Positionen 18: „Akadämlich“ – Freies Denken unerwünscht!

Kinder sind unsere Zukunft. Wie wir mit unserem Nachwuchs umgehen, können wir täglich beobachten. Vor allem in Schulen, KiTas und Kindergärten wird die Zukunft unserer Kinder nicht „gespielt“, so wie es sein sollte, sondern eher „verspielt“, so wie es das System vorgibt. Das System selbst ist nämlich ein Gehorsam vermittelndes. Noten und Frontalunterricht führen zu Angst und Demotivation.

Wenn aber unsere Zukunft dahingehend „geschult“ wird, dass sie selbst keine Zukunft mehr hat, weil sie auf Jobs vorbereitet wird, die es in 10 Jahren gar nicht mehr gibt, dann sieht es düster für eine friedliche Gesellschaft aus, die einen mündigen und diskursfähigen Bürger braucht. Und wenn dann noch dazukommt, dass mehr Gehorsam als freies Denken, mehr Lernziele als Neugier, mehr Konkurrenz als Kooperation vermittelt werden, brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir eine Generation von Normopathen, Duckmäusern und empathielosen, jungen Menschen heranziehen.

Das Schulsystem mit all seinen Facetten, Normen und Regeln ist überholt, vielleicht schon seit Jahrzehnten.

In der aktuellen Ausgabe von POSITIONEN wird das Wort „Schule“ schon als Unwort deklariert und heiß darüber diskutiert, was am Status quo überhaupt noch erhaltenswert ist. Einig, dass wir eine andere Art von Bildung brauchen, gab es doch einige Differenzen darüber, mit welcher Methode wir zu einer angstfreien, freiheitlichen, offenen Bildungsvermittlung kommen.

Im Studio diskutierten:

  • Michael Hüter, Kindheitsforscher
  • Bertrand Stern, Freischaffender Philosoph und Bildungskritiker
  • Manfred Spitzer, Gehirnforscher
  • Margret Rasfeld, Bildungsinnovatorin

Inhaltsübersicht:

0:03:50 Michael Hüter, Kindheitsforscher – Die Schulpflicht muss weg

0:08:01 Bertrand Stern, Philosoph – Die Schule, eine bevormundende Instanz

0:13:03 Manfred Spitzer, Gehirnforscher – Schule gewöhnt die Neugier ab

0:18:27 Margret Rasfeld, Bildungsinnovatorin – Schule, Kirche und Militär

0:27:57 Der unsichtbare Lehrplan und das System Schule

0:46:29 Hoffnung und Ansätze für Veränderung

0:59:25 Schafft sich das konventionelle Schulsystem selbst ab?

1:11:09 Spielend lernen und „Inkompetenz-Kompensations-Kompetenz“

1:43:20 Elternabende, ein System unter Angst und neue Lernräume

1:59:52 Strukturelle Gewalt und die 7 Lektionen der Schule

2:15:33 Frei denkende Menschen – eine unberechenbare Bevölkerung

2:24:47 Kleine Schritte in eine freie Bildungslandschaft und „Fridays for future“

2:33:32 Die Statements der Gäste

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91 Kommentare zu: “Positionen 18: „Akadämlich“ – Freies Denken unerwünscht!

  1. Mein erster Satz als ich 1954 zum ersten Mal aus der Schule kam war: Da geh ich nicht wieder hin! (so wurde mir spaeter erzaelt 🙂 ) Seit dem habe ich ein indifferentes Verhaeltnis zur Schule.

    Nachdem ich jetzt die Ansaetze und Zielrichtungen von Frau Rasfeld gehoert habe, wuensche ich mir, ich haette in eine der von ihr betreuten Schulen gehen koennen.

    PS: Ich habe erst vor ca. einer Woche KenFM entdeckt und habe mir seit dem alle Positionen 1-18 angesehen (Rentner). Ausnahmsweise jeder dieser Beitraege hat mir neue Einsichten und Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben.

  2. Was die strukturelle Gewalt des sogenannten heimlichen Lehrplans angeht, überrascht mich in Gesprächen mit Lehrern doch immer wieder deren ‚grandiose‘ Unkenntnis über denselben, einschließlich ihrer eigenen Schlüsselrolle in der Umsetzung desselben, sowohl als Täter bzw. (auch) Opfer.
    Dass die gesamte Schulzeit wesentlich darin besteht, die Schüler weitestgehend daran zu gewöhnen g e g e n ihre eigenen Interessen zu denken, zu fühlen und zu handeln ist eine ungeheuerliche Tatsache, welche aber wiederum Voraussetzung dafür ist, dass die dann aus der Anstalt Entlassenen befähigt sind, dergleichen – von ‚der Gesellschaft‘ gefordertes – ‚fremdes‘ Leben mehr oder weniger klaglos auf sich zu nehmen…

  3. Liebes Kenfm Team, wieder eine geile Sendung, nur viel zu kurz 😉
    Zu Positionen 19 ist ja ganz sicher Sven Böttcher gesetzt, (ich freue mich jetzt schon darauf!) bitte ganz dringend Herrn Spitzer noch einmal einladen! Zwei kultivierte intelligente Pole eines Magneten – das muss gut werden!:-)

  4. KenFM wieder hervorragend, auch wenn man nicht mit jedem Gesprächsteilnehmer einer Meinung ist.
    Ein Gesichtspunkt fehlt mir noch. Bei aller wünschenswerten individuellen Förderung des Einzelnen: wenn das menschliche Zusammenleben in einer Gesellschaft von der Komplexität heutiger Zivilisationen funktionieren soll, sind wir darauf angewiesen, dass bestimmte Dinge erledigt werden und nicht jeder macht, was er will. So wie Naturwissenschaften und Technik ihren ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, die jeder Naturwissenschaftler, Techniker und Ingenieur bei seiner Arbeit beachten muss, braucht auch eine Gesellschaft ein Minimum an Konsens und Regeln, an die sich jeder halten muss, auch jeder noch so große Individualist.

    Es muss deshalb Leute geben, die dafür sorgen, dass gesellschaftliches Zusammenleben möglich ist. Dann aber wird man die Leute, die man für diese Aufgaben braucht, nicht immer nur nach ihren individuellen Talenten fördern können, sondern auch entsprechend den Erfordernissen der Gemeinschaft schulen und ausbilden müssen. Um aber entsprechend ausgebildet werden zu können, müssen die Lernenden in der Lage sein, das lernen zu können, was ihnen die Ausbilder beibringen sollen. Sie müssen also Lernen gelernt haben, das heißt systematisch geschult worden sein. An irgendeiner Form allgemeinverbindlicher und nicht nur individueller Bildung wird man daher auch in Zukunft nicht vorbeikommen, so verbesserungsbedürftig das heutige Schulsystem auch ist. Und irgendwann wird man, selbst wenn man auf Noten in der Schulzeit verzichtet, nicht umhin können zu unterscheiden, wer für eine Aufgabe gut geeignet ist und wer weniger gut.

    So verstanden muss Schule keineswegs Wege verschließen, sondern kann auch ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Denn nicht nur als Kind oder Jugendlicher, auch im späteren Leben als Erwachsener braucht man Motivation bei dem, was man tut. Diese Motivation kann man auf verschiedene Weise gewinnen, nicht nur daraus, dass man eine Tätigkeit ausübt, die exakt den spezifischen Begabungen entspricht, sondern auch daraus, dass man in dem Gefühl lebt, etwas Sinnvolles zu tun. Daher kann es sehr frustrieren, wenn man keinen Sinn sieht in dem, was man tut, weil es zwar den eigenen Fähigkeiten entspricht, einem aber keine Erfolgserlebnisse verschafft, z.B. weil diese Tätigkeit nicht anerkannt ist oder nicht gebraucht wird. Hingegen kann man seine Tätigkeit durchaus auch dann als sinnvoll und erfüllend empfinden, wenn man das Gefühl hat, zum Wohl der Gemeinschaft etwas beizutragen, selbst wenn diese Tätigkeit nicht unbedingt zu 100% den eigenen Fähigkeiten, Vorstellungen und Wünschen entspricht.

    • „Dann aber wird man die Leute, die man für diese Aufgaben braucht, nicht immer nur nach ihren individuellen Talenten fördern können“

      Man muss sogar.
      Wenn man Leute hat, die diese Aufgaben nur aus Pflicht erfüllen und 6 h Kaffepause machen, wenn kein Chef überwacht, dann muss man dazu noch einen überflüssigen Chef nur als Aufpasser beschäftigen – und bezahlen.
      Also muss man alle Talente fördern und dann sind einige dabei, die Talente für diese Aufgaben haben und dann läufts.

    • Hoffentlich, Andreas. Ich halte das aber für eine Illusion, dass alles sich schon irgendwie in Wohlgefallen auflöst bei 83 Millionen, wenn die alle das tun dürfen, was ihnen behagt. Aber in einem Punkt haben Sie natürlich recht: ich bin auch gegen Kaffeepausen, gehören abgeschafft, solange wir noch nicht so weit sind, dass jeder tun darf, was er will🙃.

