RusStrat: China bietet Russland offizielles Militärbündnis an

Nachdem sich die “strategische Partnerschaft” zwischen Peking und Moskau viele Jahre bewährte, wäre ein Militärbündnis die logische Fortsetzung der immer enger gewordenen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Kooperation und Abstimmungen zwischen den beiden Ländern. Laut dem Moskauer Institut für internationale Strategien gibt es jetzt ein solches Angebot Chinas.

Von Rainer Rupp.

Angesichts des vom Westen entfachten, neuen Kalten Krieges scheinen jetzt beide Länder bereit, einen längst überfälligen Schritt zu wagen. Nach einer Analyse (hier auf Russisch) vom Moskauer Institut für internationale politische und wirtschaftliche Strategien (RusStrat) vom 9. Februar 2021 stehen Russland und China nun kurz vor einem Militärbündnis. Dabei bezieht sich das renommierte Institut auf ein Telefongespräch zwischen den Außenministern Russlands und Chinas, Sergei Lawrow und Wang Yi, das am 4. Februar 2021 stattgefunden habe und “dessen Bedeutung nicht überschätzt werden kann”, so RusStrat.

Im Rahmen der Neuunterzeichnung des bald auslaufenden Vertrages über Freundschaft und gute Nachbarschaft (vom 16. Juli 2001) habe Peking vorgeschlagen – so RusStrat –, “den neuen Vertrag mit epochalen Inhalten zu füllen, was nicht nur den Wunsch beider Länder nach dem Schutz ihrer eigenen Sicherheit widerspiegelt, sondern auch den vieler Nachbarstaaten”. Dann betont das Institut:

“In der Tat können wir sagen, dass Peking Moskau den Abschluss eines offiziellen Militärbündnisses angeboten hat.”

Für einen großen Teil der Menschheit käme ein solches Bündnis einer Bürgschaft für ein friedliches Zusammenleben gleich. Vor allem wäre es für alle Beteiligten des sogenannten “Seidenstraßen-Projekts” eine Garantie für eine Win-Win-Entwicklung der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit – ohne verdeckte oder offene Kriege, ohne Umsturzversuche und Destabilisierungen.

In seiner Analyse unterstreicht RusStrat, dass dieses Bündnisangebot keine plötzliche Initiative vonseiten Pekings ist. Angesichts zahlreicher Vorbehalte und Erklärungen von Spitzenbeamten beider Seiten sei dieses Thema seit 2016 vornehmlich hinter verschlossenen Türen diskutiert worden, mit einer wachsenden Übereinstimmung, die im letzten Jahr sichtbar wurde.

Insbesondere habe der russische Präsident Putin am 22. Oktober 2020 in Nowo-Ogarjowo erklärt, er stimme im Prinzip einem Militärbündnis zwischen den beiden Ländern voll und ganz zu, obwohl man es nicht unbedingt brauche. Auf diese Zustimmung habe die chinesische Seite sofort “sehr herzlich” reagiert.

Angesichts der Tatsache, dass beide Länder “sehr ähnliche Ziele und langfristige Strategien verfolgen” sei die globale Geopolitik und Annäherung zwischen Russland und China “ein natürlicher und unvermeidlicher Prozess”. Daran würde sich auch “in absehbarer Zukunft” nichts ändern. “Dies bedeutet, dass es für mindestens ein halbes Jahrhundert, wenn nicht länger, keine ernsthaften Konflikte zwischen unseren Ländern geben sollte, die zu einer bewaffneten Konfrontation führen könnten”, schlussfolgert RusStrat, um anschließend für beide Seiten die Grundlagen, Perspektiven und Konsequenzen eine solchen Bündnisses eingehender zu bewerten. Demnach habe China “ein dreifaches Interesse an diesem Bündnis”:

Erstens möchte China unter Russlands strategischen Nuklearschirm schlüpfen. Denn auf sich allein gestellt könnte China das Opfer eines begrenzten, beispielsweise auf der Ebene von taktischen Nuklearsprengköpfen geführten Atomangriffs durch die USA werden. Das wäre, auch wenn es sehr theoretisch erscheint, trotzdem möglich. “Aber in einem Militärbündnis mit der Russischen Föderation ist es das definitiv nicht” mehr, stellt das Institut fest.

Zweitens kann Peking, nachdem es eine Garantie für solche Art (nukleare) Rückendeckung erhalten hat, sein Militär auf einen eher engen “östlichen” Sektor einer potenziellen Front konzentrieren und so eine entscheidende Überlegenheit der Streitkräfte und Mittel dafür garantieren.

Drittens würde das Bestehen eines solchen Vertrages “nicht nur China die Hände in der ‘Taiwan-Frage’ frei halten, sondern es würde auch bedeuten, dass Russland inoffiziell China das Recht zugesteht, diese ‘Frage’ nach eigenem Ermessen zu lösen”.

Was Russlands Interessen an einem solchen Bündnis betrifft, zählt RusStrat folgende Punkte auf:

Erstens “wird die Unterzeichnung eines solchen Abkommens China automatisch dazu verpflichten, in vielen für uns (Russen) wichtigen internationalen Fragen eine aktivere und eindeutig pro-russische Position einzunehmen”. Das gelte sowohl für die Unterstützung bezüglich der Krim und gegen westliche Sanktionen (wie gegen Nord Stream 2) als auch für chinesische Unterstützung und Kooperation in solchen Bereichen wie der russischen Wirtschaft, Finanzen und Technologien.

Zweitens würde solch ein Bündnis eine hervorragende Grundlage bilden “für eine klare Abgrenzung der Interessen beider Länder in Zentralasien und dem übrigen postsowjetischen Raum, in dem noch zu viel Unsicherheit herrscht”. Solchen Problemen könnte durch das Bündnis abgeholfen werden, so RusStrat, denn: “Wenn einerseits in Zentralasien und Turkmenistan eine sehr breite Übereinstimmung gemeinsamer (russisch-chinesischer) Interessen möglich ist, dann kann Peking in Bezug auf die Länder an den Westgrenzen Russlands gleichfalls nur Formulierungen unterstützen, nach denen diese Gebiete in der Zone der strategischen Interessen Russlands liegen, genauso wie Taiwan in der Zone der strategischen Interessen von Peking liegt.”

