STANDPUNKTE • Mephisto verkehrt

Ein Standpunkt von Dagmar Henn.

Tag und Nacht läuft das Klimadrama durch die Sender, mit oder ohne Sankt Greta, und Forderung wird auf Forderung getürmt, von der als CO2-Steuer getarnten Mehrwertsteuererhöhung über Fleischverteuerung bis hin zur Erwartung, in den Hamburger Hafen sollten nur noch Segelschiffe einlaufen (1). Allerdings wird ungern darauf geblickt, welche Ergebnisse die bisherige Politik unter dem Etikett Klimaschutz wirklich gezeitigt hat.

Dabei ist die Bilanz alles andere als rosig. Werfen wir einmal einen Blick auf die mit großem propagandistischem Aufwand vertretene Energiewende. Neben Windkraftanlagen (von bösen Zungen Vogelschredder genannt) und Solarzellenparks gehört dazu auch die Produktion von Biogas. Wenn ich aus meinem Fenster blicke, kann ich rundherum Felder sehen, die der Biogaserzeugung dienen; großflächige Monokulturen aus Raps, Mais oder Getreide, die unter entsprechendem Einsatz chemischer Hilfsmittel aufgezogen und dann in gigantische Plastiktüten gefüllt werden, um zu Biogas verwertet zu werden. Das, was dabei übrigbleibt, wird anschließend wieder auf die Felder gekippt und sorgt für eine gründliche Steigerung der Nitratwerte im Grundwasser.

Es sind große Agrarfabriken, die die Biogaserzeugung betreiben; sie werden mit minimalem Personaleinsatz betrieben, und selbst die Ernte wird von Dienstleistern erledigt. Das ist kein Problem, weil selbst das Getreide für Biogas nicht genau dann geerntet werden muss, wenn es reif ist. Biogaserzeugung lohnt sich, weil sie hoch subventioniert wird. ‚Energiewende‘ eben.

Erinnert ihr euch noch an das, was von den Grünen mal als landwirtschaftliches Ideal verkauft wurde? Regional und mit möglichst wenig Chemie erzeugte Nahrungsmittel, die nicht über hunderte von Kilometern herumgefahren werden, ehe sie auf den Tellern landen? Nun, genau an diesem Punkt ist die Biogasproduktion ein Problem. Auf den dafür verwendeten Flächen werden eben keine Nahrungsmittel mehr angebaut, nicht einmal Futtermittel. Weil aber der Bedarf in Deutschland höher ist als die Produktion, führt der Flächenverbrauch durchs Biogas dazu, dass mehr Nahrungsmittel importiert werden müssen. Sprich, durch die Gegend gefahren.

Beim Biosprit hatte es ein paar Jahre gedauert, bis der Groschen fiel, dass es vielleicht doch nicht ideal ist, in anderen Weltgegenden den Nahrungsmittelanbau durch Palmölproduktion zu verdrängen, damit hier die Autos ein bisschen ökologischer fahren. Aber die simple Tatsache, dass so gut wie jede Form der Energieerzeugung durch Feldfrüchte in unmittelbare Konkurrenz zu Nahrungsmitteln tritt, also die Energie, die daraus erzeugt wird, auf der anderen Seite Transporte auslöst, die wieder Energie verbrauchen, so dass die Gesamtbilanz fraglich wird (und da reden wir noch nicht von Verlusten an Biodiversität durch die Monokulturen), das wird nicht zum Thema gemacht…

Bei pflanzlichen Erzeugnissen zu Ernährungszwecken‘ (2) lag der Importanteil 2015 bei 81%. Das ist Getreide, das ist Gemüse; beides wird in ungeheuren Mengen importiert. Das Landwirtschaftsportal, das diesen Punkt thematisierte (was selten geschieht), meinte dazu:

„Der starke Anstieg der Importanteile für den Inlandsverbrauch von Ernährungsgütern, insbesondere bei den Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs, hängt zum Teil mit dem Rückgang der inländischen Flächen zusammen, die für den Inlandsverbrauch für Ernährungszwecke zur Verfügung stehen. Diese haben sich wegen eines hohen Anstiegs der Flächen für den Anbau von Energiepflanzen sowie der Flächen für Exportwaren erheblich verringert.“
Daraus lässt sich erkennen, dass die Produktion von Biogas mit dazu beigetragen hat, die regionale Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln zu verringern. Das exakte Gegenteil dessen, was vermeintlich durch ‚grüne‘ Landwirtschaft angestrebt wird.

Auf der anderen Seite stehen natürlich die Exporte. Geflügel-Teilexporte nach Afrika, klingelt da irgendwas? Was wird denn passieren, wenn die Mehrwertsteuer auf Fleisch erhöht wird? Wird dann weniger produziert, oder unter tiergemäßeren Bedingungen? Ach was. Fleischproduktion ist, auch dank immer weiter verschärfter EU-Hygiene-Vorgaben, die Kleinbetriebe gar nicht stemmen können, längst Fabrikproduktion. Und diese Fleischfabriken werden schlicht mehr exportieren, wenn im Inland der Konsum zurückgehen sollte, weil ärmere Menschen sich das Fleisch nicht mehr leisten können. Diese Exporte wiederum werden das tun, was sie immer tun – sie werden andernorts lokale Produktionen zerstören und auf dem Weg dahin eine ordentliche Menge Energie verbrauchen.