    • Nein, im Ernst, Andreas, das gerade muss sich natürlich ändern, dass Leute nur stur ihre Pflicht erfüllen. Es darf nicht sein, dass nach neuesten Erhebungen 70% innerlich schon gekündigt haben und nur mit Aufpassern bei der Stange gehalten werden können. Ich meine auch nicht eine solche Art apathischer Pflichterfüllung nur um der Pflicht willen, ach Quatsch, nur um des Aufpassers willen, damit der nicht böse wird – so wie man den Lehrer böse erlebt hat, wenn man in der Schule nicht „brav“ war. Sondern ich meine, dass man es wohl auch dann nicht jedem recht machen und seinen Talenten voll entsprechen kann, wenn sich die heutigen Missstände entscheidend gebessert haben. Das liegt an der Unübersichtlichkeit einer komplexen Gesellschaft in einem dicht besiedelten Land, in das man irgendwie eine Ordnung hineinbekommen muss, damit menschliches Zusammenleben stattfinden kann.

    • @ citoyen
      „Ich halte das aber für eine Illusion, dass alles sich schon irgendwie in Wohlgefallen auflöst bei 83 Millionen, wenn die alle das tun dürfen, was ihnen behagt.“

      Dass alle tun könnten, was ihnen liegt, wäre ja nur bei einem bedingungslosen Grundeinkommen möglich.
      Der jetzige Zustand ist der, dass einige Leute für Anzug tragen und angesagte Worthülsen absondern fünfstellig bezahlt werden und die Leute der Müllabfuhr eher so im unteren vierstelligen Bereich.
      Da ahnt man schon, was anders sein müsste, damit es mit einem BGE funktioniert.

    • Die Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen sinnvoll ist, beschäftigt mich, seit sie öffentlich breiter diskutiert wird. Rein wirtschaftlich betrachtet liegt vor allem der Vorteil auf der Hand, dass damit ein völlig ausgeuferter Verwaltungsaufwand eingespart werden könnte. Von Vorteil wäre sicher auch, dass die Dreistigkeiten der Finanzelite, wie sie hier bei KenFM insbesondere von Ernst Wolf plastisch beschrieben werden, dann wirkungsvolle Schranken finden könnten: Wenn nämlich die meisten Menschen gleich viel (= wenig) haben, kann man ihnen auch nicht viel nehmen, weder indem man sie abzockt, noch indem man sie mit dem Entzug finanzieller Mittel erpresst.

      Das Hauptproblem, das dagegen spricht, ist doch aber, dass folgende Frage bisher nicht aufgrund von Erfahrungswerten beantwortet werden kann, weil es noch nie eine flächendeckende Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens gegeben hat: Wie verhalten sich Menschen, wenn das spätestens seit der biblischen Vertreibung aus dem Paradies bestehende Naturgesetz einfach außer Kraft gesetzt wird: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen“?. Was tun Menschen, und wer von ihnen tut überhaupt noch etwas, wenn sein notwendiger Lebensunterhalt ohne sein Zutun gesichert ist? Natürlich, jeder kann sich dann der Idee nach selbst verwirklichen, ohne dabei den Erwerb von Einkommen zum Lebensunterhalt im Auge haben zu müssen. Fragen der Rentabilität, der Anpassung an nicht selbst frei gestaltete Verhältnisse, der Unterordnung unter den Willen anderer, der Erpressbarkeit usw. könnten ganz wesentlich an Bedeutung verlieren. Es könnte sich eine Fülle von Dingen entfalten, die es heute noch nicht gibt und von denen wir nichts wissen, weil wir sie unter den gegenwärtigen Verhältnissen gar nicht für möglich halten. Aber es stellt sich zunächst vor allem die Frage, wer ein flächendeckendes bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren soll. Es müsste dann ja doch noch Leute geben und nicht wenige, die über das bedingungslose Grundeinkommen hinaus so viel Einkommen beziehen, dass sie davon die Steuern zahlen können, die benötigt werden, um allen dieses Grundeinkommen zu geben. Woher aber sollen diese „Mehrverdiener“ ihren Mehrverdienst bekommen? Etwa von denen, die nur das bedingungslose Grundeinkommen beziehen?

      Ich stelle mir einen Geschäftsmann (G) vor, der von dem Bezieher eines bedingungslosen Grundeinkommens- (BbG) einen bestimmten Preis X verlangt:

      BbG:
      „Wieso verlangst du diesen Preis von mir? Der ist viel zu hoch. Ich beziehe nur ein bedingungsloses Grundeinkommen und kann mir das nicht leisten. Das musst du verstehen.“
      G:
      „Schau mal, ich habe für meinen Geschäftsbetrieb Ausgaben, die du nicht hast, muss Miete für Produktions-, Büro- und Lagerräume zahlen, Material einkaufen, meinen Mitarbeitern ihren Mehrlohn bezahlen…“
      Da unterbricht ihn BbG:
      „Wieso zahlst du denen ihren Mehrlohn? Sind die denn nicht zufrieden mit ihrem bedingungslosen Grundeinkommen?“
      G:
      „Nein. Wenn ich denen keinen Mehrlohn bezahlen würde, würden sie nicht für mich arbeiten, sondern zu Hause bleiben, so wie du. Dann gäbe es nichts, was ich dir verkaufen könnte.“
      BbG:
      „Wieso genügt denen nicht ihr bedingungsloses Grundeinkommen? Wenn sie bei dir arbeiten, können sie sich doch selbst verwirklichen. Das genügt doch, damit haben sie doch ihren Lohn, da brauchen sie doch nicht noch einen zusätzlichen Lohn in Geld. Du selbst, lieber G, brauchst doch auch keinen zusätzlichen Lohn. Weil du dich ja mit deiner unternehmerischen Tätigkeit selbst verwirklichst.“
      G:
      „Aber wer zahlt mir die Miete für Produktions-, Büro- und Lagerräume, Material …“
      Wieder unterbricht ihn BbG:
      „Mann, wenn das alles so schwierig ist, warum bleibst du dann nicht zuhause und bist zufrieden mit deinem bedingungslosen Grundeinkommen?“

    • „Hoffentlich, Andreas. Ich halte das aber für eine Illusion, dass alles sich schon irgendwie in Wohlgefallen auflöst bei 83 Millionen, wenn die alle das tun dürfen, was ihnen behagt.“

      Ich schliesse aus den 83 Millionen, dass Sie nur für die Bundesrepublik denken? Was ist mit dem Rest des Planeten?

      „sondern auch entsprechend den Erfordernissen der Gemeinschaft schulen und ausbilden müssen.“
      Dazu braucht es doch keinen Schulbesuchszwang. Ein Grundeinkommen wird nie alle Wünsche von der Wiege bis zur Bahre abdecken können. Ein Anreiz, zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften, wird immer bleiben. Unbeliebtere Aufgaben müssen halt einfach entsprechend entschädigt werden.

    • @Moritz Engeler
      Kennen Sie den Rest des Planeten? Wie die alle ticken? Ich kenne kaum jemand von den 83 Mio. (83.000.000), hatte mich also schon sehr, sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Und bei der Bevölkerung, die Sie im Blick haben, 7,7 Mrd. (7.700.000.000), werde ich erst recht vorsichtig mit jeglicher Prognose, geradezu demütig, Sie nicht? Da sage ich erst recht: „Ich halte das aber für eine Illusion, dass alles sich schon irgendwie in Wohlgefallen auflöst bei 7,7 Milliarden, wenn die alle das tun dürfen, was ihnen behagt“.

    • „Kennen Sie den Rest des Planeten?“

      Nein, ich wollte nur darauf hinweisen, dass es einen Wirtschaftsverein namens EU gibt, dessen Konzerne keine all zu grossen Veränderungen zu Gunsten der Bürger mögen 😉

    • @ citoyen
      Da sehe ich Anhaltspunkte bei Studenten, die Bafög bekommen und bei Rentnern, die noch fit genug sind irgendwas zu machen.
      Bafög reicht für ein WG-Zimmer und die laufenden Ausgaben, aber wenn ein Student reisen will (oder mal surfen will oder sonstwas), dann geht er jobben.
      Also um sich Bedürfnisse zu erfüllen, die über Grundsicherung hinausgehen, dafür gehen Studenten arbeiten.
      (Es gibt auch die ohne Bafög und ohne betuchtere Erzeuger, das ist das ein anderes Thema.)

      Rentner wollen sich auch nicht nur langweilen, Muße ist schön, Betätigung ist auch schön; Rentner, die noch fit genug sind, liegen auch nicht nur faul rum.

      Darum sehe ich zwar, dass viele Fragen ungeklärt sind, aber m.b.M.n. Bereitschaft zu arbeiten grundsätzlich gegeben ist.
      Wie gesagt sehe ich eher, dass für die unbeliebten und die wirklich harten Arbeiten entsprechend bezahlt werden muss; andererseits sehe ich in der Müllabfuhr auch noch etliches Automatisierungspotential und ich hätte Spaß an sowas wie Mülltonnen-Ausleer-Roboter zu entwickeln, leider komme ich nicht zu sowas, weil ich mich um die Versorgung meiner Grundbedürfnisse kümmern muss und da keine Muße bleibt … 🙂
      (Ökos würden das Problem durch weniger Müllerzeugung vermindern, auch ein Weg.)

