KenFM-Spotlight: Prof. Rainer Mausfeld über die Demokratie als Herrschaftsinstrument der Eliten

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Prof. Rainer Mausfeld – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/rainer-mausfeld/

Wenn es einer sehr kleinen und übersichtlichen Gruppe von Menschen gelingt, die Massen global und über Jahrzehnte für die eigenen Ziele arbeiten zu lassen, kann das nur dann erfolgreich bewerkstelligt werden, wenn diese Eliten die Techniken der Gehirnwäsche auf allen Ebenen konsequent zur Anwendung bringen. Schon der Umstand, dass Völker sich für Krieg begeistern lassen, zeigt die Macht dieser Technik.

Seit dem römischen Prinzip „Teile und Herrsche“ haben sich die Werkzeuge der Gehirnwäsche extrem verfeinert. Ein großer Teil der sogenannten Sozialforschung wurde im Auftrag der Eliten finanziert, um den Menschen als Wesen, das nur im Kollektiv überleben kann, im Anschluss in seine Bestandteile zerlegen zu können, ihn gefügig zu machen.

Der Grad der Manipulation ist viel größer, als die meisten von uns auch nur ahnen. Aber gerade darin liegt die Macht dieser Elitentechnik. Massenmedien sind dabei eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Realität zu verschleiern und unsichtbar zu machen. Wer darauf aufmerksam macht, wird vom System gnadenlos attackiert, lächerlich gemacht und ausgegrenzt. Das finale Ziel ist immer die Vernichtung derer, die die Tarnung der Eliten auffliegen lassen.

Der Soziologe Prof. Rainer Mausfeld hat sich intensiv mit den Techniken der Verschleierung und des Gefügigmachens auseinandergesetzt. Seine auch im Netz veröffentlichen Vorträge, u. a. mit dem Titel „Warum schweigen die Lämmer“, wurden zu Blockbustern in Netz.

KenFM sprach mit Rainer Mausfeld über den Status Quo einer auf den neoliberalen Kurs eingeschworenen Gesellschaft, die sich in gegenseitigen Lagerkämpfen an die Gurgel geht, während die Geldeliten weiter die Strippen ziehen. Die Manipulation ist extrem perfide, denn sie beleidigt den Menschen an sich, der nicht wahrhaben will, dass er wie Vieh zur Schlachtbank geführt werden kann und wird, indem man ihn mit den pervertierten Techniken der Demokratie davon abhält zu sehen, in welcher Situation er sich tatsächlich befindet.

Die Zeit des Erwachens steht unmittelbar bevor. Sie wird nicht ohne Schmerzen zu haben sein. Die Medienrevolution ist wie eine Geburt. Wir müssen da durch, um ein autarkes Leben wirklich beginnen zu können.

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8 Kommentare zu: “KenFM-Spotlight: Prof. Rainer Mausfeld über die Demokratie als Herrschaftsinstrument der Eliten

  1. Meine Behauptungen:

    Demokratie ist natürliches Recht und kann weil es natürlicherweise immer gilt nur mit den Mitteln der Macht gebeugt werden.
    Die Mittel der Macht sind alle Mittel der Herrschaft.
    Propaganda, Technologie, Wissenschaft, Bildung, Eigentum, Besitz, Gewalt, Angst, Psychoterror, Folter, Seilschaften, Verbrüderungen, Verschwörungen, Geheimbündnisse uvm.
    Demokratie wird ganz offensichtlich mit der Macht der Medien willkürlich gebeugt.
    Durch gezielte Verdummung und Desinformation.
    Wie die Elite, so ist auch jeder kleine Bürger auf die Aufarbeitung von Informationen angewiesen. Denn auch die Elite weiß nicht alles und ist auf ihre Informanten beschränkt.
    Gerade in der Elite gibt es genug Dummheit, welche die Realität nicht vollständig begreifen, so das überhaupt möglich ist.
    Solange jedoch keiner aufbegehrt, kann die Elite alles machen, was ihr in den Sinn kommt. Keiner wird diesen Firlefanz der Elite hinterfragen.

