KenFM-Positionen #4: Kooperation oder Konkurrenz – Braucht der Mensch ein Feindbild?

„Konkurrenz belebt das Geschäft!“

Mag sein, nur ist das Leben an sich etwas völlig anderes als ein klassisches Geschäft. Wer das „Business-Model der Natur“ auf „survival of the fittest“ eindampft, liegt grundfalsch. Die Idee der Kooperation muss als wesentlicher Teil der DNA dieses Planeten erkannt und benannt werden.

Der Mensch im 21. Jahrhundert muss sich endlich von der Idee verabschieden, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei. Diese Sichtweise kommt nicht ohne Feindbild aus und war nur deshalb über Tausende von Jahren erfolgreich, da über den größten Teil dieses Zeitraums deutlich weniger Menschen lebten. Die Bevölkerungsexplosion hat alles verändert. Zudem haben von Menschen geschaffene Maschinen die Macht des einzelnen Individuums ins Unvorstellbare gesteigert.

Auch die Atombombe ist am Ende des Tages nur eine Maschine, die, zur Anwendung gebracht, das Töten von Massen durch eine Einzelperson in der Effizienz erhöht. Die Rechnung geht aber nicht auf, wenn mehrere Seiten über Nuklearwaffen verfügen und diese ebenfalls zur Anwendung bringen.

Die Einteilung der Welt in gut und böse, Freund und Feind ist überholt, seit es taktische Waffen gibt. Wenn der Mensch nicht lernt, zu kooperieren, wird er als Spezies verschwinden. Unsere Art muss lernen, im Gegenüber wieder mehr zu sehen als einen Konkurrenten oder Mitbewerber. Er muss im anderen Menschen vor allem einen Menschen sehen. Der Andere ist nicht automatisch ein Feind. Nur, kommt die Menschheit überhaupt ohne Feindbild aus?

Diese Frage diskutieren wir in der vierten Ausgabe von Positionen – Politik verstehen. Erstaunlich ist, dass sich die Gäste dieser Sendung, Evelyn Hecht-Galinski, Rüdiger Lenz, Dr. Rainer Rothfuß und Gerhard Wisnewski über weite Teile derart echauffieren, dass sie wie Gegner wirken.

Vor uns allen liegt also noch ein weiter Weg.

223 Kommentare zu: “KenFM-Positionen #4: Kooperation oder Konkurrenz – Braucht der Mensch ein Feindbild?

  1. Hi!
    Ich begann gerade damit – nachdem ich KenFM frisch entdeckt hatte – diese schöne Positionen-Reihe bei Nummer 1 beginnend anzuschauen.
    Die ersten Folgen war ich so richtig glücklich, daß es Menschen gelingt, miteinander zu reden auf eine
    Art und Weise, die gut tut. Was dann in Positionen Nr. 3 mit Herrn Chondros begann – den anderen über
    den Mund fahren, und einen Satzbeginn, obwohl man eigentlich nicht dran ist, so lange zu wiederholen,
    bis man die anderen übertönt hat und die Aufmerksamkeit ergattert – hat sich in Nr. 4 leider fortgesetzt
    und gesteigert. Es gab einen Moment, an dem ich dachte: Ja, bitte alle vier auf einmal!!!!!
    Traurig, traurig. Und Ihr nehmt für Euch in Anspruch, Menschen zu sein, die sich mit anderen verständigen wollen? (Vor allem an Frau Hecht-Galinski gerichtet, die permanent kommentiert und dazwischen und drüberredet. Unerträglich dieser Stil….. Für mich ganz schwer auszuhalten ohne mich auszuklinken.)
    Ich habe dann tatsächlich so 20 Minuten vor dem Ende abschalten müssen. Zu sehr erinnerte mich der
    Kommunikationsstil der Teilnehmer an jene Zeit, als ich mich von der Teilnahme an Politik zurückzog. Weil, wie ich
    damals glaubte, sowieso nichts dabei rauskommen könnte, wenn man derart miteinander umgeht.
    Schade, wirklich schade, daß das auch in diesem wunderbaren Forum der Gegenöffentlichkeit jetzt wieder so losgeht? Bin gespannt auf die nächsten Positionen. (Kenner erst vier.)
    Lieber Ken Jebsen, könnten Sie das Ganze ein wenig so dirigieren, daß immer nur einer spricht und man den Gesprächspartner ausreden läßt?
    Vielen Dank! Ansonsten eine großartige Arbeit, die Sie und Ihr Team da leisten!!!
    Ein Hoffnungsschimmer im allgemeinen Bocksgesang …. … .. .

  2. Ich habe mir vorgenommen alle Position Folgen nachzuholen und bei einer Sendelänge von 3 Stunden pro Folge ist das mal hart Zeitaufwendig . Nun zur Folge: Mal wieder viele gute Meinungen dabei gewesen . Ich habe mich dabei erwischt wie ich mehrmals beinahe die Meinung gewechselt habe weil die Argumente meistens gut waren auf allen Seiten . Es gab aber auch oft Aussagen die Faktisch nicht richtig sind ( 98% aller eingeschulten sind Hochbegabt / nach der Schule nur noch 2% ) oder sehr fraglich sind . Allgemein war mir die Frau in der Runde am meisten Links orientiert und hatte ein sehr offensichtliches schwarz/weiss denken . Sie hatte eindeutig ein Feindbild und hat die guten Argumente vo dem Prof. sehr schnell abgeblockt . Ansonsten wieder eine Super Sendung .

  3. Zitat: „Erstaunlich ist, dass sich die Gäste dieser Sendung, Evelyn Hecht-Galinski, Rüdiger Lenz, Dr. Rainer Rothfuß und Gerhard Wisnewski über weite Teile derart echauffieren, dass sie wie Gegner wirken.“

    Wieviel Prozent ihrer Redezeit hat H-Galinski eigentlich genutzt, um wirklich zum Thema zu reden? 😉

  4. Ohne Feindbild geht „Gut“ und „Böse“ nicht. Feindbild ist deshalb unbedingt notwendig. Es wird argumentiert, dass „Christus“ die Überwindung sein soll. Ich schätze jedoch, dass es den biblischen Jesus Christus nicht gegeben hat. „Christus“ basiert nach meiner Meinung auf Echnaton. Der wollte nach meiner Schätzung das ewige Feindbild abschaffen. Aber: Echnaton – also der wahre Christus – ist dann ermordet worden.

    • Echnaton ist ermordet worden. J. F. Kennedy ist ermordet worden. Alfred Herrhausen ist ermordet worden. Seit Jahrtausenden wird diese Welt von der Priesterschaft beherrscht

    • @ Holger

      erzähl uns doch mal von deinen Absichten….was willst du den Leuten hier , mit deinen Aussagen denn mitteilen?

      das wir beherrscht werden, sehen alle hier….

      welche Absichten verfolgst du mit deinen Kommentaren?

      alles verloren….oder wie?

  5. Nachschlag.
    Ich beschäftige mich gerade mit Huntingtons „Kampf der Kulturen“ (1996). Aus Kapitel 6: „Die kulturelle Neugestaltung der globalen Politik“ folgender Ausschnitt: Auf Seite 198 (der deutschen Übersetzung) stellt er die Frage: „Wie kann es sein, daß kulturelle Gemeinsamkeit die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt von Menschen erleichtert, während kulturelle Unterschiede Spaltungen und Konflikte fördern?“ Unter den Punkten Erstens bis Fünftens gibt er dazu mehrere Antworten. Auf Seite 202 diese: „Fünftens und letztens gibt es die Allgegenwärtigkeit von Konflikten. Hassen ist menschlich. Die Menschen brauchen Feinde zu ihrer Selbstdefinition und Motivation: Konkurrenten in der Wirtschaft, Gegner in der Politik. Von Natur aus mißtrauen sie und fühlen sich bedroht von jenen, die anders sind und die Fähigkeit haben, ihnen zu schaden. Die Beilegung eines Konflikts, das Verschwinden eines Feindes erzeugen persönliche, soziale und politische Kräfte, die neue Konflikte, neue Feinde entstehen lassen. …“
    Mein Arbeitskommentar dazu: Hier spricht sich die Wahnvorstellung selbst ihre „Normalität“ zu. Damit erübrigen sich für den, der ihr verfallen ist alle weiteren Erörterungen. Spricht da ein Christ zu uns?
    Was diesen Äußerungen noch besonderes Gewicht verleiht, ist die Tatsache, die der Autor anfangs selbst hervorhebt, daß das Buch das Ergebnis eines Prozesses ist, der mit einer Vorarbeit zum Thema und darauf folgenden Vorträgen in der US-amerikanischen Gesellschaft entstanden ist. Dieser Herrschaftswahn ist also zu einem gewöhnlichen Bestandteil der Alltagsideologie geworden. Mehr dazu hoffe ich bei anderen Gelegenheiten vorbringen zu können.

    • @ Jochen Tittel: “ Spricht da ein Christ zu uns ?“ Mir ist nicht bekannt, ob Huntington irgendeiner christlichen Konfession zugehörig ist. Aber z.B. der Kindermörder Gilles de Rais war – wenn man es von der Konfession her beantworten will- ein Christ. Der ermordete kleine Kinder, schminkte deren Leichen, deren Gesichter und stellte die privat zur Schau, bis man diesem Christen auf die Schliche kam und den verurteilte.

      Es ist nicht der Christus, der durch Huntington spricht, es ist der Widersacher. Allerdings wird all das, was ich dazu noch schreibe, bei Materialisten und Atheisten nur Hohn und Spott hervorrufen. Die geistige Quelle für das, was wir Menschen als Technologie entwickeln, ist Ahriman. Eine kosmische Entität, deren irdische Verkörperung in Gestalt eines Menschen entweder kurz bevorsteht oder schon erfolgte. Christus inkarnierte vor ca. 2000 Jahren. Luzifer inkarnierte vor ca. 5000 Jahren in China. Und Ahriman wird im Westen inkarnieren. Das wird die Inkarnation des Satans sein. Wenn das unbemerkt bleibt, dass es Ahriman ist, der da in einem Menschen verkörpert ist, dann hat er sehr grosse Chancen, die Menschheit zu verführen. Er will dazu verführen, nur das Materielle als real zu denken.
      Er könnte sich sogar als der „wiedergekommene Christus“ bezeichnen.
      Wenn man dann nicht weiss, dass die Wiederkunft Christi im Aetherischen stattfindet und es keine Reinkarnation des Stifters des Christentumes gibt, dann kann man Ahriman auf den Leim gehen.
      Ahriman wird wahrscheinlich als „Sozialreformer“ auftreten und wird mit höllischer Schlauheit und mit bestialischer übermenschlicher Intelligenz die Massen verführen….Und Huntington ist eines seiner Opfer.
      Schon Friedrich Nietzsche wurde ahrimanisch inmspiriert, den „Antichrist“ zu schreiben, bevor der Mann im Wahnsinn zugrunde ging, weil er den Kampf gegen den Zeitgeist nur verlieren konnte.

    • „Hassen ist menschlich“….“Die Menschen brauchen Feinde“…..“Von Natur aus….“ Ja, wenn man „soziale und politische Kräfte“ da festmacht, dann landen wir zwangsläufig in den ‚Idealen‘ unserer Zeit….und darüber in der vollen Schussfahrt gegen die Wand.
      In verhängnisvoller Weise ist genau dieses große „Von Natur aus“ über die plumpen Varianten des Darwinismus und seinem ‚Kampf ums Überleben“ und das „Überleben des Stärkeren“ (Angepassteren) etc. bis in die Schulbildung zur „Alltagsideologie“ geworden.
      Von dem Russen Kropotkin, der aus seinen Naturbeobachtungen zu einem anderen Ergebnis kam, nämlich, dass ‚Kooperation und gegenseitige Hilfe‘ die erfolgreichste Strategie in der Natur sei, hört man bezeichnenderweise ……sauber nix!….!!

    • zu Michaelas Antwort
      Im wesentlichen teile ich Ihre Ansicht; und um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen, versuche ich, das, was Sie in einer spezifischen Form oder Ausdrucksweise sagen, für die Sie von Materialisten und Atheisten verspottet werden, in einer kulturneutralen Form zu sagen.
      Zuerst zu Ihrer letzten Bemerkung über Nietzsche. Meine Vermutung ist der üblichen Interpretation gerade entgegengesetzt; was allgemein (oder weitgehend allgemein) als Ausbruch des Wahnsinns bei ihm betrachtet wird, ist meiner Meinung nach der äußere Anschein der überwältigenden Erkenntnis seines vorherigen Irrtums. Er hat wohl selbst Mühe gehabt, das mit seinem Verstand zu erfassen; die Menschen um ihn herum haben das jedenfalls überhaupt nicht kapiert.
      Nun zum Wesentlichen. Die Menschen haben durch alle Kulturen hindurch wahrgenommen, daß es moralisch unterschiedliche Qualitäten gibt: Gut und Böse. Und sie versuchen eine Erklärung dafür zu finden. Im christlichen Glauben ist es ein Problem, die Existenz des Bösen zu verstehen, wenn doch der allmächtige Gott als der gute Gott vorgestellt wird. In verschiedenen Kulturen ist man auf den Gedanken verfallen, das Böse zu Personifizieren (natürlich auch das Gute), dabei kommt es zu dem Umstand, daß das Böse unzählige Namen erhält, ob es christlich der Teufel oder Satan, oder ob es persisch Ahriman, oder ein anderer Name ist. Es gibt auch einen Mythos oder eine Legende (ich weiß nicht, ob sie auch christlich ist) die besagt, daß der oder das Böse seine Macht über uns verliert, wenn wir seinen wahren Namen kennen. Dieser wahre Name – so behaupte ich – ist Existenzangst. So wie der wahre Name das Guten Existenz-Gewißheit oder besser Seinsgewißheit ist. Eine andere Formulierung für letzteres: Ich bin hier und jetzt. Wobei man sich davor hüten muß, dieses Ich weiter zu bestimmen. Das Ich an irgendwelche Erscheinungen zu binden, nennen wirkliche Meister mitunter eine Erleuchtungsfalle.
      Unter diesen obigen Voraussetzungen ist es tatsächlich so, wie Sie sagen. Huntington und alle anderen Herrschaftsanbeter sind vom Widersacher besessen, von der Existenzangst, die sie gewöhnlich allerdings so gründlich verdrängt haben, daß sie sie selbst nicht bemerken, obwohl sie ihnen aus allen Poren herauslugt. Die Erzählungen von der Verkörperung des Ahriman oder des Teufels zu irgendeiner Zeit an irgendeinem Ort halte ich für kulturell geprägte Versuche, die Sache zu erfassen, sie verfehlen aber den wesentlichen Umstand, daß diese Erscheinungen, wie alle Erscheinungen „immer und überall“ nur hier und jetzt stattfinden.

    • @ Jochen Tittel
      Ich gehe jetzt nur auf Ihren Kommentar ein, dieses schon vom Titel her fragwürdige Buch von Huntington kenne ich nämlich nicht.

      Huntingtons pseudo-rhetorische Frage:
      ‚ „Wie kann es sein, daß kulturelle Gemeinsamkeit die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt von Menschen erleichtert, während kulturelle Unterschiede Spaltungen und Konflikte fördern?“‘

      würde ich damit beantworten, dass sie falsch gestellt ist.
      Es gibt auf der Welt nämlich wirklich zahlreiche Beispiele für multikulturelle Zusammenarbeit, die funktioniert.
      Meiner Mein

    • @ Jochen Tittel
      Fortsetzung:

      Meiner Meinung nach ist es keine Frage der Kultur, ob Zusammenarbeit funktioniert.
      Ein gutes Beispiel sind Kinder aus Elternhäuser unterschiedlichert Kulturen, die, wenn man sie lässt, in der Regel genauso gut miteinander spielen können wie Kinder aus Elternhäusern mit gleichen Kulturen.
      Dazu gibt es ein Jesuszitat: ‚Werdet wie die Kinder!‘ – ich bin mir sicher, dass Jesus genau das gemeint hat.

      Kulturell antiliberale Eltern sind in der Regel die, die überhaupt erst die Spaltung und die Probleme schaffen, die sich aus verschiedenen Kulturen ergeben. Und dieselben Antiliberalen behaupten dann, dass es an den Kulturen selbst liegen würde oder – wie dieser Huntington – an der Verschiedenheit der Kulturen an sich.
      Was aber nicht stimmt.

  6. Ich hatte ja mal ein Kommentar abgegeben zur Frau Hecht-Galinski. Mir ist sauer aufgestoßen, dass die Frau immer Recht behalten muss (das 11. Gebot lautet Frau H.G. hat immer recht!).

    Da kannte ich die Dame noch nicht. Jetzt weiß ich aber, dass sie eine Große Leistung erbracht hat. Sie hatte den Mut sich zu emanzipieren. Sie ist Tochter des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland und als diese Tochter die Isreal Politik zu kritisieren ist wirklich sehr mutig. Sie sollte Mut machen, dass jeder seine Meinung frei äussern darf, auch wenn es um Isreal geht. Das heute in Isreal lebende Juden, die den Staat kritisieren als antisemiten betitelt werden, halte ich einfach im Kopf nicht aus. Wie absurd ist das?

  7. Mir kam da auch noch ein interessanter Gedanke. Derjenige der sich viel mit kämpfen beschäftigt hat, ich wage es mal zu behaupten derjenige der den Weg des Kriegers gewählt hat, ist auch gleichzeitig derjenige mit den friedlichsten Ansichten.

    Ein Herr Wilinsky der sicher jeder Form von Gewalt verabscheut ist in seinem Innersten aber doch sehr zerstörerisch.

    Ich hatte schon lange den Verdacht dass der Weg des Kriegers, der wichtigste Weg zum Frieden ist.
    Wenn in diesem Satz Wahrheit steckt, könnte man daraus vielleicht auch Lösungen für alle möglichen Probleme formen

    • @ bamminger: “ Weg des Kriegers“

      Ein Mensch, der im Leben irgendwie genötigt wird zum Kämpfen, der wird lernen müssen, zwischen realen Feinden und sogenannten „Feindbildern“ zu unterscheiden. Bilder können sich zwischen Mensch und Wirklichkeit schieben.
      Wenn man aber kämpfen muss, muss man die Wirklichkeit so sehen, wie sie ist. Für den Stier ist das rote Tuch des Toreros sein „Feindbild“. Doch sein wahrer Feind ist hinter dem roten Tuch verborgen.Erst derjenige Stier, der dieses „Feindbild“ ausser acht lässt und auf den Torero losgeht, kann diesen durchbohren.

      Für manche ist Geld ein „Feindbild“. Doch hinter dem Geld verstecken sich wahre Feinde. Christus machte sich eine Geissel aus Stricken und prügelte die Geldwechsler aus dem Tempel. Er stiess deren Tische um und verprügelte diese Feinde der Geistesfreiheit, Feinde des Heiligen.
      Er beging Mysterienverrat, indem er im Beisein des Volkes eine Initiation in die geheimen Dinge vollzog, was durch die Machthaber mit der Todesstrafe belegt war.

      Und diese Amtskirchen tun alles dafür, Ihn hinzustellen, als habe Er sich den Gesetzen der „Obrigkeit untergeordnet, und dann machen sie und weis, wir müssten es genauso machen. Unsere Feinde sind Jesuiten,Freimaurer und Politiker. Doch unsere „Feindbilder“ sind Religion, Esoterik und Linke oder Rechte.
      Wir sind wie der Stier, der auf rotes Tuch losgeht, statt den (verborgenen) Torero zu durchbohren.
      Der Weg des Kriegers ist der des Bilderstürmers, des Bilder-Zerstörers, und der Sinn dieser Zerstörung der Bilder ist der, freie Sicht auf den hinter den Bildern verborgenen „Maler“ zu bekommen.

    • @michaela

      versteh ich jetzt nicht so ganz was sie sagen.
      gehen sie davon aus dass ich das rote tuch angreife?

      es gibt schon Menschen die in ihrem ganzem Leben nie das rote tuch beachtet haben, die nicht aufwachen müssen weil sie nie geschlafen haben, die nicht aufstehen müssen weil sie nie gesessen sind.
      trotz all dieser Manipulationen, gibt es menschen die von geburt an das Wissen der wahrhaftigkeit in sich tragen und trotz aller widrigen Umständen nie diesen weg verlassen haben. Viele dieser Personen leben heute auf der Straße, denn das System ist sehr gut darin diese Menschen zu erkennen und auszusortieren. Das geschieht zB. auch in den Schulen, da wird nicht nur manipuliert.

    • @ bamminger: “ gehen sie davon aus, dass ich das rote Tuch angreife ?“

      Nein, nein im Gegenteil, Sie tun das meiner Meinung nach nicht. Denn Sie weisen ja darauf hin, wo „der Hase im Pfeffer liegt“, nämlich in den öffentlichen Schulen, wo auch „aussortiert“ wird.
      Das Beispiel mit dem Stier und dem roten Tuch sollte nur veranschaulichen, wie die Menschen gegeneinander aufgehetzt werden seitens Politik. Man hetzt „Braune“ . den Stier – gegen „Rote“, d.h. gegen Linke.
      Teile und herrsche. Und mich würde mal sehr interessieren, was diese Menschen zu sagen haben, von denen sie schreiben: „Viele dieser Personen leben heute auf der Strasse.“
      Würde mich sehr interessieren, weil vielleicht diese Menschen sich nicht haben korrumpieren lassen.
      Und vielleicht liegt der Grund dafür in einer Wertschätzung der Wahrhaftigkeit, die sie über ihre persönlichen egoistischen Karriereinteressen stellen ? Könnte Ken Jebsen vielleicht auch einmal jemanden befragen, der zu denen gehört, auf die Sie hinweisen ?

  8. Hier hätte die Diskussionsrunde praktisch agieren können, und zeigen können, ob sie die Fähigkeit haben, die engen Denkmuster von Frau Hecht-Gallinsky, zu durchbrechen.

    Ich mußte mich zwingen die Diskusion bis zum Ende anzuhören, frage mich aber schon auch, wozu?

  9. Ich knn das nicht so recht nachvolziehen, wenn jemand sagt wir brauchen Feindbilder, weil sonst würden wir nicht so weit sei wie jetzt.
    Meiner Meinung nach, würden wir viel viel weiter sein und unsere Gesellschaft würde viel ausgeglichener sien.
    Wir würden Technisch ,und Geselschaftlich moderner sein, Andere Länder die „Drittländer“ würden auch niemals in solch einer Situation sein wie wir sie jetzt leider vorfinden.
    Aslo ich sehe darin kein Sinn, das der Mensch ein Feindbild hat.

  10. @ Michaela

    Es steht geschrieben, wir sollten besser die andere Wange auch noch hinhalten. Zweimal !! Davon, dass wir auch den dritten Schlag noch friedlich hinnehmen müssen, ist nichts gesagt.

    Ich empfehle dieses Vorgehen.
    Beim ersten mal kann es noch ein Missverständnis sein und muss geklärt werden. Beim zweiten mal ist die Sache dann klar.

  11. @ Bert; “ Sind Frau Leyen und Frau Merkel, Frau Assad, Frau Obama keine Frauen ?

    Menschenskinders , Bert ! Ich bitte Dich ! Guck doch ma genau hin ! Das sind Männer !!!

    Nach Feierabend – wenn keiner guckt, schwuppdiwupp hastenichgesehn – zeigen die erst ihr wahres Gesicht und tragen dann so kernigen Bauarbeiter – Look, saufen Bier aus der Dose vom Aldi und pfeifen den Mädels nach.
    Und dann am nächsten Morgen ziehen die sich wieder um und tun so, als sei nichts gewesen, diese Heuchler !
    Da hat Merkel sich wieder rasiert und zeigt die Raute, ja ?
    Das macht er doch nur für seine geheime Freundin, Die weiss schon, was das bedeutet. „Bayerisch“! Bedeutet: Ich bring dich heute Nacht zum Jodeln ! Du Luder !

  12. Also, der einzige der einen vernünftigen Eindruck macht ist Herr Rüdiger Lenz. Er hat in seinen Vorträgen und auch bei Positionen versucht aufzuklären, dass wir und zwar alle noch gefangen sind in diesem Teufelskreis der Gewalt. Daraus auszubrechen erfordert eben „sau harte Arbeit“. Nur wenige schaffen das zu verstehen.
    Ich nehme mal an, dass die Menschen denen man sehr viel Leid und Verleumdung zugemutet haben nach Gerechtigkeit und Genugtuung sehnen und das ist allzu verständlich. Doch wir glauben, dass wenn wir diese eingefordet sowie erlangt haben und somit das Gute das Böse bekämpft hat, dann irren wir uns. Was passiert denn, wenn Gerechtigkeit ausgeübt wird?
    Meiner Erfahrung nach wird doch dabei immer eine Gewalt über die Person, die eine Schuld aufweist, vollzogen.
    Es ist ein Trugschluss, dass viele annehmen das Gute muss das Böse bekämpfen. Darin verbirgt sich ein Paradoxon in einem Dilemma. Nur wer sich dem Bösen zuwendet bekämpft das Böse. Der Gutmütige wird sich nie einem Kampf zuwenden und das widerum bedeutet sein Verderben, spricht sobald man sich auf irgendeinen Kampf einlässt, stirbt das Gute aus.
    So ist es auch mit dem Frieden. Die meisten wollen in Frieden leben, aber begreifen nicht, dass der Frieden in uns lebt und muss nicht nach außen getragen werden.
    Wir müssen den Frieden in uns finden, ihn erleben und dann können wir erst in Frieden leben.
    Man kann das nur machen, wenn man Abstand von der jetzigen modernen Turbogesellschaft nimmt.
    Ich kann nur von meiner Erfahrung schildern, dass ich für einen Monat nach Argentinien gereist war. Dort habe ich zum einen versucht nachzuvollziehen, was Herr Ernst Wolff in seinem Buch mit dem Kapitel über Argentinien geschrieben hatte; und er hatte recht.
    Zum anderen wollte ich die Studien von Herr Lenz falsifizieren. Also war ich die meiste Zeit bei den Anden/Siete Lagos in der Natur wandern. Da ich sowieso ein „armer Schlucker“ bin, hatte ich nur das nötigste bei mir, und ein Paar Bücher.
    Nicht mal ein Zelt konnte ich mir leisten, lediglich ein Schlafsack; ergo unter freiem Himmel schlafen 🙂
    Ja, ich war alleine unterwegs. Man kann sowas nur alleine machen. In einer Gruppe ist man anderen Zwängen unterworfen. Und tatsächlich, man lernt seine eigenen, von der Natur gegebenen Ressourcen zu optimieren.
    Daher ist das keine Romantik und man auch lernen kann, keine Feindbilder zu haben.

    Aber ich verstehe schon, dass viele nach -“ einem Quicky“- einer schnellen Lösung sehnen.
    Meiner Meinung nach wird es keinen friedlichen, schnellen Ausweg geben. Dieser wird sehr viel Menschenleben fordern.
    Ich schließe mich eher der Ansicht von Herrn Lenz an, dass es Generationen braucht, falls wir jetzt begreifen und damit anfangen. Aber ich glaube nicht, dass uns noch sehr viel Zeit bleibt.

    • „So ist es auch mit dem Frieden. Die meisten wollen in Frieden leben, aber begreifen nicht, dass der Frieden in uns lebt und muss nicht nach außen getragen werden.
      Wir müssen den Frieden in uns finden, ihn erleben und dann können wir erst in Frieden leben.“

      So funktioniert die Welt, die Menschen aber nicht. Du kannst den Frieden in dir gefunden haben wie du willst, wenn der Böse dich nicht in Frieden leben lassen will, wirst du nicht in Frieden leben können. Da kannst du noch so viel von Liebe und Frieden reden, der spaltet dir den Schädel und lacht sich kaputt was für ein Idiot du warst.

      Man muß das Böse bekämpfen, ständig und mit allen Mitteln bis es ausgerottet ist. Andernfalls wird es niemals Frieden geben. Wichtig ist bewusst darauf zu achten, daß man in diesem ständigen Kampf nicht selber böse wird.

      Von diesem Tip die rechte Wange auch noch hinhalten, bekommt man nur dicke Backen.

    • Mein Freund, du scheinst das Dilemma und den Widerspruch nicht zu erkennen bzw. zu verstehen. Der Mensch muss essen, er muss trinken und schlußendlich muss er sterben, das ist empirisch bewiesen 🙂
      Aber er muss überhaupt nicht kämpfen.

      Auch kann ich dich verstehen, dir ist wahrscheinlich viel Schlechtes widerfahren und hast, wie viele andere, ein unglaubliches Verlangen nach Gerechtigkeit und Genugtuung.
      Es ist aber ein Irrglaube anzunehmen, das Böse muss bekämpft werden, wenn wir Gerechtigkeit haben sowie die Guten sein wollen.
      Gut zu sein bedeutet nicht zu kämpfen, diese Wahl haben wir. Es bedeutet nicht, dass ich auf meine Unversehrheit verzichte bzw. meine „linke Backe“ hinhalten muss.
      Das Andere was viele glauben, ist der bigotte „Gutmensch“. Also, durch das Gönnerhafte auftreten, glaubt man das Richtige zu tun sowie zu den Guten zu gehören.

      Ich frage mich nur, warum viele solch eine Allergie oder Phobie haben, nicht zu den Guten zu gehören?
      Ich meine ich muss doch akzeptieren, dass wenn ich jemanden bekämpfen will, dann füge ich doch dem gegenüber automatisch einen Schaden zu und das ist doch nicht gut, oder?

    • Mein lieber Freund

      Mit Verdrehungen, ignorieren der Fakten und Unlogik, kommst Du (bei mir) nicht weiter.

      Man MUß weder Essen noch trinken – das ist nicht nur empirisch bewiesen. man muß nur die Folgen tragen.

      Stimmt, man muß nicht kämpfen. Dann muß man aber mit den Folgen des Nichtkämpfens, der Wehrlosigkeit kämpfen, klarkommen, oder sterben.

      „Ich meine ich muss doch akzeptieren, dass wenn ich jemanden bekämpfen will, dann füge ich doch dem gegenüber automatisch einen Schaden zu und das ist doch nicht gut, oder?“

      Oder! Es geht nicht darum das „das Gute“ kämpfen will, sondern sich nicht wie ein Schaf „dem Bösen“ kampflos ergibt.

    • Mein Freund, ich verspüre sehr viel Wut und Feindseeligkeit in deiner Argumentation. Lass mich das so erklären.
      Solange ich eine „Benzinschleuder“ fahre, sämtliche moderne Elektronik nutze und mit vollem Munde mich über die Missstände dieser Welt beschwerde, bin ich nichts Besseres als ein „verdammter Gutmensch“ wie viele andere hier in dieser „westlichen Wertegemeinschaft“.
      Also, woher sollte ich mir das nötige Recht nehmen, um über andere Menschen bestimmen zu wollen, dass sie sich ändern sollen, damit sie im Sinne der Definition des Gutseins sich korrekt verhalten?
      Nur ich kann mich selbst ändern, und versuche es auch. Daher akzeptiere ich es vollkommen ein „verdammter Gutmensch“ zu sein und verleugne diese Tatsache nicht.
      Und nochmal das Dilemma des Kampfes, um vermeintlich das Böse aus dieser Welt zu vertreiben, lässt sich nicht lösen durch noch mehr Kampfhandlungen. Sobald man sich darauf einlässt, befindet man sich im einem Teufelskreis das nur Böses hervorbringt.
      In der fernöstlichen Philosophie sind Gut und Böse eins (Ying und Yang). Jeder Mensch besitzt dieses Potenzial.
      Der Sinn liegt darin, wie man damit umgeht und welche Wahl man bevorzugt und somit die Konsquenzen akzeptiert.
      Daher ist es ein Trugbild zu glauben, dass wenn ich gegen das Böse kämpfe, dann automatisch der Gute bin. Ergo, wenn man gegen das Böse kämpfen will, muss man selbst zum Bösen werden.

    • @ Der Souverän: „Von diesem Tip die rechte Wange auch noch hinhalten, bekommt man nur dicke Backen.“

      Wir können das Böse in ein Gutes umwandeln. Beispiel der Wolf, der anfangs die Herden bedrohte, der dann in einen Hütehund umgewandelt wurde und nun die Herden beschützt. Das ist nur ein Bild, denn der Wolf ist ein Tier, und Tiere sind weder gut noch böse. Christus wird einerseits als Lamm Gottes bezeichnet und andererseits als guter Hirte.
      Auch das sind Veranschaulichungen.
      Es steht geschrieben, wir sollten besser die andere Wange auch noch hinhalten. Zweimal !! Davon, dass wir auch den dritten Schlag noch friedlich hinnehmen müssen, ist nichts gesagt. Auch nicht, dass wir uns von jedem Angreifer niedermachen sollten. Glaube, wenn wir zwei Schläge ganz bewusst aushalten, hinnehmen, dann ist die Konzentration am Grössten, bevor die dritte Ohrfeige unterwegs ist.

    • Ich kann nur von meiner Erfahrung schildern, dass ich für einen Monat nach Argentinien gereist war.

      Da ich sowieso ein „armer Schlucker“ bin, hatte ich nur das nötigste bei mir, und ein Paar Bücher.
      Nicht mal ein Zelt konnte ich mir leisten, lediglich ein Schlafsack; ergo unter freiem Himmel schlafen 🙂

      Das passt nicht zusammen. Wer tausend Euro für ein Ticket von nach Argentinien ausgeben kann, kann auch 50 Euro für ein Zelt ausgeben.
      Ich habe übrigens, als ich das letzte mal in Buenos Aires war, mein Zelt verschenkt und stattdessen ein paar Kilogramm Yerba Mate eingepackt.

      Also war ich die meiste Zeit bei den Anden/Siete Lagos in der Natur wandern.

      Zwischen San Martin und Bariloche. Das ist die berühmteste Touristenecke in Argentinien.

    • Mein lieber Freund

      Das ist nun schon das dritte mal das Du mir negativ begegnest, respektive nit negatives unterstellst. lass mich Dir sagen, daß ich recht verständig bin und sehr gut zufrieden mit meinem Gehirn. Deswegen erkenne und verstehe ich sowohl diverse Dilemmata als auch Widersprüche – sofern vorhanden.

      Vielleicht solltest Du angesichts der Tatsache das ich in keiner Weise wütend war und bin und erst recht nicht mal ein Häuchlein feindselig, Deine Empfindungswelt oder fähigkeit einer inneren Überprüfung unterziehen.

      „Ergo, wenn man gegen das Böse kämpfen will, muss man selbst zum Bösen werden.“

      Ergo impliziert einen logischen Rückschluß. Logik ist aber in der Behauptung nicht enthalten, sondern schlicht nur (D)eine Feststellung, die sich anhand unzähliger Beispiele widerlegen lässt.

      Ich denke unser Verständnis die Spezies Mensch betreffend und Weltanschauung liegt so weit auseinander, daß wir das Thema beenden können. Nur noch zum besseren Verständnis. Was Du als Wut und Feinseligkeit empfindest, nenne ich Ehrlichkeit, Offenheit und Direktheit – und ich muß es wissen. Aber Ehrlichkeit wird ja oft feindselig empfunden und betrachtet.

    • Michaela sagt: 7. April 2016 at 22:31
      „Wir können das Böse in ein Gutes umwandeln.“

      Natürlich, die Möglichkeit besteht immer und bei jedem Mensch. Es gibt aber auch den wahren Spruch: Da ist Hopfen und Malz verloren.

    • Als Geostratege benötige ich für ausreichend Feindbildaufbau den Menschentyp Hecht Galinski, vielleicht geht noch die Wisnewski Prägung. Von denen gibt es immer genug. Mit Lenz- oder Rotfussartigen ist nichts anzufangen. Ok, ich bin gar kein Geostratege, das war gelogen.
      … Frau Hecht Galinski argumentiert gut, gleichzeitig ist es Ihr nicht möglich die Grundidee von Lenz zu verstehen und Sie merkt noch nicht mal, das Sie ihn nicht versteht. Danke dafür, echt interessant.
      Ich versuche ähnlich zu sein (oder ähnlich zu werden) wie Lenz. Propagandaimmunität mit Feindbildresistenz von Herzen gehört dazu. Teile meiner Überzeugungen als etwas erschaffenes erkennen ist schon kniffelig und dann noch den Ursprung suchen ist eine verrückte Reise. Natürlich kann ich die Welt ändern. Wie groß die Änderung ist, bewerte ich jetzt nicht, ich mach es einfach.
      Die Meinung von Lenz bedeutet für mich nicht: die andere Wange hinhalten. Bei entsprechendem Fehlverhalten meines physischen Gegenübers könnte eine unfriedliche Reaktion meinerseits angebracht sein.
      Das sehe ich nicht so, wenn mir jemand als böse verkauft wird, mit dem ich nie was zu tun hatte. Ich kenn den gar nicht und das soll mein Gegner sein, mach das mal ohne mich.
      Ich sehe da keinen Widerspruch oder logischen Fehler. Kann auch sein das ich Lenz nicht richtig verstehe.
      Die Sendung hat mir sehr gefallen, meinen herzlichen Dank an alle Teilnehmer, ein extra danke an Frau Hecht Galinski weil ich etwas gemein zu ihr war

    • „Das sehe ich nicht so, wenn mir jemand als böse verkauft wird, mit dem ich nie was zu tun hatte. Ich kenn den gar nicht und das soll mein Gegner sein, mach das mal ohne mich.
      Ich sehe da keinen Widerspruch oder logischen Fehler.“

      Der Logikfehler besteht darin, daß man jemanden nicht kennen muß, um zu erkennen das er böse oder Gegner ist. Es reicht auch wenn genügend Andere diese Erfahrung gemacht haben, oder/und dieser für seine Böshaftigkeit bekannt ist. Aus den Erfahrungen Anderer lernen, bedeutet das man nicht jede Erfahrung selbst machen muß – was auch gar nicht möglich ist.

      Die etwas bewussteren unter uns, lernen sogar aus der Geschichte, also von Menschen die schon lange nicht mehr Leben, deren Erfahrungen überliefert sind.

  13. Hallo, wegen Problemen bei meiner Anmeldung ist mein Kommentar zu „Positionen 4“ schon über eine Woche alt. Ich stelle ihn aber jetzt unverändert ein, weil ich momentan keine Zeit habe, ihn zu überarbeiten.
    Als erstes möchte ich auch Ken Jebsen und seinem Team für ihre hervorragende Arbeit danken; ich verfolge die Veröffentlichungen seit langem mit Interesse und Sympathie, hatte mir schon öfter vorgenommen, mich dazu zu äußern und will das nun endlich wahr machen.
    Eine detaillierte Analyse der ganzen Gesprächsrunde erforderte so viel Arbeit, die ich nicht gleich leisten kann, deshalb also nur einige allgemeine Anmerkungen und einzelne Schlaglichter von mir. Ich habe auch die bereits existierenden Kommentare durchgesehen und mußte auch da feststellen, daß ich nicht alles berücksichtigen kann, was schon geschrieben wurde; leider.
    Die Erkenntnis, daß ich nicht in der Lage bin, in kurzer Zeit eine vollkommene Kritik zu verfassen, bringt mich fast dazu, zu resignieren und keinen Beitrag zu veröffentlichen, aber weil ich schon erfahren konnte, daß das neoliberale oder sozialdarwinistische Menschenbild vom Menschen als des Menschen Wolf falsch ist (ganz abgesehen davon, daß es ein verzerrtes Bild vom Wesen des Wolfes enthält) kann ich mich doch ins Getümmel stürzen, ohne Angst haben zu müssen, zerrissen zu werden.
    Ich fange mit dem Versuch einer Begriffsklärung an.
    In der Diskussion verwenden die Teilnehmer öfter das Wort Macht, wo ich stattdessen von Herrschaft sprechen würde. Den Unterschied mache ich ganz vereinfacht (um es möglichst kurz zu machen) daran fest, daß Macht ein „wertfreier“ Begriff ist; ohne Macht geht in der Welt und speziell in der Menschenwelt nichts. Macht ist schlicht die Fähigkeit, etwas zu bewirken, sei es nun im Guten oder im Schlechten (oder Bösen). Herrschaft ist eine Wahnvorstellung, der Menschen seit der Errichtung von Herrschaftsverhältnissen (also seit den ersten Anfängen des Patriarchats) zunehmend verfallen sind. In meinen Augen ist Herrschaftsideologie und Herrschaftspraxsis das Übel aller Übel. Ich kann dazu mehr sagen, lasse das aber jetzt hier erstmal so stehen, weil ich mich kurz fassen möchte.
    In diesen Zusammenhang gehört ein weiterer Begriff, der in den Diskussionsrunden immer wieder auftaucht und Abwehrreaktionen auslöst: Verschwörungstheorien. Wer als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt wird, ist aus dem öffentlichen Mainstream-Diskurs raus. Deshalb versuchen viele Menschen, sich davon zu distanzieren; aber damit sind sie schon in die Falle des herrschaftlichen Diskurses gegangen. Herrschaft ist Verschwörung! Deshalb ist es auch ganz im Sinne der Herrschaftsideologie, Verschwörungstheorien als den Gipfel des Unsinns zu verleumden. Natürlich bedeutet das nicht, daß jede Verschwörungstheorie zwangsläufig richtig und wahr ist; man muß eben seinen Verstand gebrauchen, um die richtigen Unterscheidungen zu machen. Und da ich gerade mit dem Verstand argumentiert habe, kann ich gleich auf die Äußerungen von Rüdiger Lenz eingehen. Er unterscheidet zwischen kalter und warmer Vernunft. Ich halte die Unterscheidung zwischen Verstand und Vernunft für die bessere. Die geht, wenn ich mich nicht irre, auf Kant zurück. Während der Verstand die rationale Fähigkeit der Urteilsbildung ist, ist die Vernunft schwerer zu definieren; jedenfalls enthält sie auch unsere emotionalen Fähigkeiten und ist damit in etwa das, was Herr Lenz als warme Vernunft bezeichnet. Ich teile weitgehend die Ansichten von Rüdiger Lenz und verweise auch gern auf die Arbeit von Gerald Hüther, der nicht nur rational verstanden hat, wie das menschliche Gehirn (also der Mensch) tickt, sondern diese Erkenntnis auch praktisch lebt. Den Mann zu sehen und zu hören, ist Balsam auf unsere verletzten Seelen. Die Formulierung von Rüdiger Lenz, daß das Limbische System radiert wird, finde ich aber zu unkonkret. Durch die Erzeugung von Dauerstreß in der Herrschaftsgesellschaft wird das Limbische System in einen regredierten Zustand versetzt. Das wird oft als ein Rückgang ins Reptiliengehirn beschrieben, was ich allerdings für eine sehr starke Vereinfachung halte. Aber die Wirkung ist die, die Rüdiger Lenz ganz richtig benennt, die Verkümmerung unserer empathischen Anlagen. Ich bin aber überzeugt, daß diese Verkümmerung nicht endgültig ist, daß also unter entsprechenden Bedingungen diese Fähigkeiten wieder aktiviert werden können.
    An diesen Punkt schließt sich nahtlos die frage an, wie ist der Mensch konditioniert?
    Ist es ein Wunder, wenn wir feststellen, daß in Herrschaftsgesellschaften fatal verzerrte Vorstellungen darüber kursieren? Die Falschheit des Menschenbildes, welches etwa die lorentzsche Verhaltensforschung produziert hat, wurde in der Diskussion schon angesprochen. Diese Irrtümer sind aber noch viel weiter verbreitet; das Menschenbild der Moderne ist durchdrungen von den falschen Annahmen die aus der Herrschaftsideologie entspringen. Hier nur einige Stichworte: Sozialdarwinismus, der Mensch als Mängelwesen, homo ökonomikus, … Das oft behauptete Defizit des Menschen in seiner Instinktausstattung ist in Wirklichkeit eine Befreiung von der starren Bindung zugunsten einer fexibleren Verfügung über unsere biologischen Anlagen. Obwohl es zutrifft, daß wir oft irrtümlich glauben, wir hätten uns frei für oder gegen etwas entschieden, weil wir nur die Determinanten unseres Verhaltens nicht im Bewußtsein haben, beweist das nicht, daß wir nicht fähig wären, uns wirklich frei zu entscheiden.
    Ein zentraler Mythos von Herrschaftsgesellschaften ist der, daß es schon immer so gewesen sei. Natürlich ist das ein starkes Argument, sich damit abzufinden, daß es auch künftig so bleiben müsse. Aber es stimmt nicht. Unser Geschichtsbild ist das Produkt der Rechtfertigungsideologie des Patriarchats. Wenn auch unsere Kenntnis über unsere frühe Geschichte nicht endgültig feststeht – was niemals der Fall sein wird, solange sich überhaupt Geschichte abspielt – so haben wir doch in den letzten Jahrzehnten genügend Hinweise darauf in der Forschung zutage gefördert, die den Schluß zulassen, daß wir den größten Teil unserer Menschheitsgeschichte nicht unter Herrschaftsverhältnissen gelebt haben. Die Errichtung von patriarchalischen Herrschaftsgesellschaften ist ein schlimmer Bruch mit dieser langen positiven Entwicklung. Ich gehe darauf jetzt nicht weiter ein.
    Irgendwo in der Diskussion fällt die Bemerkung, daß Konsumverzicht ein Mittel zur Veränderung der Verhältnisse sein könnte oder sollte. Obwohl das sachlich zumindest für die reichen Industriegesellschaften richtig ist, ist es doch falsch formuliert, denke ich. In der Diskussion wird auch darauf hingewiesen, daß das, worauf wir verzichten müssen, eigentlich nur Ersatzbefriedigungen sind. Da eine Ersatzbefriedigung das wirkliche Bedürfnis nicht befriedigt, entsteht daraus der Zwang zu grenzenlosem Wachstum, der für Herrschaftsgesellschaften charakteristisch ist und letztlich zur Zerstörung der Welt und damit zur Selbstzerstörung führt.
    Ersatz wofür? Unser eigentliches und zutiefst menschliches Grundbedürfnis ist, von unseren Mitmenschen als ebenbürtig anerkannt zu werden. Dieses Bedürfnis kann unter Herrschaftsverhältnissen nur in sehr beschränktem Maße befriedigt werden. Es kann aber instrumentalisiert werden, und das führt zu so fatalen Verhaltensweisen, daß sich Menschen als Untertanen benutzen lassen, nur um etwas von dieser Anerkennung zu bekommen (bzw. einen Anschein davon). Die Motivation für Veränderungen muß also nicht mit Verzichtsforderungen arbeiten, stattdessen können wir uns klar machen, daß es etwas viel besseres gibt, als diese Ersatzbefriedigungen und wenn wir uns das gegenseitig gewähren, kommen Ersatzbedürfnisse gar nicht erst auf. Es macht mich traurig, wenn ich sehe, daß nicht nur die Masse der sogenannten normalen Leute, sondern auch ein so integrer und intelligenter Mann wie Gerhard Wisnewski noch so tief in diese falschen Vorstellungen verstrickt ist. (Wenn das jetzt vielleicht ein bisschen überheblich klingt, sage ich gleich dazu, daß es so nicht gemeint ist. Ich halte mich selbst auch nicht für unfehlbar.) Das Gerede von Sozialromantik ist aber in meinen Augen (besser Ohren) ein Versuch sich vor einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Aussagen von Rüdiger Lenz zu drücken.
    In den Kommentaren zur Debatte wird Frau Hecht-Galinski zum Teil recht heftig angegriffen. Obwohl ich erkenne, daß es Gründe für Kritik gibt, möchte ich ausdrücklich sagen, daß ich ihre Teilnahme, wie die aller anderen, als Bereicherung empfunden habe und ich sehe mit Hochachtung, wie sie den Mut hatte (und hat) gegen Positionen aufzutreten, die in den Kreisen, aus denen sie selbst herkommt, verbreitet sind. Viele bringen es nicht fertig „die eigenen Leute“ vor den Kopf zu stoßen und leben deshalb lieber mit einer Lüge. (das Untertanensyndrom)
    Frau Hecht-Galinski plädiert in der Debatte dafür, Hetzbücher zu verbieten und ich wundere mich, wie gerade sie so etwas sagen kann. Ich dächte, sie wüßte, daß man damit das Problem nicht lösen kann und es nur versucht zu verdrängen. Das aufkommen rechter, rassistischer und anderer menschenverachtender Ideologien kann man nicht mit Gewaltmaßnahmen verhindern, weil gerade die alltägliche Gewalt der Nährboden ist, aus dem so etwas entsteht. Diese schmutzige Quelle auszutrocknen, kann nur gelingen, indem wir diese alltägliche und anerkannte Gewalt, die zu unserer Normalität gehört, sichtbar machen und anprangern.
    Damit kann ich noch auf unser Bildungs- und Erziehungswesen (oder Unwesen) eingehen. Auch hier gehe ich mit Rüdiger Lenz. Ich will nur noch deutlich machen, daß Bildungs- und Erziehungsinstitutionen in einer Herrschaftsgesellschaft zwangsläufig Untertanenfabriken sind. Das schließt natürlich nicht aus, daß einzelne Menschen innerhalb dieses Systems ehrlich daran arbeiten, wirklich etwas Gutes zu schaffen (das ist aber unter diesen Umständen eine Sisyphusarbeit).
    Evelyn Hecht-Galinski sagt in der Debatte: „Sexismus ist männlich“; das löst unter den Kommentatoren Reaktionen aus, die teilweise ziemlich schräg sind. Ich halte diese Aussage so auch für falsch. Sicherlich ist es so, daß Sexismus hauptsächlich von Männern ausgeht, aber er ist deswegen nicht männlich, sondern patriarchalisch. Damit will ich also sagen, daß Männer nicht per se sexistisch sein müssen; sie sind es nur, wenn sie vom Herrschaftswahn befallen sind.
    Schließlich hätte ich fast vergessen, zu der zentralen Frage der Veranstaltung etwas zu sagen. Braucht der Mensch ein Feindbild? Hier bin ich wieder ganz bei Rüdiger Lenz, der das verneint. Ich will das aber noch etwas erläutern. Wenn ich die Notwendigkeit und auch die Nützlichkeit eines Feindbildes bestreite, so heißt das nicht, wie es wohl Gerhard Wisnewski interpretiert, daß ich das Auftreten von Konflikten und Auseinandersetzungen in der Erscheinungswelt leugne. Und ich gehe diesen Auseinandersetzungen damit auch nicht aus dem Weg. Es ist nur für nichts gut, wenn ich mein Gegenüber in einer solchen Auseinandersetzung zum Feind mache, also die punktuelle Gegnerschaft pauschalisiere. Wenn ich in einen Konflikt mit anderen Menschen gerate, dann hat der einen sachlichen Grund und den müssen wir versuchen mit möglichst wenigen schädlichen Folgen für beide Seiten auszuräumen. Ich behaupte jetzt mal, daß das immer irgendwie geht. Darüberhinaus gibt es keinen Grund für weitere Konfrontation, also für Feindschaft. Wer behauptet, die Menschen würden jeden Antrieb verlieren, wenn sie nichts zu bekämpfen hätten, der ist nur vollkommen befangen in den Beschränktheiten des Herrschaftswahns, der letztlich eine Frucht der Existenzangst ist; eine Angst, die zwar in einzelnen Fällen begründet sein kann, in der völligen Verallgemeinerung aber falsch ist. Auch dazu kann ich mehr sagen, fasse mich jetzt aber kurz. Unsere Alltagsrealität der Herrschaftsverhältnisse verhindert leider sehr erfolgreich die Möglichkeiten, mit anderen Handlungsmotiven positive Erfahrungen zu machen. Im Miteinander aktiv und kreativ Handeln – etwa in der Kunst, der Musik, können wir das gelegentlich erleben, aber auch in gemeinsamen politischen Aktivitäten. Und auch da nicht, weil man gegen etwas kämpft, sondern vor allem, wenn man für etwas eintritt.

