STANDPUNKTE • Neue atomare US-Mittelstreckenraketen kommen nach Europa und Asien

Ein Standpunkt von Karl Bernd Esser.

Der wahre Hintergrund für die Auflösung des INF-Vertrages (Intermediate Range Nuclear Forces) von Russland und den USA ist – China. Das Reich der Mitte war nicht am INF-Vertrag beteiligt, rüstet aber seit Jahren, von der Öffentlichkeit unbemerkt, mit rund 2.000 atomaren Mittelstreckenraketen auf, dessen Herstellung in den USA und Russland durch den INF-Vertrag untersagt ist.

Kurzer Rückblick: Die Vernichtung aller landgestützten Flugkörper mit kürzerer und mittlerer Reichweite (500 bis 5500 Kilometer) wurde am 8. Dezember 1987 anlässlich des Gipfeltreffens von Reagan und Gorbatschow in Washington unterzeichnet und am 1. Juni 1988 während des Gipfeltreffens in Moskau in Kraft gesetzt (1). Er wurde auf unbeschränkte Dauer geschlossen. Der Reichweitenbereich zwischen 150 bis 500 Kilometer wurde durch den Vertrag nicht erfasst, die nuklearen Gefechtsköpfe nicht einbezogen. Beseitigt wurden nur Trägersysteme und Abschussvorrichtungen. See- und luftgestützte Raketen und Marschflugkörper wurden vom Vertrag verschont. Kurz vor dem Vertragsabschluss kam es zu Problemen wegen der 72 Pershing-1A-Raketen, die auf dem Gelände der deutschen Bundeswehr stationiert waren. Die UdSSR verlangte, sie in den Vertrag aufzunehmen. Teile der Union sprachen sich gegen die Einbeziehung dieser Kurzstreckenraketen in den Vertrag aus, FDP, die Grünen und die SPD waren für ihre Abrüstung. Am 26. August 1987 beendete Bundeskanzler Helmut Kohl den Streit unter Berufung auf seine Richtlinienkompetenz und stimmte der Außerdienststellung der 72 Pershing 1A-Raketen zu. Die Zustimmung erfolgte unilateral durch die Bundesrepublik Deutschland und wurde nicht in den INF-Vertrag aufgenommen. Am 2. August 2019 erklärten die USA und Russland diesen INF-Abrüstungsvertrag offiziell als beendet.

Trump droht Russland und China mit atomarer Aufrüstung

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas kündigte an, sich für eine Rettung des INF-Vertrags einzusetzen. «Dieses Abkommen berührt lebenswichtige Interessen Europas. Solange es noch eine Chance gibt, das Abkommen zu erhalten, wollen wir mit allen diplomatischen Mitteln dafür kämpfen», sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Dienstag (2). Unser Heiko hat noch nicht begriffen, warum Trump und Putin den INF-Vertrag zusammen aufgelöst haben, sein „Krampf“ war umsonst. Schon jetzt verletzten die USA mit Deutschland das Abkommen seit Jahren systematisch, etwa mit der Entwicklung raketenbestückter Drohnen und mit deren weltweiten Steuerung auf deutschen Boden über die AIR BASE RAMSTEIN. Das ist der Bundesregierung bekannt. Die Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel dazu am 1. Februar 2019: „Russland habe den INF-Vertrag verletzt“. Diese unaufgeforderte Falschaussage ist wohl eine Propaganda gegen Russland und diente den USA als gute Vorlage. Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Johann David Wadephul warnte unterdessen Außenminister Heiko Maas (SPD) erneut davor, eine Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen der Nato in Deutschland auszuschließen. Der Autor rechnet mit US-Nachfolge-Raketen der PERSHING II innerhalb der NATO in Europa und damit in Deutschland. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Die Bundesregierung vermeidet es die chinesischen Mittelstreckenraketen zu erwähnen. Nur unter vorgehaltener Hand spricht man in deutschen Ministerien von den chinesischen Raketen, welche die eigentliche Gefahr für Europa, Asien und die USA sein sollen: »Seegestützte ballistische Raketen des Typs JuLang-2 (chinesisch 巨浪-2), mit einer Reichweite von 7.400 km und 4-6 Mehrfachsprengköpfen«

China unterläuft praktisch alle atomaren Waffenabkommen, weil es solche mit China gar nicht gibt. Die Bedrohung durch atomare Mittelstreckenraketen aus dem Reich der Mitte aber nimmt ständig zu. Das Land soll mittlerweile über 2.000 ballistische Marschflugkörper verfügen, die unter das Abkommen gefallen wären. Der INF-Vertrag ermöglichte es China heimlich aufzurüsten, ohne dass die Großmächte etwas dagegen unternehmen konnten, weil sie sich gegenseitig durch den INF-Vertrag blockiert hatten.

