Sibirien in die EU – Noch vor oder erst nach Georgien?

Von Ulrich Gellermann.

Den weltweit bekanntesten Georgier, Josef Stalin, halten die meisten Menschen für einen Russen. Obwohl Stalin, der prägende Diktator der Sowjetunion, als Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili, unweit von Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, geboren wurde. Diesem Georgien, mit kaum mehr Einwohnern als Berlin, aber mit noch größeren Problemen behaftet, will Frau Merkel nun den Weg in die Europäische Union ebnen. Jüngst hatte sie Besuch vom georgischen Ministerpräsidenten Giorgi Kwirikaschwili und schraubte sich diesen Satz aus den Mund: „Ich gehe davon aus, dass wir bei der Frage Visa-Liberalisierung für Bürgerinnen und Bürger aus Georgien zeitnah abstimmen können“. Die arme, NATO-geschädigte Frau. Hat die Türkei-Visa-Regelung noch am und im Hals, da will sie den nächsten Visums-Brocken schlucken. Ein Brocken, der aus dem Weg Georgiens in eine EU-Mitgliedschaft geräumt werden soll.

Wer viel Mut hat, der kann jederzeit in den Abgrund der Europäischen Union blicken: Selbst wenn die Briten für einen Verbleib in der EU plädieren sollten, ist die Union zumindest in Großbritannien lang anhaltend beschädigt. Die Zahl und der Einfluß rechtsbeschissener Parteien in der EU wächst und wächst: Polen scheint verloren, Österreich ist knapp an einem völkischen Präsidenten vorbeigeschrammt, über Ungarn mag der Mensch mit Verstand kaum reden, Präsident Hollande versucht vergeblich Frau Le Pen zu kopieren, die deutsche CDU schwankt noch zwischen AfD und CSU, wie Odyssos einst zwischen Skylla und Charybdis. Und fast überall im Staatenbündnis heißt es „Die Nationalfahne hoch- die Grenzen fest geschlossen“. Aber die Gier nach neuen Märkten, die wilde Lust an der Einkreisung Russlands, lässt die Mitgliedschaft Georgiens am vergifteten Himmel einer EU-Gemeinschaft aufschimmern, als sei es ein Hoffnungsschimmer. Hoffnung auf was?

Georgien ist ein Viel-Völker-, Viel-Sprachen-, Viel-Religionen-Staat: Über 26 unterschiedliche Volksgruppen leben dort. Neben den Georgiern finden sich Aserbaidschaner, Armenier, Russen, Osseten, Abchasen und wer sonst noch. Man spricht 26 Sprachen in dem kleinen Land. Auch wenn die Georgische Orthodoxe Apostelkirche gut genug für die Mehrheit der Georgier ist, gibt es noch die beiden islamischen Fraktionen (sunnitisch und schiitisch) und Katholiken und Protestanten im Staat. Traditionell spielen in solch multiethnischen Ländern die Familien eine große Rolle. Es gibt arabische Länder, die mit weniger Clan-Strukturen zufrieden sind als Georgien. Schon in der Sowjetunion kannte man die georgischen „Diebe im Gesetz“, die Mafia Georgiens. Später verwoben sich die traditionellen mafiösen Strukturen mit denen der neuen Oligarchie. Der aktuelle georgische Präsident gilt als Laufbursche des Oligarchen Bidsina Iwanischwili, ein Name, der sich in den Panama Papers in bester westlicher Gesellschaft findet.

Wie nebenbei hatte man 2014 auf dem NATO-Gipfel in Wales ein „Substantial NATO-Georgia Package“ geschürt, ein Päckchen mit genügend Sprengstoff, um die Schwarzmeer-Region bei Gelegenheit in die Luft zu jagen: Schulung georgischer Truppen durch US-Marines und nächste Schritte auf dem Weg Georgiens zur Nato-Integration waren drin. Unmittelbar nach dem Treffen in Wales reiste US-Verteidigungsminister Chuck Hagel nach Georgien. Zeitweilig waren 14 US-Schützenpanzer des Typs Bradley auf einem Betriebsausflug in Georgien. Chuck Hagel war es auch, der Georgien zum Mitglied der US-geführten Anti-IS-Koalition bestimmte. Und man darf nach dem Warum keinesfalls den Dauergrinser Frank-Middle-Initial-Steinmeier fragen, denn der würde nie verraten, dass die einstige Nummer Zwei des Islamischen Staates, Abu Omar al-Shishani, mit richtigem Namen Tarchan Batiraschwili, von 2007 bis 2010 in der georgischen Armee diente, in dieser Zeit von US-amerikanischen Militärausbildern trainiert wurde und Agent der georgischen Geheimdienste war.

Doch wie immer wenn die EU auf der Suche nach neuen Mitgliedern ist, geht es nicht nur um Geopolitik sondern um Geld, so viel Geld wie möglich. Gern auch in der Form von Rohstoffen. Seit das Joschka-Fisher-Madeleine-Albright-Projekt der Nabucco-Pipeline gescheitert ist, wird die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, vom aserbaidschanischen Baku ausgehend und im türkischen Ceyhan mündend, immer wichtiger: Sie soll dem Westen einen direkten Zugriff auf die Energieressourcen des kaspischen Raumes sichern – unter Umgehung russischen Territoriums versteht sich. Georgien, Aserbaidschan und die Türkei haben schon mal eine feine Militärallianz zum Schutz der Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline gegründet. So treffen sich Geopolitik und Ressourcensicherung im EU-Georgien-Fall auf das Schönste.

Aber warum sich mit dem kleinen Georgien begnügen, wo doch die 13,1 Millionen Quadratkilometer Sibiriens von der EU entdeckt werden wollen? Strategisch günstig zu Obamas bevorzugtem neuen Ziel China gelegen, hat Sibirien vom allem Rohstoffe und Rohstoffe und Rohstoffe: Erdgas und Erdöl, eine riesige Holzwirtschaft, Kohleförderung, Uranabbau und Diamant- wie Goldminen. Kann man das alles den Russen überlassen? Auch wenn die dort die Mehrheitsbevölkerung stellen: Es gibt jede Menge andere Völker in der Region, an deren Schutz die Europäische Union, angesichts der verlockenden wirtschaftlichen Möglichkeiten, sicher ein vitales Interesse haben könnte. Schon im August 2014 war ein „Marsch für eine Föderalisierung Sibiriens“ geplant. In einem BBC-Interview erklärte der Initiator des Marsches, es ginge um die „Frage nach der Zukunft Sibiriens“.

Das ist die Frage, die von NATO und EU immer und immer wieder gestellt wird: Ob in Libyen oder der Ukraine. Und sie wird immer gleich beantwortet: Die Zukunft der Völker kann nur im Freien Westen liegen, „zeitnah abgestimmt“, wie viele Tote diese Sorte Freiheit auch kosten mag.

 

 

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

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78 Kommentare zu: “Sibirien in die EU – Noch vor oder erst nach Georgien?

    • Ich würde einmal klar dazu sagen:

      Es ist das Recht der Bürger der Länder Osteuropas, in die EU einzutreten. Es ist Unrecht, wenn die russische Regierung das wie bei der Ukraine mit militärischen Mitteln torpediert.

    • unverantwortlich Länder aufzunehmen , die vorrangig ihr BP aus der Ur -produktion aquirieren . solche Staaten werden auf schändlichste Weise zu dienstleistungsgesellschaften umerzogen und verlieren in erheblichen Maße nationales Eigentum ( Boden, Rohstoffe) an ausländische Großkonzerne.

      in Verbindung mit dem Euro als offiz. Zahlungsmittel eine langfristig tödliche Kombination.

    • Es geht in der EU um

      – offene Grenzen zwischen den Mitgliedsländern
      – eine marktwirtschaftliche und NICHT MONOPOLISTISCHE Wirtschaft
      – Mindestanforderungen im Bereich von Demokratie und Menschenrechten.

      Ob ein Staat eher Dienstleistungsgesellschaft ist oder Industriestaat, spielt bezüglich der EU keine Rolle.

    • @ Michael kanellos

      sie Wollens nicht verstehen, weil sie keine Ahnung davon haben, wie Vermögen in der eu ihren Eigentümer wechselt.

      die EU setzt durch ihren verordnungswahn den Hebel am breiten Mittelstand einer Gesellschaft an , der Mittelstand ist nicht in der Lage , Kapital in ausreichender weise zu beschaffen , ohne sich sehr hoch zu Verschulden..also hohes Risiko zu gehen…auf dauer wird der Mittelstand massive substanzielle Verluste erleiden und Eigentum an spezialisierte konzernstrukturen verlieren. dieser Effekt ,ist besonders bei sehr primär betriebenen Volkswirtschaften (ur Produktion) in besonders hoher Geschwindigkeit zu beobachten…auf ein schnelles Wachstum , folgt eine sehr lange kräftezerende degenerierungssphase des mittelstandes hin zur konzerndiktatur… die dienstleistungsgesellschaft ist eine Form , die genau aus dieser Spezialisierung auf konzernstrukturen basiert, weil aufgrund des Verordnungswahns ganzheitliche unternehmensansätze nicht mehr als zukunftsfähig anzusehen sind.
      das heisst die ur Produktion wird langfristig vollständig in die Hände von großKonzernen übergeben, die aufgrund ihrer besagten “ offenen. grenzen“ nahezu uneingeschränkten marktzugang in jedes EU Land haben , um ihre profitinteressen geltend zu machen…informieren sie sich mal über abschottungsmöglichkeiten innereuropäischen Handels….Ei nicht viel da….das ist ein Freibrief zur Plünderung von staaten durch kapitalstarke Investoren…in Verbindung mit dem euro ist dies tödlich…. schauen Sie doch nach Griechenland, das Land hat keinerlei “ wettbewerbsfähige“ Industrie mehr. nach europäischem großkonzern Maßstab…..und mit dem Euro eine Währung , die das Land im außereuropäischen Handel handlungsunfähig macht…und sie reden von sozialer Stabilität….