  2. Ich stimme Rainer Mausfeld in weiten Teilen unbedingt zu und finde seine unaufgeregte und sachorientierte Form der Aus- u. Darlegung als wohltuend gegenüber dem sonstigen Propagandageschrei aus diversen Ecken.

    Aber (ja, das gibt’s halt leider auch :-/ ):
    Ganz zum Schluss des kompletten Interviews wird er ja gefragt, was denn nun konkret zu tun sei – und da stürzt er aus der bis dato gehaltenen Interpretations- und Argumentationshöhe ganz offensichtlich rigoros ab und bleibt bemerkenswert unkonkret.

    Jetzt gibt es dazu zwei mögliche Antworten:
    a) er kennt keine praktikable Umsetzung der, durch seine Erläuterungen als notwendig dargelegten, postulierten Veränderungen (was daran liegen könnte, dass es auch für einen Rainer Mausfeld sehr schwierig sein dürfte, seinen eigenen Paradigmenhorizont deutlich zu überschreiten, sofern sich andeutete, dass hinter dem Entscheidungshorizont extrem problematische Verwerfungszonen ihre Aufwartung machten) oder
    b) er kennt sie sehr wohl (was ich einem Menschen seines intellektuellen Kalibers eigentlich problemlos zutraue) – traut sich aber nicht öffentlich konkret dazu Stellung zu nehmen, weil die Conclusio seiner Betrachtungen einmal rechtlich problematisch wäre und einmal über einige wenige Sätze wohl äußerst missinterpretierbar wäre und er beidem keinen Vorschub leisten wollte.
    DANN aber wäre es hilfreich gewesen, dies wenigstens anzudeuten.

    Es ist ein Grundproblem, dass auch Ken Jebsen und alle anderen Protagonisten zum Thema in einem postulatorischen Dilemma stecken: die benutzten und favorisierten Änderungsvorschläge entbehren sämtlich in letzter Konsequenz einer realistischen, pragmatischen Umsetzbarkeitsreferenz.
    Soll heißen:
    Falls z.B. ernsthaft angenommen wird (aus ähnlichen Gründen, wie oben bei Rainer Mausfeld bereits angedeutet), dass Veränderungen sich innerhalb des Systems, mit von diesem System legitimierten Mitteln und Methoden zu bewerkstelligen seien, dann ist das m.E. eine krasse Realitätsleugnung und – schlimmer! – eine Irreführung der Adressaten solcher Diskussionen/Interviews/Dokumentationen et.al.

    Was mir auch komplett fehlt, ist die Bedeutung der Eigenverantwortung der Menschen, die das System beklagen, anklagen, bezüglich der Überlegung, dass jedes System ja nicht ex machina vom Himmel fällt, sondern ausnahmslos von Menschen (und nicht Aliens, Dämonen etc.) implementiert wird und dies nur möglich ist, weil allgemein vorhandene menschliche Defizite auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Kategorien dies nicht nur zulassen, sondern es sogar fördern, indem sie es (das System zur Abwendung ihrer ganz persönlichen Ängste, zu dessen Zweck sie ihre Eigenverantwortung eben an Systeme delegieren) direkt oder indirekt fordern.
    Das wird selten bis nie erwähnt, geschweige denn kritisiert, da man ja die Klientel sehr einsichtig vergrätzt, wenn man ihnen eine bedeutende Mit’schuld‘ an den herrschenden Verhältnissen zumisst.
    Es gibt sicher ‚gute‘ Gründe, warum das so ist – allein ich sehe kein Entkommen aus den beklagten Verhältnissen, solange das nicht offen dargelegt und kommuniziert wird und unverzichtbarer Bestandteil aller Lösungsvorschläge ist, die darauf Bezug, Rücksicht nehmen und dies in ihre Agenda miteinbeziehen.

