Solidarität! Statt Ausgrenzung und Selbstgerechtigkeit

von Bernhard Trautvetter.

Als Essener beobachte ich die Entwicklung um die Essener Tafel schon von Beginn an und intensiv. Dafür steht ein Leserbrief von mir in der regionalen „Neuen Ruhr Zeitung“ vom 24.2.: „Ich nehme vielen Unterstützern (nicht allen) des Beschlusses der Essener Tafel ab, dass sie keine Rassisten sind. Ihr Fehler entspringt einer Nichtbeachtung der fatalen Wirkung ihres Beschlusses auf Mitmenschen: Arme Ausländer verzweifeln. Sie fühlen sich bundesweit weiter zum Sündenbock für viele Probleme abgestempelt, ohne etwas dafür zu können. AfD-PolitikerInnen und andere Rassisten werden darauf ihr Süppchen kochen und in unserem Land, in dem es eine immer krassere Schere zwischen Arm und (Ganz)Reich gibt, noch militanter Arme gegen ganz Arme ausspielen, um Unterstützung einzuheischen.“ Es ist aus meiner Erfahrung heraus symptomatisch, dass der Schluss meines Textes in der NRZ fehlt. Das Staatsversagen, Arme gegen ganz Arme auszuspielen, ist der Skandal in der Tragödie.

Allerdings warne ich die KritikerInnen vor einer allzu schnellen Bewertung komplexer Vorgänge – sie entfernt uns von der Realität, von uns selbst und voneinander. Ich bin darüber befremdet, wie schnell selbst über KenFM-AutorInnen das Kreuz gebrochen wird. Selbstgerechtigkeit ist nicht nur der Feind des Selbst, sondern auch das lähmende Gift in den Bewegungen/Spektren, die die Verhältnisse der Unmenschlichkeit zum Tanzen bringen wollen, um den Weg der Menschlichkeit zu eröffnen.

Die Essener Tafel ist für die unsoziale Sozialpolitik des Kapitalismus nicht verantwortlich, auch nicht für die Kriege, die eine millionenfache Flucht-Tragödie ausgelöst haben, und die nun zu einem sprunghaften Anstieg von Not bei Betroffenen auch innerhalb unseres Landes nach sich gezogen haben. Krokodilstränen der für die Kriege und die unsoziale Sozialpolitik Verantwortlichen in der Regierung, im Parlament, in der Nato und in den sie tragenden Kreisen sind Heuchelei.

Und zugleich gilt genauso klar: Die diskriminierende Ausgrenzung Bedürftiger bei der Essener Tafel weist Ähnlichkeiten mit einer Strategie der Rassisten auf, die gegen Menschenrechte vorgehen, indem sie sich gegen die so genannte Diktatur der politischen Korrektheit wenden: Es beginnt mit einer Verletzung vielleicht sogar der Grundsätze, auf die man sich nach außen hin bezieht: Die Essener Tafel bezieht sich in ihren Grundsätzen auf die „Tafelgrundsätze des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V.“ als ihre Leitlinien.

http://www.essener-tafel.de/ueber-uns/tafel-grundsaetze/

Dort heißt es unter dem Begriff „Humanität“: „Jedem bedürftigen Menschen wird unabhängig von seiner Herkunft, seinen Möglichkeiten und Grenzen mit Respekt begegnet; seine Würde wird geachtet.“

Oft wird ein solcher Verstoß mit dem Begriff „Tabubruch“ herunterpoliert. Wenn dann erwartungsgemäß ein Sturm der Kritik losbricht, deklariert man sich zum Opfer zumindest der Mainstream-Medien, aber gerne auch gleich der Elite, gegen die die Benachteiligten sowieso und aus guten Gründen heraus, ohnehin eher kritisch sind.

Die Kritik an der unmenschlichen Realität im reichen Deutschland mit Ausländerdiskriminierung zu verbinden, bedeutet, hier werden die noch Schwächeren für einen Zweck instrumentalisiert. Es ist Zufall, dass ich Deutscher bin. Und die Begründung für den ausgrenzenden Beschluss „Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.“, erinnert fatal an den NPD-Werbespruch: „Geld für die Oma statt für Sinti und Roma!“ Diesen Zusammenhang nicht gesehen zu haben, das ist m. E. verantwortungswidrig, denn hier wird den Feinden der Demokratie, wenn auch ohne bewusste Absicht, Resonanzraum in der Öffentlichkeit bereitet.

Die vielen Ehrenamtlichen und Bedürftigen sowie alle Menschen, die ein anderes (Zusammen-)Leben anstreben, brauchen ein Klima, in dem nicht immer neue Gräben zwischen den Opfern der Gewaltpolitik und der kapitalistischen Konkurrenz aufgerissen und vertieft werden, sondern eine auf Gleichberechtigung, friedliche und faire Interessensregulation ausgerichtete Gesellschaft – auf allen Ebenen. In Essen, West- und Gesamtdeutschland und weltweit.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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98 Kommentare zu: “Solidarität! Statt Ausgrenzung und Selbstgerechtigkeit

  1. Oskar Lafontaine am 09.03.2018:

    Flüchtlinge: Offene Grenzen und Bleiberecht für alle?
    Bei der Wahrheit bleiben!

    Ich gehöre zu denen, die die Flüchtlingspolitik der Parteivorsitzenden Kipping und Riexinger – offene Grenzen und Bleiberecht für alle (Bundestags-Wahlprogramm) -, für unrealistisch und falsch halten. 90 Prozent der Flüchtlinge erreichen die Industriestaaten nicht.

    Um diese Menschen kümmert sich die kosmopolitische Gemeinde kaum. Ihre Zuwendung gilt vor allen Dingen den zehn Prozent, die es schaffen, nach Europa zu kommen. Oft sind es die Mittelschichten der Herkunftsländer, die die Schlepper bezahlen können. Ich habe diese Haltung einmal „Nationalhumanismus“ genannt.
    Stattdessen trete ich dafür ein, die Gelder, die wir zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Hungergebieten und den Flüchtlingslagern ausgeben, deutlich zu erhöhen. Es ist ein unabdingbarer Grundsatz linker Politik, dort zu helfen, wo die Not am größten ist.

    Jetzt sagte Kipping auf einer Regionalkonferenz in München: „Wir sollten selber unsere Flüchtlingspolitik nicht als Karikatur darstellen. Der Dreiklang unserer Position hieß immer: Fluchtursachen bekämpfen, zweitens Solidarität mit denjenigen, die hier ankommen und Einsatz für die Rechte von Geflüchteten und für Bewegungsfreiheit und drittens, weil wir natürlich wussten, dass wenn mehr Menschen hier hereinkommen das Herausforderungen zur Folge hat, eine soziale Offensive für alle…“

    Und weiter: „Aber das so zu lösen, indem man uns das in Interviews mitteilt und die Vorsitzenden beschimpft, weil sie die Beschlusslage der Partei vertreten, das halte ich für einen falschen Ansatz und nicht für demokratisch. Wer jetzt der Meinung ist, was wir da im Wahlprogramm stehen haben ist falsch, der muss das in der Partei zur Debatte stellen und muss dann in der Partei Mehrheiten und auf dem Parteitag Mehrheiten überzeugen.“

    Dieser Aufforderung komme ich gerne nach. Die „Beschlusslage der Partei“ und das „Wahlprogramm“ vertreten die Vorsitzenden schon lange nicht mehr. Es gibt kein Interview in der letzten Zeit in der sie die wirklichkeitsfremde Forderung nach offenen Grenzen und einem Bleiberecht für alle wiederholt haben.

    Wenn alle bleiben könnten, wäre das Asylrecht ja völlig überflüssig. Vielmehr fordert Kipping jetzt ein Einwanderungsgesetz, ohne zu sagen, wie es genau aussehen soll. Wer ein Einwanderungsgesetz will, muss sagen, wer nach Deutschland kommen kann und wer nicht.

    Statt zuzugeben, dass die Forderung nach offenen Grenzen und einem Bleiberecht für alle unrealistisch und unhaltbar ist, wird von „Weltoffenheit“ und „Bewegungsfreiheit“ geredet. Weltoffenheit ist für den Soziologen Colin Crouch die zentrale Forderung des Neoliberalismus. Und was heißt Bewegungsfreiheit? Man stelle sich vor, ein Politiker der LINKEN würde in der Schlange vor einer Tafel nach „Weltoffenheit“ und „Bewegungsfreiheit“ rufen. Das wäre dann tatsächlich die „Karikatur“ einer Flüchtlingspolitik.

    Die Parteivorsitzenden Kipping und Riexinger sollten bei den Regionalkonferenzen bei der Wahrheit bleiben und zugeben, dass sie ihre Forderung nach offenen Grenzen und Bleiberecht für alle nicht mehr vertreten. Die Wahrheit ist immer konkret.

    Quelle: https://www.facebook.com/oskarlafontaine/posts/1720771087984351

    • „Offene Grenzen für alle ist weltfremd“
      Focus: Apropos Bruchstelle: Für viele Lohnempfänger und Leute in prekären Verhältnissen bildet die Migrationsfrage die entscheidende Trennlinie zu den Linken. Sie sind fast alle gegen unbegrenzte Masseneinwanderung. Die meisten Linken verfechten eisern offene Grenzen.

      Wagenknecht: „Offene Grenzen für alle“ ist weltfremd. Und wenn das Kernanliegen linker Politik ist, die Benachteiligten zu vertreten, dann ist die No-Border-Position auch das Gegenteil von links. Alle Erfolge bei der Bändigung und Regulierung des Kapitalismus wurden innerhalb einzelner Staaten erkämpft, und Staaten haben Grenzen. Der BDI trommelt nicht ohne Grund seit Jahren für ein Einwanderungsgesetz. Arbeitsmigration bedeutet zunehmende Konkurrenz um Jobs, gerade im Niedriglohnsektor.

      Dass Betroffene davor Angst haben, ist verständlich. Es gibt auch nicht unbegrenzt Wohnungen, schon gar nicht bezahlbare. Menschen, die verfolgt werden, brauchen Schutz. Dafür ist das Asylrecht da, und das darf nicht ausgehöhlt werden. Aber wer den Fachkräftemangel überwinden will, sollte lieber mehr Geld in unser Bildungssystem investieren.

      Tja Wagenknecht und Lafontaine, die einzigen in ihrer Partei die mit Sachverstand die Migrationspolitik betrachten.

      Aber Frau Wagenknecht lenkt den Fokus auch gerne wie Sie Herr Trauvetter nur auf die sozialökonomischen Probleme. Die Gewalt- und Missbrauchsbereitschaft ist aber keine direkte Folge solcher sozialen Probleme, sondern sie entstammt einem inhumanen Menschen- und Frauenbild, welches vor allem im Islam wurzelt. Ich weis von armen Menschen, da leben die Migranten\Flüchtlinge die hier Deutschland versorgt werden vergleichsweise im Luxus.
      Diese Menschen, die beinahe weniger als nichts haben, kennen bzw. zeigen keine Aggression gegen andere oder gegen Frauen, obwohl sie vlt. gerade aufgrund ihrer Mentalität ausgebeutet werden.

    • Das Problem der Scheinheiligkeit Europas treibt uns alle um. Flucht durch Kriege verursachen und immer weitere Waffenexporte genehmigen ist ein Initialfunke für das Problem. Wer nur an einem späteren Schritt der Entwicklung ansetzt, stopft ein Loch durch das Aufreißen neuer Löcher. Das ist weder menschlich, noch irgendwie hilfreich. Wenn Todeszahlen vor den Toren Europas hochschnellen, wenn sie in den Todeszonen der Gewalt in den Herkunftsländern explodieren, wenn sie zu Arm-GanzArm-Spannungen in den Zielländern von Flucht führen,… wir werden das Problem/die Probleme ohne das Abstellen der Ursachen nun einmal nicht lösen können. Niemand, der hier für eine sog. geregelte Migration plädiert, hat da eine Lösung, solange die Ausgangsprobleme weiter bestehten. In der Gegenwart müssen wir die Konseqzuenzen der Gewaltpolitik managen. Das ist in der Tat auch ein Kampf gegen immer neue Probleme… solange die Ur-Sache weiter besteht.

    • Die Ursache ist der imperiale Krieg. Deswegen fordert der Grossteil der Friedensbewegung ganz konkret realpolitisch den Austritt aus der NATO. Und deswegen bekämpfen NATO und CIA diese Friedensbewegung, die sich fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Denn ohne BRD als grösste Basis der Kriegslogistik zwischen den USA und Asien kann der imperiale Krieg nicht fortgeführt werden.
      Die Masseneinwanderung hingegen löst nicht einmal ansatzweise irgendein Problem, weder sozial noch geostrategisch. Ganz im Gegenteil sind „No Border, No Nation“, „Refugees Welcome“ und Masseneinwanderung das Projekt des Imperialismus zur Durchsetzung geostrategischer Interessen.

    • Wer in Sachen Integration zum Ehrenamt rennt, hat in aller Regel kaum noch Zeit, sich gegen Ramstein oder anderen Unfug zu engagieren. Jedenfalls geht das denen so, die ansonsten noch 40h in der Woche einem Broterwern nachgehen.
      Insofern kann man diese Migrationsagenda und die der Gesellschaft abgepresste freiwillige Arbeit bei der Integration durchaus auch als Ablenkungsmanöver sehen, Beschäftigungstherapie für Kritiker des Systems.

    • Mir war so als hätte ich meinen Lösungsvorschlag hier schon mal erläutert… was sollst dann nochmal:

      Die „Festung“ Europa:

      Nur 100% legale Möglichkeiten um nach Europa zu gelangen \ zu immigrieren. Jeder illegaler Versuch (Strafttat) führt ausnahmslos zur Rückführung.

      Entspräche der Genfer Flüchtlingskonvention:

      Straffreiheit in Bezug auf die illegale Einreise bei unmittelbarer Einreise aus dem Fluchtland und sofortiger Meldung bei den Behörden (Artikel 31, Abs. 1 GFK).

      Die Rückführung erfolgt in Aufnahme\Asylzentren. Wenn einer keine Papiere hat oder nicht wer weis wo er her kam, geht es zurück in nächstgelegene Aufnahme\Asylzentrum.

      Diese Aufnahme\Asylzentren sollen keine „Billig-Flüchtlingslager“ sein. Da kann man schon mehrere 100 Mrd in die Handneben, bezüglich der Grundversorgung (Obdach, Nahrung und Medizin) Schutz der Zentren durch die UN \ Frontex.

      Asylanträge können nur Vorort gestellt werden.

      Erhoffte Wirkungen:
      Weniger Tote bis irgendwann gar keine mehr auf dem Mittelmeer, weil es keine illegale Möglichkeit \ Duldung gibt.
      Weniger Tote und Risiken auf der Flucht, da die Flucht zu den Zentren wesentlich kürzer ist.
      Es kann mehr Menschen geholfen werden, z.B. auch denen, die sich keine Flucht nach Europa aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen leisten können.
      Weniger Tote und soziale Spannungen in den Zielländern, da es immer eine Rückführungsmöglichkeit gibt und die Aufnahme an Flüchtlingen und Migranten reguliert werden kann.

      Alle diese Effekte erzielt man schon ohne die Fluchtursachen zu bekämpfen. Wenn man nach und nach die Fluchtursachen bekämpft kann man die Problematik nachhaltig lösen.

      So das ist grob vereinfacht mein Konzept und vielleicht auch das der AfD.

      Was ist ihr Konzept um die Probleme, die wir nun mal haben, zu lösen ?
      Fluchtursachen bekämpfen ist ja klar aber bis der Weltfrieden etabliert ist und die USA demokratisiert und humanisiert wurden kann es noch Jahrzehnte dauern-

    • Nicht jeder Lösungsvorschlag ist einer, auch wenn die Erfinder ihn so taufen. Beispiel zur Rückführung: „Flüchtlinge in Libyen Verzweiflung der Rechtlosen – Folter, Vergewaltigung und sogar willkürliche Hinrichtungen: Von all dem berichten Flüchtlinge aus Libyen. Viele wollen eigentlich gar nicht übers Mittelmeer, doch das Grauen treibt sie auf die wackeligen Boote Richtung Europa. Die libysche Küstenwache aber bringt sie zurück – mit Unterstützung aus Europa.“ [http://www.deutschlandfunk.de/fluechtlinge-in-libyen-verzweiflung-der-rechtlosen.1773.de.html?dram:article_id=394120] Man kann das Problem nicht in der 3. Etage eines Häuserbaus grundlegend lösen. Das ist (Selbst)Betrug. Jede einfache Lösung erweist sich auch hier wieder einmal als (Selbst)Betrug. Das kennen wir von der AfD und ihren Umfeld-Kräften.

    • Das ist einweg unfair von Ihnen, ich kann in einem Kommentar keine „Doktorarbeit“ über meinen Lösungsansatz verfassen, dass würde den Rahmen sprengen.
      Aber selbst in meiner „einfachen“ und „komprimierten“ Form haben sie folgendes überlesen bzw. übersehen:

      „Schutz der Zentren durch die UN \ Frontex.“

      Im Fall von Libyen, würde das Asyl\Aufnahmezentrum nicht unter der Kontrolle des jeweiligen Landes\Staates stehen. Stellen sich dieses Gebiet als „riesige“ Botschaft vor.

      Man kann doch wohl dann annehmen, dass es diesen Zentrum keine Folter oder ähnliches gibt. Außerdem sind diese Zentren keine Internierungslager, jeder kann sie wieder verlassen wann er will.

      Ihr Lösungsvorschlag steht ja noch aus.