Die Luxusproduktion von Bio-Gemüse findet ja überwiegend auch nicht auf heimischem Boden statt. Auch dort wird etwa aus den spanischen Agrarfabriken geliefert. Der Unterschied zwischen Bio und nicht Bio besteht dann schlicht darin, dass die Bio-Version etwas mehr Sklavenarbeit benötigt als die konventionelle, also ein paar mehr Bretterverschläge für mit Hungerlöhnen entgoltene illegale Migranten (die nur deshalb so billig sein können, weil sie illegal sind; darum braucht es auch beständigen Nachschub).

Man muss also nicht einmal bis zur Coltan-Förderung im Kongo blicken, um die hässliche Rückseite der vermeintlich sauberen Maßnahmen sehen zu können. Dafür muss man auch nicht über die Ablehnung der chinesischen Bahnverbindung nach Europa im Rahmen der neuen Seidenstraße nachdenken, die ja immerhin deutlich weniger CO2-Ausstoß erzeugt als der Transport per Containerschiff; oder auf den Irrwitz hinweisen, russisches Gas durch amerikanisches Fracking-Produkt ersetzen zu wollen, weil man ja sonst eines Morgens aufwachen könnte, um sich die Zähne mit Wodka zu putzen. Nein, es gibt viele kleine und größere Maßnahmen, bei denen sich immer das selbe Bild wiederholt.

Es ist, als hätte man es mit einem umgekehrten Mephisto zu tun. Bei Goethe stellt sich dieser Unterteufel vor als „ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Nun, ehe man sich auf neue grün vorangetriebene Pläne einlässt oder gar ihre hysterische Potenzierung, auch als Fridays for Future bekannt, sollte man endlich eine ehrliche Bilanz dessen ziehen, was in den letzten Jahrzehnten umgesetzt wurde.

Oder vielleicht sogar darüber nachdenken, ob bei jenen, die stets das Gute wollen und eigenartigerweise stets das Böse schaffen, wirklich nur von mangelndem Nachdenken ausgegangen werden kann. Sonst kann nicht nur Hamburg seinen Hafen schließen. Sollte eines Tages tatsächlich, mangels Gegenwehr, die Verbannung fossiler Brennstoffe und damit die Sabotage der gegenwärtigen Versorgungslogistik mit den 81% Importanteil bei pflanzlichen Nahrungsmitteln kollidieren, dann würden noch die fanatischsten Veganer ziemlich schnell feststellen, dass ihr Teller leer bleibt und selbst die Möglichkeit zu Hamsterkäufen im Umland nicht mehr besteht. Es gibt mehr als eine Möglichkeit, mit der Zukunft der Menschen zu spielen.

Quellen:

  1. https://www.zeit.de/hamburg/2019-08/fridays-for-future-aktivismus-hamburg-rathaus-forderungen 
2
  2. https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarwirtschaft/In-Deutschland-verbrauchte-Lebensmittel-groesstenteils-aus-dem-Ausland_article1516961220.html

Bildquelle: Tupungato/ Shutterstock

+++

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

30 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Mephisto verkehrt

  1. Korrekterweise ist es eine „kirchliche Spaltung“ auf dem Terrain eines willentlich vorgetragenen Nebenkriegsschauplatz.

    Sie bleiben doch stets innerhalb der profitgetriebenen Rahmenbedingungen des Systems, einerlei ob sie sich den aktuell seltsamen und auch weiterhin zerstörerischen Maßnahmen derer anschließen, die unter „Friedays for Future“ firmieren oder ob sie weiterhin verbrannte Erde betreiben, durch die fortgesetzte Nutzung der Kohlenwasserstoffe.

    Verbrannte Erde ist hier bildhaft gemeint und steht hier für die vielfältigen Schädigungen und Zerstörungen durch die Kohlenwasserstoffindustrie.

    Nebenkriegsschauplatz deshalb, weil der zugrundeliegende, der ursprüngliche Mechanismus in keiner weise berührt wird.

    Es ist wie stets, das Angebot von Pest oder Cholera. Und es wird brav über das hingehaltene Stöckchen gesprungen.

    P.S.: Eine ähnliche kirchliche Spaltung wie anno dazumal in „römisch-katholisch und protestantisch. Woraus folgt –

    Kurzum: Der Weg der bürgerlichen Klasse zur politischen Macht war von Niederlagen und Rückschlägen, Fehlentwicklungen, Kapitulationen und Kompromissen gezeichnet. Und er dürfte für die Bourgeoisie weniger problematisch gewesen sein, als es der Weg der Arbeiterklasse zur sozialistischen Revolution ist. Denn eigentlich ging es nur um die Ablösung einer alten Ausbeuterordnung durch eine neue.

    Sinnvoll agitieren täte man, wenn man über diesen Umstand aufklärt.

  2. Wie bei dem letzten Standpunkt von Jochen Mitschka frage ich mich auch hier: Was folgt denn jetzt aus diesem Artikel? Die Autorin und auch die Mehrheit ihrer Kommentatoren können einmal kräftig abkotzen und fühlen sich dadurch für ein paar Minuten besser, aber was dann?

