Positionen 12: Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?

Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?

Wer das chronische Chaos im Nahen Osten verstehen will, kommt nicht umhin, Geschichte als einen langen Fluß zu betrachten. Jeder Strom hat eine Quelle und jede Wirkung eine Ursache. Die Ursache für die nicht enden wollenden Kriege in gesamten arabischen Großraum und seiner Peripherie ist in der Tatsache begründet, dass die Region reich an Bodenschätzen ist. Seit nun mehr als 100 Jahren geht es um Bodenschätze, vor allem Erdöl und Erdgas. Ohne diese Energieträger und Rohstoffe wäre das, was auch Angela Merkel „die Art, wie wir leben“ nennt, nicht möglich. Wer den Nahen Osten kontrolliert, kontrolliert die Tankstelle der Welt und verfügt damit über jene Macht, die man benötigt, um eine Imperium auf Kurs zu halten.

Was unter Großbritannien und Frankreich vor und während des Ersten Weltkrieges begonnen wurde, Vorherrschaft durch willkürliches Ziehen kolonialer Grenzen und Einflusszonen, wurde als Konzept der Vorherrschaft spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg von der neuen Supermacht USA übernommen. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR, einem Player, der, solange er bestand, im Nahen Osten ebenfalls versuchte, die geopolitischen Weichen für sich zu stellen. Die Region hatte lange keine andere Wahl, als sich den Befehlen Washingtons zu fügen, wollte man nicht, wie die Regierung im Iran 1953, geputscht werden.

Mit dem wiedererstarkten Russland verändern sich die Kräfteverhältnisse vor Ort erneut, nur bleiben die Opfer die selben. Menschen zwischen allen Fronten.

Das Öl der Region ist Segen und Fluch zugleich und wird damals wie heute vor allem mit militärischen Mitteln erbeutet. Während die Massen von den landeseigenen Bodenschätzen wenig haben, verdienen sich Oligarchen, Scheichs und westliche Öl-Konzerne eine goldene Nase.

Mit immer neuen Kriegen für Demokratie, Menschenrechte und Mädchenschulen wird dem Medienkonsumenten auch in Deutschland Sand in die Augen gestreut. Es geht ausschließlich um Bodenschätze und Partner in der Region, auf die man sich verlassen kann, wie auf den eigenen Flugzeugträger.

Wer diesen Frame auf die Ethnokratie Israel anlegt, der erkennt, warum der erdölabhängige Teil der Welt diesem zionistischen Siedlerprojekt jedes Kriegsverbrechen durchgehen lässt, ohne dass die UNO nach 200 Resolutionen auch nur eine Sanktion hätte folgen lassen. Der Apartheidstaat wird gebraucht und nutzt das aus.

Der Nahe Osten ist ein Tankstelle, deren Saft nur dann solch horrende Gewinne abwirft, wenn die gesamte Region im permanenten Ausnahmezustand gehalten wird. Krieg nennt das der Volksmund.

In der aktuellen Ausgabe von Positionen orientieren wir uns journalistisch an der Technik, mit der man klassisch Öl fördert. Wir halten uns nicht lange an der Oberfläche auf, sondern bohren bis in die tiefsten Schichten der Geschichte. Fakt ist: Das heute von den USA gemanagte Chaos im großarabischen Raum wurde von europäischen Kolonialmächten eingerührt. Wir sind alles, nur nicht die Guten.

Unsere Gäste zum Thema sind:

– Marlène Schnieper (Journalistin und Publizisten)
– Petra Wild (Buchautorin und Islamwissenschaftlerin)
– Zain Raza (Gründer des Presseportals acTVism Munich)
– Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime)

Inhaltsübersicht:

00:16:01 Vermeintliche Islamisierung Deutschlands durch muslimische Feiertage

00:28:46 Leben in Pakistan: Das Schulsystem, die Gesellschaft und die Folgen der Kolonialisierung

00:43:52 Die Rolle der Medien in der Schweiz – Monopole und Qualitätsverlust

00:58:36 Europas Möglichkeiten zur Abkehr von internationalen Destabilisierungsmaßnahmen

01:13:29 Der Status Quo in Palästina

01:29:17 Frieden und Gerechtigkeit zwischen Israel und Palästina und die Zwei-Staaten-Lösung

01:39:18 Das Selbstbestimmungsrecht der Völker als Lösung für den Israel-Palästina-Konflikt und das Beispiel Syrien/Maidan

01:56:56 Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) – Möglichkeiten einen Staat zu umgehen, der sich über geltendes Recht hinwegsetzt

02:05:17 Lösungsansatz: Werbung für Ideen statt Werbung für Produkte

02:28:58 Lösungsansatz: Freie Meinungsbildung durch freie, unabhängige Medien

02:41:59 Lösungsansatz: Glaubensgrundsätze in allen Religionen wieder ernst nehmen

02:46:22 Lösungsansatz: Machtstrukturen angehen und Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen

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69 Kommentare zu: “Positionen 12: Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?

  1. Wollt ihr „Positionen“ sehen und hören, wie sie WIRKLICH sein könnten?
    Anmerkung an Ken: streng dich mehr an! 😉 BITTE !!!! -> Zielgruppe Mensch ?

    sucht auf YT-Kanal „einGESCHENKT.tv“ unter Titel:
    „Fassaden-Demokratie und Tiefer Staat“ – Buchdiskussion mit Ullrich Mies und Ernst Wolff“ – 15.11.17 .. (Jens Wernicke)
    und staunt!, was an effektiver Wahrheitsvermittlung möglich wäre in einer „alternativen“ Diskussionsrunde!!! 😉

    ABSOLUTE MUST WATCH !!!
    Viel Spaß! -> genial!

    PS: Ken hat uns allen viel gegeben und gibt noch! … aber journalistisch und authentisch steht er mittlerweile im Wettbewerb, das muss man einfach sagen, wenns so ist. Das „andere“ Angebot wird teilweise immer faktischer und „outspoken“ … nur so kann und soll es auch sein, wenn man an der Verbreitung von IST-Information im Diskurs interessiert ist.
    Wenn man sich um wahre, echte, nachprüfbare Information bemüht und nicht „agenda-orientiert“ ist …. und neuerdings auf „ÖR-Geschwurbel“ setzt, oder gewissen Gästen subtil einen Maulkorb verpasst 😉

    Ihr werdet den Unterschied SOFORT erkennen und auch spüren – und ganz klar zu schätzen wissen!

    Noch mal, Viel Spass!
    2 Stunden 12 Minuten vollgepackt mit Info und Nachdenk-Motivation!

    LG an Alle! 🙂

    • dieser Nachsatz muss noch sein …
      Für obige Runde TOTAL wichtig: „Hier ist ihr Applaus“! 😉 Ja!

      PS: man beachte auch das „gehirngewaschene“ erste statement in der Publikumsrunde …
      gut, aber, dass man diesen z.T. Schwachsinn eines begrenzten, indoktrinierten, realitätsverweigernden, Geistes dennoch zeigt … !!! .-)
      OMG ! 🙂 herrlich …

      LG an alle 🙂

    • Ich habe mir Ihre Empfehlung angesehen. Mir ist beim Intro sehr negativ aufgefallen, wie Herr Wolf einen Zuschauer massiv angeht, bloss weil der gewagt hat, darauf hinzuweisen, dass die deutschen Rüstungsexporte im Weltmaßstab minimal sind. Selbst wenn dieser Hinweis nicht opportun gewesen sein sollte, die Reaktion von Wolf war es jedenfalls erst recht nicht. Wie soll denn so jemals ein aufklärender Diskurs (für den man genau 15 Min reserviert hatte) entstehen? Da ziehe ich die sehr geduldige Art von Herrn Jebsen allemal vor.

  2. Sehr gute, prägnante, genau ins Schwarze treffende Satire.
    Vielen Dank für die Anregung, diese Sendung mit Humor zu sehen, obwohl das Lachen nicht so recht bei der „Erörterung“ dieses Themenfelds gelingen will.

  3. Ich finde es primitiv (Herr Raza), eine Liste vozulegen mit 100 Attentaten, von denen nur 10 islamistisch veranlasst seien und sich zu beklagen, dass nur diese, nicht aber die anderen in der Presse vorkämen. Das soll ein Beleg dafür sein, wie antiislamisch die Presse ist? Raza hätte, wäre er seriös, die islamistischen Attentate mit anderen, von religiösen (!) Fanatikern begangenen Attentaten vergleichen müssen, denn das ist ja das besondere an ihnen, dass sie religiös motiviert sind und sich gegen die Errungenschaften der französischen Revoloution richten. Ausserdem wäre es auch interessant gewesen, die Anzahl der Opfer zu erfahren…
    Ich fand den Beitrag trotzdem interessant. Ausser der sehr mainstreamigen von Herrn Mazyek waren es ja eher Positionen, die man sonst nicht so hört. Ich schreibe das, obwohl ich nicht eine einzige davon teile.

  4. Teil 3

    ZIONISMUS

    Die „Krise“ im Nahen Osten kann nicht verstanden werden, ohne zu begreifen, was „Zionismus“ wirklich ist und welche Rolle das Britische Empire (s. Campbell-Bannermann Report) und später die USA bei der „Installation“ des Staates Israel gespielt haben. (Das würde aber den Rahmen dieses Forums sprengen …. Man kann sich aber durch Bücher/Videos sehr gut informieren, z.b. von Alison Weir, Joel KOVEL und Leni Brenner; sehr zu empfehlen auch Vorträge von Miko Peled und Ilan Pappe)

    Herr RAZA hat zumindest versucht, die repressiven, anti-demokratischen Methoden der Zionisten (durchaus vergleichbar mit faschistischen Umtrieben) anzusprechen (BDS und andere israel-kritische bzw. pro-palästinensische Aktionen werden zunehmend kriminalisiert, vor allem in Frankreich, wo man deshalb von „police de la pensée“ spricht, also einer Denkpolizei … Erinnern wir uns, wie Günter Grass attackiert wurde als er daran erinnerte, dass Israel selbst Atomwaffen hat? Als Herr Augstein ihn unterstützte wurde auch er mit wüsten Beschimpfungen konfrontiert …).

    DOPPEL-MORAL: Dass (gerechtfertigte) wirtschaftliche „Sanktionen“ (Boykott von „unten“) gegen Israel als moralische Verbrechen gebrandmarkt werden, aber willkürliche, politisch-motivierte „Sanktionen“ gegen Iran oder Russland (Boykott von „oben“) schon Routine geworden sind, hätte man auch anmerken können.

    Frau Schnieper mag ja gute Absichten haben und vielleicht ist ihr Buch auch empfehlenswert, doch was sie in der Sendung gesagt hat, war wenig hilfreich (um „Erkenntnis“ oder „Auf-Regung“ beim Zuschauer zu bewirken). Sentimentale Anekdoten von Palästinensern über ihre ehemaligen Felder und Häuser sind wenig geeignet, das ungeheuerliche Unrecht zu verdeutlichen, das die „Nakba“ 1948 für die arabische Bevölkerung – bis heute –bedeutet.

    SELBSTBESTIMMUNG (SOUVERÄNITÄT) und DEMOKRATIE

    Dass die Palästinenser seit mehr als 70 Jahren um ihr „Selbstbestimmungsrecht“ betrogen wurden, (von Mazyek wie ein Pfarrer heruntergebetet ohne auf die Ursachen einzugehen) ist wahr, doch nur Frau Wild wies darauf hin, dass man eben die dafür verantwortlichen MACHTSTRUKTUREN benennen, analysieren und letztlich bekämpfen muss, wenn sich etwas ändern soll. Genau das wurde aber in diesem „Gespräch“ NICHT GETAN.

    Wichtige Gedanken dazu gibt es hier:

    http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-1-3-januar-2017/selbstbestimmtes-handeln-als-grundlage-von-recht-und-frieden.html

    „Dass wir „aus der Beobachter-Position rauskommen“ sollen, leuchtet ein, doch wer die Vorträge von Prof.Mausfeld gesehen und verstanden hat, erkennt, dass unser ganzes System bewusst als „Zuschauer-Demokratie“ ausgelegt ist.

    Das Gejammer über die Unzulänglichkeit der Medien nahm eine überraschend-kuriose Wende als Herr RAZA allen Ernstes dazu beisteuerte, er werde stets „die Säule der Pressefreiheit verteidigen“ (egal welchen Bullshit sie verbreiten…)

    Dass wir seit vielen Jahren gar keine „Pressefreiheit“ haben, sondern nur Fließbänder für homogenisierte, gefilterte „Information“, „strategic communication“ und Volksverblödung, dürfte ihm entgangen sein und die intellektuelle Reife dieses Mannes muss auch angezweifelt werden, wenn er allen Ernstes davon spricht, wir könnten doch daran arbeiten, dass sich „Iran und Saudi Arabien besser verstehen“ (!).

    Die subversiven, Machiavellischen und pro-israelischen „Think-Tanker“ (mit Orwell‘schen Namen wie „Stiftung zur Verteidigung von Demokratien“)

    rightweb.irc-online.org/profile/Foundation_for_Defense_of_Democracies/

    die seit Jahren dafür arbeiten, einen KRIEG gegen den Iran ANZUZETTELN (den die USA für Israel führen sollen) würden sich über solche Sprüche totlachen … (was eine gute Sache für den Frieden wäre!)

