STANDPUNKTE • Der Griff nach Eurasien – Integration Griechenlands in die westliche Wertegemeinschaft

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Auszug aus dem demnächst erscheinenden Buch von Hermann Ploppa: „Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland“. Hier ein Ausschnitt über die blutige „Integration Griechenlands in die westliche Wertegemeinschaft“ unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. 

Griechenland war bei der Angliederung Westeuropas an die Pax Americana das härteste und eindringlichste Beispiel. Die Brutalität der geopolitischen Flurbereinigung zugunsten der Westmächte übertrifft in Griechenland alles, was sich an Tragödien im Ostblock zugunsten Stalins je abgespielt hat. Davon zeugen allein schon die 160.000 Toten vornehmlich in der Zivilbevölkerung, die dieser Krieg gekostet hat. Hier wurde mit härtesten Bandagen gegen die Bevölkerung gekämpft, wobei auch Napalm zum Einsatz kam.

Griechenland war bereits 1941 von deutschen, italienischen und bulgarischen Einheiten überfallen und besetzt worden. Die faschistische Besetzung manifestierte sich in Brandschatzungen, Morden und Entführungen von monströser Größenordnung. Achtzig Prozent der Industrie Griechenlands wurde zerstört. Schätzungsweise zehn Prozent der Bevölkerung gingen durch Exekutionen, kriegerische Auseinandersetzungen oder durch Hungersnöte zugrunde. Allerdings hatte die Härte der Unterdrückung zur Folge, dass der antifaschistische Widerstand einen außergewöhnlichen Mobilisierungsgrad erreichte. Von den verbliebenen 7.3 Millionen Griechen waren je nach Schätzungen 500.000 bis zwei Millionen Bürger aktiv im Widerstand. Also etwa jeder vierte Grieche oder Griechin riskierten ihr Leben für ihre Freiheit. Die Nationale Befreiungsfront EAM und die Griechische Volksbefreiungsarmee ELAS waren gut aufgestellt. Diese Kämpfer hatten in ihrer Heimat eine Infrastruktur aufgebaut, die sich für eine Nachkriegsordnung gut geeignet hätte, wenn nicht …ja wenn nicht Churchill und seine Mitstreiter ganz andere Pläne gehabt hätten, die sie mit äußerster Brutalität durchzusetzen gewillt waren.

Im Oktober 1944 zogen nämlich die Truppen der Wehrmacht und Bulgariens aus Griechenland ab, um an der Ostfront zu retten, was noch zu retten war. Nun war Griechenland eigentlich endlich frei. Doch als nächstes marschieren die Engländer in Athen ein, und die gutmütigen Griechen ahnen noch nicht, was ihnen nun blüht. Denn die Briten kooperieren sofort mit den griechischen Faschisten, die als Nazi-Kollaborateure die deutsche Terrorherrschaft unterstützt hatten. Zu ihnen gesellen sich noch liberale und konservative Griechen, die in Ägypten, weit ab vom Schuss, eine Exilregierung geführt hatten. Dazu griechische Truppenverbände, die als Unterstützungsarmee die englischen Verbände zu allen möglichen Kriegsschauplätzen begleiteten. Zunächst kommt es zu einer Regierung der Nationalen Einheit, an der auch sechs EAM-Mitglieder beteiligt sind. Nun wird allerdings die Schraube angezogen. Die neuen Herren aus dem Ausland verlangen jetzt eine einseitige Entwaffnung der legitimen Antifaschisten der EAM und der ELAS. Die Nazi-Kollaborateure sollten ihre Waffen behalten. Es kommt zum Dekemvriana, zum Bürgerkrieg im Dezember 1944. Britische Besatzungstruppen gemeinsam mit den Nazi-Kollaborateuren bereiten EAM und ELAS eine militärische Niederlage.

