KenFM-Positionen 8: Strukturen der Macht

„Die Architekten der Macht müssen eine Kraft schaffen, die man spüren aber nicht sehen kann. Macht bleibt stark, wenn sie im Dunklen bleibt – wird sie dem Sonnenlicht ausgesetzt, verflüchtigt sie sich.“

Dieser Erkenntnis stammt von Samuel Huntington und trifft es exakt. Die Architekten der Macht haben erkannt, dass die Dunkle Seite der Macht die einzige Umgebung ist, in der Macht dauerhaft überleben kann.

Macht lebt von der Ohnmacht, die sie erzeugt, und dazu muss Macht Transparenz vermeiden. Nur wenn sie wage bleibt, subtil spürbar, kann sie ein Fäden ziehendes Sekret produzieren, das Pyramiden-Gesellschaften sowohl spaltet als auch verklumpt. Das Sekret der Angst. Aber Top Secret!

Angst vor dem Unbekannten, Angst vor dem Nachbarn, Angst vor einer Behörde, dem Staat, dem Vitamin B von einer anderen Person macht es der Macht so leicht, mächtig zu bleiben. Stabil zu bleiben. Welche Formen der Macht kennen wir, welche sind uns unbekannt und wo finden wir die Architekten der Macht?

KenFM hat vier Journalisten geladen, die zusammen über 150 Jahre Berufserfahrung mitbringen und dabei regelmäßig mit der Macht aneinander gerieten.

Dirk Koch, ehemaliger Leiter des SPIEGEL-Büro in Bonn; Prof. Dr. Ulrich Teusch, ARD-Hörfunk-Journalist und Autor; Wolfgang Herles, der den größten Teil seines Lebens für das ZDF vor der Kamera gearbeitet hat; und Fulvio Grimaldi, Kriegsberichterstatter und Friedensaktivist aus Italien.

In der achten Ausgabe fliegen die Fetzen. Nicht nur, weil wir mit dem Wahlsieg Donald Trumps in die Sendung einsteigen.

Inhaltsübersicht:

00:05:43    US-Wahlkampf: Wie wurde er geführt und warum wurde Donald Trump gewählt?

00:19:53    Wie stabil sind die demokratischen Strukturen in Amerika und in Deutschland?

00:43:49    Warum die Demokratie eine freie Presse als Kontrollinstanz gegen Machtmissbrauch benötigt

01:05:38    Journalismus heute: Homogenisierung des Mainstreams gefährdet die Meinungsvielfalt

01:22:37    Objektivität und Aufrichtigkeit im politischen Journalismus

01:39:03    Die Machtstrukturen hinter den Kulissen in Politik, Finanzen und Medien

02:13:04    Postdemokratische Zeiten: Staatsstreich in Slowmotion und internationale Solidarität

02:19:30    Feinbildproduktionen und der Wunsch nach Führung

02:28:16    Projekt Vereinigtes Europa: Wie viele Fehler darf eine Demokratie eigentlich haben?

345 Kommentare zu: “KenFM-Positionen 8: Strukturen der Macht

    • Mich auch.
      So oft, wie er andere Aussagen als „dumm“, „dämlich“ o.ä. bezeichnete, gebe ich Fulvio Grimaldi recht mit der Anspielung auf seine schlechte Kinderstube.
      Diese arroganten Intellektuellen wie Herr Herles sind ein großes Problem, weil die Selbstüberschätzung andere Meinungen nicht zählen lässt.
      Sonst eine tolle Sendung!

    • Ja aber auch Herr Jebsen war hier als Moderator etwas überfordert wie es mir scheint:

      Ich hätte mir in dieser Situation gewünscht, dass er mehr Stärke zeigt und Herrn Herles darauf hinweist, dass er in Zukunft doch bitte davon absieht andere Gäste persönlich zu beleidigen.

      Denn wir sind ja nicht hier um uns gegenseitig als dumm zu bezeichnen, sondern um der Diskussion willen.

      Natürlich kann man verschiedene Meinungen vertreten aber eben nicht persölich beleidigen. Das ist eine Grenze die Herr Herles hier eindeutig überschritten hat. Er war vollkommen respektlos.

      Und da Herr Jebsen für mich persönlich jemanden darstellt, der auf Gesellschaftspolititscher Ebene sehr für Werte und Normen einsteht, hätte ich auch erwartet, dass er diese Werte und Normen in seiner Diskussionsrunde mit einem ordentlichen Rückrat verteidigt, sollten sie von einem der Gäste verletzt werden.

      Letzendlich war er das Herrn Grimaldi schuldig.

      Aber vielleicht war er in der Situation auch einfach etwas überfordert, denn soweit ich mich erinnere hatte er noch nie einen Gast der sich derart niveaulos präsentiert hat wie Herr Herles. Das ist live mit Sicherheit nicht so einfach.

      Jedenfalls hat Herr Herles mit seinen respektlosen Bemerkungen, die Stimmung in der gesamten Runde unnötigerweise beschädigt und ich kann nur hoffen, dass er in Zukunft nie wieder Teil einer solchen Diskussion sein wird.

    • Gut ich habe vielleicht etwas übertrieben… habe die Sendung gerade zu Ende geschaut und muss meinen Kommentar von eben noch einmal kurz revidieren: Vielleicht hat der kleine Disput – der ja dann zum Glück auch nicht weiter ausgeartet ist, die Sendung auch etwas lebendiger gemacht 😉

      Dennoch bleibe ich dabei, dass Herr Jebsen zumindest hätte erwähnen können, dass man jetzt bitte damit aufhört sich persönlich zu beleidigen. Damit er seinen Standpunkt als Moderator zur Diskussionskultur am Tisch einfach einmal klarstellt. So dass sich Herr Herles nach dieser Bemerkung ja wahrscheinlich auch daran gehalten hätte.

      Letzendlich hat er das aber trotzem toll moderiert und die Sendung war inhaltlich total spannend.

      Danke an das gesamte Team von KEN FM 🙂 !!!

  1. Tolle Runde, danke. Lange nicht so gut bei dieser Sendung amüsiert. Wie doch krampfhaft die linke Tischseite den Westen verteidigen wollte jedoch an Herrn Grimaldi gescheitert ist … herrlich.
    Herr Koch war wie es aussieht nur wegen seinem Buch gekommen, eine wirkliche Meinung zu vielen Themen hatte er nicht.

    Weiter so KenFM!

  2. Teusch war für mich der Lichtblick der Sendung. Den hätte ich gerne nochmal 🙂 .

    Grimaldi und Herles haben sich leider selber disqualifiziert. Wer mit Phrasen drischt und seine Feindbilder blind abarbeitet (Grimaldi) oder wie ein Kind beleidigend wird (Herles) können nicht für eine gute Sendung sorgen. Da hätte Ken meiner Meinung nach aber auch mal einhaken können. Herles fragen, was ihn gerade so wütend macht und Grimaldi fragen, woher er bestimmte Informationen nimmt (Freimaurer etc.) und ob es da Beispiele, Belege bringen kann.

    Nochwas zu den Kommentaren hier: Bin neu hier auf der Homepage registriert, verfolge KenFM aber seit knapp 3 Jahren. Auf Youtube und Facebook sind die Kommentare oft wirklich furchtbar. Keine Diskussionskultur mit vielen Beleidigungen etc. Das ist wirklich viel angenehmer hier, was ich bisher gelesen habe.

    • Da stimm ich mit dir überein, auch was die fehlende Diskussionkultur bei vielen betrifft. Man kann ja anderer Meinung sein, aber das kann und sollte man sachlich ausdiskutieren.

  3. @kenjebsen & KenFM-Team: WOW!
    Danke! Eine tolle und gelungene Sendung. Weiter so!

    Wir haben bald Weihnachten, und ich richte meine Wünsch an euch:

    1. Bitte wenn möglich Links zu Dokumenten, Bücher oder Textpassagen veröffentlichen, welche die Gäste zu ihre Erwähnungen in der Diskussion beitragen können. Ich hätte sooo gerne die Dokumente und/oder Bücher die der Herr Grimaldi zu dem Thema „EU wurde von USA finanziert“ gelesen.

    Menschen wie ich, die tag-täglich mit Freunden und Kollegen diskutieren, können dann viel leichter „Überzeugungs-Arbeit“ leisten, und effizienter die Menschen in ihrer Umgebung zum Nachdenken/Aufwachen verhelfen.

    2. Ein auf Propaganda (Tagespolitik) spezialisiertes Format, wo die Massenwahn- und Ablenk-Medien bloßgestellt werden, indem ihre Methodik und Werkzeuge (Fragmentierung, Personalisierung, Entmenschlichung, angeblich seriöse Quellen udg.) der Propaganda gezeigt werden.

    3. Ich würde mich sehr freuen wenn ihr euch auch (ein einziges) mal ordentlich mit ÖsterREICH beschäftigt. Unsere Republik ist bezüglich Medien-Landschaft, öffentlich-rechtliche Medien mit „Bildungsauftrag“ sowie politisches Kabaret sowas von ARMselig. Jedes Mal wenn ich die ORF Nachrichten (Zeit im Bild, „ZIB“) anschaue schäme ich mich und drehe fast durch.
    Im Detail:
    – Die Kommentar-Funktion von österreichische Presse zensiert mehr als China + Nord Kora + Iran zusammen (vor allem in d. sogenannte „Linke“ Presse (Der Standard ist nach mein langjähriger Erfahrung der Vorreiter. Deren Desinformation und Gleichschaltung ist Beispielhaft: z.B.: bei „Panama Papers“ wurde das Wort „Putin“ 19 Mal (am Meisten) erwähnt). Die Trotteln schreiben buchstäblich alles von APA ab, und APA schreibt alles von Reuters ab. Wenn man in Österreich Google-Copy-Paste beherrscht ist man schon ein Journalist.
    – „Unser“ öffentlich rechtlicher Sender, ORF, mit Bildungs-Auftrag: ich suche immer noch verzweifelt wo die Bildung statt findet bzw. wann sie stattfindet (wenn einmal im Jahr irgendwas halbwegs brauchbares gezeigt wird, dann ist es am Sonntag ab 23:59, denn die Schüler und Studenten müssen am Montag zur Schule/Uni und die Anderen Arbeiten gehen, somit wird sich auch niemand die Sendung anschauen können…)
    – Die Nachrichten (ZIB): obwohl die United Nothing Organisation (UNO) die angeblichen Quellen „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ (eine einzige Person in einer Privatwohnung in London) sowie in den letzten Tagen die angebliche „Aleppo-Aktivisten“ (mit fast gleichem Text „… This is the last time…“) und „Weiss-Helme“ (die Waffentragen, „Selfies“ mit Djihadisten von Al-Nusra machen, auf tote Soldatenkörper von reguläre syrische Armee stellen und sich fotografieren lassen, das gleiche angeblich verletzte Mädchen in zwei unterschiedliche Ortschaften am gleichen Tag filmen,…) als WEDER unparteiisch NOCH glaubwürdig einstuft, zeigen sie (ORF/ZIB) immer noch diese Märchenbilder und lesen die gleiche Texte vor.
    – Politisches Kabaret: 0, Null, Zero, Nada. Nix da in Österreich. Kabaretisten von Format von Volker Pispers, Georg Schramm oder Frank-Markus Barwasser sucht man bei uns in Österreich vergeblich. Eine endlose tote Wüste hier.

    Hilfe! Bitte helft uns! Die Menschen sind hier mit Fressen (Kochsendungen), Saufen (Kommasuafen am Wochenenden) und Zirkus-Maximus (Talkshows über Fingernägeldesign, Lippen-Aufspritzen, Jennifer Lopez Ars…, Fremdgehen, udg. Sch…ß!) beschäftigt.
    Wir werden hier systematisch verblödet und emotionalisiert.
    Bitte bitte biiiiieeeete macht mal eine Sendung über die österreichische Medien-Landschaft. Danke!

    MfG,
    RAF

  4. Hallo Ken Jebsen,

    meine Frau und ich unterstützen KenFM, wir kennen auch alle Positionen # Sendungen. Die meisten sind hervorragend.
    In Positionen 8 gab es leider echte Schwachpunkte: Herr Herles kam kaum zu Wort. Sobald er was sagte, wurde er von Ihnen unterbrochen und mit einer Frage bombardiert, die es ihm unmöglich machte, auf das bisher gesagte einzugehen.
    Wir sind der Meinung, dass Sie sich als Moderator gegenüber Herrn Herles mehr zurückhalten hätten sollen und ihn mehr ermuntern, auf die anderen Aussagen einzugehen.

    Damit genug der konstruktiv gemeinten Kritik.
    Mit Respekt vor Ihrer Leistung viele Grüße nach Berlin
    Dirk

    • Hallo Dirk!
      Bin mit dir einer Meinung. Als Moderator muss man da eingreifen. Zahlreiche deutsche Talkshows beweisen: emotionalisierte Schwarz-Weiß-Diskussionen sind weder informativ noch interessant.
      Ich hoffe die zwei Herren (die ich beide respektiere) geben sich die Hände, vergessen diese kleine Abgleisung und vertragen sich wieder. Den Gegenüber respektieren, ausreden lasssen und zuhören sind das Fundament der Demokratie.
      MfG aus Ö.
      RAF

    • Ich finde es auch unerträglich wenn in einer Diskusiionsrunde alle wie die Enten rumschnattern ohne den Anderen ausreden zu lassen.

  5. DIE PRÜFUNG DER LOTOSBLÜTE oder: Eine Beschreibung des verzweckten Denkens.

    Angesichts des bevorstehenden Einsturzes all unserer geistig schon längst überlebten Systeme, in denen trotz allem seitens der Machtsüchtigen immer noch weiter nach dem Ellbogenprinzip um sinnentleerte Zielsetzungen gerangelt wird, die es eh nie wert waren, erreicht zu werden, kommen mir immer wieder wie ein befreiender Seelenbalsam die „Baül-Sänger von Bengalen“ in den Sinn. Eine Gruppierung, die sich zu Zeiten des historischen Begalen(damals ganz zu Indien gehörig) gebildet hatte und über die in dem Buch „The Religion of Man“ des indischen Dichterphilosophen Rabindranath Tagore im Anhang berichtet wird von seinem Freund und Mitarbeiter Professor Kshiti Mohun Sen, der noch genauere Kenntnis über deren Tun und Wirken und deren in Form von Liedern vorgetragener Lebensweisheiten hatte. Ihre Lieder wurden von ihnen überall bereitwillig zum besten gegeben, wo man sie hören wollte. Deshalb hießen sie auch „Die Straßensänger von Beghalen“. Professor Mohun Kshiti Sen schreibt über sie u.a., man fände hier eine Freiheit und Unabhängigkeit der Seele und des Geistes, die jedem Versuch einer Beschreibung widerstehe. Ihre Lieder seien einzigartig an Kühnheit und Trefflichkeit des Ausdrucks. Obgleich die Baüls Vertreter vielerlei Sekten oder Kasten zu ihren Anhängern zählten, Hindus und Moslems, die hauptsächlich aus den unteren Kasten stammten, gaben sie auf Nachfrage immer nur an, dass sie „Baüls“ seien. „Baül“ bedeutet „Tollkopf“, dem Wortsinn nach „Nervenstrang“ und da sie sich keinerlei gesellschaftlicher Regeln unterwarfen, könnte man dies angesichts der für die Mehrheit als Gesetz geltenden und befolgten Regeln und festgezurrten Traditionen wohl auch mit dem Wort „Nervensäge“ ins Deutsche übersetzen.Sie hatten im Gegensatz zu allen anderen keine Tempel oder Häuser zur geistigen Sammlung und zum Gebet und keinerlei religiöse Symbole. Ausdruck ihrer Geisteshaltung waren allein
    sie selbst mit ihren Liedern und Tänzen. Einer ihrer Liedertexte erklärt ihre Art zu leben so:

    „Das ist der Grund, Bruder, warum ich ein Tollkopf wurde:
    Ich gehorche keinem Herrn, keiner Vorschrift, Regel oder Gebräuchen.
    So haben keine von Menschen gemachten Unterschiede mehr Macht über mich.
    Und ich schwelge in der Freude meiner eigenen quellenden Liebe.
    In der Liebe gibt es keine Trennung, sondern immer nur Verbindung.
    So freue ich mich am Sang und Tanz mit jedem und allen“.

    Und hier ihre Antwort, warum sie sich nicht an die Heiligen Schriften hielten:

    „Sind wir Hunde, dass wir auflecken sollen, was andere übrig ließen?
    Tüchtige Menschen freuen sich über die Leistung ihrer eigenen Kraft.
    Sie schaffen sich ihre eigenen Feste.
    Jene Feiglinge aber, welche unfähig sind, sich über sich selbst zu freuen,
    müssen sich auf das verlassen, was andere hinterließen.
    Aus Angst, es könne künftig in der Welt keine Feste mehr geben,
    sammeln sie alle Brocken, welche ihre Vorgänger übrig ließen,
    zu späterem Gebrauch.
    Sie begnügen sich damit, ihre Vorfahren zu rühmen, weil sie nicht wissen, was sie für sich selbst schaffen sollen.“

    Da nach den Baüls das Hauptprinzip der Welt die Liebe ist, fragte einst ein Vaishnava, ein Religionsgelehrter der oberen Kasten einen Baül, ob er sich denn auch der verschiedenen Arten von Liebe bewusst sei, die in den heiligen Schriften der Vaishnavas aufgegliedert seien. „Was soll ein ungelehrter Nichtwisser wie ich von den heiligen Schriften wissen?“ antwortete dieser. Da bot ihm der Vaishnava an, ihm den Text vorzulesen und zu erklären. Der Baül hörte ihm mit der größten Aufmerksamkeit zu, die er aufbringen konnte. Als die Vorlesung beendet war, wurde er um seine Meinung befragt. Er begann, zu singen:

    “ Mich dünkt, ein Goldschmied kam in einen Blumengarten,
    Er wollte wahrhaftig die Lotosblüte prüfen,
    indem er sie an seinem Probierstein rieb“.

    • Dieser Bericht über die Baüls liegt mir schon seit vielen Jahren am Herzen und da außer in genanntem Buch meines Wissens im ganzen Netz über sie nichts zu finden ist, teile ich es hieh und da immer mal wieder mit, wo es passt.
      Auch „Professor Kshiti Mohum Sen von Santiniketan im Visvaharati Quaterly“(so die gesamte Namensnennung im Buch) schrieb u.a.: „Es wäre sehr zu bedauern, wenn kein Bericht über das von ihnen Erreichte aufbewahrt würde, ehe ihre Kultur der Welt verlorengeht.“ Noch eine schöne Baül-Strophe:

      „Love is my golden touch – it turns addiction into service“.

  6. „Ich fasse einmal zusammen: die meisten linken Gruppierungen sind Wahlfamilien, die ihre Differenzen zu politischen Nachbarn maßlos überhöhen, um ihre Identitätsbaracken nicht verlassen und in einen solidarischen Klassenkampf ziehen zu müssen – der freilich auch andere, ganz und gar nicht psychologische Nachteile bedeutete. Die Rationalisierung dieser Nesthockerei funktioniert immer nach demselben Muster. Ich zitiere: „Nein, das sind Rassisten / Antisemiten / Sexisten / Feministen / Leninisten / Trotzkisten / Bellizisten / die haben ‚Das Kapital‘ nicht systematisch / nicht historisch / rein akademisch / unakademisch interpretiert / die haben eine autoritäre Diskussionskultur / die pinkeln im Stehen / die mögen keine Zwölftonmusik / die halten Denundden für ein Genie / einen Volltrottel / die interessieren sich nicht für Ökologie / sind Ökofaschisten / essen Fleisch / sind vegane Spinner / haben das Widerstandpotential der Popmusik nicht erfasst / die sehen sich Pornos an / sehen sich keine an / d i e b e z i e h e n s i c h a u f B ü c h e r a u s d e m V e r l a g X , obwohl das derselbe Verlag ist, der vor zehn Jahren in einem Sammelband einmal eine Rede von Y abgedruckt hat, der ja erwiesenermaßen ein Rassist / Antisemit / Sexist / Trotzkist / Bellizist / Stehpinkler ist, was man in unserer Clubgazette Z nachlesen kann. Die verstehen also nicht ansatzweise, worum es in dieser ganzen Scheiße eigentlich geht! Was zu tun ist und so. Deshalb kann man mit denen nicht reden oder zusammenarbeiten. Jeder Kompromiss mit denen wäre reaktionär / faschistoid / antisemitisch / rassistisch / sexistisch / trotzkistisch / bellizistisch / wie wenn man erst Fleisch isst und danach im Stehen pinkelt etc. und damit unvertretbar. D a s s i n d L e u te , d i e b e k ä m p f t w e r d e n m ü s s e n ! “ Dieses Muster beinhaltet eine vielleicht nicht bewusst, aber akzeptiert u n r e a l i s t i s c h e F o r d e r u n g n a c h R e i n h e i t d e r L e h r e , die als Ausrede für mangelnde Praxisorientierung benutzt wird. Nur wenn alle den von der eigenen Gruppe mehr oder weniger einheitlich erreichten Grad an Erkenntnis und dogmatischer Reinheit erreicht haben, kann man erst beginnen, gemeinsam – was in diesem Falle g a r n i c h t m e h r hieße ‚gemeinsam‘, sondern eben einfach ‚wie eine Person‘ – gegen den eigentlichen Gegner vorzugehen, nämlich den Kapitalismus, in dessen Analyse sich komischerweise viele unterschiedliche Gruppen in grundsätzlichen Punkten (Scheinpolitik, Krisenhaftigkeit, Verarmung, Umweltzerstörung, globale Ausbeutungszusammenhänge, ideologische Nebenwirkungen, Kriege usw.) einig sind. Dabei ist jeder einzelnen Gruppierung klar, dass es NIEMALS dazu kommen wird, dass auch nur die Hälfte aller Linken ihrer eigenen Dogmatik beipflichten oder die auch nur dulden wird – sie, die jeweilige Gruppe selbst ist ja ein Beleg der Gründe und Mechanismen, die sie ebenso wie die anderen daran hindern. Die Beseitigung inhaltlicher Unterschiede – notabene nur bei den anderen! – ist also ein nicht erreichbares Scheinziel, das man sich setzt, um das wirkliche Ziel, nämlich die Ablösung der bestehenden Verhältnisse, dessen Erreichung das Erreichen des Scheinziels strategisch vorgeschaltet ist, gar nicht erst ansteuern zu müssen, weil es weniger amüsante Konsequenzen haben könnte.“
    (Victor Vladimirowitsch Starogin) in:
    https://le-bohemien.net/2013/03/01/weltrevolution-in-der-szenekneipe/

    • „Die innerlinken Unterschiede werden im Laufe der Auseinandersetzungen für einige Grüppchen wichtiger als die Kritik am bestehenden System, das damit ja perpetuiert wird. Man könnte also gleich das ganze Kritisieren und Polemisieren sein lassen, der politische Effekt wäre wahrscheinlich der gleiche. Aus dem Widerstand, für den sich in früheren Zeiten Kommunisten haben foltern und ermorden lassen müssen, ohne dass sie ihn aufgegeben hätten, wird ein pubertäres Spiel mit Codes und Fahnenwörtern, das nichts und niemanden weiterbringt außer dem eigenen Ego. Ich schließe daraus, dass für ebendiese Gruppen das bestehende System dann eben einfach nicht das drängende Problem ist. Es ist ganz okay so. Starbucks, Internet, Gratisfilme, ab und zu einen durchziehen und über ein paar Leute lästern, zur Not halt auf Hartz IV, alles easy. Es fehlt in Deutschland die persönliche Betroffenheit, die Widerständler in anderen, härteren Zeiten und an anderen Orten so mutig, aber auch so kaltblütig gemacht hat und immer noch macht. Was dann vom linken Studenten in Germanien in seinem Blog eifrig kritisiert werden kann.

      (…) für zumindest einige linke Gruppen ist es offensichtlich wichtiger, die eigene Identität in einem streitbaren sozialen Zusammenhang zu verwirklichen als eine andere Gesellschaft, in der sie womöglich nicht mehr die Lufthoheit über ihr privates Ideenreich genießen könnten, sondern die Wahrheit mit anderen teilen müssten. Vergemeinschaftung, Gleichheit, Solidarität – schlimme Vorstellungen für Linke…

      (…) die Individuen profitieren nicht von diesem Individualismus, nicht einmal scheinbar. Die Konsumgesellschaft bietet keinerlei ‚Optionen‘, die nicht am Ende Zwänge wären. Der und die Einzelne macht dabei Verlust. Um zugleich auf euren Einwand von eben zurückzukommen: Linksradikale heute können und wollen sich vom Konsumismus natürlich nicht ausschließen. Wie sollten sie auch? Entscheidend ist aber, ob sie seine Optionen erweitern wollen – oder ob sie mit diesem Schmalspurindividualismus zufrieden sind. Ob sie ihre Gegenwart in dieser pseudohedonistischen Zwangsgesellschaft ideologisch verklären und genießen können – oder ob ihnen das richtige Bewusstsein dazwischenkommt und eine Identifizierung mit den ‚Optionen‘ dieses Beglückungssystems dauerhaft verhindert. Das ist doch die Frage, das ist doch der Unterschied, auf den es ankommt!

      (…) Ob sie sich also mit der Filterlosen im einen und einem verbalen Distinktionsbeweis im anderen Mundwinkel in der Berliner Szenekneipe schon dermaßen lebenskönnerisch und solitär vorkommen, dass es in einer alternativen Gesellschaft gar nicht mehr besser für sie laufen könnte. Diese Selbstverliebtheit, die typisch ist für unsere Gesellschaft, in der jeder glaubt, dass man sich für ihn interessieren müsse, zugleich aber keiner sich für den anderen interessiert und niemand diesen Widerspruch überhaupt bemerkt – dieser Narzissmus, der die gesellschaftliche Bedrohung, die mögliche Zerstörung des geliebten Selbst so völlig verkennt, verdrängt oder vergisst, weil die alltägliche Zerstörung fremder ‚Selbste‘ ja nicht in dieselbe Kategorie fällt, das ist heute der Wendepunkt vom vielleicht richtigen zum ganz sicher falschen Bewusstsein, von der Vernunft zur Ideologie, von der Kritik zur Affirmation, vom Menschen zum Konsumenten, vom Sozialisten zum Sozialdemokraten, vom Linksradikalen zum Bohemien und in jedem Fall zum Vollidioten!

      (…) Das bedeutet, dass der wahre Individualismus, den zu vertreten überhaupt erst die Existenzberechtigung der Linken ist, sich nicht in Apple-Produkten und irgend bestehenden Identitätsangeboten verwirklichen kann, sondern einzig und allein auf dem Weg des Klassenkampfs. Das heißt durch die Ablösung immer rigiderer Zwänge der Marktgesellschaft durch eine vergemeinschaftete Produktion. Punkt. Dahinter geht kein Weg zurück, der aus Unterwerfung und Lebensmüdigkeit herausführen soll. Und das muss und kann man auch begreifen!“
      (a.a.O.)

  7. Ich möchte hier kurz Partei ergreifen für Herrn Herles. Persönlich halte ich seinen kleinen Eklat für ein Moderationsproblem und nicht für die Folge einer „Charakterschwäche“ oder ähnliches, was ihm hier, in einigen Kommentaren, vorgeworfen wird. Ihm wurde nie die Möglichkeit geboten zu erklären, was er genau an Grimaldis Aussagen absurd findet. Es ist für mich offensichtlich, dass die beiden bereits vor der Sendung irgendwie aneinander geraten sind, und Herles hatte offenbar Mühe damit, sich im Zaum zu halten.

    Herr Herles sollte wissen, dass Italien bereits seit vor dem 2. Weltkrieg unter ständiger Einflussnahme durch die amerikanische Regierung steht. Die P2, welcher der kürzlich verstorbene Licio Gelli vorstand, erhielt vom CIA Zuschüsse in Millionenhöhe, mit welchen Silvio Berlusconi aufgebaut wurde. Die P2 war eine Freimaurerloge, und die Bankdirektoren welche Berlusconi die Kredite gewährten, um Zeitungsverlage und Fernsehsender einzukaufen als wären es Kartoffeln, waren allesamt bei der Loge registriert. Die gesamte „Strategie der Spannung“ der 60er, 70er und frühen 80er-Jahre wurde von Gladio koordiniert. Das Attentat von Bologna führte zur Verurteilung von Leuten aus dem rechten politischen Flügel. Danach kamen Ùstica und der Unfall mit dem amerikanischen Kampfjet in Norditalien. In Ùstica kamen 200 Zivilisten ums Leben, bei dem Abschuss einer Linienmaschine, von welcher Washington vermutete, dass sich Gaddafi darauf befand. In Norditalien starben 28 Italienerinnen und Italiener als ein amerikanisches Kampfflugzeug sie aus über 100 Metern Höhe herunterstürzen liess. In beiden Fällen gab’s ein lapidares „Entschuldigung“ von seiten der Amerikaner. Die Piloten des Jets kamen vor ein amerikanischen Kriegsgericht und wurden allesamt freigesprochen, obwohl die Mindestflughöhe auf 1’200 Meter angesetzt war und niemand jemals erklärt hat, was diese Maschine praktisch über dem Boden überhaupt gemacht hat. Das sind nur einige wenige Beispiele. Die jüngste italienische Geschichte ist voll davon, und Herr Herles sollte Herrn Grimaldi vielleicht etwas Verständnis dafür entgegenbringen, dass wir als Italiener von diesen Missständen regelrecht genug haben.

    Ich hätte während der Sendung gerne von Herrn Herles erfahren, ob er sich unserer Lage bewusst ist, wenn er die Aussagen Grimaldis als absurd bezeichnet. Oder anders ausgedrückt: Meiner Ansicht nach wäre dies ein interessantes Diskussionsthema gewesen, bei dem niemand hätte den Saal verlassen oder den anderen beschimpfen müssen – hätte Jebsen dies zugelassen, bzw. moderiert.

    KenFM ist meiner Ansicht nach wichtig, und ich schätze Jebsens Engagement und Ausdauer. Ich möchte mir jedoch eine kleine Kritik erlauben. Bereits beim Interview mit René Zeyer wurde klar, dass er Mühe damit hat, eine Diskussion mit anders denkenden zu führen. Zeyer ist ein erzkonservativer Kapitalist. Offenbar wurde sich Jebsen dessen erst nach der Sendung bewusst. Während dem Interview kam von seiner Seite keine einzige kritische Frage oder Stellungnahme. Zeyer durfte eineinhalb stundenlang für die freie Marktwirtschaft Propaganda betreiben, ohne dass daraus etwas Interessantes geworden wäre. Ich habe auch etwas Mühe mit Jebsens Art der Fragestellung, die für mich leicht schizophren hin und her hüpft, ohne dabei – wie gesagt – auf die Aussagen anderer genügend einzugehen. Ich halte den oft anzutreffenden Vorwurf, es gehe bei den KenFM-Sendungen nur ums Abnicken vorgefertigter Meinungen, für nicht ganz unberechtigt. Der Zwist zwischen Herles und Grimaldi hätte wieder einmal die Möglichkeit geboten, aus diesem Schema auszubrechen. Ich hoffe, die nächste Chance wird genutzt werden.

    Nichtsdestotrotz, eine gute Sendung. Herzlichen Dank dafür!

    • Herrn Herles „wurde nie die Möglichkeit geboten zu erklären, was er genau an Grimaldis Aussagen absurd findet.“
      Genau das würde ich bestreiten, denn Herr Herles hatte meiner Ansicht nach gar nicht die Absicht ( und wohl auch emotionell nicht die Möglichkeit und die Bereitschaft), eine Erklärung zu bekommen. Ihm ging es ums pure Abschmettern. Was trotzdem verzeihlich ist und sein müßte und keinesfalls dazu führen sollte, ihn vollkommen zu dequalifizieren. Was wir an an anderen abweichenden Positionen und Haltungen verurteilen, sollten wir selbst nicht blind (reaktionär) reproduzieren. Gegen Unsachlichkeit sachlich zu bleiben wäre die angebrachtere Haltung. Der sachliche Vorwurf der Unsachlichkeit mit dem Einräumung der Möglichkeit, zur Sachlichkeit zurückzukehren, wäre sowohl in der Diskussion wie in einigen Kommentaren die angebrachtere Haltung gewesen. Ich bin und bleibe für die Einladung von zwei, drei, ganz vielen Herles in zukünftigen „Positionen“.

    • @teddiefidel Ich will nicht Herles Ausbrüche verteidigen, sondern die Weigerung Jebsens kritisieren, ihm das Wort zu erteilen in besagten Momenten. Der Moderator hat beide Male vom Thema abgelenkt, anstatt nachzuhaken, was ich schon mehrmals bei ihm beobachtet habe. Er scheint die Angewohnheit zu haben, einfach eine neue Frage zu stellen, sobald es kritisch wird. Ich bin der Ansicht, dass Herles einen frischen Wind in die Sendung gebracht hätte. Insofern sind wir einer Meinung, was seine Präsenz dort angeht. Ich fände es schade, wenn er nun nicht mehr auf KenFM erscheinen würde, aufgrund eines Fehlers (wie ich meine), der nur teilweise von ihm begangen wurde. Persönlich stehe ich voll und ganz hinter Grimaldi. Er hat, meiner Ansicht nach, vollkommen recht. Aber ich halte es für relativ sinnlos wenn alle, die sich gegenüber sitzen, immer gleicher Meinung sind. Schliesslich heisst die Sendung „Positionen“. Herles hat die Möglichkeit geboten, dem entgegenzuwirken. Leider wurde die Chance vertan – aber eben nicht von ihm selbst. Ausserdem wurde auch Koch in einem Kommentar „Linientreue“ vorgeworfen, was ich, ehrlich gesagt, meinerseits als absurd betrachte. Wir wären, so finde ich, besser beraten, wenn wir anders mit diesen Personen umgingen. Sie wurden nicht gerade gebasht, aber willkommen geheissen wurden sie (in den Kommentaren der Zuschauerinnen und Zuschauer) ebenfalls nicht. Ich halte das teilweise für respektlos, aber ganz sicher für nicht gewinnbringend.

    • Obwohl ich selbstverständlich auf von Ken Jebsen organisierte politische Runden bis auf weiteres weder verzichten will noch kann, weil sie sich von allen mir bekannten Mainstreamformaten vergleichbarer Art in fast jeder Hinsicht so wohltuend unterscheiden, angefangen von der Themenwahl bis hin zu fast jedem Detail ihrer Präsentation und Durchführung (einen „Tabubruchvermeidungs-Knopf-im-Ohr-mit-Anweisung-zur-Um-und Ableitung-zum-gewünschten-Meinungsspektrum“ kann ich mir bei ihm nicht vorstellen), glaube ich, Ihnen recht geben zu müssen, dass er zwar nicht die Angewohnheit hat, „einfach eine neue Frage zu stellen, sobald es kritisch wird“, aber doch dann und wann dazu tendiert, vielleicht aber auch aus dem Gespür dafür, dass es an der Zeit sein könnte, einen drohenden Eklat zu vermeiden.
      Ich denke, dass in diesem Fall Ken Jebsen richtig reagiert hat, weil sich herausstellte, dass seine Zusammenstellung der Runde in dem Sinne falsch war, dass die Ausgewogenheit negativ die Unausgewogenheit der Mainstreamtalkshows spiegelte, in denen die wenigstens ansatzweise Kritischen sich allein einer Überzahl von Jasagern oder Pseudokritischen gegenüber sehen; ihre Kritik fast nie genügend Zeit und Raum findet, die Kritikpunkte aufzugreifen und abzuarbeiten. Übrigens ein Grund, warum sich gute Leute weigern, an derartigen Talkshows teil zu nehmen: Sie hätten sich zu wehren gegen den Vorwurf, einen großen Teil der Redezeit zu monopolisieren (wenn sie Gelegenheit dazu bekämen), obwohl sie sich nur auf die vorgebrachten Punkte und Perspektiven zu konzentrieren suchen, mit denen sie sich konfrontiert sehen.

      Möglicherweise hat Herr Koch das begriffen und sich ansatzweise an die Seite von Herrn Herles gestellt, dem er ansonsten nicht allzu nahe stehen zu scheint. Was ihm wohl die Mißbilligung mancher Kommentatoren hier an dieser Stelle eingebracht hat.
      Um solche Ungleichgewichte zu vermeiden, wäre ein anderes Format denkbar, dass zwei wirklich divergierende Auffassungen durch einen Moderator vermittelt konfrontativ gegenüber stellt. Auch wenn Ken Jebsen in dieser Funktion nicht den Überparteilich-Objektiven spielen sollte – was ich ihm auch nicht empfehle -, wäre doch ein Ausweg in pure Unsachlichkeit weniger denkbar. Unsachlichkeit wäre mit einer simplen Frage, etwa „Wie meinen Sie das?“ zum sachlichen Argument gezwungen und könnte sich nicht mehr hinter purer Polemik verstecken.
      In seinen Interviews, die das beste sind, was es in den deutschen Medien gibt, trägt Ken Jebsen dem übrigens oft genug Rechnung, indem er den Advocatus Diaboli spielt und die Argumente der Gegenseite ins Spiel bringt.

    • @Patrick Mattarelli & teddifedel:

      4 wirklich interessante Beiträge von Eurer Seite.

      Sicherlich will niemand dem Herz und Kopf von KenFM zu nahe treten – ich auch nicht. Aber ein wenig Kritik ist schon angebracht. Und wenn Ken Jebsen damit sachlich umgeht, könnte es seine Beiträge weiter bringen:

      1. Herles – Grimaldi
      Systemkritiker haben es schwer! Jede These, die gegen das gängige Meinungsbild verstößt bedarf eines Beleges bzw. einer Quellenangabe. Anderenfalls setzt man sich der Gefahr aus, als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt zu werden und schlicht nicht ernst genommen zu werden. Je konfliktträchtiger die vertretene These zum vorherrschenden Meinungsbild ist, desto größer wird die Skepsis bei Menschen sein, die von den Mainstreammedien geprägt sind – ganz zu schweigen von Menschen, die als Journalisten das erwähnte Meinungsbild über Jahrzehnte mitgeprägt haben.
      Herr Grimaldi hat während der Gesprächsrunde und zuvor schon während des Interviews mit Ken Jebsen einige doch recht gewagte Thesen vertreten, ohne selbst entsprechende Belege zu liefern. In beiden Fällen wären hierauf abzielende Nachfragen notwendig gewesen. Diese Aufgabe sehe ich in erster Linie bei Ken Jebsen. Aber auch Herr Herles hätte sich als gestandener Journalist in dieser Hinsicht engagieren können, statt sich den unsouveränen Ausbruch „dummes Zeug“ zu erlauben.

      2. Strukturen der Macht
      Das Thema hat gewiss ganz viele Facetten. Wirklich intensiv wurde jedoch nur der Komplex „Medien“ diskutiert – bei der Zusammensetzung der Runde sicher auch kein Wunder. Hier könnte man noch einmal nachlegen.

      3. Generelle Kritik
      Patrick hat hier schon einige wichtige Punkte angeschnitten. Die Gesprächspartner werden meist regelrecht durch verschiedene Themenkomplexe geführt. Themenwechsel geschehen häufig sehr spontan, manchmal sogar abrupt und dann auch oft an Stellen, wo es gerade interessant wurde und ich mir eine tiefergehende Nachfrage gewünscht hätte.
      Nicht selten werden dabei Thesen wie vorgefertigte Meinungen in den Raum gestellt, die der Gesprächspartner nur noch zu bestätigen braucht, vielleicht noch angereichert mit ein paar eigenen Erfahrungen. Beispiel: „>>Haben wir noch eine freie Presse?<>Nein, …<<“.
      Es hilft niemandem, die immer gleichen Feststellungen und Analysen zur Kritik am bestehenden System aus unterschiedlichen Mündern zu wiederholen.
      Nötig wäre aus meiner Sicht ein Diskurs zwischen klugen Köpfen aus unterschiedlichen Bereichen (Friedensbewegung, Demokratiebewegung, Wirtschaft, Presse u.a.) darüber, wie es von hier aus weitergeht. KenFM könnte hierzu das richtige Forum bieten.

    • Ich war wie schon erwähnt live dabei.
      Ich glaube nicht, dass Herr Herles an diesem Abend bereit war sachlich zu erklären, was er an Grimaldis Aussagen so absurd fande. Zum einen hat Herr Grimaldi ja definitiv nichts absurdes erzählt. Herr Herles wollte bzw. konnte an diesem Abend wohl nichts anders. Ich glaube, dass Ken ja mit seinen Gegenfragen ihm Gelegenheit geben wollte, seine Ansichten zu erklären. Die Fragen waren nicht so gestellt, dass er nicht zum Thema zurück kommen kann. Ich sehe es eher so, dass er das mit Gegenfragen versucht hat, was oft ja auch ein gutes „Werkzeug“ ist. Das hat aber nicht richtig funktioniert. Was ich von Herrn Herles albern fand war, dass er gehen wollte und dann doch geblieben ist. So eine Reaktion kann ich nur nachvollziehen, wenn es persönliche Beleidigungen gibt und einer fertig gemacht werden soll. Das war hier definitiv nicht der Fall. Wenn Herles sich erklären wollte, dann hätte er sich das nehmen können. Das wollte er nicht und ich denke nicht, dass einer ihn in der Situation da umstimmen hätte können.

  8. Das Ausüben von einer Macht des Stärkeren über eine Ohnmacht des Schwächeren ist fast so alt wie das Leben selbst. Wir erleben das im Primitiven zwischen Fleisch und Pflanzenfressern oder im Balzverhalten von horumschwangeren Männchen im Frühling. Die Menschen haben diese Machtstrukturen durch alles was sie entwickelt haben weiterentwickelt und in alle Bereiche ihres Wirkens hineingetragen. Aber die Tatsache, dass eine Geldsystem wie das gegenwärtige Geldsystem es ein paar dutzend Menschen erlaubt, Macht über ein paar milliarden Menschen zu erlangen, ohne dass diese überhaupt begreifen können, wer da die Macht ausübt, weil dieser Machthebel wie Giftgas in fast allem wirkt was um uns ist und die Bediener des Hebels doch unfassbar bleiben.

    Wäre ich ein Designer für Machtstrukturen, dann käme ich nicht umhin die gegenwärtige Machtmaschinerie zu bewundern, weil sie bis zu ihrer Selbstzerstörung den besten Job macht, der je in Sachen Machtvermehrung gemacht wurde. Das kann man nicht leugnen.

    Das Überwinden von Macht ist, wie schon mehrfach geäußert, ein Akt des Bewussten und der Verständigen. Nun ist es aber Eigenschaft des Systems, ein Sedativum auszuschütten, dass die Menschen durch alles was tauglich ist, ihr kritisches Denken zu unterbinden, betäubt werden. Es ist so, als ob man uns unter Drogen hält und wir den Entzug fürchten und uns alles schön reden, was diesen Drogenkonsum rechtfertigt. Das Schönreden machen die Mächtigen auch, die ja im Rausch dieser Macht immer hungrig nach dem Mehr an Macht sind. Zu dem gültigen „Keine Macht den Drogen“ sollte es dazu heißen „Keine Macht durch Drogen“. Da Süchtige immer Süchtige bleiben, ist der einzige Weg derjenigen die „clean“ sind, dieser Drogenmafia den Kampf anzusagen und die Abhängigen sich selbst. Das Ziel, das für mich am Ende steht, ist die Zerstörung aller Strukturen der Macht.

    lg Jo

    • dieses ’sedativum‘, der benebelnde und betäubende Drogenrausch, das ist das Privateigentum, der Konsum, die geilheit des geizes…richtig? 😀

    • Tatsächlich hat die Menschheit die „Strukturen der Macht“ in kränkender und mittlerweile lebenszerstörerischer Einseitigkeit weiterentwickelt. Und das nicht nur mit dem Geldsystem, sondern mit der Verfestigung aller unserer Systeme, die alle der Macht gehorchen. Es ist die hierarchische Ordnung des sog. „Patriachates“, die schon so alt ist, dass viele sie immer noch als „naturgegeben“ oder auf Merkel-Deutsch: „alterternativlos“ ansehen. Diese Zivilisation ist eine Entwicklung der Gewalt mit allen ihren Rafinessen und Tricks wie Lug und Trug als ihre „Verkleidug“.

  9. In letzter Konsequenz liegt das Problem im Umgang mit der Macht bei jedem Einzelnen. Die Erkenntnis (sprich: Bewusstsein) eines jeden Menschen liegt darin begründet, dass sein Leben ohne Gemeinschaft nicht funktioniert. Wir brauchen Strukturen, in denen das Gemeinwohl-Bewusstsein Ihren Ausdruck findet.

    Der Journalismus zum Beispiel, lebt von Widersprüchlichkeiten und sollte deshalb frei agieren können und nicht in Abhängigkeitsstrukturen sein Auskommen erwirtschaften. Die einzige Korrektur die er erfahren sollte, geschieht durch den Leser. Der Journalist ist sozusagen ein Baumeister der Zukunft, indem er auf Wunden und Missstände unserer Zeit verweist, die eine Korrektur bedürfen. Von Politikern müssen diese Missstände aufgegriffen werden, wenn eine entsprechende Zahl von Lesern hinter dem Journalisten steht.

    Aus dieser einfachen Tatsache heraus muss der Journalist aus eigenem Gewissen heraus berichten können. Dies kann nur geschehen, wenn der Journalist „neues Geld“ erhält. Neues Geld ist kein neu geschöpftes Geld, sondern verbrauchtes Geld, das durch die Mühlen der Produktion/Handel/Konsum geflossen ist. Geld das verbrannt ist, sein Lebenszweck erfüllt hat, und so der geistigen Zukunftsarbeit (u.a. Bildung, Wissenschaft, Erziehung, Kunst etc.) zur Verfügung steht. Heute staut sich das verbrauchte Geld zum Beispiel in Grund und Boden und verteuert unsere Zukunft bis hin zur gesellschaftlichen Lähmung. Das Geld bedarf nicht einer Umverteilung im alten Sinne, sondern es handelt sich hier um eine geistige Erneuerung. Das Geld muss hier eine Art Transformation erfahren. Erst wenn das verbrauchte Geld (ähnlich dem venösen Blut das durch Sauerstoff zum arteriellen Blut wird) eine kraftvolle Erneuerung über eine geistige Injektion erfährt kann von neuem Geld gesprochen werden. Und nur so sollte verbrauchtes Geld in den Wirtschaftskreislauf zurück geführt werden können.

  10. Die Sendung hat sehr gut gezeigt, wo die Machstrukturen liegen. In unseren Köpfen. Ich habe in der Runde einen Machtkampf erlebt zwischen einem „Beürhrbaren“ und einem „Unebrührbaren“. Das erlebe ich in meinem Alltag sehr, sehr häufig, Als unebrührbar, oder auch noch anders ausgedrückt, als unangreifbar zu gelten, das ist eine Machtstruktur in unserem Kopf, die uns in den Fesseln hält in denen wir gerade sind und die uns dem System noch mehr ausliefern, als wenn wir berührbar wären. Diese Schwelle zu überschreiten, das ist wohl die Kunst, die Macht von der Ohnmacht zu befreien.

