Rede von Hermann Ploppa – Demonstration für Grundrechte in Ulm am 4.7.2020

Rede von Hermann Ploppa bei der Großdemo QUERDENKEN – 731 Ulm am 4. Juli 2020.

Hermann Ploppa warnt vor den Auswüchsen einer Vierten Industriellen Revolution. Es besteht aber Grund zur Hoffnung, weil sich gerade neue Strukturen des Widerstands bilden.

In Deutschland gilt es, eine schon vorhandene Verfassung der Solidarität mit den neuen Impulsen diverser sozialer Bewegungen zu verbinden.

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11 Kommentare zu: “Rede von Hermann Ploppa – Demonstration für Grundrechte in Ulm am 4.7.2020

  1. ab 22:57, "Denkfabriken":

    Genau das brauchen wir.

    Außer öffentlich sichtbaren Aktionen wie Demonstrationen (die soll es meinetwegen geben, ihr habt mich schon ein bisschen überzeugt) brauchen wir vor allem dringend Denkfabriken, die aber bitte öffentlich so wenig wie möglich hervortreten, damit man uns nicht in die Karten schauen kann. Die Herrschenden lassen sich ja auch nicht in die Karten schauen, sondern wissen ganz genau, warum sie die wichtigen Dinge ganz geheim entwickeln. Bis sie dann versuchen, uns mit den Ergebnissen ihrer Denkfabriken zu überrumpeln, so wie jetzt mit Corona. Sie machen sich eben aus guten Gründen unsichtbar, wie Prof. Rainer Mausfeld sagt (ich werde nicht müde, auf diese seine zentrale Erkenntnis hinzuweisen).

    Denkfabriken – eine Chance für die junge Generation, für die unsere Wirtschaft nach Studium und Ausbildung nun nicht mal mehr unbezahlte Praktika übrig haben will.

    Bei den Denkfabriken aber bitte nicht die Älteren vergessen, die ihre geballte Lebenserfahrung einbringen können. In unserem jugendorientierten kapitalistischen Westen werden sie nur allzu leicht und allzu gerne vergessen (weil man ihnen eh nichts mehr verkaufen kann). Nicht wenige unter den Älteren haben sogar den Vorteil, für ihren Lebensunterhalt nicht unbedingt mehr große Geldmengen erwirtschaften zu müssen. Das macht sie umso unabhängiger.

    Ich selbst werde auf jeden Fall gerne einbringen, was ich kann, um mitzuarbeiten an einem Bewusstseinswandel, der uns endlich wegführt von dem zerstörerischen kapitalistischen Konkurrenzprinzip hin zu einer achtsamen, menschengerechten Welt. Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht in Frührente gehe, um frei zu sein für solch wichtige Dinge, anstatt den letzten paar Prozenten für die Rente nachzujagen.

    Man sieht, die motivierende Kraft des Herrn Ploppa wirkt schon😃.

  2. Hermann Ploppa, wie immer großartig.
    Das sind die Geisteskräfte, die unser Land braucht.
    Lichtbringer in der Dunkelheit, anstatt Einäugige die die Blinde führen wollen.

    Vielen Dank, KenFM

    Ein Hoch auf euch,
    euer Udo

  3. Sehr gute Rede, lieber Hermann.

    Ich befürchte nur, dass die "Bewegten" nicht weiter kommen als sich im Empörungsmanagement zu verlieren.
    Durch diese Corona-Fake-Pandemie haben sich jetzt schon zwei Parteien gegründet und der Chef von Querdenken will Bürgermeister von Stuttgart werden.
    Ich habe nichts dagegen.

    Doch wenn eine Bewegung etwas bewegen will und das heißt, die Systemfrage zu stellen und Alternativen zu erarbeiten – der Mensch muss erst einmal seine gesellschaftliche Bewusstlosigkeit erkennen und diese dann auch ändern wollen, dann muss sie verstehen(!) alle in ihr bestehenden Kräfte dafür auszurichten. Doch wenn wichtige Leute in die Politik gehen wollen, dann verliert sich die Bewegung im Management für die Werbung dieser Leute. Und es zeigt, dass eben diese Leute noch selbst am Anfang von dem stehen, was Hermann Ploppa, was Ernst Wolff, was ein Uli Gellermann, ein Ken Jebsen, ein Dirk Pohlmann, ein Paul Schreyer, ein Jens Wernicke, ein Dirk Fleck und viele andere längst wissen.

