.
    Zins ist der Pferdefuß des Rechtsstaats. Um den Zins los zu werden, muss man den Rechtsstaat abschaffen.

    Ich kann leider nicht nachvollziehen, wie Pfluger darauf kommt, dass 38% von allem, was man so zahlt, Zins ist.
    Wenn jemand für seine Wohnung 500 Euro Kaltmiete zahlt, und der Eigentümer nur 150 Euro braucht, um den Verschleiß am Haus zu kompensieren, dann sind die übrigen 350 Euro Zins.
    Wenn jemand ein Brot kauft, dann zahlt der Bäcker bei vielen Gelegenheiten Zins, und er setzt den Brotpreis so hoch, dass er davon den Zins bezahlen kann. Also ist auch im Brotpreis Zins.
    Nur wie kommt man auf 38%? Die ganze Sache ist so verworren, dass ich mich nicht weiß, wie man das ausrechnen kann. Ich habe da noch nicht einmal eine Idee, wie man das ausrechnen könnte.

    • „Da wird klar, dass mit Eigentum und Vertragsfreiheit das Geld in die Welt gekommen ist. “ ???
      Gut möglich. Nur in welcher Welt? Bei Alice im Wunderland? Oder wie löst man diese Wortekonstellation auf, das was Sinniges bei rauskommt?

    • Pfluger erzählt etwa Folgendes.
      Der Tischler baut einen Tisch und gibt ihm dem Bauern. Der Bauer will mit 1000 Eiern bezahlen. Der Tischler kann aber nur 100 jetzt gebrauchen. Er behält eine Forderung auf 900 Eier gegen den Bauern.
      Diese Forderung ist Eigentum an ungelegten Eiern. Der Tischler kann diese Forderung zerstückeln, zum Beispiel in 90 Zehn-Eier-Scheine. Mit so einem 10-Eier-Schein kann man vom Bauern zehn Eier holen, oder aber bei jemand anderem etwas anderes dafür kaufen. Diese 10-Eier-Scheine sind Geld.

      Jetzt könnte der Bauer sagen „Boah!, meine Hühner sind weggeflogen.“. Er tut es nicht, weil er dafür Ärger mit der Allgemeinheit kriegt. Die sorgen nämlich dafür, dass der Bauer sich an den Vertrag und das Eigentum hält.

    • „Was Pfluger leider nicht gesagt hat, ist, dass damit auch schon der Zins in die Welt gekommen ist.“

      Das würde ich so auch nicht sagen. Es gab mal ein Zinsverbot, das der Papst in der Regel durchgesetzt hat. Das galt für Christen untereinander, und macht wenigstens innerhalb einer Gemeinschaft auch Sinn. (das galt also zum Beispiel nicht für Juden; ich halte das für die wesentliche Ursache vieler Vorurteile über Juden im Zusammenhang mit Geld – denn Juden hatten in der Berufswahl viele Einschränkungen (sprich Diskriminierungen) hinzunehmen, und was ihnen immer blieb, war Geldverleih, der den Christen nicht direkt „verboten“ war (aber sie durften ja nur aus Mildtätigkeit Kredite geben), für den sie aber nicht entlohnt werden durften (die allgemeinen Vorurteile und Ausgrenzungen exisitierten damals natürlich schon, nur deshalb waren ja die Juden vom Zinsverbot nicht betroffen))
      Ähnliches gab es im Islam sprich im Orient auch – sogar viel länger. Da war die Bank of Enland schon längst gegründet. Es gibt also Möglichkeiten, ein Bankensysteme mit Geld aber Zinsen zu organisieren. Man muss allerdings vermutlich auf Sklaverei verzichten (oder keine Möglichkeit zulassen, Sklaven frei zu kaufen) – und generell, auf eine ganze menge Dinge, die den Menschen unfrei machen, in dem Sinne, dass er zwingend (sprich zu jedem Preis) auf Geld in Form von Kredit angewiesen ist. Im gleichen Atemzug braucht es im System eingebaute Mildtätigkeit (die kann man sehr unterschiedlich organisieren; ein BGE wäre eine Methode, eine andere ist die Nutzung echter sozialer Netze (also Verbindungen zwischen Menschen) damit sich jeder etwas zu essen kaufen kann).

    • @Streng Geheim
      Hmm, das meint so Fälle verzögerter Bezahlung, die heuer über das BGB per Eigentumsvorbehaltsklausel rechtlich abgesichert sind, und als Vertragsbestandteil in den AGB’s auftauchen. Und für solche Fälle (verzögerter Bezahlung) soll damals das Geld in die Welt gekommen sein? Klingt irgendwie abenteuerlich, oder? Herr Pfluger legte dann so nach, das Geld ja eigentlich nur ein Anspruch auf eine Leistung oder Ware sei. Geld=Anspruch? Ich frage mich, was denn daran so schwer fällt, Geld als ein Zahlungsmittel zur Abgeltung von Ansprüchen zu identifizieren? Die Nachbarsfrau ist eine Oma, daher ist sie meine Großmutter. Oder wie?
      P.S. trotzdem Danke fürs Nachlegen.

    • @ wiebitte: „Abgeltung von Ansprüchen“

      In dem Wort „Abgeltung“ steckt eine Silbe „gelt“ schon drin, die wie „Geld“ klingt. Weiss nicht, wie das etymologisch zusammenhängt. Selbstverständlich liegt auch im Geld ein Anspruch. Und der wird umso grösser, je mehr man dafür bekommt. Wenn wir – reales Beispiel – in einem Ramschladen drei Bankers Lampen für die Summe bekamen, wofür ein Lampen-Geschäft nur eine Bankers Lampe rausgibt (und sogar noch mehr verlangte), dann liegt der reale Anspruch auf drei Lampen in diesem Geld, aber da ist man auch selbst dafür verantwortlich, wie hoch der Anspruch ist, weil man ja vergleichen kann und dann ein Schnäppchen machen kann.
      Wenn einem der Gemüsehändler sagen würde: “ In dieser grünen Salatgurke steckt der Anspruch auf 27 Euro und drei Cent, das ist unser Sonderangebot, morgen kostet die 55 Euro – greifen Sie schnell zu !“ würde ich doch mich fragen, welche realen Ansprüche in meinen Euros stecken, wenn die Gurke woanders 40 Cent kostet.

  24. Bravo! Ich bin richtig elektisiert, was ich da zur schweizer Abstimmung über das Vollgeld gehört habe. Zwar kenne ich die „Monetative“ schon gut zehn Jahre, aber das hatte ich nicht mitbekommen.
    Vollgeld ist wirklich, was man in unserem heutigen System von jetzt auf gleich einführen könnte, ohne viel zu ändern. Aus der Forderung gegen die Bank würde einfach eine gegen die Zentralbank (also wie Bargeld, nur elektronisch). Der Bankkunde würde das gar nicht merken. Aber die Bank wäre entmachtet.
    Ich hoffe, da kommt noch mehr nach. Interview mit Josef Huber? ()

    Ich möchte aber noch auf eine andere Ungeheuerlichkeit unserer real existierenden Geldschöpfung aufmerksam machen, die bislang kaum thematisiert wird: Den Intraday-Handel. Die beschränkenden Mechanismen der Zentralbanken sind nämlich darauf ausgelegt, dass einmal täglich ein sog. „Clearing“ stattfindet, bei dem offene Positionen verrechnet und die Regeln überprüft werden. Zwischen diesen Clearings ist die Geldschöpfung quasi unreguliert. Aus dem Stoff sind dann die Fantastilliarden, die über die sog. „Märkte“ ganze Volkswirtschaften in die Knie zwingen können – da treffen Pfluger und Ziegler.

  25. Bitcoin oder Ähnliches sind doch schon gute Alternativen zum jetzigen Geld, haben sich gewissermaßen auch Demokratisch durchgesetzt und die Nutzer wissen in etwa, wie es funktioniert.
    Bei den meisten davon ist die Verteilung auch ungerecht, aber es gibt dabei die schlimmsten Probleme des jetzigen Geldes nicht, also Schulden und Schaffung neuen Geldes in beliebiger Menge.

  26. Wörgel …
    … ist kein gutes Vorbild.

    Das Experiment funktionierte nur deshalb, weil es wie ein Medikament wirkte. Doch die Droge Zins(eszins) durch die Droge Umlaufgebühr (Negativzins) zu ersetzen, das sieht für mich nach Pharmaindustriemethode aus.

    Man sollte dieses System mal etwas näher hinterfragen.

    Umweltverträglichkeit:
    Der Konsum, der heute durch einen hohen Aufwand an Marketingkommunikationsmaßnahmen angeregt wird, läuft dank Umlaufgebühr plötzlich wie geschmiert. Da freut sich der Unternehmer. Aber wie sieht es mit den Folgen für die Umwelt aus? Was belastet die Umwelt mehr? Zahlen im Computer oder der Gegenwert in physischen Ressourcen? Die Menschheit wird ja nicht deshalb klüger, weil man eine Umlaufgebühr einführt.

    Problemverlagerung:
    Würde man dem Geld seine Funktion als Wertspeicher wegnehmen, würden die Marktteilnehmer auf andere Wertspeicher zurückgreifen, die sich als Tauschmittel (und Spekulationsobjekt) eignen. Was wäre damit gewonnen? Würde sich hier nicht einfach nur ein Problem auf ein anderes Medium verlagern? Statt Geld würde man eben vermehrt andere Güter horten und mit ihnen spekulieren. Doch während man Kriege um heiße Luft (Geld) mit heißer Luft (Kommunikation) austragen kann, geht es bei Kriegen um physische Ressourcen anders zu Sache.

