STANDPUNKTE • Der stille Krieg um die weltweit größten Ölreserven

Ein Standpunkt von Karl Bernd Esser.

Der Drohnen- und Cruise Missiles Anschlag in Saudi-Arabien hat den weltweit größten Börsengang des saudischen Erdölriesen ARAMCO (der größten Erdölfördergesellschaft der Welt) vorläufig gestoppt. Das lässt Investoren und Börsengurus die Lage vor Ort genauer betrachten. Der Saudi-ARAMCO-Geschäftsführer Amin Nasser teilte mit, dass die nach den Angriffen eingebrochene Ölproduktion Ende des Monats wieder das frühere Niveau erreichen werde. Der Energieminister, Prinz Abdelaziz bin Salman, sagte, die Hälfte der eingebrochenen Ölproduktion sei bereits wieder hergestellt. ARAMCO erwirtschaftet derzeit einen Gewinn von täglich 500 Millionen Dollar. Öl und Gas gibt es, wie andere fossile Bodenschätze, nicht unbegrenzt.

Und wenn die genauen Daten über den (irgendwann) bevorstehenden Saudi-Arabischen Peak-Oil (d.h. den Punkt der Ölförderung, ab dem es mit der Fördermenge nur noch abwärts gehen kann) verständlicherweise zu den heißesten Geheimnissen von ARAMCO gehören, so sagt auch einem Laien doch schon der gesunde Menschenverstand, dass eine vorausschauende Regierung gut daran tun dürfte, für die bevorstehende Auslaufphase der eigenen Öl- und Gas-Produktion rechtzeitig vorzusorgen. Auch das saudische Ölministerium verschweigt der Welt das Überschreiten des Zenits ihrer landesweiten Öl- und Gasförderung und versucht ihre Erdölfirma ARAMCO zeitnah an der Börse zu platzieren. Neue Ölquellen erfreuen da die klammen saudischen Kassen und die ARAMCO. Doch diese Quellen liegen 1.800m unter dem Jemen und nicht im eigenen Königreich, das ist das Dilemma.

Da kam der iranische Angriff auf die Ölanlagen in Khurais und Abqaiq gerade sehr ungünstig. Er machte künftigen Investoren deutlich, dass Saudi-Arabien seine wichtigsten Ölfelder nicht vor einfachen Luftangriffen schützen kann. Die saudischen Flugabwehrsysteme stammen aus der Zeit des Golfkrieges 1991, und weder in der Luft noch am Boden kommen die Saudis ohne Unterstützung aus. Militärexperten verweisen zudem darauf, dass Saudi-Arabien über zu schwache Bodentruppen verfügt, um etwa in Jemen die Rebellen zu besiegen: Ohne amerikanische oder auch israelische Hilfe wird Saudi-Arabien also wenig gegen den Erzfeind Iran unternehmen können. Saudi-Arabien ist militärisch nicht vorbereitet für einen neuen Golfkrieg.

Eingeplante Milliardeneinnahmen aus dem Börsengang fehlen nun dem saudischen Staatshaushalt und der teure Luftkrieg gegen den Jemen muss weiter finanziert werden. In Jemen ist ein Ende dieses Luftkrieges nicht in Sicht. Eingekaufte

Präzisionswaffen der USA treffen erkennbar weite Teile der jemenitischen Zivilbevölkerung, man spricht von weitreichenden Kriegsverbrechen der Koalition. Das Image des Königreiches geht in den Keller. Das saudische Kriegsziel kann in Jemen nicht erreicht werden und es fehlt damit die eingeplante „Kriegsrendite“ bzw. Kriegsbeute: Jemen´s alte und neu gefundene Öl- und Gasfelder.

Über die bisher nicht gesprochen wurde, weil man den Jemen bei den deutschen „Relotius-Medien“ immer als arm darstellt, um die wahren Gründe des Jemenkrieges zu verschweigen. Der arme Nachbar ist nicht arm; in seinem Boden ruhen größere Schätze als im Boden der drei genannten Golfstaaten Saudi-Arabien, Kuwait und den Emiraten zusammen. Diesen Hintergrund, verbunden mit der sinkenden saudischen Ölförderung, möchte ich dem Leser und Hörer von KenFM heute näher aufzeigen. Er stellt nämlich den Krieg im Jemen in einem völlig anderen Licht dar:

Im Magazin „Al Ahram Weekly“ (Ausgabe-No. 1415 vom 25.10.2018) mit dem Titel Yemen’s Vast Potential steht: „Es sollte auch bekannt werden, dass in der Gegend von Al-Jauf nahe der Grenze zu Saudi-Arabien riesige Ölquellen entdeckt wurden. Es wird geschätzt, dass diese größer sind als die Felder von Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen.“

Saudi-Arabien würde es dem Jemen nicht erlauben, in der Nähe seiner Grenzen nach Öl und Gas zu suchen. Diese Feststellung würde sofort erklären, warum Saudi-Arabien sich mit seiner ganzen Macht ausgerechnet hinter den evident schwachen und jeglichen Rückhalts in der eigenen Bevölkerung entbehrenden, im Exil lebenden Präsidenten, Abed Rabou Mansur Hadi, gestellt hat. Die Erklärung: Hadi ist der Garant für den saudi-arabisch/amerikanischen – den ARAMCO – Zugriff auf das jemenitische Öl. Auf dieser Garantenstellung beruht die ganze „Stärke“ der Position Hadi´s. Und wer möchte schon wirklich wissen, welche Relotius-Medien unisono mitgespielt haben müssen, damit diese Figur bei uns immer noch als „der Präsident der international anerkannten Regierung des Jemen“ durchgeht.

Bereits im April 2013 verband der jemenitische Abgeordnete Abdul-Karim Jathban das Sicherheitsinteresse an der Grenze zwischen Saudi-Arabien und Jemen mit den riesigen natürlichen Ressourcen von JAWF (nördliche jemenitische Provinz direkt südlich von Saudi-Arabien). In einem Interview mit dem Magazin ALALAM bemerkte er: „Die Nachricht von großen Ölfeldern in der Region JAWF an der saudi-jemenitischen Grenze ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die Verlegung von Militär des Al-Saud-Regimes an die jemenitische Grenze. Obwohl die Nachricht schon seit einiger Zeit bekannt ist, hat Saudi-Arabien jetzt Schritte in dieser Hinsicht unternommen, weil es sich Sorgen über die politischen Entwicklungen im Jemen macht, die zur Bildung einer nationalen Regierung geführt haben, die die Ressourcen und die Nutzung des Landes schützen würde. Sie sollten dem jemenitischen Volk dienen. Dies kann den Jemen in ein mächtiges einflussreiches Land verwandeln, und Saudi-Arabien möchte nicht, dass dies geschieht.“

SudaneseOnline veröffentlichte am 28.06.2013 folgenden Report: Seit der Wahl von Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi zum Präsidenten des Jemen streitet der Jemen mit Saudi-Arabien und anderen Ländern wegen der neuen Ölfelder des Landes. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Fars: Jemen (Fars) News und ein Kommentar von Shawki Ibrahim Othman:

Die Eigenheiten dieses Konflikts tauchten kürzlich auf, als ausländische Medien sowie Regierungsquellen bekannt gaben, dass als die größte Ölquelle der Welt unterirdische Ölreserven im Jemen in der Grenzprovinz Al-Jawf liegen, aber sich ein kleiner Teil in einer Tiefe von 1.800 Metern ein wenig nach Saudi-Arabien erstreckt. Die Ölquelle befindet sich zu 95% auf dem Territorium des Jemen und ist das weltweit erste in Bezug auf Lagerbestände. Verfügt Saudi-Arabien über 34% der weltweiten Ölreserven, verfügt der Jemen nach der Entdeckung dieser Ölquellen über 34% des zusätzlichen globalen Ölbestandes. Jemen hat offenbar Landesverräter, die die jemenitischen Behörden, seit der Ära des ehemaligen Präsidenten Ali Saleh, verfolgen. Regierungsmitglieder einigten sich mit den Behörden des Jemen darauf, das große Geheimnis über die Existenz der größten Ölquelle der Welt auf dem Territorium des Jemen nicht preiszugeben und geheim zu halten. Doch der US-Sender «Sky News» gab kürzlich bekannt, dass die größte Ölquelle der Welt die neuen unterirdischen Ölreserven im Jemen darstellen. Dies bestätigt die Existenz eines schon damals verborgenen stillen Krieges, um die Ausbeutung der neuen Ölquellen in Jemen, zwischen Jemen und Saudi-Arabien sowie den Vereinigten Staaten.

