Silvester ist in Syrien jeden Tag.

Von Ken Jebsen.

Wo sind die BRD-Feministinnen, wenn die NATO über den Hebel Ramstein Millionen Frauen im Ausland mit Bombenteppichen „begrapscht“?

Köln ist ein Skandal. Die Hölle aber sieht anders aus. Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und Mali sind nur einige Standorte, an denen Krieg mit der Beteiligung Deutschlands vor allem Frauen und ihre Kinder zu Opfern macht. http://www.huffingtonpost.de/…/vergewaltigung-waffe_n_52951…

Wir alle, auch die Frauen, sind ein bigotter Haufen von Profiteuren. Millionen Tote über Jahre sorgen bei uns, nur in Ausnahmefällen und nur vorübergehend, für dezenten Protest.

Echte Empörung, echte Solidarität, echter Widerstand ist nicht mal im Ansatz zu erkennen. Shoppen ist sexy. Menschenrechte weniger. Da gibt es keine Schnäppchen!

Man soll Köln und Kriege mit deutscher Beteiligung nicht mischen? Sorry, das gehört jetzt auf jeden Karnevals-Wagen und in jede Bütten-Rede.

Die, die in Köln zu Tätern wurden, wären doch ohne das Chaos, die Zerstörung, das Morden und Brandschatzen im gesamten Mittleren Osten gar nicht hier!
https://www.youtube.com/watch?v=syygOaRlwNE

Erst war der Bombenteppich – dann war die Fluchtwelle – dann war die unkontrollierte Einreise – dann war Köln! Gibt es eine Obergrenze für Massenmord unter der Herrschaft vom Bomber Merkel?

Wenn wir uns fragen, wie es sein kann, dass Köln rund sieben Tage nicht an die Presse gelangte, wie es unter den Teppich gekehrt werden konnte, muss man sich an den Kopf fassen? Hätte ein ähnlicher Mob in Homs gewütet, wäre uns das am Arsch vorbei gegangen.

Uns interessiert es schließlich auch nicht, dass wir, seit Jugoslawien 1999, einen Staat nach dem anderen mit Hilfe unserer „Partner“, den USA, aufräumen wie Dresden ’45. Wenn Köln zu einem echten Lernprozess führt; die Erkenntnis, dass Grabschen am Bahnhof zu Silvester nichts ist gegen den Dauerregen von Splitterbomben aktuell in Syrien, natürlich mit Deutscher Logistik, wäre schon viel geholfen.

Nur, passiert das? Wo?

Silvester ist in Syrien jeden Tag. Es werden auch Raketen in die Menge gefeuert. Nur gegrapscht wird weniger. Es wird zerfetzt. Auch von weiblichen BomberpilotINNEN. Weiblichen DrohnenoperatorINNEN, und weiblichen VertreterINNEN der Rüstungslobby.

Die Leidtragenden sind überall auf der Welt, nicht nur in Köln, in der Masse die Schwächsten der Gesellschaft. Frauen. Frauen und ihre Kinder.

Ich kann ihn nicht erkennen, den großen Aufschrei der „Deutschen“ Feministenszene, wenn es um eine echte Befreiung der Frau geht. Beendet den Krieg, oder kriegt ihr nicht auf die Kette, dass Krieg und Köln in einem Kontext gesehen werden müssen?

19 Kommentare zu: “Silvester ist in Syrien jeden Tag.

  1. Wenn im Hauptabendprogramm im ARD, ZDF, ORF jeden Tag um 20 Uhr 15 Minuten die zerfetzten Leichen der Kinder Frauen und Männer gezeigt werden würde, dann würde ganz Deutschland nur noch kotzen und zu begreifen anfangen (hoffe ich jedenfalls sehr stark).

    Was aber geht in Mensch vor, die diese Entscheidungen treffen und skrupellos Menschen vernichten lassen, aus welchen Gründen auch immer. Ist Obama so ein Mensch, ist Merkel so ein Mensch, ist Van der Leyen (sicher falsch geschrieben) so ein Mensch. Haben diese Menschen Empathie und Mitgefühl. Ich glaube schon, aber die leben irgendwie in einer eigenen Welt. Vergleichen wir sie mal mit Adolf Hitler. Kann sein das es nur mir subjektiv so vorkommt, aber ich sehe da Ähnlichkeiten.

