STANDPUNKTE • Der Zustand unserer Zivilisation oder der Rückfall in die Barbarei

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Trotz all den irrwitzigen Geschehnissen der letzten Wochen, die erklärt werden sollten, wollen wir uns einmal über Grundsätzliches Gedanken machen, nämlich darüber, dass wir in dieser Form der so genannten repräsentativen Demokratie, als Kollektiv für die Taten unserer „Vertreter“ haften. Sollten nicht diejenigen, welche die Folgen der wichtigsten politischen Entscheidungen zu tragen haben, diese auch fällen?

Die Historie

Nach dem so genannten 2. Weltkrieg gab es eine Phase, in der die Welt begriffen hatte, dass es notwendig war, das Zeitalter der Barbarei zu verlassen, und gemeinsame Regeln aufzustellen, an die sich alle, die Starken wie die Schwachen, halten sollten. Das begann aber schon mit dem Korea-Krieg, dann im Vietnam-Krieg in Wanken zu geraten. Aber die Bedrohung der gegenseitigen Vernichtung im Kalten Krieg war wie Sand im Getriebe der zivilisatorischen Rückentwicklung in die Barbarei des Mittelalters. Nach der gewaltlosen Auflösung des Warschauer Vertrages jedoch brach sich das ungehemmte Gesetz des Stärkeren wieder die Bahn. Und nach dem Krieg der NATO gegen Jugoslawien waren wir wieder auf dem Weg in die Vorkriegssituation, das geprägt ist durch das Denken in Blöcken, das Reduzieren der Sicht auf die eigene, das Kämpfen um den besten Platz in der Höhle unserer Vorfahren, und das Kämpfen um die beste Höhle für die eigene Gruppe. Einen solchen Rückschritt gab es schon einmal, als das finstere Mittelalter die zivilisatorischen Errungenschaften der Antike vergaß. Nun sind wir wieder einmal so weit. Aufklärung, Völkerrecht, Menschenrechte, Demokratie, alles nur noch Floskeln und leere Hüllen, Kampfbegriffe, sinnentleert. Ich will es an einfachen Beispielen erklären.

Das Blockdenken

Schauen wir uns den Konflikt im Nahen Osten, oder im englischen Sprachgebrauch, dem Mittleren Osten an. Als ich Israels Besatzungspolitik in Palästina kritisierte, erhielt ich einige türkische, aber auch syrische Anhänger in den sozialen Medien. Das nahm noch zu, als ich die Besatzungspolitik der USA verurteilte. Als ich dann das Vorgehen der Türkei im Norden Syriens kritisierte, nannte man mich einen Freund der kurdischen Terroristen. Und nachdem ich dann den Teil der Kurden kritisierte, welche die USA bei der Besetzung von Ost-Syrien unterstützten, wurde ich von denen als „Erdogan-Lakai“ entfolgt. Als ich die Besatzung des Westen Syriens durch die Türkei kritisierte, wurde ich zum „Putin-Pudel“.

Analysieren und Bewerten wurde durch Glauben ersetzt. Politik ersetzt Religion. Und das gilt für alle Seiten. Die Hoffnung, die sich nach der Auflösung der Sowjetunion verbreitet hatte, und dann noch mit der Globalisierung verbunden wurde, dass sich die Menschen verflechten und Kriege zukünftig nicht mehr stattfinden werden, hat sich in das Gegenteil verkehrt. Noch nie waren wir einem großen Atomkrieg so nahe. Nicht zuletzt, weil alle Atommächte gegen den Atomwaffensperrvertrag verstießen und ihr Atomwaffenmaterial verbesserten, statt ernsthaft über Kernwaffenabrüstung zu reden. Im Gegenteil wurde speziell von den USA immer mehr Verträge gekündigt, die einen Rüstungswettlauf verhindern sollten. Bald werden die letzten folgen, während die Wissenschaftler die Atomkriegsuhr auf nie gesehene 100 Sekunden vor 12 stellten. Nicht zuletzt, weil die USA „kleine“ Kernwaffen auf ihre U-Boote verbracht haben, und ganz offen auch über Ersteinsatz von Atomwaffen auf dem Schlachtfeld reden. Und all das soll durch „Demokratie“ legitimiert sein?

Das falsche Verständnis von „Demokratie“, oder warum es nicht um „gute“ oder „schlechte“ Regierungsführung geht.

Die politische Elite Deutschland erklärt das Primat der Politik, und meint, das Primat der politischen Parteien. Wie ja Angela Merkel schon 2010 in einer Rede erklärte, waren alle wichtigen politischen Entscheidungen gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung gefasst worden (1). Und das wäre auch gut so meinte sie, schließlich wissen die Politiker besser, was für das gemeine Volk gut ist, und was nicht. Und natürlich gilt das auch für die ungehemmte Aufrüstung, die in ein paar Jahren die Hälfte des Staatshaushaltes ausmachen soll, geht es nach dem Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, der schon immer ein Vordenker für Aufrüstung und Kriegsbeteiligung war. Also diese Entscheidungen, ungehemmt aufzurüsten, und zur zweigrößten NATO-Streitmacht aufzusteigen ist laut politischem Establishment eine kluge und weise Entscheidung, welche die Mehrheit schon irgendwann begreifen wird.

