RISIKO! Von der Traurigkeit eines jungen alten Mannes

Von Dirk C. Fleck.

„Man braucht sehr lange, um jung zu werden“. Recht hat er, der gute Pablo Picasso. Man braucht übrigens auch lange, um diese Worte zu verstehen. Dazu muss man zurück gefunden haben zu ungetrübter Unschuld, zum atemlosen Staunen und zum bedingungslosen Vertrauen in alles, worin das Leben uns verwickelt. Es ist dieses Urvertrauen, das uns in der Matrix einer menschengemachten Realität verloren gegangen ist und das wir uns mühsam zurück erobern müssen. Dabei kann man schon siebzig, achtzig oder neunzig Jahre alt werden. Ich bin gerade siebenundsiebzig geworden und fühle mich jünger denn je.

Soweit die Vorrede. Die üble Nachrede kursiert zwar erst seit wenigen Wochen, trifft mich aber mitten ins Herz. Man hat mich zur Risikoperson erklärt. Einfach so und völlig widerspruchslos. Ich bin nicht nur hoch in den Siebzigern angesiedelt, was schon schlimm genug ist, ich habe außerdem noch Diabetes II, was dem Corona-Virus Tür und Tor öffnen soll. Dabei ist Diabetes II durch gute Ernährung quasi außer Gefecht zu setzen. In panischen Zeiten wie dieser ist das natürlich kein Argument. Also fassen wir zusammen: Dirk C. Fleck = RISIKO! Normalerweise könnte ich darüber lachen, wenn mir nicht nach und nach bewusst würde, wie sehr die Angst von uns inzwischen Besitz ergriffen hat. Das reicht bis in mein unmittelbares Umfeld. Gestern versuchte mir eine Freundin aus Baden-Württemberg verlegen zu erklären, warum mein längst geplanter Besuch bei ihr wohl besser nicht stattfinden sollte (RISIKO!). Ich bekomme Anrufe von Menschen, die ich ewig nicht gesehen habe und die wissen wollen, ob es mir gut geht. „Ja, warum fragst Du?“ (Dummerchen: RISIKO!). Reise

Inzwischen habe ich begriffen, welchen Stellenwert ich noch besitze: den eines Mannes, der sich zwar jünger fühlt als jemals zuvor, der jedoch aufgrund seines Alters auf Distanz gehalten wird. Ich verstehe das. Aber wenn selbst die Freunde auf Abstand gehen, wenn es nicht mehr möglich ist, jemanden auf ein Glas Wein einzuladen, ohne ihn in Verlegenheit zu bringen, stimmt mich das traurig. Und diese Grundstimmung hüllt mich ein, die kann auch der schüchterne Frühling nicht vertreiben. Wie wird man in Zukunft mit mir verfahren? Schmeißt man mich aus Bussen und Bahnen? Weisen mich die Krankenhäuser ab, wenn ich Hilfe brauche? Wird mir ein Kontingent an Stunden zugeteilt, die ich an der frischen Luft verbringen darf? Muss ich eine deutlich sichtbare Kennung auf der Kleidung tragen? Denkbar ist inzwischen alles.

Was ist nur los mit uns? Blicken wir uns einmal in der Geschichte um. Was sehen wir? Wir sehen Milliarden von Toten. Von Urbeginn an starben Menschen, Tiere und Pflanzen dahin wie Schaumkronen auf dem Meer. Jede Person, auf die ich mich berufen kann, ist tot. Wir leben aus dem Nachlass Verstorbener und erleben uns inmitten von Todeskandidaten. Was machen wir also für ein Aufhebens um uns? Wäre es nicht besser, dem Virus, das weltweit weniger Tote fordert, als jede Grippewelle, mit mehr Gelassenheit zu begegnen, anstatt in Angststarre zu verharren und uns auf diese Weise des Lebens zu berauben?

Ich habe es inzwischen aufgegeben, irgendwelche Nachrichten oder Meinungen zum Thema zu konsumieren. Es ist pures Gift, was uns pausenlos und von allen Seiten in die Köpfe geträufelt wird. Das gilt nicht nur für den Mainstream, sondern ebenso für die sogenannten alternativen Medien. Dagegen gilt es dringend Abwehrkräfte zu entwickeln. Das ist nicht leicht, denn sobald man unter Menschen gerät, klebt man am Fliegenfänger ihrer Angst. Sie sieht nicht nur komisch aus, diese Angst, sie ist auch im höchsten Grade irritierend. Hier wird nun überdeutlich, dass unsere Spezies mit dem Phänomen der Vergänglichkeit in keinster Weise zurecht kommt.

