Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Franz Hörmann und Bilbo Calvez

Diese Bärensuppe ist diesmal in zwei Teile aufgebaut.

Teil 1 ist ein Telefoninterview, das sich primär mit dem OSBEE, einer Erfindung von Franz Hörmann, beschäftigt.

Das wichtigste in dem Konzept von OSBEE ist, dass man nicht zwangsläufig für eine Dienstleistung oder ein Produkt bezahlen muss, wenn diese im Überfluss in der Community vorhanden ist und man selber nicht genug OSBEE zur Verfügung hat. Im Grunde ist OSBEE nur eine Erinnerung, die jemand erhält, wenn er irgendetwas geleistet oder produziert hat.

Diese neue Art von Währung öffnet bereits die Türen zu einer geldlosen Gesellschaft, einer Gesellschaft, wo man die offizielle Bestätigung seines Tuns mit einer Zahl nicht einmal mehr brauchen wird. Eine Welt, in der Konkurrenz durch Kooperation ersetzt wird.

Teil 2 ist ein klassisches Video-Interview. Franz erzählt uns von einer Zukunft, in der sich das Bewusstsein der Menschen und der Materie in einer Zeitspanne von weniger als einer Dekade radikal entwickelt haben wird. Selbstverständlich in eine nicht-monetäre Gesellschaft.

Franz Hörmann, wie man ihn selten zu hören bekommt.

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Dieses Gespräch ist Teil des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“.

Die Auseinandersetzung mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft, genauer beschrieben einer dezentralen, nicht monetären Open-Source-Anarchie, bildet den Kern des Projektes.

Die Suppe, der Topf, das Zusammenkommen an einer sozialen Feuerstelle ist dabei die Metapher für eine Gesellschaft, die wieder Empathie statt Ellbogen zum Ziel hat. In die Bärensuppe gibt man, was man will und kann. Herausnehmen darf man, was man braucht und möchte. Gezählt, verglichen oder bewertet wird nicht. Alle „essen“ von der gleichen Suppe, also soll sie schmecken und sie soll für alle ausreichend hergeben. Es geht um das Wiederentdecken des Urvertrauens und um das Erfahren, dass wir alle in unserem tiefsten Inneren miteinander verbunden sind, auch wenn wir es vergessen haben.

Das Projekt „Die Bärensuppe“ besteht zuerst aus einem visuellen Anteil, Interviews mit Menschen, die anders mit Geld umgehen als gewöhnlich. Pioniere dieser in den Augen vieler dringend notwendigen Wende, oder Menschen, die durch ihr Handeln diese Transition ankündigen, vorbereiten, einleiten oder schon leben.

Der andere, analoge Teil in Form einer Kunstausstellung, ist erstmalig im September 2016 in Berlin in der Galerie Lite-Haus präsentiert worden. Den Besuchern wurde durch das Agieren in zwei interaktiven Installationen ermöglicht, sich dem Impact des Geldes in ihrem eigenen Leben bewusst zu werden. Die Zuschauer brachten täglich „mehr als zuviel“ Zutaten für die Bärensuppe, und die hat offensichtlich allen geschmeckt!

Die Bärensuppe wird im Sommer 2017 durch den deutschsprachigen Raum touren. So werden Menschen dazu eingeladen, sich in geschütztem Rahmen einem Thema, welches oft allergische Reaktionen hervorruft – einer geldlosen Gesellschaft – anzunähern.

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Weitere Interviews der Bärensuppe findet ihr hier:
https://kenfm.de/sendungen/baerensuppe/

Weitere Infos über den Werdegang der Bärensuppe findet ihr hier:
http://baerensuppe.berlin
https://www.facebook.com/groups/1432650360282037/
https://www.youtube.com/c/bilbocalvez

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Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/

