STANDPUNKTE • Leopoldina-Gutachten. Das angekündigte Opfer

Ein Standpunkt von Dagmar Henn.

Der Merkelsche Propagandaapparat funktioniert noch. Nachdem sie im März von der bayrischen Staatsregierung wider Willen zum Handeln gezwungen wurde, hat die Berliner Politdarstellertruppe nun zum Gegenschlag ausgeholt und dem Volk die Seele massiert, um unauffällig auf die Opferung größerer Personengruppen vorzubereiten.

Der erste Teil des Schachzugs war das sogenannte ‘Leopoldina’-Gutachten (1). Angeblich eine seit 1652 bestehende Nationalakademie der Wissenschaften, von der seltsamerweise die Meisten nie gehört haben dürften. Nun, kein Wunder; es handelt sich um einen Verein, dem die Ministerin Schavan vor einigen Jahren den Titel Nationalakademie verlieh, und der, um diesen Titel zu rechtfertigen, ein wenig öffentliche Mittel erhält. Die dürften aber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Finanzierung ausmachen; die größeren Brocken stammen wahrscheinlich von den üblichen Verdächtigen, wie Bertelsmann, Bosch oder gar Soros, vermittelt über den zweiten Verein, den Freundeskreis der Leopoldina.

Dessen Webseite (2) pünktlich zur Veröffentlichung dieses Gutachtens im digitalen Nirwana entschwunden ist…Aufgefallen ist diese ‘Nationalakademie’ bisher nur durch ein anderes Gutachten, in dem sie die Schließung hunderter Kliniken empfahl (3), ganz auf der Linie einer ähnlichen Studie (4) von Bertelsmann. Man kann sie also getrost, trotz des pompösen Titels, in die Reihe der neoliberalen Denkfabriken stellen, die willig die Untermalung zur Durchsetzung von Kapitalinteressen liefern. Entsprechend liest sich auch das Gutachten, dessen Bösartigkeit vor allem an einer Stelle deutlich wird: „Die in der Krise getroffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen müssen sobald wie möglich zugunsten eines nachhaltigen Wirtschaftens im Rahmen einer freiheitlichen Marktordnung rückgeführt oder angepasst werden. Dazu gehören der Rückzug des Staates aus Unternehmen, sofern krisenbedingt Beteiligungen stattfanden, und der Abbau der Staatsverschuldung. An der Schuldenbremse ist im Rahmen ihres derzeit geltenden Regelwerkes festzuhalten.“

An der Schuldenbremse ist festzuhalten – das muss man für Normalsterbliche erst übersetzen. Das heisst, dass auf die Belastungen, die im Moment etwa das noch vorhandene Resthandwerk ebenso wie die Kommunen treffen, keine Belebung durch Investitionsprogramme folgen wird, weil dank aufrechterhaltener Schuldenbremse dafür kein Geld da ist. Dabei müsste man, um die lokalen kleineren Strukturen zu erhalten, nicht nur die Schuldenbremse aussetzen, sondern gleichzeitig die Vergaberichtlinien, die europaweite Ausschreibungen vorgeben – es wäre nötig, dass jede Kommune die vor Ort vorhandenen Handwerksbetriebe und kleinen Unternehmen stützen kann; anders als lokal kann das nämlich gar nicht funktionieren. Da aber auch die Steuereinnahmen der Kommunen einbrechen (5), die ohnehin schon oft am Rande der Pleite standen, ist ohne Schuldenaufnahme oder Zuweisung von Landes- oder Bundesmitteln da gar nichts möglich…

Das Leopoldina-Papier zeigt, dass die Merkel-Regierung im Inland ebenso unverrückbar an der neoliberalen Strategie festhält wie auf europäischer Ebene. In beiden Fällen ist das eine Garantie für die Katastrophe. Statt die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen und zur Wiederankurbelung der Ökonomie die auf Verschleiss gefahrene öffentliche Infrastruktur zu erneuern, wird das Verschleissprogramm fortgesetzt und nur im Interesse der Exportindustrie regiert. Bleibt nur zu hoffen, dass Merkel irgendwann persönlich so etwas wie einen Wasserrohrbruch in ihrer Wohnung erleidet und feststellt, dass es doch gut ist, wenn es in der Umgebung noch Klempner gibt, weil die polnischen für die Reparatur ihres Rohrs keine 14 Tage Quarantäne in Kauf nehmen werden.

Aber zurück zu unserer Propagandaoffensive. Bezogen auf den Umgang mit dem Virus bedeutet dieses Papier eine Rückkehr zur Fantasie der Herdenimmunität, mitnichten eine Umsetzung der mit Hammer und Tanz (6) beschriebenen Strategie. Sprich, statt die Verbreitung so weit wie möglich zu unterbinden, soll dem Virus schrittweise freier Lauf gelassen werden, wobei die ‘Riskogruppen’ besonders geschützt werden sollen. Eine ganze Reihe neuester Ergebnisse, die natürlich noch gar nicht bestätigt sein können, sät ernste Zweifel daran, ob überhaupt eine Immunität zu erreichen ist.

So wurden einerseits bereits geheilte Patienten wieder positiv getestet, andererseits fanden sich bei ersten Untersuchungen auf Antikörper bei einem Teil der ehemaligen Patienten gar keine; gegen die nahen Verwandten dieses Virus gibt es keine dauerhafte Immunität, sondern nur eine kurzfristige; der Virus kann nicht nur die Lunge, sondern auch Leber, Herz und Hirn infizieren, und es gibt erste Hinweise auf dauerhafte Schädigungen selbst bei Patienten, die nicht die schwere Form der Erkrankung durchmachen mussten.

Selbst wenn all diese Erkenntnisse aufgrund der kurzen Zeit, in der die Menschheit Kontakt mit diesem Virus hatte, noch nicht bestätigt sind, ist das doch ein ziemlich dickes Bündel, bei dem alle Teile in eine Richtung weisen: die klügste Strategie wäre es gewesen, die Ausbreitung so gründlich wie möglich zu unterbinden; die noch mögliche Strategie ist Hammer und Tanz; die Idee der Herdenimmunität ist allerdings eher eine Art Selbstmordpakt. (Als kleine Fußnote am Rande – Prof. Clemens Wendtner vom Münchner Tropeninstitut, der gerade eine wirklich repräsentative Studie zur Infektionsrate in München durchführt und einer der Berater der bayrischen Staatsregierung ist, war bei diesem Papier der Leopoldina, im Gegensatz zu früheren zum Thema Corona, nicht mehr Teil der Arbeitsgruppe).

Apropos Selbstmordpakt – begleitend zu dem Leopoldina-Papier erschien ein Aufruf in der BILD (7), in dem diverse hochbetagte Reiche und Superreiche erklärten, sie seien gerne bereit, sich selbst zu schützen, wenn denn nur die Wirtschaft wieder in Gang kommen dürfe. “Eine Lockerung der Maßnahmen scheint möglich, wenn die Ansteckungsrate deutlich unter eins fällt und die Zahl der Neuinfektionen erkennbar zu sinken beginnt. Um diesen Prozess zu unterstützen, schlagen wir vor: Alle Risikogruppen sollen sich dann weiterhin freiwillig an die jetzt geltenden Auflagen halten und sich so selbst schützen.”