Wenn es denn möglich wäre, würde ich einen Artikel von Prof. Dr. Markus Gabriel zur Pflichtlektüre erklären. Prof. Dr. Markus Gabriel ist Inhaber des Lehrstuhls für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart an der Universität Bonn. Er leitet dort das Internationale Zentrum für Philosophie NRW und das Center for Science and Thought. Bekannt wurde er mit Büchern wie „Warum es die Welt nicht gibt“, „Ich ist nicht Gehirn“ und „Der Sinn des Denkens“.

In dem besagten Artikel (https://www.uni-bonn.de/neues/201ewir-brauchen-eine-metaphysische-pandemie201c?fbclid) heißt es unter anderem:

Ja, wir müssen Virologen konsultieren. Nur sie können uns helfen, das Virus zu verstehen und einzudämmen, um Menschenleben zu retten. Doch wer hört ihnen zu, wenn sie uns sagen, dass jährlich mehr als zweihunderttausend Kinder an von Viren ausgelöstem Durchfall sterben, weil sie kein sauberes Wasser haben? Warum interessiert sich niemand für diese Kinder? Die Antwort ist leider eindeutig: Weil sie nicht in Deutschland, Spanien, Frankreich oder Italien sind. Doch auch das stimmt nicht. Denn sie sind in europäischen Flüchtlingslagern, um der ungerechten Situation zu entfliehen, die wir durch unser Konsumsystem mit zu verschulden haben.

 An anderer Stelle äußert sich Markus Gabriel zu dem Corona-Problem mit bemerkenswerter Klarsicht: Wenn wir nach dem Virus so weitermachen, wie vorher, kommen viel schlimmere Krisen: Schlimmere Viren, deren Entstehen wir gar nicht verhindern können; die Fortsetzung des Wirtschaftskriegs mit den USA, in dem sich die EU gerade befindet; die Verbreitung von Rassismus und Nationalismus im Kampf gegen die Migranten, die zu uns fliehen, weil wir ihren Henkern die Waffen und die Wissenschaft für Chemiewaffen geliefert haben. Und vergessen wir sie nicht: Die Klima-Krise, die viel schlimmer ist, als jedes Virus, weil sie das Ergebnis der langsamen Selbstausrottung des Menschen ist. Diese ist durch Corona nur kurz gebremst. Die Weltordnung vor Corona war nicht normal, sondern letal. Warum können wir nicht Milliarden investieren, um unsere Mobilität zu verändern? Warum können wir die Digitalisierung nicht verwenden, um unsinnige Meetings, zu denen Wirtschaftsbosse mit Privatjets fliegen, online abzuhalten? Wann verstehen wir endlich, dass das sehr gefährliche Corona-Virus verglichen mit unserem Aberglauben, durch Wissenschaft und Technologie alle Probleme der Moderne lösen zu können, harmlos ist?

 Wir brauchen eine neue Aufklärung, jeder Mensch muss ethisch ausgebildet werden, damit wir die gigantische Gefahrenlage erkennen,

 Aber gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass wir in wenigen Wochen von der populistischen Verachtung wissenschaftlicher Expertise in einen Ausnahmezustand übergegangen sind, den ein New Yorker Freund von mir treffend als wissenschaftsgläubiges Nordkorea bezeichnet hat. Wir müssen erkennen, dass die Infektionsketten des globalen Kapitalismus, der unsere Natur zerstört und die Bürger der Nationalstaaten verdummt, damit wir hauptberuflich zu Touristen und Konsumenten von Waren werden, deren Herstellung auf Dauer mehr Menschen töten wird, als alle Viren zusammengenommen. Warum löst eine medizinische, virologische Erkenntnis Solidarität aus, nicht aber die philosophische Einsicht, dass der einzige Ausweg aus der suizidalen Globalisierung eine Weltordnung jenseits einer Anhäufung von gegeneinander kämpfenden Nationalstaaten ist, die von einer stupiden, quantitativen Wirtschaftslogik angetrieben werden? Nach der virologischen Pandemie brauchen wir eine metaphysische Pan-Demie, eine Versammlung aller Völker unter dem uns alle umfassenden Dach des Himmels, dem wir niemals entrinnen werden. Wir sind und bleiben auf der Erde, wir sind und bleiben sterblich und fragil. Werden wir also Erdenbürger, Kosmopoliten einer metaphysischen Pandemie. Alles andere wird uns vernichten und kein Virologe wird uns retten.

