Wir haben die Seele der Gier-Kultur endgültig satt

Von Dirk C. Fleck.

Die Psychologie hat angesichts der Ratlosigkeit, in der sich die Menschheit zur Zeit befindet, den Begriff der kognitiven Dissonanz geprägt. Wir sehen uns einem Übermaß an Problemen gegenüber, während wir gleichzeitig glauben, dass es dafür keine Lösungsmöglichkeiten gibt. Kognitive Dissonanz. Ein unangenehmes Gefühl. Vor allem, wenn es sich wie ein schleichendes Gift in die Gesellschaft frisst. Um dieses Gefühl abzumildern, um an ihm also nicht verrückt zu werden, bleibt uns eigentlich nur eines: die Probleme in ein anderes Licht zu rücken. Wenn wir sie schon nicht lösen können, so können wir doch wenigstens unsere Einstellung zu ihnen ändern. Also verharmlosen, vertuschen und verdrängen wir wie die Teufel, darin sind wir wirklich brillant.

Wir Menschen haben Jahrzehnte lang in unser Wohnzimmer uriniert. Anstatt aber unsere Lebensweise zu hinterfragen, diskutierten wir lieber über die Saugfähigkeit des Teppichs. Erst jetzt, da der Sättigungsgrad des Teppichs erreicht ist, da immer mehr Menschen bewusst wird, dass der von uns eingeläutete Ökozid an den Nerv alles Lebens geht, beginnen wir allmählich aufzuwachen. Dabei hätte es nicht zwangsläufig so weit kommen müssen. Wir hatten unsere Chance, wir hatten sie immer. Wir konnten sie nur nicht nutzen, weil wir als politisches Gemeinwesen keine Idee besaßen, was und wer wir eigentlich sein wollten jenseits unseres immer kümmerlicher werdenden Konsumentendaseins im Scheinpluralismus weniger Konzerne.

Eigentlich wissen wir es immer noch nicht. Deshalb glauben wir, dass die Lösung unserer Probleme ein Fall für die Wissenschaft geworden ist. Unsere Hoffnungen ruhen auf neuen Wissenschaftszweigen wie der Bionik, dem Geo-Engineering oder der Evolutionstechnik, wir träumen von molekularer Selbstorganisation und versuchen uns an der Züchtung von Stopfkrebsen zum Abdichten unserer Deiche. Wir hören von lernfähigen neuronalen Netzen und einer neuen Computer-Architektur, in der Hardware und Software zu einer Persönlichkeit verschmelzen. Aber verstehen tun wir nichts von alledem. Und wie immer, wenn wir nichts verstehen, wird es auch diesmal schief gehen.

Mit allem, was wir Menschen bisher angefangen haben, sind wir nämlich in die Absurdität des Gegenteils geraten. Mit dem Versuch, die Äcker fruchtbarer zu machen, haben wir sie zu Tode gefoltert. Mit dem Versuch, uns vor Feinden zu schützen, sind wir so nahe wie möglich an den großen Weltbrand geraten. Selbst der Versuch zu heilen und zu helfen geriet immer mehrt an die Grenzen der Unmenschlichkeit.

Unsere Aussichten, so könnte man angesichts der verheerenden Faktenlage meinen, sind alles andere als rosig. Wie es aussieht, stellen die Meere und Wälder ihre globalen Dienstleistungen, die bislang jedem Menschen zugute kamen, demnächst ein. Damit würde der Klimastress zum Dauerzustand werden. Und wie es um das kapitalistische Wirtschaftssystem bestellt ist, brauche ich niemandem zu erklären. Schon jetzt fühlen sich Milliarden Menschen rund um den Globus betrogen und verarscht, sie sind frustriert, ausgebrannt und ohne Hoffnung.

Es mag vielleicht sarkastisch klingen: aber vermutlich braucht es einen so abgrundtiefen Bodensatz an Enttäuschung, um eine wirkliche Bewusstseinsänderung herbei zu führen. In den Herzen der Menschen sitzen nicht nur Wut und Enttäuschung, in Milliarden Herzen wächst etwas heran, was von unschätzbarem Wert ist: die Sehnsucht nach einer besseren Welt! Diese Sehnsucht ist schon heute mit Händen zu greifen und zwar überall auf der Erde. Die Menschen haben die Seele der Gier-Kultur endgültig satt. Jetzt braucht es nur noch diesen einen berühmten Schmetterlingsflügelschlag, um das gewaltige Sehnsuchtspotential kurzzuschließen.

Genau aus diesem Grunde ist es so wichtig, den Menschen eine Perspektive zu bieten. Sie müssen wissen, dass es genügend gesunde Alternativen gibt, um sich aus den Fängen einer erbarmungslosen Wachstumsgesellschaft zu befreien. Sobald sie verstehen, dass es ohne weiteres möglich ist, sich gegenüber den Kapitalinteressen zu emanzipieren, dass es möglich ist, eine Gemeinschaft nach eigenen Vorstellungen aufzubauen, um wieder in den Genuss von Kommunikation und Mitmenschlichkeit zu kommen, werden sie auch den Mut finden, etwas Neues zu wagen. Diese Neuorientierung wird nicht gradlinig verlaufen und viele Irritationen mit sich bringen, aber sie wird den Menschen von Anfang an und bei jedem Schritt etwas zurückgeben, was ihnen solange gefehlt hat: Lebensfreude.

Ich mag gar nicht daran denken, was an kreativen Kräften alles freigesetzt wird, wenn sich die Gemeinschaften auf regionaler Ebene neu organisieren. Wenn immer mehr Menschen verstehen, dass es allemal besser ist, mit der Natur als gegen sie zu leben. Wenn wieder natürliche Kreisläufe in Gang gesetzt werden und eine nachhaltige Wirtschaftsordnung entsteht, wenn Strom zu hundert Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird, wenn eine neue Geld- und Bodenordnung vor Spekulanten und Übervorteilung schützt, wenn ein transparentes und gerechtes Steuersystem allein der Zukunftssicherung verpflichtet ist, weil die Bemessungsgrundlagen nicht mehr am Umsatz, Verdienst und Gewinn orientiert sind, sondern am Verbrauch. Eine Rohstoff- und Energiesteuer zum Beispiel würde den Ressourcenverbrauch auf ein erträgliches Maß senken.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es den Menschen Spaß bringen würde, auf ihrer versauten Erde gemeinsam aufzuräumen und sich neu einzurichten. „Tausche Leid gegen Glück“ – so etwa müsste das Motto heißen, nach dem die gewaltige ordnungspolitische Aufgabe gestemmt werden muss. Und wenn erst einmal der wahnsinnige Geld- und Warentransfer rund um den Globus eingestellt ist, wenn die Menschen sich wieder nach dem richten, was ihre Region hergibt, dann besteht sogar die Chance, dass sie ihre kulturellen Wurzeln wiederentdecken, was wiederum zu Vielfalt und Verständnis führen würde.

Mit einem Sprung zurück ins Mittelalter, wie uns die Verfechter des alten Systems immer wieder weismachen wollen, hat das alles nichts zu tun. Die globalisierte Welt lässt sich nicht auf Knopfdruck abstellen. Globalisierung bedeutet per se ja nichts Schlechtes. Es ist von enormem Vorteil, wenn sich die Menschen ihrer gemeinsamen Verantwortung für den Planeten bewusst werden.

Wenn sie im gleichen Geiste wirtschaften und sich rund um den Globus auf das neueste Niveau der Umwelttechnik begeben. In der Verkehrspolitik zum Beispiel, im Nahverkehr ebenso wie im Fernverkehr. Die Flugzeuge würden mit kalt gepresstem Öl fliegen und in den Städten würde ein Netz hochmoderner Kabinenbahnen gespannt, die auf Magnetstreifen dahinschweben, wo einst die Autos stinkend im Dauerstau standen. Auch in der Landwirtschaft und dem Bauwesen könnte man weltweit sehr schnell zu gemeinsamen Standards kommen.

Die zu Zwangsernährern mutierten Bauern wären nicht länger Sklaven der Banken, der Maschinenfabriken und der Chemieindustrie. Sie würden wieder mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie. Permakultur hieße das Zauberwort. Ein gesunder Boden enthält pro Kubikmeter 60 000 000 000 000 Bakterien, 1000 000 000 Pilze und 600 Regenwürmer, die betreiben ihre eigene Landwirtschaft, die brauchen keine Chemiebomben. Im Bauwesen würden die Gesetze der Baubiologie angewandt: nachwachsende Rohstoffe statt Beton – leicht zu verstehen, leicht umzusetzen. Nachwachsende Rohstoffe würden auch für die Kleidung benutzt, eine Hose aus den seidenen Fäden der Brennnesselpflanze trägt sich ungleich angenehmer als irgendein textiler Kunststofffummel.

Ich könnte hunderte von Alternativen benennen, für jeden Lebensbereich gleich mehrere. Sie sind bereits vorhanden. Erforscht und erprobt. Ob es sich um alternative Antriebe oder um gesunde Nahrung handelt, um Vorschläge für ein zukunftsfähiges Krankenversicherungssystem oder die Neuordnung der Demokratie durch Expertenparlamente – alles ist vorhanden oder angedacht, es wartet nur darauf, dass wir uns bedienen.

Der Mensch ist schlau, er hat immer Auswege parat gehabt, wenn es zur Krise kam. Aber nie zuvor in seiner Geschichte ist seinem Erfindungsreichtum ein solcher Riegel vorgeschoben worden, wie zu Zeiten der kapitalen Gier. Kaum zu glauben aber wahr: Das Profitinteresse einer kriminellen Finanz- und Wirtschaftselite hat in den letzten Jahrzehnten jede vernünftige Problemlösung im Ansatz blockiert. Jetzt haben sie den Salat, jetzt doktern sie hysterisch an den Symptomen herum. Dabei verkennen sie eines: sie haben es nicht mit einem Fehler im System zu tun, ihr ganzes verdammte System ist ein Fehler! Gut, dass sich dies inzwischen herumgesprochen hat, dass die Menschen ihnen nicht mehr glauben, dass sie bereit sind, etwas Neues zu wagen.

Ich bin nicht sicher, wie sich die Dinge im Detail entwickeln werden. Aber ich bin sicher, dass wir in Zukunft wieder in einer Gesellschaft leben, die ihr Glück nicht aus pausenloser Mobilität und der 24-stündigen Beleuchtung des gesamten Planeten herleitet. Der Umbau unserer globalen Konsumkultur wird vielleicht das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit sein. Diese Aufgabe können wir aber nur lösen, wenn wir uns als politisches Gemeinwesen verstehen. Weltweit.

Die Chancen stehen gut, denn die Verletzungen, die uns der alte, auf Raubbau getrimmte Suprakapitalismus zugefügt hat, sind weltweit zu beobachten. Grund genug, sich weltweit zu solidarisieren. Vielleicht kriegen wir ja tatsächlich zustande, was Stanislav Lem der Zivilisation mit Recht absprach: spirituelles Bewusstsein. Respekt vor der Schöpfung, Demut und Toleranz im Miteinander – damit könnte ich leben …

PS: Dieser Artikel wurde erstmals 2014 auf NGO-Online und später auf Free21 veröffentlicht, er hat aber nichts von seiner Brisanz verloren, weshalb er hier erneut zur Diskussion gestellt wird.

 

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

48 Kommentare zu: “Wir haben die Seele der Gier-Kultur endgültig satt

  1. Lieber Herr Fleck,

    Ihre Einschätzung , dass nur “ abgrundtiefer Bodensatz an Enttäuschung“ eine “ wirkliche Bewusstseinsveränderung „herbei führen kann, halte ich für realistisch, gar nicht für sarkastisch. Das hat auch nichts mit Boshaftigkeit zu tun, so zu denken.
    Sondern das hat mit Gesetzmässigkeiten zu schaffen. Die ganze Menschheit ist zwar kein einzelner Mensch. Aber Bewusstsein beginnt beim Einzelnen, und die Menschheit besteht aus einzelnen Individuen. Beim einzelnen Menschen ist das genauso, wie Sie das beschrieben haben. Das ist meine Erfahrung: Erst durch einen Schock kam ich aus mir raus.

