Raus aus dem absurden Finanzsystem!

Selbstbedienungsladen ohne Kasse!

Von Rob Kenius.

Etwa 200 Jahre lang war das oberste Ziel der Wirtschaft, zu produzieren, zu liefern und zu konsumieren und zu diesem Zweck die Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen auszunutzen oder auszubeuten. Dabei schienen alle Ressourcen unerschöpflich zu sein, mit einem anderen Wort, der Globus schien unendlich zu sein. Das alles geschah und es geschieht noch, um damit Geld zu verdienen. In diesem Denksystem sind die materiellen Ressourcen unendlich und das Geld ist knapp.

Im 21. Jahrhundert ist das Geld für die meisten Menschen immer noch knapp, aber für eine Minderheit ist es in beliebigen Mengen verfügbar. Die Finanzwelt ist in der Position, Geld entsprechend der Nachfrage zu erzeugen und in Verkehr zu bringen. Geld wird von privaten Banken, von Staatsbanken und von privaten Staatsbanken (z.B. FED und Bank of England) ständig erschaffen. Das geschieht durch Kreditvergabe mit der sogenannten Giralgeldschöpfung.

Bei der giralen Geldschöpfung werden Gutschriften auf der einen und Schulden auf der anderen Seite gleichzeitig erzeugt. Auf diese Weise wird die Geldmenge permanent vergrößert. Dieser Vorgang geschieht weltweit unkontrollierbar und unbegrenzt. Geld ist Macht, aber dahinter steht keine materielle Substanz.

Geld ist nur ein von Menschen erschaffener abstrakter Wert, der durch eine Zahl dargestellt wird.

Der Wert des Geldes besteht darin, dass es gegen alle Güter auf dem Markt getauscht werden kann und dass jeder auf dem Markt das Geld akzeptiert. Und jede Ware hat einen Preis, das ist eine Zahl, die ihren Wert in Geld bezeichnet.

Das Geld hat inzwischen eine typische Eigenschaft von Zahlen angenommen: Jede Zahl kann in unserem positionellen dekadischen Zahlensystem beliebig bis ins Unendliche weiter gezählt werden. Die Zahlen, die Geld darstellen, werden immer größer. Das gilt auch für die größte Zahl, die Geld inzwischen hat, die Geldmenge.

Die Geldmenge hat keine obere Grenze, sie ist praktisch unendlich.

Unendlich ist ein Wort, das Mengen bezeichnet, die das menschliche Gehirn nicht erfassen kann. Das trifft auf die Menge von Sandkörnern, Molekülen oder Sternen im All zu. Schon eine Milliarde ist unzählbar.

Es ist einfacher und anschaulicher, zu sagen, die Geldmenge ist unendlich, als zu sagen, sie beträgt 60.000.000.000.000,- (sechzig Billionen) Euro oder Dollar.

Alle Ressourcen des Planeten sind aber endlich und begrenzt. Sie werden ständig weniger mit dem unveränderten Verbrauch durch die Wirtschaft und durch den wachsenden Konsum der wachsenden Bevölkerung. Das Verhältnis zwischen Geld und Ressourcen der Erde hat sich in 200 Jahren umgedreht.

Damals erschien der Planet unendlich und das Geld war knapp, weil Geld an Gold gebunden war. Jetzt aber sehen wir, die Erde und ihre Ressourcen sind endlich.

Für diejenigen aber, die Geld erzeugen und für einige, die es aus der Wirtschaft unversteuert abschöpfen, ist Geld in beliebig großen Mengen verfügbar. Die Geldmenge ist für die Finanzwelt unbegrenzt, das heißt für den normalen gesunden Verstand: Geld ist unendlich.

Alle Anstrengungen zum Geldverdienen durch Arbeit oder Verkauf von materiellen Gütern erscheinen auf einmal sinnlos, wenn auf der anderen Seite Banken, Staatsbanken und private Staatsbanken Geld einfach erzeugen können, indem sie Kredite vergeben.

Besonders sinnlos ist die Aufnahme von Schulden im Namen des Staates, also der Allgemeinheit, weil Geld im Überfluss bereits vorhanden ist und durch die Aufnahme von Schulden der Allgemeinheit bei Banken durch deren Geldschöpfung auf der Seite der Geldbesitzer auch noch mehr wird.

Das bestehende Finanzsystem ist für die einen ein Selbstbedienungsladen ohne Kasse und für die anderen eine Tretmühle ohne Entkommen.

Das Geldsystem muss durch ein neues System ersetzt oder ergänzt werden. Dieses demokratische Geldsystem darf nicht zulassen, dass private Organisationen Geld in beliebigen Mengen erzeugen, das Geldsystem darf nicht Privateigentum sein. Niemand hat das Recht, einen von allen akzeptierten Wert nach eigener Willkür aus dem Nichts zu erschaffen, der dann gegen alle anderen materiellen Werte, Waren, Dienstleistungen und menschliche Arbeit eingetauscht werden kann.

Niemand soll einen Wert aus Nichts willkürlich erschaffen können, für den man alles andere kaufen kann.

Ein System, in dem das möglich ist, ist nicht nur ungerecht, sondern absurd und falsch. Es muss beseitigt, geändert oder unterlaufen werden.

Wenn diese Forderung in absehbarer Zeit nicht durchgesetzt werden kann, muss parallel ein zweites Geldsystem in der Hand des Staates oder einer kommunalen Gemeinschaft kreiert werden, das, wie alle materiellen Werte auf diesem Planeten, begrenzt ist und sich nicht von selbst vermehrt oder durch nicht demokratisch kontrollierte Personen vermehrt werden kann.

Ideal wäre es, wenn dieses Geld wie alle natürlichen Ressourcen auf der Erde mit der Zeit weniger wird. Genauer gesagt, es muss von sich aus nicht im Wert, sondern zahlenmäßig weniger werden, mit einer Wortschöpfung, es sollte degressiv sein.

