CLASSICS! KenFM im Gespräch mit: Rüdiger Lenz („Die Fratze der Gewalt“)

Rüdiger Lenz ist hochgraduierter Kampfkünstler und entwickelte das Nichtkampf-Prinzip. Zudem ist er Tätertherapeut und bezeichnet sich als Freidenker und Friedensaktivist.

Sein Buch „Die Fratze der Gewalt“ beschäftigt sich mit den unfassbarsten Gewalttaten in unserer Gesellschaft und wird von dem Filmemacher und Journalisten Frieder Wagner (u.a. über Uranmunition „Deadly Dust“ / „Todesstaub“) als Anstoß zum „dringend notwendig gewordenen kritischen Denken“ und als Anlass, wieder den eigenen Kopf zu benutzen, bezeichnet.

Ken Jebsen im Gespräch mit Rüdiger Lenz über die Fratze der Gewalt, positive und negative Aggressivität, Mind-Doping, „Killerspiele“ und vieles mehr!

Rüdiger Lenz ist online über seine Homepage zu erreichen: http://www.nichtkampf-prinzip.de/

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Unterstütze uns mit einem Abo: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

25 Kommentare zu: “CLASSICS! KenFM im Gespräch mit: Rüdiger Lenz („Die Fratze der Gewalt“)

  1. Ja, das mit den Medien 'abschalten' hat schon 'Lorio' mit seiner Satire zum "kaputten Fernseher" wahrhaftig erkannt: https://www.youtube.com/watch?v=HAOxTFIadCc
    Vielen Dank für dieses und den stets interessanten Interviews❗️

  2. Lieben Dank an Ken Jebsen und Rüdiger Lenz für dieses wundervolle Gespräch. KenFM beweist mir immer wieder mit den vielen verschiedenen Sendeformaten, warum ich letztendlich meinen Dauerauftrag für KenFM eingerichtet habe. Viel besser als GEZ bezahlen 😉 Vor der Glotze halte ich mich nur minutenweise auf, und das auch nur des sozialen Friedens innerhalb der lieben Familie wegen. Leider hat die Entscheidung für alternative Medien auch bei uns in der Familie Spaltung und Spannung geschaffen. Also, bei der Tagesschau weitestgehend die Klappe halten und danach privat die Tagesdosis genießen und mich wieder erholen von dem ARD-Schrott. An alle KenFM-Autoren und Zuarbeitende: Macht weiter so! Ich liebe euch.

  3. Moderne Evolutionstheorie hat tatsächlich nichts mit Kampf und Überleben des Individuums zu tun, geht nicht, weil auf individueller Ebene regiert eher der Zufall. Lesen Sie dazu meinen Blog:http://blog.jvbc.ch/allgemein/evolution-ist-der-schluessel/ . Ganz salopp kann ich sagen, dass die neuere Evolution vorallem die gegenseitige Unterstützung hervorgebracht hat, als Folge, denke ich auch des Umstandes, dass höhere Tiere ja auch ihre Kinder in der Entwicklung unterstützen müssen. Gegenseitiges Unterstützen, sogar über die Artgrenze hinweg, startete aus heutiger Sicht bei den Vögeln (sehr gut sichtbar bei Rabenvöglen oder Amseln), aber interessanterweise gibt es das auch bei den Tintenfischen. Schlicht ab einer gewissen Entwicklung des Hirnes einer Art kommt automatisch auch gegenseitige Hilfestellung vor, muss aber nicht durchgängig sein (Bsp. die Männchen der meisten Bären, wo die Mutter die gemeinsamen Kinder vor dem gefressen werden schützen muss – Eisbären am deutlichsten).

  4. Sehr interessanter Mensch. Im ovember 2019 habe ich diesen Blog geschrieben: http://blog.jvbc.ch/allgemein/gewalt-unter-menschen-man-sollte-hinschauen-und-ich-werde-es-tun/ und wir liegen nicht so weit auseinander, der Unterschied meiner Betrachtung liegt an meiner stark biologischen Sicht. Gewalt hat auch immer was mit Angst zu tun und dazu habe ich mich auch geäussert: http://blog.jvbc.ch/allgemein/aengste-existenzaengste-koennen-gewaltausloeser-sein-aber-das-ist-keine-entschuldigung-fuer-zerstoerung-und-gewalt/ . Ich denke jeder sollte sich mit Gewalt und Angst auseinandersetzen. Auch den Hinweis auf Bildung macht der Herr Lenz hervorragend, auch zur Bildung habe ich mich sehr kritisch geäussert: http://blog.jvbc.ch/allgemein/bildung-muss-sich-fundamental-aendern/ .

  5. Hallo liebes KNFM Team,

    eure Website wird als "Unsicher" deklariert.!!!

    Das liegt wohl daran, dass ihr einen guten Job leistet.

    Am Montag werde ich euch finanziel unterstützen denn die Lügen der Regierungen habe ich satt.

    Ich bedanke mich im Voraus und dies ist nur meine persöliche Verschwörungstheorie, " Ballbach von Querdenken 711" ist mir ein wenig zu "glatt".

    Liebe Grüße

    Joachim Weis

    • Ja, das habe ich auch, die Alarmmeldung bezüglich des Zertifikats.

      Es könnte auch daran liegen das es abgelaufen ist 😁

    • über Menschen zu urteilen und dann offensichtlich noch nicht mal zu wissen von wem (Ballbach) man spricht find' ich recht oberflächlich und sehr armselig …

  6. „Zwischen dem sich alles bieten zu lassen und dem sich erwehren können liegen noch viele andere Möglichkeiten“ – das finde ich richtig. Um diese vielen Möglichkeiten allerdings zu erkennen, muss man in Kontakt mit sich selbst sein, sich selbst spüren und als Subjekt wahrnehmen statt als Objekt schlimmer Machenschaften, meine ich.

