STANDPUNKTE • Coronavirus: Regierung ignoriert grundlegende Daten

Amtliche Zahlen aus den Labors zeigen, dass sich das Virus erheblich langsamer ausbreitet als behauptet. Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts bemühen sich um Transparenz – während die Behördenleitung und die Regierung notwendige Untersuchungen verweigern und eine Aufklärung erschweren.

Ein Standpunkt von Paul Schreyer.

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Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlichten am 2. April erstmals – und von der Presse weitgehend unbemerkt – detailliertere Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus. Wie von Multipolar bereits berichtet, hatten sich vom 9. bis 22. März nicht nur die Fallzahlen verdreifacht, sondern auch die Anzahl der durchgeführten Tests. Der Anteil der positiv Getesteten an der Gesamtzahl der Untersuchten war in diesem Zeitraum laut RKI nur geringfügig von 6 % auf 7 % angestiegen.

In einem neuen Bericht vom Donnerstag (2.4.), verfasst von Wissenschaftlern des RKI, finden sich nun präzisere Angaben zur Entwicklung der Quote der positiv Getesteten:

Wie zu sehen ist, stieg die Quote von anfänglich 2,5 % am 1. März auf 10 % am 29. März an. Nach einer Verdopplung in der ersten Märzwoche verlangsamte sich der Anstieg in der Folge deutlich: von 5 % auf 8 % in der zweiten Märzwoche (KW 11), sowie von 8 % auf 10 % in der dritten Märzwoche (KW 12). In der letzten Märzwoche (KW 13) stagnierte der Anteil bei 10 %.

Das heißt: Die von der Regierung und vielen Medien verbreitete Behauptung, das Virus verbreite sich gefährlich schnell (Angela Merkel am 3. April: „Das Coronavirus breitet sich immer noch mit hoher Geschwindigkeit in Deutschland aus“), ist falsch bzw. grob irreführend.

Der Anstieg der Fallzahlen lässt sich nicht isoliert betrachten, sondern muss ins Verhältnis zum Anstieg der Tests gesetzt werden. Dies betonte am 31. März im Interview mit dem Spiegel auch Gerd Antes, Experte für Statistik und Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, dass medizinische Entscheidungen auf der Basis gesicherter Fakten getroffen werden:

„Wenn in Deutschland plötzlich viel mehr getestet wird, findet man zwangsläufig auch mehr Infizierte. Ob sich wirklich mehr Menschen angesteckt haben, weiß man dann aber nicht.“

Verdopplung innerhalb von Wochen, nicht Tagen

Die nun vorliegenden Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Anzahl der positiv Getesteten nicht, wie behauptet, innerhalb weniger Tage verdoppelt, sondern innerhalb mehrerer Wochen. Auch diese Daten sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da sie keinen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung abbilden.

Getestet werden nach Vorgabe des RKI vor allem Menschen mit respiratorischen (die Atmung betreffenden) Symptomen, sofern sie zu einer Risikogruppe gehören oder Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten, sowie Menschen mit Verdacht auf Lungenentzündung, die sich in einem Pflegeheim oder Krankenhaus aufhalten, in dem mehrere Lungenentzündungen auftreten. Diese Kriterien führen zu einer Ballung der Tests bei Kranken und besonders Gefährdeten, was zu entsprechend gefärbten Ergebnissen führt: einem höheren Anteil positiv Getesteter und mehr Todesfällen pro Untersuchten, als wenn repräsentativ in der Breite der gesamten Bevölkerung getestet würde.

Dazu kommt, dass die Falldefinition und die Testkriterien mitten in der Stagnationsphase, am 24. März, durch das RKI geändert wurden (die alte Definition findet man hier, die neue hier), was einen Vergleich der Zahlen vor und nach dem 24. März massiv erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Auf Anfrage von Multipolar, aus welchem sachlichen Grund die Falldefinition geändert wurde und warum gerade zu diesem Zeitpunkt, sowie, welche Fälle nach der neuen Definition zusätzlich erfasst werden, antwortete die Pressestelle des RKI trotz mehrfacher Nachfrage nicht.

Repräsentativer Querschnitt „nicht zielführend“

Um aussagekräftige Daten zur Ausbreitung des Virus zu erhalten – darauf weisen mittlerweile zahlreiche Fachleute hin, unter Ihnen der schon erwähnte Gerd Antes – müsste fortlaufend und regelmäßig ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung untersucht werden. Genau das aber geschieht NICHT. Befragt nach den Gründen erklärte RKI-Chef Lothar Wieler am Freitag (3.4.) knapp:

„Wir denken, dass das nicht zielführend ist.“

Da Wieler sich damit gegen eine Reihe renommierter Experten (und den gesunden Menschenverstand) stellt, darf gefragt werden, durch was diese kategorische Ablehnung motiviert ist.

Die Aussage fiel bei der letzten Informationsveranstaltung des RKI, die als „Pressekonferenz“ zu bezeichnen inzwischen nicht mehr angemessen erscheint. Seit dem 31. März finden die Veranstaltungen OHNE anwesende Journalisten statt. Diese dürfen im Vorfeld schriftlich Fragen einreichen. Die Behörde entscheidet dann, welche beantwortet werden und welche nicht. Konkret sieht es so aus, dass nach Wielers Lagebericht seine Pressesprecherin Susanne Glasmacher ihrem Chef die vorsortierten Fragen vorliest, der sie dann vor laufender Kamera beantwortet. Kritisches Nachhaken bei ausweichenden Antworten ist unmöglich.

Was beweist die „Reproduktionsrate“?

