KenFM-Positionen 9: Wege aus der Krise

Wege aus der Krise.

«Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.» Buckminster Fuller

Die Wegwerfgesellschaft ist am Ende. Wir stehen kurz davor, mit Motorschaden stehen zu bleiben. Jetzt heißt es, runter von der Autobahn der Ignoranz. Ob wir es noch bis zur nächsten Raststätte schaffen, ist davon abhängig, ob wir endlich den Fuß vom Gas nehmen oder einfach weiter im roten Bereich fahren. Feststeht, die Maschine ist hinüber, der Systemschaden nicht mehr aufzuhalten.

Anstatt zu jammern, sollten wir uns jetzt an eine ehrliche Analyse wagen. Was ist schiefgelaufen und wie können wir den Totalschaden doch als Chance für die Zukunft nutzen?

Die neunte Ausgabe von KenFM-Positionen kommt ganz bewusst ohne Frage in der Überschrift aus. Stattdessen wählten wir den Titel „Wege aus der Krise“.

Unsere Gäste, Wolf Büntig, Bernd Senf, Andreas Maurer und Bernd Duschner, kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen und haben doch alle etwas gemeinsam. Für sie bedeutet Krise auch Chance. Scheitern auch Neuanfang.

Inhaltsübersicht:

00:04:16 Krisenbewusstsein, Syrien, Flüchtlings-und Embargopolitik

00:14:46 Russland und die Krim: Die Idee der Volksdiplomatie

00:23:42 Wirtschaftskrieg, Geld-und Zinspolitik: Die Zerschlagung Jugoslawiens

00:31:09 Krankheit und Schuld: persönliche Krisen aus therapeutischer Sicht

00:37:48 Demokratieverständnis, Machtverteilung, individuelle und kollektive Verantwortung

00:50:00 Syrien: Illegale Bombardements und westliche Konfrontationspolitik gegenüber Russland

01:01:52 Kriege und das Weltfinanzsystem: Irak, Libyen und der Dollar als Leitwährung

01:14:05 Militärpolitik versus kommunale Sparpolitik

01:19:58 Geldsystem, Giralgeld, Geldschöpfung: eine Monetative im Sinne des Gemeinwohls

01:24:39 Normopathie-gesteuerte Gesellschaft: Entfremdung von der menschlichen Natur unter dem Gebot der Normen

01:40:10 Mehr Demokratie wagen: Protestkultur, direkte Demokratie, Mut und Verantwortung

02:08:23 Monetative, Vollgeldsystem, Bankenrettung, Verschuldung

02:22:36 Persönliche Krisenerfahrung: Wie man sie überwindet und gestärkt aus ihnen hervorgeht

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188 Kommentare zu: “KenFM-Positionen 9: Wege aus der Krise

  1. Ende der Erziehung- Beginn der BEZIEHUNG: das ist die Zukunft.
    Es wird auf Erden keinen Frieden geben, solange wir nicht in Frieden sind mit der Kindheit! (vgl.Zitat: Andre Stern – Ich war nie in der Schule)
    Dies erreichen wir, indem wir unsere Haltung gegenüber Kindern hin zu Offenheit, Vertrauen, Begleitung auf dem Lebensweg, sich gegenseitig Begeistern, ändern und es wird sich uns der Sinn des Lebens-der innere Frieden- offenbaren.
    Befindet man sich in einem Austausch mit Kindern, dann ist man ganz im JETZT, man lebt intensiv, man ist glücklich und es gibt ganz nebenbei noch eine erwünschte Nebenwirkung: Beide Menschen, egal welchen Alters: LERNEN, ohne „negativ, empfundene Anstrengung. Deshalb ist die „Schulpflicht“ in D eine so entscheidende, System verändernde Komponente, wenn sie durch die Kinder zum erliegen kommt! Geben wir den Kindern die Chance aus dem Korsett des Zwanges heraus zu treten oder gar nicht erst hinein zu treten und es wird sich heilsam auf die gesamte Gesellschaft auswirken.
    http://www.aaa-mitdir.de/11html Fragebogen Kinderwille Freies Lernen! JETZT!

    Liebe Grüße aus Dresden

  2. Das Geldsystem ist ein ausgemachter Systemfehler.
    Das müssen die Alternativmedien so lange und permanent thematisieren, bis es auch der letzte Mensch auf Erden mitbekommen hat.
    Das es irgendwann zu einem systembedingten Crash und Neustart kommen wird, dürfte gerade in diesem Forum wohl unumstritten sein.
    Spätestens im Crash sind die Menschen bereit etwas Neues zu versuchen.
    Und für diesen Tag muss man die Menschen vorbereiten, damit das Geldsystem nicht einfach nur resettet wird.
    Diese permanente Aufklärungsarbeit leistet Ken unermüdlich.
    Dafür sollte man ihn nicht kritisieren, sondern es anerkennen und wertschätzen.

    ABER … das Thema der Sendung lautete „Wege aus der Krise“ und es gibt da eine Sache die ich hier zur Diskussion stellen möchte. Konsens der Diskussion war, das z.Z. keine der aktuellen Bundestagsparteien, die bei KenFM ausgemachte „Wurzel allen Übels“, sprich – Kritik am bestehenden Geldsystem und die Abschaffung der Systemfehler – auf der Agenda hat. Und das nicht einmal im Jahr der nächsten Bundestagswahl.

    Es gibt aber eine Parteineugründung namens „Deutsche Mitte“. Gegründet und unter Parteivorsitz von Christoph Hörstel. Zentrales Thema im Parteiprogramm ist genau das hier stets bei KenFm behandelte Geldsystem und die Abschaffung. Herr Hörstel ist Ken bestens bekannt, da es in der Vergangenheit schon mindestens ein Interview gegeben hat. Prof. Hörmann ist ebenfalls dieser Partei beigetreten und zählt ebenfalls zu den bereits mehrfach interviewten Gästen bei KenFM.
    Ken ist in meiner Wahrnehmung stets bestens informiert, daher unterstelle ich, dass er von der neugegründeten Partei gehört haben wird. WARUM, fällt weder im Vorgespräch mit Prof. Senf noch bei Positionen, mit keinem Wort der Name dieser Partei „Deutsche Mitte“? Wenn Mainstreammedien und alle großen Parteien (inkl. Linke) sich dem Thema verweigern, kann ich nicht nachvollziehen, das man hier nicht kooperiert. Eine Partei die das Thema in die Medien und damit in die Öffentlichkeit trägt wäre Gold wert. WO, WER oder WAS ist das Problem?

  3. Der Titel „Positionen“ dieser Sendung ist leider nach wie vor nicht gerechtfertigt. KenFM befolgt Herrn Kochs Rat nicht. Dieser beantwortete Ken Jebsens Frage, ob er bspw. mit Nazis sprechen und ihnen somit eine Plattform bieten solle, mit: „Sie müssen mit denen reden“. Man müsste ja nicht gleich einen Nationalsozialisten einladen, aber wenn die Sendung schon „Positionen“ heisst, wäre es einmal interessant, auch solche vertreten zu sehen. Natürlich ist es gut möglich, dass gewisse Personen aus eigenem Anlass gar nicht daran teilnehmen möchten, aber versuchen könnte man’s ja ‚mal, und irgendwann wird sicher jemand zusagen.

    Eine weitere Anmerkung: Ken Jebsen drückt das jeweilige Durchschnittsalter dieser Tafelrunden wahrscheinlich auf gute 60 Jahre. Hierzu zwei Anekdoten. Nachdem aus Südafrika junge Elefantenbullen nach Botswana gebracht worden waren, um diese dort wieder anzusiedeln, brach Chaos aus. Die Tiere griffen aus purem Spass Nashörner an und trampelten Jungtiere verschiedener Gattungen nieder. Irgendwann ist jemand auf die Idee gekommen, auch ältere Tiere zu verlagern, und siehe da … Friede kehrte ein.

    Eine wissenschaftliche Studie aus den USA hingegen hat gezeigt, dass Alzheimerpatiente eine Linderung ihrer Symptome unter anderem dann aufweisen, wenn ihre Enkelkinder oder einfach junge Menschen anwesend sind.

    „Positionen“ ist offenbar ein Spezialfall. Da tummeln sich ausschliesslich erfahrene Elefantenbullen. Vielleicht haben jüngere Exemplare nicht gar solch gescheite Dinge zum Besten zu geben, aber offenbar sind sie in der Lage, durch ihre blosse Präsenz, positiv auf die Älteren einzuwirken.

    Nur so, als anregender Gedanke … Wirklich langweilig war ja keine einzige der bisherigen Sendungen.

  4. Hurra, das neue Positionen ist da!

    Ich fange diesmal aber mit dem an, was mir zunehmend gewaltig auf die Nüsse geht: dem allgegenwärtigem, pseudoklugen Geschwätz um das Geldsystem, der giralen Geldschöpfung, ZinsesZins usw. usw.
    Sorry, aber wenn wir Wege aus der Krise suchen, dann sollte sich das an dem orientieren, was wir als Bürger auch unmittelbar tun können. Vor allem, um mit neu orientiertem, eigenem Verhalten eine Wende in die richtige Richtung herbei zu führen. Wie dringlich das ist, zeigt z.B. dieser Artikel: free21.org/milliarden-fuer-atomwaffen/
    Ernsthaft Interessierten empfehle ich, sich dort schlau zu machen: attac.de/kampagnen/bankwechsel/worum-geht-es/
    Die Seiten von attac bieten alles, was man wirklich wissen muss. Und das ist nicht viel.

    Wolf Büntig war eine echte Überraschung. Ich musste zudem schmunzeln wie er seine Antworten gab und dann gewartet wurde, als ob da noch was kommen würde. Mir stand prompt der dichteste Dialog der bisherigen Filmgeschichte vor Augen: „Tarzan, ich liebe dich…“. „Jane, … du reden zuviel“. Worte sind vor allem eines: Konserven. Wieviel mehr es zu sagen gäbe, erfährt man in dem jetzt verfügbaren KenFM Gespräch mit Wolf Büntig. Faszinierend und wärmend zugleich. Bravo!

    Das wir unsere Aufmerksamkeit mehr auf unsere Kommunalpolitiker lenken sollten, zeigen solche Persönlichkeiten wie Andreas Maurer. Punktgenau auch die Thematisierung unseren Volksvertretern. Den Abgeordneten in Land und Bund. Wir beklagen die Interessenvertretung der Mächtigen durch die Regierung, aber den Vertretern des Volkes wird keine besondere Beachtung geschenkt. Sie sind „…weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“ Wie kommen da z.B. 2/3 Mehrheiten für Kriegseinsätze uvm. mehr zustande? Das sollte uns doch mehr interessieren, als welcher Spitzentänzer der nächste Bundeskanzler wird.

    Bernd Duschner besticht nicht nur durch sein Engagement. Seine Klarsicht für das Entscheidende, wirklich wichtige stellt er in diesem Positionen erneut unter Beweis. Seine Ausführungen, der von Frau Werte-Merkel unterstützten Sanktionen gegenüber Syrien, verdeutlichen die selben soziopathischen Züge und das gleiche, eiskaltes Kalkül wie es bei der Flüchtlingskrise als auch bei der Griechenlandkrise durchschimmert. Die von ihr dazu getragene Gutherzlichkeitmine ist doppelt erschreckend. Wer würde schon ein Monster dahinter vermuten? Und: ganz offensichtlich ist sie sich auch keinerlei Schuld bezüglich ihres Handelns bewusst. Wie auch?

    Mein KenKen geht diesmal an Bernd Duschner und Andreas Maurer zu gleichen Teilen. Ihre, neben Verstand und Verantwortung eingebrachte positive Emotionalität machten dieses Positionen zu einer ganz besonderen Ausgabe. Klasse! Vielen Dank zudem an alle Teilnehmer, jeder verdient allein schon durch sein persönliches Sichstellen ein dickes Lob!

  5. Zu dieser Sendung möchte ich folgende Anmerkungen machen:

    WAS BEDEUTET EIGENTLICH DAS WORT „KRISE“? (Nicht automatisch etwas negatives)

    Der Ursprung ist das griechische Wort „Krisis“, das aus der antiken Medizin stammt und mit dem der „Wendepunkt einer Krankheit“ bezeichnet wurde. (z.B. Hohes Fieber kann zum Tod oder zum Überwinden der Krankheit führen) Im Wortsinn bedeutet es „Urteil, Ergebnis eines Prozesses, Auslese“.

    VON WELCHER „KRISE“ IST HIER EIGENTLICH DIE REDE?
    Der ökologischen? Der sozialen? Der politischen? Der finanziellen? (die natürlich alle zusammenhängen). Man sollte doch die Krankheit genau diagnostizieren, bevor man über Therapien („Wege“) spricht.

    MEINE PERSÖNLICHEN EINDRÜCKE
    Der Kontrast der Gäste war auch durch die Sitzordnung erkennbar:
    • Herr Duschner und Herr Maurer auf der einen Seite: engagiert, mitreißend, authentisch, auf-geregt, voller Empathie
    • Herr Senf und Herr Büntig auf der anderen Seite: zu gelassen, zu akademisch; zu einsilbig, herablassend (Büntig),

    Die Erkenntnisse von Prof. Senf (die Ökonomie ist ein Glaubensbekenntnis, KEINE Wissenschaft und Geldschöpfung als PRIVATES Machtinstrument ist völlig unvereinbar mit Demokratie) sind sehr wichtig, wurden aber schon im Einzelinterview vorgetragen, daher etwas langweilig. (Auch Duschner und Maurer hatten Einzelinterviews, aber sie haben eine ganz andere Wirkung beim Publikum, besonders Herr Maurer)

    Herr Duschner hat mich am meisten beeindruckt, weil er sehr gut informiert ist und einige bittere Wahrheiten ausgesprochen hat, z.B. über den Krieg gegen Syrien und die unmenschlichen Sanktionen (die nach dem Völkerrecht illegal sind), die der US-Hegemon der EU „verordnet“ hat.

    Herr Maurer betonte ja ebenfalls, dass ein Embargo („Sanktionen“) immer die VORBEREITUNG FÜR EINEN KRIEG ist (der bei Bedarf als „Bürgerkrieg“ oder „Anti-Terror-Kampf“ getarnt wird) weil damit große soziale Spannungen geschaffen werden, die man dann politisch ausbeutet, um eine Regierung zu stürzen und eine sozial-gerechtere Gesellschaftsordnung zu zerstören.

    Auch Herr Senf hat die „economic warfare“ (was ein Embargo wirklich ist, ein Gewaltakt) hervorgehoben, am Beispiel der Zerstörung der jugoslawischen Wirtschaft mithilfe der „Schuldenfalle“ (IWF-Kredite und die damit verbundenen brutalen „Reformen“) hervorgehoben.
    Warum Deutschland dabei mitgemacht hat – (siehe auch Ganser Vortrag – Illegale Kriege), zeigt diese – sehr ironische – Doku: Weight of Chains

    https://www.youtube.com/watch?v=waEYQ46gH08

    THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY
    Wenn es mehr Politiker wie Maurer gäbe, hätten wir Grund für Optimismus, doch leider machen solche Leute (mit Rückgrat und Integrität) keine politische Karriere. Wir sollten aber trotzdem seine „Volksdiplomatie“ unterstützen (und mal vor der Spiegel-Redaktion demonstrieren, die solche Menschen lächerlich macht und diffamiert …dass die Papageien-Journaille damit durchkommt, ist unerträglich …)

    Herr Büntig ging mir auf die Nerven, er wirkte auf mich „abgehoben“ und hat eigentlich nichts Wichtiges zur Debatte beigetragen. Er wich kritischen Fragen von Herrn Jebsen aus: z.B.
    „Wie sind Sie mit dem aktuellen Häuptling zufrieden?“ Antwort: „ist ne sehr große Frage … mit dem Interview bei Anne Will war ich sehr zufrieden, hat mir gr. Respekt abgerungen (… vorher nie gewählt)“

    „Würde Merkel menschlich sein, hätte sie seit 5 Jahren das Embargo aufgehoben!“ (Zitat Duschner)

    Dass man einem „Psycho-Analytiker“ (der von Merkels Auftritt bei Anne Will „sehr beeindruckt“ war) erklären muss, „Merkel hat doch die Flüchtlinge nicht wegen Menschlichkeit willkommen geheißen, sondern weil man die Mittelschicht aus Syrien ausdünnen wollte („brain drain“)“, wie Herr Duschner es tat, ist sehr bemerkenswert.

    Dass man „an Krisen reifen soll“ stimmt, aber dazu muss man eben die Ursachen der Krise verstehen und das Gefühl haben, etwas dagegen tun zu können (wozu er in der Sendung nichts beigetragen hat – im Gegenteil!)

    Das mit dem „Wirtschaftskrebs“ als Metapher für den „Wachstums“-Wahn der Ökonomie (dem sich alle Politiker beugen) ist ein schönes Schlagwort, hilft aber nicht weiter, wenn der politische Kontext fehlt (der Neoliberalismus als „unsichtbares“ Machtsystem – siehe Mausfeld).

    WACHSTUM ist ein Begriff aus der Biologie (Teil eines Kreislaufs aus Geburt-Reife-Alter-Sterben) und hat in der Wirtschaft nichts zu suchen. (irreführend: ständige Expansion, Umsatzsteigerung, giftige Abfälle, damit verbundene Zerstörung der Lebensgrundlagen, wird als natürlicher, wünschenswerter Prozess dargestellt, der „Wohlstand für alle“ bringt)

    Wie E.F. Schumacher in seinem berühmten Buch „Small is Beautiful“ zeigte, ist ein System ohne Prinzip der Selbst-Beschränkung auf Dauer nicht lebensfähig, es zerstört sich selbst. Anders ausgedrückt:

    „Souverän ist, wer wenig braucht, nicht wer viel hat.“

    DIE KRANKE GESELLSCHAFT (for a „healthy economy“ society must be sick …)

    Die Frage von Herr Jebsen „Kann man am Wirtschaftssystem krank werden“? muss natürlich mit JA beantwortet werden und zwar sowohl im seelischen als auch im körperlichen Sinn. Das hat Erich Fromm schon in den 1950er Jahren sehr gut analysiert: z.B. im Buch: WEGE AUS EINER KRANKEN GESELLSCHAFT und und später in seinem Meisterwerk: HABEN ODER SEIN?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Haben_oder_Sein (Sollte in allen Schulen besprochen werden!)

    Die Hauptursache für die globale Krebs-Epidemie ist aber NICHT „psycho-somatisch“ (wie uns Herr Büntig weismachen will) sondern die schleichende, chronische VERGIFTUNG DER LEBENSGRUNDLAGEN (Pestizide, hunderte Chemikalien, ionisierende Strahlung (sprich: Atomenergie), EM-Felder, industrielle Landwirtschaft, usw.)

    Herr Büntig hat als „Psychologe“ einige sehr seltsame Bemerkungen von sich gegeben: z.B.

    • „Empörung hilft überhaupt nichts! (Prof. Mausfeld weiß es besser… “Empörungsmanagement“)
    • „Wir“profitieren von diesen Waffenlieferungen“ (dafür bekam er auch noch Applaus …)

    Herr Duschner hat – Gott sei Dank – diesem BS widersprochen:

    „Ich wehre mich auch dagegen zu sagen, die Bevölkerung ist daran schuld, die Bevölkerung würde das nicht tun“

    • „Wir“ wurden nicht gefragt, ob wir Waffen an Saudi Arabien oder Israel liefern wollen,
    • „wir“ werden auch nicht gefragt, ob wir ein Embargo gegen Russland, gegen Syrien oder den Iran wollen, oder einverstanden damit sind, dort Terror-Banden als politische Waffe einzusetzen … (und „false flag Terror“ bei uns)
    • „wir“ wurden auch nicht gefragt, als die Atomkraftwerke gebaut wurden und die CDU die Laufzeiten wieder verlängern wollte, als das Bundesamt für Risikobewertung das extrem schädliche Glyphosat wieder zugelassen hat, usw.
    • „Wir“ haben auch die ungerechten Spielregeln des globalen Handels- und Finanzsystems nicht gemacht, die Herr Senf zurecht so anprangert, sondern die USA (mit der EU im Schlepptau)
    • „Wir“ werden aber ständig verarscht, damit wir gar nicht mitkriegen, was wirklich passiert (siehe Ganser – „Framing“)

    Warum wir uns das gefallen lassen, das ist die Frage (die anscheinend nur Mausfeld untersucht) und Ganser will mit das mit seinen Vorträgen ändern …

    Hilfsprojekte (so lobenswert sie auch sind) ändern aber nichts am System …

    • Ich frage mich wo da das Problem sein soll? Jeder Teilnehmer liegt mit seiner Position richtig.

      Sie alle hier stimmen doch zu, dass das System sterbenskrank (Krebs) ist. Wer aber ist innerhalb dieses System, ob aktiv oder passiv verfangen oder gefangen und somit auch von der Krankheit betroffen?

      In der Medizin hat man wunderbar die fünf Phasen einer todbringenden Krankheit ergründet:
      1. Leugnen (nicht wahr haben)
      2. Zorn
      3. Verhandeln
      4. Depression
      5. Akzeptanz

      Wenn, wir jetzt alle ehrlich sind, dann können wir genau nachempfinden, dass wir einige dieser Phasen durchgemacht hatten, während unseres Aufwachprozesses.
      Ich vermute mal, dass viele noch bei der Phase des Verhandelns sind, so auch Herr Duschner und Maurer, beide wunderbare Menschen die aktiv sowie tapfer gegen die Symptome der Krankheit ankämpfen, aber letztendlich besteht die Krankheit weiterhin.

      Herr Büntig kann ich sagen, dass er die letzte Stufe erreicht hat, die Phase der Depression erkennt man an seine Augenareale.

      Diese Phasen lassen sich auch auf die Frage der Schuld adaptieren.
      Wir sind uns alle einig, dass das System die ganze Schuld auf sich auflädt. Aber hier wieder meine Frage, wer sitzt innerhalb dieses Systems?

    • Son_Snow: Da möchte ich entschieden widersprechen. Akzeptanz ist nicht der fünfte Schritt, er gehört als Gegenspieler zum ersten (Leugnen) als Selbstschutz. Akzeptanz des kranken Systems ist vielleicht eine Lösung auf individueller Ebene, um mit einer individuellen Krise, Krankheit fertig zu werden. Herr Büntig hat dasselbe Problem, von der persönlichen Ebene auf die gesellschaftliche zu schliessen. Das passt nicht.

    • @ KenFmFan Akzeptanz des Systems an die Analogie einer Todeserkrankung, heisst in diesem Kontext, heisst dass das System auf jeden Fall stirbt, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht. Der Tod kommt zu Ihnen, wenn sie eine unheilbare Krankheit haben.
      Es ist nicht wie sie denken, dass ich das System so in seiner Form akzeptiere und daran festklammere.

      Wir alle wollen Frieden. doch verkennen wir, dass der Frieden nicht nur außerhalb bzw, in der Gesellschaft liegt,
      sondern der innere Friede muss auch gewährleistet sein und wenn man die letzte Phase nicht erreicht hat, kann man das mit den inneren Frieden vergessen.

      Und das Argument mit der Trennung von Individualität und Gesellschaft ist absurd.
      Jedes Individuum spiegelt die Gesellschaft und die Gesellschaft spiegelt auf das Individuum wider. In der Physik nennt man das Wechselwirkung, wenn sie es genau haben wollen, das 3. Newton’sche Gesetz.

    • Ja natürlich sehe ich die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft. Das meinte ich nicht.

      Aber ich habe falsch verstanden, was Sie mit Akzeptanz meinen. Sie meinen, akzeptieren, dass das System stirbt, ich habe gedacht, akzeptieren, dass das System so ist wie es ist (die ganze Brutalität, Kriege), dass das OK ist, weil es eben so ist, wie es ist.

      Akzeptieren, dass das System stirbt, das ist einfach – ich sehne den Systemtod sogar herbei.

      Und ich möchte noch zu meinem ersten Kommentar ergänzen, dass auch wohl Herr Büntig das System nicht akzeptiert so wie es ist, sonst wäre er nicht bei KenFm.

    • @ KenFmFan und da befinden wir uns in einem Dilemma. „Es ist nicht fünf vor zwölf, wir stehen kurz vor dem umkippen des Systems.“ – Rainer Mausfeld.
      Noch krebsen die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in der 1. Phase herum. Viele die alternativ unterwegs sind und sich in der Friedensbewegung engagieren sind sehr wahrscheinlich noch in der 3. manche vielleicht in der 4. Phase.
      Das ist auch was Rüdiger Lenz kritisierte. Erst wenn wir einfach Akzeptieren und dadurch es uns ermöglichen den inneren Frieden zu ergründen und zu zu lassen, kommen wir aus der Nummer heraus.
      Aber dafür reicht uns die Zeit schlichtweg nicht mehr, und das System wird mit seinen Fanfaren untergehen, aber auch das müssen wir akzeptieren.

    • Habe ich schon angemerkt, dass Deutsch eine wunderbare Sprache ist?
      Indem wir immer unzuFrieden sind mit dem was wir nicht erreichen können, wird das mit dem inneren Frieden nichts und in der Gesellschaft erst gar nicht. Das ist auch systematisch erforscht worden und wird gegen uns angewendet, um Stillstand zu erzeugen damit sonstige Perversitäten gemacht werden können.
      Wir sollen anfangen uns miteinander zu inspirieren zuFrieden zu sein mit dem was wir erreicht haben. Mögen das auch Kleinigkeiten sein.
      Aber ein kleiner Schritt nach vorne ist auch ein Schritt weiter Richtung Weltumrundung.

    • So_Snow: Das hat man nicht in der Medizin herausgefunden, sondern das stammt von achtsamen Beobachtern, die logisch denken können und unserer „Medizin-Wissenschaft“ kritisch gegenüberstehen.

      Und die auffallend dick geschwollenen Augenareale bei Herrn Bünting lassen erst einmal auf total überlastete Entgiftungsorgane schliessen und daher darauf, dass er medizinisch fehlorientiert ist.

    • Agape: Ich finde auch, dass Empörung erst einmal der Grundantrieb ist, etwas selber ändern zu wollen. Da bin ich auch nicht mit Herrn Bünting. Ich würde auch niemandem einen Arzt empfehlen, der von der Physiognomie her so aussieht, wie Herr Bünting.
      Bei der ganzen Welt-Misere spielen diese beiden Gegenpole Herrschaft und Knechtschaft die tragende Rolle und jeder, der zur einen oder auch zur anderen Kategorie gehört, trägt mit Schuld.
      Kein Mensch kann sich heute von einer Mitschuld frei fühlen. Wahrscheinlich hat uns Jesus von Nazareth auch dies vermitteln wollen.
      Es findet z.B. schon lange weltweit ein vollautomatisierter Holocaust an Tieren statt und der größte Teil der Weltbevölkerung möchte immer noch weiter davon essen und es sogar genießen! Wie pervers ist das denn?

    • Auf „Sthörradio“(Sthörfleck) läuft gerade(nochmal Samstag und Sonntag und später noch ein paar mal in deren Mediathek) die Sendung über das weltweite, ständige Tiermassaker von unserem lieben „Torsten“. Man höre doch da mal rein!

