Rebellunion #26 – Niedergang des amerikanischen Imperiums

In den letzten Jahrzehnten erleben wir den schleichenden Niedergang des US-amerikanischen Imperiums. Die globale militärische Übermacht der USA ist nicht mehr von einer ausreichenden wirtschaftlichen Potenz gedeckt.

Dramatisch ist der Akzeptanz- und Popularitätsverlust des amerikanischen Modells im Innern und in der Welt. Unter der Bush-Administration setzten die Neocons nach 9/11 direkt auf die übrig gebliebene militärische Übermacht und die offene Besetzung von fremden Ländern. Dies kostete weiteren und massiven Verlust von Akzeptanz.

Obama war ein Versuch der Wiedergewinnung der imperialen Akzeptanz: Nach innen wurde die Unzufriedenheit in das System eingesogen und nach außen die Kriegspolitik so umgeformt, dass es weniger auffiel und weniger Protest erzeugte. Unter Trump erwartet uns nun eine dramatische Verschärfung der Akzeptanzkrise des amerikanischen Imperiums, nach innen und nach außen.

Ein niedergehendes Imperium ist ein gefährliches Gebilde. Statt in dessen Fahrwasser weiter auf Militarismus zu setzten, wie es die Bundesregierung mit der Erhöhung des Wehretats um 5 Mrd. Euro vorhat, muss Europa sich endlich emanzipieren und eine neue friedliche Sicherheitsarchitektur mit den Nachbarn im Osten, im Mittleren Osten und in Nordafrika eingehen.

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25 Kommentare zu: “Rebellunion #26 – Niedergang des amerikanischen Imperiums

  1. Hallo Werte Forumsgemeinschaft!

    „Verfolge“ Ken’s‘ Arbeit nun schon einige Jahre und schätze diese sehr. Er ist ein brillianter Motivator und sein Energiefluss gepaart mit Willenskraft ist bewundernswert. Vielen Herzlichen dank an Ken und an sein gesamtes Team, für diese wertvolle Arbeit! Danken möchte ich auch all den hier Schreibenden, für die vielen inspirierenden Texte und Gedanken!

    Da ich hier ja schon recht lange mitlese und immer wieder sehe, wie sehr sich die meisten hier, um Lösungsmöglichkeiten, für die vielfältigen Probleme unserer Zeit bemühen und scheinbar doch nicht von der Stelle kommen, trotz der vielen gut gemeinten Ansätze und Vorschläge, was nicht alles zu verbessern oder zu tun wäre. Ohne jetzt überheblich sein zu wollen, viele haben schon erkannt, worin der möglichst zielführendste Lösungsweg, für all die scheinbar unlösbaren Probleme besteht.

    nuevo1, Sie sind einer davon! Zitat: …„Leider hat der Autor dieses Texts vom heutigen Leid aus Fremdbestimmung nicht viel verstanden. Er appelliert immernoch in der Manier autoritärer Bolschewiken an den „ordnenden Staat“, owbohl er bereits vorher aufgezeitg hat, dass Obrigkeiten das Leben der Menschen nicht ordnen, sondern zerstören. „…
    Sehr trefflich formuliert! Dazu ein passender Spruch: „Das politische System hat keine Fehler – sondern ist der Fehler!“… Darin liegt wohl unser Grundproblem, der unerschütterliche Glaube an eine Autorität und darin liegt wohl auch die Lösung verborgen, diesen Glauben abzulegen.

    Weiteres nuevo1 Zitat; …“ Auch muss sich nicht Europa emanzipieren, sondern der Mensch. Menschen müssen sich von staatlicher Bevormundung und politischer Religion emanzipieren, wie der Autor des Texts, der immernoch dem Märchen aufgesessen ist, er und seine Politikerfreunde könnten unsere Geschicke lenken.“…
    Bingo!!! Das ist der wahre Grund warum wir da sind, wo wir sind. Es ist dieser unbändige Glaube an die Staats-Regierungs und Autoritätsreligion. Die meisten glauben immer noch an ein politisches System, welches uns seit Ewigkeiten ausbeutet und unterdrückt, ohne sehen zu können/wollen, dass von diesem Monster all diese Probleme erst geschaffen wurden. Und zur Wahl zu gehen bedeutet, sich vom selbst geschaffenen Monster eine Lösung zu erhoffen, dass ist Irrsinn! Wie A. Einstein schon sagte: Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun (Parteien wählen) und ein anderes Ergebnis zu erwarten.