    • schauen Sie nach Spanien , Portugal , Irland etc. dort tritt genau dieser Umstand zu Tage….der Mittelstand , der arbeitsplätze schafft, bricht weg….auf den riesigen obstplantagen in Almeria, arbeiten Osteuropäer….und die Spanier finden kaum Arbeit, weil der verordnungswust und die Gleichmacherei hin zu konzerndiktaten ihre Wirtschaft abwürgt….sie finden keine Mittel dagegen zu halten, weil arbeitserledigungskosten nur so lange unterlaufen werden können, bis auch der letzte in der Gosse liegt.. gehen sie nach Portugal ….selbst Österreich….die Leute dort werden ihnen was husten….vielleicht können sie in direkten Gesprächen mit betroffenen ihr schulwissen überwinden….und vielleicht erklärt ihnen ja sogar einer die Rolle Deutschland s bei dieser Entwicklung.

    • Herr Kanellos,
      Was sie über die EU schreiben ist die offizielle Agenda.(Propaganda)
      Die offenen Innengrenzen und der Euro sind doch nicht wegen der normalen Bürger gemacht worden.
      Handel und der Transport der Waren sollte schnell von statten gehen. Es ging darum, besser kalkulieren zu können, Zeit und Geld zu sparen und auch konkurrenzfähiger zu werden, eben Globalisierung. (Gewinnmaximierung)
      Uneingeschränkte Reisefreiheit und Abschaffung der Grenzkontrollen haben die EU akzeptabel für die Bürger gemacht.
      Jeder soll reisen dürfen aber nicht jeder kann es.
      Wer war denn so mächtig das durchzusetzen?
      Das Großkapital und ihre Lobby-Verbände waren die treibende Kraft.
      Markwirtschaft wird immer mehr zurückgedrängt – und „Soziale Marktwirtschaft“ ist Marketing.
      TTIP und CETA sind doch nicht gut für die kleineren Betriebe.
      Das sollen Konzerninteressen durchgesetzt werden.
      Bei der Erweiterung, der EU ging und geht es auch um neue Absatzmärkte,
      und wo die EU erst einmal Fuß gefasst hat, ist die NATO mit im Gepäck.
      Die Hauptanforderung von Demokratie ist vor allem, dass sie marktkonform sein muss.

    • Kanellos funktioniert inzwischen kabellos.
      Die einstudierten Sätze müssen wiederholt, wiederholt, wiederholt….werden.

    • Was hier geschrieben wird über Spanien und Griechenland, mag zutreffen, aber das sind Probleme der einzelnen Staaten und ihrer nationalen Regelungen und nationalen Verhältnisse und nicht Probleme der EU.

      Es ist schlicht und einfach blanker Unsinn, zu behaupten, dass die EU einzelne kleine Unternehmer behindern würde. Das Gegenteil ist der Fall. Die EU schafft durch die Freizügigkeit alle Voraussetzungen, private, persönlich gestaltete Unternehmen zu eröffnen, die 100%ig mittelständisch sind (oder, wenn man so will, sogar ’sub-mittelständisch‘).
      In Deutschland gibt es zahlreiche kleine Unternehmen, die in allen möglichen Rollen – auch in Konkurrenz zu größeren Konzernen – arbeiten. Und das Beispiel Griechenland zeigt es auch. Vor wenigen Jahren war ich im Urlaub in Griechenland. Da gab es z.B. zahlreiche von Deutschen geführte Reiterhöfe, bei denen Touristen Pferde zum Ausreiten leihen konnten. Um so ein Unternehmen in Griechenland aufmachen zu können, braucht man NICHT, wie in vielen anderen Ländern, irgendwelche offiziellen Erlaubnisse, die ggf. nur über Beziehungen zur US-Lobby oder Bestechung zu bekommen sind.
      Die Realität zeigt die Unterschiede. Vergleichen Sie mal die Lage in arabischen Staaten diesbezüglich mit der in der EU. Oder die Lage in weiten Teilen Afrikas oder Asiens mit der in der EU.
      Prüfen Sie mal nach, ob es möglich ist, als Deutscher in Libyen ein Unternehmen aufzumachen oder nach Saudi-Arabien nicht als Expat, der verboten bekommt, seine eigene Religion zu leben, sondern als UNTERNEHMER zu gehen. Es ist wohl UNMÖGLICH, wenn man nicht Beziehungen zu den Machthabern hat.
      Der Konzernlobbyismus, der in den USA grassiert und via Nato und politische Einflussnahme (bis zu Kriegspolitik) auch solche korrupten Verhältnisse anstrebt, ist DANK EU nicht in dieser Weise (wie z.B. in Saudi-Arabien) in Europa vertreten.

    • @ Sebastian Mühl
      Probleme wie die genannten in Spanien oder Griechenland sind keine Probleme der EU, sondern der Nationalstaaten. Durch die offenen Grenzen und die marktwirtschaftlichen Rahmenrichtlinien ermöglicht die EU in besonderer Weise, dass kleine und mittelständische Unternehmen auch in Konkurrenz zu Konzernen existieren können.
      Beispiele: In Deutschland gibt es zahlreiche Kleinunternehmen und Mittleständler. In Griechenland habe ich selbst im Urlaub Unternehmen (Reiterhöfe) kennengelernt, die von Deutschen geführt sind.
      Das ist dem massiven Konzernlobbyismus in den USA, der auch via NATO – sogar teilweise mit Krieg – Monopole durchsetzt, konträr entgegengesetzt. Diese ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobbypolitik konnte sich DANK EU bisher NICHT in der EU ausbreiten wie z.B. in Arabien oder in Afrika.
      Es ist wirklich blanker Unsinn, zu behaupten, dass ausgerechnet die EU Unternehmertum verhindern würde.

    • @ Tony
      Ihr Spamming funktioniert offenbar nur mit absurden und unsinnigen persönlichen Angriffen. Argumente haben Sie anscheinend nicht.

    • @ schwarz ist weiß
      Ich halte die offenen Grenzen in der EU für eine wirkliche und sehr bedeutende Errungenschaft. Offenbar wissen Sie das weniger zu schätzen. Finden Sie Grenzzäune und sich aufspielende Grenzpolizisten wie in der ‚DDR‘ gut?
      Ein ganz wesentlicher Punkt dabei, den internationalen Konzernlobbyismus zu verstehen, ist, dass dieser aktuell eine Strategie hat, die geschlossene Grenzen beinhaltet. Über geschlossene Grenzen wird auf denkbar brutale, aber effektive Weise einfach Konkurrenz ausgeschaltet. Wer gar nicht ins Land darf, ohne sich von verbündeten und völlig willkürlich agierenden Visabehörden eine Erlaubnis zu holen, kann keine Konkurrenz machen.
      Die EU hat diesbezüglich ein ganz anderes Modell, das eben auch wirklich wirtschaftsliberal ist.

      Und zum Thema marktkonforme Demokratie: Ich bin dafür, dass Grundrechte auch gegen etwaige Mehrheiten geschützt werden. Und freie Marktteilnahme und die Möglichkeit des Privatbesitzes an Produktionsmitteln sind meines Erachtens Grundrechte. Ich bin also durchaus für marktkonforme Demokratie. Man könnte es aber sicher besser erklären bzw. den Leuten ‚verkaufen‘, als Kanzlerin Merkel das tut.

    • @ Michael kanellos

      jedem seine Meinung….bereisen sie unser europa der offenen grenzen und sprechen sie mit möglichst vielen Menschen, verschiedenster Nationen…da können sie was lernen…aber sagen sie nicht gleich, dass sie deutscher sind;-)

    • „Ich halte die offenen Grenzen in der EU für eine wirkliche und sehr bedeutende Errungenschaft. Offenbar wissen Sie das weniger zu schätzen. Finden Sie Grenzzäune und sich aufspielende Grenzpolizisten wie in der ‚DDR‘ gut?“
      Ich finde auch offene Grenzen gut. Bin selber Ex-DDR Bürger. Ich hab „Grenzzaun-Erfahrung“.
      Allerdings haben das nicht Europas Bürger durchgesetzt.
      Und wie schnell Grenzzäune wieder hochgezogen werden, hat man ja gesehen.
      Ich bezweifle stark das Monopole auf geschlossene Grenzen setzten! Monopole sind oft AG´s und das Kapital der Anteilseigner ist international. Gewinne und Dividende würden darunter leiden. Sicher gibt es auch Branchen, die, wenn es ihnen gerade in den Kram passt, auf Zölle und Abschottung setzen. Anderseits ist die EU gegen Zölle was Entwicklungsländer betrifft. Die würden EU-Billigexporte behindern. Ein Effekt ist allerdings, dass so die regionale Kleinwirtschaft in den besagten Ländern (weil zu teuer) am Boden liegt. Da werden so ganz nebenbei Fluchtursachen geschaffen. Und dann werden wieder Grenzen hochgezogen.
      Zum Thema marktkonforme Demokratie:
      Ich bin für einen demokratiekomformen Markt – und das nicht nur in der EU. Das würde auch den Waffenhandel eindämmen.

    • Herr Kanellos ..

      bei all dem, was Sie im Minutentakt so alles absondern, kann man schon auf die Idee kommen, dass Sie sich hauptsächlich von „fast food“ ernähren 😉 … auch wenn man Sie nicht „kennt“.

      @ Sebastian Mühl
      danke für Ihren Input! aber bitte ermuntern Sie ihn doch nicht noch 😀

    • ich akzeptiere echt viel, aber das geht einfach zu weit….die Kommentare sind inhaltlich eine Zumutung.

      „kabellos“ war ein versehen, sorry

      aber ich geb jetzt Ruhe, wenn er Ruhe gibt 😉

    • @ Löwenzahnsalat

      Ihrer unverschämte, arroganten und diffamierende Art hier ist das Eine. Fakten sind das Andere

      Zum Beispiel:
      ‚Ich bezweifle stark das Monopole auf geschlossene Grenzen setzten! Monopole sind oft AG´s und das Kapital der Anteilseigner ist international.‘

      Das ist wirklich Unsinn pur. Erstens sind die, die an Monopolen wirklich interessiert sind, oft keine AGs. Sondern es sind oft einzelne Investoren oder Investorengemeinschaften.
      Und zweitens – Sie lesen meine Postings nicht, denken nicht mal ansatzweise nach, pöbeln aber arrogant herum.