    • Lieber Son_Snow,
      ein guter Beitrag von Ihnen. Jeder Bewusstseinsprozess durchläuft im Grunde diese Phasen und vollendet sich in der Akzeptanz. Viele Menschen setzen jedoch die Akzeptanz mit Resignation, Kapitulation oder Stillstand gleich. Dabei geht es doch darum, die Gegebenheiten, die Realität, so wie sie sich für uns darstellt, als unausweichliche Folge aller Handlungen und Nicht-Handlungen (Verweigerung, Widerstand und Unbewusstheit) zu betrachten und zu verstehen, um dadurch der Wahrheit näher kommen zu können. Die Nicht-Akzeptanz wäre somit Realitätsverweigerung und an der Realität kommen wir nun mal nicht vorbei. Alle Manifestationen der Gegenwart haben ihre Ursache in den Entscheidungen der Vergangenheit und wenn wir eine bessere Welt gestalten wollen, dann ist die Akzeptanz ein Prozess, der die Energie für die Zukunft freisetzt. Je vollständiger die Akzeptanz, desto mehr Energie steht zur Verfügung. Um es nochmal mit anderen Worten zu sagen: Erst die Aussöhnung mit allen Gegebenheiten führt zur Heilung.
      Das System bedingt sich durch das vorherrschende Bewusstsein der Menschen und da bleibt zu hoffen, dass die Menschen ihr persönliches Bewusstsein klären und sich für die richtige Richtung entscheiden.
      Stillstand gibt es nicht.

    • Ich finde, dass das Kommentar von Son_Snow (hier an 1.Stelle) viele Unüberlegtheiten Ungenauigkeiten enthält und deshalb überhaupt nicht gut tuend.
      Seiner Logik nach müssen wirklich einsichtige Menschen Depressionen und dicke Augensäcke haben!

    • @ Veganislove Sie können diese Phasen mit den Phasen des Menschwerdens identisch setzen, so als bildhafter Vergleich. Das beginnt in der Embyrophase, Babyphase, Pubertät, Jugendphase, die Erwachsenenphase und das Greisen. Alles empirisch bewiesen. Ob Sie es wahr haben wollen oder nicht.
      Was Sie in dieser Phase machen oder gemacht hatten und wie Sie damit umgegangen sind oder damit umgehen, ist Ihnen überlassen.

      Ich habe nicht gesagt bzw. gemeint jeder muss jetzt depressiv werden und irgendwelche körperliche sowie psychische Schäden nehmen damit die Person zu einer Erkenntnis kommt.
      Es ist die Phase die einer durchgehen wird, aber wie er damit umgeht ist eine andere Frage.
      Viele können damit nicht umgehen und erleiden dann wirklich Schäden.
      Und wenige nutzen diese als Chance um das als Teil ihres Menschwerdens zu akzeptieren und gehen gestärkt hervor.

    • VOM MÄCHTIGEN EINFLUSS DER LEBENSORDNUNG:
      (Max Bircher-Benner)
      Das geistige Urprinzip, das die Welt, das Leben und den Menschen erschuf, mit seinen Energien durchströmt und erhält, und das in jedem Menschen da ist und wirkt, ist von einer unsere Begriffe überragenden Macht. Ihm entstammt das Reich der Lebensordnung. Verbleibt der Mensch in diesem Reich, so erblüht ihm die Gesundheit, verlässt er es, folgt Erkrankung. Es ist nicht die Schuld des einzelnen, wenn es aus diesem Paradies verstoßen wurde, sondern die Schuld der ganzen Menschheit zusammen genommen.
      Der einzelne folgt den Bahnen der Gesamtheit ahnungslos. Das Kind nimmt die Gewohnheiten der Eltern an, und die Eltern machen es wie die „anderen“, wie die Herde.
      Doch ist dem Menschen die Möglichkeit gegeben, durch Erleben, Erleiden, Erfahrung, Erkenntnis und Intuition das Reich der Ordnungen wiederzufinden, die Existenz und Walten des Geistes erkennen.

  6. Just talking is easy, doing it is good: (Reden ist einfach; im Handeln offenbart sich das wahre Gute)

    Liebe Community. liebes KenFM-Team.
    Dies soll eine Fortsetzung meines Postings weiter unten im Anschluß an die Gedanken von Annette sein.
    Ich habe die Menschen bereits gefunden, mit denen zusammen ich in Griechenland helfen kann. Wenn ich mich nicht alles täusche, kann ich sogar mitfahren, ohne selbst am Lenkrad sitzen zu müssen, was für ein Segen.
    Zum Teilhaben:
    Ich kaufe an Lebensmitteln vor allem Reis, Linsen, Rote Beete und Kartoffeln, Leinöl. Äpfel, Bananen, dazu Tee und Honig. Desweiteren Vitaminpillen so viel wie möglich, Aspirin. Dabei sein wird außerdem meine homöopathische Apotheke (massenhaft Globuli und Arzneimittel aller Art).

    Ohne Sie, Ken Jebsen, ohne Euch, Community, hätte ich den Sprung in dieses Wagnis nicht geschafft. Ich danke Euch von Herzen.
    Durch ein kurzes Musikvideo und durch ein Zitat von Ching Hai, spirituelle Lehrerin (die Zehnte (!!!) in meinem Leben, möglicherweise die letzte und höchste) möchte ich meine Dankbarkeit Euch allen gegenüber ausdrücken. Bitte niemals niemals niemals aufgeben!!! Jeder aufopferungsvolle Mensch wird in diesen Zeiten von massiven Kräften unterstützt, die unendlich viel größer sind als alles, was wir uns ausmalen können:

    Hier also das Zitat von Ching Hai im Zusammenhang mit einer Dankesrede an all jene Länder, die in der Weltkrise ihr Bestes geben:

    „All these countries (who are helping) are truly Christian, or Buddhist country, or Muslim country. Truly they adhere to the teaching of the Masters, of the Prophet. We applaud and we thank you. We thank you. We thank you.

    We thank you for really loving your neighbours and helping the helpless people in time of need. This is truly brotherhood. This is really religious. Just talking is easy. Doing it is good. I really thank you, and may your blessing be manyfold, forever. May your countries prosper, have peace, happiness. May your people have all the comforts that they need. All the comfort that you afford to others will come to you, your people, manyfold, many generations. Thank you so much. May God bless you, all of these countries, and I thank you, personally. Thank you, thank you so much, so much.“

    Und hier ist auch noch das Gesicht zu dieser Rede:

    youtube.com/watch?v=2_Dll7KwXGo&list=PL60E3773053542BE4&index=5

    Ein glücklicher Mensch

    • A.S.CRANE

      Dein Projekt bzw. diese humanitäre Reise ist ein vorbildhaftes Beispiel um von der Theorie zur Praxis zu gelangen.
      Ich denke es wird viele interessieren wie deine Reise verläuft. Hast du vor ein Videotagebuch zu machen ? bzw. schon einen Blog wo du über deine Reise berichten kannst? Vielleicht kann KenFM dich da unterstützen.
      Im Forum hier bei KenFM Die Macher kannst du vielleicht mehr Details über die Reise posten.
      Brauchst du noch Untersützung finanzieller oder materieller Art ?
      Vielleicht wollen sich noch andere anschließen und es wird ein „Hilfs-Konvoi“ draus.

      Ich wünsche dir und deinen Mitstreitern viel Erfolg… wenn ich irgendetwas tuen kann um euch zu Helfen lass es mich wissen.

    • Projekt beim Wachsen zuschauen?:

      Vielen Dank für die Ermutigung und auch das Angebot, mitzuwirken!!!! Und sei es „nur“ durch eine Spende.
      Das Problem ist ja leider, daß im Moment eigentlich überall versucht wird, Spenden aufzutreiben, und zwar auch von Vereinen oder Projekten, die Spendenquittungen ausstellen dürfen, die dann steuerlich wieder absetzbar sind. Ich scheue dennoch den Weg der Vereins- oder Stiftungsgründung (Satzung und was weiß ich noch alles sind da nötig. Dauert so richtig.)

      Also? Ich werde kreative Wege zu beschreiten haben:

      Kunst:

      1) Benefizausstellung meiner Malerei im Künstlerhaus Kempten mit dem Zweck, Menschen sowohl zu informieren (Flyer über KenFM? Gibt es sowas irgendwo?) als auch zu motivieren, etwas zum Hilfsprojekt beizutragen (oder bei KenFM reinzuschauen).
      Das Künstlerhaus Kempten stellt einen Ausstellungsraum kostenlos zur Verfügung.

      (Ein starker Macher könnte wohl auch eine Ausstellung mit dem Thema „Migration“ ausschreiben und kuratieren. Das als Anregung. Benefiz-veranstaltungen aller Art sind möglich.)

      Vom Erlös aus Bilderverkäufen dieser Ausstellung wird ein großer Prozentsatz (vermutlich mindestens 70 %, eher mehr) in das Hilfsprojekt fließen.

      Heilkunde:

      2) Ich biete homöopathische Begleitung auf Spendenbasis an, auch mit telefonischer Fernberatung. 18 Jahre Erfahrung als Klassischer Homöopath in der Hochpotenzhomöopathie, zeitweise auch in eigener Praxis, Ausbildung bei Thalamus, Heilpraktikerschule.
      Eine homöopathische Erstanamnese kostet normalerweise bei guten Leuten zwischen 120 und 250 Euro. (Dauer 60 – 90 Minuten, anschließend u.U. stundenlanges Repertorisieren seitens des Homöopathen; Folgesessions; Medikament wird zugeschickt).

      Mein Angebot: Du entscheidest, wieviel Du geben magst. Auch 20, 30 Euro fände ich schon o.k.

      3) Innere Arbeit und Meditation: Ich werde Workshops anbieten; Teilnahmegebühr auf Spendenbasis an das Hilfsprojekt „Großes Herz“
      (Arbeitstitel. Irgendwelche Vorschläge? „Überlebenshilfe“ erschien mir zu negativ. „Lebenshilfe“ zu kirchlich.) Steht noch in den Sternen.

      Das heute eröffnete Bankkonto zum Speichern und Verwalten zukünftiger Mittel für das Projekt „Großes Herz“ und die klare Trennung privater und projektbezogener Mittel hat die IBAN:
      DE69 1oo1 0010 0273 1121 22, die Konto Nr. 0273 1121 22 ; und es läuft auf den Namen ‚Andreas Gesierich’

      **********************************************************

      Wer mithelfen möchte, ohne die lange Reise in den Süden antreten zu können oder zu wollen, könnte auch Lebensmittel nach Calais, Frankreich transportieren; oder initiieren, daß sie gekauft und transportiert werden; von wo aus sie bundesweit an die Garküchen in Europa weitergeleitet werden. (Exakte Infos zu Calais werden nachgereicht.)

      ******************************************************

      Das mit dem Vorbildcharakter, lieber Andre. Ich meine, daß es da draußen ganz andere Vorbilder gibt, und zwar vor allem solche, die ihr ganzes Leben in den Dienst eines Ideales stellen, also echte Helden. (Für mich war dieses Ideal bisher die Selbsterkenntnis und deren Vermittlung. Daß es jetzt ums Materielle geht, überrascht mich selbst.)

      Karl-Heinz Hupka zum Beispiel, den ich persönlich kennenlernen durfte, hat sich der Idee verschrieben, gleich ein ganzes kenianisches Dorf (Munga) durch persönliche Eigeninitiative vor dem Verhungern zu bewahren und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Zu diesem Zweck wohnt und schläft er die wenigen freien Stunden in einem Bus, geht nachts seinem Brotberuf nach und tagsüber steht er mit Plakaten und Sammelbüchse zusammen mit seiner Frau Florence in den Fußgängerzonen.
      DAS ist jemand, DAS sind Menschen, deren Arbeit mal dokumentiert und gewürdigt werden sollte!
      Als ich ihn fragte, wie er das alles schaffe, sagte er:
      „Ganz einfach, wenn ich es nicht tue, dann verhungern sie!“

      Link .kinderhungerhilfe.org/
      Karl-Heinz Hupka, Munga OVC Feeding Project Kenya

      ******************************************************

      Mit kollegialen Grüßen,

      Andreas

    • Lieber A.S. Scrane! Ich finde das alles höchst beispielhaft als guten Heilungsbeitrag für diese kranke Welt, schön, dass es Sie gibt. Besonders freut mich Ihre homöopathische Tätigkeit, weil ich weiß, was Homöopathie alles zu leisten vermag. Ich hatte das Glück, damit aufzuwachsen und heute heile ich die Meinen damit. Mein Wissen besteht aus Erfahrung und Selbststudium und meiner Sensitivität(ich teste die Mittel und die Potenzen genau mit dem Pendel aus). Ich könnte auch viel mehr Menschen und Tieren noch damit helfen, wenn mehr Menschen Vertrauen dazu hätten. Viel zu viele glauben ja immer noch nicht, dass Homöopathie wirklich heilen kann und schon gar nicht, wenn jemand keine offiziellen Titel dazu vorzuweisen hat. Es ist immer das selbe Problem: Viel zu viele Menschen trauen ihrer eigenen Wahrnehmung zu wenig. Sie haben es sich abgewöhnen lassen von der autoritären Todeswissenschaft.

    • Ja, dann sollten wir vielleicht mal was über die Homöopathie hier in Angriff nehmen, Veganislove?! Paßt doch zu den „Wegen aus der Krise“.

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      Homöopathie heilt!

      Homöopathie ist in der Tat eine Erfahrungswissenschaft, wie Sie schreiben, Veganislove. Eine lebendige, menschliche, empirische Wissenschaft im besten Sinne. Jede ihrer Behauptungen wurde inzwischen vieltausendfach bewiesen. Heilungen auch ernstester Erkrankungen sind ausführlich dokumentiert. Kranke, die von der Schulmedizin bereits aufgegeben wurden, laufen heute noch bei bester Gesundheit durch die Welt, weil die Homöopathie sie geheilt hat. Mehr als das Wort Spontanremission fällt den schulmedizinischen Computerköpfen zu diesem Phänomen nicht ein.

      Der schwerste Vorwurf gegen die Homöopathie seitens der Schulmedizin und Pharmalobby, die um ihre Pfründe bangen, da jene beiden, mal abgesehen von der Notfallmedizin, die Menschen durch Symptomunterdrückung immer nur noch kränker machen – besteht in der Behauptung eines Placebo-Effektes, die auf der Loschmidtschen Zahl aufbaut. Es wird behauptet, daß Homöopathie nur deshalb wirke, weil manche Menschen an sie glauben. (Allein die Tatsache, daß Homöopathie auch bei Pflanzen und Tieren und Säuglingen wirkt, sollte den Placebo-Vorwurf entkräften.)

      Anhand der Loschmidtschen Zahl kann ermittelt werden, ab welcher Verdünnung nicht ein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr im Medikament enthalten ist. (Das ist der Fall ab der D 23 oder auch C 12). Und wenn nichts Materielles mehr enthalten ist, was bitte, fragt die Schulmedizin, könnte dann noch wirken? Oh, Ihr Narren!!!

      Homöopathische Arzneimittel werden nicht nur durch Verdünnung hergestellt, sondern gleichzeitig bei jedem Potenzierungsschritt auch noch verschüttelt.
      Eine D 30 des Mittels Staphysagria beispielsweise (der in der Ursubstanz wegen einiger Alkaloide giftige Rittersporn), wird nicht nur dreißig mal 1 : 10 verdünnt, sie wird auch dreißig mal mit JE zehn festen Schlägen (des Glases auf eine feste Unterlage) verschüttelt.

      Was passiert bei der Verschüttelung? Alle Arbeitsschritte werden in wäßriger Lösung durchgeführt, in einer Mischung aus Alkohol und Wasser.
      Spätestens seit den sensationellen Photographien von gefrorenen Wasserkristallen durch Masaru Emoto, wird dem Wasser so etwas wie ein Gedächtnis zugeschrieben. Wasser, das mit der Musik von Bach bespielt wurde, entwickelt ganz andere Kristallstrukturen, als Wasser, das mit Heavy Metall beschallt wurde. Im ersten Fall wunderschöne, geometrische Gebilde. Im zweiten Fall Formen, die völlig kaputt aussehen, manchmal geradzu diabolisch. (Nichts gegen Heavy Metall, aber es gibt da schon ein paar ganz kranke Erscheinungen. Ich selbst mag H M Musik in kleinen Dosen sehr.)

      Auch die Kristallbildungen von Wasser aus den Leitungen von Großstädten sehen schrecklich aus, so richtig krank. Kristalle von Wasser aus Gebirgsquellen dagegen sehr schön und gesund.

      Wo ist die Information der Musik hingegangen? Wie kommt es, daß Leitungswasser aus der Großstadt in der Kristallphotographie so sehr viel anders aussieht, als Wasser aus der noch gesunden Natur? Wie ist es möglich, daß Wasser sich „erinnert“?

      Wasser bildet Cluster, das sind Zusammenschlüsse von Wassermolekülen durch Wasserstoffbrückenbindungen. Auch das ist naturwissenschaftlich belegt. Diese Cluster lösen sich beim Verschütteln teilweise auf und formieren sich anschließend wieder neu, immer unter Einflußnahme durch die enthaltene Ursubstanz, in unserem Fall die Urtinktur des Rittersporns, von der mit jedem Potenzierungsschritt kleinere Mengen vorhanden sind; und zwar so lange, bis gar nichts mehr davon nachweisbar ist. Stört uns das? Nicht im Geringsten.

      Durch die kinetische Energie des Verschüttelns erhöht sich das Energieniveau der Clusterstrukturen und sie werden mit den Informationen der Ursubstanz imprägniert. Es ist also gar nicht nötig, daß materielle Moleküle anwesend sind. Die Argumentation der Schulmedizin löst sich in Luft auf. (Nichts als heiße Luft.) Imprägnierte Cluster stecken sich gegenseitig bei der nächsten Verschüttelung energetisch an und so weiter und so fort. Es geht um die Information, die auf das Wasser übertragen wurde. Und die verfeinert und verstärkt sich mit jedem Potenzierungsschritt. (Ich weiß nicht, ob Emoto auf die Idee kam, Wasser zu fotographieren, das mit Homöopathika versehen wurde. Ich bin sicher, man würde Unglaubliches entdecken.)

      Jeder, der einmal eine C 10 000 eingenommen hat, wird an der Wirkung der „immateriellen“ Homöopathie keinen Zweifel mehr haben. (Trauen wir also unserer Wahrnehmung und nicht den Behauptungen der Todeswissenschaft, wie Veganislove uns aufordert.
      Man stelle sich vor: 10 000 mal wurde das Mittel 1 : 100 verdünnt und dann durch zehn starke Schläge verschüttelt. Die Wirkung dieser Mittel ist gigantisch!!!
      Es gibt Homöopathen die mit Potenzen von C 100 000 oder gar C 1000000 arbeiten. Von Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie ist der Ausspruch überliefert: „Lieber eine Nacht zusammen in einem Raum mit zehn nackten Wilden, als eine Hochpotenz aus den Händen eines Laien.“
      Ein drastisches Bild, bei dem ich immer schmunzeln muß. Sehen wir dem alten Herren seine Phobien und Angstphantasien nach.

      Fortsetzung folgt

    • Toll, lieber A.S.CRANE! So langsam finden sich hier die Naturgeister, bzw. die Natur- be- geister-ten zusammen. Der liebe DEUSSEMPERMAJOR hat auf dem meistkommentierten blog aller Zeiten gerade einen Film über die Macht des Wassers verlinkt!

      Mitgefühl ist z.B. auch ein „in Resonanz gehen“, wie es die Hömöopathie bei der Erkrankung mit dem passenden Mittel tut! Ich habe das selber einmal so erlebt(ohne Homöopathie) und klar erkannt. Krankheit und Schmerz entstehen dadurch, dass etwas isoliert, etwas ausgeschlossen worden ist. Wenn dem Organismus die richtige Information durch das richtige Mittel gegeben wird, um alles wieder zu integrieren, fängt der Organismus an, sich selbst zu heilen. Das Blut strömt dann verstärkt genau dort hin, wo es weh tut und „verströmt“ den Schmerz und reinigt und heilt. Ich habe das selber zweimal so erlebt. Es handelte sich beide Male um Vergiftungen, die grässliche Kopfschmerzen und Schlafstörungen verursacht hatten. Das erste mal hatte „Hydrophobinum“ geholfen, das 2. mal Lachesis. Die Heilung begann spürbar sofort und nach kurzer Zeit war alles verflogen.

  7. Veganislove, 6. Feb. 2017, 09:49:

    „Ken hat wieder gleich zu Anfang mit seinem guten Humor geglänzt, hat aber diesmal tatsächlich dem Bernd Senf zweimal an der selben Stelle das Wort abgeschnitten, sodass wir jetzt nicht wissen, was der Herr Senf da auf dem Herzen hatte. Das hat mich diesmal tatsächlich auch ein bisschen gestört.“

    Auch mich hätte brennend interessiert, was Bernd Senf da sagen wollte. Es ging auf jeden Fall um Lyndon LaRouche und seine Bewegung, die auch in Deutschland als Partei Bürgerrechtsbewegung Solidarität (bueso.de) aktiv ist, aber von den Medien totgeschwiegen wird. Ich hoffe Ken verzeiht mir wenn ich spekuliere, dass auch er diese Bewegung vielleicht lieber unerwähnt lassen möchte.

    Meines Erachtens gibt es neben Parallelen zwischen Lyndon LaRouche und Ken Jebsen (vor allem in der Art wie sie vom Establishment bekämpft wurden) einen tiefen Graben: Während LaRouche (geb. 1922) einen extremen Glauben an Technik und Fortschritt vergangener Jahrzehnte in die Gegenwart herübergerettet hat, ist Ken auf der Seite der Umweltbewegung.

    Man muss aber verstehen dass LaRouche geprägt und sozialisiert worden war, bevor die Umweltverschmutzung im Westen in den 1960ern und 1970ern ihren Höhepunkt erreichte und eine allgemeine technik- und fortschrittskritische Stimmung auslöste. Obwohl LaRouches Meinungen zur Schulmedizin und zu medial propagierten Krankheiten meiner kritischen Einstellung zum pharmazeutisch-medizinischen Establishment meist völlig widersprechen, schätze ich LaRouche in vieler Hinsicht trotzdem. Und man sollte ja auch immer Meinungen respektieren können, die man nicht teilt.

    Ist es nicht extrem schade, dass Leute nicht gemeinsam für wichtige gemeinsame Ziele kämpfen können oder dürfen, nur weil sie auf ganz anderen Gebieten unterschiedliche Vorstellungen haben oder verschiedenen Partei angehören?

    Hier komme ich zu einem Punkt, der mir schon lange am Herzen liegt: Wesentlicher Fortschritt in Sachen Demokratie setzt meines Erachtens die Überwindung der Parteien-Demokratie voraus, wo Fraktionszwang und andere Prinzipien leicht missbraucht werden können, um wirklich demokratische Entscheidungen zu untergraben. Leute, die nicht gegen die eigene Überzeugung handeln können oder wollen, können sowieso kaum einer (nicht selber gegründeten) Partei beitreten.

    Die logische Konsequenz: (K)EIN-Parteien-Basis-Demokratie! Dann könnten Politiker sich frei von Fraktions- und anderen Zwängen so organisieren, dass sie primär nur dem verpflichtet sind was sie für richtig halten und wofür sie gewählt wurden. Politiker könnten in so einem System z.B. bei der Geld- und Bankenpolitik selbst dann gemeinsam etwas vorwärtsbringen, wenn sie ihre jeweiligen Ansichten auf anderen Gebieten wechselseitig verabscheuen.

    Gruss, Wolfgang

    • Sehr schöner Beitrag!
      Sie fragen „Ist es nicht extrem schade, dass Leute nicht gemeinsam für wichtige gemeinsame Ziele kämpfen können oder dürfen, nur weil sie auf ganz anderen Gebieten unterschiedliche Vorstellungen haben oder verschiedenen Partei angehören?“

      Aber ist nicht genau dieses Phänomen die Macht und der Vorteil der Reichen und Mächtigen? Dadurch, dass auch die einzelnen Oppositionsgruppen von eitlen, gefallsüchtigen Machtmenschen geführt werden, treten interne Grabenkämpfe auf. Jeder will der Führer sein, und jeder will seine persönlichen Interessen durchsetzen. Dadurch entsteht Konkurrenz und jeder kämpft für sich und latent auch gegen die andere Oppositionsgruppe.
      Die Reichen und Mächtigen aber sind sich einig. Sie halten zusammen und kämpfen gemeinsam gegen die Beherrschten. Und wegen der Uneinigkeit der Massen werden sie sich niemals gegen die Reichen Mächtigen behaupten können. Einigkeit macht stark!

      Das Dilemma mit der Parteien-Diktatur sehe ich genauso wie Sie. Solange die Abgeordneten nicht nach ihrem Wissen und Gewissen handeln und stimmen dürfen, ist die Demokratie eigentlich nur eine stark behinderte „Macht des Volkes“.
      Die Pflicht gegenüber der Partei ist selbstverständlich größer, als die Pflicht vor dem eigenen Gewissen. Denn letztendlich sichert die Partei die Zahlung des Abendessens, des Urlaubs und die Schulen der Kinder, und nicht das Gewissen.
      Tatsächlich geht in Deutschland die Macht von den Parteien aus, und natürlich von deren Financiers…

    • Ich hab mich mal länger mit dem Begriff „Verschwörungstheorie“ bzw. „conspiracy theory“ als Waffe im Psychokrieg beschäftigt. Der wurde ja im Zusammenhang mit den Zweifeln an der offiziellen JFK-Mord-Erklärung von der CIA geschmiedet, um die Zweifler unglaubwürdig zu machen. Damit die Waffe gut funktioniert, VTler als Spinner abzutun, muss es natürlich auch diverse „echt spinnerte“ VTs geben. Kornkreise reichen da nicht, es müssen auch politische dabei sein. Jüdische Weltverschwörung war früher mal zugkräftig, aber heute nicht mehr so. Also hat die CIA selber welche auf den Weg gebracht oder „muss gebracht haben“, denn man weiß es nicht genau, es wäre aber logisch. Während der erste Teil dieser Theorie gut dokumentiert ist (siehe hier: https://wikispooks.com/wiki/Conspiracy_theory ), ist der zweite Teil eher Spekulation. Aber darin kommt eben auch die LaRouche-Bewegung vor. Es kann also gut sein, dass Ken Jebsen, der selber arg mit dieser Waffe geschlagen wurde, weitere Gefährdungen dieser Art vermeiden möchte. Damit draußen keiner anfängt KenFM auch noch mit den LaRouches oder den Chemtrailern in Verbindung zu bringen.

    • Ichweissnicht: Und weil das alles so ist, muss sich aus unseren reinen Herzen und klaren Köpfen ein allgemeines Bewusstsein entwickeln, das im Gegensatz zur Jahrtausende alten perversen Tradition Reichtum und elitäre Machtausübung ächtet und nicht mehr achtet, wie bisher. Es muss von allen begriffen werden, dass extremer Reichtum zwangsläufig immer asozial und kriminell ist und dass auch Titel irgendwelcher Art nicht Privilege sind, um sich über über andere zu erheben oder stolz darauf zu sein. Jetzt ist es doch z.B. immer noch so, dass von großen Teilen der Bevölkerung die „Reichen und Schönen“ und die Adeligen in den Illustrierten Objekte der Ehrfurcht und der Bewunderung sind. Menschen wie Buddha oder Jesus von Nazareth haben uns doch immer wieder ganz klar gezeigt, wo es wirklich lang geht. Anscheinend kann das in der Wirklichkeit nicht krass und brutal genug bestätigt werden. Und was den materialistische Technik-Gläubigkeit betrifft(LaRoche), gibt es einen guten Witz von Peter Ustinov: „Die letzten Worte, die noch zu vernehmen sind, bevor die Erde explodiert, werden die eines Experten sein, der sagt: Das ist technisch unmöglich!“

    • Das ist richtig,dass die Macht der Parteien gebrochen werden müßte.
      Die Idee der unabhängigen Gemeinden, meine ich,ist da ein guter Weg.Dort beginnt alles,und dort ist der Bürger direkt am Geschehen und sieht,dass er Einfluss ausüben kann.
      Bismarck hatte zu Zeiten der Deutschen Reichsbundes eine solche Ordnung befördert. Die Gemeinden unterstützten sich auf freiwilliger Basis.Die Steuern blieben in der Gemeinde,es gab kaum Verschuldung-aber das lag auch am Geldsystem.