 Jens Lehrich und ich werden in den nächsten Tagen eine neue Folge unseres Gesprächsformats „Zwei Hambürger werden salonfähig“ aufnehmen (wie immer auch hier auf KenFM zu sehen). Vorausgesetzt, Jens traut sich zu mir. Entgegen unserer Gepflogenheiten haben wir uns diesmal im Vorwege abgesprochen, das Corona-Virus in unserem Gespräch mit keinem Wort zu erwähnen. Denn wie Karl Valentin bereits sagte: „Es ist alles schon gesagt, nur nicht von jedem!“

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: inventbbart / shutterstock  

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18 Kommentare zu: “RISIKO! Von der Traurigkeit eines jungen alten Mannes

  1. Lieber Herr Fleck. Ich verstehe, dass Sie traurig sind. In den Krisenzeiten sollten Menschen, sogar müssen füreinander da sein, weil wir alle zur Menschheitsfamilie gehören. Ich würde so gerne mit Ihnen ein Glas Wein trinken, mit Ihnen spazieren gehen, oder einfach Ihnen zu hören. Ich liebe Ihre Beiträge und Hamburger-Treff – grossartig! Aber leider wohne ich in der Schweiz, etwas weit weg. Meine Freunde- und innen, verhalten sich ähnlich. Ich habe einen Hund, Pablo und auch wenn manche auch einen Hund besitzen (ein blödes Wort), die Ehre haben einen wunderbaren Geschöpf/Begleiter zu haben, kommen mit uns nicht laufen, auch mit einem Abstand von 2 m. Echt seltsam. In dieser Zeit trennt sich den Spreu vom Weizen. Herr Fleck, Sie haben viele Freunde glauben Sie mir, vor allem die Unsichtbaren, welche immer bei Ihnen sind. Bleiben Sie glücklich, denn glückliche Menschen sind auf allen Ebenen gesund. Liebe Grüsse Susanna Schmidlin

    • Liebe Frau Schmidlin, haben Sie herzlichen Dank für die aufmunternden Worte. Aber in Wirklichkeit geht es hier nicht um mich, ich komme allein ganz gut zurecht. Es geht um die vielen Alten, die in kürzester Zeit stigmatisiert wurden und die jetzt alles verlieren, was sie am dringendsten brauchen: den sozialen Kontakt. Sogar gestorben wird neuerdings in "Isolationshaft", nicht einmal ein Pfrarrer darf gerufen werden. Kälter kann sich eine Gesellschaft nicht präsentieren. Und genau das ist es, was mir weh tut: der Verlust jeglicher Empathie und das Heranwachsen der sattsam bekannten Blockwartmentalität.

    • Lieber Herr Fleck – guten Abend. Ja, Sie haben recht, es ist traurig, was jetzt mit den vielen Alten, oder älteren Menschen passiert. Meine Mutter ist 92 Jahren alt und ich bete, dass Sie nicht alleine gehen muss… Sie lebt alleine in Tschechien und ich kann sie nicht besuchen. Ich bete, dass ich sie noch sehen kann. Ich las einen schönen Text/Satz auf einer Karte zum Geburt eines Wunders, eines Kindes: Du hast den Atem des Lebens aufgenommen und unsere Herzen tief bewegt. Es wäre auch schön für die, welche alleine sind, wenn sie gehen: Du hast den Atem des Lebens losgelassen und unsere Seelen mit Dankbarkeit erfüllt. Ich wünsche uns Allen, dass wir es schaffen und die Empathie wieder zurück gewinnen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und gute Zeit.

  2. Mir geht es ähnlich, lieber Dirk C. Fleck, auch ich werde nun oft ausgegrenzt, weil ich mich offensichtlich optisch mit meiner Haarfarbe als Risikogruppe darstelle.

    Hätte ich nie gedacht..bis vor kurzem wurden wie Älteren schlicht übersehen, als ob wie unsichtbar wären….und nun sieht man uns plötzlich wieder, aber nur um uns anzugiften und zu verdächtigen, wir würden durch schieres Vorbeigehen auf der Strasse mit unserer Aura (oder wie auch immer…) die Pest übertragen.

    Je nach Stadtteil in Hamburg ist dieser Eindruck mehr oder weniger stark und im südlichen S-H sind besonders viele Blockwarte unterwegs, die reglementieren wo sie nur können.