28 Kommentare zu: “Projekt „Bärensuppe“: Eine Begegnung zwischen Franz Hörmann und Bilbo Calvez

  1. Meine eigenen 11 OSB erinnern mich stark an meine Gartenabfälle. Die könnten zwar zu etwas gut sein, liegen aber auch nur herum und vergammeln. Weiter unten hat man sich ja bereits über das Projekt ausgelassen und, leider, muss ich dem zustimmen. Eine eigentlich gute Idee wird da seit bald zwei Jahren gegen die Wand gefahren. Um das jetzt nicht alles zu wiederholen, eine gut gemeinte und – hoffentlich – aufbauende Kritik. Ich sehe das Hauptproblem darin, dass OSBEEE nichts produziert. Es wird versucht, Unternehmen dazu zu bringen, ihre Angestellten in OSB zu bezahlen, um Substanz zu generieren. Dies funktioniert nicht, aus dem einfachen Grund, weil OSB z.Z. wie Gartenabfälle sind. Die Aufgabe, etwas Nützliches in OSB anzubieten, wird uns Genossenschaftsmitgliedern überlassen. Wie das genau funktionieren soll, ist jedoch alles andere als klar. Es besteht überhaupt kein Konzept bspw. dafür, durch pure Arbeit OSB zu generieren, wie dies immer wieder angepriesen wird. Stattdessen werden wir dazu aufgefordert, regelmässig Beträge in Euro einzuzahlen. Organisiert dann die Genossenschaftsleitung selbst etwas, wie z.B. die Ausbildung zum OSBEEE-Berater, akzeptieren sie selbst keine OSB, sondern wollen Euro … Ein Schelm, wer Böses denkt.

    Wie gesagt: Die Idee ist gut. Die Umsetzung hingegen ist grottenschlecht und wird dazu führen, dass OSBEEE in ein paar Monaten in der Versenkung verschwinden wird.

  2. Das Verführerische am Internet ist, dass man spielend leicht zu einer multiblen Persönlichkeit mutieren kann, die sich ihre Identitäten selbst schöpft wie Hörmann-Kunden das Infomoney. Von diesen Identitäten – die zum erlauchten Kreis der Wissenden zählen – kann man sich dann auch ausgiebig beweihräuchern lassen.
    Dem, der nicht dem erlauchten Kreis der Wissenden angehört, empfehle ich, Menschen „auf der Straße“ mit Hörmanns Infomoney zu konfrontieren, um den Anteil derer zu ermitteln, die das Infomeney verstanden haben.
    Sind es 90 Prozent der Befragten, kann man mal über eine demokratische Abstimmung nachdenken, um den Anteil derer zu ermitteln, die es auch haben wollen.
    Ein Geldsystem, dass die Mehrheit nicht versteht, haben wir ja jetzt auch schon.

  3. Das einfachere Ansatz zum Verständnis liegt in der Betrachtung des Ursprungs der Informationsdynamik also : Energieaffinität – genetische Sprache –Embryogenesis- Sprache des Nervensystems -Kommunikation über gesprochene / geschriebene-Sprache.
    Also das, was ganz zum Schluss nur kurz angedeutet wird.
    Die Realisation der transzendentalen Realität ist uns von Natur als Mittel zur Organisation für den Erhalt der Art gegeben. Es sind die von Mensch geschaffenen Bezugssysteme die durch verstärkte Entropie den Erkenntnisprozess hinauszögern.
    Ganz beachtlich für einen Buchhalter.!! ES BEDARF ALLERDINGS EINER GRUNDSÄTZLICHEN EINFÜHRUNG AUS DER SICHT „KOMPLEXE SYSTEME „UM DAS KLAR DARZUSTELLEN.

  4. Super Interview! Wenn der Mensch wie Höhrmann richtig sagt die grundlegenden Fragen des Lebens bis zu Ende denkt dann erkennt er, das er nur sich selber schadet, wenn er andren schaden will oder sich gezwungen dazu fühlt. Für was brauche ich eine Bibel z.B. die mir sagt was moralisch und richtig ist wenn ich auf mich selbst höre und erkannt habe das was ich nicht gerne möchte auch andren in diesem Falle nicht zufüge! Erst die Selbsterkenntnis wie Sokrates schon lehrte und Höhrmann nochmals richtig im Interview betone bringt den Menschen am Ende zur Einsicht und zur einer harmonischen Symbiose mit sich und seiner Umwelt! Und ich bin ebenfalls wie Höhrmann überzeugt das wir einen grundlegenden Wandel erleben werden in seiner prognostizierten Zeit, weil die Vernetzung des Internet einen ähnlichen Effekt haben wird, wie dazumal der Buchdruck die Kirche und den Feudalismus in die Knie gezwungen hat! Und meiner Meinung sogar noch darüber hinaus und viel weiter und bewusster! Bei Höhrmann spürt mann das er die rote Pille geschluckt hat und sich entgültig von der Illusion der prozierten Matrix verabschiedet hat was wir wirklich glauben zu wissen und was wir in Grunde in Wirklichkeit aber sind! Danke Herr Höhrmann – weiter so 🙂
    Frei nach Hölderlin:“ Wer das tiefste gedacht, liebt das lebendigste!