    Meiner Meinung nach hat derjenige, der sich selbst durch Nichthandeln für Kritik unangreifbar macht, kein legitimes Recht, die Handelnden zu kritisieren. Bedenkenträger verspielen ihre Chance, auf die Gestaltung unserer Zukunft aktiv Einfluss zu nehmen. Bedenkenträger haben durchaus auch eine wichtige Rolle. Ihre Bedenken sollen vor und während des Wandels durchaus berücksichtigt werden. Die Handelnden dürfen sich von ihnen aber nicht davon abbringen lassen, weiter initiativ zu sein.

    Aktive Gestaltung meint übrigens nicht unbedingt: Höher, schneller, weiter. Es meint schon gar nicht Aktionismus. Aktive Gestaltung kann auch bedeuten: Kleiner, langsamer, weniger.

    • Hallo cyberzaurus,

      seit wann gibt es auf dem Portal Handlungsanltg? Aber wenn dich das vor allem bei diesen Artikeln stört will ich mich deutlicher wiederholen: Es läuft immer wieder auf dasselbe hinaus – NUR mit Druck von der Straße wird sich etwas ändern. Und der müßte solange und so konsequent aufrechterhalten werden, das wirkliche Veränderungen stattfinden. Wenn sich die FFF Kids Sorgen um ihre Existenzgrundlage in der Zukunft machen wären Umweltschutzmaßnahmen die richtige Antwort. Das ist eine Grundlegende Aufgabe des Staates, der sollte also mit seinem bestehenden Haushalt auskommen. Dem Staat mehr Einnahmen zu gewähren – völlig egal wie man die neue Steuer nennt – ist Ablenkung.

      (Zum Thema gibt es eine Großveranstaltung jährlich im Januar in Berlin – Wir haben es satt)

  3. „mit oder ohne Sankt Greta“
    Es fällt auf, dass die allermeisten Autoren hier auf KenFM herablassend auf die Aktivistin Thunberg schauen und entsprechend schreiben. Das finde ich höchst seltsam. Mir scheint, da ist ein Mechanismus im Spiel, der aus der Psychologie bekannt ist: „Alles was dir deine eigene Verletztheit vor Augen hält, erzeugt innere Spannung, und wird deshalb abgewehrt.“ Man spricht von Abspaltung oder Dissoziation des Schmerzes. In diesem Fall geht es um die Verletztheit, die aus der Erfahrung resultiert, dass du wirkungslos geworden bist. Jeder war als Kind ein Aktivist, fragt sich wie lange. Fast jeder wurde von der Gesellschaft auf Norm gebürstet, bis von dem rebellischen Potential nur noch ein ziemlich trockener Same geblieben ist.
    Und jetzt taucht da eine jugendliche auf, die rebellisch und aktivistisch ist und damit auch noch Erfolg hat! Nein! – Ja! – Ah!
    Die Psychologie oder eigentlich schon der gesunde Menschenverstand und zumindest alte Weisheit kennen ein Gegenmittel für diese Abwehrmechanismen: Den Schmerz fühlen, aushalten bewusst machen, integrieren.

    • Ich weiß nich… Kenn die Theorie mit der inneren Abspaltung und so. Aber müssten dann die Foristen nicht auch herablassend auf Snowden, Assange, Ganser und Pohlmann schauen? Tun sie aber nicht. Was mich zum Nachdenken bringt.

    • Fertig nachgedacht…

      Der Unterschied zwischen den Aktivisten/Rebellen Greta und Snowden zB ist das Ergebnis.
      Greta wird von den Herrschenden hofiert und hat Vorteile von ihrem Tun. Auch wenns nur en Segeltörn oder Wochenende in Davos ist. Snowden kriegt das Gegenteil. Und warum ist das so?

      Vielleicht erklärt das die unterschiedliche Beurteilung von Rebellen.

    • Kennt jemand den Begriff „sakrosankt“? Die Medien erschaffen Leitfiguren, die sie so weit in den Himmel heben, dass jede Kritik daran als Blasphemie erscheint. Nicht umsonst wird uns eine Ersatzreligion verordnet. Was heilig ist, wird unantastbar und damit auch die Botschaft, die der Träger oder die Trägerin übermittelt. So wird das Klimathema zum religiösen Dogma und entzieht sich vollkommen einer kritischen Betrachtung. Jeder, der daran auch nur Zweifel äußert, ist ein Häretiker und gehört mindestens exkommuniziert, das heißt, er wird außerhalb des zulässigen Diskursraumes gestellt und stigmatisiert.
      Das sind die Methoden der mittelalterlichen Kirche im neuen Gewand. Man schafft eine universelle Ersatzreligion, die den Menschen völlig entwurzelt und seine Identität so verwirrt, dass er nur noch in der neuen Heilsbotschaft sein Lebensglück sieht. Das Klima muss gerettet werden, koste es, was es wolle!

      „Sankt Greta“ enthüllt dieses Prinzip. Es ist nach meinem Verständnis nicht gegen das 16jährige Mädchen gerichtet, das hier für eine gigantische PR-Campagne missbraucht wird sondern gegen genau dessen Missbrauch.