    Gates, Merkel, Drosten – mit mir machen die nichts, jedenfalls nicht unmittelbar. Ob ich die Corona-Maßnahmen als strukturelle Gewalt wahrnehme oder nicht, hängt vermutlich vor allem davon ab, ob ich die Pandemie für real halte. Wenn ich sie für real halte, ist es eine vernünftige Maßnahme, in einem Restaurant Name und Kontaktdaten zu hinterlassen. Ich kann mir dann höchstens Gedanken machen, wie diese Daten aufbewahrt werden und was damit passiert. Aber ich muss mir nicht den schönen Abend mit Freunden in der Gartenwirtschaft dadurch verderben lassen. Oder in einen Zweikampf mit Drosten, Merkel, Gates eintreten.

    Sich dafür einzusetzen, dass auch während einer Pandemie Maßnahmen verhältnismäßig sein müssen und Grundrechte nicht willkürlich eingeschränkt werden dürfen, finde ich eine andere Geschichte. Ebenso, genau zu beobachten, wie und wohin sich das Gesellschafts- und Wirtschaftssystem derzeit verändert. Aber dazu muss ich mich in eine keine Zweikampf-Situation begeben, aus der ich dann vielleicht gar nicht mehr herausfinde.

    Wenn Menschen alle zu Gewalttätern erzogen, gebildet und weiterkonditioniert werden, wie Sie schreiben, sind ja nicht nur die in den hohen Posten das Problem. Am Rande bemerkt, auch nicht nur die, die gewählt wurden – niemand hat Drosten oder Bill Gates gewählt. Herrn Wieler vom RKI auch nicht. Ein Teil des Problems ist gerade die „unelected power“. Ein anderer Teil ist das obige verinnerlichte Täter-Opfer-Schema.

    Es gibt dieses bekannte Bild für Trauma: Ein Menschlein hockt zusammengekauert in der Ecke, eine riesige dunkle Hand greift nach ihm. Auf dem nächsten Bild sieht man dann allerdings, dass die dunkle Hand ein Schatten ist. In Wirklichkeit ist sie gar nicht so riesig. Das Menschlein könnte aufstehen, sich zu seiner Größe aufrichten, sich von der Hand entfernen, sie wegstoßen, falls sie wirklich nach ihm greifen sollte. Es hat viele Möglichkeiten, sich zu verhalten. Nur wenn man sich als „von oben gezielt traumatisiert“ erlebt und dadurch in einen Modus von Flucht-Kampf-oder-Erstarrung gerät, kommt man auf all diese Ideen nicht. Dann erscheint die Hand wirklich riesig. Vergrößert sich vielleicht in der eigenen Wahrnehmung sogar immer mehr, je mehr man sich in einen Kampf mit ihr begibt, in dem man sich ohnmächtig fühlt. Sich der Hand zu erwehren, wird zum Daseinszweck. Man fängt an, die eigene Identität über den Kampf mit einem (übermächtigen) Feind zu definieren. Das sind ja bekannte Mechanismen, die erklären, warum Menschen in Gewaltspiralen landen, in denen sie ihre eigene Menschlichkeit ein Stückweit aufgeben, zum Beispiel in Form einer Flut von Hasskommentaren im Netz.

    Mir haben derartige Kommentare vermittelt, dass die Schreiber sich eigentlich als Opfer und Objekte schlimmer Mächte sahen, ob nun von Bill Gates, der Pharmaindustrie, den Eliten, den Mainstream-Medien oder wem auch immer. Und dann auf die „Normopathen“ herunterschauten, die sich nicht in dieser Weise ausgeliefert fühlten und von daher gar nicht die Notwendigkeit zur Selbstverteidigung sahen. Die meisten Menschen empfanden das eigene Selbst nicht als angriffen. So jedenfalls meine Wahrnehmung.

    Die riesige dunkle Hand hält jetzt eine Impfspritze, die sich bedrohlich zu nähern scheint. Der „mRNA-Impfstoff“ mag, wenn es ihn denn irgendwann mal gibt, tatsächlich die Gefahr von gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen mit sich bringen. Aber auch da hat man doch Möglichkeiten zwischen sich alles bieten lassen und sich erwehren…

    • Ein schönes Bild, das mit der Hand und dem Schatten.
      Denn genau das ist ja das Problem der meisten Leute. Sie gelangen mit der Zeit in eine Art Stockholm-Syndrom light und passen ihr Verhalten an die Hand an, weil sie nicht mehr mitbekommen können oder wollen, dass die Hand nur ein Schatten ist. Platons Höhlengleichnis zeigt dies auch.

      Ein Mensch wird desto gewalttätiger, wenn er seine Ressourcen nicht für seine Lebensprozesse einsetzt oder einsetzen kann, daran gehindert wird. Der größte Hinderungsgrund sind Konflikte bzw. Traumen.

      Wenn wir eine Gesellschaft haben wollen, die möglichst ohne Gewalt auskommen soll, dann müssten sich alle Menschen gemäß ihren inneren Anlagen in die Gesellschaft einbringen können. Das müsste dann als politisches Ziel gewollt sein. Und das hieße letztlich, dass wir eine Gesellschaft bekommen sollten, die freiheitlich denkt, sich daran bildet und die Freiheit, genau so wie die Würde des Menschen, achtet.

      Das ist ein Riesenproblem, stellt man sich nun unser komplettes Gewordensein einmal vor. Kämpfe ohne Ende um die richtige Politik. Herrsche und Teile, als Folge des Kampfes um die richtige Politik und die Macht etc.