    Wie weit leben wir selbst in einer Scheinwelt, brechen wir daraus aus.
    Überlassen wir unsere Zukunft nicht Menschen die in einer Scheinwelt leben.
    Machen wir Werbung für Frieden.
    Die 68er werden doch wohl noch mal möglich sein.

  2. @Ken Jebsen,
    Alles völlig richtig, was Du schreibst. Mir fehlt aber ein Ansatzpunkt und der Hebel für eine dauerhafte Befriedung nicht nur in Syrien. Wer sind die Ansprechpartner vor Ort, um eine dauerhafte Stabilisierung vor Ort im Sinne der Zivilbevölkerung zu erreichen ???? Die Lage ist höchst unübersichtlich: Nusra-Front, ISIS, örtliche islamische und kurdische Milizen, „gemäßigte Islamkämpfer“, US- und russische Kommandos, die verdeckt operieren, die Reste der regulären syrischen Armee, die vermutlich an Assads Seite stehen. Dann die Türkei und Saudi-Arabien, die eine ganz eigene (sunnitische zw. wahhabitische ?) Agenda verfolgt. Und der Iran, der sicherlich jeden unterstützt, der gegen die Sunniten kämpft. Diese Gemengelage ist ebenso unübersichtlich wie hochbrisant. Also: Wer ist da Ansprechpartner, mit wem kann man sich an den Tisch setzen ? Wer ist überhaupt an einer Stabilisierung Syriens als Staat und im Sinne der Bevölkerung interessiert und wer nicht ? Diese Fragen sind nicht leicht zu beantwortet, zumal Syrien der Schauplatz eines Stellvertreterkrieges zwischen Sunna und Schia und zwischen der NATO und Russland ist. Die Fronten vermischen sich da. Zumal zuletzt auch ein chinesischer Flugzeugträger und andere chinesische Kriegsschiffe sich auf den Weg in die Region gemacht haben. Wie geht man es also im Sinne der syrischen Bevölkerung an, um den Konflikt zu entschärfen und einen Wiederaufbau Syriens und anderer Regionen hinzubekommen ? Aus meiner Sicht liegt der Schlüssel bei den US-Amerikanern. Da die dortige Politik und Diplomatie von Ex-Militärs, Öl-Industrie, Banken und Rüstungsindustrie tief durchsetzt ist (Übergänge fließend) ist von dort wohl nichts zu erwarten. Die Lasten tragen aber nicht die US-Amerikaner. Wie bequem…..Wer Zynismus findet, darf ihn behalten.

  3. Quellen – die sind hier nötig:
    Malaysias Premier erhielt 681 Millionen Dollar vom saudischen Königshaus. Davon wurden 620 Millionen zurückgegeben, allerdings sind 61 Millionen verschwunden:
    https://deutsch.rt.com/international/36490-malaysias-premiert-600-millionen-dollar/

    Und: US-Regierung (G.W. Bush-Administration) fliegt 12 Millarden Sollar in bar in den Irak, dort verschwindet das Geld oder wurde, so CNBC, ‚verschwendet‘. Das alleine ist so unglaublich, das ich mich frage, was in der Politik los ist.
    http://www.theguardian.com/world/2007/feb/08/usa.iraq1
    http://www.cnbc.com/2014/06/19/how-the-us-lost-billions-over-nine-years-in-iraq.html

