Positionen 14: Flucht und Krise – Geopolitik oder Gastfreundschaft?

Kein Satz hat Deutschland in den letzten Jahren nachhaltiger gespalten als: „Wir schaffen das“, geäußert von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es folgte eine undemokratische – da von ihr im Alleingang beschlossene – kurzfristige Öffnung der deutschen Grenzen, die zahllose Menschen, vor allem aus dem Mittleren Osten, dazu nutzten, unkontrolliert in die Bundesrepublik einzuwandern. Woher diese Personen konkret stammten und vor allem wie viele Menschen quasi legal illegal nach Deutschland einreisten, ist bis heute vollkommen unbekannt. Es gibt nur Schätzungen und die sprechen von bis zu zwei Millionen.

Für die einen ist Angela Merkels „Tag der offenen Tür“ ein Akt, der von tiefem Humanismus und gelebter Gastfreundschaft geprägt ist. Für die anderen hat sie leichtfertig die innere Sicherheit der ganzen Republik aufs Spiel gesetzt.

Es wäre naiv zu glauben, Angela Merkel hätte mit der illegalen Grenzöffnung aus christlicher Nächstenliebe gehandelt. Die Kanzlerin hat definitiv nicht für jeden Verfolgten ein großes Herz.

Als sie 2015 an einer Schule in Rostock mit einer palästinensischen Schülerin konfrontiert wurde, die abgeschoben werden sollte, blieb die ewige Kanzlerin steinhart und gab dem Mädchen zu verstehen, Deutschland könne eben nicht alle aufnehmen.

Warum machte sie kurze Zeit später diese Ausnahme? Hier kann nur spekuliert werden.

Hinter „Wir schaffen das“ steckt knallhartes geopolitisches Kalkül. Es betrifft den verdeckten NATO-Krieg in Syrien, der auch nach sieben Jahren nicht zum „Regime-Change“ in Damaskus geführt hat.

Im Gegenteil: Statt den säkularen arabischen Staat an den Westen zu binden, hat sich das Land mit Russland und dem Iran zu einer militärischen Allianz zusammengeschlossen.

Militärisch hat die NATO sich in der Region ein weiteres Mal selber ein Bein gestellt. Aber auch die Sanktionen gegen das Land, an denen sich die BRD beteiligt, konnten Präsident Assad nicht auf die Knie zwingen. Wenn eine vom Krieg gezeichnete Nation dann aber in großer Zahl seine Bürger verliert, da diese einer pauschalen Einladung aus Deutschland folgen, kann diese Taktik des Ausblutens vielleicht doch noch dazu führen, dass Syrien sich dem Druck des Westens beugt und wie eine gute Kolonie benimmt. Und nur darum geht es.

Syrien ist ein wichtiger Brückenkopf im Mittleren Osten. Russland und der Iran sichern sich über Damaskus den Zugang zum Mittelmeer und wollen hier in der Zukunft Öl und Gas nach Europa verkaufen. Um das zu verhindern, muss Syrien vom Westen „übernommen“ werden. Dieser Plan wurde von der damaligen US-Außenministerin Condoleezza Rice bereits auf der Bilderberger Konferenz 2008 formuliert und im Anschluss akribisch vorbereitet.

Wer „Wir schaffen das“ verstehen will, muss sich mit amerikanischer Außenpolitik beschäftigen, die sich oft hinter Think-Tank-Begriffen wie „Refugees welcome“ oder „Peacekeeping Operation“ versteckt und nur militärisches Handeln verschleiern soll. Solange Krieg als Mittel der Politik zur Normalität gehört und vor allem die NATO weiter aggressiv außerhalb ihrer eigentlichen Grenzen agiert, muss man „Gastfreundschaft“ auch als „Geopolitik“ dekodieren, die zu weiteren Fluchtwellen führen wird. Wie sollen wir damit umgehen?

In der aktuellen Ausgabe von Positionen treffen Gäste aufeinander, die dazu stark abweichende Antworten haben.

Die Gäste sind:

Kilian Kleinschmidt – Ehemaliger Leiter der UN-Flüchtlingskomission
Stefan Keuter – Bundestagsabgeordneter der AfD
Rüdiger Lenz – Tätertherapeut und Publizist, Das Nichtkampf-Prinzip
Alexander Dill – Leiter des Social Capital Monitor der UN

Inhaltsübersicht:

0:06:34 Die AfD – eine Protestbewegung

0:11:22 Innenansichten eines Flüchtlingslagers

0:17:19 Die Ursachen von Flucht in Zahlen und Fakten

0:24:01 Heimat – ein Gefühl, ein Ort oder ein Wert?

0:32:52 Verkraftet Deutschland Flüchtlinge?

0:40:46 Auslandseinsätze, Flucht, Zusammenhänge

0:50:00 Opfer bleibt Opfer – Flüchtling bleibt Flüchtling

0:57:04 Ein Einwanderungsgesetz für das Gelingen von Integration

1:05:48 Integrations- und Desintegrationsprozesse

1:18:17 Syrien: aktuell ein sicheres Herkunftsland – laut Medien

1:28:56 Lösungsansatz: Fernab von Politik seine eigene Souveränität neu entdecken

1:42:00 Wenn die ganze Welt nach Deutschland will

1:47:48 Goldman Sachs in der AfD

2:00:04 Von links und rechts und einer Allparteienregierung

2:13:13 Persönliche Verantwortung von Politikern und Journalisten

2:31:31 Lösungsansätze, die das Soziale in Europa retten könnten

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

80 Kommentare zu: “Positionen 14: Flucht und Krise – Geopolitik oder Gastfreundschaft?

  1. Der Herr Kleinschmid als ehemaliger Flüchlingsmanager war mir am meisten suspekt.
    Ich habe den Eindruck er war zu lange im Ausland um die Belange der Deutschen zu verstehn.
    Wer braucht ungebildete, kulturfremde, oft kriminelle Migranten.
    Die helfen nur Europa kaputtzumachen, dafür sind Sie da und dafür sind Sie mir auch extrem unsympatisch.
    Es läuft die digitale Revolution in der ein Haufen Arbeitskräfte frei werden, wozu brauchen wir dann noch mehr Hilfsarbeiter, die noch nicht einmal entfernt mit der europäischen Kultur etwas gemein
    haben.
    Der Vertreter der Afd hat mir am besten gefallen, wobei ich seiner Partei durchaus kritisch gegenüberstehe, aber diese Partei spricht wie teilweise die Linken die Probleme von Deutschland
    offen an.

  2. Hallo!
    Zum Ersten: Hört auf euch in Lager zu kuscheln!
    Zum Zweiten: Flüchtlinge, die echte sind und sich benehmen können in Gastländern sind willkommen! Ich möchte den Deutschen sehen, der in der Türkei seine hier gegebenen Freiheiten einfordert…tot!
    Zum Dritten: Was hier her von nicht meiner Kanzlerin gebeten wurde, stellt Ansprüche, ist ungebildet und religiös eingebildet auf einer gottkonformen und damit überheblichen, gefährlichen Seite.
    Zum Vierten: Es gibt keine historische Schuld die Nachkriegsgenerationen zu tragen haben – hier!
    Zum Fünften: Der Herr der AfD trifft die Argumente recht genau…was später in Verantwortung kommt sei dahin gestellt.
    Zum Sechsten: Hilfsprojekte vor Ort sind cool und Ehre sei den engagierten Helfern vor Ort. Doch lebt davon eine Industrie und die verdirbt damit die Kulturen der Menschen, die nun Städte und Geschäfte aus und in den Flüchtlingslagern machen, statt wieder in ihre angestammten Gegenden zurück kehren zu können und zu wollen. Für diese Menschen lebt es sich besser in diesen Lagern!
    Zum Siebten: Unsere Arrgoganz ist schlicht nicht zu unterbieten.
    Zum Achten: Jedweder Luxus in der Welt stammt aus dem Blut Afrikas, Chinas, Koreas, Thailands, Indiens etc. Überall auf der Welt!
    Zum Neunten: Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen vertriebenen Sudeten, Wolgadeutschen, Pommernschen, Ostpreußen, Schlesieren und sonstigen Deutschstämmigen gegenüber „Flüchtlingen“ aus den koranhörigen Regionen!
    Die Erstgenannten köpfen niemanden, weil es irgendwo gedruckt steht und damit finterstem Mittelalter verhaftet ist!
    Zum Zehnten: Es gilt zu trennen, was die Menschen Europas sind und dem, was dieser USA-gesteuerte Apparat EU ist!
    Zum Letzten: Jede Nation brachte bis heute verschiedenste, ureigenste Errungenschaften hervor. Musik, Literatur, Technik, Philosophie, Medizin und und und. Was daran zum Teufel ist da so schlecht, wenn sich jemand voll Stolz darauf besinnt?
    Ach ja: Die Grün- und Linksversifften Deutschmenschenhasser und Dummkommentierer. Bei jeder Rede in Bundestag ist zu bewundern, wie „Demokratie“ so ist…so nicht sein sollte! Wenn diese Subjekte konsequent wären, würden sie den Freitod wählen, doch den Tod bringen sie über unser Land!
    Was will ich damit sagen? Wir werden auf einander gehetzt und geil nach Geiz gehalten, um unser Leben und das unserer Kinder und Enkel zu Gunsten alter Männer und Weiber auf dem Altar einer Bestie names Demokratie und Marktwirtschaft zu opfern. Warum? Keine Ahnung! Was treibt den Moslem, den Juden, den Banker, den Freimaurer, den Fanatiker, den USA.Bekloppten-Geo-Strategen…den…den…der dessen Pimmel zu kurz scheint zu sein, denke ich…aber was treibt die Merkel? Der Auftrag? Mich treibt Hass an gegen alles, was meine Familie bedroht…und das wird immer mehr!

    • Vorsicht, Haßfalle!

      Was tun, wenn das Feuer, das Feurige, der Haß die Oberhand gewinnen?
      Löschen.
      Eis essen.
      Schwimmen gehen.
      Das Wasserelement hilft: Gefühlswelten. Baumschatten.
      Ein Goldfischaquarium mit sprudelndem Brausestein.

      Ein Seiltanz, ich weiß.

    • Nur auf keinen Fall das Feuer des Zornes auch noch durch ungünstige Winde (negative Gedanken) anfachen. Das könnte sonst zu einem Großbrand mit unabsehbaren Folgen führen, wir drehen irgendwann völlig durch oder werden krank.

      Alles – Feuer, Wind, Wasser,Aquarium, Baumschatten – metaphorisch gesprochen. Sie verstehen.

      ***********************

      Eine relativ junge Herangehensweise: „Warum Dich Haß vergiftet“: https://www.youtube.com/watch?v=4GoDYp5xfP4

      „Angst und Wut, Entstehung und Auswirkung“, Eckhart Tolle: https://www.youtube.com/watch?v=2Pz23O5mU_8

      „Wut rauslassen und Aggression abbauen“; Daniel Atreyu: https://www.youtube.com/watch?v=Di4wqu6iiRc

  3. Liebe Leut,
    es ist tatsächlich so, dass ein Mensch, egal in welcher Richtung er denkt, für sich alleine sehr einsam ist.
    Wo man sich zuvorderst für eigene Gedanken Zustimmung oder auch Verständnis erhofft, ist die eigene Familie.
    Aber die Familie, die zwar im Alltag recht gut funktioniert, bietet kein Diskussionspodium um politische Fragen zu erörtern.
    Die Einstellungen zu politischen Fragen innerhalb einer Familie sind sehr unterschiedlich.
    Man könnte auch sagen, mitunter verhärtet.
    Wie sollte es möglich werden, sich über Grenzen hinweg zu verständigen, wenn mann sich in meiner recht liebervoller Familie in Fragen der Gesellschaftspolitik nicht einigen kann?
    Gruß
    Béla

    • Ich hatte auch lange dieses Problem, später habe ich aber verstanden, was auch auf KenFM oft Thema ist, nämlich wie stark der Einfluss von Worten oder beispielsweise Namen von Politikern ist, die sich bei anderen eingeprägt haben. So habe ich dann erkannt, wie einfach ich es immer diesen „Einprägungen“ gemacht hatte, für Widerspruch in den Köpfen anderer zu sorgen. Mittlerweile habe ich eine Art Feingefühl in dieser Hinsicht entwickelt, was es mir hin und wieder möglich macht, in der Persönlichkeit meiner Gesprächspartner die Pfade zu finden, über die man dann doch zu einem interessanten, kritischen Gespräch kommt.