Nun erkennt man an Beispielen, dass es im Verständnis der politischen Elite Deutschlands ein gravierendes Missverständnis darüber gibt, was Demokratie überhaupt bedeutet. Da war die Rede der Bundeskanzlerin die erklärte, dass die Repräsentanten der Wähler es eben besser wüssten, was für die Deutschen gut wäre. Und dann war da die allgemeine und allumfassende Kritik an der Entscheidung der Briten, aus der EU auszuscheiden. Eine Entscheidung, die von der politischen Elite über viele Jahre versucht wurde zu verhindern, dann aber doch nur verzögert wurde. Auch hier hieß es, dass die Menschen einfach nicht begriffen hätten, dass es doch für sie viel besser wäre, in der EU zu bleiben, und dass man doch so lange abstimmen sollte, bis sie endlich zur Vernunft gekommen wären. Oder da war die Forderung der Bundeskanzlerin, die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen rückgängig zu machen. Da hatte sich jemand von den „Falschen“ wählen lassen. Eine Wahl müsse rückgängig gemacht werden, meinte sie.

In allen Fällen war die Begründung, warum der Wille der Wähler (oder ihrer angeblichen Vertreter) nicht umgesetzt wurde, die Behauptung, dass sie zu dumm wären, und nicht begreifen würden, was für sie wirklich gut ist. Demnach müsste also in der Definition von „Demokratie“ etwas davon stehen, dass es darum geht, „gute“ Entscheidungen zu fällen. Schauen wir uns also die Definition an:

Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos ‚Staatsvolk‘ und altgriechisch κράτος krátos ‚Gewalt‘, ‚Macht‘, ‚Herrschaft‘) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen (Volksherrschaften).“ (2)

Die Definition sagt also überhaupt nichts aus über eine anzustrebende Qualität der Regierungsführung. Wer, wie zum Beispiel Frau Dr. Angela Merkel, demnach erklärt, dass eine Entscheidung der politischen Elite gegen den Willen der Bevölkerung in Ordnung wäre, wenn sie nur qualitativ richtig oder besser wäre, als der Wille des Volkes, will nicht verstehen, was Demokratie überhaupt ist. Man muss sich fragen, ob diese Person demnach auf dem Boden des Grundgesetzes steht. In Artikel 20 sagt das Grundgesetz aus:

„(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“

Das heißt im Klartext: Die „Repräsentanten“ sind die vollziehende Gewalt des Willens der Wähler. Während der Meinung der politischen Parteien Deutschlands zufolge, die gewählten Vertreter eine wesentlich wichtigere Funktion inne haben. Dem Konsens der politischen Parteien folgend definieren sie angeblich den Willen des Volkes. Davon kann man aber im Grundgesetz nichts finden. Denn dort steht lediglich, „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“ Dort steht nicht, dass sie die politische Willensbildung bestimmen und sich die Entscheidungen dann lediglich über Wahlen bestätigen lassen. Übrigens sucht man im Grundgesetz auch vergeblich einen Hinweis darauf, dass fast eine Milliarde Euro an Steuergeldern für Lobbyorganisationen, genannt politische Stiftungen, der Parteien gezahlt werden sollen, damit sie dem Volk erklären, was sein Wille sei.

Gründe für „Demokratie“

Es gibt mehrere Gründe, warum sich „Demokratie“ als vorherrschende Staatsform herausgebildet hat. Durch die zunehmende Kraft von Gruppen neben dem Adel, wurden Aufstände und blutige Machtkämpfe immer häufiger. Macht ließ sich immer schwerer durchsetzen. Andererseits waren Veränderungen mit blutigen und das Gemeinwesen schwächenden Kämpfen verbunden. Weshalb sich im Laufe der Jahrhunderte die Macht auf immer mehr Schultern verteilte und immer häufiger Veränderungen versucht wurden, ohne Blutvergießen zu realisieren.

Schließlich aber ist Demokratie die Folge von Logik, die man schon in der Antike erkannt hatte:

Derjenige, der die Folgen von Entscheidungen im Wesentlichen tragen muss, sollte auch für die Entscheidungen verantwortlich sein. So waren es anfangs die Familienvorstände oder Bürger, nicht aber die Sklaven und Frauen. Mit der Befreiung derselben, die in den USA durch die Rassentrennung bis in die 1960er Jahre dauerte, und der Ent-Diskriminierung von Frauen im Jahr 1957 in Deutschland, wurden sie natürlich auch zu einem gleichberechtigten Teil des „Volkes“. Denn auch sie trugen die Folgen der Entscheidungen, sollten also diese Entscheidungen auch fällen.

In der heutigen Diskussion wird aber der wichtigste Grund für Demokratie in sein Gegenteil verkehrt. Heute nennt man es „Populismus“, wenn es darum geht, eine Politik zu betreiben, welche die Bevölkerung wünscht, da sie selbst die Folgen der Politik tragen muss. Schauen wir uns also noch einmal an, wie „Populismus“ definiert wird.