  4. Zitat: Ich kann ihn nicht erkennen, den großen Aufschrei der „Deutschen“ Feministenszene, wenn es um eine echte Befreiung der Frau geht. Beendet den Krieg, oder kriegt ihr nicht auf die Kette, dass Krieg und Köln in einem Kontext gesehen werden müssen?
    Danke für diese Frage – die auch mich eingeladen hatte verschiedene Situationen zu reflektieren.
    Viele Frauen haben „die eigene Befreiung“ im Äusseren längst vollzogen, während jedoch die Heilung der inneren Weiblichkeit hinterher hängt, welche die „teilweise noch intensiv betriebene Findung der Urweiblichkeit“ zelebriert.
    John Ivan Ali sagt:
    Zitat: Obwohl wir meinen, die Rollenbilder der Geschlechter hierzulande verworfen zu haben, weil sie vermeintlich sexistisch und antiquiert sind, leben wir nach diesen geschlechtsspezifischen Attraktivitätsmerkmalen. (Ende)
    Darin liegt das Wesen(t)liche und Ursache zugleich. Menschen begegnen sich in Bildern, begründet auf die Summe aller Erfahrungen und Vergleiche, eigener Ängste und unerfüllter Bedürfnisse. Die Erkenntnisse können keinesfalls „per Knopfdruck“ verlangt werden, sondern bedürfen „einer Heilung“. Dafür bedarf es mehr als ein paar politischer und öffentlicher Gespräche.
    Erst mit der Abwesenheit der Rollenbilder und Rollenverhalten, jedoch Menschen die sich gegenseitig ergänzen und so eine wahrhafte Menschlichkeit leben könnten, kann das menschliche sich selbst vollständig reflektieren und die innere Bereitschaft füreinander einzustehen wahrlich entwickeln. Dass dieser Prozess teilweise im Gange ist, kann ich erkennen.
    Wenn ich mit Menschen darüber spreche bin ich auf Reaktionen wie sie von Aristipp beschrieben sind vorbereitet. Ich habe mir selbst aufgrund einer Erkenntnis die Angewohnheit zugelegt, Situationen welche Emotionalitäten auslösen können, in der Vergangenheitsform zu sprechen*. Allein schon dies verursacht eine gewisse entspannte Haltung. Wenn ich von mir selbst spreche, wie ich Situationen begegne und meine daraus entstandenen Empfindungen reflektiere, als meine eigene Motivation dahinter auch erkennen kann, dann fühlt sich das Gegenüber meistens eingeladen mitzugehen und ist erst mal still. Dabei sollte es erst mal belassen werden bis das Gegenüber selbst, falls gerade interessiert weitere Fragen stellt.
    Solange ich ein Aber bei mir entdecken kann, fehlt mir die Klarheit (oder Wahrheit) zur Situation.
    Der folgende Satz bringt es so ziemlich auf den Punkt: Zitat: Das deutsche Augenmerk wird von weltlich viel schwerwiegenderen und wesentlicherichen Dingen, auf die Ereignisse in Köln abGELENKT, was die deutsche Gesellschaft beeinflusst und im Endeffekt schädliche Konsequenzen auf die Weltpolitik hat. Weshalb? Weil wir künstlich generierte und aufrechterhaltene Werte, als „unsere Werte“ verstehen und diese, zum Leidwesen anderer, ziemlich blind folgen.“
    *hier wünsche ich mir von Autoren oder Journalisten, dass sie dem (ge)wichtigen Instrument „Zeitform“ (das auch fühlbar nachvollzogen werden kann) noch viel mehr Aufmerksamkeit schenken würden, da es die Festlegungen verändert.
    Die Welt steht neben den Kriegen vor viel grösseren Herausforderungen die gemeistert werden können, wenn sich Menschen als Menschen begegnen dürfen.