  4. Wenn jeder Mensch die Möglichkeit hat in den Flow zu kommen warum schaffen es dann die 1 Milliarde Flüchtlinge nicht? Wo ist deren Flow? Der Entwicklungsgutmensch kommt ganz fürchterlich rüber darum muss ich da auch abbrechen. Den einzigen den Herr Jebsen nicht ausreden lässt ist der AfD Politiker.
    Sagen wir doch einfach es gibt überhaupt keine Entwicklungshilfe mehr, warum sollen die Deutschen und das sind nicht generell Europäer weil der Italiener oder Österreicher in Deutschland auch nicht mitentscheiden kann, also warum sollen die Deutschen die ganze Welt retten ? Wo wird denn mal den Menschen in den Entwicklungsländern die Verantwortung für ihr Leben gegeben. Wie sollen diese Menschen lernen das sie nicht alle 50 Jahre ihr Bevölkerungsanzahl verdoppeln können. Wo wird denn dieser Wahnsinn mal angesprochen. Dann wie dieser links grüne Gutmensch glaubt die Deutsche Wirtschaft retten zu müssen mit Import billiger Sklaven ? Wäre es nicht besser die deutsche Gesellschaft zu verändern und weniger zu produzieren und zu verbrauchen?
    Keine Ahnung wie die anderen Länder ihren Bevölkerungswachstum in den Griff bekommen (China könnte als Vorbild dienen) aber Deutschland kann ganz sicher nicht diesen Massen an Menschen helfen. Deutschland muss die Probleme in Deutschland lösen(dazu gehört auch der Umgang mit anderen Ländern sprich NATO Einsätze) und die Menschen in Afrika müssen ihre Probleme in Afrika lösen. In diesem Sinne ist das was dieser Entwicklungshelfer macht der völlig falsche Ansatz und das ist alleine sein Problem, was will er denn eigentlich die deutsche Wirtschaft mit billig Sklaven am Laufen halten? Hat Deutschland oder Europa das Recht auch zu sagen das alle Bodenschätze auch Europa oder Deutschland gehören weil wenn man schon sagt das die Menschen die von dort fliehen das Recht haben nach Deutschland zu gehen, warum gehören dann die Bödenschätze im Irak, Syrien, Afrika, Saudi Arabien, Katar, warum gehören die dann aber nicht Deutschland? Ich muss bei dieser Propaganda einfach abbrechen.

  5. Von hier paste ich immer wieder gern

    Acta diurna, Michael Klonovsky, 12.4.18″ Der Vorgang ist so skandalös, dass er gar nicht oft genug denunziert werden kann: Leute wandern hier ein und bekommen für ihre Anwesenheit Geld, das deutschen Steuerzahlern weggenommen wird, das heißt, die Einheimischen müssen in einer Art umgekehrtem Kolonialismus für die Eingewanderten arbeiten. Sie haben keine Option zu bekunden, dass sie für diese Art des Ausgebeutetwerdens nicht zur Verfügung stehen. Wenn sie ihren Unmut darüber äußern, schilt man sie Fremdenfeinde, Rassisten und was an Kosenamen für renitente weiße Nutzmenschen noch so aus dem linken Repertoire zu Gebote steht. Das Gros der Beschimpfer und sich moralisch Aufplusternden finanzieren sie gleich mit. Da die alimentierten Neubürger in Millionenstärke antreten, profitiert immerhin die Konsum- und Betreuungsindustrie von ihnen, sie kaufen Händis, Turnschuhe, bekommen Wohnungen, Arztbehandlungen etc., auch hier läuft die Ausbeutung, in diesem Fall die politisch erpresste Umverteilung von Steuergeldern an die Wirtschaft, reibungslos. Und zugedröhnt von all den Vorwürfen, mit denen ihn die Bewirtschafter seines schlechten Gewissens überziehen – Klima als Fluchtgrund! Bürgerkriege mit deutschen Waffen! Ausbeutung der Dritten Welt! Rassismus! Kolonialismus! Diskriminierung! Schuld der Weißen! Schuld der Weißen! –, lässt sich der brave deutsche Michel, dieser Hochleistungssklave, ausnehmen und immer weiter ausnehmen. Dabei würde er es nicht einmal bemerken, wenn die gesamte Dritte Welt, die er angeblich ausbeutet, über Nacht vom Planeten verschwände. Also er würde es schon bemerken, er hätte plötzlich wieder Geld, Platz und Ruhe.“

    Und gleich ein Bonmot dazu

    „Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“

    Ziemlich weiss. Trotzdem gut.

    • Ups, jetzt muß ich doch noch mal negativ. Barry Long:
      „Fortschritt ist nichts weiter als die gehetzte Flucht vor der Wahrheit und die Verherrlichung wirklichkeitsvermeidender Emotionen, die sich durch das lieblose, materialistische, fortschrittliche Gehirn (die Welt) ausdrücken.
      Fortschritt ist die heutzutage alles an sich reißende Bewegung (oder der Irrweg) des rationalen Hirns. Denn alles Lohnende – Liebe, Leben, Schönheit, Frieden und Wahrheit – existiert bereits und ändert sich nie. Deshalb muß jedes Streben, jede Jagd nach etwas uns zwangsläufig davon entfernen. Und so treiben Wissenschaft, Geschäftswelt, Industrie, Technologie und die Medien – die alle das große Streben nach Fortschritt repräsentieren – den Menschen Tag für Tag immer weiter von seiner eigenen Wahrheit weg. Eine derartige Bewegung ist auf etwas gerichtet, das in Zukunft wahr sein könnte, sich aber dennoch ständig ändert und so die nächste Bewegung, die nächste Aktion, den nächsten Irrweg zwingend herbei führt. Diese der realen Wahrheit so ferne, rastlose Fixierung läßt alle Menschen zu Sklaven des Fortschritts werden.
      (…9
      Mit Hilfe der Wissenschaft, der Geschäftswelt, des Bildungssystems, der Regierungen, der Industrie, der Technologie und der Medien saugt das unglückliche Superhirn das wirkliche Leben und die Liebe mit unerhörter Geschwindigkeit aus den Menschen und ihrer Sprache heraus. Der möglicherweise zur Auslöschung des Lebens und der Menschheit führende, bleischwere Niedergang und die gleichzeitige Notwendigkeit einer authentischen Sprache und wahrhaftiger Menschen waren noch nie so deutlich spürbar wie heute.
      Der Mensch existiert auf diesem Planeten einzig und allein, um durch seine Wahrheit, durch sein wahres Sein Leben und Liebe auszudrücken. Hört er damit auf, verliert er seine Existenzberechtigung.
      (…)
      Die Menschen dieser Erde sind immer nur so echt oder real wie das, worüber sie sprechen, ihre Kommunikation. Und so stellt sich in jedem Augenblick die Frage: Was kommunizieren die Menschen? Oder: Was drücke ich in meinem Leben aus? Soweit es die ‚anderen‘ betrifft, erhalten Sie die Antwort, wenn Sie sich heute abend die Fernsehnachrichten anschauen. Sie selbst sollten sich fragen: Drückt mein Leben Selbsterkenntnis und Lebensfreude aus? Oder vermittle ich nur eine übernommene Lebenseinstellung oder angelerntes Wissen, das ich aufgeschnappt oder mir im Berufsleben angeeignet habe und irrtümlicherweise als meinen Lebenssinn betrachte?“

      Soweit der gute Barry.
      Vielleicht noch aus meiner eigenen Einsicht dazu, daß es selbstverständlich nichts nützen würde, in prärationale Zustände zu regredieren. Das Paradies wurde nun mal verloren – durch die Fähigkeit „ich“ sagen zu können sowie die Gabe der Selbstreflexion – und wir können es uns nicht zurückholen, indem wir auf Technologie und die anderen technischen Errungenschaften verzichten. Was jedoch möglich ist, das ist die Transzendierung des rationalen Superhirns. Wir müssen zu einer TRANSRATIONALITÄT durchdringen, denn die war ja das Ziel der Aufklärung. Was jedoch vergessen wurde. Und jetzt stecken wir im unglücklichen größenwahnsinnigen, alles über sich verdammenden Superhirns und seinem überall präsenten Mindfuck.

      Schnelle Eingreiftruppe 😉

      (Und nicht mal kopiert, sondern abgetippt aus dem Buch „Nur die Angst stirbt“ uff.)

    • Und jetzt stecken wir im unglücklichen größenwahnsinnigen, alles über sich verdammenden Superhirn und seinem überall präsenten Mindfuck FEST.

    • Und aus einer transrationalen Perspektive heraus ist dieses -Schwarz-Weiß-Ding sowieso Unsinn. Schon auf der kausalen Ebene kommt der Meditierende in Kontakt mit Informationen über frühere Leben. Und ich weiß zum Beispiel völlig sicher, daß ich in meinem letzten Leben ein braunes Gesicht hatte. (Indien)
      Vielleicht versteht jetzt so mancher ein bißchen besser, warum ich mich für Meditation und Transrationalität einsetze.

  6. Die beiden Herren von der AFD (Hr. Keuter und Hr. Blex) auszuhalten war für mich ein echter Härtetest, Demokratie zu leben, also andere „Standpunkte“ auszuhalten. Vor allem Herr Blex war mir extrem unsympathisch. Aber man muss ja nicht jeden mögen, solange ich eine friedliche Koexistenz nicht gefährde.
    Was aber in den Diskussionen meines Erachtens ständig zu kurz kommt sind die Fakten über die sogenannten Flüchtlingsströme. Herr Kleinschmidt hat den Vergleich mit Europa und Fussballstadien gebracht, aber das ging völlig unter. Bei dem traurigen Rekord von 65 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind weltweit … wieviel Prozent kommen denn da in Europa und in Deutschland an? 9 von 10 Flüchtlingen sind Binnenflüchtlinge! Und was Deutschland betrifft: 2016 kamen eine knappe Million Menschen hier an. 2017 weit weniger. Wie auch. Was auch nicht thematisiert wird, dass Deutschland (Europa) längst die Grenzen wieder dicht gemacht hat. Siehe Flüchtlingslager in Griechenland, in denen menschenunwürdigste Zustände herrschen. Von den weiterhin ertrinkenden Flüchtlingen will ich gar nicht erst anfangen…
    Geopolitik ist die eine Seite, die andere – wie immer – jedes einzelne Schicksal eines Geflüchteten. Ich war 2 Jahre mit Flüchtlingen an einem Projekt beteiligt, organisiert von einer Einrichtung für Jugendarbeit. Wir sind an Schulen gegangen und haben im Rahmen des Möglichen Aufklärungsarbeit über die Lage der Flüchtlinge (vor allem natürlich der aus Syrien) geleistet. Bei den Vorträgen war immer ein Flüchtling mit einem Erfahrungsbericht seiner Flucht dabei. Und die Flüchtlinge und ihre Geschichten könnten nicht unterschiedlicher sein. Gemeinsam war allen jungen Männern (! Ja junge Männer, für Frauen und Kinder und alte Menschen ist die Flucht oft zu anstrengend und für ganze Familien auch zu teuer), dass sie unglaublich schnell Deutsch sprachen und nichts sehnlicher wollten, als wieder arbeiten oder studieren. Viele waren sehr gebildet und der andere Teil war bemüht in seinem Ausbildungsberuf, den er in Syrien angefangen hat, hier weiterzumachen (Tischler, Koch etc.)
    Bei aller Kritik, die sich der sogn. „Westen“ und seinen Ressourcenkriegen gefallen lassen muss, leider gab es auch die schrecklichen Foltergefängnisse in Syrien. In wieweit das nur auf das Konto von Assad geht – wer weiß das schon – aber ein Überlebender dieses Gefängnisses hat berichtet. In Einzelhaftzellen wurden bis zu 14 Menschen untergebracht – Loch für Toilette am Ende des Ganges … Essen: eine Hand voll Reis pro Tag. Trinken: unsauberes Wasser. Täglich Folter. Auf die Frage, ob er nach dem Krieg wieder zurück wolle: „Ich kenne viele, die wollen zurück. Ich nicht, ich komme aus Holms. Jede Straße, jedes Viertel wird mich an jemand erinnern, der dort gestorben ist im Krieg. Mein Freund wurde vor meinen Augen im Gefängnis tot geschlagen.“
    Ich wünsche mir insgesamt noch mehr Differenzierung. KenFM bemüht sich, aber manchmal klappt es nicht, was auch verständlich ist aufgrund der Berichterstattung der Mainstream-Medien. Was mich aber nicht davon abhält, das Portal weiterhin zu unterstützen. Wenn ich mir jedoch weiterhin so viele AFD-Menschen anhören muss, dann kapituliere ich und kann es mir nicht ständig anschauen/anhören/lesen. Allzu viel Neues kommt da eh nicht. Und dass Herr Brex und auch Herr Keuter einiges verlautbaren, was faktischen Wahrheiten nicht entbehrt … die Motivation, die dahinter steht, ist für mich nicht tragbar.
    Achja und dass Herr Höcke völlig harmlos ist und ihn die Medien nur immer in falsche Zusammenhänge gerückt hätten … ?
    Mein Kommentar ist natürlich auch lückenhaft.