  11. Wie wäre es denn mal mit einer Positionen-Runde über den Klimawandel? Hier wäre doch z.B. Prof. Harald Lesch mal wunderbar als Gast einzuladen …oder? Der Klimawandel hängt ja sehr stark mit der westlichen Agrarwirtschaft zusammen und ist somit wiederum ein Problem des pervertierten Kapitalismus!

    Ich würde mich sehr über eine solche Talkrunde freuen 🙂

    LG, Siggi

    • ist herr Astronom/Philosoph lesch nicht auch ein relativ elitentreuer zeitgenosse?

      der vorschlag klingt allerdings interessant, von daher: +1

    • Hallo Zist1989, Harald Lesch „Elitentreu“? Interpretiere ich jetzt mal als jemand der den Mächtigen nach dem Mund redet?
      Nach diesem Vortrag vermute ich ein Überdenken Ihrer Meinung:

      youtube.com/watch?v=0r39TopOe4I

    • Fände ich auch super. Dirk Fleck passt da natürlich auch super. Hagen Rether zur Auflockerung wäre auch toll. Aber da sehe ich schwarz. Der gibt glaube ich genau wie Pispers keine Interviews.

  12. Ich möchte gerne eines meiner gedanklichen Streichhölzer zu diesem Thema anzünden um noch in eine andere Ecke zu leuchten. In die Ecke in der wir selbst stehen.

    Ich glaube die größte Macht finden wir nirgendwo da draußen. Die echte Macht, die mit dem Leben verbunden ist, kommt von Innen und sie ist jedem zugänglich. Diese Macht ist stärker als das künstliche Gebilde in dem wir verhaftet sind und das nichts mit wirklichem Leben zu tun hat. Ob das Gebilde nun Demokratie heißt oder sonst wie. Es ist nicht real und es hält uns von unserer natürlichen Stärke fern, egal wie sehr uns eingebläut wird, das nur Vernünftig ist, wer nach den offiziellen Vorgaben lebt.
    Ich glaube nicht, dass wir unsere Macht ausschließlich dann entfalten können, wenn wir uns alle auf einen künstlichen gemeinsamen Nenner einigen. Solange wir das glauben, bleiben wir angesichts des scheinbar übermächtigen „Gegners“ gelähmt und verändern gar nichts. Es ist nicht allein durch Kampf möglich, dieses Gebilde aufzubrechen.
    Schon Tolstoi sagt:“ Die Bewegung des allgemeinen Lebens besteht nicht in der wachsenden Stärke und Zunahme des Kampfes der Wesen untereinander, sondern im Gegenteil in der Verminderung der Uneinigkeit und der Abnahme des Kampfes.“
    Wir müssen keinen gemeinsamen Nenner er-finden. Er existiert bereits. Wir werden damit als soziale Wesen geboren. Kleine Kinder teilen naturgemäß. Dazu gibt es Untersuchungen. Sie werden jedoch in eine Welt geboren, in der es vor Konkurenzdenken nur so scheppert. Das soziale Verhalten wird in unserer westlichen Wertegemeinschaft so schnell wie möglich abtrainiert. Wir werden auf Konkurenz getrimmt, auf Teufel komm raus. Im wahrsten Sinne. Gleichzeitig wird uns eingehämmert, Dinge besitzen zu müssen um zu existieren. Hast du nix, bist du nix. Punkt.

    Wir sind keine Menschen mehr, wir sind Verbraucher und wir finden das ganz normal. Verbrauchen anstatt zu erhalten. Es gibt sogar einen Verbraucherschutz. Das muss man sich mal auf den Hirnlappen zergehen lassen.
    Wir latschen durch die Zentren unserer Gesellschaft, die Einkaufszentren. Eine Masse, die mit Werbetexten programiert wurde. „Kaufe, Kaufe, Kaufe….Jetzt noch mehr Möglichkeiten du selbst zu sein, die neue Kollektion ist da…“ Und wir kaufen. In der Hoffnung, uns in den Dingen zu finden, in der Hoffnung, in den Dingen unser Leben zu finden. Anstatt das Leben in uns selbst zu suchen, durchwühlen wir die Auslagen der Kaufhäuser, wie blutleere Zombies auf der Suche nach Gehirn. Das durch unsere Herzen beim shoppen Blut fließt ist zu bezweifeln. Ohne Zweifel aber klebt Blut an unseren Händen. An all den schönen Produkten, die uns ein Stück mehr „Sein“ versprechen. Wenn dieses Blut materialisiert würde, müssten wir mit dem Boot einkaufen, um nicht darin zu ersaufen.
    Und wer ist Verantwortlich? Die Eliten?
    Wer die Psychologie der Massen versteht und über genügend Mittel verfügt dieses Wissen einzusetzen, der hat die Macht des Puppenspielers. Menschen, die Fäden ziehen und Menschen die an Fäden hängen bewohnen zwar völlig unterschiedliche Welten , aber sie erschaffen diese auch jeweils durch ihr eigenes Verhalten. Die Fäden sind doch nicht echt.
    Mal ehrlich, werden wir mit Gewalt gezwungen, tonnenweise Füllstoffe in uns reinzuschaufeln bis uns der Allerwerteste aus der Bangladesh-Hose quillt? Füllstoffe, deren Produktion so unfassbar viel Würde und Leben kostet, dass wir das mit keinem Geld der Welt bezahlen könnten. Wir stapeln das Zeug, das uns erfüllen soll bis es uns erdrückt, wir futtern und futtern bis wir irgendwann übersatt verhungern. Milliarden Lebewesen lassen wir uns auf der Zunge zergehen. Wir zerhacken sie nicht nur wie von Sinnen. Wir halten sie, harmlos ausgedrückt, als hätte die Natur ihnen zwar Augen gegeben, aber nicht das Recht, eine Wiese sehen zu dürfen.
    Wer ist denn für den Müll verantwortlich? Die Eliten? Die Konzerne? Der Präsident? Die Politik? Befehlen sie uns den Planeten in ein Korsett aus Plastik zu zwängen? Eckhardt Tolle sagt: „Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.“
    Die Verantwortung für diesen „inneren Raum“ kann man nicht abgeben, indem man alle vier Jahre ein Kreuzchen macht. Oder auf andere zeigt. Nicht mal auf die Eliten. Oder die Politiker. Die sind so nützlich wie ein 70 Zoll Fernseher bei einem Fallschirmsprung.
    Das System funktioniert nur, weil wir funktionieren, wie es das System verlangt.
    In uns liegt die Macht nicht mehr zu funktionieren. Diese Macht ist Bewusstsein.
    Und dabei geht es nicht darum das „Richtige“ zu erdenken. Es kann kein Mensch für alle das richtige erdenken. Bewusst sein, heißt nicht denken. Wenn wir denken wird es eh meist sehr gefährlich. Vor allem, wenn es nicht die eigenen Gedanken sind, wenn wir nur glauben es seien unsere. Weil wir zugebombt werden mit falscher Information. Über das angebliche Leben, wie wir etwas werden, was wir noch brauchen um noch mehr zu werden, wen wir aktuell hassen müssen um zu den Guten zu gehören, wann wir nicken müssen um als intelligent zu gelten und nicht zuletzt und ganz ganz wichtig, vor wem und wovor wir Angst haben müssen.

    Angst ist das zentrale Thema in Bezug auf Macht. Und das auf beiden Seiten. Macht über andere auszuüben , das ist doch schwach! Und diese Schwäche heißt Angst. Wenn ich an die Nummer mit den 1 Prozent denke, die den 99 Prozent gegenüber stehen… da kann ich den Ausbau von Kontrolle sogar verstehen. Ich hätte da auch eine Scheißangst.
    Auf der anderen Seite operieren die „Mächtigen“ selbst mit Angst, um ihre Macht zu erhalten und auszubauen. Man könnte also sagen, Angst generiert sich aus sich selbst. Ein Teufelskreis.
    Die Angst vor sozialem Absturz, der mit materiellem Verlust gleichgesetzt wird. Wir nennen das dann Existensverlust. Wie, um alles in der Welt können wir unsere Existenz verlieren? Wir sind doch da! Aber was wird uns beigebracht: Hast du nichts, bist du nichts.
    Die Macht der Angst hält uns auch in der Spur, wenn der moderne Pranger droht. An dem steht man ja schnell wenn man sich nicht an die Denkvorgaben hält. Der Mensch möchte als soziales Wesen Teil der Gemeinschaft sein. Viele trauen sich daher nicht, oder kommen gar nicht erst auf die Idee, über den Tellerrand zu schauen. Es ist sehr unbequem, sich der veröffentlichten Meinung nicht anzuschließen. Man könnte nachher alleine dastehen. Am Pranger. Mit einem Stempel auf der Vita: „Esotherischer, neurechter Verschwörungstheoretiker mit Verdacht auf ADHS oder schlimmeres“ Bevor uns am Ende ein Kollege sieht, meiden wir also lieber die Friedensdemo, obwohl wir spüren, dass Bomben kein adäquates Mittel zur Friedenssicherung sein können.
    Wir haben eine ausgeprägte Angststörung, die uns in einen kollektiven Wahnsinn getrieben hat. Aber Zufall war das bestimmt nicht. Generationen haben hart am Bau dieses Irrenhauses gearbeitet. Dass die Bauherren besonders mächtig einen an der Waffel haben spielt für uns fast keine Rolle mehr. Denn, vollgepumpt und auf der Jagd nach Füllstoffen glauben wir in der Wirklichkeit zu leben. Wir dürfen unsere Wärter wählen. Wir werden mit Zetteln und Feindbildern beschäftigt, und so lange die Fremden, die in unserem Dreck ertrinken, nicht aus dem Keller kommen, warten wir mal lieber ab und machen uns in Ruhe eine Kapsel Kaffee auf.
    Dass dieses Haus gar keine Mauern hat, das wollen wir nicht sehen. Das wäre auch schmerzhaft. Wir müssten uns eingestehen, dass diese Mauern nur in uns selbst sind und wir jederzeit gehen könnten.
    So lange wir da draussen suchen, werden wir die Mauern in uns nicht zum Einsturz bringen. Solange wir bei den anderen suchen, solange wir unbewusst bleiben und nicht erkennen, das wir bereits alles haben was wir brauchen, dass es nichts gibt für das es sich lohnt, seine natürliche Macht einzutauschen, solange wir nicht erkennen, dass materieller Besitz (bzw. Etwas besitzen zu können) eine Illusion ist, solange wir unseren inneren Raum verlassen um draussen das Glück und den Sinn zu suchen, solange haben wir keine Macht. Solange werden die „Mächtigen“, die Obergeisteskranken unseren Raum zumüllen und uns von innen heraus einmauern. Und so lange werden wir diesen Wahnsinn am Laufen halten.
    Natürlich werden die Menschen hier seit langer Zeit von den „Mächtigen“ betrogen, belogen , manipuliert, und letztendlich dazu gebracht so zu handeln, dass dieser Wahnsinn möglich wurde. Mit zum Teil erschreckend einfachen Tricks. Aber so ohnmächtig wir uns dabei auch fühlen mögen, wir haben mindestens die Macht zu entscheiden, ob wir uns unserer Verantwortung stellen wollen.

    Mein Komentar mag eher abstrakt sein. Er verallgemeinert, ist stark vereinfacht und schon gar nicht vollständig. Aber sind Worte nicht immer so?

    Ohne Information, ohne Diskusion, ohne die Zusammenhänge zu finden ist es sicher schwer möglich, klar zu sehen und Mauern in den Köpfen abzubauen.
    Vielen Dank KenFM für euren Einsatz und die großartige Arbeit, ihr habt meinen größten Respekt!

    • Derek
      Sie haben das sehr schön mit einem Schuss Sarkasmus auf den Punkt gebracht.
      Ich weiß nicht, ob sie sich schon ein bisschen umgeschaut haben im Kommentarbereich. Meiner Meinung nach
      ist den meisten die Verfasstheit unseres Gefängnisses bereits bewusst. Es ist auch anzunehmen, dass da draußen genügend Leute sind, die lieber heute als morgen mit allem Schluss machen würden.
      Die Antwort auf ihre Frage ist doch ganz einfach: Sie haben kein Geld, wenn sie nicht mitmachen. Kein Geld, kein Essen, kein Dach überm Kopf. Sozialhilfe = Scham und Demütigung. Und machen sie mit, dann haben sie Geld aber keine Zeit über ihr Gefängnis nachzudenken. Diejenigen, die nicht bewusst rausgegangen sind, sondern rausgefallen sind aus dem System haben kein Geld und geben sich z.T. selbst oder falschen Leuten die Schuld daran. Mit der Zeit, die sie haben können sie nichts anfangen, weil sie nicht gelernt haben sich mit sich selbst zu beschäftigen, und sitzen vor der Glotze, wo ihnen gezeigt wird, was für Versager sie doch sind. Die Menschen sind die Produkte des Systems, welches schon sehr lange als sogenannte Realität wahrgenommen wird. Einfach und doch effektiv. Bewusstsein kommt nicht einfach angeflogen, dazu gehören andere Menschen, die dich inspirieren, dich auf die Spur bringen, dazu gehört Bildung, neue, vielfältige Erfahrungen etc. Das dieses Bewusstsein sich nicht bilden kann, dafür wird auf allen Ebenen gesorgt. Insbesondere die allgemein um sich greifende Vereinsamung der Menschen durch Zerschlagung jeglicher sozialer Einheiten durch die neoliberalen Maxime der Flexibilität und Mobilität. Die beste Zweierbeziehung der Menschen soll in diesem Wahnsinn aus Dir und Deinem Fernseher bestehen (Noam Chomsky).
      Eine echte, auf menschliche Entwicklung ausgerichtete Gesellschaft sorgt dafür, dass Bewusstsein herrscht. So aber…

    • Ja, Eckehard, der tolle Tolle sagt es: Die Verschmutzung von außen ist die Wiederspiegelung der psychischen Verschmutzung von innen. Ich habe das auch schon lange immer wieder gesagt gesagt: So, wie die Außenwelt vergiftet und verdreckt ist, sieht es in der menschlichen Psyche aus. Lüge ist Seelengift und schlimmer als alles andere.

    • Liebe(r) Derek! Vorhin hatte ich nur den Anfang überflogen, jetzt erst Ihr ganzes Kommentar durchgelesen: Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank dafür, ich glaube fast, dies ist das beste, was ich je von usern bei KenFM gelesen habe, hoffentlich sehen wir noch viel mehr von Ihnen!

    • Lieber Derek,
      Sie haben kein Streichholz, sondern eher ein geistiges Feuerwerk gezündet und es aus meiner Sicht wirklich auf den Punkt gebracht. Ein sehr guter Kommentar, der auch als eigenständiger Artikel bei Ken FM geeignet wäre, mehr Bewusstsein zu schaffen.

      Denn es geht um das Bewusstsein unserer Existenz. Um das, was uns wirklich ausmacht. Wir beschäftigen uns viel zu sehr mit den Formen, und kümmern uns zu wenig um den Inhalt, um die Essenz des Lebens. Das männliche und das weibliche Prinzip des Lebens befindet sich in Schieflage.
      Wir können im Außen soviel herumdoktern wie wir wollen, künstlich erzeugte Bedürfnisse befriedigen, immer wieder neue Schuldige ausmachen und das Hamsterrad weiter drehen. Solange wir innen und außen nicht wirklich zusammenbringen, unserem inneren Wesen mehr Raum geben, den inneren Raum der Seele hegen und pflegen, solange wird es keine wirkliche Veränderung im Außen geben können.
      Verändern wird es sich, wenn wir die Spaltung, die Trennung in uns selbst überwinden und unsere eigenen Mauern und Widerstände abbauen. Das Paradies auf Erden ist ein geklärter Geist, der die Vollkommenheit in sich selbst erkennt.

      Besinnen wir uns darauf, kümmern uns um unseren inneren Raum, den Raum der Seele, räumen dort auf, machen uns unsere wahren Bedürfnisse bewusst, heilen das Kranke in uns, übernehmen Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln, pflegen ein echtes Miteinander, setzen uns für die Wahrheit ein, so wird sich die Welt von innen nach außen positiv verändern. Und da hat jeder von uns ausreichend zu tun.

      Wir brauchen mehr Bewusstsein – über uns selbst und über das, was um uns herum geschieht. Die Welt ist ein Spiegel des kollektiven Bewusstseins und wir erleben in dieser Zeit, wie die Wahrheit immer mehr an die Oberfläche drängt und dadurch die Welt aus den Fugen gerät. Es geschieht, was geschehen muss, weil die Entscheidungen der Vergangenheit die Gegenwart erzeugt haben. Und wir sind alle Teil des Ganzen. Entscheiden wir uns jetzt für uns, für das Leben, für die Essenz, für die Liebe, dann erlösen wir die Angst und all die Mauern, die Schrecken und das Grauen, das sie hervorgebracht hat. Wir können nicht in zwei Richtungen gleichzeitig schauen, aber wir können uns für eine Richtung entscheiden. Wir können uns für das Leben und für die Wahrheit entscheiden, uns unserer Verantwortung stellen und Teil des Wandels sein.

    • Lieber Außerkontrolle.
      ja, das ist schon mal was (Antwort auf Ihre Frage auf der anderen Seite).
      Ich glaube, wir können uns alle darüber Gedanken machen, wie eine starke, handlungsfähige Gemeinschaft entstehen kann. Wenn Sie eine gute Idee haben, melden Sie sich! Liebe Grüße

    • Derek /Marikka S.
      Noch ein mal ein kurzer Gedanke zum Thema Bewusstsein/Macht/Innerlichkeit.
      Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat es eine vergleichbare Bedrohung, nicht nur für unsere Umwelt, sondern eben auch für unsere Freiheit und das Bewusstsein über unsere eigentliche Beschaffung und Bestimmung gegeben. Das liegt vor allem daran, dass der Prozess der Globalisierung uns als Individuen, als Einzelwesen braucht. Der Einzelne ist ohne erfahrbare Gemeinschaft manipulierbar und schwach. In der immer weiter steigenden Abwesenheit unmittelbarer Anderer in Form von Gruppen/Gemeinschaften bei gleichzeitiger Entfremdung von der ursprünglichen Natur, wird es für den Einzelnen immer schwerer den Weg nach innen zu finden. Im tiefsten Inneren können wir aber erleben, dass wir alle eins sind, letztlich eines Geistes, wie auch Marikka schon mehrfach sagte.
      Wer diese Erfahrung schon einmal intensiv gemacht hat, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen, dass diese Welt uns in ihrer sozialen und materiellen Beschaffenheit diametral gegenübersteht. Er ist eher bereit zu widerstehen!

      Derek, Sie sagten: Ich glaube die größte Macht finden wir nirgendwo da draußen. Die echte Macht, die mit dem Leben verbunden ist, kommt von Innen und sie ist jedem zugänglich.“

      Absolute Zustimmung: Wir sind wahrscheinlich sogar so mächtig, wie wir es uns heute noch gar nicht vorstellen können! Vielleicht auch letztlich der Grund für unsere Gefängnis?

      Nur, das Gefängnis für unseren Verstand (mit dessen Hilfe wir uns letztlich nach innen wenden könnten) kann der Vereinzelte nicht erkennen, geschweige denn verlassen, wenn er allein und entfremdet ist. Deshalb ist es die oberste Notwendigkeit Wissen zu teilen, insbesondere über die Abhängigkeitsverhältnisse unserer Zeit und das innere, nie geahnte Potential des Menschen.
      Wie sagte Goethe:
      „Es hat etwas Vertracktes mit dem Wissen. Gibt man es wenigen, befördert man den Staat, gibt man es vielen, befördert man die Freiheit.“
      Goethe

      Was ich Euch eigentlich noch senden wollte ist meiner Meinung nach erstaunlich. Habe es gestern erst entdeckt. Ich für meinen Teil habe das wohl bekannteste Gebet der Christen für mich schon immer nach innen gebetet, weil ich glaube, dass wir ein Teil von jenem Gott sind.

      Vater Unser- das unverfälschte Original?

      O Gebärer(in)! Vater-Mutter des Kosmos,
      Bündele Dein Licht in uns – mache es nützlich:
      Erschaffe Dein Reich der Einheit jetzt.
      Dein eines Verlangen wirkt dann in unserem – wie in allem Licht, so in allen Formen.
      Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen.
      Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
      Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
      Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

      aus dem Aramäischen übersetzt von Neill Douglas Klotz

    • Lieber Außerkontrolle,

      die Übersetzung des Vater Unser von Neill Douglas Klotz ist sehr schön. Ich kannte sie noch nicht. Danke!

      „Nur, das Gefängnis für unseren Verstand (mit dessen Hilfe wir uns letztlich nach innen wenden könnten) kann der Vereinzelte nicht erkennen, geschweige denn verlassen, wenn er allein und entfremdet ist. Deshalb ist es die oberste Notwendigkeit Wissen zu teilen, insbesondere über die Abhängigkeitsverhältnisse unserer Zeit und das innere, nie geahnte Potential des Menschen.“

      Wissen zu teilen ist gut und richtig, doch es braucht auch die Verinnerlichung, genauer gesagt, die Bewusstwerdung in jedem Einzelnen. Damit, was die Welt da draußen mit uns zu tun hat. Und dafür braucht es auch die zeitweilige Abkehr von der Gemeinschaft, von der Aktivität im Außen und die Hinwendung zu uns selbst, wie wir es z.B. in der Meditation erfahren können.
      Wir haben einen noch nie dagewesenen Informationszugang, der aber mit einer zunehmenden Entfremdung der Menschen von sich selbst einhergeht. Der Mensch ist eben keine Maschine und kein Computer.
      Durch die Bewusstwerdung kann das Wissen erst zur Weisheit werden. Viel zu wissen hilft uns nicht, wenn das Wissen keine Veränderungen hervorruft. Im Gegenteil, es verwirrt uns immer mehr.
      Ich persönlich glaube, dass wir echte menschliche Gemeinschaft, die friedlich und harmonisch ein gutes Miteinander pflegt, erreichen können. Aber nur, wenn wir unsere Individualtät weder verleugnen noch sie über alles stellen, und wenn wir uns von unserer inneren Weisheit leiten lassen. Und das ist die eigentliche Herausforderung!

  13. Herles hat ausser albernen Spruechen und Beleidigungen nichts zu bieten. Zu Kritik am hiesigen Journalismus faellt ihm ein: „Moechten Sie in Russland oder China Journalist sein?“. Wie armselig. Und dann „Das ist doch dummes Zeug, was sie da reden! Totaler Schwachsinn!“ Einfach nur primitiv. Unterste Schublade. Und das ist auch genau die widerliche Arroganz und Verachtung, die system-eingebundene Journalisten ihren Lesern entgegenbringen.

    Warum mahnt Herr Jebsen diesen Rüpel Herles nicht, sich an ein Mindestmaß an Anstand und Umgangsformen zu halten? Und alle anderen sagen auch nichts. Fulvio Grimaldi spricht unangenehme Wahrheiten klar und deutlich aus, wird von Herles niedergebrüllt, und niemand hat die Cohones, sich für Niveau und gegenseitigen Respekt einzusetzen. Das hat Methode. Denn damit wird jede weitere Diskussion wirksam vergiftet.

    Ich wünsche mir mehr Solidarität für Würde und gegen derartig destruktive Angriffe.

    Dennoch, vielen Dank an KenFM für die Realisierung!

    • Das stimmt nicht.
      Sie hatten außer albernen Spruechen und Beleidigungen nichts zu bieten!

      Es ist absolut schwer und absolut mutig sich zu dieser Sendung überhaupt nur zu trauen.
      Damit zollt man dieser Sendung mehr als nur Respekt. Damit bekommt er von mir sogar höchsten Respekt. Die Welt ist eben nicht so, wie sie in Internet publiziert wird.

      Positionen, eine Sendung, die sich ihre Berechtigung noch verdienen muss.
      Mit der Einladung von Herles hat Ken, und ich danke ihn dafür, eine Person eingeladen, die nicht nur in eine Richtung argumentiert. Das ist der richtige Weg. Vielen Dank.

      Es war wichtig, dass sich Herr Herles, „Meine Hochachtung für Sie“, mit den Gedanken von Herrn Grimaldi auseinandersetzt.
      Es ist auch wichtig, dass Herr Grimali seine Position darlegt, damit sie diskutiert werden kann.
      Damit dieses Gespenst endlich mal aus dem Weg geräumt wird.

      Was mir an Herrn Herles nicht so gefallen hat war seine Art, wie er mit dem Spannungsfeld umgegangen ist. Ein Mann mit Größe hätte Herrn Grimaldi an die Hand genommen und nicht so in die Enge getrieben. Die Beleidigungen ließen dann nicht lange aus sich warten.
      Ein Moderator mit Größe (Ken das ist Kritik) hätte aber auch nicht zugelassen, dass die Außeinandersetzung zu persönlich wird. Das macht die Diskussion kaputt.

      Die Feststellung von Herrn Grimaldi, das das Militär zuerst auf die Sender drauf haut, ist nämlich eine Fundamentale, die uns noch Kopfzerbrechen bereiten wird.

      Die Annahme, dass Freimaurer oder Amerikaner unsere Geschicke beherrschen ist eventuell falsch, eventuell ist diese Behauptung auch gezielt gestreut worden, um Menschen wie Grimaldi zu diskreditieren. Wenn Herr Herles wirkliche Größe gehabt hätte, dann würde er diese Behauptung ohne größeren Konflikt bereinigen.
      Die Behauptung das Briten und Amerikaner Einfluss auf Europa haben, wäre ohne Diskussion durchgegangen. Die Behauptung, das es die vielfältigsten Einflussmöglichkeiten auf Europa gibt, ist ebenfalls haltbar.

      Die Frage, wie ein Rechtsystem generell mit Kartellen umzugehen hat, ist eine andere.
      Die Frage, wie weit man Kartelle zulassen kann ist ebenfalls wichtig.
      Die Frage ob nicht eine Partei schon ein Kartell ist, ist die nächste Frage.

      Ich bedanke mich nochmals bei Herrn Herles für sein Durchhalten. Das hat mir sehr gefallen.
      Natürlich habe ich bemerkt, wie Herr Herles die ganze Zeit sich geärgert hat und an seinem Buch gespielt hat. Er dachte die ganze Zeit ans Aufgeben. Vielen Dank nochmals.

      Herr Jebsen, bitte, Sie müssen lernen mit Kritik umzugehen.
      Ob das die Kritik von Serda Somuncu ist oder die Kritik von Herrn Herles.
      Sie müssen auch lernen, dass es nicht ohne Herrn Herles geht. Er ist Teil von uns.
      Sie müssen auch lernen, dass erst nach einer Volksbefragung geklärt ist, ob die Bevölkerung für oder gegen TTIP ist. Die Frage, ob diese Meinung durch die Presse im Interesse aller gebildet wurde, ist eine andere.

    • Hallo System

      Es stimmt*

      Ich mache es ganz einfach für gewisse Kritiker.

      Herr Nick Sommer hat meiner Meinung nach zu 100% recht.

      Herr Kritiker ist entweder Herr Herles persönlich, oder ein naja sagen wir mal spezieller Mensch. Mit einer speziellen Wahrnehmung der Geschehnisse. Ich liebe diese art von Menschen…(Sarkasmus)…denn, sie verlieren sehr schnell den Boden unter den Füßen. Glaubten sie bis jetzt das beispielsweise die Erde exakt 24 stunden für eine volle Umdrehung um ihre eigene Achse braucht. (Rotationsperiode) Erschrecken sie wenn man ihnen sagt das es nur 23 h 56 min 4,1 s sind. 😉
      Ja, es macht einen Unterschied. Auf lange Zeit gesehen. Und genau so machen viele Dinge einen Unterschied, auf lange Zeit gesehen. Oder was erzählt ihnen ihre Uhr jeden Tag… Tag für Tag….

      Na? macht es jetzt Klick im Kopf und wird in Wikipedia recherchiert…..Gut dann haben sie den ersten Schritt gemeistert.
      Vergessen Sie nicht sich einen Beitrag von Herrn Daniele Ganser anzusehen oder seine Bücher zu Lesen.
      Wenn sie wüssten, was einige Menschen ihnen vorenthalten.

      Und sie bewegt sich doch! (Eppur si muove!)

      Ich weiß ja das sie auch nur einer von vielen Menschen sind, die nach Antworten suchen (ich zähle mich auch dazu) und deshalb respektiere ich ihre Meinung und sehe diese schriftliche Konversation eher sportlich. Spielen Sie mir gerne einen Ball zurück. Ich freue mich auf ihre Antwort.

      Mit freundlichen Grüßen
      Logik

  14. Lieber Herr KENFM

    Tolle Sendung – meine absolute Hochachtung!

    Die Demokratie ist (sollte sein) „die Identität zwischen Herrschenden und Beherrschten“, funktioniert gut nur im Zustand der Gleichheit (Homogenität). Da diese notwendige Gleichheit im heutigen Wirschaftssystem nicht ansatzweise gegeben ist (wie sie richtig bemerkt haben), hat sich auch die Demokratie verabschidet. Scheinbar ist die Evolution jeder Demokratie, der Faschismus (leider).

    Ihr Engangement für Friedensforschung/Forderung schätze ich sehr und über NATO und NATO- Kriege habe ich auch die gleiche Meinung wie Sie.

    Was mich aber stört ist ihre „Bewunderung“ für Milosevic und NATO -Bombermant gegen Serbien. Ich stimme zwar Ihnen zu, dass NATO-Krieg gegen Serbien Völkerrechtwidrig war, aber……

    Es gibt kein Grund weder dem Milosevic noch der jugoslavischen Armee Martier-Status auszuräumen. Sie waren NICHT wie meine Tante 4 Jahre in Sarajevo, sie waren NICHT wie ich, als Soldat, 1989 im Kosovo, wo die Albaner unter fremden Militärmacht gastanden haben und sie waren NICHT im Kosovo in 60, 70 und 80 Jahren wo die Albaner im einen Aparhaidstaat gelebt haben .

    Sie haben daher NICHT das Recht den Milosevic freizusprechen.

    Es ist klar, dass die NATO Kriege NICHT geführt wurden, um diese Ungerechtikeit zu beseitigen, die wurden aus makiavelistischen, grosspolitischen Gründen geführt, aber aus Respekt von Milosevic’s Opfer, lassen sie es, bitte. ihn als Martier darzustellen. Dass nervt furchtbar

    Hochachtungsvoll

    Dr. F. Kalabic

    • Ich finde aber auch, dass es manchmal so rüberkommt, als würde er Leute wie Milosevic oder auch Assad freisprechen wollen. Nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das fand ich im Interview mit Kaveh Ahangar gut, wo z.B. auch mal über Russlands Imperialismus gesprochen wurde.

  15. Zum Thema der Kaiser hat keine Kleider mehr oder der Mundtotmachung alternativer Sichtweisen, aktuell aus dem „Werte-behafteten“ EU Parlament:

    EU-Parlament verabschiedet „Propaganda-Entschließung“ gegen Sputnik und RT

    Das Europaparlament hat am Mittwoch sein umstrittenes EU-Strategiepapier „Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken“ verabschiedet, welches sich explizit auch gegen russische Medien richtet.
    (…)
    Die Berichterstattung russischer Medien wie Sputnik oder RT wird in dem Entwurf mit Propaganda der islamistischen Terrororganisationen IS/Daesh und Al-Qaida gleichgesetzt.

    https://de.sputniknews.com/politik/20161123313474865-EU-parlament-resolution-russland-propaganda-sputnik-rt/

    Da kann man doch gleich die Anti-Terror Gesetze auf die genannten Medien anwenden. Und anschließend die Liste der Medien noch nach Belieben erweitern.
    Die Medizin wirkt nicht mehr also wird die Dosis erhöht.

    • Ich musste mir dreimal die Augen reiben als ich das las -und konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Dieser bekloppte EU-Club zerlegt sich damit GottSeiDank zunehmend selbst. Das passt!

    • …so wann wird man ernsthaft gegen KenFM und andere vorgehen? Wie lange haben wir noch die chance sowas zu sehen? Die EU verteufelt oeffentlich RT auf einer linie mit ISIS,..was haben die den getrunken?! Wenn man sich allerdings das stimmverhalten ansieht, 304 Abgeordnete stimmten für die Resolution, 179 dagegen und 209 enthielten sich,…dann muss man sich wundern warum die minderheit damit durchkam,…wieviele von den 209 die sich enthielten wollten einen Kariereknick vermeiden?!
      Obendrauf debatiert der Bundestag gegen Populismus vorzugehen,…wenn man Populismus in seiner devinition woertlich nimmt als das Volk mundtot zu machen.
      Beides ziehlt leztlich daraufhin den schoenen Schein zu bewahren und sich nicht um die Ursachen zu kuemmern.

    • Anbei noch eine wesentliche Anmerkung zur Propaganda-Resolution des EU Parlaments:

      „Pinocchio“ wirft Schöpfer Lügen vor: Kusturica zu „Propaganda“-Resolution der EU

      Laut Kusturica ist die Idee an sich, Sputnik und RT Propaganda vorzuwerfen, unfassbar: Das „klingt, als würde Pinnochio seinem Schöpfer Lügen vorwerfen. Der Idee, zwei junge und hochwertige Medien mit dem Daesh (auch IS, Islamischer Staat) zu vergleichen, fehlt jede Erklärung, wer denn den Daesh wirklich erschaffen hat – der Westen, der Osten oder ist das eine selbstständige Organisation?“

      https://de.sputniknews.com/panorama/20161125313508313-kusturica-propaganda-resolution/

  16. Die wichtigste Erkenntnis dieser KenFM-Positionen für mich, vorgebracht von Fulvio Grimaldi (1:25:20 – 1:28:55): Der Angriff auf die Infrastruktur von Radio und Fernsehen im Jugoslawien-Krieg war kein Versehen, sondern es geht darum geht, „die Stimme des Anderen“ zum Verstummen zu bringen.

    Interessant war das Auftreten von Wolfgang Herles, der sich als ziemlich freier und ehrlicher Journalist in einer freien Presse fühlen dürfte, und deshalb die vom jung wirkenden Grimaldi vorgebrachte Kritik überhaupt nicht nachvollziehen kann. Meines Erachtens dürfte Herles jedoch übersehen, dass er seine Karriere im System dem zu verdanken hat dass er im Wesentlichen „systemkonform tickt“. Das heisst, nur weil er freiwillig „das Richtige“ denkt und tut, wurde er selektiert.

    Bei Herles entfalten sich auch die über die Massenmedien verbreiteten psychologisierenden Erklärungen zu Verschwörungstheoretikern als Quasi-Geisteskranke. Da er sich rational nicht gegen Grimaldis Angriffe auf sein Weltbild wehren kann, entzieht er sich der Auseinandersetzung durch Auspacken der Verschwörungstheorie-Keule.

    Aber dafür, dass er die Diskussion auch bereichert hat, sollte man Herrn Herles auch danken. Empfehlen würde ich die Kommentare „Teil 2“ und „Teil 3“ von Agape.

    Gruss, Wolfgang

    • Ich denke weitere Teile dieser Art von Talkshow „Unterhaltung“ können wir uns sparen.
      Diejenigen von uns die im Thema sind, werden zu großen Teilen Herrn Grimaldi
      zustimmen. Eine Vortsetzung von „ken fm im Gespräch mit Herrn Grimaldi“ wäre sinnvoller und sicherlich interessanter.

      Auf Herrn Koch kann verzichtet werden.
      Herr Koch hat nichts zusagen. Ein alter Mann der hier immer wieder gebetsmühlenartig von seinen alten „Heldentaten“ berichtet , so daß einem fast schlecht davon wird. So sehr lechzt dieser Mann nach Anerkennung und Beweihräucherung, dass man sich beim zusehen fremdschämen muss. Herr Koch hätte zu seiner Zeit vermutlich nicht mal ein Wort mit einem K.J. gewechselt. Jetzt das sich niemand mehr für einen Herr Koch interessiert sucht er sich bei Ken Fm ne neue und letzte Bühne.
      Uninteressant, unwichtig langweilig…

      Herr Herles……..hat hier nichts verloren und ich denke das weiß er selbst am besten. Herr Herles möchte Menschen die seinem Weltbild widersprechen nicht zuhören und das muss er auch nicht. Ich selbst möchte auch einem Herrn Herles nicht zu hören solange er daß Imperium nicht als das erkennt waß es ist. Dafür habe ich doch das Fernsehen, da kann ich den ganzenTag die Herrn Herles‘ der Medienwelt anschauen.

      Diese Position Sendung ein Erfolg für Ken Fm- da „unterhaltsam“.
      „Unterhaltung“ suche ich persönlich aber nicht bei Ken Fm.
      Eine Fortsetzung- unnötig….

    • Wolfgang du sprichst mir aus der Seele.

      Ich erkenne immer wieder Strukturen wie in der Schule.
      Die Gruppe sucht sich einen Dummen/Schwachen und einen Starken schlauen und alle scharren sich dahinter. Herr Herles machte mir den Eindruck, als hätte er sich von dieser Gruppendynamik noch nicht gelöst.
      Anders ist es nicht zu erklären, dass er nicht ohne sich schlecht zu fühlen das geächtete Thema Freimaurer angegriffen hat.
      Wenn er wirklich Argumente gehabt hätte, hätte er sie gebracht. Und das in einem freundschaftlichen Ton. Ich denke, wir hatten es hier doch schon mit gebildeten Menschen zu tun. Herr Grimaldi hätte vielleicht sogar zurück gerudert.
      Das wäre genau die Wirkung, welche ich gerne gesehen hätte.

      Weg von persönlichen Anfeindungen. Hin zu grundlegenden Diskussionen.
      Ken Jebsen? Das ist Kritik auch für dich.

      Es ist völlig egal ob die Leute Morgan oder Rotschild heißen.

      Wichtiger ist doch die Frage, gibt es eine Alternative.
      Und dazu könnte man sich mal ein paar Experten einladen.

  17. Teil 5: DAS FINALE (endlich… sorry für die epische Länge meines Kommentars … möchte gründlich sein)

    Gegen Ende der Sendung zeigt sich noch einmal die große, intellektuelle Kluft zwischen Leuten wie Herles und Grimaldi:

    Während Herles die „hysterischen Ausmaße“ der Terror-Angst lamentiert und sich darüber beschwert, dass (am Flughafen) die Leute „gleich intensiv angeguckt“ werden (er bevorzugt wohl „racial profiling“), sagt Grimaldi:

    „Der Terror ist doch nur ERFUNDEN worden …“ (als politische Waffe) und es sei „ein Angriff auf die Machtstrukturen notwendig“.

    Der Frust und die Wut über die Ungerechtigkeit des Systems wird gezielt auf Sündenböcke gelenkt (Flüchtlinge, Immigranten, etc.),dafür wurden synthetische Protest-Parteien geschaffen (AfD) (die Wut der „Verlierer“ muss nach „rechts“ umgeleitet werden … wie in den 1930er Jahren!)

    Dass Herr Koch die EU als „Wunder der Menschheitsgeschichte“ bezeichnet, während Herr Grimaldi sich keinen Illusionen hingibt (Europa der Eliten, „vereinigt“ durch massiven Einfluss aus Washington), ist für den „Amerikanisten“ Herles ein Affront:

    „ Blühender Blödsinn! Ich verlasse jetzt diese Runde!“ (2:33)

    Die immer stärker fühlbare „Diktatur“ (der Finanz-Eliten) aus Brüssel nur als „ Fehler in der Demokratie“ zu bezeichnen, findet Herles aber nicht provokant (geschweige denn naiv …).

    Auch sein Statement zur Zukunft der NATO zeigt, wie indoktriniert der Mann ist:
    „Europäer müssen für ihre Sicherheit selber sorgen“

    und wie kritiklos er politische Slogans übernimmt. („Verantwortung für Sicherheit übernehmen“ = Aufrüsten, mehr Geld für Waffensysteme, mehr „out of area -Interventionen“, etc.)

    Natürlich hat auch hier Herr Grimaldi sofort richtig reagiert: Wer bedroht denn Europa???

    Nach dem Zusammenbruch des „evil empire“ 1989 war ja der Feind abhanden gekommen, deshalb musste ein neuer „threat“ fabriziert werden: der „radikale Islam“ („Terror“ brought to you by the US, Saudi Arabia, Katar, Israel, Turkey, France, Britain … with Germany in a misguided supporting role…)

    Seit dem kriminellen Putsch in Kiew und der Sezession der Krim wurde ein neuer „Feind“ konstruiert: Putin, der „Schreckliche“ … auf ihn werden alle Verbrechen projiziert, die der US-Hegemon selber begeht …. (das hat in Washington Tradition…)

    Gibt es was Positives?

    Unter Trump haben wir vielleicht die Chance, eine massive Protestwelle gegen die NATO bzw. die US-Militärbasen in Europa ins Rollen zu bringen. Wenn er diese Kosten wirklich verringern will, soll es uns nur Recht sein: aber nicht dadurch, dass „wir“ mehr dafür zahlen (2% des BIP sind in der NATO vorgeschrieben), sondern dadurch, dass sie aufgelöst werden …

    Wie sagte der mutige US-Regisseur Oliver Stone (letzter Film: Snowdon – sehr zu empfehlen) erst kürzlich zur angeblichen „Sicherheit“ durch stärkere Militarisierung und Überwachung:

    „There is no threat, WE are the threat“. (So ist es. „Wir“ meint natürlich die Supermacht USA)

    (Ich finde es super, dass Herr Jebsen zu Demos gegen Ramstein aufruft, aber ALLE US-Militärbasen in Deutschland müssen weg und das verlogene Gerede von „security“ muss entlarvt werden …)

    • Sie verwenden die ausgezechneten Beiträge des Hr. Grimaldi,
      um ein billiges Süppchen zu kochen – gegen die AfD.

      Der Terror wurde, wie richtig gesagt, gemacht, um den „Kampf gegen den Terror“ führen zu können.
      Also von den Machthabern initiiert, um z.B. Überwachung und Krieg und folglich Massernmigration durchzusetzen. Mit der AfD hat das nichts zu tun . Dringend notwendig sind Alternativen zur Politik der „Blockparteien“ . Da bietet sich die AfD an . Ob sie besser ist, wird die Zukunft zeigen. Die Hetze gegen die AfD ist die Angst der Blockparteien um ihre Pfründe.

  18. Teil 4

    ALLTAGS-JOURNALISMUS (?)

    Herr TEUSCH hat einige sehr wichtige Aussagen gemacht, z.B. die Erwähnung von Gary Webb und wie er von seinen renommiertesten Kollegen attackiert wurde, weil er „das erste Mal echten Journalismus geliefert hatte“ (aufdeckte,dass die CIA den Drogenhandel aus Nicaragua unterstützte und mit dem Geld daraus Terror-Banden in Lateinamerika finanziert wurden):

    http://www.telegraph.co.uk/culture/film/11485819/kill-messenger-gary-webb-true-story.html

    Er beklagt zurecht die „Homogenisierung der Mainstream-Medien“, den schäbigen Lobgesang der Presse für den jeweils aktuellen „regime change“, erwähnt den Untersuchungsbericht des House of Commons zu Libyen – (hier der Link zum Selber-Nachlesen)

    http://www.publications.parliament.uk/pa/cm201617/cmselect/cmfaff/119/119.pdf (siehe Pkt. 32-38)

    – der zwar nicht unterschlagen, aber die Rolle der Journaille zur Rechtfertigung eines „Nürnberg“-Verbrechens nicht hinterfragt wurde. (Beihilfe zu Massenmord und Terror in Libyen)

    Doch Teusch machte auch eine (für mich) schockierende Aussage:

    „Wir reden zu sehr über investigativen Journalismus, der Alltags-Journalismus besteht aus Nachrichten und Kommentierung (!) .. [… Journalismus soll „aus solider Information bestehen“

    Auch Herles vertritt diesen Standpunkt: „der Alltag ist entscheidend“… und kritisiert: „Nachrichten müssen (beim ZDF) unterhalten“ (Themen-Auswahl nach Quote, nicht Relevanz“, „Wir berichten das, was die Leute sehen wollen“, etc.

    Doch Herles führt uns hier in die Irre: die „Quote“ mag ja für Unterhaltssendungen das Maß aller Dinge sein, doch bei Informationssendungen spielen doch ganz andere Faktoren eine zentrale Rolle: die politische und ideologische Beeinflussung durch „Machtstrukturen“, die nicht erwähnt werden.
    Das hat zumindest Herr Teusch auch ausgesprochen („mit Informations-Sendungen wird Politik gemacht“ und „Glauben Sie wirklich, dass die Leute ständig Putin-Bashing sehen wollen?)

    Und wieder hat Herr GRIMALDI als einziger den „Durchblick“:

    Er versteht, dass jeder Artikel, jede „Meldung“, jedes Video immer auch „eingebaute Meinungen“ und latente Bewertungen enthält: die Perspektive, die Wahl der Worte, der Kontext (der auch oft unterschlagen oder manipuliert wird – s. Mausfeld), das „Framing“ usw.

    (Mehr dazu hier:)
    https://medienschafe.wordpress.com/2012/10/15/es-ist-angerichtet-churnalism-2012/

    Die Unterscheidung zwischen „Alltagsjournalismus“ und „investigativem Journalismus“ ist bei näherer Betrachtung völlig unzulässig. Denn gerade die Nachrichten-Sendungen werden von sehr vielen Menschen gesehen/gehört und wegen der ständigen Wiederholung bestimmter Schlagwörter (auch im Print) und Themen haben sie einen gewollten „brainwashing“-Effekt , (Festsetzen von „Frames“, also vorgegebenen Deutungsrahmen)

    Jeder echte Journalismus ist investigativ, muss hinterfragen, muss Quellen überprüfen (auch Presse-Agenturen!) und ständig auf der Hut sein, da er einer Armada von PR-Firmen, Think-Tanks, Geheimdiensten, etc. gegenüber steht, die mit allen Wassern gewaschen ist. Grimaldi weiß das, die anderen …?

    Er hat noch einen enorm wichtigen Satz gesagt: „Aufrichtigkeit ist nicht Objektivität“ (das begreifen die meisten Journalisten nicht )

    Herr Teusch sollte mal bei Prof. Mausfeld einen Kurs belegen (Was ist Kognition, Framing, etc.), dann würde er nicht mehr (im Kontext von vertuschten Kriegsverbrechen der NATO) über „objektiv feststellbare Tatsachen“ reden.

    Herles hat sich dann noch einmal als (geopolitisch) unglaublich naiv „geoutet“, als er auf die Frage von Herrn Grimaldi „Wer hat ein Interesse daran, die sozialen Strukturen Europas zu schwächen? (durch programmierte Flüchtlingsströme – natürlich die USA, weil Europa als wirtschaftlicher Rivale gesehen wird) so reagierte:

    „Das ist zusammen-phantasiertes Zeug …“ (1:57)

    Welche beruflichen Scheuklappen dieser Mann mit sich herumträgt, wird auch deutlich, als Herr Jebsen sagt „ich sprech jetzt mal als Vater“ und dafür von Herles getadelt wird („Sie sind doch Moderator“!). Er bestätigt damit genau das, was Grimaldi gesagt hat: die Journalisten verwechseln „Objektivität“ mit Aufrichtigkeit.

