STANDPUNKTE • COVID-19: Die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg?

Wird es eine „Gesundheits-Weltregierung“ geben?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Man sollte meinen, dass inzwischen alles zum Virus und der Erkrankung COVID-19 gesagt und geschrieben wurde. Trotzdem will ich auf bisher m.E. nicht ausreichend deutlich gemachte Punkte hinweisen. Mit meinem letzten PodCast zu dem Thema Corona-Virus versuchte ich deutlich zu machen, dass es seltsam ist, wenn wir nun jene Politiker loben, die das Gesundheitswesen an den Rand des Abgrundes getrieben haben, indem sie es privatisierten und profitarisierten, nur weil die COVID-19-Erkrankung anscheinend nun doch mit einem blauen Auge überwunden wurde. In diesem Beitrag will ich der Frage nachgehen, ob eine „Gesundheits-Weltregierung“, die ganz offensichtlich von einer Gruppe einflussreicher Oligarchen und Politiker angestrebt wird, nicht eine vernünftigere Lösung für zukünftige Probleme wäre.

Die „Gesundheits-Weltregierung“

Vorab sei gesagt, dass es für die vorliegende Analyse unerheblich ist, ob die im Folgenden beschriebene Organisation etwas mit dem Ausbruch von COVID-19 zu tun hat. Es geht mir lediglich um die Auswirkungen bzw. Folgen der 2019 geplanten Strategien zur Durchsetzung einer global festgesetzten Verfahrensweise im Fall von gesundheitlichen Katastrophen. Und auch die Frage, ob das Virus absichtlich oder unabsichtlich, aus einem US- oder einem chinesischen BioWaffenlabor entsprungen sein könnte, ist nicht das Thema dieses PodCasts. Sondern lediglich Fakten, die klar und unwiderlegbar sind. Nämlich wie eine globale Propagandastrategie entwickelt wurde, um die Gesundheitspolitik aller Länder der Welt zu unterlaufen und zu bestimmen.

Am 18. Oktober 2019, veranstaltete das Johns Hopkins Center for Health Security gemeinsam mit dem Weltwirtschaftsforum und der Bill and Melinda Gates Foundation eine Pandemiesimulation auf höchster Eben, genannt „Veranstaltung 201“. Gezeigt werden sollte, dass es eine Partnerschaft zwischen privaten und öffentlichen Organisationen bedarf, um große wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen von weltweiten Gesundheitskrisen zu bewältigen (1).

Die allererste Frage die sich dem Betrachter stellt ist, warum nicht die existierenden akuten großen Weltkrisen, die täglich zehntausende von Toten fordern, wie zum Beispiel Mangelernährung einerseits und Überernährung andererseits, warum die nicht als zuallererst zu bekämpfendes Gesundheitsproblem eingestuft werden, statt fiktive Pandemien. Aber anscheinend geht es nicht um die wirklichen globalen Probleme, sondern um die Gefahren für die kapitalistisch organisierten Industriegesellschaften, das konnte man beim weiteren Studieren der Unterlagen bemerken (1).

Was man den diversen Videos auch noch entnehmen konnte war, dass hier niemand eine formale gewählte Weltregierung für Gesundheit anstrebt. Vielmehr geht es darum, wie Regierungen auf der ganzen Welt dazu gebracht werden können, sich so zu verhalten, wie das von einem erlauchten Kreis von Oligarchen und Beamten für richtig erachtet wird. Eine „Weltregierung“ wäre verantwortlich. Ein Gremium, das lediglich „berät“ und „koordiniert“, wird aber nie zur Verantwortung gezogen werden.
Kommen wir zu einigen der interessanten Aussagen zum Thema Kommunikation, weil wir als alternative Kommunikatoren natürlich hieran besonders interessiert sind. Da gibt es eine Mitarbeiterin oder ehemalige Mitarbeiterin der Weltbank, die erklärte:

„Ich möchte kurz darüber sprechen, warum wir kommunizieren, was der Sinn von Kommunikation ist. Es scheint mehrere Elemente in der Kommunikation zu geben, was ein Fakt ist, wie auch immer, Sie definieren das dort draußen selbst. Aber lassen Sie uns beispielsweise vollkommen darüber im Klaren sein, dass wir viele Jahre wussten, dass Tabakkonsum einen tötet. Ob Sie sich nun in dem 50%igen Anteil befinden, der sehr jung stirbt, oder auch nicht, es bleibt eine Tatsache. Es gibt einige solche allgemein verbreiteten Erkenntnisse, wie wir selbst wissen. Aber das bedeutet nicht, dass sie [Anmerkung: die Informationen über diese Tatsache] das Verhalten der Menschen ändern. Ich denke, wir sollten uns deshalb im Gespräch in der Kommunikation auf den SINN dieser Kommunikation mit dem was wir wissen einstellen. Und so Anreize für Verhaltensweisen bieten, die wir sehen wollen. Es geht bei diesem Sinn dieser Kommunikation nicht nur darum, den Leuten ein Stück Wissen zu übergeben, sondern um die Frage, wie veranlassen wir sie, ihr Verhalten zu verändern.“ (3)

Was diese Rednerin also fordert ist, nicht Fakten zu vermitteln, sondern Informationen, welche zu den gewünschten Reaktionen führen. Mit anderen Worten: Es geht um Propaganda zur Durchsetzung eines Ziels, das von dieser Gruppe beschlossen wird.

Die Folgen dieser Forderung können wir heute beobachten. In der Kommunikation der Massenmedien und des Mainstreams in den Sozialen Medien wird kolportiert, dass jener, der die neuen sozialen Normen missachtet, für den Tod von Anderen verantwortlich ist. Nicht die fehlenden Kapazitäten, nicht die fehlenden Katastrophenvorsorgemaßnahmen, nicht die Politik der Privatisierung ist verantwortlich, nein, derjenige, der den neuen Normen widerspricht, der sich nicht daran hält, der ist für den Tod von Menschen verantwortlich. Hören wir nun, was Timothy Evans von der Weltbank zu sagen hat:

„Ich denke, Sie liegen sehr richtig darin, dass die UN und die WHO weiterhin sehr klare Aussagen machen. Wenn Sie aber die Regierungen direkt herausfordern, stoßen sie oft auf die Frage der Souveränität. Ich denke, es ist wichtig, dass dies nicht als einzige Reaktion bleibt, denn es ist sehr schwierig dann weiterhin über vorsichtigen aber machtvollen Einfluss nachzudenken. Man kann entweder das Staatsoberhaupt anrufen, oder aber andere machtvolle Institutionen dieser Länder. Wir haben das im Zusammenhang mit der Mobilisierung religiöser Führer im Kontext mit Polio gesehen. Oder bei speziellen Industrieführern. Bei denen man natürlich softer herangeht im Vergleich zu den harten Linien bei Regierungen, bei denen weniger Tarnung angewandt wird. Zum Beispiel bei Einstiegsthemen. Anstatt sie zu versuchen mit internationalen Gesundheitsvorschriften abzustrafen.“ (4)

Damit das klarer wird: Der Redner fordert, die Souveränität von Staaten durch Propaganda und Lobbyismus zu unterlaufen.
Wie diese Einflussnahme in der Praxis abläuft, wird in einem anderen Teil des Videos von einem der Round-Table-Spezialisten erklärt.

„Ich denke es ist wichtig darüber nachzudenken, welche typischen Spieler wir aus dem privaten Bereich einbringen können, um bei multinationalen Pharmafirmen die Diskussion anzustoßen, warum ihre Produkte als nicht sicher angesehen werden könnten. Ein ziemlich großer Faktor in Südafrika ist zum Beispiel Nando-Hühnchen. Ich denke also an die großen atypischen vertrauenswürdigen Firmen, die zwar wenig Interesse an diesem Thema haben, jedoch einen großen Einfluss auf die Regierung ihres Landes haben, die ziemlichen Respekt genießen. Das würde wohl sehr wichtig sein.“ (5)