Gut, für die Unterzeichner dieses Aufrufs, die wohl für die Firmen Siemens, Bertelsmann, Springer, SAP, BASF, Daimler, Bosch sprechen, und unter denen sich auch der Kammerjäger Wolfgang Clement findet, hält sich das persönliche Risiko eher in engen Grenzen. Frau Springer dürfte höchstens den Sozialkontakt zum Hauspersonal reduzieren und das Dienstmädchen anweisen, einen Mundschutz zu tragen, wenn es ihr im Garten der Villa den Tee serviert. Otto Schily, noch so ein Sympathieträger, formuliert das so:

„Der Frühjahrsaufenthalt in der Toskana und das Osterfest mit den Enkeln fallen in diesem Jahr aus, ebenso wie einstweilen berufliche Aktivitäten außerhalb der Wohnung. Wenn das dazu beiträgt, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und damit den raschen Restart der deutschen Wirtschaft zu ermöglichen, leisten wir diesen Verzicht gern.“

Dumm nur, dass in der Risikogruppe auch der frühpensionierte Bergmann mit Staublunge oder die ehemalige Krankenschwester mit Hepatitis C ist; dass der grösste Teil der ALG-II-Beziehenden über 50 ebenfalls dazugehören dürfte, mal abgesehen von Menschen mit Behinderungen und all jenen, deren Immunsystem aus dem einen oder anderen Grund geschwächt ist. Wir werden sehen, wie die Jobcenter reagieren, wenn ihre ‘Kunden’ ihnen erklären, sie würden jetzt gerne diesen Verzicht leisten.

Vernünftige Schätzungen besagen, dass nur etwa 60% der Bevölkerung nicht Teil dieser Risikogruppe sind. Der BILD-Aufruf tut so, als ginge es hier nur um ein paar Hochbetagte, und es sprechen jene, die es sich mühelos leisten können, mal freiwillig daheim zu bleiben, weil ja sowieso die Haushälterin einkauft und noch zwanzig Bücher ungelesen in der Bibliothek liegen.

Die Armen dieser Gesellschaft allerdings verlieren so oder so. Sie verlieren ihr Einkommen, wenn die Jobs wegbrechen, sie verlieren ihr Leben, wenn die Einschränkungen zu früh aufgehoben werden. Denn, da kann man witzigerweise mit einem anderen Papier der Leopoldina (8) erwidern. “Zu den Krankheiten, die bei Personen mit niedrigem sozialen Status häufiger auftreten als bei Personen mit mittlerem und hohem sozialen Status, zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung, muskuloskeletale Erkrankungen wie Arthrose oder Osteoporose sowie Krebserkrankungen wie Lungen-, Magen- oder Darmkrebs.” Ja, häufiger und früher. Das Papier spricht von der „erhöhten Frühsterblichkeit von Mitgliedern niedrigerer sozialer Schichten”. Übersetzt heisst das, fast jeder dritte arme Mann stirbt, ehe er das Rentenalter überhaupt erreicht. So sieht die Wirklichkeit aus. In den USA sterben gerade weit mehr Schwarze als Weiße (9) an COVID-19 und in jüngerem Alter; also ein belegbarer Unterschied zwischen Arm und Reich.

Das sind dann, nebenbei, die selben Menschen, die im Alter, so sie es erreichen, noch weiter arbeiten müssen, weil die Rente zu niedrig ist, und die auf Tafeln angewiesen sind, um sich ernähren zu können. Doppelt gefickt, könnte man sagen, denn in beiden Versionen, einer Fortsetzung der Einschränkungen in Richtung Hammer und Tanz wie auch einer tollkühnen Herdenimmunisierungsstrategie, sind sie es, die die Rechnung zahlen müssen. Durch Mangel, Erkrankung und dann, dank Aufrechterhaltung der Schuldenbremse, durch erneuten Mangel.

Wollen wir wetten, dass die Regierung Merkel das, was sie als Förderung an die Konzerne verteilt hat, hinterher (so es ein solches gibt) durch Sozialkürzungen wieder hereinholen will, denn schließlich müssen wir alle Opfer bringen? Dass Ähnliches dank der fehlenden Mittel auch in den Kommunen und den Ländern geschehen wird?

Dieser Aufruf jedenfalls, wie auch die sich ankündigende Lockerung durch die Bundesregierung, spielt wieder nur einen Teil der Besitzlosen gegen den anderen aus. Nein, wir müssen nicht den frühpensionieren Bergmann über die Klinge springen lassen, um das Leben der Kellnerin in Kurzarbeit zu sichern. Die Frage ist schlicht, ob die gesellschaftlichen Ressoucen im Interesse der Menschen eingesetzt werden oder im Interesse der kleinen radikalen Minderheit der Superreichen. Es ist möglich, auch eine oder mehrere längere Phasen eines Lockdown durchzustehen, wenn tatsächlich die Lebensgrundlage für alle geboten und durch vernünftige Planung die Versorgung mit allem Notwendigen gesichert wird. Das allerdings wird nichts mit ‘freiheitlicher Marktordnung’. Die kann nichts anderes, als die Armen für die Reichen zu opfern.

Quellen:

  1. https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/ad-hoc-stellungnahme-coronavirus-pandemie/
  2. http://www.freundeskreis-leopoldina.de/
  3. https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-wissenschaftler-halten-1300-kliniken-fuer-ueberfluessig-1.3221646
  4. https://kenfm.de/tagesdosis-20-7-2019-die-luege-die-infame-luege-und-bertelsmann/
  5. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-steuereinnahmen-kommunen-defizite-1.4875007
  6. https://medium.com/tomas-pueyo/coronavirus-der-hammer-und-der-tanz-abf9015cb2af
  7. https://www.bild.de/politik/inland/news/corona-krise-28-prominente-ueber-70-fordern-aeltere-sollten-zu-hause-bleiben-69992468.bild.html
  8. https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/gesundheitliche-ungleichheit-im-lebensverlauf-2019/
  9. https://www.washingtonpost.com/nation/2020/04/07/coronavirus-is-infecting-killing-black-americans-an-alarmingly-high-rate-post-analysis-shows/?arc404=true

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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33 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Leopoldina-Gutachten. Das angekündigte Opfer

  1. Einstein sagt:

    > So wurden einerseits bereits geheilte Patienten wieder positiv getestet,

    Wo ist die Quellenangabe für diese schwerwiegende Behauptung? Wenn das stimmen würde brauchte man ja gar nicht erst an einer Impfung zu arbeiten!
    So viel ich weiß ist der AIDS Virus der Einzige, der keine Immunität erzeugt. Von Grippe Viren, wie Corona habe ich das noch nie gehört. Wo kommt diese Info her? Das ist kein professioneller Journalismus Herr Henn!

    > die Idee der Herdenimmunität ist allerdings eher eine Art Selbstmordpakt

    Das ist gnadenlos übertrieben und widerspricht allem, was Ken Jebsen sagt. Wenn du mal die Videos von Wodark und Bodo Schiffmann anhörst, bekommst du das Gegenteil zu hören. Ist das hier ein Glaubenskrieg? Nicht mal bei KenFM hat man eine Meinung zum Thema. Jeder sagt was anderes. Es gibt nur eine Wahrheit. Entweder dieser Corona ist gefährlicher als alle Viren der vergangenen Jahre oder es ist alles nur Panikmache.

    Wo sind die exakten Zahlen? Wo ist die Anzahl der beatmeten Patienten im Krankenhaus und wo sind die selben Statistiken dafür aus den vergangenen Jahren zum Vergleich? Wenn die Journalisten auf KenFM diese Informationen nicht liefern, vertrödele ich meine Zeit hier. Wo sind die Interviews mit mehren Ärzten, die aus dem Krankenhaus Erfahrungen aus erster Hand berichten? Und alles immer im Vergleich zum Vorjahr!