Informanten bestätigen, dass Saudi-Arabien dem Jemen 10 Milliarden USD pro Jahr als Gegenleistung für eine 50-jährige Ölkonzession angeboten, der Jemen jedoch nicht zugestimmt hat. US-amerikanische Unternehmen boten auch attraktive Angebote für den Bau aller Straßen, Brücken, Infrastrukturen und Fabriken von Erdölderivaten im Jemen gegen Ölkonzessionen an. Aber dies lehnte der Jemen auch ab. Experten und Politiker sagten voraus, dass Hadi´s kürzlicher Besuch in Russland mit dem Privileg verbunden sein könnte, Öl zu fördern. Politische Quellen bestätigten, dass der Jemen es russischen Ölfirmen ermöglicht hat, an Standorten im Nordjemen in der Provinz Jawf, nahe der Grenze zu Saudi-Arabien, nach Öl zu suchen.

Nach Ansicht vieler politischer Experten ist das Dschidda-Grenzabkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Regime des ehemaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, das viele als Abkommen bezeichnen, als der frühere Präsident Saleh ein Drittel des Landes an die saudische Seite abgab, ungültig. Der seltsame Vertrag ist eine Ausweitung der saudischen Ambitionen zur Kontrolle der Ölquellen im Jemen und erinnert an die Ambitionen von Donald Trump, Grönland von Dänemark kaufen zu wollen.

Mit der Entstehung der Harakat Ansar Allah (Bewegung der Helfer Gottes), den sogenannten „Huthis“, die sich in den meisten Gebieten an der Grenze zu Saudi-Arabien im Norden Jemens befindet, stellt diese Bewegung eine große Gefahr für das saudische Regime dar. Die Präsenz der Huthis führte dazu, dass das Königreich mehr Druck auf den Übergangspräsidenten Hadi ausübte, um das neue Dschidda-Grenzabkommen zu unterzeichnen.

Beide Seiten verhinderten Erkundungen in den Grenzgebieten, die von Präsident Hadi im Sinne der Saudis abgelehnt wurden. Insbesondere nachdem die Vereinigten Staaten daran gearbeitet hatten, den saudischen Einfluss im Jemen zu verringern, was dazu führte, dass Saudi-Arabien hunderttausende jemenitische Arbeiter aus ihrem Land auswies.
Nachdem ein anderer Ölexperte im Jemen kürzlich den lokalen Medien mitgeteilt hatte, dass das Al-Jouf-Feld 5 Millionen Barrel pro Tag produzieren könnte, aber schon jetzt horizontal auf saudisches Territorium abgesaugt wird, änderte Saudi-Arabien die Angabe seiner Förderung von 450.000 auf 600.000 Bpd (Barrel per day) und platziert diesen Vorgang an einem Ort in Grenznähe, der offiziell nicht mit dem A-Jouf-Feld zusammenhängt. Es ist die Tarnung für ein kleineres unbedeutendes saudisches Ölfeld, während von dort auf jemenitischem Territorium das Erdöl schräg von saudischem Gebiet mit dem französischen TOTAL Konzern abgezapft bzw. „geklaut“ wird. Der lächelnde schmierige Ölfiesling J.R. Ewing aus der Dallas-Fernsehserie hätte seine wahre Freude daran.

Ein jemenitischer Wirtschaftsexperte gab bekannt, dass Saudi-Arabien in Zusammenarbeit mit dem französischen Energieriesen TOTAL die Rohölreserven seines Landes in Grenzregionen stiehlt. „65% der Rohölproduktion Jemens werden von Saudi-Arabien in Zusammenarbeit mit Mansour Hadi, dem flüchtigen jemenitischen Präsidenten, und seinen Söldnern gestohlen“, sagte Mohammad Abdolrahman Sharafeddin am Dienstag gegenüber der FNA. „Saudi-Arabien hat in Zusammenarbeit mit dem französischen Unternehmen TOTAL im Süden von Kharkhir nahe der saudischen Grenzprovinz Najran eine Ölbasis errichtet und fördert Öl aus den Bohrlöchern in der Region“, fügte er hinzu. Sharafeddin sagte, dass Riad Waffen mit den Petro-Dollars kauft, die dem jemenitischen Volk gestohlen wurden, und diese an seine Söldner liefert, um die Jemeniten zu töten. Ende letzten Jahres teilte ein anderer Wirtschaftsexperte mit, Washington und Riad hätten die ehemalige jemenitische Regierung bestochen, auf Ölbohrungen und Explorationsaktivitäten zu verzichten. Der Jemen verfüge über mehr Ölreserven als die gesamte Region am Persischen Golf wissen Insider.

„Saudi-Arabien hat mit den USA ein Geheimabkommen unterzeichnet, um zu verhindern, dass der Jemen in den nächsten 30 Jahren seine Ölreserven nutzt“, sagte Hassan Ali al-Sanaeri gegenüber der FNA. „Die wissenschaftlichen Untersuchungen und Bewertungen internationaler Bohrunternehmen zeigen, dass die Ölreserven im Jemen mehr sind als die kombinierten Reserven aller Golfstaaten“, fügte er hinzu.

Al-Sanaeri ergänzte weiter, dass der Jemen in den Regionen Ma’rib, al-Jawf, Shabwah und Hadhramaut über reichliche Ölreserven verfüge.

Er wies darauf hin, dass eine Reihe geheimer Dokumente von Wikileaks enthüllte, dass die Regierung von Riad ein Komitee unter dem Vorsitz des ehemaligen saudischen Verteidigungsministers Kronprinz Sultan bin Abdel Aziz eingesetzt habe. „Der ehemalige saudische Außenminister Saud al-Faisal und der Geheimdienstchef des Königreichs waren auch Mitglieder des Komitees.“ Al-Sanaeri fügte hinzu, dass Saudi-Arabien das Komitee beauftragt habe, das Projekt für den Bau einer Pipeline von Saudi-Arabien über Hadhramaut zum Arabischen Meer umzusetzen, um die Meerengen von Hormuz und Bab al-Mandab zu umgehen.

Er bekräftigte, dass in der Provinz Jemen al-Jawf neue Ölreserven entdeckt wurden, die den Jemen zu einem der größten Ölexporteure in der Region und der Welt machen können. Saudi-Arabien hat sich bemüht, seine 2008 begonnene Grenzbarriere weiter auszubauen und widerspricht dem Dschidda-Grenzabkommen zwischen den beiden Ländern im Jahr 2000. An der Grenze tauchten saudische Militärs auf und Dutzende von Grenzposten wurden entlang der Grenze stationiert, unterstützt von einer Reihe von US-M-1-Abrahms Panzern. Jemenitische Stämme sagten jedoch, sie würden nicht zögern, ihr Territorium zu verteidigen, wenn die jemenitischen Behörden ihre Pflicht zur Verteidigung der Souveränität des Jemen aufgeben. Die Saudi Bin Laden Company wurde daran gehindert, den Bau der Grenzmauer fortzusetzen, insbesondere nachdem die Stämme, die in Hunderten von Gemeinden in Al-Jawf und Sa’ada vor saudischen Infiltrationen standen, bedroht und genötigt worden waren, einige Standorte im Jemen zu kontrollieren und in saudische Militärstandorte umzuwandeln.

Die Provinz JAWF ist die Heimat der berüchtigtsten Stämme im Jemen. Bewaffnet und gesetzlos kontrollieren die Stämme die Provinz, und ihr Einfluss ist stärker als der der Regierung. Im Juni letzten Jahres war eine Reporterin bereit das Risiko einer Expedition dorthin einzugehen. Al Jazeera-Reporterin Safa Karman legte kulturelle Grenzen beiseite und reiste nach JAWF, um vor Ort zu recherchieren. Sie meldete: Örtliche Ölfirmen versuchten, eine behördliche Genehmigung für die Erkundung der Öl- und Gasreserven zu erhalten, darunter Shaher Trading, ein Unternehmen des einflussreichen Geschäftsmanns Shaher Abdulhak Saleh, jedoch ohne Erfolg.
Die jemenitische Regierung wollte sich nicht offen dazu äußern.

Der jemenitische Ingenieur Abdullah Abdulmalek, legte die Fakten über die JAWF-Öl- und Gasreserven anhand wissenschaftlicher und geologischer Dokumente offen. Beamte der Staatsfirma SAFER, ein Öl- und Gasunternehmen im Besitz der jemenitischen Regierung, sagten, dass die neue Entdeckung allein eine tägliche Produktion von 6 Millionen Kubikmeter Gas gewährleistet. Karman war während des größten Teils ihrer Mission von zehn bewaffneten Stammesangehörigen umgeben. Nach Tagen der Untersuchung und Begegnung mit Bewohnern und Experten wurde ihre Geschichte auf Al-Jazeera gesendet. Ihre Meldung verursachte Aufruhr im Jemen und gab den Menschen nun Hoffnung, dass der Jemen wie alle anderen Länder am Golf über ein weitreichendes Vermögen an Öl- und Gasreserven verfügte.

