Soros und Merkel zum Neuen Jahr

Die Antworten von Unten stehen noch aus

Von Ulrich Gellermann.

Kühl und gelassen sagt uns der Multimilliardär George Soros zum Jahresende auf einer ganzen Seite der WELT die Wahrheit ins Gesicht: „Die Globalisierung hatte weitreichende wirtschaftliche und politische Folgen. Sie erhöhte die Ungleichheit sowohl innerhalb der armen als auch innerhalb der reichen Länder.“ Von der Höhe eines 25-Milliarden-Dollar-Vermögens aus lässt sich das leicht und locker sagen. Von der Klarheit des Herrn der Finanzoligarchie weit entfernt speist uns Angela Merkel per Neujahrs-TV-Auftritt mit diesem Satz ab: „Zu dem, was mir Mut für unser Deutschland macht, gehört auch unsere soziale Marktwirtschaft. Sie lässt uns Krisen und Veränderungsprozesse besser meistern als jedes andere Wirtschaftssystem auf der Welt.“ Soros stattet seine Perspektiven immerhin mit einem Teil der Wahrheit aus. Die Kriege im Ergebnis der Globalisierung lässt er aber lieber weg. Frau Merkel verzichtet gleich auf alles, was in die Nähe der Wahrheit führen könnte: Keine Kinderarmut, keine Altersarmut, sogar die noch bei Gauck obligaten Grüße an die tapferen Bundeswehrsoldaten überall auf der Welt fallen bei ihr weg: Man könnte ja auf Ideen kommen. 

Während die Kanzlerin nahezu ein Drittel ihrer Rede dem Terrorismus widmet, über dessen Ursachen sie vornehm und gründlich schweigt, kommt Soros mit seinen Sorgen ziemlich unverblümt zur Sache: „Die USA werden nicht mehr die Demokratie in aller Welt schützen.“ Aus dem Oligarchischen übersetzt, fürchtet der mächtige Mann, mit Trump könne die gute Zeit der Regime-Changes und der Interventionskriege zu einem vorläufigen Ende kommen. Und schiebt deshalb nach: „Selbst die USA – das weltweit führende demokratische Land – haben einen Hochstapler und Möchtegern-Diktator zum Präsidenten gewählt.“ Einen winzigen Zipfel dieser Befürchtung lässt auch die Dame Merkel durchblicken, wenn sie sagt: „Viele verbinden mit diesem Jahr 2016 auch das Gefühl, die Welt insgesamt sei aus den Fugen geraten oder das, was lange Zeit als Errungenschaft galt, sei jetzt in Frage gestellt.“ Die Errungenschaften der US-Welt, der Frau Merkel lange und freundschaftlich verbunden war, sind in den Trümmern des Iraks, Libyens und Syriens zu besichtigen. Und von den Normalos, durchweg Merkel-Fans, könnte noch mehr in Frage gestellt werden. Sogar die Kanzlerin selbst.

Wenn Soros, der Chef der Finanz-Oligarchen, dem neuen US-Präsidenten Trump den Kampf ansagt, stellt sich die Frage, welche Fraktion des großen Geldes denn der neue Mann im Weißen Haus vertritt. Bei der Durchsicht seiner Wahlkampf-Spender findet man wesentlich die Immobilien-Branche, Casino- und Hotelbesitzer und Medienunternehmer. Herausragend unter den großen Unterstützern Trumps ist der Milliardär Sheldon Adelson: Glatte 25 Millionen US-Dollar machte er locker. Als alter Gegner von George Soros ist Adelson bisher in Ost-Europa nicht unangenehm aufgefallen: Kein Engagement in der Ukraine, Georgien oder Moldavien, wo die Soros-Foundation ihre Version von marktförmiger Demokratie verbreiten will. Adelson investiert sein Geld lieber in Medienprojekte, um die Rechtsentwicklung Israels zu fördern: Seit 2007 wurde die erste Ausgabe von „Israel HaYom“ veröffentlicht. Mitte 2010 erlangte die Gratiszeitung in Israel einen Leseranteil von mehr als 35 %. Das Leib- und Magenblatt von Benjamin Netanjahu verbreitet gern die These, dass die Palästinenser „ein erfundenes Volk“ seien. Das Profil von Sheldon Adelson rundet sich ab, wenn man weiß, dass er rund 30 Millionen US-Dollar für den Think Tank „Freedom’s Watch“ ausgab, um den „Anti-Terror-Krieg“ von George W. Bush freundlichst zu begleiten. US-Präsidenten haben einen gewissen Spielraum bei der Gestaltung ihres Amtes. Aber ohne Bündnisse kann auch der scheinbar mächtigste Mann der USA nur wenig durchsetzen. Als ein wichtiger Bündnispartner von Trump ist bisher die konservative Denkfabrik Heritage Foundation erkennbar. Von der stammt die seltsame Erkenntnis „Russland will seine strategische Position in der Welt auf Kosten der Vereinigten Staaten maximieren“. Ob Trumps entspannte Sprüche zu Russland die Beratung durch die Heritage Foundation überleben werden, ist nicht ausgemacht.

