STANDPUNKTE • Chinas Militärmaschine am Persischen Golf einsatzbereit

Ein Standpunkt von Karl Bernd Esser.

Chinas zweitwichtigster Überseehafen mit Öl- und Gas-Terminal, versehen mit einem Militärstützpunkt, entstand zusammen mit der Atommacht Pakistan auf der Halbinsel Gwadar (1) für rund 1 Milliarde US-Dollar. China zahlte davon die Hälfte. Gwadar war eine frühere Enklave des Oman und liegt rund 100 km von der iranischen Grenze, im heutigen Pakistan im Landesteil Belutschistan. Gwadar liegt strategisch günstig am Arabischen Meer zum Persischen Golf, nahe der Straße von Hormuz, der wichtigsten Öltanker Route.

Das Nadelöhr ist nur 400 km weit weg. Über den Hafen erhält die Volksrepublik direkten Zugang auch zum Indischen Ozean, was den erfreulichen Effekt stark verkürzter Seetransportwege für arabisches Öl hat. Chinas erster ausländischer Militärstützpunkt (2) befindet sich im Westen des Indischen Ozeans in Djibouti, an einem Flaschenhals des Welthandels, und wurde 2017 eröffnet. Nach der Einweihung wurde im Mittelmeer geübt und es folgte mit drei chinesischen Kriegsschiffen in der Ostsee (!) ein gemeinsames Manöver mit Russland (3). China besitzt nach den USA schon die zweitgrößte Kriegsmarine der Welt.

General Li Zuocheng, Mitglied der Zentralen Militärkommission Chinas (CMC) und Stabschef der Gemeinsamen Stabsabteilung der CMC (4), traf Generalleutnant Bilal Akbar, den Generalstabschef der pakistanischen Armee, in Peking am 18.November 2017. „Angesichts der komplexen und veränderten Sicherheitslage (Iran-USA) habe China sich für den Aufbau einer chinesisch-pakistanischen Militär-Gemeinschaft eingesetzt und Pakistans nationale Entwicklung und den Ausbau ihrer Armee durch China nachdrücklich unterstützt“, sagte Li.

China wird von seinem neuen Hafen Gwadar dem Iran umfangreiche Militärhilfe leisten und sich gleichzeitig iranisches Rohöl & Gas sichern. 2016 gaben Chinas Präsident Xi Jinping und Irans Präsident Hassan Rouhani gemeinsam die Einrichtung einer umfassenden strategischen Partnerschaft bekannt. Der chinesische General Zhang Youxia, stellvertretender Vorsitzender der chinesischen Zentralen Militärkommission (CMC), traf sich mit dem iranischen Verteidigungsminister Amir Hatami (5)und seiner Delegation am 10.September 2018 zu Gesprächen in Peking.

Laut Hatami misst der Iran den Beziehungen zwischen den beiden Ländern und den beiden Militärs große Bedeutung bei. Welche Beistandsabkommen unterzeichnet wurden ist Staatsgeheimnis.

In Gwadar wird derzeit ein geschützter U-Boot-Stützpunkt für die chinesische U-Boot-Flotte errichtet. Das chinesische Atom-U-Boot, mit der NATO Bezeichnung „Jin-Klasse“ (6), ist bereits im Hafen gesichtet worden. Es handelt sich um einen Atomwaffenträger mit zwölf JL-2 Submarine-launched ballistic missiles (7), die eine Reichweite von 7.200 Kilometern erreichen. China testet unbemannte XL-U-Boote (XL-UUV) mit künstlicher Intelligenz und kleine Unterwasser-Drohnen (UUV). »Bei XL-U-Booten handle es sich um extragroße unbemannte Unterwasserfahrzeuge« bestätigte Lin Yang vom Shenyang Institute of Automation der South China Morning Post: »Sie liegen im Hafen wie herkömmliche Unterseeboote«

Ihr Laderaum ist groß genug, eine breite Auswahl an Fracht aufzunehmen, von leistungsstarkem Überwachungsgerät bis hin zu Lenkwaffen und Torpedos. Die Energieversorgung erfolgt über Dieselelektromotoren oder andere Kraftquellen, die einen monatelangen Betrieb ermöglichen«. Das Institut in Shenyang zählt zu den wichtigsten Entwicklern des chinesischen Militärs (8) in Sachen Unterwasserrobotik.