  2. Gossifu sagt:

    Ein gutes haben die Erkenntnisse, wenn sie denn stimmen.
    Sollten nach durchgemachter Erkrankung keine Antikörper zu finden sein und deshalb keine Immunität vorhanden sein, stellt sich die Frage der Impfung nicht, denn wenn selbst die durchgemachte Krankheit keine dauerhafte (wie lange auch immer) Immunität schaft, dann schaft sie eine Impfung auch nicht.
    Zumindest wäre dann das Geschäftsmodell des Herrn 'Gates noch' ad absurdum geführt.

  3. Parcifal sagt:

    Wir lügen uns doch alle die Taschen voll.
    Es geht los mit unserem Demokratie-Gesäussel und pochen auf das Grundgesetz.
    Ein Staat, in welchem der Oberste – Richter dem Innen-Ministerium untersteht,
    ein Land, wo über 60 % allen Vermögens (Sachwerte- & Finanzwerte) ein paar wenigen gehört und wo "ein Teil der Menschen im Renten-Alter" auf Subvenstionen (Tafel, Obdachlosigkeit), sowie Zusatzverdienst angewiesen sind,
    da hat beides keinen Wert, Grundgesetz nicht & auch die Demokratie.
    Ohne einen Bewusstseins-Sprung jedes einzelnen, eines NACH-DENKENS und findens meines INNERSTEN-Kerns, der Wahrheit, gibt es keinen neuen Schritt in der Gesellschaft.
    Im Aussen rennen wir immer hinterher, nach Dingen, welche man uns vorgaukelt oder wir uns selber vorgaukeln, alles ohne "wahren Wert".
    Jeder kennt den Spruch "Das letzte Hemd hat keine Taschen". Aber wie immer im Leben Wissen & Handeln sind 2 paar Schuhe.
    Ist ein Aufbruch in eine andere Dimension möglich, gibt es Menschen & Literatur.
    ja genug die helfen könnten
    – Eckhart Tolle "Eine neue Erde" https://www.eckharttolle.de/
    – Ramana Maharshi "Sei, wer du bist" Buch
    – Prem Rawat oder "Words of Peace" https://www.wopg.org/
    – Mooji https://mooji.org/
    und viele andere mehr.
    Wie können wir direkt handeln? Gibt es Alternativen?
    Genug um zu beginnen, nichts unmögliches!
    Liebes KenFM Team
    eventuell bringt ihr mal etwas über
    – Sepp Holzer und andere Permakultur-Bauern
    – das Wirbelstromkraftwerk in Schöftland (Schweiz) – – – klein, aber oh ho- – – auch zubesichtigen
    – ganz Wichtig Silvio Gsell (Im April 1919 wurde Gesell von Ernst Niekisch in die Revolutionsregierung der Münchner Räterepublik nach München gerufen. Diese bot ihm zunächst einen Sitz in der sogenannten Sozialisierungskommission an und ernannte ihn – nach einem Vorschlag Erich Mühsams und Gustav Landauers – kurze Zeit später zu ihrem „Volksbeauftragten für Finanzen“) – – – Freihandel, Freigeld, Freiwirtschaft oder das "WUNDER von Wörgel
    – Hanf – – – eine der wichtigsten Pflanzen der Welt (z.B.ein wichtiges, ein tolles Buch "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" Jack Herer, Mathias Bröckers – – – Nachtschatten-Verlag)
    Es gäbe viel zu tun
    Danke für Euere Beiträge, danke

    • Gossifu sagt:

      Also in der Rubrik 'Die Macher' https://kenfm.de/sendungen/die-macher/ findet man eigentlich etwas zu Ihren Themenvorschlägen.
      Permakultur: https://kenfm.de/wolf-dieter-storl/
      Hanf: https://kenfm.de/die-macher-hanf-uckermark/
      Bauen mit Holz: https://kenfm.de/erwin-thoma/

    • Lasse S. sagt:

      Liebe Frau Henn,

      ich wundere mich sehr, wie Sie mit diesem Beitrag hierher gefunden haben – ist doch sonst der Tenor all dessen, was hier an Artikeln und (fast allen) Kommentaren zu lesen und zu hören ist, eine gruselige Leugnung all der Toten in Italien, Spanien, besonders USA, jetzt auch UK und, ja, auch derer in Deutschland. Sie werden als Fake News behandelt, und es wird ignoriert, dass die Zahl täglich um Tausende steigt und dass weltweit, d.h. gerade systemübergreifend gigantische Opfer zu beklagen sind, schon jetzt, mit deutlich steigender Tendenz …. Und die Empfehlung hier, sowohl der Scheibenden/Erzählenden als auch der Kommentierenden als Strategie zur Bewältigung dessen, deren Name („Pandemie“) nicht genannt werden darf, ist nichts anderes als die passive Hinnahme (teilweise sogar die aktive Beteiligung) an dem, was man nur mit "demographischer Säuberung" bezeichnen kann, die Genesung des "kranken Volkskörpers" durch das Abstoßen seiner lebensunwerten Teile (vulgo: Alte, deren Tod nur kurze Zeit früher erfolgt als ohnehin, und Vorgeschädigte -O-Ton im TV: „Ich kann Sie beruhigen, von den erfassten Todesfällen sind nahezu ausschließlich alte Menschen betroffen, die meisten hatten darüber hinaus auch Vorerkrankungen“). Mit hat das bei KenFM fast wehgetan, weil ich die Seite über so viele Jahre so sehr geschätzt habe ….
      Um so schöner, dass Sie hier die wichtigen Frage gestellt (und teilweise beantwortet) haben, wie dieses Land, dieses System aus der Krise wieder herauskommen wird, mit welchen Szenarien man rechnen muss und auf welche Weise ein aktives Intervenieren vielleicht geeignet sein könnte – die Mechanismen des Systems haben sich nicht geändert, auch wenn das Land/die Länder von einer Katastrophe betroffen sind, die tatsächlich Systemrelevanz zugeschrieben bekommen kann. Dass es sich dabei gleichsam um einen „Meteor“ handelt, muss dabei gar nicht weggeleugnet werden – Anlass zur Kritik gibt es genug. Und eine Notlage, wie sie jetzt besteht, wird nicht dadurch beseitigt, dass man darauf hinweist, dass es das System selbst war, das die Instrumente zu ihrer Eindämmung ( = z. B. halbwegs funktionierendes Gesundheitssystem) demontiert hat oder auf dem Weg dorthin war … Auch Tschernobyl war „menschengemacht“ und trotzdem musste man reagieren, bis in den tief privaten Bereich hinein. Ein „Ich-habs-schon-immer-gewusst“ war wenig hilfreich; es musste einfach unbelastetes Gemüse her und es durften keine Pilze aus dem Wald gegessen werden …. Ja ja, heute muss man die Hände waschen, Abstand halten, Mundschutz tragen … und kann und muss trotzdem diskutieren – aber nicht über den Mundschutz und den Abstand. Die Rationalität dieser privaten Reaktionen hatte damals (1986) den Staat noch vollständig gegen sich, ER war es, der damals die Gefahren vollständig geleugnet hat, die Veröffentlichung von Becquerel-Messungen (außer seinen eigenen !) verboten hat und private Initiativen, die die Folgen dieser Katastrophe für uns, die Betroffenen, die Familien, die Kinder behindert und diffamiert hat, wo es nur ging. Und ohne diese Maßnahmen hätte man nicht erfahren, wie wichtig eine Gegenöffentlichkeit (damals noch die ganz junge TAZ) ist. Das ist diesmal zum Glück anders … Danke für diesen Artikel auf dieser Seite – … Und schade, dass Ken gerade etwas anderes zu tun hat …