  5. BIN ZIEMLICH SAUER!

    ORIGIALTON HÖRMANN: …OSBEEE ist in der absoluten Betaphase …. mit Kinderkrankheiten in größtem Ausmaß … man kann es als Testsystem verwenden ….!

    Und der Markplatz ist ein Witz!!!!

    Das klang bei KenFM im Gespräch ganz anders…und so etwas nenne ich „Ver…ar….“!

    Liebe Bilbo, da hättest du aber heftiger nachhaken müssen, denn dieser „Test“ kostet jeden Menge Leute jede Menge 15€ … wahrscheinlich “für die Katz“!

    Den Rest des Gespräches kann man sich schenken…ist Tralala!

    • Wenn meine 15€ das Entwickung aus der Kindeschuhe der Osbee unterstützt, sind sie eine gute Investition gewesen und wenn es sich durchsetzt werden alle dann früher oder später etwas davon haben.
      Und wie wär es damit dich von der „Tralala“ inspirieren zu lassen?

    • Dann haben sie leider ihre Gedanken nicht zu Ende gedacht und bis zum lezten Punkt konsequent verfolgt. Oder wie Einstein so schön formulierte:“ Gott würfelt nicht! Ich hoffe in ihrem Sinne das sie sich ein wenig tiefer mit der Materie des Lebens beschäftigen in der Zukunft und nicht nur das hören wollen was sie hören sollten, sondern das erkennen was sie aus ihrer tiefster eigener Erkenntnis am Ende schlussfolgern! Sie werden erstaunt sein welche Möglichkeiten sich ihnen dabei auftun und noch auftun werden 🙂

    • Hallo Bilbo,

      soviel vorweg – bevor ich anfange dich für dieses Interview zu kritisieren: ich teile deine Vision einer geldlosen Gesellschaft. Ich halte das für eine anstrebenswerte Utopie.

      Aber wie das mit Utopien so ist: man wird sie nie ganz erreichen. Was uns nicht daran hindern sollte sie anzustreben und ihnen möglichst nahe zu kommen. Und mit deinem Projekt „Bärensuppe“ trägst du in diesem Sinne zur Annäherung an diese Utopie bei. Ich habe mir alle deine Interviews angehört und einige davon haben mir sehr gut gefallen!

      Was die Transformation unserer Gesellschaft vom aktuellen Zustand zur geldlosen Gesellschaft anbetrifft bin ich für eine Politik der kleinen Schritte. Zumindest dir wird das was ich als nächstes für wünschenswert halte nur als kleiner Schritt erscheinen. Den meisten Zeitgenossen – das weiß ich aus vielen Diskussionen – erscheint dies als ein gefährlicher Riesenschritt vor dem sie sich fürchten.

      Mein nächster kleiner Wunschschritt wäre, daß wir endlich das aktuelle Geldsystem los werden und durch ein anderes ersetzen. Ganz gleich durch welches, denn jedes jemals in der Menschheitsgeschichte versuchte Geldsystem war weniger betrügerisch als das gegenwärtige. Das möchte ich aber jetzt nicht weiter begründen/ausführen, denn es wäre uferlos.

      Darum lieber zurück zur Bärensuppe

      In diesem Interview muß ich leider feststellen, daß du in Teil 1 (OSBEEE) das Thema verfehlt hast. Und in Teil 2 (Tralala) hast du dich einlullen lassen.

      Zu Teil 1. Hier sollte es um OSBEEE gehen. Du hast dich offenbar auch vorweg ein wenig darüber informiert. Und hast dich – vermutlich zum Zweck der Recherche – mit 15 Euro bei OSBEEE eingekauft.

      Ich bin auf OSBEEE schon gestoßen unmittelbar nachdem es online ging. Ich trug mich damals auch mit dem Gedanken der Genossenschaft beizutreten. Habe es aber dann doch lieber bleiben lassen und werde das „warum“ am Ende dieses Beitrags kurz skizzieren.