      Mein Tipp an Sie aus einen Artikel von Rubikon
      http://www.rubikon.news/artikel/die-neue-einwegmigration-teufelskreis-oder-titanic-kurs

      „Aber statt sich damit zu begnügen, nur jene, die hilflos im Mittelmeer schwimmen, auf das Upperdeck der Titanic zu hieven, gilt es, eine komplexitätsgerechte Moral zu entwickeln: eine, die sich nicht in Empathie und Hilfe an Individuen ergötzt und erschöpft. Eine neue und zusätzliche Moral also, die sich langfristig und strukturbezogen auf gesellschaftliche Veränderungen und auf den Umbau der global und territorial so ungleichen Machtstrukturen konzentriert. Eine Moral, die sich – statt nur an Schuldgefühlen und Empathie – auch an Strukturen und Mitverantwortung orientiert.“

    • Bartsch im Bericht aus Berlin – Abstiegserfahrungen und -Ängste steigern die Probleme, wie hier viele offenlegen: Wir brauchen eine soziale Sozialpolitik und eine fördernde Bildungspolitik statt Sündenböcke. Und wir müssen das Fehl-Orientieren Arm gegen Ganzarm durch die reale Perspektive auflösen, die auf die soziale Schieflage infolge obszönen Reichtums in den Blick nimmt und bekämpft. Zitat Linken-Fraktionschef Bartsch in Bericht aus Berlin (ARD von heute) >>Jedes Kind muss uns gleich viel wert sein<<. Die neue Regierung aus Union und SPD will Kinderarmut bekämpfen. kritisiert er im Bericht aus Berlin: Der Plan gehe laut Bartsch an den Kindern vorbei. 2,8 Millionen Kinder in Deutschland sind von Armut bedroht. Die neue Regierung hat dieses Problem offensichtlich erkannt und es in den Koalitionsvertrag aufgenommen: Geplant ist eine Kindergelderhöhung von 25 Euro. Insgesamt sollen zwölf Milliarden Euro für Familienpolitik ausgegeben werden. Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken, freut sich zwar darüber, dass dieses Thema jetzt überhaupt im Koalitionsvertrag auftaucht. Doch nur mehr Geld reiche da nicht: "Es müsste einen grundsätzlichen Wechsel im System geben." Eine Kindergelderhöhung käme bei vielen nicht an. Tatsächlich wird diese Erhöhung bei Eltern, die ALG II beziehen, wieder abgezogen.
      "Jedes Kind in unserer Gesellschaft muss uns gleich viel wert sein", kritisiert Bartsch.
      "Debatte über obszönen Reichtum führen"
      Was hingegen bei den Kindern, ankommen würde, wäre die Kindergrundsicherung, so Bartsch. Die Linkspartei forderte in ihrem Wahlprogramm, diese mit knapp 570 Euro einzuführen. Momentan gibt es mehr als 150 Einzelposten bei Familienleistungen und Kinderhilfe. "Viele, auch in den Kommunen, sind von der jetzigen Situation überfordert", so Bartsch. Das würde eine Kindergrundsicherung vereinfachen.
      [Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/bab-kinderarmut-bartsch-101.html%5D
      Die Propaganda gegen GanzArme muss durch Aufklärung ersetzt werden. Das aber werden die Herrschenden nicht von sich aus tun. Das ist unsere Aufgabe.

    • Ob jemand ein Sadist und Menschenfeind ist, ist keine Frage des Geldbeutels.
      Während Diebstahl und Raub eine durchaus sozialökonomische Komponente haben, nämlich die persönliche finanzielle Bereicherung. Haben Gewalt- und Missbrauchsverbrechen andere Ursachen. Selbst wenn Sie die Augen vor dieser Realität verschließen, müsste ihnen doch klar sein, dass auch ohne die tausenden wenn nicht gar zehntausenden Einzelfälle diese Migrationspolitik keine Probleme löst, sondern nur die sozialen Probleme verschärft.
      Sie wollen das Haus Deutschland sozialpolitisch umbauen, während es brennt.
      Auch wenn ihr Plan zum Umbau vielleicht vernünftig ist, wird von dem Haus nichts mehr übrig sein, bevor sie überhaupt beginnen können Änderungen vorzunehmen.

      Sie drehen sich gedanklich im Kreis, kommen immer zum Schluss, wenn die Schere zwischen Arm und Reich verschwindet, dann sind alle Ursachen und Gründe für Gewalt nicht mehr vorhanden. Diese Sicht ist naiv und weltfremd. Religionen, Ideologien und Weltanschauungen führen gleichsam zu Gewalt und Elend, als nur Habgier und soziale Ungerechtigkeit.

      Bei der Demonstration in Kandel, Berlin und Cottbus ging es nicht um soziale Abstiegsängste, sonder um die Angst vor der gestiegenen Gewalt im öffentlichen Raum, besonders gegen Frauen und Mädchen. Wenn der Staat seine Bürger, seine Frauen und Kinder nicht mehr beschützen kann und will, dann macht der Bürger dies irgendwann selber. Wirkliche Rechtsextremisten und „Neonazis“ warten nur darauf, ihren Fremdenhass mit einer gerechten Sache zu legitimieren, wie es die Antifa zur Zeit mit ihrem Hass gegen Andersdenkende und alles Deutsche macht unter der Duldung wenn nicht sogar Förderung der Linken.

      Im Bezug darauf, wer diese Migrationspolitik unterstützt: Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

      Ich hoffe irre mich, aber wenn es so kommt wie es befürchte, dann steht jeder von uns irgendwie für jemanden auf der falschen Seite.

    • Für eine gerechtere, sozialere Welt kann man über ein Konzept nachdenken, wie man Arbeit vom Lohn trennt, aber damit werden archaische Gewaltmuster nicht zivilisiert.
      Ein Blick von außen lohn dieser Tage.
      Ich kenne zwei ausländische Familien (Australien und Vietnam, allesamt Akademiker und die können es sich halt leisten), die aus Deutschland wegziehen oder schon sind, weil ihre Töchter (im Alter des Abiturs) massiv und wiederholt belästigt wurden. An dem Gymnsium kam es deswegen bereits zu einem Selbstmordversuch.

      Sie werden darüber nichts in der Zeitung finden. Das taucht auch in keiner Polizeistatistik auf.
      Die Familien ziehen einfach weg.
      Aber andere müssen da bleiben.
      Die Grundschullehrerinnen, die ich über den Deutsch für Migrantenkurrs kennengelernt haben, gehen mittlerweile nicht mehr alleine aus dme Haus. Auch nicht tagsüber; und das hat keine sozioökonomischen Gründe oder ist in einer Hysterie verankert.
      Diese Zustände sind keine Einbildung.

    • An den sog. Entschwörungspraktiker
      die wiederholten von augenzwinkerntem Verständnis begleiteten Ankündigungen rechter Gewalt sind hier echt ein Problem. Es gibt Gewalt gegen friedliche Menschen unterschiedlichster Herkunft, Weltanschauung und Gewohnheiten… Es gibt auch Idioten hie wie da. Selektives Verständnis für Rechtsbrüche steigern die MotivationsSpirale und sind nahe an Wegbereiten für Rechtsbruch.
      Wenn ich anklage, dass unsere Wirtschaft mit Verantwortung für die beklagten Zustände hat, dann findet das heute diese aktuelle Bestätigung: „Der weltweite Handel mit Waffen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Wie das … Friedensforschungsinstitut Sipri bekannt gab, wuchs der weltweite Handel mit Rüstungsgütern zwischen 2013 und 2017 um zehn Prozent im Vergleich zum Fünf-Jahres-Zeitraum davor.“ Wer so etwas sät, erntet Flucht…

    • @ Bernhard Trautvetter – Sie sprechen Libyen an und gerade an diesem Beispiel lohnt es sich, mal genau zu untersuchen, was da eigentlich real vor sich geht.

      Erstens kommen aus Libyen selbst kaum Migranten, sondern Libyen ist ein Durchreiseland für Auswanderer aus anderen Afrikanischen Ländern. Das wird auch durch die offiziellen Statistiken bestätigt.

      Sie nennen diese Personen „Flüchtlinge“ – warum? Weil Sie den Begriff „Flüchtling“ anders definieren, als dieser im internationalen Recht und im allgemeinen Sprachgebrauch verstanden wird.
      Die Bürger durchschauen aber zunehmend diese semantische Manipulation. Warum also bedienen Sie das NATO-Neusprech des Imperialismus und seiner Medien? Ehrlich gesagt, erschliesst sich mir das nicht.

      Sie haben vollkommen recht in Bezug auf die Schilderung der Rechtlosigkeit und Gewalt gegen die Emigranten in Libyen. Die Frage aber ist: Was schliessen wir daraus?

      Diese Emigranten stammen nicht aus Kriegsgebieten. Sie wollen über die Libyen-Route nach Europa gelangen, weil ihnen Medien vor Ort erzählen, sie werden über Libyen durch europäische Schiffe in Küstennähe (staatliche als auch staatlich finanzierte NGO) aufgenommen und nach Europa herübergefahren, wo sie eine blühende Zukunft erwartet.
      Diese Masseneinwanderung nach Europa wird also bewusst produziert.

      In Libyen versuchen dortige Clans ihren finanziellen Vorteil aus diesem Menschenhandel zu ziehen. In Italien tritt dann die Mafia auf den Plan. Und weiter nördlich warten dann Kapital und Asylindustrie auf die Emigranten.
      Diese Menschen werden ihrer Heimat beraubt, gedemütigt und ausgebeutet. Moderner Sklavenhandel.

      Zum unfreiwilligen Komplizen dieses Menschenhandels machen sich in Deutschland und Europa dann jene, die das Narrativ der NATO-Medien für bare Münze nehmen. Das geschieht zwar grösstenteils in guter Absicht, geht aber am eigentlichen Sachverhalt vorbei.

      Der Dissens, wie dieser auch hier in der Diskussion zum Ausdruck kommt, beruht nicht darauf, dass sich Menschenfreunde und Menschenfeinde gegenüberstehen, sondern auf unterschiedlichen Wissensständen.
      Was allerdings verwunderlich ist, denn warum haben vermeintlich „Linke“ solch ein Problem damit, die Politik des Krieg führenden und menschenfeindlichen Merkel-Regimes zu identifizieren?

    • Lieber Stefan Steins
      Flüchtlinge aus Sudan: https://www.laenderdaten.info/Afrika/Sudan/fluechtlinge.php
      Flüchtlinge aus Somalia: https://www.laenderdaten.info/Afrika/Somalia/fluechtlinge.php
      „Das Völkerrecht zieht eine klare Trennlinie zwischen Menschen, die aufgrund bestimmter und definierter äußerer Einflüsse zur Flucht gezwungen sind (Flüchtlinge), und Menschen, die aus eigenem Antrieb auf der Suche nach besseren Lebensperspektiven ihr Land verlassen (Migranten).“ [bmz.de/de]
      Das mit den besseren Lebensperspektiven kann man einmal in Beziehung zu von mir erwähnten Fluchtursachen ziehen.

    • @ Bernhard Trautvetter – Ich zitiere mal aus Ihren Links:

      Sudan: „25.520 Menschen aus dem Sudan sind im Jahr 2016 geflohen und haben einen Asylantrag in anderen Ländern gestellt.
      Nach Deutschland flohen insgesamt 2.444 Menschen aus dem Sudan.„

      Somalia: „36.656 Menschen aus Somalia sind im Jahr 2016 geflohen und haben einen Asylantrag in anderen Ländern gestellt.
      Nach Deutschland flohen insgesamt 9.851 Menschen aus Somalia.”

      Die grössere Zahl beinhaltet auch die Flüchtlinge, die in ihrer Afrikanischen Region geflüchtet sind. Die kleinen Zahlen sind so verschwindend gering, dass diese wohl kaum eine Rolle für die Millionenschwemme spielen, um welche sich der gesellschaftliche Diskurs dreht.

      Worauf ich immer wieder hinweise und wie mittlerweile auch Oskar Lafontaine in seinem obigen Beitrag betont; über 90 Prozent der Opfer von Krieg und Vertreibung befinden sich weiterhin in den betroffenen Regionen und haben gar nicht die Möglichkeit, eine beschwerliche Reise nach Europa anzutreten, ganz davon abgesehen, dass zum Grossteil lediglich jüngere Männer überhaupt bereit sind, ihre Heimatregionen zu verlassen.
      Sie übersehen auch, dass die meisten Menschen, egal wo auf dem Globus, an ihrer Heimat hängen und diese gar nicht, zumindest nicht dauerhaft, verlassen WOLLEN. „No Border, No Nation“ ist zwar der feuchte Traum des Imperialismus, aber der Albtraum der Menschen, die ihrer Heimat nicht beraubt werden wollen.

      Nochmal zurück zur Causa Libyen.

      Zwar sind CNN und DIE ZEIT keine zuverlässigen Quellen, aber der nachstehend verlinkte Artikel deckt sich in zentralen Punkten mit vielen anderen Berichten:
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/fluechtlinge-libyen-cnn-sklavenhandel-eu-frederica-mogherini-afrikanische-union-un-sicherheitsrat

      Die Frage lautet doch: Warum wird Masseneinwanderung über zahlreiche andere Länder hinweg nach Deutschland und Europa kanalisiert, statt mit dem selben Geld zigfache tatsächliche Hilfe für die Schwachen in den betroffenen Regionen zu leisten?

    • Hier noch ein Interessanter Artikel:

      Die Willkommenskultur des Großkapitals: Das Weltwirtschaftsforum will mehr Migration

      Für viele Menschen gilt die Förderung von globalen Wanderungsbewegungen als „links“ und humanistisch. Ein Blick auf kapitalistische Eliten-Strategien zum Thema Migration zeigt aber, dass sich die „No Borders“-Anhänger vor einen neoliberalen Karren spannen lassen.

      https://deutsch.rt.com/international/66393-willkommenskultur-des-grosskapitals-weltwirtschaftsforum/

    • An den sog. Humanisten Trautvetter

      In ihrem geistigen Kram(p)f gegen Rechts verurteilen Sie lieber den Boten der vor Gefahren warnen und aufklären will, anstatt den der für die Gefahren verantwortlich ist. Sie setzen „vor Gefahren warnen“ mit „Ängsten schüren“ gleich. Im Radio werden z.B. bei schlechten Wetterbedingungen des öfteren auch Ängste geschürt man könnte einen Unfall bauen, wenn man nicht langsam und vorsichtig fährt. Sie besitzen eine selektive Moral \ Empathie. Sie wollen die Fluchtursachen bekämpfen aber nicht die Ursachen für Mord und Vergewaltigung durch Migranten, wenn es möglich ist. Sie rufen bei solchen Verbrechen nach dem Rechtsstaat, fordern sie diesen Rechtsstaat konsequenter Weise auch an unseren Grenzen, damit solche Verbrechen wieder zurückgehen bzw. ganz aufhören oder verhindert werden ?
      Ihre Einstellung erinnert mich an die Außenpoltik der USA:
      Für das große Ganze, welches in einem Schleier einer angeblich höheren Moral gehüllt wird, muss man den Tod und das Leid weniger (Einzelfälle) im Kauf nehmen. Diesen Collateral Damage der Migrationspoltik müssen wir halt hinnehmen, weil es statistisch gesehen „Idioten“ überall gibt und weil diese Politik der offenen Grenzen alternativ los ist.
      Als Krönung der Selbstverblendung beklagen Sie die Spaltung der Gesellschaft, den Aufstieg der AfD und den Aufwind der „Rechten“ ohne zu sehen, dass dies eine Gegenreaktion oder direkte Folge der Auswirkungen dieser Migrationspolitik ist.
      Ich suchte die Diskussion mit Ihnen nicht um Sie zu überzeugen oder um „recht“ zu haben, sondern um meine Standpunkte einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.
      Leider wanden sie sich intellektuell wie ein schleimiger Aal ohne jemals konkret meine Standpunkte bzw. Argumente mit logischen Gegenargumenten zu widerlegen bzw. zu kritisieren.
      Daher falls sie nicht noch eine kreative Schein-Argumention gegen meine Lösungen bzw. die der AfD haben wie z.B. eine Invasion der Aliens oder den Einschlag eines Meteoriten mit anschließenden Fluchtbewegungen, dann denke ich es macht keinen Sinn wenn wir weiterdiskutieren und sie können die mehr oder weniger subtile DuNazi-Etikettiermaschine der Marke Trautvetter und Konsorten wieder einpacken.

    • Lieber „Entschwörungsoraktiker“
      Meine Argumente bewerten Sie als nicht logisch widerlegend. Trotzdem: Auch Tucjolsky kritisierte, dass der als Nestbeschmutzer ktitisierte Kritiker in Deutschland mehr bekämpft wird, als der, der das Kritisierte anrichtet. Sie setzen in Ihrer Ursachenanalyse m.E. zu spät an. Da konmen wir beide nicht auf einen Nenner. Kritische Überprüfung wünsche ich uns allen – rückhaltlos und scheuklappenfrei und in der Tat humanistisch. Wenn das nicht geht, dann lassen wir es. Ich sage nur gern in offene Ohren was mich bewegt.

    • Der Kollege Trautvetter hat insofern recht: Die AfD geriert sich zwar als Problemlöserin der virulenten Alltagsprobleme der Menschen, mithin der Symptome imperialistischer Geostrategie, gleichzeitig aber hat die AfD das Bekenntnis zur Westbindung und zur NATO ausdrücklich in ihrem Programm festgeschrieben.
      Damit macht die AfD den Bock zum Gärtner. Zudem bedient sich die AfD einer Rochade des handelnden Subjekts, indem sie die NATO aus der Schusslinie nimmt und „den Islam“ als Aggressor in den Fokus rückt. Dabei übersieht die AfD, dass auch die Einwanderer lediglich Schachfiguren der internationalen Geostrategie sind.

      „Entschwörungspraktiker“ hat insofern recht, als dass die sog. „Gutmenschen“ den Blick von den virulenten Sorgen und Nöten der Menschen abwenden und ebenfalls den Diskurs in der Sache verhindern, letztlich damit nicht minder zur Eskalation der gesellschaftlichen Verhältnisse beitragen.

    • Nun ihr letzter Kommentar, Herr Trautvetter, hat mich dazu ermutigt zu versuchen diesen gemeinsamen Nenner zu finden.
      Das Grundproblem ist wohl, dass wir Begriffe unterschiedlich verstehen und interpretieren.

      Fangen wir doch mal bei der Logik auf der Metaebene der menschlichen Existenz an und wir werden ganz schnell auch den Humanismus finden.

      Meine Interpretation und Verständnis von Logik :
      Leben erhalten und schützen, Leid mindern oder vermeiden.
      Die Unlogik wäre entsprechender Weise:
      Leben vernichten und nicht schützen, Leid vergrößern oder nicht verhindern.

      Bevor wir alle fortfahren versuchen wir doch erstmal bei dieser Sache einen Konsens zu finden.

    • Bei einen anderen Beitrag Thomas Sattelberger („Ich halte nicht die Klappe“) führe im Bezug auf Logik und Humanismus die gleiche Diskussion. Die meine Definition hat sich „weiterentwickelt“:

      Jegliches Leben erhalten und schützen, Leid mindern oder vermeiden in Bezugnahme unmittelbarer und zukünftiger (Aus)Wirkungen, die nach Möglichkeit alle Korrelationen berücksichtigen.

      Ist es ist schon eine interessante Frage, bezieht oder soll sich Humanismus nur auf Menschen beziehen ? Ist es inhuman (dem Humanismus zuwider) andere Lebewesen bewusst zu quälen und zu töten ?