Auf die Frage, welche Faktoren darüber entscheiden, wann die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben wieder gelockert werden, erklärte Wieler, wichtig wären unter anderem „die Inzidenz, also die Häufigkeit unter 100.000 Personen“ (was er allerdings, wie erwähnt, ausdrücklich NICHT untersuchen will), sowie die „Reproduktionsrate“, also die Zahl, wieviele Personen von einem positiv Getesteten angesteckt werden:

„Wenn diese Zahl unter 1 gedrückt wird, dann lässt die Epidemie langsam nach. Wir haben die Zahl schon auf 1 gedrückt durch die Maßnahmen, das wissen wir und wir hoffen, dass wir sie weiter herunterdrücken. (…) Wir müssen unter 1 kommen.“

Was Wieler nicht erklärte: Die Reproduktionsrate leitet sich direkt aus den täglichen Fallzahlen ab. Das heißt: Steigt die Testmenge und damit auch die Fallzahlen, dann entsteht der Eindruck einer hohen Reproduktionsrate, stabiliert sich aber die Anzahl der Tests und der Fallzahlen, entsteht zunächst der Eindruck einer sinkenden und dann einer sich stabilisierenden Reproduktionsrate. Eine tatsächliche Ausbreitungsgeschwindigkeit lässt sich daran nicht ablesen. Man darf annehmen, dass Wieler das bewusst ist. Seine Ausführungen sind als manipulativ zu bewerten.

Wie naiv viele Journalisten darauf hereinfallen, lässt sich an einem Artikel der österreichischen Zeitung „Die Presse“ vom 5.4. ablesen, in dem es heißt:

„Ein positives Bild der Entwicklung rund um den Covid-19-Ausbruch in Österreich gibt eine neue Studie (…): Demnach ist die effektive Reproduktionsrate des Coronavirus seit 12. März kontinuierlich gesunken. Aktuell liegt die Steigerungsrate der Fallzahlen bei Null. ‚Diese Analyse basiert auf den Daten der in das österreichische Epidemiologische Meldesystem eingepflegten, neu aufgetretenen Covid-19-Fälle (…)‘ schreiben die Experten (…). Die Kurve der geschätzten täglichen Steigerungsrate der positiven SARS-CoV-2-Befunde zeigte in Österreich eine ähnliche Entwicklung wie jene der Reproduktionszahl.“

Dass die Kurve eine „ähnliche Entwicklung“ zeigt, überrascht nicht, basiert sie doch auf den gleichen Zahlen. Es handelt sich um einen Zirkelschluss.

Gestorben „an“ oder „mit“ dem Coronavirus?

Weiterhin ist vollkommen unklar, bei welchem Anteil der Toten das Virus ursächlich für den Tod ist, und nicht nur eine Begleiterscheinung anderer Todesursachen. Bekanntlich beträgt das Durchschnittsalter der registrierten „Corona-Todesfälle“ in Deutschland 80 Jahre, viele litten zum Zeitpunkt des Todes unter mehreren schweren Vorerkrankungen. Das RKI spricht bei seinen Todeszahlen bewusst vage von „in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen“ Verstorbenen. Für eine Klärung nötig wären Obduktionen, die das RKI aber ablehnt, mit Verweis auf Hygiene und Infektionsrisiko. Auch diese Empfehlung gilt offenbar seit dem 24. März. Ein Facharzt für Pathologie kommentiert dazu (zitiert nach Dr. Bodo Schiffmann):

„Bisher war es für Pathologen selbstverständlich, mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen auch bei infektiösen Erkrankungen wie HIV/AIDS, Hepatitis, Tuberkulose, PRION-Erkrankungen usw. zu obduzieren. Es ist schon bemerkenswert, dass bei einer Seuche die über den ganzen Globus hinweg Tausende von Patienten dahin rafft und die Wirtschaft ganzer Länder nahezu zum Stillstand bringt, nur äußerst spärliche Obduktionsbefunde (…) vorliegen. Sowohl aus seuchenpolizeilicher als auch aus wissenschaftlicher Sicht sollte hier doch ein besonders großes öffentliches Interesse an Obduktionsbefunden bestehen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Hat man Angst, davor, die wahren Todesursachen der positiv getesteten Verstorbenen zu erfahren? Könnte es sein, dass die Zahlen der Corona-Toten dann dahin schmelzen würden wie Schnee in der Frühlingssonne?“

„Die Maßnahmen wirken“

Laut offizieller Interpretation lässt sich an der aktuellen Stabilisierung der täglichen Fallzahlen ablesen, dass „die Maßnahmen wirken“ würden. Doch das ist mehr als zweifelhaft. Die Schulschließungen sind seit Kalenderwoche 12 in Kraft, die Kontaktsperre seit KW 13. Eine Wirkung von Maßnahmen ist laut RKI aber erst nach 2 bis 3 Wochen erkennbar, wegen der Inkubationszeit und dem Zeitverzug zwischen Erkrankung und Eingang der Meldung beim RKI. Daher dürften erste messbare Wirkungen frühestens in KW 14, eher aber in KW 15 bis 16 erkennbar sein. Die Fallzahlen stagnieren jedoch schon seit KW 13, ausgelöst durch einen langsamer werdenden Anstieg der Anzahl der Tests (KW 11: 127.000 Tests, KW 12: 348.000 Tests, KW 13: 354.000 Tests).

Die behauptete Kausalität ist somit nicht schlüssig. Was sich tatsächlich nachweisen lässt, ist ein massiver Rückgang ALLER Atemwegserkrankungen seit KW 10, wie folgende RKI-Grafik zeigt:

Wie zu sehen ist, vollzieht sich der Rückgang im Einklang mit dem Verlauf in den Vorjahren. Einfacher gesagt: Es wird Frühling. Selbst wenn sich die Ausbreitung von Covid-19 (so sie denn zukünftig repräsentativ gemessen werden sollte!) nicht in diesen Trend einfügte, bleibt offensichtlich: Die vorhandene Datenlage rechtfertigt kaum die politischen Maßnahmen der letzten Wochen.

