STANDPUNKTE • Ein Tag bei Scientology

Von Nadim Ganai.

Ich bekunde einem Mitarbeiter der Organisation per E-Mail mein Interesse an der Lehre von Scientology. Daraufhin antworten mir nacheinander drei (!) Personen. Sie machen eigenartigerweise unterschiedliche Terminvorschläge und einer fragt: „Wo wohnen Sie denn?“ und ein anderer: „Sind Sie telefonisch erreichbar?“. Beide Informationen gebe ich auf keinen Fall weiter. Eine Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsabteilung schickt mir dann einen provisorischen Infozettel, der auf einen „Tag der Offenen Tür“ am kommenden Sonntag hinweist. Es ist eine ausgedruckte DIN-A4-Seite, die abfotografiert wurde und als Anhang einer Mail zugesandt wird. Vermutlich ist das eine ganz exklusive Einladung, denn weder auf der Website noch auf einem anderen öffentlichen Kommunikationskanal findet sich dieselbe Ankündigung.

Am Sonntag begebe ich mich dann zu einem unscheinbaren Wohngebäude zwischen Cafés und Wirtshäusern. Über der Eingangstür steht geschrieben: „Dianetik-Zentrum“. Auf der Website von Scientology las ich, dass Dianetik „eine einfache, praktische, leicht vermittelbare Methode“ sei, mit der man den reaktiven Verstand „überwinden und den Zustand Clear erreichen“ könne. An diesem Tag strömen dutzende Menschen in dieses Zentrum, das von ihren Mitarbeitern als „Kirche“ bezeichnet wird. Doch diese Kirche ist nicht irgendein Gotteshaus von nebenan. Ihre Mitglieder sind nicht Christen, sondern Scientologen. Man wird das Gefühl nicht los, dass sie sich in einer christlich-geprägten Gesellschaft vertraut geben wollen.

Glauben Scientologen an Gott? Auf ihrer Website heißt es: „Ganz bestimmt“, aber sie drücken es lieber als „Streben zum Dasein als Unendlichkeit“ aus. Wenn es keine Christen sind, warum nutzen sie ein Kreuz als ihr Logo? Auf ihrer Website stellen sie dieses Symbol als vorchristliches Kreuz mit acht Spitzen vor, das „die acht Teilbereiche oder Dynamiken des Lebens darstellen“ soll, durch die „jeder Mensch zu überleben“ versuche.“ Gleichzeitig nutzt die Organisation den Begriff der „Kirche“, obwohl – oder gerade weil – sie in Deutschland nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt wird. Weil sie es jedoch in einigen Ländern ist, wird in diversen Videos und Schriften andauernd das ermüdende Mantra angestimmt, dass Scientology eine anerkannte Religion sei.

An den Fenstern wird ein Buch beworben: ein Lava speiender Vulkan ziert das Cover des Grundlagenwerks von Scientology. Für Scientologen gelten die darin enthaltenen psychotherapeutischen Lehren als Weg zur „totalen Freiheit“. Der Verfasser ist der US-amerikanische Autor L. Ron Hubbard, der in den 1950ern das Religionskonzept der Scientology Organisation auf Basis seiner zuvor publizierten Science-Fiction-Fantasien entwarf. Seine Anhänger sehen Hubbard als das größte Genie aller Zeiten an.

„Informieren, umschauen, schnuppern“, so lautet das Versprechen an diesem Tag in der Theorie – praktisch ist das jedoch nicht möglich. Der Gemeinschaftsaal im Erdgeschoss darf betreten werden, die oberen drei Stockwerke nicht. Und mit Material zum Mitnehmen über ihr Engagement wird man zwar regelrecht überschüttet. Doch alles, was mit dem Kern der Lehre von Scientology zu tun hat, muss bezahlt werden. Bei Fragen darüber, was den Kern der Lehre ausmache, wird man auf Bücher verwiesen statt eine konkrete Antwort zu liefern.

