Psychopathen regieren die Welt | Von Peter Stuurman

Die sogenannte Corona-Krise bringt es an den Tag: Die Herrschaftsfraktionen leben ihre Psychopathologie im allgegenwärtigen Staatsterrorismus hemmungslos aus. Sie kujonieren und drangsalieren die Bevölkerung. Seit spätestens März 2020 ist offensichtlich: Die Mehrheit der Menschen unterwirft sich mit serviler Opferhaltung den Psychopathen an den Schalthebeln der Macht. Damit unterstützen sie genau das Terrorregime, unter dem sie selbst leiden.

Ein Beitrag von Peter Stuurman.

Wörtlich übersetzt bedeutet Psychopathie Geisteskrankheit. Im Laufe der Zeit hat der Begriff jedoch eine spezifischere Bedeutung bekommen. Er bezieht sich jetzt auf eine bestimmte Art von Geisteskrankheit, die sich von allen anderen psychischen Erkrankungen in fast jeder Hinsicht radikal unterscheidet: Einer der wichtigsten Unterschiede ist, dass Psychopathen ohne die Kooperation geistig gesunder Menschen keinen Schaden anrichten könnten.

Laut Forschungsergebnissen betrifft Psychopathie 1 bis 5 % der Bevölkerung. Das Bemerkenswerte an dieser häufigsten Geisteskrankheit ist, dass die „Opfer“ das Phänomen selbst begünstigen, indem sie unbewusst mit den Psychopathen kollaborieren. Da es so viele Millionen Menschen betrifft, kann man von einem kollektiven Problem sprechen.

Denn ist dieses Phänomen in Öffentlichkeit weithin unbekannt. Und was wir nicht kennen, können wir auch nicht erkennen. Die meisten Menschen verwenden das Wort „Psychopath“ eher als Schimpfwort, denn als klinischen Hinweis auf eine Geisteskrankheit. Mit dem Begriff verbinden viele das Klischee eines lustgetriebenen Serienmörders oder eines grausamen Menschen, wie er in Hollywoodfilmen dargestellt wird. Doch dieses Bild ist völlig falsch. Für Psychopathen ist nicht typisch, Menschen zu verletzen oder zu töten. Sie lieben ganz einfach gar nichts.

Das wichtigste Merkmal der Psychopathie ist das Fehlen eines Gewissens. Das Gewissen ist bei geistig gesunden Menschen der wichtigste moralische Kompass. Manche nennen es die „Seele“. Liebe, Empathie und Schamgefühle, moralische Selbstreflexion, sind Teil dieses menschlichen Kerns. Weil Psychopathen diese Seele fehlt, kennen sie keine moralischen Grenzen.

Da Psychopathen nicht lieben können, können sie sich auch nicht selbst lieben. Darum verachten alle Psychopathen sich selbst und sind davon überzeugt, dass andere sie ebenfalls verachten, sobald diese ihre wahre Natur sehen. Daher kreieren sie für ihre Außenwelt immer eine Maske der Normalität. Diesen gespielten Charakter machen sie sich schon von klein auf zu eigen und versuchen, ihn im Laufe ihres Lebens zu perfektionieren. Sie präsentieren sich als das Gegenteil dessen, was sie wirklich sind: als fürsorglich, sozial engagiert, äußerst wertvoll und talentiert, als Anführer, Retter und Überbringer von Sicherheit, Geborgenheit und Glück.

Psychopathen sind davon überzeugt, nicht für das eigene Wohlergehen sorgen zu können. Sie benötigen die Zuwendung und die Unterstützung anderer. Sie glauben auch, dass sich andere ihnen nie von sich aus zuwenden würden. Deshalb versklaven sie Menschen, damit diese sie mit dem versorgen, was sie brauchen. Psychopathen wollen Sklaven.

Einige Forscher halten Psychopathie für einen Gendefekt, andere für die Folge eines frühkindlichen Traumas. Die Krankheit tritt zwar häufig in aufeinander folgenden Generationen auf, aber sie muss nicht unbedingt genetisch bedingt sein. Denn traumatisierte Eltern traumatisieren ihre Kinder. Die Ursache lässt sich nicht ändern, die Folgen schon.