      Was kaum bekannt ist ,ist der Umstand,dass wir durch die Anmeldung der Gemeinden bei der EU unser Bodenrecht verlieren. Das ist keine Kleinigkeit,meine ich.

    • Tja Herr Meyer,wie geht man um mit Kondensstreifen am Himmel,die statt zu verschwinden sich ausbreiten.
      Ist es eine Täuschung die man da am Himmel sieht-soll man das ignorieren und nicht drüber sprechen,weil das die Mehrheit so macht. Ist das nicht freiwillige Selbstzensur?

    • Bernhard Meyer, ja genau, einige Theorien werden absichtlich von den Diensten gestreut damit man das Kind mit dem Bade ausschütten kann. Theorien, die „Hand und Fuss haben“ werden mit dem offensichtlichen Blödsinn der kursiert in einen Topf geworfen. Dann kann man bequem sagen: guckt mal was das für Idioten sind, von Naturzusammenhängen keine Ahnung, zu denen willst du doch nicht gehören. Und schon ist das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Praktisch, für die, die uns manipulieren.

  8. Noch ein Vorschlag

    Es müßte sichergestellt werden, daß jeder Mensch einen gewissen Betrag erhält, der ausreichend ist, um einen Monat „über die Runden“ zukommen. Eigentlich am Besten digital, damit kann man das bereits bestehende System wenigstens noch positiv im Sinne aller Menschen nutzen. Fuktioniert natürlich nur in der DIGITALEN Erde, die reale Erde braucht uns sowieso nicht….

  9. Vieles was Herr Büntig hier sagt, ist sehr zutreffend. Aus der Axiomität der Kommunikation ist das Wissen: „man kann nicht nicht kommunizieren.“. Was lediglich aus der Axiomität der Existenz die Folge ist. Jedes existierende Teilchen übt eine Handlung bzw. Wechselwirkung innerhalb eines Systems aus. Analog könnte man sagen: „man kann nicht nicht handeln“.
    Also ist diese Schuldfrage bzw. -zuweisungen auf und über Andere völlig absurd. Man kann vielleicht die Frage stellen, in welchem Umfang ist die stärke der Schuld des Betrachteten ist.

    Weiterhin was Herr Büntig zum historischen Kontext der zyklisch wiederkehrenden Krisen meint, denke ich hat Gerald Hüther die Antworten gegeben. Wenn uns die Referrenzen von richtig und falsch, was aus Erfahrungen – die nicht gelehrt werden kann – , erworben sind, uns abhanden kommen. Dann ist es doch banal, dass diese Erfahrungen doch nicht durch Belehrungen einem Menschen aufgezwungen werden kann.
    „Es muss einem unter die Haut gehen, sonst bewegt der sich hirntechnisch keinen Centimeter.“ – Gerald Hüther

    Kurz, wenn man keine Erfahrung eines Krieges oder Elends gemacht hat, dann fehlt einem die Referenz von falsch. Folglich kann man auch keine Handlungen in die Wege leiten, dieses Problem zu lösen. Es ist zwar ein Dilemma, aber logisch.
    Daher ist seine Aussage auch richtig: „uns geht es zu gut“, im Kontext warum die Menschen hier nicht auf die Straße gehen bzw. noch nicht sind.

    Ja, das Leben besteht nur aus Dilemmata und Paradoxa. Somit bleibt uns letztendlich nur noch der Trost: „dass uns der Kuchen gelingt.“ 🙂

    • Man könnte es auch sehr kurz mit dem 3. Newtonschen Gesetz (Actio = Reactio) erklären.
      Erst muss der Crash kommen, dann folgen die Aufstände.

    • „Kurz, wenn man keine Erfahrung eines Krieges oder Elends gemacht hat, dann fehlt einem die Referenz von falsch. Folglich kann man auch keine Handlungen in die Wege leiten, dieses Problem zu lösen. Es ist zwar ein Dilemma, aber logisch.
      Daher ist seine Aussage auch richtig: „uns geht es zu gut“, im Kontext warum die Menschen hier nicht auf die Straße gehen bzw. noch nicht sind.“

      Der Mensch muss nicht alle Erfahrungen selbst machen,das halte ich für Quatsch.Schließlich besitzen wir die Fähigkeit, uns in Situationen reinzuversetzen, wir verfügen über Vorstellungsvermögen und Mitgefühl.
      Wenn Ihre Aussage richtig wäre,dann könnte sich kein Psychoanalytiker in einen Mörder oder anderen Straftäter hineinversetzen ,ohne selbst ein Verbrechen begangen zu haben. Das wäre höchst absurd.
      Der Krieg an sich ist eine Sache die gegen das Leben gerichtet ist,um das zu wissen,muß ich keinen Krieg erlebt haben. Das ist jedem Menschen klar,der über etwas Mitgefühl verfügt . Die Menschheit hat schon hunderttausende Kriege erlebt,dieses Erleben wird bestimmt auch vererbt und ist auch tief irgendwo in unserer Seele vorhanden.

      Wenn ich ein Buch lese wie „Krieg und Frieden“ oder „Im Westen nichts Neues“dann ist der Krieg sofort wieder präsent in meiner Vorstellung und ich sehe die Grausamkeit Ich war auch und Sinnlosigkeit. Dazu ist ja Kunst da ,dass sie den Menschen belehrt,so dass er nicht alles erst erleben muß.

      Und die Aussage,dass es uns zu gut geht ,ist dermassen verlogen und lächerlich in einer Welt ,wo der künstliche Mangel mit Absicht geschaffen wird ,um die Menschheit in arm und reich zu spalten.Der technologische Fortschritt macht es lange möglich,dass die gesamte Menschheit in totaler Harmonie und ohne Mangel leben könnte. Der Hunger auf Erden ist ein künstlich erzeugter Mangel, hervorgerufen durch das versklavende Geldsystem.
      Mit der Argumentation,dass es uns zu gut geht, sollen wir uns wahrscheinlich nur begnügen ,um uns mit den abzufinden,wie die Zustände heute sind.

    • Der Mensch ist kein Opfer von Geschichte,Evolution oder Weltenlauf,sondern der Mensch könnte,wenn er wollte ,seine Geschichte und seine Geschicke selbst bestimmen.Er braucht sich nur in den Sattel setzen und selber reiten anstatt von den Dingen geritten zu werden,wie es mal Erich Fromm sagte.

    • Liebe Padma28! An Deine Argumentation hier kann ich mich kommentarlos anschließen! Hier hat sich der sonst kluge und bedächtige Son_Snow auch aus meiner Sicht völlig vergallopiert.

    • @ Padma28 wissen Sie sich gut zu schätzen, dass Sie zu denjenigen Menschen gehören, welches dieses perverse System Ihre Metakompetenzen wie Empathie die im Präfrontraler Cortex verankert sind, nicht atomisiert hatte.
      Meine Frage an Sie, haben Sie Ihre Empathie in irgendeiner Form aus den Büchern gelernt oder war diese vorher da und nur durch die Bücher wurde diese Kompetenz verstärkt?

      Sie wissen schon, dass was Herr Büntig, Gerald Hüther, Rainer Mausfeld oder alle anderen Wissenschaftler an Wissen zusammengetragen haben, diese auch gegen die Menschen verwendet werden.
      Es gibt Wissenschaftler die noch zu ihren Ehrenkodex stehen und es gibt Roque Scientists.
      Daher ist es doch nicht verwunderlich, dass wir in dieser Situation sind, wo alle Schrecklichen Sachen wie Krieg, Elend oder Fukushima fast unsichtbar sind.

    • Kompetenzen wie Dankbarkeit, Wertschätzung sowie Empathie werden im Laufe des Lebens durch Erfahrung erworben und nicht durch Bücher oder Belehrungen erlernt. Letzteres können das Erworbene nur verstärken.
      Anhand der zwei Kernsehnsüchte von Verbundenheit und Autonomie, ist die Referrenz von richtig und falsch am Anfang bei allen Menschen verankert. Wir wüssten schon was richtig oder falsch ist, doch durch dieses System wurde viele Menschen von ihrem Kernselbst entfernt, was mit Entfremdung zitiert wurde, dass viele lediglich nur durch das Notfallprogramm der Kreation von Fehlidentitäten überleben können, was Rainer Mausfeld mit den Warenkorb von Identitäten schilderte.
      Warum würden wir nicht überleben, wenn eines diese Kernsehnsucht wie Verbundenheit fehlt? In der Antike habe man herausfinden wollen, welche Sprache eigentlich die „Ursprache“ ist. Man habe Babys zusammengetragen und jegliche kommunikation von deren Betreuern in der Gegenwart der Babys wurden untersagt, das schreckliche Resultat war, die Babys waren in kürzester Zeit eingegangen, obwohl sie alle normal genährt wurden. Ihnen fehlte die Verbundenheit und da sie die Erfahrung nicht hatten, einen Ersatz zu finden, waren sie eingegangen.

    • @ Padma28, Veganislove Fragen Sie einen Psychologen Ihrer Wahl, ob er bei der Therapie von Gewalttätern irgendeine Lektüre oder Liebesroman nimmt und ihre Patienten mit Kognitiven Wissen volldröhnt bis sie dann verstanden haben, was Empathie oder Liebe ist.
      Weil nach Ihrer Aussage müssen diese Patienten ja diese Fähigkeiten auch nur durch kognitives Wissen aneigenen können.

    • Mit einer natürlichen optimistischen Empathieerwartung kommt jeder halbwegs gesunde Nachwuchs auf die Welt. Selbst bei Maden kann man das beobachten. Die natürlich erwartete Empathie wird dann mehr oder weniger oder im schlimmsten Fall auch gar nicht, befriedigt. Aus letzterem können dann Schwerverbrecher hervorgehen. Liebe ist die ursprünglichste Erfahrung aller Lebewesen, ja der stärkste „Urtrieb“, könnte man sagen und hat mit Bücherwissen zunächst einmal nichts zu tun. Sie ist der Mittler zwischen allen Lebenszellen. Aber diese Mittlerin fungiert tatsächlich in unserer Kunst und Literatur und kann dort immer weiter ausgebildet werden. Ich weiß selber nicht, was ich heute ohne Buddha, Sokrates, Pythagoras, jesus von Nazareth und meine Oma, meinen Liebsten und viele andere wäre, die alle den Keim der Liebe in sich trugen und ausbilden konnten.

    • Son_Snow, Empathie kann in der Tat wiedererlernt werden. Buddhisten trainieren sie gezielt – ihre viel aktivere Hirnaktivität im Areal der Empathie ist sogar im Computertomographen nachweisbar. Das Gehirn ist äusserst flexibel und lernfähig, und das schliesst emotionale Intelligenz mit ein.

    • @ Veganislove, KenFmFan Etwas anderes habe ich auch nie behauptet. Lediglich, dass diese Metakompetenzen durch Erfahrung, schon im Mutterleib und später je nach Erziehungskultur, erworben werden und nicht durch erlernen indem einem vorgeschwatzt wird, was das ist.

      Mal schauen ob ich das verständlicher machen kann.
      Einen Liebeskuss, haben Sie vorher durch Lektürestudium, Reflektierung durch Fernsehen oder unmittelbare Personen gelernt wie er sich anfühlt, wie er schmeckt, wie er duftete und alle anderen unbeschreiblichen Gefühle in Ihnen hervorbrachte? Oder war es der Moment in dem Sie zum ersten Mal die Erfahrung selber gemacht haben?
      Wenn Sie ehrlich sind, dann kann nur Letzteres richtig sein. Und das wurde im Gehirn mit der Referrenz „richtig“ gesetzt und es wird ein ganzes Leben lang auch so bleiben.

      Aber leider gibt es die schrecklichen Sachen wie Gewalt, Mord, Krieg, Hunger, Armut, Elend usw. , die das Gehirn mit der Referrenz „falsch“ setzt. Aber auch die sind Erfahrungen und nicht erlernt.

      Menschen die die Erfahrung von Empathie erworben haben bzw. noch besitzen, haben die Möglichkeit ohne die Erfahrung von den genannten schrecklichen Sachen auch als falsch zu referrenzieren, weil das eine erworbene Metakompentenz ist.

      Man könnte sagen, dieses perverse System hat sämtliche Metakompetenzen eines Menschen „outgesourced“, die sind noch da, aber halt woanders.

      Aber diejenigen die diese nicht mehr ihr Eigen nennen, können diese kognitiv nicht wieder erlangt werden, sondern nur durch Erfahrung.
      Und wenn das nicht möglich ist, dann halt auf die brachiale Tour, und zwar durch einen Ausbruch des ganzen Schreckens wie Krieg und Elend.
      Das wollte ich erklären. Alles eine Frage der Erfahrung oder das deutsche Sprichwort: „durch Schaden wird man schlau.“
      Mir wäre es auch viel lieber, wenn die Menschen diese Metakompetenzen wieder erlangen, dafür setze ich mich auch ein, aber dazu kann ich sie nicht zwingen und wenn es letztendlich nicht geht, dann muss ich mich leider dem Sprichwort beugen.

    • Um auf die Aussage: „uns geht es zu gut.“ zurückzukommen. Hier gibt es auch wieder unterschiedliche Erfahrungshorizonte.
      Wenn aus meinem Erfahrungsumfeld, die Menschen fragen, wo und wie oft sie in diesem Jahr Urlaub machen wollen und entscheiden nicht nach Griechenland zu fahren, weil dort zu viele Vertriebene sind oder dort politisch zu unruhig ist.
      Wenn sie sich bei Amazon Prime, im Google Store oder Microsoft Store sich sämtliche Angebote holen, weil sie glauben, gute Schnäppchen gemacht zu haben.
      Wenn sie sich darüber beschweren, das die Stromerzeugung von ihrer Photovoltaik anlagen sich nicht rentiert, weil der Staat sie nicht mehr subventioniert.
      Wenn sie glauben, dass sie gute Konditionen bei ihrer Lebensversicherung sowie Altersvorsorge bei den Agenturen herausgeschlagen haben.
      Wenn sie glauben, sie haben eine priviligierte Stellung, weil sie beim Staat verbeamtet sind oder eine hohe akademische Aus(mit der)Bildung bewerkstelligt haben.
      Dann ist diese Aussage zutreffend.

      Wenn Menschen die vom perversen Hartz4 repressiv geknechtet werden,
      wenn Menschen ohne Obdach auf den Straßen verwahrlosen,
      wenn Menschen die nicht wissen wie sie den nächsten Tag überstehen werden und ihre Kinder eine warme Mahlzeit gewährleisten können,
      dann ist die Aussage: „uns geht es zu gut“ nur allzu perfide.

      Ich kenne beide Seiten, weil ich beide Erfahrungen gemacht habe und erlebe. Aber weder die eine noch die andere Seite habe ich rein durch Lektürestudium oder Recherche aus Zeitungen erlernt bzw. ein kognitives Wissen angeeignet.

      Doch muss ich nüchtern widergeben, dass das Erstgenannte noch den Großteil meiner Umgebung ausmacht und daher rechne ich in der Schlussfolgerung für die gesamte deutsche Republik hoch.

    • Es ist doch so einfach: Wir brauchen uns nur darauf zu verständigen, dass alles außer der allumfassenden Liebe Müll ist. Diese Sehnsucht ist meinem Glauben nach jedem Menschen, ja sogar jedem Lebewesen eingeboren. Die Planeten, Sonne, Mond und Sterne, richten sich auch nach diesem Prinzip der absoluten Co-Operation. Nur die Zweibeiner haben auf diesem Planeten eine andere Regelung erfunden, nämlich die patriarchale Herrschaftshierarchie mit dem Gewaltprinzip, das die natürlichen Vorgänge überall durch-und zerbricht. Es gibt doch für uns Menschen auf der ganzen Welt gar nichts, vor dem wir Angst haben müssen, außer dem, was die Menschheit selber produziert. Ich gehe bei meinen Behauptungen immer von meinem Herzen aus. Und das einzige, wovor ich immer Angst gehabt habe, war der Hass. Buddha soll gesagt haben, dass der Hass das schlimmste Vergehen ist und das glaube ich auch. Die kränkesten Menschen sind diejenigen, die über ihren Hass nicht hinwegkommen können oder womöglich auch noch an ihn glauben.

    • Son Snow,das Beispiel der Bücher habe ich genommen,um zu sagen,dass wir keinen Krieg erleben müssen,um zu begreifen ,wie abnormal unmenschlich Krieg ist.Die Kunst zeigt es uns,und das verstehen Menschen, wenn sie sich ihre mitfühlende Art bewahrt haben. Denn Mitgefühl und Liebe sind dem Menschen von Beginn an mitgegeben,die Erziehung lässt dann diese Samen entweder aufgehen oder verkümmern. Natürlich lernt man Mitgefühl nicht aus Büchern,ich lese Bücher auch um des Kunstgenusses wegen so wie ich Musik höre um der Sache selbst willen.

      Das Beispiel der Babys ,welches sie heranziehen ,ist mir bekannt von Arno Gruen,der oft darauf hinweist,dass Kleinkinder sterben können,wenn ihnen Liebe und Anteilnahme versagt bleiben. Diese Kinder sterben,weil nicht auf sie und ihre Bedürfnisse eingegangen wird-.sie sterben aus Mangel an Liebe.Die ,die am Leben bleiben,haben ihren Schmerz und diese böse Erfahrung abgespalten,sie verleugnen dann alles,was mit Schwäche und Mitgefühl zu tun hat und werden als Erwachsene dann zu machtgierigen ,materialistisch orientierten Menschen die in den Führungsetagen der Konzerne sitzen oder Politiker sind und der großen Masse dann sagen wollen,wo es lang geht. Solche Menschen stehen dann dieser Gesellschaft vor.
      Der Ursprung liegt in der Erziehung,wo der Samen von Liebe und Mitgefühl,der im Menschen stets vorhanden ist,unterdrückt und erstickt wird.

      Im Zusammenhang mit dem Sterben von Babys von Eingehen zu sprechen,ist eine seltsame Sprache. Babys sind keine Pflanzen,sondern menschliche Geschöpfe.

    • @Padma28, 7. Februar 2017 at 19:39
      Mir gefällt Ihre klare, verständliche Form des Ausdrucks. Im Gegensatz zu manch anderem, verzichten Sie auf den inflationären Gebrauch von Fremdwörtern. Leider wollen einige Mitmenschen durch den Gebrauch von Fremdwörtern ihren vermeintlichen elitären Status beweisen, und sich von der Allgemeinheit abgrenzen. Indem man sich absichtlich unverständlich für die Allgemeinheit ausdrückt, fühlt man sich einer besonderen elitären Klasse zugehörig. Auch das spaltet die Gesellschaft. Es ist also keinesfalls ein Phänomen der Reichen und Mächtigen, sondern auch der vermeintlich Gebildeten. Man will zeigen, dass man sich von der Masse abhebt. Man ist etwas „Besseres“. Bereits auf diesem Niveau beginnt die Spaltung der Gesellschaft. Profilneurose und Gefallsucht gehören wie Neid und Missgunst zu den Grundübeln der Menschheit.
      Natürlich macht es Spaß über das internationale Geld- und Zinssystem zu schwadronieren. Auch befriedigt es die eigene Profilneurose, verschwurbelte Sätze über die Anthropologie zu konstruieren. Aber letztendlich sollte man doch versuchen möglichst viele Menschen mitzunehmen, und nicht nur die Bühne nutzen, um seine persönlichen Eitelkeiten zu befriedigen!?

      Ich merke, ich verrenne mich wieder. Aber was ich eigentlich damit sagen will ist, dass jeder, der kann, sich von der Allgemeinheit abheben will. Und das ist das Problem der Gesellschaft. Die Poser und Busy Bodies unter uns machen es unmöglich, einen gemeinsamen Weg zu finden.
      Wir sollten uns aber zuerst damit beschäftigen, die Kieselsteine aus dem Weg zu räumen, bevor wir daran gehen, die Felsbrocken aus unserer Route zu kranen. Solange das nicht geschieht, wird sich an der derzeitigen Herrschaftsform nichts ändern.

      Ihre Argumentation in Bezug auf Krieg ist nachvollziehbar und ich kann Ihnen da nur zustimmen. Wir brauchen keinen Krieg, um zu erkennen, wie grausam Menschen sein können. Ich kann nur jedem Geschichtsinteressierten 1813 und 1815 von Sabine Ebert an Herz legen. Sie beschreibt schonungslos die Grauen des Krieges. Aber auch der Film „Der Soldat James Ryan“ wird jedem Kriegsromantiker, die „Freude“ am Krieg nehmen.

    • Son Snow,sie beschreiben den Menschen wie eine computergesteuerte Maschine-das Gehirn ist der Computer.
      Aber der Mensch ist ein geistiges Wesen und kein rein erfahrungstechnisch-programmierter Computer.

      Mit seiner Seele kann sich der Mensch eins fühlen mit allen Menschen und Lebewesen dieser Erde. Er kann so jahrzehntelange Gefängnishaft überleben,ohne an Einsamkeit zu sterben. Nur auf Grund seiner allverbundenen Seele. Den Grund dafür wird zum Glück nie ein Experte oder Wissenschaftler ergründen können.Es würde mich auch nicht interessieren,weil der Mensch nicht total zu durchdringen ist. Das unterscheidet ihn vom Computer.

    • Im Grunde stimmen wir überein, denke ich. Nur denke ich, dass auch erleben in der Vorstellung fast wie eigenes Erleben/Erfahrung sein kann. Meiner Erfahrung nach beeinflusst das Kognitive auch das Emotionale. Menschen sind in der Lage, sich eine Situation vorzustellen z.B. anhand dessen was sie lesen, im Film sehen oder in echt, und fühlen sich dann selbst in diese Situation hineinversetzt. Selbst erleben geht wahrscheinlich schneller, aber wenn es einem selbst schlecht geht, fehlen die äusseren und inneren Möglichkeiten zur Veränderung.

      Manche Menschen, wie Sie schreiben Son_Snow, die nicht nach Griechenland fahren wollen etc um das Elend nicht zu sehen….denen geht es nicht gut. Sie sind auf der Flucht. Geht mir manchmal auch so. Und ich frage mich, ob es nicht besser wäre einfach alles zu akzeptieren, einfach zu denken, alles sei in Harmonie, weil es eben so ist wie es ist. Aber damit ist niemandem geholfen und diese Einstellung ist auch eine Flucht – Kapitulation vor der eigenen Ohnmacht angesichts des gewaltigen gewalttätigen Systems.

      Also zwinge ich mich dazu, das Elend anzusehen. Ich würde mir wünschen, dass es diese Konfrontation in Schulen gibt, dass die Schulabgänger erstmal in ein armes Land gehen oder in einer sozialen Einrichtung vor Ort miterleben, wie es „unten“ ist.

      Wir brauchen mehr Konfrontation – damit sich die Fronten auflösen. Die Superreichen haben gar keine Konfrontation mehr. Es fehlt das Feedback ihrer Haltungen und Handlungen. Je weiter „oben“, umso mehr Konfrontation mit „unten“ ist nötig.

    • KenFmFan,-die große Masse will Elend und Zerstörung nicht sehen,eben weil sie alles, was mit Schmerz und Mitgefühl zu tun hat,aus ihrem Bewusstsein abgespalten haben. Da können sie noch so viel versuchen,den Leuten das Elend zu zeigen-es wird nichts nützen. Die Menschen müssen erst wieder fähig werden können,Leid und Schmerz zu fühlen anstatt dies wegzusperren aus ihren Gefühlen.Die Ursache liegt in einer lieblosen Erziehung,und die Erziehung resultiert aus dem unmenschlichen Wirtschaftssystem,grob gesagt.

      In dem wunderbaren Buch „Ich will eine Welt ohne Kriege“von Arno Gruen ist die Ursache klar beleuchtet.

    • Padma, das sind gute Beispiele.

      Ichweissnichts: Profilneurose, Anthropologie….ich werfe Ihnen keinen Gebrauch von Fremdwörtern vor, aber das ist schon eine Unterstellung (gegen wen weiss ich nicht) zu sagen, dass Menschen das tun um sich von der Masse abzuheben. Das entbehrt der Grundlage und trägt paradoxerweise zur Spaltung bei. Für manche Menschen ist es die natürliche Ausdrucksform. Ihre Unterstellung ist intolerant. Nicht jeder kann schreiben wie ein Luther geredet hat – zu schreiben, so dass man viele erreicht: das ist Handwerkszeug von Journalisten, durchaus eine Kunst.

    • KenFmFan,vielleicht wollte Ichweissnichts nur mal ein Lob aussprechen,was hier ja so selten passiert. Ich jedenfalls bedanke mich bei Ichweissnichts.

    • Padma28, ich stimme voll und ganz zu, dass das Problem die Abspaltung des Schmerzes ist. Durch Konfrontation können die abgespaltenen Teile wieder zusammengebracht werden. Die Aussenwelt kann den eher empfindungslosen Menschen als Spiegel der eigenen Zerbrochenheit dienen – also über den Schmerz eines anderen den eigenen erfahren und durch die Erfahrung des eigenen vor dem des Nächsten nicht flüchten zu müssen.

    • Padma28, habe ich was übersehen? Padma28 Lob an ichweissnichts? Wo? (Umgekehrt wird ein Schuh draus).

      Ich hätte übrigens auch nichts gegen Lob an jemanden, und danke jederzeit für Beiträge die ich wertvoll halte. Ich habe einen ganz anderen Aspekt angesprochen, nämlich dass ich es für eine Unterstellung halte, jenen, die Fremdwörter benutzen, vorzuwerfen, sich von der Masse abheben zu wollen, und dass das zur Spaltung beiträgt, die man selber vorwirft. Zumal selbst haufenweise Fremdwörter gebraucht werden. Aber das ist jetzt eine völlig unisnnige Diskussion. Darum geht es in Positionen 9, Wege aus der Krise nicht, ausser vielleicht, dass man an diesem Beispiel lernen kann, einen Weg raus zu finden…

    • Ich glaube meine Aussagen werden missverstanden und wir reden aneinander vorbei.
      Sie alle hier besitzen glücklicherweise noch die Fähigkeiten sich in andere Menschen hineinversetzen zu können und zu fühlen wie es einem ergeht, wenn er bestimmte Gefühle durchlebt.
      Das heisst, bei den Themen Armut, Krieg und Elend, brauchen Sie kein nahgefühltes Erlebnis, um vorstellen zu können bzw. zu wissen wie schrecklich das alles ist und auch anfühlt. Ihnen reicht dann einfache Bilder oder Passagen eines Textes.
      Dementsprechend handeln Sie und reagieren, wenn gewisse Menschen Entscheidungen treffen die solche schrecklichen Endergebnisse hervorbringen.
      Machen Sie aber nicht den Fehler und gehen davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeiten noch besitzt.
      Diese wurde bewusst und systematisch, durch Angst, Selbstzweifel, Gier sowie andere Suchtarten entfremdet.
      Den großteil der Bevölkerung sind die Fähigkeiten der Einfühlsnahme in andere Menschen schlichtweg abhanden gekommen. Deshalb können diese Menschen auch nicht die genannten schrecklichen Sachen einfach nicht vorstellen, das bedeutet sie werden nicht ergriffen oder ihnen geht es nicht unter die Haut.
      Daher bewegen sie sich auch keinen Centimeter, wenn es heißt, „wir schicken Tornados nach Syrien“, „wir knebeln den Griechen noch mehr Austerität auf“, „wir verhägen sowie verschärfen die Sanktionen“, etc.
      Meine Aussage geht in die Schlussfolgerung, dass Menschen denen all das abhanden gekommen ist, was wichtig ist für ein kooperatives Leben auf diesen Planeten, entweder diese Fähigkeit wieder erlangen also auf die sanfte Weise oder sie wirklich hautnah erleben müssen, ergo auf die harte Tour.
      Letzteres ist doch kein Wunsch von mir, aber es geht nur darum, dass es nur auf diese zwei Arten möglich ist, das wollte ich sagen. Und momentan sehe ich so, dass es in die Richtung des letztgenannten geht.
      Die USA momentan ist ein Paradebeispiel um das zu realisieren, was dann auch in Europa und somit Deutschland passieren wird.