    Zu den Kommentaren.
    Neben einigen Kommentaren, die ich gut finde, und einigen, über die man reden kann, gibt es auch solche, die ich ganz fürchterlich finde. Vor allem derjenige Kommentator, der als Bert auftritt macht mir Kopfschmerzen. Meine erste Reaktion ist: „Der gehört hier nicht her!“ Aber er ist doch da und breitet sich sogar ziemlich aus. Dann denke ich, das ist ein Troll, der versucht bewußt die Debatte mit absurden Behauptungen zu stören. Aber solange ich dafür keine wirklichen Beweise habe, muß ich doch, wenn ich nicht selbst mit Unterstellungen arbeiten will, davon ausgehen, daß er wirklich selbst glaubt, was er da schreibt. Ich gehe jetzt nicht weiter auf seine Argumentation ein, weil es schon spät geworden ist, aber weil ich eben überzeugt bin, daß man solche Konflikte nicht durch administrative Maßnahmen bewältigen kann, werde ich mich auf eine Auseinandersetzung mit ihm einlassen, wenn ich Zeit dafür finde und es notwendig werden sollte.
    Soweit also erstmal.

    • Welche Beweise wollen Sie? Ich gebe Sie Ihnen gern.
      Notwendig geworden ist es ja für Sie schon deswegen, weil zu einem absurd noch nichts weiteres von Ihnen als Reaktion zu lesen war, und das obwohl ich nun wirklich genug plakative Aussagen dem Mainstream entgegenstemme. Dass Sie meinen es ginge um Überzeugungen, tzzz.

      Von der Warte aus betrachtet, sind Sie selbst sehr schnell im Fokus einer Anwesenheitsrechtfertigung.

    • Zu: „Der gehört hier nicht her“. Wenn ich den Grundtenor bei KenFM nun richtig verstanden habe, dann sollte keiner ausgeschlossen werden, der andere, extremere (oder wie auch immer man es nennt) Auffassungen vertritt. Auch wenn ich nicht Bert`s Meinungen vertrete und nach den Kommentaren von Bert sehr schnell das Bild aufkommt, das er das Feinbild „Frauen“ hat.
      Dennoch finde ich es gut, dass die Kommentare nicht senziert und entfernt werden , wie es ja beim Mainstream gemacht wird, wenn extreme Meinungen das vordefinierte Gesamtbild stören könnten.
      Das Ganze macht KenFM ja so interessant und es ist gut, wenn solche Kommentare dazu führen, dass wir uns damit auseinander setzen können. Die Frage bleibt aber, wie ernst die Kommentare von Bert wirklich gemeint sind. Das gilt es aber herauszufinde. Eine Auseinandersetzung mit Nievau wäre glaube ich gut.

      Meine Meinung im Grunde dazu: Weder Männer noch Frauen sind bessere odere schlechtere Menschen. Wenn es z.B. darum geht, wer mehr Kriege/Gewalt anzettelt, dann ist das egal ob es mehr Männer oder Frauen sind. Im Grunde sind wir allen Irrtümer, der Propaganda und anderen Einflüssen ausgesetzt und machen Fehler. Das sollte aber keine Blockade auslösen, das nicht ein Umdenken stattfinden kann. Auch bei Bert…

      Insofern weiteres friedliches Kommentieren….

    • zu Berts Antwort auf meinen Kommentar
      Zu nächst eine Vorbemerkung: Da ich immer noch Probleme mit meinem Zugang zu diesem Forum hatte, kommt meine Reaktion so spät. Das hat aber den Vorteil gehabt, daß ich mir viel Zeit zum Nachdenken nehmen konnte und das hat die Antwort gehaltvoller gemacht, meine ich.
      Es war mir klar, daß meine Bemerkungen zu Ihren Kommentaren etwas provokativ wirken müssen und sie deshalb so nicht einfach stehenbleiben können. Ich werde jetzt erläutern, weshalb ich zu dieser Ansicht gekommen bin, die ich auch nach nochmaliger Durchsicht der Debatte nicht anders sehe. Im Kern dreht sich die Auseinandersetzung um den Begriff „Sexismus“ und um das Verständnis patriarchaler Herrschaftsverhältnisse. Was bei mir in Ihrer Argumentation den Eindruck des Absurden hervorgerufen hat, ist zum Beispiel Ihre Aufrechnung von Wehrpflicht gegen die Möglichkeit, einen Führerschein machen zu dürfen oder das Gerede von weiblichem Chauvinismus an Frauenstammtischen. Den Gipfel des Blödsinns erreichen Sie aber mit der Behauptung, weil Männer sich in Kriegen gegenseitig totschießen müssen, sollten Frauen sich damit abfinden, daß sie nur vergewaltigt werden. So ist doch Ihre Aussage zu verstehen, oder?
      Daß es in Herrschaftsgesellschaften üblich ist (oder war), daß hauptsächlich Männer in den Krieg geschickt wurden, lag die längste Zeit daran, daß die dafür die geeignetere natürlich Ausstattung haben. Wenn heutzutage auch Frauen Kriegsdienst leisten können, hängt das wohl mit den technischen Möglichkeiten zusammen, die biologischen Unterschieden weniger Bedeutung zukommen lassen. Aber schon Ihre Behauptung, Männer müßten sich gegenseitig totschießen, ist falsch in dieser Absolutheit; sie können sich dagegen wehren und sich weigern totzuschießen. So lange das nur wenige tun, ist das freilich auch gefährlich. Je mehr sich für diese Alternative entscheiden, desto einfacher wird es.
      Ebenso falsch sehe ich Ihre Behauptung all die Kultur, Wissenschaft usw. … sei nur von Männern erarbeitet worden und Frauen würden sie quasi parasitär nutzen. Das ist lediglich Ausdruck patriarchaler Arroganz (die Ihnen vielleicht nicht bewußt ist), die den Anteil der Frauen an (ganz allgemein) der menschlichen Entwicklung nicht wahrhaben will. Es wäre aber auch falsch, die Anteile bezahlter Arbeit gegen die unbezahlter Arbeit aufzurechnen; unter Herrschaftsverhältnissen sind beide Tätigkeiten zum großen Teil Sklaverei.
      Daß sich heute auch vereinzelt Frauen in Führungspositionen von Herrschaftsgesellschaften finden, ändert nichts daran, daß diese Gesellschaften ursprünglich und über die längste Zeit der Geschichte eine männliche Erfindung waren. Das Übel daran ist aber nicht die Männlichkeit, sondern der Herrschaftswahn und der Umstand, daß heute (vereinzelt) Frauen in diesem System führende Rollen einnehmen, zeigt nur, daß Herrschaft eine totalitäre Tendenz hat, also alle Ressourcen für sich in Anspruch zu nehmen versucht. Daß in einer patriarchalen Herrschaftsgesellschaft nicht alle Männer Herrscher sind und nicht alle Frauen nur unschuldige Opfer, ändert nichts daran, daß Herrschaft bis heute hauptsächlich von Männern ausgeübt wird. Die Lösung des Konfliktes liegt also sicher nicht darin, die unterschiedlichen Opfer gegeneinander aufzurechnen, die Männer und Frauen unter diesen Verhältnissen bringen müssen, sondern darin, einen Weg zu finden, wie wir derartige Opfer ganz (oder weitgehend) vermeiden können und friedlich und freundlich miteinander umgehen. Wenn wir uns ernsthaft für vernunftbegabte Wesen halten, sollte das doch möglich sein. Im übrigen ist es natürlich auch so, daß niemand nur Opfer oder nur Täter ist, wir werden in der „Realität“ immer mit beiden Rollen konfrontiert; mehr oder weniger. Weshalb wir bei der Tätersuche auch zuerst bei uns selbst anfangen sollten. Zugegebenermaßen fällt uns das besonders schwer.
      Ein weiterer Ansatzpunkt für meine Kritik sind Ihre Interpretationen des Spruchs „Frauen und Kinder zuerst …“. Was Sie dazu schreiben, finde ich ziemlich verdreht oder verzerrt. Ich bin aber auch der Meinung, daß dieser Spruch etwas Diskriminierendes enthält. Ich versuche es mal so verständlich zu machen. Der eigentliche Sinn dieses Spruchs ist der, daß in Notsituationen denen zuerst geholfen werden sollte, die Hilfe am nötigsten haben, die also selbst am hilflosesten sind. Der Spruch „Frauen und Kinder zuerst“ unterstellt also Frauen und Kinder also hilflose Wesen. Daß das für Kinder bis zu einem gewissen Grade zutrifft, können wir jetzt vielleicht einfach mal so annehmen. Das Frauen als hilflose Wesen gelten, ist aber eine Folge patriarchaler gesellschaftlicher Praxis und in diesem Spruch wird das nicht nur festgestellt, sondern auch hergestellt. Ein anderes Beispiel für diese Herstellung weiblicher Hilflosigkeit zur Erläuterung: Im neunzehnten Jahrhundert (und vorher) kam es häufig vor, daß Frauen (aus den oberen gesellschaftlichen Schichten) bei Gelegenheit von aufregenden Ereignissen ohnmächtig wurden. Von der patriarchalen Gesellschaft wurde das so gedeutet, daß Frauen eben besonders empfindsame Wesen seien, die Aufregung nicht vertragen. Ein wesentlicher Grund für diese Ohnmachtsanfälle war aber nicht die besondere Natur der Frau, sondern die patriarchalisch bestimmte Bekleidungsmode (Schnürleibchen) die Atmung und Blutkreislauf so sehr behindern konnten, daß es eben zu Ohnmachtsanfällen kam. Daß nun wieder Frauen diesen Umstand auch bewußt für ihre Zwecke ausgenutzt haben, ist Bestandteil des „Geschlechterkampfes“, der selbst wieder ein Produkt der patriarchalen Verhältnisse ist.
      Der ursprüngliche Sinn des Spruchs „Frauen und Kinder …“ enthält aber meiner Meinung nach auch noch den anderen Aspekt, daß die Hilfe von denjenigen geleistet werden sollte, die dazu am besten in der Lage sind. In manchen Situationen mögen das Männer sein. Aber das zu verallgemeinern, ist wieder falsch, weil auch Frauen und Kinder durchaus in der Lage sein können, sich selbst zu helfen; oder auch anderen. Die patriarchale Konstitution von Frauen und Kindern (und auch von Männern !) macht Menschen in besonderer Weise hilflos, indem sie zu Untertanen gemacht werden.
      Was mir an Ihren Kommentaren auffällt, ist der frauenfeindliche Grundton. Sie mögen das vielleicht selbst nicht so empfinden, aber ich empfinde es so und ich habe den Eindruck, daß sie sich persönlich angegriffen fühlen, wenn feministische oder patriarchatskritische Äußerungen vorgetragen werden. Ich will nicht darüber spekulieren, welche Ursachen das konkret haben könnte; ich sage Ihnen nur, daß das nicht so sein muß. Ich bin auch männlich und bin damit nicht unzufrieden, aber ich empfinde feministische Kritik nicht als einen Angriff auf mich als Mann. Und wenn ich mir viele Argumente feministischer Gesellschaftskritik angeeignet habe, sehe ich darin keine Bedrohung der Existenz der Männer oder ihrer persönlichen Freiheiten (soweit sie nicht auf der Beschränkung der gleichen Freiheiten aller anderen beruhen).
      Nicht nur bei Ihnen, aber eben besonders bei Ihren Kommentaren, muß ich an ein Gleichnis denken, daß wohl aus der Bibel stammt: „Sie sehen den Splitter im Auge des anderen, aber nicht den Balken im eigenen Auge.“ Auf das Thema der „Positionen“-Runde bezogen, Sie erkennen die Feindbilder der anderen, aber nicht die eigenen. Um aber Feindbilder abzubauen, kann man nur bei sich selbst anfangen. Ich hoffe, daß meine Antwort Ihnen deutlich machen konnte, daß meine Kritik nicht Sie als Person treffen sollte, sondern nur diejenigen Ihrer Ansichten, die ich für falsch halte.
      Herzlichen Gruß
      Jochen Tittel

  14. Ich möchte die sachliche Debatte nicht in religiöse (lieber in Spirituelle) Wege lenken, aber

    Nur wer in fEINBILDErN ein Übel erkennt, kann sich des Irrwegs vom ‚Überbösen‘ entziehen.
    Löse das Feindbild auf, und es wird keine Macht (mehr) über dich besitzen:

    „Einst war er groß, mächtig, gewaltig gefürchtet, weil abgrundtief abscheulich: Der Fürst der Finsternis, Herrscher der Unterwelt, Verwalter der Hölle, Dienstherr aller Dämonen, Boss aller bösen Geister.
    Diese goldenen, für ihn rot glühenden, Zeiten sind lange passé. Der Herrschaftsbereich des rotgesichtigen, spitzbärtigen Unholdes, den man gemeinhin teufel schimpft, wobei er auch auf die Künstlernamen beelzebub, luzifer, satan oder rufus hört, beschränkt sich heute aufs sprichwörtliche Detail. Klein geraten, nur noch zuständig für die Tücke des Objekts, kein Sammeln mehr verdorbener Seelen zum Schmoren im großen Höllentopf.

    Er stellt sich als Maskottchen zur Verfügung. Z.B. im Sportverein des 1. FC Kaiserslautern: Benannt nach dem Betzenberg soll er als betzebub Glück bringen – richtig böse klingt das nicht mehr. In puncto Macht ist er zweifelsohne tief gesunken. Das hätten die vielen, die ihn jahrhundertelang fürchteten, sich nicht träumen lassen; damals war der Glauben halt noch stärker als das Wissen.

    Nach dem Mainzer Philosophie-Historiker Kurt Flasch (SPIEGEL 41/2015) fing der Inbegriff des Bösen im Alten Testament als kleiner Handlanger Jahwes an. Der Gott selbst blieb hauptamtlich zuständig für Alles in der Welt. Das Christentum änderte diese Zuständigkeit und führte ein Art Gewaltenteilung ein: Fortan war der teufel verantwortlich für alles Schlimme, Gott bewirkte nunmehr ausschließlich Positives, brillierte durch reine Güte und blieb so moralisch einwandfrei sauber. Gleichwohl dehnte auf der anderen Seite Gottes neu erstarkter Gegenspieler seine Macht aus und es gedieh in gleichem Maße auch eine breite Gefolgschaft für das Böse und das höllische Imperium wuchs unablässig. Manche befürchteten, es könne dem Reich Gottes ebenbürtig werden mit Satan als Gegengott.

    Diese Vorstellungswelt änderte sich erst langsam ab dem 13. Jahrhundert, als sich Vernunft und Wissenschaft ihren Weg bahnten. Doch auch hier schaffte es das Zerrbild Gottes sich ins Details einzuschleichen: Theologen betrachteten den teufel als Intellekt, der nicht mehr aus niederen Instinkten, sondern aus berechnendem Kalkül handelte. Das triebhafte Luftwesen verkörperte kein im Erdinneren existierendes Reich mehr sondern manifestierte sich erneut als Leviathan. Flasch formuliert es so: ‚Der Unreine wurde reiner Geist.‘ Gerade dadurch galt er als noch gefährlicher.

    Diese beinahe gottgleiche Stellung war dem teufel allerdings nur bei Christen vergönnt. Im Islam taucht der böse Gegenspieler auf, um Gläubige auf Abwege zu führen, einen Gegenpol zur absoluten Macht jedoch wurde ihm in dieser Konfession nicht eingeräumt.

    Die Auflösung zwischen Glaube und Logik, Dogma und Aufklärung ergab einen quadratischen Kreis: Der teufel sei von Gott beauftragt, handele jedoch eigenmächtig, so scholastische Lehren. Die Logik des Monotheismus, die für solch paradoxe Exegese eigentlich keinen Raum bietet, wurde extrem verbogen und brachte zwei wesentliche Umstände mit sich:
    Aus Angst vor ewiger Verdammnis war den Gläubigen beständige Wachsamkeit auferlegt. ‚Richtiges‘ ‚Gutes‘ war von ‚Falschem‘ ‚Bösen‘ zu trennen. In der Theorie eine leichte Grundsatzentscheidung, in der Praxis jedoch nur durch divergente Detailfragen ergründbar. Da war es wieder, das Detail.
    Leider ebenfalls günstig: Der Hass auf Gegner und Feinde ließ sich besonders gut schüren, wenn man ihnen nachsagte, mit dem teufel im Bunde zu stehen. Vor dieser dämonischen Anreicherung von Feindbildern schreckte auch ein Martin Luther nicht zurück.
    Der protestantische Reformator wähnte den Oberdämon hinter dem katholischen Papsttum am Werk.

    Das Zeitalter der Aufklärung, die bis heute andauert, entmachtete diese Schlichtgestalt: ein personifiziertes Klischee des Erzbösen reduzierte die Angst auf einen zynisch-durchtriebenen gleichwohl brillianten Mephisto, ein Schauspieler, ein Abbild einer theatralischen Figur. So wurde er zum Archetypus aller fiktiven charismatischen Bösewichter in Film, Literatur und Theater.

    Von da an, gab es kein Zurück mehr zum ’schlichten Glaubensteufel‘. Der war halt nur böse und sonst gar nichts.

    Fazit:

    Ob nützlich oder hilfreich – Wer durch ein Feindbild geblendet in Hass gerät, ist Opfer desselben.

    Benennt die Feinde der Freiheit, doch verfallt nicht in deren Habitus.

    P.E.A.C.E.

    [[Riesendank an Querkopf, Märzausgabe 2016]]

    • Martin Luther war ein Aufklärer: Er hat die Bibel übersetzt und dadurch ermöglicht, dass man selber lesen kann.

      Die Bibel ist absolut klasse. Da stehen so Sachen drin wie: ein Arbeiter ist seines Lohnes wert, oder: Du sollst keinen Zinswucher betreiben. Vorher hieß es immer nur: Kauf Dich frei, Spaß dabei – es konnte ja keiner prüfen. In Echt war das natürlich nicht witzig.

      Dein Fazit finde ich gut. Feindbilder auflösen finde ich auch gut. Allerdings will ich das bei Blutsäufern nicht wirklich, und Satan ist sowieso ausgeschlossen.

      P.E.A.C.E. für alle anderen.

  15. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich eine Meinung bilden. Absolut notwendig ist auch, sich selbst einbringen zu können – dafür braucht es aber eine Plattform (wie z.B. diese hier).

    In der Friedensbewegung (damals) hätte ich mein Leben für meine Ideale lassen können, ohne auch nur ansatzweise ein Ziel zu erreichen.
    Um ein Anliegen in die Regierungsebene zu bringen, musste man (ob man wollte oder nicht) eine neue Partei gründen – das Anliegen selbst ist trotzdem auf der Strecke geblieben. Das ist heute nicht anders: Egal wieviele sich dem Volksbegehren anschließen – man bekommt den Volkswillen nicht da oben hin.

    Außerdem befördert ein Mitspracherecht die Meinungsbildung und das Verantwortungsbewusstsein, wahrscheinlich auch die Entwicklung einer lösungorientierten Diskussionskultur. Solange das Volk jede politische Entscheidung hinnehmen muss, Massendemonstrationen nicht zum Ziel führen und nur das Zuschauen bleibt, wird es keine echte Befreiung aus der Tretmühle geben.

    Dass man ersatzweise Demokratie spielt und mal eben den Staatschef durch Rufmord aus dem Amt mobbt, ist bei solchen Machtverhältnissen nicht wirklich verwunderlich. Richtig hart ist aber das Ausmaß der Opferproduktion – wer übernimmt da schon gerne die Verantwortung?

    Ich wünsche mir Volksvertreter auf Zeit und nicht Könige auf Zeit.

    Über die AfD soll jeder denken was er will; die Politiker aufzumischen war meines Erachtens aber sehr nötig. Wir haben schon viel zuviele Leichen im Keller und die hin-und-her-Pseudonalyse in den Polittalks hat noch Keinen gerettet – nur unterhalten, nur gespielt, nur auf Kosten der Demokratie.

  16. Also ich habe auch zwischendurch an Frau Hecht-Galinski gezweifelt, aber ich finde im Grunde hat sie recht.
    Wenn dir jemand permanent mit dem Stiefel ins Gesicht tritt und du ab und zu zurückhaust, ohne richtig zu treffen, kann man nicht sagen, daß man beide Seiten sehen muß. Und genau das ist es doch, was in Gaza passiert.
    Es ist einfach einseitig ungerecht.
    Frau H-G tritt einfach mit vollem Einsatz (wenn auch ungehobelt) für die Palästinenser ein. Das ist wohl ihre Mission und hinter der steht sie, das beeindruckt mich und ich finde es gut.
    Sie trug auf jeden Fall zur Bereicherung der Sendung bei.

  17. Positionen ist meine Lieblingsrubrik.
    Andreas Popp als Gast würde mir persönlich sehr gut gefallen.

    Wird sich KenFM zukünftig stärker den Lösungen der Lage widmen?
    Dr. Klaus Turtur hätte im Punkto Energie sicherlich viel zu sagen 🙂

  18. Braucht der Mensch ein Feindbild?. Nach meiner Wahrnehmung wurde recht erfolgreich Massenpsychologie in weiten Teilen der Welt angewandt .Ein Feindbild ist bequem für uns Menschen den auf dieses Bild lädt die Bevölkerung alles ab was sich so in ihrem Leben (so die Interpretation ) wirklich destruktiv entwickelt . Wir haben uns nur daran gewöhnt (Psychologiesche Erziehung der Massen) ein Feindbild zu haben. Mir ist aufgefallen das z.b. Gerhard Wisnewski auf der einen Seite die Massenpsycholgie auf unsere Bevölkerung beschreibt ,auf der anderen Seite dieser Psychologie jedoch ihre Wirksamkeit abspricht, das die Menschheit mit der selben Psychologie die Richtung ändern kann.Das heißt jedoch nicht das wir Menschen uns jetzt alle immer nur umarmen und küssen sollen . Das ist meiner Meinung nach der Trugschluss vieler Menschen . Aus der Intention des Friedens sich zu verteidigen ist durch aus zulässig und erfordert Aggression . Aggressionen sind teilweise in unserer Kultur als etwas „Böses“ abgestempelt . Als angehender Heilpraktiker für Psychotherapie weiß ich mittlerweile und auch schon vorher das nur unterdrückte Aggressionen das Potenzial haben einen Krieg zu beginnen b.z.w. zu führen.Im übrigen fand ich „Positionen“ wieder sehr informativ und aufrüttelnd .Ich nehme die Haltung ein das der Mensch kein Feindbild braucht sondern wahre Sinnhaftigkeit womit er sein Leben gestaltet und die Aggressionen werden so in Bahnen gelenkt um sich so ein Leben voller Sinn zu erschaffen .Das geht so meine ich wirklich „nur“ wenn wir wie es Ken sagt „anfangen als Spezies zu denken “ und kooperativ zusammen wirken .Zum wohle des Einzelnen als auch zum wohle aller Menschen . Wenn die Menschheit als Patient betrachtet wird erfüllt Sie derzeit durchaus ,wenn man sich die Psychopathologie anschaut, die Kriterien um die Diagnose Schizophrenie zu rechtfertigen . Als Psychopharmaka gibt es für das Volk Brot und Spiele.

    Respektvolle Grüße Michael Longerich

  19. Ich sehe mir die verschiedenen Sendungen von KENFM regelmässig an, finde es äusserst interessant und finde das ganze wirklich gut.
    Ich habe nur ein Problem damit, wenn Menschen wie Frau Hecht-Galinski als „(Er)kennerin“ von Feindbildern angepriesen wird.
    Erstens mal ist sie zu fest in ihrer Meinung fest gefahren um in dieser Runde Platz nehmen zu dürfen.
    Zweitens ist was und wie sie etwas sagt total unakzeptabel – denn so führt man kein Gespräch!

    Und zu guter letzt: das hat glaub niemand am Tisch begriffen! Das Problem im Palästina/Israel Konflikt sind nicht die Juden, auch nicht die Araber, sondern die Zionisten. Um Zionist zu sein muss man kein Jude sein, nur ein Anhänger dieser Ideologie. Dabei spielt die Nationalität keine Rolle.
    Die Zionisten lenken auch die Amerikanische Politik, Wirtschaft usw.

    Ich bin Israeli und liebe mein Volk, weiss aber auch, dass auf beiden Seiten nicht alles gut läuft. Bei beiden Parteien hat der Plan (der Elite/Zionisten) mit dem „Feindbild schaffen“ leider ebenfalls funktioniert.
    Die Aussagen von der Ersten Frau im Studio haben mich darum auch persönlich getroffen.

    Macht aber weiter mit eurem Programm.

  20. ich finde die Sendungen sehr gut und mag an keiner irgend etwas tadeln und/oder mäkeln. Ich finde die Themen in den Diskussionen betreffen alle Menschen in allen Ländern auf unserem Globus, weshalb ich „das Abschlusswort“ von Rüdiger Lenz, wo er Harald Hüter zitiert, sehr zutreffend. Kinder im Wachstum zu begleiten und nicht zu „erziehen“ ist wohl eines der wichtigsten Aktivitäten von Eltern, jedoch auch allen dem Alter folgenden Schulen. Dieser Prozess des Umdenkens ist aber ein langer Prozess für die Menschheit, jedoch ein Kurzer für den Mensch selbst (wenn er denn will). Es bringt auch nichts an Parteien und Politikern rumzunörgeln, es bringt eher mehr, die in solchen Sachen verschwendete Energie in in etwas Neues zu investieren. Neues schaffen das „geerdete“ Menschen weiterbringt und der Kreativität freien Lauf lässt.

  21. Kleiner Nachtrag:

    Unser gegenwärtiger von der linken Gehirnhälfte dominierte Bewusstseinszustand braucht tatsächlich Feindbilder, bzw. generiert sie sich selbstständig, weil es auf dem dualistischen Prinzip der Trennung basiert und arbeitet. Insofern stellen Herrn Wisnewskis Ausführungen grundsätzlich treffend unseren gegenwärtigen Zustand dar und leisten einen wichtigen Beitrag die durch Brot+Spiele + mainstream desinformation betäubte linke Gehirnhälfte wieder freizupusten, um den Eigenanteil am Leid dieser Welt wieder zu erkennen und sich nicht weiter davor drücken zu können. Noch stärker verschüttet ist allerdings der Kanal zur rechten Gehirnhälfte, den jeder Mensch noch leise fühlen kann, der aber kaum noch „bewusst“ wahrgenommen wird und auf den Herr Lenz verweist. Hilfreich finde ich in diesem Zusammenhang immer das gedankliche Experiment, den Krieg zwischen „Ich“ und „Feind (Anderer)“ auf die beiden letzten Menschen auf der Welt herunterzubrechen. Denn dabei wird einem ganz deutlich klar: Im gegenwärtigen Bewusstseinszustand würde das Ich seinen letzten Feind vernichten und damit seinen letzten verfügbaren „Spiegel“, den er braucht, um sich selbst noch als „Ich“ konstituieren zu können. Er würde sich sozusagen seiner „Existenzgrundlage“ berauben und im Endeffekt ungewollt „Selbstmord“ begehen. Die „zivilisierte“ Menschheit, die sich der Natur entwachsen glaubt, tut das jede Sekunde gegenüber seiner „feindlichen“ Umwelt und sägt am Ast, der sie nährt. Über diese grundlegenden Implikationen der trennenden „linken Gehirnhälfte“ sollte man sich BEWUSST SEIN!!
    Weitere Empfehlungen in dieser Richtung sind die leicht zu findenden Stellungnahmen von David Bohm oder Krishnamurti, Lao Tse etc. Hier mal ein paar Bsp:

    „The delicate balance of mentoring someone is not creating them in your own image, but giving them the opportunity to create themselves and that’s my main goal / priority to help you become an authentic human being able to think for yourself and to become self-observant. That’s what real teachers do. Wisdom is the right use of knowledge. To know is not to be wise. Many men know a great deal, and are all the greater fools for it. There is no fool so great a fool as a knowing fool. But to know how to use knowledge is to have wisdom.

    The first thing you have to know is yourself. A man who knows himself can step outside himself and watch his own reactions like an observer.

    We are raising up a new generation of kids who refuse to look at themselves by being constructively critical of themselves. We are teaching them as a society to cast blame on others. I live in a place where people like to criticize, gossip, turn things bigger than what they are, but refuse to look at themselves first before casting the first stone.

    Scared to look in the mirror. No humility. I like how everyone can judge the hell out of everyone else but refuse to look at themselves as flawed. They focus on others as the source of their problems, and refuse to look at themselves in terms of what they could do differently. So others are blamed. Some of them might never get past this stage, and the violent biofeedback loops that control them. In general, people tend to look outward for a “fix” to their problems. It is the act of a broken and polarized brain.

    What i find most perplexing is the fact that especially religious folks will refuse to look at themselves when their own bible teaches the complete opposite of what they have come to believe.“ – David Bohm

    „Watch your thoughts; they become words. Watch your words; they become actions. Watch your actions; they become habits. Watch your habits; they become character. Watch your character; it becomes your destiny.“ – Lao Tzu

    „The ability to perceive or think differently is more important than the knowledge gained.“ – David Bohm

    „The day science begins to study non-physical phenomena, it will make more progress in one decade than in all the previous centuries of its existence.“ – Nikola Tesla

  22. Sehr beeidruckt hat mich Herr Rüdiger Lenz. Den Part mit der Kindererziehung fand ich sehr bewegend.

    Hierzu habe ich mal folgenden Satz gelesen:

    Teach children HOW to think….not WHAT to think.

  23. Die Frau im Video empfinde ich als ziemlich abstoßend. Mit der Intelligenz und Offenheit der anderen Gesprächspartner konnte sie nicht im Entferntesten mithalten. Ihre argumentative Schwäche versucht sie mit Wadenbeissen und Überheblichkeitsgesten in der Gesprächsführung zu überdecken.

    Sexismus ist AUSSCHLIESSLICH ein männliches Phänomen…äh.. Frauen sind auch sexuelle Täter. Subtilere Täter und vielleicht auch weniger häufig auftretend, aber davon ein Schwarz Weiss Bild abzuleiten ist einfach nur dumm.

    Gut, dass die anderen Gesprächspartner das Niveau gehoben haben.

    Dieser Kommentar hört sich sicherlich emotional an, aber das ist einfach die instinktive Reaktion, die diese Frau in mir ausgelöst hat.

    Ja, mit der Israel Thematik hat sie sicherlich in weiten Teilen Recht, aber ausser ihrem eigenen, eingefleischten Weltbild lässt sie keine abweichenden Meinungen zu. Dass auch bei der Gegenseite den Palästinensern Grautöne auftreten (Ungerechtigkeit / fehlgeleitete Meschen / hasserfüllte Bücher), lässt Sie nicht einmal in Gedanken zu. Sie handelt ähnlich einseitig und verbissen, wie die Gegenseite die sie anprangert. Sie fährt sich fest in gegenseitiger Keilere, statt sich darüber zu erheben, Lösungen aufzuzeigen und Veränderung zu schaffen durch positves Vorranschreiten.

    Die herunterhängenden Mundwinkel und die versteinerte Miene, hat sie sich sicherlich über lange Jahre erarbeitet…kein Wunder.

    Die Diskussion an sich ist sehr wertvoll und ich werde mir jetzt sämtliche Einzelgespräche der Interviewpartner anschauen.

  24. Wie alle „Positionen“ wieder super Sendung, wie ich finde.
    Vielen Dank an dieser Stelle einmal für den Mut von Ken Jebsen und sein Team und alle die hier ihre Meinungen, Erfahrungen und Erkenntnisse äußern!
    Allerdings fand ich die schnippischen Kommentare von Frau Hecht-Galinski etwas stöhrend, da diese inhaltlich manchmal gar nicht sooo schlecht waren. Allerdings leider einfach unpassend schnippig!

  25. title=“Überraschend und Erhellend“>
    ich hab seit langem wieder mal so etwas wie eine Debatte gesehen.
    Ich möchte über das Ende der Sendung reden: nur eine/r der TeilnehmerInnen hat eine Vision und das ist Rüdiger Lenz. Diese geht allerdings sehr weit und ist schwer zuvermittlen, und da kamen die anderen 3 nicht mit. Das hätte sie einfach so sagen können, doch das schaffen KämpferInnen nicht. Bezeichnend war nämlich, dass der Mann der Frieden fordert, und zwar für alle, binnen Sekundne, der Feind von den anderen am Tisch ist. Ermutigend ist wie er mit dieser Gewalt des „seien Sie doch realistisch“, „das ist doch utopisch“ umgegangen ist: verteidigend aber nicht attackierend; erklärend und einlandend und nicht besserwisserisch.

    zur Geopolitik: ich stelle die Frage:
    Was hilft es uns, wenn wir wissen wer die Fäden zieht?
    Wäre es nicht intelligenter, der Geopolitik die Handlungsgrundlage zu entziehen? Das gelingt aber nicht durch investigativen Journalismus, sondern durch Analyse unserer Gesellschaft und uns selbst. Und anschließender Änderung. Das ist gegen das „seien sie realistsich“. Diese Debatte, die hat Lenz angefangen, die wird mit anderen Akzenten aber auch in der Philosophie/Soziologie geführt. Da gibt es tolle Berührungspunkte. Da könnte sich was auftun. Ich komme von der Richtung und werde mich mal mit Lenz, Gerlad Hüter und Arno Gruen auseinandersetzen.
    Vielen Dank also für die Anregung!

  26. Hallo Ken ,

    Kommt mir das so vor oder war Positionen 4 vom Thema her schwerer ?
    Ich habe es mehrmals gesehen und bin irgendwie verwirrt.

    Bei Positionen 1,2,3 konnte ich noch mitkommen aber 4 ich weiß nicht bin ich zu dumm um das zu verstehen?
    Naja ich mache mir aber keine sorgen um mein Interesse an Kenfm sonst hätte ich mich ja nicht angemeldet.

    Ja du hast recht Kenfm ist für „Groß und ganz Groß“ ich bin nur groß aber ich kann ganz groß werden und wenn
    du, ken uns weiter aufklärst glaube ich wird das erwachen bald stattfinden hoffentlich nicht zu spät.

    Auf diesem Wege möchte ich dir sagen tolle Arbeit die du und dein Team leistet bitte macht weiter so.
    Viel glück weiterhin.

  27. Tolle Diskussion! 🙂

    Ich glaub von allen Positionen ist mir diese Runde hier bis jetzt die liebste. Die Diskussion hat einfach eine schöne Runde über viele Themen gemacht, die mir auch sehr wichtig sind. Grad das mit der Bildung.

    Und ich muss als junger Mensch (22) mal sagen, dass mir diese Gespräche einfach echt Mut und Hoffnung machen.
    Ich bin ein Mutbürger im Internet und werd da auch immer wieder für das angegriffen, was ich sage. Dafür, dass ich am Bildungssystem Kritik übe, dafür, dass ich mir eine andere Politik wünsche, dafür, dass ich finde, dass man über das BGE reden sollte, etc. etc. Da wird man ständig Hippie genannt, Träumer, wird beleidigt man hätte keine Ahnung, was weiß ich.
    Aber hey, die Leute lesen mit und eben auch die, die anderer Meinung sind. Und ich hoffe einfach manchmal, dass sie ihren Frust dann an mir ablassen und wenn sie vielleicht nochmal wen drüber reden hören, dann ist das schon nicht die erste Person, die so gesprochen hat und vielleicht werden sie ja doch nachdenklich.
    Und warum ist es immer utopisch wenn man über eine neue Art der Bildung spricht? Warum darf ich nicht sagen, dass ich mir zB freie Bildung wünsche? Warum denn staatlich kontrolliert, das ist doch totaler Bullshit in einer Gesellschaft, die erst durch die Vielfalt des Menschen das werden konnte, was sie ist. Warum muss man denn die Vielfalt den Menschen so beschneiden? Warum wird da utopisch so negativ verwendet?
    Ich find die Leute sollten sich viel mehr Utopien aufbauen.

    Unsere Träume verraten uns, wer wir sind. Mut zu Träumen also!
    Und wenn man wen hört, der irgendwelche Utopien oder Träume vor sich her redet, sollte man ihn nicht dafür angreifen, sondern darin unterstützen.

    Wenn man nicht mal über Utopien und Träume reden darf, wie um Alles in der Welt, soll es dann möglich sein, dass man heute, hier und jetzt, den ersten wirklichen Schritt in die Richtung der Träume geht?
    Nur wer träumt, kann einen Kompromiss zwischen Traum/Utopie und Realität schaffen und um diesen Kompromiss geht es, nicht um die Utopie.
    Wenn aber jene, die zum Kompromiss bereit wären, angegriffen werden, wenn sie sich erträumen wer sie sind und wie sie leben wollen, dann legt man den Menschen, die frei genug sind im Innern, um tatsächlich was zu ändern, Steine in den Weg.

    Wenn man sagt, dass sich der Mensch im Idealfall seinen Beruf selbst schafft. Beruf, nicht Job. Arbeiten aus Leidenschaft, aus Wunsch oder vielleicht auch aus Verantwortungsbewusstsein und das ist die Utopie, dann ist ja vielleicht eine vernünftige Version des bedingungslosen Grundeinkommens, der erste Schritt in diese Richtung.
    Weil ich mir vom BGE erhoffe, dass die Menschen weniger arbeiten müssen, nicht mehr zwangsweise arbeiten müssen, nicht mehr jeden Job annehmen müssen und mehr Zeit haben, sich selbst zu entfalten und sich zu überlegen, wie sie ihr Leben leben wollen. Und wenn das mal ne Weile läuft und vielleicht auch gut läuft, dann geben diese Leute das dann auch an ihre Kinder weiter und haben hoffentlich auch mal mehr Zeit, dieses ekelhafte Bildungssystem zu stürzen und erst mit der Zeit und mit den Generationen sieht man dann, wohin dieser erste Schritt, der von einer Utopie angetrieben wurde, hinführt. Und dort träumen die Leute dann was anderes und so geht das immer weiter.

    Also, Träumer nicht angeifen, sondern selbst träumen. Ich kenn wenige Menschen die noch träumen können, aber alle Menschen, die Alternativen kannten, die bereit waren, etwas im Land zu bewegen und vor allem auch an sich selbst zuerst zu arbeiten, die hatten ALLE eine Utopie, einen Traum. Die waren alle in sich selbst in ihrer Utopie zuhause. Und weil sie dort, in ihrem Herzen an einem wunderschönen Ort zu hause sind, haben sie hier die Energie und die Motivation dafür zu kämpfen, dass ein klein bisschen von diesem wunderschönen Ort, in diese Realität getragen wird.

  28. Feinbilder braucht die „herrschende“ Elite um ein Volk gegen ein anderes aufzubringen. Den Schaden (z.B. Krieg) trägt dann aber die Zivilbevölkerung…Teile und Herrsche… Kommt leider nicht aus der Mode…What a sad world 🙁 Aber was weiß ich schon… Ich denke das halt…Im Moment…Gruß

  29. Ich denke nicht, dass eine Kronkretisierung des Feindbildbegriffs geholfen hätte. Bei dem Feindbild-Konzept waren allen Diskutanten denke ich recht nah beieinander. Wo eine wirkliche (Wissens/Bewusstseins-)Kluft bestand, war zwischen Herrn Lenz und den Übrigen Gästen. Worauf Herr Lenz mehrmals (und natürlich ohne Erfolg, da dafür die Verständnisbasis bei seinen Mitdiskutierenden fehlte) versucht hat mit dem Konzept des „Abgeschliffenen limbischen System“ hinzuweisen, dafür hätte es, wie er auch zwischendurch kurz einwirft, einer eigenen vorbereitenden Sendung bedurft, da das ein eigenes riesiges Feld umfasst (das ich selbst immer lieber mit dem „Aktivieren der rechten Gehirnhemisphäre“ umschreibe, da das besser „greifbar“ ist). Es geht grob gesagt um ein Konstrukt es Verstandes, das die Entfaltung des wirklichen Potenzials des menschlichen Geistes/Bewusstseins blockiert. Jemand dem es meines Erachtens am Besten gelungen ist, dies für den „Neuling“ verstandesmässig fassbar zu machen, ist Eckhart Tolle in seinen beiden Büchern „Die Kraft der Gegenwart“ und „Eine neue Erde“ mit dem was er „das Ego“ nennt. Herr Lenz streift diese Gedankengänge ein paar Mal, bspw. als er erwähnt, dass 90% des Konsums als reine abstrakte Ego-Befriedigung sozusagen „verpufft“, man diesen Konsum genau genommen gar nicht bräuchte. Es gelingt ihm aber natürlich nicht die anderen Gäste dafür abzuholen. Da fehlt einfach zuviel Grundlage! Hier haben die Diskutanten tatsächlich leider völlig aneinander vorbeigeredet. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich als Startlektüre die beiden Tolle-Bücher nur dringend ans Herz legen.