Nur wenn es Psychopathen gelingt, ihre Beute zu täuschen und Macht über sie zu erlangen, kann ihre Psychopathie funktionieren. Sie täuschen, indem sie verführen. Sie sind Meister darin, die Begierden ihrer Beute zu erspüren und darauf zu reagieren. Zu Beginn einer Beziehung erscheint der Psychopath wie ein Geschenk des Himmels. Er teilt genau deine Interessen, versteht deine Probleme, ist aufmerksam und zeigt volles Verständnis für deine Gefühle. Seine Erzählung ist so überzeugend und attraktiv, dass sie unwiderstehlich erscheint. Doch das versprochene „Heil“ lässt immer länger auf sich warten. So beschuldigt der Psychopath seine Beute, ungeduldig zu sein. Danach gibt er seiner Beute die Schuld. Du bist zu instabil, zu dumm, zu egoistisch, zu psychisch unausgeglichen und zu ungehorsam. Du musst erst seine Bedingungen erfüllen, um das versprochene Heil zu erhalten. Sobald die Beute daran denkt, wegzugehen, wird eine neue Charmeoffensive eingesetzt, oft begleitet von mea culpa. Oftmals wird die Beute wieder daran glauben. Wenn das nicht funktioniert, wird die Beute mit aller Härte angegriffen.

Doch Psychopathen wollen mehr als unterwürfige Sklaven. Weil ihnen selbst die Seele fehlt, sind sie zutiefst unglücklich und eifersüchtig. Sie wollen die menschliche Essenz ihrer Beute rauben und zu ihrer eigenen machen. Psychopathen wählen im Allgemeinen eine für sie wertvolle Beute und damit genau das Gegenteil ihrer selbst: gute Menschen, mit geschätzten Eigenschaften. Da eine Seele nicht adoptiert werden kann, entscheiden sie sich in der Praxis für die Zerstörung der Essenz ihrer Beute, um sich von ihrer brennenden Eifersucht zu befreien. Weil sie kein Gewissen haben und keine Empathie kennen, ist ihnen das Leid, das sie ihrer Beute zufügen, völlig gleichgültig.

Alle Psychopathen streben nach Macht. Durch ihr Machtbedürfnis und ihr lebenslanges Training im Lügen erreichen sie schließlich die angestrebten Autoritätspositionen. „Erfolgreiche“ Psychopathen nehmen daher immer Positionen ein, in denen sie anderen Aufgaben aufzwingen können. Da Psychopathen nicht durch moralische Grenzen behindert werden, haben sie einen entscheidenden Vorteil im Rennen um die Spitze. Wo andere aufgeben — weil sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können — machen sie weiter. Manchmal gehen sie auch über Leichen. Sie nutzen ihre Macht, um nicht-psychopathische Konkurrenten rücksichtslos zu vernichten. Je höher auf der Hierarchieleiter, desto mehr Psychopathen sind zu finden. Mittlerweile sind alle entscheidenden Machtpositionen von Psychopathen besetzt.

Daher wird die Welt wird von Psychopathen regiert. Sie schaffen eine psychopathische Welt, in der für die Essenz des Menschseins immer weniger Platz bleibt, und die Lüge so dominant ist, dass die Wahrheit kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Obwohl diese psychopathische Welt zur Mentalität der großen Mehrheit der Menschen überhaupt nicht passt, wurde sie aber von den meisten Menschen unter Führung der Psychopathen aufgebaut.

Die Mehrheit muss lernen, wieder die Kontrolle über die eigenen Emotionen, wie Angst und den Wunsch nach Sicherheit und Glück, zu übernehmen und zu behalten. Jeder, der Sicherheit und Glück anbietet und im Gegenzug Opfer verlangt, ist ein Psychopath. Ein Lügner. Lügner können nur erfolgreich lügen, wenn die Beute nicht merkt, dass es sich um Lügner handelt. Jäger und Beute sind beide notwendig. Sobald sich die Beute nicht mehr benutzen lässt, weil sie den Jäger erkannt hat, ist es vorbei. Mit einem kollektiven Bewusstsein des Phänomens und dem Erkennen der Psychopathie ist der notwendige Nährboden weg.