    Geld als Schwarzer Peter:
    Wenn am Monatsende die Devise gilt, nichts wie weg mit dem Geld, wenn also die Konsumenten lieber „irgendetwas“ kaufen als ihr Geld wertlos werden zu lassen, welchen Anlass gäbe es dann für Unternehmer, qualitativ hochwertige Produkte anzubieten?

    Die Einführung einer Umlaufgebühr wäre ein bisschen wie „das Kind mit dem Bade auszuschütten“.
    Das Geld sollte m. E. möglichst wertneutral sein und weder Anreize oder Zwänge schaffen, es übermäßig zu horten, noch es übermäßig auszugeben. Was außerdem vonnöten wäre, ist ein Wertewandel, der sich auch in der Art unserer Investionen niederschlägt.

    In was investiere ich? Ausschließlich in monetären Profit? Oder in Projekte, die sich mit meinen Wertmaßstäben decken?

    • „Das Geld sollte m. E. möglichst wertneutral sein und weder Anreize oder Zwänge schaffen, es übermäßig zu horten, noch es übermäßig auszugeben.“

      Ganz genau. Und die Voraussetzungen – sind nur zwei – dafür sind ganz einfach zu schaffen.
      Zinsen – egal ob positiv oder negativ – sind jedenfalls denkbar ungeeignet.

  27. Super Gespräch! Nur fing das Ganze schon viel früher an! Im Zweistromland wo die „Zivilisation“ begann, gab es den ersten Gewaltherrscher Nimrod, der gleichzeitig als Oberster Priester einen Turm bauen ließ, der bis in den Himmel reichte, weil er sein wollte wie Gott. Und dieser Nimrod war der Gewaltherrscher, weil er die Gewalt hatte, über Alles zu herrschen! Und herrschen konnte Er, weil Er in seiner Stadt ein System von Priestern etabliert hatte, die genau Buch darüber führten, wer wem was schuldet und wer wem wie viel bezahlen muss, damit der Oberste Gewaltherrscher und Priester davon die Steuer und Zinserträge abschöpfen kann. Deshalb haben Banken, Kirchen und Regierungsgebäude ja auch etwas Tempuläres an sich! Denn im Tempel muss alles wegen der Heiligkeit schnell im Stillen in einer finsteren Ecke scheinheilig abgewickelt werden, damit das Volk nichts merkt! Und je mehr Ungerechtigkeit durch die Hinterlist der Herrscher mit Gewalt erzeugt wird, desto schneller dreht sich die Spirale der Gewaltschöpfung; – das geht solange bis die Schuld zuschlägt! Merke Dir: Ein Imperium ist solange stabil, wie es sich unterhalb des Zenits befindet! Erhebt sich die Spitze des Imperiums über den Zenit, wird das Imperium von innen heraus implodieren, weil die Wahrheit zurück kommt!
    Alles hat seinen Preis! Wir sind hier nur zu Gast auf der Erde, sozusagen auf Bewährung! Wir sind nackt gekommen und werden auch genauso gehen! Die Frage ist, ob wir die Zeit der Bewährung bestanden haben! Haben wir in der Welt mit der Waffe für ein Land, eine Nation, ein Imperium gekämpft und dadurch Krieg und Terror verbreitet um das zu bekommen, was wir nicht behalten können, oder haben wir den guten und gerechten Kampf der Gewaltlosigkeit gekämpft und sind den Weg dessen gegangen, der die Gewalt und Ungerechtigkeit derer gegen sich erduldet hat, die eine Verschwörung gegen ihn planten und das Volk gegen ihn manipulierten, um ihn ans Kreuz zu schlagen? Die Frage ist, ob Wir die Verschwörungen der religiösen Kirchen, Banken und Regierungsvertreter anfangen zu verstehen, die uns in Schuld und Sünde führen, um uns hinterher die Schulden vor zu rechnen die wir für Sie gefügig zu zahlen haben! – Ich sage nur alle Wege führen nach Rom, London und Washington DC,, die Zentren für das Spirituelle, Finanzielle und Militärische, und unterstehen dem Einen, der in der UNO seinen Stellvertreter hat. „Der Hund“

    • „je mehr Ungerechtigkeit durch die Hinterlist der Herrscher mit Gewalt erzeugt wird, desto schneller dreht sich die Spirale der Gewaltschöpfung“

      Interessantes Wort, „Gewaltschoepfung“.

      Je laenger und brutalaer das Volk belogen, hintergangen und ausgebeutet wird, desto normaler wird diese Gewalt empfunden, bis sie schliesslich zum festen Teil des alltaeglichen Lebens wird. Das drueckt sich z.B. in zynischer Sprache aus, die in Deutschland seit Helmut Kohls ‚geistig-moralischer Wende‘ vor 30 Jahren etabliert hat. Diese Gewalt-Toleranz erlaubt es aber auch, nun wieder deutsche Soldaten in absurde Kriege zu schicken. Vor 30 Jahren haetten die Leute das nicht akzeptiert. Jetzt schon. Sie wurden an Gewalt in vielfaeltiger Form gewoehnt.

  28. Herrn Pflugers Buch habe ich gelesen und ich fand es erhellend und gut lesbar.

    Das Gespräch fand ich konfus. Nach meinem Eindruck fehlte eine erkennbare Linie, eine nachvollziehbare Struktur. Es war Herr Pfluger, der das Gespräch gelegentlich wieder auf die Spur brachte: „Wir wollten doch über das Vollgeld sprechen.“
    Weil hier manche auf Kritik empfindlich reagieren, schicke ich voraus: Die meisten KenFM-Gesräche finde ich toll – sonst würde ich sie ja nicht anhören. Dieses aber war schlecht. Herr Jebsen schien mir unkonzentriert und schlecht vorbereitet.
    Ich glaube auch, dass mangelnde Vorbereitung zu diesen elend langen, rasend schnell herausgewurschtelten „Überleitungen“ oder „Präzisierungen“ führt, statt kurzer überlegt formulierter Fragen, die sich an einem durchdachten Konzept orientieren. Es wäre schade, wenn die Marke KenFM durch Nachlassen der Qualität beschädigt würde.

    • ja, Sie haben recht … hab ich hier ähnlich empfunden.
      Sehe persönlich auch keine wirkliche geistige Expansionsmöglichkeiten/Vertiefung in einem Gespräch Pfluger/Ziegler ?
      Hr. Pfluger mit Prof. Thorsten Polleit, z.B. (fällt mir nur grade ein, aber einer von Vielen..) hätte bestimmt mehr Substanz … nur meine Meinung 😉
      Habe irgendwo einen Artikel von Prof. Polleit zum Vollgeld … mal suchen ….

    • @löwenzahnsalat
      Ich finde auch, dass ein Gespräch mit Ziegler nichts brächte. Der Mann ist äußerst verdienstvoll, aber beim Interview mit KenFM, war er kaum (mehr) in der Lage, auf Fragen einzugehen. Ich fand, er spulte nur noch seine „Redebausteine“ ab.

      Nach einigen nicht erfüllten großen Erwartungen ergibt sich nun für mich folgende Liste:
      – Am wertvollsten sind Vorträge. Jemand hat am Schreibtisch überlegt ein komplexes Thema in eine schlüssige Form gebracht, erhellendes Material dafür zusammengestellt und präsentiert es möglichst ohne Unterbrechungen.
      – Danach kommt ein (gut vorbereitetes) Interview, ein Gespräch mit einem Experten, der gerade ein Buch geschrieben hat und noch viele Infos präsent hat. Oder jemand, der ein interessantes Leben geführt hat.
      – Mit einigem Abstand dann Gespräche mit mehreren Teilnehmern. Die sollten nicht zu unterschiedlich sein. Sie sollten mit gleichgelagertem Interesse, aber von verschiedener Herkunft, Fachrichtung etc. ein Thema beleuchten und dabei verschiedene Aspekte ansprechen können, aber nicht streiten. Ideal finde ich die früheren Scobel-Runden, die noch nicht dauernd von „Einspielern“ unterbrochen wurden.
      – Zuallerletzt kommen dann Talkrunden, in denen man sich dauernd ins Wort fällt, kein Gedanke zuende gesagt werden kann, wo bei rhetorischem Schagabtausch nichts an Erkenntnis rauskommen kann. Wenn ein Industrievertreter und ein Gewerkschafter sich ihre Sprechblasen um die Ohren hauen oder sich gegenseitiges Verständnis vorheucheln, hat das höchstens einen sportlichen Unterhaltungswert. Aber ich mag sowas nicht.

    • Du stärkst, was Du bekämpfst. Mehr als 80 % aller Transaktionen werden mit Bargeld getätigt.

    • Ich hoffe, es kommen möglichst Viele!
      Von Petitionen halt ich weniger .. die scheinen NUR auf taube Ohren zu treffen bei den „Entscheidern“, LEIDER!
      Schaden können sie aber wohl auf keinen Fall? 😉
      Alles Gute!

    • @ 2Z
      re. Du stärkst, was Du bekämpfst. Mehr als 80 % aller Transaktionen werden mit Bargeld getätigt.

      Lieber 2Z, sorry, aber nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!
      darüberhinaus, könnten Sie bitte dafür einen link, oder stichhaltigen Beweis nachliefern?