    • Gossifu sagt:

      @ Lasse S.
      Sie scheinen da etwas mißzuverstehen. Die Toten werden weder bagatellisiert, noch geleugnet. Es wird nur der Umgang mit den Umständen und die Nutzung der nackten Zahlen für Propaganda kritisiert.
      SARS-CoV 2 kann schwere Folgen habe, unbestritten.
      Aber warum sperrt man 99% der Leute weg, wenn nur 1% ernsthaft gefährdet ist?!
      Was bringt das? Seit mehreren Wochen haut man uns dieselben Zahlen um die Ohren, aber nach 4 Wochen der rigiden Maßnahmen müsste ja, wenn diese Maßnahmen irgendetwas bringen würden, doch schon eine drastische Besserung eintreten. Lt. Politik sieht es wohl nicht so aus, weshalb auch alles so langsam gemacht wird.
      Entweder werden wir mit den Zahlen belogen oder mit den Maßnahmen, suchen Sie es sich aus.
      Schauen Sie sich die skandinavischen Länder an, keinen Unterschied, ob mit oder ohne Lockdown. Gibt Ihnen das nicht zu denken?

      Warum unternimmt man nicht Maßnahmen, um die 1% menschenwürdig zu schützen? Dies sollte ein 'Sozialstaat' leisten können.
      Z. B. Besuche in Altenheimen gestatten, ggf. mit Schutzmaßnahmen, damit die Bewohner nicht vereinsamen.
      Versorgung und Betreuung der Risiko-Gruppen, wenn sie zu Hause wohnen.
      Aufklärung und auch Eigenverantwortung der Menschen.
      Versorgung der Bevölkerung mit Schutzmitteln durch den Staat, sofern jemand Bedarf hat.
      Aber nicht diese unsägliche Propaganda und die Verbreitung von maßloser Panik.

      Warum das Alles? Weil wir halt nicht mehr (waren wir es je?) der Sozialstaat sind, den uns die Politiker immer verkaufen wollen. Und man sieht ja am Wahlverhalten der Lemminge, dass sie sich gern belügen lassen. Es wird nach jeder Legislaturperiode schlimmer und es werden immer wieder dieselben gewählt.
      Deshalb war es ja auch so einfach, diese Maßnahmen ohne große Proteste durchzusetzen.
      Wobei ich dringend die AfD als Alternative ausschließen will. Die AfD ist eine FDP mit Popelbremse.

    • Einstein sagt:

      Danke Gossifu für deine exzellente Antwort.
      Lasse. S hat zu viel Mainstream Medien geguckt und immer noch nicht verstanden wie die uns seit Jahrzehnten belügen.

      Die Zahlen sind FALSCH. Es sterben jeden TAG in Deutschland 3500 Menschen. Und zwar immer – mit oder ohne Corona.
      Der Unterschied ist heute nur, dass alle, die an Krebs sterben und zufällig auch Corona hatten, heute als Corona Tote in den Relotius Medien gezählt werden. Das Robert Koch Institut will keine Obduktionen um die wirkliche Todesursache festzustellen!

      Erinnert sich heute noch jemand an 9/11 ??
      Man kann viel aus der Geschichte lernen!
      Damals in 2001 hat uns die Lügenpresse erzählt, daß 5 Flugzeuge von Bin Laden gesteuert die USA angegriffen hätten. Eins davon sei angeblich im Wald abgestürzt. Als Reporter dort aber keine Flugzeugteile fanden, erzählten uns die Relotius Medien, das Flugzeug habe ich "pulverisiert". Erinnert sich noch jemand von euch daran? Und dann waren da noch die Angriffe mit Anthrax, die das CIA ausgeführt hat und die den "Terroristen" in die Schuhe geschoben werden sollten. Und ich rede gar nicht erst von Saddam Hussein, der ja sein ganzes Land voller "Massenvernichtungswaffen" hatte.

      Ich nehme an dass Lasse.S dies damals auch alles geglaubt hat.

  4. Corax sagt:

    Liebe Frau Henn, Sie schreiben:

    "So wurden einerseits bereits geheilte Patienten wieder positiv getestet, andererseits fanden sich bei ersten Untersuchungen auf Antikörper bei einem Teil der ehemaligen Patienten gar keine; gegen die nahen Verwandten dieses Virus gibt es keine dauerhafte Immunität, sondern nur eine kurzfristige; der Virus kann nicht nur die Lunge, sondern auch Leber, Herz und Hirn infizieren, und es gibt erste Hinweise auf dauerhafte Schädigungen selbst bei Patienten, die nicht die schwere Form der Erkrankung durchmachen mussten."

    Zunächst zur "dauerhaften Immunität": Die gibt es auch bei Influenza- oder Rhino-Viren nicht. Das ist Allgemeinwissen, weshalb ich dafür keine weiteren Zeilen verschwenden möchte. Halten wir an dieser Stelle nur fest, dass dieser Aspekt nicht geeignet ist, Sars-CoV-2 als etwas besonders Gefährliches einzustufen. Gefährlich sicherlich, aber nicht außergewöhnlich gefährlich. Die Influenza bringt auch Menschen um, ist mithin ebenfalls gefährlich. Wenn wir bei der Influenza alljährlich auf Herdenimmunität setzen und das kein "Selbstmord" ist, dann wäre es auch hier keiner. Der Unterschied liegt in der politischen und medialen Aufbereitung, aber es wird gleich noch deutlicher.

    Ich finde es sehr schade, dass Ihnen hier der schwerwiegende Fehler unterläuft, die (möglichen – in dem von Ihnen in den Kommentaren verlinkten Nature-Artikel, einem natürlich hochrangigen Magazin, drückt man sich sehr vorsichtig aus) Auswirkungen auf diverse Organe nicht auf z.B. Influenza-Viren hin gegenzuchecken. Klar kann das (dieses) Corona-Virus (es gibt auch andere) im Ausnahmefall alles Mögliche bewirken, wenn man nur lange genug danach sucht. Nur: Das ist nichts Außergewöhnliches. Das Außergewöhnliche ist, dass diesem Virus eine mediale Aufmerksamkeit zukommt, die es nicht verdient hat – oder die es nicht ausschließlich verdient hat. Das ruft dann wiederum viele Alarmisten auf den Plan, auf die die meisten von uns leider hereinfallen. Auch Sie.

