Schießbefehl, Druckausgleich und Volksentscheid

Von Dirk Pohlmann.

Seit die AfD-Vorsitzende Frauke Petry und die stellvertretende Vorsitzende Beatrix von Storch ihre unsäglichen Äußerungen zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge abgegeben haben, kocht die Öffentlichkeit über. Einerseits zu recht. Das Menschenbild, das hinter solchen Aussagen steht, ist furchterregend.

Andererseits: Was bei den derzeitigen Debatten außer acht bleibt, sind die wesentlichen Fragen.

1. Warum flüchten so viele Menschen?

2. Wie soll mit dem Problem kurzfristig umgegangen werden?

3. Kann man zukünftig solche Völkerwanderungen verhindern?

Sich über AfD-Schießbefehlphantasien an der deutschen Grenze aufzuregen, ist selektive Wahrnehmung und Heuchelei, wenn wir nicht darüber reden, dass fast alle Flüchtlinge realen Schießbefehlen und Bombenangriffen in ihrer Heimat entkommen wollen – tödlichen Bedrohungen, für die unsere gewählten Regierungen mitverantwortlich sind.

Unsere Regierung unterstützt die geopolitische Hegemonialstrategie der USA, die planmäßig „sieben Länder in fünf Jahren“ in das totale Chaos stürzen will – und das weitgehend geschafft hat.

Libyen, einst das Land mit dem höchsten Lebensstandard in Afrika, dessen kostenloses Gesundheitssystem von der WHO mit Bestnoten ausgezeichnet wurde, dessen kostenloses Erziehungssystem 30% der Bevölkerung studieren ließ, die Mehrheit davon Frauen, in denen es zinslose Kredite des Staates für jeden Bürger gab, wurde mit einer „humanitären Intervention“ ins Mittelalter zurückgebombt, in einen gescheiterten Staat verwandelt, eine Hölle auf Erden.

Hillary Clinton sagte anlässlich des Todes von Gaddafi, den ein Freischärler-Mob durch ein Bajonett in den Anus und Skalpieren tötete: „We came, we saw, he died“. („Wir kamen, wir sahen, er starb“, in Anlehnung an das Julius Caesar Zitat „Ich kam, ich sah, ich siegte.)

Diese Frau könnte Präsidentin der USA werden. Welches Menschenbild und Rechtsverständnis demaskiert sich mit solchen Äußerungen? Beatrix von Storch ist in den Augen unserer Medienelite der Untergang des Abendlandes, aber Hillary Clinton ist die europakompatible, fortschrittliche Alternative zu Donald Trump? Und was ist mit Donald Trump selbst, der über eine Gaza-Mauer nach Mexiko und ein Einreiseverbot für Muslime phantasiert und dabei so wirkt, als ob er unter Kokaineinfluss den Programmentwurf des Naziflügels der AfD ausplaudert?

Wie ehrlich ist der einstimmige Aufschrei unserer Medien über die AfD, wenn Heute, Süddeutsche und FAZ bei den mörderischen Angriffskriegen unserer Hegemonialmacht stets handzahm, transatlantisch und russophob bleiben?

Woher stammt dieser bizarre Welpenschutz für die mächtigsten Politiker der Welt?

Libyen war kein Einzelfall, sondern das Modell, das den anderen arabischen Staaten bevorsteht. In Ägypten hatte die Bevölkerung falsch gewählt, das musste „von oben“ korrigiert werden. Jetzt ist wieder das Militär am Ruder. Im Irak rennt die Bevölkerung sofort in Deckung, wenn jemand „Demokratie“ ruft, weil das erfahrungsgemäß mit Kampfjets, Drohnenangriffen oder anderen Feuerüberfällen endet. Annähernd eine Million Iraker haben ihre Befreiung durch die USA mit dem Leben bezahlt. Die Zustände in Afghanistan sind so übel, dass 50% der Asylanträge von Flüchtlingen aus diesem Land in Deutschland bewilligt werden, Zusätzlich dürfen 30% der Antragsteller ohne Anerkennung geduldet bei uns bleiben. Das ist das Ergebnis von mehr als einem Jahrzehnt Freiheitsverteidigung Deutschlands am Hindukusch?

Syrien ist mit Hilfe der USA, Saudi-Arabiens, der Golfstaaten und ihrer Halsabschneider-IS-Terroristen in ein mörderisches Desaster verwandelt worden. IS ist ein Frankenstein-Monster der US-Allianz. Eine selbstgeschaffene Katastrophe, die sich selbstständiger gemacht hat, als man geplant hat – wenn dahinter nicht noch finsterere Absichten stehen. Bin Laden reloaded.

Was hat das alles mit Freiheit, Demokratie und Menschenwürde zu tun? Noch 50 Jahre Weltherrschaft der USA, und alle Worte stinken.

Neben den Kriegsflüchtlingen gibt es auch noch Wirtschaftsflüchtlinge. Und da sind sich wieder alle einige: Wirtschaftsflüchtlinge sind Menschen, die bei uns nichts zu suchen haben.

Warum eigentlich? Die Globalisierung, die uns seit Jahren als Naturgesetz dargestellt wird, schwappt jetzt eben als Völkerwanderung zurück vor unsere Haustür. Wer ist überrascht? Der Kapitalismus hat schon immer seine Kinder gefressen. Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl gehört nicht zu seinen Kernaufgaben. Kapitalismus hat als Zweck den Profit. Ende. Die soziale Komponente der Marktwirtschaft ist seit Bismarcks Sozialistengesetzen nur ein Zugeständnis gewesen, um Revolutionen zu verhindern. Der Kapitalismus mit menschlichen Antlitz ist von Sozialisten erkämpft worden.

Dass Menschen bessere Lebensbedingungen für sich und ihre Angehörigen suchen, sollte niemanden überraschen. Schon gar nicht Eliten, die in die hintersten Winkel der Welt ziehen, um durch billigste Arbeitskräfte ihre Gewinnspannen zu erhöhen. Wieso darf nur das Kapital global beweglich sein? Warum ist Mobilität nur gut, wenn sie von Unternehmensleitungen eingefordert wird, ansonsten aber kriminell? Arbeitskräfte sollen also wie Schafe im Pferch darauf warten, dass sie aufgefordert werden, durch vorbereitete Kanäle zu wandern, um geschoren zu werden?

Warum wollen die Wirtschaftsflüchtlinge zu uns? Die moderne Telekommunikation sorgt dafür, dass Informationen über lohnende Wirtschaftszonen nicht nur an den Börsen ausgetauscht werden, sondern auch über die Handys von Armutsflüchtlingen.

Konzerne suchen Elendsgebiete, um höhere Einnahmen zu erzielen, Wirtschaftsflüchtlinge suchen die Gebiete höherer Einnahmen, um dem Elend zu entfliehen. Das eine hängt mit dem anderen zusammen.

Das Fußvolk dieser Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in Deutschland, die Arbeitslosen- und Niedriglohnsklaven, kurz gesagt das Hartz-IV-Reserve-Heer, sollte nicht den Fehler begehen, sich einreden zu lassen, dass es die Asylanten sind, die für ihr wohl temperiertes Elend verantwortlich sind.

Womit sie aber sehr wohl rechnen müssen, ist, dass die Armen von außen dafür genutzt werden, um die Löhne der Armen im Inland noch weiter zu verringern. Das ist ein reales Problem, eine echte Konkurrenz. So hetzt man die Verlierer aufeinander, damit die Gewinner feiern können. Diese Menschen brauchen eine Lösung, die sie nicht das letzte Hemd kostet, keine Arroganz der Medien- und Politikelite.

Die Wirtschaftsflüchtlinge sind ein Ergebnis der extrem unterschiedlichen Lebensbedingungen in der globalisierten Welt, ein Druckausgleich. Ein Druckausgleich zwischen Extremwerten, so wie der Wind ein Druckausgleich zwischen Tiefdruck und Hochdruck ist. Wind verhindert man nicht, in dem man Schilder aufstellt, auf denen „Sturm verboten!“ steht.

Die Unternehmen der reichen Länder nutzen dieses Druckgefälle für ihre Profitinteressen, die Kosten des Druckausgleiches (Flüchtlinge) hat die Allgemeinheit zu tragen. Wer die Massenbewegungen verhindern will, muss für Druckausgleich auf andere Art sorgen und die Kosten den Verursachern in Rechnung stellen.

Durch eine Wirtschaftsordnung, die der Mehrheit der Menschen in allen Ländern ähnliche Bedingungen bietet. Die Ursache dieses Problems ist, dass der realexistierende Kapitalismus, der schon lange auf den Müllhaufen der Geschichte gehört, konstant von unten nach oben umverteilt. 62 Menschen besitzen so viel wie 3,7 Milliarden. Auch in Europa geht der Zukunftstrend zum Dritt-Welt-Staat, siehe Griechenland. Es ist ein Irrtum der deutschen 99%, zu glauben, dass sie vor solchen Verhältnissen sicher sind.

Die Menschen fliehen also vor Krieg und vor Armut. Der Verursacher beider Probleme ist im Wesentlichen die Supermacht, die alles steuert: Die USA. Sie ist allerdings durch riesige Ozeane von den Folgen ihrer Politik geschützt. Weder die USA, noch ihre Kriegs-Alliierten Saudi Arabien und die Emirate tragen die Last des Flüchtlingssturms mit. Auch dazu herrscht Stille bei Politik und Medien. Warum? Warum gilt das vielzitierte Verursacherprinzip nicht bei Kriegs- und Kriegsfolgekosten?

Die vielbeschworene Einigung Europas wird durch diese Entwicklungen verhindert. Zwietracht wird gesät, ein Zerfall der EU ist möglich geworden. Wem nützt das? Die Antworten auf diese Fragen sollte uns stutzig machen.

Aber was sollen wir kurzfristig tun? Die AfD-Sympathisanten, CSU-Wähler und die 90% der CDU-Wähler, die der Politik Merkels gemeinsam negativ gegenüber stehen, sollten sich fragen, wie ihre Optionen aussehen.

Glauben Sie wirklich, dass Zäune, Lager in der Türkei und Griechenland oder sogar Schusswaffen diese Völkerwanderung verhindern? Wenn die AfD oder CSU an der Regierung wäre, würde sich niemand mehr trauen, aus Syrien zu flüchten, um sein Leben zu retten? Das würde nur funktionieren, wenn Flüchtlinge mit Maschinengewehren an den Grenzen niederkartätscht würden, d.h. wenn die Perspektive eines potentiellen Flüchtlings der sichere Tod an der Grenze wäre, statt des wahrscheinlichen Todes in Syrien. Wer will das?

Was müssen wir kurzfristig tun? Was macht ein Mensch, wenn er einen anderen Menschen ertrinken sieht? Er rettet ihn. Was macht ein Mensch, der einem Flüchtling begegnet? Er hilft ihm. Sonst ist er kein Mensch, sondern eine minderwertige Realversion der Möglichkeit Homo sapiens sapiens.

Es gibt keine einfache Antwort auf das Problem der Massenflucht. Aber wie human und klug wir die dadurch entstehenden Schwierigkeiten meistern werden, wird die Messlatte unseres zukünftigen Selbstwertgefühls werden. Wie es sich noch Generationen später anfühlt, wenn die meisten angesichts so einer Schicksalsprüfung komplett versagen, sollten uns die Erfahrungen der Nazi-Zeit gelehrt haben. Allerdings sollte die Erinnerung an das Versagen der westlichen Welt, angesichts der jüdischen Flüchtlinge vor dem Nazi-Terror, auch andere Länder wie die USA und England dazu bewegen, ihre Flüchtlingspolitik zu ändern.

Wir brauchen kurzfristig Mut und Entschlossenheit zur Ersten Hilfe, mittel- und langfristig weltweite Gerechtigkeit. Wir brauchen die weltweite Herrschaft des Rechts, statt einer weltweiten Herrschaft des „Recht des Stärkeren“ mit inszenierten „Regime Changes“. Wir brauchen eine multipolare Welt mit einer Wirtschaftsordnung, die allen eine Perspektive bietet. Wir brauchen eine echte Friedenspolitik statt der machiavellistischen Perfiditäten der Welt-Hegemonialmacht USA mit ihren Angriffskriegen und ihrem Casino-Kapitalismus.

Das ist keine Utopie, sondern die einzig realistische Methode, eine friedliche Zukunft zu ermöglichen. Es ist die einzige wirksame Kur gegen Völkerwanderungen mit all ihren Folgeproblemen.

Ohne diese fundamentalen Veränderungen kann man nur Staudämme bauen, Druckgefäße und Auffangbecken – Bankrotterklärungen des Humanismus, Monumente unseres Versagens. Und sichere Rezepte für Explosionen und Überschwemmungen.

Es ist wichtig, dass unsere Problemlösung nicht nur aus Gefahrenabwehr besteht, sondern aus einem Konzept für eine bessere, gerechtere und vernünftiger regierte Welt. Ist es nicht erschreckend, wie wenig wir darüber diskutieren, was wir wollen, weil wir keine Hoffnung haben, dass sich irgendetwas an den bestehenden Verhältnissen ändert? Was ist eine Demokratie wert, die sich selbst nicht zutraut, die Verhältnisse zu gestalten? Wieso akzeptieren wir das Gestaltungsmonopol des Finanzkapitalismus? Das führt dazu, dass der falsche Teil der Bevölkerung Angst vor der Zukunft hat.

Die vor uns liegende Aufgabe ist sehr groß. Sie kann nicht nur von der Kanzlerin „Per ordre de Mutti“ verordnet werden. Sie muss vom Parlament beschlossen werden. Aber auch das reicht nicht, ist nicht wirklich angemessen.

Das Thema Flüchtlingspolitik braucht eine offene, verantwortungsbewusste Debatte in den Medien, eine Diskussion, in der wirklich alle Aspekte zu Wort kommen – und das nicht nur im Internet, sondern von Angesicht zu Angesicht, in Schul-Turnhallen, Uni-Auditorien, Bürgerhäusern und auf Marktplätzen.

Eine Schicksalsfrage dieser Bedeutung ist Stoff für einen Volksentscheid. Selbst wenn die Politik letztlich darüber entscheidet, wie unsere Flüchtlingspolitik aussieht: Sie braucht dafür einen breiten Bevölkerungs-Konsens als Legitimation. Von den Bürgern ist zu fordern: Nörgeln, wohlfeiles Schimpfen auf „Die da oben“ und der leichtfertige Ruf nach drakonischen Maßnahmen passen nicht zum Ernst der Lage!

Die Bürger müssen zeigen, dass sie wirklich Bürger sind, nicht nur Untertanen. Sie müssen zeigen, dass sie der vernunftbegabte Souverän ihres eigenen Staates sind. Keine leichte Aufgabe ohne Einarbeitungsfrist – aber: Wir schaffen das. Yes, we can. Nicht, wenn es von oben verordnet wird, aber es kann klappen, wenn es rundherum gemeinsam beschlossen wird.

Und wenn wir das schaffen – wer oder was hindert uns, das Prinzip der direkten Demokratie allgemeingültig einzuführen? Der Souverän sollte sich die Krone selbst aufsetzen. Er allein hat das Recht dazu.

Also: Wie wollen wir mit diesem Problem umgehen? Wie sieht unsere gemeinsame Strategie aus? Was ist unser gemeinsames Ziel? Wir haben ein Recht auf einen Volksentscheid, weil wir alle gemeinsam mit den  Konsequenzen und dem Urteil unserer Kinder über unsere Handlungen werden leben müssen – oder dürfen.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.
KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

73 Kommentare zu: “Schießbefehl, Druckausgleich und Volksentscheid

  1. Thema Trump

    Ich muss sagen, dass ich von den Ideen Trumps nichts halte, ganz ehrlich ich vermeide es Sachen von ihm zu lesen, denn es ist für mich ungesund.

    Für den Weltfrieden glaube ich so blöd es klingen mag, dass ein Präsident Trump wohl besser wäre als eine Clinton.

    Trump ist ein Wolf im Wolfspelz. Jemanden der sich so gibt, den könnten Europäische Regierungen NIE unterstüzten, so einen Schwenk bekommt die Medienmaschinerie niemals hin. Der Kuschelkurs mit den USA der zu den größten Verbrechen der jetztigen Zeit führt Drohnenmorde, Uranwaffeneinsatz, Bomben auf Zivilisten, wäre wesentlich schwerer durchzusetzen.

    Bush war ja auch nicht gerade ein Heilsbringer schon klar, aber als George Bush US Präsident war, hatte ich das Gefühl „Bush Gegner“ sei ein Lehrberuf oder eine Studienrichtung. Bei uns in Vorarlberg wo die Leute nie gegen irgendwas demonstrieren, egal wie wichtig es wäre, gingen viele gegen Bush auf die Straße selbst wenn es um US Amerikanische Innenpolitik ging.

    Ich bin fest überzeugt dass Snowden irgendwo Asyl bekommen hätte, wäre er von Bush gejagt worden, auch die Themen Rammstein, Drohnenangriffe, Militärische Aufrüstung der USA in Deutschland, Abhärskandal etc. wären sicher anders behandelt worden.

    Vielleicht liege ich total falsch, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand wie Merkel oder Hollande es politisch überleben könnte, an der Seite von Trump in den Krieg zu ziehen.

    Bei Clinton hätte ich große Angst, dass die „Erste Frau Präsident“ Heuchlerei bestens genützt würde um noch mehr Untaten zu überdecken.

    Mal sehen wie es kommt.