    • „Neue Art der Bildung“ halte auch für eine unbedingte Notwendigkeit. Warum überlassen wir Beamten die Erziehung und Bildung ? Freiheit und Selbständigkeit sind das Ziel einer guten Erziehung und Bildung. Ziel des allgemeinen (!) Beamten – Ausnahmen bestätigen die Regel- ist aber, Untertanen zu haben, die ihm die Steuern zahlen sollen. Daher ist fraglich, ob Beamte als Lehrer die Menschen zur Freiheit bringen. Freiheit Selbst ist jedoch die Voraussetzung der Wissenschaft, weil nur Freiheit der Forschung am Objekt die Objektivität ermöglicht, gemäss der ja gilt, Bildung zu gestalten.

      Die Revolution von 1789 brachte Ideale ins Bewusstsein: Freiheit,Gleichheit,Brüderlichkeit.
      Solange wir selber nicht diese Ideale ins reale Leben überführen, bleiben es Phrasen.
      Freiheit ist das Ideal, das in die Bildung bzw.ins Geistesleben gehört.Gleichheit gehört ins Rechtsleben. Justizia trägt Augenbinde, um alle bestehenden Ungleichheiten auszublenden. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Brüderlichkeit gehört ins Wirtschaftsleben, weil dieses mit der Kooperation zwischen einerseits Produktionsgemeinschaften und andererseits Konsumptionsgruppierungen zu tun hat. Zwischen beiden Lagern sollte Brüderlichkeit herrschen, kein Gegeneinander sondern ein Füreinander.

      Und was haben wir heute ? Ist das Geistesleben frei ? Verwalten die Hochschulen sich sebst ? Nein, nein, sondern das Rechtsleben bzw. die Politik verwaltet die Hochschulen.
      Haben wir Gleichheit im Rechtsleben ? Nein, nein. Justizia trägt keine Augenbinde mehr, sondern sie ist sehend geworden. Ergebnis ist der Überwachungsstaat.
      Haben wir Brüderlichkeit zwischen Produktion und Konsumption ? Nein, nein, sondern es werden viele Dinge extra so produziert, dass sie nach Ablauf der Garantiefrist kaputtgehen.
      Wer Bomben, Tellerminen und Granaten verkaufen will, der braucht Feindbilder.

  30. Sehr gute Runde. Hat mir wieder sehr gut gefallen.

    Ich hätte mir noch eine bessere Analyse des Begriffs Feind in Feindbild gewünscht. Denn so ist es schwer zu definieren ob jemand den man nicht leiden kann schon ein Feind ist oder nicht.
    Frau Gabriele Hecht-Galinski war mir ein wenig zu aggressiv.

    Themawechsel.

    Da ich mir diese Talkrunden lokal speichere und für mein TV (Plex) aufbereite, benötige ich immer ein beschreibendes Frontcover. Daher habe ich mich entschlossen dieses selbst zu erstellen. (Ich hoffe das ich keine argen Copyrightprobleme dadurch verursache) Wer genauso wie ich immer ein Cover suchte, kann ja die Bilder auf meiner Dropbox nutzen.

    • Ich hätte mir noch eine bessere Analyse des Begriffs Feind in Feindbild gewünscht. Denn so ist es schwer zu definieren ob jemand den man nicht leiden kann schon ein Feind ist oder nicht.

      Das ist ein übliches Problem. Dann diskutieren sie wieder an einander vorbei, und keiner kriegt es mit.
      Die Meinungsverschiedenheit zwischen Lenz und Wisnewski wäre damit wohl geklärt worden.

  31. Lieber Herr Jebsen,

    ich habe Ihre Positionen angeschaut und befinde mich zur Zeit in dem Status – Überwältigung.
    Recht herzlichen Dank allen Kolleginnen und Kollegen, die es ermöglicht haben, diese Kette, von besten sehr verschiedenen Perlen, so jede auf eigene Art und Weise vollkommen, zusammen zu kreieren. Die Realität könnte so schön sein.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!

  32. Das war wieder einmal eine sehr interessante Gesprächsrunde.

    Am Interessantesten war für mich, dass ich das Bild, was ich von Frau Hecht-Galinski hatte, gründlich revidiert habe.

    Nun in Einzelheiten von Anfang bis Ende.

    1) sexualisierte Gewalt
    Was ist das überhaupt? Man kann sehr viel darunter verstehen. Das Hauptkriterium ist allerdings, dass der Täter ein Mann ist.
    Es hat lange gedauert, bis Herr Wisnewski dargelegt hat, dass über das Thema Köln mal wieder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen Männer gefordert wird.

    2) Massenmigrationswaffe
    Schön, dass darüber schon vor Jahren jemand ein Buch geschrieben hat. Es ist doch klar, was da gespielt wird.
    Wenn hinten, weit, in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen, die USA das zum NATO-Bündnisfall erklären, und zigtausend deutsche Soldaten dort hin geschickt werden, dann ist in Deutschland Krieg, denn wir haben Millionen Türken, Syrer, Libanesen und Palästinenser in Deutschland.
    Das ist nicht einfach so geschehen. Das ist geplant.

    3) Arno Grün
    Ich habe von Arno Grün ein paar Bücher gelesen, und fand die sehr interessant. Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen Männer kommt vor allem von Leuten wie ihm.

    4) Hecht-Galinski: einvernehmlicher Geschlechtsverkehr eines 13-jährigen Mädchens
    Wenn ein 18-Jähriger mit einem 13-Jährigen Geschlechtsverkehr hat, dann läuft das unter ’schwerer sexueller Missbrauch von Kindern‘ und darauf steht Haftstrafe nicht unter zwei Jahren. Da wird nicht über Einvernehmlichkeit diskutiert.

    5) Hecht-Galinski: Was heißt hier dienlich? Es gibt nur Recht und Unrecht.
    Aber nur so lange wie es ihr in den Kram passt. Siehe oben.

    6) Wisnewski: Wenn Bücher verschwinden
    Wenn ich so ein Buch schreiben würde, dann würde ich das als PDF für Umme rausgeben. Und ich würde das noch mit einer elektronischen Unterschrift versehen, damit der Leser auch weiß, dass es genau das Buch ist, das ich geschrieben habe.
    Einen Verlag braucht man nur, wenn man das Buch verkaufen will. Ein Programm, mit dem man Bücher schreiben kann, heißt Latex, und ist schon älter als das Web.

    7) Pirincci
    Jeder blamiert sich so gut wie er kann. Lass Herrn Pirincci doch reden! Das gilt auch für Frau Hecht-Galinski.

    8) Wisnewski: Schweigespirale durchbrechen
    Das ist ein Ritt auf einem Tiger, wo man, wenn man so viel sagt, dass es auch verstanden wird, sicher runter fällt. Genau deshalb habe ich jetzt Zeit, bei KenFM zu kommentieren.

  33. Sorry vorneweg für die Länge, aber da der gute Ken ja immer dafür plädiert, nicht vor langen Texten zurückzuschrecken, dachte ich mir, kann auch ein etwas längerer Kommentar nicht schaden:

    Wieder einmal eine tolle Sendung mit bestens ausgewählten Gästen! Hut ab! Was man bei KenFM geboten bekommt, das vermisst man in den „Schundmedien“ schon seit Jahrzehnten!! (und ich selbst habe erst 2,5 Jahrzehnte davon selbst bewusst mitbekommen)
    Bin ja schon seit einigen Jahren begeisterter Leser von Herrn Wisnewski und verdanke ihm meine ersten Aufweck-Erfahrungen und bin seitdem dabei diesen Weg weiter zu beschreiten, daher ihm grundsätzlich sehr wohlwollend eingestellt. Trotzdem war das Wort+Weltbild-Gefecht zwischen ihm und Rüdiger Lenz in dieser Sendung mein Highlight, da ich im weiteren Verlauf meines intensiven weiteren Selbstbildungswegs (Netz+Bücher) auf Erkenntnisse gestoßen bin, die tendenziell in letzter Konsequenz wohl Herrn Lenz Recht geben werden (wann auch immer das sein wird). Sehr beeindruckt hat mich auch die besonnenen Statements von Herrn Rothfuß. Etwas enttäuscht war ich von Frau Hecht-Galinski, die mir grundsätzlich auch angesichts ihres Engagements sehr sympathisch ist, aber mir in der Sendung zu stark durch recht „wutschnaubende“ Plattitüden auffiel (Stichwort: Sexismus bei Frauen, den es sehr wohl gibt, der sich aber anders äußert. Bspw. viel stärker während der Pubertät, wenn sie entdecken, welche manipulative Macht sie über Jungs ausüben können. Verkürzt gesagt: eher psychisch bei Frauen, eher physisch bei Männern). Auch teile ich nicht ihre verbissenes Bestehen darauf, dass sich in der Realität nicht wirklich entscheidend etwas tut. Was im Netz im Moment läuft ist der Beginn einer Lawine.
    Herrn Wisnewski+Frau Hecht-Galinski würde ich daher wärmstens ans Herz legen, mal einen Blick in die beiden Bücher von Eckhart Tolle zu werfen. Die Menschheit steht nicht nur vor einer echten Systemkrise, sondern vor einem echten Bewusstseinswandel, der, wenn man ihn begreift und vollzogen hat, die Sicht von Herrn Lenz ganz und gar nicht mehr als Märchen erscheinen lässt. Die krisenhaften Auswüchse werden mit ziemlicher Sicherheit bei diesem Bewusstseinswandel katalysatorisch mitwirken. Die Ära des (höchstwahrscheinlich durch jahrtausende währende Prägung hervorgerufenen) Primats analytischer Realität, wie sie uns von der linken Gehirnhälfte vorgegaukelt wird, geht dem Ende entgegen. Um zu bestehen, wird die Menschheit dazu übergehen müssen, ihre rechte Gehirnhälfte zu aktivieren, was die wahrgenommenen Realitäten entscheidend wandeln wird. Ebenfalls sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang das tolle Foto-Projekt von Bilbo Calvez „publik privat“, zu dem es auch ein schönes KenFM Interview gibt. Wer nicht glaubt, was dies für ein Paradigmenwandel verursachen würde, dem empfehle ich die Vorträge von Jill Bolte Taylor, die diesen Wandel „erzwungenermaßen“ erleben durfte, als eine Hirnblutung, ihre linke Hemisphäre aussetzen ließ. Empfehlenswert ebenfalls in diesem Zusammenhang bspw. Dieter Broers Buch „Gedanken schaffen Realität“ und andere. In diesem Sinne: Nur Mut Frau Hecht-Galinski, es sind viele am „Aufwachen“ und wer bis zu den entscheidenden Ereignissen nicht aufgewacht ist (die Menschheit rast gerade mit einem Affenzahn auf den Abgrund zu! Das kann unmöglich geleugnet werden.), den werden dann letztlich diese (in unseren jetzigen Realitätsbegriffen) schlimmen Ereignisse (zugegeben recht „unsanft“) aufwecken. Und um abschließend zum Thema Feindbilder zurückzukommen. Mit dem Aktivieren der rechten Hemisphäre werden diesen schlicht die Grundlage entzogen worden sein… sie sind dann schlicht nicht mehr Teil der wahrgenommenen Realität! Insofern ist Aufwachen sicherlich das Gebot der Stunde! Zunächst als Grundlage das Aufwecken der linken Hemisphäre, bei dem mir Herr Wisnewski sehr geholfen hat (und zu dem auch KenFM einen wichtigen Beitrag leistet) und dann als nächsten Schritt das Aufwachen in der rechten (auf die Herr Lenz hindeutet und zu dem ich nur Tolle und Bolte Taylor empfehlen kann!).

  34. Ich mag ja Diskussionsrunden ganz gern, und bin natürlich auch erstmal über die im Fernsehen frei verfügbaren dazu gekommen. Den Gehalt dieser Talkrunden kriegt man dann meist schnell erfasst.

    Was ich allerdings hier bedenklich fand, war die Unfähigkeit, mal ausreden zu lassen. Grade eine Frau Hecht-Galinski tat sich in meinen Ohren da sehr unangenehm hervor. Von Politikern ist man das ja gewohnt, dass immer versucht wird, mit dem lauteren Argument zu überzeugen. Hier sitzen einige Leute an einem Tisch, die auch mal nachdenken und kontroverse Gedanken vorbringen. Da darf natürlich auch ein Zwischenruf sein. Ich halte aber penetrante Wortmeldungen die die Aussage des anderen sinngemäß mit totalem Quatsch bezeichnen für nicht konstruktiv. Hinzu kommt von besagter Frau Hecht-Galinski der Widerspruch, zunächst in ihrer Baden-Württembergischen Heimat durchaus Probleme mit Russlanddeutschen zu erleben, um kurz darauf zu erwähnen, wie wunderbar „die Menschen“ zur Russlandphobie erzogen werden. Scheint gut geklappt zu haben.

    Ansonsten halte ich die Idee für sehr erfrischend, es mal ohne Feindbilder zu probieren. Allen wurde das quasi vom Kindbett aus mitgegeben. Jedoch wäre der Versuch, aktuelle Geschehnisse nicht aus Blickwinkeln, sondern rein auf die Aktion bezogen zu bewerten, sicher interessant. Analog zum Vorstoß einer schwedischen Jugendinitiative, die zB Nekrophilie legitimieren möchte. Das ist weit her geholt, aber verdeutlicht es ganz gut. Egal wie man dazu stehen mag, und die meisten würden es moralisch ablehnen, so ist der technische Vorgang eine Überlegung wert. Wem „gehört“ der tote Körper? Nicht eigentlich dem Toten selbst? Darf er dann nicht entscheiden, was nach dem Tod mit ihm passieren sollte? Bei Organentnahme geht es ja auch. Wie weit wäre der Schritt zum legitimierten Kannibalismus? Das sind alles Dinge, die natürlich unbequem sind, darüber denkt man nicht gerne nach. Weil Gedanken geprägt sind und in Richtungen gedrängt wurden, bevor wir überhaupt drüber nachdenken konnten. Und selbstverständlich gibt es keine einfachen Lösungen. Aber es wäre wundervoll, wenn solche Gedanken eine breitere Masse erreichen würden. Schade nur, dass andere, behandelte Themen dies verhindern, da sie zuvor schon von ebenso geprägten Vorstellungen platt gebügelt werden (Stichwort Verschwörungstheorie).

  35. Die Argumente von Rüdiger Lenz fand ich in der Gesprächsrunde am Besten. Ich finde es schade, daß Herr Wiesnewski und Frau Hecht-Galinski den Anschein erwecken, als sei ein Leben ohne ein festgelegtes Feindbild nicht möglich.

    Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Gesprächsrunden fand ich diese Gesprächsrunde allerdings etwas schwach.

  36. @HB“ Kinder, egal welcher Ethnie, Hautfarbe oder Religion, gehören zum DIALOG, zur Toleranz, zum Ausgleich von Interessen, zum voneinander lernen angeleitet! Das kann man trainieren, fördern, spielerisch und durchaus ernsthaft, zB im Rahmen einer partizipativ verfassten Kita. Von frühesten Kindesbeinen an fördern!“
    DANKE!!!!
    Herr Wisnewski selbst ist ja ein exemplarische Beispiel dafür, dass unsere kulturelle Prägung und unser eingetrichtertes Schulwissen , Grundlage unseres Denkens und Fühlens wird, denn seine ganze Überzeugung, ein Feindbild zu brauchen, fußt ja letztlich auf die von ihm zitierte in der Kindheit verabreichte Dosis. Diese Dosis wirkt bis heute!

  37. Eine in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Sendung, die Schwierigkeiten bereitet zu sagen, was denn eigentlich nun das Wesentliche, das Wichtigste, das Bemerkenswerteste an ihr gewesen sei und mit welchem Detail sinnvollerweise zu beginnen sei, um empfundenem Drang zum notwendigem, vertiefendem Diskurs nachzugeben, in Angriff zu nehmen. Und sind nicht vor allem die umfangreichen Kommentare das eigentlich wesentliche Ereignis, mit denen es sich auseinander zu setzen lohnte?

    Mir scheint das spektakulärste passierte gleich ganz vorne in den ersten Minuten der Sendung und ich beschränke mich aus Gründen zur Verfügung stehender Zeit im folgenden im wesentlichen auf genau das wegen seiner außerordentlich weitreichenden Implikationen:

    Der seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert journalistisch tätige Autor Wisnewski erklärt mit Verweis auf erinnerte Bildungsinhalte seiner Schulzeit (!), dass dem Menschen ein hirnorganisches Zentrum für ein Feindbild / Feindbilder eigen sei und er ohne das auch nicht leben könne, weil es ein wichtiges Werkzeug der (soziokulturellen) Orientierung in einer ständig komplexer werdenden Welt sei. Meiner Erinnerung nach gibt er diese Erklärung zum ‚weil‘ erst im Verlaufe der Sendung, an verschieden Stellen, also gerne widerholt; am Anfang steht einfach die Info über ein hirnorganisches Feindbild-Zentrums – sinngemäß. Aber ob nachgeschoben oder gleich gesagt ist nicht wichtig.

    Wichtig ist, dass aus Perspektive der Neurobiologie eine solche Behauptung ziemlicher Blödsinn ist und erschreckende Ahnungslosigkeit dokumentiert; die Neurobiologie, die Wissenschaft des Nervensystems mit dem Hirn als unser Tun, Denken, Fühlen und ‚funktionieren‘ steuerndes und regulierendes Zentrum hat in den letzten Jahrzehnten sicher erst unfassbar spät, nach und nach, die Aufmerksamkeit bekommen, die ihr eigentlich schon lange hätte zukommen sollen. Aber in der Zwischenzeit – seit Wisnewski’s Schulzeit bis heute – haben sich Berge an neueren Einsichten über dieses außerordentlich komplex operierende Organ herauskristallisiert, mit denen man riesige Bibliotheken füllen könnte und die wir so nach und nach mit dem alltagspraktisch Wichtigsten auch mal gebührend zur Kenntnis nehmen sollten.

    Eine der alltagspraktisch wichtigsten und am einfachsten zu kommunizierenden Einsichten ist die lebenslänglich wirksame Neuroplastizität; oder, wie Rüdiger Lenz das postwendend richtig stellte: das Hirn ist ein gebrauchsabhängiges, in hohem Maße adaptionsfähiges Organ! Und er sprach auch von der Bedeutung der Kultur, in der sich neuronale Strukturen entwickeln, zu behaupten und zu bewähren haben – sinngemäß. So ist es.

    Was z.Bsp. folgendes bedeutet und ich halte den Ball mal ganz flach: keine Leistungsanfoderungen, keine Ausbildung zugehöriger, Leistung ermöglichender neuronaler Strukturen. Andere Leistungsanforderung andere Ausbildung ermöglichender oder förderlicher neuronaler Strukturen. Das ist natürlich insbesondere in der frühkindlichen Entwicklung von, im wahrsten Sinne des Wortes, fundamentaler Bedeutung, gilt aber prinzipiell lebenslang, wenn auch mit höherem Lebensalter positive Emotionen eine wachsende, zunehmend unverzichtbare Rolle beim Um- oder Ausbau neuronaler Strukturen spielen.

    Und hier gehört dann vielleicht auch das von Lenz wiederholt eingeworfene Wort vom ‚ausradierten limbischen System‘ hin; ich verstand erst mal überhaupt nicht, warum er ständig damit herumwedelte, es schien mir eigentlich an keiner Stelle verständlich, passend zu sein; denn das limbische System, zuständig für unsere Emotionen, ist evolutionär älter als der den Menschen wesentlich ausmachende Neokortex, grob gesagt, und vergleichsweise der ‚klare Verstand‘, und dominiert in aller Regel genau diesen und damit ‚typisch‘ menschliches Denken und Handeln – ist also weit davon entfernt ‚ausradiert‘ zu sein. Das ist ja genau eines der Probleme des Menschseins, oder klarer: des Mensch werdens. Empathie zB. wird im präfontalen Kortex generiert und keineswegs in limbischen System!

    Die Rede vom ‚ausradierten limbischen System‘ wird verständlicher, wenn wir in unsere Schulen zB schauen: es ist eine von der neurobiologischen Wissenschaft generierte Einsicht, dass Lernvorgänge am besten gelingen unter Beteiligung positiver Emotionen, von Freude, mithin des limbischen Systems. – Und jetzt noch mal ein Blick in unsere Schulen. Alles klar?….

    Bedauerlicherweise kam es in dieser grundlegend wichtigen Sache der gebrauchs- und kulturäbhängigen Adaption neuronaler Strukturen und im Hinblick auf die Frage, ob (warum!) wir ein Feindbild brauchen, zu keinerlei erkennbarem Lernvorgang bei Wisnewski, der auch gegen Ende der Sendung lieber nochmal erklärte, dass….

    Und dann kommt die Frage nach ‚Kooperation oder Konkurrenz‘ ins Blickfeld. Darüber hat die Runde ja merkwürdigerweise eigentlich in keinem Moment einen Diskurs geführt; sie haben es uns über das Vehikel nach der Frage mit dem Feindbild vorgeführt und beantwortet. Und das hat bemerkenswerter Weise widerum Wisnewski als erster (und einziger der Runde?) klar erkannt: er sprach von den Laborratten, an die er sich erinnert fühlte (!) angesichts einer aufkommenden Ahnung einer inszenierten Vorführung.

    Egal, ob nun -und von wem eigentlich?- zielstrebig inszeniert oder ‚zufällig‘ ergeben: Was gab es zu sehen? Vier mit ihren jeweiligen Wahrheiten und unterschiedlichem Temperament um Deutungshoheit und gelegentlich auch das letzte Wort konkurrierende Akteure; besonders absurd schien mir die Empörung von Hecht-Galisnki, die ihrem erschütternden Hinweis auf gegen die Palästinenser gerichtete Indoktrination in israelischen Schulbüchern, nicht die gegen Israelis gerichtete Indoktrination in ägyptischen Schulbüchern, auf die der mit akademisch trainierter Unaufgeregtheit agierende Rothfuß hinwies, entgegengestellt wissen wollte. – Warum nicht, was war daran so empörenswert? Im Hinblick auf die im Untertitel der Sendung aufgespannte Frage nach dem Feindbild ist beides doch völlig gleichermaßen erschütternd und vor allem eine wesentliche Information: Schulkindern werden Feindbilder eingepflanzt! – Na, da muss man sich später über mangelnde Dialogfähigkeit nicht wundern.

    Und das ist, wohin sich die Diskussion an dieser Stelle hätte doch eigentlich entwickeln müssen: Kinder, egal welcher Ethnie, Hautfarbe oder Religion, gehören zum DIALOG, zur Toleranz, zum Ausgleich von Interessen, zum voneinander lernen angeleitet! Das kann man trainieren, fördern, spielerisch und durchaus ernsthaft, zB im Rahmen einer partizipativ verfassten Kita. Von frühesten Kindesbeinen an fördern!

    Und dann wäre ein riesiger Schritt in Richtung einer auf Kooperation und Potentialentfaltung zentrierten Kultur getan, mit denen die aktuellen Akteure und Macher dieser Welt heute große Probleme haben, weil ihre neuronale Ausstatung unter dem Druck der herrschenden Kultur auf Konkurrenz, Selbstdarstellung, Selbstbehauptung und Konfrontation gebürstet ist, statt auf Dialog, Empathie, Frieden und Kooperation.

    Das können auch Erwachsene zwar ändern (lebenslängliche Neuroplastizität !), viel leichter aber ist es für Kinder, von Anfang an mit der richtigen Nahrung versorgt, die dazu förderlichen neuronalen Strukturen auszubilden.

    Dann fiele es allen ganz leicht es zu sehen: WIR brauchen keine Feindbilder. WIR brauchen Frieden und der braucht zum Dialog fähige Hirne.

    Eliten brauchen Feindbilder und sie wissen sie zu produzieren!

  38. Zuerst ein großes Lob an Ken Jebsen und sein Team für die hervorragende Arbeit!!!

    Zu der Frage; Braucht der Mensch ein Feindbild? Ich glaube man kann nur aus evolutionärer Sicht dazu eine Antwort finden. Ich vermute das wir Menschen aufgrund der Tatsache das wir eigentlich keine natürlichen Feinde mehr haben, sich quasi eine interne Diversifizierung unserer Art ausbildet.
    Der fehlende Feind bildet sich in uns selbst – von selbst.
    Ein Motor dieser Entwicklung ist, dass es immer unmöglicher wird all die verschiedenen uns umgebenden Egoismen noch deuten zu können. Unsere Welt ist einfach zu komplex geworden um sie noch irgendwie adäquat erfassen zu können. Es ist das eigentliche Desaster, dass wir nicht mehr in der Lage sind, uns selbst als Teil dieser wogenden Ego-Masse zu gewichten – wir sehen die Katastrophe nicht kommen bis es schon wieder zu spät ist.

    Es ist so wie mit dem Murmeltier das trotz höchster Aufmerksamkeit eben doch vom Adler erwischt wird. Ich glaube sofort das viele Versuche innerhalb der Politik erst im Nachhinein so negativ erscheinen, obwohl sie vielleicht zu Beginn sogar positiv gedacht waren – und doch wieder in die Katastrophe führen.

    Die Evolution hält uns da eine Grenze auf, die wir nicht überschreiten können. Es ist das uralte Schema der Nahrungskette das uns letztlich in tiefster Verwurzelung zwingt diese Katastrophe gegen uns selbst zu veranstalten.

    Ich wüsste gerne was Danielle Ganser dazu denkt…

  39. Ich finde jede Ausgabe von Positionen sehr inspirierend. Sie regt mich jedes Mal zum Nachdenken an und jedes Mal, komme ich auf neue Vernetzungen und Ideen, die mir helfen Situationen oder Handlungen besser zu verstehen in diesem, für mich, chaotischen Gesamtbild.
    Die Frage, die ich mir stelle. muss ein Feindbild denn auch gleich mit „Hass“ verbunden sein oder gibt es einen gesundes „Feindbild“. Mit gesund meine ich, dass man nicht gleich mit Gewalt den Fein an die Gurgel will, sondern eher, dass sich daraus eine Art Motivation zum Fortschritt für sich selbst oder eine Gruppierung ergeben.
    Ich philosophiere da rum, ich denke, dass man auch ohne Feindbilder auskommen würde oder könnte. Denkbare wäre das, aber ob es praktikabel umsetzbar wäre, halte ich eher für sehr schwierig bis unmöglich.

    Anders ausgedrückt, muss ein Feindbild denn den Frieden auch Schaden zufügen? In welcher Form auch immer?

    • Ich denke, Frieden kann nicht existieren, wenn es zwei oder mehr gegeneinander agierende Fraktionen gibt. Frieden bedeutet doch, durch Kommunikation Probleme und Konflikte lösen zu können, wobei es nicht zwingend Notwendig ist, sich für einen Weg zu entscheiden, aber man Vermittelt Bedürftnisse und falls die sich im Wege stehen werden Kompromisse geschlossen. Wie in einer funktionierenden Beziehung. So sehe ich das jedenfalls.

      Ein Feindbild aber deklariert eine Gruppe von Menschen zu etwas irrational Schlechtem, was die Annahme erlaubt, man brauche garnicht mehr mit ihnen Reden oder ihnen überhaupt zuhören. Jemand, der in mein Feindbild passt, hat von Anfang an Unrecht und sollte es besser garnicht erst wagen, Vorschläge zu machen oder gar Forderungen zu stellen, die nicht bedingungslose Unterwürfigkeit beinhalten. Ich bin also nicht dazu genötigt, über andere Positionen nachzudenken.

      Wenn du das alles nimmst, und mit dem vergleichst, was es braucht, um Frieden zu erhalten/erschaffen, dann siehst du große Differenzen. Wenn Menschen gegen andere Menschen aufgehetzt werden, ist es ihnen nicht mehr möglich, auf Augenhöhe miteinander zu (ver)handeln, oder?

  40. Ich denke Frau Hecht-Galinsky hat durchaus recht mit ihren Ansichten.
    Das merkt man schon daran, das ihr „Thema“ bzw. Anliegen nicht wirklich thematisiert wurde.

    Die sogenannte Antisimt und Nazikeule hat immer noch massive Wirkung!
    Über das „Israel/Palistinänser“ (oder andersherum) Problem wird zuwenig nachgedacht.

    Die grundlegende Problematik hat sich doch nicht verändert, angefangen von angeblichen RAF Terroranschlägen, bis hin zu Landshut Entführung!

    Während Bekannte behaupten wir leben in einer offiziellen BRD Gmbh, glaube ich irgendwie immer noch dies sei ein Rechtsstaat!

    In dem Zusammenhang wäre das Bargeldverbot eine Chance für eine neue Kooperation der Menschen untereinander.
    Wir haben verlernt etwas zu würdigen und wissen eigentlich nicht was es wert ist, nur im Vergleich zur Konkurrenz stellen wir fest, was eine Sache auf dem „Markt“ wert ist.
    Handeln und tauschen, ohne polypartige Staatskrake!
    Untereinander, schaltet den Zwischenhandel (Bank-Noten) aus!

    Der Wert von einer Sache, wird ja mit Steuern berechnet, evtl,. müsste man auch Subventionen usw. zu Hilfe nehmen um etwas zu ermitteln.

    Was kostet Frieden?

    Wer steckt dahinter und wem würde es nützen?

  41. Sehr interessantes Gespräch, allerdings überwiegend aufgrund der teilnehmenden Herren – obwohl es dem Format eigentlich gut tut nicht ständig nur Männerrunden zu präsentieren. Frau Hecht-Galinski hätte ich gar nicht als derart unangenehmen Gast eingeschätzt, sowohl was die Gesprächskultur als auch ihre Meinungen betrifft. Schade, die Palästinenser und Syrer hätten eine smpathischere und gesprächsoffenere Interessenvertreterin verdient. Aber selbst beim – durchaus überflüssigen – Pirinci-Thema vermochte sie es nicht, zuzuhören und dann zu reden. Pirinci hat nämlich genau das gesagt, was Wisnewski wiedergegeben hat – durchaus hanebüchener Blödsinn, aber nicht der Blödsinn, den die Mainstreampresse und leider auch Frau Hecht-Galinski unisono hören wollten, weil das Gewollte noch verurteilenswürdiger und damit publikumswirksamer ist als das tatsächlich Gesagte. Frau Galinski ist – beispielhaft angeführt – Herrn Kerner näher als sie selber denkt und würde durchaus gut in die Talkrunden bei ARD und ZDF passen – was die Qualität der Äußerungen betrifft.

    Da dieser Sachverhalt sehr einfach festzustellen war und ist hat der Talk für mich leider zur Folge, dass ich Berichte von Frau Hecht-Galinski zu Syrien und Palästina nicht mit der selben Vermutung des objektivierbaren Realitätsbezuges zur Kenntnis nehme wie bisher – die Dame ist zu absichtsvoll. Insofern ist in Bezug auf Frau Hecht-Galinski eine – manchmal nicht zu leistende – verstärkte überprüfende Recherche nötig, etwas was ich zum Beispiel bei jedem Artikel von Meyssan (voltaire.net) versuche, was aber aufgrund der Quellenlage – ich spreche keine arabischen Sprachen – nur zum Teil gelingt.

    Ich bin fast froh, dass mir Frau Hecht-Galinskis Meinung zu Griechenland unbekannt geblieben ist…

    Wohltuend insbesondere Herr Rothfuß – Erkenntnis gewinnt man nur bei ergebnisoffener Herangehensweise…………..

    Vielleicht noch etwas zum Thema sexueller Gewalt – ich bin als Jurist auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts tätig: Empirisch ist sexuelle Gewalt ganz überwiegend männlich und zudem natürlich auch eingebettet in das kulturelle, aber auch konkret situative Umfeld. Im übrigen gibt es da auch nichts Geheimnisvolles – dass in bestimmten Spielarten islamgeprägter Gesellschaften die vergewaltigte Frau bis zu 4 Zeugen beibringen muss und wenn sie dies nicht kann, Gefahr läuft, ausgepeitscht zu werden weil eine falsche Verdächtigung angenommen wird (Effekt: Vergewaltigung ist defacto nicht strafbar) ist ebenso objektivierbar festzustellen wie dass das deutsche Mannsbild auf dem Oktoberfest alkoholisiert moralisch und strafrechtlich wesentlich häufiger bedenklich agiert als bei einem Opernbesuch.

    Im Übrigen: Das sexuelle Gewalt überwiegend männlich ist, ist schon alleine aus biologischen Gründen naheliegend – Körperkraft und ein zum Eindringen geeignetes Organ sind insoweit hilfreich….

    Dass diese Erkenntnis nun teilweise derart polarisiert, zeigt, dass man stets nicht nur das Feindbild, sondern auch das Selbstbild hinterfragen sollte…

    Noch etwas: Ken hat die RAF-Bemerkung relativ unkommentiert gelassen. Hoffen wir mal, dass die MM und die – insbesondere grünen – Politiker es jetzt nach der Antisemitismus- und Querfrontkeule nicht auch noch mit der Linksterrorismuskeule versuchen, die journalistische Arbeit von Ken zu diskreditieren.

    • dass in bestimmten Spielarten islamgeprägter Gesellschaften die vergewaltigte Frau bis zu 4 Zeugen beibringen muss und wenn sie dies nicht kann, Gefahr läuft, ausgepeitscht zu werden weil eine falsche Verdächtigung angenommen wird (Effekt: Vergewaltigung ist defacto nicht strafbar)

      So wird allerdings verhindert, dass jemand öffentlich vergewaltigt oder mit der Tat prahlt.
      Bei uns ist es inzwischen anders herum. Hier haben Frauen die Macht, Männer mit Falschbehauptung zu erpressen. Und das geschieht sehr oft. Wer es nicht glaubt, soll mal mit Leuten unter vier Augen darüber sprechen.

      Im Übrigen: Das sexuelle Gewalt überwiegend männlich ist, ist schon alleine aus biologischen Gründen naheliegend – Körperkraft und ein zum Eindringen geeignetes Organ sind insoweit hilfreich….

      Es ist interpretierbar, ob der Täter auch der Eindringer ist, aber davon wird meistens ausgegangen. So wird der wahre Charakter verschleiert. Bei Exhibitionismus steht noch explizit im Gesetz, dass der Täter ein Mann sein muss.

      Man könnte das Ganze auch über Körperverletzung drehen. Wenn das Opfer in Siechtum oder geistige Krankeit verfällt, ist es schwere Körperverletzung, und es können zehn Jahre Haft verhängt werden.

  42. Ja lieber Bert ich habe kein Krieg angezettelt,habe nie Gewalt gegen irgendjemanden angewendet,habe mich auch nicht am Hass beteiligt und auch nicht am Krieg der um mich herum war ,trotzdem bin ich ein Opfer geworden.
    Ich komme aus ehemaligem Kriegsgebiet
    und weiß wie schlimm das ist .
    Ja es gibt Frauen die all das womöglich gutheißen aber ich finde Ihre Vorwürfe allen Frauen gegenüber falsch.
    Die einen können doch nicht ohne die anderen leben also wäre es doch besser wenn wir nicht so negativ über uns denken würden sondern einander in ihrer Natur respektieren würden.

    • Liebe Nica,
      es gibt immer wieder und überall Menschen, die sich in ihrer Welt nur zurecht finden, wenn sie Gruppen verallgemeinern und diesen dann positive oder negative Eigenschaften zuschreiben. Das macht es ihnen einfacher, ihre Umwelt zu verstehen und womöglich schlechte Erfahrungen einzuordnen.
      Vielleicht kennt Bert beispielsweise auch einfach nur sehr wenige Frauen persönlich und deshalb fällt es ihm schwer die verschiedenen Charaktere zu differenzieren. So ein Muster lässt sich auch auf die verallgemeinerten Gruppen der Syrer, Afrikaner, Muslime, Flüchtlinge, Chinesen, Amerikaner, Russen oder Deutschen übertragen.
      Interessanterweise passt diese Thematik perfekt zu dem Begriff „Feindbilder“!

      Also ich finde, weder du noch sonst jemand sollte sich durch solche dummen Bemerkungen angegriffen führen, auch wenn es verständlich ist.

      LG
      Chris

    • Warum ist es eigentlich für Frauen so abgöttisch schwer negative bis verbrecherische Aspekte von Frauen zuzugeben?

      Ich meine, die Kritik, die hier einmal verdichtet dasteht, ergeht tagtäglich über Männer – wen juckt das.

      Und wenn Ihr ehrlich seid, dann ist das auch der Grund, warum die Kritik derart ausfällt: weil Frauen selbst überhaupt nicht kritisch mit dem öffentlichen Frauenbild umgehen (wollen), sondern es immer noch bis aufs letzte heilig halten und mit Opfer in Verbindung bringen wollen.

      Während es für Männer überhaupt kein Problem darstellt, vom Männerstammtisch bis zum Männergefängnis das Männliche bzw. die negativen Aspekte des Männlichen als solche zu erkennen und zuzugeben und damit zu ändern(!).

      Was also läuft/lief falsch bei euch Frauen, dass ihr dazu nicht fähig oder willens seid? (Oder glaubt ihr euch euer Opfer-Heiligungs-Gehabe selbst?)

      Wäre nämlich das Weibliche kritisch reflexiv sich selbst gegenüber, dann wäre die Kritik hier mehr oder weniger Plattitüden, wie die Pauschalisierung, Männer alleine wären für Kriege verantwortlich, oder wie das Lied, Männer sind Schweine.

      Sind Frauen Scheine? Um keinen Preis? Warum?

    • Frag dich mal lieber was bei dir schief läuft dass du ständig von „euch Frauen“ „Frauen geht es immer um“ usw redest und im gleichen Atemzug irgendwelche fanatischen Persönlichkeitsstörungen unterstellst. Es gibt Gott sei dank genügend selbstreflektierte Frauen auf dieser Erde, Frauen mit bewunderswerter Persönlichkeit und auch Frauen mit weisen Antworten auf komplexe Fragen.
      Vielleicht solltest du mal n bisschen raus kommen und dich mit möglichst vielen Frauen auseinander setzen, damit du begreifst, dass sie sich Charakterspeziefisch nicht von Männern unterscheiden, jedenfalls nicht als Gruppierung. Jede Frau hat so wie jeder Mann Wünsche, Träume, Hoffnungen, Ängste, Kompetenzen und eine individuelle Geschichte hinter sich. Und dass sie desöfteren Kinder gebären können ändert daran nichts.

    • @Bernd
      ich frage mich, was in Ihrer Kindheit in Bezug auf Frauen so fundamental schief gelaufen ist.
      Das Feindbild „Frau“ scheint bei Ihnen tief zu sitzen.
      Sie beklagen das Pauschalisieren „der Männer“, scheuen aber nicht davor zurück, in einem fort über Frauen Pauschalurteile zu fällen.
      Aber ich gebe Ihnen Recht. Auch Frauen haben Gewaltpotenzial, nicht zuletzt ihrem eigenen Geschlecht gegenüber (Stichwort Beschneidung) Und auch im 3. Reich haben Frauen ihren Beitrag zu Mobilmachung geleistet.
      Aber denken sie ab und zu auch an ihren Teil Weiblichkeit in sich! Das wäre doch mal konstruktiv und eine Annäherung, die vielleicht zum Abbau von Feindbildern führt .

    • Fragen Sie das auch die Frauen in Köln, Frau Hecht-Galinski, was mit den bösen Männern gemeint ist, und was in deren Kindheit passiert ist?
      Fragen Sie das auch Ken, dass ständig von der Nato etc die Rede ist.

      Da gibt es auch ganz wunderbare Männer mit toller Persönlichkeit. Vielleicht sollte Ken mehr mit Personen aus der Nato reden, oder vielleicht sollten Kölne Frauen mehr mit Männer reden?

      Auf jeden Fall sollte man jede Frau, die Vergewaltigung anzeigt, sich über sexuelle Nötigung aufregt, oder sonst irgendwie das Patriarchat anklagt, polemisch-sarkastisch gemutmaßte Erfahrungen zum Vorwurf machen, und den Umgang mit Männern nahelegen:

      Bemerken Sie, wie pervers das ist, was Sie da schreiben? Wie plump? (Im ‚kölner Prozess‘ einfach auf eine tolle männliche Persönlichkeit verweisen, und schon ist die Anklage vom Tisch)
      Pervers ist da wirklich das richtige Wort.

  43. Der Mensch braucht keine Feindbilder.
    Wir haben sie automatisch.
    Anerzogen und vom Staat gewünscht.
    Was ist schlecht und wer hat schuld.
    Geschichtsunterricht, Religionsunterricht, Deckel auf und Müll hinein.
    Meinen Kindern geht es schlecht. Ich finde sie sind von der Schule (Staat) gedrängselte arme Wesen. (98 % tige)
    Eigene Meinung (Demokratie), in der Schule: Schlechte Kopfnoten, Schulverweis,usw.
    Am Arbeitsplatz: Drohender Jobverlust.
    Also Klappe halten, Augen zu und durch.
    Abends schön Mainstream reinziehen, Propaganda runterschlucken und von einer besseren Welt träumen.
    Das ist klassischer Nährboden für Feinbilder.
    Ausnahmen sind gutsituierte, die können ohne Angst auch mal Ihre Meinung sagen…wenn man nichts zu verlieren hat.

    Ändern wird sich nur etwas, wenn alle auf die Strasse gehen.
    Dank KenFM und co, haben viele das System erkannt, sie trauen sich aber nicht aus der Deckung.
    Mir geht das jedenfalls so.

    Positionen 4, richtig gute Unterhaltung und Meinungsaustausch!!!
    Danke…

  44. War ne ganz interessante Sendung, aber ich hätte mir gewünscht, dass da bei einer solchen Debatte, die sich stellenweise auch stark auf Muslime und Flüchtlinge bezieht, vielleicht auch ein oder zwei der Betroffenen zu Gast gewesen wären, also sprich Muslime. Die Debatte schien mir in dem Punkt zu schemenhaft und zu sehr auf unsicheren Vermutungen zu basieren.
    Ist nur ein Vorschlag an das Team für zukünftige Positionen-Sendungen, um ein faireres und menschlicheres Bild für die zu ermöglichen, die nur einen theoretischen oder/und peripheren Kontakt zu den muslimisch geprägten Kulturen haben.

    LG
    Chris

  45. Für mich war es wieder ein großer Genuß der Sendung zu folgen, da ich jeglichem TV ansonsten schon seit Jahren den Rücken gekehrt habe und seit 1996 auch keinen Fernseher mehr besitze.

    Sicher, Frau Hecht-Galinski (deren Vater ich damals Anfang der 90er während seiner letzten Lebenstage im DHZB gesehen habe), ist weit entspannter, wenn sie mit Ken allein im Gespräch aufgenommen wird.
    Trotzdem empfinde ich sie als eine ganz tolle Kritikerin, die echt was zu sagen hat.
    Kein Wunder das die gleichgeschalteten Medien sie nicht einladen wollen.

    Sehr nervig empfand ich allerdings die Publikums-Klatscher, das hat mich dieses Mal echt gestört. Da musste ich unweigerlich an Brecht denken: „…und die im Dunkeln sieht man nicht!“
    Trotzdem kann man sich dann auch ruhiger verhalten 🙂

  46. Leider musste ich das Video ausmachen. Die ständigen Unterbrechungen seitens Frau Hecht-Galinski sind nur noch störend und verderben die Gesrpächskultur. Nach jedem Halbsatz wird ein Gegenargument, ein Kommentar etc eingeworfen und der Fluss des Sprechenden unterbrochen.
    So wichtig und richtig das was sie sagt auch sein mag, ständiges Unterbrechen, ins Wort fallen und Stören schädigen die gesamte Runde.

  47. Sehr tolle Gesprächsrunde. Einzig die Dame in der Runde sollte sich etwas in Gesprächskultur üben. Sie fällt den anderen für meinen Geschmack viel zu oft ins Wort. Außerdem will sie den anderen ihre Meinung aufdoktrinieren. Dabei ist es genau das, was diese Forum vermitteln möchte: Jeder hat ein Recht auf eigene Meinung und Meinungsäußerung. Deshalb finde ich schade, dass sie da etwas aus der Rolle fällt. Aus meiner Sicht dennoch die beste Positionen Sendung bisher.

  48. Es war wieder eine spannende Diskussion, allerdings muss ich gestehen, dass ich mir die letzte Viertelstunde nicht mehr angeschaut habe, weil sich die Debatte einfach verloren hat.
    Der Punkt ist: Es war so lange spannend, wie jede(r) von sich und aus seiner Erfahrung heraus berichten konnte, in welcher Situation sich die – nennen wir’s umfassend – Weltpolitik befindet.
    An dem Punkt, als man sich auf Lösungssuche begab, mit der wiederholten Frage – „wie kommen wir da raus?“, kam eigentlich nicht mehr viel ausser Abstraktem, nicht alltagspraktikablem wie Austauschprogramme. Man verlor sich in Details ausserhalb dieser Frage. Selbst darin könnte man noch eine Art Denkmuster, Konditionierung sehen:-)
    Nun: wie kommen wir raus?

    Zuerst mal scheint mir wichtig zu sagen, dass dieser „Clash of Civilisations“ mehr Facetten hat, als angesprochen wurden: Es geht nicht einfach um „Muslime“ gegen „Christen“, es wird auch innerhalb dieser Gruppen Uneinigkeit produziert. Kam hier auch kurz zur Geltung, als über sexuelle Missbräuche diskutiert wurde. Zu diesem Clash gehört auch das Schema Mann gegen Frau, Homo gegen Hetero, links gegen rechts, „Vernünftig“ gegen „Verschwörungstheorie“, Wer ist Opfer und wer Täter Diskussionen, das kann man endlos weiterführen…und das wird gemacht! Überall, wo Uneinigkeit produzierbar ist, wird das gemacht. Ein Stück weit ist das fruchtbar, klar, aber der Punkt des sich nicht mehr verstehens ist bald erreicht.