      Und nun die Hand, Corona-Pandemie: Herrsche und Teile, was zum Kampf der Meinungen führt. Da sind die Freidenker und auf der anderen Seite die, denen man erzählt, dass sie niemals ohne die Experten und Machthabern diese Hand wegbekommen. Das sind die Gehorsamen und die müssen gehorsam bleiben, da diese glauben, sie könnten niemals ihr Leben ohne diese Führung leben. Ich werde dazu am Mittwoch eine Tagesdosis schreiben, die das Problem beschreiben wird.

    • Eine Gesellschaft, die die Freiheit wirklich achtet, wäre eine ziemlich andere als die, die wir jetzt haben. Und auch als die, die wir vor Corona hatten. Es wäre eine, die es historisch bisher noch gar nicht gab, weil in allen bisherigen Gesellschaften doch immer wieder Menschen auf Kosten anderer gelebt haben. Es wäre eine Gesellschaft, in der Freiheit und Verantwortung untrennbar verbunden wären. In der der Einzelne und die Einzelne wirklich Verantwortung für sich selbst wie auch für andere übernimmt. In der die eigene Freiheit genauso geschützt würde wie die der anderen. Und das Leben des anderen genauso viel wert wäre und gelten würde wie das eigene.

      In einer solchen Gesellschaft würde es die ganze Corona-Diskussion überhaupt nicht geben. In einer solchen Gesellschaft wäre klar, dass jede/r täte, was nötig ist, um das Leben anderer – und das eigene – zu schützen. Das würde jede/r freiwillig tun, nicht gezwungenermaßen. Umgekehrt würde aber auch jede/r die eigene Freiheit wie auch die anderer Menschen verteidigen. Auch das wäre selbstverständlich.

      Ich glaube, dass es wirklich ein Irrtum ist, zu meinen, die Menschen hätten sich aus einer Art Stockholm-Syndrom heraus an die Corona-Regeln gehalten. Jetzt mag es so sein, dass es viele tun, weil es halt eine Vorschrift ist. Und andere es nicht tun, weil die Einhaltung der Vorschrift meist eh nicht überwacht wird. Aber zu Beginn war es eher die freie Entscheidung, sich an die Regeln zu halten, um sich und andere zu schützen. Auch schon vor Verhängung des Lockdowns. Weil die Menschen keine Verhältnisse wie in Italien hier wollten. Oder wie in New York. Freiheit und Verantwortung kamen da zusammen, für einen ganz kleinen Moment in der Geschichte. Ein Schritt in Richtung der Gesellschaft, wie sie einmal sein könnte. So habe ich es jedenfalls wahrgenommen.

      Die „dunkle Hand“ – das ist etwas, das aus selbst erlebtem Trauma resultiert, aus der eigenen Kindheit oder späteren traumatischen Erfahrungen. Es verzerrt den Blick auf die Wirklichkeit hier und heute, lässt manches riesengroß erscheinen, das in Wirklichkeit gar nicht so groß ist. Wie etwa die Macht und Kontrolle von Politikern über einen.

      Die beiden Pole dessen, wozu das führen kann, ist einerseits die kritiklose, gehorsame Unterwerfung unter den Willen der Mächtigen; auf der anderen Seite eine destruktive und selbstzerstörerische Opposition gegen die Mächtigen um jeden Preis. Beides beinhaltet eine Mystifizierung: die Herrschenden entweder als „gute Eltern“, die einen beschützen, aber auch bestrafen, wenn man nicht „brav“ ist; oder als „abgrundtief böse Eltern“, die einem nur Angst einjagen oder gar einen vernichten wollen (mittels Gen-Impfungen beispielsweise). Kommt auch beides aus frühe(re)m Trauma.

      Die Ressourcen für die eigenen Lebensprozesse einzusetzen, scheint mir demgegenüber auf jeden Fall in die richtige Richtung zu gehen.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/ania/' rel='nofollow'>@Ania</a>
      https://www.youtube.com/playlist?list=PLU2-jdr6VyjJb_gN5cPxmGafP8GR6UiGY

    • Ah ja, natürlich. Ich sehe hier nur eine "dunkle Schattenhand", und die versucht in den Köpfen der User herumzufuhrwerken, die Zielsetzung zur Außen – Darstellung offensichtlich.

      Nicht die Impfspritze nähert sich bedrohlich, nein sorry, sie SCHEINT dies nur zu tun.
      Auch die "Spezialistin" für Agitation -u. Infiltration Ania, nähert sich auf ein neues an, und dies scheint nicht nur so, das ist auch so. Auch verlieren muss erlernt werden, sonst bekommt man Probleme mit seinem Ego wie grade vorliegend.
      Eine Art erneuter Anlauf, die 2. Runde mit größerer Hoffnung bei unveränderter Grundvoraussetzung? Dumm, nur einer kaputten, dafür staatstragenden Eitelkeit geschuldet.

      Für Rüdiger Lenz, nicht Anselm – schon klar 😁
      Falls es Dir entgangen sein sollte, hier ein Thread, bei Bedarf bezüglich inhaltlicher Verlinkung auch weiterführend,
      Backgroundinfos zur Userin Ania, Beginn ab 23.07.2020, Minute 03:57 h:

      https://kenfm.de/anleitung-zum-corona-ausstieg-oder-wie-sie-lernten-den-virus-zu-lieben-von-tamara-ganjalyan-und-anselm-lenz/

      Nur mal informativ – bevor Du vielleicht Zeit verschwendest.