    • Entschwörungspraktiker: Ihre Aussagen über die Deutsche Migrationspolitik sind im Gegensatz zu denen des Herrn Trautvetter klar verständlich, genauso wie die von Gloucester. Man müsste bei dieser Diskussion vielleicht auch noch mehr die wahren Ziele dieser inhumanen Politik mit einbeziehen. Das Ziel der „Eine-Welt-Regierung“.
      Aber das In-Frage-Stellen, ob es inhuman sei, andersartige Lebewesen bewusst zu quälen und zu töten, muss in der Menschengesellschaft endlich einmal kollektiv mit einem klaren Ja beantwortet werden. Es ist ein schwarzer Fleck in unserer Psyche, diese Frage permanent zu verdrängen. Erst wenn dieses Tabu überwunden wird, können wir uns zu einer wirklich humanen friedlichen Menschengemeinschaft entwickeln. Und das darf nicht immer noch weiter hinten angeschoben werden. Der Weg in eine friedlichere Welt kann nicht über ein ständiges, legalisiertes von der Mehrheit akzeptiertes bzw. geduldetes massenhaftes zu Tode Quälen andersartiger Lebewesen führen. Das müsste doch nachdenklichen, empfindsamen Menschen endlich einmal klar sein, was diese Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit ständig auf die Menschengesellschaft abstrahlt.

  2. Ich unterscheide zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker als unveräußerliches Rechtsgut, das Nato-Staaten derzeit u.a. im Drohnenkrieg, in Syrien und anderswo aushebeln, einerseits und der Fiktion einer ‚ethnokulturellen Identität’.
    Der Frieden ist vielleicht dann möglich, wenn wir Menschen das Gemeinsame herausstellen und nicht das Trennende.
    Rosa Luxemburg hat in diesem Sinne verzweifelt agiert, nachdem Karl Liebknecht der einzige war, der aus der SPD-Fraktion dem Kaiser die Kriegskredite versagte. Zitat Rosa aus >Der Wiederaufbau der Internationale<: "Die Internationale wie ein Friede, der dem Interesse der proletarischen Sache entspricht, können nur aus der Selbstkritik des Proletariats geboren werden, aus der Besinnung auf die eigene Macht des Proletariats,…Der Weg zu dieser Macht … ist zugleich der Weg zum Frieden und zum Wiederaufbau der Internationale." Derweil kannte der Kaiser "keine Parteien mehr, nur noch Deutsche." Dies führte zur ersten Jahrhundertkatastrophe, von der sich dieses Land bis heute nicht erholt hat. Der zweite Krieg war schon mit ein Resultat dieser Initialkatastrophe. Eine dritte würde u.a. unser Land nicht überleben.

    • Das sie so gerne auf die IB und die ethnokulturelle Identität zu sprechen kommen:

      „Die menschliche Identität bildet sich aus einem komplexen Geflecht verschiedenster geschichtlicher, biographischer, kultureller, religiöser und sozialer Zusammenhänge. In den verschiedensten Stufen unserer persönlichen Sozialisation bilden sich charakteristische Merkmale unserer Identität heraus. Dabei besteht immer ein interagierendes Verhältnis zwischen der individuellen und der kollektiven Identität. Ein kollektives Merkmal unserer Identität bildet hierbei der ethnokulturelle Aspekt, der für uns den Kern des politischen Handelns darstellt und für dessen Erhalt und Bewahrung wir als Identitäre Bewegung tagtäglich aktiv sind. Wir glauben, dass sich jedes Volk dieser Erde durch seine besondere Verschiedenheit auszeichnet und in seiner Lebensart, seinen Wertvorstellungen, seiner Kultur, Herkunft, Religion und seinen sozialen Praktiken immer etwas Einzigartiges ist.

      Jedes Volk hat demnach auch das Recht, diese Eigenschaften und Merkmale seiner ethnokulturellen Identität zu bewahren und zu verteidigen.“

      Wenn man das so liest, erkenne ich Stephan Steins Ausführungen zum Selbstbestimmungsrecht der Völker wieder.

    • Das Wort „ethno“ in ethnokulturellen Identität verstehen sie womöglich falsch.
      Es ist hier nicht die Ethnie\Rasse gemeint sondern als Präfix „die Völker betreffend“.
      Jedes Volk \ Nation hat seine eigene kulturelle Identität.
      Es sei denn sie teilen die Auffassung, gerade im Bezug auf die Deutschen:
      „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“

    • Jeder Mensch ist ein Individuum seine Identität hat einige Säulen: Leiblichkeit/Gesundheit /was Körper und Geist zusammenhält + Freunde + Cliquen / soziales Netzwerk an Kontakten / reale Zugehörigkeit + Arbeit und Leistung…, Tätigsein, Hobbies, Verantwortung + Aufgaben +materielle Sicherheit und Geborgenheit/>Dach überdem Kopf<… Sinn des Daseins + Werte + Zukunftsvorstellungen, Perspektive. Darauf aufb auend entwicklen sich Bewohnheiten, Neigungen, Interessen, Vorlieben, das was Bordieux 'Habitus' hat. Ähnliches einem Subjekt wie einem Volk anzudichten, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Wie oft wurden auf diesem Planeten schon politische Grenzen verschoben! Wo ist die Entität welchen Volkes? Einstein soll einmal auf einem Formblatt, auf dem die Rassisten nach der Rasse fragten, "Mensch" eingetragen haben. Jeder Mensch ist ein Mischling, wenn man nur weit genug in die Vorgeschichte seines Seins zurück forscht. Wenn einem Menschen mehrere Identitätssäulen etwa durch eine ökonomische Krise wegbrechen, dann ist höchste Gefahr geboten. Das kennen wir auch aus der Gesellschaftsgeschichte: dann werden Minoritäten zu Sündenböcken und die veremintlich eigenen Leute sind gegen si zu schützen. Das ist die Quelle von allerlei Gewalt…. schlimmste Form: Krieg (siehe Deutsche Geschichte!)

    • https://userwikis.fu-berlin.de/display/sozkultanthro/Kollektivbewusstsein


      „Kollektivbewusstsein

      Der Begriff des Kollektivbewusstseins entstammt der französischen Durkheim-Schule und ist dem Strukturalismus zuzuordnen. Es beschreibt eine besondere Form der moralischen Einheit. In seinem Werk „Über soziale Arbeitsteilung, Studie über die Organisation höherer Gesellschaften“ bringt Émile Durkheim die These an, dass die Spezialisierung der Arbeit ein Kollektivgut ist. Er arbeite mit dem zentralen Begriff des kollektiven Bewusstseins, das er als geistige Einheit einer Gesellschaft oder einer Gruppierung ansieht und dessen Ausdruck sich in gemeinsamen Mitteln wie Sprache, Schrift, Moral, Recht, Brauch, Gewohnheit, Wissen, Gewissen u.a. finde.

      Das kollektive Bewusstsein ist demnach die „Gesamtheit der Anschauungen und Gefühle, die der Durchschnitt der Mitglieder derselben Gesellschaft hegt.“ (É. Durkheim)1

      Es entsteht durch das Aufeinandertreffen individueller Bewusstseinsinhalte im alltäglichen Leben innerhalb der Gesellschaft unter Bezugnahme gesellschaftlicher Bedingungen (Normen, Rechte) und äußert sich in kollektiven Handlungen und Reaktionsweisen. Es entsteht und besteht also durch die Wechselwirkung bereits vorhandener, historisch überlieferter und gesellschaftlich manifestierter, in den Individuen verankerter, Vorstellungen, Werte und Wissensgrundlagen, die kollektiv anerkannt und eingehalten werden. Gemeinschaftliches Handeln entsteht. Abweichungen werden gegebenenfalls sanktioniert>> Strafe. „

      Ich würde das Kollektivbewusstsein auch als kollektives Ich bezeichnen.

      Ein plakatives Beispiel: Die Mohammed-Karikaturen.
      Die Beleidigung des „Kollektivbewusstsein“ Islam werteten viele gläubige als persönliche Beleidigung, als wären sie selbst gezeichnet worden. Der gleiche Mechanismus greift bei Nationalitäten, Volksgruppen und der kleinsten Kollektiveinheit der Familie. Die Beleidigung ihrer Familie würden sie doch irgendwie persönlich nehmen oder ?
      Andere negative Merkmale sind z.B. Gruppenzwang.

      Das positive ist, dass dieses kollektives Ich, die Beziehung des Selbst zur Gesellschaft, eine Gesellschaft erst ermöglicht. In direkter Beziehung zweier Entitäten, sorgen so z.B. Spiegelneuronen im unseren Gehirn für Empathie und Mitgefühl. Diese Wechselwirkung gibt es auch zwischen einem Individuum und seinem Kollektivbewusstsein.

    • @ Bernhard Trautvetter – Von Rosa Luxemburg stammt auch das folgende Zitat: „Statt also dem imperialistischen Kriege den Mantel der nationalen Verteidigung fälschlich umzuhängen, galt es gerade mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und mit der nationalen Verteidigung Ernst zu machen, sie als revolutionären Hebel gegen den imperialistischen Krieg zu wenden.“ – Zitat Ende

      Und Georgi Dimitroff führte aus: „Geschichtlich hat der Imperialismus die nationalen Interessen seinen Klasseninteressen untergeordnet und damit die nationalen Interessen preisgegeben. Zugleich steht die Arbeiterklasse vor der Aufgabe, nunmehr die nationalen Interessen mit aller Entschiedenheit zu vertreten.“ – Zitat Ende

      Wenn also das Kapital oder der von Ihnen zitierte Kaiser „Nation“ rufen, ist damit etwas gänzlich anderes, mithin das divergierende Klasseninteresse gemeint. Insofern ist es sinnbefreit, Aussagen der Bourgeoise zur Nation zur Evaluierung des Begriffs heranzuziehen.

      Dieser gedankliche Fehler zieht sich durch Ihre gesamte Argumentation, ebenso wie das eigenartige Bild, die „Gemeinsamkeit der Menschen statt des Trennenden“ würde nur durch Multiethnisierung gewährleistet.
      Frieden durch Herausstellen des Gemeinsamen des Menschen statt des Trennenden ist der Grundgedanke des internationalen Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen. Die globale Gleichheit vor dem Recht setzt das Selbstbestimmungsrecht zwingend voraus.
      Die Bewahrung kultureller und/oder ethnischer Identität steht dazu doch gar nicht im Widerspruch.

    • Filet béarnaise und Sushi gehören beide zu meinen Lieblingsgerichten. Es ist offensichtlich, das beide Gerichte völlig unterschiedlichen Kulturen entstammen. Ich möchte in einer Welt leben, in der diese und alle anderen Kulturen erhalten bleiben.
      Die Alternative des globalisierten Imperialismus heisst tiefgekühlte Presspappe auf Softbrötchen an jedem Ort des Globus. Würg!

    • Der Arbeiterjugendliche aus den Brennpunkt und der Sprössling Superreicher aus dem privilegierten Stadtteil, sie beiden sind weit unterschiedlicher als das Entschwörungsbild nahe legen mag. Da hilft keine Theorie.

    • Und so schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei der Essener Tafel.
      Armut allein macht aus einen Brennpunkt noch keinen Brennpunkt.
      Sie haben vollkommen recht, dass das soziale Ungleichgewicht ein Teil der Gleichung ist.
      Auch dürfte die Bindung der reichsten 1% unseres Landes mit den restlichen 99% nicht recht groß sein. Aber der Großteil der Gesellschaft spürt noch jenseits der Lohnklassen ein „Kollektivbewusstsein“, gerade wenn es um Frauen und Kinder sowie um Leben und Tod geht.
      Kinderarmut, Hartz IV und den größten Niedriglohnsektor Europas haben die Schere bzw. die Spaltung zwischen Arm und Reich weiter gefördert. Mit dem Migranten\ Flüchtlingen wird nicht nur dieses Problem verschärft, wie die Verteilungskämpfe um Arbeit und Wohnraum. Sondern es kommt ein neues Problem hinzu:
      Eine neue / verstärkte Kultur der Gewalt, Gewalt- und Missbrauchbereitschaft.
      Die Frage nach den Ursachen wollen Sie nicht stellen, die Antwort nicht hören und die Konsequenzen daraus nicht ziehen. Denn man muss Fragen liegt es daran woher die Migranten kommen, welche religiöse Prägung sie haben ? Kommen zu viele auf einmal ?
      In Berlin wurde vor kurzem ein 14-Jähriges Mädchen vermutlich von ihren Exfreund mit 20 Messerstichen ermordet. Die Polizei nennt aus ermittlungstechnischen Gründen nicht die Herkunft. Warum denke ich, es ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein „südländischer“ Migrant ?
      Das gleiche bei der Messerattacke in Wien, ich war nicht überrascht wer der Täter war.
      Die Mainstream-Presse und die „Linken“ sehen nicht das Problem bei den Tätern bzw. ob sie überhaupt hier seien durften nach geltenden Gesetz (wissenschaftlicher Dienst des Bundestages zur Grenzöffnung durch Frau Merkel, Duldung statt Abschiebung) sondern bei den Menschen die Zusammenhänge erkennen, benennen und durch Protest auf der Straße dies kund tuen. Die Silvesternacht in Köln und anderen Städten, die Übergriffe und Zwischenfälle in Schwimmbädern, und die sonstige gestiegene Gewalt muss eine Ursache haben und die lässt nicht nur mit einer sozioökonomisch schlechteren Perspektive \ Entwicklung erklären, denn die gab es vor September 2015 auch schon.
      Die bittere Wahrheit es kommen zu viele aus Ländern, die unsere Werte nicht teilen.
      Die Frauen nicht so sehen und behandeln wie ein Großteil unserer Gesellschaft, die eine geringere Hemmschwelle zur tödlicher Gewalt haben.
      Solange die regierende Politik und Menschen wie sie die Augen davor verschließen, werden diese Zustände immer schlimmer werden bis die Stimmung so kippt dass ihre Befürchtungen war werden. Die Begleiterscheinungen dieser Entwicklung, Einschränkung der Meinungsfreiheit und eine Gesinnungs-Diktatur spalten die Gesellschaft zusätzlich.
      Daher wer für Frieden ist kann nur gegen diese Politik der offenen Grenzen sein.

    • An den sich so nennenden Entgschwörungspraktiker:
      Ich biete mich nicht als Kulisse für das Schüren von Ressentiments an.. Wer nicht dialogisieren will, dem antworte ich nicht. Idioten gibt es unter sog. Nichtmigranten und unter anderen. Mit der Mistgabel Atmosphäre schaffen ist nahe an der billigend inkauf genommenen Selbstjustiz.
      Wenn z.B. Nazis töten, dann rufe ich auch nur nach dem Rechtsstaat im Sinne der Verfassung. Selbstjustiz ist die Destabilisierung des Restes einer Rahmengebung für das Zusammenleben. „192 Tote durch rechte Gewalt in Deutschland seit 1990: Auch das ist Rechtsextremismus. Die Münchner Ausstellung >Rechtsextremismus 1945 bis heute< zeigt Kontinuitäten seit Kriegsende auf – und spricht die neue Akzeptanz rechten Denkens an." [BR-Kulturwelt, 29.11.2017]
      Rechte Propaganda passt nicht zum Humanistischen Grundkonsens als Rahmen für die Spektren, die eine Alternative zum System des Terrors der Profitmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste suchen. Darauf reagiere ich mit keiner inhaltlichen Antwort mehr auf KenFM.

    • Um Missverständnisse zu vermeiden: Was ich gerade schrieb, heißt: Das System, das uns terrorisiert, zeigt keine Rücksicht… Jede Form von Rücksichtslosigkeit ist Gewalt.
      Rechte Propaganda passt nicht zum Humanistischen Grundkonsens als Rahmen für die Spektren, die eine Alternative zum System des Terrors der Profitmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste suchen. Darauf reagiere ich mit keiner inhaltlichen Antwort mehr auf KenFM.

    • Das Gatestone-Institut hat einen Bericht aus dem Jahre 2015 parat, welcher einen Blick erlaubt auf ein multikulturelles Projekt erlaubt, Titel: Schweden: Die Vergewaltigungsmetropole des Westens. Kann sich jeder selbst raussuchen.
      Der planvolle Aufbau von Multikuklti scheint in dem Fall gescheitert. Und Schweden war jetzt nicht unbedingt ein schwacher Sozialstaat. Woran lag es denn dann?

      Eine Diskussion um die Zunahme von Gewalt/Verbrechen seit der Grenzöffnug erübrigt sich, wenn man diese nicht zur Kenntnis nehmen will. Alles Einzelfälle, die Täter zu bedauern, an deren Taten sind dann auch nich wir schuld.
      Dass linke Irrlichter genau dann nach Staat und Jutizia rufen, wo sie doch sonst von deep state-Pahnatsien nur so glühen und dem Staat alles erdenklich schlechte zuordnen, das ist nicht schlüssig.

      Wieso sollte genau in jenem Aspekt der bourgeoise deep-state die Hoffnung der Linken hochhalten?

      Dass man nun auf der linken Seite mit Marx versucht den Merkel-Soros-Globalismus zu verteidigen, ist dann fast schon folgerichtig. Das Feindbild Nation wird bekämpft, egal mit wem man sich da gemein macht.

    • GLOUCESTER arbeitet mit Unterstellungen:
      Jemand; der wie ich die initiale Fluchtursache Krieg bekämpft, kann ja doch wohl kaum die Politik der Bundesregiegung u. Regierungschefin befürworten. Wenn ich zufällig Deutsch bin und vpr der Gewaltursache Nationalistischer Ausgrenzung/Rücksichtslosigkeit … warne, maxhe ich die Nation nicht zum Feind. Genauigkeit verhindert unsolidarische Kritik.

    • Wenn wir uns darauf einigen können was die initialen Fluchtursachen sind und dann wirkliche alle Folgefehler durch deren Beseitigung getilgt werden können, dann kommen wir leicht zusammen. Da wird kaum einer etwas dagegen haben.
      Was aber ist initial und löst alles weiter aus?

      Bleibt für mich die Frage, warum diese Fluchtbewegung in genau der Art abgelaufen ist und warum die negativen Folgen vehement geleugnet werden. Um den Rechten keinen Auftrieb zu verschaffen?
      Meines Erachtens erreichen Sie aber genau das.

      Solche Realitätsverweigerung ist Schuld am Erfolg der AFD.

    • @ Bernhard Trautvetter – Mein Eindruck ist, dass die Diskutanten hier teilweise einander vorbei reden und ganz unterschiedliche Ebenen behandeln, die man aus den Vorgängen rund um die Essener Tafel ableiten kann. Mir ist in dieser Diskussion daran gelegen, besser verstehen zu können, wie Menschen mit divergierenden Positionen so ticken, was deren Motivation ist?