Der neue US-Verteidigungsminister Mark Esper hat sich Stunden nach der Auflösung des INF-Vertrages für eine Stationierung von landgestützten Mittelstreckenraketen im Asien-Pazifik-Raum ausgesprochen. Langfristig ist die Beschaffung von neuen seegestützten Marschflugkörpern (SLCM) von US-U-Booten geplant, die man auch gegen China einsetzen könnte. Die USA planen ihren „Deep State“ wieder neu auszurichten. Die auf Europa „erfundene“ konzentrierte russische Nukleardrohung wollen sie kurzfristig mit seegestützten Raketen mit nuklearen Gefechtsköpfen von begrenzter Sprengkraft entgegen wirken, sagt die US-Weltpolizei. Das kann natürlich keiner überprüfen. In Wahrheit wollen sie den NATO-Mitgliedern neue Atomwaffen für Milliarden Dollars verkaufen. Gespräche laufen schon, denn diese Waffen werden zurzeit produziert. Russland und die USA stellen neue modernere Trägersysteme und Abschussvorrichtungen für kleine oder große Atomraketen zwischen 500 und 5.500 Reichweite her. Werbeagenturen und Beraterfirmen von Ursula von der Leyen´s Ex-Ministerium reiben sich die Hände und aktivieren ihre volle Einsatzkraft. Es herrscht Party- und „Bombenstimmung“ im Deep State Lager.

Das neue Wettrüsten beginnt

Das „stets lächelnde unscheinbare China“ baute sich bereits die ersten eigenen Militärstützpunkte im Ausland. Der Trick: Es verleiht hohe Kredite an arme Drittländer für Seehäfen und Flughäfen mit der Auflage, dass dort nur eigene Bauunternehmen eingesetzt werden dürfen. Die chinesischen Bauunternehmen bauen dann mit überteuerten Preisen diese Anlagen, die durch diesen Kredit finanziert wurden. Der arme kreditnehmende Staat übernimmt sich, kann wie erwartet die hohen Zinsen und Raten irgendwann nicht mehr bedienen und muss dann, sein von China bebautes Staatsgebiet, seinen modernen Überseehafen, für 99 Jahre an China als neues chinesisches Hoheitsgebiet, komplett abtreten.

So geschehen in Sri Lanka. Da das hochverschuldete Land seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen konnte, sprang ein staatlicher chinesischer Großinvestor ein und gab am 25. Juli 2017 bekannt, dass er für 1,2 Milliarden US$ einen Anteil von 80 Prozent am Hafen für 99 Jahre übernehmen werde. Der „Colombo Port City Complex” mit 244 Hektar wurde von China mit 1,4 Milliarden Dollar finanziert. Zusätzlich flossen 1,3 Milliarden in das „Hambantota Port Development“ und 1,1 Milliarden in die „Hambantota Industrial Zone und Leasing von Hambantota Port“, sowie 1,9 Milliarden in das „Extension of Southern Expressway Project (ESEP)” (Trinkwasseranlagen).

Offiziell ist lediglich von einer logistischen Basis die Rede, tatsächlich kann sie aber als Zeichen der militärischen Expansion Chinas gewertet werden. Chinas Staatspräsident Xi fuhr damals sogar für den ersten Spatenstich zu einem Staatsbesuch nach Sri Lanka. Im Jahr 2014 begann China, das zu diesem Zeitpunkt – sehr zur Verunsicherung Indiens – bereits eine enge Beziehung zu Sri Lanka aufgebaut hatte, Kriegsschiffe und zwei U-Boote der SONG-Klasse im Hafen von Colombo zu stationieren. Die Boote lagen nicht im Marinestützpunkt, sondern am von China erbauten Container-Terminal. Inzwischen haben Firmen aus China allein in Sri Lanka mehr als fünf Milliarden Dollar in Straßen, Kraftwerken, Hotels und Häfen verbaut. Zeitweise waren bis zu 30 000 chinesische Arbeiter im Land, einzelne Vorhaben wurden vor der vereinbarten Zeit fertig.

Berichte über die Anwesenheit chinesischer U-Boote im Indischen Ozean sind nicht neu. Laut einem indischen Medienbericht wurde im Dezember 2013 und Februar 2014 ein chinesisches Atom-U-Boot für zwei Monate auf Patrouille im Indischen Ozean gesichtet (India Today, 21. März 2014). China plant und baut insgesamt 18 Marinebasen im Indischen Ozean. Am 6. August 2019 legte im „chinesischen Hafen“ von Colombo die 28. Flottille der iranischen Navy an. Die Einheit besteht aus der Fregatte Alborz, dem Begleitschiff Bandar Abbas, dem U-Boot Younes und einem Bell 212 Twin Huey Hubschrauber. IRIS-Alborz ist eine Fregatte, die von Kommandant Hassan Maqsoudlon kommandiert wird. Sie ist 95 Meter lang und hat eine Verdrängung von 1.100 Tonnen. Die Besatzung des Schiffes besteht aus 167 Marinepersonal, darunter 36 Offiziere und 131 Seeleute. IRIS-Bandar Abbas ist ein Trainingsschiff, das von Kommandant Mohsen Razzaqi kommandiert wird. Es ist 108 Meter lang und hat eine Verdrängung von 4.673 Tonnen. Die Besatzung des Schiffes besteht aus 130 Marinepersonal, darunter 33 Offiziere und 97 Seeleute. Das U-Boot IRIS-Younes wird von Commander Qader Vazifeh kommandiert. Es ist 72,6 Meter lang und hat eine Verdrängung von 2.356 Tonnen. Die Besatzung des Schiffes besteht aus 80 Marinepersonal, darunter 19 Offiziere und 61 Seeleute (siehe Foto unten). Der stellvertretende Befehlshaber der iranischen Marine, Konteradmiral Siavash Jareh, sagte am Freitag, die 28.07. iranische Kriegsflottille habe bisher mehr als 2.200 Seemeilen zurückgelegt und es geschafft, 12 Handelsschiffe zu eskortieren und 64 überregionale Militäreinheiten zu identifizieren und zu verfolgen.