    • Den Sinn von öffentlichen Asympathiebekundungen habe ich noch nie verstanden.
      Wie kommen Sie auf die Idee, das würde für irgend jemanden von uns von Belang sein?
      (Außer vielleicht als Hinweis darauf, daß das im Anschluß geschriebene auch eingefärbt ist von Neigung oder Abneigung?)
      Und so wichtig, das dann gleich noch auf zwei Threads zu publizieren?
      Neigungen und Abneigungen – genau das macht doch die unzuverlässige und unbeständige Höllenwelt des Ego aus und das schüttere Fundament, auf dem es sich immer wieder durch Wiederholungen selbstbestätigen muß.
      Schade.
      Ich hatte Sie bisher anders eingeschätzt.

    • Andreas G,
      Sie haben völlig recht. Das Ego spricht. Ich hab es noch nicht überwunden. Ich weiß auch nicht, ob das tatsächlich vollständig möglich ist. Kann man nicht mit dem Ego Frieden schließen? Vor allem da es so vordergründig ist wie Antipathien und Sympathien … im Grunde möchte das Selbst voll Liebe sein, bzw. ist es auch.

    • Das Wort, das ich gesucht habe, war Antipathie.
      Ich habe die öffentlichen Antipathiebekundungen noch nie wirklich verstanden.
      Aber jetzt zurück in die Friedensmeditation, in der sich in diesem Moment überall Menschen verbinden.
      Herzliche Grüße,

    • „… die Motivation, die dahinter steht, ist für mich nicht tragbar.“

      Es ist verdammt schwer, sich mit dem alleswissenden Ego zu arrangieren. Woher wollen Sie wissen, welche Motivation hinter dem Handeln von Herrn Blex und Herrn Keuter steht? Ich würde, auf jeden Fall bei Herrn Blex vermuten – VERMUTEN – daß es ihm auch darum geht, seinen Kindern eine lebenswere Welt zu erhalten.
      Über Herrn Keuter weiß ich viel zu wenig, als daß ich mich versteigen würde, solche Aussagen zu machen. Aber das tut das Ego ja ständig, von daher meine Schwierigkeiten so oft auf diesem Portal, wo alle aus der Anonymität ihres Schreibstübchen heraus Ego-Allmächtig-Allwissend spielen. Viele davon würden sich in die Hosen machen, sich so einer Situation stellen zu müssen, wie es die in einer Positionen-Sendung für einen Teilnehmer ist; oder einem Direkt-1:1-Interview mit Ken Jebsen.
      Ich war dabei zweimal, in Berlin. (Positionen 10 und 11). Und das ist GROSS, glauben Sie mir.

      Frieden schließen mit dem Ego – aber unbedingt! Was denn sonst? Wir können überhaupt GAR NICHTS ausschließen, woher sollte Frieden sonst kommen? (Das Ego muß ja mitarbeiten. Und anfangs ist das, was mit dem Ego Frieden schließt (Wir; Ich) ja auch nur ein besonders wohlgesinnter Teil des Ego, das mit einem destruktiven Teil des Ego Frieden schließt, was von Ärzten manchmal als Schizophrenie bezeichnet wird, 😉
      Ohne diese Friedensbereitschaft sich selbst gegenüber, können wir ja gar nicht heil werden.

      Das haben aber die meisten noch nicht gerafft. So gut wie alle (auch, leider, die Linken), schließen doch immerzu jemanden aus, also einen Teil ihrer selbst.

      Daher bin ich ja so begeistert, daß Ken Jebsen wirklich mit so gut wie jedem zu sprechen bereit ist; so er sich denn traut.

      Das ist die große Versöhnung, die vor allem die politische Szene so dringend braucht.

      Ich habe leider ein paar andere Erfahrungen mit Immigranten gemacht und berichtet bekommen. Aber da die nicht so schön waren, stelle ich die meist nicht heraus. (Meine Frau, keine Deutsche, arbeitet übigens als Deutschlehrerin in der Immigrationsindustrie. Und jetzt sag mal als zarte Frau, die vor einer Männerklasse steht, einem betrunkenen 50-jährigen Macho, er möge sein Handy ausschalten. Da brauchst Du Security dazu …)

      Friedensfördernd?

      Ich weiß es nicht.

    • Das Kundtun meiner Antipathie ist sicher nicht friedensfördernd. Da ging sicher das Ego mit mir durch. Versöhnung ist wichtiger. Richtig. Dennoch halte ich es für machbar, in der Welt, die nunmal Ego und Individualität hervorgebracht hat, diese auch zu leben. Sprich: jeder kann nicht mit jedem in Liebe und Harmonie ohne Dissens usw. koexistieren. Die Frage ist, wie damit umgehen. Und ich denke die Gefühle müssen alle sein dürfen, wozu sind sie denn auch sonst da. Ohne Gefühle gäbe es keine Kunst. Und Gefühle gibt es nicht nur in positiv. Auch alle negativen Gefühle, wie Wut und Zorn usw. finde ich dürfen sein, solange sie im Grunde von Liebe getragen werden, so seltsam und ambivalent sich das auch anhören mag. Es darf nur nicht in massiver physischer und psychischer Gewalt enden. Letztlich muss meiner Meinung nach eine gesunde Gemeinschaft aushalten, dass es Spannungen und Antipathien und Streit etc. gibt.
      Was Ihrer Frau in den Deutschkursen passiert, tut mir sehr leid. Dazu würde ich sagen – wie Sie es auch ausdrücken – das ist ein 50 jähriger Idiot, der sich nicht zu benehmen weiß, warum auch immer (Drewermann fragt ja übrigens IMMER nach der Geschichte der Täter, und das soll das Drama der Opfer nicht mindern), nicht ein „Immigrant“. In diesem Fall war es eben einer, was nichts zur Sache tun sollte. Den es geht ja um den Menschen.
      Und natürlich UNTERSTELLE ich Herrn Blex eine Motivation. Selbstverständlich ist das nur eine Vermutung. Meine persönliche Vermutung. Das hätte ich dazu schreiben sollen.
      So ganz allein auf meinem Mist ist diese allerdings nicht gewachsen. In einer Tagesdosis zum Afd-Besuch wurden ähnliche Gedanken geäußerst. Ich finde diese Tagesdosis gerade nicht mehr. Die Gedanken waren in diesem Sinne: Der Besuch der Afd in Syrien zeigt: es gibt dort sichere Gebiete. Also können durchaus Menschen aus Deutschland wieder dorthin abgeschoben werden. Das bringt der Afd wiederum einen Stimmenzuwachs. Ein solches Verfahren ist ja für einen Politiker verständlich und nicht verwerflich. Verwerflich daran finde ich, dass eine Partei damit hausieren geht, Menschen denen es schlecht(er) als der hiesigen Bevölkerung geht, aus Deutschland raus zu halten. Letztlich doch wieder nur das Auspielen der Armen gegen die Ärmsten.
      Wir fragten regelmäßig in den Klassen: „Was müsste bei euch zu Hause passieren, dass Ihr es dort nicht mehr aushaltet, dass auch ihr eure Heimat verlassen müsst?“
      Regelmäßig kamen auch die Antworten: „Wenn wir keine Zukunft mehr sehen, nicht genug zu Essen und zu Trinken haben, keine Arbeit …“ Aber wenn dann tatsächlich Menschen ankommen, die eine Zukunft haben wollen, ein „besseres“ Leben, dann sollen gefälligst als „Wirtschaftsflüchtlinge“ möglichst schnell wieder weg.
      Natürlich muss in entsprechenden Ländern eine Zukunft möglich sein. Aber durch Abgrenzung und Abschottung bei gleichzeitiger Ausbeutung und Ausbombung dieser Länder wird diese sicher nicht erreicht.
      Hagen Rether: „Unser Wohlstand steht auf Leichenbergen!“

    • Leichenberge, Schuld, Wiedergutmachung, Wegschauen, die ganze Welt umarmen, ach, es ist doch immer das gleiche Spiel. Ich glaube aber nicht, daß man irgendjemanden dazu zwingen sollte oder auch nur kann, die Realität zur Kenntnis zu nehmen. Wenn ich Ihr Schreiben ausgleichend kommentieren wollte, müßte ich Negatives hervorheben; das liegt aber nicht in meinem Wesen. Daher lasse ich es und wünsche Ihnen ein sanftes Erwachen.

  7. Danke Ken Jebsen für diese Runde,
    danke allen Gästen!
    Was doch möglich wird, wenn man Scheuklappen und Schubladendenken ablegt!
    Und plötzlich kann man sehen, dass der Fraktionszwang der Parteien auch eine bequeme Hängematte für Denkfaule sein kann und die Ausgrenzung einer Protestpartei auch!
    Wunderbar finde ich die Kommentare von Andreas G. und Box, denen ich mich
    anschließen möchte.
    Ein Hinweis noch an Rüdiger Lenz: So ganz nebenbei fällt der Satz, dass Sie nicht mehr an Kants Imperativ glauben oder so ähnlich. Ich hoffe darauf, dass Sie das in einem Ihrer nächsten ‚Tagesdosen‘ mal erläutern.
    Mir ist Kant sehr wichtig, weil ein universeller Humanismus (Prof. Mausfeld z.B.) eine von vielen akzeptierte Regel als Begründung braucht. (Was du nicht willst, das man dir tut, das füg‘ auch keinem andern zu, viel mehr sagt der Kant’sche Imperativ ja nicht). Religion für den einen ein Thema, für den anderen nicht. In Ordnung. Aber eine Ethik und ihre Begründung brauchen wir doch.
    Was Kilian Kleinschmidt über das Bedürfnis nach Individualität sagt, kann ich nur unterstreichen, aber auch nur unter Voraussetzung der vorgenannten Regel.

  8. Genau wie diese staatlich produzierten und in 30 Sprachen übersetzten Werbefilme, die Menschen aus anderen Regionen der Welt nach Deutschland locken sollen und zeigen wie es geht, sollte man mal einen „Werbefilm“ machen von den tatsächlichen Verhältnissen in der BRD.
    Ein klares Bild was der Durchschnittsdeutsche heute noch erwarten kann: 35m² Wohnblockloch ohne Balkon, Zeitarbeit (oder soz. Bereich, Aldi-Kassierer, DHL-Bote) das ganze 40 – 50 Std. die Woche, evtl. noch einen 450€ Job. Danach vereinsamt vor dem PC sitzen (im Wohnblockloch) oder sich eine dieser „Lindenstrassenfilme“ angucken die zeigen wie hip das Leben in Europa doch ist.
    Ach ja, zur Rente kann man dann Flaschen sammeln und an der Tafel anstehen…
    Das ist die Realität von mindestens 50 – 60% der Menschen in Europa.
    Was hat ein Flüchtling zu erwarten?

  9. Spannende Folge!

    Ich sehe immer wieder gerne Leute von der UN bei euch.
    Ein AFD-Politiker – das hat mich überrascht!
    Ich fand die Studiogäste sehr passend ausgewählt, und mir gefällt euer faires und offenes Diskussionsklima.

    Ergänzungen und anderes Geschwurbel:
    Thema Demokratie: Menschen bleiben auch untätig wegen Eskapismus (bei mir: Computerspiele, Fernsehen, Filme). Ich weiß wovon ich rede – denn es ist – oder war – oder ist auch heute noch teilweise – der Hauptgrund für meinen Passivismus, den ich abzulegen versuche.