Ist ein Trend erkennbar?

Das unterstreichen auch mehrere Grafiken, die von RKI-Wissenschaftlern in den Lagebericht vom Freitag (3.4.) eingefügt wurden. Behördenchef Wieler ging auf diese Informationen bei seinem Pressebriefing am selben Tag mit keinem Wort ein.

Anteil der positiven Testungen an allen Testungen nach dem Datum der Probenentnahme für Deutschland unter Berücksichtigung der Anzahl der Testungen nach Entnahmedatum. Die Punktgröße spiegelt die Anzahl der gesamtgetesteten Proben pro Tag wieder. Die Daten basieren auf einer Teilmenge aller durchgeführten Tests (ca. 300.000 von 900.000). Sie stammen von Laboren, die an der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) des RKI beteiligt sind und auch auf das Coronavirus testen. (Stand 2.4.2020) Quelle (auch für die untere Grafik): RKI Lagebericht vom 3. April 2020, S. 6-7

Aus dieser Grafik wird deutlich, dass mit Ausnahme von Bayern in kaum einem Bundesland ein massiv ansteigender Trend erkennbar ist. Hier ist zu fragen, inwiefern sich die Teststrategie in Bayern möglicherweise von der in anderen Bundesländern unterscheidet und welche Faktoren die Auffälligkeiten der Daten dieses Bundeslandes erklären können.

Was treibt die Regierung an?

Das Ignorieren der Daten und Verweigern der Untersuchungen ist deshalb so skandalös, weil die Regierung die beschlossenen Maßnahmen, wie Schul- und Geschäftsschließungen, Einschränkung der Bürgerrechte (Versammlungsverbot, „Kontaktsperre“) weiterhin mit dem isoliert betrachteten Anstieg der Fallzahlen beziehungsweise der „Reproduktionszahl“ rechtfertigt.

Kanzleramtschef Helge Braun sprach am 28. März von einem „exponentiellen Anstieg der Fallzahlen“. Lockerungen seien erst denkbar, wenn man es schaffe, „die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung“. Angela Merkel betonte am Freitag (3.4.), sie könne wegen der „Infektionszahlen“ noch keine Lockerung in Aussicht stellen.

Löst man sich vom irreführenden – und wissenschaftlich unsinnigen – Tunnelblick auf die Fallzahlen, dann wird klar, dass der angestrebte Zustand längst Realität ist.

Damit stellt sich in aller Schärfe die Frage, weshalb die Maßnahmen, die Tausende Unternehmen absehbar in den Konkurs führen und Millionen Familien an den Rand des Nervenzusammenbruchs, dennoch stur aufrecht erhalten werden. Man darf unterstellen, dass den Regierungsverantwortlichen die Zusammenhänge bewusst sind, man also mit voller Absicht so handelt.

Eine Anfrage von Multipolar an das Bundespresseamt, aufgrund welcher wissenschaftlichen Daten die Bundesregierung zur Einschätzung einer bedrohlich hohen Infektionsgeschwindigkeit gelangt ist, blieb unbeantwortet. Auf telefonische Nachfrage erklärte eine Sprecherin, man habe die Frage an das Gesundheitsministerium weitergeleitet. Dessen Sprecherin wiederum erklärte, weitergeleitete Anfragen würden nachrangig behandelt – und legte mitten im Gespräch den Hörer auf. Per E-Mail wurde anschließend pauschal auf die amtlichen Mitteilungen in den „letzten Regierungspressekonferenzen“ verwiesen.

Zu erinnern ist in diesen Tagen insbesondere an das Grundgesetz. Artikel 1, Absatz 3: „Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“ Artikel 8: „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“ Artikel 11: „Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.“ Der Seuchenschutz wird in Artikel 11 als mögliche Ausnahme zwar erwähnt, doch die Frage bleibt: Wie angemessen sind die getroffenen Maßnahmen angesichts der tatsächlich vorliegenden Zahlen?

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  ralphmeiling /  shutterstock

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44 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Coronavirus: Regierung ignoriert grundlegende Daten

  1. Es scheint offensichtlich keine Knappheit bei Intensivbetten zu geben.

    https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

    Es wird offensichtlich nicht gewünscht, dass diese Seite öffentlich gemacht wird. Einen link zu kopieren und weiterzuleiten ist mit der Verordnung zur Bekämpfung der "Pandemie" nicht verboten.

    Folgender Zusatz ist am ENde der Webseite zu finden:
    Wir weisen darauf hin, dass die Inhalte dieser Webseite als Datenbank nach dem Urheberrechtsgesetz geschützt sind. Verstöße hiergegen können kostenpflichtig zivilrechtlich sowie strafrechtlich geahndet werden. Bitte kontaktieren Sie uns, sofern Sie Inhalte dieser Seite verwenden möchten.

  2. Der Schmetterlin war´s nicht!

    Die Aufklärung in der Sache bezüglich Einschätzung der Verbreitung eines neuen Grippevirus, ist einerseits notwendig, um Nachweis zu führen, ob hier die Folgen der erfolgten und verordneten Abwehrmaßnahmen und Kontrollmassnahmen in den behaupteten Risiken ihre Entsprechung finden.

    Auf der anderen Seite sollten wir uns aber auch gleichzeitig fragen, wozu diese extremen Kontrollmassnahmen (Quarantäne, shutdown, etc.) denn gut sein können, wenn sich hier offensichtlich abzeichnet, dass die Entsprechung im Gefährdungs- und Bedrohungsrisko des neuartigen Grippevirus nicht nachvollzogen werden können.
    Welchen Sinn machen denn dann die global verordneten Quarantänemaßnahmen mit dem zwangsläufig erfolgenden Zusammenbruch weiter Teile unserer Weltwirtschaft?