      Mein erster Eindruck von OSBEEE war identisch mit deinem: „Das sieht nach Betrug aus.“

      Und mein zweiter Gedanke war auch identisch mit deinem: „Wenn ich dich (Franz Hörmann) nicht kennen würde.“

      Nun kenne ich zwar Franz Hörmann nicht persönlich sondern nur aus Interviews und diversen Youtube-Beiträgen. Aber ich halte ihn für einen blitzgescheiten Zeitgenossen und kompetenten Kritiker unseres gegenwärtigen Geldsystems. Insofern verwarf ich den Verdacht, es könne sich hier um Betrug handeln auch sofort wieder.

      Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Und von dir als Journalistin hätte ich mir sehr gewünscht, daß du Herrn Hörmann diesbezüglich etwas hartnäckiger auf den Zahn gefühlt hättest. Denn das was er auf deinen mutigen Hinweis (daß das nach Betrug aussieht) geantwortet hat war mehr als lächerlich. Und deswegen hättest du ihm das als hartnäckige Journalistin nicht so einfach durchgehen lassen dürfen.

      OSBEEE ist also gemäß den Ausreden von Herrn Hörmann ein ganz, ganz, ganz, ganz rudimentäres Beta-Projekt. Da hat er zweifelsohne recht. Das sieht man auf den ersten Blick. Unter Profis nennt man so etwas auch nicht Beta-Projekt sondern Alpha-Projekt. Und auf ein Alpha-Projekt setzt man keine zahlende Kundschaft an. Im Gegenteil. Da sucht man Freiwillige, die über den Entwicklungszustand des Projekts in Kenntnis gesetzt werden, mit der Bitte sie möchten am Test des Alpha-Projektes teilnehmen. Eventuell sogar gegen Entgelt.

      Das was da jetzt vor ca. 2 Jahren online gegangen ist, ist zweifelsohne ein Alphaprojekt. Herr Hörmann räumt es ja selber ein, auch wenn er es beschönigend als ganz, ganz, ganz rudimentäres Beta-Projekt bezeichnet.

      Und selbst wenn es die Bezeichnung Beta-Projekt verdienen würde: auch bei einem Beta-Projekt werden diejenigen Kunden, die bereit sind in dieser Phase mitzumachen, über den Entwicklungsstand des Projekts aufgeklärt.

      Nichts davon ist auf der OSBEEE-Seite zu finden. Da wird statt dessen versucht Neukunden mit großartigen Versprechungen zu fangen. Und das nun schon seit zwei Jahren. Offenbar – da muß ich sagen glücklicher Weise – mit nur sehr mäßigem Erfolg.

      Denn offenbar hätte man statt Teilnehmern an einem ausgereiften System erst mal Geldgeber zur Implementierung einer halbwegs funktionierenden Plattform gebraucht. Erst wenn man diese Geldgeber gefunden hätte, hätte man Profis anheuern können, die dem Projekt aus seinen Kinderschuhen heraus helfen.

      Das ist auch durchaus legitim. Wenn man es denn auch so kommuniziert. Wenn man statt dessen das Blaue vom Himmel herunter verspricht, dann ist das Betrug.

      Warum nahm ich seinerzeit lieber Abstand von einer Mitgliedschaft bei OSBEEE? Der Hauptgrund war ein unsägliches Werbevideo für OSBEEE. Ich würde gerne den Link einstellen, finde es aber nicht mehr. Ich vermute mal, daß man es lieber entfernt hat und daß es ursprünglich auf dem OSBEEE TV-Kanal zu finden war. Dort herrscht – vermutlich wegen ausbleibender Finanziers – ebenfalls tote Hose. Der letzte Beitrag ist vom April 2015.

      In besagtem Werbeclip versuchte der als Moderator bezeichnete Animateur Axel Dedering Reklame für OSBEEE zu machen. Allerdings auf eine derart alberne Art, daß mir die Lust dazu verging. Um die Funktionsweise des Informationsgeldes zu erklären spielte er folgende kleine Szene. Nach dem Aufstehen dachte er an einen lieben Freund. Und weil ihm der in dem Moment so sympathisch schien schöpfte er 100 OSBEEE um sie ihm auf seinem Konto gutzuschreiben. Wenn ich mich recht erinnere revanchierte sich der Freund dann wenig später mit der gleichen Geste.