    Die Weigerung, ein Urteil zu fällen (Aussagen und deren Motive untersuchen und bewerten) bedeutet NICHT, dass man objektiv ist (nur feige…).

    Herr Jebsen wird ja deshalb geschätzt, weil er eine MORALISCHE Position vertritt (z. Macht und Krieg) und deshalb authentisch „rüberkommt“. Er tut eben nicht so (wie die anderen Journos), als ob roboterhaftes Vortragen eines Themas der Beweis für „Objektivität“ sei …(ohnehin eine Illusion).

    „A journalist’s job is to report the truth, not to neutrally report what both sides say and stake out a safe position in the middle.“

    Herr Teusch spricht dann noch aus, was keiner hören will:

    Kann ich in diesem System noch seriösen Journalismus betreiben? Die negative Antwort darauf ist klar und erklärt auch, warum die Medien vom „watch-dog“ zum „attack-dog“ mutiert sind, wenn einer gegen den Strom schwimmt und das System an sich kritisiert (wie Corbyn in England, den Teusch erwähnt) und Herr Jebsen erfährt ja auch „am eigenen Leib“ wie diese medialen Kampfhunde ihn attackieren und als „rechts“ diffamieren (siehe NachdenKEN v. 21.11.)

    Das kann man auch als Auszeichnung sehen … wie sagte Gandhi: first they laugh at you, then they attack you .. then you win.“

  19. Ich fand die Sendung insgesamt unvergleichbar gut, alle Beiträge aller Teilnehmer waren bedenkenswert und zeugten von Einsicht, Erfahrung und Reflexion. Die Dauer der Sendung machte es möglich, die Thematik an einigen Stellen tiefer auszuloten als normalerweise in Talkshows üblich, in der jedem das Wort abgeschnitten wird, wenn er etwas weiter ausholt. Erstaunlich finde ich im Gegensatz zu vielen Kommentaren hier, dass sich Herle und Grimaldi eigentlich in der Sache journalistische Freiheit und Macht gar nicht widersprechen. Es scheint, als ob Herle meinte, sich aus anderen Gründen von Grimaldi abgrenzen zu müssen. Als Teusch inhaltlich eigentlich über das Tagesgeschöft der Presse dasselbe sagte wie Grimaldi über die SZ, widersprach Herle nicht. Herles Reaktion erschien mir künstlich. Er schaute Grimaldi auch schon bei dessen ersten Worten skeptisch an und wartete anscheinend nur auf eine Gelegenheit, seinen Dissens zum Ausdruck bringen zu können. Ich vermute, dass Herle sich verschiedene Optionen offenhalten will und deshalb Angst hat, in die linke Ecke gestellt zu werden. Sein Loblied auf amerikanische Werte glaubt er selbst wohl nicht, das war viel zu plakativ und die Relativierung des Völkermords an der Urbevölkerung wie die Aussage, es seien Flüchtlinge aus Europa gewesen, die die Freiheit in den USA begründet hätten, kann er nicht wirklich ernst gemeint haben. Die Gründerväter der USA haben sehr deutlich gemacht, dass das System das Eigentum der Reichen schützen sollte und dass mit der Freiheit nur die Freiheit weißer begüterter Männer gemeint war. Diese Freiheit schien den meisten von ihnen sogar mit der Sklaverei vereinbar.

  20. TEIL 3

    Was hat „Gladio“ (als verdeckte Machtstruktur) aber nun mit den „Freimaurern“ zu tun?

    In Italien gibt es schon lange Freimaurer-Logen (die auch häufig in politische Intrigen und Kriege verwickelt waren). Eine dieser einflussreichen Logen (nach 1945) war die „P2“, die eine zentrale Rolle im „Gladio“-Netzwerk spielte (Geldwäsche> Drogenhandel>Mafia-Kontakte, wichtige Schnittstelle zur CIA und zum Vatikan! (seiner unantastbaren Bank).
    Dazu lesen wir bei Wikipedia (Propaganda Due) u.a.:

    UNTERSUCHUNG Das Schwurgericht von Bologna stellte in einem Strafverfahren fest, dass die Loge P2 Kriminelle angestiftet, bewaffnet und finanziert habe, um mit Mitteln der Subversion und des Terrorismus im Rahmen einer „Strategie der Spannung“ die Vorbedingungen für einen Staatsstreich zu schaffen. Einige der .. P2-Mitglieder sollen direkt oder indirekt an den zahlreichen Attentaten, Putschversuchen oder terroristischen Aktionen der 1960er und 1970er Jahre beteiligt gewesen sein.

    „…Bei der Untersuchung der Aktivitäten der P2 wurde 1981 bekannt, dass unter maßgeblicher Beteiligung von Licio Gelli ein konspiratives Netzwerk aus Führungspersonen der Polizei, des Militärs, der Wirtschaft, der Politik, der Mafia und von Geheimdiensten geschaffen worden war. Es bestand ein ernster Verdacht, dass der Geheimbund Pläne für einen Staatsstreich entwickelt hatte und mit unter „falscher Flagge“ inszenierten Terroranschlägen der 1970er Jahre in Zusammenhang stand, was später in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Die P2 wurde 1982 aufgelöst und verboten.
    … Zudem ist erwiesen, wie Gelli und mehrere Geheimdienstler, darunter auch der Geheimdienstchef Pietro Musumeci (auch er ein Mitglied der P2) die anschließenden polizeilichen Ermittlungen behinderten und versuchten, die Polizei auf falsche Spuren zu bringen.

    Das „Verbot“ von P2 endete natürlich damit, dass man eben eine neue Loge gründete, die „P3“ genannt wurde. Als deren Existenz ins Rampenlicht kam, berichteten auch deutsche Medien darüber:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/italien-wie-eine-geheimloge-nach-der-macht-griff-1.976619

    „Abhörprotokolle bringen Unglaubliches ans Licht: Ein Geheimbund korrupter Politiker, Richter und Unternehmer wollte Italien bis in die höchsten Ebenen unterwandern.“ (wieso „wollte“??)
    […] Geheimlogen haben Tradition

    Die Staatsanwaltschaft in Rom ermittelt wegen „BILDUNG EINER GEHEIMEN VEREINIGUNG mit dem Ziel, Verfassungsorgane zu beeinflussen“. Dieses Delikt war formuliert worden zum Verbot der berüchtigten Geheimloge Propaganda Due (P2) – daher der Begriff P3 für die neue Affäre. P2 hatte vor allem in den siebziger Jahren in Italien Politik, Militär, Geheimdienste und Banken unterwandert und mit der Mafia kooperiert …

    Die faschistischen Freimaurer (die Herles so lächerlich [„harmlos“] findet) sind also als SUBVERSIVE MACHT im Untergrund NICHT AUSZUROTTEN.

    Auch die TAGESSCHAU hat darüber berichtet (29. Juni 2011): Affäre um neue Geheimloge P4, ARD-Hörfunkstudio Rom)

    „Propaganda Due, oder kurz P2, das war der Name einer berühmt-berüchtigten Geheimorganisation, die im Italien der 70er-Jahre Politik und Wirtschaft unterwandert hatte und auch mit der Mafia zusammenarbeitete. Hochrangige Politiker, Geheimdienstleute, Industrielle, JOURNALISTEN – die P2 hatte sehr einflussreiche Mitglieder. Eines dieser Mitglieder war Silvio Berlusconi…

    Was in diesen deutschen „Medienberichten“ allerdings FEHLT, ist die enge Verbindung dieser „berühmt-berüchtigten Geheimorganisation“ zur CIA bzw. zum amerikanischen Militär (NATO/SHAPE) und damit zur US-Regierung…
    Die „Schnittstellen“ der CIA zum organisierten Verbrechen und faschistischen „Geheimbünden“ sind nahtlos und haben lange Tradition.

    „SIE ERZÄHLEN DUMMES ZEUG!“

    Genau das will Herr Herles nicht wahrhaben …. Weil es sein etabliertesWeltbild (Amerika hat uns vom Faschismus befreit, kämpft für demokratische Ideale, etc.) völlig erschüttert … das ist verständlich, jedoch keine Rechtfertigung dafür, wie er Herrn Grimaldi behandelt (respektlos und arrogant)

    Journalisten wie ihm (als ob es nur um „Gefallsucht“ ginge!) muss man besonders diese Aussage „ans Herz legen“:

    „… Der so genannten „Strategie der Spannung“ folgte schließlich die Strategie der Machtübernahme mithilfe der Massenmedien. Das erfinde ich nicht, denn das steht so im Erneuerungsprogramm von Licio Gelli …

    Libero Mancuso, italienischer Staatsanwalt (Interview: 2005)

    • Die drei Teile dieses Kommentars wären wunderbar geeignet einen eigenständigen Artikel an populärer Stelle zu formulieren.
      Als Beginn einer Serie die „Strukturen der Macht“ heisst.

    • Hätte Herr Herles dieses Fachwissen, dann wäre die Diskussion viel hochwertiger gewesen. Es zeigt tatsächlich einmal mehr, das dieser Schlag Journalisten sich auf altes „scheinbares“ Wissen schlafen gelegt hat und neue Fakten ignoriert, ja sogar jeden beleidigt, der dieses Schlafkissen aufschütteln will. Respekt an Herrn Grimaldi, der seine Fassung nicht verloren hat und nicht auf das Niveau Herles runter ging.

  21. Teil 2

    MORALAPOSTEL UND UNTERTANEN
    HERLES glaubt aber allen Ernstes, er sei „gescheiter“ als Grimaldi und merkt nicht, wie indoktriniert er (im Hinblick auf die Rolle der USA in der Welt) ist. Seine Reaktion auf das Wort „Scheindemokratie“ bzw. auf die Wichtigkeit des investigativen Journalismus, die Herr KOCH ja betont und auch selbst umgesetzt hat:

    „Man kann von allem eine Skandalgeschichte schreiben, Demokratie ist nicht eine Staatsform mit MORALAPOSTELN an der Spitze“. (Wer Macht hat, missbraucht sie auch, deshalb sei Kontrolle durch freie Presse notwendig, etc.)

    Die bittere Ironie – was die „Moralapostel“ betrifft, hat HERLES völlig ignoriert:

    Alle ungeheuerlichen Verbrechen der US-Regierung (seit 1945) wurden und werden damit „legitimiert“, dass Amerika (von Gott „auserwählt“) IMMER ALS MORALISCHE INSTANZ handelt, die deshalb gar nicht anders kann, als gegen „Bösewichte“ zu kämpfen, damit „American values“ sich durchsetzen können.

    Dafür wurden ja auch eigene Tarn-Begriffe erschaffen: man (auch NATO) führt keine Kriege sondern „humanitäre Interventionen“ aus, man wirft keine Bomben, sondern macht „Luftschläge“ auf „Ziele“; die gigantischen, kriminellen Waffenlieferungen an brutale (selbst erschaffene) Verbrecher-Banden u.a. in Syrien werden als „support for moderate rebels“ verkauft, usw.

    Diese Perfidie, MORALISCHE GRUNDWERTE der Menschen (Freiheit, Selbstbestimmung) als POLITISCHE WAFFE einzusetzen, während man sie selbst systematisch mit Füßen tritt, ist die Crux der amerikanischen Außenpolitik seit Ronald Reagan (nachzulesen in dem hervorragenden Buch: Ideal Illusions von JAMES PECK – ich wünschte, Herr Pohlmann könnte den Autor dazu interviewen!! Das wäre ein echter „Hammer“…zum Verständnis der US-Außenpolitik).

    Doch davon wollen Leute wie HERLES nichts wissen …. Das würde sein naives Amerika-Bild völlig erschüttern, also werden solche Informationen verdrängt (confirmation bias – haben wir alle) und die Leute, die sie verbreiten, angegriffen. Das konnte man ja daran erkennen, wie er Herrn GRIMALDI verbal attackierte …(weil er die militärische und politische Aggression, die Heuchelei der US-Regierung an den Pranger stellte) und als Replik zu Herrn KOCH („es gibt noch gute Leitmedien“) völlig richtig feststellte:

    „Wir haben den Untertan-Journalismus …“ (Papageien-Journaille wiederholt folgsam die permanenten Lügen über Irak, Libyen, Syrien, Russland, etc.) 998 (328)

    DIE „LÄCHERLICHEN“ FREIMAURER

    Als Herr Jebsen fragt
    Welche anderen MACHTSTRUKTUREN gibt es noch im Hintergrund? (Geheimdienste, etc.) und Herr GRIMALDI auch die „Freimaurer“ erwähnt, ist das „zu viel“ für den naiven HERLES, der ausruft:

    „Jetzt wird’s absurd! Als nächstes werden wir noch Stühle rücken … (54:55) und dann kommt natürlich das Wort „Verschwörungstheorien“, wieder ein Stigma-Wort, dessen perfiden Zweck Herr Herles offenbar nicht durchschaut, weil er selbst auch darauf hereinfällt …

    Da Herr Jebsen zum Thema Freimaurer (als verborgene, kriminelle, weit-verzweigte Macht-Struktur) leider nichts zu sagen hatte, muss man – um GRIMALDI zu verstehen – hier einige FAKTEN erwähnen:

    Wie wir aus der Forschung von Daniele Ganser wissen, wurden in Europa nach 1945 von unseren „Befreiern“ kriminelle, paramilitärische Strukturen aufgebaut (Klartext: alte Nazis zogen neue Nazis heran, die zu subversiven Kräften bzw. „Terroristen auf Abruf“ ausgebildet wurden), die später unter dem Begriff „GLADIO“ Furore machten.
    Das kann nicht mehr als „Verschwörungstheorie“ abgetan werden, weil diese dunklen Machenschaften in Italien durch Gerichtsverfahren bzw. -urteile bestätigt wurden, auf die ja auch Dr. Ganser zurückgegriffen hat. (Siehe dazu auch die hervorragende BBC-Doku, in der wichtige Akteure selbst zu Wort kommen:

    https://www.youtube.com/watch?v=yXavNe81XdQ

    Dass diese demokratie-feindlichen Aktivitäten von der „Lichtgestalt“ der Demokratie organisiert wurden, passt nicht in das offizielle Bild, das unsere Journaille von den USA seit Jahren präsentiert und deshalb werden solche historischen Fakten gerne „begraben“. (Man sieht ja auch wie Herr Ganser behandelt wurde…)

    • „Diese Perfidie, MORALISCHE GRUNDWERTE der Menschen (Freiheit, Selbstbestimmung) als POLITISCHE WAFFE einzusetzen, während man sie selbst systematisch mit Füßen tritt, ist die Crux der amerikanischen Außenpolitik seit Ronald Reagan“
      Nein ist schon älter – siehe z.B. auch spanischer-amerikanischer Krieg!

    • Wenn ich auch deine ausschweifenden Worte nicht von der Hand weisen möchte, Auch du

      Genosse hältst die Küche Sauber!.

      Ich verbitte mir in beleidigender Form über die Teilnehmer von Positionen zu sprechen.
      Wähle deine Worte besser aus, dann kommst du auch der Wahrheit am nächsten.

      Herr Herles ist gekommen um sich der Diskussion zu stellen.
      Warum sollte er das bereuen? Absolut nicht. Im Gegenteil.
      Dafür gebietet ihm Dank und Hochachtung.
      Das verstehst du auch noch, wenn du groß bist. (:

      Herr Herles hat ganz sicher noch viel zu lernen, aber wir, ich und du auch.

  22. TEIL 1

    Das war eine ziemlich peinliche Veranstaltung: vor allem wegen des Auftretens von Herrn Herles, aber auch deshalb, weil man das angekündigte Thema insofern„verfehlt“ hat, als mehr als die Hälfte der Sendezeit NUR über den JOURNALISMUS gesprochen wurde (also eine Fortführung der letzten „Positionen“ No. 7, kein Wort über die Macht von Think-Tanks, Stiftungen, etc.)

    Dazu kam noch, dass Herr Koch (bei allem Respekt) die gleichen Anekdoten aus seinem Buch erzählte, wie „Im Gespräch“ bei KenFM) und auch einige Statements von Herles nur Wiederholungen aus dem Einzelinterview waren (z.B. Beschwerde über PC in den Medien: „Islam darf mit Islamismus nicht in Verbindung gebracht werden“, sonst gilt man als „islamophob“, die verschleierte Frau bei Anne Will, deren Ansichten „skandalöserweise“ als gleichberechtigt behandelt wurden, etc.).

    Diese Herren hörten sich teilweise wie ein Player an, der auf ständige Wiederholung weniger Nummern eingestellt ist.

    Die Debatte zeigte uns sehr deutlich, dass es zwei Arten von Journalisten gibt: die „Fossilien“ (des kalten Krieges) auf der einen Seite des Tisches (der aufrechte Koch und vor allem Herles, ex-ZDF) und die unabhängigen Analysten auf der anderen Seite: Herr Grimaldi und Herr Teusch (sapere aude in der Praxis).

    HERLES ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr unsere Journaille (durch cognitive „frames“) politisch INDOKTRINIERT ist, aber selbst nichts davon mitkriegt.

    US-WAHLEN & DEMOKRATIE
    Seine Aussagen über die Präsidentenwahl in den USA zeigten das sehr deutlich: er benutzte abgedroschene, heuchlerische Slogans (z.B. „gemeinsame Werte der transatlantischen Gemeinschaft“) und behauptete allen Ernstes, dass die USA mehr demokratisch als Deutschland sei, weil es bei uns „keinen echten Politikwechsel gäbe“ (Beispiel 16 Jahre Kohl), während die Wahl von Trump ein Zeichen dafür sei, dass man in Amerika „ein Experiment“ wagt und damit die Demokratie belebt würde. (Ein Blick auf Trumps „Horror-Kabinett“ zeigt ja, wohin die Reise geht…)

    Die Replik von Herrn TEUSCH dazu war völlig richtig: der bloße AUSTAUSCH der Figur an der Spitze bedeutet doch nicht einen Politikwechsel, so lange die Machtstrukturen dahinter (Geheimdienste, Think-Tanks, MIC, Finanz, etc.) die gleichen sind bzw. die Führungskräfte die gleiche Ideologie vertreten.

    Seine Bemerkung, es sei ZIVILER UNGEHORSAM nötig, um das System zu ändern, war sehr wichtig (zitiert nach Chris Hedges). Dass er sich „erstaunt“ darüber zeigte, wieso die deutschen Medien (z.B. Spiegel-Cover: „Fünf Minuten vor Trump“) so offensichtlich „pro-Clinton“ waren, verstehe ich nicht. Darüber kann sich nur jemand wundern, der nicht begriffen hat, wie sehr amerikanischer Einfluss („soft power“) unsere Journalisten via Think-Tanks etc. manipuliert.

    Der „Star“ des Abends war nach meiner Wahrnehmung eindeutig Herr GRIMALDI, der ja schon im Einzelgespräch mit Ken Jebsen gezeigt hatte, das er ein 100% integrer Ausnahmejournalist ist. Seine Antwort auf die Frage von Herrn Jebsen „Gab es jemals eine Demokratie in den USA?“
    war deshalb (auf den Punkt gebracht) nicht überraschend: es handelt sich natürlich – wie bei uns – um eine „SCHEINDEMOKRATIE“ (was ja auch Prof. Mausfeld sehr deutlich herausgearbeitet hat);

    außerdem: fast die Hälfte (48%) der Amerikaner geht gar nicht mehr zur Wahl und „gewählt“ wird der Präsident auch NICHT vom Volk sondern vom „electoral college“, das – nicht zum ersten Mal – GEGEN den Wählerwillen entschieden hat (Clinton hatte etwa 1% mehr Stimmen als Trump, also die „popular vote“ gewonnen).

    Die Reaktion (der Zwischenruf) von HERLES war typisch für seinesgleichen:

    „Das ist der klassische Anti-Amerikanismus!“

    Dieser Begriff (Anti-..ismus) stammt (wie Noam Chomsky nicht müde wird, zu betonen) aus dem politischen Vokabular von STALIN:

    http://www.alternet.org/culture/chomsky-alleging-anti-americanism-very-natural-technique-social-control

    Wer die Regierung kritisiert, wird zum anrüchigen, potentiellen „Staatsfeind“ und damit zur „Bedrohung“. Wer solche Stigma-Wörter verwendet, macht sich ZUM INSTRUMENT eines TOTALITÄREN Denksystems: sie lenken vom Inhalt der Kritik ab und stellen stattdessen die Person des Kritikers an den Pranger; die Kritik (das Hinterfragen) wird nicht als Ausdruck berechtigter Zweifel in einer offenen Gesellschaft gewertet sondern als Zeichen für einen „fiesen“ Charakter oder für Dummheit; diese sehr erfolgreiche, verbale Immunisierungsstrategie sehen wir ja auch am Wort „Verschwörungstherorie“.

    Dass gerade Journalisten solche manipulativen Ausdrücke (die auch positiv besetzt sein können, wie „Freihandel“) kritiklos übernehmen zeigt auf erschreckende Weise wie unfähig oder unwillig sie sind, solche Strategien zu durchschauen (dann sollten sie aber einen anderen Job machen …!)

  23. Ich muss sagen, dass ich kein Freund von explosiven Mischungen bin. Unterschiedliche Meinungen ja, aber nicht so unterschiedlich, dass sie sozusagen gegeneinander arbeiten. Denn ich finde es persönlich viel spannender wenn die Personen auf einer Welle sind und Gedankenansätze nicht nur Ansätze bleiben sondern wie eine Blume wachsen können in dem jeder seinen Teil dazu beiträgt. In der Hinsicht gefielen mir die ersten Sendungen von Positionen wesentlich besser.

    Auf der anderen Seite ist es natürlich aber auch mal spannend, gerade wenns um Medien geht, hier zwei Fronten aufeinander prallen zu lassen. Daran sieht man worum es den Strukturen der Macht eben geht: Teile und herrsche. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich mir von dem Thema mehr in Richtung Elite und Hintergrundkräfte erhofft. Also das, was Herr Grimaldi immer wieder andeutete, was aber aufgrund von Herrn Herles und Koch nie wirklich ausgeführt werden konnte. Das fand ich sehr schade.

    Ich weiß auch nicht, warum die Zuschauer es für so toll halten, wenn die Positionen derart unterschiedlich sind. Muss wohl ein Nachhängsel des Trash-TVs sein.

  24. Tolle Sendung – meine absolute Hochachtung!!!

    Schön das es mehr unterschiedliche Meinungen gab – “ Sie sind ein Schwachkopf “ geht natürlich gar nicht!

    Mir fehlte ein Gedanke: Ich verstehe nicht warum sich Gruppen oft scheinbar ins Gegenteil ihrer selbst verändern? Ob SPD – die Grünen oder auch die 68er – der Solzialismus – selbst die CDU hat sich, laut W. Wimmer, ihrer eigenen Ideale beraubt.
    Warum frist jede Revolution Ihre Kinder? Wieso verkehren sich scheinbar alle Ideale ins Gegenteil ihrer Selbst?
    Extremes Beispiel: Wie konnte es passieren, dass eine Friedenspartei als erste Partei in der BRD wieder Krieg führen musste ????

    • Ganz einfach. Macht und Geld ist der Schlüssel der die dunkle Seite im Menschen öffnet.

      Macht in den Händen Einzelner korrumpiert IMMER – natürlich bestätigt die [ganz seltene] Ausnahme die Regel.

      Gib einem Menschen Macht und du lernst alle negativen Seiten von ihm kennen. Ist so alt und sicher wie die Menschheit.

      Deswegen wird und kann eine Partei die an der Regierungsmacht ist, niemals gut für das Volk sein. Das sind immer nur die Oppositionsparteien, aber nur lange bis sie ins Regierungslager wechseln.
      Empirisch bewiesen ist, das jede Regierung der größte und schlimmste Feind des eigenen Volkes ist.

      Da gibt es nur eine Lösung. Wir Souveräne müssen die uns geraubte Macht an uns zurückführen und dürfen sie NIE WIEDER ABGEBEN!!!

      Denn, NUR wenn die MACHT AUF ALLE GLEICHMÄßIG VERTEILT IST, KANN KORRUPTION, KORRUMPTION UND MACHTMIßBRAUCH AUSGESCHLOSSEN WERDEN!!!

      Es gibt definitiv keinen anderen Weg, kein anderes Mittel der Verhinderung von Machtmißbrauch, Korruption, Korrumption.

      youtube.com/watch?v=Q_Osih3pGqk

    • An den Souverän,

      Schon klar – Ich habe hier schon vielfach das Plebiszitäre System beschworen – ich sehe das alles genauso wie Sie.

      Nur würde ich gerne wissen, warum es so ist, das scheinbar alle Macht in allen Epochen so endet? Es ja auch so seltsam, das diese negativen Strukturen daraus, unbelehrbar immer wieder aufs neue ins Chaos führen.

      Noch seltsamer finde ich das die Menschen beim Wort Bürgerbeteiligung oder Plebiszit, scharenweise die Schockstarre bekommen obwohl sie es noch nie getestet haben – und auch auf Nachfrage hin keine schlechten Erfahrungen nennen können.

      Was steckt da eigentlich in Uns?

    • @ Souverän und Bernard Neelen
      Das sehe ich auch so. Das Problem seit Anbeginn der Menschen ist der Machtfaktor. Warum immer wieder das Gleiche geschieht auf unserem Planeten liegt eben daran, dass noch keine größere Menge an Menschen ein vollkommen neues System der Volksvertretung gefordert hat. Eine Regierung, welche das Wohl des Volkes und nur das im Blick hat, müsste in ihrem ganzen Streben ausgerichtet sein auf die Frage: Was ist grundlegend gut für Menschen? Wie ticken diese und wann laufen sie Gefahr gegen ihr eigenes Menschsein zu denken und zu handeln. Erich Fromm formuliert in seinem Buch „Die Flucht vor der Freiheit“, dass es nur zwei Entwicklungsprinzipien für uns Menschen gibt: Die Macht oder die Liebe. Wir haben uns für die Macht entschieden. Liebe ist hier natürlich umfassender gemeint, als das, was man gemein hin in unserer Fernsehkultur daraus gemacht hat. Er hebt ebenfalls hervor, dass wir uns als Menschen (Gesellschaft) immer nur „von“ etwas befreit haben (Feudalismus, Sklaverei, bestimmten Dogmen etc) aber nie „zu etwas“.
      Ich denke auch der jetzigen „Bewegung“, wenn ich das Erwachen vieler Menschen aus der Matrix unserer Zeit mal so nennen darf, wird es wahrscheinlich wieder so gehen, dass man Freiheit von fordert aber eben nicht genau weiß zu was. Wie soll die neue Freiheit aussehen und was ist in erster Linie zu ändern, so dass wir nie wieder derart manipuliert und ausgenutzt werden können wie derzeit ? Die Gesellschaften dieser Welt sind auf Macht aufgebaut, ob in der Familie, Schule, Arbeitswelt oder Politik. Andere können uns mit Macht dazu bringen etwas zu tun, zu sagen, zu denken. Erich Fromm betont diesbezüglich etwas ganz Entscheidendes, nämlich, dass wir gegenüber den Weisungen der Macht häufig einen Widerstand spüren. Kinder besonders deutlich, weil sie noch offen sind. Sie fühlen sehr häufig, dass sich etwas ungerecht und/oder unecht anfühlt. Fromm sagt nun, der Umstand, dass wir unsere innersten Impulse von Wahrheit, Gerechtigkeit und Echtheit zu Gunsten machtvoller Autoritäten unterdrücken müssen, führt auf Dauer zu Selbsthass, weil wir uns permanent genötigt sehen unser innerstes Selbst zu verraten. Uns ist das allerdings nicht wirklich bewusst. (und ich spreche hier nicht von der Macht natürlicher Autoritäten)
      Man denke mal darüber nach wie oft wir gegen unsere Überzeugungen, gegen innere Widerstände etwas doch tun müssen, allein wegen des lieben Geldes wegen, dem Macht – Instrument Nr. 1. Und wenn Du dann immer hörst „das ist nun mal so“ oder „ja, das Leben ist kein Ponyhof“ oder andere dieser schönen Sprüche, dann glaubst Du alle denken so. Aber im Grunde denken sie eben nur so, weil sie nie gelernt haben anders zu denken. Und je mehr wir uns unter Anpassung an die Machtverhältnisse eine Identität aufgebaut haben, so Fromm, desto mehr hassen wir uns unbewusst dafür, ganz sicher aber jene, die etwas anderes sagen, meinen, denken oder wollen. Das könnte auch den Hass mit erklären, der uns „Verschwörungstheoretikern“ von den „normalen Bürgern“ immer wieder entgegenschlägt. Sie fühlen sich in ihrer Identität angegriffen, eine, die sie sich selbst nur widerwillig gebildet haben, ohne das es ihnen bewusst wäre.
      Eines ist als sicher anzusehen, man muss die Dinge von den Anfängen her denken.
      Es gab mal einen Mann, der uns bei richtigem Hinsehen (ohne Interpretation der Hure Babylons) auf seine Botschaft etwas gesagt hat zum Thema Menschsein und wie wir einen Anfang machen können. Was die Wesensart der Macht angeht:

      Wahrlich ich sage Euch: der Sklave ist nicht größer als sein Herr!“

      Als ich den Satz zum ersten mal hörte dachte ich, natürlich ist der Sklave höher als sein Herr, zumindest doch moralisch, denn er lebt schließlich in Unfreiheit. Aber irgendwann ist mir klar geworden: was uns dieser Jesus damit sagt ist, dass der Sklave nur scheinbar moralisch höher steht, nämlich genau solange wie er selbst keine Macht hat. Würde er welche bekommen, dann wird er genauso handeln wie sein Herr. Warum? Weil er das Prinzip der Macht internalisiert, also von klein auf verinnerlicht hat. Auch wenn er immer auf der Seite, also des Unterdrückten gestanden hat. Er kann gar nicht anders.
      Und so verhält es sich letztens auch bei Politikern. Sie können noch so idealistisch an etwas heran gehen, spüren sie plötzlich, dass sie Macht über Dinge haben, so sind sie berauscht davon und wollen dieses Gefühl nicht mehr loswerden.
      Machtverhältnisse führen auch fast immer dazu, dass die Machthaber vergessen, wie sich andere fühlen, was sie brauchen oder wollen. Sie können sich von anderen abschotten.
      Auch hierfür noch ein Hinweis jenes Mannes, dessen wahre Lehre verwischt wurde seit Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhoben hat und die Kirche zu einem Machtfaktor wurde:

      Das Gleichnis von der Fußwaschung: Jesus will Petrus die Füße waschen. Der aber sagt sinngemäß: „Nein, Du, der Herr, kannst mir doch nicht die Füße waschen!“ Darauf sagt Jesus: „Verstehst Du nicht, wenn ich Dir nicht die Füße wasche, so wie du mir, dann haben wir keinen Anteil aneinander.“

      Es ist das Prinzip der Wechselseitigkeit. Uns ist dieses gefühlte Wissen um die Lage des jeweils anderen durch Machtverhältnisse regelrecht verloren gegangen. Wir teilen uns auf in wertvolle und weniger wertvolle Menschen, allein schon über das angeblich gerechte Leistungsprinzip.
      Wir brauchen keine Kirche, die uns Sakramente spendet und hohle Rituale vollführt. Sie verstellt uns nur den Blick auf das Wesentliche der Aussagen eines Mannes, der ein außergewöhnliches Verständnis vom Menschen hatte, warum auch immer.
      Das Wissen um unser Wesen ist der Schlüssel zu einer anderen, gerechteren und freieren Welt. Ich halte es diesbezüglich mit dieser Aussage:

      „Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar.
      Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt
      einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen
      zu sein mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt.“
      Tenzin Gyatso, Dalai Lama XIV *1936

      Handeln wir nach diesen Prinzipien in allen Bereichen unserer Existenz, dann werden wir uns nie wieder aufspalten lassen können als Volk, als Gemeinschaft. Denn dann liegt die eigentliche Macht in den Menschen, im Volk selbst und nicht in einer Organisation, einem Amt, einer Partei oder sonst wo außerhalb von uns.

    • Souveräne Bernard, Außerkontrolle

      „Nur würde ich gerne wissen, warum es so ist, das scheinbar alle Macht in allen Epochen so endet? Es ja auch so seltsam, das diese negativen Strukturen daraus, unbelehrbar immer wieder aufs neue ins Chaos führen.“

      Außerkontrolle hat das schon ausführlich genug beleuchtet. Der Mensch stützt sich nicht auf die Erfahrungen der Menschen vor 50, 100, 300 oder 1.000 Jahren. Dabei sind sie immer gleich. Die Ereignisse der Geschichte wiederholen sich ständig. Zwei, drei, vier Generationen später müssen alle Erfahrungen wieder neu erfahren werden. Das Rad wird wieder neu erfunden – es könnte ja runder sein.

      „Noch seltsamer finde ich das die Menschen beim Wort Bürgerbeteiligung oder Plebiszit, scharenweise die Schockstarre bekommen obwohl sie es noch nie getestet haben – und auch auf Nachfrage hin keine schlechten Erfahrungen nennen können.“

      Ist das so? Ich kann diese Schockstarre nicht bestätigen. Eher soetwas wie ungutes Gefühl vor dem Ungewissen. Andererseits wird mir beigepflichtet wenn ich – nicht ! die Bürgerbeteiligung in Form von Abstimmungen, Petitionen etc. ! – Regierungsmacht in Volkes Hand postuliere.

      Eigentlich ist es ja genau das was wir lange haben. Das Volk bestimmt und die „Regierung“ sorgt für die bestmögliche Umsetzung dessen.

      ALLE MACHT GEHT VOM SOUVERÄN AUS UND DIE REGIERUNG IST DER DIENER DER SOUVERÄNE!!!

      Das genau das nicht der Fall ist, respektive genau andersrum, ist der ultimative Beweis das es sich um ILLEGALE MACHTERGREIFUNG handelt.

      Da werden nicht 1 Million, nicht 10, nicht 100 Millionen, DA WERDEN 1.000 MILLIONEN, ALSO MILLIARDEN UNSERES SCHWER ERARBEITETEN GELDES !!!MITTELS GEHEIMVERTRÄGEN!!! VERBALLERT, AUGEGEBEN FÜR ETWAS DAS WIR NICHT WISSEN SOLLEN UND DÜRFEN!!!

      DAS IST NICHT NUR VOLLKOMMEN IRRE, DAS IST IN HÖCHSTEM MAß KRIMINELL!!!

      Und um diesem kriminellen Wahnsinn die Krone aufzusetzen, wird dieses Geld

      NICHT ZUM WOHLE DES VOLKES EINGESETZT, SONDERN ZUM SCHADEN DER SOUVERÄNE!!!

      Hallo? Merkt eigentlich irgendwer da draußen noch irgend etwas?
      Und da ist ja noch nicht Ende der Fahnenstange.

      WIR BEZAHLEN DIESE ULTRAKRIMINELLEN AUCH NOCH FÜRSTLICH DAFÜR!!

      Da hab ich mal eine Frage. Ist da überhaupt noch eine Steigerung der Verhöhnung der Souveräne möglich?

      youtube.com/watch?v=KBcgIYn9zzU

      youtube.com/watch?v=Q_Osih3pGqk

    • P.S.

      Und wie die Bestimmung es so will, lese ich gerade…

      „Dass die Clinton Foundation zu einem großen Teil aus dem Ausland finanziert wird, ist keine Neuigkeit. Nun ist aber bekannt geworden, dass auch eine staatliche Einrichtung aus Deutschland unter ihren Sponsoren ist.

      Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erschien in der Liste der Sponsoren auf der offiziellen Seite der Clinton Foundation, die ein bis fünf Millionen US-Dollar gespendet haben.

      Von den deutschen Internet-Nutzern gab es schon Kritik in diesem Zusammenhang. „Nein, das gehört dem Bund?! Unsere Regierung hat der Clinton-Foundation mal eben ´ne Million oder zwei gespendet?!?“ lautet ein Kommentar.“
      de.sputniknews.com/panorama/20161121313443493-giz-clinton-foundation/

      ich schlage vor, wir Arbeiten alle noch ein wenig länger und härter für weniger Geld und bitten unsere Regierungsverbrecher auch ein paar Millionen an

      George Soros, Bill Gates, Mark Zuckerberg & Co zu spenden.

      Wenn es nicht reichen sollte, sind wir auch GERNE BEREIT UNSEREN KINDERN WENIGER UND NOCH SCHLECHTERE NAHRUNG ZU GEBEN, damit ihr noch ein paar Milliardäre von unserem Geld füttern könnt!!!

    • P.P.S.

      LOL Und weiter geht es mit der „zufälligen Bestimmung“. Gerade im Moment gelesen…

      Montag, 21. November 2016
      Korruption bis in die höchsten Regierungskreise

      Wann wird man solche Nachrichten endlich mal aus den Ländern mit den ‚wästlichen Wärten‘ hören und nicht immer nur aus Russland und China? Besonders ekelhaft finde ich, dass diese Gauner sich stets am öffentlichen Eigentum vergreifen und nicht am „Eigentum“ der vielen Milliardäre in Russland, die jeden Pfennig vom Volk gestohlen haben. Liegt wohl daran, dass diese großen Banditen ihr Eigentum wie die Henne ihre Küken bewachen, während im öffentlichen Bereich die Steuern fast als herrenloses Eigentum angesehen werden, das man in so vielen Taschen verschwinden sieht, was dann zur Nachahmung reizt.

      Am 15. November wurde der Minister für ökonomische Entwicklung Alexei Uljukajew verhaftet, als er auf frischer Tat ertappt wurde bei der Entgegennahme von 2 Millionen $ Bestechungsgeldern. Der Minister, der über ein Jahr vom FSB abgehört wurde, hatte durch einen Vertreter der Rosneft mitteilen lassen, dass ein „Ersatz“ für seine„Extraarbeit“ und die seiner Mitarbeiter im Ministeriumim im Zusammenhang mit der staatlichen Übernahme von Bashneft durch die staatliche Rosneft, was anfangs als Privatisierung gedacht war, als „Belohnung“ fällig wäre.

      einarschlereth.blogspot.de/2016/11/korruption-bis-in-die-hochsten.html#more

      Dieser verdammte unverschämte Putin aber auch. Was der sich erlaubt, was in diesem Saftladenland alles möglich ist – man glaubt es kaum.

      DA WERDEN DIE RICHTIGEN VERBRECHER EINGEKNASTET!!!

    • An den Souverän und Außerkontrolle

      Ich muss immer aufpassen das ich mir nicht Zuviel des Wahnsinn unserer Welt reinziehe. Zumal man kurz vor der Schizophrenie steht wenn man dann Radio-Meldungen hört wie: Deutschland geht es so gut wie nie. Die Kanzlerin ist bereit für eine weitere Periode Ihrer Kanzlerschaft…….Da wird noch nicht einmal gefragt wer denn sonst noch vielleicht da wäre???

      Aber zu Ihren Erklärungsansätzen;
      “Der Mensch stützt sich nicht auf die Erfahrungen der Menschen vor 50, 100, 300 oder 1.000 Jahren“…

      Ja und Nein, Es werden ja nie alle gleichzeitig ausgetauscht – Erfahrungen werden ja schon weitergegeben – Texte und Gesetzmäßigkeiten gehen ja auch in einen kollektiven Erfahrungsschatz ein. ` Will damit sagen eigentlich ist ja alles Wissen da – wir hier wissen es ja auch – es wird aber nicht genutzt.

      Vielleicht können Sie damit nichts anfangen; Aber ich habe immer das “Gefühl“ das es sich um einen Schwarmeffekt handelt. So wie Vögel oder Fische in riesigen Schwärmen komplexe Formen erzeugen oder auch Ameisen und Termiten ganze Hügel aufbauen so steuern wir unablässig als eine Gruppe gegen die andere Gruppe – egal mit welchen Vorzeichen oder Begründungen auch immer.

      Früher im kleinen angezettelt, der eine Fürst gegen den anderen – heute das Gleiche auf Großer Bühne aufgeführt – vor aller Augen….Deutschland geht es gut…..hat sie gesagt – Es ist eben noch immer unsichtbar was wir da tun! Auch wenn Ganser, Jebsen und Roth vielfach drauf zeigen….Die große Masse! will wie betäubt davon nichts hören. Der Schwarm ist nicht durch Einsicht zu lenken.

      Bei den Schwärmen in freier Natur ist es eine Art vernetzte Kommunikation mit nur wenigen direkten Nachbarn – und so wie auch ein Neuronales Netz dann ein Gehirn bildet – bilden die vielen Vogel-Nachbarn den Schwarm ohne sich dessen bewusst zu sein.
      Vielleicht ist das Internet hier die Lösung des Problems. Es (M)acht alles irgendwie sichtbar

    • Souverän und Bernard Neelen
      Das Schlimme ist ja Souverän, dass einem das ganze Ausmaß des kriminellen Charakters dieses Systems erst nach und nach, Stück für Stück klar wird. Man kann sich nicht schlagartig von der Matrix lösen. Wie lange habt ihr selbst dafür gebraucht, um überhaupt dort hin zu gelangen wo ihr jetzt seid. Und jetzt Bernard müssen wir täglich aufpassen, dass wir uns nicht zu viel von dem ganzen „Wahnsinn dieser Welt reinziehen“, wie Du sagst, sonst werden wir noch schizophren davon. Dieses Gefühl kenne ich nur allzu gut. Es droht einem die Leichtigkeit des Seins verloren zu gehen. Manchmal geht es einem wie Sniper (ich glaube so hieß der Verräter in der Matrix, der sich mit dem System wiedervereinigen wollte, zurück in die Matrix). Als er sich für seinen Verrat mit einem der Agenten in einem Restaurant trifft sagt er in etwa: „Wissen sie, ich weiß, dass dieses Steak hier (Die Realität) nicht echt ist, aber bei Gott es ist herrlich diesen Geschmack zu haben. Unwissenheit ist ein Segen. Ich will nichts mehr wissen, gliedern sie mich wieder ein. Nur ein gutes Leben brauche ich dort, etwas Geld und einen angesehenen Beruf, Künstler oder so.“
      So geht es mir manchmal auch, einfach vergessen und in Ruhe weiterleben, Spaß haben, so tun als sei nichts gewesen, kein Kampf mehr mit Freunden und Bekannten, für die es das Wichtigste ist im „Leben“ zu stehen, keine innerlichen Wutanfälle mehr, wenn ich die Zeitung aufschlage oder den Fernseher einschalte, keine Einsamkeit im Denken mehr usw. Ich fürchte nur, dass es für mich zu spät ist. Ich habe zu viele von den roten Pillen geschluckt. Ich kann, und ich denke da geht es Euch genauso, nicht mehr hinter den Erkenntnissen zurücktreten, sonst würde ich auch dadurch verrückt.

      Das mit dem Schwarm funktioniert eben nur, wenn Du dich darauf verlassen kannst, dass die Informationen, auf die Du zurückgreifst, der Wahrheit entsprechen. Da sie das in unserm Falle ja nicht tun, flattern wir alle durcheinander, sind orientierungslos ohne es wirklich zu begreifen. Erst dann, wenn wir kollektiv in den Abgrund stürzen, werden wir (die Masse) merken, dass irgendwas nicht stimmte.
      Ich fürchte, unser Volk kann derzeit nicht entscheiden, es ist unzurechnungsfähig gemacht worden über die vielen Jahre der Manipulation. Es entscheidet und handelt gegen sich selbst ohne es zu wissen. Erst wenn alle tatsächlich souverän sind, können wir uns wie ein natürlicher Schwarm verhalten.

  25. ich habe meinen Fernseher schon vor 10 Jahren rausgeschmissen wegen solche Typen wie Herr Herles, zum Glück gibt es Alternativen wie Ihre Webseite Herr Jebsen, vielen Dank

    • Hey, das ist nicht fair.

      Du benutzt die gleichen dummen Sprüche wie …?

      Ja es gibt eine Kluft zwischen denen die Politik machen und denen die die Politik ausbaden müssen.

      Deswegen sind wir und Herr Herles hier.
      Mich ärgert solch eine Kurzsichtigkeit.

      Wir wollen die Sendung Groß machen, und du schießt gegen die Sendung?

  26. @kenfm
    Danke für diese weitere Positionen Sendung.
    Ich fand es Intressant das ein Herr Wolfgang Herles eingeladen war der wohl nicht dem aufgeklärtem
    Durchschnitt der sonstigen Gäste entsprach. Durch die dadurch im Gespräch enstandenen Gegensätze
    war für mich über den Unterhaltungswert hinaus es bereichernt auch mal die (teilweise nicht nachzuvollziehenden) Argumente der Gegenseite eines Themas in einer vernüftigen Runde zu beobachten, wie ich es lange nicht mehr im Fernsehn gesehen habe.
    Finde es anregend und für meine Wahrheitsfindung super wenn auch unangenehme Persönlichkeiten zu Wort
    kommen, wodurch man seine eigene Erkenntnisse überprüfen kann (besser als nur einseitige aufgeklärte Interviews).

    • Vorsicht, Aufgeklärt bedeutet nicht, dass du es bist.
      Denke daran dass auch du nicht stehen bleiben wirst.
      Genauso wie Herr Herles oder Herr Grimaldi.

      Ich bitte mir Respekt aus, gegenüber allen mutigen teilnehmenden Personen.

      Eine Diskussion ist genau dafür da.
      Damit verschiedene Meinungen aufeinander treffen.

  27. Nachdem Herr Grimaldi nun schon dieses Fass aufgemacht hat: wer hatte die Gründungsidee zu Europa und welche Gedanken stecken dort im Anfang, sollte dem natürlich nachgegangen werden. Ich könnte mir zb. eine Sendung vorstellen in der Herr Grimaldi und Herr Herles zusammen in Archiven und Geschichte wühlen, Interviews führen und Belege für ihre jeweilige Position suchen.
    Sie müssen sich halt nur zusammenreißen und nicht aneinander geraten…. aber das werden sie schon hinkriegen sind ja schließlich erwachsene Menschen

    • „Sie müssen sich halt nur zusammenreißen und nicht aneinander geraten…. aber das werden sie schon hinkriegen sind ja schließlich erwachsene Menschen“

      Das kannste knicken – sicher bin…

    • Es gibt auch den anderen Herrn Herles..
      Um Freigabe aus dem Weg zu gehen,kann jeder bei Jou Tube selbst gucken!

      KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Herles („Die Gefallsüchtigen“)

    • Ja Annette,

      das ist richtig. In diesem Gespräch wurde Herr Herles aber auch nicht mit einer alternativen Meinungsäusserung konfrontiert. Und dennoch sehe ich es ähnlich, dass es nicht gesund ist jetzt auf den Mann verbal einzuprügeln.

      Ich hatte das Gespräch seinerzeit gesehen und finde, der Mann hat eine ganze Menge aus dem innersten Zirkel der ÖR-Psychiatrie zu berichten. Warum nutzen wir die Informationen nicht für uns und lassen Fehde einfach Fehde sein ?!

    • Die Frage ist ob wir immer noch mehr Informationen brauchen und wofür.
      Eigentlich haben wir in vielen Bereichen schon einen (hinderlichen) Overflow an Infos.

      Ist irgendwie wie im Leben. Man sammelt und sammelt – könnte man ja mal brauchen…
      Am Ende verschenkt man alles, schmeißt weg usw und ist froh den Ballast los zu sein.