    Gerade auch unschuldige Alte… Vorhin traf es nach mir noch einen älteren, weißhaarigen Gartenarbeiter, der völlig allein mit seinem Laubbläser einen kleinen Spielplatz sauber püsterte und damit – warum auch immer – den Unmut und die lauten Anschuldigungen eines Radfahrers provozierte.

    Die Leute sind verrückt geworden, verrückter denn je! Aber ich habe mit knapp 70 beschlossen, mich in keine "Risikogruppe" stecken zu lassen, in überhaupt keine Gruppe oder Schublade irgendeiner Art. Das wurde seit Jahrzehnten mit mir versucht und wird auch jetzt nicht gelingen.
    Wenn Andere das über mich denken + deshalb meinen, irgendwelche grässlichen Dinge mit mir anstellen zu können…bitte sehr. Mit mir selbst ganz tief drinnen hat das überhaupt nichts zu tun und kann mich nicht berühren, nur wundern.

    Vielleicht können wir sogar die Dinge umdrehen und eben gerade unser Alter & unsere Erfahrung nutzen, um in dieser absurden, gräßlichen und brandgefährlichen Situation mit Corona, in der sich uralte Erinnerungen, Gefühle und Ur-Ängste vor dem Bösen melden…

    versuchen dagegen zu halten, aufzuklären, Augen zu öffnen …. auch gerade bei den Jüngeren, die sich kaum vorstellen können, was es alles so geben kann im Leben und die nun aus ihrem gemachten Nest fallen und absolut nix verstehen.

    Wir könnten es versuchen, um dadurch vielleicht auch unser eigenes Leiden und Traurigkeit umzuwandeln und einfach wie immer schon weitermachen, anstatt uns herabwürdigen zu lassen zu Objekten und Randgruppen, die ein kranker Geist sich ersonnen hat.

    Garnich um kümmern secht de Hamburger, nech??

    Dazu noch reichlich Vitamine, frische Luft, wenig essen wenn möglich und gute Telefonate & Lektüre. Dann schaffen wir das vielleicht sogar.

    Ich bekam einen Artikel zugeschickt, den ich hier verlinken möchte. Der kommt zwar von einer fürchterlichen Seite und mir erschließt sich nicht, wie ein denkender Mensch dort veröffentliche kann und ich teile auch nicht alles, was dieser Mann dort sagt, aber einiges gefällt mir und die Theorie der Re-Gnose hat etwas und viele Visionen sprechen mich an:
    https://kress.de/news/detail/beitrag/144775-die-welt-nach-corona-wie-wir-uns-wundern-werden-wenn-die-krise-vorbei-ist.html

    Sonst fällt mir noch Bruce Lipton ein, der – ganz aktuell und interessant – mal wieder seiner großen Theorie folgte und sowas wie "Wir bekommen, was wir denken, sogar weltweit" bei YT teilte: https://youtu.be/KW1PDNNAO0g

    Alles Gute & Dank für deine tolle Arbeit durch all die Jahre und ich freue mich auf die neue Ausgabe von "Hambürger"!

  3. Lieber Herr Fleck, die Situation ist nicht angenehm aber wir wollen das Sie und viele andere Menschen ihres Alters uns noch viele Jahre erhalten bleiben. Vielleicht ist es besser sich jetzt etwas zurückzuhalten und dann können sie noch viele nette Stunden mit Menschen verbringen. Wenn jetzt keine Rücksicht genommen wird und sie dann an Lungenenzündung erkranken? Wäre auch blöd oder? Nutzen sie die Technik, man kann sich ja auch im virtuellen Raum zusammensetzen. Und es wird hoffentlich nicht sehr lange dauern.

    • Es stellt sich ja die Frage, ob man als Alter ins Krankenhaus gehen und dem armen Arzt die Aufgabe stellen soll, zu entscheiden ob das Intensiv-Bett nicht einem weniger Risikobehafteten zugesprochen werden muss, und man selbst wird unbehandelt dort im Krankenhaus bis zum Abtransport "beiseite" gestellt und den größten Gefahren ausgesetzt! Für diese "Risiko Patienten" stellt sich die Frage, ob sie nicht allein zu Hause sicherer aufgehoben sind, keine Krankenhauskeime und keine anderen Ansteckungsgefahren durch die Klinik etc

  4. Zitat: "…ich habe außerdem noch Diabetes II, was dem Corona-Virus Tür und Tor öffnen soll. Dabei ist Diabetes II durch gute Ernährung quasi außer Gefecht zu setzen. In panischen Zeiten wie dieser ist das natürlich kein Argument."