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Das Buch „Der Psychopath in mir“ von James Fallon wird in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Der folgende Beitrag erscheint im niederländischen Magazin „Gezond Verstand“, wurde mit freundlicher Genehmigung übernommen, von Margreet Booij aus dem Niederländischen übersetzt und von Ullrich Mies gekürzt. Er erschien in der Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“ Nr. 35.

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Bildquelle: fotogestoeber /shutterstock

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23 Kommentare zu: “Psychopathen regieren die Welt | Von Peter Stuurman

  1. m.g.o.d sagt:

    Danke für diesen Artikel, den ich als äußerst bereichernd empfinde. Beim Lesen ist so merken, das sie wissen, wovon sie sprechen und die Dynamiken von Psychopathie, mit denen wir täglich im Kontakt sind, treffend und klar beschreiben. Täter und Opfer sind doch nur zwei Seiten der gleichen Medaille und keine dieser Seiten bewirkt ein zufriedenes Lebensgefǘhl. Mir scheint, das Erkennen und bewusste Reflektieren mit sich selbst, um darüber auch ein sozialerer und liebevollerer Mensch zu werden, ist die zentrale Aufgabe unserer Zeit. Texte wie ihrer tragen dazu bei. Vielen Dank für ihr Arrangement!

  2. Werweißdasschon sagt:

    Am Rande sei hier noch angemerkt, dass der Zustand, der vom Autor beschrieben wird, in manchen Kreisen bewusst herbeigeführt wird, um nächste Generationen für langfristige Pläne vorzubereiten. Welche Technikern hierbei eingesetzt werden, wurde auch bei KenFm bereits erläutert.

    Damit will ich nur darauf aufmerksam machen, dass es keine Zufälle gibt und es kein Versehen ist, dass wir von Psychopathen beherrscht werden. Es ist schon ein sehr altes Konzept.
    Zu unserer aller Schande muss man an dieser Stelle eingestehen, dass das Konzept wunderbar funktioniert und wir dem rein gar nichts entgegensetzen, frei nach dem Motto:

    Es kann ja nicht sein was nicht sein darf.

  3. Ralf Becker sagt:

    Zu diesem psychischen Krankheitsbild findet man bei Google als ersten Treffer folgende Definition:

    Psychopathie wird in der einschlägigen Literatur als besonders schwere Form einer antisozialen Persönlichkeitsstörung beschrieben. Sie drückt sich in manipulativem Verhalten, Rücksichtslosigkeit und einem vollständigen Fehlen von Empathie aus.

    Hier sagte doch Mark Twain:
    "Politiker sind wie Windeln, man muss sie oft aus dem.."

    "Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt."

    Bei unserer Regierung kommt es uns jedenfalls so vor, als würde sie uns wirklich jede Art von Politik mit unglaublich gut klingenden Bezeichnungen verkaufen. Es ist etwa von "Rettungspaketen", "Staatshilfen" etc. die Rede und die Großzügigkeit der Bundeskanzlerin wird immer schneller und öfter mit immer noch größeren Milliardenbeträgen mehr als offensichtlich.

    Wir müssten es doch aus ihren Sätzen nur so heraushören, was da völlig offensichtlich gemeint ist:

    "Frieden schaffen mit deutschen Waffen"
    "Europa braucht eine starke Wirtschaft"
    "Soziale Marktwirtschaft ist unser Kompass"
    "Solide Haushalte und Wachstum keine Gegensätze"
    "Höhere Zinsen nur durch Wachstum"

    Geht es unserer Regierungschefin durchaus um eine sinnvolle Politik oder einfach nur um Machterhalt?

    Spiegel, 09.09.2014
    Geheime Umfragen
    Wie Merkel die Befindlichkeiten der Deutschen ausforscht

    Aber immerhin ist ihr für den Wahlsieg der CDU kein Weg zu weit.