Bei Nachfragen betont man gern die humanitäre Seite. Auf kleinen Info-Tischen, die über den Saal verteilt stehen, liegen kostenlose Broschüren aus. Es geht um karitative Projekte weltweit. In erster Linie berichtet man jedoch voller Stolz von den sozialen Projekten in Deutschland, die sich an Drogenabhängige, psychisch Kranke, Straftäter und lernschwache Schüler richten. Regelmäßig stellen sie in Einkaufsstraßen Informationsstände auf, mehr oder weniger getarnt als Aufklärungskampagnen wie „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte“, „Kenne Deine Menschenrechte“ oder „Der Weg zum Glücklichsein“, deren Verbindung zu Scientology auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Der Saal wird langsam von Menschen gefüllt, die zur Sonntagsandacht oder für Seminare gekommen sind. Wohin man schaut, breit lächelnde Menschen, lebhaft diskutierende Gläubige und spielende Kinder, darunter viele Gesichter, die man aus den Werbebroschüren kennt. Ist das alles Show oder glauben die das wirklich?

Vorab informiere ich mich über mehrere Bücher zum Thema und spreche u.a. mit der „Elterninitiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen Extremismus“. Mir wird daraufhin mitgeteilt: Scientology sei ein international tätiger Wirtschaftskonzern, dem es nur darum gehe „Kurse zu verkaufen und damit viel Geld zu scheffeln“. Über Sektenwatch, die Website der Initiative, melden sich Betroffene und erzählen häufig von derselben Herangehensweise: „Man wird zunächst mit einem kostenlosen Persönlichkeitstest geködert. Die Auswertung zeigt Defizite, die dann in Kursen abgebaut werden sollen, die horrendes Geld verschlingen“. Es kann vorkommen, dass sich Anhänger, um Clear Clear und ein „Operierender Thetan“ (OT) zu werden, hoch verschulden. Für mich steht fest: bloß keinen Kurs machen!

„Die Fähigkeiten, die man einst in früheren Leben gehabt hat, die kann man alle in diesen Kursen wiederentdecken“, sagt die Sprecherin, die sich nach einer Weile bei mir vorstellt. Sie kenne Leute, die aus dem Auditing herauskamen und dann plötzlich eine weitere Sprache sprachen, ein Musikinstrument spielten oder über einen höheren Intelligenzquotienten verfügten. Verlockend, nicht wahr? Laut Aussteigern sind das nur Geschichten, über die man spricht, aber nie erlebt.
Die Sprecherin wirkt sehr nett auf mich. Sie ist immer freundlich, wirkt gelassen, scherzt und lacht ab und zu lauthals. Vor allem hat sie diesen starren Blick, als ob sie durch Materie hindurchschauen könnte. Erst später stellt sich heraus: es ist eine Sprecherin von Scientology in Deutschland. In mehr als 20 Jahren bei Scientology habe sie „die Philosophie und das System der Organisation verinnerlicht“, sodass es mittlerweile für eine höhere Funktion in der Kirche reicht, erzählt die Sprecherin voller Stolz.

Vor dem Treffen mahnen mehrere Ex-Scientologen: „Sich als Journalist direkt an Scientology zu wenden, macht keinen Sinn. Sie werden nämlich als ’Händler des Chaos’ angesehen, mit denen man ungern oder zumindest nicht offen spricht“. Aus diesem Grund halte ich mich lieber bedeckt. Die Sprecherin ist von den deutschen Medien „nicht beeindruckt“. Über Scientology habe man meist eine feste Meinung – einige glauben sogar: „Wir essen kleine Kinder, wir müssen jeden Morgen Steine fressen“. Dass Scientology mit der Zeit auf das Portemonnaie schlägt gibt die Sprecherin sofort zu. Es kursieren viele Schätzungen darüber, wie teuer der Weg zum höchsten „Clear“-Zustand ist. Meistens sind es sechsstellige Summen.