    Dann finde ich sehr wichtig, dass „wir“ aufhören, News noch allzu ernst zu nehmen oder alle News für echt zu halten. Denn Meinungen werden nicht nur über Journalistenkommentare- und Sichtweisen produziert, sondern ganz wesentlich auch über News- Ereignisse. Wenn man News liest, sollte man alle Emotionen rausnehmen. Man sollte sich unbedingt fragen, welche News-Ereignisse einen Hype zur Folge haben. Finden diese Ereignisse wirklich so wie erzählt statt?
    Und ganz wichtig: Gibt es manchmal Ereignisse, die nur stattfinden, damit darauf folgend eine bestimmte Geschichte erzählt werden kann, die einen Hype auslöst? Wir wissen, dass Geheimdienste mit X-tausenden von Mitarbeitern Dinge mit Namen wie „operative Kommunikation“ tun. Was ist damit gemeint?

    Ein aktuelles Beispiel ist zum Beispiel dieser Brand in Bautzen..
    Es wird berichtet, dass da ein (zukünftiges, noch nicht aktuelles) Asylheim unter Gegröle von Rechten, welche die Feuerwehr noch behindert haben sollen, stattfand. Nun, was sieht man auf den Bildern? Sieht man diese Rechten, oder wird das nur suggeriert? Die Polizei sagte, die Brandursache sei unklar, die Medien sprechen von Brandstiftung, mutmasslich durch Asylgegner. Nun diskutiert ganz Deutschland drüber, obwohl eigentlich nichts bekannt ist. Entscheidend ist: Was löst diese Geschichte aus? Stimmt sie so, wie sie erzählt wird? Was löst sie bei Flüchtlingen aus? Es ist Wut: Bei den Linken auf die Rechten, bei den Ankömmlingen auf die Deutschen. Nur das.
    Nicht falsch verstehen: Das ist kein politischer Kommentar, darum geht es mir nicht. Die Frage ist die: Kann es sein, das so eine Story, so ein Hype, eine Produktion ist, zB. unter Zuhilfenahme von Twitter-Bots, die in solchen Fällen gerne von den Medien als Quelle angegeben werden? Ein paar Geheimdienstler legen einen Brand, das ist ein geringer Aufwand, und danach kann man eine bestimmte, emotional aufwirbelnde Geschichte erzählen, über die dann landesweit, ja europaweit diskutiert wird.

    Das Selbe kann man auch gegen Muslime tun: Die Story (der Hype) um die Verhüllungen der kapitolinischen Museen in Rom vor ~ 2 Monaten, anlässlich des Staatsbesuchs Rohanis, war auch so ein Beispiel. Wer dafür verantwortlich war, ist bis heute unklar. Braucht nur einer einen Schreiner anzustellen, der diese Verhüllungen gemacht hat, ein paar tausend Twitterbots verbreiten die Geschichte und die Medien titeln darauf hin mit diesen „Twitter-Quellen“ Dinge wie „Respekt oder Unterwerfung?“, um der Islamisierungsangst Vorschub zu leisten. Meinung wird durch Ereignisse produziert, also seien sie bei solchen Ereignissen, die Leute im grossen Stil aufbringen und wütend machen, sehr skeptisch. Das ist ein Feld der psychologischen Kriegsführung. Lassen sie die Emotionen bei den News einfach raus, oder lesen sie’s gar nicht mehr!
    Wir brauchen nicht täglich News, wozu auch. Was wichtig ist, in welcher Welt wir leben, wissen wir schon längst ohne Tages- Updates.
    Ich kann mich ganz meinem Vorredner Philip K anschliessen: Benutzen wir unser Herz. Am morgen aufstehen, sich bewusst vornehmen, mit offenem Herzen in der Strassenbahn oder wo auch immer sie hinmüssen, zu sitzen, und sie werden etwas erleben. Eine lustige Begegnung. Eine kleine Unterhaltung mit jemandem, den man nicht kennt…
    Danach fühlt man sich gut und hat damit hat viel mehr bewirkt, als wenn die Emotionen über irgendwelche wütendmachenden News, die sie schon morgen wieder vergessen haben, reinkommen..

  49. Zuerst einmal ein großes Lob zur Sendung und ein herzliches Dankeschön ans
    KenFM Team!
    An Frau Hecht – Galinski sieht man deutlich, wie Feindbilder ausgemalt und zur Bestätigung
    des eigenen Weltbildes verteidigt werden.
    Durch die Sichtweise dieser Menschen werden Feindbilder immer erhalten bleiben.
    Jedoch gibt es gottseidank immer mehr Menschen, wie Hern Rüdiger Lenz, die die Gründe
    zur Entstehung von Feindbildern analysieren, Lösungen anbieten und verbreiten.
    Nur so kann sich ein festgefahrenes System befreien.
    Meine Meinung, auch wenn es sehr „esoterisch“ klingt,
    zuerst muss man mit sich selbst Frieden schließen und auch seinen Feinden verzeihen, bevor ein Wandel entstehen kann.
    Wenn man Menschen verurteilt, schafft man damit ein Feindbild, baut Aggressionen auf und wird dabei
    selbst zum „Feind“ (auch für sich selbst).
    Es ist höchste Zeit damit zu beginnen, jeder kann auf diesem Weg ein Wenig dazu beitragen.
    Wir sind es unseren Kindern schuldig!

    • Dieser Kommentar hat mich berührt, wohl weil ich die letzten Tage Anlaß hatte, wieder einmal über meine eigene Feindbild-Genese nachzudenken bzw. sie, soweit es mir möglich war, zu analysieren. Manchmal geht es mir nämlich ganz ähnlich wie Frau Hecht-Galinski, daß ich ebenfalls häufig bemüht erscheine, mein Lieblingsthema bzw. das, von dem ich glaube, mich damit am besten auszukennen, in den Vordergrund zu rücken. Darauf hat mich am Sonntag abend eine junge Frau unverblümt und völlig unverschämt (= ohne falsche Scham) hingewiesen, nachdem ich während eines Gesprächs etwas weniger zurückhaltend war und häufig glaubte, Hinweise auf Zusammenhänge geben zu müssen, die sie nicht wirklich einzuordnen verstand oder die sie einfach nicht sah. Diese junge Frau, eine „Klientin“ meines Freundes (wir waren einst im selben gemeinnützigen Verein tätig), die ich zuvor nicht kannte und die unvermittelt bei meinem Freund aufgetaucht war, kannte zwar das Thema, mit dem ich mich hauptsächlich befasse, noch nicht, fühlte sich aber durch meine Einwürfe sichtlich gestört und genervt. Natürlich erhielt sie als mindestens 30 Jahre jüngerer Mensch bei mir wie bei meinem Kumpel (der nochmal 10 Jahre älter ist als ich) von uns beiden sofort Welpenschutz. Sie konnte bestimmte Dinge ja noch gar nicht wissen. Wann hätte sie sich auch darüber informieren und woher hätte sie die entsprechenden Impulse erhalten sollen? Bestimmt nicht von den Medien, und von der Schule bzw. vom Gymnasium mit Sicherheit auch nicht. Aber im Nachhinein stimmte mich mein Verhalten, das ich nach ihrer Beschwerde sofort korrigierte, doch ein wenig nachdenklich, denn schließlich macht es absolut keinen Sinn, sich derart kontraproduktiv zu verhalten, gerade bei diesem Altersunterschied, wo man doch eigentlich eine Vorbildfunktion innehat, wenn schon junge Menschen freiwillig zu Älteren gehen und sie um Rat fragen. Hier war es sicherlich sinnvoll, diesem jungen Menschen ein positives Feedback zu geben, indem ich ihrem Wunsch, sich auf das konzentrieren zu dürfen, was sie gerade beschäftigte und weshalb sie überhaupt erschienen war, entsprach. Solche Erfahrungen durften wir in diesem Alter nämlich nur selten machen, und das hat, soweit ich das beurteilen kann, sicher auch an unserem Selbstverständnis genagt und unser Vertrauen in die eigene Wahrnehmung untergraben: Man beschwert sich und erhält sofort die Rückmeldung, daß die Beschwerde angekommen ist und berücksichtigt wird. So dringend es mir auch häufig erscheinen mag, daß sich Menschen auch mit der Thematik frühkindlicher Verhinderung einer natürlichen Entfaltung menschlicher Fähigkeiten befassen, so unangebracht kann es in manchen Situationen sein, alle Gespräche oder Diskussionen immer nur auf diesen einen Punkt lenken zu wollen. Schließlich habe auch ich viele Jahre benötigt, um dahinter zu kommen, daß hier überhaupt etwas verborgen sein könnte.

      Daher hatte ich auch bei Frau Hecht-Galinski vermutet, daß sie aufgrund ihres durchaus berechtigten und in keinster Weise zu beanstandenden Kampfes gegen die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit des israelischen Staates gar keinen Sinn für die z.B. von Rüdiger Lenz vorgetragenen Zusammenhänge entwickeln konnte. Das ist keine intellektuelle Fehlleistung, sondern einer allzu starken Verstrickung in Gewalt-, Mord- und Völkermordgeschichten geschuldet. Wer ständig solchen unerträglichen Ereignissen ausgesetzt ist, und sei es auch nur, weil er oder sie sich ständig damit befaßt, dem vergeht es buchstäblich, sich mit den tief in der Kindheit verborgenen Wurzeln des ganzen Übels befassen zu wollen. Man kann auch diese unvorstellbar grausam ausgearteten Konflikte, mit denen sich Frau Hecht-Galinski und andere befassen, nicht mehr mit Verständnis und Gesprächen lösen, da müßte man wie in der Schule auf dem Pausenhof die Streithähne gründlich und nachhaltig voneinander trennen und aufpassen, daß der Aggressor keine Gelegenheit mehr bekommt, den jeweils unterlegenen zu bedrohen und zu schädigen. Wenn man dazu noch ständig in seinen Hinweisen und Ansichten zurückgewiesen wird – und das kenne ich ebenfalls sehr gut aus eigener Erfahrung –, gibt man entweder irgendwann vollkommen resigniert auf oder man legt sich eine dickere Haut zu und kämpft umso verbissener.

    • Eines habe ich noch vergessen: Frau Hecht-Galinski war wohl eine der wenigen Personen, die Ken nach seinem Rausschmiss beim RBB geholfen haben. Deswegen sind sie wahrscheinlich auch per Du.

    • „P.S.: Ob bei dem Bashing gegen Frau Hecht-Galinski auch die Hasbara mitwirkt?“

      Ist das Ihr Ernst? Also, ich bekomme kein Geld von Netanjahu. Frau Hecht-Galinski soll mal die verbale Kettensäge einpacken, dann gibt’s auch kein „Bashing“. Ich habe ihren Kampf immer unterstützt, aber diese Frau ist sehr engstirnig geworden. Leider.

    • @Joe Malik

      Wenn ich sowas hier lesen muss:

      Bert sagt: 22. Februar 2016 at 13:47:
      Und dann jemanden als typisch deutsch, oder israel-lobbyistisch zu unterbrechen, zeigt die Bereitschaft, wie skrupellos diese Frau ist.

      Dann denke ich: Geht’s noch?! Hat Frau Hecht-Galinski irgendwelche Massenmorde oder Mafia-Morde zu verantworten, dass man sie als skrupellos bezeichnet?
      Mir ist erst hier durch die Kommentare klar geworden, dass dieses Beispiel mit den palästinensischen Schulbüchern von Herrn Rothfuss wirklich eine Art verharmlosende Gleichstellung war (quasi: die palästinensische Seite ist ja nicht weniger oder genauso schlimm wie die israelische Seite, weil in ihren Schulbüchern quasi Hassaurufe stehen). Man hätte dann Herrn Rothfuss gleich fragen müssen welche Parallelbeispiele er für die Vertreibung der Beduinen, die sehr begrenzte (Trink)Wasserzufuhr z.B. in den Gaza-Streifen, die Enteignung von Palästinensern (Häuser und Grundstücke) etwa durch den Bau der Apartheidsmauer, die Zerstörung von Gärten und (Oliven)Plantagen oder für die tägliche Demütigung an den Check-Points bringen kann.

      Ansonsten fand ich die Argumente von Herrn Rothfuss gut.

      Wer ständig auf Unrecht oder sonstige schlimme Zustände hinweisen muss und dabei nie wirklich ernst genommen oder beachtet wird, der bekommt mit der Zeit eine dünne Haut. Und sie hat vollkommen recht, dass wir uns alle viel zuwenig mit dem Thema Israel und Palästinenser beschäftigen. Gerade wir, mit unserer Vergangenheit, müssten uns doch lautstark gegen jedes Unrecht wehren.

      Es ging hier eine Art Shitstorm auf Frau Hecht-Galinski nieder, der absolut übertrieben war.

    • @Stephan Becker

      Bitte belassen Sie Ihre undifferenzierte grobschlächtige Deutung von Begriffen als Vorwurf bei sich selbst.

      Es gehört eine ordentliche Portion Skurpellosigkeit dazu, jemanden öffentlich mit einem Etikett, einem abfälligen Etikett zu versehen. Gerade beim Thema Feindbild,wo das Denken und Fühlen als Voraussetzung für Kriege, als Instrumentalisierung zu Kriegsmotivation behandelt wird, ist das öffentliche und recht lapidare Etikettieren, wie es Hier Frau Hecht-Galinski meint tun zu dürfen, nicht mehr nur unhöflich, unerzogen, sondern ohne Hemmung, und da das zu schwach ist, ohne Skrupel.

      Damit bedient sie sich genau der israelischen Werkzeuge im Denken, die sie meint – sich im Recht wähnend – ungebrochen anwenden zu dürfen.

      Genauso gut könnte man es sich einfach machen und Frau Hecht-Galinski typisches antisemitsmus-keulendes Argumentieren vorwerfen: Mithilfe des ’standesrechtlichen Umkehsch(l)usses oder dem totalen Umkehrschluss, bei dem nur der Täter böses tun kann, und als ob dadurch das Opfer frei von jeglicher Schuld sein muss.

      Mit dieser Technik – auf diese Art zu argumentieren (und dass es entsprechend wirkt, belegt Ihr Kommentar) – geht dann überhaupt keine Zusammenkommen mehr. Sie etwa lernen nur noch ‚Verharmlosung‘ ‚Relativierung‘ etc. – und fragen sich gar nicht mehr, ob die Person Rothfuss das wirklicht sagte. Immerhin ging es um das Thema Feindbilder.

      Und man muss ein Idiot sein, zu glauben, es gäbe zwischen Feinden nur ein Feindbild. Und man muss ebenso ein vereinfachender undifferebzierter Idiot sein, anzunehmen, nur weil beide Seiten Feindbilder als Waffe einsetzten, wäre damit automatisch eine Schuldfrage oder Ursache beantwortet.
      Diese Schlussfolgerung, oder die Koppelung der Schuldfrage an Waffen, Gegenwehr oder am Feindbild, kommt ja erst durch Frau Hecht-Galinski und Ihre Person hinzu.

      Und gerade hier könnte sich eine notwendige Differenzierung auftun – die mit dem Widerstand von Frau Hecht-Galinski (dankenswerter Weise überhaupt erst) sichtbar hätte werden können, aber durch ihrer Etikettierung geschuldetes Abblocken auch sofort wieder zunichte gemacht wurde, mit der traurigen Folge, dass nun Leute wie Sie, gar nicht mehr nachdenken, dass mit dem Slogan Feindbild keineswegs die Schuldfrage geklärt ist, keineswegs geklärt ist, was beim vorhandenen Konflikt an Unrecht beseitigt werden muss, um Feindbilder abrüsten zu können.

      Und in einer generellen Diskussion zum Thema Feindbild, ist das, was Herr Rothfuss anmerkte, generell richtig – und eigentlich hilfreich auch für die Argumentation von Frau Hecht-Galinski (wenn Sie ihn denn hätte ausreden lassen.) Denn das was Frau H-G nicht kann, ist genau das, was Israel nicht kann: Bei allem berechtigten Glauben an das Richtige _t r o t z d e m_ die Bedürfnisse der anderen Seite zu akzeptieren, oder zumindest anzuhören.
      Das bedeutet _zur Heilung_ gehört, dass man jenseits des (moralischen Rechts) als übergeordneten Maßstab den Frieden höher schätzt, als das _Bekämpfen_ des Unrechtes.

      Und hier beginnt es eigentlich erst ernst zu werden, hier beginnt eigentlich erst die fokussierendere Argumentations-Hilfe (auch) für Frau H-G, nämlich, ab wann kann Unrecht für übergeordneten Frieden nicht mehr hingenommen werden, ab welchen menschenrechtlichen Grundbedürfnissen, kann man nicht mehr erwarten, dass der Mensch mit Unrecht leben kann, ab wann ist Unrecht, und welches Unrecht nicht mehr zumutbar.

      Das kann bedeuten, es reicht beileibe nicht, einfach nur ein Unrecht festzustellen, oder bzw. andersherum, man braucht sich gar nicht mehr nur auf das Unrecht zu stellen und abzumühen, sondern man kann von Grundbedürfnissen aus argumentieren, wenn die nicht mehr gegeben sind, dann ist völlig hinfällig, ob ein Recht oder Unrecht von Täterseite geglaubt/zugegeben/verleugnet wird.

      Dass aber Frieden immer abverlangt Zugunsten von Frieden sich selbst zurücknehmen zu können, mit Kompromissen leben zu können, das ist eine Selbstverständlichkeit. Dass damit aber kein Frieden gemeint ist, bei der sich eine Seite (total) zurückzunehmen hat, damit Frieden vor allem Friede herrsche für den Beherrscher, ist ebenso selbstverständlich.

      Einem Herrn Rothfuss nun aber unterstellen zu wollen, er würde diese einfache Wahrheiten relativieren und Unrecht verharmlosen wollen, ( wo es eigentlich gar nicht um konkretes Unrecht, Bedürfnisse oder Israel) ging, israellobbyistisch zu denken: das halte ich tatsächlich mehr als unangebracht und unhöflich, das halte ich mehr als rücksichtslos, weil da eine diffamierende Absicht und ein argumentatives Kaltstellen bezweckt wird. Und das öffentlich in der Kürze eines Gespräches und dabei in dem festen Glauben, alles Recht der Welt zu haben, dies in aller Öffentlichkeit tun zu dürfen, ohne Rücksicht auf Meinung, Ansehen, und ohne Rücksicht auf eine Diskussionsrunde, einem Streitgespräch), sorry, aber da fällt mir nicht mehr nur rücksichtslos ein, sondern skrupellos.

      Der Shitstorm bezieht sich aber nicht darauf, sondern auf die Art und Weise, andern Menschen nach jedem Halbsatz ins Wort zu fallen, und mit einfachsten Mitteln bloßzustellen. Das entspringt ja ebenfalls einer Bereitschaft des Übergriffes, des Rechteinbildens das Recht zu haben, in jeden Satz reinzuquatschen, und von Ihrer Gnaden Meinung abhängig zu machen, als wäre dies allein schon ausreichendes Argument.

      Dass Diskutanten kritisiert werden, ist doch nichts neues. Dass es soviele und eindeutige Kommentare dazu gibt, ist eben auch der Eindeutigkeit geschuldet. Ich glaube aber, dass die wenigsten, oder überhaupt kein Kommentar, auch nur annähernd die Positionen von Frau H-G zu Palästinensa angreift, kritisiert.

  50. Ein Herzliches Guten Abend an das Team um Ken Jebsen + Ken. Hallo lieben MitKommentatoren

    Vorweg: Die Kommentare finde ich mindestes lesenswert. Sie geben mir zum Teil zusätzliche Informationen und wenn ich das richtig gelesen habe, fehlen bisher sämtliche Beleidigungen und schlimmeres. Was in anderen „sozialen“ Netzwerken oftmals unverhohlen ausbricht. Schön. Es geht auch ohne. Feindbilder 😉

    Ich habe mich mit dieser Sendung bestens unterhalten gefühlt. Und habe wieder dazu gelernt, aber auch Bestätigung gefunden: „ich/wir bin/sind nicht allein“. Herrlich. Ich mag Visionäre. Visionäre Ansichten. Positive Sprechweisen liegen mir näher als negatives Abkanzeln. Daher stehen Herr Lenz und Herr Rothfuß ein wenig näher bei mir (oder ich bei ihnen) als Frau Hecht-Galinski und Herr Wisnewski. Selbstverständlich nur im Zusammenhang mit dieser Talkrunde.

    Alles in allem eine interessante Runde mit tollen Gästen. Ken hat entspannt moderiert. Ich finde es ist gelungen – wünsche mir mehr davon.

  51. Das war wieder eine tolle Sendung liebes KenFM-Team!

    Ich denke auch, dass wir derzeit zunächst an der Aufklärung arbeiten dürfen um die perfiden Machenschaften des Systemes zu hinterblicken. Allein schon aus der Erkenntnis wird sich schon Vieles verändern bei den Menschen.

    In einem solchen System leben wir schon seit tausenden von Jahren, entsprechend hat es sich verselbstständigt ohne dass die Menschen ihre Automatismen erkennen.
    Ihr hattet eine tolle Sendung mit Menschen aus Tamera, die sich mit den grundlegenden Dingen befassen, um ein friedliches Miteinander im Einklang mit der Natur aufbauen zu können.

    Um das heutige System auch durchblicken zu können, gehört natürlich auch diese Ursachenerforschung an der Stelle, auf welche Systeme unser heutiges System aufbaut und wo wir Parallelen zu den alten Systemen finden können.
    Ägypten, römisches Reich, Herrschaft der katholischen Kirche im Mittelalter und deren Einflüsse auf uns Heute.
    Das könnte ich mir als ein lohenswertes Projekt vorstellen!
    Denn in meinen Augen leben wir heutzutage all die o.g. Systeme in einer modernen Form…

  52. Es ist traurig das Fr. Hecht-Galinski hier so niedergemacht wird, finde ich nicht gut.Sie hat auf jeden Fall was zu sagen auch wenn ihre „Gesprächsmanieren“ nicht die feinsten sind.Sie ist eine Kämpferin.
    Schlimm finde ich auch welche Meinung über Frauen herscht in manchen Kommentaren.Frauen verursachen und zetteln keine Kriege an und sind nicht verantwortlich für die Opfer( Männer,Frauen ,Kinder…).Ganz bestimmt ist auch keine Mutter glücklich wenn sie einen Sohn,Bruder,Vater und Ehemann im Krieg verliert.Im Krieg sind alle Lebewesen Opfer,Männer wie Frauen aber auch Tiere die ja nichts für die Dummheit der sich bekämpfendern Menschen können.
    Danke an das KenFm Team dafür das diese Sendungen überhaupt möglich sind
    Wir sollten alle zusammenhalten!

    • Schon schlimm. Sie wissen aber schon, dass auch sehr wohl Frauen Hitler wählten, Frauen jubelten, und Frauen für sich ihre Männer in den Krieg schickten und Frauen auch heute noch akzeptabel halten, Männer als Flüchtling loszuschicken.
      Aber Sie haben recht. Männer brauchen Krieg um ‚legal‘ zu töten. Frauen reicht dazu der eigene Bauch aus (und 3 Prozent Notfälle wie Vergewaltigung um 97 Abtötungen per se zu rechtfertigen. )
      Schlimm sind solche im Grunde sexistischen Kommentare, wie Ihrer. Die Schuld speziell den Männern übertragen, als könnten Frauen zuhause nicht auf sie einwirken, bei bei den Opfer schön brav relativieren. Denn ein Toter ist eben ein anderes Opfer als ein Verkrüppelter, und 50 Millionen Tote und zig Millionen gezwungen zum Morden und Gemordet werden, als Hauptzweck, immer noch etwas anderes als die im Nebenzweck vergewaltigten Frauen.
      Sind Frau Leyen und Frau Merkel, Frau Assad, Frau Obama keine Frauen?

      Solche sexistischen Kommentare empören sich dann auch noch, beim Namen genannt zu werden. Und so wollen Sie als Frau nicht am Hass und Krieg beteiligest sein, weil ja so unschuldig? Frauen Zetteln keine Kriege an. lächerlicher Sexusmus.

  53. Nochmals eine Bresche für Evelyn Hecht-Galinski

    Ich hatte mich weiter oben schon einmal zu dem Shitstorm geäußert, der hier auf Frau Hecht-Galinski (im Folgenden HG) niedergeht. Wenn Herr Jebsen eine Publizistin wie HG in seine Runde einlädt, dann weiß er, was er tut. Schließlich kennt man sich, schließlich gab es Vorgespräche. Wer die vor allem auch bei KenFM erscheinenden Artikel von Frau HG aufmerksam liest, hat schließlich auch als Leser eine unbedingte Vorstellung davon, wie kompromisslos, fokussiert und vor allem mit welchem Temperament Frau HG ihre Haltung und ihre Positionen vertritt. Und wer Frau HG noch aus dem Fernsehen in verschiedensten Talkrunden kennt (Herr Jebsen auch?), der weiß klar und deutlich, mit wem er es zu tun hat. Deshalb ist es völlig unbegreiflich, dass hier offenbar eine völlig andere Vorstellung von der zu erwartenden Argumentationslinie und sanguinischen Argumentationsverve von HG ausgegangen wurde. Angefangen freilich von Herrn Jebsen, den Gastgeber. Und, bitte schön, wer will Frau HG dann ernsthaft vorwerfen, auf das fokussiert zu sein, auf das sie eben (Gott sei Dank!) fokussiert ist? Wisnewski tritt als personifizierter Meta-Rechercheur und Berichterstatter politischer Geheimarbeit auf, Rothfuss als akademische Neutralität und der sympathische Lenz als jemand, der im limbischen System stecken geblieben zu sein scheint. Das alles ist freilich nicht abwertend, sondern einzig liebevoll gemeint. Nun, und dann ist da eben auch noch HG, die mit ihrer jeweiligen, wichtigen Okkupation mit am Tisch sitzt und nichts anderes tut, als sie selbst zu sein.

    Und dann kommt Rothfuss und provoziert HG mit seinen geradezu geschichtsklitternden Relativierungen, die den Freiheitskampf der Palästinenser und den israelischen Rassismus in eine völlig irrsinnige „Balance“ auf der Ebene der Feindbilder tauchen soll. Eine solche Argumentationslinie ist klar propagandistisch zu nennen, indem sie vom eigentlichen Verbrechen an den Palästinensern ablenkt und den Fokus auf eine völlig unbedeutende Nebensache setzt. Wie, bitte schön, sollte HG auf einen solchen provokativen Unsinn reagieren? Zumal ich finde, ihre Reaktion war von geradezu löblich zurückhaltender Natur. Natürlich ist Rothfuss zionistischen Denkens unverdächtig, was bleibt ist jedoch sein fehlendes Fingerspitzengefühl HG gegenüber, aber vor allem diese solitäre Argumentation propagandistischen Stils angesichts des monströs-brutalen Unrechts, das den Palästinensern seit Jahrzehnten widerfährt. Jeder andere „von der Gegenseite“, von den „Bösen“ wäre mit derselben (!) Argumentation auf Rothfuss’ banaler Ebene von Ihnen allen hier in der Luft als übelste Propaganda zerrissen worden. Doch wen trifft der Unmut? Nein, nicht etwa Rothfuss, sondern HG. Das ist nicht nur erstaunlich, sondern bedenklich. Es zeigt die üblichen doppelten Standards, die wir alle doch so gern den „anderen“ anlasten.

    Mit Hecht-Galinski hatte Herr Jebsen eine durch und durch an der Realpolitik interessierte, streitsame Publizistin mit an den Tisch gesetzt, die für Meta-Ebenen und ferne Visionen einfach „keine Zeit und Sinn“ im täglichen Kampf für die Gerechtigkeit hat. Wer wollte ihr das vorwerfen? Regelrecht grottig sind die Kommentare, die Frau HG eine mangelnde intellektuelle Fähigkeit attestieren wollen, die Dinge auf der Meta-Ebene betrachten zu können. Nein, sie ist nur anders gestrickt und hat eine völlig andere, direkte und schnörkellose Art, für Ihr Lebensthema einzutreten. Das muss man doch akzeptieren. Oder man lädt sie nicht ein, ganz einfach. Wer Frau HG einlädt und dann erstaunt ist, dass Frau HG auch die Unverfrorenheit besitzt, tatsächlich als sie selbst zu kommen, der hat da offenbar nicht zu Ende gedacht.

    Die Versuche hier, die HGs Aussage, dass das Thema sexuelle Gewalt ein mit Abstand männliches Thema ist, zu relativieren ist nur noch lächerlich und absurd. Gell, Herr Wisnewski? HGs kurze, nicht zur Begründung gekommene Einlassung zu Griechenland hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack. Das ist wohl wahr.

    • Ich glaube das in der Vorrunde schon etwas vorgefallen ist, was den Zuschauer verborgen blieb. Frau Hecht-Galinski kämpft gegen das gewaltige Unrecht das den Palästinensern angetan wird. Sie wird da auch nicht nachgeben solange sich selbst in dieser Frage nichts bewegt. Israel muss gezwungen werden sich mit den Palästinensern an einen Tisch zu setzen mit der UNO und es muss eine Lösung erarbeitet werden der alle 3 Parteien zustimmen. Wer hat den diese Völkerwanderung nach Israel erzwungen und diesen Konflikt erst erzeugt.
      Im Prinzip müssen ein Großteil der Gebiete den Palästinensern zurückgegeben werden. Die EU könnte vielen Juden anbieten das sie nach Europa zurückkommen. Für viele Juden ist Europa doch auch ihre wirkliche Heimat.
      Es muss eine absolute Gleichberechtigung zwischen Juden und Palästinensern hergestellt werden wenn man eine 2 Staatenlösung vermeiden will.
      Sollte eine 2 Staatenlösung angestrebt werden, dann müssen die Juden den Palästinensern ihre Gebiete wieder zurückgeben.

      Es ist auch nicht die Art der Frau Hecht-Galinski zu verurteilen sondern zu akzeptieren. Das ist auch sicher nur ein kleiner Ausschnitt von ihr den wir zu sehen bekommen haben.

      Aber warum Sie so gegen Herrn Rothfuß wettern ist für mich unverständlich. Alles was ich bis jetzt von Herrn Rothfuß zu hören bekommen habe ist absolut fundiert und fair.
      Auch die andere Seite zu zeigen ist immer richtig und in einer Sendung über Feindbilder gar nicht zu vermeiden.
      Die Palästinenser machen sich das Leben teilweise selbst schwer. Es ist verständlich da der Ärger und Frust abgebaut werden muss, aber nur wenn darüber gesprochen wird kann es aufgelöst werden.

    • Hallo Gütlich, bitte beruhigen Sie sich doch mal! Sie sehen das ganze viel zu verbittert. Es haben hier doch auch einige geschrieben das sie Frau HG für Ihren Kampf für die Gerechtigkeit schätzen, auch ihre Beiträge z.B. bei den Nachdenkseiten. Es ist schön das Sie Frau HG für ihre Art u Weise bewundern, wie sie für Ihre Themen kämpft. Nur bietet sie mit ihrer Art auch eine breite Angriffsfläche und eckt nun mal an, da braucht man sich dann auch nicht zu wundern das dies mal nach hinten los geht. Schließlich ist das ja auch nicht zum ersten mal so. Ich denke Frau HG würde wesentlich mehr erreichen, wenn Sie anders auftreten würde. Es gibt nun mal immer mehrere Meinungen zu einem Thema, da sollte man sich die andere Seite zumindest auch mal anhören. Wenn man dies nicht kann und möchte, muss man leider auch damit rechnen das einem die Anderen auch nicht mehr zuhören wollen. Was erreicht man damit!?! Ich finde es gut das Sie Frau HG hier so verteidigen, nur sollten Sie auch akzeptieren das hier ein paar User nicht so mit der Art des Auftretens von Frau HG in der Sendung und ihr wettern gegen Herr Rothfuss einverstanden sind.
      Wie Sie in ihrem vorletzten Absatz selbst schon erläutert haben, glaube ich auch das sie einfach die falsche Person zu diesem Thema in der Sendung war, nicht mehr aber auch nicht weniger!!!
      Ich Persönlich freue mich zumindest auf den nächsten hervorragend ausgearbeiteten Beitrag von Frau HG zu den Themen die sie wirklich kann!!!

      MFG Rene

  54. Hey liebes Kenfm Team vielen dank für den coolen beitrag.

    Für jemanden der sich schon lange mit der Imperialistischen manipulation auseinander setzt wenig neues.

    Ich möchte auf ein Thema aufmerksam machen. Viele der Themen über die ihr berichtet sind nicht neue und werden schon seit hundert jahren von der BlackPower bewegung um Marcus Garvey und Lenard Howel (The FirstRasta) weitergegeben. Auch heute gibt es noch Menschen die sich um die weitergabe der System kretik in der Black Power bewegung kümmern.
    https://www.youtube.com/watch?v=sSZFVCl9V5Y

    Macht doch mal was zu dem Thema, ich glaube es ist wichtig das sich die unterschiedlichen Kräfte langsam näher kommen und bündeln. Nur gemeinsam sind wir Stark.

    • Hey Truxius,da ich immer offen für neue Vorschläge bin habe ich mal deinen Link betätigt. Leider kommt dort nur ein Musikvideo. Ich werde mich aber trotzdem mal näher damit beschäftigen. Wenn du aber andere Informationen oder Beiträge hast, dann lass mal hören! MFG Rene

    • Als erster einstieg ist „the first rasta“ (film nicht schlecht), man kann sich auch mit den ideen von leonard howell auseinander setzten, der eine sehr interessante “ komune gegründete.

  55. Frage,
    gehört zum gepflegten Feindbild nicht auch und vor allem die wirtschaftliche ABHÄNGIGKEIT ?
    Das bestätigt doch die hervorragend besetzte Runde. Alles Ausgegrenzte, die GEMEINSAM ihre POTENTIALE HEBEN, so vielleicht Rüdiger Lenz? Unabhängige sind nicht korrumpierbar. Ein vorbildlicher Freilandversuch, Danke.

    Also mal angenommen. Wenn die Macht Weniger, Buchgeld mit Buchungssätzen zu erzeugen und Knappheit an realem Geld durch Abhängige von Arbeit (mangels Banklizenz), auch Feindbilder befördern würde, ja dann wäre es doch ein weiterer Grund über ein bedingungsloses Grundeinkommen / BGE nachzudenken, um aus dem Kriegsspielen rauszukommen.

    Die Einäscherung Syrien zeigts doch. Eine 1-stündige Sylvesterknallerei kostet hier mehrere Millionen Euro. Die 5-jährige Vernichtung eines Landes kann nie jemand mit realem Geld bezahlen, das geht nur auf Pump bei 1% Mindestreserve mittels Banklizenz bei Vollhaftung der Bürger.
    Die Kreditgeber sind die Kriegstreiber. Sie sitzen heute am Verhandlungstisch in Genf, um bei der Aufteilung Syriens sich die „Rendite aus dem Nichts“ zu sichern.
    Wenn so eine Banklizenz das ein Feindbild wird, dann bin ich dabei.

    • Zum Thema eines „bedingungslosen“ Grund-Einkommens die Frage, ob nicht jede Art von Einkommen immer an irgendwelche Bedingungen gebunden ist ? Ist das nicht ein in sich unwahrhaftiger Begriff, wenn man von „bedingungslosem“ Einkommen spricht ? Wer will denn das umsetzen ? Z.b. gibt es den Besitzer einer Drogeriemarkt- Kette, der dafür Propaganda macht. Warum tut der das ? Will der das Schlaraffenland realisieren ? Oder will der vielleicht gerne haben, dass die öffentliche Hand diesen Millionen von Erwerbslosen Taschengeld zahlt, damit die mehr bei ihm kaufen können ? Da ist die Frage, von wem dann der Staat diese Kohle nehmen müsste.
      Verzeihung wegen des harten Ausdrucks:Geld – bekommt erst dadurch seinen Wert, dass Menschen ihn erarbeiten.

      Mir leuchtet allerdings eines voll ein: Menschen selber sind keine Ware. Der Mensch ist kein Pfund Wurst im Supermarktregal. Und heutzutage schreitet Automatisierung voran. Maschinen sind dafür da, dass menschliche Arbeitskraft überflüssig wird. Arbeitslosigkeit ist auch eine Wirkung der Automatisierung. Und wenn aufgrund solcher Rationalisierung dann Massenentlassungen stattfinden, nennt man das „Freistellungen“. Doch in welche Freiheit werden diese Entlassenen gestellt ? Arbeitslosigkeit ist nur dann eine Freiheit, wenn man sie sich leisten kann.
      Also wenn man genügend Vermögen hat, dann kann man sich irgendeine Arbeit auch selber machen. Man kann dann z.B. Rosen am Spalier züchten. Oder man malt Bilder. Wenn man sich diese Arbeitslosigkeit leisten kann, macht sie richtig Freude ! Wie schön, am Morgen ausschlafen zu können ! Man schaut mit Bedauern auf die „Tarifgesichter“, die hektisch unterwegs zur Arbeit sind.

      Wenn man jedoch arbeitslos UND erwerbslos ist, macht das wenig Spass. Denn man kann sich zwar als Arbeitsloser immer irgendeine Arbeit selber machen, doch man kann nicht so leicht sich als Erwerbsloser einen Erwerb selber machen. Das Problem besteht meiner Meinung nach darin, dass der Mensch zur Ware degradiert wird und diese Leute über weiter nichts mehr diskutieren als über ihren eigenen Preis am Markt. Solche haben vergessen, dass sie göttlichen Ursprungs sind. Wenn sie sich wieder daran erinnern, reissen sie sich die Preisschilder vom Hintern.

    • Das BGE/bedingungslose Grundeinkommen wäre insbesondere ein schwerer Schlag gegen alle Unvermögenden und in jeder Hinsicht völlig inakzeptabel.
      Grund dafür:
      Es würde gar nicht ausreichen, um in teuren Städten überhaupt den Lebensunterhalt zu bestreiten.
      Und jede echte Sozialleistung ist an die Bedingung geknüpft, dass sie Armen / Unvermögenden zukommt und nur diesen. ‚BGE‘ würde aber auch Millionären hinterhergeworfen. Damit wäre es gar keine Sozialleistung. Es wäre die Verpflichtung des Staates, Reichen Geld hinterherzuwerfen, das aus Steuergeldern (die auch Ärmere bezahlen) genommen wird. ‚BGE‘ wäre Zwangs-Umverteilung von Arm nach Reich. Es wäre Kommunismus – für Reiche.

      Eine Partei, bei deren Wahl ein ‚BGE‘ auch nur drohen würde, ist für mich völlig unwählbar. Aktuell hat die Piratenpartei diesen Prozess bei mir durchgemacht. Sie sind für mich unwählbar, weit sie ‚BGE‘ befürworten (und offenbar sehen das viele so – seit dem ‚BGE‘-Beschluss ist die Piratenpartei in der Bedeutungslosigkeit).

    • PS: Ich denke, man kann schon das Schonvermögen für Hartz4-Empfänger beibehalten. Eine angemessene Vermögensprüfung ist jedoch bei Sozialhilfe aus Steuergeldern bzw. bei Leistungen wie Hartz4 völlig unabdingbar.

      Ein ‚BGE‘ würde nur Reichen nützen, die kein Arbeitsverhältnis eingehen wollen und auch ansonsten sich nicht um ihr Vermögen kümmern wollen.

    • @Fantastin

      ‚Die Kreditgeber sind die Kriegstreiber. Sie sitzen heute am Verhandlungstisch in Genf, um bei der Aufteilung Syriens sich die „Rendite aus dem Nichts“ zu sichern.‘

      Können Sie das konkretisieren? Meines Erachtens läuft das nämlich eher über (oft indirekte) Korruption als über offene Kreditvergaben: Interessenten an einem Monopol in einem ‚bekriegten‘ Land beeinflussen die Politik auf halboffiziellen (exorbitante ‚Beraterhonorare‘ z.B.) oder ganz inoffizielle Weise, damit a) Krieg geführt wird und b) danach dort keine freie Marktwirtschaft und keine Demokratie herrscht, sondern eine Regierung bzw. ein Zustand, die/der möglichst nur die Monopol-Firma zulässt.

  56. Morschen,

    naja, Feindbilder scheinen mir nichts neues. Sie sind das direkt Ergebnis des Aufeinandertreffens von Machtsphären. Sobald zwei halbwegs höher entwickelte Lebewesen sich begegnen, selbst wenn sie nichts äußern und nur eine äußere Haltung haben, wird das Gegenüber abgeschätzt und in Relation zu eigenen Macht gesetzt. Das ist bei vielen Tieren genauso wie bei den zu Menschen entwickelte Affen. Das jeweilige Selbstbewusstsein wird herausgefordert und reagiert entsprechend aggressiv, defensiv oder gelassen auf die Präsenz des Gegenübers. Wenn mein Gegenüber mich bewusst oder unbewusst herausfordert, reagierte das Ego entsprechend dem Entwicklungsstand des eigenen Selbstbewusstseins, das wiederum auf gemachte Erfahrungen im Umgang mit anderen Lebewesen basiert. Auch ein Urinstinkt, der uns vor Gefahren schützen soll, spielt in diesen Verhalten rein, so dass sich das ein Gefühl von Macht und bzw. Ohnmacht einstellt. Bin ich der Jäger oder bin die Beute? Kann ich mich verteidigen oder nicht? Soll ich flüchten oder nicht? Soll ich angreifen oder nicht?

    In dieser Talkrunde ist es genauso. Hier treffen auch Machtsphären aufeinander. Es treffen Welt- und Menschenbilder aufeinander, die nicht unbedingt die eigene Einschätzung wiedergeben. Bei Frau Galinski würde mich interessieren wie sich in einer reinen Frauenrunde verhalten würde. Ihr Verhalten lässt vermuten, dass sie sich und ihr Weltbild recht oft herausgefordert gefühlt hat. Ihre Meinung ist eine Festung, mit starken Verteidigungsanlagen. Mir ist nicht ganz klar, ob es nur die Argumente waren oder dem Umstand geschuldet, dass diese durch Männer vertreten wurden oder ein purer Selbstschutzmechanismus gegriffen hat, der sie so oft und so vehement widersprechen ließ. Besonders bei Frau Galinski und Herrn Wisnewski als Vertreter der Feindbildbefürworter habe ich das Gefühl, dass sie in dieser Runde ihre „Feinde“ (wann ist eine Feind ein Feind?) gefunden haben, weil diese ihre Weltbild ankratzen, welches sehr stark, wahrscheinlich auch durch negative Erfahrungen, gesichert und relativ aggressiv verteidigt wird. Gut, sie werden ihre Erfahrungen gemacht haben.

    Im Argumentationsgetümmel ging es Galinski gegen Lenz und Rothfuß bzw. Wisnewski gegen Lenz. Das Problem bei diesen argumentativen Kampfhandlungen ist es, dass für den Zuschauer schwieriger ist, sich ein Gesamtbild zu erstellen. Im Positionen 1 ergänzten sich die Positionen mehr und man bekam zügiger ein größeres Verständnis, wie man es z.B. von einer Dokumentation bekommt. Je mehr gestritten wird, je gegenteiliger die Meinungen sind, je leidenschaftlicher die Diskussion, desto schwieriger wird es die Argumentation von der Empfindung abzugrenzen, die ich für die jeweiligen Diskutanten habe. Ich würde als Moderator klarstellen, das Sachlichkeit die höchste Priorität in der Auseinandersetzung haben sollte.

    Jo

  57. Oh man, die Streiterei am Ende um Israel mit Frau Kalinski war anstrengend! 😀
    Vielleicht sollte man sich das mit der Frauenquote bei Positionen nochmal überlegen… 😛

    Sonst gute Sendung mit interessanten, wenn auch etwas abschweifenden und komischen Gedankengängen, aber das ist Pluralität und das tut dieser Sendung gut. Die fehlte in den ersten Sendungen nämlich.
    Weiter so!

  58. Liebes KenFM-Team,

    ich möchte mich auch an der Stelle bedanken für die Erschaffung diese hochkarätigen Gesprächsrunden-Formates. Jede der publizierten Runden ist einzigartig in ihrer Offenheit, im Umgang und im Gehalt an Wahrheit. Das hat eine sehr hohe Qualität.
    Gerade wie vorbildlich der Sinn eines Gesprächs aufgenommen wird und Leuten der Raum gegeben wird sich frei auszutauschen ist die grosse Errungenschaft zur „normalen“ Medienwelt. Wohl liegt es bestimmt auch an der Qualität der Teilnehmer. Diese zeigen viel Respekt und Gepflogenheit in dem Sie die Gesprächspartner eben auch ausreden lassen.
    Ich bin allen Beteiligten dankbar für die geteilten Ansichten und Information und fühle mich auch immer wieder dadurch bereichert. Trotzdem folge ich gerne dem Grundsatz des eigens entwickelten Standpunkts glaube aber, dass ein Zusammenhalten über viele Ebenen auch nötig ist um die starken Mächte (verschiedenster Art) befrieden zu können.

    Hoffnung für Frieden und Kraft für die Änderung wünsche ich Allen

  59. Anscheinend kann man hier keine Antworten kommentieren, sondern muß jedesmal eine neue Antwort schreiben. Das ist lästig.

    ——————–

    @Frank Rothweiler

    Herr Lenz will also durch Nichterziehung (antiautoritäre Erziehung?) den ursprünglichen Menschen wieder „ausgraben“. Tut mir leid, das ist in meinen Augen esoterischer Unsinn und nur eine Umschreibung für „einen neuen Menschen schaffen“. Stimmt, wir wissen nicht genau, wie der Mensch vor 100000 Jahren war, ob friedfertig oder aggressiv, aber wir wissen, wie er seit 20000 Jahren ist (um eine Zahl zu nennen) und können scharfsinnig folgern, daß er vorher nicht wesentlich anders gewesen sein kann. Es gibt keinen Hinweis darauf, daß das ursprünglich friedliche Wesen des Menschen „vergraben“ wurde und durch welchen Umstand das geschehen sein könnte. Der Mensch konnte nur das mehr oder weniger vernunftbegabte Wesen werden, weil er so unfriedlich ist und überall Feinde wittert. Ein Raubtier ist auch nicht lammfromm, aber die Unfriedlichkeit des Menschen hat eine ganz andere Qualität. Wir kämpfen ja nicht nur um Nahrung oder zur Revierverteidigung, sondern schlachten uns aus den merkwürdigsten Gründen massenweise gegenseitig ab, ohne aus den Folgen vernünftige Lehren zu ziehen, die mehr als ein paar Jahre anhalten. Irgendwann in unserer Entwicklungsgeschichte muß die normale Raubtierfriedfertigkeit in eine neue Qualität umgeschlagen sein. Ich vermute, daß in dem Moment auch das einsetzte, was wir „Kultur“ nennen. Die kulturelle Entwicklung des Menschen basiert auf Krieg. Heraklit meinte, der Krieg sei der Vater aller Dinge.

