Rebellunion #23 – Politik der Angst

Die Bundesregierung hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, Notreserven von Essen und Wasser anzulegen. Ist es wirklich wieder so weit? Sind wir am Rande größerer Katastrophen? Was kann der Hintergrund sein? Drohen größere kriegerische Auseinandersetzungen? Wenn ja, dann hat die Regierung wirklich ganze Arbeit geleistet, die außenpolitische Bedrohung Deutschlands soweit zu treiben.

Als Exportnation und europäisches Mittelland war die Bundesrepublik eigentlich in bester Position, eine moderate und sichere Stellung in der Weltpolitik einzunehmen. Oder ist der Hintergrund ein anderer? Es scheint, als ob auch bewusst mit der Angst der Bevölkerung Politik gemacht wird. Wenn das Angebot der Regierenden an die Regierten nicht mehr gut genug ist, scheint Angst der beste Stoff zu sein, um die Menschen passiv zu halten.

14 Kommentare zu: “Rebellunion #23 – Politik der Angst

  1. Das wahrscheinlichste Katastrophenszenario ist ein Blackout.
    Denn der kann in der Tat jederzeit überall eintreten und das ohne jegliche Vorwarnzeit.
    Wie schlecht es um die Sicherheit der Stromversorgung steht kann man unschwer nachvollziehen, dazu gibt es genügend fachlich kompetente Aussagen und Prognosen – oder man stellt sich einfach mal einen erfolgreichen ‚Hackerangriff‘ vor, um uns zu disziplinieren.
    Wenn man sich die Hysterie bei einem KonsumÜBERangebot (‚black friday‘ u.ä.) ansieht, dann sollte klar sein, was abgeht bei einem KonsumUNTERangebot, welches bei einem Blackout schlagartig einträte, da überwiegend nur noch just-in-time geordert wird.
    Allein dieses sehr wahrscheinliche Szenario (man braucht dazu weder Hochwasserkatastrophen noch Atomkriege bemühen), reicht, um eine Vorratshaltung sinnvoll für gerechtfertigt zu halten.

  2. Hallo Aktivisten!

    Folgende Link‘s enthalten verschiedene Drucksachen für die Aktion „ES REICHT“, am 1.10.2016. Ihr könnt euch das „komplett Paket“ runter laden oder den jeweiligen Unterordner. Die Dateien kommen als zip auf Euren Rechner und müssen „extrahiert/entpackt“ werden. Ihr könnt diesen Text auch kopieren (inkl. Links) und bei Facebook veröffentlichen.

    Enthalten sind:
    – das komplett Paket (68,6 MB), bestehend aus:

    – Lies mich (pdf)
    – Handzettel zum selbst ausschneiden. 5 verschiedene – auf einem A4 Blatt
    verteilt. 1x A4 Gelb, 1x A4 Transparent.
    – Plakate der Größen: DIN A1, A2, A3 und A4.
    – des weiteren sind Titelbilder enthalten (Header), die passend für Facebook und
    KenFM sind.
    (14 Stück für das KenFM Format und 9 Stück für das Facebook Format.)

    Ladet einen, für euch passendes, Titelbild in euren Account, so weiß jeder, der über euer Profil stolpert, das wir am 1.10.2016 ordentlich Krach vor dem Kanzleramt machen.

    Bei KenFM
    geht ihr auf euer Profil und klickt auf die Reiter:
    – Profil – Titelbild ändern – Datei auswählen.
    Dann wählt ihr das Titelbild, welches euch gefällt, an und schon wird es hoch geladen.

    Bei Facebook
    klickt (rechts klick) man direkt ins Titelbild und wählt die Option „neues Titelbild“, danach wie oben beschrieben. Das ist aber eigentlich selbst klärend.