    • Frank Rudolf,

      kennen Sie diesen Satz: Empathie, auch da wo es weh tut.
      Was Sie mit Ania erlebt haben, habe ich nicht 🙂
      Empathe, auch da wo es weh tut.
      Ist sehr schwierig, ich weiß, gehört aber zum eigenen Friedensgeschick dazu.

  7. Ein interessantes Interview mit einem sympathischen Interviewpartner! Es ist wohl schon etwas älter, daher die Frage an Sie, Rüdiger Lenz: Wie würden Sie Ihre Thesen auf die heutige Corona-Krise beziehen? Was hieße das Nichtkampf-Prinzip in Bezug auf den Umgang mit Corona?

    In einem Artikel auf Spektrum.de über Resilienz las ich gerade:

    „Besonders wichtig ist zudem die Art und Weise, wie ein Mensch die Krise bewertet: »Wer der Pandemie positive Aspekte abgewinnen kann oder gar Gelegenheiten in ihr sieht, das Unvermeidliche akzeptiert und auch erkennen kann, wenn es ihm noch vergleichsweise gut geht, kommt besser mit der Krise klar«, betont Kalisch ( = ein Neurowissenschaftler und Gründungsmitglied des Leibniz-Instituts für Resilienz). Das bedeute nicht, dass solche Personen die Gefahrensituation verharmlosen. Vielmehr schätzten sie die Bedrohung realistisch ein, vermieden es aber, Gefahren zu generalisieren oder sich in möglichen Katastrophenszenarien zu verlieren.“

    Tatsächlich kenne ich viele Menschen, die so an Corona herangegangen sind. Aber in Zusammenhängen wie diesen hier wurden sie ja eher als „Normopathen“ gewertet. Da galt als ich-souverän nur, wer sich in den Kampf mit der Regierung begab, den Kampf gegen Bill Gates usw. Aber wäre das nicht gerade das Kampf-Prinzip, statt des Nichtkampf-Prinzips?

    • In einem so kurzen Interview kann der Interviewte, also ich, nicht alles sagen oder das ganze Prinzip darlegen. Das habe ich in Seminaren und Workshops getan.
      Das Prinzip hat sich weiterentwickelt, ist erheblich umfangreicher geworden.
      Das Nichtkampf-Prinzip brachte mich damals zu der Erkenntnis, die sehr nahe an Hans-Jochim Maaz und Franz Ruperts Theorien sind.

      Das NKP hat ein Axiom: Der Selbsterhalt und zahlreiche Theoreme: Wahrung der Unversehrtheit, die ich in zahlreiche Ebenen gegliedert habe. Das sind exakt auch die Regeln, die die Selbstverteidigung hat.

      Was ich tue ist, die Prävention viel deutlicher in Verhalten umzusetzen, die Deeskalation auszubauen und die Psyche des Menschen zu verstehen, der destruktiv handelt.

      Gates handelt destruktiv, Merkel auch, Drosten auch usw. Was die gerade mit uns machen ist Körperverletzung, Seelenverletzung – strukturelle Gewalt, wie sie von Diktaten kommen.

      Was Sie im Sinne der Resilienz schreiben und von einem Neurobiologen kommt, den Sie zitieren, halte ich für nicht richtig. Das Nichtkampf-Prinzip setzt auch auf Selbstverteidigung. Und ich werde mich verteidigen und raten allen, sich dem zu widersetzen, was da gerade auf uns alle zukommt. Was nicht heißt, mit Gewalt zu antworten.

      Zwischen dem sich alles bieten zu lassen und dem sich erwehren können liegen noch viele andere Möglichkeiten, die Thema meiner Seminare und Workshops damals waren. Heute setze ich diese Strategien für Jungunternehmer ein, damit sie sich im Markt besser und umfangreicher behaupten können.

      Ich rate zur intellektuellen und körperlichen Selbstverteidigung, denn ich werde mich ganz sicher nicht mit einem "mRNA-Impfstoff" impfen lassen. Denn das ist definitiv eine Verletzung der Unversehrtheit, die durch Zwang nicht mit friedlichen Mitteln gelöst werden können. Zur Zeit wahre ich friedliche Mittel.

      Den Begriff Nichtkampf wählte ich damals als Überbegriff für ein Sozialtraining im Vollzug mit Jugendlichen Gewaltstraftätern, mit denen ich zahlreiche TherapieTrainings im Sinne meiner Philosophie abhielt.

      Diese Philosophie, seine körperliche Methode und psychische Herangehensweise öffnete mir die Sicht darauf, dass wir Menschen alle zu Gewalttätern erzogen, gebildet und weiterkonditioniert werden, um dem System zu dienen – ganz einfach ausgedrückt. Die Einsitzenden Täter sind bloß ein Fingerzeig, der fast alle ablenkt, um nicht dorthin zu schauen, wo die echten großen Täter und Täterinnen sitzen, und was sie mit uns und unseren Kindern alles anstellen.

      Die wahren Täter werden gewählt, sitzen in hohen Posten.