    Schöne Grüße

    • „Vielleicht liege ich total falsch, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand wie Merkel oder Hollande es politisch überleben könnte, an der Seite von Trump in den Krieg zu ziehen.“
      Wenn wir dann keine Soldaten mehr schicken müssen ist Trump der richtige Mann.
      Ich persönlich würde diese Wahlshow nicht überbewerten.Ob das ein Demokrat oder Republikaner macht ist fast wurscht,obwohl bei Trump hätte Amerika mal einen den sie verdient haben.
      Ich bin der Meinung das die Machtstruktur nicht Homogen ist.Die Politiker machen da eher die Außendarstellung besonders der Präsident.Viel Mächtiger sind Strukturen die Länger bestehen.Z.B. bei militärischen Strukturen wird ja nicht gewählt alle 5 Jahre.Die obersten Generäle heute haben noch gegen Hitler gekämpft:). Ich will damit nur sagen das in diesen Bereichen eine dauerhafte stabile Machtstruktur besteht.Vor allem bei Geheimdiensten auch noch unter dem Deckmantel Nationale Sicherheit.z.B. Abschuß eines russischen Flugzeug durch die NATO,Obama hat da nix zu melden.
      Politiker kommen und gehen (ok Familien sind immer die Gleichen Clinton,Bush,) die Hintergrungstruktur bleibt aber immer die Selbe.
      Das gilt übrigens auch für Königshäuser. Zitat“Elisabeth II. (* 21. April 1926 in Mayfair, London; englisch Elizabeth II; Elizabeth Alexandra Mary) aus dem Haus Windsor ist die konstitutionelle Monarchin von 16 als Commonwealth Realms bezeichneten souveränen Staaten sowie deren Territorien und abhängiger Gebiete. Sie ist Oberhaupt des 53 Staaten umfassenden Commonwealth of Nations und weltliches Oberhaupt der anglikanischen Church of England, der Staatskirche Englands.“
      Das wird in den Medien immer als Märchenveranstaltung gezeigt.Fakt ist Sie ist „Oberhaupt des 53 Staaten umfassenden Commonwealth of Nations“
      Deshalb haben letztens auch alle Gouverneure Australiens gefordert,ob man nicht mal langsam einen eigenen Präsidenten haben könnte.Das mit der Englishen Königen sei nicht mehr zeitgemäß.Antwort war „im Moment haben wir keine Zeit für so was“. http://www.tagesschau.de/ausland/australien-queen-101.html
      MFG LB

  2. Zwei zentrale Fragen von Dirk Pohlmann (DP):

    Welches Menschenbild und Rechtsverständnis demaskiert sich mit solchen Äußerungen? (Hilary Clinton, amüsiert, zur brutalen Ermordung Gaddafis)

    (IS ist ein Frankenstein-Monster der US-Allianz. Eine selbstgeschaffene Katastrophe …) Was hat das alles mit Freiheit, Demokratie und Menschenwürde zu tun? Noch 50 Jahre Weltherrschaft der USA, und ALLE WORTE STINKEN.

    Da spricht Herr Pohlmann bittere Wahrheiten aus … in der völlig militarisierten USA wird alles „weaponized“: die Sprache, das Mitgefühl der Menschen, ihre Sehnsucht nach Freiheit und Gerechtigkeit… Eine hervorragende Analyse dazu (wie die US-Strategen die Menschenrechte für ihre perfiden Zwecke vereinnahmt haben) liefert das Buch „Ideal Illusions“ von James Peck.

    Hilary Clinton ist ja nur die Verkörperung dessen, was das amerikanische Macht-Establishment wirklich ausmacht …

    Dazu hat „LIGHTBRINGER“ einen sehr wichtigen Kommentar abgegeben, in dem die Außenpolitik der USA als Ausdruck eines völlig skrupellosen Machiavellismus entlarvt wird:

    Uneingeschränktes Machtstreben, das sich nicht durch moralische oder ethische Überlegungen einschränken lässt, kurz: Der Zweck heiligt die Mittel.

    Warum ist dieser Punkt so wichtig? Weil die (von unseren Politikern und Medien) akzeptierte, enorme Handlungsmacht (und permanente Einmischung) der USA sich darauf stützt, dass ihre Politik von „amerikanischen“ und universellen Werten“ geleitet sei.

    Dieses gigantische Betrugsmanöver zielt darauf ab, die wahren Motive der US-Außenpolitik zu verschleiern und vermittelt permanent den Eindruck, die US-Regierung setzt Gewalt (nicht nur militärisch) nur für edle Zwecke ein:

    Amerika führt ständig Krieg (psychologisch / wirtschaftlich / militärisch), bewaffnet und organisiert extremistische Mörderbanden, schürt Hass und Verachtung gegenüber unfolgsamen Staatsoberhäuptern oder Gruppen (natürlich offiziell geleugnet). (Was alles „erlaubt“ ist, aber offiziell geleugnet wird, siehe hier:)

    https://history.state.gov/historicaldocuments/frus1945-50Intel/d292

    – Immer nur um „Werte“ wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte zu verteidigen? Um böse Diktatoren zu entmachten?
    Das ist natürlich völliger Schwachsinn. (siehe dazu die Bücher von Chomsky, William Blum, etc.)

    Amerika/NATO war nie eine moralische Instanz in der Welt, spielt sich aber seit 1945 als solche auf (obwohl es die SU war, die uns vom „Faschismus“ befreit hat, nicht die USA …) und beging seitdem ungeheuerliche Verbrechen, die aber – wegen fehlender Thematisierung in den Medien – „nie passierten“ (siehe die Nobelpreis-Rede von Harold Pinter – Teil 2: Politische Sprache …)

    http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2005/pinter-lecture-g.html

    Die „Methode Reagan“ (Herr Pohlmann) ist leider ein politischer Dauerbrenner …

    Auf die (rhetorische) Frage von DP:

    „Wie ehrlich ist der einstimmige Aufschrei unserer Medien über die AfD, wenn Heute, Süddeutsche und FAZ bei den mörderischen Angriffskriegen unserer Hegemonialmacht stets handzahm, transatlantisch und russophob bleiben?

    hat LIGHTBRINGER die Antwort genannt: „Eine Kontrolle über Regierende ist nur über freie Informationen und Wissen möglich.“

    Die deutschen Medien haben nichts mehr mit „freier Presse“ zu tun, sondern sind (statt Kontrolleure) Instrumente der Macht (Lüge heißt jetzt „strategic information“) zur Verhaltenssteuerung des Publikums in der „Zuschauerdemokratie“. Sie werden mit „Meldungen“ vom Fließband gefüttert und ihre Einstellungen werden von perfiden „Think-Tanks“ und „Instituten“ geformt, die sich als unabhängige „Denkfabriken“ tarnen, aber pro-atlantische Ideologien und ökonomische Dogmen verbreiten.

    Herr Pohlmann betont also, dass die Ursachen für die Flüchtlingswelle KRIEG UND ARMUT sind und moralisch betrachtet, eine Diskriminierung zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen völlig unzulässig ist, weil es sich hier letztlich in beiden Fällen um Opfer einer (als Wissenschaft getarnten) Wirtschaftsreligion handelt.

    Erinnern wir uns an die Worte Gandhis: „poverty ist the worst form of violence“

    Herr Pohlmann erinnert – völlig zu Recht – auch daran, dass der wachsende Wohlstand in West-Europa (zwischen 1945 und 1975) nicht Ergebnis des kapitalistischen Wirtschaftssystems war, sondern von der Sozialdemokratie (die damals noch den Namen verdiente) erkämpft wurde.

    Die „Wirtschaftsflüchtlinge“ werden (als unerwünschter „Bumerang“) erbarmungslos abgeschoben, denn sie führen unseren autistischen Politikern vor Augen, wie unmenschlich und destruktiv die neoliberale Wirtschaftsordnung ist, die den „Sozialismus“ endgültig zur Strecke gebracht hat. Dass 62 Personen mehr Vermögen besitzen als die Hälfte der Weltbevölkerung ist nicht nur bedauerlich, sondern ein eindeutiges Zeichen dafür, dass dieses Wirtschaftssystem extrem polarisiert und letztlich zu einer Plutokratie führt, die alles verschlingt.

    Erinnert sich noch jemand an die mahnenden Worte von E.F. Schuhmacher, F. Vester und Erich Fromm? (Ken FM Bücherliste?)

    DP: Warum gilt das vielzitierte Verursacherprinzip nicht bei Kriegs- und Kriegsfolgekosten?

    Auch eine rhetorische Frage, denn ein intelligenter Beobachter wie Herr Pohlmann weiß natürlich, was hier gespielt wird:

    Die Schuld für Gewaltausbrüche und Krieg wird natürlich von den wahren Verursachern (im Umfeld des Hegemons) geleugnet und dem Opfer in die Schuhe geschoben, das konnte man ja deutlich sehen (Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien …). Das „Eingreifen“ mit Waffen, Sanktionen und Hetzpropaganda erfolgt doch immer nur aus „humanitären“ Gründen …und zur Wahrung von „Werten“: You are free to do what we want …

    DP: Wir brauchen kurzfristig Mut und Entschlossenheit zur Ersten Hilfe, mittel- und langfristig weltweite Gerechtigkeit. Wir brauchen die weltweite Herrschaft des Rechts, statt einer weltweiten Herrschaft des „Recht des Stärkeren“ mit inszenierten „Regime Changes“. Wir brauchen eine multipolare Welt mit einer Wirtschaftsordnung, die allen eine Perspektive bietet ….

    Ja, das brauchen wir tatsächlich, Herr Pohlmann – Sie sprechen uns hier aus der Seele, doch der Zug fährt seit Jahren in die falsche Richtung (nächster Halt: Carl Schmitt Bahnhof), weil „Lokführer und Fahrplan-Manager“ Psychopathen sind (und das ist keine Polemik).

    Patriot Act, NDAA, mehr Überwachung, staatliche Übergriffe in die Privatsphäre … „Zusammenwachsen“ von Polizei, Geheimdienst und Militär nach synthetischen „Terroranschlägen“…, Entmachtung des Parlaments, das kennen wir doch schon von früher … dazu kommt noch die ökonomische Diktatur mittels EZB, EU-Kommission und TTIP …

    DP: Ist es nicht erschreckend, wie wenig wir darüber diskutieren, was wir wollen, weil wir keine Hoffnung haben, dass sich irgendetwas an den bestehenden Verhältnissen ändert? Was ist eine Demokratie wert, die sich selbst nicht zutraut, die Verhältnisse zu gestalten?

    Auch hier kann man nur zustimmen. (Wir sehen uns nach Solidarität und echter Gemeinschaft im Rahmen einer Wirtschaftsdemokratie … aber der gnadenlose „Wettbewerb“ (der Skrupellosigkeit) als oberstes Leitmotiv verhindert das …)

    Die bittere Wahrheit ist, wir haben keine echte Demokratie, sondern nur das, was Edward Bernays die „hallucination of democracy“ nannte. Das System, in dem wir leben, ist so gestaltet, dass es mehr „idiotes“ als „democrates“ (im antik-griechischen Sinn) erzeugt.

    Die „idiotes“ heißen heute aber „Konsumenten“ und verbringen den Großteil ihrer Zeit im Shopping-Center, „checken“ nach dem Aufwachen als Erstes ihren facebook-account und „re-tweeten“ irgendwelchen Blödsinn, weil er so viele „likes“ bekommen hat; Die politische Apathie (und Ignoranz) in weiten Teilen der Bevölkerung ist nicht zu übersehen und wenn Leute mobilisiert werden, dann oft (unbewusst) als Werkzeug der Mächtigen (siehe Pegida, aber auch die Flüchtlinge selbst…)
    https://medienschafe.wordpress.com/2016/01/22/deutschland-im-fadenkreuz/

    Das Kräfteungleichgewicht (Kommunikation und „soft power“ als politische Waffen) zwischen dem „Souverän“ und den Machteliten ist so enorm, dass wenig Hoffnung besteht, dieses System zu durchbrechen …

    Deshalb komme ich zu der Schlussfolgerung, dass ein Volksentscheid in der Frage der Flüchtlingspolitik keine Lösung darstellt. Über die Behandlung eines Symptoms der Krankheit abzustimmen, bringt uns nicht weiter, wenn wir die Ursachen der Krankheit nicht allen klar machen und sie bekämpfen … (und dazu gehört sehr viel Mut).

    P.S. Kann man mit Demos und Mahnwachen die Welt verändern ? Brauchen wir einen neuen „Gandhi“, der uns anführt?

    • Zunächst einmal: über 99% Zustimmung, zu Ihrem Beitrag, Agape.

      Finde ich sehr gut, viele Querverweise zu benennen und auch die Zitate von Herrn Pohlmann zu erwähnen.

      Das ein einzelner Volksentscheid etwas bewirken kann, setzt natürlich voraus, dass a) die Informationen ausreichend breit vorhanden sind und b) das Volk bereit ist, zu entscheiden.

      Wenn natürlich viele Menschen lieber Facebook, das Iphone, das Smartphone, das Tablet nutzen, oder sich an anderen Stellen defokussieren, so ist das ein ernst zunehmendes Thema.

      Wenn das Internet und sämtliche Mobilfunktechnologie schon soweit ausgereift ist, dass die Menschen sich lieber ablenken lassen, statt sich kritischer mit Informationen, Politik und Lösungen zu beschäftigen… nachzudenken z.B. – wird das Thema „politischer Wandel“, „Volksentscheid“ und ähnliches vom Volk als abstrakte Masse kaum wahrgenommen werden.

      Was ich bei Ihrem Beitrag gut finde, ist wirklich die Detailauflistung.

      Zu dem Thema der Ablenkung kann ich hier verlinken ( Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer) : https://www.youtube.com/watch?v=QXZeKelECUA

      Ich gebe zu, dass ich tendenziell glaube, wir bräuchten eine Art Gandhi… aber wie sähe der aus?

      Wahrscheinlich instagram, facebook, youtube, google – und sonstwie lastig geprägt?

      Weil: wo wird jemand sonst die Aufmerksamkeit bekommen? Auf der Strasse stehend und redend, während die Leute mit Ihren Smartphones surfen, ihrem Tablet Mails checken, Ihrem Iphone online einkaufen??

      Wenn eine Bewegung stattfinden soll, dann braucht es längere Zeit:

      1. Weil zunächst erstmal Konsens herrschen müsste, bei einer Sichtweise – sonst ist ja nichts beschlussfähig.
      Da dies allein schon bei diesem Thema hier zu unterschiedlichen Themenansichten geführt hat ( welche Theorien erst verstanden werden müssen, um dann evtl. einen Konsens unter Vorbehalt zu bekommen).

      2. Wenn Konsens herrscht, über ein Thema: dann die Umsetzung – auf welche Art soll etwas verändert werden?

      3. Die Intensität der Umsetzung: wie häufig soll die Veränderung erfolgen?

      4. Wie schnell wird ein Volksentscheid gefällt werden können? ( Vorbereitungs- / Vorlaufzeit)

      5. Wieviel Zustimmung wird gebraucht, um etwas zu verändern? Diese Frage gilt im Grunde auch hier bei diesem Thema, oder anderen Themen – allein bei diesem Thema sindnoch keine 50 % Übereinstimmung zum Veränderungswunsch für mich spürbar / lesbar zu erkennen.

      Fazit: Ja. Ich stimme Ihrer Antwort in weiten Teilen zu. Den Gedanken Volksentscheid finde ich nach wie vor gut, aber ich habe erkannt, dass die Fähigkeit sich auf einen kleinen, gemeinsamen Nenner zu einigen, selbst bei dem Thema Volksentscheid noch einigem Austausch bedarf.

      Wenn sich viele hier schon darauf verständigen und einigen könnten, dass wir alle gemeinsam etwas ändern könnten, wenn jeder für sich dazu bereit ist, dann wäre schon viel gewonnen.

      Mein Eindruck ist: daran hakt es.

      Es gibt schon so viele Quellen, wo Mißstände beschrieben und analysiert werden, ob das Edward Bernays ist, oder z.B. Heiner Gehring mit Mindcontrol ist. Es gibt auch zig andere Namen und große Analysten vor dem Herrn.

      Die Frage, welche ich mir stelle : sind diese Kritiker Systemimanent geblieben, oder haben sie abseits des Systems gehandelt?

      Also anders formuliert: hat die Art Kritik zu äußern, etwas bewirkt, wenn anschließend keinerlei Handlung zur Veränderung erfolgt ist?

      Edward Bernays hat z.B. trotz der von Agape zitierten „hallucination of democracy“ systemimanet gehandelt. Er hat seine Sichtweise dazu genutzt, Werbefirmen zu Erfolgen zu verhelfen. Er hat nicht die bestehende Systemordnung in Frage gestellt.

      Den Punkt finde ich wichtig zu erwähnen, weil die Frage von Herrn Pohlmann ( siehe Themainhalt oben) gewesen ist:
      „Was müssen wir kurzfristig tun? “

      und auch: “
      Eine Schicksalsfrage dieser Bedeutung ist Stoff für einen Volksentscheid. Selbst wenn die Politik letztlich darüber entscheidet, wie unsere Flüchtlingspolitik aussieht: Sie braucht dafür einen breiten Bevölkerungs-Konsens als Legitimation. Von den Bürgern ist zu fordern: Nörgeln, wohlfeiles Schimpfen auf „Die da oben“ und der leichtfertige Ruf nach drakonischen Maßnahmen passen nicht zum Ernst der Lage!

      Das ist eben der springende Punkt, den ich hier bei manchen Antworten festgestellt habe.

      Theorieanalytisch super in den Antworten. Sämtliche Krähenfüße der Politik, der Hemmnisse… alles super erkannt.

      Gibt ja auch schon viele Analysten, die kritisch super sind. Aber wie sieht konkretes handeln aus?

      Bernays hat es nur vorgemacht, wenn Du in dem System weiter Deinen Erfolg haben willst, mit Werbung, Propaganda… oder anderen Namen.

      Aber wen könnten wir hier als Vorbild anführen?

      Gandhi?
      Oder z.B. Olof Palme?