Die Encyclopedia of Democracy definiert Populismus als eine ‚politische Bewegung, die die Interessen, kulturellen Wesenszüge und spontanen Empfindungen der einfachen Bevölkerung hervorhebt, im Gegensatz zu denen einer privilegierten Elite. Um sich zu legitimieren, sprechen populistische Bewegungen oft direkt den Mehrheitswillen an – durch Massenversammlungen, Referenden oder andere Formen der direkten Demokratie‘ (…)“ (3)

Vergleichen Sie nun die Definition von Demokratie und Populismus. Sie werden überrascht sein, wie nahe beide zueinander stehen. Wenn man uns also erklärt, dass Populismus und Demokratie unvereinbar wären, ist das absolut unzutreffend. Vielmehr ist das, was sich in Deutschland als Parteienaristokratie entwickelt hat, nicht mehr mit dem Begriff von Demokratie zu erfassen. Was in Deutschland realisiert wurde, könnte man als Polyarchie ansehen. Wie definiert man Polyarchie?

Die Polyarchie

„Als Polyarchie (altgr. πολυαρχία polyarchía ‚Vielherrschaft‘, von πολύς polýs ‚viel‘ und ἄρχειν árchein ‚herrschen‘) wird in der Politikwissenschaft eine Herrschaftsform bezeichnet, in der viele Zentren politischer Macht nebeneinander bestehen.“ (4)

Mit dieser Definition kommen wir der Beschreibung des politischen Systems also schon wesentlich näher. Allerdings gibt es in Deutschland den Tatbestand, dass sich alle Zentren der politischen Macht auf einen Grundkonsens geeinigt haben, ohne den niemand eine Chance hat, ein Zentrum der Macht überhaupt zu begründen. Zu den Grundsätzen, auf die sich diese politischen Machtzentren geeinigt haben gehört die Mitgliedschaft in der NATO, die Anerkennung der USA als Welthegemon und über den politischen Entscheidungen Deutschlands stehend, und die Unangreifbarkeit des Geld- bzw. Finanzsystems. Wenn man nun sieht, dass diese Grundsätze aber in erster Linie den Interessen einer bestimmten Gruppe dienen, kann man zu der Auffassung kommen, dass wir durch eine Oligokratie beherrscht werden.

Die Oligokratie/Oligarchie

Die Oligarchie (von griechisch ὀλιγαρχία oligarchia ‚Herrschaft von wenigen‘, zusammengesetzt aus ὀλίγοι oligoi ‚wenige‘ und ἀρχή archē ‚Herrschaft‘) ist in der klassischen (antiken) Verfassungslehre die Entartung der Aristokratie.“ (5)

Nun ist aber diese „Herrschaft der Wenigen“ nur im Hintergrund wirksam, und zeigt sich auch oft nicht in den alltäglichen politischen Entscheidungen. Diese Herrschaft wird oft nur aktiviert, wenn es um grundlegende Interessen dieser „Wenigen“ geht, bleibt ansonsten unsichtbar. Daher ist es schwierig, das deutsche politische System wirklich als Oligarchie oder Oligokratie zu bezeichnen.

Nun sind allerdings alle Herrschaftsformen, von der Monarchie über Aristokratie zur Demokratie grundsätzlich weder als gut, noch als schlecht anzusehen. Entscheidend ist vielmehr, ob die Herrschaft im Interesse des Gemeinwohls, der Allgemeinheit, oder zum Nutzen einer kleinen Schicht von Herrschenden ausgeübt wird.

Ist die Qualität der Entscheidungen einer Herrschaftsform entscheidend?

Die Frage, welche Herrschaftsform die „Beste“ ist, kann episch diskutiert werden. Da gibt es den Monarchen, der sein Leben lang darauf erzogen wird, unangefochten und ohne jeden Eigennutz, nur für das Wohl der Untertanen zu regieren. Dann gibt es die Oligarchen, welche längst alle weltlichen Wünsche erfüllt haben, und nur noch zum Nutzen des Gemeinwesens agieren. Aber beiden Herrschaftsformen (und ihren diversen Mischsystemen sowie der Polyarchie) fehlt die Anerkennung der Menschen als selbstbestimmte Wesen.

Und genau das Gleiche gilt für die eingangs berichtete Weltsicht der Bundeskanzlerin, wonach es ein „Primat der Politik“, besser gesagt, eine „Primat der politischen Parteien“ gibt, welche die Politik entscheidet, die dann von den Menschen lediglich durch Wahlen akzeptiert oder kritisiert wird. Natürlich kann man zu der Auffassung kommen, dass eine solche Herrschaftsform die größtmögliche Qualität erzeugt. Auch wenn das vehement bestritten werden kann. Aber eine solche Form der Herrschaft dann als „Demokratie“ zu benamen ist schlichtweg falsch. Und, das sollte klar herausgestellt werden, eine solche Herrschaftsform im 21. Jahrhundert spiegelt lediglich die Gedankenwelt der Elite des Mittelalters wider. Was wiederum gerechtfertigt oder nicht gerechtfertigt sein kann, was separat untersucht werden müsste.