  8. Herr Lenz erscheint mir als ein brillianter Analyst, sehr klar aber auch knallhart. Das theoretisieren und psychologisieren seines Erfahrungsschatzes wirkt jedoch eher künstlich, konstruiert und darüber eher bedenklich. Obgleich ich seine Ansichten weit überwiegend nur voll beipflichten kann, so z.B. betreff des Schulwesens. Herr Lenz wird insbesondere von Jugendlichen sehr viel Respekt erfahren. Zu recht! Daher sehe ich Herr Lenz in der Jugendarbeit als unverzichtbar und außerordentlich wertvoll. Genau dort wäre aber „Nichtkampf“ eine dem Wortlaut nach fatal falsche Botschaft. Junge Leute müssen lernen, den Kampf nicht zu scheuen oder diesen per Gewaltanwendung zu entscheiden. Der faire Kampf macht uns Souverän. Er lehrt uns Regeln, Grenzen und Respekt. Er hilft uns unsere Mitte zu finden, aber auch vor Gewalt nicht zu fliehen bzw. auf Gewaltanwendung verzichten zu können. Kampf zeigt uns unsere Grenzen auf, und die müssen wir kennen! Wir müssen lernen Siege über uns auch anzunehmen, Sieger und Verlierer anzuerkennen uvm. Eine Gesellschaft die dagegen nur aus Schafen, Wölfen und wenigen Schäferhunden besteht, wird nicht in die Zukunft führen. Unser aktuelles Dilemma. Aber vielleicht meint Herr Lenz dies ja auch so, oder ähnlich.

  9. Super – mit dem Interview hat KenFM sich selbst übertroffen.
    Ein absolutes Highlight, weil es völlig neue Perspektiven aufzeigt.
    Für die Mainstreammedien aber natürlich genau so undenkbar wie Ken selber.
    Neue Wege, richtige Fragen, Leute die anfangen zu denken – alles nur das nicht.
    Von mir gibt es jetzt auf alle Fälle schon mal eine Überweisung damit KenFM erhalten bleibt.
    Zeigt aber auch wie klein die Welt ist. Herford, Kampfschule direkt in der Nachbarstadt von einem und und man bekommt nichts mit – merde!

    Wo Rüdiger Lenz voll zuzustimmen ist, ist bei seiner „Partybeobachtung“.
    Diese, ich nenne sie mal Zombies, haben sich in den letzten Jahren wirklich explosionsartig vermehrt.

    Revolutionär ist aber wirklich die Unterscheidung von Gewalt und Aggressivität.
    War für mich persönlich bisher, genau wie im Mainstream, quasi eins.
    Anders betrachtet eröffnen sich aber völlig neue Perspektiven.
    Die Gewalt als Fratze .- passender hätte der Buchtitel nicht sein können und Aggressivität quasi als Gesicht des Menschen.

    Das Rüdiger Lenz mit dem Wunschdenken der Sozialarbeiterkaste -„Gewalt ist keine Lösung“
    aufräumt hebt Ihn gerade von diesen wohltuend ab.
    Ohne Realismus keine Lösungen.
    Was er über neuronale Vernetzung sagt würde aber die „Kuschelpädagogik“ dieser Sozialingenieure vollends als kontraproduktiv hinstellen.
    Der gesunde Menschenverstand sagt einem zwar auch das Strafe auf dem Fuss zu folgen hat, um mal Georg Schramm zu zitieren, genau von dieser Kaste wird selbiges aber als reaktionär, veraltet, ausländerfeindlich etc. hingestellt.
    Wenn das Problem der Gewalt aber weiter zunimmt werden diese Leute mit Sicherheit
    bald überflüssig sein.
    Entweder weil neue, wirksame Konzepte sich durchsetzen oder die Gesellschaft wird aus Angst nach so viel Repression verlangen das Zustände wie in den USA herrrschen werden.
    Mehr Gefängnisse, härtere Strafen, der einfache Weg halt, wenn auch im Endeffekt erfolglos, dafür aber mit allen damit verbundenen „Kollateralschäden“.

    Kampf gegen sich selbst, als größte Krankheit des Westens, bringt es auch treffend auf den Punkt.

    Die Aussage zum Lernen erschließt sich mir aber nicht ganz.
    Ist z. Bsp. Lesen und Schreiben nicht eine Kulturtechnik die man sich einfach aneignen muss um sich damit auch andere Ressourcen, Wahlmöglichkeiten erschliessen zu können.
    Vielleicht stellt sich diese Frage aber nach der Lektüre des Buches nicht mehr.

    Die Frage die sich aber auch stellt, wenn Psychopathen einen Teil der herrschenden Elite stellen.
    Ist dann eine bessere Welt im Sinne Rousseaus denkbar ohne einen Marat?
    Kann ich mir nicht vorstellen.
    Auch wie die Ignoranz, Trägheit der Masse besiegen?

    Aber nochmals, rundum tolles Interview!

  10. Hallo,

    Gratulation zu diesem Interview. Ihr seid auf sehr interessante Punkte eingegangen. Seit kurzem habe ich eine Art brennendes Interesse an der menschlichen Kommunikation (Paul Watzlawick, Firedmann Schulz von Thun) und dem radikalen Konstruktivismus und am Lebenvon Heinz von Förster entdeckt.

    Ich finde ganz viele ähnliche Haltungen in diesem Interview wieder, wie sie auch Heinz von Förster in seinem Buch „Teil der Welt- fraktale einer Ethik.“ beschreibt. (Wo wir wieder bei den Fraktalen wären ;))

    Ich möchte noch auf das Evolutionsprinzip eingehen. In „Teil der Welt“ von Heinz von Förster wurde das wunderschön erklärt und mir ist klargeworden, dass ich die Konsequenzen aus dem Evolutionsprinzip nie wirklich verstanden hatte. Es wird nämlich nur angenommen, dass durch Mutation eine zufällige Veränderung des Erbmaterials entstehen soll und dass dann diejenigen weiterkommen, die überleben. Und bei diesem Selektionsprinzip fängt der Irrglaube an. Das Prinzip sagt lediglich aus: weiterkommt, was überlebt. Die Mutation ist rein zufällig. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten für die Mutation und viele dieser Mutationen bringen Lebewesen hervor, die in ihrer Umgebung lebensfähig sind. Wenn nun ein Wissenschaftler kommt und meint, eine bestimmte Eigenschaft herauspicken zu müssen, von der er meint, dass sie maßgeblich zum Überleben der Art beigetragen haben könnte, dann mag das eine schöne plausible Geschichte dieses Wissenschaftlers sein aber daraus darf man nicht schließen, dass sich dieses Merkmal auf Grund eines Evolutionsdruckes hin ausgeprägt hätte. Dieses Merkmal stellt nur eine Möglichkeit der Evolution dar und es gibt keine andere Ursache als den Zufall dafür, dass sich dieses oder jenes Merkmal durchgesetzt hat.