    • Son_Snow, ich wehre mich dagegen zu glauben, der Grossteil der Bevölkerung habe die Fähigkeit verlernt sich in andere hineinzuversetzen. Viele Menschen haben nur resigniert, kapituliert vor der Ohnmacht. Es kommt an sie heran, aber der Verstand weiss keinen Ausweg für das verzweifelte Gefühl. Die allermeisten Menschen sind mitfühlend. Es gibt einige Menschen die als Kind keine Liebe (oder krankhaftes Klammern) erfahren haben, die werden zu Psychopathen, aber das sind die Wenigsten.

    • @ KenFmFan Ich lege Ihnen zwei konkrete Beispiele dar, dass Empathie sehr wohl entfremdet werden kann.
      Als die GDL damals den Tarifstreik durchsetzen wollten, haben sich die Mehrheit der Bevölkerung für Solidarität mit den Streikenden entschieden und auch ihre Arbeit niedergelassen?

      Als die Kita ihren Streik veranstaltet hatten, haben die Mehrheit für sie solidarisiert und ihre Arbeit niedergelassen?
      Ein Zitat dazu was sie wie mich auch umhauen wird. Eine Genossin die in der DDR großgeworden war und mitlerweile auch in der Kinderbetreuung im Westen angestellt ist sagte dazu folgendes: „wenn die mehr Geld wollen, dann sollen die doch mehr Arbeiten!“

      So das sind die Erfahrungen die ich gesammelt habe, kein Wissen aus Lektüren und Fernsehen.

    • Man kann Menschen,die kein Mitgefühl mehr empfinden und jede Art Schmerz nicht sehen wollen,doch nicht damit therapieren,indem man sie das Grauen des Krieges direkt erleben lässt. Das hieße Feuer mit Öl zu bekämpfen. Das wird den Selbsthass dieser Menschen nur verstärken.

      Hingegen müssten sie die Ursache erkennen durch Selbstreflektion-dafür gibt es ja solche Psychoanalytiker wie Arno Gruen.,der aber leider schon verstorben ist. Sie führen im Gespräch die Menschen zu sich selber.

      Kriege werden doch genau von der Art Menschen verursacht,die kein Mitgefühl mehr empfinden.Diese sind es doch,die erst im Kriege sich „Lebendig“ fühlen. Es ist ja dann ziemlich abwegig zu hoffen,dass der Krieg sie heilen könnte.

    • @ Padma28 Eher das Gegenteil ist der Fall. Indem ich Erfahrungen, die sowohl aus einem emotionalen sowie kognitiven Anteil bestehen, mache, eigne ich mir bestimmte Fähigkeiten an. Dabei sind mir bestimmte Gefühle ergangen, sprich es ist mir unter die Haut gegangen und ich auch noch ein „Aha“-Erlebnis hatte, habe ich mir diese eine spezifische Fähigkeit erworben.
      Was sie behaupten, ich könne nur durch Lesen, Belehrungen sowie Imaginieren (etwas gedanklich vorstellen), mir bestimmte Fähigkeiten aneignen, ist nur Glaube aber nicht Wissen.
      Gerald Hüther sagte dazu: „sie können solange imaginieren wie sie wollen, da tut sich hirntechnisch nichts.“
      Ich muss, um etwas verstehen zu können, es auch tun oder über mich ergehen lassen.
      Sie können eine Kreation wie ein Gemälde oder Musikstück solange in ihrem Gedanken vorstellen wie sie wollen, aber das macht sie noch nicht zu einem Künstler. Das nur als Beispiel.
      Die Kreativität entfaltet erst zur vollen Blüte, wenn ich sie greifbar mache und über mich ergehen lasse und das unterscheidet uns von den Maschinen.

    • @ Padma28 In dieser ganzen Diskursion ging es um ein Dilemma.
      Sie tuen Ihr bestes und ich tue mein bestes um das Bewusstsein der schrecklichen Folgen, die von den Etablierten beabsichtigt werden, bei unseren Mitmenschen zu schaffen. Mehr können wir nicht machen.
      Das ist auch was Herr Büntig sagte.
      Und was Herr Büntig auch meinte, ist das in der gesamten geschichtlichen Entwicklung immer zum Dilemma gekommen ist, dass erst in der größten Not bzw. als die Tragödie ihren Lauf genommen hatte, erst dann hatten die Menschen dieses Bewusstsein entwickelt. Dann ging es eine zeitlang gut bis es wieder vergessen wurde und dann ging der Zinnober wieder von vorne los.
      Oder können Sie mir einen Lichtblick in der Geschichte widergeben, wo das nicht der Fall war?
      Und realistisch gesehen, ist jetzt die moderne Zeit auch kein Lichtblick.

    • Es gibt auch Menschen,die glauben,dass alles was passiert,eben Schicksal ist. Dazu scheint Herr Büntig zu gehören. Kriege werden von Menschen gemacht,von jenen,die sie meinen,die dann durch diese Kriege wieder gesunden.
      Darum sage ich,dass man Kriege verhindern muss,weil eben nur die falschen Leute an der falschen Strelle sitzen. Die ohne Mitgefühl und Liebe sitzen an den Schaltstellen der Macht und treffen dort die Entscheidungen über Krieg oder Frieden.

      Was sie mir alles unterstellen-sie haben nichts begriffen.
      Ich sage nicht,dass man über Bücher Mitgefühl erlernen kann,sondern das Mitgefühl ist ein inhärenter Bestandteil des Menschen.Bei jenen,denen es verloren ging ,liegt der Urgrund dafür in der frühen Kindzeit.
      Das nochmal auszuführen,fehlt mir jetzt die Zeit und wird mir zu blöd.

    • Wenn es nach Herrn Büntigs Meinung und der Ihren geht,muss es also immer erst zum Dilemma kommen,damit der Mensch zur Gesinnung kommt. Für mich hört sich das beinahe an wie die versteckte Verherrlichung von Krieg.

      Da kann man auch sagen,man sollte sein Kind schlagen,damit es zur Gesinnung kommt.

      Dass nach Kriegen die Menschen in ihrem Innern total leer und traumatisiert sind,ist glaube ich klar. Ist logisch,dass bis zum nächsten Krieg dann wieder etwas Zeit vergeht. Aber das liegt nicht daran,dass der Krieg die Menschen belehrt und in ihrem Bewusstsein etwas verändert hätte.Man kann alles so deuten,dass es einem in seine persönliche Theorie passt. Vor allem wird der Krieg von der Bevölkerung nicht gewollt,vielmehr ist er Resultat der verantwortungslosen und empathielosen Elite. Das müsste auf das Schärfste verurteilt werden,anstatt zu verschleiern und zu rechtfertigen.

    • Im übrigen können mir ihre Wissenschaftler,die den Menschen analysieren wie eine Maschine,sehr gestohlen bleiben.
      Diese Leute haben selbst keine Empathie.

      Außerdem habe ich nie behauptet ein Künstler zu sein,bloss weil ich ein Buch lese. Ich habe von dem Kunsterlebnis gesprochen,das ich mit Freude empfinde ,beim Lesen oder Musikhören.Das ist ein Unterschied,falls Sie das begreifen!?

    • @kenfmfan 8. Februar 2017 at 10:02

      Während ich hier einige Kommentare las, erinnerte ich an ein Interview, welches ich kürzlich auf nachdenkseiten gesehen hatte. Da bemerkt Albrecht Müller gegenüber einem Journalisten, dass die Elite eine abgehobene Sprache benutzt, um sich von der Allgemeinheit abzuheben, und dass dies natürlich nicht gut sei. Im Internet beschäftigen sich ein paar Seiten mit der „Sprache der Eliten“. Es gibt sogar ein Netzwerk „Leichte Sprache“.
      So ganz scheine ich also nicht daneben zu liegen. Aber jeder, wie es ihm beliebt.

      Padma28 allerdings, schafft es, sich verständlich und interessant auszudrücken, und hebt sich dadurch angenehm von der manchmal gezwungen schwulstig wirkenden Ausdrucksweise einiger anderer ab. Nicht mehr, nicht weniger.

      Ich wollte eigentlich nur deutlich machen, dass die Vielfalt der Massen dazu beiträgt, dass sie in viele Schichten unterteilt ist, und schon alleine dadurch, den Reichen und Mächtigen hoffnungslos unterlegen ist.

      Ich will niemandem etwas unterstellen, ich wollte nur mein Empfinden mitteilen. Ich fürchte, wenn man sich für besser hält als andere Menschen, wird man nur schwerlich Empathie empfinden können. Wenn man den anderen Menschen nicht für gleich viel wert hält wie sich selber, wird man keinen Grund für Gerechtigkeit empfinden können. Die Spaltung der Gesellschaft, und damit das Dilemma derselbigen beginnt nicht zwischen denen da oben und denen da unten, sondern bereits auf der untersten Ebene. Solange wir nicht bereit sind, das zu erkennen, wird sich auch nichts ändern. Der Bruder, die Schwester, der Nachbar, die Nachbarin sind die ersten Konkurrenten. Im Berufsleben gibt es keine Kollegen mehr, sondern nur noch Konkurrenten. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • Immer habe ich von Gesinnung statt von Besinnung geschrieben in der Aufregung,aber der wohlgesonnene Leser wird es bestimmt erkannt haben…

      Und Dich ,Ichweissnichts , habe ich ja um Lichtjahre unterschätzt.

    • Ichweissnichts: Ja verstehe, geht mir auch so: ich lese was und meine das dann auf etwas anderes anwenden zu können….“Wenn man den anderen Menschen nicht für gleich viel wert hält wie sich selber, wird man keinen Grund für Gerechtigkeit empfinden können.“ Ja da stimme ich zu. Ich sagte nur, dass Sie vom Sprachstil her nicht auf diese Schlussfolgerung kommen können, da verschiedene Menschen verschiedene Stile haben, ganz natürlicherweise. Ich hatte mal eine Zeit, da sind mir Fremdwörter eher eingefallen als die einfachen, und weil ich das bewusst vermeiden wollte, bin ich in`s Straucheln gekommen auf der Suche nach den einfachen Worten. Möglicherweise wird abgehobener Stil auch bewusst als Trennung verwendet, aber das kann man von aussen nicht wissen.

      Padma28: Ich bin Ihrer Meinung, kann aber auch Son_Snow verstehen, da er ein anderes Menschenbild hat, eine andere Perspektive, vielleicht auch beruflich mit psychisch Kranken, empathielosen Menschen zu tun hat.

    • Son_Snow: Bei allem Respekt vor Prof. Hüther: Ich glaube ihm nicht, dass man imaginieren kann was man will, und hirntechnisch tut sich nichts. Hüther sollte auch besser sagen, dass er nichts gemessen hat, nicht, dass sich nichts tut – es tut sich für seinen Untersuchungszeitraum, an seinen Probanden, unter den gegebenen Bedingungen nichts Messbares.

  10. Vielen Dank für eine weitere interessante Sendung!
    Mir gefällt dieses Format besonders, weil ich die zwischenmenschliche Interaktion immer sehr interessant finde.
    Es kommen Menschen zusammen, die sich, jeder auf seine Weise, auf die Wahrheitssuche begeben haben und die bereit sind, die eigenen Erfahrungen mitzuteilen und sich dafür einzusetzen. Das ist hilfreich und ermutigend und diese Sendung sucht seinesgleichen in der heutigen Medienlandschaft.
    Der Titel „Wege aus der Krise“ könnte sicherlich noch viele weitere Sendungen füllen.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich aber auch auf etwas hinweisen, was mir aufgefallen ist:
    Auch in dieser Sendung waren nur Männer vertreten.
    Ich habe mal nachgeschaut wie das Verhältnis insgesamt in den Positionen-Sendungen ist:
    Es gab insgesamt 2 Frauen, gegenüber 33 Männern.
    Nun bin ich überhaupt kein Freund einer künstlichen Frauenquote, sondern es geht mir vielmehr um das Bewusstsein, dass dieses Gefälle kein Zufall, sondern dadurch lediglich ein Ungleichgewicht zum Ausdruck kommt, das ohnehin weltweit vorhanden ist. Es geht um die Bedeutung der Frauen und ihren Beitrag zur Problemlösung.

    Frauen haben, sofern sie sich nicht zu sehr dem Verstand unterworfen haben, naturgemäß eine ausgeprägtere Empfindsamkeit und Intuition und dadurch auch einen leichteren Zugang zur inneren Natur des Menschen. Diesen können Männer natürlich auch haben, doch neigen sie stärker dazu, ihre Aufmerksamkeit mehr nach außen zu richten, Strukturen schaffen zu wollen und dem Verstand zu folgen. Was grundsätzlich auch nicht verkehrt ist. Das Erfolgsrezept für das Leben liegt in der Verbindung von beidem. Und natürlich gibt es auch Männer, die eine starke Intuition haben und Frauen, die einen ausgeprägten Verstand besitzen.

    Wir alle haben ein männliches und ein weibliches schöpferisches Ur-Prinzip in unterschiedlichen Anteilen in uns und die Aufgabe, diese polaren Anteile harmonisch zu vereinen. Was mal mehr und mal weniger gut gelingt (z.B. Aktivität und Ruhe).
    Würden wir die Intuition als geistigen Wegweiser nutzen und mit dem Verstand als ausführendem Instrument verbinden, so könnte alles in schönster Ordnung sein. Doch stattdessen wurde die Welt auf den Kopf gestellt und der Verstand zum Herrscher auserkoren. Der Verstand ist jedoch auf die materielle Welt begrenzt, wohingegen die Intuition auch einen Zugang zur geistigen Welt hat.

    Der schon jahrtausende währende Weg in die heutige, zugespitzte Krise, hat aus meiner Sicht eine wesentliche Ursache darin, dass der Verstand des Menschen einseitig hochgezüchtet wurde und die Verbindung zur inneren Stimme der Weisheit zunehmend verloren ging, bzw. auch gewaltsam unterdrückt wurde, z.B. durch die sog. Hexenverfolgung, um nur ein Beispiel von sehr vielen zu nennen. Viele weise, heilkundige Frauen landeten kurzerhand auf dem Scheiterhaufen.
    Der Mensch hat sich im Laufe vieler Jahrtausende von sich selbst und von der Natur immer weiter entfernt. Die Wissenschaft, als Domäne des Verstandes, wurde zum alles bestimmenden Wegweiser auserkoren. Häme und Spott wurden über die Menschen ausgeschüttet, die sich dieser Entwicklung verwehrten und darin keine gute Entwicklung sahen. Die unrühmliche Rolle der Kirchen in diesem Trauerspiel möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen.

    Die Herrschaftsstrukturen der Macht konnten nur durch zunehmende Gewalt und Manipulation aufrecht erhalten werden. Die Unterdrückung des Weiblichen, zu dem u.a. die Empathie, die Kooperation und der Gemeinschaftssinn gehören, nahmen stetig zu und wir erfahren gegenwärtig einen absoluten Höhepunkt der geistigen Verirrung und Entfremdung des Menschen von sich selbst und von der Natur. Statt die Vollkommenheit der Natur zu begreifen und zu würdigen, wurde und wird sie benutzt, skrupellos ausgebeutet und schändlichst behandelt.

    Die immer Schneller-Höher-Weiter-Mentalität, die der Dominanz des Verstandes ebenso geschuldet ist, wie die zunehmende Gewalt und Verrohung der Menschen, resultiert aus der inneren Abspaltung von der inneren und äußeren Natur. Eine unheilvolle Entwicklung, die die Angst zunehmend vergrößerte. Die Angst vor dem Tod und vor dem Leben. Die Angst, nicht um seiner selbst willen geliebt, nicht gut genug, nicht gewollt zu sein. Der Beginn einer Hetzjagd nach Aufmerksamkeit und Anerkennung bis zur völligen Entfremdung und Erschöpfung. Kompensiert durch blinden Konsum jeglicher Art.

    Aus meiner Sicht braucht der Weg aus der Krise ein völliges Umdenken und eine viel stärkere Integration des weiblichen Ur-Prinzips und auch der Frauen. Frauen, die sich ihre natürlichen Anlagen bewahrt oder diese wieder ausgegraben haben und mit diesen einen wertvollen Beitrag zur Heilung dieser Welt leisten wollen und können. Natürlich sollen auch Männer diesen Beitrag leisten, doch ohne die Frauen wird diese Krise nicht zu lösen sein.

    Bewusstsein und Heilung entsteht durch die vollständige Integration beider Ur-Prinzipien und dadurch entsteht auf die natürlichste Weise Harmonie und Frieden in der Welt.

    • Ja Marikka Schaechtelin,das sehe ich auch so. Nur leider kann es mit unserem Wirtschaftssystem,was diese bestimmten machtbesessenen und männlich-dominierenden Charaktereigenschaften fördert,hervorruft und durch die Erziehung weitergibt ,keine Veränderung geben.
      Es ist unsere gesamte Kultur,der Sport und einfach alles,was von dem Wirtschaftssystem geprägt wird.
      Das alles beruht auf Konkurrenz und Egoismus und wird durch die Erziehung an die Nachwachsenden weitergegeben,damit diese in einer solchen Gesellschaft überhaupt überleben können.
      Wenn der gewollte Mangel,der durch das Geldsystem bestimmt wird ,geändert werden würde durch ein anderes Geldsystem,-nach Silvio Gesell zum Beispiel,-dann würde sich auch die Wirtschaft ändern und mit ihr die Menschen.
      Das heißt, Gesell hat ja eine ganze Wirtschaftstheorie begründet-

      Oder aber ,es könnte auch umgekehrt funktionieren-dass die Menschen endlich das Heft in die Hand nehmen und ein Wirtschaftssystem begründen,das dem Menschen dient und nicht ihm schadet. Eigentlich doch total absurd, dass die 99 Prozent mit sich das machen lassen und ein System aufoktroyiert bekommen,dass nur den oberen 10 Prozent nützt.Diese Wirtschaftstheorien werden dann an der Universität gelehrt wie heilige,unabänderliche in Stein gemeißelte Zeugnisse großer Denker.Dabei sind es nichts als erfundene Machtinstrumente, aber die Studenten müssen das glauben,sonst bekommen sie im System keine Arbeit. Das einzige was man tun kann,ist dem ganzen System seine Energie nicht mehr zur Verfügung stellen.Dann verschwindet es irgendwann von selbst.

    • Ein Supertext, der das Grundproblem beinhaltet und ausleuchtet. Gerade heute habe ich wieder gedacht, wie dringend notwendig es ist für die Menschheit, die im Guten wie im Schlechten so stark auf das gesamte Leben einwirken kann, die Zusammenhänge des Lebens immer noch alle klar zu erkennen und konsequent danach zu handeln. Für die früheren Menschen war das vermutlich noch viel einfacher, weil sie noch direkt auf dem natürlichen Erdboden und direkt in der natürlichen Tier-und Pflanzenwelt lebten und dadurch das natürliche Leben jeden Tag vorgeführt bekamen. Der zivilisierte Mensch muss durch den Rückzug aus der Natur immer mehr vergeistigen, um noch an seine wahren Wurzeln heranzukommen. Aber ich denke, dass die Vergeistigung sowieso der natürliche Entwicklungsweg ist. Mein Anliegen aus meiner Sicht ist es auch, zu beleuchten, dass nicht nur das Geldsystem im Begriff ist, unser Leben in die Katastrophe zu führen und auch nicht nur die Frauenfrage, sondern mindestens genauso die Ernährungsfrage und die Frage, wie wir eigentlich mit unseren empfindsamen Mit-Lebewesen, den Tieren, umgehen.
      Es geht mir darum, dass in all diesen Bereichen völlig verkehrte Vorstellungen immer noch vorherrschen und wir in allen Bereichen mit interessensbedingten Lügen von der herrschenden Macht aus zugedeckelt werden!
      Es geht also nicht nur um Geld-Politik, sondern genauso um Gleichberechtigkeitspolitik und Welt- Ernährungspolitik.
      Was die Ernährungspolitik betrifft, macht es mir große Sorgen, dass die wenigsten Menschen heute erst begreifen, wie stark unsere Lebensqualität bis zum nacktes Überleben von der Art unserer Ernährung abhängt.
      Da ist die (Wirtschafts-)Politik genauso niederträchtig und lügnerisch am Werk, wie bei all den anderen Fragen.

  11. Anbei aktuell vom „fehlenden Part“ weil’s passt:

    RT-Exklusiv: „Ich habe zum Großteil Schwarzgelder betreut“ – Finanz-Insider packt aus

    Ein Ex-Privat-Bankier stellt sich bei uns vor und enthüllt die Verstrickungen von Wirtschaft, Finanzmarkt und Politik. Inzwischen ist er aus der schattenhaften Welt der Finanzcasinos ausgestiegen. „Ich will nicht mehr Knecht sein“, sagt er nun.

    Im ersten Teil beschreibt er den Club zum Rennweg und den Entrepreneur’s Roundtable, in denen sich die Eliten aus Wirtschaft, Finanzen, Kunst, Kultur und Politik die Klinke in die Hand geben. Ebenfalls lohnt es sich, Lobby-Organisationen wie den Swiss Finance Council genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Interessenvertreter der Banken nehmen diese Akteure aktiv Einfluss auf Gesetze zu Bankenregulierung und Steuern.

    https://deutsch.rt.com/wirtschaft/46195-rt-exklusiv-ich-habe-zum-gro%C3%9Fteil-schwarzgeld-betreut-schweizer-finanz-insider/


  12. Hallo, bitte wo ist der Beleg zu finden für die so oft erwähnten „unmenschlichen“ Sanktion gegen das Syrische Volk?

    Die Sanktionen sind nachzulesen unter: https://www.wko.at/Content.Node/service/aussenwirtschaft/fhp/Embargos/Aktueller_Stand_der_Sanktionen_gegen_Syrien.html

    Und landwirtschaftliche , medizinische Güter sind demnach nicht betroffen!

    “ für Anhang IA: Verbot des unmittelbaren/mittelbaren Verkaufs, der Lieferung, Weitergabe und der Ausfuhr nach Syrien oder zur Verwendung in Syrien.

    Ausnahme: Genehmigungsmöglichkeit des BMWFW für gelistete Güter und Technologien, die Nahrungszwecken oder landwirtschaftlichen, medizinischen oder anderen humanitären Zwecken dienen oder für Personal der UN, der EU oder von EU-Mitgliedstaaten bestimmt sind; für Lieferungen von Gütern und technischen/finanziellen Hilfen im Zusammenhang mit OPCW.“

    • Wie nachzulesen ist,betrifft die Sanktionen auch Finanzdienstleistungen und die Zentralbank Syriens.
      Also meiner Meinung nach,kann man ohne Geldüberweisungen überhaupt keine Geschäfte mehr tätigen,wenn die Zentralbank für Transaktionen in den Westen gesperrt wurde.

  13. Ganz klar,

    Medien haben die Macht zum Mobbing. Augstein sagt nein. Augstein ist Meinungsmacher.
    Alle unwissenden und schwachen Bürger stellen sich sofort hinter den gefühlten wissenden Gewinner. Die Fakten werden nicht befragt.
    Weil, wir sehen es selbst, die Sachlage zu kompliziert ist, um von einem einfachen Bürger umfassend verstanden zu werden.
    Jetzt folgt die Frage, wann wechselt die Autorität.

    Ist Gewalt eine Lösung?
    Die USA zeigen uns eigentlich dieses Bild.
    Die USA sind unangefochten die Nummer eins.
    Die USA haben diese Größe ganz offensichtlich mit Gewalt Errungen.

    Aber die Frage ist, wie Nachhaltig diese Methode ist.
    Ich denke Nachhaltiger ist der Konsens und das gegenseitige Einvernehmen.

    • In welcher Schule lernt man denn heute, Gewalt als „Lösung“ zu hinterfragen? Die USA zeigen uns damit das Bild einer Weltzerstörung. Seltsam und bedenklich, dass Sie hier auch noch die Frage nach „Nachhaltigkeit“ stellen mögen, oder soll das eine schwarze Satire sein?

    • @ Veganislove „In welcher Schule lernt man denn heute, Gewalt als „Lösung“ zu hinterfragen?“

      Naja, ich würde sagen, in jeder. Kenne mich da ein bisschen aus. Zwei raufende Buben auf dem Schulhof werden sofort auseinander gezogen und mit Hinterfragungen überzogen. Wer das in der Konferenz hinterfragt, weil Buben doch von Natur aus…oder so…, der kann aber was erleben!

    • @Bernhard Meyer

      Ist nicht das Auseinanderziehen der raufenden Buben auch eine Form von Gewalt?
      Auch psychiche Gewalt ist Gewalt.

      Ich empfände das in jedem Fall so, wenn der eigentliche Grund der Rauferei nicht geklärt ist und es evt. nur um Beschämung ob der Gewaltanwendung und Schuldzuweisung geht. Ich will hier keinem unterstellen, dass er das so macht, aber andere?
      Und wenn das alles an Gewalthinterfragung in der Schule ist, ist das jämmerlich wenig.
      Aber die ganze Gesellschaft ist zu einem großen Teil auf Gewalt aufgebaut, auch wenn sie teilweise mit freundlichem Gesicht ausgeübt wird. Es heißt ja auch Gewaltenteilung.
      Die Schule könnte was machen, aber Kinder lernen mehr durch Nachahmung.

  14. Brauchen wir Zivilen Ungehorsam?

    Ich denke nein.
    Ich würde diese Frage generell in Frage stellen.
    Ich glaube, dass wir der Gesellschaft durch Vernunft und Erziehung beikommen müssen.
    Keine Aktion ohne klarem Ziel.

    Wir brauchen erst einmal einen Weg.
    Wir brauchen erst einmal eine Lösung.
    Es muss das Gesamtbild erst einmal klar verstanden werden.
    Bis ins kleinste Detail.
    Soweit sind wir aber noch nicht.
    Dafür genügen keine 10 Sendungen Positionen, sondern hierfür muss man 10Jahre Positionen betreiben.

    • Schneller als der Verstand ist das Gefühl – Empathie, Solidarität mit denen, die die brutalen Folgen des Systems zu spüren bekommen. Sieht man die leidenden Menschen in Kriegen und unter miserabelsten Bedingungen, wird das, was man dann fühlt, dass man nämlich nur noch nur noch Heulen könnte, ein Antrieb – wenn er gekoppelt ist an das Bewusstsein, dass diese Miseren eingebaut sind, dass all dieses vergossene Blut das Schmieröl dieses schmierigen Motors ist. Dann will man Sand im Getriebe sein (ziviler Ungehorsam) und etwas Neues aufbauen.

      Die Empathie ist sehr schnell. Wenn der Empathie das langsame Verstehen folgt, und ich gebe Ihnen Recht, dass das Gesamtild verstanden werden muss, allerdings nicht bis ins kleinste Detail, dann wird sich das System ändern. Vielleicht muss noch viel Zeit vergehen bis dahin, aber es kann Kipppunkte geben, ab denen etwas sehr schnell geht. Wie in der Evolution: lange passiert nichts, und dann zack.

