STANDPUNKTE • Fake News – Detox durch gezielte Fragen

Von Dr. Christoph Quarch.

Eine Demokratie lebt vom öffentlichen Diskurs. Der öffentliche Diskurs aber speist sich aus Nachrichten und Informationen. Dass darin für die politische Kultur eines Gemeinwesens eine latente Gefahr liegt, sah schon Platon, der den öffentlichen Raum einer Gesellschaft mit einem Schattenspiel-Theater verglich: Die Bürger werden fortwährend mit Informationen versehen, die sie für die Wirklichkeit halten bzw. mit der Wirklichkeit verwechseln, über die sie informieren oder wenigstens zu informieren vorgeben.

Nicht das Sein der Wirklichkeit, so Platons Einsicht, zählt im öffentlichen und politischen Raum, sondern der Schein, der von dieser Wirklichkeit erzeugt wird: die Bilder, die im öffentlichen Raum von ihr kursieren oder in Geltung stehen. Politik läuft daher stets Gefahr, zu einer Kunst der Scheinerzeugung zu geraten und zu einer Technik der Manipulation und reinen Meinungsmache zu degenerieren. Denn Meinung generiert Macht – und Macht ist die Währung, in der Politik ihren Erfolg misst.

Auch wenn Platons Bild mehr als 2400 Jahre alt ist: Der moderne Medienkonsument gleicht noch immer einem platonischen Höhlenbewohner. Das ist keine triviale Einsicht. Denn sie ruft zwei wichtige Sachverhalte in Erinnerung: zum einen, dass wir als Medienkonsumenten unabdingbar Bürger einer „erscheinenden Welt“ (Hannah Arendt) sind und zum andern, dass es deshalb grundsätzlich keine objektiv wahren Nachrichten geben kann. Im öffentlichen Erscheinungsraum ist jede Nachricht subjektiv. In ihrem Hintergrund stehen unausweichlich unausgesprochene Interessen und Kriterien, nach denen sie ausgewählt und gewichtet wurde.

Die unhintergehbare Subjektivität einer Nachricht macht sie freilich noch nicht zu Fake News. Fake News gibt es erst da, wo der Inhalt einer Nachricht bewusst gefälscht wurde, um eine erhoffte Wirkung zu erreichen. Die Macher von Fake News bedienen sich mithin der im politischen Raum herrschenden Logik des Scheins, nach der sich der Wert einer Nachricht nicht in ihrer objektiven Wahrheit quantifizieren lässt, sondern vornehmlich nach der Wirkung, die man mit ihr erreichen kann.

Wirkung erreicht eine Nachricht dann, wenn sie erstens emotional aufgeladen ist und sich zweitens politisch kontextualisieren lässt. Das war schon immer so und wurde immer schon von Propagandisten und Populisten genutzt, um Meinungsmache zu betreiben und Massen zu manipulieren bzw. zu mobilisieren. Dramatisch wird diese Dynamik erst, wo zweierlei gegeben ist: wo die Medien der Meinungsmache leicht zugänglich sind und der Raum der öffentlichen Meinungsbildung zu einem ökonomischen Raum formatiert bzw. die Nachricht zu einer Art Ware geworden ist. Beide Voraussetzungen werden durch das Internet bzw. die sozialen Medien erfüllt. Dadurch ist eine bedrohliche Dynamik entstanden, die das massenweise Auftreten von Fake News im virtuellen Raum erklärt.

Hier müssen wir genauer hinschauen und uns die Logik der Web-Ökonomie vergegenwärtigen: Eine Nachricht im Internet erhält ihren Wert dadurch, dass sie Menschen an eine Seite bindet und dort die Verweildauer steigert. Denn je länger die Verweildauer, desto höher der Werbewert der Seite. In der Web-Ökonomie ist Aufmerksamkeit nichts anderes als bares Geld. Will sagen: Die sozialen Medien folgen – wie das gesamte Netz – einer Aufmerksamkeitsökonomie. Wo sich die Aufmerksamkeitsökonomie mit politischen Interessen verbindet, ist der Boden für Fake News bereitet.