Um es noch einmal klarer zu sagen: Gehen wir nun ruhig von der Arbeitshypothese aus, dass eine elitäre Herrschaftsform qualitativ bessere Herrschaft für die Allgemeinheit bedeutet, als eine demokratische Organisation. Dann kann man das befürworten, darf es aber nicht Demokratie nennen. Es handelt sich vielmehr um eine Polyarchie in einem durch oligarchische Kräfte definierten Rahmen.

Nun kann man die Meinung vertreten, dass das 21. Jahrhundert eigentlich ein Zeitalter sein sollte, in dem die Menschen über ihr Schicksal selbst entscheiden sollten. Wenn Deutschland in den Krieg geführt wird, dann sollten alle Menschen darüber entscheiden, denn Krieg wird alle Menschen betreffen. Am wenigsten übrigens die Eliten, welche derzeit über Krieg und Frieden entscheiden, aber den „Repräsentanten“ des Volkes gerade mal 15 Minuten geben, um zuzustimmen (6).

Wenn die politischen Eliten Deutschlands planen, die Rüstungsausgaben so hoch zu schrauben, dass sie in einigen Jahren fast die Hälfte der Ausgaben der Regierung ausmachen werden (7), muss man sich fragen, ob das nicht etwas ist, über das jene entscheiden sollten, welche im Wesentlichen davon betroffen sind: Alle Wähler Deutschlands. Denn wer das zweitgrößte Rüstungsbudget der NATO in Erwägung zieht, mit Ausgaben, welche diejenigen des größten Landes, der zweitgrößten Atommacht, Russland, übersteigt, der muss sich fragen lassen, wie er eine solche Entscheidung mit der Behauptung von Demokratie in Einklang bringt, wenn diese Entscheidung nicht separat dem „Volk“ überlassen wird. Also jenen, welche die Konsequenzen zu tragen haben.

Um es klar zu sagen: Ich behaupte nicht, dass Entscheidungen, die durch echte Demokratie gefällt werden, „besser“ sind als jene, welche durch Eliten gefällt werden. Sondern der Hauptgrund, Demokratie zu fordern ist der, dass jene, welche die Folgen der Entscheidungen zu tragen haben, sie auch fällen sollten.

Konsequenzen

So wie der Geist und zum großen Teil der Buchstabe des Grundgesetzes durch die Parteienaristokratie ausgehöhlt und teilweise in sein Gegenteil verkehrt wurde, ist auch der Begriff „Demokratie“ zu einem Schlagwort verkümmert. Es wurde lediglich zu einem neu definierten Kampfbegriff, wie „Freiheit“, oder „Menschenrechte“. Der Begriff verschleiert die wirklichen Verhältnisse und Hintergründe ebenso wie die Kampfbegriffe „Responsability to Protect“ (R2P) oder „Flugverbotszone“, oder „robuste humanitäre Interventionen“.

Die entscheidende Frage, ob wir das akzeptieren oder nicht liegt in der Ansicht begründet, ob wir Entscheidungen einer Gruppe elitaristisch selbstdefinierten Menschen folgen wollen, oder ob wir den Anspruch haben, selbst über unser Schicksal zu bestimmen. Aber um diese Entscheidung für sich zu fällen, müsste man natürlich erst einmal das Bewusstsein entwickelt haben, dass es eine solche Entscheidungsmöglichkeit gibt. Um das zu verhindern agieren alle derzeit herrschenden Kräfte gemeinsam und ziehen an einem Strang. Da diese Kräfte auch die meinungsbildenden Medien maßgeblich beeinflussen, ist es so unendlich schwer, den Menschen diese Entscheidungsmöglichkeit klar zu machen.

Es ist legitim zu sagen, dass man lieber einer Elite folgt, als selbst die Verantwortung zu übernehmen. Aber zu verhindern, dass Menschen diese klare Entscheidung fällen können, indem man behauptet, es gäbe „Demokratie“, und die Menschen würden ja die Entscheidungen fällen, zeigt auf, wie ängstlich die derzeit das politische System beherrschenden Kräfte sind, ihre Macht zu verlieren. Die Angst beruht auch zum großen Teil darauf, dass die elitären Kräfte, durch die Behauptung, die Menschen würden in der so genannten repräsentativen Demokratie ja ihr Schicksal selbst gestalten, die Verantwortung für ihre Taten ablehnen. Anders als dies ein Diktator tut. Er sagt klar, dass er die Entscheidungen fällt und wird dadurch implizit rechenschaftspflichtig.  Derweil die Elite in Deutschland die Verantwortung ablehnt und sie jenen aufbürdet, die eigentlich gar keinen Einfluss auf die Entscheidungen hatten, den Bürger.

Warum „elitäre“ Demokratie in Deutschland gefährlich ist

In einem Staatssystem, in dem die Herrschenden nur durch „Liebesentzug“, sprich Entzug von Mandaten, durch die Wähler bestraft werden, aber niemals wirklich zur Rechenschaft gezogen werden, wäre eine Gewaltenteilung besonders wichtig. Wie bereits mehrfach berichtet, gibt es diese aber nicht in Deutschland. Alles wird kontrolliert durch die politischen Parteien und durch einen Konsens derselben auf grundsätzliche Parameter. Die Justiz, die Regierung und das Parlament, also alle drei Säulen der theoretischen Gewaltenteilung, werden beherrscht und besetzt durch politische Parteien (8). Hinzu kommt ein großer Teil der so genannten vierten Macht, den Medien. In den öffentlich-rechtlichen Medien entscheiden ebenfalls von Parteien eingesetzte Funktionäre.

