KenFM zeigt: Pressegespräch zu globalen Rüstungsausgaben (SIPRI)

Am 24.04.2017 verkündete das renommierteste Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) die offiziellen Rüstungsausgaben der Länder der Erde für 2016. Den VeranstalterInnen und TeilnehmerInnen dieses Pressegesprächs wurden diese Zahlen vorgelegt.

Es gehört nicht viel Phantasie dazu, angesichts der weltweiten Rüstungspläne, den aktuellen Vorhaben des US-Präsidenten sowie der NATO, und der internationalen Konfrontationssituation von einer Steigerung auszugehen. Dies zeigt, dass Mittel für zusätzliche Aufrüstung bestehen. In den Bereichen Bildung, Gesundheit und Entwicklung fehlen sie jedoch. In diesem Sinne erscheint eine Umverteilung dringend notwendig.

An dem Gespräch im Kongressraum der IALANA/IPB in Berlin nahmen teil:

Agnieszka Brugger, MdB Bündnis 90/die Grünen

Wolfgang Gehrcke, MdB DIE LINKE

Reiner Braun, Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB)

IALANA Deutschland: www.ialana.de

10 Kommentare zu: “KenFM zeigt: Pressegespräch zu globalen Rüstungsausgaben (SIPRI)

  1. Gerade erfuhr ich, dass es in Offenbacher Techno-Clubs Alltag ist, dass Frauen den Job als Türsteherinnen erledigen. Das Konzept ist nicht nur gerecht, sondern bewirkt vor allem auch ein friedliches Miteinander.

    Übertragen auf die weltweite Kriegsbedrohung ist grundsätzlich festzustellen, dass 51 Prozent der Weltbevölkerung Frauen sind.
    Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass Frauen am sogenannten „Wahltag“ auch Kriegstreiber-Parteien demokratisch wählen, jedoch auf Grund ihres Geschlechts keinen Menschen auf Befehl ermorden müssen. Den Job müssen Andere machen, die vielleicht nie einen Menschen ermorden wollten.

    M.E. würde sich die weltweite „Kriegskultur der globalen Finanzinteressen“ entscheidend ändern, müssten auch Frauen „Dienst an der Waffe“ machen.
    Denn spätestens dann, wenn Frauen für Global-Strategen Morden müssen, …
    a)
    fällt das Kreuzchen-Machen für Kriegstreiber-Parteien am demokratischen Wahltag deutlich schwerer.
    b)
    fällt das Morden auch allgemein Männern schwerer.

    Kurz um, Frauen müssten sich deutlich mehr einbringen und die Kriegstreiber-Clique von innen unterwandern.
    Sie haben ganz einfach die demokratische Mehrheit dazu.

    • Ich nenne Ihnen offentsichtliche Gründe worüber Sie über Ihre Forderung ein bisschen mehr Logik reinbringen sollten,
      Hillary Clinton, Angela Merke und Ursula von der Leyen.

      Gleiches Recht für alle würde in meinen Sinne bedeuten, JEDER OHNE AUSNAHME der sich für Krieg ausspricht, muss erstmal selbst an die Waffen und ab an die Front gehen. Wenn er noch möchte, dann kann er auch seine eigenen Kinder an die Front schicken.
      Danach können wir mal darüber reden, wer wirklich für Krieg ist.

    • @Son_Snow
      Ich gebe es ja zu, ich wollte ein bisschen überspitzen. Aber vielleicht gehts ja gar nicht anders, um die eingefahrenen Gleise zu verlassen.
      Im Grunde sagen Sie ja nichts anderes, nur werden sie die 3 Frauen nicht überzeugen können.

      Ist das frauenfeindlich wenn ich sage, in dem Punkt ist zumindest das Wahlrecht ungerecht? Denn Frauen müssen nicht auf Befehl Morden, haben aber die absolute Mehrheit an Stimmen, diese Kriegstreiber ins Amt zu wählen.
      Also ein aussichtsloses Unterfangen, wenn man demokratisch die Kriegsinteressen abwählen will.

    • @ Fantastin
      Wenn ich eines aus der Empirischen Forschung weiss, dann das Menschen niemals als mordende Monster zur Welt kommen, lediglich die Kultur, das soziale Umfeld, die Menschen in der Nähe sie sich befinden, machen sie zu den Menschen was sie sind. Selbst die 3 genannten Frauen waren nicht als rücksichtslose mordlüsternde Kinder geboren; kein Mensch war und ist.