    Tagesspiegel, 27.08.2017
    Teure Flüge für Merkels Wahlkampf

    Aber wie ist das eigentlich mit Putin?

    FAZ, 16.03.2018
    PUTIN IM WAHLKAMPF:
    Der Beschützer von Russlands Ehre

    Dann gelingt es unserer Kanzlerin stets, die entsprechenden Rettungsgelder in die richtige Richtung zu lenken.

    Neue Westfälische, 04.09.2017
    Merkel sagt 500 Millionen für saubere Luft in Städten zu

    Sie bekämpft etwa den Protektionismus, und folgt damit etwa den Überlegungen von Frank Schäffler.

    msn, 13.06.2018
    Merkel wirft Trump veraltetes Denken über Handel vor

    Bei den Stellschrauben der Bundeskanzlerin mit Freihandel, Freizügigkeit gibt es jedoch den Fehler, dass diese doch ihr selbst (noch) geringfügig mehr nützen als dem Prekariat.

    Aber auch die kommunale FDP rund um Frank Schäffler hat etwa die Webseite "Schuldenuhr-Herford" angelegt und trotzdem warb er zumindest noch bis vor kurzem ständig für die Marktwirtschaft und für Freihandel etc..

    Aber jetzt glaubt selbst Herr Putin nicht mehr ganz so an die Stabilität der derzeitigen Politik:

    rt-deutsch (Video), 28.01.2021
    Die Welt in der Corona-Krise: Putin warnt vor Gefahr eines "gewaltigen Zusammenbruchs"

    Ferner gibt es auch noch Dinge, die wir nicht ganz so wissen, wie etwa die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat. Es wird so sein, dass er diesen nur sehr eingeschränkt hat.

    • Huley sagt:

      Und die Reste werden durch Programme wie MKultra weggewaschen:
      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/506321/Mit-Magie-und-Folter-So-erforschte-die-CIA-Methoden-zur-Gehirnwaesche

  4. sandra beimer sagt:

    Das ist gerade bei Merkel so deutlich zu sehen. Sie Lügt und lügt und lügt, ohne dass es ihr etwas ausmacht dass jeder ihre Lügen ganz einfach durchschauen kann. Sie hat keinerlei Gewissen und auch keine bösen Vorahnungen dass ihr Handeln auch für sie selbst sehr negative Folgen haben kann. Das lässt sie unverrückbar sicher erscheien und so kann sie viele täuschen, die das für tiefere Einsicht oder größeres Wissen halten. Dabei fühlt sie ganz einfach nichts.

    Solche Leute werden gerade von Geheimdiensten gesucht und gefördert, weil sie für diese sehr wertvolle Fähigkeiten haben.

    • Verwundert sagt:

      Hätten Sie ein griffiges Beispiel für diese zahlreichen Lügen? Mir fallen die irgendwie nicht so auf. Vielleicht sind sie auch zu raffiniert 😉

    • sandra beimer sagt:

      Lügen müssen nicht raffiniert gemacht sein. Es gilt: je größer die Lüge, je offensichtlicher, desto weniger glauben die Leute dass es eine Lüge ist.

    • roteflora sagt:

      Ob Merkel wirklich gar kein Gewissen hat, ist nicht sicher. Immerhin kaut sie Fingernägel und hat Zitteranfälle. Mir scheint, dass sie ein sehr schlechtes Gewissen haben muss.

    • sandra beimer sagt:

      Ja, das ist nicht sicher. Aber so wichtig dass man (gerade Politiker) regelmäßig untersuchen sollte. Drogenmissbrauch, Missbrauch leistungsfördernder Substanzen, Phychopatie, ..