    Ich zitiere einmal, was das CDC zur Influenza schreibt:

    "Other possible serious complications triggered by flu can include inflammation of the heart (myocarditis), brain (encephalitis) or muscle (myositis, rhabdomyolysis) tissues, and multi-organ failure (for example, respiratory and kidney failure). Flu virus infection of the respiratory tract can trigger an extreme inflammatory response in the body and can lead to sepsis, the body’s life-threatening response to infection. Flu also can make chronic medical problems worse. For example, people with asthma may experience asthma attacks while they have flu, and people with chronic heart disease may experience a worsening of this condition triggered by flu."

    https://www.cdc.gov/flu/symptoms/symptoms.htm

    Deutlich genug? Es geht noch deutlicher und auf Deutsch:

    "Komplikationen können bei allen grippekranken Personen auftreten. Die Influenza-Viren zerstören durch ihre massive Vermehrung in den Zellen die äußerste Schicht der Atemorgane (Flimmerepithel der Schleimhaut) und können darüber hinaus das Immunsystem schwächen, indem sie auch die vom Körper zur Abwehr gebildeten Fresszellen (Makrophagen) verringern. Im Gegensatz zu anderen Viren breiten sich die Influenza-Viren sehr häufig über Lunge, Gehirn oder Herz aus."

    https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe/komplikationen/

    Leider wird das mit "Corona" alles zugekleistert. Selbst manche Ärzte sind im "Corona"-Fieber, von den "amtlichen" Virologen ganz abgesehen, obwohl es da ja inzwischen immer entschiedenere Abweichler gibt. Das Vergessen dieser Tatsachen führt dann auch dazu, dass der Vergleich zwischen "Corona" und der saisonalen Grippe immer als "so harmlos wie" angegeben wird. Es müsste aber heißen: Die Grippe ist (mindestens) genau so gefährlich wie "Corona".

    Das alles zu recherchieren bedarf übrigens nur weniger Minuten. Ein Spezialist bin ich auch nicht, zwar naturwissenschaftlich ausgebildet, aber in vollem Bewusstsein der Komplexität solcher Dinge. Da ich mich seit sicher schon 6 Wochen sehr intensiv mit dieser sog. "Pandemie" beschäftige, komme ich persönlich zu folgendem nicht eilfertigen Schluss: Die richtige Reaktion auf diesen Virus wäre gewesen, die Risikogruppen, vor allem also die alten Menschen, gezielt zu schützen. Das trifft dann allerdings auch auf jede Influenzawelle zu, sonst wäre es noch nicht einmal halbherzig. Nun dachten ja viele (auch medial geschürt – "neuartiges Virus" brrrr, "Fledermaus" igitt, "Pandemie droht" Hilfe!), wir hätten es hier tatsächlich mit einer nie dagewesenen Situation zu tun. Deshalb wäre es ja völlig in Ordnung gewesen, mit diesem gezielten Schutz jetzt anzufangen. Dann hätten wir auch Erkenntnisse für die kommenden Jahre gesammelt. Wobei es halt nunmal auch so ist, dass man Menschen, die an ihrem Lebensende angekommen sind, nicht dauerhaft vor dem Tod bewahren kann. Irgendeine kleinere Infektion, die dann halt ein paar Wochen später kommt, wird viele dann eben etwas später sterben lassen. Wenn sie diese verbleibende Zeit noch gut gelebt haben, dann sei es ihnen mehr als gegönnt. Und sicherlich wird es auch Menschen geben, die aufgrund solcher gezielter Maßnahmen noch Jahre gewinnen. Ansonsten: Herdenimmunität, was denn sonst? Im Vergleich zu allen rein theoretischen "Unterbindungs-" oder Eindämmungsmaßnahmen (die in diesem Fall,wie die Verläufe in diversen Ländern immer deutlicher zeigen, wohl kaum gewirkt haben, die Epidemie geht aber trotzdem ihrem Ende entgegen und wurde allenfalls künstlich in die Länge gezogen) mit all ihren extrem negativen Folgen (auf die Gesundheit, an erster Stelle zu nennen, dazu gehört auch die Erkenntnis, dass in diesem Jahr noch sehr viel mehr Kinder verhungern werden als ohnehin schon üblich, die Bürgerrechte, die Wirtschaft, die Gesellschaft, eigentlich alles) ist die Herdenimmunität geradezu alternativlos!

    • volume sagt:

      Voll einverstanden, man kann es auch kürzer sagen: Das ist eine Grippe, und man hätte darauf so reagieren sollen/können wie auf jeden Grippe – nämlich gar nicht. Dann hätten wir gar nichts gemerkt, und diejenigen (Risikogruppen) die sich vor einer Grippe fürchten müssen, tun dies jedes Jahr und hätten es auch dieses Jahr wieder gemacht. Freiwillig. Oder eben nicht – auch das freiwillig.

      Was noch überhaupt nicht untersucht wurde, und auch nie werden wird: wie viel Leid und Tod eigentlich "auf Bestellung" aufgetreten ist. Nur durch die Panik.
      Wie sagt doch ein Epidemiologe kürzlich: die Natur funktioniert nicht plötzlich, ein Virus würde sich allmählich ausbreiten.
      Auf euromomo.eu sieht man aber krasse Spikes der Sterblichkeit, die zufällig genau mit der medial induzierten Massenpanik zusammenfallen.

      Plandemie auf Bestellung.

    • user155 sagt:

      Vielen Dank an Corax, sehr guter Kommentar, kann da nur voll zustimmen!

      Videoempfehlung:
      Für die, die nur wenig Zeit haben, empfehle ich diese beiden Stellen (t=… ist Startpunkt in Sek.):
      Korrektur der RKI-Kurve:
      https://www.youtube.com/watch?v=pSTsgf-bHhI&t=429
      Ich trage jetzt Querdenkerbommel:
      https://www.youtube.com/watch?v=pSTsgf-bHhI&t=547

    • Dagmar Henn sagt:

      Sie widersprechen sich selbst. Eine Herdenimmunität kann es nur geben, wenn die Immunität dauerhaft ist. Ansonsten führt das Anstreben einer solchen nur zu wiederholten, unnötigen Infektionen.
      Keine Sorge, ich habe eine ganze Menge gelesen (einschließlich diverser neuerer wissenschaftlicher Veröffentlichungen im Original), finde darin aber nichts, was die Vorstellung von Herdenimmunität stützt.
      Die 'Risikogruppen' werden mit dem Blick auf die ganz Alten viel zu eng gefasst, das entspricht nicht den Erfahrungen anderer Länder; das lässt sich leicht mit dem verlinkten Artikel über die Sterblichkeit bei Schwarzen in den USA überprüfen. Gerade unter den Ärmeren gehören durchaus Jüngere zur Risikogruppe, eben weil viele chronische Erkrankungen früher auftreten und weil die bezahlbare Ernährung mit dazu beiträgt…
      Es gab mehrere Fälle, in denen sonst weitgehend symptomfreie Infizierte dann plötzlich an Herzversagen verstarben; die Theorie geht dahin, dass die Entzündungsprozesse, die dieser Virus (weit stärker als die Influenza) auslöst, zu Thrombosen führen. Da läuft gerade ein Versuch an, um zu klären, ob Blutverdünner sinnvoll sind (das sind extrem billige Medikamente, weil längst nicht mehr patentiert).
      Bezüglich dauerhafter Schäden kann es bisher nur erste Indizien geben, das zu belegen wird Jahre dauern, auch da sind entsprechende Längsschnittstudien unterwegs, aber gerade am Anfang. (Übrigens in Schleswig-Holstein)
      Der ganze Komplex Immunität/Zweitinfektion mit möglicherweise schwererem Verlauf/Antikörper ja/nein ist noch völlig ungeklärt. In Südkorea fanden sich bei Untersuchungen auf Antikörper bei geheilten Infizierten bei einem Drittel gar keine Antikörper.
      Es geht hier überhaupt nicht um Panik. Es geht schlicht darum, dass in einem Augenblick, da noch so viele Fragezeichen hinter so vielen Eigenschaften stehen, die klügste Vorgehensweise die vorsichtigste ist.
      Und auf die deutschen Daten zu Todesfällen würde ich mich sicher nicht stützen bei der Bewertung der Gefährlichkeit. Sie sind ein derart massiver statistischer Ausreisser, dass sie gar nicht stimmen können. Ich vermute, der Grund liegt in der schlechten Leichenschau hierzulande… wenn man nicht böse Absicht unterstellen will. Aber weder in Italien noch in Frankreich oder den USA liefern die Daten die Grundlage für die Annahme, da wäre in Wirklichkeit nichts als ein Grippevirus. Nur wenn man mal wieder nicht über den Rand der deutschen Suppenschüssel blickt und ignoriert, was in der Welt so geschieht, dafür aber den deutschen Zahlen blind vertraut, kann man zu so einem Schluss kommen.