    Jedoch möchte ich auch niemanden für diese Staatsgläubigkeit verurteilen, denn wir alle haben es praktisch schon mit der Muttermilch in uns aufgesogen, genau so wie unsere Mütter und Väter und deren Eltern usw.
    Gefestigt wird das dann noch ein Lebenlange durch betreutes Denken (Schuhlen, Uni, Medien) um ja nicht aus dieser Gedankenschablone herauszufallen. Einigen gelingt es zum Glück dennoch, diese Barriere zu überwinden, die große Frage ist: Wie schaffen wir es, dass es ganz vielen gelingt aus diesem Gedankengefängniss freiwillig auszubrechen?

    Ich möchte mit einer Buchempfehlung, auf einen für mich sehr schlüssigen Weg aufmerksam machen.
    Das Buch: „Die gefährlichste aller Religionen“ (original: The Most Dangerous Superstition) von „Larken Rose“ bei Juwelenverlag.de auf deutsch erschienen und übersetzt von Peter Müller von freiwilligfrei.de. Welches auch der Auslöser war, hier jetzt zu schreiben. Auf YT und bei freiwilligfrei gibt es auch einiges sehenswertes von Larken Rose. Ich kann das Buch und seine Videos nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer echten Lösung ist. Es ist zwar zugegeben etwas mühsam zu lesen, wegen der mantraartigen wiederholungen, aber er beschreibt sehr genau, wo das Grundübel liegt und bietet auch Lösungenswege dafür an.

    Klappentext:
    Die meisten Diebstähle, Erpressungen Nötigungen, Einschüchterungen, gewaltsamen Übergriffe und Morde auf dieser Welt sind nicht auf Gier, Hass und Intoleranz zurückzuführen.
    Ihre Ursache ist ein religiöser Glaube, der vollkommen irrational ist und sich selbst widerspricht. Ein Glaube, der alle Rassen, alle Religionen, alle Nationen, alle Altersgruppen und alle sozialen Schichten weltweit infiziert hat.
    Wenn die Menschheit diesen einzigen falschen Glauben ablegt, ist es mit den meisten Ungerechtigkeiten und Unterdrückungen sofort vorbei.
    Aber das gelingt nur, wenn die Menschen die Augen auf sich selbst richten und objektiv ihr eigenes Glaubenssystem, ihre eingenen Wahrnehmungen und Überzeugungen hinterfragen.
    Erst dann kann sie erkannt, verstanden und endlich vollständig aufgegeben werden.

  2. 1. Welche, und in welchem Ausmaß, können Verbesserungen durch eine Personen-Austauch herbeigeführt werden?
    2. Frage: ersetze „Personen“ in obige Frage mit „Parteien“.
    3. Wer wird schlussendlich für all die „Reformen“ und „Changes“ am Meisten bezahlen (mit Geld, Lebensqualität, Freiheit, Blut)?

    Sucht die Namen in YouTube. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich versichere euch. Wir sind nicht alleine… wir werden immer mehr. Und wenn es so weiter geht werden wir bald die Mehrheit sein.

    Jesse VENTURA (ehem. Navy Seals, Wrestler, American Football Kommentator, Schauspieler, Governeur von Minessota):
    https://www.youtube.com/watch?v=ZPV0r54hcXM

    Miko PELED (sohn eines israelischen Generals):
    https://www.youtube.com/watch?v=etXAm-OylQQ

    Gwenyth TODD (ehem. White House Middle East policy adviser):
    https://www.youtube.com/watch?v=wLhbXaF5yec

    Prof. Michael SCHEUER (ehem. CIA intelligence officer, Chef der „Bin-Laden Analysis Group“):
    https://www.youtube.com/watch?v=XHl1JnQoIWQ&list=PLhUqRDYcEGr8TWsm-VYzI7uq-bPvdXq_-

    Wieder Prof. Michael SCHEUER in RT Interview (die Strategie von Da’esch/ISIS/ISIL/IS… = ehem. Irakische Generäle/Elite):
    https://www.youtube.com/watch?v=yHR2Av7no9g&index=7&list=PLhUqRDYcEGr8TWsm-VYzI7uq-bPvdXq_-

  3. Ist klar. Obama war nicht geplant. Von wem war das „viel smartere Modell“ nicht geplant? Bill Clinton war ähnlich heimtückisch, smarter als der darauf folgende George Bush, aber genauso ruchlos.

    Der Iran Deal war der Versuch, das Land Iran zu kaufen, es aus der „Achse des Widerstands“ herauszulösen.
    Zu den Schattenseiten (wo ist das Licht) bei Obamacare finden sich zahlreiche Artikel.