    Diese ThinkTank-Qualität verpufft wieder einmal, weil sie gar nicht gesehen und erkannt wird. Denn wer noch nicht so weit ist, in seiner eigenen Aufklärungsanalyse, der wird sich den für ihn am nahesten liegenden Strohalm schnappen und darin sein Heil erkennen.

    Ich habe es ja zigfach schon in der Friedensbewegung versucht den Leuten klar zu machen: Zuallererst müssen wir alle unsere Hausaufgaben machen, ähnlich wie das, was Hermann Ploppa hier mit den ThinkTanks auf unserer Seite sagt.

    Der Bürgerrechtler Martin Luther King sagte sinngemäß, dass wir uns die gleichen (nicht dieselben!) Netzwerke, Denkfabriken und Strategien aneignen müssen, wie unsere Unterdrücker. Doch genau das setzt einen klaren und wissenden Geist voraus, der das mit anderen, ebenso klaren Geistern erschaffen will.

    Zu alledem gehört Spiritualität! Zu wissen, dass der Geist selbst in einer Welt lebt, die sich unabhängig seiner Schau über das Körperliche befindet, dass die Wissenschaften ebenfalls Herrschaftsinstrumente sind, die möglichst viel Herrschaftswissen verifizieren soll, auch die offizielle Physik, das ist in Bewegungen wie solchen leider nur von sehr geringem Interesse.

    Nicht die Liebe leitet die Masse auch in Bewegungen, es ist die Angst, die die Meisten leitet. Und aus ihr gebären sich all die Interessen, Dinge und Strategien, die sie eben dann gebiert.

    Überschaubarkeit und Geduld finden sich dort kaum, leider.

    • Lieber Rüdiger Lenz, da bin wieder dabei, sehr schön auf den Punkt gebracht – DANKE! Es wird sehr gefährlich und das Zeitfenster immer kleiner. Aber wie schon der Historiker Michael Hüter beim Talk mit Jens Lehrich in Erinnerung brachte, ohne Mistgabeln ging es noch nie (nicht schön, aber eine traurige Wahrheit).

      Guck dir doch den hier an (der war schon immer eine Beleidigung für jeden denken Menschen). Söder will Ärzten die Zulassung entziehen, wenn sie nicht impfen:
      https://www.journalistenwatch.com/2020/07/04/corona-gesundheitsregiment-soeder/

      Aber die Beate Bahner in die Psychiatrie stecken. Kann man das, was der da so sagt, mal auf strafrechtliche Sachverhalte prüfen? Wir hatten das in diesem Land ja schließlich alles schon. Wäre doch mal was. Und wäre ich Arzt, würde ich mir überlegen, ob ich Politiker noch behandeln sollte.

      Und von heute, eine sehr klare Richtungsbestimmung:

      Die! Maske! Bleibt! Auf!

      https://deutsch.rt.com/inland/104251-maske-bleibt-auf-wie-mainstream/

    • Sehr geehrter Herr Lenz,

      In Ihrem Beitrag zeigen Sie gerade ganz wunderbar plakativ, das Sie sich von dem tatsächlichem Leben und dem Sein der Menschen überhaupt kein Bild gemacht haben.
      Sie sprechen in einer respektlosen Form der Überhöhung von den Menschen, als seien sie unerzogene und seelenlose Geschöpfe.
      Ist Ihnen das eigentlich bewusst?

      Sehen Sie hier.
      Zitat von Ihnen:
      […Ich habe es ja zigfach schon in der Friedensbewegung versucht den Leuten klar zu machen: Zuallererst müssen wir alle unsere Hausaufgaben machen, ähnlich wie das, was Hermann Ploppa hier mit den ThinkTanks auf unserer Seite sagt. …]

      Sie haben versucht den Leuten klar zu machen…? Sie haben Ihnen, ,,den Leuten" gar nichts klar zu machen.
      Wer sind Sie, das Sie denken, sich über Ihre Mitmenschen stellen zu können?!
      Würden Sie Ihre Mitmenschen wirklich SEHEN, hätten Sie so etwas niemals schreiben können. Sie sprechen, von jedem einzelnen Menschen, der selbstverantwortlich sein Leben lebt. Der für jede Handlung, die er tätigt auch allein die Verantwortung trägt und zu tragen hat. Genau diesen Umstand erkennen Sie nicht (an).
      Deutlicher als Sie es geschrieben haben, kann man es beinahe nicht mehr formulieren.

      Solch ein arrogantes Verhalten, das Sie hier für jeden sichtbar zeigen, hat genau zu dieser Situation geführt, die Sie jetzt Selbst beklagen!
      Sie erwägen nicht einmal die Rechte der vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, die sie zusammen gesellschaftsbildend ganz natürlich innehaben.
      Von der Organisation wird versucht, bestimmte Rechte von uns allen zu entziehen. Erkennen Sie da vielleicht Parallelen?