Sowohl Indien als auch die USA wollten so ein Treffen verhindern, vor allem, dass Peking mehr Einfluss in Sri Lanka gewinnt, und somit auch seinen Zugang zu den strategisch wichtigen Seewegen zwischen dem Golf von Bengalen und dem Arabischen Meer sichert. Das ist ihnen offenbar nicht gelungen.

Chinas erster offizieller Auslandsstützpunkt mit 36 Hektar in der Hafenstadt Obock in Djibouti am Horn von Afrika wurde August 2017 eingeweiht. In den letzten drei Jahren hat China dem kleinen Land rund zwei Milliarden Dollar geliehen – das entspricht mehr als 80 Prozent des Sozialprodukts von Djibouti. Der Staat liegt strategisch günstig am Schnittpunkt von Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien und grenzt an die Meerenge Bab al-Mandab, wo das Rote Meer auf den Golf von Aden trifft. Chinas zweiter Überseehafen mit Militärstützpunkt in Gwadar/Jiwani in Pakistan am Arabischen Meer, 400 km weit von der Straße von HORMUZ, wird bald ausgebaut sein. Drei weitere Marinestützpunkte sind in Pakistan noch geplant. Im Mai 2015 lief ein modernes konventionelles U-Boot der YUAN-Klasse, das über außenluftunabhängigen Antrieb (AIP) mit Stirlingmotoren verfügt, in Karachi / Pakistan ein. Nach monatelangen Medienspekulationen gab im Oktober das Verteidigungsministerium in Islamabad bekannt, dass sich die pakistanische Marine für den Kauf von 8 U-Booten der YUAN-Klasse entschieden habe und 4 davon in Karachi gebaut würden. Der U-Boot Deal mit Deutschland wurde deswegen storniert.

In Panama hat das staatliche chinesische Unternehmen -China Harbour Engineering Company- gerade einen Hafen gekauft“, sagt der Spitzenbeamte Tan Jian vom chinesischen Außenministerium, „und in Australien hat dieselbe Firma vergangenes Jahr einen 99-jährigen Pachtvertrag für den Hafen von Darwin unterzeichnet“. Vom Industriepark im malaysischen Kuantan bis zum belgischen Zeebrugge, wo der Hafen Shanghai einen Frachtterminal übernommen hat, sind Dutzende Projekte in Betrieb und Dutzende im Bau. So kauft sich China weltweit neue Stützpunkt

Chinas militärischer High-Tech Aufstieg

Chinas Entwicklung und die Stationierung ihrer neuen Marschflugkörper dürften auch Ausdruck des Unbehagens von Russland und den USA sein. Marschflugkörper sind keine ballistischen Raketen, sondern Flugkörper, die über einen permanenten Antrieb verfügen, sowie über ein Lenksystem, das sie ins Ziel führt, treffsicher auf 5m.

Atomare Mittelstreckenraketen (SLCM) abgefeuert von einem chinesischen Atom-U-Boot der Jin-Klasse erreichen aus Piräus alle Hauptstädte in Europa. Die Jin-Klasse ist die NATO-Bezeichnung für die 3-5 Stück Typ-094-Klasse von nukleargetriebenen strategischen Unterseebooten (SSBN) der Marine der Volksrepublik China. Das U-Boot ist bis zu 140 Meter lang und verdrängt über 12.000 Tonnen. Es trägt bis zu 12 ballistische Raketen vom Typ JuLang-2, von denen jede wiederum bis zu vier unabhängig zielbare nukleare Sprengköpfe (MIRV-Mehrfachsprengkopf) befördern kann. Es handelt sich hierbei um Wasserstoffbomben. Die Sprengkraft jedes einzelnen Gefechtskopfes liegt heute in der Regel bei über 250 bis 500 Kilotonnen TNT-Äquivalent, die 1945 über Hiroshima abgeworfenen Bombe Little Boy hatte im Vergleich dazu rund 13 kT. 45 Atomtests wurden von 1964 bis 1996 am chinesischen Atomtestgelände Lop Nor in Xinjiang durchgeführt, davon waren 23 oberirdisch. Die Gesamtzahl der Atomsprengköpfe im chinesischen Arsenal wird geheim gehalten. Atom-U-Boote sind in der Lage, Raketen dicht an die feindliche Küste heranzutragen und so die Abwehr- und Reaktionsmöglichkeiten des Gegners zu reduzieren.

Etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze zum Gazastreifen liegt Israels zweitgrößter Hafen. Über Aschdod wickelt das Land einen großen Teil seiner Rohstoffeinfuhren ab, auch Israels Armee bezieht ihre Ausrüstung über diesen Hafen. Mitte 2014 erhielt die staatliche »China Harbour Engineering Company« den Auftrag, in Aschdod einen Terminal zu bauen, an dem Containerschiffe der Ultra-Large-Klasse anlegen können. Hier könnten auch chinesische Kriegsschiffe anlegen. Am Mittelmeer, wo China unter anderem in Port Said und in Piräus große Containerterminals betreibt, folge das Land eher einer ökonomischen Doktrin, sagen sie heute. Es gebe bislang „keinen Beweis dafür, dass China eine solide und permanente Militärpräsenz“ im Mittelmeer anstrebe. Der griechische Hafen Piräus könnte aber schnell mit chinesischen Militäranlagen verbaut werden. Es braucht nicht viel. Ein U-Boot oder Kriegsschiff kann ja „rein zufällig“ im Hafen liegen. Aufgrund der kurzen Flugzeit von Piräus nach Berlin gäbe es für Merkel nur eine Vorwarnzeit von wenigen Minuten.

FAZIT

Die NATO sucht neue Verbündete. Am 7. August 2019 unterzeichnete NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit der australischen Verteidigungsministerin Linda Reynolds ein „Partnerschaftsabkommen“ in Sydney. Die australische Verteidigungsministerin sagte: «Wir sehen neuen Gebieten der Zusammenarbeit mit der NATO im INDO-PAZIFIK entgegen. Dazu gehört auch das Südchinesische Meer, wo China mit anderen Staaten über verschiedene Territorien im Streit liegt. Zudem soll die Zusammenarbeit bei der Sicherung von bestimmten Rohstoffen ausgeweitet werden. Die sogenannten Seltenen Erden sind auch in der Militärtechnologie sehr wichtig NATO-Generalsekretär Stoltenberg sagte: «Umso unvorsehbarer und herausfordernder die Sicherheitslage ist, umso wichtiger ist, dass wir zusammenbleiben, zusammenarbeiten, zusammenstehen und eine regelbasierte Weltordnung schützen.»

„Die Gespräche zwischen der NATO und Australien fanden bereits statt, als Russland und der Iran ankündigten, bis Ende des Jahres gemeinsame Flottenübungen in der Nähe der Straße von Hormus abzuhalten, was die Aussicht auf eine Konfrontation mit westlichen Streitkräften erhöhte“, erklärte Stoltenberg in der Pressekonferenz. Er sagte weiter: „Alle unsere Verbündeten sind besorgt über die destabilisierenden Aktivitäten des Iran in der Region. Er unterstützt verschiedene terroristische Gruppen und realisiert seine Raketenprogramme. Die Freiheit der Schifffahrt ist für NATO-Verbündete äußerst wichtig, und einige NATO-Verbündete sind bereits am Persischen Golf beteiligt. Es gibt keine NATO-Präsenz als solche, aber wir verfolgen die Situation natürlich sehr genau. Die NATO wird Chinas Einfluss in dieser Region ausgleichen“.

Chinas Entwicklung nach außen ist eine impertinente Scheinheiligkeit. In Wahrheit ist sie ein „schleichender Griff nach der Weltmacht“. Die Sicherheitsarchitektur Europas ist mit der „aufstrebenden Großmacht China“ zerfallen. Wie US-Präsident Donald Trump sagte: „Die NATO ist obsolet.“

Quellen:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/INF-Vertrag
  2. https://web.archive.org/web/20041207193029/https://www.cdi.org/news/defense-monitor/DMSeptOct04.pdf
  3. https://www.nzz.ch/international/trump-droht-russland-und-china-nunmehr-mit-nuklearer-aufruestung-ld.1430327
  4. https://www.heise.de/tp/features/Das-Ende-des-INF-Vertrags-und-das-neue-Wettruesten-4487695.html
  5. https://www.bmvg.de/de/aktuelles/erklaert-der-inf-vertrag-30250
  6. https://www.tagesspiegel.de/politik/abruestungsabkommen-mit-den-usa-merkel-russland-hat-den-inf-vertrag-verletzt/23936550.html
  7. https://www.globalsecurity.org/wmd/world/china/jl-2.htm
  8. https://www.atomwaffena-z.info/heute/atomwaffenstaaten/china.html
  9. http://cimsec.org/chinese-submarines-taste-indian-ocean/13257
  10. https://jamestown.org/program/chinese-submarines-in-sri-lanka-unnerve-india-next-stop-pakistan/
  11. https://www.voacambodia.com/a/india-concerned-about-chinese-subs-in-sri-lankan-ports-/2509382.html
  12. https://www.minister.defence.gov.au/minister/lreynolds/transcripts/doorstop-nato-secretary-general-sydney
  13. https://www.theaustralian.com.au/nation/defence/nato-has-eyes-on-iran-as-pressure-grows-for-australia-to-join-coalition/news-story/21ad21cc26f385c1d5f89dee36800b9b
  14. http://web.archive.org/web/20140713164110/http://www.defense.gov/pubs/2013_China_Report_FINAL.pdf
  15. https://www.dmkn.de/wp-content/uploads/2015/12/Seiten-aus-MF-16-01_02.pdf