      Dabei wird teilweise weiter ausgeholt, weil manche globalere Zusammenhänge ausmachen, die andere nicht auf dem Schirm haben. Immerhin besteht ja wohl in einigen Punkten auch Konsens:
      – Dass Tafeln überhaupt existieren, ist ein soziales Verbrechen
      – Deutsche Oma, alte weisse Männer, kurdisches Migrantenkind und sog. Flüchtlinge sind gleichermaßen humanitär zu versorgen
      – Internationales Völkerrecht und Selbstbestimmungsrecht sind zu verteidigen

      Umstritten ist die Frage, ob die Entscheidung der Essener Tafel aus humanitärer Sicht vertretbar ist oder nicht. Daran wiederum entzündet sich der gesellschaftliche Diskurs zu weiteren Themen globaler Natur, die auf unterschgiedliche ideologische Präpositionen treffen.
      Und die im gesellschaftlichen Diskurs im Raum stehende grundsätzliche Frage lautet: Hat Deutschland gegen den Willen des deutschen Volkes die von aussen aufgezwungene Masseneinwanderung zu erdulden oder nicht?

      Die Diskussion hier ist letztlich ein Abbild des gesellschaftlichen Diskurses. Diesen unter Verwendung von Schlagwörtern abwürgen zu wollen, ist einer der Gründe für das Erstarken der AfD, die ja auch eine weitere NATO-Partei ist.
      Wer aus der gesellschaftlichen Isolation heraus möchte, ist gut beraten, den Menschen zuzuhören und sich der gesellschaftlichen Realität zu stellen.

    • Lieber Stefan Steins
      dem Disput weichen wir beide nicht aus. Beim Schüren von Ressentiments und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit Positionen zu beziehen, die die Menschenrechte als Humanistischen Grundkonsens zum Bezugspunkt erheben, das ist dann die in diesem Zusammenhang notwendige Gegenöffentlichkeit.
      Ich dialogisiere gerne mit jenen, die sich nichts aufs Einbringen von Monologen beschränken.
      In offene Ohren alles sagen ist eins meiner entsprechenden Prizipien.

    • Frage: Mit Ressentiments und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit meinen Sie diese Aussage von „Entschwörungspraktiker“, Zitat: „Sondern es kommt ein neues Problem hinzu: Eine neue / verstärkte Kultur der Gewalt, Gewalt- und Missbrauchbereitschaft.” ?

    • Lieber Stefan Steins: ja, diese ‚Kommentare‘ meine ich v.a. . Sie verlassen wiederholt und selbstgerecht-anklagend den humanistischen Grunkonsens und damit die Menschenrechte, deren eine zukunftsfähige Gesellschaft bedarf. Solange sie keine Gewaltpropaganda transportieren, bleibt für mich der Appell an DemokratInnen, dem mit Gegenöffentlichkeit und Aufklärung zu begegnen. Rassismus heißt u.a.: Jemand hat über jemanden ihm Unbekannten eine extrem positive oder negative Meinung aufgrund dessen Erscheinungsbild. Problem: Er/Sie kennt diese andere Person überhaupt nicht. Schon hiermit wird klar, wie eine solche Haltung einer Überprüfung Stand hält, inwiefern sie verantwortbar ist.

    • Dann interpretieren Sie den Satz also nach diesem Muster: „Alle Kreter lügen” oder auf heute übertragen „alle Afrikaner sind Drogenhändler”. In diesem Falle würde ich Ihrer Kritik voll zustimmen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er das so gemeint hat.

      Zwei Ebenen:

      a) Gibt es durch Teile der Einwanderung kulturbedingte Probleme, dergestalt; archaisches Frauenbild, niedrige Reflexschwelle für Gewalt, Missbrauch etc. – oder existiert das gar nicht als kulturbedingtes Phänomen und geht nicht über Einzelfälle hinaus?

      b) Wie sollte man Ihrer Ansicht nach mit diesem Phänomen bzw. gesellschaftlichen Problem umgehen, wie dieses formulieren?

    • Lieber Stefan Steins
      wir bekommen noch viel massivere Probleme: Die Digitalisierung und die damit sprunghaft ansteigende Destabilisierung von millionen Biografien in Kombination mit der Abstiegs-/Ausgrenzungs-Angst, die ökologischen Unsicherheiten durch Fluten/Trockenheiten,…Stürme…, die Kriege und Kriegsangst bringen uns noch verdammt viel schneller an den Rand der Möglichkeit, sich eine Perspektive zu eröffnen, geschweige denn einer Gruppe/Klasse/Nation/Staatengruppe bis hin zur Menschheit. Wenn die Menschheit jetzt nicht aufwacht, dass sie die globalen Bedrohungen nur gemeinsam lösen kann, wird es kaum noch etwas werden können. Was Rosa Luxemburg mit ‚Sozialismus oder Barbarei‘ meinte, kommt mir immer wieder ins Bewusstsein. Wenn wir uns mit Nebenschauplatzthemen wie der Flüchtlings-/Nationalitätenfrage… ablenken, dann kann es sein, dass wir den Punkt verpassen, ab dem es noch eine Rückkehr in eine zukunftsverträgliche Gesellschaftsordnung hätte geben können.

    • @ Bernhard Trautvetter – Ja diese Einschätzung bezüglich der Zukunft teile ich auch weitestgehend, allerdings bin ich der Auffassung, dass die heutigen Vorgänge in Deutschland und Europa in Sachen Masseneinwanderung durchaus mit all dem korrespondieren.
      Denn gerade Debatten wie jene rund um das Thema Essener Tafel sind ja Symptome einer gesellschaftlichen Eskalation, die wider besseres Wissen und sehenden Auges durch die Herrschenden produziert wird.

      Á propos Punkt verpassen … es wäre sicher schon ein Fortschritt, wenn wenigstens die verschiedenen Strömungen der Friedensbewegung zu einer solidarischen Kooperation finden könnten, daran mangelt es nämlich auch schon.

    • Warum machen wir uns die Sache so „schwer“ ?!

      Führt die Migrationspolitik die Einwanderung von Flüchtlingen\Migranten zu Problemen ?!
      Nein – 100% Realitätsverweigerung braucht man nicht weiter diskutieren.

      Bei Ja was sind die Probleme ?
      Da kommen erstmal die „normalen“ Probleme aufgrund der Anzahl:

      Der Bedarf an bezahlbaren Wohnraum.
      Fehlendes Personal, Lehrer \ Betreuer für die Integration.
      Verfügbarkeit an Arbeitsplätzen.
      Soziale Spannungen (Verdrängung) in der unteren Gesellschaftsschichten.
      Stichwort Essener Tafel

      Gibst es solche Probleme ?

      Nein – 100% Realitätsverweigerung braucht man nicht weiter diskutieren.

      Jetzt kommen die „rassistischen“ Probleme über die keine sprechen mag.
      Erhöhte Gewalt- und Missbrauchsbereitschaft aufgrund der Sozialisation \ Herkunft \ religiöse Prägung. Die Rasse\Ethnie hat aber eigentlich nichts damit zu tuen, hätte ein Biodeutscher eine durchschnittlich gleichartige Sozialisation, wäre die erhöhte Gewalt- und Missbrauchsbereitschaft nicht viel anders.

      Dass die Gewalt und Übergriffe auf Frauen im öffentlichen Raum zunehmen, kann man doch nicht leugnen ?

      Wenn doch 100% Realitätsverweigerung braucht man nicht weiter diskutieren.

      Die Korrelation zwischen der Zuwanderung und diesen Verbrechen ist auch offenkundig.
      Plakatives Beispiel: Die Silvesternacht in Köln und in den anderen Städten. Solche Massenvergewaltigungen gab es vorher nicht. Ja es ist, wenn der Finger in… ich glaube ich muss jetzt nicht ausführen…. dann kann man das schon als Vergewaltigung zählen.

      zu Trautvetter

      Das alles, die sonstige gestiegene Gewalt ,es sitzen „NAZIS“ im Bundestag, es gibt eine Spaltung in der Gesellschaft, ist für sie ein Nebenschauplatz ????

    • Als Lehrer auch von Flüchtlingskindern kenne ich viele Probleme, angefangen beim Tod von engsten Verwandten – vor und auch während der Flucht. Als Bürger in einem unsozialen Staat kenne ich Spaltungen und Verbrechen wie die teure und tödliche Nato-Politik. Wenn nun Nazis Zulauf haben, erinnert das an die Blindheit vor 1933. Damals wurde der Faschismus von Industriellen gefördert, damit die Krisenopfer nicht nach links gehen. Die KPD warnte: „Wer Hitler wählt, wählt Krieg,“ Das stimmte, und es hat die Menschheit davon abgehalten, die Probleme zu lösen. Stattdessen passierte das Gegenteil – mit verheerenden Folgen auch für die Seele(n) der Menschen… Die Probleme existieren verschärft fort.

    • @ Bernhard Trautvetter – Die KPD Thälmanns war eine Partei, die in der Arbeiterklasse verankert war. Die KPD ging dahin, wo´s weh tut. Die KPD führte den antifaschistischen Kampf nicht gegen ihre Klassenbrüder, sondern gegen das Kapital und dessen politische Repräsentanten, auch gegen die Führung der SPD, die dem Faschismus als Steigbügelhalter diente.
      KPD 1932: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg.
      SPD 1932: Für Hindenburg, den bewährten Präsidenten der Deutschen Republik.

      Ernst Thälmann: „Kampf gegen den Faschismus, das ist Kampf gegen das kapitalistische System.” Die heutige Pseudolinke blickt doch schon lange gar nicht mehr durch. Sie lässt sich durch die CIA eine ominöse sog. „Antifa“ vor die Nase setzen, die eher der SA der 30er Jahre gleichkommt. Statt auf die Klasse zuzugehen, steht die Pseudolinke an der Seite des Kapitals und seiner NATO-Parteien und heizt die gesellschaftliche Eskalation gegen das „Pack“ an.
      Die Pseudolinke ist heute der Garant für den Aufstieg der AfD, die als weitere NATO-Partei der Plan B des Kapitals ist. Die virulenten Alltagsprobleme der Menschen zu ignorieren, treibt den Wähler geradezu in die Arme vermeintlicher Alternativen.

      Und vollends absurd wird es dann, wenn vermeintliche „Linke“ dann sogar in der Friedensbewegung andere Sozialisten als Hauptgegner ausmachen. Das ist das heutige Irrenhaus Deutschland.

    • Ich gebe Ihnen da vollkommen recht, Stefan Steins. Was wir heute haben, ist tatsächlich eine „Pseudo-Linke“, die anscheinend das logische Selberdenken verlernt hat. Mit dem Dutschke, den ich heute noch bewundere und verehre, hat das alles überhaupt nichts mehr zu tun. Ausgenommen vielleicht Wagenknecht und Lafontaine.

  3. Das Propaganda Wort Ausgrenzung .

    Ich habe, wie jeder, vier Urgrossväter.
    Zwei davon waren Politisch aktiv, rund 1900.
    Ein dritter, Bauer, ging Pleite, 1890, Viehseuche und billiges Korn aus N Amerika.
    Der vierte, auch Bauer, blieb Bauer, im Gegensatz zu diejenige die Pleite ging, er lebte in eine andere Kultur, denke ich, die es ihn möglich machte seine Lebensweise an zu passen.
    Ich vermute das alle vier ein besseres Leben Wollten, aber zwei waren aktiv damit beschäftigt, das in unserer Land zu bekommen.
    Es gab damals kein Merkel mit Willkommen, und alles umsonst.

    Der eine Aktive glaubte an Fortschritt durch Wissen, er war Vorsitzende einer Organisation die Vorlesungen organisierte, und eine Bibliothek errichtete, usw.
    Der Andere organisierte Streiks, war Mitglied der Verwaltung der Gemeinde, Sozial Demokrat.

    Sie waren nicht aktiv für Willkommen, da bin ich mich sicher.
    Sie würden gesagt haben das es an andere Völker ist ihre Zukunft selbst zu verbesseren.

    • Ich nehme mal das Beispiel von Herrn Trautvetter mit der „Explosion“ eines Atomkraftwerks:

      „[…]
      Ich habe von daher eine gewisse Ahnung. Wenn die CSU den 200 001. Flüchtling gezählt hat – sollen wir ihn abweisen und dann seinem Schicksal überlassen? Was sollen wir machen, wenn – was sein kann- ein belgisches Schrott-Atomkraftwerk bei Westwind einen GAU erleidet und wir den Großraum von Aachen bis ins östliche Ruhrgebiet evakuieren müssen? (Ich empfehle den Film „Die Wolke“)[…]“

      Nehmen wir an dies wäre 2015 passiert (anstatt der „humanitären Krise“ am Budapester Bahnhof in Ungarn) und hätten 1 Millionen Flüchtlinge aus Belgien aufgenommen. Wenn wir nicht gerade Molenbeek mit aufgenommen hätten, würde ein „Willkommen“ weitaus weniger Probleme bereiten als die jetzige Migrationskrise.

      Warum ?
      Es kommt darauf an wer und woher er kommt. Stichwort Kulturfremd \ andere Sozialisation.
      Und hier führt die Spur weiter zum Islam.

      Nun lange konnte man diese offensichtliche Korrelationen zu benennen und daraus Konsequenzen zu ziehen mit der Nazikeule und der Propaganda: „Islam bedeutet Frieden“ unterdrücken. Gerne wurden und werden auch moralische Schein-Dilemma erzeugt um Lösungsansätze als „unmenschlich“ und nicht machbar zu brandmarken. Mann müsse ja auf Flüchtlinge schießen, die Menschenflut / Völkerwanderung kann man halt nicht aufhalten usw.
      In meiner Diskussion mit Herrn Trautvetter musste nun auch ein Atomkraftwerk „hochgehen“ um ein angebliches moralisches „Dilemma“ zu erzeugen bezüglich einer strikten Grenzsicherung.

      Medial wurde und wird immer noch versucht mit rührenden Geschichten, Fotos und Bilder (und man wirft den „Rechten“ vor Fälle wie Mia und Maria zu instrumentalisieren) an die Menschlichkeit zu appellieren um zusammen mit den moralischen Extremen Lösungsansätze zu unterbinden.

      Aber die Realität holt die Illusion, die geschaffen wurde um uns zu täuschen, schneller ein als es den Herrschenden lieb ist. Gegenreaktionen sind z.B. das Zensurgesetz \ Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Die zahlreichen „Verwerfungen“ wie die Silvesternacht in Köln und die zahlreichen Einzelfälle können nicht mehr unter einen Schleier der Täuschung und Manipulation verborgen werden.

      Rhetorische Platzpatronen und Nonsens-Relativierungen wie z.B. aber es gibt auch Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte oder Deutsche sind genauso kriminell wirken nicht mehr.

      Wenn Herr Trautvetter bei Verbrechen wie z.B. bei Mia fordert, dass sich der Rechtsstaat drum kümmern soll, dann hat er recht. Aber der Rechtsstaat muss schon an unseren Grenzen aktiv werden und nicht wenn die Frauen und Mädchen schon tot sind.

    • Belgier flüchteten im ersten Weltkrieg, unser Ländchen empfing anderthalb Million.
      Aber schon während der Krieg gingen viele zurück.
      Ein Flüchtling ist nur vorübergehend aus sein Land, er will zurück, darum bleibt er nahe an sein Land.
      Migranten sind eine ganz andere Sache.

      Wir haben nicht die Verantwortung für die ganze Welt, und können die nicht haben.
      Das Elend jetzt in Venezuela, dumme Politik.
      Profit mit Öl beginnt ab 50 Dollar pro Barrel.
      Wenn das Öl 90 Dollar war, war fast alles umsonst in Venezuela.
      Es wurde nicht investiert in Schulung und Infrastuktur.
      Müsssen wir jetzt die Menschen die Venezuela verlassen nähren ?

      Wahr ist natürlich das das Neokolonialismus des Westen viel Elend verursacht, das muss aufhören, aber daran tut Merkel fröhlich mit, was uns die Migranten Massen zum Teil verursacht, Massen die, fürchte ich, uns in 30 oder 40 Jahre vernichtet haben.

      Wir sind nicht verantwortlich für Kulturen wie die in Venezuela, Zimbabwe, oder sogar Süd Afrika.
      Das diese Kulturen nicht im stande sind sich selbst vernünftig zu regieren, was können wir dafür ?

    • Leider lassen „wir“ bzw. unsere Politik\Konzerne bei den wir kaufen andere Länder und andere Kulturen nicht in Ruhe.
      Gegen fairen Handel habe ich nichts, aber Ausbeutung ist wieder was anderes. Korruption und absichtliche Misswirtschaft sowie Einflusnnahme von Außen. Das Elend in diesen Ländern ist der Profit der Konzerne und sichert unseren „Wohlstand“. Stellen sie sich eine Pyramide vor, die untersten breiten Schichten müssen die oberen tragen. Wir sind in dieser Pyramide noch nicht ganz unten.

      Natürlich könnten die Völker aufbegeheren, rebellieren und sich vernünftig regieren, aber das Prinzip Teile und Herrsche wird dort genauso angewendet. Unsere Gesellschafft in Deutschland ist da auch nicht viel fortschrittlicher, das ewige „Links“ und „Rechts“, der Schuldkult und die Nazikeule, unsere Land muss erst (ich glaub das wird schon in ein paar Jahren sein und leider nicht in 30) zerfallen, Bürgerkrieg, wenn die Menschen sich auf offener Straße am helligsten Tag gegenseitig umbringen wird vielleich immer noch der ein andere Verblendete die Schuld bei sich bzw. den bösen Rechten suchen.
      Die Hemmschwelle für Gewalt, Vergewaltigung und Mord ist bei Migranten aus diesen Kuluturkreisen \ Ländern vorallem gegen Ungläubige und Frauen ziemlich gering. Es bedarf ja jetzt schon keiner Notlage, damit die Gewalt und die Zahlen der Toten in Deutschland steigen. Was wenn wirklich ich eine Katastrophe Eintritt wie eine Wirtschaftskrise oder ein Krieg, die Läden leer sind und die Bevölkerung zusammenhalten muss um zu überleben ? Es wäre vielleicht ein Wunder wenn sich „Deutsche“ (Links-Rechts) nicht gegenseitig masakrieren. Die Migranten, die keinen Bezug zu unseren Land, unserer Kultur und der Sprache haben werden sich gegen uns und auch untereinander gegeneinander ums überleben kämpfen.
      Und da liegt vielleicht das Ziel des ganzen, solange sich die breiten Volkschichten untereinander bekämpfen sucht man nicht den eigentlichen Feind.