      JEDER gesunde Mensch, der einmal die Erfahrung eines Krieges an der Front gemacht hat, wird beim zweiten Mal andere Entscheidungen treffen. Auch die 3 genannten Frauen, sollten die mal den Dienst an der Waffe an der Front abgeleistet haben.

      In diesem Fall würde ich der Mehrheit beugen und auch an deren Entscheidungen beteiligen und in den Krieg ziehen, jedoch plädiere ich für den Gesetzeszusatz: „Gleiches Recht für ALLE! Jeder der Krieg befürwortet, der muss auch mit eigenen Leben und Leib in den Krieg ziehen!“
      Was merkwürdigerweise in keiner Verfassung auf der Welt verankert ist.

  2. Lt. der Quelle: „SIPRI-milex-data-1949-2016.xlsx – sheet – Current USD“ ist die Summe des weltweiten Militärbudgets für 2016 angegeben mit $US 1,64474E+12 ($US 1,686E+12 lt. Hr. Braun).
    Nach Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/World_population) kann die Weltbevölkerung für 2016 mit 7,4E+9 Menschen bestimmt werden.
    Daraus ergibt sich ein pro Kopf Betrag von $US 222,24 PRO JAHR. Die Aussage von R. Braun „Die Rüstungsausgaben sind täglich $US 225 pro Person, pro Mensch auf der Erde.“ stimmt daher nicht mit der genannten Quelle überein.

    • Ich komme zum gleichen Ergebnis, 225$ pro Tag kann realistisch betrachtet auch gar nicht stimmen. Wäre schön gewesen, wenn die im Video genannten Zahlen zitierfähig wären.

  3. Nochmal: 225 $ pro Mensch pro Tag weltweit an Rüstungsausgaben
    Ich weiß nicht, ob ich heulen oder schreien soll. Ich selbst wäre froh über so viel Geld… und Hunger und Armut gäbe es nicht mehr.
    Spätestens jetzt ist Zeit zu Handeln. Ich bin mir im klaren darüber, dass ein langwährender Frieden, friedlich herbei geführt werden sollte. Jedoch sehe ich im neoliberalistischen Weltsystem viele Menschen die für ihren Friedensbeitrag mindestens diskreditiert oder gar ruiniert werden.
    Entweder wachen alle Menschen auf und schließen sich weltweit zu einem Generalstreik zusammen (für wie realistisch kann man das halten?) oder aber die globale Elite sieht ihr unmoralisches Verhalten ein und ist bereit, dies zum besseren zu wenden (noch unrealistischer?!).
    Kann mir bitte irgendjemand sagen, wie dieses Problem in den Griff zu bekommen ist?
    Mit freundlichen Grüßen
    Oskar Gimpel und Miriam Grabow aus Kiel

    • Unsere Eliten und die Bestimmenden über unsere Institutionen und Organisationen (Universitäten, Medien, Politik, Kirchen, auch Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, ……… ) sind massgeblich mitbeteiligt, mitverantwortlich an Unterdrückung, Ausbeutung, Leid, Elend und Krieg.

      Würden sie in Frage gestellt, hinterfragt, namentlich zur Rechenschaft gezogen und ihre Vernetzungen offengelegt, so würden sie in ihrem Kern d.h. in ihrer Macht zutiefst erschüttert.
      Deshalb ist diese Hinterfragung für die Medien ein Tabu.

      Der Widerstand wird durch unsere (auch neuen) Medien behindert (Kollaborateure?)

      Der Vietnamkrieg
      https://www.youtube.com/watch?v=tCno8tfE9o0

    • Ich vergleiche die momentane globale Situation mit dem Bild eine weltweiten Flächenbrandes.
      Zwei Möglichkeiten der Lösung haben Sie bereits genannt. Jedoch laufen die Brandstifter immer noch frei herum oder werden durch einen anderen ersetzt, während jeder der seinen Gewissen beruhigen möchte indem er vor seiner Haustür den brennenden Busch versucht zu löschen, parallel aber entweder nicht einsieht oder bermerkt, dass hinter seinem Haus der Wald in Flamen steht.

      Also eine letzte und wahrscheinlicherer „Lösung“ ist, wird allen nicht gefallen, wenn es keinen Brennstoff mehr zum Niederbrennen gibt, dann ist der globale Flächenbrand auch nicht mehr möglich.

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