    • Wie Sie ja auch ausführen – das Ganze deutet auf eine gravierende Medienkrise der Mainstreammedien hin, die sich insbesondere darin zeigt, dass Journalisten kaum noch investigativ und wirklich kritisch tätig sind, sondern oft sogar meinen, manipulieren zu müssen und Stimmungen schüren zu müssen. Ich sehe die Punkte aber viel simpler als Sie es andeuten: Zum Beispiel das Thema ‚Aufschrei‘ / feministische Medienschiefstände: Damals wurde seitens der Medien eine Kampagne inszeniert, die nicht zuletzt die FDP treffen sollte. Diese war offenbar vorbereitet. Bei überraschenden Vorfällen wie in Köln kann man so natürlich nicht vorgehen, und dass die Positionierung da völlig ausbleibt, zeigt, dass die Medien, die beim ‚Aufschrei‘ ganz vorne dabei waren, in Wirklichkeit gar nicht am Thema an sich interessiert sind. Ich denke, die Feministinnen-Lobby ist dabei keineswegs ‚allein‘ – im Gegenteil, viele andere politisch Interessierte haben ähnlich ernüchternde Erfahrungen schon lange hinter sich. Zum Beispiel wurde eine Hetzkampagne gegen den Bundespräsidenten Wulff gefahren wegen Lächerlichkeiten, während nur wenige Medien (wie der Guardian, eine vergleichsweise unabhängige und betont liberale englische Zeitung) ganz hinten davon berichteten, dass die Bush-Administration ein ganzes Flugzeug voll Bargeld in den Irak geflogen hat, das inzwischen ‚verschwunden‘ ist (der IS sieht das vielleicht anders, denn der hat das Geld vielleicht). Ein Bobbycar wird zu Skandal gemacht, ein Flugzeug mit Dollars aus Steuergeldern, das in ein fremdes LAnd geflogen wird, ist offenbar keiner. Kürzlich hat Saudi-Arabien laut RT dem malaysischen Präsidenten Hunderte Millionen Dollar geschenkt. Dagegen sind die Geschenke im Wert von 1,2 Millionen, die die Obamas von den Saudis bekamen, geradezu wenig – nur ist die Frage, wieso diese Politiker diese Dinge überhaupt annehmen?? Aber haben Sie das in den Leitmedien gesehen? Dafür haben wir aber monatelang Hetzpropaganda gegen Guttenberg wegen der Doktorarbeit erlebt.
      Und auch die Linken kennen das, erinnern Sie sich noch an die Hetzkampagne gegen Frau Ypsilanti? Diese war ein Musterbeispiel für das, was als ‚Schwarze Rhetorik‘ bezeichnet wird. Frau Ypsilanti hat nämlich kein Versprechen gebrochen, sondern nur ihre Wunschkoalition nicht bekommen.
      Dieser Schiefstand der Mainstream-Medienlage ist eklatant.

    • Quellen – die sind hier nötig:
      Malaysias Premier erhielt 681 Millionen Dollar vom saudischen Königshaus. Davon wurden 620 Millionen zurückgegeben, allerdings sind 61 Millionen verschwunden:
      https://deutsch.rt.com/international/36490-malaysias-premiert-600-millionen-dollar/

      Und: US-Regierung (G.W. Bush-Administration) fliegt 12 Millarden Sollar in bar in den Irak, dort verschwindet das Geld oder wurde, so CNBC, ‚verschwendet‘. Das alleine ist so unglaublich, das ich mich frage, was in der Politik los ist.
      http://www.theguardian.com/world/2007/feb/08/usa.iraq1
      http://www.cnbc.com/2014/06/19/how-the-us-lost-billions-over-nine-years-in-iraq.html

  5. Die Feministinnen sind zu sehr damit beschäftigt, sich vom bösen Ampelmännchen diskriminiert zu fühlen und auf dem Schachbrett die 50% Frauenquote einzuführen. Das ist nun mal wichtiger, Ken, das musst du schon verstehen.

  6. Mein gelobtes Land wird zerstört und die Welt lacht wegen dem Profit, die Welt macht sich keine Sorgen über die Toden in Syrien oder Irak, sondern weil so viele Flüchtlinge nach Europa flüchten man will ja Europa in Syrien schützen vor den Terroristen, das ist so unlogisch wie “ meine Wohnung ist dreckig dann säuber ich die Wohnung von meinem Nachbar.

  7. Das Foto oben weckt schon sofort Emotionen. Die armen weinenden Frauen links und die fröhlichen Pilotinnen rechts. Als erstes regt sich in mir. Mitgefühl für die Frauen links und Abneigung für die Frauen rechts. Also hat das Bild geschafft, mich zu positionieren? FÜR die und GEGEN die?