Die Ölproduktion des Jemen ist seit 2015 zusammengebrochen, als eine von Saudi-Arabien unterstützte Militärkoalition in den Jemen-Krieg intervenierte, um zu versuchen, die Regierung von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi wieder an die Macht zu bringen. Hadi´s Regierung kontrolliert die südliche Hafenstadt Aden und Gebiete, in denen die Öl- und Gasfelder des Jemen liegen. Die Huthi-Truppen kontrollieren die Hauptstadt Sanaa und das Ölterminal von Ras Issa an der Westküste.

Das Öl-Ministerium sagte, Unternehmen, die an der Produktion und Exploration beteiligt sind, sollten die Produktion gemäß den Partnerschaftsvereinbarungen mit der Regierung wieder aufnehmen, wie aus dem vom jemenitischen Minister für Öl und Mineralien, Aws Abdullah al-Awd, unterzeichneten Memorandum hervorgeht. Das jemenitische Öl-Ministerium forderte nationale und internationale Ölfirmen auf, in der temporären Hauptstadt Aden eine Zentrale im Jemen einzurichten oder dorthin zu verlegen. Im Februar erklärte Al-Awd, sein Land wolle die Ölproduktion auf 110.000 Barrel pro Tag steigern. Der Jemen produzierte 2018 durchschnittlich 50.000 Bpd Rohöl, verglichen mit rund 127.000 Bpd im Jahr 2014.

Die Bevölkerung Jemens hungert, keine Medizin, kaputte Krankenhäuser, die Infrastruktur wurde komplett zerbombt. Der unmenschliche Krieg im Jemen kostet die saudische US-Koalition nichts, er finanziert sich vom Diebstahl des jemenitischen Erdöls, das über die ARAMCO-Pipelines nach Saudi-Arabien abfließt.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die internationale Gemeinschaft in einem Interview vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit Iran gewarnt. «Wenn die Welt keine starken und entschlossenen Massnahmen ergreift, um Iran abzuschrecken, dann werden wir weitere Eskalationen sehen, die die Interessen der Welt bedrohen werden», sagte der Kronprinz in einem am Sonntag letzter Woche vom amerikanischen Sender CBC News ausgestrahlten Interview. «Die Ölversorgung wird unterbrochen, und die Ölpreise werden auf unvorstellbar hohe Werte steigen, die wir in unserem Leben noch nicht gesehen haben.»

Quellen:

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/Saudi_Vision_2030
  2. http://yemenpost.net/Detail123456789.aspx?ID=3&SubID=6379
  3. https://www.sudaress.com/sudaneseonline/29393
  4. http://www.yemenlng.com/ws/en/go.aspx?c=proj_overview
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Yemen_Oil_and_Gas_Corporation
  6. https://ahtribune.com/world/north-africa-south-west-asia/war-on-yemen/1537-saudi-arabia-yemen-oil-total.html
  7. https://store.fitchsolutions.com/all-products/yemen-oil-gas-report
  8. http://griffin-security.com/
  9. http://www.sepocye.com/
  10. https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP89S01450R000500500001-7.pdf
  11. https://ctc.usma.edu/app/uploads/2018/09/CTC-SENTINEL-092018.pdf

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  alexandersr/Shutterstock

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28 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Der stille Krieg um die weltweit größten Ölreserven

  1. Zunächst einmal vielen Dank an KenFM und an Herrn Esser für die Publikation dieses ausgesprochen wichtigen und informativen Artikels.
    Lieber Herr Esser, an Sie noch eine Nachfrage:
    In Ihrem Standpunkt vom 25.09. erwähnen Sie Unstimmigkeiten bei den Beschussspuren an den getroffenen Aramco-Ölanlagen in Saudi-Arabien.
    In Ihrem aktuellen Standpunkt und Ihren Kommentarbeiträgen dazu erwähnen Sie dies nun nicht mehr.
    Wie kommt das zustande? Waren die Bilddokumente, die Ihrem Beitrag vom 25.09. zugrunde lagen irreführend?
    Sie hatten ja die LeserInnen sogar um Hinweise gebeten. Leider bin ich mangels Kenntnissen nicht imstande, ihnen solche zu geben.
    Umso mehr aber interessiert mich Ihre Einschätzung zu den Geschehnissen.
    Für mich sind zwei Szenarien vorstellbar: Erstens, dass es sich bei dem Angriff auf die Aramco-Ölanlagen um eine Gegenmaßnahme des Iran gehandelt hat. Zweitens, dass es eine false flag Aktion von Kriegstreibern war (mutmaßlich saudischer, us-amerikanischer und irsaelischer Herkunft).
    Was ist Ihre Einschätzung hierzu Herr Esser? Es interessiert mich sehr, diese zu erfahren.

    • Danke für Ihren Kommentar. Die Bilddokumente von digitalglobe, vom US-Government und von anderen Stellen sind eindeutig: Die 4 getroffenen LNG-Tanks in Abqaiq waren leer und die 4 gleichen Trefferbilder entsprechen nicht dem Einschlag von 4 Cruise Missiles, weil diese nicht synchron und in gleicher Höhe fliegen. Drohnen verursachen auch ein anderes Trefferbild.
      ((( Hier nochmal mein Text: Die Auftreffpunkte in den Nahaufnahmen von Satelliten (DigitalGlobe) zeigen vier sehr genaue und saubere Treffer in ungefähr gleicher Höhe und in ungefähr gleichem Winkel auf vier Flüssiggastanks (LNG) in der Abqaiq-Aufbereitungsanlage. Alle scheinen die Struktur der Gastanks durchdrungen zu haben, aber keiner der Gastanks explodierte, als wären sie „rein zufällig“ leer gewesen. Wenn es sich um Marschflugkörper handeln würde, wären die Aufprallpunkte sicherlich viel weiter voneinander entfernt, und nicht so genau beinander, wie wir sie jetzt sehen. Die Genauigkeit lässt vermuten, dass die eingesetzte Munition nur durch eine Laserlenkung unterstützt wurde, daher die Genauigkeit. Wenn wir uns außerdem die Aufprallwinkel ansehen, hat das für mich einen Winkel, der einem Eindringen aus hoher Höhe entspricht (ungefähr 45-60 ° – Winkel). Die von Saudis gezeigte Waffenwirkung passt nicht zu einem tieffliegenden Marschflugkörper. Was über die Sprengkopftypen bekannt ist, die sowohl in den Marschflugkörpern, als auch in der Suicid-Drohne verwendet werden, würden sie beim Aufprall explodieren und einen geschwärzten Aufprall „Krater“ bzw. Sprengtrichter zurücklassen und nicht so ein schönes Einschussloch, dass auf eine geringe Sprengkraft schließen lässt. ))))

      In der Wüste wurden nun eine abgestürzte Cruise Missile der Huthis gefunden. Ich habe vom Fundort acht Fotos gesehen. Der Welt wird dazu verkauft, dass diese Huti-Rakete dort abgestürzt wäre, was aber auch nicht sein kann. Kein Falltrichter, Einschlag-, Schleifspuren vor dem Stillstand dieser Rakete zu erkennen, also alle Spuren die eine abgestärzte Rakete hinterlässt wurden dort nicht gefunden. Der Wind hat auch nicht den Wüstensand bis zur Aufnahme bewegt, sonst wären Kleinteile wie Kabel und andere Gerätschaften vom Sand zugedeckt worden. Es schaut für den geschulten Betrachter eindeutig so aus, als wenn diese schon vorher zerstörte Rakete von "einer unbekannten Person" so abgelegt und teilweise angezündet wurde, um den Eindruck einer abgestürzten Huti-Rakete zu erwecken. Da die 4 LNG-Kessel nicht explodiert sind müssten in allen 4 Kessel Reste des eingeschlagenen Projektiles zu finden sein. Es gibt ja keine Austrittslöcher durch den Beschuss. Bisher haben die Saudis aber diese "Waffen-Reste" nicht vorgelegt bzw. werden die der Öffentlichkeit aus gutem Grund unterschlagen.
      Die vorgefundene inszenierte Huti-Rakete in der Wüste, welche zweifelsfrei von den Hutis stammt, könnte im Jemenkrieg von den Saudi Arabischen Truppen z.B. als Kriegsbeute, erbeutet worden sein. Diese abgelegte aber von den Saudis erbeutete Rakete bringt so zwei gewichtige Aussagen in die Welt: Einmal waren es die Hutis, weil es ihre Rakete ist und dann hat ihnen noch der Iran geholfen, die Rakete von seinem Territorium aus abzuschießen, weil die Reichweite der Rakete mit 700km die beiden Targets in Saudi Arabien gar nicht erreichen kann.

      Meine Einschätzung ist: Es war eine Geheimdienstoperation alleine von Saudi Arabien.

      Unter https://defense-update.com/wp-content/uploads/2019/09/Attack_saudi_092019.jpg
      sehen Sie die Reichweite der installierten Patriotsysteme MPQ 53/65 und deren Radarreichweite.