Drittens: “Die Hauptsache ist, dass am Ende die Möglichkeit besteht, die gegenseitigen Positionen über die Zweckmäßigkeit der Bewahrung des europäischen Integrationsprojekts zu synchronisieren.” Allein habe Russland dafür immer noch nur wenige Optionen. Aber mit der Unterstützung durch die Wirtschaftsmacht der Volksrepublik China wird es für Russland dagegen viel einfacher sein, dieses Problem zu lösen, als es alleine möglich wäre.

Neben den Vorteilen eines möglichen Militärbündnisses zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China bewertet RusStrat auch sehr nüchtern mögliche potentiell kontroverse Punkte. Einige von ihnen seien sogar “ziemlich bedeutsam.” Dabei weist RusStrat vor allem darauf hin, “dass Moskau angesichts des unterschiedlichen wirtschaftlichen Gewichts und der Größe der außenpolitischen Probleme sowie einer gewissen weltanschaulichen Diskrepanz durch die Unterzeichnung eines solchen Vertrages in eine gewisse Abhängigkeit von Pekings Außen- und Innenpolitik gerät. Und dies ist in der Tat der Fall”.

In umgekehrter Richtung sei das jedoch ebenfalls gegeben, denn China begebe sich in die gleiche Art von Abhängigkeit. Und wenn es dort zu einer Zustimmung zu einem solchen Vertrag käme, dann bedeute dies, dass auch dort “die herrschende Elite des Landes dieser gegenseitigen Abhängigkeit zustimmt”.

Daher folgert RusStrat, es sei nicht auszuschließen, dass “bereits im laufenden Jahr, spätestens im Jahr 2022, ein offizielles Militärbündnis zwischen Russland und China geschlossen werden kann”.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 10. Februar 2021 auf RT-Deutsch.

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Bildquelle:     Alexandros Michailidis /shutterstock

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25 Kommentare zu: “RusStrat: China bietet Russland offizielles Militärbündnis an

  1. Zivilistin sagt:

    Wie Herr Rupp sehr gut weiß, war das erste Bündnis nach dem sog. ZWEITEN Weltkrieg die gemeinsame Luftraumüberwachung USA – Kanada. (Norad) Technisch wäre das auch anders gar nicht möglich gewesen und die USA kamen so in den Besitz des Britischen Radars. Seither gilt nicht mehr: Britannia rules the waves, sondern US rules the air, selbst unangreifbar sein und jederzeit und überall zuschlagen können.

    Daß Rußland eine halbwegs sichere Kontrolle des eigenen Luftraumes bewerkstelligt, ist schon enorm, auch enorm aufwändig aber nur gemeinsam mit China wird daraus ein effizientes Programm. In der Luftfahrt hat China enorme Fortschritte gemacht, die J-10 B dürfte heute das effizienteste Kampfflugzeg sein (und soll für den Export bereit sein), aber es besteht immer noch win- win Potential zwischen den beiden Mächten.

    Eines muß man ganz klar sehen: Russland ist für den 'Westen' die attraktivste Beute, enormer Resourcen Reichtum, aber noch nicht mal 150.000 Mio Menschen. Russland wird kooperieren müssen, um in Zukunft ein Maximum an Unabhängigkeit zu bewahren. China ist eine harte Nuß für den 'Westen', aber als letzte Beute des 'Westens' übrig zu bleiben, ist keine attraktive Perspektive für China.

  2. phlox sagt:

    Rainer Rupp, danke für diese Informationen.
    Zunächst gilt es, die Außen- und Innenpolitik getrennt zu betrachten.
    Zu Zeiten Helmut Schmidts als Kanzler trafen sich Staatschefs noch, sprachen
    miteinander, hörten einander zu, versetzten sich in die Lage des Anderen, versuchten
    die Sorgen und Ziele zu verstehen. Das war gelebte Toleranz. Dazu gehörte die
    Nicht-Einmischung in innere Angelegenheiten.
    Bei Lawrow und Putin hört man so etwas immer noch heraus, aber auf der
    transatlantischen Seite kommen wie in Stein gemeißelte Sätze daher, bar jeder
    Toleranz, immer wieder und von vielen Seiten, dazu Drohungen und Unterstellungen.
    Wer so etwas in seinem Elternhaus erlebt kann wenigstens abhauen. Aber, auch
    hier Helmut Schmidt: unsere Nachbarn werden uns immer bleiben. Wir müssen mit ihnen
    auskommen.
    Was sich da später alles machen ließ unter dem Vorwand humanitärer Interventionen,
    das wissen wir ja und es steht zu befürchten, dass das jetzt mit der Biden-Regierung so
    weitergehen wird. Und wenn ich an die Leute in und um die Heinrich Böll-Stiftung denke.
    Und jetzt verkündet gar der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft Gabriel
    Felbermayr ungeniert, Ziel sei ein "Regimewandel in Russland". Mit wirtschaftlichem
    Druck gelänge das nicht, mit Nordstream 2 sieht er einen Hebel Deutschlands gegenüber
    Russland, die Pipeline ließe sich stilllegen oder sperren oder mit Auflagen versehen.
    https://de.rt.com/inland/113255-praesident-instituts-fuer-weltwirtschaft-wollen-regimewandel-in-russland/
    Ja, wenn das keine Bedrohung ist, ganz zu schweigen von der militärischen Einkreisung
    und den Spielchen der Ukraine bezüglich der Krim.
    Damit wären wir bei der Außenpolitik: Staaten haben Interessen, meinte Egon Bahr.
    Und Staaten mit denselben Interessen arbeiten zusammen, um gemeinsame Ziele
    zu erreichen. Soweit ist das nur vernünftig und das, was Menschen im Alltag auch
    machen. Die Frage ist jetzt: um welche Ziele geht es? Ein Beistandspakt für den
    Fall, eines Angriffs (wohlgemerkt nicht einer eigenen Aggression) muss man in
    jetzig Zeiten nicht verdammen. Zu signalisieren, wir sind eine große Gemeinschaft,
    Finger weg von einem von uns, ist unter jetzigen Bedingungen, geradezu geboten.
    Und alle Kooperationsversuche Russlands in Richtung EU – Deutschland werden
    eiskalt ignoriert, also sucht man sich anderswo Gemeinschaft (auch das ist ein
    Vernunftsgebot, wie der einzelne Mensch das klugerweise auch macht).

