Ruediger Dahlke: Kriege in Medizin und Körper – wie wir uns davor schützen und gesund bleiben

Follow the money! Was in der internationalen Politik einem unausgesprochenen Naturgesetz gleicht, trifft leider auch im medizinischen Bereich den Nagel auf den Kopf. Unsummen an Geldern werden dort seit Jahrzehnten in die Erforschung und Bekämpfung der Krankheiten unserer Zeit gesteckt – mit mäßigem Erfolg.

Warum ist das so? Dr. Ruediger Dahlke, einer der bekanntesten Humanmediziner im deutschsprachigen Raum, hat einen möglichen Erklärungsansatz hierfür: Es wird in die falsche Richtung geforscht. Und zwar bewusst. Denn solange das Auf-der-Stelle-treten Programm ist, bleibt auch der Geldregen, der infolgedessen über die Pharmaindustrie niedergeht, weiter beständig.

Der gesunde Mensch, so brutal es auch klingen mag, wäre für die Pharmaindustrie – und damit für einen wichtigen Stützpfeiler unserer Wirtschaft – das Ende. Von daher ist es auch nur allzu logisch, dass hier Selbsterhaltungstriebe am Werk sind, die das Ziel größtmöglicher Gesundheit aktiv zu unterbinden versuchen. Die Pharmaindustrie braucht möglichst viele Patienten und dafür erfindet man notfalls auch neue Krankheiten oder verschiebt Grenzwerte.

Im Gesundheitsbereich ist daher dringend ein gesellschaftliches Umdenken von Nöten. So wie es in einer Demokratie eines mündigen Bürgers bedarf, so benötigt auch ein funktionierendes Gesundheitssystem einen mündigen Patienten. Mutige Ärzte wie Dr. Ruediger Dahlke leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

Anlässlich der Vergabe des MIND Awards 2018/2019 hat Dr. Dahlke einen Vortrag unter dem Titel „Kriege in Medizin und Körper – wie wir uns davor schützen und gesund bleiben“ gehalten. KenFM war in Montabaur vor Ort und hat den Vortrag für Euch aufgezeichnet.

Inhaltsübersicht:

0:04:37 Krebsbehandlung mit Methadon – publiziert bei SternTV

0:09:01 Medizinische Studien, sponsored by Pharmaindustrie


0:19:21 Geld machen mit der Alzheimer-Krankheit

0:33:45 Freies Denken, Routine und Achtsamkeit

0:42:21 Mut zur Veränderung – ohne Wahlzettel, mit Einkaufszettel

0:51:05 Krieg im menschlichen Immunsystem und der unbedachte Konsum von Tierproteinen

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20 Kommentare zu: “Ruediger Dahlke: Kriege in Medizin und Körper – wie wir uns davor schützen und gesund bleiben

    • Zwei Minuten Ihres tollen Links und dann war klar, wohin der Hase läuft und wer ihm die Möhren gibt.

      Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Unterdrücken von Symptomen und Heilung der Ursachen der Symptome.
      Jeder, der sich ein bißchen mit der Materie befaßt, wird folgende Kette kennen:

      Ein Hautausschlag wird weggesalbt ((Cortison oder Ähnliches.) Den bekommen inzwischen fast nur noch Kinder, da ihre Lebenskraft noch intakt ist und die krankmachenden Substanzen nach draußen schaffen will. Viele werden schon damit geboren, so krank waren ihre Eltern. Die hatten ihn zwar nicht auf der Haut, aber die Pharma hatte ja dafür gesorgt, daß er verschwand und man hielt sich für gesund.)

      Dann tritt meist ein seltsames Unwohlsein auf; oft psychische Probleme.
      Der Organismus versucht, sich wieder herzustellen und die unterdrückten, jetzt unter anderem auch im Mentalen wirkenden Ursachen legen sich, sagen wir, auf die Gelenke.
      Werden die wiederum durch suppressive und allopathische Interventionen von der Pharma „geheilt“, dann dürften bald chronische Lungenerkrankungen auftreten.
      Wird auch das weggedrückt, gehts auf Herz oder aufs Gehirn. Von denen, die dies hier lesen, dürften 50% an Demenz oder ähnlichen Kopfkrankheiten sterben. Und das liegt bei weitem nicht nur am Aluminium.