Dort wurde das erste autonome Unterwasserfahrzeug entwickelt, das über sechs Kilometer tief tauchen kann. Lin ist Chefwissenschaftler des »Projekt 912«. Das Vorhaben soll rechtzeitig zum 100. Geburtstag der Kommunistischen Partei Chinas im Jahr 2021 neue unbemannte Unterwasser-Militärroboter entwickeln. Die South CHINA Morning Post schreibt: »Lin bezeichnete CHINAS Programm für unbemannte U-Boote als Gegenmaßnahme gegen ähnliche Waffen, deren Entwicklung die USA intensiv vorantreiben (9). Er machte keine Angaben zu technischen Details, da diese Informationen geheim seien«. 

Insgesamt will China an der südpakistanischen Küste drei U-Boot-Stützpunkte (10) in Betrieb nehmen. Die pakistanische Marine baut mit chinesischen Experten und deutscher Technik gerade eine VLF-Station für die strategische U-Boot-Kommunikation. VLF-Stationen (Very Low Frequency) ermöglichen die Einwegkommunikation mit U-Booten, die in der Tiefsee eingesetzt werden. Mit der Errichtung eines 60 m hohen Antennenturms, eines unterirdischen VLF-Gebäudes und eines Kraftwerks wurde bereits begonnen.

Die Arbeiten zur Aktivierung von Forward Operating Bases, mit denen Reparatur-, Wartungs- und andere Logistikarbeiten an Schiffen der chinesischen und pakistanischen Marine durchgeführt werden können, haben ebenfalls begonnen.

China will in den sogenannten Chinesisch-Pakistanischen Wirtschaftskorridor (CPEC) (11) bislang umgerechnet rund 57 Milliarden US-Dollar investieren. Die beiden Atommächte China und Pakistan werden so zu strategischen Partnern am Golf und wären vor Ort die Gewinner einer kriegerischen Auseinandersetzung der USA und der EU mit dem Iran. China Einfluss als wichtiger militärischer und diplomatischer Partner Islamabads ist noch gewachsen, seit das Verhältnis zwischen den USA und Pakistan unter Präsident Trump deutlich abgekühlt ist. Indien protestierte bereits gegen den chinesisch-pakistanischen Wirtschaftskorridor, weil er durch Kaschmir führt, das Indien und Pakistan beanspruchen.

Es wurden längst Sonderwirtschaftszonen in Pakistan für China eingerichtet, kleine Staaten im Staate, mit Steuervorteilen und Sonderrechten. Diese Zonen schützt China mit eigenen Militär und Sicherheitskräften gegen Sabotage und Terrorismus (12). Für all die chinesischen Wirtschaftsinseln werden aber auch neue Straßen und weitere Infrastruktur benötigt. So wird eine 1.500 km lange Autobahn von Gwadar zur chinesischen Grenze im Norden zum Khunjarab-Pass in die chinesische Stadt Kaschgar gebaut. Die Sanierung der 1.870 Kilometer langen Eisenbahnlinie, die den Hafen Karachi mit der nordpakistanischen Stadt Peshawar verbindet, wird den Schienentransport des Landes auf den neuesten Stand bringen. Um diese zu realisieren, muss die pakistanische Seite einen großen Teil der von CHINA zugesagten 57-Milliarden-Kredite verwenden.

Davon profitieren werden in erster Linie die chinesische Wirtschaft und das Militär. Der Iran bestellte in China bereits umfangreiche Waffenpakete. Besonderen Druck macht China auch bei der Verlegung von Glasfaserkabeln (13). Dabei liegt der kommunistischen Volksrepublik weniger das Wohl der Pakistaner am Herzen, sondern ihr eigenes. Bislang verlaufen Chinas Glasfaserkabel für den Internetverkehr mit Afrika über Europa, in Zukunft könnten sie durch Pakistan führen. Die USA können die neuen Glasfaserleitungen durch Pakistan nicht mehr mit ihrer NSA anzapfen.