    Oh Mann, so alt geworden und nichts verstanden?
    1. Der Diabetes Mellitus Typ 2 "öffnet" weder eine Tür, noch ein Tor – Viren (vorausgesetzt es gibt sie) kommen einfach und besiedeln uns – denen istes herzlichst egal ob sie Diabetes, Fußpilz, eine Alkoholleber oder nichts von dem allen haben.
    2. Warum ist in "panischen Zeiten die diese" es kein Argument, dass man Diabets Mellitus Typ 2 heilen kann, durch gesunde Ernährung?

    Bezogen auf Ihren Text ist das eine sehr heuchlerische Einstellung, ich versuche es Ihnen zu erklären, vielleicht begreifen Sie es ja trotz des hohen Alters und trotz des Diabetes Mellitus Typ 2 .

    Die meisten Diabetes Mellitus Typ 2 Patienten ernähren sich ungesund, was viel Nahrungsmittel tierischen Ursprungs einschließt, auch viele Milchprodukte, sowie raffinierte Fette und Kohlenhydrate… nur in weniger als 1 % der Fälle ist für Diabetes nicht die Ernährung schuld.
    Sie beklagen sich dann darüber in Ihren Text, dass es niemanden interessiert, dass Kinder an Viren sterben, weil sie kein sauberes Trinkwasser haben – was Blödsinn ist, denn dieses Wasser enthält in der Regel Bakterien, nicht Viren aber egal, sie beklagen den "Klimawandel, dass niemand sich darum kümmert, die Ausbeutung anderer etc.
    Und ich sage nun, SIE sind ein Heuchler, sie sind genau so ein mit dem Finger auf andere zeigender der sagt: DIE sollen sich ändern!
    SIE können ja gerade nichts für die Hungernden tun, weil für SIE gerade panische Zeiten sind. SIE geben täglich tausende von Tiermorden in Auftrag, SIE sorgen mit IHREM Konsum dafür, dass die Massentierhaltung weiter geht, dadurch die ärmsten der armen ihr Land verlieren, weil Großkonzeren da Futterpflanzen anbauen, die dann IHRE FLeischlieferantentiere bekommen. SIE sorgen dafür, dass mehr und mehr Bakterien resistent werden, weil die Tiere in der Massentierhaltung prophylaktisch Antibiotika bekommen. SIE sorgen mit IHREM Essverhalten dafür, dass auch in Deutschland die Gewässer und die Böden immer mehr mit Gülle verpestet werden…
    Vielleicht nutzen SIE die Zeit die sie nun haben, weil keine Freunde sie besuchen kommen und denken darüber mal nach. Ehrlich Ihr Diabetes ist Ihre Sache – nicht ganz, weil ich, ich ganz persönlich mit meinen Beiträgen zur Krankenversicherung ihre scheiß Arztbesuche, ihre Medikamente etc. mitfinanzieren muss, egal ob ich will oder nicht – machen sie damit was sie wollen. Ihr Essverhalten sollten sie jedoch sehr schnell ändern oder eben nicht mehr in Ihren Beiträgen die Armen der Welt beklagen, sie sollten nichts zur Verunreinigung der Welt sagen.
    Mich macht solch scheinheiliges Gelaber echt wütend, alle wissen was die Anderen anders machen sollten, nur sie selbst können grad keine Veränderung vornehmen…
    Schon mitbekommen Alter Mann, dass wenn sie mit einem Finger auf andere deuten, vier Finger auf Sie zeigen? Weniger Labern, mehr machen …

    • Sieh an, ein wütender Germane, der sich kaum im Zaum zu halten vermag. Lesen Sie doch mal das hier (https://kenfm.de/von-der-wuerde-der-tiere/) und dann wiederholen Sie laut, was Sie an Dreck über mich ausgeschüttet haben.

    • Lieber Dirk C. Fleck, an den verlinkten Beitrag mußte ich gerade beim Lesen denken. Vielen Dank für die Replik; meine wäre weniger höflich ausgefallen.

    • Lieber Germane (wahrscheinlich hart wie Kruppstahl, Zäh wie Leder und flink wie die Windhunde)

      es ist einfach nur furchtbar, wie abschätzig sie auf den Artikel von Herrn Fleck eingehen.

      und sie haben scheinbar Nichts, aber auch gar Nichts davon verstanden, weil Sie sich vielleicht bereits längst in dem von Angst, Verzweiflung und Aussichtslosigkeit genährten Kriegs- und Kampfmodus befinden, der in dem Artikel auch zurecht beklagt wird.