    Direkt Download Links:

    Komplett Paket (Frieden.zip):
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AAAh4JjJ651ulbL9pPTq-5Jya?dl=1

    Lies mich (pdf) (zip):
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AACFbipkwR1ZphxhQTlkUyTwa/Lies%20mich!.pdf?dl=1

    Titelbilder (Header) KenFM & Facebook (FB) (zip):
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AAARDqwa-dl3KpIhKejnDP6ha/Titelbilder_FB_KenFM?dl=1

    Handzettel (zip):
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AAD_I7ZiRZy8vs3QTB8OSfD3a/Handzettel?dl=1

    Plakate (jeweils 5 Stk.) (zip):
    A1 (59,40 x 84,10 cm – 300 dpi – png)
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AACGoTZOho5RNIGlPQdMXDlsa/Plakate_verschiedene_Groessen/A1?dl=1

    A2 (42,00 x 59,40 cm – 300 dpi – png)
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AACmZUai1YulMG3p85mILiQJa/Plakate_verschiedene_Groessen/A2?dl=1

    A3 (29,70 x 42,00 cm – 300 dpi – png)
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AAD5mncUwxgnpDNVnfD1d-Csa/Plakate_verschiedene_Groessen/A3?dl=1

    A4 (21,00 x 29,70 cm – 300 dpi – png)
    https://www.dropbox.com/sh/iem70878ptoa2dx/AAA7PDf2Vcc8k4i2Pnxvn6Cva/Plakate_verschiedene_Groessen/A4?dl=1

    Um Druckerfarbe zu sparen, bzw. farbiges Papier (selbst gekauft oder schon vorhanden im Copy Center) benutzen zu können, gibt’s von allen Drucksachen transparente Ausführungen.
    Es gibt auch Web Seiten, bei denen man Drucksachen in Auftrag geben kann. Weil ich keine Schleichwerbung betreiben darf, kann und will, überlasse ich euch das Googeln.
    Einfach mal „Plakate drucken“ bei Google eingeben, da wird man dann schon recht schnell fündig.
    So weit mir bekannt ist, kann man so was alles im Copy Center erledigen und muss nicht mehr zwangsläufig in die Druckerei. Vielleicht schließen sich ja auch welche zu Aktionsgruppen, aus 3-4 Leute, zusammen (ist billiger und macht mehr Spaß).

    *TIPP*
    Am besten machen sich:
    ein kleines Eimerchen, welches man als „Umhängetasche“ trägt und welcher mit Tapetenkleister gefüllt ist und ein breiter Kleisterpinsel.
    Einer schmiert die Wand ein, der Zweite klatscht das Plakat drauf, dann wieder kurz drüber mit dem Pinsel …weiter latschen. Und niemand hat`s gesehen 😀
    Der Dritte steht schmiere, pfeift Lieder und freut sich.
    …Aber nicht mit dem Kleister stolpern, sonst klebt man für immer im Dreck fest und muss verhungern.

    Man kann sich ja Etappen setzen, jeden (oder jeden zweiten) Tag 4 Plakate kleben, wies halt passt.

    Einzelne Grafiken könnt ihr auch via Telefon (z.B. über WhatsApp) verschicken.
    Verbreitet auch die Download Links, damit so viel wie möglich mit machen können 🙂

    Wir sehen uns am 1 Oktober, 11:30 vor dem Kanzleramt!

    Vielen Dank für euren Fleiß!

  3. Angstmache oder wirklich das Insiderwissen um Dinge, die dem Normalbürger bisher, bie allen Auseinandersetzungen und bei allem Chaos in der Welt, verborgen geblieben sind.
    Die Zeitung unserer Region hat zusätzlich auch über die verschiednen Heultöne der Alarmsirenen informiert und gleichzeitig auch mitgeteilt, dass es inzwischen für den Fall der Fälle keine Schutzräume für die Bevölkerung mehr gebe.
    Was mir bei alledem noch gefehlt hat, war die Aufklärung über die neuen Lebensmittelkarten und wo und wieviel man wann davon erhalten kann.
    Auch vermisst habe ich den Hinweis auf die flächendeckende Versorgung mit Jodtabletten die ja im Falle eines Atomschlages oder nach einer Explosion eines Atomkraftwerkes zur Linderung gegen die sich ausbreitende Radioaktivität eingenommen werden sollen.
    Wenn diese Informationen in den nächsten Tagen noch kommen, dann sind wir rundum für alle Widrigkeiten der Zukunft bestens gewappnet und gerüstet.