Der Iran plant in Gwadar die Errichtung der weltgrößten Erdölraffinerie mit einer Produktionskapazität von 400.000 Barrel pro Tag, sagte der iranische Ölminister Rostam Ghasemi bei einem Treffen mit dem pakistanischen Premierminister bereits am 21.Februar 2013 (14). Die Baukosten betragen 8 Mrd. USD, davon übernimmt der Iran für die Errichtung der Erdölraffinerie 4 Mrd. USD.

Iran zeigte auch Interesse an der Errichtung eines Kraftwerkes im Hafen. Der anhaltende Druck der USA und Saudi Arabien gegen die Gaspipeline Iran-Pakistan hat auch das Raffinerie-Projekt zum Erliegen gebracht.

Der chinesische Staatsrat und Verteidigungsminister, General Wei Fenghe, traf sich am 21.Juni 2019 in Peking mit dem scheidenden Botschafter Pakistans in China, Masood Khalid. Wei sagte, China und Pakistan seien strategische Partner und unterstützten sich gegenseitig in Fragen, die die Kerninteressen des jeweils anderen betreffen. Vor kurzem hielten der chinesische Präsident Xi Jinping und der pakistanische Premierminister Imran Khan ein bilaterales Treffen erfolgreich ab und erzielten eine Reihe wichtiger Übereinstimmungen, die eine solide Grundlage für den Aufbau einer noch engeren, von China und Pakistan geprägten gemeinsamen Zukunft in der neuen Ära bilden:

„In den letzten Jahren haben sich die bilateralen Beziehungen und eine Reihe produktiver Kooperationen zwischen den beiden Militärs gut entwickelt. Das chinesische Militär ist bereit, mit dem pakistanischen Militär zusammenzuarbeiten, um den von den Führern beider Länder erzielten Konsens umzusetzen, eine enge Kommunikation und Koordination aufrechtzuerhalten, die pragmatische Zusammenarbeit zu verbessern und den Frieden und die Stabilität auf regionaler und weltweiter Ebene gemeinsam zu gewährleisten“ ( 15).

Von der Leyen sagte bei ihrem Besuch in Peking am 23. Oktober 2018 bei General Xu Qiliang, dass China und Deutschland den Multilateralismus und die auf Regeln basierende internationale Ordnung aufrechterhalten wollen. Deutschland ist bereit, die militärische Zusammenarbeit mit China auszubauen und so die strategische Kooperationspartnerschaft mit neuer Kraft zu bereichern. Von der Leyen meinte weiterhin, die chinesisch-deutschen Militärbeziehungen seien ein zentraler Bestandteil der bilateralen Beziehungen, und Deutschland misst der Entwicklung dieser Beziehungen große Bedeutung bei (16).

China zeichnet die Weltkarte neu, während sich die USA und Europa auf einen inszenierten Krieg mit dem Iran hineintreiben lassen. Die Chinesen lachen sich ins Fäustchen. Die Angst von US-Präsident Donald Trump, dass plötzlich die chinesische Marine im Konflikt mit dem Iran am Persischen Golf mitmischt, ist nicht unbegründet. China wird den Iran im Falle eines Krieges mit Waffen aller Art über Pakistan jahrelang unterstützen.

Der Westen konnte mit seiner Militärunterstützung weder Vietnam noch den Iran (im Iran-Irak-Krieg) bezwingen. Die USA müssen mit China im Persischen Golf und im Arabischen Meer jederzeit rechnen.

Die Bundeswehr wird mit ihren technischen Antiquitäten dabei nicht viel ausrichten, das wusste auch Ursula von der Leyen, deswegen hat sie ihre Soldaten einfach im Stich gelassen. Sie begann als deutsche Verteidigungsministerin programmierte „Fahnenflucht“, um in der EU-Bürokratie in Brüssel aufzublühen. Das Drehbuch dazu schrieb Merkel im Grusel-Groko-Politik-Theater.