    Fazit: Man muss bei der Auswahl seiner Gäste sehr vorsichtig sein, wenn man eine spannende Sendung gestalten will … und erkennen können, wer ohne „Regie“ auskommt und wer nicht …

  5. TEIL 2

    GIFTGAS-LÜGEN HABEN LANGE BEINE

    Frau SCHNIEPER wurde ja auch schon (zu Recht) hier kritisiert. Wie Herr Mayzek hat auch sie die Hetzpropaganda gegen die Regierung Assad übernommen und behauptet, Obama habe „den ersten Giftgas-Einsatz übersehen“ (2013 – den sie offenbar Assad anlastet) und deshalb „die syrische Bevölkerung im Stich gelassen“.

    [Obama wusste, dass das Sarin NICHT von Assad stammte – siehe dazu die Recherchen von Seymour Hersh und Aussagen von Carla del Ponte und Analyse von Prof. Postol vom MIT)

    Lebt die Frau in einem geopolitischen Vakuum? Was liest sie noch außer „Die Zeit“? Offenbar nicht viel, denn wie sonst lässt sich ihre unglaublich naive Frage erklären: „Warum ist es so schwierig, [für die orientalischen Länder] das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen?“ (Später fragt sie dann noch, warum Europa denn keine eigenständige Palästina-Politik betreibt …und nichts gegen „Mauerbau und Ghettos“ in Israel unternimmt)

    Wenn KenFM auf diesem intellektuellen Kindergarten-Niveau den „Krisenherd Nahost“ behandeln will, dann ist das verschwendete Zeit.

    Herr RAZA musste dann der Dame erklären, dass es „externe Kräfte mit enormer Macht“ gibt, die sich tatsächlich in die Angelegenheiten dieser Länder permanent einmischen. Die größte dieser „Mächte“ – die auch in erster Linie für das „Chaos“ und die endlose Gewalt im Nahen Osten verantwortlich ist, heißt natürlich USA (ich nenne sie „USrael“, eine Art siamesischer Monster-Zwilling).

    Zur Rolle der USA – als „größter Exporteur von Gewalt in der Welt“ (wie es Martin Luther King 1967 so treffend nannte) hat Seymour Hersh 2007 in Deutschland folgendes gesagt: (Auszüge)

    http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2007/november/die-bruechigkeit-der-demokratie

    „…Der Irrsinn, das eigentliche Übel besteht aber vor allem in der Unfähigkeit der Welt, der Presse und wichtiger Persönlichkeiten, sich auf dieses Verhalten meiner Regierung zu konzentrieren und es ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Denn dieses Verhalten und nicht die seltsamen Äußerungen eines mehr als seltsamen Iraners, der nicht gar so mächtig ist, sollte als das eigentliche Problem erkannt werden.“

    ….Seit dem Krieg von 1948 lebten und leben immer noch Millionen von Palästinensern in diesen schrecklichen Lagern. Und jetzt errichten wir neue Lager für Sunniten und Mitglieder der Baath-Partei, mit Gott-weiß-welchen Folgen.
    Aber in Washington ist das kein Thema. Man verschwendet keinen Gedanken daran, und das erschüttert mich. Es wird einfach nicht erwähnt. […]
    Präsident Bush plant, mit diesem Krieg die Westeuropäer, gemäßigte Sunniten, die Saudis, Jordanier und Ägypter – auf die allesamt das Wort „gemäßigt“ nicht so recht passen will, aber das Weiße Haus nennt sie so – mit den Israelis gegen Hamas, Iran, Syrien und Hisbollah zusammenzuschweißen. Das ist der Plan. Auf Arabisch heißt das FITNA, Krieg der Muslime untereinander…“

    (Diese Bewertung von Hersh aus dem Jahr 2007 hat sich ja inzwischen leider als richtig herausgestellt ….)

    > Teil 3

  6. Ich schließe mich jenen Leuten hier an, die diese Sendung als „schlecht“ bezeichnet haben und besonders denen, die konkrete Gründe dafür anführten (wie „Hansgeorg Ulrich“ und „löwenzahnsalat“):

    Die „Leitung“ der Debatte durch Herrn Jebsen fand nach meiner Wahrnehmung gar nicht statt, er saß nur da und ließ die Leute am meisten reden, die am wenigsten zu sagen hatten:

    Der schein-heilige, unerträgliche MAZYEK – der sich anhörte wie eine billige Version von „Das Wort zum Sonntag“ („vor unserem Schöpfer stehen“, an „göttliche Offenbarung erinnern“ aber bewusste Vermeidung des geopolitischen Kontexts und der perfiden Machtstrukturen, z.B. Rolle der „Muslim Brotherhood“) und dann auch noch behauptete, es sei Assad gewesen, der mit „Snipern auf friedliche Demonstranten“ geschossen habe, um eine Eskalation der Gewalt in Syrien herbeizuführen.
    Als die Kamera während seines Statements auf das Gesicht von Herrn Jebsen schwenkte, zeigte sich KEINERLEI Reaktion, (auch nicht bei den anderen am Tisch) obwohl das eine UNGEHEUERLICHE VERDREHUNG der Tatsachen ist. (Ich lese gerade das Buch „Washington’s long War on Syria“ von Stephen Gowans, der die politischen Hintergründe dieser gewaltigen PSYOP sehr gut analysiert hat, z.B. auch hier

    gowans.wordpress.com/2013/06/22/syria-the-view-from-the-other-side/
    globalresearch.ca/sott-net-interview-with-father-daniel-in-syria-there-never-was-a-popular-uprising-in-syria/5596168

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat KenFM im November 2016 einen Vortrag von Prof. Tim Anderson aufgezeichnet, der ebenfalls ein Buch über den „Dirty War“ gegen Syrien geschrieben hat. Ist davon nichts hängengeblieben?

    Der sehr kurze Hinweis von KJ war „ Wer hat da geschossen, auf wen“? (> auch „Maidan“-Theater) ging sofort wieder unter, das Mazyek weiter kryptisch von „alten Strukturen“ schwafelte und allen Ernstes behauptete, Deutschland handle (seit 1945) „selbstbestimmt“.
    Ist der Mann ein Idiot? Schon einmal etwas von US-Hegemonie und Vasallen-Status gehört? Von der Tatsache, dass 72 Jahre nach Kriegsende noch immer (offensive) amerikanische Militäreinrichtungen in Deutschland geduldet werden? Dass die ganze „Außenpolitik“ Deutschlands von Washington (und den „transatlantischen Speichelleckern“ in diesem Land) dirigiert wird?
    Wie auch schon in diesem Forum von einigen festgestellt wurde, war Frau WILD zweifellos die kompetenteste Teilnehmerin der Runde (was Hintergrundwissen und Rhetorik betrifft). Deshalb war es ein großes Versäumnis von Herrn Jebsen, dieser Frau nicht mehr Redezeit einzuräumen.
    (> Teil 2)

    • Ach nein, das ist doch noch viel schwieriger. Kann dieser Mann was dafür, dass er zum Gespräch geladen worden ist? Hätte KJ wissen müssen, dass der nicht zu bremsen ist, wenn der mal in Fahrt ist? Ja das kann man vielleicht sagen: schade, wenn Leute eingeladen werden, die uns nicht so gefallen. Das haben wir ja dann auch gesagt…

      Was mich brennend interessiert an diesen Gesprächen: kommt durch das reden miteinander etwas Neues in die Welt? Wissen diese – in dem Fall 4 – Leute nach dem Gespräch mehr als vor dem Gespräch – und ich vielleicht dann auch? Das ist es eigentlich, was ich mir davon erhoffe.

  7. Wir Menschen können lernen, unseren innerlichen moralisch-ethischen Standards wieder mehr Gehör zu schenken. Aiman Mazyek trifft hier den zentralen Punkt. Jedoch brauchen wir sicherlich keine Religion, die uns sagt, was wir zu tun haben. Wir finden diese Standards in uns selbst – von Geburt an. Die in uns liegende Moral wird jedoch immer wieder unterdrückt – insbesondere gerade von den mächtigen Köpfen der diversen Religionen. Leider hat sich keine der großen Religionen jemals in der Geschichte im Widerstand hervorgetan. Einzelne religiöse Menschen oder Splitterreligionen ja, aber nicht einer der großen Machtapparate. Stattdessen gibt es diverse Beispiele über alle Jahrhunderte hinweg bis heute, in denen die Religionen ihre Gläubigen sogar zu Krieg und zur Ausgrenzung Andersdenkender anspornen.
    Diese Diskussionsrunden regen immer wieder zum Nachdenken an, auch wenn dieses Mal der Titel leider etwas verfehlt wurde.

    • Würde mich mal interessieren, was meine inneren Standards mit den Kriegen im Mittleren Osten zu tun haben. Ich war noch nie dort. 😉

      Glauben Sie wirklich, das seien Religionskriege? Das war es nie. Selbst die „toubles“ in Nordirland hatten mit der Konfession nur insofern etwas zu tun, als zufällig die irischen Ureinwohner katholisch und die Kolonialherren protestantisch waren. Da wurden die Konfessionsnamen schnell zu Schimpfwörtern.

      In Jugoslawien haben sich ausländische Staaten eingemischt, Unfrieden gesät und das Land zerteilt und zuletzt bombardiert, z.B. Deutschland und die USA. Der Irak wurde von den USA und anderen NATO-Ländern mehrmals mit Krieg zu überzogen und zuletzt völlig zerstört; in Lybien haben sie (die USA mit NATO-Alliierten) den Präsidenten ermordet und das Land zerstört. Nach Syrien haben sie Freischärler geschickt, vorher ausgebildet und reichlich mit Waffen ausgerüstet. Die haben dann für die USA und die NATO die Drecksarbeit erledigt, das syrische Volk zu terrorisieren, damit endlich eine USA-freundliche Regierung eingesetzt werden könnte. Syrien wäre fast den Weg Libyens gegangen, wenn nicht Russland auf Bitten der syrischen Regierung geholfen hätte, auch der Iran und die Hisbollah haben geholfen. Schließlich haben die auch Interessen, die sie verteidigen wollten: nämich nicht allesamt gezwungen zu werden, den westlichen way of life anzunehmen und dem Imperium zu huldigen.

      Wir, das einfache Volk in Europa und in den USA, sind währenddessen mit gemeinen Lügen eingedeckt worden, ein neues Auschwitz in Serbien, Milosevic ein neuer Hitler, Hufeisenplan; Brutkastenlüge, Massenvernichtungswaffen im Irak, brutale Diktatoren, die ihr eigenes Volk mit Giftgas und Fassbomben bewerfen usw. Was hat das alles mit MEINEN ethischen Standards zu tun? Es geht um Macht, um konkrete Verbrechen. Ist der Friede in der Region gewollt oder nicht? Die Verbrecher wollen ihn nicht, alle anderen schon. Und das liegt nicht an moralisch-ethischen Standards, sondern an verschiedenen Interessen.

      Allerdings ist nach meinen Standards geboten, mich nicht wie ein folgsames Lamm zu verhalten und alles zu glauben, was von der Kanzel und der Glotze gepredigt wird.

    • Ergänzend dazu:
      https://publications.parliament.uk/pa/cm201617/cmselect/cmfaff/119/119.pdf

      Mühsam, weil englisch, aber sehr oft stößt man darauf, dass die Dienste keine gesichertern Erkenntnisse hatten.
      Und damit Politik ohne jede Grundlage gemacht wurde. Mal wieder. Oder wie immer.
      Doch die Öffentlichkeit wird bis heute mit einem komplett anderen Bild versorgt.

      Und aus diesem kriminellen Fehler sind dann die Sturmtruppen entstanden, die im Anschluss weitergeschickt worden sind nach Syrien. Von Volksaufstand kann da nur sehr, sehr bedingt die Rede sein.

      Ich kenne nur 2 Menschen aus Libyen, aber beide versichern mir, dass die ihr Leben recht ok war bis unter Obama/Clinton im Verein mit muslimischen Terroristen die „Rettung von außen“ kam.

      Und gleichzeitig sind diese zwei, ja nur zwei, aber immerhin, extrem sauer, dass es einheimische Kämpfer gibt, die im Namen der, ihrer Religion sich zu solchem Dreck hergeben. Aber hier wird immer fast ausnahmslos auf den USA und Israel herumgehackt.
      Es gibt ihn aber, der problematischen Teil dieser Religion:
      Auch bereits Mitten in Europa, Deutschland.

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/vereinigte-arabische-emirate-minister-haelt-deutsche-moschee-kontrolle-fuer-zu-lasch-a-1177841.html

      Ich habe allerdings das Gefühl, dass aus einer Korrektheit heraus auch auf diesem Kanal gefährliche Tendenzen übersehen werden.

  8. Immer wieder das gleiche Problem als Ursache gefunden: Macht. Die Mächtigen da oben etc.
    Könnte es nicht sein, dass wir ganz viele Dinge als Menschen einfach noch nicht ganz begriffen haben? Damit meine ich z.B. was Kapital bedeutet, was Wirtschaft ist, was Geld ist, was die Gesellschaft ist. Man höre hierzu Joseph Beuys oder lese Rudolf Steiner. Der Mensch versteht die Welt noch gar nicht richtig. Sein Denken hinkt noch hinterher seit der industriellen Revolution. Das Machtproblem schwingt unterschwellig immer mit, aber in unserer heutigen Welt der vollständig arbeitsteiligen Welt (und damit verbunden die sog. Globalisierung und der Kapitalismus) verstehen die Menschen die damit verbundenen Konsequenzen (denkerisch) noch sehr unvollständig.