Aufmerksamkeit im öffentlichen und virtuellen Raum erregt man am besten durch Erregung. Daher appellieren Fake News vorzugsweise an Empörungsmechanismen. Darin liegt ihre Gefahr: Wer empört ist, fragt nicht mehr, sondern verbreitet ungefragt die ach so empörende Nachricht weiter. Das dient einem doppelten Nutzen: In dem empörenden Sachverhalt sieht sich der Nutzer in seiner Meinung bestätigt und er erhofft sich eine Multiplikation seiner Ansicht dadurch, dass er die empörende Nachricht weiterleitet.

Solche Empörungsdynamiken sind der Brennstoff, der die Fake News-Produktion am Laufen hält. Sie schalten das Fragen und Denken aus und instrumentalisieren Nachrichten als Argumente für die eigene Meinung oder das eigene Weltbild. Stephane Hessels seinerzeit so hoch gelobter Imperativ „Empört euch!“ hat der demokratischen Kultur bei Lichte besehen einen Bärendienst erwiesen.

Fake News lassen sich also daran erkennen, dass sie Empörung evozieren wollen. Schlecht gemachten Fake News ist diese Absicht auf die Stirn geschrieben, raffinierte Fake News versuchen sie durch ein gewollt seriöses Auftreten zu vertuschen. Grundsätzlich ist man als Medienkonsument deshalb immer gut beraten, sich bei der Kenntnisnahme einer jeden Nachricht selbst zu beobachten und die Frage vorzulegen, was sie wohl in einem bewirken soll.

Auch die öffentlich-rechtlichen Medien erliegen der Versuchung, die Empörungsmechanismen der Medienkonsumenten zu bedienen. So kommt es, dass man in den Nachrichtensendungen immer wieder von Gewalttaten hört, deren gesellschaftlicher Nachrichtenwert gegen Null tendiert, die allerdings in einer Aufmerksamkeitsökonomie durchaus wertvoll sind.
Daran (und nicht nur daran) wird erkennbar, dass immer auch aufmerksamkeits-ökonomische Motive im Hintergrund der Nachrichtenauswahl stehen. Hier wäre zu wünschen, dass sich in den sogenannten Qualitätsmedien wieder ein journalistisches Ethos durchsetzt, das den Versuchungen der Empörungsindustrie ebenso widersteht wie der Versuchung zur gewollt manipulativen Berichterstattung.

Denn es gibt bis auf weiteres keine Alternative zu öffentlich-rechtlichen Medien. Ich möchte das an einem Beispiel illustrieren. Für die Meinungsbildung in einem demokratischen Gemeinwesen ist die Versorgung der Menschen mit frischen Nachrichten so wichtig wie die Versorgung der Menschen mit frischem Wasser. Damit frisches, d.h. gereinigtes und sorgsam gefiltertes Wasser den Weg von der Quelle in die Haushalte unbeschadet übersteht, braucht es eine öffentlich verantwortete Infrastruktur, die eine qualitätvolle Wasserversorgung sicherstellt.

Analog dazu braucht es eine öffentlich verantwortete Infrastruktur, die sicherstellt, dass die Verbraucher mit sauberen und sorgsam gefilterten Nachrichten versorgt werden – denn ohne Filter geht es nicht! Nicht ohne Grund scheut man sich, die Wasserversorgung in private Hand zu geben. Denn man weiß nie genau, aus welchen Brunnen die privaten Anbieter schöpfen – und ebenso man kann nie ganz sicher sein, dass die Quellen der Anbieter nicht durch Fake News vergiftet sind. Denn in der Tat: Wer Fake News in Umlauf bringt, ist ein Brunnenvergifter. Und Brunnenvergifter haben es sehr viel leichter, wenn sie überall und jederzeit das Versorgungsnetz anzapfen und ihre Toxine einspeisen können.