    Ich sehe es als Zeitverschwendung an, den vorkulturellen, angeblich unkriegerischen Menschen „ausgraben“ zu wollen. Nein, uns stehen nur die Menschen zur Verfügung, wie sie heute sind und wie sie vor 20000 Jahren auch schon waren. Und wie damals geht es auch heute immer um die Frage: Wer hat die Macht? Die Friedfertigen jedenfalls nicht. – Selbst wenn das „Ausgraben“ des möglicherweise weniger kriegslüsternen Urmenschen möglich wäre, um mit ihm eine heilere Welt zu erschaffen, bliebe die Frage: Wie lange soll das dauern und wieviel Zeit haben wir überhaupt noch?

    Ja, die Herrschenden beherrschten schon immer die Untertanen und steuerten sie mit Propagandamitteln. Aber noch nie waren die Mittel so allumfassend, so erdrückend, so ausgeklügelt wie heute. Bei einer Herrschaft, die als „Demokratie“ daherkommt, sind die Propagandamethoden für die meisten Menschen besonders schwer zu durchschauen. Kann sein, daß infolge der technischen Entwicklung erst der allerletzten Jahrzehnte die Herrschafts- und Propagandamittel eine grundsätzlich neue Qualität erreicht haben. Kann sein, daß das, was vor tausend Jahren galt und vor hundert Jahren auch noch, heute nicht mehr gilt. Kann sein, daß es heute im Gegensatz zu früheren Zeiten keine realistische Möglichkeit mehr gibt, die Herrschaft abzuschütteln, um … was eigentlich? … zu errichten.

    Kann sein, daß ich mich irre, aber ich fürchte, uns bleibt nicht mehr viel Zeit.

    • @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Anscheinend kann man hier keine Antworten kommentieren, sondern muß jedesmal eine neue Antwort schreiben. Das ist lästig.

      Doch, kann man. Handelt es sich um einen neuen Kommentar ohne Bezug zu einem bereits existierenden, klickt man einfach auf den blauen Antwort-Link. Möchte man zu einer Antwort auf einen Kommentar antworten, fehlt dieser Link. Man kann aber einfach zum jeweiligen Ursprungs-Kommentar hochscrollen und dort den blauen Antwort-Link anklicken. Die neue Antwort erscheint dann wie die bereits vorhandene dunkel unterlegt unter der letzten Antwort zu diesem Ursprungs-Kommentar. Ich hoffe, das war jetzt nicht allzu verwirrend 🙂

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Herr Lenz will also durch Nichterziehung (antiautoritäre Erziehung?) den ursprünglichen Menschen wieder „ausgraben“. Tut mir leid, das ist in meinen Augen esoterischer Unsinn und nur eine Umschreibung für „einen neuen Menschen schaffen“.

      Nein, natürlich will er das nicht, das wäre auch in meinen Augen vollkommener Quatsch. Den Begriff „ausgraben“ habe ich nur deshalb gewählt, weil du oben bereits von einem „neuen Menschen“ geschrieben hattest, als einer Art Übermensch, wie er z.B. von Nietzsche angedeutet wurde. „Ausgraben“ stellt dabei ebenso eine Metapher dar wie der „neue Mensch“, der angeblich geschaffen werden soll. Die Metapher „ausgraben“ sollte lediglich ein Bild dafür sein, daß diese Eigenschaften eines „neuen Menschen“ gar keinen neuen Menschen benötigen, denn sie sind lediglich verdeckt durch Denk- und Verhaltensweisen, die anerzogen wurden.

      Zugegeben, es ist im Grunde unmöglich, das alles auf Anhieb nachvollziehen zu können, wenn man sich noch nie damit befaßt und das gewohnte eigene Selbstverständnis noch niemals ernsthaft in Frage gestellt hat.

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Stimmt, wir wissen nicht genau, wie der Mensch vor 100000 Jahren war, ob friedfertig oder aggressiv, aber wir wissen, wie er seit 20000 Jahren ist (um eine Zahl zu nennen) und können scharfsinnig folgern, daß er vorher nicht wesentlich anders gewesen sein kann.

      Da wir es nicht genau wissen, nicht einmal ungenau, sind wir auf Vermutungen angewiesen. Eine Vermutung ist aber etwas völlig anderes als eine scharfsinnige Folgerung, sie ist gerade in diesem Fall äußerst unscharf. Natürlich kann der Mensch damals wesentlich anders gewesen sein, das zeigen gewisse, vom Einfluß der Zivilisation weitgehend unberührte Stämme im Dschungel Südamerikas. Vermutlich willst du das aber gar nicht wirklich wissen, oder?

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Es gibt keinen Hinweis darauf, daß das ursprünglich friedliche Wesen des Menschen „vergraben“ wurde und durch welchen Umstand das geschehen sein könnte.

      Doch, solche Hinweise gibt es. Ich habe oben bereits auf ein Video hingewiesen, das einen Vortrag von Gerald Hüther zeigt, seines Zeichens Hirnforscher: https://www.youtube.com/watch?v=zW1U-JUl7tg

      Die Umstände, unter denen das „Vergraben“ geschieht, finden tagtäglich statt, und zwar in den Familien. Auch darüber habe ich nicht nur hier bereits ausführlich Stellung genommen und entsprechende Literatur verlinkt. Vergraben werden tatsächlich fundamentale Bedürfnisse nach Autonomie, nach Selbstbestimmung und nach freier Entfaltung des eigenen Selbst. Aber auch das willst du vermutlich nicht wissen, denn das ist bestimmt auch „esoterisch“ und somit kategorisch abzulehnen, nicht wahr?

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Der Mensch konnte nur das mehr oder weniger vernunftbegabte Wesen werden, weil er so unfriedlich ist und überall Feinde wittert.

      Wie kommst du darauf? Hast du das irgendwo gelesen, kann ich das irgendwie verifizieren oder in Erfahrung bringen, wie diese Überzeugung zustande kam? Was hat das mit der Vernunft zu tun? Hältst du das Verhalten des heutigen Menschen etwa für vernünftig?

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Ein Raubtier ist auch nicht lammfromm, aber die Unfriedlichkeit des Menschen hat eine ganz andere Qualität. Wir kämpfen ja nicht nur um Nahrung oder zur Revierverteidigung, sondern schlachten uns aus den merkwürdigsten Gründen massenweise gegenseitig ab, ohne aus den Folgen vernünftige Lehren zu ziehen, die mehr als ein paar Jahre anhalten.

      Und das tut ein vernunftbegabtes Wesen? Was soll daran vernünftig sein? Oder wurde die Begabung zur Vernunft etwa begraben? Worunter? Wann? Kommen Babies als vernunftbegabt zur Welt und werden dann ganz von allein unvernünftig? Oder sind wir genetisch bereits dermaßen versaut, daß wir nur noch habgierige, raublustige, aggressive Babies auf die Welt bringen können? Sind denn Babies wirklich so?

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Irgendwann in unserer Entwicklungsgeschichte muß die normale Raubtierfriedfertigkeit in eine neue Qualität umgeschlagen sein. Ich vermute, daß in dem Moment auch das einsetzte, was wir „Kultur“ nennen. Die kulturelle Entwicklung des Menschen basiert auf Krieg. Heraklit meinte, der Krieg sei der Vater aller Dinge.

      Was ist denn „Raubtierfriedfertigkeit“? Du bringst hier ziemlich viel auf einmal und durcheinander. Ich kann den Zusammenhang deiner Sätze oft nur sehr schwer nachvollziehen.

      Was ist denn Kultur tatsächlich? Haben wir hier in Deutschland eine Kultur, oder haben wir hauptsächlich Konsumverhalten und Konsumprodukte. Gibt es irgend etwas in unserer Gesellschaft, das nicht dem Konsum, dem Profit, der Gewinnmaximierung untergeordnet ist? Ich kann hier keine Kultur erkennen. Die Theaterveranstaltungen werden hauptsächlich von klunkerbehangenen Damen und geldschweren Herren der gehobenen Gesellschaft besucht, und gelten vermutlich gerade deswegen als förderungswürdige Kultur. Sowas könnte sich ein Arbeiter mit Familie heute nicht leisten. Der kauft sich irgendwelche Platten oder CDs und hält das für seine Kultur. Es gibt aber noch heute Völker mit echter Kultur, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde und wird. In den Alpen z.B. gibt es Bauern, die sehr kulturbewußt leben und mit Konsumverhalten absolut nichts im Sinn haben. In vielen afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Ländern gibt es ebensolche Stämme. Aber hier in der modernen Zivilisation, da findest du keine Kultur, da findest du höchstens die Kulturpose und den Andenkenladen. Alles ist kommerzialisiert, man darf ja heute nicht mal mehr als Gesangsverein irgendwelche Lieder singen, die bei der Gemma gelistet sind. Kein Witz!

      Kannst du dir vorstellen, daß es einstmals friedliche Völker, Bauernvölker, Naturvölker in großer Zahl gegeben haben könnte, die mit der Zeit alle von den kriegerischen Völkern vernichtet wurden? Kannst du dir vorstellen, daß diese kriegerischen Völker keinen Sinn für die Kultur des Volkes empfinden konnten, das sie gerade ausgerotten hatten? Kannst du dir vorstellen, daß sich die Kulturen kriegerischer Völker oft ziemlich ähnlich sehen, während die Kulturen friedlicher Völker, wo man sie noch finden kann, auffallend unterschiedliche Ausprägungen zeigen, ebenso wie die in diesen Kulturen vorzufindenden Charakter, wogegen hier bei uns nur eine sehr geringe Bandbreite der Persönlichkeitsentwicklung zulässig ist und sich viele Menschen daher ziemlich ähnlich sind, was ihre Geschmäcker und Vorlieben, was ihr Konsumverhalten und so weiter betrifft. Es gibt sehr viel Literatur zu diesen Themen, da solltest du dich vielleicht einmal informieren lassen, bevor du deine – sorry, aber ich finde hier kein beschönigendes Wort – Halbbildung in den Raum wirfst und auf dieser irgendwelche dünnen Rechtfertigungen für Krieg zu basteln versuchst. Das ist nicht böse gemeint und richtet sich auch nicht gegen dich als Mensch.

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Ich sehe es als Zeitverschwendung an, den vorkulturellen, angeblich unkriegerischen Menschen „ausgraben“ zu wollen.

      Das will ja auch keiner, ich zumindest kenne niemanden, der sowas plant. Zum besseren Verständnis möchte ich dir einmal eine Seite zeigen, die ich bereits seit vielen Jahren quasi „mit mir herumschleppe“, weil sie sehr schön zeigt, was ich ebenso seit vielen Jahren meinen Mitmenschen zu erklären suche, mal mit mehr, meist eher mit weniger Erfolg: „Körperliche Lust und die Ursprünge der Gewalttätigkeit“. Es handelt sich um eine Untersuchung, die ein Neuropsychologe am Nationalen Institut für Kindesgesundheit und menschliche Entwicklung (National Institute of Child Health und Human Development) in Bethesda, Maryland, bereits 1975 durchgeführt hat. Er ist zu dem Schluß gekommen, daß die größte Bedrohung für den Weltfrieden von jenen Nationen ausgehe, „die ihre Kinder in der reizärmsten Umgebung aufziehen und die sexuelle Zuneigung und weibliche Sexualität am stärksten unterdrücken“. Aber schau’s dir selber an, wenn du’s nicht von vorne herein als Zeitverschwendung abtust:
      http://www.scireview.de/prescott/article-d.html

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Nein, uns stehen nur die Menschen zur Verfügung, wie sie heute sind und wie sie vor 20000 Jahren auch schon waren.

      Und wie die Menschen – wirklich alle? – vor 20.000 Jahren gewesen sein sollen, hast du wo genau gelernt oder erfahren? Wie waren sie denn? Und sind heute alle Menschen ebenso? Kennst du etwa nur aggressive, habgierige, gewaltbereite Menschen? Es gibt doch gar keine Dokumente oder belastbare Hinweise darauf, wie die oder einige oder die meisten Menschen vor 20.000 gelebt haben, da gibt es noch immer nur Vermutungen und Schlußfolgerungen anhand irgendwelcher archäologischen Funde. Erste Beschreibungen von konkreten gesellschaftlichen Situationen sind keine 10.000 Jahre alt, so weit ich mich erinnern kann, gibt es Schrift erst seit 6000 oder 8000 Jahren. Davor existieren einfach keinerlei Aufzeichnungen, weil man noch nichts kannte, mit dem man irgend etwas aufzeichnen konnte, sieht man einmal von Höhlenmalereien ab. Währen die Gruppen in der Steinzeit, die schätzungsweise zwischen 10 und 30 Leute betrugen, so kriegerisch gewesen, wie du glaubst, hätten sie sich dann nicht längst alle gegenseitig ausrotten müssen? Sogar den Neanderthaler gab es schätzungsweise ein oder mehrere Millionen Jahre lang, bevor der Homo Sapiens auf der Bildfläche erschien. Und schon der Neanderthaler war kein Krieger und Menschenmörder, sondern ein Jäger und Sammler. Kriege sind erst mit der Bildung von Eigentum entstanden, von Unterdrückung und Herrschsucht.

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Und wie damals geht es auch heute immer um die Frage: Wer hat die Macht? Die Friedfertigen jedenfalls nicht.

      Oha! Es gibt als auch heute noch friedfertige Menschen? Sieh mal einer an! Fällt dir da ein Widerspruch zu diesem Satz auf, den du noch wenige Zeilen zuvor niedergeschrieben hast: “ Es gibt keinen Hinweis darauf, daß das ursprünglich friedliche Wesen des Menschen „vergraben“ wurde und durch welchen Umstand das geschehen sein könnte.“

      Die Macht hat der, der machtlüstern ist und deshalb danach strebt, Macht über andere zu erringen. Machtlüsternheit ist Symptom einer pathologischen Befindlichkeit.

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Selbst wenn das „Ausgraben“ des möglicherweise weniger kriegslüsternen Urmenschen möglich wäre, um mit ihm eine heilere Welt zu erschaffen, bliebe die Frage: Wie lange soll das dauern und wieviel Zeit haben wir überhaupt noch?

      Wer hat denn jetzt etwas von einem Urmenschen behauptet. Du bringst immer mehr, aus meiner Sicht absurde Begriffe in die Diskussion ein. Es geht doch gar nicht um einen Urmenschen, sondern um den heutigen Menschen, dessen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten von Geburt an durch die traditionelle Erziehung mittels Brechen des kindlichen Willens stark unterdrückt und eingeschränkt werden. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Oder liest du immer nur die Reizwörter, die deine Gegenwehr auslösen, und begreifst den Sinn anderer Sätze erst gar nicht? Aber ich schreib’s extra für dich gerne noch einmal nieder:

      „Dressur zu Gehorsam und Unterwerfungsbereitschaft funktionieren ausschließlich während des Heranwachsens. Ein Mensch, der nicht dazu dressiert wurde, wird sich später nur schwerlich freiwillig unterordnen und zu Gehorsam abrichten lassen.“ Ebenso habe ich umfangreiche Literatur verlinkt, die dem „Einsteiger“ in diese durchaus nicht einfache Thematik einen Zugang ermöglichen.

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Selbst wenn das „Ausgraben“ des möglicherweise weniger kriegslüsternen Urmenschen möglich wäre, um mit ihm eine heilere Welt zu erschaffen, bliebe die Frage: Wie lange soll das dauern und wieviel Zeit haben wir überhaupt noch?

      Sowas ist derzeit nicht möglich. Wir wissen nichts genaues über irgend einen Urmenschen. Es geht auch nicht um einen Urmenschen, sondern um den Homo sapiens, der nach Schätzungen von Archäologen zwischen 100.000 und 2.000.000 Jahren existiert. Der Homo Sapiens ist noch immer derselbe wie zur Steinzeit, sein Gehirn ist das selbe (sagen die Archäologen, wenn sie die Hirnschalen vergleichen). Die Anlagen des Steinzeitmenschen unterscheiden sich kein bißchen von denen des heutigen Menschen. Den Neanderthaler gibt es dagegen nachweislich nicht mehr, obwohl einige Forscher herausgefunden haben wollen, daß viele von uns auch Gene des Neanderthalers in uns tragen, weil sich diese beiden Spezies damals erfolgreich gepaart haben sollen. Keine Ahnung, ich war nicht dabeigewesen 🙂

      Es gibt derzeit weder irgend eine Macht noch irgend ein politisches oder gesellschaftliches Konzept, um die heutigen Probleme im Zusammenhang mit der Menschheit einer Lösung zuzuführen, sieht man einmal vom wahnwitzigen Plan einiger Superreicher ab, die Menschheit bis auf ein paar Millionen Exemplare vollständig zu vernichten (die Reichen wären dann natürlich unter den Überlebenden, versteht sich ja von selbst, nech?). Es gibt aber Wissenschaftler, die erforschen, worin letztendliche Ursachen bestehen und mit ihren Resultaten häufig ehemals als Ursachen geltende Fakten zu Symptomen degradieren. Wieviel Zeit noch bleibt, bevor irgend ein hysterischer Trottel auf den Knopf drückt, weiß niemand, der mir bekannt ist, und wenn doch, dann sagt er’s mir nicht …

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Ja, die Herrschenden beherrschten schon immer die Untertanen und steuerten sie mit Propagandamitteln. Aber noch nie waren die Mittel so allumfassend, so erdrückend, so ausgeklügelt wie heute.

      Gab es denn tatsächlich „schon immer“ Herrschende und Beherrschte oder hatte der Mensch einst auch anarchistische Gesellschaften hervorgebracht? (Bitte nicht reflexartig Anarchie mit einem Jeder-gegen-jeden-Chaos gleichsetzen, wie das so üblich ist, sondern bei Bedarf unklare Begriffe nachschlagen). Schrift gibt es seit ein paar tausend Jahren, wurde vermutlich so vor 10.000 Jahren entwickelt. Da ging gerade die sog. Steinzeit, eine archäologische Kategorie bzw. ein aus der Archäologie stammender Begriff, der die hauptsächliche Verwendung von Stein als Werkzeug kennzeichnet. Und waren die Mittel der Beherrschung von Menschengruppen nicht auch schon damals allumfassend, erdrückend und ausgeklügelt? Wer nicht spurte, wurde erbarmungslos getötet. Frauen wurden vergewaltigt. Männer wurden zur Zwangsarbeit herangezogen, Kinder wurden ermordet. Glaubst du wirklich, solche Mittel würden heute nicht mehr eingesetzt. Und ob die eingesetzt werden, nämlich gegen all jene Menschen, die nicht zu automatischem Gehorsam neigen, die sich nicht z.B. von den USA einen Lebensstil aufzwängen lassen wollen, der ihnen weder liegt noch gut tut. Die Propagandamittel sind dagegen für all jene gedacht, die bereits gehirngewaschen sind, die bereits von Kindheit an gebrochen wurden, denen man bereits als Kleinkind verwehrt hat, eine autonome Wahrnehmung und eine eigenständige Urteilsbildung zu entwickeln.

      Wie gesagt, du mußt natürlich nichts von dem glauben, was ich dir hier näherzubringen suche, aber du könntest dich entscheiden, mal was darüber zu lesen. Aus Zeitungen, TV-Nachrichten oder eine dieser Pseudo-TV-Dokus erfährst du nichts, was dem Mainstream widersprechen könnte. Da mußt du schon zu entsprechenden Büchern greifen, wo die Themen, die besprochen werden, ausführlich und zusammenhängend dargestellt werden, damit man’s überhaupt erst begreifen kann. Diese fragmentierten Nachrichten, Meldungen, News und oberflächlichen pseudowissenschaftlichen Sendungen kannst du voll vergessen, dabei lernst du eigentlich nur, den Mainstream besser zu rechtfertigen, denn genau dafür sind sie gedacht.

      @Wolfgang Gerber hatte geschrieben:

      Bei einer Herrschaft, die als „Demokratie“ daherkommt, sind die Propagandamethoden für die meisten Menschen besonders schwer zu durchschauen.

      Das ist auch nicht anders als bei einer Herrschaft, die als Planwirtschaft, Kommunismus, Diktatur oder was auch immer daherkommt. Das Erkennen der äußeren Welt erfordert eine umfassende Kenntnis der inneren Welt. Es ist doch der Mensch, der erkennt, der beobachtet, der interpretiert. Wenn der Mensch sich aber selber nicht kennt, weil er sich selbst entfremdet wurde, weil ihm grundlegende Selbstanteile fremd sind, die er schon als Kleinkind verbergen mußte, um keinen Ärger zu bekommen, dann kann er auch die Signale, die von außen kommen, nicht richtig einordnen, dann ist er grundsätzlich verwirrt, weil ihm nicht die Ganzheit seines Selbst zur Verfügung steht. Und dann kann man ihn ganz leicht weiter manipulieren, zu was auch immer der Manipulateur ihn treiben will.

      . * * * * * * * *

      Wie man unerwünschte Aussagen abwehrt, hast du offenbar bereits sehr gut anzuwenden gelernt. Nun könntest du, einfach mal so als Herausforderung, zu lernen versuche, wie man unerwünschte Darstellungen von Zusammenhängen aushält, um in Erfahrung zu bringen, ob da vielleicht was dran sein könnte. In diesem Sinne: Viele Erkenntnisse beim Lesen und viel Erfolg beim Verstehenwollen 🙂

    • @Frank Rothweiler

      Du hast Dir viel Mühe gegeben, meinen Beitrag Satz für Satz zu zerpflücken, aber auf einen so langatmigen Disput kann ich mich nicht einlassen, was wohl auch nicht der Sinn dieses Forums ist. Ich wollte eigentlich nur einmal etwas beitragen, nachdem ich KenFM seit langem verfolge. Ken Jebsen macht eine großartige Arbeit, ich stimme ihm in fast allem zu.

      Ich nehme an, vielleicht irrtümlich, daß auch Du Ken Jebsens Arbeit schätzt und weitgehend mit ihm übereinstimmst. Es ist eine etwas ernüchternde Erkenntnis, daß wir trotzdem in ganz verschiedenen Welten zu leben scheinen. Der Streit über den durch Nichterziehung „auszugrabenden“ friedfertigen Menschen bzw. den durch (Kriegs-)„Kultur“ erst zum MENSCHEN gewordenen Raubtier aus der afrikanischen Savanne mag etwas abgehoben erscheinen, aber er liegt doch ziemlich nahe an der Ausgangsfrage nach der Notwendigkeit eines Feindes bzw. Feindbildes. Ich stimme in diesem Punkt Gerhard Wisnewski zu, Du Rüdiger Lenz. Dabei können wir es belassen.

      Aus Erfahrung weiß ich jedoch, daß aufgrund solcher Meinungsverschiedenheiten der gemeinsame Weg recht kurz ist, selbst wenn das Fernziel ähnlich zu sein scheint (was in unserem Fall vielleicht gar nicht so sehr zutrifft). Das ist schade und schwächt uns alle, aber so sind die Menschen nun einmal.

    • Hallo Frank, auch wenn ich dir in vielen deiner Ausführungen recht geben kann muss ich dir doch die Frage stellen was du Persönlich von dem Studierten Fachwisssen welches du hier den Usern vermittelst, verinnerlicht hast. Du hast dir ruck zuck ein neues Feindbild geschaffen. So schlimm war der Kommentar von Wolfgang doch auch nicht! Auch wenn deine Schlagader am Hals jetzt wieder Pulsiert, habt euch lieb und drückt euch mal!!! Aber sonst vielen Dank für deine ausführlichen Ausarbeitungen!
      MFG Rene

  60. Ich möchte Ihnen ein ganz großes Lob aussprechen für Ihren Mut. Bravo. Als ich bei Zeit online im Forum Namen, wie „Kelly M. Greenhill“ und „Thomas Barnett“ verwendete, wurde ich gnadenlos zensiert und mein User-Account gelöscht.

    In der letzten halben Stunde wurde nach Lösungsansätzen gesucht.
    Meine Vorschläge:

    1. Sich selbst erforschen, wann man geneigt ist, einen „Feind“ zu schaffen. Ich bin auch nicht davor gefeit.
    2. Auch diejenigen zu entlarven suchen, die als geistige „Puppenspieler“ Feinde heranzüchten, um sie dann, zu deren Nachteil gegeneinander auszuspielen und als lachende Dritte davon zu profitieren.
    3. Mein Appell an die „normalen“ Journalisten und Regionalpolitiker. Wenn Sie nun diese Positionen hören, überlegen Sie sich, wie Sie selbst weiter vorgehen wollen.
    Ich vermute, dass Ihre Chefredakteure und Vorgesetzten Sie nun auffordern, die Erkenntnisse, die hier dargestellt wurden, zu entkräften und vielleicht sogar Personen zu diskreditieren.
    Bitte gehen Sie ihn sich und überlegen Sie, ob es gut wäre, da mitzumachen oder ob Sie vielleicht nicht doch den Mut aufbringen, Zweifel an dem, was man von Ihnen verlangt, zuzulassen und auch zu äußern. Dem Mutigen hilft Gott.
    Ich glaube nicht, dass es auf Dauer gesund ist, wenn man sich gegen seine geheime innere Stimme zum Handeln verleiten lässt; eine innere Stimme, die sich, nach diesem Gespräch, regen MUSS. Zumindest bei denen, die um Wahrhaftigkeit ringen.
    4. Fordern, dass der Staat seine Macht begrenzen muss. Er hat kein Recht, Dinge zu verlangen, wenn er sie selbst nicht einhält, z. B. Transparenz, Wahrhaftigkeit usw. Wenn die Bürger das Gefühl bekommen, dass die Eliten sie hintergehen, dann entsteht ein tiefer Vertrauensbruch und der Bürger sagt zu Recht: Du, Staat, verlangst von mir, dass ich Gesetze einhalte, die Wahrheit sage, zahle, niemanden umbringe, keine Waffen verkaufe, mündig handle, Dir nicht nachschnüffle, aber Du, Staat: Du hast eigene Gesetze ausgehebelt, sagst immer wieder Unwahrheiten, zahlst manche nicht, lässt über Ramstein Morde koordinieren, erlaubst den Großen Waffenverkauf, hast Souveränität an die EU abgegeben und überwachst mich? Ich wünsche mir einen schwächeren Staat, der sich zurückhält.

  61. Menschen, Menschengruppen oder politische Gebilde, die sich einerseits als zivilisiert und demokratisch-rechtsstaatlich organisiert bezeichnen und andererseits tausende unschuldiger Menschen auf hinterhältigste Weise systematisch ermorden, sind für mich persönlich ein ganz klares Feindbild. Daran halte ich genau so fest, wie Frau Hecht-Galinski an ihrem.
    Rüdiger Lenz erinnert mich ein wenig an die antiautoritären 68er. Die wurden schnell wieder autoritär, wenn die lieben Kleinen den Stereo-Plattenspieler zerlegten oder ihre Ausscheidungen an den Wänden verteilten. Funktioniert so nicht.
    Die Empfehlung von Gerhard Wisnewski, die Schweigespirale zu durchbrechen, ist für mich die brauchbarste praktische Anregung.

  62. Schön. Meiner Ansicht nach ist dies die erste „Positionen“-Sendung, die wirklich mehrere Positionen enthält. Weiter so!

    Da das Thema dieser Sendung „Braucht der Mensch ein Feindbild“ ist, hätte ich nach der USA-Kritik, die von den Gästen gebracht wurde, vom Moderator erwartet, dass die Frage, ob dies nicht auch nur ein Feinbild sei, gestellt wird. (–> Denn: Die USA ist nicht das einzige Land der Welt, welches militärisch agiert und damit ab und zu eine verfehlte Geopolitik betreibt )

    Und noch eine Anmerkung ohne Bezug zum Inhalt der Sendung: Ich fand dieses mal die Beleuchtung im Studio schlechter oder es ist die Kameraeinstellung, die das Bild dunkler macht. Außerdem mochte ich die „alte“ Intromusik irgendwie mehr.

    • „Die USA ist nicht das einzige Land der Welt, welches militärisch agiert und damit ab und zu eine verfehlte Geopolitik betreibt“
      Könnten Sie bitte verdeutlichen welches das andere Land ist?

  63. Wieder eine sehr gute Sendung!

    Weltfremd finde ich die Lösungsvorschläge von Rüdiger Lenz. Sie klingen zwar gut, aber im Grund möchte er einen „neuen Menschen“ schaffen. Das haben schon ganz andere versucht und sind gescheitert. Nein, der Mensch ist wie er ist und schon immer war. Punktuell kann man mit „Erziehung“ (soll es anscheinend nicht mehr geben) und gutem Vorbild einiges erreichen, aber die große Wende in der Menscheitsgeschichte wird sich nicht erreichen lassen. Mir ist auch rätselhaft, wie in der heutigen Zeit, in der die Herrschenden mehr denn je alle Macht- und Propagandamittel beherrschen – außer (noch!) im Internet -, mehr als nur ein paar Einzelerfolge bei der Erschaffung feindbildloser Menschen erzielt werden könnten.

    Frau Hecht-Galinski erschien mir nicht so „schlimm“, obwohl ich einige ihrer Auffassungen nicht teile. Sie ist nun einmal auf Israel/Palästina fixiert. Für mich ist der Landräuberstaat Israel auch ein Feindbild, aber der intolerante, sexistische Islam auch! In diesem Punkt stimme ich mit ihr also nicht überein. Ihre Aussagen zu Griechenland habe ich nicht ganz verstanden und zum Erdoğan-Regime, das Terroristen unterstützt und Kurden bekämpft, hat sie eine zu verständnisvolle Haltung, was wohl eine Folge ihres Philoislamismus ist.

    Man kann keine totale Übereinstimmung erwarten. Warum auch? Aber im nüchternen Realismus von Gerhard Wisnewski finde ich mich weitgehend wieder und Dr. Rainer Rothfuß brachte mir einige zusätzliche Erkenntnisse.

    Wer noch Werner Höfers „Internationalen Früschoppen“ kennt, weiß, daß damals oft die Fetzen flogen, wenn grundsätzlich gegensätzliche Meinungen aufeinanderprallten. Solche kontroversen Diskussionen sind im Einheitsbrei der heutigen GEZ-Medien unvorstellbar. Man lädt höchstens ein einzelnes Abweichler-Opfer ein, das von allen anderen, einschließlich der Moderatorinnen, fertiggemacht wird. Das gehört zu den gängigen Propagandamethoden. – Man möchte sich wünschen, daß so kontroverse Diskussionen wie bei Höfer bei KenFM wieder möglich sein mögen, aber der Wunsch bleibt wahrscheinlich unerfüllt. Vertreter der gleichgeschalteten Politiker und ihrer Medien würden natürlich nicht kommen. Noch glauben sie, KenFM und andere ignorieren zu können. Wenn KenFM und andere eines Tages die kritische Menge erreicht haben, werden die Gleichgeschalteten wahrscheinlich auch noch nicht kommen, sondern ganz andere Gegenmittel anwenden. Deshalb bin ich auf längere Sicht ziemlich pessimistisch; ich sehe nicht, wie wir uns aus dem Klammergriff der Feinde befreien könnten.

    • Daß Herr Lenz einen „neuen Menschen“ schaffen möchte, kann ich aus dem, worauf er sich letztendlich bezieht, nicht wirklich herauslesen oder -hören. Aus meiner Sicht und mit meinem Verständnis der psychosozialen Zusammenhänge, über die nicht nur Rüdiger Lenz, sondern ebenso bereits Erich Fromm geschrieben hatte, gefolgt von Arno Gruen, und Gerald Hüther, möchte Herr Lenz den ursprünglichen Menschen wieder „ausgraben“. Wie die genannten Autoren und Wissenschaftler nachweisen, werden wir sehr bald nach unserer Geburt aktiv, aber unbewußt von unseren Eltern daran gehindert, ein gewisses Maß an Urvertrauen in unsere eigene Wahrnehmung zu entwickeln, wodurch wir später auch keine eigenständige Urteilsfähigkeit entfalten können. So bleiben wir ein Leben lang von Autoritäten, von Vater- und Mutterfiguren abhängig, die uns sagen, wo’s lang geht, wie dies und das zu interpretieren und zu deuten sei. Daran ist meiner Meinung überhaupt nichts weltfremd, denn das geschieht tagtäglich. Mag die USA derzeit die größte Weltmacht sein, die zweitgrößte ist noch immer die öffentliche Meinung, und darum, um die Deutungshoheit über die Gehirne der hörigen, gehorsamen Menschen wird verbissen gekämpft.

      Es gibt zudem keine Möglichkeit festzustellen, wie der Mensch angeblich schon immer gewesen sein soll. Es gibt schlicht keine Unterlagen, keine Dokumente aus vorgeschichtlichen Zeiten, weshalb diese Zeiten ja auch als prähistorisch gelten. Inzwischen ist die individuelle Entwicklung des Menschen von der Befruchtung und der Entstehung der ersten Zellen über die Geburt bis zum Heranwachsen und letztendlich dem Tod sehr gut erforscht. Diese neueren Forschen haben bislang aber noch keine besonders weite Verbreitung gefunden, weshalb man sich als Interessierter selbständig um entsprechende Informationen bemühen muß.

      Im Vergleich zur weitgehend im Dunkeln liegenden Zeit der bisherigen Menschheitsexistenz – archäologische Angaben schwanken wohl zwischen einigen hunderttausend Jahren bis zu ein oder zwei Millionen Jahren, seit es den homo sapiens geben soll – stellt der historisch belegte Zeitraum nur einen winzigen Bruchteil dar, so daß man wirklich keine belastbaren Aussagen darüber machen kann, wie der Mensch früher einmal gewesen sein könnte. Biologisch waren wir also schon immer die, die wir auch heute noch sind, sonst wären das ja nicht wir gewesen, sondern ein anderer Entwicklungszweig eines gemeinsamen Vorfahren, z.B. der homo neandertalis.

      Den Herrschenden standen schon immer alle Macht- und Propagandamittel zur Verfügung, sonst wären sie keine Herrschenden gewesen, da Herrschen ja immer mehr oder weniger gegen den Willen der Beherrschten geschieht. Heute sind diese Mittel aufgrund technischer Fortschritte ausgeklügelter, teils wohl auch wirkungsvoller, aber zu jeder Zeit, seit es überhaupt Herrschende und Beherrschte gibt, waren sie stets ausreichend, um für eine kleine Weile – längstens vermutlich für ein paar tausend Jahre – diese Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Dressur zu Gehorsam und Unterwerfungsbereitschaft funktionieren ausschließlich während des Heranwachsens. Ein Mensch, der nicht dazu dressiert wurde, wird sich später nur schwerlich freiwillig unterordnen und zu Gehorsam abrichten lassen. Hier wird denn auch traditionell gröbste Gewalt eingesetzt, um den Willen der Menschen zu brechen bzw. sie an dessen Durchsetzung zu hindern. „Gut“ erzogene Menschen brauchen keine Gewaltdrohungen, um das zu wollen, was sie sollen.

      Seit ich vor vielen Jahren damit begonnen habe, mich mit diesen Zusammenhängen zu befassen, indem ich vor allem die zu den jeweiligen Themen vorhandene Literatur heranzog – siehe Literaturliste unter http://www.irwish.de/ –, ist in mir die Überzeugung gewachsen, daß tatsächlich die traditionelle Erziehung mittels Brechung des Willens schon der Kleinkinder, die quasi weltweit mit der einen oder anderen Abweichung angewandt wird, Ursache all der gesellschaftlichen Verwerfungen ist, mit denen die Geschichtsbücher ebenso voll sind wie die tagtäglichen Nachrichten (mittels derer täglich etwas beim Rezipienten nachgerichtet werden muß, damit er in der Spur bleibt).

      Wenn du diese Zusammenhänge verstehen möchtest, empfehle ich dir die Werke von Erich Fromm zu lesen, danach die von Arno Gruen und als Einstieg vielleicht ein paar Videos von Gerald Hüther anzuschauen und konzentriert zuzuhören, was dieser Hirnforscher zu sagen hat.

      http://www.irwish.de/bin/gruen.zip
      http://www.irwish.de/bin/frommpdf.zip
      https://www.youtube.com/watch?v=zW1U-JUl7tg

    • „Noch glauben sie, KenFM und andere ignorieren zu können. Wenn KenFM und andere eines Tages die kritische Menge erreicht haben,…“
      Die kritische Masse wird dieses Jahr erreicht werden, denn der Trend auf alternative Informationen zu setzen ist stark ansteigend. Das wird zu heftigen Diskussionen führen, zwischen den nur Mainstream Informierten und den Alternativen.
      Wohin es geht kann man noch nicht sagen, aber falsche Feindbilder zu erzeugen wird schwieriger werden.
      Die Politiker müssen den Druck der Wahrheit spüren jede Minute, um den Lügen der falschen Souffleure zu wiederstehen.
      Das „Allsehende Auge“ der Öffentlichkeit, sollte durch die Alternativen Medien den Focus auf die Brennpunkte der Welt selbstbestimmt Einstellen können.

      MFG LB

    • Hallo Wolfgang, dein Kommentar hatte ich bei der ersten Durchsicht glatt übersehen. Leider haben hier sehr wenige etwas über Rüdiger Lenz geschrieben, obwohl er mit seinen Beiträgen in der Sendung doch hervorragende Aufklärungsarbeit zu dem Thema geleistet hat!!! Natürlich kann man seine Ansichten jetzt wieder gut oder schlecht finden, oder es wie Wisnewski für Träumerei halten, nur leider ist er in seinen Ausführungen auch teilweise zu kurz gekommen! Ich möchte dich und die User bitten auch noch mal die „Kenfm im Gespräch“ Sendung mit Herr Lenz zu schauen, wo er viele dieser Themen noch viel ausführlicher erklärt. Vielleicht werden seine Auffassungen dann auch ein wenig klarer.
      Frank Rothweiler hat dir ja schon („wie so Oft“) einige wichtige Punkte dazu aufgeführt! Mir ist es nur noch mal wichtig zu sagen das Herr Lenz kein Träumer oder Spinner ist, so wie in der Sendung angemerkt wurde. Er ist sich total darüber im klaren wie die Welt und die Menschen sind, schließlich hat er auf Grund seiner Arbeit täglich mit Gewalt, Brutalität, Tätern und Opfern zu tun und auch schon vielen aus dieser Gewaltspirale heraus geholfen!
      Er hat ja nun mal Recht wenn er sagt, das wenn man eine Wissenschaftliche Analyse macht sich immer nach dem Bestmöglichen richtet und nicht nach dem was man wirklich erreichen kann! Und das bestmögliche Ergebnis in diesem Gebiet wäre nun mal ein“Gewaltfreier Urmensch“ ohne Feindbild!!!
      Das seine Ansätze da schon in der Erziehung der Kinder beginnt ist doch vollkommen klar. Da ich selber Vater von 2 Kindern bin kann ich seine Ausführungen voll und ganz unterstreichen. Ich habe meine Kinder doch selber auch die ersten Jahre so erzogen! Papa u Mama waren der Chef u es wurde gemacht was wir gesagt haben, sonst gab es ärger!!! Der schöne alte Spruch, so lange deine Pantoffel unter meinem Tisch stehen…. ist doch heute immer noch aktuell. Nachdem ich mich mal mit dem Thema näher befasst habe, musste ich mir zunächst auch mal einige Fehler eingestehen u erkennen das ich ja der Unterdrücker und Bestimmer in unserem Kollektiv bin. Natürlich macht man dies auch fast alles im unterbewusst sein weil man ja nur das „Beste“ für seine Familie möchte, bis man dann erkennt das das Beste gar nicht das Beste ist!!!
      Der Spagat einer freien, eigenverantwortlichen und mitbestimmenden Erziehung ( Begleitung!!!) meiner Kinder und das Vorbereitung auf diese Gesellschaft ist natürlich auch nicht einfach, aber man erkennt schon nach ein paar Monaten das die Kinder sich verändern. Sie räumen auf einmal von ganz alleine ihr Zimmer auf und schmeißen die Klamotten in die Wäsche wenn sie merken ups ich habe ja Garnichts mehr zum anziehen oder machen freiwillig ihre Hausaufgaben und packen sorgfältig ihren Ranzen wenn sie 2-3 mal Nachsitzen mussten. Das Selbstbewußtsein der Kinder ist viel größer geworden und das witzige dabei ist, das meine Frau und ich seit dem auch viel entspannter sind und weniger stress haben.
      Jetzt bin ich wieder abgedriftet aber schaut euch noch mal den Lenz, Fromm, Hüther usw. an, vielleicht ist der Ansatz doch nicht so verkehrt!!!

      MFG Rene

  64. Mist, Fehler eingeschlichen: … Wir, die wir hier diskutieren und uns mit wichtigen Zeitfragen auseinandersetzen, verfügen über keinerlei Möglichkeiten, uns über den Fortschritt …

  65. Dazu empfehle ich folgende Grundlagen zu lesen:

    1.Lernen, Psychologie, Bildung:
    Ulrich Klemm
    „Bildung ohne Zwang“
    Arno Gruen
    „Der Verrat am Selbst“
    Gerd Grün
    „Der unmoralische Gehorsam“

    2.Evolution, Geschichte der europäischen Kultur
    Peter Kropotkin
    „Gegenseitige Hilfe im Tier- und Menschenreich“
    Rudolf Rocker
    „Die Entscheidung des Abendlandes“

    Viel Spaß!

  66. Wir, die wir hier diskutieren und uns mit wichtigen Zeitfragen auseinandersetzen, verfügen über keinerlei Möglichkeiten, den Fortschritt einer durch die alternativen Medien weitergeführten breitflächigen Aufklärung zu informieren. So bleibt es vielfach unserer Einschätzung überlassen, wie viele Menschen sich bereits von der Mainstreampresse weitgehend verabschiedet haben oder im Begriff stehen, das zu tun. Leute, die sich hauptsächlich in einem eher aufgeklärten Umfeld bewegen, werden wohl dazu neigen, ein größere Zahl an Aufgeklärten bzw. an Menschen, die bereit sind, alternative Medien zu nutzen, anzunehmen als Menschen, die sich in ihrer Ecke relativ einsam fühlen mit ihren Erkenntnissen und Überzeugungen, wie das z.B. auch auf mich selbst zutrifft. Dennoch habe ich den starken Eindruck, daß die Zahl derer, die die offizielle „Berichterstattung“ – die diese Bezeichnung heutzutage kaum noch verdient, handelt es sich doch vielfach um Kriegspropaganda – zumindest in Frage stellen und selbst aktiv werden, um herauszufinden, was denn tatsächlich so alles in der Welt abläuft. Daher stimme ich hier Herrn Rothfuß in seiner Aussage (1:03:15) weitgehend zu, daß

    festzustellen ist, daß immer mehr Menschen eigentlich auch durch Sendungsformate wie KenFM zum Nachdenken angeregt werden, aufwachen, kritisch denken, hinterfragen, und ich denke, das ist ein historisches Fenster, was wir gerade haben, wo Medien frei geworden sind, nicht mehr abhängig sind von kanalisierten Zugängen wie Presse, wie Fernsehen, sondern daß man sich übers Internet frei informieren kann, frei Informationen aussenden kann. Sobald das systemverändernd werden könnte, wird sicherlich der Druck wachsen. Da werden wir noch einiges erleben. Aber ich denke, wir sind gerade in diesem kurzen Zeitfenster, wo eigentlich tatsächlich die Chance zur Freiheit besteht. Immer mehr Menschen sehen das auch und gewinnen dieses Selbstbewußtsein, zu sagen: „Ich lauf jetzt nicht mehr einfach nur dem Mainstream hinterher, ich mach meinen Mund auf, ich schau nicht auf die Risiken.“ Man sieht dann auch … mit kleinen Schritten fängt man vielleicht an mit diesem geistigen Unabhängigwerden, und merkt dann: „Okay, irgendwo rauszufliegen, ist gar nicht so schlimm, da kommt der nächste Schritt, und das baut aufeinander auf, das Leben wird spannend, und da geb ich Ihnen (an Herrn Lenz gewandt) ganz recht: Für was leben wir hier? Das muß jeder für sich selber beantworten.

    Hier bin ich wieder ganz bei Frau Hecht-Galinski, die an dieser Stelle einwirft, sie sei darüber ganz anderer Ansicht:

    Die jungen Leute denken aber ganz anders, die hängen sehr an ihrem Job.

    Frau Hecht-Galinskis nun folgende Aussage, daß sie sich, wäre sie etwas älter gewesen, womöglich der RAF angeschlossen hätte, hat mich dagegen aufs äußerste irritiert. Offenbar hat sie sich noch nicht besonders ausgiebig mit den Hintergründen der Entstehung der RAF auseinandergesetzt. Aus meiner Sicht war die RAF ein Kind des Verfassungsschutzes und wurde einzig zu dem Zweck installiert, linke Politiker und linke Parteien zu diskreditieren, die seit der 68er-Bewegung zu erstarken begannen. Wir kennen das aus Italien und anderen Ländern (Dr. Daniele Ganser: Gladio) nur zu gut, doch im eigenen Land sollte das nicht so gelaufen sein? Herr Wisnewski gibt in seinem Buch „Verschlußsache Terror“ auf Seite 145 ff einen kleinen Ausschnitt über die Terrorbereitschaft des Verfassungsschutzes:

    Deutschland: Ein Labor für Terroristen
    Ein Wäldchen bei Celle, es ist der 25. Juli 1978. Der Herr Ministerialrat ist ganz schön tief gesunken. Da sitzt er nun mitten in der Nacht in einem Lieferwagen und plant einen Terroranschlag. Alles muß man selbst machen. Die RAF war in den letzten Jahren doch arg dezimiert worden, knapp ein Jahr zuvor hatte die gesamte Führungsspitze in der Strafanstalt Stuttgart-Stammheim die Flinte ins Korn geworfen. Dabei hatten sich der Ministerialrat und seine Gesinnungsfreunde gerade erst an den Terror gewöhnt. Die Sicherheitsbehörden waren ausgebaut und die Bürgerrechte eingeschränkt worden wie noch nie zuvor in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Aber Nachwuchs für den Terror ist gar nicht so leicht zu bekommen. Die RAF, denkt sich der Ministerialdirektor, ist auch nicht mehr das, was sie einmal war: Wenn er sich im Wagen umblickt, dann sieht er neben sich zwei Hauptkommissare sitzen. Und die dichten Büsche vor den Autofenstern rascheln nicht vom Wind, sondern von den Bewegungen weiterer Staatsdiener. In einem anderen Wagen sitzt der Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz. Und durch das Wasser des benachbarten Flusses gleiten GSG-9-Männer in schwarzglänzenden Anzügen zu einer am anderen Ufer liegenden Gefängnismauer, um dort eine Sprengladung anzubringen. Das Schlauchboot brauchen sie dabei nicht. Es soll zurückgelassen werden und später erklären, wie die »Terroristen« den Fluß durchquert hätten. Denn Kampfschwimmer waren bei der RAF bisher noch nicht gesichtet worden – ihr Nachwuchs stammte vorwiegend aus studentischen Kreisen. Nachdem alles an seinem Platz ist, schlagen sich die Froschmänner wieder in die Büsche. Kurz darauf gibt es einen lauten Knall. Es ist 2.54 Uhr.