      Die verblendeten „Linken“ in ihrer Scheinlebenswirklichkeitsblase wollen unbedingt den Gegenbeweis in ihrer moralischen Überlegenheit gefunden haben und sind bereit dafür mit dem Blut der eigenen Landsleute zu zahlen.

      Ich lass bei einen Kommentar zu der Messerattacke kürzlich in Wien:

      „Wer mit den Augen nicht sehen will, der braucht sie früher oder später zum weinen.“

    • „Einen Tag nach den Messer-Attacken auf vier Passanten in Wien hat ein 23-Jähriger laut Polizei die Taten gestanden. Er habe eine dreiköpfige Familie wegen seiner „schlechten, aggressiven Stimmung“ und aus Wut über seine gesamte Lebenssituation attackiert, berichtete ein Polizeisprecher nach dem Verhör des Verdächtigen aus Afghanistan.“

      Hmm habe ich jetzt erst gelesen… nun ja was soll man da zu noch sagen… ach ja stimmt: Einzelfall hätte genauso ein Österreicher seien können.

    • “ Gegen fairen Handel habe ich nichts, aber Ausbeutung ist wieder was anderes. “

      Es ist für mich schwer zu verstehen wie Venezuela, sagen wir seit 1970, ausgebeutet wurde.
      Warum waren Singapore und China fähig die Ausbeutung zu stoppen ?
      Ich gebe zu, Kuwait, Burundi, Katanga, Kosovo, nur geschaffen für Bodenschätze.
      Aber ob die Einwohner sich ausgebeutet fühlen ?

  4. Fragt sich denn niemand, wie es kommt, dass ein DKP-Mitglied 1:1 dasselbe Wording benutzt, wie die NATO-Medien?

    Trautvetters Ausführungen würden nur dann irgendeinen Sinn ergeben, wenn man das Narrativ des Imperialismus als Realität durchgehen lässt. Von einem „Linken“ muss man aber doch erwarten können, dass Analyse und Kritik über Tagesschau-O-Ton hinaus gehen.

    • Weder das mit der Parteimitgliedschaft noch das mit dem Wording hält einer Überprüfung stand. Nicht zufällig warnt schon meine Überschrift vor jeglicher Selbstgefälligkeit, Herr Steins. Ich bevorzuge schon mal als Ausgangspunkt das Prinzip des beweisenden Behauptens. Dies ist die inhaltliche Methode des Argumentierens. Das Wording der Personalisierung sachlicher Inhalte passt dazu micht.

    • Sollte ich Sie der falschen Partei zugeordnet haben, dann entschuldige ich mich dafür (ehrlich gesagt mit etwas Erleichterung). Dass Sie allerdings lediglich Mainstream-Narrative kolportieren, ist auffallend. Nehmen wir mal einen Punkt heraus: Sie sprechen durchgehend von „Flüchtlingen“ – 1:1 wie die NATO-Medien.
      Nach internationaler und nationaler Rechtslage befinden sich in Deutschland jedoch gar keine Flüchtlinge. Das ist ein Faktum, welches schwarz auf weiss u.a. in Artikel 16a des Grundgesetzes nachgelesen werden kann.

      Daraus ergeben sich Fragen, u.a.: Warum tun Sie das? Die Vermutung ist, dass Sie den Begriff „Flüchtling“ anders definieren als die Rechtslage. Das ist ja durchaus legitim, aber dann weisen Sie doch bitte auf diese Intention hin, anstatt Kritiker, die auf geltendes Recht verweisen, mit – ebenfalls den NATO-Medien entnommenen – Kampfbegriffen zu überziehen.

      Vor ein paar Jahren noch wurde durch den Mainstream die Masseneinwanderung geleugnet. Mittlerweile gehen Kapital und imperiale Hegemonie dazu über, Gründe für die Notwendigkeit der Masseneinwanderung anzuführen, seien es wirtschaftliche Erfordernisse oder aktuell vermeintlich humanitäre Hilfe für „Flüchtlinge“.
      Auch werden mittlerweile verstärkt Stimmen aus der imperialen Rechten laut, die ganz offen aussprechen, dass Deutschland und Europa multi-ethnisch umstrukturiert werden sollen.
      Sind Ihnen diese Vorgänge einfach nur nicht bekannt oder warum blenden sie diese aus?

    • Im Kern geht es doch um die Frage, ob wir es mit dem Versuch der Destabilisierung zu tun haben oder mit einem gebotenen humanitären Akt.

      Ist es eine Politik für die Menschen/Gesellschaft oder gegen sie?

      Sind die Entwicklungen seit der Grenzöffnung das Werk von Satan-Soros oder Altruismus-Angie (wahlweise auch Empathie-Erika)?

      Die Rechten plärren reflexartig den Untergang eines Volkes herbei und die Linken verfallen in eine Verteidigungshaltung, die nur mit Realitätsverweigerung durchzuhalten ist.
      Beides nicht mein Ding.

      Zurück zur Frage: Ich kann mich nicht zu der Interpretation durchringen, dass nun die NATO- und Bilderberg-Kanzlerin nun so ganz im Dienste der Menschen handelt.
      Wir haben doch einige Politiker gesehen, die schon für wenige, nahezu harmlose Wortmeldungen ihre Karriere haben begraben müssen.

      Wenn Merkel hier nicht eine Agenda exekutiert, sondern u.U. Sand im Getriebe wäre, warum ist sie dann noch im Kanzleramt?

      Also muss die Frage, wem diese Politik nützt, schon ausführlich erörterbar sein. Die Linken jedoch wollen diese Diskussion abwürgen.

      Warum?

    • Um nicht missvetstanden zu werden: in der DKP sind -wie man an Esther Bejarano sieht- ganz wichtige Mitengagierte, auch in anderen Parteien, siehe Wolfgang Gehrcke oder Christian Stroebele…. auch in der MLPD habe ich Freunde….
      Das mit der Durchmischung des Volkes überlasse ich den Rechtsextremen. Ob Bush beim Irak-/Libyen-Krieg so weit dachte? Spekulation; möglich; ich behaupte nur was ich als valide einschätze. Eins weiß ich: Das flächenmäßig nur mittelgroße Deutschland hat sensationell viele (9) Nachbarstaaten mit einer Jahrhunderte umgreifenden Wanderungsbewegung – da von einem einheitlichen Deutschen Volk zu sprechen, das kommt mir wie Realitätsverweigetung vor. Wenn wir abrüsten und Streuerkriminalität bekämpfen würden, hätten wir zig Milliarden verfügbar. Rechte, die Arm gegen Ganzarm ausspielen, blenden das aus, wenn sie die Flüchtlingskosten thematisieren. Wer aus Not und vor Gewalt flieht, ist Flüchtling. Meine Frau aus der Schweiz ist als Bürgerin Deutschlands Migrantin. Anerkannte Asylbewerber sind anerkannte Asylbewerbet. Das rein juristische Volkabular kann aus in Deutschland Geborenen „Geduldete“ machen, die jederzeit damit rechnen müssen, dahin ‚zurückgeführt‘ zu werden, wo sie noch nie in ihrem Leben waren.

    • @Bernhard Trautvetter – Danke für den Hinweis, aber ich bin in diesen Kreisen aufgewachsen, Wolfgang Gehrcke wurde 1974 auch mit meiner Delegiertenstimme Bundesvorsitzender der SDAJ.

      Ich erlaube mir, Ihre Aussagen mal durchzugehen, denn für viele Menschen werfen Ihre Äusserungen mehr Fragen auf, als beantwortet werden.

      Zitat: „Das mit der Durchmischung des Volkes überlasse ich den Rechtsextremen.”

      Ich muss da nachfragen, weil ich mir nicht sicher bin, Sie richtig zu verstehen: Sie halten also Leute, die der „Durchmischung des Volkes“ nicht zustimmen, grundsätzlich für rechtsextrem?
      Halten Sie damit korrespondierend auch das internationale Völkerrecht und namentlich das Selbstbestimmungsrecht der Völker für rechtsextrem, in dem es heisst:
      Internationales Völkerrecht – Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
      Teil I, Artikel 1
      1. Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.

      Und um die Frage noch weiter zu konkretisieren: Vertreten Sie den Standpunkt,
      a) dass Völker dazu gezwungen werden müssen, gegen ihren Willen „Durchmischung“ zu erdulden und
      b) welchen Personen oder Institutionen steht es zu, über diese „Durchmischung“ zu entscheiden und diese durchzusetzen?

      Zitat: „Das flächenmäßig nur mittelgroße Deutschland hat sensationell viele (9) Nachbarstaaten mit einer Jahrhunderte umgreifenden Wanderungsbewegung – da von einem einheitlichen Deutschen Volk zu sprechen, das kommt mir wie Realitätsverweigetung vor.”

      Jetzt bin ich irritiert; sie wissen aber schon, dass Westeuropa eine germanische Geschichte teilt, die zu kulturell verwandten Regionen und Nationen führte? Ist Ihnen auch bekannt, dass nach Antike und Mittelalter die Europäische Aufklärung ein weiteres zentrales prägendes Moment in der europäischen Geschichte bildet, auf welchem die bürgerlich-demokratischen Republiken der Moderne gründen?
      Vergleichen Sie diesen gemeinsamen Kulturraum etwa mit Zuwanderung aus kulturfremden Regionen des Planeten?

      Zitat: „Wenn wir abrüsten und Streuerkriminalität bekämpfen würden, hätten wir zig Milliarden verfügbar. Rechte, die Arm gegen Ganzarm ausspielen, blenden das aus, wenn sie die Flüchtlingskosten thematisieren.„

      „Wir“ haben auch bereits jetzt zig Milliarden zur verfügung – nur kommen diese nicht bei den Flüchtlingen, den Opfern von Krieg und Vertreibung an. Mit dem hier in Deutschland ausgegebenen Geld, könnte in den betroffenen Regionen rund 50 mal so vielen Menschen geholfen werden.
      Stattdessen fliesst der Grossteil des Geldes einmal mehr in eine Industrie, die sich rund um die sog. „Flüchtlingskrise“ aka Menschenhandel gebildet hat.
      Übersehen Sie das? Die Merkel-Politik, für die Sie sich hier ins Zeug legen, ist das Gegenteil von Flüchtlingshilfe.

      Zitat: „Wer aus Not und vor Gewalt flieht, ist Flüchtling.”

      Not im Sinne von Armut alleine ist kein Fluchtgrund, es ist die klassische Motivation für Emigration. Aber auch für jene tatsächlichen Opfer von Krieg und Vertreibung ist die Flucht bereits lange vor Erreichen Deutschlands beendet.
      Zumal natürlich unweigerlich die Frage im Raum steht, warum eine vermeintliche Flucht aus Asien oder Afrika zwingend im weit entfernten Deutschland enden muss?

      Der Grossteil der Flüchtlinge in Syrien, über 5 Millionen, befindet sich im Land Syrien selbst, in den befriedeten Gebieten. Dort werden die Flüchtlinge auch mit Unterstützung Russlands und des Iran versorgt. Der Anteil an Syrern unter den über 20 Millionen Ausländern in Deutschland ist vergleichsweise gering.

    • Lieber Stefan Steins
      Ich habe nicht gesagt, dass nur Rechtsextreme eine „Durchmischung“ diagnostizieren – ich verweise ‚mal auf http://www.einedeutscheweise.wordpress...
      Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist ein ganz anderer Begriff als das, was NeoRechte wie die „Identitäre Bewegung“ meinen.
      Mir sind anti-imperialistische InderInnen näher als rassistische Einheimische.
      Als nichtjuristische Entität ist ein einheitliches Deutsches Volk eine MärchenLüge, mit der schon Himmler arbeitete, als ihm in einer Posener Rede das Leben russischer Weiber beim Panzergrabenbau egal war. Wir Menschen überleben die Zukunftgefährdungen nur, wenn wir das Gemeinsame leben – mit dem, was die Herrschenden zwischen uns stellen, herrschen sie über uns. Das hatten die GenossInnen früh schon klar, als sie auf Marx‘ Grab seinen Rat schrieben „Proletarier aller Länder…“ + :Die Internationale“ hat(te) das auch früh schon klar. Der Frieden ist international, oder er ist nicht. Deshalb überlasse ich bestimmte Propagandabegriffe jenen, die etwas anderes wollen – etwa den Rechten. Und ich sehe mich dabei nicht weit entfernt von Kants Bestreben, Unmündigkeit zu überwinden. Ich fahre gerade aus dem Bahnhof Zürich. Viele, die giwr wohnen, sehen sich nicht als Deutsche.

    • @ Bernhard Trautvetter – Das Selbstbestimmungsrecht der Völker steht als Rechtsnorm für sich selbst, auf die „Identitäre Bewegung“ beziehe ich mich gar nicht, ich bin durchaus in der Lage, meine eigene, sozialistische Kritik zu formulieren. Und genau das rate ich auch jenen linken Strömungen an, die dem Imperialismus auf den Leim gegangen sind.
      Die Auflösung der nationalen Grenzen (in der Tat zugunsten imperialer Grenzen) hat nichts mit Hilfe für Kriegsflüchtlinge zu tun, sondern dient geostrategischen Interessen des Imperialismus gegen das internationale Völkerrecht und zur Durchsetzung des globalen Marktes.
      Das schadet vor allem den Flüchtlingen und ihren Heimatländern, insbesondere auch jener grossen Mehrheit der Opfer von Krieg und Vertreibung, die gar nicht in der Lage sind, die Reise nach Europa anzutreten (wo sie dem Kapital als Billiglohnsklaven dienen sollen). „No Border, No Nation“ und „Refugees Welcome“ sind Marketing-Mogelpackungen des Imperialismus, die das Leid von Flüchtlingen instrumentalisiert und noch verschlimmert.

      Auch mir sind antiimperialistische Inderinnen politisch weit näher, als deutsche oder sonstige Rassisten oder auch antideutsche Rassisten jeglicher Provenienz. Und obwohl die indische Küche zu meinen liebsten zählt und ich mit Inderinnen stürmische Nächte erlebt habe, so will ich doch nicht, dass aus meinem Vaterland Indien wird.
      Es sind gerade mein Respekt und Begeisterung für andere Kulturen, weswegen ich diese erhalten möchte. Auch die Deutsche. Das ist eine bewusste Entscheidung für globale kulturelle Vielfalt.

      Das ist aber auch gar nicht der zentrale Punkt. Und genau diesem bzw. meinen konkreten Fragen weichen Sie aus.
      Der zentrale, ganz konkrete Punkt ist, ob das internationale Völkerrecht und namentlich das Selbstbestimmungsrecht gilt oder nicht? Diese simple Frage lässt sich objektiv mit ja oder nein beantworten.

      Ihre Aussage, „ein einheitliches Deutsches Volk sei eine Märchenlüge“ empfinde ich als antideutschen Rassismus. Man kann ja durchaus die Genese und Zusammensetzung des deutschen wie der benachbarten Völker untersuchen, daraus aber die Nichtexistenz abzuleiten, bedeutet die ideologische Vorwegnahme des Völkermords.
      Die Sehnsucht nach Völkermord aber ist eine Pathologie.

      Ich halte es da eher mit Ernst Thälmann: „Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation. Ich bin Blut vom Blute und Fleisch vom Fleische der deutschen Arbeiter und bin deshalb als ihr revolutionäres Kind später ihr revolutionärer Führer geworden. Mein Leben und Wirken kannte und kennt nur eines: Für das schaffende deutsche Volk meinen Geist und mein Wissen, meine Erfahrungen und Tatkraft, ja mein Ganzes, die Persönlichkeit zum Bestehen der deutschen Zukunft für den siegreichen sozialistischen Freiheitskampf im neuen Völkerfrühling der deutschen Nation einzusetzen!” – Zitat Ende

      Sie wollen mir mit Marx kommen?, da sind Sie bei mir an der richtigen Adresse!

      Zum Verständnis des Marxismus ist es erforderlich, die Begriffe Kapital, Arbeiterklasse, Arbeiter, Proletariat richtig zu verstehen. Diese Begriffe beschreiben das Verhältnis der Arbeiterklasse und des Kapitals zu den Produktionsmitteln. Es handelt sich um Begriffe der politischen Ökonomie und es geht dabei darum, wer die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel besitzt.

      “Arbeiter” ist also kein Substitutbegriff für “Mensch” oder “Bürger” im Allgemeinen, sondern beschreibt ein ökonomisches Verhältnis. Der Satz „Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben“ beschreibt ergo das nationenübergreifende Verhältnis von Kapital und Arbeit zu den Produktionsmitteln, welches objektiv die gemeinsame Situation und Interessen der ökonomischen Klassen definiert.
      Aus diesem nationenübergreifenden Verhältnis zu den Produktionsmitteln erwächst, so begründen es Marx und Engels, die Notwendigkeit der internationalen Klassensolidarität. Von der Zerschlagung des internationalen Völkerrechts und des Rechts der nationalen Selbstbestimmung ist dabei nicht die Rede.

      Was die „reichen Länder“ aka Imperialismus betrifft, so können diese ihre Ausbeutung in Afrika und Asien nur in Kollaboration mit den nationalen Bourgeoisien der jeweiligen Länder durchsetzen. Die Ausgebeuteten auf allen Kontinenten müssen sich gleichermaßen ihrer kapitalistischen Klassen entledigen, das ist in Europa nicht anders als in Afrika.
      Dieser gemeinsame Kampf der Völker gegen den Imperialismus ist für Linke, die sich ihrer philosophischen und politischen Tradition bewusst sind, internationalistische Klassensolidarität.

      Imperialismus und Pseudolinke führen ein schmutziges Spiel auf, nicht zuletzt auf dem Rücken der ausländischen Statisten. Als Sozialisten gilt unsere internationale Solidarität den kämpfenden Arbeiterklassen und ihren Völkern. Die imperiale Farce ist unsere Sache nicht.
      Wer Flüchtlingen helfen möchte, der muss den imperialen Krieg beenden. Und das heisst ganz konkret: Raus aus der NATO! Alles andere ist leeres Gewäsch.