    • Endlich bringt hier jemand Joseph Beuys und Rudolf Steiner – danke!

      Sie meinen sicherlich die Idee der sozialen Dreigliederung. Hier wird soviel gefragt danach, was wir tun können – wie wir da herauskommen, dass es auch mir eigentlich seit Langem notwendig erscheint, den Blick eines solchen Forums auf diese Dreigliederungsidee zu lenken.
      Wenn man davon ausgeht, dass unser Leben besteht aus den drei Bereichen

      Wirtschaftsbereich
      Rechtsbereich
      Bereich des Geisteslebens

      dann sagt diese Idee, dass diese drei Bereiche selbstständig sein müssen. Man kann das Neue an dieser Idee sehr leicht sehen, wenn man sich vor Augen führt, wie unselbstständig diese drei Bereiche heute sind und in welchem Maße diese Unselbständigkeit schädlich und am zunehmen ist. Beispiel: der Bereich des Rechtes ist stark dominiert vom Wirtschaftsleben (zB Ttip) – ebenso der Bereich des Geisteslebens (zB Forschung). Das kann man durchdenken und sehen, dass es so ist.

      Die Idee läßt sich unmöglich Kürze so darstellen, dass sie auch nur ansatzweise verständlich sein kann. Ich will nur sagen, dass es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen! ( Wem Steiner und Beuys keine Referenz sind: Rudi Dutschke hat Beuys seine Mitarbeit in den Arbeitskreisen der Dreigliederungsidee zugesagt, er hat leider nicht mehr lange genug gelebt.)

      Dreigliederung ist eine Idee – sie ist kein System. Man kann an ihr auch erkennen, wie unmöglich es ist, das Leben in ein System zwingen zu wollen.

  9. Ich finde das war mit Abstand das schlechteste Positionen, wenn nicht überhaupt die schlechteste KENFM Sendung ever.
    Die Anti-Istrael/Pro-Islam Phalanx, als die sich der Sender hier installiert ist eigentlich nicht mehr auszuhalten. Offenbar findet das Jebsen mittlerweile selbst auch so. So gelangweilt wie er in dieser Runde herum lavierte, könnte er glatt zur ARD wechseln.

    • Bis zum ersten Komma würd ichs gelten lassen. Was danch folgt, ist daneben und dann sogar total daneben. Das war der danebenste Kommentar, den ich hier gelesen habe. Da besucht jemand ein Portal, obwohl es dort nicht auszuhalten ist. So muss sich Masochismus anfühlen.

    • Herr Böhm, das ist wirklich totaler Quark. Bitte ersparen Sie uns weitere Kommentare. Jeder macht mal eine schwächere Sendung, aber Kritik aus Ihrer Ecke brauchen sich Herr Jebsen und Team trotzdem nicht anzuhören. Und auch ich nicht – jede weitere Zeitverschwendung für Antworten auf Ihre Kommentare erspare ich mir daher.

    • Na immerhin geben Sie zu, dass es Ihnen nur um „Widerworte“ geht. Das ist dann zwar noch keine Argumentation, geschweige denn ein sinnvoller Beitrag zur Debatte, aber falls es Ihnen nur darum ging, das hier schlecht zu machen, so ist es Ihnen nicht gelungen. Denn alleine die unterschiedlichen Kommentare beweisen, dass es sich keineswegs um eine „Echokammer“ handelt. In einer solchen scheinen eher Sie zu leben, aber so ist das ja immer, man unterstellt anderen das, was man an sich selber hasst.

      Sie können übrigens jederzeit ebenfalls ein unabhängiges Medienportal aufbauen und dort alles besser (oder wenigstens anders) machen. Niemand hält Sie davon ab. Sie dürfen natürlich KenFM auch kritisieren, nur sollten dann die Kritikpunkte irgendwie erkennbar sein. Einfach hingerotzte „Widerworte“ nach dem Motto „das gefällt mir nicht, ich find’s doof“ sind dafür kein Ersatz.

  10. Besten Dank an Frau Wild, die Wesentliches zu sagen gehabt hätte, hätte man sie denn gelassen und an Herrn Raza, für das Unterfangen, dieser Ausgabe, Substanz und Ziel zu geben.
    Und nochmals Dank an Frau Wild, für das Schlußwort.

  11. Schließe mich Hans Georg Ulrich an. Heute war Ken Jebsen mal etwas müde, scheints. Die klarste Analyse und Überblick hat Fr. Wild. Die Schweizerin, der Name ist mir entfallen, muß noch viel lernen. Sie glaubt vermutlich noch immer an Politiker. Sie hat noch nicht verstanden, daß die nicht wirklich entscheiden sondern hochbezahlte Marionetten sind andere Entscheidungen dem Volg schmackhaft zu machen.
    Und schon wieder einige Male dieses „wir“. Wir sind an…. interessiert. Nein bin ich nicht. Dieses Wir hat Namen und Adresse, und das ist nicht meine und nicht die meiner Nachbarn. Die und ich sind an ganz anderen Dingen interessiert, die kein kandidierender Politiker gewählt, oder nicht, mit wenigen Ausnahmen in wenigen Ländern, umsetzen.
    Also zu wirklichen Lösungsansätzen kam nur Fr.Wild. Sehr klar. Klar ist, wenn die Mächtigen entmächtigt sind, dann gibt es Lösungen im Interesse aller. Das ist wie bei der Gesundheit. Beseitige die Ursache eines Problems und die Symptome verschwinden.
    Auf jeden Fall aber vielen Dank für die viele Arbeit aller Teilnehmer, wenn`s diesmal auch ermüdend war.
    EH

    • Ich denke soweit ist Einigkeit schnell herzustellen, dass die momentan Mächtigen eine ruinöse und kriminelle Politik betreiben; und auch, dass sie entmachtet gehören.

      Nur wie kann das gelingen? Da fängt vermutlich der Dissens bereits an. Und so einen Quatsch wie von Herrn Putsch-Dämon in Katakonien kann man sich sparen, wenn ausdrücklich der Verbleib in EU und NATO gewollt ist.
      Dann herrscht eben eine andere Clique im Einklang mit Brüssel. Auch ein anderer Kanzler würde hier in diesem Land nicht helfen. Oder hat da jemand konkrete Hoffnung?
      Vielleicht war das in Spanien auch nur ein taktisches Lippenbekenntnis, damit nicht sofort die Drohnen geschickt werden, ich denke aber eher nicht.

      Noch viel entscheidender ist aber, was kommt danach? Wie sieht eine Organisation von Gesellschaft aus, in der es nicht möglich ist, dass einige über viele herrschen?
      Es darf keine Struktur mit Gewaltmonopol geben, denn das in Kombination mit fiat money führt über kurz oder lang zum Zusammenbruch und/oder zur Diktatur.
      Und ich bin der Meinung, dass Staaten wie wir sie kennen nicht geeignet sind, uns selbst zu ermächtigen. Auch nicht, um diese Form des Kapitalismus los zu werden. Volksabstimmungen mit über 80 Mio. taugen doch kaum. Die Reichweite von Moral und Anstand endet doch bei ein paar Tausend Untertanen…Danach ist alles Moloch und Technokratie.
      Es ist doch kaum denkbar, dass man nur die richtige Partei oder den passenden Präsidenten wählen muss und der dann alles ritzt.
      Ich würde mir den Versuch einer Debatte mit Vertretern wünschen, die hierfür Ideen haben.
      Wenn Menschen direkt miteinander agieren kommt es noch oft genug zum Streit, aber selten hauen sie sich die Köpfe ein.
      Um Kriege und Ungerechtigkeiten ins Werk zu setzen, braucht „das System“ immer diese Staaten, die es machen, weil sie das Machtmonopol besitzen.
      Genau dafür hat sich der Kapitalismus auch diese Demokratie zugelegt. Und der Staat liefert wie geplant.
      Ich würde meine wenn auch wenigen Steuern nicht in Auslandseinsätze stecken.

      Und da ich als einzelner sehr schwer aussteiegen kann, weigere ich mich auch immerzu in Sack und Asche zu gehen, wenn „meine“ Regierung mal wieder, also wie fast immer, assozial handelt.

      Wie kann ich aussteiegen? Gut, nicht zu wählen wäre so eine Idee. Aber kratzt das das System, wenn der Urnenpöbel sich verweigert?
      Schon beim Steuermonopol fängt es an. Kann man anderes Geld benutzen? Tauschen? Schulpflicht? Selbst wegen der Idiotenabgabe GEZ sperren sie Dich zur Not weg.
      Man kommt nicht raus, sonst kommt man rein.

      Ich sehe nur eine großflächtige Selbstverwaltung als Ausweg. Und das ist wohl reine Utopie.

    • @GLOUCESTER

      Es gibt gute Ideen wie es denn gehen kann.
      Allerdings müsste man sich zusammensetzten, diese besprechen und versuchen auf wissenschaftlicher -und Konsensbasis ein visionäres Model zu entwickeln.
      Ich bin überzeugt das Interesse ist vorhanden und Sympathisanten auch.

  12. Schade, dass relativ viele negative Kommentare geschrieben wurden. Sicherlich gibt es Punkte, die man anders sehen, überdenken oder in einem anderen Licht beleuchten könnte. Dennoch fand ich persönlich, dass eine gute Runde einberufen und gute Vorschläge gemacht wurden. Solch schwierige Blöcke lassen sich selbst in diesem Format schwer behandeln, dafür ist das Thema „zu weit gefasst“. Ich bin nach wie vor sehr dankbar, dass es ein solches Format überhaupt gibt. Es ist an sich schon gut, wenn diese Themen mal auf eine andere Art beleuchtet werden. Und ja, es gibt sicherlich einige Reibungspunkte. Das ist auch gut so. Der Diskurs ist vorhanden und die Community kann sich frei dazu äußern. Danke für den Beitrag und all die Arbeit, die damit verbunden ist.

    Inhaltlich bin ich gerade nicht allzu sehr darauf eingegangen, es war vielmehr ein Lob für die Sache an sich.
    Freue mich über weitere konstruktive Beiträge, die sich inhaltlich auf die Runde beziehen.
    Viele Grüße aus Hamburch

    • Ich finde die negativen Kommentare waren zumeist konstruktiv. Und sie haben an keiner Stelle das Format in Frage gestellt. Auch nicht die Arbeit von KenFM. Ich finde, Kritik ist gerade bei so einem Projekt etwas Sinnvolles, also etwas Gutes. Und wenn das Team KenFM so ist, wie ich es vermute, werden sie mit der Kritik etwas anfangen können.

    • Auch ich bin froh, dass es ein solches Format gibt! Mit meiner kritischen Anmerkung wollte ich vor allem etwas grundsätzliches sagen. „Positionen“ verlangt vom Gesprächsteilnehmer eine Position zum vorgegebenen Thema. Und es handelt sich um eine Gesprächsrunde – es sollten also die Teilnehmer in ein Gespräch miteinander kommen, also dem jeweils Redenden mit Interesse zuhören und den Gesprächsfaden entlang des Themas verfolgen. Mir ist klar, das ist schwierig – viel verlangt. Die Gesprächsteilnehmer kennen sich meist nicht so gut, dass der Eine vom Anderen schon im Vorhinein weiß, welches seine Perspektive ist, aus der er das Thema betrachtet. Da ist die Gefahr groß, dass man zuerst einmal in eine ausführliche Selbstdarstellung verfällt und das nichteinmal bemerkt. Wenn es ganz schlecht liefe, dann würden da nur die jeweils eigene Meinungen ausgetauscht – es würde gar kein Gespräch zustande kommen.

      Damit ein Gespräch zustande kommen kann, ist es notwendig, dass irgendwo in der Gesprächsrunde die Fakten / Tatsachen bekannt sind. Ohne Tatsachenkenntnis ist Meinung für den Zuhörer wertlos. Die Sendung heißt auch „Politik verstehen“. Eine Meinung ist für Gesprächsteilnehmer und den Zuhörer nur dann hilfreich (und interessant), wenn sie sich gründet auf Tatsachen, die für alle nachvollziehbar sind. Meinungen, die sich bilden lediglich
      aus persönlichen Vorlieben oder Abneigungen, helfen nie zum Verständnis einer Sache. Es ist aber in Gesprächen eine solche Tendenz fast immer zu beobachten, dass die nur persönliche Meinung (ein Urteil aus Vorliebe oder Abneigung) sich in den Vordergrund schiebt und das Gespräch abwürgt. Das zu verhindern ist eine wichtige Aufgabe des Gesprächsleiters – und eine ganz schwierige.

      Ich bewundere ganz ehrlich den Mut von Herrn Jebsen, der darauf setzt, dass tatsächlich ein Gespräch zustande kommt und mir ist schon klar, dass man das im Vorhinein nie garantieren kann; man kann es nur versuchen. Dass er dafür immer gut zwei Stunden zur Verfügung stellt, zeigt mir klar, dass er das Zustandekommen eines Gespräches wünscht. Mein kritischer Kommentar ist ehrlich wertschätzend gemeint.