    Was Russlands Interessen an einem solchen Bündnis betrifft, zählt RusStrat unter
    Punkt 3 auf: „Die Hauptsache ist, dass am Ende die Möglichkeit besteht, die gegen-
    seitigen Positionen über die Zweckmäßigkeit der Bewahrung des europäischen
    Integrationsprojekts zu synchronisieren.“ Allein habe Russland dafür immer noch
    nur wenige Optionen. Aber mit der Unterstützung durch die Wirtschaftsmacht der
    Volksrepublik China wird es für Russland dagegen viel einfacher sein, dieses Problem
    zu lösen, als es alleine möglich wäre.

    Herr Rupp, dieses Zitat ist mir zu verklausuliert. Was genau meint die "Zweckmäßigkeit
    der Bewahrung des europäischen Integrationsprojekts"?

  3. Diderot sagt:

    @ Severin:
    Danke für ihre Kommentare. Solange es Menschen in Deutschland gibt, die politisch ähnlich denken wie Sie, ist es um dieses – unser aller Land – noch nicht geschehen. Und das ist gut so. Viel zu wenige würden mit solch` einer Inbrunst wie Sie, in einen Krieg gegen China, oder Russland, noch besser gleich gegen beide Schei…nationen ziehen und für das heilige Vaterland kämpfen bis zum letzten Blutstropfen. Ich bin auf Ihrer Seite. Leider, leider werden sich diese bolschewistischen Untermenschen wehren, aber gegen unsere Übermacht – ich bitte nicht zu vergessen… die friedfertigste Nation dieses Planeten ist auf unserer Seite. Mit den USA werden wir endlich diese asiatischen Horden in die Knie zwingen und denen mal zeigen was Demokratie heißt.
    Also, nochmals danke Severin. Machen sie weiter so und klären hier auf KenFm diese Bande von linksversifften Ignoranten auf. Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen.

    • severin sagt:

      Nochmal lesen wenn Sie es nicht verstanden haben. Mit Blockdenken der Feind meines Feindes kommen wir nicht weiter. Ich versuchs mal in einfacher Sprache: Es gibt nicht nur die beiden Möglichkeiten POTUS ist böse /Xi und Putin sind lieb vs POTUS ist lieb/Xi und Putin sind böse. Ich spreche von der 3. Möglichkeit: POTUS Putin und Xi sind alle drei böse. Nur so als kleine Eselsbrücke 😉
      Nicht die chinesische Digitaldiktatur ist die Lösung sondern eine Gesellschaft ohne Herrschaft bestehend aus Privatpersonen ohne Staatsmafia jeglicher Art.

  4. Schramm sagt:

    Noch ein Nachtrag zum heutigen weltweiten Kapitalismus und Imperialismus, zum Bourgeoissozialismus und Kapitalfaschismus im 21. Jahrhundert, vor allem westlicher, westeuropäischer [britischer, französischer, bundesdeutscher] und nordamerikanischer Prägung, weltweit.

    Die Aussage von Karl Marx und Friedrich Engels im Manifest der Kommunistischen Partei über den konservativen oder Bourgeoissozialismus hat auch im 21. Jahrhundert seine vollumfängliche Berechtigung und uneingeschränkte Gültigkeit, sowohl mit Bezug auf den nordamerikanischen, westeuropäischen [BRD, GB, FR, Schweiz] und japanischen Kapitalfaschismus, als auch auf den Kapitalismus der Oligarchen der Russischen Föderation und der antikommunistischen und sozialdemokratischen Bourgeoissozialisten der Volksrepublik Chinas und wie des heutigen feudal-kapitalistischen Kastensystems [des historischen Klassensystems] Indiens.

    »Die Bourgeoisie stellt sich die Welt, worin sie herrscht, natürlich als die beste Welt vor. Der Bourgeoissozialismus arbeitet diese tröstliche Vorstellung zu einem halben oder ganzen System aus. Wenn er das Proletariat auffordert, seine Systeme zu verwirklichen und in das neue Jerusalem einzugehn, so verlangt er im Grunde nur, dass es in der jetzigen Gesellschaft stehenbleibe, aber seine gehässigen Vorstellungen von derselben abstreife.

    Eine zweite, weniger systematische, nur mehr praktische Form d[ies]es Sozialismus suchte der Arbeiterklasse jede revolutionäre Bewegung zu verleiden, durch den Nachweis, wie nicht diese oder jene politische Veränderung, sondern nur eine Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse, der ökonomischen Verhältnisse ihr von Nutzen sein könne. Unter Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse versteht dieser Sozialismus aber keineswegs Abschaffung der bürgerlichen Produktionsverhältnisse, die nur auf revolutionärem Wege möglich ist, sondern administrative Verbesserungen, die auf dem Boden dieser Produktionsverhältnisse vor sich gehen, also an dem Verhältnis von Kapital und Lohnarbeit nichts ändern, sondern im besten Fall der Bourgeoisie die Kosten ihrer Herrschaft vermindern und ihren Staatshaushalt vereinfachen.

    Seinen entsprechenden Ausdruck erreicht der Bourgeoissozialismus erst da, wo er zur bloßen rednerischen Figur wird.

    Freier Handel! im Interesse der arbeitenden Klasse; Schutzzölle! im Interesse der arbeitenden Klasse; Zellengefängnisse! im Interesse der arbeitenden Klasse: das ist das letzte, das einzige ernst gemeinte Wort des Bourgeoissozialismus.