      Das erschien mir dann ausreichend informativ um lieber von einer Mitgliedschaft bei OSBEEE Abstand zu nehmen. Es gibt scheinbar doch noch schwachsinnigere Geldsysteme als unser aktuelles.

      An anderer Stelle wird darauf hingewiesen, daß der aktuelle und fixe Wechselkurs zwischen Euro und OSBEEE 15:1 ist. Also 15 Euro entsprechen 1 OSBEEE. Die Wichtigkeit einen fixen Kurs zu definieren wurde damit begründet, daß man damit verhindern wolle, daß OSBEEE zum Spekulationsobjekt werden könnte. Das war wohl so zu verstehen, daß man verhindern möchte, daß sich da Leute billig für 15 Euro ihren OSBEEE kaufen um ihn dann später für vielleicht 1500 Euro wieder abtzustoßen.

      Nun gibt es natürlich nichts gegen fixe Wechselkurse zwischen Währungen einzuwenden. Ganz im Gegenteil. Aber hier von einem Wechselkurs zu sprechen ist arge Roßtäuscherei. Ein fester Wechselkurs zwischen zwei Währungen kann nur einvernehmlich zwischen den emittierenden Zentralbanken vereinbart werden. Ich bezweifle, daß die EZB einem Wechselkurs von 15:1 zwischen Euro und OSBEEE zugestimmt hat. Andernfalls müßten sie ja mit einer Flut von OSBEEEs rechnen angesichts der Tatsache, daß man als Frühzeichner von OSBEEEs statt des einen OSBEEE für 15 Euro gleich noch 14 dazu geschenkt bekommt. Gäbe es da tatsächlich eine Konvertibilität würde natürlich jeder seine gerade für 15 Euro erworbenen OSBEEEs wieder gegen 225 Euro eintauschen.

      Was also soll der Unsinn, hier von einem Wechselkurs zu reden? 15 Euro sind der willkürlich für einen OSBEEE festgelegte Preis. In umgekehrter Richtung gibt es vermutlich für einen OSBEEE 0,00 Euros.

      In Punkt 2 deines Interviews hast du dich einlullen lassen. All diese Phantastereien sollen in einem oder zwei Jahrzehnten Realität werden? Dann aber mit Sicherheit nicht wegen OSBEEE. Denn wenn man sieht was da in zwei Jahren seit Gründung geschehen ist kann man sich ausmalen, daß das in 20 Jahren nicht viel anders sein wird.

      Und wenn diese Phantastereien (Resourcenknappheit wird einfach wegdiskutiert – es gibt ja 3D-Drucker und chemische Elemente können spielend in andere umgewandelt werden) tatsächlich Wirklichkeit werden sollten, dann spielt es auch keine Rolle mehr welches Geldsystem wir haben. Dann leben wir sowieso im Schlaraffenland.

    • Sehr guter Beitrag von W.Schürer, dem ich mich uneingeschränkt anschließen kann! Vielen Dank!

      Und, liebe Bilbo, ich habe gar nichts dagegen, Entwicklungsprojekte in den Kinderschuhen zu unterstützen, aber nur, wenn sie als solche auch ausgewiesen werden!!!
      Ansonsten nenne ich soetwas genau wie du „Betrug“ nämlich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und verzichte dann ausdrücklich auf weitere „Inspirationen“ von dieser Seite!

      Was passierte denn defacto mit meinem Genossenschaftsanteil bzw. dem der ca. 600 Mitglieder (600×15=9000€)?
      mit denen man anders als mit OSBEEE real etwas anfangen kann?

      Hr. Hörmann lacht bei deiner Frage und will das privat mit Dir klären!?

      So what…OSBEEE war für mich wieder mal eine Erfahrung „der besonderen Art“ oder „wie die Zukunft sicher NICHT funktioniert“!

    • Hallo Bilbo,

      könntest du – da du ja den direkten Draht zu Herrn Hörmann hast und er dir ohnehin angeboten ht sich mit dir lieber privat als in einem Interview über die Hintergründe von OSBEEE zu unterhalten – Herrn Hörmann wenigstens noch mal um die Adresse des Hotels in Wien fragen in dem man mit OSBEEEs bezahlen kann? Und diese Adresse veröffentlichen.

