SM wie Sozial Media #3 – Emmanuel Macron 2017

Ein Video-Beitrag von Bilbo Calvez:

„Emmanuel Macron: Von manchen als die Hoffnung betrachtet von anderen als der Untergang Frankreichs.

Nun, wenn ich die Fans oder die Haters frage was sie in dem Programm konkret kritisieren, kommt meistens die Antwort: „Ich habe das Programm nicht gelesen“ oder „Hat er überhaupt ein Programm“?

Obwohl ich noch nie zuvor einen politischen Programm aus der Nähe mir angeschaut habe, habe ich mir diesmal die Mühe gegeben es zu tun und bekam warum auch immer das Bedürfnis die wesentlichen Punkte davon zu erläutern. Das komplette Programm ist nämlich auf Deutsch nirgends zu finden!

Wenn ihr wissen wollt was ich über den Mensch selber denke: ich bin gespaltet! Einerseits würde ich mir einen Präsidenten wünschen, der (oder die) sich mehr für Entschleunigung als für dynamisches Wachstum einsetzt, aber sein ersichtliches Engagement für Frauen und Minderheiten, seine Fähigkeiten zuzuhören, seine aussergewöhnliche Lernfähigkeit und sein Charisma gefallen mir doch.

Fakt ist, er macht alles andere als seine Vorgänger, also spannend wird es auf alle Fälle!“

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00:00 Politik von Oben
03:25 Die Wahl zwischen Macron und Le Pen
06:12 Macron, die Vorurteilen
08:12 Macron, das Programm
10:34 Wachstum & Autorität
18:38 Europa & Immigration
22:31 Frauen
26:26 Umwelt & soziale solidarische Wirtschaft
33:17 Fazit

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Spendekonto :

Bilbo Calvez
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Der Youtube-Kanal von Bilbo Calvez:
https://www.youtube.com/c/bilbocalvez

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KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

18 Kommentare zu: “SM wie Sozial Media #3 – Emmanuel Macron 2017

  1. Bilbo spricht die Rolle der Gewerkschaften in Frankreich an.
    (Gewerkschaftlicher Organisationsgrad – stand er 2014)
    In Deutschland bei ca. 15 Prozent.
    In Frankreich nur bei etwa 6 Prozent.
    (Quelle: statista.com)
    Also die Masse machts wohl nicht. Wohl aber die Überzeugung und der Wille zu kämpfen.

  2. es geht schon los:
    Radikale Kürzungen geplant
    Macron schwört Franzosen auf Sparkurs ein (TO 13.06.2017, 21:12 Uhr | dpa, df)

    und es wird noch dicker kommen, was der „sozial-liberale“ Macron mit seiner „Mannschaft “ so auf die Beine stellen wird:
    Rentenalter rauf, Rentenniveau runter, Einsparungen aller Orten, bis das Blut spritzt. Die Franzosen werden sich noch wundern, wenn sie aufwachen und in der BRD 2.0 angekommen sind.

    Hoffentlich wird der Aufprall nicht zu schmerzhaft….

    • Ich sehe der Mann als Vollidiot.
      Er sagt das es keine Französische Kultur gibt, UND er sagt das er Frankreich modern machen will, also diese Kultur ändern.
      Ein Buch wie
      Jean-Paul Bertaud, ´La Révolution francaise’, 1989, 2006, Paris
      macht deutlich wie stark die Französische Kultur ist.
      Varoufakis ist der Meinung das die Hoffnung Macron’s für eine wirkliche Euro Union eine Phantasie ist, das ist auch meine Meinung, Deutschland wird nie zulassen nicht mehr selbst sien Geld zu beherrschen.

  3. Was Macron sagt was er will ist ziemlich deutlich, Frankreich modernisieren, und mehr EU, und mehr Euro.
    Das modernisieren ist hauptsächlich es billig und einfach machen zu entlassen.
    Das mehr Euro ist in Brussel ein Finanzminister, und Eurobonds.
    Über das erste, die erste Demonstationen sind schon geplant, man schreibt ‚Macron hat die Politik gewonnen, aber nicht die Strasse‘.
    Über das zweite, Deutschland hat schon deutlich gemacht dass nur Deutschland über deutsches Geld bestimmen kann.
    Es wird bestimmt lustig, mit Macron.
    Dann will er noch eine Französische Islam.
    Kann auch sehr lustig werden.

    • Sie sollten aber nicht verschweigen, dass es bei den Demonstrationen nicht um Eurobonds und einen europäischen Finanzminister ging sondern um die geplante „Arbeitsmarktreform“.
      Bei den beiden genannten Themen würde wohl eher unsere schwäbische Hausfrau W. Schäuble rotieren!

