Quelle

Gedicht von Bernhard Trautvetter.

Quelle

Falls wir den letzten Krieg
doch nicht verhindert

dann weil der Mensch
seine Fähigkeit
zu denken zu lieben
sein Herz zu spüren
nicht.
Dass wir
diese Fähigkeit noch
ist Hoffnung

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Gedichts.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

6 Kommentare zu: “Quelle

  1. Lieber Bernhard,
    you got me startled there, off guard.
    Als waldbaer bin ich nicht so der Lyriker.. da brauche ich manchmal eine Erklärung dazu. ;o)
    *grübel*
    Ja, es ist schon nach zwölf, denke ich auch, aber als der Timer „Ping“ gemacht hat, blieb die Katastrophe aus.
    „Nur ein bisschen mehr Krieg“ ist passiert. Gruselig genug.
    Es gibt wohl mehrere Timer..
    Aus meiner Erfahrung als ehemaliger Zeitsoldat kann ich berichten, dass die Militärs nicht so bekloppt sind wie die Politiker. Wenn es darauf ankommt, können die die Uhr einfach mal anhalten, und – anders als die Politiker – sich zusammensetzen, und diskutieren, ob es da was zu gewinnen gibt.
    Insofern sehe ich da noch einen Silberstreifen am Horizont. Und das ausgerechnet bei den Kriegern. Welch Ironie..
    Liebe Grüße aus dem Taunus,
    waldbaer

  2. politische Lyrik verstehe ich nicht als Missbrauch einer Form oder Funktion. Danke, waldbaer für den wichtigen Text, ich fühle intensive Resonanz beim Lesen. Mein Problem, das mich umtreibt, ist die Frage: ist es wirklich noch drei vor zwölf, wie die kritischen Atomwissenschaftler warnen, weswegen sie die Warnuhr zwei Minuten vorgestellt haben, oder ist es schon im übertragenen Sinn kurz nach zwölf? Dann können wir es nicht mehr verhindern. Da wir es nicht wissen, ist Hoffnung, solange wir atmen. Und: Solange es Menschen gibt, ist Menschlichkeit für mich die beste Idee. Beim kreativen Schreiben ist es für mich so, dass es garnicht (nur) ich selbst bin, sondern dass dann ein Strom durch mich hindurch-fließt. Ich schreibe das dann nur auf. Ich will damit auch dazu ermutigen, dass andere ausdrücken, was sie spüren. Das fängt damit an, dass wir es merken. Verfremdungsmittel helfen da, meine ich.

  3. Dies ist ein Missbrauch der Kommentarfunktion als Kommunikationsmittel:
    Ich möchte hinweisen auf einen Artikel, über den ich gerade gestolpert bin:
    http://sciencefiles.org/2016/02/18/das-ende-naht-politisches-establishment-in-aufruhr/
    Den finde ich so außergewöhnlich gut (kommt selten vor), dass ich das Team KenFM bitte, in Erwägung zu ziehen, das mal zur einer Schlagzeile zu machen.
    Also diesen, meinen, Beitrag bitte nicht freischalten, der hat mit Trautvetter gar nix zu tun (oder vielleicht doch? *grübel*).
    Ich war nur zu faul, mich durchzuklicken zu einem anderen Kommunikationskanal ;o)

    • Von der Seite:
      „Seit 2011 haben wir etliche Beiträge zu Genderismus und Gender Studies auf ScienceFiles veröffentlicht. Der Grund dafür ist schnell genannt. Genderismus ist dieselbe Gefahr für die Meinungsfreiheit, die Gender Studies für den wissenschaftlichen Leumund sind.

      Während Genderismus Meinungsfreiheit zerstört und mit den abstrusen Ideen, die in den Gehirnen von Genderisten geboren werden, das fragile Gewebe, aus dem eine Gesellschaft besteht, zerstört, richtet sich der destruktive Impetus von Gender Studies gegen die Wissenschaft. Dort als politische Aktivisten installiert, versucht die Genderista, die Idee von Wissenschaft, deren Methoden und Standards zu zerstören und durch Ideologie und Willkür zu ersetzen.“

      Was ein Nazi-Dreck. Militärs und Regierungen zerstören die Gesellschaft, nicht ein paar unbedeutende Hippies, die sich fragen ob sie nun Mann oder Frau sind.
      Die kann man getrost ignorieren. Sollen sie sich diese Frage stellen, so lange sie wollen – die sind harmlos. Bomben und Business sind unvergleichbar gefährlicher!
      Und wieso ist die Genderdebatte überhaupt erst zu so einem Faktor geworden? Weil sie vom Staat jetzt langsam für alle verpflichtend wird und von den Unternehmen, die damit vorgaukeln wollen, dass sie ein soziales Bewusstsein hätten, was sie nicht haben.
      Die Leute die über Gender nachdenken und das unabhängig vom Staat in irgendienem autonomen Zentrum sind meiner Meinung nach weit von Lösungen und konstruktiven Schritten entfernt, weil die gesellschaftlichen Probleme ganz woanders liegen – aber sie schaden damit auch niemandem. Ihnen die Schuld zuzuschieben, heißt nur wieder vor den Herrschenden zu kriechen und ihren Speichel zu lecken. Bah – so feige, nach unten zu treten und nach Oben zu buckeln.

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