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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26 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Neue atomare US-Mittelstreckenraketen kommen nach Europa und Asien

  1. Was mir in dem Bericht fehlt:
    1. Der Hinweis, dass China ein Kernwaffenzwerg ist und bleiben will. Seine Kernwaffendoktrin sieht vor, diese nur zur nuklearen Vergeltung einzusetzen, sollte es nuklear angegriffen werden. Daher weigert sich China an Abrüstungsgesprächen teil zu nehmen, weil das Land erklärt, sich gegenüber Russland und den USA bereits deutlich zurück gehalten zu haben und Kernwaffen ausschließlich zu Abschreckungszwecken besitzt.
    2. Wenn Wikipedia davon spricht, dass China 240 aktive Sprengköpfe hat (USA 1.950, Russland 1.740) stellt sich die Frage, wie daraus tausende von Nuklearsprengköpfe für Mittelstreckenraketen werden sollen.
    3. Mittelstreckenraketen, wie sie im INF-Vertrag beschrieben waren, bedrohen die Nachbarstaaten Chinas, nicht aber die USA oder die EU, sicher nicht Deutschland. Diese Bedrohung ist jedoch nur theoretisch 1. weil China keine Nuklearsprengköpfe hat und 2. weil China als EINZIGE ATOMMACHT einen Ersteinsatz von Kernwaffen ausdrücklich ausgeschlossen hat. Wenn nun aber die USA Mittelstreckenraketen mit Kernwaffenbestückung rund um China positioniert, wird China gezwungen, dagegen Maßnahmen zu ergreifen. Entweder massiv nuklear aufzurüsten, oder mit anderen Mitteln.
    4. China wird gezwungen Militärbasen dort einzurichten, wo „Terroristen“ oder „robuste humanitäre R2P-Einsätze“ der NATO die Investitionen Chinas bedrohen könnten. Ein Beispiel ist der Aufstieg von Boko Haram in Afrika nach dem Angriffskrieg der NATO und der Zerstörung Libyens. https://jomenschenfreund.blogspot.com/2015/11/bundeswehr-in-mali-resultat-des-nato.html
    5. Die Langfristpacht eines Hafens liest sich hier wie Neokolonialismus. Tatsächlich werden solche Maßnahmen von den Zielländern selbst angestrebt, um China als Investor zu binden und finanzielle Bewegungsmöglichkeiten zu erhalten. Auch Militärbasen sind erwünscht, um unabhängiger von US-Hilfe im Fall von Terrorangriffen zu sein (siehe Artikel: „Wenn die USA zunehmend ihre Strategie darin sehen, die chinesischen Interessen zu unterminieren – und dafür gibt es viele Anzeichen – ist die Schlussfolgerung dieser Stellungnahme, dass die Instabilität Nigerias der einzige Weg ist, zu garantieren, dass die chinesischen Interessen bedroht werden. Und dies dient den globalen strategischen Zielen der USA. Die relativ seltsamen Aktivitäten der USA, den nigerianischen Kampf gegen Boko Haram zu behindern, von einer Blockade der Waffenlieferungen im letzten Jahr, bis zur Finanzierung des Kampfes in allen Nachbarländern Nigerias, aber nicht in Nigeria selber, ebenso wie das Aussetzen des Imports von Rohöl aus Nigeria im Jahr 2014 (‚eine Entscheidung, die dazu führte, dass Nigeria in eines der ernsthaftesten Finanzkrisen stürzte‘, wie eine lokale Tageszeitung schrieb), würden darauf hinweisen.“).

    • Vielen Dank für Ihren sachlichen Kommentar. Ich gehe mal kurz darauf ein:

      1. Alle Staaten mit Kernwaffen im Arsenal erzählen der Welt, dass sie diese nur zur Abschreckung besitzen und nicht zuerst einsetzen wollen. Das ist nichts Neues. Im Gegensatz dazu steht die Bewaffnungsmöglichkeit beider Marschflugkörper: Der US-Tomahawk und der chinesische DongHai 10 (DH-10) können mit einem Nukleargefechtskopf bestückt werden. Ich könnte Ihnen jetzt einen Vortrag über die Wirkung von Atomwaffen halten, den erspare ich mir jetzt. Ich kann Ihnen nur soviel sagen, dass für Militärs durch die heutige Treffergenauigkeit der Einsatz von taktischen (also kleinen) Atomwaffen durchaus realistisch und auch absolut wirtschaftlich erscheint (siehe Trump-Aussagen dazu). Es werden keine riesigen Bomberflotten mehr wie im 2. WK kommen, das sollte man schon wissen. Da kommt im Ernstfall „nur ein Marschflugkörper“ mit einem Atomsprengkopf und die Großstadt ist von der Landkarte getilgt.

      2. Bitte unterscheiden Sie zwischen 240 ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, welche auch mit Atomsprengköpfen besetzt werden können. Das sind zwei völlig unterschiedliche Waffentypen mit zwei völlig verschiedenen Antrieben. Der Marschflugkörper hat eine wesentlich höhere Treffergenauigkeit, da er bis zum Einschlag steuerbar ist, was bei einer ballistischen Rakete gar nicht möglich ist. Ballistische Raketen sind leichter herzustellen, sind ungenau und müssen daher mit einer höheren Sprengkraft ins Ziel fliegen. Sie ist aber die Verteidigungswaffe des „kleinen Atomwaffen-Staates“ oder Schwellenländern, siehe Iran und Pakistan.