    Wenn die Erde wie der Körper der Menschheit ist und sie einem sozusagen unter dem Arsch weggezogen wird, ist man plötzlich draussen aus diesem „Körper“. Man ist über die Schwelle gegangen. Worauf dabei (Nahtoderfahrung) ALLES ankommt, ist, das BEWUSST zu erleben. Diese Ent-täuschung WACH durchzumachen. Nur so lernt man dadurch etwas.
    Manche machen sowas unbewusst durch und erinnern sich nachher an nichts. Und mein Eindruck ist der, dass mittlerweile die ganze Menschheit schon über die Schwelle hinaus ist, ohne das bemerkt zu haben.
    Die Leute haben allgemein ein blindes Vertrauen in die Chemie. Eine Nachbarin hier geht andauernd mit der Giftspritze duch ihren sterilen Garten. Der englische Rasen sieht aus wie aus Plastik. Die führt Krieg gegen die Bienenweide, gegen Gänseblümchen, Klee und so weiter. Ueberall Todeskräfte statt Lebenskräfte.
    Kunstdünger statt Pferdemist, Kuhmist und Hornspäne und Kompost. Ihre Garage und meine sind getrennt durch ein Spalier, das mit Efeu überwachsen ist. Da waren Blattläuse am Efeu, die von Ameisen „gemolken“ wurden.
    Ein für mich hochinteressantes Phänomen !
    Die Frau hat Gift gespritzt und die Tierchen sinnlos getötet. Warum ? Keine Ahnung. Die Tiere richten keinen wirklichen Schaden an.

    Anderer Nachbar – Beamter im Ruhestand – hat genausolchen Rasen, nur darunter lauter elektrische Leitungen neben Bewässerungsschläuchen verlegt. Völlig sinnloser Kokolores. Hier ist Wassereinzugsgebiet. Alles wächst wie verrückt.
    Ich habe nahe einem Zaun, der unsere Grundstücke trennt, mit der Mistforke gearbeitet und plötzlich schoss eine Wasserfontäne aus der Erde. Das ragte etwas unter dem Zaun durch. “ Da haben Sie aber Glück gehabt“ sagte der Gärtner, der das reparierte. „Direkt daneben ist ein Elektrokabel.“
    Der Beamte hat Heidelbeersträucher unter Gitternetzen. Drinnen waren Schmetterlinge gefangen.
    Was für eine Bewusstlosigkeit muss da sein, um Schmetterlinge hinter Gitternetze zu sperren ?
    Und dann sägte der noch die letzten Obstbäume ab, damit dieser langweilige Rasen grösser erscheint.
    Bloss findet dort keine Biene und keine Hummel eine Weide. Alles tot. Englischer Rasen in Deutschland.

    Ich nehme hier gar keine Chemie, nur Pferdemist, Kuhmist und Hornspäne mit Kompost. Nehme Kuh-Hörner, fülle die im Herbst mit Kuhdung, verschliesse die Hörner mit Lehm und vergrabe die den Winter durch in der Erde.
    Im Frühjahr grabe ich die aus, gebe den Inhalt in die Regentonne, rühre kräftig um und „impfe“ mit dem Wasser den Kompost. Das ergibt einen super Wurzeldünger. Nachteil ist, dass auch sog. Unkraut hochschiesst, aber selbst Giersch kann man zu Salat verarbeiten, und es blüht auch schön ! Warum das bekämpfen ?
    Bevor diese Menschheit BEMERKT, dass sie schon „klinisch tot“ ist und Reanimation braucht, muss ein SCHOCK kommen.
    Früher dachte ich: Wenn die doch Drogenerfahrung hätten, dann würden die die Chemie mit Vorsicht behandeln.
    Aber selbst solche Dinge sind kein Weg für alle. Wenn man sich die Finger verbrannt hat, respektiert man das Feuer.
    Aber manche merken das noch nichtmal. Ein Zuckerkranker soll kalte Füsse gehabt haben und die Füsse in den Backofen(!) gesteckt haben, OHNE zu merken, dass die anbrannten. Vielleicht hat der dabei die BLIND Zeitung gelesen ?

  2. Sehr geehrter Herr Fleck,
    Ihre Analyse über die globale Weltproblematik entspricht voll meiner Sicht.
    Bezüglich der Zukunft der Menschheit sehe ich allerdings eher schwarz, die Ultrareichen, die den Gierkapitalismus weltweit umsetzen – über gelenkte Medien – haben mit Hilfe der US-Militärindustrie die ganze Welt im Griff. Eine wirksame Gegenbewegung ist nicht in Sicht und im Übrigen leicht von den US-kontrollierten Netzen störbar….
    M.E. läge die Lösung in der Lokalisierung (statt Globalisierung), d.h. regionale stabile autonome Einheiten, drastisches Verteuern des Verkehrs…. Leitmotiv müsste die Pascal’sche Maxime sein („Alles Leid des Menschen ist darin begründet, dass er verlernt hat, still und ruhig dazusitzen“). In einer vernünftigen Welt auf Basis des „Lokalisierungsgedankens“ werden die Anforderungen an Verkehrstechniken ganz anders aussehen, technische Lösungen für den heutigen Flugverkehrswahn braucht man sicher nicht zu erdenken.

  3. Sehr geehrter Herr Fleck,
    Ihre Analyse über die globale Weltproblematik entspricht voll meiner Sicht.
    Bezüglich der Zukunft der Menschheit sehe ich allerdings eher schwarz, die Ultrareichen, die den Gierkapitalismus weltweit umsetzen – über gelenkte Medien – haben mit Hilfe der US-Militärindustrie die ganze Welt im Griff. Eine wirksame Gegenbewegung ist nicht in Sicht und im Übrigen leicht von den US-kontrollierten Netzen störbar….
    M.E. läge die Lösung in der Lokalisierung (statt Globalisierung), d.h. regionale stabile autonome Einheiten, drastisches Verteuern des Verkehrs…. Leitmotiv müsste die Pascal’sche Maxime sein („Alles Leid des Menschen ist darin begründet, dass er verlernt hat, still und ruhig dazusitzen“). In einer vernünftigen Welt auf Basis des „Lokalisierungsgedankens“ werden die Anforderungen an Verkehrstechniken ganz anders aussehen, technische Lösungen für den heutigen Flugverkehrswahn braucht man sicher nicht zu erdenken.

  4. Lieber Herr Fleck! Ich meine, der schlimmste Irrglaube des Menschen ist der Glaube an Macht und Gewalt. Dies betrifft die aktive Seite, aber auch die passive. Und dieser Glaube richtet sich immer gegen die innere(die Menschenseele) und gegen die äußere(unsere Umwelt)Natur. So lebt die Menschheit seit vielleicht 10 000 Jahren gegen die innere sowie die äußere Natur. Das gilt es erst einmal für alle klar zu erkennen und dann zu überlegen, was die Ursache dafür gewesen ist. Doch dafür müssen die Einzelnen in ihrem Denken sich aus dem pseudo – schützenden Mainstream lösen und die Pseudohaftigkeit einer Befriedigung durch Gier erkennen. Nur wer wahre Freude bewusst sich bewusst gemacht hat, weiß sie zu schätzen. Wahre Freude bereitet zum Beispiel die wertungsfreie Wahrnehmung mit eigenen Sinnen von Schönheit und Güte(z.B. der Vollkommenheit in der Natur) und die schöpferische Beschäftigung damit. Unsere Gier bestärken wir immer nur mit negativen Emotionen(z.B. Neid und Macht-Geilheit) und Akzeptanz von Gewalt. Es geht heute um die Selbstbesinnung, den Blick nach Innen. Mit Maßnahmen von außen wird alles immer nur noch schlimmer. Ich glaube, dass gute Literatur da sehr hilfreich sein kann, die Psyche betreffende Werke wie die von Erich
    Fromm, nur um ein Beispiel zu nennen, was mir gerade einfällt. Wir haben ja mit der Literatur einen großen Schatz an Vorgedachtem.

  5. Herr Fleck kennen Sie die Kunst des Liebens von Erich Fromm ? Wenn ja würde mich Ihre Meinung dazu interessieren. Ihre Texte kann ich nur als Wahrheit erkennen. Und doch kann ich daran nichts negatives erkennen. Könnte es sein das wir jetzt lernen was es bedeutet wenn man zu lange weg schaut ? Sprich wir lernen von nun an auf die harte Tour was es heisst Verantwortung zu übernehmen oder eben auch nicht und dafür die Konsequenzen zu übernehmen ? Hochachtungsvoll Einervonvielen

    • „Die Kunst des Liebens“ kenne ich. Und ich stimme Ihnen zu, dass uns nur noch die harte Tour zur Einkehr zwingen kann, wenn überhaupt …

    • Da frage ich mich gerade, wie oft wir mit der harten Tour schon gescheitert sind.

      Wie wäre es wenn man es mal mit etwas neuem Versucht? Also weder der Liebestour, noch der harten Tour.

      Wie wäre es wenn wir es einfach mal auf logische Tour versuchen…

    • Der Souverän Die harte Tour ist ja kein Konzept, das wir uns zur Rettung der Welt ausgedacht hätten, sie wird uns durch die zusammenbrechenden Naturhaushalte diktiert – ob die „logische Tour“ dagegen noch etwas auszurichten vermag wage ich zu bezweifeln

    • Dirk C. Fleck

      Ok, „die harte Tour“ ist auch sehr allgemein gehalten und damit unbestimmt. Im Grunde weiß ich also gar nicht „worüber wir reden“.

      Das aber
      „Ich bin fest davon überzeugt, dass es den Menschen Spaß bringen würde, auf ihrer versauten Erde gemeinsam aufzuräumen und sich neu einzurichten. „Tausche Leid gegen Glück“
      hört sich nicht so hart an.

      Das hört sich eher vernünftig an. Wobei natürlich eine harte Tour auch vernünftig gefahren werden kann.

      Wenn das oben geschriebene aber Deine Überzeugung ist, ließe die sich logisch sehr gut umsetzen.

  6. Der Text ist doch gut.

    Der Mensch ist schlau, er hat immer Auswege parat gehabt, wenn es zur Krise kam. Aber nie zuvor in seiner Geschichte ist seinem Erfindungsreichtum ein solcher Riegel vorgeschoben worden, wie zu Zeiten der kapitalen Gier.

    Da fällt mir Marc Aurel zu ein:

    14.

    Der gebildete und bescheidene Mensch sagt zu der alles spendenden und wieder nehmenden Natur: Gib, was du willst, und nimm, was du willst; doch sagt er dies nicht mit trotzigem Sinne, sondern mit Gehorsam und Gelassenheit.

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/des-kaisers-marcus-aurelius-antonius-selbstbetrachtungen-1479/10

    36.

    Laß dich nicht durch die Betrachtung deines Lebens in seiner Gesamtheit entmutigen! Fasse nicht alle Unannehmlichkeiten, die dir vielleicht noch begegnen könnten, nach Beschaffenheit und Menge auf einmal in Gedanken zusammen, sondern frage dich vielmehr bei jeder einzelnen, wenn sie da ist: Was ist denn daran eigentlich nicht zu ertragen und auszuhalten? Du mußt dich ja schämen, es zuzugestehen. Denke ferner daran, daß weder das Zukünftige noch das Vergangene, sondern immer nur das Gegenwärtige dir lästig werden kann, des letzteren Last aber gemildert wird, wenn du erwägst, wie kurz es ist, und wenn du deiner denkenden Seele die Schwäche vorhältst, daß sie nicht einmal eine kleine Bürde aushalten könne.

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/des-kaisers-marcus-aurelius-antonius-selbstbetrachtungen-1479/8

    52.

    Wer nicht weiß, was die Welt ist, der weiß auch nicht, wo er lebt. Wer aber den Zweck seines Daseins nicht kennt, der weiß weder, wer er selbst noch was die Welt ist. Wem aber diese Kenntnis fehlt, der kann auch seine eigene Bestimmung nicht angeben. In welchem Lichte erscheint dir nun ein Mensch, der die Lästerung derer fürchtet oder um den lauten Beifall derer buhlt, die nicht wissen, wo oder wer sie selbst sind?

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/des-kaisers-marcus-aurelius-antonius-selbstbetrachtungen-1479/8

    Und das wusste Marc Aurel bereits vor mehr als 1.500 Jahren.

    Uns fehlt Demut, Bescheidenheit und Identität mit Dingen.

    Wir lassen uns zu leicht ablenken, verführen und kaufen von Gegenständlichem.

    Der Vorteil ist: wir können es lernen, wie es wieder bescheidener wird und der Welt zuträglicher ist.

    Daran glaube ich.