    Gehen wir davon aus, dass die Verantwortlichen Lenker sehr wohl bei Verstand sind und salop formuliert –gemäß dem heutigen Stand des Wissens – ganz bestimmt nicht zu blöd und nicht mit genügend Wissen und Technik ausgestattet sind, um hier Risiken entsprechend abzuschätzen (und ich glaube das können wir getrost annehmen), dann stellt sich immer und immer wieder die Frage, welche Bedrohungen sind es denn, vor denen wir uns schützen, bzw. solche existenzvernichtenden Schutzmassnahmen ergreifen müssen?

    Beantwortet man sich die Fragen aus Rückschlüssen der Folgen des globalen shutdowns der Volkswirtschaften heraus, so sind sich nicht gerade wenige Experten darüber einig, dass es sich um eine Bereinigung von Entwicklungen, innerhalb des praktizierten Finanz- und Wirtschaftssystems handelt. Eine Bereinigung, die von Zeit zu Zeit immer wieder notwendig wird, um die systemimmanenten Selbstzerstörungskräfte zu kompensieren und einen Totalausfall zu verhindern.
    Salopp formuliert, es kracht und scheppert gerade mal wieder gewaltig und bricht zusammen und wir werden ein paar Jahren brauchen, um uns wieder zu berappen, aber dann läuft der Laden ersteinaml wieder wieder ein paar Jahrzehnte, bis es dann wieder soweit ist.

    Wenn dem so ist, dann sind wir gerade in einer Weltwirtschafts- und finanzkrise, die die Experten – durch die Bank – schon alle lange vorrausgesagt haben.

    Eine Weltwirtschaftskrise also, die auch ganz ohne neuem Grippevirus aufgetreten wäre. Die erzockten Geldberge ohne jeden realen Gegenwert, die einem Kartenhaus aus Schulden gleichen, drohten in sich zusammenzufallen. Wir wissen alle, dass hierzu der kleinste Luftzug reichen kann oder der Schmetterling, der nichts ahnend und sich seines kurzen farbenprächtigen Lebens freuend, für eine Sekunde irgendwo niederläst oder vorbeifliegt.

    Vielleicht ist es ja auch eine neue Art, die wir noch nicht einornden können, von der wir keine Erkenntnisse haben, wo sie entstanden ist, wie sie sich entwickelt und wie überlebensfähig diese ist und welchen Einfluss und Bedeutung diese neue Schmetterlingsart in der Ganzheit unseres ökologischen Gleichgewichts hat, da können wir könnten wir dann noch sehr lange darüber forschen.

    Das lenkt uns aber ab, von dem zusammenfallendem Kartenhaus und es bringt auch rein gar nichts zu fragen, wo denn der Schmetterling herkommt, ob jemand diesen gezüchtet hat oder böse Gruppen diesen in die Welt gesetzt haben.

    All diese Insektenforschung nützt uns nicht und führt zu rein gar nichts, wenn wir verstehen wollen, wie es denn sein kann, dass wir uns Systeme geschaffen haben, die von Zeit zu Zeit so instabil werden, dass sie eben –ausgelöst durch kleinste Ursachen – folgenschwer für millionen und milliarden von Menschen, immer wieder drohen zusammenzufallen.

    Das ist für mich die entscheidende Frage, hier sehe ich Handlungs- und Klärungsbedarf!
    Warum haben wir unsere eigentlich soliden und stabilen Strukturen und Systeme, so weit ausgedünnt, abgeflacht und fragil zusammengesetzt, dass sie heute einem Kartenhaus gleichen? Das ist der entscheidende Punkt auf den wir jetzt und in Zukunft schauen müssen.

    Das Kartenhaus fällt gerade, das ist Fakt! Wir müssen wieder aufbauen, das ist auch Gewiss und so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Wir sollten uns aber damit beschäftigen, wie wir es wieder aufbauen!

    Egal wieviel Tote, egal welche existientiellen Katastrophen und Folgen da noch kommen und egal wieviel Zocker die Situatuion noch zu ihren Gunsten ausnutzen,

    der Schmetterling war´s nicht und wird es auch in Zukunft nicht sein.

  3. Ich schaue dieser Tage häufiger bei der Tagesschau rein, so wie viele andere auch möchte ich Quellen vergleichen und das aktuelle Gelüge bewerten, da geht das leider nicht anders.
    Die Tagesschau brüstet sich nun mit ihrer gewaltigen Reichweite und der Stunde der Qualitätsmedien. Von jetzt an nutze ich die Tagesschau also auch als Comedy-Sendung.

  4. Der Artikel ergibt keinen Sinn.
    Aus dem Verhältnis zwischen der Anzahl der infizierten und getesteten Personen lassen sich absolut keine Rückschlüsse auf den Anstieg des Verhältnisses zwischen der Anzahl der Infizierten und der Gesamtbevölkerung ziehen. Der Grund hierfür ist, dass die Tests nicht bei zufälligen Personen durchgeführt werden, sondern nur bei denen die Symptome haben, Kontakt zu infizierten Personen hatten etc. Das wird doch sogar im Artikel erwähnt und dennoch wird es zur Argumentation verwendet.
    Die Aussage „Wenn in Deutschland plötzlich viel mehr getestet wird, findet man zwangsläufig auch mehr Infizierte. Ob sich wirklich mehr Menschen angesteckt haben, weiß man dann aber nicht.“ stimmt auch nur wenn man zufällig getestet hätte.
    Weshalb nicht zufällig getestet wird ist eine andere Frage, aber der Hauptgrund hierfür wird die begrenzte Anzahl an verfügbaren Tests sein. Dann ist es in meinen Augen eine nachvollziehbare Herangehensweise zunächst die Menschen mit Symptomen zu testen.