      Ich habe nämlich erwähnt, dass man Folgendes beobachten kann:

      Besonders skrupellose Monopolisten oder solche, die es werden wollen, sind an geschlossenen Grenzen FÜR PERSONEN interessiert. Nicht interessiert sind sie natürlich an geschlossenen Wirtschaftskreisläufen.

      Ganz genau – die sind daran interessiert, dass potentiellen Konkurrenten ganz real und mittels Staatsmacht die Tür vor der Nase zugeknallt wird und dass diese Konkurrenten gar nicht in das Land dürfen, in dem die (potentielle) Monopolfirma arbeitet oder arbeiten will. Das Kapital soll aus deren Sicht natürlich fließen, die Waren sollen aus deren Sicht natürlich ebenfalls die Grenzen überschreiten.

      Das ist so simpel, dass es erstaunlich ist, dass man das erklären muss – aber Ihre aufgesetzt-oberflächliche Ignoranz lässt Sie offenbar ohne kindergartenmäßige Erklärung nicht mal die einfachsten Zusammenhänge sehen.

      Der, wie ich es mit meinen bescheidenen Formulierungskünsten nenne, ‚verkürzte Neokonservatismus‘ der US-Lobby spielt in einigen Ländern genau diesen Monopolisten in der Karten. Diese ideologische Ausrichtung verkürzt die Marktwirtschaft nämlich auf Abwesenheit von Kommunismus (und somit freien Kapital- und Warenfluss). Hingegen wird Personenfreizügigkeit völlig ignoriert, sogar absichtlich eingeschränkt. Nach Saudi-Arabien darf man nur einreisen, wenn das den monopolistischen Klüngeln dort genehm ist. Touristen dürfen dort GAR NICHT einreisen. Ebenso ist es in Libyen – NACH dem Sieg der NATO wohlgemerkt, deren Operationen auch von den Steuergeldern der westlichen Bürger bezahlt werden. Das ist auch Politik massiv gegen die Steuerzahler/Bürger der westlichen Staaten.
      Und da ist die EU wirklich ganz anders und sehr viel bürgerfreundlicher aufgestellt.

      So sieht es aus, das ist die Realität. Da können Sie noch so dümmlich-arrogant herumspammen.

    • Und noch etwas: Ich schrieb nicht, dass die EU alles ganz hervorragend macht. Natürlich nennt man die EU nicht zu Unrecht ‚Festung Europa‘, weil gerade auch die EU-Staaten oft willkürlich und grundrechtswidrig Visa verweigern und gegenüber ‚außen‘ durchaus auch abschotten, indem sie private Migration erschweren.
      Besonders eklatant und menschenrechtsverletzend ist die Verweigerung der EU, Lebenspartner uneingeschränkt anzuerkennen.
      Die EU hat aber immerhin INNERHALB ihres Machtradius Freizügigkeit und Rechtsstandards (die auch die Marktwirtschaft betreffen). Analoges kann man vom USA-dominierten NATO-Machtradius NICHT behaupten.
      Wenn die EU ein Land aufnimmt, gilt für dieses Land Personenfreizügigkeit. Wenn die USA mittels NATO ein Territorium ‚erobern‘ und in ihre Einflußsphäre bringen, kann es sein, dass man danach noch weniger dort einreisen kann als vorher und sich gleichzeitig Klüngel breitmachen, die offenbar auf Monopole aus sind.
      Das ist ein bedeutender Unterschied. Natürlich heißt das nicht, dass die EU alles ganz toll macht.

    • PS: Ich schrieb:

      Besonders eklatant und menschenrechtsverletzend ist die Verweigerung der EU, Lebenspartner uneingeschränkt anzuerkennen.

      Damit meine ich, dass die EU-Staaten teilweise Lebenspartnern und Lebenspartnerinnen ihrer eigenen Bürger oder von bereits aufenthaltsberechtigten Bürgern die Einreise in die EU erschweren bis hin zur faktischen Verweigerung. Dies wird an Kriterien wie Geld oder Sprache festgemacht und ist eine grobe Grundrechtsverletzung.
      DAS ist wirklich ein Problem der EU-Bürokratie, meine ich. Und zwar ein EU-spezifisches Problem.
      Aber darüber hört man kein Wort von den rechtspopulistischen ‚EU-Kritikern‘ – die wollen nämlich noch üblere Bedingungen über ’nationalstaatliche Regelungen‘, anstatt solche Dinge grundrechtskonform zu verbessern.

    • Werter Herr Kannelos,
      es tut mir leid, wenn meine Kommentare als arrogantes pöbeln bei Ihnen ankommt.
      Ich habe nicht die Wahrheit gepachtet – Sie aber auch nicht!
      Wenn Sie schreiben, „So sieht es aus, das ist die Realität. Da können Sie noch so dümmlich-arrogant herumspammen.“,
      klingt das so, als dulden Sie keinen Wiederspruch – eher wie ein trotziges Kind.
      Ich sag ja auch nicht, dass Alles was sie schreiben abwegig ist.
      Außerdem kommt natürlich manches, wenn man schreibt, auch falsch an wenn man den Gegenüber nicht sieht.

    • Herr Kanellos,

      bitte, ich habe nicht die Zeit und auch gar keine Lust, auf all ihre propagandaschwangeren Kommentare inkl. anschließender, oft bis zu 3 „PS“ ! in folge, einzugehen. So kommen Sie eben für viele hier rüber. Woran das wohl liegen mag? 😉 Im Gegensatz zu Ihnen liegt mir nichts an „Missionierung“.
      Darüberhinaus erwecken Sie den Eindruck, eine komplett „humorfreie Zone“, eine impulsive Mimose und ein Narziss zu sein! Jemand anderer brachte auch den Vergleich mit einem „trotzigen Kind“, das passt auch sehr gut ins virtuelle Bild. Ist Ihnen das eigentlich auch schon jemals selbst aufgefallen? 😀
      Wenn Sie keinerlei Kritik, oder andere Meinungen über ihre Ergüsse annehmen können und sich über alles sofort empören müssen, empfehle ich Ihnen mal Pause zu machen und mit sich selbst in Klausur zu gehen. Soll oft erstaunliche Ergebnisse bringen, hab ich mir sagen lassen 😉 .. also ruhig Blut! vielleicht einfach mal probieren … und ev. auch mal selbst kochen? Nur eventuell, versteht sich! 😉 Also, nix für ungut!

  1. @ Ulrich Gellermann: “ Die Zukunft der Völker kann nur im Freien Westen liegen…“

    Wenn dieser „Freie Westen“ ein grosses Kommerzium ist, dann kann das nur funktionieren, indem irgendwo in der Welt diese „Maschine“ oder „Batterie“ zum Pluspol hinzu einen Minuspol entwickelt, etwas, das ihr selbst komplett entgegengesetzt ist.
    Da wirkt das Gesetz der Zweiteilung im Physischen. Jeder Arzt braucht als den ihm entgegengesetzten Pol den Patienten.
    Nur so funktioniert das. Jeder Lehrer braucht Schüler. Der Schauspieler braucht Zuschauer. Der Produzent braucht den Verbraucher. Positive Elektrizität braucht negative Elektrizität.
    Dieser Freie Westen braucht einen Unfreien Osten, sonst kann das Ding nicht funktionieren.

    • @ Ulrich Gellermann: P.S. Dieser „Freie Westen“ betrachtet Wirtschaft als Konkurrenzkampf, als Kampf ums Dasein.
      Das Prinzip „Kampf“ als das der Wirtschaft sehen die als „Naturgesetz“. Deswegen halten diese Manager usw. die Forderung , die Wirtschaft auf dem Fundament der Brüderlichkeit einzurichten und die Preise aus Rücksicht auf die an der Wirtschaft Beteiligtigten gemäss deren Lebensumständen festzusetzen, für eine Illusion.
      Nur ist das reine Willenssache, es ins Leben zu überführen ODER es als „unmöglich“ zu verwerfen.

  2. „Russland […] Sibirien sollte natürlich auch mit der EU assoziiert werden. Das scheitert derzeit am Nationalismus und Militarismus der russischen Regierung“

    Offiziellen Angaben zufolge beläuft sich der Verteidigungshaushalt der USA auf das Zehnfache gegenüber Russland.

    Auch nicht verzählt habe ich mich offenbar bei der Zahl der Flugzeugträger, nehmen wir nur die Nimitz-Klasse der USA. Das sind 10! Die Russen haben nur einen(Admiral Kusnezow).

    Wenn den Russen „Militarismus“ vorgeworfen wird, wie könnte man den Irrsinn der USA dann bezeichnen? Ebenso? Als „Irrsinn“?

    Wer glaubt denn ernsthaft, die USA würden JEMALS eine Entspannung und Zusammenarbeit Russlands mit der EU zulassen?
    Man braucht nur das „Arbeitspapier Sicherheitspolitik“, herausgegeben vom Thinktank „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ durchzulesen. Da wird über den in wenigen Tagen beginnenden NATO Gipfel referiert. Und wo findet der statt? In Warschau (Warum nicht gleich in Moskau, das wäre insofern praktisch weil man dann behaupten kann, die Russen wären aggresiv, wenn sie das ablehnen)

    Beim Lesen des Papiers wird einem richtig komisch. Es wird regelrecht dazu aufgerufen, Russland zu verdammen. „Weiter so!“ Die Spirale der Konfrontation geht in die x-te Runde.