Mehrere Landesämter für Verfassungsschutz beobachten die Scientology in Deutschland seit 1997. Laut dem Bayerischen Verfassungsschutzbericht von 2015 ist Scientology „eine internationale Organisation, die zum einen auf finanzielles Gewinnstreben ausgerichtet ist und zum anderen ein weltweites, unumschränktes Herrschaftssystem nach eigenen Vorstellungen errichten möchte“.

Scientology ist seit einigen Jahren weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Das hat zum einen mit dem kontinuierlichen Mitgliederschwund und zum anderen mit den geringen Missionierungserfolgen zu tun. Der Verfassungsschutz gibt ein Personenpotenzial von 4 000 für Deutschland an. Scientologen nennen oftmals viel höhere Mitgliederzahlen. Unklar bleibt, ob sie noch aktiv sind oder irgendwann in den 90ern, wo Scientology noch eine junge Trendreligion aus den USA war, einen Kurs absolvierten und später verschwanden.

Wie sieht die ultimative Vision einer besseren Welt aus Sicht von Scientology aus? Um diese Frage zu beantworten, nimmt sich die Sprecherin ein übergroßes Buch zur Hilfe. Es soll wahrscheinlich wie ein Märchenbuch wirken und den geheimnisvollen Charakter der Lehre unterstreichen. Halte man einen gewissen Ehrenkodex und die zehn Glaubensgrundsätze Hubbards ein, sagt sie, sei das ein Garant für den Weltfrieden. Ein Grundsatz lautet: „Und wir von der Kirche glauben, dass die Gesetze Gottes dem Menschen verbieten: Die Seele eines anderen zu zerstören oder zu versklaven“. Methoden, die aber genau das bezwecken sollen, gehören vielen Aussteigern zufolge, zur festen Strategie von Scientology.

Bei Recherchen zu Scientology stößt man gewöhnlich auf eine Mauer des Schweigens. Sie wollen nicht, weil sie damit abschließen wollen oder sie würden gern, aber können nicht. Im Scientology-Jargon werden Kritiker „Unterdrücker“ genannt. Sobald sie ihre Erfahrungen mit Nicht-Scientologen teilen, müssen sie sich vor Vergeltung fürchten, in Form von Verfolgung. Aussteiger haben Angst davor, ihre Familie zu verlieren, wenn sich diese in Scientology befindet.

„Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter“, sagt die Sprecherin und versichert, dass man mit Aussteigern trotz allem gerecht umgeht. Es gebe einige, so glaubt sie, die die Grenzen des Gesetzes überschreiten. Auch gebe es einige, die sich mit ihrer Geschichte in der Presse eine goldene Nase verdienen. „Wir reagieren nicht auf alles, aber wenn bestimmte Grenzen überschritten werden, dann wissen wir ganz gut, wie man einen Anwalt anruft, wie man eine Strafanzeige erstattet“, sagt die Sprecherin und gesteht zugleich: „leider manchmal auch etwas zu gut“.

Als die Sprecherin das Gespräch zum wiederholten Male auf die Namen von prominenten Menschen lenkt, fasziniert von Figuren wie Tom Cruise oder John Travolta, die begeisterte Scientologen seien, geht fünf Meter hinter dem Sessel, auf dem sie sitzt, langsam eine Tür auf. Ein Mann starrt mit Handy am Ohr durch den Spalt. Er mustert mich lange und flüstert dabei. Was will er? Als ich gehen will, bittet mich die Sprecherin darum, Informationsmaterial mitzunehmen. Es sind fünf Broschüren – keine davon behandelt die Lehre von L. Ron Hubbard, eher die humanitären Projekte der Organisation. Sie bittet mich darum, neben der Bestellung von Büchern meinen Namen und Kontaktdaten dazulassen. Als ich ablehne, sagt sie: „Na gut, kein Problem. Dann kaufen Sie die Bücher eben im Online-Shop. Ist ja auch viel anonymer“.