Das Skelett des Schulschiffes „Gorch Fock“ gibt den maroden und antiken Zustand der Bundeswehr wieder. Das Kabinett Merkel wurde gerade vertraulich unterrichtet: „In Washington D.C. zählt man wieder auf eine milliardenschwere deutsche „Scheckbuch-Diplomatie“. Also war der Besuch in China von Ex-Verteidigungsministerin von der Leyen´s reine Augenwischerei und Kosmetik (17). Wie sich die neue, fachlich total unqualifizierte, Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer entwickelt, und wie sie sich in der Iran-USA-Krise verhält, bleibt abzuwarten. Beide CDU-Politikerinnen zeigen mir in ihren neu hineingehobenen Positionen handfesten politischen Wirklichkeitsverlust und deutliche Deformation. Ihre Freundin Angela kam mit China auch nie zurecht.

China erhielt 2018 und bekommt 2019 wieder 630 Millionen Euro „Entwicklungshilfe“. Seit 1979 summieren sich die Mittel aus Deutschland (aus verschiedenen Ministerien und abzüglich der inzwischen zurückgezahlten Kreditraten) auf fast zehn Milliarden Euro. Wobei sich zunächst die Frage stellt, warum China überhaupt noch als Entwicklungsland eingestuft wird? (18)

Ein Land mit der zweitgrößten Navy der Welt, welche Atom-U-Boote besitzt, eine Wirtschaftsnation mit einem BIP von fast 13 Billionen Dollar und mit Ambitionen auf die wirtschaftliche Führungsrolle auf der Welt (Projekt 2025 und die Große Seidenstraße). Das Deutsch-Chinesische Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (19) wurde im Mai 2017 von Bundesminister Gerd Müller und dem chinesischen Minister für Handel, Zhong Shan, in Peking offiziell eröffnet. In Deutschland fehlen diese Milliarden.

Dafür genießen wir Altersarmut, Hartz-IV, eine kaputte Infrastruktur und eine nicht funktionsfähige Bundeswehr mit viel Militärschrott. Die verlorene Realität bzw. der Wirklichkeitsverlust von deutschen Politikern schreitet weiter voran: Indien erhält als Schwellenland jährlich mit 677 Millionen Euro die höchste Entwicklungshilfe aus dem angeblich so „reichen Deutschland“.

QUELLEN:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Gwadar
  2. https://www.nzz.ch/international/offensive-aussenpolitik-chinas-militaerbasis-in-djibouti-soll-bald-die-arbeit-aufnehmen-ld.1305556
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/article166920014/Groesstes-Atom-U-Boot-der-Welt-faehrt-durch-die-Ostsee.html
  4. http://eng.mod.gov.cn/news/2017-11/20/content_4797859.htm
  5. http://eng.mod.gov.cn/leadership/2018-09/10/content_4824596.htm
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Jin-Klasse
  7. https://zeenews.india.com/world/china-prepares-to-deploy-nuclear-submarines-at-pakistans-gwadar-port-true-face-of-cpec-2074537.html
  8. https://technology.inquirer.net/77877/p2fb-chinese-military-develops-ai-submarines-to-challenge-strategic-advantage-of-western-naval-powers
  9. https://www.justice.gov/opa/pr/chinese-national-admits-stealing-sensitive-military-program-documents-united-technologies
  10. https://zeenews.india.com/world/china-prepares-to-deploy-nuclear-submarines-at-pakistans-gwadar-port-true-face-of-cpec-2074537.html
  11. http://cpec.gov.pk/
  12. http://eng.mod.gov.cn/
  13. http://cpec.gov.pk/projekt-details/40
  14. https://www.dawn.com/news/787531
  15. http://eng.mod.gov.cn/news/2019-06/21/content_4844084.htm
  16. http://eng.mod.gov.cn/news/2018-10/23/content_4827338.htm
  17. http://eng.mod.gov.cn/news/2018-10/23/content_4827338.htm
  18. https://finanzmarktwelt.de/etwas-aus-absurdistan-deutschland-zahlt-china-noch-entwicklungshilfe-130355/
  19. https://www.bmz.de/de/laender_regionen/asien/china/index.html