    • @Bernhard Meyer, Hansgeorg Ulrich: Ich verstehe Ihre Anmerkungen und bin dankbar ob der konstruktiven Kritik. Bin noch relativ neu in der „Community“ und nehme das gerne auf. Vielleicht sprach noch etwas die „neue Begeisterung“ aus meinem Beitrag. Das Lob an sich bleibt, ich sehe aber die von Ihnen angesprochenen Punkte. Das Verfallen in persönliche Muster habe auch ich bemerkt. Was darüber hinaus aber auch positiv im Gedächtnis bleibt sind Ihre Antworten auf den Beitrag. Weiß es sehr zu schätzen, wenn von den Kommentierenden ein gutes, also reflektiertes Feedback kommt. Das ist leider gar nicht so selbstverständlich. Nochmals, danke dafür und ich freue mich über eine neue Sendung sowie angeregte Diskussionen. Bis dahin, Grüße aus dem Norden!

  13. Meiner Meinung nach ist Frau Wild kaum berücksichtigt worden mit dem, was sie sagen wollte. Ich denke, sie wäre weit besser als die drei anderen Gesprächsteilnehmer in der Lage gewesen, etwas Wesentliches zum Thema beizutragen. Die Sendung hatte ja ein Thema; es ist Aufgabe des Gesprächsleiters, darauf zu achten, dass dann auch zum Thema gesprochen wird. Ich hatte den Eindruck, das nötige Hintergrundwissen zur Frage, ob der Frieden gewollt sei, ist zwar bei Frau Wild vorhanden, nicht aber bei den drei anderen Gesprächsteilnehmern. Ohne dieses Wissen muß aber ein Gespräch zu einem solchen Thema in Gelaber ausarten, was sehr schade ist. Wäre Frau Wild in angemessener Weise ins Gespräch einbezogen worden, hätte die Möglichkeit bestanden, dass tatsächlich hätte zur Sache geredet werden können.

    Der Gedanke von Frau Wild, die Forderung nach Frieden sei nicht mehr ist als eine Phrase, wenn der Aspekt der Gerechtigkeit außer acht gelassen wird, hätte alleine schon viel zum Thema hergeben können.

    Es wird in einer Diskussionsrunde immer so sein, dass einer mehr zu sagen hat zum Thema als ein anderer. Es ist Aufgabe der Gesprächsleitung, dafür zu sorgen, dass dieses Wissen seinen Platz findet im Gespräch. Oder allgemeiner gesagt: ein Gespräch wird besser, wenn der Gesprächsleiter die Fähigkeit hat, diejenigen Aspekte der Gesprächsteilnehmer aufzugreifen, die geeignet sind, tatsächlich ein Gespräch zum Thema anzuregen. Herr Jebsen hat diese Fähigkeit als Gesprächsleiter (!), ich hatte aber den Eindruck, dass das diesmal gründlich schiefgegangen ist.

    • Wir bräuchten zur Klärung der Gemengelage auch einen Islamkritiker am Tisch, sonst sind sich alle diffus einig oder tun sich kaum weh.
      Nur auf Sykes-Picot und Israels Siedlungspolitik zu verweisen reichen nicht aus als Perspektive. Wie dreht man das 2017 zurück?
      Es gab und gibt soviel Leid, dass man Rache befürchten muss. Und diese findet ja auch statt.

      Aktion und Reaktion müssen runterkochen.
      Die Scharfmacher auf beiden Seiten müssen aus dem Spiel genommen werden.

      Ich würde mir eine Konfrontation in einer Sendung wünschen, weil es hoch hergehen würde und mal klar würde, wo die Positionen wirklich sind. Da muss der Moderator auch die Extreme auf beiden Seiten rausquetschen.
      Dem Zuschauer und den Betroffenen würde vielleicht mal vor Augen geführt, wo auch die eigene Clique in die Irre geht.

      Zwei auserwählte Völker im gleichen Heiligen Land kann nicht funktionieren, wenn der Anspruch exklusiv ist.
      Und an dem Punkt wollen doch wohl beide Seiten nicht wirklich zurückrudern. Zumindest gibt es auf beiden Seiten solche Funktionäre der Konfrontation.
      Und die sind genauso mächtig wi ebei uns die Kriegstreiber, obwohl die allermeisten nur Frieden wollen.
      Und diese Agenten der Aggression müsste man vorführen und blosstellen. Vielleicht würden die Massen auf beiden Seiten ihren absoluten Anspruch eindampfen.

  14. Einzelne Gäste waren gut, v.a. Herr Raza. Ich denke sowieso, dass die dringend benötigte Revolution nicht von den saturierten Leuten über 50 ausgehen wird, auch wenn sie noch so alternativ unterwegs sind. Das muss v.a. von der Jugend getragen werden. Deswegen würde ich mir mal eine Gesprächsrunde wünschen, nur mit Gästen die 35 Jahre alt oder jünger sind. Und zwar zu folgendem Thema – in Anerkenntnis der Tatsache, dass die dringend benötigte politische Revolution „alternativlos“ ist, auch wenn es noch so aussichtslos erscheint, falls wir hier eine halbwegs lebenswerte Zukunft haben wollen. Und alle Aufklärungsarbeit sinnlos ist ohne ein Ziel. Ökologische Aussteiger (wie Prinz Chaos und co.) sind mir sympathisch, aber das wird natürlich überhaupt nicht reichen, um die Menschheit zu retten. Thema also:

    Mit welchem positiven Zukunftskonzept für die Gesellschaft und welchen konkreten Maßnahmen erschaffen wir eine neue Bewegung zur Erlangung der politischen Macht?

    • Ich finde die Idee sogar richtig Klasse. Auf KenFM fehlt definitiv noch ein Format, indem nur die jüngere Menschen zu Wort kommen sollten! Eine Art Positionen nur für 18-30 oder 35 jährige.

  15. Ich fand’s insgesamt auch nicht so toll. Alleine schon die Ausgangsfrage ist doch ziemlich klar zu beantworten: Außer der Bevölkerung – sowohl vor Ort, als auch z.B. in Europa – hat niemand ein aufrichtiges Interesse an einem Frieden im Nahen Osten. Die Mächtigen dieser Welt sicher nicht.

    Bitte keine Mainstream-Leute wie Herrn Mazyek mehr einladen, nur für die Quote. Er hat uns genau so wenig weitergebracht wie z.B. Volker Herres oder Rita Süßmuth und ist eben besser bei Anne Will oder so aufgehoben.

  16. Es gibt sehr zynische Leute, ich gehöre dazu, die sich Fragen ob die Kriege im Mittleren Osten, Nord und Mittel Afrika, Teil sind eines grossen Plans, einerseits die Länder zu destabilisieren wo Öl und andere Bodenschatze sind, anderseits die Europäische Kulturen zerstören durch ein Flut Immigranten mit eine ganz andere Kultur.
    Das zerstören der Europäischen Kulturen gescheht dann um der grosse Europäischen Heilstaat zu schöpfen, nach USA Vorbild.

    • Was sind das nur für „Kulturen“, die sich immer gleich bedroht fühlen.
      Leute, die über Kirchenglocken am Sonntag Vormittag klagen, haben Angst vorm Islam.
      Selbstbewusstsein scheint nicht unsere Stärke zu sein. Einfach erbärmlich.
      Mit unserer Kultur, was auch jeder darunter versteht, sieht es nicht erst seit 2015 mau aus.

      Was ist den überhaupt unsere Kultur? Musikantenstadel? Saufen? Grillen? Fußball? Weihnachten vor der Glotze sitzen?

      Die Menschen in D. , die an Kultur interessiert sind, sind mehrheitlich nicht gegen Zuwanderung.
      Das ist meine Erfahrung.

    • schwarz ist weiß

      Da tun Sie unserer deutschen Leitkultur aber Unrecht! Dazu gehört natürlich noch viel mehr!

      Nämlich die besten Discounter, Helene Fischer, Falschparker aufschreiben, jeden Samstag Rasenmähen im Schrebergarten, Hausordnungen, Kegelclubs, Rauhfasertapete, Wackeldackel, Birkenstock-mit-Socken, Warten vor roten Ampeln im Niemandsland, Industrie-Bier, Autobahnen ohne Tempolimit, Mülltrennen, Arbeiten. 🙂

    • „die an Kultur interessiert sind, sind mehrheitlich nicht gegen Zuwanderung.“

      Niemand schreibt gegen Zuwanderung . Zuwanderung wie sie Ländern von Australien über Thailand bis Polen betrieben wird . M.E. vertauschen sie gezielt die Begriffe Zuwanderung und politisch gewollte Massenzuwanderung , mit der vielfach belegt die Zerstörung der gewachsenen Strukturen einer Gesellschaft betrieben wird . Stichwort : Migrationswaffe .

      Hatten wir Kultur, haben wir heute einen Kulturbegriff , der jeden Pfurz als Kultur deklariert .
      Oliv-brauner Multikultisumpf ist keine Kultur .

    • Australien, Thailand, Polen – da haben Sie sich ja tolle Favoriten.
      Aber das kann ja jeder selbst herausfinden, was in den Ländern in Bezug auf Zuwanderung und Flüchtlingen los ist.
      Das erspare ich mir.
      „Oliv-brauner Multikultisumpf“ Aus Ihnen spricht der blanke Hass.
      Das mit dem Oliv-braun, dem Sumpf und was das mit Multi-Kulti zu tun hat, sollten Sie einmal klarer darlegen.
      Fremdenfeindlich sind Sie aber nicht?

  17. Zum Abschluss noch ein paar Gedanken zu zwei Perspektiven:

    1. Was brauchen wir, um eine Dystopie zu gelangen?

    – Ein Bildungssystem, was die Einzelpersonen höher stellt, als die Gemeinschaft
    – Ein Studiensystem, was das Fachwissen gezielt schult, ohne weitere Themen zu behandeln
    – Eine Unterhaltungsindustrie, die auf den Genuss des Einzelnen abzielt
    – Eine Digitalisierung, die das Verhalten des einzelnen Menschen analysiert
    – Einen einheitlichen Glauben an die eigene Ohnmacht bei allen Menschen
    – Eine hauptsächlich negativ fokussierte Perspektive und Diskussionskultur
    – Ein gezielt implementiertes Empörungsmanagement

    2. Welche Sichtweisen brauchen wir, um in eine Utopie zu gelangen?

    – Das Bewusstsein, mit allen Menschen verbunden zu sein
    – Die Erkenntnis, das kleinste Handlungen Wechselwirkungen auf der Welt erzeugen
    – Mehrere Diskussionen, die als Gemeinschaftsprojekt verstanden, umgesetzt und fortgeführt werden
    – Eine weltweite Gesellschaft, die sich gegenseitig bewusst ist
    – Ein Interesse für Zusammenhänge auf der Welt, mit dem Fokus auf mehr soziale Gleichheit
    – Gegenseitige Einladungen und Ermutigungen, für eine gemeinsame Sache aktiv zu werden
    – Ein psychologisches Bewusstsein und eine Diskussion über materiellem und immateriellem Besitz
    – Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu organisieren und in Aktion zu treten
    – Die Bereitschaft zunächst mehrfach öffentlich, die neoliberalen Sollbruchstellen zu benennen, bevor weitere Schritte überlegt werden.
    – Das Bewusstsein, dass eine menschliche Übermacht immer möglich ist, wenn Leute sich dem Resonanzgesetz bewusst werden.
    – Die Fähigkeit, das Potenzial in Gesellschaften von Menschen zu sehen, statt auf die Strukturen der Politik zu schimpfen und somit einzelne Menschen als Verantwortliche zu suchen
    – sich selbst als Selbstverantwortlich erklären.
    – Eine positive Vision für eine soziale Gesellschaft entwerfen und deren Umsetzung verfolgen.

    • @ Ein-bewußter-Gegenentwurf: Sie haben (oder darf ich sagen Du hast) mit Ihrem/Deinem Text oben Ihrem/Deinem Namen wirklich alle Ehre gemacht und ich stimme dem oben Gesagten (insbesondere dem unter Punkt 2 Aufgeführten) daher zu 100% zu! – Freut mich sehr, hier auf einen so klar und bewußt denkenden Menschen gestoßen zu sein!

    • Vielleicht kann Ihnen/Dir ein nun schon etwas älterer gedichtähnlicher Text von mir zu diesem Thema noch zusätzlich etwas Freude bereiten:

      SOLVE ET COAGULA

      Da stehen wir nun immer häufiger mit unserem Scharfsinn,
      unserem oft so schneidenden Intellekt und all unserer Raffinesse
      vor den Trümmern unserer Welt.

      Nahezu alles haben wir inzwischen analysiert
      und auch anderweitig regelrecht zerstückelt.

      Viele tolle Einzeldinge haben wir damit zwar geschaffen,
      aber dabei wohl oftmals nicht bedacht,
      ob und wie dieses Puzzlespiel unseres Geistes
      nun auch stimmig, – ja genauer noch
      insgesamt stimmig zusammenzusetzen ist.

      Die alten Alchimisten haben das wohl schon ein wenig geahnt,
      hieß ihr Leitspruch doch zu früheren Zeiten schon:

      „SOLVE ET COAGULA“

      „Löse und verbinde“ heißt das,
      und Alles in Allem bedeutet dieser Satz
      sinngemäß zu Ende gedacht bis heute wohl vor allem:

      Löse Dich – mit Geduld, Fingerspitzengefühl und Weitsicht,
      löse Dich wohlüberlegt aus den vielen Verstrickung,
      zu denen Dich – ja eigentlich uns alle
      unsere oft so wirre gemeinsame Vorgeschichte geführt hat.

      Schau‘ Dir das alles einmal genau an,
      lerne zu sehen und zu verstehen, was Du da an Unstimmigem siehst,
      und dann verbinde Dich erneut,
      oder genauer noch,
      entdecke – Deine wahre Verbundenheit!

