Sahra Wagenknecht im Interview zu ihrem neusten Buch „Couragiert gegen den Strom“

Was befähigt Sahra Wagenknecht, so hochengagiert diesen Job zu machen? Was genau sind ihre politischen Vorstellungen? Wie und unter welchen Umständen fand sie in den politischen Betrieb? Woher bekommt sie Anregungen und was nährt ihr politisches Verständnis? Davon berichtet sie in ihrem bislang persönlichsten Buch „Couragiert gegen den Strom“. Sehen Sie in diesem Interview zu ihrem Buch, worauf es ihr ankommt. Eines ist klar: Sahra Wagenknecht will anders Politik machen.

Hier klicken, um das Interview von Rüdiger Grünhagen (Westend-Verlag) mit Sahra Wagenknecht zu ihrem neuen Buch „Couragiert gegen den Strom“ anzuschauen.

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20 Kommentare zu: “Sahra Wagenknecht im Interview zu ihrem neusten Buch „Couragiert gegen den Strom“

  1. Gegen den Strom?

    „Letztlich will ich den Kapitalismus abschaffen“, sagt Sahra.
    Und wie? „Erstmal mit einem wieder funktionierendem Sozialstaat“.

    Aha. Der alte BRD- Sozialstaat funktionierte wunderbar (Sahra beruft sich gern auf Ludwig Ehrhard)- da gab es „erstmal“ nichts zu meckern. Ein bisschen Ausbeutung, na schön. Sozialstaatliche Betreuung der Armut, prima.

    Und warum gibt es überhaupt Armut?
    Weil die zur Marktwirtschaft gehört. Jeder konkurriert mit jedem- da sind die meisten Verlierer.
    Im Grundgesetz wird „das Eigentum gewährleistet“. Was nichts anderes heißt, als dass die Eigentumsverhältnisse zementiert werden, welche nationales Wachstum und seinen Preis, nationale Armut, zur Folge haben.

    Fazit: Sahra kritisiert Kapitalismus nur zur Hälfte.
    Wer gegen die „Gier“ des Kapitals ist, aber den Staat des Kapitals nicht angreift, der von diesem Kapital lebt, der ist ein Reformist.
    Man kann Kapitalismus nicht verbessern, auch nicht „erstmal“.
    Sahras Protest gegen die Verhältnisse will diese Verhältnisse reparieren, nicht abschaffen. Deshalb wird die LINKE vom Staat bezahlt. Der honoriert nicht seine Totengräber. Sondern seine Förderer.

  2. 1. Die Linke ist unwählbar.
    Ein einziger großer Widerspruch. Die sind gegen Armut, wollen mehr verteilen. OK.
    Gleichzeitig wollen sie die Grenzen abschaffen und den Druck auf die hiesige menschliche, immernoch recht homogene Population durch ungezügelte Zuwanderung so erhöhen, dass bei aller Verteilung, am Ende wieder alle arm sind. Was bleibt ist ein unregierbares Land, in dem so viele verschiedene kleine Gruppen miteinander konkurrieren, dass die Eliten, gegen die sie eigentlich sind, es noch leichter haben an der Macht zu bleiben. Im Englischunterricht lernte ich schon: „The USA is not a Melting Pot it is a Salat Bole.“ Nach 200 Jahren. Und die meisten sprechen englisch.
    Die Linke braucht arme Menschen wie die Kirche. Diese Ideologien funktionieren nur mit Armut und Moral (schlechtem Gewissen). Also auf wessen Seite steht die Linke?

    2. Ich bin bereit mit der Gruppe zu der ich mich zugehörig fühle zu teilen. Diese Gruppe nennt sich deutsches Volk und diverse Nachbarn. Ich zahle Steuern und leiste so meinen Beitrag. Der Rest der Welt ist mir egal. Ich beute niemanden aus und zu verschenken habe ich nichts. Ich habe kein schlechtes Gewissen.
    Unser Land ist in den letzten 100 Jahren um fast die Hälfte geschrumpft und viele die an die Tür klopfen finden das richtig so oder deren Länder waren im Zweifel nie auf unserer Seite (historischen Kontext beachten), auch wenn sie sich heute Freunde nennen. Wir können uns nicht noch weitere Zersetzung leisten. Ich will so bleiben wie ich bin, wie meine Großeltern und Urgroßeltern waren und meine Kinder sein werden und mit Nachbarn die das ähnlich sehen. Da hat mit die Linke gerade noch gefehlt.