      Nur die Saudis und die USA konnten wissen, dass alle beiden Patriot-Radar-Systeme mit seinem 120 Grad Abdeckbereich nur auf den Süd-Osten (Persischer Golf und Jemen) eingestellt waren und der Norden dadurch unbewacht und "frei" für einfliegende "iranische bzw. Huti-Raketen und Drohnen" blieb. Diese Inszenierung wurde auch so der Welt verkauft.

      Die vier Einschläge in den 4 leeren Gastanks können nur von einem saudischen Luftfahrzeug mit einem lasergesteuerten System dorthin abgeschossen worden sein. Das belegen die in gleicher Höhe liegenden glatten Einschüsse ohne Ausfransungen und Rauchspuren.

      Also belegt die Sachlage:

      ERSTENS: der hindrappierten Huti-Wüstenrakete und die
      ZWEITENS: 4 Einschusslöcher der LNG-Gastanks, sowie
      DRITTENS: die Cruise Missiles oder Drohnen beim anderen Target müssten im Kreis geflogen sein, um ihre Einschlagstelle überhaupt zu erreichen,

      dass es eine Operation von Saudi Arabien war. Die Radarstellungen des HAWK-Systems wurden komplett umflogen. Die USA müssen die Version der Saudis glauben, die Patriotsysteme haben auh nicht versagt, sie waren auf einen ganz anderen Zielbereich eingestellt. Saudi Arabien startete diese Operation vom eigenen Grund und Boden, irgendwo in der Wüste. Punkt.

      Diese drei Punkte reichen mir völlig als Beleg aus und ich brauche nicht mehr bei den anderen Einschlägen mir den Kopf zu zerbrechen.

      Saudi Arabien will die Weltgemeinschaft in einen Krieg mit hineinziehen, weil das Königreich alleine keinen Krieg gegen den Iran (mit China und Rußland) führen kann.

      Beste Grüße K.B. Esser

    • Ergänzung:
      Im Oktober 2010 wurde bekannt, dass Saudi Arabien für 60 Milliarden Dollar Rüstungsgüter in den USA eingekauft haben, darunter lasergelenkte Munition:

      https://www.welt.de/politik/ausland/article10439282/Saudis-kaufen-fuer-60-Milliarden-Waffen-bei-den-USA.html

      Deutsche Firmen tragen eine (Mit-)Verantwortung für Munitionslieferungen aus dem Inland und vor allem durch ihre ausländischen Tochter- und Gemeinschaftsfirmen. Deutschlands Munitionsindustrie lieferte 2015 Munition an die USA für das Patriot System PAC 3, dass auch in Saudi Arabien steht.

      Auch eine saudische 152 mm-Panzerhaubitze könnte mit einer 2K25 Krasnopol lasergelenkten Munition mit einer Schussweite von 3 – 22 km ( Masse 50 kg, 20,5 kg Explosivstoff ) in sicherer Entfernung aus der Wüste die vier Einschusslöcher verursacht haben. Eine Fernlenkung und Lenkung ins Ziel wäre dann vor Ort z.B. mit der Fernlenkung TYP 1D22 erfolgt:

      http://www.rwd-mb3.de/technik_g/pages/2s19.htm

  2. @ Birkat Kohanim

    Vielen Dank für den Azteken-Link.

    "….Züchtigung des menschlichen Geistes durch Indoktrination…"
    geschieht wesentlich durch Sprache. Es ist nicht das Gehirn, das "die Dinge durch Namen trennt" (Benjamin Lee Whorf; Wittgenstein); es ist die Sprache. Und der Zustand der Welt wurde von "MenschenHAND" , von HANDlung des Menschen beeinflußt. Nichtstun als Handlungsmaxime ohne Sprache und ohne Hand. Der Mensch ist ein Tier, das Sprache und Handwerk(szeug) entwickelt hat; nicht das Wirken ohne Hand(eln) und ohne Sprechen. Kommunikation in der Natur geschieht ohne Sprache.
    "Sie verstehen sich ohne Worte, ohne daß einer eine Hand rührt" sagt man von manchen Menschen, die jahrelang zusammenlebten. Jeder hat sicher solche flüchtigen Momente selbst erlebt.
    Der Mensch erkennt die Fehlentwicklung der Verlängerung von Hand zu Werkzeug und Gehirn plus Sprechwerkzeug zu Sprache und entwickelt sein telepathisches Potential, wirkt auf die Dinge ohne zu HANDeln und die Dinge durch Namen zu trennen. Wie ein Baum im Wald mit seiner Umwelt kommuniziert. Eine äußerst optimistische Vision.

    Nicht so laut zu sprechen wäre ein Anfang:

    „Wir wollen das Wenige teilen, das hier auf den Antillen wächst,
    je eine Mango, für je einen Mund:
    O.K., wir benutzen euere Sprache
    Schaffen unsere eigene jedoch nicht ab;
    wir verlangen, dass ihr versteht.
    dass ihr uns nicht versteht.
    Vielleicht beginnt ihr den Dialog damit,
    nicht mehr so laut zu sprechen – wir haben die Nase voll von euerem Lärm.“ – Pamela Mordecai

    • Sprache = Definition. Indoktrination = Definition der Sprache => Einhegen des Denkens und Empfindens => Schafsmentalität als Wiederkäuer von Phrasen, die im Wiederkäuen abgelenkt das Scheren und spätere Schlachten phraseologisch deutet und sich diesem allzu willfährig opfert.

  3. Der Angriff vom Iran in Saudi Arabien ist für mich keine Spekulation, da er durch die aufgefundenen Waffenteile und deren Reichweite eindeutig belegt ist. Mir ging es in diesem Beitrag um das Land Jemen. Die Hutis sind ja auch nur eine Bevölkerungsgruppe. Jemen und seine Nachbarn haben selbstverständlich vielfältige Interessen. Diese Vielfalt auf 5 DIN A-4 Seiten in einem Beitrag unterzubringen kann weder TONY, noch WASSERADER oder Enkidu Gilgamesh erwarten. Es wird aber immer so getan, als ob das möglich wäre und das ärgert mich. Ich glaube, dass Sie meiner Meinung konform sind, das Ihre Kommentare dann bei mir als hochgradig unfair eingestuft werden. Ich kann Ihre anderen Kommentare doch nicht mehr Ernst nehmen, wenn Sie immer nur drauf hauen und immer alles besser wissen wollen. Das was Sie hier meistens als Kommentar vortragen ist doch keine Kritik am Beitrag mehr, sondern ein als Kommentar versteckter neuer Beitrag, nämlich Ihre ausufernde Ergänzung zum eigentlichen Beitrag. Mit Ihrem unfairen Verhalten stellen Sie sich jedenfalls ins Abseits. Schade, denn Sie sind bestimmt intelligente und nette Menschen.

    • @ Karl Bernd Esser
      Einerseits; wenn Kommentare in Besserwisserei oder in Rechthaberei abgleiten, ist das schade.
      Und Leute, mit denen man keine Wellenlänge hat, gibts immer.
      Andererseits; dass Kommentare einen Artikel ergänzen können oder auch gegenteilige Ansichten darstellen können, das ist m.E. eine sehr wertvolle Funktion von Kommentarspalten, das macht sie ja erst aus, dass es eben keine reine Einweg-Kommunikation ist.

  4. @ Karl Bernd Esser

    "Da kam der iranische Angriff auf die Ölanlagen…."

    Spekulation oder These? Im Falle einer These ließe sich mit der Logik der dialektischen Argumentation eine Antithese gegenüberstellen.
    Geschieht dies im Falle der Behauptung von Karl Bernd Esser eines iranischen Angriffs auf die Ölanlagen in seinem Artikel?
    Wenn nicht, wäre dies dann doch zweifelsfrei Spekulation. (Einwand von Wasserader)

    Folgende Argumentation, welche sich selbst als These bezeichnet, möge dazu dienen, aufzuzeigen, was Spekulation und was These ist. Jeder mag dann selbst urteilen, ob Karl Bernd Esser spekuliert oder nicht. Außerdem mag offenbar werden, was die Stoßrichtung ist.

    https://www.heise.de/tp/features/Der-Jemenkrieg-ein-imperialer-Krieg-der-USA-4245116.html
    :

    "Der Jemenkrieg ist primär kein Krieg der Saudis & Emiratis, sondern einer der USA

    Der Jemen-Krieg ist von der gleichen Sorte wie schon die Kriege gegen den Irak (ab 2003), Libyen (2011) und Syrien (ab 2011) – und wie der geplante nächste im Mittleren Osten: der gegen den Iran (ab 20??). Wie diese Kriege ist auch der Jemen-Krieg ein Imperialer Krieg, d.h. ein Krieg, den ein Imperium (hier: die USA) führt, um die weitere Realisierbarkeit seiner strategischen Hegemonial-Ziele zu sichern. Mit anderen Worten: Der Jemenkrieg ist primär kein Krieg der Saudis & Emiratis, sondern "genuin einer der USA".