    • Aber das Ergebnis der Prozedur ist Zahl, die uns als "Neuinfektionen mit Covid 19" präsentiert wird. Das die Auswahl der Getesteten weder zufällig noch repressentatativ ist, ist schon schlimm. Das die Zahl der Getesteten verschwiegen wird, ist eine Sauerei, so könnte man wenigstens sagen, bei aller Unzulänglichkeit der Daten, dieser Sprung bei den Neuinfektionen liegt an der Vielfachung der Messungen.

      Aber das uns die aufkumulierte Zahl der Neuinfektionen präsentiert wird, jedes Mal also die bisherige Zahl plus der "festgestellten" neuen Zahl, das ist Betrug!

      Wie können Sie es wagen, hier mal flapsig von "Der Artikel ergibt keinen Sinn" zu schwafeln?

    • "[…] dieser Sprung bei den Neuinfektionen liegt an der Vielfachung der Messungen." Nein eben nicht, das würde nur stimmen, wenn man zufällig getestet hätte. Das macht doch überhaupt keinen Sinn, wenn ich nur Leute mit Symptomen teste kann ich aus dem Verhältnis von positiven und getesteten Personen lediglich sagen, bei wie vielen der Leuten mit typischen Symptomen diese tatsächlich auf Corona zurückzuführen sind.
      Von der Anzahl der positiv getesteten (unabhängig von der Anzahl der Tests) kann sehr wohl auf die Zahl der Infizierten in Bezug auf die Gesamtbevölkerung geschlossen werden. Natürlich ist dieser Wert nicht exakt, da nicht jeder der positiv ist Symptome hat und sich nicht jeder mit Symptomen testen lässt, daraus resultiert die Dunkelziffer.

    • An Karsten Eckhoff

      Ist das jetzt Unvermögen oder böser Wille? Ich komm mir vor wie bei einer Presseverlautbarung des RKI.
      Schönen Tag auch.

    • "Von der Anzahl der positiv getesteten (unabhängig von der Anzahl der Tests) kann sehr wohl auf die Zahl der Infizierten in Bezug auf die Gesamtbevölkerung geschlossen werden."

      Karsten hat schon Recht. Es sind wahrscheinlich viel mehr Menschen mit Corona infiziert – weshalb der Virus auch viel ungefährlicher ist, als angenommen.

      Das Problem ist doch, man tut so "huch, die Zahl der Infizierten STEIGT". Und dass die Zahl der Tests STEIGT, das sagt man einfach nicht.
      Man möchte ja gar nicht sagen "wow, so viele sind schon infiziert", sonder man sagt "das Virus breitet sich rasant aus und die Zahl der Infizierten STEIGT", und genau das kann ich eben nicht behaupten mit steigenden Tests.

      Soweit, so klar.

    • So so, der Karsten also? Seid Ihr jetzt gleich begriffsstutzig oder Sockenpuppen?

      Ende der Diskussion.

    • 😀 Ihr seid wirklich nicht mehr zu retten. Man kann NICHT aus dem Verhältnis aus der Anzahl der Getesteten und den davon Corona-Positiven auf den Anteil der Infizierten in Bezug auf die Gesamtbevölkerung schließen. Grund hierfür ist, dass die Stichprobe NICHT repräsentativ ist, weil nicht zufällige Leute getestet werden. Das wird in dem Artikel aber getan und sagt mir das der Autor keine Ahnung hat.

      Ein vereinfachtes Rechen-Beispiel zur Verdeutlichung (Zahlen sind frei erfunden):

      80.000.000 Menschen
      Woche 1: 8.000 Infizierte
      Woche 2: 24.000 Infizierte (16.000 Neu-Infizierte)
      => In Woche 1 sind 0.01% der Gesamtbevölkerung infiziert und in Woche 2 sind 0.03% der Gesamtbevölkerung infiziert, folglich ist die Anzahl der Neu-Infektionen von Woche 1 auf Woche 2 um 100% angestiegen.

      Zwei Annahmen die getroffen werden (Zahlen frei erfunden).
      20% der Infizierten haben Symptome und lassen sich Testen
      10% der Leute die sich testen lassen sind Corona Positiv

      Jetzt werden die Leute, die sich aufgrund von Symptomen melden, getestet:
      In Woche 1 werden 1600 Leute getestet, davon sind dann 160 positiv.
      In Woche 2 werden 3200 Leute getestet, davon sind dann 320 positiv.

      Argumentationsweise des Autors: In beiden Wochen sind 10% der Getesteten positiv => keine Neuinfektionen. In der "Realität" ist die Anzahl der Neu-Infektionen um 100% gestiegen.

      Widerlegt mich gerne.

      Schöne Ostern!

    • Letzter Versuch: Wenn ich eine Auswahl aus der Bevölkerung teste und die zu Testenden zufällig auswähle, bekomme ich eine Aussage, wieviel Prozent der Getesteten infiziert sind. Je mehr ich teste, desto genauer wird das Ergebnis. Aber immer so, x% der Getesteten sind infiziert. Wenn ich eine nicht zufällige Vorauswahl der zu Testenden vornehme, verschlechtert das die Genauigkeit – und führt nicht auf ominösen Wegen zu einem Erkenntnisgewinn. Und das Weglassen der Information, wieviele Tests es gab, macht die Zahlen völlig wertlos.

      Ganz schweigen davon, das uns aufkummulierte Zahlen präsentiert werden. Die Zahl der "Neuinfektionen" wird also niemals sinken! Und das ist ne glatte Lüge – oder Propaganda!