    Teilen des Establishments ist es wohl sehr deutlich, daß bei einem „weiter so“ alles zu Schanden geht. Nun mimt Trump deren Präsident, mal sehen.

    Nicht zu vergessen, der Neoliberalismus ist globales Modell, auch in einer multipolaren Welt.

    P.S.: Der Appell am Ende ist in Ordnung.

  4. Ein Punkt wo ich skeptisch bin betrifft Aussagen wie: Obama war kein Kandidat des Establishments; wie jetzt bei Trump hat die Hegemonie- bzw. Wahlkampfmaschine damals schon nicht so funktioniert wie vom Establishment geplant.

    Ohne Unterstützung mächtiger Kreise dürfte so „ein unglaublich breites Netz„, das man nach gewonnener Wahl „mit einem Click“ einfach ausschalten kann („weil alles zentralistisch gesteuert war„), wohl nicht zustande gekommen sein. Barack Obama hatte nicht die Medienerfahrung und den finanziellen Hintergrund eines Donald Trump.

    Und die meisten Medien, die jetzt Trump bekämpft haben, hatten damals Obama als Heilsbringer gefeiert, vor allem die deutschsprachigen „Leit“-Medien, die ohne Umweg über amerikanische Innenpolitik direkt kontrolliert werden.

    Es scheint auch Hinweise zu geben, dass Obama mindestens über seine Mutter mit dem CIA in Verbindung stand. http://www.pravda-tv.com/2016/02/obama-die-cia-familie/

    Auf jeden Fall, Obama ermöglichte es dem Kriegsestablishment am besten, unter der Oberfläche von „Wechsel und Veränderung“ Geheimdienst- und Kriegspolitik sogar noch zu verschärfen.

    Gruss, Wolfgang

  5. Freiheit, Sicherheit und Wohlbefinden können nicht von Oben dekretiert werden.

    „Statt in dessen Fahrwasser weiter auf Militarismus zu setzten, wie es die Bundesregierung mit der Erhöhung des Wehretats um 5 Mrd. Euro vorhat, muss Europa sich endlich emanzipieren und eine neue friedliche Sicherheitsarchitektur mit den Nachbarn im Osten, im Mittleren Osten und in Nordafrika eingehen.“

    Die Gesellschaft ist kein mechanisches Gebilde. Menschen leben darin. Sie können nicht wie Schachfiguren hin- und hergeschoben werden, sonst leiden sie, wie wir heute alle leiden.
    Leider hat der Autor dieses Texts vom heutigen Leid aus Fremdbestimmung nicht viel verstanden. Er appelliert immernoch in der Manier autoritärer Bolschewiken an den „ordnenden Staat“, owbohl er bereits vorher aufgezeitg hat, dass Obrigkeiten das Leben der Menschen nicht ordnen, sondern zerstören. Irgendwie widersprüchlich.

    Auch muss sich nicht Europa emanzipieren, sondern der Mensch. Menschen müssen sich von staatlicher Bevormundung und politischer Religion emanzipieren, wie der Autor des Texts, der immernoch dem Märchen aufgesessen ist, er und seine Politikerfreunde könnten unsere Geschicke lenken. Das wäre mein Alptraum – Gesetze von solchen Typen befolgen zu müssen mit der Drohung alles zu verlieren – meine Freiheit, meine Frau, Kinder alles – durch solche Typen, wie den Autor, der denkt, er hätte irgendwas avantgardistisches an sich, ferner, dass es überhaupt eine Avantgarde gäbe, ferner, dass es überhaupt funktioniert Menschen ihr Leben von Oben herab vorzuschreiben!
    Ich weiß schon gut genug über mich bescheid, ich brauche Freiheit von Politikern, nicht noch mehr Politiker und auch kein Europa der Politiker, sondern der Menschen – die sich mit mir an einen Tisch setzen und reden, statt dass für uns an einigen wenigen Tischen in Europa geredet wird… und wir die Schnauze zu halten haben – das ist ja gemeint mit „Sicherheitsarchitektur“.
    Natürlich ist der US-amerikanische Staat in Verflechtung mit den Reichen ein Imperium, aber es ist denen scheißegal, ob es nun die amerikanische Arbeiterklasse ist, die sie ausbeuten oder eine andere – wer dem nationalen Einheitsphantom aufgesessen ist, glaubt zwar immernoch, dass es damit getan sei, die eine Nation zu entmachten und andere zu „emanzipieren“, was das auch immer sein soll…. Aber Macht und Gewalt gehen nicht von der „Nation“ an sich aus – „Nation“ bedeutet ja nichts – sowas gibt es ja in der Natur nicht, in der Realität sucht man das Ding „Nation“ vergebens. „Nation“ ist ja nur Gegenstand unseres Glaubens.
    Schließlich geht alles, was dem „Imperium“ schlechtes nachgesagt wird von Personen mit bestimmten AUffassungen und Privilegien aus – und von vielen Menschen, die immernoch an deren Notwendigkeit glauben…
    Und deshalb ist das Imperium überall möglich – auch in einem „Europa mit friedlicher Sicherheitsarchitektur“, denn darin steckt ja auch schon wieder Imperialismus des Staates über Menschen, Imperialismus der Obrigkeit über den Einzelnen usw. Und dann hätten wir in kurzer Zeit wieder das selbe Problem, nur halt eben nicht in den USA sondern sonstwo.
    Mit dem gestrigen Denken wird man auch nur das Gestrige zeitigen.