Die Idee einer degressiven Währung ist nicht neu, aber erst im digitalen Zeitalter elegant zu realisieren. Das wird detailliert beschrieben in dem Artikel über die Degressive Digitale Mark.

Die Degressive Digitale Mark DDM

Der riesige Überschuss an Geld ist ein Problem, das im bestehenden Geldsystem nicht lösbar ist, weil niemand Geld systematisch und kontrolliert vernichten will. Der Geldüberschuss ist zum Vorteil der Geldbesitzer und wird von dieser Seite selbstverständlich nicht gestoppt oder reduziert. Wir brauchen ein demokratisches Geldsystem. Dazu ist gesellschaftliche Macht über das Geldsystem erforderlich.

Zu beachten ist dabei, dass die Menge an Schulden in der gleichen Größenordnung wie die Geldmenge besteht, weil Geld und Schulden bei der giralen Geldschöpfung durch Banken immer gleichzeitig erzeugt werden. Bei der Tilgung von Schulden werden Geldmenge und Schulden gleichzeitig annulliert, das Mengenverhältnis ändert sich dadurch aber nicht. Die Gesamtmenge allen Geldes und die Größe aller Schulden sind nicht genau zu ermitteln; ohne Zweifel aber gilt:

Die Geldmenge ist schon längst um ein Vielfaches zu groß. Um alle materiellen Güter und Leistungen dieser Welt zu kaufen, würde ein Bruchteil von 30% – 35% des vorhandenen Geldes ausreichen. Tendenz: Die Relation wird noch ungünstiger. Durch die jetzige Krise werden weniger Güter und Leistungen produziert, es entstehen aber mehr Schulden und gleichzeitig wird mehr Giralgeld erschaffen.

Die Summe aller Schulden ist wegen der Zinsen und Zinseszinsen, besonders auf Staatsschulden, höher als die gesamte Geldmenge. Die Schulden sind inzwischen so hoch, dass sie nie getilgt werden können. Warum? Weil Geld und Schulden im Groben so verteilt sind, dass die einen (Finanziers, Fonds, reiche Familien) das Geld besitzen und die anderen (Wirtschaft, Staaten und Normalbürger) Schulden haben, ganz besonders aber die Staaten.

Das System wird aufrecht erhalten durch Wirtschaftswachstum, um die Forderungen der Geldbesitzer nach Zinsen und Profit zu erfüllen, wobei die Menge des Geldes und die Höhe der Schulden ständig wächst. Doch prozentuales Wirtschaftswachstum stößt an natürliche Grenzen, weil es in eine exponentielle Wachstumskurve mündet. Die reale Wirtschaft kann nicht wie die Geldmenge (eine abstrakte Zahl) ins Unendliche steigen, weil alle Ressourcen in der Realität begrenzt sind.

Da hilft bisher nur unfreiwillige und unkontrollierte Geldentwertung oder Geldvernichtung, die auf mehrere Weisen erfolgen kann:

  • Inflation
  • faule Kredite
  • Zusammenbrüche von Banken
  • soziale Revolten
  • Krieg

Unfreiwillige Geldvernichtung ist immer mit hohen Gefahren verbunden. Zur Zeit steigt die Kriegsgefahr enorm, weil die Gefahr von den Banken und vom Finanzsektor abgewendet wird. Das ist neoliberale Politik zugunsten der Finanzwirtschaft.

Da man die unkontrollierte Geldvernichtung in all ihren Varianten fürchtet und die Rückzahlung eines großen Teils der Schulden unmöglich ist, versucht man das System zu retten, indem immer mehr Geld hinein gepumpt wird. Diese Maßnahme wird vor allem von den Notenbanken FED und der EZB im großen Stil betrieben.

Bei einem Kassensturz wären tausende Banken und die Mehrzahl aller Staaten Pleite. Der Konkurs wird verschleppt durch Geldschöpfung in unvorstellbarer Höhe bei 0% Zinsen.

Auch negative Zinsen werden praktiziert; das bedeutet, wenn eine Bank ihr Geld bei der EZB parkt, bekommt sie weniger zurück als sie eingezahlt hat. Mit dieser Praxis nähert man sich bereits einem anders strukturierten Geld an, dem sogenannten Schwundgeld.

Ein anders strukturiertes Geld, das von sich aus weniger wird als Zweitwährung ist ein eleganter Weg aus der Finanzkrise. Es ist eine Methode, die zunächst absurd erscheint, aber bei genauerem Hinsehen einen klugen Systemwechsel einleitet. Die Idee ist schon hundert Jahre alt, ist aber erst jetzt im Zeitalter der Kredit-, Bank- und Geldkarten und des Online-Banking einfacher und wesentlich flexibler zu realisieren.

Eine degressive Zweitwährung.

Der Ausdruck degressiv ist neu, trifft aber den Kern der Sache besser als ältere Bezeichnungen wie zum Beispiel der Begriff „Freigeld“ von Silvio Gesell, der als Erfinder dieses Systems gilt. Üblich ist auch die Bezeichnung „Schwundgeld“, welche den Vorgang bezeichnet, dass dieses Geld mit der Zeit weniger wird, es (ver)schwindet.

