Prof. Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk

Wenn eine überschaubare Gruppe von Menschen dauerhaft über die große Masse Macht ausüben will, ist die Stabilität des Systems nur dann zu erreichen, wenn man die wichtigste Ressource kontrolliert. Wissen.

Was das Volk nicht weiß, noch nicht einmal erahnt, kann es auch nicht auf die Barrikaden bringen.

Nach diesem simplen Prinzip herrschen die sogenannten Eliten nun schon seit Tausenden von Jahren über ihre jeweiligen Untertanen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein System sich „Demokratie“ nennt oder nicht.

Immer sind es nur sehr wenige, die bestimmen, was offiziell überhaupt gewusst wird. Umso allergischer reagiert jeder Machtapparat auf sogenannte Whistleblower, die man früher abwertend als Verräter bezeichnete. Verräter wie Snowden destabilisieren die Machtpyramide, indem sie dem Volk, den Massen, die Möglichkeit geben zu erkennen, wie man sie beherrscht. Herrschaft kann aber nur effektiv agieren, wenn sie unsichtbar bleibt.

Vor allem auf dem Feld der Sozialforschung hat die Elite gegenüber dem Bürger einen enormen Wissensvorsprung. Die Machthaber kennen das Wesen „Mensch“ heute derart genau, dass sie ihn bis in die kleinsten Teile zerlegen und manipulieren können und das auch tun. Dass wir alle kaum etwas davon mitbekommen, stützt diese Aussage.

Wie kann es sein, dass wir z. B. in der BRD den größten Niedriglohnsektor der Welt haben und sich diese Massen nicht zusammenschließen, um den Verteilerschlüssel des Kapitals zu korrigieren? Wie kann es sein, dass 2016 nur acht Personen so vermögend sind wie 3,7 Milliarden, sprich die ärmste Hälfte des Planeten, und dennoch alles so läuft, als gäbe es diese Information nicht.

Das Machtsystem „Neoliberalismus“ hat es geschafft, nahezu unsichtbar zu werden und zu herrschen. Es ist auf allen Feldern aktiv, während es gleichzeitig so fassbar ist, wie eine grüne Schlange im schlammigen Wasser. War da was?

Mit der Informationsrevolution werden die Karten neu gemischt. Der Staat bzw. die, die ihn zusammenstellen, haben das Monopol auf veröffentlichtes Wissen verloren.

Prof. Rainer Mausfeld ist eine Koryphäe, wenn es um das Enttarnen von Eliten-Macht geht. Sein aktueller Vortrag „Die Angst der Machteliten vor dem Volk“ hilft dem einzelnen, die Ohnmacht zu überwinden, die jeden beschleicht, wenn er versucht, im Alleingang das System zu durchschauen. Die Chance auf Veränderung beginnt im Kopf. Wissen ist der Schlüssel. Mehr Wissen bei den Massen.

Inhaltsübersicht:

00:01:20 Die Metapher von den Schafen und dem Hirten: Die Beziehung zur Demokratie von unten und von oben betrachtet

00:14:25 Eliten und ihre Herrschaftstechniken: Psychische und physische Machtausübung – Basisideologie von Soft-power als Rechtfertigungsideologie

00:29:33 Volk und Elite: Warum das Volk zum eigenen Wohle belogen werden soll

00:36:54 Affektive und kognitive Mentalvergiftung, um Kritik am Zentrum der Macht zu verunmöglichen – Falschwörter und Denuziationsbegriffe

00:45:50 Die amerikanische Ideologie des Exzeptionalismus

00:55:12 Meinungsmanipulation: Aktualindoktrination – Propaganda in den Medien. Tiefenindoktrination – Schulsysteme im Sinne der Herrschaftsideologie

01:00:44 Tiefenindoktrination: Benevolenz – die Idee vom selbstlosen Imperium zur Durchsetzung des hegemonialen Anspruchs

01:18:13 Tiefenindoktrination: Repräsentative Demokratie zur Abwehr von Demokratie und Unsichtbarmachung alternativer Demokratiekonzeptionen

01:28:01 Aufklärung vs Gegenaufklärung: Humanitärer Universalismus und die Gemeinsamkeiten zwischen Neoliberalismus und Faschismus

Prof. Mausfeld hat noch eine Ausarbeitung des Vortrags mit einigen zusätzlichen Ergänzungen und ausführlichen Quellenhinweisen erstellt.

Die Ausarbeitung ist unter diesem Link verfügbar: http://www.uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/pubs/Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/

212 Kommentare zu: “Prof. Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk

  1. In einer funktionierenden Marktwirtschaft regeln sich Preise und Löhne nach Angebot und Nachfrage, sodass bei entsprechender Nachfrage eine hoch qualifizierte und daher seltene Fähigkeit in der Regel höher bezahlt wird als eine gering qualifizierte, über die praktisch jeder verfügt. In einer kapitalistischen Marktwirtschaft gibt es aber auch Tätigkeiten, die die besondere Fähigkeit voraussetzen, „selten dumm“ zu sein. Je höher der Verdummungsgrad, desto besser werden diese besonderen Tätigkeiten bezahlt. Das gilt beispielsweise für die Tätigkeiten bei der UNO, deren Mitarbeiter auf gar keinen Fall wissen oder auch nur erahnen dürfen, dass alle hehren Ziele dieser Organisation…

    1. Das Ende der Armut / 2. das Ende des Hungers / 3. Gesundes Leben / 4. Bildung für alle / 5. Gleichheit der Geschlechter / 6. Sauberes Wasser / 7. Energie für alle / 8. Arbeit und Weltwirtschaft / 9. Infrastruktur / 10. Einkommensgleichheit / 11. Lebenswerte Städte / 12. Nachhaltiger Konsum / 13. Klimawandel bekämpfen / 14. Meere schützen / 15. Schutz der Natur / 16. Frieden und Gerechtigkeit / 17. Globale Partnerschaft.

    …ohne eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform niemals zu verwirklichen sind und sich nach der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform von selbst verwirklichen. Im Vergleich zur einzigartigen Fähigkeit des Papstes, die „Mutter aller Zivilisationsprobleme“ als „dem Menschen angeboren“ zu verkaufen, sind aber selbstverständlich die besonderen Fähigkeiten aller anderen berufsmäßigen Vollidioten gänzlich unbedeutend. Für seine enormen Bemühungen zur weiteren Aufrechterhaltung von Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg ist das Oberhaupt der „unterirdischten Verschwörung, die es je gegeben hat“ (Zitat: Friedrich Nietzsche) mit Sicherheit unterbezahlt. Aber was tut man nicht alles für die Verhinderung der Zivilisation, um die eigene, sinnfreie Existenz zu rechtfertigen.

    Dummheit ist nicht nur ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit, sie wird (mit Ausnahme der überragenden Dummheit des Papstes) auch besser bezahlt. Darum gibt es in einer Zinsgeld-Ökonomie keinerlei Bestrebungen, die Dummheit zu verringern. Im Gegenteil, die Dummheit muss mit dem exponentiellen Anstieg leistungsloser Kapitaleinkommen Schritt halten, damit nicht zu viele auf die Idee kommen, dass etwas ganz grundsätzlich nicht stimmt. Wer nun glaubt, dass durch den Anstieg der allgemeinen Dummheit die selten Dummen sich nicht mehr ganz so deutlich von der Masse unterscheiden, hat sich geirrt. Lassen wir die einzigartige Dummheit des Papstes, die sich ohnehin jeder Kritik entzieht, außen vor, gibt es noch immer Abgründe der Dummheit, die „Normalsterbliche“ niemals erreichen. Beispielsweise muss jeder Versuch schon im Ansatz scheitern, sich in die Gedankenwelt von „Mutti“ Angela Merkel hineinzuversetzen. Wenn man überhaupt davon sprechen kann, dass „Mutti“ denkt, erfordern ihre Gedankengänge soviel negatives Wissen (Vorurteile und Denkfehler), dass jeder Halbintelligente damit hoffnungslos überfordert ist.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2016/10/gesetze-der-zukunft.html

  2. Ein brillanter Vortrag von einem genialen Mann. Ich muss mich erst mal beruhigen. Irgendwie habe ich schon länger so ein ungutes Gefühl. Jetzt weiß ich, dass es keine Einbildung war. Sind wir nun alle hilflos aufgeschmissen und der Willkür des Imperiums ausgeliefert oder ist da noch was zu machen? Es macht mich wütend und zornig. Ich werde den Link zu diesem Vortag mehrfach weiterleiten mit der Aufforderung,, so viele Leute wie möglich daran teilhaben zu lassen. Vielleicht erwacht diese Bevölkerung ja endlich aus ihrer politischen Bewußtlosigkeit.

    • Das ist ein hehres Ziel, Joergulan! Aber ich habe die Erfahrung gemacht-und damit bestätigt sich das im Vortrag gesagte – dass sehr viele Menschen in meinem Umfeld gar kein Interesse, ja sogar richtige verbale Ablehnung artikulieren, wenn man ihnen solch weltbilderweiternden Stoff empfiehlt! Gerade so …lass mich in Ruhe, wir können sowieso nichts ändern…“ oder „…das bringt mich aus der Ruhe…“ ! Traurig. Und armselig.

  3. Warum haben die Eliten Angst vor dem Volk und warum gibt es das gegenseitige Unbehagen? Warum also kommte es zu solch verheerenden gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, wie sie Professor Mausfeld beschreibt. Zur Beantwortung dieser entscheidenden Frage hole ich ganz weit aus und beginne mit ganz anderen Rätseln, die aber ursächlich mit dem massiven Einsatz von Manipulationstechniken zusammenhängen: Wieso ist die Energiewende nicht in vollem Gange? Wie können wir die Energiewende und die Erzeugung von Solarstrom beschleunigen.Wie können wir die Erde vor weiterer Verwüstung durch den Raubbau der fossilen Energiekonzerne bewahren und trotzdem die Gesellschaften mit genügend Energie versorgen? Wie könnten wir obendrein für mehr Frieden sorgen? und wieso funktioniert das alles nicht längst? …..Des Rätsels Lösung ist banal. Das alles könnte uns gelingen, indem wir den profitabelsten Markt, den Markt der Energierohstoffe, salopp gesagt, von der Erde entkoppeln und ins Universum verlagern. Wir glauben mit der Energiewende und der Nutzung von Solarenergie würden wir das sowieso anstreben oder sogar schon tun? Stimmt leider überhaupt nicht. Das würde erst dann zutreffen, wenn wir all das Sonnenlicht, welches einen Sonnenkollektor zukünftig bestrahlen wird, schon vorher als einen erst mal zu fördernden Rohstoff betrachten würden. Das hört sich erst mal absolut crazy an. Aber was bedeutet das genau? Bis jetzt behandeln wir das Weltall als einen Bereich, in dem alles kostenlos ist und aus dem alles umsonst zu uns kommt, halten das für selbstverständlich und normal und sind begeistert. weil wir es als den großen Vorteil des Solarstroms ansehen, dass seine Herstellung ohne einen Rohstoffkostenanteil auskommt. Der wahre Vorteil der Sonnenenergie aber, den wir unbedingt in Zukunft benötigen, besteht darin, dass sie sauber ist und die Erde entlastet, und nicht, dass sie billiger, als ihr fossiles Pendant ist. – Die Gewinnung von Energie teilt sich traditioneller Weise in drei Produktbereiche: 1.Rohstoff 2. Förder- und Aufbereitungstechnik 3. Endprodukt z.B. Benzin, Strom etc. Bei der Erzeugung von Solarstrom haben wir den zweiten Bereich, die PV-Anlage und das Endprodukt den Solarstrom. Der Rohstoff aber, aus dem alles gewonnen wird, fehlt in der Kalkulation. Und das ist der tiefere Grund für die vielen abgrundtiefen oder sogar kriegerischen Interessenskonflikte rund um die Energiewende und den Erdball. Das Fehlen des ersten Produktbereichs, dem Rohstoff, bei der Gewinnung von Solarstrom ist markttechnisch gesehen ein katastrophaler Fehler. Der im Preis von Solarstrom nicht beachtete und nicht eingerechnete Rohstoff Sonnenlicht ist der größte Hemmschuh für die Energiewende. Es gibt keinen Anreiz für die Rohstoffgiganten, ihr Interesse auf die Energiewende zu richten, weil es keinen Rohstoff gibt, dessen Förderung weiterhin Gewinn verspricht. Anders ausgedrückt: Sonnenlicht ist kein Handelsäquivalent zu Erdöl, Gas und Uran. Dabei ist anfänglich auch z.B. Erdöl einfach so aus dem Boden gesprudelt und trotzdem war es von Beginn an ein Preisfaktor.
    Würden wir aus dem Sonnenlicht einen verkäuflichen Energierohstoff machen, wie es nach den bisherigen Gepflogenheiten der Energiegewinnung üblich war, übergeben die (fiktiven) „Schürf und Vermarktungsrechte“, die „Claims“ – (jede installierte PV-Anlage würde solch einen Claim auf den den Energierohstoff Sonnenlicht beinhalten) – den Konzernen, die jetzt Öl, Gas, Uran etc, fördern …. und überlassen diesen Konzernen die Vermarktung, dann………ja dann hätten wir möglicherweise den Turbobeschleuniger für die Energiewende und eine realistische Vorgehensweise zur Rettung der Erde. Wir teilen das auf die Erde einfallende Sonnenlicht auf in zwei Kontingente z.B. 99% kostenloses Bio-Licht für die Photsynthese und das Leben und 1% PV-Licht zur Vermarktung, mit einem jährlichen Wert von X Billionen Dollar (ein äquivalenter Betrag zum Wert geförderter fossiler Rohstoffe)….Was wäre zu tun? Als erstes überdenken wir unsere Feindbilder. Wir verständigen uns mit Cheney und Co. und sagen: O.K. ihr habt jetzt False Flag Wolkenkratzerbashing gemacht, ganze Länder und unzählige Menschen niedergemetzelt letzlich um eure Ölclaims zu sichern. Die Finanzindustrie habt ihr auf eurer Seite gebracht und zusammen tut ihr alles, die Lage und den Unmut der Menschen unter Kontrolle zu bringen, was immer mehr militärdiktatorische- und Softpowermaßnahmen erfordert. (Das also, was Professor Mausfeld so gut beschreibt) Das alles ist eine wirklich zutiefst abscheuliche Entwicklung für alle Beteiligten, aber wir verstehen eure kapitalistischen Beweggründe und wir sehen, dass es euch ebenfalls um euer Überleben geht. Punkt…..Das hört sich an, als würden wir der Ökologiebewegung schon alleine mit solchen Gedanken schaden, die ja wie eine Privatisierung von Sonnenlicht anmutet…. Und gerade jetzt, wo wir darüber frohlocken, dass Sonnenlicht umsonst ist und darin unsere zukünftige Autarkie sehen.. Und diesen einzigartigen glücklichen Umstand sollen wir jetzt den Öl und Gaskonzernen zum Fraß vorwerfen und uns mit Kriegstreibern einlassen denen wir dann Geld für Photonen, für Lux, für Sonnenlicht in den Rachen werfen?? – …Die Antwort ist: ….Ja… Denn unser Frohlocken über das Fehlen von Rohstoffkosten bei der Solarenergiegewinnung ist eine „Pyrrhusfreude“ bezüglich des Überlebens der Erde und der friedlichen Existenz der Menschheit. Warum? – Ganz einfach und das ist evident:…… Über die Leiche der fossilen Energiekonzerne und dessen Wirtschafts- und Militärmacht und den Arbeitsplätzen, die da dranhängen, können wir realistischer Weise keine Energiewende hinbekommen. Solange eine Energiewende den Untergang des größten, profitabelsten und mächtigsten Wirtschaftszweigs, nämlich dem von Cheney und Co….erfordert, bedeutet es vorher den Untergang der Menschheit, wahrscheinlich durch zunehmende Rohstoffkriege. Zusätzlich sind wir noch auf unbestimmte uns verbleibende Zeit, elender Propaganda und Verdummungskampagnen im Sinne von Professor Mausfelds Analysen ausgesetzt, statt uns des Lebens zu freuen. – Aber wechseln wir mal die Perspektive: Genau betrachtet verdanken wir den heute verhassten Ölkonzernen den Fortschritt und den Lebenswohlstand der letzten 150 Jahre (Von Easy Rider bis Urlaubsreisen etc.) und sind wirklich zur Dankbarkeit verpflichtet, tun jetzt aber, angesichts der Umweltkatastrophen, so, als wäre die Ölwirtschaft immer schon das große Übel gewesen. Die heutige Kriegstreiberei der fossilen Wirtschaft ist eine Folge von unserer extrem negativen Haltung gegenüber den fossilen Energiekonzernen und deren Angst vor unserer Ablehnung, für die es in Zeiten der Umweltzerstörung und Rohstoffkriege ja zunehmend tatsächlich gute Gründe gibt. Die Zeit für das Konzept Energie aus giftiger Verbrennung ist schlicht und einfach vorbei und wir, die ökologisch orientierten Menschen, verweigern der fossilen Energieindustrie folglich die weitere Existenberechtigung. Wir verschaffen der fossilen Industrie keine Alternative zu ihrem in Verruf geratenem Produkt und im Gegenzug geben sie uns keine Alternative für ihre umwelt- und lebenzerstörenden Brennstoffe und schicken uns damit auf den fossilen Weg in die Hölle begleitet durch Kriege und Überwachungsstaat. Die Lage ist für nur für uns, sondern beide Seiten alternativlos. Darin liegt unser gemeinsame Anteil an der Misere. Die Vermarkung von Sonnenlichtphotonen ist das Missing Link. Wenn die Sonne als Rohstofflieferant von PV-Licht wirklich funktioniert, (und das für eine Ewigkeit), warum sollten wir diesen zukunftsweisenden sauberen umweltschonenden neuen Rohstoff nicht wie alle anderen vorherigen Energierohstoffe vermarkten und den inzwischen kontraproduktiven fossilen Konzernen auf diese Weise einen Übergang in das Solarzeitalter und deren Überleben darin als Photonen- oder LUXkonzerne ermöglichen? Die Vorstellung, dass Photonen die Briketts und das Öl der Neuzeit sind, ist ungewohnt, aber so sieht es aus……………..Diese Einsicht würde den Krieg zwischen Ökologie und Ökonomie (der sich in den wirklichen Kriegen widerspiegelt) beilegen und die Wende zur weltweiten Förderung von Sonnenlicht und dessen Umwandlung in Solarenergie enorm beschleunigen. Die Einpreisung des neuen Rohstoffes Sonnenlicht bringt uns finanziell weder Vor- noch Nachteile gegenüber heute, weil wir immer schon gewohnt sind einen Rohstoffanteil zu bezahlen, der am Anfang der Energiegewinnungskette steht. Alle gute Dinge sind drei, wie weiter oben beschrieben. Diese bewährte Dreifaltigkeit der Energievermarktung Produkt Rohstoff Sonnenlicht, Produkte der Förder- und Aufbereitung also PV Anlagen, Endprodukt Solarstrom müsste man jetzt auf den ökologischen und nachhaltigen Solarenergiemarkt anwenden. Der solcherart funktionierende Solarstrommarkt wäre in der Lage zu verhindern, dass die auf Öl, Gas und Uran fixierten Energiewirtschaft und deren politischen Wurmfortsätze, die Erde und die Menschheit belügen, betrügen und schließlich vernichten. Mit dem Rohstoff Sonnenlicht hätten wir die hoch effektiven und hoch effizienten ehemals fossilen Energiekonzerne mit im Boot der Solarstromgewinnung (Später vielleicht auch Freier Energie.) Das ist eben marktkapitalistisch gedacht. Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Wenn die fossilen Energiekonzerne diesen Köder schlucken, dann geht die Energiewende in einem solchen Tempo ab, wie wir es uns heute gar nicht vorstellen können. Das wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Investitionen der fossilen Konzerne für das Recht den Rohstoff Sonnenlicht zu fördern und zu verkaufen, bestünde in einer weltweiten Versorgung mit dezentralen PV-anlagen (Jede PV Anlage wäre für diese Konzerne eine kleine Sonnenlichtförderanlage und damit hochrentabel) ….und der Installation von Solarstromtankstellen usw. vergleichbar mit heute Fördertürmen, Bohrinseln, Pipelines, Tankern..:) -.. ..Die Ausbeutung des „Produktes Sonnenlicht“ hängt von nichts anderem ab, als der Anzahl der Sonnenkollektoren und wird der Sonne selbst niemals schaden und hinterließe auf der Erde keine weiteren Spuren der Verwüstung. Was „ausgebeutet“ wird ist eben nicht der Rohstoff Sonnenlicht an sich, sondern das freigegebene Kontingent davon. Höchstens vielleicht 1 % des auf die Erde treffenden Sonnenlichts mit einem Vermarktungswert vergleichbar aller jetzigen fossilen Rohstoffe. Der Kapitalismus und seine menschlichen Protagonisten haben dabei weiterhin genügend zu vermarkten um ihre (Profit)Gier zu befriedigen und die kreativen Menschen den zu sublimierenden Rohstoff für ihren Schaffensdrang. Die Erde wird geschont. Die Lösung, wie wir die Erde retten können ist also die Energiewende unter Einbeziehung der heute schädlichen fossilen Industrie, indem wir ein „extraterristrischen“ Rohstoff schaffen und ihn dieser Industrie zur Vermarktung anbieten, anstelle ihrer jetzigen Rohstoffprodukte…

    .

    • Klar ist es Wahnsinn, die Sonnenenergie nicht zu nutzen. Sie wird ja sogar noch durch Geo-Engineering gemindert. Das zeigt ja aber, wo der wahre Hemmschuh ist und was angegangen werden muss, nämlich der Wahnsinn der gewaltgläubigen Macht. Die Frage ist, wie wir diese -und damit auch alles andere- heilend beeinflussen können. Wir als die meisten. Da kann der erste Schritt nur Erhöhung bzw. Heilung des Gesamtbewusstseins sein. Und die erreicht man durch pflanzenbasierte Ernährung, was gleichzeitig unzählige weitere positive, heilende Effekte in der Welt auslösen würde. So lange, wie das nicht eingesehen wird, wendet sich nichts mehr zum Guten.

    • Bezüglich Energie kommt was ganz anderes auf uns zu. Auch das wird von der Elite systematisch bekämpft. Die ganze Presselandschaft getraut sich nicht objektiv und ernsthaft darüber zu berichten. Hier ein Blog in deutscher Sprache:
      http://coldreaction.net/einleitung-zu-den-neuen-energieformen.html
      oder einer in englisch: http://www.e-catworld.com/

      Das wäre auch ein Bereich, dem sich KenFm annehmen könnte.
      Die Auswirkungen werden revolutionär sein! Und es wird sicher kommen, früher oder später.

  4. Bei der Frage ob ich persönlich belogen werden will, und diese angeblichen 99% die für Ja stimmen..
    Ich gehöre zu den 99%, die finden, das die Menschen belogen werden müssen, weil sie die Wahrheit nicht vertragen.

    Obwohl dies also meine Meinung vertritt bin ich jetzt irritiert. Ich bin auch der Meinung, das ICH die Wahrheit, wenn auch schwer, ertragen könnte. In Anbetracht dessen, das viele so denken könnten. War ja keine Umfrage sondern nur eine Schätzung oder gefühlte Überzeugung, frage ich mich, ob das selbe nicht auch auf die restlichen 99% zutreffen könnte.

    Mit anderen Worten, das ich wie viele andere das belügen aus Angst gut finden, aber so arrogant sind wie ich, zudenken, das man selbst damit klar käme, es nur erduldet wegen den anderen, die nicht damit klar kämen, obwohl vielleicht nur ein sehr kleiner Bruchteil in Wirklichkeit damit nicht klar käme.

  5. Ich finde, wie eigentlich alle Kommentatoren den Vortrag von Herrn Prof. Mausfeld unglaublich gut. Besonders den Vorgang, wie Begriffe gezielt und in manipulativer Absicht mit Werturteilen aufgeladen werden, um die ganze Bevölkerung in eine bestimmte Richtung zu lenken, ist sehr klar und deutlich und bis in die letzte Konsequenz beschrieben. Ich möchte an dieser Stelle auf ein Gebiet aufmerksam machen, auf dem genau dieses ebenfalls passiert und dass noch nicht genannt worden ist, soweit ich dies jetzt absehen konnte, das ist das Gebiet der sog. Sektenpolitik und Sektenverfolgung. Auch auf diesem Gebiet wird im Interesse der Kirche jede andere ernstzunehmende, weil freiheits- und individualitätsfördernd, weltanschauliche Richtung mit allen möglichen subtilen und weniger subtilen Mitteln und genau in der von Prof. Mausfeld beschriebenen Weise der Verklammerung mit negativsten Begriffen verleumdet und tatsächlich vernichtet. Ich möchte hier auf einen Link verweisen, der dies näher beschreibt: http://yoga-aesthetik.de/page5/index.html und hoffe sehr, dass auch dieses Themengebiet nach und nach immer mehr in die Öffentlichkeit rückt.

    • Ja, wir leben in einer komplett pervertierten Welt. Überall dort, wo wirklich Heilendes und Befreiendes sich regt, wird von der herrschenden Macht aus mit allen möglichen Mitteln zugeschlagen.

    • Was aber bei so einer Diskussion nicht vergessen werden darf, dass es tatsächlich Sekten gibt, die einfach nur furchtbar sind…
      Doch ja, was definitiv fehlt, ist die Differenzierung! Gefährlich wird es, wenn Abhängigkeiten aufgebaut werden, keine Diskussionen zugelassen werden oder, oder, oder…
      Das ist dann dem was wir kennen sehr ähnlich und daher auch sehr verführerisch, nur halt in einem anderen Gewand!

    • Das Differenzieren finde ich ganz einfach: Ich gehe danach, ob irgendwo Gewalt oder Unterdrückung ausgeübt wird, oder nicht. Des weiteren sind alle individuellen Gedankenspiele legitim und können anhand von möglichst beweisbaren Fakten diskutiert werden. Was ich in Diskussionen am hinderlichsten finde, ist festgefahrenes Traditionsdenken, denn: An der Spiesßigkeit und am Traditionalismus geht die Welt unter.

  6. Allein mit diesem Schema: Hier die bösen, schuldigen Machteliten – dort der liebe, unschuldige Mehrheitsmensch, entsteht ein zu kurzsichtiges, zu simplifiziertes und simplifizierendes Bild unserer Wirklichkeit, womit sich nichts am Bestehenden grundsätzlich ändern kann, eher dieses noch weiter befeuert wird.
    So einfach und sauber ist das Krankhafte dieser Menschenwelt eben nicht zu zertrennen und zu verorten, so gern das viele auch aus verständlichen Gründen möchten. Ich erinnere da z.B. daran, was Ken Jebsen einmal über die „Sklavenaufseher“ gesagt hat, die „viele von uns gern sein möchten“.
    Die krankhafte Gier nach Macht mit dem dazugehörigen Glauben an Gewalt ist mit einer im ganzen Menschheitskörper schon gestreuten Krebserkrankung zu vergleichen, meine ich.

    • @ Veganislove: Ich gehe zunächst davon davon aus, dass Sie sich auf den Vortrag von Herrn Mausfeld beziehen, da Ihr Beitrag seperat steht (also ohne direkten Zusammenhang zu einem anderen Thema).

      Was Sie kritisieren: ein „simpliziertes Bild unserer Wirklichkeit“ kann ich teilen. Es wird in vielen Vorträgen gerne Elite ausgemacht als „Wort“ oder „Bezeichnung“. Aber eine nähere Klassifizierung findet selten statt.

      Das keine Klassifizierung stattfindet führt dazu, dass sämtliche Argumente „Elite“ und Gegenspieler „Schafe“ bzw. „Volk“ nur an der Oberfläche betrachtet werden.

      Es ist so ähnlich wie „Äpfel“ oder „Birnen“ zu sagen, ohne auf deren Farbe, Herstellung, Geschmack, Herkunft, Güteklasse etc. einzugehen.

      Aber vielleicht sind viele Menschen noch nicht bereit, die Zusammenhänge zu erkennen. Bzw. es gibt ja im Netz einige User, die auf eigene Faust recherchieren, wo Zusammenhänge sind.

      In größeren, bekannteren Vorträgen finde ich bisher kaum Namen.

      George Soros ist vielleicht Elite oder so Anfangsstufe der Elite. Sein Name fällt schon häufiger. Die wirklich großen Namen tauchen selten auf.

      Ich bin der Meinung: es braucht mehr Zusammenhänge und Transparenz der Worte „Elite“ und „Volk“.

      – was Ihren Vergleich mit der Krebserkrankung angeht: das ist eine Sichtweise. Zellteilung wäre auch eine Sichtweise.

      Beim Beispiel der Krebserkrankung: als Lösung : „Chemotherapie“ – bringt den Ärzten viel Geld tötet zwar Zellen ab – aber schädigt zusätzlich noch die Gesundheit immens durch Nebenwirkungen.

      Chemotherapie dann als Lösungskonzept auf diesen „Eliten“/ „Schaf“-Vergleich zu heben, würde genauso erfolgreich sein wie Chemotherapie bei echtem Krebs. Viel wird dabei vernichtet werden.

      Zitat : “ Die krankhafte Gier nach Macht mit dem dazugehörigen Glauben an Gewalt ist mit einer im ganzen Menschheitskörper schon gestreuten Krebserkrankung zu vergleichen, meine ich.“

      Den ersten Teil mit „krankhafte Gier nach Macht mit dem dazugehörigen Glauben an Gewalt“ kann ich faktische Aussage nachvollziehen – und nun?

      Ausser das wahrzunehmen und hier zu benennen, tun sie noch?

    • Ich schrieb hier schon an anderer Stelle in etwa dies: Der wache, tätige Geist in uns umkreist ständig all jenes, was wir noch nicht verstehen können und versucht dabei die Unwissenheit abzuschmelzen und sein Wissen zu vergrößern. Er speist sich dabei von Kommunikation mit anderen Suchenden und von von der Erfahrung seiner eigenen Sinne. Auf diese Weise erkenne ich die gesamte Menschheit mehr und weniger als von einem Krankheitsvirus befallen und dies schon seit tausenden von Jahren mindestens.

      Johann Wolfgang Goethe: Wer nicht von dreitausend Jahren
      Sich weiß Rechenschaft zu geben,
      Bleib im Dunkeln unerfahren,
      Mag von Tag zu Tage leben.

      Dazu kann man die verschiedensten Theorien spinnen und miteinander vergleichen. Für mich als Veganerin hat alles mit der ständigen Einverleibung von ermordeten Lebewesen mitsamt ihrer Leiden und Qualen zu tun.
      Aber es gibt noch andere, zusätzliche Erklärungsmöglichkeiten. Jedenfalls ist es sicher nicht verkehrt, wenn wir die Erkrankung des gesamten Menschheitskörpers mit dem medizinischen Wissen über Erkrankungen an den einzelnen menschlichen Organismen betrachten. Denn wir wissen ja: Wie im Kleinen- so im Großen.
      Wir wissen aus der Medizin, dass eine lebensgefährliche Krankheit in der Regel „multicausal“ ist.
      Es gibt ja auch die Theorie, dass die Erde – bzw. ihre höchst entwickelte Art- in Urzeiten schon von außerirdischen zerstörerischen Mächten angegriffen worden sei bzw. „kolonialisiert“ worden sein könnte, vergleichbar in etwa dem, was England mit Australien, Europa mit Amerika und Afrika gemacht haben. Zusätzlich gibt es eine Theorie über Gen-Manipulationen in der Frühzeit. Nun wissen wir aber wiederum aus der Medizingeschichte, dass Krankheitserreger sich immer nur dort einnisten(können), wo das Körpermilieu eines Menschen schon verunreinigt und geschwächt ist. Aus der Impfkritik kennen wir den Spruch: „Es ist nicht die Mikrobe- es ist das Milieu(was die Erkrankung zulässt). Damit wäre es dann nur logisch, anzunehmen, dass der gesamte Menschheitskörper schon geschwächt gewesen sein könnte, als bzw. wenn er so kränkend von extraterristrischen Mächten angegriffen werden konnte, dass er irgendwann geradezu zielstrebig damit begann, seine eigene Lebensgrundlage, diese Erde, zu bekämpfen und zu zerstören.

      Die sog. „orthodoxe“ oder „Schulmedizin“ mit ihren lebenszertörerischen widersinnigen „Heilkonzepten“
      (Impfen, Wegoperieren,Chemotherapie etc.) und der Glaube an sie ist nur eines der deutlichsten Symptom dieser gesamten Menschheitserkrankung.

      Überall fehlt die Verbindung zum Ganzen, Einigenden. Insofern bin ich ganz bei Harald Kauz-Vella, wenn er sagt, wir müssen wieder lieben lernen oder bei Philip Wollen, der sagt, wir müssen diese Welt fühlend sehen.
      Ich würde selber lieber sagen: Wir müssen uns daran zurück- erinnern und damit vor-denken.

    • Ich hatte den Vortrag erst bis Minute 15 angehört, als ich hier auf ihn hin wies. Was hiernach besprochen wurde, war mir alles so noch nicht bekannt und ich dachte daran, wie jetzt viele andere, wenn sie das anhören, mit dem Kopf schütteln und Kauz-Vella für verrückt erklären. Viele werden sich gar nicht mehr alles zu Ende anhören. Das wäre aber schade, meine ich, denn ich fühle deutlich, dass Kauz – Vella auf der richtigen Spur ist, auch, wenn ich zunächst einmal nicht alles 1/1 so glauben kann, was er hier erzählt. Aber ich bin offen für alles denkbare und wenn etwas aufrichtig vorgetragen wird, wie hier, so nehme ich das auch ernst und überprüfe das mit meiner eigenen Wahrnehmung. Und die ist an vielen Punkten identisch mit der von Kauz-Vella und zwar überall dort, wo ganz einfache, aber elementar wichtige Aussagen gemacht werden, aber auch noch an anderen Stellen. Im Grundsätzlichen bin ich bei Kauz-Vella, wenn er sagt, dass „wir wieder fühlen lernen müssen“. Das ist für mich die wichtigste Botschaft in diesem Vortrag, bei dem ich nun erst bei Minute 111 angelangt bin. Alles andere, was er hier besprochen hat, muss ich sacken lassen und überdenken. Die von außen sichtbaren Krankheits- Symptome in der Welt deuten aber darauf hin, dass etwas, wenn nicht viel daran ist, an dem, was er sagt. Es korreliert natürlich mit der üblichen, verbreiteten Denkweise. Aber wo die uns hingeführt hat, das sehen wir ja nun alle!

    • Mir ging es haargenau gleich, als ich das erste mal über Kautz-Vella’s Themen gestolpert bin. Er stellt natürlich unheimlich viel in Frage, nicht weniger als unser gesamtes Erdgeschichtliches Weltbild. Aber es ist natürlich denkbar, dass dieses Weltbild, inkl. darwin’scher Evolutionstheorie bzw. in den Jahrhunderten davor der kirchlichen Weltanschauung, und allem, was da dranhängt, auch auf einer gewachsenenTiefenindoktrination beruht, diesem Konzept, wie es auch Herr Mausfeld erklärt. Und wir andere Erzählungen kaum mehr denken können. Es ist halt informativ kaum zu überprüfen, was er erklärt (zB. Thema „Black Goo“), man kann das einfach als Möglichkeit zur Kenntnis nehmen, „sacken lassen“, offen sein.
      Seine Botschaften, wie die Welt denn zu verbessern wäre, sind aber, glaub‘ ich, von allgemeiner Gültikeit, das kann man einfach spüren, dazu braucht man den Kopf nicht. Und für mich ist auch wesentlich, dass er einfach ehrlich und aufrichtig wirkt, er ist Wissenschaftler und versucht, Zusammenhänge gesamthaft zu betrachten. Und man findet schon Gemeinsamkeiten zu andern wissenschaftlichen Erkenntnissen, es gibt ja Studien, die auch zur Erkenntnis kommen, dass zB. Bewusstsein etwas Ausserkörperliches ist. Es ist auf jedenfall sehr interessant, ihm zuzuhören..