    • volume sagt:

      "Und auf die deutschen Daten zu Todesfällen würde ich mich sicher nicht stützen bei der Bewertung der Gefährlichkeit. Sie sind ein derart massiver statistischer Ausreisser, dass sie gar nicht stimmen können. Ich vermute, der Grund liegt in der schlechten Leichenschau hierzulande… wenn man nicht böse Absicht unterstellen will."

      Das nennt man dann wohl "wegrationalisieren von Fakten".

    • Corax sagt:

      Ich schätze ja Ihre Arbeit sehr, Frau Henn, nur um das auch mal klar herauszustellen. Auch dieser Artikel enthält ja vieles, was ich teile, so noch nicht gesehen habe usw. Nur bezüglich der vermeintlichen Gefährlichkeit des Virus ist das halt alles untauglich. Noch so ein Beispiel:

      "Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist ein akuter oder ein chronisch verlaufender Entzündungsprozess im Herzmuskel. Eine Herzbeutelentzündung wird als Perikarditis bezeichnet. Ist der Herzbeutel und der Herzmuskel entzündet, ist dies eine Perimyokarditis. Neben den Herzmuskelzellen können auch Herzmuskelgewebe und Herzkranzgefäße betroffen sein. Einer Herzmuskelentzündung geht oftmals ein grippaler Infekt durch Viren voraus und ist deshalb häufig sehr unauffällig."

      https://www.cardiosecur.com/de/ihr-herz/fachartikel-rund-um-das-herz/herzmuskelentzuendung-myokarditis

      Bei einer Myokarditis besteht durchaus die Gefahr des plötzlichen Herztodes. Auch das ist also nichts Neues wegen "Corona" Sie stellen solche Sachen einfach in den Raum – "weit stärker als die Influenza" und haben dafür "mehrere Fälle" anzubieten, was keine statistisch verwertbare Größe ist. Sie könnten doch jetzt wenigstens zugeben, dass hier zunächst mal ganz viel Spekulatius enthalten ist, nach dem Motto, irgendwas Schlimmes werden wir doch sicher noch finden… Das bringt doch nichts. Und Ihre Behauptungen lassen sich allesamt leicht widerlegen.

      Wenn Sie schreiben, man solle mal über den Rand in die Welt schauen, dann sage ich Ihnen: Tun Sie das doch! Schauen Sie z.B. mal hier:

      https://www.theguardian.com/global-development/2020/apr/15/will-we-die-of-hunger-how-covid-19-lockdowns-imperil-street-children

      https://www.thetimes.co.uk/edition/news/coronavirus-record-weekly-death-toll-as-fearful-patients-avoid-hospitals-bm73s2tw3

      Da sehen Sie doch, was solche Maßnahmen anrichten. Überhaupt gibt es doch zahlreiche Todesursachen – eins, zwei, drei, vier – schon wieder ein Kind verhungert – eins,zwei, drei, vier – und wieder eins. Da könnte man überall ansetzen mit Maßnahmen, die bei weitem nicht so viel Geld kosten würden. Überm Tellerrand eh, aber bei uns auch. Warum dieses Versteifen auf einen Virus, der wie viele vor ihm gekommen ist, mutieren wird, irgendwann in dieser Form weg sein wird, dann wird es halt andere geben. Eine wirklich schlimme Seuche sieht völlig anders aus, da muss man auch nicht lauter Doktoranden auf unzählige Studien über jeden noch so fraglichen Aspekt ansetzen – natürlich freuen die sich alle, weil es dafür jetzt Geldmittel geben wird. Es sei ihnen ja gegönnt, aber die Welt würde durch andere Sachen besser vorangebracht werden. Wenn die ganzen Studienergebnisse da sind, wird vermutlich niemand mehr über diesen Virus reden.

      Ist ja nur meine Meinung.

    • Dagmar Henn sagt:

      Das, was der Guardian schreibt, über die Folgen für Straßenkinder, ist keine Folge des Lockdowns an sich, sondern die Folge der Art und Weise, wie er umgesetzt wird, eben unter völliger Mißachtung realer Lebenswirklichkeit. So wie auch hierzulande die Frage, wie Arme sich Vorräte anlegen sollen, keiner Beachtung durch die Bundesregierung wert war. Das ist aber kein Argument gegen den Lockdown, sondern ein Argument gegen eine Politik, die erstens Armut gezielt erzeugt, und zweitens dann die Armen als mindere Kategorie Mensch behandelt.
      Man muss sich nur das chinesische Modell anschauen, mit Freiwilligen, die jedermann, der es brauchte, mit Lebensmitteln versorgt haben. Wo die Löhne aller selbstverständlich weiter gezahlt wurden etc. etc. Das war ein strikterer Lockdown als hier, aber die erwähnten Folgen traten nicht ein.
      Das ist eine politische Entscheidung. So, wie es eine politische Entscheidung ist, Pflegepersonal schlecht zu bezahlen und dann andernorts abzuwerben, etc, etc.
      Im Übrigen hat die Fokussierung darauf, dass der Virus nicht so schlimm sei, gewaltige Vorteile für die Regierung Merkel. Im Inland macht ihr nämlich niemand die (angebrachen und nötigen) Vorwürfe, eine rechtzeitige Kontrolle unterlassen und damit die Verbreitung des Virus erst ermöglicht zu haben, nur weil Merkel offene Grenzen heilig sind.
      Ist aber auch egal. Unsere Nachbarn, insbesondere in Frankreich und Italien, werden diese Rechnung schon aufmachen.

    • volume sagt:

      Es gibt keinen "guten" Lockdown – bei nicht einem Land auf der Welt.
      Wenn Sie verlässliche Statistiken über Psychosen, Depressionen, Schock, Vereinsamung, Suizide und häusliche Gewalt in China haben – her damit.
      Dass dieser "NWO-Vorzeigestaat" mit digitaler Totalüberwachung, Social Credits, Eye-Tracking etc. ihr Vorbild sein soll – no comment.

      Und wie ein Lockdown funktionieren soll ohne die verheerenden Grundrechtseingriffe, Versammlungsverbot, Vereinsamung und Suizide – das müssten Sie erst einmal erklären.

      Wie wichtig die medizinische Debatte ist, sieht man an der Brutalität, wie gegen jeden Abweichler vorgegangen wird.

    • Einstein sagt:

      Corax, Danke frü deinen wertvollen Beitrag.

      Dagmar Henn hat sich mit ihren Antworten für mich erledigt.