Nennen wir die Währung Mark, dann kreieren wir die Degressive Digitale Mark DDM mit folgenden Eigenschaften:

  • DDM existiert nur auf Geldkarten und Konten, nicht als Bargeld.
  • Alle, die Geld einnehmen, sind verpflichtet, DDM als Zahlungsmittel zu akzeptieren.
  • Jedes Guthaben wird in jeder Woche mit einem Abschlag belegt, der zum Beispiel 1% sein soll.
  • Stichtag: In der Nacht von Montag auf Dienstag um Null Uhr wird der Abschlag fällig.
  • Wer am Samstag zuletzt 100 DDM auf seiner Geldkarte hatte und am Dienstag damit bezahlt, dem wird zuerst der Abschlag abgezogen und er hat nur noch 99 DDM auf der Karte.
  • Verfeinerte Regeln für die Praxis
  • Ein Monat Kulanz-Zeit

Die Regelung mit einem festen Abschlag-Termin kann dazu führen, dass kurz davor zahlreiche Überweisungen getätigt werden. Das könnte bewirken, dass die Empfänger ihrerseits das Geld noch Sekunden vor dem Termin weiterreichen wollen. Das wäre eine unerwünschte Stress-Situation für die Geldempfänger und für den Geldverkehr.

Um das zu vermeiden, empfiehlt sich folgende Regel:

Der wöchentliche Abschlag wird von dem Kontostand genau einen Monat vor dem Stichtag berechnet. Also nicht vom aktuellen Kontostand. So ist jeder Zahlungseingang einen Monat lang voll verfügbar. Wenn am Dienstag, den 07.07.2020 um Null Uhr der Abschlag fällig ist, wird er vom Kontostand am Sonntag, den 07.06.2020 (mit 1%) berechnet.

Diese Regelung bewirkt außerdem, dass Empfänger von monatlichen Löhnen, Gehältern, Renten und Mieten nicht gezwungen sind, die Beträge in weniger als 7 Tagen wieder auszugeben. Sie haben einen ganzen Monat Zeit, über das degressive Geld auf ihrem Konto oder auf ihrer Geldkarte zu verfügen.

Degressives Konto überziehen

Rein rechnerisch würde bei einem negativen Kontostand die Subtraktion einer negativen Zahl den Saldo verbessern, Schulden würden durch den Abschlag verringert. Um das zu vermeiden, soll der Abschlag vom Absolutbetrag berechnet werden, er ist also immer negativ, und vergrößert dann den Negativbetrag.

Ein Konto mit Degressiver Währung kann also überzogen werden, allerdings automatisch mit hohen Zinsen (1% pro Woche). Dieser Zins-Effekt entfällt, wenn vor dem Stichtag das Konto wieder ausgeglichen wird. Wer also am Montag sein Gehalt erwartet, kann das Degressive Geld ab dem Dienstag davor schon ausgeben, ohne dass Überzugzinsen (durch den Abschlag von 1% bei negativem Kontostand) entstehen. Es zählt der Saldo am Stichtag.

Das Degressive Geld hat folgende Effekte: Es kurbelt die (lokale) Wirtschaft an, weil jeder es schnell und effektiv ausgeben will, und es ist nicht zur Geldansammlung geeignet.

Gegenüber historischen Versuchen mit Freigeld und Schwundgeld hat die Degressive Digitale Währung mehrere Vorteile.

Der Abschlag lässt sich in kurzen Zeitabständen (von einer Woche) verwirklichen. Dadurch wird verhindert, dass Händler Waren bis zum Stichtag zurückhalten.

Der Abschlag lässt sich je nach Bedarf leicht verändern und damit kann die Wirtschaft gesteuert werden. Der Satz von 1% pro Woche ist hier als einfaches Zahlenbeispiel gemeint.

Weil DDM nur auf Konten und Karten existiert, kann der Umtausch in eine herkömmliche Währung mit einer Transaktionsgebühr belegt werden. Diese zu umgehen ist dann nur auf dem Schwarzmarkt in kleinen Mengen möglich.

Die DDM als Zweitwährung empfiehlt sich als Währung für Staaten mit schwerer Verschuldung. Der Staat erklärt sich gegenüber seinen Schuldnern für zahlungsunfähig, bedient also keine Kredite mehr und löst Staatsobligationen nicht ein. Er kommt aber seinen Verpflichtungen gegenüber den Bürgern mit der Degressiven Digitalen Zweitwährung nach. Alle Firmen erhalten ein Konto für DDM und alle Bürger eine Geldkarte mit einem Startbetrag. Die Angestellten, Rentner und Sozialhilfeempfänger erhalten ihre Zuwendungen in DDM.

Dabei hat die Organisation der Gemeinschaft, welche die DDM steuert, zwei Parameter, um die Wirtschaft und die Finanzen zu steuern: Die ausgegebene Geldmenge und den prozentualen Abschlag; beides muss sinnvoll eingesetzt werden.

Die alte Währung wird nicht abgeschafft, nur die Gemeinschaft benutzt dieses Geld nicht mehr. Die Bürger können es benutzen und es wird sich ein freier Umrechnungskurs herausbilden. Der Umtausch wird mit der Transaktionsgebühr belegt, damit sich kurzfristiges hin und her Tauschen nicht lohnt, sonst könnte man den wöchentlichen Abschlag umgehen.

Diese Transaktionsgebühr wird in beide Richtungen erhoben. Sie ist ein Parameter, mit dem das Abgreifen von DDM und den Einsatz der Festwährung (EURO) gesteuert wird.

Das System einer Degressiven Digitalen Zweitwährung ist die geeignete Gegenmaßnahme gegen den störenden Geldüberfluss der Leitwährungen. Ein Geldüberfluss in DDM kann nicht entstehen, weil er automatisch und kontrolliert abgebaut wird.

Im Zusammenhang mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wäre es naheliegend, dieses bedingungslose Grundeinkommen in einer degressiven digitalen Form zu verwirklichen, damit das Grundeinkommen nicht zur Vermehrung des Geldüberflusses in Händen der Großgeldbesitzer beiträgt.

Besonders solide ist das Modell in Verbindung mit Direkter Demokratie; die finanzielle Position der Gemeinschaft wird gestärkt und alles ist unter möglichst direkter Kontrolle der Bürger.