    • Ja, wir empfinden das ganz ähnlich, sehe ich. „Glaubwürdig“ ist für mich jemand, der aufrichtig nach bestem Wissen und gewissen spricht und handelt. Und das tut Harals Kauz-Vella. Auf jeden Fall ist seine Interpretation aus diesem Grund allein schon interessant, aber auch aus der wissenschaftlichen Sicht. Kein Mensch kann wissen, was in der Frühzeit bis heute wirklich abgelaufen ist, deshalb wird es immer weiter ein Gedankenspiel der persönlichen Interpretationen sein, auch selbst der Wissenschaftler. Ich aus meiner veganen Sicht z.B. sehe die geistige Degeneration der Menschheit, bzw. die krankhaft einseitige Entwicklung, die zu diesem niederträchtigen Verhalten geführt hat, in der verkehrten Lebensweise über und auf Kosten der Tiere. Selbstständig denkende, industrieunabhängige Ernährungsforscher sind sich ja schon längst darüber einig, dass der Mensch nicht eine „omnivore“ Anlage hat, sondern eine „frugivore“. So wie die Menschenaffen. Also von Natur aus Frucht-und Blatt-Esser ist. Dass mit dem Tiere-Essen in Teilen der Welt begonnen wurde und sich dann weiter verbreitet hat, erklären sich diese Ernährungsforscher mit dem Einbruch der Eiszeit. Demnach wurden diejenigen, die während der Eiszeit in Landfallen abgesprengt waren, zwangsläufig zu „Eisrand-Jägern“ unter Selektion der Überlebensfähigen. Nicht eine hypothtische, omnivore Anlage, sondern eine außerordentliche Anpassungsfähigkeit ermöglichte diese Spezialisierung.
      Wenn man, wie ich z.B. und genauso viele andere langjährige Veganer/innen, den transformierenden Prozess von omnivor zu pflanzenköstlich selbst erlebt hat, dann kann man sich gut vorstellen, wie stark die ganze Menschheit sich dadurch verändert haben muss. Und dies zu ihrem allergrößten Nachteil.

  7. Das war ein hervorragender Vortrag! Eine Anmerkung scheint mir dennoch wichtig:

    Gegen Ende dieses Vortrages verglich Mausfeld den totalitären Neoliberalismus mit dem Faschismus in einer tabellarischen Zusammenstellung. (S. 36 in der schriftlichen Ausarbeitung).
    Meiner Meinung nach kann man diese Parallelen aber noch sehr viel deutlicher herausstellen.

    Vor einigen Jahren (bis ca. 2008) war im Duden noch folgende Definition des Faschismus zu finden: „Nach dem Führerprinzip organisierte, korporatistische Herrschaftsform“. Leider kann ich nicht mehr genau herleiten, bis zu welcher Ausgabe des Dudens diese Definition zu finden war; ich merkte sie mir bloss und mir fiel auf, dass heute etwas anderes drinsteht, nämlich: „nach dem Führerprinzip organisierte, nationalistische, antidemokratische, rechtsradikale Bewegung, Ideologie .“

    Der früheren Definition liegt also als wesentliches Element die „korporatistische Herrschaftsform“ zugrunde, während die neuere Definition den Faschismus nicht mehr als Herrschaftsform auffasst, sondern als eine bestimmte politische Ideologie. Diese politische Komponente, die auch Mausfeld als ideologisches Fundament des Faschismus nennt (zB. Nationalismus, Rassismus) trifft zwar auf den Faschismus des 20.Jh’s zu, war aber bis vor einigen Jahren nicht Teil des Faschismusbegriffs (der Definition) selbst. Hingegen war „Korporatismus“ und „Herrschaft“ ein wesentlicher Teil der Definition, also die (körperschaftliche) Entscheidungsfindung durch wirtschaftliche und politische Gruppen, man könnte auch sagen, durch elitäre Gruppen. Faschismus war also ein politisch neutraler Begriff für eine wie auch immer geartete „Elitenregierung“. Und: Die Faschisten sind immer die Herrschenden, nicht umgekehrt wie das mit der aktuellen Definition insinuiert wird!

    Der offensichtliche Unterschied ist, dass man den Faschismus nach älterer Definition deutlich im totalitären Neoliberalismus oder in auch in der parlamentarischen Demokratie mit ihren Lobbies erkennen kann, während dies die aktuelle Definition nicht mehr zulässt, da sie den Faschismusbegriff mit einer bestimmten politischen Ideologie (zB. Nationalismus) verknüpft, die in vermeintlichem Widerspruch zum totalitären Neoliberalismus (auch „Globalisierung“) steht. Was für ein Zufall..

    Noch etwas zur begrifflichen Herleitung des Faschismus: Es wird vermutet, dass dieser Begriff dem lateinischen „fasces“, also (Ruten)bündel entstammt. Das Korrespondiert auch mit dem italienischen Wort „fascio“ für „Bund“. Faschismus könnte man also wörtlich mit „Bündlertum“ übersetzen, und genau darauf deutet ja diese bis vor ein paar Jahren noch verwendete Faschismusdefinition (korporatistische Herrschaftsform) auch hin, während die aktuelle Definition diese Parallele gar nicht mehr enthält. Wikipedia zum Beispiel richtet sich nach der aktuellen Definition und hat folgerichtig auch grosse Mühe, Faschismus überhaupt zu definieren. Da wird der Begriff Faschismus dann von Historikern als „gewissermaßen inhaltsleer“ beschrieben, da er „so gut wie nichts über das Wesen dessen aus[sagt], was faschistisch ist oder sein soll“. Was einfach falsch ist.
    Übrigens, es gibt auch da wieder einen Bezug zum römischen Reich. Diese Rutenbündel waren Machtsymbole zu Zeiten des Römischen Reichs, welche die sog. „Liktoren“ vor den höchsten römischen Beamten hertrugen.

    Allein der Begriff Faschismus wäre also schon genug Stoff für einen separaten Vortrag, der das politisch korrekte Bild, dass die Faschisten zwingend und in jedem Fall irgendwie „die Rechten“ sein sollen, als Missverständnis auf der ganzen Linie entlarven würde. Die Faschisten sind per Definition die Herrschenden, und heute sind das die neoliberalen Lobbies und ihre Politik.

    • Die Entstehung des Wortes Faschismus, nämlich aus dem italienischen „fascio“(Bündel), ist glaub ich allgemein bekannt. Dementsprechend, wie die geheimen „Bünde“ sich bisher aufgeführt haben, ist es psychologisch mit „Elite-Denken“ doch gut erklärt. Und was dies bedeutet ist ja wohl jedem klar, zumal diese gesamte Zivilisation, die jetzt im Einsturz begriffen ist, auf diesem Ungleichheitsdenken aufgebaut wurde. Das ist ja überhaupt die Krux daran.

    • Dem geneigten Leser mag das durchaus bekannt sein, das ist wahr. Meiner Erfahrung nach verstehen allerdings die meisten Leute, inklusive Journalisten, die den Begriff Faschismus tatsächlich gebrauchen, diesen völlig falsch. Sie verstehen zb. nicht, dass die Faschisten eben jene sind, die die Macht haben, und die Rechtfertigungsideologien wie die Hirte- Schafe Metapher schaffen, um ihre Macht zu festigen.
      Meist wird der Faschismusbegriff benutzt, um vor politischen Strömungen zu warnen (manchmal auch zurecht), meist mit dem schwammigen, undefindierten Zusatz „wie in den 30ern“ o.Ä. Damit ist eben genau diese politische bzw. ideologische Komponente (Nationalismus, Rassismus), die dem Begriff selbst eigentlich gar nicht anhaftet, gemeint, und der Blick dafür, dass unser vorhandenes, neoliberalistisches System selbst ja schon der Faschismus ist, den sie eigentlich bekämpfen wollen, geht verloren.
      Das Verständnis, dass Faschismus einfach Elitenherrschaft bezeichnet, scheint meiner Erfahrung nach nicht allgemein verbreitet zu sein. Wenn ich meine Freunde frage, glauben die alle, dass sei irgendwie was rechtsradikales, oder einfach eine Diktatur, ganz klassisch mit einem Diktator. Das ist aber nicht mal die halbe Wahrheit. Im Grunde spricht Mausfeld ja während des gesamten Vortrags über den heutigen Faschismus. Ich bin nicht sicher, ob das ein braver „Süddeutsche – Leser“ wirklich so versteht. Ich hätte mir gewünscht, dass Herr Mausfeld dies etwas klarer herauskristallisiert, aber das ist absolute Detailkritik. Der Vortrag war wirklich glänzend.

    • Die heutige Machtelite als faschistisch zu bezeichnen, ist nicht nur von der Wortgenese her korrekt, so wie Sie es hier gut begründet haben. Es gibt auch viele Parallelen zwischen der heutigen, neoliberalen Welt und dem neuen Faschismus-Begriff a la Nationalsozialismus: Gleichgeschaltete Massenmedien, Kriege um Rohstoffe und „Lebensraum“ (heute: landwirtschaftliche Anbauflächen), und KZs gibt es auch zahlreich. Nur daß dort heute keine Menschen industriell ermordet und verwertet werden, sondern „Nutz-„Tiere, dafür in weit größerer Zahl.
      Der Kapitalismus in seiner heutigen Ausprägung ist sowohl nach der alten Definition faschistisch als auch nach der neuen Definition.

    • Vielen Dank für ihre Beiträge, Torsten und Veganislove. Von der Seite der Ernährungswirtschaft habe ich das Thema Faschismus noch gar nie betrachtet. Das hat schon was….
      Ist jetzt etwas offtopic, aber Interessant, dass sich hier gleich 2 Veganer melden, ich habe auch ein paar Beiträge weiter unten von ihnen gelesen. Ich denke, das vegansein ist ein super-anschauliches Beispiel dafür, wie man im Kleinen sehr Grosses bewirken kann. Perfekt, um den Anfang (auch des systemischen Widerstands) zu machen, mit dem man irgendwie nie beginnen will, obwohl das persönliche „Opfer“ dafür nur winzig klein ist, bzw wie Sie vermutlich sagen würden, gar nicht vorhanden ist.
      Kennen Sie Harald Kautz-Vella? Es gibt zB. verschiedene Vorträge von ihm auf Youtube. Es geht bei ihm um verschiedene ..wie soll ich sagen … „fortgeschrittene Verschwörungstheoretiker -Themen“. Wenn man ihn erstmals sieht, denkt man vielleicht, der Typ spinnt;) Aber ich glaube er ist aus seiner Erfahrung absolut ehrlich und hat ein breites Wissen. Und auch bei ihm geht es um die Abkehr aus der Tierwirtschaft als ersten Schritt. Fallls sie ihn noch nicht kennen, einfach mal googeln.
      Ganz zum vegansein hab‘ ich’s noch nicht gebraucht, aber über weite Strecken esse ich vegetarisch. Nicht völlig konsequent. Nur auf Käse kann ich (bin Schweizer) kaum verzichten;-) Ich habe aber für mich wirklich gemerkt, dass ich Fleisch nicht brauche. Das ist schonmal was.
      Dummerweise ist das Fleischessen auch eine Konvention, ich hab’s beispielsweise noch nicht fertiggebracht, das an Familienessen durchzuziehen, da würden gleich alle fragen, „stimmt was nicht?“, „was ist los?“… Und ich könnt’s kaum begründen, ohne dass die halbe Familie fragen würde, ob ich jetzt irgendwie esotherisch durchgeknallt sei..
      Wie dem auch sei, lasst euch herzlich grüssen!

    • Lieber „Teebeutel“! Ganz lieben Dank für den Hinweis auf Harald Kauz-Vella! Habe gerade erst 15 Minuten lang seinem Vortrag „Selbstermächtigung- der Weg zurück ins Paradies“ gelauscht! Schon in den ersten Minuten, als das (gedankliche) „Verbidungen Ziehen“ zur Sprache kam, wusste ich, dass wir soz. „auf gleicher Wellenlänge“ sind.
      Als ich das Buch „The World Peace Diet“(in deutscher Version „Ernährung und Bewusstsein) des amerikanischen Erziehungswissenschaftlers und ehemaligen Zen- Mönches Will Tuttle zunächst im amerikanischen Originaltext las, wunderte ich mich gleich zu Anfang darüber, wie oft da das Wort Connection auftauchte. Jetzt habe ich mittlerweile schon längst begriffen, dass die wahre, d.h. umfassende menschliche Intelligenz aus dieser Fähigkeit besteht, „Verbindungen zu ziehen“. In unserer einseitig vom trennenden Materie-Denken(sag ich mal so) beherrschten orthodoxen Wissenschaft, die sich dann auch noch durch die Industrie in streng getrennte Wissenschaftszweige zersplitterte, in denen „Fachidiotentum“ entwickelt wurde, hat ein allgemeines „Tunnelblick- Denken“ hervorgebracht, woran die ganze Menschengesellschaft jetzt droht, zu zerbrechen. Die meisten von uns kennen ja den überlieferten Ausspruch von Albert Einstein, dass man Probleme nicht mehr mit dem selben Denken lösen kann, durch welches sie entstanden sind. Genau darum geht es.
      Ich zitiere dazu noch einmal mich selbst: „An Spiessigkeit und am Traditionalismus geht die Welt unter“.

  8. Tut mir leid, aber ich muss es doch noch einmal deutlich sagen: Ist es Euch eigentlich klar, dass Ihr, die ihr immer noch gedankenlos Fleisch und andere Tierqualprodukte verzehrt, die zudem noch krankheitserregend sind und deren Produktion die ganze Erde verseuchen, seid Ihr Euch wirklich immer noch nicht im Klaren darüber, dass Ihr unseren wehrlosen mit-Lebewesen gegenüber genau die selbe Einstellung habt, wie die Eliten sie gegenüber uns haben?
    Seht Ihr wirklich nicht dieses selbe lebensverachtende Muster und begreift Ihr wirklich immer noch nicht, wo es seinen Anfang nimmt? Gedankenmuster übertragen sich. Lebensverachtung und Lieb-und Mitleidlosigkeit bleibt nicht ohne Folgen, ganz egal, gegen wen sie gerichtet ist! Der weltumspannende Faschismus beginnt beim selbstverständlich hingenommenen weltweiten, gesetzlich abgesicherten und politisch akzeptierten „Holocaust gegen die Tiere“! Dabei muss noch gesagt werden: es ist ja noch schlimmer wie ein Genozid , es ist ein Höllen-Kreilauf, weil laufend in Masse wieder neues Leben in die Welt gezwungen wird, nur, um nach kurzem Qualdasein entweder abgeschlachtet zu werden, oder nach verlängerter Qual ausgesaugt und als Reproduktionsmaschine dieses Grauens missbraucht zu werden! Glaubt Ihr wirklich, dass dies die Stimmung in der Welt nicht grundsätzlich prägt?

    • Ihr ernährt Euch mit Tierprodukten tagtäglich von Höllenqualen. Wie kann man glauben, dass dies ohne Folgen für einen selbst und die ganze Welt bleibt? Ich verstehe das einfach nicht!

    • Danke, Veganislove, für diesen Beitrag. Ja, so ist es, und so deutlich muß es auch gesagt werden.
      Es wird hier oft und zu Recht gefragt, was man denn mit dem Wissen, das man hier erlangt, tun könne. Auf dem Gebiet der Tierquälerei ist die Antwort ganz einfach, und jede(r) kann sofort das Richtige tun: vegan leben. Seltsamerweise tun dies aber die Wenigsten.
      Stattdessen wird weitergegrübelt, oder es werden unrealisierbare Ideen gesponnen. Das ist nicht effektiv, und alles bleibt wie gehabt.

    • Danke, Torsten! Nun ist es endlich einmal alles deutlich raus. Deutlicher, für das, was global an ausgeklügelter, industriell geregelter Grausamkeit abläuft, können nur noch die zahlreichen Videos sprechen, die heute jeder im Netz sich ansehen kann. Ich kann das schon lange nicht mehr. Das, was ich gesehen habe, genügt mir für alle Zeiten und bestimmt auch für alle weiteren Leben, falls es sie gibt.

  9. Danke! Danke! Danke für diesen großartigen Vortrag und die Veröffentlichung!
    M.E. ein ausserordentlich wertvoller Beitrag in Sachen Information und Aufklärung.
    „Bewusstmachung in einer breiten Öffentlichkeit“, damit wir unser kollektives Bewusstsein – unsere kollektiv gebündelte Veränderungsenergie wirksam werden lassen können.
    Der Schwarm (mit seiner Schwarmintelligenz) ist von einzelnen Raubtieren – auch mit den perfidesten Strategien – grundsätzlich nicht zu besiegen. Wir müssen nur wach werden und so viele wie möglich aus der Resignation und Apathie befreien.
    Stéphane Hessel hat gesagt: „Wir gehen langsam, weil wir weit gehen.“ Ich denke, wir sind nun auf dem Weg, die Geschwindigkeit erhöht sich, und … wir werden immer größer.

    1789 – meine neue Lieblingszahl …!

  10. Also das die Elite aktuell wirklich massive Sorge hätte vor dem Volk – ist die Frage, wenn ich mir Katy Perrys neuestes Video „chained to the rhythm“ anschaue.

    Da ist so viel Anspielung vorhanden, dass es eher so wirkt, als macht sich die Elite, sofern Katy Perry als Personal dazu gezählt werden kann, sich lustig über die Verblendung und Verblödung der Menschen. Die Lyrics sagen schon alles.

    Warum passt das jetzt zu Mausfeld?
    Nun in beiden Videos von Perry sind Hamsterräder vorhanden, Anspielung auf 1984 in einem.

    Es ist schon unglaublich, was da für eine Botschaft in beiden Videos zu diesem Lied rüberkommt…

    • mmhh…also bei genauerer Analyse des Songs (Textinterpretation und Text/Bildschere) würde ich sagen, dass der Song auch gut in die andere Richtung interpretiert werden kann.

      Bin gerade etwas zu faul das etwas detailierter zu erläutern, aber als Hinweis würde ich sagen, achtest du mal darauf, auf wen sie sprachlich zeigt (you), und was sie diesen Personen sagt, und mit wem sie sich gemein macht (we) und was sie bei denen feststellt.

      Problematisch dabei ist natürlich die „wir“-Form, die in ihrer vielfältigen Auslegungsmöglichkeit stets sehr schwammig ist. Dennoch würde ich behaupten, dass Video und Text nach einer allegorischer Deutung streben in der
      a. Konsumismus kritisiert wird (Hamster als unmissverständliche Metapher für die dröge und banale Konsumenten-Identität und Verbraucher-Realität)
      „Living our lives through a lens“

      b. fragwürdige und einseitige mediale Leitbilder sichtbar gemacht werden (Hamster im Rad als einziges Programm, dass als Metapher für die permanente Indoktrinierung des kapitalistischen Arbeitsideals steht)
      „We’re all chained to the rhythm“

      c. die Miniaturwelt als Symbol für den Verlust von Selbstbestimmung und Eigeninitiative steht.
      „Trapped in our white-picket fence. Yeah, we think we’re free“
      Dieser Verlust ist metaphorisch bis in die ‚kleinsten Details‘ des privaten Lebens sichtbar.
      Zudem unterstreicht die große Hand, die alles sozusagen im Griff hat diesen Kontrollverlust über elementare Dinge des eigenen Lebens. Ich verstehe es als kritische Anspielung auf die unsichtbare Hand, die aber gar nicht so unsichtbar zu sein scheint und nicht den Markt kontrolliert sondern unser gesamtes Leben.

      Wenn überhaupt eine Kritik am Hamster (oder eben der Schäfchen) erkennbar wird, dann ist das meiner Meinung nach die eigene Trägheit und Faulheit, die zu diesem widerlichen Zustand ihren Anteil geleistet hat.
      „Happily numb. So comfortable, we live in a bubble, a bubble“

    • Als Ergänzung zu meiner kurzen Lied und Video Analyse:

      Als Sahnehäubchen auf dieser Kritik der kollektiven Lethargie im Lied, wird eine Mitsing Grafik geliefert, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Bevormundung ist. Als interaktives Element stützt sie eben diese Kritik und nutzt die medial konditionierten Automatismen derjenigen Menschen aus, die im Autopilot-Modus durch ihr Leben steuern, um so die untersschwellige, leicht subversive Botschaft dieses Liedes unter deren verkrustete Schädeldecke zu platzieren.

      Eigentlich geht mir Keyti Perrie ja sonst eher am Po vorbei. Sie gehört für mich in der Regel zur Kategorie „Sweet faced ones with nothing left inside that we all can love“ Aber ich muss gestehen, dass mich dein Beispiel neugierig gemacht hatte und ich jetzt nach der ersten Analyse ein Keyti Perrie Lied kenne, dass nicht so eindimensional ist wie anfänglich vermutet.

      Übrigens, ich glaube, deine Vermutung, dass im Video eine Anspielung auf Orwells 1984 zu finden ist, ist zu weit hergeholt. Da müsstest du denk ich einige unbequeme Verrenkungen machen, um das argumentativ überzeugend zu untermauern.

    • das 1984 siehst Du in Form von hrs bei min. 1:30 zu 1:32 die Uhr zählt runter. – in einem Video; während die Menschenschlange in Richtung Hamsterrad wartet. Zuvor wird bei 0:20 das Hamsterrad als „Greatest Ride in the world“ in einem Video beworben.

      Es gibt schon einige englische Analysen zu dem Lied, die sich teils lange damit beschäftigt haben. Ich bleibe zunächst bei meiner eigenen Interpretation.

      Hier mal ein Zitat des Textes „chained to the rhytm“: “
      Are we crazy?
      Living our lives through a lens
      Trapped in our white-picket fence
      Like ornaments
      So comfortable, we live in a bubble, a bubble
      So comfortable, we cannot see the trouble, the trouble
      Aren’t you lonely
      Up there in utopia
      Where nothing will ever be enough?
      Happily numb
      So comfortable, we live in a bubble, a bubble
      So comfortable, we cannot see the trouble, the trouble

      Aha, look so good
      So put your rose-colored glasses on
      And party on

      Turn it up, it’s your favorite song
      Dance, dance, dance to the distortion
      Come on, turn it up, keep it on repeat
      Stumbling around like a wasted zombie
      Yeah, we think we’re free
      Drink, this one is on me
      We’re all chained to the rhythm
      To the rhythm
      To the rhythm
      Turn it up, it’s your favorite song
      Dance, dance, dance to the distortion
      Come on, turn it up, keep it on repeat
      Stumbling around like a wasted zombie
      Yeah, we think we’re free
      Drink, this one is on me
      We’re all chained to the rhythm
      To the rhythm
      To the rhythm“

      Wenn Du dir dazu das Video ansiehst, wo die übergroße Hand mit Liedtext-Unterteilung Minispeisen für einen Hamster vorbereitet – und im zweiten Video zum selben Lied das Hamsterrad als Nonplusultra als „greatest ride“ angeboten wird, lässt sich stark vermuten, dass auch die Anspielung auf Hamster ( im zweiten Video) den Menschen meint.

      So wie Mausfeld mal in einem Vortrag und im Gespräch mit Ken Jebsen meinte: „Demokratie“ sei Opium fürs Volk; weil das Volk sich gewertschätzt fühlen würde – es in dem Wort ja drin vorkäme. So ist es mit der Unterhaltungsindustrie auch. Jemand anders lenkt und denkt für einen selbst. Ganze Bevormundung.

      Das z.B. in dem einen Video Häuser, die erst stehen und dann hochgehoben werden( bei min. 0:34 bis etwa 1:08) = das sieht mir eher nach einem Symbol für Enteignung aus.

      Wenn Du das Video nicht nur als eigenes Produkt siehst, sondern vergleichst was so in der Wirtschaft mit den Märkten, dem Goldboom, Bitcoin etc. vergleichst geht es ja wohl in die Richtung, die zum Teil in dem Video angerissen wird.

      Das zweite Video mit dieser übergroßen Hand und unterlegtem Text ist einfach eine Provokation.

      Als ob das Volk zu blöde ist, sich zu erheben. „Bombs away“ bei 1:52 – ob das in die andere Richtung gedeutet werden kann? Ich würde Dir zustimmen, dass es zu einem in die Aufwachstimmung evtl. gedacht werden könnte; aber da es zwei Videos zu einem Lied gibt, denke ich, dass das Lied sich darüber lustig macht.

      Denn auch in Deutschland wissen, denke ich, genügend Menschen, dass die Bundeswehr in mehr Einsätzen aktiv ist, als die Bevölkerung es je befürworten würde – wir werden aber nicht gefragt. So ist das auch in den USA, was deren Militäreinsätze angeht.

      Insofern finde ich das Video ebenfalls zynisch. Zu sagen wir machen „Party“ – einfach. Als ob die Bevölkerung überall auf der Welt einfach wegschaut? MIt Sicherheit nicht.

      Es kann ebenso die von Mausfeld gewünschte Revolte des Volkes durch die Eliten sein. Also dieses Lied als ein weiterer Hebel, die Menschen in eine Bewegung zu setzen versuchen.

      Es gibt bei Min. 2:14 eine Tankstelle mit „H2O-Inferno“. Katy Perry trinkt davon. Tut so, als wäre sie eine wie Alle. Der Zynismus, der dabei vorhanden ist, kommt wohl eher in den USA zur Geltung. Viele Menschen sind dort auf unsauberes Wasser angewiesen:

      http://edition.cnn.com/2016/08/09/health/contaminated-water/

      Parallel gibt es Dinge wie CETA oder TTIP :

      http://finanzmarktwelt.de/ttip-so-koennten-us-konzerne-wasser-in-europa-zu-gold-machen-10986/

      Hier noch ein anderer Artikel zu Thema sauberes Wasser:

      https://www.helles-koepfchen.de/artikel/3525.html

      – also die Anspielungen hinter den Bildern und der „Party“-Musik sind für mich eher sehr besorgniserregend.

      Denn: ausser Musik kommt ja keiner, der sämtliche Anspielungen erläutert. Der Clou zu Deiner Frage mit „wem sie sich gemein macht, im Video“ ist ja: sie kann als Figur im Video sich mit dem Volk gemein machen – aber sie spielt das in dem Video ja. Sie ist das nicht bewusst, sonst wären manche anderen Veranstaltungen von ihr schwer einzuordnen, denn:

      Es gibt auch mehrere Artikel, die seit einigen Jahren Katy Perry eher zu den satanischen Kreisen zählen; ich zitiere mal nur zwei Links:

      http://www.infowars.com/katy-perry-illuminati-priestess-conducts-witchcraft-ceremony-in-front-of-the-entire-world/

      http://www.nowtheendbegins.com/ex-christian-katy-perry-promotes-dark-magic-lgbt-agenda-2015-super-bowl-halftime-show/

      Gerade sowas wird kaum zum Spaß gemacht, bzw. ich zweifle stark an, dass katy perry das alles mit sich machen lässt, ohne selbst sich mit diesen Dingen um ihre Person gemein zu machen.

      Oder auch noch ein Beispiel mit Zitat:

      Is Katy Perry in the Illuminati?…

      Katy Perry is a global phenomenon who has risen from obscurity to an international superstar in just a few years. She’s been etched into the musical history books with the likes of Michael Jackson and Madonna; but has she got to this point with the help of the Illuminati? Were the elites who pull the puppet strings of the music industry behind an established plan to use her to relay a message that supports a hidden agenda?

      Join me as we explore various aspects of Katy Perry’s rise to stardom and the secret messages hidden in her music, her mysterious religious beliefs, and the potential mind control conspiracy behind her story.“

      http://illuminatiwatcher.com/katy-perry-illuminati/

      Und das würde schon passen zu Katy Perry. Als Marionette der Eliten.
      Das passt allgemein zur Unterhaltungsindustrie: Die Menschen unten halten. Die Menschen auf Ablenkung bringen – sich von wichtigen Themen und Mitspracherechten loszusagen.

      Kayne West hat z.B. auch etwas über die Manipulation der Wahlen in den USA gesagt – über die gefälschten Wahlvoraussagen von Clinton. Während eines Konzerts – wahrscheinlich noch auf Youtube zu finden. Danach wurde er zwangseingewiesen. Jetzt hat sein Gedächtnis starke Erinnerungslücken, nachdem er entlassen wurde. Zufall?

      Es lässt sich jetzt ganz leicht die Vermutung: „Spinnerei“ äußern – aber man könnte auch in die andere Richtung denken.

      Ich habe eine zeitlang den Journalisten „David Seaman“ verfolgt : 154.000 You-Tube Abonennten. Er sprach über Pizzagate. Seit heute : Twitter gelöscht, Youtube gelöscht – Wikipedia : dort wurde er entfernt. Er sprach im letzten Video davon, dass es ihm nicht gutgehen würde – er Todesdrohungen erhielt.

      So schnell kann es gehen, wenn Kritik an Themen geäußert wird, die absolut unerwünscht sind.

      Naja – mir wird selbst regelmäßig übel, wenn ich zu tief in solche Zusammenhänge hineinschaue…

    • Nachdem ich nun auch das zweite Video gesehen habe (mir war vorher nicht klar, dass es eine alt. Version gibt) kann ich dir bei der Orwell Anspielung nur zustimmen. Sie ist in Form eines Countdowns eingebaut, der 1984 Stunden vor dem Ende steht. Im Zusammenhang mit der Warteschlange voller verblendeter Menschen, die auch mal „the greatest ride“ erleben wollen und dem Text „we’re all chained to the rhythm“ bin ich aber irgendwie immer noch nicht davon überzeugt, dass es sich um eine Verherrlichung dieses Zustandes handelt. Ich verstehe das im Gesamtkontext des offenkundig absurden Treibens als klare Warnung und nicht als wünschenswerte Verheißung.

      Die Disney-esque Theme-Park Darstellung einer gesellschaftlichen Realität unter dem Namen „Oblivia“, also Vergessenheit bzw. Besinnungslosigkeit, unterstreicht doch klar, dass es sich hierbei um den im Liedtext erwähnten Blick „through a lens“ handelt, der im Kontrast mit überspitzten Repräsentationen eine Weltsicht durch „rose-colored glasses“ abbildet.
      Vor allem das trinkbare Feuerwasser sind m.M. nach offensichtliche Kritikpunkte, die zeigen wie mithilfe von soft language und einer verlogenen und einseitigen Werbewelt und international agierender Konzerne den Menschen eine Scheinwelt vorgekaukelt wird. Aus diesen Grund sind „we all“ ja „So comfortable, we live in a bubble, a bubble
      So comfortable, we cannot see the trouble, the trouble“

      Diese unmissverständlichen Parallelen weisen meiner Ansicht nach auf die destruktiven Dynamiken unserer momentanen Gesellschaft z.B.:
      1. Eine soziopathische, korrupte und gierige Finanzwelt, die Identifikationsmerkmale (Class Mobility, American Dream) einer ganzen Nation missbraucht (The great American Drop) -> ganz klare Anspielung an die Zersetzung der amerikanischen Mittelschicht durch Immobilienspekulation.
      Die Betreiber des „Great American Drop“ sind in Raumanzügen dargestellt, sie sind sprichwörtlich abgehobene Leute aus einer anderen Welt; eben der Finanzwelt. Die Attraktion des „Great American Drop“ ist dabei der schnelle Aufstieg und der abrupte tiefe Fall, was textlich passenderweise mit der „Buble, bubble“ untermalt wird und somit in seiner Eindeutigkeit wohl kaum von der Hand zu weisen ist. Platzt also die Finanzblase, gehts für die Menschen ruckartig steil nach unten. Diese Attraktion wurde ihnen präsentiert von ihrer perfiden Finanzelite.
      2. belogen und verführt von Ölkonzernen -> (Inferno H₂O „Enjoy Firewater“)
      3. Eingespannt und Teil einer Kriegsmaschinerie -> (Bomb away! Looping-Bahn)
      4. Mentale Geiseln von Internetkonzernen (Hamster Tablet)
      5. Konditionierung der Massen und Herstellung eines Konsens durch spektakuläre Medien (3D Kino, alle Zuschauer bewegen sich blind im selben Rhythmus außer Keytie Perrie, ihr erscheint Skip Marley mit seiner aufrüttelnden und prophetischen Nachricht)

      Wie du siehst, kann ich beim besten Willen in keinen der beiden Videos eine Verherrlichung feststellen. Im Gegenteil, finde ich zahlreiche Hinweise, die eine kritische Darstellung dieses Affentheaters begünstigen.
      Die gesamte Idee des Theme-Parks erinnert mich zudem an George Carlins Freak-Show Metapher. -> https://www.youtube.com/watch?v=EkTeZLiNCoM
      Sehr sehenswert 😉
      George Carlin is the MAN!!

    • Ach ja, der Hamster und das Hamster-Rad. Du hast recht, wenn du sagst, das der Hamster als Symbol für den Menschen steht, aber das ist mir zu allgemein formuliert. Ich behaupte, dass der Hamster als Symbol für diejenigen Menschen steht, die von den Strippenziehern/Eliten sprichwörtlich bevormundet (im Hamstervideo) und verschaukelt (im Erlebnispark) werden.

      Hamster heißt im Englischen ‚Guinea Pig‘ und ist figurativ auch als Laborratte/Versuchskaninchen übersetzbar. Das Hamsterrad ist also für die apathischen Laborratten gedacht. Deshalb sehe ich in erster Linie im Hamsterrad nach wie vor eine Metapher für die Arbeitskraft ausbeutende kapitalistische Arbeitsethik. Das Schicksal der Steuer zahlenden Arbeiterklasse. Im Video ist niemand im Hamster-Rad erfolgreich, insbesondere gesellschaftlichen Minderheiten (Schwarze, Asiaten).

      Übrigens sind die Betreiber der Erlebnispark-Attraktionen alle im Raumanzug gekleidet, wie bereits erwähnt steht das doch sehr deutlich für ihre Abgehobenheit, sprich Verlust von Bodenständigkeit.
      Ungleichheit zwischen Mann und Frau wird ebenfalls thematisiert in der „Love me@Validation Station“ wo der Mann für dieselbe Leistung wie Keytie (Looping-Bahn fahren und für Bild posen) deutlich mehr Punkte vom Publikum bekommt.
      Die Zuspitzung der „Oblivia“-Attraktionen ist in der „No Place Like Home“-Schleuder über den weißen „Safe Trip Home!“ Zaun („Trapped in our white-picket fence“) deutlich erkennbar. Es steht ja wohl nicht zur Debatte, dass diese Form des Reisens alles andere als sicher ist. Dass die Versuchskaninchen selbst dabei glücklich strahlend partizipieren kann nur einer kompletten „Oblivia“-Aphatie zugeschrieben werden.

      Bei allem was interpretatorisch über die Liedtext und Video Ebene hinaus geht bin ich raus. Spekulationen über Illuminati und Keytie Perries möglichen Freizeitaktivitäten gehören in die Bunte oder anderen Boulevard Blättern. Sowas interessiert mich so sehr wie der bekannte Sack Reis in China. Bitte nicht persönlich nehmen! Ich tue das jetzt nicht als Spinnerei ab, sondern versuche klar zu machen, dass dort ein Interessen-Feld neu aufgeht, das mich einfach nicht tangiert. Gerne interpretiere ich handfeste Quellen, aber bei spekulativen Interpretationen fehlt mir das empirische Fundament. Zudem zelebriert sowas oft einen individualen Personenkult, egal ob nun positiv oder negativ, und verkommt gerne mal zum Tratsch. Da bin ich nicht gut drin und es fehlt mir einfach das Interesse.

  11. Schade.
    Im Publikum saßen nur Leute ab 40 Plus.
    Gabs irgend was Wichtigeres als diesen Vortrag von Rainer Mausfeld, oder warum war da keine Jugend anwesend.

    Dann ist Revolution, bzw. Weiterentwicklung der Repräsentativen Demokratie sinnlos.

    Auch eine Strategie.

    • „Gabs irgend was Wichtigeres als diesen Vortrag von Rainer Mausfeld, oder warum war da keine Jugend anwesend.

      Dann ist Revolution, bzw. Weiterentwicklung der Repräsentativen Demokratie sinnlos.

      Auch eine Strategie“

      Schauen Sie sich die Klickzahlen an. Das werden auch Jugendliche gesehen haben. Vermute ich ganz stark.