    3. Ihr in der Stadt, ihr seit Zielgruppe für links sein, ihr seit die Masse, wie in einer großen Herde, ihr habt nur noch die armseligen 50 cm um euch herum und empfindet den Individualismus im Aussehen als größte Errungenschaft der Zivilisation, wie in diesem Trickfilm mit dem Zebra, deswegen ist euch auch egal wer euer Nachbar ist, wie er aussieht und was er denkt. Ihr redet ja mit keinem, Ihr grüßt euch nicht einmal. Hauptsache er kommt nicht in eure 50 cm Unterarmlänge. Ihr seit die degenerierten, die sich von der Natur und auch der ursprünglich menschlichen Natur losgesagt haben, um in der Masse unterzugehen.
    Kommt aufs Land, lernt wieder ein Revier, eine Heimat zu haben, dann könnt Ihr wirklich frei und unabhängig sein. Da lernt ihr auch wieder, das es wichtig ist, zu wissen wer einen umgibt, was er denkt, man grüßt sich und der Individualismus hat mehr Platz als 50 cm Unterarmlänge.

    • Als Mensch, der in einem 350 Seelen-Dorf geboren wurde, auf dem Land aufwuchs und jetzt in der Stadt lebt, sage ich: Die Parteien, die die Nato unterstützen, sind unwählbar, wenn man auf diesem Planeten überleben will. Nato-Führungskräfte versuchen z.B., die Krim-/Ukraine-Krise als Ursache für ihre offiziell 1000 Mrd. $ verschlingende Weiterentwicklung einsatzfreudigerer (more usable) Nuklearpotentiale zu erklären: „Putins Invasion in der Ukraine hat alles verändert“, sagte Obamas früherer Atomwaffenberater Gary Samore, als er die nukleare Aufrüstung zu legitimieren versuchte (http://www.huffingtonpost.de/2014/09/22/wettruesten-usa-atomwaffen_n_5862980.html) – Diese Aussage übergeht wie so viele andere, dass die Nato ihren entsprechenden Beschluss 2012 auf dem Chicago-Gipfel fällte, also lange vor dem Ukraine-Konflikt. Atompotentiale sind keine Waffen, da sie die Zivilisation existenziell gefährden. wenn es nach dem nuklearen Inferno dann noch Überlebende geben sollte, werden diese die Toten beneiden, wie es einst Chruschtschow (KPdSU und sowjet. Präsident) sagte.

  3. Achso, einen kleinen Nachtrag hätte ich noch.

    Die Öffnung in meinem Haus, in das die Tür zur Sicherung vor Einbrechern eingesetzt wurde, ist ausreichend klein und der Rest besteht aus Mauern. Eine Landesgrenze ist um einiges größer und kann eben nicht vollständig kontrolliert werden.

    Sicher kann man es schwieriger machen in ein Land zu kommen, aber entschlossene Menschen wird man auch mit scharfen Grenzkontrollen nicht aufhalten. Wie unsere Geschichte zeigt, ist das sogar mit Mauerschützen nicht möglich.

    Bleibt friedlich…

    Ich

    • Entschlossene Menschen werden an Land kommen, aber wenn andere entschlossene Menschen dafür sorgen, das die anderen entschlossenen Menschen schneller wieder auf der anderen Seite sind als sie für die erste Tour gebraucht haben, wird sich das rum sprechen und es werden weniger sein, die ihr Geld in solch eine Unternehmung stecken.
      Du bist verloren, du hast bereits aufgegeben.

      Außerdem hingt dein Vergleich, wieviele Menschen sind aus dem Gefängnis entkommen, im Verleich zu den „Einbrechern“ die gerade hinein wollen.

    • Na der Hans ist noch nicht ganz verloren^^

      Grenzkontrollen sind nur ein Teil… für die Straftäter, die es schaffen illegal über die Grenze zu kommen und früher oder später erwischt werden, wartet die Inhaftierung, Verwirkung des Asyl- und Einwanderungsanspruch und Rückführung. Sollten diese unter geografischer Amnesie leiden bleiben sie solange in Haft bis sie sich erinnern. Keine Duldung, die erste Straftat führt zur Abschiebung. Entsprechend unseren Gesetzen (die leider nicht angewendet werden) und der Genfer Flüchtlingskonvention ist die erste Straftat von Migranten immer der illegale Grenzübertritt.

      Bezüglich der Mauerschützen…
      Hans ist es schwerer aus ihrem Haus auszubrechen oder einzubrechen ?
      Außerdem wenn man nicht 100% Grenzschutz erreicht, warum sollte dann 0 % besser sein ?
      Oder lieber Zäune und Sicherheitspersonal auf Volksfesten anstatt an der Grenze ?

      Die Kontrolle und Sicherheit die man an den Grenzen aufgibt muss man im Inland kompensieren, aber zu einen höheren Preis und der wird dann nicht nur mit Geld bezahlt.

    • @irgendjemand
      Auch wenn ich verloren scheine, haben wir doch zumindest eine Diskussion und verschiedene Sichten auf ein Thema. Das bringt mich weiter und Sie vielleicht auch.