    Zum Thema Parteien: Das Problem des „Runtergemachtwerdens der Neuen Partei im Parlament“ ist bestimmt schon vielen auch im Zusammenhang mit anderen Parteien aufgefallen (Grüne, Linke).
    Sind verfahrene Machtstrukturen im Parlamentarismus nicht antidemokratisch? Wenn aus dem Wettstreit von Vernunft, Planung und gesundem Menschenverstand im Ringen um die beste Vorgehensweise ein Spiel aus Mobbing und Grüppchenbildung wird, bei der die natürlliche Hackordnung wieder zu Tage tritt – dann läuft doch irgendwas im System nicht rund…

    Wirtschaftliche Interessen: Es ist richtig, sie werden viel zu selten offen benannt. Auf den wirtschaftlichen Kollaps folgt der Nationalismus, heißt es (u.a. bei F. Scheidler, u. so ähnlich bei M. Lüders). Müssten wir (alle Länder der Welt) uns dann nicht gegenseitig wirtschaftlich stärken und stabilisieren? Stattdessen haben wir: Neo-Kolonialismus und Imperialismus… Sanktionen, Regime Change, unfaire und einseitige Wirtschafts-Deals (wie den Raubbau an Ressourcen wie Erdgas (Russland), Öl (naher Osten, Indonesien, Venezuela…) seltenen Erden, oder sogar Grundwasser)

    Womit wir bei Großkonzernen wie Nestle wären. Ja und natürlich die Banken, Börsenspekulationen, Briefkastenfirmen, etc…
    An wirtschaft hängt vieles. Brauchen wir dann nicht ein globales Gremium, welches die Wirtschaft reguliert? Könnte das nicht die UN übernehmen? Der IWF scheint dem ja nicht gewachsen zu sein.

    Also es gibt ja viele Stimmen, die mehr Regulation der Wirtschaft fordern – Sehe ich auch so! Wir brauchen ein globales Neuverteilen der Karten. Global, weil viele Länder miteinander durch Handelsbeziehungen vernetzt sind und auch die Großkonzerne transnational agieren. Ich glaube, da könnte man Kontakte knüpfen zur Green Party von America – wobei die einen „New Green Deal“ fordern, und es glaube ich derzeit als nationales Projekt ansehen.

    Dieses Video gibt vlt. ein paar Anregungen für demokratische Anstrengungen einfacher Menschen für den New Deal, wie sie in den USA stattfanden.
    https://youtu.be/g7hEfgxSJ44?t=542

    Insofern freue ich mich auch auf diesen Event bei Activism Munich…
    http://www.actvism.org/events/event-greenwald-jill-stein-abby-martin/

    So. Genug geschwurbelt.

    • Die UN mit dem Sicherheitsrat, den Vetomächten, den zahllosen unwirksamen Resolutionen und den Blauhelmen ist ein zahnloser Tiger und kann sofort aufgelöst werden.
      Die Weltgemeinschaft muss anders organisiert werden. So kann man nicht weitermachen.

  10. die ganze Diskussion drehte sich eine lange Zeit immer nur im Kreis und niemand hat das Kernproblem angesprochen;

    eigentlich wollte ich schon das Video gelangweilt abschalten,

    bis dann endlich bei = ca. 2 Std : 26 min.

    Ken Jebsen anmerkte : das Geldschöpfen von Privatbanken muss verboten werden
    Genau das ist das Hauptproblem !

    Genauso ist es = „Grundübel war und ist und wird es immer sein das Schuldgeldsystem “

    • warum gehst du nicht einen Schritt ürsächlicher an das Grundübel dann sind wir am Grund des Übels, und zwar beim bedingten Tausch! solange Lebewesen nicht machen was ihnen Freude bereitet, zu jedem Zeitpunkt, wird der Krieg sein. und zwar aus dem Grund, weil nicht jeder zu jedem Zeitpunkt zufrieden oder gar Glücklich istMenschen haben den Vorteil, dass sie über Sprache kommunizieren können; sie sind dadurch in der Lage zu vereinbaren, was gebraucht wird; sie können machen, was gebraucht wird.
      Jetzt ist es so, dass gemacht wird, was beworben wird – und dass kaputt geht, was beworben wird – und dass der Umwelt dadurch (großer) Schaden zugemutet wird. am Ende kann es des Ende des Menschen bedeuten, wenn der Mensch vom Sein hier auf Erden als Fehlentwicklung erkannt wird 😉

    • und besonders fatal in dieser Beziehung ist, dass der AfD-Mann nicht mal die grundlegendsten Funktionen in diesem Betrugsmodell erkannt hat. Er ist sich in keinster Weise bewusst wie zB die Geldschöpfung funktioniert…
      Es spricht ja Bände, dass ich in diesem Demokratiezirkus, bei den sogenannten Wahlen, eben keine Wahl habe was die grundlegende Basis für eine Gesellschaft (zumindest zur Zeit) bildet, nämlich das Geldsystem…
      PS.: wenn es Länder gäbe, die mit dem Geldsystem experimentieren würden (zB Zinslos, Geldschöpfung als hoheitliches Recht des Staates und nicht ihrgendwelcher Privaten) würde sich die Gesellschaft weiter entwickeln und schlussendlich evtl. sogar zu der Einicht gelangen, dass so etwas wie Geld heute gar nicht mehr gebraucht wird.
      Es dient einzig dem Zweck Mangel herzustellen,
      – und somit Unterschiede, auf die Spitze getrieben extrem Reich,
      – einige ganz wenige – schlussendlich nur noch Einer
      und ganz viele in extremer Armut
      Mit bloßer Mathematik kommt man zwangsläufig zu dieser Einsicht,
      – ist gar nicht sooo schwer…

  11. Eine sehr unterhaltende Gesprächsrunde, vielleicht auch gerade weil die Teilnehmer aus meiner Sicht sehr unterschiedlichen Lagern zugeordnet werden können.
    Solch eine kontroverse Gesprächsrunde wäre vielleicht ein Beispiel für die öffentlich-rechtlichen wie ernstzunehmende journalistische Arbeit aussehen kann.
    Das wäre vielleicht auch hilfreich in Zeiten der zunehmenden Polarisation der Welt bis hin zur nahenden Weltkriegsgefahr…
    Vielleicht wäre eine Fragerunde der „normalen Gäste“ an die Teilnehmer noch eine zusätzliche Bereicherung des Formates.
    Ich z.B. hätte ja gerne von Hr. Keil gewusst warum er die Art der Geldschöpfung durch Bilanzverlängerung durch die Geschäftsbanken als „Bankfachmann“ für zu einfach und populistisch hält. Denn er sitzt ja auch im Finanzausschuss.
    Allerdings danke ich ihm für die Schilderung des Innern Ablaufes in den Parlamentssitzungen und anderen Gremien.
    Diese Schilderung belegt doch die Pervertierung von Diskurs und Meinungsfindung durch Abwegegen von Für und wieder.
    Alles in allem fand ich die Sendung informativ und nicht so einseitig oder stereotyp.
    Danke dafür.

    Grüße Aleks

  12. Etwas konfus, diese Gesprächsrunde. Es wurde für meinen Geschmack zu viel zwischen verschiedenen Themen hin- und hergesprungen, wichtige Fragen wurden dann aber nicht zu Ende diskutiert.

    Allerdings liegt das natürlich auch am Thema Flucht an sich, welches sich nach meiner Überzeugung nicht im bestehenden (kapitalistischen) System lösen lässt. Alles hängt eben mit allem zusammen, und es kann nicht gelingen ohne eine Beendigung der Kriege, eine Überwindung des Geldsystems, eine wirklich faire Handelspolitik, große Aufwände zur Abmilderung der Folgen der Umweltzerstörung und der Armut vor Ort sowie eine ökologisch nachhaltige Lebensweise.

    • Sind Sie sicher? Aber Josef, da erzählen Sie uns doch nur von sich selbst! Ist es Ihnen denn nicht peinlich, in einer aufrichtigen, begeisterten, sogar liebevollen Meinungsäußerung „Schleimerei“ zu sehen?

  13. Tolle Sendung!!!

    KenFM traut sich auch unterschiedlichste Meinungen zusammenzubringen!

    Auch meine absolute Hochachtung an den AFD Mann sich in so eine Runde zu begeben!

    Ein Hauptargument hat noch gefehlt; Die Leute wandern/flüchten auch deswegen hierher, weil sie erst jetzt dank Internet eine Vorstellung von Europa bekommen und glauben das Leben hier wäre viel einfacher.

  14. Zur Erinnerung nochmals ein Artikel von von Herr Scheidler, zum sehr guten Sozialsystem für die herrschende Klasse. Spricht hier jemand von „fördern und fordern?“

    19 Dez 2017
    Die Illusion der freien Märkte
    Wie der Staat hinter den Kulissen den Kapitalismus künstlich am Leben hält. Exklusivabdruck aus „Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen“
    von Fabian Scheidler

    Es gehörte schon immer zu den schmutzigen Geheimnissen des Kapitalismus, dass er mit freien Märkten sehr wenig zu tun hat und von Anfang an untrennbar mit staatlichen Herrschaftsstrukturen verflochten war. Die frühneuzeitlichen Staaten gewährten Händlern und Bankiers wie den Fuggern Monopolrechte als Gegenleistungen für Kredite, mit denen die Landesherren Söldner und Rüstungsgüter bezahlten. Nur durch diese Kredite konnten die sich neu formierenden Territorialstaaten ihre Macht aufbauen. Und nur durch die Monopole konnten die Händler und Bankiers die enorme Konzentration von Kapital in ihren Händen erreichen, ohne die der Kapitalismus undenkbar wäre. Die ersten Aktiengesellschaften des 17. Jahrhunderts waren Schöpfungen von Staaten und wurden von ihnen mit Charterbriefen, Monopolrechten und sogar militärischen Mitteln ausgestattet. Bis heute sichern Staaten für private Unternehmen weltweit Handelswege und setzen Eigentumsrechte durch – oft gegen den massiven Widerstand lokaler Bevölkerungen, wenn es etwa darum geht, neue Kupferminen oder Tagebaue zu erschließen, Pipelines zu bauen oder Kleinbauern für Palmölplantagen zu vertreiben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich darüber hinaus einige weitere Methoden entwickelt, mit denen Staaten die Maschinerie der endlosen Geldverwertung in Gang halten. Drei Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung: Subventionen, leistungslose Einkommen aus Eigentumsrechten und Aneignung durch Schulden. Diese Dreifaltigkeit der Tributökonomie wird immer wichtiger, je instabiler die Weltwirtschaft wird. Denn sie beschert dauerhafte Geldflüsse auch dann, wenn sich am Markt kaum noch Profite durch den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen erzielen lassen.