      Wenn sie vielleicht frustriert sind, gehen Sie raus joggen oder schlagen auf einen Boxsack, aber kotzen Sie hier nicht in die Kommentarspalten

  5. Danke für diese Worte!
    Auch ich bin entsetzt über das, was um mich herum passiert. Angeblich um uns zu schützen wird alles gegen die Wand gefahren.
    Am schlimmsten empfinde ich das Kontaktverbot, einhergehend mit eingeimpften Schuldgefühlen denn ,wenn ich keinen Abstand halte, bin ich dann "schuld", wenn der Nachbar krank wird oder stirbt!?!?
    Ich bin ü50 und arbeite in einem Alten-und Pflegeheim. Also mitten unter denen, die noch mehr "Schutz" benötigen.
    Im Namen der mir Anvertrauten sage ich nun:
    Sie wollen nicht "beschützt" werden! Sie wollen ihre Besucher um sich haben, draussen in der Sonne sitzen oder
    in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchen mit ihren Söhnen, Töchtern, Enkelkindern….. All dies wird ihnen auf ihren letzten Tage noch genommen, denen, die sowieso schon nichts mehr haben!
    Weden sie krank, bleiben sie nun allein und sterben auch allein!
    Die Tragweite dieses "Schutzes" ist denen, die all diese Regeln erstellen ÜBERHAUPT nicht klar!
    Ich fühle mich so ohnmächtig und traurig und wütend….

    • Das Kontaktverbot ist wirklich ganz schlimm!
      Seit 3 Wochen schon kann ich das Pflegeheim nicht besuchen, nur gelegentlich anrufen und hoffen, dass es meinem alten Menschen dort…..der nun so ganz auf sich allein gestellt….. und nur in der Obhut gestresster Pfleger – so einigermaßen gut geht.
      Was für eine Prüfung für unsere ganz Alten so kurz vor ihrem Lebensende!

  6. DANKE, dem KenFm-Team für diese wertvolle Plattform. Für mich ist sie, wie für Tausende, seit 3 1/2 Jahren zum Überlebenselexier geworden.

    Niemand kann mit Angst unsere Herzen trennen, da wir uns im Geiste und voller Empathie nicht trennen lassen.

    Nein, liebe Norma, wir sind nicht allein – wir kommen zusammen…

  7. Lieber Herr Fleck,
    ich wünsche Ihnen und allen Menschen die es jetzt schwer haben durch diese verrückten Zeiten viel Kraft. Ich empfinde diese Zeit als sehr bedrückend,und das ganz und gar nicht wegen Covid19 sondern wegen der Reaktionen meiner Umwelt. Ich würde sie besuchen und ich würde mich über Besuch von Ihnen freuen. Das darf man aber im Moment bei den meisten Menschen noch nicht mal sagen. Ich hoffe wir erwachen rechtzeitig aus diesem Alptraum. Wenn ich traurig über diese Situation bin, werde ich auch an sie denken und mich dann vielleicht nicht mehr so allein fühlen.

    Herzlichste Grüße, Krista

    • Danke Frau Haldenwang, danke an Herrn Fleck,
      ich denke an Ihre Worte, denn viele Menschen sind entsetzt und traurig über all die Reaktionen oder besser Nicht-Reaktionen der allermeisten Menschen. Danke für die hilfreichen Worte, denn ich fühle mich auch sehr ausgegrenzt und allein.
      Liebe Grüße
      Norma

  8. Eine neue Aufklärung…man stelle sich vor, DPA oder AP kann keine Lügen mehr liefern und Klebers Clausi müsste nun selbst zum Münchhausen werden. Klar, kann er nicht. Ewig copy und paste macht einfach auch dumm und träge zwischen den Ohren.
    Oder Madame No kriegt in den Berliner Quarantänebunker keine Orders mehr gefunkt? Was dann?

    Die Lügen dieser Wracks wären so lauwarm-brüchig, dass man sie nicht einmal als Witz ernst nehmen könnte. Oder?

    Völlig desorientierte Ex-Alpha-Honks taumeln durch die Buchstabensuppe. Unfähig diese zu sortieren und gar daraus einen semantischen Wert abzulesen.
    Sind wir schon auf dem Weg dorthin?

    Man müsste dann nur schnell zusehen, diese verwirrten Entitäten einzusammeln und zu isolieren. Bevor noch weiter Schaden anrichten.

    Und dann kann jeder wieder damit beginnen, sich einen Gedanken, einen eigenen, zu gönnen.

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