Im Gespräch: Renate Schoof („Alle Wünsche werden erfüllt“)

Angenommen die gute Fee gäbe es wirklich und der Leser dieses Textes hätte nach dem Ansehen des Interviews drei Wünsche frei. Was wären die Favoriten? Wäre Gesundheit dabei? Ein langes Leben vielleicht? Reichtum? Oder ganz schlau: unendlich viele weitere Wünsche?

Ein Gedankenkonstrukt, das jeder von uns sicher schon einmal durchgespielt hat. Es ist wichtig, um selbstreflektierend eine Antwort auf die Frage zu finden: Was will ich eigentlich? Denn oft genug holt einen die Realität schneller ein, als man sich etwas wünschen kann. So auch im Roman „Alle Wünsche werden erfüllt“ von Renate Schoof, in dem die Protagonistin Amelie mit jener Diagnose konfrontiert wird, die alle Wünsche blitzschnell auf Eis legt: Krebs.

Was nun? Was tun? Wünschen hilft jetzt nicht mehr. Die Welt scheint still zu stehen. Doch das Leben um einen herum geht heiter weiter, während man sich selbst mit dem Ende auseinandersetzen muss.

Das vorliegende Interview mit der Autorin ist eine Buchrezension in Spielfilmlänge, mit genügend Stoff, um beide Gehirnhälften gleichzeitig in Schwung zu versetzen. Die folgenden 95 Minuten sind tiefgründig, philosophisch, psychologisch wertvoll – bieten aber keine Pauschallösung an für ein freies, selbstbestimmtes Leben. Eins ist aber sicher: Angst ist es sicher nicht.

Inhaltsübersicht:

0:01:19 Renate Schoof – Personenvorstellung

0:16:25 Die neuen Freiheiten der Frau und ihre Kehrseite

0:26:32 Krankheit und Verantwortung

0:58:24 Corona, Angst und Entschleunigung

1:20:32 Unsere Gesellschaft und der Tod

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9 Kommentare zu: “Im Gespräch: Renate Schoof („Alle Wünsche werden erfüllt“)

  1. Oh etwas seelenvolles bei KenFm (-:

    vielen Dank für das schöne Gespräch, Frau Schoof und Herr Jebsen!

    Ken "Jetzt dürfen Sie überall müssen" (-: Ja, aber man muss ja auch nicht allem folgen. Es gibt ja noch den inneren Ruf, den man nicht übertönen lassen sollte. Den Erwartungen kann man sich doch auch entziehen.

    "Alle Freiheiten enden dann, wenn sie von dir erwartet werden" Ja, es ist manchmal schwer, das >ich will< noch zu spüren, wenn es heißt >du musst<, aber bei manchen Dingen, die ich ursprünglich wollte und dann musste, erinnere ich mich immer wieder mal daran, wie schön es ist, dass ich sie darf (-:

    "Taxieren Frauen sich untereinander stärker, als Männer es tun?"
    Meiner Erfahrung nach ein klares Ja.

    "…sie leben das Leben eines anderen….Und irgendwann meldet sich das Leben und sagt: jetzt musst du mal dein eigenes Leben leben!"

    wie wahr!

    nein, nein, schön zu sein, kann auch auf Abwege führen, so schön es auch ist, etwas schönes anzusehen (-:
    Schaut euch die großen Liebenden an. Meistens entsprechen sie keineswegs dem Schönheitsideal.

    Und was ist jetzt nun eigentlich mit den 3 Feen? Ich erwarte sie. "Sei realistisch, erwarte ein Wunder." (-:

  2. Freundliche Anmerkung:
    Der ca. bei Minute 14.30 gesuchte Name lautet wohl: Ahmad Masour. 1976 als Sohn arabischer Israelis geboren, war er ab 2007 Gruppenleiter in dem Berliner Antigewalt-Projekt HEROS, das sich aktiv gegen jede „Unterdrückung im Namen der Ehre“ wendet.
    Der Name, der bei ca. Minute 40 gesuchten US-Amerikanerin lautet Susan Sonntag, deren Essay „Illnes as Metaphor“ 1978 unter dem deutschen Titel „Krankheit als Metapher“ erschien. 2003 erhielt sie den „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“.

  3. Liebe Renate, die Intolleranz mit dem Islam und den Frauen in Islam ist eine Angelegenheit, die vom Staat geschaffen wird. Seien sie mal ehrlich, wen würde das eigentlich stören, wenn nicht den Staat, wenn eine Frau vollverschleiert ist, weil sie dann kein Gesicht zeigen muss, während man versucht sie zu erziehen. Die Vollverschleierung macht sie daher schwer therapierbar, wenn niemand ihre emotionale Reaktion vom Gesicht ablesen kann. Es geht hier lediglich darum, dass der Sozialstaat funktionieren möchte. Sozialstaat im Sinne soziale Kontrolle. Sie als Pädagogin müssten solche Dinge eigentlich gut verstehen.

  4. Ich finde Frau Schoof ist eine schöne ältere Frau, auch gerade durch ihre Einstellung tritt das noch deutlicher hervor.

    Ein sehr angenehmer Gast, der eine gewisse Ruhe ausstrahlt und ich war auch gerade in der Stimmung für mal andere Themen zumindest teilweise als nur Corona und Politiker und diese ganzes Zauberland in das man uns vpr Monaten verfrachtet hat.

    Danke und weiterhin viel Kraft und Lebensfreude für beide Gesprächspartner.

  5. Die gute Fee würde Dir erst einmal erklären, welche Drei Wünsche Du haben darfst. Dann würde sie Dir Dein Leben zerstören, denn gute Feen in Deutschland haben meistens ein bestimmtes Problem. Das Problem nennt sich Dialektrakomplex. hahpfft

  6. Brustkrebs habe ich bei meiner Frau miterleben müssen. Von der ersten Diagnose über TumurOP es hieß ach plötzlich die linke Brust muss komplett weg…
    Chemotherapie, Spritzen die ich ihr verabreichen musste, ein Phase trügerische Ruhe und Hoffnung davongekommen zu sein, um dann die Nachricht zu bekommen Lungenmetastasen. 2 Wochen später haben wir geheiratet, weitere 4 Wochen später war sie gestorben. 41 Jahre. Ich alleine mit 2 Kindern (4 und 8), denen zu sagen musst, "die Mama ist tot"
    Mit dem Krebs zu leben und zu leiden, ist für eine Familie schon eine ungeheure Belastung.
    Der ganze Stress dann mit den Kindern alleine… Ich könnte Bücher schreiben

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