  18. Wer sich mit dem Thema Remote-Viewing beschäftigt, die CIA tut das übrigens schon länger,
    der kann sich mit überprüfbarer, faktenbasierter Analyse von Zeitpunkten der Vergangenheit oder der Gegenwart mittels konkreten Fragestellungen einen Eindruck vermitteln.

    Das hier ist z.B. eine Grafik, was so bisher passieren könnte ( Viewing stimmt nicht immer, wenn es länger als 2,9 Sek. pro Antwort auf konkrete Fragen braucht):

    http://www.thetawaves.info/rv-blog/wp-content/uploads/2017/10/Timelines_2018-2118.jpg

  19. Bei einem Schönheitswettbewerb wird immer auch die Frage gestellt, was sich die angehende Schönheitskönigin am liebsten wünschen würde. Die häufigste Antwort lautet: tra tra Weltfrieden !!!
    Warum? Weil das die Antwort ist, die niemand in der Öffentlichkeit kritisieren könnte.
    Würde man aber die Schönheitsköniginsaspirantin fragen, was sie sich wirklich wünschen würde, ohne mit Konsequenzen konfrontiert zu werden, käme vielleicht eine Antwort wie zum Beispiel, dass ihre Konkurrentinnen alle an Masern erkranken sollten, damit sie die Trophäe einsacken kann oder so ähnlich.
    Wenn ich den Junkfoodessenden übergewichtigen ständig am Computer sitzenden Durchschnittstypen fragen würde, was er er sich wünscht, wäre seine Antwort vielleicht: ein Date, mit der zukünftigen Schönheitskönigin zu bekommen und eine Nacht mit ihr zu Verbringen.
    Wenn man 4 Menschen, die sich mit dem Thema der Konflikte im nahen Osten intensiv beschäftigen, in einer Talkrunde fragt, wie sehr der Friede im Nahosten gewünscht wird, wird niemand direkt sagen, dass in Wahrheit der Friede von den Machteliten nicht gewünscht wird. Und diejenige, die das dennoch versucht auszudrücken, wird gnadenlos beschnitten und unterbrochen. Selbst bei kenfm.
    An diesen drei Beispielen sieht man, wie Entscheidungen für Antworten auf Fragen zustande kommen können.
    Für Personen des öffentlichen Interesses wie die Schönheitskönigin, ist es oberste Pflicht, jedem zu gefallen und keine Risiken einzugehen.
    Für Personen (Junkboy) von überhaupt keinem Interesse, ist es scheissegal, was er antwortet.
    Für Personen (die 4), die intellektuell in der Lage sind, eine Frage zu analysieren und um den Brei herumzuschwadronieren, ist es wichtig, sich nicht definitiv festzulegen.
    Und selbst die Person mit revolutionärem Gedankengut sagt nur, dass man in Betracht ziehen sollte, die Machtstrukturen zu hinterfragen und mit einer eventuellen anzudrohenden Revolution, in Angst und Schrecken zu versetzen (lach).
    Wenn ich in dieser Talkgruppe, die ja alle eigentlich derselben Meinung bei der Frage sind über den nahen Osten, woher die Konflikte kommen, das Resultat auf die gesamte Menschheit übertrage, sehe ich sehr schwarz für die Zukunft.
    Deshalb muss ich mich leider den Enttäuschten hier anschließen.
    pooler1970

    • wie sehr der Friede im Nahosten gewünscht wird, wird niemand direkt sagen, dass in Wahrheit der Friede von den Machteliten nicht gewünscht wird. Und diejenige, die das dennoch versucht auszudrücken, wird gnadenlos beschnitten und unterbrochen. Selbst bei kenfm.

      Herr Raza hat z.B. von Hair-Trigger-Alert gesprochen.
      Wurde auch an keiner Stelle mehr aufgegriffen.

      Das mag an den Gästen liegen, an der Gesprächsführung ; es wird viele Ursachen haben.

      Jetzt könnte ich mir auch die Frage stellen, warum erwähnt dies Herr Raza, wenn er später es nicht so wichtig findet, es nochmal anzusprechen?

      Ich will damit sagen: Gespräche laufen oft auch so ab, dass viele Gesprächspartner sich gegenseitig irritieren und dann neuen Gesprächsthemen folgen, ohne bei Ihrem eigenen Thema zu bleiben.

      Ein Gegenbeispiel dazu:
      Bei Herrn Mazyek wurde deutlich, dass dieser z.B. ganz konsequent seine Gedanken in 5-7 Minuten ohne Unterbrechung vortragen konnte; auch wenn Herr Jebsen 2-3 Mal probierte, Herrn Mazyek’s Redefluss zu bremsen.

      Also es gibt auch immer die Möglichkeit in dieser längeren Gesprächsrunde für Ihre Sichtweise, pooler1970, Argumente dafür zu finden, oder eben auch bei Herrn Raza und „Hair Trigger Alert“ ebenfalls Jemanden zu finden, der etwas wichtiges angesprochen hatte, was aber von keiner anderen Person am Tisch aufgegriffen worden ist.

      An diesen drei Beispielen sieht man, wie Entscheidungen für Antworten auf Fragen zustande kommen können.
      Für Personen des öffentlichen Interesses wie die Schönheitskönigin, ist es oberste Pflicht, jedem zu gefallen und keine Risiken einzugehen.
      Für Personen (Junkboy) von überhaupt keinem Interesse, ist es scheissegal, was er antwortet.
      Für Personen (die 4), die intellektuell in der Lage sind, eine Frage zu analysieren und um den Brei herumzuschwadronieren, ist es wichtig, sich nicht definitiv festzulegen.

      Warum ist das Ihrer Meinung nach wichtig, sich nicht festzulegen?

      Aus meiner Sicht wäre es wichtig, wenn ich offen für mehrere Ansichten sein wollte.
      Lege ich mich fest, kommt möglicherweise ein Gespräch zustande, das in Positionen 8 hervorragend durch Herrn Wolfgang Herles verkörpert wurde:
      Kaum kam das Wort „Freimaurer“ bei Positionen 8, ging bei Herrn Herles die einzig mögliche Sichtweise = „Verschwörungstheorie“ an.

      Das passiert, wenn sich Jemand auf eine bestimmte Sichtweise komplett festbeisst.
      Er ruft das geistige Repertoire ab, was bei ihm, bei bestimmten Worten abgespeichert worden ist.


      Wenn ich in dieser Talkgruppe, die ja alle eigentlich derselben Meinung bei der Frage sind über den nahen Osten, woher die Konflikte kommen, das Resultat auf die gesamte Menschheit übertrage, sehe ich sehr schwarz für die Zukunft.
      Deshalb muss ich mich leider den Enttäuschten hier anschließen.

      Es ist Ihre Sichtweise, wenn Sie die Talkgruppe auf die ganze Menschheit übertragen.
      Ich tue das nicht.

      Ich sehe es so, dass diese Talkgruppe Themen angesprochen hat, die Sie und ich, andere Kommentare hier, andere Kommentare auf Youtube folgen werden, die diese dort angesprochenen Themen weiter ausdiskutieren können, oder aber sich über mögliche Fehler bei der Gesprächsführung, den Gesprächsgästen oder den Gesprächsinhalten aufregen können.

      Alles hat seine Berechtigung.

      Wenn allerdings Kritik konstruktiv werden soll, bräuchte es Einigkeit bei bestimmten Themen; also einen bestimmten Grundkonsens, über den sich die Gesprächsgäste; oder aber die Kommentare auf KenFM , auf Youtube , in sozialen Netzwerken ähnlich sind.

      Wenn Kritik belanglos und Ausdruck des persönlichen sich-in-Beziehung-setzens bleiben soll, reicht bei Facebook, Youtube , KenFM und den anderen Kommentarmöglichkeiten allein schon aus zu schreiben:

      „mir gefiel das, oder mir gefiel das nicht“ .

      Dann ist das zumindest persönlich, sendet zwar trotzdem Resonanzen und Stimmungen aus; obwohl die Person nur öffentlich etwas ganz eigenes gepostet hatte, aber die Person selber möchte dann eben nur die eigene Meinung loswerden.

      Da soll dann nicht drüber diskutiert werden, weil die Meinung ja persönlich ist.

      Ich will damit nicht sagen, dass dies bei Ihnen zutrifft, pooler1970, also das ihre eigene Meinung hier nicht kommentiert werden dürfte, aber ich habe an vielen anderen Stellen das Extrem kennengelernt:

      Menschen posten etwas, sind aber für Kritik nicht offen. Es ist diesen Menschen scheinbar wichtig, ihren Standpunkt zu äußern, aber bitte keine weiterführenden Gedanken von Jemand anders lesen müssen.

      Eine Gesellschaft lebt allerdings von Pluralität. Von Meinungsvielfalt.
      Selbst wenn es genügend strukturelle Systeme gibt ( Beispiele aus meinem letzten Kommentar mit „Schulbildung“, „Junkfood“, „Enriched Enviroment vs. Captive Enviroment“, „Leistungsgesellschaft vs. digitale Roboterleistung“), die spezielle Anforderungen an den Menschen innerhalb der Systemstruktur stellen, so bleibt es jedem Menschen frei, allein oder in einer Gruppe sich diesen Strukturen zu verweigern oder diese zu kritisieren.

      Diese Themen der strukturellen Systemkritik kommen bisher nirgendwo anschaulich vor.

      Anschaulich heisst für mich: Auflistung an welcher Struktur es genau Sollbruchstellen gibt und wie Verbesserungen qualitativ und unter dem Aspekt menschlicher Würde aussehen sollten.

      Die einfache Antwort ist: die Struktur des Neoliberalismus ist über Friedrich August von Hayek mitvorbereitet worden. „Die Zeit“ titelt 2014 :

      Demokratie als Problem
      Mit „Der Weg zur Knechtschaft“ brillierte Friedrich August von Hayek vor 70 Jahren als Vordenker des Neoliberalismus. Eine Theorie, die die Welt noch heute dominiert.

      Wenn vor über 70 Jahren etwas implementiert worden ist, was oft durch die hierachischen Strukturen an vielen Stellen der Gesellschaft unreflektiert geschluckt worden ist, ist der „Krisenherd im nahen Osten“ nur ein Ausdruck dessen, was 70 Jahre Umgestaltung möglich gemacht haben.

      Der Neoliberalismus hat in seiner Beschleunigungsagenda nur ein massives Problem: der Mensch ist dort keine Kalkulationsgröße ausserhalb der Rationalisierungsmaßnahmen.

      Der Mensch steht in Konkurrenz zu den Maschinen.
      Wer wird das Rennen wohl machen, wenn der Menschen schlafen und Erfahrungen verarbeiten muss, während die Maschine nur Strom und evtl. Wartungsarbeiten braucht?

      Da es bisher kaum thematisiert wird, rasen die meisten Menschen mit Hochgeschwindigkeit auf den Abgrund zu.

      Es sei denn, die Menschen haben vorher sich materiell an einigen Stellen abgesichert oder gehören zu den Profiteuren des Neoliberalismus.

      Fett schwimmt bekanntlich oben.

      „Aber moralische Werte im Neoliberalismus?

      Wozu? Mein Gehalt stimmt doch. Nach mir die Sintflut.“

      Dieses Denken ist noch in Mode und bei den geladenen Gesprächsgästen auch noch kein Thema. So scheint es jedenfalls. Wobei dies auch die Möglichkeit beinhaltet, dass dieses Denken auch in den Köpfen der geladenen Gäste vorhanden sein könnte; aber es thematisch nicht gepasst hat.

      Um eine Struktur zu verändern, bräuchte es:

      1. Die Einsicht, wie die Struktur funktioniert und wer alles davon betroffen ist.
      2. Idealerweise ein moralisches Werteempfinden, dass diese Struktur verändert werden muss.
      3. Idealerweise einige Entscheider mit Einfluss, die ebenfalls die Struktur als schädlich anerkennen.
      4. Mediale Aufmerksamkeit mit den Entscheidern und anschließend Umsetzung des Gesagten.
      5. Dokumentation der Fortschritte.
      6. Eigene Erlebnisse mit den angekündigten und dokumentierten Veränderungen.

      Das alles passiert so noch nicht.

      Was Prof. Mausfeld kürzlich ( Vortrag vom 22.10. bei den Nachdenkseiten) gesagt hat, ist zunächst sinnvoll: Ein Nachschlagewerk über die Begrifflichkeiten des Neoliberalismus zu erstellen.

      Welche Worte werden wie benützt, um etwas bestimmtes zu vermitteln, aber letztlich etwas anderes zu meinen?

    • Setzen Sie mal vor den 1. Punkt Ihrer Aufzählung die eigene Erfahrung um überhaupt Einsicht und Erkenntnis erlangen zu können, vor allem im Hinblick auf diejenigen „…Mein Gehalt stimmt doch. Nach mir die Sintflut.“ denn das sind in aller Regel diejenigen, die ihren Punkt 2 ohne den sprichwörtlichen Arschtritt bei sich nicht wieder finden…

    • Sie fragen mich „Warum ist das Ihrer Meinung nach wichtig, sich nicht festzulegen?“ und geben dann ein Beispiel, wo jemand mit einer festen Meinung als Verschwörungstheoretiker bebrandmarkt wird.
      Sie sagen außerdem, dass eine feste Meinung dazu führt, dass so die Möglichkeit für mehrere Ansichten verbaut wird.