  5. GedanKEN sagt:

    Ich sehe den psychopathischen Menschen nicht zwingend als Krank oder Böse. Ich sehe sie eher als eine Sorte von Menschen, die man einfach im Blick behalten muss und die aufgrund ihrer Prägung keinesfalls in gehobene Positionen gelangen dürfen. Wie sich zeigt, leiden sie nicht an einem sumpfartigen und korrumpierenden Millieu, sondern fühlen sich dort eher Zuhause und wachsen daran. Andernfalls ließe sich kaum erklären, wie es sich sonst auf der Bühne von Politik und Macht aushalten ließe. Sie entwickeln Fähigkeiten Menschen für sich zu gewinnen und wecken zugleich die Aufmerksamkeit jener Machtmenschen, die in ihnen einen verwandten Gefolgsmann erkennen. Es umgibt sie stets eine Art Bewusstlosigkeit, obgleich sie sich als gewiefte und talentierte Sprachpapageie beweisen. Und je höher sie kommen, umso absurder erscheinen sie in ihrem Handeln. Jedoch nur den aufgeklärten und gut informierten Menschen. Kennzeichnend ist, das sie so gar keine Wahrnehmung für Recht und Moral haben. Wie sie sich sonst im Brustton voller Überzeugung für die Richtigkeit von Kriege, Regime Changes, Sanktionen uvm. aussprechen? Sich sogar öffentlich dazu bekennen? Wenn man sich die Repressalien der Frau Merkel im Rahmen der "Pandemie" der Bevölkerung gegenüber vor Augen führt, dann kann man nur erschrecken. Da ist kein Bewusstsein und kein echtes Begreifen zu erkenne. Wie auch, wenn ein Mensch dazu keinerlei Anlagen verfügt. Alle Bürger eines Landes sollten über eine entsprechende Wahrnehmung von psychopatischen Verhaltensweise verfügen. Von klein auf. Nicht um sie zu bekämpfen oder zu verteufeln, sondern um sie als solche zu erkennen und richtig mit ihnen umzugehen. Man kann nie sagen, das Leute, die nicht dem Ideal entsprechen ein Problem seien. Wir müssen nur lernen zu erkennen, wer sich für gehobene Positionen eignet, und wer eben nicht. Menschen mit psychopatischer Prägung gehören eben keinesfalls in verantwortliche Positionen. Das wird uns immer wieder vor Augen geführt. Seid Jahrtausenden.

  6. Tabby sagt:

    Wenn der Mensch nicht lernt sein inneres Kind zu trösten und ihm Sicherheit gibt, wird das innere Kind stets nach Autorität suchen.
    Und für die Autorität alles geben, sogar die Freiheit und sein Leben
    Wie heißt es so passend, wer die Freiheit für die Sicherheit aufgibt, verliert am Ende beides.

  7. svadeshi sagt:

    eine schon ältere, aber gute wissenschaftliche Arbeit zum Thema Psychophaten:

    Politische Ponerologie, Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke
    Dr. Andrzej M. Łobaczewski

    Das Bucht ist im Netz auch freigegeben als Download.

    Wäre auch eine große Bereicherung für Sozialkunde in Schulen.

    • Huley sagt:

      Das Buch ist eine stilistische und sprachliche Katastrophe. Ich habe noch nie im Leben ein derart chaotisches und schlecht lektoriertes Buch in den Händen gehabt, auch wenn das Thema maximal wichtig ist.

  8. Meinenstein sagt:

    Schade, dass solche Niveau flachen Beiträge es hier bis ganz nach vorne schaffen????
    Aber gut, es kann nicht nur Sternstunden geben, sondern eben auch Ergebnisse vielleicht schlafloser Nächte. . .

    Schon das Aufreißer-Bild (Motto: „Vorsicht bissiger Hund!“) finde ich unter aller Kanone und unpassend,
    ganz abgesehen davon, entspricht es genau dem Klischee, von dem der Autor ja wegführen möchte, um uns dann, in den letzten drei Absätzen, mit einer Wahnsinns Herleitung und Erklärung: Warum alle Mächtigem geisteskrank sind“ beglücken, zu können, wobei die einfache Lösung, diese – dann doch!? – Serienmörder-Monster wieder loszuwerden, gleich mitgeliefert wird.

    . . . und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch Heute . . . .