      Ich werde kein Wähler der Linken. Ich bin nicht mal sicher, ob ich überhaupt noch eine Wahl habe. Die politischen Argumente der Parteien spielen sich doch meist nur noch in blindem Aktionismus in Bezug auf bestimmte Themen ab. Eine langfristige Vision, die für die überall genannte Nachhaltigkeit sorgen könnte bringt irgendwie keiner auf den Tisch. Und das ist wirklich traurig.

      Ich bin auch der Ansicht, dass wir, solange wir daran festhalten, hier ein Jeder-Gegen-Jeden zu veranstalten, eben niemals an den Punkt kommen werden, wo gefühlt etwas verbessert wird. Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass wir mit repräsentativer Demokratie hier nicht wirklich was bewegen werden. Und mit einer Diskussion darüber ob wir nun früher die Grenzen hätten schließen sollen, sie sofort wieder schließen sollten oder ob wir diese garnicht erst hätten öffnen dürfen werden wir langfristig eben auch nicht die Ursachen der ganzen Misere beseitigen.

      Es gibt immer etwas was die Menschen antreibt. Verzweiflung ist eben ein Antrieb, der nicht gerade zu konstruktiven Lösungen führen wird. Wenn also die Verzweifelten hierher kommen und manche von diesen verzweifelten Menschen eben auf Rache oder anderweitige Gewalt aus sind, dann wird, die Verzweiflung der Menschen in unserem Land natürlich ebenfalls wachsen.

      Dann stehen sich zwei verzweifelte Fronten gegenüber. Und dann?

      @irgendjemand, @paxliberatem
      Sicherlich können die Handlungen, die man aus Ihren Argumenten, die Sie beide vorbringen, ableiten kann kurzfristig an den Stellen an denen Sie wirken sollen hilfreich sein.

      Dass absehbar war, dass mit der Welle an Menschen eben auch Straftäter hierher kommen werden, steht mal außer Frage (Da kann ich aber, wie zuvor schon beschrieben, jede Gruppe an Menschen nehmen). So weit hat man politisch eben nicht gedacht. Und als es dann so weit war, dass die ersten hier was gerissen haben, da hat man sich einen Wunderbaum aufgesetzt.
      Ich teile schon Ihre Meinungen und Ihren Ärger darüber wie mit bestimmten Themen umgegangen wird.

      Ich frage mich einfach, ob langfristig wirklich was brauchbares dabei rumkommen wird?
      Ich glaube, dass langfristig gedacht eben nur ein massiver kultureller Wandel etwas bringen kann und eben nicht ein Streit darüber, ob wir die Grenzen hätten schließen sollen.

      Wir wollen doch alle im Prinzip das gleiche. Für jeden stehen subjektiv eben bestimmte Lösungen im Vordergrund. Ich wünsche mir einfach, dass die Menschen mal vom AKtionismus auf bestimmte Themen bezogen wegkommen und versuchen die tatsächlichen Ursachen zu finden.
      Ich behaupte nicht diese gefunden zu haben. An dieser Stelle ist es an jedem selbst, an was er/sie da glauben möchte.

      Ich glaube mit heutigem Stand daran, dass wir ein Prinzip verfolgen, in dem sich jeder gegen den anderen durchsetzen muss. Das geht in der Schule los, wird verschärft beim Wettbewerb um Ausbildungsplätze, geht weiter beim Kampf um Arbeitsplätze und gipfelt im Kampf um Ansehen, Status, Besitz und Macht.

      Die Menschen finden heute einfach super viel Nährboden um zu zeigen, was passiert, wenn man ein System aus Konkurrenz und Gegeneinander betreibt, das darauf ausgelegt ist, früher oder später jeden gegen jeden auszuspielen. Wir jagen uns alle gegenseitig das Geld ab und bestechen und erpressen uns gegenseitig damit, sodass am Ende etwas rauskommen muss, wie es wir heute erleben.

      Das müsste meiner Ansicht nach nicht mehr sein. Die Infrastruktur, um gerechter zu verteilen ist da. Die Möglichkeiten weltweit Wissen zu teilen und zusammen zu arbeiten sind ebenfalls da. Und am Ende werden wir sowieso alle sterben. Warum also verdammt nochmal soll der Weg bis dahin so beschissen schwer sein, weil wir uns alle möglichst stark gegenseitig auf den Keks gehen?

      Kurzfristig wird das alles im kleinen eine augenscheinliche Verbesserung bringen, aber langfristig eben nicht.

      Was meinen Sie?