      In Ihrem Verständnis würde das bedeuten, dass wer sich für mehr WIRKLICHE Demokratie (denn defacto bestehen diese seit dem Elite-gesteuerten Zentralismus von EU-Brüssel ja nicht mehr! – davor war alles auch gar nicht ideal, aber noch viel besser) einsetzt, und diese endlich verlangt, stärkt, was er bekämpft?? … nur weil 80-100 % in Europa sich als „Demokratien“ verkauft? Was eben leider nicht stimmt! 😉
      In sog. „repräsentativen Demokratien“ können ja nicht mal sog. Volksvertreter gewählt werden.
      Man muss Parteien wählen!
      Diese entscheiden sich dann für „Persönlichkeiten“ die man akzeptieren muss. Diese müssen dann umsetzen, was nicht vom Volk gewählte „EU-Kommissare“ über alle Köpfe hinweg (die der nationalen Regierungen und deren Stimmvieh-Bürger) entscheiden.
      Was sollte das bitte mit Demokratie zu tun haben? Der angebliche Souverän (das Volk) hat nirgendwo mehr ein Mitsprache- bzw. Einspruchsrecht!

      Die Bürger Europas müssen sich selbstverständlich lautstark zu 100% -FÜR- das Bargeld aussprechen und darüber auch entscheiden dürfen! Wenn sie das nicht tun, wird geschehen, was in Planung ist.

      Entschuldigen sie bitte, aber was für ein Unsinn, Ihr Ansinnen ist! Ärgerlich!
      Das ist reinste Dämagogie und tendenzielle Bürger-Verdummung! Unten-Haltung!
      Das stärkt NUR die Herrscher! Wollen Sie das?

    • 2Z sagt: 27. April 2016 at 11:54
      „Du stärkst, was Du bekämpfst. Mehr als 80 % aller Transaktionen werden mit Bargeld getätigt.“
      Möglicherweise stimmt das sogar. Wenn, dann reden wir über Transaktionen im Bereich zwischen 1 Cent bis 99,99 €.

    • löwenzahnsalat
      „Die Bürger Europas müssen sich selbstverständlich lautstark zu 100% -FÜR- das Bargeld aussprechen und darüber auch entscheiden dürfen!“

      Solange sich diese Geisteshalt der Souveräne nicht ändert, wird sich gar nichts ändern, respektive die Souverän immer mehr versklavt.

      Der Souverän darf nicht DÜRFEN. DÜRFEN dürfen nur die Diener der Souveräne. Und zwar dürfen sie genau das tun was der Souverän richtig befindet. Nicht mehr und auf keinen Fall weniger.

      Dafür dürfen die Diener der Souveräne ein anständiges Entgeld erwarten und Unterstützung durch die Souveräne selbst, wenn sie – ihren Aufgaben entsprechend – ein vernünftiges Konzept vorgelegt haben, welches wiederum den Souveränen zugute kommt und selbstverständlich im Sinne der Souveräne ist.

    • @ löwenzahnsalat: „100% FUER das Bargeld aussprechen“

      Ja, bin komplett mit Ihen einer Meinung, weil mein Vertrauen in die Banken auf NULL ist. Ich will Bargeld.
      Ich will das anfassen können, dran schnuppern können und vermeiden, das man per Negativzinsen ausgenommen wird wie eine Weihnachts – Gans.
      Genau das haben die doch vor ! Wenn man nicht komplett die Nase voll hat, riecht man schon den Betrug.
      Und selbst Papiergeld ist mir schon suspekt. Krugerrand Gold Münzen sehen auch schöner aus.
      All diese Elektronik ist abschaltbar, und sie ist ein Trojanisches Pferd !
      Wenn man Betrügern den kleinen Finger reicht, nehmen sie die ganze Hand. Und wenn sie die Hand abschlagen und man sich wehrt, schreien sie : Terroristen !“ Nach dem Motto des Diebes, der klaut und dann ruft:“Haltet den Dieb!“

    • @ Der Souverän

      re: Der Souverän darf nicht DÜRFEN. DÜRFEN dürfen nur die Diener der Souveräne. Und zwar dürfen sie genau das tun was der Souverän richtig befindet. Nicht mehr und auf keinen Fall weniger.
      Dafür dürfen die Diener der Souveräne ein anständiges Entgeld erwarten und Unterstützung durch die Souveräne selbst, wenn sie – ihren Aufgaben entsprechend – ein vernünftiges Konzept vorgelegt haben, welches wiederum den Souveränen zugute kommt und selbstverständlich im Sinne der Souveräne ist.

      GENAUSO muss es sein, in einer gesunden, mündigen Gesellschaft!
      Danke für die Verdeutlichung, sollte das bei mir nicht eindeutig herauszuhören gewesen sein!

      Nur, mündige Bürger sind leider noch Mangelware! Man hat uns jegliches eigenständiges, sinnerfassendes Denken aberzogen und abtrainiert, uns geistig deformiert! Uns zu „domestizierten Primaten“ (Robert Anton Wilson) gemacht.
      Das ändert sich zum Glück gerade verstärkt durch das allerorts aufkeimende, sichtbar werdende Leid …
      Selbst-Denken ist jetzt angesagt und laufend Informieren!!! und NachdenKEN! 🙂
      Mut und Zuversicht! 🙂

    • @ Michaela

      re: All diese Elektronik ist abschaltbar, und sie ist ein Trojanisches Pferd !

      Sehe das exakt genauso! Bitcoin ist nur was für Spekulanten. nerds, oder Insider.
      Die Idee ist ja nicht schlecht. Dezentralisiertes, „Geld“ … anonym ist es nicht.
      Papa, Mama, Opa und Oma werden auf das NIE einsteigen 🙂
      Man bedenke nur, wie oft bereits jetzt soviele BC-Halter total abgezockt wurden, ganz ohne „Naturereignis“,
      das die Elektronik lahmlegt. Teuflische Spielerei. Aber wers toll findet, bitte!
      Jeder muss selbst die Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen. Aber dann nicht jammern, bitte! 😉

    • Michaela
      „Ich will das anfassen können, dran schnuppern können…“

      Und was ist mit drin baden? 🙂

    • @ löwenzahnsalat: “ Aber dann nicht jammern, bitte.“

      Der Philosoph Kant hat ja mal gesagt, dass „hundert gedachte Goldtaler“ eben „genauso viele“ seien wie „hundert reale Goldtaler“. Ein völlig vom Leben abgezogenes abstraktes Denken. Mir kommt es so vor, als sollten wir alle auf solches totes Denken reinfallen. Das ist ja ein „Gedanken-Leichnam“, der dem Leben nicht standhält. Rudolf Steiner hat genau dazu gesagt, das würde doch nur unter der Bedingung stimmen, dass wir im Leben beide Sorten von Goldtalern NICHT bekommen. Dann sei es GLEICH (gültig).
      Wenn man solchen „hohen Kantianismus“ nur ins Leben überführt, bemerkt man, dass es Schwachsinn ist.
      Kant scheint der Phjilosoph der Politik zu sein. Er will uns allen seine eigenen Erkenntnis-Grenzen überstülpen.
      Er sagte, „das Ding an sich“ sei „unerkennbar“. Weiss der, was alle anderen erkennen können ?
      Wenn man auch diese Behauptung ins reale Leben überführt und sich Kant als Bräutigam vorstellt, der sagt:“Das Ding an mir ist unerkennbar.“, dann weiss man doch, dass Kant den Beruf verfehlte. Der hätte Komiker werden sollen. Wir werden von Witzbolden, die selber Hegelianer sind, dazu verführt, auf die Philosophie eines Komikers reinzufallen. Und wenn dann das Gejammer gross wird, weil die gedachten Goldtaler nur dafür taugen, sich gedachtes Brot zu kaufen – denn in Krisenzeiten gibt kein Bauer für gedachte Goldtaler reales Brot und reale Butter raus – fangen diese Hegelianer laut an zu lachen ! Denn die realen Goldtaler sind nun in deren Tresoren. Im Leben.
      @ Der Souverän: Und darin können die dann auch baden. Gold wirkt sogar antiseptisch und tut der Haut sehr gut.

  29. Meiner Kritik möchte ich vorausschicken, dass ich für jedes Ken-Jebsen -Video sehr dankbar bin, weil da Menschen aufrichtig ihre freie Meinung kundtun- immer wieder eine Kostbarkeit in diesen Zeiten.
    Dennoch finde ich, dass es sich bei den Gesprächen, besonders bei denen, wo es um die Geldpolitik geht, immer nur mehr oder weniger im Kreis herumdreht. Symtomatisch dafür fallen immer wieder in Abständen die selben Bemerkungen, oder es werden neue, wenn auch originelle Schlagworte oder Redewendungen für immer die selben Missverhältnisse ausgesprochen. Der Zustand „Pik-Ego“ etwa wird in anderen Worten schon in der Bibel beanstandet und auch der Zins.
    Es ist wie in unserer westlichen unheilen „evidenzbasierten Medizin“: Es werden immer nur die sichtbaren Krankheitssymptome gesehen und zur OP vorgeschlagen, oder schmerzstillende oder pseudoheilsame Pillen vorgeschlagen, die dann wieder nur neue Krankheitssymptome an anderen Stellen verursachen, aber kaum je der gesamte kranke Organismus gesehen und nach seiner Grundursache gesucht. All diese kranken, lebensfeindlichen Systeme sind doch von ebenso kranken Hirnen ersonnen worden und haben ihre krankmachende Wirkung auf die Psyche des Homo Sapiens entfaltet. Der Fehler, der irgendwann begangen und offensichtlich insgesamt nichtmehr korrigiert wurde, ist doch aber ganz offensichtlich. Dieser Fehler liegt in der Arroganz und Ignoranz gegenüber der Natur, aus der wir selbst einmal hervorgegangen und mit deren Ressourcen wir uns ernähren und weiterentwickeln konnten. Sogar bis in diese Irre hinein, diese Einbahnstraße, in der wir uns immer noch befinden, wenn wir so an die Sache rangehen. Was in der Welt und zwischen den Menschen und anderen lebewesen ganz offensichtlich schon seit langem immer und überall zu kurz gekommen ist, ist der radikale Wille zum Frieden und zum gegenseitigen Verstehen, die Zärtlichkeit, miteinander umzugehen und Mitgefühl und Gerechtigkeit , wonach sich im Grunde jedes empfindsame Lebewesen auf diesem Planeten sehnt. Ich komme da immer wieder auf Pythagoras zurück. Radikal sein, ist heute negativ besetzt im Sprachgebrauch, aber es ist in Wirklichkeit etwas sehr Gutes und genau das, was wir heute sein müssen, wenn wir noch eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten haben möchten. Radikal kommt von Radix=Die Wurzel.