    Nochmal: Die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeit kennen wir selbst am Besten – deshalb sollten wir auch über unser Leben selbst bestimmen und nicht Politiker, die wirklich glauben ihr verkrachtes Leben auf die Reihe zu bekommen und das von Millionen anderen gleich auch. Was soll das anderes sein, als ein Realitätsverlust, eine narzistische Persönlichkeitsstörung, auf dem diese Auffassung basiert???
    Wenn der tolle Plan mit der „europäischen Sicherheitsarchitektur“ fehl schlägt, dann sind es wir, die das ausbaden müssen! Nicht der eine, auf dessen Mist das gewachsen ist, so wie wir heute den „Clash of cultures“ und andere Ideen ausbaden müssen, den Kapitalismus, die Nation, die Volkswirtschaft, den Staat, Gott, Gesetze – all diese tollen Ideen von Minderheiten, von oben herab dekretiert, müssen wir heute ausbaden! Das sind Hypotheken! Die belasten uns in Form von atomarer Strahlung noch Millionen Jahre…. weil solche unfehlbaren Geister der Herren Politiker mit ihrem unfehlbaren Staat und seiner zentralistischen, aber unfehlbaren Struktur das uns alles beschert haben!
    Glaubt denen ruhig weiter! Glaubt weiter unfähig zu sein, euer Leben im Einklang mit anderen führen zu können! Glaubt es nur. Amen! Unter uns sind bestimmt Übermenschen, die ihr Leben auf die Reihe bekommen und das von Millionen auch gleich parallel – klappt bestimmt! Und Gesetze, die individuell auf bestimmte Situationen eingehen können und auch alle Hintergründe und zig Millionen Faktoren in Betracht ziehen usw. die können pauschal alles gerecht entscheiden. Man muss sie nur eisern genug befolgen! Gesetze können nicht irren, die die Gesetze erlassen auch nicht und die, die dran glauben noch weniger. Toll!

  6. Die EU ist einem Erweiterungswahn verfallen und breitet sich im Kielwasser der NATO immer weiter nach Osten aus. Der Assoziierungsvertrag mit der Ukraine ist vorläufig der Höhepunkt der Bedrängungs- und Einkreisungspolitig des Westens gegenüber Russland. In diesem Vertrag war auch schon die militärische Komponente in Richtung NATO angedacht und formuliert.
    Die NATO ist seit dem Jugoslawienkrieg 1999 von einem Verteidigungsbündnis zu einem Angriffsbündnis mutiert. Besonders seit dem von C. W. Bush 2001 ausgerufenen Kampf gegen den Terror ist die NATO im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika bei allen Auseinandersetzungen dabei. Deutschland auch.

    Deutschland muss aus der EU und aus der NATO austreten.
    Deutschland sollte sich als Mittler und als Marktplatz, als Plattform zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Europäischen Union positionieren. Deutschland könnte so das Verbindungsglied, der linkin pin, zwischen dem Westen und dem Osten des eurasischen Kontinents sein und für beide Seiten und auch für sich Nutzen ziehen. Deutschland sollte auf gute und freundschaftliche Beziehungen zu Russland bauen und Eurasien zwischen Lissabon und Wladiwostok stärken. Eurasien ist unser Kontinent und nicht Amerika.