  5. blauersalamander sagt:

    Welch eine Volksverdummung, in immer dreisterer Form.
    Die Corona-Viren als Pandemie-Auslöser sind nur solange da, solange unser Bewusstsein sie zulässt.
    Hätten wir in diesem Jahr noch keine Zeitung gelesen, keine Tagesschau gehört, gäbe es das Problem für uns nicht. Alles nur eine Frage des Bewusstseins.
    Wir sollten uns überlegen, wer Interesse daran hat uns zu ängstigen.
    Hat es was mit unserem kaputten Finanzsystem zu tun? Mit seiner Unfähigkeit, dass gemeinsam Erarbeitete gerecht zu verteilen? Das leistungslose Einkommen, also Dividende, Zinsen, Mieten usw. mehr als 70% ausmachen? Es gibt keine Partei mehr, die die Lohnempfänger vertritt.
    Wir werden betrogen und belogen. Aufwachen!!!

  6. emris sagt:

    die größeren Brocken stammen wahrscheinlich von den üblichen Verdächtigen, wie Bertelsmann, Bosch oder gar Soros, vermittelt über den zweiten Verein, den Freundeskreis der Leopoldina.
    Dessen Webseite (2) pünktlich zur Veröffentlichung dieses Gutachtens im digitalen Nirwana entschwunden ist…

    Das Internet verliert nichts:
    https://web.archive.org/web/20190110111724/http://www.freundeskreis-leopoldina.de/freundeskreis/

    • roland weigelt sagt:

      leider verliert sich die infos scheinbar doch, der link funktioniert auf jeden fall nicht. haben sie den text zufälligerweise gesichert? ich bräuchte ihn dringend. mein sohn wurde gerade mit dem preis Leopoldina Early Career Award 2020 ausgezeichnet und ich wüsste gerne, wer dahinter steht. lg

  7. user155 sagt:

    Den ersten Teil der Tagesdosis kann ich gut nachvollziehen. Die Leopoldina als pseudo-wissenschaftliches Alibi für neoliberale Politik, wenn man das überhaupt Politik nennen kann.

    Der zweite Teil ist nach meinem Empfinden eine Wiederholung der stumpfen Panikmache, die in den Medien auftauchte, nachdem langsam klar wurde, dass die Zahlen und Symptome von Covid19 eher einer Grippe entsprechen mit einer Sterblichkeit von
    0,16% (Studie aus Dänemark https://www.dr.dk/nyheder/indland/doedelighed-skal-formentlig-taelles-i-promiller-danske-blodproever-kaster-nyt-lys ) bis 0,37% (Streek mit überhöhter Zahl der Toten nach RKI-Zählung)
    Die ganze Welle klingt stark ab, die Krankenhäuser sind leer, alles geräumt für die Welle, die nicht kommt. Das Personal macht inzwischen Kurzarbeit, weil die eigentliche Arbeit nicht gemacht werden darf und Patienten z.T. sogar mit Krebs nicht behandelt werden. Bis 4. April hat das RKI Belegungszahlen der über 1000 Krankenhäuser in Deutschland veröffentlicht. In Bonn hatten 9 Krankenhäuser zusammen 18 Covid Patienten in der Millionenstadt Köln 21 Krankenhäuser zusammen 63 Covid-Patienten. Deutschlandweit im Schnitt keine 3 Patienten pro Krankenhaus. Seit dem 4. April keine Zahlen mehr, die gähnende Leere passt nicht zur Propaganda. Bei genauer Betrachtung ist Covid19 durch und es spricht alles dafür, dass Dr. Wodarg und dutzende renommierte Professoren von Tag 1 an recht hatten. Ich empfehle zum entstressen die meiner Meinung nach beste Zusammenstellung auf https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/ .
    Wer das alles nicht glaubt, der sollte nach Schweden schauen. Keine Leichenberge und nichts mit Herz, Leber, Hirn oder sonstigem Gedöns. Shutdown natürlich auch nicht, alles offen.
    Das gleiche in Weißrussland dort wird Covid vollständig ignoriert und auch in China, obwohl gerade China immer anders dargestellt wird. Ende Januar sind Tausende am Neujahrsfest mit dem Virus von Wuhan nach Hause gefahren und haben ihn in ganz China verteilt. Es gab keinen Shutdown für 1,4 Milliarden Chinesen. Man hat dann in Wuhan aufgehört zu testen und im Rest von China gar nicht getestet. Nun ist Covid wieder Grippe, die im Frühling ausläuft und nichts ist passiert.
    Wie Dr. Wodarg gesagt hat, ohne Test hält man es für Grippe.

    Was steckt wirklich dahinter? Siehe: https://kenfm.de/der-impfaktivismus-der-gates-stiftung/

    Zu den Quellen, die unten als Antwort auf M.T.G. angegeben wurden, kann ich nichts sagen. Aber das Thema dieser Tagesdosis war ja gerade, dass man in der Wissenschaft nicht jedem trauen kann. Man muss immer schauen, wer bezahlt und gerade Bill Gates ist da mit seiner Stiftung allgegenwärtig.
    Man muss alles auch mit einer gewissen Relevanz im richtigen Leben wiederfinden. Das ist nicht zu sehen.

    • Einstein sagt:

      Auch unbedingt sehenswert:
      Dirk Müller mit seiner Aussicht auf den kommenden Finanzcrash, der die große Depression von 1929 in den Schatten stellen wird:

      https://www.youtube.com/watch?v=TZN3AGySS3A

      Bald werden die Meldungen über den Virus in den Fake Medien verstummen und wir werden von Bankenpleiten hören, von einer Rezession und Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit.

      Die Eliten werden dann den Zusammenbruch des Kapitalismus auf einen Grippevirus schieben.

  8. Thunderbird sagt:

    Warum immer diese Polemik. Deutschland hat mehr als doppelt soviel Krankenhausbetten pro 100 Tsd. Einwohner wie z.B. Dänemark, Schweden, Niederlande, Israel, Canada …
    Jedes noch so unwirtschaftliche Krankenhaus in der Provinz ist ein Politikum, um das Bundestagsabgeordnete kämpfen. Weniger, aber leistungsfähige Krankenhäuser wären besser für die Patienten. Ein weiteres Problem sind kirchliche und freie Träger (Rotes Kreuz, Johanniter …), die auch alle im Geschäft bleiben wollen.

    • user155 sagt:

      Das Problem ist, dass Infrastruktur (Trinkwasser, Bahn, Krankenhäuser oder WHO,…..) in private Hände gerät. Diese Dinge müssen für die Allgemeinheit gut funktionieren. Wenn sie auf Gewinn optimiert werden, dann gibt es Probleme (z.B. 30.000 bis 50.000 Tote durch Krankenhauskeime pro Jahr in Deutschland, die es in anderen Ländern nicht gibt).

    • wolfcgn sagt:

      User, das sehe ich so wie Sie

  9. Antti sagt:

    Die politischen Ursachen und Implikationen sind natürlich richtig beobachtet: wenn wir nicht seit längerem auf dem Rückweg in den Manchester-Kapitalismus des 19. Jh.s wären, wären natürlich alle (außer ein paar reichen Greisen) in jeder Hinsicht besser dran…
    Aber die "Corona"-Panik zu schüren, indem man grauslige "Erkenntnisse, die aufgrund der kurzen Dauer (…) noch nicht erwiesen sind", zitiert, bringt genauso wenig, wie vorbehaltlos den gegenteiligen "Erkenntnissen" zu glauben: es gibt bisher weder klare Vergleichszahlen zu vorherigen Grippewellen, noch irgendwelche Relationen oder wirkliche "Quoten" für die veröffentlichten absoluten Zahlen, noch irgendwelche Beweise, daß "Corona" schlimmer oder gefährlicher als andere Viren sei (sondern auch da gegenteilige Experten-Meinungen…). sondern nur bedrohliches Unken, man wisse "noch längst nicht alles" über diesen Virus…
    Man sollte sich also auf die politischen und ökonomischen Aspekte beschränken, die unabweisbar sind: Armut macht krank, aber die Neo-"Liberalisierung" bzw. Neofeudalisierung soll trotz (oder mit?) "Corona" vorangetrieben werden, trotz "Schuldenbremse" werden Unmilliarden in die "Wirtschaft" gepumpt (davon ein paar Brosamen in den "Mittelstand"), und das ganze hat System – kurz gesagt.