      Wo hat bei Ihnen das selbstbestimmte Recht einen Platz, das es möglich machen würde, gelebtes Leben auf einer wenigstens kommunikativen Ebene zu einem Konsens zusammen wachsen zu lassen?

      Zitat von Ihnen:
      [..Zuallererst müssen wir alle unsere Hausaufgaben machen, ähnlich wie das, was Hermann Ploppa hier mit den ThinkTanks auf unserer Seite sagt. …]

      Sie, sehr geehrter Herr Lenz, können ja Ihre Hausaufgaben machen und zwar so viel, wie Sie meinen, es machen zu müssen.
      Aber während dessen, haben auch Sie, die selbstverantwortlich gewählte Lebensweise der Mitmenschen zu respektieren und als solche unangetastet zu belassen.

      Zitat von Ihnen:
      [..Doch wenn eine Bewegung etwas bewegen will und das heißt, die Systemfrage zu stellen und Alternativen zu erarbeiten – der Mensch muss erst einmal seine gesellschaftliche Bewusstlosigkeit erkennen und diese dann auch ändern wollen, dann muss sie verstehen(!) alle in ihr bestehenden Kräfte dafür auszurichten. …]

      Sie theoretisieren GELEBTES Leben! Unsere Mitmenschen leben! Und von welcher Bewegung sprechen Sie hier?
      Wenn Sie nicht sehen, was alles in Bewegung ist, müssen Sie eine Bewegung konstruieren?
      Gesellschaftliche Bewusstlosigkeit? Haben Sie sich das von Benno Ohnesorg abgeguckt? Wo genau machen Sie eine gesellschaftliche Bewusstlosigkeit aus?

      Und was das ändern betrifft, nehme ich mich zum Beispiel. Ich lasse mir von niemanden diktieren, wann ich was zu ändern habe und wann nicht. Und ich als nur ein Mensch innerhalb der Gesellschaft, lasse mir auch keine Bewusstlosigkeit auf schwatzen.
      Das ist so überheblich und eine solche Frechheit ohne gleichen.

      Als Vorschlag an Sie Herr Lenz, wie wäre es denn einmal damit, seinem Gegenüber als eine lebende autarke Persönlichkeit zu betrachten und sich mit ihm auf AUGENHÖHE zu unterhalten? Und zwar unvoreingenommen.
      Und in diesem Zusammenhang habe ich an Sie eine Frage. Wie kommen Sie da hin, mit einem anderen Menschen zusammen einen Konsens entstehen zu lassen?

      Zitat von Ihnen:
      [..Der Bürgerrechtler Martin Luther King sagte sinngemäß, dass wir uns die gleichen (nicht dieselben!) Netzwerke, Denkfabriken und Strategien aneignen müssen, wie unsere Unterdrücker. Doch genau das setzt einen klaren und wissenden Geist voraus, der das mit anderen, ebenso klaren Geistern erschaffen will. ..]
      Wer sagt denn, das es die nicht schon längst gibt?

      Zitat von Ihnen:
      [..Zu alledem gehört Spiritualität! Zu wissen, dass der Geist selbst in einer Welt lebt, die sich unabhängig seiner Schau über das Körperliche befindet, dass die Wissenschaften ebenfalls Herrschaftsinstrumente sind, die möglichst viel Herrschaftswissen verifizieren soll, auch die offizielle Physik, das ist in Bewegungen wie solchen leider nur von sehr geringem Interesse. ..]
      Spiritualität ist immer vorhanden, wenn die Verbundenheit zur Natur sein darf. Um das Wissen dieser Spiritualität erfährt, erspürt und erlebt man zu sehens außerdem mehr, wenn man sich und seinem Mitmenschen das Leben erlaubt. Denn das sind Prozesse, die sich nicht erzwingen lassen. Und darüber kommt es zur gemeinsamen Erfahrung.

      Zitat von Ihnen:
      [..Nicht die Liebe leitet die Masse auch in Bewegungen, es ist die Angst, die die Meisten leitet. Und aus ihr gebären sich all die Interessen, Dinge und Strategien, die sie eben dann gebiert. …]

      Sie, Herr Lenz vermögen zu beurteilen, das sich die Mehrheit der Menschen nicht durch die Liebe leiten lässt?
      Mögen Sie mir einmal erläutern, wie Sie darauf kommen?