    Hat es bei mir nicht. Ich entscheide mich dagegen. Erstens weiß ich nicht wo beide Bilder aufgenommen wurden und ob sie überhaupt im Zusammenhang stehen, wie es hier suggeriert wird. An dieser Stelle gleich mal einen Wink an KenFM. In meinen Augen ist dieses Bild der erste Schritt zum Beitrag der Spaltung. Hier wird eine Kausalität zwischen zwei Bildern hergestellt, die in diesem Fall nicht nachgewiesen ist und zusätzlich durch die ausgedrückten Emotionen aufgeladen. Dies entspricht nun schon in Ansätzen den Methoden der Mainstream-Medien. Bitte verfallt nicht in diese Methoden. diese Spaltung. Ihr habt doch einen GANZ anderen Anspruch. Vielleicht war das da mit dem Bild gar nicht eure Absicht. Oder es ist euch gar nicht bewusst. Ich bitte euch, meine Anmerkung ernst zu nehmen und zu reflektieren. Denn selbst wenn es nicht eure Absicht war pro/kontra zu polarisieren, kann es doch sehr schnell so gesehen werden.

    Der eigentliche Grundgedanke ist doch der von Frieden. Und die Frage nach den Zusammenhängen. Die Frauen rechts sind doch auch Opfer ihrer Strukturgewalt und sich möglicherweise dessen gar nicht bewusst, was sie da tun. Oder es wird ihnen wie so vielen unter „Peace-Keeping-Operations“ verkauft. Die Aufgabe einer Friedensbewegung ist es eben auch, jeden Menschen so anzunehmen wie er ist und ihm Fragen zu stellen und ihn ins Bewusstsein holen. Und nicht eine Mauer aufzubauen gegen die bösen Kampfjetpilotinnen. Jeder Mensch kann sich ändern. Auch diese 3 Damen rechts. Lasst sie uns nicht verbrämen oder ausstoßen. Nehmen wir sie lieber an die Hand, gehen mit ihnen zu Fuß durch Syrien und zeigen ihnen die Folgen ihres Tun’s. Oder Umarmen wir sie und lieben sie.

    • Hi T-Rex,

      Ich verstehe deine Argumentation. Dennoch bin ich der Auffassung, das diese Art der Darstellung von Zuständen notwendig ist, um einer Masse etwas zu vermitteln. Es ist das Gegengewicht zu dem was die Mainstreammedien (nachfolgend M&M´s) uns vermitteln wollen. Natürlich wünscht man sich dabei, auch von den Alternativen, eine gewisse Objektivität. Ich glaube aber das es sowas wie PURE Objektivität nicht gibt, sondern eine relative Objektivität. Zwischen den Zeilen muss man selber lesen.

      Um die Dinge aus einem möglichst neutralem Blickpunkt sehen zu können, brauch man den Gegenpol zu dem was uns die M&M´s verkaufen wollen. Leider ist es so, das die M&M´s sich an suggestiven Mitteln bedienen und eine Vielzahl von Menschen emotional erreichen. Diese Leute wiederum sind dann der Ansicht, das sie die Dinge rational einschätzen, weil sie mit manipulierten Halbwahrheiten und Zahlen argumentieren die ihnen eingeflösst wurden.

      Während die M&M´s sich also an dem Instrument bedient Menschen zu polarisieren, ist es kontraproduktiv für die Gegenseite, wenn sie dies nicht tut. Das ist wie wenn man mit einem Messer zu einer Schiesserei geht. (Sorry, für diese martialische Metapher). Fakten alleine helfen nicht ausreichend genug, um einer Gesellschaft klarzumachen, wie die Dinge wirklich sind, solange der Konkurrent dieses Tool benutzt. Es gibt also einen gewissen Zugzwang, dem die alternativen Medien ausgesetzt sind. Zumal es sich um alternative Medien handelt, und diese nicht die gleichen Mittel und Reserven wie die M&M´s haben, ist der Druck durch diesen Zugzwang viel stärker.