      Vielleicht könnten enttäuschte OSBEEE-Genossenschafter wie Mi.Schmidt dann mit einer oder mehreren Übernachtungen in diesem Hotel in dieser wunderschönen Stadt wieder etwas versöhnt werden? Mit 11 OSBEEEs = 165 Euro sollte doch mindestens eine Übernachtung rausspringen. Und – wenn ich das Konzept vom Informationsgeld richtig verstanden habe – sollte es dem OSBEEE-Genossenschafter Mi.Schmidt eigentlich möglich sein dort zu übernachten ohne daß ihm OSBEEEs abgebucht werden sofern dort gerade ein Überangebot an Zimmern vorhanden sein sollte. Sprich sofern dort ein Zimmer frei ist.

  6. Alles sehr honorig und sicher gut gemeint. Letztlich endet es aber wieder in schlichter „Geldpfuscherei“ und basiert auf der rechts wie links hochgehaltenen Ideologie der einfachen Warenproduktion mit welcher, wenn nur Akkumulation, Zins oder Ausbeutung ausgeschaltet werden, eine friedliche Tauschgesellschaft möglich wäre.
    Uns so wird dann in bürgerlicher Manier mittels legitimatorischer Universalgeschichtsklitterung im Römischen Reich ein Schuldgeld vorgefunden und das Römische Recht als Kontinuum bis in die heutige Zeit verlängert. Als Juristin und Rechtshistorikerin, die sich gerade auch mit dem Römischen Reich und „Recht“ ausführlichst beschäftigt hat, halte ich es für völlig unangemessen eine vom Klientelismus geprägte römische „Gesellschaft“ mit Alimentationsgeld, so wie es in der religiösen Epoche an der Tagesordnung war, als Ursachensetzung für das heutige bürgerliche Ensemble bzw. die bürgerliche Epoche zu setzen, die keine Weiterentwicklung vorheriger Gesellschaften ist, sondern genau gegen die religiöse Epoche ins Werden kam. Da überrascht es nicht, dass auch fürderhin die Leistung!, also der Teilnahme der Individuen am Gemeinwesen durch eine je eigene subjektive Unternehmung unangetastet bleiben soll; jeder wirtschaftet weiter anonym vor sich hin und geht bei völligem Desinteresse für die Bedürfnisse seiner Mitmenschen auf marktüblichen Kundenfang. Zinskritik und Schwundgeld – auch in der hier vorgestellten Variante – behandeln Geld als dinghafte, ungesellschaftliche Eigentumschiffre in den Händen beliebiger GeldbesitzerInnen und verlieren den Blick darauf, was Geld vor dem Hintergrund seiner systemischen Funktion innerhalb der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ist. Auch die Form des Reichtums bleibt außer Acht.
    Eine andere Welt mit Bärensuppe wird es nicht durch „Entwicklung“ der jetzigen Welt geben, so wie auch die heutige Welt nicht als Weiterentwicklung mittelalterlicher Verhältnisse entstand sondern gegen diese durchgesetzt wurde.

  7. osbeee ist so eine geniale Idee, die sich hoffentlich durchsetzen wird. Jeder macht einfach seine eigene Bank, mit
    jeder Leistung die Kundenzufriedenheit schafft, wird ein Plus gebucht, Minus gibt es nicht. Als Kind habe ich Spül- und Massagegutscheine oder Selbstgemachtes verschenkt, bei osbeee bucht die Gemeinschaft Gutschriften für den Leistenden.

    Die Gemeinschaften werden eine Vielfalt an Leistungen hervorbringen, eine selbstbestimmte, kreative, motivierte, von oben unabhängige, untereinadner abhängige (weil verknüpfte) Gemeinschaft die gesunden will. Das ist doch eine Vision!

    Um das zu umzusetzen, müssen wir lernen anders zu denken: weg vom Herrschaftsinstrument „Geiz ist geil“, was ja nur Verknappung suggerieren soll. Zum Wohl der Gemeinschaft denken, ohne Auflösung des Individuums, Auflösung des Herrschaftsinstrumentes Angst.