    Das Schlimmsste kommt ja m.E. noch:
    Egal, welche Lösung favorisiert wird, sie muss ehrlicherweise bekunden, dass das ‚Bessere‘ NICHT bedeutet, dass sich alles qualitativ wie quantitativ im Plus-bereich bewegen wird, sondern, dass es für alle mehr Verzicht, mehr Bescheidenheit und Unbequemlichkeit bedeuten wird!

    Und da liegt der Hase im Pfeffer:
    Um eine ausreichende Mehrheit für eine wie auch immer geartete Lösung zu interessieren, sie zu mobilisieren, zu attraktorisieren – muss diese Lösung eben genau DAS sein – ATTRAKTIV.
    Wenn aber das ‚Bessere‘ nicht ein ‚Mehr‘ bedeutet, sondern grundsätzlich ein ‚Weniger‘ von allem, dann ist das keineswegs eo ipso plausibel, geschweige denn attraktiv.
    Und da der Mensch bewiesenermaßen weder ein ‚homo oeconomicus‘, noch ein ‚homo rationalis‘, sondern ein ‚homo conceptualis‘ ist, harren die Probleme einer Lösung, die
    a) out-of-the-box und out-of-system funktioniert und
    b) dem ‚homo conceptualis‘ Rechnung tragend attraktiv gemacht wird.

    Da gibt’s ganz sicher einen bedeutenden Nachholbedarf…

    • Herr Mausfeld sagt sehr konkret, dass wir die Selbsterkenntnis und die Gemeinschaft brauchen. Wir haben in uns angelegte Konzepte der Liebe, der Moral, der Gemeinschaft und der Freiheit. Die gilt es zu hegen und zu pflegen, damit sich die Veränderung von innen nach außen entwickeln kann. Ein von außen kommendes aufoktroyiertes Konzept würde dem zuwider laufen. Damit haben wir doch genügend Erfahrungen gesammelt. Oder nicht?
      Die notwendigen Veränderungen bedeuten auch nicht zwangsläufig mehr Verzicht, mehr Bescheidenheit, mehr Unbequemlichkeit. Die rein materielle Orientierung hat ja gerade das ganze Desaster erzeugt. Es geht um den Zuwachs. Um den Zuwachs an Liebe, an Gemeinschaft und an Freiheit. Wenn wir dafür auch auf unnötigen Konsum verzichten und uns auch in Demut vor dem großen Ganzen üben, so ist dies in meinen Augen ein großer Gewinn.
      Die Ressourcen dieser Erde reichen für alle Menschen, wir haben aber ein großes Verteilungsproblem und brauchen jetzt einen starken Veränderungswillen. Und da können wir alle in unserem Mikrokosmos anfangen, wenn wir es denn wollen.

  3. Sehr schöner Ausschnitt! Genau, die Sozialdemokratie, der Parlamentarismus aber auch der Marxismus sind genau das: Pufferzonen zwischen der Arbeiterklasse und ihrer Mündigkeit, denn sie erhalten stets eine Schicht über ihr, die von ihr genährt werden soll, weil Arbeiter bloß Tiere sind und die Herrschenden schon besser wissen, wie es sich gut lebt.
    Das zeigt ja auch die Geschichte: In jeder Revolution, die zur Befreiung ausgerufen wurde wandelte sich das Blatt immer in dem Moment, in dem die Menschen sich durch eine neue politische Religion einfangen ließen, aufhörten, an ihre eigenen Kräfte zu glauben und ihre Geschicke im Ökonomischen und Politischen einer Clique von Herrschenden übertrug.
    Bei der Französischen Revolution war es so, bei der Russischen, bei der Ukrainischen und bei der Spanischen – um einige Beispiele zu nennen.
    Besonders gut an dem Ausschnitt ist die Erwähnung der Besitzverhältnisse, an der die politische Sphäre als Werkzeug der Befreiung scheitern muss!
    Ist doch klar: Wenn die Diktatur in der Ökonomie überwintert (Eigentum, Kapitalismus, usw.), kann die Politik allein keine Freiheit bringen, denn die großere Nährerin des Menschen bleibt ja seine Wirtschaft! Hier sind wir erpressbar und hier findet eigentlich das ganze abscheuliche statt, was wir heute als Zivilisationsbruch vom Nachbarschaftsstreit in Deutschand bis hin zur Schießerei zwischen Mafiabanden in Brasilien und Resourcenfeldzügen in Asien beobachten können: Die Ausbeutung der globalen Arbeiterklasse durch die Reichen und Herrschenden.