    Ich glaube die meisten Menschen mißverstehen das. Ich habe bis vor kurzem nie genau darüber nachgedacht. Die Giraffen haben nicht so einen langen Hals bekommen, um besser an ihre Nahrung heranzukommen. Der Grund ist eine zufällige Mutation, die dazu geführt hat, dass bestimmte Tiere einen langen Hals bekommen haben aber genausogut hätte auch eine andere Mutation ein anderes Merkmal ausprägen können, das sich für das Überleben als nützlich erwiesen haben könnte.

    Ich finde dieser Irrglaube zu den Konsequenzen aus dem Evolutionsprinzip lässt sich auf das Kampfprinzip gut übertragen. Ich finde es genauso unsinnig anzunehmen, dass wir immer stärker, und wettbewerbsfähiger werden müssten, um zu überleben. Das wollen mir die Mainstream Medien und die Politiker immer einreden aber ich glaube ihnen nicht. Denn wer legt fest, welches Merkmal besonders gut oder schlecht ist? Welche Merkmale „sollten“ sich besonders stark ausprägen und welche besser aussterben? Für mich steht fest, dass ich nur selbst über mich und meine Merkmale zu bestimmen habe. In dem Moment, in dem ich anfange Andere zu Selektieren, (das sind die Guten, dies die Schlechten) erhebe ich mich doch selbst und meine ich „wüsste“ es besser.
    Die absolute Wahrheit existiert aber meiner Meinung nach nicht. Im Interview ist das auch deutlich geworden. Je detailiierter wir die „Wirklichkeit“ betrachten, in der Physik, in der Neurobiologie… desto klarer wird, dass wir nichts wissen. Es kommen Fragen auf die prinzipiell unentscheidbar sind, wo einem keine Logik und kein physikalisches Gesetz vorschreibt, wie die Welt zu sein hat, wo allein die Überzeugung oder der Glaube an eine bestimmte Interpretation die Grundlage für eine Theorie bildet. Und an dieser Stelle nehme ich gerne die Haltung von Heinz von Förster an, der da meint, dass die prinzipiell unentscheidbaren Fragen, diejenigen Fragen sind bei denen wir wirklich guten Gewissens frei entscheiden können, dass wir aber gleichzeitig durch unsere eigene Entscheidung die Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen müssen. Die Verantwortung geht also Hand in Hand mit der Entscheidung.

    In diesem Sinne halte ich es für angebracht nicht immer nur die eingefahrenen Wege zu benutzen, offen zu sein, für neue Erklärungsprinzipien, nicht jede Andersartigkeit sofort zu verurteilen, voneinander zu lernen und sich nicht zu bekämpfen. Es muss sich nicht eine Theorie, wie die Welt funktioniert oder zu funktionieren hat durchsetzen. Es können viele Theorien nebenher existieren und sich gegenseitig befruchten.

    Mein Sempf dazu (ich finde Sempf schöner als Senf)

    • Hallo Herr Petzold,

      interessanter Beitrag und Tipp (von Förster werde ich lesen).

      Ich habe mich in den 1980er Jahren sehr intensiv mit der Verhaltensforschung und damit auch mit der Evolutionären Erkenntistheorie EE auseinandergestzt.

      Die EE ist mein Fundament und wie ich finde, eine im Mainstream und den heutigen, ach so wichtigen Gesellschaftsproblemen leitende Medienkultur, bei weitem unterschätzte Theorie.
      Lorenz, Popper, Riedl, Vollmer, von Weizsäcker, von Ditfurth etc.
      Deren Theorien führten letztendlich zur Umweltbewegung und zur DAMALIGEN Programmatik der Grünen.

      Vielen ist Konrad Lorenz (leider) nur als Vater der Graugänse bekannt. Was viele nicht wissen: Er machte aus dem Kantschen a priori ein a posteriori – woraus die EE entstand.

      Interessant ist auch, sich mal mit dem plötzlichen Verschwinden der EE im Wissenschaftsmainstream zu befassen. Sie klärte den Menschen auf eine Weise auf, die bestimmten Leuten nicht schmeckte.

      Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Begründer der Humanethologie und Schüler Lorenz, wurde als Nazisympathisant in der Öffentlichkeit dargestellt, weil er behauptete, dass man Ratten nicht dichtgedrängt halten könne. Sie werden dann kanibalisch und Weibchen scheinen einen´intrinsischen Abtreibungsprozess in Gang zu setzen.. .

      Das übertrug er auf die Theorie, wonach die Wirtschaft soundsoviel Menschen ernähren könne. Was aber dem wirtschaftspolitischen Mainstream widersprach: „Die Bevölkerungsdichte bestimmt auch das Verhalten der Menschen untereinander“, so Eibl-Eibesfeldt. Heute würde man ihm vielleicht Antisemitismus vorwerfen.