  4. Zivilverteidigung zum Frühstück, Beruhigungspille zum Tee.

    Argumentiert wurde in den Medien ja hauptsächlich, dass man sich Vorräte anschaffen solle, weil man so auf der sicheren Seite steht, falls Naturkatastrophen eintreten sollten. Des weiteren wurde betont, dass man schon in den Sechzigern und Neunzigern ein solches Zivilverteidigungskonzept vorstellte. Und der Name sagt es ja schon, es geht nicht um Katastrophenschutz, sondern um die Zivilverteidigung. Vor einigen Wochen wurden „Prepper“ noch ausgelacht, heute rät die „Bundesregierung“ selbst zu solchen „Vorsichtsmaßnahmen“.

    Also das in den 60ern andere Zustände herrschten, muss wohl nicht erläutert werden. Zwei Systeme standen sich, bis auf die Zähne mit H-Bomben bewaffnet, gegenüber. In den Mitte 90er, die Euphorie der Wiedervereinigung wich, der Frust nahm zu. In manchen Städten Ostdeutschlands herrschten Bürgerkriegsähnliche Zustände, Firmen Pleiten waren an der Tagesordnung und der Verfall einer Gesellschaft nahm ihren Lauf. Hartz IV war ja vor allem die Antwort, auf die Prekären Zustände der 90er. Je nach dem auf welcher Seite des Glückes man stand, so rosig waren die 90er für die meisten nicht. SED und Stasi Seilschaften profitierten und kamen wieder in gute Positionen, *die FDJ Funktionärin für Agitation (aufstacheln) und Propaganda und spätere Bundeskanzlerin Angela Merkel, ist dafür ein gutes Beispiel.
    Anderen, die weniger Glück bzw., weniger Beziehungen hatten, blieb nur der Griff zur Flasche, Selbstmord war ein anderes Mittel. Das sich einige Leute in solch „wilden Zeiten“ Gedanken um die Zivilverteidigung machten, wundert mich da wirklich nicht.

    Nahrungsmittel für den Fall von Naturkatastrophen zu bunkern, halte ich für absurd. Wir hatten in den vergangenen 20 Jahren so viele Hochwasser mit erheblichen Schäden, was hätte da ein gut gefüllter Keller genutzt, wenn gleich das ganze Haus von den Fluten weg gerissen wird? Die Infrastruktur des gesamten Landes brach auch nicht zusammen, und es gab keinen Grund Orte zu schaffen, wo sich die Regierung hätte verschanzen müssen. …Schon gar nicht im Falle eines Unwetters. Man will einen Bevölkerungsteil dazu animieren den Keller zu füllen, und das wird sicher Gründe haben. Bevölkerungsteil deshalb, weil ein Hartz IV Empfänger gar keine Rücklagen bilden kann, um Nahrungsvorräte anzulegen.
    Weil man aber keine Panik erzeugen will, liefert man die Beruhigungspille gleich mit dazu.
    In den nächsten Tagen wird man sicherlich öfter zu hören und sehen bekommen, dass die Amerikaner Hamsterkäufe, wegen der Stürme angeschafft haben, und dass das dort ganz normal sei. Ist es auch, in Amerika, wo solche extremen Wetterbedingungen herrschen. Aber doch nicht bei uns.