Geldvermehrung durch Giralgeld

Banken verleihen Geld seit etwa 700 Jahren. Wie das funktioniert, weiß jeder oder glaubt es zu wissen. Man geht zur Bank und fragt nach einem Kredit, um ein neues Auto zu kaufen oder eine Eigentumswohnung. Wer genug Einkommen nachweisen kann, bekommt schnell das nötige Geld in die Hand, besonders dann, wenn er kinderlos verheiratet ist mit jemandem, Mann oder Frau, der oder die auch noch Geld verdient, am besten gleich im öffentlichen Dienst, denn da wird keiner rausgeschmissen.

Aber halt, nicht so schnell, so einfach ist es nicht!

Wir bekommen auf der Bank nämlich kein Geld in die Hand, sondern eine Gutschrift auf ein Konto genau bei dieser Bank. Von dem Konto können wir eine Überweisung an die Firma tätigen, die das Auto liefert oder die Wohnung verkauft oder das Haus baut. Gleichzeitig verpflichten wir uns in einem Kreditvertrag, das Geld plus Zinsen in Raten zurückzuzahlen.

Was macht die Bank also? Die Bank gibt uns eine Gutschrift und weist uns gleichzeitig eine Schuld zu.

Die Gutschrift geht zu Lasten der Bank, sie verpflichtet sich, Geld, das auf dem Konto gebucht ist, dann auszuzahlen, wenn es verlangt wird. Die Schuld dagegen ist ein Bilanzposten zu Gunsten der Bank. Notfalls kann sie sich durch Pfändung das Auto holen und auch an unseren Lohn oder unser Gehalt kommen oder sogar das Haus versteigern lassen. Die Bilanz der Bank ist buchungstechnisch ausgeglichen. Sie verdient an den Zinsen.

Die meisten denken, dass eine Bank dabei Geld verleiht, das sie besitzt, oder das andere Kunden als Sparer eingelegt haben. So wird es wohl auch anfangs gewesen sein. Aber Banken haben sehr viele Kunden, viele, die nicht nur Autos kaufen, sondern eine Firma gründen oder ein Haus bauen. Trotzdem sagen Banken fast nie nein, wenn der Kunde eine Sicherheit bieten kann oder ein festes Einkommen hat. Die Bank ist besonders dann interessiert, wenn das Geld zum Kauf einer Immobilie eingesetzt wird, auf die sie eine Hypothek legen kann.

Was aber, wenn das Geldvermögen einer Bank durch Kreditvergabe zu Ende geht? Dann kann sie versuchen, mehr Sparer anzulocken. So hat es früher funktioniert. Doch wenn es in der Kreditabteilung der Bank richtig gut läuft, wird mehr Kredit verlangt, als Geld in der Bank greifbar ist. Viel mehr. Und wenn eine Bank nein sagt, gehen die Kunden zur nächsten.

Wer die Giralgeldschöpfung erfunden hat, lässt sich nicht mehr feststellen, auch nicht, wann es geschah, weil der Anfang dieses Geschäftes mit Sicherheit im Dunkeln liegt und ohne genaue Nachprüfung der Bankgeschäfte auch nicht von außen zu erkennen ist. Wer war der erste Eigentümer? Wer war der erste Dieb? Wer der erste Geldverleiher?

Nehmen wir an, die (fiktive) Cleverbank CB hatte als erste diese Idee der Giralgeldschöpfung. Unter den Angestellten dort hatte jemand einen guten Instinkt für Statistik und Wahrscheinlichkeit. Er oder sie dachte sich, wenn die Bank tausend Kredite vergibt über zehn Millionen, muss sie nicht damit rechnen, dass plötzlich die Konten aller 1000 Kreditnehmer gleichzeitig leer geputzt werden, dass sie also zehn Millionen in kurzer Zeit bar auszahlen müsste. Das wird nach der statistischen Wahrscheinlichkeit nicht eintreten.

Außerdem wird der Bauherr Großhaus, dem die Cleverbank einen Kredit über eine halbe Million für ein Haus mit zwei Eigentumswohnungen bewilligt hat, vielleicht zwanzigtausend an den Dachdeckermeister Giebelwind überweisen, der ebenfalls bei der CB ein Konto hat. Die CB braucht dann gar kein Geld, um dieses Geschäft zu tätigen, sie bucht den Betrag nur von einem Konto auf das andere.

Wir nehmen jetzt an, die Cleverbank sei am Ende ihrer Geldreserven einschließlich der Kundeneinlagen angelangt. Ein seriöser Beamter und seine Ehefrau, ebenfalls im Öffentlichen Dienst, wollen ein Haus bauen und benötigen noch hunderttausend Euro. Die CB gibt den Kredit, das heißt, sie macht eine Gutschrift für das Ehepaar und verbucht die Schuld auf der Habenseite der Bank. Die Bilanz stimmt. Keiner draußen hat was gemerkt. Niemand weiß, dass die Bank alles Geld, das sie besitzt, schon längst verliehen hatte.

Die Bank verleiht damit Geld, das sie gar nicht besitzt und, was noch erstaunlicher ist, Geld, das es bisher gar nicht gegeben hat! Sie hat Geld aus dem Nichts erschaffen.

Der Abschnitt „Geldvermehrung durch Giralgeld“ stammt aus dem Buch Leben im Geldüberfluss, Rob Kenius, 2019.

Rob Kenius ist Diplomphysiker und freier Autor. Er betreibt die systemkritische Webseite kritlit.de

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Billion Photos / shutterstock

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11 Kommentare zu: “Raus aus dem absurden Finanzsystem!

  1. Die Finanzindustrie muss beschnitten werden und die gigantischen Vermögen aufgeteilt .
    Damit die Politik wieder atmen kann und zumindest ansatzweise eigenständige Politik machen kann –
    wir uns also einer Gesellschaftsform annähern, in der der Begriff Demokratie nicht Farce ist.