    Dies ist die Hauptthese der von dem Forschungsprojekt Swiss Propaganda Research (kurz: dem SPR-Projekt) vorgelegten Erklärung, mit der andere Analysen zusammengefasst und zuspitzend auf den Punkt gebracht werden.

    Der Jemen-Krieg als imperialer Krieg der USA
    Aus dieser einfachen Feststellung folgt mit dieser Logik Imperialer Kriege im Verbund mit wenigen Fakten über die involvierten Länder im Grunde bereits alles, was man braucht, um auch den Jemenkrieg zu verstehen. So jedenfalls nach dem Ansatz der SPR-Erklärung.

    Was gibt dieser Ansatz für ein besseres Verständnis des Jemenkrieges her? Ich denke: Einiges.

    Am wichtigsten: Mit diesem Ansatz ändert sich die ganze Perspektive, von der her wir auf den Jemenkrieg schauen. Die von uns bisher betrachteten Erklärungsversuche waren partielle:

    Die saudische Angst (Paranoia) einer Bedrohung durch den angeblich hinter den schiitischen Huthis stehenden Iran? (So schon in Warum Krieg gegen den Jemen jetzt?).
    Bisher geheim gehaltene Öl- bzw. Gas-Vorkommen im Jemen? (So in Der wahre Grund des Jemen-Kriegs).
    Jemens geostrategisch bedeutsame maritime Position? (So in Jemens Reichtum als Kriegsgrund – Zweiter Versuch).
    Der SPR-Ansatz ist hingegen ein ganzheitlicher: In ihm lassen sich alle oberen partiellen Erklärungsversuche berücksichtigen – und, was für eine gute Erklärung nötig zu sein scheint, kohärent miteinander verbinden; und dieser Erklärungsansatz ist zudem ein struktureller: Jedes Imperium, jedes Staaten-System, das der obigen Logik folgt und sich in gleicher Lage wie die USA befindet, würde genauso reagieren, wie die USA mit Hilfe ihrer Vasallen im April 2015 auf die Lage im Jemen reagiert haben: mit dem Einsatz militärischer Macht.

    Dies besagt im Kern: Auch hinter dem Jemenkrieg steckt der imperiale Hegemon (die USA). Und die "offizielle Kriegspartei" (die Saudis & die Emiratis etc.) erfüllt – und zwar in diesem Falle offenkundig liebend gerne – nur die Vasallenpflicht. Das ist seit Obama die übliche Praxis – und heißt Führung auf Distanz. Der Libyen-Krieg war ein solcher Distanz-Krieg. Die USA: der oberste Kriegsherr, dem die Satrapen Frankreich, England und eine arabische Koalition die größte Drecksarbeit (die Bombardierungen) abnahmen. Dito im Jemen.

    Wie passt der Jemen in das obige imperiale Logik-Schema? So: Schema-Ausgangsfrage (1): War der Jemen 2015 ein US-Klientel-Staat?

    Antwort: Bis Ende 2014, d.h., zuvor unter dem langjährigen Saleh und dann nach dessen Rücktritt speziell unter dessen Nachfolger Hadi ganz klar JA. (Das SPR-Projekt führt hier mit Recht die Rede des ehemaligen CIA-Chefs John O. Bennon vor dem CFR (Council of Foreign Relations) als Beleg an. Mit der Machtübernahme durch die anti-amerikanischen und anti-israelischen Huthis im September 2014 dann aber mindestens ebenso klar NEIN. Die Huthi-dominierte neue Regierung war (damals) auch durch noch so viel saudisches oder sonstiges Geld nicht käuflich; eine "Akquise als Klientel-Staat" (J) war nicht möglich. Folglich blieb – siehe die Verzweigung unter (10) – nur die Alternative (11): eine "militärische Aktion".

    Dass diese "militärische Aktion" keine direkte US-Aktion war, vielmehr nur eine indirekte Distanz-Aktion der genannten (vom Hegemon natürlich mit allem Nötigen bestens – sogar auf deren eigene Kosten – versorgten) Vasallen, sprengt diese Matrix keineswegs, ist vielmehr lediglich eine von deren zahlreichen Verfeinerungs-Möglichkeiten. Und das ist ein weiteres Argument für dieses (bisher übrigens rein deskriptiv verwendete) Schema.

    Wichtig für eine etwaige spätere Bewertung dieser Aktionen ist aber: Auch indirekte Akteure – auch Distanz-Täter – sind Täter. Auch der Auftraggeber von Auftragsmördern ist des Mordes schuldig.

    Warum leuchtet das in so einem Fall wie dem des Kashoggi-Mordes allen ein – aber nicht auch im Fall des hunderttausendfach größeren Mordens in Libyen und seit nunmehr über drei Jahre auch des (direkten wie indirekten) Mordens im Jemen? Oder umgekehrt: Was tat der Distanz-Befehlshaber beim Mord an Kashoggi denn anderes als genau das, was die USA, die NATO und andere US-Vasallen in einer unvergleichlich größeren Dimension zu Kriegszeiten – in unserer Anti-Terror-Welt also tagein tagaus – ebenfalls tun? Und warum sollte von MbS oder einem anderen Auftraggeber ein größeres Unrechtbewusstsein zu erwarten sein, als wir es bei den eigenen kollektiven Gewaltaktionen selbst zeigen? Ist denn der junge dynamische Prinz nicht nur dem großen Vorbild seines westlichen Herrn und Hegemons gefolgt?

    Die der skizzierten Logik der Imperialen Kriege zu verdankende Perspektiven-Erweiterung lässt uns am Jemenkrieg jetzt – zusammen mit den früheren Erklärungsansätzen – vieles in einem neuem Licht erscheinen.

    Der Jemen-Krieg – in einem neuen Licht
    Warum dieser Krieg ausgerechnet im April 2015 von den Saudis vom Zaun gebrochen worden war? Meine 2015er Antwort darauf war: Weil die Eröffnung des Krieges exakt 5 Minuten vor Abschluss des Genfer Atomabkommens mit dem Iran ein klares Signal an die Obama-Administration und die anderen Unterzeichner des Genfer Abkommens sein sollte, dass sich Saudi-Arabien durch dieses Abkommen nicht gebunden – und sich insbesondere in seinen Anti-Huthi-Aktionen nicht eingeschränkt – sehen wird.

    Als eine vom Imperium selbst initiierte bzw. – wovon auszugehen ist – zumindest gedeckte Aktion gewinnt diese selbst eine viel tiefere Relevanz-Dimension. Zum Beispiel als Drohung der USA gegenüber dem Iran, dass im Falle etwaiger Verstöße gegen dieses Abkommen die saudischen Verbündeten – zusammen mit dem dieses Abkommen ebenso vehement ablehnenden Partner Israel – zu einer Vergeltung nur allzu gerne bereit stehen würden. Eine derartig strukturierte Politik eines Imperiums ist nichts anderes als dessen übliche Doppel-Strategie, eine Strategie, in der im Mittleren Osten vor den USA lange Zeit England unschlagbarer Weltmeister war.

    Die beim Jemen-Krieg bislang bestehende Erklärungslücke schließt sich dank der Logik Imperialer Kriege aber vor allem in geopolitischer Hinsicht. Diese ist stets an der Sicht von Imperien, nicht an der Sicht von deren Satrapen-Vasallen orientiert, wie wichtig sich letztere auch immer selbst nehmen mögen. Und so gewinnen jetzt auf einen Schlag auch die in den früheren Erklärungen ins Feld geführten geostrategischen Momente (der Besitz wie auch die Beherrschung der Transportwege von Gas und Öl – siehe nochmal Der wahre Grund des Jemen-Kriegs und Jemens Reichtum als Kriegsgrund – Zweiter Versuch) dank dieser Logik erst ihre wirkliche geostrategische Tiefe.

    Der Fokus der Geostrategie der kommenden Jahrzehnte liegt auf dem Spannungsverhältnis USA versus China (evtl. China plus Russland). Erst damit rücken dann auch die Überlegungen zur Rolle des Iran – als dem wichtigsten Energielieferanten für China – an ihren für ein tieferes Verstehen des Jemen-Kriegs so zentralen Ort (siehe auch Bomben auf den Iran). Womit wiederum deutlich wird, wie sekundär – und wie rein propagandistisch – die Sunniten-Schiiten-Distinktion auch in diesem Kontext letztlich ist.

    In Summa: Die Logik der Imperialen Kriege erklärt, wie sich für das Verstehen des Jemen-Krieges aus den bisherigen Puzzle-Blöcken nunmehr so etwas wie ein Gesamtbild ergibt."

    • Sehr gut analysiert.
      Ich finde auch, dass der hiesige Artikel diese imperiale Perspektive bewusst außer Acht lässt und sogar die imperiale Propagande der Beschuldigung Irans wiederholt, so dass ein Verdacht über die propagandistischennIntentionen des Autors ausgelöst wird.