      Zuerst Informationen für Sie über die chinesischen Raketen:

      Das Raketenarsenal umfasst in der Klasse der Interkontinentalraketen rund 20 CSS-4 Mod 2. Darüber hinaus existieren weitere rund 20 Interkontinentalraketen des Typs Dong Feng 4 (CSS-3) mit etwas geringerer Reichweite (10 bis 15 Startrampen). Vor einigen Jahren wurde eine neue Generation Interkontinentalraketen mit Festtreibstoff, die Dong Feng 31 CSS-9 mit drei MIRVs und mobiler Startrampe, in Dienst gestellt. Diese Rakete hat eine Reichweite von 8000 Kilometern (DF-31A: 11.200 km) und eine Genauigkeit CEP von 500 Metern. Rund ein Dutzend dieser Systeme soll einsatzbereit sein. Derzeit können chinesische Interkontinentalraketen vom Typ CSS-4 Mod 2 bis auf Südamerika und einen kleinen Teil Afrikas die gesamte Landfläche der Erde erreichen. Der gemirvte Raketentyp Dong Feng-41 mit rund 12.000–15.000 Kilometern Reichweite als Nachfolger der CSS-4 befindet sich noch in der Testphase. Erster Testflug 2012.

      Die ältere Dong Feng 3 (CSS-2) (laut britischen Schätzungen noch zwei gefechtsbereit, laut US-amerikanischen 15 bis 20 mit fünf bis zehn Startrampen) wird derzeit durch modernere Mittelstreckenraketen vom Typ CSS-5/Dong Feng 21 (2010 rund 90 aufgestellt, 75 bis 85 Startrampen) ersetzt. In der Einführung befindet sich außerdem das Modell Dong Feng 25 mit mobilen, geländegängigen Startrampen. Die Dong Feng 25 verfügt über eine Reichweite von bis zu 3200 Kilometern und kann einen zwei Tonnen schweren konventionellen Gefechtskopf tragen. ABC-Gefechtsköpfe sollen im Gegensatz zum Vorgängermodell nicht vorgesehen sein. Im Mai 2008 wurde bekannt, dass sich in der zentralchinesischen Provinz Haixi nahe der Provinzhauptstadt Delingha auf rund 2000 Quadratkilometern eine Anlage mit 58 Startrampen für Mittelstreckenraketen befinden soll. Zusätzlich sind in der Region möglicherweise zahlreiche mobile Startvorrichtungen stationiert.

      Vor allem die Kurzstreckenraketen der Typen CSS-6 (600 km Reichweite) und CSS-7 (300 km Reichweite) werden massiv modernisiert, um ihre Zielgenauigkeit zu erhöhen. Nach britischen Schätzungen verfügte China 2007 über 225 CSS-6 mit 70 bis 80 mobilen Startvorrichtungen und rund 500 CSS-7 mit 100 bis 120 mobilen Rampen. US-Schätzungen von 2010 gehen von 350 bis 400 CSS-6 mit 90 bis 110 Startrampen und von 700 bis 750 CSS-7 mit 120 bis 140 Startrampen aus. Pro Jahr können rund 100 Kurzstreckenraketen hergestellt werden, allerdings haben die USA 2010 eine Verlangsamung bei der Stationierung neuer Kurzstreckenraketen festgestellt. Laut US-Verteidigungsministerium sind sämtliche CSS-6 und CSS-7 in den Taiwan gegenüberliegenden Küstenbereichen stationiert. Insgesamt sollen sich dort sieben Raketenbrigaden mit rund 1100 Kurzstreckenraketen befinden, die durch einige Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper, unter anderem zur Seezielbekämpfung, ergänzt werden.

      Für alle Typen chinesischer Interkontinentalraketen sowie für die Mittelstreckenraketen vom Typ CSS-5 existieren nukleare Sprengköpfe. Seit 2005 werden auch EMP-Gefechtsköpfe zum Einsatz gegen elektronische Systeme eingeführt. Eigene landgestützte Marschflugkörper der Typen DongHai 10 und YJ-63 (auch von Schiffen einsetzbar) werden seit 2007 an die Truppe ausgegeben. Im April 2008 waren nach US-Schätzungen 200 bis 500 DH-10 einsatzbereit. Luftgestützte Marschflugkörper befinden sich noch im Entwicklungsstadium. Zudem entwickelt China vermutlich Navigationssysteme für Kurz- und Mittelstreckenraketen, die in der Lage sein sollen, Schiffe zu treffen.

      Zudem ist derzeit ein U-Boot der Xia-Klasse und voraussichtlich 2009 zwei der Jin-Klasse mit jeweils zwölf nuklear bestückbaren Raketen der Typen JL-1 und JL-2 ausgerüstet. Diese Einheiten gehören jedoch zur Marine und nicht zu den Raketenstreitkräften.