Allerdings bedarf auch die öffentliche Hand einer Aufsicht. Daher ist das in Deutschland vorhandene System, in dem öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftliche Medienanbieter konkurrieren und einander als kritisches Korrektiv beäugen, nicht das Schlechteste. Wir sollten es hegen und pflegen. Denn einen wirklich effektiven Schutz vor Fake News gibt es so wenig, wie objektiv wahre und nicht selektierte Nachrichten. In einer Zeit, in der soziale Netzwerke als Transportnetz für Nachrichten jedermann offenstehen, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als irgendwie mit dieser Gefahr leben und umgehen zu lernen.
Was also ist zu tun? Ich denke zweierlei. Zum einen wäre der Gesetzgeber meines Erachtens gut beraten, eine Art Datenpolizei einzurichten, die Fakenews-Produzenten mit einer ähnlichen Konsequenz und Schärfe verfolgt, mit der man in früheren Zeiten Brunnenvergifter verfolgt hätte. Zum anderen sollten wir als Gesellschaft darauf dringen, mehr Energie und Zeit auf unsere Bildung als Medienkonsumenten zu verwenden.

Denn Fake News funktionieren nur, solange die Empörungsdynamiken der Mediennutzer unreflektiert greifen und sich niemand über die hermeneutische Situation des Nachrichtenkonsums aufklärt. Wir sollten schon in den Schulen unseren Kindern beibringen, bei allem, was sie an Nachrichten angeboten bekommen, die Frage zu stellen: Warum bekomme ich diese Nachricht übermittelt? Wer sagt mir hier was? Und Warum? Das einzig vielversprechende Antidotum gegen Fake News ist ein wacher Geist des Fragens.

Gute Fragen sind ein wirkungsvolles Detox-Mittel.

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Dieser Artikel erschien am 01.03.2019 bei: Das Milieu

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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11 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Fake News – Detox durch gezielte Fragen

  1. Was für ein schlechter Artikel:
    Denn es gibt bis auf weiteres keine Alternative zu öffentlich-rechtlichen Medien. Ich möchte das an einem Beispiel illustrieren. Für die Meinungsbildung in einem demokratischen Gemeinwesen ist die Versorgung der Menschen mit frischen Nachrichten so wichtig wie die Versorgung der Menschen mit frischem Wasser. Damit frisches, d.h. gereinigtes und sorgsam gefiltertes Wasser….
    Oh je, das chemisch Reinigen und Filtern ist ja eben das Problem, empfehle die Die Macht um Acht
    Und weiter:
    Allerdings bedarf auch die öffentliche Hand einer Aufsicht. Daher ist das in Deutschland vorhandene System, in dem öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftliche Medienanbieter konkurrieren und einander als kritisches Korrektiv beäugen, nicht das Schlechteste. Wir sollten es hegen und pflegen.
    Tja, die Tatsache, dass alle die gleiche Propaganda senden, weil sie an die Atlantikbrücke angeschlossen sind, entgeht dem Autor. siehe z.B. Dirk Pohlmann
    Und zu Krönung noch die Datenpolizei, wahrscheinlich dem Ministerium für Wahrheit direkt unterstellt.
    So ein Blödsinn hier bei KenFM? Das ist SPON-Niveau!
    Demokratie kann jede Art von News aushalten. Nur gezieltes Verschweigen wichtiger News macht sie kaputt!
    Aktuelles Beispiel fürs Verschweigen: Sehr viele Leute wissen nicht, was Axel Voss in Brüssel plant. Kommt auch kaum in den Medien, weil die Verlage die großen Gewinner wären, wenn es klappt. Auch ARD und ZDF – nichts!
    Das alles, obwohl das Internet und die Meinungsfreiheit schwer beschädigt werden! Siehe auf jeden Fall hier! weiteren Infos z.B. golem oder Pledge2019.