      Diese Art der Argumentation kann m.E. nicht mit Unfähigkeit, Faulheit und mangelder Bildung entschuldigt werden.

      Überhaupt wird durch den Fingerzeig auf den Iran den Jemeniten jedwede Fähigkeit und Willen zur Selbstverteidigung der nationalen Interessen abgesprochen. Dazu wird die historische Perspektive völlig außer Acht gelassen, denn das historische Jemen umfasst zumindest den südwestlichen Teil des Territoriums, das heute zu Saudi Arabien gezäht wird.

      Saudi Arabien aber ist nichts anderes als ein Gebilde des British Empire und wird keinen Tag ohne den imperialen Schutz überleben können. Die Herrschaft der Sauds ist eine Schande für jeden Stamm auf der gesamten Arabischen Halbinsel, die ausgetilgt wird, wenn die Stunde des imperialen Rückzugs geschlagen hat.

    • h ttps://www.psycharchives.org/bitstream/20.500.12034/81/1/123-517-1-PB.pdf

      Man vergleiche den Untergang des Aztekenreiches – seine Anzeichen, Gründe und Ergebnisse mit den heutigen USA – erstaunliche Parallele…

    • Der Angriff vom Iran in Saudi Arabien ist für mich keine Spekulation, da er durch die aufgefundenen Waffenteile und deren Reichweite eindeutig belegt ist. Mir ging es in diesem Beitrag um das Land Jemen. Die Hutis sind ja auch nur eine Bevölkerungsgruppe. Jemen und seine Nachbarn haben selbstverständlich vielfältige Interessen. Diese Vielfalt auf 5 DIN A-4 Seiten in einem Beitrag unterzubringen kann weder TONY, noch WASSERADER oder Enkidu Gilgamesh erwarten. Es wird aber immer so getan, als ob das möglich wäre und das ärgert mich. Ich glaube, dass Sie meiner Meinung konform sind, das Ihre Kommentare dann bei mir als hochgradig unfair eingestuft werden. Ich kann Ihre anderen Kommentare doch nicht mehr Ernst nehmen, wenn Sie immer nur drauf hauen und immer alles besser wissen wollen. Das was Sie hier meistens als Kommentar vortragen ist doch keine Kritik am Beitrag mehr, sondern ein als Kommentar versteckter neuer Beitrag, nämlich Ihre ausufernde Ergänzung zum eigentlichen Beitrag. Mit Ihrem unfairen Verhalten stellen Sie sich jedenfalls ins Abseits. Schade, denn Sie sind bestimmt intelligente und nette Menschen.

    • Bitte seien Sie nicht gleich eingeschnappt Herr Esser, Kritik ist hier unvermeidlich.

      Der Angriff auf Saudi Arabien vom Iran aus ist rein spekulativ.
      Die Raketen können tatsächlich von Ansarallah-Soldaten oder Verbündeten vom südlichen Irak aus oder sogar durch Infiltration von Saudi Arabien abgefeuert sein. Die Saudis oder sogar die Israelis haben mehrfach die irakischen und iranischen Hilfstruppen an an der Grenze zu Syrien bombardiert, weshalb die irakischen Hashd-Al-Shaabi eigene Luftabwehrsysteme erwerben wollen und wohl auch Warnschüsse abgegeben haben.

      Bitte bedenken Sie, dass die Al-Saud innerhalb des von ihnen beherrschten Territoriums nicht gerade beliebt sind, insbesondere im Südwesten und Nordosten des Landes, wo es konfessionelle und historisch-politische Differenzen gibt.

      Deshalb ist jedwede Behauptung, der Iran hätte diese Raketen abgefeuert oder vom eigenen Territorium abfeuern lassen, eine reine Spekulation, die zudem die Propagandalinie des Imperiums und seiner Vasallen wiedergibt.

      Wahr ist allerdings, dass der Iran alle Kräfte unterstützt, die den eigenen Interessen dienen und den Zielen der USA, der Saudis und Israels schaden.

      Wahr ist auch, dass der Iran erklärtermaßen jede Einladung der Saudis oder Israels annehmen würde, beide Länder in die Steinzeit zu bombardieren, falls diese einen Angriff auf den Iran wagen und der Iran wird alle militärischen Standorte, Kriegsschiffe der USA in der Region vernichtend angreifen, wenn sich die USA schützend vor eines dieser Staaten stellen. Das haben die Iraner mehrfach betont.

      Allerdings weiß der Iran auch, dass die Zeit gegen seine Feinde arbeitet und wird nicht zuerst angreifen. Rückblickend muss gesagt werden, dass alle militärischen Operationen der USA, den Interessen Irans gedient haben. Sicher war dies nicht die Absicht der USA, aber die Rahmenbedinungen sind nunmal für den Iran vorteilhafter als vorher.
      Die langfristige Strategie Irans sieht so aus, dass sie die USA und Vasallen ins eigene Verderben rennen lassen und anschließend auf den geebneten Wegen marschieren. Ohne die fehlgeleitete Strategie der USA und Verbündeten wären Russland und Iran nicht in Syrien aktiv!

      Bitte bedenken Sie, dass dieser Angriff sogar von Israelis, in Absprache mit Muhammad Bin Salman (MBS) inszeniert sein könnte, da sowohl Netanjahu als auch MBS in Bedrängnis sind und gerne die USA in einen weiteren unsinnigen Krieg stoßen würden, in der Hoffnung, die gescheiterte Strategie der Neuordnung des Mittleren Ostens noch retten zu können.

      Sogar wenn Netanjahu und MBS hinter dem Angriff wären, haben sie dies ungewollt im Dienste Irans getan. Netanjahu und MBS verhalten sich wie zwei Schlangen, die ins Wasser gefallen sind und beim Ertrinken sich umklammern, um sich gegenseitig Halt vorzugaukeln.

      Schon allein weil ihre große Strategie für den Mittleren Osten gescheitert ist müssten beide als unfähige Politiker entmachtet werden. Da aber die Entmachtung der politischen und sogar physischen Eliminierung gleichkommt, klammern sich beide an ihren Posten. Doch die Würfel sind gefallen, das Menetek gesprochen.

      Für die USA wäre es besser MBS fallen zu lassen. Netanjahus Regierungszeit ist vermutlich schon zu ende und auch wenn er noch einmal eine Regierung bilden könnte, sind seine Optionen stark eingeschränkt.

      Bitte bedenken Sie auch, dass Trump unbedingt mit dem Iran verhandeln will, um MBS und die Saudis insgesamt weiter marginalisieren zu können. Bisher haben die pro-israelischen und pro-saudischen Kräfte in Washington diese Kommunikation verhindert. Aber Trump hat sich tapfer gegen alle Versuche gewehrt, zu einem Angriff provoziert zu werden.

    • Die Azteken führten ein blutrünstiges, brutales Regime.
      Sie hatten keine Verbündeten, sondern nur gepeinigte Vasallen.
      Meines Erachtens ist es diesen nicht zu verdenken, dass sie mit den Spaniern eine Chance genutzt und Mut gefasst haben, um ihre Peiniger mit aller Brutalität auszulöschen.
      Die kulturellen Zeugnisse der Azteken waren die Niederschrift ihrer Demütigung.

      Angesichts der Lage war das Vorgehen der ehemaligen Vasallen mehr als verständlich.
      Niemand sollte den Azteken eine Träne nachweinen und sie nachträglich verharmlosen.

      Man kann den Teufel nur mit dem Belsebub austreiben.
      Hoffentlich ist der Montezuma und die gesamte Priesterkaste der Azteken in der Hölle gelandet.

  5. Die Hinweise auf die Ölvorkommen in Jemen sind grundsätzlich richtig.
    Besonders hervorzuheben ist, dass die Vorkommen in 1800 Metern Tiefe zu finden sind, und möglicherweise noch mehr darunter.

    Ja, Horizontal-Drilling ist wirklich ein großes Problem bei Ölvorkommen unter Staatsgrenzen.
    Ich will die Angaben des Artikels mit weiteren Erkenntnissen ergänzen.

    Als der Irak unter Saddam Hussain in Kuwait einmarschierte, war die Begründung der Diebstahl des irakischen Öls durch Horizontal-Drilling von der kuwaitischen Seite.

    Auch der Iran macht Vorwürfe an Katar und die USA, dass das gemeinsame Gasfeld im Persischen Golf von der katarischen Seite aus geplündert werde.

    Allerdings sollte jedem bewusst sein, dass mit dem horizontalen Bohren über 50 Kilometer ins fremde Staatsgebiet alleine kein Öl und Gas geplündert werden kann. Hinzukommen muss die zivil-atomare Sprengung der Felsformationen, in welchen die Mineralöltröpfchen fein und fest eingeschlossen sind und anschließend muss sehr viel Wasser mit etwas Chemikalien und Quarzsand in den Bruch hineingepresst, abgesaugt und abgepumpt werden.