Bürgerkrieg? Eher ein Massaker

Das Schlachtfest, das nun beginnt, trägt in der westlichen Wertegemeinschaft den Titel: „Griechischer Bürgerkrieg“. Ein solcher Begriff soll bewusst in die Irre führen. Erstens kämpfen hier keine griechischen Bürger gegeneinander, sondern faschistische Schocktruppen unter ausländischer Regie zerschlagen gewachsene zivile Strukturen, die geopolitischen Interessen Dritter im Wege stehen. Zweitens suggeriert der Begriff „Bürgerkrieg“ einen symmetrischen Krieg. Also einen Krieg zwischen zwei gleich starken Parteien, wo das Kriegsglück entscheidet. Das ist im Falle Griechenlands in den späten 1940er Jahren so unzutreffend wie bei allen späteren „Bürgerkriegen“, sei es in Ruanda, Kongo oder aktuell in Syrien. Im Falle Griechenlands handelte es sich um ein perfides Katz-und-Maus-Spiel, das die vollständige Vernichtung der griechischen Selbstbestimmung zum Ziel hatte. Denn, um auf den Jahreswechsel 1944/45 in Griechenland zurückzukommen: nach ihrer militärischen Niederlage gaben EAM und ELAS ihre Waffen ab und waren nun bereit, an einer zivilen Koalitionsregierung mitzuwirken. Das wurde im Vertrag von Varkiza am 12. Februar 1945 feierlich von allen Seiten besiegelt. Doch das Ziel der Westmächte bestand definitiv darin, alle Kräfte, die auch nur ansatzweise der Einbindung Griechenlands in den militärischen Aufmarsch gegen die Sowjetunion im Wege stehen könnten, mit Stumpf und Stiel auszurotten. Man musste also die nunmehr entwaffneten Volksbefreiungskräfte so weit provozieren, dass sie in einen militärisch chancenlosen Endkampf – alles oder nichts – einsteigen würden. Die nunmehr entwaffneten Kämpfer der EAM und ELAS sahen sich dem so genannten „Weißen Terror“ ausgesetzt. Faschistische Terrorbanden massakrierten die wehrlosen Antifaschisten. Es ist wohl nachzuvollziehen, dass die Antifaschisten nicht an den allgemeinen Wahlen im Jahre 1946 unter solchen Umständen teilnahmen. Sie beschließen, sich erneut zu bewaffnen. Hierbei kommt ihnen die Nachbarschaft zu den mittlerweile kommunistisch gewendeten Staaten Jugoslawien und Bulgarien zugute. Ähnlich wie die Vietkong die Nachbarländer Laos und Kambodscha als Rückzugsgebiete nutzten, so nutzten die Antifaschisten diese Nachbarländer, die ihnen gerne halfen.

Und hier erweist sich, dass auch der oft für den Griechenland-Konflikt verwendete Begriff „Stellvertreterkrieg“ nicht zutreffend ist. Denn Großbritannien lässt zwar seine Marionetten für sich tanzen – Stalin hält sich dagegen vornehm aus dem Gemetzel heraus. Wir wissen heute warum. Er saß ja 1944 mit Churchill zusammen und überließ dem Engländer im Gegenzug für Rumänien das bevölkerungsarme Griechenland. Während die Kommunisten in Jugoslawien und Bulgarien noch ganz frisch und unverbraucht als Überzeugungstäter an der bedingungslosen Solidarität mit ihren gequälten Schwestern und Brüdern in Griechenland festhalten, denkt der Routinier Stalin in anderen geopolitischen Größenordnungen.

Die Truman-Doktrin

Nun kommt ein neuer, ebenfalls unverbrauchter Spieler dazu, nämlich die USA. Denn wieder einmal, wie schon im Ersten Weltkrieg, ist Großbritannien durch die exorbitanten Kriegskosten pleite, und kann die Arrondierung der Westfront am Mittelmeer nicht mehr länger bezahlen. Das ist der Auslöser der Truman-Doktrin. Das Militär-Industrielle Establishment in Washington hatte schon länger Ausschau gehalten nach einem geeigneten Anlass, um mit einer Rundum-Eroberungsstrategie in Europa einzusteigen. Also, mit einer kombinierten Aktion von Militär, Geheimdiensten, zivilen Netzwerkorganisationen, finanziellen Investitionsspritzen und kulturellen Beeinflussungsstrategien. Da kommt der britische Hilferuf Griechenland betreffend gerade recht. Die Chefstrategen trommeln den zu hundert Prozent gefügigen Washingtoner Kongress mit seinen zwei Kammern zusammen für eine außerordentliche gemeinsame Sitzung, um ihrem Präsidenten Truman zu lauschen, der natürlich wieder nur ihr Bestes will, nämlich noch mehr Steuergelder für seine ehrgeizigen außenpolitischen Vorhaben.