      Das Verstehen ist wichtig, ja, um uns vor dummen Entscheidungen zu bewahren, aber wichtiger für den Aufbau des neuen Systems ist Empathie. Und daher denke ich auch (weil hier öfter geschrieben wird, es ginge uns zu gut): uns muss es nicht erst schlecht gehen – man kann heute schon nachfühlen – wenn man woanders hinschaut – wie brutal das System ist.

    • Man kann gar nichts ändern, außer sich selbst! Überlege dir, wie du leben möchtest und setze es ( soweit möglich ) in die Tat um. Solange man niemandem etwas absichtlich zu Leide tut, kannst du doch machen, was du willst ( als „freier“ Mensch ). Kleiner Tipp: Überall wo das Wort MUß drin vorkommt, immer SELBST entscheiden, ob das nützlich für die Allgemeinheit ist…. z. B. zahlst du noch GEZ usw…..

    • Wir sollten aufpassen, dass wir dabei aber nicht unüberwindliche Gräben schaffen.

      Aber wirklich wichtig ist ein klar definiertes Ziel, nur „anders“ reicht nicht.
      Und dazu muss man tatsächlich das Gesamtbild verstehen, denke ich. Die kleinste Einzelheit ist dabei verzichtbar, die Gesetzmäßigkeiten sind wichtig. Ursachen beseitigen, nicht Erscheinungen.
      Da sollten wir vielleicht tatsächlich den ollen Marx wieder rauskramen.

      Vielleicht sollte auch mal wer die Geschichte der Sozialistischen Staaten aufarbeiten und was da eigentlich schiefgegangen ist, nicht das, was uns da seit Jahren erzählt und als Wahrheit verkauft wird.
      Vielleicht war die Grundidee doch nicht ganz verkehrt?

    • ernesto: Falls Sie mich meinen…nein, natürlich zahle ich keine GEZ, hinterfrage auch sonst das „muss“, entscheide selbst was ich tue – nach dem kategorischen Imperativ.

    • @frowehulda

      Die Grundidee des Sozialismus oder Kommunismus ist ideal! Allein der Mensch ist unfähig, diese Idee in die Tat umzusetzen. Dass der Sozialismus dem Kapitalismus unterlegen ist, liegt an den Eigenschaften der Menschen. Der Mensch will grundsätzlich mehr haben als sein Mitmensch (Mitmensch = Konkurrent). Dazu kommen, mehr oder weniger ausgeprägt, Neid, Missgunst, Gier und Gefallsucht.
      Es gibt einige wenige Menschen, die in der Lage sind, ihre schwierigen Eigenschaften (s.o.) zu hinterfragen und zu bekämpfen. Das sind die Menschen, die den Weg, hin zu einer gerechten Gemeinschaft, geebnet haben. Doch diese Menschen (die Guten) wurden in der weiteren Entwicklung von den macht- und raffgierigen Mitstreitern (die Bösen) an die Seite gedrängt und überrollt. Und wie in jedem Herrschaftssystem setzt sich die Gruppe mit den geringsten Skrupeln und mit der größten Rücksichtslosigkeit durch.

      Und dann geht es wieder darum, dass man sich innerhalb der Gesellschaft privilegierte Positionen erkämpft, die es einem erlauben, sich mehr zu nehmen, als einem zustehen würde. Und dadurch bleibt für die anderen weniger übrig, dass sich verteilen ließe. Und somit beginnt die Zeit der ungerechten Verteilung des Volkseinkommens. Verkürzt und einfach, aber realistisch dargestellt.

      Wenn man sich ehrlich und vorbehaltlos die Geschichte der Menschheit betrachtet, dann darf man feststellen, dass die Gesellschaft sich immer nach dem gleichen Schema entwickelt hat. Egal wo. Selbst die so „gläubigen“ Muslime im islamischen Staat Iran leben nach diesem Schema. Da wird belogen, betrogen und korrumpiert, dass es nur so kracht. Und trotzdem wird dem Volk erzählt, dass es sich gottesfürchtig zu verhalten habe. Und einige wenige Mächtige nehmen sich alles, was sie bekommen können. Für das Volk bleibt nichts übrig.
      Indien ist für mich das beste Beispiel. Es gibt kaum ein Land mit mehr Milliardären, aber auch kaum ein Land mit größerer Armut. Verrückt, aber so ist der Mensch.
      Son_Snow hat irgendwo geschrieben: „Ja, das Leben besteht nur aus Dilemmata und Paradoxa. Somit bleibt uns letztendlich nur noch der Trost: „dass uns der Kuchen gelingt.“ Da stimme ich ihm uneingeschränkt zu.

  15. @Torsten
    Hier gebe ich dir völlig Recht: „ „Wir müssen uns organisieren.“ Die Frage ist nur, wie wir das am effektivsten machen könnten.“

    Meine Antwort allgemein:
    Soziale Bewegung

    1. Stufe: Verschiedene Formen des sozialen Protests
    2. Stufe: Willensbildung und delegation nach innen –> gemeinsame Ziele definieren
    3. Stufe: Einflussnahme auf gesellschaftliche Gruppen und die Politik

    Ich denke wir sind aktuell bei Stufe 1. Zum Beispiel: KenFM oder Wir sind Deutschland gemeinsam sind wir stark

  16. Wieder eine sehr gute Gesprächsrunde, herzlichen Dank dafür. Der Aufwand der Produktion ist schon recht hoch, und ich hoffe, dass genügend Zuschauer das auch finanziell zu würdigen wissen – und dabei wäre es so schön, man käme ohne das Geld des jetzigen Systems aus… Gibt es aber mehrere solcher Sendungen, wird sich das mit der Zeit ändern.

    M.E. ist der erste und wichtigste Schritt aus der Krise, zu erkennen, dass es eine Krise gibt: der Krieg Reich gegen Arm, die Zerstörung der Lebensgrundlagen, als die beiden grundlegensten. Die Krisen sind vielen nicht klar, und daher ist KenFm so wichtig.

  17. Der meiner bescheidenen Meinung nach wichtigste Satz in den knapp 3 Stunden lautete: „Wir müssen uns organisieren.“
    Die Frage ist nur, wie wir das am effektivsten machen könnten.
    Die rechten Regime-Gegner haben jetzt die AfD als Kristallisationspunkt, und die schafft es in alle Parlamente.
    Bei den linken Regime-Gegnern wählen viele Die Linke, viele die Grünen, manche noch immer SPD, viele wählen garnicht, manche wählen die Tierschutzpartei, manche die ÖDP, manche die neue V-Partei, einige die Violetten, die Piraten, die (Spaß-)Partei usw. Die linke Opposition ist total zersplittert, und alles bleibt wie gehabt. Gibt es einen realisierbaren Weg, das besser zu machen??

    • Nun mal mein Vorschlag habe ein wenig weiter unten erläutert.
      Mal Weg vom Parteien-Denken… zum Thema AfD und Migrationspolitik habe ich schon eine Diskussion (ca 40 Kommentare) geführt in der Sache konnte mir keiner innerhalb des Parteiensystems eine logische Alternative zur Alternative nennen und fast alle waren sich einig die Migrationspolitik müsse dich ändern.

    • Warum das Rad neu erfinden wollen, wenn wir doch alles aus der Natur kennen bzw. lernen können sollen?
      Die Natur hat dafür eine wunderbare Antwort: (Re)Organisation von und durch die kleinsten Zellen. Diese kommunizieren sich mit den Nachbarzellen und so weiter und so fort. Ohne dieses Wunder würde es kein Leben möglich sein.

      Ein weiterer Vorteil ist, in der kleinsten Einheit kennen die Zellen sich untereinander, schützen sich somit vor Infiltration von Fremdkörpern.
      Agieren auch sehr flexibel sowie schnell.
      Aber auch diese Zellen brauchen einen gemeinsamen Geist und dieser ist ganz banal: die Lebensfunktion eines jeden Körpers aufrechthalten.

      Die Frage für uns heisst jetzt, welchen Geist wollen wir den haben?

    • Ich denke, wie hier schon des öfteren bemerkt, nicht mehr im Rechts-Link- Schema, habe das wohl auch nie so stark getan, wie andere. Für mich gibt es in der Unwählbarkeit zwischen LiNKE, AFD, oder irgend einer anderen Partei deshalb keinen Unterschied, weil sie alle immer noch weiter am neo-liberalen Konzept, nämlich am Weiter-wie-bisher- Machbarkeitswahn festhalten. Wenn wir jetzt als Menschheit nichts grundsätzlich Neues, Lebensbejaendes fühlen, denken und umsetzen, wann denn dann?
      Ich bin natürlich für „The World Peace Diet“, was denn sonst? 🙂

    • Andre,

      kurios, weg vom Parteien-Denken, hin zur AfD. Der Kulminationspunkt für jeden Xenophobiker.

      Wie verträgt sich das Festhalten am Transatlantizismus, der strikte Privatisierungswillen und das Ausblenden realer Ursachen für die Krisen durch diese Partei, mit einer nutzenbringenden Lösung irgendeiner Art?

      „Patriotismus, das ist die letzte Zuflucht eines Schurken.“
      (Colonel Dax (Kirk Douglas) zu General Mireau (George Macready), Wege zum Ruhm(1957))

    • Sehr richtig ,was Son Snow sagt. Wenn man das überträgt auf die Gesellschaft ,dann müßte alles von der Gemeinde ausgehen ,denn sie ist nach der Familie die kleinste Zelle. Und genau so war alles schon einmal organisiert,-nämlich in den Souveränen Staatenbund des Reichsbundes. Dort genossen die Gemeinden vollkommene Selbständigkeit. Sie legten alles selbstbestimmt fest.
      Die Steuern blieben innerhalb der Gemeinde und wurden nicht abgeführt.

    • SON_Snow hat es gut gesagt. Zu bedenken dabei ist aber dann auch von allen und jedem, wieviel Gedanken-und Giftmüll diese auf Macht und Gewalt und Materialismus aufgebaute Zivilisation schon zwischen und in den einzelnen Zellen eingelagert hat!

    • Der Gedanke von Son Snow ist wirklich genial. Ich habe gelesen dass ein gewisser Michael Tellinger in Südafrika die Gemeinden in solcher Weise unabhängig und selbstbestimmt organisieren wollte.Dieser wurde auch von Ken Jebsen interviewt. Ich weiß nun nicht ,was daraus geworden ist. Das Interview liegt eine Weile zurück.Es würde mich mal interessieren, was daraus geworden ist.

    • zu Box
      Bevor Sie sich noch beim Googlen nach passenden Fachbegriffen und Zitaten die Finger verknoten, gebe ich Ihnen einen Ausblick auf eine Diskussion über „realer Ursachen für die Krisen durch die AfD“.

      Sie werden mich wahrscheinlich mit Scheinargumenten, dogmatischen und inhaltsleeren Phrasen zu texten, die ich wie Seifenblasen mit der Nadel der Logik zum platzen bringe. An Ende verfallen Sie in eine Abwehrhaltung, mögliche emotionale Erregung kann zur Schäden an Gegenständen und Personen in ihrer unmittelbaren Umgebung führen.

      Sollte ich mich irren und Sie wollen eine wirkliche Sachdiskussion führen, so bin ich bereit dazu. Andernfalls sollten wir unsere Gedanken und Energie auf etwas Konstruktives richten z.B. das Thema „eigene Verfassung“.

    • =viele wählen gar nicht=,
      ist sicher richtig, immer hin sind es 50 % der Wähler. Ich zähle auch zu ihnen, da sich die Wahlen in meinem Leben als Illusion auf Veränderung erwiesen haben.
      Wir können so weiter machen, oder radikal die Wahlen boykottieren. Wird wahrscheinlich auch nichts ändern, führt aber zu mehr Nachdenklichkeit, da damit die sogenannte „DEMOKRATIE“ in frage gestellt wird.
      Aber selbst bei einer Wahlbeteiligung von 20 % werden sich die Parteien noch als vom SUVERÄN gewählt betrachten.
      Aber ein Generalstreik wird dann wahrscheinlicher, da sich zu viele Menschen vera.. fühlen würden.
      Hoffentlich

    • Andre,

      ihr habt ja Humor, ein gutes Zeichen. Eine eigene Verfassung, ein weiterer Hundeknochen während bereits das Grundgesetz ignoriert wird.

      Sachlich diskutieren ist das was andere tun, z.B. Son_Snow, Padma28 und Veganislove. Von der Natur lernen heißt siegen lernen und das wäre dann ein Sieg bei dem es keine Verlierer mehr gibt. Kein Mensch wird so pervertiert geboren wie sie das System später gestaltet.

      Es wäre schön wenn ihr einmal hinterfragen würdet welchen Herren ihr dient und wohin das führt.

    • Mein Vorschlag an „Box“ wäre, raus aus der Box. Und aufhören, Tierknochen abzunagen (man sagt ja auch Essen dazu), ansonsten könnte es sein, daß Dein Haus weiterhin ziemlich wackelt, da Du den Kopf schüttelst. Und Du also auch Zukunft in anderen immer nur das zu sehen in der Lage bist, was Du in Dir hast.

    • Box,

      Ich möchte Ihren Satz „Kein Mensch wird so pervertiert geboren wie sie das System später gestaltet“
      um die Bergriffe „verblendet“ und „indoktriniert“ erweitern.

      Wir alle dienen (noch) nur einem Herren und der nennt sich Moneta.
      Die Summe müsste nur groß genug sein und nahezu jeder springt über ein Stöckchen.
      Die eigentliche Verblendung vieler verwirrter Geister gipfelt in der Leugnung und Ablehnung der Natur des Menschen.

      Patriotismus, Nationalismus oder nationiale Identiät wie auch immer sie es nennen wollen, es gibt dieses natürliche
      Zugehörigkeitsgefühl bzw. Wir-Gefühl. In dieser Folge von Positionen haben der Psychologe und die anderen Diskussionsteilnehmer dies mehr oder weniger genau beschrieben.
      Man müsse sich um die „Sippenzugehörigkeit“ zu überwinden als Teil etwas größeres sehen.
      Der Herr Doktor wollte dabei aber nicht bei der Nation aufhören, sonst wäre er ja „nationalisitsch“ und würde das Hauptkriterium eines „AfD-Bürgers“ erfüllen. Die „Verblendeten“ leugnen entweder dieses Wir-Gefühl oder fühlen sich mit der ganzen Welt (allen Menschen) verbundenen.
      Nur fühlt sich diese Welt aber nicht mit dem armen verwirrten Geist verbunden. Es gibt nicht wenige Mensche, die nicht mal eine Sekunde zögern würden, die Existenz dieses verwirrten Geistes auszulöschen.
      Daher ist dieses Ideal in unserer Welt von MultiKulti, Frieden überall mit jedem und zur jeder Zeit eine Utopie, wenn
      nicht wirklich ALLE Menschen, Kulturen, Religionen, Nationen ein „Wir-Gefühl“ mit gleichen Grundsätzen und Werten besitzen.

      Solche Werte werden in einer Verfassung definiert, daher ist diese so wichtig. Ob andere Sie anerkennen oder nicht ist für Ihre Gültigkeit nicht entscheidend.
      Wenn das Volk an diese Werte und die Verfassung glaubt und nach ihren Gesetzen aus Überzeugung handelt und entscheidet, braucht es keine höhere Instanz oder einen anderen der diese legitimiert.
      Da liegt unsere Eigenverantwortung, sie zu definieren und zu „leben“. Kriegseinsatz? Wie heißt es so schön stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.
      Es gibt keinen Krieg wenn die Verfassung dazu NEIN sagt! weil dann auch das Volk NEIN sagt! Und jeder der gegen die Verfassung handelt.. stichwort 100000 vor dem Reichstag.
      Wenn die Verfassungen mehrerer Nationen den „Krieg“ nahe zu unmöglich machen und auch die Völker mit einer sehr starken nationalen Identität ihre Verfassung durchsetzen gibt es mehr Frieden.

      Im übrigen kennt wahrer Patriotismus keine Unterteilung in Ethnie, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung oder Religion.
      Wenn viele nationalen Identitäten, die gleichen Werte Teilen kann man auch eine Kategorie größer denken – Stichwort Europa.
      In unseren Land wird jedoch von den indoktrinierten Vollverblendeten die Teilung der Gesellschaft vor allem in links und rechts vorgezogen und eine nationale Identität, eine eigene Verfassung, der Nationalstolz bekämpft.
      Am liebsten geschieht das mit der Wunderwaffe Nazi-Keule und dem kleinen Bruder der Rechtspopulisten-Keule.

      Da verwundert es mich nicht warum die Friedensbewegung so schwach ist.
      Sie bekämpft bewusst oder unbewusst das was Sie stark machen könnte.
      Und interessiert es da überhaupt jemanden wie die AfD zu Russland steht ?
      Ich bin übrigens auch ein „Putin-Versteher“.

      Welche Macht nationale Identitäten entfalten können, konnten wir in unserer Vergangenheit sehen.
      Diese Macht wurde gegen uns eingesetzt mit grausamen Konsequenzen. Sie wird wieder gegen uns eingesetzt werden, wenn wir nicht diese Macht für uns zu nutzen ums uns zu befreien. Wenn die indoktrinierten Vollverblendeten mit Hass und Ignoranz wirken, erschaffen sie vielleicht erst das, wovor sie sich fürchten.
      Wenn man eine nationale Identität lange genug in die „rechte“ Ecke drängt, bestimmen eben „rechtsradikale“ Personen und Ideologien wie diese Identität auszusehen hat.

      In diesem Sinne verprügel ich alle die mit einer Nazi-Keule rum schwingen mit meiner Deutschland-Fahne!

      PS:
      Ich bin stolz Deutscher zu sein!!!

    • @ Andre Kann man auf etwas stolz sein, worin man keinen aktiven Teil beigetragen hatte, wie zufällig in einem Land geboren zu sein? Ich weiss nicht, das Wort Stolz bereitet mir Unbehagen, es gibt sehr wahrscheinlich einen trifftigen Grund warum die Bibel Stolz als Todsünde auffasst.

      Für meinen Teil empfinde ich viel mehr eine Ehre bzw. Ehrgefühl, wenn ich zu etwas dazugehören darf, welches mein eigenes Selbst hervorbringt.

    • SonSnow
      Also wenn Sie nur Ihre Geburt bzw. Ihren Geburtsort als Referenz nehmen. Haben sie nach Ihrer Definition wahrlich keinen Grund stolz zu sein. Obwohl man schon eigentlich stolz auf das Leben, gerade das unschuldige, an sich seien kann. Was erfüllt sie mehr mit stolz einen Baum zu pflanzen oder ihn zu zersägen? Befreien sie sich von der Indoktrinierung des negativen – selbst denken und nicht das denken anderer übernehmen

    • Lieber Andre! Du schreibst: „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“. Es ist wohl eine Trotzreaktion auf das politisch spekulativ und gewaltsam am Leben gehaltene kollektive Schamgefühl der Deutschen, selbst noch all derer, die erst nach dem Krieg geboren sind. Die sollen sich dann weiter für ihre Eltern schämen etc. Wer sich schämen muss, kann weniger widerständig sein. Aber es hat doch keinen Sinn, auf gleichem Niveau jetzt den Spieß umzudrehen! Ich z.B. kann schon erst gar nicht sagen: „Ich bin stolz, ein Mensch zu sein“. Es gab mal einen Witz auf einer Postkarte, der lautete. „Ich bin stolz, eine Postkarte zu sein“.

    • Stolz sein auf etwas, für das man nichts kann?
      Wenn man sagt: „ich bin froh ein Deutscher zu sein“. Das kann ich ja noch nachvollziehen.
      Das könnte man dann auch begründen und die Deutschlandfahne schwingen, wenn gerade nichts anderes zur Hand ist.
      In der DDR hat man Leute fürs Fahne tragen bezahlt. Da waren wir schon mal weiter.

    • Wenn man Begriffen selbst keine „persönliche“ Bedeutung gibt und sie auch nicht mit Werten füllt, dann kann man sie auch nicht verstehen oder warum andere diese benutzen.
      Wenn du keine Vorstellung von Stolz und Deutsch hast, ergibt mein Satz halt für dich keinen Sinn. Ich bin dann halt auch stolz eine Postkarte zu sein 😉

    • Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns:
      nämlich Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz.
      Wenn diese Feinde vertrieben werden könnten,
      würden wir zweifellos ewigen Frieden genießen.

      Francesco Petrarca

    • Andre: Trotz ist vielleicht zuweilen wichtig und wertvoll, aber man kann ihn auch an falscher Stelle verpulvern. Ich möchte überhaupt auf gar nichts stolz sein, ich möchte lieber froh über etwas sein. Am besten über alles. Aber das ist das Schwierigste. 🙂

    • Schwarz und Weis
      Ich empfehle dir den Film Equilibrium, in dem eine Welt \ Gesellschaft ohne Gefühle skizziert wird.
      Die Gefühle wurden nahezu ausgelöscht um in „Frieden“ zu leben.
      Nicht die Gefühle sind das Problem, sondern die Umwelt die negative und zerstörerische Gefühle erzeugt und begünstigt.

      Zum Thema Stolz und Vorurteil und Deutsch:
      Wenn man keine nationale Identität hat, will oder braucht – kann man eben auch nicht stolz auf seine Nation und Nationalität sein geschweige denn dies nachvollziehen. Warum diese aber sehr wichtig ist, habe ich schon erläutert.

    • Theoretisch kann ich Nationalstolz durchaus nachvollziehen. Aber warum sollte ich stolz sein auf ein Land, in dem jeden Tag 14 Millionen Tiere auf grausame Weise umgebracht werden, damit sich Menschen sie in ihre Bäuche stopfen können? Das passiert in allen anderen Ländern auch. Wenn das in Deutschland aufhören würde, wäre ich stolz auf dieses Land. Aber weil das immer so weitergeht, weiß ich nicht, warum ich stolz sein sollte.

    • Torsten sie machen es richtig. Sie geben den Nationalstolz einen Wert der für sie wichtig ist
      Viele sind wohl gegen Massentierhaltung und Tierquälerei… aber glauben Sie es wird sich je etwas ändern wenn wir nicht vereint dagegen etwas unternehmen? Das geht nur wenn das Volk sich einen „Wir“ bewusst wird.

    • Lieber Torsten, Lieber Andre! Ich kann mit dem Begriff „stolz auf etwas sein“ einfach nichts anfangen. Ich kann dankbar sein, oder froh über etwas, oder erleichtert oder begeistert. Aber stolz? Ist das nicht einfach nur eine dumme Einbildung? Der berühmter und italienischer Opernsänger Benjamino Gigli, der damals alle Herzen mit seiner Stimme erreichen konnte, sagte einmal, er sei dankbar, dass ihm diese Stimme gegeben wurde, um damit die Welt zu erfreuen. Aus einem Stolz irgendwelcher Art kann niemals etwas Gutes erwachsen, denke ich. Um ein gutes Zusamengehörigkeitsgefühl zu schaffen, taugt meiner Ansicht nach das „stolz sein“, überhaupt nicht.

    • Veganislove,
      Sie verbinden Stolz nur mit etwas schlechtes. Ein Feuerwehrmann ist stolz auf sich und seine Mannschaft weil er Menschen hilft und leben rettet. Ein IS-Kämpfer ist stolz darauf ungläubige Kufar zu töten und bekommt dafür Anerkennung und Achtung, den stolz seiner Gemeinschaft.

      Der Mechanismus ist der Gleiche, die Wechselbeziehung zwischen Individuum und Gemeinschaft.
      Sie können damit Menschen zu alles bringen, Töten, Helfen, Foltern, Retten wenn das Wir-Gefühl nur stark genug ist.

      Es kommt auf die Werte und Ziele der Gemeinschaft an. Dieses Wir-Gefühl oder Zugehörigkeitsgefühl ist in uns. Ich bezeichne die Ausprägung als“ stolz sein“, oder glauben sie die Personen in den Beispielen sind nur „froh“ auf ihr Handeln und tuen dies nicht aus Überzeugung.

    • Andre, ich wäre überaus froh, wenn sich die Bevölkerung massiv gegen Tierquälerei äußern würde. Aber mit dem Geldbeutel stimmt sie mehrheitlich und tagtäglich für Tierquälerei.
      Und haben Sie mal die Kommentare von AfD-Anhängern über Veganer und Vegetarier gelesen? Soviel Verachtung, die darin enthalten ist, muß man selbst im Netz lange suchen. Auf RT Deutsch hat ein Kommentator geschrieben, die Tierechtler seien neoliberal. Als ich das gelesen habe, ist bei mir innerlich eine Klappe zugeschlagen. und Überlegungen einer Zusammenarbeit zwischen AfD und Tierrechtlern habe ich beendet. Von einem Wir-Gefühl sind gerade AfD-Anhänger so weit entfernt, daß ich Ihre Gedanken als illusorisch beurteile.

    • Torsten leider stecken Sie wieder in Denkschablonen fest.
      Ich hatte viel über eine eigene Verfassung geredet und auch den Tierschutz erwähnt. Glauben Sie das wären Topthemen der AfD ?
      Ich bin für ein BGE, glauben Sie die AfD ist für ein BGE?
      Sie verallgemeinern, pauschalisieren und nehmen alle AfD-Anhänger in Sippenhaft für die Äußerungen anderer und negieren damit indoktriniert die positiven Positionen der AfD.
      Ich werde die AfD wählen, weil es eine Lösung – wie eine eigene Verfassung – außerhalb des Systems nicht sobald geben wird. Zu viele verharren noch in alten Denkmustern. Die Migrationspolitik und Außenpolitik zu Russland sind für unser Land essentiell. Auch die Förderung des Nationalstolz und die Abkehr vom Schuldkult sind für mich wichtig.
      Beim Thema Nationalsozialismus habe ich nicht nur immer die Nazis vor Augen, sondern die die gegen sie gekämpft haben und dafür mit den Leben bezahlt haben, Stichwort „Die Geschwister Scholl“.
      Der Tierschutz ist wichtig, aber obsolet wenn die Nation zusammenbricht, sei es durch einen Bürgerkrieg oder einen Krieg von außen. Alle anderen Parteien sind in diesen wichtigen Positionen auf einen fatalen Weg, Einzig allein die Linke ist in Sachen Wirtschaftspolitik und Außenpolitik besser ausgestellt, aber ihre Einstellung zur Migration ist fatal.
      Ich habe da immer die Frau Kipping vor Augen mit ihre inneren Überzeugung „Die Welt für immer zu Gast bei Freunden“. Und zu viele haben wohl bei der AfD den Herrn Höcke vor Augen. Das alle Parteien das System nicht ändern wollen und können ist klar, sie sind das System. Aber Änderungen in wichtigen Positionen und kleine Änderungen im System wie GEZ-Abschaffung und Volksentscheide auf Bundesebene wären ein Anfang.
      Viele erkennen diese Bedeutung und daher wird die AfD stärker und stärker. Wenn das Haus brennt packen alle mit an und versuchen das Feuer zu löschen, es wird dann nicht noch diskutiert ob das Wasser die richtige Temperatur hat und ökologisch sauber ist. Man bewegt nur etwas wenn man sich auf etwas einigt. Mit der Einstellung, die sind doof weil sie machen nicht das was für mich wichtig ist kommt man nicht weiter. Man muss „national“ Denken und schauen was die beste Lösung für die gesamte Nation ist. Wenn für Sie die Migrationspolitik und Außenpolitik derzeit in Ordnung sind, können Sie natürlich beginnen den Knochen „Tierschutz“ abzunagen. In diesen Fall wären Sie aber noch weiter von einem Wir-Gefühl entfernt als Politiker von Ihrem Gewissen.