    • Nicht die EU fährt im Kielwasser der NATO sondern die NATO im Kielwasser der EU.
      Die Russen haben kein Problem damit das sich die EU Richtung Russland bis zur russischen Grenze ausbreitet.
      Das Problem ist das die USA mit ihren Raketenabwehrschild mitfahren bis an die russische Grenze, obwohl hoch und heilig versprochen wurde das man dieses nicht macht. Die NATO, Deutschland und die USA haben einfach gelogen.
      Die Deutschen sind ja deswegen so gerne bei der NATO da sie das sehr wenig kostet. In keinem anderem Land sind die Militärausgaben so runtergefahren worden wie in Deutschland, das sollte nicht mit der Rüstungsindustrie verwechselt werden.
      Die Rüstungsindustrie ist das Problem, es sollte verboten werden Waffen zu verkaufen.
      Gleichzeitig ohne massive Erhöhung der Militärausgaben wird es nicht gehen, da sie eh schon im Keller liegen.
      Ich bin auch der Meinung das kein Berufsheer sondern ein Milizheer notwendig ist. Es soll keine Söldner geben die im Auftrag von anderen töten. Ein Milizheer kann nicht so leicht missbraucht werden.
      Dann müssen auch die Ziele richtig sein, ausnahmslos die eigene Verteidigung ist das Ziel. So wie in Österreich ist eine Neutralität notwendig.
      Um die Kosten niedrig zu halten und die Stabilität Aufrecht wäre ein Neutrales Verteidigungsbündnis notwendig, da stimme ich vollkommen zu, aber nur wenn neutral. Da müssten zuerst die Franzosen, Italiener, Polen usw überzeugt werden, da sehe ich keine Chance.
      Die einzige Möglichkeit die ich sehen würde wäre das sich Deutschland ebenfalls neutral erklärt und ein Verteidigungsbündnis mit Österreich und der Schweiz eingeht.
      Die Schweiz wird das nicht wollen? Ich weiß es nicht Deutschland Österreich ein Verteidigungsbündnis, nein das möchte ich als Österreicher auf keinen Fall.

    • Im Zuge der Osterweiterung waren die meisten osteuropäischen Staaten zuerst in der NATO und erst dann in der EU.
      Bei der Ukraine wäre es bald andersherum gegangen.
      Deutschland soll sich frei und selbstbewusst hinstellen und braucht kein Verteidigungsbündnis mit niemandem. Deutschland ist von Freunden umgeben. Wer sollte uns denn angreifen?
      Die Österreicher?
      Neutralität? Deutschland muss sich nicht als neutral ausweisen und positionieren; neutral zwischen wem? Zwischen Russland und den USA? Zwischen Ost und West? Das sind alte Kategorien. Es gibt keinen Eisernen Vorhang mehr und der Kalte Krieg ist zu Ende.
      Deutschland ist Deutschland und braucht zur Verteidigung keine Österreicher und keine Schweizer, kein „neutrales Verteidigungsbündnis“. Mia san mia! Und Teil Eurasiens von Lissabon bis Wladiwostok.
      Was die anderen westeuropäischen Länder machen ist deren Sache.
      Großbritannen hat sich mit dem Brexit schon entschieden und bleibt lieber bei und mit den Angelsachsen.
      Daneben gibt es noch Amerika, Afrika, Australien und Ostasien/Fernost.

    • Ja, das mia san mia ist gut, aber es sollten auch geopolitische Zusammenhänge erkannt werden. England ist zwar aus der EU raus, nur gibt es in der NATO zusammen mit den USA noch immer den Ton an. Die deutsche Regierung ist ihnen noch immer hörig, und mit den Italienern, Griechen, Franzosen da sieht es nicht anders aus.
      Trump sagte das die Neocons den 3 Weltkrieg wollen und den hätten wir auch schon wenn die Clinton das sagen hätte, Und genau diese Politik wird auch von den europäischen Regierungen unterstützt. Nur das dieser Krieg eben genau in Europa stattfinden soll. In Europa gilt es vor allem gemeinsame Lösungen mit Italien, Frankreich usw zu finden, ein mia san mia wird da nicht hilfreich sein.

    • Geopolitisch hat Theresa May in den USA schon den Anker für Großbritannien ausgeworfen.
      Die zerstrittene und zerbröselnde EU wird in alle Richtungen auseinanderfliegen und die NATO wird sich an den Grenzen zu Russland totlaufen. Der Krieg im Nahen und Mittler Osten wird sich ausweiten, Syrien wird verteilt und der Iran wird zerstört.
      Deutschland muss aus beiden Vereinen, aus der EU und aus der NATO, raus.
      Ich bin für Russland, für Eurasien.