Am 12. März 1947, also ziemlich genau ein Jahr nach Churchills Iron Curtain-Rede, stellt sich Truman ans Rednerpult des Kongresses und liest eine für ihn verfasste Rede ab. Truman sagt: Unsere Sicherheit entscheidet sich in Griechenland. Die dortige Regierung ersucht uns dringend um Hilfe. Die Griechen sind durch die Nazi-Besetzung extrem gebeutelt, und 85% der Kinder dort sind tuberkulös. „Als ein Ergebnis dieser tragischen Bedingungen gelang es einer militanten Minderheit unter Ausnutzung menschlicher Not und Elends, ein politisches Chaos anzustiften, das bis jetzt wirtschaftliche Erholung unmöglich macht.“ Und Truman argumentiert wie folgt: Deswegen bat uns die griechische Regierung, sie mit amerikanischen Fachleuten für Verwaltung, Wirtschaft und Technik zu unterstützen. Die griechische Armee ist nicht in der Lage, die Störer an der jugoslawischen, albanischen und bulgarischen Grenze in den Griff zu bekommen. Die Briten können ihnen nicht mehr länger helfen, und sonst hilft ihnen auch keiner. Die UNO braucht zu lange für Entscheidungen über solche Maßnahmen. Da bleiben nur die USA. Sicher, die Mitglieder der griechischen Regierung sind auch keine Unschuldslämmer. Aber 85% der gewählten Parlamentarier stehen hinter ihnen. Und die Wahl von 1946 war fair, das sagen unabhängige amerikanische Beobachter. Rechtsextreme wie Linksextreme müssen eben maßhalten. Es gibt zwei Welten: die freie Welt, wo der Wille der Mehrheit regiert, und die totalitäre Welt, wo die Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwingt. Und wenn Griechenland totalitär wird, fällt auch die Türkei in die Hände der Feinde der Freiheit. Überall sehen wir schon Verletzungen der Abmachungen von Yalta: in Polen, in Rumänien oder auch in Bulgarien. Also: „Wir müssen sofort und energisch handeln.“ Das heißt in Geld ausgedrückt: der Kongress soll sofort 400 Millionen Dollar für Griechenland freistellen. Was ist das schon? Der gesamte Zweite Weltkrieg hat die USA 341 Milliarden Dollar gekostet. Die aktuell auszugebenden ein Prozent dieser Summe für die griechische Regierung sollen uns die Freiheit doch wohl wert sein.

Und Truman beendet seine Rede, die als Verkündung der Truman-Doktrin in die Geschichtsbücher Eingang findet, unter donnerndem Applaus der Abgeordneten. Was ist das Neue an der Truman-Doktrin? Erstens: es gibt eine gute Welt (demokratisch) und eine böse Welt (totalitär). Die gute Welt gruppiert sich um die angloamerikanischen Staaten. Die böse Welt schart sich um die Sowjetunion. Weil die gute Welt gut ist, hat sie geradezu die moralische Verpflichtung, die böse Welt einzudämmen und letztendlich zu vernichten. Das heißt: wenn eine Regierung auf der Welt um Hilfe ersucht, oder eine Regierung böse ist, haben die Guten das Recht, in die inneren Angelegenheiten (im Präzedenzfall Griechenland) dieses souveränen Staates einzugreifen. Damit verstoßen Truman und seine politischen Unterstützer eindeutig gegen die Charta der Vereinten Nationen. In Artikel 2 heißt es: „Alle Mitglieder [der UNO] unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“ Gewiss, die USA waren nicht mit Truppen in Griechenland einmarschiert. Aber nach dem Offenbarungseid der Engländer strömten jetzt US-amerikanische „Berater“ ins Land und steuerten die Bekämpfung der verbliebenen griechischen Widerstandskämpfer nach ihrem Masterplan. Ganze Dörfer, deren Bewohner man der Sympathie und Unterstützung der EAM und ELAS verdächtigte, wurden gnadenlos evakuiert. Tausende von griechischen Partisanen, die auf der Selbstbestimmung ihres Landes bestanden, fanden sich auf den öden Gefängnisinseln Leros, Gyaros oder Makronisos wieder, die weit mehr Ähnlichkeit mit Konzentrationslagern als mit Einrichtungen rechtsstaatlichen Strafvollzugs hatten. Den Partisanen schwante übelstes. Darum brachten sie ihre Kinder in sozialistische Länder in Sicherheit. Die griechische Regierung reagierte mit der so genannten „Paidamoza“. Mindestens 12.000 Kinder von Partisanen wurden gewaltsam entführt, in Umerziehungslager gesteckt. Weitere 25.000 Partisanenkinder fanden sich unter Schirmherrschaft der griechischen Königin Frederica in so genannten „Kinderstädten“ wieder, um von dort in die USA zwangsadoptiert zu werden.