    Der Sozialismus der Bourgeoisie besteht eben in der Behauptung, dass die Bourgeois Bourgeois sind — im Interesse der arbeitenden Klasse.« Marx/Engels Manifest

    PS: Das „Manifest“ verfassten Karl Marx und Friedrich Engels im Dezember 1847 und Januar 1848. Es wurde erstmalig im Februar 1848 in London in deutscher Sprache gedruckt.

    17.02.2021, R.S.

  5. Ralf Becker sagt:

    Es gibt den Satz von Abraham Lincoln:
    "Ich sehe in naher Zukunft eine Krise heraufziehen. In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation, und in Zeiten der Feindseligkeiten konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Sie verleumdet all jene als Volksfeinde, die ihre Methode in Frage stellen und Licht auf ihre Verbrechen werfen. Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen, und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern, bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik vernichtet ist."

    Hinter dem Aufrüsten könnte es zudem Motive geben, die wir unzureichend kennen, wie etwa der Kontakt zu Aliens.

    Focus, 08.12.2020
    „Menschheit ist noch nicht bereit“
    Ex-General behauptet: USA und Israel stehen in Kontakt zu Aliens – Trump weiß Bescheid

    Bekanntlich entsteht zurzeit zwischen China und 14 Asien-Pazifik-Staaten die größte Freihandelszone der Welt.
    Aber ist Geld eigentlich ein Tauschmittel? Wenn man aber wie wir eine Scheindemokratie mit Berufspolitikern hat? Außerdem weiß es doch keiner, wohin wir jetzt mit diesem Endlos-Lockdown hinsteuern wollen.
    Hier müsste es jetzt eigentlich eine breitere Diskussion geben, welche Alternativen es zum derzeitigen Wirtschaftssystem gibt.

    • Zivilistin sagt:

      Die Alternative, in die wir beschleunigt gestoßen werden, heißt: FASCHISUS, das dürfte doch langsam klar sein. Sollten Sie erwiedern, daß die aktuell angestrebte Ordnung aber global und digital sei, dann nennen Sie's halt NWO, das ist aber nur alter Wein in neuen Schläuchen.

  6. Antti sagt:

    Da linker Internationalismus seit 150 Jahren nicht geklappt hat, sollte man jetzt nicht auf die kapitalistische "Globalisierung" reinfallen, also die endgültige Ausbeutung des "Freihandels"-pauperisierten "Global Village" als "Ende der Geschichte".
    China hat nunmal eine andere Kultur, und zwar auf seine Weise eine harmonisierendere, als der "aufgeklärte Westen" – daß das dortige Establishment zunehmend den "Westen" nachahmt (Kapitalismus, Überwachung, Militär-Bündnisse usw.), ist natürlich bedenklich, aber immer noch harmlos im Vergleich zu "westlichem" Imperialismus: China ist historisch das Land mit den meisten und oft erfolgreichen Bauern-Aufständen, während im "Westen" alles dergleichen blutig niedergeschlagen wurde.
    Der chinesische "Imperialismus" war historisch (abgesehen von inneren Machtkämpfen) immer unkriegerisch.
    In China (und Rußland, als Viel-Völker-Staaten) wurden autonome Republiken mit besonderen Vorteilen und Förderungen eingerichtet (z.B. Tibet), während im "Westen" Zentral-Staaten mit Minderheiten-Unterdrückung errichtet wurden (beste Beispiele: Frankreich, England, USA).
    Selbst laut Wikipedia hat das "Massaker auf dem Tien´an men-Platz" nicht stattgefunden, obwohl es im "westlichen" Bewußtsein immer noch gruselig verankert ist.
    Wo entgegen der ostasiatischen Kultur "westliche Werte" übernommen wurden, wurde die Gesellschaft zerstört (s. z.B. die Selbstmord-Raten in Südkorea und Japan).
    Also laßt die Chinesen mal machen, sie brauchen eure klugen Ratschläge nicht.
    Vielleicht sehen sie sogar ein, daß "Militär-Bündnisse" nicht ihrer konfuzianisch-taoistischen Philosophie entsprechen, und daß das "Seidenstraßen-Projekt" nur ein Abklatsch des "PNAC" ist und daß Kapitalismus nicht ins Nirwana führt: sie haben jedenfalls bessere Chancen für diese Einsicht, als europäische Pseudo-Humanisten oder im klassischen Konflikt-Denken verhaftete Geo-Strategen, wie Rupp.

    • severin sagt:

      Ja genau, die kommunistische Regierung China's hat seine Bauern immer nur mit Blumen beworfen und noch nie etwas schlechtes getan. Wachen Sie auf.
      Ein bisschen Nachhilfeunterricht für Westler die vom Kommunismus träumen, heute Thema Kulturrevolution:
      Laut Ye Jianying sind während der Kulturrevolution 20 Millionen Menschen gestorben und 100 Millionen wurden verfolgt.
      Wer ist Ye Jianying? Informeller Mitarbeiter der CIA? Nicht ganz, Ye Jianying war ein chinesischer General und Vorsitzender des ständigen Komitees des Nationalen Volkskongresses amtierender Staatspräsident der Volksrepublik China.
      Als Teil der Kulturrevolution wäre z.B. das Massaker von Guangxi zu nennen, mit über 100000 Ermordeten und teilweise sogar Kannibalismus.

      Wie wärs mal endlich aufzuhören mit dem Blockdenken, "Westblock ist böse Ostblock ist lieb" vs "Westblock ist lieb und Ostblock ist böse"?
      Frei nach dem Motto Divide et Impera werden so immer wieder Gräben durch die Menschheit gezogen und die Eliten schütteln sich hinter den Kulissen vom Kaschperle-Theater die Hände und lachen sich schlapp über die Menschen, die immer wieder dem Lagerdenken verfallen. Die Agitatoren die sich ihrem jeweiligen Block verschrieben haben, kritisieren zwar die Gegenseite aber waschen gleichzeitig die eigene Seite rein und dienen dem spalterischen System somit als "nützliche Idioten". Zum Glück gibt es auch Leute die nicht so naiv sind, Ganser ist hier ein gutes Beispiel. Er hat als Historiker Pionierarbeit geleistet mit seinen Recherchen zu Gladio Geheimarmeen und zum US Imperialismus. Gleichzeitig ist er aber nicht so ideologisch verbohrt wie gewisse andere Autoren und nennt China beim Namen: "Digitale Diktatur".