Er bestätigt also, dass man die Pharmakonzerne einbinden kann, um Veränderungen in der Politik zu erreichen, dass es aber wichtiger ist, „unbelastete“ Protagonisten zu motivieren. Auch das sehen wir nun in Deutschland. Und wenn dann solche scheinbar uninteressierten Gruppen, wie Microsoft (deren Hauptgesellschafter allerdings Hauptsponsoren der oben genannten Veranstaltung waren), oder scheinbar unabhängige Organisationen, die aber ebenfalls von den Hauptgeldgebern der Veranstaltung 201 finanziert werden, in Deutschland als vollkommen uninteressierte und neutrale Präsentatoren auftreten, hat das natürlich eine hohe Glaubwürdigkeit.

Und wenn die WHO von den Rednern als wichtiger Teil der Propagandastrategie bezeichnet wird, sollte man sich vor Augen halten, was Hermann Ploppa über die multinationale Organisation schreibt:

„Jedoch ist die Zahlungsmoral der UNO-Staaten derart lausig, dass von den mittlerweile 4 Milliarden Dollar, die die WHO aktuell im Jahr ausgeben kann, gerade einmal eine Milliarde noch aus öffentlicher Hand kommt. Die restlichen drei Viertel muss die WHO als Spendengeld einwerben. Und die größten Spender sind die global operierenden Pharmakonzerne. Längst ist auf diese Weise die WHO zu einer Außenstelle bestimmter Pharmakonzerne herabgesunken. Konkurrenten der großen Pharmakonzerne werden von der WHO aus dem Wettbewerb herausgehalten. Die Wettbewerbssituation ist auf diese Weise verzerrt. Mit der Folge, dass die de facto-Monopolisten mit Direktzugang zur WHO für ihre Produkte vollkommen überhöhte Preise verlangen können. Mit verheerenden, oder sollen wir besser sagen: mörderischen Folgen, für die armen Menschen auf der Welt.“ (11)

Eine Folge der nicht mehr vorhandenen Neutralität, seit mit der Auflösung der Sowjetunion die kritischen Stimmen in dem Gremium zum Schweigen gebracht wurden, ist die Tatsache, dass durch Szenarien der Angst vor unkontrollierbaren Seuchen Staaten dazu genötigt wurden, gigantische Mengen von Tamiflu und angeblich unverzichtbaren Medikamenten zu horten. Während tatsächlich wichtige lokale Voraussetzungen wie Pflegepersonal, Krankenhausbetten und Intensivstationen, vernachlässigt wurden.

Wie aber soll die Kontrolle über die Kommunikation erhalten und behalten werden? Nun, das Geheimnis liegt im „Fluten“ und überfluten aller Medien durch gleichlautende Behauptungen. Auch hierzu kann man Aussagen der Teilnehmer an der Veranstaltung 201 in den Videos finden:

„… In vorangehenden Gesprächen sprachen wir über die Zentralisierung von Informationen über das Management öffentlicher Gesundheit. Es benötigt eine zentralisierte Kommunikation, die an informierte Befürworter weitergegeben werden kann. Den NGOs, die in medizinischen Berufen vertreten sind. Zentralisation auf internationaler Basis natürlich. Ich denke wir bräuchten einen zentralen Datenpool für Schlüsselbotschaften, Daten und Fakten. (…) Meine Mitarbeiter haben mich informiert, dass die Unterstützung für Reisebeschränkungen irgendwo zwischen 57 und 90 Prozent liegt. Wir wissen alle, dass Politiker von der öffentlichen Meinung beeinflusst werden. Wir können das aber auf eine positive Art nutzen. (…) Das steht sehr deutlich im Zusammenhang mit den täglichen Unterweisungen der WHO. In diesem Fall kann ich mir keine andere Institution vorstellen, die im Fokus steht. (…) Ich denke, die Begrenzung oder Beendigung der Sozialen Medien würde großen Schaden anrichten. Wir sollten sie benutzen und auf unsere Seite bringen, mit ihnen zusammen arbeiten, und versuchen, diese Mis-Informationen zu vermeiden. (…) Ich denke, eines der Dinge die wir wollen ist, mit Telekommunikationsfirmen zusammen zu arbeiten um sicherzustellen, dass alle Zugang zu der Art von Information haben, die wir anbieten wollen. (…) Manchmal wissen die Aktiven im Gesundheitswesen etwas. Wenn sie aber nicht gut [gemeint ist wohl ‚kommunikativ gut‘] ausgebildet sind, dann geben sie falsche Informationen weiter. (…) Ich glaube, dass es eine ergänzende Taktik wäre, (…) Organisationen und Zivilgesellschaften zu kontaktieren und sie ebenfalls zu einem frühen Zeitpunkt zu rekrutieren, um ihre Integrität sicher zu stellen. (…) Ich möchte auf das Vertrauensbarometer zurückkommen. Letztes Jahr in Davos wurde bekannt gegeben, dass das Vertrauen in traditionelle Medien gewachsen ist, während das Vertrauen in sozialen Medien gesunken ist, speziell nach den Wahlen in den USA. (…) Die Plattformen der sozialen Medien sind eine Möglichkeit zu erkennen, wer in welcher Form bezüglich Mis-Information nicht akzeptabel ist. (…)“ (6)

Erkennen Sie die Brisanz dieser Aussagen? Es geht nicht nur darum, durch Propaganda eine Meinung zu prägen. Nein, die Aussagen von Fachleuten, die davon abweichen, sollen unterdrückt werden. Und, was besonders bedrohlich klingt: Die Sozialen Medien sind ideal geeignet, um Abweichler zu identifizieren und zum Schweigen zu bringen.
Aber zurück zur „Flutungsstrategie“.

„Wir haben viele [Anmerkung: Kommunikationsstrategien], aber eine davon ist die Flutungsstrategie. (…) Gute Informationen fluten (…) Eine Manifestation der Flutung (…)“ (7)

Vergleichen Sie diese Aussagen mit den Informationen, von denen Sie heute überwältigt werden …Ist eine globale Gesundheitsstrategie nicht vorteilhaft? Nun könnte man ja durchaus der Meinung sein, dass diejenigen, welche sich da zusammen gefunden haben, nur reine, hedonistische Motive hätten, und das Beste für die Menschen der Welt wollten. Schließlich haben sie unbegrenzte Finanzmittel, die ihnen alle Informationen erschließen, die es gibt. Während die Regierungen der Länder oft von korrupten Netzwerken unterwandert sind. So könnte man denken.

Dann könnte man sich aber auch daran erinnern, was im Juli 2019 als gesundheitspolitisches Ziel, ausgehend von einer Bertelsmann-Studie (8) von vielen Bundespolitikern und Medien aufgenommen und als unvermeidliches Ziel ausgegeben wurde. Die Anzahl der Krankenhäuser sollten halbiert werden. An Stelle der kleineren Krankenhäuser sollten große, natürlich privatisierte, Superzentren entstehen. Diese Forderung ist eine globale Forderung von neoliberalen Kräften, die dadurch auch die Privatisierung voran treiben wollen. Es gibt so unendlich viel Geld, das nur als Zahlen auf Konten schlummert und mit einem Click gelöscht werden könnte, das unbedingt in Sachwerte wandern will, möglichst in solche, deren Profit vom Staat garantiert wird.

Die Realisierung des Szenarios wurde glücklicherweise durch den Widerstand von Patienten, Gemeinden und Bundesländern bisher verlangsamt. Man stelle sich vor, ein solches Superzentrum würde von einer Pandemie getroffen, müsste zumindest zeitweilig geschlossen werden. Mal ganz abgesehen von anderen Katastrophen-Szenarien und dem Aufwand der Anreise für Patienten.