      Ich bin froh, dass ich mir damals ein naturwissenschaftliches Selbststudium unterzogen habe und ich glaube, dass viele Experten heute genau dadurch schon entlarvt sind (ohne es selbst zu wissen), weil viele von ihnen eben kein naturwissenschaftliches Fundament haben. Sich dafür zu interessieren, wie die Natur UND die Religionen ticken, ist wesentlich für das Erstellen eigener Theorien, die dann auch in der Praxis umsetzbar sind.

      Liebe Grüße
      Rüdiger Lenz

  11. Hallo IronCandy,

    Du schriebst:

    Akkumulation(von Ressourcen)… die Grundlage der Gewalt, des Kapitalismus und letztlich aller existierenden Systeme und des Lebens an sich(multizelluläre Organismen mit zentraler Ressourcenverarbeitung(Outsourcing/Zentralisierung innerhalb des Menschen quasi))…

    Ich antworte: Upsila, damit kann ich nur wenig bis gar nichts anfangen, weil meine zerebrale Übersetzungsfunktion hier kollabiert :-), nur eins: Kampf und Gewalt sind kein primäres evolutionäres Prinzip. Sie sind ein sekundäres Prinzip in der Evolution. Wir Menschen haben die Unfähigkeit, Kampf und Gewalt als primären Ausdruck von Evolution zu betrachten und danach zu streben.
    Ausführlicher als in meinem Statement dazu kannst Du das in Joachim Bauers Buch: Prinzip Menschlichkeit nachlesen.

    Super Sendung und interessant dass es auch Fachleute gibt die zu dem Schluss kommen dass wirtschaftliche Ursachen jeglicher Gewalt zu Grunde liegen.

    Ich antworte: Das gefällt mir und sicher auch dem KenFM-Team, das es Dir gefallen hat.

    Den Begriff Fraktal halte ich allerdings für problematisch… Rekursiv bezeichnet eher was hier gemeint ist denn ein Fraktal ist eine Form die sich rekursiv aber ohne Veränderung fortbildet ein Mensch adaptiert allerdings und kopiert nicht 1zu1.

    Ich antworte: Da ich den Begriff der fraktalen Gewalt im kulturellen und sozialen Gefüge unserer Gesellschaft betrachte und nicht im Sinne von Evolution gebrauche (das wäre auch Schwachsinn), sehe ich ihn darin bestätigt. Es kann an dieser Stelle nicht ausführlich darauf eingehen, da über Mandelbrot zu mathematisieren hier einfach nicht der richtige Platz ist.
    Ich habe, wie im Interview nicht erwähnt wird, die *Mathematik des Selbsterhaltes* begründet. Und dabei habe ich mit Mathematikern das Problem des Fraktals und des Selbsterhaltes ziemlich ausführlich diskutiert. Die Tafel wurde so manches Mal voll gezeichnet und viele Formeln etc. sind wir durchgegangen. Das kann man in einem Interview nicht diskutierenb; niemand würde dabei länger als eine Minute zuhören.

    Der Begriff des Fraktals ist angemessen, weil er sich rekursiv auf das Verhältnis von äußeren und inneren Ressourcen stützt und aufzeigt, dass, egal welcher Reichtum oder welche Armut den Menschen oder die menschen bewegt. Es geht um mehr und um die dafür notwendige Optimierung im Verhalten. Kommt sie, die Optimierung nicht weiter, dann verfallen Menschen, in unserer Kultur, dem Schema der Gewalt – über den Kampf.

    Ähnlich, jedoch aus einem anderen Hintergrund heraus, hat Wilhelm Heitmeyer den Begriff der *Desintegrationsprozesse vs. Integrationsprozesse* definiert. Ich habe auch mit ihm und seinem Prof.-Team ausführlich darüber diskutiert und Arbeitsgruppen in der Uni-Bielefeld darüber (Nichtkampf u. andere Sozialtrainings) mitgestaltet. Rainer Dolase, Prof. für Psychologie und Vize des IKG-Bielefeld wurde sogar ein Verteidiger und wunderbarer Diskussiuonspartner für mein Prinzip.

    Ich könnte zahlreiche weitere Beispiele anführen. Das führt aber zu nichts, ausser zu einem Defizit meines Zeitkontos für heute.

    Liebe Grüße
    Rüdiger lenz

    • Mit einer derartigen Antwort hatte ich wirklich nicht gerechnet… Super.

      „Akkumulation(von Ressourcen)… die Grundlage der Gewalt, des Kapitalismus und letztlich aller existierenden Systeme und des Lebens an sich(multizelluläre Organismen mit zentraler Ressourcenverarbeitung(Outsourcing/Zentralisierung innerhalb des Menschen quasi))…“

      Okay sicher sehr verworren… sry ist mehr Brainstorming bzgl. der These: Akkumulation ist das Grundprinzip aller Systeme. Ihr Beitrag stütz meine These wie ich finde und Kampf oder Gewalt sehe ich eher als Konsequenz dieses Prozesses. Allgemein vermute ich dass es sinnvoll wäre eine materialistische Systemtheorie zu entwickeln die Informatik, Wirtschaftswissenschaften und soziologische, politische historische evolutionäre biologische Subwissenschaften auf akkumulierende und zellulärgegliederte Systeme reduziert und quasi aus diesen ein Kalkül baut welches Fachbereich übergreifende Kenntnisse über Systeme bringen kann.