    Mir fiel in den letzten Tagen auf, dass man, ganz zaghaft, über die italienischen Banken und deren faule Kredite, auf denen sie hocken, berichtet wurde. Also wenn das Ding platzt, und das wird es, …dann kommt es wohl zum Domino Effekt. Spanien, Portugal…, da kommt sicherlich einiges auf uns zu. Und es gibt da den Einen oder Anderen Experten, der da sagt: „da war Griechenland ein Kindergeburtstag gegen, wenn das da erst einmal Fahrt aufgenommen hat“.
    Ich habs schon öfter geschrieben, sie schaffen das momentane „kleine“ Chaos nur, weil der ganz fetten Braten schon fast gar ist. Aber vorher soll das Stimmvieh doch bitte nach einem starken Staat rufen, damit die Bonzen und Industriefaschisten ganz viel Militär um sich versammeln können und jeden Aufständischen als Terroristen abstempeln können.

    *http://www.n-tv.de/politik/Nichts-verheimlicht-nicht-alles-erzaehlt-article10631536.html

    Ich hoffe wir sehen uns am 1.10.2016 vor dem Kanzleramt. Wenn alle gegen 11:30 Uhr da wären, verpassen wir Ken um 5 vor 12 nicht 😉

    Bis dann

  5. Die Bürger müssen annehmen, das die Regierung Gefahren aufkommen sieht, über die sie konkret aber noch nichts sagen kann. Klar, für Gewöhnlich haben Regierende einen Wissensvorsprung. Nicht zuletzt wegen den Geheimdiensten. Und da wir in gefährlichen Zeiten leben, kommt das Anraten der Regierung für privaten Krisenvorsorge auch nicht grade unerwartet. Dazu: Regierungen vermeiden ja eher die Bürger zu beunruhigen, aber wenn sie es dann doch tut, steht es mglw. Kurz vor Knapp. Oha! Also holen die Leute ihr Geld von der Bank und kaufen Vorsorgeartikel. Alles was so auf den Checklisten so steht. Minuszinsen drohen sowieso. Aber was macht die Regierung? Richtig, sie mobilisiert die Schutz- und Verteidigungsmechanismen. Im Inland. Das ist ja das Mindeste, was man als Bürger von einer Regierung erwarten kann. Und tut die Regierung endlich mal das zu Erwartende, dann ziehen Bürger und Regierung ja auch wieder an einem Strang. Traute Einigkeit. Noch vor den Wahlen. Wie süß! So die Gedanken, die möglicherweise dahinter stecken. Regierungen haben ja nicht umsonst teure Berater. Und wenn doch was passiert: sie hatten ja zur Selbstvorsorge aufgerufen….
    Und jetzt? Wer nicht an Krieg, große Terroranschläge, Flüchtlingsschwemmen oder Naturkatastrophen glaubt kann sich alternativ fragen, wieso eine Zinspolitik gefahren wird, die letzendlich dem Bürger nahelegt, sein Geld von der Bank zu holen und zu investieren? Bisher waren die Banken doch eher bestrebt, tunlichst alles Geld zu scheffeln? Dass das Banken und Geldsystem in einer weltweiten Krise steckt, unrettbar (!), sollte mittlerweile jeder wissen. Was wäre klüger? Einen unausweichlichen Crash mit allen Mitteln aufhalten zu versuchen, oder einen geordneten Banksystem- und Währungsreset zu fahren? Sollte das Volksvermögen sich da noch auf den Banken befinden? Besser nicht! Sollte doch lieber alles so bleiben wie bisher? Besser nicht!
    Wie auch immer: Angst muss man nur vor jene haben, die eben gar nicht vorsorgen. Und dies trotz der heutigen Zeit (!)

  6. Es kann kein Fehler sein, einen Notfallplan zu erstellen. Man sollte sich immer die Frage stellen: Was wäre wenn? Wir machen das schon viele Jahre so.Zu Angst und Hamsterkäufen lass ich mich deswegen nicht animieren.Jeder kann sich für 2 Monate einen Vorrat an Lebensmittel, Medikamente, Wasser usw anlegen.Nur eine Frage der Organisation, mehr nicht. Und wenn nichts passiert, um so besser. Die Vorräte werden systematisch aufgebraucht und wieder aufgefüllt. Körperliche Fitness, sowie ein solides Grundwissen für Erste Hilfe, ist unbedingt erforderlich,würde ich meinen. Und Zeit, um für Frieden zu demonstrieren, bleibt da sicherlich noch genügend.