Aus diesem Grund schwebt über Deutschland eine große Gefahr. Eine Gefahr, welche das Grundgesetzes versucht hatte zu verhindern. Was aber im Laufe der Jahrzehnte durch die politischen Eliten des Landes geschickt unterminiert wurde. Wenn es keine Gewaltenteilung gibt, UND keine Demokratie, hängt das Schicksal Deutschlands an einem seidenen Faden.

Heuchelei beenden

Liebes Politikestablishment, hör auf uns zu erzählen, dass es in Deutschland eine Demokratie gäbe, die nur vollstreckt, was das Volk will. Entweder man steht zur Oligarchie, oder man erlaubt dem Volk viel mehr direkte Mitbestimmung. Das heißt zum Beispiel zuzulassen, das direkte Wählen der Regierung, das Wählen der obersten Richter und Staatsanwälte, das Wählen der die Medien Kontrollierenden. Und das bedeutet, dass endlich eine Verfassungsgebende Versammlung einberufen wird, welche ohne den dominanten Einfluss der Parteien zusammentritt. Ansonsten werden immer mehr Menschen die so genannte Demokratie als Simulation erkennen und jede Verantwortung dafür ablehnen.

Um zurückzukommen zur Einleitung: Diejenigen, welche die Folgen der wichtigsten politischen Entscheidungen wie zum Beispiel Krieg und Frieden, oder Schwerpunkte der Staatsausgaben, zu tragen haben, müssen auch ermächtigt werden, diese Entscheidungen zu fällen. Alles andere ist eben keine Demokratie.

Quellen:

  1. https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-das-primat-der-politischen-parteien/
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus#Sozialwissenschaft
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Polyarchie
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Oligarchie
  6. https://youtu.be/T5jCOEJx1eU
  7. Im Moment wurde die Erhöhung auf 2% vom BIP beschlossen, was ca. 20-25% des Haushaltes ausmacht, aber längst wird von 3,5-4% gesprochen, weil das ja während des letzten Kalten Krieges auch schon der Fall gewesen wäre, und der Rolle Deutschlands in der Welt angemessen sein sollte.
  8. https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-die-einsaeulengewaltenteilung/

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Danke an den Autoren für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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17 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Der Zustand unserer Zivilisation oder der Rückfall in die Barbarei

  1. Eine treffende Analyse, wie ich finde. Vielen Dank dafür. Zu zwei Punkten hätte ich kurze Anmerkungen. Vielleicht kommt darüber ein Gedankenaustausch zustande. Das würde mich freuen.

    Nachdem ohnehin nicht objektiviert werden kann, welche Staatsform die »richtige« oder die »beste« ist, sollten wir die Argumentation umdrehen. Aus den im Artikel ausreichend dargelegten Gründen ist die Demokratie per Definition die »richtige« und die »beste« Staatsform. Jedenfalls, wenn wir uns auf eine »echte« Demokratie und nicht auf eine Fassadendemokratie beziehen, hinter der sich eine Axiokratie (Werteherrschaft) verschanzt hat.

    Die Vorgänge rund um den Brexit halte ich für unterkomplex dargestellt. Wirklich souverän ist nur, wer jede seiner souveränen Entscheidungen aus der Vergangenheit jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen kann. Die Souveränität endet prinzipiell genau an dieser Grenze – auch einem Souverän darf nicht zugestanden werden, seine Souveränität mit Blick auf die Zukunft wegzuschenken und eine fremde Instanz dauerhaft an seiner statt zu ermächtigen. Es widerspricht der Idee der Souveränität nicht, wenn der Souverän immer mal wieder bekräftigen muss, dass er seine Meinung noch nicht geändert hat – im Gegenteil! Im übrigen war die Frage, über die die Briten abzustimmen hatten, von der Exekutive unzulässig formuliert. Die Briten waren genötigt worden, eine Frage mit Ja oder Nein zu beantworten, auf die keine der beiden möglichen Antworten zutraf. Mit dieser Frage hat die Exekutive ihr Volk genötigt, die Exekutive weitreichender zu ermächtigen als dies mit der Souveränität des Volks verträglich ist.

  2. Sehr geehrter Herr Mitschka

    Erstmal danke für die lehrreiche Antwort !

    Die Justiz sollte nicht den Parteien unterstehen sondern unabhängig sein, stimmt absolut, da ist Veränderungsbedarf.
    Wenn aber die Bevölkerung Staatsanwälte und Richter wählen kann, dann führt das wie in den USA dazu, dass diese sich als besonders rigorose Strafverfolger gebären, was dann zu einer noch menschenfeindlicheren Justiz führt.

    Bei der Verfassungsgebenden Versammlung kann ich Ihnen leider noch immer nicht zustimmen. Sobald das Parlament bei allen auch nur halbwegs wichtigen Entscheidungen die Bevölkerung fragen muss, können die Parteien unser Grundgesetz nicht mehr alleine unterwandern.
    Außerdem ist es m.E. auch wichtig die Mehrheitsfähigkeit von Vorschlägen zu beachten und bei Volksentscheide könnten wir die Chance haben, dass sie dieses Kriterium erfüllen.