      Es mag ja sein, dass bei bestimmten Diskussionen sie Recht haben mit ihrer Meinung, nur hier beim Thema Nahost und der Palästina-Problematik ist es doch für alle Beteiligten offenkundig, dass dort Unrecht geschieht und nur eine Meinung offenkundig sein sollte.
      Nämlich die ganz klare Verurteilung der Israelisch-Europäischen Kolonialpolitik, der Mißachtungen von Menschenrechten gegenüber den Palästinensern, der Mißachtung von Völkerbund und UNO Resolutionen, der Mißachtung des Gewaltverzichts zwischen Völkern, der Mißachtung der Kulturfreiheit, Sprache und Bildung, der Mißachtung der Religionsfreiheit, der Mißachtung der körperlichen und seelischen Unversehrtheit, die Mißachtung zur Gewährleistung medizinischer Hilfe, der Mißachtung der Reisefreiheit, der Mißachtung der Familienzusammenführung, der Mißachtung der Ernährungssicherheit, der Mißachtung von sauberem Wasser, der Mißachtung von Energiesicherheit usw. Selbst in israelischen Gefängnissen ist man besser aufgehoben als in den palästinensischen GHETTOS.
      Die Balfour Deklaration ist 100 Jahre alt, der Staat Israel 69 Jahre, und der letzte Krieg in den besetzten palästinenschen Gebieten ist am 8.Juli 2014 gewesen. Seitdem herrscht dort eine humanistische Katastrophe ohnegleichen.
      Wie lange soll denn noch offen diskutiert werden ????????
      Etwa solange, bis die Menschheit soweit ist, laut ihren Ausführungen, in der Lage zu sein, UTOPIE-FÄHIG zu sein ????
      Bis dahin wird es das palätinensische Volk nicht mehr geben.

      Stellen sie sich vor, der Nationalsozialismus wäre nicht so intensiv bekämpft und zum Untergang gezwungen worden, wie würde Europa heute aussehen ??????

      pooler1970

    • Ich antworte nun nochmal auf ein paar Kommentare,

      unknow74

      Setzen Sie mal vor den 1. Punkt Ihrer Aufzählung die eigene Erfahrung um überhaupt Einsicht und Erkenntnis erlangen zu können, vor allem im Hinblick auf diejenigen „…Mein Gehalt stimmt doch. Nach mir die Sintflut.“ denn das sind in aller Regel diejenigen, die ihren Punkt 2 ohne den sprichwörtlichen Arschtritt bei sich nicht wieder finden…

      Da könnten Sie Recht haben. Ich schließe nicht aus, dass bei bestimmten Menschen in bestimmten Positionen die Gier derart im Vordergrund ist, dass kein Platz mehr für Gefühle und moralische Werte mehr übrig zu sein scheint.

      Ich weiß, die Welt verändert sich – und es soll keiner gesagt haben: die Bevölkerung hätte es nicht zuvor oftmals mit Worten und Logik probiert und das sollte auch denen klar werden, die aus Berufsgründen mitlesen und analysieren müssen.

      Bevor etwas eskaliert, noch ein paar Mal erinnern – vielleicht gibt es ja noch ein paar aufgewachtere Menschen unter denen, die Strukturbedingt an den Schalthebeln sitzen.

      Wenn nicht – die Bewusstseinsbewegung kommt immer mehr in Fahrt…

    • Es mag ja sein, dass bei bestimmten Diskussionen sie Recht haben mit ihrer Meinung, nur hier beim Thema Nahost und der Palästina-Problematik ist es doch für alle Beteiligten offenkundig, dass dort Unrecht geschieht und nur eine Meinung offenkundig sein sollte.
      Nämlich die ganz klare Verurteilung der Israelisch-Europäischen Kolonialpolitik, der Mißachtungen von Menschenrechten gegenüber den Palästinensern, der Mißachtung von Völkerbund und UNO Resolutionen, der Mißachtung des Gewaltverzichts zwischen Völkern, der Mißachtung der Kulturfreiheit, Sprache und Bildung, der Mißachtung der Religionsfreiheit, der Mißachtung der körperlichen und seelischen Unversehrtheit, die Mißachtung zur Gewährleistung medizinischer Hilfe, der Mißachtung der Reisefreiheit, der Mißachtung der Familienzusammenführung, der Mißachtung der Ernährungssicherheit, der Mißachtung von sauberem Wasser, der Mißachtung von Energiesicherheit usw. Selbst in israelischen Gefängnissen ist man besser aufgehoben als in den palästinensischen GHETTOS.
      Die Balfour Deklaration ist 100 Jahre alt, der Staat Israel 69 Jahre, und der letzte Krieg in den besetzten palästinenschen Gebieten ist am 8.Juli 2014 gewesen. Seitdem herrscht dort eine humanistische Katastrophe ohnegleichen.

      Sie wären sicher ein emotionaler Gast für Positionen. Wenn Sie Jemand unterbrechen würde, in dieser Aufzählung, kann ich mir vorstellen, dass Sie sehr unwirsch reagieren würden.

      Wie lange soll denn noch offen diskutiert werden ????????

      Das müssten Sie die Macher von Positionen fragen, die dieses Thema ausgewählt haben.

      Allgemein gesehen ist eine Forendiskussionskultur oft noch weit unter dem möglichen Potenzial miteinander in Austausch zu kommen.

      Oft wird ein Standpunkt gegen einen anderen Standpunkt diskutiert. Am Ende lösen sich beide Standpunkte auf und der unbeteiligte Dritte, der die Austausch zweier Standpunkte lesen konnte, fühlt sich gut unterhalten; wenn die Fetzen verbal fliegen, vielleicht sogar an Talkshow-Schlagabtausch erinnert.

      Es geht aber auch besser und anders, meiner Ansicht nach.

      Etwa solange, bis die Menschheit soweit ist, laut ihren Ausführungen, in der Lage zu sein, UTOPIE-FÄHIG zu sein ????
      Bis dahin wird es das palätinensische Volk nicht mehr geben.

      Ich finde gut, dass Sie diese Frage stellen.

      Denn eine Frage dient oft dazu, den Befragten zu einer Antwort zu nötigen ( deswegen habe ich mich zur Beantwortung angemeldet).

      Ich zitiere mich selbst kurz und komme dann zur Antwort:

      2. Welche Sichtweisen brauchen wir, um in eine Utopie zu gelangen?

      – Das Bewusstsein, mit allen Menschen verbunden zu sein
      – Die Erkenntnis, das kleinste Handlungen Wechselwirkungen auf der Welt erzeugen
      – Mehrere Diskussionen, die als Gemeinschaftsprojekt verstanden, umgesetzt und fortgeführt werden
      – Eine weltweite Gesellschaft, die sich gegenseitig bewusst ist
      – Ein Interesse für Zusammenhänge auf der Welt, mit dem Fokus auf mehr soziale Gleichheit
      – Gegenseitige Einladungen und Ermutigungen, für eine gemeinsame Sache aktiv zu werden
      – Ein psychologisches Bewusstsein und eine Diskussion über materiellem und immateriellem Besitz
      – Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu organisieren und in Aktion zu treten
      – Die Bereitschaft zunächst mehrfach öffentlich, die neoliberalen Sollbruchstellen zu benennen, bevor weitere Schritte überlegt werden.
      – Das Bewusstsein, dass eine menschliche Übermacht immer möglich ist, wenn Leute sich dem Resonanzgesetz bewusst werden.
      – Die Fähigkeit, das Potenzial in Gesellschaften von Menschen zu sehen, statt auf die Strukturen der Politik zu schimpfen und somit einzelne Menschen als Verantwortliche zu suchen
      – sich selbst als Selbstverantwortlich erklären.
      – Eine positive Vision für eine soziale Gesellschaft entwerfen und deren Umsetzung verfolgen.

      Ich picke drei Sätze davon raus:

      – Das Bewusstsein, mit allen Menschen verbunden zu sein
      – sich selbst als Selbstverantwortlich erklären.
      – Eine positive Vision für eine soziale Gesellschaft entwerfen und deren Umsetzung verfolgen.

      Und wenn ich dann nochmal Ihre Frage nehme :

      Etwa solange, bis die Menschheit soweit ist, laut ihren Ausführungen, in der Lage zu sein, UTOPIE-FÄHIG zu sein ????
      Bis dahin wird es das palätinensische Volk nicht mehr geben.

      Dann kann ich das sehr anschaulich nun beantworten.

      Einige Gedankenstriche aufzuzählen ist eine Sache.

      Es ist so ähnlich wie beim Grillen. Die Idee zum Grillen finden alle toll – wenn aber nicht abgesprochen wird, wer was zum Grillen mitbringt passiert was?

      Ja genau. Es findet kein Grillen statt, obwohl es alle toll finden.

      Kennen Sie die Seite „humanconnection.org“?

      Die ist noch nicht 100% online.

      Aber das Prinzip dort, darum geht es.

      Es wird ein Problem diskutiert ( so auch hier: Krisenherd Nah-ost) und es wird der Aktionsbutton angeboten.

      In meiner Antwort an Sie ist der Aktionsbutton die Analogie zum „Grillen“.

      Wer macht was?

      Wenn Sie z.B. mich fragen, ob wir erst diskutieren müssen, um Utopiefähig zu sein – die Antwort „nein. nicht nötig.“ Und warum? „Es reicht, wenn Sie sich selbst zuständig erklären und Ihr Verständnis von Gemeinschaft in die Welt hinaustragen und ihren Standpunkt vertreten“

      Wenn es ein größeres, organisierteres „Grillfest“ werden soll, á la „Gartenparty“, dann könnten die Fragen hier auch konkret gestellt werden:

      Wie sieht die positive Vision von Palästina aus?
      Was ist in Israel und Palästina zu tun?
      Was ist medial dafür zu tun?
      Wer kann sich wie einbringen?
      Wie sieht der Aktionsbutton / die Einsatzmöglichkeit jedes einzelnen Positionenzuschauers ( vor Ort im Publikum und am Bildschirm ) aus?

      Usw.

      Und diese Fragen würden konkrete Antworten geben.

      Ich gebe natürlich zu Bedenken, dass es sowohl bei Positionen 12 , als auch hier bei vielen Kommentaren , aus meiner Sicht, noch kein besonderes, gemeinschaftliches Bewusstsein gibt, diese Dinge in der Art zu besprechen, wie ein „Grillfest“ oder eine „Gartenparty“ organisiert werden würde.

      Aber genauso wird hinter den Kulissen Politik auch gemacht. Es wird überlegt, welche Waffenlieferung, welche politische Handlung, welche Subvention…etc.. ausgeführt wird und wie das ganze medial dann verkauft wird ( Siehe Tagesdosis vom 11.11. von herrn Wolff z.B.).

      Und das Umdenken, was ja eigentlich das Schöne ist, kann keinem Menschen befohlen werden.

      Es ist immer die eigene Entscheidung, ob Sie mich und andere Kommentatoren fragen:

      Etwa solange, bis die Menschheit soweit ist, laut ihren Ausführungen, in der Lage zu sein, UTOPIE-FÄHIG zu sein ????

      Oder ob Sie für sich eine Entscheidung treffen, wie eine „Grill-“ oder „Gartenparty“ des Friedens für Palästina im großen, politischen Kontext aussehen kann.

      Evtl. auch: welche signifikanten Vorteile der Frieden haben würde und wessen Interessen durch den Frieden bedroht würden – dafür braucht es auch eine Gegenplanung, die viele Aspekte berücksichtigt und viele Menschen miteinschließt.

      – Es kann aber auch immer wieder gerne hier sich gegenseitig gestritten werden. So wird zumindest öffentlich sichergestellt, dass keine öffentliche Vernetzung und Lösungsorientierung auf den Weg gebracht werden kann.

      Ich persönlich bin für das gemeinschaftliche Bewusstsein.

      Und es gibt da zwei Gedanken, die mir gerade kommen:

      Entweder: ich diskutiere 100 Stunden und länger mit einem einzelnen Kommentarschreiber immer und immer wieder, welche Vorteile es hätte, sich dem Bewusstsein für alle Menschen gegenüber zu öffnen,

      oder:

      Die Person entscheidet es für sich selbst und ist selbst davon überzeugt, weil sie merkt, dass die Welt so wie die Welt aktuell ist, nicht besser wird, wenn ständig im negativen Sinne diskutiert wird…

      Ich bin für die Version 2.

      Ihnen Alles Gute – und vielleicht lesen wir uns hier ab und zu – ansonsten: Ihre Einstellung und ihr Bewusstsein für die Welt spiegelt sich in jedem Ihrer Handlungen in der Welt im Internet und ausserhalb davon wieder .

      Das ist bei jedem Menschen so.

      Deswegen ist es für einen gewissen Hintergrund hier sinnvoll zu schreiben – für mich persönlich aber nicht die Haupterfüllung.

      Lieben Gruß Ihnen.