Es ist Zeit zu gehen. Ich verlasse das Dianetik-Zentrum. Auf dem Heimweg fühle ich mich verfolgt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich beschattet werde und versuche die Männer in schwarzen Jacken abzuhängen. Wenige Tage später erfahre ich dann in einem Hintergrundgespräch mit Verfassungsschützern, dass dies eine gängige Methode sei, um die Wohnadresse zu ermitteln, um gezielter für Scientology werben zu können. Die Männer, die mich verfolgt hätten, seien keine Mitarbeiter der „Kirche“, sondern Privatdetektive. Da bin ich aber beruhigt…

+++

Dieser Artikel erschien am 15. Februar 2019 bei: Das Milieu

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

16 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Ein Tag bei Scientology

  1. Es gibt das Buch „Gott & Co“ von L.Kin, das die Scientology Kirche und die Hubbard Lehren beleuchtet. Dies ist eingerahmt in einen Menschheitsepos und „den Sinn des Lebens“ in diesem Universum. Manches in diesem Buch erinnert an „Shikasta“ von Doris Lessing. Warum ich das sage? Weil es jedem Menschen wert sein soll zu verstehen welche „Theorien“ die heutigen irdische Misere in ihrer tiefsten Ursache zu erklären: äußere manipulative Mächte und Energien die vor Äonen von Jahren im Universum loslegten und heute auch tief in jedem menschlichen Individuum stecken. Hubbard hat seinen Vorschlag gemacht wie sich jedes Individuum von Fremdenergien, Manipulationen, Blockaden, einschränkenden Glaubenssätzen, usw befreien kann und so frei wird. Und neben Hubbards Methode gibt es viele andere, die in die selbe Richtung gehen. Wie Hubbard mehr oder weniger wirksam im Ergebnis. Es steht auf der jetzigen Erde ausser Frage, dass es in der heutigen Scientology Kirche um Geld geht und allem damit einhergehenden. Warum Hubbard dieses Kauderwelsch wie OT clear, Thetan usw gewählt hat kann ich mir nur mit amerikanischer, militärischer Prägung erklären…
    Dieser Artikel hier auf kenfm beschreibt ganz klar und gut dass von der Scientology erfolgreich umgesetzt wurde dass es auf der Erde so schnell nicht zur Massenbewegung wird sich als Individuum von allem zu befreien, was nicht zu einem gehört. Mission erfüllt.

    • Sie sprechen mir aus der Seele und bringen es auf den Punkt .
      Gott &Co ist ein bedeutungsvolles Buch . (Die anderen von L.Kin auch)

  2. Ich bin ebenfalls überrascht über diesen ‚Standpunkt‘. Wen interessiert eigentlich noch Scientology? Die ‚Zeugen Jehovas‘ sind auch nicht besser als Scientology. Es gibt immer Menschen, die in irgendwelchen Erklärmodellen der Welt Halt finden möchten. Je labiler ein Mensch ist, um so größer seine Abhängigkeit.
    Wenn man es auf die Spitze treiben möchte, könnte man auch ‚Yoga‘ unter Verdacht stellen. Es wird Stressreduktion oder Gelassenheit versprochen . Man kann viele Kurse für viel Geld in verschiedenen Seminarhäusern absolvieren etc. (Im Ernst: ich habe selbst lange Yoga gemacht; es tut wirklich gut).
    Aber was will der Autor eigentlich mit seinem Bericht über Scientology vermitteln? Was ist der Erkenntnisgewinn? Er erinnert mich an Dieter Nuhr, der von schlimmen Dinge raunt.
    Viele Grüße an das KenFM-Team. Bitte nicht verzetteln.