      Bleibnt friedlich ;O)

      Ich

    • Hans sie haben den Zustand unserer Gesellschaft treffend beschrieben.
      Da unsere Solidarität und die zivilisatorischen Werte nur eine dünne Schicht über ein Kern aus Konkurrenz, Neid und ideologischen Überzeugungen ist, so ist die Aufnahmefähigkeit der Gesellschaft für andere Menschen, die in extremeren sozialen, kulturellen und religiösen Bedingungen sozialisiert wurden, weitaus geringer als wenn es (untereinander) eine wirkliche gesellschaftliche Solidarität gäbe. Der Klassenkampf und die sozialen Spannungen sind auch ohne die ungeregelte Migration, die nicht erst 2014\2015 begann, ein großes Problem. Mit den „geschenkten“ Menschen \ Migranten etablierte sich eine neue Gesellschaftsklasse, die sich ihren Platz in der Hackordnung erkämpft. Ein erodierter Rechtsstaat und ideologische Fanatiker unterstützen sie dabei, anstatt dieses Klassensystem wirklich zu bekämpfen. Zersetzt wird dieses Klassensystem noch mit Religionen (Islam) und nationalen Fundamentalismus (Türken, Neonazis) sowie mit anderen Ideologien.
      In einer andauernden nationalen Krise werden diese Klassen nicht zusammenstehen und gemeinsam die Krise meistern, sondern mit der „wahren“ menschlichen Natur sich gegenseitig bekämpfen.
      Also wer für offene Grenzen und unbegrenzte Migration „kämpft“, schaufelt sich und seinen Mitmenschen (auch den Migranten) ein großes Massengrab.

    • Hallo Bernd Trautvetter,

      wenn das der einzige Grund für dich ist die Linke zu wählen, möchte ich dir sagen, verschwende nicht deine Stimme. Es bringt nichts und wird niemals etwas bringen. Niemals.
      Keine Atommacht dieser Erde wird Ihre Atomwaffen aufgeben. Egal wie oft und von welcher Partei das gefordert wird. Und schon gar nicht hören Atommächte auf nicht Atommächte. Das ist ausgeschlossen. Du willst in Ruhe gelassen werden, dann besorg dir selber Atomwaffen. Die Welt soll in Ruhe gelassen werden, dann braucht jedes Land Atomwaffen. Krieg gibt es nur noch da, wo keine Atomwaffen sind. Huch wir haben keine. Was willst du jetzt tun, als dir selbst welche zu besorgen und jeden zu bedrohen, der seine auf dich richtet?
      Ich würde mich freuen, wenn weitere Punkte aus meinem Punkt 1. ebenfalls widerlegt werden. Bis jetzt ist die Linke eher eine Last als ein Segen. (Wie die anderen Etablierten auch.)

  4. Wer weltmeisterlich Waffen in alle Welt exportiert, und wer mit immer mehr Kampf-/Kriegseinsätzen immer neue Fluchtursachen generiert, die dann selbst immer wieder umso mehr Fluchtursachen nach sich ziehen, so wie es bei der Hydra passiert, bei der das Abschlagen eines ihrer Köpfe das Nachwachensen von zweien nach sich zieht, der braucht sich nicht wundern, wenn Flüchtlinge an der Grenze ankommen. Ein Kriegsflüchtling, der nach Bombenangriffen in der Todeszone keine Papiere mehr hat, der darf nicht an der Grenze Europas zwischen Folter und Tod in Libyen einerseits und dem Ertrinken im Mittelmeer andererseits seinem Schicksal überlassen werden, weil er seine Identität nicht beweisen kann. Die Flüchtlingskonvention ist Völkerrecht. Flüchtlinge sind erst einmal Menschen. Kriminelle gibt es in den Gewalt-Zonen der Kriege und bei uns, wie Anschläge auf Flüchtlingsheime, die NSU-Morde und andere Verbrechen offenbaren. Jeder mensch ist ein Individuum, egal ob er Papiere hat oder nicht. Sally Perel, der jüdische Hitlerjunge Salomon hatte eins seine Papiere in einer regenweichen Matschwiese verschwinden lassen können. Deshalb kann er noch heute 92-jährig als einstiger Hitlerjunge Salomon über den Faschismus, Rassismus und Krieg aufklären. Er wäre ohne diesen Betrug 1941 nach dem Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion von der SS im nahegelegenen Wald bei Kiew , wo er in einem Konsomol-Kinderheim untergekommen war, erschossen worden. Danke Sarah; man darf sich in der Tat nicht mit unmenschlichen Bedingungen abfinden. Ehrlich sein zu sich selbst heißt, im Angesicht all dessen, sich zu engagieren.

    • Wer bitte möchte einen ertrinken lassen? Die Papiere sind verschwunden, aber das Smartfone hat überlebt. Hast du ein schlechtes Gewissen, wegen Dingen die du nicht getan hast? Ich nicht.