    • Eine sehr, sehr interessante Diskussion. Leider wird sie nicht fortgeführt. Warum?
      Zeigt sich hier doch deutlich die Komplexität der gesellschaftlichen Meinung. Acht Kommentatoren/Innen diskutieren ein wichtiges Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten. Es kommt natürlich zu keinem Konsens. Zu groß sind die Unterschiede in Erfahrung, Wissen, Gefühlen und soziologischer und interkultureller Kompetenz.
      Was lernen wir daraus? Wenn 8 freie Menschen nicht zueinander finden, wie sollen dann 82 Mio. Menschen in Deutschland und 7 Mrd. Menschen auf der Welt zu einen gemeinsamen Nenner finden? Jeder hat seine individuelle Meinung und Wünsche. Wir haben übergroße Erwartungen an unsere Politiker. Aber selber sind wir nicht bereit Kompromisse zu schließen, weil wir fürchten zu verlieren.
      Im ganz Kleinen zeigt sich, wie schwierig es ist, seinen Gegenüber zu überzeugen, und gemeinsame Wege zu finden. Da ist es doch erfreulich zu erkennen, dass unsere Politiker trotzdem immer wieder Lösungen finden.

    • Wenn ich darf, möchte ich auch meinen ungefragten Senf dazugeben.

      Zuerst möchte ich betonen, dass ich Andre sehr gut verstehen kann. Ich war auch einmal stolz, ein Deutscher zu sein. Stolz auf unsere Dichter und Denker. Stolz auf unsere Wirtschaftskraft. Stolz auf unsere Sauberkeit und Ordnung. Stolz auf unsere militärische Stärke unter Karl dem Großen, Friedrich Rotbart, Karl V, Friedrich dem Großem und Adolf Hitler…(Achtung! Schlüsselwort!)
      Und ich war ein Teil davon. Hier geboren, hier aufgewachsen, hier zur Schule gegangen und hier gearbeitet und Steuern gezahlt. Ich hatte auch so eine Art Lokalpatriotismus. Ich war stolz auf meine Heimatstadt.

      Dann aber hatte ich, sagen wir, 2 Schlüsselerlebnisse. Ich reiste beruflich viel durch die Welt. Großbritannien, Frankreich, Spanien, USA, Mexiko, Iran, Indien etc. Und stellte fest, dass es überall auf der Welt solche und solche gibt (Volker Pispers sagt: „Es gibt keine schlechten Muslime, Christen oder Juden – es gibt nur Arschlöcher.“, und er hat recht!). Im Kreise von Türken, Russen, Iranern, US-Amerikaner, Indern und Chinesen merkte ich plötzlich, wir sind ja alle gleich. Überall auf der Welt haben die Menschen die gleichen Ängste, die gleichen Wünsche, die gleichen Bedürfnisse. Und alle leiden unter ihren, mehr oder weniger, kriminellen Regierungen.

      Mein 2. Erlebnis war, dass ich unverschuldet (ob unverschuldet oder verschuldet spielt eigentlich keine Rolle) in Not geraten war. Und plötzlich war es völlig egal, ob ich in meiner Heimatstadt groß geworden war, dort zur Schule gegangen bin, gearbeitet habe und Steuern gezahlt habe. Ich war Bittsteller. Ein Parasit in der Gesellschaft. Jeder Flüchtling (damals waren es Tamilen und DDRler) wurde besser und freundlicher behandelt als ich.

      Und auf dieses Land war ich stolz? Warum? Wofür? Weil längst verstorbene Männer (auch Frauen), irgendwelche Gedichte geschrieben haben? Weil irgendwelche Philosophen selbstherrliche Äußerungen von sich gegeben haben? Weil irgendwelche, eitlen alten Männer selbstsüchtige, skrupellose Kriege geführt haben?

      Ich habe gelernt, du bist so lange gelitten, solange die Herrscher von deiner Kraft profitieren. Verlierst du deine Wertschöpfungsfähigkeit für die Herrschenden, bist du weniger Wert als Müll. Und es ist völlig egal, wo auf der Welt du geboren bist. (Natürlich ist es immer noch besser, morgens in Deutschland aufzuwachen, als z.B. in Ruanda…)

      Insofern kann ich jeden Flüchtling verstehen, der mit allen Mitteln versucht, nach Deutschland zu kommen.

    • Heute sehe ich das ganze Leben sehr viel gelassener. Ich bin glücklich, dass es die EU und den Euro gibt. Und zwar, weil ich frei reisen kann, und nicht überall Geld tauschen muss. Früher habe ich immer kleine Säckchen voller Kleingeld bei mir tragen müssen, wenn ich nach Spanien getrampt bin. Holländische Florinten, Belgische Franc, Französische Franc, Spanische Peseten und die Deutsche Mark. Heute habe ich den Euro, und kann überall mit der gleichen Währung mein Steak bezahlen (oder Salat, für die Veganer unter uns). Ohne Euro wäre Deutschland schon lange Pleite. Wir hätten Inflationen von 8 und mehr Prozent. Niemand könnte unsere Waren kaufen. Durch den Euro haben wir es möglich gemacht, dass andere Länder in Europa (nicht nur EU) unsere Waren kaufen können. Natürlich gibt es Währungsprobleme, aber die gäbe es mit den Nationalwährungen in viel größerem Maße.

      Aus diesem Grunde ist die AfD für mich selbstredend nicht wählbar! Aber ich kann die Beweggründe der Menschen verstehen, die glauben in der AfD eine Erlöserpartei zu finden. Was ich nicht verstehen kann, ist warum Die Linke in Deutschland so wenig Zuspruch bekommt. Sie ist immerhin die einzige Partei, die sich für die Interessen der großen Mehrheit in unserem Lande einsetzt.

      Ich habe mich früher mal kurzzeitig politisch engagiert, bis ich gemerkt habe, dass es in allen Parteien grundsätzlich darum geht, lukrative Pöstchen zu bekommen. Die Basis kämpft in jeder Partei um Werte und Ideale. Die Spitze kämpft um Posten und Positionen. Die Spitzenpolitiker jeder Partei können untereinander beliebig ausgetauscht werden. Das sind Machtmenschen. Denen geht es um persönliche Interessen, egal in welcher Partei sie diese erreichen. Und sie finden immer wieder Steigbügelhalter und Mitläufer, die für kleinere Gefälligkeiten und mittlere Führungspositionen als Belohnung, alles tun, um die Machtmenschen an der Macht zu halten. Aus diesem Grunde bleiben die Parteiführer auch über Jahre und Jahrzehnte die Parteiführer.

      Grundsätzlich, macht uns alle die Notwendigkeit von Geld zu schaffen. Wir brauchen Geld, um unser Leben finanzieren zu können. Und daher sind wir alle mehr oder weniger käuflich. Wir alle prostituieren uns, um unser Leben, leben zu können. Glücklich ist der, der genügsam ist. Der ist auch am wenigsten verführbar.
      Im Arbeitsleben muss ich täglich mit ansehen, wie sich Menschen drangsalieren lassen, und entgegen ihres eigentlichen Charakters verbiegen lassen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz, und damit um ihr Einkommen haben. Das ist manchmal traurig und manchmal beschämend, aber weltweiter Alltag. Der eine verkraftet es besser, der andere wird krank.

      Mein Rat, um durch das Leben zu kommen? Lebe, als wenn es dein letzter Tag wäre. Arbeite, als wenn du das Geld nicht bräuchtest. Und tanze, als wenn niemand zusehen würde. (B. Wilder) Ist zwar einfacher gesagt als getan, aber es macht das Leben wirklich erträglicher.

    • Ichweissnichts

      Danke für Ihren Beitrag zur Diskussion. Wir haben wohl ein paar gegensätzliche Positionen, aber vielleicht finden wir ein Konsens.

      Zunächst zum Nationalstolz und nationaler Identität. Die nationale Identität ist bzw. sollte eine gemeinsame Wertesystem definieren. Man ist stolz auf diese Werte. Wie diese aussehen sollte man in einer Verfassung festlegen.
      Wenn man nun den Nationalstolz fördert durch nationale Veranstaltungen (nicht nur Sport) und in der Bildung wird das Wir-Gefühl stärker. In dritten Reich wurde dies ähnlich umgesetzt nur mit einer menschenfeindlichen Ideologie und einen Wertesystem das Krieg und Unterdrückung ausgelegt worden war.
      Das Ergebnis kennen wir und wir stellen uns die Frage warum so viele dieses System unterstützt haben oder warum so viele Soldaten in den Krieg gezogen sind. Es lag bestimmt nicht nur am „Geld“ bzw. Sold.
      Das Wir-Gefühl ist nicht nur ein Gefühl, eher ein Bewusstsein das ein Individuum sehr prägt und dessen Gefühle „steuert“. In kleinen Gruppen nennen wir das Gruppenzwang oder Gruppendynamik.
      Im Maßstab einer Nation nennen wir das Massenpsychose, aber es ist unsere Natur, in diesen Punkt sind wirklich alle Menschen gleich.

      In unserer Gesellschaft haben wir eine multiple Massenpsychose. Links – rechts, arbeit – keine arbeit, Fleischesser – Vegetarier, Kapitalist – Kommunist… ich kann ewig weiter machen. Das einzige was unsere Gesellschaft zusammenhält ist das Geld und das Geldsystem. Die Eliten haben dies geschickt umgesetzt.
      Daher wird die Nation automatisch mit dem Geldsystem crashen. Migration und Islamisierung verstärken diesen Effekt der Gesellschaftszersplitterung. Jede Reaktion erzeugt aber eine Gegenreaktion, daher werden die nationalen Bewegungen immer stärker. Bei diesen nationalen Bewegungen müssen die unterstützt werden, die ein vernünftiges Wertesystem haben. Ohne eine nationale Identität kann die diese Zersplitterung nicht überwunden werden und damit unser größtes Problem auch nicht gelöst werden.

      Viele Menschen sind aber zu egoistisch und selbstsüchtig weil Sie ihre Werte über den Konsens von gemeinsamen Werten stellen. Dies ist gewollt, daher wird der Individualismus gefördert von den Eliten.

      Zum Thema EU und Euro, betrachten Sie mal die negativen Aspekte und prüfen sie dann ob diese ihre persönliche „Bequemlichkeit“ rechtfertigen. Schauen sie sich mal Griechenland an und die anderen Nationen die unter dem Euro leiden.

      Zum Thema Flüchtlinge:
      Sollte man zwischen Kriegsflüchtling/Katastrophenflüchtling und Wirtschaftsflüchtling unterscheiden ?
      Die Rechtsdogmatik unterscheidet da schon nur unsere Regierung nicht.

      Ihr Absatz zum Schluss ist mir persönlich zu passiv und individualistisch. Wenn wir alle so leben als wäre jeder Tag der letzte, kommt der letzte Tag schneller als man glaubt. Mein Ansatz wir haben mehr Macht als wir uns zutrauen.
      Frage nicht was dein Land (Gemeinschaft) für dich tuen kann, sondern was Du für dein Land tuen kannst.
      Mit französischen „Migrationshintergrund“ habe ich wohl eine andere Beziehung zu Individuum und Nation.

    • @Andre

      Ich habe einige Franzosen kennengelernt, und die meisten konnten unserer Art, mit unserer deutschen Identität umzugehen, überhaupt nicht nachvollziehen. Aber das trifft ja auf Iraner, Türken und US-Amerikaner genauso zu.

      Was die Menschen im „Dritten Reich“ dazu bewogen hat mitzumachen, dazu habe ich meine eigene Theorie, aber die würde hier den Rahmen sprengen. Eins nur, heute sind die Menschen nicht anders, sondern durch Gesetze und Erziehung teilweise anders konditioniert. Aber nicht weniger anfällig, aus „Pflichtbewusstsein“, ihre Mitmenschen zu drangsalieren (und Schlimmeres).

      Im Allgemeinen muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich für die nationale Idee versaut bin. Ich bin Europäer und liebe Europa und den Euro. Und ich habe bisher keine Argumente finden können, die mich davon abbringen.
      Allerdings stimme ich Ihnen in weiten Teilen Ihres Kommentares zu.

      Nach vielen Jahren der Erfahrungen mit Menschen, genieße ich zwar immer noch ab und zu deren Gesellschaft, kann aber heute sehr gut nachvollziehen, warum der Alte Fritz zum Ende seines Lebens nur noch seinen Hunden vertraute.
      Sie haben geschrieben „[…] wir dienen nur einem Herrn und der nennt sich Moneta.“ Und damit haben Sie bereits des Pudels Kern getroffen! Hat man kein Geld, ist man abhängig und ständig fremdgesteuert. Und genügend Geld zu besitzen, bedeutet das Privileg zu genießen, in der Arschlochfreien Zone leben zu können, wann immer man will.

      Und was Sie als zu passiv und individualistisch kritisieren, war nur mein Vorschlag zu den Wegen aus der Krise. Ein wenig mit Humor, aber als unterstützende Lebensweisheit ganz brauchbar. Tatsächlich traue ich es der Masse Mensch nicht zu, sich an den Haaren aus dem Dreck zu ziehen. Man kann versuchen, die Krise so erträglich wie möglich zu gestalten. Abwenden können, werden wir sie nicht. Dafür gibt es zu viele raffgierige Egoisten, die selbst aus der Krise Kapital schlagen. So ist der Mensch nunmal.

  18. Vielen Dank an KenFM für fast drei Stunden gute Unterhaltung.
    Für mich war es fast nur Wiederholung.Die Betonung liegt aber auf fast.
    Durch die Kombination der Gäste war die Sendung sehr interessant.
    Als Mitglied der Humanistischen Friedenspartei habe ich drei Vorschläge für das Problem.

    Wir können ein Gesetz verabschieden.

    1). Bund Länder und Gemeinden werden keine neuen Schulden aufnehmen.
    2.) Alle bestehenden Kreditverträge werden gekündigt. Die Rückzahlung erfolgt innerhalb der nächsten 1000 Jahre.

    Was jeder sofort tun kann.!!!!
    Ich mache keine Schulden.
    Wenn jemand Krieg machen will, gehe ich nicht hin.

    P.S. Ein Kommentar ist eine persönliche Meinung zu einem Thema.
    Bei Pseudonymen verlange ich eine Erklärung des Kommentatorts, dass durch seine Meinung, ihm oder seiner Familie Nachteile entstehen werden.

    Ohne diese Erklärung sind alle anonymen Account nur blabla.

    • P.S.S.: Verlangen können sie viel. Auch wenn sie ein Bild und einen real klingenden Namen verwenden, bleiben sie dennoch im Netz anonym. Wer will kontrollieren ob das stimmt?

      Auch Herr Jebsen wird stets mit der Hatz nach seinem Geburtsnamen belegt und da dient dies nur zu diffamierenden Zwecken.
      Einerlei, könnte ich mir selbst einen Namen wählen, wäre das auch ein anderer als mein Geburtsname.

  19. Erneut eine tolle Produktion mit tollen Leuten, für mich war die Kombination höchst wertvoll, und zwar aus folgendem Grund: Erfrischend und voll unterstützendwert finde ich die Beiträge von Herrn Maurer, er bringt die Tatsache auf den Punkt, dass einfach nirgends etwas dagegen spricht, für den Frieden einzutreten, und sei es mit Generalstreik. Übrigens auch bezüglich des Irrsinn der Krim bzw., dass der Schritt Russlands endlich akzeptiert und die Verblendung deutlich wird. In Anbetracht der Lage (auch am Baltikum) und der extremen Unrechtmäßigkeiten dessen, was sich der industriell-militärische Komplex hinter unserer Classe politique, welche dies willfährig ausführt, leistet, wäre es mehr als fällig, dass die Räder still ständen. Die Frage nach seiner Legitimität stellt sich nicht, denn gegen ihren Willen Menschen in den Krieg zu verwickeln stellt das größte (nicht nur rechtspositivistisch betrachtet) Unrecht dar.
    Dann stimmen die Worte von Herrn Senf nicht minder nachdenklich, denn in der Tat gehört zum Nein sagen das Wissen um die Zusammenhänge, wenn man nicht einfach nur hinterherrennen möchte. Dazu braucht es einen entsprechenden Lehrkörper (Lehrer, wo bleibt ihr?!??! Habt Ihr Angst? Glaubt ihr all den Schwachsinn? Warum kommt ihr eurer Beamtenpflicht nicht nach, denn die beinhaltetet auch, Manipulation entgegenzuwirken!) sowie Medien, welche das Auseinandersetzungsfeld liefern, da sind wir ja auf dem besten Weg. Dennoch dient uns Wissen dazu, aus der Traumwelt aufzuwachen, das braucht wieder Stärke und Ertragen auch von leichten bis mittelschweren Desillusionierungsschmerzen, da die Fehlstellungen deutlich werden. All das wird hier deutlich.
    Schließlich Herr Büntich: der psychologische Realismus führt uns doch immer wieder vor Augen, dass bei jedem auch die Zeit reif sein muss. Dafür der nötige Anstoß von außen, selbst wenn es dann nur funktioniert, wenn es uns zu schlecht geht, dann ist dies leider immer wieder bedauerlich, denn handeln könnten wir rein „materiell“ betrachtet, jetzt.
    Dennoch und wie auch immer: Positionen haben hier wieder einen super Anstoß geboten. Hoffentlich öffnen sich viele Lehrer für diese Sendungen, statt bei Maybritt Illner und Anne Will hängen zu bleiben.

  20. Liebe Community, Ken Jebsen und das KenFM-Team,

    Im Sinne von „Wege aus der Krise“ möchte ich auf zwei Projekte aufmerksam machen:

    Das erste wurde von Ralph Boes ins Leben gerufen: verfassung-vom-volk.org
    Wie der Name schon erkennen lässt geht es darum, dass wir uns als „Volk“ endlich eine eigene Verfassung geben.
    Als Vorlage soll dabei das Grundgesetz dienen mit ein paar kleinen Veränderungen. Diese Änderungen haben aber eine große Wirkung.

    Das zweite Projekt findet man hier im Forum KenFM Die Macher: „Eine Minute meines Lebens“.
    Diese Idee stammt von mir und resultierte aus einen spontanen Geistesblitz, also bitte ich um Nachsicht bei der Namensgebung und Ausarbeitung. Zusammenfassend geht es um persönliche Vernetzung und einen friedlichen Widerstand.

    Ich würde auch hier gerne eine Diskussion anstoßen, die uns dem Ziel welches wir alle Teilen ein kleines Stück näher bringt.
    „Frieden mit sich, seinen Mitmenschen und der Natur“ sollte doch wohl unser kleinster gemeinsamer Nenner sein.

    Wenn wir wieder über „Politik“ diskutieren und in die Grabenkämpfe von links und rechts ziehen, verschwenden wir nur unsere Energie und verlieren den Fokus auf das Wesentliche. Jeder hat zu jeden Thema eine Position oder eine Gegenposition und will diese „verteidigen“. Ich bin da keine Ausnahme, nur ist es vielleicht gerade jetzt wichtig Thesen und Lösungsvorschläge erstmal „neutral“ zu betrachten und in Gedanken durchzuspielen. Widersprüche und Nachteile sollten aufgezeigt werden und vernünftig diskutiert werden. Ich erlebe es auch bei mir oft, dass Emotionen hochkochen und dann vor Vernunft und Ratio stehen, weil wir wohl komplett gegensätzliche Meinungen fast immer wie einen persönlichen „Angriff“ werten.

    Vielleicht ist gerade deshalb eine eigene „Verfassung“ oder „Werteordnung“ so wichtig, für Kooperation braucht es immer eine gemeinsame Basis. Es spielt dabei erstmal keine Rolle ob die Verfassungsgegner diese akzeptieren oder nicht. Es ist dann wie bei dem Geld und dem Geldsystem. Es „funktioniert“ und versklavt uns nur weil alle daran Glauben und es nutzen.

  21. Kaum zu glauben, dass Herr Büntig schon 80 Jahre ist.

    Zum Vollgeld gibt es einen interessanten Artikel auf makroskop.

    https://makroskop.eu/2017/02/wechselbriefe-im-18-jahrhundert-wieso-die-wirtschaft-das-vollgeld-umgehen-wuerde/

    Der Artikel ist ab 26. Feb. auch für Nichtabonennten lesbar.

    Wie wäre es mit einer Sendung über Arbeit, Arbeitszeit etc.? Dazu könnte man Dr. Flassbeck und Prof. Bontrup und ein paar Gewerkschafter, Politiker einladen.

  22. Man könnte mal eine Sendung zum Thema Krebs machen.
    Der Krebs ist keine Krankheit,sondern eine Überlebensstrategie des Körpers mit Verschlackung und Giftstoffen im Körper zu überleben.
    Menschen wie Dr. Johann Georg Schnitzer haben Ernährungskonzepte entwickelt,mit denen so gut wie jede Zivilisationskrankheit geheilt werden kann .Schon vor Jahrzehnten hat Dr. Schnitzer auf einem Kongress bewiesen,dass mit seiner Diät sowohl Diabetes Typ1 als auch Typ2 geheilt werden kann. Aber diese Erkenntnisse werden systematisch von der Schulmedizin ignoriert.

    Demgegenüber steht eine ganze Industrie ,die am Krebs verdient. Die Schulmedizin nennt nicht die wahren Gründe von Krebs,sondern stellt das immer noch als eine Art Schicksal hin oder eine Folge der Gene dar.
    Aber Krebs ist eine Folge schlechter Ernährung mit überwiegender künstlich-verarbeiteter „Nahrung“ohne Vitalstoffe. Hinzu kommt natürlich die Umweltbelastung und vieles mehr,was ich hier nicht weiter ausführen möchte.

    Aber alle natürlichen,alternativen Heilmethoden werden verschwiegen oder lächerlich und schlecht gemacht Eben weil der Mythos vom Krebs weiter am Leben erhalten werden muß,weil eine ganze Industrie davon lebt.

    • Lieber Padma 28,
      aus meiner Sicht es ist gut und richtig was Sie sagen. Nur die primäre Ursache, das Leid der Seele und die Entfremdung des Menschen von sich selbst, ist m.E. dem voranzustellen. Eine gesunde, weitestgehend naturbelassene Ernährung ist ohne Frage von großer Bedeutung. Wird jedoch das seelische Trauma, das der Erkrankung zugrunde liegt nicht geheilt, entwickelt der Mensch auch kein Gespür dafür, was gut für ihn ist, sondern vergiftet sich unbewusst weiter.
      Viele Menschen versuchen durch Ernährungskonzepte gesund zu werden und scheitern, weil das Problem auf der Verstandesebene nicht zu lösen ist. Ein seelisch gesunder Mensch spürt was ihm gut tut und was ihm schadet.

    • Liebe Marikka! Aus meiner persönlichen Lebenserfahrung heraus kann und muss ich Ihnen sagen, dass Sie und mit Ihnen so viele andere sich in diesem Punkt definitiv irren. Es ist nämlich genau anders herum. Unsere verkehrte Ernährung ist die Hauptursache all unserer Leiden und nicht nur jener der Tiere. Können Sie sich über das Problem dieser jahrtausende währende und nun auch ernährungswissenschaftlich erforschten Fehlernährung hinaus wirklich vorstellen, dass eine Tradition, die für andere empfindsame Lebewesen die Hölle ist, für uns Menschen gesund und heilsam sein kann?
      Hierzu empfehle ich von Herzen das Werk: „Ernährung und Bewusstsein“(„TheWorldPeaceDiet“) von Will Tuttle.

    • Padma28: Gut, dass Sie dies hier auch mal mit erwähnen. Und es wird ja auch nicht nur am Krebs kräftig verdient, sondern genauso an allen anderen ernährungsbedingten Krankheiten, die man unter dem Begriff „Zivilisationskrankheiten“ zusammengefasst hat. Ich schrieb ja hier auch schon, dass der hier anwesende Physiologe dringend eine Entgiftungskur benötigt – und zusätzlich eine Ernährungsumstellung. Seine Entgiftungsorgane sind extrem überlastet!

    • Ich weiß es selbst nicht,was wichtiger ist für eine Gesundung -die Seele oder der Körper.
      Wahrscheinlich habt ihr beide recht.
      Ohne gesunde Ernährung kann man nicht gesund bleiben. Und mit bösen,hasserfüllten Gedanken kann man auch nicht gesund bleiben oder werden.Diese Dinge beeinflussen sich wohl gegenseitig.

    • Padma28: Seele und Körper sind eins, so wie auch Geist und Materie untrennbar miteinander verbunden sind. Das wissen wir doch alle! Warum also leben wir nicht danach?

    • Das von Padma28 verlinkte Gespräch mit Georg Schnitzer(Teil 1 und Teil2) sollten sich hier alle mal in Ruhe ansehen. Es ist ein bisschen anstrengend, weil Dr. Schnitzer da schon über 80 ist und etwas langsam spricht, aber er erzählt genau diese Wahrheiten über unsere Ernährung, die bis heute vertuscht, verleugnet und nicht geglaubt werden!
      Zum Beispiel Getreide: Heute wird vielerorts behauptet, Getreide sei ungesund, unverträglich, mache dick etc. Dabei wird verschwiegen, dass dies nur für Weißmehlprodukte und für solche Produkte zutrifft, die nicht aus frisch gemahlenem Getreide bestehen, weil das Mehl bei Lagerung oxydiert. Außerdem wird nicht gesagt, dass viele Getreidesorten verzüchtet worden sind, sodass sie viel mehr Gluten als vorher entwickeln. Wer eine eigene Getreidemühle zuhause hat und sich Urgetreide (Einkorn, Emmer, Kamut) frisch mahlt, hat damit eine gesunde Kost. Und die kleinkörnigen Getreide wie Hirse oder Buchweizen(was ja in Wirklichkeit ein Knöterichgewächs ist), haben auch keine Gluten.

      Merke: Wir werden nicht nur im Bereich Weltpolitik mit Lügen zugedeckt! Wäre ja auch unlogisch!

    • Liebe Frau Schaechtelin,
      sie haben aus meiner Sicht mit Ihrer Aussage recht:
      „Eine gesunde, weitestgehend naturbelassene Ernährung ist ohne Frage von großer Bedeutung. Wird jedoch das seelische Trauma, das der Erkrankung zugrunde liegt nicht geheilt, entwickelt der Mensch auch kein Gespür dafür, was gut für ihn ist, sondern vergiftet sich unbewusst weiter.“

      Dazu verlinke ich einen Vortrag von Prof. Dr. Franz Ruppert der im SWR ausgestrahlt wurde mit dem Thema „Das Trauma des Krieges“: https://swrmediathek.de/player.htm?show=0ede72d0-bdf7-11e6-8e1e-005056a12b4c

      Das Körper und Psyche nicht getrennt gesehen dürfen ist aus meiner Erfahrung völlig klar…
      Was ich allerdings auch beobachte, dass alles was psychisch nicht verarbeitet werden konnte, sich einen Ausdruck in körperlichen Symptomen verschafft…

      Und sicherlich gibt es die Möglichkeit sich über die Ernährung und mehr Körperbewusstsein seiner inneren psychischen Strukturen bewusster zu werden, doch es gibt auch den umgekehrten Weg, sich seiner psychischen Strukturen bewusster zu werden und dann auch ein neues Körperbewusstsein zu bekommen…

      Das Psyche und Körper eins sind, dringt ja erst so langsam ins Bewusstsein vieler Menschen…Die Zeit der Aufklärung war eine Phase, in der der Dualismus vorherrschte, der Verstand und die Logik standen im Vordergrund…
      Vieles was es an wichtigen Erkenntnissen vor der Aufklärung gab, geriet in Vergessenheit…das war dann Aberglauben…und ja, es gab auch viel Aberglauben! Und viele Menschen mussten sterben…

      Heute ist die Zeit, in der wir das was „getrennt“ wurde, wieder zusammenbringen müssen, jedenfalls sollten wir es versuchen…

      P.S. Ich lese Ihre Beiträge immer mit großen Interesse, auch wenn ich mich hier nicht sooft zu Wort melde.