Bildhinweis:  Digital Saint/ Shutterstock

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9 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Chinas Militärmaschine am Persischen Golf einsatzbereit

  1. Die Dinge sind leider etwas komplexer – oder meinetwegen auch viel einfacher – als hier dargestellt:

    Grundsätzlich haben wir einen UR-Graben zwischen den Menschen. Die EINEN, welcher der imperialen Ideologie-Doktrin folgen und Herrschaft hinter der Fassadendemokratie als äußere Tünche so gut es geht im Verborgebnen als ultima ratio die Kur mit dem Tode all jener praktizieren, die nicht beherrscht werden wollen und zu viel Einfluss gewinnen könnten. Das Imperium ist jenes der drei staatenlosen CITYs mit dem PENTAGON-Nachtod-Komplex, dem military-industrial-oil-media-Kiomplex, das sich im Staate USA eingenistet hat, wie ehemals das Britische Empire in England, und von dort aus alle Völker, die es mit den rund 1400 Militästützpunkten versklaven kann, und eben auch die Völker in den USA so weit mental verseucht, dass diese nicht durchblicken können, was eigentlich geschieht.
    Es gibt auf der Ebene von Staaten eine Reihe von Oponenten gegen dieses Imperium auf der ANDEREN Seite des UR-Grabens: Zuallererst Russland seit der russ. Revolution und nun China seit Mao und der Entfesselung der chin. Wirtschaftsmacht seit Deng Xiaoping und deren Optimierung im Sinne der „Integrierten Weltwirtschaft“ des Xi Jinping. Offenichtlich setzt man auf dieser ANDEREN Seite des UR-Grabens auf Menschlichkeit und Kooperation.

    Historisch ist das Imperium nach wie vor „the commonwealth of nations“, also jene Staaten, die von den „fife eyes“ [„Five Eyes“ – fünf Augen. Die Augen sind die USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland. Deutschland und andere europäische Staaten sind zwar enge Verbündete, aber nicht Mitglied des Clubs.] kontrolliert werden. Dort werden unter dem Deckmantel von „Menschenrechten und Demokratie“ die Massen (rund 80 % der jeweiligen Bevölkerung) mit Hilfe des Geldsystems abgezockt und einvernebelt, ohne dass erkennbar wäre, dass die je kapieren könnten, was vor sich geht.
    Das Zentrum des IMPERIUMs ist nach wie vor die CITY of LONDON mit dem VATIKAN als geistiges Schwert und THE DISTRICT OF COLUMBIA CITY mt dem PENTAGON (und all seinen Geheimdiensten und meist rechtsextremen Gesinnungstätern) als das weltliche Schwert.
    Der bisher anhaltende historische Prozess der dieses Imperium markiert, wird unter Insidern allseits „the great game“ genannt, das darin bestand, die russischen Ressourcen ergattern zu müssen, um den Bestand dieses Imperiums sichern zu können. LENIN hat das durchschaut, Stalin auch und mit den Atombomben Sacharows Russland eine hinreichende Unabhängigkeit gesichert, ohne die die gegenwärtige Politik PUTINs völlig unmöglich wäre. Dieser Durchblick gilt auch für die Führer der KP China und für die Mullahs im Iran, für Venezuela und Kuba, etc., etc. Die enge und zunehmend von CHINA geförderte Vernetzung all dieser Staaten auf dieser ANDEREN Seite der ANDEREN wächst. Vor allem wegen der Politik der friedlichen INTEGRATIVEN Weltwirtschaft.