      Zu dem, ist hier eine Pauschalisierung überhaupt möglich?
      Aus meiner Sicht, ist eine Pauschalierung ohne die Nennung von zumindest einer Erklärung, eine Ignoranz die sich nicht im Geringsten von der derzeitigen ,,Politik" unterscheidet.
      Was hier geboren wird Herr Lenz, erfährt man nur wenn man sich interessiert auf dem Mitmenschen zu bewegt, zu bewegen möchte.

      Zitat von Ihnen:
      [..Überschaubarkeit und Geduld finden sich dort kaum, leider…]
      Dieser Satz von Ihnen, ist eine hochgradige Beleidigung.
      Denn Ihnen fehlt die Überschaubarkeit, was Sie ja hier ganz klar zum Ausdruck gebracht haben.

      Diese pauschalierte Aburteilung, die Sie hier vorgenommen haben, macht in dieser Form kein mitfühlender und interessierter Mensch.
      Es gibt immer Ursachen und Wirkungen, die es zu konkretisieren gilt, wenn man seinem Mitmenschen zugewandt lebt, um Ihm damit zu erweisen, ihn als einen Menschen zu sehen, welches er in seiner lebenden und damit ausstrahlenden Gesamtheit ja auch ist*.
      Das ungeschriebene Gesetz des Anstandes seinem Mitmenschen gegenüber, gebietet es, ihm das Wort zumindest anzubieten und ihn nicht von vorn herein vor zu verurteilen.

      Wir sind doch alle lebende Menschen, die im Laufe der Zeit wachsen und Wandlungen durchlaufen. Einmal Jeder für sich und dann damit wachsen wir durch erleben und erspüren des Anderen auch immer wieder zusammen.
      Gemachte Fehler, erste kurze Verunsicherungen und Erfolgserlebnisse schweißen zusammen, wie das täglich zu erleben ist!

      Ich ganz persönlich habe meine Mitmenschen selten mehr so zu schätzen gewusst als in dieser Zeit, in diesen Tagen*! Ich treffe auf mutige, aufgeschlossene, feinfühlige und beinahe hellsichtige Mitmenschen, die mich schlich umhauen. Und diese Beschreibung greift dabei noch viel, viel zu kurz.
      Und ich komme aus meinem innerlich imaginären *Hut ziehen* kaum wieder raus.

      Daher Herr Lenz auf viel Reibung im Sinne des Konsens.

    • Lieber Rüdiger Lenz,
      wir alle sind unter der Doktrin der Aufklärung "groß" geworden. Und auch heute wird sie immer noch als prbates Mittel propagiert. Ich schätze die Aufklärung, die hier bei KenFm und anderswo betrieben wird und begrüße eine Rede, wie sie von Herrn Plotta gehalten wurde. Auch finde ich bspw. den Aufruf zur Vernetzung und der Bildung "alternativer Hochschulen" sinnvoll. Gleichwohl sollte doch inzwischen deutlich geworden sein, dass Kant´s Idee der Aufklärung,
      („Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung….")
      ebenso wie seine Philosophie einen grundlegenden Mangel aufweist.
      Sie sagen, es sei wichtig, die "Systemfrage" zu stellen. Ich begrüße auch das. Gleichwohl setzt dies, wie wir wissen, die "geistige Mündigkeit", von der Kant spricht, ja voraus, weshalb sich hier wohl die sprichwörtlich berühmte Katze, selber in den Schwanz zu beissen scheint.
      Die Lösung eines Problems, so habe ich es gelernt, liegt nie auf der Ebene des Problems selbst, was wohl bedeutet, dass es auf einer anderen Ebene zu finden ist.
      Wenn also Aufklärung (allein) keine Lösung ist, stellt sich ja die Frage, was sonst. Kant kam zu dem Schluss, daß es einen moralischen Imperativ brauche, der wede es dann schon "richten". Allein, das Leben zeigt, dem war und ist nicht so. Vielleicht, weil Kant´s Denken so zwanghaft herüberkommt, wie seine Persönlichkeit gewesen zu sein scheint.
      Die Lösung des Dillemas scheint mir in der Überwindung der einseitig westlichen Denktradition, und damit einer Hinwendung an fernöstliche, wie es bereits von den verschiedensten Leuten (Pythagora, Platon, Plotin, Goethe, Heisenberg, Schrödinger – um nur einige zu nennen) gemacht wurde. Die Überwindung unseres krankhaften materialistischen Weltbildes, das unweigerlich zu dem Kollaps führte, vor dem wir gerade stehen, wird sich gewiss nicht von alleine einsellen. Aber ich bin mir sicher, dass die Menschen in diesem Prozess, mehr und mehr zu sich selber finden werden.
      Erleben wir es nicht gerade schon? Viele Menschen erleben in dieser sogenannten "Corona-Krise" gerade, wie sie ganz elementar auf sich selbst zurückgeworfen werden und damit keine Möglichkeit der Ausflüchte mehr finden. Es ist genau das "Menschliche, Allzumenschliche", das eben auch positive Entwicklung zeitigt und der nihillistischen Weltanschauung (unserer westlichen Welt) entgegenwirkt. Das der Begriff der Menschheitsfamillie gerade so gerne zitiert wird, ist nur ein kleines weiteres Indiz.
      Menschlichkeit und Unmenschlichkeit sind zwei Gegensätzliche Kräfte, die gerade in Krisenzeiten immer besonders deutlich hervortritt. Und so unmenschlich sich bspw. die Zeit zwischen 1933 und 1945 darstellen mag, war sie eben doch auch eine Zeit besonderer Menschlichkeit, besonderer Empathie, in der sehr viele Menschen ihr eigenes Leben für das Überleben Anderer riskiert haben. Und es ist letzlich diese Empathie, die zu der Erkenntnis führen wird, das die Welt Eins ist und immer sein wird. Das ist zweifellos eine Frage der Zeit – aber ich bin heute, mit 62 Lebensjahren, davon überzeugt, das sie kommen wird. Vielleicht nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht "übermorgen".
      Um dahin zu gelangen, können und sollten wir uns alle – ein jeder für Sich – in Achtsamkeit üben. So jedenfalls denke ich, werden wir das "Übermorgen" alle erleben.