  12. Vielen herzlichen Dank für den Beitrag!

    Vor allem Dinge beim Namen nennen, wie z.B. diesen unerträglichen „amerikanischen Exzeptionalismus“.

    Es wird wirklich Zeit die Struktur von Demokratie völlig neu zu überdenken. Warum wählen wir Parteien und nicht Aussagen/Vorhaben/Projekte?

    Hoffe noch auf viele andere interessante Beiträge!

  13. Bezüglich des exzeptionellen gutwilligen Imperiums noch einpaar Gedanken:

    „… Rückschluss über einen „gerechten“ 3. Weltkrieg gegen Deutschland und Japan handeln, entsprechend der Logik der Beziehung zwischen einem siegreichen Imperium und seinen Vasallen, die den imperialen Vorrang, allein durch ihre wirtschaftliche Stärke bedrohen. Bitte lest, um zu verstehen, warum dies in die Thematik des Geoengineering perfekt hineinpasst.“

    „Nun haben wir alle Bestandteile des Karthago-Syndroms als Konzept vorliegen:

    1. Zwei große Kriege!
    2. Ein Gewinner beider Kriege.
    3. Zwei Verlierer mit vollständiger Kapitulation.
    4. Schnelle wirtschaftliche Erholung beider Kapitulanten.
    5. Dritter Krieg der Vernichtung!

    Welche Staaten haben in der nahen Geschichte zwei Kriege in dieser Weise begonnen und verloren?“

    http://geoarchitektur.blogspot.com/2016/12/the-carthage-syndrome-water-carbon.html

  14. Ein wenig Logik (im Sinne Kunst des Folgerns)

    Was ist Recht? Welcher Zweck wird mit Recht verfolgt?
    Geht es bei Menschenrechte um den Menschen oder um Rechte?
    Geht es bei Freiheitsrechten um die Freiheit oder um Rechte?

    Ein Rechtssystem behandelt Sachverhalte. Der Mensch wird genauso wie der Zustand Freiheit zur Sache, zum Eigentum erklärt. Jedes Eigentum hat einen Eigentümer. Geld ist nichts anderes als ein Recht.

    Wer macht Rechte, das Volk oder die Elite? Für wen gilt das Recht, für das Volk oder für die Elite?

    Gleiches Recht für alle ist widersinnig, denn Recht wird gemacht, überwacht und durchgesetzt. Das bedeutet, daß in einem beliebigen Rechtssystem immer ‚einige‘, also die Elite, mehr Rechte haben müssen. Damit ist Gleichberechtigung durch Recht nicht machbar.

    Recht bedingt gar Unrecht. Wenn jedoch Unrecht herrscht, kann es nicht gerecht zugehen. Daraus ergibt sich zwingend, daß durch Recht niemals der Zustand Gerechtigkeit hergestellt werden kann.

    Ein Rechtssystem behauptet, es gäbe zwei Menschenarten, die Elite, die Götter und das gemeine Volk.

    Das ist der übliche angewandte Rassismus in Systemen, die ja auf Glauben beruhen.

    Frieden beruht auf den unbestimmten Zuständen Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit zwischen Menschen. Diese zwischenmenschlichen Beziehungen beruhen auf Verständigung.

    Wer jedoch Regeln/Rechte/Gesetze fordert, hat kein Interesse an Verständigung. Er hat folglich auch kein Interesse an Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit.

    Im Grunde sehr einfach zu verstehen:
    Verständigung bedarf des Verstehens und dies wiederum des Verstandes.

    Die übersinnliche, übermenschliche Vernunft ist den Göttern (die von den Eliten vertreten werden) vorbehalten.

  15. Ich muss dann aber auch hier einmal die Frage stellen, wie denn ein friedliches Grundbewusstsein entstehen soll- eine neue schönere Welt, wenn der größere Teil der Menschheit es sich erlaubt, sich ununterbrochen weiter aus der Hölle der Tiere zu ernähren, zu schmücken und zu bereichern! Es muss endlich verstanden werden, dass dies völlig unmöglich ist!
    Auch wenn es sicher wieder hier viele nervt, möchte ich noch ein Zitat eines meiner Lieblingsschriftsteller dazu anfügen:
    „Die Grausamkeit gegen Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn er selber leidet?

    • Liebe Veganislove,

      ich habe immer Probleme damit, wenn ein Mensch einen anderen Menschen als Bestie oder dessen Verhalten als bestialisch oder animalisch beschimpft. Oder: Der oder die „benimmt sich wie ein Tier“. Ich möchte dann immer einwenden. Nein, der benimmt sich wie ein Mensch. Ein Tier würde sich nicht so verhalten. Vermutlich anders als Sie, sehe ich darin die Crux. Wenn Menschen lernen, Menschen wie Menschen zu behandeln, dann werden sie auch Tiere anders sehen und behandeln. Bis dahin werden wir Menschen und Tiere so behandeln, wie wir es tun.

    • Wenn Sie Menschen wie Menschen behandeln wollen, Tony Hill und Petra, dann fangen Sie doch hier gleich einmal damit an, indem Sie Texte von anderen richtig lesen und nicht mit Ihren eigenen Vorurteilen entstellen. Sagen Sie beide mir doch mal, wie das jetzt plötzlich funktionieren soll nach tausenden von Jahren mit der besseren Menschlichkeit? Ich sehe nur eine schreiende Unlogik in Ihrer Argumentation. Ich habe auch noch nie in meinem ganzen Leben diesen Spruch getätigt, dass „der oder die sich wie ein Tier benimmt“. Das stammt auch aus Ihrer unlogischen Denkweise, nicht aus meiner.
      Ich habe hier Menschen weder als Bestien noch als „animalisch“ bezeichnet. Ich sehe aber in dem unreflektierten Glauben an Gewalt und dem fehlenden Mitgefühl für andersartige empfindsame Lebewesen eine Degeneration
      bzw. eine Geisteskrankheit, die den ganzen Planeten bedroht. Und diese Geisteskrankheit ist direkt verknüpft mit der Ernährung durch Tierfolter und Tiermord. Wenn Sie beide mit Menschen, die dieser Ansicht sind, ein Problem haben, dann haben sie auch mit den größten Geistern unserer Menschheitsgeschichte ein Problem.

    • Mitgefühl für die leidenden Tiere kann nicht von aussen aufgedrückt werden, man kann nur versuchen, Bewusstsein auf das Leiden der Tiere zu richten. Mitgefühl entwickelt sich dann.

      Die Anschuldigungen gegen Veganislove finde ich nicht zutreffend.

    • Liebe Veganislove,

      „vegan“ und „love“-Sprech? Beißneigung? Vegan = Friede?

      Beißhunde werden durch Menschen zu Beißhunden. „Menschliche“ Beißhunde ebenso. Grausamkeit gegen Tiere wird nicht enden bevor Grausamkeit gegen Menschen endet.
      Grundlage der menschlichen Verderbtheit? Der Mensch, wie in der Frage mit dem Wort „menschlich“ schon beantwortet. Das Problem ist hier, daß der Mensch auch „Alleinherrscher“ der Sprache ist, daher kann er auch die „unmenschlichsten“ (=tierischen, bestialischen) Handlungen als verzeihliche „menschliche“ Verfehlungen entschulden (und von der Bestialität abgrenzen). Die Begriffe menschlich, bestialisch, tierisch versteht der Mensch für sich zu nutzen.
      Die Sprache der Tiere versteht er praktisch nicht.

      Das Tier ist was es ißt, auch wenn es Pflanzenesser ist. Der Mensch ist was er ist.

      Die Antwort liegt vielleicht darin: Mensch und Tier s e i n statt Mensch und Tier h a b e n und
      h a l t en. Sein statt haben.

    • @ KenFMFan @ Veganislove

      Empathie, sofern als unteilbar verstanden und empfunden, unterscheidet nicht zwischen Mensch und Tier. Sie wird in der Tat nicht von Außen aufgedrückt. Ob das möglich oder gewünscht ist, das ist ein anderes Thema.
      Anschuldigungen gegen Veganislove waren nicht beabsichtigt und auch nicht im Kommentar enthalten. Veganislove unterscheidet nicht zwischen emphatischer theoretischer Erörterung – mit Inklusion meiner Person, aber ohne persönliche Inklusion des/der Adressaten – und der leider vorherrschenden aggressiven Streit“kultur“. Ihre Inklusion und entsprechende Abwehr war selbstgewählt.

  16. TEIL 3: WISSENSCHAFT ALS HERRSCHAFTS-INSTRUMENT

    „Die Sozialwissenschaften werden immer mehr zu einem Instrument der Kontrolle der Massen ..“ (PM)

    Das ist natürlich eine sehr deprimierende Feststellung, doch auch die Naturwissenschaften werden immer mehr zum Herrschafts-Instrument (z.B. Gentechnik, Patente auf Lebewesen etc). In den USA werden 70% DER FORSCHUNG VOM PENTAGON FINANZIERT und alles, wirklich alles, wird als mögliche „Waffe“ ins Visier genommen (auch unsere Psyche, unser Gehirn und das elektro-magnetische Spektrum…).

    Die Privatisierung der Forschung (von Neoliberalen vorangetrieben) ist deshalb auch eine fatale Entwicklung …
    Die Journaille trägt erheblich dazu bei, dass Bezug auf „wissenschaftliche Studien“ ausreicht, um jede Behauptung legitim erscheinen zu lassen, denn sie schreiben über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben (z.B. Glyphosat u. Gentechnik).

    Dass neue „Technologien“ immer zum Vorteil der einen (mehr Macht) und zum Nachteil der anderen dienen, wird auch nie diskutiert. Eine wichtige, schon ältere Analyse dazu stammt von Neil Postman: DIE ZWEITE AUFKLÄRUNG). Unsere Politiker sind für alles zu haben, was unter „Innovation“ verkauft wird … (neuester Schwachsinn: selbstfahrende Autos und Busse…)

    Zur „Repräsentativen Demokratie“

    Damit hat PM den Nagel (der großen Verarschung) auf den Kopf getroffen: der Begriff ist ein Widerspruch in sich, wie auch Professor Köchler hier verdeutlicht:

    „Selbstbestimmtheit heißt dabei …. die Entfaltung der im Individuum angelegten Möglichkeiten IN GEMEINSCHAFT MIT ANDEREN, DIE ALS GLEICHBERECHTIGT GESEHEN WERDEN.“ […]

    Wie muss ein politisches System beschaffen sein, damit Selbstbestimmtheit in dem hier angedeuteten Sinn von jedem Einzelnen realisiert werden kann?

    Wenn man Selbstbestimmtheit des Menschen als die eines Bürgers – und damit eben schon als MITGLIEDES EINER GEMEINSCHAFT…. ernst nimmt, dann folgt daraus notwendig die Konzeption eines Gemeinwesens nach dem klassischen athenischen Ideal der DIREKTEN DEMOKRATIE.“

    […] Andererseits ermöglicht nur diese Organisationsform RECHTSSTAATLICHKEIT und eine sowohl auf den inneren als auch den äußeren FRIEDEN gerichtete Politik.“

    Professor Köchler betont: Ohne RESPEKT vor dem anderen (ob Mensch oder Land) auf Basis der GLEICHWERTIGKEIT kann es keinen Frieden geben (daher sind die USA und Israel der größte Feind des Friedens) und (wie auch PM)
    Volkssouveränität im Rahmen einer repräsentativen Verfassung ist eine FIKTION

    also ist unser System in Wahrheit eine „repräsentative Oligarchie“.

    „Entscheidend ist jedoch, dass in einem solchen repräsentativen System sich der Einzelne eben nicht als freier und gleicher Bürger verwirklichen kann, da letztlich über ihn verfügt wird. Er kann sich nur – in Form von periodischen Wahlen – an der Auswahl derjenigen, die über ihn für eine festgelegte Zeit herrschen sollen, beteiligen …“

    Köchler schreibt weiter, dass es „Grundsätzlich in jeder Angelegenheit möglich sei“…, dass das Volk auf den Plan tritt und in Form eines Referendums korrigierend eingreift“.

    Doch genau das ist in Deutschland PER VERFASSUNG ausgeschlossen. WARUM? Wieso finden wir uns damit ab?
    Wenn wir konkrete Forderungen artikulieren wollen, muss eine davon sein: mehr DIREKTE Demokratie (wie in der Schweiz).

    Dann kommt ein Satz von Köchler, den wir (die keine „Zuschauer-Demokratie“ wollen) wohl alle unterschreiben können:

    Die Entscheidung über Krieg und Frieden gehört in die Hände der Bürger

    siehe dazu den ganzen Artikel:
    http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-1-3-januar-2017/selbstbestimmtes-handeln-als-grundlage-von-recht-und-frieden.html

    Wir haben ja seit dem Krieg gegen Jugoslawien gesehen, mit welchen ungeheuren Lügen die Zustimmung für diese „illegalen Kriege“ (siehe Ganser) generiert bzw. zumindest soviel politische Apathie erzeugt wurde, dass es keinen Aufstand gibt und niemand dafür zur Rechenschaft gezogen wird. (Im Gegenteil: die Opfer werden zu Tätern gemacht)

    NEOLIBERALISMUS ODER DIE FREIHEIT (DES KAPITALS) ZU HERRSCHEN

    Die Betonung des Wortes „Gemeinschaft“ bei Köchler hat PM dadurch artikuliert, dass er vom „Ende einer solidarischen Politik“ sprach (Ziel des Neoliberalismus, ja schon weitgehend erreicht).

    Sehr wichtig war auch, dass PM den NEOLIBERALISMUS als enorm demokratie-feindlich dargestellt hat (was er auch ist). Gibt es etwas perfideres, als totalitäre Strukturen hinter einem universellen Freiheitsbegriff zu verstecken? („Freier Markt“, „freier Wettbewerb“, „Frei-Handel“ … daher die „Abkommen“ wie CETA, TTIP, ESM, etc.) und zuletzt wird der politische Prozess selbst „privatisiert“:

    Dazu fiel diese (haarsträubende, aber wahre) Aussage:

    „Die Verrechtlichtung der organisierten Kriminalität der besitzenden Klasse, das ist das Programm des Neoliberalismus. “

    Besser (dramatischer) kann man es nicht ausdrücken …

    Ein Bericht eines (wirklich unabhängigen) Think-Tanks über die subversive Rolle Großbritanniens in der EU (im Kontext von Brexit) stellte dazu fest:

    • Die Konzerne erhalten noch nie dagewesenen ZUGRIFF AUF DEN POLITISCHEN PROZESS DER ENTSCHEIDUNGSFINDUNG
    • Ganze Regulierungsbereiche wurden unabhängigen Kontrollgremien entzogen und durch „freiwillige Vereinbarungen“ ersetzt
    • DAS IST DIE ULTIMATIVE PRIVATISIERUNG – DIE DER POLITIK SELBST. Wie auch beim TTIP muss die Demokratie den Konzernen gegenüber Rechenschaft ablegen, nicht umgekehrt …

    Damit wird das letzte Stadium der neoliberalen Konzern-Tyrannei erreicht: ein „privater“ Gesetzgebungsprozess für Unternehmen (ein privi-lege also), mit dem politische Entscheidungen, die demokratisch legitimiert, aber „schlecht fürs Geschäft“ sind, unwirksam gemacht bzw. verhindert werden können. Die Profit-Maximierung (gesehen als „Recht“) wird somit endgültig zum Maß aller Dinge.“

    Mehr dazu gibt es hier:
    https://medienschafe.wordpress.com/2016/06/27/brexit-eu-ohne-uk-good-riddance/

    Das Fazit von PM „nach mehr als 50 Jahren Eliten-Demokratie“ ist niederschmetternd:

    „Es ist der Weg der ZERSTÖRUNG VON GEMEINSCHAFT (auch als Idee), (millionfach) VON LEBEN, von kultureller und zivilisatorischer Substanz (vor allem in den Entwicklungsländern) und unserer ÖKOLOGISCHER GRUNDLAGEN.
    Die Nutznießer dieser Zerstörung haben keinen Grund, diesen Weg zu ändern. Die notwendige Veränderungs-Energie kann nur von uns kommen…das ist unsere Aufgabe und unsere Verantwortung.“

    Frage:

    Wie können wir es schaffen, trotz dieser enorm ungleichen Macht-Verhältnisse die angesprochene „Veränderungs-Energie“ wieder für eine bessere Zukunft nutzbar zu machen? (indem wir eine „kritische Masse“ generieren, die sich nicht mehr als „Herde“ benimmt .. )

    Welche Ziele müssen dazu (aus meiner Sicht) formuliert werden?

    • ENDE DER VOLKSVERDUMMUNG durch die Medien (GEZ muss (durch massiven Protest) abgeschafft werden, weil nicht durch „Unabhängigkeit“ gerechtfertigt), Aufklärung was „social media“ eigentlich ist … (nichts Gutes)
    • AUSTRITT AUS DER NATO; eigenständige Außenpolitik, nicht länger Vasall der USA
    • RADIKALE ÄNDERUNG DER WIRTSCHAFTSPOLITIK (die ohnehin auf tönernen Füßen steht)
    • WÄHRUNGS-SOUVERÄNITÄT (Austritt aus Euro-Raum, Entmachtung der EZB, Geldschöpfung muss staatliche Aufgabe sein – unter demokratischer Kontrolle)

    Aber: Wie kann man die Leute aus der politischen Apathie, der „Spaß-Gesellschaft“ (und der Angstmache) herausholen?

  17. TEIL 2:

    2 „RECHT GIBT ES NUR ZWISCHEN GLEICH-STARKEN“ (Zitat PM)

    Diese unzivilisierte Rechts-Auffassung aus der Antike, die PM erwähnt, ist natürlich auch jene des US-Imperiums und damit auch der NATO. Anders formuliert: „MIGHT IS RIGHT“ (wer mehr Macht hat, hat auch mehr Rechte) oder „ONE DOLLAR, ONE VOTE“ (Abstimmungs-Prinzip beim Finanz-Kartell IMF)

    Es ist ja kein Zufall, dass Washington immer Kriege gegen Länder führt, die wesentlich schwächer sind und die vorher auch noch durch Wirtschafts-Sanktionen (also ökonomische Gewalt) und „political warfare“ (Anschuldigungen, Medienhetze) an den Rand des Ruins gebracht werden. Dann kommt der „Terror-on-Demand“. Dass man diese Barbarei heute als „Realpolitik“ bezeichnet, gibt einem den Rest…

    „Exceptionalismus ist eine moralische und intellektuelle Pathologie“ (Zitat PM)

    Um diese völlig inakzeptable (kriminelle) Haltung zu legitimieren, benutzt man eben die Doktrin des „Exceptionalism“ (moralischer Absolutismus): Amerika ist von Natur aus „Gut“, egal was es tut.

    Ich erinnere mich an eine amerikanische TV-Debatte vor dem Irak-Krieg. Eine ältere Dame einer „Anti-War“-Bewegung sagte, die USA sei nicht in einer Position, sich über angebliche Massenvernichtungswaffen anderer Staaten zu echauffieren, da sie selbst über diese „WMD“ verfüge und sie auch eingesetzt habe (Hiroshima). Daraufhin antwortete ein Republikaner (wütend) : „It’s not the weapons, it’s who has them!“

    Zynisch formuliert:

    Hey, ihr tausenden Afghanen, Iraker, Syrer, Libyer, Yemenis, usw. – die ihr Familienmitglieder durch amerikanische Bomben, Drohnen oder Mörderbanden verloren habt, ihr hattet doch Glück, es wahren doch noble amerikanische Waffen, die sie in Stücke gerissen haben …!

    Auch nach 20 Millionen Toten seit 1945, Erschaffung von linken, rechten und islamistischen Terror-Banden und Verseuchung ganzer Landstriche mit Uran-Munition sieht man KEINEN GRUND, diese absurde (krankhafte) Haltung zu überdenken. (Dass MERKEL mit diesem Land eine „Partnerschaft“ eingehen kann, stinkt zum Himmel!! )

    Der wunderbare amerikanische Regisseur Oliver Stone sagte zur Rolle des „moralischen Empires“ kürzlich anlässlich einer Preisverleihung:

    https://www.youtube.com/watch?v=INr-A919dfI

    “You can be critical of your government and your society“ …You don’t have to fit in ..“ (Soweit der ermutigende Teil)

    In the 13 wars we’ve started over the last 30 years and the $14 trillion we’ve spent, and the HUNDREDS OF THOUSANDS OF LIVES THAT HAVE PERISHED FROM THIS EARTH, remember that it wasn’t one leader, but a system…. It’s a system that has been perpetuated under the guise that these are just wars justifiable in the name of our flag that flies so proudly.
    […] we continue to create such chaos and wars. ….we know we’ve intervened in more than 100 countries with invasion, regime change, economic chaos. Or hired war. It’s war of some kind. In the end, it’s become a system leading to the death of this planet and the extinction of us all.”

    So etwas wollen die „Eliten“ in Amerika natürlich nicht hören, deshalb gilt Stone ja dort auch als persona non grata …

    „Sie rauben, plündern, morden, hinterlassen eine zerstörte Gesellschaft und nennen es „humanitäre Intervention“ (moderne Abwandlung von Tacitus auf das US-Imperium bezogen) heißt in den USA:

    „We are already great, because we’re good!“ (Hillary Clinton in der 2. TV-Debatte mit Trump)

    Zum Thema „MORALISCHE GLEICHWERTIGKEIT“ (moral equivalence) bzw. „EDELMÜTIGES IMPERIUM“ gibt es ein bemerkenswertes, aktuelles Beispiel:

    Präsident Trump wurde kürzlich gefragt, ob er Präsident Putin respektiere. Er antwortete JA (aber..).
    (Schock beim Interviewer von Fox, Bill O’Reilly, dessen Hirn nur mehr „Bösewicht Putin“ als Frame gespeichert hat). Dann sagt er:

    „But he’s a killer though. Putin’s a killer.“

    Dann versetzt ihm Trump den Mega-Schock:

    „There are a lot of killers. We’ve got a lot of killers. What do you think – our country’s so innocent?“

    Unter erwachsenen, aufgeklärten Menschen erzeugt diese Aussage nur eine Reaktion: Stimmt, der Mann hat Recht. Doch im narzissistischen Amerika verursacht diese bittere Dosis an Realität einen Aufschrei der Empörung und die „Diva“ der Soft-Power Medien-Manipulation, die New York Times, lässt nicht lange darauf warten:

    Unter dem Titel „Blaming America first“ hieß es im Editorial u.a.:

    „Herr Trump wich der Frage aus, (warum er einen „Killer“ respektiert) indem er eine moralische Äquivalenz zwischen den USA und Russland konstruierte.

    Die moralische und politische Überlegenheit der USA gegenüber Russland geltend zu machen ist traditionell keine schwere Übung für amerikanische Präsidenten. Doch anstatt den amerikanischen (moralischen) „Ausnahmezustand“ zu bekräftigen, schien Herr Trump die Brutalität von Herrn Putin zu schätzen – zu der die Bombardierung von Zivilisten in Syrien gehört und, wie seine Ankläger behaupten, die Verantwortung für eine ganze Reihe toter politischer Gegner und Journalisten – und nahezulegen, dass Amerika sich genauso verhält …“

    OH MY GOD! (Auch andere Medien in den USA reagierten so, natürlich auch, weil sie Trump fertig machen wollen)

    http://fair.org/home/nyt-unlike-russian-wars-us-wars-promote-freedom-and-democracy/

    In einem Punkt hat die NYT-Papageien-Journaille aber recht:

    Es gibt tatsächlich KEINE „MORALISCHE ÄQUIVALENZ“ zwischen Russland und den USA: Russland steht moralisch viel höher!!!

    Russland hat nicht fast 1.000 Militär-Stützpunkte in ca. 80 Ländern, Russland hat nicht seit seiner Gründung (1776) in 230 (von 240!) Jahren (in dutzenden Ländern, bis heute) offene und verdeckte Kriege geführt, Russland hat keine Atombomben geworfen, Chemie- (Korea, Vietnam, Laos, Kambodscha) oder Uranwaffen eingesetzt, Russland hat nicht tausende „fake“ NGOs gegründet, um in anderen Ländern subversiv die Zivilgesellschaft „aufzumischen“, hat keine Terror-Banden trainiert, (von GLADIO über AQ bis IS) usw.

    Was PM nicht ausdrücklich erwähnt hat:

    Alles, was die USA selbst verbrochen haben (und immer noch tun) wird auf Putin bzw. Russland (früher Sowjet-Union) projiziert.

    Damit hat man ein fiktives „Monster“ geschaffen, gegen das man – als eingebildeter, moralischer Superman – dann mit allen Mitteln vorgehen muss. Auf diese Weise kann man die eigenen Verbrechen als „notwendige“ Maßnahmen verkaufen (auch gegenüber dem eigenen Gewissen..)

    Übrigens, der gleiche, krankhafte moralische Absolutismus grassiert ja auch im zionistischen Israel, daher der „unbreakable bond“ zwischen den beiden Ländern (politisch unkorrekt formuliert: great assholes think alike…)

    • Nur das wichtigste wird mit keinem Wort erwähnt,nämlich der Rechtskreis,in dem das alles stattfindet.
      Man kann ja so viel aufklären wie man will,wenn man weiter in dem Rechtskreis des Firmenrechtes verbleibt,dann können die Eliten trotz allem ruhig schlafen.Ihre Macht wird nicht bedroht von Personen ,-sondern nur von Menschen.

  18. Danke, KenFM-Team. Das war der wichtigste Vortrag, den ich je auf diesem Portal gesehen habe.

    (An dieser Stelle auch ein spezielles Dankeschön an die Bild-Regie, die wirklich sehr professionell war, wodurch man die Powerpoint-Präsentation sehr gut sehen konnte; man sieht leider andernorts immer noch Videos, bei denen die Kamera immer auf den Sprecher fixiert ist …)

    Wie fühlt man sich nach diesem Vortrag? Desillusioniert? Wütend? Hilflos? Verraten?

    Die Älteren unter uns, die sich schon jahrelang mit diesen Themen beschäftigt haben, kannten ja das meiste davon schon, doch die Klarheit, mit der Professor Mausfeld (>abgekürzt: PM) die bittere Wahrheit ans Tageslicht bringt, ist trotzdem erschütternd.

    Die Resignation, die schon in der Einleitung zu spüren war („Man kann die Lämmer nicht zum Sprechen bringen“),lässt kaum noch Hoffnung aufkommen, dass diese perfiden Machtverhältnisse von uns geändert werden können.

    Dass Menschen in diesem System zu „Herden“ degardiert werden, die man wie Tiere unter völliger Kontrolle hat und in die vorgegebene Richtung treibt, ist eine traurige Tatsache, doch unsere Politiker (metaphorisch) als „Hirten“ zu bezeichnen, finde ich ziemlich unpassend. Der echte „Hirte“ sorgt sich doch auch um die Herde, will sie vor Schaden bewahren, doch unsere Politiker schützen das ungerechte Macht- und Verteilungssystem, nicht uns.

    (Am Schlimmsten dabei ist, nach meiner Wahrnehmung, die CDU… ob Atom- u. Chemielobby, ob Banken- u. Handelsmafia, ob NATO u. Rüstungsprofite, die CDU ist immer die Speerspitze für deren Interessen… wer diese Partei wählt, darf keine Kinder mehr in die Welt setzen …)

    Ich möchte einige Punkte aus dem Vortrag herausgreifen, die mir ins Auge stachen:

    1 DIE UNERTRÄGLICHE ARROGANZ DER MACHT

    Am Beispiel eines Artikels aus „Foreign Policy“ (erschienen im Juni 2016):

    foreignpolicy.com/2016/06/28/its-time-for-the-elites-to-rise-up-against-ignorant-masses-trump-2016-brexit/

    demonstrierte PM, dass die Oligarchen und ihre „Handlanger“ (Presse, Think-Tanks,etc.) eine unerwartete (und unerwünschte) Volks-Entscheidung automatisch denunzieren. Hier die wichtigsten Sätze daraus (ins Deutsche übersetzt):

    „Es ist Zeit für die Eliten, gegen die ignoranten Massen aufzustehen. Es geht nicht um rechts gegen links, sondern um „die Vernünftigen“ gegen die „Stumpfsinnig-Wütenden“.
    …Eine der eklatantesten Wesensmerkmale der Brexit-Abstimmung war die totale Zurückweisung der Warnungen von Bankern, Ökonomen und Staatschefs vor den Gefahren, die durch einen Bruch in der EU drohten. Cameron dachte, die Wähler würden sich der ziemlich einhelligen Expertenmeinung unterwerfen, doch er hat sein eigenes Volks völlig falsch beurteilt.
    […] Wenn Trump die Wahl verliert „könnte die Republikanische Partei einen historischen Bruch zwischen ihrer „Ich-weiß-gar nichts“- Wähler-Basis und ihrer „K-Street“/Wirtschaftskammer Führungsschichte“ erleiden“.

    Was mich dabei so anwidert, ist nicht nur die Arroganz der sogenannten „Intellektuellen“ (vor allem der Journalisten, die ja auch nur gesteuert und benutzt werden und trotz ihrer „Bildung“ dabei mitmachen), sondern folgende Tatsache:

    Zuerst SORGEN SIE DAFÜR, dass große Teile der Bevölkerung eben „ignorant“ bleiben (durch Desinformation, massive, tägliche Propaganda, Framing, u.a. perfide Techniken, die PM ja beschreibt) und dann nehmen sie dieses ABSICHTLICH GESCHAFFENE „Nicht-Wissen“ als Grund dafür, auf diese Leute herunterzuschauen und sie als „dumme Herde“ zu verachten. (Die man nicht über wichtige Fragen entscheiden lassen darf …)

    Aber gerade dann, wenn es eben nicht „Ignoranz“ war, sondern das STREBEN NACH SOZIALER GERECHTIGKEIT, das zu einer unerwünschten Veränderung führt, wird diese Verachtung zur Rechtfertigung der eigenen Skrupellosigkeit benutzt:

    Besonders bei Kissinger war diese Haltung eklatant, was man z.B. an diesem Zitat sieht:

    „Ich sehe nicht ein, warum wir dabei zusehen sollen, wenn ein Land kommunistisch wird wegen der Unverantwortlichkeit seines Volkes. Die Dinge, um die es hier geht, sind viel zu wichtig, als dass man sie der Entscheidung der chilenischen Wähler überlassen könnte“.

    (Demokratische Wahl des Sozialisten Allende 1973, der dann von der CIA in einem blutigen Putsch gestürzt und stattdessen eine Militärdiktatur errichtet wurde)

    Eine FASZINIERENDE ANALYSE dieser amerikanischen Selbst-Indoktrination – im Kontext des Kalten Krieges – liefert James Peck in seinem Buch „Ideal Illusions“ , aus dem auch das Zitat stammt (heute wieder brand-aktuell!)

    Dass die USA alle Facetten von „Hard Power“ (Krieg, Wirtschaftssanktionen, Militarisierung der Gesellschaft, totale Überwachung, etc.) und „Soft Power“ – massiver, unsichtbarer Einfluss auf die Zivilgesellschaft (unsere Presse ist nur mehr ein Werkzeug dafür) seit Jahrzehnten anwendet, ist unbestreitbar.

    Dass sie damit aber seit 70 Jahren durchkommt, ist unglaublich …

    • Immer wenn ich denke, dass ich jetzt das Schlimmste von allem erfahren habe, taucht noch etwas auf, was tatsächlich noch eine Steigerung darstellt, was vorher bei noch so großer Phantasieanstrengung niemals denkbar war. Für mich waren dies jetzt die geheimen satanischen Rituale der Eliten. Das ITCCS ist eine Organisation, die sich um die Aufklärung und Anklage dieser unvorstellbaren Verbrechen kümmert, von Kevin Annett 2010 gegründet. Er ist der ehemalige Priester, der den geheimen, von der Kirche aus organisierten Massenmord an den Kindern der Kanadischen Ur-Einwohner aufgedeckt hat. Man hat den Schulbesuch zur Pflicht gemacht und mehr als die Hälfte dieser Schulkinder kamen nach und nach nicht mehr nach Hause zurück. Augenzeugen berichteten Unglaubliches. Kevin Annett wollte eine Europa-Informations-Tour unternehmen, aber dies musste abgesagt werden, weil er laufend Mord-Drohungen erhält und man sich hier nicht in der Lage sieht, ihn ausreichend zu schützen.

  19. 1.Frage:
    Wer ist dafür verantwortlich, dass die Infrastruktur, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen in den USA marode ist?
    1.Antwort:
    Der Russe!
    .
    Das ist aber was ganz anderes als die
    .
    2.Frage:
    Wer ist dafür verantwortlich, dass man (das Volk) merkt, dass die Infrastruktur, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen in den USA marode ist?
    2.Antwort: Der Russe!
    .
    .
    Bei Frage1 gehts darum, wer für den maroden Zustand selbst verantwortlich ist.
    Bei Frage2 gehts darum, wer dafür verantwortlich ist, dass man den maroden Zustand überhaupt bemerkt.
    .
    Frage1 mit „Der Russe“ zu beantworten ist skurril bzw. einfach nur lächerlich.
    .
    Frage 2 mit „Der Russe“ zu beantworten sollte mit einem Dank an diesen Russen verbunden sein, der ja freundlicherweise auf diese Mißstände aufmerksam gemacht hat, damit sie dementsprechend von einer fürsorglichen und ihrem Volk gegenüber verantwortlichen U.S-Regierung beseitigt werden können.
    .
    Es könnte natürlich auch sein, dass diese U.S. Regierung ihrem Volk gegenüber gar nicht so altruistisch eingestellt ist und gar nicht wissen wollte (bzw. nicht wollte, dass ihr Volk weis), wie marode die Infrastruktur ist, weil sie gar keine Lust darauf hat, diese maroden Zustände zu beseitigen.
    Dann ist sie natürlich über den aufmerksammachenden Russen nicht sehr erfreut.

    • Ach ihr LÄMMER, hört auf zu jammern.

      Was diskutiert ihr? Wie es ist, wissen wir! Es geht ausschließlich um die Lösung. WIR SIND KEINE LÄMMER! Erinnert euch an den letzten Satz von Mausfeld „…die Veränderungsenergie kommt von unten,….. vom VOLK“

      Also handeln wir und bestimmem:
      Wußtet ihr, daß z.Z. in Deutschland und in anderen Nachbarländern eine VERFASSUNGGEBENDE VERSAMMLUNG läuft??? …erkundigt euch und verbreitet es…
      GEMEINSAM raus aus 50 Jahre Tiefendesinformation der Elitenherrschaft

    • Paul anders:
      „Was diskutiert ihr? Wie es ist, wissen wir!“
      Nein, das wissen wir erst in größeren Zusammenhängen seit es Seiten wie Kenfm gibt. Und es wird auch noch das ein oder andere dazukommen müssen.
      Diese Vielzahl an Informationen hätten wir in keiner Bibliothek der Welt zusammentragen können. Und
      ich habe im Studium viel gelesen.
      Bei aller Zustimmung zu Ihrem Aufruf: Wir sind keine Lämmer! Wir sind Lämmer mit etwas mehr Bewusstsein, aber immer noch abhängig. Aber das soll, das muss sich ändern.

      Wo haben Sie das gelesen mit der verfassungsgebenden Versammlung und wo erkundigen?

    • Nicht nur wir, die wir uns mit den versteckten Fakten auseinander setzen, wissen immer noch zu wenig, sondern die gesamte Weltbevölkerung! Es müssen noch eine Menge mehr werden, die „im Bilde“ sind. So viele, dass das Allgemeinbewusstsein sich endlich spürbar verändert.