    • Ich schrieb doch dass die Demonstrationen gegen die Arbeitsmarkt ‚Reformen‘ sind.
      Wie jemand glauben kann das ein ehemaliger Rothschildt Bankier, der in vier oder fünf Jahren etwa fünf Millionen ‚verdiente‘ (nicht pro Jahr), und davon nur E 200.000 Vermögen behielt, seine Erklärung, das Gute vorhat mit durchschnitt Franzosen, ich verstehe das nicht.

  4. Auch ich möchte mich für Deine Arbeit hier bedanken, ist für mich jedenfalls sehr aufschlussreich. Meine wenigen Kritikpunkte zu äußern, ist durch den Link von Box zu dem Rubikonartikel überflüssig geworden.

  5. Für mich ist dieser Beitrag naiv. Es ist ja schön an das Gute im Menschen zu glauben, hier aber meiner Meinung nach fehl am Platz. Macron wird knallhart neoliberal durchregieren. All das Negative was uns die EU-Riege in den letzten Jahren (und Jahrzehnten) bescherte wird in verschärfter Form das Licht der Welt erblicken. Ungleichheit und Korruption werden weiter zunehmen, Macron ist die Ausgeburt der Korruption. Für mich geradezu lächerlich anzunehmen ein Rothschildbanker würde etwas Gutes für die Allgemeinheit wollen. Diese Herrschaften sind auf einem zutiefst destruktiven Weg. Ich wollte, ich könnte das jetzt positiver ausdrücken, aber diese Gestalten sind dermassen finster (auch und gerade Merkel, Schäuble, und ja, auch ihr Schulbube Macron). Frankreich hat einen harten Weg vor sich und mit dieser geschickt verlaufenen Wahl hat sich das Volk ja von Vorneherein neoliberal entschieden nicht wahr??! In vollem Wissen und Bewusstsein. Nicht vergessen sollte man hier aber die Nichtwähler, nachdem Melenchon raus war, war es wie in den USA kurz zuvor: Pest oder Cholera. In Frankreich wird es die nächste Zeit gewaltige tektonische Verschiebungen geben, wenn nicht Aufstände ein zutiefst unschönes Bild zeichnen, dann wohl spätestens die Wahl in fünf Jahren. Denn diese Wahl (Macron) macht Le Pen in fünf Jahren wahrscheinlich zum Sieger.

  6. Besten Dank für die Analyse und Darstellung des Wahlprogramms, sowie die eigenen Gedanken dazu. Plus den Appell und die Vision am Ende.

    Ergänzend ein paar eigene Gedanken und einige weiterführende links.

    Für mich ist es größtenteils das Programm eines Opportunisten, dies für andere Opportunisten. Seine Vorzüge waren im bisher sicherlich von Nutzen und sie werden es wohl auch weiterhin sein. Dies mit einem Vermeintlichkeitsvorbehalt, wenn man die Konsequenzen global betrachtet und annimmt daß es allerorten ähnlich abläuft.

    Besten Dank auch für die Erwähnung des frz. Pendants zum deutschen Hartz IV, nun gleichen sich die „Sozialstandards“ doch noch auf EU-Ebene an.

    Die weitere Digitalisierung erlaubt in Zukunft vereinfacht Manipulationen.

    Anbei zum ersten Staatsbesuch. Herr Macron eilte sogleich zu Frau Merkel, nicht daß diese beiden irgend etwas entscheiden, aber um ein Zeichen zu setzen und um der Demokratiesimulation zu genügen.
    Eine neoliberale Traumverbindung und möglicherweise das neue Gravitationszentrum für Weltherrschaftsphantasien, wie sie zuvor schwerpunktverhaftet allein in Washington und London beheimatet waren.

    Passend zur gewünschten EU-Armee, zur globalen Interessenvertretung. Als Bsp.:

    Wie Deutschland in aller Stille eine EU-Armee unter seiner Befehlshoheit aufbaut
    23.05.2017 • 18:55 Uhr
    Deutschland, Rumänien und Tschechien haben ohne großen medialen Widerhall einen radikalen Schritt hin zur Etablierung einer EU-Armee getätigt: Sie gaben die Integration ihrer Streitkräfte bekannt. Die skandinavischen Streitkräfte sollen folgen.
    https://deutsch.rt.com/inland/51110-wie-deutschland-in-aller-stille-eu-armee-aufbaut/

    Wobei die Befehlshoheit natürlich nicht in Deutschland sondern bei den üblichen Verdächtigen liegt.

    Rom spaltet sich vielleicht auf, in Rom und Byzanz. Zuzüglich zu weiteren in der Entstehung begriffenen Polen.
    Ich denke all die runden Tische, Denkfabriken und Räte haben selbst nicht mehr so ganz den Überblick.

