Wegen DNC-Leak: Politischer Mord im Umfeld von Hillary Clinton?

Wegen der mysteriösen Todesumstände von Seth Rich, Mitarbeiter des „Demokratischen Nationalkomitees“ DNC hat Julian Assange eine Belohnung zur Ergreifung des oder der Täter angeboten. In einem Interview hat der WikiLeaks-Gründer zudem angedeutet, dass Rich die Person war, die ihm die E-Mails über den DNC-Wahlbetrug zugunsten von Hillary Clinton und zum Schaden von Sanders zugespielt hatte. Damit wäre Rich Opfer eines politisch motivierten Mordes.

von Rainer Rupp

Am 10. Juli 2016 wurde der 27 Jahre alte Seth Rich morgens um 4:20 Uhr in der Nähe seiner Wohnung ermordet. Er war zu Fuß auf dem Heimweg, als er mit mehreren Schüssen niedergestreckt wurde. Die Wohngegend gehört zu den sicheren Vierteln im sonst gefährlichen Washington. Im Radius von 500 Metern um den Tatort hat es noch nie einen Mord gegeben. Obwohl zunächst ein Raub vermutet wurde, fand die Polizei bei ihrem Eintreffen bei Rich noch seine Brieftasche, seine Uhr, sein Handy und andere Wertgegenstände.

Der Mord – einer von fünf im Umfeld der Clintons in den letzten sechs Wochen – kam in der Mitte eines massiven E-Mail-Skandals ausgelöst durch WikiLeaks. Hillary Clinton und das Democratic National Committee kamen darin gar nicht gut weg.

Innerhalb weniger Stunden nach dem Mord berichteten alternative Medien bereits über Ungereimtheiten in dem Fall, zumal die Polizei weder Zeugen, noch einen Verdächtigen und erst Recht kein Motiv hatte. Dies führte zu Theorien, dass Rich, der trotz seines jugendlichen Alters bereits zu einem leitenden Mitarbeiter des Demokratischen Nationalkomitees (DNC) aufgestiegen und für die „Erweiterungsdaten“ von Wählern verantwortlich war, aus dem Weg geschafft worden war, um etwas zu vertuschen. Spätere Berichte munkelten sogar, dass Rich am Tag seiner Ermordung noch ein Treffen mit einem Spezialagenten des FBI eingeplant hatte, in dem es angeblich um ein „laufendes Verfahren“ gegangen sein soll.

Mit dem laufenden Verfahren war die Untersuchung des FBI gemeint, durch das herausbekommen werden sollte, wie Hunderte von hochbrisanten E-Mails aus dem Inneren des DNC an die Öffentlichkeit gelangt waren. Die E-Mails belegten, wie große Teile des Establishments der Demokratischen Partei in verschwörerischer Absicht zur Verhinderung von Bernie Sanders Kandidatur mit betrügerischen und teils kriminellen Mitteln die Vorwahlen zugunsten von Hillary Clinton manipuliert hatten. Die E-Mails waren von unbekannter Seite WikiLeaks zugespielt worden, das dann die enthüllenden Dokumente zur Veröffentlichung an die Medien weiter gab.

Um von der Empörung über den Inhalt der E-Mails abzulenken, hatten daraufhin Hillarys Wahlkampfmanager medienwirksam, aber ohne Beweise oder auch nur Indizien zu haben, Russland beschuldigt, den DNC gehackt zu haben. Mit der Veröffentlichung der E-Mails hätten sie Hillary Clinton schaden und die Chancen ihres Gegners, des angeblichen Putin-Freundes Donald Trump stärken wollen. Tatsächlich aber sieht nun alles danach aus, als ob nicht die „bösen Russen“ die Quelle der verräterischen E-Mails waren, sondern Seth Rich als Whistleblower aus dem Inneren des DNC für das Leck verantwortlich war. Dies hat nun auch kein Geringerer als WikiLeaks-Gründer Julian Assange in einem Interview mit dem holländischen TV-Sender Nieuwsurr angedeutet.