    • >> „Alles was dir deine eigene Verletztheit vor Augen hält, erzeugt innere Spannung, und wird deshalb abgewehrt.“ Man >> spricht von Abspaltung oder Dissoziation des Schmerzes.
      Nicht alles Abgewehrte ist dissoziativ – zunächst wird das unerträgliche Gefühl abgewehrt und somit verdrängt und unbewußt. Dissoziaion tritt ein, wenn das abgewehre Gefühl und die damit verbundenen Gedanken keinen Realitätsbezug mehr haben. Dissoziative Störungen im klinischen Sinne sind komplex.
      >> Den Schmerz fühlen, aushalten bewusst machen, integrieren.
      Ein gut gemeinter Rat. Die Frage ist: was schmerzt?
      >>„mit oder ohne Sankt Greta“
      Man muss der Rethorik ja nicht folgen, aber was hier indirekt gesagt wird ist doch, das ein Kind idealisiert wird. Und die Idealisierung ist auch eine sog. Abwehrfunktion, nicht wahr?

    • Ja, es ist wirklich schade, das solche unbegründeten polemischen Einwürfe in einem an im übrigen gut Strukturierten Beitrag steht.

      Die Windenergie ist doch gerade eines der wenigen Beispiele für eine kostengünstige und damit sozialverträgliche CO2 reduktion.

  4. Fakt ist:

    – Deutschland ist überbevölkert. Ein Land, das nicht in der Lage ist aus eigenen Ressourcen seine Bevölkerung zu ernähren und deshalb auf Lebensmittelimporte angewiesen ist, ist überbevölkert.
    Die neuesten Erhebungen weisen nach, dass dies auf nicht ausreichende Landflächen zurück zu führen ist und das, obwohl in vielen Bereichen sich der Ernteertrag bereits verdoppelt bis verdreifacht hat.
    Wobei man in Rechnung stellen muss, dass solchermaßen überdüngte Böden ausgelaugte Böden sind / sein werden (siehe Niederlande, welches übrigens unser Hauptimporteur von Lebensmitteln ist)

    – dass ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Böden energieerzeugenden Pflanzen gewidmet ist, die aber niemanden ernähren, weder Mensch noch Vieh.

    – dass wir mehr Fleisch exportieren als selbst verbrauchen und dafür Futtermittel aus Übersee ankarren lassen, deren Produktion wiederum dort vor Ort keine Lebensmittelproduktion für deren Bevölkerung zulässt.

    – dass schon einmal Anfang der 90er-Jahre ein Experiment (Biosphere 2) bewiesen hat, dass Mensch keine Ahnung hat von den komplexen Zusammenhängen funktionierender Biosphären und es auch nicht lernen kann sich positiv einzumischen, da Mensch einfach noch viel zu wenig weiß und vermutlich auch nie genug wissen wird, um globale Transformationen in puncto Biosphäre (egal ob ‚Klimagas‘ oder auskömmliche Landwirtschaft oder Müllmanagement oder Reservoirreservate …) ‚managen‘ zu können, weswegen alle bisherigen Unternehmungen diesbezüglich endeten wie Biosphere II!

    – dass überall die Plutokratie das oberste Primat inne hat und deswegen ’nachrangig‘ eingeordnete Interessen sich diesem zu beugen haben, weswegen auch nur Verschlimmbesserungen passieren, die lediglich den Zweck erfüllen die Plutokratie zu füttern.

    Wer irgendetwas ‚retten‘ will, MUSS die Plutokratie abschaffen.
    Dies wäre aber nur möglich unter Verweigerung jeglicher Inanspruchnahme von Instrumenten die von der Plutokratie ausgehen, von ihr kontrolliert werden und diese durch Gebrauch ’nähren‘.

    Dies wiederum würde von sehr vielen einen bisher noch nie dagewesenen Verzicht in fast allen Belangen erfordern.
    Diese Bereitschaft erkenne ich nur in homoeopathischen Dosen, auch bei den ‚Bewegten‘.

    • Moin, Deagel-Beagle, die Ueberbevölkerung in DE beurteile ich genauso! Fuer mich sogar ein weltweites Problem. Wo ist die Organisation, die demokratische Geburtenkontrolle fordert? Stattdessen wird nach wie vor eine Prämie fuer noch mehr Nachwuchs ausgelobt. Naja, im Kapitalismus braucht man halt viele Sklaven fuer die Hamsterräder und vor allen Dingen als Reservearmee.
      Apropos Kapitalismus. Ist die Plutokratie eine andere Bezeichnung von Ihnen fuer Kapitalismus?