      Das sind Menschen, die haben durch ihr Handeln etwas bewirkt. Sind zwar letztlich ermordert worden…

      der Vorteil, den das Forum oder Internet hat: wenn wir als Gruppe uns zu aktivem Handeln entscheiden würden…es könnte zwar sein, dass es zu Opfern oder Toten kommt – aber eine Gruppe von vielen Menschen wird viel schwerer zu töten sein, als ein Gandhi oder Olof Palme…

      http://www.zitate-online.de/sprueche/historische-personen/18971/sei-du-selbst-die-veraenderung-die-du-dir.html

    • p.s.: was noch zu ergänzen ist, zur Frage von Herrn Pohlmann

      Was müssen wir kurzfristig tun?

      Das „Wir“ in dem Zusammenhang ist schwierig zu beantworten, weil es einen Konsens in der Fragestellung hat.

      -> Worüber sind sich alle hier jetzt schon einig? Worüber können „wir“ ( = alle User / KenFM ebenfalls) uns hier einigen?

      „Wir“ ist in dem Moment passiv, wenn „ich“ als User erwarte, dass es einen Konsens geben wird.

      Das „Wir“ könnte auch dadurch entstehen, dass „ich“ schreibe, was „ich“ getan habe für einen Volksentscheid, damit „Ihr“ evtl. schreibt „toll“ ; das möchten „Wir“ jetzt auch.

      Wie das „wir“ entstehen kann, liegt an der Sichtweise / Einstellung jedes Einzelnen im Allgemeinen. Ob jemand schon sagt: „Wir“ einigen uns darauf, hier bei KenfM zu schreiben – da haben wir mindestens schon das erste „WIR“ gefunden.

      Und im speziellen lässt sich das „Wir“ überprüfen, durch ähnliche Ansichten, bzgl. eines Volksentscheids, oder einer friedlichen Handlung, die für Veränderung sorgen kann.

      Überprüfen insofern: müssen „Wir“ alle Theorien anschauen, die zur Manipulation von Bernays und anderen entworfen wurden, oder können „wir“ uns schon für eine gemeinsame Idee hier begeistern?

      Ich meine die Fragen durchaus ernst…

  3. mich würdert es schon das alle ihre infos aus dem medien beziehen aber keiner zur QUELLE geht !! hat einer die ausssage gehört?? UNGESCHNITTEN qiasi das rohmaterial???jemand mal nachgeschlagen auf welcher rechtsgundlage ihre aussage war??? oft wir die AfD als nazi gleich abgetan NUR weil sie auf die einhaltung von recht und gesetzt hinweist .
    hier mal die erklärung was PETRY meinte :

    Im Gesetz zur Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes (UZwG) regelt Paragraph 11 den „Schusswaffengebrauch im Grenzdienst“. Demnach können Vollzugsbeamte im Grenzdienst Schusswaffen auch gegen Personen gebrauchen. Dies gelte für Personen, die sich der wiederholten Weisung, zu halten oder die Überprüfung ihrer Person oder der etwa mitgeführten Beförderungsmittel und Gegenstände zu dulden, durch die Flucht zu entziehen versuchen. Sollte die mündliche Weisung nicht verstanden werden, könne sie auch durch einen Warnschuss ersetzt werden.

    da steht nix davon das geschossen werden muss nur auf männer , nicht auf frauen und kinder kann ich irgendwie nicht lesen . mir wäre es schon lieber wenn an der grenze jemand kontrolieren würde wer kommt und warum .auch kann ich mich nicht erinner jemands bei einer grenzkontrollen oder polizei kontrolle einen UNBEWAFNETEN GRENZER oder POLIZIST gesehen zu haben die tragen ihre waffen bestimmt nur zum scherz oder??

    • Die deutsche Regierung ist ihren Kämpfern gegenüber verpflichtet, weil die noch gebraucht werden. Stell Dir vor, es gäbe Kontrollen. Dann werden die Kämpfer irgendwo gefasst und die Bundesregierung müsste sich rechtfertigen. Deshalb lösst man sie in einem Flüchtlingsstrom ohne Kontrolle legal einreisen zu lassen.

      Alle anderen Begründungen sind hirnrissig.

      AFD ist selbstgebaute Opposition. Wie damals die Grünen.
      Von der echten Opposition hört man nichts. Die werden ignoriert weil die Moderatoren
      und Gäste der ÖR in einer offenen Diskussion total versagen würden, die Kontrolle verlieren.

  4. Den Angang des Beitrages finde ich gut. Der Rest abgegriffene Kapitalismuskritik,
    der Versuch die Flüchtlingswelle dafür zu benutzen.

    In Niedriglohnländern sind auch die Lebenshaltungskosten niedrig. Also kein
    Fluchtargument.

    Die Flüchtlingswelle ist Teil unserer Kriegsstrategie.
    Die geht in eine andere Phase, deshalb Köln zur Jahreswende.

    @KenFM sprich doch mal wieder mit Hörstel.

  5. …auch wenn ich die Todesumstände von Gaddafi als sehr verstörend empfand. Der Artikel stellt eine sehr gute Grundlage dar, auf der fortführende Überlegungen zu einer Lösungsfindung stattfinden sollten. Danke dafür!

  6. Sehr geehrter Herr Pohlmann vielen Dank für diesen Artikel. Wie immer haben Sie die meisten Dinge auf den Punkt gebracht. Aber immer nur die amerikanische Regierung für alle Missstände auf dieser Welt verantwortlich zu machen ist mir auch ein wenig zu einseitig. Auch zu behaupten die ganzen Probleme gäbe es erst seit 50 Jahre Weltherrschaft der Amerikaner, kann man doch so nicht stehen lassen. Ob jetzt Afrika, Libyen oder sonst wo auf der Erde. Immer haben die Länder die zu ihrer Zeit die Militärische Weltherrschaft hatten, die Menschheit unterdrückt, ausgebeutet usw. Wo Sie gerade Julius Caesar Zitiert haben, der hat in den Jahren seiner Herrschaft auch nichts anderes gemacht. Im Übrigen wissen Sie doch selber dass nicht nur die Amerikaner die Afrikanischen Länder ausbeuten. Auch die Russen, Chinesen und wir Europäer sind da ganz Fett im Geschäft!
    Außerdem wer ist denn die wahre Regierung der USA, wer stand denn immer im Schatten aller Weltherrschafts-Regierungen. Wer Finanzierte die ganzen Kriege, wer hat immer von diesen profitiert!?! Ich weiß das Sie das alles Wissen, aber warum nennt man diese Personen nicht mal beim Namen? Die amerikanische Regierung ist doch nur noch ein Puppenkabinett gesteuert von einem Schattenkabinett welche die Zügel in der Hand halten. Ein Land mit so viel Milliarden Schulden bei Privatbanken (Privatpersonen), ist und bleibt immer Erpressbar. Leider sieht es bei unseren Ländern doch auch nicht anders aus. 60 Personen haben so viel Vermögen wie der ganze Rest auf dieser Welt, das ist allgemein Bekannt. Auch das Geld die Welt im Kapitalismus regiert ist jedem bekannt. Kriege werden gesteuert, Wirtschaftskrisen projektiert, Börsen Manipuliert usw. und so fort. Alles andere sind doch nur Nebenkriegsschauplätze um von dem Großen und Ganzen abzulenken.
    Die Lösungen der Probleme auf der Welt wären doch allzu einfach. Hilfsgüter statt Bomben, gerechte Verteilung der Rohstoffe, Schuldenschnitt aller Länder, Abschaffung des jetzigen Bankensystems, Entmachtung der Oligarchen. Aber so lange diese Herrschaften schalten und walten wie sie wollen wird sich nie etwas auf der Welt verändern!!!
    Was natürlich nicht heißen soll das wir nicht mit aller Macht aber Friedlich alles bekämpfen sollten was uns diese Schwachsinnigen Regierungen alles auferlegen. Wo wir dann wieder bei Ihrem hervorragenden Beitrag sind!!!
    MFG Rene

    • @ Systemgegner

      Ich kann Ihnen in vielen Punkten zustimmen. Die weiterführende Diskussion sollte sich mit der Frage auseinandersetzen, warum es so schwierig ist, Entscheidungen zu treffen, die die große Mehrzahl der Bevölkerung positiv betrifft. Das Prinzip der Spaltung von Teilen und Herrschen funktioniert tatsächlich sehr gut. Vielleicht einige Gedanken zur Aufgliederung der Debatte:

      1. Die Faktenlage ist weniger bekannt, als eine kleine, überschaubare Schar an Usern glaubt. Vielmehr gibt es ein weithin geteiltes dumpfes Unbehagen. Dieses Unbehangen ist jedoch theoretisch nicht geschult, noch praktisch immunisiert gegen Vereinnahmung aus populären Richtungen (wie nannte das Tucholsky: Dem Volk auf’s Maul schauen).

      2. Die Lösungsvorschläge bleiben zu abstrakt. Während die Anklage des Wirtschaftssystem sowie die Strategien der Spaltung und Irreführung nach mühseliger Arbeit einem Großteil der Menschen klargemacht werden kann, entwickeln sich gruppendynamische Prozesse, die dazu anhalten, zu „schnellen“ Lösungen zu gelangen, um Unzufriedenheit in einer Bewegung gering zu halten. Dieser, früher als Voluntarismus (https://goo.gl/qdgZWi) bezeichnete, Handlungsdruck verleitet Personen mit Mandat zu vorschnellen Kompromissen.

      3. Sicherlich kann Parteipolitik heute keine allgemeine Lösung sein, denn der Parteienstaat hat eine amorphe „politische Klasse“ (Klaus von Beyme, 1993: http://goo.gl/cGTgli) hervorgebracht, die nach karrieristischem Eigeninteresse Opportunitäten austariert. Zudem ist ein Bezahlsystem entstanden, das über Nebentätigkeiten, Parteispenden und Parteienfinanzierung, Wahlkampfkostenerstattung uvm. eine starke Verflechtung mit dem politischen System erzeugt hat. Die im Grundgesetz den politischen Parteien (allein) attestierte Willensbildung hat sich zu einer Routine entwickelt, die meist nur noch zur nächsten Festveranstaltung gelangt.

      4. Das Ausfransen des sozialdemokratischen Lagers in Deutschland und Europa, das auf die wirtschaftsliberale Umorientierung von Sozialdemokraten und vielen Gewerkschaften zurückgeführt werden kann, hat politisches Vertrauen untergraben und Abstinenz hervorgerufen. Hingegen hat die Diskursstrategie gegen die „Linke“ funktioniert: Sie wird als Chaotenhaufen und politische Chance von einem Großteil der Wähler aufgefasst und bleibt daher politisch weitgehend einflusslos.

      5. Die fehlende gesellschaftspolitische Orientierung der Gewerkschaften, ihr Klientelismus zugunsten der (beschäftigten) Arbeitnehmer in Branchen, verführt zu Opportunismus. Die Idee eines politischen Streiks, in Deutschland durch das Bundesverfassungsgericht richterlich untersagt, fehlt als Mittel zur Durchsetzung anderer Politikziele.

      6. Die schleichende Entwertung des Mediensektors, die zunächst mit der Zulassung privater Sendeanstalten Mitte der 1980er Jahre unter der Regierung Kohl einsetzte und die heute zu einer enormen Machtballung im Print- und Mediensektor geführt hat (Daten dazu hier: http://goo.gl/nM2COj unterminiert die kritische Öffentlichkeit nachhaltig. Die alternativen Informationsquellen des Internet sind noch sehr heterogen, auf einzelne Milieus begrenzt und daher oftmals von Affekt getrieben. Zugleich weiten die bekannten Medienkonzerne ihre Strategie der Ursurpation des Internets für kommerzielle Zwecke aus. Dass Springer Portale wie Immonet und Freundschaftsbörsen aufgekauft hat oder betreibt, zeigt dass die Kontrolle der übrigen Wertsphären des Lebens kapitalistischen Interesen eingemeindet werden und zudem die Absatzchancen der Konzerne garantieren).

      7. Die Eurozone ist ein Hemmschuh. Nicht nur für die Südlander, sondern auch Deutschland selbst. Das Währungssystem liegt wie eine Knute auf Unternehmen und Arbeitnehmern. Die hohe Exportorientierung, der fortdauernde Zwang gegenüber dem Ausland neue Schulden einzufordern, um „deutsche“ Produkte absetzen zu können ist fatal. Er führt in Italien und Frankreich zu regressiven Bewegungen, die auf einen unvermittelten Ausstieg aus dem Euro setzen. Dies käme über Nacht einer Entwertung deutscher Forderungen entgegen, was sich in millionenfacher Arbeitslosigkeit auswirken würde und wird, wenn nicht gesamtwirtschaftlich entschieden gegengesteuert wird. Heiner Flassbeck hat das hier unmissverständlich dargelegt: https://goo.gl/GyZvN2
      Deutschland muss dringend seine Exportorientierung durch eine fundamental andere Lohnpolitik relativieren.

      Es gäbe sicherlich noch mehr Punkte, dies aber nur weiteren Debatte.

  7. Man kann sich jetzt hier mit Gesetze auseinander setzten oder der Meinung sein das eine „andere Partei“ das Problem löst. (wer so naiv ist bitte…)

    Den schwarzen Peter immer schön von links nach rechts weiter geben und zum Schluss kommt man auf dem Beschluss das die Merkel an allem schuld ist nachdem man alle Fakten ignoriert, weil diese nicht ins eigene Weltbild passt.

    Man kann jetzt natürlich alles auf den Amerikaner schieben, wie kommt es das die liebste Waffe des IS von Heckler & Koch stammt und diese nicht mit Nato Munition abgeschossen wird, sondern immer noch mit Wolfram beschichtete Munition, dieses gibt es nur aus Deutschland.

    Als vor Jahren das Flüchtlingsproblem noch kein deutsches war belächelte man diese Länder welches die Flüchtlinge aufnahmen oder zuckte nur mit der Schulter nach dem Motto: „Was geht mich das an.“

    Warum sollen denn die umliegenden Länder von Krisengebieten alle Flüchtlinge aufnehmen, wenn die Ursachen an den Epizentren des Kapitalismus liegen, und da steht die USA ganz sicher nicht alleine da.

    Wenn man die schuld ständig bei anderen sucht kommt man Garantiert zu keiner Lösung.

    • @ Werde Rose

      Danke für den Link. Eine Übersicht der Kandidatenfinanzierung findet sich hier: https://goo.gl/IiciWA
      Wenn man die einzelnen Kandidatennamen anklickt, gelangt man zur Aufschlüsselung der Daten und kann sehen, welchen Anteil Unternehmens- und Großspenden haben.

  8. Ja klingt ja alles schön und gut.

    Aber sind wir nicht hilflos diesem Spiel ausgeliefert? Friss oder stirb heißt es doch.
    Was kann man denn wirklich tun als Einzelner?
    Mit Fassungslosigkeit sehe ich wie wie wir von den USA hier als Marionetten gehandhabt werden! Das ist doch mittlerweile so verfestigt, das es unmöglich scheint die Knechtschaft zu durchbrechen, weil unsere Gehirne und Herzen völlig verstrahlt sind mit „the american way of life“

    Politische Wille? Fehlanzeige!
    Bürger = Konsumenten

    Wäre schön wenn es mal einen EMP geben würde, endlich mal kurz stille!
    Anstatt zu kritisieren müssen wir auch Lösungswege aufzeigen.
    Was erwartet uns denn politisch demnächst in den drei Landtagswahlen?
    Die Afd drinn, SPD mau, CDU fast wie immer. Dann bleibt wieder nur eine Groko die Macht unter sich aufteilt.

    Herr Jebsen sagt : Teile und herrsche!

    Jeder weiß, das sich Geschichte wiederholt. Geht doch schon ewig so. Zerfall und Neuaufbau.
    Naturwissentschaftlich gesehen „try and error“

    Ich kann nur für mich sprechen, ich weiß nicht genau wann es klick gemacht und wieso. Hing wohl mit dem Konsumüberdruß zusammen! Da war irgendwann der Punkt erreicht wo mein Körper und meine Seele gesagt haben nun ist Schluß, zurücknehmen und versuchen bewußt zu Leben, möglichst ohne Öl und viel Plastik. Das ist nicht der Sinn „deines“ Lebens!

    Der Preis?
    Ich bin ein Außenseiter, tja bin ich dann wohl.

    Trotzdem toller Artikel von Herrn Pohlmann, „fast“ genauso durchgeknallt wie Herr Jebsen. 😉

    Gut das Ihr gültige Stimmen seit!

  9. Ich schätze Ihren Beitrag, Herr Pohlmann.

    Es dreht förmlich den Magen um, was hier zwischen Krieg, Flüchtlingen, Politik und den Scheinwerfern der Presse auf bestimmte Themenbereiche abläuft.

    90 – 95 % liegt der Artikel enorm schwer im Magen der Gefühle.

    Die gängige Presse spielt in der Tat eine perverse Art von Rochade.

    Erst wird das Feinbild Russland, im Besonderen Putin, konstruiert ( MH17 – der Bericht ist immer noch unvollständig, nachdem bei Verkündung zusätzliche Wrackteile eintrafen… aber…wer fragt schon nach gestern, wenn das heute ausreichend impulsiv ist? )

    Dann wird, nachdem die deutsche Bevölkerung anscheinend zu wenig Kriegsgeil reagiert hat, die Grenze geöffnet.

    Gab es bei den Scheinwerfern der Berichterstattung ( den „Hardlinern“ des Bataillons Azov ) scheinbar Zustimmung für Symbole, die stark an das dritte Reich erinnen : https://www.youtube.com/watch?v=Mf0vbGj9cO4

    So hat die eine „Krähe“ der Berichterstattung ( Fernsehen) der anderen „Krähe“ der Presse ( Zeitung, andere Berichterstattungen) kein Auge ausgehackt.

    Obwohl es in den Schulen jahrzehntelang hies, wie schlimm das dritte Reich wäre. Nun werden von der Ukraine solche Symbole im Fernsehen gezeigt, mit der gleichen tonalen Normalität, in welcher später das Wetter oder die Sportergebnisse vorgetragen werden.