    • Das liest sich so, als hätte sich irgendwann mal jemand dazu entschieden, sich von nun an arrogant gegenüber der Natur zu verhalten und alle anderen davon zu überzeugen. Oder als hätte irgendwann jemand entschieden, von nun an nicht mehr friedlich zu sein – kurz: du schreibst so, als müßte man nur einsehen, daß mit der Natur besser wäre als gegen die Natur, daß friedlich bessere wäre als kriegerisch usw., und schon wäre alles geritzt. Aus meiner Sicht wärmst du olle Kamellen auf, ohne die wirklichen Hintergründe auch nur anzutasten.

      Die Ursache allen Übels ist die weltweite traditionelle Erziehung der Kinder zur Selbstenfremdung. In allen Gesellschaften, von ein paar wenigen Naturvölkern abgesehen, dürfen Kinder nicht das werden, was sie sind. Die Eltern akzeptieren an ihren Kindern nur das, was sie an sich selbst zu akzeptieren gelernt haben und was die jeweilige Gesellschaft akzeptiert. Alle anderen Selbstanteile müssen abgespalten werden. Das führt zur Entfremdung des Menschen von sich selbst: Ihm werden Teile des Eigenen fremd gemacht, er wird somit zu einem unvollständigen Wesen, der Teile seines Selbst gar nicht erst nicht wahrnehmen kann, weil sie mit Todesangst belegt wurden. Da die Produkte dieser Erziehung, die man treffender als Dressur bezeichnen sollte, aufgrund ihrer inneren Zerrissenheit einem ständigen emotionalen Druck ausgesetzt sind, neigen sie zu aggressiven Handlungen und Haltungen, wo sie das ungestraft tun können. Daher kommt es, daß im Laufe der Jahrtausende nahezu alle friedliebenden Völker, die ihre Kinder nicht dieser Dressur unterzogen, ausgerottet oder von den „Borg“ assimiliert wurden. Und daher kommt auch die Entfremdung gegenüber allem anderen.

      Siehe dazu das ausgezeichnete Werk des Psychoanalytikers Arno Gruen: http://www.irwish.de/bin/Gruen.zip

      Mit einer rein kognitiven Einsicht ist es somit nicht getan. Man kann z.B. als Raucher einsehen, daß das Rauchen gesundheitsschädlich ist und trotzdem weiterrauchen. Man kann als Fleischesser einsehen, daß es vielleicht gesünder wäre, sich ohne Fleisch zu ernähren, aber trotzdem weiter Fleisch essen. Das Umdenken alleine ist vielleicht die erste Voraussetzung einer Verhaltensänderung, bewirkt alleine aber noch rein gar nichts. Der heutige Mensch ist größtenteils gar nicht mehr in der Lage, sich emotional zu engagieren, zumindest nicht bei Dingen, die mit Anstrengungen und Unlustgefühlen verbunden sind. Man braucht aber ein gewisses Maß an Ausdauer, um etwas Längerfristiges erreichen zu können, und die Ausdauer erfordert anhaltende oder zumindest stets wiederkehrende Motivation. Doch ist bei den heutigen Menschen der größte Teil ihrer Motivation bereits damit erschöpft, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und acht Stunden weitgehend fremdbestimmt zu verbringen, den Montag verfluchend und den Freitag herbeisehnend. Und am Wochenende wollen sie von gar nichts was wissen, dann wollen sie ausspannen oder abfeiern. Das ist die Realität in den modernen Industrienationen!

      Deshalb fühlen sich die globalen Finanzoligarchen, die global agierenden Mitglieder geheimer Freimaurerorden, die Profiteure all der gesellschaftlichen Verwerfungen, die kriminellen Bankster und Waffenhersteller und Pharma-Vergifter auch so sicher, daß sie nicht entdeckt und für ihre Freveltaten, für ihre unendliche Grausamkeit und Menschenfeindlichkeit bestraft werden.

      Es gilt aus meiner Sicht das Problem zu knacken, wie man die Menschen wieder sich selbst finden und entdecken lassen kann. Derzeit sehe ich überhaupt keinen ernstzunehmenden Ansatz, die von mir hier in äußerster Kürze vorgetragene Problematik öffentlich machen zu können, zu groß ist das Desinteresse, zu vehemend die Ablehnung alles Psychischen (wer über Psyche spricht, hat selber einen an der Klatsche). Kaum jemand würde auch nur in Erwägung ziehen, selbst Opfer dieser oben beschriebenen Dressurmethoden geworden zu sein. Manche Sekten wie z.B. Scientology nutzen die Möglichkeit, manche Menschen, die ein wenig sensibler sind als der Durchschnitt und die sich auf der Suche nach Antworten befinden, mit ähnlichen Hinweisen, wie ich sie hier vorgestellt habe, zu ködern. Sie bieten angeblich Traumata-Bewältigung, streben jedoch nur die vollständige Kontrolle über ihre Opfer an. Letztendlich geht es auch „der Gesellschaft“ um Macht und Kontrolle. Aus Sicht der globalen „Eliten“ sind wir „normale“ Menschen (die nach einer bestimmten Norm Ausgerichteten) die Schafe, ihre Lakaien sind die Schäfer und die Schäferhunde, und sie selbst sehen sich als die Auserwählten, die Nutznießer, die Besseresser.

    • @Irwisch: Deine belehrende, abfällige Art meinem Text gegenüber ist mehr als überflüssig. Meinst Du, ich weiß das alles nicht, worüber Du da schreibst? Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, immer mehr und immer alles besser zu wissen. Du hast mit Deiner Antwort wieder einmal genau das passende Beispiel dafür geliefert, was ich gemeint habe und was immer wieder jede Hoffnung im Keim erstickt! Radikaler Entschluss zur Friedlichkeit beinhaltet das Bemühen um Tiefgang und echtes Verstehen gegenüber allem und jedem und nicht Überheblichkeit.

    • Was die Erziehung anbelangt, hat nach Voltaire u.a. Arno Grün viel Erhellendes geschrieben. Dass Naturvölker mit ihrem Nachwuchs heilsamer umgingen als der zivilisatorische Mensch, weiß jeder, der sich für die Entwicklung der Menschheit interessiert, also insofern auch nur „olle Kamelle“.
      Was immer aber einmal die Menschheit in die verkehrte Richtung trieb, nämlich in den Glauben an Gewalt und Unterdrückung – weiß ich nicht und vielleicht ist dieses Schicksal in unsere Art mit eingebaut, weil wir wesenhaft zu komplex geworden sind und dadurch zu viele verlockende Möglichkeiten bekamen so oder so zu denken und zu handeln. Durch unsere vielen Fertigkeiten sind Fehlentscheidungen getroffen worden, die zu lange scheinbar gute Ergebnisse brachte und scheinbar gut funktionierte. So eine Entscheidung gegen die Natur wurde z.B. im 17. Jahrhundert gefällt, als die Herren Philososphen und Wissenschaftler(auf Vorschlag des Galileo Galilei hin) sich dazu entschieden, in der Naturerfoschung der Einfachheit halber nur noch mit berechenbaren und quantifizierbaren Größen zu handeln. Dabei blieben die Möglichkeiten unserer Sinneswahrnehmung mit unserer gelebten Erfahrung außen vor. So entstand im Grunde eine tödliche Wissenschaft, eine Wissenschaft, die sich unterdrückerisch gegen die gesamte Natur richtete -auch die des Menschen selbst. Atomtechnologie=Spaltung des innersten Materiekerns, Gentechnologie= Zerschneidung der lebendigen Zelle(nicht zu vergessen ihre Vorläuferin, die rassistische Wissenschaft der Eugenik). Weiter ging es mit der Nanotechnologie, wo dann mit Gewalt alles in Feinstaub verwandelt wird. Dies ist aber nur eines von Beispielen für äußerste Gewaltanwendung, an die Menschen glauben und deren Produkte sie auch loben und genießen. Man muss, wenn man sich in der Geschichte ein bisschen auskennt und ehrlich ist, zugeben, dass dem heutigen Menschen schon eine gehörige Portion Perversität innewohnt. Aber den Gipfel dieser Perversität finde ich persönlich, dass diese Menschheit sich zunehmend gewaltsam ge- und verzüchtete andere empfindsame Lebewesen einverleibt, die zudem noch vor ihrer Abschlachtung die Hölle auf Erden bereitet bekamen! Das möchte ich bei Ken FM dann auch schon mal sagen dürfen, ohne wieder beschimpft zu werden. Die verheerenden Auswirkungen davon auf Menschen-und Weltgesundheit werden genauso verdrängt, wie die Auswirkungen der verheerenden Wissenschaftsforschung, wenn nicht noch mehr.