    • Ich weiß nicht, ob man Geburtenkontrolle „demokratisch“ hinbekommt. Zunächst ist die Entscheidung, ein Kind zu wollen, ja eine sehr persönliche, auch wenn sie meist unbewusst einem biologischen Programm und einem unbewussten Gruppenzwang folgt.
      In China hat man zwangsweise und undemokratisch die Ein-Kind-Ehe eingeführt und inzwischen die Regeln gelockert. Interessanter Weise wollen die meisten Chinesen jetzt aber gar nicht mehr viele Kinder. Die neue Kultur, die erst aufgezwungen wurde, wird jetzt gelebt und als fortschrittlicher erkannt. Mit Abstimmungen hätte man das in tausend Jahren nicht hinbekommen.
      Kollektive Unbewusstheit schafft keine guten Entscheidungen. Der Bauch wird immer für Essen plädieren statt für Bücher. Das ist auch das Problem der Anarchie. Es gibt ja Länder, die die haben wie Libyen oder Afghanistan. Kein erstrebenswerter Zustand, weil die Menschen dort das Bewusstsein der Stammesgesellschaft haben.

      Im Übrigen liegt ein großes Missverständnis im Begriff der Plutokratie. Pluto ist bekanntlich der Herrscher der Schattenwelt und gilt als unermesslich reich. Nur hat sein Reichtum überhaupt nichts mit weltlichen Gütern wie Gold, Geld, Edelsteinen oder sonstigem Besitz zu tun. Die gibt es da unten ja nicht. Im Gegenteil. Pluto herrscht über alles, was die Menschen als wertlos betrachten und von sich abtrennen, es in die Unbewusstheit verdrängen und was ihnen nun zur Ganzheit fehlt. Er bewahrt es für die Menschen auf. Das sind die wahren Schätze, nicht der Tand, mit dem sie sich hier auf der Erde schmücken und um den sie ständig Kriege führen.
      Pluto hat, was dem Menschen am meisten fehlt, aber er hat nicht, wonach der Mensch am meisten giert. Vielleicht haben wir wirklich eine Plutokratie, denn die aus dem Bewusstsein abgetrennten Teile dämonisieren sich und treten dem Menschen nun von Außen erneut entgegen, um wahr genommen zu werden. Der Mensch erzeugt sein Leid immer selbst. Nur ist diese Erkenntnis oft so schmerzhaft, dass sie weit von sich gewiesen wird.

    • @ Hera

      Plutokratie verwende ich so, wie der Begriff offiziell definiert ist:
      Duden: Staatsform, in der die Besitzenden, die Reichen die politische Herrschaft ausüben; Geldherrschaft

      Plutokratie ist nicht gleichbedeutend mit Kapitalismus:
      Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das durch Privateigentum an den Produktionsmitteln und dem daraus erwirtschafteten Profit gekennzeichnet ist.
      Kapitalisten sind demnach die Besitzer von Güterproduktionen, wobei der Begriff ‚Güter‘ nicht nur reine materielle Produkte umfasst (früher war das so), sondern auch ideelle, virtuelle Produkte, die sich vermarkten lassen.

      Reich (gr.:ploutos) kann man auch sein/werden durch Erbschaft, Lottogewinn, Adelsherkunft, Privilegien (Kirche), Spekulation/Wetten, Korruption…

      @ Nevyn

      Staatlich reglementierte Geburtenkontrolle funktioniert nicht.
      Aber wir sind aus diesem Grund allein schon kein klassisches Einwanderungsland bzw. sollten es nicht sein.
      Eine Gesundschrumpfung auf ein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Ressourcennutzern (Bevölkerung) – Reesourcenergiebigkeit (Land) – Autarkie (Unabhängigkeit von Lieferanten/Lieferketten) wäre wünschenswert aus mehreren Gründen.
      Die deutsche Bevölkerung war ja bereits auf dem Weg dazu, wurde aber konterkariert durch die geförderte bis verordnete Zuwanderung und durch das Outsourcen von elementaren Versorgungsbereichen.
      Der Zug ist also erstmal für lange Zeit abgefahren.

      Deutschland gehört zu den dichtest besiedelten Ländern der Welt.
      Wenn auch nur – und das ist mehr als absehbar, es ist gewiss – in naher Zukunft das eine oder andere Rädchen der Versorgungsmaschinerie ausfällt, steht schnell der ganze Trakt still.
      Verteilungskämpfe werden dann Alltag sein müssen, denn: nicht genug für alle bedeutet es gibt massive Verlierer und dazu will verständlicherweise niemand freiwillig gehören.

      Ein Detail am Rande: die angestrebte Bargeldabschaffung auch hierzulande ist von derselben Anfälligkeit für einen Totalausfall wie die gesamte wirtschaftliche Zirkulation.
      Das Outsourcen und die unkontrollierbare Abhängigkeit davon hat einen extremen Verlust an Resilienz des Systems zur Folge.