      Klar bewirkt die Gegenüberstellung dieser Bilder etwas in einem Menschen. Es fördert ein Bewusstsein für Fragen, die hierzulande zu wenig gestellt, oder besser gesagt, zu wenig vertreten werden. Dabei geht es um das Aufzeigen der sogenannten „Werte“, die instrumentalisiert werden. Und der Feminismus spielt dabei eine große Rolle. Mit dem Feminismus werden, fragwürdige Entscheidungen und Maßnahmen salonfähig gemacht, indem man in den Gemütszustand des kollektiven (Un)bewusstseins eingreift. Und genau das ist in der Berichterstattung in Köln passiert. Es weckt sich der Verdacht, das die Verzögerung der Berichterstattung, dem Zweck der Augenwischerei dient, um Tatsachen zu verdrehen oder zumindest in einem anderen Licht darzustellen. Das bedeutet nicht zwangsläufig das die Ereignisse in Köln so nicht passiert sind. Es ist aber seltsam, das die weltoffenste Stadt Deutschlands zur Gallionsfigur und das Opferdasein Kölns, aufgrund ihrer Willkommenskultur, betont wird. Die Lehre die daraus gezogen wird ist: Willkommenskultur = Schlecht. Das schürt dann die bereits vorhandenen Vorurteile und Ressentiments.

      Ich verstehe es wenn jemand die Verteidigungshaltung für die Kampfjetpilotinnen einnimmt, da sich wohl viele mit ihnen eher identifizieren können. (Dabei will ich dir nichts unterstellen). Es gibt aber ein Maß an falschen Handlungen, das sobald es überschritten wurde, es moralisch nicht mehr oder nur noch schwer vertretbar ist, und den Beigeschmack von Doppelmoral hat.

      Diese Bilder sollen nur aufzeigen das in zweierlei Maß gemessen wird. Im Deckmantel des Feminismus werden unmoralische Taten gerechtfertigt und relevantes ausser Acht gelassen und verdrängt. Den Rückschluss den die Masse aus den M&M´s ziehen soll ist, das die „sanfte“, modern westliche, weibliche „Vernunft“ (Werte), einen höheren moralischen Stellenwert hat als eine unmoralische, rückständige, kriegstreiberische, männerdominierte Machokultur. (Mit anderen Worten: Moslems).

      Das was die Abbildungen hier verdeutlichen sollen, ist das der Feminismus als Teil von westlichen Werten, im Clinch mit sich selbst steht und nicht besser da steht als „männliche“ Politik. Und das man sich vor dieser Einflussgröße und blinder Solidarisierung in Acht nehmen soll. Als Menschen, neigen wir dazu Tendenzen zu entwickeln und danach zu urteilen. Viele denken sich unbewusst „Etwas SCHÖNES ist doch nicht in der Lage Böses zu tun, ….“. Etwas „hässliches“ (da steckt das wort „Hass“ drin) dagegen viel eher. Heisst also, wenn man etwas Böses in etwas Schönem verpackt (Feminismus), lässt die Masse das viel eher durchgehen. Den Wirkungsgrad der Oberflächlichkeit sollte man gesellschaftlich nicht unterschätzen.

      Obwohl wir meinen, die Rollenbilder der Geschlechter hierzulande verworfen zu haben, weil sie vermeintlich sexistisch und antiquiert sind, leben wir nach diesen geschlechtsspezifischen Attraktivitätsmerkmalen. Das (böse) starke Geschlecht und das schöne Geschlecht. Mars (KRIEGsgott) und Venus (Göttin der SCHÖNheit). „Böse“ Jungs, hübsche Mädels. Männliches wird als „Böses“ dämonisiert, während zeitgleich die Nachfrage nach „richtigen Männern“ vorhanden ist. Patriarchalische Werte (z.B. Monotheistische Religionen) werden immer stärker verurteilt.

      Das wofür der Feminismus stehen sollte, ist ein Widerspruch in sich selbst geworden. Frauen die einst nicht auf das Körperliche reduziert werden wollten, gehen mit entblössten Brüsten demonstrieren und nennen sich beispielsweise Pussy Riot und repräsentieren Freiheit. Frauen in Kopftüchern dagegen werden mit Unterdrückung in Verbindung gebracht und nicht mit Demut zu kulturellen Werten (also Religionsfreiheit).