    • Um mein Herz zu spüren brauche ich kein schlechtes Gewissen. Hinzu kommt die Hoffnung, dass mir/uns die Welt hilft, sollte der SchrottAtomRealtor im belgischen Tihange bei Westwind einen GAU erleiden – dann müssten wir möglicherweise das Ruihrgebiet, in dem ich lebe, verlassen. Wie schnell kann etwas krasses passieren! Die Menschheit überlebt die Zukunftsgefährdungen nur, wenn sie das Verbindende vor fas Trennende stellt. Mit Abrüstung ließen sich FluchtUrsachen minimieren/bekämpfen und wären auch genug Mittel da für das, was uns Menschen befähigt hat, fast überall auf der Erde leben zu könnem: Menschlichkeit…

    • Hallo Bernd Trautvetter,

      1. wenn ich in mein Herz höre, dann höre ich am lautesten die Stimmen meiner Frau und meiner Kinder, dann die meiner Verwandschft, der Freunde, dann die Bekannten, dann der Nachbarn, dann meiner Region, dann der Nation (ich bin gegen überflüssige Länder), dann verschiedener uns wohlgesonnener Nachbar und erst dann den Rest der Welt, obgleich ich mich in einer Masse von Weißen dummerweise wohler fühle als unter anderen.

      2. Wenn in Belgien ein Reaktor in die Luft fliegt, wo gehst du dann hin? Nach Nah Ost? Da würde ich persönlich als letztes hingehen. Haben die wo du dann hingehst schon auf dich gewartet? Selbst die vertrieben Deutschen hatten es unter „Ihresgleichen“ nach dem Krieg nicht leicht.

      3. Bernhard hast du Angst? Das ist gut, aber nicht für dich. Dann vegetierst du so vor dich hin, verkrichst dich und anstatt bleibende Werte zu schaffen, versucht du dein Leben lang Ängste zu vertreiben. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin immer dafür Dinge zu verbessern, die verbessert werden können und wollen. Aber das Leben kann kurz sein, wie du schon festgestellt hast.

      4. Mit Abrüstung könnte man aus dem ewigen Konjunktiv heraus kommen. Gar nichts würde sich mit Abrüstung ändern. Man könnte es den Amis etwas schwerer machen, wenn Ramstein zu gemacht würde. Bin ich dafür, weil es aus meiner Sicht Besatzer sind. Ich will nicht besetzt sein. Aber einen Krieg wird man damit nicht verhindern können. Der Krieg ist Systemrelevant und ab einer bestimmten Bevölkerungsdichte einfach da. Dann eben mit Knüppeln und Steinen. Dann kommt wieder einer mit einem Knüppel mit einem Nagel drin und so weiter.

      5. Menschlichkeit: Nichts ist so menschlich wie die Unmenschlichkeit.
      Und Menschen können aus meiner Sicht überall auf der Welt leben, weil der Bevölkerungsdruck sie dazu bringt. Wer verlässt das Paradies, um in der Wüste zu wohnen?

      6. Mein Lösungsansatz ist die Bevölkerungszahl in den einzelnen Ökosystemen, auf das natürlich verträgliche Maß zu bringen. Aber der Druck wird durch die von oben verordnete Zuwanderung erhöht. Masse ist abhängig und leichter steuerbar.

  5. „Offene Grenzen für alle Menschen“
    Wagenknecht sinngemäß :
    „Natürlich können wir nicht alle Menschen aufnehmen, das ist eine Zukunftsvision!“
    Aha man schreibt und unterstützt eine (utopische) Vision in einem Wahlprogramm, die irgendwann in der Zukunft verwirklicht werden soll. Und da wundert man sich, dass die Linke in Zeiten der Migrationskrise an Zustimmung verliert.
    Wenn Frau Wagenknecht Politik anders machen will, müsste sie aus ihrer Partei austreten.
    Sachverstand und Vernunft sind nicht gerade das Markenzeichen dieser Partei im Bezug auf innere Sicherheit, Zuwanderung, Integration und damit auch soziale Gerechtigkeit.
    Im Bezug auf soziale Gerechtigkeit lehnt die Linke nahezu alle Kontrollmechanismen der Zuwanderung ab und befeuert sowie unterstützt so den sozialen Verteilungskampf.

    „Wer eine Straftat begeht, hat sein Gastrecht verwirkt“ – klingt irgendwie nach „Abschiebung“.
    Wie steht die Linke nochmal zur Abschiebung ?!