    Unter gegebenen Machtverhältnissen ist eine Digitalwährung hoch gefährlich.
    Ich erwarte von einer Währung, dass sie Vorsorge ermöglicht, also auch Wertspeicher für geleistete Arbeit ist
    und zwar unabhängig von Banken oder Staat oder anderen Institutionen .

  2. Danke Rob Kenius
    für die Darstellung in einer klaren Sprache, bei der ich erstmals
    wirlich folgen konnte.
    Außer der Kritik am bestehenden Geldsystem habe ich mir selbst
    noch keine eigenen Gedanken zu einem alternativen und demokratischen
    gemacht. Zwar würden mir einige Voraussetzungen und Bedingungen
    einfallen, aber ein funktionierendes Ganzes auszudenken, darin habe ich
    mich noch nicht versucht.
    Dass eine Milliarde nicht zählbar ist, habe ich erstmals gehört und
    deshalb auch eine Rechnung aufmachen müssen. Danke auch dafür.
    Diese Sätze haben mir sehr gut gefallen:
    Alle Anstrengungen zum Geldverdienen durch Arbeit oder Verkauf von materiellen Gütern erscheinen auf einmal sinnlos, wenn auf der anderen Seite Banken, Staatsbanken und private Staatsbanken Geld einfach erzeugen können, indem sie Kredite vergeben.
    Besonders sinnlos ist die Aufnahme von Schulden im Namen des Staates, also der Allgemeinheit, weil Geld im Überfluss bereits vorhanden ist und durch die Aufnahme von Schulden der Allgemeinheit bei Banken durch deren Geldschöpfung auf der Seite der Geldbesitzer auch noch mehr wird.
    Das bestehende Finanzsystem ist für die einen ein Selbstbedienungsladen ohne Kasse und für die anderen eine Tretmühle ohne Entkommen.
    Definition Realwirtschaft (zu einem Kommentar):
    Unter dem Begriff Realwirtschaft versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Teil der Gesamtwirtschaft, der die Produktion, den Vertrieb und den Konsum von Gütern und Dienstleistungen umfasst. Dieser Teilbereich wird in den volkswirtschaftlichen Modellen als Gütermarkt gegenüber dem Geldmarkt bezeichnet. Wikipedia

  3. Das Bankensystem des Solidarismus gefällt mir besser.

    Lieber zusammen, als Masse, durch Kleinsparen viel Geld akkumulieren, welches eine solidarische Waren- und Dienstleistungswirtschaft, zum Selbstkostenpreis antreibt.

    Das Konzept Herrn Diesels ist, in meiner Wahrnehmung, die beste Idee, um das bestehende kriminelle Geldwertsystem abzulösen.

    Materie und Ressourcen sind im Universum recht rar und endlich. Die Geldmenge muss demzufolge begrenzt werden.

  4. Es gibt bislang kein schlechthin funktionierendes Geldsystem-Konzept, sondern allenfalls Teilkonzepte für alternatives Wirtschaften, die aber so in der Form vermutlich nicht eigenständig lauffähig sind.

    Würden wir das schlechthin funktionierende Wirtschaftssystem bereits kennen, dann würde uns die Entscheidung, das derzeitige System zu stoppen und zum offensichtlich funktionierenden System zu wechseln, dann auch nicht mehr sonderlich schwer fallen.

    Es könnte sein, dass wir einen großen Finanz-Crash bekommen, aber wir können dies nicht mit Sicherheit wissen. Weil es durchaus sein könnte, dass es den großen Crash in der Form gar nicht gibt, sollten wir viel mehr als bisher darüber nachdenken welche Möglichkeiten wir überhaupt haben.

    Um ein Wirtschaftssystem zu entwickeln, könnte eine Mindmap hilfreich sein. Es geht bei dieser Technik im Wesentlichen darum, dass man ein Themengebiet in irgendeiner Form visuell darstellt oder aufbereitet.
    Man könnte Baumdiagramme erstellen oder etwa Brainstorming machen.

    Wir sind es jedenfalls gewohnt, dass wir Geld als das Medium zum Bezahlen schlechthin betrachten. Wie aber die Mechanik des Geldes im Hintergrund funktioniert, das wissen die meisten vermutlich nicht. Würde man diese Mechanik verstehen, dann würde man das Wort "Geld" womöglich gar nicht mehr verwenden.

    Es gibt etwa einen Vorschlag von Dirk Ehnts "Die Modern Monetary Theory: Staatsschulden als Steuergutschriften".

    Sobald man es aber verstanden hat, dass Geld nicht so sehr einen etwaigen Tausch ermöglicht, sondern ein völlig fehlerhaftes Profitmittel ist, wird man dann vermutlich sogar gar nicht mehr an das Funktionieren der MMT oder des Green New Deals glauben.

    Dann ist mir folgender Makroskop-Beitrag aufgefallen, der möglicherweise Anregungen liefern könnte: "Unser Geldsystem – Das Ende von Bretton Woods"

    Ferner liefert Jörg Gastmann auf seiner Webseite einen Beitrag "Alternative Wirtschaftssysteme im Vergleich" mit einem Überblick darüber, welche Möglichkeiten es für alternative Wirtschaftssysteme gibt.