      Dies ist der Weg der „Heilung“, den uns Big Pharma und die angeschlossene Schulmedizin suggerieren.
      Und wer diese Pharma-Sprechpuppe empfieht, deren Kanal dann auch noch Pharma-Verschwörung heißt – – –
      ja, was soll man dazu noch sagen?

      „Wir sind schlauer als unsere Eltern“, sagt sie.
      Ganz gewiß.

    • Lieber Herr Zeus,

      in einem haben Sie natürlich absolut recht: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Unterdrücken von Symptomen und Heilung der Ursachen der Symptome.“
      Sicher wird oft an Symptomen herumkuriert, z.B. auch, weil die tieferliegenden Ursachen immer noch unklar sind oder man an ihnen bisher nicht viel ändern kann.
      Eine Aussage wie „Jeder, der sich ein bißchen mit der Materie befaßt, wird folgende Kette kennen“ finde ich befremdlich. Meinen sie ernsthaft, es reiche, sich „ein wenig“ mit „der Materie“ zu befassen, um zu wissen, wie der Hase läuft, und die alle in der Forschung Tätigen und alle Ärzte haben das eben nicht getan? Für mich klingt das, als bevorzugten Sie einfache Erklärungen auch da, wo die Komplexität „der Materie“ eigentlich ziemlich offensichtlich ist. Ihre Privattheorie zur Genese aller Krankheiten – so jedenfalls verstehe ich Sie hier – überzeugt mich überhaupt nicht und ich wüsste auch nicht, warum sie es tun sollte, denn Sie begründen überhaupt nicht, warum sie zutreffen sollte.
      Wäre es nicht möglich, dass der Versuch, mit allen Krankheiten, die den Menschen befallen können, irgendwie fertig zu werden, ein unglaublich schwieriges, in Teilen vielleicht sogar absolut hoffnungsloses Unterfangen ist? Wäre es nicht möglich, dass auch „Mutter Natur“ nicht für jedes Problem eine Lösung bereithält, ganz einfach, weil es keinen Anspruch auf Gesundheit als natürliche Daseinsform gibt? Evolutionär gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass wir eigentlich gesund sein müssten, wenn nur die schädlichen Einflüsse der Zivilisation, die es zweifellos gibt, nicht wären. Ist es vielleicht ein Mangel an Demut, wenn man glaubt, durch Wohlverhalten können man das Schicksal zwingen? Es gibt, fürchte ich, irreduzible Unsicherheiten im Leben und es ist Ausdruck der neoliberalen Ideologie, jeder sei seines Glückes Schmied, zu glauben, man könne auch die letzten Risiken in den Griff bekommen, wenn man nur rechtgläubig – in diesem Fall in Bezug auf die rechte Lebensweise und Ernährung – ist.

    • Okay, zugegeben, das mit dem ‚ein bißchen‘ war untertrieben. Bei mir war nach den ersten drei Monaten meines Heilpraktikerstudiums (das war vor 23 Jahren) jedenfalls relativ schnell klar, worum es geht. Und die darauf folgenden Erfahrungen haben diese ersten Einsichten durchweg bestätigt.
      Im mechanistisch-chemischen Paradigma, dem Sie offenbar anhängen, ist ja alles ungeheuer kompliziert und kaum einer blickt wirklich durch.
      Und dann stellen Sie sich vor, eines Tages würden sich ihre Seelenkraft entwickeln, weil Sie ihre innere Arbeit gemacht haben und Sie sind, wie beispielsweise Barbara Ann Brennan, in der Lage, die Energiefelder der Menschen zu beobachten. Wo Sie unmittelbar in Kontakt mit den Krankheitsursachen sind. Und wo sie auch unmittelbar beobachten können, ob und wie Ihre Interventionen oder Heilmittel wirken
      Und dann nehmen wir weiter einmal an, daß jemand, wie das auch Herr Dahlke tut, regelmäßig meditiert und schließlich erkennt, wer er selber ist; womit eine völlig neue Instanz in uns erwacht: die Intuition. Und dieser folgend das unmittelbare Wissen. Sagen wir es mal so: Es ist möglich, sofort zu wissen, ob etwas, was einem begegnet, der Wahrheit entspricht oder nicht.
      Für die Herren in Weiß dürfte das jedoch ein schlechter Scherz sein. Sie machen und lassen lieber alles sehr komplex, sonst könnte es sein, daß sie eines Tages feststellen, an einer Wirklichkeit aus zweiter Hand herumlaboriert zu haben. Nehmen Sie es mir also bitte nicht übel, wenn ich nicht mehr bereit bin, solche Diskussionen, wie die hier von Ihnen angestrebte, überhaupt noch zu führen.
      Das war mal vor 20 Jahren so. Heute gibt der Erfolg mit den Klienten einfach recht. Das genügt mir.