    Auch wenn es noch so unglaublich klingt: Die Bundesrepublik Deutschland hat einen Terroranschlag auf sich selbst begangen. Er ging als das »Celler Loch« in die Geschichte ein.

    Ein Einzelfall? Wir werden sehen: Ich möchte nachfolgend den in der Einleitung angekündigten Blick zurück auf die »terroristische Vergangenheit« Deutschlands werfen. Die Ereignisse der letzten Jahre, insbesondere die inszenierten Terroranschläge von New York, Washington und London, haben dazu geführt, daß viele Menschen das Phänomen Terrorismus mit ganz anderen Augen sehen als bisher. Ich denke, es ist dringend notwendig, unter dem Blickwinkel der in den letzten Jahren aufgedeckten Machenschaften und Skandale im Bereich des internationalen Terrorismus erneut das deutsche »Terror-Drama« zu betrachten. Wurden dabei die Fäden auch schon von Geheimdiensten gezogen, oder ist Deutschland eine Art Insel, auf der es in Sachen Terrorismus immer und überall mit rechten Dingen zuging und zugeht? Gibt es Unterschiede, oder gibt es gar Parallelen zu den jüngsten Ereignissen in New York, Madrid und London – das sind die Fragen, die die folgenden Ausführungen leiten.

    Gerhard Wisnewski hatte gründlich recherchiert. So skizziert er im Folgenden (ab S. 148) den „Anführer“ der RAF, Andreas Baader, als Schläger und Kleinkriminellen, Drogenabhängigen und psychisch kranken Menschen. Er beschreibt, wie Baader vom Verfassungsschutz regelrecht angeheuert wurde, um diverse Terrorakte zu begehen (S. 152 letzter Absatz):

    In Wahrheit erleben wir hier eine Etappe einer typischen V-Mann-Karriere. Verkrachte Existenzen und Kriminelle werden von den Diensten gegen Straferlaß zur Zusammenarbeit erpreßt. Auch Andreas Baader war der ideale Mann für dieses Spiel. Sein Drogenbedarf und seine Delinquenz machten ihn in jeder Hinsicht erpreßbar, seine psychische Labilität beeinflußbar, sein Hang zur Hochstapelei zum idealen Kandidaten für einen Operettenrevolutionär. Denn zuverlässig sind Junkies immer dann, wenn es darum geht, sich neuen Stoff zu verdienen. Interessant ist immerhin, daß der eher konservative bis unpolitische Baader sich Ende der sechziger Jahre plötzlich zum militanten Linksradikalen entwickelte. Wo andere nur ein Transparent an die Berliner Gedächtniskirche hängen wollten, wollte Baader gleich den ganzen Turm sprengen. Plötzlich hieß es über den Mann, der mit Politik bisher nie etwas am Hut hatte: „Das ist ein ganz Verrückter, der redet nur von Terrorismus.“

    Ich kann nur jedem nahelegen, sich über diese Geschichten zu informieren, denn das ist wirklich Geschichte, wie sie in jedem Schulbuch stehen sollte. Diese RAF zu heroisieren und als Vorkämpfer für sozialistische oder auch nur fortschrittliche Zustände zu interpretieren, ist dagegen vollkommen unangebracht und zeigt ein verzerrtes Geschichtsbewußtsein, wie es von den Massenmedien – zu denen man auch die im Schulunterricht herangezogenen Geschichtsfälschungen rechnen muß – verbretiet wird.

    So muß man wohl auch Herrn Rothfuß zustimmen, wenn er sagt, daß die in den Medien kolportierten Geschichten und angeblichen Geschehnisse nicht die wahren, die eigentlichen Geschichten seien, die zu politischen Entscheidungen führen (und ebenso zu gesellschaftlichen Verwerfungen, wie ich ergänzen möchte). Man müsse sich, um wirklich verstehen zu können, mit geopolitischen Interessen auseinandersetzen. Das sehe ich – unter Berücksichtigung gewisser Bedenken – ähnlich. Wir, die scheinbar Machtlosen, sind derzeit jedoch nicht einmal annähernd in der Lage, auch nur das Geringste an diesen geopolitischen Interessen zu ändern. Deshalb müssen wir uns, wie ich glaube, vor allem erst einmal mit uns selbst befassen und gewisse dringende Frage klären:

    – Wieso sind wir so gehorsam, daß wir (= die Mehrheit) alles brav mitmachen, was uns die „Oberen“ vorschreiben, befehlen?
    – Wie kommt es, daß wir nicht einmal wissen wollen, ob das alles so stimmt, was man uns tagtäglich erzählt?
    – Wie bereiten wir unseren Nachwuchs auf die Gesellschaft vor?
    – Wie wurden wir selbst einst sozialisiert?

    Rüdiger Lenz:

    Das, was wir hier als Feindbild diskutieren, kann man nicht allein auf das geostrategische Brett projizieren, sondern muß das auch auf Gesellschaftsstrukturen brechen, wie die westliche Kultur eigentlich Kinder erzieht. Warum sind die offen für so etwas? Warum kann man sie hineinkatapultieren?

    Auf die Frage von Herrn Jebsen, ob das was mit der westlichen Kultur zu tun habe, antwortet Herr Lenz folgerichtig:

    Das hat sehr viel mit der westlichen Kultur zu tun, ganz ganz viel.

    Jebsen entgegnet, während Frau Hecht-Galinski offensichtlich genervt aufstöhnt:

    Aber andere Religionen machen das doch auch, die haben doch auch Feindbilder.

    Lenz:

    Die Amerikaner und die Europäer sind ja irgendwie eine Einheit. Die Amerikaner sind ja Europäer im Grunde genommen. Unsere Erziehungsstile sind irgendwie identisch. Ich mache es mal ganz einfach: Wir machen uns die Erde untertan. Das ist eine Philosophie, die wir hier haben. Das ist eine jüdisch-christliche Philosophie.

    Als Mensch, der an keine übersinnlichen Gestalten glaubt, weder an Engel, Götter, Feen oder Dämonen (abgesehen von den selbstgeschaffenen im eigenen Unterbewußtsein), enthalte ich mich hier besser der Bewertung religiösen Glaubens, um nicht unnötig die Gefühle der zahlreichen Christen, Muslime und was es da sonst noch alles gibt, zu verletzen. Damit hab ich sowieso bereits alles gesagt, was aus meiner Sicht zu diesem Thema zu sagen ist.

  67. Ich finde, es ist mal wieder eine sehr spannende Runde – vier Teilnehmer, die ich schon in den jeweiligen Einzelinterviews sehr schätzen gelernt habe, treffen aufeinander: Großartig. Dass dann in der Gruppe schon mal die Fetzen flogen, finde ich durchaus nicht schlimm, sondern sehe es als Zeichen der Authentizität der einzelnen Standpunkte an, die eben doch nicht alle identisch sind, auch wenn die Teilnehmer in etlichen Teilbereichen – und sicher auch in ihrem grundsätzlichen Humanismus – übereinstimmen.
    Dabei kam so vieles zur Sprache, dass ich mir diese Folge 4 (wie übrigens auch schon die ersten 3 Folgen von „Positionen“) gleich noch ein zweites und vielleicht sogar drittes Mal ansehen und vor allem anhören werde, um dann auch wirklich alle Feinheiten mitzubekommen.
    Manches, was beim flüchtigen erstmaligen Hören noch sehr einleuchtend klingt, kommt mir erfahrungsgemäß beim zweiten Mal doch nicht mehr ganz so überzeugend vor – und umgekehrt. Auf jeden Fall gibt es mir aber immer eine Menge Stoff zum Nachdenken.
    Kräftigen Applaus und vielen Dank an Ken Jebsen und sein hervorragendes Team für diese Meisterleistung!

  68. Kompliment, die Runde war wirklich sehr interessant. Bei Frau Hecht-Galinski sind allerdings die Mauern schon so hoch gezogen, dass sie betr. Israel gar nicht mehr sehen könnte, ob sich Etwas zum Positiven geändert hat. Sie hat ja recht mit ihrer Kritik, aber eine kleine Chance auf Besserung muss man jedem zugestehen. Was die Erziehung und Bildung anbelangt, wäre Frau Eva Herman eine interessante Person, die auf diesem Gebiet (besonders in den ersten 3. Lj. des Kindes) Einiges zu sagen hätte. Vielleicht ein Tipp an Herrn Jebsen. Die Abkanzelung des Herrn Wisznevski betr. Herrn Lenz, dieser solle sich in der Realität bewegen, zeigt. dass Visionen anscheinend nicht gefragt sind. Diese sollten aber das Ziel sein. Realität ist das, was wir derzeit erleben, aber ist das nicht ändernswert?
    Ich freu mich schon auf die nächste Sendung. Weiter so, Herr Jebsen!

  69. An diesem Format in der Qualität, sollten sich die anderen Medien ein Beispiel nehmen.
    Es ist ein Lichtblick ,dass immer mehr Menschen sich für diese Art von Information begeistern können. Es war meiner Meinung nach die Beste Sendung. Das lag vor allem an der gekonnten Herstellung der Zusammenhänge von individuellen,menschlichen Handeln zu globalen Systemhandeln.Als Beispiel nenne ich Konsum, welcher sofort zu Auswirkungen im globalen System führt. Aber auch Medieninformationen führen zu „realen Bewußtseinszuständen“ der Menschen. Wenn die „manipuliert“ sind ,dann kommt es meiner Meinung nach zu falschen Vorstellungen der „Welt“.
    Deshalb muss diese Art (z.B.KENFM,free21) der freien Informationen ausgebaut werden, um näher an die vernünftigen Handlungsweisen heranzukommen. Das ist mit den herkömmlichen Medien NICHT mehr möglich.

    MFG LB

  70. @Ken Jebsen und Team,

    eine hochinteressante Sendung mit hochinteressanten Gästen, zu der man Euch gratulieren kann. Ich denke, durch Mundpropaganda entwickelt sich da eine Alternative, die (im Gegensatz zu den inflationären öffentlich-rechtlichen „Talksendungen“), wirklich Substanz aufweist. Das macht Lust auf die nächste Sendung, das nächste Thema und die nächsten Gäste. Weiter so !

  71. @ichgingimwaldesofürmichhin: „als Gesprächspartnerin grundsätzlich abzulehnen,“ … „Diese Frau ist wütend“

    Frau Hecht-Galinski abzulehnen, sie nicht mehr einzuladen geht mir viel zu weit. Es reicht doch, wenn der Schiri auf die Einhaltung der Regeln pocht und wenigstens mal die gelbe Karte zeigt (im übertragenen Sinne).

    Ich halte auch nichts davon, zu spekulieren, was die Ursachen für ihr Verhalten sind und womöglich noch psychologische Ferndiagnosen anzustellen. Ihr Verhalten (ich rede nicht von ihrer Meinung!) war destruktiv und sollte vom Moderator nicht hingenommen werden.

  72. Hmm, ich sollte keine Feindbilder mehr haben… Hmm, NÖ!!! Ich pflege meine Feindbilder!!!! Die Schröders, Merkels und Co sind und bleiben meine Feindbilder!!!! Wollen mir hier alle erzählen dass ich dieses Pack lieb haben muss??? Na, da wundert mich nix mehr…
    Und an alle die sich hier so auf die gute Frau Hecht-Galinski eingeschossen haben… Noch mal ganz langsam darüber nachdenken WIE Feindbilder entstehen… 😉 Auch wenn es ein Schock für die ganzen Akademiker hier ist… Aber es gibt Menschen die eine ganz andere Streitkultur haben als die Damen und Herren Akademiker… Und das ist auch gut so!!!!
    Wo ich der ganzen Runde widerspreche ist: „Die Leute haben ja Angst um ihren Job und nur deswegen machen sie all das was man nicht machen sollte und begehren auch nicht auf“… Bullshit!!! Die Kerrys, Merkels, Schröders, Gabriels, Dickmanns… haben auch Angst ihren Job zu verlieren… Und das entschuldigt deren verhalten??? Im Leben doch nicht!!!!

    Nehmen wir mal das beliebte Beispiel Journalisten… Also, dürfen Journalisten aus Angst um ihren Job einen Gewerkschaftler (ich denke da an den guten Mann einer kleinen Eisenbahngewerkschaft) nach Strich und Faden fertig machen, Lügen in die Welt setzen und und und… Denn sie haben ja Angst um ihren Job… OK, wenn das eure Logik ist…

    Warum aufregen über Kriegstreiberei… Machen die doch nur aus Angst um ihren Job… Genauso wie die Banker, CIA-Mitarbeiter, BND_Mitarbeiter, Regierungsmitarbeiter… Sind im Grunde gute Menschen aber haben Angst um ihren Job…

    Naja, meine Logik ist das nicht… Für mich sind das alles nur Menschen denen der eigene Arsch am nächsten ist und denen es vollkommen egal ist wer alles auf der Strecke bleibt… Und deswegen gehören die alle mit zu meinen Feindbildern die ich hege und pflege…

    Denn, wenn viel mehr Menschen einen ARSCH in der Hose hätten und sagen würden NEEE, das mache ich nicht… Ne was könnten wir eine schöne Welt haben…

    Das ganze hier erinnert mich sehr an die Hausbesetzerszene aus den guten alten 80ern… Da wurde tagelang darüber diskutiert wie man sich denn verhalten solle wenn die Häuser geräumt würden… Die Häuser wurden geräumt, und die meisten haben das überhaupt nicht mitbekommen weil sie ja darüber diskutieren mussten wie man sich denn bei einer Räumung verhält…

    Ach, eines noch wo ich nicht so ganz einer Meinung mit der Runde bin… Immer mehr Menschen engagieren sich, lehnen sich auf und schauen KenFM und Co… OK, ist ja irgendwie gut und schön… Aber die AFD steigt und steigt in den Umfragewerten!!!!! NICHT DIE LINKE oder sonst eine Alternative!!!! Wie passt das zusammen???

    Ich frage mich ja immer wieder und wieder (und das schon seit Jahrzehnten) warum die Linken so lernresistent sind! Alles was Rechts ist haut ein paar dumme Parolen raus, der Mob jubelt und die Linken diskutieren…

    Da sollte man mal Hirnforschung bei den Linken betreiben… Aber als Anhänger der Evolutionstheorie bin ich mir sicher dass der Linke Flügel der Primatengattung Homo Sapiens sich langsam aber sicher zu Tode diskutiert… Die anderen brauchen überhaupt nix machen… Gebt den Linken einen Raum und ein paar Stühle und die sind auf Jahre mit Diskutieren beschäftigt…

    Also da bin ich dann doch bei Frau Hecht-Galinski… Wenn ich die Merkel sehe vergeht mir alles… Und dieses Feindbild ist mir sehr wichtig!!! Ich WILL kein Verständnis für diese Primatengattung Merkel und Co haben!!!!!

    An deren Händen klebt Blut und so etwas darf ich nicht als Feindbild haben??? Geht’s noch??? Wie soll da ein Systemwandel möglich sein??? Denen gehört aufs Hirn gehauen!!!!!

    Das hat was von Brokdorf in den 80ern… Die Demo war schon lange mit Wasserwerfen aufgelöst da wurde immer noch darüber diskutiert ob man bis zum Zaun geht (da waren ja die Radikalen)… Ob man sich vermummt (obwohl man sich vermummen musste da es schweinekalt war)… Und so kann man alles kaputtdiskutieren…

    Wissen ist wichtig!!! Keine Frage!!! Aber leider wird immer der Zeitpunkt zum Handeln verpasst!!! TTIP kommt, die AFD jubelt, Menschen sterben weiter durch Kriege… Und wir diskutieren und diskutieren anstatt den Merkels und Co aufs Hirn zu hauen… Och ne, das geht ja nicht… Ich darf ja kein Feindbild haben…

    Ne, wat is dat aber auch alle kompliziert…

  73. Ich habe mir gestern die komplette Sendung angesehen und muß leider in den Chor der Kritiker von Frau Hecht-Galinski mit einstimmen. Es ist wirklich sehr ermüdend mit anzuschauen, wie diese Dame die ganze Sendung hindurch immer wieder versucht hat, das Thema „Palästina-Israel Konflikt“ in dieser interessanten Gesprächsrunde unterzubringen. Dabei stimme ich Hecht-Galinski durchaus zu. Leider scheint sie sich aber einfach zu sehr in diese Thematik versteift zu haben. Und dann diese wirklich unqualifizierten Äußerungen über GRIECHENLAND. (@Joe Malik hat recht) Solche Behauptungen würde ich bei jedem BILD Leser vielleicht noch durchgehen lassen aber nicht bei einer intelligenten Frau wie Hecht-Galinski. Das klang ja wie die unsäglich primitive und unsachliche HETZKAMPAGNE der Lügenpresse. Naja, vielleicht habe ich den IQ dieser Dame einfach nur überschätzt. Und dennoch: Eine KLASSE Gesprächsrunde mit interessanten Gästen. Mein Vorschlag für die nächste Sendung POSITIONEN wäre das Thema „ANARCHIE“. Die Zuschauer sollten endlich einmal lernen, dass dieses Wort nichts NEGATIVES bedeutet und im Gegenteil ein AUSWEG aus dieser derzeitigen Misere sein könnte. Was meiner Meinung nach die deutsche Bevölkerung jetzt braucht, sind praktische LÖSUNGSVORSCHLÄGE. Siehe KenFM GedanKEN „Wirtschaftsflüchtlinge“.

    • Auch ich fand Frau Hecht-Galinskis Verhalten kritikwürdig. Selbstverständlich treffen ihre Schilderungen weitgehend zu, was die allgemeine öffentliche Wahrnehmung des Palästina-Israel-Konflikts betrifft. Hier wird ein ganzes Volk einem faschistisch strukturierten Staat vollkommen ausgeliefert und der Vernichtung preisgegeben. Es gibt aber auch in der israelischen Bevölkerung zahlreiche Menschen, die sich von ihrem Staat auch unterdrückt fühlen und sich gegen diese Politik zu wenden versuchen.

      Die griechische Bevölkerung kann aber nun ebenso wie die israelische wahrlich nichts dafür, wenn ihre Regierungen und ihre Oligarchen Mist bauen, und zwar großen Mist. Griechenlands Regierung war bisher einfach korrupt, das kann man auch von unserer Regierung sagen.

      Dennoch glaube ich nicht, daß Frau Hecht-Galinski unzureichend mit Intelligenz ausgestattet ist, denn Intelligenz schützt bekanntlich nicht davor, Dummheiten zu begehen – im Gegenteil: Der Intelligente ist oft viel größerer Dummheiten fähig als der intellektuell Minderbemittelte. Vielmehr denke ich ebenso wie du, Jorge Cacique, daß sie sich hier ihrer Verbissenheit nicht wirklich bewußt ist und ihr daher vielleicht einmal ein wenig Abstand guttun würde. Einen solchen Abstand von einem Thema, in das man sich regelrecht verkeilt hat, kann man z.B. dadurch gewinnen, indem man sich eine Weile einem anderen Thema widmet. Letztendlich haben ja alle Themen irgendwo miteinander zu tun, insbesondere politische Themen mit Fragen nach Feindbildern und frühkindlicher Orientierung auf Konsum- und Ellenbogenverhalten. Durch eine solche interdisziplinäre Selbstschulung erzielt man am Ende einen größeren Überblick darüber, was sich hinter den täglichen Vorgängen tatsächlich verbirgt, über Ursachen und Wirkungen und darüber, was Ursache und was „nur“ Symptom ist.

    • Ja, Jorge, so ist es. Ich muss sagen, ich bin geradezu schockiert über die Scheuklappen der Frau Hecht-Galinski, ich hätte das nicht von ihr gedacht. Ich sehe nun auch ihre Angriffe gegen Felicia Langer in einem völlig anderen Licht. Sie mag höchstwahrscheinlich „die Griechen“ nicht, weil die irgendwie – geschichtsbedingt – was gegen die Türken haben, die ja Moslems sind, genauso wie die Palästinenser. Außerdem sind die Türken ja voll Mavi Marmara, also die Guten. Außerdem hat sich Tsipras mit Bibi getroffen, was ja an sich schon mal empörend ist (Fand ich persönlich übrigens auch).
      Ich bin schockiert, da ich – aus einer aufgeklärten griechischen Familie stammend – immer für die palästinensische Sache und für Flüchtlinge – egal woher sie stammen – eingetreten bin, genauso wie meine Familie in 2 Generationen davor. Man muss aber differenzieren können. Frau Hecht-Galinski kann es nicht.

  74. Gute Sendung! Zu den angesprochenen Themen Veränderungen im Bereich der Arbeit unbedingt mal Frederic Laloux einladen. Der hat sehr Wesentliches zum Thema WIE aus Konkurrenz Kooperation werden kann zu berichten.
    Und zum Thema Grundeinkommen bitte dringend die beiden wunderbaren Frauen Susanne Wiest und Adrienne Goehler einladen! Und Ja-ein Format „Politik umsetzen“ wäre auch super…

  75. Je sui Evelyn Hecht-Galinski

    Danke für dieses wieder sehr vielschichtige Gespräch! Hier nur zwei Punkte der Kritik:

    Vermisst habe ich einen, wenn auch nur einen Halbsatz der Empathie den Flüchtenden gegenüber. Einfach mal so – gesagt., von irgendjemandem… Freilich war dieses, wie auch alle vorherigen Gespräche dem Ziel unterworfen, zum Ende hin eine Art Meta-Ebene, gerne auch Lösungsebene zu generieren. Das ist zu begrüßen – und Rothfuss und Wisnewski gelang dies auch ansatzweise.

    Dass es eine Linke (ich erlaube mir, Evelyn Hecht-Galinski mal unter dieses Label zu subsumieren) in einer solchen Runde schwer haben würde, lag freilich auf der Hand. Ken Jebsen weiß schließlich, wen er mit wem zusammenwürfelt. Dass nun Evelyn H.-G. als das auftrat, was sie ist und vertritt, das zu kritisieren ist unredlich. Schließlich musste sie sich ja auch mit den geradezu geschichtsklitternden, unsäglichen Relativierungen von Rothfuss auseinandersetzen, der den Freiheitskampf der Palästinenser und den israelischen Rassismus in eine völlig irrsinnige „Balance“ auf der Ebene der Feindbilder herbeizureden versuchte. Und: Niemand ging dazwischen! Keiner der drei anderen Herren ersah es für nötig, Rothfuss bei seinem wirklich unglaublichen Relativierungsversuch zu bremsen. Das ist ein ganz dunkler Schatten über dieser Runde. Ich würde hier sogar von einer Selbstdemontage Rothfuss‘ sprechen wollen: Wer bei Totalausblendung der Realitäten solchen gefährlichen Unsinn redet, diskreditiert sich selbst. Rothfuss hat mit dieser Einlage sämtliche Kriterien der Propaganda/Meinungsmanipulation klar erfüllt – und wurde dabei, wie gesagt, von niemand anderen der Diskutanten korrigiert und notwendigerweise unterbrochen. Wirklich unglaublich. Und auch Pegida musste Frau Hecht-Galinski selbstverständlich ansprechen – genauso, wie sie es tat. Natürlich, was denn sonst?

    Fazit: Je sui Evelyn Hecht-Galinski

    • “ geschichtsklitternden, unsäglichen Relativierungen von Rothfuss “
      Das war doch keine Relativierung! Herr Rothfuß hat doch nur zeigen wollen, dass bestimmte Fehler gelegentlich auf beiden Seiten eines Konfliktes gemacht werden können. Und das hat er überzeugend gezeigt.

      Wenn Frau Hecht-Galinski ihn dabei derart unterbricht, dass er seinen Gedanken nicht zu Ende führen kann, so ist das neben „ungezogen“ auch ziemlich autoritär, jedenfalls in diesem Rahmen unzulässig – finde ich.

    • @Bernhard Meyer

      Sie verstehen die bewusste oder unbewusste Propaganda in Rothfuss‘ Argumentation nicht: Wer angesichts dieses grandiosen Unrechts, das die Palästinenser zu erleiden haben darauf beharrt, beide Seiten bedienten sich der gleichen Feindbildmuster – der macht klassische Propaganda. Indem er das monströse Unrecht auf diesen völlig nebensächlichen winzigen Nenner herunterbricht und damit das Ganze relativiert. Ob das seine Intention war, ist dabei völlig gleichgültig. Nochmals, ich finde es skandalös, ausgerechnet an diesem Beispiel identische Muster der Feindbildgenese aufzeigen zu wollen. Und es ist skandalös, dass es Frau Hecht-Galinski selbst sein musste, die Herrn Rothfuss auf das Unrecht hinwies, um was in dieser Region eigentlich geht – und vor allem, wer die Täter und die Opfer sind. Ken Jebsen scheint offensichtlich von der Angst okkupiert gewesen zu sein, wieder den Antisemitismus-Knüppel zu spüren zu bekommen, wenn er Hecht-Galinski zur Seite gesprungen wäre.

    • Mir wird übel.

      Herr Rothfuß hat nur aufgezeigt das auch in den Köpfen der Palästinenser und anderen muslimischen Menschen (Ägypten) ein Feindbild existiert. Er hat es nicht in die Waagschale geworfen.
      Das was sie in ihren Kommentar Herrn Rothfuß vorwerfen sollten Sie sich selbst vorwerfen.

      Das schwierige an der geplanten Invasion ist das sie auch als solches wahrgenommen wird und bekämpft wird.
      Leider werden immer die (unschuldigen) Menschen die leidtragenden sein. Herr Lenz müsste in jeder Schule, in jeder Firma, in jedem Flüchtlingsheim ein Seminar abhalten damit wir das Problem in den Griff bekommen.

  76. Ein supertolle, hochkarätige Runde, danke an die Herren Wisnewsi, Lenz, Rothfuß und Jebsen
    aber:
    Was um Himmels Willen hat den Frau Hecht-Galinski jetzt gegen die Griechen? Wisst ihr was darüber? Was ist falsch mit ihr? Sie ist gegen „Griechenlandhilfe“, „weil die Griechen immer nur fordern“. Gemeiner und verleumderischer geht’s fast nicht. Das griechische Volk hilft den Flüchtlingen und verdient nicht an ihnen! Und das griechische Volk ist solidarisch gegenüber dem palästinensischen Volk und ist es immer gewesen! Sie sind eine Rufmörderin, Frau Hecht-Galinski, das verzeihen wir Ihnen nicht!

  77. Ich möchte hier die Positionen der Teilnehmer außen vor lassen. Es geht mir nur um das gute Benehmen. Die Frau Hecht-Galinski hat keines. Ständig, wirklich beinahe jedes Mal, wenn ein anderer spricht, fällt sie ihm ins Wort, unterbricht seinen Gedankengang. Das hat auf die anderen abgefärbt, bald plapperten alle durcheinander und ich konnte nichts mehr verstehen.

    Ich habe KenFM-Formate (unabhängig von den Inhalten) immer geschätzt, weil sie sich so angenehm abhoben, von anderen Talkshows. Seit ich zwei oder drei Christiansens gesehen habe, verzichtete ich auf weitere Talkshows. Scobel in 3sat ist eine Ausnahme, dort sprechen Leute ruhig miteinander und schaffen es sogar, wenn sie ein Thema von verschiedenen Positionen aus beleuchten und dabei höflich miteinander umgehen, dass man auf die „höhere Ebene“ gelangt. Frau Hecht-Galinski hat das erfolgreich verhindert. Durch ihre Einwürfe wechselte das „Gespräch“ ständig die Richtung. Einmal wollte sie sogar Herrn Rothfuß verbieten, eine Tatsache darzustellen, weil sie ihrer Position widersprach, sinngemäß: „Genau das sagen die Israelis, also ist es empörend, wenn Sie das hier auch sagen.“

    Das kann Ken Jebsen doch nicht gemeint haben, als er mehr Widerspruch und Streitgespräch forderte. Meine Kritik an ihm: Er hätte als Moderator der Dame Einhalt gebieten sollen, ermahnen, gelbe Karte oder wie auch immer. Ich kann akzeptieren, dass er ein Gespräch auch mal laufen lassen will, wenn es in eine ungeplante Richtung geht, inhaltlich, aber er kann doch nicht zulassen, dass die Regeln des Anstandes immer mehr verlassen werden. Mich hat diese vierte Positionen-Sendung aud diesem formalen Grund enttäuscht. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Inhalte, wie weit man unter diesen Gesprächsbedingungen kommen konnte.

    • Das sehe ich nicht so.
      Ich empfinde Frau Hecht-Galinski zwar ebenfalls als schwierige Gesprächspartnerin, da sie keine gute Streitkultur hat und häufig scheinbar nicht wirklich folgen kann. Aber sie aus diesem Grund als Gesprächspartnerin grundsätzlich abzulehnen, bewiese ja genau die eigene, innere, gespannte „Feindlinie“, die der Frau ja vorgeworfen wird.
      Wir kommen da wohl mit trennenden Sehnsüchten nicht weiter. Diese Frau ist wütend. (aus gutem Grund) und glaubt nicht genug Gehör zu bekommen. Ich schätze, weise Menschen signalisieren in derartigen Situationen, das Problem wahrgenommen zu haben und wenden sich anschließend energisch dem „Guten“ zu. 😉

      Mir stellte sich allerdings die Frage, warum Frau Hecht-Galinski in die Sendung eingeladen worden ist. Kann es sein, dass es auch ein wenig Kalkül von KenFM war, wohl wissend, dass es zu dieser Schieflage kommen würde? Die Konstellation hat ja immerhin viel Sprengstoff in die Debatte getragen, was zu Lebendigkeit führte, aber Tiefgang zeitweise verhinderte.

    • Feindlinie: Es gibt andere fähigere Personen, die dasselbe Thema anstelle von Frau Hecht-Galinski vortragen können, ohne Gesprächspartner ständig nach drei Wörtern in unerträglicher Ichzentrierung zu boykottieren.
      (Das sehe ich anders… als ob Sie der Maßstab wäre.)

      Im Grunde hat diese Frau genau das in die Diskussionsrunde hineingetragen, was in anderen Talkshows so unerträglich plump ist. Man kann nun wirklich bei jedem Satz nach Konkretisierung fragen, und das als zu utopisch diffamieren, oder als zu einseitig.

      Und dann jemanden als typisch deutsch, oder israel-lobbyistisch zu unterbrechen, zeigt die Bereitschaft, wie skrupellos diese Frau ist. Immerhin ist sie die Tochter vom Vorsitzenden des Zentralrat der Juden. Und das meint: Ihr Auftreten ist der Fähigkeit des Vaters geschuldet.

      Und das weist darauf hin, dass Sie geistig nicht flexibel auf etwas reagieren kann. (Weil Sie gewohnt zu sein scheint, dass alles mehr oder weniger da ist. Eine kleine Umordnung dessen ist wahrlich keine große schöpferisch-gedankliche Eigenleistung.)

      Was für eine vertane Möglichkeit, zwischen Vorgespräch und Talkshow den Maßstab, die Unterscheidung, die Voraussetzung zu und von Feindbildern zu differenzieren, nämlich:
      Dass Unrecht Unrecht bleibt, und erst die Beseitigung des Unrechts den Abbau von Feindbildern, ermöglichen.

      Ihre Arroganz und geistige Unflexibilität hat dann noch die Chance vertan, das Stichwort ihres Nachbarn zu erkennen und aufzugreifen, der da anmerkte, dass durch Besatzung durchaus auch Feindbilder und die Reaktionen darauf (Feindbilder der anderen Seite) aufgeprägt werden.

      Was für ein Stichwort. Allein, Sie ist eben nicht Ihr Vater, sondern ‚Wissens-Status‘ verwaltende (und unerzogene) Tochter.

      Also möglicher Weise wollte das KenFM Team diese Spannung, aber ein anderer Ausweg als Ichverfestigung wäre möglich gewesen.

      Leider hat Sie den ehemaligen Prof auch nie wirklich ausreden lassen, der doch sehr freundlich bemüht dem verzogenen Gegeifere nicht zu nahe treten und dennoch einen zweiten Blick vertreten wollte.

    • Ich gebe Ihnen in Ihren Ausführungen umfänglich recht und wollte mit meinem Einwand die geistigen und kommunikativen Fähigkeiten von Frau Hecht-Galinski nicht schön reden. Eigentlich sogar im Gegenteil.
      Ich bin jedoch der Meinung, dass diese Runde sich trotzdem wohltuend von den Mainstream- Pseudo- Rededuellen, die ich mir schon seit Jahren nicht mehr antue, absetzt und das nicht zuletzt, weil es den anderen Gesprächsteilnehmern trotzdem gelungen ist, sich in ihrer Haltung und Redekultur von ihr abzusetzen. Ich bin nicht der Meinung, dass es notwendig war, diese Runde mit Frau Hecht-Galinskis Anwesenheit zu „krönen“, aber dafür hat sie ja dann hinreichend selber gesorgt.
      Wenn wir davon sprechen, dass Feindbilder im Kopf und in der Unvereinbarkeit begründet liegen, den Standpunkt und somit den eigenen Blickwinkel zu wechseln, so war diese Gesprächsrunde doch ein exemplarische Beispiel dafür, dass Grabenkämpfe immer von weitsichtigeren, flexibleren, emphatischeren Partner gewonnen werden.

      Es war ja geradezu ein erschreckendes Abbild unserer Gesellschaft und der in dieser Sendung thematisierten Problematik. Wir stehen mit unsrer Meinung all zu oft diametral entgegengesetzt zu unseren „Feinden“ und sollen doch eine Lösung finden. Nur in dieser Hinsicht war und bin ich nicht Ihrer Meinung, dass diese Sendung nicht sehenswert ist. Mir tat die Haltung aller anderen Gesprächsteilnehmer gut, denen es gelang, trotz der verbalen Unbeholfenheit und Attacken von Frau Hecht-Galinski, ihre Themen zu vertreten und für eine gute Redekultur gesorgt zu haben. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir wünschte, in der einen oder anderen Frage tiefer in die Gedanken und Thesen der Anderen hätte eintauchen dürfen, was in der Tat durch die egozentrische Art von Frau Hecht-Galinski immer wieder unterbunden wurde, so haben die Ausführungen mich doch dazu angeregt, mich intensiver mit ganz bestimmten, mich interessierende Fragen auseinander zu setzten.

      Vielleicht war die die Auswahl vom KenFM Team auch einfach ein Fehlgriff. Das kann passieren und ich bin mir sicher, dass das Team aus Fehlern lernt. Hier ist ja auch in vielen Beiträgen die Meinung über sie deutlich abzulesen.

    • Ich kann euch leider nur beistimmen. Als ich hörte das Frau Hecht-Galinski in der Runde sitzt dachte ich mir schon das dies wieder so endet. Ich schätze Frau Hecht-Galinskis Beiträge und Veröffentlichungen auch bei den Nachdenkseiten, aber diese Frau zu einer Diskussionsrunde zum Thema braucht der Mensch ein Feindbild einzuladen war unmöglich. So wichtig die Themen Sexismus, Israelkonflikt und AFD auch sein mögen, es war doch klar das wir bei dieser Frau einfach nicht an diesen Themen vorbei kommen. Fast 1,5 Stunden vertane Zeit wegen diesen Debatten die hier doch fast schon jeder kennt. Leider kamen mir die wirklich wichtigen Ausführungen zum Thema viel zu kurz. Zum Schluss dann mal schnell eine 20 Minuten Analyse wo wollen wir hin, was sollten wir tun (die dann leider auch immer wieder störend unterbrochen wurde!!!) fand ich dann schon traurig!!! Also mir hat die Sendung aus diesem Grunde dies mal leider nicht so gut gefallen.

      MFG Rene

  78. An das Team KenFM:
    Herzlichen Dank an ALLE Beteiligten (vor und hinter der Kamera!) für anregende Gedanken, die auf einen „erwachenden“ Boden fallen und durch die zu quer und hintergründig und fragend zu denken ich mehr und mehr begonnen habe.

    Rüdiger Lenz ist ein großartiger Vorreiter einer „Lösung“ hin zur Überwindung von anerzogenen Feindbildern. Sein Lösungsansatz ist unbequem, weil jeder selbst gefordert ist, ganz konkret bei sich zu beginnen. Aber nur die Veränderung, die wir mit und an uns selbst bewirken, kann ja außerhalb unseres Selbst zur Veränderung führen.
    Lassen wir unsere Kinder also Rebellen sein und finden wir wieder zurück zu unserem inneren Kind, dass ungehorsam und unangepasst die Welt entdecken will. Es ist ein Prozess und dieser vollzieht sich nicht als schnelle Patentlösung
    und das macht die Sache so prekär.
    Hoffen wir, dass uns noch genug Zeit bleibt!

  79. Die Frau hat unrecht. Der Islam ist sehr wohl sexistisch. Ebenso wie die Bibel. Der Koran ist sogar verfassungsfeindlich. Versuchen Sie hierzulande mal einen Verein zu gründen, dessen Statuten so frauenfeindlich sind wie die Inhalte des Islam. Diese Hetzschrift gehört im Grunde genommen genau so verboten wie „Mein Kampf“. Und mir muss niemand erzählen, dass die Ereignisse in Köln, aber auch im Iran, Irak, Afghanistan, Saudi Arabien und überall dort, wo Islam praktiziert wird, nichts mit diesen gesellschaftlich-kulturellen Aspekten zu tun haben.

    • Was meinen Sie, was mit den Tätern von Köln (und wahrscheinlich auch ein paar umstehenden Unschuldigen, Diktaturen nehmen sowas nicht so genau) passiert wäre, wenn die das am Bahnhof von Riad gemacht hätten?
      Ich tippe: Peitschenhiebe und mindestens lange Haftstrafen ohne Bewährung.

      Ich sehe den Islam als Religion für mich persönlich kritisch, aus Gründen der religiösen Inhalte – aber was man meines Erachtens dem Islam ehrlicherweise gerade wirklich nicht nachsagen kann, ist, dass er in irgendeiner Form Straßenkriminalität und diese Art von Übergriffen fördert. Das genaue Gegenteil ist nachweislich der Fall. Islamische Städte und Stadtviertel sind vergleichsweise sicher und kriminalitätsarm. Diese Täter von Köln hatten vielleicht ‚Moslem‘ im Pass stehen, das war es dann aber auch mit deren Islam.

      Bei diesem Thema ist schon etwas Differenzierung nötig. Der Witz ist, dass viele Neocons den Islam heimlich gut finden, denn er ist ja eben auch erzkonservativ, es aber nicht so offen zugeben können, weil sie ja meist eindeutig bekennende Christen sind. Politiker wie George Bush können nicht ohne massive Konsequenzen in den USA verkünden, dass sie Saudi-Arabien eigentlich auch unabhängig von ihren Ölgeschäften gut finden. Auch wegen solcher Dinge entgleitet die Islamdiskussion ja so oft ins Absurde.

  80. Schöne Sendung

    Ich muss aber sagen meine Persönlichen Erfahrungen sprechen eine andere Sprache.

    Die Menschen sind doch, wenn man sich privat irgendwo trifft, in aller Regel eh ganz anders. Klar im Journalismus oder anderen Kreisen, wo Menschen (vermutlich) schon nach einem bestimmten Mindset rekrutiert werden, oder in irgendwelchen Politik nahen Kreisen, in denen man nur über Vitamin B einen Job hat und behält, da mag das so sein.

    Doch ich denke unzählige Menschen in anderen Zünften haben doch die Schweigespirale schon längst durchbrochen, und kapieren im großen und ganzen wo etwas faul ist. Natürlich kann man nicht alle Zusammenhänge als Privatperson durchleuchten. Es ist nunmal auch so dass nicht jedes Pausengespräch zwangsläufig im Bereich der Geopolitik angesiedelt ist. Die Leute sind aber doch nicht blöd,

    Niemand der z.bsp. im Bau oder Abbruchgewerbe arbeitet glaubt ernsthaft, ein Gebäude das seitlich von irgendwas getroffen wurde, könne im freien Fall zusammenstürzen. (9/11)

    Die ungleiche Berichterstattung, das spüren die Leute auch. Z.Bsp. die Russland Sanktionen, ich kenne kaum jemanden im „Real Life“ der/die das befürwortet, aber nicht weil sie Putin so toll finden, sondern weil es sich aus der Logik heraus nicht erschließt warum man den Handel mit Russland einschränken sollte, während man Saudi Arabien Waffen liefert, und warum die USA die Meilenweit entfernt ist, hier mehr mitredet als das „Friedensprojekt Eu“

    Die unkritische Berichterstattung gegenüber der Rüstungsindustrie, egal wie man zum Militär überhaupt steht, aber wenn du einen Akkuschrauber kaufst hast du eine Garantie, und ein Rückgaberecht etc. (vor allem wenn er nicht funktioniert)
    die Europäische Rüstungsindustrie lebt schon jahrelang davon irgendwelchen Schrott zu verkaufen, Eurofighter die nicht fliegen (Österreich) Eurohawk-Drohne, Hubschrauber die nur eingeschränkt funktionieren, GG36 Gewehre die nur bei Zimmertemperatur funktionsfähig sind. Da müsste man doch denken ein Staat haue mal auf den Tisch und bezahle für sowas nicht, oder drückt zumindest den Preis mal „im großen Stil“…. nix.

    Das Thema mit den Muslimen z.Bsp., die meisten Leute die ich kenne, die merken nach 15Minuten einer Talkshow, ob das Ziel ist, ihnen Angst vor terroristischer Unterwanderung zu machen, um weitere Einschnitte in die Persönlichkeitsrechte durchzuwinken, oder ob das Ziel ist ihnen zu suggerieren, ihr seid verkappte Altnazis wenn ihr der Meinung seid, es es wäre ungeschickt, tausende Flüchtlinge in sozialen Brennpunkten anzusiedeln, ohne einen genauen Plan, wie das friedlich verlaufen soll.

    Usw usw. nur die Medienlandschaft zeigt das halt nicht, man zeigt irgendwelche 100% Assis als Referenz für Harz4 Bezieher, man zeigt Menschen die Angst haben, dass Flüchtlinge ihre Kinder fressen, man zeigt die gemäßigte Friedensbewegung von Links (nicht antifa oder so) im Zusammenhang mit UFOs, Kornkreisen und Esotherik.

    Es kommen keine Pressemeldungen „KFZ Meister Max Schraubenschlüssel hält 9/11 für Inside Job“, „Kranführer Hugo Höhenluft kritisiert die israelische Appartheidpolitik“

    Was ich in meinem Umfeld natürlich schon beobachten kann, ist dass es Themen gibt, die so stark aus den Medien rausgehalten werden, dass die/der eine oder andere noch nix davon gehört hat. Z.Bsp. den Uranwaffeneinsatz, oder die Enteignung der Sparer dieser Italienischen Bank im Jänner, die geplante Patentierung von Pflanzen und Tieren usw.

    Ich sehe es daher nicht so finster was den „Aufwachprozess“ betrifft, allerdings ist der Ansatz von „unten“ etwas zu ändern schwierig, da ich denke der Common Sense der Menschen (in meinem Umfeld zumindest) ist, dass viele Machstrukturen korrupt sind, und so gestaltet sind dass sie einzelne Lichtblicke entweder aussortieren oder korrumpieren, und dass man manipuliert und belogen wird, dass ein ewiges Wachstum nicht möglich ist, und die derzeitige Finanzpolitik (Geldschöpfung aus dem nichts ohne demokratische Kontrolle etc.) kontraproduktiv ist.

    Wohin die Reise gehen soll, da kristallisiert sich kaum eine mehrheitsfähige Variante heraus derzeit, zumindest ist sie mir noch nicht begegnet, viele Menschen sind der Ansicht die Mehreinnahmen, durch die Produktivität die gestiegen ist, durch die Technisierung müsste unter den Menschen fair aufgeteilt werden. Andere Leute wollen das jetzige System beibehalten, nur um ein paar Umdrehungen zurückgedreht, in die Zeit als ein Postbote noch ein Postbote war und kein Sklave.

    Ich persönlich glaube dass man mit mehr wirklicher Direkter Demokratie viel bewegen könnte, ähnlich wie die Schweiz (ist natürlich auch nicht realistisch, denn der Staat ist nicht unabhängig und kann die Fragen so stellen, dass sie das gewünschte Ergebnis liefern.) Außerdem sehe ich große Potentiale für Wirtschaft und Beschäftigung die derzeit brach liegen.