    Heute zahlt die Gemeinschft dafür, daß Einzelne Schulden machen, weil der verfügbare Rest entwertet wird, also muß mehr gearbeitet werden bei gleichbleibendem Lebensstandard. Die Zinsen werden privat kassiert. Bei osbeee gibt es keine Inflation – es gibt einfach nur mehr Leistungen.

    Vielen Dank für dieses tolle Gespräch.

  8. Meine Vermutung ist, daß jeder Zeitraum, der länger als die derzeitige durchschnittliche Lebensspanne eines Menschen ist, eine ungeheuere Kränkung für das Ego darstellt. Denn dann wird etwas passieren/sich etwas entwickeln, was man garnicht mehr mitbekommt, wo man selbst keine Rolle mehr spielt.

  9. Hier stand gestern noch ein Kommentar von Josef Kandl mit dem korrekten Hinweis, daß OSBEEE ein Plagiat von TREEEC ist.

    Wieso wird hier so ein Hinweis gelöscht? Wird KenFM jetzt von Herrn Hörmann gesponsert und dieser Hinweis stört die Geschäftsbeziehungen? Oder wird bei KenFM jetzt zensiert wie bei der sogenannten Qualitätspresse vor der ich – als zahlender Leser – hierher geflüchtet bin?

    Ein bisher bedingungsloser, jetzt leicht irritierter KenFM-Fan bittet hiermit um Aufklärung. In der Hoffnung, daß sich seine Irritation dadurch als gegenstandslos erweisen wird.

    • Wen es interessiert einfach mal lesen:

      /blog.treeec.xyz/2015/06/10/ist-osbeee-das-bessere-treeec/

      und zu OSBEEE kann ich (bin dort Mitglied) nur sagen. Klingt in der „Vision“ ganz nett, aber in der „Praxis“ ist dort WINTERSCHLAF angesagt (Übersetzung: auf dieser Plattform bewegt sich Nichts!)

    • Die Irritation des leicht irritierten – ehemals bedingungslosen – KenFM-Fan ist wieder beseitigt.

      Die Irritation resultierte aus meiner eigenen Schusseligkeit. Denn der von mir angemahnte Kommentar von Josef Kandl stand gar nicht hier sondern unter dem KenFM-Teaser-Beitrag zu diesem Interview.

      Und dort steht er auch immer noch.

      Insofern Entwarnung: die von mir befürchtete Annäherung von KenFM an Mainstream-Praktiken war nur eine Fatamorgana.

      Damit ist der kurzzeitig irritierte wieder ein bedingungsloser KenFM-Fan.

  10. Wenn man sich den gestrigen „Presseclub“ anhört (Thema Rentenreform’chen) und Hörmann’s Ausführungen dagegenstellt, muss ich mir die Frage stellen, wieso niemand im Mainstream mal auf die leiseste Idee kommt zu fragen, was mit unserem Geldsystem WELTWEIT nicht stimmt, nicht stimmen KANN. Immerhin, sogar in diesem Presseclub wurde die Geldschöpfung durch Kredite mal angesprochen, für eine Minute…

    Seit einem halben Jahrhundert bläst mir die eine Seite mit Lohnforderungen und die andere Seite mit Kosten in die Ohren. Die Antworten auf diese immerwährenden Probleme sind ja bekannt (mehr Wachstum, mehr Wettbewerbsfähigkeit usw.)

    Auch ich empfand Hörmann’s Text sehr angenehm, wenn auch zuweilen schwer verdaulich, weil sehr weit zu Ende gedacht.
    Einzig mit der Transmutation habe ich so meine Probleme. Prinzipiell geht das ja. Die Sonne macht es täglich vor. Auch wir Menschen haben ja mit der H-Bombe das Prinzip -leider zum Zweck der Zerstörung- verstanden. Da geht es aber mit einer solchen Energieumwandlung zur Sache, wie das im Kleinen funktionieren soll, ist für mich derzeit schwer vorstellbar.

  11. Das Schöne an dem Interview ist das nicht der „Bilanzhörmann“ durchkommt, sondern Frau Bilbo Calvez läßt den philosophen Franz Hörmann erscheinen. Er zeigt Visionen auf was passieren könnte, wenn wir schon mal das Geldsystem ändern würden. Das Denken und Bewußtsein über uns und andere würde sich verändern, wenn Gedankenkonstruktionen
    wie Geld fallen.

    LB

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