    Natürlich wird einem bei den Verlautbarungen vieler Medien speiübel, deswegen sind ja Plattformen wie kenfm, die Nachdenkseiten, Rubikon, die Linke Zeitung u.v.a. so total wertvoll.

    Bei den öffentlich Rechtlichen haben wir halt eigentlich ein Anrecht darauf, dass sie im Interesse der Allgemeinheit arbeiten.
    Es wäre ja schon eine Verbesserung, wenn die denn nur dem Einfluss der politischen Parteien ausgesetzt wären.
    Die Anstalt hat mal eine wunderbare Sendung gemacht in der aufgezeigt wurde wie z.B. die transatlantischen Kriegstreiber unsere öffentlich rechtlichen Medien unterwandert haben.
    Natürlich müsste sich das auch dringend etwas ändern.

    Momentan ist der Medienrat der ÖR halt überhaupt nicht paritätisch besetzt, wären in ihm gemäß ihrem Anteil in der Bevölkerung alle vertreten, also z.B. auch Geringverdiener und Hartz 4 Empfänger, so wäre eine demokratische Kontrolle auf jeden Fall eher gewährleistet.

    Mir müssen uns ja nicht in allem einig sein, dass gibt es sowieso eher selten.

    Ganz liebe Grüße !

  3. Sry, mir ist ein Fehler in meiner Stellungnahme aufgefallen.

    Wenn die Parteien eh nur mit Erlaubnis der Bevölkerung Veränderungen herbeiführen dürfen und sie sicher nur aus Personen besteht die die Gleichwertigkeit der Menschen nicht anzweifelt ist es nicht so wichtig wie die Regierung sich zusammensetzt.

  4. Sehr geehrter Herr Mitschka

    Ihre Außenpolitischen Analysen sind m.E. wohltuend zutreffend und helfen dabei das man nicht am Verstand der kompletten Menschheit zweifelt, danke dafür !
    Die Kritik in Ihrem obigen Artikel ist m.E. auch absolut berechtigt.
    Ihre Schlussfolgerungen sind auf jeden Fall auch überlegenswert.
    Ohne direkte Volksentscheide zu allen wichtigen Themen haben wir keine wirkliche Demokratie, stimmt!
    Mit den Forderungen nach dem direkten Wählen der Regierung, dem Wählen der obersten Richter und Staatsanwälte, dem Wählen der die Medien Kontrollierenden, dem Einberufen einer Verfassungsgebende Versammlung stellen Sie hohe Hürden auf, diese Forderungen würde ich priorisieren, bzw. finde sie auch nicht ganz richtig.

    Wenn die Parteien eh nur mit Erlaubnis der Bevölkerung Veränderungen herbeiführen dürfen ist es nicht so wichtig wie die Regierung sich zusammensetzt.
    Wieso die Bevölkerung die obersten Richter und Staatsanwälte wählen können soll erschließt sich mir nicht.
    Wir haben eine Verfassung die in weiten Teilen auch nicht die schlechteste ist, m.E. würde es erst mal nur reichen wenn man das Recht auf Volksentscheide darin verankert und sich dann um die politische Bildung der Bevölkerung kümmert.
    Viele von uns wissen nämlich noch nicht einmal wie sich unser momentaner Staat zusammensetzt…, das Vorenthalten von Bildung wird ja auch als Machtinstrument eingesetzt.

    Wir haben sehr viele „ freie„ Medien, es kann uns ja eigentlich nur um die Organisation des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks gehen.
    Ein Staat sollte m.E. möglichst alle legitimen Interessen seiner Bevölkerung bedienen, also auch die von Minderheiten.
    Wird ein Medienrat gewählt, so hat man hinterher ein Konstrukt was nur die Interessen der Mehrheit vertritt.
    Deswegen wäre es m.E. besser, wenn die Medienräte paritätisch besetzt werden, so dass auch Minderheiten Gehör finden.

    Früher zur Hausbesetzerzeit haben wir Stadtteilzentren aufgebaut, die auch von Teilen der Bevölkerung gerne angenommen wurden, Frau Dahn hat vor Kurzem vorgeschlagen das wir mehr Rätedemokratie wagen sollten, beides könnte vielleicht auch sinnvoll zusammengebracht werden.
    Man sollte dabei m.E. nur bedenken das manche nicht in der Lage sind sich dort zu äußern und das deren Stimmen trotzdem gehört werden sollten.

    Sehr geehrter Herr Mitschka, ich schätze Sie sehr, ganz lieben Dank für ihre Arbeit !

    • Vielen Dank für den Kommentar. Hier ein paar kurze Erklärungen:

      "Wieso die Bevölkerung die obersten Richter und Staatsanwälte wählen können soll erschließt sich mir nicht."
      Es erfolgt keine Verfolgung von Straftaten der Regierenden, weil sie sich selbst kontrollieren. Staatsanwälte und Richter hängen von der Exekutive bzw. den staatstragenden Parteien ab. Sie werden die Hand nicht beißen, die sie füttert. Abgesehen davon kann der Justizminister jederzeit Staatsanwälten Anweisungen geben. Deshalb muss die Justiz vollkommen von der Exekutive getrennt werden.