    Eine Presse, die keine Zusammenhänge deutlich macht, sich zeitlich und inhaltlich limitiert, negativ aufgeladene Symbole offen zur Schau stellt und keinerlei Kritik äußert, gehört verschwunden.

    Aus dem Grund verschwunden, weil die Aufgabe der Presse nicht die Funktion eines Weichspülers ist.

    Ansonsten arbeitet die gängige Presse nach dem Prinzip der Fragmentierung: Sachzusammenhänge zu Puzzleteilen zerlegen und nur einzelne Inhalte zu präsentieren:

    https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M

    Das kann in keinem Interesse der Bevölkerung sein: unklare, vielschichtige Zusammenhänge miniert und verzerrt vorgesetzt zu bekommen.

    Die Presse sollte als Korrektiv, nicht als „Korruptiv“ fungieren.

    Nicht: wer das meiste Geld den Journalisten bezahlt, bekommt den gewünschten Beitrag, die gewünschte Statistik, das ersehnte Feindbild kreiert…

    sondern: wer die meisten, stichhaltigen, nachvollziehbaren und kritischen Berichte abliefert, bekommt das Wort Presse zu Recht.

    Weil er die Möglichkeit der Orientierung bietet. Ich kann als Bürger frei entscheiden, wieviel ich seiner Berichterstattung a) im Verhältnis zu Berichterstattung von b) glauben möchte.

    Wird die Presselandschaft, wie bisher noch in großen Teilen, von einer Ideologie des Verschweigens und der Fragmentierung geleitet, so bleibt den meisten Menschen nur die eigene Recherche der Quellenangaben und Plausibilität der Quellen.

    Wozu gibt es dann Rundfunkgebühren, wenn der erklärte Auftrag von Presse so ( oft) gezielt verhindert wird?…

    Die ganze Flüchtlingsthematik arbeitet auch hier weitgehend mit Fragmentierung:

    – Wer sagt einem genau: wie gut seine Stadt das Thema Flüchtlinge gelöst hat ? ( z.B. dass jeder eine Unterkunft hat)
    – Wer sagt einem genau wie „WIR“ ( Zitat Merkel) „das“ genau „schaffen“ ? ( in den Kommunen, in den Städten, den Gemeinden)
    – welche Lösungen sind wirklich konkret geplant? ( und welche werden davon dann kommuniziert ? )

    Das Thema Flüchtlinge scheint günstig zu sein, wenn es an Sylvester Ausschreitungen gab.

    Es ist keine Frage, wenn Straftaten stattgefunden haben, dass es auch angemessene Konsequenzen gibt.

    Wenn das medial aber dazu genutzt wird, um den jahrzehntelangen Abbau von Polizeikräften plötzlich wieder anzukurbeln, stellen sich automatisch viele Fragen ( wenn man nicht der Weichspülerpresse unbedarft glauben mag)

    1. Wer lässt es zu, dass die Bildung über Jahre Kürzungen in der Politik erfahren musste?
    2. Wer lässt es zu, dass die NSA-NSU-Skandale mit unglaublichen Hürden ( häufig keine öffentliche Sitzung, keine Kameras bei dem NSA-Skandal – beim NSU-Skandal verschwanden plötzlich Akten und Zeugen… ) zu kämpfen haben?
    3. Wer lässt es zu, dass die meisten Presseorgane völlig gleichgeschaltet ( inhaltlich) in vielen Themen wirken?

    Da gibt es noch viele Punkte mehr.

    Wir sollten uns empören und einen Volksentscheid zum Thema Flüchtlinge fordern; zuvor aber bitte eine gute Aufarbeitung der Ist-Situation.

    Denn nur, wenn Jemand vielen Fakten kennt, kann er eine gute Grundsatzentscheidung treffen.

    Wird das Thema Flüchtlinge, auf Basis von schwammigen Kriterien wie den Entscheidungen der Troika bei Griechenland ( Varoufakis-Interview als Referenz z.B.) entschieden, so kann das Ergebnis auch nur schwammig sein.

    Ich möchte gerne eine gute Entscheidung treffen können… aber wieder kommt ( auch hier)
    auch hier das Thema Vernetzung zum tragen.

    Jede Stadt / Einwohner selbst fragen : – Wie beurteilt ihr die Situation vor Ort? Was läuft gut, was nicht? Was für Informationen habt ihr bisher von der Regierung erhalten..etc..

    Im Grunde all das, was Aufgabe des Staates, oder wenigstens der Mainstreampresse ( die Bürger zu informieren) wäre, muss nun in Eigenregie erfolgen.

    Fazit: ich bin für einen Volksentscheid bei dem Thema Flüchtlinge, aber ich möchte viele, sachliche Informationen vorher erhalten, um eine ausgewogene Entscheidung zu treffen. Sonst fehlen bei der Entscheidungsgrundlage die wichtigen Punkte.

    Was meint Ihr dazu?
    Wie würdet Ihr jetzt schon entscheiden können, oder wollen?

    • @Spooky

      Nein, ich teile deine Ansichten weitgehend. Profunde Information sollte die Grundlage des Handelns sein. Aus einem Teil der Kommentare auf dem Portal lese ich noch heraus, dass es eine Unsicherheit in der Lageeinschätzung gibt. Zudem ist die Flüchtlingsproblematik tatsächlich auch zu einem Spaltinstrument geworden, mit dem sich ganze Familien auseinanderdividieren können (politisch-inhaltlich). Ich bin selbst darüber überrascht, dass es inzwischen ein Gesprächsthema ist, bei dem schnell die Stimmung kippen kann und die Gemüter sich erhitzen. Eine schnelle Entscheidung, zum Beispiel über einen Volksentscheid, könnte m.E. zu vereinfachten Lösungen führen, die überdies anfällig für Rechtspopulismus sind. Er sollte, wenn überhaupt, mit dezidierten Forderungen nach einer gleichberechtigten Teilhabe der Bevölkerung verbunden werden. Soweit ich das einschätzen kann, brennt es vielen unter den Nägeln, dass ihre sozialen Probleme nicht angehört und anerkannt werden (z.B. Lohndrückung, Niedriglohnsektor, Angst vor Arbeitslosigkeit durch Massenmigration usw.) und zugleich durch die etablierten Parteien der Eindruck erweckt wird, dass einige Problemlagen (z.B. Wohnungsmangel in Großstädten, Investitionsstau bei Bahn und Straße) erst jetzt auffallen. Denkt man dann noch an diese Umkehr der Bankenkrise in eine „Staatsschuldenkrise“, schlägt es dem Fass den Boden aus. Ich sehe die Gefahr, dass ein notwendiger Sozialprotest in einen nationalistischen Protest umgemünzt werden soll, der einer Herrschaftselite entgegenkommt. Du kennst bestimmt den transnationalen Investor Blackrock? Der nimmt heute schon mehr Einfluss auf den durchschnittlichen Arbeitnehmer als jeder Flüchtling, wie in dieser Dokumentation gut aufgearbeitet worden ist: https://goo.gl/3ssOEj

    • @ignaz:

      Nein = wozu genau?

      Was ist die Konsequenz aus Ihrem Beitrag? Was soll getan werden? Welchen Nutzen kann der Leser daraus ableiten?

      Blackrock = Investor = viel Einfluss = Schießwaffenbefehl, bzw. Volksentscheid?… ergibt keine stimmige Logik.

      Mein Fazit ( aus meinem Text) war:

      Flüchtlingsinfo = zu wenig Infos, wie die Städte, Kommunen, Bund und Länder das „Wir schaffen das“ umsetzen = wir brauchen als Bürger mehr Infos für einen Volksentscheid = Appell an die Presse mitzuhelfen, Klarheit bei den Infos über die Flüchtlingssituation beizusteuern…

      damit nicht jeder einzelne Bürger jede Stadt und Kommune nach aktueller Flüchtlingsproblematik anschreiben braucht, um Infos zu erhalten, die er später allen Interessenten der Flüchtlingsfrage vorlegen kann, zur besseren Grundlage für einen Volksentscheid.

      Wie da jetzt Ihr Beitrag „Blackrock“ passen soll, fällt mir schwer einzuordnen. Es wirkt so, wie ein Mensch, der seinen Beitrag verfassen möchte, aber es dabei schafft, dezent am Thema vorbei zu schreiben.

      Mein Anliegen im Forum ist: Lösungen und Inspirationen zu geben und zu erhalten – wie jetzt Blackrock zu meiner Antwort, oder dem Beitrag von Herrn Pohlmann im Detail passen soll, fällt mir schwer zu verstehen.

      Das wirkt wie gezielte Irritation, nur eben mit etwas mehr Niveau, als in anderen Foren oder Portalen.

      Da ich jetzt kein Einzelfall bin, der die Art Ihrer Antworten auf Beiträge befremdlich findet, werde ich dies nicht weiter kommentieren… Sie haben sicher Ihre Gründe, vom Thema abzulenken und Allgemeinplätze wie Blackrock zu nennen.

      Mir fiele als Beispiel noch „Goldman-Sachs“, „Rothschild“, „Reptiloiden“ usw… ein – das passt jetzt 100% zum Thema Flüchtlinge…richtig? ( vergessen Sie diesen Satz einfach…ich wollte Ihnen überspitzt verdeutlichen, dass Ablenkungen vom Hauptthema Zeit kosten und mögliche Lösungsthemen und -Ansichten behindern…)

    • @ Spooky

      Für Dummys: Ein Volksentscheid jetzt kann leicht rechtspopulistisch ausgebeutet werden. Meine politische Lageeinschätzung habe ich einer Replik weiter unten auf einen Beitrag von „Systemgegner“ verfasst.

      Der Hinweis auf BlackRock ist ein Verweis auf die Funktionslogik des Finanzmarktkapitalismus. Den zu verstehen, ist nicht nur aus meiner Sicht der Schlüssel für die Analyse des Gegenwartskapitalismus. Man kann diverse weitere Beispiele finden, die – wenn ich sie hier poste – vor allem einen Zwecke haben: den anonymen Mitlesern Stoff an die Hand zu geben. Im Gegenteil halte ich die Diskussion um „die Flüchtlingsproblematik“ für eine Ablenkung und Irreführung.

      „Nein“, weil ich die Stoßrichtung Ihres Beitrages eigentlich unterstütze, aber sehe, dass wir grundverschiedene politische Auffassungen haben. Was solls.

    • Ich will noch etwas nachschieben: Aus meiner Sicht leidet die Debatte in vielen Fällen unter einer verkürzten Kapitalismuskritik. Woher diese kommt, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht liegt es daran, dass ein Teil der User sich als bürgerliche Empörte ansieht, die mit radikaler Kapitalismuskritik nichts am Hut haben. Jedenfalls habe ich wohl überschätzt, dass die Videointerviews, die auf dem Portal KenFM gezeigt werden, dazu beitragen, eine grundlegende Übereinstimmung in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen herzustellen. Interviews wie jene mit Yanis Varoufakis, Jean Ziegler, Hans-Jürgen Krysmanski, Ernst Wollf oder Werner Rügemer bieten grundlegende Einsichten in die Funktionsweise des Wirtschaftssystems (bei Varoufakis gar über die illegale Handlungsweise der Troika). Und sie zeigen auf, dass man sich um Details der Wirtschafts -und Sozialpolitik kümmern muss, wenn man Oberflächenphänomene wie die gegenwärtige Flüchtlingskrise politisch korrekt einordnen will. Meine Perspektive ist dabei eine dezidiert linkssozialistische, das heißt, dass ich als politische Lösung dafür einen demokratischen Sozialismus anstrebe, der die Profitwirtschaft aufhebt. Dass das sehr viel mit außenpolitischen Konflikten zu tun, sollte eigentlich jedem einleuchten, der sich mit den Beiträgen auf dem Portal auch auseinandersetzt. Dabei stehen mir Befürchtungen über eine kulturelle „Überfremdung“ der bundesdeutschen Gesellschaft ebenso fern, wie eine einfache Schuldzuweisung an die USA, denn an den Kriegshandlungen hat Westeuropa ebenso teil oder lässt sich mindestens über die NATO bewusst arrondieren.

      Nun hatten Sie ja gefragt, wie man zu Ihren Forderungen nach Beteiligung (Volksentscheid, Abstimmung) steht. Da ich im persönlichen Umfeld mitbekommen habe, wie sehr man durch die Flüchtlingskrise aufgewiegelt werden kann, halte ich einige Klarstellungen über den Kapitalismus für angebracht. In einem anderen Beitrag auf KenFM gab es eine gute Debatte über die Konnex von Wirtschafts- und Außenpolitik. In dem Beitrag, der sich auf billige Art mit den Äußerungen von Sahra Wagenknecht befasste, habe ich kritisiert, dass man keine naive SIcht auf die gegenwärtigen Entscheidungen haben sollte. Naiv, das heißt aus meiner Sicht, sich zu sehr auf die Bundesregierung und ihr „Fehlverhalten“ zu versteifen. Aus meiner Sicht greifen moralische Kategorien bei der Lageeinschätzung fehl. Es geht um Interessendurchsetzung. Die AfD versucht davon natürlich enorm politisch zu profitieren und die in der Bevölkerung vorherrschenden Ängste, die nicht aus meiner Sicht in die Irre geführte berechtige Ängste vor sozialem Abstieg sind, auszubeuten. Dass Sie diese Zusammenhänge nicht sehen oder sehen wollen, will mir zwar nicht einleuchten, jedoch ist der Hinweis auf irgendwelche User, die meine Zuspitzung in mancher Replik nicht begreifen, wohlfeil.

    • „@ Spooky

      Für Dummys: Ein Volksentscheid jetzt kann leicht rechtspopulistisch ausgebeutet werden. Meine politische Lageeinschätzung habe ich einer Replik weiter unten auf einen Beitrag von „Systemgegner“ verfasst.“

      Inwieweit kann er ausgebeutet werden, Ihrer Einschätzung nach? Und wie beurteilen Sie in dieser Hinsicht den Beitrag von Herrn Pohlmann?


      Der Hinweis auf BlackRock ist ein Verweis auf die Funktionslogik des Finanzmarktkapitalismus. Den zu verstehen, ist nicht nur aus meiner Sicht der Schlüssel für die Analyse des Gegenwartskapitalismus.“

      Theorien gibt es sehr viele. Es gibt auch x-Millionen Talkshows ( gefühlt) und Bücher über Stichwörter wie Funktionslogik. Mir geht es um konkrete Dinge. Eine Plattform, wo ich etwas schreiben kann und erst die ganze Geschichte aufrollen oder durchdiskutieren muss ( ggf. mit Ihnen oder ähnlich gelagerten Menschen), ist ziemlich passiv. Mir geht es tatsächlich um die Handlungsmöglichkeiten – keine ausufernden Diskussionen.

      Ein paar Fakten, ggf. auch zu Finanzmarktkapitalismus wenn angebracht , gerne- dann aber bitte konkret: was können wir als Gemeinschaft tun …

      wenn es um Diskussionen á la „das ist jetzt verkürzte Kapitalismuskritik… sie können es so nicht sehen, weil: … Karl Marx sagte… xyz sagte… und deswegen… erst wenn Sie…“ – das ermüdet auf Dauer – es geht um Gemeinsamkeiten – was können wir tun?

      “ Man kann diverse weitere Beispiele finden, die – wenn ich sie hier poste – vor allem einen Zwecke haben: den anonymen Mitlesern Stoff an die Hand zu geben. Im Gegenteil halte ich die Diskussion um „die Flüchtlingsproblematik“ für eine Ablenkung und Irreführung.“

      Aha. Herr Pohlmann lenkt mit seinem Beitrag also gezielt ab, oder wie? Können Sie einfach konkretisieren, oder mal genauer erörtern, wo er ablenkt?

      Ich möchte ungern wiederholen, dass ich ständig nachfragen möchte, wie Sie etwas meinen… Wenn ich jetzt Xyz bei Ihnen vorraussetze ( oder Sie bei mir), dann brauchen wir hier nicht schreiben, weil wir die Lösungsansätze alle schon wissen ( wir setzen ja dieses Wissen, diese Sichtweisen beim Gegenüber voraus)…

      es geht aber ( mir und vermutlich vielen Menschen ähnlich) darum, Zusammenhänge zu erklären.

      Wenn Sie erneut wieder auf allgemeine Aussagen sich beziehen, lenkt es immer weiter ab, vom Thema was Herr Pohlmann geschrieben hat ( und wohl nicht gerade, um von etwas abzulenken, nehme ich stark an).


      „Nein“, weil ich die Stoßrichtung Ihres Beitrages eigentlich unterstütze, aber sehe, dass wir grundverschiedene politische Auffassungen haben. Was solls.“

      Ja. Wenn Sie allgemeine Äußerungen tätigen, kann ich nur entgegnen…: “ Was solls…“ ( = Was soll uns als Gemeinschaft / mir als Einzelnem diese allgemeinen Äußerungen von Ihnen nützen ? )

    • Es gibt ein Interview mit Putin wo er gefragt wird:“Die EU ist besorgt über die Pressefreiheit in Russland?“(https://www.youtube.com/watch?v=-oQGx0WijGk) Putin erzählt ein bisschen und kommt zu einem wichtigen Punkt.
      Sinngemäß: Welche Art der Demokratie soll Russland denn werden? Welches System will der Westen denn?
      1.Das System USA Staatsform das eine Föderale Republik ist mit einem Präsidentielles Regierungssystem?
      2.Das Vereinigtes Königreich was ein Königreich mit einem Parlamentarischen Regierungssystem ist?
      Meine Anmerkung:
      3.Die BRD ist eine Föderale Republik mit Parlament ?
      Es gibt auch noch Fürstentümer,Großherzogtum,Konstitutionelle Monarchien,Absolute Monarchien in Europa und keiner merkt es. Die Menschen glauben sie Leben in einer „Demokratie“ und haben real nix zu melden in der EU,weil die Staatsformen das gar nicht ermöglichen.
      Und dann gibt es noch die Gebiete in der geografischen Lage der EU,Isle of man,Kanalinsel die Steueroasen?? Wo keiner was zu melden hat,weil „Sie als autonomer Kronbesitz (englisch crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Kronkolonie. Des Weiteren stellt sie ein gesondertes Rechtssubjekt dar und ist kein Mitglied der Europäischen Union. Die Isle of Man ist bekannt als Steueroase und Sitz von Offshoreunternehmen“
      Leute Wir sind die Guten passt gar nicht. Die DDR hieß ja wenigsten Deutsche DEMOKRATISCHE Republik :).Da muß man wirklich Fragen in welcher „Matrix“man lebt.
      MFG LB

    • p.s.: @ ignaz:

      Und wenn Sie wirklich von Ablenkung sprechen, durch die Flüchtlingsdiskussion, dann ist diese Aussage nur wertvoll für andere, wenn Sie kurz und bündig eine Gegendarstellung ( mit Argumenten, ggf. Links) bringen können.