    • Werter Votova, ich kann deinen Ärger leider nicht nachvollziehen, weil ich nicht begreife, wo du glaubst, Überheblichkeit oder Abfälligkeit festzustellen. Auf mich macht deine Erwiderung den eindeutigen Eindruck einer Überreaktion. Dabei ging es mir lediglich darum, die von dir als Ursachen dargestellten Zusammenhänge als Symptome zu entlarven, da ihnen weitere, tieferliegende Ursachen zugrundeliegen, wie ich ausführlich dargestellt habe. Die Frage, ob du das zuvor schon gewußt hattest oder nicht, war weder Teil meiner Vorüberlegungen noch meiner Ausführungen.

      Wenn du keine kritischen Entgegnungen verträgst, weil du alles immer gleich persönlich nimmst, solltest du vielleicht Abstand davon nehmen, dich öffentlich zu äußern. Oder du beginnst zu begreifen, daß niemand dich hier angreifen will, daß aber kritische Äußerungen auch zu deinen Texten erlaubt sein müssen. Aus meiner Sicht ist es weder hilfreich noch zielführend, eine berechtigte Kritik ad hominem zu kontern. Ich finde, du verhältst dich unangemessen aggressiv.

    • @Irrwisch: Ja, die Kritiken ad hominem finde ich auch völlig daneben und versuche sie so gut als möglich zu vermeiden, was mir hier nicht ganz gelungen war. Aber ich finde Dein Kommentar war auch so eine, nur nicht offen, sondern versteckt. Mich nervt oft, dass hier Texte gar nicht oder viel zu oberflächlich gelesen werden und die Kritik dann mit dem Text gar nichts zu tun hat, weil der Text gar nicht verstanden wurde,wie in diesem Fall. Das erweckt dann den Eindruck, als ob es nicht um die Sache an sich gehe. Ich finde nicht wie Du, dass die verkehrte Kindererziehung wirklich die Wurzel, die Radix allen Übels ist, sondern ganz offensichtlich doch auch ein Symptom-eine Folge von Fehlorientierung(der Eltern und deren Eltern usw.)! Und Besser-Esser ist übrigens zweifelsohne derjenige, der möglichst wenig Leid und Umweltverschmutzung verursacht mit seiner Esskultur.

    • Votova, deine Sichtweise sei dir unbenommen. Ich habe lediglich eine andere dagegengestellt und du hast das persönlich genommen. Du interpretierst in meine Gegendarstellung einen persönlichen Angriff hinein. Auch das steht dir selbstverständlich frei. Wenn es dich glücklich macht, ist doch alles in Ordnung, oder nicht?

      Wenn du allerdings Interesse daran entwickeln solltest, auch Sichtweisen, die über deinen Tellerrand hinausgehen, zu betrachten, dann empfehle ich wie oben bereits getan die Werke von Arno Gruen. Vielleicht verstehst du nach dem Lesen etwas besser, was ich hier dargestellt habe.

    • @ Votava: “ Glauben an Gewalt“

      Wenn Menschen sich bis an die Zähne bewaffnen und aufrüsten bis zum „Overkill“ könnte das ein Indiz dafür sein, dass die vor irgendwas Angst haben. Und es gibt auch Angst, die ins Unbewusste verdrängt wird, die dann doch sich irgendwie äussert. Als Aggressivität, als Besserwisserei und so weiter.

      Dankeschön,Votava, für Deine Kommentare. Habe nun für geraume Zeit einfach mal ausprobiert, fleischlos zu essen, und es fehlt mir nicht. Probieren geht über Studieren. Es muss nur freiwillig sein. Und es fällt mir nun, wo ich tagelang auf Fleisch verzichtet habe, leichter, zu trainieren. Es sind zwei Uebungen, die ich täglich absolviere, eine für 5 Minuten am Morgen direkt nach dem Aufwachen. In die Ruhe gehen und an einem Gedanken bewusst festhalten.
      Abends direkt vor dem Einschlafen den Tagesablauf rückwärts erinnern bis zum Morgen des Tages.
      Beispiel: Tagsüber gehen die Uhren im Uhrzeigersinn herum. Rückwärts erinnert sieht man sie gegen den Uhrzeigersinn laufen. Man ging tagsüber die Kellertreppe vorwärts nach unten runter. Beim rückwärts Erinnern sieht man sich rückwärts die Treppe nach oben laufen. Diese Uebung stärkt das Gedächtnis und die Imaginationskraft.

      Und Steiner wies darauf hin, dass der Verzicht auf Fleischnahrung diese Uebungen erleichtert. Das ist wahr !
      Und hättest Du mich nicht „genervt“ mit diesen Hinweisen, hätte ich`s wahrscheinlich nichtmal probiert.
      Man kann ja erst über etwas urteilen, wenn man es kennt. Wenn jemand z.B. Steiner unterstellt, dieser habe einen „Blödsinn“ verzapft, ohne diese Dinge gewissenhaft geprüft zu haben, finde ich das absurd überheblich.
      Ich würde niemals über Arno Gruen urteilen, solange ich seine Dinge nicht geprüft habe.
      Will das mal prüfen. Unbefangen. Ohne Vorurteile. Wer nicht fragt bleibt dumm. Frage: Irwisch schrieb:Werter Votava. Ich hielt „Votava“ für einen weiblichen Namen. Klärst Du mich auf ?

    • @Irrwisch: Nein, Du hast nicht lediglich eine andere Sichtweise dargestellt, sondern Du hast vor allem meinen Text nicht richtig gelesen und folglich nicht verstanden und abgewertet(„alte Kammelle“ und sogar ad hominem „Besseresser“). Wenn Du alle meine Kommentare an dieser Stelle gelesen hättest, dann wüstest Du, dass ich Arno Grün und seine Thesen schon lange kenne und schätze und sie sowieso in meinem ersten obigen Text enthalten sind, jedenfalls wunderbar da hineinpassen. Deine Kommentare zu meinen Texten sind komplette Fehlinterpretationen. Du liest etwas da heraus, was gar nicht drin steht. Und Du hast mir jetzt immer noch nicht darauf geantwortet, dass die verkehrte Kindererziehung in unserer Zivilisation auch nur ein Symptom und nicht die Radix ist, die ich ja oben zum Thema gemacht habe.

    • @Michaela: Du hast mich außerordentlich überrascht! Schön, dass Du mir jetzt nicht mehr böse bist. Ja, ich bin eine ziemlich alte Frau. Was übrigens den gesamten Stoffwechsel und somit auch den Geist ganz wunderbar unterstützt, ist grüner Tee und zwar der etwas kostspieligere „Schattentee“, wie z.B. die Sorte Guyokiro. Man muss nur sorgfältig sein bei der Zubereitung, denn er darf nur bis 70°, aber dann 3mal hintereinander, aufgegossen werden. Man kann aber auch guten Sencha(Halbschattentee) nehmen. Guter Grüner Tee ist nicht gelb oder braun, sondern leuchtend grün. Ich weiß nicht, warum mir das gerade in den Kopf kam. Jedenfalls ist seine Wirkung physiologisch enorm und ich selbst trinke ihn seit langem gern jeden Morgen.

    • -Votava
      Hier mal der Versuch einer Erklärung, der Kern unseres Geldsystems…. Der Weg ist ja das Ziel 🙂
      Feudalismus – Kapitalismus: Es bedarf immer eine Zentralmacht, die sagt was Geld = gilt. Darum ist es vollkommen egal, was „Gilt“, ob blaue Zettel, grüne Zettel, oder Edelmetalle. Die Aufgabe einer Zentralmacht ist, genau diese „Gilt“ durchzusetzen. Wenn sie das nicht schafft, ist ihre Macht verwirkt und das von ihr herausgegebene Geld verliert seinen Wert. Die Zentralmacht verlangt von seinen Untertanen, über die Abgabe, dass was gilt = Geld, anzuerkennen. Sie finanziert also vor, in dem sie ihren Söldner einen Lohn zahlt, um ihre Macht (zu sagen, was gilt = Geld), zu besichern. Die Untertanen sind wiederum gezwungen, den Söldnern ihre Produkte anzubieten, um damit die Abgabe an die Zentralmacht leisten zu können. Wenn dem Untertanen nach Abzug der Kosten (Abgabe an die Zentralmacht) etwas übrig bleibt, ist das sein Profit. Mit diesem Profit kann er sich jetzt selber schöne Dinge kaufen. Der Profitör hat somit ein eigenes Interesse, dass die Zentralmacht bestehen bleibt (genauso wie die Söldner), damit seine ergatterten Zettel, weiterhin Wert haben. Wenn ein Untertan es nicht geschafft hat, die Abgaben zu bezahlen, gab’s Hiebe von den Söldnern. Die Räume wurde durchsucht, um ihm auch noch sein letztes Hemd zu nehmen (Pfändung). Genau so, funktioniert es noch heute, nur mit dem Zusatz, Privateigentum.
      Hier begann der bedingungslose Kampf um diese Profite, um ja den Repressalien der Zentralmacht zu entgehen. Die Menschen wurden zur Konkurrenz gezwungen, in dem alle Schandtaten mögliche sind. Sie wurden aufgeteilt, in Gewinner und Verlierer. Es ist also nicht nur der Zins oder Zinseszins, der dieses Verhalten auslöst, es ist das System an sich. Darum, wie von dir schon geschrieben – nur Symptome zu behandeln, bringt nichts.
      Diese Systemlogik wird über das Medium (Fernseher, Zeitungen) in die Köpfe der Menschen geschrieben und so werden auch unsere Kinder erzogen.
      Etwas Neues, sollte gerade nicht auf dieser Logik aufbauen

      Noch ein Beispiel, was das einpflanzen dieser Systemlogik alles für folgen hat, wie sie unser Denken beeinflusst – hier wird „Bedarfsökonomie“ erklärt:

      Grundlagen der Ökonomie/Wirtschaft – Auszug Wikipedia, so steht ja auch in jedem Lehrbuch.

