KenFM am Set: Rückkehr der Friedensfahrer aus Moskau

Stell dir vor es ist Frieden und alle machen mit!

Ginge es nach der NATO, wäre Europa schon längst wieder in einem klassischen bewaffneten Konflikt mit Russland. Die NATO und die in ihr federführende USA mit ihrem gigantischen Militärisch-Industriellen Komplex brauchen den Krieg ganz praktisch, um nicht arbeitslos zu werden.

Es geht also, wie in jedem Krieg, um rein materielle Interessen, wobei die Russische Landmasse als Teil Europas in Asien übergeht. Dieses Eurasien, zu dem auch das „alte“ Europa zählt, reicht vom Atlantik bis vor die Küsten Japans und umfasst auch China. Der größte Wirtschaftsraum des Planeten – autark und damit nicht auf das Imperium USA angewiesen. Wenn die USA in Eurasien die Rolle spielen wollen, die sie sich selber zuschreiben – den Boss spielen – dann kann das nur funktionieren, wenn man die Völker teilt und gegeneinander in Stellung bringt.

Teile und Herrsche. Das alte Spiel.

Ein neues Feindbild, in diesem Falle das alte vom „Russen“, ist für diese Machtpolitik unbedingt erforderlich. Die Lückenpresse sorgt für entsprechende einseitige Beichterstattung für ein lückenhaftes Bild der anderen Seite. Propaganda als Grundvoraussetzung, um Völker für Kriege zu begeistern.

Dass auch die dauerhafte mediale Gehirnwäsche im Westen selber so nicht mehr funktioniert, hat einen einfachen Grund. Das Netz. Im Netz haben die Menschen längst angefangen, sich an den staatsnahen Pressemaschinen vorbei zu informieren. Menschen entwicklen aufgrund einer neutraleren Berichterstattung die Möglichkeiten der Eigeninitiative. Sie besuchen den angeblichen Feind, den Russen, und stellen fest: Der ist nicht – wie beschrieben – ein Unmensch, sondern im Gegenteil, ein Bürger wie du und ich, der sich vor allem eines auf gar keinen Fall wünscht. Krieg.

Dr. Rainer Rothfuß, Akademiker und Friedensaktivist, sowie Owe Schattauer, Musiker, Bauunternehmer und Friedensaktivist, setzten im August ihre Idee um, eine Friedensfahrt Berlin-Moskau-Moskau-Berlin durchzuführen. Über 200 Menschen waren ihrem Aufruf gefolgt und schlossen sich dem Friedenskonvoi an, als Schirmherr konnte kein geringerer als Willy Wimmer gewonnen werden.

Am 21. August kehrten die Aktivisten von ihrer Friedensmission nach Berlin zurück. Ihre Botschaft ist ein Zeichen: Wenn wir wollen, dass der Frieden in Europa gewahrt bleibt, müssen wir das selber übernehmen. Wir müssen Brücken zu unseren Nachbarn schaffen. Überlassen wir das den Eliten, hat der Frieden keine Chance. Aber wir brauchen sie eben nicht, diese Eliten. Wir sind erwachsen. Rothfuß, Schattauer und die vielen Mitreisenden haben vorgemacht, wie es geht. Folgen wir ihnen mit weiteren selbstgewählten Möglichkeiten der Verständigung.

SO geht echte Demokratie!

13 Kommentare zu: “KenFM am Set: Rückkehr der Friedensfahrer aus Moskau

  1. ‚Ginge es nach der NATO, wäre Europa schon längst wieder in einem klassischen bewaffneten Konflikt mit Russland. Die NATO und die in ihr federführende USA mit ihrem gigantischen Militärisch-Industriellen Komplex brauchen den Krieg ganz praktisch, um nicht arbeitslos zu werden.‘

    Das ist einfach falsch.
    Erstens bestimmt die NATO die militärische Ausrichtung fast ganz Europas. Es GEHT also derzeit nach der NATO. Darunter sind völlige Fehlschläge wie Syrien, mehr als fragwürdige Aktionen wie Libyen, Irak, Afghanistan. Darunter ist aber eben auch der Frieden mit Russland – seit es die NATO gibt.
    Die NATO hat definitiv kein Interesse an einem Krieg mit Russland, und das finde ich sehr positiv.
    Was soll also diese suggestive Unterstellung?
    Russland hat das Nicht-NATO-Land Ukraine angegriffen, bevor es in die NATO eintreten konnte.
    Die NATO ist verpflichtet, die Mitgliedsstaaten vor Krieg auf ihrem Territorium zu schützen.
    Sie muss also als VERTEIDIGUNGSBÜNDNIS vor allem Frieden wahren.