    • Lieber Ein-bewusster-Gegenentwurf

      ich pflichte Ihnen ja in allem zu, was sie schreiben. Vorallem die bewußte Entscheidung sich selbst zu ermächtigen und aktiv zu werden. Den inneren Action Button zu drücken usw.
      Sie sagen ja auch berechtigter Weise, warum ich nicht kenfm frage, warum um den heissen Brei herumgeredet wurde.
      Das Humanconnection eine tolle Sachen werden wird, kann ich auch nur hoffen. Ich habe sogar mit Dennis Hack persönlich darüber gesprochen und ihm viel Erfolg gewünscht für sein Vorhaben.
      Meine Äußerungen zu Palästina sind sehr emotional geprägt, weil ich selber seit etwa 30 Jahren dieses Drama kenne und sich in den meisten Köpfen das Problem einfach nicht so festsetzt, wenn nötig eine Veränderung dort zu erzwingen.
      Dazu wären wir schon längst fähig gewesen. Gegen das Apartheid Regime in Südafrika haben viele nie locker gelassen und deshalb auch eine Veränderung bewirkt.
      Aber weil wir ja Rücksicht auf den Holocoust nehmen müssen, wird hier mit zweierlei Mass gemessen.
      Und bei der Fragestellung, wie sehr der Friede in nahen Osten gewünscht wird, geht mir der Hutkrempel hoch, wenn über Bewusstseinsveränderungen und Zukunftsmodelle des Zusammenlebens geschrieben wird.
      Das ist dann irgendwie Fehl am Platze. Es besteht eine Pflicht, eine schlimme akute Situation zu entschärfen.
      Und wenn dann die Gründe und die Schuldigen für diese Situation nicht genannt werden, weiss kaum jemand, an welche Adresse unser Resonanzdruck gehen soll.
      Sicher wäre es ein Vorteil, einen Plan in der Tasche zu haben, wie eine Ordnung nach der Befreiung aussehen sollte, aber das liegt ganz alleine bei den Palästinensern, für was für ein System sie sich entscheiden.
      Dann gibt es die Menschen, die noch vor der Befreiung von Gerechtigkeit und Entschädigung nachdenken.
      Was wollen diese Menschen bezwecken? Zeit rausschinden ? Die Unmöglichkeit einer Entschädigung vielleicht sogar ins Spiel bringen? Glauben sie mir, der Entschädigungsgedanke spielt nur eine zweitrangige Rolle. Wiedergutmachung ist manchmal einfach nicht möglich. Schuld einzugestehen schon.
      Genau diese Punkte hätten in der Sendung besprochen werden können. Ein Erklärungsversuch, warum der Friede nicht gewünscht ist, dass wäre hilfreich gewesen.
      pooler1970

      pooler1970

  20. Will sich der Ken Jebsen doch noch bei ARD oder ZDF bewerben ?

    Dieses Integrationsblabla des Hr. Mazyek ist ja unerträglich .
    Die politisch gewollte Massenzuwanderung ist die Ausweitung des Krieges im Nahen Osten nach Europa . Die Europäische Politik ist (mit)verantwortlich für die Kriege im Nahen Osten, nicht die europäischen Völker . Und es ist nun für die Machthaber im Westen offensichtlich kein Problem , diesen Krieg auch gegen die europäischen Völker auszuweiten .
    Es ist die US/Europäische Politik die aller Wahrscheinlichkeit nach den Terror in Szene setzt und – zwei Fliegen auf einem Schlag – sowohl die Basis für die Kriegsbereitschaft gegen muslimische Staaten ermöglicht als auch die Unterdrückungsinstrumente gegen die westlichen Völker als auch deren Entmündigung und Destabilisierung .
    Destabilisierung und Chaos sind nicht nur theoretisches Programm (zur Durchsetzung der NWO) , es wird in der Praxis gehandhabt . Multikultimischmasch verbunden mit dem Verlust der Fähigkeit einer Gesellschaft zur Verteidigung ihrer Selbständgkeit und Interessen .
    Die von Gesprächsteilnehmern gepriesene Multikulturalität in (manchen) arabischen Staaten kann als entscheidender Punkt ihrer Wehrlosigkeit gesehen werden . Es finden sich in arabischen/muslimischen Staaten immer Gruppen, die sich als Bsp. vom CIA kaufen und bewaffnen lassen .
    Europa ist am Besten Weg , dieser Entwicklung zu folgen .

    „Rassismus“ und „Fremdenfeindlichkeit“ sind Kampfbegriffe der Globalisierungsfaschisten, um das natürliche Bedürfnis nach kultureller Tradition und Selbstbestimmung zu untergraben . Vielfalt ist das größte Gut der Erde , die Vielfalt der Pflanzen und die Vielfalt der Tiere und die Vielfalt der Kulturen . Diese Vielfalt steht in Kommunikation, ist aber ebenso auf Grenzen angewiesen . Der Islam ist wie alle Kulturen eine Bereicherung, ich sehe aber nicht, dass der Islam in der europäischen Tradition seit der Renaissance einen Platz hat oder haben sollte .

  21. Der Einfluss der raffinierten, zionistischen, proisraelischen Propaganda (1) der wir in der Schweiz seit unserer Kindheit ausgesetzt waren, ist bei Frau Marlène Schnieper nach meiner Ansicht nicht zu überhören. Ebenso wenig, die in der Schweiz verbreitete Pseudogerechtigkeit, Pseudodifferenziert-heit und Pseudoneutralität nach der man beide Seiten als gleichermassen verantwortlich oder schuldig betrachtet. Eine Einstellung die der zionistischen Propaganda direkt in die Hände spielt.

    Es zeugt aus meiner Sicht von wenig Einfühlungsvermögen und Empathie, jüdische Opfer des Nationalsozialismus mit den palästinensischen Opfern der Israelis zu vergleichen. Insbesondere da die Palästinenser mit dem Holocaust und mit dem Verhalten der Europäer gegenüber den Juden rein gar nichts zu tun haben. Grotesk sind auch Vergleiche von Palästina, Israel mit der Schweiz. Das nötige Verständnis fehlt offensichtlich auch für das extreme Ungleichgewicht und die extrem unterschiedlichen Möglichkeiten zwischen Unterdrücker und Unterdrückten.

    Auffallend bei Frau Schnieper ist der Mangel an Selbstkritik gegenüber der eigenen schweizerischen Regierung, Politik, Institutionen, Organisationen, NGO’s und dergleichen, und das Schweiz-zentrierte belehrende Weltbild. Wie es scheint gilt für sie, wie bei den Medien, die Methode: Punktuelle Kritik beim Westen (dazu gehört auch die rassistische Besatzungskolonie Israel), pauschale Verurteilung bei den übrigen (Diana Johnstone). Also in Wirklichkeit eine klar westliche Ausrichtung.

    Die Perspektivlosigkeit und Hoffnungslosigkeit die aus solchen und ähnlichen Einstellungen resultieren erstaunt mich nicht.

    Bei Frau Schnieper kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass auch bei ihr, wie bei den Medien, meist die Juden und Israelis als DIE Opfer zu gelten haben. Dazu Ilan Pappe (2008 !!!) im Vorwort zu „Jüdische Geschichte jüdische Religion“ von Israel Shahak:
    „In den letzten 40 Jahren war die Zahl der von Juden getöteten Nicht-Juden weit grösser als die Zahl der von Nicht-Juden getöteten Juden. Das Ausmass der Verfolgung und Diskriminierung von Nicht-Juden durch den „jüdischen Staat“, ist gleichfalls erheblich grösser als das Leid, das Juden von Regimen zugefügt wurde, die ihren Juden feindlich gesinnt sind. ……..“

    Ich bedaure es ausserordentlich, dass die äusserst kompetente und empathische Frau Wild so wenig zu Wort gekommen ist. Allein ihr Schlusswort ersetzt stundenlange Diskussionen.

    (1)
    Die gleichen Propagandamethoden wie in Israel, wurden und werden auch in den übrigen westlichen Staat angewandt. Dies schon über einige Jahrzehnte. Siehe „Der israelisch-palästinensische Konflikt“
    https://www.versoehnungsbund.de/sites/default/files/material/books_ICAHD.pdf

    NB
    Beachten Sie auch meinen Kommentar unter dem Artikel von Frau Hecht-Galinski „Es gibt NICHTS zu feiern!“
    https://kenfm.de/es-gibt-nichts-zu-feiern/

  22. Kritik:
    Ja, ich muss mich hier „Bernhard Meyer“ komplett anschließen. Sehr sehr enttäuschende Sendung!
    Hatte mich total auf Frau Wild gefreut, die dann 3 Stunden lang total abgewürgt wurde, uz. von allen, wenn sie sich einschalten wollte … und somit eine gefühlte Gesamtsprechzeit von unter 13 Minuten hatte.
    Ziemlich suboptimale und tw. befremdliche Gesprächsführung von Ken. Er muss doch die Unruhe von Fr. Wild bemerkt haben?, die sich laufend Notizen machte, um auf das Gesagte eingehen zu können und man ihr dazu einfach nicht die Möglichkeit gab ??? Mein Gott, warum nur?
    Während sich Frau Schnieper z.T.. in an sich bestimmt interessanten „Reiseberichten“, die in ein Zweiergespräch gut passen würden, aber nicht in eine Diskussionssendung!, ellenlang verloren hat. Darüberhinaus verbreitete sie schon relativ zu Beginn das erwiesenermaßen „MSM fake News-Narrativ“ über den „Giftgasangriff von Assad“, wohlgemerkt 1 Tag bevor er die UNO-Delegation deswegen selbst ins Land ließ, weiter, und NIEMAND in der Runde, einschließlich Ken, befand es wert das klarzustellen, oder zumindest zu relativieren etc.?
    Dann 3 Stunden lang kein einziges Wort über die beispiellosen Geschehnisse die sich dzt. in Saudi-Arabien/Libanon/Golan etc. abspielen. Wie ist das möglich? (schon zulange vorher aufgezeichnet?)

    Dem einzigen Gast mit dem Wissen, dem Intellekt und Gespür für das „Big picture“ hat man einen Maulkorb verpasst.
    Es ist wohl nur ihrer guten Erziehung zuzuschreiben, dass sie dabei nicht „wild“ wurde.
    (man beachte auch ihren zurecht resignierten Gesichtsausdruck auf obigem screenshot)

    Alles total flach an der Oberfläche gehalten.
    Mit Alternativ-TV hatte diese Sendung mM. nach leider rein gar nichts zu tun. Ginge auch als stinknormale „Phoenix-Runde“ oder dgl. durch. Schade! Sehr Schade!
    Themaverfehlung!
    Irgendwas stimmt hier nicht mehr.

    PS: Hat man eigentlich Michael Lüders, oder z.B. Karin Kneissl (Österreich) angefragt? Und Imad Karim, statt dem nichts aussagenden Schwadroneur von muslim. Zentralrat? Auch Rainer Rupp wäre hier sicher sehr interessant gewesen.
    Wir werden es nie erfahren …. 🙁
    Ach ja, und ich fand das alte Intro auch viel besser! Das entspricht wohl aber nicht mehr der „Wirklichkeit“? 😉

    • Dieser Ansicht kann man leider nur beipflichten und ich konnte es ebenfalls überhaupt nicht verstehen, dass diese stossende, und gemäss Lüders und anderen klar als falsch recherchierte Mainstreamansicht, Assad sei hinter dem 2012 Giftgasangriff gewesen, einfach so im Raum stehen gelassen wurde. Die Verbreitung von derartigen Fake News ist ja genau Kernpunkt im Thema „Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist Frieden wirklich?“ ….

    • Gewiß ist es möglich, das Thema oben noch weitaus mehr zu vertiefen; ich finde aber, wir sollten froh sein, daß dieses so komplexe Thema hier dennoch so gut erörtert wurde (längst nicht alle Zuschauer haben gleich eine solch‘ hohe Anspruchshaltung wie offenbar einige Experten unter Euch, und – wenn die sich gewöhnlich durch die Mainstream-Medien „informierenden“ Normalbürger nur einen kleinen Teil von dem vorgesetzt bekämen, was oben in der Videoaufzeichnung der Gesprächsrunde zur Sprache kam, so wäre insgesamt wohl schon sehr viel mehr an Einsicht und Rückhalt von Seiten der Bevölkerung gewonnen!)

    • O Gott, so geht’s einem, wenn man sich nur Teile anhört, wie ich diesmal. Find ich ja einen Hammer, dass Frau Schnieper anscheinend immer noch glaubt, der Giftgasangriff in Syrien sei ein Werk von Assad gewesen! Dabei hat sie doch selbst in Syrien gelebt! Ich hatte schon ziemlich bald abgeschaltet, weil der Herr rechts nur kalten Kaffe zum besten gegeben hat und mich das zu sehr nervte. Ich werde nie wieder etwas kommentieren, was ich mir nur teilweise angesehen habe. Da kann man ja in Teufels Küche kommen, sorry.

    • Lieber Ken Jebsen,

      ich hoffe, dass diese Positionensendung ein einmaliger Ausrutscher bleibt. Alfred Böhms und NonDualitys Bewertung der Sendung ist nur zustimmen. Sich diese Sendung anzusehen und anzuhören ist, sorry Bernhard Meyer, kein Masochismus, sondern Geduld, es könne wieder eine „Positionen“-Sendung in gewohnter Qualität werden und die Hoffnung, Frau Wild, könnte noch einen Satz sagen, bevor ihr wieder in die Parade gefahren wird.

      Frau Wild war der einzige Mensch am Tisch, der sich zu benehmen wußte. Sie war höflich, zurückhaltend und bescheiden.
      Herr Jebsen, Sie sind ein ausgezeichneter Journalist und Gesprächsführer. Ich habe schon soviele tolle Sendungen mit Ihnen auf Ihrem Portal erleben dürfen. Aber „Positionen 12“ war so was von daneben. Ich hoffe, dass dies ein einmaliger Ausrutscher gewesen ist.