      Anstatt aber abzulehnen, was das System immer anfälliger, abhängiger werden lässt, wird das exakte Gegenteil propagiert und installiert.
      Eine Umkehrung dieses Zustandes benötigte einen Zeitraum von einer Generation.
      Diese Zeit haben wir aber nicht…

    • Moin, Nevyn, ich hatte das „demokratisch“ vorangestellt, weil es bei der letzten Diskussion darum Meinungsverschiedenheiten gab, als Foristen meinten, dass es darum ginge Menschen Zwangzusterilisieren.
      Aber zurueck zur Ueberbevölkerung, so bin ich ueberzeugt, dass ohne die Nachwuchsprämie/Kindergeld schon ein Teil erreicht wäre. Mit einer vernuenftigen Aufklärung, denke ich mal, wird man weiteres Terrain gewinnen.
      Ich wuesste nicht, dass man seinerzeit unter Mao die Einkindehe zwangsweise eingefuehrt hätte, sondern kann mich nur erinnern, dass sie empfohlen wurde.
      „Erst das Fressen und dann die Moral!“ Ja, so ist es wohl. Doch Lenin hat nach erfolgreicher Oktoberrevolution den 7std. Tag in der Industrie eingefuehrt mit der ausdruecklichen Aufforderung die gewonnene Zeit in Bildung/Lesen von Buechern zu investieren.

      mfG

    • @ Deagel Beagel
      „Zuwanderungsland“ oder nicht, hm …
      Da ich persönlich aus der Gegend komme, die mal Preußen war und Preußen bei der Gründung des Deutschen Reiches durchaus eine Rolle spielte:

      Preußen lag nach dem Dreißigjährigen Krieg am Boden und warb Zuwanderer an.
      Aber Preußen warb nicht nur einfach so Zuwanderer an, mit Versprechen von blühenden Landschaften^^ oder so, sondern handfest; Zuwanderer bekamen ein Stück Land und eine Kuh GESCHENKT und die wirtschaftliche Erholung Preußens ließ nicht auf sich warten – es ging aufwärts.
      Auf „preußische Tugenden“ wie Drill und Überkorrektheit im Vorgarten kann man aus guten Gründen verzichten und auf den Expansionismus erst recht, aber daraus, wie Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg am Boden lag und regelrecht wie Phoenix aus der Asche auferstand, könnte man das mitnehmen:
      Zuwanderung und Modernisierung des Staatswesens, pragmatisches Denken.

      Die Bundesrepublik liegt heute nicht in dem Sinne am Boden, aber es zeichnen sich Probleme am Horizont ab, ökonomisch (Exportorientierung mit Staatsverschuldung ist eine riskante Mischung) wie demographisch (weniger Leute und weniger Ressourcenverbrauch wäre ja nett, aber viele Alte und wenige Junge … )
      Die Bundesrepublik steckt Zuwanderer in Lager und verbietet ihnen zu arbeiten – es stagniert.
      Nun ja, die Bundesrepublik verhindert mit Hartz-IV ja auch, dass 4 Mio. Alt-Bundesbürger arbeiten bzw. irgendwie nennenswert Lohn erwerben könnten, wenn man den Niedriglohnsektor dazu zählt etwa 12 Mio. – und es stagniert.
      Bundesrepublik und Modernisierung des Staatswesens?! Ich befürchte, das werde ich nicht mehr erleben.
      Die Zuwanderung könnten wir heute auch haben (also nicht das jetzige statistische Rauschen unter 2%, sondern nennenswerte Zuwanderung), die Modernisierung des Staatswesens ist nur eine Frage des Wollens, aber irgendwie … naja, willkommen im Altersheim BRD.
      Mir scheint, in der Bundesrepublik fehlt es an pragmatischem Denken.

  5. Eine ganz persönliche Anmerkung zum Artikel:

    In Leverkusen-Opladen hat vor Kurzem eine der besten Metzgereien Deutschlands, Rosenstock, schließen müssen – Grund: Zu hohe, resp. unbezahlbare Amts-Auflagen ( vgl. dazu auch die beschämende Kreditvergabe-Weigerung der Banken an viele K(M)U ).

    Dieser Vier-Generationen-Betrieb(!) zeichnete sich bei Weitem nicht nur dadurch so positiv aus, dass der Umgang mit den (lokal und extensiv aufgezogenen) Tieren bis zur Schlachtung minimal Stress für die Tiere verursachte. Die angebotene Warenqualität war wirklich – konsensuell – absolute Spitze, und die Notwendigkeit von freilich „discounterfernen“ Preisen war dabei nicht im Ansatz diskutabel, sondern schlichtweg gern und mit absoluter Anerkennung bezahlt. Und die acht Kilometer Radfahrt dorthin war für uns immer eine Freude.

    Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.

    • „Grund: Zu hohe, resp. unbezahlbare Amts-Auflagen“

      Nachtigall ick hör dir trapsen.
      Ob man persönlich Bestandteile toter Tiere mag oder nicht … wenn es zunehmen würde, dass von denen, die Bestandteile toter Tiere mögen, mehr und mehr das als Delikatesse begreifen und nicht als Grundnahrungsmittel (und bei dementsprechenden Fleischereien kaufen) dann wäre das Geschäftsmodell einer ganzen Industrie im Abfluss.
      Da könnte man neue Auflagen für kleine Fleischereien erfinden, dann wäre das Problem vorerst abgemildert.
      So ist das mit dem freien Markt, wer kann, der kann auf dem freien Markt auch neue Auflagen für kleine Fleischereien kaufen.

    • skyman
      Das kaputt machen kleiner Betriebe gehört zum großen Umgestalten. Kleine Betriebe sind sowas von nicht erwünscht. Selbständige sind nicht erwünscht. Handwerker sind nicht erwünscht. Alles Sachen, mit denen man autark überleben könnte. Für mich war der Beweis der Zwang zur Einführung von Computerkassen auf spanischen Bauernmärkten (wer kann das schon stemmen,, wenn er doch nur 20 Tomaten verkaufen will).