  5. THEMENÜBERGREIFENDE INFORMATION!
    KenFM, die Angststörung und wie weiter………?
    Was kann man tun? Das erste wäre nicht den Mut zu verlieren, nicht aufzugeben, sich nicht von Angst steuern und klein machen zu lassen oder in Depressionen zu verfallen, entsprechend auftretende Aggressionen dann gegen Menschen im eigenen Umfeld zu richten.
    Was kann man tun gegen das Ohnmachtsgefühl, die empfundene Hilflosigkeit, die aufsteigende Hoffnungslosigkeit, die würgende Panik?
    Unbesehen der aktuellen Situation(welche Ängste vorsätzlich aufbaut und triggert), sind dies Angststörungen und Reaktion auf Bedrohungen, das war auch vor der Corona – Manipulation, und dem inzwischen schon nicht mehr schleichenden Bestrebungen die Demokratie, oder repräsentative Scheindemokratie abzuschaffen, genauso. Die Ängste wurden vorsätzlich erweitert, es wurde zielstrebig noch „einer drauf gesetzt“ um die Zielsetzung, nämlich die Bevölkerung weich zu kochen, zu zermürben und so zur Aufgabe jeglichen Widerstandes zu bringen.
    Wir, wir die Masse der Bürger, die Bevölkerungen, sind für diese Leute im Hintergrund nichts anderes als Nutzvieh. Aus ihrer Sicht, dummes und manipulierbares angstdurchdrungenes Nutzvieh.
    Das kann man momentan am Modus Operandi, an den Bestrebungen und der Art wie sie angegangen werden ersehen. Problemlos. Doch weiter.
    Ein kleiner Text zu Angststörungen:
    Ängste werden mehr und mehr als Folge von kommunikativen Schwächen erkannt: Immer mehr Menschen meiden den Umgang mit Ihresgleichen. Marktbeobachter haben beispielsweise festgestellt, dass seit einigen Jahren von mehreren zur Verfügung stehenden Kommunikationstechniken immer häufiger jene ausgewählt werden, die mit möglichst wenig zwischenmenschlichen Kontakten verknüpft sind. So ersetzt beispielsweise die kurze Nachricht auf dem Anrufbeantworter die persönliche Unterhaltung am Telefon.
    Natürlich möchten Menschen die besonders ängstlich und schüchtern sind, diese Schwäche gerne vor ihren Mitmenschen verbergen. Doch Zittern, fleckige Hautrötungen im Gesicht, Angstschweiß und Herzklopfen sind verräterische Zeichen, die selbst bei guten Bekannten Spott provozieren. So kann sich rasch ein Teufelskreis ausbilden, die Ängste werden verstärkt.
    Sind diese deutlichen Zeichen einer Angstkrankheit stark ausgeprägt – und ziehen sie negative Folgen im sozialen Miteinander nach sich – so sprechen die Ärzte mittlerweile von einer "Sozialen Phobie". Dieses Krankheitsbild ist zunehmend von gesellschaftlicher Bedeutung, da immer mehr Menschen darunter leiden. Nach neuesten Studien liegt die Lebenszeit-Häufigkeit dieser Form der Angsterkrankung in der Gesamtbevölkerung bei etwa 10 %. Als akut behandlungsbedürftig gilt etwa 1 bis 3 % der Bevölkerung. Die Analyse der bekannten Fakten zeigt, dass die soziale Phobie beide Geschlechter, alle sozialen Schichten sowie Menschen unterschiedlichster Bildungsgrade gleichermaßen befällt.
    Typisch sind die unbegründeten, sich zwanghaft aufdrängenden Ängste. Diese führen dazu, dass die Betroffenen möglichst all jene Situationen meiden, die sie der Aufmerksamkeit anderer Menschen aussetzen oder durch die sie in Verlegenheit gebracht werden könnten.
    Beinahe zwangsläufig entwickelt sich hieraus eine soziale Isolation. Die Kranken meiden soziale Kontakte und sind in beruflichen aber auch allgemeinen Alltagssituationen beeinträchtigt. Ohne eine ärztliche Behandlung verursachen die Beschwerden eine regelrechte Abwärtsspirale aus unangemessener Angst, panischer Situationsvermeidung, schwindendem Selbstvertrauen, Depressionen, sozialer Isolation, beruflichen oder privaten Problemen und Misserfolgen. Alkoholismus oder Medikamentenmissbrauch stehen nicht selten am Ende eines Leidensweges, der gelegentlich durch einen Selbstmord endet.
    Die Mehrzahl dieser Menschen ist sich durchaus ihrer Ängste bewusst.
    Soweit zum Thema Zivilisationserkrankungen. Man muss kein Psychologe, gar Psychiater sein, um zu erkenn wie man aus dieser Erkrankungsspirale wieder hinaus findet.
    Es gibt nur einen Weg, man muss die Problematik realisieren/erkennen, sich eingestehen, folgend dann genau das Gegenteil dessen machen was einem die Angst aufnötigen will. Man muss sich der Angst stellen, durch sie „hindurchgehen“ und ihre Mechanismen dadurch außer Kontrolle setzen.
    Was es dazu benötigt ist Mut, Zivilcourage, „Rückrad“. Eigenschaften die vielen Menschen abhanden gekommen sind.