  7. gruni sagt:

    Vielen Dank Rainer Rupp für die geopolitische Erörterung!
    #severin, ist wohl noch nicht durchgedrungen, dass ‚youtube‘ von der Gegenseite beherrscht wird?
    Doch bei aller Toleranz, was hat das Militärbündnis zw. RU und China damit zu tun, wie sehr die Gegenseite den Einen oder den Anderen in den Dreck zieht? Die geopolitische Lage sieht doch so aus, dass der US-Imperialismus sowohl RU als auch China wirtschaftlich bedroht durch Sanktionen und ebenfalls beide auch militärisch bedroht.
    „KenFM ist lediglich DAS deutsche Portal für Antiamerikanismus und Kommunismus.“
    Also, severin, einen Antiamerikanismus kann ich wahrlich nicht sehen. Was man konstatieren kann, ist eine fundierte Kritik am US-Imperialismus.
    „Ein (…) Portal für (…) Kommunismus“ so viel Unsinn in einem Satz unterzubringen, das bedarf schon einer gehörigen Portion Verhetzung.
    Was weiß denn severin von Kommunismus, außer was ständig auf den sog. Kultur-TV Kanälen als Endlosschleife dem Zuschauer als angebl. Kommunismus zugemutet wird.

    • severin sagt:

      Denken Sie etwa die von mir verlinkten Aufnahmen kommen aus CIA-Studios?
      Vom Kommunismus weiß ich so viel, dass es jedes mal in einer Diktatur endet. Sowjetunion, Roten Khmer, China usw. Lese gerade ein Buch vom Krall, sehr interessant. Auch zum Thema Sozialismus sehr aufschlussreich.
      Nochmal zu China: Was denken Sie, wie kommt denn ein Herr Ganser drauf China als "digitale Diktatur" zu bezeichnen? Alles nur US-Propaganda? Macht für mich kein Sinn, hab vom Ganser alle Bücher durch, u.a. das neueste "Imperium USA". Ganser nimmt kein Blatt vor den Mund wenn er die USA und NATO kritisiert!
      https://www.youtube.com/watch?v=xcjMUVrsBVg
      Und der einzige Autor von KenFM der echte Kompetenz im Bereich China hat ist Ernst Wolff. Er spricht nicht nur chinesisch sondern ist dort auch aufgewachsen. Er hat mehrmals betont, dass er das chinesische Gesellschaftsmodell ablehnt und niemals dort leben wollte. Aber hey, solange über dem neuen Imperium eine rote Flagge Weht ist doch alles super oder? Folgendes scheinen Sie verinnerlicht zu haben: Bei sämtlicher Kritik am chinesischen Modell handelt es sich um krude Propaganda vom Klassenfeind.
      Spaß beiseite, will auch nicht respektlos wirken. Aber haben Sie sich noch nie gefragt, warum hier auf KenFM bis heute kein einziger Artikel erschien, der sich kritisch mit China oder Russland auseinandersetzt? In unseren Massenmedien wird, wie Sie sicherlich bemerkt haben, der Westen fälschlicherweise immer als Gralshüter der Menschenrechte und der freien Welt beweihräuchert und vor allem Russland als der Bösewicht hingestellt. Auf KenFM ist es genau umgekehrt: Der Westen ist böse, Russland & China sind lieb. Ist auch nicht so das wahre oder?
      Beides ein klarer Fall von Propaganda bzw. Lückenpresse. ZEIT FAZ SZ SPIEGEL = NATO/West-Propaganda, KenFM = Ostpropaganda.
      Dass es sich um Propaganda handelt merkt man, dass jeweils nur die Verbrechen und Fehler der einen Seite behandelt werden und die der anderen komplett ausgeblendet oder verleugnet werden. Warum das so ist, kann ich nur spekulieren. Die meisten Autoren hier haben alle noch den kalten Krieg miterlebt, vielleicht rührt daher das "Blockdenken". Herrn Rupp z.B. war ein Spion für eine sozialistische Diktatur, der DDR, und hat dafür auch 12 Jahre Haft kassiert. Gleichzeitig ist er der aktivste Autor auf kenfm.de (seine Autoren-Seite hat zumindest am meisten Artikel). So gesehen macht es dann wieder ein bisschen Sinn, dass auf KenFM nur der Klassenfeind kritisiert wird.

  8. severin sagt:

    Alle Kinder marschieren im Lockstep, die rote Flagge mit dem Hammer und Sichel weht im Winde.
    Kritik am System? Fehlanzeige. Alle Querulanten deportiert und ermordet.
    Bürgerrechte wie Rede, Meinungs- oder Religionsfreiheit? Fehlanzeige, gab es in China sowieso noch nie.
    Ohne grünes Licht von der Corona-App kann kein Taxi gefahren werden. Kein Zugticket gelöst werden. Nicht einmal der Supermarkt kann betreten werden. Die Zone oder gar das Land kann selbstverständlich auch nicht verlassen werden ohne App-Freigabe.
    Außer natürlich man hat alles richtig gemacht. Fleißig Arbeiten und immer schön im Lockstep mitmarschiert dann bekommt man Punkte im Social Credit System und vielleicht können die Kinder dann auch eine gute Schule besuchen.

    Das alles ist Realität in China und die Lockdown-Politik hat manche dieser "Maßnahmen" auch in westlichen Ländern zumindest teilweise wahr werden lassen. Was nicht ist kann noch werden! "Stell dir vor es ist China… und alle machen mit." Zitat Ken Jebsen am Anfang von "Im Gespräch: Wolfram Elsner". Stell dir vor die NWO benutzt die Panik um ein Labor-Virus um das Lockstep-Szenario einzuleiten… und alle machen mit!

    Dachte immer KenFM sei DAS deutsche Portal für Bürgerrechte und Imperialismuskritik. Fehlanzeige, KenFM ist lediglich DAS deutsche Portal für Antiamerikanismus und Kommunismus. Menschen unterdrücken, Kinder quälen und ein totalitäres System huldigen ist schon okay… Hauptsache es weht über allem die rote Flagge mit dem Hammer und der Sichel.