      „“Unter Wirtschaften werden alle menschlichen Aktivitäten verstanden, die mit dem Ziel einer bestmöglichen Bedürfnisbefriedigung planmäßig und effizient über knappe Ressourcen entscheiden. Die Notwendigkeit zu Wirtschaften ergibt sich aus der Knappheit der Güter einerseits und der Unbegrenztheit der menschlichen Bedürfnisse andererseits. Grundlegender Untersuchungsgegenstand der Volkswirtschaftslehre ist die Frage was wird wie (Allokation) und für wen (Distribution) produziert?““

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft

      „“… die mit dem Ziel einer bestmöglichen Bedürfnisbefriedigung…““
      Wer Zahl schafft an, nur so lassen sich Profite realisieren.Wer viel Zahlungsmittel hat, hat viele Bedürfnisse, wer kein Zahlungsmittel hat, hat keine Bedürfnisse???

      „“…planmäßig und effizient über knappe Ressourcen entscheiden.““
      Wenn auf einem Feld keine Nahrung angebaut wird, nur weil die Menschen kein Zahlungsmittel besitzen und der Besitzer deshalb keinen Profit realisieren kann – Was hat das mit knappen Ressourcen zu tun?

      Also für wen sind die Ressourcen knapp, doch sicher nicht für den, der das Zahlungsmittel besitzt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4ndung
      https://de.wikipedia.org/wiki/Grundherrschaft
      https://de.wikipedia.org/wiki/Feudalismus
      http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=396861 — Ashitaka vom Gelben Forum —

    • @ Votava: Dankeschön für Hinweise auf den guten grünen Tee, der leuchtend grün ist. Passt zu unseren grün leuchtenden „Banker . Lampen“ mit grünem Schirm aus Glas !
      Ich mag grünes Licht. Diese Namen habe ich aufgeschrieben für die nächsten Einkäufe in der Stadt.
      Wird es wahrscheinlich im Reformhaus geben, ja ?
      Also „böse“ war ich Dir nicht gewesen, bin auch Irwisch nicht „böse“. Zu mir hat mal eine Frau gesagt, ich sei ja „gar nicht nachtragend“. Wäre mir zu anstrengend, jemand „böse“ sein zu müssen.
      Glaube, wer hasst wird hässlich. Und wenn man schlimmer aussehen würde als der Zweite Weltkrieg – der war schon schlimm genug – würde einem der Liebste davonlaufen.
      „Zufälligerweise“ hatte mir mein Verleger eine Broschüre über die geistigen Hintergründe vegetarischer Ernährung gesandt. „Zufälligerweise“ hattest Du öfters über ähnliche Dinge geschrieben. Glaube nicht an „Zufälle“ sondern betrachte die als Auffälle, die mir was sagen wollen. Goethe hat das auch so gehalten.
      Als der eine Reise plante und auf dem Weg zur Kutsche strauchelte oder stolperte, trat (!) der diese Reise gar nicht erst an.

  30. Die Höhe der Gesamtschulden eines Landes entspricht der Gesamtguthaben. Würden alle Schulden bezahlt werden, gäbe es kein Geld mehr. Für ein Überleben des Geldsystems ist eine kräftige Bilanzverkürzung zwingend.
    Weil die Gier der Geldaristokratie das nicht zulässt, wird das Geldsystem untergehen.

    • Alles Geld besteht aus Schulden. Das haben mittlerweile die meisten begriffen, die sich ein bisschen mit dem Geldsystem befassen. Aber der verbreitete Umkehrschluss, dass alle Schulden Geld seien, stimmt eben nicht. Der Grund ist so einfach wie absurd: Bei der Geldschöpfung per Kredit entsteht ein gleichbleibendes Guthaben, das in Zirkulation geht und eine Forderung, die mit der Zeit wächst. Deshalb sind die Forderungen immer höher als die Geldmenge, die es zu ihrer Bezahlung braucht. Es ist nicht möglich, alle Schulden zu bezahlen; deshalb werden einige Schuldner bevorzugt an die Kandare genommen, bzw. ausgebeutet. Das Frage, die wir früher oder später mit einer konkreten Lösung beantworten müssen: Was sind Schulden, die nicht bezahlt werden können? Aus meiner Sicht gibt es nur einen Ausweg: Den Irrtum erkennen und einen möglichst umfassenden Schuldenerlass durchführen. Das wird mit Gewalt schwerlich zu machen sein, nur mit tätigem Bewusstsein.

    • @Christoph Pfluger
      Sie schreiben: Alles Geld besteht aus Schulden. Ich meine, alles Geld ENTSTEHT aus Schulden. zumindest bilanz-technisch gesehen. Der Geldschein in der Hand ist teils Guthaben und teils Schuldschein zugleich, je nach dem, wie ich ihn verwende. wie hoch der Zinsanteil an der gekauften Ware ist. Bekomme ich, wenn ich ihn anlege, Zinsen die über der Inflationsrate liegen, ist er reines Guthaben. Zahle ich damit meine Wohnungsmiete, kann der Zinsanteil schon mal bei 100% liegen. Bin ich Zinszahler, gehöre ich zu den etwa 85%, die über die Zinsen versklavt werden. bin ich Zinsempfänger, wird mein Geld vermehrt.
      Schulden, die nicht bezahlt werden können, schreien nach dem Schuldenschnitt. Das ist die Bilanzverkürzung, von der ich sprach. Das heißt aber auch, dass das der Anfang vom Ende unseres Geldsystems wäre, was ich begrüßen würde.
      Mir hat ihr Auftritt bei KenFM sehr gefallen. Ohne Empathie mit den Zinszahlern, welche die Werte und Waren schaffen, die wir bedenken- und gedankenlos nutzen, ist eine friedliche Welt nicht machbar.

    • @ Christoph Pfluger

      Bei der Geldschöpfung per Kredit entsteht ein gleichbleibendes Guthaben, das in Zirkulation geht und eine Forderung, die mit der Zeit wächst. Deshalb sind die Forderungen immer höher als die Geldmenge, die es zu ihrer Bezahlung braucht.

      Goldschmied Fabian. Gib mir die Welt plus 5%. Fabian hat 1000 Goldmünzen ausgegeben und will 1050 zurückhaben.

      Hier werden aber keine Goldmünzen ausgegeben, sondern Forderungen auf das, was der Herausgeber pfänden kann. Um den Anschein zu wahren, dass das, was pfändbar ist, im Wert steigt, wird alles Mögliche utopisch bewertet. Wenn der Zahltag kommt, fliegt der Schwindel auf.

    • @ Christoph Pfluger: “ Was sind Schulden, die nicht bezahlt werden können ?“

      Für die Schuldner eine Last. Schuldenerlass ist auch eine christliche Idee. Und ich meine, dass diejenigen Kreise, die sich gegen der Erlass von Schulden stemmen, zutiefst antichristliche jesuitische und freimaurerische Kreise sind.
      Dem muss man Rechnung tragen, dass diese Kreise es sind, die „dem Herrn der Materia“ dienen, und der fragte laut der christlichen Urkunden den Stifter des Christentumes: Kannst du Steine zu Brot machen ?

      Wir alle, sofern wir in materiellen Körpern lebende Erdenmenschen sind, schulden diesem „Herrn der Materia“ die irdische Substanz, aus der unser Knochensystem usw. besteht, denn von seinem Reich ist das genommen und ist eine Leihgabe, eine Schuld, die wir im Leben nicht zurückzahlen können. Erst wenn das Erdenleben endet, zahlen wir das zurück.

      Christus spricht: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
      Doch was ist diese materielle Welt ? Was ist Materie ? Sie ist wie Eis im Verhältnis zu Wasser. Sie ist verfestigter Geist. Es ist das feste Eis, das VOM Wasser genommen wurde, Es ist der Geist, AUS dem die Materie STAMMT.
      Wenn wir so denken, dann dämmert uns doch auf, wer wem was wirklich schuldet.
      Denn Materie beginnt nicht von selber zu leben. Unser Leben entstammt nicht toter Materie.
      Was diese angeblichen „Luciferaner“ – so nennt sie Prof.Veith , in Wahrheit sind es Diener Ahrimans – nicht wahrdenken WOLLEN, ist, dass ihr Messias der ist, der von sich sagte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
      Worauf sie warten ist die Inkarnation Ahrimans, des „Herrn der Materia“.
      Kokain ist eine ahrimanische Droge, und Opium ist eine luziferische Droge. Luzifer inspiriert für Schwärmereien und für uferlose Fantastik, doch Ahriman verführt zu eiskaltem nüchternem materialistischem Denken, das Statistiken aufmacht und von „dreieinhalb Kindern“ redet. Sobald wir ein halbes Kind nur bildhaft vorstellen und diesen Un-Gedanken ins Leben überführen wollen, stehen wir vor einem Gedanken-Leichnam.
      Und zu solch totem Denken wollen uns diejenigen verführen, die gegen Schuldenerlass sind.
      Sie verführen uns zu geistlosem Denken. Wir sollen denken, dass nur die materielle Welt eine reale Welt ist.
      Dass alles Reden von der ERKENNBARKEIT der geistigen Welt Illusion sei. Dahinter ist Jesuitismus, der gegen die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners opponiert.