    Tatsache ist: Es geht nach der NATO, egal, wie man das findet, und die NATO will keinen Krieg mit Russland.

  2. Liebe Friedensfahrer, lieber Rainer Rothfuß, lieber Owe Schattauer,

    herzlichen Glückwunsch zu Eurer gelungenen Friedensfahrt! Euer Engagement ist nicht hochgenug einzuschätzen. Denn Aufrüstung und das Drohungsszenario der USA und der NATO lassen Schlimmstes befürchten. Deswegen ist Eure Aktion ein wichtiges, Hoffnung gebendes Signal für einen Politikwechsel, für den wir eintreten. Schön, dass alle gesund und mit vielen guten Eindrücken zurückgekehrt sind. Da ich selber im September zu einer zweiwöchigen Lese- und Vortragsreise nach Russland aufbreche, war ich diesmal nicht dabei – vielleicht ein nächstes Mal.

    Mit Dank und herzlichen Grüßen
    Wolfgang Bittner

  3. Liebe Friedensfahrer, lieber Owe Schattauer und Rainer Rothfuß,

    wie schön, dass Ihr alle wieder gesund und heil von dieser schönen, wenn sicherlich auch anstrengenden Reise, zurückkehrt seid. Und der Empfang in Berlin muss ja wirklich sensationell gewesen sein…
    Mein Mann und ich sind vor 14 Tagen von Hildesheim nach Berlin gefahren, um Euch viel Glück für die Reise zu wünschen und es gab berührende Begegnungen…Im Gespräch mit dem Papa von Rainer Rothfuß, der mitgefahren ist, erfuhren wir, wie viele Helfer mitgewirkt haben, einschließlich der großen Familie von Rainer Rothfuß…
    Über das Netz habe ich die Reise mit verfolgt und konnte so zumindest ein wenig Anteil haben. Vielen Dank hier auch an die vielen sehr persönlichen Berichte im Netz!

    Zu gerne wäre ich auch am Sonntag in Berlin bei der Begrüßung dabei gewesen, doch wir waren im Urlaub und sind erst jetzt Zuhause angekommen.

    Ich freue mich für Euch und für uns…Ihr habt ein Zeichen gesetzt!
    Einfach klasse!

    Ganz herzliche Willkommensgrüße aus Niedersachsen
    Birgit Assel

    • Ich wüsste gern, ob das Gelbe Auto auch mitgefahren ist, weil wir dort auf Anweisung von Owe unsere Geschenke für die Russen abgeliefert hatten(in einer silbergrau-schwarz-gemusterten Tasche) und wir das Auto auf den Reisevideos nirgends gesehen haben! Kann mir da jemand von den Friedensfahrern Mitteilung machen auf mein Profil? Das wäre schön.

  4. Oh, da wäre ich gern dabei gewesen…

    Ich habe die ganze Fahrt gespannt auf allen möglichen Kanälen verfolgt und bin begeistert, wie gut das alles gelaufen ist. Bleibt nur noch zu hoffen, dass diese Aktion noch lange nachhallt und viele positive Auswirkungen hat!

    Vielen Dank an alle Mitfahrer! 🙂

  5. Oh wie schön, dass alles so gut gelaufen ist! Man sieht und merkt es auch dem Owe und dem Rainer an, wie glücklich und zufrieden sie jetzt sind. Das, was sie erzählen, sprengt ja noch alle Erwartungen! Schade, dass wir diesmal beim Empfang in Berlin nicht dabei sein konnten, aber wie man hier sieht, gab es ja genügend freundlichen Zuspruch, sogar von der Berliner Polizei! Toll! Ganz vielen herzlichen Dank für Eure Friedensaktivitäten, ihr lieben Friedensfahrer alle!

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