    • passant sagt:

      Wer eine arte-Reportage angesehen hat und glaubt Geopolitik verstanden zu haben, irrt.
      Ich empfehle für den Anfang ein ganz schwieriges Passwort für den Login.

    • severin sagt:

      Corona Faschismus:
      https://www.youtube.com/watch?v=S8OduAkl7zw Das passiert dort mit Maskenverweigerern.
      https://www.youtube.com/watch?v=rKek0Y30Ctw Das passiert wenn ein Familienmitglied durch PCR als "corona-positiv" diagnostiziert wird.
      https://www.youtube.com/watch?v=G5HSFa39uNc Bewohner einer ganzen Stadt werden in ihren Wohnungen eingeschweißt und hungern(aktuelle Situation).
      Polizei Brutalität:
      https://www.youtube.com/watch?v=_BbYd4lWI3c Gefesselte, am Boden liegende tibetische Demonstranten werden brutal von Polizisten zusammengeschlagen
      https://www.youtube.com/watch?v=PiHVYKpPvxs Unbewaffnete zornige Frau mit Kleinkind auf dem Arm wird von zwei Polizisten brutal auf den Boden geworfen
      https://www.youtube.com/watch?v=kAw3wswVZYA Längerer Beitrag über Polizei Brutalität in China
      Meinungsfreiheit in China:
      https://www.youtube.com/watch?v=cCOAbkTs_a4 Frau wird wegen Onlineposts verhaftet
      https://www.youtube.com/watch?v=rbTXb6bEMfI Mann wird auf Folterstuhl fixiert und verhört, weil er sich au WeChat über Verkehrspolizei beschwert hat

      Last but not least das Sahnehäubchen schlechthin. Klaus Schwab persönlich lobt die chinesische Regierung für ihren vorbildlichen Corona-Faschismus:
      https://www.youtube.com/watch?v=Pt09KMDA2Gc
      https://www.youtube.com/watch?v=jo1PiiVEfGQ

      Einfach nur widerlich, wenn KenFM Autoren und Kommentatoren der Xi-Diktatur in den Allerwertesten kriechen, da ist nämlich schon so ein gewisser Herr Schwab 😉

      P.S.: Sagt einiges über den Zustand der Community hier aus, wenn Leute ernsthaft davon überzeugt sind der chinesisch orwell'sche Musterstaat würde nur als Propaganda in arte-Dokus existieren. Glauben Sie ernsthaft, es existiert in China auch nur im entferntesten so etwas wie Rede- Meinungs- und Religionsfreiheit? Falls ja kontaktieren Sie mich bitte, ich würde gerne eine Wette machen. 10 000 € wenn Sie sich trauen IN China die chinesische Regierung zu kritisieren 😉

    • severin sagt:

      P.P.S.: Ganz vergessen noch ein paar seriöse Quellen zu nennen, das mit der totalitären Lockdown Politik von China habe ich von Paul Schreyer "Chronik einer angekündigten Krise – Wie ein Virus die Welt verändern konnte". Er schreibt dort ganz deutlich, dass der "Lockdown" als erstes und in aller Heftigkeit in China praktiziert wurde.
      Außerdem sehr passend zum Thema, Daniele Ganser's neuester Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=xcjMUVrsBVg
      In seinem Vortrag nennt er das chinesische Modell beim Namen: Diktatur.
      Kleiner Tipp für die Zukunft: KenFM ist blind auf dem linken Auge 😉 Menschenrechtsverletzungen werden hier toleriert bzw. ignoriert, insofern sie von sozialistischen oder kommunistischen Regimen begangen werden.

    • faltbaer sagt:

      severin:
      Und deshalb soll es keinem Frieden geben? Das Imperium USA soll weiter Bedrohung sein?

    • effess sagt:

      Die Gefahr, dass im Zuge von Digitalisierung & "CORONA" nun ein KI-gestütztes Überwachungs- & Ressourcenverteilungssystem implementiert wird, welches eben nicht nur auf ökonomische Optimierung und Modifikation zum Umgang mit den systemimmanenten Problemen, welche das System an den Rand des Zusammenbruchs getrieben haben, gesetzt wird ist natürlich nicht unbegründet.

      Das Thema "Social-Credit-System" sollte aber dennoch getrennt betrachtet werden.

      Und China ist eben China: die haben noch ganze andere Probleme und Zukunftsängste und müssen so einiges unternehmen um nicht von der Ordnung ins Chaos und damit ins Massensterben zu geraten.
      Wer meint, bezügl. Chinas das Maul aufreißen zu müssen und denen zu erklären was sie bitte n China zu tun oder zu unterlassen hätten, der hat sie aus meiner Sicht nicht alle – bzw. ist noch in der Sichtweise eines Kindes gefangen.

      Ich aus meiner Sicht bin (noch) Deutscher in Deutschland – und solange konzentriert sich mein Fokus eben auf Deutschland. Ich erziehe auch nicht die Kinder meiner Nachbarn – höchstens eben durchs Vorleben und indirekt über meine eigene Brut – aber ansonsten bin doch primär nur mir selbst und davon dann ausgehend meinen Nächsten in der Verantwortung.