    • Genau das ist es, was mich hier an den Rand des Irrewerdens bringen könnte.
      Wir haben mehr Informationen als irgendeine Generation vor uns, über diese Verbrecherbanden, welche Kriege gegen fremde Länder, die eigene Bevölkerung und noch soviele mehr, führen.

      Wir drehen uns im Kreis, sind zugemüllt mit Informationen, dass ich manchmal schon eine Verschwörung des Geld,- Medien,- und Regierungsgesindels vermute.

      Und dann kommt genau deine Frage auf´s Tableau. Wofür brauchen wir noch mehr Informationen???
      Wozu???

      Wir haben doch alles, wir kennen die Verbrecher, deren Gehilfen, deren Mediatoren und Lakaien.
      Ich muss nicht mit allen und allem immer völlig konform gehen. Aber wenn wir uns nicht baldigst alle auf den Weg machen, uns weiter persönlich zu vernetzen, und endlich mit Tacheles beginnen, werden wir auch noch in 10 Jahren hier schreiben und uns empören. Und irgendwann macht dann der Letzte das Licht aus.

      Ich habe Ideen, die sind recht leicht umsetzbar. Ich habe den Mut ganz ungewöhnliche und neue Wege zu gehen. Eigentlich bin ich schon ein Stück weit auf dem Weg. Ich bin bereits soweit aus diesem System heraus, dass manch einem hier Angst und bange am eigenen Leib werden würde. Aber das ist leichter als man vorher denkt. Dazu brauchen wir aber Menschen, viele Menschen.
      Es gibt ein Leben ausserhalb dieses Drecksystems und gemeinsam können wir ganz viel bewegen.

      Ich muss jetzt ein paar Tage zum weiterdenken raus aus dieser Matrix.
      Bleibt friedlich

      Der andi

  28. Da die Machtstruktur namens Merkel ja nun bekundet hat ihre Macht nach der Wahl – ich zweifele nicht das sie gekrönt hervorgeht – weiter 4 Jahre zu mißbrauchen, orakel ich mal, das sie das bereuen wird. Sie hat ja keine Ahnung was alles auf sie zukommt…

    Touristische Bötchenfahrten in die Arktis werden wohl nicht mehr auf der Agenda stehen können.

    • Guten Abend Souveräner..

      „Sie hat ja keine Ahnung was alles auf sie zukommt…“

      Haste schon was geplant ? Ich bin dabei !! 🙂

    • Salü Souverän Blu

      Danke für das Angebot der Anteilnahme – sehr gerne.

      Ich habe schon lange etwas geplant, aber aus Zeitgründen bislang noch nicht wirklich viel unternommen. Mit Zeitgründen meine ich in erster Linie Zeitpunkt. Denn kaum etwas im Leben ist wichtiger als den richtigen Zeitpunkt zu wählen wenn man etwas unternehmen will.
      Und das ist in unserer schnellebiegen politischen Zeit nicht immer ganz einfach – obwohl alles immer ganz einfach ist… 🙂

      Ist aber auch wichtig, vor dem zeitlichen Zenith zu starten, da danach u.U. nichts mehr geht, oder zumindest alles viel schwieriger wird.

      Auf jeden Fall wären wir zu zweit schon mal in der Lage z.B. einen bicht eingetragenen Verein zu gründen. Denn irgend etwas muß man ja immer gründen hier im Rasen-betreten-Verboten-Gartenzaundeutschland.

    • Der richtige Zeitpunkt ist, neben den richtigen Massnahmen, das WICHTIGSTE !

      Ich weiss garnicht, ob die Zeiten politisch wirklich soviel schneller ablaufen als vielleicht noch vor 10 oder 15 Jahren.
      Ich denke, spätestens seit dem 2.0 sind wir einfach nur schneller geworden. Das fällt auch Menschen wie D.Ganser auf, dass die Sauereien immer häufiger und schneller durch die Vernetzung auffliegen. Auf jeden Fall wird unser zeitlicher Erkenntnisabstand zu den Begebenheiten immer geringer. Somit ist dann alles tatsächlich, wie immer, ganz einfach !

      Es ist wieder Gründerzeit 🙂

  29. Hallo System

    Herr Grimaldi hat verstanden worum es geht. Seine Aussagen sind ehrlich und mutig zugleich. Der wahre Dummkopf der runde ist Herr Herles. Dieser überhebliche Zynische und gekaufte Typ, ist das Paradebeispiel warum wir nicht in einer Perfekten Welt in Frieden miteinander leben können. Dummheit* ersten Grades ist die Antwort. Herr Herles ist ein Dummkopf.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Herr Herles war leider nicht in der Lage die Fragen konstruktiv zu beantworten. Liebes Kenfm Team bitte mehr Grimaldi….weniger Herles.

    Demokratie ist die schönste Form der Diktatur…denn niemand kommt ihr auf die schliche.
    Jedes geschehen, ist das Ergebnis von Ereignissen die nur mit Logik verstanden werden können.
    Die Ursache liegt immer in der Geschichte der Menschheit. Wodurch sich heute die Gesellschaften geformt haben.
    Leider ist das menschliche Wesen, nicht in der Lage aus Fehlern die sogar die eigene Existenz bedrohen zu Lernen.
    Deshalb wird die Menschheit immer wieder von Zeit zu Zeit auf die Probe gestellt.

    Wissen ist der Schlüssel, Verständnis das Kombinationsschloss.

    Mit freundlichen Grüßen
    Logik

    • Hallo Logik,

      Herrn Herles einen Dummkopf zu schimpfen, ist nicht nur der falsche Weg ihn mit seinen eigenen unfreundlichen Waffen schlagen zu wollen. Ich finde das auch sehr kontraproduktiv. Ich überlege sogar, ob es nicht gut wäre ihn sich erklären zu lassen, was ihn zu seinen Wutäusserungen veranlasst hat. Aber das muss er selber wissen und entscheiden. Völlig unabhängig davon, ob er jemals unsere Standpunkte verstehen oder gar einnehmen kann.

    • Jawoll YesweKen.

      Du kannst ganz viel Unsinn schreiben, reden oder was auch immer.
      Deswegen musst Du aber kein Dummkopf sein.
      Darum würde ich Dich auch niemals einen Dummkopf nennen.
      Das hat mit PC garnix zu tun, sondern mit Anstand.

      Alles Logik?! 🙂

    • Hallo System

      Dumm ist der, der Dummes tut und der Klügere gibt nach. Auf dass die Dummen, die Welt Regieren.
      ———————————————————————————————————————————————————————-
      Anstand ist das richtige Wort. Wie nennt man jemanden der sich nicht benehmen kann, obwohl er es besser weiß.
      Es wäre in seinem Sinne, die Ansicht seines gegenüber zu erfahren. Warum gibt es wohl Kenfm?
      Richtig…unter anderem wegen Menschen wie Herrn Herles, die mit ihrer Ignoranz ( Diplomatisch ausgedrückt 😉 das unfassbare nicht glauben wollen und können. Weil er Hochmutig ist, wird zuerst verneint.

      Es ist nicht schlimm dumm zu sein. (Sarkasmus)
      Dies kann auch gewisse Vorteile haben. Man kann Drohen eine Sendung zu verlassen. Oder sein gegenüber Denunzieren. Verspotten,Lügen,Unterbrechen, Respektlos auf dem Zettel herum Malen während ein 82 jähriger Hr. Grimaldi versucht die Missstände der Welt zu erklären.

      Falls ich jemanden außer Hr.Herles damit beleidige, tut es mir leid…jedoch bin auch ich nur ein Mensch…mit einer Meinung und Emotionen. Ich möchte ihm wirklich den Reflektierenden Spiegel vorhalten. Vieleicht hilft es.

      Mit freundlichen Grüßen
      Logik

    • Der wahre Dummkopf bist du, weder Herr Grimaldi noch Herr Herles.

      Du kannst es nicht beurteilen.
      Höhre bitte erst einmal zu und lass das gesagte auf dich einwirken.
      Morgen wirst du selbst erkenne, dass das alles nicht so einfach ist.

      Bitte Respekt vor anderen Meinungen.
      Ich liebe Diskussionen.

    • Hallo System

      Logik: Herr Kellner…Ich wähle für Kritiker einmal bitte die Nr.3 und Nr.4 mit viel Mayo und Sarkasmus…
      Kellner: kommt sofort….was wäre die Welt ohne Choleriker wie (Kritiker)…

      Aber wie umgehen mit einem Choleriker?

      Dazu fünf Tipps:

      1. Ausweichen

      Falls möglich, sollte man den Umgang mit solchen Menschen meiden. Das ist häufig nur durch einen Arbeitsplatzwechsel oder die Trennung vom Partner möglich. Auch wenn das alles andere als einfach ist und für viele die letzte Option – aber es geht um das eigene Wohlbefinden und das sollte man nicht außer Acht lassen.

      2. Gelassen bleiben

      Das schreibt sich zwar leicht – ich weiß. Aber wenn man bei einer Auseinandersetzung mit einem Choleriker selbst laut wird, kann die Konfrontation eskalieren. Wenn man hingegen abwartet, möglichst ruhig und gelassen bleibt, ist das Gewitter schnell vorbei.

      Denn ein Choleriker ist in der Regel innerhalb weniger Sekunden auf 100, aber genauso schnell wieder auf 0.

      Auch Rechtfertigungen gilt es zu vermeiden. Für den Choleriker sind Rechtfertigungen in der Regel ein Schuldeingeständnis.

      3. Bemerkungen bzw. Antworten mit Bedacht wählen

      Möglichst keine sarkastischen oder provozierenden Bemerkungen, auch wenn sie gelassen kommuniziert werden. Solche Bemerkungen schüren die Weißglut des Cholerikers.

      4. Perspektive ändern

      Machen Sie sich bewusst, dass Ihr cholerisches Gegenüber eigentlich eine „arme“ Person ist, die sich nicht anders zu behaupten bzw. zu helfen weiß.

      Mit dieser Sicht der Dinge befreien Sie sich aus der Opferhaltung.

      5. Nicht verharmlosen

      „Das ist ja alles halb so schlimm!“ oder „Da gibt es keinen Grund, sich aufzuregen!“ Solche Aussagen mit der Absicht, den Choleriker zu besänftigen, bewirken eher das Gegenteil. Denn für ihn ist sein Wutausbruch vollkommen berechtigt.

      Fazit

      Der Umgang mit Cholerikern ist immer schwierig und für jede Beziehung, ob geschäftlicher oder privater Natur, eine Belastung. Cholerikern selbst ist oft gar nicht bewusst, was sie mit ihrer Verhaltensweise alles „zerstören“. Sie sind sich häufig selbst hinderlich.

      Hat man einen Choleriker in seinem Umfeld und ist dieser nicht bereit, an seiner Verhaltensweise zu „arbeiten“, sollte man zum eigenen Wohlbefinden den Kontakt so weit wie möglich vermeiden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Logik

  30. Ich für meinen Teil fühle mich durch die virtuelle Auseinandersetzung mit anderen Teilnehmern an diesem Wochenende bereichert und kann einiges daraus mitnehmen.

    Eine Vielzahl an Sichtweisen und Meinungen.

    So wie ich hier beim Portal von KenFM hinweise, kommentiere und meine Meinung kund gebe und das bei Menschen die ich nur virtuell kenne. So mache ich das auch im realen Leben, mit realen Menschen. So machen das auch andere bei mir, virtuell und real.
    Dies beeinflußt auch konkrete Handlungsweisen bei mir und anderen.

    Bei jenen eben die in meinem Leben stehen. Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen verschiedener Altersgruppen, diese haben wieder Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen und so weiter.

    Man kann auch mehr oder weniger Kilometer fahren um sich zu treffen oder sich zusammenzuschließen, um zu informieren und zu handeln.

    Die Mechanismen sind mannigfaltig.

    Bei der Auseinandersetzung mit den genannten Menschen erfahre ich stetig, es findet ein Wandel statt. Zu mehr Bewußtsein und mehr Wissen. Das verläuft in beide Richtungen.

    P.S.: Da KenFM schon den Boulevard abgegriffen hat, wie wäre es mit einem Kinderformat? Schließlich sollten die Schwächsten innerhalb der Gesellschaft eine Alternative zum Kakadu haben.

    • Sollten Kinder sich schon mit den Grausamkeiten der Welt auseinandersetzen und damit stundenlang an Bildschirm gelockt werden? Halte ich für eine äußerst zweifelhafte Idee. Kinder sollten möglichst viel Zeit in der Natur verbringen. Die ersten 6 Jahre in einer „heilen Welt“ zu verbringen ist besonders wichtig, damit man einen gesunden Geist und eine gesunde Empathie entwickeln kann. Einem Kind den Unterschied zwischen richtig und falsch beizubringen, sollte außerdem die Aufgabe der Eltern sein. Und wenn man es schafft jetzige und zukünftige Eltern abzugreifen, dann reicht das vollkommen aus.

    • Was Kinder sollten und was Kinder dieser Tage tun, sind zwei paar Schuhe. Eltern sind nicht allein mit der Erziehung ihrer Kinder. Kinder sind Teil der Gesellschaft und ebenso eingebunden wie ihre Eltern, also ist Kindeserziehung eine ganzheitliche Aufgabe.

  31. Mich nervt es unheimlich, wenn ständig über Macht und ihre Strukturen diskutiert wird und dabei die wichtigsten, grundlegendsten Aspekte konsequent ausgeklammert werden. Nämlich Gewalt und Unterdrückung schlechthin und ihre wahren Wurzeln in der Geschichte unserer Art! Es scheint mir, dass niemand der Diskutanten hier im Bewusstsein hat, dass es auch schon Menschen VOR DER HERRSCHAFT DES PATRIARCHATS gab und zwar womöglich in egalitären Systemen lebend und noch verbunden mit den natürlichen Gesetzen dieser Erde und dieser Schöpfung! Ich empfehle, sich auch einmal mit dieser Zeit vor der angeblich „ersten menschlichen Hochkultur, nämlich Ägypten, zu befassen. Mit der Zeit, als es noch überall auf der Welt matriarchale Gesellschaften gab. Als Einstieg empfehle ich das Buch: „Die Diskriminierung der Matriarchatsforschung- eine moderne Hexenjagd“ mit Aufsätzen von internationalen Forscher/innen auf diesem Gebiet wie :
    Claudia v. Werlhof, Carola Meier-Seethaler, Christa Mulack, Heide Göttner-Abendroth, Charlene Spretnak, Joan Marler, Kurt Derungs.
    Hier einmal ein paar Sätze aus dem Aufsatz von Joan Marler: „Der Mythos vom ewigen Patriarchat“:
    „…Immer mehr Menschen erkennen, dass westliche Mythen und Symbole Herrschaftssysteme, Ausbeutung und Fatalismus unterstützt haben. Der Mythos den „Eller“(Buch: „The Myth of Matriarchal Prehistory, Cynthia Eller)disqualifizieren will, ist untrennbar mit der Wiederentdeckung der Heiligkeit der Erde verbunden und mit der Notwendigkeit, respektvolle Beziehungen zwischen den geschlechtern und mit allen Formen des Lebens zu entwickeln…“
    „…Welchen Interessen dient das fortgesetzte Schüren der Angst vor Kulturkritik?…“
    „…Schon in der Zeit vor Plato setzte die westliche Philosophie natürliche Unterschiede mit einer Hierarchie gleich, was zum allgemeinen Schluss führte, Frauen könnten Männern niemals ebenbürtig sein. Diese Doktrin von der universellen Geschlechterasymmetrie(interpretiert als Ungleichheit)hat in der Tat einen absoluten Status sowohl in theoretischer als auch in politischer Hinsicht im westlichen Denken erreicht…“
    „…Das Starren auf Asymmetrie und Herrschaft führt dazu, dies als allgemein gültiges Glaubenssystem und Lebenspraxis von vorn herein anzunehmen und daher Analysen von Geschlechterrollen und Ideologien an Orten mit egalitären Beziehungen zu verzerren…“
    „…Frauen begannen, ihre Beziehung zu den Zyklen der Erde zu feiern und eine neue Achtung für den weiblichen Körper zu entwickeln- im Gegensatz zu vorherrschenden Haltungen von Scham und Minderwertigkeitsgefühlen. Eine sich vertiefende, gemeinsame Linie zwischen verkörperter Spiritualität und einem entsprechenden Verwandschaftsempfinden mit allem Leben verband nun das Persönliche mit dem Politischen, wie es die Aktivistin Starhawk ausdrückte:
    Wenn das Heilige in der Natur wohnt, dann haben wir nicht mehr die Berechtigung, die natürlichen Systeme, die das Leben erhalten, zu verschmutzen und zu zerstören. Wenn das Heilige verkörpert ist, dann tragen unsere Körper eine heilige Autorität in sich. Wenn die Erde selbst der Platz des Heiligen ist, dann müssen wir lernen, in Harmonie mit der Erde zu leben.
    Forschungen zum Ursprung des Patriarchats, die Suche nach der Evidenz für ausgewogene, egalitäre Kulturen, die Kultivierung einer auf die Erde bezogenen Spiritualität und das Verlangen, neue humanere Gesellschaften zu schaffen, all das ist der Kern dessen, was Eller verächtlich den „Mythos vom Matriarchat“ nennt. Diese Bewegung, die Natur und Körper umfasst und die von vielen als dynamischer Prozess spiritueller und kultureller Erneuerung erfahren wird, wurde und wird von gewissen Feministinnen(und auch Anti-Feministinnen) als peinlich und letztlich rückschrittlich angesehen. Das spiegelt die zwei grundsätzlich verschiedenen Wege innerhalb der feministischen Bewegung…“

    Frauen wie Hilary Clinton, Angela Merkel, May und wie auch immer solche systemangepassten Furien heißen mögen, sind also natürlich nicht die Repräsentantinnen einer neuen egalitären Weltsicht, wie sie sich die gesund emanzipierten Frauen sich wünschen, sondern genau das Gegenteil.

    • Veganislove
      Ich gebe Ihnen in vielen Dingen absolut recht. Ihre Genervtheit kann ich allerdings nicht so ganz nachvollziehen, sorry. Ich denke in diesem Kommentarbereich wird vergleichsweise differenziert und vielfältig argumentiert, wenn man es mal mit anderen Seiten vergleicht. Was ihr Anliegen betrifft, vielleicht kann mein Kommentar zu „Souverän und Bernard Neelen“ weiter oben etwas zur Ihrem Anliegen beitragen.
      Nächtlicher Gruß

    • Vielen Dank für den Hinweis auf Ihre Kommentare! Besonders das erste mit den Zitaten von Fromm hat mich sehr gefreut und da kann ich alles vollkommen nachvollziehen. Erich Fromm sagt mir immer noch wieder den Teil meiner inneren Wahrheiten, der noch nicht von mir in Worte gegossen wurde. Ein wundervoller Mensch!
      Jetzt bin ich auch schon nicht mehr so genervt, weil ich mit meinem Standpunkt hier mich nicht mehr so alleine fühlen muss! Sie haben das sehr schön formuliert, was auch ich genauso denke!

  32. Merkel hat bekannt gegeben, sie will sich zur Kanzlerin-Wahl stellen

    Weiter so, wenn man glaubt mit klugen Sprüchen auch nur ein bisschen zu verändern, dann irrt man.Will man wohl auch hier, die Selbstdarstellung steht an erster Stelle..Ein „Wir“ gibt es irgendwo, auch hier nicht…Der Blog verkommt, wird benutzt und konterkariert Ken Arbeit, denn kein junger Mensch könnte hier mit Ihnen diskutieren!

  33. „Die Architekten der Macht müssen eine Kraft schaffen, die man spüren aber nicht sehen kann. Macht bleibt stark, wenn sie im Dunklen bleibt – wird sie dem Sonnenlicht ausgesetzt, verflüchtigt sie sich.“

    Ja, es braucht mehr Transparenz, damit sich etwas verändern kann. Doch die Intransparenz besteht nicht nur auf der Seite der Herrschenden, sondern ebenso auf der Seite der Beherrschten.
    Das, was unsichtbar bleibt, können wir nicht richtig greifen, nicht richtig damit umgehen. Es macht uns in gewisser Weise ohnmächtig und handlungsunfähig. Die Auseinandersetzung bleibt zwangsläufig unvollkommen. Die Konflikte sind nicht wirklich lösbar. Wenn wir an den Machtstrukturen rütteln, ohne unsere eigene Rolle in diesem Spiel zu erkennen, landen wir in einer Sackgasse. Die Macht des einen, ist die Ohnmacht des anderen. Innerhalb der Polarität findet alles seinen Gegenpol.

    Das Internet, als Instrument dieser Zeit, ist nicht nur eines der Macht, sondern auch der Ohnmacht. Der Schleier wird oftmals auf beiden Seiten nicht gelüftet. Auf der einen Seite befinden sich einige wenige die die Stellschrauben drehen, um ihre Macht zu erhalten und auf der anderen Seite gibt es eine riesige Menge an Nutzern, die unbewusst dem Machterhalt dienen, ohne es zu bemerken. Die einfach konsumieren, oder anonym ihre Statements abgeben.
    In den Kommentaren gibt so viele gute Gedanken, Hintergrundinformationen und Meinungen, doch es wird nicht wirklich ersichtlich, wer dahinter steht. Es bleibt intransparent und ist wie Schattenboxen. Was soll sich dadurch wirklich verändern? Es kann gar keine richtige Gemeinschaft entstehen, die ihre Stärke aus sich selbst bezieht.

    Wenn wir wirklich aufrichtig für etwas stehen, dann müssen wir auch so mutig sein und uns zeigen. Aufhören, das Schattenkabinett auf der anderen Seite zu bilden und uns wirklich sichtbar zusammenschließen. Die Angst bestimmt das Geschehen solange, bis wir uns ihr stellen, uns mit ihr auseinandersetzen und sie Schritt für Schritt auflösen. Nur dadurch entziehen wir ihr die Macht.

    Herr Grimaldi hat das Machtspiel wunderbar durch sein Bild mit dem Puppenspieler zum Ausdruck gebracht. Wer zieht die Fäden im Hintergrund und wer lässt sich durch andere steuern und manipulieren? Wer entzieht sich seiner eigenen Verantwortung?
    Wenn wir uns diesen Fragen zuwenden, den eigenen Schleier lüften und uns zu uns und unseren Ansichten und Meinungen klar bekennen, dann kann sich wirklich etwas verändern. Ansonsten entsteht nur ein Sumpf, in dem man allzu leicht stecken bleibt.

    Gemeinsam sind wir stark. Doch wie können wir diese Stärke nutzen, wenn wir uns gar nicht als Gemeinschaft erkennen?
    Wir lassen uns ständig entzweien, bleiben vielleicht auch lieber im Hintergrund, weil wir Angst vor der Wahrheit und der Übermacht anderer haben und lassen uns zum Spielball einiger weniger machen, die vor Langeweile gar nicht mehr wissen, was sie noch anstellen könnten, um ihrer inneren Leere zu entfliehen.

    Warum ändern wir nicht einfach das, was wir verändern können? Stehen zu uns, zeigen uns und lernen, mit unseren Stärken und Schwächen konstruktiv und lösungsorientiert umzugehen?
    Bewusstsein schafft Frieden und dafür braucht es Transparenz, Ehrlichkeit und die Bereitschaft zu echten Veränderungen. Dann kann auch eine starke Gemeinschaft entstehen, die etwas zum Guten bewegt. Und wir können alle Teil dieser Bewegung sein!

    • Hallo Marikka,

      ich glaube nicht daran, dass es hier eine so grosse Anzahl an Menschen gibt die Angst vor der Wahrheit oder Übermacht anderer haben.

      Grimaldis Puppenspieler ist, so denke ich, ein prima Beispiel zur Erklärung des Ganzen. Hier gehen die ersten aufgeregten Stimmen umher, wg. Merkels Wunsch irgendwann in ´ner Holzkiste aus dem Kanzleramt getragen zu werden. Dabei ist diese gruselige Figur auch nur eine Marionette im Berliner Puppentheater.

      Transparenz und Gemeinschaft, Dinge gemeinsam angehen und Lösungen kreieren.
      Ob das hier, so in der anonymen I-net-Wüste funktioniert?!

    • Hallo Marikka Schaechtelin,

      Meiner Meinung nach sollte es im Netz viel mehr Intransparenz geben, mit Verschlüsselung etc. Die nicht-anonyme Gemeinschaft hat jeder in seinem persönlcihen Umfeld.

      Die Geheimdienste müssen sich schon ein bischen anstrengen, nicht nur Adresslisten abarbeiten, während wir keine Chance haben zu erfahren, was die Mächtigen in Glasvitrinen (innerhalb von Räumen) verschanzt, nicht verwanzt, so gegen uns konspirieren. Ich schreibe „uns“ woran sich erkennen läßt, daß sich schon eine Gemeinschaft auf anonymer Basis bilden kann.

      Für mich zählt der Inhalt der Kommentare, nicht wer dahinter steckt.

      Wir hatten hier schon mal so einen Kommentar. Wenn Sie das wirklcih für die bessere Alternative halten, könnten Sie sich mit Brigitte Schneider aus Worpswede zusammenschliessen, dann wären Sie schon zu zweit.

    • „KenFmFan“

      Wir bekommen das Netz aber leider nicht verschlüsselt. Die wissen, anhand logisch vorgehender Algorithmen, schon was wir schreiben werden, bevor wir überhaupt die Gedanken zum Text fertig haben. Wo jeder einzelne von uns sitzt, wieviele PC´s wir in welchen Räumen, mit welchen Programmen bestückt haben, wissen DIE schon lange.

      Für mich zählt auch der Inhalt des Geschriebenen. Mehr als sozialer Status, Vorbildung etc..
      Aber, es ist erwiesen, dass eine anonyme Masse weder mittel,- noch langfristig eben nichts erreichen kann.
      Das macht mir Marikkas Gedanken wieder sehr sympathisch.

    • Hallo BlueProject, das wissen die nur von denen, die nicht verschlüsseln. Wer hat bewiesen, daß anonyme Massen nichts erreichen können? Sind Wahlen anonym? Aber die erreichen nichts, denken Sie jetzt vielleicht…was noch zu beweisen wäre….

    • Wann hat eine anonyme Masse jemals Entscheidendes erreicht. Wir reden hier nicht von überflüssigem Käse wie Wahlen oder dergleichen. Wenn Sie durch Wahlen, sagen wir mal in den letzten 30 Jahren, irgendetwas Positives für sich und uns erreicht haben, füllen Sie meine Wissenslücke.

      Wenn Verschlüsselungen etwas verschlüsseln würden, wären sie, so denke ich, längst verboten.
      Es dauert einfach nur etwas länger. Die Iranis haben die Netzzugänge zu ihren Kraftwerken nicht verschlüsselt?!
      Pentagon, CIA, FBI, BND etc.. verschlüsseln alle wie die Blöden. Und ?! Da gehen tagtäglich terrabitegrosse Datensätze raus und rein, die niemals so raus und rein gehen dürften. Wir erfahren aber nur hier und da mal davon. Und dann kommen wir mit SSL und ähnlichem um die Ecke. Ich bin kein IT Experte. Aber bei der Menge der täglich weltweit abgegriffenen Daten glaube ich, die einzige wirklich funktionierende Möglichkeit ist, die den ganzen Tag milliardenfach mit Schund zu beschäftigen bis Ram und Prozessoren aussteigen.

    • „Außerkontrolle“ – Ein schönes Pseudonym, aber eben ein Pseudonym.
      Unsere Welt krankt daran, dass es so wenig echte Gemeinschaft gibt. Gemeinschaft die so stark ist, dass sie sich nicht von „Puppenspielern“ dirigieren lässt, sondern die Weisheit aus sich selbst bezieht und danach handelt.
      Echte Gemeinschaft braucht echte Mitglieder, sonst ist sie eine Pseudogemeinschaft und diese kann nicht wirklich etwas bewegen. Sie schafft nur die Illusion von „Wir bewegen etwas“.
      Aufklärung und die individuelle Entwicklung ist sicherlich das eine, aber was dann? Sind wir schon reif für echte Gemeinschaft in der jeder seinen Platz hat und geachtet wird?
      Für mich geht es um das Bewusstsein, um das eigene Denken ,Fühlen und Handeln. Sich seiner selbst bewusst zu werden und das eigene schöpferische Potential auch Teil dieser Welt werden zu lassen. Das kann ich aber nur, wenn ich mich auch zeige und zu mir stehe.
      Wir brauchen kein Paralleluniversum, sondern den Mut wahrhaftiger zu werden und unsere Angst zu erlösen. Wenn wir die Täuschung aufrecht erhalten, werden wir sie nicht überwinden.
      Die Angst ist der Gegenpol zur Liebe und wenn wir uns selbst gegenüber liebevoller werden und zu uns stehen, leisten wir damit schon einen wichtigen Beitrag für die Welt. Wir verändern die Realität, indem wir uns selbst verändern. Indem wir authentischer werden und unser Denken, Fühlen und Handeln in Übereinstimmung bringen.
      Jeder Schritt in diese Richtung ist ein guter Schritt in eine liebevollere Welt.
      Anonymität und Gemeinschaft schließen sich in gewisser Weise gegenseitig aus. Gemeinschaft bedingt ja, dass wir aneinander wirklich teilhaben. Die Pseudogemeinschaft ist eine fatale Entwicklung, weil sie die echte Gemeinschaft immer mehr verdrängt. Spätestens, wenn der Strom abgestellt wird, werden wir merken, auf was es wirklich ankommt.

    • Und doch, Marikka, sind Sie hier und lassen uns teilhaben an ihren guten Gedanken.
      Und das hat doch auch einen Grund!?
      Sie haben hier die Möglichkeit mehr Menschen zu erreichen, als in ihrer unmittelbaren Umgebung, auch wenn die
      Leute hier anonym bleiben. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich befürworte ihr persönliches Vorgehen und habe einiges davon für mich schon seit einiger Zeit umgesetzt, wenn es auch jeden Tag ein Kampf ist. Nur, ich denke, dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie sagen ja selbst, das wir wohl erst was merken, wenn uns der Strom abgestellt wird.
      Das wir hier unsere Anonymität aufgeben wird nicht viel bringen. Sich im echten Leben zu treffen und sich auszutauschen schon eher. Ich meinte mit meiner Frage, was wir ihrer Meinung nach jetzt tun sollten neben der Aufgabe sich persönlich zu verändern?
      Die neu geplante „Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ – kurz ZITiS – soll zum zentralen Forschungspunkt für das Brechen verschlüsselter Kommunikation werden. Staatlicherseits! Und auch der Stromanbieter wird nicht warten bis unser geistiger Prozess abgeschlossen ist.

    • Lieber Außerkontrolle (oder liebe Außerkontrolle? Hört sich auf jeden Fall beides gut an!),

      für mich schließt das eine das andere nicht aus. Ich schätze die Möglichkeiten des Internets, sehe aber auch die Schattenseite. Wir können uns informieren, unsere Gedanken miteinander teilen und finden auch Gleichgesinnte. Menschen, die auch sehen, was wir sehen, die aufgewacht sind und sich nicht länger belügen und instrumentalisieren lassen wollen. Doch was ist dann? Was machen wir damit?
      Wir sind schon viele. Und sicherlich fragen sich auch viele andere, was wir jetzt tun können. Belassen wir es beim Informiertsein? Knüpfen wir ein unsichtbares Netz Aufgeklärter und tauschen immer weiter unsere Gedanken aus? Oder knüpfen wir ein sichtbares Netz, das auch im Falle eines Stromausfalles Bestand hat?

      Wollen wir die Dunkelheit erhellen, wäre es doch gut, das Licht zu nutzen. In der Anonymität bleibt alles grau und es kann sich nicht wirklich etwas verändern.
      Tatsächlich glaube ich, dass jeder Einzelne zur Erhellung dieser Welt etwas beitragen kann, wenn er es denn will. Und ich will auch nicht behaupten, dass es einfach ist. Wir sehen es ja an vielen Beispielen (z.B. auch bei Ken Jebsen), dass die Angriffe der anderen Seite nicht lange auf sich warten lassen und auch neue Herausforderungen mit sich bringen. Doch daran können wir nur wachsen. Wichtig ist doch, dass wir aufrichtig sind, bzw. uns darum bemühen, aufrichtiger zu werden.
      Diese Entscheidung ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich persönlich freue mich über jeden mutigen Menschen, der sich offen zeigt. Und wenn dies immer mehr Menschen tun, dann kann eine kraftvolle Bewegung entstehen.

      „Wenn du nicht ein Teil der Lösung bist, dann bist du ein Teil des Problems.“ Augustinus Aurelius

    • Hallo Marikka,
      Ich würde sagen, die Gedanken, die ich hier mitnehme verarbeite ich und beziehe sie einfach mit ein, wenn
      es darum geht Sachverhalte zu beurteilen (im besten Fall). Davon abgesehen gehe ich bereits, zumindest im kleineren Kreis, an die Öffentlichkeit. Und manchmal kommt auch was an davon, je nachdem wie weit sich derjenige selbst schon auf den Weg gemacht hat.
      Man könnte sich auch mit einigen von hier, deren Gedanken man teilt und schätzt, mal treffen. Ich hätte da prinzipiell nichts gegen einzuwenden.
      Da hätte ich noch was für Sie, da Sie sich immer so sehr über mein Pseudonym freuen:)
      Antwort von Ric’s Cafe an mich und meine Rückantwort
      https://kenfm.de/nachdenken-ueber-donald-trump-und-antiamerikanismus/
      L.G.

  34. Ich weiß nicht, die offensichtlichen Fragen gehen immer so unter. Welche Strukturen der Macht kennen wir bereits? Welche Macht hatte sogar das „1000 jährige römische Reich“ überlebt? Die römisch-katholische Kirche.
    Wie ist diese Enstanden? Aus einem Kreis von Verschwörern hervorgegangen. Ich weiß, hören Christen jetzt nicht gerne, aber aus geschichtlich rechtlicher Perspektive ist es stimmig.
    Ist sie eine Weltmacht? Aber klar doch.
    Also, nicht das die Christen sich angegriffen fühlen, das ist eine nüchterne Analyse geschichtlicher Fakten. Hat nichts mit den Werten der jetzigen Mitglieder bzw. Gemeinde zu tun.

    Und das andere Verschwörer diese Heransgehensweise genauestens studiert hatten und auch dementsprechen umsetzen wollen, um eine Weltherrschaft für sich zu beanspruchen, ist doch offensichtlich.

    • Auch mit dem Römischen Reich greift man viel zu kurz! Was ist mit dem antiken Griechenland mit seinen vielen Kriegen, dem Sklavenhandel und den in den Bergwerken angeketteten Zwangsarbeitern? Was ist mit dem patriarchalen Machtsystem im alten Ägypten? Gewalt-Gewalt-Gewalt und patriarchale Hierarchie so weit das Auge reicht! Und mit Gewalt wird auch verhindert, dass hinter all dem gesellschaftserhellend geforscht werden kann! Es wird einfach behauptet, Ägypten sei die erste Hochkultur der Menschheit gewesen! Matriarchatsforschung, Erforschung egalitärer Systeme, wird extrem behindert und diskriminiert! Sie erfüllt schon lange die Bedingungen, um als Wissenschaft gelten zu müssen, aber wird bis heute an Universitäten als Studienfach nicht zugelassen! Dass darüber hier auch bei KenFM niemand etwas weiß ist auch ein Indiz dafür, wie hier Forschung außerhalb des patriarchalen Gewaltsystems unterdrückt wird!

  35. Das, was die Menschen am meisten angeht, sind die drei M’s: Macht, Mord, Miltär. Das sieht man hier bei Ken auch ganz deutlich an der entsprechenden Konzentration der Kommentarfrequenz. Warum fasst bis jetzt niemand dies zusammen unter dem schlichten Begriff GEWALT? Wir müssen doch erst einmal untereinander klären, was jeweils bei dem Wort GEWALT in unseren Köpfen sich formiert! Was ist GEWALT? Was verstehen wir darunter? Warum wendet unsere Spezies sie an und seit wann tut sie das? Oder ist sie uns etwa eingeboren, wie viele denken? Wenn wir das nicht untereinander endlich einmal zu klären beginnen, werden wir uns über die darauf gesetzten Probleme sowieso nie einig!

    • Hallo Veganislove,

      ich denke schon, dass uns allen ein gewisses Gewaltpotential mit auf den Lebensweg gegeben wurde.
      Nehmen wir nur mal an, dass Du und/oder dein Liebster körperlich angegriffen werden.
      Wenn nichts anderes mehr hilft, was tust Du dann?

      Es gibt physische, psychische, strukturelle, sowie weniger geläufige Gewaltformen. Z.B. lustvolle Gewaltausübung.
      Dann gibt es noch Gewalt, welche sich Menschen gegenseitig bei vollem Bewusstsein antun, damit aber ein viel grösseres Ziel erreichen möchten. Sich zum Schutz anderer, wenn man die dahinter stehende Philosophie erstmal verstanden hat, einzusetzen. Für die, welche nicht willens oder meist nicht imstande sind, körperliche Gewalt anzubringen. Der Starke muss sich unbedingt für die Schwachen einsetzen. Wenn Du eine Situation, auch physisch zu beherrschen kannst, bist Du immer souveräner und kannst mitunter sogar lächelnd eine vermeintliche Niederlage durch Nachgeben einstecken. Dann hast Du vermieden, was nicht nur wir beide hier ablehnen: GEWALT gegen wen auch immer..

    • Danke, dass Du geantwortet hast. Sonst stoße ich mit diesem Anliegen immer nur wieder auf taube Ohren. Deine Antwort zeigt doch aber auch wieder nur, dass das Phänomen bzw. der Begriff Gewalt in unserer Gesellschaft überhaupt nie wirklich geklärt wurde. Die meisten Menschen haben sich schon so selbstverständlich an die herrschende Gewaltstruktur angepasst, dass sie meinen, über Gewalt an sich gar nicht mehr nachdenken zu müssen. Mich würde wirklich interessieren, was jeder user hier in einem Satz als Definition für den Begriff Gewalt hinschreiben würde, wenn er diese Aufgabe gestellt bekäme. Gewalt ist…usw. Aber das wäre ja deshalb auch schon wieder ein leidiges Unterfangen, weil zu dem Wort Gewalt schon verschiedene Positionen eingenommen werden können. Für mich ist es z.B. eindeutig negativ beladen und eine Verteidigung bei Angriff auf Leib und Leben – auch anderer ist da natürlich keine Gewalt. Gewalt ist z.B., andere übervorteilen zu wollen. Gewalt ist, Macht über andere gewinnen zu wollen, um sie für sich zu benutzen. Gewalt ist z.B. auch die betrügerische lüge- die Bekleidung der nackten, blutigen Gewalt. Gewalt ist, das Blut von anderen zu vergießen. Gewalt ist, anderen nicht das selbe Glück zu wünschen wie sich selbst, Gewalt ist Vergewaltigung der Natur, auch seiner eigenen…
      Summa summarum: Gewalt hat immer eine verzerrende, verschmutzende, vergiftende und unterdrückerische, lebenserstickende Wirkung. Gewalt ist das, was uns jetzt hier und heute in allen Bereichen zu schaffen macht. Gewalt ist die grundsätzliche und degenerative Erkrankung des Menschseins. Und wenn wir die nicht sauber identifizieren, dann brauchen wir uns über die politischen Zustände, die alle auf Gewalt aufgebaut sind, gar nicht erst zu streiten beginnen. Merkt denn keiner, dass sich so alles nur immer im Kreise herumdreht? Ein Teufelskreis-und mehr noch als eine Kreisbewegung: Da bei all dem die Natur-unsere Lebensgrundlage- immer schneller zerstört wird, muss man schon von einer Schraubbewegung in den Abgrund sprechen. Bei jeder Umkreisung ist es schon wieder viel schlimmer, als bei der vorausgegangenen. Unsere Entwicklung zum Naturhindernis muss aufgeklärt – und vorher überhaupt erst einmal zugegeben werden. Und so lange dies nicht geschieht, sehe ich auch keinen Grund mehr, mich an dem politischen verbalen Hick-Hack noch groß zu beteiligen. Mich hätte wirklich interessiert, was Herr Teusch und Herr Grimaldi hierzu zu sagen gehabt hätten.

    • Ich habe mir gerade mit Schaudern vorgestellt, wie Du deine Verzweifelung in die Tastatur gehackt hast.
      Ich habe auch vorher schon verstanden was Du ausdrücken und fragen wolltest. Ich habe versucht einfach rational zu bleiben um deine Sorgen ein wenig kleiner erscheinen zu lassen. Das ist mir nicht gelungen. Sorry dafür.

      Wir kommen mit Gewalt auf die Welt, werden gewaltanwendend, unter Androhung von Strafen wie Stubenarrest, Taschengeldentzug etc.. erzogen, erziehen irgendwann selbst, boxen uns durch und werden irgendwann, zumindest sehr viele von uns, gewaltsam, zu einem für uns unpassenden Zeitpunkt mit Gewalt wieder aus diesem Leben gerissen. Und dann habe ich noch garnicht von der Gewalt an Wesen, welche Dir und vielen Anderen so wichtig sind, gesprochen. Die, welche sich überhaupt nicht wehren können. Sie haben nie gelernt, weil es garnicht in ihrer Natur veranlagt ist, Bomben zu bauen, mit denen sie die Betonkäfige die wir ihnen anlegen, zu zerstören. Das, was Du hier jetzt zum Thema erhoben hast, wurde auch ganz klar in Positionen 8 deutlich. Herr Herles hat ganz klar versucht Gewalt anzuwenden. Das ging gottseidank in die Hose, oder nach Geschmack auch nach hinten los. Ich muss jetzt hier Schluss machen, muss mich gerade selbst ein wenig schützen vor all dem Dreck, Kriegen, Gewalt, Scheissgeld und Lügen. Ich bin bald wieder da und wir werden das hier nicht vergessen. Versprochen !!!

      Grüsse an Euch
      Der andi

    • Du traust Dir jedenfalls, Dein Herz sprechen zu lassen und das ist erst einmal die wichtigste Voraussetzung für die Diskussionen und Handlungen, die jetzt die Welt braucht!
      Wo die Liebe nicht mehr hinreicht – da entsteht Gewalt. Gewalt ist, wo Liebe abwesend ist. So einfach ist das. Ich hätte mir selbst viel Leid und Selbstzweifel ersparen können, wenn ich nach diesem simplen Konzept von klein auf durchgelebt hätte. Aber auch ich hab mir über eine lange Strecke die Minderwertigkeitskomplexe aufzwingen lassen, die man zwangsläufig bekommt, wenn man sich nicht bewusst gegen die verkehrten Werte dieser oberflächlichen Ellenbogengesellschaft wehrt. Es ist nicht nur „etwas faul im Staate Dänemark“ oder hier oder dort, sondern überall, wo der sog. „menschliche Fortschritt“ hingekommen ist. Ich fühle die Tiere als Teile von mir selbst und so lange sie so leiden müssen, leide ich genauso. Und nicht nur ich, sondern die ganze Welt. Es ist ein satanischer Sog in der Welt und den gilt es zu erkennen und ihm zu widerstehen mit Wissen und Bewusstsein.
      Wir müssen erkennen, dass diese Zivilisation im Grunde eine Entwicklung von Gewalt war. Das Leben hat sich durch Co-Operation entwickelt – in der Natur nennt man das Symbiose- und nicht durch das Gewaltprinzip, wie viel zu viele immer noch irrigerweise und fatalerweise glauben. Was soll denn jetzt noch alles geschehen, ehe dieser Irrtum endlich erkannt wird? Glaubst Du wirklich, dass bis vor 7 oder 10 000 Jahren die Menschen nach diesen heutigen Gewalt- Prinzipien gelebt haben können über millionen Jahre hinweg? Das ist doch eine Degenerationserscheinung! Gewalt und der Glaube daran ist eine degenerative Erkrankung speziell unserer Spezies. Ignoranz und Arroganz ist die menschliche Form von Dummheit und sie ist unvergleichlich viel gefährlicher, als jede andere Form von geistiger oder körperlicher Behinderung. Dass die Menschheit sich erdreistet hat, die Tiere als seelenlose Nutzgegenstände zu betrachten, hat sie daran gehindert, von deren Quellenbewusstsein zu lernen und zu profitieren. Und das hat sich furchtbar gerächt. Auf diese Weise „schlägt die Natur“ tatsächlich „zurück“, obwohl diese Redewendung auch nur wieder ein Indiz für die überstülpende, auf alles übergriffige Fehlmenschlichkeit ist. Wir sind mit eingewebt in das große Netz, das uns entstehen ließ und das erforderte Dankbarkeit, Kreativität und Behutsamkeit in aller Daseinsfreude. Es wurde aber jetzt über tausende von Jahren das Gegenteil praktiziert. Man muss sich nur mal das Wort Er-Ober-ung auf der Zunge zergehen lassen. Der Mensch kann nirgends „oben drauf“ sein, er ist in Wirklichkeit immer mitten drin. Anstatt ein entsprechendes Netz von gegenseitigem Verstehen zu weben und zu pflegen, wurde dieses natürliche Netz immer wieder versucht, zu zerschneiden und zu zerstückeln. Der Grund dafür war immer, dass es genügend Idioten gab, die überall „obenauf“ sitzen wollten und sich die Menge sogar noch ein Beispiel an dieser Hybris genommen hat, anstatt geistig dagegen aufzustehen. Diese Hybris hat alle Lebensbereiche erreicht und vergiftet.

  36. Zum Thema der Medien- und anderen Institutionen als Wegbereiter der unsichtbaren Macht.

    Der brandneue Kampfbegriff aus der aktuellen Ausgabe des „Neusprechdiktionärs:“ Die „Eliten“ entdecken für sich das postfaktische Zeitalter und postfaktisch sind immer die Anderen.