      Friedrich Engels: „Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“

    • Sehr geehrter Steafan Steins,
      schön, dass wir einen Bezug zu Karl Marx haben; er empfahl seinen Töchtern: „An allem ist zu zweifeln.“
      Meine Formulierung „Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist ein ganz anderer Begriff als das, was NeoRechte wie die „Identitäre Bewegung“ meinen.“ ist in der Tat kein Bekenntnis zum Völkerrecht. Das habe ich hier schon oft getan. Meinetwegen unterstreiche ich das erneut, wenn es der Sache des Friedens dient. Hier haben wir den Bezugsrahmen, den die Nato ständig unterminiert: https://www.unric.org/de/charta
      Zu dem, was ich zu den Identitären sagte: Ihre Position auf ihrer Website: „Wir wollen den Erhalt der ethnokulturellen Identität im Grundgesetz verankert“ zeigt geanu, wovon ich mich bei dem Thema abgrenze.
      Ein Zitat, das man im Netz bei einer Erklärung von A.Tsipras und G. Gysi sowie den Montagsdemonstrationen findet, passt zu meinen Argumenten, wie ich finde: „Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten.“
      Dazu passt dieses Zitat von Lenin: „Wer sich jetzt auf Marx’ Stellungnahme zu den Kriegen in der Epoche der fortschrittlichen Bourgeoisie beruft und Marx Worte ‚Die Arbeiter haben kein Vaterland‘ vergißt – diese Worte die sich gerade auf die Epoche der reaktionären, überlebten Bourgeoisie beziehen, auf die Epoche der sozialistischen Revolution – der fälscht Marx schamlos und ersetzt die sozialistische Auffassung durch die bürgerliche.“ (Broschüre zum 1. Weltkrieg: Die Stellung der SDAPR zum Krieg)

    • Trautvetter und Steins
      Ihre Diskussion ist sehr interessant. Als kleine Anregung:
      Das Buch „The Clash of Civilizations“ von Samuel Huntington.
      Vielleicht haben Sie beide das Buch schon gelesen ?
      Ich selber nicht komplett, sondern nur Auszüge.
      Ich vertrete These einer „Kultur-Inkompatibilität“, wenn fundamentale Werte \ Regeln des Zusammenlebens nicht übereinstimmen, kommt es zu Spannungen und Verwerfungen.
      Wenn man nationale Grenzen aufheben bzw. diese Kulturen „mischen“ will, dann funktioniert das nicht. Diese Kulturen werden in Parallel-Gesellschaften koexistieren, sofern die Verwerfungen nicht zu groß sind, andernfalls kommt es zum „Clash“.
      Diesen „Clash“ kann man nur mit einer starken „Staatsmacht“ \ „Rechtsstaat“ unterdrücken bzw. managen. Siehe Russland, oder das ehemalige Syrien. Deutschland hat leider keine wirksamen Mittel um die gesellschaftliche Ordnung im Falle solcher Spannungen aufrechtzuerhalten.

    • @ Bernhard Trautvetter – Offenbar sind wir uns ja wenigstens im Bekenntnis zum Internationalen Völkerrecht einig. Strittig dürfte sein, was daraus im Einzelfall realpolitisch abzuleiten ist. Ich habe aus vermeintlich „linken“ Kreisen und einer bestimmten, systemnahen Fraktion der Friedensbewegung auch bereits die Argumentation gehört, dass sich Deutschland aufgrund seiner Vergangenheit nicht auf das internationale Völkerrecht berufen dürfe.
      Das gipfelte in der folgenden Aussage: „Es gibt kein Recht der Deutschen, nur unter Deutschen zu leben.“

      Nun ist es eine Sache, ob man das überhaupt anstrebt oder nicht, der eigentlich Punkt ist aber ein anderer; nämlich die Frage, ob Deutschland wie allen anderen Ländern gemäß des internationalen Völkerrechts zusteht, wen und in welcher Anzahl man ins Land lässt, also Einwanderung auf einer nationalen Rechtsgrundlage regelt.

      Und wer dieses Selbstbestimmungsrecht auch für Deutschland bejaht, wird durch die Desinformation des Imperialismus im Verbund mit Pseudolinken fortgesetzt als „rassistisch“, „rechts“, „Nazi“ etc. diffamiert. Hier findet ein umgekehrter Rassismus statt, der sich selbst in der Rolle des Antirassismus geriert.

      Mit der „Identitären Bewegung“ beschäftige ich mich wegen deren abstrusen Aussagen nicht (bspw. die Institution EU sei ein sozialistisches Projekt). Ich bin aber bspw. auch weiterhin für den ökologischen Schutz der Umwelt, obwohl die NPD ebenfalls für Umweltschutz eintritt.
      Wir können also das Thema Völkerrecht gänzlich ohne solche Nebelkerzen erörtern.

      Der Ausdruck „ethnokulturelle Identität“ war mir bislang unbekannt und ich weiss nicht, was im weiteren Kontext damit gemeint ist. Für sich genommen enthält der Begriff, als auch die Intention diesen in Rechtsform giessen zu wollen, nichts was dem Selbstbestimmungsrecht widersprechen würde.
      In der Debatte werden ja ständig zwei Ebenen in unzulässiger Weise miteinander vermengt: Zum einen die persönliche Position zu einer bestimmten Einzelfrage, mit zum anderen der ganz grundsätzlichen Frage, ob der Republik das Recht zusteht, in freier Selbstbestimmung über jene Einzelfragen zu entscheiden.

      Anders ausgedrückt: Es geht nicht darum, ob sich ein Volk für Monoethnie oder Multiethnie entscheidet, dazu kann ja jeder seine Meinung haben, sondern darum, ob es dies in freier Selbstbestimmung entscheiden DARF.
      Das ist der Punkt. Und genau das garantiert das internationale Völkerrecht.

      Zitat: „Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten.“
      Klingt vielleicht für manche gut, ist aber falsch. Ihr Kalenderspruch bedient sich einer semantischen Manipulation, stammt wohl aus der Glückskeks-Kategorie „Frieden kommt von innen heraus“.

      Es gibt in dieser Welt viele Grenzen und ganz unterschiedlicher Natur. Es gibt Grenzen, die Schützen und solche die ausgrenzen. Eine Grenzüberschreitung ist bspw. auch der Missbrauch von Kindern.
      Für die Charta der Vereinten Nationen ist die Grenze der Garant für Frieden und Souveränität. Und zwar nicht die zwischen oben und unten, sondern ganz konkret die zwischen den Nationalstaaten.

      Wenn Völker in freier Selbstbestimmung nationale Grenzen zusammenlegen, ist das etwas völlige anderes, als der Angriff auf diese Grenzen von aussen. Wir leben mitten im imperialen Krieg und ein zentrales Ziel des Imperialismus ist es, das internationale Völkerrecht und dessen Schutznormen zu zerschlagen.
      Angesichts dieser globalen Realität kommt es der Beihilfe zum Massenmord gleich, die nationalen Grenzen zu negieren.

      Der Klassenwiderspruch, die Grenze zwischen oben und unten, mithin der Klassenkampf findet ja gerade seinen Ausdruck im imperialen Krieg, seinen Grenzverletzungen und der Negierung des internationalen Völkerrechts.
      Ich verweise auch auf das Video „PCP – nationale Frage und Internationalismus“; meine dezidierte Haltung zum internationalen Völkerrecht ist keine private Attitüde, sondern die Position klassischer Kommunisten wie der portugiesischen PCP.
      https://vimeo.com/75119706

      Mein Eindruck ist, dass Sie Lenins Aussage nicht einordnen können. In dem Kapitel „Falsche Berufungen auf Marx und Engels“, aus dem Sie zitiert haben, geht es um einen ganz konkreten historischen Kontext, den Lenin in dem Absatz darüber erläutert, Zitat:
      „Alle diese Berufungen sind eine empörende Fälschung der Auffassungen von Marx und Engels zugunsten der Bourgeoisie und der Opportunisten. (…) Der Krieg von 1870/1871 war von Seiten Deutschlands historisch fortschrittlich, solange Napoleon III. nicht besiegt war, denn dieser hatte zusammen mit dem Zaren lange Jahre hindurch Deutschland bedrückt, indem er dessen feudale Zersplitterung unterstützte.
      Sobald dann der Krieg zu einer Beraubung Frankreichs entartete (Annexion von Elsaß-Lothringen), verurteilten Marx und Engels die Deutschen ganz entschieden. Und auch zu Beginn dieses Krieges billigten es Marx und Engels, daß Bebel und Liebknecht sich weigerten, für die Kriegskredite zu stimmen, und rieten der Sozialdemokratie, sich nicht mit der Bourgeoisie zu vereinigen, sondern die selbständigen Klasseninteressen des Proletariats zu verfechten.”

      Das heisst zusammengefasst: Lenin formuliert durchaus die emanzipatorische Bedeutung der nationalen Grenze, solange diese dem Klasseninteresse des Proletariats dient und nicht dem Imperialismus. Dieser Grundgedanke zieht sich auch durch das gesamte antiimperialistische Werk Lenins.

      Dies kommt u.a. auch im Zimmerwalder Manifest von 1915 zum Ausdruck, Zitat: „Das Selbstbestimmungsrecht der Völker muss unerschütterlicher Grundsatz in der Ordnung der nationalen Verhältnisse sein”.

  5. Grundsätzlich sind die TAFELN privates Ehrenamt.
    Die engagierten Leute sammeln täglich übrig gebliebene -, also nicht verkaufte Lebensmittel bei Bäckereinen, Gemüsemärkten, Supermärkten usw. kostenlos ein – und geben diese Lebensmittel an Hilfsbedürftige kostenlos ab.
    Das ehrenamtliche Engagement ist also sehr zeitaufwendig und man muss sich umschauen, dass der Laden läuft.

    Im Gegensatz zum Geschäftsmodell der privaten Geschäftsbanken, die ihre „Ware Geld“ als Kredit am Computer mittels bits & bytes aus den Nichts endlos schöpfen können, – und das bei 1 Prozent Mindestreserve -, ist das „Geschäft“ der Tafeln ausschließlich mit realen Gütern, die vor allem nur BEGRENZT verfügbar sind.

    Die Diskutanten zur Empörungs-Debatte nehmen wohl an, dass bei den TAFELN die vergebenen Nahrungsmittel so üppig vorhanden sind, wie die Diäten oder Pensionen ihre Bezüge als Abgeordnete im DBT.
    Das ist ein Irrglaube.

    Solange das mit den Tafeln so ist, unterliegen auch ehrenamtlich tätigen Leute mit BESTEN Absichten, bei der knappen Lebensmittel-Vergabe – eine Auswahl treffen zu müssen.
    Ungerecht wird es vor allem dann, wenn es Aufgabe des Staates ist dafür zu sorgen, dass Flüchtlinge was zum Essen haben – und es nicht sein kann, dass das auch Private übernehmen MÜSSEN. Wo sollen die Lebensmittel denn herkommen ?

    Aber das haben wohl alle schon im Privatisierungs-Wahn vergessen -.
    Den Staat gibts immer noch, wir alimentieren seine Beschäftigten ständig – aber es gibt nur wenige, die sich über die schwarze Null freuen.

    • Ja klar mit Geld lässt sich alles Lösen. Und die „Verwerfungen“ durch die unkontrollierte Zuwanderung verschwinden wie von selbst. Der Mörder von Mia im Kandel hatte einfach nur wenig Geld. Wenig Geld frustriert ja auch ziemlich, deswegen sind die Flaschen-sammelnden Rentner-Omas auch so aggressiv, schupsen und drängeln so gerne wenn sie bei der Tafel anstehen und machen den anderen Armen (den „Flüchtlingen“) Angst.
      Sie haben die Botschaft \Hilferuf der Essener Tafel immer noch nicht verstanden oder ?!

    • Nun ja ich muss mich vielleicht etwas für meine zu forsche Rhetorik bei Ihnen entschuldigen, ich vergesse zu oft, dass Sie als Autor öffentlich mit vollen Namen heutzutage einen schweren Stand haben als ich in meiner „Anonymität“.

      Bei meinen Positionen ist die Wahrscheinlichkeit von der Nazi-Keule erwischt zu werden, recht groß. Leider bleibt es nicht nur bei verbalen Anfeindungen. Der Faschismus ist zurück, nur nennt er sich diesmal Antifaschismus: Toleranz ! – Aber wehe einer ist anderer Meinung – Nazis raus!

      Mittlerweile wird das Wort „Nazis“ genauso inflationär benutzt wie das Wort „Flüchtling“. Das grenzt mittlerweile an eine Verhöhnung der Opfer des NS-Regimes und einer Relativierung der Taten der damaligen Nationalsozialisten, denn diese hatten nicht nur eine andere Meinung.

      Die Denkformel der Antifanten ist ziemlich einfach: Alle Migranten gut weil Flüchtlinge, alle die gegen Migranten Nazis! Nazis = Böse = Gewalt gut weil man kämpft ja gegen das Böse.
      Diese geistige Einfältigkeit findet man auch bei islamischen Fundamentalisten.

    • Die Sprache ist so verdammt verräterisch, hilft sie doch auch, ggf. das Herz zu erkalten, wenn man das Gehirn nur unmerklich genug lähmt. „Unkontrollierte Zuwanderung“ als Begriff für Flucht hilft den Rechten genau in diesem Zusammenhang. Da fliehen also Millionen wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr, vor allem aus den Todeszonen der oft mit westlichen Waffen geführten und seit Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg auch entfachten Kriege zwischen den Ölgebieten am Golf und Nordafrika, und der Begriff ‚unkontrollierte Zuwanderung‘ verlangt implizit nach Kontrolle. Wohl gesagt nicht nach Abschaltung der Ursachen, die Kriege sind ein Geschäft und strategisch motiviert. Aber Kontrolle der Grenzen hilft AfD-Strategen und anderen Nationalisten ohne Menschlichkeit. Ich bin dann ein abzulehnender Gutmensch, weil ich mein Herz noch spüre. Es nicht zu spüren, steigert die Gefahren für das Zusammenleben der Menschheit, die nur eine gemeinsame hat oder keine.

    • Damit wir nicht einander vorbei diskutieren und eine Diskussion führen auf dem Kindergarten-Niveau Nazi vs Gutmensch, beantworten Sie mir bitte folgende Fragen bitte ohne Auszuweichen:

      Sind alle bzw. die meisten Migranten traumatisierte Kriegsflüchtlinge ?

      Gibt es noch andere Fluchtursachen z.B. sozioökonomische wie Armut oder vielleicht Flucht vor dem Gesetz im eigenen Land (Stichwort Kriminelle)?

      Sollen es keine Kontrollen an den Grenzen geben ? Wer woher und warum kommt ?

      Endet die Flucht sobald man ein sicheres europäisches Land erreicht ?

      Können sich „Flüchtlinge“ die kein Geld haben, schwer krank oder behindert sind die Flucht und die Schlepper überhaupt leisten ?

      Wie kann man weitere Opfer wie Mia und die vielen anderen verhindern ?

      Ihre Einstellung liest sich so:
      Man kann halt nichts machen solange die Fluchtursachen nicht behoben sind.
      Die Menschlichkeit gebietet, dass Vergewaltigung, Mord und Unruhen im eigenen Land toleriert werden.

      Mein Einstellung
      Es gibt Sachen die man national machen kann und andere die nur international gelöst werden können. Gegen den Kriegstreiber USA können wir national nur wenig ausrichten, da wir quasi ein besetztes Land sind. Ironischer weise sind sie dafür das wir die Auswirkungen der US-Außenpolitik unkontrolliert hinnehmen. Schon darüber nach gedacht, dass ein Plan dahinter stecken könnte?

      Eine oberflächliche Mitmenschlichkeit kann zu unsäglichen Leid führen.
      Die USA wollen doch auch nur Demokratie, Mitmenschlichkeit und Frieden in die Welt bringen.
      Das „Demokratisieren“ von Ländern seitens der USA erfolgt auch nur oberflächlich aus Mitmenschlichkeit. Sie gehen dieser PR-Strategie im Bezug auf die Migrationspolitik voll auf den Leim.

    • Wir halten schon einmal fest:
      ‚Unkontrollierte Zuwanderung‘ ist ein manipulativer Begriff, der den Widerstand gegen Nato-/EU-Grenz-Strategen a la Frontex und gegen AfD-…Propaganda einlullen kann, und der dieser Funktion im Rahmen der ‚Strategischen Kommunikation‘ entsprechender Propagandisten nach aller Erfahrung auch dienen soll.
      Ich habe SchülerInnen, deren Erlebnisse wünsche ich niemandem auf seine Seele. Meine Eltern sind Flüchtlinge des zweien Weltkrieges. Ich habe von daher eine gewisse Ahnung. Wenn die CSU den 200 001. Flüchtling gezählt hat – sollen wir ihn abweisen und dann seinem Schicksal überlassen? Was sollen wir machen, wenn – was sein kann- ein belgisches Schrott-Atomkraftwerk bei Westwind einen GAU erleidet und wir den Großraum von Aachen bis ins östliche Ruhrgebiet evakuieren müssen? (Ich empfehle den Film „Die Wolke“)
      Das mit dem „Kindergarten“ schenke ich Ihnen.
      Zurück zur Sache:
      Wenn jemand im Krieg und oder auf der Flucht Papiere verloren hat, überlassen wir ihn seinem Schicksal?
      Kriegsflüchtlinge und sicher auch das Gros der Mittelmeer-Flucht-Überlebenden haben Traumata erlebt. Jemand, der im Umfeld der Sahara und anderer Wüsten die Klimakatastrophe z.B. durch jahrelange Trockenheiten erlebt hat, für die der westliche Lebensstil mit seinem ganz anderen Pro-Kopf-Verbrauch an Energie zentrale Verantwortung innehat, auch. Bewohner afrikanischer Gebiete, die mit EU-Dumping-Waren ökonomisch stanguliert werden, zumindest leiden eventuell auch am >Posttraumatischen Belastungssyndrom<.
      Das Wort "Wohlstands-Flüchtling" können wir getrost auch in den Kanon der Strategischen Kommunikation (=Manipulation) einordnen.
      Meine Eltern sind nicht gerne vor den Kriegsereignissen aus ihrer Heimat geflohen. Das tut keiner gerne. Keiner Nimmt freiwillig das Todesrisiko vieler Fluchtwege auf sich.
      „Kontrollen an der Grenze“ sind eine Frage des WIE und der Konsequenzen von vorhersehbar unklaren Situationen.
      In der Nazi-Zeit z.B. haben Juden überlebt, weil sie keinen Pass mehr hatten; entweder infolge eines Bombenfeuers oder auch absichtlich weggeschmissen. Das ist legitim, wo Recht zu Unrecht wird.
      Zum „Ende der Flucht“: Nord-/West-EU-Staaten überlassen die Mittelmeer-EU-Staaten bewusst einer Überforderungssituation, für die mehr Waffen-…Exporte aus dem Norden verantwortlich sind, als aus den überforderten EU-Staaten des Südens.
      Ich habe in der Familie aktives medizin. Personal, das papierlosen Kranken hilft; so kam kürzlich ein Kind zur Welt, das nichts dafür kann, dass seine Eltern Kriegsflüchtlinge in einem skrupellosen Geschäft der Militärs und Strategen sind. Hätte es vor der Geburt sterben sollen?
      Gewalt z.B. gegen Mia und gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte ist verbrecherisch und mit den Mitteln des Rechtsstaates zu bekämpfen.
      Meine Einstellung liest SICH nicht generalisierbar so, wie Sie sie lesen. SIE lesen meine Einstellung subjektiv so, wie Sie es tun.
      Und Deutschland ist zudem kein besetztes Land mehr; das war es bis zum 2+4-Vertrag. Ich weiß, wovon ich spreche: Ich lebte zwischen US-Kasernen mit zehntausenden GIs… Die Nato ist ein Militärbündnis, dem unser Land angehört, auf dessen Kosten die meisten und massivsten Völkerrechtsverbrechen seit dem Ende des Kalten Krieges gehen.
      Die Strategische Kommunikation der US-Regierung gibt nur vor, Menschenrechte zu vertreten, um ihre strategischen Interessen zu kaschieren – siehe Bushs Rede von 2003: https://www.theguardian.com/world/2003/mar/18/usa.iraq
      Ihre Darstellung kann ich entsprechend der mir bekannten Faktenlage nicht einmal in diesem Kontext teilen.
      Ich habe keine Zeit, all zu-oft auf Fake-News aus dem Umfeld rechtsextremer Propaganda so einzugehen, wie ich es hier jetzt einmal getan habe. Ich habe im Angesicht von Verschwörungen nichts gegen die Benennung derselben als Verschwörung, wenn es also der Wahrheit entspricht. Ich habe allerdings viel gegen nicht-valide „Theorien“. Und ich rate allen MitLeserInnen: Wenn Ihr spürt/…Sie spüren, dass Ihr/Sie von innen her friert/frieren, dann überprüft/überprüfen Sie, ob Ihr Euch/Sie sich nicht gerade in einen Prozess verstrickt/verstricken, der sich als Fehler erweist. Das Leben ist warm, wie das Herz. Zwischenmenschliche Kälte tötet.