      Wieso haben Sie Frau Schnieper und Herrn Mayzek noch Stichworte gegeben, nachdem Frau Wild fragte, ob sie was sagen darf?

      Herr Jebsen, dass Sie sehr ausschweifend und langatmig sein können, was oft auch bei KenFM im Gespräch zu erleben ist, ist oft für den Fluß und die Tiefe einer Sendung förderlich.

      Aber dieses Mal war das eigentliche Tema der Sendung eines unter anderen. Ja ich weiß, jedes hat mit jedem zu tun, warum dann nicht gleich zu Adam und Eva oder dem Urknall.

      Zusammenhänge und Hintergründe müssen dargelegt werden, um etwas zu verstehen. Frau Wild und Frau Schnieper haben dies getan, obwohl ich Frau Schniepers Erörterungen nur bedingt teile. Frau Wild war die einzige, der ich gern zugehört habe.

      Naja, vielleicht gibt es bei Positionen 13 wieder eine Sendung von gewohnter Qualität.

      Elja

  23. Eine gute Sendung von Positionen.

    Das mehrere Lösungsansätze angeboten worden sind, die zum Teil kontrovers gesehen worden sind, finde ich gut.

    Es passt zu dem Stichwort „Enriched Enviroment“, welches ich bei der Tagesdosis vom 10.11.2017 als Antwort auf die im Autorenbeitrag gestellte Frage mitangeführt habe, die da lautete :

    Warum wird nicht danach gefragt, warum sie unisono alle dasselbe – und auch Trump wird sich anschließen – behaupten? Warum wird nicht gefragt, was dahinter für ein Projekt steht?

    Ich möchte die 4. Punkte, welche ich dort erwähnt habe auch hier nochmal kurz aufführen, denn ich halte es für bewusstseinsrelevant Informationen zu vernetzen:

    1. Medial wird flächendeckend nahezu inhaltlich gleich berichtet ( keine kritischen Stimmen, keine „angereicherte“ Umgebung)
    2. Von Schule bis Studium: stets zählt die individuelle Einzelleistung höher als die Gemeinschaftsleistung = Gemeinschaftsgedanke wird so kaum ins Bewusstsein gelangen.
    3. Junkfood lässt das Gehirn schrumpfen.
    4. Experimente an Ratten weisen auf: bei größerer, angereicherter Bewegung und Angebot sind die Tiere aktiver.

    (für mehr Infos – https://kenfm.de/tagesdosis-10-11-2017-der-sog-klimawandel-co2-ist-gar-nicht-das-problem/#comment-126378)

    Ein weiterer, 5. Punkt: Digitalisierung und menschliches Bewusstsein ( für mehr Infos – https://kenfm.de/tagesdosis-10-11-2017-der-sog-klimawandel-co2-ist-gar-nicht-das-problem/#comment-126412).

    Denn dort geschieht auch vieles, was in Positionen 12 als Antwort auf die Frage gelten darf:

    Krisenherd Naher Osten – Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?

    In dem Moment, wo ich als Großgrundbesitzer das Gefühl habe mich räumlich ausdehnen zu müssen, setzt Gier ein.

    Früher ließ sich das gut über den Zehnt regeln, heute gibt es Steuern, Sanktionen, Gesetzesbrüche und Änderungen, Globalisierungsgedanken, Fusionen, Kriege ( Kriege = wirtschaftlich – informativ – ernährungsbezogen, naturbezogen – digital).

    Also wenn ich das Bedürfnis habe, mich auszudehnen, gibt es bei etwas Kapital gute Möglichkeiten der Einflussnahme.

    Wichtig ist, dass mein Gefühl kaum wahrnehmbar bei mir ist. Sondern es ist wichtig, dass die Gier dabei dominiert.

    Ohne Gier könnte ich keinen Krisenherd als Kriegschancenherd mit Verwertungsketten im Nahen Osten sehen.

    Was mir zwar persönlich etwas kurz kam, in Positionen 12, obwohl das Thema an sich schon mehr als Komplex war und generell sehr positive Gedanken am Schluß vermitteln konnte, ist die Tatsache des persönlichen, europäischen, deutschen Bezugs.

    Wer verdient am Krisenherd in Deutschland?
    Wie sind die Verbindungen dort zu Politik, Wirtschaft und Presse?
    Welche Werte vertritt Jemand, der die Chancen eines Krisenherds im Sinne von Krieg als Wirtschaftsfaktor gutheisst?
    Welche Gegenbewegungen gibt es?
    Sollte sich eine Gegenbewegung aufbauen, wenn es noch keine gibt?

    Es wurde von Frau Wild angedeutet, dass einzelne Blogger und Bewegungen stets mit kritischem Widerstand rechnen müssen und rechnen mussten.

    Es ist auch nachvollziehbar, wenn ein Protest sich in Wort und Tat so äußert, dass er ausserhalb der medial-politisch und gesellschaftlichen Struktur eine Meinung vertritt, welche Veränderungen nach sich ziehen könnte, die den Nutznießern der Kriegsindustrie schaden könnte.

    Dann braucht es eine größere Organisation von Menschen und Meinungen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen.

    Ich habe dazu in der aktuellen Tagesdosis von Herrn Wolff auch schon etwas geschrieben:

    https://kenfm.de/tagesdosis-11-11-2017-saudi-arabiens-verbrechen-im-jemen-unterstuetzt-durch-washington-london-und-berlin/#comment-126429

    Inhaltlich hat Herr Wolff sich auf den Gedanken der Kritik an den bekannten Strukturmechanismen ausgelassen und die Unzufriedenheit der Bevölkerung in Saudiarabien angedeutet.

    Was die alternative Szene noch viel besser schaffen kann ist: Vernetzung.

    Kontakt zu den Menschen in Saudiarabien suchen.

    Ein Zitat von Herrn Wolff aus der Tagesdosis :

    Eine moralisch zutiefst verkommene Elite, der die Gewinne der Rüstungs- und der hinter ihr stehenden Finanzindustrie so wichtig sind, dass sie bereit ist, dafür die vorsätzliche Tötung von Millionen von Menschen billigend in Kauf zu nehmen.

    Das ist auch viel in der alternativen Szene zu finden: ich könnte jetzt 2-3 größere Kanäle oder Seiten nennen oder auch kleinere Kanäle auf Youtube z.B., wo alternative Menschen mit dem Finger auf die Strukturen der Politik zeigen und innerlich die Position zu vertreten scheinen : „wenn ich nur oft genug auf die Politik zeige, ändert sich die Politik durch die gewählten Politiker.“

    Der Grundgedanke ist wohl die Aufklärung oder Aufmerksamkeit dabei. Und insoweit sicherlich bei allen alternativen Medienformaten begrüßenswert einzuordnen.

    Was aber auch wichtig ist: die Interessenvertreter ( also die Politiker) vertreten die Interessen der Thinktanks und Lobbygruppen und von deren Seite wird vielmehr getan: Lobbyarbeit, Abendessen, etc..

    Da wird ganze Arbeit seit Jahren geleistet.

    Wenn es Menschen ausreicht, zu wählen, ist das eine Möglichkeit.

    Die Wirtschaftsinteressen werden jedoch nicht durch Wahlen, sondern durch Aktivismus und akribische Lobbyarbeit durchgesetzt.

    In ähnlicher und gedanklicher Weise sollten auch alternative Medien, Menschen und Gedanken sich zentrieren lernen.

    Gezielt für ein bestimmtes Projekt z.B. „sozialere Welt“ einsetzen.

    Dabei ist der Gemeinschaftsgedanke sehr wichtig.

    Was Frau Schnieper z.B. sagte, höre ich auch so an vielen Stellen innerhalb der Gesellschaft : „Mein Beitrag ist unbedeutend“ ( sinngemäß sagte Frau Schnieper das in Bezug auf Ihren Konsumboykott bei Positionen12).

    Dies ist gedanklich für mich wichtig zu betonen: Jeder Mensch hat Einfluss. Sobald er über sich selbst hinausdenkt, wird er auch wissen, dass selbst scheinbar belanglos gesagte Worte eine Resonanz aussenden.

    Ich kann sagen: ich weiß, dass meine Worte und auch die Worte von anderen Menschen : ob geschrieben oder gesagt eine Wirkung haben – selbst wenn niemand hierauf antwortet, oder Frau Schnieper meint, dass sie selbst einen unbedeutenden Beitrag beim Konsumboykott leisten würde…

    Und in dem Zusammenhang ist es nochmal wichtig, auf das Zitat zu verweisen, was ich bereits bei : https://kenfm.de/tagesdosis-10-11-2017-der-sog-klimawandel-co2-ist-gar-nicht-das-problem/#comment-126378

    Zitat aus dem Film „Truman-Show“:

    „Why do you think that Truman has never come close to discover the true nature of this world, until now?“

    „We accept the reality of the world with which we’re presented. It’s as simple as that“

    Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=GspzZk19XAM&list=PL3AwUWd1tYK-buyswc16T2T2nBjRmIUYF&t=4m44s

    Und das ist die Kernaussage: wenn ich im Leben glaube, mein Beitrag ( egal welcher Art) sei zu gering für irgendwas, setze ich mich in Beziehung zu der Welt.

    Wenn ich hingegen glaube ( mittlerweile auch weiß), dass mein Handeln global gesehen Wirkung hat, dann bekomme ich eine andere Perspektive auf die Welt.

    Einen anderen Zugang dazu. Ich denke nicht mehr: es ist egal, was ich tue, weil es eh „zu gering“ für irgendwas ist, sondern ich denke dann :“mein Handeln erzeugt eine Wechselwirkung – ich brauche keine Bestätigung durch andere Kommentare oder ein Lob eines Journalisten oder Medienpräsenz, sondern ich habe die Gewissheit, dass jedes Handeln jedes Menschen Auswirkungen hat – und wenn ich positive, gemeinschaftsfördernde Gedanken miteinfliessen lasse, so wird dies auch gemeinschaftsfördernde Resonanzen aussenden…“

    Und je stärker die Menschen das Bewusstsein für sich und die Welt um sie herum ( = den Globus) wahrnehmen, umso schwerer wird es, den Krisenherd im Nahen Osten mit Gewalt und Ausbeutung zu erhitzen.

    Weil: wie kann ich meine Brüder und Schwestern im Nahen Osten noch für Geld ( materiellen Besitz) töten wollen, wenn ich doch weiß, dass sie auch ein Teil von mir, ein Teil dieser Welt, ein Teil des Bewusstseins bilden, die ich wahrnehmen kann – so wie jeder Mensch mit allen Dingen auf der Welt verbunden ist?

    . . .

    • @ Ein-bewußter-Gegenentwurf:

      Ich stimme Ihrem/Deinem Kommentar zu 100% zu, insbesondere gerade auch dem Satz am Ende: „wie kann ich meine Brüder und Schwestern im Nahen Osten noch für Geld ( materiellen Besitz) töten wollen, wenn ich doch weiß, dass sie auch ein Teil von mir, ein Teil dieser Welt, ein Teil des Bewusstseins bilden, den ich wahrnehmen kann – so wie jeder Mensch mit allen Dingen auf der Welt verbunden ist?“

  24. Interessant, wie ein und dasselbe Ereignis – aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet – zu doch sehr unterschiedlichen Beurteilungen führen kann! – Wie gut, daß niemand von uns „die Wahrheit gepachtet hat“; sie scheint offenbar ein „Haus“ zu sein, in dem alle möglichen Arten von „Wahrheiten“ wohnen können.

  25. Diese Positionen-Sendung hat mich enttäuscht. Gemessen an den Inhalten war sie viel zu lang. Ärgerlich war die Besetzung durch den Mann, den wir daheim „Dampfwalze“ genannt haben, weil er jeden Versuch, ihn zu moderieren niederwalzte und gefühlt stundenlang lauwarme Luft redete, aber null Inhalt, nur moralische Allgemeinmenschliches. Jeder Pennäler, der von der Welt noch keine Ahnung hat, könnte so daherreden.

    Wir hätten es diesmal gut gefunden, wenn nur die beiden Frauen miteinander gesprochen hätten. Beide verfügen über profundes Wissen zum Thema, haben aber einen unterschiedlichen Zugang. Sie würden sich nicht grundsätzlich fetzen, das hätte für eine Stunde oder anderthalb ein tolles Gespräch geben können. Die arme Frau Wild ist schier verzwapselt, als sie immer wieder übergangen wurde, aber ihr gelang die beste Schlussbemerung, die auch die Kritik an der Sendung enthielt: Es geht doch um die äußeren Machstrukturen, die des Konfliktgeschehen bestimmen. Und über die wurde fast nicht gesprochen. Zain Raza hat es mal im Zusammenhang mit BDS angesprochen, aber auch er hatte zum Thema wenig beizusteuern. Wie lautete das Thema nochmal? „Wie gewünscht ist der Frieden wirklich?“ Diese interessante Frage ist ohne die geopolitischen Hintergründe gar nicht richtig anzupacken.

  26. Eine tolle, die derzeitigen Konflikthintergründe bzw. deren Ursachen sehr gut erhellende Gesprächsrunde mit vorbildlich differenziert und klug denkenden Menschen. – Vielen Dank dabei auch an KenFM für die gute Gesprächsführung und die Aufzeichnung dieses so positiv inspirierenden und damit sehr wertvollen Zusammentreffens; – macht weiter so!

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