      Wer hier nach China und sonstwo hinschaut & meint dort mitreden zu müssen, der ist aus meiner Sicht auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung.
      Es sei denn, dies ist ein Bestandteil seines Jobs…

      Und zum Bündnis China-Russland: sofern sich dies nicht gegen eine andere Nation / zum Zwecke eines Angriffskrieges richtet – und ich glaube kaum dass dem so ist oder dass es hierfür irgendwelche Anzeichen gäbe – dann ist so einem Bündnis wohl nichts Negatives anzulasten. Im Gegenteil: es zwingt beide Parteien zu regelmäßigem Austausch – egal bei welchen Streitigkeiten… (das Seidenstraßenprojekt und die damit verbundene Ausdehnung vor allem Chinas – welche mit Fleiß & geringem Einkommen an der Basis wohl nur mit technologischer Überlegenheit entgegenzutreten ist – oder eben mit Kollaboration – wird ein reger Austausch mit China unumgänglich sein …)

      Und insgesamt scheint mir die Tendenz in China auch nicht ins Üble abzudriften.
      Sowie es den Menschen dort vom Wohlstand her eben immer besser geht, so weniger drastisch müssen dann auch die Maßnahmen sein um dort Ordnung zu bewahren.

      klar: diese Falun-Gong-Geschichte ist ne Riesen Sauerei – und Millionen Uiguiren einsperren und für n paar Kartoffeln und nen halben Hahn 15h/Tag in den Fabriken Zwangsarbeit verrichten zu lassen und dann auf dieser Basis in den Wettbewerb zu ziehen ist doppelt nicht Okay…
      … aber tendenziell scheint sich derlei ja zurück zu entwickeln.
      Auch in Russland gab es die Gulags: sowie Entwicklung und Wohlstand im Land in die richtige Richtung zeigen, werden derlei Gebaren zur Wahrung der Kontrolle eben auch weniger.

      Im übrigen: so ein "Social Credit System" gibt es doch auch in Deutschland, oder?
      Auch bei den Schufa-Daten wird ein Teil des Scorings auf Basis des sozialen Hintergrunds ermittelt.
      … und wenn hier im eigenen Land die "untere" Hälfte, also jene die kein Haus geerbt oder eben Glück im Business hatten nun die Nigger der anderen Hälfte, die eben die Miete und die Kapitalerträge die die anderen zu blechen haben kassiert so peu a peu sagen: "Dann lieber doch gleich wie in China: alle gleich unfrei!" – dann ist dies nur menschlich.

      Wenn die Anzahl der System-Verlierer (auch dank des Vehikels CORONA) groß genug ist, dann werden auch die Stimmen in dieser Richtung lauter werden.

      Ja: man kann mit dem CBDC** auch Sauereien machen…

      ** "The Social Credit System (Chinese: 社会信用体系; pinyin: shèhuì xìnyòng tǐxì) is a national blacklist being developed by the government of the People’s Republic of China under CCP General Secretary Xi Jinping's administration.[1][2][3] The program initiated regional trials in 2009, before launching a national pilot with eight credit scoring firms in 2014.[4][5] It was first introduced formally by then Chinese Premier, Wen Jiabao, on October 20th, 2011 during one of the State Council Meeting.[6] In 2018, these efforts were centralized under the People's Bank of China with participation from the eight firms"

      ==>> In 2018, these efforts were centralized under the People's Bank of China…

    • Schramm sagt:

      Severin sagt: „Falls ja kontaktieren Sie mich bitte, ich würde gerne eine Wette machen. 10 000 € wenn Sie sich trauen“.

      In der vierten Ausgabe der Zeitschrift „Qiushi“ wird am heutigen Dienstag ein wichtiger Artikel des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping mit dem Titel „Aussagen über die Inspektion der Armutsbekämpfung und Entwicklungsarbeit im Kreis Fuping in der Provinz Hebei“ erscheinen.

      In dem Artikel heißt es: »die Beseitigung von Armut, die Verbesserung des Lebensunterhalts der Menschen und die Verwirklichung von gemeinsamem Wohlstand seien die grundlegenden Anforderungen des Sozialismus. Die schwerste und mühsamste Aufgabe des umfassenden Aufbaus einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand liege in ländlichen Gebieten, besonders in armen Gebieten. Ohne eine wohlhabende Gesellschaft in ländlichen Gebieten, vor allem in armen Gebieten, könne keine umfassend wohlhabende Gesellschaft aufgebaut werden.«
      Vgl. Zeitschrift „Qiushi“ veröffentlicht wichtigen Artikel von Xi Jinping_China.org.cn

      ►Im chinesischen Internet CIIC heißt es am 29. Januar 2021: Chinas superreiche Familien treiben Luxuskonsum auf 195 Milliarden Euro.
      Vgl. Chinas superreiche Familien treiben Luxuskonsum auf 195 Milliarden Euro_China.org.cn

      ►Unter dem Titel »Länder mit den meisten Milliardären 2020« heißt es auf CIIC bereits am 26. März 2020: »Was ihren Wohnort betrifft, so sind die "Big Two" China und die USA mit 799 bzw. 626 Milliardären, was mehr als die Hälfte der Milliardäre auf dem Planeten ausmacht.«
      Vgl. Länder mit den meisten Milliardären 2020_China.org.cn

      ►Mit offiziell weit mehr als 830 Milliardären, nach Umrechnung der Währung und des Kapitals und Privatvermögens auf Basis des US-Dollars, liegt heute im Jahr 2021 die Volksrepublik China an der Weltspitze bei der Anzahl der Milliardäre und Plünderer der chinesischen Werktätigen.

      ►Nach der Anzahl und dem Privatvermögen der Kapitalisten, der Millionäre, Multimillionäre und Milliardäre liegt heute der Bourgeois-Sozialismus chinesischer Prägung an der Weltspitze.

      ●, diese Entwicklung des (vorgeblichen) „Sozialismus chinesischer Prägung“ wird im chinesischen Internet offen und ohne Zensur kommuniziert.

      Zur jederzeit frei überprüfbaren Wahrheit über den chinesischen Kapitalismus gehört aber auch, dass der größte Teil des (chinesischen) Exports ein Export aus ausländischen Unternehmen mit Niederlassungen in China ist. In diesem Zusammenhang sei auch nur auf die (deutsche) Automobilindustrie und Dividendengesellschaften von Volkswagen, Daimler und von Familie Quandts BMW in China verwiesen.

      Auch der US-amerikanische Import von Gütern aus China liegt zum großen Teil in den Händen amerikanischer Privateigentümer, Aktiengesellschaften und multinationaler Konzerne, die auch maßgeblich den (chinesischen) Export nach und in die USA organisieren und bestimmen

      PS: Mit ihrer US-Zollpolitik gegenüber China schädigt die politische US-Administration nicht nur den chinesischen Export nach den USA, sondern auch amerikanische Unternehmen, Aktionäre und Konzerne, die in China produzieren und Chinas Arbeitskräfte ausbeuten lassen, bzw. Chinas Arbeiterklasse ausbeuten dürfen, so analog auch wie in den Vereinigten Staaten und auch in EU-Europa.