    Was hat das jetzt alles mit kenFM zu tun? Viele Menschen haben sich hier angemeldet um informiert zu werden, gegen den Frust und die Hoffnungslosigkeit zu kämpfen, das Gefühl nicht mehr alleine und hilflos ausgeliefert zu sein wird so erträglicher. Doch es ist eine Illusion die nicht lange Bestand hat. Wir alle kennen die User, welche sich lange Zeit positiv beteiligt haben, plötzlich umschwenken, in allem hier keinen Sinn mehr sehen, im schlimmsten Fall dann anfangen andere anzupöbeln bis sie ihren Account dann ruckartig löschen. Das sind Auswirkungen von Angst. Hoffnungslosigkeit, Zweifel und Aufgabe übernehmen hier die Handlungsregie. KenFM als kontrollierte Opposition, alles Fake usw., man ist mit seinem ausgewählten Stellvertreter Ken nicht mehr harmonisch. Und das obwohl man ja regelmäßig mit seinem Dauerauftrag „bezahlt“. Ken soll das machen, Ken soll es richten.
    Die wenigsten haben sich hier mir ihren Realdaten angemeldet, sind mit Nicks unterwegs, manche pflegen gar die Illusion mit Software/Servern wie „Tor“ vollkommen anonym zu sein.
    Man möchte dabei sein, man möchte profitieren, doch bitte anonym und unerkannt.
    Merkt ihr etwas? Und so wird sich überwiegend auch im Reallife bewegt. Geduckt, schweigend und bloß nicht auffallen. Rumgeschrien, erklärt, gefordert wird hier auf kenFM, aber bitte anonym. Schwerpunkt der Fokussierung Ken. Der soll es durchziehen, schließlich gibt es dafür den Dauerauftrag. Jeden Tag wird ängstlich die Seite aufgerufen, nachgesehen ob Ken etwas neues geschafft hat, aber bitte anonym. Man ist „Aktiver Zuschauer“, nicht zuschauender Aktivist.
    Dieses Verhaltensmuster ist Angstbegründet, hat sich bisher im Leben der letzten Jahre bewährt.
    Das wird es nicht mehr, dieses Angst – Verhaltenskonzept wird grade von den sogenannten Eliten angeschafft. Jetzt gibt es keine halben Sachen mehr, nur noch unterwürfige Unterwerfung oder aufrechtes gegenhalten. Mit „anonym“ und stellvertretenden Kämpfern wie Ken werden wir keine Chance mehr haben, dazu gibt es zu wenige Ken´s.
    Die einzige gangbare Alternative aus der sich anbahnenden Situation heraus zu kommen, nicht unterzugehen, ist persönliche Aktivität, diese kann niemals anonym stattfinden. Jeder muss die Angst überwinden, sich der Bedrohung stellen und kämpfen. Erst einmal für sich selbst, dadurch dann auch für die anderen Menschen. Das ist es was SIE uns abgewöhnen wollen. Darauf laufen IHRE ganzen derzeitigen Psychospielchen hinaus. Angst machen, klein machen, dominieren und beherrschen.
    Wir müssen Entscheidungen treffen, jeder einzelne hier. Wir müssen raus aus der Anonymität und der Isolation vor dem Bildschirm. Es ist durchaus möglich dass Seiten wie kenFM in Kürze nicht mehr zu erreichen sind, DIE basteln sich die Gesetze derzeit immer schneller um, wie sie benötigt werden.
    Rechtsstaatlichkeit hat für diese Leute keine Bedeutung. Wahrheit ist für sie eine Bedrohung, aus diesen Gründen wurde die Presse korrumpiert und aufgekauft.
    Ich habe lange darüber nachgedacht was hier tatsächlich Sachstand ist, das Ergebnis meiner Gedanken lässt sich einfach formulieren, unsere Zivilisation leidet an:
    PARANOID – SCHIZOPHRENEM GESELLSCHFTSHOSPITALISMUS
    Denkt einmal genau über diese Wörter und ihre jeweilige Bedeutung nach.
    Es haben sich nun einige User unseres Boards zusammengefunden um persönlichen Kontakt auf – u. auszubauen. Zum einen um Kontakt zu halten, zum anderen auch um über Lösungen und Wege/Konzepte aus der Krise nachzudenken. Natürlich nur wer möchte.
    Nicht anonym, nicht mit einem Nick, nicht in der Isolation hinter einem Bildschirm.
    Von Angesicht zu Angesicht im richtigen Leben. Echte Namen, echte Adressen, echte Telefonnummern und echte Menschen auf echten Zusammentreffen.
    Nur so kann man die Angst überwinden und kämpfen, das ist eine Befreiung von Zwängen die uns auferlegt werden sollen und wurden. Angst hilft NICHT – definitiv.
    Momentan scheint es eine gute Idee erst einmal deutschlandweit Kontakte in den einzelnen Bundesländern herzustellen. Wir haben bisher Bayern, Baden Württemberg und Sachsen.
    Es wurde schon untereinander telefoniert, Meinungen und Ansichten getauscht, persönliche Treffen sind in Vorbereitung. DAS ist wirkliches Leben, es fühlt sich phantastisch an, nicht zu vergleichen mit dem passiven lesen hier, sich dann immer noch einsam und ohnmächtig zu fühlen.
    Echte Kontakte geben Energie, Motivation, Zielsetzung und Kraft.
    Probiert es aus, abspringen könnt ihr jederzeit. Oder macht weiter wie bisher.
    Wer Interesse hat sich zu beteiligen, mit den Problemen ins echte Leben überzugehen und sie zu bekämpfen, der kann sich jetzt gerne anschließen.
    Hier soll keine Partei oder Organisation gegründet werden, nur ein lockerer Kontakt von interessierten KenFM – Mitgliedern. Persönlicher Kontakt, DAS ist es was den Unterschied macht, probiert es mal, überwindet eure Ängste.
    Wer möchte, ein einfaches JA genügt, ich werde dann den Kontakt herstellen.
    Gruß
    Frank Rudolf