  7. Ich bemühe mich die Erklärungen des Kommentators so zu interpretieren wie ich sie verstanden habe. Das er eine Realität von sich weist ist nicht wirklich nachzuvollziehen. Das die Regierung der BRD eine obrigkeitshörige ist haben wir seit Bekanntmachungen der „Whistleblower“ feststellen müssen. Die Zusammenführung „BRD und DDR“ hat schon seine Missbildungen kenntlich gemacht dahingehend das, vor laufenden Kameras, eine Osterweiterung der NATO nicht stattfinden sollte. Realität ist der Westen steht vor dem Hoheitsgebiet Russlands mit dem Anspruch hier verteidigen zu müssen. Wir verteidigen ja auch die BRD schon am Hindukusch. Uns wird jeden Tag gebetsmühlenartig wiederholend klargemacht das Russland, hier vornehmlich in der Person von Putin, uns überfallen will. Die Vertreibung der Völker aus dem „Nahen Osten“ und „Afrika“ sollen die Europäer, hier wieder vornehmlich die BRD, auffangen um kenntlich zu machen das der Imperialismus der USA, als Initiator und Führer der NATO, auch von uns Deutschen mitgetragen werden muss, damit die Eroberungskriege der USA unter dem Deckmantel „Wir bringen die Demokratie“ mit all ihren Verwüstungen einen humaneren Eindruck hinterlassen. Hier geht es ganz einfach um Machtverhalten eines kriegswütigen Landes um seinen Wirtschaftsraum zu vergrößern und nebenbei noch die Bodenschätze der überfallenen Landes zu plündern. Da wir, das deutsche Volk, seit 70 Jahren davon abgehalten wurden, eine klare Sicht auf das Weltgeschehen zu behalten und uns eine heile Welt mit immensen Vorteilen vorgegaukelt wurde und wir das tatsächliche Geschehen nur durch die Medien kenntlich gemacht wurde ist es nachzuvollziehen das die momentane Lage dazu genutzt wird uns Angst zu machen. Ob wir, das Deutsche Volk und die deutsche Bevölkerung auf die Straße geht oder nicht wird die kriegstreibenden Nationen, oder die machthungrigen Finanzmenschen, nicht davon abhalten ihren Tribut einzufordern. Im neuzeitlichen Europa gilt der christliche Gedanke. Hier soll das Gesetz des Landes nicht durch Machenschaften einer Religion geführt sein. Schon die Eingliederung der Menschen mit türkischer Abstammung hat, bis heute, seine Bestimmung in der Gänze verfehlt. Angesprochen ist hier die soziale Absicherung der BRD Regierung. Sprachlich und der Intellekt der Menschen führt auch zu Spannungen in der deutschen Bevölkerung. Diese wenigen Punkte sind, nachvollziehbar, der Ursprung der Angsttheorie.

  8. Ich empfehle dringend einen Blick ins Konzept!

    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2016/konzeption-zivile-verteidigung.pdf?__blob=publicationFile

    Es hat noch niemandem geschadet, eigenverantwortlich (und genau darauf zielt die Empfehlung des Bundes) Vorsorge vor möglichen Schadensereignissen zu treffen. Dazu zählt das Trinkwasser genau so, wie eine Auffrischung des Erste-Hilfe-Lehrganges oder das Bedienen eines Feuerlöschers, statt des Handys um gaffend Videos für soziale Netzwerke zu drehen.

    • Richtig, aber hat das Innenministerium keine fähigen Leute mehr? Hysterie verbreiten und den Handel subventionieren ist nicht gerade das, was ich von einem Ministerium erwarte. Ich gebe Ihnen recht, doch das erklärt nicht das Verhalten de Maizières. In den nächsten Monaten wird es in deutschen Haushalten jeden Tag Konserven zu Mittag geben, man weiß ja nicht mehr wo man sie lagern soll.