    Ich will hier die erforderlichen Komponenten auflisten:

    1. Eine Felsformation, die ausreichende Mengen an Erdöl und Erdgas verschlossen hält.
    2. Zivil-atomare Sprengsätze, die für den Bruch solcher Felsformationen erforderlich sind.
    3. Unmengen von Wasser, das mit etwas Chemikalien und Quarzsand versetzt, in den Bruch unter Hochdruck gepresst werden sollen.

    Der Prozess des Fracking sieht dann folgendermaßen aus.

    2. Vertikale und anschließend horizontale Bohrungen in und um diese Felsformation.
    3. Platzierung von zivil-atomaren Sprengsätzen und Sprengung und Pulverisierung der Felsformation.
    4. Hochdruckverpressung des mit Chemikalien und Quarzsand versetzten Wassers in den Bruch.
    5. Absaugen und Abpumpen der mit Öl und Gas gesättigten Lösung an die Oberfläche.
    6. Trennung von Öl und Gas vom nun radioaktiv und chemisch kontaminierten Wasserlösung.
    7. Zwischenspeicherung der kontaminierten Lösung in Abklingbecken, zum Abdampfen und Reduktion.
    8. Rückverpressung der stark kontaminierten Lösung in den nun ausgeleerten Bruch.

    Es sollte jedem bekannt sein, dass unter natürlichen Bedingungen der Arabischen Wüste kaum Wasser für diesen wasseraufwendigen Prozess zur Verfügung stünde.

    Dazu hat kein Land auf der Arabischen Halbinsel eine atomare Infrastruktur, um die zivil-atomaren Sprengsätze selbst herstellen zu können.

    Es gibt nur eine Macht, die in der Lage ist das erforderliche Wasser und die zivil-atomaren Sprengsätze, so wie die gesamte Bohrtechnologie im Paket anzubieten. Das sind die USA, bzw. die Konzerne der Geoengineering- und Erdöl-Erdgas-Industrie. Die französischen und britischen Konzerne werden an der Bohrung und Gewinnung des Mineralöls beteiligt.

    Saudi Arabien bekommt spätestens seit 1991 Wasser durch Steuerung der Wind-Wasser-Ströme in der Troposphäre. Basierend darauf wurde in Saudi Arabien, den Emiraten, Bahrain und Katar eine riesige Fracking-Industrie, industrielle Landwirtschaft und Nahrungsmittel-Weiterverarbeitungs-Industrie aufgebaut.

    Somalia als Wasserbrücke der Klimakontrolle! Vögel fallen tod vom Himmel! Somalia als Objekt der Entstaatlichung!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/somalia-im-fokus-luftraum-und-wasser.html

    Spätestens seit 2002, wohl aber schon ab der 2. Hälfte der 1990er Jahre wurden weitere troposphärische Ströme über Europa und Mittelmeer für diesen Zweck getrimmt.

    Schau wie das troposphärische Förderband arbeitet.
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/das-foerderband.html

    Ich bitte den Autor und die Leser, dazu meine Artikel genau zu lesen. Darin werden viele weitere Quellen zitiert und verlinkt, so wie viele direkte Beweise angeboten. Bei Kenntnis des Geoengineering bekommen der gesamte Konflikt im Mittleren Osten und andere regionale Konflikte einen klaren geostrategischen Sinn.

    Warum braucht der Iran die Atombombe?
    Nicht für Krieg und Abschreckung, sondern für das Fracking!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/warum-braucht-der-iran-die-atombombe.html

    Koordinaten des Wasserraubs!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/koordinaten-des-wasserraubs.html

    Wasserarmut und Wasserreichtum!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/wassermangel.html

    Auxiliary spillway? Arabian soil washed away!
    http://geoarchitektur.blogspot.com/p/all-arabia-is-one-spillway.html

    Willkommen im 3. Weltkrieg, dessen Hauptziel und Hauptwaffe Geoengineering ist.

    • Enkidu Gilgamesh: Das schräge Anbohren irakischer Ölfelder in den irakischen Staatsraum von Kuwait war der Hauptgrund von Saddam Hussein in Kuwait einzumarschieren. Die damalige Botschafterin der USA in Bagdad gab sogar die Zustimmung der US-Regierung an Hussein weiter, welche allerdings später von den USA widerrufen wurde. Die Botschafterin wurde rechtzeitig abberufen und blieb in den USA lange unauffindbar.

      Danke für Ihren interessanten Kommentar.

    • Herr Esser,
      bitte schauen Sie sich meine Ausführungen bezüglich Nukleares Fracking und Wasserlieferung durch Klimakontrolle genauer an.

      Wenn dieser Zusammenhang nicht erfasst und die Mehrheit der Bevölkerung aufgeklärt wird, erwarten uns noch mehr Auswirkungen der Klimakontrolle und Geophysischen Kriegsführung.

      Allein schon die Anzahl der Flüchtlinge der Klimakontrolle, welche der Mainstream gerne als "Klimaflüchtlinge" verbrämt, wird noch stärker wachsen, wenn weiterhin weite Regionen gezielt oder Kolletralschaden ruiniert werden.

      Bisher schwimmt KenFM auf der Mainstreamwelle mit und verbreitet die Propaganda der Geoengineering-Lobby.

      An diesem Thema scheidet Lüge von der Wahrheit. Verpassen Sie bitte den wichtigsten Zug des Lebens.

  6. Und ich dachte immer, die High-Tech-Grenzmauer (Zaun) rund um das sogenannte Königreich Saudi-Arabien wäre in den 2000-er Jahren schon längst durch EADS und deutscher Bundespolizei errichtet worden. Hat denn daran auch die Saudi-Bin Laden Company mitgewirkt? (Vielleicht sogar aus Höhlen in Afghanistan?)
    Natürlich wurden durch deutsche Bundespolizei und zu Lasten von Steuerzahlern, saudische Grenzer im Umgang mit Leuten-, die sich dieser Grenze unerlaubt nähern, entsprechend geschult.
    Klar, wie sagte doch damals der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster und ehem. ranghoher Bundespolizist:
    "Wenn sie mit einem Land in Sachen Terrorismus Bekämpfung und Organisierter Kriminalität eine gute Beziehung pflegen wollen, dann müssen sie auch investieren".
    Übrigens:
    Der Steuerzahler investiert bitte schön in Terrorismus Bekämpfung.
    Und weiter, wenn das in Saudi-Arabien so gut geklappt hat, alle begeistert sind und niemand sich darüber aufregte, na dann wäre das doch auch ein Musterprojekt für den Grenzzaun Trumps und Europa?
    Was nicht alles mit einem kleinen Kreuzchen auf dem Wahlzettel so alles geht – alle vier Jahre.
    https://www.youtube.com/watch?v=jVM_hmyqJyo

  7. Große Ölvorkommen? Sehr interessant!
    Dass Iran die Huthis unterstützt, ist ein offenes Geheimnis. Aber Iran hat ja selber Öl, also da stehen wohl eher andere Interessen Irans dahinter.
    Iran hat aber auch einen guten Draht zu China und China hat ein Interesse an ungehindertem Zugang zu Energiereserven jeglicher Art. (ungehindert in strategischer Hinsicht, dass nicht Opponenten (USA) den Hahn abdrehen können)
    Also könnte China ein Interesse daran haben, dass Irans Kapazitäten, die Huthis zu unterstützen, entsprechend sind.
    Wenn man dazu bedenkt, dass die syrischen Ölvorkommen östlich des Euphrat zwar nicht die allergrößten sind, aber von USA besetzt sind (USA Proxy SDF) und da auch eine mögliche Route der "Neuen Seidenstraße" blockiert ist, dann erscheint das Gemetzel in Jemen – und dass dort USA-Proxies bisher keinen Stiefel auf den Boden bekommen – vor dem Hintergrund großer Ölvorkommen in einem anderen Licht.

  8. Viel Spekulation .
    Dass der Iran die saudischen Ölanlagen bombardiert hat ist pure Spekulation .
    ebenso, auch wenn Quellen zitiert wurden, die neuen grössten Erdölreserven der Welt im Jemen .
    Der Börsengang von ARAMCO will seit Jahren nicht gelingen, die kürzlichen Angriffe sind Vorwand .
    Und wenn nun die Kinder der Welt mit FFF unterstützt von Mächtigen der Welt
    die Kohlenstoff Energiereserven der Welt als Teufelszeug verdammen wird möglicherweise eine Grüne Regierung
    auf Morgenthaus Ross den leuchtenden Pfad beschreiten und schließlich einer der letzten arabischen Dealer
    einem letzten Ewiggestrigen am Prenzlauer Berg ein Fläschchen Öl als Aphrodisiakum verkaufen .