    Ein Jammer daß das Volk und nicht die Eliten das Problem sind. (Gauck)

    … Postfakten. Das sind sicherlich auch antiamerikanische Verschwörungstheoretiker:

    Postfaktisches Zeitalter – Darauf einen Bommerlunder

    Von der Benennungsmacht der politischen Eliten und der Medien
    „Postfaktisch“ ist ein Begriff, der derzeit in den Medien landauf landab zu hören ist. Die Moderatoren der großen Polit-Talkshows gebrauchen ihn so genüsslich wie ein Kind, das sich über ein besonders tolles Weihnachtsgeschenk freut.
    (…)
    Die Trias aus Politelite, Medienelite und den Eliten polierte schon immer gerne das Postfaktentum auf Hochglanz
    (…)
    Der Einsatz der Bundeswehr im Kosovo hat nie gegen das Völkerrecht verstoßen? Postfaktisch mit Sicherheit nicht. Im Irak gab es Massenvernichtungswaffen? Die gab es postfaktisch ohne Zweifel. Die Freiheit der Deutschen wird am Hindukusch verteidigt? Eindeutig, aus postfaktischer Sicht. „Unsere“ militärischen Interventionen sind gut und gerecht und grundsätzlich frei von niederen Interessen? Das Postfaktentum, es lebe hoch!
    All diese fatalen politischen Entscheidungen und Weichenstellungen waren nur deshalb möglich, weil führende Medien, die jetzt gar nicht laut genug gegen das postfaktische Zeitalter wettern können, dem „Postfaktentum“ den roten Teppich ausgerollt und ihn geradezu hingebungsvoll von „Irritationen“ gereinigt haben – wie selbstverständlich unterstützt von jenen Eliten aus dem kulturellen und wissenschaftlichen Bereich, die dank ihrer „Absolution“, die sie den Entscheidern aus dem politischen Feld erteilt haben, zu gern gesehenen legitimen Sprechern in den Medien wurden.

    heise.de/tp/features/Postfaktisches-Zeitalter-Darauf-einen-Bommerlunder-3468993.html?seite=2

    … oder hier:

    Vorsicht – das postfaktische Zeitalter ist da!

    deutsch.rt.com/gesellschaft/43351-mainstream-postfaktische-zeitalter-verunglimpfung-trump-brexit-volk/

    „An ihrer Sprache sollt Ihr sie erkennen“
    (Hans Jacob)

  37. Wenn man mit den Strukturen der Macht ausseinandersetzt, sollte man doch mal die Frage nach den Spuren des Geldes stellen. Das Big Players wie Soros, Gates, Kochs uwm. mit ihren Foundations unheimlich viel Einfluss nehmen ist nachweislich bekannt. Die Spur ist leicht nachvollziehbar, wenn man die Primärquelle die der Forbesliste anschaut.
    Doch da stellt sich die Frage welche Namen NICHT auf dieser Liste steht, von dene man aber sehr vieles liest.
    Morgans, Rockefeller sowie Rothschilds.
    Ok, faireshalber muss ich erwähnen, ich stehe auch nicht auf der Forbes Liste mit meinen bescheidenem Vermögen 🙂
    Nun sind da drei Thesen die ich aufstelle:
    1. Die genannten Namen sind so bescheiden wie ich 🙂
    2. Die genannten Namen sind zwar vermögend aber es reicht nicht für Top 100
    3. Es exisitiert eine geheime Ranking Liste über die der Forbes und da sind sie drin

    • Sehr schön, über das Thema der Forbes Liste hatte ich vor einigen Jahren ein Gespräch mit einem Freund geführt, während wir uns einen Film aus der Zeitgeist-Doku Reihe ansahen.

      War schon damals spannend, daß die von ihnen erwähnten Familiennamen dort nicht auftauchen.

      Das Empörungsmanagement – hard at work.

  38. Bei Jou Tube konnte man fest stellen, die Anzahl der Kommentare steigt enorm.Erfreulich war ein besonderer Kommentar, (Struktur der Macht) der eines 16Jährigen.Er fand sie Sendung gut, will auch hier hinein schauen, hoffentlich macht er mit, denn irgendwann muss Schluss sein mit der , Pedanterie und Spießigkeit, vor allem wird mit den jungen Leuten eine Diskussion entstehen, mit der ältere Bürger gern geizen.
    So gesehen ist das ein Erfolg, auch durch Herrn Herles, gewöhnungsbedürftig, aber es geht!

  39. Das gestellte Thema wurde wohl nur von den Herren Grimaldi und Jebsen angerissen. Hatte den Eindruck, daß Prof.Dr.Teusch hier noch mitgeht. Aber die beiden Herren Koch und Herles tu ich mir nicht mehr an. Bin selbst schon älter und habe für mich beschlossen mich nicht mehr mit Leuten auseinanderzusetzen, die Panik davor haben ihre Illusionen in denen sie leben, zu verlieren. Freiheit ist nicht immer einfach, erst wenn man das kann.
    Hr.Jebsen möchte ich eher um mehr Mut bitten. Bisher war keine Diskussion auf dieses so häufige Nicht-Niveau der Beschimpfungen und Agression gesunken. Hätte Hr.Herles schon beim ersten Schwächeanfall gebeten zu gehen.
    Aber, das große aber. Gut daß es solche Diskussionen gibt, sehr gut, daß es Hr.Jebsen und sein Team gibt. Vielen Dank. Hoffe, sie können die Arbeit bald teilen in dem sie noch weitere so qualifizierte Leute finden.
    Erwin Heller

    • Nun wollen wir nicht auch noch mit doppelten Maß messen.Wenn man bereit ist sich schon so viele Jahre unsere Politiker anzutun, dann kann man doch nicht so verbissen reagieren.Gut, gut, Herr Herles hätte, sollte, könnte….hat er aber nicht und nun, Schon einmal einen anderen Herles erlebt? In dem Punkt ist alles wie immer, verurteilen, Fingerzeig aus andere…mancher glaubt weiter zu sein…ist er nicht.Und Herrn Koch ignorieren, der hat sich aus der Öffentlichkeit zurück zu ziehen, das tut man als älterer Mensch nicht.
      Anscheinend bemerkt man seine eigene Arroganz nie, grenzt aus um nicht die Verschiedenartigkeit der Menschen akzeptieren zu müssen.Entweder du bist wie ich…sonst geh!
      Gib dem Deutschen Futter, so war er schon immer vom Eigentlichen gut abzulenken..Und nun glaubt man auch noch besonders intelligent zu sein.Mehr Ego geht nicht und das ist allgemein gedacht!

  40. Eine Diskussionsrunde die sich dem eigentlichen Thema nur teilweise angenähert hat, was durchaus auch daran liegt dass Koch anscheinend in dem Alter angekommen ist, indem man zum Erzähler von Anekdoten aus dem eigenen Leben wird und die mentale und emotionale Verbindung zu den realen aktuellen Strukturen verliert – das ist nicht unnatürlich und in einem Einzelgespräch durchaus interessant, war aber in der Diskussion weniger bereichernd. Was Herles betrifft: Ich habe ja den Gedanken gehabt, dass die MSM und die dahinter stehenden Machtstrukturen solche Leute vorschicken, um durch „Verschwörungstheorie-Zwischenrufe“ den Versuch zu starten, die mächtiger werdenden Alternativmedien zu diskreditieren. Das liefe dann so: Man behauptet in einer ZDF-Sendung KenFM verbreite – mal wieder – Verschwörungstheorien, blendet den sich echauffierenden Herles ein und jeder zweite ZDF-Konsument glaubt dann, dass dies ein „Beleg“ ist…aber andererseits sollte man solche Propagandisten des öfteren einladen, insbesondere wenn sie ein derartiges Benehmen an den Tag legen: Sie entlarven sich und die gesellschaftliche und politische Struktur für die sie stehen so schön offensichtlich, jedenfalls wenn man ihnen länger zuhört.

    Aber egal, gerade dieses Thema braucht eine Wiederholung mit Diskussionsteilnehmern verschiedener Profession, nicht nur Journalisten. Eine(n) nicht neoliberalen Wirtschaftsfachmann/-frau, jemand der etwas von Geheimdiensten versteht, jemand der sich mit Soziologie und Massenpsychologie beschäftigt und auskennt, einen Medienforscher wie Teusch oder eine Fachfrau wie Krone-Schmalz.

    Interessant fand ich übrigens die Bemerkung von Grimaldi, in allen der jüngsten Kriege seien die Journalisten der überfallenen Länder gebombt worden – wusste ich nur von Serbien bisher.

    • Strukturen der Macht:

      WAS MICH INTERESSIEREN TÄTE

      Wie arbeitet ein Thing Tank bzw. Denkfabrik, und wie wird sie finanziert.

      Ist das so etwas wie eine Werbeagentur, gibt dort ein Interessent eine Meinungsmanipulation in Auftrag ?

      Ich hätte gerne: einmal böser Putin..
      Wie hätten sie es gerne: Am Stück oder geschnitten?

      Es werden Begriffen geprägt, die Denkmuster auslösen sollen.

      Wer arbeitet diese aus und welchen Vorteil erhofft er sich davon. (Größeres Auto, goßes Gehalt, Pufbesuch) ?
      Leider erfahre ich über das Personal dieser Denkfabriken relativ wenig.

      Ich höre von Atlantikbrücke Aspeninstitut, Bertelsmannstiftung ….

      Ist Herr Kleber, Frau Merkel, Herr Gauk seinem Land weniger verbunden, als irgend welchen Interessenkreisen.

      Und ist dann nicht die Gretchenfrage, wie wehren wir uns dagegen

      Ist eine Demonstration gegen CETA oder TETIP nicht zu tief gegriffen?

      Müsste ich nicht eher gegen das Personal demonstrieren?

      Hier erwarte ich Aufklärung von kompetenten Leuten die Einblick haben oder hatten
      zB. ein Albrecht Müller, Willi Wimer, Hans Christian Ströbele, von denen ich das Gefühl habe, das sie nicht ihr eigenes Süpchen kochen.

  41. Die erste Hälfte war ein Knäuel verlorener roter Fäden. In der zweiten Hälfte wurde das Thema etwas greifbarer. Doch insgesamt bin ich der Ansicht, hätte eine engere Fokussierung auf das Thema der Sendung gut getan. Die Strukturen der Macht blieben über weite Strecken kaum sichtbar im Dunkeln und wurde nur hin und wieder mal von einem Lichtblitz gestreift.

  42. „Strukturen der Macht“ – Ein wichtiges Thema. Leider ist die Sendung kaum darauf eingegangen.
    „Die Architekten der Macht müssen eine Kraft schaffen, die man spüren aber nicht sehen kann. Macht bleibt stark, wenn sie im Dunklen bleibt – wird sie dem Sonnenlicht ausgesetzt, verflüchtigt sie sich.“
    Über diese Erkenntnis von Samuel Huntigton ist kaum diskutiert worden – über eine Macht im Hintergrund, die alles bestimmt und entscheidet, aber nie sichtbar wird. Dabei hat schon W. Churchill gesagt „Derjenige muss in der Tat blind sein, der nicht sehen kann, dass hier auf Erden ein grosses Vorhaben, ein grosser Plan ausgeführt wird, an dessen Verwirklichung wir als treue Knechte mitwirken dürfen.“ oder Horst Seehofer 2013 am 2. Deutschen Fernsehen: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden.“
    Der Einzige, der in diese Richtung versuchte sich zu äussern, war Herr Grimaldi. Es war erhellend zu sehen, wie er sofort abgebügelt wurde. Verschwörungstheorie war noch eine harmlose Keule, die da geschwungen wurde. Dabei haben sich alle Verschwörungstheorien der letzten Jahre heute als sehr stichhaltig erwiesen. So können wir die „Verschwörungstheorie“, dass über 90% des Geldes von privaten Banken durch Bilanzverlängerung aus dem Nichts geschaffen werden, heute in einer Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank als Tatsache lesen (Geld und Geldpolitik, 2010, S.68ff).
    Es ist für uns schwierig, uns einzugestehen, dass Demokratie und politisches Geschehen eigentlich nur für unsere Unterhaltung im Vordergrund aufgeführt werden. Im Hintergrund sind die Entscheidungen längst gefallen. Herr Grimaldi hat mit seinem Bild des Puppenspiels leider mehr als recht. Uns werden auf der politischen Bühne nur Marionetten vorgeführt, der Spieler bleibt diskret im Hintergrund. Schon Kurt Tucholski hat vor fast 100 Jahren gesagt; „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten“. Es ist völlig unerheblich, welche politische Kraft am Ruder ist, ändern tut sich an der Agenda nichts. Obama hat das Blaue vom Himmel versprochen. Geändert hat sich nichts, im Gegenteil. Wenn jemand dieser Agenda wirklich gefährlich werden kann, wird er umgelegt. Die Liste ist endlos: Abraham Lincoln, JFK, Bobby Kennedy, Martin Luther King, Olaf Palme, Dag Hammarskjöld, John Lennon, Michael Jackson, Prince….. Es wäre an der Zeit, gerade in einem alternativen Medium, über diese „Strukturen der Macht“ zu diskutieren. Für ein solches Forum waren wohl die Teilnehmer ungünstig ausgewählt (mit Ausnahme von Herrn Grimaldi). Wichtig für eine solche Diskussion wäre die Regel, die Menschen ausreden zu lassen, selbst wenn sie sogenannte Verschwörungstheorien präsentieren. Die Tatsache, dass wir uns etwas nicht vorstellen können, heisst nämlich nicht, dass es nicht der Realität entspricht.

    • Die Herren Koch und Herles haben alles daran gesetzt, dass die Strukturen der Macht, wie sie Herr Grimaldi analysieren wollte, mit ablenkenden Allgemeinplätzen abgebügelt wurden. Vor allem die Diskussionsführung eines Herrn Herles empfand ich als unerträglich. Ich stimme Ihrem Post zu 100% zu

  43. Unter dem Eindruck der Runde und vieler Kommentare v i e r V o r s c h l ä g e zur Vertiefung und weiteren Bearbeitung des Themas »Strukturen der Macht«, deren
    e r s t e r
    den Titel betrifft, indem er ihn mit einen minimalen Zusatz mit maximalen Konsequenzen versieht:
    „Strukturen der Macht (I)“. Womit angedeutet würde, dass das brisante Thema mit dem anwesenden Personal und seinen Beziehungen zueinander wie zum Thema, dazu in einer einzigen Sendung, kaum das Entscheidende in der ihm gebührenden Betonung und Entschiedenheit heraus zu arbeiten und bei ihm zu verweilen in der Lage war. Anzustreben wäre also eine Art „Work in Progress“, das sich aber dennoch davor hüten sollte, sich in seinem Fortschritt (auf „grüne Weise“ Machtstrukturen erhaltend) rückschrittlich vereinnahmen zu lassen, sich zu integrieren, gar zu etablieren.
    Der Bedeutung des Themas wäre auf der KenFM-Website auch hierarchisch-formal durch seine Verankerung in der Führungsleiste (neben „Sendungen“ – „Artikel“ – „FM International“ – „Autoren“, meinetwegen direkt neben „Medienlandschaft“) Rechnung zu tragen. Einmal auf „SM“ geklickt und eine Liste der verschiedensten Beiträge (Text, Video, Interview) herrschafts- bzw. machtkritischer bzw. -struktureller Art, die sich in den verschiedensten KenFM-Formaten durchaus finden lassen, täten sich auf. (Der nichtgeplante Lustgewinn mancher Zeitgenossen und -genießerinnen beim SM-Symbol wäre dabei mißbilligend in Kauf zu nehmen; billigend dagegen der implizite Verweis auf zahlreiche Praktiken und Konsequenzen der verschiedenen Mächte und Mächtigen.)

    Z w e i t e r V o r s c h l a g :
    Es böte sich an, verschiedene T h e o r i e n der „Strukturen der Macht“ vorzustellen, zu diskutieren, zu überprüfen, sie auf ihre Gültigkeit, ihre Widersprüchlichkeit, ihre Verein- und Unvereinbarkeit hin zu untersuchen. Dazu wären die vorhandenen Formate heran zu ziehen wie auch mit sich der Sache angemesseneren neuen zu experimentieren.
    Z.B. gibt es da den leider verstorbenen Soziologen und Macht-, Herrschafts- und Elitenforscher und -kritiker H a n s J ü r g e n K r y s m a n s k y (u.a. „Hirten & Wölfe. Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen“; „0,1% – Das Imperium der Milliardäre“, „Planetarische Herrschaft – Ökonomie. Einblick in die Strategien der Superreichen: Mit ihren Funktionseliten entwickeln sie postkapitalistische Machtstrukturen“; Ringvorlesung »Kapitalismus und Weltgesellschaft heute«) und seine auf C. Wright Mills („The Power Elite“) aufbauende Untersuchung der Eliten und Machtstrukturen (Powerstructure Research in Deutschland), deren Zusammenwirken er anhand eines (Struktur-)Modells („Ringburgmodell“) veranschaulicht, dessen Aktualität und Brauchbarkeit für mich außer Zweifel steht:
    „Stellen wir uns die neuen planetarischen Herrschaftsstrukturen als eine Ringburg vor (…). Das Zentrum bilden überall die 0,01 Prozent Superreichen, eine völlig losgelöste und zu allem fähige soziale Schicht, welcher die Wissens- und Informationsgesellschaft alle Mittel in die Hände legt, um sich als eine neue gesellschaftliche Mitte zu etablieren. Um sie herum und ihr am nächsten gruppieren sich als zweiter Ring die Konzern- und Finanzeliten als Spezialisten der Verwertung und Sicherung des Reichtums. Den nächsten Funktionsring bilden die politischen Eliten, die zumindest aus der Sicht des Imperiums der Milliardäre fur die möglichst unauffällige Verteilung des Reichtums von unten nach oben zu sorgen haben. Die größte Gruppe bevölkert den Außenring der Festung: die Funktions- und Wissenseliten aller Art, von Wissenschaftlern über Techno- und Bürokraten bis zu den Wohlfühleliten in Medien, Kultur und Sport…“ (Zitat von und mehr in: Junge Welt)
    Ken Jebsen hat meines Wissens mindestens ein Interview mit ihm geführt, das im Archiv sicherlich noch zu finden sein sollte. Wenn ein solcher Mann und sein Modell keine Diskussionsgrundlage bietet, die uns zahlreiche Umwege vermeiden ließe…

    D r i t t e r V o r s c h l a g :
    Da sich in SM (I) – wie ich die Sendung von jetzt ab nennen möchte – klar herausstellte, dass der Stein des Anstoßes (dessen Brisanz uns sendungsintern vor Augen geführt zu haben, wir den kotroversen Auftritten des Herrn Grimaldi, aber eben auch dem des Herrn Herles verdanken; sendungsübergreifend glaube ich sie vor allem im Schnell- und Lautsprech des gerechten Zorns von Ken Jebsen verorten zu dürfen) in der Beurteilung der R o l l e A m e r i k as auszumachen ist, läge nichts näher als den Fokus einer nächsten Machtstrukturanalyse auf dieses Palimpsest zu richten (Brzezinski; Friedman; Project for the New American Century – PNAC etc.). Neben Herrn Ploppa ließen sich weltweit, besonders aber in den USA selbst genügend Bei- und Zuträger finden (Noam Chomsky, Richard Wolff, Paul Craig Roberts, Webster Tarpley, Wallerstein, John Pilger, Chris Hedges und viele, unzählige andere mehr).

    V i e r t e r V o r s c h l a g :
    Zu dem ganzen Komplex hätte nicht zuletzt eine kritische Übersicht und Darstellung sowohl des Neoloberalismus (Mausfeld, Monbiot…) wie der Rolle des Finanzkapitals, also der Banken und des Geldsystems zu treten (Wolfgang Hetzer, Michael Hudson, Richard Wolff, Heinz-Jürgen Bontrup…), womit wir dann bis an unser Lebensende eingedeckt wären.

    Bei alldem sollten wir uns an Max Uthoffs genialen SM-Ausspruch halten ud orientieren:

    „Gerecht ist,
    wenn extremer Reichtum
    und extreme Armut
    in gleichem Maße
    ansteigen“,

    der uns zugleich vor Augen führt, wie verschwörungstheoretisch antisemitisch und antiamerikanisch wir alle sind, wenn wir Amerika mit seinen Eliten identifizieren.

    • Hallo „jedermann“
      welchen der 4 Vorschläge ?

      Nun, „teddiefidel“
      Sie sollten einen SM-Kanal machen und Eintritt verlangen. 🙂

      Ich denke nicht, dass es hier noch viele Menschen hat, die die Eliten der Vereinigten Terrorstaaten mit dem geknechteten und ausgenommenen Volk der USA irgendwie in Zusammenhang bringen.

      Ich empfand auch Fulvio Grimaldis „Auftritt“ nicht im geringsten kontrovers. Geradlinig wäre zutreffender.
      Klicken Sie auf der KenFm Hauptseite oben links im Untermenue auf „..im Gespräch“ und geniessen Sie Dialoge zwischen Menschen. Beinahe alle ihre Wünsche, aus den 4 Vorschlägen, werden dort erfüllt.

    • An BluProject:
      Der letzte Satz war ironisch gemeint. Eigentlich verlange ich ausdrücklich, den Zusammenhang unbedingt herzustellen – als Unterdrückungs- und Ausbeutungszusammenhang. Wollte sagen: Amerika ist nicht identisch mit seinen politischen, ökonomischen Eliten. Vergäßen wir die von diesen Beherrschten und unter ihren Entscheidungen leidenden und ihrer Propaganda Ausgesetzten, machten wir uns mit den Verschwörern gemein, dächten antiamerikanisch und mitunter auch antisemitisch, weil sich inden Eliten eben auch Personen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens befinden. Mit dem Satz ging es mir darum, den Vorwurf der Verschwörungtheorie, des Antamerikanismus und Antisemitismus von mir (von uns) zu weisen, weil er von unseren Gegnern oft in Anschlag gebracht wird. (Hätte mich nicht gewundert, wenn er von Herrn Herles gegen Herrn Grimaldi, kurz nach „Blödsinn“ mal wieder erhoben worden wäre.)
      Ich bin auch weit davon entfernt, Fuvio Grimaldis Beitrag weder „Auftritt“ zu nennen noch „kontovers“. Gradlinig halte ich auch für wesentlich zutreffender. Mit „kontrovers“ hatte ich ihre Auseinandersetzung gemeint. Ob man diese Auseinandersetzung als „Auftritt“ bezeichnen kann oder darf, halte ich in dem Zusammenhang für nicht so wichtig.

      Mit dem Hinweis auf KenFMs „Hauptseite oben links im Untermenue …im Gespräch“ rennen Sie bei mir offene Türen ein. Nur eben meine ich, dass gerade in diesem Format sich kostbare Schätze verstecken, die das Thema zentral berühren, in der Sendung entweder gar nicht oder aber zu kurz nur gestreift wurden. Es liegt mir aber daran, diese gebündelt und in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht zur Sprache zu bringen. Nicht umsonst verweise ich auf das Gespräch, das von Ken Jebsen mit Hans Jürgen Krysmanski geführt wurde. In diesem Gesprächsformat (Ken Jebsen fast immer at his very best!) finden sich noch etliche weitere Perlen, die ihresgleichen suchen: Elias Davidsson, Jürgen Roth, Dirk Pohlmann, Daniele Ganser, Hermann Ploppa, Peter König, Jean Ziegler, Mohssen Masserath, Andreas von Bülow, Ernst Wolff oder Werner Rügemer…, um nur einige zu nennen, bei denen das Thema „Strukturen der Macht“ direkt und indirekt angesprochen wird. Daraus ließe sich einiges zusammentragen und miteinander abzugleichen. Aus diesen Interviews entsprechende Stellen heraus zu kopieren und abrufbar zu machen hielte ich für sehr sinnvoll. Ob das unbedingt unter der Rubrik „SM“ erfolgen sollte, sei dahingestellt. Ich hielt das in dem Augenblick für witzig, weil doppeldeutig. Geschmackssache.
      Vielleicht konnte ich einige Unklarheiten beseitigen…

    • Noch einmal zu „SM“ als Kürzel von „Strukturen der Macht“: Wie bestellt und nicht abgeholt hörte ich heute nachmittag eine Passage eines Interviews, das Michael Hudson, ein amerikanischer Ökonomieprofessor, dem ich so oft wie möglich zuhöre, auf „THE REAL NEWS“ gab:

      „investigative journalists looked at just one horror story after another of private public partnerships. Look at London’s railroads. Look at what England did with the railroads. Water. Public Private partnership for water. People now have to pay huge amounts just to get water in England, that used to be free. The transportation quality goes down. The price goes way up. So the partnership is a very exploited. We’re not talking about equal partnership. We’re talking about a dominate submissive s a d o m a s o c h i s t i c p a r t n e r s h i p.“

      Ohne Zweifel ein nicht unwichtiges politisch-ökonomisches Strukturelement der Macht, das vielleicht implizit, aber nicht explizit in den „Positionen 8: Strukturen der Macht“ thematisiert wurde.

  44. Meine Bedenken zum Auftritt von Herrn Herles kann man weiter Unten so wie in dem Interviewe mit Herles nachlesen.

    Dazu möchte ich anmerken, das es sich tatsächlich um eine Kampagne gegen die Plattformen im Netz handelt.
    Steht doch Heute in der Süddeutschen Zeitung Also Samstag 19.11.16 auf der Titelseite
    „ IM PARALLELUNIVERSUM „
    Und dann auf Seite 49 im Gesellschaftsteil eine große Abhandlung, mit teilweiser Argumentation die auch Herr Herles benutzt. Algorithmen die den Nutzer immer wieder zu den Verschwörern und Demagogen Populisten, führen. Damit soll wohl dem Leser dieses Käseblattes suggeriert werden, welche Schwachköpfe sich hier versammeln.
    Vertraue mir. Vertraue mir sagt die Schlange Kar im Dschungelbuch.
    Ähnlich ergeht es den Konsumenten der sogenannten Leitmedien. Entweder ist Herr Herles ein eifriger Konsument oder er versteht sich noch immer als Prägestempel im Getriebe der Verdummungsindustrie.

    • Ich hab Ihr Kommentar dort gelesen- das gesamte Interview mochte ich mir gar nicht erst antun. Nach dem, was ich hier noch von Herles gesehen habe, kann ich mich dazu nur noch dem Kommentar von „keeneahnung“ anschließen: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht beurteilen.“

    • Danke für die Info über den Artikel (den ich nicht gelesen habe weil ich den Adblocker nicht ausschalten will) passt genau in die jetzt nochmal Fahrt aufnehmende Kampagne gegen das „Paralleluniversum“.

      Merkel hat beim Obama Besuch auf der PK dem Internet die Schuld an der „Populismuswelle von Amerika“ gegeben: „Ich glaube zutiefst – das knüpft auch an das an, was der Präsident eben gesagt hat -, dass die Digitalisierung eine, wie man heutzutage sagt, disruptive technische Entwicklung mit tiefgreifenden Veränderungen unserer Gesellschaft ist.“ Bei jung&naiv gibt es das Transkript.

      Jetzt werden sie versuchen, richtig zu hetzen – aber es ist schon zu spät – ätsch

    • solange sie nur hetzen, soll es mir recht sein. Damit entlarven sie sich.
      Sorge bereitet mir, dass Gesetzesänderungen zu einschränkungen im Internet führen.
      Ist der Schritt getan, erfolgt im Nachgang die kriminalisierung. Wegen leugnen der offiziellen Warheit…….
      Da verschwindet man schonmal auf nimmer wiedersehen.
      ( Ich bin kein Holokaust leugner und auch nicht rechts angehaucht. ) nur Nachdenklich.

    • Ein Hinweis zu Herrn Jung (Jung&Naiv). So ganz alternativ erscheint er danach nicht mehr:

      Tilo Jung und naiv in 5 Minuten
      youtube.com/watch?v=xM4x72uEy3c

    • Der ist nicht nur nicht alternativ, der ist ein extremer Systemling. Was erlaubt ausgerechnet der sich kritische Fragen zu stellen? – unglaublich.

      An was der so alles nicht glaubt. Chemtrails sind fast so alt wie Flugzeuge in der Moderne. Mit Glauben hat das absolut nichts zu tun. Zudem wird das gar nicht mehr großartig abgestritten.

      Selbst Schweizer Schüler haben kein Problem des Nachweises, wie man in folgendem Video sehen kann.

      youtube.com/watch?v=54q9_Ez7Ta4

      Und hier noch was aus dem Amiland (Armee) dazu

      https://www.youtube.com/watch?v=Ep6WzcUKAow

    • Der ist nicht nur nicht alternativ, der ist ein extremer Systemling. Was erlaubt ausgerechnet der sich kritische Fragen zu stellen? – unglaublich.

      An was der so alles nicht glaubt. Chemtrails sind fast so alt wie Flugzeuge in der Moderne. Mit Glauben hat das absolut nichts zu tun. Zudem wird das gar nicht mehr großartig abgestritten.

      Selbst Schweizer Schüler haben kein Problem des Nachweises, wie man in folgendem Video sehen kann.

      youtube.com/watch?v=54q9_Ez7Ta4

      Und hier noch was aus dem Amiland (Armee) dazu

      youtube.com/watch?v=Ep6WzcUKAow

    • Stimme TJ grundsätzlich zu, Im Bezug auf Herrn Ganser staune ich allerdings, da gewisse Fakten eigentlich nach Aufklährung schreien. Da kann TJ doch nich so NAIV sein und die Zweifel mal eben vom Tisch wischen, oder hat er auch schon angst sich mit den Schmuddelkindern einzulassen

    • Noch jemand der nicht um die Existenz von Chemtrails weiß. Mir ist die Unwissenheit der Menschen die nicht nötig befinden sich (selbst) schlau zu machen, letztlich herzlich egal.
      Ich sage mir ob sie dumm oder schlau sterben ist nicht mein Problem. Sowieso nicht wenn es um „pillepalle“ geht.

      Das erste mal das ich von Chemtrails erfuhr, war in den 1970er Jahren. Schon damals hetze das Lügen-Tv gegen Rußland ohne Ende. Rußland hielt eine Parade auch anlässlich eines Staatsbesuches auf dem Roten Platz ab. Darüber berichtete Das Erste Deutsche Fernsehen.
      (Als Wissensjunkie der sich für ziemlich alles interessiert, habe ich eine Unmenge an Informationen gespeichert – im Kopf – die zum allergrößten Anteil nicht im Internet zu finden sind, oder wenn dann nur durch intensive langwierige Suche mehr oder weniger zufällig zu finden wären. Deshalb „untermauere“ ich mein gesagtes oftmals nicht mit irgendwelchen Quellenangaben.)

      Um Regenfreiheit zu garantieren, wurden Chemtrails ausgebracht. Chemtrails wird übersetzt mit Chemikalienstreifen oder Chemiefahne (i.S.v. Rauchfahne). Die Russen versprühten also mittels Fluggeräten im Umfeld des Roten Platzes jede Menge Chemikalien, um ohne himmlische Wolkengüsse in Ruhe die Parade abhalten zu können.

      Die Amerikaner haben vor langer Zeit – das ist bekannt, öffentlich zugänglich, von der Regierung bestätigt – Chemtrails zwecks versuchen an Menschen ausgebracht. Auch sind Pläne der Wetterbeeinflussung, sowie Verminderung der Sonneneinstrahlung, über längeren Zeitraum und größe Flächen, mittels Chemikalienausbringung in die Atmosphäre, umgesetzt worden.

      Das alles ist weder Humbug noch Verschwörungstheorie, sondern offiziell und bekannt – weiß nur kaum jemand.

    • Zum Thema der Chemtrails. Die wurden auch schon, wohl aus Unachtsamkeit, in einer deutschen Nachrichtensendung erwähnt.

      ZDF heute journal 14 01 2009 Wetter Chemtrails
      youtube.com/watch?v=1lrpMmr7h4c

      … oder hier. Nach den Bildern sind weiterführende Artikel angeführt:

      Fliegende Umweltsünder am Luftfahrzeugkennzeichen fotografisch überführt
      aufgewachter.wordpress.com/2013/04/18/fliegende-umweltsunder-am-luftfahrzeugkennzeichen-fotografisch-uberfuhrt/

      Abschließend zu Herrn Jung, den sich als gesteuerte Opposition empfinde, ebenso wie Herrn Herles und Herrn Koch.

      Herr Jung ergießt sich vor allem in Banalitäten, geht es ans Eingemachte weicht er aus, lügt oder beleidigt er:

      „Korruption in der Bundesregierung gibt es nicht, nur tendenziell und wenn dann im Verkehrsministerium.“
      „9/11, WTC 7-jeder der die veröffentlichte Meinung hinterfragt ist ein Idiot.“
      „Herr Ganser ist irrelevant und da er bei KenFM seine kruden Thesen veröffentlichen kann, das Portal wohl auch.“
      „Geoengineering wird erforscht, dann der Sprung ins sinistre Russland. Die machen das schon in Sotschi.“

    • „9/11, WTC 7-jeder der die veröffentlichte Meinung hinterfragt ist ein Idiot.“

      Wer diese dummdreiste Lügengeschichte die sich offizielle Version über 9/11 nennt glaubt, ist für mich weiterhin ein lieber, guter, netter Mensch – nur ernstnehmen kann ich ihn nicht mehr.

    • Der Souverän sagt:
      20. November 2016 at 03:46

      Noch jemand der nicht um die Existenz von Chemtrails weiß. Mir ist die Unwissenheit der Menschen die nicht nötig befinden sich (selbst) schlau zu machen, letztlich herzlich egal.
      Ich sage mir ob sie dumm oder schlau sterben ist nicht mein Problem. Sowieso nicht wenn es um „pillepalle“ geht.

      Nun, gehört hab ich schon diverses darüber, eben so über Gravitationsversuche in der Arktis, die Tsunamis auslösen, über Aria 7 und Mondflugtheorien.
      Was soll das? Bringen sie dich irgendwie weiter.
      In sofern verstehe ich Tilo Jung, dass er nicht jeder These nachspüren kann, zumal wir uns ja hier schon verzetteln.

    • Mir ist nicht genau klar, was Dir daran

      „das ist bekannt, öffentlich zugänglich, von der Regierung bestätigt!!!“
      „Das alles ist weder Humbug noch Verschwörungstheorie, sondern offiziell und bekannt“

      unverständlich ist.

    • Das mag sein, aber wenn wir vom Hölzchen aufs Stöckchen springen, geht der rote Faden zu diesem Thema verloren.
      Es gibt noch etliche Themen, die man anschneiden kann, nur weiß ich nicht wie ich Kondensstreifen gerade mit diesem Thema verknüpfen kann

    • Oh, da kann ich helfen. Denn das ist ja nun wirklich ganz einfach erklärt.

      Die Machtstrukturen (dahinter stecken ja Menschen) sind derart gefestigt, Skrupellos und Diktatorisch, das die Machtmißbraucher über den Kopf des einzigen legitimen Macht(in)habers hinweg – also Der Souverän – dessen Willen, Gesundheit und Wohlergehen nicht nur mit Füßen treten, sondern drauf scheißen.

      Diese Ultraverbrecher haben sogar illegale Macht soweit an sich gerissen, das sie die Ausbringung von Chemikalien über ihren Häuser, Grundstücken und der Umgebung bestimmend verbieten können.

    • P.S.

      Nun weiß ich aber immer noch nicht, was Dir an den Fakten unverständlich ist – denn darum ging es bei aller Ablenkung ja.

    • jung&naiv hat dennoch das Transkript. Ist mir klar, wo er steht – darauf hatte ich in einem Kommentar auch hingewiesen – dennoch kann man dort nachlesen, was auf der PK in O-Tönen gesagt wurde. Genauso, wie man was in anderen Medien nachlesen kann, hinter denen man nicht steht.

    • Die Vermeintliche Absicht ist kennen wir nicht und sie kann uns auch egal sein.
      Wichtig ist, dass er da war. Denn die Wirkung ist viel wichtiger.

      Ich glaube, dass er mit guten Absichten kam. Und ich rechne ihm das hoch an.
      Er hat seine Position deutlich gemacht und diese hat eventuell auch ihre Berechtigung.

      Bitte seid nicht ganz so Hart mit euren Ausdrücken hier im Kommentar-Feld.
      Das schadet unserem Ansehen und unserer Glaubwürdigkeit.

      Ich kann absolut verstehen, dass die Aussage eines Regierungsbeamten, „Es wird Verlierer geben.“ eigentlich einen Aufstand mit sich bringen müsste.

      Aber wir wollen hier nachsinnen über Alternativen und das kam meines Erachtens zu Kurz in dieser Sendung. Diese Veranstaltung galt also der Analyse.

      LG,
      Streitet euch nicht schlagt euch lieber.
      Aber nicht wegen eurer Meinung.

  45. lieber ken,

    danke für die sendung, die mich zu einem spontanen vorschlag inspiriert hat, dessen umsetzung ich mir schon vieleviele jahre wünsche und für dringend notwendig und sinnvoll halte.

    die kontroverse zwischen herles und grimaldi ist dafür die geniale vorlage: beide und dein publikum mit sauber recherchierten (gerichtsfesten) fakten zu konfrontieren (was besonders herles hoffentlich auch selbst tut) und einen gravierend notwendigen schritt zur (geschichtlich-historischen) aufklärung (besonders vielleicht in deutsch-deutschen) fragen und verinnerlichten – aber unkorrekten – „fakten“ zu leisten.

    wer sonst sollte dies besser können als du mit deinen sendungen? es besteht ein viel zu großes lücken-leer-feld, welches – gerade bei herles „westsozialisierung“ nicht mal seine „schuld“, sondern ein schlimmes produkt von verinnerlichter propaganda darstellt, welche abweichende (ihm nicht bekannte) fakten als verschwörungstheorien bezeichnen läßt – und zwar noch in seinem glaube DAMIT zur seriösen aufklärung beizutragen = verkehrte welt manifestieren hilft und wirkliche aufklärer diskriminiert.

    ich gehe einfach davon aus, das dies NICHT seine absicht ist, sondern sein großer irrtum – und er den mut und die kraft hat, sich dem zu stellen.

    grüße marie

    • Marion, ich empfinde es als falsch Herrn Herles als unsäglich zu benennen, wie es der Poster „jedermann“ sich leistet.
      Der ZDF-Kultur Moderator Herles hat keinen Einblick in gewaltvermittelte Machtstrukturen, ebensowenig in wirtschaftliche. Sein Beißfreflex auf den Italiener resultierte aus seiner Erziehung und seiner Herkunft.
      Damals wurde das ZDF, wenigstens bei seiner Gründung noch der „Herz Jesu Sender“ genannt…;-)
      Da kommt er auch, so glaube ich langsam schwer raus. Machen wir uns nichts vor. Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewußtsein.
      Ergo: Ein Kriegsreporter, wie der Herr Grimaldi, der einen Erfahrungsbereich hat, von dem der Kultur-Journalist nur nach dem Anschauen von Kriegsfilmen, vielleicht mal einen Alpdruck in Träumen erfährt, ist schneller aggressiv weil er Tat und Täter benennen kann und damit auch Erinnerungen verbindet.
      Es ist halt das übliche Problem, wenn Schönwetter auf Gewitter trifft. Herr Herles hat nicht die Erfahrung des Kriegsreporters, auch nicht den politischen Hintergrund, ich frag mich ohnehin warum er sich so herum geziert hat. Vielleicht sollte er mal „Marx“ lesen, soll ja helfen.
      Der Herr Herles hat das nicht erlebt, aber auch sein „Glaube an die feste Burg“ (pardon!) kann sich ändern.
      Was nicht sofort zusammengehen kann, soll es eben auch nicht schnell, kann es aber wohl! Ich, der ich noch gute Erinnerungen an die Schah-Demos in Frankfurt habe, halte den „Perser“ Ken für genial, weil er der Sache eine runde Wendung und auch den zukünftigen Debatten einen sympathischen „Drive“ gab. Sowas hab ich im öffentlich rechtlichen noch nie gesehen…;-)

    • Absolute Zustimmung zu Charles.

      Da prallen Welten auf einander.

      Grimaldi hat seine Kollegen in Jugoslawien zerfetzen sehen und der andere hat noch nicht einmal begriffen, dass das das Kollegen hätten sein können.
      Für ihn ist es vielleicht das feindliche Lager. Das dummerweise im Ausland liegt.

      Aber genau da müssen wir hinkommen.
      Ein gemeinsamer Rechts bzw. Unrechtsbegriff hätte vor allen Coca Cola Flaschen als erstes eine Globalisierung erfahren müssen.

      Der Egoismus sollte das letzte sein, das über Recht und Unrecht entscheidet.

  46. Ich fand die Sendung sehr gut. Der Unterschied zu den vorigen Sendungen war diesmal wirklich klar erkennbar. Es wurde richtig gestritten.

    Zu den Gästen muss ich folgendes sagen:

    Grimaldi ist eine Klasse für sich. Wie er die Ursachen der Fehlentwicklungen klar benennt, hat mir sehr gefallen. Ich bin mit ihm voll auf einer Linie.
    Herles im Gegensatz hat mich sehr gestört. Jemand wie er weiß es natürlich besser, aber kann es oder will es nicht zugeben, dass Grimaldi Recht hat. Sehr gestört hat mich seine Reaktion zu dem Gemetzel der amerikanischen Ureinwohner, das er abfällig abgetan hat. Das fand ich ziemlich zynisch! Koch war langweilig. Die von Ken aus gesehen rechte Seite konnte der linken absolut nicht das Wasser reichen. Durch die Ignoranz von Herles und das so typische Verhalten bei Themen wie Russland und USA, bei der sofort das vorhersehbare „Verschwörungstheoretiker“ hervorgekramt wird, kam keine gescheite Diskussion zu Stande. Grimaldi war ihm in allen Belangen überlegen. Alleine das Vorbringen der Theorie, ein Journalist müsse nur mehr Mut aufbringen, und könne den Oberen somit wehtun, verkennt, wie Grimaldi richtig erwidert, dass so einer sofort seine Karriere begräbt.Es herrscht eine allgemeine Wegduckmentalität, die gleichströmig allen Journalisten innewohnt. Solche Leute werden nicht gewollt. Ich bin auch der Meinung, dass Kriegshetze von Journalisten betrieben, betraft werden müsste.
    Teusch fand ich auch sehr gut. Man merkte ihm an, dass ihn die Aussagen der beiden Herren gegenüber ziemlich gestört haben.

    Ken hätte sich in einigen wenigen Situationen besser im Zaum halten und die Rolle als Moderator ausfüllen sollen, auch wenn es ihm unter den Fingernägeln brannte seine Meinung zu äußern. Auch wenn ich nicht der Experte bin, wie ein Moderator fungieren sollte, fand ich ihn vom Gefühl her ein Paar mal zu sehr Diskutant.

    • Die Moderation ist, kann gleichzeitig Gruppenarbeit bedeuten, oder bevorzugen wir eher den römisch-katholischen Moderator..so als Priester Ken?
      Es erstaunt immer wieder das nicht auffällt, wie oft Ken hat einwirken müssen, damit tiefere Erläuterungen einer Aussagen zu Vorschein kommen, oder Nachfragen, Klarstellungen, sogar beweisend wirkten.
      Wie schwer tut man sich mit Änderungen von Abläufen und wie flexibel reagiert man, wenn man die G-Jauch, AnneWill, Maischberger Verhaltensweisen erwartet?, Die Namen zu schreiben tut ja schon weh..

      Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, einfach abwarten, man kann manchmal sogar von sich überrascht werden, wenn man bemerkt..zur Änderung der Situation von heute,gehört mehr als nur von andere zu fordern!!

    • Erdl spricht hier hoffentlich nicht für die breite Masse.

      Ich möchte es heute noch tausend mal schreiben.
      Wir wollen es hier nicht zur Gewohnheit werden lassen das Ihr eure Kommentare mit Beleidigungen verseht. Es war weder jemand langweilig, noch träge noch faul noch dumm, noch blöd, noch ignorant.

      Kritik ist keine Schlechte bzw. böse Sache, wenn man sie richtig anbringt.
      Beleidigungen schaden unserem Ansehen nachhaltig. Ich schlage vor du entschuldigst dich.

  47. Ja diesmal eine hitzige Runde, nicht so gefallen hat mir aber, dass die Kultur des Ausredenlassens ein bisschen zu kurz gekommen ist, wobei es sich teilweise gegenseitig aufgeschaukelt hat, also mal wieder kein (Allein-)Schuldiger zu finden ist. Naja, Herles hat angefangen- war vielleicht hier das Streichholz an der Lunte und Treusch ist mir mit seiner Zurückhaltung in Sachen Dazwischenreden und mit seiner nüchternen Argumantation positiv aufgefallen.
    Über den Rest ist hier ja schon genug geschrieben worden, wie es scheint. Habe aber nur wenig davon gelesen.

    • Noch eine kritische Anmerkung: Die ganze Sendung hat leider das Thema weitgehend verfehlt. Es ging fast nur um Medien, Journalismus, Meinungsmache und um die Strukturen der Macht nur am Rande.

    • vizero,

      wieso sich mit Kleingikeiten abgeben,

      Einfach den Theodor Rollers machen,,, es gibt viel zu tun!

    • „Roller“ war gedacht, man benötig ganz viele Menschen seiner Art!Man schreibt hier doch so gern!

  48. für mich die „beste“ positionen-sendung, da ich die kontroversen der unterschiedlichen teilnehmer für einen riesigen gewinn halte und genau eine lücke füllt, welche austausch – auch über gräben hinweg als „normalität“ bzw. qualität aufzeigt. genial wie ken herles eingefangen hat – obwohl der mit augenhöhe ein problem hat – doch auch dies macht ja seine persönlichkeit aus. 5 starke männer in einer engagierten runde,welche die erwartung auf sympathiepunkte zum glück nicht erfüllen mußte (wie wohl einige kommentatoren es erwarten?)

  49. Eigentlich ist es erstaunlich, dass Herr Herles beim Hinweis auf Amerikas imperialistische Kriege so ausrastet. Er müsste doch gewusst haben, dass solche Aussagen in Positionen und auch bei vielen KenFM- Gesprächen Konsens ist.

    Ich hätte geglaubt, dass sich jemand wie Herr Herles vorher schlau macht, mit wem er es zu tun hat, wenn er zu einem Gespräch bei KenFM geht, er müsste sich doch mindestens ein oder zwei Positionen vorher angeschaut haben, bevor er zusagt und kommt. Das kann er nicht getan haben, sonst hätte er gewusst, dass ihm dort solch „krude, antiamerikanischen Ansichten“ begegnen können.

    • … dass ihm dort solch „krude, antiamerikanischen Ansichten“begegnen können.

      So sollte der letzte Satz aussehen. Schade, dass man hier nicht „bearbeiten“ kann.

    • Naja, ich glaube nicht, dass er sich vorher informieren müsste und er müsste sich auch nicht dem“Konsens“ anschließen. Er bräuchte ja nur eine brauchbare Gegendarstellung anbieten anstatt so unprofessionell bzw. kindisch zu reagieren.

    • Du hast natürlich Recht.
      Was ich aber meinte war, dass ein Journalist, der in seiner Welt einen Ruf zu verlieren hat, sich vorher ein bisschen informiert, bevor er bei einem „umstrittenen“ (eigentlich: „heftig umstrittenen“) Journalisten in eine Talkrunde geht.

    • klar, das würde jeder tun (sich vorbereiten) außer man ist in seiner Eitelkeit so gefangen, dass es das Einlassen auf Standpunkte eines anderen ausschließt. Herles war Kavallerist ist der Armee der Alpha Journalisten und ist von seinem Ross abgestiegen (worden) und muss nun als Infanterist mit dieser Kränkung leben. Seine Position hat er verloren, leider aber nicht die chauvinstische Haltung seinen Standpunkten gegenüber.

    • Ich finde es gut, wenn sich jemand mit einer deutlich anderer Meinung zu Ken Jebsen traut. Schade ist, wenn er dann die schwäche seiner Argumente durch lautstarkes auftreten zu kaschieren sucht. Ich wünsche mir dann ein wenig mehr Moderation. Man kann sich auch streiten ohne sich ins Wort zu fallen oder sich anzuschreien.

    • Eine gefährliche Aussage..Ich finde es gut, wenn sich jemand mit einer deutlich anderer Meinung zu Ken Jebsen traut. Schade ist, wenn er dann die schwäche seiner Argumente durch lautstarkes auftreten zu kaschieren sucht. Ich wünsche mir dann ein wenig mehr Moderation. Man kann sich auch streiten ohne sich ins Wort zu fallen oder sich anzuschreien.