    Schöne Grüße

    • Als Schweizer kann ich nur sagen, die direkte Demokratie bei uns reicht nicht für tiefgreifende Veränderungen.
      Wir haben zum Einen das Instrument der Initiative: Das heisst, hunderttausend Unterschriften in einer bestimmten Frist sammeln, um eine Volksabstimmung zu erreichen. Der Haken ist: Auch das braucht eine Organisation, Geld und viele Freiwillige. Die meisten Intiativen werden von Parteien lanciert, und die sehen bei uns nicht besser oder weniger unterwandert aus, als bei euch. Wenn eine Initiative durchkommt, dann dauert es gut und gerne drei Jahre bis zur Abstimmung, und nochmals solange, bis aus der Verfassungsbestimmung ein Gesetz, dass dann oft auch ziemlich verwässert rauskommt, geworden ist. Ist die Initiative nicht konform, also nicht von einer Partei, schweigen auch die Medien weitgehend, und die Initiative läuft Gefahr, schon an der Unterschriftenhürde bzw. am Bekanntheitsgrad zu scheitern. Nur selten kommt eine Initiative zur Abstimmung, die totgeschwiegen wird und nicht aus einer grossen Partei stammt. Es kommt aber immerhin vor, zB. die „Vollgeldinitiative“, welche den Banken die Kreditgeldschöpfung verbieten will und das Geldherstellungsmonopol der Nationalbank zurückgeben will, ist so ein seltenes und positives Beispiel.
      Dann gibt es das obligatorische Referendum, dass der Staat von sich aus zur Anwendung bringen muss bei einschneidenden Verfassungsänderungen wie zB. dem Beitritt zu einer supranationalen Organisation. (EWR-Beitritt zum Beispiel, abgelehnt 1992, aber danach wurden die sog. „Bilateralen Verträge“ mit automatischer Rechtsübernahme angenommen. Die Medien und Politiker logen dazu schlicht und einfach). Das kommt selten zur Anwendung, und ist selten Erfolgsversprechend aus der Sicht der Politiker. Man hat zB. auch begonnen, „internationale Organisationen“ von „supranationalen Gemeinschaften“ zu unterscheiden, damit solche manchmal groben, richtungsweisenden Änderungen nur noch dem fakultativen (freiwilligen) Referundum unterstehen und solche Dinge quasi durch die Hintertür geschmuggelt werden können, wenn die Bürger (oder Parteien) da nicht sehr aufmerksam darauf schauen. Auf diesem Wege ist die Schweiz zB. der „Asiatischen Infrastruktur- Investitionsbank“ beigetreten, die sogar Entscheidungsgewalt über die Schweiz hat. Nie hätte das eine Volksmehrheit gefunden. Ein anderes solches Beispiel ist der Beitritt der Schweiz zum Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat (EAPC), der auch unter dem Schweigen der Parteien und Medien am Volk vorbeigeschmuggelt wurde, weil niemand das fakultative Referendum ergriff. Zum Beitritt in die „Nato-Partnership for Peace“ gabs zwar eine obligatorisches Referendum mit Abstimmung, aber unter massiver Propaganda der Medien wurde die sogar angenommen. Das war allerdings im Juni 2001 (gerade noch so vor 9/11 und dem Bündnisfall), danach hätte dies keine Chance mehr gehabt, und heute unternimmt niemand was, um da wieder rauszukommen.

      Nur um zu zeigen: Das Referendum und die Initiative sind zwar sehr gute Instrumente. Vor allem auf Gemeinde- und Kantonsebene. Aber das sollte man, unter der Macht der Parteien und Medienkorporationen – auch in der Schweiz – nur nicht überschätzen.

      Beste Grüsse an euch!

  81. Ich glaube die Gefahr geht von „getanrten Feindbildern“ aus. Damit meine ich Feindbilder, welche wir ungeprüft in unseren Kopf lassen. Ebenfalls Feindbilder die durch sympathische Zustimmung entstehen. Zum Thema „sympathische Zustimmung“: Es sollte auch das amerikanische Volk, nicht die Administration mehr in ihrem Leiden wahrgenommen werden.

  82. Beim Zuschauen und Zuhören habe ich etliche Situationen erlebt, in denen ich auch gerne meinen Senf dazugegeben hätte, was natürlich nicht möglich war. Das will ich an dieser Stelle nachholen … vielleicht kann ja der eine oder andere was damit anfangen.

    Ab ca. 0:04:45 spricht Gerhard Wisnewski darüber, daß wir (Menschen) ein spezielles Gehirnzentrum hätten, um Feindbilder zu pflegen. Mir wäre das jetzt neu, aber vielleicht bezieht sich Her Wisnewski auf neueste Entdeckungen der Hirnforschung, die mir bislang entgangen sind … muß ich mal recherchieren, auch wenn ich schon jetzt fast sicher bin (ich hab ja das ganze Video gesehen), daß so ein spezielles Feindzentrum im Hirn bisher noch nicht nachgewiesen werden konnte und auch nicht gefunden werden wird.

    Prof. Gerald Hüther beschreibt in einem seiner Vorträge eine Studie, in der man sechsmonatige Kinder vor einen Bildschirm gesetzt hat, auf dem ein kleines animiertes gelbes Männlein sich einen Berg hinaufarbeitete, dabei schnaufte und immer mal wieder abrutschte. Die zweite Sequenz zeigte dem Baby dieselbe Szene, jedoch mit dem Unterschied, daß ein grünes Männlein dem gelben durch Anschieben geholfen hat, hinaufzukommen. Als dritte Sequenz wurde dem Baby wieder das gelbe Männlein gezeigt, wie es sich allein den Berg hinaufmühte. Nachdem es oben angekommen war, kam ein blaues Männlein und hat es wieder heruntergestoßen. Anschließend hat mal all diese Babies, die sich das angeschaut hatten, an einen Tisch gesetzt und hat vor ihnen ein kleines grünes und ein kleines blaues Männlein aus den Filmen aufgestellt und hat geguckt:

    Welches nimmt es denn jetzt? Und Sie ahnen, daß Babies in dem Alter nicht das nehmen, was sie nicht mögen. Alle Kinder, alle Babies im Alter von sechs Monaten, nachdem sie diese drei Filmsequenzen gesehen haben, nehmen den kleinen Grünen, den Unterstützer. Es kommt also keiner von uns als Konsumer zur Welt, es kommt keiner von uns als brutaler, rücksichtsloser Egozentriker zur Welt, sondern das muß irgendwie entstehen. Und das entsteht eben – und das ist die frohe Botschaft an alle, die hier unter Ihnen sind als Erzieher, als Eltern – es entsteht viel viel früher, als wir das bisher gedacht haben. Man kann denselben Versuch mit denselben Kindern sechs Monate später, wenn die ein Jahr sind, wiederholen, und dann sitzen die wieder da, gucken sich die drei Sequenzen an, und dann gibt man ihnen wieder den kleinen Grünen und wieder den kleinen Blauen vor den Platz, und auf einmal sind 10 bis 20 Prozent der Kinder mit einem Jahr dabei, die nehmen den Blauen, den Runterstoßer. So, jetzt ist die Frage: Die können ja noch gar nicht sprechen, von wem haben die das denn gelernt? Und dann merken Sie, was systemisches Denken heißt. Dann merken Sie, wo wir im Augenblick mit unseren Erkenntnissen und unserem Denken hängenbleiben: Die (Kinder) haben das beobachtet! In diesem Familiensystem, in dem die groß werden, gibt es irgend einen, dem es gelungen ist, sich innerhalb dieses Familiensystems auf Kosten von anderen sehr erfolgreich durchzusetzen. Nun glauben Sie doch mal, ob das irgendwie sinnvoll wäre für so ein kleines Kind, und ob es biologisch sinnvoll wäre, wenn die sich nach dem richten würden, der das nicht tut. Kinder richten sich nach denen, die erfolgreich sind. Also werden diese Kinder so wie wir. Das ist die erste frohe Botschaft.

    Ab 6 Minuten 57 Sekunden erklärt er das Experiment, man sollte aber schon eine knappe Minute früher anfangen, um den Kontext nicht zu verpassen. Noch besser wäre natürlich, sich das ganze Video anzuschauen, denn es dauert sowieso nur 22 Minuten und bietet noch mehr frohe Botschaften.
    https://www.youtube.com/watch?v=zW1U-JUl7tg#t=6m03s

    Herr Wisnewski scheint sehr an seinen Feindbildern zu hängen (kenn ich von mir selber nur allzu gut), wie man im weiteren Verlauf der Gesprächsrunde erkennen kann. Das ist selbstverständlich eine reine Feststellung und nicht persönlich abwertend gemeint, denn ich schätze Herrn Wisnewski sehr für seine Arbeit und seine Bücher. Dennoch würde ich ihm widersprechen, wenn er mir erzählen würde, die Menschheit wäre ohne Feindbilder nie so weit gekommen. Ich würde ihn zuerst einmal fragen, was er denn mit „weit gekommen“ überhaupt meint, denn ich selbst bin nicht der Ansicht, daß die Menschheit bisher allzu weit gekommen ist: Wir leben aus meiner Sicht noch immer weitgehend in archaischen Verhältnissen, täuschen uns aber darüber hinweg, weil wir vom Konsum geblendet sind.

    Jeder kennt mit Sicherheit den meist empört vorgetragenen Spruch: „Aber wir leben doch im 21sten Jahrhundert!“ Der Jahrhundertbetrag hat aber rein gar nichts damit zu tun, wie wir miteinander umgehen und wie wir unsere Gesellschaften organisieren. Wir sind weder hier noch anderswo eine aufgeklärte Gesellschaft, ganz im Gegenteil!

    In gewisser Weise hat Herr Wisnewski natürlich vollkommen recht: Ohne Feindbilder wären wir tatsächlich nie so weit gekommen, kurz (im Verhältnis dazu, wie lange es bereits Menschen gibt) vor der atomaren Auslöschung zu stehen, und wenn die wider Erwarten ausbleiben sollte, den Planeten mit anderen Mitteln dennoch auf kurz oder lang vollständig zu ruinieren. Mir ist jedoch nicht entgangen, daß Herr Wisnewski damit meinte, wir Menschen wären sehr fortschrittlich und das wäre gut so. Es ist leicht, erfolgreich zu sein, indem man alles niederwalzt, was einem im Weg steht. Das ist für mich noch lange kein Zeichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung, für einen nennenswerten Fortschritt der menschlichen Weiterentwicklung, sondern ist kurzfristigem Vorteil und Profit geschuldet und daher ein Produkt des aufgeblasenen Egos des modern(d)en Menschen. Ein paar hundert Jahre Wohlstand für ein paar mehr Leute als beispielsweise im 15ten Jahrhundert und kurz danach die restlose Auslöschung, das kann man wahrlich nicht als Erfolg bezeichnen (davon abgesehen, daß danach sowieso keiner mehr da ist, der darüber nachsinnen könnte). Der Wohlstand, wie wir ihn hier in Europa gewohnt sind, ist im Rest der Welt nicht selbstverständlich, von ein paar Ausnahmen wie Japan, aber auch dem ehemaligen Libyen und dem ehemaligen Syrien und sogar dem Irak vor der Bombardierung. Auch das wissen zwar KenFM-Gucker, aber die allermeisten Menschen stellten sich diese drei letztgenannten Länder schon immer als rückständig und von Armut geprägt vor. Das haben sie von den Massenmedien so gelernt.

    Ich konnte leider nicht wirklich herausfinden, was Herr Wisnewski mit „die Ressource Feind ordentlich zu erschließen“ genau gemeint haben könnte, denn Feinschaft schließt ja ein Miteinander weitgehend aus, kann also nur auf ein Gegeneinander hinauslaufen, und das haben wir ja bereits zur Genüge überall und jederzeit: Die USA erschließen in der Tat seit über 200 Jahren die „Ressource Feind“, [1] indem sie ihre meist selbstgemachten und selbst erkorenen Feinde ausplündern, wo es nur geht. Sie erklären nämlich immer genau den zum Feind, der etwas hat, das sie haben wollen, und der es nicht freiwillung und umsonst hergibt.

    Rüdiger Lenz, von dem ich zwar schon gehört, bislang aber noch nichts gelesen hatte, scheint mir, wie etliche Mitkommentatoren wohl ebenfalls bemerkt haben, der Realität dessen, was tatsächliche Ursache all der Verwerfungen ist, die angesprochen wurden, am nächsten zu kommen. Leider kam diese ganz spezielle Thematik, die im Grunde dieselbe ist wie die von Gerald Hüther, Arno Gruen [2] und Erich Fromm, [3] viel zu kurz. Mehrfach drängte sich mir soger der starke Eindruck auf, daß das, was Herr Lenz zu sagen hatte, von den anderen drei Diskussionsteilnehmern (Herrn Jebsen nehme ich hier ganz bewußt aus, denn der weiß längst Bescheid) nicht wirklich ernst genommen wurde, insbesondere nicht von Herrn Wisnewski, der sich nicht zurückhalten konnte, Herrn Lenz Sozialromantik vorzuwerfen, gefolgt von Frau Hecht-Galinski, die seinen Ausführungen erst gar nicht richtig zu folgen vermochte, wie das ja auch Herr Wisnewski für sich selbst am Ende einzuräumen schien. Daher fand ich es schade, daß sich Herr Jebsen mit seinen mehrfach angestrengen Bemühungen, Herrn Lenz Kenntnisse mehr in die Diskussion einzubringen, nicht wirklich durchsetzen konnte. Zu wichtig waren den anderen Beteiligten wohl ihre ganz persönlichen Anliegen und Sichtweisen oder, um es auf den Punkt zu bringen: ihre Egos. Rüdiger Lenz würde die von Wisnewski vorgeschlagene „Moderierung der Ressource Feind“, was immer das auch sein soll, ebenso wenig unterschreiben wollen wie Wisnewskis Behauptung, der Mensch bräuchte ein Feindbild:

    Nein, würde ich nicht, weil das, was wir früher in der Verhaltensforschung gelernt haben, ist hauptsächlich durch den Altenberger Kreis, Konrad Lorenz [4] usw. entstanden. Wir haben heute ganz andere Ergebnisse in der Hirnforschung. Ein ganz plattes Beispiel: Das Gehirn ist ein nutzungsbedingtes Organ, auch das limbische System, also das Gefühlsgehirn, ist ein nutzungsbedingtes Organ.

    Hat jemand an dieser Stelle den leicht verächtlichen Blick Herrn Wisnewski’s beobachtet, während er Herrn Lenz zuzuhören schien?

    Und je nachdem, wie wir in einer Gesellschaft groß werden, werden wir auch zu diesen Dingen hin konditioniert. Es werden Verhaltenskonzepte eingebrannt, die Suchtrelevanz haben. Und das Feindbild, das wir in unserer wettbewerbsorientierten Kultur haben, gehört dazu. Das ist im Grunde genommen eine Suchtstabilisierung in einem bestimmten Verhaltenskonglomerat mit dem limbischen System zusammen – das zu erörtern wäre jetzt viel zu komplex –, und das hatte Konrad Lorenz und die ganzen alten Leute in der Verhaltensforschung überhaupt nicht im Gepäck. Damals war noch Eggles {?} und so, der war Nobelpreisträger … Man hat noch an diese alten Konzepte geglaubt, daß das Gehirn ein mechanisches Objekt ist. Heute weiß man: Das Gehirn ist ein total dynamisches Objekt, und der Mensch paßt sich in jeder Kultur, egal, was das ist, an alle Gepflogenheiten komplett an.

    Wisnewski frage dazwischen, ob Lenz damit sagen wolle, daß das sozusagen anerzogen ist, daß wir Feinde brauchen oder uns Feinde suchen. Lenz antwortet darauf:

    Das ist nicht nur anerzogen, sondern es ist kulturbedingt in unserer wettbewerbsorientierten Haltung, in der wir groß werden. Das ist sehr komplex.

    Für Menschen, die sowas noch nie gehört haben, die regelmäßig in Fach- und Populärzeitschriften auf die angebliche Verantwortung gewisser Gene mit bestimmten Verhaltensweisen hingewiesen werden, kann diese Eröffnung, daß die allermeisten Verhaltensweisen eben nicht genetisch determiniert sind, sondern anerzogen wurden, ein regelrechter Schock sein. Man kann sich dann eben nicht mehr auf eine angeblich aggressive Natur des Menschen herausreden, und auch die ganzen Religionen, die sich ja ebenfalls größtenteils durch den herrschenden Unfrieden zwischen den Menschen als Heilsbringer legitimieren, hätten ein Problem, wenn ihre Vertreter erkennen oder zugeben würden, daß dieser Unfriede ein Resultat von Erziehung ist, von Dressur schon des Kleinkindes, des Babies dahingehend, nur das wollen zu dürfen, was die Eltern wollen. Auf diese Weise kann sich gar kein eigenständiges Wahrnehmungsvermögen entfalten, weil die Wahrnehmung von Dingen, die die Eltern nicht mögen, durch elterliche Intervention mit Angst besetzt wird, und zwar mit Todesangst vor dem Verlassenwerden. Und auch die Entwicklung eines eigenständigen Urteilsvermögens wird auf diese Weise nachhaltig verhindert, denn wer seiner eigenen Wahrnehmung nicht traut, wer quasi kein Urvertrauen in die eigenen Empfindungen – und sensorische Reize sind Empfindungen – entwickeln darf, der traut sich auch kein autonomes Urteil zu.

    Diese früh installierte Todesangst vor dem Verlassenweden, dem Ausbleiben der lebenswichtigen mütterlichen/elterlichen Zuwendung, bleibt den allermeisten Menschen ein Leben lang erhalten und „hilft“ ihnen dabei, all die unerwünschten Selbstanteile, die sie nach und nach vom bewußten Selbst abtrennen mußten, dort „unten“ im Unterbewußtsein zu halten. Diese ein Leben lang mitgeschleppte, jedoch verdrängte, dadurch aber umso wirksamere Todesangst ist die eigentliche Quelle allen Hasses und aller Feindseligkeit. Sie wird immer dann nach außen projiziert, wenn der normale, seelisch verkrüppelte Mensch sich bedroht fühlt, und sei es nur dadurch, daß er einem Menschen begegnet, der in sein bewußtes Selbst Anteile integrieren durfte, die ihm selbst verboten waren. Denn durch die Begegnung mit seinen eigenen verdrängten Selbstanteilen im anderen werden diese dazu angeregt, ein wenig zu Bewußtsein zu gelangen, was die bereits erwähnten Todesängste hervorruft und zu heftigen Ablehnungsempfindungen führt, die nicht selten als Haß nach außen geleitet werden. Damit ist dann der Auslöser der Schuldige und wird verfolgt. Daher kommt auch die Forderung, die inneren Konflikte nicht im Außen zu lösen versuchen, weil sie dort draußen nicht zu lösen sind.

    Bei der Frage, ob man in dem Falle, wo man als Person eine echte Gefahr für die Interessen des Imperiums darstellt, weil man z.B. im Begriff steht, gewisse unerwünschte Änderungen durchzusetzen, „geherrhaust“ würde, stimme ich Herrn Wisnewski wieder vollkommen zu. Das ist sein Metier, da kennt er sich bestens aus, und da sollte man ihm auch sehr genau zuhören.

    Zur Erinnerung: Alfred Herrhausen war, als er am 30.11.1989 ermordet wurde, Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Offiziell wurde die Rote Armee Fraktion, kurz RAF, dafür verantwortlich gemacht, obwohl diese Terrororganisation die sieben Jahre davor nichts von sich hören ließ.

    Behörden, die »RAF«-Bekenner­briefe als »echt« bezeichneten, fielen durch unseriöse Gutachten und mangelnde Kompetenz in dieser Frage auf. Seit seinerzeit sieben Jahren, bestätigte der ehemalige Generalbundesanwalt Rebmann, gab es keine »Sachbeweise« mehr in Sachen »RAF«. Fraglich ist deshalb, wer letztlich für die Geschehnisse verantwortlich war, die am 30. November 1989 zum Tode des Vorstandssprechers der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, führten.

    Worauf niemand hinwies, war die Tatsache, daß dieses Attentat in keinem Fall hätte glücken dürfen und daß es den Tätern jeder Wahrscheinlichkeit zum Trotz gelang. Auf bemerkenswerte Weise griffen sämtliche Sicherungsmaßnahmen ins Leere, angefangen bei dem Fahndungskonzept 106, über den Personenschutz, das gepanzerte Fahrzeug bis hin selbst zu den Erste-Hilfe-Maßnahmen des Begleitkommandos. Alfred Herrhausen fiel durch sämtliche Sicherheitsnetze hindurch, als seien sie überhaupt nicht vorhanden gewesen.(Wisnewski im Buch „Das RAF-Phantom“)

    Hinzuweisen ist hier insbesondere auf die nachprüfbare Tatsache, daß Herrhausen sich zu dieser Zeit vorgenommen hatte,

    sein ganzes Gewicht als internationaler Banker und Berater Bundeskanzler Helmut Kohls in die Waagschale zu werfen, um die USA und die US-Banken zu zwingen, bei einem internationalen Schuldenerlaß mitzumachen – mit unkalkulierbaren Folgen für das US-Bankensystem und die amerikanische Wirtschaft und mit der Aussicht auf gewisse Perspektiven für die expandierende Deutsche Bank. Dies war freilich ein ebenso wirkungsvoller wie genialer Angriff zugleich. Mit seinem Vorstoß in Sachen Schuldenkrise sammelte er weltweit als verantwortungsvoller Banker Punkte in der Öffentlichkeit, die nicht zur Kenntnis nahm, daß es sich hier auch um den Angriff eines äußerst kühl kalkulierenden Bankers auf die Konkurrenz handelte. (Wisnewski, ebenda)

    Wer es genauer wissen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen, es ist spannend bis zum Schluß.

    Wie gesagt, ich glaube auch, daß man wie Herrhausen und viele viele andere enden würde, wenn man als Einzelner tatsächlich in der Lage wäre, Grundsätzliches am System zu verändern oder auch „nur“ eine massive Bedrohung für die Interessen der USA darstellen würde. Wir hier, die wir darüber diskutieren, sind wohl (noch) relativ sicher, in einem weltweiten, von den USA dominierten faschistischen System, wie es von den USA ohne Zweifel angestrebt wird, wären wir das aber längst nicht mehr.

    Auf die Frage, wieso man in der Öffentlichkeit, beim normalen (=genormten, der Norm angepaßten) Bürger nicht wahrhaben will, daß man die Flüchtlinge selbst erzeugt, wenn man ihren Lebensraum bombardiert, antwortet Rüdiger Lenz aus meiner Sicht vollkommen zutreffend, daß das daran läge, daß er Mensch sich, sein Weltbild und seinen Profit, also seinen Wohlstand damit zu schützen versucht. Ein paar wenige Menschen durchschauen die Zusammenhänge zwischen Bombardierung und Flüchlingsströmen, aber die große Masse (90 %) wolle es gar nicht wissen:

    Wieso wollen die das nicht durchschauen? Weil die dann ihr Weltbild aufgeben müssen und sagen müssen, häh, ich schick mein Kind dahin zur Schule und dahin hier, und deswegen machen wir das, und alle werden Arbeitssoldat, und dafür müssen wir das aufrecht erhalten. Wir arbeiten an einem System, das total kriegerisch ist, das total inhuman ist, und das wollen die Leute nicht sehen. Das beste Beispiel ist für mich immer Nine-Eleven, warum die Leute immer noch an dieser alten Bush-Theorie festhalten. Warum wohl? Wenn die Leute sagen würden, okay, das war vielleicht nicht Bush, aber irgend einer von der Administration wars gewesen – jetzt kommt die Konsequenz. Wir werden alle für dumm verkauft? Wir werden verheizt? Wir sind Arbeitsvieh? Wir sind für die Mittel zum Zweck? Und es ist denen vollkommen egal, ob da ’ne Atombombe in Berlin vielleicht mal platzt oder nicht – das sind die Konsequenzen. Und davor schützen sich die Leute. Weil die müssen ihre Kinder großziehen, sie müssen weiter ihre Familie aushalten, sie müssen ihre Wege machen, sie wollen in dem Wohlstand weiter leben und und und … Und dann blenden die alles aus.

    Ich hab mal in einem Interview mit Ihnen (an Jebsen gerichtet) gesagt: Die Menschen fürchten sich vor nichts mehr, als vor ihrer eigenen Freiheit, und das ist eine Tatsache. Die haben totale Angst vor der Freiheit. Warum? Weil sie dann in Selbstverantwortung und Eigensdisziplin ihre Freiheit leben müssen. Freiheit sind Räume, die ich mit Handlungen füllen muß. Aber wir sind alle fremdgesteuert, und was der eine sagt, das tun wir dann. Und so leben die Menschen. Und sie müssen das auch sehen.

    Auch das, was Frau Hecht-Galinski darauf erwidert, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Wenn man im Job den Mund aufmacht und über solche Dinge, über nicht konforme Zusammenhänge spricht, dann ist man den Job los. Sie weist weiterhin völlig zutreffend darauf hin, daß die meisten Menschen dem Einfluß der Massenmedien erliegen und daher nicht wahrnehmen, was tatsächlich geschieht. Das ist wirklich so: Die meisten Menschen lassen sich Tag für Tag von den Medien die Welt erklären, immer in schönen kleinen, aus dem Zusammenhang gerissenen Brocken, damit sie nur ja nicht auf „dumme“ Gedanken kommen und begreifen, was man mit ihnen treibt. So funktioniert systematische Volksverdummung.

    [1] http://www.irwish.de/pdf/Bergmann_Eingreifer.pdf
    [2] http://www.irwish.de/bin/gruen.zip
    [3] http://www.irwish.de/bin/frommpdf.zip
    [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Lorenz

    Das war nun doch ziemlich anstrengend für mich, diesen langen Kommentar (ca. 20.000 Zeichen) zu verfassen, und wird vermutlich für den einen oder anderen auch anstrengend zu lesen sein. Kurz: ich geh jetzt erstmal für ’ne Weile in die Koje, vielleicht find ich ja morgen Zeit, noch ein wenig mehr dazu zu schreiben, falls überhaupt Interesse besteht.

  83. eine sehr aufgeweckte gesprächsrunde, welche auch einmal konträre positionen darlegt….wunderbar……

    ich bin sehr bei herr lenz! um strukturen, ob gesellschaftlicher, poltischer, wirtschaftlicher oder militärischer art, zu verändern, müssen wir menschen uns ändern. jede position wird von menschen getätigt (ja sogar bei vollautomatischen kampfdrohne muss auf ON gedrückt werden), also obliegt es uns, die veränderung in uns zu verwirklichen, um so unsere daraus resultierenden handlungen zu beeinflussen.
    und das alles fängt mit aufklärung und erziehung an! wir benötigen eine persönliche und dadurch entstehende gesellschaftliche renaissance!!
    arno gruen ist für mich derjenige, der es auf den punkt genau analysiert hat und auch wirklich zu ende denkt.

    so abgedroschen es klingt, fängt doch die veränderung der welt, wie wir sie uns wünschen, doch damit an, in uns an der verwirklichung unserer wünsche zu arbeiten.

    vielen dank für dieses tolle format!

  84. Eine sehr lebhafte Sendung, die stellvertretend für die Diskussionen im Netz sein könnte. Der Grund ist Folgender:

    – Frau Hecht-Galinski wollte im Gespräch mit Dr. Rothfuss ganz klar die „typisch“ deutsche Sichtweise erkennen.

    Hier im Netz läuft es oft ähnlich: Der Wunsch nach gegenseitiger Anerkennung und tiefem Verständnis der jeweiligen Punkte des Gegenübers ist teils sehr stark vorhanden.

    Es müsste, um Herrn Wisnewski zu zitieren nicht „zu utopistisch“ sein.

    Ich fand es sehr gut, dass es 2 Befürworter von Feindbildern gab und 2 Personen, welche dies im Denken schon abgelegt haben.

    Die Lösungsansätze (konkret) für Feindbilder, in der Sendung, waren:

    – Austausch mit russischen Schulen, um sich stärker und persönlich zu begegnen ( „das Feindild zu entzaubern“)
    – Geheimdienste als eine Art Krebsgeschwür auf ein Mindestmaß zu reduzieren
    – ein neues Bildungssystem, im Sinne von Gerald Hüthers
    – Konsumverzicht ( nicht näher erläutert)
    – durchbrechen von Schweigespiralen ( „könnte ich das Thema gerade ansprechen, oder ist das schon grenzwertig?“)
    – Arbeitknapphaft abschaffen durch: tun, was man wirklich will ( wenig konkret herausgearbeitet)
    – Toggle-Karte jährlich ( wann wo Regierungen evtl. gestürzt werden könnten)

    Das sind schon wesentliche Aspekte, die genannt worden sind.
    Ich fand es bemerkenswert, wie Herr Jebsen Mühe bekam, die Gäste einzufangen, welche „davon galoppieren“ wollten, an manchen Stellen.
    Es spricht für die Lebhaftigkeit der Diskussion.

    Und genau so etwas ähnliches schrieb ich vor einiger Zeit auch schon:

    Es ist schwer, eine konkrete Lösung für etwas zu finden, was noch keinen Namen hat.

    Beispiel: die meisten Menschen wissen, wie ein Apfel aussieht. Und das er im Englischen Apple heisst, vermutlich auch.

    Wie aber sieht der „Apfel“ mit dem Namen „Feindbild“ aus?

    Das ist ganz unterschiedlich. Das ist auch in der Diskussion deutlich geworden.

    Grob gesagt: Frau Hecht-Galinski sieht Israel als eine Art „Feindbild“ an, Herr Wisnewski benennt evtl. Geheimdienste ( das „Unbewusste in der Gesellschaft“ ) als eine Art Feindbild.

    Herr Lenz sagt, wenn es um ein Feindbild ginge, dass es der eigene Mensch selbst ist.
    – Herr Rothfuß sieht evtl. ein Feindbild in der Art, dass es auf die Wachsamkeit ankommt, damit die Mechanismen erkannt werden können, mit denen die Feindbildgenese funktioniert ( Toggle-Karte)

    -> ich komme wieder zu Watzlawick: Wer von allen im Studio hat mit seiner Feindbild-annahme Recht?

    Wie wirklich ist die Wirklichkeit ?
    https://www.youtube.com/watch?v=f-Xwyk9QuKs

    Die Folgefrage kann dazu lauten: wessen Feindbildannahme lässt sich am besten entzaubern, oder auflösen?
    – wer hat das bessere „Feindbild-Verständnis“, damit es transformiert werden kann?

    Mir persönlich hat die Aussage von Rüdiger Lenz gut gefallen. Er hat es zwar , im Zuge der lebendigen Diskussion, wenig konkretisiert ( aus meiner Sicht) , aber es ist auch die Richtung, welche ich als Lösungsansatz verfolge.
    Laotse meint(e) dazu:

    Wer andere bezwingt, ist kraftvoll.
    Wer sich selbst bezwingt, ist unbezwingbar.

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=26

    In dem Moment, wo ich nämlich beginne, bestimmte „Positionen“ meines Gegenübers ( ehemals „Gegners“) unter bestimmten Gesichtspunkten nachzuvollziehen, wird der Begriff hinfällig.

    Ein Feindbild ist so etwas wie Pro- oder Contra.

    Eine Abspaltung, innerhalb der Wortwahl schon. Feind / Freund.

    Sobald ich etwas getrennt von mir sehe, lässt sich dies nicht mehr lösen. Weil es am Gegenüber liegt. In meiner Vorstellung von „Feind“. Sobald ich hingegen unterschiedliche Verständnispositionen einnehmen kann, um zu verstehen, lässt sich vielmehr etwas gemeinsames erkennen, woran gearbeitet werden kann ( z.B. das Menschsein ansich)

    Laotse hat einige bemerkenswert zeitlose Sätze gesagt:

    “ Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist.
    Tue das Große da, wo es noch klein ist.
    Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.
    Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.“

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=5

    Wer nicht auf das Kleine schaut, scheitert am Großen.

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=18

    Damit hat Laotse schon gesagt, dass es wichtig ist, im Kleinen zu beginnen. Bei sich selbst zu beginnen, um etwas großes zu verändern. Um die Welt friedlicher zu machen, ist es wichtig, selbst friedlicher zu sein und zu werden.

    Was ich letztlich daraus für mich ableite: Überwindung der Dualität, dies erklären auch die Zitate:

    Das sind die besten Führer, von denen – wenn sie ihre Aufgabe vollendet haben – alle Menschen sagen: „Wir haben es selbst getan.“

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=14

    Die Unterschiede als Gleichheit zu betrachten, das ist die wahre Größe.

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=24

    Der schlechte Mensch ist dasjenige, woran der Gute zu arbeiten hat.

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=24

    Sobald ich etwas bei meinem Gegenüber als feindlich erkenne, brauche ich zunächst diese Fähigkeit der Bewertung.
    Ob dies anerzogen wurde, kulturell oder persönlich bedingt – letztlich bewerte ich mein Gegenüber.
    Die Kriterien, wonach ich das bewerte, kommen von mir selber.
    Sie entstehen aus mir selber.

    Ergo kann ich auch etwas tun, dass sie sich verändern können, oder sie überdenken. Daher das Zitat: “

    Starrheit ist ein Begleiter des Todes,
    Geschmeidigkeit ein Begleiter des Lebens.

    – es meint ( so verstehe ich es), Beweglichkeit / „Geschmeidigkeit“ im Geiste und Körper ist wichtig, um offen zu sein für die Welt. Für dynamische Prozesse und Gedanken der Welt, ist die „Geschmeidigkeit“ wichtig.

    Sobald ich beginne, einen „Feind“ zu finden, bekomme ich ein Hindernis :

    Für Glück und Unglück im Schicksal des Menschen gibt es keine Hintertüren; sie kommen, wie die Menschen selbst sie rufen. Auf Gut und Böse folgt deren Vergeltung, wie der Schatten dem Körper folgt.

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=21

    Konsumverzicht, auch ein Thema des Vortrags gewesen, hat Laotse so beantwortet:

    Die Aufhebung der Wünsche bedeutet Ruhe.

    http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2236_Laotse&seite=19

    Also letztlich geht es um die Aufhebung von Unterschieden im Verständnis. Das finden gemeinsamer Standpunkte beim anderen Menschen, vormals „Feind“ oder „Feindbild“ genannt.

    Das gelingt viel leichter, wenn ich selbst offen in meiner Sichtweise bin und mir gerne auch andere Meinungen und Sichtweisen anhöre.

    Mich evtl. begeistern und ermutigen lasse.

    Ich komme zu Gerald Hüther:

    „Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“

    Gerald Hüther

    http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org/

    Das ist auch mein Anliegen. Deswegen : Herzlichen Dank an das Team von KenFM für die tolle Sendung Postionen, wo es schon bei den Gästen gemeinsame Punkte gab, aber auch solche, die ungern aufgegeben werden wollten von einigen.

    Und wo jemand ungern etwas aufgibt, daran hält er fest. Woran er festhält… das ist Starr. Und Starrheit steht für Tod ( lt. Laotse), „Geschmeidigkeit“ hingegen für Leben.

    Das ist sogar in der Diskussion mit Frau Hecht-Galinski doppeldeutig gewesen. Sie sieht keine Lösung und hat ein festes Feindbild. Laotse hat somit zurecht etwas sehr weises gesagt.

    Ich bin sicher, es wird noch genügend Menschen geben, die ähnlich wie in „Positionen“ im Forum, oder anderswo zunächst Anerkennung von Aussen (= tiefes Verständnis für Ihre Argumente) möchten, bevor sie es im Innern bei sich selber sehen und erst im nächsten oder übernächsten Schritt auch dazu übergehen können, bei dem Feind Gemeinsamkeiten zu suchen.

    Denn sobald der Fokus auf Gemeinsamkeiten ist, bin ich neugierig. Dann möchte ich vielleicht wissen: wenn das schon ähnlich bei der Person ist, was gibt es denn noch, was uns verbindet.

    Und so lässt sich das Feindbild allmählich abbauen und auch entledigen. Denn über Gemeinsamkeiten ( global gesehen) lässt sich Kooperation im nutzvollen, globalen Sinne gestalten.

    Ich bleibe Optimist. 🙂

  85. Nun stilisiert sich die Frau auch noch als Feindbild, was sie cauvinistisch auszuhalten prahlt. Wow – eben wie ‚Israel‘.

    Die Frau hat nicht das Rückgrat vor sich selbst, sich selbst zurückzunehmen.

    Wahnsinn.

  86. „Nein, nein, wenn ich schon beide Seiten höre…“ und das in einer Sendung, wo es um Feindbilder geht.

    Bitte keine Frau mehr einladen. Das ist einfach nur übel. Wieviel Worte ohne übergriffiges Reingequatsche.
    Für wen hält sich diese Frau – dass sie meint, über andere zu stehen, und ständig, gefühlt nach jedem dritten Wort ihre geifernde Stimme erhebt.

    Völlig borniert und unflexibel in ihren Gedanken. Wer seine Stimme auch nicht einmal abschwächen kann, um eine Ergänzung oder einen Einwand anzubringen, sondern immer nur die Stimme ichzentriert erhebt, der ist auch gedanklich nicht in der Lage, sich etwas zurückzunehmen, und den anderen zuzulassen (außer er hat gerade die richtige Meinung.)

    Übel, diese Frau. (Und das machen viele Frauen, sich mit ihrer gedanklichen und stimmlichen Ichzentrierung auf das Ego zu stellen, wenn keine objektiven Argumente zur Hand sind.)

    Doch doch doch: Feinbilder zu überwinden heißt, die Bedürfnisse hinter dem für mich falschen zu akzeptieren und nach einer Form suchen, die beide befriedigt und sein lässt. Auch bei Pegida, auch bei Israel.

    • Ich muss zugeben, auch ich fand Frau Hecht-Galinski an mehreren Stellen anstrengend, wenn nicht gar unerträglich. Sie wirkte festgefahren in ihrer Meinung und ließ irgendwie auch keine anderen wirklich zu. Feindbilder – das gab sie ja aber auch zu und stand offen dazu – gehörten für sie dazu. Genau das hat man deutlich gemerkt und machte es für mich dann auch schwer, ihr zuzuhören, ohne ihr gedanklich sofort zu widersprechen.

      Der Schluss „Bitte keine Frau mehr einladen“ ist jedoch übertrieben. Das ist pauschalisiert und unfair gegenüber allen anderen Damen, die mit Sicherheit eine vortreffliche Diskussionsrunde abgeben würden 🙂

      Eine Kritik muss ich jedoch auch an Ken Jebsen loswerden:
      Man konnte den leichten Konflikt (ich weiß gerade nicht, wie ich es passend beschreiben sollte) zwischen Jebsen und Hecht-Galinski durchaus spüren. Da war der Kommentar, dass es schon im Vorgespräch gegensätzliche Meinungen gab, dass sich die beiden in der Griechenland-Hilfe nicht „einig sind“ und einiges mehr. Aber mehrfach viel der Vorwurf, dass all ihr Reden den Palästinensern ja noch keinen Bodengewinn gebracht hätte. Das fand ich im Nachhinein schon etwas gemein.
      Möglicherweise sollte das nur in eine Richtung lenken, vllt zum antworten und reagieren zwingen und war nicht so gemeint, aber gerade Ken Jebsen als Redakteur und Journalist, der sich auf die Fahnen schreibt, den Menschen wieder das eigene Nachdenken beizubringen und dies mit den Waffen Wort und Schrift tut, sollte es anderen dann nicht krumm nehmen, wenn die es ebenso tun.
      Wissen ist Macht. Und das Wissen darüber, dass im Palästina-Konflikt überhaupt was schief läuft, ist schonmal wichtig genug. Es braucht Leute wie Frau Hecht-Galinski, die überhaupt Informationen und Meinungen (und Feindbilder^^) liefern, damit man sich weiterbilden kann. Nicht jeder kann (und möchte) auch direkt Dinge verändern (wie zB Griechenland-Hilfe oder der Bericht über die Hilfslieferung an Palästina via Boots-Tour). Frau Hecht-Galinski liefert hier also gute Arbeit, wenn auch wirklich etwas starr und dickköpfig, möglichicherweise sogar etwas zu verbohrt (bzw ich-zentriert).

      Am Ende würde ich mit den Worten von Rüdiger lenz sagen, da saßen 4 Menschen (bzw 5) und nicht 3 Herren und eine Dame, die wirklich vortrefflich miteinander diskutiert haben 🙂

    • Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. 😉

      Oder anders gesagt, „Keine Frauen mehr in der Sendung“ würde ich als : „klassisch in die eigene Falle getappt“ bezeichnen. Alle Frauen auszugrenzen ist, wenn es nicht so lächerlich wäre, fast komisch, da es ja gerade um das Thema „Feinbilder“ geht. Aber so ist das eben oft. Wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt, erkennt man seine eigenen Schattenseiten. Genau das, was Frau Hecht-Galinski in ihrer, ihr zugegeben eigenwilligen Vehemenz unbeirrt und ohne Kompromissfähigkeit (obgleich ja für eine gute Sache) gebetsmühlenartig vorträgt, entspringt dem gleichen Geist, welcher Ihren Ausführungen zu Grunde liegt, nämlich der Unfähigkeit Andersdenkende nicht einzuschließen, sondern Wege zueinander/ miteinander zu suchen.

    • Es geht ja nicht darum Frauenthemen oder Frauenbedürfnisse nicht zu Wort kommen zu lassen – die Dauerbeschallung in den Medien sind ja kaum zu überhören, und es gibt wohl kaum kein ‚Feuchtgebiet‘ mehr, welches nicht public vorgetragen und problematisiert worden wäre – sondern es geht darum, dass der Ruf nach Frauen themenlos erfolgt ist, also im Grunde sexistisch davon ausgeht, das wäre nötig.

      Darauf als Antwort auf meine Bitte: Lasst Frauen einfach draußen. Und wenn es ‚weibliche‘ Themen zu erörtern gäbe, dann gibt es genug Männer, die auf feminin machen.

    • Das ist jetzt ein Scherz, oder?
      Was ist denn am Thema „Feindbilder“ männlich? Ich habe das Buch „Feuchtgebiete“ zwar nicht gelesen, kann aber nicht nachvollziehen, was daran wiederum typisch weiblich sein soll. (außer die Autorin)
      Was bitte sind Frauenthemen?
      Ich hoffe für Sie, und für das Niveau unseres Austausches hier, dass nicht Kinder, Familie, „Feuchtgebiete“ gemeint sind. Als Künstlerin, als Mensch, ist diese Kategorien für mich absurd. In Ihrer Lolgik sollte ich mir dann wohl besser auch „Frauen – Gesprächsrunden“ ansehen. Anders ist Ihre verbale Ungereimtheit für mich nicht zu verstehen. Sind hier vielleicht heimliche „Feindbilder“ am Wirken?
      Dann versuche ich mich mal im lösungsorientierten Sinn, nicht persönlich angegriffen zu fühlen und bitte Sie, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass ich in der Lage bin, den Themen der Gesprächsrunde nicht nur folgen, sondern sogar eine eigene Haltung und Meinung zum Thema vertreten zu können.

      Ich kenne Frauen, die zu dieser Gesprächsrunde exzellente Beiträge hätten beisteuern können. Von Frau Hecht- Galinski auf den Rest der weiblichen Menschheit zu schließen finde ich gelinde gesagt, SIMPEL.

    • Nur keine Aufregung. Natürlich sollte man nicht von einem Teil auf das ganze schließen.

      Aber man kann es trotzdem einfach tun, und zwar nicht ganz grundlos. Gerade als Künstler sollten Sie das verstehen können, dass es manchmal sogar (auf eine andre Weise) Sinn macht, etwas widersinniges, wie einen Stein des Anstoßes, zu behaupten.

      Es geht ja mit diesem Kommentar (für jeden Menschen ja klar ‚absurd‘ geschlussfolgert) um die Brechung einer anderen (nicht so klaren) Absurdität, nämlich um die Forderung und die Tatsache, warum es überhaupt erwähnenswert ist, endlich einmal eine Frau eingeladen zu haben, oder mehr Frauen einzuladen.

      Kurz: wer ‚Frausein‘ als wesentlichen Aspekt eines Gesprächspartners fordert, der sollte Frauenthemen ansehen, wo diese Qualifikation dann wirklich essentiell ist.

      Hier hatte man endlich eine Frau, und der gewünschte (eigtl in der Sache völlig unwichtige) Aspekt Frausein ging (hinsichtlich der eigtl unwichtigen Form) so richtig nach hinten los.

      Soviel zur Auflösung und einem besseren Verständnis, warum man auf die Forderung nach Frauen bei Positionen widersinning aber doch sinnvoll schreiben kann: bitte keine Frauen mehr einladen.

    • Zu: Bitte keine Frau einladen …. & Übel…..

      Geb dir recht, Sie kann’s nicht lassen und kommt immer wieder auf Ihr Lieblingsthema zurück – doch pauschal Frauen aus der Diskussion auszuschliessen,… da möchte ich nicht wissen, wie ihr Weltbild aussieht.
      In Gemeinschaft leben, heisst genau solche – Ichzentrierte Menschen – auch Raum zu geben und auch jene als Menschen zu sehen,
      Pauschale Verurteilungen – da beginnt das Feinbild,…..

    • Ich fand es sehr gut das Frau Hecht-Galinski in der Sendung war und wuerde es begruessen sie noch mal in Positionen zu sehen irgendwann… Warum? Ich erkenne ihr handeln und ihre art zu argumentieren an mir selber… ich habe aber den vorteil das ich noch nicht solange dabei bin mich um politik und weltgeschehen usw zu informieren… ich konnte aus der sendung fuer mich selber sehr viel mitnehmen und mein eigenes handeln ueberdenken und mich selbst reflektieren, was mir leichter faellt weil ich ja noch sozusagen ein frischling bin… fuer sie ist es viel schwieriger weil sie schon so lange dabei ist… ich bin mir sicher das sie nach der sendung fuer sich selbst vieles mitnehmen konnte und dazu lernen konnte… warum will man ihr nicht die chance geben dazu zu lernen? Warum wollen einige ihre keine chance geben nach solchen persoehnlichen erfahrungen in einer sendung sich selbst zu reflektieren und ueber dinge nachzudenken die fuer sie vielleicht undenkbar gewesen waeren vor der sendung? Ich finde es gut das sie da war und vielleicht irgendwann noch mal wieder anwesend ist… lg

  87. Für Mich zum Beispiel ist es sehr schwierig die Schweigespierale zu durchbrechen. Ich lebe im Westmünsterland und hier sind konservative Denkmuster stark verbreitet(viele CDU wähler). Ich stehe mit dem Wissen welches ich mir durch Kenfm angeeignet habe oft alleine oder mit starker Skepsis dar. Ist sehr schwierig da GUTE Argumente zu bringen. Ich nenne es oft den Stacheldraht in den Köpfen der Menschen zu kappen ist echt verdammt schwer. Manchmal echt frustrierent und es macht mich auch wütend. Ich habe den Eindruck dass echt noch viel zu wenig Menschen hinterfragen und jedes Feindbild annehmen. Da finden sich auch immer schnell alle möglichen Negativbeispiele zusammen. Ich hoffe wirklich dass Kenfm noch viel bekannter wird und sich auch noch viel stärker auf Kleinstadt und Dörfer ausdehnt.Aber interesse ist da denn die Free 21 Zeitung wird gerne genommen aber leider nur genommen und nicht selbst abboniert. Mein Appell an euch haltet Vorträge in Dörfern und Kleinstädten. Kommt doch mal nach Vreden:-)
    Danke Kenfm-Team tolle Arbeit super Sendung Daumen hoch

  88. Kompliment für diese Sendung. Darf man Euch für den Grimme-Preis vorschlagen?

    Zum Thema:
    Langsam wird der Planet zu klein für über 7 Mrd. Menschen. Da sind Feindbilder eine notwendige Konsequenz. Wir bauen Barrikaden und sehen zu wie sie sich vor unserer Haustür zerfleischen. Läuft doch gut für uns, wenn wir unsere Waffen loswerden und noch ein paar Rohstoffe dabei abfallen. Wer jetzt nicht mit sonderlich viel Empathie und Nächstenliebe ausgestattet ist, hat keinen Grund sich zu erheben.