Doch so lange nicht deutlich erkennbar ist, dass Trump den Anti-Russlandkurs seines Vorgänger fortführt, gilt Soros Sorge der Europäischen Union. Die Union sieht er offenkundig als eine Auffangstation für sein Verständnis von Demokratie: „Ich war von Beginn ein leidenschaftlicher Befürworter der Europäischen Union. Ich betrachtete sie als die Verkörperung der Idee einer offenen Gesellschaft.“ Aber anders als Angela Merkel ist der Machtanalytiker Soros in der Lage, zumindest eine große Schwäche der EU deutlich zu erkennen: „Deutschland stieg zur Hegemonialmacht innerhalb Europas auf, ohne freilich den Verpflichtungen gerecht zu werden, die erfolgreiche Hegemone erfüllen müssen: sich über ihr enges Eigeninteresse hinaus um die Interessen der von ihnen abhängigen Menschen zu kümmern. Deutschland setzte ein Austeritätsprogramm durch, das seinem engen Eigeninteresse diente.“ Was bei Soros so klingt, als sei es bei Oskar Lafontaine abgeschrieben, gerinnt bei Angela Merkel zum unverbindlichen Räsonieren: „Ja, Europa ist langsam. Es ist mühsam. Es hat tiefe Einschnitte wie den Austritt eines Mitgliedsstaats hinzunehmen. Und – ja – Europa sollte sich auf das konzentrieren, was es wirklich besser kann als der nationale Staat.“ Aber nicht einmal das Wort Brexit kommt ihr über die Lippen, geschweige dass die allgemeine Rechts-Rechts-Entwicklung der Europäischen Union bei ihr Erwähnung fände. Der Frau schwant was. Doch mag sie es weder aussprechen, noch wird sie den mählichen Verfall der Europäischen Union wirksam angehen wollen. Alles bei ihr ist auf Weiter-So angelegt. 

Dem Milliardär gehen die schlichten Wahrheiten in seinem Neujahrs-Text flott von der Hand: „Das Fehlen von Strategien zur Umverteilung ist die Hauptquelle der Unzufriedenheit, die die Gegner der Demokratie (gemeint ist das gängige Kapitalmodell der Demokratie) ausgenutzt haben.“ Wo Soros immerhin die Ursachen der Rechtsentwicklung erkennt ohne die Verursacher, zu denen er selbst gehörte und gehört, mit Namen zu nennen, gerät das bei Merkel zum allgemeinen Genörgel: „Wo Europa – wie im globalen Wettbewerb, beim Schutz unserer Außengrenzen oder bei der Migration – als Ganzes herausgefordert wird, muss es auch als Ganzes die Antwort finden – egal wie mühsam und zäh das ist.“ Um dann aber schnell den Sack des Ganzen wieder zu schließen: „Und wir Deutschen haben jedes Interesse daran, eine führende Rolle dabei zu spielen.“ – Zunehmend weniger Menschen in Deutschland sind bereit dem Konstrukt EU zu folgen. Immer weniger Menschen in Europa wollen der führenden Rolle Deutschlands folgen. Immer mehr treibt sie die Angst vor dem sozialen Abstieg um, falls sie nicht längst abgestiegen sind. Die Antworten der Regierenden auf die bangen Fragen nach der sozialen Zukunft sind fadenscheinig. Antworten von Unten stehen noch aus.

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

10 Kommentare zu: “Soros und Merkel zum Neuen Jahr

  1. „Die Antworten von Unten stehen noch aus“

    Das stimmt so nicht – die Antworten gibt es schon lange, denn solche Leute wie Soros und Merkel sind ja nicht kraft ihrer Persönlichkeit oder ihres Könnens dort, wo sie sind, sondern kraft einer zentralistischen Auffassung und Struktur dessen, was hier heute als „Gesellschaft“ bezeichnen.
    Die Auffassung und die Struktur der Gesellschaft hatte immer mal andere Namen und die Wirkmechanismen waren immer mal andere, aber im Grunde blieb das zentralistische Leitmotiv vom Leben, welches von Oben herab befohlen wurde, gleich.
    Aus diesem Grund gibt es auch die entsprechenden Antworten von Unten schon längere Zeit.