      Da muss man ganz genau lesen,um keine Manipulation zu vermuten, den sie gibt es nicht 🙂

    • @Annette
      „Da muss man ganz genau lesen,um keine Manipulation zu vermuten, den sie gibt es nicht ?“
      Verstehe ich nicht ganz.
      Moderation ist immer auch Manipulation.
      Man kann eine Diskussion aber auch nicht einfach laufen lassen.
      Es wird für manchen Teilnehmer und Zuhörer zu anstrengend wenn mehrer Personen gleichzeitig „Pöbeln“, und kultivierte Menschen mit guten Argumenten kommen dann einfach nicht zu Wort. Es gibt kaum noch Beispiele für gute Moderation. Das muss vielleicht wieder neu gelernt werden. Ich halte das für elementar wichtig. Wenn fruchtbare Debatten nicht mehr möglich sind kommt es zur Spaltung der Gesellschaft.

    • Leute, bitte, lasst einfach die Beleidigungen.

      Es war offen zu sehen, dass Herles es bereut hat in diese Sendung gekommen zu sein.
      Aber wir brauchen ihn dort.
      Er wird ein paar Nächte darüber schlafen, und dann geht es entweder vorwärts oder rückwärts.

      Aber wie schon gesagt. Wir brauchen ihn. Er ist auch nicht böse.
      Gerade er kann uns auch von Verschwörungstheorien weg, hin zu konstruktiver Arbeit bringen.

  50. Grimaldi will in Russland oder der Türkei Journalist sein.
    Herles – „…So ein Blödsinn…“

    Jaja, Herr Herles, der Herr Grimaldi ist Kriegsberichterstatter und will dorthin, wo es auch für Journalisten ungemütlich werden kann. Ist aus der Position eines „Schreibtischtäters“ nicht so leicht nachzuvollziehen.

    Dann wird es Herrn Herles zu ungemütlich – „…Ich gehe, ich bin ja freiwillig hier…“

    Es ist eben ein Unterschied, ob sich jemand auf 2 Beinen durch die Welt bewegt und sich seinen Standpunkt schmerzlich erarbeitet oder jemanden, der auf seinen 5 Buchstaben gelangweilt (sic) in seinem Büro bzw. Fernsehstudio sitzt.

    • Roberto, da hast Du recht. Nur will ich sagen, daß der Herr Herles deswegen kein schlechter Mensch ist.
      Er kann nicht anders……
      Machen wir uns nichts vor, wenn er nicht grantig gegen Herrn Grimaldis Vortrag interveniert hätte, würde kein Verlag mehr sein neues Buch drucken. So sind sie halt, die ängstlichen Konservativen, aber deswegen sind sie keine schlechteren Menschen als wir, denen im gleichen Dilemma die abenteuerlichsten Durchbrüche „auch“ nicht gelangen!….;-)

    • sicher, er ist kein schlechter Mensch, er ist nicht nur der Held, für den er sich selber hält. Und vielleicht (Hypothese) wäre er gern so ein Typ wie Grimaldi und hat sich nur nie getraut, weshalb auch diese Aggression.

  51. Kommentar zu Positionen 8

    5 Journalisten, die an einem Tisch sitzen und versuchen,
    sich am bestmöglichsten mit der gewünschten Wahrheit
    auf der Suche nach den „Strukturen der Macht“ zu verkaufen!
    Sie sitzen im Studio und die Live-Aufführung beginnt:

    o Der Erste (Ken Jebsen, Macher von KenFM)
    moderiert und finanziert sich und das Ganze in Wahrheit
    durch gute Arbeit zur Wahrheitsfindung der Community
    auf deren Spendenbasis. – eine wahrhaft großartige Leistung! (Hochachtung)

    o Der Zweite (Dirk Koch, – ehemaliger und langjähriger Journalist im Büro des Spiegel) sitzt als erstes in der Runde am Tisch, weil er als Journalist zwar gute Arbeit geleistet hat, aber nicht immer in der Lage war diese auch tatsächlich über die rote Linie zu bringen. Er verkaufte die Wahrheit auf Kosten der Meinung seines Verlegers – gute opportunistische Arbeit.
    o Der Fünfte (Wolfgang Herles, – Journalist und ZDF Urgestein der Aspekte Redaktion) nimmt als vierter und letzter am Tisch in der Runde Platz, weil er in der Öffentlichkeit rechtlich gut gearbeitet hat. Er weiß, das die Einschaltquoten für die Wahrheitsfindung offensichtlich nicht entscheidend sind, inoffiziell aber darüber bestimmen ob gut recherchierte journalistische Arbeit von innen heraus verdirbt. Er verkaufte die gewünschte Wahrheit jahrelang als zynischer Journalist an den Meistbietenden der öffentlichen zweiten Reihe.
    o Der Vierte (Prof. Dr. Ullrich Treusch, freier Journalist und Autor, gelegentlich beim SWR) sitzt als drittes am Tisch in der Runde, weil er ebenfalls rechtlich in der Öffentlichkeit arbeitet. Er hat gute journalistische Arbeit geleistet und recherchiert das die Presse durch Anzeigen des Kapitals finanziert wird, welche die Freiheit der Bürger langsam ohne Lücken zu lassen zerdrückt. Daraufhin verkaufte Er die Presse und schrieb die Wahrheit: „Lückenpresse“. Ein hervorragender Häretiker vor dem HERRN.
    o Der Dritte (Fulvio Grimaldi, italienischer Journalist, Publizist, Blogger und Dokumentarfilmer, Kriegsberichterstatter, Friedensaktivist und Kriegsgegner), am Tisch nimmt er als zweites sitzend in der Runde Platz, – von Allen wird Er mir mit dem Moderator am liebsten sein. Er verkauft die Wahrheit nicht, sondern macht sich mit Ihr als Sache gemein! Er schaut wahrhaftig in den täglichen Spiegel und weiß, dass Er furchtbar für den Respekt des Wissens Anderer arbeiten muss, wenn er sich Recht schaffend ernähren will. Ein Gnostiker, der dem Schöpfer sei Dank kein Feigenblatt vor den Mund nimmt und dort hin und her geht, wo es richtig vor Respektlosigkeit und Gemeinheit weh tut!

    Ein Lifebericht:
    Der Zweite (Dirk Koch), der als erstes in der Runde am Tisch saß, sagte: „Wer eine gute Geschichte hat wie ein Streichholz, der veröffentlicht die Geschichte und es brennt die ganze Hütte!“. Seine Schachtel ist voll von solchen Hölzern, weil er es nicht fertig brachte sie mit seinem Verleger über die rote Linie zu bringen und zu zünden.
    Dies bestätigt der Vierte (Prof. Dr. Ullrich Treusch) der als drittes in der Runde saß und sagt: „Guter Journalismus ist ACHTUNG: GEFÄHRLICH, – Er muss die Grenzen des Raumes ausloten!“. Er stellte aber zugleich fest, das die Lücken des Pressraumes mit Müll gefüllt wurden und darum ein auslotendes arbeiten im Pressraum schwierig wird.
    Nun schaltet sich der Dritte (Fulvio Grimaldi), der mir der Liebste in dieser Runde ist, ein und fragt bezugnehmend auf das Gesagte des Zweiten: „Wo ist ein Verleger, der das tut? Niemand brennt sich die eigene Hütte ab!“, und gibt dem Vierten der als drittes in der Runde saß Recht, als Er sagt: „Die Verleger packen alles mit Feigenblättern zu (ungesagt: – so das man die Storys die unter den Fingernägeln brennen, und weh tun, nicht mehr findet!)“, – was Er mir hinterher in einem Gespräch von Mensch zu Mensch sagte, als ich Ihn auf diesen Sachverhalt ansprach, das Er sich dies wohl dachte!
    Auf die Frage und Bestätigung des Dritten und mir Liebsten, wirft nun der Fünfte (Wolfgang Herles) den Satz: „Sie sind ein Schwachkopf!“ zu dem Dritten über den Tisch in der Runde.
    Dieser (Fulvio Grimaldi) erwidert: „Und Sie ein Zyniker“, welch wahre Kunde in der Runde!
    Nun schaltet sich der Erste (Ken Jebsen) ein in diesem Bunde, denn Themen müssen unterhaltend sein, – nicht komplex reizüberflutet reduziert auf unwichtige Kunde, –
    sonst zappt er weg, der Fünfte (Wolfgang Herles) aus der Runde; –
    drum schafft er Fakten, Information zum Nutzen, – nicht Ödung zur Verblödung!

    Frage:
    „Warum berichten die Medien nicht wie Ken FM,
    – so informativ und interessant als 4.Gewalt,
    – über die Struktur der Macht,
    – so das es auch der größte Depp versteht bei Nacht?“

    Er wirft nun ein Zitat des amerikanischen Politologen Samuel P. Huntington (1927 – 2008) in den Raum, – der Zahn der Zeit von 1981, man glaubt es kaum:

    „Die Architekten der Macht müssen eine Kraft schaffen die man spüren,
    aber nicht sehen kann!
    Macht bleibt stark, wenn Sie im Dunkeln bleibt,
    wird Sie dem Sonnenlicht ausgesetzt, verflüchtigt Sie sich!“,

    Dann stellt Ken Jebsen moderierend die Frage:
    „Ist die Struktur der Macht in den unterschiedlichen von uns erlebten Bereichen deswegen so stark, weil Sie überhaupt nicht Transparent ist?“

    Auf dieses Zitat und auf die Frage, erwidert der Liebste mir all die Tage:
    „Wer oben sitzt, bestimmt die Lage, – es ist der Puppenspieler, eine Sage!
    Er sitzt im finstern Hintergrunde, – und hält die Fäden, – in seinem Munde;
    – spielt Marionetten in das Licht, – bestimmt, – was Unten läuft, – oh dieser Wicht!“

    „Wissen ist Macht, – und wird besteuert, weshalb der Machthabende Wissen verteuert:
    „Niemand soll das Wissen haben, – wie man Macht und Wissen steuert!“
    Nur dieser, – der im Dunkeln sitzt, – zeigt sich bei Donner, – wenn es blitzt;
    – wenn Ihn zeitinvestigativer Journalismus, – durch recherchieren geistig ritzt!

    Dann blutet dieser Wut entbrannt, und schlägt die Akten aus dem Schrank!
    „Wer wagt es da mich zu verletzen, – mich als den Marionettenspieler zu versetzen?“
    Und wenn Er Sie gefunden hat, – oh Graus, – fliegt die blöde Pupp, – im Brause: „Raus!“
    Dies war gekürzt gefasst nun ein Gedicht, was z´ammenfaßt, – was der da spricht!

    (Zeitinvestigativer Journalismus findet den Fehler im System und animiert zu Entformungen der gegebenen Missstände durch Machtmissbrauch, Korruption und Fehlverhalten des Systems. Er muss die Missstände aufdecken und ans Licht der Öffentlichkeit bringen, diese warnen und Reaktionen zur Entformung anregen und dazu animieren)

    Der Zweite, der als erstes in der Runde am Tisch saß, und sagte: „Wer eine gute Geschichte wie ein Streichholz hat, der veröffentlicht die Geschichte und es brennt die ganze Hütte!“, der hatte eine Schachtel voll von solchen Hölzern und brachte es nicht fertig die rote Linie zu überschreiten und die Hütte zum zünden zu bringen, – dieser saß da und hörte dem Dritten (Fulvio Grimaldi) schweigend zu.
    Der Dritte, der anfangs als zweites in der Runde Platz nahm,
    brachte die Hütte mit dieser Geschichte funkend zum brennen,
    obwohl Er vom Zyniker (Wolfgang Herles) der letzte „Schwachkopf“ genannt wurde,
    und mir der Liebste „Verschwörungstheoretiker“ war!
    Er hatte die zündenden Informationen in seinen Berichten,
    – weil er die Welt objektiv so sah in seinen Geschichten!
    Er fing menschlich ein was er wahr nahm an Information,
    und fasste es bildlich in Meinung, und journalistisch erklärend in Ton!
    Bei ihm bebten die Balken, für die anderen wahrhaftig ein Graus,
    – Er verkaufte sich nicht, bei ihm gab es für Wahrheit den meisten, – spontanen Applaus!

    Resümee:
    Die Finanzmärkte funktionieren global, weshalb Sie nicht durch Nationalstaaten zu kontrollieren sind. Und die globale Struktur der Macht funktioniert, weil Sie durch die Finanzen das Wissen kontrolliert.
    Und Wissen wird durch die Macht kontrolliert, weil Sie global die Struktur der Finanzen besteuert.
    Und wer das nicht weiß, der bleibt durch die Struktur der Macht bescheuert!

    An Alle die dabei waren Viele Grüße
    und vielen Dank für die Einladung
    Es bedankt sich unbekannter und bekannter Weise:
    Der Hund
    Autor der Bücher:
    „Scheiße – voll angepisst!“ und „Scheiße – Voll beschissen!“
    Beide auf den Buchmessen 2016 in Leipzig und Frankfurt veröffentlicht

    PS: Ich hoffe das ich die Stimmung im Studio für diese brillante Live-Aufnahme gut eingefangen habe!

    • Hallo Souveran Hund (hört sich irgendwie gut an ?)

      „Der Zweite (Dirk Koch), der als erstes in der Runde am Tisch saß, sagte: „Wer eine gute Geschichte hat wie ein Streichholz, der veröffentlicht die Geschichte und es brennt die ganze Hütte!“. Seine Schachtel ist voll von solchen Hölzern, weil er es nicht fertig brachte sie mit seinem Verleger über die rote Linie zu bringen und zu zünden.
      Dies bestätigt der Vierte (Prof. Dr. Ullrich Treusch) der als drittes in der Runde saß und sagt: „Guter Journalismus ist ACHTUNG: GEFÄHRLICH, – Er muss die Grenzen des Raumes ausloten!“.“

      Njein. Sie (Koch, Treusch) maßen sich damit an, ihren Blick in die Glaskugel der Zukunft als Fakt darzustellen. Damit wollen sie Massen oder gar die ganze Welt täuschen und/oder „führen“.
      Sie spielen Gott.

      Es kann keinen Zweifel an der Wahrheit geben und schon gar kein Recht sie zu verheimlichen.
      Denn „regiert“ logischerweise die Lüge.

      Vor allem passiert durch diese „besogte Zurückhaltung“ eines. Sie decken Lügner und Verbrecher nicht nur, sie fördern sie, leisten ihrem schändlichen Tun Vorschub.

      UND warum hinter-fragen sie eigentlich nicht die Folgen der von ihnen geförderten Lügen?
      Wo bleibt da die Glaskugel?

      Die Empirie belegt überdeutlich das Lügen die verheerendsten Auswirkungen für Völker und die gesamte Menschheit haben. An die Massenvernichtungsstarrende-Irak-Lüge dürften wir uns alle noch erinnern.
      Im Ergebnis mit millionen Toten UND MILLIONEN TOTEN DIE NOCH GAR NICHT GEBOREN SIND.
      Denn die Uranverseuchte Erde tut ihr unheilvolles Werk ständig und Jahrtausende…

      WER DIE WAHRHEIT VERHEIMTLICHT UNTER DEM DECKMÄNTELCHEN GUTES ZU TUN, IST NICHTS WEITER ALS EIN LUMP – bestenfalls.

    • Der Hund,

      Sehr kunstfertig geschrieben.

      Der Souverän,

      Der Klassiker zu ihrer letzten Zeile:
      „Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.“
      (Galileo Galilei)

      Zur Sendung:

      In der ersten Hälfte wurde das vorgegebene Thema verfehlt und man verfing sich in kleinlichem Hickhack. Die Verantwortlichkeit hierfür ist recht eindeutig.

      Ich empfand Herrn Grimaldi, Herrn Teusch und Herrn Jebsen als außerordentlich positiv. Jene waren es auch die, die Sendung wieder in die Spur brachten.

      Herr Koch fiel mir nicht durch seine Anekdoten auf, sondern dadurch daß er zwei mal versuchte das Gespräch auf den Präsidenten der Russischen Föderation zu lenken.

      Herr Herles fiel vor allem durch Ungebühr auf, so wie man sie von Fernsehformaten kennt. Darüber hinaus durch den Kampfbegriff Antiamerikanismus und sein Plädoyer am Ende, für eine europäische Armee.

      Abschließend zur angeblichen Neutralitätsvorgabe für einen Moderator bzw. Journalisten. Das ist ein Mythos. Man braucht sich nur Frau Will und Frau Illner oder die Medien ZDF und Spiegel als Negativbeispiele ansehen.
      Wer sich mit einer Sache befaßt macht sich mit ihr auch, mehr oder minder, im positiven oder negativen Sinne gemein.

    • Na ja, das mag ein Klassiker sein der Spruch vom Galilei, meint aber nicht das gleiche was ich mit meinem Spruch meine.

      Sie nennen ja nicht die Wahrheit Lüge, sondern verheimlichen die Wahrheit.

      Und das unter dem Vorwand philanthropischen Gesichtspunkten/Handelns. Und genau das stimmt eben nicht, da die (fortgesetzte) Lüge wesentlich mehr teils weltweites Unheil anrichtet, als es die Wahheit je könnte.

      Vorteil von einer Lüge hat oder verspricht sich zunächst immer der Lügner oder die Wahrheit unterdrückender eben für sich selbst. Da is nix mit Philanthropie oder Altruismus.

    • Hauptsächlich hat sich mir Galileis Zitat aufgedrängt als gegen Ende der Ausgabe die EU und ihre Werte von Herrn Koch und Herrn Herles in den höchsten Tönen gelobt wurde.

      Als dann Herr Grimaldi auf den Ursprung und die tatsächlichen Verhältnisse der EU zu sprechen kam, nannten sie ihn einen Lügner.

      Auch gegen Ende der Sendung, es ist mir entfallen ob es Herr Koch oder Herr Herles war der es sagte, wurde der Propaganda-Klassiker gebracht, daß die Politik einfach nur die Erfordernisse besser kommunizieren müsse.

    • An Galilei mußte ich auch denken bei dieser Sendung. Der Kardinal fordert die Widerrufung von ihm und sagt sinngemäß, es interessiere nicht, was die Wahrheit ist, sondern nur wem sie nützt.

      Wahrheit und Lüge werden als Zug-und Stoßkräfte eingesetzt um die Figuren auf dem Schachbrett zu setzen.

    • Exakt. Ich habe mir heute Abend noch die zwei Formate von RT Deutsch angesehen. Herr Patzelt ist beim „fehlenden Part“ sehr beeindruckend. Das Lügengebäude wird immer löchriger. Der MS keift und zetert offenbar nur noch. Recht dünnhäutig sind sie geworden.

      Die obligatorische Frage gegen Ende einer Ausgabe von Positionen-Politik verstehen, „was können wir machen,“ wird aktuell beantwortet. „Es geschieht bereits.“ Das Informationsmonopol ist gefallen. Jeder kann sich bilden, wo er will, wann er will, so viel er will.

    • Nun, ich habe es irgendwie nicht geschafft eine Einladung zu bekommen! Mein Laptop hat so eine blöde Tastatur dass ich mit meinen behinderten Fingern manchmal falsche Tasten erwische. Ist mir tagelang beim Anmelden und Einloggen passiert, bis ich rausfand an welcher Taste das lag!
      Ob die Stimmung im Studio wirklich so war und von Dir, Du Hund, so brilliant eingefangen wurde, weiß ich nicht!
      Aber die Stimmung vom Interview meiner Meinung nach auf jeden Fall!
      Ich fand dass der von dem anderen „Schwachkopf“ genannte Fulvio Grimaldi mit seinen Worten den stärksten Beifall bekam, weil er der authentischste Journalist in der Runde war!

  52. Ich finde, dass Herr Teusch am klarsten argumentierte. Der Moderator sollte darauf achten, dass auch die leisen und unaufgeregten Gäste zu ende reden können. Dann wäre das Ganze noch interessanter gewesen. Die Sichtweise des Herrn Koch möchte ich mit einer Geschichte kommentieren: Ein Flugzeugmechaniker benutzte einst bei der Reparatur eines Cockpitfensters versehendlich zu kleine Schrauben, woraufhin sich das Fenster während des Fluges löste und das Flugzeug abstürzte. Das Gericht entschied im Strafverfahren, dass der Mechaniker nicht haupt schuldig am Absturz sei. Vielmehr seien die Arbeitsbedingungen und -abläufe Hauptverursacher des Unglücks. Durch Kontrollmaßnahmen müsse eine Verwechslung ausgeschlossen werden.
    Oft sind die Umstände wesentlicher als die Akteure. Wobei die „Umstände“ ja von anderen Akteuren erst geschaffen werden. Herr Koch hängt die Kleinen und lässt die Großen laufen.
    Herr Herles hat viele Vorurteile und wenig Argumente. Die Freimaurer sind im übrigen nach eigenem Statut ein Geheimbund sprich Verschwörung (auf italienisch: fascisti).
    Gruß
    Volker

  53. Ich glaube, das wirkliche Problem ist nicht die Macht von Personen, und es sind nicht die Jornalisten, die etwas falsch machen. Das wahre übel ist der Gruppenzwang: sobald Menschen andere Menschen betrachten können, orientieren sie sich an den anderen und möchten nicht allzusehr rausstechen. Das sieht man ja schon seit Jahrzehnten an der Mode. Da werkelt ja auch kein mächtiger Modezar im Hintergrund, der mit Einfluss und Geld die Kaufhäuser in der Innenstadt beeinflusst, alle die gleiche Ware anzubieten.
    Nein, die wahre Macht ist die Psychologie.
    Und ich glaube, das Internet hat hier einen erheblichen Anteil dran. Durch das Internet kann ich innerhalb von Minuten sehen, was andere in der Welt machen, wie sie sich anziehen, was sie reden, wie sie sich geben. Und unbewußt orientieren sich dann alle an dem, was sie sehen. Auch die Journalisten.

    Dazu gibt es auch ein wunderbares psychologisches Experiment: man hat eine Gruppe von mehreren Personen zu ihren Wahrnehmungen befragt. Die meisten Leute in dieser Gruppe waren jedoch keine echten Versuchspersonen, sondern waren Lockvögel des Experimentators. Und diese Lockvögel haben absichtlich falsche Sachen gesagt. Hat der Experimentator z.B. gefragt, welche Farbe das Auto in dem Film hatte, haben die „grün“ gesagt, obwohl das Auto gar nicht grün war. Das hat die echte Versuchsperson so verunsichert, dass sie dann auch gesagt hat, das Auto war grün.
    D.h. unsere Gehirn ist so gebaut, dass es uns automatisch in die Herde einfügt, auch ohne dass uns das bewußt wird.

    Meines Erachtens ist auch das der Grund dafür, dass alle Leitmedien das gleiche schreiben.

    • Echt jetzt? Der durch’s Internet aufoktroyierte Gruppenzwang? Klingt wie Spiegel und ZDF.

      Sind es nicht doch eher die Besitzer und Anteilseigner der Banken-, Medien-, Rüstungs- und Sonstwas-Konzerne. Die Besitzer der Stiftungen, Think-Tanks und Councils.

    • Box: ich glaube eben nicht, dass es bestimmte natürliche oder juristische Personen sind, die das regeln. Das wäre zu einfach. Ich glaube wenn du in das Gehirn jeden Menschens schauen könntest, würdest du nicht erkennen können, wo die Strukturen der Macht herkommen.
      Nimm doch einfach mal mein Mode-Beispiel: woher kommt es, dass in bestimmten Jahren alle die gleiche Sorte von weiten oder engen Jeans tragen? Sind da irgendwelche Mächte am Spiel, die die Leute überzeugen?

    • Mode ist ein recht harmloses und unverfängliches Thema über das man sicherlich auch trefflich diskutieren könnte.

      Wie ist es mit etwas ernstahfterem z.B. Deutschland, z.B. Krieg bzw. Militär oder die sozialen Ungerechtigkeiten, welche durch das System produziert werden?

      Es findet sich in Deutschland keine Mehrheit für die exterritorialen Abenteuer der Bundeswehr in Afghanistan, Syrien, Mali, an der Grenze der Russischen Föderation oder sonstwo.

      Es findet sich keine Mehrheit für die Zerstörung der sozialen Sicherungssysteme: Arbeitslosenversicherung durch Hartz IV und Rente durch Privatisierung.

      Es findet sich generell keine Mehrheit für die ausufernde Privatisierung.

      Trotzdem wird es gemacht, also wer hat die Macht?

    • „…woher kommt es, dass in bestimmten Jahren alle die gleiche Sorte von weiten oder engen Jeans tragen? Sind da irgendwelche Mächte am Spiel, die die Leute überzeugen?“

      Natürlich sind da Mächte im Spiel. Die sind sogar bekannt und haben einen Namen. Sie nennen sich SPIEGEL.

      Die Leute gucken sich immer wieder mal im Spiegel an und finden das was sie da sehen irgendwie gut. Und dann kaufen sie den Modemüll – SO EINFACH IST DAS.

    • Martin, die Lockvögel in Ihrem Gruppenzwang-Beispiel sind eine verschworene Gruppe von Menschen. Die gibt es auch im Journalismus, die tonangebenden, und viele andere folgen, vielleicht sogar weil sie die Lügen der Tonangebenden tatsächlich glauben. Herr Jebsen hat Recht, daß diese Zunft unglaublich viel Blut an den Händen hat – ob das nur vom Rotstift kommt? Also werden die Journalisten nur durch die Zensur zu Psychokriegern? Größtenteils wissen die schon was sie tun, aber reden sich raus, daß ein anderer den Job macht wenn nicht er, und der dann ja bestimmt noch schlimmer ist….

    • @Guten Abend Herr Martin (Jens Martin Schlatter?),
      sind Sie möglicherweise der Wikipedia-User J-m.s (zu finden bei google unter dem Suchbegriff Jensmartinschlatter.jpg).

      Wenn ja, können Sie mir bitte Ihre Beweggründe nennen, weshalb Sie sich auf diesem Portal aufhalten und die Interviews, deren Veröffentlichung Sie teilweise zu verhindern versuchen, kommentieren?

      Beispiel:
      Der o. g. J-m.s hat direkt nach dem Interview von Professor Mausfeld mit Ken Jebsen in Wikipedia zur Person Professor Mausfeld folgendes geschrieben:
      „Vertreter einer Verschwörungstheorie“

      Und dann auch noch die Links zu dem Beitrag „warum schweigen die Lämmer“ und dem Interview mit Ken Jebsen in Wikipedia gelöscht und damit keiner die Änderung rückgängig machen kann folgenden Hinweis eingefügt : „Ich werde hier eine Teilsperrung des Artikels wegen Editwar beantragen.“ (23:41, 13. Aug. 2016 )?

      Wenn Sie nicht der User J-m.s sind, dann bitte ich Sie die Frage zu entschuldigen, sie ist auf keinen Fall unterstellend, sondern ausschließlich informativ gemeint. Ich werde diese Frage weiterhin trotzdem so häufig stellen müssen, bis ich eine nachvollziehbare Stellungnahme erhalte.

    • Mit einer Stellungnahme ist nicht zu rechnen. Schon gar nicht mit einer nachvollziehbaren in „Deinem Sinne befriedigenden“.

      Wichtig ist allein die Kenntnis. Die Frage nach dem Warum ist allein deshalb irrelvant, weil sie niemals ehrlich beantwortet würde…

    • @Der Souverän
      zuerst danke für Deinen Hinweis, ich fasse ihn als wohlwollend auf. Und in allem, was Du geschrieben hast, hast Du Recht. Nur, ich komme, denke ich, zu einem etwas anderen Ergebnis als Du. Ich kann bspw. Thilo Jung 100%ig verstehen, wenn er, wohl wissend welche Antworten ihn erwarten, immer wieder bei der Bundespressekonferenz Präsenz zeigt und teilweise die gleichen Fragen stellt, trotz der nicht befriedigenden, unsinnigen und vorhersehbaren Antworten, ich finde seine aufklärerische Arbeit gerade deswegen besonders wertvoll, oder die von mir hoch geschätzte Frau Hecht-Galinski, die nicht Müde wird immer wieder mehr oder weniger das gleiche zu sagen….

    • Hallo Souverän zaungast

      Na ja, das sage ich ja damit: „Wichtig ist allein die Kenntnis.“

    • P.S

      Und zur Kenntnis gehört natürlich das Du die Frage immer wieder stellst 🙂 – wie Thilo Jung eben auch.

    • Herr Jung? Der Herr der der nichtssagenden BPK ihre Existenzberechtigung verschafft. Hier beantwortet Herr Jung 5 min. lang an ihn gestellte Fragen:

      Tilo Jung und naiv in 5 Minuten
      youtube.com/watch?v=xM4x72uEy3c

      Die Antworten haben, milde ausgedrückt, ein Geschmäckle.

    • Danke für den Link, respektive die Aufklärung.

      Au weiha weiha, der Typ ist ja ECHT naiv und noch so einiges andere.
      Den kann man nur eines – abhaken.

    • @Box
      danke für das Video, das kannte ich noch nicht.

      Will man gerecht sein, finde ich, muss man differenzieren.
      Also zum Video: ich fand einen Teil der Aussagen von Herrn Jung für irrelevant, zu anderen Teilen seiner Aussagen habe ich eine andere Meinung als er und seine Meinung zu Herrn Ganser mit entsprechender Handbewegung Richtung Kenfm halte ich für dumm. Und insgesamt fand ich sein Video eher regierungskonform.

      Das mit der Bundespressekonferenz sehe ich aber anders als Sie. Da leistet er aus meiner Sicht eine sehr wichtige und gute Arbeit. Und darauf bezog sich auch meine Aussage.

    • @Zaungast,

      Kein Problem. Da die Sprache auf Herrn Jung kam, wollte ich lediglich darauf hinweisen, daß er bei mir den Eindruck erweckt, gesteuerte Opposition zu sein.

      Darüber hinaus habe ich den gleichen Eindruck von Herrn Herles und Herrn Koch, es schien mir angemessen in diesem Zusammenhang auch bei Herrn Jung darauf hinzuweisen.

      Woher die Motivation der einzelnen Personen kommt, ob Überzeugung oder etwas anderes, kann ich nicht beurteilen.

      Eine Steuerung kann auch auf eine subtile Weise erfolgen und auf der Unwissenheit des Gesteuerten basieren. Was die wohlwollendste Erklärung ist.

    • Zaungast,

      Kein Problem. Da die Sprache auf Herrn Jung kam, wollte ich lediglich darauf hinweisen, daß er bei mir den Eindruck erweckt, gesteuerte Opposition zu sein.

      Darüber hinaus habe ich den gleichen Eindruck von Herrn Herles und Herrn Koch, es schien mir angemessen in diesem Zusammenhang auch bei Herrn Jung darauf hinzuweisen.

      Woher die Motivation der einzelnen Personen kommt, ob Überzeugung oder etwas anderes, kann ich nicht beurteilen.

      Eine Steuerung kann auch auf eine subtile Weise erfolgen und auf der Unwissenheit des Gesteuerten basieren. Was die wohlwollendste Erklärung ist.

  54. Hallo,

    wir sollten keine Angst mehr haben, uns gedanklich in Visionen und Utopien zu bewegen.

    Keiner muss zum Arzt gehen, nur weil er neue Iden entwickelt und sich dafür gedanklich mit neuen Gesellschaftsmodellen beschäftigt ( denken ist keine Krankheit).
    Ich wehre mich entschieden gegen diese Schlussfolgerung des Herrn H. Schmidt dem Altatlantiker, seit wann sind Gedanken nicht mehr frei und als Krankheit zu betrachten.

    Was hat eigentlich die alt 68 dazu bewegt, sich ein Gedankenverbot für ein generell neues Gesellschaftsmodell zu unterwerfen.
    Sich ausschließlich gedanklich nur innerhalb eines bestehenden Systems zu bewegen, bewirkt auch nur, innerhalb eines bestehenden Gesellschaftssystems Veränderungen.

    Der Versuch von Seiten des Prof. Dr. Ulrich Teusch, die bestehende Architektur der Macht gänzlich in Frage zu stellen, wurde umgehend von Herrn Dirk Koch unterbunden. Warum, selbst innerhalb des bestehenden Systems die Entwicklung von Visionen unterbinden, mit welchem Recht ??

    Es gibt immer die, die machen und die, die mit sich machen lassen.
    Und in diesem Gesellschaftsspiel, das uns an den Rand eines Nuklearen Abgrundes geführt hat machen wir doch bitte nicht mehr mit.

    LG

    Ralf

  55. Habe in einem Kommentar in bezug auf Herrn Grimaldi gelesen: „trotz Sprachbarriere…“
    das hat mich zum Nachdenken und zu einer Skala angeregt:
    – Die größte Sprachbarriere hatte sicher Herr Koch, er sprach mühsam, außer wenn er seine oft erzählten Annekdoten hervorholte;
    – die zweithöchste Barriere hat in meiner Skala Herr Herles, der, wenn die Gefühle überkochten, nur noch wenige Worte fand, die er endlos wiederholte;
    – darunter möchte ich Herrn Jebsen ansiedeln. Sicher wird man mich jetzt für verrückt erklären, aber wenn man einmal den Ausdruck „Sprache beherrschen“ auf der Zunge zergehen lässt, spürt man vielleicht, was ich meine;
    – den zweitbesten Platz erreicht Herr Grimaldi, der sehr flüssig und klar sprach und nur wenige Male sich kurz helfen ließ;
    – der erste Platz gebührt demnach Herrn Teusch, was andere hier schon mehrfach begründet haben.

  56. Strukturen der Macht wurden in dieser kleinen Runde wunderbar zum Ausdruck gebracht. Herr Herles hat, wenn auch unbewusst, die Strukturen des Egos demonstriert, das, wenn es sich bedroht sieht, erstmal um sich schlägt und versucht den vermeintlichen Gegner aus dem Feld zu schlagen, bzw. ihn niederzumachen. Herr Grimaldi hat sich großartig gehalten und das nicht zugelassen, sondern sich weiterhin für die Wahrheit stark gemacht. Ein sehr mutiger Mann, der sich nicht instrumentalisieren lässt. Allein die Geste von Herrn Herles, als es um den Genozid an den Indianern ging, war bezeichnend für seine Position.
    Herr Koch schwelgt gern in der Vergangenheit und konnte wenig zum eigentlichen Thema beitragen. Bereichernd fand ich auch Herrn Teusch, der besonnen und interessant argumentierte.
    Ich würde es sehr begrüßen, wenn gerade dieses Thema weiter behandelt und auch aus anderen Perspektiven beleuchtet wird. Bewusstsein schafft Frieden und jede Entwicklung dahingehend ist ein echter Fortschritt. Daniele Ganser und Prof. Mausfeld wären z.B. sehr gute Teilnehmer für eine weitere Gesprächsrunde zum gleichen Thema.
    Danke an Ken Jebsen und an sein Team für ihren Mut und den unermüdlichen Einsatz für eine aufgeklärtere Welt.

    • Ich möchte mich dem zu 100% anschließen und noch etwas ergänzen.

      Herr Jebsen hat am Ende gelobt, dass es hier mal richtig Zoff gab, was offenbar von vielen gewünscht und bei den anderen Sendungen vermisst wurde.

      Ich finde das überhaupt nicht gut. Zoff dient nicht der „Wahrheitsfindung“, wenn die Positionen zu weit auseinanderliegen. Wenn eine Seite des Tisches durchtränkt von jahrzehntelanger transatlantischer Propaganda und darin verfestigten Denkmustern mit Leuten spricht, die nicht darin befangen sind und die amerikanische Politik kritisch sehen können – dann ist eine Verständigung nur schwer möglich und Streit wahrscheinlich. Auf neue Stufen der Erkenntnis kommt man in so einer Runde nicht. Wie bei einem Fußballspiel stellt sich der Zuschauer auf eine Seite, es geht um Kampf.

    • Ein bisschen Koch, ein bisschen Herle, rein in den Topf, ein wenig mixen…schon haben wir das wovon wohl mancher träumt..Aber ja keine Menschen die wenigstens so ehrlich sind und ihren Character zeigen! Tun als ob,immer schön seriös..was für eine langweilige Welt, so ohne Verschiedenartigkeit!

  57. Nach dem KenFM-Interview, das ich vor kurzem mit ihm gesehen hatte, hätte ich nicht erwartet, daß sich Wolfgang Herles wie ein ungehobelter Flegel benehmen würde.
    Schade, der einzige Maluspunkt in dieser ansonsten sehr gelungenen Senddung.

  58. Aus US-Weltsicht ist nüchtern betrachtet die TRUMP-Wahl bestens gelaufen. Brzezinski´s Geostrategie ist nun auf der Zielgeraden angelang – und ein 100%iger Erfolg. Denn einen neuen „eisernen Vorhang“ hat sich die EU selbst installiert, sich an Kriegsverbrechen beteiligt, Banken gerettet statt Bürger gestärkt, ihre Euro-Währung nicht weiter entwickelt.

    Die mächtigste Wirtschaftsgemeinschaft der Welt – Europa – hat sich spätestens seit der Bankenkrise 2008 nötigen lassen, keine eigene europäische Strategie zu verfolgen. Mit dem Ziel, Teil einer noch größeren Wertegemeinschaft anzugehören, sprich Anhängsel der US-Strategie zu sein, die sie nicht bestimmen können.
    Deren Ziel seit 100 Jahren ist ein Keil zwischen D / EU und RU – so George Friedman STRATFOR. Trump wird nun Nägel mit Köpfen machen. Er hat eigentlich beste Marktgegebenheiten – und die EU schaut fassungslos zu. Das ist der Grund, warum der Einschlag nach der Trump-Wahl bei Deutschlands Vasallen so verheerend war.

    Die Handelsbeziehungen mit RU sind auf Null gefahren. Diese zu aktivieren ist
    a) mit diesem Personal nicht möglich
    b) dauert Jahre.
    Die Trump-Wahl muss also Europa mehr besorgen als die USA. Die Medienhetze gegen Trump soll das wohl verschleiern.

    Europa muss sich nun neu erfinden, Kleinstaaterei stünde auf der Wunschliste der USA ganz oben, was sie befördern werden um den Wirtschaftsraum weiter zu schwächen um selbst besser aufgestellt zu sein. Dem sollte man nicht folgen. Ein gemeinsames Europa der permanenten Bürgerbeteiligungen, und Bürgerabstimmungen setzt ein neues Personal voraus. Das ist leider nicht in Sicht.

    Oder aber man …
    …ergänzt das starre Euro-System mit nationalen digitalen Parallelwährungen,
    …Bankentrennung und 30 % Mindestreserve
    …Bankenrettung nur durch Aktienausschüttung zu je 1 Euro, bis die notleidende Bank gerettet – und im Volleigentum der Bürger (Shareholder) ist.
    …macht Politiker zu Sachbearbeitern der Bürger, die 1xjährlich digital ihre Wünsche per Wahl-o-mat vorgeben.
    …Faire Handelsbziehungen mit Afrika könnten gewaltige Probleme lösen und beide Kontinente wirtschaftlich beflügeln.

  59. Nur jede(r) einzelne kann die Strukturen der Macht brechen. Zuerst im eigenen Kopf und folglich mit eigenem Verhalten dazu. Hier geht es um die negative Bedeutung von Macht, also geht es um Gewalt. Ich frage mich, wie dieses Gespräch verlaufen wäre, wenn es so geheißen hätte: STRUKTUREN DER GEWALT. Hätte dann Herr Herles z.B. auch über den Genozid der Indianer Amerikas so locker hinweggehen können? Warum wird nicht endlich ganz unverblümt über die Gewalt diskutiert, mit der die Menschheit seit tausenden von Jahren die Schöpfung zerstört?

  60. Das waren „Strukturen der Macht“ in Zeitlupe:
    Auf der einen Seite die „Alpha-Journalisten“ Herles und Koch, gewohnt zu bestimmen und dass ihre „starke Meinung“ für die grobe Linie reichte (…und noch’n Anekdötchen). Auf der anderen Seite die niederen „freien“ Journalisten, die für ihren Standpunkt recherchieren und die Argumente liefern.

    Den heutigen Journalisten mag man vielleicht eine Schere im Kopf vorwerfen – nur, Redaktionsleiter wie Koch und Herles sind in dem Spiel gerade die Gatekeeper, deren Aufgabe es war, für diese Schere zu sorgen. Mit diesen Leuten kann man vielleicht ein nettes Pläuschchen halten – aber mit denen kann es keine Lösung geben.
    Schnipp, Schnapp.
    Dass es keine Lösung gibt, ist schließlich im Sinne der Strukturen der Macht. Und ihr Job.

  61. Nun, hab´s heute ein 2.Mal gesehen.

    Herrn Herles ist ein Flegel. Trotz der, vielleicht durch Grimaldis Sprachbarriere, gelegentlich pauschal klingenden Aussagen geht sowas garnicht. Vermutlich kennt der Herr das nicht aus dem ÖR-Zirkus, dass Menschen nicht nur ihre Meinung sagen können, sondern auch noch ausreden dürfen. Schlimm das.

    Das digitale Aufwachzimmer hat, gottseidank, 24/7 geöffnet. Da gibt´s ´ne ganze Menge zu lesen, Herr Herles. Z.B. über die, vorsichtigen Schätzungen zufolge, 20- 30 Millionen Tote und beinahe doppelt soviel Dauergeschädigte nur seit Ende des WK II. Über illegale und/oder völkerrechtswidrige Angriffskriege, Regimechanges, sowie Unterstützung von Gewaltverbrechern/Herrscher etc.. durch die Bewahrer von Menschenrechten und Demokratie auf dem American-Naives genoziderschütterten Boden von gods own country. Können oder wollen Sie diese Massenmorde nicht zur Kenntnis nehmen?

    Herr Teusch hat mich sehr überrascht. Gepflegter Ton, gebildet, wissend und sehr kommunikatives und freundliches Wesen. Würde mich wirklich sehr freuen mehr von ihm hören und lesen zu dürfen.

    Herr Koch erinnert mich sehr an meinen Grossvater. Der hat immer vom Krieg erzählt.
    Seine Bitte und Mahnung die „Grossen“ am Kragen zu packen, kontrovers arbeiten, vor Ort raus gehen, sollten sich wohl einige der Herren Journalisten mal zu Gemüte führen. Das tut Not.

    Fulvio Grimaldi hat cojones. Der geht dahin, wo es nach Tod und Blut stinkt und lässt sich nicht unterkriegen.
    Der Mann getraut sich Indianermörder auch Indianermörder zu nennen. So gehört sich das. Das nötigt mir grossen Respekt ab.

    Und Ken war wieder saugut. Obwohl,… ich hätte ihn gehen lassen 🙂

    • Mich erinnert Herr Koch an meinen Vater mit seinem Persönlichkeits- Männlichkeitswahn von anno dunnemals.
      Dieser Persönlichkeitswahn, der nämlich auch viel mit Machtgläubigkeit zu tun hat, ist ein Hindernis auf der Leiter der Bewusstwerdung seiner selbst. „Der Glaube an die Persönlichkeit“ ist nach Buddha übrigens eine der „niederreissenden Fesseln“.

    • Also, ich war ja unter den Zuschauern. Die Drohungen, dass man geht, sind doch immer leere Drohungen. Es sei denn der Moderator schickt in wirklich weg. Das kommt aber dann nur bei ARD oder ZDF vor. Siehe das abgekartete Spiel mit Eva Hermann vor einigen Jahren bei Kerner. Und wo war das. Richtig ZDF. Wo kommt Herr Herles her? Ich deute die Aussage bei 1:51 mit der Pension so, dass er da ganz gutes Geld bekommt. Da kann er ja nicht über seinen eigenen Laden herfallen, auch wenn er vielleicht versucht davon Abstand zu gewinnen. Seis drum. Kens Fragen konnte er auf jeden Fall nie wirklich glaubhaft beantworten und beschwert sich dann immer über Themenwechsel. Grimaldis Ansichten konnte er ja auch nicht mit Fakten widerlegen und hat es nur als dummes Gerede abgetan. Da hat er sich schon entlarvt und wie man hier sieht, haben das alle bemerkt.

    • @Carsten K
      Da bin ich zufällig grad drüber gestolpert:

      Hagen Grell
      GEZ sitzt auf dem Pulverfass der Pensionen — Heiko Schrang über die GEZ-Lüge
      Jutjub watch ?v=gIGUpSQ-0hc
      Die Pensionen sind.. Aber Hallo! *ohrenanleg*

      Da frage ich mich doch tatsächlich, was für eine Motivation Herr Herles hatte, an „Positionen“ teilzunehmen, ohne (…) *keksmampf*

    • Aber deine Beschreibung hier finde ich treffend und gut, Blue Project und ich freu mich überhaupt, jetzt wieder öfter was von Dir zu lesen.

  62. Vorweg ein Kompliment an Herrn Jebsen für sein Meisterstück, den entrüsteten Herrn Herles zu moderieren und ihn wieder in die Runde zurückzuführen!

    Ich finde Wortgefechte gut, doch eher nicht in der Art, wie sie durch Herrn Herles in Gang gesetzt wurden.
    Wenn er schon beim blossen Erwähnen der nachweislich hässlichen Seiten der USA, wie die Ausrottung der Indianer, das gegenwärtige Führen oder sich Beteiligen an 7 Kriegen, und ähnlichen Aussagen durch Herrn Grimaldi, dies einfach als „Blödsinn“ abtut, gibt er zu verstehen wie sehr er noch an den gängigen Wertvorstellungen eines ZDF-Journalisten festhält.

    Einen gestandenen Kriegsreporter, wie Herr Grimaldi, einfach als „dummes Zeugs“ Erzählenden hinzustellen, zeugt nicht gerade von gutem Urteilsvermögen. Immerhin hat er die politischen Verhältnisse mehrere Jahre vor Ort mit verfolgt und dürfte schon deswegen nicht nur falsch liegen.
    Dass Herr Herles seine entgegengesetzten Ansichten auf ähnlichen Erfahrungen gründet, wage ich zu bezweifeln.

    Ich kann nur sagen, „Hut ab“, wie sich Herr Grimaldi, durch die Ausfälle von Herrn Herles nicht beeindrucken liess und weiterhin unentwegt an seinen meines Erachtens zutreffenden Ansichten festhielt!

    • Wenn in einer Diskussionsrunde die Leute anfangen, sich persönlich anzusprechen („du“,“Sie“), dann weiss man schon, dass etwas falsch läuft. Da folgt dann meistens gleich das argumentum ad hominem.
      Aber das ist ja die Sperzialität von Anne Will, Maischberger, Illner und Konsorten, dass sie die Talkgäste schon vor der Sendung so briefen, dass sie bestimmte Positionen einnehmen sollen und dann wie die Kampfhähne aufeinander losgehen.

  63. Wenn ich es mir aussuchen könnte oder müsste, mit wem von den Gästen ein Gespräch über Strukturen der Macht zuführen, würde ich mir zuerst Herrn Teusch aussuchen. Oder einen Dreier mit Teusch und Grimaldi. Und zwar deshalb, weil diese beiden Herren nach meiner Einschätzung die notwendige hohe Sensibilit gegenüber der Fragwürdigkeit von Macht an sich mitbringen.