      Sie scheinen mir tatsächlich jemand zu sein, der meint, der blöden Bevölkerung kann man Lügen erzählen, oft genug wiederholt, wird die das schon schlucken…

    • Haben sie sich das Beispiel nicht angeguckt oder nicht verstanden?

      Aktuell geht es mir erstmal nur darum, dass Sie einen Punkt verstehen.
      Der Rückschluss, dass die Zahl der Neuinfektionen kaum steigt, indem in zwei aufeinanderfolgenden Wochen auf das Verhältnis zwischen der Anzahl von getesteten und positiv getesteten Personen schaut, ist nicht zulässig. Grund hierfür: Die Tests werden nicht bei zufälligen Personen durchgeführt sondern bei Leuten mit Symptomen.

      Neuer Versuch:
      Ich habe zwei verschiedene Mengen (M1 und M2), wobei M2 eine Untermenge von M1 ist.
      M1: Die Gesamtbevölkerung
      M2: Leute die sich mit Symptomen melden
      Teste ich jetzt ausschließlich in M2, dann kann ich aus dem Ergebnis nur auf das Ergebnis in M1 schließen, wenn gilt:
      Wahrscheinlichkeit, dass Person aus M1 corona-positiv ist = Wahrscheinlichkeit, dass Person aus M2 corona-positiv ist

      Das ist offensichtlich nicht der Fall.

  5. Danke, Herr Schreyer.
    Auch mit diesem wichtigen Artikel, der das Thema und seine längst bohrenden Fragen anschaulich zusammenfasst und die Antworten darauf präzise schlussfolgernd auf den Punkt bringt, haben Sie die Kriterien, die Sie selbst und Ihre Kollegen an Ihr neues Portal multipolar stellen, ein weiteres Mal erfreulich verwirklicht: Besonnene, gründliche Recherche und solide fundierte Berichterstattung, unbeeindruckt von den Aufgeregtheiten und Flüchtigkeiten des journalistischen Tagesgeschäfts. Solche Thinktanks, wo man sich wieder die Zeit nimmt, gründlich zu recherchieren und nachzudenken, sich einer Sache selbst zu widmen und nicht vor allem ihren angenehmen (lukrativen) Nebeneffekten, braucht unsere oberflächlich und hedonistisch gewordene Gesellschaft.
    MfG

  6. Sehr gute journalistische Arbeit, die Paul Schreyer mit diesem Artikel geleistet hat!

    „Damit stellt sich in aller Schärfe die Frage, weshalb die Maßnahmen, die Tausende Unternehmen absehbar in den Konkurs führen und Millionen Familien an den Rand des Nervenzusammenbruchs, dennoch stur aufrecht erhalten werden.“ Genau diese Frage wollen wir beantwortet haben, hört nicht auf, sie zu stellen!

  7. Vom Urheber der Corona-Krise:
    DOKTOR FAUSTUS DROSTEN
    "Habe nun, ach! Philosophie,
    Juristerei und Medizin
    und leider auch Theologie!
    durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
    Da steh´ ich nun, ich armer Tor!
    und bin so klug als wie zuvor;
    heiße Magister, heiße Doktor gar
    und ziehe schon an die zehen Jahr
    herauf, herab und quer und krumm
    meine Schüler an der Nase herum –
    und sehe, daß wir nichts wissen können!

    Drum hab´ ich mich der Magie ergeben,
    ob mir durch Geistes Kraft und Mund
    nicht manch Geheimnis würde kund;
    daß ich nicht mehr mit sauerm Schweiß
    zu sagen brauche, was ich nicht weiß;
    daß ich erkenne, was die Welt
    im Innersten zusammenhält,
    schau alle Wirkungskraft und Samen
    und tu nicht mehr in Worten kramen.
    …"

  8. Das Schlimme ist, dass die ganzen merkwürdigen Entscheidungen von der Tagesschund ins passende Regierungs-Narrativ umverpackt werden, sodass jeder, der unkritisch ist (die gutgläubigen Schafsköpfe) alles glaubt, was von dort aus verzapft wird.

    In der der Corona-Krise hat sich die Tagesschund selber die Seriositäts-Maske vom Gesicht gerissen und zeigt nun ihre wahre Fratze: Verbissene CDU-Hofberichterstattung — damit handelt sie in unfassbarer Ignoranz gegen ihren Auftrag!

    Geahnt haben es eh schon viele — die Tagesschau ist zur GEZwangsgebührenfinanzierten PR-Abteilung des Kanzleramtes verkommen … das hat sich in diesen Wochen klar verdeutlicht.

    • ich habe das PDF, aber sehe von meiner Seite aus keine technischen Möglichkeiten das in´s netzt zu bringen, weil mir die technischen Kenntnisse fehlen. müsstet schon irgendeine e-amiladresse hinterlassen, wo man es hinschicken könnte

    • drucke mir alle für mich wichtigen Artikel aus und sammel diese. Es sind für mich wertvolle Zeitdokumente, die uns geboten werden und irgendwer, wird sicherlich auch darüber mal eine Studienarbeit schreiben . .

    • Habe erfahren, dass ein Herr Dieter Müller, Professor für Straßenverkehrsrecht, auf facebook etwas zur Unrechtmäßigkeit der zu verhängenden Strafzahlungen geschrieben hat – kann den Beitrag aber nicht aufrufen und demnach nicht nachprüfen.

  9. Ich fürchte, Robert Koch hätte seine Studenten für so schlampige Arbeit noch eigenhändig geohrfeigt. Gut, das die Zeiten andere sind und man sich nach dem ersten derartigen Gedanken sofort sagt, nein, das geht doch nicht.