      Das US-Verteidigungsministerium erwartet noch vor 2010 die Indienststellung einer neuen Interkontinentalrakete mit der Bezeichnung JL-2, die von U-Booten aus gestartet werden kann und über eine Reichweite von 12.000 Kilometern verfügt. Das war Stand 2008, jetzt sind 10 Jahre ins Land gegangen.

      Jetzt kommen wir zu den 2.000 Marschflugkörpern:

      DongHai 10 (DH-10) ist ein chinesischer Standard-Marschflugkörper, der etwa 2007 in Dienst gestellt wurde. Der Flugkörper der „zweiten Generation“ kann mit einem einzelnen konventionellen (HE) oder nuklearen Gefechtskopf ausgestattet werden und soll eine Reichweite von ca. 2.400 km haben. Er fliegt sein Ziel mit einer Kombination von Trägheitsnavigationssystem und Beidou (Satellitennavigation) an und folgt dabei sehr tief der Geländekontur. Die Treffergenauigkeit soll bei 10 m liegen.

      DH-10 sind bisher bei den Landstreitkräften und (luftgestützte Variante CJ-10 auf Xian H-6 Bomber) Luftstreitkräften eingeführt. Nun gibt es offenbar Hinweise, dass die DH-10 auch in einer Marineversion für den Einsatz von Überwasserschiffen geplant ist. Im Gegensatz zum US-Tomahawk soll aber – zumindest bei den bisherigen Varianten – kein Verschuss aus einem Standard-Senkrechtstartsystem möglich sein.

      https://de.wikipedia.org/wiki/DongHai_10

      3. Ballistische Raketen bedrohen die Nachbarstaaten Chinas und auch Europa, wenn Sie sich mal die Reichweiten der Raketen anschauen. zu1) China hat Nuklearsprengköpfe, unbestritten. zu2) Alle Atommächte haben den Ersteinsatz von Atomwaffen ausgeschlossen. Außer ISRAEL, weil die offiziell nicht als Atommacht gelten. China hat nach den USA die zweitgrößte Marine der Welt. Es bedroht über seine U-Boote oder Schiffe mit Marschflugkörpern auch Europa. Ein chinesischer Schiffsverband hat mit Rußland in der OSTSEE, jawohl in der schönen Ostsee, ein gemeinsames Seemanöver mit dem größten Atom-U-Boot der Welt, dass Rußland besitzt, abgehalten. Da staunte die NATO und die Badeurlauber am Ostsee-Strand rieben sich die Augen. In Sri Lanka im Hafen von Colombo liegen chinesische U-Boote vor Anker, im von China erbauten Container-hafen, und dort ist überhaupt keine chinesische Militärbasis. INDIEN zeigte sich auch besorgt über 2-3 monatige Patrollienfahrten von chinesischen Aom-U-Booten im Indischen Ocean. Im griechischen Hafen Piräus lagen auch schon chinesische Kiregsschiffe vor Anker, und dort gibt es bekanntlich auch keine Terroristen, sondern Touristen.

      4. China wird nicht gezwungen Militärbasen einzurichten. Siehe Wikipedia:

      CHINAS Stützpunkte und Stationierungen im Ausland: In Sop Hau, Laos im Süden der Provinz Champasak nutzt China eine militärische Radareinrichtung. Seit 1994 nutzt China auf den Kokos-Inseln (Coco Islands) nördlich der indischen Andamanen und Nikobaren einen Stützpunkt für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (SIGINT) und einen Flugplatz. Zudem kursierten Gerüchte über einen (geplanten) U-Boot-Stützpunkt. Weitere Aufklärungsstützpunkte gibt es seit 1994 in Akjab und auf Zadetgyi Kyun (St. Matthew’s Insel) der Tanintharyi-Division. 1998 unterzeichnete China mit Kuba einen Vertrag zur Nutzung von zwei SIGINT-Stützpunkten. Ab 1999 nutzt China die kubanischen Einrichtungen in Bejucal und nordwestlich von Santiago de Cuba (gegen die USA). Spätestens 2015 wurde offensichtlich, dass China auf den Spratly-Inseln über Jahre hinweg weitläufige Militärstützpunkte errichtet hat (mit 200 Meilen Zone). Seit 2016 unterhält China einen Militärstützpunkt im ostafrikanischen Dschibuti.

      Die Volksbefreiungsarmee ist nach offiziellen Angaben mit 2,1 Millionen Soldaten die größte Armee der Welt.

      5) China gibt Kredite nur für zivile Häfen, die auch später für China militärisch nutzbar und interessant sind, baut diese überteuert mit eigenen Personal, weil es damit rechnet, dass das Land irgendwann diese Kredite nicht mehr zahlen kann und lässt sich dann den Hafen aus der Sicht des Kreditgebers, für 99 Jahre als neues chinesisches Staatsgebiet übereignen. Das wollte das kreditnehmende Land natürlich vorher so nicht. Ihre bereits bezahlten Raten haben sich in nun in Luft aufgelöst und China nutzt und sitzt in dem schönen Hafen.

      Oder sind Sie begeistert, wenn Ihre Hausbank in Ihr Haus für 99 Jahre einzieht, wenn Sie Ihren Dispo oder die Hausfinanzierung nicht mehr bedienen können? Ihr Haus oder der Hafen wurden ja nicht in einer Auktion versteigert. Der Hafern wird vom Kreditgeber einfach annektiert.