  7. @Michael Kanellos: Du hast recht. Das mit dem Gebiss stimmt nicht. Primaten haben ausgeprägtere Eckzähne als Menschen, ein ausgeprägteres Gebiss insgesamt, aber die Eckzähne dienen auch bei ihnen wie bei uns dem kräftigen Kauen und es sind keine Reißzähne, wie bei den Raubtieren. Diejenigen, die das glauben, haben das wahrscheinlich in Spielfilmen so gesehen. Außerdem wird ja von Seiten der Tiernutzindustrie jede Menge Blödsinn verbreitet, der dann auch leider von vielen geglaubt wird. Um ein bisschen Klarheit reinzubringen: Es gibt 4 Haupttypen von Säugetieren, deren Ess-und Verdauungsorganismus jeweils genau auf ihre natürliche Nahrung schliessen lässt. Raubtiere mit spitzen Reisszähnen und zugespitzten Backenzähnen zum Zertrennen der Muskelfasern, einem relativ kleinen, runden Magen und einem Darm, der in seiner vergleichsweisen Kürze zu unserem nur eine kurze Rutsche ist. Dann gibt es die Mischesser, deren repräsentstivste Art die Bären sind. Die haben ein Gebiss, das sich zum Fleischverzehr und gleichzeitig zum Pflanzenverzehr eignet. Sie haben diese Reißzähne und ihre Backenzähne sind flächig sowie auch mit Spitzen versehen. Dann gibt es die Gruppe der Weidetiere, die das entsprechende Gebiss zum Fressen von Gras und Grünzeug haben und einen sehr langen, komplizierten Verdauungstrakt. Zuletzt die sog. „Fruchtesser“, die aber auch Blätter und Wurzeln essen und deren gesamte organische Ess-und Verdauungsanlage ziemlich genau der unseren gleicht. Diese Beschreibung kann man nachlesen in dem Büchlein „Die heilige Wissenschaft“ von Sri Yukteswar Giri, dem einstigen Lehrer des Yogananda. Er hatte ein abgeschlossenes Medizinstudium und kannte sich deshalb in der Anatomie der Säugetiere genau aus.

  8. Es gibt keine Kultur der Gier im eigentlichen Sinn – es gibt ’nur‘ die Interessen von Monopolisten, die Diktaturen (die sie begünstigen) wollen und die keinerlei Interesse an Arbeitnehmerrechten und echter Marktwirtschaft haben.
    Die Lobbyisten dieser Monopolisten haben in der westlichen Politik bereits seit einiger Zeit sehr viel zu sagen und daher kommen zum großen Teil die massiven Irregulariäten der westlichen Politik, die mit Diktaturen und korrupten Regimes verbündet ist. Das Ganze ist bei manchen Protagonisten dieser Politik (nicht bei allen!) noch ‚unterstützt‘ durch Rassismus, der verlogen bemäntelt wird (da in erster Linie die Einwohner Afrikas und Asiens davon betroffen sind). So kommt es aber zu einer stillschweigenden Duldung der Lobbypolitik durch die Rechtspopulisten und Rechtsradikalen. Deshalb schreiben einige Massenmedien auch gerade die ‚AfD‘ zur angeblichen ‚Protespartei‘ um mittels hyperventilierender Propaganda.

    Ich halte es für einen grundlegenden Fehler, daraus eine ‚Gier der westlichen Welt‘ oder so etwas wie ‚unsere Gier‘ zu dichten. Damit bemäntelt man nämlich sogar die echten Machenschaften, die in ganz konkret umgesetzem Lobbyismus einzelner Firmen und bestehen, denen sogar ‚failed states’lieber sind als Demokratien, solange sie im ‚failed state‘ die Konkurrenz ausschalten können.

    • „Es gibt keine Kultur der Gier im eigentlichen Sinn“

      Doch die gibt es. Ist Ihnen schon aufgefallen, das viele Menschen oft davon reden wie billig sie etwas gekauft haben? Aber wie viele hinterfragen was sie kaufen? Das Aussehen ist zum wichtigsten Gut geworden. Ehrlichkeit, Sinnhaftigkeit, Gerechtigkeit, das ist den meisten wurscht. Wenn sie eine Hose kaufen ist es ihnen egal wie viel Wasser dadurch verseucht wurde, wichtig ist nur das die Hose billig war und das sie gut aussieht. Ob die Schuhe durch Kinderarbeit hergestellt wurden ist auch egal, wichtig ist nur das sie billig waren und das sie gut aussehen. Ob Ob tausende von Schweinen auf engstem
      Raum dahinvegetieren ist auch egal, wichtig ist nur das die Extrawurst billig ist und das Wienerschnitzl auf dem Teller gut aussieht.
      Wenn jetzt Mario Drahgi jeden EU Bürger 1500 Euro schenken will, egal ob derjenige mit 700 Euro im Monat auskommen muss (mit 500 E Miete) oder ob derjenige ein großes Haus hat und 6000 E im Monat verdient, nur damit die Trottel etwas kaufen das sie gar nicht benötigen.
      Das was gerade passiert, das die Menschen den Konsum herunterfahren ist sehr positiv. Für die EU ist es aber der reinste Albtraum. Zugegeben, es könnte ein Anzeichen dafür sein, dass Menschen umdenken. Es wird aber mit allen Mitteln dagegen gearbeitet, und zwar nur aus einem Grund. Aus Gier. Geiz ist geil und Sex sells, das ist die europäische Kultur und natürlich auch die amerikanische und die Kultur überall dort wo der Kapitalismus noch vertreten ist. Herr Kanellos, vielleicht belügen sie sich ja selbst? Vielleicht erkennen Sie ihre Lügen nicht mehr? Vielleicht werden Sie auch bezahlt, dafür das Sie hier Schreiben. Ich weiß das nicht, aber die Zukunft dieser Welt hängt auch an ihnen. Alles was sie benutzen, essen, sehen, angreifen, es gehört ihnen nicht. Sie haben es sich nur von den Menschen geborgt die noch nicht geboren wurden.

    • @Eiszeit

      Stimmt auffallend: Die Gier nach Schnäppchen ist so weit verbreitet, daß kein aufrichtiger Mensch sie ernsthaft zu leugnen wagt. Auch das perfekte Äußere oder was man dafür hält, erfreut sich steigender Beliebtheit. Wer Geld hat, zeigt seinen Status möglichst auffällig, wer viel Geld hat, verbirgt in eher, scheut die Öffentlichkeit und legt sein Geld dort an, wo es am meisten einbringt. Sogar wer Milliarden hat, will immer noch mehr, kann einfach nicht genug kriegen. Doch leidet der heutige Mensch nicht nur an seiner Gier, die er im Grunde niemals zu befriedigen vermag, weil sie Ausdruck verleugneter existentieller Beürfnisse ist.

      Die meisten Menschen in unserem Kulturbereich – und in ähnlichen historischen Perioden – sind gierig: gierig nach Essen, Trinken, Sex, Besitz, Macht und Ruhm. Dabei kann sich ihre Gier mehr auf das eine oder auf das andere dieser Objekte richten. Was alle gemeinsam haben, ist, daß sie unersättlich und daher nie zufrieden sind. Die Gier ist eine der stärksten, nicht instinktiven Leidenschaften im Menschen, und es handelt sich dabei ganz offensichtlich um das Symptom einer psychischen Dysfunktion, einer inneren Leere und eines fehlenden Mittelpunktes der Persönlichkeit. Gier ist eine pathologische Manifestation einer nicht geglückten Entwicklung der Persönlichkeit, sie ist eine der fundamentalen Sünden in der buddhistischen, der jüdischen und der christlichen Ethik.

      Ein paar Beispiele sollen den pathologischen Charakter der Gier veranschaulichen. Bekanntlich wird übermäßiges Essen und zwanghaftes Einkaufen, die eine Form der Gier darstellen, häufig durch depressive Zustände verursacht; sie sind ein Versuch, der depressiven Stimmung zu entrinnen. Das Essen oder Einkaufen ist ein symbolischer Akt, der dazu dient, eine innere Leere auszufüllen, wodurch man für den Augenblick seine Depression los wird. Gier ist eine Leidenschaft – das heißt, sie ist mit Energie geladen und treibt den Menschen unerbittlich dazu, die Objekte seiner Gier zu erlangen.

      In unserer Kultur wird die Gier erheblich verstärkt durch all jene Maßnahmen, die dazu dienen, jedermann zum Konsumenten zu machen. Natürlich muß ein gieriger Mensch nicht aggressiv sein, vorausgesetzt daß er genug Geld hat, sich zu kaufen, was er haben möchte. Aber der Gierige, der nicht die nötigen Mittel besitzt, muß zum Angriff übergehen, wenn er seine Wünsche befriedigen will. Das drastischste Beispiel hierfür ist der Drogensüchtige, der von seiner Gier nach der Droge besessen ist (obwohl dieser Drang in seinem Fall in ständig zunehmendem Maß durch physiologische Ursachen verstärkt wird). Die vielen, die nicht das Geld besitzen, sich Drogen zu kaufen, rauben, machen Überfälle oder morden sogar, um an die Droge zu kommen. So destruktiv ihr Verhalten ist, ihre Aggression ist instrumental und nicht ihr Ziel. Historisch gesehen ist die Gier eine der häufigsten Ursachen der Aggression und vermutlich ein ebenso starkes Motiv für die instrumentale Aggression wie das Verlangen nach dem, was objektiv notwendig ist.

      Das Verständnis dafür, was Gier ist, wird dadurch erschwert, daß sie mit Eigeninteresse gleichgesetzt wird. Letzteres ist der normale Ausdruck eines biologisch gegebenen Triebs, des Triebs zur Selbsterhaltung, der darauf ausgerichtet ist, sich das zu verschaffen, was für die Erhaltung des Lebens oder für die Aufrechterhaltung des gewohnten traditionellen Lebensstandards notwendig ist. Wie Max Weber, Tawney, von Brentano, Sombart und andere gezeigt haben, waren die Menschen des Mittelalters von dem Wunsch motiviert, ihren traditionellen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, ganz gleich ob es sich um einen Bauern oder Handwerker handelte. Die Forderungen der aufständischen Bauern im sechzehnten Jahrhundert gingen nicht darauf aus, das zu bekommen, was die Handwerker in den Städten hatten, und die Handwerker strebten ihrerseits nicht nach dem Besitz eines Feudalherrn oder eines reichen Handelsherrn. Selbst im achtzehnten Jahrhundert treffen wir noch auf Gesetze, die es einem Kaufmann verbieten, seinem Konkurrenten Kunden dadurch abspenstig zu machen, daß er seinen Laden attraktiver ausstattet oder seine Waren zum Nachteil eines anderen Kaufmanns anpries. Erst mit der vollen Entwicklung des Kapitalismus – wie auch früher schon in vergleichbaren Gesellschaftssystemen, zum Beispiel dem des Römischen Reiches – wurde die Gier zum Hauptmotiv einer ständig wachsenden Zahl von Bürgern. Trotzdem ist die Gier – vielleicht aufgrund einer noch immer vorhandenen religiösen Tradition – ein Motiv, zu dem sich kaum jemand zu bekennen wagt. Man hat das Dilemma dadurch beseitigt, daß man Gier als Verfolgung des Selbstinteresses rationalisierte. Die logische Schlußfolgerung lautet: Die Verfolgung eigener Interessen ist ein biologisch bedingtes Streben, das in der menschlichen Natur verankert ist; Verfolgung des Selbstinteresses ist gleich Gier; folglich ist die Gier in der menschlichen Natur verwurzelt – und keine charakterbedingte menschliche Leidenschaft. Quod erat demonstrandum. Quelle: Erich Fromm in „Anatomie der menschlichen Destruktivität“

      Daher kommt es, daß viele Menschen weder die strukturelle Gier in der modernen Gesellschaft noch die strukturelle Gewalt zu erkennen in der Lage sind, und schon gar nicht, sich ihr zu entziehen. Gier gehört heute zum modernen Lebensgefühl wie das das Smartphone, das Kino oder der Supermarkt. Selbstredend muß man als gieriger Mensch derartige Betrachtungen rundheraus ablehnen, besonders wenn man seine Brötchen als Auftragsschreiber in Internetforen verdient 😉 Dieser Verdacht wurde hier im Forum schon häufiger zum Ausdruck gebracht, aber ich fürchte, er ist hier nicht der einzige 🙁 KenFM und einige andere Portale werden ja von den Profiteuren des Status Quo und deren Handlangern durchaus als reale Gefahr wahrgenommen, wie diverse öffentlich absolvierte Hetzversuche nur allzu deutlich machen, Stichwort Jutta Dithfurth (https://www.youtube.com/watch?v=VeslqPDJI2M) oder RT-Deutsch (https://deutsch.rt.com/27507/inland/rt-deutsch-nun-offiziell-unbedenklich-landesmedienanstalt-thueringen-erklaert-ausstrahlung-durch-salve-tv-fuer-zulaessig/), wo man erfolglos versucht hat, die Ausstrahlung des Fehlenden Parts zu verbieten. Man sieht, es gibt durchaus handfeste Bemühungen, alternative Medien zu eliminieren oder wenigstens die Kommentierenden dort zu stören, indem man sie gegeneinander aufhetzt oder sonstwie provoziert und Stunk macht. Da liest man dann menschenverachtende Äußerungen ebenso wie gebetsmühlenartigen Wiederholungen, daß alles gut sei und Gesellschaftskritiker lediglich kranke Pessimisten, keinerlei Kriegsgefahr bestünde und Atomverseuchung nicht so schlimm wäre, weil es gäbe noch viel Schlimmeres usw.