    Am 23.03. alle zur Demo gehen! Siehe hier: savetheinternet

    @KenFM: Welche Qualifikation muss man eigentlich haben, um hier als Autor zu schreiben? Ich hätte da auch noch ein paar Texte!

  2. Ganz schwacher Artikel – der Gipfel: Die Datenpolizei soll’s richten…

    Wenn das Bildungsniveau besser wäre und die Menschen nicht so verzweifelt (am System), würden weniger Leute auf Fake News hereinfallen.

    Wenn die Öffentlich-Rechtlichen wirklich demokratisch kontrolliert wären und nicht selbst zunehmend Fake News verbreiten würden, dann wären sie auch (wieder) glaubwürdig.

  3. Es kann nicht ausbleiben, dass ein Milieu sich oefters „selbst reproduzieren“ muss. Auch bei Kenfm nicht.
    Es ist weiterhin erwartungsgemaess so, dass sich eine grundlegende Erkenntnis, wie es die Aussage von Platon zu sein scheint, nicht auch noch 2400 Jahre spaeter mit gleicher Zutreffenswahrscheinlichkeit weiterhin einstellen kann.
    Das dies so ist, kann auch als Indiz gewertet werden, dass die 1,5 Kg in den Koepfen damals sich anatomisch wenig von der heutigen hardware unterscheiden duerfte.
    Alles wohl zutreffend. Um das jetzt mal auf Kenfm zu beziehen und diese Initiative gegen einen in diesem leicht verdeckt auftretenden Vorwurf hier im Forum in Schutz zu nehmen:
    1.
    es gibt zuwenige Medien, die mit gesellschaftlichem Empoerungsmaterial arbeiten. Kenfm ist eines von ihnen, wenigstens.
    2.
    Der Betreiber Ken wird nicht muede, manchmal bis zur Laestigkeit einiger immer darauf hinzuweisen, moeglichst alle Medien mal auszutesten und dann kritisch selber zu bestimmen, was man als wichtig erachtet. Solange er das tut, hat er alles Recht, auch das Empoerendste zu nutzen, was seinem Medium Aufmerksamkeit bescheren koennte.

    Praktisches Beispiel: ich habe kein TV, um dem Brechreiz zu entgehen und kann auch nicht mal schnell dazu irgendwo hinfahren oder gehen.
    Aber Varoufakis in einer Politdikussion beim Ersten im Vergleich zu solchen Komikern wie von Storch, Weber, Lindner intessierte mich mal. Also versuchte ich es mal per streaming per Rechner. Bis ich das technisch hinhatte, konnte ich das Kotzen vorher zwar nicht vermeiden, aber dann kam der stream, Gottseidank.
    Den gewann Varoufakis klar mit Laengen und von Storch blieb noch unter der Londonkorrespondentin der Sueddeutschen.
    Kurz: Ken Jebsens Tip ist gut. Man mache sich immer selber ein Bild.

  4. News sind immer Fake News, auch wenn sie von den ÖR publiziert werden. Wenn man sie als „steuernde Nachricht“ begreift, wird sie wieder zur Nachricht. Ganz deutlich wird das bei den fast wöchentlichen Lügen zu Anis Amri bzw. Breidscheid-Platz.

    • Nachtrag: Der Herr Dr. schreibt.
      „Was also ist zu tun? Ich denke zweierlei. Zum einen wäre der Gesetzgeber meines Erachtens gut beraten, eine Art Datenpolizei einzurichten, die Fakenews-Produzenten mit einer ähnlichen Konsequenz und Schärfe verfolgt, mit der man in früheren Zeiten Brunnenvergifter verfolgt hätte…“

      Wie soll eine „ungebildete“, (wie Sie selber feststellen) Datenpolizei das leisten?
      Auch die gefilterten Nachrichten bleiben (Fake) News.
      Sie haben sich mit diesem Aufsatz selber ins Knie geschossen.