  7. Ich zitiere mal zu diesem Vortrag das, was Kommentator „Volume“ unten schreibt:
    „Das Finanzsystem steht vor dem Crash, die Kriegspropaganda gegen Russland läuft schon seit Jahren, im nahen Osten toben viele Kriege, und in unseren Ländern werden wegen der Terrorgefahr die Rechte der Bürger immer weiter ausgehöhlt. Das System ist nicht am Ende, es steht im Gegenteil an einem extrem kritischen Punkt, wo es so mächtig werden kann wie noch nie. Alles, was es noch braucht, ist ein nächster, großer Krieg. Man kann doch nicht von Niedergang oder der „Emanzipation“ von Europa sprechen. Europa ist genauso wie die westliche Wirtschaft längst in einem breit aufgestellten Griff einiger weniger“ Zitat Ende.
    Im Griff einiger weniger befindet sich nicht nur Europa, sondern auch die USA selbst.
    Ich lese gerade: „Welt im Umbruch“ von Markus Osterrieder.
    Auf S. 813 schreibt Osterrieder:
    „Man kann der eigenen Sache, dem eigenen „Pol“ oder der eigenen Strömung, dadurch besser nützen, daß man selbst einen Gegenpol (oder eine Gegenströmung) provoziert, ins Leben ruft, kontrolliert oder auch nur mit dessen Existenz rechnet. Alle sozialen Vorgänge, die sich in dem zwischen den Polen entstehenden „Krafteld“ abspielen, sind auf diese Weise beeinflussbar.“ Das heißt: Schaffe dir deine eigene Anthithese – aber nur innerhalb des „zugelassenen“, geistigen „Cocons“ (d.h., die Spannnungsfelder: Kapitalismus-Kommunismus, Liberalismus – Autoritarismus und Materialismus-Spiritismus sowie militärische Vorherrschaft und Sozialdarwinismus sollen weiterhin den Rahmen für anglo-amerikanische Politik abgeben. Alternativen außerhalb dieser zugelassenen Spannweiten, z. B. die Dreigliederung des sozialen Organismus gibt es in diesem Denken gar nicht- es wird nicht gelehrt und nicht vertreten udn man sorgt dafür, dass es nicht vertreten wird.) Und Trump befindet sich auch innerhalb des zugelassenen Cocons. Bernie Sanders wäre vielleicht ausgebrochen und hätte einen dritten Weg gewagt – wurde deshalb seine Präsidentschaft verhindert??

    Auf S. 814 erwähnt Osterrieder den Diplomaten und Politikwissenschaftler Charles Hill, geb. 1936, ehemal. Berater (senior advisor) von George Shultz, Henry Kissinger, Ronald Reagan, Rudy Giuliani und Boutros Boutros-Ghali, sowie Unterzeichner des neokonservativen “Project for the New American Century” (PNAC). Hill unterrichtete an der Yale Universität, zusammen mit Paul Kennedy und John Gaddis das Seminar „Studies in Grand Strategy“ über Führungsbefähigung, Staatskunst und Diplomatie.
    Seinen Studenten erklärte er über dieses Seminar: „Dieses Programm versucht an die Bildung zu erinnern und ausführlich anzuknüpfen, die jenen in Britannien und den USA am Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts informell zur Verfügung stand, welche sie befähigte, sich auf ein Niveau zu erheben, wodurch sie mit den größten Entwürfen der Außenpolitik umgehen und sie verstehen konnten. […] Unsere philosophische Grundlage reicht auf Hegel zurück, der die hohe Politik als den herausforderndsten, unverzichtbaren Bereich der menschlichen Anstrengung betrachtete. Die wichtigsten Entscheidungen und Handlungen werden in dem Bereich vollzogen, der über dem des Staates liegt.“ Dies sei die Erziehung gewesen, von der etwa ein Winston Churchill profitierte.“ [Zitatende].

    Was bedeutet das? Es bedeutet eine Kontinuität in der anggelsächsischen und angloamerikanischen Politik, dass wir endlich verstehen müssen, dass angelsächsische und angloamerikanische Politik bewusst die Hegelsche Dialektik zum eigenen Vorteil einsetzt! Trump ist auch ein Mann des Establishments. Er ist von denselben Kräften gewollt, die die Kriege in Nahost vorangetrieben haben und die noch einen Krieg mit Iran wollen (Wesley Clarks Aussagen!!), ein Krieg, der mit Obama nicht möglich gewesen wäre, aber mit Trump hoffen die Kräfte im Hintergrund darauf. Das fürchte ich. Der USA Hegemonie-Streben zu bescheinigen, ist zu wenig. Die mächtigen Kräfte, die hinter den Kulissen die US-Politik lenken, streben nach Weltherrschaft mit den Mitteln des Kapitalismus. Und Trump ist eine Schachfigur in ihrem mehrere Jahrhunderte (!!!) langen, dialektischen Spiel.