      Mit anderen Worten: Es wäre kaum vorstellbar, daß hier keine Auftragsschreiber zugange sind 😉

    • @Eiszeit: „Ist Ihnen schon aufgefallen, das viele Menschen oft davon reden wie billig sie etwas gekauft haben?“

      Das hat aber oft nichts mit Gier zu tun.
      Gehen Sie mal in ein Reformhaus und kaufen Sie glutenfreies Brot! (Ich hatte vor Jahren angeblich ne Gluten-Überempfindlichkeit. Solches Brot gibt’s nur im Reformhaus) Da stehen Ihnen die Haare zu Berge was das kostet!
      Einen Hartz IV Empfänger werden Sie dort nicht antreffen.

      Die eigentliche Gier lauert doch woanders. Da wirbt ein „Finanzdienstleister“ täglich im TV damit, dass

      „wenn sie gestern X Euro in Y investiert hätten, hätten Sie heute -als Beispiel- 79% Gewinn.“ (entspricht umgerechnet 28.835% Jahres-„Gewinn“ !)

      Das muss man sich mal verinnerlichen, welcher Frontalangriff hier auf die Gier gefahren wird. Solche Werbung wird aber nicht etwa verboten (meiner Ansicht nach verstößt das gegen die „guten Sitten“).

  9. @Changnoi, noch mehr selbstherrliche Vorurteile und Fehlinterpretationen, anstelle von Antworten auf meinen Text. Schade! Ich habe schon in der 1970er Jahren begonnen, mit dem Fleischessen aufzuhören, nachdem ich die ersten Fotos aus einer Hähnchenmastanlage gesehen hatte. Einfach aus dem Erschrecken und Erkennen heraus, welche Hölle wir Menschen Tieren bereiten.
    Dass das Tiere-Essen nicht allein für die Seele schädlich ist, sondern für unseren ganzen Organismus und für den Organismus des ganzen Planeten, das habe ich erst mit der Zeit alles erfahren können. Ihr scheint den aktuellen Stand seriöser Forschung gar nicht zu kennen. Es ist schon lange wissenschaftlich bewiesen, dass das tierische Protein im Gegensatz zum pflanzlichen vom menschlichen Organismus nicht so gut verdaut werden kann und Ablagerungen im Gewebe hinterlässt, folglich alle möglichen Krankheiten provoziert. Der Mensch als Nachfahre des Primaten ist nicht Allesesser von Natur aus, sondern Frucht-und Blattesser.
    Was die globale Ökologie und die Ökonimie betrifft, scheint ihr ebenfalls keine Ahnung von der Wirklichkeit zu haben.
    Es hat seit Jahrzehnten wissenschaftliche Studien gegeben, die immer wieder zu dem Schluss kamen, dass die Nutztiezucht auf der Erde die größten Schäden anrichtet in jeder Beziehung.
    Hier die beiden letzten, aktuellen:

    1.Eine Studie der Universität Wien zeigt, dass die Klimabilanz von Tierprodukten noch wesentlich schlechter ist als bislang angenommen. Aussagen von Kurt Schmiedinger, Diplom-Geophysiker und Doktor der Lebensmittel- Wissenschaften in einem Interview mit GEO:
    „Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass wir bis zum Jahr 2050 80% der Klimastabilisierungskosten – 32 Millionen US-Dollar- sparen könnten, wenn wir auf die Nutztierhaltung ganz verzichteten. “
    „Jede Form von Fleischproduktion ist extrem ineffizient, was die Kalorienausbeute betrifft.“
    „Wir verfüttern 40% der Weltgetreideernte und 80% der Sojaernte an Nutztiere – und produzieren daraus primär Exkremente. Unter dem Gesichtspunkt der Welternährungssituation ist das natürlich Wahnsinn.“
    „Die Klimabilanz von Biofleisch ist letzlich auch nicht gut.“
    „Wenn wir eine Gesamtbilanz aufstellen, die Welternährungssituation, Flächenverbrauch, Ökologie, Gesundheit und Tierschutz einschliesst, dann kann die Schlussfolgerung nur sein: Wir müssen weg von der Tierhaltung, hin zu einer effizienten Verwendung pflanzlicher Kalorien.“
    „Wenn man einige Dinge beachtet, wird die vegane Ernährung zum gesundheitlichen Trumpf.“

    Das gesamte Interview:
    www.geo.de/GEO/natur/oekologie/fleischkonsum-und-klima-wir-muessen- weg- von-der-tierhaltung-71985.html?utm_source=facebook&utm_medium=mweb_sharing

    2.Proc.Nat/Acad.Sci. U.S.A. Published online March 21, 2016
    Auch eine aktuelle Studie, die online in „Proceeding of the National Academy of Sciences of the Unites States of America“ veröffentlicht wurde, zeigt klar, dass eine vegane Ernährung am besten für die Umwelt und die menschliche Gesundheit ist.
    (Ich muss diese Forschungsergebnisse nicht auch noch wiedergeben, da sie im Grunde identisch sind mit der Wiener Studie.)

    Dies soll hier mein letzter Beitrag sein, denn eine seriöse Auseinandersetzung scheint bei der Indoktriniertheit und Vorurteilshaftigkeit der Kommentatoren nicht möglich.

    Ich hoffe nur, dass der Autor des Artikels diese Zeilen auch mit liest. Ein Kommentar von ihm würde mich jetzt noch interessieren.

    • Niemand hier wendet sich voll und ganz gegen vegetarische Ernährung und niemand hier möchte dich davon überzeugen, dich nicht vegetarisch zu ernähren. Es ist aus meiner Sicht auch vollkommen unbestritten, daß wir Menschen Tierprodukte nicht wirklich benötigen, um zu überleben und dabei gesund zu bleiben. Doch ist das Fleischessen nicht die Ursache der gesellschaftlichen Verwerfungen, sondern vielmehr die Abwendung des Menschen von seinem Menschsein. Fleisch gehört in fast allen Ländern zur überlieferten Nahrung dazu. Die Inuit, die du zuvor anführtest, konnten dort, wo sie lebten, gar nicht anders überleben als durch Fleischverzehr.

      Darüber, wie genau unsere affenartigen Vorfahren beschaffen waren, gibt es auch heute nur Vermutungen. Fakt ist dagegen, daß auch heute lebende Menschenaffen hin und wieder Fleisch essen, obwohl sie sich vorwiegend von Früchten ernähren. Schau dir doch einmal das Gebiß von fleischfressenden Säugetieren an und vergleiche es mit dem reiner Pflanzenfresser. Das auffälligste Merkmal sind die Eck- bzw. Reißzähne, die bei Pflanzenfressern vollständig fehlen. Auch fleischfressende Affen weisen dieses Merkmal auf, ebenso wir Menschen, auch wenn unsere Reißzähne größtenteils verkümmert bzw. zurückgebildet sind. Das bedeutet jedoch nicht, daß der Mensch auf immer und ewig ein Fleischfresser bleiben muß. Derzeit kannst du aber niemanden dazu zwingen, auf Fleisch und andere Tierprodukte zu verzichten.

    • Zu 1) Tierprodukte: Gerade wurde ja ein weiterer Offenbarungseid (völliges Einknicken vor einzelnen Lobbyisten der Arbeitgeberseite) bekannt, nämlich, dass die Regierung das Schreddern der Millionen Küken in Eierfabriken nicht unterbinden ‚kann‘ – weil die Firmen gedroht haben, dann ins Ausland zu gehen.
      Das ist bedenklich, da offenbar auf diese Weise jeder Fortschritt blockiert werden kann (Arbeitgeber brauchen offenbar nur ‚dann gehen wir ins Ausland‘ zu schreien) und auch inhaltlich fragwürdig – ich halte das für einen Bluff der Firmen (ich denke kaum, dass es so einfach ist, einen solchen Betrieb ins Ausland zu verlegen), und außerdem hätte man die finanziellen Aspekte abfedern können.

    • @Irwisch
      Mit der Argumentation mit dem Gebiß muss man meines Erachtens vorsichtig sein. Meines Wissens haben fruchtfressende Feldermäuse ein ziemliches ‚Raubtiergebiß‘, sind aber reine Pflanzenfresser. Überdies können Schneide- und Eckzähne auch für zahlreiche pflanzliche Dinge ’nützlich‘ sein.

    • Sie hören sich wie ein Mormone, Bagwhan Jünger und andre Sektenanhänger an. Ein Tonband das bei allen diesen Gruppierungen immer und immer wieder abläuft. Das Problem bei Ihnen ist sie können sich nicht selber hören wie sie festdogmierte Glaubensätze am Band hier uns auftischen. Ihr Glaube ist zu einem Dogma geworden! Wehe würde dieses Kartenhaus zusammenfallen 🙂 Wussten sie das die Mormonen ein Buch in ihren Verlagen haben die 500 Antworten zu 500 Fragen haben die sich kritisch zur dieser Sekte stellt. Jeder Mormone lernt dass schon früh auswendig auf diese Vorwürfe die einstudierten Antworten zu rezitieren. Wohlmöglich müssten wir in ihrer Idalwelt der Vegetarier und Veganer alle fleischfressenden Tiere alle zu Veganern umerziehen! Gut hat ihre sektenähnliche Gruppierung keine politische Macht! Würde ich hier all ihre Thesen widderlegen würde es hier den Beitrag sprengen und sowieso durch ihre vegane Gehirnwäsche die mann ihnen mit all den Büchern und Kursen eingeimpft haben wären sie in keinster Weise offen für neue Gedankengänge. Wie gesagt sie haben ihre Glaubensatz zementiert und das soll auch so bleiben. Na dann würde ich ihnen zum Verzicht der ganzen westlichen Konsumwaren raten. Denn Schuhe sind auch aus Leder von Tieren, viele Nahrungsprodukte haben Tierfette enthalten usw….wenn sie wüssten wo überall Tier drinn steckt oder nicht mal deklariert ist weil es bereits ein Allgemeingut ist. Es sind geistige Krücken die keinerlei Fundament haben aber sie brauchen sie weil sie sonst schwimmen würden. Weshalb brauchen sie den Kommentar des Autors? Hoffen sie sich das er ihre Standpunkte hilft zu untermauern? Ein Schulterklopfer mehr der ihnen wieder ihre Thesen in bessere Licht stellt? Macht es ihnen Angst wenn sie nicht ihre Meinungsgenossen im Hintergrund haben die ihnen bestätigt das sie Recht haben? Darum sind die andren hier Indoktriniert und Vorurteilsbehaftet – haben sie den Spiegel je einmal umgedreht zuvor? Und wenn mann keine wirklichen Argumente hat so muss mann sich halt welche borgen – richtig? 🙂 Und wie schonmal geschrieben stützen sie sich auf das was geschrieben steht über Vegetarismus und Veganismus in Büchern und stüzten sich auf wissenschaftliche fröhliche Beweise die so annehmen weil sie glauben es könnte der Glaubensatz verstärken. Aber es sind immer nur aufkopierte Gedanken. Nichts – schon gar kein einziger Gedanke kam bisher von ihnen selbst! Ich könnte ihnen auch eine Menge Fakten und Meinungen gegen Veganismus hier aufschreiben aber dann wäre ich nicht weiter als sie 🙂 Weil ich mich in Gleicher Weise dieser Glaubensätze bedienen würde. Sie gehen mit ihrer Bibel im Kopf durch die Welt und sehen immer nur die Bestätigung und Wahrheitsgehalt dessen was sie sich zu erwünschen sehen! Darum habe ich ja Anfangs geschrieben. Vegetarismus und Veganismus oder wie sie allen heissen ist nichts weiter als eine weitere Religion die viele Anhänger gefunden um damit ihre Missionierei zu rechtfertigen. Wenn mann andre davon überzeugen müss was richtig und falsch ist hat mann selbst wirkliche Probleme für sich selbst die Welt verstehen zu können und zu wollen. Es ist wie eine geistige Krücke die diese Sekten und Philosophien diesen Leuten gibt. Sie verhilft ein sicheres gehen in dieser chaotischen Welt. Mann ist ja nicht so wie alle andren 🙂 Ich lasse Ihnen gerne ihre Glaubensätze und habe auch kein Problem mit ihrer Meinung in dieser Sache. Aber die These das tierische Essen uns krank macht weil gequält werden und getötet sind absoluter Humbug. Eine Spinne frisst ihre Beute lebendig von innen heraus während das Opfer noch lebt. Es gibt Mückenarten die Larven in ihre Beute legen und diese Kinder fressen dann das Opfer langsam von innen heraus auf. GIbt es eine Studie wo Spinnen oder diese Mücken als Beispiel vermehrt an Krankheiten leiden weil sie geqültes Fleisch essen? Auch wenn sie das nicht bewusst tun sie essen Fleisch das elendlich voller Qualen stirbt und doch stirbt und erkrankt keine Spinne daran schon merkwürdig? 🙂 Sie lesen eindeutig zu viele Worte auf geduldigem Papier und verstehen zuwenig von der wahren Natur aller Dinge! Wie sagte ein ein deutscher Schriftsteller einmal. Wenn ein Buch mit einem Kopf zusammenschlagen kommt noch lang kein Text dabei heraus 🙂