    • „Diese Vielzahl an Informationen hätten wir in keiner Bibliothek der Welt zusammentragen können. Und
      ich habe im Studium viel gelesen.
      Bei aller Zustimmung zu Ihrem Aufruf: Wir sind keine Lämmer! Wir sind Lämmer mit etwas mehr Bewusstsein, aber immer noch abhängig. Aber das soll, das muss sich ändern.“

      Was für ein Kindergarten…

  20. @ Anmerkung

    „…was ist Eurer Meinung nach, nun nach Mausfelds Vortrag und vielen anderen Informationen der nächste, mögliche und nötige Schritt zur Veränderung?“

    Das Wort „Personal“ fiel im Vortrag. Damit sollte man sich beschäftigen. Das Personal exponieren, desavouieren, diskreditieren. So wie das Personal dies mit Dissidenten macht, z.B. in ihren Talkshows etc., wo für Konformisten PR und Karriereförderung gemacht wird und Dissidenten nach Möglichkeit öffentlich vorgeführt werden. Das Eisberg-Prinzip der Eliten, deren Macht und Agieren unter der Wasseroberfläche verborgen ist, funktioniert wie bei Sisyphus.
    Was ist möglich? Das Personal einladen zu Diskussionen mit Prof. Mausfeld und anderen Nicht-Konformisten bei KenFM. Konformisten mit Dissidenten konfrontieren. Ein Konformisten / Dissidenten-Panel bei KenFM?! Kanzler in spe Schulz einladen.

    • Was wir brauchen ist der Mut,sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.Dann wäre schon viel gewonnen.

    • Padma 28
      Was Sie offensichtlich brauchen, ist der Mut ihre eigenen Kommentare dahingehend zu hinterfragen, ob diese den nötigen Respekt vor Menschen, deren Ansichten und Gefühle aufweisen.

      Schaffen Sie das nicht, hat das hier tatsächlich „Kindergarten“ – Niveau.

      Verstand alleine, den ich Ihnen ausdrücklich nicht absprechen möchte, reicht da nicht aus!

  21. Bei 43:15 „Das ist ein ganz toller Trick, Themen, die die Eliten als gefährlich ansehen,
    durch eine Verklammerungstechnik zu immunisieren – zu einem gedanklichen
    Sperrgebiet zu machen“
    Frage: „Gibt es umgekehrt eine Möglichkeit, Themen, die für die Kritiker gefährlich
    werden könnten, mit einer Verklammerungstechnik zu immunisieren“
    sozusagen mit gleichen Waffen zurückzuschlagen ??

    • Natürlich ist das möglich!
      Das gemeine dabei ist aber, dass die zielgerichteten Reichweiten der Eliten, also ihre Medien und deren Omnipräsenz, die der Kritiker um Längen schlägt. Diese Technik funktioniert ja deshalb nur so effektiv, weil ihnen der Kritiker in Bezug auf eine effektive Aktualindoktrinantion unterlegen ist.

      Stell es dir wie ein hundert Meter Lauf vor. Wer zuerst im Ziel ist hat die Verklammerung am schnellsten und am umfassendsten verbreitet. Du läufst die hundert Meter Barfuß durch Schnee mit Bleigewichten an den Füßen und die Eliten laufen die hundert Meter mit den besten Laufschuhen auf einer Tartanbahn.

    • Da die Kritiker an den Eliten aber dank des Internets immer mehr an Boden gut machen, ist das Internet eine Ernst zu nehmende Gefahr für die Eliten und ihre medialen Schoßhündchen geworden.
      Darum müssen wir dafür Sorgen, dass die Möglichkeit zur weiteren Chancenverbesserung der Kritikerreichweite durch das Internet gewahrt bleibt.
      Ich persönlich befürchte nämlich, dass alsbald versucht werden wird, das Internet so zu kontrollieren, dass diese Bedrohung für die Eliten eliminiert wird.
      Denn trotz der Gegenpropaganda und gezielten Desinformation seitens der Eliten nimmt die Zahl und die Qualität der Kritiker stetig zu und damit auch die Zahl der Menschen, die „aufwachen“.
      Gott sei Dank.

  22. Ah, jetzt weiß ich was das hier alles soll! Ich hatte immer geglaubt, dass dieses Gefasel mit den Illuminaten und dem ganzen anderen Hollywoodschwachsinn irgendeine tiefere Bedeutung für die Leute hier hätte – aber in Wahrheit ist es nur die Überkompensation von einem Phänomen, welches in der Welt so schon lange existiert und eigentlich auch logischerweise zu Konflikten führen muss, immer wieder. Weshalb man es immer noch so macht, ist mir ein Rätsel, aber da es unsere Geschicke jeden Tag bestimmt, möchte es hier nochmal ausbreiten:

    Mensch a) hat Bedürfnisse. Mensch b) hat Bedürfnisse. Einige dieser Bedürfnisse sind privater Natur und stehen nicht zwischen a) und b). Andere sind die Fundamente ihres Lebens: Getränke, Nahrung, Behausung, Kultur, Zwischenmenschlichkeit itself. Diese Dinge können a) und b) zwischen sich aufteilen, gemeinsam erarbeiten, gegen die Widrigkeiten der Natur und ihrer Biester schützen (Heult doch, Veganer).
    Das haben a) und b) eine ganze Weile gemacht.
    Schließlich entwickelte sich die Religion aus dem Versuch heraus der Einflussnahme auf die Natur.
    Man wollte die Natur durch Götteranbetung zu lenken versuchen. Letztendlich ist jede Religion der Versuch mit dem Schicksal und dem Lauf des Lebens in Zwiesprache zu treten, Fahrpläne herauszuarbeiten und Sicherheiten zu schaffen, die nicht zu schaffen sind.
    Der Versuch der Herrschaft über das Leben war schließlich nur in einem ganz begrenzten Rahmen möglich: In der Herrschaft des Menschen über den Menschen.
    a) und b) wurden schließlich religiös – weil sie von Schicksalschlägen gebeutelt gefügug für c) wurden, der es sich in den Kopf gesetzt hatte a) und b) eine Sicherheit zu bringen und im Austausch dazu ernährt zu werden.
    Diese Sicherheit sah ganz famos aus: c) bekam von a) und b) immer etwas zu Essen ab und beschwor dafür die Götter.
    Als aber klar wurde, dass die Götter nur der Vorstellung a), b) und c)s entsprungen waren, da verfielen a) und b) auf die Idee, c) wieder mitarbeiten zu lassen, weil die Arbeit zu zweit und auch noch mit Abgaben schon ziemlich schwer war.
    c) aber gefiel sich in der Rolle eines Predigers, denn das Predigerhandwerk war wesentlich besser, als das Beerensammel und Tierjagenbusiness.
    c) dachte gar nicht daran, sich den Posten abjagen zu lassen… er erfand einerseits einige kompliztiertere Versionen der Religion und andererseits nahm er b) beiseite und erklärte ihm, eigentlich könne doch a) und seine missratenen Cousins die ganze Arbeit machen – und b) könnte ja ihm zur Hand gehen, als eine Art Minister.
    Der moderne Staat wurde ins Leben gerufen und erhielt in den folgenden Jahrtausenden von der Kirchenorganisation hin zum Reichstag und heute zum Bundestag immer andere Gesichter, sein Wirkprinzip in der Geschichte blieb aber das selbe.
    a)rbeiter leisten heute immer noch weltweit, was b) und c) verfressen. Heute sind noch d), e), f) dazugekommen, es gibt auch ein paar Aufstiegsmöglichkeiten, wenn a) nämlich zu viel begreift, von dem ganzen SPiel, kann a) Teil des Spiels werden und aufsteigen zu einer Halbstufe zwischen a) und b). Das macht a) natürlich schwach… und damit war die Sozialpartnerschaft geboren….

    So, im Heute angekommen fragen sich Menschen, was „Geheimgesellschaften“ so alles anrichten – die dunklen Eliten hinter den Strippen der Macht!

    Das hat sich a) so gedacht: Im Grunde thront nämlich nicht nur die ganze Gesellschaft auf seiner Hände Arbeit, Nein! dieses ganze marode Gerüst wird auch noch von a) und seinen Milliarden Brüdern und Schwestern aufrecht erhalten, denn a) hat die Hoffnung auf einen „gerechten Aufstieg, denn a) hat längst vergessen, auf welchem Betrug das alles basiert und hofft nur noch Teil des Ganzen werden zu dürfen.

    Und da entdeckt a) dass es ja auch Eliten gibt, die fies sind!
    Und diese Eliten müssen weg – er denkt gar nicht daran, das ganze System zu verändern, sondern er will nur lediglich diese „fiesen“ Eliten weg haben. Er hofft darauf ihren Platz zu ergattern, oder auf eine nebulöse Besserung seines Lebens aus dem Nichts.

    Schließlich aber ist die Manipulation der Eliten im Leben von a) und b) nur auf eine Sache zurückzuführen:
    Auf die Herrschaft, die c) und später b) und später a1/2) ausübten: Denn Herrschaft – egal ob nun „gewählt“ (hahahaha) oder nicht – im Schatten eines unbemerkt wachsenden Eigentums bspw.:
    Ein anderer kann a) sein Leben nicht vorherbestimmen und dann auch noch a) Wünsche treffen… Das geht nicht.

    Um letztendlich die Eliten loszuwerden, muss sich das ganze gesellschaftliche Prnzip ändern. Um das zu verstehen, muss man sich auch mit sich selbst beschäftigen – wie kann die Genetik einer Gesellschaft aussehen, in der die Menschen nichtmehr beherrscht werden, durch welche Eliten auch immer – solche mit Kohle oder solche mit Abzeichen und Uniform.
    Wie kann das gehen und wie kann der Einzelne dahinwirken? Das sind die wichtigen Fragen – dass es Elitenherrschaft gibt, wissen wir, seit die zentralistischen „Hochkulturen“ aufgekommen sind, mit ihren Menschenopfern, Kriegen, Kreuzzügen, Zersiedlung, Unterdrückung und Umweltkatastrophen.
    Wir können uns fragen, ob wir immer wieder zu etwas „zurückwollen“, oder ob es doch mal der mutige Schritt nach Vorne sein könnte…… und ihn dann gehen. Wie das erste Mal Sex – nur für die ganze verdammte Spezies Mensch!
    Könnt ihr euch da noch dran erinnern? Wie das Gefühl war? Hattet ihr Angst, etwas falsch zu machen? Ich schon! Ich hab viel Recherche vorher betrieben 🙂 aber sicher war ich mir nie.
    Revolution heißt, mit dem alten festgefahrenen brechen.
    Revolution ist immer wieder das erste Mal Sex. Und dann? Hat es dann auf Anhieb geklappt? Bei mir nicht. Das war ganz schön peinlich – jeder sucht die Fehler bei sich und dann dieses betretene Schweigen… aber im Grunde war das kein Scheitern!
    Oder denkt ihr, ich wäre im Traum auf die Idee gekommen, weil jetzt was falsch gelaufen ist, zu einem asexuellen Einsiedler zu werden? Niemals! Es war eher ein Grund alles weiterzuentwickeln, Empathie für die Partnerin zu lernen usw. und dann schließlich im Sex das Miteinander zu finden, was wir gesellschaft suchen – eines, auf der Basis einer „perfekten“ Gegenseitigkeit.
    Wie niemand Sex vorhersehen kann, so kann auch niemand die Revolution vorhersehen. Die zurückliegenden Versuche die Revolution durch Marx und andere absolutistische Denker in enge Formen zu zwingen hat letztendlich dazu geführt ihr das Leben abzugraben und sie in die trockenen Bahnen der Diktatur und des Staatskapitalismus zu lenken.
    Heute müssen wir alles selber und neu machen – dazu kann uns nur die Geschichte als Partnerin dienen, keine Gurus und keine Parteien – der Staat gehört zu denen, die uns beherrschen wollen dazu – er ist kein Ordner, sondern ein Störer. Und das war schon immer so.
    Andererseits ist es super wenn sich Menschen organisieren um eine gemeinsame Kraft zu entwickeln. Eine gute Frage zum drüber nachdenken: Wie kann eine Organisation aussehen, ohne gleich unterdrückerisch und bürokratisch zu sein?
    Geht das? Wie kann ein anderes Miteinander ausehen? Eines, in dem wir vor dem Nachbarn keine Angst haben, sondern ihn als unsere Lebensgrundlage ansehen und andersherum, er uns als Teil des sozialen Netzes ansieht, in dem er geborgen ist, statt den Staat. Tja Fragen über Frage – wichtig ist aber zu begreifen: So lange es Menschen erster und zweiter Klasse gibt – jene die herrschen und jene die beherrscht werden, wird es immer sowas geben, das sich nach „manipulativer Elite“ anfühlt.

    • Die Abstumpfung des Menschen durch Sexismus,Materialismus,Konformismus,Alkoholismus und Drogen und anderen sehr viel subtileren Formen könnte man noch eine andere Art der Abstumpfung hinzufügen-nämlich die Abstumpfung durch anscheinend , intellektuell hochwichtiger Aufsätze,die bei näherer Betrachtung aber vollkommen ohne Sinn sind.

  23. „Dustification“ („Verstaubung“) – nach Materialforscherin Dr. Judy Wood. Eine neue(noch nicht allgemein bekannte Technologie) braucht ein neues Wort. Warum wird das hier von niemandem erwähnt? Spinnerei? Ich glaube nicht. Dass es ein Inside-Job war, steht ja nun wohl außer Frage. Nur die genaue Methode stiftet bei Experten noch Verwirrung.

  24. Danke für diesen sehr erhellenden Vortrag. Ab etwa 1:03:00 ff geht es um den „Council on Foreign Relations“ und anschließend gleich um Robert Kagan, „ein ganz einflussreicher Politik-Stratege“, und Ehemann von Victoria Nuland. In diesem Council on Foreign Relations hat auch eine mächtige, aber eher im Verborgenen arbeitende Gruppe ihren Einfluss geltend gemacht.
    Ich möchte anmerken, dass es in den USA eine mächtige Verbindung gibt, die das Welt-Hegemonie-Streben der USA, um das es ja in diesem Vortrag geht, seit mehr als 100 Jahren äußerst erfolgreich vorantreibt. Leute, wie William Howard Taft, Henry L. Stimson, Wiliam Averell Harriman, Harvey Bundy, McGeorge Bundy, William Putnam Bundy, usw… haben mächtige neue Impulse gesetzt, was das Vorantreiben der Welt-Hegemonie der USA betrifft. Sie sind alle Mitglieder bei Skull & Bones gewesen.

    Robert William Kagan ist AUCH Mitglied bei Skull & Bones, er wurde 1980 initiiert. Hier sind die vier Titel seiner Artikel in „Foreign Affairs“, der illustren Hauspostille des „Council on Foreign Relations“, in der nur sehr „wichtige“ Leute schreiben dürfen:
    https://www.foreignaffairs.com/authors/robert-kagan
    Skull&Bones-Mitglieder, die im Council on Foreign Relations führende Posten hatten:
    a) George Herbert Walker Bush, inittiert 1948, https://de.wikipedia.org/wiki/George_H._W._Bush : „Von 1977 bis 1979 war Bush einer der Direktoren des Council on Foreign Relations,[3] eines der einflussreichsten privaten Think Tanks der USA.“
    b) Winston Lord, initiiert 1959: https://de.wikipedia.org/wiki/Winston_Lord : „Winston Lord (* 14. August 1937 in New York City) ist ein US-amerikanischer Regierungsbeamter und Diplomat. Er war Präsident des Council on Foreign Relations (dt. „Rat für auswärtige Beziehungen“) in den Jahren 1977 bis 1985.“
    c) Jonathan Brewster Bingham, Bonesman, war Mitglied des Council on Foreign Relations.
    d) William Putnam Bundy: https://en.wikipedia.org/wiki/William_Bundy :“He edited the influential journal, Foreign Affairs, of the Council on Foreign Relations from 1972 to 1984,…” war also der Redakteur von “Foreign Affairs”
    So übt Skull & Bones in den exklusivsten Zeitschriften meinungsbildend und Außenpolitik-gestaltend/beeinflussend auf die „Lämmer, das Volk, ein
    Ein weiteres Skull&Bones-Mitglied, Dana Milbank, initiiert 1990, ist HEUTE einflussreicher Kolumnist der „Washington Post“. Und Trumps Finanzminister, Steven Mnuchin, ist ebenfalls „Bonesman“, initiiert 1984.
    Glaubt man Sutton endlich, dass diese Gruppe wahnsinnigen Einfluss hatte und noch immer hat? Sie hat bislang drei Präsidenten gestellt, oberste Bundesrichter, Think-Tank-Präsidenten, Diplomaten, Außenminister (John Kerry), Verteidigungsminister, einflussreiche Top-Journalisten und natürlich Hochschulprofessoren… etc… Aber wenn ich gerade zu eher links eingestellten Menschen darüber spreche oder schreibe, dann wollen sie meist nichts davon hören. Diese Leute geben die Rahmen vor, innerhalb derer „gedacht“ werden darf… wie, wenn sie „Imperative Gedanken“ vorgeben wollten.

    • Laut dem Autor Robin de Ruiter sind alle Geheimbünde mittlerweile miteinander verbunden. Ziemlich oben stehen die Illuminaten,die nach ihrem Gründer Weishaupt die Weltherrschaft anstreben.
      Alle großen Instititionen werden von diesen Leuten unterwandert und infiltriert.Es ist nicht sehr wahrscheinlich ,dass es einen Präsidenten gibt,der nicht den Vorstellungen dieser Leute entspricht.Vielleicht aber ist Trump eine Ausnahme,-wie Kennedy,dessen Familie zwar laut dem Buch“Die 13 satanischen Blutlinien“mit zu den Verschwörern gehörte,aber die beiden Brüder sind den Weg der Gerechtigkeit gegangen und ausgeschert.

      Die Mormonen sollen laut Robin de Ruiter mit dazugehören. Sie besitzen den größten Computer der Welt,aus denen sich diese Satanisten die Informationen holen über wichtige Blutlinien,Verwandtschaften und solche Sachen.

    • Danke A.Eberl für die weiterführenden Informationen und Hinweise.

      Wir ( Wir = die Gruppe der Interessierten) sind seit einigen Jahren in einem Aufklärungsdilemma.

      Es gibt schon viele Bücher über Vernetzungen der Eliten, dann gibt es Vorträge wie die von Mausfeld und es gibt gute Informationsbeiträge wie die von A.Eberl.

      Was tun wir mit all diesen Informationen?
      Wie setzen wir sinnvoll da an, um den Einfluss von Eliten zu schmälern?
      Wer ist der nächste Ansprechpartner?
      Wann wird unser Einfluss wirksam werden?

      Solche Fragen lese oder höre ich kaum.

      Ich selber weiß gerade nur so viel: je weniger wir ( als Gruppe von Interessierten) genau sagen können, wo unsere Einflussmöglichkeit der Veränderung liegt, umso verschwommener sind Mausfeldsbeiträge oder auch weiterführende Informationen.

      Es ist schön oder auch erhellend, für den ersten Moment, Informationen über Vernetzungen und Gedankengänge von Eliten zu bekommen – was ist unser nächster Schritt?

      Mein Gedanke wäre: jeden Tag vor dem Reichstag oder der EZB demonstrieren, dass die Banken wieder dezentralisiert werden…

      – meine Frage an alle, die hier lesen und kommentieren:

      was ist Eurer Meinung nach, nun nach Mausfelds Vortrag und vielen anderen Informationen der nächste, mögliche und nötige Schritt zur Veränderung?

    • @ KenFmFan:

      Das ist gut möglich, dass Skull & Bones wieder woanders eingebettet ist.

      Es gibt auch in Wikileaks einige Emails, die Vernetzungen zwischen Nachrichtenmitarbeitern von CNN, ABC ( + 1 oder 2 andere Agenturen) und dem Clinton Wahlkampfteam vermuten lassen. Es lässt sich sicher ein halbes oder ein ganzes Leben damit verbringen, sämtliche Strukturen zu analysieren.

      Das ist für mich so, als ob Jemand ein Hobby hat, Matorschkas in allen größen zu suchen. So ähnlich wie der Begriff „Demokratie“ .

      Es mag berauschend sein, immer weitere Zusammenhänge zu erkennen.

      Nur wann kommt die Einsicht zur Handlung und Tat?
      Wann wird aktiv gehandelt?

      Die Wahl dieses Jahr wird vielleicht Angela Merkel durch jemand anderen ersetzen.
      Aber: werden wir anschließend aus der NATO austreten, aus der EU austreten oder die Banken wieder dezentralisieren?

      Ich vermute mal: Nein. Ganz egal, wer gerade an die Macht gewählt wurde.

      Mausfeld hat das auch schon im Gespräch mit Ken Jebsen erwähnt. Aber auch in diesem Vortrag kommt es: die Wahl ist der uninteressanteste Aspekt der Demokratie.

      Es gibt immer noch keinen Volksentscheid.

      Wir ( als Gruppe von Interessierten) sollten uns eher die Frage stellen: was ist z.B. sinnvoll für die meisten Menschen in Deutschland, um an der Demokratie wirklich Einfluss zur Mitgestaltung zu haben.

      Volksentscheide zum Beispiel – wie bekommen wir das hin?
      Welche Demos , Petitionen oder friedliche Aktivitäten sind dafür nötig, um solchen Ideen Gehör zu verschaffen?

      Diese Fragestellung kommt weder bei Mausfeld, noch bei Ken Jebsens Interviews in einer Schärfe, die wirklich Antworten einfordert.

      Es kommt sehr häufig die Analyse der Ist-Situation. Die Beschreibung des Dilemmas. Auch Mausfeld spricht davon, dass wir so sehr indoktriniert sein würden, dass es uns garnicht mehr möglich sei, etwas anderes zu denken oder vorzustellen.

      Das möchte ich an dem Mausfeld-Beitrag kritisieren. Eine Perspektive vorzustellen, dass etwas so stark indoktriniert sei, dass es nahezu unmöglich wäre etwas zu ändern.

      Ich möchte etwas ändern – und ich würde gerne mal Menschen treffen, die das ähnlich sehen und aktiv werden möchten.

      Es kann auf Dauer nur betäubend wirken, sich immer wieder negative Ist-Zustände per Vorträgen oder Gesprächen anzuhören ohne Visionen oder wenigstens Träumereien zu bekommen, wie etwas besser werden könnte.

      Die Vorstellung, wie etwas besser werden könnte, fehlt.

      Und das schon seit vielen Jahren.

      Und es ist an der Zeit, dass wieder mehr Raum für Vorstellungen möglich wird.

    • anmerkung: Sie schreiben sinngemäß, sie möchten das an dem Mausfeld -Vortrag kritisieren, eine Perspektive darzustellen, die eine Möglichkeit zur Veränderung praktisch ausschließe.

      Ich finde das nicht so. Herr Mausfeld hat redlich und aufrichtig versucht, die Vorhaben und Mechanismen der „Eliten“ unverblümt darzustellen, damit klar ist, dass „von oben“ die Veränderung nicht kommen kann, wenn „von unten“ keine geistige Kraft mehr sich erhebt. So sieht es nun einmal aus. Ich finde es gegenüber den Zuhörern erfreulich partnerschaftlich und bescheiden, dass er eben nicht autoritär eine Lösung vorschlägt. Es gibt wohl niemand, der allein die richtige Lösung weiß. Außerdem war dies hier auch nicht das Thema.

    • „Es kann auf Dauer nur betäubend wirken, sich immer wieder negative Ist-Zustände per Vorträgen oder Gesprächen anzuhören ohne Visionen oder wenigstens Träumereien zu bekommen, wie etwas besser werden könnte.“

      Das ist so und auch der Grund, warum sich einige Menschen wieder abwenden.
      Nach dem Motto: Das mag ja alles stimmen – aber was mache ich jetzt mit den Informationen?
      Das man den Eliten nicht trauen kann – o.K.
      Es ist wie ein Shakespearedrama, das man jeden Tag zu sehen bekommt und man wartet gespannt auf den nächsten Akt.

    • @ schwarz-weiß: Danke für den Kommentar. Genau so sehe ich das. Wobei bei einem Shakespeardrama – einem Theaterstück ( zumindest in der Vorstellung) man selber meistens Zuschauer und weniger Akteur ist.

      Und das müsste sich ja ändern.

      @ Veganislove: Was ihr Standpunkt ist, mag der sich unterscheiden von meinem.

      Wenn ich ganz stur den Titel mit „Angst der Machteliten etc..“ nehmen würde, hat Herr Mausfeld das innerhalb dieses gesetzten Themarahmens mit Inhalt entsprechend gefüllt.

      Ich verfolge grundsätzlich viele Beiträge nicht ausschließlich nach dem gesetzen Themenrahmen: ob die Redner oder Gesprächspartner sich innerhalb des gesetzten Rahmens inhaltlich kohärent äußern, sondern ich sehe immer mehrere Ebenen:

      – Beschreiben, Betrachten : ja/ nein
      – aktiv Handeln, Verändern : ja/ nein
      – Vision / Vorstellung : ja / nein
      – Alternativlos : ja / nein

      Und ganz viele Vorträge beschreiben Ist-Zustände. So als ob das Leben nur aus Aufklärung und anschließend dem Sterben bestünde.

      Der Moment der Handlung kommt nicht vor. DIe Perspektive oder Vorstellung, wie etwas gelöst werden könnte, kommt nicht vor.

      Es ist strategisch sicher klug oder klüger einen Vortrag möglichst ohne konkrete Vision zu formulieren, um sich möglichen Proteststimmen aus dem Publikum oder der Presse weitestgehend zu entziehen.

      Mit der Beschreibung einer manipulativen Ist-Elite, die zur Revolte gegen das Volk aufruft, kann der Vortrag in der Realität kaum enden – auch wenn Herr Mausfeld in den letzten Sätzen des Vortrags das Thema Aufklärung erwähnt, ist ein Großteil des Vortrags Beschreibung der Ist-Situation.

      Für sie mag das so in Ordnung sein, Veganislove. Für mich endet der Vortrag nicht mit (sinngemäß): Herr Mausfeld hat einen guten Vortrag über die IST-Situation gehalten.

      Auch wenn er keine Lösung vorgeschlagen hat – irgendwo müssten sich Lösungsgespräche, in Richtung Lösungssuche ergeben.

      Ansonsten ist der Vortrag nicht viel mehr wert, wie ein Kinofilm oder sonstiges. Denn die Funktion eines Kinofilms ist Unterhaltung. Ein Vortrag, der seine Zuschauer nur zu Bestätigung ermuntern kann, nicht jedoch veranlasst , über den Tellerrand zu schauen, oder schauen zu wollen, ist für mich ein schwacher Vortrag.

      Ich persönlich sehe das gesellschaftliche Dilemma eher in der dargestellten Perspektive; auch ein Stückweit in der von Mausfeld.

      Er hat zwar einen inhaltlich guten, mit Quellenangaben hinterlegten, Vortrag gehalten – aber die Perspektive ist letztlich der Haken dabei:

      Sich bewusst zu machen, wie indoktrinierend, manipulierend Jemand ist, oder die Eliten sind, mag kurzfristig erhellend sein. Aufzulisten wie geschickt manipuliert wurde, mag ein geistiger Akt des Verstehens von Netzwerken sein.

      Der Punkt, wo es wirklich um das Volk wäre die Perspektive des Volks selbst.

      Was will denn wirklich der einzelne Bürger?
      Welche Form von Demokratie möchte er?

      Und daraus einen Vortrag zu machen – die Gefahr besteht dann dabei: Populismus oder Führerkult der entstehen könnte…

      Deswegen bin ich für den Mittelweg:

      – inhaltlich einige Punkte der gezielten Volksverdummung, Volksbetäubung und Manipulation aufzuzeigen,
      – dann die Demokratiefähigkeit und wirksame Demokratiemöglichkeiten nennen
      – zum Ende hin, zu einzelnen Bedürfnissen und Mitgestaltungsmöglichkeiten kommen und nach dem Vortrag zu einer Diskussion einladen, um so eine möglichst große Konsensfähige Lösung zu finden.

      Weil: Vorträge sind ähnlich wie Frontalunterricht. Es wird etwas vorgetragen, aber ein Austausch findet selten umfangreich mit ideengebenden Prozessen statt.

      Das bräuchte es aber umso mehr, je mehr Manipulation, Indoktrination von Eliten ausgeübt wird – und wenn jetzt schon Feindbilder wie Trump, Putin, Assad etc. aufgebaut werden medial, dann bräuchte es umso mehr ein Treffen und Zusammenschluß von Gruppen, die sich zusammensetzen und Gedanken machen.

      An den Schaltern der Macht, sitzen wenige – aber sobald ein Schalter umgelegt wird, beeinflusst es viele.

      Und da braucht es mehr Mitbestimmung und Einflussmöglichkeiten von vielen.

      Und zuvor braucht es Menschen, die andere Menschen zu mitdenken animieren – aber zum Mitdenken für sich selbst und für die Bevölkerung als Ganzes.

      Und Mitdenken für sich selbst heisst nicht: Hedgefonds-Kategorie mitdenken, oder Soros-Denken wie „ich denke an das Geld machen, aber nicht an moralische oder soziale Konsequenzen bei meinen Investitionen“ ( das hat er in einem Interview gesagt – habe den Link hier auch schon gepostet).

      Solche Diskussionen bräuchte es – dringend…

    • Ich denke dabei nicht allein an mich oder diejenigen, die schon Bescheid wissen, sondern auch daran, dass der größere Teil eben noch nicht so Bescheid weiß. Darum geht es doch auch. Man zwingt Euch den Vortrag ja nicht auf!

    • „Skull und Bones ist sicherlich eingebettet in ein noch grösseres Netzwerk.“

      Durchaus möglich.
      Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir geht es so: wenn ich die Geschichte nicht nur der Nachkriegszeit sondern praktisch seit der Aufklärung und der Einführung unseres Banken- und Finanzwesens betrachte, dann schimmer da manchmal eine ganz dunkle Macht durch.
      So also ob in dem ganzen System von Anfang an der Wurm drinnen war, und es praktisch zu unserer Versklavung und Ausbeutung führen musste, zwangsläufig. Stichwort: Staatsverschuldung, Zins- und Zinseszinssystem.
      Diese sehr kindlich gehaltene Doku bringt es sehr klar auf den Punkt: https://www.youtube.com/watch?v=JDWTKqBmNnQ

      Dann wären wir letztlich bei so etwas wie den Illuminati oder einer ähnlichen Organisation.
      Muss nicht stimmen, vlt. ist es auch nur ein Resultat großer Gier, das sich immer mehr aufgeschaukelt hat.
      Wie seht ihr das?

    • @ Anmerkung
      Ich sehe es in diesem Punkt eher wie Veganislove.
      Das Problem ist, dass wir noch stark in der Minderheit sind. Der „Krieg“ um die Informationen und der Wahrheit hat ja eigentlich erst jetzt richtig begonnen. Deshalb sollte m.E. die Verbreitung und Vernetzung noch Vorrang haben, so gerne ich auch etwas konkretes lieber hätte. Die Frage ist auch, inwieweit man überhaupt schon als geschlossene Bewegung irgendwo außerhalb des Netzes in Erscheinung treten kann und sollte. Bisher hat die gewaltige Macht der Presse mit ihren Lügen noch alles in den Dreck gezogen und jeden, der öffentlich auftaucht ein tödliches Etikett verabreicht. Hat man ein solches erst, dann wird es möglicherweise noch schwerer.
      Was meint ihr?
      Auch in Anbetracht der Ziele gäbe es noch das ein oder andere genau zu erkennen und zu betrachten.

      Zum Vortrag von Prof. Mausfeld und seiner Ihrer Meinung nach fehlenden Perspektive für aktives Handeln vielleicht der folgende Hinweis: Erstens ist das, was er da über Eliten und deren Macht vorgetragen hat, wohl das Eindeutigste, was je dazu von einem Wissenschaftler der neueren Zeit in der Öffentlichkeit gesagt wurde. Von daher ist das unglaublich mutig und man muss möglicherweise schon auf ihn aufpassen in der Zukunft.

      Zweitens: Er verhilft dem Einzelnen dazu die Dimension der Verzerrung unserer Wirklichkeit noch einmal auf eine tiefere/höhere Ebene zu bringen. Ebenso wird ja ganz klar, dass eine parlamentarische Lösung, wie wir sie bis her kennen, gar nicht mehr in Frage kommt. Damit Hilft er uns auch, was die Formulierung eines Zieles auf politischer Ebene angeht.
      Am Ende seines Vortrags nennt er ja quasi einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma, die Rückbesinnung auf partizipatorische Demokratie. Eben auch das Erkennen, dass aus der Aufklärungsbewegung eine Gegenaufklärung geworden ist und wir uns wieder mit dem Wesen der Aufklärung und des Menschen neu auseinandersetzen müssen.

    • Ich sehe das genau so wie Außenkontrolle hier schreibt. Besonders der mittlere Abschnitt hat mir sehr gut gefallen. Genau daran habe ich nämlich auch gedacht. Nun hat es Außenkontrolle mit Herz und Verstand genau formuliert. Mir fehlt bei Euch, die Ihr hier nur an Euch selbst gedacht habt, die Achtung vor so einem Menschen und die Dankbarkeit- das Bewusstsein dafür, was er aufs Spiel setzt. Was setzt Ihr eigentlich aufs Spiel?

    • @ volume :

      ja der Wurm ist sicher schon seit Jahrhunderten im System. Über die Jahre immer mehr verfeinert worden. Es ist immer deutlicher, wie sämtliche Konzerne, die mit Krieg, Pharma, Börsen und Banken im allgemeinen Sinne zu tun haben, darauf aus sind, die Bürger von Ländern auszunutzen.

      Auch die Schulsysteme indoktrinieren schon – das alles ist gewollt. Auch bestimmte Behandlungsmethoden schaden eher den Menschen als ihm zu nützen ; z.B. Chemtherapie oder noch aktueller: Impfen – in den USA gerade größeres Thema als in Deutschland… der Wurm war mit großer Sicherheit schon seit frühester Zeit Konzept.

      @ Ausserkontrolle:

      Ja. Vielleicht haben sie recht – und die Bewegung ist noch zu klein und es sollte noch weiter aufgeklärt werden, damit die Bewegung die meisten anderen Menschen erst noch erreichen kann. Es ist nur so: die Eliten werden in der Zwischenzeit nicht schlafen, während die Aufklärung hier langsam Fortschritte macht…

      @ Veganislove:
      Sie haben mich wahrscheinlich nicht richtig verstanden.

      Ich werde meine Sichtweise Ihnen noch einmal versuchen zu erläutern:

      Herr Mausfeld macht, in Sinne der Aufklärung einen guten Job. Er trägt Informationen mit Quellenangaben in seinem Vortrag vor.

      Was ich allgemein bei der Aufklärung sehe: es wird der Fokus auf „die Eliten“ gelegt.
      Es ist so ähnlich, als wenn ich mich damit beschäftige: „Welches Auto fährt mein Nachbar? Warum verkehrt mein Nachbar mit den und den Personen? Wie ist das Netzwerk meines Nachbarn? etc…“

      Das ist die Perspektive, in welcher die Aufklärung unterwegs ist. Sie betrachtet das Gegenüber: „die Eliten“.

      Wenn es aber darum geht, zu Handeln: kommt das Volk ins Spiel. Da gibt es, meines Wissens, kaum Vorträge oder gar keine Vorträge, die ( wie ich bereits beschrieben habe) einen Schritt weiter gehen und beim Einzelnen beginnen.

      Ich kann damit leben, wenn Sie, Veganislove, die Kritik an dem Vortrag für sich persönlich ablehnen.

      Zitat : „Nun hat es Außenkontrolle mit Herz und Verstand genau formuliert. Mir fehlt bei Euch, die Ihr hier nur an Euch selbst gedacht habt, die Achtung vor so einem Menschen und die Dankbarkeit- das Bewusstsein dafür, was er aufs Spiel setzt. Was setzt Ihr eigentlich aufs Spiel?“

      Ich habe nur an mich gedacht, wenn Sie u.a. mich meinen? Dann haben Sie meine Sätze mit Erklärungen nicht verstanden.
      Mir fehlt die Achtung vor Herrn Mausfeld? Diese Äusserung kann ich nicht nachvollziehen, was sie damit meinen.

      „was wir aufs Spiel setzen?“ – das ist so, als ob nur der kritisieren darf ( aus ihrer Sicht), der selbst Dozent an der Uni ist und diesen Vortrag hält.