    • Logisch und klar gedacht ist auch zum Beispiel, was Dr. Schnitzer dazu sagt, dass wir „schon immer auch Jäger“ gewesen seien: Er sagt nämlich, dass das Jagen viel anstrengender ist als das Pflücken und Sammeln und dass man zum Jagen und Fleischessen erst einmal Gerätschaft entwickeln musste. Also muss es davor auch schon ohne das Jagen gegangen sein. Unsere Urkost ist gemäß unsereres Gebisses und unserer Organe und Enzyme bis heute ja auch immer noch auf Pflanzenkost angelegt. Daran hat sich nichts geändert. Obwohl die orthodoxe Wissenschaft behauptet, dass sich in Bezug auf Milchverträglichkeit die Gene des Menschen angepasst hätten, gibt es heute immer noch so viele nachgewiesene Allergien dagegen auch bei uns im Westen und Studien über ihren krankmachenden Effekt , dass diese Behauptung sehr fragwürdig ist. Dabei kann selbst ein ungebildeter Mensch ganz leicht darauf kommen, dass die Muttermilch einer völlig anderen Spezies für uns nicht das richtige Nahrungsmittel sein kann! Dass wir von Natur aus „Frugivoren“ sind und keine „Allesesser“ ist auch im Büchlein „Die Heilige Wissenschaft“ von Yukteswar Giri, dem Lehrer und väterlichen Freund des Yogananda, der das Kryia -Yoga in den Westen gebracht hat, schon einmal sehr klar herausgearbeitet anhand des anatomischen Vergleiches der verschiedenen Säugetiere und ihren entsprechenden Ernährungsarten. Yukteswar hatte ein abgeschlossenes Medizinstudium und kannte sich in der Anatomie sehr genau aus. Was uns heute ständig und massenhaft immer noch an Falsch-und Fehlinformationen vermittelt wird in Bezug auf die Ernährung, steht der Vernebelung der politischen Wahrheiten in nichts nach. Einfach mal informieren und selbstständig logisch darüber nachdenken!

    • Liebe Veganislove,
      es geht doch darum, alle Aspekte, die für die Heilung eine Rolle spielen, anzuschauen und zu integrieren. Welchen Aspekt der Einzelne für wichtiger erachtet, sei ihm überlassen. Über die Wechselwirkung sind wir uns doch einig.

    • Liebe Mamomi,
      es freut mich, dass Sie sich zu Wort melden. Danke auch für den Hinweis.
      Ich habe mich viel mit Traumaarbeit befasst und auch in der eigenen Familie erfahren, was Krieg und Flucht für Menschen bedeutet und was es mit ihnen macht. Und was es z.B. auch für die nachfolgenden Generationen bedeutet, die das verdrängte Leid unbewusst mittragen.

  23. Tolle Sendung! Vor allem wegen der rechten Seite, Duschner und Maurer. Die haben Feuer! Die waren mitreißend. Und ’ne Menge Fakten und Hintergründe.

    Auf der anderen Seite konnte ich mit dem Psychologen nicht viel anfangen, aber er hat mich trotzden neugieruíg auf das Einzelgespräch gemacht, das nun hoffentlich bald gezeigt wird.

    Bernd Senf hat mit seiner Art auch nicht richtig reingepasst: Er braucht mehr Zeit, mehrere Tafeln für Grafiken. Auch das Einzelgespäch neulich war zwar interessant, aber nicht ideal. Ich habe deshalb gegoogelt und hervorragende Videos aus den Neunzigern gefunden. Da hielt er ein Wochenend-Seminar in Wien. Daraus entstanden 8 super-gute Viedeo mit seinen Vorträgen, didaktisch wunderbar aufbereitet mit Grafiken.
    Hier: https://www.youtube.com/user/BerndSenf
    In der langen Liste der Videos sind es die letzten 8, die ich meine, mit dem letzten geht es los, dann der vorletzte usw. Heiße Empfehlung!

  24. Bin erst bei 47 min dieser Positionen Aufzeichnung aber oft wird von einem “ WIR “ geredet.
    Ich finde die Einladung von Dr. med. Wolf Büntig einfach Supergenial.Bitte Einzelinterview, da geht was !!!!
    Jeder tut was er kann und in Sachen Aufklärung passiert hier mal was ganz besonderes. Danke an das ganze KenFM TEAM

  25. Endlich mal jemand der die Ursprünge der gewollten Zerstörung Jugoslawiens beleuchtet. Bernd Senf legt das offen,was dazu führte,dass Jugoslawien destabilisiert werden konnte. Die Abhängigmachung mit Krediten und dann die anschließenden Strukturanpassungsmaßnahmen sind und waren das feste Programm der Neo-Kolonialisten um Länder zu zerstören und auf die Übernahme durch Multinationale Konzerne vorzubereiten.So lief es und läuft es überall auf der Welt,-besonders bei den Schwellenländern .
    Im Falle Jugoslawien kommt dann die militärische Variante noch mit hinzu-aber all das läuft ab nach einem Plan,wie Bernd Senf klar demonstriert.Der Öffentlichkeit wird ein ganz anderes Bild präsentiert,um diese Raubzüge zu verschleiern.
    Auch erwähnt er den wichtigen Artikel von Michel Chossudovsky,der mir auch bekannt war.
    Ein wirklich ehrlicher,ehrenwerter Mann,dieser Bernd Senf. Und eine Schande,dass das ,was er sagt, so wenig bekannt ist .

    • Ohne breiten Konsens, ohne Mehrheit in der Bevölkerung wird sich nichts ändern. Jemand könnte eine Ökodiktatur einführen nur wer ist der jemand? Erst wenn sie die Mehrheit der Bevölkerung überzeugen können wird sich die Politik umgestalten, dann können auch Parteien anders verwendet werden. Wer jetzt glaubt das sich was ändern wird ohne das diese Themen in die Politik getragen werden und dazu gehören die Parteien, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.

    • Mit Parteien verhält es sich ähnlich wie mit einem Gefängnis,das unterschiedlich angestrichene Zellen hat.
      Wer sich gut führt,bekommt eine grüne Zelle.So wird die Hoffnung der Insassen aufrechterhalten,aber ändern wird sich nichts.
      Die verschiedenen Parteien,die Teil eines Systems sind ,dienen alle diesem System. Die Leute glauben,sie hätten eine Wahl. Aber es ist absolut egal,ob man die rote,die grüne oder schwarze Partei wählt,-das System ist immer das gleiche.
      Dass die Menschen das nicht erkennen,-die Jahre vergehen,die Produktivität steigt aber alles wird immer schlechter. Es herrscht absoluter Stillstand.Und dann soll man wieder die andere Partei wählen und alles wird gut.Aber es ändert sich nichts,-weil es keine Veränderung geben kann. Weil der Rechtskreis entscheidend ist,indem sich das alles abspielt.

    • Richtig, nur gibt es momentan eben Parteien und sie müssen entweder die Menschen für sich gewinnen wo ihnen der Gegenwind der Parteien entgegen schlägt. Aber auch in den Parteien gibt es vernünftige Menschen und ich bin der Meinung das es gut wäre auch diese Menschen zu gewinnen, dann könnte Änderungen schneller kommen.

    • Diese Parteien agieren im Handelsrecht und sind damit Firmen.Jede Energie,die man denen zufliessen lässt,ist verlorene Energie.

  26. Wieder eine Super-Sendung und herzlichen Dank dafür! Politisch scheint der Physiologe allerdings etwas unbedarft zu sein, wenn er Frau Merkel für ihre angeblich humanitäre Einstellung bewunderte nach einem ihrer Propaganda-Auftritte im Fernsehen. Außerdem bräuchte er dringend eine Entgiftungskur von seiner Physiognomie her zu urteilen. Ken hat wieder gleich zu Anfang mit seinem guten Humor geglänzt, hat aber diesmal tatsächlich dem Bernd Senf zweimal an der selben Stelle das Wort abgeschnitten, sodass wir jetzt nicht wissen, was der Herr Senf da auf dem Herzen hatte. Das hat mich diesmal tatsächlich auch ein bisschen gestört. Aber einen Vorwurf kann ich daraus nicht machen, dazu leistet Ken viel zu Großartiges an Information für die Allgemeinheit und hält ja seine Gesprächspartner auch sonst bestens bei Laune. Ich wollte es nur mal bemerken. Danke, Danke, Danke, Danke und Danke!

  27. Für eine super Sendung. Ich hab mir am Anfang zwar gedacht, was ist den mit dem Arzt los, kam bei mir nicht an was er gesagt hat, habe dann vorgespult und beim Herrn Senf hat es mich wieder total gefesselt und ab da war es dann eine geile Sendung. Muss sie mir nochmal ansehen. Ja genau darum geht es und es müssen diese Gedanken entweder in die Köpfe der Entscheidungsträger und in je mehr Ländern um so besser. Und wenn das nicht so richtig gelingt müssen viele Menschen dieser Meinung sein damit ein Druck aufgebaut werden kann. Vermutlich beides gleichzeitig, zuerst Aufklären und Menschen gewinnen, da werden schon mal ein zwei Entscheidungsträger dazukommen dann noch mehr Menschen aufklären und dann kommen noch mehr Entscheidungsträger usw. Mit Entscheidungsträger meine ich Politiker oder andere Menschen die auch wirklich zB am Parteibuch mitarbeiten können oder anderen Einfluss haben. ich möchte damit niemanden dadurch klein machen nur mir persönlich geht es so das ich eben nur in meinen Bekanntenkreis Einfluss habe und da wird es schon schwierig. jeder kann für sich etwas tun und das ist alles total super ich möchte damit nur sagen das diese Themen langfristig aber besser bald auch die Themen in der Politik werden. Sie müssen die Themen der Allgemeinheit werden und sie müssen selbstverständlich werden und am besten Länderübergreifend, denn es sind auch länderübergreifende Themen und nur so kann auch ein Miteinander der Staaten gelingen.

    • Die mit dem Parteibuch und generell Parteien sind nicht der Schlüssel zur Veränderung sondern der Grund dafür,dass nichts besser wird.Ich dachte das wäre bekannt in einem Forum zur Aufklärung.

  28. Anhand dessen was an Wissen alles vorgebracht wird, muss man erstaunt feststellen, wieso ist bisher überhaupt noch keine Regung aus dem Volk zu vernehmen.?Für jedes geschriebene, gesprochene Wort ,eine Tat, das Übel wäre schon beseitigt…
    Deutschland bleibt das Land der Schnacker , die wenn möglich, alles klein reden, weil man sonst bemerken würde, wahrlich ich habe noch nichts zustande gebracht…Und das geht doch nicht!!!!

    • „Für jedes geschriebene, gesprochene Wort , eine Tat, das Übel wäre schon beseitigt…“

      Eine dreiteilige Antwort, Annette, sowie ein Aufruf an die Theoretiker, die ja vielleicht mal, demnächst, oder übermorgen, oder nie … …. …

      1) Wer das System ändern will (egal in welcher Ausprägung: Parteiendemokratie; direkte Demokratie; Plutokratie; Diktatur durch das Proletariat; Friedensföderalismus; Hierarchie der Guten; Revolutionäre Zellen und Organismen und was es da sonst noch so alles gibt) muß das System erst mal INNERLICH verlassen haben. Ansonsten sind seine Zutaten immer: Bequemlichkeit, Zweifel, Angst, Faulheit, Verzeiflung, systemisches Denken, Zurückhaltung, gesundheitliche Probleme, Selbstsucht, mangelnde Hingabe, Egozentrismus, Überlebenskampf auf der mentalen Ebene (Rechthabenmüssen) und was es da sonst noch an Hinderungsgründen so alles gibt. Mit anderen Worten: das innere System wird Dich daran hindern, das äußere zu ändern.

      Ken Jebsen sagte mal, daß es nicht an den politischen Organisationsformen läge, daß die guten politischen Ansätze und Ideale bisher überall auf der Welt in ihrer Realisation gescheitert wären, sondern daß es an der Natur des Menschen läge, daß dem so ist.
      Was ist die Natur des Menschen? (Ich erspare Euch die nächsten 20 Seiten, überspringe sie und mache einen großen Satz: Heute vor allem ist die dominanteste Natur des Menschen, daß er denkt. Und sein Denken ist in zunehmenden Graden derart dissoziiert von allem Menschlichen, Lebendigen, Fühlenden Seelischen, daß er einfach so weitermachen kann, wie bisher. Denn würde er fühlen, dann MÜSSTE er ganz einfach etwas ändern. Würde er das System des abgespaltenen und spaltenden denkenden Geistes verlassen können, dann MÜSSTEN jetzt ganz einfach 10 Millionen Menschen wild entschlossen auf die Straße rennen und etwas anpacken. Tun sie aber nicht, weil sie ja nicht in einer Welt leben, wie sie ist, sondern in einer Konzeptwelt, wie sie sie denken. In ihrem inneren System.

      Teil 2: Ich möchte gern, was ich auf der Seite habe (ca. 500 Euro) dafür einsetzen, Lebensmittel zu kaufen und mit Gleichgesinnten nach Griechenland zu fahren, vorzugsweise bis zur Insel …. – der Name fällt mir gerade nicht ein; da, wo sie in Flüchtlingslangern gerade verhungern, weil Griechenland am Ende ist. (Und sie verhungern ja nicht nur da. Sie verhungern überall auf der Welt, und zwar alle paar Sekunden ein Kind. Aber das ist ja nicht unsere Erfahrung. Der Gedanke, „ein Kind verhungert“ hat nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun, was Du erfährst, wenn Du einem verhungernden Kind gegenüberstehst und die Verzweiflung der Mutter erlebst, die keine Macht hat, ihr Kind zu retten. (Glaubt jemandem, der fünf Mal in Indien war: es ist die Hölle.)
      Alle drei Sekunden oder waren es vier (?) passiert so etwas auf der Welt. Ein Kind verhungert, weil die Reichen in ihren Luxusvillen sich völlig von dem abgespalten und isoliert haben, was ein fühlendes Menschsein ist.
      Man muß völlig abgestorben sein oder völlig im denkenden System gefangen, um daran nichts ändern zu wollen und jetzt, in dieser Sekunde, nicht damit zu beginnen.

      Tei 3: Ganz praktisch: Wer will mitmachen und hat evtl. einen spritsparenden Bus oder Wohnwagen oder sogar LKW zur Verfügung? Mein kleiner Golf frißt zuviel Benzin und dürfte räumlich nicht ausreichen.
      Wer bereit ist, mitzuhelfen oder gar mit auf die Reise zu gehen, schreibe bitte an: A.S.CANE at email dot de

      Aber ich muß jeden warnen, der so etwas noch nicht getan hat: es könnte sein, daß es Dir das Herz zerreißt und Du Deinem ganzen inneren Schmerz begegnest, den Dein inneres denkendes System bis jetzt aus Deinem Bewußtsein ferngehalten hat. Es könnte also sein, daß Du tagelang sehr viel weinen wirst.

      Somit hätten wir aber nicht nur an den Symptomen kuriert (geht an Marikka), wenn wir ein paar Körpern da unten etwas zu essen bringen, einige homöopathische Arzneimittel (nebst Verordnungen und Anleitung zur Anwendung), ein bißchen Aspirin, einige Kleidungsstücke, die wir nicht mehr brauchen oder finanzieren konnten, ein bißchen Hoffnung; sondern wir hätten auch direkt an den Wurzeln des Systems gearbeitet, das für das ganze Übel die Ursache ist. Ich stimme Padma28 völlig zu, daß es um eine Wechselwirkung geht zwischen Ursache und Symptomen, finde richtig, was Mamomi sagte und finde, sowohl Marikka recht hat, wenn sie alles von „oben“ her ändern möchte, als auch Veganislove, wenn sie in einer Ernährungsumstellung die Lösung sieht. Wer kein Tierfleich ißt, kann viel besser meditieren. Wer meditiert, wird die Einsicht gewinnen, daß sein ganzes Leiden vor allem durch das entsteht, was ich anderen an Leiden zugefügt habe, und das werden bei den meisten von uns vor allem die Tiere sein.

      Mit herzlichen Grüßen: Radikaler Optimist, Meditierender seit xx Jahren, Pyramidenfreund, AfD-Wähler, Kosmopolit, Vegetarier

      Ich wünsche Andre übrigens ganz viel Erfolg mit seinen Projekten!!!!!

  29. Aaron Swartz,

    angesichts der desolaten politischen Situation, die zudem noch lebensgefährlich sein kann, empfinde ich das Finanzproblem, dessen Lösung uns unendlich viel Zeit kosten würde(die wir nicht haben), als ein Pseudoargument!
    Ich glaube nicht, dass wir damit unsere Politiker von ihren Kriegsgedanken ab bringen könnten, wirken müssen wir jetzt und heute!

    • „Was heißt, Geld gehört nach Haus, nichtd er Bank, denn wir leihen ihnen unser Geld, mit dem sie uns letztendlich gefährden.Dass ist doch schizophren, kommt dem eines Selbstmordes gleich!

  30. Selbstverständlich brauchen wir ein ANDERES Geldsystem, in dem meiner Meinung nach das bedingungslose Grundeinkommen ein essenzieller Bestandteil sein muß….

    Zum Thema Wege aus der Krise:
    Ein Vorschlag

    100000, vielleicht auch schon 50000 Menschen, die alle nur Frieden wollen, vor dem Reichstag, die AUS IS! rufen. Dann gehn ein paar Menschen zu den Polizisten und fordern sie mit dem Hinweis darauf auf, daß sie wahrscheinlich in die Geschichte eingehen würden , endlich ihre Pflicht zu tun und die entsprechenden Personen zu verhaften, die nachweislich Grundgesetzverstöße begangen haben. Und mit einem Blick auf die Menge: Oder wir werden sie uns jetzt holen…..

    • „…
      Oder wir werden sie uns jetzt holen…“

      Friedlich, kein Drohen mit Gewalt – friedlich ernesto! Glaube mir einfach wenn ich dir sage, dass sich viele Polizisten gern umdrehen würden um sich schützend VOR ihre Mitbürger zu stellen, denn das ist ihr Job!

    • Guter Gedanke, Mutige , Willige voran….wo finden wir die?
      Genau dieses Problem muss gelöst werden, letztendlich heißt das, Eigenverantwortung übernehmen…

    • Viva la resistance!!!

      Nur wer ist bereit in vorderster Front, seinen Hintern für seine Mitmenschen hinzuhalten, damit die mit der Wortmarke „Polizei“ reintreten können ?
      So was geht leider nie friedlich aus. Mehr Polizei und Bundeswehr im Innern ist doch nicht zu unseren Schutz. Ich erinnere mich an eine Demo in Berlin, 15 Polizisten um eine Rentnerin zu eskortieren… ne nicht zu Ihrem Schutz. Platzverweis! und sie hatte noch eine Deutschlandfahne.. nun ja extrem gefährlich die alte Frau.

      Solange jeder seine Euronen aufs Konto überwiesen bekommt und dafür etwas kaufen kann gibs keinen Aufstand und einen Sturm aufs Kanzleramt. Also Mutti immer schön bei Dragi den Euronenvorrat aufstocken, sonst machen die Polizisten auch mit 😉

      Trotzdem der Gedanke 100000 vorm Reichstag Daumen hoch 🙂

    • @ Andre

      Schon mal darüber nachgedacht, dass die mit der Wortmarke Polizei auch Brüder, Schwestern, Mütter und Väter, dass auch das in aller erster Linie selbstständig denkende Menschen sind? Sie sollten Ihr Feindbild überdenken, ganz dringend. Von einem 20-jährigen frisch von der Ausildung kommenden Polizisten können Sie genau so wenig erwarten, dass er die Gesamtsituation überblickt, wie von einem gleichalten Soldaten, Lehrer, Mechatroniker oder Gärtner, geschweige denn von jemandem, der in diesem Alter das 3. od. 4. Semester in was auch immer absolviert hat. Sie sehen offensichtlich nur die Uniform die vor Ihnen steht und lassen völlig unreflektiert Ihren ganzen Frust daran stellvertretend ab. Solange wird sich niemand umdrehen und Ihnen den Rücken zudrehen – schon des Selbstschutzes willen. Üben Sie sich doch einfach mal in Respekt und Achtung gegenüber dieses Menschen, der vor Ihnen steht. Halten Sie 1m Abstand, schreien und spucken Sie diesen Menschen nicht an, nutzen Sie die friedliche Menge nicht dazu, um unerkannt Flaschen oder Steine zu werfen, seien Sie friedlich, dann besteht durchaus die reale Chance, dass sich die Uniformträger umdrehen und sich schützend vor Sie stellen. Es ist eine völlige Fehlinterpretation zu glauben, dass diese Uniformträger und Menschen hinter der Politik stehen und diese aus Überzeugung „verteidigen“. Sie stehen befehlsgebunden zwischen den Fronten, ob ihnen das paßt oder nicht.

      Wenn 15 Polizisten eine Rentnerin „eskortieren“, sind das 15 Leute einer zusammengehörenden Einheit, 2 Gruppen, ein Halbzug vllt. „Platzverweis“, nun – als mildestes Mittel ist ein solcher zu betrachten. Dem voraus geht irgendeine Geschichte, die mit einer normalen Aufforderung etwas zu tun oder zu unterlassen die rüstige alte Dame mit ihrer Deutschlandfahne wohl nicht nachgekommen ist. Möglicherweise hat sie zum wiederholten Male trotz Aufforderung es zu unterlassen, ihre Fahne direkt vor dem Gesicht einer der Polizisten geschwenkt um mal ein harmloses Beispiel ohne Gewaltanwendung, aber mit genügend Provokationspotenzial als möglichen Grund für einen Platzverweis zu beschreiben. Aktion und Reaktion – sie hätte die Fahne ja durchaus auch völlig reaktionslos nach der Aufforderung in der anderen Richtung schwenken können. Weder Sie noch ich kennen die Situation vor Ort, auch Sie wissen nicht, was ursächlich für diesen Platzverweis war, Sie beschreiben lediglich das Bild der 15 Polizisten, die eine Renternin mit Fahne eskortieren <= DAS ist übrigens genau die Berichterstattung unserer Medien, Verdrehen oder Weglassen von Tatsachen, Nichtnennung von Ursachen um – in diesem Fall – das Bild einer völlig überzogenen polizeilichen Handlung zu erzeugen, die es aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht war.

      Noch etwas zum Platzverweis – das ist ein Verwaltungsakt ohne aufschiebende Wirkung, der bei Nichtbefolgung mit entsprechenden Zwangsmaßnahmen umgesetzt werden kann. Diese Zwangsmaßnahmen sind anzudrohen. Der Platzverweis selbst ist an gewisse VORAUSSETZUNGEN (ich habe es mal bewußt groß geschrieben) gebunden, also IMMER eine Reaktion auf eine Aktion. Es wird sich kein Polizist in Deutschland hinstellen und Ihnen als friedlichen Teilnehmer einer vom Grundgesetz und dem örtlichen Versammlungsgesetz gedeckelten Veranstaltung einfach nur so einen Platzverweis erteilen, nur damit sie daran nicht teilnehmen können. Wäre dies möglich, wären wir bereits in einem Polizeistaat – sind wir nicht! Kommen Sie zu einer friedlichen Veranstaltung und haben Ihre Machete dabei, werden Sie aufgrund des Waffenverbotes per Platzverweis ausgeschlossen. Stören Sie den friedlichen Ablauf der Veranstaltung, indem sie sich als verbaler Anstifter zu Gewalt gegenüber anderen Versammlungsteilnehmern oder der Polizei aufrufen, werden Sie per Platzverweis ausgeschlossen. Im Übrigen ist das zu aller erst grundsätzliche Aufgabe des Versammlungsleiters, diese Leute die gegen die Grundvoraussetzung "friedlich" verstoßen, von der Teilnahme auszuschließen. die Polizei setzt dort lediglich durch.

      Also, bleiben Sie friedlich!

    • zu Unkown74:

      „Ich habe nur Befehle befolgt“ Woher kenn ich diese Ausrede noch….
      Diese Brüder, Schwestern, Mütter und Väter sind wie die meisten der Exekutive in Deutschland nur einem Dienstherrn wirklich treu ergeben: Dem Geld!
      Wo bleibt der Aufstand der Polizei und Soldaten ? Unsere imaginäre Verfassung, das Grundgesetz hat dafür einen schönen Paragraphen und rechtsdogmatisch steht diese „Verfassung“ über jedes andere Gesetz. Aber sie halten in vorderster Front selber ihren Hintern für ein paar Euros hin, der Prügelknabe der Nation. Habe ich Mitleid? Nein! Wenn sie noch aus Überzeugung dieses Unrechts-System unterstützen, gehören sie selber zum System. Aufstände und Widerstand gibt es erst wenn auch sie ihre Pfründe nicht mehr erhalten. Bis dahin verfolgen sie ihre Landsleute mit größeren Eifer und Muße, als die wahren Feinde der demokratischen Grundordnung.

      Und zum Platzverweis: Grund war nicht genehmigte Demonstration, so viel zur „Versammlungsfreiheit“.

      Friedlich bin ich… es wird nur nicht mehr zum Schutz die Polizei gerufen. Zwischenmenschliche Differenzen werden in Eigenverantwortung gemeinsam und endgültig geregelt.