    • @Andreas
      Ich sage ja, die Frage beschäftigt mich, und ich habe mir da noch keine abschließende Meinung gebildet. Dazu fehlt mir der Überblick, auch ein Studium in Volkswirtschaft, in Psychologie, in Soziologie. Anhaltspunkte bei Studenten und Rentnern, klar, aber es gibt eben auch eine große Zahl jener, die sich auch dann noch ausbeuten lassen würden, wenn sie ein bedingungsloses Grundeinkommen beziehen würden. Dann bringt es ja wieder nichts, weil das eigentliche Problem, die Abhängigkeit von unfreier Lohnarbeit, eben nicht beseitigt ist. Politiker verschließen davor allzu leicht die Augen (Günter Ederer, 10:53-15:13 in https://www.youtube.com/watch?v=mZQXDaVzNLI).

  5. Großartige Gesprächsrunde!

    In was für ein Spektrum Schule und Bildung gesehen und gedacht werden kann!? Whow!

    Ohne diese Diskussionsrunden und Gespräche hier auf KenFM zu dem Thema Schule/Bildung, wäre es mir niemals in den Sinn gekommen, dass Thema sooo breit und auch radikal zu betrachten und zu denken!

    1001 Dank dafür!

    Es ist heute so wertvoll, so etwas hier lesen, hören und sehen zu können!!

  6. Herr Hüter hat meine volle Unterstützung:
    Unesco-Weltaktionsplan, nationaler Aktionsplan, Quality-Education und Präambeln von Schulgesetzen sind Inhalte für Schafherdenhaltung-Sonntags- und Wahlreden die kein Politikdarsteller wirklich will bzw. wollen darf, weil sie es nicht von ihren Vorgesetzten aus der Hochfinanz und den Banken verordnet bekommen sondern in der Praxis alles gegen wahrhafte Entwicklung des Menschen tun müssen, sonst sind sie weg vom Fenster.
    Anders ist die massive despektierliche Diskreditierung und Diffamierung bis zu Verboten genau der Schulansätze, die das hier Gefragte schon realisieren, wie die pädagogischen Ansätze entsprechend Schetinin-Lyzeum und LAIS-Lernkonzept, nicht zu verstehen.
    Wenn eine Pädagogik, die die Menschen nicht verstümmelt oder zu Ideologie empfänglichen Blindgängern macht, ohne Aufschrei der investigativen Journalisten als „rechts“ oder „Sekte“ oder gar als „rechte Sekte“ diskreditiert werden kann und dies dazu führt, dass sich kaum mehr einer traut, seine LAIS-Initiative weiter zu führen, dann haben wir ein RIESEN-Problem.
    Die behördlich verordnete Schließung der Weinbergschule (Seekirchen am Wallersee) in Österreich ist ein Skandal ohne Gleichen, die Vorwürfe sind hanebüchen und kehren die ideologischen Verhältnisse um. Warum, so darf man sich doch fragen, erkennen die Deutschen und Österreicher den Faschismus erst, wenn er schon zigtausend oder Millionen Tote und Internierte hervorgebracht hat? Ich traue mir hier eine Beurteilungsfähigkeit zu.
    Schule ist der verordnete Weg zum Staatskonformismus und wer Greta T. hinterherläuft, liebe Frau Rasfeld, der bzw. die läuft auch George S. hinterher, denn FfF ist ein Signum für die Ideologieanfälligkeit der modernen Schuldummies.
    Schulleiter und Lehrkraft a.D. Diplom-Pädagoge und Entwicklungstherapeut

  7. Es wurde viel berechtigte Kritik am real existierenden Schulsystem geübt, allerdings überwiegend von gutsituierter, akademischer Position aus. Die Bildung hat die Aufgabe, das Weiterbestehen der Gesellschaft über die gegenwärtige Generation hinaus abzusichern. In der Steinzeit genügte dazu das Mitlaufen mit der damals universell lebenstüchtigen Sippe, aber heute im Computer(…)zeitalter?
    Was kaum zur Sprache kam, waren die Inhalte: Religion, Militarismus, Schwäb’sche Hausfrau oder ein naturwissenschaftlich-humanistisches Grundwissen/Fertigkeiten der Aufklärung?
    Dem letzteren sollte sich das Bildungssystem anpassen. Ohne Berücksichtigung der Inhalte verkommt jede Bildungsdiskussion zur reinen Symptompfuscherei. Mit Grauen erwarte ich die angekündigte Diskussion zum Gesundheitssystem. (Die Zähne sind gewetzt.)

    • Wenn es allen gefallen hätte, könnte man das Format aufgeben. Insofern sollte jede Kritik als Ansporn verstanden werden, aber da mache ich mir bei Ken Jebsen keine Sorgen.
      Sie dürfen sich auf diesem Kanal wahrscheinlich noch oft grauen und sich fragen, warum Ihre Ansichten, hier zu Inhalten der Bildung statt zu den Zielen, nicht von allen geteilt werden. Naturwissenschaftlich-humanistisch ist auch nur eine Floskel.
      Vielleicht eine Bildung, nein besser Vermittlung von Erfahrung, die das Entwicklungspotenzial jedes Kindes am meisten fördert, auch die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden? Bei Frau Rasfeld fand ich sehr spannende Ansätze, die über Ideen ja schon hinaus gehen.

    • „In der Steinzeit genügte dazu das Mitlaufen mit der damals universell lebenstüchtigen Sippe, aber heute im Computer(…)zeitalter?“

      Heute gibt es Wikipedia und Schulstreiks mit Greta 🙂

      Aber es gibt auch KenFM, Rubikon, Nachdenkseiten, die als Einstieg für eigene Recherchen und Hinweise auf kleine Verlage dienen. Deepl und Duolingo wären Werkzeuge, um autodidaktisch die Grenzen der Muttersprache(n) und der in der Schule dazugelernten Fremdsprache(n) zu überschreiten.

    • „Inhalte“?
      Heute die Kinder mit Wissen von gestern für die Welt von morgen fit machen wollen.

      Einziger „Inhalt“ kann sein, zu lernen sich „Inhalte“ selber zu erarbeiten.

    • Danke für den Tipp !
      Bei 38:47 der Hinweis auf das Video zu „Another Brick In The Wall“ von Pink Floyd https://www.google.com/search?client=ubuntu&channel=fs&q=Another+Brick+in+the+wall&ie=utf-8&oe=utf-8
      „We don’t need no education
      We don’t need no thought control
      No dark sarcasm in the classroom
      Teachers leave them kids alone…

  8. Wo werden wir bezüglich der Umgestaltung des Bildungssystems in 3 bis 5 Jahren sein?
    Diese Zeit ist so kurz, dass während der nächsten Jahre keine spür- und sichtbaren Veränderungen, die durch die gesamte Gesellschaft getragen werden, zu erwarten sind.
    Alle schon vorhandenen Alternativen zur staatlichen Regelschule werden gewiss Fortschritte machen; die breite Masse wird aber von einer „Bildungsrevolution“ nicht erfasst werden. In den 16 Bundesländern mit den 16 Kultusministerien wird nach wie vor herumlaboriert. Bildung ist Ländersache und da hat jedes Land andere Stiefel an. Allein Pisa zwingt sie alle Farbe zu bekennen.
    Nein in den nächsten fünf Jahren passiert hier nichts Wesentliches.
    Mag sein, dass bis 2050 eine Saat aufgeht. Bis dahin muss Aufklärung über das vorhandene System und über die anzustrebenden Alternativen vorangetrieben werden.
    Propaganda dafür auf allen Kanälen! Immer wieder.

  9. Wie bekommen wir einen gequaelt unterdrueckten „Lei(d)stern“ zur angenehmen leuchtenden Geburt eines gemeinsamen „Leitsterns“?(Ideals)

    Wer alle seine Lebensziele erreicht hat,hat sie nur zu niedrig angesetzt (Dieter Lange)
    (Verlaufsoffene Ziele sind gut fuer die Seele.)
    „Die Wuerde des Menschen ist unantastbar“ ist in jeden Fall schon mal ein grandioser Anfang
    und der Weg ist dabei das Ziel.
    Wer dabei Angst hat ,der liebt nicht und wer liebt hat keine Angst.
    Der Weg aus der Angst fuehrt immer durch die Angst.
    (Dieter Lange)
    Auf zu neuen Ufern!

  10. Hallo Liebes KenFM-Team,
    ich habe mich gestern hier Registriert um hoffentlich mit jemandem von euch in Kontakt treten zu können. Habe schon paar mal versucht per email Kontakt aufzunehmen, aber leider kam noch keine Antwort. Ich bin 25 Jahre alt, wohne in Berlin und würde gerne lernen, mithelfen und tun was ich kann. Ich unterstütze seid Jahren das Format, weil es mir sehr viel gegeben hat und ich möchte dringend etwas zurückgeben!
    Freue mich auch sehr über jeden Tipp aus der Community 🙂
    LG

    • Wunderschön!
      herzlichen Dank für den link. Er hat mich tief berührt.

      Wie sehr ich beim Hören an meine Kinder denken musste. Meine hoffentlich noch lange eigensinnigen Kinder!
      Freilich ist es im Alltag oft anstrengend für mich. Aber es ist immer wieder sehr lehrreich von den eigenen Kindern den Spiegel vorgehalten zu bekommen und von oder besser mit ihnen zu lernen.