    „Die Linke fordert sichere Fluchtwege, ein Bleiberecht für alle sowie einen sofortigen Abschiebungsstopp: Man werde sich nicht damit abfinden, „dass Menschen im Mittelmeer ertrinken oder in Tod und Folter abgeschoben werden“. Deutschland ist laut der Partei längst ein Einwanderungsland. Die Linke betont, dass Asyl ein Menschenrecht sei. Sie kritisiert die Diskriminierung von Asylbewerbern am Arbeitsmarkt und fordert den Mindestlohn für alle. „Wir lehnen eine Einwanderungs- und Integrationspolitik ab, die Rechte danach vergibt, ob Menschen den richtigen Pass haben oder als ,nützlich’ für Unternehmen gelten.““

    Tja Einwanderung, Asyl ist doch alles das gleiche – egal aus welchen Grund ein Mensch es schafft über unsere Grenze zu treten, er darf bleiben auch ohne Papiere und Klärung der Herkunft.

    Wenn ich jetzt ein Krimineller oder Terrorist beim IS wäre wohin würde ich dann gerne „fliehen“ wollen ?

    Bei solchen Überlegungen kreischen die Linke gleich „Generalverdacht!!!!“.
    Aber zum töten von mehreren Menschen braucht es meist nur einen entschlossenen Gewalttäter.
    Immer diesen lästigen Einzelfälle ich weis…. passen einfach nicht so in diese linke Sozialromantik:
    „Alle Migranten können nur traumatisierte Flüchtlinge sein, die keine böse Absichten haben und sich perfekt integrieren wollen.“

    • Die Kämpfer vom IS werden hier reinkommen ob wir die Grenzen schließen oder nicht.
      Nimmt man eine Gruppe Menschen gibt es darin immer eine Verteilung mit einem großen Teil, der miteinander auskommen will und mit einem kleinen Teil, der voll mit Idioten ist.

      Wie soll man sowas aufhalten? Das geht eben nicht.

      Da kann ich als Gruppe die Polizei nehmen oder eine Einwanderungsgruppe.
      In beiden werde ich Menschen finden, die eigenartige Ansichten haben und vielleicht eher zu Gewalt neigen als andere.

      Die Diskussionen darüber, wer wann wo sein darf oder nicht sein darf gehen mir mittlerweile ziemlich auf den Keks.

      All die Dinge, über die man sich so maßlos ärgern kann sind alle Folge der gleichen Ursache.

      Daher gibt es für mich nur ein wichtiges Thema, welches sowieso nie in einem Parteiprogramm zu finden sein wird oder politisch adressiert werden wird:

      Wie wollen wir künftig zusammen diesen Planeten teilen?

      Gegenseitiges Nichtrespektieren wird nicht zu einer Besserung beitragen.

      Fragt Euch doch mal selbst, warum ihr das mit den sog. Flüchtlinge so blöd findet?
      Ich vermute mal, weil ihr Euch ungerecht behandelt fühlt und weil ihr Angst habt.

      Beides kann damit behoben werden, indem wir die Welt mit anderen Augen sehen. Wenn klar ist, dass der Planet genug für uns alle zur Verfügung stellt, dann müssen wir nicht mehr gegeneinander um alles mögliche konkurrieren.
      Dann muss es kein reiches Deutschland mehr geben in das flüchtende hinwollen.

      Wenn es den Menschen gut geht, haben Sie keinen Grund mehr ihre Heimat zu verlassen, um es woanders besser zu haben.
      Wenn es den Menschen gut geht, haben Sie keine Grund mehr sich irgendwelchen Fanatikern anzuschließen, um es dadurch den vermeintlich Schuldigen heimzuzahlen.
      Wenn es den Menschen gut geht, können Sie ihre Gedanken einfacher in eine positive Richtung lenken.

      Welchen Nährboden sollten wir also setzen?

      Den des Jeder-Gegen-Jeden wir nehmen uns gegenseitig Geld ab, erpressen und bestechen uns mit Geld, konkurrieren um Ressourcen und schaffen eine ungleiche Welt in der manche eben abkacken und andere nicht hin wissen mit ihrem Zeugs?

      Oder den des Teilens und Kooperierens?

      Ich denke mit dem letzteren werden die verbleibenden negativen Schwingungen von den jew. Gemeinschaften eigenständig bewältigt werden können.

      Bleibt friedlich…

      Ich

    • „Die Kämpfer vom IS werden hier reinkommen ob wir die Grenzen schließen oder nicht.“
      Eine persönliche Frage, haben sie eine Haustür\Wohnungstür ? Schließen sie diese sogar ab?
      Warum? Einbrecher kann man doch damit nicht aufhalten !
      Da kann man die Tür doch gleich auf lassen.

      Das Abließen und die Sicherung ihres Hauses\Wohnung führt nicht zur einer 100% Sicherheit, aber die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs ist geringer, als wenn sie die Tür offen lassen und noch bei Facebook posten, dass bei ihnen 365 Tage im Jahr Tag der offenen Tür praktiziert wird.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen durch diese Analogie verdeutlichen, warum eine Grenzsicherung mehr Sicherheit bietet.