      Alles, was ich bisher in Ihren Kommentaren lesen konnte ( einschließlich dem Hinweis “ . Meine politische Lageeinschätzung habe ich einer Replik weiter unten auf einen Beitrag von „Systemgegner“ verfasst.“), hatte keine einzige, konkrete Lösung angeboten.

      Warum nicht? Warum 7. Punkte aufzählen, erwähnen “ Es gäbe sicherlich noch mehr Punkte, dies aber nur weiteren Debatte.“

      Ich möchte tatsächlich Lösungen finden; ich werde nun abschließend auf die von Ihnen genannten Punkte eingehen, um am Schluß meinen Beitrag zu wiederholen, dass ich einen Appell an die Presse für mehr Infos aus den Kommunen etc. zur Lösung und Handhabung beim Thema Flüchtlinge für sinnvoll erachte, damit dann ein Volksentscheid entstehen kann.

      Dieser wird am wenigsten „rechtspopulistisch“ oder sonstwie „gefärbt“ sein, wenn viele Fakten vorliegen. Daher die Bitte wg. der Infos – etwas konkretes, greifbares… Verstehen Sie?

      Über Stimmungen kann ein Mensch manipuliert werden – je weniger jemand weiß, umso mehr muss er lesen oder glauben.

      Wenn aber zum Thema Flüchtlinge ganz offiziell ( und das ist kein Staatsterror oder ähnliches) Unterlagen von Kommunen, Pläne zur Bearbeitung und Lösung der Flüchtlingsproblematik vorliegen, kann die Bevölkerung über einen Volksentscheid eine Lösung fokussieren.

      Im Sinne : Was kann da optimiert werden – was müsste verschärft werden, oder gelockert werden? Wie gut werden die Menschen vor Ort versorgt? Wie gut funktioniert die Integration? Sind manche Kommunen tatsächlich überlastet; wenn ja: in welchem Umfang? Sollte es eine realistische Überlastung geben, welche anderen Bundesländer, oder angrenzende Länder an Deutschland könnten Unterstützung geben? etc…

      Verstehen Sie, Herr Ignaz? Es geht um die Fragestellungen und darum, was wirklich getan wird. Das Volk mit fragmentierten Infos zu versorgen, oder einen Hype auf Polizeiaufrüstung zu konstruieren, weil in Köln viele Strafanzeigen erfolgt sind… löst das die Debatte, wenn nichtmal klar ist, wie die Kommunen ausgelastet oder nicht ausgelastet sind ?…

      Jeder, der Straftaten begeht, soll verfolgt werden. Aber ein Urteil über „die Flüchtlinge“ ( wer sind „Die“ genau? – lässt sich das unterteilen… konkretisieren, gerechter in der Urteilsfindung werden?? ) fällen, ist mir persönlich zu ungenau.

      Ich gehe nun auf Ihre 7. Punkte ein, um zu verdeutlichen, dass kein einziger Handlungsimpuls daraus ableitbar ist…ausser „Geschwurbel“ ( was mich aufregt und nur Zeit kostet, sollten Sie dauerhaft in dieser Art kommunizieren , was wahrscheinlich ist, da ich einige Ihrer Beiträge las und die Kommentare anderer Autoren dazu):

      “ 1. Die Faktenlage ist weniger bekannt, als eine kleine, überschaubare Schar an Usern glaubt. “ – Damit möchten Sie sicher nicht die Plattform KenFm indirekt herabstufen, oder?

      „2. Die Lösungsvorschläge bleiben zu abstrakt. “ – Vergleichen Sie Ihre Anzahl der Worte mit Handlungsideen, im Vergleich z.B. mit mir… wer bleibt abstrakt dabei???? ( *kopfschüttel)

      „3. Sicherlich kann Parteipolitik heute keine allgemeine Lösung sein“

      – Schön, da sind wir uns einig. Und was ist nun der Handlungsimpuls von Ihnen? Ist mir zu abstrakt bisher von Ihnen… – kurz und prägnant wäre schön; können Sie sowas?

      „4. Das Ausfransen des sozialdemokratischen Lagers in Deutschland und Europa, das auf die wirtschaftsliberale Umorientierung von Sozialdemokraten und vielen Gewerkschaften zurückgeführt werden kann, hat politisches Vertrauen untergraben und Abstinenz hervorgerufen. “

      – Gleicher Inhalt, etwas anders formuliert wie Punkt 3 – aber wo bleibt die Lösung, konkret??

      „5. Die fehlende gesellschaftspolitische Orientierung der Gewerkschaften, ihr Klientelismus zugunsten der (beschäftigten) Arbeitnehmer in Branchen, verführt zu Opportunismus. “

      -“ Korruptiv“ statt Korrektiv… so schrieb ich bereits schon – aber wo ist hier Ihr Handlungsgedanke??

      „6. Die schleichende Entwertung des Mediensektors, die zunächst mit der Zulassung privater Sendeanstalten Mitte der 1980er Jahre unter der Regierung Kohl einsetzte und die heute zu einer enormen Machtballung im Print- und Mediensektor geführt hat (Daten dazu hier: http://goo.gl/nM2COj unterminiert die kritische Öffentlichkeit nachhaltig. “

      – Mein Eindruck ist: Ihre Ansammlung vieler Punkte, ohne Fokussierung und vorige Erklärung ermüdet den Leser hier nachhaltig. Es ist nicht klar, welches Ziel Sie verfolgen ( vielleicht gezielte Irritation – kann es sein?? ) , aber Sie posten etwas, ohne konkret zu werden. Sie bleiben abstrakt und inkonkret in Ihrer Aussage.

      „7. Die Eurozone ist ein Hemmschuh. Nicht nur für die Südlander, sondern auch Deutschland selbst.“

      – Das ist sicher ein wichtiger Punkt. Das Thema von Herrn Pohlmann ist da aber weiter entfernt von, als Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

      Ich fasse zusammen und vergleiche:

      In meinem Beitrag habe ich um die Mithilfe alternativen Medien gebeten. Um konkrete Zustände in den Städten, Kommunen, Gemeinden und Bundesländern zu beleuchten. Je mehr Fakten auf den Tisch kommen, umso weniger kann mit „Meinungsmache“ gespielt und spekuliert werden.

      Es geht nach Präsentation von Fakten, um die Einschätzungen. Dort wären auch Gegensätzliche Positionen gut: Jemand, der die vorliegenden Fakten nach seiner Sachlage einschätzt und eine Bewertung abgibt. Gerne sind hier fachkundige Meinungen Pro-Flüchtlingskultur und Gegen-Flüchtlingskultur gefragt.

      Aber erst Pro oder Contra, wenn viele Fakten vorliegen. Sonst ist viel Meinungsmache im Spiel.

      Wenn dann die Argumente ( bei gleicher Anzahl vorliegender Fakten) von beiden Pro- und Contrarednern vorgetragen wurden, kann die Bevölkerung eine gute Entscheidung treffen.

      Nun zu Ihnen, Herr Ignaz:

      Sie schreiben in Ihrer Antwort zu Systemgegner ( welche Sie mir empfahlen zu lesen), dass einiges in der Eurozone nicht okay ist, Politik an Glaubwürdigkeit verloren hat, aber letztlich fassen Sie ihre Beiträge in Aussage 2 selbst zusammen:
      „2. Die Lösungsvorschläge bleiben zu abstrakt. “ –

      Das ist, was ich bereits beim ersten Mal schon schrieb. Es kostet Zeit mit Ihnen zu schreiben, nützt aber wenig; weil Sie selbst zu abstrakt sind.

      Konkret, Fokussiert, Zielorientiert – mit einigen Infos, dass würde vielen hier helfen.

      KenFM hatte früher auch mehr Abstraktheit in seinen Äußerungen; Me, myself and Media ist zu einem Format gereift, was viel eher konkret, fokussiert und zielorientiert ist.

      Gut. Es kommt am Ende der Sendung nicht heraus : „tut dies…tut jenes..so und so“…

      aber das wäre vielleicht auch zuviel verlangt und zu anmaßend für eine Berichterstattung ( Mutmaßung – weiß ich nicht)…

      was aber Sie machen, Ignaz: Sie deuten Mißstände an, aber bleiben inkonkret. Damit ist niemandem geholfen, der Lösungen möchte.

      Ich verstehe aber die Plattform, dass Ihre Beiträge hier stehen können… um vielleicht auf anschauliche Weise zu zeigen, dass auch Gegenstimmen zugelassen werden, die evtl. mit einer gewissen Tendenz der Meinungsmache versehen wurden…

      -> wie gesagt: ich halte mich nun von Ihren Beiträgen zurück… es sei denn, Sie werden mal konkret… aber ich habe ( berechtigte) Zweifel, dass dies geschieht, wg. unterschiedlichen Beiträgen Ihrerseits und den Kommentaren von Usern dazu andererseits…

    • Mensch Leute, jetzt is´ aber mal gut!

      Jeder darf doch hier seine Gedanken äußern. Und dann pickt man sich eben das raus, was einem gefällt!
      Schon klar, Verständis ist immer eine schöne Sache, kann und muss man aber auch nicht erzwingen.

      Ich z.B. ziehe viele Infos aus den Kommentaren von ignaz. Schön für mich. Andere eben nicht, auch nicht schlimm.

      Oder?

      Grüße
      Lisa

    • letztmalig zu ignaz :

      „Ich will noch etwas nachschieben: “
      Da dies sehr zeitversetzt freigeschaltet wurde, kann ich auch erst verzögert dazu antworten.

      „Aus meiner Sicht leidet die Debatte in vielen Fällen unter einer verkürzten Kapitalismuskritik. Woher diese kommt, darüber kann ich nur spekulieren.“

      Erstmal: welchen Effekt hat das Konkret? Das sind wieder Allgemeinplätze als Aussage…weil keine Erläuterung – kein Beleg.

      “ Vielleicht liegt es daran, dass ein Teil der User sich als bürgerliche Empörte ansieht, die mit radikaler Kapitalismuskritik nichts am Hut haben.“

      Das provoziert, aber trägt nichts zur Lösung des Themas von Herrn Pohlmann bei, oder meinen Sie, dies ist der richtige Weg? zu pauschalisieren, zu vermuten???

      “ Jedenfalls habe ich wohl überschätzt, dass die Videointerviews, die auf dem Portal KenFM gezeigt werden, dazu beitragen, eine grundlegende Übereinstimmung in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen herzustellen.“

      Das ist wieder so eine allgemeine Aussage: ich unterstelle, hier bei KenFM passiert folgendes… weil Videos gezeigt werden…???

      “ Interviews wie jene mit Yanis Varoufakis, Jean Ziegler, Hans-Jürgen Krysmanski, Ernst Wollf oder Werner Rügemer bieten grundlegende Einsichten in die Funktionsweise des Wirtschaftssystems (bei Varoufakis gar über die illegale Handlungsweise der Troika). Und sie zeigen auf, dass man sich um Details der Wirtschafts -und Sozialpolitik kümmern muss, wenn man Oberflächenphänomene wie die gegenwärtige Flüchtlingskrise politisch korrekt einordnen will.“

      Das sehen, denke ich, viele ähnlich. Genau deswegen gibt es die Videos ja -um verschiedene ( ausführliche!) Ansichten zu erhalten. Für mich widersprechen Sie sich mit dieser Antwort, in ihrer vorigen enorm. Weil erst haben Sie etwas überschätzt, dann aber meine Sie, die Videos nützen, um etwas einzuordnen.

      “ Meine Perspektive ist dabei eine dezidiert linkssozialistische, das heißt, dass ich als politische Lösung dafür einen demokratischen Sozialismus anstrebe, der die Profitwirtschaft aufhebt. Dass das sehr viel mit außenpolitischen Konflikten zu tun, sollte eigentlich jedem einleuchten, der sich mit den Beiträgen auf dem Portal auch auseinandersetzt.“

      Das mag schon sein, aber über das ganze Portal und deren Zusammenhänge zu schreiben, ist so wie ein Kochbuch mit allen Rezepten zu vermengen… Sie kochen zwar eine Suppe…aber überfrachten mit allen Zusammenhänge die Erklärungen… verstehen Sie, was ich damit meine?

      “ Dabei stehen mir Befürchtungen über eine kulturelle „Überfremdung“ der bundesdeutschen Gesellschaft ebenso fern, wie eine einfache Schuldzuweisung an die USA, denn an den Kriegshandlungen hat Westeuropa ebenso teil oder lässt sich mindestens über die NATO bewusst arrondieren.“

      Da stimme ich Ihnen zu. Aber ich unterhalte mich gerade über den Beitrag von Dirk Pohlmann und nicht über alle Inhalte von KenFM, als Feedback zu diesem Thema. Finde ich persönlich unpassend und verstörend alles hier zu vermengen…

      „Nun hatten Sie ja gefragt, wie man zu Ihren Forderungen nach Beteiligung (Volksentscheid, Abstimmung) steht. Da ich im persönlichen Umfeld mitbekommen habe, wie sehr man durch die Flüchtlingskrise aufgewiegelt werden kann, halte ich einige Klarstellungen über den Kapitalismus für angebracht.“

      Das ist rein logisch auch nachvollziehbar, der Gedanke. Wenn dann aber kein Zusammhang kommt wie “ ich habe Ansicht xyz. Dazu komme ich, weil…. Lösungen dafür sind…“ dann wirkt es, tut mir Leid Ihnen das deutlich zu schreiben, absolut überfrachtet.

      “ In einem anderen Beitrag auf KenFM gab es eine gute Debatte über die Konnex von Wirtschafts- und Außenpolitik. “
      Sie beziehen sich nun auf ein anderes Thema.

      Wenn Sie Kritik KenFM äußern wollen, schreiben Sie es doch bei dem anderen Thema. Ich verstehe auch, dass KenFM Fehler macht. Manchmal vielleicht auch über das Ziel schießt, aber… im Vergleich zu vielen gängingen Presseportalen… ist das hier mit Abstand eine bessere Informationsquelle ( mit erklärten Zusammenhängen und keiner extremen, zeitlichen Limitierung) als anderswo.

      Oder, was auch gut sein könnte: verlinken oder eröffnen Sie Ihre eigene Seite, wo Sie Kritk an dem äußern, was KenFM alles „falsch“ macht.

      Ich finde Kritik gut. Auch KenFM wird so etwas abkönnen – aber bitte nicht zu einem Thema „Flüchtlingspolitik“ auf andere Beiträge verweisen… dann überfrachtet das, finde ich enorm einen Lösungsansatz.

      In dem Beitrag, der sich auf billige Art mit den Äußerungen von Sahra Wagenknecht befasste, habe ich kritisiert, dass man keine naive SIcht auf die gegenwärtigen Entscheidungen haben sollte.“

      Das mag schon sein, aber sie überfrachten damit das Thema – merken Sie das eigentlich selbst??


      Naiv, das heißt aus meiner Sicht, sich zu sehr auf die Bundesregierung und ihr „Fehlverhalten“ zu versteifen. Aus meiner Sicht greifen moralische Kategorien bei der Lageeinschätzung fehl. Es geht um Interessendurchsetzung. Die AfD versucht davon natürlich enorm politisch zu profitieren und die in der Bevölkerung vorherrschenden Ängste, die nicht aus meiner Sicht in die Irre geführte berechtige Ängste vor sozialem Abstieg sind, auszubeuten. Dass Sie diese Zusammenhänge nicht sehen oder sehen wollen, will mir zwar nicht einleuchten, jedoch ist der Hinweis auf irgendwelche User, die meine Zuspitzung in mancher Replik nicht begreifen, wohlfeil.“

      Ja… Und hier meinen Sie, Sie haben den Durchblick.

      Mein Rat: beziehen Sie sich auf das Thema hier, äußern Sie Kritik zu dem jeweiligen Beitrag.

      Wenn KenFM zu viele Fehler aus Ihrer Sicht macht, eröffnen Sie eine eigene Website mit Blog… oder vielleicht haben Sie ja schon eine Zeitung, oder ein anderes Medium wofür Sie arbeiten… dann können Sie es gerne dort äußern.