    • Ich stimme Ihrer Sichtweise zu. Nur ändert das nichts daran, dass diese Strategie nicht mehr aufgehen wird. Weder die USA, noch irgendjemand anderes können die Weltherrschaft militärisch erringen. Und das kapitalistische, wachstums-süchtige Wirtschaftssystem ist auf einem begrenzten Planeten natürlich auch am Ende.

      An diesen einfachen Wahrheiten kann es doch eigentlich keine Zweifel mehr geben, oder? Nichtsdestotrotz könnte die hochgerüstete Weltmacht USA in ihrem Kampf gegen den Untergang oder um weitere Ausdehnung natürlich riesigen Schaden anrichten…

  8. Gute Analyse, v.a. der Aspekt mit der kulturellen Hegemonie wird selten erwähnt und ist doch so wichtig! Ein kleiner Funken Glaube an den „American Way of Life“ und Amerika als Einwanderungsland, in dem jeder sein Glück machen kann, war trotz allem doch noch erhalten – was wohl definitiv vorbei sein dürfte, wenn Trump so weitermacht.

    Schlimm nur, dass Europa in einem wohl noch desolateren Zustand ist! Keine Einheit, keine Solidarität, keine Orientierung, keine positiven politischen Führungsfiguren (in Regierungsverantwortung), faschistische Tendenzen, wirtschaftliche Probleme, ökologische sowieso, weiterer Ausbau des Überwachungsstaats und gegen jede Vernunft weiterhin Konfrontationskurs mit Russland…

  9. Verstehe ich nicht!

    die Schlussfolgerung mag zwar richtig sein, aber die Begründung wohl nicht ganz so.
    Wieso ist die linke und dazu zähle ich dich auch, nicht in der Lage, den aktuellen Gesellschaftlichen Zustand (egal ob Staat oder Regionen) im Kontext von Geschichte und Ökonomie (Partizipation der Bürger/Volk) zu betrachten?

    Wie lange dauerte der Untergang des Römischen Reiches? Um die 300 Jahre! Natürlich kann man den Untergang des US-Imperiums nicht darauf anwenden.

    Was ist denn nach der Nachkriegsordnung, 1989 genau passiert?
    Ich behaupte, aus historischer Sicht, dass der Ideologische Kitt (kleinster gemeinsamer nenner) der Gesellschaften zusammenhält, zusammengebrochen ist und nicht ersetz wurde. Es gab eine kurze Phase „Friedendividende“, leider wurde diese komplett in den 1990 zerstört!

    Was ich seid 1989 feststelle ist, das dem Bürger Partizipation (Harts4 usw.) entzogen wird, irgendwelche Ideologien (die an der Realität zerschellen) beschworen werden (multikulti, Freihandel, gender, nato-friedensarmee, usw.)

    ein Satz noch oder so!

    Wer soll es den Politisch in der BRD machen? Dieser müsste uns ja jetzt schon allen bekannt sein! Waagenknecht/ La Fontane wird ja von der Presse niedergeschrieben.
    Nein, nein Brd Politik wird demnächst von außen (2017, 2018) bestimmt! Wahlen Frankreich/Italien.

    Noch ein Satz, ist mir gerade eingefallen.
    Wieso ist die linke gegen „Zurückbesinnung auf den Nationalstaat“?
    Wenn die „Eliten“ eine Währungsunion/Freihandel bzw. eine Maschine bauen die Sie nicht verstehen und reparieren können, muß man diese abschalten.

    bitte um Kommentar vom videoinitiator

  10. Sehr gut formuliert. Im Grunde das, was mir nebulös durch den Kopf ging, als ich hörte „america first“, es aber nicht genau auf den Punkt bringen konnte.

    Nachdem ich dann den Beitrag kenfm.de/clintons-schliessen-initiative/ mit verlinktem Inhalt anderer User gesichtet/gehört habe, kam ich an den Punkt, wo ich schlichtweg aufgab.

    Da muss ich gar nicht so weit gehen. MEINE „Verteidigunsministerin“ (oder besser Kriegsministerin) unterscheidet sich als Individium von kriegsführenden, primitiven, tausende Jahre zurückliegenden Völkern im Wesentlichen dadurch, dass sie eine deutlich ansprechendere und gepflegtere Frisur hat. Der Rest ist deckungsgleich.