      „Fragt Euch doch mal selbst, warum ihr das mit den sog. Flüchtlinge so blöd findet?“

      Der Begriff „Flüchtling“ wird mittlerweile sehr inflationär gebraucht.
      Flüchtlinge sind nicht blöd, denn Sie fliehen ja vor etwas was nicht gut für sie ist. Man kam aber nur vor einer Bedrohung\Verfolgung fliehen die wirklich existiert. Die Genfer Flüchtlingskonvention formuliert das ganz treffend:
      „Straffreiheit der illegalen Einreise, sofern der Flüchtling sich umgehend bei den Behörden meldet und er unmittelbar aus dem Fluchtland kam (Art. 31 Abs. 1).“
      Unmittelbar ist das Stichwort. In sicheren EU-Ländern die zwangsweise auf dem Weg zu uns „durch-flohen“ werden müssen, bestehen keine unmittelbaren Fluchtgründe.
      Also vor was fliehen diese Menschen dann ?
      Nun vor einer schlechteren sozioökonomischen Perspektive im Vergleich zu ihrem Ziel \ Wunschland. „Armut“ ist aber kein anerkannter Fluchtgrund, andernfalls wären mindestens über 1 Mrd Menschen asylberechtigt.

      Daher muss zwischen Einwanderung und Asyl unterschieden werden.
      Ist gibt da ja noch die Kriegsflüchtlinge, die zurückkehren müssen, wenn der Fluchtgrund wegfallt. Irgendwie finde ich die Unterteilung der Schutzberechtigung in die drei Schutzformen
      Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz oder subsidiärer Schutz ziemlich „unpraktikabel“.
      Ganz einfach Einwanderung – man darf gleich immer hierbleiben, Asyl – man darf nur eine gewisse Zeit hierbleiben, bzw. bis der Fluchtgrund nicht mehr existiert.
      Asylberechtigte die längere Zeit sich bei uns aufhalten ohne Straffällig zu werden, erhalten automatisch einen Anspruch auf ein Einwanderung, wird dieser genehmigt müssen Sie nicht wieder zurück. Kriegsflüchtlinge sollten auch asylberechtigt sein.
      Asylberechtigt ist nur wer entsprechend der Genferflüchtlingskonvention nicht illegal ins Land kommt.
      „Straffreiheit der illegalen Einreise, sofern der Flüchtling sich umgehend bei den Behörden meldet und er unmittelbar aus dem Fluchtland kam (Art. 31 Abs. 1).“
      Mit Ayslzentren vor Ort im ersten sicheren Land kann man Menschen die Gelegenheit geben Asyl zu beantragen ohne, dass sie weiter fliehen müssten.

      Das Konzept klappt aber nur wenn es keine andere Weg gibt sich „legal“ oder geduldet in seinem Ziel-Land aufzuhalten und jeder illegale Versuch der Einreise automatisch zur Inhaftierung und Rückführung führt.

      Wenn man dann noch die ganzen Fluchtursachen bekämpft, kann man die Krise meistern.
      Aber viele sagen oder wollen die Fluchtursachen der gesamten Welt abschaffen und bis dahin nichts anderes tuen was die Krise eindämmen könnte. Dabei wird oft übersehen und nicht differenziert, was kann man national tuen, was europäisch und was international.
      Internationale Ansätze brauchen immer mehr Zeit als nationale Lösungen und die meisten Fluchtursachen kann man nur international bekämpfen.

      Bezüglich der Obergrenze, es gibt immer eine Grenze der Aufnahmefähigkeit. Mit einer geregelten Migration (Einwanderungsgesetz) würde sich vermutlich die Frage nach einer Obergrenze und dem Asyl gar nicht stellen,da konsequent unterschieden wird. Asylberechtigt der „Flüchtlinge“ sind ja nur ca. 0.5%, auch wenn man Kriegsflüchtlinge da heraus rechnet, sind die meisten keine Flüchtlinge sondern Migranten auf der Suche nach einer besseren sozioökonomischen Perspektive.

      „Bleibt friedlich…“
      So wurden wir sozialisiert. Glauben sie in Afrika kommen sie mit der Einstellung gut durchs Leben ? Im Überlebenskampf ist friedlich nicht immer die erste Wahl.

      „Wenn es den Menschen gut geht, haben Sie keine Grund mehr sich irgendwelchen Fanatikern anzuschließen, um es dadurch den vermeintlich Schuldigen heimzuzahlen.“
      Erzählen sie das z.B. mal der Antifa. Fanatismus gegründet auf einer bestimmten Ideologie entsteht nicht nur aufgrund einer unmittelbaren existentiellen Bedrohung.
      Menschen kann es gut gehen und sie wollen es anderen doch „heimzahlen“.
      Nicht jedem islamischen Terroristen und Gewalttäter wurde durch einen Drohnenangriff sein Haus und seine Familie weggebombt. Das Grundübel ist die Ideologie selbst.