    • @ unknown74

      Die Polizei und Ordnungsmacht schützt Personen nur, wenn dies der Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung dient. Das Recht des Modernen Ensembles ist ja zu Unrecht stolz darauf ohne Ansehen der Person zu gelten. Zudem gibt es keinen allgemeinen (verbindlichen auf staatliches Eingriffsrecht basierenden) Polizeidienst so wie es etwa eine allgemeine Wehrpflicht gibt, die gegenwärtig nur ausgesetzt ist. Wer in ein solches Staatsdienstverhältnis eintritt, entscheidet dies selbst. Der von Ihnen auf rosa Wolke umschriebene Befehlsnotstand basiert auf Zustimmung hierzu bei Eintritt in den Gewaltmonopoldienst. Polizeidienst ist in großen Teilen Repression, sei es nun das Polizei als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft oder als ermächtigte Ordnungskräfte agieren.
      Da Sie den Gebrauch von Fachvokabular ablehnen zunächst die ungefähre deutsche Bedeutung von
      Arrogation – fremdes an sich nehmen (hier die Waffen der Freien)
      primordial – uranfänglich, im Zeitpunkt der Entstehung
      Sistierung – vorübergehendes Aussetzen
      Zum Staat und seinen Vollzugskräften des unmittelbaren Zwangs möchte ich als Juristin folgendes ausführen:
      Welches ist die Unternehmung eines Staats in unserer Gesellschaft, einmal abgesehen davon, dass Unternehmung die gesellschaftliche Form des Überlebens in unserer Gesellschaft ist? Zunächst – in der Abstraktion, die einem Subjekt zukommt, wenn von ihm im gesellschaftlichen Zusammenhang die Rede ist – ist die Unternehmung des Staats die Erhaltung der gesellschaftlichen Zustände durch die Erhaltung seiner selbst. Schon hier ist erkennbar, dass – bezogen auf die Abstraktheit der Subjektivität – der existenzielle Unterschied zwischen einem Staat und einem Individuum nicht sonderlich groß ist. Ein fundamentaler Unterschied zwischen Staaten und Subjekten geringerer Größenordnung (Familien, Vereine, Klassen) besteht aber darin, dass der Staat das Gewaltmonopol in der Gesellschaft des modernen Ensembles besitzt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem moderne Staaten auf einem geschlossenen Siedlungs- und Produktionsgebiet entstehen, wird die Abgabe der bewaffneten Gewalt an den Staat als der große Fortschritt eben dieser sozialen Errungenschaft gefeiert. Nicht mehr Krieg, sondern Handel ist die Quelle des Reichtums und des Ansehens und die Aufgabe des Staats ist es, diese Quellen nicht versiegen zu lassen. Hier also können wir auch die konkreten konkurrenten Unternehmungen von Staaten zu einer einzigen zusammenführen: der Verteidigung des Gewaltmonopols gegen seinesgleichen wie gegen seine in ihm Korporierten. Dies aber unternehmen Staaten nicht aus Selbstherrschaft und eigener Machtvollkommenheit, sondern weil sie müssen, wie auch das individuelle Subjekt unternehmen muss.
      Dabei aber sind zwei Aspekte von großer Wichtigkeit. Zum einen geht es nicht oder erst in zweiter und dritter Hinsicht um die Arrogation von Waffenarsenalen, sondern das Gewaltmonopol bedeutet das Aufrechterhalten aller gewaltsamen Verhältnisse, die am Anfang als Geburtshelfer der bürgerlichen gesellschaftlichen Verhältnisse stehen. Geld, Land und Menschen zu Waren zu machen, ist ein Gewaltakt, an den wir uns längst gewöhnt haben, der aber am Anfang als primordiale Tat der bürgerlichen Gesellschaft blankes Entsetzen und Unverständnis hervorgerufen hat, weil er alle vorher erfahrene Gewalt übertroffen hat. Dass Menschen unfrei waren und als Unfreie verhandelt, verkauft, verschenkt und weitergegeben werden konnte, ist eine jahrtausendalte Erfahrung. Dass die Herren und Frauen den Knechten und Mägden befohlen und sie bestraften, war unter diesen Verhältnissen allgemein gültig und nicht in Frage gestellt. Dass aber die Unfreiheit nun auf anderen Grundlagen sich durchsetzte und nicht mehr als persönliche Herrschaft erfahren wurde, sondern zusätzlich als Vertreibung von Grund und Boden, zusätzlich als Beraubung aller Rechte und Privilegien, die vordem noch gegolten und gemeinschaftliches Überleben gesichert hatten, zusätzlich als Unterwerfung unter die Disziplin von Arbeitshäusern, Zwangsarbeit und Umsiedlung ohne Rekompensation, diese Umwertung aller gültigen Werte war nur durch gewaltsame Begleitmusik möglich, die den aufklärerischen Beschönigungen vom „Leviathan“ bis zum „Gesellschaftsvertrag“ Hohn sprach und sie widerlegte und als vernünftige Übereinkünfte das Ausreizen von modernen Übergriffen maskierte. Gewaltmonopol des Staats ist also nicht dem vernünftigen Abwägen geschuldet, wer die Verfügungsgewalt über die Waffen haben solle, ist nicht die Selbstbescheidung vernünftiger Staatsbürger, die die Gewalt ächten, sondern die ideologische Verschleierung der dieser gesellschaftlichen Formation zu Grunde liegenden Gewalt, die zur Durchsetzung der abstrakten Beziehungen nötig ist. Denn abstrakte Beziehungen sind es, wenn für Märkte produziert wird (also für Instanzen, die die Produkte nicht brauchen), wenn Werte von Dingen an Produktionszeiten gemessen werden (also an Parametern, die über die Brauchbarkeit nichts aussagen), wenn Menschen ihr gesellschaftliches Ansehen aus ihren erzwungenen Selbstdarstellungen und Vorhaben ziehen (also nicht aus der Erfahrung durch andere).
      Dies aber führt sofort zum zweiten Aspekt der Unternehmungen von Staaten. Um das Gewaltmonopol aufrechtzuerhalten, müssen Staaten zur Durchsetzung dieses Vorhabens die Subjektivität der Staatsbürger selbst, also aller Subjekte, die im Staat aufgehoben sind, in Frage stellen und die freiwillige Unterwerfung einfordern. Dies geschieht in der Regel des Bedrohungsfalles und die freiwillige Selbstaufgabe der Subjektivität trägt als ihr Zeichen die Uniform. Bedroht ist der Staat aber immer, und zwar nicht durch konkrete Katastrophen, Verbrechen und Kriege, sondern durch die abstrakte Präsenz ihrer Möglichkeit. Und so begegnen uns Polizei, Pflegepersonal und Feuerwehrleute in ihren Uniformen, weil immer und überall die Katastrophe hereinbrechen könnte, die die Gewaltverhältnisse angreift, und sei es einfach dadurch, dass ein Erdbeben oder ein Schiffbruch die Disziplin untergräbt. Die Uniform ist das sichtbare Zeichen der allgemeinen Disziplinierung, der Aufgabe und Sistierung von Subjektivität und zeigt den nicht uniformierten an, dass Zwang droht, sollten sie die Unterwerfung verweigern.
      Die sogenannte freiheitsverträgliche Freiheit Kants – heutzutage bis zum Erbrechen über den Slogan „Freiheit braucht Sicherheit“ abgenudelt, entpuppt sich damit als abstrakt-universelle und leere, staatlich garantierte Gefängniszelle, die der eiserne Käfig und das von jedem beliebig dekorierbare, ganz individuelle Paradies des räsonierenden, aber gehorsamen und keinesfalls über sich selbst hinaus denkenden oder hinausgreifenden Menschen ist. Ein Gefängnis, in dem die Insassen sich als Richter, Ankläger, Verteidiger und Vollzugsbeamter gleich selbst überwachen, denn hier wird ein jeder gebraucht: zur Aufrechterhaltung einer sinnentleerten Ordnung ohne eigenen Zweck, die immer wieder mit neuen Inhalten des nämlichen aufgefüllt werden muss, weil ihr Leerlaufen, ihr Zusammenbruch, das Chaos einander zerfleischender Subjekte heraufbeschwören würde.
      Und auch die Schutznormtheorie samt ihrer ausnahmsweise gewährten subjektiv-öffentlichrechtlichen Ansprüche des Bürgers auf Ingangsetzung der Staatsorgane, jener so sorgsam gehütete Edelstein des öffentlichen Rechts, entlarvt sich als Recht der staatlich organisierten Monaden darauf, dass sich an ihrer Verfasstheit nicht ändert. Die von der juristischen Lehre gezogene Konsequenz des Bürgerrechts auf Folter kann methodisch ganz sauber und schlüssig über ihr bisher niedergelegtes Ergebnis hinausgetrieben werden, das längst offenbar ist: Das Bürgerrecht auf Folter der eigenen Person, das Recht nämlich, durch jedwedes adäquate Mittel in die Schranken der eigenen Formkonstitution, nämlich der des Rechtssubjekts, zurückgetrieben zu werden.
      Provokant gesagt: Foltert mich!

    • @ Andre – ersetzen Sie Polizei gegen Feuerwehr und folgen Sie Ihrer Interpretation eines Befehlsnotstandes. Ersetzen Sie Polizei gg. jede andere lohn- od. gehaltsabhängige Berufsgruppe und ziehen Sie Parallelen zu Ihrer armseligen Interpretation zur Treue zum Dienstherren Geld – Willkommen in der Realität so Sie erkennen, welchen Unsinn Sie schreiben.

      Für das Nichtgenehmigen einer Veranstaltung wird es Gründe geben, die u.U. durch Gerichte bestätigt oder als nichtig erklärt werden können und müssen. Die Nichtgenehmigung steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang zur von Ihnen geschilderten Sache. Sie erzeugen nach wie vor das Bild einer völlig überzogenen Aktion seitens der Polizei gegenüber einer älteren Dame mit Deutschlandfahne, OHNE die tatsächlichen Zusammenhänge zu nennen. Sie ignorieren nach wie vor die Tatsache, dass die Institution Polizei dort lediglich ausführendes Organ ist und an der Entscheidungsfindung pro & contra bis auf die vor jeder Veranstaltung stattfindenden Kooperationsgespräche (mal das Wort auf der Zunge zergehen lassen) schon rechtlich nicht in eine Entscheidungsfindung pro oder contra Veranstaltung eingebunden sein kann.

      Schauen Sie sich einfach nur das Verhältnis Polizei vs. Bürger an und nehmen Sie dazu bitte nur die offiziellen Zahlen der Polizeibeamten, die pro Einwohner zur Verfügung stehen und versuchen Sie daraus irgendetwas zu konstruieren. Eine der benötigten Zahlen nenne ich Ihnen => Thüringen, etwa 2,1Mio Einwohner, davon ca. 5800 Polizisten von denen etwa 1/3 tatsächlich im aktiven Vollzugsdienst (also auf der Straße für SIE als Bürger sichtbar) arbeiten, also etwa 2000. Das ergibt ein Verhältnis von rund 1000 zu 1. Sie sind dran, es fehlen noch 15 Bundesländer!

    • @ Petra – Ihnen als Juristin unterstelle ich, dass Sie die Abhängigkeiten zw. Legislative, Judikative und Exekutive kennen, und zwar sehr genau. Gerade Ihnen als Juristian unterstelle ich das nötige Fachwissen um zu erkennen, welch unzulässiger Einfluss durch die Legislative auf die anderen beiden Säulen zum Machterhalt ausübt. Ich beschrieb das bereits in einer anderen Antwort vor einigen Tagen als Grundübel dieser Struktur die mich zu dem Schluss kommen lassen, dass wir meilenweit entfernt sind von einer Demokratie. Setzen Sie dazu das Totalversagen der sog. 4. Säule in Zusammenhang und prüfen Sie vor allem dessen Ursachen. Auf dieser Webseite finden Sie mit Sicherheit genügend Stoff dazu. Wir haben aktuell kein besseres System als Demokratie anzubieten (zumindest sehe ich keines).

      Was wollen Sie eigentlich mit der Hilfsbeamteneigenschaft, welche Art von Repression verbinden Sie mit der täglichen Polizeiarbeit aufgrund dieser Eigenschaft? Welche ursächlichen und ganz praktischen Gründe gibt es für diese begrenzte zusätzliche Handlungskompetenz? Was sagen Ihnen die Begriffe Verhältnismäßigkeit und Übermaßverbot? Aller erste Unterrichtsstunde Polizeirecht in der Ausbildung – DIE Grundlage sozusagen schlechthin – Gefahrenabwehr VOR Strafverfolgung! DAS ist die Aufgabe der Polizei, dummerweise ist diese weder in einer Kriminalstatistik erfasst, noch gegenüber dem Finanzminister abrechenbar und wenn Sie mal einen tieferen Blick in die tatsächliche Situation innerhalb der Polizeien werfen würden, statt alte Theoretiker zu bemühen, würden Sie sehr schnell feststellen, dass der Fisch vom Kopf her stinkt und das macht vor der Gewaltmonopolsführung nicht halt. In Übrigen auch in Ihrem Fachbereich. Sie sollten sich vllt. mal überlegen, aus welchem Grund sich Menschen (!!!) für die Hilfeberufe entscheiden und dazu zählt neben den Krankenschwestern, Ärzten, Kindergärtnern, Lehrern, Feuerwehrleuten AUCH die Polizei. Ein ganz geringer Teil derer, entscheiden sich pro Polizei aufgrund von zu erlangenden „Machtbefugnissen“ gegenüber anderen. U.a. sind dagegen psychologische Einstellungstests selbstverständlich mit einer berufstypischen Fehlerrate vorgesehen, denn niemand will innerhalb dieser Institution derartige zukünftige „Folterknechte“ haben, wirklich niemand!

      Und bevor wir aneinander vorbei reden, was ist Demokratie, wie baut sich eine derartige auf, wie schützt sich diese Form von Macht gegenüber ihrer Selbstzerstörung aufgrund menschlicher Eigenschaften, vor sich selbst und von außen? Ich beziehe mich auf den demokratischen GRUNDgedanken und nicht auf die aktuell praktizierte Worthülse! Sie können mir eines glauben, ich bin definitiv kein Freund von Totalüberwachung, Polizeistaat, Vorratsdatenspeicherung, grundloser Datenerfassung oder übertriebenem materialistischem Auftreten. Stellen Sie sich einfach mal die Frage, wann die Institution Polizei (und ich meine tatsächlich Polizei, nicht Verfassungsschutz oder BND) im täglichen Handeln von einer Reaktion zur Aktion überwechselt. Sie werden sehr schnell feststellen, dass bis auf die Ausnahme übereifriger Knöllchenschreiber (mit dem Ziel einer dadurch schnelleren Beförderung oder eben den oben angesprochenen Machtbedürfnis gegenüber anderen) und ganz wenigen anderen Ausnahmen in der passiven, sich anpassenden Rolle der Reaktion befindet <= UND DAS IST AUCH GUT SO!!!

    • @ unknown74

      Bevor wir uns wirklich missverstehen: Mit geht es um die Konstitution der Gesellschaft als Ganzes, zu verstehen wie diese besonders perfide Form der Herrschaft in der Moderne, nämlich die Selbstunterwerfung unter die leere Form, die Beschneidung jeglicher persönlicher Eigenart in der Öffentlichkeit durch pädagogische Einwirkung oder auch die dunkle Seite der Subjektivität in der gesellschaftlichen Abspaltung der Privatheit, der National-Abteilung des Staates, die extreme Gewalt der Exekutiv- und Vollzugskräften, die keinen Bereich des Lebens auslässt und lassen darf, wie das alles funktioniert und weiterhin von vielen als richtige und beste aller denkbaren Lebensweisen unhinterfragt bleibt.

      Das beschreibe ich und lote aus, mal allein, mal mit anderen. Mir geht es aber nicht um Kritik, denn Kritik die reguläre Form der Erklärung in unserer bürgerlichen Epoche, sortiert um, treibt die eigene Dynamik an aber vermag nicht über unsere Ungesellschaftlichkeit hinaus zu reichen. Wichtiger ist die Frage, wie es soweit überhaupt hat kommen können.

      Von daher sind mir die Sandkastenspiele von Gewaltenteilung in Schönwetterperioden recht gleichgültig, denn wenn es darauf ankommt, wird diese Behübschung des permanenten Ausnahmezustandes wie Puderzucker vom Kuchen geweht und übrig bleibt die nackte Gewalt. Auch an der Rechtsstaatlichkeit als solcher ist nichts, was bewahrenswert wäre, denn genau sie schreibt fest, dass das Zusammenleben der Leute vermittels abstrakter und konkurrenter Interessen, deren Form in abstrakte Normen gegossen wird, von statten zu gehen hat. Substantielle Rechte kennt unsere Rechtsordnung nicht. Und Demokratie als periodisch abgeforderte Zustimmung zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen und ihren Prämissen – das immer nämliche der Selbstunterwerfung, dass die Agonie des Zerfalls auch nicht aufhalten wird.

      Ich habe den Eindruck, dass Sie sich als Person von mir angegriffen fühlen. Dazu möchte ich sagen: Mir steht eine Beurteilung Ihrer nicht zu und gerade Gesinnungsschnüffelei liegt mir ganz fern. Ihre Motive für Ihre Tätigkeit sind wahrscheinlich sehr honorig, was aber an der Natur dieser Funktion innerhalb des Gefüges ebenso wenig ändert wie bei meiner Tätigkeit als Organ der Rechtspflege. Es sollte auch klar sein, dass gerade das Moderne Ensemble eine Totalität darstellt in welcher man vieles bei Gefahr des persönlichen Untergangs leider mit vollziehen muss. Aber es bleibt ein wenig Spielraum, der mir beispielsweise ermöglichte auf keinen Fall zur Staatsanwaltschaft zu gehen oder in den höheren Polizeidienst oder gar in die Leitung von Vollzugsanstalten.

      Hilfeleistung bei Unglücksfällen und Katastrophen, Pflege von Kranken und Behinderten, Fürsorge und Versorgung sind keine Besonderheiten unserer Formation. Uniform zur Unsichtbarmachung der empirischen Person (Anwaltstalar ebenso als Beispiel) zwecks ihrer Reduktion auf die bloße Funktion und abstrakte Dienstpflichten wie auch rechtliche Garantenstellung sind unserer Welt vorbehalten, – allerdings ebenso das Aufgefundenwerden als Leiche erst nach Monaten und Jahren, das furchtbare Recht und die Rechtsprechung ohne Ansehen der Person mit ihren Eigenarten und die völlige Rechtlosigkeit, wenn man zufällig nicht im potenten Nationalstaat inkorporiert ist. Hier fangen die spannenden Fragen jenseits der Immanenz an.

    • Liebe Petra,
      ich hatte große Mühe, Ihrer hochabstrakten Argumentation zu folgen. Zuerst dachte ich: Wow, endlich mal ein Profi, endlich mal jemand, der/die versteht, wovon er/sie spricht. Und ich möchte Ihnen auch für Ihre Mühe und Ihre Zeit danken, dies alles hier zu posten. Ich habe viel daraus gelernt. Es wird bei KenFM ja auf ganz unterschiedlichen Niveaus publiziert und der Zugang und das Streben nach Wahrheit geschieht durch jeden nach seinen Veranlagungen.
      Aber dann, mit längerem und wiederholtem Lesen, mußte ich mich fragen, ob da eigentlich ein Mensch oder ob da eine Maschine spricht. Bitte verzeihen Sie mir! Irgendwie wirken Ihre Posting auf mich so, als würde hier das Maschinenhafte über seine eigene Maschinenhaftigkeit nachdenken.
      Jedenfalls ein Wesen ohne für mich fühlbare innere Regung.

      Da, was Sie schreiben und anzustreben behaupten, steht ja nun im völligen Gegensatz zu meinem Eindruck Ihrer inneren Verfaßtheit und dem Duktus, in dem Sie schreiben.
      Und ich frage mich, ob Ihre Art, das Thema hier vorzutragen – möglichst viel in möglisch knappen Sätzen zusammenzufassen (der Aussage über die Wirkung von Kritik ist mir viel zu schnell dahergesprochen und kann leicht wiederlegt werden) – aus den Umständen gekommen ist, oder daher, daß Sie sich mit der Thematik der Machtverhältnisse vielleicht etwas zuuuu lange beschäftigt haben. Den Nominalstil der Juristen halte ich für eine tödliche Erkrankung. ich erkenne in ihm die Umrisse des Wahrheitsministeriums. Aber ich bin ja auch kein Intellektueller, sondern nur ein ganz einfacher Sitzmönch 😉 und Künstler.
      Darf ich Ihnen die Betrachtung folgenden Videos ans Herz legen?: youtube.com/watch?v=6D7rWLzloOI

      Und habe Ihnen vermutlich fürchterlich unrecht getan.

    • @ A.S. Crane

      Ich musste sehr warm und freundlich lächeln, als ich Ihre nette Nachricht las. Der Nominalstil führt wie alle Stile zum Tod, aber ich denke, dass Sie meinten, dass Sie irgendwann oder recht schnell keine Lust mehr haben weiter zu lesen. Damit muss ich leben und ich danke Ihnen für Ihre offenen Worte. Andererseits muss ich lächeln, weil meine so geschriebenen Texte in anderen Zusammenhängen als zu poetisch beschrieben werden.
      Wenn eins gegen das stillschweigend Vorausgesetzte und „immer nämliche“ (Walter Benjamin) andenkt und dabei ex-zentrisch wird, schlägt sich das auch im Sprechen nieder. Es ist das gleiche Paradoxon wie in der sogenannten Ethnologie, die das ganz Andere anderer Zivilisation entweder als Objekt behandelt oder sich nicht mehr verständlich machen kann, weil der Berichterstatter sich dem Verständnis und der Erklärung seines vormaligen Forschungsobjektes anverwandelt hat. Weiterführend und erläuternd hier sind die „Tübinger und Frankfurter Vorlesungen zur Poetik“ meiner Lieblingsschriftstellerin Marlene Streeruwitz.

    • @ Petra,

      das sich führen lassen, das Anerkennen von Macht (egal ob im positiven od. negativen Sinne) ist Teil unseres individuellen Ehrgeizes, Dinge zu hinterfragen, Dinge zu verstehen und das ist nunmal eine der menschlichen Eigenschaften, die in der breiten Masse nicht bis kaum genutzt wird. Wir sind unendlich faul und träge sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind und der prozentual kleinere Teil nutzt den Müßiggang eben in diesem Stadium der Zufriedenheit, Dinge zu hinterfragen. Geht es uns schlecht, werden die Grundbedürfnisse nicht ausreichend befriedigt, schaffen es viel mehr Menschen, ihr Gehirn zu dem zu gebrauchen, wozu es in der Lage ist.

      Es wird immer wieder das Beispiel vom Löwen angebracht, der sich nach dem Verzehr einer Gazelle faul in den Schatten legt und den lieben Gott einen frommen Gesellen sein läßt, statt die nächste Gazelle zu erlegen um vorzusorgen. Wir machen mit unserem Gehirn nichts anderes – trotz körperlicher Arbeit zum „Verdienen“ des Lebensunterhaltes – wir legen es faul in den Schatten oder lenken es mit allem möglichen unwichtigen Kram ab. Das tun wir aber selbst, jeder aus eigenem Antrieb, oft, weil wir nichteinmal dazu in der Lage sind, diese Ablenkung als solche zu erkennen. Unter diesem Blickwinkel könnte man unsere Gehirnaktivitäten vllt. sogar als „Fehlfunktion“ interpretieren, aus der sich eine gewisse (gewalttätige) Überlegenheit gegenüber den anderen Spezies auf diesem Planeten entwickelt hat, um am Ende der Nahrungskette zu stehen. Welche Voraussetzungen waren denn gegeben, um in der evolutionären Entwicklung als Zwang zum Überleben in Richtung Mensch abzubiegen oder war es gar eine Laune der Natur und ist zufällig entstanden?

      Ich denke diese Frage sollten wir klären um uns als Menschheit über Wissen zu begreifen, statt über Religion oder Ansichten. Denn erst dieses Wissen ermöglicht es uns doch, die Zusammenhänge zu verstehen, zu verinnerlichen, um uns als Spezies als Teil dieses Planeten, als gleichberechtigte Bewohner neben allen anderen zu verstehen. Alles andere ist zu abstrakt und dient lediglich dem Machterhalt derer, die auch auf dieser Ebene aus Bequemlichkeit nicht hinterfragen.

  31. Aron Schwarz
    Bevor man selbstherrlich mit Kritik um sich wirft und einen Unglaubwürdigkeit unterstellt, sollte man erstmal anerkennen und würdigen was Herrn Jebsen geleistet hat und das ist mehr als wir beide getan haben um etwas zu verändern, behaupte ich mal dreist obwohl ich Sie nicht kenne.
    Ferner unterstelle ich Ihnen einfach mal, dass Sie wie wir alle diese Euros benutzen.
    Ich glaube wohl kaum, dass Sie ihre Internetrechnung mit Krypto-Währung bezahlen.
    Außerdem liegt es nicht an der Währung, sondern am Geldsystem – dem Schuldgeldsystem.
    Dem faulen Apfel ein neues Etikett verpassen hilft uns da nicht weiter.

    • Hört hört – spinnen wir mal den Faden weiter, bzw. gehen noch ein Stück zurück. (Schuld-)Geldsystem – wer hats erfunden? Nein, nicht die Schweizer sondern wir als Menschheit, wir als Menschheit haben es zu dem gemacht, was es ist, wir alle sind Teil dessen, solange wir uns ihm unterordnen… aber das nur am Rande.

      Kryptowährungen – pfffft – was soll dieser Schwindel? Ich kann meine Bäckerin im Ort mal fragen, ob ich meine Brötchen morgen früh auch in Kryptowährung bezahlen kann. Die Chance, dass sie zum Tausch ein paar frische Eier nimmt, ist doch wesentlich größer. Ob sie auch mit ein paar Schrauben etwas anfangen kann?

  32. Lieber Ken,

    selbstherrlich über all die Probleme mit Geld, Macht und Kriege reden kannst gut. Aber abwählen und Alternativen nennen tust du trotzdem nicht. Wenn du wirklich selbst was tun willst, musst du dieses Geld-System abwählen. Wir wissen alle, dass wir das nicht bei der Bundestagswahl machen können. Du hast immer noch kein Spendenkonto für Kryptowährung. Solange du nicht das freie Geld nutzt und es bei diesen Problemen nicht als Alternative nennst, bist du nicht glaubwürdig, sondern dienst selbst dem System. Wenn man wirklich was machen will, muss man der EZB ihre wertlosen Euros, mit denen Kriege geführt werden, vor die Füße zu werfen.

    Schönen Gruß

    • Jeder sollte beitragen was er kann, und ich denk Ken macht bereits was er am besten kann. Wenn der Sendebetrieb nicht darunter leiden würde gäbe es sich auch die Option Kryptowährung. Aber solange die Mehrheit da draußen solche Themen noch als Verschwörungstheorie wahrnimmt, sollte er sich weiterhin auf das konzentrieren, was er tut.

    • „Du hast immer noch kein Spendenkonto für Kryptowährung“ Stimmt, denn ich weis nicht wer diese Währung kontrolliert, sprich sämtliche Bewegungen kontrolliert.
      „Wenn man wirklich was machen will, muss man der EZB ihre wertlosen Euros, mit denen Kriege geführt werden, vor die Füße zu werfen.“ Dann hast Du das getan? Wo kann ich ein Video, Bericht darüber finden?

    • Die EZB ist da das kleinere Übel. Die Geschäftsbanken sind mit ihrer Luftgeld-Schöpfung das weit größere Problem.
      Außerdem sollte der Staat selbst sein Geld schöpfen und kontrollieren können-wenn er wahrhaft demokratisch wäre-dann müsste er sich nicht bei Privatbanken verschulden.Demokratie kann es nicht geben,wenn „Staaten“ sich bei Privatbanken verschulden müssen,weil die die Geldschöpfung kontrollieren.Auch die EZB ist keine wirklich staatliche Institution,-wie die Fed ja bekanntlich auch. Das Geld ist in Privathand,das ist das Problem.

      Kinder verhungern,weil die Staaten der dritten Welt den Schuldendienst bedienen müssen ,-weil sie sich verschulden mussten bei Privatbanken.Sie mussten das tun,weil alles Geld in privater Hand ist. Der Schuldendienst nimmt den größten Teil ihres Staatshaushaltes ein,stattdessen verhungern Menschen.

    • @ Aaron Swartz

      Du bist doch total unfair. Das ist deine Meinung und das ist nur ein kleiner Aspekt. ich persönlich kann Krypto Währungen bis jetzt auch nichts abgewinnen. Alleine der Stromverbrauch für die Erzeugung des Bitcoins kann nicht akzeptiert werden. Dann das Ungleichgewicht, alle die jetzt dazukommen machen nur noch die die bereits vom Anfang an dabei sind und schon fast alle Bitcoins haben viel reicher.
      Vermutlich haben sie selbst einige Bitcoins und möchten eben das diese im Wert steigen, dazu sollten dann sich halt noch viele Dumme finden die auch darauf umsteigen.
      Eine Währung die durch sinnloses Stromverbrauchen geschaffen wird ist unbrauchbar und sogar tödlich. da ist es besser so wie Hörmann sagt einfach Geld durch die Arbeit zu schaffen, jemand macht etwas was er kann und bekommt ganz sicher dafür Geld.

    • @Aaron Swartz
      bitte nicht alles nachplappern!
      erstmal einarbeiten wie geldsysteme grundsätzlich funktionieren, was währungen sind (im Verhältnis zueinander),
      darüber nachdenken. und dann kommt möglicherweise nicht ganz so ein Unsinn heraus!

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