  64. KenFm ist das beste kritische politische Magazin hierzulande, wo unermüdlich hervorragende journalistische Arbeit gemacht wird – in einem Tempo, wo ich schon beim reinen Konsumieren zeitlich hinterherhinke. Ohne KenFm würde ich aber noch wesentlich mehr Zeit investieren müssen, alles zusammenzusuchen. Allerbesten Dank für die viele gute Arbeit!

    Ich habe bis jetzt erst zur Hälfte gehört – zu dem bis jetzt bedenkenswertesten Satz, und der war von Herrn Jebsen: „meine Zunft hat unfassbar viel Blut an den Händen.“

    Die Strukturen der Macht habe ich bis jetzt nicht erkannt, und ich muß an diese Geschichte denken: Ein Betrunkener sucht unter einer Straßenlaterne seinen Schlüssel. Ein Polizist hilft ihm bei der Suche. Als der Polizist nach langem Suchen wissen will, ob der Mann sicher sei, den Schlüssel hier verloren zu haben, antwortet jener: „Nein, nicht hier, sondern dort hinten – aber dort ist es viel zu finster.“

    Es bleibt noch die 2.Hälfte zu hören, vielleicht traut man sich dort in den Halbschatten um den Schlüssel zu finden.

    • Die 2.Hälfte war viel näher am Thema, und hätte noch näher ran gekonnt, wenn Herr Herles und Herr Koch die beiden (oder drei) anderen nicht immer zurückgezerrt hätten.

      Strukturen der Macht sind bisher vertikal und können durch eine informierte kreative Gesellschaft durchbrochen werden.

  65. Hallo zusammen, begierig herbei sehnend habe ich auf die Freistellung der achten Sendung „Positionen“ gewartet und dann das: Während ich alle vorangegangenen Sendungen an einem Stück sah, brauchte ich diesmal eine Pause, weil ich die Atmosphäre ab einem bestimmten Zeitpunkt als ziemlich anstrengend empfand, wenn nicht sogar vergiftet (man achte auf die versteinerten Gesichter von Herrn Herles und Herrn Grimaldi, sobald der jeweils andere spricht…). Gefühlt war ich den Positionen von Fulvio Grimaldi näher, denn ich arbeite in einem sozialen Beruf und bin somit jemand, der wie er einen geschärften Blick für das „Kleinklein“ hat. Ich interessiere mich aber auch für die „Vogelperspektive“, welche ein Geschehen naturgemäß aus einem größerem Abstand betrachtet und bewertet – hier verorte ich Herrn Herles. Denn meine Erfahrung ist die, dass die Auseinandersetzung mit beiden Perspektiven oftmals zu mehr Erkenntnissen führt, als sich ausschließlich auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Herrn Herles zuzuhören, die zunehmd aufgeheizte Stimmung zu ertragen, empfand ich als ziemlich anstrengend. Schade, denn alle Positionen – so wie sie am Tisch vertreten waren – fand ich gut gewählt und vom Grundsatz her für die Weiterbildung der eigenen Meinungsbildung und Erweiterung des persönlichen Horizont bestens ausgesucht und geeignet. Dass Herr Grimaldi nicht noch mal wieder kommt, darum mache ich mir keine Sorgen. Er wird diese Form der formal gehaltenen und inhaltslosen Anfeindungen vermutlich schon kennen. Ob Herr Herles sich allerdings nochmal aufrafft, angesichts dieser Erfahrung nochmal wiederzukommen – die er allerdings zum Großteil selbst gestaltet hat – da habe ich meine Zweifel. Ich würde gern auch mehr von ihm hören. Nicht weil ich seine Ansichten sympatisch finde, sondern weil sie mich zum nachdenken zwingen.
    Großartig fand ich übrigens Herrn Teusch. Von ihm hatte ich bislang außer den (vermutlich von ihm geschaffendenen) Begriff „Lückenpresse“ nicht viel gehört.
    Aber vielleicht bin ich es auch, die erst mal wieder lernen muss, gegensätzliche Positionen auszuhalten. Mit Spannung warte ich auf Positionen neun. Nette Grüße an alle!

  66. „Strukturen der Macht“ ???
    Bei dem Titel bin ich mit nicht so großen Erwartungen ins Video gegangen. Trotz der tollen Besetzung. Lasse doch mal diskutieren, wer was unter „Macht“ versteht, oder unter „Strukturen“ ? Aber was sagen die Zeilen darunter?

    „Die Architekten der Macht müssen eine Kraft schaffen, die man spüren aber nicht sehen kann. Macht bleibt stark, wenn sie im Dunklen bleibt – wird sie dem Sonnenlicht ausgesetzt, verflüchtigt sie sich. „Macht lebt von der Ohnmacht, die sie erzeugt, und dazu muss Macht Transparenz vermeiden. Nur wenn sie wage bleibt, subtil spürbar, kann sie ein Fäden ziehendes Sekret produzieren… Aber Top Secret!“.

    Das ist nicht mal Verschwörung, sondern Beschwörung. Nur ohne Melodie. Würde mich nicht wundern, wenn es eines der Hohelieder der CIA wäre.

    Auf dieser transzendenten Art könnte man die Staatskrisen aus der Sicht eines Internisten auch als rheumatisch-entzündliche Immunreaktionen auf geheimdienstliche Interventionen bezeichnen. Das Auftreten solcher Symptome allein legt dann schon nahe, was grade wieder abgeht. Übrigens: Rheuma ist keine Krankheit, es ist nur ein Sammelbegriff für über 100 verschiedene (bekannte) Erkrankungen, die durch Entzündungen hervorgerufen werden (deren Ursachen weitgehend unbekannt sind). Desshalb: Titel und Themen besser möglichst konkret abfassen.

    Dennoch hatte ich die Reaktion von Herr Herles so nicht erwartet. Klar ersichtlich ging ihm da was dermaßen gegen den Strich, das er einfach nicht anders konnte. Wir kennen solche Situationen ja jeder aus eigener Erfahrung. Ebenso die Bitternis, dafür kein Verständnis zu bekommen. Klappe zu. Ab dafür! …..Nö!

    Ich empfehle hiernach sich das Gespräch mit Herr Herle nochmal anzuschauen. Es lohnt! Jedoch in aller Ruhe, vorurteilslos und genau aufmerkend: kenfm.de/wolfgang-herles/

    Mit Herr Herles und Herr Grimaldi sind primär Kopf und und primär Herz aneinander geprallt. Oder auch rechte gegen linke Gehirnhälfte. Oder auch Intellekt gegen Empathie. Erstere zeigen sich oft ungeduldig, intolerant Zweitere hingegen verurteilend, pedantisch. Daher bedarf es für solch eine Besetzung eines geeigneten Formats. Mit klaren Gesprächsregeln, insbesondere zur jederzeitigen Wahrung von Disziplin, Anstand, Respekt und Fairness. Sowas erfolgreich hinzukriegen wäre doch eine echte Herausforderung. Auch für die Gesprächsteilnehmer. (Kein Mangaschneckentheater ^^). Finde ich.

    Meinen KenKen gebe ich in diesem Positionen Prof. Dr. Ulrich Teusch. Und dies sehr gerne. So zeigte Herr Teusch genau die wohlige Besonnenheit, Klarheit und über den Tellerrand schauende, verbindende Sicht wie ich sie mir von Akademiker so wünsche. Herr Teusch wäre für mich ein idealer dritter Teilnehmer bei Gegenpositionen, wo sich 2 gegensätzliche Positionen einander inhaltlich annähern zu versuchen. Wie kann es zu einer Zeit des global praktizierten Spaltens einer angezeigtere Kunst, als die des Verbindens von Gegensätzen geben?

    Herr Koch sehe ich im Einzelgespräch (Kamingespräche) viel besser aufgehoben. Was man erlebt hat, hat man erlebt. Da braucht es keiner Theorie. Ich wette, das Herr Koch uns noch viele spannende Erzählabende mitgeben könnte.

    Die Stärke von Positionen sehe ich mehr darin, ein Themengebiet durch mehrere Teilnehmer und ihre Standpunkte und Perspektiven mit einander ergänzend aufzuarbeiten. Also themenerschließend. Das lässt auch 5 und mehr Teilnehmer zu.

    • Also Herles Reaktion hat mich auch etwas bestürzt.. Wenn er der Ansicht ist, Herr Grimaldi rede Blödsinn, dann wäre das doch *die Gelegenheit gewesen, ihn mit Fakten, Zusammenhängen und Schlussfolgerungen unter den Tisch zu argumentieren.
      [wieder gelöscht]
      Argumentum ad hominem macht mich sehr zornig. So etwas ist eines intelligenten Menschen nicht würdig.

    • „Mit Herr Herles und Herr Grimaldi sind primär Kopf und und primär Herz aneinander geprallt.“

      Wenn Herr Herles (Kopf) zu wenig Herz (z.B. Empathie) hat, was soll da Positives bei rumkommen?
      Intellekt ohne Empathie ist wertlos.

    • Auf einer meiner Lieblingsseiten (pravda-tv.de) ist folgendes Zitat verankert:

      „Wenn der Geist erkennt, dass er die Liebe nicht herstellen kann, sondern nur Ideen dessen, was die Liebe sein sollte, dann wird er ruhig und die Liebe ist.“ Murdo MacDonald-Bayne (1887-1955)

      Insofern stehe ich (als deutscher Rationalist mit italienisch-französischem Herz) dem reinen Intellekt (z.B. Kant) eher skeptisch gegenüber. Mehr als nur kopfmäßig befriedigt hat mich erstlinig Einstein, dialektisch Schopenhauer (ohne dem frauenfeindlichen Teil). Und seelisch Morgenstern, Sagan und viele, viele echt tolle Menschen, über die sich klar erkennen lässt, das diese Schöpfung mit all seinem Leben doch ein unfassbar guter Coup ist.

      Ich meine, der Kopf verarbeitet nur Irrtümer, Wahrheit hingegen ist eine Expertise der Seele. Intelligenz, die waldbaer zurecht einbringt, ist mir demnach nicht nur das Eine oder Andere. Es ist mindestens beides, eher noch so einiges mehr. Und da fängt es erst an, so richtig prickelnd zu werden.

    • So etwas ist eines VERMEINTLICH intelligenten Menschen nicht würdig würde ich sagen.

      Ich habe von Herles nichts intelligentes gehört – im Gegenteil.

    • Gerade im Radio – sputnik Radio natürlich – von einem Journalisten aus Österreich treffendes über den Bildungsbegriff gehört.

      Er sprach mehrmals von „den formal Höhergebildeten“ – also Gymnasium versus Haupt/Realschule.

      Und er stellte ebenfalls mehrfach fest, das diese formal Höhergebildeten eben nicht höher gebildet sind oder sein müssen.

      „Richtige“ Bildung findet m.E. auch erst nach der Schul(ver)bildung statt. Und da oder ab dann spoielen ganz andere Bildungs-Kriterien eine Rolle. Intensivere Vor(ver)bildung ist/kann – muß jedenfalls nicht zwingend – sogar ein Hemmungsgrund für die weitere Bildung sein.

      So langsam kommt man auf den Trichter, untersucht es und stellt dabei fest, das die eigentliche Bildung – Stichwort SchulWISSEN – von Menschen die eher „im Leben stehen“ besser angenommen wird.

      Sie sind halt ein paar Jahre weniger indoktriniert worden und daher offener und empfänglicher für tatsächliche Bildung – sage ich.

  67. hab mir, ehrlich gesagt, nicht die ganzen Kommentare durch gelesen.
    Für mich zählt nur eins und das ist diese Plattform von Ken Jebsen.
    Aufklärung pur. Buchempfehlungen sehr interessant. Habe mir so manche Bücher gekauft und auch verschenkt.

    Für mich ist das eine Revolution. Eine Medien – Revolution.

    Danke an das Team und Danke an Ken Jebsen.

    • Hallo Palina,

      KenFm.de ist mit Sicherheit eine Revolution. Ich würde so weit gehen und sagen: KenFm.de und seine Publikationen sind absolut von einzigartiger Wichtigkeit.
      In diese Quantität und Qualität gibt es keine weitere Institution im deutschsprachigen Internet.

      Bitte KenFm, so weiter machen.

  68. ja, ja die Demokratie. wer diese schon mal erlebt hat, bitte melden!
    ein tisch mit 5 leuten mit 5 perspektiven. davon 2x alt-Ideologen (die gute alte zeit, wann immer die auch gewesen sein soll) und 3x nuancierte perspektiven.
    ich stell ich mit ein Staat mit 20 Millionen Einwohner vor (20 Millionen perspektiven) da wird sicherlich Demokratie stattfinden.
    anders gesagt: seit 50 jahren labbern die west-brd-bürger über die Demokratie und merken nicht, dass sie alle 4 jahre gegen ihre eigenen interessen abstimmen.

  69. Was ist denn ab ca. 58 Minute in Herrn Herles gefahren?
    Ken hat da sehr gut die Wogen geglättet und Herr Teuscher kam viel zu wenig zu Wort!
    Wirklich am Thema „Strukturen der Macht“ hat sich nur Herr Grimaldi versucht …CHAPEAU!!!
    Alles andere war mehr oder weniger die Rolle des Journalismus.

    • Herr Grimaldi besticht durch seine Gradlinigkeit und Ehrlichkeit.
      Da wird nicht um den heißen Brei herum geredet.
      Das er die Strukturen der Macht richtig beurteilt, ist für mich offensichtlich.
      Herr Herles sieht das offensichtlich anders und reagiert, wie ein trotziges Kind.
      Als Herrn Grimaldi (betr. Demokratie und Kriege der USA) die Tötung der Indianer ansprach, kam von ihm ein „na ja“ und ein relativierendes Schulterzucken. Herrn Herles lässt nur seine Argumentation gelten. Ihm mangelt es an Empathie.
      Auch das jedes politische System seine Skandale hat, relativiert er. Es geht bei Ihm nur bis zur Aufklärung.
      Die Medien sollen aufklären. Folgen daraus sind eher nebensächlich.
      Das ist ja das Problem, dass man alles aufdecken kann, es bleibt aber meist folgenlos.
      Es wird kurz inne gehalten der nächste macht genau so weiter. (alles bedauernswerte Einzelfälle)
      Schöne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Journalisten – es ändert nichts.
      Die Ursachen, die im System liegen, bleiben im dunkeln. Nur Synthome werden genannt.

      An Herrn Koch stören mich seine Selbstbeweiräucherung.
      Früher war halt alles besser.
      Da war alles schön übersichtlich und man hat für das Gute gekämpft.

      Die Analysen von Prof. Dr. Ulrich Teusch fand ich sehr wertvoll, weil er die Ursachen, der negative Veränderungen in den Medien nennt.
      Die mutwillige Zerstörung des Sozialstaates ist eine der Hauptursachen.
      Dabei haben viele der Medien kräftig mitgetan.

  70. Wie hier einige die Moderatoren-Qualität von Ken in Frage stellen .. ihr habt Jahrzehnte lang nur die ÖR-Gehirnwäsche wahrgenommen, ich verstehe, daß man aus diesem Denken nur sehr schwer raus kommt.

    Hey, das hier ist kein ÖR, hier gelten andere Spielregeln, und das ist sehr, sehr gut so. Positionen braucht keinen Moderator. Positionen braucht Ken und 4 andere, die gesittet ihre eigenen Thesen präsentieren und ggfls. kontrovers – aber ruhig – besprechen.

    Aber was KenFm und Positionen NICHT braucht, ist ein MODERATOR.

    • Sehr gut,

      es ist nämlich auffallend, dass ausschließlich hier an der Moderation gemeckert wurde, sieht man einmal Richtung Jou Tube, Facebook etc hin!

  71. Kenfm,
    natürlich ahne ich Ihre Vollbeschäftigung , jedoch frage ich mich, findet sich nicht jemand, ein enger Vertrauter, was ja kein Geld kosten muss,der Links frei geben könnte? 1x am Tag reicht da doch!

    Wenn dieser fehlt, der Kommentar dort nackt steht, weiß niemand was gemeint ist. Natürlich erwarte nicht, dass sich jeder die Mühe macht ihn sich anzusehen, jedoch vielleicht 1-2 User, denn auch das Wissen wollen ist begrenzt.Nur nach fast 24Std, geht natürlich alles unter!

  72. Erdo gegen FreiMedien ? :))).
    “Das wissen sogar die Journalisten“ sagte uns mal ein Professor (1977) bei einer Vorlesung für Politische Doktrienen in Ankara. Damals müssten die Journalisten alles aber alles Wisser sein, aber es geht nur superficial: wie Mr.Herles.
    Hallo! Es gab schon vor Erdo keine Freimedien.
    Der Rep.President Sezer klagte wegen Autozensur (etwa2003). Seit (nach den Putsch 1980) der zweiten haelfte der 80er haben wir in der TR, wie bei jeder Westlichen-Demokratie die Kartellmedien.
    In der TR herscht die Plutokratie, wie in allen Zeitgenössischen-NatoLaender.
    Erdo ist gegen Medien! die gegen ihn sind. Aber, dass sind keine Freiemedien. Sorosmedien und die Aehnliche Kurdische… mit den er gegen die Republik gerne gekaempft hatte. Jetzt ist die Republik ist unreparierbar verschrottet.
    Faz,Spiegel und andere mainstream hatten es damals als die DemokratischeEntwicklung der TR verkauft.
    Was Erdo macht ,ist etwas aehnlich wie “SA“ liquidierung.

    • Dem passiert jetzt was, was der Westen mit Putin gemacht hat bzw. immernoch macht. Da haben die Türken schön mitgetreten von wegen Diktator Putin ohne zu analysieren und zu schauen ob des wirklich keine freien Medien in Russland gibt. What goes around comes around. Jetzt kann die Türkei mal sehen wie es ist wenn auch ihr Staatsmann angegriffen wird. Plötzlich ist auch in sozialen Netzen von der türkischen Seite schluss mit Russland Bashing und die tun so nach dem Motto was interessiert mich was ich gestern erzählt habe.

  73. Hoffentlich sehen sich vor allem ein Herr Herles aber auch ein Herr Koch mal selbst an, was sie da blamablerweise von sich gegeben haben! Das ist schon mehr als peinlich, wie es ausweichend jeder Tatsache zu wirklich beleidigenden Äußerungen seitens Herrn Herles gegen Herrn Grimaldi kam. Am stärksten zeigte sich wohl die Kindergarten – Bildung des Herrn Herles mit seiner Verlassungs – Androhung….. ( bäh – jetzt bin ich beleidigt! )

  74. Werner Höfers internationaler Frühschoppen und Kens Positionen haben einiges gemein.

    Die Stimme vom Volk aus dem Volk wird man dort nicht hören. Mich interessiert nicht was jemand (beruflich) macht oder gemacht hat, mich interessiert nicht wer er ist, mich interessiert WIE er ist.
    Und mich intereesiert seine Meinung/Ansicht.

    Aber nur dann, wenn sie von allen geläufigen – also „die man so kennt“ – Meinungen und Ansichten abweicht. Warum? Weil mir die geläufigen „die man so kennt Ansichten“ bereits geläufig sind…

    Ist es denn wirklich so schwer mal etwas außergewöhnliches vor das Micro zu zerren?

    • „Ist es denn wirklich so schwer mal etwas außergewöhnliches vor das Micro zu zerren?“

      Nö !!
      Aber uns fragt ja keiner.. 🙂

      Im Ernst. Ich weiss was Du meinst und finde, dass das so stimmt. Du sprachst irgendwann mal von „normalen“ Menschen im Gespräch. Das hat es ja hier zum Teil schon gegeben. Z.B. Georg Zoche, Lars Märholz, Bernd Duschner oder auch Ralph Boes und die beiden von Tamera. Aber das ist leider viel zu selten und somit läuft man dann irgendwann Gefahr zum „Elitenmeinungäusserungsprojekt“ zu verkommen.

    • Das ist richtig. Das hat nur den „Nachteil“ das keine 40.000 weiteren Nachbarn drumrumstehen und zuhören.

    • Salü Blu

      Es ist mir zuviel Schreib-Arbeit diverse Erfahrungen/Erlebnisse hier zu schildern.

      Ich war mal so ein Typ – treffender gesagt Idiot – der die Gedanken, die Worte VERMEINTLICH! nicht sonderlich wahrgenommen hat – ist lange her.

      Dann kam ein Schlüsselerlebnis. Einer dieser – in dem Fall ein Mann – von mir falsch eingeschätzten Menschen, stellt mir nur eine Frage. Diese Frage ließ mir die Gesichtszüge entgleisen, da ich mit solch einer intelligenten Frage niemals von dieser Person gerechnet hatte. Es war ein „einfacher“ Mensch aus dem „ganz normalen Volk“ mit Grundschulbildung.

      Jedenfalls beschäftigte ich mich mehr und mehr mit dem jungen Mann und er erstaunte mich immer wieder aufs neue. Das hat mich so fasziniert und interessiert, das ich fortan verstärkten Kontakt mit „einfachen Menschen“ suchte und vor allem – ihnen zuhörte!

      Tja, ich musste dann im Laufe meines Lebens immer mehr, immer stärker feststellen, das summa summarum aus erlauchtem, vermeintlich gebildetem Munde, nur Müll kam und aus vermeintlich einfachem Munde wirklich interessantes und vor allem brauch und verwertbares.

      Die Erklärung für dieses „Phänome“ ist – wie IMMER – ganz einfach.

    • Die Subroutinen hier sind einfach unausgegorener Mist. Sie vertauschen nicht nur Buchstaben, sie verschlucken auch ganze Wörter…

      Ich war mal so ein Typ – treffender gesagt Idiot – der die Gedanken, die Worte VERMEINTLICH! nicht sonderlich >>>intelligenter Menschen nicht<<< wahrgenommen hat – ist lange her.

  75. Ich bin voll auf der Seite von Grimaldi. Auch das, was er über Clinton und Trump sagt, entspricht ganz meiner Meinung. Nur was die Gefährlichkeit der Freimaurer anbelangt, habe ich dafür bisher noch keinen überzeugenden Beweis gefunden. Sicher gibt es im Hintergrund Gruppen, die den „Deep State“ lenken, aber dafür brauchen sie keine Organisationen mit mystischer Ideologie. Eine klitzekleine nebensächliche Korrektur: Die libyschen Sender wurden zwar von den NATO-Aggressionstruppen sofort bombardiert, aber das Fernsehen konnte trotzdem bis zum letzten Tag, bis zum Fall von Tripolis senden. Ich habe es selber gesehen.

    Ich hatte mir hier vor einiger Zeit für „Positionen“ mehr gegensätzliche Positionen gewünscht, aber nun bin ich doch etwas unzufrieden. Das liegt hauptsächlich an dem Ausraster des Herrn Herles.

     
    Warum haben die deutschen Medien unaufhörlich für Clinton Propaganda gemacht, als ob wir sie wählen sollten? Die Frage konnte nicht beantwortet werden. Ich habe zwei Vermutungen:

    Erstens sind die Medienmacher so sehr ihrem transatlantischen Denken verhaftet, daß sie gar nicht anders konnten, als die Lieblingskandidatin der NATO-Transatlantiker zu hofieren. Sie haben sich dermaßen in ihrem ständigen Kampagne-„Journalismus“ verfangen, daß sie Berichterstattung ohne Kampagnencharakter gar nicht mehr beherrschen, selbst wenn sie in der Form sinnlos zu sein scheint. Und schließlich hätten sie (vermeintlich) gut dagestanden, wenn Clinton den erwarteten Sieg errungen hätte.

    Zweitens könnte die Kampagne für Clinton bereits kriegsvorbereitende Propaganda gewesen sein. Indem man Clinton als die „Erfahrene“ und „Vernünftige“ darstellte, wurden ihre späteren Kriegshandlungen bereits prophylaktisch als „alternativlos“ hingestellt. Denn wer so erfahren und vernünftig ist, würde natürlich nur im äußersten Notfall militärisch „eingreifen“. Das sollen wir glauben.

    Ich denke, der erste Punkt betrifft die Masse der ahnungslosen „Journalisten“ und der zweite Punkt die Strippenzieher. Neue Kriege waren geplant. Ob Trump sie verhindern will und kann, wird sich zeigen.

    • Trump ist für jemanden, der deutsche Politiker gewohnt ist, schwer genießbar. Sich über einen behinderten Journalisten lustig machen, indem man auf der Bühne spastische Bewegungen macht, das ist schon aller-unterste Schublade. Da er auch bei der breiten Bevölkerung in Deutschland denkbar unbeliebt ist, und man davon ausgehen musste, dass er die Wahl verliert, ist es doch nicht verwunderlich, dass die Journalisten verbal auf ihn eingeprügelt haben. Spricht nicht für professionelle Distanz aber logisch ist es schon. Sie sind eben nicht davon ausgegangen später zurückrudern zu müssen.

  76. Dabei wärs so einfach.

    Nicht Politiker sind zu wählen, sondern über FAKTEN ist ABZUSTIMMEN, da sind die Schweizer etwas schlauer. Können wir das nicht auch?
    Der Wahl-o-mat macht uns doch eine Steilvorlage, nur dass wir NICHT mit der Umsetzung der genannten Fragen PARTEIEN freie Hand geben zu Handeln, sondern, dass Politiker AUSSCHLIESSLICH SACHBEARBEITER bei der Umsetzung der Bürgerwünsche sein sollen.
    Art. 20.2 GG beschreibt das genau so. …mit Wahlen UND ABSTIMMUNGEN durch den Souverän.
    Sonst geht das ewig so weiter mit den GRABENKÄMPFEN – und niemand bekommt einen Fuß in die Tür.

    https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/main_app.php

  77. Die Faktenangst, Faktenverdrängung bis hin zur Paranoia das alles doch gefälscht ist, was sich im Netz befindet, von Herr Herles, kann ich nachvollziehen. Ist kein seltenes Phänomen, habe ich in meinen Bekannten- Verwandtenkreis reichlich.
    Man verweist darauf, dass einer doch die veröffentlichen Geheimdokument anschauen soll, „nö, die sind sicherlich gefälscht!“

    • Und noch etwas, wenn eine Theorie/Hypothese noch nicht widerlegt ist, dann sollte man doch bitteschön den Anstand bzw. die Ehre besitzen, diese nicht als „dummes Zeug“ zu deklarieren.
      Macht man es doch, so agiert man mit Vorsatz grob unwissenschaftlich -in dem Fall unjournalistisch-
      So eine These sollte doch einem den Ansporn geben, sie zu widerlegen. Bleiben wir bitte doch sportlich und fair.

  78. Die riesigen Scheuklappen des Herrn Herles ermöglichen ihm doch weiterhin eine erfolgreiche Karriere in den offentlich rechtlichen Medienanstalten. Leider hat dieser Herr eine offene Diskussion über die Machtstrukturen der Welt unterdrückt bzw unmöglich gemacht, dass das eigentliche Thema der Sendung (nach meinem Empfinden) viel zu kurz gekommen ist.
    Die erste Hälfte der Gesprächsrunde (wenn man das noch so bezeichnen kann) kann auch also Fortsetzung von „Positionen 7 – Journalismus oder Propaganda“ betrachtet werden. Vielleicht lag es an den Hintergründen/Berufen/Berufungen der Anwesenden, dass der Anteil, den die Medien an der Macht haben, überdurchschnittlich stark und lang diskutiert wurden, jedoch hat das eigentliche Thema etwas darunter gelitten. Man sollte nicht vergessen: Die Medien sind ein Instrument der Machtausübung, sie sind aber schon von der Begrifflichkeit („Medium“) eher ein Mittelsmann als etwas, von dem die Macht an sich ausgeht.
    Darum möchte ich gerne loswerden, dass ich diese Sendung in der Reihe „Positionen“ die bisher Schlechteste fand, was nichtzuletzt wohl auch mit den hohen Erwartungen, die neben dem attraktivem Titel „Strukturen der Macht“ auch wegen der Qualität der vorherigen Sendungen, sehr hoch gelegt waren.
    Zum Schlusswort von Ken: Mir sind weniger Streitereien deutlich lieber, wenn dafür die Gespräche dem Erkenntnisgewinn und der konstruktiven Ideenfindung dienlich sind!

    Vielen Dank an das KenFM Team!

    • Leider hat dieser Herr eine offene Diskussion über die Machtstrukturen der Welt unterdrückt bzw unmöglich gemacht,

      Da tut man Herrn Herles zu viel der Ehre an. Ich denke mal eher ein Oportunist, der sich jetz noch ein paar Tantijemen verdienen möchte… Gut das KFM in einläd, so dass er sich selbst zerlegen kann.

  79. „Es wäre vielleicht besser gewesen, als Journalist nicht nur Journalisten einzuladen, sondern auch jemanden mit philosophischem, religiösem oder politischem Hintergrund.“ Roberto hat damit ganz recht.
    „Positionen“ läuft Gefahr, sich auf die Bahn eines alternativen Presseclubs zu begeben, ohne sich allerdings dessen zahlreiche Mängel zu eigen zu machen. Die sehr lobenswerten Alternativen sind die relativ unbegrenzte Sendezeit, die – auch auf die Gefahr der Langatmigkeit hin – immerhin die Möglichkeit bietet, öfter ins Detail zu gehen und mit Beispielen das Gemeinte zu verdeutlichen. Auch die Themenwahl wirkt und ist alternativ. Wo findet sich in den Mainstreammedien so ein umfangreiches Thema wie „Strukturen der Macht“? Die Strukturen der Macht blieben dennoch im Großen und Ganzen unterbeleuchtet. Da nur Journalisten am Tisch saßen, überrascht es kaum, dass es im Wesentlichen um die Macht der Medien ging.
    Daniele Ganser hätte hier – trotz auch seiner einschlägigen Erfahrungen mit den Medien – den Horizont erweitert. Ein Soziologe (Jean Ziegler?) hätte dazu ebenso beitragen können wie ein politischer Philosoph. Aber gerade die Philosophen oder Theologen (mit der Ausnahme von Eugen Drewermann) scheinen unter einer Berührungsangst mit KenFM zu leiden, um ihre Reputation zu fürchten, wenn sie eine solche Plattform betreten. Zizek wäre hier ideal gewesen, nicht nur weil der ein oder andere Witz, gepaart mit zugespitzten Provokationen, den Auftritt bereichert hätte, dessen kontroverse Lebendigkeit insgesamt gefallen konnte, gerade weil – auch von mir und vielen anderen – nicht geteilte Positionen zu Wort kamen. Zizek hätte die Sendezeit ruckzuck zumindest verdoppelt. (Wäre Zizek ansprechbar bzw. bezahlbar?)
    Bezeichnend für unsere Medienlandschaft, dass selbst eine der schwächeren „Positionen“ (wegen eines gewissen Maßes an
    Themenverfehlung) dennoch weit herausragt über die Talkshowformate der Öffentlich-Rechtlichen, die sich für konkurrenzlos halten, weil es bei den Privaten Vergleichbares kaum gibt.

    • Diesem Kommentar kann ich nur zu 100% zustimmen (auch wenn ich nicht weiss wer Zizek ist) und möchte nur noch hinzu fügen, dass ich mir auch Rainer Mausfeld in dieser Runde sehr gut hätte vorstellen können! Er betrachtet die Ausübung von Macht deutlich breiter, als bloss auf die Medien beschränkt und ist als Privatmensch von meinem Gefühl her auch eher Philosoph von Berufung 🙂

  80. Ich wusste gar nicht, dass Herr Herles so ein Choleriker ist. Im KenFM Gespräch kam er anders rüber.
    Herrn Grimaldi finde ich tough. Er pauschaliert zwar manchmal, aber Deutsch ist auch nicht seine Muttersprache.
    In dem Alter noch so viel reißen, das finde ich klasse. Hut ab.

    Diese Runde hatte es in sich. Streit und es war laut zwischendurch. Weiter so. Aber Herles wird wohl nicht so schnell wiederkommen. Ich finde seine Argumente nicht so verkehrt (außer dieser übertriebene Pro-Amerikanismus), aber ein wenig selbstherrlich fand ich ihn schon, wenn er den Grimaldi so anmacht. Zu lange ZDF würde ich sagen.

    • Diesem Kommentar möchte ich mich voll und ganz anschliessen. Der Pro-Amerikanismus sowie die Desinformation, bezüglich Einfluss der USA auf Europa (EU), von Herr Herles war erschreckend. Erfrischend hingegen waren die sachlichen sowie bestechenden Argumentationen von Herr Teusch. Schade, dass er sich nicht öfters einbringen konnte.

  81. Meines Erachtens eine erhellende Gesprächsrunde, in der Herr Herles die Hosen runter gelassen hat.
    Spricht er doch einmal offen über Netzarbeit, die man aber nur betreiben kann, wenn man seine Rentenbezüge vom ZDF weiter bezieht.
    Nun will ich hier nicht mit dem Spruch wes Brot ich esse ….kommen, vielmehr scheint mir hier ein Auftrag zu bestehen sich als vermeintlicher Kritiker des bestehenden Systems gegen die Gegenöffentlichkeit zu positionieren.
    Da ist man zwar selbstkritisch, aber gibt den belehrenden, besser wissenden Durchblicker.
    Das hat er leider, oder zum Glück, so schlecht gemacht, dass man förmlich die Absichten riechen konnte.
    Dirk Koch wirkte auch eher wie ein Journalist, der an seiner eigenen Legende strickt, und wenig erhellendes Beitragen konnte.
    Herr Grimaldi, kam meines Erachtens am ehrlichsten rüber, obwohl mir seine Ansichten etwas eng undholzschnittartig erscheinen, zB. Einwurf Freimaurer, ( graue Eminenzen im Hintergrung) die natürlich reflexartiges aufspringen bei Herrn Herles auslösten.
    Da ich die Interviews mit Herrn Teusch schon in diversen anderen Sendunge gesehen hatte ergaben sich keine grundlegenden neuen Erkenntnisse. Aber es ist interessant wie auch hier die offensichtlichen Defizite im heutigen Journalismus von Herrn Herles runter gespielt wurden.
    Meines Erachtens war die Sendung ein weiterer Beleg, wie Hilflos der Mainstream den alternativen Plattformen gegenüber steht.
    Hoffen wir, das wir nicht in naher Zukunft das Internet rein gespült und zensiert erleben dürfen.
    Die klaren Worte von Ken Jebsen am Ende mögen etwas demagogisch klingen, entsprechen aber auch meinem Weltbild.

  82. Prof. Mausfeld hat doch schon prophezeit, dass sobald man die Strukturen der Macht hinterfragt, es für jeden einzelnen sehr unangenehm sein wird. Insofern war es für mich auch sehr unangenehm Herr Herles bei diesem Thema zu beobachten; viele Widersprüche und emotionale Eskalation.

    Weiterhin meinte Prof. Mausfeld auch, dass wir eine Rahmenerzählung brauchen in der wir Kraft schöpfen können.
    Meine These ist, wir haben diese doch schenken wir ihr keine Beachtung.
    Hierbei möchte ich noch radikaler ausdrücken:
    „Die Würde des Lebens ist unantastbar!“
    Alle Strukturen, Theorien, Modelle die dies nicht als Oberstes Gebot, als Fundament haben, verwirken ihr Existenzanspruch. Und wer glaubt, dass er mit irgendwelchen Gedankenspiele, Szenarien oder Dilemmata herkommt, um diese Würde als zweitrangig zu kaschieren bzw. abzustufen, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Denn meiner festen Überzeugung ist die WÜRDE DES LEBENS IST ALTERNATIVLOS!

  83. Tolle Runde, meines Erachtens auf dem Niveau der ersten Positionen Runde. Das liegt, neben dem Thema, ganz wesentlich an den Protagonisten, die da zusammenkamen. Und da war die Runde allerste Sahne. Unterschiedliche, gestandene Typen; konträre Auffasungen; Herz (Auge und Ohr), was willst du mehr.

    Klare Weiterempfehlung!

    Ken Jebsen moderierte, wie gewohnt, souverän mit dem richtigen Gespühr für Timing und Gegenüber.

    Herr Grimaldi wirkt, versehen mit viel Lebenserfahrung, authentisch. Er lässt sich nicht unterkriegen und vertritt seine Meinung vehement. Er steckt tief in der Ursachen- und Zusammenhangsanalyse. Wer viele Kriege miterlebt hat und die mediale Begleitung dieser Kriege analysiert, der weis ganz genau von was er spricht. Herr Grimaldi ist ein echter Friedensaktivist.

    Herr Teusch war der ruhende Pol in der Runde, der wesentliche Inhalte hinterfragt. Es war interessant ihm zuzuhören. Lückenpresse ist ein sehr interessanter Ansatz und besser als der Begriff Lügenpresse. Es gibt wesentlich subtilere Methoden, um Propaganda zu betreiben als die Lüge.

    Herr Koch ist der alte Profi, der interessante Einblicke in vergangenes Agieren gibt und eine klare Botschaft an aktive Journalisten hat. Seid investigativer, gründlicher und scheut euch nicht vor konträrer Darstellung eines Sachverhaltes. Ich fürchte allerdings, das diese Botschaft nicht aufgenommen wird, weil die Besitzer/Steuerer der Medien ihre Absichten verfolgen.

    Herr Herles vertritt Ansichten, denen ich zum Teil zustimme. Durch unsachliche Beschimpfung seines Gegenüber und durch Drohungen die Runde verlassen zu wollen, beraubt er sich selbst seiner Wirkung. Wenn so ein gestandener „Profi“ so reagiert,wirft das ein miserables Licht auf die öff.-rechtl. Medien, auch wenn er nicht mehr dabei ist.

  84. Bis 54:31 Min. konnte ich mir das Gespräch anschauen.

    Herr Herles scheint sich über bestimmte Aussagen wie „Freimaurer“ und die Logen mit deren Einflussmöglichkeiten direkt als „Verschwörungstheoretiker“ zu echauffieren. Herr Koch unterstützt dieses, zwar nicht im selben, beleidigenden Tonfall.

    Sobald ein einzelnes Wort in der Argumentationskette von Herrn Grimaldi erfolgt, was sofort auf Unverständnis stößt, gibt es persönliche Beleidigungen.

    Das gibt ein Zeugnis über die Gäste, welche Herrn Grimaldi scharf attackieren.

    Hier mal ein Beispiel, dass es sowas wie Logen wirklich gibt:

    http://www.katholisches.info/2013/04/01/ich-war-freimaurer-das-zerstorerische-wirken-der-logenbruder-der-papst-ist-feind-nr-1/

    Dort wird auch die Vernetzung zur Politik erläutert. Das war , ohne viel Mühe, im Internet aufzufinden.

    Das Positionen 8-Gespräch reflektiert evtl. den Status, in dem sich Teile der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum befinden.

    Einige sind offen für das Thema „Strukturen der Macht“ und fordern mehr Aufklärung und Engagement.

    Sobald in den Worten der Gesprächsgäste nur ein Begriff auftaucht, wo es Vorbehalte gibt, kommt sofort die „Verschwörungstheoretikerkeule“.

    Diese Keule kommt so unmittelbar, dass der Verdacht naheliegt, der Kritiker habe sich kaum oder garnicht mit dem Thema „Logen“ beschäftigt.

    Denn substanziell ist die Kritik ja nicht. Sondern nur beleidigend.

    Ich bleibe bei meinem, bereits in letzter Zeit schon zweimal verfasstem Statement:

    1) Wir brauchen Ökonomen, die im Sinne der deutschen Mitbürger die steigenden Lebenshaltungskosten und geringfügig steigende Lohnniveaus in Bezug zueiander bringen. Damit letztlich eine fundierte Analyse der Ungleichheit geschieht.

    2) Wir ( Wir = die Masse der deutschen Bürger) brauchen Rechtsanwälte, die so eine Analyse der Ungleichheit überprüfen, auf geltendes Recht – und letzlich dann einen Gesetzesverstoß ermitteln und ausformulieren.

    3) Wir brauchen Journalisten, die so einen Gesetzesverstoß gegenüber der Masse der Bevölkerung publik machen.

    4) Wir brauchen Gemeinden, Kommunen, Vereine, die Menschen Anlauf- und Informationsstellen bieten, diese Publikationen von Journalisten zu lesen.

    5) Wir brauchen die Möglichkeit, eine Sammelklage in Auftrag zu geben. Mehrere 1000 oder 10.000 Menschen sind sicher sinnvoll dafür.

    -> Wenn diese 5 Punkte wirklich erarbeitet werden, kann etwas sich verändern. Eine Diskussion, die nach 54 Minuten den Eindruck bekommt “ Ja… das ist absurd, was Sie da zu Logen sagen, etc…Verschwörungstheorie etc…“, ist zwar aus dokumentatorischen Gründen Jahre später ein gutes Zeugnis über die unterschiedlichen Sichtweisen und Verhaltensweisen anwesender Gäste, aber mein Vorurteil nach 54 min. : zu einer Einigung, einem gemeinsamen Erarbeiten von mehr Engagement im Journalismus und bei den Menschen selbst… zu einer Einigung wird es bei so einem Gespräch nicht gekommen sein.

    • Ihre Ungeduld ist verständlich und Ihr Statement sollten Sie noch s o o ft w i e m ö g l i c h bei jeder sich bietenden Gelegenheit wiederholen. Vielleicht – hoffentlich – trägt es dazu bei, dass mehr und mehr Leute an dem Punkt der Praxis landen, der sich aus der Analyse der Machtstrukturen ergibt. Nur eben: Es sind noch nicht genügend Menschen an diesem Punkt gelandet, selbst hochstehende Personen wie Herr Koch und Herr Herles noch nicht, die zwar (noch) nicht sich unmittelbar bedrängt fühlen, jedoch über die Mittel und die Zeit verfügen, sich zu informieren – nicht nur in Büchern, sondern auch dadurch, dass sie hin und wieder einmal den Dunstkreis ihrer priveligert abgehobenen Sphäre verlassen und einfach wahrnehmen, wie es den Abgehängten und denen vom Abgehägtwerden Bedrohten geht.
      Z u d en P u n k t e n :
      – Die Ökonomen, die sie fordern, gibt es (Bontrup, Flassbeck, Hetzer, Memorandum-Gruppe, Hinckel …). Nur finden sie weder Gehör bei der Politik, noch an den Universitäten, die durch und durch in der ökonomischen Lehre neoliberal bzw. marktradikal verseucht sind – und das seit einigen Jahrzehnten und systematisch.
      – Die Rechtsanwälte ließen sich wohl auch finden. Nur: Hier läßt sich wohl im Moment am wenigsten ausrichten, weil die finanziellen Strategien von hochbezahlten Anwalts- und Beratungspraxen rechtlich abgesichert sind. Hier müßten sich einmal juristische Experten zu Wort melden. So ein dünner Paragraph wie etwa „Eigentum verpflichtet“ ist doch schnell ausgehebelt, indem die Wohlhabenden Stiftungen gründen oder andere Wege finden, ihren angeblichen Beitrag zum Gemeinwohl zu belegen.
      – Bei den Journalisten ist die Lage ähnlich wie bei den Ökonomen. Es gibt sie – hier und da sogar in den Mainstreammedien verrührt – aber doch noch ohne zu geringen Einfluß und schnell mit dem Titel des Verschwörungstheoretikers bedacht.
      – Die Gemeinden, Kommunen etc. haben ihre Angestellten und Beamten, die genug zu tun haben, ihren Vorschriften zu folgen und ihnen Einhaltung und Durchsatz zu verschaffen. Käme dort jemand Ihrem Ansinnen entgegen, blühte im das Unverständnis seiner Kollegen und Vorgesetzten.
      – Die Möglichkeit einer Sammelklage gibt es. Sie müßte ergriffen und bekannt gemacht werden. Die rechtlichen Aussichten scheinen mir gering. Als Träger böten sich gewisse Gewerkschaften, die Partei „Die Linke“, Kleinssegmente der Basis der Sozialdemokraten und die eine oder andere Wohltätigkeitsorganisation an. Vielleicht könnte Herr Butterwege für eine solche Aktivität ebenso gewonnen werden wie einige alternative Internetportale, evtl. noch Rentnervertretungen.
      Wir haben (k)eine Chance, also nutzen wir sie…

  85. Hier merkt man schon dass die Welt schon aus dem Fugen geraten ist, wenn ein Italiener sein Temperament im Zaume hielt während ein Deutscher die Selbstbeherrschung verlor.

    Herr Koch lebt noch in seiner nostalgischen Welt/Zeit.
    Herr Teusch analysiert die Welt noch.
    Herr Herles lebt in seiner Mikrowelt.
    Herr Grimaldi beschreitet die Welt und gibt das wider was er erlebt.

  86. Ich teile viele EInschätzungen der Vorkommentatoren zum Setting und den Personen.
    Ergänzen möchte ich aus meiner Sicht folgendes:
    Zum Thema „Strukturen der Macht“ interessiert mich das Zusammenspiel von Meinungsmacht, politischer Macht, Finanzmacht und militärischer Macht. Desweiteren fände ich erhellend das Wirken von formeller vs. Informeller Macht zu untersuchen. Die Expertise über diese Teilbereiche wurde mit dieser Gesprächsrunde nicht abgedeckt. Hier waren nur Journalisten unter sich, wenngleich sie auch unterschiedliche Felder abgedeckt haben.
    Herles und Koch waren nur erhellend als Fallbeispiele für den Versuch (destruktive, weil stark selbstbezogene) Meinungsmacht in einer Gesprächsrunde auszuüben. 30 min Telefoninterview mit Peter König (am selben Tag veröffentlicht) trägt wesentlich mehr zum Erkenntnisgewinn bei.

    Zur Gesprächsführung:
    So sehr ich Kens Interviewstil in EInzelgesprächen schätze, blieben in diesem Fall Wünsche offen.
    Ich wünsche mir weniger eigene Ansicht des Moderators, dafür mehr Einordnung der Positionen
    der Gesprächsteilnehmer (so heißt das Format auch). I.S.v. wo gibt es Übereinstimmung, wo Unterschiede? Welche konkreten Erfahrungen führen zu diesen Unterschieden? Was hat die Position mit dem eigenen Kontext zu tun? Was ist gesichertes Wissen? Was ist ungewiss? Womit werden Meinungen belegt? Damit werden die einzelnen Beiträge auch gewürdigt, können nebeneinander stehen bleiben und ein Moderator beugt einer destruktiven Dynamik, wie in diesem Fall („Diesen Blödsinn höre ich mir nicht länger an“) vor.
    Ich wünsche mir entschiedenere Pflege der Gesprächskultur im Sinne von Dialog statt Diskussion (David Bohm sei als Wegbereiter dieses Konzepts genannt ; es geht darum einzelne Positionen zu erforschen, s.o.)
    Es geht ja nicht um Wahlkampf, sondern um Erkenntnisgewinn. Hier waren wir phasenweise nahe am Niveau der öffentlich-rechtlichen Talkshows.
    Dann wünsche ich mir mehr offene Fragen (statt stark suggestiver geschlossener Fragen, die ich im journalistischen Kontext öfter beobachte, auch bei Ken).
    Neben dieser Kritik möchte ich mich an dieser Stelle aber auch ausdrücklich für die für mich sehr wertvollen Beiträge von KenFM zur eigenen Meinungsbildung bedanken.