    Aber es gibt ja noch das Strafrecht. Das wurde schnell angepasst, für die Bürger natürlich. Wenn ich also eine Speise "ToGo" zu nahe dem Ort verspeise, an dem ich sie gekauft habe, ist dafür eine deftige Geldstrafe eingepreist. Wenn ich dann noch mit zwei Leuten, die das gleiche tun, ein bisschen schimpfe, wie blödsinnig das alles ist, oh oh, dann ist das 'ne Zusammenrottung.

    Angeblich stehen wir ja vor der größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg. Und da kommt ein Straftatbestand in den Focus, den muss man gar nicht neu erfinden, der nennt sich Hochverrat…

    • Ist richtig, manchmal kommt mir in den Sinn, daß sich das RKI gerade in den Jahren 1933-1945 aktiv an den Verbrechen der deutschen Faschisten beteiligt war. Aber das tut deren Reputation aber anscheinend keinen Abbruch, Ähnlich auch die allgegenwärtige JHU, da liegen noch einige Leichen im Keller !
      Aber Hauptsache es war keiner beim Stasi ! Dazu , nur am Rande, der oberste "Virenheld" Dr. Wieler ist von Haus aus Tierarzt … Es ist schon erstaunlich, daß diese Regierung(en ) nicht in der Lage sind, ausreichend Schutzausrüstung für wenigstens die wichtigsten Bereiche zu besorgen. Aber die Bürokratie funktioniert bei hirnrissigen, nicht schlüssigen, undemokratischen Bußgeldverordnungen . Und das in allen Bundesländern , Im Gegensatz zu den " Soforthilfen" , mein Bruder – Fitnesscenterinhaber mußte am 23.3. schließen, am 25.3. schickte er den Antrag online los – heute am 9.4. gibt es nichts, nicht einmal eine Antwort und schon gar kein Geld…

    • Ja, dieser Lockdown geht jetzt drei Wochen, mit nur etwas Sachverstand hätte man schon im Januar ahnen können, was auf uns zukommen kann. Da haben Spahn und Merkel noch alles verharmlost und Karneval feiern lassen! Statt die deutsche Industrie zu verpflichten, das notwendige Handwerkszeug zur Eindämmung einer Epedemie, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung, zu produzieren, und zwar einfache OP-Masken für jeden – der Krempel hätte kostenlos in jedem Supermarkt verteilt werden müssen. Aber bis heute haben nicht mal Pflegekräfte die notwendige Ausrüstung. Und diese widerliche Systempresse feiert diese Komplettversager auch noch. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie kotzen möchte…

  10. Zu dem Zeitpunkt, als das veröffentlicht wurde (8.04) wurde die Vorgehensweise des RKI bereits zu einer Online- Konferenz abgeändert, die persönliche Fragestellung ermöglicht, inklusive einer Folgefrage seitens der Fragestellers. Die Aussagen hierzu ist somit nicht richtig. Ihr macht euch angreifbar.

    • Das RKI hat ja inzwischen sogar den Versuch geändert, eine Obduktion zu verhindern.

      Das ist doch interessant. Einerseits versuchen sie es immer wieder: Verarsche die Leute so gut es geht, verschleiere, schüre Panik, handle intransparent…

      Und wenn dann der öffentliche Druck zu groß wird, knicken sie andererseits immer wieder ein Stück weit ein und sagen "da seht ihr mal, wie wir dazugelernt haben".

      Das ist doch einfach nur noch LÄCHERLICH! Eine echte, authentische Aufklärung wäre von Anfang an so transparent wie möglich, und keine pseudo-wissenschaftlich gestützte Propagandakampagne.

  11. Beate Bahner erklärt, warum der Shutdown verfassungswidrig ist:
    http://beatebahner.de/lib.medien/Erklaerung%20Beate%20Bahner%207.4.2020.pdf

    Wie nicht anders zu erwarten wird jetzt gegen Sie ermittelt:
    https://www.heidelberg24.de/heidelberg/coronavirus-klage-anwaeltin-beate-bahner-kontaktverbot-massnahmen-corona-verordnung-straftat-13640822.html

    • Achtung Kenfm und andere:

      Habe jetzt festgestellt, dass die Seite von Frau Bahner und alle wichtigen Details zu ihrer Klage gerade aus dem
      Netz genommen wurden- hat jemand die Klageschrift ausgedruckt? Wir wollten ihre Klageschrift nehmen und damit auch Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen.
      Jetzt ist die Seite weg …
      Danke

  12. vielen Dank für diesen Artikel und Aufarbeitung der Zahlen und Fakten!!

    die Verantwortlichen stehen den Bürgern und allen Menschen, die da wirtschaftlich, physisch und psychisch bedroht sind, gegenüber in einer Erklärungs- und Rechenschaftspflicht.

    Wir dürfen sie nicht daraus entlassen!
    und das ist auch nicht mit einem Ende der Quarantänemaßnahmen erledigt!!!

    weil hier an dem Fundament und der Verfassung auf der unserer aller Leben und Freiheit aufbaut, herumgesägt wird und wahrscheinlich bleibende Schäden verursacht.
    Ganz abgesehen davon, dass wir dann diesen tollkühnen Umgang mit Recht, Gesetzt und Verordnungen zukünftig als Risiko für unser weiteres Leben in Betracht ziehen müssen.
    Das geht zu weit und grundsätzlich über die Quarantänemaßnahmen hinaus.
    Wir müssen und können mit solch einem Risiko nicht leben und es würde eine erhebliche Einschränkung von Lebensqualität und Vertrauensbildung in unserer Gesetzgebung und regierenden Politik bedeuten.

    Das kann und darf nicht sein!

    Hier muss aufgeklärt werden, in welchem Interesse, die Verantwortlichen handeln!
    Stellt sich die Bundesregierung dieser Aufklärung nicht, verlangt sie vom Bürger die Akzeptanz von Willkühr!