    Ich finde den Artikel wirklich auf Bildzeitungsniveau, unterste Schublade von Schwarz-Weiß- Malerei einfach, selbstgedrehte Herleitungspsychologie aus einem Opferstatus heraus und womöglich noch sehnsuchtsvoller Anbetung der guten alten Zeiten, die es nie gab . . .

    Gemäß der Darstellung des Autors sind wir dann ja alle in irgend einer Weise Psychopathen, da wir (fast) Alle unsere Traumata mit uns herumtragen und in den traumatisierten Räumen nicht oder nur bedingt fähig zur Selbstliebe sind.

    (Um bei der einfachen Strickweise des Autors zu bleiben)
    Das ist dann m.E. auch so, das war schon immer so und wird auch immer so sein!

    Hier einen Unterschied zwischen geisteskrank und nicht geisteskrank zu machen, bzw. allen Mächtigen und Einflussgrößen nur Geisteskrankheit zu bescheinigen, ist einfach nur Hirnrissig!

    Wir werden alle, jeder Einzelne, in eine ganz bestimmte Zeit, mit ihren ganz eigenen Eigendynamiken hineingeboren, da können wir nichts gegen machen (wir können nach unserer Geburt nicht wieder zurück und nochmal zwei Stationen weiterfahren und evtl. in einer anderen Zeit aussteigen, von der wir denken, dass sie uns wohlgesonnener ist). Da ist jeder Mensch zu seiner gegebenen Zeit mit der Welt konfrontiert, die ihm nicht immer wohlgesonnen ist.
    Und es hat auch schon immer Arschl . . in Machtpositionen gegeben und manche haben sogar auch zwei und mehr davon. Trotzdem ist es möglich ein erfülltes Leben zu führen, da der Mensch mit grenzenloser Kreativität ausgestattet ist, um Diskrepanzen auszugleichen und in etwas Sinnvolles und Positives zu überführen.

    Dazu braucht es ganz bestimmt keine psychopathischen Horrorvisionen und Pflanzenkunde, damit wir wissen, was wir ja nicht zu uns nehmen dürfen! Das ist doch genau die Angstmacher Pose, vor die der Autor selber warnen will!?

    Es soll ja auch Menschen geben, die sehen dann nur so aus, wie Psychopathen und schaffen es doch tatsächlich, auch aus Verantwortungsgefühl heraus und weil sie denken, dass sie was zu sagen haben, eine Macht oder Einflussposition inne haben.
    Ja ja , diese vielen Grautöne, die sich da auffächern lassen, zwischen Schwarz und Weiß!!

    Das einzige was mir da „im Wege steht“ (um bei der negativen Ausdrucksweise des Autors zu bleiben), ist der Psychopath in mir selbst. Das lässt sich gar nicht weiter ausführen dieses Bild, da es für mich überhaupt keinen Sinn ergibt, sich solche Gruselgestalten zu stricken und Geisteskrankheiten zu häkeln, um die Schattenseiten in meinem Leben näher zu beleuchten, bzw. mich auch mit meinen dunklen Seiten, den traumatisierten Seiten zu beschäftigen und hinzugeben.

    Und es hilft mir auch nicht mit den anderen „irren“ Menschen klar zu kommen, die auch da sind.

    Empfehle dem Autor mindestens mal die Farbmusterkarten im Baumarkt durchzublättern, die Welt kann so schön kompliziert und bunt sein.

    🙂

    • Mindblob sagt:

      Interessante Sichtweise. Wie kommen Sie dazu? Der Autor gibt nach meinem Kenntnisstand nur die gesicherte Evidenz der Forschung zusammengefasst auf einem Jedermanns-Niveau wieder. Was ich gut finde, damit einer möglichst breiten Masse, dieses Problem bewusst wird.