    Durch die Verblendung durch die politische Religion der Untertänigkeit und „Vertretung“ und die wirtschaftliche Religion von Konkurrenz und Eigentum sind die Menschen wirklich wie Bestien geworden.
    Alles was man dem Menschen als Naturzustand andichtete bewahrheitet sich heute, weil er „erzogen“ durch Eigentum und Herrschaft als Totalschaden durch die Welt zottelt und gegen sich selbst kämpft. Das belebt nämlich das Geschäft…. ehm…. ja…

    Auswege aus der Situation gab es in der Geschichte viele. Die Sozialdemokratie verkaufte, wie Luther damals schon, die Geschicke der Untertanen an die Aristokratie in den eigenen Reihen und an die Reichen, Industriellen usw. leistete dem Krieg und dem Faschismus Vorschub und liefert heute die Menschen immernoch so wie damals den Herrschenden und ihren Gelüsten aus.
    Der Marxismus basiert auf der intellektuellen Grundlage der Werke von Karl Marx, der sich als bürgerlicher Ökonom an eine Kritik des Kapitalismus gemacht hat. Hier finden wir außer hegelianischer Metaphysik nicht besonders viel. Es war klar, dass dieses hochgestochene Nichts in der Realität zu nichts anderem führen konnte, als zur Diktatur, weil Marx gänzlich beseelt von den diktatorischen Revolutionsmethoden der jakobinischen Taktik blieb. Von seiner Geschichtslosigkeit ganz zu schweigen trieb ihn der wirre Gedanke an, der Kapitalismus würde sich selbst auflösen und der Staat gleich mit – wie ein Naturgesetz glaubte er daran – was Millionen Klassenkämpfer verstummen ließ, als es hieß gegen den Faschismus aufzustehen. Stattdessen hörten sie auf die Befehle einer machtgeilen Partei-Aristokratie und hinterließen eine blutige Spur in der Geschichte, in allen marxistisch geprägten Regimen war die Freiheit noch das letzte, was erreicht wurde.
    Wie wir heute wissen war die marxistische Diktatur des Proletariats nur eine Diktatur über das Proletariat, weil entscheidende Dinge fehlten.

    Der einzige gangbare Weg bleibt der freiheitliche Weg, den wir schon längst gegangen wären, wenn die Herrschenden, die Faschisten, aber auch die Stalinisten und Bolschewiken uns nicht mit Mord und Brand daran gehindert hätten.