    Die Natur hat uns zum Feind gemacht, uns mit Gier, Machtbesessenheit, Hass aber auch Existenzängsten ausgestattet. Nach dem Motto: Schlage den Feind mit seinen eigenen Waffen. Wer kann es ihr auch verübeln, so wie wir sie ausbeuten.
    Ergo, erst wenn wir unsere Natur überwunden haben, schwinden die Feindbilder. Auf ins Gefecht!

  89. Hinter der ersten Folge, einer der interessantesten.
    Gespannt konnte ich den Gästen folgen, wobei Frau Hecht-Galinski sehr erfrischend wirkt. Mit meinen sechzehn Jahren kann ich sagen, vielen Jugendlichen ist Politik auch zu kompliziert und sicher, da gebe ich einen der Gästen Recht, die Spannung und das Interesse dahinter zu finden, ist schwierig. Dabei spielt die Bildung in den Schulen auch eine wichtige Rolle! Und dieser Rolle wird leider zu Teil, dass das selbstständige Denken unterdrückt wird. Auch das kritische Nachfragen und das kritische äußern einer Meinung in politisch gesellschaftlichen Schulfächern wird oft pauschalisiert oder entkräftet. Das macht mich traurig.
    Danke KenFM für eure Arbeit, ich folge euch sehr gern!

  90. Was Herr Rothfuß bei Stunde 2:41 vorschlägt – Konvoi Deutschland/Moskau/Berlin – finde ich sehr konstruktiv. Wenn „nur“ 100 Mitmacher zusammenkommen, könnte das schon ein wirkungsvolles Zeichen setzen.

    Wer weiß ob das nächstes Jahr überhaupt noch möglich ist…

    • Ich fand die Idee auch ganz hervorragend. Wer weiß, ob nicht noch solche Zeiten kommen, wo Russland uns Deutsche gar nicht mehr reinlassen möchte. Aber alleine nach Russland reisen, wäre mir zu abenteuerlich. Daher würde ich mich gerne einer Gruppe anschließen wollen.

    • Wo gibt es Infos zum Konvoi? Wo gibt es mehr Infos über Russland, nicht so sehr über die Politik, mehr Infos über die Menschen dort in den Städten und auf dem Land, also ganz normale Dokus auf deutsch?

  91. bin begeistert. So viele unterschiedliche Meinungen und trotzdem sehr konstruktiv. Rüdiger Lenz stimme ich vollkommen zu, dass es keine Erzieher braucht sondern Begleiter. Die Grundlagen werden in der Kindheit gelegt. Die Idee von Dr. Reiner Rothfuß eine Plattform zu schaffen, die schon alles im Voraus erklärt, bzw. warnt, dass wieder ein Regime Change ansteht, kann ich nur zustimmen. Das wäre eine echte Revolution. Die Idee von Herrn Wisnewski die Hintergründe der Geheimdienste aufzuklären fand ich auch sehr einleuchtend. Frau Hecht-Galinski verharrt leider zu sehr auf ihrem Thema und kann sich nicht an anderen Themen, die aufgegriffen wurden, beteiligen. Das ist sehr schade. Ich würde ihr wünschen sie könnte sich da mehr öffnen und auch mehr auf andere Dinge einlassen.
    Ken Jebsen als Moderator – tut genau das was wir nicht mehr kennen, die Menschen ausreden lassen.
    Habe inzwischen einen Dauerauftrag an ihn und ein Abo bei Free21.
    Kann nur jedem empfehlen, das in seinem Umkreis zu verbreiten.
    Wir erleben im Moment eine Medien-Revolution. Und das ist sehr wichtig, das zu unterstützen.

    • „Habe inzwischen einen Dauerauftrag an ihn und ein Abo bei Free21.
      Kann nur jedem empfehlen, das in seinem Umkreis zu verbreiten.“
      Ich auch! Eine Materialisierung der eigenen Erkenntnis ist der erste Schritt, um auch andere zum Denken anzuregen.
      „Frau Hecht-Galinski verharrt leider zu sehr auf ihrem Thema und kann sich nicht an anderen Themen, die aufgegriffen wurden, beteiligen. Das ist sehr schade. Ich würde ihr wünschen sie könnte sich da mehr öffnen und auch mehr auf andere Dinge einlassen.“
      Stimme ich zu ,aber das tiefe Leid der Menschen(Palestinenser) hat Sie sehr stark geprägt.
      Für mich ist es Wichtig ,dass sich kontroverse Meinung aneinander Reiben.
      Dadurch kann ich mir besser ein eigenes Bild machen, als wenn alles ähnlich klingt.
      MFG LB

  92. Wie sie immer wieder Rüdiger Lenz’s Aussagen als Heile-Welt-Tralala abtun, doch selbst letztendlich das Gleiche machen, nur nicht so tiefgründig.
    Lenz hat auf jeden Fall Recht damit, dass Frieden von einem selbst kommen muss. Außerdem, dass man Feindbilder nicht braucht. Und Wisnewski hat natürlich auch Recht: Es gibt ständig Leute, die einen blockieren und unterwandern, ab einem Punkt ausschalten (Herrhausen), um das System aufrechtzuerhalten.

    Ich weiß: Feinbilder braucht der Mensch nicht.
    Es gibt viele Menschen, die ohne auskommen. Auch ganze Gegenden.
    Doch überall, selbst am friedlichsten Ort auf der Welt, können Feindbilder entstehen (z.B. wegen Neid). In dieser Gesellschaft/System sind sie aber systematisch, großflächig verbreitet. Und jeder muss sich damit auseinandersetzen.

  93. Zum Thema Feindbilder:
    Ich vertrete ebenfalls die Meinung von Rüdiger Lenz, dass der Mensch kein Feindbild braucht bzw. es besser ist, wenn man keines hat. Gegen eine gesunde Konkurrenz oder Rivalität zwischen Menschen und Gruppen ist nichts zu sagen, sondern eher wünschenswert. In dieser Bedeutung jedoch von „Feindbildern“ zu sprechen wäre völlig überzogen. Die Begrifflichkeit kommt offensichtlich aus einer Kriegssprache heraus, wer also gegen Kriege ist sollte auch gegen Feindbilder sein. Wer etwas anderes mit dem Begriff ausdrücken will, sollte andere Wörter benutzen.

    Es ist elementar wichtig, dass jedes Individuum sein Glück und seine Zufriedenheit auch zu einem guten Stück über das Glück und die Zufriedenheit seiner Mitmenschen definiert. Die logische Konsequenz daraus ist, dass man sich so verhält, dass die Auswirkungen individueller Handlungen, sowohl positiv auf sich selbst als auch auf andere auswirken. Es ist für mich erschreckend, dass ich eine solche Lebenseinstellung bei den wenigsten meiner Mitmenschen wirklich erkennen kann. Tatsächlich kommt hier wohl dem Bildungsystem eine wichtige Rolle zu, eine derartige Lebensphilosophie unseren Kindern zu vermitteln.

    • Ich kann dem nur zustimmen.
      Glücklicherweise wird in der Reformpädagogik ja auch heute schon großer Wert auf die Begleitung (anstatt ‚Erziehung‘) von Kindern und die Entfaltung ihrer Begabungen gelegt.

      Ich glaube auch, dass wir in uns und mit uns selbst den inneren Frieden finden müssen, den wir als kleine Kinder einfach hatten bevor wir, ich nenne es mal ‚gesellschaftlich erzogen‘ wurden, um wirklich friedvoll miteinander umzugehen. Meinungsverschiedenheiten/Konflikte wird es immer geben, aber die Kunst ist es eben sie friedlich und ehrlich zu lösen.

      Was ich unglaublich bereichernd finde bezüglich der Offenheit gegenüber Fremdem, ist Reisen. Wenn ich ein Land mit seinen Menschen und seiner Kultur kennenlerne, mit den Menschen spreche und mich austausche, bin ich nicht mehr so anfällig dafür, mir ein Feindbild überstreifen zu lassen. Mich hat das Reisen zu einem offeneren Menschen gemacht und ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen mit Menschen aus anderen Kulturkreisen.
      Deshalb finde ich auch den Vorschlag mit dem Schüleraustausch sehr konstruktiv. Ich hatte das Glück an einem Schüler-Austausch mit Moskau teilzunehmen und ich möchte dieses Erlebnis nicht missen.

    • Ich verstehe unter gesunder Konkurrenz und Rivalität, z.B. dass zwei Parteien versuchen jeweils selbst in etwas besser zu werden, um dem Gegenüber in nichts nachzustehen bzw. ihn vlt sogar zu übertrumpfen. Dabei aber keiner das Ziel hat den anderen auszuschlaten oder auf der Strecke zu lassen. Kurz und knapp: das Ergebniss ist eine Win-Win Situation.

    • Sexismus heute ist schon durchaus männlich, aber vielleicht auch nur auf Grund der einseitigen Machtverhältnisse. Was würde denn passieren, hätten wir ein Matriarchat? Niemand weiß das. Was man allerdings sagen kann ist, dass Macht immer auch zu Mißbrauch führt, unabhängig davon, wer nun die Macht innehält. Was liegt deshalb näher, als Macht zu dezentralisieren?

    • Erstaunlich ist doch, dass bereits die Tatsache, Frauen und Kinder zuerst, bereits sexistisch gegen den Mann gerichtet ist, und zwar soweit, dass dies _noch nicht einmal beklagt(!!)_ wird, für den Schutz von Frauen und Kindern ausgebeuteten Opfer, nämlich Männern.

      Und dann nehmen wir das kulturelle Beispiel, dass eine Frau dem Mann gehört – na klar, wenn der Mann dafür ungefragt und ohne Chance mit Vier Zeugen aus sein Verpflichtung zu kommen, sein Leben einzusetzen hat.

      Dann ergibt sich nämlich folgendes Bild: Die Frau Mag dem Mann untergeordnet sein, der Mann aber ist der Gesellschaft, dem Staat untergeordnet, und muss dafür sogar , ohne Chance auf Verhandlung mit vier Zeugen, sein Leben lassen, er gehört also über die Gesellschaft dem Schutz der Frau. Und dann ist der Kreislauf geschlossen.

      Gerne bin ich als Mann bereit diesen Kreislauf umzudrehen: Frauen in den Krieg, zur Polizei, zum THW, Feuerwehr, Bergbau, Frauen in den Verteidigungsdienst, Frauen im Verteidigungseinsatz physisch und psychisch verkrüppeln, Frauen verantwortlich für die Finanzen zu Hause, und gerne Mann und Kinder zuerst.

      Was ist denn bitte in dem Beispiel die Vergewaltigung mit wenigstens geringer Chance auf Prozess mit Risiko auf Peitschenhiebe gegen die totale Vereinnahmung des Mannes für alles und jeden, der seinen Militärdienst nicht mit vier Zeugen entgehen kann, der millionenfach in Gräber liegt?

      Geht’s noch?

      Patriarchale System bedeutet Verantwortung und Pflicht für alles und jeden (eben auch für Frau und Kinder), gesellschaftlich wie privat, wird ausschließlich Männern auferlegt. Faktisch ist der Mann das Nutztier für alles, und wenn dann die Frau demjenigen untergeordnet ist, der für all das zu sorgen hat, dann ist das ja auch faktisch richtig. Denn die Frau bekommt für die geschrieben Unterordnung im privaten die totale Unterordnung des Mannes für das privat-finanzielle und gesellschaftliche Unterordnung des Mannes zurück.

      Millionen tote Soldaten wären liebend gerne zuhause geblieben. Wenn dafür Frauen zum Dienst einberufen worden wären.
      Sarkastischer aber höchst-wahrer Sarkasmus: tote Frauensoldaten hätten dann nicht das Schicksal der Vergewaltigung zu erdulden gehabt: Das wird nämlich nie gefragt: was denn alternativ zur Disposition steht, was alternativ Männer zu erdulden hatten.

      Frauen sollten froh sein, nur vergewaltigt und nicht getötet oder zum Töten gezwungen worden zu sein.

      Nochmal:
      Die Frau mag dem Manne untergeordnet sein, aber über die Gesellschaft ist der Mann der Frau untergeordnet: Frauen und Kinder zuerst.

      Das ist weiblicher Sexismus, über die Gesellschaft gegen Männer.

    • @Bert: Sexismus ist Diskriminierung, die auf das Geschlecht bezogen ist. Der Spruch „Frauen und Kinder zuerst“ ist nicht diskriminierend gemeint. Es geht dabei um den Erhalt der Menschen. Oderanders gesagt:
      Glaubst du, dass Kinder ausschließlich weiblich sind?

      Das was du dann über das Patriarchat schreibst ist mehr oder weniger eine Rechtfertigungsstrategie, wonach der Vater sich aufopferungsvoll in die böse Welt stellt, um der Familie das Geld nach Hause bringt.
      Viel besser wäre es, wenn man sich dem nicht unterordnen würde. Aber das ist systemisch bedingt und hat keinen konkreten Anhaltspunkt zu einer Diskriminierung.

    • @YesWeKen
      Vielen Dank für Ihr vorzügliches Beispiel an Verleugnung und Rechtfertigung gesellschaftlicher Diskriminierung und Ausbeutung von Männern.

      „Sexismus ist Diskriminierung, die auf das Geschlecht bezogen ist. Der Spruch „Frauen und Kinder zuerst“ ist nicht diskriminierend gemeint. Es geht dabei um den Erhalt der Menschen. Oderanders gesagt:
      Glaubst du, dass Kinder ausschließlich weiblich sind?“

      Ach so, dann ist wohl der Spruch ich liebe dich bei einer Vergewaltigung auch als Liebesakt und als Fortpflanzung gemeint. Wow! Was für eine Rechtfertigung.

      Gegenfrage: Wer bleibt denn übrigen, um dafür zu sorgen, dass Frauen und Kinder zuerst?
      Richtig, ein Geschlecht, ausschließlich das Männliche.

      Und wenn es wieder heißt für Vaterland, Familie, Frau und Kinder: dann sind es Männer (und männliche Kindersoldaten).

      Wenn das keine Diskriminierung (Zwang zum Töten, Zwang zum Kanonenfutter) sein soll, dann ist es auch nicht wert, über weibliche Diskriminierung zu reden, dann braucht man überhaupt nichts mehr bedauern, dann braucht man es einfach verleugnend an millionenfach faktischen Toten, tausenden Soldaten etc. vorbei nur ‚Rechtfertigung‘ zu nennen, wie Sie es tun.

      Wie kann man es sich nur so lapidar einfach machen, eine faktische, gesetzliche und gesellschaftliche Aufopferung (— auf- o p f e r n —) männlicher Personen für nichtig zu erklären?

      Dann brauchen wir das Aufopfern weiblicher Unterordnung gar nicht mehr zu reden. Wir sagen einfach ironisch-sarkastisch, wie Sie es tun: dann muss die Ehefrau aufopferungsvoll den fortpflanzungsbedingten Beischlaf mit dem bösen bösen Ehemann vollziehen.

      Aber Danke. Das ist ein vorzügliches Beispiel, dass Diskriminierung eine sexistischer Vorwurf bleibt, weil er die Nichtberitschaft einschließt, auch männliche Ausbeutung und Diskriminierung anzuerkennen.

      PS: Wissen Sie, es ist überhaupt keine Kunst, chauvinistisch etwas umzudeuten und zu verleugnen. Das ist eigentlich der erste primitive Verleugnungsreflex, den jedes Kind perfekt beherrscht: Augen zu und es gibt die böse böse Welt nicht mehr. Was kümmert da die Wirklichkeit – auf die Deutung kommt es an.
      Deswegen wird auch nur männlichen Knaben die religiöse Umdeutung bei Genitalbeschneidung zugemutet.

      Dank solcher zutiefst _patriarchalen_ Argumentations’künste‘, wie Sie sie eben ganz lapidar vollzogen haben: Denn es ist schon so verinnerlicht, dass der Mann sich um das gesellschaftliche Wohlergehen/Fortbestehen aufzuopfern und zu ver_gewalt_igen hat, dass diese Vergewaltigung selbst schon als Gegenargument für Vergewaltigung wird.

      Ist Ihr Kommentar nicht ein Lehrstück patriarchaler Gewalt gegenüber Männer? Ich denke schon.

    • Hallo Bert,
      ich denke dass wir nicht unterscheiden müssen, ob jetzt Frauen oder Männer die besseren Menschen sind. Mann und Frau bilden zusammen als Yin und Yang eine Einheit, ein Ganzes. Sie ergänzen sich ideal. Kinder werden am Besten von Frau UND Mann erzogen.
      Gemeinsam kommen wir viel weiter als jeder für sich. Das sagt auch Professor Hüther.
      Mann und Frau sollen mit Hilfe der Medien auch gespalten, voneinander getrennt werden wie so viele Dinge in den letzten Jahrzehnten.

      Ein netter Blogartikel über die „neue“ Rolle des Mannes und die Zukunft für die Menschheit:

      https://exopermaculture.com/2016/02/13/beyond-doomerism-let-us-lean-into-the-future-that-we-choose-with-every-heartbeat-every-breath/

    • Die Männer sind also untergeordnet, indem sie oben stehen und für Frauen&Kinder die Verantwortung tragen müssen? Während sie stets das letzte Wort haben und Frauen nach Ihrer Pfeife tanzen lassen, ihren Frust an ihnen auslassen können? (Wenn man schon bei den typischen Bildern bleibt).
      Und vergewaltigt zu werden ist weniger schlimm fürs Opfer, als erschossen zu werden? Für was würdest du dich entscheiden? Erst das Eine, dann das Andere?

      Es gibt eben typische geschlechtsspzifische Bilder in der Gesellschaft. So unterschiedlich werden auch schon kleine Jungen und Mädchen behandelt.

      Dass der Mann in der Regel vorne steht und die Entscheidungen trifft, würd ich jetzt nicht zu seinem Nachteil gegenüber Frauen auslegen.
      Wenns ihm reicht, ist er weg. Samt Wertsachen und Rentenanspruch.

    • Wow. Ja, man sieht, wenn der Form nach etwas existiert, braucht man über wahre Machtverhältnisse und Ausbeutungsverhältnisse nicht mehr zu suchen.

      Ja, wieder ein Beispiel, wie wenig Empathiebereitschaft gegenüber Männern vorherrscht.

      Da kann der Soldat aber zur Granate sagen: Halt! Ich habe im Privaten das letzte Wort. Hinweg mit dir. Ja ich glaube auch, so wird die Realität sein.

      Und zum Manager sagen wir in der Gehaltsverhandlung: Hei, du, du hast das letzte Wort und Verantwortung, das wirst du doch keine Gegenleistung erwarten.

      Und zur Frau sagen wir: Hei, du hast nicht das letzte Wort, warum gibt es dann soviel Schmuck, Kleider für Frauen, und warum hast du dann die Hosen an?

      Und wenn die Frau sagt, sie hat Bock zum Führerschein, sagt der Mann, ich muss erst irgendwelche fremden Leute, die ich nur schriftlich erreiche, in einer bestimmten Form, in irgeneinem öffentlichen Büro überzeugen, und auf deren letztes Wort warten, ob ich nun Monate lange zur Waffe ausgebildet werde oder nicht.

      Ja, das letzte Wort, das ist Brief und Siegel für unbescholtenes Leben und Recht auf den eigenen Körper, Recht auf Unversehrtheit. Das kann man auf keinen Fall anders als die pure Glückseligkeit deuten. Da ist der Beruf, das Einkommen (natürlich glückselig zu teilen) selbstverständlich keine Plage. Die Bauarbeiten, die Tschernobyl-Männer, die Fukushima-Männer die strahlen vor Glück, weil sie das letzte Wort haben, (aber nicht bei Frauen, weil die gesunde Kinder haben und ein maximiertes Auskommen und Absicherung haben wollen). Aber hei, mit dem letzten Wort, ist das alles mit einem Wort erledigt:

      Männer brauchen kein Mitgefühl.

    • Genau, Männer brauchen kein Mitgefühl. Schlimmer noch, sie sollen auch keins haben.

      Mit letztem Wort (als Beispiel) meinte ich doch eindeutig: Männer gegenüber Frauen.
      Dass Frauen in der Gesellschaft und Beziehungen unter Männern stehen. Das lässt sich an allen Ecken und Enden festmachen. Wieso Männer dadurch pure Glückseligkeit, Recht und Freiheit erlangen können sollten – mir schleierhaft. Habs auch nicht angedeutet.

      Dass viel mehr Männer im Krieg kämpfen (und sterben), ist selbstverständlich genau so ungerecht.
      Meine Mutter hatte als Kind immer Mitleid mit den Jungs, weil sie dachte, dass diese als Erwachsene in den Krieg müssten.
      Männer haben auch mehr Interesse am Krieg und ihn zu führen, als Frauen. Was auf jeden Fall mit den Geschlechterrollen zu tun hat. Ob es auch hormonell oder sonstwie körperlich erklärbar ist, weiß ich nicht.

      Dass Männer deswegen die größere Last tragen? In Kriegszeiten womöglich. In Friedenszeiten haben sie aber die besseren Karten, finde ich, ganz subjektiv.

    • Also gerade Frauen wissen doch aus Frauenstammtischen, dass weiblicher Chauvinismus darin beseht, sich den Mann zu (er)ziehen. Das wird doch ganz öffentlich mit einseitigem Luxusverlobungsring und devotem männlichem Kniefall zelebriert.

      Ebenso wissen wir doch auch, wie wenig eine Formalität, eine staatliche dazu, im Privaten nahezu dieselbe Rolle spielt, wie vorehelicher Sex bei Christen, und wie leicht eine Person, mit der man zusammenlebt, auch beeinflusst, überredet, verführt oder eben lange genervt werden kann.

      Auch kennen wir das Sprichtwort – gerade aus patriarchalen Zeiten – von der hosentragenden Frau und als Antwort das männliche Aufschneiden und Chauvi-gehabe, niemals nicht sich etwas von einer Frau sagen zu lassen.

      Wer dazu ländlich aufwächst kennt genug keife Frauen, Bäuerinnen – denen brauchen Sie als Mann überhaupt nicht blöd kommen.

      Soviel zum privaten Bereich. Und Öffentlich ist das Nutzlasttier Mann eh so überdeutlich, dass man umgekehrt fragen muss (außer Geburt), wo denn der Mann nicht überproportional vertreten ist, wo Gesundheit gefährdet und Leib und Leben eingesetzt wird. Unten:Bergbau, oben:Bergwacht, Polizei, Soldaten eh klar, auch in Friedenszeiten.

      Und ein letztes: Das Skandalvideo, wo ein junger Flüchtlingsbub von der Polizei aus dem Bus gezogen wird, da kann man auch wunderbar die Erzogenheit und den privaten ‚untergeordneten‘ und sicherlich leichten Umgang mit ‚untergeordneten‘ Frauen beobachten (bei 1:30)
      https://www.youtube.com/watch?v=JhgODHsna4M

      Wer aber nun nur noch verflacht nach der staatlichen Form, deren Umsetzung im Privaten ja ganz ungeklärt und unterschiedlich beeinflussbar ist, und auf Binnenabhängigkeiten einer Beziehung gründen, und ganz andersherum sein können, dem sei gesagt, dass viele Jahre früher die Frau alleine entscheiden durfte, ob sie den Führerschein machen will – während erst Jahre später dem Mann eingeräumt wurde, keinen Wehrdienst (auch in Friedenszeiten) zu machen.

      Und haben Sie mal versucht, dem Wehrdienst zu entgehen? Nein, das geht nicht so leicht, wie Frauen Kinder abtöten dürfen: Wer nicht zum Töten ausgebildet werden mag, kann sich nicht einfach nur auf den eigenen Körper berufen(!), nein, der muss mit Gewissen argumentieren, welches dann doch wieder von jemand Fremden(!) akzeptiert wird, oder eben nicht.

      Frauen klagen deswegen so fröhlich, weil Sie die Härte der Männer nicht im Mindesten erahnen (und auch gar kein Interesse daran haben). Ich glaube, Frauen würden zutiefst beschämt sein, wenn sie ihre Klagen und das faktische Männersein einmal wirklich vergleichen könnten.


      In einem Bereich, dem Beruflichen, da mag man als Frau tatsächlich unter Männerkumpanei leiden. Aber seinen Sie versichert, viele viele Männer leiden ebenfalls unter solchen Männernkumpaneien, haben dasselbe Nachsehen, aber auch hier ist es so: Während Frauen schon mit einer Doppelrolle hausieren gehen, und keineswegs davon ausgehen das Gehalt teilen zu müssen, ist dies für Männer immer noch selbstverständlich, dass da nicht nur die Frau, sondern die Kinder, das Studium, der Urlaub, der Luxus, die Absicherung und Rente für 2,3,4 Personen erarbeitet werden muss.

      Allein deswegen wäre es schon gerecht, Männer mehr Gehalt zu zahlen. Denn wenn einmal wieder die Empörung hochschlägt, dass nur ’50‘ Prozent der Frauen Vollzeit arbeiten, wird immer gerne Verschwiegen, was das bedeutet: Ausbeutung der Männer.

      Man muss sich das nämlich mal geben: All die Kultur, Wissenschaft, alle Staatsausgaben, alle Sozialausgaben, all das wurde/wird zusätzlich zu den privaten Familien faktisch von Männern erarbeitet, und all die Frauen kommen dennoch in den Genuß all dieser Leistung (obwohl sie die letzten tausend Jahre nahezu nichts dazu beigetragen haben=Fakt) Was ist das für eine Arbeitsleistung. Doppelbelastung der Frau – für Männer ein feuchter Traum, der schon dann ein angenehmer Traum wäre, wenn es nur eine 10fach Belastung bliebe.

      Frauen aber denken traditionell von ihre faktisch faulen Rolle aus. Das wird von Frauen an die Töchter weitergereicht, Haushalt und Kinder ist der Maßstab an Arbeitsbelastung. Jeder Anspruch des Staates wird zurückgewiesen, alle weiblichen Schwächen müssen vom Staat ausgeglichen werden, von Abtreibung zur Babyklappe. So auch Köln. So Kleinigkeit wie Grapschen selbst klären zu können – Aufschrei. Aber gleichzeitig liest man ganz selbstverständlich, dass die männlichen Begleitpersonen ihre Frauen zur Hilfe geeilt sind.
      Wieviele Männer haben nun eine Anzeige erstattet, dass sie in eine gefährliche Situation gekommen sind, weil sie unfähige Frauen zur Hilfe geeilt sind? Da wird das einfach erwartet, dass die soetwas selbst klären, ohne Staat.

      Tja, das ist nun mal die Wahrheit. Nicht schön für Frauen. Aber man kann die Mütter und Omas mal fragen, warum Frauen im Haushalt und Kinder nicht noch weibliche Haus-Wissenschaften, Haus-Philosophie, Hausliteratur, Hausmusik erfunden haben. Nichts ist in zweitausend Jahren von Frauen selbst erfunden worden. Ein Fakt. Und selbst wenn man das mit dem lächerlichen ‚Nicht dürfen‘ adäquat zu erklären meint – was hat Sokrates von seiner Xanthippe anhören dürfen – bleibt es halt beim Ungedurft-faul, und ob gedurft, gerecht oder ungerecht: Fakt bleibt, dass all das Männer neben Beruf, neben Frau, neben Familie aufgebaut haben.

    • Nun ist wohl ein längerer Kommentar nicht veröffentlicht worden. Schade.

      Kurz: Die millionen Soldaten und Ihr Dienst für ein patriarchales Vaterland bleiben Opfer und zugleich immer noch Fakt, dass das patriarchale System vor allen Dingen Männer verantwortlich macht, für Vaterland, Frau Familie, und damit vor allen Dingen Männer ohne Rücksicht bis in den Tod in die Pflicht ruft. Dieser alte Umstand und staatlich-gesellschaftliche Übergriff allein auf Männer gilt nach wie vor.
      Und auch in Friedenszeiten übernehmen Männer nahezu alle gesundheitsgefährdenden und verantwortungsübertragenden Aufgaben, dies oft freiwillig aber eben nicht nur. (Von der Feuerwehr bis zum Hindukusch). Bei Frauen ist das genaue Gegenteil angesagt: Ent-antwortung. Ent-fährdung.

      Während Frauen selbst bestimmen wann sie denn Führerschein als Prüfung ablegen, ist das Verhütungs-entantwortende Abtöten gar ohne rechtstaatliche Prüfung ’straffrei‘, auch das ‚Verhütungs‘-entantwortende Wegwerfen in Babyklappen zwingt die Frauen nicht zu Verantwortung selbstverschuldeter Tatsachen.
      Während man als Frau hier frei Töten und später ‚Abschieben‘ darf, ohne einen Mann zu fragen, ist es für einen Mann, der nicht Morden will, beileibe nicht so einfach und trivial, den Dienst an der Waffe zu entgehen.
      Der Mann muss fremde Personen von seiner Motivation, Denkart, seinem Gewissen überzeugen und hoffen, dass dies ein fremder Beamte gelten lässt. Bei Erfolg ist Mann aber nur vom Dienst an der Waffe befreit, bei-Leibe nicht für andere Kanonfutteraufgaben. Für Vaterland, Familie, Frau und Kinder.
      Auch gerade für den Schutz von Kindern also, wurden und werden Männer (oft gegen ihren Willen, oder wegen auch von Frauen akzeptierten und geforderten Rolle) mindestens Monate lang getriezt, gefährdet und in Verteidigungsarmeen psychischen und körperlichen Belastungen ausgesetzt. Das ist Männern zumutbar, und als Pflicht sogar länger als das Fragen müssen zwecks Führerschein.
      Was Männern zumutbar ist, ist abe bei-Leibe nicht Frauen zumutbar. Deswegen hat man Mord an Ungeborenen für Frauen gleich ohne rechtsstaatlicher Überprüfung per se straffrei gemacht. (Und für Frauen, die das versäumen hielt man die Verantwortung zum Wohle der Kinder nicht zumutbar, deswegen Babyklappe, mit der irren Idde: Frauen könnten sonst Kinder aussetzen und zu Mörderinnen werden. )

      Sorry, diese unterschiedlichen staatlichen Verantwortungsverpflichtungen am Heiligsten, was es geben sollte, das Leben, zeigen hinreichend auf, wie lapidar unernst Frauen genommen und entantwortet werden – bzw. wie Frauen selbst sich entantworten -, und wie gleichzeitig Männer bis zum Morden und Ermordetwerden lapidar aufgerufen werden.

      Hier ist alles hinreichend klar erklärt. Alle andere Aufzählungen, von Bergbau bis Bergwacht, von Feuerwehrmänner bis einklagbare Unterhaltsklagen, sind nur windige quantitative Aspekte, wie Männer sexistisch (weil falscher gender) ausgebeutet werden.

      Und es ist interessant, dass Frauen, als angebliche Opfer da nicht hellhörig werden und solidarisch gegen gemeinsames Unrecht werden, sondern, dass auch Frauen ohne zu Zucken Beschneidung schon aus lapidar ästhetischen Gründen in Ordnung finden, und auch sonst keinerlei Interesse am Wohlergehen Mann zeigen, sondern eher im Gegenteil: darin immer noch den in einer Bringschuld stehenden Lastesel sehen.

      Mal sehen, ob dieser Kommentar durchgeht.

    • Da stimme ich Ihnen zu – dass sowas hier bei KenFM noch gibt.

      Die Einlassungen von Frau Hecht-Galinski zeigen den Grundtenor des Sexismus gegen Männer: Die entsprechenden Sachverhalte werden einfach ignoriert oder sogar platt wegdiskutiert.

      Ich bin eindeutig gegen die Wehrpflicht, geschlechtsunabhängig, und mir würde es im Traum nicht einfallen, Wehrpflicht für Frauen zu fördern – und ich finde, dass Frau Merkels Kanzlerschaft mit der Aussetzung der Wehrpflicht bereits für mehr eigenständige Politik gesorgt hat als die von Kohl und Schmidt zusammen.
      Dennoch ist die Wehrpflicht meist eindeutig sexistisch gegen Männer. Das ist nur ein Beispiel von Sexismus gegenüber Männern.

      Und so wird auch das Feindbild Islam falsch dargestellt, selbst hier bei KenFM.

      Z.B. die Scharia, auch wenn ich mich bezüglich Saudi-Arabien ‚ein wenig‘ widerhole hier: Der Vorzeigestaat der Scharia, Saudi-Arabien, richtet regelmäßig Männer hin(!) wegen Vorwürfen der Vergewaltigung, siehe Amnesty International. Und es ist eben NICHT die ‚islamische Welt‘, die sexistische Regelungen wie ‚Frauen dürfen nicht Auto fahren‘ oder ‚Frauen brauchen einen ‚männlichen Beschützer‘, um zu reisen‘ oder überhaupt Kopftuchzwang aufstellt, es ist nur Saudi-Arabien, mittels rigider Diktatur, und mit Abstrichen Iran, die so etwas tun (und der ‚IS‘ will das auch, das ist aber kein Staat, sondern wäre nur gerne einer!).
      Es gibt zahlreiche Staaten, die nahezu zu 100% vom Islam geprägt sind und auch die Scharia haben, wo es diese ganzen Sexismen nicht in Gesetzesform gibt (meines Wissens alle Golfstaaten außer Saudi-Arabien und Iran!).
      Mit der Voll-Islamdiktatur-Regierung von Saudi-Arabien ist der Westen aber eng verbündet bis hin zum engen Bündnis in Angriffskriegen – von wegen ‚der Westen will dort mit Gewalt westliche Werte schaffen‘ – das genaue GEGENTEIL ist wirklich der Fall. Ich frage mich, warum solche Offensichtlichkeiten auch von ansonsten wirklich differenziert berichtenden Journalisten wie Herrn Wisnewski einfach übergangen werden.

    • @bert: Schöne Analyse des Sexistischen Systems, welches klar und deutlich zwischen den Biologischen Geschlechtern Mann und Frau unterscheidet. Besonders Historisch gesehen finden wir mangifaltige Beispiele für eine Unterschiedliche Behandlung von „Männern“ und „Frauen“. Wo das herkommt? Auf was sich die hegemonialmacht zurückführen lässt? Ist vielleicht auch garnicht so wichtig. Vielleicht ist der Blick in die Zukunft eine Zukunft der Gleichberechtigung der Gleichbehandlung ein schönerer Ausblick.
      Der Wehrdienstpflicht ist ausgesetzt. Kann als Schritt zu weniger Ungleichbehandlung von Männern interpretiert werden. Wie stehst du zu der Wehrpflich in Israel?
      „Frauen und Kinder zuerst“. Nunja. Das ist ein Spruch aus Notsituation. Aus Situationen, in denen es um das reine Überleben der Menschen geht. Ich denke es geht vorallem um die Kinder jedes Geschlechts die hier Beschützt werden sollen. Und das einzig Sexistische hierdran sehe ich darin, dass der Frau darin die Rolle der Erziehung zugeschrieben wird und sie deshalb mit den Kindern „in das Boot“ geholt werden. Weiterhin denke ich impliziert in diesem Fall „Frau“ auch stillende Mütter und Schwangere. Klar. Die Alternative könnte lauten: „Kinder, Stillende und Schwangere Mütter zuerst“.
      Cis-Männer müssen nicht die Verantwortung für Frauen tragen. Sie tun es bloß gerne. Deine Aussage drängt alle Frauen, welche Menschen du da überhaupt alle mit einbeziehst ist schon Fragwürdig, alle die sich als Frauen fühlen oder eher alle die von außen als Frauen gesehen werden? Oder eher einfach alle die Weibliche Geschlechtsmerkmale aufweißen? Oder machst du Frauen am Chromosomensatz fest?, drängt auf jeden Fall alle „Frauen“ in eine gewisse Rolle die du ihnen zuscheibst. Historisch, in der Zeit der Industrialisierung mag das noch irgendwie mit viel Augen zudrücken in Bezug auf Einzelfälle noch funktioniern, aber in der Heutigen Zeit in der die Gleichberechtigung nun doch etwas vorangeschritten ist halte ich deine Aussage für puren Sexismus.
      Ja, auch Männer und Jungen leiden unter dem Sexismus, unter Rollenbildern. Der Mann muss stark sein, darf nicht weinen, sollte Riskant und Gefährlich leben. Ich verstehe bloß nicht ganz wie das der Aussage „Sexismus ist männlich“ zuwiederläuft. In meinen Augen bestätigt sie das.
      Ach ja, das mit dem Krieg und den Millionen männlichen Toten und der Granate die der Mann trotz Macht, die er angeblich haben soll, nicht aufhalten kann…
      Ja, ich finde Krieg auch echt scheiße.

      Frauen haben nichts zu zweitausend Jahren Geschichte beigetragen? Schon klar, es ist ja auch „His story“ aber ich denke nicht, dass das ein „Fakt“ ist.
      Also mir fallen da ein paar(kleingeschrieben) Namen ein. Ich denke jedem und jeder von uns.
      Sexismus ist männlich, schon alleine als Mann über „die Frauen“ zu sprechen ist Sexistisch.
      Wie das jetzt (in rießigen Anführungszeichen)“von der anderen Seite“ aus zu sehen ist, steht auf einem vollkommen anderem Blatt.
      Doch ich gebe dir Recht, der Sexismus geht von den Männern aus die sich mit der Geschlächterrole „Mann“ indetifizieren und sich darüber definieren.
      Der Spruch sollte richtigerweiße modifiziert werden zu:
      Sexismus ist Cis-männlich

  94. Leider viel zu kurz! Aus meiner Sicht hätte diese Diskussion noch weiterer 2 Std. bedurft, weil die Kenntnisse der Teilnehmer nicht voll zur Entfaltung gekommen sind und die kontroversen Themen nicht wieklich ausdiskutiert wurden. Ansonsten wieder einmal super – auch wenn Frau G. mit ihren Zwischenbemerkungen etwas nervt. Geduld ist nicht ihre Stärke … das kommt mir eigentümlich bekannt vor …

  95. Wie ich hoffe konstruktive Kritik und Fragen:
    @kenjebsen: Bitte benutze nicht solche Äußerungen wie beispielsweise Frau von der Leyen als “ Frau von der Leichen“ zu bezeichnen. Das wirkt für mich unseriös und abschreckend. Wer KenFM zum ersten Mal sieht könnte zum wegdrücken bewegt würden und das wäre wirklich Schade.

    @Evelyn Hecht-Galinski: Sie stellen in den Raum Frau Merkel sei eventuell eine Spionin? Habe ich die Ironie überhört? Wenn nicht, Sie meinten doch Sie würden sich immer nur auf Fakten berufen und keine Verschwörungstheorien aufgreifen? Da passt etwsa nicht zusammen. Und die Äußerungen zur RAF, Sie hätten das damals gut gefunden, können ebenfalls nicht einfach so stehen bleiben. Ich bin sicher, dass Sie damit nicht Morde und Gewalt meinten, die zumindest unter dem Namen der RAF verbreitet wurden, aber das muss dann auch so gesagt werden.

    • Zum Thema …von der Leichen: Ich stimme zu. Auf mich wirkt es auch abstoßend.
      @kenjebsen hat es nicht nötig solche Ausdrücke zu verwenden. Es genügt bei den Fakten zu bleiben. Solche kleine Ausrutscher lenken nur von dem großartigen Format ab, das wir hier präsentiert bekommen.

  96. Ein gutes Gespräch. Es war nicht langweilig. Engagement gehört dazu, ebenso Widersprüche. Durch deren Auflösung kann es Erkenntnisgewinn geben.
    Der Moderator war souverän und agierte angemessen zurückhaltend. Im Unterschied zum Main-Stream wo Illner, Maischberger und co. ihren Gesprächspartnern ständig ins Wort fallen, wenn diese eine(vermeitlich) unpassende Meinung vertreten, dürfen hier die Gesprächspartner ausreden. Es ist schon bemerkenswert das es keine gestanzte Worthülsen oder Plattitüden -wie bei Profipolitikern weit verbreitet- gab. Frau Hecht-Galinski hat einen klaren dem Menschen verbundenen Standpunkt, agiert aber für meinen Geschmack etwas zu sehr Palästina-Israel-Konflikt-lastig. Gerhard Wisnewski bringt viel Lebenserfahrung ein. Er sieht Ursache und Wirkung klarer als viele seiner Zeitgenossen. Herrn Lenz hört man gern zu. Er kann sich so ausdrücken das es interessant und unterhaltend wirkt. Er macht klar: Wer einen vermeintlichen Gegner bekämpft, ob mit Fäusten oder verbalen Tiefschlägen, bekämpft sich selbst. Herr Rothfuß war eine echte Bereicherung, gab den intellektuellen Part und ließ sich auch von Frau Hecht-Galinski nicht von seiner Meinung abbringen. Er versuchte strukturiert zu diskutieren, muß es aber noch lernen sich so auszudrücken, dass er von allen verstanden wird.
    Auch diese Diskussionsrunde ist wieder ein Meilenstein in der alternativen Informationswelt. Eine klare Empfehlung. Dank dem Team von kenfm!

    • Er versuchte strukturiert zu diskutieren, muß es aber noch lernen sich so auszudrücken, dass er von allen verstanden wird.

      Ein ziemlich ekelhafter Ton, den man sonst nur aus Schulanstalten kennt. 🙂

    • „Ein ziemlich ekelhafter Ton, den man sonst nur aus Schulanstalten kennt. 🙂 “

      Ich verstehe nicht was an diesem Ton ekelhaft gewesen sein soll.
      Ich kann mich den Kommentar von spreenemo nur anschließen.
      Vielen Dank an KenFM für diese faire und bereichernde Moderation.
      Herr Rothfuß, Applaus Applaus Applaus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Herr Wisnewski, am realistischsten, ich teile aber nicht seine Ansicht das wir Feindbilder brauchen sondern sehe es eher so dass wir mit Feindbildern konfrontiert werden und müssen versuchen diese Feindbilder abzubauen sonst erzeugen wir einen Krieg. In diesem Sinn hat Herr Lenz recht. Eigentlich sollten das alle Christen so leben da es die Grundessenz des christlichen Glaubens ist.
      Frau Galinski, ihre Position ist zu verstehen aber sie ist bereits durch das viele Leid zu sehr festgefahren, Herr Rothfuß hat recht.
      KenFM hat leider noch immer die Deutschen als Feindbild. Die deutsche, christliche Bevölkerung ist genauso Opfer des Systems wie die Muslime. Sie können nichts dafür dass diese Kriege geführt werden (die Bevölkerung, nicht die Regierung!). Den Muslimen wurde in den letzten Jahren die westliche christliche Bevölkerung als Feindbild aufgebaut. Nun kommen Sie nach Deutschland und sehen uns als Feinde. Die deutsche Bevölkerung hat die Muslime umarmt aber haben die Muslime auch die Deutschen umarmt, ich habe das nicht so empfunden. Was jetzt stattfindet ist das auch in den Deutschen die Muslime als Feindbild aufgebaut werden.
      Es müssen also beide Feindbilder abgebaut werden! Die Menschen sind überfordert und in Panik und es wird Hass in Mengen produziert, vielen Dank Frau Merkel, das ist ja ihr Plan (Obwohl, ich glaube die Frau meint es wirklich gut und merkt gar nicht wie sehr sie falsch liegt.)
      Die Lösungen waren mir zu lauwarm, die USA-Nato Kriegstreiber und das Finanzsystem wurden zu wenig thematisiert. Wie gesagt zum Krieg machen braucht es nur Einen, und diesen Einen gilt es eben daran zu hindern und klare Grenzen und Lösungen aufzuzeigen.
      Auch die USA, England, Spanien und Frankreich müssen verstehen dass dieses Geldsystem nicht funktioniert sonst wird es Krieg geben.

  97. Vieln Dank für diese inspirierende Gesprächsrunde mit eloquenten Gästen, die auch mal gegensätzliche Meinungen auf den Tisch bringen.
    Für mich bisher die beste „Positionen“ Sendung. Wobei die anderen drei Sendungen immer noch um Längen besser sind, als alle GEZfinanzierten „Politik-Talkrunden“ in den Mainstreammedien.
    Man sieht auch, wie viel Spaß die Gäste hatten. Und auf Ken’s Gesicht machte sich ab und zu ein Grinsen breit, wenn sie das Gespräch in Richtung fruchtbare Diskussion entwickelte.
    Ich freue mich auf die nächste Sendung. Bin gespannt auf das Thema und die Gäste.

    Durchbrecht die Schweigespirale!

  98. Netter Euphemismus

    Minute 28:30 „…mit dem Label das auch Obdachlose das Recht auf ein Girokonto haben…“

    Tatsächlich wird es so sein, daß – nicht nur – Obdachlose die Pflicht auf ein Girokonto bekommen.

    Als Gebietwechselwilliger der aus verschiedenen Gründen (noch) nicht wechseln kann, würde ich bei einer feststehenden Umstellung auf Bargeldlos auf alle Gründe sch… und unverzüglich den unmittelbaren Einflußbereich BRD/Europa verlassen.

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