    Zurück zu Herrn Macron, er selbst, seine Partei, sein Programm, sind wohl Kunstprodukte, ähnlich wie andere Lichtgestalten und Parteien aus dem Nichts, ähnlich wie Farbrevolutionen, die auch mit viel Geld initiiert wurden. Seine Eigner werden wohl Rendite, in welcher Form auch immer, erwarten.

    Was vom Programm, dem was darin steht und dem was nicht darin steht, umgesetzt wird oder werden kann, wird man, wie erwähnt, sehen und darauf reagieren, wobei es wünschenswert ist, gegenwärtig und zukünftig, in verstärktem Maße zu agieren.
    Dies sicherlich nicht allein, aber auch, um diese Menschen vor sich selbst zu retten, denn möglicherweise fahren sie den Karren, mit uns allen an Bord, vor die Wand.

    Zum Abschluß eine Auswahl an weiterführenden links:

    Macron: Woher kam das Geld für den Wahlkampf?
    Thomas Pany
    Eine „Kamarilla“ von Bankern und Adressbücher
    https://www.heise.de/tp/features/Macron-Woher-kam-das-Geld-fuer-den-Wahlkampf-3725277.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich

    Finanzexperte Wolff: Der Opportunist Macron steht für das ganz große Geld
    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20170424315493910-macron-opportunist-experte/

    Wer regiert die Welt? Wer steckt hinter Macron? Wer hat ihn in kurzer Zeit aufgebaut?
    Albrecht Müller
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=38012

    Von der Stiftung Saint-Simon zu Emmanuel Macron
    von Thierry Meyssan
    http://www.voltairenet.org/article196126.html

    Macron, Kakao, die „silly Left“ und die Eidechsen – Ergänzungen und Leserfeedback zu unserem Artikel über die Verblödung des linksliberalen Establishments
    Jens Berger
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=38150

    Der Sieg von Macron wird die Krise der EU vertiefen
    Sieben Irrtümer über den Wahlausgang in Frankreich.
    von Winfried Wolf
    https://www.rubikon.news/artikel/der-sieg-von-macron-wird-die-krise-der-eu-vertiefen

    All Power to the Banks! The Winners-Take-All Regime of Emmanuel Macron
    By Diana Johnstone
    http://www.globalresearch.ca/all-power-to-the-banks-the-winners-take-all-regime-of-emmanuel-macron/5591208

    Der französische Messias  (Christophe Zerpka)
    http://www.ossietzky.net/8-2017&textfile=3911

    Kadima ! En Marche ! Vorwärts!
    von Thierry Meyssan
    Sie glauben das Gespenst des Faschismus entfernt zu haben indem sie für einen Kandidaten gestimmt haben, der unterstützt wird von der NATO, den Rothschilds, sämtlichen vierzig führenden Unternehmen des französischen Börsen-Indexes CAC40 und der Ein-stimmigen Presse.
    http://www.voltairenet.org/article196294.html

    Und was hat Frau Clinton damit zu tun?

    Hillary Clinton’s „Vorwärts!“
    Voltaire Netzwerk | 23. Mai 2017
    Hillary Clinton hat die Gründung von „Onward Together“ bekannt gegeben, ein Verein mit dem Ziel Präsident Trump zu stürzen und ihn duch die ehemalige Außenministerin zu ersetzen.
    Die Benennung „Onward Together“ (zusammen vorwärts) ist die wortwörtliche Übernahme des „Kadima!“ Generals Ariel Sharons und des „En Marche!“ von Präsident Emmanuel Macron.
    http://www.voltairenet.org/article196436.html

    • Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, ich werde sicher (in einer ruhigere Minute) mir deine Links anschauen!

    • Zum Kunstprodukt: Französisches Volk wählt Rothschildbanker als seinen Volkszertreter (kein Schreibfehler). Welch Ironie… und: – welch Zufall…..

    • und ich sehe: Ein Leser der Nachdenkseiten, Rubikon, Voltairenet usf.
      wahrhaftiger Journalismus lässt sich nicht mehr aufhalten. Das ist schön!

  7. Ich finde das eine gute Idee, ein Wahlprogramm einmal so durchgearbeitet und dadurch gut anschaulich zu präsentieren. Wenn das Schule machen würde, bekäme die Bevölkerung insgesamt einen noch viel besseren Einblick in die politische Denke und in deren Machenschaften. Denn wer hat als Privatmensch schon Lust, sich selber durch so etwas hindurchzuarbeiten? Ich jedenfalls noch nie! Sehr gute Arbeit!

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