    Wir haben es hier mit der massivsten an der Oberfläche nicht sichtbaren Konfrontation zu tun, die es jemals in der Weltgeschichte gab und der Krieg, der allseits als der WK III gefürchtet wird, wird wenn überhaupt nur vom IMPERIUM der DREI CITYs ausgehen. Da jedoch für dieses Imperium Kriege immer mit Profiten einhergehen MÜSSEN, was bei einem WK III gewiss nicht mehr der Fall sein wird, wird es diesen WK III auch nicht geben.
    Dennoch ist der Frontalangriff auf dieses IMPERIUM durch die INTEGRATIVE Weltwirtschaft – die ja durch die Investition der Profite der chines. Wirtschaft in einer ungeahnten Weise global expandiert, eine Expansion der der privat getriebenen mulitärisch gesicherten Beraubungswirtschaft des IMPERIUMs schon von deren Fundamenten her völlig unmöglich ist – ein Frontalangriff.

    Die oberflächlich moderat erscheinende Politik Chinas vor allem ihm Umgang mit TRUMP – der ja vor allem die eigenen Pfründe zu sichern gedenkt (sein „Kampf gegen das Establishments“ ist ja nur die Fassade hinter der dieses möglich ist – Immer haben seit Implantation von Herrschaft immer dann, wenn neue Clans die Macht übernommen haben, die wichtigsten Positionen mit den eigenen Leuten besetzt) – ist in Wahrheit ein Tai Chi. Dies bedeutet, dass der Gegner mit seinen eigenen Mitteln geschlagen werden wird. Alles, was dazu nötig ist ist Zeit für die Entfaltung der Innovationspotentiale einer Integrierten Weltwirtschaft und vor allem eben kein Krieg.

    Klar gibt es viele gute Gründe das alles anders zu sehen, nach dem Motto der Westen ist das freiheitlich-demokratische Vorbild für die Welt – an dessen Wesen die Welt (mit allen Mitteln der Gewalt) zu genesen habe – und CHINA eine kommunistische Bedrohung. Angesichts einer grassierenden antikommunistischen Seuche, deren Infizierte nichts von alledem überschauen (können) auch kein Problem.

    Der Autor ist weder Kommunist noch Anti-Kommunist, sondern ein beschaulicher Betrachter des Weltgeschehens, von dem die Allermeisten meinen, es wäre neuerdings ein Globales. UND jemand, der sich „neuerdings“ (seit etwa fünf Jahren) mit besonderer Akribie der Frage widmet, wie so sich so viele so ohne weiteres beherrschen lassen.

    • Der beschauliche Betrachter des Weltgeschehens schreibt, Zitat: Offensichtlich setzt man auf dieser ANDEREN Seite des UR-Grabens auf Menschlichkeit und Kooperation.

      Das trifft dann auf Russland und China zu?

      Vielleicht sollten Sie sich besser informieren, als versteckte Propaganda für China oder den „anderen Graben“ zu schreiben. Wenn Sie die Aufrüstung von China und Russland rechtfertigen sind Sie ja auch für die fortlaufende Rüstungsspirale, also sind Sie für den „tiefen Staat“ ein Erfüllungsgehilfe. Aber eine Bedrohung geht m.E. von allen Staaten mit Atomwaffen aus, deswegen bin ich für die Abschaffung dieser Waffen.