      "Wir haben eine Verfassung die in weiten Teilen auch nicht die schlechteste ist" Das ist vollkommen richtig. Die Verfassungsgebende Versammlung wird sich sicher auch am Grundgesetz orientieren. Allerdings wird sie alle das Grundgesetz verwässernden und aushöhlenden Gesetze auf den Prüfstand stellen. Und davor haben die Parteien Angst. Aber das müssen wir tun, weil das Grundgesetz nur noch ein Waffe gegen den politischen Gegner in den Händen der Parteien ist. Außerdem gibt es keine strafrechtlichen Konsequenzen bei Verstoß gegen die Verfassung bzw. das Grundgesetz. Auch das wollen die Parteien verhindern. So wie sie zuletzt den lästigen §80 StGB einfach löschten, zugunsten einer "EU-Regelung", die natürlich überhaupt keine Rücksicht auf unser Grundgesetz nimmt, sondern im Geist des Kolonialismus gefärbt ist.

      "Wir haben sehr viele „ freie„ Medien, es kann uns ja eigentlich nur um die Organisation des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks gehen." Nicht ganz. Natürlich geht es in erster Linie darum, die Öffentlicht Rechtlichen Medien endlich aus dem Einfluss der politischen Parteien zu bekommen. Andererseits muss auch der Status der so gen. "freien Medien" überprüft werden, wenn diese eine maßgebliche Beeinflussung der öffentlichen Meinung verursachen. In diesem Fall müssen sie ebenfalls durch die Medienkonsumenten auf grundsätzliche Prinzipien hin überprüft werden. Das sind zum Beispiel: Trennung von Nachricht und Kommentar, Ausgewogenheit der Nachrichten, Offenlegung von Interessenverknüpfungen usw.

  5. Eine bemerkenswerte (Meta)Darstellung von Jochen Mitschka mit weitem Horizont, in der die neuralgischen Punkte plastisch aufgezeigt werden. Dagegen wirkt die oberlehrerhafte Rüge der Verwendung des Schicksalsbegriffs peinlich – nicht nur der Inhalt, sondern besonders die Form, auch wenn es lustig gemeint sein sollte. Auch die Randbemerkung von Herrn Kostag zu § 130 StGB finde ich nicht inspirierend. "Volksabstimmungen" mit eben nicht "repräsentativer" vermeintlicher Demokratie wird es wohl erst geben, wenn das Volk nach Art. 146 GG aktiv werden würde und dabei Art. 20 II verWIRKlicht! Diesen von Ralph Boes und seinen Mitstreitern avisierten systemimmanenten Weg über Artikel 146 GG (etwa unter http://unsere-verfassung.de) finde ich unterstützenswert! Denn eine Revolution ist in unserem Land noch weniger zu realisieren. Wir ziehen nicht einmal gelbe Westen an.

  6. "Diejenigen, welche die Folgen der wichtigsten politischen Entscheidungen wie zum Beispiel Krieg und Frieden, oder Schwerpunkte der Staatsausgaben, zu tragen haben, müssen auch ermächtigt werden, diese Entscheidungen zu fällen. Alles andere ist eben keine Demokratie."

    Vor das Fallen einer Entscheidung muss aber eine echte Bildung und Aufklärung stattfinden. Welche Medien sollen das übernehmen?

    Man glaubt es nicht, wenn man nicht manchmal die eigene Blase verlässt. Es gibt wirklich Menschen im Land (nicht wenige, perfekt von Bertelsmann gebildete Bürger), die Rüstungsausgaben 2% vom BIP absolut unterstützen und normal finden, dass Deutschland Verantwortung am Hindukusch übernehmen muss.

    Solange wir es nicht schaffen die Glotze vom Netz zu nehmen, befürchte ich, eine Volksabstimmung, bei den momentanen Gegebenheiten "MSMedien/Politikerkaste", zum Thema Rüstung/Krieg würde fürchterlich nach hinten losgehen. 🙁

    • PS: Am Bsp Corona-Hysterie lässt sich sehr schön sehen, wie gut die Medien die Bevölkerung im Griff haben. Diese Panik und das ausverkaufte Klopapier hat NICHT das Internet verursacht. Es haben immernoch viel zu viele nen Fernseher.

    • "Es gibt wirklich Menschen im Land (nicht wenige, perfekt von Bertelsmann gebildete Bürger), die Rüstungsausgaben 2% vom BIP absolut unterstützen und normal finden, dass Deutschland Verantwortung am Hindukusch übernehmen muss"

      So hört es sich für mich stimmiger formuliert an:

      Es gibt wirklich Menschen im Land (nicht wenige, perfekt von Bertelsmann gebildete Bürger), die Rüstungsausgaben von 20-25% des Bundeshaushalts absolut unterstützen und normal finden, dass Deutschland einen Angriffskrieg seit 19 Jahren gegen Afganistan führt und dort Menschen ermordert.