    • Einverstanden mit Ihren Gegenbegründungen.

      Was ich nur erkenne in der Welt um mich ist, dass es vermehrt eine Flucht in die Abwehr- oder Gegenangriffhaltung gibt. Und ich sehe als Ursache von all dem die Rahmenbedingungen unserer Art miteinander (oder eher gegeneinander) zu leben.

      Und diese Art und Weise zieht sich um den ganzen Globus. Der verstärkte Zulauf für irgendwelche Ideologien gründet meinet Ansicht nach darauf, dass die Menschen in allen Nationen spüren, dass es zunehmends ungerechter wird und sie keinen Einfluss glauben nehmen zu können, um das zu ändern. Die Auswirkungen der ganzen Art und weise zu wirtschaften und sich vom Markt zu verdrängen werden zunehmend sichtbar. Die menschen suchen eine Adresse für ihren Frust und das ist leider oft Hass und gewalt.

      Sicher sind ihre Ausführungen über Maßnahmen zur Sicherheit usw. nachvollziehbar und richtig, allerdings versuche ich dahin zu provozieren, die Gedanken so weit schweifen zu lassen, dass man den Ursachen des ganzen, wie ich sie sehe, versucht näher zu kommen.

      Wenn ganz vorne in der Kette der Fehler nicht passiert wäre, wären die davon abhängigen Dinge vermutlich auch nicht passiert. Soll heißen: Hätte man die länder nicht zerbombt, wären die Menschen nicht auf der Flucht, wären die Menschen nicht radikalisiert worden und wollten nicht an den arsch packen, an dem sie abgewischt wurden, würden die Menschen hier nicht in die Bedrängnis geraten in welcher der Ideologien sie ihre Fremdenfurcht parken müssten, würden die Politiker nicht Geld für Migranten haben anstatt es im eigenen Land die Jahre zuvor eingesetzt zu haben , usw.

      Wenn man sich das alles betrachtet wird man früher oder später erkennen, dass es unausweichlich ist, dass sich die Menschen irgendwann da hin auf den weg machen,wo sie glauben es besser zu haben oder wo sie die zu bestrafen, denen sie es nicht gönnen oder die sie für schuldig halten.

      Ich bin ja prinzipiell ihrer Meinung.
      Ich wollte nur dahin deuten, dass unsere Welt einfach massiv ungerecht ist. Solange dies so bleibt, werden wir es immer notwendig haben Grenzen wieder zu kontrollieren.

      Und die Veränderung beginnt im Kopf von uns allen.

      Friedlich bleiben heißt nicht alles hinzunehmen. Bleibt friedlich ist meine schlussformel unter den meisten kommentaren, da selbst die Kommentarbereiche oft schnell in meeega agressiven Wortgefechten versinken.

      Hier aber nicht.

      Danke für Ihre Zusätze und Gegendarstellungen

      Ich hoffe, ich konnte etwas klarstellen, wie es gemeint war.

      Bleibt friedlich ;0)

      Ich

    • Ich würde den öffentlichen Diskurs und allgemein die Auseinandersetzung in gesellschaftlichen Frage als einen links dominierten Gesinnungsfaschismus beschreiben.
      Beide Formen, also auch den rechten Gesinnungsfaschismus, bekomme ich oft in Diskussionen mit.

      Aufgrund meiner Ansichten muss ich mich häufiger mit der linken Ideologie auseinandersetzen, da ich gerne mit Menschen diskutiere die anderer Meinung sind als ich, betrübt es mich um so sehr wenn die Diskussion „ideologisch“ wird. Außer fehlenden Sachargumenten bedient man sich gerne der Herabwürdigung des Diskussionspartners um die Deutungshoheit zu gelangen. Nun ich bin nicht der Typ, der nur einsteckt sondern teile dann niveauvoll aus. Leider ist das meist dann das Ende einer sachlichen Diskussion.

      Neben dem Schuldgeldsystem, der Wegwerfgesellschaft und Konkurrenzgesellschaft ist das mit unser größtes Problem.

      Unser Motto sollte sein
      „Ich bin nicht deiner Meinung, aber ich würde mein Leben geben damit du sie äußern darfst“
      und die Meinungsfreiheit mal wörtlich nehmen.

      Es freut mich, dass Sie hinter den „bösen rechten“ Vorhang meiner Argumentation blicken konnten, und sich selbst nicht von Ideologien blenden lassen. Ich verstehe übrigens jetzt auch das „Bleib friedlich“ 😉

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