      Wesensmerkmale eines Psychopathen/von Psychopathie (Auszüge):

      […] Aus unserer Sicht ist das Fehlen solcher Normen und damit das Fehlen von Reue, Schuldgefühlen etc. ein zentrales Merkmal der PSY: Eine Person mit PSY kann zwar so tun, als zeige sie Reue, um sich sozial erwünscht zu verhalten, tatsächlich hat sie das aber nicht (siehe unten für eine ausführliche Diskussion).
      Und das unterscheidet Personen mit PSY von Personen mit anderen Persönlichkeitsstörungen (PD): Alle anderen PD weisen soziale Normen (in unterschiedlichem Ausmaß!) auf, unterliegen also einer gewissen internalen Verhaltenskontrolle.
      Interaktionell ist das Fehlen von Normen von enormem Vorteil: Man kann, ohne innere Blockaden und Beschränkungen, alles tun, was man will oder was man für opportun hält: Man kann, wenn es passt, Normen verletzen und wenn es erforderlich ist, kann man so tun, als folge man Normen, was man aber gar nicht tut.
      Die Abwesenheit solcher internalen Standards verschafft den Personen einen hohen sozialen Vorteil, denn sie werden in ihrem Handeln und bei der Verfolgung eigener Ziele nicht durch irgendwelche ethischen Vorschriften eingeschränkt, wohingegen die meisten Interaktionspartner interne Barrieren aufweisen und damit in ihrem Handeln eingeschränkt sind. […]

      […] Dabei nutzen sie jedoch IP aus, manipulieren, intrigieren und alles ohne Reue, Schuldgefühle oder Scham.
      Betrachtet man dies unter einer sozial-darwinistischen Perspektive, dann verschafft den PSY diese Mischung aus Anpassung, Täuschung, Manipulation und Skrupellosigkeit erhebliche soziale Vorteile: Sie können damit sehr viele nicht-psychopathische Konkurrenten locker aus dem Feld schlagen. Insofern überrascht es wenig, wenn solche Personen Spitzenpositionen in Wirtschaft, Politik, Militär usw. erlangen. […]

      Quelle: Interaktionsspiele bei Psychopathie : antisoziale Manipulation erkennen und konstruktiv bewältigen / Rainer Sachse, Fritjof von Franqué, 1. Auflage, Springer-Verlag (2019) , Seiten 10 und 14

    • cyberzaurus sagt:

      @ Meinenstein

      Wenn ich Kritik an einer Meinungsäußerung habe und dazu einen Kommentar abgeben will, tue ich das in einer wertschätzenden und konstruktiven Art und Weise. Ich habe gelernt, dass ich am weitesten komme, wenn ich dem Autor nicht widerspreche, sondern meine Thesen neben (nicht gegen) die seinen stelle. Dadurch ist schon oft einen entspannter Dialog in Gang gekommen, der am Ende mir geholfen hat, meine Gedanken weiterzuentwickeln. Wenn das gelingt, weiß ich, dass sich mein Einsatz gelohnt hat.

    • Verwundert sagt:

      @ Cyberzaurus (nicht auf diesen Text bezogen!) hin und wieder ist Widerspruch zwingend. Man muss einem Standpunkt wie "Schwule gehören aufgehängt" nicht noch eine andere Meinung zur Seite stellen, damit sich der geneigte Leser dann eine aussuchen darf.
      Ob der Autor hier Unsinn verzapft hat, vermag ich nicht zu sagen, die Prämisse des Artikels ist aber auch nicht interessant genug, um ihn zu lesen, finde ich.

    • Mindblob sagt:

      @cyberzaurus

      Wieso ist das nicht interessant?

      Also meiner Ansicht nach braucht man eigentlich gar nicht versuchen, die Welt positiv zu verändern, wenn man nicht weiß, was Psychopathen sind und wie sie mit anderen Menschen umgehen. Denn ansonsten wird man immer wieder in dieselben manipulativen Fallen tappen und letztendlich deren Wünsche vorantreiben.

      Das ist ja genauso so wie mit den daran angekoppelten psychischen Störungen. Wie z.B. Narzissmus oder Normopathie. Man vergleiche dazu das wunderbare bei KenFM zu sehende Interview mit Hans-Joachim Maatz.