    • Russland ist wirklich nuklear massiv bewaffnet. Flugzeugträger spielen da kaum eine Rolle, sondern da geht es um die Atomwaffen, insbesondere die Atomraketen. Wie oft eine Atommacht die ganze Welt ‚plattmachen‘ kann, ist im Grunde fast unerheblich.
      Allerdings haben Frankreich und Großbritannien auch Atomwaffen – diese Staaten haben aber zugunsten des Friedens und auch zugunsten ihrer eigenen Bürger das Supermachtspiel zurückgestellt zugunsten einer stabilen EU bzw. im m.E. schlechten Fall eines ‚Brexits‘ immerhin europäischen Zusammenarbeit.
      Hier geht es konkret um Eurasien und um die oft gerade von Kritikern der US-Politik geforderten eurasischen Landbrücke oder auch ’neuen Seidenstraße‘. Diese stelle ich mir so vor, dass die ERSTE PASSKONTROLLE bei einer Reise zwischen Portugal und Peking über Land an der Grenze zu China stattfindet (und auch da großzügig verfahren wird). Ansonsten wäre das keine Seidenstraße, sondern eine Aufeinanderfolge von Grenzzäunen.
      Diese ist real möglich, wenn die Kaukasusstaaten in die EU kommen und die zentralasiatischen Staaten EU-assoziiert werden wie derzeit Skandinavien. Es gibt bezüglich der Peripherielage und der dünnen Besiedelung Parallelen zwischen Zentralasien und Skandinavien – und man kann direkt sehen, dass die EU-Assoziierung Skandinavien viel gebracht hat, was den zentralasiatischen Staaten noch fehlt.
      Der Militarismus der USA ist hier ein deutlich geringeres Problem als der der russischen Regierung. Russland hat die Ukraine in den Krieg gezogen und teilweise annektiert, als ukrainische Politiker die Ukraine in Richtung NATO und EU (was nicht das Gleiche ist!) bewegen wollten. Die Rolle der USA hier ist auch fragwürdig, aber bei weitem nicht so kriegstreibend und völkerrechtswidrig wie die Russlands. Die US-Lobby hat ’nur‘ versucht, Einfluss zu nehmen und zu manipulieren, Russland hat eine Krieg lanciert!

    • PS:
      Ich ‚verdamme‘ Russland jedenfalls ganz sicher nicht. Meines Erachtens gehört Russland in die EU (wie natürlich auch Weißrussland). Ich trenne strikt zwischen der russischen Regierung, die sich nach jahrelanger Deeskalation vor einigen Jahren wieder dem Militarismus, Nationalismus und dem Supermachtdenken zugewandt hat, den ‚Oligarchen‘, die sich Monopole angeeignet haben und deshalb in Russland keine EU wollen, und den Russen.
      Russland ist ein riesiges Land, in dem es teilweise Probleme gibt, weil die Wege zu lang sind und die Besiedelung extrem dünn ist. Und dennoch schottet die Regierung Russlands das Land sogar gegen Kriegsflüchtlinge, die aus von der russischen Armee geführten Kriegen fliehen, ab. Das ist mehr als fragwürdig.

    • Michael Kanellos

      Der friedliebende Westen:
      Während des Höhepunkts der atomaren Aufrüstung Mitte der 1980er-Jahre lagerten 7300 US-Atomwaffen in Europa. Dazu kamen weitere Atomsprengköpfe aus Großbritannien und Frankreich. Sie waren in mehr als 130 speziellen Depots in Westdeutschland untergebracht.[10]

      Die Lager für die Sprengköpfe wurden als Sondermunitionslager bezeichnet. Raketenbasen dienten der Stationierung und der Stützpunkte von mobilen Raketenabschussrampen.

      Kernwaffen wurden unter anderem an folgenden Standorten in Westdeutschland gelagert ! https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearwaffen_in_Deutschland.
      Nun noch dazu:Der Militarismus der USA ist hier ein deutlich geringeres Problem als der der russischen Regierung…gut wenn man rund 700Mrd$ für Aufrüstung so nennen kann, wie Sie es tun.Russland hat ca 70Mrd benötigt..
      Und nun zu den Kriegen, rechtlose, Kriege, Gemetzel im eigenen Land…das macht Amerika aus.Oder finden Sie ein Land auf der Welt, welches keinerlei Grenzen kennt, wenn es drum geht Krieg führen zu können?
      2001 Afghanistan, 2003 Irak…2004 Haiti Luftanschlag gegen Lybien…davor Korea, China, Honduras, Ägypten, Laos und viele unzählige Kriege hat Amerika auf dem Gewissen.Die vielen Mio Toten, nein die interessieren Obama-Fans überhaupt nicht.Nun dürfe Sie Russland Kriege aufzählen…bitte darum!

    • @ Annette
      Es geht hier um die EU und nicht um ‚den Westen‘ alias US-amerikanische Militärstrategie. Das ist wirklich ein großer Unterschied. Was die USA und die NATO z.B. in Libyen und Saudi-Arabien, ist diametral entgegengesetzt zu dem, was die EU macht und real auch vertritt. Die EU vertritt offene Grenzen zwischen den Mitgliedsstaaten und Frieden in Europa.

    • @ Michael Kanellos
      „Der Militarismus der USA ist hier ein deutlich geringeres Problem als der der russischen Regierung“

      finden Sie?
      Jedenfalls komme ich mit der ganzen Russland „Problematik“ zu ganz anderen Ergebnissen. Insbesondere was die Ukraine betrifft, widerspreche ich Ihnen. Sie sagen:
      „Die Rolle der USA hier ist auch fragwürdig, aber bei weitem nicht so kriegstreibend und völkerrechtswidrig wie die Russlands“.
      Immerhin, da stimmen wir in der Rolle USA’s wenigstens teilweise überein. Ein Glück, dass das vertrauliche Gespräch Nuland’s öffentlich wurde. „Fragwürdig“ kann ich das nicht nennen. Lesen Sie mal den Inhalt. Da wird doch klar ersichtlich, dass die USA den gesamten Globus bzw. dessen Menschen als ihr PERSONAL betrachtet! Da wird bereits vor jeglicher Eskalation von den USA „festgelegt“, wer die Ukraine künftig regieren wird (und so kam es ja auch). Ich glaube es hackt ! Die Menschen dort sprechen RUSSISCH! und fressen KEINE Hamburger. Was zum Donnerwetter geht diese Möchtegerns die Ukraine an? Ist dieses Land etwa ein Nachbarstaat der USA?
      Aber weiter: Dann kam der Regime-Change! mit bis heute ungeklärter Rolle der Scharfschützen, die auf BEIDE Parteien schossen und töteten.
      Eine Frage: Was dachten sie denn, was Putin nun tut? Kaffee trinken? Nennen Sie mir E I N E N russischen Machthaber aus der Vergangenheit oder Zukunft, der NICHT mit krachender Faust auf den Tisch haut: „ES REICHT“. Die russischen Truppen, die daraufhin strategische Stellen besetzten, zeigten das. Völkerrechtlich nicht einwandfrei aber verständlich. Die „Strategen“ hatten mit dieser bewusst überspannten Provokation ganze Arbeit geleistet.
      Stellen wir uns doch mal die umgekehrte Situation vor. Kennedy hat seinerzeit doch auch (Kuba) gesagt: „Bis hierher und nicht weiter“

      Wenn ich das NATO Geschwafel einer russischen Bedrohung lese, krieg ich Pickel! Russland ist AM BODEN. Die können nämlich keine Dollars drucken. Für mich ist das ne freche Ausnutzung seitens der USA. Gerade gestern war zu lesen, dass Putin der EU entgegen geht. „Wir sind nicht nachtragend“. Ich übersetze das als Hilferuf. Putin wird in die Enge getrieben! SO SIEHT „Kriegstreiberei“ für mich aus. Geschickt, hinterhältig, machtgeil, raffgierig. Ich erneuere meine Befürchtung: USA wird niemals zulassen, dass es zur Entspannung Russland/Europa/EU kommen wird. Beobachten wir es doch weiter… Ich hoffe, ich habe Unrecht.

    • @ Ron B.
      ‚Was zum Donnerwetter geht diese Möchtegerns die Ukraine an? Ist dieses Land etwa ein Nachbarstaat der USA?‘

      Nein, aber es ist doch ganz einfach: Ich frage mich ja auch, was die US-Lobby da genau bezweckt. Aber Russland hat sicher kein Recht – völkerrechtlich gesehen – die Ukraine zu annektieren. Russland hat seine Nachbarstaaten nicht mit Krieg zu überziehen.

      ‚Russland ist AM BODEN. Die können nämlich keine Dollars drucken. Für mich ist das ne freche Ausnutzung seitens der USA. Gerade gestern war zu lesen, dass Putin der EU entgegen geht. „Wir sind nicht nachtragend“. Ich übersetze das als Hilferuf.‘

      Russland ist militärisch einen Supermacht, mit der auch die USA ernste Probleme – wirklich ernste – bekommen könnten, wenn es eine ultimative Eskalation gäbe.
      Dazu steht auch einiges in Dimitri Khalezovs Buch über 9/11 – die SS19-Missile, die ins Pentagon einschlug, war nicht nur aus politischen Gründen eine russische Missile, sondern auch aus technischen Gründen: Noch 2001 konnten die USA solche Missiles NICHT ABWEHEREN – ob sie es jetzt können, ist unklar.
      Und ich weiß noch, wie ich als Kind mal von dem Gerücht hörte, dass die sowjetischen Atomwaffen nur ‚Bluff gewesen seien – ist wohl ’nicht ganz‘ so.
      Und Putins Drohrhetorik fasse ich eher als ‚Wir können auch nachtragend sein‘ auf – aber ich frage mich, ob hier nicht die vielen Ukrainer, die lieber in die EU und in die NATO wollen als Provinz Russlands zu werden, eher einen Grund hätten, ’nachtragend‘ zu sein!

    • @ Michael Kanellos:
      Sie haben mich nicht aufmerksam gelesen. Russland hat NICHTS unternommen. Erst als die USA dachten, dass es einfach werde, und mal eben den Ihnen gelegenen Machthaber einsetzten, hat Putin den Sack zugemacht. Und offenbar war genau das geplant.

      Diesen zeitlichen Ablauf muss man beachten.

      Und vergessen Sie doch die ganze nukleare Kacke, mit der Russland angeblich „gefährlich“ werden kann. Ein Raketenstart Richtung USA aus Russland ist gleichbedeutend mit der anschließend eigenen vollständigen Vernichtung. Wenigstens soweit funktioniert dieses hirnrissige Konzept der „Abschreckung“

    • @ Ron B.
      Russland hat Krieg im wahrsten Sinn des Wortes geführt und Teile der Ukraine annektiert.
      Dass diese ganzen Aktionen unabhängig von der geplanten EU-Mitgliedschaft der Ukraine sind, glaube ich nicht.