Assange erklärte, dass seine Organisation den Tod von Seth Rich untersuchen wird. Offensichtlich geht er davon aus, dass Richs Ermordung politisch motiviert war. WikiLeaks hat eine Belohnung von 20.000 Dollar für Hinweise ausgeschrieben, die zu einer Ergreifung und Verurteilung des oder der Mörder führen. Auch der Vater von Seth, Joel Rich, hat auf Grund der Faktenlage inzwischen bei einem Interview mit KM-TV einen missglückten Raubmord ausgeschlossen.

Dieser Artikel erschien am 15.08.2016 bei RT-Deutsch.

Hier der link zum Beitrag von Rainer Rupp bei RT-Deutsch: Wegen DNC-Leak: Politischer Mord im Umfeld von Hillary Clinton?

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21 Kommentare zu: “Wegen DNC-Leak: Politischer Mord im Umfeld von Hillary Clinton?

  1. Mafia Methoden, um den Wahlkampf zu bestreiten. sowas gehört für den rest des lebens eingebuchtet, und nicht von Millionen menschen verehrt und vergöttert.
    Zitat Kate Hudson: ‚I vote Hillary Clinton. Why? Cause she’s got all we Need.‘

    bitte was frau hudson?!

    laut Arno Gruen sind solche menschen soziopathen, die nicht anders können als rauben, morden, betrügen, intrigieren, lügen und posieren.

  2. Vor kurzem schrieb ich hier zu einem anderen Video: Wir können nicht wirklich für Trump, müssen aber auf jeden Fall gegen Clinton sein, die korrupte Lügnerin und Kriegstreiberin. Sie ist fast die Garantin dafür, daß wir den dritten Weltkrieg bekommen, sagt Willy Wimmer. – Ich glaube, das ist die vorherrschende Meinung in unserem Kreis der „Selbstdenker“. Schweigelämmer, die nur träge die Propagandamedien konsumieren, glauben natürlich, daß Clinton die „Vernünftige“ sei und Trump der „Irre“.

    Zu meiner Überraschung habe ich aber gesehen, daß Webster Tarpley sich für die Wahl von Clinton einsetzt.
    http://tarpley.net/

    Ich hatte bisher viel von Webster Tarpley gehalten. Er hat etliche Bücher geschrieben, in denen er Obama, den Bush-Clan und die ganze Washingtoner Kriegsbande entlarvt. Nun macht er plötzlich Reklame für Clinton. Tarpley ist nicht gerade für Clinton, aber hundertprozentig gegen Trump, weil er ihn für einen Psychopathen und Nazifaschisten hält. Eine Zeitlang hat Tarpley nur Stimmung gegen Trump gemacht und sich kaum zu Clinton geäußert, aber dann erschien auf seiner Website der Gastbeitrag eines Jeffrey Jackson. Darin heißt es:

    This presidential election cycle pits the two most unpopular candidates in American history against each other. Hillary Clinton is a notorious warmonger and conniver, and Donald Trump, a relative newcomer to the political scene this election cycle, has exposed himself as a vehement and psychotic Nazi-fascist. Since Hillary and the fascist Trump were nominated in July, many independent voters have faced a dilemma: do I support the devil I don’t know (Trump), or the devil I do know (Hillary)? The answer is obviously to do everything to see that the fascist Trump is defeated, using whatever political tools are at hand. When faced with a choice between a fascist and a non-fascist, the answer must be to smash fascism every time.

