Pressefreiheit, Whistleblowing und Julian Assange – Podiumsdiskussion bei den Buchkomplizen

Dürfen Journalisten publizieren, was sie wollen? Wird der Kodex der freien Presse, Quellen zu schützen und investigativ zu arbeiten angegriffen?

Mit der Inhaftierung von Julian Assange sind diese Fragen so aktuell wie nie. Doch wer berichtet kritisch darüber? Wer solidarisiert sich mit freiem Journalismus und damit mit Julian Assange, Edward Snowden oder Chelsea Manning? Auf der Frankfurter Buchmesse beschäftigt sich augenscheinlich kaum ein Stand mit diesem Thema.

Woran das liegt, welche Folgen eine solche Ignoranz haben kann und wie dringend ein solidarisches Aufbegehren für die Freilassung von Julian Assange ist, diskutieren die Podiumsgäste Sevim Dağdelen (MdB, Die Linke), Mathias Bröckers (Journalist und Bestsellerautor) und Dietrich Krauss (Journalist und Redakteur der Sendung „Die Anstalt“) auf der Messebühne der BUCHKOMPLIZEN.

Es moderiert: Markus Karsten, Verleger und Geschäftsführer des Westendverlags.

Wir leben in Zeiten, in denen das Aufdecken von Verbrechen wie ein Verbrechen behandelt wird. Angesichts dessen und angesichts der Tragweite des Falles Assange sind nun gerade seine Journalistenkollegen dazu aufgerufen, ihre Energien zu bündeln, um diesem eklatanten Unrecht entschieden entgegenzutreten.

Der Videobeitrag wurde zuerst am 21.10.2019 auf dem YouTube-Kanal des Westend Verlages veröffentlicht.

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20 Kommentare zu: “Pressefreiheit, Whistleblowing und Julian Assange – Podiumsdiskussion bei den Buchkomplizen

  1. Project Veritas ist echter Journalismus.
    Bisher noch kein Wort dazu hier auf KenFM gesehen! Warum? Zu kritisch?
    Zu viele Whistleblower aus dem Mainstream UND dem alternativen Spektrum, die Agenden aufdecken?
    https://www.projectveritas.com/

  2. Herr Krauss:
    also entweder gehe ich auf die Buchkomplizen-Bühne und spreche die Anstalt-Sprache oder wenn Ihnen die Hände (besser der Mund) gebunden sind, lasse ich es sein. Das drum rumreden ist nicht Fisch, nicht Fleisch, ja nicht mal Gemüse.

  3. Dietrich Krauß, Redakteur und Autor bei der "Anstalt" im ZDF scheint bei dieser Diskussionsrunde doch ziemlich überfordert zu sein. In seiner Anstellung beim ÖRR muss er halt vorsichtig sein und darf sich nur andeutungsweise kritisch äußern. Alles andere würde für ihn einen Karriereknick bedeuten. In dieser Runde ist er eine Fehlbesetzung. Man kann zwar in einer Sendung wie "Die Anstalt" angemessen kritisch agieren, wenn es aber ums Eingemachte geht, ist es besser sich zurück zu halten. Kein Wunder, das ZDF ist in den Chefetagen vollständig mit Transatlantikern besetzt.

  4. Wenn man das hier liest, muss man sich Fragen, ob Frau Dagdelen wirklich mit ihrem "Julien" gesprochen hat, oder ob es nur der verkleidete Gefängniswärter war?!

    https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/10/assange-in-court/

    Aber wir haben uns ja dran gewöhnt Aussagen von unseren Politikern, leider egal welcher Partei, drei mal umdrehen zu müssen.

    Was stimmt denn nun? Ist er fit und kampfbereit oder das geistige Wrack, das Craig Murray hier beschreibt? Frau Dagdelen, bitte übernehmen Sie!

  5. Würde Assange aus dem Gefängnis entlassen, wäre er todgeweiht. Mit der Aussage zu den Clinton-Emails kann Assange diejenigen, die sein Leben bedrohen, ins Gefängnis bringen und selbst endlich frei kommen.

    Edward Snowden ist eine ganz andere Geschichte. Dazu folgender Gedanke: Snowden arbeitete zuerst für die CIA, später die NSA. Mit seinem Leak hat er die NSA diskreditiert. Ich bin kein Fan der NSA. Könnte es aber nicht sein, daß Snowden als CIA-Agent der NSA schaden sollte, damit die CIA die Kompetenzen der NSA übernehmen kann? Die NSA hat Informationen, die eine große Gefahr darstellen für das ganze Machtsystem in dem die CIA eingebunden ist.