      Es geht hier nie um Umwelt, um Sozial, um Menschen…. Für die Mächtigen ist das alles sentimentaler Quatsch. Es geht einzig um die Maximierung von Leid (sonst würden wir TK-Fleisch statt gequälte, lebende Kühe durch Europa schippern. Das wäre billiger.)! Dadurch werden die Mächtigen dann immer mächtiger.

    • Zitat: „Es geht einzig um die Maximierung von Leid.“

      Zunächst einmal geht es nach meiner Beobachtung um vollständige und umfassende Kontrolle über alles. MK (mind control) Ultra. Maschinendenken in höchster Ausprägung. Sie knechten alles Materielle und wollen sich so als Herr über den Geist aufschwingen. Das wird noch heftig.
      Jesus Leib bemächtigte man sich auch. Aber der Geist lässt sich nur knechten, wenn er sich selbst an die Materie bindet. Entsagt er ihr freiwillig, dann ist er frei im Willen. Das kann eine Maschine nie verstehen, weil sie eben nur Materie ist, wenn auch eine extrem gut berechnende. Das freiwillig und ohne Eigennutz erbrachte Opfer, die reine Hingabe ist das göttliche Prinzip – und der singuläre Punkt im Rechenprogramm, der es zum Absturz bringt. Der liebende Mensch wird vom berechnenden nie verstanden werden. Darum heißt es: „Liebe – und dann tue, was du willst.“

  6. Haben wir denn überhaupt eine Chance uns gegen diesen ganzen Irrsinn zu wehren?
    Im Kleinen schon, da kann das System nix unterwandern. Es wird höchste Zeit für zivilen Ungehorsam und das Verbreiten einer schönen Welt in der unmittelbaren Umgebung. Warten auf Anführer hat noch nie was gebracht.

  7. „sollte man endlich eine ehrliche Bilanz dessen ziehen, was in den letzten Jahrzehnten umgesetzt wurde“

    Das, was das Parlament, also die Parlamentarier, beschlossen haben umzusetzen.
    Diese Parlamentarier sind zwar irgendwie gewählt, aber nur „ihrem Gewissen“ verpflichtet und wie viele Lobbyisten auf einen Parlamentarier kommen, darüber gibts bestimmt Zahlen, aber der Punkt ist, dass parlamentarische Demokratie leichte Beute für Lobbys ist.

    Egal ob Umwelt- oder Friedenspolitik; ohne Demokratie lässt sich nichts umsetzen.

  8. Verkehrte Verkehrung.
    Ein weit verbreitetes Narrativ berichtet, der Teufel sei hässlich, stinke nach Schwefel und habe Angst vor religiösen Symbolen. In Wahrheit kommt er elegant daher, trägt den Duft des Erfolges und schlüpft problemlos in religiöse Ritualgewänder aller Art. Niemand spricht mehr von Liebe, Frieden und Fortschritt als der Teufel. Darum denken ja auch fast alle, es gäbe ihn gar nicht. Und wenn jemand auf die Früchte seines Handelns schauen will, hat er schon die nächste Hypnose in Arbeit, die nächste „heilige Greta“, die alles davor vergessen lässt.
    Was der Teufel wirklich hasst, ist die Nüchternheit. Das Wahre Schöne Gute kommt meist so unscheinbar daher, z. B. in Gestalt eines Wochenmarktes, dass die Menschen sich gelangweilt abwenden.
    Wer hat Schuld? Der Teufel, der seinen Job macht oder die Menschen, die ihm aufsitzen.?

    • Macht der „seinen Job“ oder ist er der verlorene Sohn? Und selbst wenn er seinen Job macht, es fallen ja nicht alle auf ihn rein. Ich mag das Wort „Schuld“ nicht. Und ja, er trägt Verantwortung für die Zustände, aber er zwingt niemanden zum Mitmachen!

      „In Wahrheit kommt er elegant daher, trägt den Duft des Erfolges und schlüpft problemlos in religiöse Ritualgewänder aller Art.“

      Schlimmer! Er/Sie/Es gibt sich als Gott aus und die Menschen sitzen ihm auf!

      Aus dem Codex „Das Wesen der Archonten“ (Schriften von Nag Hammadi):
      „Sie (die Archonten) warfen aber die Menschen in große Zerstreuungen und Mühen des Lebens, damit IHRE Menschen zu solchen würden, die sich mit dem Leben beschäftigen und keine Muße hätten, sich dem heiligen Geist zu unterstellen.“

    • Oh, die 12 Archonten, die Herrscher über die Schicksalskräfte. Die sind so etwas wie die Gefängniswärter und zeigen sich äußerst selten. Aber auch die tun letztlich nur ihren Job, es sind Programme, KI sozusagem. Nur entschieden hat, dass er mitspielen will, hat sich einen Avatar genommen. Also jetzt nicht über die Spielregeln meckern, das wusste man vorher, auch wenn man sich nicht dran erinnern kann.