  1. Was mich gestört hat: die „wenn alle sich so verhalten, dann………………..“ würde das Problem verschwinden. Es verhalten sich eben nicht alle ( in diesem Fall sich vegan ernährend) so. Lösungen, die sich mit dieser Einleitung präsentieren, sind keine und das sollte auch ein Herr Dahlke wissen. Ich schätze ihn als Querdenker, der mir wichtige Impulse zum Nachdenken und Handeln gibt. Schwierig empfinde ich generell, wenn sich die esoterische Giftküche öffnet: dann bin ich für jeden Zwiebelkauf, Atemzug und karmischen Folgen verantwortlich…………..und dann ist es nicht mehr weit, mit Selbstzweifel, Schuld und dem Gang zu einem Heiler, der DIE Lösung für alles beschreibt. Da ist Vorsicht geboten + Humor und Selbstliebe – trotz alle dem;-)

  2. Die Schweiz, in Verbindung mit eine Rätedemokratie im Sinn von Trozki zu bringen, ist Äusserst gewagt, ich sehe hier keine wirklichen Link. Nur weil Michail Alexandrowitsch Bakunin in Bern begraben liegt, hat die Schweiz noch lange kein anarchistisches System. Die Schweiz ist eine direkte Hochglanz-Scheindemokratie und man ist äusserst bemüht diesen Schein zu wahren.

    Denn Dalai Lama als Referenz zu sehen, ist für mein Verständnis auch nicht wirklich hilfreich. Da müssen beim Findungsprozess definitiv schwierige Windverhältnisse geherrscht haben, welche die Richtung der Rauchsäule negativ beeinflusst haben, oder aber es muss etwas beim Reinkarnationsprozess schief gelaufen sein. Dieser Lama ist mit Sicherheit nicht erleuchtet und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, einer der schlechtesten Lamas aller Zeiten.

    Ansonsten habe ich so einiges in der Schnittmenge mit Ruediger Dahlke und der Vortrag hat in meinen Augen Potential.