      Demnach dürfte die Presse die Politik nicht kritisieren, weil die Presseleute ( vielleicht mit mir bekannter Ausnahme von CNN in den USA) selbst keine Politiker sind.

      Aber was ist denn die Realität? Kritik findet statt. Und ist es unberechtigt?

      Ich verstehe die Argumentation von Ausserkontrolle und kann es nachvollziehen, dass es sein kann, dass die Bewegung noch viel zu klein ist.

      Ich sehe aber parallel auch genügend Aktionen der Presse und Politik, die mit aufbauenden Feindbildern, diversen Wortkeulen und Spaltmechaniken ( Anti-Trump-Presse z.B. in Deutschland) das Volk gerne teilen möchten.

      Und das ist aus meiner Sicht eine Gefahr.

      Welche, die sich weniger kritisch mit Hillary Clinton oder Donald Trump beschäftigen, habe ich kürzlich schon ganz klar Antitrump-mäßig kommunizieren sehen. Es ist leicht, einigen Menschen Sand in die Augen zu streuen.

      Und das ist eben meine Befürchtung, dass noch zu viele Menschen der Presse wie paralysiert hinterherrennen; egal auf welches Pferd die Presse gerade setzt.

      Deswegen habe ich den Vortrag kritisiert. Nicht, weil er an sich schlecht ist, sondern weil er den Blickwinkel aufs „Aussen“ ( den „Nachbarn“ – die „Eliten“ – das „Gegenüber“) stärker fokussiert, als aufs „Innen“ ( die Bedürfnisse der „Bürger“ – die Möglichkeiten der Demokratie-Mitgestaltung – die Möglichkeit der Diskussionen um Lösungen).

      – Aber vielleicht braucht die Bewegung noch 10 oder 20 Jahre, um größer zu werden. Wir haben ja alle Zeit.

    • Nun liegen ja gerade die benannten Abstraktionen bzw. Realabstraktionen wie Volk, Demokratie, Mensch und Unternehmung/Tätigwerden unserem heutigen Elend zu Grunde. Nichts davon kann in Anspruch genommen oder positiv besetzt werden, wenn wir aus unseren Verhältnissen heraus wollen.
      Erst jetzt im Niedergang unserer Epoche kann man mehr und mehr erkennen, wie unsere Wirklichkeit an sich beschaffen und auch schon nicht mehr praktikabel ist. Gleichzeitig ist das neue und andere noch nicht da, muss erst gefunden werden. Der erste Schritt in Richtung jenseits des Tellerrands besteht damit paradoxer Weise im Innehalten und Herausfinden dessen was und wie es ist – man wird ex-zentrisch. Soweit in der Vergangenheit neue und von ihren Vorgänger-Zivilisationen völlig verschiedene Erklärungen in die Welt kamen, geschah das auch nicht über die große Zahl (Quantität statt Qualität gehört eindeutig zur Moderne). Es waren immer ganz wenige, die bisher un-Erhörtes dachten und taten, wobei es jetzt genau nicht um das Brechen moralischer Tabus geht, sondern um bis dahin ungekannte bzw. unerhörte Art und Weisen des sozialen Konsenses geht.
      Die Aufklärung, die selbst als Notbehelf und Krisenbewältigung (unter vielen anderen kontingenten Möglichkeiten, die nicht zum Zuge kamen) in die Welt trat, als die Leute im Sinne Nietzsches „von Gott verlassen“ nicht mehr anzugeben vermochten, was sie mit einander zu tun hatten, muss auch nicht vor sich selbst gerettet werden. Ebenso wie dereinst Religion (sozialer Konsens vermittels Verwandtschaft und Alimentation) ist diese Erklärung an sich und ihren Widersprüchen selbst gescheitert, was nicht zuletzt an ihren Rückseitenphänomenen wie der Barbarei in den Peripherien, die zunehmend auch hier, in den Zentren, spürbar wird, ablesbar ist.

    • Hallo Anmerkung,
      ich kann Ihre Sorge natürlich vollkommen nachvollziehen. Ich sehe das Zeitproblem auch, vor allem, weil Prof. Mausfeld auch meinen Eindruck noch einmal entschieden bekräftigt hat: Die Eliten (ich mag diesen Begriff eigentlich nicht, weil er nicht wirklich trifft) schrecken vor gar nichts zurück und sind zu allem bereit. Die Kriegsvorbereitungen sind dafür sicher ein Hinweis. Ich glaube aber trotzdem, dass deren größte Angst erst mal ist, dass sich das Wissen verbreitet. Man merkt das ganz klar an der Reaktion der bekämpfenden Maßnahmen in der Presse. Man muss eben schauen, was man zusätzlich noch tun kann.

    • Interessante Diskussion. Warum so wenig über das „was tun?“ gesprochen wird? Weil es eine schwierige Frage ist. Mir fällt ausser Aufklärung, um mehr zu werden, nicht viel ein.

      Außerkontrolle hatte vor einigen Monaten einen Vorschlag der mir sehr gut gefällt: eine Partei gründen, die ihre Macht auflöst sobald sie an der Macht ist.

    • Kenfmfan

      Was die Idee (eine noch recht unreife natürlich) mit der zugründenden Partei angeht: Ich hatte vorgeschlagen als programmatisches Hauptziel der Partei die Auflösung des derzeitigen Systems auszugeben, wobei ich damals und auch heute noch nicht weiß, ob man sich mit einer solchen Forderung überhaupt zur Wahl aufstellen lassen kann. Es wäre ja quasi die Staatsabschaffung. Ich sagte weiter, sollte dies möglich sein und angenommen man bekäme zum Beispiel 15%, dann sollte die gesamte Partei sich nicht in der üblichen Weise am klassischen parlamentarischen Alltag beteiligen, keine Bündnisse eingehen, keine Privilegien nutzen, nicht dazugehören wollen, keine Diskussionen zu aktuellen Realpolitik, nur ein Grundgehalt beziehen und den Rest für Werbung in eigener Sache ausgeben, alle Abstimmungen zur aktuellen Systempolitik verweigern und erläutern warum. Gleichzeitig sollte aktiv geworben werden für eine vollkommen neue Form der Demokratie, die natürlich zunächst erarbeitet werden müsste. Die Überlegung war, dass wenn man sich als Partei erst integrieren lässt, man schon verloren hat, was man an nahezu allen kleinen Parteien sehen kann. Über das Parteiensystem auf normalem Wege zu einer substantiellen Veränderung zu kommen halte ich für nahezu ausgeschlossen unter den Voraussetzungen bezüglich der Machtverhältnisse, die uns immer deutlicher werden. Anders würde es möglicherweise dann aussehen, wenn man auf Anhieb eine absolute Mehrheit bekommen würde. Was wiederum eine enorme Bekanntheit voraussetzen würde.
      Wer sich mit Wahlzulassungsvoraussetzungen und den Parlamentarischen Gepflogenheiten bereits auskennt, und einfach mal die Gedanken dazu frei laufen lassen will, kann ja mal was dazu sagen.

    • Liebe Petra,
      das Sie Bedenken haben und worin diese bestehen habe ich, denke ich zumindest, verstanden.
      Ihre Aussage:
      „Gleichzeitig ist das neue und andere noch nicht da, muss erst gefunden werden. Der erste Schritt in Richtung jenseits des Tellerrands besteht damit paradoxer Weise im Innehalten und Herausfinden dessen was und wie es ist – man wird ex-zentrisch.“
      deckt sich im wesentlichen ja mit dem hier auch vielfach Angesprochenen. Wir werden mit der Zeit ex-zentrisch und bewegen uns geistig weg von der Macht um uns herum. Es ist das Innehalten, wobei es mir persönlich nicht ausreicht immer darauf hinzuweisen, der Einzelne sei selbst dafür verantwortlich (das ist jetzt nicht auf Sie bezogen), müsse sich selbst verändern. Natürlich muss er das, aber kann es logischer Weise nicht von sich aus, da er ja durch das System sozialisiert ist. Systemisch gesprochen müsste er als prinzipiell offenes System von außen penetriert werden. Und ist es nicht genau das, woran wir alle arbeiten wollen, andere mittels Informationen kognitiv in „Unordnung“ zu bringen? In der Regel ist der Mensch dann besonders bereit nach zu fragen, wenn der Impuls aus ihm selbst heraus kommt. So wie es bei jedem von uns gewesen ist, z.B. durch ein plötzliches Unbehagen mit einem politisch oder gesellschaftlichem Ereignis, Ukraine-Konflikt, 9/11 etc. Wenn er in dem Moment eine Plattform mit Informationen und anders denkenden Menschen findet, ist schon viel erreicht und die erste Umstrukturierung kann beginnen. Nur auf der Ebene eigener Erkenntnis kann ich doch ex-zentrisch werden und damit Abstand nehmen von den aktuellen Verhältnissen.

      Und würde nicht jeder andere Weg bedeuten die große Katastrophe erst durchleben zu müssen. Das Ende der Epoche mit großem Knall. In die absolute Dunkelheit zu gelangen und erst dann umkehren zu wollen? Denn, im Gegensatz zu früheren Zeiten ist der Zugriff auf das Volk, auf die gesamte Menschheit durch Machtmittel, heute viel größer, so dass diese Zuspitzung wahrscheinlicher erfolgen würde.

      Meine Frage, die ich Ihnen, glaube ich zumindest, schon mal gestellt habe, wäre, wo ist der Weg, den Sie von heute aus gesehen für gangbar halten? Wie soll die Epoche ohne Katastrophe zu Ende gehen können, so dass ein Neuanfang möglich wird? Was wären unsere konkreten Aufgaben außer zu hause zu sitzen, abzuwarten und versuchen ein besserer Mensch zu werden? Und was ist mit denen, die schon den Balken aus ihrem eigenen Auge entfernt haben, aber die von der systematisch aufgebauten Depression in den Verhältnissen immer wieder zurückgeworfen werden?

      Ich stelle Ihnen diese Fragen auch, weil es mir auch ein wenig Kopfzerbrechen macht was Ihre Skepsis bezüglich der grundlegenden Einigungsfähigkeit der Menschen untereinander angeht:

      „Ebenso wie dereinst Religion (sozialer Konsens vermittels Verwandtschaft und Alimentation) ist diese Erklärung an sich und ihren Widersprüchen selbst gescheitert, was nicht zuletzt an ihren Rückseitenphänomenen wie der Barbarei in den Peripherien, die zunehmend auch hier, in den Zentren, spürbar wird, ablesbar ist.“

      Würde das nicht implizieren wir bräuchten jemanden, der die Macht mit Gewalt an sich reißt und die vermeidlich richtigen Dinge durchsetzt ohne auf den wankelmütigen Pöbel oder die machtgierigen Eliten zu achten und diese dann einer radikalen Umerziehung unterzieht? Gerade aufgrund einer heutig Interessengesteuerten und nicht dem Allgemeinwohl entsprungenen Meinungs-und Ansichten-Vielfalt ohne substantiellen Inhalt? Die Barbarei beenden und handeln?
      L.G.

    • @ Außerkontrolle:

      Ja genau. Die Kriegsvorbereitungen sind ein Zeichen dafür – auch die andauernden Kriege. Vor einige Zeit schien mir noch die Georgia Guidestones-Felsgeschichte eine Verschwörungstheorie zu sein. Es ergibt im Laufe der längeren Betrachtung aber immer mehr Sinn. Auch der Film „Thrive“ bestätigt dies ja noch einmal. Je mehr die „Eliten“ bzw. Personen mit Macht; weit noch über Soros hinaus, die Menschen kontrollieren möchten, brauchen Sie Mittel und Wege, dies tun zu können.

      Es geht über die Nahrung: Glyphosat, Monsanto etc.
      – es geht über das Impfen : Nagalase ( z.B. Dr. Leonard Coldwell hat dazu was ausführlich erklärt)
      – es geht über die Frequenzen bei Handys und Monitoren ( z.B. Werner Altwickel hat was dazu erläutert)
      – es geht über über die Strukturen von Demokratie ( also aktuell kaum Entscheidungsfähigkeit nur Wahlmöglichkeit in Deutschland)
      – es geht über die Konstruktion von Feindbildern und Freundbilder ( der Gute/ der Böse in der Politik – durch Presse vermittelt)
      – es geht über die Zensur sämtlicher Portale wie z.B. Twitter / Facebook / Wikipedia ( Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bekommt Allmacht-Fantasien :“ Fortschritt erfordert Globalisierung

      Facebook solle in Zukunft noch stärker zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen, führte Zuckerberg in seinem Brief aus. Statt wie bisher vor allem Freunde und Familien zu vernetzen, wolle das Unternehmen eine Infrastruktur bereitstellen, die der Information, gegenseitigen Unterstützung und dem zivilen Engagement dienen soll. Vor allem aber solle diese Infrastruktur alle Gesellschaftsschichten miteinschließen. Fortschritt erfordere heutzutage, „dass die Menschheit zusammenkommt, nicht nur als Städte oder Nationen, sondern als globale Gemeinschaft“. -> erschienen bei Zeit.de ; Facebook-Gründer will „Globalisierung für alle“)

      – es geht über TPP, TTIP, CETA etc. ; für die Kontrolle der Bevölkerung sorgen
      – es geht über den Zahlungsverkehr ( Indien ist gerade ein Experimentierfeld dafür)
      – es geht über Chinas „Social Credit System“ ( siehe Beitrag bei Netzpolitik)

      Also da ist der Versuch und der Wunsch nach der Kontrolle und Bevölkerungsreduktion zu merken. Alles Gleichmachen, gleichbewertbar zu machen, um dann Unterschiede einzuführen bei den Menschen, die staatlich folgsam sind, die manipulierbar und erpressbar sind in Führungspositionen zu bringen.

      So etwas geschieht in den USA ( siehe die Pizzagate-Affäre, die nach Israel und vermutlich auch weiter hinaus, ausstrahlt ). Ich vermute, das geschieht weltweit.

      Im kleineren Format gab es auch die Vision eines Geschäftsführers, der den idealen Vorgesetzten so beschrieb, Zitat:
      „„Generation Y“, also die Generation, die in den Jahren 2025 bis
      2035 Führungspositionen innehaben. Laut Umfragen zeichnet
      die Generation folgende Attribute aus:
      ·
      Weniger selbstkritisch
      ·
      Weniger willensstark
      ·
      Sehr multimedial orientiert
      ·
      Weniger Interesse an Führungspositionen
      ·
      Interesse an gewinnunabhängigen Themen
      ·
      Wunsch nach weniger hierarchischen Führungsstrukturen
      ·
      Wunsch nach individueller Förderung der eigenen
      Kompetenzen und Begabungen
      ·
      Wunsch nach „Work-Life-Balance““

      – da kommen die aktuellen Schul- und Bildungssysteme dieser Vision sehr entgegen.

      Wenn Jemand weniger Willen hat, passt er in die aktuelle Agenda, der Bevölkerungsreduktion und Manipulation.

      Bisher habe ich das wirklich als Verschwörung abgetan. Aber abgesehen davon, dass viele Politiker in erster Linie an persönliche Vorteile denken, z.B. Joschka Fischer und sein Verhalten der Kriegstreiberei in den Kosovokrieg und spätere Beförderungen in der Wirtschaft – es gibt dort X-Beispiele…

      aber Politiker befolgen „nur“ Gesetzesentwürfen von Lobbyverbänden, die ein Hausrecht bei der Politik haben. Die Wirtschaft und die Banken profitieren ja letztlich von den Gesetzen.

      Um eine Verschwörungstheorie zu entzaubern, ein Zitat aus thefreethoughtproject ( punkt com) :

      „On September 23, 2010, Clinton emailed Lynn Forester de Rothschild (an email chain marked by heavy redaction) saying, “I was trying to reach you to tell you and Teddy that I asked Tony Blair to go to Israel as part of our full court press on keeping the Middle East negotiations going …”

      Rothschild responds, thanking Clinton for “personally reaching out to us,” and adds, “You are the best, and we remain your biggest fans.”

      Also es ist aktuell weniger das Erkennen von Zusammenhängen das Thema ( aus meiner Sicht), sondern eher das Vernetzen und das Entgegenwirken von politischem Sumpf, der sich überall auf der Welt abzeichnet.

      Ich hoffe, der Wikipediafilm wird auch auf englisch untertitelt sein -so wird er vielleicht englische Nachahmer finden und je mehr von den Netzwerken bekannt werden, umso eher lässt sich die Frage stellen, wo ein Einfluss geltend gemacht werden kann.

      Und was Mausfeld angeht: nun, er hat einen wichtigen Beitrag geleistet; aber jeder der kann und möchte, sollte auch etwas tun – ich überlege noch, ob ich nicht viel mehr tun kann, als hier zu schreiben und einige Zitate und Zusammenhänge aufzuzeigen.

    • Argument
      Ja, es wird einem immer klarer: Ebenso wie die NGO`s sind all die Dinge, die Sie hier aufgezählt haben
      U-Boote direkt ins Hirn. Alle kommen in vorgeblich guter Absicht und sind nichts als Manipulationsinstrumente, die sich leise anschleichen.
      Und ich kann nur wieder mal meinen Lieblingssatz aus Goethes Faust anbringen, weil er wirklich exakt sagt, dass wir es mit dem Teufel zu tun haben, verkleidet als niedlicher und harmloser Pudel:
      Auf die Frage wer er den sei antwortet Mephisto:

      „Ich bin der Geist, der stets verneint und das mit Recht (§), denn alles was entsteht ist wert, dass es zugrunde geht.
      Drum besser wär’s, dass nichts entstünde, so ist denn alles was ihr Wut, Zerstörung, kurz das Böse nennt mein eigentliches Element.“

      Nichts soll entstehen, was uns daran erinnern könnte wer wir sind. Alles, was daran erinnert soll zugrunde gehen damit nur das Böse, der Satan regieren kann.

    • @ Außerkontrolle:

      ja. Gutes Stichwort. Der Geist, der stets verneint.

      Ich erwähnte zuvor noch Lynn Rothschild – nun ist die selbst aktiv auf Twitter:

      Lynn de Rothschild‏@LdeRothschild 17 Std.Vor 17 Stunden

      @johnpodesta this is pathetic;HRC lost because you ran an arrogant out of touch campaign;you have destroyed a great family and are a loser

      – das passt gut ins Bild, da es zuvor ein Video gab, in welchem Jake Tapper ( CNN) mit John Podesta ( Clinton-Wahlkampfmanager) zu sehen war.

      Nun meldet sich Rothschild zu Wort – und es wird wohl in den nächsten Tagen mehr zu John Podesta zu lesen sein.

      Ich wusste nicht, dass ich zufällig die richtigen / wichtigen Leute hier zitiere. Aber die Spur wird größer.

    • @ Außerkontrolle
      Liebe/r Außerkontrolle,
      leider kann ich erst jetzt antworten, was ich wegen des Flusses des Gesprächs persönlich sehr schade finde.
      Ich finde es sehr wichtig, dass Sie darauf aufmerksam machen, dass niemand seine durch eine gültige Welterklärung (System in unserem Fall) hervorgebrachte Konstitution einfach an der Garderobe abgeben kann. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass solange die Erklärung intakt ist, gegenläufige Aussagen kaum möglich sind. So waren die diversen Häresien in der religiösen Formation über Jahrtausende nicht geeignet, Religion als Erklärung des sozialen Konsenses in Frage zu stellen. Erst als die Legitimität in Frage gestellt werden konnte, brach diese Welt im Europa der Renaissance (interessanterweise gleichzeitig auch im weit entfernten Japan) recht schnell zusammen. Und so, wie die nicht mehr haltbare Theodizee, die Rechtfertigung Gottes/der Götter, den Weg ebnete für den Beginn der Krise und des Zusammenbruchs der religiösen Erklärung, so stellt die Frage nach dem gut und gerecht der „Gattung Mensch“ die Bürgerliche Gesellschaft des modernen Ensembles vor die Existenzfrage. Die „kognitive Unordnung“ (schön gesagt) nimmt zu, weil die Rechtfertigung des empirischen Leidens, der erfahrbaren Bedrohungen und des grausamen Sterbens all überall, brüchig wird. Da geht es aber an die Grundfesten des sozialen bzw. unsozialen Konsenses unserer Welt, der ja darin besteht, dass wir als die höchst entwickelten Säugetiere die Naturwesen sind, die alleinig und durch ausschließlich uns zugewendete Vernunftbegabung die Gesetze der Natur erkennen und so Fortschritt bewirken, der für sich genommen schon Erfolg ist. Dieses Existieren und sein Fortbestehen und Fortschreiten ist schon durch sich selbst gerechtfertigt und bedarf keiner inhaltlichen, also moralischen Bestätigung. Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu, weiß der Volksmund und was evolutionäre Vorteile verspricht, entsteht in gleicher Form an den Körpern von Pflanzen und Tieren verschiedener Art und Gattung, wie auch Kapital in die Produktionsbereiche fließt, die Profit versprechen. Dies alles geschieht mit naturgesetzlicher Regelmäßigkeit und Konsequenz und der damit verbundene Erfolg der Existenz schlechthin ist für nichts anderes Anlass als für Freude, wie uns Schiller weiß machen kann.
      Wie man gut erkennen kann, haben wir Modernen und Fortschrittlichen das Gelingen und die Praxis unseres Lebens wie die Alten auch an ein (vorgeblich fremdes) Drittes überantwortet und uns damit der Verantwortung entzogen. Haben seinerzeit die Götter die Geschicke des Lebens gelenkt (wiewohl man bis Luther immerhin mit diesen verhandeln konnte), so verläuft unser Leben nun nach Vorgabe unhintergehbarer Naturgesetze, deren bloße Erscheinung wir sind und unser Zutun beim Ganzen bleibt auf den möglichst korrekten Vollzug beschränkt. Und so wie die Leute, die mit Religion als Inhalt des sozialem Konsenses ihr Leben praktikabel machten, nicht wahrnahmen bzw. wahrnehmen konnten, dass Gott ihre höchsteigene Hervorbringung war, so tun wir Heutigen uns damit schwer zu bemerken und anzuerkennen, dass unsere Sichtweise auf uns selbst und die Natur ebenfalls ein von den Leuten hergestellter sozialer Konsens ist, der uns als fremde Macht gegenüber tritt. Fetische sitzen halt sehr fest.
      Anders gesagt: Für eine andere Welt bedarf es mehr als der Wiederaneignung der Produktionsmittel, wie es dereinst die Sozialisten forderten und ihre Forderung mit angeblich unhintergehbaren „wissenschaftlichen Begründungen“ unterfütterten (sic!), es bedarf vielmehr der Wiederaneignung der Kompetenz, die die Leute wirklich haben und die sie über viele Epochen in unterschiedlichster Weise ausübten: einen sozialen Konsens herzustellen mit welchem sich leben und überleben lässt. Mir scheint es auch wünschenswert, dass er für dieses Mal nicht als Fetisch in die Welt kommt, sondern bewusst bleibt, dass unser Verhältnis unter einander und das was wir als Natur betrachten von uns selbst herrührt, dies unsere Potenz ist und wir Hybris und Omnipotenz den Laufpass geben. Um Anwürfen zuvor zu kommen sei angemerkt, dass ich keine Feindin von „Naturwissenschaft“ bin. Mir geht es nur darum, darauf hinzuweisen, dass das wesenslogische an ihr verschleiert, dass diese „nicht an sich“ und „ewiglich“ existiert, sondern von uns selbst herrührt, wir also nicht so tun dürfen als seien die angenehmen wie die barbarischen Folgen ihres Inhalts nicht auch unser eigenes.
      Sie sehen also, dass ich die Einigungsmöglichkeit der Leute nicht nur für möglich, sondern ihre einzig wirkliche und realisierbare Kompetenz halte. Es geht mir darum, zu zeigen, dass wir, die Leute, in der Vergangenheit schon einige Male Ewigkeiten aufgegeben haben und dass wir für Überraschungen, nicht für Programme gemacht sind und bereit sein müssen.
      Zu Ihrem letzten Absatz, der die Frage der Macht aufwirft, fällt mir so viel ein, dass es diesen Beitrag sprengen würde. Auf die Gefahr hin missverstanden zu werden: Das Problem besteht darin, dass in der Bürgerlichen Epoche Herrschaft und Macht von einander getrennt sind. Wo Herrschaft das Öffentliche ist, ausgeübt an und von emanzipierten Subjekten – Beherrschung seiner selbst, Beherrschung seines Metiers, unterworfen unter den freiwillig akzeptierten Not- bzw. Ausnahmezustand –, so ist Macht das Nichtöffentliche, ausgeübt in und an der Abspaltung. In der Abspaltung gilt das Verschwiegene, die Kehrseite subjektiver Tätigkeit, die nicht zur Schau gestellte Meisterschaft in der Produktion (Ideen, Wert, Produkte) und der damit verbundenen gesellschaftliche Verantwortung, sondern die reine Willkür, die sich von gesellschaftlicher Natur und Vernunft abgespalten hat.
      Zwischen Herrschaft und Macht sucht die Verschwörungstheorie zu vermitteln, beide zu begreifen und zu kritisieren und hat auf beiden Seiten recht. Sie beklagt und denunziert das Verheimlichte, das nicht Öffentliche, fordert das Recht für die kontrollierbare Herrschaft, legt sich aber keine Rechenschaft darüber ab, dass sie die Macht nie zur Herrschaft führen kann: Hierin liegen wohl auch die ideologischen Figuren wie etwa die, dass die Revolution ihre Kinder frisst, dass die Idee nicht institutionalisiert werden darf, und was da mehr.
      So führt dann die Machtergreifung folgerichtig zu Grausamkeiten, angefangen von den Jakobinern bis hin zu den Farbrevolutionen – besonders deutlich auch am Grauen des Nazismus, der all seine Staatsbürger vernichtete, denen er eine von der deutschen Nation (Nation=Abspaltung des Staatssubjekts) verschiedene Abpaltung (Schmarotzer am deutschen Volkskörper) unterstellte.
      Diese immer wieder auftauchende Verdopplung in unserer Welt wie Staat-Nation, Öffentlichkeit-Privatheit, Subjekt-Abspaltung, Herrschaft-Macht, Ware-Wert, ist bisher in Diskursen oder beim gesellschaftlichen Tun (Demos, Wohltätigkeit, ziviler Widerstand usw. ) kaum ins Blickfeld geraten. Wenn aber Herrschaft und Macht, wenn Subjekt und Abspaltung in ihrer bisherigen Situierung unangetastet bleiben, führt aus meiner Sicht der noch so allerbeste Wille in erneute Barbarei. Der Beginn eines Tuns liegt aus meiner Sicht in der Aneignung und Wiederaneignung von Handlungsoptionen, die bisher irrelevant erschienen: Konsens jenseits der Institutionen herzustellen und zu leben, Gespräche zu führen, wo jeder auf den anderen neugierig ist und nicht konkurrent Meinungen auszutauschen, um als Rechthaber und Sieger Platzhirsch zu werden, sich mit Dingen und Fragen beschäftigen, die einen selbst und „die seinigen“ (hier ist nicht die bürgerliche Kleinfamilie gemeint) betreffen und anderes sich selbst zu überlassen …

    • Petra, vielleicht erfordert Ihre erstaunliche Fähigkeit, Welt und Mensch abstrakt von aussen zu betrachten, eine Abspaltung vom Subjekt? Eine Betrachtung von aussen finde ich sehr interessant und notwendig für den Überblick…

      Sie schreiben von „zugewendeter Vernunftbegabung“ des Menschen. „Zugewendet“ passt nicht zur Evolution, die einfach nur entstehen lässt. Sie meinen Evolution mit „wissenschaftlicher Begründung“, oder? Evolution ist nicht zielgerichtet. Bewusstheit über Evolution führt vielmehr zu Bescheidenheit als zur Illusion einer Sonderstellung. Evolution ist Interdependenz. Es gibt kein voneinander losgelöstes Entstehen von irgendwas. Deshalb nimmt der Mensch im Bewusstsein von Naturwissenschaftlern (wenn ich das so pauschal behaupten kann) auch keine Sonderstellung ein. Glaube an eine Sonderstellung ist Ideologie, nicht Wissenschaft.

    • Liebe/r KenFmFan,
      ich betrachte „die Welt“ oder die „Menschen“ nicht abstrakt von außen – der Clou ist, dass „Welt“ und „Menschen“ bereits Abstrakta sind. Wäre es so, dass ich so eine Position einnähme, bemühte ich mich in der Bandbreite von „höchstwahrscheinlich bis vollkommen sicher“ nicht! darum, mit Euch, als lebendige Leute, ins Gespräch zu kommen, möchte aber, seid versichert. Ich hatte das sehr große Glück mit meinen eigenen empirischen Leiden und Fragestellungen an unsere Welt schließlich (statt Bleiwüste) an lebendige Wesen zu geraten, die von Ähnlichem umgetrieben wurden. Und so konnten wir mit einander in aller Zuneigung zu reden beginnen – und es kam „wie aus dem Nichts“ sofort nicht mehr darauf an, in Anbetracht des vorausgesetzten „Dritten“ die beste Performance konkurrent abzuliefern. So beginnt eins (man und frau wäre gesondert zu behandeln) ex-zentrisch zu schauen, nämlich auf unsere Wirklichkeit als bereits Vergangene.
      Schließlich zur Evolution „die einfach nur entstehen lässt“:
      Eine sehr wichtige Aussage mit tiefster und schwerer Bedeutung – das notwendige Erleiden-Müssen eingeschlossen – und doch die Absage daran, dass Evolution nur und ausschließlich aus einer menschengemachten Perspektive beobachtbar ist. Die Bescheidenheit, die da angesprochen ist, führt direkt dazu, in aller Bescheidenheit die Verantwortung für das, was die Leute höchst selbst und für sich in die Welt gesetzt haben, gleich einmal an andere Instanzen zu überantworten – soviel zur Verantwortung.
      Das ist wohl das dickste Brett, das es zu bohren gilt: die Welt ist nicht aus irgendeiner Drittperspektive zu erschließen. Jede solche Sichtweise ist und bleibt unsere eigen – das ist unser wirkliches Vermögen.

    • Liebe Petra,

      Danke für Ihre Erklärungen. Ja, Welt und Mensch sind bereits Abstrakta. Wir versuchen Welt und Menschen zu verstehen – durch die eigenen Filter. Wissenschaft und Austausch sind Versuche, diese Filter etwas sauber zu wischen, weil „man“ klarer sehen möchte. Man kann aber auch einfach im Bewusstsein leben, dass man sowieso nur die eigene Subjektivität erlebt uns sie einfach leben (in Toleranz zu anderen Subjektivitäten), dann nicht Erklärungen für Menschheit oder Welt finden muss, einfach nur das eigene Menschsein und die eigene (sich ändernde) Sicht auf die Welt als diese eingeschränkte akzeptieren. Aber einige sind auch Abenteurer und versuchen diese Grenzen zu verlassen und fühlen sich durch sich selbst eingesperrt.

      Die Entwicklung des Lebens ist nicht dafür verantwortlich, was Menschen tun, welches Leiden sie erschaffen, sie bedingt unsere „Erscheinung“, unsere Entstehung, nicht komplett die Entstehung unserer Taten. Verantwortung für eigene Taten kann nicht komplett an Vergangenes abgegeben werden, da Menschen mehr oder weniger Entscheidungen treffen können (wieviel Entscheidungsfreiheit ein Individuum hat, ist allerdings wiederum interbedingt durch die Umgebung – wieviel Freiheit zur freien Willensentfaltung wird einem Individuum von seinem Umfeld eingeräumt und wieviel kann es sich schaffen?)

      Empathie ist ebenfalls evolutionär entstanden. Weil das Leiden anderer eine „Antwort“, in uns hervorruft, sind wir einander „verantwortet“. Diese Absicherung hat sich in uns „eingebaut“ weil Überleben als Einzelner nicht funktioniert.

      Das eigene „Recht haben wollen“ ist lästig, damit kann man sich nicht weiter entwickeln. Ich hoffe, ich komme nicht so rüber, Recht haben zu wollen – ich suche nur und schreibe was ich gerade denke.

      Bin die nächsten Tage offline, würde mich aber freuen wenn wir die Diskussion später fortsetzen könnten.

    • Liebe Petra, lieber KenfmFan,

      Petra:
      „…Und so konnten wir mit einander in aller Zuneigung zu reden beginnen – und es kam „wie aus dem Nichts“ sofort nicht mehr darauf an, in Anbetracht des vorausgesetzten „Dritten“ die beste Performance konkurrent abzuliefern.“

      Ja, diese Voraussetzungen wünscht man sich und sind sehr wichtig.

      Leider macht man auch hier manchmal die Erfahrung, nur aufgrund der Tatsache, dass man nicht deckungsgleich ist, was den augenblicklichen Stand des Denkens, Wissens oder auch die Art des Schreibens angeht, auf merkwürdige Art als Konkurrent angesehen zu werden. Dies, obwohl man in vielen Punkten und auch in der Motivation überhaupt über etwas zu reden übereinstimmt. Das ist bedauerlich und bremst den Prozess des Zusammenwachsens. Wobei es hier immer noch besser zugeht, als auf vielen anderen Plattformen.

      Ich empfehle also allen, die schon aufgrund der Länge des Textes einen Anfall bekommen und anschließend reflexartig „nutzloses Geschwafel“ oder dergleichen kommentieren wollen, einfach weiter zu scrollen. Ist ja alles kein Problem oder großer Aufwand, wenn man etwas gar nicht lesen möchte.

      Petra, sie sagen: „…so tun wir Heutigen uns damit schwer zu bemerken und anzuerkennen, dass unsere Sichtweise auf uns selbst und die Natur ebenfalls ein von den Leuten hergestellter sozialer Konsens ist, der uns als fremde Macht gegenüber tritt.“

      Ja, das ist wohl so.
      Letztlich konzentriert sich offenbar die Problematik auf die Frage, ob wir in der Lage sind das „Unbehagen an unserer Kultur“ so zu analysieren, dass uns die Erkenntnis daraus die grundlegende Fremdbestimmtheit des Menschen, aktuell das Verhältnis von Herrschaft und Macht der bürgerlichen Gesellschaft, zu decodieren und auf eine neue, bzw. alte, immer da gewesene aber nie erkannte, besser nie akzeptierte Weise, zu transformieren.

      Letzteres bezieht sich auf das natürliches Wesen Mensch.

      Die Wissenschaft beruft sich auf die Natur. Der Mensch wiederum auf die Wissenschaft. Der Irrtum dabei ist nicht die Natur oder die Wissenschaft an sich, sondern die Fehldeutung dessen, was der Mensch als Sonderfall dieser Natur für eine Bedeutung in ihr hat. Der Sonderfall des Menschen in der Natur ergibt sich anthropologisch gesehen aus der Tatsache, dass er, im Gegensatz zum Tier, instinktreduziert ist. Er hätte aufgrund seiner Minderausstattung an Instinkten und natürlichen „Waffen“ keine Chance in der rauen Natur zu überleben, hätte er zum Ausgleich dieser Mängel nicht seinen Verstand. Er ist das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, welches diesen bewusst verändern kann, also nicht einfach in der Welt ist, sondern Welt gestalten kann. Damit gilt er nach Herder als der erste Freigelassene der Schöpfung.
      Er hat also einen gewaltigen Spagat zu leisten. Auf der einen Seite muss er die Natur erhalten, ihre Gesetze achten und auf der anderen Seite erkennen über welche er sich erheben muss, damit er seine eigene Spezies nicht durch sein Verhalten vernichtet. Das Gesetz des Stärkeren ist beispielsweise ein solches, immer noch in letzter Konsequenz von uns befolgtes Gesetz der Natur. In dem Moment seiner Entscheidung für dieses Gesetz, folgt er dem Verstand, der die Natur beobachtet hat. Er kann die Konsequenzen seiner Entscheidung nicht absehen, erkennt nicht, was für ihn selbst im wahrsten Sinne des Wortes „wesentlich“ der Kompass für seine Entscheidung hätte sein müssen:
      Nämlich, dass was er fühlt im Zusammenhang mit seiner Handlung, z.B. einen/etwas Schwächeren/es zu töten.
      So nimmt die Evolution ihren Lauf und muss möglicherweise ihren Lauf nehmen, damit der Mensch über Erfahrungen irgendwann den Punkt erreicht, an dem er auf sich und seine Natur als soziales, fühlendes Wesen blickt und sich fragt, ob er diesem genügend gerecht geworden ist.