  3. PS:
    Die EU mit den Aktionen der US-Kriegs- und ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby in Libyen zu vergleichen, führt direkt zum Schluss, dass das völlig unterschiedliche Dinge sind! Die EU steht für offene Grenzen für Personen und freien Markt. In Libyen hingegen dürfen Europäer und US-Bürger hingegen kaum noch einreisen, nachdem die Obama-Clinton-Regierung dort Gaddafi entmachtet hat (ob er als per Gerichtsaussage eines Anderen bestätigtes Mitglied des ‚Freimaurer‘-Bundes wirklich tot ist oder ob die ihn retten konnten und seine Ermordung ein Medienfake war, ist ein anderes Thema).
    Die USA haben einer Lobbygruppe in Libyen alle Voraussetzungen gegeben, dort Monopole aufzubauen und allen Anderen de facto den Zugang zum Land abzuschneiden. Libyen ist ein weiterer Staat, in den man als westlicher Bürger NACH dem militärischen Sieg der NATO nicht einmal mehr als Tourist reisen kann. Das, was in Libyen gemacht wird, hat mit der Politik der EU nicht das Geringste zu tun.

    • @ Michael kabellos

      ich frag mich manchmal, wie sie die US- Politik und die Politik der EU so losgelöst von einander betrachten können…

      europäischer zweckoptimismus in allen Ehren, aber das kann doch nicht ihr Ernst sein.

      fast alle eu- Staaten sind in der NATO…mir sieht das mehr nach Arbeitsteilung aus…Europa marschiert unter fusstritten nach Osten und der “ große Bruder “ , beackert derweil die islsmisch gesinnten…dort ist kurzfristig einfach schon mehr zu holen…nach dem Motto: „kann nicht sein, was macht unser öl, unter eurem Sand“…

    • Die NATO ist ein Militärbündnis und die EU ist ein Bündnis von Staaten, um gegenseitig offene Grenzen zu schaffen und gewisse marktwirtschaftliche Standards zu erhalten. Das ist schon thematisch strikt zu trennen.
      Die EU hat klare Versprechen gegenüber den Bürgern einzulösen bezüglich offener Grenzen und Marktfreiheit.
      Die NATO hat diesbezüglich keinerlei Vorgaben und kann locker dazu benutzt – mißbraucht – werden, extreme Islamdiktaturen wie Saudi-Arabien oder failed states wie Libyen abzuschotten und Lobbyisten zuzuspielen.
      Dieser Unterschied ist aus Sicht der Bürger wesentlich.

    • @ Michael kanellos

      Zitat:
      „um gegenseitig offene Grenzen zu schaffen und gewisse marktwirtschaftliche Standards zu erhalten.

      die marktwirtschaftlichen Standards zu erhalten?
      von welchen Standards sprechen sie da?

      Lobbyiistisch gesteuerte konzerndiktaturen?

      schauen Sie doch bloß einmal, wohin sich Eigentum in den einzelnen EU Staaten hin verschiebt….und sie reden von Standards?

      ich geb mir ja echt Mühe, sie beantworten , leider auch meine Fragen weiter “ unten“ nicht, ich kann sie leider nicht ernst nehmen. schulwissen ist zu wenig.

    • ‚die marktwirtschaftlichen Standards zu erhalten?
      von welchen Standards sprechen sie da?

      Lobbyiistisch gesteuerte konzerndiktaturen? ‚

      Das hat gerade die EU NICHT im internationalen Vergleich. Es passt inhaltlich gar nicht, der EU Konzernlobbyismus vorzuwerfen. Die EU hat relativ gute Maßnahmen gegen Monopole und ein ganz gut implementiertes neoliberale Wirtschaftsmodell. DAs ist genau der Punkt: Die NATO wird derzeit wirklich benutzt, um Monopolismus zu implementieren (Libyen, Saudi-Arabien zum Beispiel), die EU hingegen steht für offene, freie Märkte und offene Grenzen.

      ’schauen Sie doch bloß einmal, wohin sich Eigentum in den einzelnen EU Staaten hin verschiebt….und sie reden von Standards?‘

      Die EU-Staaten und assoziierte Staaten wie Norwegen oder die Schweiz haben oft im weltweiten Vergleich hohe Sozialstandards. Auch dieser Vorwurf an die EU geht meines Erachtens ins Leere.

      ‚ich geb mir ja echt Mühe, sie beantworten , leider auch meine Fragen weiter “ unten“ nicht, ich kann sie leider nicht ernst nehmen. schulwissen ist zu wenig.‘

      Ich konnte jetzt schon zweimal ein Posting technisch gesehen nicht abschicken.

    • @ Michael kanellos

      ich bin einigermaßen bestürzt darüber , wie wenig sie über EU Verordnungen und deren Wirkung wissen.

      ist ihnen klar , dass die EU verordnungen zu Verbraucherschutz und Landwirtschaft erlässt und damit offenkundig Lobbyismus betreibt.

      jede eu- Verordnung muß nationationalstaatlich mindestens 1:1 umgesetzt werden, aufgrund der Länder typischen Eigenheiten sind aber nationalspezifische Durchführungsbestimmungen, aufbauend auf den eu verordnungen notwendig…
      ich hab Verordnungen fùr Trinkwasser, Gaststätten, Landwirtschaftsbetriebe, kfz – werkstatten ,Fleischereien etc. gelesen…

      und ich kann ihnen sagen, ein kleines , mittelständiges Unternehmen ist nicht mehr in der Lage diese Verordnungen zu erfüllen. und wenn ich durch die Lande fahre, fühle ich mich bestätigt, ich sehe handelsketten, die unseren Konsum bestimmen. kleinere Betriebe bekommen Bestandsschutz bis der Inhaber in Rente geht und dann ist Feierabend. das hat nichts mit kultureller identitätswahrung zutun. das ist Gleichmacherei….
      das hat auch nichts mit Markt zu tun, das ist reine Schikane…
      die Trinkwasserqualität in dt. ist eine der besten Europas und dt. wird seit x – Tagen angedroht, nach wasserrahmenrichtlinge der eu verklagt zu werden. das ist absurd

      dasselbe mit strom: in Thüringen, Sachsen , wo ich herkomme, werden zu hunderten kleinstwasserkraftanlagen auf privater Basis betrieben , dermaßen gesetzlich stranguliert, dass ein Betrieb nicht mehr wirtschaftlich möglich ist… das sind Anlagen nach neusten Erkenntnissen, fischtreppen vorhanden…Tip top habs selbst gesehen…die werden mit EU Verordnungen zu gehagelt, bis die aufgeben und ihr wasserrecht abgeben..und dann ist finito…
      den fehlenden Strom können dann die Big Player machen.

      ich würde ihnen dringlich empfehlen sich eine solche Verordnung einmal zu besorgen…fur das fleischerhandwerk zum beispiel….aber nicht vergessen. sie brauchen die EU Fassung, die bundesdeutsche Fassung und die bundeslandspezifische…dann haben sie alles beisammen…

      sie haben keine Ahnung , in welchem Umfang unser Mittelstand durch diesen EU verordnungswahn strukturell zerstört wird und faseln hier was von sozialer Sicherheit der EU ler…

    • @ Sebastian Mühl

      Bezüglich der Kleinwasserkraftwerke: Wo genau gibt es hier ein konkretes Problem mit einer EU-Verordnung?
      Und inwiefern wäre dies nicht durch nationale Politik abänderbar?
      Die Energiepolitik hat die EU übrigens ohnehin explizit den einzelnen Mitgliedsstaaten überlassen. Nur so können Staaten, die zu fast 100% auf Kernkraft setzen wie Frankreich und Staaten, die gar keine Kernkraftnutzung haben wie Italien gemeinsam in der EU sein.
      Wasserkraft ist in der Tat ein Eingriff in Ökosysteme. Kernkraft hingegen nicht. Aber das ist eine andere Debatte.

    • @ Sebastian Müjl

      PS:

      Die zahlreichen kleinen und mittelständsichen Unternehmen in der EU, die nicht wie in sehr vielen Teilen der Welt auf Bestechungsgelder und Beziehungen zu Politikern (die wiederum in einigen Ländern (aber nicht in der EU) Befehlsempfänger der Konzernlobby sind) angewiesen sind, zeigen direkt das Gegenteil von dem, was Sie behaupten.

    • PS: Ich meine natürlich @ Sebastian Mühl im obigen Posting – Namen sollte man möglichst richtig schreiben.

    • @ Michael kanellos

      das Problem von kleinkraftwasseranlagen entsteht dadurch , dass die EU , fast willkürlich Flora – Fauna – habitate ausweist, ohne nationale Interessen zu berücksichtigen..diese ausgewiesenen Gebiete sind ausschließlich auf dem Klageweg angreifbar. mit diesen gebietskulissen, sind bestimmte, auch kulturell gewachsene Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft,Fischerei und der Wasserwirtschaft nicht mehr machbar, weil die Auflagen so hoch sind. diese Kulissen werden zudem ohne Rücksprache mit den Bürgern erstellt , ich kann sie aber einsehen, für Sachsen z.B. sachsen- Atlas.de
      Änderungen werden nicht bekanntgegeben…wahrscheinlich ,um die widersprüche in Grenzen zu halten

      dieses Gebaren hat enteignungs Charakter für den privatsektor.

      Und inwiefern wäre dies nicht durch nationale Politik abänderbar?

      solche Verordnungen sind national, nicht unterlaufbar, ich muß sie als EU Mitglied mindestens genauso übernehmen, kann sie aber zusätzlich verscherfen.