      Bedauerlicherweise bin ich nicht so optimistisch wie Frau Rasfeld, was den Wandel des Schulsystems angeht, da ich schon in der eigenen Familie mit massiven Mauern in den Köpfen konfrontiert bin.
      Hat man mal hinter die Kulissen geschaut, ist man erstaunt wie sehr die Menschen an ihrer Pose klammern!
      Ohne den inneren Wandel wird m.E. auch kein stabiler äußerer Wandel erfolgen können.
      Frei nach Samuel Hahnemann, Organon der Heilkunst: „Die materiellen Symptome sind nicht die Krankheit, sondern nur die äußeren Zeichen der inneren Verstimmung der geistartigen Lebenskraft.“

      Ich plädiere für das Unterrichtsfach: Eigensinn !!

  11. Schöner Disput ab ca 1:30 treffen hier mal „Positionen“ aufeinander!
    Insgesamt: Die Frau Margret Rasfeld ist eine ganz Große!
    Michael Hüter war zwischenzeitlich ganz schön lange stillschweigend (im ertragen der anderen Äußerungen).
    ABER Herr Hüter hat wohl Recht: Wichtig ist, das das ALTE (Menschheits)-System komplett VERNICHTET werden muss!
    Und dann zurück zu dem URSPRÜNGLICHEN Sozialsystem! Weil damit das URSPRÜNGLICHE Menschheitssystem
    neu starten kann! Hoffentlich haben damit dann die menschenfeindlichen Gesinnungen ihren Einfluss verloren!

    • Schlusswort von Hüter sagt es ja schon: Weg mit UNS, Neustart von Planet E, (meiner Meinung nach justieren die
      „Götter“ dann den „Homo Sapiens Sapiens“ NEU), und ab mit der neuen Versuch! An die letzte „Sintflut“
      können wir uns ja auch noch erinnern, bzw. diese heute nachweisen!
      Ich hoffe es endet nicht schon wieder im „Täglich grüßt das Murmeltier“!
      P.S.: Ja, wir haben es „schon wieder“ versaut! Wir „Primitiven“ sind einfach nicht in der Lage, uns den Planeten
      mit unser selbst zu teilen und zu erhalten?! Wichtig ist, das unserer nächste Version nicht als allzu „neugierig“ wird
      – was ich nicht weis, macht mich nicht heiß!

  12. Die Schweiz hat ebenfalls eine obligatorische Schulpflicht.
    Die Schulpflicht dauert elf Jahre. Die Primarstufe – inklusive zwei Jahre Kindergarten oder die ersten beiden Jahre einer Eingangsstufe – umfasst acht Jahre, die Sekundarstufe I drei Jahre. Im Kanton Tessin dauert die Sekundarstufe I (Scuola media) vier Jahre. Bei Beginn der Schulpflicht sind die Kinder in der Regel vier Jahre alt.

    Die Kantone sind für die obligatorische Schule zuständig. Sie legen die Lehrpläne und Stundentafeln fest und bestimmen die Lehrmittel. Gemäss der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule erfolgt die Harmonisierung der Lehrpläne und die Koordination der Lehrmittel auf sprachregionaler Ebene.

    Auf Bundesebene ist der ganze Bereich der Bildung, Forschung und Innovation im Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF zusammengefasst. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI ist das Kompetenzzentrum des Bundes für national und international ausgerichtete Fragen der Bildungs-, Forschung- und Innovationspolitik.
    Quelle: https://bildungssystem.educa.ch/de

    • In der UN-Menschenrechtserklärung heißt es, der Grundschulunterricht ist obligatorisch.
      Will man die Menschenrechte realisieren – und da bin ich unbedingt dafür – muss also Grundschulunterricht obligatorisch sein (ob mir persönlich dieser spezielle Punkt in den Menschenrechten 100% gefällt, spielt dann kein Rolle, entweder man will Menschenrechte realisieren oder nicht).
      Die Frage ist dann aber, in welcher Form Grundschulunterricht obligatorisch ist, ob das eine minutiöse Anwesenheitspflicht wie in offenem Vollzug sein muss oder man Kindern dann doch auch etwas freie Persönlichkeitsentfaltung zugesteht.
      Letzteres würde dazu tendieren, dass „Schule“ welcher Form auch immer Angebote macht, die sich letztendlich am Zuspruch durch die Kinder messen lassen müssen. Ein Spruch, wie in den Sendung gefallen, „Mathe lernt man am besten, wenn man ein Haus baut“, geht m.E. in die Richtung; was anbieten, was die Kinder begeistert und dann geht das Lernen von alleine.

    • „In der UN-Menschenrechtserklärung heißt es, der Grundschulunterricht ist obligatorisch.
      Will man die Menschenrechte realisieren – und da bin ich unbedingt dafür – muss also Grundschulunterricht obligatorisch sein“

      Der Zugang zu Bildung muss frei sein! Von Schulzwang mit Altersgleichen steht da nichts!

      Für Kinder mit IQ im Bereich von 85-115 kann man eine Schule wohl irgendwie passend gestalten. Für die Kinder darüber und darunter kann die Volksschule kaum etwas bieten und dabei noch allen gerecht werden.

      Erfolgsversprechende Ansätze bieten altersdurchmischte Gruppen mit mindestens teilweise freier Fächer- und Themenwahl.

      Auf eine Bewertung zu verzichten, halte ich hingegen für einen völlig falschen Ansatz. Man kann auf Noten gegenüber den (kleineren) Kindern verzichten aber die Leistungsfortschritte der Schüler müssen als Erfolgskontrolle für die Lehrkräfte unbedingt erfasst werden.

      Einverstanden bin ich damit, dass die Bildungsangebote so gestaltet werden müssen, dass alle Kinder gerne und freiwillig zu der ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden und vom Staat finanzierten Bildungseinrichtung gehen.

    • @ Moritz Engeler
      Das ist es ja, „obligatorisch“ kann vieles bedeuten und muss keine Schulpflicht preußisch-militärischer Tradition sein; die mag damals sogar auch positive Nebenwirkungen gehabt haben, aber seitdem hat sich einiges in der Welt getan …

    • „obligatorisch“ kann vieles bedeuten

      Insofern dass Gesetze sehr unterschiedlich abgefasst werden können, ja. Ich reite auf dem Punkt herum, weil ich es so sehe wie Stern. Der Bürger ist nicht dem Staat verpflichtet sondern umgekehrt! Die Staatsdiener sind dem Wohl der Bürger verpflichtet!

      Ein Grundschulunterricht muss also so angeboten werden, dass jedes Kind freien Zugang dazu hat. Und nicht so, dass alle Eltern dazu gezwungen werden, ihre Kinder in eine vom Staat vorgeschriebene Schule zu bringen.

      In der Praxis ist es nämlich so, dass Eltern bei Problemen mit der zugewiesenen Schule, sich nur durch einen Wohnortswechsel wehren können. Grundeigentümer sind dabei oft extrem benachteiligt!

    • @ Moritz Engeler
      „Der Bürger ist nicht dem Staat verpflichtet sondern umgekehrt! Die Staatsdiener sind dem Wohl der Bürger verpflichtet! “

      Das sehe ich genauso, aber wie bringt man das den 90-70% der Staatsdiener bei, die geistig im Mittelalter residieren? 😀

    • „Das sehe ich genauso, aber wie bringt man das den 90-70% der Staatsdiener bei, die geistig im Mittelalter residieren? “

      Im Einzelfall ist das oft sehr schwierig. Man muss auf die Strukturen achten. „Wie der Herr, so’s Gescherr“ muss einem bei der Wahl der verantwortlichen Behörde immer bewusst sein. Direkte Demokratie ist auch sehr wirksam. Je näher die Entscheide an der betroffenen Bevölkerung getroffen werden müssen, desto besser. So lange Eltern, deren Kinder & Enkel nicht an Privatschulen ausweichen können, in der Schulverwaltung mitentscheiden, funktioniert es immer einigermassen.

  13. Übrigens könnte das Thema Frauen und Geburten genügend gesellschaftlichen Sprengstoff haben, dass sich KenFM näher dafür interessieren könnte?

    1.
    Möglicherweise reden die meisten Frauen nicht gerne öffentlich über ihre Erlebnisse bei Klinikgeburten, weil sie dort zu tief beschämt und zu tief entwürdigt wurden und sich dementsprechend auch schämen, über diese Klinik-Erlebnisse öffentlich zu reden.
    (Hier zu Bildung geht es u.a. darum, Kinder nicht zu Objekten zu machen; Kliniken machen jeden, der die Türschwelle übertritt, zum Objekt und das ist kontraproduktiv genug, aber gerade gebärende Frauen zu Objekten zu machen ist besonders schäbig.)

    2.
    Vor etlichen Jahren wurde eine Versicherungspflicht für Geburten beschlossen, die freischaffende Hebammen finanziell erledigt hat.
    Es gibt noch Hebammen-Praxen, aber freischaffende Hebammen, die Hausgeburten betreuen könnten, gibt es nicht mehr.
    Darum könnte es sein, dass die Anzahl von Hausgeburten ohne Hebamme zunehmen wird.

    3.
    Alles in allem eine bemerkenswerte Situation für eine Gesellschaft, wenn viel über Kinder geredet wird, aber wie die Frauen die Kinder kriegen keinen interessiert.

    • Gute Idee, dazu in den Diskurs zu treten. Das ist ein Schattenthema und es gehört viel Licht drauf!
      Menschen, die anfangen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, sind keine gute Geschäftsgrundlage. Darum wird es reichlich Gegenwind geben, was wiederum gut ist, denn so entsteht Aufmerksamkeit für das Thema.