      Ich persönlich finde auch nicht alle Beiträge super, aber im Vergleich mit vielen Inhalten wird hier deutlich distanzierter berichtet, als bei einem Großteil der Presse…. und davon sollten sich viele ein Stück abschneiden…

      Ende.

      ps.: und es kam noch immer keine Lösung von Ihnen, konkret formuliert… also ziehe ich mich nun wirklich zurück…

    • Thema Fantasiematrix: Wie ich schon beschrieben habe leben wir nicht in einer Demokratie, wenn dann in einer Scheindemokratie.Deshalb sind auch auf Bundesebene Volksentscheide gar nicht möglich.Also nicht zu diskutieren. Wer die Welt noch in LINKS und RECHTS einteilt ist im letzten Jahrhundert stecken geblieben. Es gibt nur RICHTIG und FALSCH in Abstimmung der weisesten Betrachter.Dafür bedarf es einer Grundausbildung in politischen Themen und nach 10 jähriger Ausbildung und 40 jähriger Lebenserfahrung einen Führerschein (ich gebe zu klingt bisschen komisch).
      Die meisten in Deutschland leben ihr Leben und können, oder wollen sich nicht um z.B. Flüchtlinge kümmern.Da gibt es andere Alternativen.( Fernsehen,Fitnesscenter :),eigene Familie z.B.)
      Meiner Meinung nach gibt es motivierte,hilfsbereite Menschen die Zeit haben sich um Flüchtlinge zu kümmern.Da ist jeder Mensch unterschiedlich geprägt.Erst wenn der Zwang von Außen größer wird verändert man sich.
      Flüchtlinge sind nur Symptome, deshalb auch nicht mit Hilfe vor Ort lösbar.
      Die Ursachen müssen meiner Meinung nach beschrieben werden.
      1.Ein GELD-,WIRTSCHAFTS-,WERTESYSTEM ist am ENDE!!!
      2.Folgen sind wirtschaftlich zerstörte Gebiete aus denen Menschen fliehen müssen.
      3.Das man das hier nicht spürt liegt A:an der Main-Presse
      B:an Parteien wie CDU,SPD,GRÜNE,BLAUE,LINKE,RECHTE,OBEN,UNTENparteien
      welche die Macht unter sich (Eliten über Konzernlobby) aufteilen.Beispiele gibt es genug.(Fischer,Schröder)
      LÖSUNG: A. eine Freie Presse für offene Meinungsbildung.(kein GEZ,eine andere ARD,ZDF)
      B. Abschaffung der Parteien da gibt es genug Alternativen (Plan B,Albrecht)
      C. Sollte das System kollabieren (mathematisch gesehen eine Frage der Zeit), dann sollte sich idealer Weise ein Alternativsystem schon parallel entwickelt haben.Das wäre einmalig in der Geschichte, dass die Bürger das alte System links liegen lassen und nicht mehr damit arbeiten.Auch könnte den „alten Systemlingen“ der Übergang in das neue System ermöglicht werden.Nach dem Motto ihr könnt ruhig mitspielen ,wenn ihr die neuen Regeln beachtet.
      MFG LB

    • Ich bin überhaupt nicht für ‚Volksentscheide‘ und vor allem bei Fragen wie der Flüchtlingskrise bin ich eindeutig dagegen. Der Grund dafür ist (daher schreibe ich auch die Anführungszeichen bei ‚Volksentscheid‘): Beim Thema Flüchtlinge geht es um Minderheitenschutz. ‚Volksentscheide‘ hingegen repräsentieren aber gerade nicht das ganze Volk inklusive der Minderheiten, sondern dienen Mehrheiten dazu, sich zu 100% auch auf Kosten der Minderheit durchuzusetzen. Bei manchen Fragen ist das vielleicht noch tragbar (etwa bei Themen wie Stuttgart 21, wo es um eng umrissene Projekte geht), aber nicht bei grundsätzlichen Fragen. Ein echtes Fiasko diesbezüglich, meines Erachtens ein Tiefpunkt der europäischen Politik, war es, dass in Österreich per Mehrheitsdiktatur die Wehrpflicht blieb. Denn für die Wehrpflicht stimmten insbesondere die, die davon sowieso nicht mehr betroffen sind (insbesondere Ältere). Derartige ‚Volksentscheide‘ dienen der rücksichtslosen Durchsetzung der Interessen der Angehörigen der jeweiligen ‚Mehrheit‘ auf Kosten der Anderen.

      @ignaz:
      Sie schreiben: Interviews … bieten grundlegende Einsichten in die Funktionsweise des Wirtschaftssystems (bei Varoufakis gar über die illegale Handlungsweise der Troika). … Meine Perspektive ist dabei eine dezidiert linkssozialistische, das heißt, dass ich als politische Lösung dafür einen demokratischen Sozialismus anstrebe, der die Profitwirtschaft aufhebt.

      Das sehe ich ganz anders. Ich frage mich, warum Sie ausgerechnet Sozialismus als Lösung für diese Probleme ansehen, die – wie Varoufakis treffend schilderte – ja gerade aus einer Beeinflussung der Wirtschaft und der gewählten Regierung durch Funktionäre resultieren. Im Sozialismus sind solche Vorgehensweisen, wie sie seitens der Bankbürokraten gegenüber der gewählten griechischen Regierung abegzogen wurden, Standard.
      Die Troika agiert gegenüber Griechenland im Stil eines sowjetischen Politbüros, das seine am Reißbrett entworfene Politik betonköpfig durchdrückt.

  10. Sehr guter Artikel!
    Abgesehen von den globalen Zusammenhänge, die von Herrn Pohlmann sehr klar gezeichnet werden, halte ich es dennoch für vernünftig über Grenzsicherung und differenzierte, kontrollierte Einreise zu reden. Es handelt sich ja bei den großen Zahlen an Einreisewilligen schließlich nicht nur um traumatisierte Kriegsflüchtlinge.

    Falls es jemanden interessiert, das war der O-Ton von F. Petry:

    MM: Frau Petry, Sie fordern, an den Grenzen „wieder Recht und Ordnung herzustellen“. Was heißt das?
    FP: Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können.
    MM: Die Grenze zu Österreich ist mehr als 800 Kilometer lang. Wie wollen Sie die durchgängig kontrollieren?
    FP: Ich weiß genau, dass Sie mich zur Schlagzeile „Petry will Grenzzäune errichten“ provozieren wollen.
    MM: Wir wollen nur wissen, wie Ihr Plan aussieht. Wie sieht er aus?
    FP: Wir müssen natürlich genügend Bundespolizisten einsetzen und dürfen Zurückweisungen nicht scheuen. Dies muss notfalls auch mit Grenzsicherungsanlagen durchgesetzt werden.
    MM: Wie hoch sollen die Zäune sein?
    FP: Sie können es nicht lassen! Schauen Sie doch mal nach Spanien. Die haben auch hohe Zäune.
    MM: Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?
    Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.
    MM: Und wenn er es trotzdem tut?
    FP: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.
    MM: Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?
    FP: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.
    MM: Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?
    FP: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen.

  11. Sehr erfreulich wie der Artikel nicht zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheidet. Dem Grunde nach ist es gleich was einem die Lebensgrundlage entzieht. Keine Lebensgrundlage ist keine Lebensgrundlage. Siehe Griechenland. Dort wird auch gestorben, halt nur ohne Drohnen. Wieso sich diese Lebensbedrohliche Situation von einer anderen unterscheidet erschließt sich mir nicht.

  12. In einem Punkt stimme ich dem Artikel voll zu: Auch ich finde es schon mehr als fragwürdig, wie nahezu die komplette Mainstreampresse inklusive deutschen Fernsehsendern mit einem Schuss Fanatismus ‚Wahlkampf‘ für das US-amerikanische Politestablishment betreibt, insbesondere für Hillary Clinton. Aber auch Republikaner wie Marco Rubio, der ausdrücklich gesagt hat, dass er einen Konflikt mit Russland wegen Syrien riskieren würde (das wäre ggf. ein dritter Weltkrieg) werden mit Attributen wie ‚gemäßigt‘, vernünftig‘ etc. attributiert und geradezu hofiert. Das zeigt gewaltige Schiefstände in der deutschen Presselandschaft auf.
    Allerdings stimme ich ‚Volksentscheiden‘ über Flüchtlingsfragen nicht zu – ich bin überhaupt nicht für ‚Volksentscheide‘. Und zwar nicht nur deshalb, weil es kaum einen Volksentscheid in den letzten Jahren gab, dessen Ausgang ich befürwortete. Sondern aus viel grundsätzlicheren Gründen: Die Anführungszeichen beim Wort ‚Volksentscheid‘ setze ich, weil es da nur sehr selten um das gesamte Volk geht, sondern um die Etablierung einer der übelsten Diktaturformen – der Mehrheitsdiktatur. Bei der Flüchtlingsfrage geht es um den Schutz von Minderheitenrechten – und das kann nicht der Mehrheitsdiktatur preisgegeben werden.
    Man hat in Österreich gesehen, mit welchen Gründen damals die Mehrheit für die Wehrpflicht zustande kam – die Befürworter des Zwangsdienstes waren hauptsächlich die, die ohnehin nicht (mehr) dazu gezwungen werden.
    Je mehr ‚Volksentscheide‘ es gibt, umso mehr wird Vince Eberts zynischer Satz über Demokratie realisiert: ‚Demokratie ist, wenn zwei Füchse und ein Kaninchen entscheiden, was es zum Abendessen gibt‘. Der Satz gilt aber gar nicht für Demokratie an sich, sondern nur für die Vulgärdemokratie (Mehrheitsdiktatur). Für die echte, repräsentative Demokratie gilt er nicht, denn die achtet gerade auch Minderheitenrechte, weil auch Minderheiten zum Volk gehören.

    • Ich habe an obiger Stelle meine Position dargelegt. Zentraler Vorwurf an Ihre Adresse ist die aus meiner Sicht geäußerte Untertanenmentalität, die ohne klare politische Antwort auskommt. Der Versuch, seine eigene Position als „nicht rechts“ auszugeben, führt wenig weiter, denn inhaltlich ist Ihre Position rechts. Und zwar rechts von einer politischen Ideallinie, die zwischen linkssozialistisch, sozialdemokratisch, liberal, konservativ, nationalistisch sich aufzeichnen lässt. Meine persönliche Position habe ich schon oft genug dargelegt: ein horrendes Wahlergebnis für die Partei Die Linke, sollte das Mindeste sein, was man aus den auf KenFM gebrachten Beiträgen der letzten Jahre für sich ableiten kann. Ich empfehle die Vorträge mit Krysmanski, Rügemer, zuletzt Mausfeld zur Auffrischung.

  13. Hallo,
    ein guter Artikel. Welche Grunddynamik gibt es vielleicht im Handeln der Staaten?
    Zitat:“Hillary Clinton sagte anlässlich des Todes von Gaddafi, den ein Freischärler-Mob durch ein Bajonett in den Anus und Skalpieren tötete: „We came, we saw, he died“. („Wir kamen, wir sahen, er starb“, in Anlehnung an das Julius Caesar Zitat „Ich kam, ich sah, ich siegte.)
    Diese Frau könnte Präsidentin der USA werden. Welches Menschenbild und Rechtsverständnis demaskiert sich mit solchen Äußerungen?“
    Vielleicht etwas Machiavellismus?
    „Die politische beziehungsweise praktische Philosophie des Machiavellismus, die sich als politischer Realismus versteht, vertritt die Auffassung des jeweiligen Herrschers mit dem Ziel der Sicherung des eigenen Erfolges

    durch uneingeschränkte Macht, durchgesetzt mit Gewalt,
    durch unkontrollierten Machtgebrauch und
    unbegrenzten Machterwerb.

    Seine politischen Handlungen sollen keinen moralischen oder ethischen Kriterien unterworfen werden. Die Kategorien Wahr und Gut im Handeln werden ausgeschaltet oder auf die der Nützlichkeit reduziert. Soziale Bezugspunkte werden nur in Betracht gezogen, insofern sie für die Berechnung des politischen Erfolgs von Bedeutung sind. Diejenige Macht und Herrschaft gilt als die „beste“ oder „geeignetste“, in der das politische Ziel des oder der Herrschenden adäquat verwirklicht wird. Als allgemeines Prinzip gilt somit: Der Zweck heiligt die Mittel.“
    Die „Mächtigen“haben die Kontrolle über die Kommunikationskanäle.(außer Internet noch nicht) Durch Verbreitung oder Fälschen der Information werden die Informationsempfänger beeinflusst.
    In demokratischen Systemen wird die Macht durch Verfassung und Gesetz eingeschränkt.Eine Kontrolle über Regierende ist nur über freie Informationen und Wissen möglich.
    Da liegt ein Problem unsere Zeit,warum es falsche Vorstellungen bei der Masse der Menschen über die „Welt“ gibt.
    Dieses fürt zu Fehleinschätzungen und Spannungen, welche sich dann oft zu gunsten der „Herrschenden“ entladen.
    MFG LB

  14. Gute Analyse, Herr Pohlmann. Unsere Empörung sollte sich auf die Verursacher der Flüchtlingsströme konzentrieren.

    Da lob ich mir ein Marx-Zitat
    „Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

    Es gilt, dem Kapital Grenzen zu setzen. Die Hoffnungen, die ich diesbezüglich bspw. in die Merkel-Regierung oder die US-amerikanische Regierung setze, sind sehr gering. Trotzdem kann jeder einen Beitrag dazu leisten, Kriege und Waffenexporte zu verurteilen und zu ächten.

    • Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.

      Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

      Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

      Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?

      Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen.
      _____________________________________________________________________________________________________
      Quelle: http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328

  15. Hallo zusammen,
    bei aller Hysterie darüber, was Petry nun tatsächlich gesagt, nicht gesagt oder gemeint haben könnte, halte ich eine Frage für durchaus sinnvoll und interessant: Welchen Sinn haben Grenzen ? Man könnte sagen, Grenzen sind eine zivilisatorische Errungenschaft. Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer, auf einer gemeinsamen Basis zusammengefunden haben, haben Grenzen definiert und ihr Gebiet abgegrenzt (Sippen, Stämme, Siedlungen, die Polis der griechischen Antike, die mächtigen Städte des Mittelalters). Man konnte sich innerhalb der Grenzen verständigen, sich einigermaßen sicher fühlen, weil alle oder Ausgesuchte für die Sicherheit sorgten. Sicherheit im Inneren und Schutz nach außen. Das ist der klassische Vorläufer der Staatstheorie, zu der Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt gehören. Das mag egoistisch erscheinen, verspricht aber Stabilität und Sicherheit, welche menschliche Grundbedürfnisse sind. Nicht umsonst wurden nachts die Stadttore geschlossen und die Stadtmauer patrouillert. Manchmal kamen Fremde hinzu, blieben länger, lernten Sitten und Gebräuche, wurden langsam kennen gelernt und ließen sich nieder. Das klappte auch ganz gut. Wenn es nicht klappte, wurden sie aus der Stadt oder der Siedlung verwiesen und durften bei Lebensgefahr sich nicht mehr blicken lassen. Wenn Fremde in Massen auftauchten wie die Hunnen im vierten Jahrhundert (im Artikel wurde der Begriff Völkerwanderung bereits erwähnt), wurden die Stadttore geschlossen und die Palisaden und Zinnen bemannt. Eine natürliche Abwehrreaktion. Was will ich damit eigentlich sagen ?

    Wenn der tägliche Migrationsdruck auf die Grenzen weiter wie bisher anhält oder aber sich noch deutlich verstärkt, wird das zu einer existenziellen Frage, weil dann aufgrund der schieren Menge der Zuwanderer keine Integration mehr möglich sein. Finanziell nicht. Kulturell nicht. Dann wird in kurzer Zeit jeder europäische Staat mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das Kriegsrecht ausrufen und das Militär und Reservisten mobilisieren, um die Grenzen zu schützen. Mit der Waffe in der Hand. Und dann werden mit hoher Wahrscheinlichkeit völlig andere Regeln im Rahmen des jeweiligen Grenzschutzes gelten. Das ist keine Schwarzmalerei, das sind dann zwingend notwendige Maßnahmen, um den Bestand eines Staates und von Recht und Ordnung aufrechtzuerhalten. Damit verbunden sein werden hässliche Bilder, die jeder Politiker scheut, der in Amt und Pfründen bleiben möchte: Wenn „Flüchtlinge“ wie bereits geschehen, auf die Grenzkräfte organisiert Steine und Dachziegel werfen und dann noch ihre Kinder hochhalten, um einen Transit oder aber das Eindringen in ihren „Wunschstaat“ zu erzwingen, dann mag das in einzelnen Fällen der puren Not geschuldet sein. Es ist aber noch lange keine „rechte Hetze“, wenn man die häufig erpresserische Absicht dieser Art des Eindringens offen anspricht.
    Und da muss ich ganz klar sagen: Wenn die Vereinigten Staaten unter Zuhilfenahme ihrer Vasallen innerhalb der „Nordatlantischen Bedrohungsorganisation“, die zu Zeiten des Warschauer Paktes noch NATO hieß, aus einem völlig kranken Sendungsbewusstsein und geopolitischen Gründen, die halbe Welt in Schutt und Asche bomben und auch deutsche Rüstungsfirmen daran gut verdienen, dann fühle ich persönlich mich moralisch GLEICHWOHL nicht schuldig, wenn ich diese MASSENzuwanderung von kulturell, gesellschaftlich, religiös völlig anders sozialisierten Menschen ablehne, weil sie den Staat, in dem ich nun mal lebe und mich an die Gesetze halte, DESTABILISIERT.

    • Naja, mit der Gesetzestreue im eigenen Land sollte man nicht so rumfuchteln. Was macht man dann mit den Leuten, die Steuern und Sozialabgaben hinterziehen, die freiwillig Schwarzarbeit leisten und die Verkehrsregeln gern mal nach Gusto interpretieren, wenn die Zeit und der Gasfuß drückt? Und so weiter und so fort – Sie merken schon, dass diese Argumentation verkürzend ist. Daraus liest sich vielmehr eine dumpfe Kränkung, dass „man“ als Untertan ja schon lange nicht mehr von seiner Herrschaft beachtet wird. So wird ein abstraktes Empörungsgefühl, das ich nicht in Abrede stelle, aber dessen Grundlagen und Haltung ich für falsch halte, mal eben gegen fremde Leute gerichtet, die in der Mehrzahl noch immer fliehen müssen und denen der Arsch weggeschossen wird. Wir schnell würden die Leute hier rennen, wenn es Flächenbombardierungen in Stuttgart und Rüsselheim, in Hamburg und Berlin geben würde? Schon der Vergleich ist widersinnig, denn eine Kriegssituation und der Wille zum Überleben treiben einen automatisch davon.