    • Du bist auf der richtigen Spur. Denn die NSA hat auch Alles, was die CIA so verbrochen hat.
      Sie hat auch Alles zu pädophilen Elitenkreisen, Erpressung, Morden, Bedrohung von Leuten, die dem offiziellen Narrativ widersprechen und es belegen.
      Snowden scheint definitiv ein Doppelagent zu sein. Über die CIA hat er nicht wirklich etwas erzählt oder veröffentlicht!
      Auch zu Israel ist bei ihm nichts zu finden (das gilt übrigens auch zum Großteil für Assange).
      Um Goethes Mephisto etwas abgewandelt zu zitieren:
      "Ich bin die Kraft, die stets das Böse will und es durch das Ausnutzen des Guten schafft. …"

  6. Das härteste was Julian aufgedeckt hat, sind Details im Zusammenhang mit Clinton Emails ins besondere Verwicklungen der Clinton Foundation in den Aufbau und Unterstützung des IS. bis hin zu Spuren zum 9-11-coup.
    z.Zt.laufen in weiteren Zuhängen damit immer noch hunderte von Prozessen und Senats-Anhörungen .
    Das geht von Russia Gate ,bis zur Megakorruption.
    Wiki Leaks hat schon richtig was in gang gesetzt.
    Der Teppich ist irgendwie nicht groß genug, alles drunter zu kehren.

  7. Gesetz den Fall, Julian Assange hätte – im Sinne des WerteWestens – die Kriegsverbrechen der hinterhältigen Morde der USA im Irak NICHT veröffentlicht, so dass eine Strafanzeige möglich wäre, so wäre Assange SELBST zum Täter geworden und hätte sich einer STRAFTAT z.B. gem. §138 StGB schuldig gemacht.
    Wenn also die gesamte WerteGemeinschaft SCHWEIGT, dass sich Assange völlig KORREKT an die Öffentlichkeit wendet um Morde anzuklagen, dann macht sich sogar der WERTE-WESTEN einer gemeinschaftlichen Straftat schuldig.
    Sollte Assange an die USA ausgeliefert werden, ist das auch ein Freibrief für unterdrückung von schweren Straftaten.
    Link: Nichtanzeige von Straftaten
    https://www.dr-buchert.de/de/rechtslexikon/nichtanzeige-von-straftaten.html

    Mir ist es ein Rätsel, wie sich der Rechtstaat verhält. Es sei denn, er schreibt sich demnächst Rechts-Staat.

    • Fantastin, Sie meinen sicher die Nichtanzeige geplanter Straftaten gemäß § 138 Absatz 1 Nr. 5 StGB in Verbindung mit den dort aufgeführten Tötungsdelikten des deutschen Strafgesetzbuchs und des Völkerstrafgesetzbuchs. Wir müssen aber genau sein:
      1. Warum halten Sie deutsches Strafrecht, also das StGB, für anwendbar auf den ecuadorianischen Staatsbürger Julien Assange, der Wikileaks in Australien, jedenfalls aber nicht in Deutschland betreibt?
      2. Welche konkret geplanten – nicht bereits begangenen! – Straftaten hätte er denn, wenn er die Videos nicht veröffentlicht hätte, nicht angezeigt, "zu einer Zeit, zu der die Ausführung oder der Erfolg noch abgewendet werden kann", wie es § 138 StGB voraussetzt? § 138 StGB ist insofern ein konkretes Gefährdungsdelikt, als dieser § nur dann anwendbar ist, wenn es eine konkrete Straftat gibt, die noch hätte verhindert werden können. Zwar musste man solchen Rowdies (eine verhältnismäßig sehr milde Bezeichnung für diese) zutrauen, dass sie ohne Skrupel jederzeit wieder auf solche Weise unschuldige Zivilisten niedermähen. Das allein ist aber viel zu allgemein und genügt daher nicht. Konkret voraussagen, wen sie wo und wann demnächst ebenfalls niedergemäht hätten, ließ sich jedoch nicht.
      Eine Strafbarkeit nach § 138 StGB ließe sich daher nicht begründen.

    • lieber citoyen invisible, Ist schon klar, dass das deutsche Strafrecht hier nicht weiterhilft. Deshalb mein "z.B. gem. § 138 StGB".
      Vielleicht müsste soetwas im int. Strafrecht integriert werden, damit Kriegsverbrechen dort sofort auf den Tisch kommen.

    • Wir leben schon lange in einem Staat des RECHTEN Finanz – und militärisch industriellen Komplexes.

      Link: youtube.com/watch?v=A0yIJqYpRPQ
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      Dr. Rath – das komplette Interview mit Claudia Zimmermann
      Link: youtube.com/watch?v=94EJ2Rt-bg8
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      Fortschritte der im Kampf Gegen Krebs – Vortrag in Wien, 2007
      Link: youtube.com/watch?v=KJnJSLGnG4A

    • .. "Das von Rath propagierte Heilverfahren hat sich in vielen wissenschaftlichen Studien mittlerweile als wirkungslos erwiesen – so konnten weder im Tierversuch[4] noch in klinischen Tests[5] Belege für Raths Behauptungen gefunden werden. Dies hält Rath nicht davon ab, fest an die Wirkung seiner Produkte zu glauben. So habe er mit seinem „medizinischen Durchbruch“ bereits „Tausenden Patienten das Leben gerettet“. Auch das Sozialgericht Berlin bezeichnete seine Vitamintabletten gegen Krebs als wirkungslos.[6]"

    • ich nehme an, dass er sich so verhielt, um nicht allzu sehr in "Gefahr" zu geraten. Warten wir mal ab, wie sich sein Arbeitgeber in Zukunft verhält, vielleicht verzeiht er ihm schon diese "Entgleisung" nicht.

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