    Ich habe darüber ernstlich gegrübelt, vor allem weil es aus der Ecke von Webster Tarpley kam. Als Selbstdenker überprüfe ich stets meine eigenen Positionen, um sie notfalls zu korrigieren. Aber dann bin ich doch zu der Meinung gelangt, daß Tarpley sich in diesem Fall irrt. Mich irritiert, daß er hinsichtlich Trump die Propaganda der Mainstream-Lügenmedien wiedergibt („der Irre“) und sogar weit darüber hinausgeht („der Faschist“). Wir wissen doch, daß Clinton die notorische Kriegstreiberin ist, das schreibt Jackson sogar, von Trump wissen wir es noch nicht. Clinton bedeutet Krieg! Wie kann sie da das kleinere Übel sein? Sicher haben wir kein gutes Gefühl bei Trump, vielleicht entpuppt er sich auch als Kriegsmacher oder als ohnmächtige Marionette der Kriegstreiber im Hintergrund. Aber mehr als diese beiden grauenhaften Kandidaten bietet uns die gräßliche US-„Demokratie“ nicht. Jedenfalls ist da keine realistische dritte Möglichkeit, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.

    Also Trump!

    • Ich glaube nicht daran, dass es mit Trump keinen Krieg gibt, weil das nicht von den Präsidenten abhängt. Kennedy wollte auch keinen Krieg!

    • Ich glaube auch nicht wirklich, daß es mit Trump keinen Krieg gäbe. Ich teile die Einschätzung, daß die Entscheidung darüber gar nicht vom Präsidenten abhängt.

      Trotzdem: Auf keinen Fall Clinton!

      Clinton ist Teil der Kriegsmafia, sie müßte man gar nicht zum Krieg drängen, sie drängt selber danach. Bei Trump können wir hoffen, daß er wenigstens nicht zur Clique dieser Herrschaftsmafia gehört. Deshalb wollen die Machthaber ihn unbedingt loswerden, deshalb läuft ihre Propaganda auf Hochtouren. Die deutschen Gossenmedien haben sich auf den „irren“ Trump eingeschossen, dagegen stellen sie Clinton als „vernünftig“ hin, damit wir später ihre kriminellen Handlungen auch als „vernünftig“ und „alternativlos“ ansehen. Im Grunde ist die völlig einseitige Pro-Clinton-Propaganda schon eine Einstimmung auf den späteren Krieg.

      Es ist traurig, mehr als die kleine Hoffnung, daß Trump doch irgendwie eigene Wege gehen würde, haben wir nicht.

      Schande auf Bernie Sanders!

    • gibt es demokratisch legale wege für einen Amerikaner, der sich bei der Präsidentschaftswahl unmöglich tut, eine Wahl zu treffen? sowas wie ein Kongress Veto, o.ä.?
      oder bleibt es bei der alternativlosen Wahl zwischen hodenkrebs und Hirntumor?

    • Man kann für einen der dritten oder vierten Kandidaten stimmen. Da sind u.a. Gary E. Johnson von den Libertären und Jill Stein von den Grünen. Aber eine Stimme für sie verhindert nicht Hodenkrebs oder Hirntumor. Wahrscheinlich werden die weiteren Kandidaten diesmal einen Achtungserfolg erzielen, aber mehr auch nicht.

      Wenn Bernie Sanders als Unabhängiger angetreten wäre, hätte die Sache anders ausgesehen, dann hätte er Clinton so viele Stimmen wegnehmen können, daß sie nicht genug bekommen hätte. Ich meine sogar, daß Sanders die Wahl gegen Clinton und Trump hätte gewinnen können. Aber er hat feige den Schwanz eingezogen und sich auf die Seite seiner Partei“freundin“ Clinton geschlagen. Bei wohlwollender Einschätzung kann man annehmen, daß er Clinton wirklich für das kleinere Übel hält, wie ja auch der oben genannte Webster Tarpley. Ich meine aber, das ist ein Riesenfehler.

      Wir haben nur die kleine Hoffnung, daß Trump doch irgendwie eigene Wege gehen würde. Aber diese Hoffnung ist um so kleiner, weil er es wahrscheinlich nicht schaffen wird, gegen die geballte Macht der Herrschaftsmafia und ihrer Propaganda anzukommen. Wenn kein Wunder geschieht – vielleicht in Form einer vernichtenden Enthüllung -, werden wir es mit der Präsidentin Clinton zu tun bekommen.