      Die Ambivalenz des weiblichen Geschlechts und des (gesellschaftlichem) Feminismus erebnen gewissen Instanzen, die diese als Instrument misbrauchen, eine „Multi-valenz“. D.h. den Spielraum und Freischein in der Gesellschaftsgestaltung und die Weltpolitik so zu kontrollieren, um tun und lassen zu können was sie wollen (Machtspiele), untermauerert mit fragwürdigen Werten, die sie selbst formen oder bereits geformt haben. Mit „Freiheit“ lässt sich das gut vermarkten.

      Die Strukturgewalt und künstlich erhaltene „Bewusstlosigkeit“ von der du geschrieben hast, ist genau das Problem. Das Dinge viel zu selten hinterfragt werden. Der Vorwurf der hier im Raum steht ist, das man sich aufgrund des feministischen Einflusses über sexuelle Übergriffe stärker empört, während in anderen Ländern durch deutsche Mitbeteiligung (Kampfjetpilotinnen) Menschen umkommen und verhältnismäßig sich darüber viel weniger empört wird.

      Das deutsche Augenmerk wird von weltlich viel schwerwiegenderen und wesentlicherichen Dingen, auf die Ereignisse in Köln abGELENKT, was die deutsche Gesellschaft beeinflusst und im Endeffekt schädliche Konsequenzen auf die Weltpolitik hat. Weshalb? Weil wir künstlich generierte und aufrechterhaltene Werte, als „unsere Werte“ verstehen und diese, zum Leidwesen anderer, ziemlich blind folgen.
      So, wie die Kampfjetpilotinnen.

      Es geht dabei nicht um die 3 Damen im persönlichen Sinne. Vielleicht sind das privat tolle Menschen. Es geht aber um die Versinnbildlichung des Zustandes der Allgmeinheit, welche diese Bilder gut wiedergeben.

  8. Der Vorfall in Köln wird in den Medien dargestellt als ob die arabische Gesellschaft die westliche Gesellschaft „begrabscht“ hätte. Schlussendlich waren es irgendwelche Leute, die eine Straftat begingen. Als hätte Nordafrika demokratisch beschlossen, dass die Jugendlichen in Köln die Frauen belästigen, weil Nordafrika ganz entschieden gegen die westliche Kultur ist.

    Ich frage mich zu was es führen könnte, wenn jede Straftat zu einem gesellschaftlichen Thema gedeutet wird. Wenn jeder Vorfall der „rivalisierenden“ Kultur angerechnet wird. Wenn die Leute fähig sind über Kultur zu diskutieren, sollen sie das machen. Aber momentan ist es eher ein „Fussball Feeling“. Jeder kann irgend etwas sagen und sich aufregen.

    • @chemtrail
      Ich würde es nicht mit einem Fussball Feeling vergleichen, da diese auch positive Eigenschaften haben.
      Ich sehe nicht, dass viele Leute vor Freude über dieses Ereigniss feiern.

      Schlimm finde ich, dass die Unschuldsvermutung ausgehebelt wird, von den Massenmedien.
      Jetzt schon zu behaupten wie es war und wer es war, ist zu früh.

  9. „Wenn Köln zu einem echten Lernprozess führt; die Erkenntnis, dass Grabschen am Bahnhof zu Silvester nichts ist gegen den Dauerregen von Splitterbomben aktuell in Syrien, natürlich mit Deutscher Logistik, wäre schon viel geholfen.“

    Also wenn meine Freundin/Verlobte/Frau begrapscht werden würde, würde ich persönlich ausrasten. Ich kenne dies aus eigener Erfahrung, daher springe ich persönlich darauf noch stärker an.
    Splitterbomben in Syrien sind schlimmer, keine Frage, allerdings „nichts“ ist es dennoch nicht.

    Um ehrlich zu sein, einen „echten Lernprozess“ kann ich trotzdem nicht daraus ziehen.
    Ich unterscheide zwischen: Terroranschlägen, Flüchtlinge, Strafttaten, Kriege, etc.
    Viele Dinge mögen vielleicht einen gemeinsamen Hintergrund haben, müssen dennoch separiert werden.
    Terroranschläge von einzelnen Leuten, darf nicht dazu führen, dass Länder angegriffen werden.
    Grausame Taten, darf nicht dazu führen, dass andere grausame Taten weniger schlimm angesehen werden.