    • Du hast KEINE Ahnung von Scientology, KEINE Ahnung von den Zeugen Jehovas, KEINE Ahnung von Yoga… du plapperts einfach das nach was du irgendwann mal an „Informationen“ dazu völlig unreflektiert konsumiert hast…

      Denk mal nach, ob du wirklich solche Kommentare absondern solltest… Versuch statt dessen lieber mal SELBER darüber nachzuDENKEN; was du denn tatsächlich über etwas weisst

  3. Für mich stellt sich nach Lesen dieses Artikels die Frage, wo ist das Momentum, in dem es für den potentiellen Jünger wirklich gefährlich werden könnte, wo es anscheinend um mehr geht als um Leib und Leben.
    Aber halt: Spiegelt das, was hier als Ausbeuter-Sekte beschrieben wird, nicht genau DAS System wider, in dem wir im Grunde alle leben? Auch hier wird im Zuge des einseitigen Finanzstromes nach Strich und Faden ausgebeutet, manipuliert, gelogen und gnadenlos ausortiert. Und nur die, die sich in den oberen hierarchischen Rängen befinden, können sich mehr oder weniger frei bewegen.
    Auch dieses System ist ob seiner vielen kleineren in sich greifenden Menschen-Rädchen im moralisch ethischen Sinne nicht wirklich an-greifbar und je schwächer die Involvierten in diesem Mechanismus sind oder werden, desto weniger können diese sich ihm entziehen und werden ohne jegliches Mitgefühl in ihm zerrieben….
    IN diesem Sinne – Danke, für diesen sehr erhellenden Artikel …

  4. Leider hat sich die Tendenz zu solch peinlichen Artikeln auf Schülerzeitungs Niveau bei kenfm mehr und mehr verstärkt. Ausser der tagesdosis und Jebsens Interviews ist kaum noch was lesbar, ohne sich ärgern zu müssen.

    Ich bin KEIN Freund von Scientology, aber ich weiss trotzdem mehr als der Autor. Dies ist genau jener Journalismus Stil der im Zusmmanhang mit dem Spiegel in letzter Zeit erfreulicherweise in Verruf geraten ist.

    Auch bei diesem „Bericht“ stimmt das framing, d.h. die Vorurteile der Ahnungslosen werden bestätigt, und die finden das dann gut…

    RELOTIUS ICk HÖR DIR TRAPPSEN !!!!

    Ich hab mich vor langer Zeit mal mit den Leuten unterhalten und was die Anbieten ist eine Art von Therapie. Ob gut oder schlecht kann ich nicht sagen, obwohl ich mit Sicherheit sehr viel mehr davon verstehe als der Autor. Angesichts der millionen von Zombies die auf Displays starrend durch die Strassen konsumieren, kann keiner behaupten diese Welt hätte keine Therapie nötig!

    Noch dazu wo man gerade hier einen längeren Artikel über Traumatisierung hatte.

  5. Um die genialen Zusammenhänge, die L.Ron Hubbard zusammengefasst hat zu verstehen, muss man sich schon etwas mit den Inhalten befassen . Für Scientologen ist es unmöglich an einem „Tag der offenenTür“ wirklichen Einblick zu vermitteln. Da es für jeden Scientology Mitarbeiter das Wichtigste ist, die persönliche Statistik nach oben zu treiben, bleibt es meistens bei einem eindringlichen „Verkaufsgespräch“.
    Ich halte die Scientology Organisation für ausbeuterisch – aber gefährich ? (..oder „Manner in schwarzen Anzügen“) ? ein Witz.
    In den richtigen Händen wäre Hubbard’s Werk ein Segen.

    Die Belanglosigkeit diese Artikels ist nicht auf dem Niveau von KenFm

    (Ich bin vor 20 Jahren unbeschadet und problemlos aus Scientology ausgestiegen.)