      Die Stufen der Bewusstheit mit steigender Verantwortungsübernahme für sich selbst:
      7 – Resignierender (Verzichtender) – hat sich selbst aufgegeben.
      6- Patient (Geduldiger) – lässt sich behandeln.
      5 – Klient (Anvertrauter) – arbeitet an sich nach Anleitung.
      4 – Aspirant (Hinstrebender) – arbeitet eigenständig und lässt sich beraten.

    • 3, 2, 1?

      ++++++++++++

      Mein Favorit, hehe: „Das Leben war wohl schon immer lebensgefährlich.“

    • Der „HEILIGE FREIE MARKT“

      Dem so genannten freien Markt, so der Autor auf Seite 66, wird vom Neoliberalismus die Eigenschaft zugeschrieben, „die einzig rationale und effiziente Form gesellschaftlicher Problemlösungen zu verkörpern“. Er ersetze „alle menschlichen Bemühungen um eine rationale Erfassung gesellschaftlicher Phänomene“. Alles drehe sich um das Funktionieren des Marktes, und ist dessen Rationalität gefährdet, so sei dies als Marktstörung zu betrachten. Seite 65: Das Ende der Aufklärung sei gekommen, als Mythen zu entlarven seien insbesondere Vernunft, Freiheit und Autonomie. Damit ist die Täuschung, der freie Markt gebe sich „als rationale Form des gesunden Menschenverstandes“ perfekt, er mache sich als Ideologie nahezu unsichtbar, womit der Neoliberalismus in allen meinungsprägenden gesellschaftlichen Schichten eine enorme Breitenwirkung verschafft habe, „wie sie keine totalitäre Ideologie je zuvor erreicht hat“. (S. 73)

      Somit bläut man den Bürgern die Undurchschaubarkeit der Wirkungsmechanismen des Marktes und des Staates ein, in dieser Unwissenheit erscheine „der Markt als gleichsam gottgleiche Instanz“, alles erscheine nur als Chaos, was weder steuerbar noch vorhersagbar“ sei. (S. 77) Was darauf folgt: Man könne als Einzelperson nichts mehr tun, dem eigenen Handeln seien Grenzen gesetzt und damit sind „die Wege zu einer solidarischen Bewältigung der aus diesen Kontrollverlusten resultierenden Ängste verstellt“. (S. 78) Der Autor warnt auf Seite 81 vor der totalen Macht des Neoliberalismus, vor der Unterordnung der Gesellschaft unter die Wirtschaft, vor der „Demoralisierung von Bürgern zu passiven Konsumenten“. (S. 81) Die negative und zerstörerische Angst erzeugende Ideologie z.B. des „unternehmerischen Selbst“ habe nicht nur im privaten Bereich, sondern im gesamten Bereich der Kultur tiefe Spuren hinterlassen. Dies zeige sich u.a. in der „Überbewertung narzisstischer Bedürfnisse und in der Kultur extremer Individualisierung, Konkurrenz und sozialer Fragmentierung“. (S. 83)

      Aus:
      Literatur
      Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“
      Die Zitterpartie der Macht
      Buchtipp mit einer satirischen Vorbemerkung von Harry Popow
      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26119

    • @ Nevyn
      Ähnlich unterschiedlich sind auch schwangere Frauen; etliche finden Klinik völlig okay und dann ist das für die so.
      Andere wollen zu Hause gebären (was bei normalem Schwangerschaftsverlauf und in Begleitung einer Hebamme viele Vorteile hat, aber da wäre man schon wieder da, wo Frauen selber erzählen könnten).
      Interessant wird es da, wo die Frauen aufgrund merkwürdiger Umstände keine Wahl haben, wie sie das Kind zur Welt bringen wollen; sowas ist in meiner Welt auch immer Spiegel der Gesellschaft allgemein.
      Im Sinne von Zum-Objekt-Machen betrifft das ja nicht nur schwangere Frauen, aber wenn die Erlebnisse während der Geburt schon das Kind prägen (wie Psychologen seit einem halben Jahrhundert sagen, wie der aktuelle Stand der Hirnforschung ist, weiß ich nicht, wäre aber mal interessant), dann sind Geburt&Gesellschaft doppelt interessant.

    • @ Zeus
      „Das Leben war wohl schon immer lebensgefährlich.“

      Durchaus und in akademischer Medizin sehen 1+1 dann so aus:
      1 Es könnte einem jederzeit ein Dachziegel auf den Kopf fallen.
      1 Man könnte jederzeit giftige Gase einatmen (nicht erst seit Dieselgate).
      1+1= Deswegen darf man zum Bäcker nur mit Helm und Atemschutzmaske. 😀

    • @ BOX
      Tja wenn der heilige freie Markt denn wenigstens ideologisch konsequent allesdurchdringend und frei wäre, dann würden die schwangeren Frauen ihren „Geburtsanbieter“ auswählen können.
      Aber wenn man genau hinschaut, ist überall dort, wo liberale Ideologie gepredigt wird, die Freiheit doch immer nur für bestimmte Akteure gegeben und für andere mit erhebliche Zwängen verbunden. Komisch das. 🙂

    • Zitat Andreas: „1+1= Deswegen darf man zum Bäcker nur mit Helm und Atemschutzmaske. 😀“

      Der statistisch gefährlichste Ort ist allerdings nicht der Bäcker sondern das Bett. Da sterben mit Abstand die meisten Menschen. 😉

    • Andreas,

      ja, das hat der Chicago-Boy Milton Friedman auch immer gesagt, wenn’s nicht klappte (d.h. geklappt hat’s für Manche schon, für die Meisten eben nicht), dann war einfach die „Marktdosis“ zu gering. Er wußte schon, daß das einfach bescheuerte Propaganda ist, aber er wußte auch daß er dem Geldadel verpflichtet ist. Quasi ein Edel-Troll.

      Einfach mal nach Chile, Allende und Pinochet schauen.

      Volker Pispers würde sagen, „sie sollen nicht denken, das müssen sie glauben.“

  14. Eine Anmerkung durch Oskar Maria Graf:

    Die Universität also, das war die Einrichtung, wo man immer und immer, Jahre hindurch, zuhört und dann noch so und so viel Bücher durchliest, und endlich wird man etwas.
    Das gibt sodann die gebildete, bessere Gesellschaft.
    Die Arbeiter arbeiten, die Bauern pflügen und ernten – dies Leute aber sagen, was richtig und falsch, was gesetzlich und ungesetzlich, sittlich und unsittlich ist. Mit einem Wort, diese Leute geben den Ton an, sie befehlen.
    Hier wurde mit »Geist« hantiert, hier lernte man alle Dinge des gesunden Menschenverstandes so umzumodeln, jedes Wort und jeden Begriff so vieldeutig zu machen, daß der einfache Mensch davon verwirrt wurde und Respekt davor bekam, ja, noch mehr, sogar – eine undefinierbare Furcht.
    (S. 301/302)

    Aus:
    „Wir sind Gefangene – Ein Bekenntnis,“ von Oskar Maria Graf

    Grafs fesselnder Bericht aus einer turbulenten Zeit

    Kraftvoll, ehrlich und mit schonungsloser Offenheit schildert Oskar Maria Graf seine Erlebnisse von der Kindheit bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Eine ebenso packende wie berührende Autobiographie un dein Zeitdokument erster Güte – Oskar Maria Graf wurde mit diesem Werk schlagartig berühmt.

    »Seit ich als junger Mann Wir sind Gefangene gelesen habe, bin ich diesem Dichter verfallen.«
    Konstantin Wecker

    ISBN-10: 3548609279

  15. Hab gerade herzlich gelacht bei 2:23. Herr Spitzer: „Schon die Afrikaner sagen: It takes a village to educate a child.“

    Er wechselt vom Deutschen ausgerechnet ins Englische und was damit auszudrücken? Dass in Afrika Englisch gesprochen wird?

    • „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Soll heißen, „es braucht eine Gemeinschaft, damit ein heranwachsender Mensch gut aufgehoben ist.“
      Das ist dieses Konkurrenz- vs. Solidaritäts-Ding. Also nicht, „jeder ist seines Glückes Schmied,“ sondern kollektive Problemlösung.

  16. Ausgezeichnete Gesprächsrunde mit einem der hochaktuellen Themen: (lebens)notwendiger Paradigmenwechsel in der Bildung!
    Wenn ich allerdings die Aussagen von Herrn Spitzer höre, dann ist er für mich in dieser Runde keine Person, die einen echten Wandel herbeiführen könnte, dafür ist er zu sehr mit den alten (leider noch aktuellen) Strukturen verwachsen.
    Ansonsten klare Aussagen, phantastische Perspektiven hinsichtlich der Befreiung der Menschen aus dem kirchlich-militärischen Hamsterrad und vor allem: ein Hoffnungsschimmer!

    Lasst Kindern viel Frei- und Spielraum. Behandelt sie wie gleichwertige Menschen und nicht Leibeigene. Dann können sie sich zu kreativen, lebensbejahenden und friedlichen Menschen entwickeln, ohne sie mit künstlichen krankmachenden Gesellschaftsdoktrinen gefügig machen zu wollen bzw. zu unterwerfen.