      „Wasserkraft ist in der Tat ein Eingriff in Ökosysteme. Kernkraft hingegen nicht. “

      – ja alles klar…
      fahren Sie mal nach Aue oder Johan georgenstadt, mit welchem Aufwand dort versucht wird, radioaktives Wasser im Untergrund zu sichern…Krebsraten akw grohnde usw. …ich denk da brauch man über ökologische Eingriffe nicht diskutieren…

      recherchieren sie mal, welchen Anteil heute das private Handwerk an der Wirtschaftsleistung hat und wie viel arbeitsplätze dennoch durch dieses geschaffen wird. vergleichen Sie das mal mit Großkonzernen….wenn sie die Zukunft unserer Wirtschaft in Großkonzernen sehen…ist das ihre Meinung, ich habe da eine etwas andere…
      aber wenn man durch Politik und den daraus resultierenden Verordnungswahns, kleinen und mittelständischen Unternehmen , die “ Luft“ nimmt, und die Bürger zudem keinerlei Mitspracherecht eingeräumt wird, um nationale Interessen entsprechend vertreten zu können, dann wird die Entwicklung hin zu groß Konzernen befeuert und dann habe ich damit ein problem- ich steh nämlich nicht auf diese art der Gleichmacherei.

    • Zu den Kleinwasserkraftwerken: Dass die EU offenbar den Landschaftsschutz groß schreibt, ist keine spezifische EU-Politik. Würden diese Aspekte mehr von den Nationalstaaten geregelt werden, könnte es sogar mehr Bürokratie geben als jetzt.

      ‚recherchieren sie mal, welchen Anteil heute das private Handwerk an der Wirtschaftsleistung hat und wie viel arbeitsplätze dennoch durch dieses geschaffen wird. vergleichen Sie das mal mit Großkonzernen….wenn sie die Zukunft unserer Wirtschaft in Großkonzernen sehen…ist das ihre Meinung, ich habe da eine etwas andere…‘

      Lesen Sie meine Postings nicht? Ich schrieb ganz deutlich, dass ich es begrüße, dass die EU im weltweiten Vergleich sehr gute Bedingungen für Mittelstand und Kleinunternehmen hat. Insbesondere dann, wenn sie Konzernen Konkurrenz machen.

    • @ Michael kanellos

      Konzernen konkurrenz machen…lach

      ich versuche ihnen zu beschreiben anhand von realpolitik, wie Märkte durch die EU gegen den mittelstand zielend , manipuliert werden und sie schreiben sowass….ne ne ne.

      da hilft nix mehr….

    • @Sebastian Mühl

      Es ist Tatsache, dass die EU vergleichsweise gute Bedingungen für die Verhinderung von Monopolen bietet.
      Wenn Sie den Unterschied zwischen Saudi-Arabien und Libyen einerseits, wo diktatorische bzw. chaotische Politik undemokratisch Monopole sichert, und andererseits der EU, die klar geregelte Wirtschaftsregeln hat, die kleinen und mittelständischen Unternehmen alle Chancen gibt, nicht sehen wollen, hilft wohl nichts.

      Die EU gibt im von Ihnen genannten Energiesektor den Ländern nahezu freie Auswahl über die Konzeption.
      Dass man nicht alle paar Meter ein Wasserkraftwerk bauen darf, ist Landschaftsschutz und macht Sinn. Ich wäre auch für klarere Regelungen bezüglich der Düngung der Felder, aber da hat sich wohl die Landwirtelobby bisher gesperrt. Klare Regeln bedeuten nicht unbedingt, dass die Wirtschaft nicht liberal ist. Im Gegenteil: Echte Marktwirtschaft braucht diskriminierungsfreie Regeln.

    • PS: Mit klareren Regeln zur Düngung der Felder meine ich Vorschriften, dass diese nicht so beeinträchtigend ist – insbesondere geruchsärmer sein sollte.

    • Der Mittelstand wird von Konzernen genutzt.
      z.B. als Zulieferer der Autoindustrie. Preise werden gedrückt und Kleinunternehmen gegeneinander ausgespielt.
      Viele Mittelständler kämpfen ums Überleben.
      Der Mittelstand bezahlt Steuern in Deutschland.
      Konzerne haben Steuervermeidungsmodelle. Sie bezahlen Steuern in den Ländern wo sie am niedrigsten sind.

      M. Kanellos:
      „Wasserkraft ist in der Tat ein Eingriff in Ökosysteme. Kernkraft hingegen nicht.“
      Das ist doch ne Verschwörungstheorie. 🙂
      Welcher „Geheimbund“ hat ihnen das denn geflüstert.
      Ich hab wirklich nichts gegen Sie.
      Aber mit solchen verschobenen Ansichten disqualifizieren Sie sich selbst.

    • @ Michael kanellos

      einfach nur noch peinlich, was sie da von sich geben ….

      ich kann sie so nicht ernst nehmen…wenn sie so dem Mainstream folgen. sie verstehen nicht, was insbesondere Deutschland wirtschaftlich ausmacht.

      ich hab lange gerätselt, warum sich die EU vorallem dem Verbraucherschutz so stark widmet….ich für mich , weiß jetzt um die Tatsache, dass über den “ Verbraucherschutz“ das komplette Wirtschaftsleben über Landesgrenzen hinaus, super regelbar ist. ich sorge dafür dass, Großkonzerne und die Wissenschaft Hand in Hand gehen …. und diktiere so, was zum Standard wird….ich kann darüber nur noch lachen….und ernst nehmen kann ich sie nicht, weil sie von Real Wirtschaft scheinbar keine Ahnung haben…

    • ‚M. Kanellos:
      „Wasserkraft ist in der Tat ein Eingriff in Ökosysteme. Kernkraft hingegen nicht.“
      Das ist doch ne Verschwörungstheorie. ?
      Welcher „Geheimbund“ hat ihnen das denn geflüstert.
      Ich hab wirklich nichts gegen Sie.
      Aber mit solchen verschobenen Ansichten disqualifizieren Sie sich selbst.‘

      Ich bin in keinem Geheimbund – und habe auch nicht vor, in einen einzutreten.
      Kernkraft ist klimaneutral und greift praktisch nicht in das die Kraftwerke umgebende Ökosystem ein. Das ist eine offensichtliche Tatsache. Wasserkraft hingegen zerstört ggf. die Flüsse als Ökosysteme. Es ist durchaus möglich, dass Wasserkraftwerke für viele Fische zur Todesfalle werden.
      Ich bin kein besonderer Anhänger der Kernkraft, aber die Alternativen zur Kernkraft haben eben auch Nachteile.
      Und ich halte die Hinweise, dass die Desaster sowohl in Tschernobyl als auch in Fukushima Sabotage waren (bzw. handfester Terror), für mindestens überprüfenswert. Es ist übrigens gar nicht unmöglich, auch Tsunamis mittels Bomben zu erzeugen.
      „https://www.youtube.com/watch?v=9k3Ofs6R9cg“ (sieht meines Erachtens aus wie eine Atombombe (Mini-Nuke)!)

    • ‚einfach nur noch peinlich, was sie da von sich geben ….‘

      Peinlich sind SIE. Ich habe Sie gefragt: Um welches Kleinwasserkraftwerk geht es in Ihrem Besipiel? Um welche EU-Richtlinie? Antwort: Keine, stattdessen persönliche Angriffe.

      ‚ich kann sie so nicht ernst nehmen…wenn sie so dem Mainstream folgen. sie verstehen nicht, was insbesondere Deutschland wirtschaftlich ausmacht.‘

      Lächerlich – ich folge keinem Mainstream. Siehe auch Thread hier. Erstens ist in Deutschland via Propaganda aktuell die ‚Dämonisierung‘ der Kernkraft Mainstream, während wenige Kilometer westlich Frankreich via Staatswirtschaft die Kernkraft zu dominierenden Schlüsseltechnologie gemacht hat – und keine Anstalten macht, das zu ändern – was zeigt, wie viel irrationale Propaganda hier im medialen Spiel ist anstelle von Ingenieurwissen.
      Und ganz besonders ist es z.B. sicher kein Mainstreamthema, sich die Ereignisse von Tschernobyl und Fukushima mal im Hinblick auf die Wahrheit der ‚offiziellen Versionen‘ genauer anzuschauen, siehe voriges Posting. Ich schreibe hier vieles, was kein Mainstream ist – nicht einmal die simple Frage, warum der Westen mit einer der krassesten Islamdiktaturen der Welt eng verbündet ist, ist Mainstream in den Medien – würden die Medien ihre Aufgabe ernst nehmen, würde z.B. Obama in mindestens jedem zweiten Interview diese Frage gestellt bekommen statt praktisch NIE.

    • Es ist durchaus möglich, dass Kernkraftwerke für viele Menschen zur Todesfalle werden.

    • die radionuklid verseuchten Abwässer la haques sind im Hamburger Hafen nachweisbar. ..

    • ‚fahren Sie mal nach Aue oder Johan georgenstadt, mit welchem Aufwand dort versucht wird, radioaktives Wasser im Untergrund zu sichern…‘
      ‚Krebsraten … AKW Grohnde …‘

      Erstaunlicherweise gibt es derartige Probleme in keinster Weise z.B. in der Nähe des Kernkraftwerks in Philippsburg.
      Dort gibt es geradezu urwaldartige Naturreservate (Rheinauen, z.B. Elisabethenwörth, und dort ist von Radioaktivität keine Spur). Offenbar hatte die Anti-Atom-Lobby (an deren Erfolg Öl- und Gaskonzerne ein handfestes Interesse haben, sowas wie die französische AKW-Staatswirtschaft wollen die mit Sicherheit nicht auch noch in anderen Ländern!) nicht genug Ressourcen, um im Umkreis aller Kernkraftwerke ‚aktiv‘ zu werden.
      Der Trick, um etwas zu dämonisieren, ist: Man sucht sich irgendein statistisch auffälliges Merkmal, wie es durch Zufall in der Regel auftritt (irgendeine Krankheit, die zufällig öfter in einem Ort auftritt als in anderen Orten zum Beispiel), und behauptet dann einfach, es hängt mit der zu dämonisierenden Technologie zusammen. Wenn hinterfragt wird, nimmt man genau dieses Merkmal als ‚Beweis‘. Das ist ein logisch falscher Zirkelschluss, aber erstaunlicherweise fällt das vielen nicht auf bzw. Journalisten scheuen dann oft die nötige Diskussion.