      Der Teufel ist der Antichist, der Diabolos, der Durcheinanderwerfer. Er ist das Gegenteil von Christ, was so viel bedeutet wie Vollkommenheit, die man nur erreicht wenn man „alle beisammen“ hat.
      So geht das Spiel, man sammelt alles (die Weisheitssplitter für das Pleroma) ein und der Kerl erzählt einem laufend, dass man es wieder weg werfen soll, weil es nichts wert ist. Was ist schon die Beschäftigung mit dem eigenen Schatten gegen das neue iPhone! Was ist schon ein Gebet gegen das neue Big Brother oder die geile Porno-Seite oder den neuen Swingerclub. Der Teufel ist wie ein Gummiband zwischen den Beinen, er hindert am Rennen aber wenn man es trotzdem versucht, wird man kräftiger als je zuvor. Wer ihm widersteht, über den hat er keine Macht. Sagt sich so einfach.
      Mit den Archonten ist das ein wenig anders. Hier ist man ohne die Lichtmysterien aufgeschmissen. Man muss „skillen“. Darüber gibt die Pistis Sophia Auskunft. Ich wurde vor ca. 10 Jahren im Schlaf von meinem Seelenführer auf diesen Begriff aufmerksam gemacht und musste erst im Internet dazu nachschauen, um festzustellen, dass es eine apokryphe Schrift ist. Liest sich aber nicht einfach, weil für die Seele und nicht für den Verstand geschrieben. Ich hab mal überlegt, es in einen Ritus zu packen. Dabei blieb es dann erstmal.

    • Himmel, sind wir weit oftopic (sorry lieber Admin), aber private mails gehn ja nicht mehr.

      Sabaoth ist der Herrscher über die 12 Götter des Chaos und hält sich für Gott, weil er die Menschen erschaffen hat?! Diese Möglichkeit (über Wahrheit oder nicht mag ich nicht entscheiden) hat mich monatelang aus der Bahn geworfen und dann aber irgendwann fast alle meine unbeantworteten Fragen, zum nicht ergründbaren Gott mit diesen mysteriösen unerforschlichen Wegen, beantwortet. 🙂
      Extrem aufschlussreiches und erhellendes Buch!!! Falls du Bock und es noch nicht gelesen hast – „Die Schrift ohne Titel“ ist en Knaller:
      epdf.pub/die-gnostischen-schriften-aus-nag-hammadi-bibel-der-hretiker-die-gnostischen-sch.html

    • Danke Hera, echt cool.
      Ich hab es mir herunter geladen. Wird eine Weile dauern, es zu lesen und auch zu verarbeiten.
      Mich warf es nicht aus der Bahn, es war eher das Gefühl, nach langer Suche auf etwas Vergessenes und sehr Vertrautes zu stoßen, ein wenig wie seine angestammte Heimat wieder zu finden.
      Die entscheidenden Aspekte kommen für mich aber nicht aus Büchern.
      Wie sagt man so schön: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.“ 🙂

      Noch ein Gedanke zur gegenwärtigen Entwicklung: Wir werden ja gerade maschinell noch mal richtig eingesponnen und auch hier wird Schlechtes zu Gutem führen, denn viele Menschen werden die Parallelen erkennen. Wir bauen ein Gefängnis im Gefängnis und werden es daran erkennen.

      Der Mensch ist den Archonten überlegen, weil er kein Programm ist sondern einen freien Willen hat. Das erscheint oft als seine größte Schwäche, weil er sich so häufig zu Entscheidungen verführen lässt, die ihm zum Nachteil gereichen. Doch kann er etwas, das die Maschinen nie verstehen werden, nämlich unlogisch handeln. Ein Snowden oder ein Assange sind solche Beispiele. Alles Gestalten der Umstände und Berechnen hilft am Ende nichts. Sie brechen einfach alle Regeln nach denen sie funktionieren sollten.
      Meist aber funktioniert es gut, weil der „schlafende Mensch“ nur seinen Programmen folgt.

      Im Übrigen hat der Großmeister des Films, Stanley Kubrick, das alles vorweg genommen in Odyssee 2001. Ich hab mich immer gewundert, dass im Film die Reise zum Jupiter geht, wenn es sich doch um Saturngnosis handelt. Im Buch habe ich dann gelesen, dass es dort zum Saturn und genauer zum Iapetus (Daath) geht. Angeblich konnte man damals die Saturnringe nicht gut genug nachgestalten. Wer’s glaubt.

      Nun aber gut. Sonst schmeißt uns der Admin noch raus.
      Nein, glaub ich nicht wirklich.
      KENFM, in Wahrheit eine Häretikerseite mit Zwiebelcharakter. Ich muss gerade lachen. Die Gnosis feiert fröhliche Urständ. Das Leben findet eben immer einen Weg.

    • KenFM die Herätikerseite?! 🙂 Deswegen bin ich hier!

      Erstaunlich, wie dicht wir beieinander sind. Auch weiter oben, beim Thema Kleinunternehmen und MK Ultra.
      Und es macht mich sehr hoffnungsvoll, dass es immer mehr Leute gibt, die anfangen anders zu denken! Die guten alten, kosmischen Gesetze der Anziehung und Resonanz. Lassen wir sie wirken! 🙂

Hinterlasse eine Antwort