    • Ach ja – wenn sie in der Natur herumlaufen zertrampeln sie ohne das es ihnen bewusst ist viele Pflanzen, Tiere und andres Leben. Es gibt Vögel die auf hohen Klippen ihre Kinder ausbrüten und füttern. Der Jungvogel hat nur einen Versuch wenn sein Federkleid voll ausgebildet ist von dieser Klippe runterzukommen. Von 4 Jungen sterben in der Regel 2-3 bei diesen Versuch fliegen zu können auf anhieb sie klatschen dann ohne Falschirn natürlich am unteren Felsboden auf! Wie Grausam doch die Natur ist. Och das haben sie sicherlich bereits schon beobachtet oder lesen sie nur? 🙂 Ein Bauer muss sein Feld pflügen um darauf später dann neues Leben spriessen zu lassen. Beim Pflügen wird zig Leben zerstört unter der Humusschicht. Und doch ernähren sich alle Menschen von dieser Nahrung die zerstört um erst neues Leben möglich zu machen. Sie haben den Kreislauf des Lebens total ausgeblendet und rennen einem Idealbild nach das die Natur niemals ist und sein wird. Das aus einer Sonne die explodiert ist soviel Elemente danach freigesetzt werden das wieder daraus neue Welten enstehen ist ihnen wohlmöglich auch entgangen! Sie können sich anscheinend nicht damit abfinden das die Natur so grausam ist und versuchen das Ganze zu idealsieren. Wie gesagt sie sehen das was sie sehen wollen und das andre wird verdrängt. Es gibt Mönche in Indien die mit dem Besen ihren Weg behutsam vorsicht säubern damit sie ja nicht ein Tier zertretten oder verletzten. Ich glaube sie sollten sich solch einer Gruppierung anschliessen 🙂 Dann können sie sicher sein das sie wirklich absolut alles schützt was leben ist solange es Äusserlich abläuft. Wehe dem der nach innen schaut 🙂 Ich kann ihre Lebensdogmen rechtfertigen oder stützten damit müssen sie alleine leben. Ich persöhnlich hätte Mühe eine schwarze Katze in einem dunklen Raum zu finden……viel Glück dabei…!!!

    • Mein letzter Beitrag. Eine Sonne ist nur so hell weil es so dunkel um sie herum ist. Würden sie dieses eine universale Gesetztmässigkeit in seiner tiefesten Bedeutung verstehen müssten wir uns hier nicht mit Worten balgen 🙂 Alles ist Leben was in dieser Welt sich entfalten will. Hier die Richtschnur zu spannen und zu urteilen was mehr lebenswert ist und was weniger ist wirklich eine Anmassung sondergleichen. Auch Pflanzen denken und fühlen nach neusten wissenschaftlichen Messungen! Aber das ist dann wieder eine andre Realität die ausgeblendet wird. Sonst dürften sie nichteinmal Gemüse essen oder das Obst pflücken das noch nicht runtergefallen ist. Wer gibt uns das Recht dem Apfelbaum seiner Früchte zu berauben bevor sie wieder Teil des Kreislaufes werden? Nur weil Tiere Augen haben heisst das sie sie höherwertig sind? Ist das ihre Argumentation? Sie sind mir ein rechter Froschkönig 🙂 Hat das ihnen der Schöpfer zugeflüstert das er ihnen beauftragt hat das Leben wie es die Menschen tun zu richtmassen? Alles Leben muss sterben damit es wieder Platz schafft für neues Leben. Gehen sie mal raus in die Natur und studieren ihre Weisheiten. Dort lernen sie wirklich den tieferen Sinn über das Leben und nicht nach alten verstaubten Büchern die von einigen Geistern geschrieben worden sind die entäuscht sind über das Leben wie es in Wirklichkeit ist und sich dann in eine Paralelleben flüchten. Ist eine Klettpflanze besser als eine Orchidee? Ein Frosch kann weit hüpfen und ein Storch mit seinen Schritten ein grosse Distanz hinlegen. Ist deswegen der Storch besser? Weil er schneller ist? Sie versuchen hier eine bunte Welt mit ihrem Schwarz-weiss Denkschablonen verstehen zu lernen. Haben sie gewusst das es zig viele Grautöne gibt? Es gibt alleine 16 verschiedene Graufarben eines Panzers! Grau ist nicht gleich grau. Und Leben ist nicht gleich leben. Es gibt Beeren die Vögel essen können die Menschen aber nicht. Sie kommen mir vor wie ein Fisch in einem Aquarium vor der den andren Fischen glauben gemacht wurde, dass da draussen fern der Glasscheibe nichts mehr gibt 🙂 Und weil sie selbst niemals wirklich über die Glasscheibe hinausgesehen haben zementieren sie diesen Glaubensatz damit er wahr werden muss mit Büchern von Leuten die auch nie über die Glassscheibe hinaus nachgedacht haben. Es ist zu ihrem Selbstverständniss geworden und wer dieses Wunschdenken angreifft wird mit den Wörtern erschlagen die in diesen anscheinend vorgekauten Vegetarier und Veganerbüchern steht. Punkt und Schluss. Ach ich möchte manchmal mir auch das Leben so einfach machen – wie schön sie es doch haben 🙂 Immer sich an geistige Geländer und Krücken stützten zu können! Da kann bestimmt nie was schieffgehen………:-)

    • P.s. Delphine sind eines der höchstentwickelten Tiere auf unsrem Planeten und essen Fische (Raubtiere). Sie haben zudem eines der höchstentwickelten Sozialverhalten im ganzen Tierreich! Och – wussten sie das nicht? 🙂 Wie kann Fleisch essen und Intelligenz sich da nur vertragen? – sie bringen mich zum lachen! Sie haben ihre Gedanken nie zu Ende gedacht und müssen das glauben was alle glauben weil alle sagen so sei es. Tja dann wünsch ich ihnen viel Glück dabei….nehmen sie es mir bitte nicht Übel – ich habe nichts persöhnliches gegen Sie sondern nur ihre aufkopierten Gedankenparolen schütteln mich bei ihrem Anblick!

  10. Hallo @Changnoi! Aus deinem Text als Antwort auf meine Feststellung, dass diese Menschheit sich nur noch vegan weiterentwickeln kann, oder gar nicht, erkenne ich, dass Du bisher dieses Thema nur ganz oberflächlich gestreift hast, wie viele andere auch und folglich auch die selben oberflächlichen Vorurteile auf Lager hast. Mitgefühl mit allem Lebendigen, wie Pythagoras als erster bekannter Vegetarier(heute wäre das vegan) es gelebt und als richtig befunden hatte, ist etwas, das nicht von aussen aufgepeppt wird, sondern aus der Basis unsere Seele und unseres Geisteslebens in das äussere Leben herauf und hineinstrahlt. Du wirst ja doch nicht bestreiten, dass nicht aus der Materie der Geist entstand, sondern umgekehrt, dass Materie nur als geronnener Geist zu begreifen ist. Dass man heute -auch durch die Erkenntnisse der Neuen Physik um Einstein, Max Planck, Heisenberg u. a.m. wieder zu der ursprünglich richtigen Sicht zurückgekehrt ist, die im Denken der östlichen Hemisphäre und bei allen noch naturverbundenen Menschen wie auch bei den Indianern nie wirklich in
    Frage gestellt wurde. Wenn Du entsprechende Bücher über Veganismus gelesen hättest (etwa von John Robbins oder Will Tuttle) oder natürlich besser noch selbst vegan geworden wärst, dann wüsstest Du, welchen heilenden Einfluss von tief innen her eine pflanzenbasierte Nahrung auf den Gesamtorganismus Mensch ausübt, womit ich natürlich Seele-Geist-Körper gleichermaßen meine.
    Glaubst Du z.B. , Du könntest das Fleisch von einem im Schlachthof zutode geängstigten Tier essen, oder die Milch von einer um ihr Neugeborenes trauernden Kuh trinken, ohne davon Schaden zu nehmen? Du führt die Indianer hier als Beispiele an und die Inuit, hast Dich aber auch damit zu oberflächlich befasst. Die Indianer z.B. haben nie das Fleisch von zutode geänstigten Tieren gegessen, weil sie wussten, dass ihnen diese Todesangst des Tieres(heute nennt man das Stresshormone) die Seele verdunkelt. Und ich weiß von einem Wildfleischhändler, der nie das Fleisch von Tieren isst, die bei Treibjagden ums Leben gekommen sind. Es schmeckt und bekommt ihm nicht. Und die Inuits haben eine sehr geringe Lebenserwartung gehabt, waren häufig rachitisch und haben, um ihre Gene jeweils aufzufrischen, immer gern ihre Frauen als Gastgeschenke mit in die Schlaflager von fremden Besuchern gegeben. Ihre ursprüngliche Lebensform gibt es ja auch heute gar nicht mehr. In China hat die Landbevölkerung über 4 Jahrtausende ohne Viehzucht gelebt bis zu den beiden letzten Weltkriegen und hat dabei einen äusserst gesunden, widerstandsfähigen Menschenschlag produziert. Nachzulesen z.B. in „Geheimarchiv der Ernährungslehre“ von Dr. Ralph Bircher, einem der Söhne von Maximilian Bircher -Benner.
    Wenn wir heute über unsere Ernährung nachdenken, dann müssen wir beachten, welche Nahrung unsere Zellen im Inneren wirklich brauchen. Und was von dieser Nahrung sie brauchen. Vor allen Dingen brauchen sie Licht und reines Wasser. Lichtnahrung aber ist pflanzlich und nicht tierisch und zwar rohköstlich und vor allem grün.
    Aber es gibt auch die Thematik darüber, wie sich die Tierhaltung in der Welt nicht nur gesundheitlich, sondern auch ökologisch und ökonomisch auswirkt und das ist katastrophal, wie enstsprechende wissenschaftliche Studien eindeutig heute festgestellt haben. Es gibt da gerade 2 ganz aktuelle. Eine aus USA und eine aus Europa. Wenn Du über Veganismus urteilen willst, dann solltest Du Dich erst einmal gründlich informieren, schon allein in Deinem eigenen Interesse.

    • Jesus hat Lamm gegessen. Buddha Fleisch, Mohamend Ziegen usw… Hitler war Vegetarier und Hundeliebhaber! Es gibt noch eine ganze Menge solcher Kuriosen Dinge auf dieser riesigen Welt, das hätte ich nicht für möglich gehalten 🙂 Ihr mögt einige gelernt haben über den Vegetarismus wie mann liest doch sind es bloss immer nur geborgte Ideen und Lebensphilosophien aber selten sind es die eigenen. So wie die Buddhisten eben nur den Buddha kennen und sonst nichts! Es sind kopierte Idealbilder einer Gesellschaft die sehr viele Menschen brauchen die blinden Glaubens das als nur als wahr halten das alle sagen und denken. Und wie oft die Geschichte uns wiederum gezeigt hat wo die Masse sich am Ende irrte, ist uns allen bekannt. Nochmals – alle Wirklichkeit kommt von Innen. Alles ensteht aus dem Inneren. Aber ich vermute sie haben auch nur geführte Mediationen gemacht und nie wirklich ihre eigene Wirklichkeit hinterfragt? Auch hier nur das kopiert was alle darüber meinen? Nie wirklich gefragt was das Leben überhaupt ist? Sie selbst nicht ihr Kollege oder was im Veganbuchläden darüber steht! Ich will und darf es ihnen nicht sagen das müssen sie schon selbst herausfinden und sie würden im wahrsten Sinne erstaunt sein wie schnell einem das Leben fängt. Oder wie ich immer sage. Das Leben ist nicht einfach aber einfach hat einem das Leben. Bitte denken sie tiefer und objektiver. Denken sie selbst!!!!!!! Dann finden sie mehr als sie denken können – glauben sie mir. Ihre Worte habe ich schon von einigen Vegetarier und Veganer gehört. Es sind solche Glaubensätze wie es die Mormen und andre Philsophenstudenten gerne auswendig üben damit mann es irgendwann auch glauben kann. Ich will sie in keinster Weise abwerten weil es ihr gutes Recht ist so zu denken und zu handeln. Es hat Gute Punkte und Schlechte Punkte wie es mit vielem so ist. Es gibt duzende von verschiedenen Grautönen. Aber es ist meiner Meinung nach zu wenig tief nachgedacht und reingefühlt ihre Lebensphilosophie. Zuwenig das Ganze gesehen und daher zusehr auf das Detail fixiert. Nehmen sie es mir nicht Übel aber es wirkt nicht überzeugend weil es nicht von ihnen selbst ist! Aber die Schöpfung versteckt ihre wirklichen Wahrheiten immer sehr sehr gut 🙂 Eine Perle ist auch sehr schwer auszumachen hinter einer gewöhnlichen Muschelschale. Eine Nachtigall ist wirklich ein grauer unsscheinbarer Vogel und singt doch die schönen Lieder! Wahrheiten finden sie nicht hinter Buchstaben. Sie springen ihnen im Leben entgegen. Papier ist wirklich Geduldig wie mann sagt. Ich wünsche ihnen viel Glück auf der suche nach sich selbst 🙂

    • Wenn ich ihre Worte lese höre ich Bücher über Vegetarismus, Vegan leben usw heraus. Keine Gedanken die von ihnen selbst kommen. Es sind aufgesetzte Glaubenssätze die sie mal als für sich erkannt haben mögen aber sie sind zu wenig tief nachgedacht und gefühlt. Ich will wie gesagt Ihnen ihren Glauben nicht absprechen. Und doch sehe ich eine Scharr von Geistern in ihnen die emsig daran sind ihren Glauben zu betonieren. Wasser kann da heilend wirken 🙂 Hätten sie wirklich tiefer über das Leben nachgedacht würden sie nicht diese Worte schreiben. Wir haben kein Universum sondern ein Multiversum! Aber mann wird immer nur das sehen was mann sehen will. Manche Tiere sind eingesperrt wie Menschen die auch eingesperrt sind in ihrer Welt das gilt für alle was lebt. Wer keine geistigen Krücken mehr braucht ist dem Abgrund genau so nahe wie bildlich dargestellt die Himmelfahrt in der Bibel. Oder wie Parcelsus meinte die Dosis macht das Gift!