    • Und ich habe keine lust mehr, viele würden es besser als Herr Jebsen machen, nur getan hat man nichts..! Diese Nörgelei, die immer wieder genutzt wird, um zu besseren Leistungen zu führen? Setzt man nicht voraus, dass er sein Metier kennt?Und selbst wenn er über die Strenge hauen sollte…na und, sind wir nun Menschen, oder nicht.angesichts der deutschen Lage, des bewegungsfaulen Volkes, empfinde ich es als lachhaft, wenn Macher kritisiert werden, obwohl man selbst bequem im Sessel sitzt.
      Wer handelt macht Fehler, wer nicht handelt ist ein Fehler!
      Selbst ist der Mann, bleibt einem da nur zu sagen, denn man erwartet keinen Menschen als Moderatoren, sondern eine Maschine, ohne Emotionen ohne Ehrlichkeit , denn Letzteres verführt schon einmal dazu das Gefühl zu bekommen, hier muss ich einschreiten, ohne jemanden zu verletzen, also mit Tatsachen!

    • Lieber Kay Micheel, ich kann das meiste, was Du sagts, nur unterstützen! – Mir ging beim Anhören durch den Kopf: Vielleicht wäre es manchmal gut, so eine Gesprächsrunde zu zweit, mit einer weiterer Person (gerne auch weiblich) zu moderieren – sozusagen als eingespieltes Team.

    • Das hier keine Leute sitzen, die die Welt verändern werden, dürfte doch klar sein.
      Das es aber diese Runde gibt, in der man sich nicht nur das erzählt, was man hören will, finde ich durchaus erhellend und meinungsbildend..
      Das bei zweieinhalb Stunden Sendezeit, die anscheinend ungeschnitten ins Netz gestellt wird, sich die Protagonisten selbst entlarven, finde ich erhellend.
      Das wirft doch auch einen bezeichnenden Blick auf den Stall aus dem sie hervor gehen.

  87. Habe der Sendung mit großer Vorfreude erwartet und war auf das Thema, jetzt nach der Trump-Wahl gespannt.
    Insgesamt kann man auch hier wieder sagen, daß die Zusammenstellung der Gäste nicht passte.
    Jeder der vier hat für sich genommen sicher gute Geschichten zu erzählen, aber im Sinne des Themas von Positionen 8 war das leider nix.

    Mein Highlight: Prof. Dr. Ulrich Teusch. Ein Mann der sehr mit Herz und Verstand den Finger in die Wunde legt. Herr Grimaldi als Aktivist kann nicht anders, weshalb ich ihm auch sehr, sehr zuhöre. Teilzeit-Choleriker Herles (zugegebenermaßen etwas provoziert) ging mir auf den Geist.

    Herr Koch kann sicher viele Anekdoten aus seinem langen Leben erzählen, die sehr, sehr spannend und interessant sind, aber in die Sendung passten sie nicht.

  88. Herr Herles ist eindeutig ein Gefallsüchtiger. Seine Argumentation über die „Fehler“ der öffentlich Rechtlichen ist geradezu bizarr. Er versucht all die Entgleisungen der GEZ-finanzierten an deren Quotenfetisch fest zu machen. Das ist nicht nur verlogen, nein er verteidigt diese Position auch noch vehement.
    Es war sehr erhellend ihn reden zu hören wie die GEZ-Medien ihr Programm gestalten, es muss das Gefühl angesprochen werden und die Sendungen müssen so gestaltet sein dass auch noch der blödeste versteht was gemeint ist. Das traurige an der Sache ist, er glaubt den Scheiß selber der er erzählt.
    Und dann wundern wenn sich keiner mehr diesen journalistischen Müll antut.
    Nein Herr Herles, das Niveau auf dem die GEZ-Medien agieren ist ein Armutszeugnis.
    Sie denken sie treffen damit den Zeitgeist? Das Niveau der Zuseher?! Nein, das ist einfach ihr eigenes, unterirdisches Niveau.
    Herr Teusch kann ich nur zu 100% beipflichten, da gibt es nichts hinzuzufügen.
    Herr Grimaldi hat definitiv ein sehr umfassendes Wissen der Hintergründe und einen klaren Blick. Gut dass er sich nicht von diesen eitlen, dummen, GEZ-gestopften Herrn Herles ins Boxhorn hat jagen lassen.
    Herr Herles hat auch noch seine eigene Hand voll Claquere mitgebracht, wie lachhaft dieser Mann.
    Herr Koch hat die selben langatmigen Geschichten wie im Einzelinterview erzählt, ich hatte den Eindruck er bügelt ganz stark und will alles am Geist und der fehlerhaften Motivation und Einstellung der heutigen Journalisten fest machen. Das ist falsch. Es gibt einfach rote Linien die nicht übertreten werden dürfen, wer das macht, fliegt. Ganz einfach.
    UND: Ein Journalist kann und soll sehr wohl einen inneren Standpunkt vertreten! Nämlich den Standpunkt der Wahrhaftigkeit, der Ethik, der Gerechtigkeit und den Standpunkt alle Seiten zu hören.
    Dieses Gefasel, hauptsächlich wieder der GEZ-Journalisten dass sie 100% neutral sein müssen und danach streben ist eine glatte Lüge. Sie merken nicht einmal (wie so oft) dass sich sich damit lächerlich machen.
    Wenn ich als Journalist gegen (einen) Krieg bin, dann kann ich das auch klar vertreten und die Lügen aufdecken mit denen dieser Krieg den Völkern schmackhaft gemacht werden soll. Ich kann klar aufzeigen wer da wem finanziert, unterstützt, hetzt, beliefert.
    Die GEZ-Medien helfen nur zu vertuschen und machen schon lange nichts anderes mehr als Propaganda. Wer das bis heute noch nicht begriffen hat ist entweder ein Opfer oder verlogen.

    • Herrn Teusch und Herrn Grimaldi fand ich ebenso überzeugend wie Sie. Auch in der Beurteilung von Herrn Koch stimme ich mit Ihnen weitgehend überein. Zur Analyse von Machtstrukturen hatte er wenig beizutragen außer einigen Anekdoten, deren Bedeutung etwas genauer zu hinterfragen jedoch keinem der Diskussionsteilnehmer einfiel, obwohl sich daraus einiges hätte ableiten lassen. Skandale aufzudecken ohne die (herrschafts- und macht)kritischen Konsequenzen daraus zu ziehen, reicht einfach nicht. Wenn es der „ambulante Schlachthof“ schon nicht vermag, warum steigt niemand von den Diskussionsteilnehmern darauf ein und betritt den „Schlachthof“ nicht und bringt eine wirklich investigative Klärung in Gang. Die Helmut-Schmidt-Anekdote (die Verbringung von Andreas Bader nach Mogadischo) konnte nicht „gerichtsfest“ gemacht werden, konnte „nicht hart“ gemacht werden. Warum wird die Öffentlichkeit gescheut, wenn doch genügend Anhaltspunkte für einen Verdacht vorliegen. Die Antworten von Helmut Schmidt hat es doch gegeben und das wortlose Nicken seines „engsten Mitarbeiters“ doch ebenso. Hätte Herr Koch seine doch wohl ungelogenen Erfahrungen öffentlich gemacht, vielleicht hätten sich auch Leute gefunden, die da weiter geholfen hätten. Es hätte „hart“ gemacht werden können. Und etwa auf die Beteiligung von Geheimdiensten und ihre Rolle innerhalb der Machtstrukturen ein Stück weit aufgezeigt werden können. Wenn der „ambulante Schlachthof“ vergißt, sein Messer mitzunehmen, bleibt er weit hinter seinem Ruf zurück. Und ob die deutschen Gerichte noch durchgängig als „verläßliche Größe“ bezeichnet werden können, darf (NSU-Skandal etc., etc.) bezweifelt werden.
      Bei der Einschätzung Herrn Herles stimme ich weitgehend jedoch nicht zu, nicht weil er etwa so tolle Argumente vorge-
      bracht hätte, sondern weil ich dafür plädiere, abweichende Meinungen zunächst einmal zu respekieren: Daß er „den Scheiß, den er erzählt“ selber glaubt, habe ich nicht heraushören können, sondern seine dezidiert kritische Haltung dazu, auch wenn seine Medienkritik bei weitem nicht weit genug ging. Aber an dem Kritisierten ist doch einiges dran. Es war kein „Gefasel“, jedenfalls nicht, was seine Kritik am ZDF betrifft. Und den ein oder anderen emotionalen Ausrutscher sollte ihm – wie jedem anderen – erlaubt werden, zumal er den Mut hatte, sich der vorherrschenden Meinung am Tisch entgegen zu stellen. Ich teile sie nicht. Aber es geht darum, sie zuzulassen, vielleicht so gar darum, sie zu provozieren. Auch sie gehört zur Realität. Gut, dass Ken Jebsen hier eine vermittelnde Rolle gespielt hat. Mit vorschneller Abwertung, gar Dämonisierung ist niemandem gedient.

  89. Ich weiß nicht, …. , aber ich habe den Eindruck diese Sendereihe verkommt ein bisschen zur Kritik am journalistischen Mainstream.
    Zu diesem Thema hätte ich mir folgende Gäste mit folgender Begründung geladen:
    Hermann Ploppa. Wenn jemand etwas zu Strukturen der Macht weiß und berichten kann, dann sicher er!
    Daniele Ganser, welcher genau diese Strukturen der Macht und die Folgen dessen zu seinem Forschungsgebiet gemacht hat.
    Peter König, der auch fundiert die Folgen westlicher Politik beschreiben kann.
    Dirk Fleck als jemand, der über die Auswirkungen der Strukturen der Macht berichten kann, … , journalistisch und prosaisch.
    Das ist meine Runde zu diesem Thema. Ich weiß nicht ob die inhaltlich nicht besser wäre als 150 Jahre Journalismus, welche schlussendlich bei der Kritik dieses Journalismus bleibt und damit die eigentliche inhaltliche Diskussion sogar verhindert?

    • Zu diesem Thema hätte auch ich mir folgende Gäste geladen:
      Hermann Ploppa, Daniele Ganser, Peter König, Dirk Fleck (die von Ihnen Genannten also)
      und zusätzlich, um nicht mehr als unbedingt nötig im eigenen Saft zu schmoren, und um nicht sich in die Illusion zu verlieben, mit den Genannten wäre dann das Thema abschließend abgehandelt:
      Fabian Scheidler (u.a. als Vertreter Noam Chomskys),
      einen Vertreter des Krysmansky-Modells,
      einen Vertreter der Oligarchie-These (Gore Vidal ist leider schon nicht mehr abkömmlich; und auch eine Einladung Jimmy Carters wird sich kaum realisieren lassen; sie ist die noch am weitesten verbreitete These, die zu vertreten sich sicher Leute finden werden )
      einen Vertreter der These des „Tiefen Staates“, (dem der Zeigefinger mit der entsprechenden Sprechblase „Verschwörungstheoretiker“ schon sicher ist, weil Leute wie P e t e r D a l e S c o t t damit neben dem beherrschenden Einfluss von militärisch-industriellem Kompex, Geheimdiensten und Wallstreet – Achtung: der andere Zeige- und Stinkefinger formt sich schnell zur Antisemitismuskeule – auch noch „Big Oil“ zu erwähnen wagen, D a v i d
      T a l b o t auch noch auf Nationale Sicherheitsbürokratie verweist und M i k e L o f g r e n Silicon Valley in die erlauchte Gemeinde aufzunehmen trachtet.)
      Herrn M a u s f e l d als Kenner des Neoliberalismus, verbunden mit seiner Kenntnis
      der daraus sich ergebenden psychologischen Konsequenzen („das Schweigen der Lämmer“)
      wie der Aussichten derer, sich der Herde zu entziehen möchten, ohne im Einzelkämpfermodus sich einzurichten.

  90. Spannende, aber auch sehr aufwühlende Gesprächsrunde. Mir kam es vor, als wenn die Herren Grimaldi und Teusch die einzigen Gäste waren, denen es wirklich daran gelegen war, das große Bild hinsichtlich der „Strukturen der Macht“ offenzulegen. Sicherlich kann man unterschiedlicher Ansicht sein. Aber einem langjährigen Kriegsberichterstatter vorzuwerfen, dass er den ganzen Abend von A bis Z nur dummes Zeug rede, ohne irgendwelche fundierten Gegenargumente anzuführen und dann noch damit zu drohen, das Studio zu verlassen, weil ihm andere Meinungen nicht passen – das ist der Gipfel der Anmaßung. Bilderberger-Treffen, Trilaterale Kommission, Atlantikbrücke, Council on Foreign Relations – alles dummes Zeug? Operation Northwoods, Operation Paperclip, die Kennedy-Attentate, der Liberty-Zwischenfall, der Tonkin-Zwischenfall, die Brutkasten-Lüge, die Lüge über die Massenvernichtungswaffen, 9/11 und vieles mehr – ist das auch alles dummes Zeug, ist das auch alles Verschwörungstheorie?

    Außerdem ist es schon verwunderlich, dass sich das ZDF-Urgestein an dem Begriff der Scheindemokratie so stört. Wenn Lobbyisten in Brüssel und Berlin Gesetze vorschreiben (https://www.youtube.com/watch?v=QFevdq4wZRw), wenn ein ARD-Journalist namens Richard Gutjahr zufällig innerhalb einer Woche an zwei „Anschlägen“ (besser: psychologischen Operationen der Geheimdienste) dabei war und seine eigene Tochter dazu benutzt, weitere Lügen im englischen und amerikanischen Fernsehen über den „Amoklauf“ zu verbreiten, an dem auch sie zufällig in der Nähe war (siehe besonders https://www.youtube.com/watch?v=POmQL4-cClk ) , dann ist das nicht mehr Demokratie, dann ist das auch nicht mehr Scheindemokratie, dann ist das Faschismus!
    Und was die Sache mit der Europäischen Union angeht, so sollten die Herren Koch und Herles für den Anfang vielleicht mal einen Blick in die veröffentlichten Dokumente des Bilderberger-Treffens von 1954 werfen: https://publicintelligence.net/bilderberg-conference-1954/ .
    Ich persönlich würde mir jedenfalls wünschen, Herrn Grimaldi öfter bei Ken.Fm sehen zu dürfen. Meine besten Grüße an ihn an dieser Stelle.

    Zum Schluss noch eine Bitte an Herrn Jebsen: Ich hoffe, Sie lassen sich nicht von der Empfehlung beeinflussen, die Rolle des Moderators nicht mit anderen sozialen Rollen zu vermengen. Es gibt in den Medien wahrlich schon genug Leute, die sich in vorgefertigte Rollen pressen lassen. Wenn man jemandem eine Vermengung von Rollen vorwerfen kann, dann jenen Personen, die sich nicht entscheiden können, ob sie als kritische Journalisten oder als Gatekeeper à la Chomsky (man betrachte Chomskys Ansichten zu 9/11) fungieren sollen.

  91. Puh, das war zeitweise sehr schwierig anzuschauen… Mal der Reihe nach:

    Ich muss gestehen, bei Hr. Koch habe ich recht bald angefangen vorzuspulen – die langatmigen Geschichten hatte ich doch in dem Interview schon gehört. Zum Thema hat er recht wenig beigetragen.

    Herr Herles ist vor allem durch verbale Entgleisungen und eine in meinen Augen recht naive Systemtreue aufgefallen, auch wenn er zu bestimmten Themen dann wieder interessante Aspekte einbringen konnte. Seine Körperhaltung sagte vor allem: Ich bin eine beleidigte Leberwurst, und das hier ist mir eigentlich zu blöd.

    Auch wenn ich so manche Kritik an Ken Jebsens Gesprächsführung habe, bin ich ihm dafür dankbar, dass er in der 2. Hälfte das nicht förderliche (weil untergriffige) Hickhack unterbrochen hat.

    Herr Grimaldi ist derjenige, der aus dem Schützengraben zu berichten weiß und daher aus erster Hand erzählen kann, was „Macht“ anrichten kann.

    Die Auseinandersetzung zwischen ihm und Hr. Herles ist ein Spiegel der aktuellen Lage „Bürger vs. Elite“: Der gewöhnliche Bürger berichtet, was seine Lebensrealität ist, seine Geschichten sind aus bitterer Erfahrung gespeist… Der Vertreter der „Elite“ rümpft die Nase, beschimpft den Bürger als dumm, Verschwörungstheoretiker und Antiamerikaner und schließt mit den Worten: Mit sowas red‘ ich doch gar nicht mehr…

    So kommen wir nicht weiter. Auch wenn der Wunsch nach gegensätzlichen Positionen verständlich ist, und kritische Auseinandersetzungen sinnvoll sein können – das war weder bereichernd noch sinnvoll. Das war einfach nur schmerzhaft anzuschauen.

    Mit Hr. Teusch sitzt glücklicherweise ein Mensch am Tisch, der besonnen und sachlich berichtet und argumentiert und dabei nicht die Scheu hat zu sagen: Ich weiß es nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass er – vor allem in der 1. Hälfte – öfter zu Wort gekommen wäre.

    Hr. Jebsen hatte es in der Runde nicht leicht, und wie so oft hat mich das Querschießen bzw. „Reingrätschen“ mit Fragen, die den Gedankengang des Sprechenden unterbrochen und ohne Überleitung ein völlig neues Themenfeld aufgemacht haben, sehr gestört. Da ging es mir wie Hr. Herles: Das war jetzt ein sehr plötzlicher Themenwechsel.

    Ich kann verstehen, dass Hr. Jebsen zu dem Thema auch eine Meinung hat, und muss gestehen, dass es mir auch eine gewisse Genugtuung war, als er damit rausplatzte – allerdings finde ich es auch etwas bedenklich, wenn der Moderator so klar Stellung bezieht und einem seiner Gäste fast „die Leviten liest“. Das war ein Moment, den ich persönlich seltsam zwiegespalten – und unbehaglich – wahrgenommen habe.

    Generell schließe ich mich einigen Kollegen hier an: Es wurde viel gesagt, auch interessante Punkte wurden eingebracht, aber wohin die Reise eigentlich gehen sollte, war mir nicht so klar. Jetzt habe ich fast drei Stunden investiert und bin mir nicht so sicher, ob am Ende auch irgendwas dabei rausgeschaut hat.

    • Nachträge:

      1. Definitiv positiv hervorheben möchte ich, dass dieses Mal offensichtlich zwischen der Aufzeichnung und Ausstrahlung der Sendung nur sehr wenig Zeit verstrichen ist.

      2. Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich bin durchaus der Meinung, dass ein Journalist auch zugleich Aktivist sein kann, sich also „mit einer Sache gemein machen“ kann. Man muss dann bloß aufpassen, wenn in die Rolle eines Moderators schlüpft – das ist Mäßigung gefragt.

      3. Wenn in einer Diskussion alle der gleichen Meinung sind, gibt’s nicht viel zu diskutieren, und der Erkenntnisgewinn ist am Ende überschaubar. Stoßen allerdings komplett gegensätzliche Meinung aufeinander, ist der Ergebnis auch meistens nicht viel gehaltvoller – weil beide Seiten doch einzementiert sind auf ihren Standpunkten. Daher finde ich auch „Debatten“ (zB Atheist vs. Katholik) oft so sinnlos.

      Am interessantesten sind meiner Meinung nach Diskussionen dann, wenn sich die Teilnehmer auf einen großen gemeinsamen Nenner einigen können, sich in den Details, Analysen und Lösungsansätzen aber unterscheiden. Dann kann sachlich diskutiert werden, ohne dass man von völlig unterschiedlichen Grundlagen ausgeht.

    • Hallo Claudia,

      ich kann das, was die Sendung bei mir ausgelöst hat noch nicht richtig in Worte fassen. Nur soviel zu deinem letzten Absatz, nichts im leben ist umsonst.

      LG Ralf

    • Ja, Ralf, da hast du Recht. Und auch ich habe etwas rausgezogen, was ich (noch?) nicht richtig in Worte fassen kann.

      Meine Schlussbemerkung hat folgenden Hintergrund: Ich habe mich in den letzten Jahren sehr intensiv mit all diesen Dingen beschäftigt, und komme jetzt langsam an einen Punkt, wo jede weitere Sendung, Diskussion,… im wesentlichen „mehr vom selben“ ist. Ich frage mich: Kann ich meine Zeit und Energie nicht sinnvoller nutzen?

      Wir sind schon relativ gut in der Beschreibung dessen, was schief läuft – die Frage ist: Was machen wir jetzt? Was mache ICH jetzt konkret?

    • Ja ich habe es getan, mir noch einmal die Sendung angesehen, was Durchhaltevermögen voraussetzt.
      Sie verlief kontrovers , was bei einer Diskussion normal ist!
      Schwer erträglich waren die Herren Koch, Herle, von denen man annehmen muss, sie schätzten die Zuschauer als völlig Unwissende ein.
      Wer ein bisschen mehr informiert war, der musste bemerken wie sich beide Herren immer wieder versuchten, bei an sie gestellten Fragen, sich heraus zu aalen.
      Es war richtig auch einmal die Normalität bei Journalisten darstellen zu lassen, incl Ablehnung sich bei der Diskussion weiterhin beteiligen zu wollen.
      Das waren schwere Geschütze für Herrn Jebsen, die er manchmal leichter, schwerer,versuchte zu bändigen , doch wäre er nicht ab und an dazwischen gegrätscht, die Sendung wäre aus dem Ruder gelaufen.
      Deshalb denke ich, mit ein bisschen Phantasie sollte es möglich sein sich vorzustellen , selbst mit am Tisch der Herren gesessen zu habe.

    • Claudia C.

      „Am interessantesten sind meiner Meinung nach Diskussionen dann, wenn sich die Teilnehmer auf einen großen gemeinsamen Nenner einigen können, sich in den Details, Analysen und Lösungsansätzen aber unterscheiden. Dann kann sachlich diskutiert werden, ohne dass man von völlig unterschiedlichen Grundlagen ausgeht.“

      Warum?

      Ich möchte keine Lösungen auf dem Teller präsentiert bekommen, die erhalten wir von den Politikern täglich, auch wenn wir mit denen kaum noch zufrieden sein können.
      Welche Lösungen möchten Sie gern erhalten, eine die Ihnen zusagt dem anderen Zuschauer aber nicht!?Wie kommen wir da weiter?
      Das was wichtig ist, ist nur, was nehmen wir mit, wie nutzen wir die Informationen , aber keine Gebrauchsanweisungen, zu denen Diskussionslösungen verkommen würden!

      Dieses war die erste Sendung die uns Zuschauern etwas abverlangt hat…mehr davon, denn so ist das Leben, sie erfordern in dem Stil viel mehr Aufmerksamkeit von uns, weil wir gefühlsmässig dabei sein mussten.!
      Ich knapse immer noch daran..denn nur der Gedanke an sie lässt meinen Puls schneller werden…Vielleicht geht es auch nur mir so…egal, auch gut so!

    • Ich erwarte nicht, Lösungen präsentiert zu bekommen, denn ich behaupte mal ganz frech: Die hat derzeit niemand.

      Aber unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Metiers haben einen anderen Blick auf ein Themenfeld, haben entsprechend andere Ideen für Lösungsansätze und vielleicht bereits konkrete Dinge umgesetzt, im kleinen Rahmen.

      Von denen will ich lernen, und ich ziehe am meisten Nutzen aus Gesprächen, in denen Leute ihr Fachwissen bzw. ihre Praxiserfahrung miteinander teilen bzw. sich gegenseitig hinterfragen und dadurch bereichern.

      Was mich persönlich nicht (mehr) wirklich interessiert, sind stundenlange Streitereien darüber, ob es ein Problem überhaupt gibt. Diskussionsteilnehmer, die dies immer wieder in Frage stellen, hindern die ganze Runde daran, jemals aus der Grundsatzdiskussion heraus zu kommen.

      Und Diskussionsteilnehmer, die einfach herablassend über ihre Kollegen drüberfahren, mögen momentan das Blut in Wallung bringen, das ist aber nicht die Art der Anregung, die ich bei so einem Format suche…

    • Und falls es nicht klar genug war: Das ist MEINE Meinung, und MEINE Erwartung zum jetzigen Zeitpunkt.

      Dass andere vielleicht Spaß dran haben an solchen Grundsatzdiskussionen, ist natürlich auch völlig legitim. Ich habe hier lediglich meine subjektiven Ansichten und Bedürfnisse mitgeteilt.

    • Claudia C..
      Dürfen, sollen, können Sie..

      Sie können, tun sie auch, davon ausgehen, dass jeder eine Diskussion anders sieht, je nach persönlichem Strickmuster auch seine Informationen daraus entnimmt.
      Eines sollten wir nie tun, dass „ICH“ an erste Stelle setzen, denn wenn es danach gehen würde, gäbe eis keine Sendung mehr.Ebenfalls wäre es ratsam heute noch darauf zu bestehen, alles wie immer zu machen, wohin das führt erleben wir gerade. Sind wir also offen für Alles, denn es knirscht in unserem Land an allen Ecken und Kanten.Der Kampf gegen die angebliche Elite ist im Grunde der schwerste Kampf ,Einbildung meilenweit von Bildung entfernt ist.
      Denke ich an das Buch von Didier Eribon (Rückkehr nach Reims), sehe ich unsere Zukunft kommen..

    • Hallo Claudia,

      ob wir etwas neues in Erfahrung gebracht haben, werden wir erst nach dem eingebrachten Zeitaufwand in Erfahrung bringen können.

      Für mich gilt:
      die hohe Kunst der Kommunikation besteht darin, das für mein gegenüber klar erkennbar ist, das von mir keine Gefahr / Bedrohung für ihn von mir ausgeht.

      Es gibt keine Einbahnstraße für nichts, also:
      So gilt es für mich, klar zu erkennen ob von meinem gegenüber wirklich eine Gefahr / Bedrohung für mich ausgeht.
      Daraus folgt das:
      das Vermittlung und Erkennung das eigentliche Training im miteinander sind.

      Claudia, das habe ich mir schon als Junger Mensch ( Kind ) auf meine Fahne geschrieben und ich habe es noch nie in einem Lehrbuch gefunden. Ich hoffe Du kannst damit etwas für Dich anfangen.

      LG

      Ralf

      PS: Das Komma ist nicht meine Stärke : – ))

    • Sehr gut zusammengefasst. Kann ich alles so unterschreiben. Vielleicht sollte Ken sich als Diskutant beteiligen und jemand anders die Moderatoren-Rolle überlassen. 😉

  92. Ich bin bei Minute 130. Spannende Runde. Grimaldi ist hier wohl der Publikumsliebling und auch meiner. Teusch ist der unbestechliche sehr kluge Kopf(mit angenehmer Stimme übrigens). Koch wäre überzeugender, wenn er nicht bei jedem Geschichtchen auch tunlichst seine Person als damaliger Journalistenheld mit rausstreichen müsste und er scheint zu glauben, dass der Boden für Journalismus noch der selbe sei, wie der, den er damals beackert hat. Herles scheint mir ein bisschen zu oberflächlich-arrogant, aber ist auch interessant in einigen Aussagen. Seine Empörung über den medialen Kniefall, vor einer koplett verschleierten Isis- Beschönigerin konnte ich gut nachvollziehen, obwohl ich diese Talkshow nicht gesehen habe. Und Ken brilliert mal wieder als stichwortgebender und friedensstiftender Moderator.

  93. Unglaublich,die Reaktion von Hr. Herles,ob des Statements von Hr. Grimaldi,bezüglich :“Journalismus in Russland“.Als wenn man einen Schalter umgelegt hätte.Die physikalische Kraft,welche notwendig ist,einen Menschen 45 cm vom Stuhl abheben zu lassen,könnte man nur mir einer Sprengung bewerstelligen.
    Es grenzt schon fast an Gehirnwäsche,das sowas immer bei bestimmten Fragen auftritt —> Russland —> Deutschlandfrage
    —> Nato-Osterweiterung,um nur wenige zu nennem.Sehr Suspekt Herr Herles.

    • …und dann immer noch diese bornierte Amerika-Anhimmelei! Wenig soziales Bewusstsein anscheinend! Von wegen große Freiheit und Demokratie: Wenn ich in USA im Auto von der Polizei angehalten werde, muss ich die Hände fest am Steuer berhalten, damit ich nicht in Gefahr komme, erschossen zu werden! Amerika betreibt Guantanamo und es sind dort 2,2 Millionen Menschen inhaftiert – nur mal so beispielsweise.

  94. „Macht ist immer die Angst der anderen“. Für eine Diskussion war das Thema zu umfangreich gewählt. Entweder beschäftige ich mich mit generellen Machtstrukturen. Also wie wird Macht in einer Gesellschaft erzeugt. Welche Rolle hat Presse. Was ist Demokratie. Oder mit konkreten Machtstrukturen. Wie ist die EU strukturiert. Wie funktionieren die internationalen Machtstrukturen. Was ist die Rolle der USA. So wurde es leider zu einem ziemlich wilden Hin- und Hergespringe durch die verschiedenen Themen und eine wirkliche Diskussion ist nicht aufgekommen. Ein engeres Thema wie „Machtpolitik und Medien“ wäre vielleicht interessanter geworden, wenn man nur Journalisten da hat.

  95. Ich glaube diese Folge hatte ein Problem. Sie war zu breit angelegt. Die bisherigen Folgen hatten einen enger gefassten Rahmen und konnten deswegen besser in die Tiefe vordringen. Der Untertitel oder die „zweite Zeile“ , auf die diesesmal bewusst verzichtet wurde, hat mir zumindest gefehlt. Die zu Beginn von Ken gemachte Vorraussage, dass am Ende der Folge kein Ergebnis stehen würde, ist meiner Meinung nach leider eingetroffen.
    Das eigentliche Thema: „Die Strukturen der Macht“ ist in der Diskussion kaum tiefergehend beleuchtet worden, tatsächlich war der einzige Bereich, der ausgiebig und umfangreich diskutiert wurde, der der Medien.
    Das lag nicht zuletzt an der Auswahl der Gäste und vor allem daran, dass sobald eine Kontroverse entstand die Diskussion wieder auf diesen Bereich zurückgelenkt wurde. Hätte man sich von vorneherein auf das Medienthema beschränkt, wäre es wahrscheinlich eine „bessere“ Sendung geworden.

  96. Ich habe heute den Film Snowden gesehen und eine der schlimmsten Form von Machtausübung gesehen. Nämlich die Willkür, Menschen per Drohne ohne Gerichtsverhandlung auf Grund von vagen Hinweisen von NSA-Computerjunkies zu töten und die Gewissheit zu haben, dass niemand diese Tat hinterfragen und ver.- oder beurteilen kann. Und warum ist das so? Weil es funktioniert.
    Ein Armutszeugnis unserer Zivilsation, und ich zähle mich dazu.
    Ich bewundere Menschen wie Grimaldi, die genau diese Bilder uns vor Augen zu halten versuchen.
    Und dann besitzt Grimaldi noch den Nerv, sich mit Menschen auseinanderzusetzen, die mit den Taschen voll mit GEZ-Geld sich dahinstellen und behaupten, er wüßte nicht wovon er redet, wenn er die hegemonialen Machenschaften der USA in vielen Fällen als Übeltäter identifiziert. Wobei viele andere Länder genauso agieren einschließlich Russland und Deutschland.
    Ein Urteil über diese Sendung will ich nicht abgeben, denn genau dass ist der Grund, warum Spannungen entstehen, die dann zu Mord und Totschlag führen können.
    ERGO: Wer die Möglichkeit hat, Urteile in eine größere Gruppe zu transportieren, kann die Macht erlangen, diese Gruppe zu jeder Schandtat zu überreden.
    Wer ausser den Medien haben solche Möglichkeiten ? NIEMAND SONST !!!!!!!!!

    pooler1970

  97. Hallo lieber Ken,

    Ich war bei der Aufzeichnung der Sendung am 09.11. Erstmal Danke dafür.
    Nach der Aufzeichnung lag mir einiges auf der Seele, was ich dir gern gesagt hätte. Aber ich habe in dem Moment gedanklich nicht die richtigen Worte finden können und hatte ehrlich gesagt auch keine Lust auf eine weitere Diskussion, in der am Ende ich auch noch meinen Standpunkt verteidigen muss… Jedenfalls habe ich dann in der S-Bahn folgenden Text an einen Freund gesendet, und möchte meine Gedanken gern mit euch teilen:

    „Ja man, is grad erst zu Ende gegangen… War krass alter ? Musst dir dann mal das Video von der Show reinziehen!
    Aber irgendwie bin ich jetzt sehr nachdenklich und ein bisschen traurig… Die haben sich nur gestritten. Und Ken hat sich dann auch sehr auf eine Seite geschlagen. Und die kamen zu keinen Lösungen wirklich, sondern haben nur Probleme aufgezählt und so…
    Um so mehr bin ich jetzt davon überzeugt, dass es mehr Leute braucht, die über Positives berichten! … Wir brauchen diese ganze Wut doch gar nicht… sich nur aufzuregen über das was falsch läuft und dann Recht haben müssen… Sondern eher Leute die sich tatsächlich von den ganzen Marionetten und Schauspielern unterscheiden! … Es wurde viel von „Macht“ geredet. Ich bin davon überzeugt, dass wenn wir diesen ganzen Leuten, den „Mächtigen“, überhaut gar keine Aufmerksamkeit schenken, sie ignorieren und auf friedliche Weise ungehorsam sind und einfach ein gutes Vorbild für andere sind, die menschliche Werte von Hilfsbereitschaf und Gemeinschaft vermitteln, dass die dann Ihre Macht verlieren und unbedeutend werden, weil keiner mehr ein scheiß auf deren Gelaber gibt!
    Wenn wir uns nur über die aufregen, wird doch auch nichts besser.
    Es weiß doch eh fast jeder mittlerweile, dass das ganze politische System kurrupt ist. Was nützt es darüber weiter zu debatieren?! Da dreht man sich im Kreis. Genau wie die 5 Journalisten heut in der Runde.
    Veränderung kommt von doch aber von Innen denke ich. Indem man einfach selbst positiv lebt, Freude und Gelassenheit ausstrahlt, Liebe und Bescheidenheit vorlebt. Und dann andere damit ansteckt.
    Dann brauchen wir überhaupt keine Politiker die uns lenken. Sondern dann organisiert sich alles von allein.
    Wenn wir uns darüber streiten, wer nun Recht hat mit seiner Meinung und nur weiter labern, dann spielt denen das doch genau in die Karten.
    Wie heißt es so schön: Sei selbst die Veränderung die du dir von der Welt wünschst.“

    Herr Marc Fuhrer schreibt dazu einen sehr schönen Kommentar auf YouTube. Er hat es vermocht, das ganze etwas eleganter zu formulieren und sehr gut auf den Punkt zu bringen. Ich zitiere ihn hiemit auch gerne:

    „Sehr geschätzes KenFM Team, vielen Dank für diese interessante, lebhafte und auch unterhaltsame Ausgabe von Positionen. Eine wirklich heterogene Runde die Ihr da an den Tisch bekommen habt. Jeder der vier Gäste hat seine legitimation und bringt seine individuellen Standpunkte auf den Tisch. Doch des Pudels Kern, von wo oder bzw. wem geht die Macht aus , kommt man nur ansatzweise näher. Und der wichtigsten Frage überhaupt, wie können wir diese Macht brechen, kratzt man zum Schluss nur ganz rudimentär am Lack. Die Strukturen der Macht kann ich in einem kurzen Satz beschreiben: Derjenige der bezahlt der befielt! Geld regiert die Welt. Das klingt jetzt sicher für viele sehr vereinfacht und dass ist es wahrscheinlich auch. Aber genauso einfach könnten wir diese Machtstrukturen auch brechen. Wie? Durch radikalen Konsumverzicht! Wenn wir nur noch das kaufen was wir wirklich zum Leben brauchen und auf sämtlichen Luxus verzichten verebben die Geldströme der Grosskonzerne und Ihre Macht schwindet dahin. Und wenn wir zusätzlich noch den Banken das Kapital entziehen, indem wir unsere Konten auflösen und uns nicht mehr an den Börsenspekulationen beteiligen, haben wir innert drei Monaten den Kapitalismus überwunden. Ja ich weiss das ist sehr naiv und utopisch aber ein bisschen Träumen wird ja wohl noch erlaubt sein. Mfg.“

    • Herr Winkel,

      ein Satz schoss mir sofort in die Augen, auch Sie warteten auf Lösungen.Wenn die geliefert werden könnten, würde sich nichts bei uns ändern, man würde wieder nur folgen.Zum Glück sind keinerlei Lösungen zu bieten, bis auf Eine..tut endlich etwas und damit sind die Bürger gemeint, die die bisher immer wieder für ihr Elend selbst sorgen!
      Das Journalisten , Richter, Anwälte etc etc alle den Gesetzen unterliegen, die still und heimlich gegen uns eingeführt wurden und werden, daran denkt man nie.Wie sollen diese Personen etwas ändern können, wenn das Volk, welches sogar bei Streikt sich gegen die Streikenden aus spricht, deren Oberflächlichkeit zu Tage tritt, aktiv werden?.
      Die immer wieder kehrende Forderung gegenüber andere, soll nur die Bequemlichkeit im Handeln und Denken des Volkes, obwohl nur dieses die Macht zur Änderung besitzt, aus den Gedanken verbannt werden.

    • Nur jede(r) einzelne kann die Strukturen der Macht brechen! Zuerst im eigenen Denken und dann im eigenen Verhalten!

  98. …zu guter letzt habe ich das Bedürfnis, mich nochmals zu melden. Jetzt mal auf den Punkt gebracht. Hängt es davon ab, wie wir uns entscheiden wie sich etwas anderes dazu verhält. Hierzu möchte ich erwähnen das wir alle die Antwort wie das Verhalten das wir an den Tag zu legen haben, tief in unseren Herzen verangert ist. Auch wenn ich jetzt gefahr laufe in eine religiöse Ecke gedrängt werde. So fühle ich mich in dieser Ecke Frei. Da ich darum weis, das wen wir uns an die 10 Gebote halten würden, damit meine ich nicht die in der Bibel so bropagandierten 10 Gebote; die genau das gegenteil mitteilen. Das Leben auf der Welt sich lieblicher, harmonischer, friedlicher gestalten würde…. ich liebe Euch egal zu was Ihr euch entscheidet….

    • Die Gebote einhalten zu wollen, dazu ist die Menschheit nicht geeignet, denn es lebt sich leichter mit Betrug, Unehrlichkeit und Vorteilnahme, je nach ‚Gusto!

  99. …hier lässt sich in einfacher Art und Weise wieder einmal feststellen wie Konditionierung seine Wirkung zeigt.
    So wie ich es für mich Identefiziert habe gibt es bei diese Sendung zwei Lager. Jene die sich bemühen nicht um Kopf und Kragen zureden. Oder gar schlimmer, Ken in seiner Eigenschaft als Taschenlampe, die versucht hinter den Vorhang zu leuchten, um sich einen Blick dahinter, für uns breite Öffentlichkeit zu ermöglichen zu komprimietieren. Einersetis ist es für mich sehr traurig das man sich nicht äußern kann wie einem das Herz es vorgibt. …nun ja alles wietere würde hier an dieser Stelle den Rahmen sprengen. …wünsche Euch allen Erkenntnis und Liebe!
    ps: In Estland hat man folgenden begriff: „Haed Aega“ …habt eine schöne Zeit!
    Ich denke das die nicht Bedeutet sein leben im Vorzug zu führen, auch wenn ein anderer darunter zu leiden hat 😉

  100. Ich denke ich muß nicht erwähnen, wer in dieser Runde eine blühende Phantasie hatte.
    VEREINIGTES EUROPA, ganz neu vernetzt, was ein Stuss!!! Eher Wunschdenken!

    Es war wie jedesmal sehr interessant, danke an das KenFM Team!!!!!!!!!!!!!

  101. Erst einmal muss ich sagen, Ken hat es sehr gut Hinbekommen die Situation zurück auf einen Konsensbereich zu lenken, um die Wogen zu glätten und dadurch wieder Struktur in die Sendung zu bringen!
    Herr Grimaldi, ist einfach ein ganz toller Zeitgenosse!
    Herr Koch ist etwas gefangen in seinen Journalistischen James Bond Geschichten, die er wie ein netter Opa, sehr gerne ausführlich erzählt(nicht böse gemeint), und vielleicht dadurch etwas langatmig wird!
    Herr Herles, hat sich leider, während seiner Arbeit in einem bestimmten Journalisten Umfeld, einen schlechten Charakter angeeignet und benutzt auch zum Leidwesen des Zuschauers eine zweitklassige Kampfrhetorik, die allein der Erniedrigung des Gegenübers dient!
    Herr Teuch ist auf eine gewisse Art, mit Teflon beschichtet und lässt sich nur schwer Klassifizieren!
    Am Ende hatte man das Gefühl, das die Befähigung zur Mustererkennung und mehrschichtigem Abstraktdenken, Herrn Grimaldi vorbehalten war!

    • Deine Beobachtung zu Herrn Herles teile ich. Er strahlt genau die arrogante Überheblichkeit aus, welche man vom Selbstverständnis der ÖR gewohnt ist.
      Darüberhinaus hatte er sich überhaupt nicht unter Kontrolle und „argumentierte“ grundsätzlich ad personam durch Herabsetzung und Beleidigung.
      Was für ein unangenehmer und narzisstischer Mensch…

      Was Herrn Teusch betrifft : seine ruhige, bedächtige und konstruktive Art ist mir eher positiv aufgefallen und ich hätte mich gefreut, in dieser Diskussion mehr von ihm zu hören, ging es ihm doch nicht um Anekdötchen und Selbstdarstellung. Oft übernahm er die Rolle des Moderators und führte zum Thema zurück.
      Herr Grimaldi schliesslich ist bei aller inhaltlicher Übereinstimmung leider permanent seinen Gesprächspartnern ins Wort gefallen. Auch kein guter Stil.

      Insgesamt eine interessante, aber auch etwas chaotische Sendung.

    • Es scheint aber so zu sein, dass sich viele Zuschauer gern bei Diskussionen zurück lehnen, um den Argumenten ruhig folgen zu können.Wie viele Argumente dann hängen bleiben muss jeder für sich entscheiden.Solch eine Sendung wie die Diesige wird niemand vergessen können, auch nicht die gemachten Aussagen..Was ist nun besser? Womit ich nicht sagen will, dass es immer einen Streithammel bedürfe, aber ab und zu hilft das zum Wachwerden!

  102. Koch brilliert mit dem einen oder anderen Schwank aus seiner „wilden Jugend“ (der Patriarch)
    Grimaldi brilliert durch seine Leidenschaft (der Gezeichnete)
    Teusch brilliert durch Sachverstand und Besonnenheit (der Ehrgeizige)
    Herles brilliert mit uneingeschränkter Eitelkeit (der Gekränkte)
    Ken Jebsen brilliert durch Diplomatie (der Zirkusdirektor)

    Leider war dies nur ein Abtausch von vorgefestigten Positionen, die man kennt und keine Erarbeitung einer neuen Position bzw. Erkenntnis durch Diskussion wie es oft bei „KenFM im Gespräch“ der Fall ist. Es wäre dann das Thema der Sendung nicht eben nur von diesem Standpunkt (Medien) aus betrachtet worden.

    Es wäre vielleicht besser gewesen, als Journalist nicht nur Journalisten einzuladen sondern auch jemanden mit philosophischem, religiösem oder politischem Hintergrund.

  103. Herr Koch sagte sinngemäß:Früher, beim Spiegel hatten wir unsere politische Vorstellung, dementsprechend auch berichtet..Solch Journalismus ist ebenfalls abzulehnen, denn es soll berichtet werden was war, warum etc etc.
    Herr Herle, gern einmal zynisch, arrogant, war schwer ertragbar, dennoch sollte man solche Stimmen ebenfalls zu Gehör bringen, blamieren kann man sich doch selbst!
    Sprach man nicht einmal von der Lücken Presse, Unterlassung von Tatsachen?Vielleicht wurde bei den meisten Journalisten die Lügen zur Wahrheit!
    Neues aus der Anstalt – ZDF sperrt kritischen Beitrag in der Mediathek

    https://www.youtube.com/watch?v=1YOGUvEVJlM

    • Noch ein Nachtrag, im Grunde könnte man mit dieser Sendung eine Neue produzieren, denn es stelle sich automatisch viele Fragen
      Meine wäre, wieso diskutiert man darüber,dass AN einer Fabrik entlassen wurden, diese sich wohl erfolglos , so nimmt man an, wehrten und nur auf die Migranten schimpfte, die ihren Platz eingenommen hatten…
      Wieso kommt man nicht auf den Gedanken, dass von der Regierung alles getan wird, eine eventuell aufkommende Solidarität, damit unterbinden zu können..

  104. Ja, schade. Die Frage „Strukturen der Macht“ hätte mich sehr interessiert. Man hätte sie besser mit Fulvio Grimaldi, Peter Koenig, Gerhard Wisnewski, Rainer Rupp und Dirk Pohlmann erörten sollen. Herles und Koch haben dafür gesorgt, dass die Frage der Machtstrukturen nicht mal angekratzt wurde.

  105. Die Kontroverse war das Salz in der Suppe! Die fehelende Gegenposition kann man KenFM jedenfalls nicht mehr vorwerfen. Die Zuschauer, die ich für sehr informiert halte, bekundeten ihre Kenntnis mit dem Applaus an den Stellen, die sie für wesentlich hielten. Journalismus, aus dem sich eine eigene Meinung gebildet werden kann + ein unglaublicher Output, den KenFM in den letzten Wochen hinlegt!

  106. Gute Güte, wie ein gestandener Journalist wie Herles Demokratie an einer Zeitschranke des Wechsels festmachen kann, deckt doch eher ein gewisses Maß an Unverständnis eines Demokratieverstehens auf.

    • Ich finde es mittlerweile schon unheimlich, wie schnell man die Leute einteilen kann in die einen, die etwas gemerkt haben und die anderen „von früher“, die gar nichts merken. Es gibt auch wirklich nur diese beiden klaren Gruppen, dazwischen ist niemand. Und denen „von früher“ kann man erzählen was man will, die bleiben auch bei ihrer Position.

  107. Herr Herles war der „Querkopf“ dieser Runde und hat sich durch sein Verhalten bei den Zuschauern (ich war darunter) nicht zum Freund gemacht. Man sollte nicht vergessen, dass er aber noch vom Mediensystem abhängig ist. Ich interpretiere die Aussage von 1:51:10 so, dass er von ZDF ein gute Pension bekommt. Jeder, der sich mit der GEZ auseinandersetzt weiß, wie das finaziert wird. Er ist also noch irgendwie ein Nutznieser dieser Medien, kritisiert aber gleichzeitig die Zwangsgebühr. In meinen Augen ist er nicht glaubwürdig, weil er die Wahrheiten vermutlich weiß, aber (noch) nicht zugeben kann (darf wie auch immer). Mir scheint es so, das er zwischen den Stühlen hängt. Einerseits ist er noch vom System abhängig, anderseits aber weiß er, dass es Misst ist. Insofern kann das Verhalten nachvollzogen werden. Allerdings nicht gut, dass er Herrn Grimaldis so anfährt. Da wäre ein wenig Zurückhaltung angebracht gewesen.

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