      Die Frage, die uns eben auch heute noch umtreibt, was ist gut und was böse, ist möglicherweise auch deshalb immer noch als relativ zu betrachten.
      Pestalozzi hält ein meines Erachtens erstaunlich einfaches Beispiel dafür bereit, wie Gut und Böse entstanden sein könnten und wie Gefühle ein Wegweiser des Guten sein könnten; die Geschichte von drei Ur-Wilden, die in den Wald gehen um Nüsse zu sammeln. Nach einigen Stunden kehren sie zurück und es zeigt sich, dass einer der drei sehr viele Nüsse, einer nur wenige und der andere gar keine gefunden hat. Derjenige mit den vielen Nüssen habe nun zwei Möglichkeiten zu handeln: Er teilt mit den anderen und hat dabei ein gutes Gefühl, er spürt in sich und durch die positiven Reaktionen der anderen, dass er richtig und gut gehandelt hat, oder aber er behält seine Nüsse für sich und hat aus sich selbst heraus ein ungutes Gefühl, auch weil er mit ansehen muss, wie die anderen Hunger leiden, sie traurig, enttäuscht, vielleicht wütend sind.

      Ich möchte dieses kleine Beispiel ein wenig weiterdenken. Je nach Handlungsentscheidung tragen die „Wilden“ nun diese guten oder negativen Gefühle in sich. Wie das Zusammenleben der Drei sich weiter entwickeln würde, hängt vor allem von den Reaktionen der anderen beiden ab. Sie könnten denken: Derjenige, der die Nüsse gefunden hat, hat auch das Recht darüber zu bestimmen. Andernfalls müssten sie auch gegen den Willen des anderen handeln, z.B. Gewalt anwenden und hätten dabei sicher auch negative Gefühle. Sie entscheiden sich angenommen dafür, keine Gewalt anzuwenden, nicht über ihre Gefühle und Bedenken zu sprechen und ihm seine Nüsse zu lassen. Nun stellt sich mit der Zeit heraus, dass der Viel – Finder offenbar eine besondere Begabung dafür besitzt Nüsse aufzuspüren und dass sein Fund nicht einfach Zufall war. Als er das merkt und der Nuss- Berg wächst, sagt er eines Tages zu den anderen beiden: „Wenn ihr einige von meinen Nüssen haben wollt, dann müsst ihr für mich arbeiten, Feuer machen, Wasser holen, meine Hütte sauber halten etc“. Da die anderen beiden Hunger haben, willigen sie ein, auch wenn sie dabei kein gutes Gefühl haben. Bald gesellen sich weitere „Wilde“ zu ihnen. Auch sie ordnen sich den Forderungen des „Chefs“ in der Hoffnung auf Nüsse unter. Längst sammelt dieser nicht mehr selber, sondern führt sogenannte „Arbeiter“ nur noch zu den guten Stellen und lässt sie das erledigen. Er hat seine Begabung auf andere Lebensmittel ausgeweitet und überall müssen andere für ihn arbeiten. Die anderen mögen ihn nicht, sie spüren die Ungerechtigkeit, das Falsche in dessen Handlungen und meiden ihn auf der persönlichen Ebene. Er spürt das auch irgendwie, ist häufig unerklärlich unzufrieden mit sich und seiner Welt. Weil immer mehr Menschen jetzt für ihn arbeiten und sie einen Neid auf ihn entwickeln und er sich davor fürchtet, dass sie sein kleines Reich stürzen könnten (Angst der „Eliten“), ernennt er einige seiner Arbeiter zu Vorarbeitern, die nicht mehr selbst arbeiten müssen und dafür sogar noch mehr Nüsse erhalten als vorher. So kommt es, dass auch sie sich bald Arbeiter leisten können. Neuankömmlinge passen sich diesen „Gesetzen“ an…

      Man könnte diese Geschichte unendlich weiter- oder um erzählen und es ist vorauszuahnen, wohin die Entwicklung führen wird. In der aufgezeigten Variante wird sich ein System aufbauen, welches nach Gesetzmäßigkeiten funktioniert, welche die innersten Regungen des Menschen (in einem wichtigen Aspekt) von vornherein ausgeschlossen bzw. eingeschränkt hat.
      Je komplexer das System wird desto selbstverständlicher wird der Ausschluss und desto undurchsichtiger wird es für die nachfolgenden Generationen sein, wo und wie alles angefangen hat. Hätten die Wilden auf das gehört, was sie im Umgang miteinander empfunden haben (also Gefühl und Logik miteinander verbunden), die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen.
      Nun, wir haben eine Entwicklung dieser Art genommen. Die „Wilden“ haben mangels Erfahrung den Gefühlen nicht die zentrale Bedeutung zuordnen können, die sie tatsächlich verdienten.
      Wir allerdings besitzen zumindest die Erfahrung, wohin es führt, wenn die innersten Regungen des Menschen unterdrückt werden. Vorausgesetzt, wir sind in der Lage den Zusammenhang und die Bedeutung für die Entwicklung des menschlichen Lebens herzustellen und zu manifestieren.

      Das wir das immer noch nicht tun, hängt wohl mit der immer durchdringenden Rationalisierung der wichtigen Lebensbereiche zusammen, die sich zum Teil einfach „evolutionär“ verselbstständigt hat. Unsere Gefühlswelt wird auf der anderen Seite aber eben auch gezielt und überall gnadenlos missbraucht und unterliegt damit nicht mehr einer „natürlichen“ Entwicklung, sondern, mittels einer medial vorgespiegelten Realität, einer gezielten Einflussnahme auf breitester Ebene. Einerseits werden Trivialitäten emotionalisiert durch entsprechende Filme, Serien, Shows, Apps etc., um uns mit Produkten oder Ansichten zu verknüpfen und/oder uns von einer Welt träumen und streben zu lassen, die wir aber in Wahrheit nie erreichen können.
      Andererseits wird dort, wo die empathischen Fähigkeiten des Menschen wichtig wären für Solidarität und Hilfsbereitschaft, zum Beispiel beim Thema Krieg, sprachlich rational mit Begriffen wie „Drohneneinsatz“ oder „Kolalateralschäden“ operiert und die tatsächlichen Bilder des Leidens und Tötens von der Masse ferngehalten, damit Mitleid, Entsetzten und Empörung nicht aufkommen können. Oder aber man erzeugt emotionale Betroffenheit durch die Beschreibung und Veröffentlichung der Flüchtlingsnot, während aber die Ursachen für das Grauen im Hintergrund bleiben.
      Und dies ist nicht die Beschreibung des vollen Programms.

      Wir sind also an einem Punkt angelangt, an dem die soziale Dynamik der konkreten ersten Welt durch ein zweite künstliche, virtuelle Welt, manipuliert wird. Diejenigen, die an den Hebeln dieser Scheinwelt sitzen, mögen zum Teil vielleicht einfach nur Gewinninteressen durchsetzen wollen und insofern könnte man noch vielleicht noch von einer gewissen Eigendynamik sprechen, aber in der Tiefe dieser Herrschaft sind ganze Heerscharen von Sozial-& Geisteswissenschaftern positioniert, welche sehr wohl um die Psyche des Menschen und seine Beschaffenheit wissen und diese lenken.

      Kenfmfan sagt nun:
      „Weil das Leiden anderer eine „Antwort“, in uns hervorruft, sind wir einander„verantwortet“. Diese Absicherung hat sich in uns „eingebaut“ weil Überleben als Einzelner nicht funktioniert.“

      Diese Absicherung, die ich für Elementar halte, wird gerade u.a. in der oben beschriebenen Weise im großen Stil ausgehebelt.
      Die Epoche des Informationszeitalters macht und hat andere Gesetze und Eigenschaften als andere Epochen zuvor.
      Während wir in der Vergangenheit in der Regel auf feste Bindungen in Gemeinschaften zurückgreifen konnten, sind davon heute nur noch Fragmente vorhanden, was kein Zufall ist.

      Unsere einzige „Waffe“, die wir derzeit besitzen, um uns der Dynamik der Manipulation entgegenstellen zu können, ist die Verbreitung von Gegen- Information über das Internet und auf der Straße, wobei wir, was die Möglichkeiten angeht natürlich unterbemittelt sind, weil die Gegenseite diese Möglichkeit zusätzlich zu Presse und TV ebenfalls nutzt.
      Wir sehen ja bereits, dass große Massen aus Gründen dieser Beeinflussung heraus kaum noch mobilisiert werden können und wenn, dann werden diese durch Desinformationen und radikale Terrorgruppen zerschlagen.
      Der Krieg ist bereits im vollen Gange.
      Gewinnen sie diesen Krieg, dann haben wir es wahrscheinlich mit dem Anfang vom Ende früherer Epochenwechsel zu tun, die aus einer natürlichen Dynamik heraus ihr Ende fanden. Die Gefahr einer Endlos-Epoche könnte die Folge sein, die am Ende nicht mehr gezielt von unten beendet werden kann, sondern nur noch durch die Selbstzerstörung des Imperiums durch Vernichtung der eigenen Natur.

    • Hier noch ein paar Infos – es ist ( zu Mausfelds Thema „Angst der Machteliten) – im Grunde der einzige Themenkomplex, der bei KenFM noch aussen vor bleibt.

      John Podesta wurde ( ich schrieb das vorher) von Lynn de Rothshild als Loser bezeichnet. Normalerweise wäre das ziemlich der Abwärtstrend, der zu erwarten ist.

      Stattdessen bekommt er eine Anstellung bei der Washington-Post.

      Es gibt einige Researcher, die seine Familienbande und Vernetzungen zu Mary Morningstar ( Lockheed Martin) und anderen aufdecken- teils verzweifelt die Polizei schon kontaktiert haben und erzählen, wie die Arbeit fortschreitet.

      Mit knapp 3.000 Abonennten noch underground, aber dafür sehr nachvollziehbare Analysen, da in den Videos die Vernetzungen offen gezeigt werden:

      hier ein paar relevante Links zu dem Thema, das immer größere Kreise zieht ( die Videos könnten evtl. verschwinden, da sie Zusammenhänge aufzeigen, die medienwirksam unangenehm werden könnten ):

      Podesta, Washington Post, and NCMEC: #Pedogate Special Access to Children
      https://www.youtube.com/watch?v=zb1zJHweIto

      Martin, and Podesta Group Twitter Censorship of Podesta Family Ties – NCMEC, NED, Lockheed :
      https://www.youtube.com/watch?v=dJ4TjAplXjU

      PEDOGATE: The Ties Run Deep – Clark, Humer, and Koons: https://www.youtube.com/watch?v=P7Byj_VmIlI

      Wer diese Videos sieht – und immer noch denkt: ach – es gibt keine Zusammenhänge, die dort aufgezeigt werden – da weiß ich auch nicht.

      Aber genau dieses Thema passt perfekt zu Mausfelds Aussage: der Angst der Machteliten vor dem Volk

      – denn wenn solche Vernetzungen immer größer werden…

    • Wenn wir konsequent nach der Lehre Jesu gelebt hätten, ist eine Apokalypse nicht denkbar. Aber die Schlechtigkeit war schon so stark, dass Jesus verleumdet, ermordet und dann post mortem für irdische Mächte missbraucht wurde. Es gab immer wieder „die großen Warner“ in der Menschheitsgeschichte. Auch vor Jesus und nach ihm, aber es hat wohl nicht ganz gereicht, um diese Welt zu retten. „Die Schlechtigkeit läuft schneller als der Tod“, sagte einer von ihnen, nämlich Sokrates, bevor sie ihn zum Tode verurteilten, weil er immer zu viele Fragen stellte und der kritischen Ausforschung seiner Mit- Menschen nicht zu entsagen versprach, wie gefordert. Er war ein starker, reiner Charakter wie Jesus von Nazareth: Beide hätten ihrer Hinrichtung entfliehen können. Solche Menschen können sich an die Gemeinheiten dieser Welt nicht anpassen. Und sie wollen es auch nicht, weil sie wissen, dass sie dann ihre Seele -ihre Anbindung zur Ewigkeit- verlieren. Solche Geister leben in Ewigkeit.

    • Wenn, wenn, dann!
      Wenn alle Menschen ehrlich wären, brauchten wir kein Schloss in der Haustür.
      Mit dieser Denke gäbe viele Lösungen – aber die Menschen sind nicht so, wie es sich der eine oder andere Mensch wünscht.
      Die Menschen sind verschieden und das ist in einem Rahmen, den jeder für sich (bewusst oder unbewusst) festlegt, bereichernd und macht das Leben lebenswert.
      Jeder, der sich Gedanken um ein besseres Zusammenleben macht, hat seine Idealvorstellungen.
      Es ist daher klar, dass es dazu Meinungsverschiedenheiten gibt.

    • Es geht darum, dass mehr Bewusstsein gebildet wird und immer mehr Menschen verstehen lernen, dass jeder selbst damit anfangen kann und muss, die Veränderung zu sein, die er selbst in der Welt sehen will. Wenn man Ihren Text unter die Logik-Lupe legt, dann kommt dabei heraus, dass das Leben erst durch Lug und Trug, durch Mord-und Totschlag interessant und lebenswert ist. So ein unlogischer Text kommt dabei heraus, wenn es einfach nur ums blinde Widersprechen geht.

    • Wer hat den was von „Lug und Trug, durch Mord-und Totschlag“ erzählt?
      Was Sie alles so herauslesen und herausschauen können – durch ihre Logig-Lupe.
      Was interpretieren Sie denn in meinen „unlogischen Text“?
      Ich glaub nicht, das man durch Wunschdenken oder missionieren die Mitmenschen verändern oder gar gleich kann.
      Das funktioniert nicht.
      Die Realität klopft jeden morgen an die Tür. Dessen bin ich mir bewusst.
      Sie sollten mal zur Kenntnis nehmen, das es auch andere Meinungen als die Ihre gibt.

      Ich denke, wir sind oft gar nicht so weit auseinander.
      Einen Dickkopf haben wir schon mal beide.

    • Was mich an Ihnen immer wieder nervt, schwarz ist weiß, dass Sie immer wieder mit nicht selbst durchdachten Maintream-Keulen fungieren wie z.B. „Islam-Bashing“ oder „missionieren“. Oder auch „Wunschdenken“. Ich habe nun einmal – im Gegensatz zu Ihnen- einen gründlich erarbeiteten Standpunkt, der in vielen Themen von dem der Mehrheit sich diametral unterscheidet. Deshalb müssen Sie bei Ihrer oberflächlichen Betrachtung immer schreiben, ich würde nur meine Meinung gelten lassen. Dass das so nicht stimmt, können oder wollen Sie gar nicht erst erkennen. In ihrem Repertoire gegen mich fehlt jetzt eigentlich nur noch die „Querulanten-Keule“. Vielleicht ein guter Tip von mir? 🙂
      „Wunschdenken“ z.B. ist bei jedem Menschen ein Antrieb und ist auch ganz natürlich. Ohne Idealismus keine geistige Re-und Evolution. Man strebt dorthin, wo man sich hin wünscht.

    • Meine Antwort war auf den Satz von roteflora gedacht.
      „Wenn wir nach dem neuen Testament leben würden wäre alles gut.“

      In Bezug, dass nicht alle Menschen auf der Welt das NT überhaupt kennen und (oder) in Ihm eine Lösung sehen, habe ich von Wunschdenken und Missionierung geschrieben. Die Menschen sind verschieden. Auch in meinem Bekanntenkreis.

      Das man Idealismus braucht, um seine Wünsche zu äußern oder Ziele festzulegen, bezweifle ich doch nicht.
      Da rennen sie bei mir offene Türen ein.

      Ich glaube es ist nicht sehr zielführend ,wenn man anderen „nicht selbstdurchdachtes Denken“ an den Kopf schmeißt und das dem eigenen „gründlich erarbeiteten Standpunkt“ gegenüber stellt.
      Sie erhöhen sich und erniedrigen mich verbal.

      Warum machen Sie das? Ich glaub nicht, dass sie das nötig haben.

      Von der Mainstream- Keule will ich gar nicht reden. Das ist ein Totschlagargument und ne echte Beleidigung.

      Frieden wäre nicht schlecht.

    • Ich bin auch an Frieden interessiert. Aber nicht auf Kosten der Aufklärung. Ich fühlte mich auch von Ihnen oft schon „massengekeult“ und vorurteilshaft abgeurteilt. Es geht mir auch nicht um meine Person dabei, sondern um das Missverstehen dessen, was ich schreibe. Ich möchte natürlich nicht verkehrt verstanden werden, weil dann meine Arbeit hier ins Gegenteil verkehrt wird. Falsch verstanden werden will wohl niemand. Und Vorurteile sind nun einmal die Folge von fehlendem eigenen Denken. Sie sind ja auch hier nicht der einzige, der immer in die selben Kerben haut. Es ist nicht persönlich gegen Sie.

  25. Ist zwar schon etwas älter, aber es gibt einen Einblick, wie George Soros so tickt. Und er zählt ja wohl Richtung Elite.

    Soros ist ja sehr aktiv in seinen Investionen – fühlt sich oft unschuldig – und denkt unabhängig von moralischen Konsequenzen – was er selbst sagt…

    schon ziemlich erhellend, betreffend mancher Handlungen von Soros – Im Anschluß eine nette Grafik mit Erklärungen, wo überall damalige Aktivitäten finanziert und instruiert wurden:

    https://www.youtube.com/watch?v=SUdosc33eSE
    The Deleted Interview that George Soros Tried to Ban!

    Auch interessant ( bzgl. Revolte der Eliten bzw. bezahlter Proteste):

    https://www.youtube.com/watch?v=ZIxhcvBbty8
    Trump protesters admit george Soros pays them to protest and get tattoos

    Wie die Protestler sich äußern…

  26. Der Mensch wird frei geboren-das sagte schon Rousseau.
    Das natürliche Recht gilt für jeden Menschen. Das natürliche Recht oder das Common Law ist es ,was alle Menschen auf die gleiche Stufe stellt und jeden Menschen das gleiche Recht zubilligt auf die Resourcen der Erde,auf die Reichtümer des Planeten. Dieses universelle Recht ist immer existent .

    Der Vortragende erwähnt mit keinem Wort die selbstverständlichen Rechte aller Menschen und dass die Eliten sich widerrechtlich die Resourcen aneignen und ausbeuten für ihren ganz persönlichen Vorteil.Das OPPT hat diesen Schwindel offenbart und die Reichtümer der Erde für alle Menschen rein rechtlich gesichert.

    Die

    • Das ist doch nicht das Thema des Vortrags. Hier geht es um die Mechanismen der Macht-Elite. Dafür reichte die Vortragszeit gerade aus. Der Vortrag fußt doch auf dem Gedanken der Gleichberechtigung- jedenfalls aller Menschen.

    • @ Padma28
      Ich schreibe das jetzt nicht für Sie, sondern für alle, denen OPPT bisher nicht begegnet ist.
      In Beantwortung Ihrer Frage: Wahrscheinlich deshalb, weil Herr Prof. Mausfeld sich mit den aktuellen Folgen eines längst durchgesetzten allgemein-abstrakten Rechtssystems, das sich aus dem Naturrecht ableitet, auseinandersetzt.

    • @OPPT

      Das ist aber ein wunderschöner Wikieintrag. So neutral und sachlich. *Herz*
      Ich würde jetzt gerne glauben, dass OPPT also Mist ist, und es zu meinen persönlichen Akten legen. Aber irgendein Depp hat die Wiki als Informationsquelle über politische Inhalte speziell von Minderheiten und Andersdenkenden diskreditiert. *lol*

    • @ Lesesalamander
      Den Wiki-Eintrag kannte ich noch nicht. Nachdem ich ihn nun gelesen habe, muss ich sagen, dass ich die Ausführungen dort auch nicht teile. OPPT äußert sich leider nur so wie jedes beliebige Subjekt dies tut seit Anbruch unserer Epoche und als solches spricht es selbstverständlich gleich für die ganze Welt und hat eine subjektive Unternehmung, nämlich nun seinerseits das Gleiche, hier die Durchsetzung des Naturrechts, konkurrent zu anderen endlich zum Durchbruch zu verhelfen.
      Nun ist unsere heutige Welt aber bereits vom durchgesetzten „Naturrecht“ (einst und bis heute self-evident selbstverständlich) nicht nur geprägt, sondern darauf konstitutiv aufgebaut und hat sich als solches als Mittel zum guten Leben für alle längst desavouiert, weil es als abstrakt-universelles Recht die konkreten Ungleichheiten, die Grausamkeiten und blutigen Vernichtungen höchstselbst hervorbringt. Für den oder die, die noch mag, möchte ich folgendes ausführen:
      Mit Petitessen wie Willenserklärung durch Stillschweigen möchte ich mich nicht abgeben. Das ist positives Recht, jederzeit abdingbar und in diesem Zusammenhang lediglich eine sophistische Fingerübung. Lieber möchte ich an den Anfang unserer Epoche zurückkehren als innerhalb kürzester Zeit alle Erklärungen, die zuvor galten, hinfällig wurden – es sind nur wenige, etwa dreihundert Jahre und wie es der einst eben ein Sakrileg war, Gott oder Götter anzuzweifeln, haben wir es heutzutage damit zu tun, dass Aufklärung und Rechtsstaatlichkeit bei Gefahr der Delinquenz nicht angezweifelt werden dürfen.
      Wir befinden uns im Ancien Régime. Die Herstellung von Ordnung war an personale Herrschaft gebunden, wobei wir uns Person, also die Person des Herrschers, des Landesherrn, der Fürstin, des Stadtrats, der Zunftmeisterin, durchaus nicht nur durch ihre Person, sondern auch durch ihr Amt, das mit der Person identisch war, bestimmt war. Die Person und die an sie gebundene Herrschaft war also nicht zu jeder Willkür berechtigt, nicht einmal der absolutistischste Herrscher konnte sie für sich folgenlos in Anspruch nehmen. In dem berühmten Ausspruch: „L’état c’est moi“, schwingt dies mit, wenn wir das Wort état in der Menge seiner Bedeutungen betrachten: Das war nicht nur der Staat, sondern auch der Zustand des Staatswesens, der État, das Budget ebenso wie die Gesamtheit der Stände. Die personale Herrschaft war also durchaus an Rechte und Pflichten sowie an Einschränkungen durch andere, in dem gleichen Sinne zu betrachtende, in ihrem Bereich ebenso personal herrschende Leute (auch wenn sie untertänige waren) gebunden. Mit den Personen der Herrschenden war ein Instanzenzug gegeben, der diese Herrschaft veranschaulichte, gegen jedes Urteil, gegen jedes versagte oder gebrochene Privileg, gegen jede bedrohte Freiheit noch eine höhere, verantwortliche, anrufbare Person gegeben, die nach Gnade und Recht, nach Billigkeit und Sitten die Ordnung garantieren musste. Wurde diese Garantie gebrochen oder in Frage gestellt, blieb noch immer das Mittel der bewaffneten Einforderung der versagten Rechte. Die Ausübung personaler Herrschaft war also alles andere als maßlose Willkür, die bei Bruch der Reglungen als Verfehlung, im schlimmsten Fall sogar als Sünde oder Frevel angesehen wurde. Die personale Herrschaft war durch ein Korsett unzähliger Rücksichten, Berechtigungen und Privilegien eingeschnürt, in das alle, die personale Herrschaft ausübten, von der höchsten bis zur niedrigsten Ebene gezwängt waren. Es waren diese Rücksichten auf die verschiedensten lokalen und territorialen Besonderheiten, die von Aufklärung und den ersten Ausarbeitungen von vertragsrechtlichen Vorstellungen bekämpft und als einschränkend empfunden wurden, wenn sich neue Leute einer neu anbrechenden Epoche daran machten, die Welt neu zu vermessen und zu ordnen; weniger die Fürstenwillkür, die zwar als bequemes Schibboleth der bürgerlichen Umgestaltung, der jungen Revolutionäre genauso gut herhalten konnte wie etwa der Pfaffenbetrug, der von wissenschaftlichem Denken entlarvt werden sollte. Mit einem Fürsten, der sich diesen Entwicklungen nicht entgegenstellte, durch Konstitution und Verfassung gezähmt, wo nicht aufs Altenteil geschickt, um von dort bei Bedarf wieder hervorgeholt zu werden, ließ sich leben, mit einer Welt aber, die alle Augenblicke andere Maße und Währungen bereit hielt, also größer oder kleiner, teurer oder billiger war, aber nicht. Solchen Beschränkungen musste zu Leibe gerückt werden (und mit ihnen der so genannten Fürstenwillkür, die für ihren Herrschaftsbereich die Gültigkeit und Dauer dieser Beschränkungen garantierte). So konnte ein zunächst paradox erscheinender Schlachtruf erschallen: „Gleiches Recht für alle!“ Gleiches Maß für alle sollte ebenso gelten und wurde ebenso von der Natur selbst genommen wie die Menschenrechte aus dem Naturrecht abgeleitet werden. Hinfort gelten neue Vorstellungen, die die alte körperliche Verbindung von Mensch und Natur zerbrechen. Waren alte Maßeinheiten noch an Definitionen gebunden wie ein Fuß, eine Elle, ein Tagwerk, ein Morgen, eine Rute, so wurde die Natur (die Erde, die nun für die Länge des Meters selbst sorgte, von dem alle anderen Maße abgeleitet werden sollten) zur vom Menschen unabhängigen Angelegenheit, die den Leuten als tote, äußerliche Gegebenheit sich darbot, die es zu entdecken, zu erforschen und in der es sich einzurichten galt, eben nach deren natürlichen, toten, abstrakten, unveränderbaren Gesetzen.
      Die nun ganz plötzlich neu und anders vorgefundene Natur (self-evident, was auch sonst) gibt nun also das Koordinatensystem ab, das die Folie für gesellschaftliche Tätigkeit werden wird. Innerhalb dieses Systems, das allen gleiche Rechte und gleiches Maß gibt, und das an allen Orten, die aber wiederum auf gleiche Art definiert werden, entfalten sich die verschiedenen gesellschaftlichen Tätigkeiten, subjektiv gestaltet, gehalten durch den für alle gültigen Bezugsrahmen, also auf alle bezogen, wenn auch für sich definiert, ohne in diese Definition die anderen mehr einzubeziehen, als es für eins selbst notwendig ist: als Arbeitgeber, als Lohnempfängerin, als Verbraucherin, als Mieter, etc. Es ist erst dieses Koordinatensystem abstrakter Gleichheit in Recht und Maß, das echte Willkür ermöglicht als subjektive, auf das einzelne Subjekt bezogene Handlung im Rahmen eben dieses Systems (Als Rechtshistorikerin, als Anwältin noch viel mehr, habe ich mich immer gefragt, warum die Leute gerade in „justitia abscondita“ (abwesende Gerechtigkeit) ihr Vertrauen setzen). Selbst wenn dabei dieselben Koordinaten eingenommen werden, ist dies angesichts der Abstraktheit des Subjekts kein Problem. Dies ist bloß der Widerspruch, der hinfort zur Bewältigung ansteht, sei es durch Bändigung des Menschen in seinem Urzustand, sei es durch kategorische Imperative, sei es durch erwachsene Mündigkeit, sei es durch Gewaltmonopol. In diesem Koordinatensystem wird nun auch die Herrschaft ausgeübt, getreu nach Vorgaben, die von der Natur selbst stammen. Herrschaft ist nun nur noch denkbar auf der Ebene von vertragsrechtlichen Bestimmungen, also dem Zugestehen von Souveränitäten an andere, höhere, letztlich staatliche Instanzen bei gleichzeitiger Aufgabe der eigenen Souveränität zu Gunsten der gewonnen Subjektivität. Dies betrifft nun alles, was über Mitgliedschaften geregelt ist bis hin zur Staatsbürgerschaft. Diese, je nach Situation, Notstand oder Abspaltung, partielle oder allgemeine Sistierung von Subjektivität, verlangt, erfüllt und freiwillig angetragen durch Einsicht in Natur und Vernunft ist nun das Paradigma von Herrschaft. Bezogen auf einzelnen Subjekte bedeutet dies Beherrschung seiner selbst und seines Metiers.
      (Subjektivität ist hier nicht als „persönliche“ Sicht wie in der Alltagssprache gemeint, sondern im ursprünglichen philosophischen Sinne). Eine andere Welt ist jedenfalls nur jenseits des „Naturrechts“ zu gewinnen.

    • Das OPPT hat das jetzige System der Lüge überführt,weil es nicht im Staatsrecht verankert ist sondern im Handelsrecht.
      Der Mensch wird ohne sein Wissen in ein System gezwungen,das im Handelsrecht steht. Dadurch wird der Mensch zu einer Person ohne Menschenrechte . Die Person ist im Handelsrecht gleichzusetzen mit Sachen-also Objekten.
      Genau diese Lüge und Verschleierung hat das OPPT offenbart und aufgelöst. Ab nun können alle Verantwortlichen persönlich haftbar gemacht werden für das ,was sie tun,da sie ja nicht im Staatsrecht handeln.

    • Das Gesetz nun ,dass die Erkenntnisse des OPPT umsetzt ,macht nichts anderes ,als jeden Menschen auf die gleiche rechtliche Stufe zu stellen. Und das bedeutet,dass ,wer gegen die universellen Menschenrechte verstößt,sich strafbar macht.
      Wie man dieses nun nennt,ist zweitrangig. Natürlich,Petra, benutzen sie den Begriff des „Naturrechts“;um das ganze abzuwerten.Aber man kann es nennen wie man will,-was umgesetzt wird ,sind die Rechte ,die jeder Mensch mit seiner Geburt erwirbt und die ständig da sind.Das Common Law verhilft nur dazu ,diese umzusetzen.

    • Petra ,ihre Vielschreiberei ist ziemlich sinnlos und erinnert mich daran,dass schon Computerprogramme existieren,die in Foren Meinungen verbreiten.Weil alles was Sie schreiben,total unpersönlich ist und ohne Gefühl.

    • @ Padma28
      Oh, ich bin sehr daran interessiert und gespannt darauf, Ihre Auffassung zur abstrakten Gleichheit und den universellen Menschrechten zu erfahren und wie diese in die Welt kamen. Bisher behaupten Sie einfach nur.
      Im Übrigen haben Menschenrechte durchaus Zwangscharakter, denn dort, wo sie vom Staat durchgesetzt werden, gibt es kein gesellschaftliches Verhalten außerhalb ihrer. Und damit sind wir auch bei des Pudels Kern, weil ohne staatliche Gewalt die Durchsetzung und damit Gültigkeit der Menschenrechte nicht möglich ist. Auch insofern ist OPPT schlicht Bauernfängerei.
      Wie common law, also Richterrecht ohne schriftliche Norm, mit der abgefassten Charta der Menschrechte zusammengeht, bleibt ebenfalls völlig schleierhaft. Im Unterschied zur abstrakt-universellen kontinentalen Rechtsordnung gilt im common law auch nicht „gleiches Recht für alle“, welches Ihnen doch am Herzen zu liegen scheint.
      Noch etwas: Es ist natürlich einfacher, seinen Frust und die Wut einfach einmal so abzusondern, seinem Frust Luft zu machen und die scheinbar einfache Lösung zu propagieren – ignorance is bliss. Heutzutage scheint es zunehmend en vogue zu sein, sich der eigenen Denkfaulheit auch noch zu berühmen und sie zum Maßstab dessen zu machen, was für andere statthaft ist, frei nach der Maxime „Eure intellektuellen Anstrengungen kotzen mich an“. Zur Anstrengung aber braucht eins de facto eine Menge Motivation, die bekanntlich immer auf Emotion beruht.
      Auf Ihre ausführenden und ausführlichen Darlegungen zu meinen Fragen bin ich sehr gespannt und harre Ihrer mit Geduld.

    • Schon merkwürdig ihre Abwertungen und Verschleierungen gegenüber dem OPPT.
      Gehen sie auf die Seite,dort können sie sich näher informieren.
      Aber ,ist klar,dass es da ein großes Interesse gibt,dass die Mehrheit der Menschen die Wahrheit nicht erfahren. Dazu sind dann Leute wie Sie gut.

    • Die von ihnen angesprochene Denkfaulheit können sie sich nur selbst vorwerfen,weil sie die Realität nicht erkennen.
      Die Welt verändert sich gerade vor unseren Augen und die Wahrheit kann man eh nicht aufhalten .Höchstens verzögern,aber dann gehört man eben zu den ewig gestrigen.

    • „Und damit sind wir auch bei des Pudels Kern, weil ohne staatliche Gewalt die Durchsetzung und damit Gültigkeit der Menschenrechte nicht möglich ist. Auch insofern ist OPPT schlicht Bauernfängerei.“

      Das OPPT hat mit einem Eintrag in das UCC ja gerade dafür gesorgt,dass wieder so etwas wie Staatlichkeit hergestellt wird. Was im Handelsrecht natürlich nicht der Fall ist. Der Souverän bestimmt in einem Staat darüber,was Recht ist . Und genau dieses Recht,-als Souverän über das Recht zu bestimmen, -hat das OPPT den Menschen zurückgegeben.
      Aber wer zu sehr durch dieses System geprägt und indoktriniert wurde,der wird sich nur schwer davon befreien können .Sie sind das beste Beispiel dafür.

  27. Das Problem dieses Systems ist seine Perversität: Bei dieser Vernichtungsmaschinerie wirkt ja immer noch jede Lüge und jede restriktive Maßnahme weiter wie Öl aufs Getriebe, sodass es immer noch weiter aus Sicht der „Eliten“ wie ein Erfolgsmodell aussehen kann. Dass es eine Weltvernichtungsmaschine ist, werden diese Leute erst dann begreifen können, wenn ihnen in ihren geschützten Palästen „die Scheiße direkt ins eigene Zimmer läuft“( wie die ermordete Sängerin Alexandra einmal gesagt hat).

  28. Mensch KenFM Team: DEN schon wieder. Ladet dochmal den Walulis ein. Der redet zwar nur dümmlichen Stuß, aber der Tilo und der Stefan fändens bestimmt besser so. Und DIE Zwei haben ja wohl mal den ab-so-lu-ten Durchblick.

  29. Klasse Vortrag. Nur müsste der für einen Normalsterblichen in ein verständliches Format übersetzt werden. Wo ist einer, wie Daniele Ganser, der Herrn Mausfeld diesbezüglich unterstützt?

    Die Analysen von Herrn Mausfeld gehören für mich trotzdem zu dem Besten, was das kenfm Team bisher publizierte. Das sind Denkanstöße, über die man diskutieren kann. Seiner Argumentation zum Thema Demokratie kann ich 100 %ig zustimmen. Schade, das die Main-Stream-Verantwortlichen von Funk, Fernsehen und Presse den Herrn Mausfeld negieren, aber möglicherweise erfüllen ja diese Angestellten der Eliten damit nur ihre Aufgabe.

  30. Operation enduring indoctrination
    Die Nachkriegsumpolung und Umerziehung der Deutschen im Sinne des „wohlwollenden Imperiums“ ist m.E. das größte Umerziehungsexperiment im Westen seit dem Ende des 2ten Weltkrieges. Es ist schade, daß Herr Mausfeld darauf nur in einem Satz eingeht.
    Das wäre doch mal ein Thema für eine Positionen Sendung: „Erfolg und Auswirkungen der politischen Neu-Beelterung der angeblich unmündigen Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg“.

    • Zitat „…Es ist schade, dass Herr Mausfeld darauf nur in einem Satz eingeht.“
      Das könnte daran liegen, dass das Thema des Vortags etwas globaler angelegt ist. Es geht ja nicht nur um die „Umerziehung“ der Deutschen, sondern um die generelle Idoktrinierung der Völker im Interesse der „Eliten“. Da ist das, was mit uns Deutschen passiert ist (nicht nur nach dem Krieg, sondern auch schon lange vorher), eben nur ein kleiner Teil des Ganzen.
      Bedenke: das Imperium (USA) ist letztenendes auch nur ein Herrschaftsinstrument der „Eliten“.