    Dieser freiheitliche Weg ist nicht genau vorgezeichnet, wie eine Landkarte, aber man muss die Geschichte trotzdem als Lehrerin beachten.
    Es ist heute unabdingbar die Geschichte des französischen Syndikalismus, des spanischen Anarcho-Syndikalismus usw. genau zu kennen, als Ideengeberin, aber auch aus dem schlichten und einfachen Grund, die Fehler von damals nicht wieder zu begehen, die wirklich zahlreich waren – dennoch blieben die Ereignisse in der Menschheitsgeschichte die Hoffnungsvollsten!
    Die Arbeiterklasse muss sich selbst befreien. Sie muss sich aber auch bewusst werden, dass sie geschädigt wurde, durch die Lebensweise im Kapitalismus und unter Herrschaft. Sklavendenken, Konkurrenz und Selbsthass haben uns leider seit Generationen zerfressen.
    Deshalb kann man nicht einfach alles tabula rasa wegwischen, sondern muss einen Weg finden, sich erstmal klar zu werden wohin man will und wo man steht.
    Diese Zeit bietet keine Revolution nach jakobinischem Muster, sondern nur eine sich langsam entwickelnde Bewegung, die die Bedürfnisse der Menschen als Grundlage hat, kann die Keime legen, die in einer späteren, postrevolutionären Zeit austreiben sollen, als neue, Freie Gesellschaft.
    Der Weg dahin muss die Menschen schulen in Solidarität, Gegenseitiger Hilfe, Freien Verträgen, Kollektivwirtschaft, Bedarfswirtschaft, Selbstverteidigung, Selbstverwaltung, Autodidaktik auf die Arbeiterklasse bezogen usw. usf.

    Der Abbau der verkommenen Gesellschaft muss entlang der Bewusstwerdung der Menschen von statten gehen. Ich denke wir sollten immer mehr Möglichkeiten der Selbstverwaltung aufbauen – aber eben nicht – und das ist der entscheidende Punkt – *vermittelt durch Herrschende, Parteien, Kirchen oder andere Obrigkeiten*.
    Das ganze Gehabe als Sklaven muss niedergebrochen werden und aus den Trümmern muss ein freier Geist, ein Ich entstehen, welches mit der Realität, seinen Bedürfnissen und Emotionen im Einklang lebt.
    Freie Menschen erhält man nicht auf Knopfdruck. Gut wäre, wenn die Arbeiter basisdemokratische Gewerkschaften den Bonzengewerkschaften des DGB entgegensetzten. Den Zentralismus im DGB mit dem Föderalismus des revolutionären Syndikalismus bekämpfen würden.
    Der Effekt wäre eine Schulung der Menschen im Alltag, darin, ihre wirtschaftlichen Belange und ihre politischen Rechte selbst unmittelbar, ohne Vertretung durch Parlament oder Betriebsräte zu erkämpfen.
    So geschulte Menschen können der Keim einer ganz anderen, freiheitlichen, kooperativen Kultur sein und diese verbreiten.
    Dazu kann man Kulturzentren errichten, solidarische (Nahrungsmittel-) Produktion, klassenkämpferische Gewerkschaften, Kollektivbetriebe und vieles mehr sind denkbar. Gesundheitsversorgung, Bildung, Sport, Kultur: Man muss sich vorstellen, wir würden eine neue Welt besiedeln, ohne die Gläubigkeit an Führerwitzfiguren, und diese müsste neu aufgebaut werden – die Gesellschaft müsste sich neu organisieren, auf eine freie Art und Weise.

    Wer mal was anderes lesen will, als intellektuelle, bürgerliche Marxanbetung, als die ganzen viel zu kurz greifenden „Analysen“ oder „Projekte“ oder „Diskussionen“ der heutigen Zeit, über dieses „links“, „rechts“ hinaus, dem empfehle ich folgende Literatur:

    Die Begriffe Zentralismus und Föderalismus, anders, als uns die Politiker das erklären!:
    Rudolf Rocker „Über das Wesen des Zentralismus im Gegensatz zum Föderalismus“
    Zum Problem der in Diktatur umschlagenden Revolutionen (à la „Die Natur des Menschen“-Gefasel):
    Rudolf Rocker „Absolutistische Gedankengänge im Sozialismus“
    Zum Problem der „politischen Religion“ und weiterer Kontinuitäten in der Geschichte:
    Rudolf Rocker „Nationalismus und Kultur“
    Zum revolutionären Syndikalismus:
    Helge Döhring „Anarcho-Syndikalismus in Deutschland 1933 – 1945“
    Eugen Naef „Zur Geschichte des französischen Syndikalismus“
    Abel Paz „Durruti – Leben und Tod des spanischen Anarchisten“ und die Autobiografie des Autors
    Augustin Souchy „Nacht über Spanien“, „Die soziale Revolution in Spanien“
    Diego Abad de Santillan „Ökonomie und Revolution in Spanien“
    Beltran Roca Martinez „Renaissance des Anarcho-Syndikalismus“
    Émile Pouget „Die Revolution ist Alltagssache“
    Christian Cornelissen „Die moderne Welt der Arbeit und ihre Kämpfe“
    Hans Jürgen Degen „Anarchismus in Deutschland 1945 – 1960 Die Föderation freiheitlicher Sozialisten“
    Autorenkollektiv „Die großen Streiks – Episoden aus dem Klassenkampf“
    Netzwerk Arbeitskämpfe „Der geplante Tod einer Fabrik“
    Franz Barwich „Das ist Syndikalismus“
    Rudolf Rocker „Die Rationalisierung der Wirtschaft und die Arbeiterklasse“
    Für Pädagogik:
    Ulrich Klemm „Bildung ohne Zwang“

    • „…Pufferzonen zwischen der Arbeiterklasse und ihrer Mündigkeit…“

      Die Arbeiterklasse wird es aber schon bald nicht mehr geben, denn es wird schonbald keien Arbeit mehr für Arbieter geben.
      Es gibt ja schon jetzt immer weniger Arbeit für Arbeiter.
      Bald erldigen 99% der Arbeit Maschinen.
      Und dann?
      Dann haben wir nur noch Reiche und Besitztlose.
      Und was passiert dann?

    • Hallo nuevo1,
      finde Ihre Interpretation sehr interessant. Musste mir Ihren Text ein weiteres Mal durchlesen um die gesamte Tragweite zu erahnen(verstehe einiges immer noch nicht). Es hört sich jedenfalls interessant genug an um es für einen guten Fahrplan in die Zukunft in Erwägung zu ziehen. Ich werde mal die vorgeschlagenen Bücher lesen um meine Wissenslücken zu schlissen.
      lg
      ein Ösi

    • nuevo
      Ich denke, die Arbeiterklasse gibt es nur noch qua Definition. Dahinter steht keine einheitliche Menge an Menschen mehr. Die Aufteilung in Angestellte, Beamte, Hartz 4ler, sonstige Sozialleistungsempfänger, Selbstständige und Freiberufler etc., war von vornherein eine geschickte Zersplitterung des Klassenbewusstseins (Klasse der Nicht-Besitzenden). Alle haben ja gemein, dass sie im hohen Grade abhängig sind, nur eben mittlerweile mit unterschiedlichem Status, den sie offensichtlich aus Angst vor Verschlechterung (Mausfeld) beibehalten möchten.

      Was die Menschen brauchen, die Angst haben (was eben fast alle in unterschiedlicher Weise betrifft), ist eine konkrete Vision, ein greifbares Beispiel dafür wie es anders gehen könnte. Die Masse wird keine Bücher lesen, mit deren Hilfe sich ihr Bewusstsein erweitert.
      Sie haben offensichtlich eine Menge gelesen, was weit hinausgeht über das, was man allgemein schon kennt.
      Sie und viele Andere auf Kenfm könnten dazu beitragen etwas Neues zu entwerfen, wir alle zusammen.
      Wir sollten ein Sammelbecken für Ideen gründen, und diese versuchen zusammen zu führen. Solange, bis ein Schuh draus wird. Im Anschluss mediale Botschaften entwickeln und sie verbreiten.

  4. Gestern war ich bei einem Vortrag von Prof.Mausfeld in Plön (organisiert von der Ortsgruppe Kiel der NachDenkSeiten) und es war wieder einmal sehr erhellend. Was für ein klarer Geist und begnadeter Vortragsredner. Ich hoffe, wir hören noch ganz viel von ihm.

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