    • Nun, wer sich tatsächlich die Mühe machen sollte, das Konzept mal durchzulesen wird darin durchaus schlüssige Begründungen finden, weshalb das bestehende Konzept nach gut 20 Jahren überprüft und überarbeitet wurde. Zum einen wird der veränderten gesellschaftlichen Struktur versucht, Rechnung zu tragen, zum anderen haben sich die Umstände verändert. Ein Zivilschutzkonzept ist immer auch ein Teilkonzept für einen Verteidigungs- oder Bündnisfall und das klammere ich hier bewußt aus. Jede Regierung die soetwas vernachlässigt (den Schutz der Zivilbevölkerung), ist den Namen nicht wert und so gesehen gehören derartige Konzepte auf den Prüfstand von Zeit zu Zeit.

      Völlig unabhängig davon, welches Szenario nun eintrifft oder hoffentlich nicht, sind wir als Spezies doch sehr abhängig von den Naturgewalten und diesen trotz GoreTex ausgeliefert, und zwar im Grund schutzlos. Man kann ein paar grundlegende Vorsorgemaßnahmen für sich persönlich treffen und dann ist es schlussendlich egal, ob es sich um einen Unfall mit katastrophalen Folgen für einen Teil der Zivilbevölkerung handelt oder um eine militärische Auseinandersetzung, einen Bürgerkrieg oder um ein Erdbeben. Niemand kann per Fingerschnipp nach einem Hochwasser bei dem Teile der Infrastruktur grundlegend zerstört wurden per Fingerschnipp just in time für Hilfe sorgen, derartige Maßnahmen müssen anlaufen und brauchen ihre Zeit – darum geht es.

      Fragen Sie die Leute aus den Hochwassergebieten, welchen Stellenwert sie dem Zivilschutz beimessen, fragen Sie die Leuten neben unseren sicheren Atommeilern, was ihnen im Rahmen von Fukushima durch den Kopf gegangen ist!

      Von daher halte ich den Hype der durch Herrn Shahyar heraufbeschworen werden soll, leider wieder lediglich um sehr einseitige Stimmungsmache. Unsere Gesellschaft, vor allem in den Städten, ist derart entkoppelt von Natur, dass jeder stärkere Regenguss schon als katastrophales Unwetter wahrgenommen wird – man stelle sich vor, es fängt tatsächlich mal an zu regnen! Das in einem Zivilschutzkonzept auch tagein, tagaus heruntergebetete Bedrohungsszenarien Einfluss finden, ist im Gesamtkonzept nur eine logische Schlussfolgerung und es wäre sträflichst, solche inkonsequenterweise nicht darin einzubauen. Es liegt an uns, an Ihnen, an mir, an unseren Nachbarn derartige Szenarien nicht eintreten zu lassen!

    • Danke. Gute Argumentation. Aber angenommen es gäbe einen Ernstfall, dann sollten wir und doch nichts vormachen. Hochwasser hat zwar Regionen, aber nicht ganze Bundesländer oder die Republik lahmgelegt. Sollte dies der Fall sein, dann werden Bundeswehrsoldaten und Freiwillige wie Nahrungsmittelvorräte das Problem doch nicht lösen? Viel wichtiger als ein Depot werden dann wohl Survival-Fähigkeiten sein, d.h. es muss in jedem Dorf und in jedem Stadtbezirk eine gewisse Anzahl an Menschen geben, die solche Fähigkeiten beherrschen und andere anlernen können. Das passt doch nicht zusammen. Entweder sind nur Regionen betroffen, dann braucht es nicht flächendeckend private Nahrungsmittelspeicher, oder es ist eine sehr schwere Katastrophe, dann wird man mit Zweiwochenvorrat nicht auskommen, bis wirklich Hilfe eingetreten ist. Deswegen meine Kritik.

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