Ein weiterer Hinweis: Die hohe Mortalitätsrate in Wuhan, China und im Norden Italiens ist eindeutig auf die dort herrschende, weltweit einmalige Luftverschmutzung zurück zu führen, in Italien auch auf den außergewöhnlich hohe Altersdurchschnitt. In Wuhan hatte das bereits zu Demonstrationen geführt, in Norditalien schon einmal zu hohen Mortalitätsraten und einem Fast-Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Mal abgesehen davon, dass Turin (und teilweise Mailand) und Wuhai die ersten Städte mit dem Großeinsatz von G5-Technologie sind. Eine Funkwellentechnologie, der man nachsagt, gesundheitliche Probleme der Atemwege verursachen zu können. Auch wenn einzelne Faktoren vermutlich nicht entscheidend für die Verschärfung einer Pandemie sind, ist die Ballung von so vielen Stressfaktoren mit Sicherheit doch ein Grund. Ausgehend von diesen Regionen auf den Rest der Welt zu schließen ist gefährlich, das sollte jeder erkennen.

Oder wir erinnern uns an das Jahr 2009. Da gab es schon mal eine globale Krise mit globalem Gesundheitsmanagement derjenigen, die behaupten, das Gesundheitssystem der ganzen Welt am besten organisieren zu können. Hier die Zusammenfassung eines Berichtes des Komitees für Sozialfragen, Gesundheit und Familie des Europarates (9).
„Am 11. Juni 2009 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell die ‚Pandemie (H1N1) 2009‘.

Die Art, wie die H1N1-Grippe-Pandemie nicht nur von der WHO, sondern auch von den zuständigen Gesundheitsbehörden und den Behörden auf der Ebene der Europäischen Union behandelt wurden, ebenso wie die Behandlung nationaler Ebene, gibt Anlass zur Besorgnis. Einige der in der Folge der getroffenen Entscheidungen und erteilten Ratschläge sind besonders beunruhigend, da sie zu einer Verzerrung der Prioritäten der öffentlichen Gesundheitsdienste in ganz Europa führten, ebenso wie zu Verschwendung von großen Summen öffentlicher Gelder und auch ungerechtfertigten Ängsten und Befürchtungen über Gesundheitsrisiken, denen die europäische Öffentlichkeit insgesamt ausgesetzt ist.

Es wurden gravierende Mängel in Bezug auf die Transparenz von Entscheidungsprozessen hinsichtlich der Pandemie ermittelt, welche Bedenken über den möglichen Einfluss der Pharmaindustrie auf einige der wichtigsten Entscheidungen im Zusammenhang mit der Pandemie erzeugen. Es ist zu befürchten, dass dieser Mangel an Transparenz und die fehlende Rechenschaftspflicht dazu führen wird, dass das Vertrauen in die Ratschläge der großen öffentlichen Gesundheitseinrichtungen stark abnimmt.“

Mit anderen Worten: Das was von der Veranstaltung 201 gefordert wurde, war hier eingesetzt worden, um Lobbyismus vom schlimmsten Typ zu inszenieren. Natürlich ohne dass es jemals zu einer Abrechnung mit den Verantwortlichen gekommen wäre. Und das, obwohl sogar die Massenmedien darüber berichteten (10).

Wie unterscheidet sich die Methode „201“ von einer Diktatur?

Nun stellt sich die Frage, wie sich eine solche „Gesundheits-Weltregierung“ von einer Diktatur unterscheidet. Nun, da können wir solche Maßnahmen, die mit Hilfe von Propaganda, Massenbeeinflussung und Lobbyismus durchgesetzt werden, einmal mit der Politik in China vergleichen. Denn China wird ja im angeblich liberalen Westen gerne als Diktatur bezeichnet.

In China werden radikale Maßnahmen durch die Regierung durchgesetzt, die sich dabei auf das Gemeinwohl beruft. Sind dies Maßnahmen fehlerhaft, werden die entsprechenden Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen. Sie fallen „in Ungnade“ oder werden sogar vor Gericht gestellt, oppositionelle Strömungen in der Einheitspartei erhalten Zuspruch. Wie sieht es nun im Wertewesten aus? Nun hier wird den Menschen vorgegaukelt, dass sie ja selbst entschieden hat, sich den Maßnahmen zu unterwerfen, dass es ihre von ihnen gewählten Vertreter waren, die nach bestem Wissen und Gewissen die Maßnahmen ergriffen, die sich nun als fehlerhaft herausstellen. Mit der Folge, dass niemand zur Rechenschaft gezogen wird.
Machtlose Politik?