  5. «Stephane Hessels seinerzeit so hoch gelobter Imperativ „Empört euch!“ hat der demokratischen Kultur bei Lichte besehen einen Bärendienst erwiesen»

    Glauben Sie Herr Doktor Christoph Quarch? Ich weiss nicht, ob ich Sie richtig verstanden habe.
    Lassen wir Stéphane Hessel doch selbst zu Wort kommen:

    «Also, meine Botschaft an die Empörten dieser Erde ist:
    Bleibt nicht dabei, empört zu sein, sondern zeigt Verantwortung und engagiert euch. Verändert diese Welt, habt Mitgefühl und seid Bürger einer wahrhaften Weltgesellschaft. Du musst dein Leben ändern! Weshalb bist du empört? Weil du dein Leben bis jetzt noch nicht verändert hast»

  6. Platon „der den öffentlichen Raum einer Gesellschaft mit einem Schattenspiel-Theater verglich.“

    Er verglich die GESAMTE irdische Lebensphäre mit einem Schattenspiel. Also das, was Sie, wenn Sie die Augen öffnen, für Ihre Wirklichkeit halten, die dann, durch die diese überlagernden Schichten von Konzeptionalisierung, Verwissenschaftlichung, Vermittlung nochmals mehrfach entfremdet und verzerrt wird.

    ________________

    “ …dass es deshalb grundsätzlich keine objektiv wahren Nachrichten geben kann.“

    Dann fangen Sie mal an zu meditieren. Es gibt sehr wohl völlig objektiv und intersubjektiv zutreffende Aussagen, allerdings wohl selten im akademischen Bereich, der seine selbstreferentielle Blase nicht verlassen kann.

    Warum hinterfragen Sie eigentlich das, was Sie hier von sich geben, nicht ebenfalls als so gut wie willkürlich erdacht? Warum glauben Sie daran, die subjektive Blase verlassen und zutreffende Aussagen treffen zu können?

    Das, worüber ich schreibe ist völlig subjektiv, jedoch meine Ansichten über dieses Gefangensein haben die Gefangenschaft verlassen? Liegt da nicht genau der so logisch klingende Selbstbetrug?

    Wodurch unterscheiden Sie jetzt, Herr Doktor, da Sie offenbar gar nicht wissen, wer Sie sind und wo der Standpunkt liegt, der nicht beliebig ist und von dem aus Wahrheiten sehr wohl formuliert werden können?
    Wie kann Ihr Werkzeug über sich selbst nachdenken?

    Welcher Art sind denn IHRE „unausweichlich unausgesprochene(n) Interessen und Kriterien, nach denen sie ausgewählt und gewichtet wurde(n).“?

    ————————————-

    „So kommt es, dass man in den Nachrichtensendungen immer wieder von Gewalttaten hört, deren gesellschaftlicher Nachrichtenwert gegen Null tendiert, die allerdings in einer Aufmerksamkeitsökonomie durchaus wertvoll sind.“

    Ebenso leider in einer Realitätsökonomie, so es sie denn gäbe.
    Ihre Intention, Herr Doktor liegt dermaßen offen vor mir, daß es mir schon beinah peinlich ist.

    Konnte leider nicht bis zum Ende lesen.

    • Was haben wir denn da für einen Text? Ist das ein Testballon, ob noch alle kenfm-Medienkonsumenten wach sind?
      Ich schließe mich Chela mit der Kritik an und (er-) warte gelegentlich eine Aufklärung seitens der Redaktion über diese ÖR-Propaganda. „…eine Art Datenpolizei…“, ich lach mich schlapp!

    • Zu Chela

      Platon war übrigens auch ein radikaler Frauenhasser und hat ein vollauf totalitäres Gesellschaftsmodell entworfen. Nietzsche glaubte, Platon markiere den Beginn jener Weltvorstellung, die andernorts als Geist-Materie- Dualismus bezeichnet wird; Nietzsche sprach einfach von *Christentum*, laut ihm eine „Sklavenreligion par excellence“. 😋

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