    • Es ist nett, dass sie ihren Mitmenschen in Deutschland und deren Problemen durch die Migrationspolitik zumindest einen Halbssatz zugestehen und auf den Rechtsstaat verweisen.

      „„Kontrollen an der Grenze“ sind eine Frage des WIE und der Konsequenzen von vorhersehbar unklaren Situationen.“

      Sind sie also doch für Grenzkontrollen ?!

      Meiner Frage nach dem Verhältnis von Kriegsflüchtlingen zu der Gesamtzahl der Migranten haben sie nicht beantwortet. Die Genfer Flüchtlingskonvention und das Asylgesetz kennen „Armut“ als Fluchtgrund nicht. Wenn sie sich die Zahlen anschauen wie viel Prozent der Weltbevölkerung als „arm“ gelten, dann müsste auch ihnen klar werden, dass eine Versorgung innerhalb Deutschlands unmöglich ist.

      Stichwort Versorgung, gegen die Grundversorgung (Nahrung, Obdach und medizinische Versorgung) hat niemand etwas. Aber die Intergration als Folge einer Einwanderung in ein anderes Land sind zwei verschiedene Dinge. Bei der Grundversorgung fragt man nicht nach Pass und Herkunft und man kann, sollte und muss diese „Vorort“ gewährleisten.
      1. Kann man mit dem gleichen Geld viel mehr Menschen helfen.
      2. Vollkommen arme, kranke und behinderte Menschen die sich eine Flucht finanziell und gesundheitlich nicht leisten können werden ebenfalls versorgt.

      Ihr angebliches Totschlagargument wenn wir die „Flüchtlinge“ an der Grenze abweisen und nicht genau IN Deutschland aufnehmen und versorgen dann muss man oder will man sie sterben lassen ist daher eine Luftnummer.

      Unser Sozialsystem, die fehlende Konbtrolle an der Grenze und unser „nachsichtiger“ Rechtsstaat ist auch eine Einladung an den zivlisatorischen Bodensatz dieser Welt, was die „Verwerfungen“ (Vergealtigungen, Mord, Gewalt) in unseren Land beweisen.
      Für solche meist sehr abrartige Gewaltverbrechen (Lesen sie z.B. mal den Tathergang zur Maria Ladenburger) gibt es keine „Entschuldigung“ (Stichwort Posttraumatischen Belastungssyndrom).
      Ich kenne persönlich Menschen, die Toturen wie z.B. der der Maria Ladenburger überlebt haben. Seelisch gebrochen fürs Leben gezeichnet aber ich würde meine Hand ins dafür ins Feuer legen, das von diesen Menschen keine Gewalt ausgeht, höchstens gegen sich selbst (Selbstmord) was leider auch zu oft die Spätfolge ist.

      Natürlich kann man sich hinstellen mit den Schultern zucken und sagen ist halt so weil statistisch normal, haben die Marias und Mias in Deutschland halt pech gehabt.
      Soll der Rechtsstaat sich drum kümmern, der aber meist keine Verbrechen verhindert sondern eher aufklärt und „bestraft“.
      In Deutschland geht zu dem noch Täterschutz meist immmer vor Opferschutz.

      Ich finde diese Einstellung aber zutiefst heuchlerich. Den Menschen außerhalb Deutschland jede Hilfe zukommen lassen wollen um Leben zu retten aber die Mitmenschen in der eigenen Gesellschaft ausgrenzen und sie ihrem „stattistischen“ Einzelfall-Schicksal überlassen.

      Bezüglich der Souveränität Deutschlands:
      Was ist das Grundgesetz und wozu wurde es gemacht ?
      Selbst unsere Politiker sagen es direkt in die Kamera Gregor Gysi, Wolfgang Schäuble.
      Wenn Sie sich mit diesen Dingen beschäfftigen kommen sie schnell zu den Schluss das Deutschland in außenpolitischer Sicht den Stand eines Protektorats hat.

      Zum Thema Menschenrechte: Einwanderung, Integration und der Anspruch auf eine bestimmte (andere) Staatsbürgerschaft ist kein Menschenrecht!

      Sie wollen im Rahmen der ‚Strategischen Kommunikation‘ Sachverhalte vermischen, die nichts miteiander zu tuen haben. Dabei wird gerne Moral und Mitmenschlichkeit „misbraucht“. Ob sie dies bewusst tuen oder aus schlichter Unwissenheit \ Naivität entzieht sich meiner Kenntnis.

      Auch werfen sie wieder die Begriffe Fake-News, Propaganda und Verschwörungstheorie ins Feld als ob diese hier bei KenFm eine Wirkung entfalten würden. Sie schreiben hier nicht im Mainstream. Als Tipp nicht nur auf KenFm schreiben sondern auch mal KenFm konsumieren, vielleicht lernen sie dabei etwas.

      PS: Ihrer Analyse der Fluchtursachen stimme vollkommen zu.
      Krieg, Konsum- und Wegwerfgesellschaft, Agrarsubventionen usw.

    • Das Begriff „zivilisatorischer Bodensatz“ aus der Schublade gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bricht den bei KenFM gelteneden Humanistischen Grundkonsens, und er beendet meine Haltung, zu antworten.
      Der Rechtsstaat hat auch hier zu wirken – diesmal mit einem erfreulichen Erfolg:
      http://www.dw.com/en/freital-group-members-found-guilty-of-terror-related-crimes/a-42852954
      Anders als bei der jahrelangen verdeckten Unterstützung der NSU-Terroristen hat er hier funktioniert.

    • Tja wenn die Argumente fehlen versteckt man sich hinter den bei KenFM gelteneden Humanistischen Grundkonsens. Der Sachbezug von „zivilisatorischer Bodensatz“ ist klar und unmissverständlich.

      (Mindest) Grundwerte einer (westlichen) Zivilisation im Kontext meines Kommentars sollten sein und sind:
      Gleichberechtigung und Freiheit der sexuellen Selbstbestimmung einer Frau.
      Jeder der das nicht kapiert und sich danach richtet egal aus welchen Gründen ist meiner Wertung nach zivilisatorischer Bodensatz. Oder für sie political correct „unzivilisiert“.
      Unzivilisiert trift aber die Menschenverachtung \ Missachtung des Humanistischen Grundkonsens nicht, was Frauen überall auf der Welt angetan wird.

      Auch hier wieder lieber Täterschutz vor einer Bezeichnung die eigentlich noch zu milde gewählt ist.

    • Ob hier jemandem Argumente ausgehen, das kann der werte Leser/die werte Lesein selber feststellen.
      Political correct wird in einigen Kreisen, die gruppenbezogene Voreingenommenheiten gegen Individuen kultivieren, als Kampfbegriff benutzt, um die Vereltzung der Menschenrechte schön zu reden.

    • Fällt ihr Kommentar jetzt in die Kategorie
      „Grrr – das kann ich jetzt nicht so stehen lassen ich muss das letzte Wort haben“
      oder in die Kategorie „Fortführung der Diskussion“.

      Für den Fall 1 überlasse ich ihnen diese Ehre und antwortete nicht mehr.
      Ansonsten können noch Argumente ausgetauscht werden. z.B. zum Thema Souveränität Deutschlands – da dürften gruppenbezogene Voreingenommenheiten gegen Individuen und Verletzung der Menschenrechte durch Begrifflichkeiten nicht vorkommen.

  6. In die sechziger Jahre folgte ich einige Zeit die Vorlesungen eines Professor’s in Entwicklungshilfe, er war enger Mitarbeiter von Jan Pronk, bis vor etwa zehn Jahre gut bekannt in Hilfe für Dritte Welt Länder;
    Der Professor war ein Zyniker, diejenigen die von Entwicklungshilfe ihre Arbeit machen wollten waren oft entsetzt.
    Ich nicht, das heisst, nicht sehr, ich war nur aus Neugier dort.
    So erzählte er uns das die arme Länder gar keine medizinische Hilfe wollten, ’nur mehr Munde worin essen musste‘.

    Eine Afrikanische Frau ist nur im Ansehen wenn sie mindestens drei Kinder hat, einer davon muss ein Junge sein.
    Sind diese Frauen hier dan gehen sie weiter in ihre Kultur, demographische Berechnungen machen klar das in 30 oder 40 Jahren Migranten 40% der Bevölkerung sind.
    Es sei denn, sie ändern ihre Kultur.

    Aber Kulturen ändern sehr langsam, das 17e Jahrhundert Holland lebt noch fort, das verursacht die Probleme, wir sind tolerant, aber nicht so tolerant das wir unsere Kultur aufgeben.
    Frankreich ist noch immer eine Monarchie, mit eine gewählte Monarch, Macron wird Jupiter genannt.

    In Afrika bremst vorhandenes Essen die Umfang der Bevölkerung, sind die Afrikaner hier, keine Bremse mehr.
    Und nun fragen Gutmenschen uns solidär zu sein mit eine Kultur die die unsere vernichten wird.
    Wie Sarrazin schreibt ‚wir können nicht einmal die Kultur der Griechen ändern, wie werden wie die Kultur der Afrikaner ändern ?‘.

    Wie Merkel, die von ‚wir schaffen das‘ bis zu ‚eine grosse Aufgabe‘, vielleicht beginnt zu sehen welches Desaster sie angerichtet hat.
    Leider, Politiker bekennen nie Fehler, wie die EU und Euro.

    Weil ein jeder sehen kann wie die EU auseinander fallt, sehe die Italienische Wahlen, sprechen Macron und Merkel über noch mehr EU.
    Diese EU will jetzt Cenzur, eine politische Mehrheit bei uns ist dagegen, aber Minister Ollongren, mit auch Schwedischer Nationalität, will Brussel folgen.

    Noch nie eine so verrückte Welt gesehen, in meinem langen Leben.

    • “ Die Kritik an der unmenschlichen Realität im reichen Deutschland mit Ausländerdiskriminierung zu verbinden, bedeutet, hier werden die noch Schwächeren für einen Zweck instrumentalisiert. Es ist Zufall, dass ich Deutscher bin “

      Wieso Zufall ?
      Hätte der Storch die Baby irgendwo anders bringen können ?
      Ich Wahnsinn wie diese nicht verstehen.

    • Nee, deutsche Störche bringen nur deutsche Babys den deutschen Eltern. 🙂

      Ich bin ja auch der Meinung das die EU mehrere Webfehler hat.
      Vor allem hat man das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt.
      Die Schaffung einer Währung für die ganze EU an den Anfang zu stellen, war ein Fehler.
      Die Verwerfungen sehen wir ja.
      Ein Europa mit offenen Binnengrenzen ist an sich ein Fortschritt.
      Die Zustimmung zur EU nimmt ab, auf Grund der immer größeren sozialen Spaltung, Zunahme der Armut und einer wachsenden Militarisierung.
      Würde der wachsende Reichtum durch Teilhabe gerechter verteilt worden, wäre die Zustimmung zur EU gewachsen.
      Eine Aufgabe der EU wäre für mich die eines Vermittlers bei der Beilegung von Konflikten. dazu muss man nicht
      „bis zum get no“ aufrüsten.
      Leider ist das alles nicht so.
      Eine Lösung wäre eine Reformation der EU, ansonsten wird sie über kurz oder lang zerfallen, was wieder neue Verwerfungen nach sich ziehen wird.

    • “ Ein Europa mit offenen Binnengrenzen ist an sich ein Fortschritt. “

      Welche Fortschritt ?
      GB verlässt die EU hauptsachlich wegen die offene Grenzen.

      Migranten kommen fröhlich an Land in Griechenland und Italiën, reisen dann ungehindert weiter nach das Land was das meiste zahlt.
      Kriminalität in unserer Land, Rumänen, Albaniër, usw, und leicht gefarbte Menschen.
      Korruption mit sozial Leistungen, meist ‚Ausländer‘.

      Schon in EEG Zeit waren fast keine Grenzen mehr, das letzte Mal das ich eine Grenze erfuhr war 1980, ich fuhr nach Paris, alleine, in eine schöne Renault 16TX, wurde vermutlich verdacht Drogen zu smugglen.
      Aber in EEG Zeit war es möglich etwas zu tun, jetzt nicht mehr.

      Belgien lässt private Unternehmungen die Parkplätze am Nacht bewachen, Transmigranten, die nach England wollen, überfallen Fahrer von Lastwagen.

      1965 kamen wir zurück mit Autobus aus die Tsjechoslovakei.
      Ein Mädchen von dort hatte genehmigung unser Land zu besuchen, sie fuhr mit.
      Damals, an die Grenze mit Deutschland, dauerte es zwei Stunden bevor mann weiter konnte.
      Alle heraus, telefonieren über Passe, Polizei mit Hunden durch den Bus.

      Als wir die Niederländische Grenze näherten wurden wir durchgewinkt, ich vergesse nie wie das Tsjechische Mädchen vollkommen verwirrt war.

    • Fortschritt? Am Ende bleibt immer nur das Argument, dass man Geld nicht mehr umtauschen muss. Kurzum, es hilft also denen, die nicht Kopfrechnen können.
      Und Handel, Warenverkehr?
      Man tut dann gerade so, als ob es diesen vorher nicht gegeben hätte.

      Für die Mafia und ähnliche Strukturen ist es auch eine bombige Sache. Menschenschmuggel läuft nahezu reibungslos.

      Aber Hauptsache, man muss nicht mehr in Lire oder Schilling umrechnen.

    • „Fortschritt? Am Ende bleibt immer nur das Argument, dass man Geld nicht mehr umtauschen muss. Kurzum, es hilft also denen, die nicht Kopfrechnen können.“
      Die nicht im Kopf rechnen können haben ein Handy mit Taschenrechner-Funktion.
      „Geld tauschen“ ist es ja wohl nicht.
      Ich habe auch geschrieben: „Die Schaffung einer Währung für die ganze EU an den Anfang zu stellen, war ein Fehler.“

      Ich, als ehemaliger DDR-Bürger kenne noch Grenzkontrollen bei denen das eigene Auto zerlegt wurde.
      Alles wieder zusammenzubauen war dann deine Sache.
      Da wurde von kleinen Bediensteten Macht ausgeübt. Beim Passieren einer Grenze gab es auch immer die Möglichkeit zurückgeschickt zu werden.
      Das ich dann freien Grenzübertritt als Fortschritt sehe, ist wohl dem geschuldet.
      Außerdem gebe ich zum Bedenken, das Grenzen für große Steuerflüchtlinge keine wirksame Barriere ist.
      Ich finde es außerdem Pervers das Grenzen für Menschen gelten aber nicht fürs Kapital, egal für was es eingesetzt wird.

  7. Diese Diskussion zeigt den wahren kranken Rassismus gegen Deutsche.
    Erstmal denken wohl alle an die den Begriff „Deutsch“ und „Deutsche“ an die „gebürtigen“ Deutschen.
    Eine deutsche Oma kann genauso eine Iranerin, Russin, usw. die schon länger hier lebt und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und sich in die Gesellschaft integriert hat.
    Ich erinnere hier an die Initiatorinnen der Frauendemos, von denen gebürtig manche eine andere Nationalität haben. „Deutsch“ ist keine Rasse sondern eine Nationalität, eine Nationalität ist eine gemeinsame Werteordnung geprägt von Kultur, Sprache und der Heimat.
    Anderes Beispiel ist Imad Karim der auch bei der „Frauendemo“ in Kandel eine Rede gehalten hat.
    Alle diese ehemaligen Ausländer fühlen sich als Deutsche, mehr noch als wirkliche deutsche Patrioten. Sie sind Deutsche nicht weil sie „Deutsch“ aussehen oder hier geboren sind, sondern weil sie die gesellschaftlichen Werte ,die unser (ehemaliges) friedliches Zusammenleben ermöglichen ,akzeptieren, lieben und leben. Viele „Flüchtlinge“ aus islamisch geprägten Ländern können das noch nicht oder wollen das auch gar nicht.
    Da wir mittlerweile unsere Belastungsgrenze weit überschritten haben, heißt es Deutsche in allen Belangen zuerst, denn nicht die Minderheit der „Flüchtlinge“ erhält unsere Gesellschaft aufrecht sondern die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Sie sind keine Bereicherung sondern eine Belastung und dies umso mehr je weniger sie die Werte unsere Gesellschaft teilen. Außerdem sind wir selbst kein so reiches Land wie die meisten uns weis machen wollen, wenn wir überhaupt Tafeln benötigen und es immer mehr Kinderarmut gibt. Die Reichsten dieser Welt wollen uns einreden: Nein nicht wir sind schuld sondern ihr „Normalbürger“- ihr müssten euren Wohlstand mit den Ärmsten dieser Welt teilen. Wir dir wir schon fast alles besitzen können euch dann noch besser ausnehmen, kontrollieren und werden noch reicher. Wohlstandsverteilung von unten nach ganz unten und wie immer auch ganz nach oben.