  3. Bemerkenswert, wie Herr Dahlke der „Gemeinde“ gibt, was sie hören will. Er sagt viel Wahres über Missstände in Medizin und Forschung, vielleicht auch zur Spiritualität, sicher zur Ökologie und globaler Verantwortung, aber was er nahelegt, nämlich eine zusammenhängende Analyse zu liefern, tut er eindeutig nicht. Er legt Zusammenhänge nahe, die er nicht beweist. Er geht ausgesprochen unwissenschaftlich vor.
    Beispiel Warburg-Hypothese: Es stimmt zum Ersten nicht, dass die Warburg-Hypothese nie weiterverfolgt worden sei – das ist eine Lüge. Außerdem ist es falsch, den Eindruck zu erwecken, die Hypothese sei zweifelsfrei belegt; die Studienlage scheint eher in die Richtung zu weisen, dass Warburgs Hypothese bei einigen Krebsarten einen hoffnungsvollen Ansatz darstellen könnte, bei anderen wohl eher nicht. Wissenschaftler picken sich nicht heraus, was ihre Meinung stützt, sondern berücksichtigen die gesamte Forschungslage. Täte Herr Dahlke das ebenfalls, müsste er zu sehr viel vorsichtigeren Aussagen kommen.
    Beispiel Nonnenstudie: Die Nonnenstudie zeigt zunächst mal nur, dass Proteinplaques im Gehirn und Alzheimer nicht streng miteinander korreliert sind. Ursachen für das hohe Alter und die Gesundheit der Nonnen lassen sich aber höchstens vermuten. Herrn Dahlkes Schlussfolgerung ist willkürlich.
    Beispiel Methadon: Die Studienlage zu Methadon ist noch viel zu dünn, um irgendetwas Definitives sagen zu können. Eine Befragung von fast 500 Onkologen zu ihren Erfahrungen mit Methadon in der Praxis lieferte sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch der Nebenwirkungen eines Methadoneinsatzes ernüchternde Resultate.
    Herr Dahlke argumentiert viel mit der Cui-Bono-Heuristik: Wem nützt es, wer verdient daran, wenn alternative Behandlungsmöglichkeiten nicht genutzt werden? Dabei wird erstens fälschlicherweise eine erwiesene Wirksamkeit der alternativen Behandlungsmöglichkeiten unterstellt und zweitens der Fehlschluss gezogen, dass der Profiteur einer Situation immer auch der Urheber dieser Situation sei. Herr Jebsen, der mir für diese Denkweise ebenfalls sehr anfällig zu sein scheint, legt das im obigen Begleittext ja auch nahe, wenn er rät, man solle der Spur des Geldes folgen. Natürlich kann die Frage nach den Profiteuren eines Missstandes einen Hinweis auf die Schuldigen liefern, muss sie aber nicht. Wenn ich als Erbe meines reichen Onkels von seinem Ableben profitiere, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn umgebracht habe.
    Es ließen sich weitere Beispiele nennen, aber dafür müsste ich das Video noch einmal ansehen, wozu ich wirklich keine Lust habe. So etwas sollte man, wenn einem an intellektueller Redlichkeit gelegen ist, nicht veröffentlichen. Ich bekomme allmählich den Eindruck, dass Herr Jebsen auf dem Themenfeld Medizin sich und seine Urteilsfähigkeit ein wenig überschätzt.
    Wir haben mit Herrn Dahlke, ähnlich wie schon bei Herrn Hirneise, hier wieder einen Heilsbringer, der den verständlichen Wunsch der Menschen, dass angesichts bedrohlicher Krankheiten von irgendwo ein Lichtlein kommen möge, zum Geschäftsprinzip macht. Er gibt das ungedeckte Versprechen, dass das alles so nicht sein müsste, wenn man sich nur ihm, dem medizinischen Messias, anschlösse. Und er ist sehr gut darin, Signale zu senden, die sagen: „Ich bin einer von euch, wir verstehen einander, ihr könnt mir seelenruhig Glauben schenken.“ Eine Prise Pazifismus und Natokritik, ein wenig humoristische Politikerschelte – wer wollte da widersprechen. Ich bin die Schlange Kaa, du kannst mir vertrauen! Hier zeigt sich die große Schwäche von KenFM. Ken Jebsens Stärke ist – dafür gebührt ihm Anerkennung -, dass er interessante Menschen einlädt und ihnen den nötigen Raum lässt, auch mal ein wenig in die Tiefe zu gehen. Die große und aus journalistischer Sicht verheerende Schwäche ist aber, dass eine weltbildkonforme Vorauswahl, aber kein kritischer Umgang mit den präsentierten Positionen stattfindet. Filterblase in Reinkultur. Obwohl er das Gegenteil zu wollen behauptet, schart er eine Herde blökender Jünger um sich.

    • ist doch interessant wie sehr du dich gegen die „unwissenschaftlichkeit“ des herrn dahlke aufregst. unterstellst ihm nur polemik.
      ich habe in deinem text allerdings belege, die du doch so von anderen forderst, bei dir selbst vermißt.
      da lese ich wirklich nur polemik. gibt es vielleicht bei dir einen interessenkonflikt?