  31. Mausfeld bringt es wunderbar auf den Punkt: die Arroganz der sogenannten „Eliten“, deren Erhebung über alle Menschen, deren Sicht, dass sie alles und die restlichen Menschen nichts begreifen und durchschauen haben uns dahin geführt wo wir heute stehen. Allgegenwärtige Zerstörung der Natur, der Erde und deren Ressourcen, Zerstörung von Gemeinschaft, Ausbeutung, Hunger, Elend, Krankheit, ja, Krankheit allgemein, der gesamten Menschheit zeigen nur eines: diesen sogenannten „Eliten“ fehlt wesentlich jegliche Fähigkeit größere Zusammenhänge zu erfassen als ihren eigenen Egoismus. Somit haben sie auch jegliches Recht verwirkt, und zwar bewiesenermaßen zu behaupten und vorzugeben zu wissen wo es langzugehen hat.
    Sie sind einfach nicht begabt, sie wurden nicht ausgestattet mit den Gaben weiter zu blicken und der Gesamtheit zu positiver Entwicklung zu verhelfen.
    Fazit: es ist definitiv an der Zeit diesen Eliten das Zepter aus der Hand zu nehmen. Sozusagen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass sie zu nichts taugen, schon garnicht Verantwortung zu übernehmen.
    Auch den Abschnitt bei ca. Minute 33 finde ich interessant, sagt er doch nichts anderes aus als dass nicht wählen gehen ganz im Sinne der Eliten ist.

    • Ich glaube Sie haben da etwas verwechselt. Nichtpartizipieren der Bürger an politischen Prozessen ist im Interesse der Eliten, weil man will ja nicht zu viele Köche haben die die Suppe eventuell für jeden schmackhaft zubereiten.
      Nichtwählen ist nicht in deren Interesse. Wenn sie überlegen, wenn unter 50% der Bundesbürger nicht mehr wählen gehen, dann verliert jede „demokratische“ Regierungsform ihre legitimation einen Führungsanspruch zu behaupten. Ergo, sie handeln faktisch nicht im Interesse der Mehrheit.

  32. Ja, endlich hat es mal einer im Ramenlicht ausgesprochen. Aber sie werden an seinem baldigen Ableben arbeiten.
    Wahrheit ist was für Dummis oder? In dem Zusammenhang kann ich nur Ploppa emfehlen und zwar beide Teile.
    Wie heißt die Parole! Verarscht, Betrogen und Belogen! Weiter so.

  33. Ein super Vortrag!
    In meinem bürgerlichen Umfeld möchte aber niemand solche Theorien hören und sich mit mehr Gedanken machen, als Ihnen von ZDF und ARD vorgesetzt wird. Schon bei der Erwähnung, dass es alternative Medien gibt, erfasst sie ein tiefes Misstrauen.
    Mehr als eine Art Erleuchtung darüber, wie die Welt wirklich funktioniert, kann ich also als „Schaf“ nicht aus diesem Vortrag ziehen. Eine Anleitung, wie man erfolgreich eine Revolution durchführt, fehlt noch.

    • Zitat „In meinem bürgerlichen Umfeld möchte aber niemand solche Theorien hören und sich mit mehr Gedanken machen, als Ihnen von ZDF und ARD vorgesetzt wird“
      Das zeigt, wie gut die Herrschaftsmechanismen, die Mausfeld da beschreibt, wirken und wie recht er hat.

  34. ab 13:20 sagt Herr Mausfeld etwas über den geplanten Angriff der Eliten gegen das ignorante Volk.

    Er versteht nicht, was damit gemeint ist.

    Er bezieht sich auf eine Aussage von Herrn Gauck und eine Mitteilung der Zeitschrift „Foreign Policy“, die zum Stichwort „Brexit“ zur Revolte gegen das ignorante Volk bläst.

    Ich kann mir vorstellen, dass damit gemeint ist, möglichst viel Zerstreuung unter das Volk zu bringen, um es von seinen Möglichkeiten der Versammlungsfreiheit abzulenken.

    Vielleicht haben sie schon Befürchtungen wegen anderen EU-Aussteigern und der kommenden Wahl im Jahre 2016 gehabt.

    Was Revolte gegen das ignorante Volk meinen könnte, ist die von Planet Parenthood und George Soros finanzierten Proteste in den USA gegen Präsident Trump.

    Da revoltiert die Elite mittels Organisationen und Finanzierungen gegen die Stimmungen.

    Auch jetzt können wir es in der deutschen wie amerikanischen Presse weitgehend homogen verfolgen: Anti-Trump. Putin hat gerade etwas Pause. Jetzt ist erstmal klar, wer gegen Trump ist, macht politisch und menschlich alles richtig – so wird es von der Presse suggeriert.

    Schade, dass der Vortrag von 2016 ist – wäre interessant, wie Herr Mausfeld nun die aktuelle Situation beurteilt. Denn eine Revolte gegen das ignorante Volk – ich kann mir derzeit kaum etwas passenderes vorstellen, als die „Fake-News“-Kampagne und die Trump-Hetze mit allen möglichen Auswirkungen ins gesellschaftliche Leben hinein.

    • auch die Pewdiepie-Kampagne; er sei „Antisemit“ , wo das Wallstreetjournal auch beteiligt ist, kann durchaus als Angriff der Medienmacht begriffen werden, den theoretischen Einfluss von Pewdiepie ( 53 Mio. Abonennten) zu schmälern.
      Disney hat sich von ihm, nach Mediendruck, vertraglich schon getrennt.
      Er hat wesentlich mehr Abonennten als sämtliche Nachrichtenkanäle auf Youtube. Daher ist er (vermutlich) aus Sicht der Medien eine reichweiten Gefahr. Mittlerweile bringt er auch zu 9/11 als Seitenhieb ein paar Kommentare bei „UNREAL MIND TRICK! (99% CANT DO THIS) “ – also evtl. beginnt da dezent eine Gegenreaktion von Pewdiepie.

      Die Youtube Demonitarisierung von Games, die mit Krieg zu tun haben, oder auch Kanäle mit Sachinhalten, die mit Krieg zu tun haben.

      Die Zensur von Twitter gegenüber Themen wie Pizzagate. Es scheint also irgendwie zu stören, wenn Jemand dort dies zum Thema macht.

      Dann die schon 2016 stark aufkommende Zensur bei Facebook. Die geplanten 150 Millionen € Investion des BND in die Überwachung von Whatsapp.

      Das alles lässt sich schon unter dem Stichwort „Revolte“ und Kontrolle gegen das Volk verbuchen.

    • – was noch auffällt:

      Antiamerikanismus war 2015 / 2016 auch eine echte „Keule“. Wenn jetzt von den deutschen Medien gegen Trump gewettert wird – kein Aufschrei „Antiamerikanismus“.

      2015 / 2016 war es „trendy“ Jemanden aus Sicht der Presse mit Antiamerikanismus zu beschimpfen. Jetzt dreht sich der Narrativ einfach um. Wer jetzt nicht gegen Trump ist, dem laufen die Kunden weg.

      So geschehen bei einem Burgerladen in Essen, wo sich ein Restaurantbetreiber für die Wahl von Donald Trump öffentlich ausgesprochen hat und zugab, für Trump gestimmt zu haben.

      Was unangefochten auf der Hitliste der Verleumdungen steht: „Antisemit“. Der Gamer Pewdiepie meldete sich bei einer Seite an, wo für 5$ jeder Unsinn in Auftrag gegeben werden konnte. Er dachte erst, sie würden seine Meldung nicht umsetzen, aber das Zitat ( ich wiederhole es nicht) wurde auf ein Plakat geschrieben und in die Kamera gehalten.

      Gegen Israel oder das Volk Israels darf noch immer niemand etwas ungestraft sagen. Amerika und Russland ist momentan ok – mal sehen, was als nächstes kommt…

  35. Bin begeistert !! Natürlich wusste ich schon das meiste bin ja ein waschechter/diplomierter Verschwörungstheoretiker und stolz darauf. HA !! Jedoch überrascht/besticht Herr Mausfeld immer wieder mit seiner Klarsicht die Zusammenhänge gut strukturiert aufzuzeigen. In all den Jahren in denen ich mich zu der Verschwörungstheoretikerkaste hinzuzähle, hat mich keiner so geprägt/beeindruckt wie Herr Mausfeld!! lg ein Ösi

    • Denken SIe man an die westlichen offiziellen Verschwörungstheorien, derer sich die Kriegstreiber bedienen. Die erfinden Theorien über Verschwörungen seitens Russland, seitens des Islams, seitens Assads etc.

      Herr Mausfeld ist kein Vertreter einer Verschwörungstheorie, er beweist die Verschwörung der 0,001% gegen die 99,999%.

  36. Mausfeld`s Analyse einfach nur brillant! Vergleicht man das mit den „arm-Leuchten“ in Politik, in den MSM wird klar: dort ist der Kopf nur dazu da, damit es nicht in den Hals hineinregnet…
    Bei Durchsicht der Kommentare kann ich sowohl ingsn, kenfmfan, nuevo1, aber auch TDVolland zustimmen. Das Problem Erkenntnisprozess, mit sich daraus ergebenden Konsequenzen, liegt für mich auch an einem ganz wichtigen Punkt:
    KEINE ZEIT!
    Um sich einzulesen, nachzudenken, zu recherchieren bedarf es vielen Std./Tage/Wochen… und Ruhe, um mal einen klaren Gedanken fassen zu können. Und jetzt sagt mir, woher die Mutter mit Kids, der Angestellte, Malocher etc, nach 8, mit Pausen/An-Abreise, 10,11 Std. pro Tag die nehmen soll? Zuhause wartet ja noch der Haushalt /Essen/ Kochen/ Waschen etc. Und: ich will auch mal niiiiix tun/abschalten!
    Eines dürfte aber klar sein: Wer sich früh auf das Gewohnte einlässt, Karriere, früh Kinder, mit Anfang 30 schon ein großes Haus finanziert, Auto auf Pump, alles jetzt und sofort, sich also in Abhängigkeiten mit weitreichenden/langfristigen Konsequenzen einläßt, hat schon verloren, ist erpressbar, zittert vor Jobverlust und befeuert gleichzeitig das Krebsgeschwür Wirtschaftswachstum/Geldsystem/Ressourcenkriege/weltweite Verelendung etc etc. „Erkenntnis“ ? wenn überhaupt, im Rentenalter.
    Herzlichen Glückwunsch!
    Also, wie kommt man da raus? Sich Zeit, Zeit, Zeit nehmen!! Vor allem als junger Menschen, mal ein paar Jahre Auszeit, zurück auf den Teppich kommen, unseren Lebensstandard vergleichen mit 3/4 der Weltbevölkerung, fragen: was will ich, was brauch ich wirklich? Selbst denken! Runterschrauben, weniger ist mehr!, ja „Verteilung zwischen uns allen“ „Leben mit anderen geregelt durch freiwillige Verträge“ (Nuevo1) usw.
    Warum das soooo langsam dauert? Weil unsere Vorbilder (Eltern/“Erzieher“) genau darin feststecken, im Sumpf, aus dem wir rausmüssen und man Leute wie Mausfeld suchen muss, wie die Nadel im Heuhaufen!

    • Diese Tiefenindoktrination die Rainer Mausfeld hier aufbereitet ist nicht zu unterschätzen. Um das noch mit dem Wissen von Gerald Hüther zu ergänzen bzw. zu bekräftigen. Wir vergessen allzu gerne das unser Gehirn im Normalzustand etwa 20% des Energiehaushalts unseres Körpers benötigen, ergo ist der Verbrauch beim Lernen wesentlich mehr.
      Da aber das Gehirn nach 2 Grundprinzipien arbeitet, nämlich so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und wenn wir doch mehr Energie reinstecken, dann soll das bitteschön auch etwas bringen, also einen Sinn ergeben. Wir lernen nur, wenn uns etwas begeistert. Weiterer Punkt ist, sobald wir das Erlernte erworben haben, entwickelt sich daraus unsere Haltung. Daher ist es doch logisch, dass so eine Haltung mit nur immensen Energieaufwand zu ändern ist.

      Diese Tiefenindoktrination ist doch nicht von Heute auf Morgen passiert, sondern über sehr lange Zeit durchexerziert worden, also sehr viel Energie hineingesteckt worden. Wir würden genau so naiv sowie ignorant sein, wenn wir jetzt glauben, dass wir das auf einen Schlag entgegenwirken können.

      Ich erkenne nur 3 Möglichkeiten wie man dagegen vorgehen kann.

      1. Das was die Alternative Bewegung macht, Aufklärung also eine Antitiefenindokrination, sehr zeitaufwändig und bei der Dynamik des Weltgeschehens wie es momantan abläuft, bezweifle ich, dass wir genügend Zeit haben.

      2. Wir schaffen Alternativen die die Menschen begeistern, dann verlassen sie automatisch ihre bisherige ungünstige Haltung. Sehe ich aber auch problematisch wegen der Zeit und mangels an begeisternde Alternativen.

      3. Die Menschen lernen am eigenem Leib durch die ganze Verodung des kranken Systems. Dann sind sie automisch gezwungen, zu erkennen, dass ihre bisherige Haltung sie in dieses Desaster hineinkatapultiert hat und dann ist es wie die Tragödie immer auszeichnet, zu spät.

      Zu 1 und 2 muss ich noch anmerken, dass wir immensen Widerstand von Seitens der Eliten verzeichen, weil deren Haltung ist es, wenn sie untergehen, dann wird soviel Schaden wie möglich angerichtet. Da sehe ich keinen Unterschied von den Eliten zu den Kopfabschneidern ISIS wie man jetzt in Aleppo oder Mosul wahrnimmt.

    • Zitat „Um sich einzulesen, nachzudenken, zu recherchieren bedarf es vielen Std./Tage/Wochen… und Ruhe, um mal einen klaren Gedanken fassen zu können. Und jetzt sagt mir, woher die Mutter mit Kids, der Angestellte, Malocher etc, nach 8, mit Pausen/An-Abreise, 10,11 Std. pro Tag die nehmen soll?“
      Da hat die Arbeitshetzeverstärkung und die Arbeitszeitenverlängerung ihren gewaltigen Nebennutzen. die Sklaven sollen schuften bis zum Umfallen, damit sie nciht mehr auf dumme Gadanken kommen können. Sicherheitshalber wird ihnen auch noch ordentlich Mist in Form von UNTERhaltung (zum unten halten) per TV und Radio vorgesetzt.So wird verhindert, dass die Elitentheorie (wir sind die Guten, die Schafe sind zu blöd etc.) ernsthaft in Frage gestellt wird.

    • Ja EIfel-Wicht, Zeit ist das Allerwichtigste. Die meisten haben keine Zeit, also müssen wir es schaffen, Aufklärungsblitze zu verschicken.

      Schnell, Kurz, knackig, erschütternd, bildlich das Wichtigste auf einen Blick erkennbar. So kann man in die kurzen Zeitnischen eindringen und dann öffnen die Leute sich selbst für mehr Selbstdenken.

  37. Großartiger Vortrag!
    Werde ich weiterempfehlen.
    Bin jetzt schon auf die Reaktionen im Bekanntenkreis gespannt.
    Ich fürchte es wird nicht lange dauern, das Prof. Rainer Mausfeld als Verschwörungstheoretiker bei Wikipedia gelistet ist.

    Mich würde die Meinung von W.Wimmer dazu interessieren. Da könnte er mal Farbe bekennen.
    Das Spielchen der Machteliten und dem Volk lief ja auch in seiner aktiven politischen Zeit.
    Ich schätze aber, dazu kommt es nicht.

    • Wimmer wird sich wahrscheinlich rauswinden, er ist Politiker und würde, wenn er das hier annimmt, sein ganzes bisheriges Lebenswerk und Weltbild in Frage stellen müssen- dazu sind die wenigsten Menschen in der Lage.

    • Das fürchte ich auch.
      Das ist ja immer meine Kritik an ihm.
      Ein bisschen zu viel Selbstgerechtigkeit.
      Nicht mehr im Dienst der Bundesregierung, da kann man freier reden. Das ist der Segen des Alters.
      Ich mag Ihn eigentlich sehr und seine rheinische Art (das kommt bei uns Ossis sehr sympathisch rüber)
      Im persönlichen Gespräch wäre vielleicht einiges möglich – aber nicht vor der Kamera.
      Ich schätze, er wird sich mit mir nicht darüber unterhalten wollen.
      Vielleicht gibt es mal „Positionen“ – eine Runde mit Rainer Mausfeld und Willi Wimmer.
      Das wäre interessant.

  38. Ich möchte eigentlich das KEN.FM Team unbedingt loben für dieses Video. Es ist auf der gleichen Stufe mit den Beiträgen vom Dr. Daniele Ganser. Auch Prof. Rainer Mausfeld ist wirklich gut in seiner außerordentlich guten und interessanten Analyse. Und ich bin froh das es diese wichtige Arbeit des gesamtem Teams von KEN.FM in dieser und auch anderen Formen gibt. Doch ich muss mich fast schon schämen das ich bis jetzt euch nicht unterstützt habe, nach all den Jahren. Außer viel geteilt und fast immer mit Daumen hoch werde ich euch in Zukunft auch etwas Finanziell unterstützen, in der Hoffnung das Ihr vielleicht eine Zeitschrift als Gegenpol zu Bild, Spiegel und Co irgendwann auch mal herausgibt. DANKE

    Gruß aus Klagenfurt am Wörthersee, Österreich

    • es gibt schon eine Zeitschrift, die linke intellektuelle und andere menschen abdruckt, die etwas zu sagen haben: free21.org. auch daniele ganser (SIPER), Thierry Meyssan (voltarenet.org), Albrecht müller (nachdenkseiten.de), Norbert Häring (norberthaering.de), ken jebsen und viele andere kommen in dieser Zeitschrift zu wort. alle zwei Monate erhält man zehn printausgaben der aktuellen ausgabe, die man anschließend verteilen, verschenken oder sonst wie unter die leute bringen kann. das projekt, von Tommy Hansen initiiert, verzeichnete entgegen seiner anfänglichen Einschätzung große Aufmerksamkeit und wurde bereits von tausenden menschen angenommen.

      lg aus wien

  39. Super Vortrag, der offenlegt, in was für einem politischen Kasperletheater wir leben. Wobei ich finde, daß es sich in der BRD erst seit Merkel so richtig zugespitzt hat. In den USA mit ihrem beknackten Zwei-Parteien-System hat die Wähler-Veräppelung eine viel längere Tradition.
    Der Titel des Vortrags lautet ja „Die Angst der Machteliten vor dem Volk“. Wie kann das Volk diese Macht über die Machteliten nutzen? Aus dem Vortrag den Schluß einer Wahlverweigerung zu ziehen, halte ich für falsch. Wie man an Trump sehen kann, gibt es doch Wahlergebnisse, die den Machteliten nicht passen. Leider sind noch immer viele Menschen in der BRD zu unpolitisch, um eine Anti-Establishment-Bewegung wie in den derzeitigen USA in Bewegung zu bringen.
    Sehr gut auch die Entlarvung des rechten Protestpotentials als lediglich auf eine andere Art von Eliten ausgerichtet.
    Vermißt hab ich in den Aufzählungen der desaströsen Folgen des Systems das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, der heutige Massenmord an den Tieren.

    • zitat: „Wie man an Trump sehen kann, gibt es doch Wahlergebnisse, die den Machteliten nicht passen“

      das ‚ergebnis‘ trump passt vielleicht nicht den Anhängern des deep state (CIA, NSA, Pentagon und NATO), die in den letzten acht Obama- jahren ihr ding fast reibungslos durchziehen konnten (arabischer frühling, libyen 2011, syrien 2012+, ukraine 2014, etc).
      dafür passt es allerdings den Anhängern der finanzoligarchie, die unter Obama Reglementierung und mediale Dämonisierung ‚erdulden‘ mussten. goldman sucks und andere Institutionen der finanzspekulationsbranche freuen sich heute einen ast ab. genauso wie CEOs von firmen, die den Heimatschutz (Homeland sec.) beliefern. die Börsen brachen nach dem Wahlsieg von trump, entgegen mancher spektakulären Behauptungen in den Mainstream medien, nicht zusammen.

    • Ja, Torsten! Schön, dass Du das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte hier als nicht benannt erwähnst. So lange dafür das Bewusstsein in der Bevölkerung nicht erheblich wächst, bleibt alles beim Alten bzw. geht es nur immer noch schneller den Bach hinunter. Mittlerweile bewegen wir uns schon lange damit nicht mehr „im Teufelskreis“, sondern befinden uns durch die zunehmende Naturvernichtung in einer abwärtigen Schraubbewegung. Besinnung auf heilende Lebensweise sehe ich im Großen Ganzen noch nicht, obwohl ich von Zweck-Optimisten immer wieder mal lese, die Heilung habe schon begonnen. Eines steht für mich jedenfalls fest:

      AN SPIESSIGKEIT UND TRADITIONALISMUS GEHT DIE WELT UNTER.

  40. „Was macht denn die Demokratie so interessant“ …. Das war die beste Frage, die er stellen konnte!
    Jeder glaubt Einfluss zu haben!
    Jeder glaubt, an dem Rad mit drehen zu können!

    Und wenn man die Wähler fragt…?
    Dann sagen sie, „ich wähle links“ oder „rechts“…..
    Irgendwas wird schon in mein Weltbild passen….
    Aber das jeder „Wahlgang“ nur bestätigt, dass sie mehr denken als wählen sollten, verschweigen sie!

    Was passiert wenn ich „nicht“ wähle?
    Was ist, wenn ich an die geheuchelte Demokratie nicht glaube?
    Was ist, wenn ich lieber im Chaos untergehe, als mich von irgend jemandem lenken zu lassen?
    Will ich wirklich sterben, weil mir „gutbezahlte“ Karriere-affen sagen, dass das für mich der bessere Weg wäre???

    Ich werde sterben….
    Das ist klar….
    Aber nicht für etwas, an das ich nicht glaube!

  41. Es gibt einen schwerwiegenden Fauxpax im Vortrag.
    Prof. Rainer Mausfeld bedient sich des Begriffes „Soft Power“. Diesen Begriff sollte man unbedingt als Propagandabegriff bewerten und NICHT verwenden. Warum das so ist, erklärt Rainer Mausfelder aber sehr eindrücklich – nämlich unter dem Aspekt der Indoktrination; man könnte es sogar in den Bereich der Tiefenindoktrination (dem unsichtbarmachen von Denkalternativen) legen, und ich will das im folgenden noch etwas erläutern.

    „Soft Power“ ist wörtlich ein Gegenbegriff zu „Hard Power“, weil „Soft“ und „Hart“ (weich/hart) gegenteilige Bewertungen darstellen. Wir gehen also durch die Namensgebung instinktiv davon aus, dass es Hard Power gibt – Machtausübung durch Gewaltanwendung – und ein radikal andere „gegenteilige“ Soft Power – eine Machtausübung durch „Überzeugungsarbeit“.
    Und obwohl es diesen Gegensatz gedanklich gibt, ist es wichtig, zu verstehen, dass es real (ich meine in der nationalen und internationalen Politik) aktuell keine Soft Power gibt. Schon Bismarck sprach von Zuckerbrot UND Peitsche.
    Das „Und“ ist hier entscheidend. Es ist ein wenig wie mit Metallen. Es gibt Soft und Hard – weiche und harte Metalle. Harte Metalle haben die lästige Eigenschaft spröde zu sein, und neigen daher zum Zerbrechen. Das würde der Hard Power passieren, wenn eine Revolutuion entsteht. Deswegen entwickelt man Legierungen – Mixturen aus harten und weichen Metallen, die sowohl hart, als auch biegsam sind. Man könnte sie flexibel nennen.
    Und genau das passiert real. Es gibt keine Soft Power im eigentlichen Sinn, sondern Soft Power wird bisher IMMER unterlegt mit Hard Power. Natürlich wird – wie im Vortrag dargelegt aus „Kostengründen“ erstmal Überzeugungsarbeit geleistet – sprich angebliche „Soft Power“. Und viele Menschen erreicht man damit. Dann gibt es Leute, die man damit nicht erreicht, die werden gekauft, gedrängt, bis hin zu Erpressung – das ist die Eskalationsleiter der „Soft Power“ – und wenn man das alles gemacht hat, dann sind die meisten Menschen auf Linie gebracht. Wer dann immer noch nicht spurt, dem winken die harten Methoden – bedrohen („die ganze Härte des Rechtsstaates…“) , inhaftieren (mit der ganzen Härte des Rechtsstaates…; oder man bedient sich der Mittel außerhalb der Rechtsstaatlichkeit, siehe Murat Kurnaz), ermorden (darüber wird natürlich geschwiegen, fragen sie Alfred Herrhausen oder klassisch JFK). Und man kann das auch wunderbar rechtfertigen (natürlich nur die Rechtsstaatliche Gewalt), weil das ja dann nur noch unbelehrbare Wirrköpfe sein können.
    Für mich das zentrale Beispiel sind die 68er-Demonstrationen die es Weltweit gegeben hat. Wir kennen alle die Bilder aus Prag, wo Panzer rollten. Aber niemand hat uns erzählt, dass auch vor Paris Panzer bereitstanden. Die Polizei hat dort ausgereicht um die Ruhe weitestgehend zu garantieren, aber für den Fall, dass nicht, wäre man vorbereitet gewesen. (ich meine ich hätte das aus „Kapitalismus vs Klima“ von Naomi Klein, aber ich finde es nicht mehr – in der Wikipedia ist das aber festgehalten [1]) Zuletzt in Deutschland sind vielleicht die Occupy-Proteste in Frankfurt ein gutes Beispiel von Hard Power.
    „Flexible Power“ wäre für diese Form der Machtausübung wunderbar passend, auch und vor allem weil der Name verwand ist, mit der „flexible response“, einer amerikanischen Militärdoktrin aus dem Kalten Krieg, die viele Gemeinsamkeiten aufweist. Leider ist das Wort „flexibel“ positiv besetzt, und es fokusiert auf die (für uns) falsche Eigenschaft dieser Form der Machtausübung. Für uns viel wichtiger als die Flexibilität und Effizienz ist die Unscheinbarkeit. Ein Metall, das aussieht wie Eisen, aber die eigenschaften von Stahl besitzt.
    Und weil diese Unscheinbarkeit gewollt ist würde ich viel eher den Begriff „Verschleierte Macht“ oder „Veiled Power“ benutzen. Genau darum geht es – durch den Einsatz sanfter Methoden davon ablenken dass es die harten immer auch gibt. Und von „Soft Power“ sollten wir uns dringendst verabschieden.
    Weitere Beispiele dieser menschenverachtenden Form von Gewalt sind übrigens – speziell für KenFM-leser – das Wunder von Wörgl: „Nach Androhung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.“ [2] oder auch der spanische Bürgerkrieg gegen den Putsch von Franko. Oder eigentlich der international begrüßte Putsch von Franko gegen die spanischen Kommunisten und Anarchisten sowie so ziemlich jeder von den USA unterstützte Putsch seit dem Ende des zweiten Weltkrieges.

    Übrigens ist Soft Power sehr wohl auch real denkbar. Soft Power ist es, wenn ich einem Freund begründet darlege, warum eine bestimmte Option an seiner Stelle vorziehen wäre, ihn aber dennoch unterstütze, wenn er sich anders entscheidet. Bestrafe ich ihn dagegen durch Mißachtung, Bruch der Freundschaft ect, dann ist das eine Form verschleierter Machtausübung.

    [1] https://en.wikipedia.org/wiki/May_1968_events_in_France#De_Gaulle_flees
    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#W.C3.B6rgler_Schwundgeld_.28Freigeld.29

    • Das ist doch kein schwerwiegender Fauxpax. Es ist denke ich allen Zuhörern klar, dass hinter der soft power eine hard power steht. Herr Mausfeld verschweigt doch nicht die hard power, die die soft power stützt.

    • Nein, Mausfeld äußert sich dazu nicht. Sein Vortrag geht knapp an diesem Thema vorbei, weil er nicht auf praktische Anwendung von Softpower ausgerichtet ist. Mausfeld sagt stattdessen
      „Wir nehmen naiv die Wörter, auf die wir treffen und nutzen sie um unsere Gedanken zu organisieren. In dem Moment in dem sie aber ein Wort benutzen, kaufen sie ein riesiges Gepäck, was in dem Wort schon bereits drin steckt, nähmlich den ganzen ideologischen Balast, den ein Wort mit sich trägt.“
      (um Minute 40)

      Hard und Soft sind ein sprachlicher Gegensatz, und sagt Mausfelder sagt hier wörtlich, dass wir mit diesen Wörtern unser Denken organisieren. Und weil sie eben real KEINEN Gegensatz darstellen, ist das irreführend – will heißen, das ist ganz bestimmt nicht allen und vor allem nicht ständig klar. Diese Irreführung ist effektiv – das ist doch überhaupt der Inhalt des ganzen Vortrags.

    • Salamander du verkennst etwas. Genau wie in Huxleys Dystopie soll das System, das gerade entsteht, die Menschen dazu bringen, ihre Versklavung zu lieben. Wie schafft man das?
      Frage dich selbst, welche Form von Gewalt mehr Widerstand hervorruft:
      1) Uniformierte Polizisten kommen des Nachts zu dir nach Hause, treten deine Tür ein, schlagen dich mit Knüppel und zerren dich in ihren Jeep.
      2) Über den Zeitraum von ca. 10 Jahren hörst du jeden Tag, wie dringend Kriege geführt werden müssen, dass die Bankenrettung absolut Sinn macht, dass jeder Arme auch faul ist (und umgekehrt, also: streng dich besser an!), dass jede politische Entscheidung alternativlos ist, auch die, welche dazu führt, dass du deinen Job verlierst. Jetzt ist es absolut zumutbar, dass du als HarzIV-ler eine 1-Euro-Job hast und dein Haus verpfändet wird.

      Du merkst, worauf die Geschichte hinsteuert?
      In Fall 1 hättest du sofort die Menschen auf der Straße und die Unterstützung der Öffentlichkeit, aber bis auf paar blaue Flecken hast du noch keinen Schaden.
      Fall 2 führt zu deiner völligen Enteignung, vlt. verlierst du ein Vermögen, das deine Eltern ein Leben lang aufgebaut haben – derjenige, der dir das antut, hat also viel mehr davon, als wenn er dich ein bisschen körperlich misshandelt – aber weder du noch deine Freunde oder Familie können etwas dagegen unternehmen.
      Im Gegenteil: du wirst sogar vor Gericht verlieren, weil du nicht „im Recht“ bist.

      Dass gleichzeitig ein Banker sich Boni von bis zu 1 Milliarde einschiebt, nachdem sein Laden gerade pleite gegangen ist, das ist dagegen völlig mit den Recht kompatibel – außerdem bist du eh zu dumm, das zu kapieren (erzählt man dir zumindest).

      So funktioniert soft power. Die Wirkung ist viel subtiler, aber das Ergebnis um vieles effizienter als rohe Gewalt oder eben Hard Power.

    • @ Volume

      Die Beschreibungen die du gibst verstehe ich. Und das habe ich auch auf dem Schirm . nur darum ging es mir gar nicht.

      Mir ging es um den Ballast, den man sich mit dem Wort einfängt, und der das Denken strukturiert.
      Und der Balast ist insbesondere der Gegensatz zwischen Hard und Soft. Ich finde das wichtig – und dein Argument bekräftigt das schon wieder, weil auch du Soft und Hard Power schon wieder als Gegensatz darstellst. In deinem Argument. Und das was du beschreibst ist nur der Schleier. Deswegen schlage ich verschleierte Macht vor.
      Gedanklich gibt es dieses Gegensatzpaar – Hard und Soft. Aber praktisch gibt es diese Art Soft Power eben nicht.

      Ich habe deswegen oben die Beispiele angebracht. Nehmen wir nochmal das Wunder von Wörgl.
      Da hat man mitten in der größten Wirtschaftskrise, die die Welt bis dato gesehen hat einen andere, eine alternative und lokale Währung eingeführt. Und auf einmal war in der Region die Krise vorbei. Aber das ist nicht im Sinne des Erfinders, aus verschiedenen Gründen, die hier nicht interessieren müssen. Jedenfalls hat man vor einem Österreichischem Gericht geklagt – gegen diese Lokalwährung, und gewonnen.
      Jetzt hat Wörgl offensichtlich nicht eingesehen, warum es wieder Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise in kauf nehmen soll, bloß weil so ein Bundesgericht ein Urteil gefällt hat. Und wollte die Währung einfach beibehalten.
      Also hat man die Armee geschickt.
      Hier nochmal die Stelle aus der Wikipedia:
      „Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden im Umkreis von Wörgl dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit dem Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

      Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Nach Androhung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.

      Man hat also sehr wohl erst die „Softpower“ abgezogen. Aber manchmal funktioniert die nicht. Und dann hat man gelernt zu unterscheiden. Ist es nicht so wichtig, das ein paar Wirrköpfe am gesellschaftlichen Rand irgendwas machen? Oder ist es wichtig, weil sonst alle Welt sehen könnte, dass der Kaiser nackt ist? Dann wartet da still und verlässlich die Armee. Immer. Wie die Söldnerbanden im Mittelalter. Wir haben eben keine Wahl, Freigeld oder nicht, sondern allerhöchstens die Wahl, ob wir uns der Soft oder erst der Hardpower beugen – reicht dir ein Kaugummi als Ausgleich oder willst du Schläge? Wenn aber die Soft Power niemals ohne Hard Power auftaucht, dann ist es eben keine Softpower sondern ein Verbundwerkstoff. Veiled Power.

    • Also ich kenn den Begriff Softpower unter folgender Beschreibung:
      .
      Die Softpower der USA ist die Anziehungskraft, die sie auf Menschen aufgrund ihres way-of-live ausübt, d.h. ihre Boullevards, ihre Cinemas, ihre zahllosen Vergnügungsmöglichkeiten (für Menschen mit Geld), ihre Drive-ins, ihre Disney-Parks, ihre Clubs, ihre Partys, ihre schönen Sträde, ihre Rocky-Mountains, ihr Grand-Cannon, ihr College-life, ihr Las Vegs, usw….
      Eben alles was die Staaten für Menschen so begehrenswert macht, dass sie unbedigt selbst dort leben wollen bzw. wenigstens ihren way-of-live gerne übernehmen/nachahmen.
      .
      Die Schattenseiten des american way-of-live, über die gerne geschwiegen wird (denn sie wären der Softpower eher abträglich), sind die extreme Armut in weiten Teilen der Bevölkerung, die damit zusammenhängende schlechte Bildung und die ebenso damit zusammenhängende hohe Gewaltkriminalität und höchste Zahl an Gefängnisinsassen pro Einwohner weltweit.

    • @habakuk

      Deine Beschreibung würde ich für recht typisch halten. Würdest du zustimmen, wenn ich ergänze, das Soft Power alles sein soll, was Menschen dahin anleitet, etwas zu tun, nicht weil sie dazu gezwungen werden (das wäre Gewalt) sondern weil sie es aus sich heraus für richtig oder gut halten?

      Und auch bei deiner Beschreibung wieder, finde ich die für das US-System für unzureichend. Diese Lockmittel existieren natürlich – und gleichzeitig existiert ein harter Polizeistaat, eine Staatsgewalt und eben auch das Militär bzw. Paramilitärische Institutionen. Beides für sich ist in den USA heute nicht mehr denkbar. Nur Polizei würde sofort eine Revolution heraufbeschwören (zu hart), und nur Freiheit würde das denken außerhalb des Mainstreams erlauben (zu weich). Das sieht man daran, dass dieses Denken außerhalb der Banden ja stattfindet. Aber es ist beschränkt durch die Verbrämung – Verschwörungstheoretiker, Spinner, Tagträumer, Neurechter, Querfront … – und damit beschränkt auf eine akzeptable, will heißen beherrschbare „Minderheit“.

    • Lesesalamander, Herr Mausfeld zeigt eine Karte der US Militärbasen, und in seinem Vortrag „Warum schweigen die Lämmer“ geht er auch auf die Hard Power ein.