      16.02.2021, R.S.

    • severin sagt:

      @faltbaer
      Natürlich soll es Frieden geben. Die Chinesen sind unsere Brüder und Schwestern, die Menschheit ist eine riesige Familie. Was ich damit nur sagen will, die chinesische Regierung ist kein Stück besser als die amerikanische oder deutsche. Regierung ist ein Pyramidensystem und die breite Basis unten ist der Elite als Spitze ausgeliefert. Wir brauchen endlich dezentrale Gesellschaftsmodelle ohne "Könige und Fürsten". Sorry für meine antiquierte Wortwahl, wie dumm von mir, die Neusprech-Übersetzung für diese Wörter ist: "Führer und Präsidenten".

  9. Michael Haas sagt:

    Eine gute Nachricht. Dank an Rainer Rupp für die Übermittlung.
    Militärbündnisse, die dem Frieden dienen, sind wichtig. Während ich dies schreibe, merke ich, dass da ein Widerspruch ist: Wie kann ein Militärbündnis dem Frieden dienen?
    Aber unsere Welt ist, wie sie ist und der Widerspruch ist nur scheinbar.
    China kann unter dem Schutz Russlands selbstbewusster auftreten und braucht die us-amerikanische Bedrohung kaum mehr zu fürchten.
    Allerdings sollte die Taiwanfrage nicht durch militärische Stärke gelöst werden. Hier scheint das Bündnis keinen Frieden zu verheißen, sondern Expansion. Auch wenn man das als chinesische Angelegenheit ansehen mag, bleibt doch das Problem, dass die Taiwanesen gerne eigenständig blieben und dass die Lösung durch die chinesische Staatsräson allein falsch ist.

  10. Mike Ahrend sagt:

    Ostasien und ein großer Teil von Eurasien schließen sich zusammen. Zu unserem Unglück sind wir beim Außenseiter Ozeanien…Damit hat nicht mal Orwell gerechnet. Lord, help us!

    • effess sagt:

      … und mit der zunehmenden Globalisierung der (digital)Arbeit – nach remote HomeOffice kommt remote Outsourcing – wird es hier derartige Veränderungen nach sich ziehen müssen wie es sich die Bevölkerung welche tagein-tagaus nur mit diesem Corona-Scheiß zugeschissen wird, gar nicht vorstellen kann…

      *Folgendes Szenario:*
      1. Zusammenarbeit & Kommunikation innerhalb der Unternehmen findet nur noch über digitale Systeme statt – die Daten werden strukturiert & maschinenlesbar & für die KI inhaltlich verständlich abgelegt.
      2. Wenn ich nun eine Leistung erbringen möchte, tippe ich Situation, Anforderungen & Ziele in das System
      3. das System erkennt Zusammenhänge und Muster – und vergleicht diese mit den bestehenden Daten, um basierend darauf Vorschläge zu unterbreiten bzw. Fragen zur weiteren Detaillierung zu stellen
      4. Da die Anforderungen nun klar sind – kann das System die besten derzeit global verfügbaren Lösungen vorschlagen – inklusive der passendsten Mitarbeiter für Aufgabe und Situation
      5. Das System berechnet die Kosten für die Lösungen sowie für die Mitarbeiter – und gleicht diese mit der Marktdaten ab, inkl. Prognose der weiteren Entwicklung
      6. Je nach regionalem Willen der dortigen Bevölkerung werden für unterschiedliche Faktoren unterschiedliche Aufschläge auf die transparent vorliegenden Prozess draufgelegt (zB: Verbrauch bestimmter Ressourcen oder Durchführung bestimmter Prozesse und deren Artefakte – wie Käfighaltung oder Billiglöhne) – dem Hersteller kann dadurch bei der Selektion der Prozesse und Methoden schon aufgezeigt werden, auf welchem Markt er damit eher schlechter fährt, da dort das Tierwohl, das Wohl der Menschen und der Natur eben wichtig sind.

      Anstelle einer Exklusivität durch Privilegien (Land, Rohstoffe, Patente, besondere Rechte usw) tritt ein Wettbewerb um innovative Prozesse:
      Durch die Transparenz ist bis auf die Mitarbeiter zurückführbar, wer alles mit welchem Anteil an der Innovation beteiligt war – und erhält dementsprechend aufgeschlüsselt seinen "Erfinderlohn".

      Gewinnaufschläge kann es hierbei nur noch im Zusammenhang mit Innovation & Exklusivität von Fähigkeiten geben.

      … das etablierte "Klein-Klein & Gegeneinander", mit einem korrupten Schweinesystem in welchem sich die Netzwerker um die Fresströge drängen und Kapitaleigner das Volk ausbeuten hat gegen eine liberale, transparente, zentralisierte Blockchain-Ökonomie doch keine Chance.

      … und mit dem Run ins HomeOffice ist die Büchse der Pandora nun geöffnet.
      Auch die Plandemie mit dem Ziel eines kontrollierten Zusammenbruchs und Resets kann die Auswirkungen der Digitalisierung nicht verhindern.
      Ein rückwärtsgewandtes, reaktionäres "Zurück zu vor Corona-Zeiten" kann und wird vermutl. auch versucht werden – aber im Grunde ist der Drops gelutscht.

      —–
      Meine Prognose: während im sogenannten Westen mit seinem neofeudalen System die Oligarchen weiterhin alles tun werden, um die Oberhand zu behalten – sammelt China fleissig die Daten, um darauf basierend eine überlegene KI zur Unterstützung eines oben beschriebenen Systems zu errichten.
      Die Daten, die wir nicht sammeln, sind verlorene Daten & verlorene Wettbewerbsfähigkeit.

  11. RULAI sagt:

    Vielleicht auch das hier noch ins Kalkül ziehen?:

    https://t.me/uncut_news/23155

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