      „Wir Menschen haben die Unfähigkeit, Kampf und Gewalt als primären Ausdruck von Evolution zu betrachten und danach zu streben.“

      Dass sehe ich nicht so… Spiele/Wettkämpfe/freier Wettbewerb in einer Marktwirtschaft usw. zeigen doch das „Kämpfe“ und Marktmacht/Gewalt durchaus als evolutionärer Prozess begriffen werden.. jedoch leider haarspalterisch in Segmente gegliedert werden und daher „wirtschaftliche“
      Regeln, Prozesse usw. nur immer im jeweiligen Kontext gesehen werden statt das allgemeine Prinzip zu begreifen. Ich finde der Mensch kennt das Problem aber er hat 1000 Begriffe für das selbe Prinzip an unterschiedlichen Orten weil die Wissenschaft an sich nicht frei von wirtschaftlichen Einflüssen ist und diese Spaltung den wirtschaftlichen Interessen einer besitzenden Schicht entspricht. Dieses Kapselungsprinzip gibt es auch in der Informatik, in der Wirtschaft fällt es vermutlich unter Informationsmanagement und allgemein wohl auch unter „divide & conquer“.

      „Der Begriff des Fraktals ist angemessen, weil er sich rekursiv auf das Verhältnis von äußeren und inneren Ressourcen stützt und aufzeigt, dass, egal welcher Reichtum oder welche Armut den Menschen oder die menschen bewegt. Es geht um mehr und um die dafür notwendige Optimierung im Verhalten. Kommt sie, die Optimierung nicht weiter, dann verfallen Menschen, in unserer Kultur, dem Schema der Gewalt – über den Kampf.“

      Punkt an Sie. Ich komme aus der Informatikecke und sehe da eher das Fraktal als Folge eines Algorithmus und die Rekursion als das allgemeinere Prinzip(exponentielles Wachstum, Zineszins usw. sind letztlich alle rekursiv beschreibbar und Fraktale sind der für mich belastende Versuch alte mathematische Regeln durchzudrücken statt neue Ansätze zu verfolgen).

      Meine Theorie bzgl. Kampf an sich ist simpel: Kampf ist Raub. Wenn ein Kampf gewonnen wird, werden Ressourcen akkumuliert. In einem „Wett“kampf können keine neuen Teilnehmer aus dem Nichts auftauen daher wird sich früher oder später irgendwo alles ansammeln…
      -wohlgemerkt in einem Wettkampf-

      Der Wettkampf ist ein Spiel und somit von Menschen gemacht…

      Ein Überlebenskampf bzw in der freien Natur definiert seine Teilnehmer nicht deshalb können beliebig neue „Spieler“(evolutionäre Spieltheorie) erscheinen.

      Wann erscheinen diese? Wenn ein System Ressourcen akkumuliert hat und es diese nicht alleine binden kann, dann entsteht eine Abspaltung eine neue Zelle/System und diese versucht ihrerseits ebenfalls zu akkumulieren d.h. brereits zwei Pole/Zellen die um Ressourcen „kämpfen“.

      Kämpfen ist für mich daher dass Bestreben zweier Zellen/System die gleichen Ressourcen zu akkumulieren.

      Sehr abstrakt vielleicht, aber ein Versuch meiner Person Einblicke in Evolutionstheorie/Informatik(Zellulärer Automat)/Politik(Korruptionssysteme)/Wirtschaft zu begreifen schlicht weil es keine übergeordnete Wissenschaft für allgemeine Systemtheorie gibt und Informatik absurdenweise keine Wissenschaft ist(zumindest in Deutschland) und die Mathematik durch absurd relationale Konzepte aber trotzdem als angebliche Grundlage der Informatik unfähig ist solchen Systemen Rechnung zu tragen.

      Und um noch eine verrückte Theorie hinterher zu schießen: Wenn Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist und Krieg sich als Kampf quasi durch Raub auszeichnet… ist dann die Politik nicht letztlich auch wieder nur das Akkumulieren von (in unserem kapitalistischen System Geld) Ressourcen?

      Freilich alles spekulativ aber mein Studium(der Informatik) ist noch net zu Ende ;D

      PS: sry für ihr Zeitgiro(wenns da Zinsen drauf gibt will ich auch eines xD)

      Liebe Grüße auch von hier

    • Mir auch gerade aufgefallen Sie erwähnen dass Aggressivität der Motor der Gewalt ist und im Grunde Wachstum ist.
      Wachstum ist letztlich Akkumulation.
      Die Frage ist jetzt: Was wird akkumuliert? Meine These: Es sind genau diese Glückshormone und Dopamine die Sie erwähnen und die gerade bei monotonen und sturen/dogmatischen Aufgaben wie Auswendiglernen nicht freigesetzt werden und somit ist klar: Auswendiglernen setzt keine Glückshormone frei folglich trägt es nicht zur Akkumulation dieser und damit zur positiven Aggression bei und verhindert so dass ich als Schüler motiviert bin mathematische Zauberformeln auswendig zu lernen.

      Die Frage ist wann werden denn überhaupt Glückshormone freigesetzt? Würden wir darauf eine Antwort bekommen wüssten wir automatisch welche Prioritäten unser Körper eigentlich für uns setzt und folglich was „gut“ für uns ist.

  12. Akkumulation(von Ressourcen)… die Grundlage der Gewalt, des Kapitalismus und letztlich aller existierenden Systeme und des Lebens an sich(multizelluläre Organismen mit zentraler Ressourcenverarbeitung(Outsourcing/Zentralisierung innerhalb des Menschen quasi))…

    Super Sendung und interessant dass es auch Fachleute gibt die zu dem Schluss kommen dass wirtschaftliche Ursachen jeglicher Gewalt zu Grunde liegen.

    Den Begriff Fraktal halte ich allerdings für problematisch… Rekursiv bezeichnet eher was hier gemeint ist denn ein Fraktal ist eine Form die sich rekursiv aber ohne Veränderung fortbildet ein Mensch adaptiert allerdings und kopiert nicht 1zu1.

Hinterlasse eine Antwort