    Es fällt mir schwer etwas besonders Gutes in der Diskussion hervorzuheben, weil die gesamten 2:48:38 h durchweg interessant, spannend und ganz sicher zukunftsweisend sind.
    Ein kleiner Tipp: Herrn Hüters Ansichten finde ich hochinteressant und absolut beachtenswert, jedoch würde ich bei seinen verbalen Ausführungen ein Kännchen Melissentee dabei stellen 😊
    So stelle ich mir die Bildung meiner Kinder, später Enkelkinder und weiterer Generationen vor: alles auf Basis von Freiwilligkeit, dem natürlichen Wissensdurst und der Neugierde eines jeden Menschen folgend.

  17. Um mal Schulnoten zu verteilen
    1 plus Ken Jebsen, für die Gesprächsführung
    1 minus M. Rasfeld, die 1 für ihre guten Ideen, dass minus für’s nicht erkennen, dass „fridays for future“ doch eine Kampagne ist.
    2 minus Herr Stern, zu abstrakt
    3 plus Herr Spitzer, der Kollege Hirnforscher Gerald Hüther weiß, welchen Stellenwert die Herzensbildung in der Bildung hat.
    4 minus Herr Hüter, konnte seine Gedanken nicht ausformulieren. Sagte zwei mal komme drauf zurück, kam aber nicht zurück.
    Aufatmen, alle haben bestanden.

    • Mir scheint, es benötigt eine gewisse Bläue, aus dieser Episode gerade NICHT zu lernen, welche Dämlichkeit Schulnoten tatsächlich darstellen, kann das sein ?!

      Wenn uns auch nur einigermaßen funktionierende Arbeitnehmervertretungen in diesem Lande zur Verfügung ständen, würden wir alle Freitags mit demonstrieren.

      Außer den ewig Gestrigen, natürlich.
      Aber Gottseidank sterben die ja bald aus.

    • Zitat: „Außer den ewig Gestrigen, natürlich.Aber Gottseidank sterben die ja bald aus.“
      Solange Menschen „weg“ sollen, die dem eigenen Weltbild nicht zusagen, wird es eine Welt von gestern bleiben.

    • Passt insgesamt:

      Im Jahr 1883 fand in Pittsburgh ein Anarchistenkongress statt. Er arbeitete ein Manifest aus:

      Alle Gesetze sind gegen die Arbeiterschaft gerichtet. … selbst die Schule dient lediglich dem Zweck, die Nachkömmlinge der Wohlhabenden mit jenene Qualitäten auszustatten, die nötig sind, um ihre Klassendominanz aufrecht zu erhalten. Die Kinder der Armen erhalten kaum überhaupt formelle Grundlagenbildung, und selbst diese richtet ihr Augenmerk auf solche Zweige, die dazu tendieren, Vorurteile, Arroganz und Unterwürfigkeit zu produzieren, kurz: einen Mangel an Verstand. Die Kirche schließlich versucht, aus der Masse komplette Idioten zu machen, und sie dazu zu bringen, auf das irdische Paradies zu verzichten, indem sie ihnen einen fiktiven Himmel verspricht. Die kapitalistische Presse andererseits sorgt für die Verwirrung der Vernunft im öffentlichen Leben. … Die Arbeiter können deshalb von keiner kapitalistischen Partei Hilfe bei ihrem Kampf gegen das derzeitige System erwarten. Sie müssen ihre Befreiung aus eigener Kraft erreichen. Eine privilegierte Klasse gibt niemals ihre Tyrannei auf. Das war in früheren Zeiten so, und ebenso wenig sollte man erwarten, dass die Kapitalisten dieser Tage ihre Herrschaft aufgeben, wenn man sie nicht dazu zwingt.
      (Howard Zinn, Eine Geschichte des amerikanischen Volkes, s. 262)

    • seven, da haben Sie die Ironie der Bewertung wohl nicht mitgekriegt. Frau Rasfeld bekam die 1 unter anderen, für ihre gute Idee die Schulnoten abschaffen zu wollen.

    • seven, Sie schreiben:
      „Wenn uns auch nur einigermaßen funktionierende Arbeitnehmervertretungen in diesem Lande zur Verfügung ständen, würden wir alle Freitags mit demonstrieren.“
      Es wurde bei KenFM ja schon oft über die Frage, welchen Anteil der Anstieg vom CO2 auf die Klimaveränderungen hat, diskutiert. Wie immer man dazu steht: Wer nach jetzigem Kenntnisstand nicht auch mal an seiner Position Zweifel hegt, hat das Problem in seiner Gänze nicht verstanden.
      Sicher ist, dass die Abholzung der (Regen)wälder, Freisetzung von Radioaktivität durch Uranabbau, Nanopartikel durch Chemtrails, und Kunststoff in den Weltmeeren, die durch Fischverzehr in unseren Körper, durch Verdunstung in die Atmosphäre gelangen, Monokulturen usw. eine Rolle spielen. Warum der IPCC sich auf das CO2 konzentriert, lässt sich nur vermuten.
      „Schmeiß das Geld mit beiden Händen für Werbung raus, es kommt mehrfach wieder rein“
      Das wissen wohl die CO2 Kampagnen Finanzierer (Greta- Yacht usw.), die mit den Zertifikaten- Verkäufern und CO2- Steuereintreibern den Machteliten angehören, oft auch identisch sind.
      Die wollen keine Veränderung, die wollen die Umwelt- Gutmenschen auf dem CO2- Nebengleis parken. Und in dieser Sackgasse befinden wir uns jetzt, weltweit.

    • @ Seven
      „Wenn uns auch nur einigermaßen funktionierende Arbeitnehmervertretungen in diesem Lande zur Verfügung ständen … “

      Was funktioniert an BDI und Konsorten nicht?

    • „das Minus für’s nicht erkennen, dass „fridays for future“ doch eine Kampagne ist.“

      Nicht wahrhaben wollen aus ideologischen Gründen halte ich für wahrscheinlicher. Die Kampagne der CO2-Industrie ist ja in dem Fall so offensichtlich und bestens belegt, dass ich auch Leuten mit Lehrerausbildung zutraue, diese zu erkennen.

      Rasfeld hat im Einzelgespräch ja auch deutlich erwähnt https://youtu.be/Ju0IpK1dSLA?t=3553 , dass Sie für Merkels Administration arbeitet. Stichwort: „Bildung für nachhaltige Entwicklung.“ Nachhaltige Entwicklung tönt ja nicht schlecht. Nur kann ich persönlich bis heute keine wirklich nachhaltige Entwicklung durch Merkels Politik erkennen.

      Weder die Verlagerung/Verdrängung der Industrie ins Ausland, noch die Konfrontation mit Russland, noch die massenhafte Aufnahme von Flüchtlingen erscheinen mir in irgendeiner Weise nachhaltig zu sein.

    • „Warum der IPCC sich auf das CO2 konzentriert, lässt sich nur vermuten.“

      Wenn man den schleimigen Spuren von Al Gore & Konsorten folgt, findet man viele Indizien. Im Kapitalismus sind die Kapitalströme immer aussagekräftig!

    • Vielen Dank für die BEWERTUNG …, damit haben Sie alle Menschen dieser Diskussionsrunde zum Objekt gemacht, zum Objekt ihrer Bewertung ….

  18. 1:28:xx
    Autsch.
    Hochschulmedizin führt statistisch häufig zu Kindern mit Sauerstoffmangel während der Geburt, weil Hochschulmediziner Fachidioten sind, die bei Geburten nichts zu suchen haben und da alles versauen.
    Man unterhalte sich mal nicht mit den eitlen Pfauen des akademischen Betriebes, sondern mit den Hebammen, die in den Kliniken ausgebildet werden, danach ist solches Gelaber wie von Herr Spitzer nur ekelhaft .
    Schwangerschaft ist keine Krankheit, sondern das Leben; behinderte hochschulbescheinigte Auswendiglerner sind da fehl am Platz, für Geburten sind die Qualifizierten zuständig.

    • Andreas, Sie werden Ihre Gründe haben, so vernichtend zu urteilen. Leider nennen Sie sie nicht.
      Warum haben Kinder bei Klinikgeburten oft Sauerstoffmangel und außerhalb nicht?
      Warum können Sie dem Argument von Herrn Spitzer nicht folgen, dass dabei möglichst nichts schief gehen soll?
      Schwangerschaft und Geburt sind keine Krankheiten, aber sie sind mit allerlei gesundheitlichen Gefahren für Mutter und Kind verbunden, die man ausschließen möchte. Wenn nun die Ärzte dafür nach Ihrer Ansicht nicht in Frage kommen, welchen Vorschlag haben Sie, um Leben und Gesundheit auch in komplizierten Situationen maximal zu schützen?