    Es liegt nicht daran, dass es die Antwort von Unten nicht gibt, sondern es liegt daran, dass das Unten gar nicht begreift, dass es das Unten überhaupt gibt.
    Es gibt viele Menschen, die sich bewusst sind deklassiert zu sein und ihr Leben vorgezeichnet vor sich in Scherben liegen sehen. Und diese Menschen kenne ich als selbstaufopfernd aktiv, anders als Anette das so pauschal sagt.
    Aber Anette hat auch Recht, denn es gibt viel mehr Leute, die eben inaktiv sind.
    Aber sie sind nicht von Natur aus inaktiv und selbstvergessen, sondern sie werden so gemacht.
    Das entsprechende Bewusstsein für die eigene, erniedrigte Position im Gefüge der Klassengesellschaft fehlt ihnen und deshalb kommt ihnen gar nicht zu Bewusstsein, dass sie sich wehren müssten.

    Für die meisten ist es ja normal, das eigene Leben dem Chef oder dem Staat zu schenken, statt es selbst zu leben. Wie soll sich das ändern, wenn Eltern Generation um Generationen dem Staat die Arbeit abnehmen unmündige Sklaven aus frei und stolz geborenen Menschenkindern zu machen?

    Der Aufwacheffekt aus der Depression des Beherrschtseins ist selten und schmerzhaft – oft mit tiefen Verletzungen und Krisen verbunden – man kann das Bewusstsein für diese Klassengesellschaft nicht herbeizaubern – es muss durch Taten, Erlebnisse und Ereignisse spürbar wachsen… und dann gibt es noch die Gegenpropaganda, die Lüge von der Sozialpartnerschaft oder die „Lückenpresse“ und den bürgerlichen akademischen Betrieb an den sogenannten „Universitäten“, die alles andere sind als universell, eher universitär und kriecherisch….

    Für mich ist die Antwort auf diese zersplitterte Gesellschaft der Anarcho-Syndikalismus, weil seine Inhalte nicht durch das dogmatische Programm eines Einzelnen kommen, sondern durch die praktische Erfahrung von Tausenden, von Millionen Arbeitern im Kampf mit dem zentralistischen System. Wenn man sich ansieht, wie reich und vielfältig alleine die Frühphase des revolutionären Syndikalismus in Frankreich war, wieviele intelligente Arbeiter in seinen Reihen gekämpft haben und ihre Erkenntnisse später zu theoretischen Inhalten kristallisiert haben – das wird beim Marxismus und seiner dogmatischen Priesterschaft niemals finden. Hier wurde nämlich immer nur versucht die Realität an den Marxismus anzupassen 😉
    Und wenn wir Gellermann nochmal zitieren: „Die Antworten von Unten stehen noch aus“ dann müssen wir feststellen, dass Marx und Engels auch nicht von Unten waren, sondern aus dem Bürgertum stammten und auch den entsprechenden Habitus und Duktus mitbrachten… und eben auch eine andere Lebensrealität aus welcher heraus sie ihre Werke verfassten – Intellektuelle ohne den nötigen Kontakt zur Praxis.
    Der Anarcho-Syndikalismus hingegen ist erwachsen aus den Taten und Schriften von militanten Praktikern und hat zum ersten Mal in der Geschichte der Menschen zu geldloser bzw. wo sie nicht komplett geldlos war, so kollektivierter Wirtschaft in Millionenstädten Spaniens geführt.
    Der Marxismus hat hingegen der Sovjet-Union ein asoziales Kirchengebilde aufoktroyiert und mit Gewalt versucht, seine Dogmen in die Realität zu zerren – beide Ideologien kommen aus zwei unterschiedlichen, sich diametral gegenüber stehenden Richtungen und wollen auch an ganz entgegengesetzte Ziele.
    Ohne die Lehren aus der Geschichte des revolutionären Syndikalismus, die voll von Fehltritten und menschlichem Versagen war, wie alles Menschenwerk, werden wir es niemals schaffen, die Gesellschaft so grundlegend auf neue Beine zu stellen, dass sie selbstständig gehen lernt. Sie wird immer wieder den Glauben an die großen Führer wiedergewinnen und daran zerbrechen – wie Sysiphos, der diesen Fels den Berg heraufrollt, der aber nicht erkennt, dass der Fels immer wieder herunterrollen wird. Er müsste den Fels zerschlagen um ihn heraufzubringen, oder was weiß ich – jedenfalls nicht immer wieder den selben Fehler machen – und wir machen immer den selben Fehler: Wir vertrauen der Macht über uns – die sich in der Geschichte immer – nur eine Frage der Zeit – in eine Macht gegen uns verwandelte.
    Die „Eroberung der Macht“ im Marxismus, in der Sozialdemokratie, war ein Fehler, der die Arbeiterbewegung nicht „mächtig“ machte, wie man annahm, sondern der sie der Macht auslieferte, die ihrerseits die Arbeiterbewegung eroberte.
    Heute machen wir den selben Fehler, wenn wir weiter zentralistischen Organisationen mit Funktionären, Priestern, Politkern und Unternehmern an deren Spitze vertrauen.
    Das ist meine Antwort von Unten, die so allgemein aufällt, weil auch das Problem der Herrschaft und der Ausbeutung um uns herum allgemein ausfällt.
    Aber detaillierte Antworten gibt es auch: Wie soll man eine Wirtschaft organisieren, die eben nicht wieder in die alten Muster verfällt? Wie soll man Verteilung und Produktion regeln, ohne, dass es wieder die Reichen und die Armen gibt? Wie kann man die Gesellschaft organisieren, ohne auf den autoritären Staat zurückzugreifen?
    Auch auf diese Fragen gibt es in der Geschichte des Syndikalismus Antworten, weil Syndikalismus nichts anderes bedeutet, als Klassenkampf von Unten, mit dem Ziel der Abschaffung der Klassengesellschaft, nicht ihre „Eroberung“.