  6. der Vorschlag einer digitalen Parallelwährung ist gut. Problem ist m.E., dass der Staat oder die Gemeinden diese ausreichen müssten. Das tun sie aber nicht.
    So sind alle privaten Geldinitiativen mit ihren lokalen Komplementärwährungen an den Euro gebunden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Regionalgelder#Bestehende_Initiativen_mit_Umlaufsicherung

    Wie wäre es mit der Verrechnungseinheit in Kilowatt. Strom kann jeder selbst erzeugen, sie ist bei jedem gern gesehen und ist weltweit zu handeln. Zudem wird die Währung KW verbraucht und horten macht keinen Sinn.

    Auf Karte lässt sich das KW-Guthaben speichern und handeln. Die Karte steckt man in den entsprechenden Stromzähler. Mit einer PV-Anlage wird Guthaben aufgeladen.
    So hatten wir uns das 2012 gedacht.
    https://de.cleanpng.com/png-unkqth/

  7. Egal, wie man es anstellt, das wäre meine Vorstellung, was ein System leisten muss.
    wilhelm-der-zweite.de/kaiser/grossersprungnachvorn.php

    "Einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung leistete das Bankensystem. Zu der Vielzahl kleiner und kleinster Privatbanken kamen seit Beginn der [18]70er Aktienbanken, die sich zu Großbanken entwickelten. Sie versorgten in dem kapitalarmen Deutschland die Industrie mit den nötigen Krediten. […] So schrumpfte der Abstand zur ersten Wirtschafts- und Handelsmacht England rapide. Bis 1914 hatte Deutschland den britischen Konkurrenten fast eingeholt und in zukunftsträchtigen Industrien weit hinter sich gelassen.“"

    "Die durchschnittliche deutsche Arbeitslosenquote zwischen 1871 und 1914 betrug lediglich 1-2% (zum Vgl.: Großbritannien: 5-10%, Frankreich: 6-10%). Das durchschnittliche Wachstum der Wirtschaft zwischen 1896 und 1913 lag bei 3,4% jährlich.
    Die Preise verhielten sich, bedingt durch den Goldstandard (offiziell seit 1.6.1909, in praxi schon seit 1875/76) und die geringe Staatsverschuldung, stabil, was sich auch anhand der Preissteigerungsrate ablesen läßt: Die jährliche Inflation zwischen 1871 und 1914 betrug gerade einmal 0,48%.
    Die Preise verhielten sich, bedingt durch den Goldstandard (offiziell seit 1.6.1909, in praxi schon seit 1875/76) und die geringe Staatsverschuldung, stabil, was sich auch anhand der Preissteigerungsrate ablesen läßt: Die jährliche Inflation zwischen 1871 und 1914 betrug gerade einmal 0,48%."

    "ie Steuerlast pro Kopf war auch im Vergleich zu der Großbritanniens oder Frankreichs niedrig; der Staat hielt sich mit Eingriffen in die Wirtschaft eher zurück, so betrug die Staatsquote im Kaiserreich lediglich 14% (heute 45%).
    Die Quote der Selbständigen war enorm hoch, die Unternehmen verfügten im Durchschnitt betrachtet über eine gute Eigenkapitaldecke. "

  8. Entschuldigung, lieber Rob Kenius, aber mir scheinen in dem Artikel so gut und wertvoll er ist, zwei systemische Denkfehler und Fehlschlüsse zu liegen.

    Den ersten können Sie selbst aus Ihrer Herleitung wegkürzen:
    Das demokratische Geldsystem kann und muss mit der Unendlichkeit der Geldmenge rechnen. Die Ressourcen der Realwirtschaft sind nicht endlich. (Das sieht man allein an der Finanzwirtschaft, die eine Realwirtschaft ist, weil sie existiert und mit potenziell unendlicher Menge gerade zu spielen scheint.)
    Warum soll, was einigen Privaten, und Realen.., möglich ist (die potenzielle Unendlichkeit) für alle verwehrt sein?
    (Über die Regulativität des allgemeinen Geldeigentümers müsste man sich dann natürlich besondere Gedanken machen, aber es gibt Beispiele aus der jüngsten Geschichte, wo es gut zu klappen gescheint hat..)
    Das demokratische Geldwesen ist also geradezu als allgemeines prädestiniert ein unendliches zu sein. Das ist sein gebürtliches Stammrecht soz. Also das der Allgemeinheit..)

    Die zweite, die girale Kredit- und Kredibilitätsgeldschöpfungsgeschichte scheint mir auch leicht in ihrem Wesen aufklärbar zu sein. Man muss sich nur vorstellen, dass ein Unbill, z.B. eine verheerende Seuche auftaucht und rein hypothetisch alles außer das reine Bankhaus dahinrafft und weil ein Unglück selten allein daher kommt, ein verheerendes Erdbeben noch dazu alle Hypotheken und das ehrenwerte Bankgebäude mit platt macht. Wie steht die Bank da?

    Sie kann jetzt nur noch hoffen, glauben, ein Credo also haben, dass der allmächtige Gott so gütig ist und das Vernichtete wieder auferstehen lässt. Schon kann der Kreislauf auf gutem Glauben wieder losgehen, nachdem die Bank eine genügend große Glaubhaftigkeits-Hypothek beim selben Herren hinterlegt hat.

    Ich wette aber dieses Mal: Sie bekommt nix. Oder halt so viel, dass sie unter Hartz Niveau schauen und krebsen muss..
    Während die andere Seite sich in ihrem unendlichen demokratischen Geldsystem fröhlich, und hoffentlich nicht dem selben Trunkenheitsfehler verfallend, ergeht.

    Bestens

    • Wie groß ist das Universum? Unendlich? Eine einfache Frage. eine einfache Antwort. Aber kein Mensch versteht um was es bei dieser Frage und Antwort wirklich geht. Niemand versteht das Universum. Niemand kann sagen wie viele Universen es gibt.
      Allenfalls gibt es sehr komplexe Theorien mit denen nach Erklärungen gesucht wird.

      Und das wollen Sie aufs Geldsystem übertragen, das für jeden Menschen leicht verständlich sein soll?

      Was ist Geld, ein Tauschmittel für Güter, es soll den Wert erhalten (keine Inflation und keine Deflation). Und es sollte überall ohne Gebühren umtauschbar sein. Das steht der Unendlichkeit entgegen und ist direkt mit Ressourcen der Erde verknüpft.

      Die Menschen verbinden Geld mit diesen Eigenschaften, wenn das Geldsystem unendlich ist dann können sich die Menschen unendlich viel kaufen, das ist die einzige Schlussfolgerung daraus und dann sind wir bei genau den gleichen Problemen die wir eh schon haben. Wie lange muss man eigentlich studieren um auf so eine Idee zu kommen, da fehlt nur noch dass Sie mit irgend welchen String Theorien uns erklären warum das Geldsystem nur so funktionieren kann.

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