    • Von Filterblasen sind wir umgeben. Solche Videos braeuchte man nicht, wie vieles andere auch nicht. Aber um beim Thema zu bleiben, die Sachlage ist eigentlich einfach : 90% der medizinischen Leistungen braeuchte man auch nicht, da der Grossteil der Krankheit und eingebildeten Krankheiten in unseren Breiten zivilisatorische Ursachen hat. Es ist ein Geschaeft, Schulmedizin und alternative Heilmethoden hin oder her.

    • Lieber Herr Klaus, Sie haben recht, ich habe keine Belege für meine Aussagen angeführt, was meinen Text, wäre er eine wissenschaftliche Arbeit, auch sofort disqualifizieren würde. Ich habe es aus Bequemlichkeit unterlassen, Belege anzugeben, denn jeder kann zu den Studien selbst recherchieren. Im Unterschied zu Herrn Dahlke habe ich aber auch keine weitreichenden Aussagen aus den Studien hergeleitet, sondern vielmehr zur Vorsicht geraten und auf Strittiges oder Unsicheres hingewiesen. Damit rege ich zu eigener Prüfung an, während Herr Dahlke Warburgs Hypothese und die Studien darstellt, als wäre alles glasklar, was es mitnichten ist.
      Ein wenig Polemik steckt in meinem Text tatsächlich. Scheint mir auch dringend notwendig, denn was Herr Dahlke da tut, ist nun wirklich ein Ärgernis.
      Und was die unterstellten Interessenkonflikte angeht: Ich bin Lehrer und habe mit der Pharmalobby überhaupt nichts am Hut. Auch dafür liefere ich keine Belege. Müssen Sie mir natürlich nicht glauben.

  4. Vielen Dank für dieses Video. Von der Befangenheit der Medizin in Richtung Pharmaindustrie und generell der unglaublichen Macht der Pharmalobby höre ich immer wieder, bin anfangs noch in einer Starre der Erschütterung gewesen, kann mich nun aber mehr und mehr emanzipieren und bin dabei mich auf alternativen Pfaden weiter zu bewegen und dieses Wissen aufzusaugen sowie weiterzugeben. Daher begrüße ich die Darlegung von Herrn Dahlke im ersten Teil des Vortrags sehr, auch nochmal Zahlen und Studien und Namen von unkonventionellen Forschern und Forscherinnen vor Augen geführt zu bekommen. Vielen Dank dafür.