    Konzerne am Tropf

    In fast allen Staaten der Erde existiert ein komplexes Subventionsdickicht, durch das private Konzerne mit Steuergeldern kontinuierlich gefördert werden. In den letzten Jahrzehnten ist dieses Subventionsnetz zu einer Art Herz-Lungen-Maschine für den dahinsiechenden Kapitalismus geworden. Ein Großteil der 500 größten Konzerne der Erde würde ohne die massive Unterstützung durch Steuergelder längst bankrott sein. Schauen wir uns die mächtigsten Branchen einmal nacheinander an:

    Die Erdöl-, Erdgas- und Kohleindustrie wird nach Schätzungen der ausgesprochen konservativen Internationalen Energieagentur jedes Jahr mit rund 500 Milliarden Dollar subventioniert.
    (…)
    So gut wie alle Großbanken der USA, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und vieler anderer Staaten würden heute nicht mehr existieren, wenn sie seit 2008 nicht mit Steuergeldern in Billionenhöhe gerettet worden wären.
    (…)
    Die Zentralbanken der USA, der EU und Japans haben seit 2008 die unglaubliche Summe von neun Billionen Dollar in das Finanzsystem gepumpt, um die Märkte vor dem Kollaps zu bewahren. Ein einziger Monat aus dem EZB-Wertpapier-Programm hätte genügt, um die Schuldenkrise Griechenlands zu lösen. Stattdessen floss das Geld an die privaten Banken.
    (…)
    Die IT-Konzerne des Silicon Valley haben ihr Kapital auf Computer-Technologien aufgebaut, die jahrzehntelang von staatlichen, aus Steuergeldern finanzierten Forschungseinrichtungen entwickelt wurden, insbesondere dem Massachusetts Institute of Technology. Diese Technologien wurden Microsoft, Apple, Google, Facebook und Co. umsonst zur Verfügung gestellt. In einem iPhone steckt, wie die Ökonomin Mariana Mazzucato feststellt, nicht eine einzige Technologie, die nicht staatlich finanziert wurde. Der Staat hat also als Forschungsabteilung für diese Unternehmen gewirkt. Die Konzerne wiederum haben die üppigen Staatsgeschenke privatisiert und daraus proprietäre Software entwickelt, die die Grundlage ihres Reichtums und ihrer Macht bildet. Dieses System wird durch staatliches Patentrecht und die Weigerung der meisten Regierungen, wirksam gegen die Monopole dieser Konzerne vorzugehen, gesichert.
    (…)
    Die Pharmaindustrie erhält milliardenschwere Subventionen, unter anderem über den Umweg von öffentlichen Forschungseinrichtungen.
    (…)
    Die Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung, ein Forschungsprogramm mit einem Umfang von 27 Milliarden Euro, ist überwiegend ein Subventionsprogramm für Großunternehmen. Das ist wenig überraschend, da die »Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft«, die für das Programm wesentlich mitverantwortlich war, mit Vertretern von Daimler, BMW, BASF, Siemens, E.ON, Boehringer Ingelheim und Dr. Oetker besetzt war. Die Forschungsförderung für eine sozial-ökologische Transformation beträgt dagegen ein Tausendstel der High-Tech-Strategie, nämlich 30 Millionen Euro.
    (…)
    Die Atomindustrie wurde und wird in allen Staaten, die Kernenergie produzieren, massiv subventioniert und war zu keinem Zeitpunkt ohne solche Hilfen existenzfähig.
    (…)
    Die gesamte Rüstungsbranche wird ausschließlich durch die aufgeblähten staatlichen Verteidigungsetats am Leben gehalten, weltweit ein Geschäft von 1,5 Billionen Dollar pro Jahr. Mit einem Bruchteil dieses Geldes ließe sich sowohl der Hunger auf der Welt, der 800 Millionen Menschen betrifft, beseitigen, als auch die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Alternativen umstellen.
    (…)
    Die EU gibt jährlich mindestens 50 Milliarden Euro für Agrarsubventionen aus. Der Löwenanteil davon fließt in die industrielle Landwirtschaft, die weltweit für etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen, die Degradierung der Böden, die Entstehung multiresistenter Erreger in der Massentierhaltung und 80 bis 90 Prozent des Süßwasserverbrauchs verantwortlich ist. Durch den Export der hochsubventionierten Überproduktion wird außerdem die Landwirtschaft vor allem in westafrikanischen Ländern zerstört. Agrarsubventionen fließen sogar an branchenferne Konzerne wie BASF, Bayer, RWE und – man kann es kaum glauben – an den Panzerhersteller Rheinmetall.
    (…)
    Rente statt Profit

    Das Subventionswesen für Konzerne, für ihre Shareholder und Manager, ist Teil einer größeren Struktur, die man bisweilen als »Sozialismus für Reiche« oder »Neofeudalismus« bezeichnet hat. Den oberen Schichten ist es gelungen, sich ein »bedingungsloses Maximaleinkommen« zu sichern, das von ihren Leistungen und Verfehlungen weitgehend entkoppelt ist. Nicht Markterfolge erhalten und vermehren die großen Vermögen und Einkommen, sondern Strategien der Privilegiensicherung, insbesondere durch Einflussnahme auf den Staat. Die staatliche Gabenökonomie für Superreiche verbindet sich mit dynastischen Strukturen, in denen Macht und Reichtum wie einst beim Adel durch die Geburt vererbt werden.
    (…)
    Die künstliche Verknappung immaterieller Güter

    Das Tributsystem erstreckt sich auch auf immaterielle »geistige Güter« wie etwa wissenschaftliche Entdeckungen, technische Erfindungen, kulturelle Leistungen, Software, Markennamen und sogar die genetischen Codes von Lebewesen. »Geistige Eigentumsrechte«, die eine exklusive Verfügung über solche Güter garantieren, sind bei näherer Betrachtung ein sehr seltsames juristisches Konstrukt. Sie verknappen künstlich, was eigentlich im Überfluss da ist und durch intensivere Nutzung nicht weniger wird, sondern mehr.
    http://www.free21.org/die-illusion-der-freien-maerkte/

    Ja, die herrschende Klasse hat sich in der Tat ein bedingungsloses Maximaleinkommen geschaffen. Aber, zuviel ist nie genug.

    • Super Kommentar von ihnen. Ich würde mir eine Kolumne für sie bei kenfm wünschen die folgend heissen könnte. Boxenstop oder living in a box. Wobei boxenluder auch nicht verkehrt wäre (Spaß muss sein).
      Pooler1970

    • Ganz meine Meinung.
      Geopolitik bedeutet Kulturvernichtung, zumindest dann, wenn sie so, wie heute von dem „wilden Westen“, EU und Washington betrieben wird.

  15. Da die UNO häufiger Nennung fand, eignet sich gewiß ein Zitat von Herrn Ziegler:

    „Es geht nicht darum, den Ländern des globalen Südens mehr zu geben, sondern ihnen weniger wegzunehmen!“
    (Jean Ziegler, Das Imperium der Schande)

    Im Grunde gehört das Zitat jedoch angepaßt, auf einen neueren Erkenntnisstand, obwohl so neu ist der auch nicht, nämlich dahingehend, daß das Ausbeutungssystem schon je so aufgebaut war.
    Daß Reichtum Einzelner, schon je das Gut von vielen in den Händen weniger war und immer noch ist.

    Herr Lenz sprach etwas sehr wesentliches an, Integration und Desintegration. Die faktisch ausgeführte Desintegrationspolitik, nicht nur im Bereich der Migration, ist sehr gewünscht.

    Diese Desintegrationspolitik begann schon recht früh und trieb exzessiv Blüten in der „Regentschaft“ des Kanzlers Kohl, direkt nach der „Wiedervereinigung,“ Privatisierung inklusive des bestechenden Privatfernsehens und Vorbereitungen zur Zerschlagung von Jugoslawien. Danach der Verrat durch SPD-Grüne usw., der Rest baut darauf auf.

    In diesem Zusammenhang ist auch der „Wahlkampf“ der CDU für die AfD zu betrachten, als fortgesetzte Desintegration.
    (Das mit dem sehr guten Sozialsystem war ein echter Schenkelklopfer.)

    Daß führt dann zu Herrn Dill, der viel Nützliches erwähnte, aber an einer Stelle, nach meinem Dafürhalten, irrt. Wir haben bereits eine „Allparteienregierung,“ nur eben aus dienstbaren Satrapen des Kapitals. Insofern ist keine davon Volkspartei, sondern Kapitalpartei.
    Deshalb ist es im Grunde auch egal welche Luftblasen jene dort im Bundestag absondern, da es ohnehin in Kanzleien vorher ausgekungelt wurde. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind ausgenommen.

    Da auch die Schweiz häufiger genannt wurde. Man wird dort mit exakt der gleichen Propaganda bedampft und abgestimmt wird nur zu unbedenklichen Themen und/oder wenn man sich des Ergebnisses sehr sicher ist. Und da ich Millionäre kennengelernt habe, die die Steuerflucht in die Schweiz antraten, noch Herr Pispers, der meinte, He(h)lvetia, das Geschäftsmodell der Schweiz ist die Hehlerei.

    Im Übrigen sind die Interessen der Staaten die Interessen ihrer jeweiligen Elite. Deshalb gibt es auch diesen Hehlerei-Wettbewerb.

    Dann noch etwas für die Friedensbewegung. Voraussetzung für Frieden ist Gerechtigkeit, das sagte bereits Frau Wild in einer anderen Positionen-Sendung. Unrecht und Ungerechtigkeit führen immer, früher oder später, zum Konflikt.
    Deshalb, wenn sie einen größeren Zulauf wünschen, sollten sie vielleicht jene ansprechen die ungerecht behandelt werden. Rechtsaußen verzeichnet man bereits erste Erfolge und das mit dem Auftischen von Märchen. Wenn sie dagegen nur etwas Wahrheit setzen, können sie tatsächlich punkten.

    Zum Schluß noch was zum Ego und gegenseitiger Hilfe, da nicht jeder im Stande ist sich selbst zu helfen:
    „Wenn ich bei mir aufräume, habe ich bei mir aufgeräumt, wenn ich dir helfe bei dir aufzuräumen, habe ich dir geholfen.“

    • Das fehlte mir ein wenig bei der Diskussion, die ansonsten ja spannend war, dass keiner auf die Idee kam, dass es völlig genügt, den Ländern mit Bodenschätzen, Öl Gas, seltene Erden, Gold, Diamanten usw, dieselbigen nicht zu klauen, sondern fair zu bezahlen.
      Dann könnten wir uns auch die Entwicklungshilfe schenken.
      Vorsicht, ein Tabu- Thema.

  16. Ken Jebsen maßt sich scheinbar an, die Probleme und Ängste der Frauen besser zu verstehen, als diese selbst, indem er hier durch die Blume äussert, dass eine Gleichbezahlung doch bitteschön viel wichtiger sei als Sicherheit vor Abwertung durch eine betont patriarchale Kultur und den damit verbundenen sexuellen Übergriffen. Fragen Sie doch lieber erst einmal die Frauen selbst, Herr Jebsen!
    Ich empfinde es übrigens als Fortschritt hier im Forum, dass hier jemand jetzt auch endlich einmal den Wert unserer psychischen Verfassung mit in die Waagschale geworfen hat, nämlich Herr Dill. Was nützt uns mehr Geld, wenn es nicht um Achtung und Heiligung des gesamten Lebens geht? Nur ausgekochte Materialisten könnte das vorübergehend zufriedenstellen.

    • „Ken Jebsen maßt sich scheinbar an, die Probleme und Ängste der Frauen besser zu verstehen, als diese selbst, indem er hier durch die Blume äussert, dass eine Gleichbezahlung doch bitteschön viel wichtiger sei als Sicherheit vor Abwertung durch eine betont patriarchale Kultur und den damit verbundenen sexuellen Übergriffen. Fragen Sie doch lieber erst einmal die Frauen selbst, Herr Jebsen!“

      Denken Sie nach. Ist es nicht am Ende immer das Geld bzw der vorenthaltene Lohn für gleiche Arbeit mit dem ein klares Signal gegeben wird wer Chef am Set ist. Frauen werden nicht ohne Grund schlechter bezahl. Das geschieht um sie unten zu halten. Sexuelle Übergriffe sind Teil dieser Machtpyramide. Man kann das einen vom anderen getrennt behandeln, aber beides hat miteinander zu tun.

      An dieser Stelle folgendes. Ich kennen Frauen .Viele Jahre und sehr gut. Wenn ich mich zu diesem Thema äussere fließen die Meinungen dieser Frauen mit ein. Frauen sollten sich solidarisieren um endlich den selben Lohn für die selbe Arbeit zu bekommen wie Männern.
      Wenn Frauen in Chefetagen aufsteigen handeln sie aber ähnlich wie Männern und bezahlen untergeben Frauen ebenfalls schlechter. Was die Boni im Banken-Sektor angeht, werden Frauen ebenfalls deutlich schlechter „belohnt“.