    Mein Fazit: Wir sind alle nach wie vor ungeeignet, diese unsere Welt zu bevölkern. Das allerschlimmste ist, ich gehöre dazu…

  11. Ich glaube bei der Wirtschaftspolitik muss man noch ein bisschen abwarten. Klar das eigene Land „first“ und so zu tun als wäre man eine Insel, das sind sicher nicht die Antworten auf die Probleme der heutigen Welt.
    Allerdings ist die derzeit praktizierte Politik auch ein Extrem, halt in die andere Richtung, ich weiß nicht wer sich ein paar „Trump Sendungen“ in den GEZ Medien angesehen haben. Wo das Politische oder Mediale Establishment sitzt und sich empört dass es in America und leider auch in Europa, doch tatsächlich Leute gibt, die in der absurden Vorstellung leben, es sei eine größe in der Politik, dass man von tagesfüllender Arbeit auch irgendwie leben kann, und dass man es ihnen einfach vergessen hat zu erklären, warum alles so sein muss wie es ist.

    Die Leute verstehen die Zusammenhänge und es ist ihnen klar dass die heutige Produktivität zu hoch ist um nur einen kleinen Binnenmarkt zu beliefern. Es ist „Common Sense“ in der EU, dass man den Europäischen Markt mit Strukturförderungen etc. ausbaut, und dass dafür die Leute in den Nettozahlerländern, auf einen geringen Teil ihres Wohlstands verzichten müssen. (Das ist die Theorie, dass in der Praxis vieles falsch läuft ist mir auch klar).

    Die meisten Leute sind auch nicht böse, dass PKW, Baumaschinen und andere Produkte aus Südkorea auf unseren Märkten verkauft werden, oder aus Japan oder anderen Regionen wo die Voraussetzungen ähnlich sind, und es sich von selbst versteht, dass auch vergleichbare Produkte z.Bsp. aus Europa dort verkauft werden können.

    Doch den Menschen zu sagen, wir öffnen den Markt für Billigimporte aus aller Welt (z.Bsp. Textilbereich), mit dem Effekt dass eure Jobs weg sind, die Preise weiter sinken als es für die Wertschätzung gesund ist (Wegwerfgesellschaft), und mit dem weltpolitischen Erfolg irgendwo auf dem Globus Kinderarbeit, Sklaverei, oder Arbeitsverhältnisse für die ein Europäischer Unternehmer im Knast landen würde gefördert werden.
    Da liegt eine loose-loose Situation vor, und es ist sicher kein Fehler wenn hier mal ein bisschen ein Gegenwind kommt.

    Schöne Grüße

    Euer Kobelco Pilot:)

  12. Seit wann ist denn das amerikanische Imperium das große Problem?
    Das eigentliche Problem sind doch die unfassbar reichen Eliten, die z. B. über BlackRock riesige Teile der globalen Wirtschaft kontrollieren.
    Wieso liest man hier so wenig über die Bedrohung, die unmittelbar bevor steht und sich in so vielen Aspekten abzeichnet?

    Russland ist immernoch das Feindbild der MSM, und Amerika und die Eliten, die hinter dem Imperium stehen, werden alles tun, um in dieser kurzen Zeit bevor Russland erstarkt und China endgültig als neue Großmacht auftritt ihren Einfluss zu sichern.
    Das Finanzsystem steht vor dem Crash, die Kriegspropaganda gegen Russland läuft schon seit Jahren, im nahen Osten toben viele Kriege, und in unseren Ländern werden wegen der Terrorgefahr die Rechte der Bürger immer weiter ausgehöhlt. Das System ist nicht am Ende, es steht im Gegenteil an einem extrem kritischen Punkt, wo es so mächtig werden kann wie noch nie.
    Alles, was es noch braucht, ist ein nächster, großer Krieg. Man kann doch nicht von Niedergang oder der „Emanzipation“ von Europa sprechen. Europa ist genauso wie die westliche Wirtschaft längst in einem breit aufgestellten Griff einiger weniger.

  13. Es war seit langem mal wieder eine Folge MIT Inhalt, d.h. tatsächlicher Analyse, Fakten und das Aufzeigen von möglichen Alternativen in der näheren Zukunft. Das gab es unter diesem Format lange nicht – meinen Glückwunsch!

  14. Wäre zu schön wenn Deutschland erkennen würde, das nun die Zeit da ist sich von den amerikanischen Kriegsketten loszureißen…wobei die Zeit dazu jederzeit gegeben war. Aber den Satz kann ich im Prinzip auch wieder streichen, angesichts der 1.000 Soldaten für Mali oder den um 5 Mrd. € erhöhten Etat.

    Bleibt auf die Implosion zu hoffen und das die Regierung der USA und ihre Hintermänner einfach noch alles abgreifen was sie können und dann einfach verschwinden, Den Haag steht als Urlaubsziel ja leider nicht zur Verfügung…

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