      Hard Power und Soft Power stellt Herr Mausfeld auch nicht als Gegensatz dar. Sie sind verbunden durch das Wort „Power“, beides ist Power. Hard und soft ist ein Gegensatz, aber nicht Hard Power und Soft Power.

      Also ganz klar war es kein Fauxpax von Herrn Mausfeld!

  42. Sehr guter Vortrag, dem höchstens noch hinzuzufügen wäre, warum es sich so entwickelt wie es jetzt ist. Wir unterliegen historisch, gesellschaftlich, sogar auch evolutionell bedingt, einer Konditionierung hin zu Neid , Leistungsvergleich, Quantisierung (Staffelung, Einordnung, Priorisierung) aus Angst vor materiellen Verlust, gesellschaftlicher Ächtung und Liebesentzug. Das sind durchaus „Charakterzüge“, die dem Einzelindividuum in der Vergangenheit das Überleben gesichert hatten. Aus diesen Gründen braucht man nicht den Deut irgend einer Verschwörung oder einer dazu lautenden -stheorie aufzuzeigen, da aus den o.a. Gründen der evolutionalen Konditionierung, die Gesellschaft sich in derlei Bahnen bewegen muß (es funktioniert einfach nach den Gesetzen der Entropie).
    Um hier das Analogon zu Mausfelds Vortag zu zeigen; die „Eliten“, sowie auch die „Schafe“ bewegen sich auf der selben, evolutionell geprägten Stufe des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins. Deshalb sollte die Frage geklärt werden, warum wir, trotzdem wir uns heute in der Epoche des materiellen Überflusses befinden, aber die lasternden „Tugenden“ wie der Neid, daraus resultierender Leistungsvergleich, Quantisierung (Staffelung, Einordnung, Priorisierung) aus Angst vor materiellen Verlust, gesellschaftlicher Ächtung und Liebesentzug in uns weiterhin tragen. Und das sagt Mausfeld hier ganz klar und deutlich. Wir (als Volk) werden aus einer resulterienden Eigendynamik heraus von den Eliten zum Selbstzweck „beruhigt“. Gordischer Knoten?! Ich meine nicht unbedingt! Der einzige Ausweg, den ich sehe, wäre der, den Menschen endlich zu verdeutlichen, dass materieller Überfluß (den wir heute garantiert schon x-mal haben, sogar auch die Weltbevölkerung könnte locker 2x Mal ernährt werden), für jeden (!, dh. für Schafe und Eliten) immer Überfluß vorhanden wäre, egal ob lediglich ein kleiner, oder aber auch x-facher Überfluß verfügbar wäre. Die Eliten müssen die endlich die Angst vor Verlust (die haben ja kurioser Weise die größten Ängste!) endlich verdauen. Sie müssen abgeben, dass der Hass verschwindent. Dann werden diese vllt auch bald einmal endlich wieder geliebt. ultimatives Erfolgsrezept: schenke Liebe und lächle, denn eigentlich ist immer und für alle genug da. Denn Macht benötigt man nur aus Angst vor Verlust.

    • Zitat: „Die Eliten müssen die endlich die Angst vor Verlust (die haben ja kurioser Weise die größten Ängste!) endlich verdauen“

      das stimmt. nichts ist furchtbarer als ein mensch, der nichts mehr zu verlieren hat.

    • @ ingsn
      „Sehr guter Vortrag, dem höchstens noch hinzuzufügen wäre, warum es sich so entwickelt wie es jetzt ist. Wir unterliegen historisch, gesellschaftlich, sogar auch evolutionell bedingt, einer Konditionierung hin zu Neid , Leistungsvergleich, Quantisierung … da aus den o.a. Gründen der evolutionalen Konditionierung, die Gesellschaft sich in derlei Bahnen bewegen muß (es funktioniert einfach nach den Gesetzen der Entropie).

      Mit historisch, gesellschaftlich und evolutionell bin ich durchaus bei Ihnen. Den historischen Blick (Universalgeschichte), die Gesellschaft (der Ungeselligen) und die Evolution (Mensch als Sonderfall der Natur“geschichte“) gibt es erst seit wenigen hundert Jahren und wir können uns nur noch fragen, wie es soweit hat kommen können.
      Aus der „Geschichte“ moderner Provenienz auf keinen Fall, aus der Vergangenheit aber durchaus bleibt der Trost, dass die Leute sich ihre Welt auch anders erklären konnten und (hoffentlich) wieder können werden. Um Anwürfen zuvor zu kommen: Ich bin keine Kreationistin, sehe das andauernde Problem vielmehr darin, dass die Leute ihr ureigenes Vermögen, ihre sozialen Beziehungen selbst inhaltlich bestimmen zu können bisher immer an dritte Entitäten (Geister, Götter, unsichtbare Hand usw.) delegiert haben. Jedwede Sicht auf uns selbst und damit auch auf das uns Umgebende (heute Natur, früher Wildnis, Wüste u.a.) ist immer von Menschen gedacht, empfunden und gemacht.

    • Die Evolution stellt den Menschen nicht als Sonderfall der Natur dar, im Gegenteil. Der Mensch hat sich durch Mutation und Selektion entwickelt, so wie alle anderen Lebewesen.

    • @ KenFmFan

      Aber sicher doch. Das Moderne Ensemble sagt, es ist die Natur selbst, die sich selbst organisierende Materie. Wir haben es mit einer Natur zu tun, die schöpferisch ist, jedoch nicht tätig. Schöpferisch ist die Natur aber nach geordneten Gesetzen, während die Menschen tätig werden entsprechend der Natur, entsprechend ihrer Natur. Es geht um diese Verschränkung, die das Verhältnis zur Natur wieder fetischistisch gestaltet, Wissenschaft zur Natur in ein Verhältnis stellt, wie es früher die Theologie gegenüber Gott hatte. Dabei sind die Menschen ein Sonderfall der Natur, und zwar insofern, als sie Teil der Natur sind, sich ihr unterordnen, für ihr Tätigwerden, soll es erfolgreich sein, sich an die Gesetze der Natur halten und daher diese entdecken, herausfinden, beschreiben und anwenden müssen. Während die Natur also schöpferisch, aber tot ist, sind die Menschen lebendig, können aber nur tätig werden im von der Natur vorgegebenen Rahmen, sind also in ihrer Tätigkeit restriktiv beschränkt. Die Verbindung zwischen den Gesetzen der Natur und den Tätigkeiten der Menschen ist dabei die Vernunft. Die Natur ist vernunftmäßig in ihren Gesetzen und die Menschen erkennen diese Vernunft, indem sie sich ihr unterwerfen und in dieser Unterwerfung und durch sie vernünftig sind und handeln. So teilen sich Menschen und Natur nun die freigewordene Kompetenz Gottes, die schöpferische Allmacht – leider nur als tautologisches Unterfangen.
      Im Studium entsprach dies dem running gag zu Kant: Was ist das Vermögen des Menschen? … Sein Vermögen!

    • Ich beziehe mich auf die Evolutionslehre selbst, innerhalb der der Mensch nicht als Sonderfall der Natur dargestellt wird. Wie diese Einsichten dann abgewandelt werden, ist eine andere Sache. Die Evolutionslehre erklärt den Menschen jedenfalls nicht als Sonderfall, sondern als Teil einer Gesamtheit.

    • Zist1989, Sie wollen aber doch die Elite nicht darstellen, als hätten die nichts mehr zu verlieren. Oder war das ironisch gemeint? Ausserdem höre ich immer wieder, dass Mneschen die nichts mehr zu verlieren haben, sich sehr befreit fühlen. Sie haben nichts mehr zu verlieren, nur noch zu gewinnen.

  43. Wieder ganz grosse Klasse. Allerbesten Dank – Herr Mausfeld bietet so wichtige Geistwerkzeuge. Schaue ich mir beizeiten nochmal an, da ich zu oft abgelenkt wurde um es in jeder Einzelheit mitzuvollziehen zu können. Danke Danke Danke.

  44. Dieser Vortrag, dieses Video ist so mit das Beste, was ich die letzten Jahre, nein Jahrzehnte habe sehen dürfen. Einfach eine geniale Beschreibung unseres gesellschaftlichen „Istzustandes“! Mir ist teilweise „die Luft weg geblieben“ (Schnappatmung bekommen) und ich muss noch nachrecherchieren zu diesen komplexen Themen die nächsten Tage.
    Danke Ken Ibsen für diesen Beitrag!!

  45. „Immer sind es nur sehr wenige, die bestimmen, was offiziell überhaupt gewusst wird.”

    Unsinn!
    Die Existenz des Internet macht ALLE Informationen zugänglich. Die Realität sieht aber nun mal leider so aus, dass alle, ausser der immer selben Minderheit die sich auch früher schon besser informierte, das Net nicht zum Recherchieren, verstehen und lernen benutzt, sondern ausschliesslich um seine eigene bereits feststehende Meinung bestätigt zu finden.
    Das ist dieselbe geistige Inzucht wie es sie früher nur an Stammtischen gab.

    Das mit dem Wissen das macht die Masse von ganz allein, da braucht man keinen GroKO Minister oder Medien Monopole! Sogar die Entwicklung zur Zensur wird ja gebilligt, solange man die Blöden glauben machen kann, es seien nur die anderen die man zensiert!

    „Man“ reagiert auch nicht allergischer auf Whistleblower als früher, sondern genauso wie immer schon, als es noch kein Net gab, da war das mit dem blowen von whistles halt weniger einfach. Als altem Mann sollte ihnen ja wohl Strauss/Augstein ein Begriff sein?

    „Wie kann es sein, dass wir z. B. in der BRD den größten Niedriglohnsektor der Welt haben und sich diese Massen nicht zusammenschließen, um den Verteilerschlüssel des Kapitals zu korrigieren? Wie kann es sein, dass 2016 nur acht Personen so vermögend sind wie 3,7 Milliarden, sprich die ärmste Hälfte des Planeten, und dennoch alles so läuft, als gäbe es diese Information nicht.”

    Das geht ganz einfach…. Man nehme ein Volk das so blöde ist IMMER lieber im Interesse des 1%, als in seinem eigenen zu wählen.

    Werter Herr Mausfeld… ihre Ausreden sind lächerlich. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.

    Und: „Das Machtsystem „Neoliberalismus“ hat es geschafft, nahezu unsichtbar zu werden und zu herrschen.”

    Welch ein Unsinn, JEDER kann das an sich selber beobachten. Der Neoliberalismus lebt davon, dass ALLE Menschen habgierig sind, deshalb ist er erfolgreich, und deshalb wird es auch nicht möglich sein ihn mit den bisher bekannten Methoden wieder abzuschaffen. Die 5 neoliberalen Einheitsparteien mit ihrer ungeheuerlichen Mehrheit sprechen doch eine deutliche Sprache, oder?

    • @tdvolland
      zitat: „Man nehme ein Volk das so blöde ist IMMER lieber im Interesse des 1%, als in seinem eigenen zu wählen.“

      im sehr aufschlussreichen Gespräch von Herrn jebsen mit Herrn mausfeld (am 5. August 2016 erschienen auf kenfm.de, unten verlinkt) erwähnte letzterer eine sozialtechnologie namens ‚meinungsmanagement‘. in Verbindung mit Entmündigung durch Eltern, schule, Akademisierung bietet das meinungsmanagement ein Spektrum von Gedanken/Ideen, die man erlaubt ist, zu bedenken (eine art hirnwäsche…?). alles andere ist eine Grauzone und wird tabu-isiert, zB in form von verleumdung, medialem kaputt-machen, abdrängung in eine unseriöse ecke (die klassische ‚verschwörungstheorie‘, bzw dessen Revival heute: ‚fake news‘).

      wie will man als entmündigter, gehirngewaschener bürger, der sein leben lebt wie Millionen andere entmündigte, gehirngewaschene Bundesbürger/EU- bürger jemals in der lage sein, Informationen abseits der vom meinungsmanagement akzeptierten Richtlinien konsumieren, ohne gleich in unbehagliches gefühl zu bekommen, von Arbeitskollegen, Familie usw als spinner diffamiert zu werden?

      es stimmt, im Internet sind so gut wie alle Daten und Informationen abrufbar. aber auch hier hatte ein von mir geschätzter linker intelektueller Franco „Bifo“ Berardi (‚der aufstand‘ 2015) eine gute Beobachtung: die infosphäre (die Daten, die abrufbar sind) überfordern das Gehirn der Informationen sammelnden menschen. sie sind nicht mehr in der lage, die fragmentierten informationsfetzen in einen Kontext zu setzen. sie kapitulieren angesichts der medialen Überforderung. das ist mitunter auch der grund, warum Facebook so gut ‚funktioniert‘. die Algorithmen liefern Informationen, die in das Weltbild des menschen passen, nicht zu sehr zum nachdenken anregen, mitunter gut ‚verdaulich‘ sind.

      laut Herrn mausfeld scannen wir menschen jeden tag die medien nach einem Prinzip: können wir morgen noch so leben wie heute? kann die frage mit ja beantwortet werden, da lediglich in syrien NATO bomben nieder regnen und mich als Österreicher das Attentat berlin Weihnachtsmarkt nicht unmittelbar betrifft, so kann ich getrost die Zeitung weglegen und mein leben in gewohnter weise weiter leben. stehen jedoch tausende geflüchtete vor der grenze Österreichs und ‚bedrohen‘ das österreichische sozialsystem, rasten manche menschen gerade zu aus. oder opfern ihre zeit und Ressourcen und engagieren sich für ein soziales projekt, um den geflüchteten zu helfen.

      Links:
      mausfeld interview auf kenfm.de:
      https://kenfm.de/rainer-mausfeld/

      Franco „Bifo“ Berardi – Der Aufstand
      https://www.amazon.de/Aufstand-%C3%9Cber-Poesie-Finanzwirtschaft/dp/3957570921

    • „wie will man als entmündigter, gehirngewaschener bürger, der sein leben lebt wie Millionen andere entmündigte, gehirngewaschene Bundesbürger/EU- bürger jemals in der lage sein, Informationen abseits der vom meinungsmanagement akzeptierten Richtlinien konsumieren, ohne gleich in unbehagliches gefühl zu bekommen, von Arbeitskollegen, Familie usw als spinner diffamiert zu werden?“

      Indem man diesen Vortrag hört und sieht und ihn auch denen zeigt, die das Prinzip noch nicht verstanden haben. Das ist ein super Einstieg!

    • Als Spinner dastehen? Soll man davor etwa Angst haben? Wer davor Angst hat sollte sich einfach mal klar machen, dass Menschen sich immer nur Bilder voneinander machen. Sollte Sie jemand als Spinner betrachten – und wer das nicht ausprobiert hat, hat erstmal nur Vorurteile gegenüber seiner Gesprächspartner – ist es das Problem Ihres Gesprächspartners, weil er sich ein falsches Bild von Ihnen macht. Aus Selbstschutz, um kognitive Dissonanz zu vermeiden. Bleiben Sie dran. Die Leute müssen es nur oft genug hören und irgendwann gibt es einen Aha Effekt um man wird Ihnen DANKEN.

    • KenFmFan,
      @Indem man diesen Vortrag hört und sieht und ihn auch denen zeigt, die das Prinzip noch nicht verstanden haben. Das ist ein super Einstieg!

      Man wird immer wieder Menschen treffen, die jegliches Wissen verweigern, sie kämpfen um ihre Gedankenwelt!Wie viele Links kann man senden, die nicht einmal angesehen werden und zwar von Leuten, die sich in politischen Blogs, Foren befinden.
      Vielen geht es erst einmal nur darum, die eigene Meinung vermitteln zu wollen, sie gehen auf Kommentare nie ein, viele sind als Selbstdarsteller unterwegs, die gewaschenen Gehirne sind viel mehr anzutreffen, als als allen lieb sein kann.
      So verschiedenartig wie die Menschen sind, sind auch deren Gründe, weshalb sie sich politisch interessieren, dieses auch mitteilen.
      Nicht jeder Mensch ist lernbegierig unterwegs!

    • Als „Zist 1989“ Mensch sollten sie aus langjähriger Therapie Erfahrung wissen, dass es eine kleinst Minderheit ist, die überhaupt wagt gegen die Ängste, die ein Lernen und Aufwachen mit sich bringt anzugehen.
      Die Masse will Konsumieren, und wenn man merkt was einem geworden ist (zumindest die wenigen denen das auffällt) dann ist es zu spät und bräuchte sehr viel mehr Mut als so jemand hat, um den Versuch eines Ausstiegs zu wagen.

      Sie schreiben: „die infosphäre (die Daten, die abrufbar sind) überfordern das Gehirn der Informationen sammelnden menschen“

      Und dann „laut Herrn mausfeld scannen wir menschen jeden tag die medien nach einem Prinzip: können wir morgen noch so leben wie heute?“

      Ja, so ist es leider bei viel zu vielen und daran lässt sich nichts ändern.

      Ich bin sehr wohl in der Lage die Informationen von den Meinungen zu trennen, die meisten Menschen die ihr Leben mit Arbeit verbringen um ihre Rechnungen bezahlen zu können aber nicht, auf die trifft das zweite Zitat zu. Und mein Beitrag war über DIESE real existierende Welt der grossen Mehrheit.

      M.a.W. man muss aus diesem System raus. Punkt!

      Und alles was ich immer wieder sehe und höre sind Ausreden, Ausreden und noch mal Ausreden…
      Ganz so, als hätte ich irgendwas gegen Leute die meinen sie könnten nicht anders.
      Ich hab was gegen das Gejammere dieser Leute.

      Die sind es, die diesen Saustall ermöglichen, also sollen auch mit den Konsequenzen leben, wenn sie zu bequem sind um raus zu gehen!

      Die Idee man könnte von diesen so viele überzeugen, dass eine qualitative Änderung der Gesellschaft möglich ist, die ist lächerlich!
      Man kann sein Leben jetzt ändern, wenn man will.

  46. Ein toleranteres Volk, hätte viel weniger Probleme, der Hinweis auf die elitäre Schicht soll nur davon ablenken, dass man im Grunde als Volk Veränderungen herbei führen könnte.Doch da kommt die Eigenverantwortung ins Spiel…ein Dilemma!

    • Und Ihre Sichtweise lenkt von den Eliten ab. Sie wollen immer die Ursache der Probleme in die normale Bevölkerung verschieben.

      Unterstellen Sie Herrn Mausfeldt die Absicht, er würde verhindern wollen, dass das Volk Veränderungen herbei führen könnte?

      Die Eigenverantwortung ist hier, das Spiel der Eliten zu durchschauen. Das schliesst andere eigenverantwortliche Aktionen auch überhaupt nicht aus und die Einsicht, dass bewiesenermassen Eliten uns manipulieren, führt nicht zu einem Gefühl der Ohnmacht, sondern zeigt Wege daraus.

    • Aber nein, das hast du ganz falsch verstanden: wir, also das Volk, sind alle schuldig und böööse, und wenn wir das nicht verstehen und einen Sündenbock suchen (sowas abwegiges wie irgendwelche Eliten) dann lenken wir nur davon ab, dass wir böööse sind und schuldig.
      Außerdem stecken wir dann in dem Dilemma, dass selbst wenn wir es wissen wir uns ja nicht ändern können, oder ändern müssten aber nicht wollen, also man kann es drehen und wenden wie man will: am besten steckt man sich gleich eine Pistole… Ironie aus*

      Gar nicht ärgern, einfach mal „Astroturfing“ googeln lieber KenFmFan, dann wird einem so einiges klar.

    • Ausserdem bringt es die Leute im Widerstand zusammen, wenn innerhalb der Masse klar ist, dass sie von oben her betrogen werden. Der gemeinsame Feind sitzt eben über uns, nicht unter uns.

      Wenn Schülern einer Klasse z.B. klar wird, dass der Lehrer ein ganz mieser ist, dann tun sie sich zusammen und werden ihn los. Erkennen sie das nicht, zerschmettert er die Klassen-Gemeinschaft durch gute und schlechte Noten, durch Bevorzugung, Benachteiligung, Belohnung und Strafe. Erst wenn dieser böse Lehrer durchschaut ist, hat die Klasse eine Chance. In diesem Sinne hilft Herr Mausfeld über seine Aufklärung.

    • Danke Annette. Das ist das wichtigste überhaupt, dass sich jeder als ein Glied dieses Systems, ob er dagegen kämpft, oder aktiv dafür ist, verstehen muß. Eigenverantwortung ist genau das, was uns abgenommen werden soll und genau da müssen wir wieder hin. Eigenverantwortung zur eigenen Gesundheit, zum mentalen Wohlbefinden und vor allem (als meist sehr sozialer Mensch), eine feste Beziehung zu zuverlässigen Leuten aufbauen, die sich nicht über die Werte „Geld“, sondern die Werte „Soziales Miteinander“ auf die Fahnen geschrieben haben. Diese Strömung nennt man heute verächtlich Reichsbürger, oder gar Öko-Nazis und diffamiert diese als Nazis, weil sie für das System die gefährlichsten überhaupt sind (Aussteiger wäre eigentlich der beste Begriff, aber dieser ist schon anders vorgeprägt: Suche Dein materielles Glück woanders).
      Ich finde ja schon fast lustig, wie impulsiv manche auf Ihre eigentlich offensichtlich logische Notiz hin reagieren… Tzzzz. 😉

    • Ja, das ist mal gut: der Feind steckt in jedem auch selbst. So lange das so wenig wahrgenommen wird, ändert sich auch nichts bzw. stürzt die Vernichtungslawine mit zunehmender Wucht abwärts.

    • Sie tun gerade so, als hätte jemand etwas gegen Eigenverantwortung. Wenn mein Kommentar nicht verstanden wurde, einfach nochmal lesen.

      Annette spricht hier kontinuierlich das Volk für schuldig und nimmt die Verantwortung von den Eliten (an dt. Politikern darf man nichts Gutes lassen weil die ja auch von dem verhassten Wahlvolk gewählt wurden). Die Schattenmacht dahinter wird immer schön verschleiert. Es hat System. Von Reichsbürgern hat hier niemand gesprochen.

    • Meine Güte, natürlich trägt jeder Verantwortung. Wer hat denn das abgestritten?

      Dass es eine Elite gibt, die den Rahmen vorgibt, ist bewiesen. Wenn wir das zusammen erkennen, könnten wir stark genug dagegen sein. Das hat bei mir NullKommaNichts mit Projektion zu tun. Ich stehe sehrwohl zu meinen Fehlern und muss sie nicht ständig bei meinen Mitmenschen suchen so wie andere.

      Projektion des eigenen Feindbildes auf die Eliten könnten Sie dem Psychologen Prof. Mausfeld dann auch unterstellen. Es ist Fakt, dass es sie gibt und dass sie die Hauptverantwortung tragen.

    • Wenn ich von Verantwortung in unserer Welt höre oder lese kriege ich die Pimpernellen, muss also zum Bluthochdruckmittel greifen.
      Ehrlich, was verbirgt sich denn hinter dieser Verantwortung?
      (Ironie ein) Wie sollen wir für uns und die unseren verantwortlich sein, da wir doch in der Moderne bloß für die korrekte Benutzung, Verwendung und Durchsetzung der Naturgesetze, der Ordnung von Vernunft und Natur, wie sie sich aus den Wissenschaften und Philosophien ergibt, verantwortlich sind. Unser modernes Streben ist nur danach ausgerichtet sein, nichts anderes als Natur hervorzubringen, nichts anderes, als was die Natur selbst geschaffen hätte. Daraus erklären sich auch so sonderbare Anstrengungen wie die Herstellung von künstlicher Intelligenz oder künstlichem Leben. Längst sind die Unterfangen der Wissenschaft über das Erkennen und Begreifen der Natur durch Experiment hinausgegangen, das Modellieren hat das Experiment abgelöst und tendiert nun zur Reduplikation. Daneben läuft das gesellschaftliche Getriebe aber weiter und die Krisen oder Schädigungen sind nichts weiter als bloß neuer Forschungsgegenstand. Die Logik ist die, dass nicht Schicksal oder Fügung, schlicht redundantes Pech an Katastrophe oder schlimmem Ereignis schuld wäre, sondern menschlicher unbedachter Eingriff und zu geringe Einsicht in die Gesetze der Natur. Vernunft kann dabei nur gedacht werden als eben diese beschleunigte Anhäufung und Vervollkommnung von Einsicht und nicht etwa als Innehalten und Reflektieren menschlicher Tätigkeit. Die ist ja ohnehin nur ein Sonderfall der Natur, menschliche Geschichte ein Sonderfall der Naturgeschichte und den darin herrschenden Naturgesetzen unterworfen. Ökonomische Krisen werden nicht auf ein gesellschaftliches Handeln zurückgeführt, das die Produktion von Lebensmitteln vom Verzehr der Lebensmittel entkoppelt hat, das produziert, ohne dass die Produkte einem Verbrauch zugeführt würden; dieses Produzieren um des Produzierens willen wird dem Prozessieren der Natur abgeschaut und mit ihm gerechtfertigt. Auch in der Natur finden wir gerichtete, wachsende Entwicklung vor oder „sehen“ nur diese, die gerichtet ist ohne Ziel (außer dem, beobachtet und wahrgenommen zu werden in ihrer gerichteten Gesetzlichkeit). Ökonomische Krisen werden also zu lösen versucht, indem Modelle entworfen werden, die die Irrationalität der Märkte, die Psychologie von Erwartungshaltungen (sic) und das Chaos von Vertrauensverlusten simulieren, damit daraus Aussagen und Prognosen über Produktivität resultieren, die den Marktgesetzen zu ihrem Recht verhelfen zu aller Beteiligten vernünftigem Nutzen.(Ironie aus)

      Ich halte das Ablehnen von solcher Art Verantwortung, wie wir Modernen sie pflegen, sogar für so zentral, dass ich ihm die Hauptlast bei der Neugestaltung, oder wenigstens bei einem Skizzieren der Bedingungen, unter denen eine neugestaltete gesellschaftliche Formation agiert, aufbürden möchte. Keine Verantwortung zu übernehmen, heißt nun eben, die Welt nicht retten zu müssen, nicht für die Menschheit sprechen zu müssen, heißt, die Hauptanstrengung darauf legen zu müssen, andere und anderes in Ruhe zu lassen. Dies wird bedeuten, dass die Leute sich mit ihrer ureigensten Kernkompetenz auseinandersetzen müssen, nämlich für sich und die ihren, wie immer der Begriff definiert ist, worauf auch er sich erstreckt, gesellschaftliche und erträgliche Zustände herzustellen. Ich stelle mir dabei vor, dass mit dieser Herstellung gesellschaftlicher und erträglicher Zustände auch die Formulierung einer Erklärung andere Gestalt annehmen kann, sofern nämlich die Herstellung dieser Zustände so von Statten geht, dass die Kompetenz dafür nicht an andere Instanzen überantwortet wird. Dann würde von diesen auch keine Verantwortung übernommen werden, dass sich das Heil erfüllt, die Götter richtig verehrt, die Naturgesetze erforscht und beachtet werden, die Welt gerettet und erhalten wird. Dann wäre auch keine Rechtfertigung dieser Instanzen nötig und sie müssten von den Leuten auch nicht bewahrt werden. Die hauptsächliche Tätigkeit dieser Leute wäre also das Ablehnen der Verantwortung für andere und anderes, soweit es sie nicht selbst betrifft. Damit würde, umgekehrt, die Welt in einem Maße menschlich, wie das nie zuvor der Fall gewesen ist, da alles, was uns betrifft (Tiere, Städte, Meere, Böden, Erze …) nicht mehr jenseits unserer sondern mit uns wären.

    • KenFmFan,

      der größte Teil des Volkes ist und war nie bereit ,aus Fehlern zu lernen, neue Denkstrukturen zu wagen, das fängt doch schon in den Familien an.
      Man hat oftmals das Gefühl, dass die Menschen dem Trägheitsgesetz ausgesetzt sind.
      Eine kleine Anekdote.
      Beim Fußballtraining mussten wir eines immer wieder trainieren. dem Ball entgegen laufen, also die Vorwärtsbewegung!!
      Schon bei den Kleinen kann man dieses Phänomen beobachten.
      Nur, und das ist bemerkenswert, spielt man mit Katze, Hund etc , denen würde nie in den Kopf kommen darauf zu warten, dass ihm ein Mitspieler den Ball vor der Nase weg schnappt, dazu gibt es noch unendlich viele Beispiele.
      Allein diese dumme Angewohnheit, stehe zu bleiben, zuzugucken, zwar hinterher meckernd, hatte man bei uns vielen Spielern nicht abgewöhnen können, oder in unterschiedlicher langer Spieldauer. und wir befanden uns nicht in der Kreisliga!
      Änderungen , selbst bei Fahrwegen sind kaum möglich…Man fährt über Jahre nur die selbe Stecke zur Arbeit, erfährt zwar von einer Abkürzung…und?Sie ahnen es!..Alltägliche Sachen, beobachtet man sie, werden schnell fest stellen lassen, alles darf passieren, nur bitte auf gewohnte Weise.
      Wer so lebt und das ist die Mehrheit, der wird niemals seine alte Denkstruktur aufbrechen.Einmal zu den Wahlen hingesehen, hat man da nicht automatisch das Gefühl, die meisten Wähler wählen so, dass sie sich die nächsten kritisierenden 4 Jahre nur gesichert haben?
      Es geht mir nicht um Schuldzuweisung, sondern einzig und allein darum, dass jeder bei sich anfangen muss, sich selbst einmal über sich Gedanken macht, bevor wieder der auf andere gerichtete Finger erhoben wird.
      Ich habe mich nie von der Kritik ausgeschlossen, nur bewusster wohl beobachtet, um von anderen zu lernen, sonst kommt man sich selbst nie auf de Schliche !
      Natürlich sind meine Beobachtungen, die ich im Laufe des Lebens machte, nicht wissenschaftlicher Natur, sondern nur der Alltag, ebenso sind meine angeführten Beispiele natürlich vollkommen unvollständig!

    • Stimmt schon, wenn man die Medienmanipulation und die verantwortliche Elitenstruktur dahinter einmal begriffen hat, ist das wie eine „rote Pille“ in der Matrix.
      Daher ja die große Angst der Eliten man könnte dahinterkommen. Wer das einmal begriffen hat, der wird nie mehr so zurück zum „Schafdasein“ finden, und genau das soll verhindert werden.

  47. Als Arbeiter muss man nicht viel enttarnen: Der Chef und sein Eigentum und das Eigentum der anderen Chefs drumherum zwingt einen dazu ein Leben zu fristen, welches 8h am Tag mindestens, anderen Menschen gehört. Davon kann man dann alles andere bezahlen, um am Ende bei Null herauszukommen, damit man das Spiel bis zum Tod mitmacht.

    Eliten? Eine Hand voll Eliten? Es sind doch ein paar mehr, nämlich die besitzende und herrschende Klasse – der Glaube an ein paar besonders fiese Schurken, die alle Strippen ziehen halte ich für die Ausgeburt eines Klassikers mit Humphrey Bogart…

    Also mich interessieren die Eliten nicht, denn die sind nicht in der Lage, das Systems stabil zu halten. Dafür braucht es Gläubige an den wichtigen Stellen, die die anderen erziehen in der politischen Religion der Herrschaft. Und die sind, denen wir jeden Tag begegnen und die mit uns in diesem Hamsterrad gefangen sind.
    Wir stabilisieren das jeden Tag… wie wir an Geld glauben, wie wir Miete zahlen, wie wir vor der Polizei und der Politik kuschen – wir sind die schmarotzenden Sklaven, die ihre Verantwortung abgegeben haben um dafür Sky und Johnny Player zu erhalten.
    Und deshalb müssen wir nicht dauernd eine hand voll Milliardäre anpissen – die sind schnell entmachtet. Nein, den Spießer von nebenan, dem müssen wir die Angst nehmen, dass es auch ein Leben ohne Zwang und Entmenschlichung gibt, weil der das nämlich immernoch „glaubt“ und lebt. Und uns jederzeit denunzieren würde, würden wir es anders zu machen versuchen.

    Klammert euch nicht immer an die sogenannten Eliten – alle Politiker sind Psychopathen, alle Unternehmer und Konzernbosse halten den Fortschritt und das Wohlergehen der Massen zurück!
    Und deshalb geht die Veränderung nicht im Großen, sondern im zwischenmenschlichen Mikrokosmos der Gesellschaft. Von dort kann sie die Kraft entfalten alles zum Guten zu wenden, aber nicht durch Erlasse und Tiraden von Oben. Das hatten wir ja die letzten Jahrtausende schon.
    Wir müssen quasi den Energiefluss der Gesellschaft verändern: Nicht mehr hin zu einzelnen Zentralen, wie den Herrschenden, dem Staat, der Kirche und den großen Eigentümern, sondern weg davon, in die Verteilung zwischen uns allen – das ist die Veränderung die wir alle selbst machen müssen! Jeden Tag! Es gibt keine Lösung, die mit einem Knall da wäre, sondern nur das Leben im Einklang mit den anderen, im Leben mit anderen geregelt durch freiwillige Verträge und freie Assoziation, statt durch Monopol und Herrschaft.

    • Ich bin auch dafür, den Energiefluss (u.a. Geldfluss) weg von den Zentralen zu lenken und stattdessen unter uns zu verteilen.

      Gleichzeitig bagatellisieren Sie mit Ihrem Kommentar – wahrscheinlich unbeabsichtigt – die Eliten, indem Sie sie gleichsetzen mit Positionen hierarchisch weit unterhalb der Eliten, so als seien sie „mitten unter uns“. Das verwässert den Blick auf die Steuerungsmechanismen derjenigen ganz weit oben und spaltet eher die Gesellschaft. Dann gehen wir nicht gegen die ganz oben sondern nur gegen diejenigen eine Stufe über uns vor. Könnten den ganz oben gut in den Kram passen.

      Einerseits reden Sie von Nachbarn als Spiessern und Leuten die uns jederzeit denunzieren würden, würden wir versuchen ihnen die Angst zu nehmen, andererseits reden Sie vom „zwischenmenschlichen Mikrokosmos der Gesellschaft“ der die Lösung sein soll. Was denn jetzt? Wollen Sie Zwischenmenschlichkeit oder Zoff im Volk (gegen Vermieter, Chefs etc).

      Ich nehme an erstes, da Sie schreiben „Es gibt keine Lösung, die mit einem Knall da wäre, sondern nur das Leben im Einklang mit den anderen, im Leben mit anderen geregelt durch freiwillige Verträge und freie Assoziation, statt durch Monopol und Herrschaft.“ dem ich voll zustimme, empfinde ich aber als leicht widersprüchlich zu dem anderen Teil Ihres Kommentars.

    • Nein, Nuevo bagetellisiert überhaupt nicht, sondern sie/er bringt es auf den Punkt: Die Revolution muss zuerst in unseren Köpfen beginnen und das wird dann täglich in unseren Taten wie „keine Unterordnung“, „keine Leistungsvergleiche“, „Selbst Denken“ und „Strikt Selbst Erfahren“ manifestieren. Genau darum geht es. Ich nenne es „gesellschaftlich Entropie“ Ist dieser Prozess im Rollen (physikal. Entropie: Stöpsel raus = Druckausgleich) nicht mehr aufzuhalten. Wichtig allein ist die Selbsterkenntnis als gewollter, ungewollter, bewusster oder unbewusster Teil des existierenden Systems.

    • Die Eliten und ihre unglaubliche Manipulationen zu erkennen schliesst nicht aus, dass sich in unseren Köpfen etwas ändert, im Gegenteil es führt dazu, dass sich ein Individuum nicht unterordnet und selbst denkt.

      Die Macht der Elite muss erkannt werden, aber man darf nicht an ihre Übermacht glauben, sondern an die eigene Macht. Aber das System in dem wir gefangen gehalten werden muss erkannt werden. Dabei hilft Herr Mausfeld, indem er Methodik und Einflussbereich aufzeigt. Dann kann man sich befreien von all dem Aufgedrückten ohne sich davon erdrückt zu fühlen.

      Mir ist klar, dass wir auch alle zum Machterhalt der Eliten beitragen, um eigene Vorteile herauszuziehen. Da bin ich froh um jeden, der das nicht länger mitmachen will.

Hinterlasse eine Antwort