    • lesen Sie die ffh Richtlinie, aber ich habe keine Hoffnung, dass sie die Zusammenhänge verstehen…

      Wasserrahmenrichtlinie
      lebensmittel, hygiene Richtlinie Gaststätten, fleischereien…

      Wasserkraftwerke mit derartigen Problemen finden Sie in pobershau, nennigmühle….aber tut mir leid Internetadresse haben die keine, sind privatwirtschaftlich betrieben…die wollen so was auch nicht.

      und gehen sie weiterhin zu Mc Donalds fressen …

    • ja richtig, deshalb wohnen in prypiat auch so viele glückliche Menschen. ..

    • ‚die radionuklid verseuchten Abwässer la haques sind im Hamburger Hafen nachweisbar. ..‘

      Das halte ich für eine typische Falschmeldung. Zumal die Elbe in die andere Richtung fließt als von La Hague nach Hamburg. Sie schaffen es, dass ich nach Merkel und Wagenknecht nun die Kernkraft verteidige. Ich bin gar kein großer Anhänger der Kernkraft, aber es ist nicht zu leugnen, dass die Öl- und Gas-Lobby ein handfestes Interesse am ‚Erfolg‘ der Anti-Atomkraft-Lobby hat. Ein finanziell handfestes Interesse. Kernkraft konkurriert nämlich nicht mit den erneuerbaren Energien, sondern mit Öl, Gas und Kohle. Auch diesbezüglich wird gerne und viel (in der deutschen Mainstreampresse) fehlinformiert.

    • ‚und gehen sie weiterhin zu Mc Donalds fressen …‘

      Weiterhin?? Was für ein lächerlicher Quatsch von Ihnen. Sie kennen mich nicht, also halten Sie sich mal mit Ihren stereotypen Unterstellungen zurück. Ein kleiner Hinweis: Ich habe das absolute Nicht-Mainstream-Thema gebracht, das darin besteht, es zu kritisieren, dass McDonalds in Saudi-Arabien (aufgrund seiner Beziehungen) freie Fahrt hat, während z.B. ein deutscher Unternehmer, der ein alternatives Restaurant aufmachen möchte, das nicht so einfach kann. DAs ist sogar in Dubai schon besser – aber ‚Schlüsselverbündeter‘ (bei was??) ist die Diktatur Saudi-Arabien.

    • und gefangenes wild wird in Bayern zum Spass weggeworfen, weil der Förster solch eine Freude hat …nachts stundenlang auf eben diese beute zu warten, um sie schlussendlich doch nur zu entsorgen….ach ne das ist auch Lobbyismus von wem auch immer….

    • sind wir jetzt schon in saudi- Arabien….lach

      gestern erzählten sie schon Griechenland könne doch mit afrikanischen Ländern Handel treiben, …lach….

      wo sind wir morgen? auf den Fidschi Inseln…?

    • machen sie sich mal kundig, was der staatskonzern „areva“ in Afrika für Verbrechen begeht….und in Südamerika und Australien…hoch lebe die atomwirtschaft…

    • Zur EU und der Wasserkraft in Pockau/Hennigsmühle:

      Im Internet finde ich:
      ‚Wasserkraft in Pockau, OT Görsdorf
      Pockau, OT Görsdorf verfügt über 8 Wasserkraftwerk(e).
      Insgesamt sind in Pockau, OT Görsdorf 2.190 kW Leistung aus Wasserkraft installiert.
      Pro Jahr werden in Pockau, OT Görsdorf 7.599.408,00 kWh Strom aus Wasserkraft gewonnen.‘

      Also laufen die Wasserkraftwerke dort offenbar?!

    • mein Elternhaus ist in Sorgau….3 km entfernt.

      ja die Betreiber haben sich ihre Rechte hart erkämpft- ihre Wasserrechte nicht kampflos abgegeben…Hut ab vor diesem Mut.

      sie hatten auch keine andere Wahl, nach reichlich getätigten Investitionen in den 90 igern….

  4. Ich halte es für eine großartige Perspektive, die Staaten des Kaukasus, die in der Tat Europa zugeordnet werden, in die EU aufzunehmen. Es wäre insbesondere ein wichtiger Schritt, auch islamisch geprägte Staaten wie Aserbaidschan aufzunehmen. Dann würden sich unsinnige Konflikte wie der um Bergkarabach direkt lösen.
    Russland und somit Sibirien sollte natürlich auch mit der EU assoziiert werden. Das wäre ein Schritt hin zur ’neuen Seidenstraße‘.
    Das scheitert derzeit am Nationalismus und Militarismus der russischen Regierung. Anders als Großbritannien und Frankreich will die russische Regierung weiter Krieg führen und nuklear bewaffnete Supermacht spielen. Die ‚Oligarchen‘, die in Russland Monopole haben, weil sie sich mittels Beziehungen nach dem Zerfall der Sowjetunion bereichert haben, wollen wohl auch keine EU-Marktwirtschaft.
    Es ist meines Erachtens eine blanke Lüge der Rechtspopulisten, wenn sie behaupten, dass die EU Kultur oder nationale Politik vorschreiben würde. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man z.B. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Griechenland vergleicht, sieht man, wie groß die Unterschiede der Länder in der EU untereinander sind. Die EU steht für offene Grenzen und Frieden in Europa. Die EU passt denen ggf. nicht, die Grenzzäune und sinnlose Kriege wollen.

    • @michael kanellos

      Wahnsinns Ansichten…da hilft nur noch ein kurzer, um das verdauen zu können….ein langer kurzer..

      die EU hat meiner Meinung nach zu beweisen, dass sie überhaupt bündnisfähig ist….denn sie ist es nicht.

      sie zehrt jede Volkswirtschaft bis auf haut und Knochen aus und führt deren Bevölkerung an der Leine durch die Manege… aber in einem Punkt hast du recht , wer keinen Krieg will, muß in die EU, denn das garantiert auf jedenfall, dass der Krieg nicht im eigenen Haus stattfindet, aber wehe dem man öffnet die Haustüre….in diesem Sinne – auf gute Nachbarschaft….

    • Die EU IST das europäische Bündnis – anders als die Rechtspopulisten behaupten, lässt die EU den Nationalstaaten eine ganze Menge Möglichkeiten für nationale Politik, natürlich mit der Überwachung eines gewissen Werterahmens. Ich sehe keinen Grund für ein europäisches Land (und für die Bürger eines Landes), der gegen den EU-Beitritt spricht.

    • @ michael kanellos

      “ werterahmen“ Ei Ei Ei..

      ich will sie ja verstehen, deswegen würde ich gern einfach ein par Fragen stellen:

      wo sehen Sie die Probleme der EU Staaten Portugal , Spanien, Griechenland etc. warum schaffen diese Länder es nicht, Arbeitslosigkeit effektiv zu begrenzen und vorallem ihre haushalte genügend zu konsolidieren?

      warum ist Deutschland eine Art EU – Vorreiter? bitte mehr als einen Satz.

      hätte es ihrer Meinung nach irgendeinen Vorteil gebracht, wenn Griechenland , die Eurozone verlassen hätte? wenn ja, welchen.

      ist es für sie erforderlich, dass ein neuer mitgliedsstaat der eu , die Einführung des Euro als Landeswährung unbedingt mit vollzieht? warum?

      wäre nett, wenn sie das mal beleuchten könnten. danke.

    • Michael Kanellos

      @Das scheitert derzeit am Nationalismus und Militarismus der russischen Regierung. Anders als Großbritannien und Frankreich will die russische Regierung weiter Krieg führen und nuklear bewaffnete Supermacht spielen.

      Tut mir leid, aber so viel Besessenheit….
      Auszug aus dem Buch von Witold Pillecki:
      Was ich auf den vorliegenden wenig Dutzend Seiten niedergelegt habe ist unwichtig, besondern für jene die nur zur Unterhaltung lesen, aber ich würde gern in größeren Buchstaben, als eine Schreibmaschine aufweist, für all jene hinzufügen, die unter ihren sorgfältig gezogenen Scheiteln nur das sprichwörtliche Sägemehl haben und die nur ihren Müttern für einen Kopf danken müssen, der so geformt ist, dass das Sägemehl nicht herausrieselt. Denkt einen Moment über euer eigenes Leben nach, schaut euch um und beginnt euren eigenen Kampf gegen Falschheit, gegen die Lügen und die Selbstsucht , die uns so kunstvoll als nicht wichtig und wahr, sondern als große Sache vorgeführt wird.
      P.S Wir laufen wieder Gefahr Sägemehl als Allerheilmittel einzuführen, so lebt man sehr bequem..Opfer wird es kosten…vielleicht sogar am ende man selbst?

    • @ Sebastian Mühl

      ‚wo sehen Sie die Probleme der EU Staaten Portugal , Spanien, Griechenland etc. warum schaffen diese Länder es nicht, Arbeitslosigkeit effektiv zu begrenzen und vor allem ihre haushalte genügend zu konsolidieren?‘

      Diese Staaten sind natürlich auch untereinander unterschiedlich. In Griechenland gibt es eine Menge staatliche Fehlregelung. Griechenland – ein sehr konservativer Staat – hat keine Sozialhilfe, da bekommen Arbeitslose nach ein paar Monaten NICHTS vom Staat. Aber Griechenland vernachlässigt die Steuereintreibung gegenüber Reichen, hat einen aufgeblasenen Militärapparat und hindert die Banken teilweise daran, bei geplatzten Krediten zu pfänden.
      Bei Spanien und Portugal kenne ich die Lage nicht so genau. Ist aber für meine Einschätzung nicht entscheidend, denn:
      Generell sind Spanien, Portugal und Griechenland teilweise eher Urlaubsländer. Spanien hat allerdings durchaus viel Industrie. Deutsche haben sehr viel davon, dass gerade diese drei genannten Länder offene Grenzen haben. Ich sehe das Thema genauso wie strukturschwache Regionen Deutschlands mit hohem Freizeitanteil. Wenn Gelder aus Frankfurt nach Mecklenburg transferiert werden, wird daraus auch kein Problem seitens der Populisten konstruiert.
      Da Deutsche dank der EU in Spanien, Portugal und Griechenland alles tun dürfen (Ausnahme: wählen), was sie auch in Mecklenburg dürfen, ist es meiner Meinung nach aus Bürgersicht in der Tat gerechtfertigt, Transfers innerhalb der EU SEHR entspannt zu sehen.
      Und die Hetze der Rechtspopulisten ist inhaltlich nicht akzeptabel. Was bildet sich so jemand wie dieser Richard Sulik aus der Slowakei ein, wenn der fordert, dass Griechenland aus dem Schengen-Raum geworfen werden soll. Ich sage es mal ganz klar: Wenn Griechenland die Grenzen für Deutsche schließen würde, wäre das für mehr Deutsche ein Problem als wenn die Slowakei das täte. Und darum geht es in der EU.