    • Dass diese ganze Zivilisation auf patriarchaler Herrschaft und Gewalt aufgebaut ist, ist mir natürlich auch schon lange klar. Aber gerade deshalb sollte doch unter nachdenklichen, aufgeklärten Zeitgenossen auf allen Ebenen eine hohe Beachtung und Sensibilität aufgebracht werden, wenn es um hart erkämpfte Anerkennung der Gleich- Rechte für Frauen geht. Ich finde es da schon lange grundverkehrt, alt her gebrachte traditionelle Minderachtungen gegenüber Frauen, wie sie in der islamischen Kultur noch besonders stark ausgeprägt ist, einfach in der Diskussion vollkommen unter den Teppich zu kehren.
      Die Verteufelung der Frau ist tatsächlich uralt und wurde ja auch bei uns im Mittelalter auf schreckliche Weise praktiziert, indem die guten starken Seiten der Frauen wie z.B. Intuition und großes Heilwissen als Hexerei mit dem Tod bestraft wurden. Aber soll es jetzt auch bei uns wieder rückwärts gehen? Man tut doch auch unseren muslimischen Mitbürgern damit keinen Gefallen. Unsere Regierung ist mit dieser Ignoranz-Methode und Verhätschelung der Islamverbände doch nur denjenigen willfährig, die aus der Bevölkerung endgültig eine gehorchende, nie mehr aufmuckende Herde machen will und das geht am besten mit Unterdrückung (des Weiblichen) und möglichst strenger Religiösität, wie unsere Geschichte uns lehrt.
      Warum laden Sie nicht auch einmal einen der bekannten muslimischen Islamkritiker ein, die hier leben?
      Wie ich schon im anderen blog schrieb, müssen wir doch überall die Zusammenhänge beleuchten, um uns ein Gesamtbild der Wirklichkeit machen zu können, was ja die Vorbedingung für eine grundlegende Wende zum Besseren ist.

    • @ Jele Votava Zit.: „alt her gebrachte traditionelle Minderachtungen gegenüber Frauen, wie sie in der islamischen Kultur noch besonders stark ausgeprägt ist“
      Mein lieber Herr, sie sind anscheinend auf einem Auge blind, sonst würden sie erkennen, dass in unserer christlichen Gesellschaft das Frauenbild mindestens genauso mies ist, wenn nicht sogar schlimmer. Da gibt es jede Menge Zitate in der Bibel, Aussagen von Bischöfen und Päpsten, die ich hier jetzt nicht zitieren oder raussuchen will, können sie selber machen, bzw. brauchen sie gar nicht, wenn sie bibelfest sind.
      Und kommen sie mir nicht mit dem Spruch: „Das ist alles nicht so gemeint, man muss das interpretieren“, denn genau das kann man mit dem Koran auch. Und dass in der Praxis im Iran z.B. prozentual mehr Frauen mit erfolgreichen Abschüssen studieren als in jedem westlichen Land dürfte auch für sich sprechen auch wenn die Frauen dort ebenfalls schlechter bezahlt würden.

    • @Jele Votava: Noch dies: Es ist immer noch so, dass Fruen in Europa mehrheitlich von einheimischen Mänern vergewaltigt und missbraucht werden. Aus den 1970erjahren gibt es Statistiken, nach denen jede 3. Frau (33,333%!) über 40 schon mal Opfer einer solche Straftat war, wenn Frauen von Einheimischen vergewaltigt werden, gehen sie meist nicht zur Polizei, weil sie die entwürdigende Behandlung dort, traumatisiert wie sie sind, nicht ertragen. Alleine, wenn man die Prozessverläufe der drauffolgenden Verfahren ansieht, kann man das sehr gut verstehen.
      Wenn der Täter ein Flüchtling/Moslem/ Südländer war, sieht es dagegen schon etwas anders aus, da muss kein deutscher Mann geschützt werden.

    • Mich würde mal interessieren ob Alice Schwarzer ihren EMMA- Mitarbeiterinnen einen mit den Männern vergleichbaren Lohn zahlt? Weiß das jemand?
      Ansonsten würde ich Ken Jebsen recht geben, die Lohnunterschiede sind der entscheidende Wertmaßstab, damit beginnt die Abwertung der Frauen und endet sie auch. Das ist natürlich politisch begründet. Dem Kapital oder Geldadel geht es darum, die Gesellschaft, kennt inzwischen jede(r), zu (zer)teilen und weiterhin herrschen. Das Jele Votava das nicht so sieht, zeigt, dass sie altruistischer als Ken Jebsen denkt, dem Geld nicht diesen Wert beimessen will, wie es unsere Gesellschaft gemeinhin tut. Das ist, jetzt von einer höheren Ebene aus betrachtet, der bessere Weg.

    • vizero: Ich brauche von Ihnen keine Belehrung über die Problematik von Gewalt in unser aller Leben, denn damit setze ich mich intensiv seit Jahrzehnten auseinander und zwar in allen Bereichen. Ich weiß, dass alle Traditionen dieser Zivilisation mit Gewalt durchzogen sind und ich kritisiere den Islam nicht als einziges, sondern unter anderem. Wenn Sie mir schon einen verkehrten Blick auf die Gewalt gegen Frauen(z.B.Kinderehen, registrierte „Ehrenmorde“ pro Jahr in Deutschland früher im Schnitt 30, heute das Doppelte) im Islam und im Allgemeinen unterstellen(z.B. Hände-Abhacken, Steinigung, Erhängen von Schwulen usw.) , was halten Sie dann von den bekannten Islamkritikern und Islamkritikerinnen, all die Ex-Muslime und Ex-Muslimas, die selber aus dieser Kultur kommen und deshalb in unsere Kultur geflüchtet sind und eine Reform des Islam für dringend notwendig halten? Sind die in Ihren Augen alle krank und nur Nestbeschmutzer? Möchten Sie die auch über die Islamische Kultur belehren, so wie mich?
      Sie gehören auch zu den vielen Ignoranten, die islambedingte Gewalt lieber unter den Teppich kehren und damit alles so belassen wollen, wie es ist.
      Was mich am meisten nervt, ist die Unterstellung, die Kritik an einem Glaubenssystem richte sich gegen Menschen, also sei Rassismus.
      Dies wird immer denen unterstellt, die den Islam kritisieren. Andere Religionen kann man kritisieren, so viel man will. Allein dies ist schon eine Form von durchdringender Gewalt, die sich auch tatsächlich in der Fatwa ausdrückt.

    • Horst Kiezmann: Natürlich sehe ich das auch so, dass es dem Geldadel darum geht, die Gesellschaft zu zersetzen und zu zerteilen, um weiter zu herrschen. Die bekannteste und wirksamste Form der Gewalt von oben. Im Altertum hat man übrigens die Sklaven deshalb nicht äusserlich gekennzeichnet, weil diese sonst erkannt hätten, wie viele sie sind. Diese ganze Zivilisation ist eine Entwicklung von Gewalt. Das sollte allen Menschen bewusst werden und zu denken geben. Und Gewalt ist eine degenerative Krankheit an der Menschheit. Jeder, der sich über(seine mögliche eigene) Gewalt keine Gedanken macht, begeht selber Gewalt. Nicht nur „die da oben“ sind gewalttätig.
      „Der denkende Mensch ist zum Mitgefühl verpflichtet“. (Friedrich Nietzsche).

    • Jele Votava: Nietzsche bezog sich in diesem Satz, „Der denkende Mensch ist zum Mitgefühl verpflichtet“ auf sein Verhältnis zu Tieren. Er war ja Vegetarier.
      Was sein Mitgefühl zu Menschen anging, unterschied er zwischen Mitleit, (Mitleid ist doppeltes Leid), was für ihn eine Position der Schwäche war und Mitfreude, (Mitfreude, nicht Mitleiden macht den Freund).

    • Mitgefühl, das Zeichen einer gesunden Psyche, ist unteilbar. Man kann es gar nicht hier empfinden und dort nicht. Man kann Nietzsche auch nur mit Mitgefühl verstehen, finde ich.
      Das Geniale an Nietszsche war ja, dass er mit den einfachsten Sätzen doppel-oder mehrfachbödig Dinge formuliert hat und er war wegen dieses Tiefgangs auch prophetisch. Zum Beispiel dies:
      „Die Wüste wächst – weh dem, der Wüsten birgt“. Treffender kann man es für diese Zeit gar nicht mehr ausdrücken. Oder seine „automessianische Ekstase“, wie ernst R. Sandvoss z.B. ausdrücKt:
      „Es wird sich einmal an meinem Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen- an eine Krisis, wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissens-Kollission, an eine Entscheidung, heraufbeschworen gegen alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden war. Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit…Der Begriff Politik ist dann gänzlich in einen Geisterkrieg aufgegangen, alle Machtgebilde der alten Gesellschaft sind in die Luft gesprengt- sie ruhen allesamt auf der Lüge: Es wird Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gegeben hat. Erst von mir an gibt es auf Erden „große Politik“.
      Der „Antichrist“ Nietzsche hat in Wirklichkeit Jesus Christus geliebt und verehrt. Er schrieb:
      „Es gab nur einen einzigen wahren Christen und der ist am Kreuz gestorben“.

      Es ist mir bekannt, dass er einer der 3 prominenten Vegetarier des 19.Jahrhunderts war neben dem bayrischen Märchenkönig und Richard Wagner. Wobei er Wagner aber erst dazu gebracht hat. Cosima Wagner schreibt in ihrem Tagebuch, dass er bei ihnen zu Tisch das Fleisch abgelehnt hat und zunächst R.W. damit sehr verärgerte…
      Nietzsche ist neben Sokrates mein Lieblingsphilosoph.

    • Ich habe von Nietzsche vor über 30 Jahren seine 3, vielleicht bekanntesten Bücher gelesen: Also sprach…,Jenseits von…, und Menschliches Allzumenschliches. Vieles von dem, was er schreibt, ist auf verschiedenen Ebenen unterschiedlich deutbar.
      Heute wäre er sicher ein Fall für die Couch. Nietzsche litt, bedingt durch sein geringes Selbstwertgefühl an Größenwahn. Seine Sensibilität machte es ihm unmöglich, sich seiner Angebeteten zu offenbaren, aus Angst er werde abgelehnt. Sein Freund, ich glaube es war Wagner, musste ihr einen Liebesbrief übergeben.
      Er schrieb ja gegen Mitleid an, weil er gesehenes Leid nur schwer ertrug und ihn am Ende in den Wahnsinn trieb. Die Pferdegeschichte. Kopf und Herz stritten sich in einem kränklichen Körper. Dass der Revolutionär Jesus der einzige Christ war, sehe ich auch so.

    • So verschieden sind die Ansichten. Mir hat Nietzsche in meiner Jugend eine ganz neue Türe aufgetan und durch ihn habe ich die Deutsche Sprache erst lieben und bestaunen gelernt, was Sprache alles kann. Ich sehe ihn als einen ganz Großen. Die Geschichte mit dem Pferd kann ich sehr gut nachempfinden. Das mit dem Brief kenne ich nicht. Nietzsche wurde ja auch schon einmal als Nazi diffamiert, weil seine eitle Schwester mit seinen Schriften nach seinem Tod Schindluder getrieben hat und die Nazis seine wirkungsvolle Wortkunst für ihre Zwecke missbrauchten. Er hat sich in seiner Jugend als Pazifist, der er war, freiwillig für Lazarettdienste gemeldet und wurde dort wahrscheinlich mit der Krankheit infiziert, an der er dann bis zu seinem Ende gelitten hat.

    • Jele Votava: Aus meiner Annahme, dass Nietzsche psychisch und seelisch krank war, schließen sie bitte nicht, dass ich seine Bücher deshalb negativ bewerte. Ich war ja jahrelang sowas wie ein Nietzsche- Fan.
      Wir sind ja alle ein bisschen psychisch krank.
      Die empfangene Solidarität mit der Muttermilch, wird uns in Kita, Schule und Universität kontinuierlich wieder abtrainiert. Die Entscheidung, zwischen altruistischem und egoistischem Verhalten, wird uns schnell, zugunsten des Egoismus‘ abgenommen. ZB:
      Mit den Arbeitern solidarische Gewerkschafter kriegen hier schon lange kein Bein mehr auf den Boden. Es hat sich noch nicht allgemein rumgesprochen, dass wir über die Medien täglich manipuliert und gelenkt werden. Aber ich schweife ab. Wollte nur sagen, dass Nietzsche bei mir seinen hohen Stellenwert behalten hat.

    • Als ich noch nicht wusste, wie krank diese Menschengesellschaft ist, dachte ich ab Teeniealter etwa auch meistens, ich sei psychisch total krank- mehr noch- so etwas wie ein genetischer Unfall, seelisch verkrüppelt, einfach völlig verkehrt und unbrauchbar für diese Welt. Dieses Phänomen hat ja u.a. Arno Grün ganz gut aufgedeckt.