    Mit freundlichen Güssen
    samuel

  6. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß das Ergebnis bereits feststand, bevor der Autor seinen Besuch bei Scientology gemacht hat und daß alles, was ihm begegnete, dazu verwendet wurde, dieses Ergebnis zu bestätigen. Nun habe ich es ja gar nicht mit Sekten jedweder Art, aber warum macht Ihr nicht mal was über GWUP oder die Skeptiker? Da gibt es auch genügend ehemalige Mitglieder, die bereit sind, über ihre Erfahrungen zu berichten. Und wer sich „Das Milieu“ anschaut, vor allem die Seite mit den Fotos der Autoren (wo auch dieser Artikel hier erschien), der kommt nicht umhin, sich über die Anordnung zu wundern (oben die Professoren, alle männlich, dann die Doktoren (zwei Frauen dabei) und ganz unten dann, so wie es sich für den Islam gehört, die niederen Chargen, und mehr Kopftücher als auf der Hauptstraße von Bagdad. Aber doch doch, es kommen auch deutsche Namen vor. Uff, was bin ich wieder Nazi…)
    Schon etwas seltsam.

    • „Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß das Ergebnis bereits feststand, bevor der Autor seinen Besuch bei Scientology gemacht hat und daß alles, was ihm begegnete, dazu verwendet wurde, dieses Ergebnis zu bestätigen.“

      „Die Belanglosigkeit diese Artikels ist nicht auf dem Niveau von KenFm.“

      So ging es mir auch!

  7. Na ja, jeder Mann und jede Frau, um hier korrekt zu bleiben, kann natürlich seinen Standpunkt vertreten und diesen kundtun.
    Hier bei KenFm einen solchen Artikel, der eher Vorurteile und Angst schüren soll, zu finden, überrascht nun doch.
    Speziell der letzte Absatz klingt ja echt schräg, um es nett zu formulieren und ohne Belege – was soll man da noch sagen.

    • Sie haben fast Recht.

      RELOTIUS ICk HÖR DIR TRAPPSEN !!!!

      …aber: „Hier bei KenFm einen solchen Artikel, der eher Vorurteile und Angst schüren soll, zu finden, überrascht nun doch.“

      Wirklich? Mir fällt das bereits seit längerer Zeit auf. Man muss die wirklich guten Artikel beinahe schon suchen…

    • Lieber Herr Bohnet,

      ich persönlich verstehe den Hintergrund ihrer Aussage. Zur Ehrlichkeit aller sollten sie jedoch sagen, dass sie selbst seit viele vielen Jahren, mindestens jedoch seit 1991, aktiver Scientologe sind. Nicht falsch verstehen: Ich greife sie nicht persönlich sondern ausschließlich die Sekte an, mit der sie sich identifizieren. Diese hat schon zu viele Menschen ins persönliche Unglück gestürzt. Oder anders gefragt: Wie erklären sie sich, warum der Grad der Unbeliebtheit der Scientology mit fast keiner anderen Sache vergleichbar ist? Es können doch nicht immer die anderen an allem Schuld sein.
      Auch ist mir klar, dass sie natürlich keine interne Kritik äußern können bzw. dürfen. Dies würde sofort zu einem Security-Check bzw. bei Ihnen zu einem PTS Status führen. Von einem ungewollten Ausflug nach Kopenhagen möchte ich erst garnicht sprechen. Sie wissen bestimmt nach min. 30 Jahren Mitgliedschaft, was ich mit diesen Begrifflichkeiten meine.
      Ich respektiere ihre Meinung, auch wenn ich sie selbst nicht nachvollziehen kann. Abschließend finde ich es nur bedenklich, dass sie die Pressefreiheit von KENFM in Frage stellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Johannes Marx

  8. Liebe Frau Ganai!
    Was war denn das für ein „Hintergrundgespräch mit Verfassungsschützern“ würde mich interessieren? Der Schluss Ihrer Schilderung klingt leider etwas paranoid („Männer mit schwarzen Jacken“), obwohl ich kein Fan von den Scientologen bin…..bitte nicht gekränkt sein, aber so kommt es bei mir eben an….Grüße Birhil

Hinterlasse eine Antwort