Doch auch von innen her war der Widerstand geschwächt. Denn 1948 bricht die Sowjetunion jegliche Beziehung zu Titos Jugoslawien ab. Die Kommunistische Partei Griechenlands KKE, die wesentlichen Einfluss auf den nationalen Widerstand der Griechen hatte, schlug sich auf die Seite Stalins. Das war Selbstmord. Denn Stalin hatte nie einen Finger gekrümmt für die bedrängten Griechen, wie wir wissen. Tito schließt genervt die Grenzen zu Jugoslawien und stellt jede Hilfe ein. Stalin beordert die gesamte Führung der KKE nach Taschkent im fernen Usbekistan, wo selbige Führung in Internierungslagern verfault. Niemand kann also ernsthaft behaupten, Stalin würde sein Ehrenwort nicht halten – das wissen Churchill, Truman und deren Freunde nur zu genau. Und Stalin war klar, dass er die Angloamerikaner niemals ernsthaft provozieren durfte. Es leuchtete dem sowjetischen Diktator ein, wer auf dieser Welt als Platzhirsch anzusehen und zu respektieren war. Griechenland hörte endgültig auf, ein souveräner Staat zu sein. War Griechenland vor der Truman-Doktrin ein „britisches Protektorat“, so bestimmte ab jetzt der Botschafter der USA in Athen, was die griechische Regierung zu tun und zu lassen hatte. Griechenland war ein wichtiges Bollwerk, um das Mittelmeer freizuhalten für den Westen, und damit ja auch den Zugang zu den neuen Ölförderländern im Mittleren Osten.

 Am Beispiel Griechenlands kann man sehen, zu welchen extremen Zwangsmaßnahmen die Angloamerikaner zu greifen bereit sind, wenn mildere Sanktionen nicht greifen. Sie erwiesen sich nach dem Zweiten Weltkrieg als wahre Virtuosen der abgestuften Anwendung von Zuckerbrot und Peitsche. Später sollte der Chefdenker des New Yorker Council on Foreign Relations, Joseph Nye, diese zirzensische Dressurleistung als geschickt dosierten Einsatz von Harter Macht (hard power) und Weicher Macht (soft power) bezeichnen. Am liebsten griffen die Eliten der USA zur Weichen Macht. Denn das erweist sich im Zweifelsfall als die kostengünstigere Variante, wenn man die unterworfene Nation mit Schmeicheleien und Geschenken gefügig machen kann. Sollte aber ein ganzes Volk, wie zum Beispiel die Griechen, zur Unterwerfung unwillig sein, mussten die Herren mit der ganzen Bandbreite Harter Macht ihren Willen durchsetzen: Ausschaltung missliebiger Personen und Gruppen; Entzug von Unterstützung und wirtschaftliche Aushungerung; Destabilisierung; im schlimmsten Fall die militärische Besetzung des anvisierten Landes mit feindlichen Truppen.

Von daher können wir auch verstehen, dass andere Länder, die auf den Konferenzen der Alliierten dem Westen versprochen waren, weitaus glimpflicher davonkamen als Griechenland. Die von Truman in seiner Doktrin-Rede auch erwähnte Türkei, die beim Umfallen Griechenlands an die Kommunisten ebenfalls hätte umfallen können, war im Krieg unbeschadet um alle Klippen navigiert. Die neutrale Türkei war in keine Kampfhandlungen verwickelt worden. Nach dem Zusammenbruch des einstigen osmanischen Großreiches hatte Kemal Atatürk eine vorsichtige Verwestlichung des neuen Rumpfstaates Türkei durchgesetzt. Atatürks Reformen stießen auf allgemeine Zustimmung, und so war es auch kein Problem, den Türken eine Anbindung an die Westmächte schmackhaft zu machen. Die paternalistische Fassadendemokratie eines Adnan Menderes mit dem Militär als Fels in der Brandung ermöglichte im Jahre 1952, gemeinsam mit dem zusammengefalteten Griechenland, den geschmeidigen Eintritt in das neue Militärbündnis NATO.