      ‚warum ist Deutschland eine Art EU – Vorreiter? bitte mehr als einen Satz.‘
      Ich denke, dass die deutsche Regierung einfach sehr engagiert ist bezüglich Europa und viel für Europa tut.
      Für Deutsche ist es auch aufgrund der Geschichte besonders wichtig, gute Beziehungen zu den anderen europäischen Mächten zu haben und aufgrund der Lage wichtig, am Mittelmeer Urlaubsländer zu haben.

      ‚hätte es ihrer Meinung nach irgendeinen Vorteil gebracht, wenn Griechenland , die Eurozone verlassen hätte? wenn ja, welchen.‘
      Nein, gar keinen, denke ich. Ich bin kein Währungsexperte, aber ich weiß, dass einige wirklich ärmere afrikanische Staaten ihre Währungen bereits fest an den Euro gekoppelt haben (z.B. hier zu sehen, manchmal ist Wikipedia schon nützlich: „https://en.wikipedia.org/wiki/International_status_and_usage_of_the_euro“).
      Das zeigt, das das Eurothema eine hetzerisch geführte Scheindebatte ist. Die Kapverden z.B. haben den Euro de facto (nur eben über den festen Kurs), und das funktioniert völlig reibungslos, also kann Griechenland auch den Euro behalten.

      ‚ist es für sie erforderlich, dass ein neuer mitgliedsstaat der eu , die Einführung des Euro als Landeswährung unbedingt mit vollzieht? warum? ‚

      Aus den genannten Gründen sehe ich jedenfalls keinerlei Problem darin, wenn jeder neue Mitgliedsstaat den Euro bekommt.

      warum ist Deutschland eine Art EU – Vorreiter? bitte mehr als einen Satz.

      hätte es ihrer Meinung nach irgendeinen Vorteil gebracht, wenn Griechenland , die Eurozone verlassen hätte? wenn ja, welchen.

    • @ Sebastian Mühl

      ‚wo sehen Sie die Probleme der EU Staaten Portugal , Spanien, Griechenland etc. warum schaffen diese Länder es nicht, Arbeitslosigkeit effektiv zu begrenzen und vorallem ihre haushalte genügend zu konsolidieren?‘

      Griechenland ist ein enorm konservativer Staat, der praktisch keine Sozialhilfe leistet, aber Vermögende nur lückenhaft besteuert und hohe Militärausgaben hat.

      Bezüglich Spanien und Portugal kenne ich mich nicht so aus, das ist aber nicht entscheidend, denn:

      Alle diese drei Länder sind Urlaubsländer (wobei Spanien schon auch einiges an Industrie hat und es fast überall in der EU einzelne produzierende Betriebe gibt). Die dortigen angeblichen ‚Probleme‘ sind aus Sicht deutscher Bürger wirtschaftlich gesehen völlig vergleichbar – analog sogar – mit strukturschwachen deutschen Regionen. Deutsche dürfen in den genannten drei Ländern alles tun, was sie auch in Mecklenburg dürfen (Ausnahme: wählen). Daher ist ein Transfer in der EU aus Sicht der Bürger auch nicht so wesentlich anders als ein Transfer im Rahmen des Länderfinanzausgleichs.
      Es ist für Deutsche von fast unbezahlbarem Wert, gesicherte offene Grenzen in die Urlaubsländer am Mittelmeer zu haben. Daher finde ich solche Hetzreden wie die von diesem Richard Sulik (Slowakei)´, der Griechenland aus dem Schengenraum werfen wollte, so bedenklich. Aus meiner Sicht wären geschlossene Grenzen für Deutsche nach Griechenland noch weit problematischer (genauer: eine Katastrophe, die die Rechtspopulisten aber offenbar WOLLEN) als geschlossene Grenzen der Slowakei.

      warum ist Deutschland eine Art EU – Vorreiter? bitte mehr als einen Satz.
      Die deutsche Regierung tut viel für Europa. Das ist historisch bedingt – Deutschland will natürlich Frieden mit den europäischen Mächten. Und für Deutsche ist es auch aufgrund der Lage interessant und wichtig, sicheren freien Zugang in Urlaubsländer am Mittelmeer zu haben.

      ‚hätte es ihrer Meinung nach irgendeinen Vorteil gebracht, wenn Griechenland , die Eurozone verlassen hätte? wenn ja, welchen.‘
      Nein, das Währungsthema halte ich für völlig überschätzt. Zahlreiche afrikanische ärmere Staaten sind an den Euro gekoppelt mit festem Kurs, haben also de facto den Euro. Und es funktioniert.
      Die Kapverden und Mali haben eine feste Kopplung an den Euro, also kann Griechenland den Euro auch haben.

      ‚ist es für sie erforderlich, dass ein neuer mitgliedsstaat der eu , die Einführung des Euro als Landeswährung unbedingt mit vollzieht? warum?‘

      Aus obigem Grund meine ich nicht, dass da wirklich etwas dagegenspricht.

    • Dritter Versuch, hier eine Antwort zu posten:

      ‚wo sehen Sie die Probleme der EU Staaten Portugal , Spanien, Griechenland etc. warum schaffen diese Länder es nicht, Arbeitslosigkeit effektiv zu begrenzen und vorallem ihre haushalte genügend zu konsolidieren?‘

      Griechenland ist ein sehr konservativer Staat mit fast keiner Sozialhilfe, aber auch nur lückenhafter Steuereintreibung gegenüber Reichen und hohen Militärausgaben. Griechenland blockiert aber z.B. Zwangsversteigerungen von Häusern und manipuliert auf diese Weise den Bankensektor.
      Das funktioniert offenbar wirtschaftlich nicht richtig. Es ist aber nicht die EU, die Griechenland das vorschreibt.
      Im Gegenteil. Die EU fordert von Griechenland Reformen im Gegenzug für Garantien.

      Bezüglich Spanien und Portugal kenne ich die Situation nicht so gut, aber das spielt für das Thema hier keine Rolle, denn:
      Spanien, Portugal und Griechenland sind aus Sicht der deutschen Bürger in etwa vergleichbar mit weniger wirtschaftsstarken Regionen Deutschlands (wobei Spanien schon einiges an Industrie hat und in jedem EU-Staat auch mindestens vereinzelt Industriestandorte sind). Da deutsche Bürger in den EU-Staaten alles tun dürfen, was sie in Deutschland tun dürfen (Ausnahme: wählen), sehe ich Transfers innerhalb der EU auch nicht wirklich anders als z.B. den Länderfinanzausgleich.
      Es ist ein Affront von osteuropäischen Rechtspopulisten wie Richard Sulik aus der Slowakei gegenüber deutschen Bürgern aller Vermögensschichten, dass die z.B. Griechenland aus dem Schengenraum werfen wollen. Es wäre ein schwerer Verlust, eine Katastrophe, wenn Deutsche in Griechenland nicht mehr einreisen dürften. Übrigens wäre meines Erachtens sogar ein größerer Verlust als wenn die Slowakei die Grenzen dichtmachen würde.

      ‚warum ist Deutschland eine Art EU – Vorreiter? bitte mehr als einen Satz.‘

      Ich denke: Deutsche Politik tut viel für Europa. Aufgrund der Geschichte ist es für Deutschland wichtig, sicheren Frieden mit den anderen europäischen Mächten zu haben. Und Deutschland ist aufgrund seiner Lage auch besonders an offenen Grenzen zu Mittelmeerstaaten interessiert.

      ‚hätte es ihrer Meinung nach irgendeinen Vorteil gebracht, wenn Griechenland , die Eurozone verlassen hätte? wenn ja, welchen.‘

      Nein – und ich halte das Währungsthema für völlig überschätzt. Da problemlos z.B. zahlreiche ärmere afrikanische Staaten fest an den Euro gekoppelt sind (also de facto den Euro haben), ist es sicher kein Problem, wenn Griechenland den Euro hat.

      ‚ist es für sie erforderlich, dass ein neuer mitgliedsstaat der eu , die Einführung des Euro als Landeswährung unbedingt mit vollzieht? warum?‘

      Aufgrund der obengenannten Tatsache hätte ich kein Problem damit, wenn alle EU-Staaten auch den Euro bekommen.

      wäre nett, wenn sie das mal beleuchten könnten. danke.‘

    • Korrektur

      Gellermann hat natürlich Recht. Die deutsche SPD steht längst viel weiter Rechts als AfD und CSU – da würden AfD und CSU gerne noch hinkommen. Einzig ihre Wähler hindern sie (noch) daran…

    • Wie begründen Sie diese Behauptung inhaltlich? Meines Erachtens wird die SPD derzeit eher in Teilen linksdiktatorisch.

    • Die SPD schwankt nicht, weil sie in Teilen linksdiktatorisch ist.
      Und auch nicht zwischen AFD und CDU.
      Man schwankt halt, bevor man umfällt. 🙂

    • Warum so kompliziert? SPD ist derzeit schlichtweg nicht wählbar. Wenn ich heute lese, dass sie „neue Bündnisse“ (rot,rot, grün) suchen, lache ich mich tot.
      Ich hätte den Hut gezogen, wenn auf dem letzten Parteitag Gabriel mit null Stimmen (ab)gewählt worden wäre. Das „ging“ aber nicht, weil man dann nicht mehr am Trog gewesen wäre. Na dann. Begreifen werden die das erst, wenn sie an der 5% Hürde scheitern werden.

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