    • @ Nevyn
      „Sie werden Ihre Gründe haben, so vernichtend zu urteilen. Leider nennen Sie sie nicht.“

      Indirekt schon, ich schrieb:
      Man unterhalte sich mal nicht mit den eitlen Pfauen des akademischen Betriebes, sondern mit den Hebammen, die in den Kliniken ausgebildet werden …
      Okay, wer keine Hebamme(n) kennt, der kann damit sicherlich wenig anfangen (zwar dürfte auch jeder mehr als eine Frau kennen, die ein Kind in einer Klinik geboren hat und könnte auch aus deren Erzählungen wissen, wie Gebärende in Kliniken behandelt werden, aber seis drum), also gehe ich gerne darauf ein:

      „Warum haben Kinder bei Klinikgeburten oft Sauerstoffmangel und außerhalb nicht?“

      Weil es in Kliniken Standard ist, die Geburt künstlich einzuleiten oder den Zeitablauf zu stören.
      Z.B. die Frau hatte schon länger Wehen und die Götter in Weiß meinen, mit irgendwelchen Mittelchen nachhelfen zu müssen, der Geburtsvorgang geht seitens der Frau los durch die Mittelchen, aber beim Kind noch nicht so richtig, das Kind ist noch relativ passiv, die kritische Phase der Geburt dauert länger, das Kind hat eine längere Phase ohne Sauerstoff; so ungefähr, für Details müsste man wie gesagt Hebammen fragen.
      Ob dieser Sauerstoffmangel wirklich kritisch ist, kann ich nicht beurteilen, es dürfte jedenfalls auch nicht das angenehmste Auf-die-Welt-Kommen für das Kind sein; aber der Witz ist, dass die Argumentation mit der Minimierung von Risiken nicht aufgeht, wenn Kliniken Risiken erhöhen, die bei einem natürlichen Ablauf der Geburt geringer sind.

      „Warum können Sie dem Argument von Herrn Spitzer nicht folgen, dass dabei möglichst nichts schief gehen soll?“

      Das ist meine Meinung und auch mein Argument:
      es soll möglichst nichts schief gehen .
      Die Schlussfolgerungen aus diesem Argument sind gegensätzlich.
      Herr Spitzers Schlussfolgerung:
      Wenn nichts schief gehen soll, müssen Hochschulmediziner in den Geburtsvorgang eingreifen.
      (Oder Herr Spitzers Vorstellung davon, wie es in Kliniken zugeht, und das, was mir Mütter und Hebammen aus Kliniken erzählen, hat auf merkwürdige Art nichts miteinander zu tun.)
      Meine Schlussfolgerung:
      Wenn nichts schief gehen soll, muss man jede mögliche Störung des Geburtsvorganges ausschließen.
      (Und natürlich davor schon jede Störung der Schwangerschaft; z.B. Vorsorgeuntersuchungen sind okay, aber akademische Ausschließeritis exzessiv zu betreiben kann eine schwangere Frau aus ihrem Gleichgewicht bringen und dann wird die scheinbare Risikominimierung selber zum Risiko.)

      „Schwangerschaft und Geburt sind keine Krankheiten, aber sie sind mit allerlei gesundheitlichen Gefahren für Mutter und Kind verbunden“

      Gehen ist mit allerlei gesundheitlichen Gefahren verbunden.
      Essen ist mit allerlei gesundheitlichen Gefahren verbunden.
      Trinken ist mit allerlei gesundheitlichen Gefahren verbunden.
      Baden und Duschen ist mit allerlei gesundheitlichen Gefahren verbunden.
      Haushaltstätigkeiten sind mit allerlei gesundheitlichen Gefahren verbunden.
      Gehen, Essen, Trinken, Duschen und Haushaltstätigkeiten sollten wegen der Gefahren besser nur in Kliniken stattfinden. 😀

      Bei Schwangerschaften gibt es wenige Risikofälle und viele Normalfälle.
      Hochschulmediziner verdrehen das gerne, als ob jeder der vielen Normalfälle einer der wenigen Risikofälle wäre – machen aus jeder Schwangerschaft eine Krankheit.
      Und selbst in den Risikofällen ist es besser alles zu tun, um einen natürlichen Geburtsvorgang zu ermöglichen.
      Wie es in dem Moment der gebärenden Frau geht, das ist das Entscheidende für eine Geburt – da rein zu pfuschen wie in Kliniken, das macht aus einen potentiellen Risikofall, bei dem die Geburt aber unter günstigen Umständen auch glatt laufen kann, oft erst ein Problem.
      Eingriffe sollten das vorletzte und operative Eingriffe das letzte Mittel sein; nicht Standard.

      „Gefahren … die man ausschließen möchte.“

      Ja Gefahren gibt es – bei den wenigen Risikofällen.
      Es gibt Voruntersuchungen.
      In den vielen Normalfällen, wenn alles in der üblichen Bandbreite liegt und man will, dass dabei möglichst nichts schief gehen soll , dann sollte man m.E. jede mögliche Störung des Geburtsvorganges ausschließen.

      „Wenn nun die Ärzte dafür nach Ihrer Ansicht nicht in Frage kommen“

      Der Begriff „Arzt“ bedeutet für mich auch das dazugehörige Verantwortungsbewusstsein, also rede ich bei denen, die Geburtsvorgänge stören (und etlichen anderen Göttern in Weiß), von Hochschulmedizinern (haben von einer medizinischen Fakultät einen Schein).
      Auch würden Sie mich falsch verstehen, falls Sie glauben, ich würde meinen, Hochschulmediziner kämen für die wenigen Risikofälle nicht in Frage; mir geht es um die vielen normalen Schwangerschaften und Geburten.

      „welchen Vorschlag haben Sie“

      Das ist jetzt nicht meine Idee, sondern dürfte so ziemlich die älteste Berufung sein, die die Menschheit kennt:
      Hebammen.
      Das sind die Fachkräfte für Schwangerschaft und Geburt.

      Und das Problem mit den Kliniken geht u.a. schon damit los, dass die Klinik-Hebammen zwar einen gewissen Entscheidungsspielraum haben, aber letztendlich den Hochschulmedizinern unterstellt sind.
      Es müsste richtig rum sein, die Fachkräfte also die Hebammen müssten das Sagen haben und bei einem Risikofall Hochschulmediziner hinzuziehen und denen sagen, was diese zu tun haben und wenn ein Kaiserschnitt wirklich nötig ist, dann ist ein Chirurg auch der Spezialist dafür, die Fachkraft dafür, aber eben nicht für den Geburtsvorgang, davon haben Hochschulmediziner im Vergleich zu Hebammen so viel Ahnung wie Juristen von Kesselschweißen.

      „um Leben und Gesundheit auch in komplizierten Situationen maximal zu schützen?“

      „Komplizierte Situationen“ wären für mich die wenigen Risikofälle.
      Normale Schwangerschaft und Geburt sind natürliche Vorgänge, die sich als solche selber regulieren.
      Und da irgendwie einzugreifen richtet den Schaden an, die Selbstregulation zu stören.

    • Danke für die ausführliche Antwort, Andreas.

      Ich erinnere mich an das Beispiel von Herrn Spitzer mit dem Flugzeug und der Checkliste. Es ist genau das Menschenbild, vor dem wir hier stehen, die Schwangere wird in der Klinik zum Gegenstand. Sie wird von der Handelnden zur Behandelnden. Sie gibt die Verantwortung zusammen mit der Versicherungskarte am Anmeldeschalter ab. Man könnte dann wohl sagen, die Ärzte holen das Kind und sie ist dabei.
      Ich erinnere mich der Geschichte einer bevorstehenden Steißgeburt. Die Mutter hat mit ihrem Kind „gesprochen“ und hat ihm erklärt, dass sie so beide ein Problem haben. Das Kind hat sich gedreht. Wir sind zu sehr in der Welt des Toten angekommen, in einer Welt der vermeintlichen Sicherheit, die es in Wahrheit so nie gegeben hat. Das Leben war wohl schon immer lebensgefährlich. Unsere Gesellschaft macht alles zu Objekten und entfremdet die Menschen damit von sich selbst. Erich Fromm fällt mir hier wieder ein. Eigentlich keine neuen Erkenntnisse. Eher der Preis, „den Weg der Wissenschaft“ bis zu Ende gegangen zu sein. Das Leben spielt sich aber in der Mitte ab. Der Mensch ist immer Subjekt und Objekt zugleich. Er ist Handelnder und Erfahrender zugleich, ein „Wesen der Mitte“. Wer ihn nur zum Objekt machen will „tötet“ ihn, wer sich selbst als reines Subjekt versteht, kommt in die Selbstvergottung. Dieses Paradoxon lässt sich nicht auflösen. Der Versuch in der einen wie der anderen Richtung wird Leid erzeugen.

      Fromm ist ja schon eine ganze Anzahl von Jahren tot. Seine Erkenntnisse haben sich weniger verbreitet, als einem lieb sein kann. Vielleicht ist es das Wesen des Menschen, immer alles bis zum Exzess treiben zu müssen. Am Anfang jeder neuen Entwicklung kommt die Euphorie, später der Kater und erst anschließend mit viel Glück die Katharsis.

    • @Nevyn
      Vorbemerkung:
      Zwar gehe ich mit Hochschulmedizinern „scharf ins Gericht“, u.a. weil das Auswendiglerner sind, aber die müssen immerhin den Mediziner-Test bestanden haben und egal wie, völlig geistig behindert im Rationalen können die nicht sein – deswegen habe ich auch keine Skrupel mit denen „scharf ins Gericht“ zu gehen, denn die müssten etliches selber erfassen können.