    • @ Hera
      "Es haben immernoch viel zu viele nen Fernseher."

      Es ist nicht nur der Fernseher.
      Es ist die unüberschaubare Masse an Information, die Menschen Vielfalt vorgaukelt,
      die aber bei zentralen Anliegen der Machthaber vollständig genormt ist .
      Der Lautsprecher ist allgegenwärtig und ein eingeschaltetes Radio selbstverständlich
      und der Wunsch ein Radio auszuschalten stößt vielfach auf Unverständnis .
      Alle Menschen haben dann eine eigene Meinung, die sie vehement vertreten, und sie werden ebenso vehement verneinen, dass sie nur die vorgegebene Meinung nachplappern .

  7. Ach ja, eine kleine Randbemerkung noch:

    Ein gewisser Herr Marx hatte einst einen Job zu absolvieren. Und so analysierte er kreativ, besser als Andere zuvor, die Gesellschaft in der er lebte. Ein bezahlter Job, nicht Hobby.. Das Befundene fasste er in ein mehrbändiges Buch. Und er kam weniger dort aber mehrfach an anderen Stellen drauf zu sprechen, dass erst eine dieser herrschende Ordnung folgende neue Gesellschaft die Existenz zweier diametral gegenüberstehenden Klassen, der einen Oben, der anderen Unten vermeiden/beenden könne.

    Das, was Du Deinen Ausführungen zufolge am liebsten reformiert hättest, ist jedoch das, was die jetzige Ordnung im Innersten zusammenhält. Wie die OBEN die UNTEN nicht nur per "Teile und Herrsche" sondern per "Zivilisations"-Vorgaukelung im Zaum halten (Mahatma Gandhi auf die Frage eines Reporters, wie er denn die westliche Zivilisation befände: " Eine westliche Zivilisation? Das wäre eine ganz ausgezeichnete Idee !!!").

    Also begründest Du indirekt die Nützlichkeit einer Abschaffung unserer Ordnung. Das fällt aber doch unter das neue "HEIMTÜCKE"-Gesetz, den § 130 StGB, oder nicht? Mache ich mich etwa schon beim Lesen Deiner aufrührerischen Gedanken mit strafbar?

  8. Lieber Jochen Mitschka,

    gern lese ich Deine grundsätzlichen Ausführungen und stimme mit Dir weitgehend überein. Aber der Teufel steckt halt im Detail, insbesondere, wenn Inhalt und Form so auseinanderklaffen. Wie schriebst Du doch gleich? Ich zitiere: " . . . . oder ob wir den Anspruch haben, selbst über unser Schicksal zu bestimmen"

    Wie wäre es mit einem hilfreichen Deutsch-Kurs? Oder Du schreibst als Strafarbeit Hundertmal den merkenswerten Satz, dass SCHICKSAL der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sei? Dich zu unterstützen fang ich schon mal für Dich an:

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

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    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."

    • Sieht nach einer Beschwörungsformel aus und ein Oberlehrer, der einem Kind soetwas zumutet, ist mir suspekt. Naja,…
      Die Betonung liegt hier ja in den Worten "empfunden werden", was ja doch bedeutet, nicht real ist. Mithin wird in dieser Definiton Schicksal als etwas irreales hingestellt – und so lese ich die oben zitierte Zeile oder anders gesagt, Schicksal wird hier nicht als schicksalhaft empfunden und gedeutet, sondern eben vielmehr als beeinflußbar angesehen.
      Wie oft hört man von Mitbürgern den Satz: "daran können wir ja ohnehin nichts ändern"?

      Inhalt und Form?
      Inhalt und Form sagen mir an dieser Stelle: ein Elternrollenspieler belehrt hier das (projizierte) Kind-Ich.

    • Zitat:
      "Schicksal ist der Ablauf von Ereignissen im Leben des Menschen, die als von göttlichen Mächten vorherbestimmt oder von Zufällen bewirkt empfunden werden, mithin also der Entscheidungsfreiheit des Menschen entzogen sind."
      Wer sagt das? Und wer bestimmt die allumfassende Gültigkeit dieser Aussage?
      "Göttliche Mächte" – wer ist das oder sind die?
      Zufälle? Wie auch immer das gemeint sein soll – entweder es fällt einem zu oder es gibt IMMER einen kausalen Zusammenhang oder auch Ursache und Wirkung….
      Vielleicht kann man nicht sein gesamtes Schicksal entscheiden aber man kann immer FÜR SICH selber die Entscheidungen treffen und damit einem geheimen Schicksal eventuell doch ein Schnippchen schlagen? Wer sollte in der Lage sein, beweisen zu können, dass ein Mensch sehr wohl eine Entscheidungsfreiheit bezüglich seines Schicksal haben kann wenn Niemand weiß, wie das Schicksal vorgesehen ist?

  9. "Diejenigen, welche die Folgen der wichtigsten politischen Entscheidungen wie zum Beispiel Krieg und Frieden, oder Schwerpunkte der Staatsausgaben, zu tragen haben, müssen auch ermächtigt werden, diese Entscheidungen zu fällen. Alles andere ist eben keine Demokratie."

    Da bin ich dabei ! Danke, Herr Mitschka !

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