  10. Schlafschaf sagt:

    Es ist ein Wahnsinn. Nun sitze ich hier zu Hause, mittlerweile seit 4 Wochen.
    Und immer noch kann ich mir kein klares Bild machen.
    Soviel habe ich mittlerweile verstanden, die offizielle Darstellung macht auf Übertreibung, um möglichst große Wirkung zu erzielen.
    Dann kommt die Gegenargumentation, welche herunter spielt, und mir erklärt, das Risiko ist wie bei einer normalen Grippe zu sehen.
    Dann kommen die Hinterfrager, die mir die Gewinner dieser „ Pandemie“ aufzeigen.
    Und nun bekomme ich wieder die volle Dröhnen, da das Virus auch Herz und Hirn angreift.
    Und bezahlen werden wieder die Unterprivilegierten.

    Wenn die ganze Sache nicht mit rigiden Maßnahmen verknüpft wäre, könnte man auch von einem Narrenstück sprechen. Genüßlich auf den Stufen des Amphitheater in Verona bei einer Flasche Rotwein betrachtet.

    Leider geht die Kakophonie der Meinungen zu Lasten aller, die in einem Dauerstress gehalten werden.
    Und das sind in erster Linie die, welche immer als die Betroffenen heran gezogen werden.
    Also ich und du und sie natürlich auch. Eigentlich alle. Gibt es auch noch einen Ausweg aus diesem Irrenhaus?

    • Christoph sagt:

      Ja, gibt es: "Im Lichte der Wahrheit"
      –> https://gralsbotschaft.org/

      Als Einstieg kann ich Armin Risi empfehlen ("Ihr seid Lichtwesen")

      VG

    • volume sagt:

      Ist dir aufgefallen, dass es zu den angeblichen "Schäden" keine Quelle gibt?

      Zur Herdenimmunität sagt Prof. Dr. Knut Wittkowski: Die epidemiologische Kurve in Schweden unterscheidet sich in nichts von der Kurve in Norwegen, Dänemark und Finnland [und dort gibt es einen Lockdown]. Das heißt, es gibt in dieser Gruppe von Ländern keinen sichtbaren Unterschied zwischen Lockdown und keinen Lockdown.

      https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=GRiO8myyyDc&feature=emb_logo

      Verlasse dich auf dein Gefühl. Und höre dir auch den klugen, ruhigen Dr. Wodarg an:

      Sorry, but more and more I have the impression, that the Covid-19 alert is a an agenda based on fraud.
      Obviously there is no exraordinary risk coming fom viruses. But there are very severe consequences in regard to depression, isolation and neglectance of frail people who get worse and die because the don't get the support they are dependent on.

      https://www.wodarg.com/frage-antwort-q-a/

    • Schlafschaf sagt:

      Ich halte es eher mit Dawkins, „ Das egoistische Gen“ oder „ der Gotteswahn“
      Da bin ich zu rational.

      Ansonsten „ Bild mir meine Meinung“ allerdings nicht bei Springer.
      Sollte ein Witz sein. Dennoch spreche ich natürlich auch mit Menschen, mit denen ich auf einer Wellenlinie liege, aber überall eine gewisse Ratlosigkeit, weil sich keiner eine Endgültige Meinung bilden kann.
      Die Überwiegende Meinung ist, man hat sich auf die Virologen des RKI verlassen.
      Die wiederum haben die Zahlen aus China falsch interpretiert.
      Andere Länder schauen auf Deutschland, was machen die. Ah, niedrige Fallzahlen.
      Mittlerweile kristallisiert sich heraus, dass die Zahlen mit dem Szenarium was gezeichnet wurde nicht überein stimmt.
      Da man ja jetzt nicht einfach zugeben kann, dass da etwas falsch interpretiert wurde, wird jetzt auf schleichenden Ausstieg hin gearbeitet.
      Kann sein das es so ist, ich hoffe es mal. Da Schweden ja einen anderen Weg gegangen ist, versucht man nun ständig zu erzählen, die Schweden hätten einen anderen Lebensstil.
      Natürlich ist das Quatsch, bei einer Hauptstadt mit 1,5 Millionen Menschen.
      Also da kann man schon getrost von Fehlinformation ausgehen.

  11. M.G.T. sagt:

    Zitat aus dem Artikel:
    "So wurden einerseits bereits geheilte Patienten wieder positiv getestet, andererseits fanden sich bei ersten Untersuchungen auf Antikörper bei einem Teil der ehemaligen Patienten gar keine; gegen die nahen Verwandten dieses Virus gibt es keine dauerhafte Immunität, sondern nur eine kurzfristige; der Virus kann nicht nur die Lunge, sondern auch Leber, Herz und Hirn infizieren, und es gibt erste Hinweise auf dauerhafte Schädigungen selbst bei Patienten, die nicht die schwere Form der Erkrankung durchmachen mussten."

    Leider habe ich zu dieser Aussage nichts in den Quellen gefunden – gibt es dazu nachweisliche medizinische Belege oder sind das nur "HörenSagen-Berichte" von Qualitätsjournalisten?

    • Dagmar Henn sagt:

      Ja, z.B. hier:

      https://www.independent.co.uk/news/world/americas/coronavirus-symptoms-lung-kidney-heart-covid-19-us-doctors-a9466701.html

      https://www.nature.com/articles/s41423-020-0424-9

      https://www.welt.de/gesundheit/plus207190121/Corona-Die-Viren-gehen-auch-auf-das-Gehirn.html

      Gibt noch mehr, aber eine endlose Zahl von Links zu einem Text macht keinen Sinn, weil das niemand mehr nutzt.

    • volume sagt:

      Dazu wüsste ich gerne, ob und wie die Patienten behandelt wurden.

      Hier eine Fülle an Nebenwirkungen von gängigen, oft verwendeten Medikamenten.

      Ein Schelm, wer böses dabei denkt, dass die Krankheit durch die Behandlung erst so schlimm gemacht wird: https://www.wodarg.com/2020/04/17/therapie-t%C3%B6dlicher-als-das-virus/

      Und vlt. überlegt sich die Autorin mal, welche Folgen die Panikmache (auch in dem Artikel) hat:

      England and Wales have experienced a record number of deaths in a single week, with 6,000 more than average for this time of year.
      Only half of those extra numbers were attributed to the coronavirus. Experts said they were shocked by the rise, particularly in non-Covid-19 deaths, and expressed concern that the lockdown might be having unintended consequences for people’s health.

      https://archive.is/2eKCW#selection-743.0-747.250

  12. wolfcgn sagt:

    Dagmar Henn danke, wie nicht anders von Ihnen zu erwarten, eine Kluge Analyse!

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