    Das Verfassungsgericht ist ebenso aufgefordert festzustellen, inwieweit dieser tollkühne Umgang mit Recht, Gesetzt und Verordnungen unserer Verfaasungsgebung und Gesetzgebung entspricht. tut es dieses nicht, können wir auch das in die Tonne kloppen!

    • Vor allem sollte sich jeder Bürger darüber im Klaren sein, dass jegliche Gesetzesänderung, die er jetzt in Panik stillschweigend hin nimmt, bestehen bleibt. Corona hin oder her. Im Nachhinein wird es die Verantwortlichen nicht mehr interessieren, was stimmte und was nicht.

  13. Als Nichtvirologe ohne Zugang zu den Primärdaten traue ich mir keine Überprüfung der hier vorgetragenen Aussagen und Kritiken zu. Mit etwas Gelassenheit nehme ich aber zur Kenntnis, dass die Lage prekär ist. Vorsorge ist angebracht, unabhängig von irgendwo veröffentlichten Zahlen und auch unabhängig vom Geschrei in den täglichen Sondersendungen. Die Trittbrettfahrer die die Pandemie für ihre Machterweiterung nutzen wollen, sind argwöhnisch zu beobachten. Die gegenwärtige globale Wirtschaftsform (s. Ernst Wolff) steht vor dem Zusammenbruch. Da werden wir noch gebraucht und auch unsere NOCH propagandagefangenen Mitmenschen. Daran müssen wir arbeiten.

    • wirklich im Detail können wir die Zahlen ja alle nicht beurteilen, aber das die Verantwortlichen sich hier aus einer Erklärungsverantwortung heraus stehlen wollen, ist wohl nicht zu übersehen.

      Die Erklärungsnot wird sich auch noch steigern, wenn das ganze wirtschaftl. und gesellschaftl. Folge-Elend so richtig zum tragen und wirken kommt (wird ja jetzt schon sichtbar und bald werden auch die Aussagen von Herrn Wolf/Krall/Otte/Müller in irgendeiner Form ihre Bestätigung finden).
      Und da glaube ich auch, dass es wichtig ist, die Dinge weiter so präzise (wie Paul-Schreyer es hier auch macht) zu verfolgen, damit die Verantwortlichen später nicht sagen können, der Virus war´s und sich damit weiterhin selbst aus der Erklärungs- und Rechenschaftspflicht dem Bürger gegenüber entlassen.

      Wir müssen die wahren Hintergründe herausarbeiten, sonst sind wir zukünftig dazu verdammt mit "Verdrängungstraumata" (nenn ich jetzt mal so) zu leben und opfern unsere Souveränität. Alle weiteren Entwicklungen werden dann von dieser Verdrängung gefärbt und getränkt sein.

      Aber ich stimme auch zu, dass es wichtig ist, die "Trittbrettfahrerei" genauestens zu beobachten, damit die temporären Machterweiterungen sich nicht zu dauerhaften Vorraussetzungen und Randbedingungen erhärten.
      Empörungsenergie sollten wir uns wirklich sparen (bleibt manchmal – bei mir zumindest – aber nicht aus, da es ja nur schwer zu fassen ist, was da gerade läuft) für all die schönen Dinge, die da noch auf uns warten

  14. Danke an Paul Schreyer, er hat (wie einige andere) belegt, dass das RKI jede wissenschaftlich haltbare Zählung verhindert und statt dessen mit Zahlen jongliert, die keine Aussagekraft für was auch immer haben. Die Art, wie genau mit diesen Zahlen von Politik und MSM umgegangen wird und das Fehlen jeder Kritik an den Nonsenes-Zahlen dort, kann nur bedeuten, dass hier eine offensichtlich vorhandene normale Grippe zu Überlebensgröße aufgeblasen wird. Kein Argument des öffentlich hingerichteten Dr. Wodarg ist bis heute widerlegt, ganz im Gegenteil. (Ich spare mir die Aufzählung von etlichen Professoren, die alle Wodargs Argumentation unterstützen).
    Die Frage muss gestellt werden und sie ist viel wichtiger als dieser ganze Corona-Komplex:
    Worum geht es eigentlich wirklich? Was steckt dahinter?
    Ich bitte um Vorschläge.

  15. Meine Empörung lässt sich gar nicht mehr steigern, es ist einfach unglaublich und lässt den
    Rest meines Vertrauens ins die Seriosität von RKI und Regierung schwinden. Die Frage entscheidende Frage ist wirklich:
    warum die Regierungsverantwortlichen so handeln, obwohl ihnen die Zusammenhänge bewußt sind?
    Und sofort ist man bei den sog. Verschwörungstheorien. Wie auch immer, mittlerweile traue ich denen, die Macht ausüben, ob als Erfüllungsgehilfen oder den hinter den Kulissen, alles zu.
    "In der Politik passiert nichts zufällig" anscheinend nicht mal eine Pandemie.

  16. Zum einen bin ich schwer dafür, dass der RKI-Chef zukünftig der Vollständigkeit halber als "Veterinärmediziner Dr. Wieler" benannt wird. Dass der Mann Tierarzt ist, ist viel zu wenig Leuten bekannt, sagt aber eine Menge darüber aus, welche Philosphie das RKI verfolgt.

    Übrigens wurde ein weiteres Corona-Video von Dr. Bodo Schiffmann von YT gelöscht und zwar das Gestrige, in welchem er die Klageschrift von der Rechtsanwältin Beate Bahner ungekürzt vorgelesen hat. Ihr fallen gleich noch ein paar mehr Artikel des GGˋs ein, gegen welche die Regierung mit ihrer Corona-Verordnung "in eklatanter Weise" verstoßen hat.
    Man kann nur hoffen, dass es von ein paar schlauen Leuten runtergeladen wurde und es so erneut seinen Weg in die sozialen Medien findet.

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