    Wer Antworten von Unten vermisst, dem möchte ich gerne folgendes empfehlen:
    Film zum Berieseln lassen: https://www.youtube.com/watch?v=i1mTWYG9nWo
    Forschung zum Syndikalismus mit dem Fokus auf Deutschland: http://www.syndikalismusforschung.info/

  2. Das muss ja wohl eine so genannte #FAKENEWS sein…denn das Wahrheitsministerium gibt bekannt:

    „Georg Soros ist als Finanzinvestor weltbekannt. Sein Geld setzt er aber seit Jahren ein, um Kriege und Diskriminierung zu beenden. Milliarden pumpt er in den Kampf für eine gerechtere Welt.“ (focus-online)

    Guter Artikel!
    Besten Dank und Gruß

  3. Schöner Text, sehr aufschlussreich. Die Frage, welche Seite des Kapitals Trump vertritt, hatte ich mir auch schon gestellt.
    Vermutlich gilt da, dass der Feind meines Feindes nicht unbedingt mein Freund ist, aber den Namen hörte ich jedenfalls zum ersten Mal.

    Zur Europäischen Union als Auffangstation für Soros Vorstellungen von Demokratie…
    Ich weiß es nicht mehr genau, ob es Andreas Popp so formulierte, oder einer seiner Interviewpartner. Demzufolge wissen jedenfalls die Eliten in den USA sehr genau, dass ihnen der Laden demnächst um die Ohren fliegt. Als Begründungen wurden zum einen prekäre Verhältnisse der Massen und entsprechende Unruhen, zum anderen der ökologische Zustand der USA genannt, was vor allem allgemeine Verschmutzung, Folgen von Fracking, sowie Gen- und Pestizidwirtschaft einschließt.
    Und da Soros und Co wissen, dass die Uhr tickt, und das viel schneller als die meisten denken, haben sie in den letzten Jahrzehnten alles daran gesetzt, ihre Vorstellung von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft nach Europa zu exportieren. So haben sie hier einen heimeligen Zufluchtsort, sollten die USA „kollabieren“.
    Die andere Möglichkeit ist natürlich, dass wir hier zuerst kollabieren, bzw. als Schlachtfeld für einen Neustart dienen. Danach sah es ja in jüngster Zeit eher aus. Da war aber Trump noch nicht im Spiel, und kein potentieller Bürgerkrieg in den USA.

  4. Ich sage es immer und immer wieder:

    Entweder wir schaffen es das Geld abzuschaffen und statt in diesem Misstrauens- und Giersystem zu verharren in einer auf Vernunft basierten Art und Weise in gegenseitigem Vertrauen miteinander zu leben und zusammenzuarbeiten – in einem Selbstverständnis als Weltbürger – oder wir werden als Menschheit in Krieg und Elend und Verderben untergehen.

  5. Hallo Herr Gellermann und alles Gute in 2017,

    Ihnen ist es also auch aufgefallen, dass 03 min 15 sec über Terror geredet wurde (in dieser Zeit starben einige Kinder an Hunger, nur nebenbei)

    Was ich unerträglich fand, war die Passage

    „… Oder gleich die parlamentarische Demokratie, die sich angeblich nicht um die Interessen der Bürger kümmere, sondern nur dem Nutzen einiger weniger diene.
    Was für Zerrbilder.“

    Immerhin, diese „Zerrbilder“ drangen also bereits bis zur Kanzlerin vor. Ich weiß gar nicht wie ich diese Passage kommentieren soll.

  6. Oh, ich dachte die Beiden hätten dem braven Volke das neue Vorwort von „Animal Farm“ (G.Orwell) vorgelesen…na Hoppala!? 😉 Naja, es ist noch ein Stückchen Kuchen übrig. Jeder eine Gabel und wir machen das Licht am Christbaum aus.

    peace

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