  17. Was für eine wunderbare Sendung!

    In meinen Augen neben den Positionen #1 und #10 wieder eine weitere Allerbeste! Hochspannend, miterleben zu dürfen, wie sich fünf Menschen gleich auf fünf verschiedene Arten dem unlösbaren Problem der menschlichen Existenz annähern. (Von denen allerdings zwei behaupten, beide ganz links sitzend, sie hätten es gelöst. Think again!)
    Und beglückend, daß es fünf Vertretern dieser so unterschiedlichen Ansätze dann auch noch gelingt, miteinander im Gespräch zu bleiben. Das danken wir an diesem Abend vor allem einem Ken Jebsen in Topform, der nicht nur fünfter Diskussionsteilnehmer war, sondern auch noch ein halber Moderator 😉 der es nicht nötig hatte, nachzusetzen, recht zu haben und dabei einen der Gäste zu entblößen, als sich dessen Unwissenheit zu einem gewissen Sachthema offenbarte. Echte Moderatorengröße meiner Meinung nach.
    Und das danken wir auch Herrn Alexander Dill – (Ich freue mich schon auf das „KenFM im Gespräch“ mit Ihnen und werde auch Ihr Buch lesen!) und dessen großherziger Art sich jedem einzelnen respektvoll zuzuwenden und jedem einzelnen das Gefühl zu geben, willkommen und wichtig zu sein; und vor allem: gehört zu werden.
    Ihnen, Herrn Keuter gratuliere ich zu Ihrem Mut, sich als erster Vertreter der in unseren Landen so mißverstandenen, verleumdeten und ausgegrenzten Fraktion in die Höhle des linken Löwen hineinzubegeben. Ich habe zwar wahrgenommen, daß Ihnen aus diesem Grund ein extra Wohlwollensbonus gegeben wurde, aber Sie haben sich rundum wacker geschlagen.
    Entschuldigen möchte ich mich beinahe für den letzten Beitrag in der Schlußrunde, der völlig unter der Gürtellinie war und völlig unfair sich Ihnen gegenüber eine Lehrerrolle angemaßt hat, die ihm nicht zusteht. Und dann auch noch im Bewußtsein, daß der andere nicht mehr erwidern kann, weil es sich ja um das letzte Wort handeln sollte, auch noch ein neues Thema anzureißen – ganz mieses Kino. Ein Grund zum Fremdschämen. Sie haben aber auch hier gute Miene gemacht. Bravo also erneut.
    Herr Lenz: in Ihnen hat das analytische, megarationale Superhirn seine Imitationen von Allwissenheit, Wahrhaftigkeit und Liebe offensichtlich zur Perfektion gebracht. Sie wünschen sich ein Problem? Versuchen Sie mal, nur eine Minute lang kein Karma zu erzeugen. Noch eins? Versuchen Sie, keine kontaminierte Luft einzuatmen.

    Höhepunkte und Highlights in dieser Runde gab es, meines Erachtens so einige. Meine drei persönlichen Favoriten: das Zurücknehmen der Beschimpfung „links-grün-versypht“ auf Anraten des, den aktiven Politiker belehrenden und beratenden (!), rasenden Reporters https://kenfm.de/positionen-14/ ;
    „das Knockout durch Herrn Keuter Ken Jebsen gegenüber („Jetzt sind Sie aber der Populist!“) bei Minute 2:27.50 ;das Zurücksinken unseres geliebten Moderators auf diesen Schlag hin nebst seines Gesichtsausdruckes dazu, den ich durch ein „Uff“ in Worte übersetzen möchte. 🙂
    Und jene Stelle, die, ich wage eine Prognose, eine der bekanntesten und am meisten geteilten Meinungsäußerungen werden dürfte, die im Internet je gesehen wurden: (Verfl….. ich finde die Stelle gerade nicht, vielleicht mag jemand helfen. Ken Jebsen als Sprachrohr der zerbombten arabischen Welt: Bleibt weg!)

    Klasse Sendung! Wirklich vorbildlich. Unterhaltsam, locker flockig, voller humorvoller Momente, klug, aufrüttelnd, ausgeglichen, friedens- und verständigungsfördernd.
    Macht Hoffnung und Mut. Macht froh.
    Danke Ihnen allen!

    P.S.: Ach ja, ich liebe meine Heimat. Ich verdanke Deutschland und seiner Kultur (neben Indien) alles, was ich bin und weiß. Und je mehr ich mir in dieser traurigen, verkopften, gewalttätigen Welt wie ein Fremder vorkomme, je tiefer ich in das hineinfalle, was ich in meinem Innersten bin, desto mehr weiß ich Heimat, Muttersprache und das Vertraute und mir Anverwandte zu schätzen.

    • ja Herr Lenz ist durch die Bank unangenehm aufgefallen. Arrogant, absolut von sich selbst überzeugt und dann auf die Spitze getrieben sein Lehrerhaftes Schlusswort. Einfach nur schlimm und absolut unsympathisch.
      „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“ (André Gide)

    • Ich finde vieles von dem, was Herr Lenz in diesem Forum publiziert hat, gut. Habe es auch durch Kommentare immer wieder unterstützt und oft verteidigt. Allerdings gibt es eine Grenze für mich, was den New Age-Größenwahn anbelangt. Und der war hier in einer Hoffahrt zu Wort gekommen, daß ich ein Stop sagen mußte.
      Man glaubt ja heute in weiten Kreisen, daß ein paar positive, schöpferische Gedanken ausreichen würden, unser ganzes Leben zu verändern. Da lachen sich die Schicksalskräfte krumm, bei der Vorstellung: zwei Millionen Jahre Karma im Leben einer Seele, und jetzt ein paar Gedanken und alles soll sich ändern; die Früchte müssen nicht geerntet und erlitten werden? Das ist, als würde jemand neben einem 30 stöckigen schwarzen Hochhaus stehen (als Bild für das Sanchit Karma), einen Fensterrahmen im Erdgeschoß blau lackieren und anschließend behaupten: so, jetzt ist das ganze Hochhaus weg.

      Und wenn jetzt vielleicht jemand sagt, es gebe sowieso keine Reinkarnation, dann würde ich gern auf Englisch antworten:
      Nobody did ever reincarnate again. But everyone has to.

    • HIer noch ein kleiner Beitrag zum angesprochenen Thema der Reinkarnation.
      Dr. Ishwar Puri erzählt ca. 12 Minuten lang von persönlichen Erlebnissen zu Erinnerungen an frühere Leben, kommt dann auf die Macht der Konditionierung durch Religion zu sprechen (aus der man nur schwer entkommen könne) und endet mit einem köstlichen Witz:

      https://www.youtube.com/watch?v=ioL1Gof89Sw

  18. Danke für die Sendung. Nur: Ist der Bundestagsabgeordnete Dieter Dehm, der bei der vorangegangenen Sendung zu Gast war, nicht genauso wie Herr Keuter ein amtierender Politiker? Oder wurde sein Auftritt einfach wieder schnell vergessen und verdrängt, jetzt wo er auch mit innerparteilicher Opposition zu kämpfen hat?

  19. Mein erster Beitrag auf diesem Portal und ich will etwas positives schreiben…
    Danke KenFm+Team das es Euch gibt, vielen Dank für Eure aufklärerische Arbeit. Lasst Euch nicht unter kriegen, es ist gut das es Euch gibt und was Ihr macht.

    Nun dann aber doch ein Kommentar zu dieser Sendung (welche ich bis jetzt zur min 37:00 geguckt habe):
    Herr Lenz will also 90% -97/98% aller Menschen mit denen ich bis jetzt über Heimat gesprochen habe einen psychischen Knacks andichten, wenn man(n) einen besonderen Bezug zu dem Ort, der Region seiner Gburt und/oder Kindheit hat?

    Herr Kleinschmiddt (NEIN das DDT ist KEIN Verschreiber sondern künstlerische Freiheit!) vergifted den gesunden Mensdchenverstand mit dem Missbrauch der Demografiekeule. Europa braucht keine Millionen Zuwanderer um seinen Wohlstand zu erhalten, dieser verblendete, oder noch schlimmer, fremdgesteuerte Flüchtlingsmanager behauptet und bedient mMn ein neolieberales Narativ, welches existierende Probleme ausblendet. Wir in Deutschland und Europa, in fast allen industrialisierten Ländern der Welt hat sich der Wohlstand NICHT durch MEHR Arbeit sondern durch MEHR Produktivität und Automatisierung ergeben. Wenn die besagte Automatisierung/Robotisierung der Industrie- und Arbeitswelt weiter so von statten geht wie in den letzten 50-60 Jahren brauchen wir bald so gut wie keine Körperlich anstrengenden oder gefährlichen Arbeiten mehr machen, da dieses ALLES von Maschienen aka Robotern erledigt werden wird. Eher wird es mbescheidenenMn zu weiteren sozialen Verwerfungen und eine Zunahme der Nationalismen kommen, da wie schon gesagt, Millionen von Zuwanderern mit den Einheimischen auf dem eh schon immer prekärer werdenden Arbeits- und Wohnungsmarkt konkurieren MÜSSEN…. In diesem System…

    Die Idee des Masterplans (ich weigere mich dieses mit der Wiederaufbauhilfe der BRD nach dem 2. Weltkrieg zu vergleichen) für Afrika finde ich hingegen SUPER! Allerdings mit einer gaaanz anferen Herangehensweise! Die Eu, die Nato, die UNO, oder welche Weltgemeinschaftauch immer geht zu den 54(?) afrikanischen Staaten hin und fragt:“Was wollt Ihr, was braucht Ihr und wie können wir Euch dabei unterstützen!“

    So genug Text für 37 min Video. Ach noch eines, wenn sie denn von Voltáire stammen die Worte
    „Ich verdamme/hasse zwar jedes einzelne Wort was Sie gesagt haben, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie es sagen können!“ In einer Demokratie ist mit das Schwierigste, die Meinungen der anderen auch auszuhalten und zu respektieren *HamburgerFairmaster

    • Ach und liebes KenFM Team und der Webmaster, eine Bearbeitungsfunktion für einen Beitrag währe klasse, da ich gerade gesehen habe, wie viele Spezialeffekte meiner Tastatur und Rechtschreibfehler sich in der „Wall of Text“ eingefunden haben. LG HamburgerFairmaster

    • Na hossa, ohne Bearbeitungsfunktion muss ich ja wohl meinen eigenen Kommentar kommentieren 😉

      Der Herr Kleinschmiddt hat bei ca. Minute 44:30 BEINAHE einen freudschen Versprecher getan:
      …allen Teilen der Welt erlauben so mit IHREN EIGENEN Rohstoffen umzugehen wie sie es müss…. ähhrm tun sollten…
      Alta ey wie lange hast Du gebraucht um dat herrauszufinden, bloß welche Konsequenzen ziehen Wir da jetzt draus?

      Da viel mir noch was zu dem Lenz ein, der „Antiagressionstrainer“ Psychofutzi…. andere als minderwertig oder menschliche MÜLLKIPPE bzw. Soldaten als SONDERMÜLLKIPPE zu bezeichnen….. danke enough said dump scumbag!

      LIEBE und FRIEDEN

    • “ Die Eu, die Nato, die UNO, oder welche Weltgemeinschaftauch immer geht zu den 54(?) afrikanischen Staaten hin und fragt:“Was wollt Ihr, was braucht Ihr und wie können wir Euch dabei unterstützen!“ “

      Der Teufel hineinlassen für Hilfe.

    • @HamburgerFairmaster: (ein Nick bei dem sich mir die Haare aufstellen aber egal…)
      Spannend finde ich, dass sich Ihre Aussagen und Wahrnehmungen fast zu 100% mit meinen decken.
      Kleinschmiddt: „Auch die Demografieargumentation darf nicht fehlen und dass Europa ohne Migration zum Tode verurteilt wäre. Er ist das Kondensat aus Meinstream-Mc-Medien und Hochverratspolitik und versteht es trefflich deren immer und immer wieder vorgebrachten Argumente und Lügengeschichten perfekt „aufzusagen“.“ (Auszug aus meinem Kommentar weiter unten)
      Rüdiger Lenz: „kann ja nicht oft genug wiederholen was für ein toller Hecht er ist, wie er alles auf dem Schirm hat usw.. unerträgliche Arroganz. Die Menschen hat er schon längst in seine privaten, kleinen Schubladen gesteckt und bewertet jeden einzelnen von seinem Gott gleich- erhabenen Standpunkt aus. Schlimm, wirklich schlimm.“ (Auszug aus meinem Kommentar weiter unten)
      In diesem Sinne muss wohl was wahres dran sein an „unseren“ Wahrnehmungen…
      Schlimm fand ich auch den „Wissensstand“ des AfD-Politikers der auch noch in irgenwas mit Finanzen tätig ist. Er ist sich nicht der grundlegendsten Mechanismen der Geldschöpfung bewusst..
      Trotzdem fand ich die Standpunkte des AfD-Mannes oft gut durchdacht und realistisch. Nicht alles, aber doch ein großer Teil.
      Herr Dill, der leider viel zu wenig zu Wort kam war meiner Meinung nach der Feuerkopf in der Runde (neben Ken Jebsen) er bekam leider viel zu wenig Raum um seine genialen Gedanken einzubringen. Schade!
      Ansonsten war es schon spannend, die verschiedenen Standpunkte, (die es ja, mögen sie noch so unlogisch und destruktiv sein, gibt) zum Thema zu sehen! Schöne Sendung!