    • Ich kann Chagnoi’s Eindruck aus meiner Sicht voll und ganz bestätigen. Hier wird so getan, als ob das Essen von Tierprodukten die Ursache allen Übels sei. Tatsächlich entwickelt sich die Welt trotz aller Verwerfungen und angenommener oder eingebilder oder tatsächlich existierender Ursachen von Übeln ständig weiter. Die Frage ist nur, wohin, aber darum scheint es hier nicht zu gehen.

      Auch ich habe zahlreiche Bücher über Ernährung gelesen, auch esoterisch angehauchte, die teilweise nicht nachweisbare Behauptungen aufstellen. Ein Buch, das von manchen schnell in die esoterische Spinnerecke gestellt wird, ist das von Fritz-Albrert Popp: „Die Botschaft der Nahrung“. Darin wird von Lichtinformationen gesprochen:

      Es ist Licht in unseren Zellen. Jede lebende Substanz, jede organische Zelle von Pflanzen, Menschen, Tieren strahlt ein äußerst schwaches, aber kohärentes, d.h. geordnetes, laserartiges Licht ab. Ein Licht, das sich wie Laserstrahlen hervorragend zur Signalübertragung eignet und vermutlich sämtliche Energiefelder des Organismus, der zellularen und interzellularen Kommunikation steuert. Erstmals in den 20er Jahren in der Sowjetunion entdeckt, konnte die Strahlung erst 1975 von einer Gruppe deutscher Biophysiker unter der Leitung von Professor Fritz-A. Popp zweifelsfrei nachgewiesen werden. Doch mit diesen Messungen, die seitdem an vielen Universitäten der Welt bestätigt worden sind, wurde nicht nur eines der spannendsten Kapitel der heutigen Biophysik und »Life Sciences« aufgeschlagen, sondern auch ein ziemlich düsterer Abschnitt der modernen Wissenschaftsgeschichte: Fritz Popp verlor seine damalige Professur bzw. seine Dozentur an der Uni Marburg und war in den folgenden zwei Jahrzehnten dem schikanösen Mobbing einer Lobby von Wissenschaftlern ausgesetzt, das in vielen Zügen Parallelen zu der Verfolgung von Wilhelm Reich in den 50er Jahren trägt. Auch dieser war bekanntlich einer biologischen Strahlung auf der Spur, die er »Orgon« nannte, und wurde trotz höchster Reputation vom akademischen Establishment als Scharlatan und Spinner denunziert. Popp und die von ihm »Biophotonen« genannte Lichtstrahlung haben eine ähnliche Odyssee hinter sich – allerdings mit glücklicherem Ausgang als bei Reich, der in einem amerikanischen Gefängnis starb.

      Im Buch werden diverse Nachweise für die Theorien des Autors erbracht, die ich mangels Fachwissen bzw. ohne Labor nicht wirklich nachprüfen kann. Das trifft aber auch auf viele als anerkannt geltende Theorien zu: Ich kann sie nicht überprüfen, sondern lediglich glauben oder ablehnen.

      Reine Pflanzenfresser können keine Tierprodukte verdauen und sie daher auch nicht verwerten. Gibt man reinen Pflanzenfressern wie z.B. Kühen die zermahlenen Kadaver ihrer Vorfahren als Nahrung, hat das den sogenannten Rinderwahnsinn zur Folge, bei dem das Hirn des Rindes irreparabel geschädigt wird. Wir Menschen sind keine reinen Pflanzenfresser, könnten uns aber durchaus hauptsächlich von Pflanzen ernähren. Doch kann ich beim besten Willen nicht erkennen, inwieweit Tierprodukte in der menschlichen Nahrung ursächlich an den globalen Verwerfungen sein sollten. Vielmehr sehe ich Massentierhaltung und Tierquälerei als Resultat der menschlichen Verfassung, der zunehmenden Entfremdung des Menschen von seiner Empfindungswelt. Ich selbst habe meinen Fleischkonsum nicht etwa deswegen stark eingeschränkt, weil ich von den Glaubenssätzen der Vegan- und Vegetarier-Literatur überzeugt wurde, sonden einfach, weil ich diese Tierquälerei nicht mehr mittragen, mitverantworten kann. Dennoch bevorzuge ich weiterhin Milch im Kaffee und esse auch mal ein Hühnerei von freilaufenden Hühnern. Doch wie Chagnoi oben treffend beschreibt: Vegane Ernährung macht noch lange keinen guten Menschen.

  11. Materialismus als Folge zunehmender Entfremdung

    Aus meiner Sicht und meinen Kenntnissen und Erfahrungen nach ist der Materialismus nicht Ursache, sondern Symptom. Was den Materialismus hervorbringt, ist die in allen bekannten Gesellschaften zu beobachtende Entfremdung des Menschen von seiner Gefühlswelt. Die meiste Zeit unseres Lebens beobachten und beurteilen wir die Dinge rein abstrakt und erlauben uns nur selten die Einbeziehung unserer Empfindungen. Empfindungen zur Beurteilung einer Situation, eines Geschehens heranzuziehen, gilt in unserer Gesellschaft als Makel, als weibisches Intuitionsgehabe oder einfach als Gefühlsduselei und somit als Schwäche. Ein Denken jedoch, das vom subtilen Empfinden und somit auch vom Gewissen weitgehend losgelöst funktioniert, läßt nur noch die gröbsten Empfindungen durch: Hunger, Durst, Wut, Haß, Gewalt, Neid, Gier, Geltungsdrang, Besitz- und Machtstreben und dergleichen. Doch ist das nicht unsere wahre Natur, sondern Resultat einer bereits im frühesten Kindesalter begonnen Entfremdung vom eigenen Selbst.

    Abstrakt gesehen sind wir nichts weiter „als ein evolutives Produkt, ein Ergebnis der Gene und der biologisch-sozialen Umstände“, wie Eugen Drewermann das im Interview mit KenFM ausgedrückt hat. Der moderne Mensch hat quasi eine Kluft geschaffen zwischen Gefühl und Denken, zwischen dem Eigenen und dem Aufgepfropften und kann, ja muß sich zwangsläufig mehr als Maschine denn als fühlendes Wesen sehen. Man spricht hier auch vom Gespaltensein, vom Abgespaltenen. Materialismus ist im Grunde die direkte Folge davon, daß wir uns selbst so entfremdet wurden, daß wir unsere wahren Befürfnisse nicht wahrnehmen können und stattdessen auf Ersatzbefriedigungen angewiesen sind, die jedoch niemals wirklich zufriedenstellen, sondern lediglich für kurze Zeit stillen und die Gier nach immer mehr fördern. Je mehr uns das eigentliche Sein abhanden kommt, desto mehr glauben wir, die so entstandene Leere mit Besitz und Konsum füllen zu müssen.

    Es ist der Widerspruch zwischen der Daseinsform des Habens und der des Seins, der von den meisten Menschen heute nicht nur nicht begriffen wird, sondern in ihrem psychischen Bestand, in ihrem Geist erst gar keine Entsprechung findet. Mit anderen Worten: Die allermeisten Bewohner moderner Industrienationen kennen von Klein auf nur die Daseinsform des Habens, weil sie nur das gelernt haben und alle anderen Ansätze nachhaltig unterdrückt wurden. Nicht der, der in seinem Sein aufgeht und sein Selbst vervollständigt, indem er die einst abgespaltenen Selbstanteile reintegriert, gilt als erfolgreich, sondern einzig derjenige, der viel hat und noch mehr haben will. So sind denn auch die Mächtigsten in unserer Gesellschaft nicht die Weisen, sondern die Superreichen, die Multi-Milliardäre, die quasi mit einem Knopfdruck ein ganzes Land ruinieren können, und die das auch hin und wieder tun, einfach weil sie’s können. Unsere Gesellschaft hält zwar Tugenden wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl und so weiter stets hoch, doch sind das nur Lippenbekenntnisse, denn gleichzeitig spült sie mit schlafwandlerischer Sicherheit genau jene nach oben, die einen eklatanten Mangel an diesen Tugenden aufweisen. Man kann daher ohne Übertreibung annehmen, daß heutzutage an den Spitzen der Gesellschaften stets die Skrupellosesten, die Abgefeimtesten, die Gefühllosesten sitzen – die man in ihrer reinsten Form als Psychopathen bezeichnet.

    Menschen werden in erster Linie durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen geformt, denen sie ausgesetzt sind. Diese Bedingungen sind derart gestaltet, daß sie uns quasi zum homo consumensis machen – zu einer vorwiegend nach Profit in mannigfaltiger Form strebenden Krämerseele, die eifersüchtig hütet, was sie hat, und verstohlen beneidet, was andere mehr haben – und äußerst ärgerlich auf all jene reagiert, die mehr dem Sein statt dem Schein, dem scheinbaren Glück durch Haben zugeneigt sind. Die meisten brauchen unbedingt ein eigenes Auto, auch wenn sie’s nicht wirklich brauchen würden bzw. auch ohne irgendwie hinkämen. Sie brauchen einen Fernseher, sie brauchen mindestens einmal pro Jahr eine Ferienreise, die nur selten dem Wunsch entspringt, die Welt kennenzulernen, sie brauchen ein Handy, einen Computer, einen Blueray-Player, einen riesigen Bildschirm, eine wummernde Soundanlage im Auto, eine teure Uhr, eine Espressomaschine, ein Tablet usw. Aber macht uns das zufrieden und glücklich? Wäre mir neu.

    Was an diesen ganzen Verwerfungen und Mißständen können wir wirklich ändern? Der Einzelne vermag nur sich selbst zu ändern. Der Versuch, andere ändern zu wollen, trifft allermeist auf unübewindlichen Widerstand. Wir können die gesellschaftlichen Machtstrukturen nicht einfach mal schnell in eine Richtung ändern, die weniger repressiv ist und mehr dem eigentlichen Menschen entspricht, weil es einfach keinen Hebel dafür gibt: Kein nennenswert verbreitetes Bewußtsein darüber, kaum Kenntnisse darüber, keinen Willen unter den Menschen, die eigentliche Ursache zu erkennen und einfach abzuschaffen. Man kann es als einzelner erkennen und versuchen, es anderen zu erklären, doch schon das erweist sich nur zu oft als schier unmöglich, weil diese Erklärungsversuche – wie eben bereits erwähnt – Widerstände auslösen, weil sie das Selbstverständnis der Menschen in Frage stellen oder sie gar ihren eigenen Ängsten ausliefern. Nicht selten reagieren Menschen daher auffallend ärgerlich auf solche Darstellungen, fühlen sich persönlich angegriffen, werden wütend und wenden sich empört und nicht selten auch aggressiv gegen den, den sie für all ihre Aufgewühltheit verantwortlich machen, nämlich gegen den Vortragenden, Schreibenden oder einfach gegen den Überbringer der Information.

    Zwischenzeitlich propagieren „Wirtschaftsweise“ wie Milton Friedman, daß unreguliertes Marktgeschehen das Allgemeinwohl fördere, und Amerikanische „Eliten“ betrachten sich selbst als Menschen, die Werte kreieren: Profit als moralischer Wert. Und die Verarmten in den USA hoffen insgeheim, auch einmal in diese Kreise aufsteigen zu können und unterstützen wegen dieser nicht wirklich existierenden Chance, quasi wegen eines in Aussicht gestellten Lottogewinns, die entsprechende Politik der neoliberalen Zerschlagung jeglicher Kontrolle der Finanzmärkte: Gier als letzte Hoffnung.