Getrieben von mächtigen Lobbygruppen, unter Druck gesetzt von nach Katastrophen gierenden Medien, haben Politiker natürlich nur eine Wahl: Sich dem Konsens des schlimmsten Szenarios zu beugen. Und viele sehen darin natürlich eine Chance, lange gehegte Wünsche nach Verstärkung ihrer Macht durch neue Gesetze zu realisieren. Ein Surfen auf der Krise sozusagen. Folgen Sie dem globalen Konsens, können sie nur gewinnen. Fällt die Pandemie nicht so schlimm aus wie vorausgesagt, können sie auf ihre Maßnahmen verweisen. Wird es doch so schlimm, können sie sagen, alles getan zu haben, was möglich war.

Und so werden jene Politiker, die seit Jahren das Gesundheitssystem immer stärker durch Privatisierung und Gewinnorientierung stressen, und dadurch zum großen Teil für die Auswirkungen einer gesundheitspolitischen Katastrophe mitverantwortlich sind, plötzlich zu Rettern. Und alles dank der „Kommunikation“ wie sie von der Veranstaltung 201 erklärt wurde.

Die Konkurrenz der Werte

In der Diskussion über eine „Weltregierung für Gesundheit“ treffen zwei grundsätzliche Werte und Überzeugungen aufeinander. Zunächst sollten sich die Befürworter der global zentralisierten Gesundheitspolitik erklären lassen, dass es sich nicht um eine Weltregierung handeln würde, sondern um eine Weltdiktatur. Denn niemand hat diese Organisation demokratisch gewählt. Sodann sollte klar sein, dass eine Organisation, je größer sie wird, sich um so mehr von den Menschen entfernt und noch weniger von ihnen kontrolliert werden kann. Das vorausgeschickt lässt das Argument der Befürworter verblassen. Sie sagen, dass eine zentrale Organisation der Gesundheit in den Händen von „Spezialisten“ die qualitativ bestmögliche Lösung für Probleme der Gesundheit wäre.

Die Gegner dagegen erklären, dass die Unterschiede in den Kulturen, den gesellschaftlichen Systemen und den technischen Voraussetzungen so unterschiedlich wären, dass es unmöglich ist, gesundheitliche Probleme durch ein globales Management besser zu lösen, als durch dezentrales Management. Noch wichtiger aber dürfte das Argument sein, dass der Anspruch, durch eine globale „Regierung“ das Leben der Menschen bis in kleinste Teile zu bestimmen, vollkommen gegen das Grundrecht der freien Entfaltung der Persönlichkeit verstößt.

Aber natürlich wird der Versuch weiter gehen, auf Krisen surfend, den Menschen den Eindruck zu vermitteln, alles würde besser organisiert werden, wenn es nur von einer entschlossenen Gruppe von Spezialisten zum Wohle der Menschheit getroffen werden würde.

Lassen Sie sich dadurch aber nicht blenden. Meiner Meinung nach wurden fast alle großen Durchbrüche in der Wissenschaft gegen den Widerstand des Mainstreams durch Einzeltäter oder „Widerstandsgruppen“ durchgekämpft. Im Fall von durch Oligarchen, egal wie wohlmeinend sie sein mögen, oder Spezialisten, gefassten Entscheidungen, die eine nicht zu hinterfragende globale Doktrin aufbauen, wird Dissens und damit Fortschritt der Erkenntnis unmöglich.

Bleiben Sie wachsam!