    • "Ich befürchte nur, dass die "Bewegten" nicht weiter kommen als sich im Empörungsmanagement zu verlieren."

      Aber, lieber Herr Lenz, wer könnte denn die vielen "Bewegten" besser zusammenführen als Sie und Ihre Kollegen hier bei KenFM? Sie haben hier doch eine Plattform par excellence, um Verbindungen zwischen ihnen herzustellen, damit sie sich zusammentun können und Denkfabriken bilden. Ich z.B. habe eine solche Plattform nicht und vermisse sie schmerzlich, wenn ich hier interessante Kommentare von Leuten lese, die ich gerne kennenlernen würde. Und wie hier viele Mitkommentatoren immer wieder schreiben, bin ich damit nicht der Einzige. Man müsste sich untereinander viel direkter und intensiver austauschen können, als hastig noch schnell seinen Senf zu einem Artikel zu produzieren, bevor der kurz darauf im unergründlichen Orkus des KenFM-Archivs wieder verschwindet.

      Also, tut unbedingt bald etwas auch in diese Richtung.

    • Wer kennt diese Situation nicht: Ein Hund stürmt auf einen fremden Spaziergänger zu und das Herrchen ruft aus weiter Ferne: »Keine Angst, er beißt nicht, er will nur spielen!«

      Wenn ich mir ansehe, was sich hier und in den anderen alternativen Medien und den angeschlossenen Foren abspielt, sehe ich eine Analogie zu dieser Situation: Eine Schar Aufgebrachter erhebt ein lautes Gebrüll, aber die Mächtigen erkennen schon aus der Ferne: »Keine Angst, sie tun nichts, sie wollen nur reden!«

      Ich habe hier und in anderen Foren immer wieder gefragt, wer Lust hätte, sich in der analogen Welt mit mir zu treffen. Ich haben nun, nach zwei oder drei Jahren, endlich ein erstes Treffen mit fünf oder sechs Teilnehmern organisieren können und freue mich sehr darauf. Es ist nur so, dass das ungefähr der Menge an Menschen in Deutschland zu entsprechen scheint, denen es nicht reicht, sich in Artikel oder Kommentaren den Frust von der Seele zu schreiben.

    • Ja, cyberzaurus, vieles davon ist leider nur zu wahr. Aber dass es in Deutschland nur die 5-6 Kommunikationsfreudigen gibt, von denen du sprichst, das glaube ich einfach nicht. Denn es fehlt sicher nicht an Motivation, sondern an geeigneten MÖGLICHKEITEN zu effektiver Kommunikation. Ich verstehe nicht, warum KenFM in Anbetracht seines Engagements nicht längst diese geeigneten Möglichkeiten zur Verfügung stellt.

      Wie gerade deine Erfahrungen und deine unermüdlichen Bemühungen zeigen, lieber cyberzaurus, hat gerade KenFM doch viel bessere Möglichkeiten zur Anbahnung von Kontakten als jeder einzelne Vereinzelte von uns.

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