    Womit ich nicht ganz so glücklich bin, ist die vegane Ernährung als Absolutum für Frieden und Gesundheit in den Raum zu stellen. Das ist mir von Herrn Dahlke zu undifferenziert betrachtet. Unterstellen möchte ich ihm nicht, dass er selber dazu eine undifferenzierte Sicht hat, jedoch kommt es, für mein empfinden, in dem Vortrag für Menschen, die sich dazu noch nicht so viele Gedanken gemacht haben, etwas so rüber.
    Hier einige Punkte, die ich noch einmal in eine andere Richtung zu bedenken geben möchte:
    Vegan hapert für mich an der Stelle, an der auch Werte wie Regionalität und Saisonlität ins Spiel kommen, die mir persönlich auch sehr wichtig sind, sowohl aus ökologischer Sicht, als auch aus gesundheitlicher und wirtschaftlicher Sicht. Hier führe eine vollständige Veganisierung der menschlischen Bevölkerung der Erde dazu, dass z.B. bergige Regionen wie die Schweiz, wo landwirtschaftl. Flächen für Ackerbau eher begrenzt sind, dafür aber mehr Raum auf Almen für Weidetiere besteht, ein Problem bekommen würden und so noch mehr Nahrungsmittel zukaufen müssten, also ihre eigene Wirtschfatkraft zurück geht und v. a. die der ländlichen Regionen in den bergigen Gegenden. Nur, um mal ein Beispiel zu nennen – soll heißen, die Ernährungswirtschaft ist so komplex, dass das Weglassen von einem Problemfaktor, wie in dem Falle die Tierhaltung, nicht automatisch zu besseren Bedingungen führt, sondern sich dann einfach an anderen Stellen andere Probleme auftuen. Im Prinzip würde trotzdem noch ein großer globaler Markt für Lebensmittel benötigt werden, um alle Menschen rein pflanzlich mit allen wichtigen Nährstoffen gut und abwechlungsreich versorgen zu können, gestärkt werden die großen Betriebe, geschwächt die kleinen, die sich eine Landwirtschaft ohne Tierhaltung nicht leisten können….
    Ein nächster Punkt ist das Thema vegan und bio. Hier ist die Frage wie das zusammen gehen kann, wenn Bauern möglichst in einem geschlossenen Hofkreislauf (am vorbildlichsten ist hier meiner Meinung nach der demeter Verband zurzeit) wirtschaften sollte. Zu diesem Kreislauf gehören Pflanzen gleichermaßen wie Tiere – die Tiere produzieren den Mist, der die Felder wieder düngt. Natürlich ist das nur sinnvoll, wenn die Tierhaltung an die Fläche gebunden ist, d.h. der Landwirt darf nur so viele Tiere halten, wie er Fläche hat, um den Mist darauf wieder zu verteilen ohne zu überdüngen. Das ist im Biolandbau auch so festgeschrieben – also ein sich super selbsttragendes geschlossenes System, wenn man es aus Überzeugung auch genauso handhabt. Klar könnte man nun sagen, die Tiere können ja für den geschlossenen Kreislauf gehalten werden, müssen ja aber nicht geschlachtet werden. Finde ich auch prma, die Frage ist nur, wer dem Bauern dann die Haltung der Tiere bezahlt. Wollen wir als Verbraucher dann noch teurere Bioprodukte kaufen? Oder sollen dann die eingesparten Kosten der Krankenversorgung, denn wir leben dann ja alle gesünder, an die Bauern gehen? Das wäre ne Idee, fraglich ist nur die Akzeptanz in Politik und Wirtschaft.
    Weiterhin wäre für mich eine Frage, welche Unternehmen dann die Nahrungsergänzungsmittel, z. B. B12 und Eisen, produzieren, die dann flächendeckend jede*r benötigen würde. Da reicht ein kleines Zweifrauunternehmen wahrscheinlich nicht aus, sodass auch hier wieder Pharmakonzerne leicht mit aufspringen können. Die Veganer*innen finanzieren dann also verdeckt durch ihren Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln die Produktion von sinnfreien bis z. T. schädlichen Medikamenten weiter mit….
    Und zuletzt noch ein Ausspruch von Paracelsus, der mir sehr am Herzen liegt, wenn über Ernährung und Gesundheit generell diskutiert wird: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“ Ich bin überzeugt davon, dass man sich auch vegan ernähren kann und trotzdem nicht sonderlich gesund lebt. Vegan ist heute längst in der fastfood Kultur angekommen, ob Pommes, hochverarbeitets Soja als Tofuschnitzel mit etlichen Zusatzstoffen oder Analogkäse aus Gluten und Palmöl… auch wenn ich beispielsweise jeden Tag einen Liter Apfelsaft zu mir nehme, tue ich meinem Körper auf Dauer nichts Gutes, obwohl Apfelsaft an sich erstmal nicht generell ungesund ist. Ich will damit sagen, dass es meiner Meinung nach weniger auf das Weglassen von Lebensmitteln einer bestimmten Gruppe geht, sondern um das Maß. Am besten ist doch ausgewogen, möglichst frisch, wenig verarbeitet, am besten regional und bio, oder? Außerdem glaube ich auch, dass Gesundheit schon im Kopf beginnt. Ein Mensch, der generell positiv eingestellt ist, sich mit der Natur verbunden fühlt, mit sich selbst im Reinen ist und sich nicht durch gesellschaftliche Zwänge und Normen extrem stressen lässt, hat schonmal eine super Voraussetzung, um lange gesund zu bleiben (würde ja auch für die Nonnen aus der Studie sprechen). Addiert man dazu auch noch viel Bewegung an der frischen Luft, lebenslange Freude am Lernen und Offenheit gegenüber Neuem, eine ausgewogene MASSVOLLE Ernährung- dann sollten doch die 100 Jahre munter und fröhlich erreicht werden.