      Noch zu sehr wird der DIskurs vor allem von älteren, gern auch beamteten Herren definiert, die im Cocktailsessel darüber räsonieren, was eine angebliche Kultur alles aushalten können muss und was nicht. Steuerhinterziehung, Lohndumping, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Dicke Eier-Mentalität, all das muss man angeblich aushalten können. Und dann wird wieder brav das Kreuz bei CDUCSUSPDFDPGRÜNEAFD gemacht und der Kopf ausgestellt. Wenn dann noch jedes Jahr eine Rentenerhöhung oder eine kleine Lohnerhöhung dazu kommt, vielleicht sogar eine dickere Mitarbeiterbeteiligung, weil „wir“ ja so toll im Export arbeiten und ganz wichtig, ein niedriger Benzinpreis an der Tanke, dann ist die Welt geritzt. So denkt zumindest ein enormer Teil der Bevölkerung. Anders kann man sich nicht mehr erklären, dass die primitivsten Fragen nicht halbwegs vernünftig diskutiert werden können. Dass die Wähler die Linke nicht mit 40 Prozent und mehr wählen, dass die Gewerkschaftsmitgliedschaften seit Jahren runtergehen, Alkohol- und Drogenkonsum sowie psychische Erkrankungen permanent ansteigen.

      Das „Destabilsiierungsargument“ läuft fehl, wenn man gesellschaftliche Spaltungslinien analysieren will. Denn diese Destabilisierung gab es auch schon 2011 während des „Arabischen Frühlings“ und 2007 mit dem Einsatz am Horn von Afrika. Nur damals ist es nicht aufgefallen, weil die Problemlage marginalisiert werden konnte.

    • Ich denke, dass die ganzen Populisten, die derzeit auf fast schon erschreckende Weise Aufwind haben, mit der Diskussion über ‚Grenzen‘ (die natürlich in Form von Staatsgrenzen nötig sind) vom eigentlichen Thema ablenken.
      Der springende Punkt ist nämlich, dass der westlichen Mächte inklusive Staaten wie Ungarn, Slowakei etc. sehr wohl an den Kriegen, Verwerfungen und Verwüstungen (und auch an der wirtschaftlichen Unterdrückung) im Nahen Osten und in Afrika beteiligt sind. Und zwar nicht wie früher als arrogante ‚Kolonialherren‘, sondern auf die gegensätzliche Weise extrem – als verantwortungslose Zerstörer, die im wahrsten Sinne des Wortes verbrannte Erde hinterlassen und offenbar nicht an den Staaten, sondern nur an deren Bodenschätzen und an speziellen regierungsnahen Firmen, die diese dann exklusiv verwerten können, interessiert sind.
      Der Westen gewinnt die Kriege sogar – Irak z.B., aber die Länder sind danach in keinster Weise demokratisch oder gar ‚westlich‘ – denn das ist vom US-amerikanischen Politestablishment nicht gewollt. Der Irak z.B. könnte ein Bundesstaat der USA werden, wird es aber nicht. Hier bestimmen de facto einzelne Wirtschaftslobbyisten, und zwar nach zwei Maximen: In zerrütteten Ländern sind Löhne niedriger und Arbeitsbedingungen schlechter. Und aus Sicht von ausländischen Firmen ist es weit lukrativer, wenn die Leute ihre Kampfenergie in sinnlosen Religionskriegen (Christen gegen Moslems oder Hindus gegen Moslems) oder Stammeskriegen aufreiben als wenn sie z.B. die Firmengelände der Rohstoffabbaufirmen attackieren.
      Ich denke, das sind die wirklichen ‚Knackpunkte‘, und die Rechtspopulisten lenken systematisch und geradezu penetrant davon ab – und sind daher in Wirklichkeit das Gegenteil von politischen Alternativkräften. Aber viele Leute fallen darauf herein.

    • Noch etwas zum Migrationsdruck: Bei aller berechtigten Kritik an der aktuellen politisch chaotischen und von wirtschaftlichen Augenblicksinteressen diktierten westlichen Bündnispolitik: Die Rolle Russlands muss auch kritisch hinterfragt werden. Genauso wie man fragen kann, warum wir mit Saudi-Arabien verbündet sind und warum der Irak kein westlicher Staat ist, obwohl die USA da den Krieg gewonnen haben, kann man auch fragen, warum Russland nicht das Ziel Nummer 1 für Flüchtlinge ist. Russland ist ein riesiges Territorium, nahezu unbesiedelt, und da geht es nicht nur um Gebiete, wo es im Winter -50 Grad kalt ist, sondern auch um Gebiete, die eindeutig sich anbieten würden für Zuwanderung. Russland ist eine Art riesiges Sperrgebiet, aber was soll das für einen Zweck haben=

    • @Michael Kanellos

      Dazu eine Frage: Würden Sie denn eine Bereitschaft der russischen Regierung erkennen, in der aktuellen Situation syrische Flüchtlinge aufzunehmen? Russland verteidigt in erster Linie seinen Marinestützpunkt am Mittelmeer. Es sieht sich internationaler Isolation durch die EU und die USA ausgesetzt. Und wir finden seit vier Jahren einen festgefahrenen geopolitischen Konflikt zwischen den USA und Russland vor, der mal heiß, mal kalt ausgelebt wird (guter, wenn auch einseitiger Text dazu: http://goo.gl/ZwWakF). Es ist weiterhin bei G7 isoliert und kann in G20 keinen nennenswerten Einfluss ausüben. Es orientiert sich zunehmend nach Zentralasien und China. M.E. hat sich die EU, vor allem aber die Bundesregierung mit der Fortführung von Sanktionen gegenüber Russland selbst ein Bein gestellt. Erst vorgestern hat Merkel den inthronisierten Oligarchen Poroschenko hofiert (siehe: http://goo.gl/cvC58t). Dann die Debatte über den (angeblichen) Missbrauch eines 13jährigen Mädchens nahe Berlin, der in der Presse hohe Wellen schlägt. Ich wüsste derzeit nicht, wie sich Russland positionieren könnte, um nicht am Ende des Tages erneut als Verlierer auf internationaler Bühne dazustehen. Das heißt nicht, dass ich die Position der russischen Regierung goutiere.

    • Ich bin kein großer Russlandexperte, meine Frage betrifft eher den offensichtlichen Sachverhalt, dass Russland ein riesiges Territorium hat, aber dennoch übermäßig abgeschottet wird bzw. auch sich selbst abschottet.
      Ich bin eindeutig dagegen, einen Krieg mit Russland zu riskieren, und ich halte die Medienberichterstattung der Mainstreammedien in Deutschland diesbezüglich für fragwürdig. Gegen Donald Trump, der ausdrücklich gegen weiter Konfrontation mit Russland ist, wird geradezu gehetzt inzwischen, während die Tatsache verharmlost wird, dass das ‚Establishment‘ der Republikaner (Bush, Rubio) einen Krieg mit Russland riskieren will, obwohl eine Konfrontation mit Russland für die EU mindestens eine Zumutung oder sogar richtig bedrohlich wäre.
      Ich bin auch gegen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Ich finde Wirtschaftssanktionen generell meistens unsinnig. Sie bestrafen genau die Falschen, nämlich Privatleute und Firmen, die ggf. an der Politik völlig unschuldig sind. Und dass wir mit einer totalitären Diktatur wie Saudi-Arabien verbündet sind aus Wirtschaftsgründen, aber das nicht mehr kommunistische Russland sanktionieren, ist wirklich schon absurd, das wird später ein ‚Treppenwitz der Geschichte‘, da bin ich mir fast sicher, jedenfalls wenn es unabhängig schreibende Historiker gibt
      Zu den Flüchtlingen: Die ZEIT berichtet glaubhaft, dass Russland zwar einige illegale Flüchtlinge aus Syrien im Land hat, die Aufnahme syrischer Flüchtlinge aber seitens der russischen Putin-Regierung nicht erwünscht ist und dass syrische Flüchtlinge in Russland meistens kein Asyl bekommen. Dafür fehlt mir jedes Verständnis.

    • https://www.contra-magazin.com/2015/10/dank-russlands-hilfe-800-000-fluechtlinge-kehren-wieder-nach-syrien-zurueck/
      „Der Russland-Einsatz erweist sich immer mehr als Segen, auch wenn unsere Leitmedien diesen am liebsten verfluchen. Internationalen Medienberichten zufolge kehren die ersten Flüchtlinge in Massen wieder in ihre Heimat zurück. Auf ARD und ZDF wird dem Gebührenzahler derweil die Hucke vollgelogen, anstatt internationale Agenturmeldungen aufzugreifen.“

  16. Wie wäre es mal mit einer objektiven Berichterstattung bzgl. Schießbefehl:

    Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes (UZwG)

    § 11 Schußwaffengebrauch im Grenzdienst

    (1) Die in § 9 Nr. 1, 2, 7 und 8 genannten Vollzugsbeamten können im Grenzdienst Schußwaffen auch gegen Personen gebrauchen, die sich der wiederholten Weisung, zu halten oder die Überprüfung ihrer Person oder der etwa mitgeführten Beförderungsmittel und Gegenstände zu dulden, durch die Flucht zu entziehen versuchen. Ist anzunehmen, daß die mündliche Weisung nicht verstanden wird, so kann sie durch einen Warnschuß ersetzt werden.

    (2) Als Grenzdienst gilt auch die Durchführung von Bundes- und Landesaufgaben, die den in Absatz 1 bezeichneten Personen im Zusammenhang mit dem Grenzdienst übertragen sind.

    Zuletzt geändert durch Art. 36 V v. 31.8.2015 I 1474 – also durch das z.Zt. regierende Merkel-Regime.

    Wo war da der große Aufschrei ? – Was ist mit dem Menschenbild der Politikdarsteller, die so ein Gesetz verabschieden?

    Haben die Polizisten, die die Politikdarsteller bewachen, Platzpatronen in ihren Waffen?

    Dürfen die dann auch nicht auf Menschen schießen?

    Den übrigen Ausführungen kann ich allerdings voll und ganz zustimmen.

    • Auch nach der sogenannten „Europäischen Menschenrechtskonvention“ darf in gewissen Fällen auf Menschen geschossen, ja sie dürfen sogar er-schossen werden.

      Zynischerweise steht das im Artikel mit dem Titel „Recht auf Leben“

      Art. 2
      Recht auf Leben
      (1) Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt. (…)
      (2) Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um (…)
      c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.

      http://dejure.org/gesetze/MRK/2.html

      Da wird das beschrieben was syrische Polizisten und Soldaten immer wieder tun mussten, um die Zivilbevölkerung zu schützen, was aber von unseren MaMes z.B. als menschenverachtendes Vorgehen Syriens tituliert wurde. Man denke an die Verhältnisse in Boston nach dem „Attentat“.

      Die Frage ist wer definiert in Deutschland (in Europa?) nach welchen öffentlichen Kriterien was Aufruhr oder Aufstand ist? Das Werfen von Eiern? Das Werfen von Farbbeuteln? Die Behandlung eines Polizisten nach der Methode Joschka-Fischer?

      Das mit dem Schusswaffengebrauch im Grenzdienst gibt es entsprechend bei der Polizei im normalen Polizeidienst („Finaler Rettungsschuss“) auch in zehn Bundesländern, z.B. in BaWü:

      § 54 – Schußwaffengebrauch gegenüber Personen
      https://dejure.org/gesetze/PolG/54.html

      Und dann gibt es ja noch den Notwehrparagraphen zur Abwehr von Angriffen gegen Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum bei sich und anderen.

    • Anmerkung:

      § 11 UZwG enthält keinen Schießbefehl. „§ 11 UZwG enthält in Ergänzung zu § 10 weitere Tatbestände, welche den Gebrauch der Schusswaffe gegen Personen dem Grunde nach rechtfertigen sollen“ (Wehr, Unmittelbarer Zwang-Gesetz, 1. Auflage 2012 Rn. 1). Es handelt sich also lediglich um eine Eingriffsgrundlage, die keinerlei befehlenden Charakter hat.

      Zu beachten ist ebenfalls § 12 Abs. 2 S. 1 UZwG, nach dem „Zweck des Schusswaffengebrauchs nur sein darf, angriffs- oder fluchtunfähig zu machen.“

  17. … und – wer weiß – vielleicht werden wir Schafe durch die zu uns dazustoßenden Schafe doch noch aus unserem Doofschlaf erweckt und werden uns unserer Kraft bewusst und verbünden uns und stellen die Dinge GEMEINSAM wieder vom Kopf auf die Füße… Nichts ist unmööööööööööglich 😉

    • Warum soll das eine Rolle spielen? Es ist doch ausreichend, dass die Beiträge hier, gebündelt, veröffentlicht werden.

    • Sie fragen nach Beitrag zur Sache? Dass ich überhaupt auf ihren „Einwurf“ geantwortet habe, liegt daran, dass es mir einfach nicht einleuchten will, warum an dieser Stelle nichts anderes fragen kann, als nach der nächsten Möglichkeit, Input zu abonnieren. Lesen Sie die Inhalte hier überhaupt? Recherchieren Sie es gegebenfalls nach. Ich habe es hier noch einmal für Sie getan: https://goo.gl/SLi0QO

    • Natürlich bleibt Ihnen überlassen, was Sie lesen, wie Sie es tun und vor allem wo. Ich entschuldige mich auch für die Schärfe meiner Antwort. Das Internet bringt es mit sich, dass man non-verbale Faktoren der Kommunikation ausblenden muss. Aber was mich tatsächlich aufrichtig ärgert, dass sind organisatorische Fragen, die einer wichtigen Diskussion nicht gerecht werden können. Und nein, Herr Pohlmann hat keine eigene Seite. Ich verstehe den Sinn von KenFM.de neuerdings so, dass hier eine Bündelung von Inhalten stattfindet, auf dass Interessierte nicht mehr hilflos im Netz auf die Suche gehen müssen.

    • Hallo Ignaz,
      mit dem non verbalen Teil haben Sie Recht.
      Im Grunde wollte ich nur wissen, ob Herr Pohlmann noch andere Beiträge schreibt, die hier nicht veröffentlicht werden, und ich die somit „verpassen“ würde.
      Danke für die Antwort!

  18. Hallo!
    Vielen Dank für die vielen Sichtweisen und Meinungen!
    Ich kann dem Artikel nur zustimmen, aber dennoch möchte ich gerne wissen, wie zB. Ein Hr. Pohlmann die Sache mit der Religion sieht. Ich spreche mit vielen Leuten über das Flüchtlingsthema. Viele, die sich ähnlich alternativ informieren, haben aber eine ganz andere Meinung dazu. Nämlich, dass wir von gewaltbereiten Muslimen unterwandert werden und es zu sehr großen sozialen Verwerfungen kommen wird sollten wir unsere „Flüchtlingspolitik“ nicht ändern. Diese Leute wissen, dass es aufgrund der Interventionen der USA zu diesen Problemen kam. Und das es die NWO Strategie der USA verlangt Europa zu destabilisieren. Sollte man jetzt nachgeben und alle Flüchtlinge in Europa aufnehmen(sehr humanitär) oder doch nicht um zu verhindern das die USA Europa destabilisiert?

    Liebe Grüße aus Wien

    • @ Gemütlichkeit

      Was meinen Sie mit dem Verweis auf „die Religion“? Wenn Sie die Beiträge hier aufmerksam verfolgen, wird Ihnen klar werden, dass es nicht darum gehen kann, eine bestimmte Religion pauschal in Haftung für irgendetwas zu nehmen. Damit würde man ja genau der falschen Argumentation von Huntington und Co. auf dem Leim gehen, wonach es ein prinzipieller Webfehler der Religion sei, dass sich Menschen gewaltsam verhielten.

      Darüber hinaus würde ich dafür plädieren mit täglich neu lancierten Meldungen über angeblich verhinderte Terroranschläge vorsichtig umzugehen. Kennen Ihre Bekannte irgendwelche „gewaltbereite Muslime“? Selbst wenn dem so wäre, läuft man schnell Gefahr, der Statistik widersprechende Schlüsse zu machen. Hochgerechnet auf die „einheimische“ Bevölkerung werden prozentual weitaus mehr Straftaten vollzogen, nur spielt das im Alltag lange keine Rolle mehr. Hier ein Toter durch einen Raubüberfall, da ein Selbstmord, übermorgen wieder irgendwelche indirekten Tötungen durch Krankenhauskeime und unterlassene Fürsorgepflichten. Zudem die tausenden von Toten durch Nahrungsmittelspekulation. Der Tod ist eine Begleiterscheinung widersprüchlich verfasster Gesellschaften, nur ist das in Westeuropa und den USA längst „business as usual“. Dito mit Obdachlosigkeit und Armut.

      Noch ein dritter Punkt: Dass es Menschen gibt, die angesichts der gezielten Destabilisierung einer ganzen Region, Sie sprechen es ja selbst an, sich in irgendeiner, vielleicht ohnmächtigen Weise zur Wehr setzen wollen, müsste Ihrer Logik zu Folge ja ebenfalls zulässig sein? Warum sollte man sich auch aus seiner Heimat vertreiben lassen, nur weil dies den geopolitischen Interessen eines bestimmten Staates und seiner Kooperationspartner entspricht? Dass eine solche Gewalt Gegengewalt erzeugt, weiß man doch schon lange. Nachdem der Westen aber auch noch Waffen in den Krisenherd geliefert hat, hat er jegliche Kontrolle darüber – vielleicht bewusst – verloren.