    • Im Beitrag von KenFM unter Link: https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-irans-raketenangriffe-auf-saudi-arabien/ und im Netz finden sich zahlreiche Beiträge und Fotos von über 300 gefundenen Huti-Raketen und Drohnenteilen. Das Bild im KenFM-Beitrag ist ein Foto von Al Jazeera, siehe Zeichen im Bild links unten. Dort wird erklärt, dass diese Huti-Dinger nur 700km weit fliegen, d.h. Reichweite haben. Also können diese Dinger nicht vom 1.250 km entfernten Jemen zum Einschlagspunkt nach Saudi Arabien abgefeuert worden sein. Der Patriot-Schutzgürtel wurde auch von diesen Huti-Dingern umflogen, daher kamen diese Abwehrwaffen nicht zum Einsatz und über den Perrsischen Golf sind sie auch nicht geflogen. Offenbar wurden die Huti-Teile auf iranischen Boden abgefeuert. Was soll´s denn auch. Die Teile können so programmiert werden, dass sie auch Zick-Zack fliegen. Jedenfalls wird sich durch diesen Angriff Saudi Arabien noch weiter aufrüsten. Die Quellen betreffend der neuen Ölvorräte an der Grenze von Jemen und Saudi Arabien sind mittlerweile bekannt und unstrittig. Details findet man auch im Netz ausreichend.

    • Mir ist aufgefallen, dass Sie Beiträge immer wieder als Spekulation abkanzeln. Außerdem ignorieren Sie weitgehend Quellenangaben oder lesen sie gar nicht. Offenbar können Sie erst Aussagen von Tätern oder Mehrfachbelege verbunden mit Ausweisen am Tatort überzeugen, dass "ein Beitrag" keine Spekulation ist. Sie wissen genau, dass viele Ihrer Beleg-Forderungen unerfüllbar sind. Vielleicht sind Sie aber nicht der deutschen Sprache so mächtig und definieren Spekulation einfach nur falsch, z.B. als wirtschaftliches Zinserlebnis. Deswegen hier meine Hilfestellung für Sie: "Spekulation in der Alltagssprache ist eine Hypothese oder auch eine als unbeweisbar geltende Aussage" und das ist ja hier durch die Quellen- und Internetlage nicht der Fall. Ich würde mir wünschen, dass Sie künftig die Beiträge komplett mit Quellenangaben lesen und nicht voreilig einen Unsinn verzapfen. Mit freundlicher Empfehlung

      Hier der Link dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Spekulation

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/karl/' rel='nofollow'>@Karl</a> Bernd Esser
      "Vielleicht sind Sie aber nicht der deutschen Sprache so mächtig und definieren Spekulation einfach nur falsch, .."

      Was haben sie denn als journalistische Basis ?
      Die ad ho­mi­nem Angriffe sind doch untestes Niveau .

      Es gibt keinen einzigen Beweis, dass der Angriff auf die saudischen Anlagen vom Iran oder vom Iran aus geführt wurden .

  9. Die Tatsache, dass man vor rein gar nichts zurück scheut, um sich völlig unrechtmäßig am Jemen, Syrien, Libyen – demnächst Arktis/Antarktis/Iran etc. zu bereichern kann m.E. als ernst zu nehmendes Indiz dafür gelten, dass Peakoil der bisherigen Quellen bereits erreicht wurde oder kurz bevor steht.

    Die Energieproblematik – = die Erhaltung der Komplexität des aktuellen globalen Systems kostet immer mehr Energie, die aber immer weniger zur Verfügung steht – kommt viel zu kurz.
    Es ist das drängendste Problem überhaupt, weil auch ein nur teilweiser Energiekollaps in sensiblen Bereichen dieses globalen Komplexes eine unumkehrbare Degeneration zur Folge hätte, die weder durch regenerative Energien noch durch maximale Einsparmaßnahmen gestoppt werden könnte.

    • Wenn das USA-Militär der größte Ölverbraucher ist, dann kann der Punkt, wo die Kosten des Ölsystems den Nutzen des Ölsystems übersteigen, nicht mehr weit sein.

    • Wer oder was treibt den Menschen zum Turmbau zu Babel an, zum Bau von Imperien, von komplexen Systemen?
      Nach der Erzählung hat Gott mit der Sprachverwirrung den Turmbau beendet.

      Eine andere Erzählung ist die des Laozi: eines Zustandes der Welt, bevor die Menschen anfingen, die Dinge durch Namen zu trennen. Wir müssen wieder zum Anfang zurückkehren, und das hat nichts mit "Mittelalter" oder "Nichts" zu tun. "Small is Beautiful", buddhistische Ökonomie.

      "…zum Anfang zurückgehen bedeutet nicht, sich ins Nichts zu stürzen, sondern den von
      Menschenhand unbeeinflußten Zustand der Welt wiederherzustellen, wie er bestand, bevor
      die Menschen anfingen, die Dinge durch Namen zu trennen…"

      "Das Dao erscheint nicht aufgrund
      seiner mystischen Verborgenheit unfaßbar, vielmehr ist es "beständig-im-Fluß", so daß
      über das ewige Dao, das Dao in seiner ewigen Gestalt, nichts gesagt werden kann, es ist
      gleichsam nicht möglich, das Dao als feststehende Einheit zu betrachtende Entinität zu
      betrachten, sondern ist genötigt, das Dao als Entwicklungsweg der Dinge aufzufassen.
      Indem man die Dinge in beständiger Entwicklung sieht, erfährt man den Gang, welchen sie,
      aus dem Dunklen der Vergangenheit kommend, nehmen werden; weil sich das Dao in seiner
      Erscheinungsweise verändert, kann es nicht immergültig beschrieben werden; zwar bleibt
      es als abstraktes Prinzip bestehen – das aber liegt im Verborgenen."

      "Die ontologische Deutung beansprucht allerdings eine umfassendere
      Gültigkeit, insofern Nichtsein das Nichtvorhandensein von Wünschen einschließt."

      "Bemerkenswert ist, daß mehr Überstzungen von Europäern zu der moralischen Variante
      neigen als von Chinesen (ins Neuchinesische oder Englische); der Verdacht des
      Voreingenommenseins durch die christliche Doktrin, gestützt durch die Unkenntnis der
      Lesart von Wang An Shi, lässt sich schwer abweisen. Ob sich das Wort "Begierde" mit
      seinem sexuell fixierten Konnotationen als passende Entsprechung für
      eignet, muß
      ernsthaft hinterfragt werden. Der christlichen Ablehnung lustvoller Sexualität durch
      Referenzen auf die alte chinesische Weisheit den Rücken zu stärken, scheint auf
      europäische Kommentatoren verführerisch zu wirken. Xu Shu kommentiert
      dagegen im
      Sinne von Habgier (
      , tan yu). Interessant ist ferner die Version des Hongkong-
      Chinesen D.C. Lau: Er folgt zwar der traditionellen Lesart im Sinne von He Shang Gong und
      Wang Bi, läßt im Gegensatz zu europäischen Übersetzern jedoch keine moralische Wertung
      anklingen.
      So entledige dich von Wünschen,
      um seine Geheimnisse zu erblicken;
      aber erlaube dir, Wünsche zu haben,
      um seine Äußerung zu erblicken."

      Quellle:

      Nichtstun als Handlungsmaxime
      Deutungsvarianten im 1. Kapitel des Daodejing
      vorgetragen auf dem Symposion „Daoismus“, Dezember 1996, Universität
      Leipzig
      weitere Ausführungen: siehe Viktor Kalinke, Studien zu Laozi, 3 Bde.,
      Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2000 und 2011

      laozi_essay.pdf

    • @ Tony

      Das 'moralische Bewerten' des 'Dao' widerspricht diesem diametral.
      Die Rückkehr zum Unbenannten entspricht dem Verlassen, dem Aufgeben von Definitionen, also künstlichen Grenzziehungen der Bedeutsamkeit durch Intellekt, der sich eben selbst genau dadurch – das Setzen von willkürlichen Grenzen der Deutung – bedeutungslos macht.

      Aber eher verdampfen 7 Milliarden Gehirne auf mysteriöse Weise als dass dies neuer Standard würde 😉

    • Das 'Wu-Wei' als Handlungs'maxime' erfordert rückhaltlose Entindividualisierung, vulgo Aufgabe aller subjekt-orientierten Pläne, Absichten, Wünsche etc., um sich dem 'Zufallenden/Zufälligen' vorbehaltlos anzugliedern und mit diesem zu 'verschmelzen', also ohne Trennlinie des Subjekts zum vermeintlich 'Objektiven'.
      Die über 5000 Jahre währende Züchtigung des menschlichen Geistes durch Indoktrination macht dies für 99% unerreichbar., denn der solchermaßen okkupierte, obsessionierte Geist, der dies aber letztlich ja durch sich selbst inszenierte, müsste sich quasi rektal-spinal erblicken und solchermaßen sich selbst entfremdend erkennen und gleichermaßen sich seiner selbst entledigen.
      Eine äußerst optimistische Vision.

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