Veranstaltungshinweis

Welches Interesse haben die westlichen Mächte an Eurasien? Welche Rolle spielt Deutschland im seit 150 Jahren andauernden Ringen um Eurasien? Und welche Alternativen hat Europa für eine friedlichere Zukunft? Über diese und andere Fragen spricht Hermann Ploppa in seinem Vortrag in Heidelberg.

Datum: Montag, 28.10.2019

Zeit: 19.00 – 21.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)

Veranstaltungsort: Forum am Park Heidelberg, Poststraße 11 69115 Heidelberg

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Dieser Beitrag ist ein Textauszug aus dem Buch “Der Griff nach Eurasien” von Hermann Ploppa

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  ivosar / Shutterstock

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5 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Der Griff nach Eurasien – Integration Griechenlands in die westliche Wertegemeinschaft

  1. HB139 sagt:

    Sehr guter Vortrag. Warum erscheint das Buch "Der Griff nach Eurasien" nicht ????

  2. Mythbuster sagt:

    Der Griff nach Eurasien wird auch mit der CO2 Lüge versucht.

  3. Andreas sagt:

    USA-Präsident Truman:
    "Die UNO braucht zu lange für Entscheidungen über solche Maßnahmen. Da bleiben nur die USA."

    Wieso habe ich das Gefühl, dass der Spruch auch von heute sein könnte? 🙂

  4. Meissen sagt:

    Zitat:
    "Am Beispiel Griechenlands kann man sehen, zu welchen extremen Zwangsmaßnahmen die Angloamerikaner zu greifen bereit sind, wenn mildere Sanktionen nicht greifen. Sie erwiesen sich nach dem Zweiten Weltkrieg als wahre Virtuosen der abgestuften Anwendung von Zuckerbrot und Peitsche. Später sollte der Chefdenker des New Yorker Council on Foreign Relations, Joseph Nye, diese zirzensische Dressurleistung als geschickt dosierten Einsatz von Harter Macht (hard power) und Weicher Macht (soft power) bezeichnen. Am liebsten griffen die Eliten der USA zur Weichen Macht. Denn das erweist sich im Zweifelsfall als die kostengünstigere Variante, wenn man die unterworfene Nation mit Schmeicheleien und Geschenken gefügig machen kann. Sollte aber ein ganzes Volk, wie zum Beispiel die Griechen, zur Unterwerfung unwillig sein, mussten die Herren mit der ganzen Bandbreite Harter Macht ihren Willen durchsetzen: Ausschaltung missliebiger Personen und Gruppen; Entzug von Unterstützung und wirtschaftliche Aushungerung; Destabilisierung; im schlimmsten Fall die militärische Besetzung des anvisierten Landes mit feindlichen Truppen."

    Die Fortsetzung ist schon lange auch in Deutschland weit fortgeschritten. Amerikanische Beraterfirmen sind überall zu finden und schreiben schon die Gesetzesvorlagen. Hedgefonds plündern das Land aus und gekaufte Medien machen Meinung und alles bestimmt die Politik.
    Wie blind sind die Deutschen eigentlich, dass sie nicht die Mac's mit Pauken und Trompeten aus dem Dorf jagen…

    • Freischwimmer sagt:

      Von Griechenland, muss ich gestehen, habe ich gesellschaftspolitisch wenige Kenntnisse, aber wer die giechische Polizei in den Nachkriegszeit (Ende 7Oer Jahre) kennen gelernt hat, spürt den gewaltigen Riss zwischen der einfachen Bevölkerung und der Administrativen Gewalt im Land.

      Die Sprache brauchte man nicht verstehen, es reichte aus, mit wachen Augen zu beobachten: das Land war nicht frei sondern ehr besetzt. Und trotzallem bot das Insel-Land kleine Nischen von Freiheiten. Die griechischen Inselbewohner wußte schon damals, dass das eigene Erb-Land nie verkauft werden darf, es sichert alte Familienrechte die nicht durch Kauf- und Verkaufgeschäfte gefährdet werden durften.

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