    • Herr Esser – Sie haben da oben einen bravourösen Artikel geschrieben. Ich habe zu danken.
      Ich habe mich etwas mit ihren Arbeiten und dem dort zum Ausdruck kommenden Denken befaßt.
      Es stellt sich mir so dar, also hätten Sie das Thema des „großen Spiels“ also den Dauerkrieg des Transatlantischen Imperiums vor allem gegen Russland – seiner Ressourcen wegen – aber auch gegen jede Kraft, die zum Empire aufschließen könnte, nicht bedacht. Stichwort wäre etwa George Friedman und das Intermarium mit der Ukraine-Katastrophe.
      Russland hat darauf seit Stalin und den Atombomben Sacharows eine Antwort gefunden. Die Politik PUTINs wäre ohne dieses Arsenal nicht denkbar.
      CHINA hat darauf eine bessere Antwort gefunden. (meiner Meinung nach): Sie schlagen den Gegner mit den eigenen Waffen: dem Wirtschaftssystem. Es steht für mich außer Frage, dass China diesen Krieg gewinnen wird. Dass China um sich in diesem Krieg hinreichen schützen zu können dabei ist militärisch etwas nachzuziehen – wenn ich mich nicht irre zwei Militärstützpunkte außerhalb des eigenen Landes gegenüber na sagen wir mal 800 bis 1400 – ist unumgänglich. Ein Krieg des Imperiums gegen CHINA ist wohl schon jetzt deshalb ausgeschlossen.
      China ist eine hierarchisch-bürokratische Herrschaftsstruktur wie alle anderen Staaten auch.
      DOCH China hat rund 700 Mio Menschen aus der Armut geholt, eine Sparquote von rund 55 %, eine Investitionsquote von 50 % – es gäbe weitere Zahlen, diese Leistungen zu rühmen.
      Wann man im WESTEN vom Primat der Wirtschaft (des Geldsystems) über die Politik reden muss, ist es in China umgekehrt.

      Dass im transatlantischen IMPERIUM nur die Reichen immer reicher und immer weniger werden dürfte bekannt sein. Die daraus resultierenden zivilisatorischen Dysfunktionalitäten werden von den geldbewegten Medien völlig unterschlagen und der Irrsinn schöngeredet bis der Arzt kommt.

      Inwieweit CHINA in einigen Jahrzehnten, wenn diese Bedrohung aus dem Felde gezogen ist, sich in Richtung auf Werte wie Emanzipation, Menschenrechte, Mündigkeit der Bürger und deren Gestaltungsfreiheit in den regionalen Lebensumfeldern entwickeln wird (was ja schon derzeit in einem gewissen Rahmen der Fall ist) wird die Zukunft zeigen. Das Potential dazu hat dieses Mutterland durchaus.

  2. Herr Esser beschreibt einzelne Elemente der chinesischen Politik in Asien, verschweigt und vernebelt aber die Ursachen, China wehrt sich gegen die aggressive Einmischung der USA in Asien.
    Seine Schlussfolgerungen sind ebenfalls daneben: China und Indien hätten eine deutsche Entwicklungshilfe nicht verdient.
    Warum sowas ? Ich möchte nur darauf hinweisen, dass seit Jahrhunderten die europäischen Mächte China und Indien unterdrückt und ausgebeutet haben mit der Folge von Hunger und Armut, diese Länder / Menschen haben es verdient, aus Armut und Hunger befreit zu werden.

    • Gesslerhut alias KENFM – Robert Fitzthum

      GOOGELT mal:

      Robert Fitzthum ist ein österreichischer Unternehmensberater, der seit 2013 in China lebt. In der Zeitung der DKP (!) – UNSERE ZEIT – gab er ein Interview: „Die VR China sei“, so Fitzthum, „keine Bedrohung für Europa – im Gegenteil. Das Land, an dessen Spitze eine Kommunistische Partei steht, habe ein Interesse an einem friedlichen Aufstieg.“ (01) Die Definitionshoheit darüber, ob die VR China ein sozialistisches Land ist, überlässt Fitzthum den chinesischen Genossen.

      Man darf sich die Fragen schon stellen: Hat er sein Buch in China alleine geschrieben? Wurde Fitzthum vielleicht von der chinesischen Staatssicherheit besucht?

      Der Kommentar unter anderen Namen soll wohl seinen Beitrag bei KENFM: “STANDPUNKTE • Europäische Union und China: Europäische Schaukelpolitik”, höherwertig darstellen. China war ein abgeschlossenes Reich und wurde vom Westen nicht ausgebeutet, das müsste er eigentlich schon wissen. Eine Schande ist seine Aussage, dass China noch heute von Hunger und Armut befreit werden muß und das womöglich ein Grund wäre, warum Deutschland jedes Jahr 630 Millionen Euro Entwicklungshilfe an China überweisen muss. Das ist ja schon fast kommunistisches Winkelzüge-Denken.