    Die Politik sollte sich ein Beispiel nehmen an den ehrenamtlichen Helfern und der Entscheidung der Tafel in Essen. Die Afd ist schon gut dabei und spricht die wahren Hintergründe der Migration direkt auch im Bundestag an: Stichwort Replacement Migration.

    Wo waren eigentliche alle diese Friedensfanatiker von den „Linken“ bei den Frauen-Demos ? . Ach ja sie haben gegen die Friedensdemonstration im eigenen Land demonstriert. Weltfrieden immer doch, aber Frieden im eigenen Land: Scheiß egal Hauptsache man ist nicht „Nazi“ und ein „Rassist“.

    • Die Realitätsverweigerung der Rechten hat nichts mit Entschwörung zu tun, sie wird u.a da deutlich, wo die „wahren Hintergründe“ der „Migration“ von ihrer Partei benannt werden: „Die #AfD fordert daher Hilfe vor Ort! Diese ist viel effektiver und kommt auch bei den Hilfsbedürftigen an, die nicht das Geld und auch nicht die Kraft haben, ihr Land zu verlassen. Unterstützen wir die Menschen dort, wo sie leben! Damit ist ihnen mehr geholfen, als sie mit falschen Versprechen nach Deutschland zu locken.“ [https://www.facebook.com/afd.bayern/posts/872395572878044] Hilfe muss ins Kriegsgebiet investiert werden, damit die Menschen es besser finden, in der Todeszone zubleiben. Die UNO-Flüchtlingshilfe UNHCR benennt diese Staaten als die Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge weltweit: (Süd-)Sudan, Irak, Afghanistan, Kolumbien, Syrien… – Quelle: UNHCR
      Die Unwilligkeit, die Empathie des Menschseins zu leben, paart sich mit der Ignoranz beim Behaupten falscher Zusammenhänge, das ganze gemischt mit einer atemberaubend anklagenden Selbstüberschätzung.

    • Ich hab noch nichts von einer Spendenaktion der AFD gehört, um den Leuten vor Ort zu helfen.
      Bei Erfolg, würden Sie sich ja um ihr eigenes Wahlkampfthema bringen.

    • „Die Unwilligkeit, die Empathie des Menschseins zu leben, paart sich mit der Ignoranz beim Behaupten falscher Zusammenhänge, das ganze gemischt mit einer atemberaubend anklagenden Selbstüberschätzung.“

      Irgendwie habe ich erwartet, dass Sie mir noch kurz ihre Realität und die Zusammenhänge erläutern. Denn wenn ich einen Umkehrschluss aus ihren Äußerungen ziehe passiert folgendes:

      Keine Hilfe vor Ort, da Flüchtlingslager eine Todeszone sind. Alle müssen nach Deutschland und da versorgt werden. Probleme \ Verwerfungen die es dabei in Deutschland gibt: Vergewaltigung, Mord ggf. selbst ein Bürgerkrieg sind zu ignorieren, da deutsche Tote und Verletzte nicht so schlimm sind. Wie gesagt der Frieden im eigenen Land geht einen am Arsch vorbei – The Others First !

    • “ eine Nationalität ist eine gemeinsame Werteordnung geprägt von Kultur, Sprache und der Heimat. “

      Da sind wir uns ziemlich einig.
      Aber was müssen wir dann met Leute die ein Kinderfest met Schwarze Peter verstören wollen, Erdogan ‚unserer President nennen‘, sagen das Integration nicht nötig ist, unsere Sprache nicht sprechen, Ehen mit jemand einer anderer Religion verbieten, sogar das verlassen der Religion verbieten ?
      Dann spreche ich noch nicht von Frauen die nicht alleine einkaufen können, nicht durch ein männlicher Artzt untersucht werden können, ein Kopftuch tragen müssen.
      Dann noch eines ‚in unsere Heimat ist alles besser‘.

    • Tja diese Papierpass-Deutschen hatte ich vergessen. Den Zellulose-Patrioten sollte man die Staatsbürgschaft entziehen können, denn sie besitzen meist zwei.
      Und was den friedlichen Islam angeht… da wollte doch eine Frau ein liberale Moschee in Berlin gründen wo die Grundwerte des Islam Gleichberechtigung des Frau gepredigt werden sollten. Leider waren die bösen Rechten so fies und bedrohten diese arme Frau. Islamverbände versuchten alles und baten der Frau jegliche Unterstützung an. Aber die bösen Rechten halt…

  8. “ (…) die Begründung für den ausgrenzenden Beschluss „Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.“, erinnert fatal an den NPD-Werbespruch: „Geld für die Oma statt für Sinti und Roma!““

    Erinnert nicht nur, weil dieselbe abstrakt-willkürliche Sortierung von Menschen vorgenommen wird in diejenigen, denen etwas zustehe, und die, denen nichts zustehe. Bei den einen ist allerdings aus den Nöten, ihre Caritas weiter abzuwickeln, motiviert, bei den anderen aus gehässiger völkischer Aussonderungswut.

    Trotz einiger richtiger Argumente irrt Herr Trautvetter in einem:

    „Das Staatsversagen, Arme gegen ganz Arme auszuspielen, ist der Skandal in der Tragödie.“

    Der Staat bzw. sein parteipolitisch gestelltes Personal hat nicht „versagt“, er hat solche Zustände als Konsequenz seiner Wirtschafts- und Sozialpolitik gefordert und gefördert. Den Staat also anzurufen, das, was er als Bock angerichtet hat, nun als Gärtner wieder zu richten, ist bestenfalls politisch naiv. Stattdessen wäre ein nüchterner Blick darauf, warum und wozu Wirtschafts- und Sozialpolitik im „gut und gerne“-Land denn eigentlich betrieben wird und warum und wozu sicher nicht hilfreicher. Wie hieß es einst antiautoritär ? „Wer auf Staat und Politik vertraut/der hat auf Sand gebaut“.

    • Liebe Claudia Schomandl,
      ich stimme Ihnen weitgehend zu, dass der Staat im Kapitalismus kein sozialer Demokrat ist. Engels hat das schon in ‚Ursprung der Familie‘ auf den Punkt gebracht: >Der Staat … ein Produkt der Gesellschaft auf bestimmter Entwicklungsstufe; er ist das Eingeständnis, daß diese Gesellschaft sich in einen unlösbaren Widerspruch mit sich selbst verwickelt, sich in unversöhnliche Gegensätze gespalten hat, die zu bannen sie ohnmächtig ist. Damit aber diese Gegensätze, Klassen mit widerstreitenden ökonomischen Interessen, nicht sich und die Gesellschaft in fruchtlosem Kampf verzehren, ist eine scheinbar über der Gesellschaft stehende Macht nötig geworden, die den Konflikt dämpfen, innerhalb der Schranken der ‚Ordnung‘ halten soll… .“
      Trotzdem ist der Staat an seinem Anspruch zu messen, den Einstein so fasste: „Der Staat ist für die Menschen und nicht die Menschen für den Staat“. Dies einzufordern ist nicht naiv, sondern von einem Interesse geprägt, das am Status Quo nicht anhält.

    • Lieber Bernhard Trautvetter,

      kein bürgerlicher Staat, auch ein hypothetisch DIE LINKE-sozialdemokratisch regierter, ist für „die Menschen“ da, wie Sie ja selbst mit Engels schreiben. Sondern – die Sache allerdings doch etwas anders erklärt als der alte Rauschebart – er stiftet und hält als Gewaltmonopolist im Inneren eine Ordnung aufrecht, die auf Geld und Privateigentum beruht. In der herrschen institutionalisiert Prinzipien: Freiheit der Personen, Gleichheit der Personen vor dem Recht und Frontschwein-Brüderlichkeit, wenn das große „Wir“ in den Krieg ziehen läßt mit einem anderen großen „Wir“. Für die in und unter so einem Gebilde versammelten Leute heißt das alltäglich: als freie und gleiche Rechtspersonen (das sind nicht einfach naturwüchsige Menschen in ihrer Bedürftigkeit) dürfen sie als unter diese Ordnung Subsumierte (Staatsbürger) mit ihrem Eigentum einander instrumentalisierend (oder besser: nötigend und erpressend) darum konkurrieren, was zu werden oder auch nicht so. Das vollzieht sich darüber, daß jeder jeden Tag neu schauen darf, wie er Geld verdient. Ohne dieses nämlich ist eines, ganz stumm und geräuschlos, von der sozialen Teilhabe, die sich über Märkte, Kaufen und Verkaufen, vollzieht, ausgeschlossen. Diese ziemlich ungesellige (subjektiv: haß-, gier- und neiderfüllte) Konkurrenz der Freien und Gleichen ums Geld basiert auf einer und reproduziert eine Sortierung der Gesellschaft in höchst unterschiedlich geld- und damit vermögensausgestattete Eigentümer, der, platt und brutal us-amerikanisch, (wenigen) Winner und (vielen) Loser. Die Meisten, die sich da abstrampeln im Geldhamsterrad, sind dabei, die Eigentumsausstattung betreffend, so abstrakt frei, vogelfrei, daß sie nicht sehr viel mehr haben als sich selbst und sich deshalb an andere, die mit ihnen Geld machen, sie als Mittel ihres Geschäfts gebrauchen können, vermieten. Ausgesprochenes Pech, wenn sie keinen finden, der sie mietet. Oder sie nicht mehr mieten will, weil sich`s nicht rentiert. Dann ist nämlich das Elend gleich um die Ecke. Was, wenn massenhaft, ein Ordnungsproblem werden kann. Besonders, wenn sich „Betroffene“ das nicht mehr gefallen lassen wollen und sich dafür organisieren. Hier hat dann Bismarck einst den „Sozialstaat“ entdeckt und die Klasse dieser Eigentümer, die so recht zu nichts Großartigem an „Rücklagen“ kommt, dafür rangenommen, sich „solidarisch“ für die „Wechselfälle“, die so eine „Unselbständigenexistenz“ mit sich bringt zu „versichern“. Alle gleichzeitig außer Anmietung sind sie ja in der Regel nicht. Also auch die „Sozialpolitik“ war (und ist) nicht etwas, was „für die Menschen“ gemacht wurde (und wird), sondern zum Flutschen des großen „Wir“ und unterlag und unterliegt „übergeordeneten“ staatspolitischen Zwecken und Maßgaben.

      Sie könnten natürlich jetzt sagen: aber wenn ein anderer, kein bürgerlicher Staat dann eben sich seine Arbeiter und Bauern zur Herzensangelegenheit macht, indem er sie planmäßig für die Sache der Arbeiterklasse und aller Werktätigen schanzen läßt. Dann wäre das doch „für die Menschen“. Nein, auch nicht. Da findet zwar in der Tat eine „Vergeudung“ von „brachliegender Arbeitskraft“ (und damit Not der Brachliegenden) wie im Kapitalismus nicht statt (das war Stalins Hauptkritik am Kapitalismus) und gibt`s insofern auch „soziale Sicherheit“. Aber eine Identität Staat = für die Menschen ist das eben auch nicht und kann`s auch logisch nicht sein. Denn auch hier herrschen institutionalisierte Abstraktionen über Menschen, werden Menschen für diese konditioniert, funktionalisiert und eingespannt. Es geht um einen Staatszweck, der Dienste fordert, allerlei höhere „Sachzwänge“ geltend macht etc. pp. Der ist schlicht nicht dasselbe wie die Interessen der individuellen Menschen bzw. „für die Menschen“. Die, nennen wir`s beim Namen, realsozialistische „Alternative“ zum Kapitalismus war nur ein Kapitalismus ohne Kapitalisten bzw. mit nur einem Kapitalisten, dem in Geld planenden Staat.

      Einstein war ein honoriger und in vielem, auch über sein akademisches Spezialgebiet hinaus, kluger Denker. Aber in Sachen Staatserklärung ist sein Idealismus sicher nicht hilfreich. Mit dieser Feststellung wird natürlich nicht im Mindesten am Status quo angehalten. Sondern vielmehr durchaus im Interesse eines darüber hinaus anempfohlen, sich keinen politischen Täuschungen zu verschreiben. Unwissen hat noch nie jemand genützt.

      Freundliche Grüße

      Claudia Schomandl

  9. Die Essener Tafel für die sich aktuell abzeichnenden Probleme einer rechtswidrigen Einwanderungspolitik zu kritisieren oder gar verantwortlich zu machen ist meiner Meinung mit vielen Fragzeichen zu versehen. Wie die Verantwortlichen und Organisatoren sich auch verhalten, sie tun immer etwas konfliktbeladenes, selbst wenn sie nichts tun. Diese Situation ist auch als Dilemma bekannt. Ein Problem, das die Verantwortlichen und Organisatoren den Essener Tafel nicht geschaffen haben und sie auch nicht die Mittel und Möglichkeiten haben es zu lösen. Umso schlimmer und heuchlerischer ist die Instrumentalisierung der Ereignisse um das Thema von allen Parteien die hier ihr politisches Süppchen kochen wollen.
    Schade ist nur, dass so viele Menschen an diesem Spiel teilnehmen, dass schon seit tausenden von Jahren immer das gleiche ist. TEILE UND HERRSCHE. Wir alle könnten damit aufhören und uns ein anderes Spiel suchen, das angenehmere Ergebnisse liefert. Die spannende Frage ist, warum wir es nicht tun?

    • Ich habe mich seit vergangene Woche das Thema der Essener Tafel hochgekocht wurde in meiner Gegend mit zwei Taflen in Verbindung gesetzt, diese besucht und mir zeigen lassen wie diese arbeiten, mich mit „Kunden“ unterhalten, sofern die das wollten und versucht mir ein Bild zu machen.
      Ich weiß, dass das alles lediglich subjektive Ausschnitte, Momentaufnahmen sind.
      Leider vermute ich, dass viele der Kommentatoren sich diese Mühe noch nicht gemacht haben, sondern erstmal ihre Meinung kundtun und die Vorgänge instrumentalisieren. Das machen sicherlich die Rechten, aber vor allem die Linken. Für die einen sind die Asylos schuld, für die anderen die Tafelvereine irgendwie Nazi.

      Wenn man sich dagegen Zustände und Probleme mal von richtigen Menschen schildern lässt, dann bekommt das alles einen Hauch von Realität. Man muss da nicht alles glauben, was man erzählt bekommt. Aber man bekommt eine Vorstellung, eine Ahnung von dem, was dort geleistet und auch erduldet wird. Sowohl was Mitarbeiter als auch Kunden angeht, wobei ich beide Begriffe hier unglücklich finde.

      Die meisten Tafeln sind Vereine, keine Firmen. Insofern steht es mir nicht zu das Tun und Lassen eines Vereins und seiner Mitgleider zu verteufeln.
      Nicht alle scheinen die gleiche Satzung zu haben oder wie man da sagt. Die einen wollen Essen verteilen, andere haben sich da eher auf Obdachlose festgelegt. Einerlei, jeder Verein kann bestimmen, was er tun möchte.
      Und wenn z.B. das Sozialamt, was mit mündlich bestätigt wurde, den Migranten die Adresse der Tafel gibt, damit die sich dort versorgen, ist das für die Vereine irgendwie zumindest unglücklich.
      Wenn es dann in dem Zusammenhang folglich über einen längeren Zeitraum zu unschönen Szenen kommt, kann ich denen doch nicht sagen, dass sie das als Verein auszuhalten haben.

      Wenn dieses Bashig so weitergeht, wird der eine oder andere Verein wegen Mangel an freiwilligen Helfern dicht machen.
      Generell arbeiten dort nach meinem subjektiven Eindruck eher sehr überzeugte Typen, denen es um die Hilfe geht. Denen schwillt so schenll nicht der Kamm, die sind hart im nehmen und einiges gewöhnt. Das ganze ist von jeher kein Kinderfest.

      Wenn also denen das alles zuviel wird, sollte es als Zeichen gesehen werden, dass schon eine Weile einiges ziemlich massiv im Argen ist.

      Das ist mein Eindruck. Wer andere Tafeln kennt, gut, das hier ist ein subjektiver Eindruck von lediglich zwei Tafeln aus einer Gegend, die nicht sozialer Brennpunkt ist.

    • Ich bin völlig d’accord mit Ihnen, was die Problematik der Tafel betrifft. Das haben sie klar und deutlich auf die Reihe gekriegt. Deshalb hat auch niemand ein Recht, diese Freiwilligen mit ihrer Notentscheidung abzuwerten.
      Die Frage in Ihrem letzten Abschnitt ist scheinbar auch für Sie selbst nicht beantwortbar, sonst würden Sie sie hier nicht stellen. Ich versuche es mal, wobei ich natürlich mehr oder weniger nur für mich selbst sprechen kann:
      Es wird immer von Spaltung gesprochen. Das stimmt aber nur bedingt. Überall, wo sich ein stärkerer Widerstand durch eine Gruppe bildet, wird von den Geldmächtigen das Spaltbeil angesetzt. Aber diese Taktik ist schon so alt, dass sich daraus ein allgemeiner Zersetzungsprozess entwickelt hat. Es gibt so viele Informationen, damit so viele Aspekte, so viele verschiedenartige Menschen, Glauben, Erkenntnisse, dass immer nur noch kleiner und kleiner werdende Gedankenkreise entstehen, die sich dann jeweils voneinander abgrenzen. Zersplitterung könnte man es auch nennen. Und wer da nicht wenigstens einen Vertrauten hat, mit dem er sich über alles austauschen kann, hat sowieso schlechte Karten. Niemand kennt das allgemeingültige Rezept für Friede und Freude oder auch nur Zufriedenheit. Und das Fatalste dabei ist, dass „Mutter Natur“ immer weiter verdrängt wird durch die rücksichtslose Ausbeutungsmentalität, die schon seit biblischen Zeiten vorherrscht und durch die industrielle Entwicklung sich rasant und ungebremst vermehrt wird. Die Natur, unsere natürliche Umwelt, die der wichtigste Wegweiser für richtiges Handeln einmal gewesen ist neben der Natur in uns selbst, den angeborenen Instinkten und dem damit erworbenen Gewissen. Die Menschheit hat ihre Lebensgrundlage vergewaltigt, anstatt sie zu hegen und zu pflegen. Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum es keinen gemeinsamen Nenner mehr gibt. Es ist nichts mehr da, auf das sich alle zusammen einigen könnten.

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