  1. http://www.centerforhealthsecurity.org/event201/
  2. http://www.centerforhealthsecurity.org/event201/videos.html
  3. https://youtu.be/PIU5XNjXlRY?t=127
  4. https://youtu.be/PIU5XNjXlRY?t=270
  5. https://youtu.be/PIU5XNjXlRY?t=545
  6. https://youtu.be/PIU5XNjXlRY?t=739
  7. https://youtu.be/PIU5XNjXlRY?t=932
  8. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2019/juli/eine-bessere-versorgung-ist-nur-mit-halb-so-vielen-kliniken-moeglich/ Bertelsmann ist maßgeblich im Bereich der privatisierten Gesundheitsversorgung aktiv.
  9. https://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/Xref-DocDetails-EN.asp?FileID=12463&lang=EN
  10. https://www.stern.de/gesundheit/schweinegrippe–eine-milliarde-durch-den-schornstein-gepfiffen–3898372.html
  11. https://www.rubikon.news/artikel/unter-falscher-flagge-3

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4 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • COVID-19: Die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg?

  1. Hallo, Herr Mitschka, ich finde Ihre Recherche und Schlußfolgerungen sehr interessant und besorgniserregend. Man mag es kaum glauben! Wie erklären Sie sich, dass ja sowohl China als auch Russland einen Lock down durchführten bzw. durchführen. Meinen Sie, dass der Einfluß der westlichen Lobby-Gruppen auch hierhin reicht und wie stellen Sie sich das konkret vor?? Vielen Dank für Ihre Antwort!

  2. *Thumb_up*! – Herr Mitschka. Kompliment für Ihren Artikel!

    Besonders wert zu wiederholen sind mir Ihre letzen Sätze:
    [Zitat:]
    "Meiner Meinung nach wurden fast alle großen Durchbrüche in der Wissenschaft gegen den Widerstand des Mainstreams durch Einzeltäter oder „Widerstandsgruppen“ durchgekämpft. Im Fall von durch Oligarchen, egal wie wohlmeinend sie sein mögen, oder Spezialisten, gefassten Entscheidungen, die eine nicht zu hinterfragende globale Doktrin aufbauen, wird Dissens und damit Fortschritt der Erkenntnis unmöglich."
    [:Zitat Ende]

    Das halte ich nicht nur für IHRE Meinung, sondern für eine allgemeingültige Erkenntnis bei allen, die noch einen wachen Verstand haben.

    Bezügl. zur – hierarchisch strukturierten(!) und privat-subventionierten(!) – Medizin-Wissenschaft nenne ich das Phänomen zwischenzeitlich das "Ignaz_Semmelweis_Syndrom":
    Lieber steckt man einen Kritiker wie Semmelweis – der mit seiner "Außenseitermeinung" immerhin die Ursachen für die damalig grassierende Kindbett-Sterblichkeit (mangels Hygiene von Ärzten im Gegensatz zu der von Hebammen!) massivst gesenkt hat, in eine Nervenheilanstalt. "Kollegen" erklären ihn für verrückt und lassen ihn in dieser "Heilanstalt" sterben (um nicht zu sagen: Verrecken!), als dass man sachlich/fachlich, seriös wissenschaftlich und damit SELBSTkritisch(!) prüft.

    Das nur als Beispiel im med.-hierarchischen Betrieb! Ebensolches findet sich aber auch im finanzpolitischen: Wie war das noch gleich in Hessen, als die drei mutigen SteuerfahnderInnen als pathologische Querulanten diagnostiziert, quasi mit med. "Segen" pathologisiert wurden und ihrer regelgerechten Arbeit entbunden wurden?!?

    Die Parallelen zum aktuellen Corona-Phänomen sind aber nur zufällig!

    Sicherlich! Ganz bestimmt!

    Und nur ein verschwörungstheoretischer Schelm(!?!), der Übles hier vermutet. 🙂

  3. Der Beitrag von Jochen Mitschka
    sollte Basis für eine Auseinandersetzung zu Fragen der politischen Gegenwart sein .
    Die Simulation ist Basis der Politik und die Realität schreitet als Unbehagen und Versagen in diese Simulation .
    Die Probleme, die in der Realität auftreten werden durch Behauptung von Demokratie in die Verantwortung des Volkes gelegt
    und der Staat wird in Verantwortung genommen für Entscheidungen, die die politischen Vertreter in einem Staat nicht treffen .

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