    Soviel nochmal dazu, einfach um das Bild zu differenzieren. Das ist mir extrem wichtig, bei diesem ambivalenten Thema. Damit ich auch nicht falsch verstanden werde: ich bin vollkommen für die Reduzierung von tierischen Produkten auf unseren Speiseplänen, das dient Mensch, Tier und Pflanze gleichermaßen. Auch ich selber esse sehr selten Fleisch, habe die Milchprodukte stark reduziert und kaufe zu großen Teilen Bioprodukte.
    Was wir essen und wie es produziert wird, muss jedoch immer im Zusammenhang gesehen werden. Eine vegane Welt, wo Pflanzen trotzdem weiterhin mit Pestiziden gespritzt werden, ist noch lange keine friedlichere und auch keine gesündere Welt, wenn wir von der menschlichen Gesundheit mal weiter denken zur Gesundheit unseres Planeten insgesamt – ich sage nur Insektensterben und unfruchbare Böden….

    Ich finde es sehr wichtig solche Themen anzusprechen, aber immer mit zu bedenken, dass viele Leute erstmal nicht weiter über den Tellerrand geschaut haben und da ist die Aussage vegan = gesund und friedlich sehr gefährlich.

    Danke für’s Lesen bis hier hin.
    Bleibt kritsich und differenziert!
    Guten Abend!

    • Liebe Frieda.

      Entschuldigen Sie, aber was meinen Sie mit welche Unternehmen in Bezug auf B12 und Eisen.

      Zu B12 lässt sich sagen: Vermutlich die gleichen Unternehmen, die es den Tieren zum Fraß vorwerfen. Denn im Grunde passiert da nichts anderes, die Tiere bekommen es nämlich nicht mehr aus den ausgelaugten Böden. Diese Illusion darf ich Ihnen nehmen. Veganer überspringen das tote Tier einfach und nehmen es direkt ein.

      Was Eisen betrifft, möchte ich Ihnen die Unternehmen gerne nennen. Jene, die Kichererbsen, Sesam (gerne auch als Tahin) und Berg-, Beluga oder rote Linsen herstellen. Dazu muss man nichts einnehmen.

      Was ihr Argument der Regionalität betrifft, so möchte ich Ihnen zustimmen, das hat aber mit dem Veganismus nichts zu tun. Es ist interessant zu sehen, wie sehr Menschen beim Veganismus Sachen voraussetzen und implizieren. Niemand sagt, Veganer seien per se gesünder, Chips und Cola ist kann auch vegan sein.
      Es stellt sich eher die Frage, ob sie unterbewusst nicht gewillt sind, den mit sich selbst ehrlichen Friedensweg einzugestehen, samt den Argumenten des Produktionsprozesses. Jeder Mensch, der heute an Verhungerung stirbt, wird durch uns ermordet. Weil wir Soja, Weizen etc. lieber unseren „Nutztieren“ geben und dann selbst konsumieren. Pflanzliche Ernährung ist die Zukunft, Schlachthäuser werden in den nächsten 30 Jahren aussterben. Dennoch empfehle ich Ihnen zu folgender Lektüre:

      Veganismus: https://www.rubikon.news/artikel/verkannte-pioniere
      Regional und saisonal statt Bio: https://www.rubikon.news/artikel/bio-logisch

  5. Den „muendigen Buerger“ kann es auf medizinischem Gebiet, wie auch sonst, mangels Sachverstand nicht geben. Insofern wird der Versicherungszwang auf diesem Gebiet, im Gegensatz beispielsweise zur GEZ, klaglos akzeptiert oder sogar als wesentliche soziale Errungenschaft begruesst. Dass das Gesundheitssystem in der jetzigen Form wie im Artikel beschrieben zu einem blossen Wirtschaftsfaktor verkommen ist wird weitgehend verdraengt. Lediglich wenn die „Wohltaten“ etwas zu invasiv und ihre Natur zu offensichtlich werden wie beim Impfzwang kommt leise Kritik auf. Insgesamt wird das System jedoch nicht in Frage gestellt.

    Letztendlich bleiben nur zwei radikale Loesungen, die Abschaffung der Versicherungspflicht die ich begruessen wuerde, die aber nicht mehrheitsfaehig ist, oder die Verstaatlichung des Gesundheitswesens bei Beschraenkung auf die notwendigen Leistungen.