  31. Guten Tag,

    Herr Jebsen, der Zins ist inzwischen fast bei Null angelangt, bald ist er im Minusbereich. Die EZB verleiht das Geld an die Großbanken nämlich bereits zu einem Zinssatz von – 0,75%!
    Ihr größter Traum wird wahr, und sie merken es gar nicht?
    Statt dessen erzählen sie immer noch, der Zins und Zinseszins sei das Übel des Geldsystems?
    Ich weiß, es tut weh. Aber, es wird Zeit andere Bücher zu lesen. Es scheint, sie lesen immer nur solche, die ihre vorgefasste Meinung nur bestätigen. Oder ein Vortrag zum Einstieg? Sehr empfehlenswert: Herr Peter Boehringer; Gutes Geld für freie Menschen 🙂

    https://www.youtube.com/watch?v=Y7fHkoPs1Mw

    • Zitat Frida: „Gutes Geld für freie Menschen :)“
      Immer schön mit blumigen Wörtern schreiben. Nicht das noch erkannt wird, was wirklich dahinter steckt. Das Ganze riecht ja schon nach Libertär, da brauch ich auf den Link gar nicht zu klicken 🙂
      Aber von „Freiheit“ schwafeln, machen die anderen Verkäufer ja auch…

  32. Gratulation, blitzschnell und sauber zur jüngsten Positionengesprächsrunde nachgelegt! Da kann man echt nicht meckern!
    Christoph Pfluger erscheint mir in seiner Person, Haltung und Motivation als ein sehr angenehmer und integrer Mitmensch. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Dazu ein schöner Stil, die Dinge nicht gar so krass und hart auszudrücken, sondern schweizerisch zu runden :-). Das könnte gerne Schule machen!
    Obwohl sinninhaltlich richtig gemeint, gab es an so manchen Stellen wörtlich Widersprüchliches. So wurde Geld einerseits negativiert, zuvor als Innovation bezeichnet. Es gehöre abgeschafft. Aber neues Geld eingeführt, usw. Der Geldschein mit St.Martin ist Herr Pfluger der schönste. Ja, ein wirklich ein sehr schönes Motiv. Kurzum: der Eindruck, dass das Geld die Ursache allen Übels sei, sollte besser vermieden werden (Vorschub für Rfid-Chips!). Im Gespräch wurde zuvor ja klar, das die Dramatik aus der missbräuchlich, freien Geldschöpfung und der Zinseszinsmechanik der Banken resultiert. Übrigens, wer hat diesen groben Unfug überhaupt zugelassen? Wir hatten doch alle gelernt, das die Geldmenge durch die Bundesbank reguliert wird? Ebenso, das Banken nur das Geld von der Bundesbank stammende Geld verleihen. Und, das zu geliehenem Geld nur ein kleiner Bruchteil an Leihzins insgesamt hinzukommen darf (z.B. besagte 0,5% plus Geldentwertungsanteil). Könnte es sein, das wir Geld schon richtig verstehen, nur die Missbrauchsmechanik der Banken noch nicht? Und wieso lassen sich sogar Regierungen damit übers Ohr hauen? Staatsverschuldung? Eh?

  33. Lieber Herr Jebsen, vielen Dank für das Interview.

    Leider fehlte etwas Elementares. Eine kritischere Haltung Ihrerseits gegenüber dem Interviewpartner und dem Buch. Natürlich kann man als Interviewer mit den Ansichten des Interviewpartners konform gehen, aber dennoch die Argumente hinterfragen, sonst ist es nur eine simple Buchvorstellung.

    Über den Inhalt des Buches habe ich nichts erfahren. Herr Pfluger ist symphatisch, hat aber vom Geldsystem wenig Ahnung. Wer wirklich glaubt, dass das Geldsystem vorm Kollaps steht, oder eine Geldreform die Lösung bietet, der hat die Elite unterschätzt.

    Auch die angestrebte Vollgeldreform in der Schweiz wird, sollte sie kommen, nichts ändern, absolut gar nichts.

    • Jeder hat hier das Recht, seine Meinung zu äußern, auch Michael Poost. Wenn aber nur Behauptungen ohne Begründungen und erklärende Hinweise gepoostet werden, bleiben sie unbegründete Behauptungen und sonst nichts. Solchen unbegründeten Behauptungen wohnt keinerlei Informationsgehalt inne, denn man kann sie lediglich glauben oder nicht. Man kann Ihre Argumente nicht hinterfragen, denn Sie haben offenbar keine. Wenn doch, wäre es allerliebst, wenn Sie diese auch zur Diskussion stellen würden.

      1. Was brinbt Sie zu der Aussage, Herr Pflüger habe vom herrschenden Geldsystem keine Ahnung?

      2. Inwiefern unterschätzt man Ihrer Behauptung nach die Eliten, wenn man meint, daß das herrschende Geldsystem vor einem Kollaps steht?

      3. Wie kommen Sie zu der Behauptung, daß die angestrebte Vollgeldreform in der Schweiz, sollte sie eingeführt werden, nichts ändern würde?

      4. Woran sollte die angestrebte Vollgeldreform in der Schweiz Ihren Aussagen nach nichts ändern?

      So funktioniert Diskussion, und nicht so, wie bei Anne Will oder einer der anderen schrecklichen Talkshows.

    • Hallo Herr Poost..

      Sicher ist es so, dass man die eine oder andere Aussage Herr Pflugers hinterfragen kann. Ebenso sicher ist, dass er nicht über die gesamte Thematik allwissend ist. Das geht übrigens auch aus keiner seiner Aussagen hervor. Aber, wie bitte kommen Sie auf die infame und ihrerseits unbegründete Unterstellung, Herr Pfluger hätte keine Ahnung vom herrschenden Geldsystem? Der Mann akkumuliert sichtbar, wenn man sich sehr viele Jahre Zeit zu verstehen nimmt, über äusserst profundes Wissen, nicht nur in Bezug auf unser eskalierendes Geldsystem.

      Einerseits kritisieren Sie Ken´s Interview als simple Buchvorstellung, andererseits wollen Sie über die Inhalte eben dieses Buches nichts erfahren haben. Die Reihe heisst „KenFM im Gespräch“, nicht „im Streit“.
      Einige haben hin und wieder kritisiert, dass er seine Interviewpartner nicht immer aussprechen lässt und konträre Gegenfragen einwirft. Das hat er in diesem, sehr lockeren und informativem Gespräch erstklassig unterlassen. Danke dafür!

      Die wichtigsten Antworten und Aussagen Herrn Pflugers sind die Bank durch Inhalte seines Buches, denn die relevanten Fragen dieses Gespräches bezogen sich auf eben Jenes.

      Unser Geldsystem ist bereits kollabiert, nur hat die Politik von Seiten der Elite ( ein übrigens völlig falscher Begriff für eine Mafiöse Gesellschaftsschicht) noch keine Erlaubnis das Beatmungsgerät abzuschalten. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es für die Damen und Herren dieses erlauchten Kreises äusserst ungünstig, denn es gibt noch ausreichend Monetäres umzubuchen. Siehe hierzu die Blaupause Griechenland.

      Wenn Sie ernsthaft meinen, dass die Politikdarsteller in der Berliner Puppenkiste imstande sind den Zusammenbruch bis ins beinahe Unendliche fortzusetzen, liegt es, unter anderem, daran, dass auch Sie immer noch die Masse ihrer sogenannten Verpflichtungen mit diesen „bedruckten Zetteln“ (frei nach F. Hörmann) begleichen.

      Über Ihre Feststellung bezüglich der Wirkung eines Vollgeldes kann ich nicht wirklich Substantielles beifügen. Habe diesbezüglich auch differierende Auffassungen. Das es jedoch keinerlei Auswirkungen zeigen wird zeugt als, einfach in den Raum gestellte Behauptung, von Unverständnis.

      Vielleicht können wir Sie, Herr Poost, in nächster Zeit an der „Wall of fame“ (lt. Daniele Ganser) bewundern, wie Sie uns Unwissenden inkl. Menschen wie Herrn Pfluger, Hörmann etc.. einmal Alles genau erklären.

      Liebe Grüsse an Bilbo, Ken, Paul und alle Anderen die das hier möglich machen

      andi

  34. Wow, das ist genial. So einfach und sympathisch Klartext geredet mit einer positiven Grundhaltung. Ich denke, Herr Pfluger könnte auch mit Vorträgen das Babylon füllen. Ganz herzlichen Dank für dieses Interview, Beitrag wird erhöht. Auch die Ausleuchtung, Herr Jebsens Fragen und Schnitt sind top.

  35. Chapeau. Ken Jebsen ist schon irgendwie ein Magier.
    Tolle, fundierte Informationen und ein überzeugend kluger, weiser Herr Pfluger.
    Auch dafür 5 Sterne, Ken Jebsen, Danke!

    Und auf wen hört unsere „mächtige“ Bundeskanzlastrophe Merkel hingegen?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dibelius

    Hinsichtlich dieser durch und durch verheuchelten Frau verdeutlicht das Gespräch ganz besonders:
    Diese hochgefährliche, gerissene und scheinheilige Mafiosa und ihr aggressiver Pfiffi-Zirkus in Berlin müssen weg.
    Diese Politikerkaste wird uns sonst nur noch weiter offenen Auges und lügenden Maules ins Unglück stürzen.