    • @Schliemanns, das Fairmaster ist Plattdeutsch und heist Viermaster, soll keine Anspielung auf mein Recht- oder Ungerechtigkeitsempfinden sein. Okay okay, nicht ganz, vier wird plattdütsch veer geschrieben und ich HASSE Ungerechtigkeiten. Wobei ich eigentlich gar nicht hassen möchte da dieses Gefühl ungesund sein kann, doch versuche ich halt auch Ungerechtigkeiten nicht nur zu benennen, sondern auch mit meinen Möglichkeiten zu beseitigen.

  20. wird immer schlimmer!
    bin bei minute 43 und kann es gar nicht fassen, dass nur Populisten (dumme menschen) eingeladen wurden, ohne ein Minimum an Sachverstand!

    Kleinschmidt: der im regierungstreuen „liberalen“ Populismus Blödsinn von sich gibt.
    lenz: der wiedermal vom kleinen aufs ganze schliessen möchte.
    keuter: der sich selber wiederlegt, wenn er mal sein Parteiprogramm (Wirtschaftspolitik) lesen würde. es hat von Ökonomik null Ahnung.
    dill: nicht ganz so schlimm wie Kleinschmidt, aber nicht weit davon entfernt.

    tja, team kenfm, dass niveau dieser Sendungen ist vergleichbar, mit Sendungen „Beispiel“ wenn der Arbeitgeberverband mit dem ifo-Institut diskutiert. wieso werden immer dieselben unsinnigen leute eingeladen? drehtüreffekt?

  21. Herr Kleinschmidt trifft den Nagel ohne Hammer bei 44:45
    Schauen sie mal in Ihrer Stadt, Altkeidersammelcontainer an jeder Ecke von den sog. Hilfsorganisationen die dicke Kohle machen mit Altkleiderverkauf nach Afrika.
    Weiss Oma, dass sie damit den Afrikanern schadet?
    Genannt seien hier mal Abzocker Organisationen wie Johanniter (ein tiefer Staat im Staate und grosser Arbeitgeber – Stramm hierarchisch organisiert!) neben Malteser, DRK und Anderen.

  22. Die Bankenrettung durch gestohlene Steuergelder kompensiert doch nur die niedrigen Zinssätze, bei der Umverteilung von unten nach oben.
    Die Geldschöpfung durch Privatbanken muss lediglich mit 2% bei der Zentralbank abgesichert werden. Die Bank gibt einem ihr bekannten „Bankster“ einen hohen, nicht gesicherten Kredit, der macht Konkurs und die Bank Pleite. Der Steuerzahler darf den faulen Kredit zurück zahlen,
    Bank und „Bankster“ machen Halbe- Halbe.

    • @ Horst Kietzmann Ich bin im großen und ganzen mit ihren Äußerungen einverstanden, aber (Zit.)“Die Bank gibt einem ihr bekannten „Bankster“ einen hohen, nicht gesicherten Kredit, der macht Konkurs und die Bank Pleite“
      Das läuft meines Wissens nach in der Regel etwas anders. Die Banken machen hohe Scheingewinne und schütten ordentlich Dividende an die Aktionäre aus, wenn die Scheingewinne platzen ist die Bank hoch verschuldet und muss vom Steuerzahler gerettet werden, weil sytemrelevant.. Oder sie wird (teil)verstaatlicht, wobei der Staat (mit wessen Geld wohl?) den Aktionären auch noch die wertlosen Aktien abkauft, die Bank dann saniert und dann wieder privatisiert.

  23. Rüdiger Lenz kann ja nicht oft genug wiederholen was für ein toller Hecht er ist, wie er alles auf dem Schirm hat usw.. unerträgliche Arroganz. Die Menschen hat er schon längst in seine privaten, kleinen Schubladen gesteckt und bewertet jeden einzelnen von seinem Gott gleich- erhabenen Standpunkt aus. Schlimm, wirklich schlimm.
    Auch die Reaktion und die Voreingenommenheit in Bezug auf das Thema spricht Bände. Es gibt einfach zahlreiche Argumentationsmuster die den Klatschbonus schon fest eingebaut haben, sozusagen das politisch korrekte, pawlowsche Klatschen.
    Herr Kleinschmidt, ehemaliger UN Flüchtlingskommisar, ist wie nicht anders zu erwarten so ziemlich voll auf Regierungslinie, er untermauert (vor der Diktatura übernommene) Standpunkte vor sich selbst mit dubiosen Studien die sich z.B. mit Folter unter Assad beschäftigen. So bekräftigt er die Linie von Nato und Vasallen, befürwortet den Braindrain aus Syrien und andren Ländern. Auch die Demografieargumentation darf nicht fehlen und dass Europa ohne Migration zum Tode verurteilt wäre. Er ist das Kondensat aus Meinstream-Mc-Medien und Hochverratspolitik und versteht es trefflich deren immer und immer wieder vorgebrachten Argumente und Lügengeschichten perfekt „aufzusagen“.
    Alexander Dill spricht Wahrheiten aus, (zB dass sogar heute noch eine Mehrheit der Bürger in Syrien hinter Assad stehen) die zB. ein Herr Kleinschmidt gar nicht gern hört und denen man in Staatsfunk und Politik keinerlei Beachtung schenken möchte, steht sie doch der Agenda des rücksichtslosen Regimechange und der Durchsetzung egoistischer Interessen diametral entgegen. Dieser Moment in der Diskussion (ca. bei 1h 20min) ist mir positiv aufgefallen, auch als im Anschluss von Herrn Dill der AfD Mann den richtigen Ton traf und das Thema am richtigen Zipfel zu fassen bekam.
    Herr Kleinschmidt ist nach dieser „unerfreulichen“ Drehung des Windes die nächsten Minuten Mucksmäuschenstill und äußert sich mit keinem Wort dazu…
    Für Herrn Lenz ist natürlich alles ganz einfach und er wusste es natürlich schon immer: „es geht um eine Pipeline die da durch soll (sic)“. In seiner Arroganz ist er nicht mehr fähig auch die weiteren Punkte zu erfassen die in das Syrienthema mit einfließen…
    Ganz schlimm wurde es aber dann zum Schluss als sich unzweifelhaft herausstellt, dass der AfD Mann, der auch noch im Finanzauschuss wirkt, keinen blassen Schimmer von den Mechanismen der Geldschöpfung hat. Zu diesem Thema konnte dann wiederum der AfD Mann nur noch die vorgekauten Phrasen „aufsagen“ die ihm Medien und Politkartell eingespeichert haben.
    Zusammenfassend lässt sich für mich feststellen, dass in Bereichen der Politik Menschen herumstümpern die wirklich denkbar schlecht geeignet sind um die Geschicke dieser Welt zu lenken.
    Wir sollten langsam reif sein, für ein System dass die Ressourcen eines jeden Menschen ausschöpfen und nutzen kann.
    Anfangen müsste man und da liegt Herr Jebsen Goldrichtig, beim Geldsystem. Das gehört in der Tat aus den Händen einiger Privater und sollte ein Hoheitsrecht allein des betreffenden Staates sein.
    Ob ich das noch erleben werde?
    Es würde Frieden, Wohlstand, Gerechtigkeit bedeuten. Die ganze Welt (sofern dies auf der ganzen Welt umgesetzt würde) würde zu einer noch nie gekannten Blüte kommen, es wäre sprichwörtlich das Paradies auf Erden. Flüchtlinge? Diese Frage würde sich auch nicht mehr stellen.
    PS.: eine Minderheitenregierung in der immer wieder aufs neue Mehrheiten mit Argumentation und Fakten gewonnen werden müssten, hätte ich mir für die Politik in Deutschland gewünscht wenn es schon das System sein muss, in dem wir im Moment festzustecken scheinen…

  24. Es ist schon erstaunlich, dass es immer wieder Menschen geben, die obwohl mit vorgeschichtlicher familiärer Erfahrung eines unglücklichen Lebensabschnitt haben, trotzdem sich so dermaßend entfremdet sind wie dieser AFD-Mann.
    Der predigt von der hochen Kanzel herunter, als ob er sämtliche Erfahrungen in allen Bereichen mit den großen Löffeln gefressen hat.
    Durch seine großkotzigen Ausführungen wie alles im Sinne der AFD-Ideologie besser werden muss, gehen in dieser Runde viele wichtige Fragen unausdiskutiert unter.
    Die Interessensfrage wurde überhaupt nicht beantwortet, bzw. in den Bestandsteilen definiert.
    Deutsche-, Wirtschafts, Politik, Militär- sowie die Interessen der Menschen im allgemeinen usw.

    Also bei so einen Thema wie Migration oder Integration in Deutschland, hätte man zusätzlich noch eine Stimme gebraucht die das auch am eigenen Leibe durchgemacht hat.

    • @Son_Snow: das Thema war ja „Flucht und Krise – Geopolitik oder Gastfreundschaft?“.
      Was hätte denn ein Geflüchteter so besonderes zu diesem Thema beitragen können? Ihr Vorschlag erinnert mich an die Zusammensetzungen der Gäste in Staatsfunk-Talkshows wo dann zur Emotionalisierung noch ein entsprechender Gast geladen wird…
      Ich find diese Sendung durchaus gelungen, es kamen verschiedene Positionen und Standpunkte zu Wort, Herr Dill hätte meiner Meinung nach öfter zu Wort kommen sollen, alles was er sagte hatte Tiefgang und er gab dem Gespräch immer wieder eine besondere Richtung.

    • Inwiefern ist das gelungen? Lediglich Herr Kleinschmidt und Herr Dill haben einigermaßend Fakten auf den Tisch gelegt wo man sich orientieren konnte. Die Klischees die Herr Keuter bedient, hätte ich auch von jeden Stammtischredner holen können, da brauche ich keinen Abgeordneter. Was er am Schluss über die Plenumsarbeit sagt, ist ihm zu Gute anzurechnen, wobei die meisten Menschen das schon wissen. Aber dann widerum keine richtigen Schlussfolgerung bzw. Konsquenzen auszusprechen, ist widersprüchlich und irgendwie doppelstandardmäßig. Über die Runde hindurch kann ich nur aus meiner Sicht sprechen, dass der Herr Keuter sich häufig in Widersprüche verstrickt. Bei Punkten wie Militär sowie die Idee der direkten Demokratie wendet er (absichtlich?) sich schnell davon ab und geht darauf gar nicht ein.
      Der Punkt Geopolitik wurde kaum intensiv eingegangen. Lediglich einmal wurde von Herr Keuter die Migration als Waffe genannt, stand aber im luftleeren Raum und somit wars es auch dann. Keine Verursacher genannt, kein Interessen von Akteuren genannt, welche Konsequenzen kann man ziehen.

      Es ist auf der einen Seite richtig, das der Herr Keuter stolz ist auf die Errungenschaften Made in Germany sein kann, aber die andere Seite der Medaille fehlt. Womit werden diese den bedient? Aus dem Nichts? Oder besitzt Deutschland unerschöpfliche Mengen an allen Ressourcen das es seine hochentwickelten Technologien produzieren kann?
      Dann noch den Punkt mit der Luftleeren-Geldschöpfung der Privatbanken als falsch abzukanzeln, das ist verräterisch.
      Gelungen ist es in dem Sinne, dass jeder Politiker der so eine Runde beiwohnt den Indikatortest besteht, dass er durch und durch ein Repräsentant dieser Kaste ist.

Hinterlasse eine Antwort