  6. Wie immer hervorragend.
    Ich möchte aus meiner Erfahrung noch was zum Besten geben.
    Als ich ca. 2017 im BR-Radio einen wöchentlich wiederkehrende Hörfunksendung zum Thema Gesundheit hörte, gab es eine Diskussion mit der Moderatorin Dr. Marianne Koch und einer Hautexpertin. Es ging darum, in wie weit das größte Organ des Menschen – die Haut und die guten Bakerienkulturen auf unserer Haut – durch unseren täglichen Waschmitteleinsatz und Kosmetika zerstört werden.
    Zufällig dachte ich mir, bevor ich teures „Gesichtsöl“ nehme, probier ich das mal mit normalen kaltgepressten Bio-Olivenöl von Edeka nach dem Duschen.
    Ergebnis: Super – besser geht es gar nicht.
    Wenn man nun Olivenöl nach dem Duschen überall sparsam einsetzt und Seife nur im Intimbereich benutzt, braucht man nur noch heißes Wasser und sonst nichts. Dadurch bleiben anscheinend alle guten Bakterienkulturen auf der Haut erhalten, man stinkt nicht und ich brauche weder Deo noch sonst was. Und das seit April 2018, also seit 15 Monaten. Die Haut und tieferliegende Organe wie Schweißdrüsen haben sich wohl von den täglichen Stress-Dauerattacken durch Flüssigseife erholt und schwitzen gibt es nicht mehr.
    Wirklich erstaunlich.
    Die Kosmetik-Artikel der Erdöl-Industrie scheinen der Haut nur noch zu schaden. Man wird Junkie-Dauergast bei der Kosmetik-Industrie. Schade um das Geld und um die eigene Gesundheit.

  7. Zuerst wird das Gesundheitswesen obligatorisch, danach können die Raubtierlobbysten uns alle legal viel besser ausrauben. ca.85 000 000 000……… 85 Milliarden kostet das Gesundheitswesen pro Jahr in der Schweiz.
    Und jede Krankenschwester oder Therapeut, welche tatsächlich eine Dienstleistung am Patienten erbringt gerät unter Kostendruck!………..
    Viele SchweizerInnen haben damals einer LINKEN BUNDESRAETIN vertraut, welche den Schweizern bei Annahme eines obligatorischen Versicherungszwangs für Jedermann eine Senkung der Prämien in Aussicht gestellt hat.
    Gekommen ist es Anders………….ca.300% höhere Kosten wie zuvor………….Zwangsversicherung zuvor eingeführt……….und danach flächendeckend durch die grössten Lobbyverbände abgezockt…….Lobbysten braucht es in der Schweiz nicht…………die sitzen direkt im National und Ständerat und sammeln VERWALTUNGSRATSMANDATE wie andere Briefmarken……….

  8. Aus menschlicher und medizinischer Sicht und ausgenommen die Unfallmedizin und Chirurgie: Wa(h)re Wunder gibt es außerhalb der Pharmakologie! Du bist was du isst!

    Link: youtube.com/watch?v=jH96EDrbX1c

    youtube.com/watch?v=Vjywt9hndo4

    Quelle: nachdenkseiten.de/?p=53385#h06

    • Ob Pharmazie oder Anderswo, es geht mit Segen (auch der Grünen) Politik immer denen ans Geld, die wenig davon haben.

      linkezeitung.de/2019/07/14/freispruch-erster-klasse-fuer-das-gefaehrliche-co2/

  9. Ruediger Dahlke kenne ich nun schon seit fast dreißig Jahren, er ist mit schuldig an meiner Berufswahl und ich bin ihm heute noch dankbar dafür! Der erste Teil des Vortrages, bringt einen Einblick in ein Dilemma welches mich jeden Tag begleitet – moderne Medizin auf der einen Seite, auf der anderen wie werden die Menschen wirklich behandelt.
    Im zweiten Teil hören wir war wir selber tun können.
    Danke Herr Dahlke!

    Danke an die Redaktion!

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