    Gleichzeitig werden hierzulande Überlegungen laut, die professionellen Menschenschlächter nun salonfähig zu machen: Die Bundeswehr muß in der Gesellschaft ankommen. Man darf Soldaten aber nicht so sehen, man darf sie nicht als potentielle Mörder bezeichnen, die das Töten von der Pike auf gelernt haben. Man darf auch nicht die USA als den weltweiten Aggressor und Kriegstreiber sehen, man darf die Hartz-IV-Gesetzgebung nicht als Unterdrückungs- und Ausbeutungsmaschinerie sehen – genau so wenig, wie man als Kind die Eltern so sehen durfte, wie sie wirklich waren, sondern gezwungen wurde, sie so zu sehen, wie sie gesehen werden wollen.

    Der Hauptgrund, warum die Menschen stillehalten, warum sie ständig ihre Schlächter als ihre Führer wählen, warum sie all das mit sich machen lassen, ist die früh implantierte Gehorsams- und Unterwerfungsbereitschaft.

    Ausführlicher wird das alles in den Werken von Erich Fromm und Arno Gruen dargestellt, aber auch bei Gerald Hüther und nicht zuletzt bei Stanley Milgram:

    http://www.irwish.de/bin/FrommPdf.zip
    http://www.irwish.de/bin/Gruen.zip
    http://www.irwish.de/bin/Huether.zip
    http://www.irwish.de/pdf/Milgram.pdf

    Für die allzu Lesefaulen oder des Lesens Entwöhnten seien diverse Youtube-Videos empfohlen, die sich leicht mit den entsprechenden Suchbegriffen auffinden lassen, jedoch nur eine grobe Übersicht liefern. Wer diese Dinge wirklich verstehen möchte, sollte wirklich zu den Büchern greifen.

  12. Könnte es schon helfen, wenn jede(r) für sich selbst akzeptierte: „ich bin NICHT klug, im Gegenteil: ich bin strohdumm“.
    Und weil das so ist, kann ich nicht verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind.
    Ich fühle nur, dass sie mir – und meinen Kindern und Dir – nicht gut tun.
    Und weil das wiederum so ist, erwarte ich:
    Bitte erklär´s mir oder hilf mir bei der Änderung.

  13. Analysen und Visionen sind gut und nötig. Als Voraussetzungen. Aber dann sollten wir handeln. Gemeinsam. Und dazu brauchen wir eine Organisationsform, die nicht alte Fehler wiederholt.
    Wir fangen gerade klein an, aber vielleicht haben wir diese Form: http://www.grouncil.de
    G.K.

    • Wenn wir eines ganz sicher nicht mehr brauchen, dann sind es Analysen und Visionen.
      Dieses ganze dafür bedingte Gequatsche führt nämlich ausschließlich zu einem – noch mehr Gequatsche.

    • Der Souverän sagt:
      2. April 2016 at 14:01

      Wenn wir eines ganz sicher nicht mehr brauchen, dann sind es Analysen und Visionen.
      Dieses ganze dafür bedingte Gequatsche führt nämlich ausschließlich zu einem – noch mehr Gequatsche.

      Martin Luther King wusste zu sagen „I have a Dream“ – und das ist ein Symbol und Ausdruck gewesen für die Bürgerrechtsbewegung.

      Warum sollte Ihrer Meinung nach eine friedliche Vision der Welt verboten sein? Ebenso Analysen verboten sein?

      Planspiele, Kriegsspiele, Think-Tanks( Denk-Panzer) all das macht doch die NATO schon über Jahrzehnte.

      Die kalkulieren Risiken ein und überdenken mögliche Gegenschläge und machen sich evtl. noch zig Gedanken über gewünschte Nebeneffekte.

      Und Sie meinen nun, wir bräuchten keine Analysen und Visionen?

      Das ist mit einer der unüberlegtesten Äusserungen, die ich jemals irgendwo gelesen habe.

      Gerade wir brauchen viel mehr Überlegungen und Gespräche miteinander, um eine nutzvolle Alternative zu entwickeln, die allen Menschen auf der Welt zugeneigt ist, die keine militärische und ökonomische Verwüstung nach sich zieht.

      Und um eine Überlegung zu einer sinnvollen Handlung zu transformieren, ist es wichtig miteinander zu schreiben und zu überlegen, sich abzusprechen, zu verbessern.

      Wenn Sie keine Analysen und Visionen mehr möchten, dann möchten Sie auch keine Gedanken mehr haben.

      Denn die Vorstellung, etwas größeres umzusetzen, geht im Grunde nur mit einer Vision, die der Realität mehr und mehr angepasst wird.

      Ohne eine Vision… was soll sich da ändern…?

      Wirklich… Visionen und Analysen als altbacken zu erklären, beraubt sämtlichen Statisken, Börsengeschehnissen, Wirtschaftsplanungen und Firmengründen die Existenzberechtigung… denn dort geht im Idealfall immer eine fundierte Analyse voraus…

    • Nur vorab zur Info. Auf Beiträge die sich der Mittel Unterstellung oder Falschdarstellung bedienen, werde ich nicht mehr reagieren.

      „Warum sollte Ihrer Meinung nach eine friedliche Vision der Welt verboten sein? Ebenso Analysen verboten sein?“

      Ich schrieb nichts von Verbot. Das schrieb ich: „Wenn wir eines ganz sicher nicht mehr brauchen, dann sind es Analysen und Visionen.“

      Während „wir“ seit Jahrzehnten Analysen und Visionen in die Welt blasen, HANDELN die Anderen und schaffen Fakten. Die neuen Fakten fangen „wir“ – also ich ja nicht – wieder an zu Analysieren und entwickeln neue Visionen. Wenn wir gerade so 20% der Analysiererei ind Visionerei errecht haben und ganz doll glücklich darüber sind, hat die gegenseite unfairerweise schon wieder neue Fakten geschaffen, obwohl wir doch gerade so schön fast mitten drin bei der Analysiererei waren.

      Es gibt auch gar nichts mehr zu Analysieren, was irgend einen Sinn erbringen könnte. Auch Visionen gehören spätestens schon länger auf die Couch?

      Warum? Weil wir genau wissen was zu tun ist. Und wir wissen auch genau welche Vison die Beste ist. Aber es ist natürlich sehr viel bequemer nicht tätig zu werden und sich pseudointellektuell – sehr gerne stark selbstdarstellerisch – sinnlosem Gequatsche und hirnverbrannten Visionen hinzugeben.

    • @ Dummigkeit zu Der Souverän: „..keine Analysen und Visionen ?“

      Visionen sind Bilder. Und Bilder sind manipulierbar. Stichwort “ Brutkastenlüge“. Als diese Bilder per Tele-Vision über die Mattscheiben flimmerten, die Babys zeigten, die irgendwie aus Brutkästen geworfen wurden, war die Analyse vieler Menschen die, zu sagen: “ Wie ungerecht ! Töten wir diese Ungerechten ! Auf in den Krieg !“
      Misstrauen wir den Bildern. Misstrauen wir genauso auch den Namen, den Wortbegriffen wie z.B. „gerecht“, weil jeder darunter etwas anderes versteht. Wenn jemand sagt, wir sollten einen „gerechten“ Weltgerichtshof aufbauen, dann
      denken manche: “ Au fein ! Endlich ein gerchter Weltgerichtshof ! Da ja gerecht ist, alle Ungläubigen zu töten, wird der gerechte Gerichtshof das tun !“ Andere verstehen unter „gerecht“, dass wir kein Fleisch mehr essen dürfen, nur Grünzeugs. Die sagen dann : “ Tolle Idee ! In einem gerechten Gewrichtshof wird endlich durchgesetzt, dass die Frankfurter Würstchen verboten werden !“
      Fanatische Feministen werden schreien: “ Endlich die richtige Analyse: Es wäre ja gerecht, wenn die Männer dazu zwangsverpflichtet werden, bei uns zuhause nackend die Räume zu putzen, mit Pudelmütze und lustigem Bommel obendrauf ! Der gerechte Weltgerichtshof wird das durchsetzen !“

      Wenn M.Luther King sagte: “ I had a dream“, dann ist wohl wahr, dass es Schlaf braucht, um zu träumen. Doch um die geträumten Bilder als Traumbilder erkennen und erinnern zu können, braucht es das Erwachen.

    • Michaela sagt: 8. April 2016 at 13:10
      @ Dummigkeit zu Der Souverän: „..keine Analysen und Visionen ?“
      Visionen sind Bilder. Und Bilder sind manipulierbar. Stichwort “ Brutkastenlüge“.

      Aus dem Lexikon:

      Vision, die |Vision|
      die Vision; Genitiv: der Vision, Plural: die Visionen
      mittelhochdeutsch vision, visiun = Traumgesicht; Erscheinung < lateinisch visio (Genitiv: visionis) = das Sehen; Anblick; Erscheinung, zu: visum, Visage
      a übernatürliche Erscheinung als religiöse Erfahrung
      die Visionen der Apokalypse
      b optische Halluzination
      sie hat öfter Visionen
      c in jemandes Vorstellung besonders in Bezug auf Zukünftiges entworfenes Bild
      die Vision eines geeinten Europas, vom Übermenschen | sie wollte ihre künstlerische, politische Vision verwirklichen | Visionen für das 21. Jahrhundert

    • @ Der Souverän: Thema „Visionen“

      Wer kennt keine Traum-Bilder ? Es gibt auch Wachträume, auch Visionen mit religiösem Hintergrund. Das kann sehr bedeutsam sein wie z.B. der Traum des Pharao von sieben fetten Kühen und sieben mageren Kühen, sieben vollen Kornähren und sieben weniger gefüllten Aehren. Der Pharao selber konnte die Botschaft des Traumes nicht selber entschlüsseln. Er hatte zwar die Bilder im Bewusstsein, konnte diese Bilderschrift jedoch nicht geistig lesen.

      Josef verstand, den Traum richtig zu deuten, weil er eine Weisheit von Gott hatte betreffs des Menschen.
      Anthropos = Mensch. Sophia = Weisheit. Josef hatte Weisheit vom Menschen, eine Anthroposophie, und deswegen verstand er, dass der Mensch selber der Mass – Stab war, der Schlüssel. Der Mensch entwickelt sich gewöhnlich in Rhythmen von sieben Jahren. Mit 7 Jahren etwa der Zahnwechsel. Etwa mit 14 Jahren Geschlechtsreife, bei einem früher, bei anderen später, im Mittel etwa 7 Jahre. Mit 21 Abschluss Längenwachtum usw.

      Die 7 ist so gesehen die Zahl der Zeit. ( 12 ist Zahl des Raumes. 12 Tierkreiszeichen im Welt-Raum. Um einen Fingerabdruck identifizieren zu können braucht es 12 Merkmale der Uebereinstimmung, usw.etc)
      So kam Josef dazu, den Traum mit Zeit in Zusammenhang zu bringen. 7 fette Jahre, 7 magere Jahre.
      Die Bildervision ist eines. Anderes ist es, sie geistig lesen zu können. Dafür reicht Intelligenz oder Logik nicht aus, wenn diese Logik nicht im Dienst einer Weisheit steht. Ich denke, dass wir unsere Probleme nur dann lösen können, wenn wir uns ausser um Logik auch um Weisheit bemühen.
      Menschen, die irgendwie durch ihre Arbeit oder als Künstler mit Kupfer zu tun haben, damit in Berührung kommen,
      z.B. ein kupfernes Mundstück der Trompete, haben es leichter, Intuition zu entwickeln. In Afrika werden in manchen Gegenden die Frau initiiert, indem sie eine Zeit lang kupferne Ringe um die Fussgelenke tragen, dann das Kupfer putzen, den speziellen Geruch vom Kupfer erleben.

  14. Der Grund-Irrtum ist der Materialismus.
    Die Rechnung wird (auch in diesem Artikel) ohne den ‚Wirt‘ gemacht.

    Alle nur-diesseitigen ‚Alternativen‘ haben nicht lange gehalten. Immer wieder werden die ‚Idealisten‘ korrupt bzw. egoistisch.

    Sie glauben nicht an ihr Karma-Konto, daher die Schuldenberge.

    Etwas tiefer nachdenken, meine humanistischen Damen und Herren!

    • Richtig! Der Kapitalismus (Materialismus) ist für mich nur ein moderneres Gewand des einstigen Feudalismus! Im Kern hat sich nichts verändert.