      Ich werde sein Buch, das für mich ein dubioses kommunistisches Propaganda-Buch darstellt, nicht kaufen, und wenn ich es als Geschenk erhalte, kommt es gleich in den Ofen. Der nächste Winter kommt bestimmt.

      1 https://www.unsere-zeit.de/de/5046/politischesBuch/9865/Verstehen-Sie-China.htm

  3. Bedrohlich beängstigend! Dagegen gibt es nur einen Ausweg: Vertrauensbildende Maßnahmen und Abrüstung. Genügend brennende Probleme bleiben dann immer noch für uns übrig. Das ist wirklich alternativlos und nicht etwa dieses ewige Eia Popeia von den Märkten.

  4. Naja wenn Ursula Leyen was von sich gibt, kann man ruhig mal zwischen den Zeilen lesen,
    z.B. „Multilateralismus“ könnte aus diesem Mund auch bedeuten, alle anderen dürfen gerne multilateral nach der USA-Pfeife tanzen
    und eine „auf Regeln basierende internationale Ordnung“ bedeutet wahrscheinlich die einzige Regel: USA steht über allen und allem.
    Eine Ironie dabei ist, dass China ja tatsächlich mit einer USA, die starke Wirtschaft ist und ordentlich konsumiert – ordentlich chinesische Exporte konsumiert – ganz gut leben kann, also dass China ja USA gar nichts tun will, nur eben Diktate von außen nicht akzeptiert, also „nur“^^ diese eine USA-Eigenschaft von China bearbeitet wird.
    Da kann man sich bildlich vorstellen, wie die chinesischen Kollegen den Worten Ursulas höflich beipflichteten – und sich ihren Teil dachten.

    Da es ein offenes Geheimnis ist, dass „Entwicklungshilfe“ oft die Finanzierung von Projekten ist, an denen letztendlich Firmen mit Sitz in Deutschland verdienen, kann man von „Entwicklungshilfe“ an China – dort werden Flughäfen (Mehrzahl!) fertig 🙂 – halten, was man will.

    Der Zustand der Bundeswehr wäre – wenn man den Berichten Glauben schenken könnte – für friedliebende Menschen beruhigend.
    Und es mag ja ein Körnchen Wahrheit dran sein, aber die Art&Weise, wie diese mediale Sau durchs Dorf getrieben wurde, lässt Raum für Überlegungen über ein Gemisch von Motivationen dahinter.
    Wenn es stimmt, dass nicht nur Tornados über Syrien, sondern auch Aufklärungsschiffe vor Syrien waren … oder sogar noch sind? In internationalen Gewässern wäre das juristisch so weit legal, wenn die da einfach nur so rumschippern würden, nur die Sache mit der Beteiligung an einem Angriffskrieg … jedenfalls wenn nicht nur Tornados über Syrien, sondern auch Aufklärungsschiffe vor Syrien waren, dann kann die Technik der Bundeswehr zumindest in Kernbereichen nicht SOOO schlecht sein.
    Ein Schelm wer behaupten würde, ein Angriff auf Iran steht wirklich bevor, wenn USA Aufklärungspersonal und -technik von Deutschland und anderen EU/Nato-Staaten anfordert.
    (Gegen Irak war es angeblich so, dass Nato-Aufklärungskapazität aktiv war, um die irakische Luftabwehr auszuschalten, und die war bestimmt nicht besser, als jetzt die iranische.)

    China wird sich selbstverständlich nicht einmischen, aber USA hätte wahrscheinlich schon Probleme genug, wenn Iran auch nur quantitativ über genügend Waffen verfügt; wobei man aktuelle chinesische Waffen wohl besser auch qualitativ nicht unterschätzt.

    Und übrigens ist „Marine“ auch ein Fremdwort, aber das in der deutschen Sprache bisher übliche Fremdwort für „Navy“.
    „Navy“ nennen USA und UK ihre Marine.^^

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