    • @Ignaz
      Wenn sie meinen Eintrag genau durchgelesen hätten, würden sie wissen, dass es nicht meine Meinung ist, sondern die Meinung einiger Gesprächspartner. Und da mir Pluralität wichtig ist, kann man ja darüber diskutieren. Sie kommen sehr arrogant rüber mit ihren Einträgen. Als hätten sie die Weisheit mit Löffeln…

    • @ Gemütlichkeit

      Haben Sie noch einen inhaltlichen Einwand. Arroganz ist nun wirklich ein langweiliger Vorwurf, wenn es um Streit in der Sache gehen soll. Das lahme Diskussionsklima ist ein Faktor, warum wir nicht vorankommen.

    • Hallo Gemütlichkeit,
      selbst wann man von der Grundhaltung her tolerant eingestellt ist und grundsätzlich bereit ist, zu helfen, darf man sich über eine Tatsache doch nicht hinwegtäuschen: Der Mensch will in Sicherheit und in Frieden und unter Menschen leben, die seine Grundprägungen, die zum großen Teil auf Sprache, (Familien)-Geschichte, Kultur, Erziehung, Sozialisation, Wertvorstellungen beruhen, nach Möglichkeit bewahren. Zuwanderer, die es geschichtlich gesehen immer gegeben hat, wurden zwar zunächst oft misstrauisch betrachtet, oft genug aber willkommen geheißen und letztlich in die jeweilige Gemeinschaft (Stamm, Sippe, Dorf, Region, Stadt, Gebiet, Staat, wie auch immer) aufgenommen. Das funktionierte auch in der Regel gut. Aber, um mit Paracelsus (?) zu sprechen: „Die Dosis macht das Gift“.
      Aus meiner Sicht, muss jeder, der sich noch einen Rest von gesundem Menschenverstand bewahrt hat (und das bezweifele ich derzeit bei der CDU/SPD Koalition), erkennen, dass die Massenzuwanderung von fremden Menschen aus anderen Kulturen zu schweren sozialen Verwerfungen führen wird und dass sich die einheimische oder heimisch gewordene Bevölkerung dagegen wehrt. Das destabilisiert Gesellschaften, Grenzen und Staaten und führt unweigerlich zu Gewalt. Das will ich auch nicht, aber das ist unabwendbar. Ich denke, das kann jeder Sozial- und Gesellschaftsforscher bestätigen. Ich frage mich nur nach dem WARUM ? Warum lässt diese große Koalition das sehenden Auges zu ? Die haben doch auch diesbezüglich qualifizierte Berater.
      Ich gebe Ihnen völlig Recht, wenn sie die Destabilisierung des Nahen Ostens und Nordafrikas ursächlich auf die Vereinigten Staaten zurückführen. Die diesbezügliche Ursünde waren die Irak-Kriege. Man hat aus geopolitischen Gründen ein Land überfallen, von dessen Kultur man nicht ansatzweise etwas verstanden hat. Damit zusammen hängt die Radikalisierung sehr vieler Moslems, vornehmlich der Sunniten. Man darf aber dabei die Rolle der NATO ( seit Ende des Warschauer Paktes: Nordatlantische Bedrohungsorganisation) nicht vergessen, die als Auxiliartruppe des Imperiums fungiert.
      Fazit aus meiner Sicht:
      1.Ich wehre mich gegen die Massenzuwanderung kulturfremder Menschen islamischer Herkunft, welche Frauen nicht als gleichberechtigt betrachten, in meinen Staat.
      2. Die US-Amerikaner müssen aufhören, eine ignorante, imperiale Außenpolitik zu betreiben und die Militärs und ehemalige Militärs mit besten Vernetzungen in die (Rüstungs-) Wirtschaft und die Ölbranche, die alle Ministerien und die Außen-Diplomatie durchsetzt haben und weitgehend beherrschen, zurückdrängen. Ein Weg zum Frieden.
      3. Israel sollte sich um einen echten Friedensprozess mit den Palästinensern bemühen. Alle Jahre wieder die Palästinensergebiete platt zu bombardieren und mittels Geberkonferenz bis zum nächsten Bombardement wieder aufzubauen zu lassen (Israel kostet das ja nichts) bringt nichts. Israel sollte daher darüber nachdenken, wie lange man sich einen Netanjahu noch leisten will oder kann. Vielleicht ist ja Dialog und Nachhaltigkeit im Sinne eines dauerhaften Friedens der bessere Weg ?
      4. Sofern eine tragfähige und dauerhafte Friedenslösung gefunden wäre, wäre ich jederzeit bereit (auch per Dauerabo) monatlich einen Beitrag zum Neuaufbau von Syrien, Irak, Libyen zu leisten, damit alle Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren können.
      5.Ich weiß, ich bin naiv

    • Hallo Gemütlichkeit,

      Ob man alle Flüchtlinge aufnehmen sollte? Kommt wohl auf den Blickwinkel an, von dem man das ganze betrachtet. Wenn man davon ausgeht das, das gegenwärtige System bestehen bleibt, oder bleiben soll, so ist wohl innerhalb des Kapitalismus die Abgrenzung (Nationalismus) und dessen Nebeneffekte der lokal „vernünftigere“ Weg. Das würde aber vorraussetzen, das wir mit weltweitem Raub, der Ausbeutung, dem Massenmord und der Zerstörung von Menschen und Natur weitermachen, in der Hoffnung, die Stimmen der Leidenden und/oder Protestierenden soweit zu dezimieren, das der noch verbliebene Rest an Wohlstand (Öl, Bodenschätze, etc.) „gerecht“ verteilt werden kann und wir wieder so ähnlich „wie früher“ leben können.

      Das moralische Dilemma das sich hier u.a. auftut ist, das der Geltungsbereich von westlichen Werten und Grundrechten nur für eine beGRENZte Anzahl von Menschen gültig ist und nicht für die ganze Welt. Obwohl fremden Kulturen gerne unter der Nase gerieben wird, das sie menschenrechtsverletzend und rückständig seien, so werden diese Kulturen benötigt, um die Werte des Westens und dessen Reichtum aufrecht zu erhalten.

      Sprich, wären westliche Werte weltlich durchgesetzt, würde es keine Länder mehr geben, auf dessen Kosten man sich effizient bereichern könnte. Wären diese Werte weltweit einheitlich, würden „die anderen“ Länder die gleichen Rechte beanspruchen und dadurch der Reichtum des Westens abnehmen. Um die Hierachie aber aufrecht zu erhalten ist die Spaltung der Kulturen gewollt. Fremdenfeindlichkeit wirkt systembeibehaltend und ist somit profitbringend.

      Die sogenannten „gewaltbereiten Muslime“ kommen größerenteils aus Ländern in denen, aufgrund der von außen gesteuerten Politik(ern), oft rauere soziale Umstände herrschen. Das leitet sich aber nicht aus der Religion ab, sondern aus Armut. Bzw. aus der Verhältnismäßigkeit von relativer Armut und Wissenstand. Der „Aufstieg“ durch Bildung und somit auch eine Sozialisierung, ist in vielen Gebieten einfach nicht möglich da immer wieder kapitalistisch interveniert wird, sobald es sowas wie Weiterentwicklung gibt.

      Als das Internet noch nicht da war, ließ sich die Einwanderung besser kontrollieren, da die Menschen in den ärmeren Regionen eine schlechtere Zungänglichkeit zum Wissen hatten. Mittlerweile hat die Digitalisierung der Welt zufolge, das Leute aus den entlegensten Ecken verstehen WIE die Welt funktioniert und ein Massenbewusstsein entwickelt haben, was mitunter auch der Grund ist warum das Internet immer mehr zensiert oder reglementiert wird.

      Die neuentdeckte Wahrnehmnung der ungerechten Realität dieser Welt, formt den Charakter vieler Menschen, weshalb sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen (Flüchtlinge). Denn die Bedingungen ihres Lebens (welche vom globalen Kapitalismus beeinflusst wurden), haben ihnen die Raubtier-Mentalität auf direktere Weise beigebracht und das sie auf sich selbst angewiesen sind. Hilfe (z.B. in Form von „Freiheit“) die angeboten wird, wird einerseits voller Hoffnung erwartet, aber zeitgleich skeptisch betrachtet. Wenn dann diese Leute hinzukommend noch enttäuscht werden und erleben, wie Menschen ihresgleichen z.B. hierzulande behandelt werden, (Diskriminierung, Rassismus, Brandanschläge etc.) so entwickelt sich aus den erlittenen Erfahrungen und dem Selbsterhaltungstrieb heraus ein Widerstand zur vorherrschenden Gesellschaft. Also auch ein Zugehörigkeitsgefühl zu Gruppen die Ähnliches durchgemacht haben. Dies wird gesellschaftlich u.a. unter der Kategorie „Kriminelle Ausländer“ oder „Gewaltbereite Muslime“ und anderen vergleichbaren Bezeichnungen abgelegt.

      Deshalb wirkt oft die Konstilation vieler alltäglichen Worte und Redewendungen als anmassend und/oder beleidigend, auch wenn sie nicht so gemeint waren, da sie als unangemessen empathielos und ignorant erscheinen (Kein Vorwuf). Denn die Antennen vieler Anderskultureller sind anders ausgelegt und oft feinfühliger und empfänglicher für „Konkurrenz“ und (vor)verpackten Äusserungen, welche als verbale Attacken gewertet werden, weil die Menschen sich des öfteren mit Kränkungen und Angriffen konfrontiert sehen.

      Natürlich, kann man das Bild der „gewaltbereiten Muslime“ nicht auf die Mehrheit der Einwanderer übertragen. Die friedliche Mehrheit fällt einfach nicht auf, als die absichtlich immer weiter aufgeschürten, hochgehaltenen „klaren“ Feindbilder. Vorsicht vor Pauschalisierungen, denn sie tragen zur Spaltung der Gesellschaft bei (Pegida und Co.), man kann es leider nicht oft genug sagen.

      Abgrenzung schafft mehr Probleme, da dies Vorurteile auf beiden Seiten (Deutsche/Europäer und Ausländer) verschärfen würde (Konflikte, Unruhen, weltpolitische Entscheidungen und Konsequenzen). Zudem ahnen ja viele, wem das am meisten zum Vorteil gereicht.

      Deshalb ist die humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen sinnvoller. Jedoch reicht das alleine nicht aus. Zunächst braucht man einen gemeinsamen Nenner für alle Menschen. Nicht nur auf dem Papier, sondern im Alltag. Rassismus und Diskriminierung gab es schon früher, so unterschwellig sie auch gehandhabt wurde. Egal mit welchem Enthusiasmus ein Einwanderer der Integration nachgeht, wenn z.B. ein potenzieller Arbeitgeber ihn wegen seiner Herkunft abweist, so kann das dem Arbeitgeber schwer nachgewiesen werden. D.h. Integration erfolgt über beide Seiten und nicht von einer. Die Sensibilisierung wurde nicht gesamtgesellschaftlich durchgesetzt, sondern nur auf eine Seite ausgelagert. Resultat ergebnislos.
      Hätte man sich dieser Problematik früher gestellt und wäre es besser angegangen, so hätten wir nicht die gleiche Schwere der Fremdenfeindlichkeit wie wir sie heute kennen. Blöd nur, wenn die Kräfte die darüber entscheiden können, selber fremdenfeindlich sind.

      Aber gehen wir davon mal aus, das wir diese Hürde überwunden haben, so bleibt als zweiteres die Systemfrage. Solange sich am globalen Ausbeutungssystem nichts ändert, wird (nicht nur) kulturelles Mistrauen begünstigt.
      Wir brauchen eine neue Art der Umverteilung. Das Bedingunglose Grundeinkommen (BGE) wäre hierfür z.B. ein interessantes Thema, wobei es mehrere Varianten gibt. Man könnte als Übergangslösung, sich auch Gedanken machen, ob es möglich ist 2 Systeme parallel laufen zu lassen (BGE und entschärfter Kapitalismus). Etwas was die geschlossene Binnenwirtschaft im gesunden Kreislauf lässt und dennoch die Option bietet, auf dem Weltmarkt mitzumischen.

      Wenn jeder Deutsche ein BGE bekommt und die Sorge hat „Wer soll da noch arbeiten gehen?“, so bietet das Flüchtlingsproblem eine Lösung dafür. Diese Flüchtlinge würden hier Arbeit bekommen womit ihnen geholfen und sie sogar mehr als Willkommen wären. Und Deutschland (oder Europa) würden den ersten grossen Schritt einer WIRKLICHEN Globalisierung zum Ziel des Weltwohls gehen.

      Klar, darüber müsste ausführlich diskutiert werden. Da das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen oder Grundeinkommen sehr umfangreich ist, .. am besten ein paar Videos dazu anschauen.

      Egal wie man darüber denkt, einfach wird es in Zukunft höchstwahrscheinlich nicht, aber das war Veränderung noch nie. Wenn aber die Veränderung gelingt, .. Wer weiss wie sehr sich die Dinge zum Positivem wenden?

  19. Wieso könnt ihr sowas nicht gleich in Bild und Ton aufnehmen? Die Nachfrage nach eurem Content ist da, aber es erscheinen nur alle paar Tage Videos auf eurem Youtube Kanal. Würde mir genau solche kleinen Texte als Video wünschen. Ich persönlich finde es besser als der reine Text. Vor allem wenn es sich um enge Partner wie Pohlmann oder Galinski handelt.

    Bitte als Kritik verstehen und nicht als „Angriff“.

    MfG Prof

  20. Hallo ihr alle da draußen 🙂

    Zur Gesamtthematik möchte ich diesen, meiner Meinung nach herausragenden Beitrag verlinken:
    https://le-bohemien.net/2016/01/12/koeln-integration-debatten/

    Es hat mir auch bei KenFM sehr gefehlt, was hier thematisiert wird! Die verschiedenen Ideologien zu benennen.
    Ich dachte immer sich in Ideologien aufzuhalten sei Folge von nicht-denkens und der persönlichen (defizitären!) Notwendigkeit innerhalb einer peergroup Anerkennung (Sicherheit) zu finden und deshalb auch das zugelassene Meinungsspektrum nicht verlassen zu dürfen.
    Ich dachte weitestgehend, dass die KenFM-Community, so wie ich sie mir vorstelle frei davon ist. Ist sie aber nicht!

    Es ist interessant. Köln ist wie ein Impuls, wie bei einem Radar oder Ultraschall (Fledermaus…). Man selbst und das Umfeld werden damit beschossen und was zurück kommt, die Impulsantwort, lässt Aussagen über die Sichtweisen, das Meinungskonstrukt und ggf. auch die Ideologien zu.
    Je heftiger der Impuls, desto klarer und informationsreicher die Impulsantwort!

    • Ich denke niemand ist frei von einer Ideologie. Sie ist ja nichts anderes als eine Weltanschauung. Bei hoffentlich sehr vielen hat dies nichts mit nicht Nachdenken und Angst vor sozialer Isolation zu tun, sondern viel mehr mit Nachdenken und Kommunikation. Denn die Aufgabe ist nichts weniger als immer wieder die Wahrheit zu suchen und sich selbst zu hinterfragen. So kristallisieren sich Überzeugungen heraus die nachprüfbar richtig sind. Z.B. Kooperation ist besser als Konfrontation. Mit „besser“ meine ich das was das Überleben der Gruppe garantiert. Sofern man bereit ist die gesamte Spezies als eine/seine Gruppe zu betrachten. Daraus resultiert, nach meiner Sicht, die Entwicklung der Menschenrechte. Das Kooperation nachhaltig zum Erfolg führt sieht man übrigens auch in der Evolution der Arten.

      Zu Köln möchte sagen dass das ganze Gerede über die Ursachen und die zu ergreifenden Maßnahmen so lange Platzpatronen bleiben, wie die Ereignisse nicht aufgeklärt sind.
      1.Wo sind die Aufzeichnungen der Überwachungskameras?
      2. Wo sind die Fahndungsfotos aus diesem Material?
      3. Wieso gibt es keine Bilder im Internet die die kolportierten Ereignisse zeigen?
      4. Wie viele von den hunderten Anzeigen gehen auf Trittbrettfahrerinnen zurück?
      5. Köln ist ein Ereignis von Rang. Damit wird seit einem Monat massiv Politik gemacht und sicher auch noch länger. Wieso wird im parlamentarischen Untersuchungsausschuss nur das „Versagen“ der Polizei thematisiert und nicht auch inwiefern ein Geheimdienst involviert sein könnte? Massenhafte sexuelle Übergriffe sind auch in den Toolboxen verdeckter Operationen der Aufstandserzeugung zu finden.

      Warum werden diese Dinge nicht öffentlich debattiert?

    • „Sofern man bereit ist die gesamte Spezies als eine/seine Gruppe zu betrachten“

      Ist das Satire? Kein Wolf würde die gesamte Spezies „Wolf“ als seine Gruppe sehen. Gegen wen soll man sich hier auch abgrenzen? Gegen Bären? Nein, das ist Quatsch. Eure heißgeliebten Moslems und Schwarzafrikaner sind im übrigen viel identitärer, als ihr glauben wollt. Die Nordostasiaten machen’s besser, und kümmern sich nicht um die „Menschheit“, sondern sie interessiert nur das Überleben der eigenen „Gruppe“, also die ethnisch-homogene Bevölkerung Chinas, Japans oder Koreas. Das sieht man auch daran, daß Japan nicht Millionen junger Männer aus Nahost einwandern lässt, die die dortigen Frauen terrorisieren würden.

      Europa wird ganz einfach ein Teil der Dritten Welt durch Einwanderung von „low IQ proles“ aus Nahost und Schwarzafrka, die triebgesteuert und heißblütig sowie hitzköpfig sind — die Population der Araber hat einen hohen Anteil des „Krieger-Gens“, des MAOA-2R-Allels (15,6% gegenüber Europäern mit 0,1% bis 0,5%) –, und die zudem eine geringe technische Begabung aufweisen,

      Der Schießbefehl ist im übrigen nichts außergewöhnliches, worüber man sich aufzuregen hätte. Es ist ganz normal, daß ein souveräner Staat seine Grenzen verteidigt, damit der Feind nicht einfallen kann.

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