    „If class warfare is being waged in America, my class is clearly winning.“

    ( Warren Buffett — Jahresbrief an die Investoren seines Fonds „Berkshire Hathaway“, 2003)

    • @ skyman: „class warfare is being waged“

      Finde, folgendes Zitat von dem Begründer der Waldorfschulen passt zu „class warfare“, hier ein Zitat von Rudolf Steiner:

      „Das Politische ist in der Weltgeschichte ein sekundäres Produkt. Das beruht lediglich darauf, dass die primitiven, vielleicht höchst unsympathischen, aber ganz ehrlichen Machtverhältnisse allmählich die Form des Krieges unter den Menschen angenommen haben. Man kann zwar nicht sagen, der Krieg sei die Fortsetzung der Politik nur mit anderen Mitteln, aber die Politik ist der ins Geistige übertragene moderne Krieg.
      Denn dieser Krieg beruht darauf, dass man den Gegner täuscht, dass man irgendwelche Situationen herbeiführt, die ihn täuschen.
      Jede Umgehung im Kriege, alles Mögliche, was nicht direkt offene Angriffe sind, beruhen auf Täuschung des Gehners.
      Und der Feldherr wird sich um so grssere Verdienste zuschreiben, je besser es ihm gelingt, den Gegner zu täuschen.
      Das ist, übergtragen aufs Geistige, die Politik. Sie finden ganz dieselben Kategorien in der Politik darin.
      Wenn man von der Politik redet, so möchte man sagen: Es müsste danach gestrebt werden, dass die Politik in allem überwunden wird, selbst in der Politik.
      Wir haben nämlich erst dann eine wirkliche Politik, wenn sich alles das, was auf politischem Felde spielt, in rechtlichen Formen abspielt. Dann haben wir aber eben den Rechtsstaat.“

      Quelle: GA 341,S. 41 f

      Also dieser Mann hat schon 1922 gewusst: Politik IST der Krieg.

  36. Geld.
    Ein elementar wichtiges thema.
    Ein toller gast.
    Ein lebendig, lockerer ken jebsen.
    Tolle, kräftige ausleuchtung.
    Schöne, spannende bildausschnitte.
    Ein super produkt mit hohem mehrwert.
    Man kann die arbeit vom kenfm team gar nicht überschätzen.

  37. WOW! Dieses Gespräch ist eines der besten, die auf diesen Kanal bisher hochgeladen wurden sind..!
    Konnte erneut viele Dinge besser nachvollziehen, verstehen und dazu lernen – sehr angenehmer Gast dazu.
    Vielen Dank hierfür, da zahlt man doch gerne nochmal extra in die Crowdfunding Kasse 😉

  38. An dieser Stelle ist vermutlich auch der Hinweis auf einen aktuellen Vortrag von Herrn Mausfeld (Warum schweigen die Lämmer?) angebracht:

    NSC #68: Prof. Mausfeld: Der Neoliberalismus ist das geplante finale Ende der Demokratie.

    Veröffentlicht am 24.04.2016

    Prof Dr.Rainer Mausfeld von der Universität Kiel in der Fortsetzung seiner Vortragsreihe: „Warum schweigen die Lämmer.“

    Was wurde aus dem Projekt „Aufklärung“?
    Der Neoliberalismus ist das von den Eliten geplante finale Ende der Demokratie.
    Zur Einführung in diesen Vortrag empfehle ich seinen in -=newscan=- oder anderen Kanälen verfügbaren Vortrag: „Warum schweigen die Lämmer“
    Dieser Vortag hier ist als Fortsetzung gedacht.

    https://www.youtube.com/watch?v=vBc4A1HNmPk

  39. DANKE für dieses Interview!

    Ich beschäftige mich schon Jahre mit diesem Thema, aber dieses Interview ist eines der Besten über das Thema des heutigen Geldes. Wenn man sich vorstellt wie viele Menschen Gedankenlos hinter dem Geld her sind jeden Tag muß einem klar werden welche Sprengkraft dieses Thema haben könnte ,wenn allen die Mechanik dahinter bewußt wird.
    Vor allem ist es ein „Ding“ was jeden Tag gebraucht wird und kaum einer hat es wirklich verstanden.Das ist schon Irre.

    Das Entscheidene ist aber, dass es das Denken der Menschen in einer Art beeinflußt welche der Menschheit schadet.
    Nur um Geld zu bekommen werden oft viele sinnlose Dinge getan.Die Menschen werden erst von dem Geldglauben ablassen ,wenn sie die wahren Werte erkennen.Dafür braucht es eine humanistische Bildung welche den Kindern Werte erkennen läßt.Denk-Handlungsalternativen zu entwickeln und in die Gesellschaft zu tragen ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre, um auf die Zeit nach dem Geldglaube gewappnet zu sein.

    Dirk Müller es soll keiner Verstehen.
    https://www.youtube.com/watch?v=JPAEzmpHLB4

    MFG LB

    • Geld ist vor allem

      ein „Ding“ was jeden Tag gebraucht wird und kaum einer hat es wirklich verstanden

      Und genau deshalb funktioniert es: 1. wir benutzen es tagtäglich und 2. weder hinterfragt die Mehrheit das Geldsystem noch versteht sie es

      Es ist wie bei einem Schneeballsystem – wer er verstanden hat, fasst es gar nicht erst an. Erkennt die wahren Werte.

      Als in 2007/2008 gewisse Banken in Europa eine fundamentale Liquiditätskrise/Vertrauenskrise ausgelöst haben, haben zugleich viele Menschen nach den Ursachen dafür geschaut. Inzwischen hat m.E. eine kritische Masse bemerkt, wo die Fallstricke des Geldsystems liegen und vielleicht funktionieren deshalb die gängigen Geldmarktinstrument der Zentralbanken nicht mehr wie gewünscht.

  40. SICH EINIGEN auf ein neues System?…?…? Warum nicht kapieren, dass wir, die Konsumenten, bereits die ganze Macht in einem kapitalistischem System inne haben (wie Ken es schon lange versucht zu erklären). Wir kaufen nichts mehr bei Firmen, die Waffen herstellen, Umwelt verschmutzen, Kinderarbeit fördern etc. und die stellen ganz schnell um auf Biogas, Biogemüse und Biopuffs, weil dort dann der Rubel rollt. Einzige Voraussetzung sind Medien, welche entsprechende Infos bringen und den Eigenverantwortungssinn der Konsumenten schärfen.

    • Toller Gedanke. Schön wärs.

      Alles stehen zu lassen, wo Nestle drauf steht, ist nicht schwer.
      Aber woran erkennt man im Bioladen, dass es nicht aus Sklavenarbeit und Ausbeutung hervorgeht?
      Von Möbeln, Waschmaschine und Kühlschrank ganz zu schweigen. Und PC.

    • Haben Sie gar nichts verstanden? Sobald sie Geld verwenden bezahlen sie Zinsen.
      So bald sie als Arbeiter, Angestellter arbeiten bezahlen sie Zinsen.
      Natürlich ist es wichtig das die Konsumenten nachhaltig, fair, lokal und umweltbewusst einkaufen, aber das ändert nichts daran das das Geldsystem geändert werden muss.
      Welche Macht haben übrigens die Konsumenten? Haben sie die Möglichkeit den TTIP Vertrag zu lesen und auch abzulehnen? Wenn in Österreich eine „Fleisch bringst“ Werbung gemacht wird, dann hat das damit zu tun dass führende Politiker selbst Besitzer von Schweinefabriken sind. Wie wollen sie die Medien ändern, wenn die doch Eigentum von den reichen sind?

    • @ Eiszeit: Thema „Medien ändern“

      Wir hatten eine Regional-Tageszeitung im Abo, jahrelang. Habe das Abo gekündigt. Die riefen dann mehrfach an und fragten, warum Kündigung. Habe gesagt: “ Weil Sie nichts gegen TTIP schreiben und nur der Politik nach dem Mund reden.“ Immer wieder mal ein neuer Anruf. Angebote.Abo für soundsolange zum halben Preis.
      Mindestens fünf Anrufe und zwei schriftliche Angebote. Habe denen per Fax mitgeteilt, dass mich dieser Mainstreamkokolores NICHT mehr interessiert, dass ich Internet habe und andere Quellen, die nicht den Amis hintenrein kriechen. Nächstesmal jemand anders am Telefon.
      Die scheinen das echt nötig zu haben ! Scheinbar müssen die Federn lassen, weil viele sich diese Verblödung nicht mehr antun wollen.

    • Das wäre eine elegante, schlanke und wirkungsvolle Methode – nur leider realitätsfern.

      Das Wissen in Form eines Computers (Handy) ständig mit sich rumzutragen und jeden Artikel abzurufen – selbst wenn einer eine brauchbare Liste erstellt – ist mehr als unpraktisch und zeitraubend wie nervig.

    • @ Der Souverän: “ Wissen in Form eines Computers“

      Natürlich wäre das realitätsfern, sich nur noch per PC bzw.Handy zu informieren und auf Printmedien zu verzichten.
      Habe drei Magazine im Abo, die mtl. erscheinen, und manchmal kaufen wir auch noch die Tageszeitung dazu.
      Aber diese regionale Tageszeitung ging mir auf die Nerven mit ihrer Amerikahörigkeit und Kritiklosigkeit.
      Gedruckte Lobhudeleien auf TTIP muss ich nicht noch finanziell unterstützen, wo ich sowieso gegen TTIP mit unterzeichnet habe.
      Wir leben hier im Grünen zwischen Park und Wald, und nahe bei ist ein kleines Moor. Die Nordsee ist 4 km Luftlinie weit weg. Seit 2009 soll es hier wieder Wölfe geben. Angeblich soll ein Wolf sogar eine Frau verfolgt haben, die mit Kinderwagen spazieren ging. Darüber regen sich manche wahnsinnig auf, weil auch Vieh gerissen wurde. Und das ist nun das grosse Thema in dieser Zeitung gewesen. Habe selber noch keinen Wolf gesehen, aber in 1 km Entfernung dürfen die Kinder nicht mehr im Wald spielen. Absolut lächerlich.
      Jäger kommen zu Wort. Auch Bauern. Ebenso Naturschützer. In Moskau laufen sogar ganze Wolfsrudel durch die Vorstädte. Und in Rumänien laufen die Braunbären abends durch Städte. Und hier haben sie Angst vor diesen scheuen Wölfen.

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