      „Alle nur-diesseitigen ‚Alternativen‘ haben nicht lange gehalten. Immer wieder werden die ‚Idealisten‘ korrupt bzw. egoistisch.“

      Weil sie mit den materiellen Denkrichtungen erzogen wurden. Wird niemals funktionieren. Einen Kampfund mit vegetarischem Essen umzuerziehen wird ihn noch lange nicht zum Schosshund machen 🙂 Alle gutgemeinten Veränderungen beruhen immer nur auf äusserlichen Einflüssen. Es waren stets immer nur Fasadenmalereien und niemals eine neu Strukturierung des Gesamtgebäudes. Ein Apfel wird noch lange nicht zur Orange nur weil mann ihn orange anmalt. Diese Scheinveränderungen zu durchschauen aber wäre wirklich der Anfang aller Heilungsprozesse in einer Gesellschaft. Wäre angenommen in einer gesunden Gesellschaft das Leben das wertvollste aller begehrten Güter würden alle Kriege zur absoluten Demontage einer Gemeindschaft führen.

      Wenn wir in die Natur gehen erfreuen wir uns auch an der Vielfalt des Lebens! Weil die Natur allem den nötigen Raum gibt fühlen wir uns danach so erholt und aufgetankt. So sollte es nicht anderst mit Nationen, Kulturen und Religionen sein. Je vielfältiger umso mehr erschafft sie neue Möglichkeiten und Entwicklungen. Dieser heutige erzwungener Einheitsbrei macht uns nur ärmer an Seele und Geist statt uns in unsrerer Einzigartigkeit zu fördern.
      Nichts kann wachsen und sich entwickeln in einem goldenen Käfig auch wenn er noch so schön ist. Dieser Materialismus ist gegen jede Natur und wird wiederum nur durch künstliche Einflüsse am Leben erhalten. Am Ende haben wir ein Kunstprodukt aber kein Leben mehr darin! Und trotzdem bin ich mir sicher das die jetzigen Prozesse die wir sehen uns dahin führen das wir am Ende wieder das Leben schätzen lernen. Ich hoffe nur das es dann nicht zu spät ist und erkennen das mann Geld nicht essen kann wie das die Indianer so schön formulieren. Auf der andren Seite wird nichts geboren und wächst nichts ohne nicht den dafür benötigten Leidensprozess im voraus! Jeder Samen einer Pflanze muss erst durch die kalte, dunkle, gefährliche Erde bevor es das Licht erblicken kann 🙂

    • @ APO-Opa : “ Der Grund-Irrtum ist der Materialismus.“

      Genau das ist auch meine Ueberzeugung. Der Materialismus wendet ein Denken an, das alles atomisiert, auseinander dividiert und zergliedert. Ursprünglich waren Wissenschaft, Kunst und Religion mal eine Einheit. Durch materialistisches Denken zerfiel diese Einheit in die drei Trümmerbruchstücke. Spiritualisiertes Denken ist ein verbindendes und gestaltendes Denken, das der Erbauung dienen will.
      Materialismus ist meiner Meinung nach bereits durch die Erkenntnisse der Geisteswissenschaft Dr. Rudolf Steiners überwunden, und auf niedrigerem Level sogar durch die Plazeboforschung ad absurdum geführt worden.
      Wollen Sie das bitte selber näher begründen, warum Sie der Auffassung sind, dass der Materialismus ein Grund- Irrtum ist ? Würde mich sehr interessieren.

    • „Diese Scheinveränderungen zu durchschauen aber wäre wirklich der Anfang aller Heilungsprozesse in einer Gesellschaft.“

      Das ist der ewige Irrtum, oder wahlweise auch Hinhalteprozess bis zum Sankt Nimmerleins Tag.
      Das wird nicht funktionieren, weil es nicht funktionieren kann – so einfach ist.

      Die gesamtmenschliche Veränderung ist weder über Bildung, noch über Bewusstsein oder sonst irgend welche Erkenntniss zu erreichen.

      Solch eine globale positive Veränderung ist nur mittels strikter, einfacher, auch Kindern verständlicher Logik zu erreichen. Aus dieser Logik heraus, muß das Weltwirtschaftssystem und Zusammenleben der Menschheit dargestellt werden (können). Auf jede Frage des miteinander Lebens und Wirtschaftens muß es eine ganz einfache Antwort geben – und die gibt es.

      Insbesondere diese Bildungsphrasendrescherei geht mir extrem auf alles. Jeder Honk redet von Bildung, einem Begriff der in keiner Weise definiert ist – was für ein Schwachsinn.

  15. Vielen Dank für den super Beitrag. Die Lösung ist es von einer HABEN orientierten Gesellschaft in eine SEIN geschaffene Gesellschaft zu kommen. Wenn der Mensch als Persöhnlichkeit einen Wert hätte und mann Tugenden, Talente, Menschlichkeit fördern würde dann wäre jedes Leben das getötet würde ein Verlust für die Ganze Gesellschaft. Da jeder das maximale an seinen Möglichkeiten in diese Gesellschaft Seele investieren würde käme am Ende immer eine reichere, reifere und geistigere Gesellschaft heraus. Denn nichts materielles kann je den wirklichen inmateriellen Hunger der Seele eines Lebenwesens stillen! Je mehr wir haben umso weniger besitzten wir heute im Grunde. Was würde uns da aller Besitz nützen wenn keiner uns dafür beneiden würde weil das Streben nach Glück, Zufriedenheit und wirklichem lebendigem Reichtum manigfaltig wäre. Wenn mann immer mehr werden würde weil jeder immer mehr kann und weiss? Familie, Liebe, Kinder, Freunde Gesundheit usw wären die wirklichen Reichtümer dieser Welt. Die „angeblich“ primitiven Urvölker sagen auch nicht meine Kinder sondern alle Kinder! Darum haben alle Genug von allem. Nur dann sind alle die heute etwas haben in Wirklichkeit die wahren Kranken, Pyschopathen und Irren! Darum werden natürlich diese Leute wehement versuchen dies zu verhindern weil sie glauben dann Verlierer zu sein. Weil sie noch nicht begriffen haben das das Leben selbst der wahre Wert ist warum wir hier sind! Diese Form von Gesellschaft hat keinen Verfallwert und auch keine destruktiven Kräfte in sich die immer wieder zu solchen geistigen Krankheiten einer Gesellschaft führen wie wir es heute haben. Jeder hat seinen Wert in dieser Gesellschaft weil er schon lebt und Anteil hat an diesem Projekt. Er bringt etwas ein weil er etwas ist und nicht weil er etwas besitzt. Ein Krug hat auch erst seinen Wert weil mann ihn füllen kann! Der leere Raum darin macht ihn gerade darum so brauchbar. Ein Haus ist erst lebendig und reich weil Menschen darin leben! Wenn wir erst verstanden haben, das das inmaterielle das wirkliche wahre Wertvolle in unsrem Leben ist haben wir es geschafft und können eine wahre Gesellschaft von Menschen erschaffen. Das hört sich jetzt noch nach Utopie an – wahr aber ein Flugzeug wie wir es heute haben auch vor 300 Jahren! Ich stimme D. Fleck zu. Diese Sinnlosigkeit unserer Zeit wird das nötige tun damit wir uns wandeln werden. Dieser Wandel wird kommen und dieser Prozess ist auch nicht mehr zu stoppen höchstens noch hinauszuzögern durch die Kräft die noch an der alten seelenlosen Welt hängen.

    • Dies sind zwei schöne, wahrhaftige Texte. Der Artikel und das erste Kommentar hier. Aber mir fehlt daran trotzdem das Wichtigste, nämlich, wie kommen wir als Spezies wirklich aus diesem Teufelskreis von Grund auf wieder heraus? Wo liegt die wahre Wurzel der verbreiteten Sucht nach immer mehr, die Wurzel des Glaubens an Gewalt und einer Allmacht unserer Art, die angeblich selbst gegen die Naturgesetze antreten könne und gewinnen?

      Ich habe für mich als vegan lebender Mensch die Antwort gefunden. Ich weiss, dass dieses Argument noch von den meisten im besten Fall belächelt und oft genug mit allen möglichen Abwertungen sofort abgeschlagen wird, aber das ist nur der selbe Verdrängungs- Mechanismus, der heute beim Aussprechen der politischen Wirklichkeit immer noch eifrig betätigt wird mit dem Wort „Verschwörungstheorie“. Was unsere Art am allerbesten eingeübt hat, ist die Fähigkeit, Wirklichkeit zu verdrängen!

      Ich kann und will jetzt hier nicht alle Fakten aufzählen, die bekannt sind und die meinen Standpunkt unwiderlebar untermauern, ich sage nur abschlissend und bewusst provokativ:
      Entweder, die Menschheit wird vegan, oder es wird keine Menschheit mehr geben.

    • „Entweder, die Menschheit wird vegan, oder es wird keine Menschheit mehr geben.“
      Amen

      Ne ehrlich, am Fleisch-Käse-Milchkonsum wird die Menschheit sicher nicht zugrunde gehen – eher umgekehrt.

      „Wo liegt die wahre Wurzel der verbreiteten Sucht nach immer mehr…“

      War ist, daß diese Sucht gar nicht so verbreitet ist. Ich behaupte – nein, ich bin mir sicher – das 95% der Menschheit vollends zufrieden wären und nicht nach mehr streben würden, würden sie gemessen an hiesigen aktuellen Preisen monatlich 4.000 € Netto auf sicher und ein Leben lang zur Verfügung haben – bei 70 Arbeitsstunden pro Monat. WETTEN DASS?

    • Ihr schreibt: „Entweder, die Menschheit wird vegan, oder es wird keine Menschheit mehr geben.“

      Ich glaube aber alles Leben entwickelt sich von innen nach aussen! Ein Kücken aus dem Ei. Ein Baum aus einem Samen. Ein Kind aus der Mutter usw. Alles von Aussen kann natürlich einen Einflüss haben auf das innere von uns das ist auch wieder wahr aber es ist nicht von entscheidender Natur. Denn ein Apfel wird auch nicht zur Orange wenn mann sie orange anmalt so wie eine Perle nicht enstehen kann ohne den Schutz der Muschelschale.

      Darum sagte einmal Rumi (persischer Mystiker): “ Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern,
      heute bin ich weise und möchte mich verändern!“

      Vergesst das die Welt zu verändern. Denn jedes Kind will auch nicht von den Eltern in seiner Entwicklung behindert werden. Alles was aufgesetzt wird führt nur zu einem gekünstelten Äusseren. Darum verlieren viele Menschen in unsrerer Gesellschaft mit den Jahren auch den Kontakt zu ihrem inneren und versuchen dann diese Leere mit allem möglichen äusserlichen Veränderungen und Besitzansprüchen zu kompensieren. Mann kann einen Magen mit Essen füllen aber eine Seele lässt sich nicht mit Kontrolle, Macht und Besitz selig machen sondern nur mit Liebe. Was für den Magen das Essen ist, so ist für die Seele die Liebe das Brot und Wasser und für den Geist die Erkenntnis und Wahrheit dessen! Viele Menschen pflegen ihren Körper fast zu einem Kult heran und dann ist Schluss. Das ihr Geist und ihre Seele genau dieselbe tägliche Dosis Fürsorge braucht wird oft gar nicht bewusst wahrgenommen. Und wenn einmal eine innere Regung kommt wird versucht sie mit materiellen Dingen zu befriedigen wie der Körper! Und dann sind viele danach so entäuscht das die niemals klappen kann und immer eine grössere Leere in sich empfinden je mehr sie konsumieren und produzieren. Ein Baum ohne Wurzeln kann auch keine Äste spriessen lassen. Darum meinte ich auch das oft immer noch an der Fasade rumgewerkelt wird anstatt an die Wurzeln des Problem zu gehen. Die Iniutis im Eis könnten ohne Tierfleisch gar nicht überleben und so ist das noch mit vielen andren alten Völkern auf unsrerer Welt und deswegen sind sie auch nicht gewalttätiger oder kriegerischer!. Die Indianer haben jedes Tier das sie bereits getötet haben danach zuerst gesegnet und es in alle Einzelteile verwertet. Niemals gab es bei ihnen unsren künstlichen prodzierten Überflüss. So wäre es auch von der Mutter Natur vorgesehen.
      Nein es fehlt alleine an Bewusstsein für uns Selbst. An spirituellem Wissen über unser Selbst und unsre Dasein hier. Je mehr die Menschen in der Zukunft wieder Zungang dazu finden umso mehr wird mehr und mehr ein Gleichgewicht der Natur in der Natur aller Dinge in den Vordergrund rücken. Wenn wie Rumi sagt ich erkannt habe das ich mich zuerst ändern muss und das allen immer mehr klar wird wird erst eine grosse Veränderung passieren. Davor ist es nur wie bisher reine Fasadenreperatur eines System das gegen die Natur in uns ist. Wahre Veränderung ensteht in allem auf dieser Welt zuerst im innersten!
      Nie war Wissen so billig und zugänglich. Wir haben alles was wir brauchen für den grossen Wandel. Aber der wird erst an richtig grosser Kraft gewinnen, wenn die meisten müde der Manipulation, Kontrolle und Macht der Äusseren Welt werden und dadurch gezwungen werden mit sich selbst zu befassen – dann sage ich Euch ist alle Möglich 🙂

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