    • Ich weis schon was du meinst. aber die Begriffe hängen doch sehr eng aneinander! Wenn ich einen Satz daraus bilden würde wie „Die westlich angezettelten Kriege (mit oder ohne militärischer Beteiligung der Nato) sind Terroranschläge in größtem Maaße und zählen somit zu den übelsten Straftaten die es gibt; das unweigerliche Resultat dieser Verbrechen sind die Flüchtlinge.“ – zeigt das doch einen linearen Zusammenhang, oder?

      Du hast absolut recht, wie ich finde, wenn du sagst, dass solche Straftaten ebenso akribisch geahndet werden müssen wie andere. Nur, wenn man jetzt auschließlich von diesem Vorfall redet und dabei davon ausgeht, dass es Flüchtlinge aus Nordafrika waren; und das tun ja zur Zeit fast alle; muss man eben auch überlegen, was zu dieser Situation geführt hat. Und das passiert eben um so weniger da die Empathie scheinbar in gleichem Maaße nachlässt, wie der Hass zunimmt; es sollen jetzt wieder massenhaft nordafrikanische Flüchtlinge schnellstens zurückgeschickt werden.
      http://de.euronews.com/2016/01/17/deutschland-koennte-asylbewerber-aus-nordafrika-bald-schneller-abschieben/

      Und ich wette mit dir, dass es wieder die Falschen trifft.

  10. Wenn man sich fragt, wem diese Ereignisse in Köln nutzen, sind das die gleichen reichen Verbrecher, die schon vom 9/11 bis zum Ukrainekonflikt profitieren. Da ist es doch gar nicht so interessant, welches ame Schwein sich da an wem nun genau vergriffen hat und ob in einer Ecke wieder mal ein syrischer Pass rumlag. Das gilt für New York, Paris und auch Köln. Unsere Gesellschaft wird seit Jahrzehnten hin zu mehr Egoismus, Gewalt und Diktatur einiger weniger umgeformt. Alles andere ist Show.
    Die Grenze verläuft zwischen arm und reich, international sowie glaubens- und rassenübergreifend.

  11. „Wenn Köln zu einem echten Lernprozess führt; die Erkenntnis, dass Grabschen am Bahnhof zu Silvester nichts ist gegen den Dauerregen von Splitterbomben aktuell in Syrien, natürlich mit Deutscher Logistik, wäre schon viel geholfen.“

    Genau diese Aussage pflege ich oft – wenn auch ein wenig barmherziger – in einer Diskussion mit Vertretern eher nationaler Ansichten, zu tätigen.
    Die Diskussion endet bei mir schon meist bei diesem Punkt. Dies ist eine Art Hilferuf. Wie führt man seinem Diskussionspartner deutlich vor, dass die Taten unserer eigenen Gesellschaft, die wir so hoch loben, anderen Völkergemeinschaften so schadet, dass etwas wie Aggression, Verzweiflung und Notwehr bei jenen entsteht, wenn der Diskussionspartner schon merklich vor dem Gesprächsbeginn bereit war, alles, was nicht den nationalen Interessen seines Landes dient, in den Wind zu schlagen?

    Es ist dieses Gefühl dass ich hege, welches mir sagt, dass meinem Gegenüber die Blindheit gegenüber allem Großen auf dieser Welt anerzogen wurde und nicht mehr geheilt werden kann. Dennoch versuche ich es – nicht- um ihm meine Meinung aufzuzwängen, sondern um sichtbar zu machen, was er nicht sehen will.

    • Das würde für mich zunächst bedeuten, dass ich die Rhetorik, Sachverhalte zu verdeutlichen, fehlt und/oder dass ich die Möglichkeit auf Wahrheit gegenüber meinem Gegenüber ( what? ) selbst nicht erkennen kann.
      Was ist die Lösung? Wo liegt das Problem?

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