      Man kann sagen, dass unsere Gesellschaft durch frühkindliche Betreuung oder ob das Bildungssystem oder auch ein bereits vorgeschädigtes Elternhaus traumatisierte Kinder produziert, die dann besonders Psychopathen manipuliert werden können.

      So bezeichnen Psychopathen Narzissten als perfekte Werkzeuge für ihre Zwecke. An den Narzissmus angekoppelt kann man diese Menschen zu fast allem bringen, damit sie den Stachel in ihrem Fleisch kompensieren können. Bzw die Pseudo-Anerkennung bekommen, die sie meinen zu brauchen.

      Von daher sind das die Dinge, die uns in Interaktion mit anderen bewusst sein müssen, bzw. die wir angehen und beseitigen müssen, damit eine bessere Welt geschaffen werden kann.

  9. novalis sagt:

    Hierbei empfehle ich das Buch "Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen" von Karen Duve von 2014. Wir müssen die Psychopathen UND die psychopathischen Strukturen verstehen und beseitigen. Sonst kommen wir weder weiter, noch raus.

  10. Melezy Przikap sagt:

    Es ist das kollektiv Unbewusste, das die "Herrschaftsfraktionen" für "Normalbürger" als Psychopathen
    erscheinen lässt. Der "Normalbürger" hat zudem keinen blassen Schimmer von der "Essenz des Menschseins", wie es der Autor nennt, und kann praktisch nur in Gut-Böse-Schemen bewerten.
    Davon kann man sich nur befreien, wenn man wagt, das selbständige Denken anzufangen:
    https://opium-des-volkes.blogspot.com/2015/08/selbstandiges-denken.html

  11. Christian Milz sagt:

    Das Problem besteht darin, dass Menschen sich nicht nur durch das Bewusstsein steuern, sondern mehr oder weniger auch durch das Unbewusste gesteuert werden. Während die Wissenschaft hier blockiert, wissen die Literatur und auch der Film das sehr gut. Ist die Spaltung von Bewusstsein und Unbewusstem zu extrem, wird ersteres von letzterem sozusagen übernommen. Goethe dramatisiert diesen Zusammenhang in seinem "Erlkönig", der Sohn steht für den entsprechenden Aspekt beim Vater, der Erlkönig ist der negative, böse Aspekt des Unbewussten. Mit dem Tod des Kindes ist die Sphäre des Erlkönigs zwar ausgesperrt, aber keineswegs aus der Welt. Unsere Schulinterpretation negiert das Unbewusste in Form des Erlkönigs und erklärt die Wahrnehmung des Sohnes für Illusorisch. Das beweist die Tatsache der Spaltung, die Goethe zwar ästhetisch darstellt, aber in der Ballade auch reflektiert und versinnlicht. Auch bei Schiller kann man das studieren (Ästhetische Briefe). IM Augenblick haben wir eine Koalition des Unbewussten von Masse und gesellschaftlicher Elite, d.h. eine Konstellation des kollektiven UNbewussten, die sich seit Längerem abzeichnet und auch reale Gründe hat. Übrigens krankt auch unser hiesiger Begriff der Aufklärung (Kant, selbstverschuldete Unmündigkeit) an dieser einseitigen, bewusstseinsorientierten Sichtweise, die heute völlig deplatziert ist (Kondylis, "Aufklärung"). Trotz mancher guter Ansätze hapert es bei der Feststellung des augenblicklichen Ist-Zustandes an allen Ecken und Enden, während diejenigen, die das inszenieren, sher gut auf dieser ganzheitlichen Klaviatur zu spielen wissen.
    Quellen dazu bei Kontaktaufnahme.

  12. How-Lennon sagt:

    Wie soll auch ein völlig krankes bzw. schon totes System von geistig Gesunden aufrecht erhalten werden?
    Willige Opfer gibt es schließlich zur Genüge, da die Masse blind vor Verlustangst ist. Und wenn es meist nur der drohende Verlust eines miesen, krankmachenden Jobs ist, unnötigen Stresses oder der eingebläuten Einbildung des Besserdastehens gegenüber der da unten(Hartzer).

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