    • @Wolfgang Gerber: „Schande auf Bernie Sanders!“

      Ich könnte jemanden, der lange Zeit so mutig die Wahrheit gesagt hat und für Gerechtigkeit gekämpft hat und dann scheinbar einknickt, nie so einfach aburteilen. Ich empfinde dies als ungerecht und oberflächlich als jemand, der diese Stärke, die wir alle so bewundert und gemocht haben, gar nicht erst hätte aufbringen können. Ich weiß nicht, was da wirklich dahinter steckt, aber da immer noch nachzutreten halte ich außerdem für kontraproduktiv.

    • @Veganislove

      An Sanders‘ Einknicken kann ich nichts Scheinbares sehen, er ist kläglich und auf unglaubwürdige Weise eingeknickt. Vielleicht hat man ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte, wie es in Mafiakreisen üblich ist. Vielleicht fühlte es sich auch einfach zu alt, um den weiteren Kampf und eine anschließende Präsidentschaft durchzustehen. Aber er hat sich auf die Seite von Clintons Kriegspartei gestellt und damit alles zerstört, was er bis dahin (scheinbar) erreicht hatte. Vor allem hat er seine vielen Anhänger im Stich gelassen, die nun Clinton und Trump als trostlose „Alternativen“ vor sich sehen. Das ist unverzeihlich! Da muß man unbedingt nachtreten!

  3. Den einzigen Mord den ich mir im Umfeld von Killary wünsche ist das ihr endlich mal einer eine Kugel verpasst.
    Obwohl niemand sollte zum Mörder wegen der blöden Kuh werden, ein Dilemma hoffentlich wird sie vom Blitz getroffen.

    • Bitte nicht als Schimpfwort „blöde Kuh“. Ich bin schon seit einiger Zeit dabei, mir diese unverschämten Schimpfwörter bezüglich der unschuldigen Tiere, die nur die Opfer der geistigen Verunreinigung der Menscheit sind, abzugewöhnen. Ebenfalls sollte man sich Lobpreisungsworte, die es aus der Kriegssprache gibt, abgewöhnen, wie etwa „Bombenwetter“. Da gibt es in beiden Bereichen jede Menge.
      Außerdem würde meines Erachtens jetzt für jeden Präsidentschaftskandidaten, der für den Job bestimmt worden ist, so gemordet. Die Zeugen und unbequemen Kritiker von 9/11, die danach gestorben worden sind, waren ja auch mindestens 10. Ich hab das Video in einem der betreff. Blöcke mal verlinkt.

    • du hast vollkommen recht, im Geiste hab ich mich auch bei der Kuh entschuldigt nur ist es trotzdem nicht ok. Ja die Clinton wurde bestimmt und für sie wird gemordet. Wäre Trump bestimmt dann würde für Trump gemordet da hast du auch recht. Ich werde versuchen in der Zukunft meine Kraftausdrücke zu reduzieren.

  4. @KenFM-Redaktion

    Könnt ihr bitte für diesen Satz:
    „Der Mord – einer von fünf im Umfeld der Clintons in den letzten sechs Wochen – kam in der Mitte eines massiven E-Mail-Skandals ausgelöst durch WikiLeaks.“

    noch Quellen, oder wenigstens die Namen angeben? Das kann ja sonst jeder behaupten. Ich persönlich kann das aber nicht nachvollziehen, wenn ich nicht wenigstens noch 4 weitere Namen habe, die ich in eine Suchmaschine werfen kann.

  5. „Der Mord- einer von fünf im Umfeld der Clintons in den letzten 6 Wochen- kam in der Mitte eines massiven E-mail-Skandals, ausgelöst durch Wiki Leaks.“
    Da weiß man ja genau, wo es langgeht. Mir tun die Wähler dort leid. Aber bei uns ist es ja im Prinzip genauso, auch wenn vielleicht nicht immer gleich gemordet wird.

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