      Aber es gilt auch, im Zweifelsfall für den Angeklagten:
      Hochschulmediziner (was dann der Abschluss einer langen Schulkarriere ist, also auch so gesehen zur Sendung passt), sind dazu ausgebildet einzugreifen und so viel wie möglich zu kontrollieren – was bei Krankheiten je nach Stadium sinnvoll ist und bei Unfällen erst recht.
      Eine Schwangerschaft ohne Risikofaktoren ist nun das genaue Gegenteil, das ist es besser nicht einzugreifen und das mag etlichen Medizinern auch rational ganz klar sein, aber die sind ausgebildet einzugreifen, Klinikbetrieb generell ist darauf ausgerichtet einzugreifen, wenn die da in ihrem Berufsalltag sind …
      Was man Medizinern dann noch vorwerfen kann und muss, das ist, dass sie offensichtlich zu wenig in der Lage sind, über ihre Ausbildung hinaus selber die jeweilige Sachlage zu erfassen … und bei Geburten zu sehr dazu neigen einzugreifen.
      (Oder unbewusst dazu neigen Anzeichen von Risiko überzubewerten, um einen Grund zu haben einzugreifen; man stelle sich vor, man hat jahrelang dicke Bücher gebüffelt und ist dann bei einer Sache ziemlich überflüssig, das geht doch so nicht, da muss man sich doch Bedeutung verschaffen^^ … Mediziner sind auch nur Menschen und wenn die sich nicht selber reflektieren, vollführen die alle möglichen Verhaltensweisen, die man sonst von (unreflektierten) Menschen auch kennt; Monthy Python Das Gerät mit dem Pieps )

      Da könnte man vom hundertsten ins tausendste kommen, das „Gesundheitssystem“ ist von vorne bis hinten diskussionswürdig … aber es ist schon eine etwas besondere Realsatire, wenn eine demographisch alternde Gesellschaft sonstwas von Kindern erzählt und bereits geborene Kinder sonstwie „fördern“ will, aber wie die Mütter die Kinder zur Welt bringen … deswegen finde ich den Punkt interessant.

    • @Andreas
      @Nevyn
      Sehr guter Dialog zwischen Ihnen.
      Aber mal ganz unter uns: Daran, dass die Ärzte Risiken möglichst ausschließen wollen, sind die Juristen schuld (ich bin selber einer, aber einer von denen, die nicht dran schuld sind😉). Die Ärzte sind „näher dran“ als die Hebammen. Denn wenn etwas schief geht, wird zuerst der Arzt als Verantwortlicher herangezogen und nicht (jedenfalls in der Regel nicht gleich) die Hebamme. Die Juristen wollen nicht unbedingt ihr Ego aufpolieren, indem sie anderen eine Pflichtverletzung vorwerfen, und damit auch nicht unbedingt erreichen, dass sich die langen Jahre ihrer Ausbildung auszahlen, Andreas, sondern das Recht schreibt ihnen nun mal vor, dass sie da genau hinsehen müssen. Und wenn dann noch deutsche Gründlichkeit und Hang zur Perfektion hinzukommen …

    • @ citoyen
      Mal abgesehen davon, das Juristen in medizinischem immer auf Mediziner vertrauen müssen …
      So wie Sie das beschreiben, werden aus juristischer Sicht Fachfremde – Hochschulmediziner – als verantwortlich angesehen.
      Das wäre dann so eine Sache, was Formaljuristisches überhaupt mit dem zugrundeliegenden Sachverhalt zu tun hat.
      (Klar gelten in Kliniken die Hochschulmediziner als verantwortlich für Geburten, aber das ist ein logischer Widerspruch und wenn formaljuristisches auf einem logischen Widerspruch aufbaut … )

    • @Andreas
      Völlig richtig, ein Jurist muss sich im Zweifel von einem Mediziner (sachverständigen Gutachter) sagen lassen, ob ein anderer Mediziner etwas falsch gemacht hat oder nicht. Und wenn er dem Mediziner nicht glauben will, muss er einem anderen Mediziner (sachverständigen Obergutachter) glauben. Aber das ist nicht unlogisch, sondern liegt an den Grenzen juristischer Beurteilung von Sachverhalten, die der Jurist beurteilen muss, obwohl sie ihm fremd sind, weil er darin nicht ausgebildet ist. Das hat durchaus seine Logik. Das hat auch Sinn. Denn wie sollte man es sonst machen? Einer muss ja sagen, ob etwas falsch oder richtig gemacht wurde. Und da schließt sich der Kreis von Schule, Lehrer, Oberlehrer usw.😉.

  19. Hallo alle.

    Ich führte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit einem vermeintlich gebildeten Zeitgenossen, der KenFM aus ideologischen Gründen rigoros ablehnt.
    „Antisemit, Demagoge, Hetzer, blahblah“
    Ich nahm das erstmal so hin, ohne allzu vehement zu widersprechen — war schließlich nicht das erste Mal, dass ich sowas ertragen musste.
    Außerdem weiß ich ja auch hier vom Board, dass die konservativsten Pissbirnen sich unglaublich gerne als Progressive darstellen.
    Man hat ja Erfahrung, wa ?!

    Nunja, wenige Minuten später nahm das Gespräch die Wendung hin zum derzeitigen Bildungs- und Schulsystem.
    Seine Kritik war fast allumfassend und entsprach ironischerweise zu 90 Prozent der Meinung dieser Gesprächsrunde hier.

    In wenigen Tagen treffe ich den lieben Mitmenschen nochmal… vielleicht könnt Ihr Euch alle vorstellen, welchen Link ich ihm spiegelverkehrt auf seine Stirn tätowieren werde : ]

    Dieses Format hier geht kaum besser, es sei denn, es wäre mit Pause doppelt so lang.
    Natürlich ist das wenig realistisch — man ist irgendwann als Teilnehmer und als Zuschauer erschöpft.
    Nichtsdestotrotz gibt es für mich als Rezipienten nichts Schöneres, als wenn kluge Gedanken auch mal bis zuende gedacht werden dürfen.

    Das Witzige daran: Gerade heute habe ich mir erst wieder Positionen-Nr. 2 beim Kochen angehört und mich extrem über die Fachkundigkeit gefreut.
    Beim Essen wurde mir dann untersagt, sofort die neue Folge zu inhalieren : ]

    Ich sage aufrichtig DANKESCHÖN !!

    @ Volker Birk: Wenn Sie keinen Bock haben, sich die ganze Sendung mit allen darin vorkommenden Positionen reinzuziehen und nur ne Denunzierung stattfinden lassen wollen, bevor Sie auch nur einen halben Furz Ahnung haben, was in der Sendung vorkommt, sollten Sie vielleicht lieber schweigen, anstatt sich über alle Massen lächerlich zu machen.

    • @Seven.
      Bin gerade fertig geworden. Ich musste einige Pausen machen. Aber diese Diskussion zeigt vielleicht, hoffentlich die neue Zukunft auf. Besonders hat mir Herr Hüther gefallen. Seine Analyse der Gegenwart fand ich realistisch.

    • Ich setze auf Frau Rasfeld, ohne dass mir jemand aus der Runde auch nur im Entferntesten negativ aufgefallen wäre.
      Nicht nur der glasklaren Analyse wegen, sondern durch pragmatische Lösung des verdammten Problems.
      Großartig, zum wiederholten Mal.
      Ideen zum Weitertragen !

    • Lieber …ähm… wolfcgn !

      Ich werde in Zukunft versuchen, unterhalb des Wahrnehmungsradars Ihres Pietätenbereiches zu operieren, verabschiede mich jedoch gleichzeitig von jeglicher Gewähr diesbezüglich.

      Mein gutgemeinter Ratschlag:

      Wenn Ihre Akzeptanz jener Eloquenz nicht ausreicht, welche der verbalisierten Wut in meinen Ausführungen Ausdruck verleiht, hören Sie ganz einfach auf damit, Kommentare von mir zu lesen.

      Alles Gute.

  20. Hier macht KenFM einen schweren Fehler. Ist die Schule, wie sie heute ist, gut? Nein, ist sie nicht. Kritik tut Not. Aber statt notwendiger Kritik wird hier gleich die Schulpflicht mit dem Bade ausgeschüttet.

    Und dieser Fehler hat es in sich. Denn so werden der Indoktrination Tür und Tor geöffnet, statt sie zu erschweren oder gar zu verunmöglichen. Privatisierung ist vor allem in der Bildung ein Problem und zeigt in der Praxis kaum Lösungen.

    Im Wunsch sich von einem schlechten Schulsystem frei zu machen spielen solche Veranstaltungen nur der Gegenaufklärung in die Hände.

    Schade.

    • Haben Sie eigentlich die richtige Sendung angeschaut??? Oder nur ein bis zwei Minuten???
      Denn, wenn Sie die gesamte Sendung angeschaut hätten, wüssten Sie, dass um verschiedene Ansätze gerungen wurde, sie aber auch gleich mit vorgestellt wurden – und dass dies eine sehr interessante und spannende „Geschichte“ bis zum Schluss war…..DANKE Kenfm für diese lebendige und wirklich interessante Runde! Mit solch neuen Schulsystemen, wie diskutiert, wäre ich gleich wieder gerne Kind…..!!!

    • Selbstverständlich soll der Staat Bildung ermöglichen!

      Der Staat soll jedoch nicht die Kinder in eine bestimmte Schule zu einem bestimmten Lehrer zwingen!
      Gerade für Hochbegabte ist diese zwangsweise Beschulung eine Tortur. Und nicht alle Eltern hochbegabter Kinder können/wollen sich den Besuch einer Privatschule für ihre Kinder leisten.

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