      Also das mit Nigeria klingt auch interessant, aber in diese Materie habe ich mich noch nicht eingearbeitet. Es kann natürlich sein, dass Nigeria einen militärischen Schutz von China haben will. Noch Fragen?

    • Naja, 2.000 chinesische Marschflugkörper plus hunderte von ballistischen Raketen sind doch kein Pappenstiel im Vorgarten. Warum soll man das nicht über China berichten dürfen? Verstehe ich nicht. Die Marschflugkörper und Raketen sind doch real da, sollen die Chinesen noch weitere
      t a u s e n d e Atombomben bauen dürfen? Es gibt für China hier keine vertragliche Grenze. Wollen Sie mehr Atomraketen? Die NATO und USA Problematik dazu kennt doch nun schon jeder McDonalds Besucher, meinen Sie nicht? Soll man die USA bei jedem Beitrag hier einbeziehen, gegenüber stellen und so tun als sei die schreckliche USA-Politik was Neues?

      Außerdem kann ein Standpunkt nur mit max. 6 DIN A 4 Seiten geschrieben werden, mehr Seiten gibt das Format nicht her. Eine Story wird damit begrenzt. Leider.

  2. Putin ist ein ehemaliger Geheimdienstler und er hatte auch seinerzeit ehemalige Vertraute vom Geheimdienst in sein Kabinett geholt.

    Präsident Boris Jelzin hatte den kaum bekannten Inlandsgeheimdienstchef zum Ministerpräsidenten und zugleich zu seinem Wunschnachfolger im Kreml ernannt.

    Aber wie ist eigentlich das Verhältnis des Kremls zur CIA?

    Focus schreibt
    in 1996
    Der Machtkampf im Kreml wird immer härter. Einflussreiche russische Geheimdienstkreise beschuldigen jetzt Jelzins Stabschef Anatoli Tschubais, vor Jahren Staatsgeheimnisse an die USA verraten zu haben.

    rt deutsch schreibt
    in 2017
    „Geheimhaltung war oberstes Gebot“ – Wie US-Strategen Boris Jelzin zum Wahlsieg verhalfen“

    Hier kommt es uns jedenfalls so vor, als würde es das weltweite Bankenkartell auch in Russland entscheiden, wer dort allenfalls regieren darf.

    Russland sei eine Marionette der Rothschilds, lese ich immer wieder.

    Ich frage mich etwa, welche Rolle Russland beim Tschetschenien-Krieg gespielt hatte.
    Diesbezüglich gab es die Ermordung der investigativen Journalistin Anna Politkowskaja, die von der westlichen Welt als symptomatisch für das System von Wladimir Putin dargestellt wird.

    In Russland gibt es zudem eine gelenkte Pressefreiheit und Journalistenmorde sind dort auch keine Seltenheit.
    Bekanntlich hatte Herr Putin zudem darüber nachgedacht, das dortige nationale Internet abzuschotten.
    Angeblich sei es dabei um eine Abwehr vor Cyberangriffen gegangen.

    Vermutlich ging es dabei dann aber doch eher einfach nur um die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und insofern um reinen Machterhalt.

    Es gibt dort zudem immer wieder hunderte von Festnahmen bei Demonstrationen und selbst bei „genehmigten“ Demonstrationen sind Festnahmen möglich.

    Hier frage ich mich schon, warum das Volk als Souverän von vermutlich jemand anderem eine Genehmigung für Demonstrationen einholen muss.

    Dann wurden doch Mitglieder der Gruppe Pussy-Riot wegen es Putin-kritischen Songs verhaftet und auch erneut verhaftet.

    Nach dem Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag hatte Russland es im Februar angekündigt, ebenfalls Atomraketen höherer Reichweite bauen zu wollen.

    Aber geht es bei dem Bau dieser Raketen wirklich um einen Krieg zwischen den Staaten oder ist es nicht möglicherweise einfach nur der Fall, dass das Bankenkartell ganz einfach nur Aufrüstung und Kriege benötigt?

    Schließlich explodieren die weltweiten Schulden immer schneller und das ist letztlich der Grund, weshalb es zumindest sehr wahrscheinlich immer wieder zum Weltkrieg kommen muss.

    • Das ist eine mehr als berechtigte Frage.

      Es gibt EINEN ‚main suspect‘, der all das in Russland in Frage stellt:
      die Tatsache, dass Putin offensichtlich die Chance ungenutzt hat verstreichen lassen die Russische Nationalbank vollends unter die Kontrolle Russlands zu stellen, denn 1992 wurde die Russische Zentralbank ‚generalüberholt‘ und lieh sich vom IWF über 22 Milliarden offiziell (inoffiziell mehr). Dazu kamen 1996 nochmals zusätzlich eine unbekannte Investitionssumme, um die russische Wirtschaft zu konsolidieren.
      ‚Niemand‘ weiß, wo das Geld abgeblieben ist.
      Die Schulden blieben aber bestehen!
      Die Frage ist nun – wer hat sich das Geld angeeignet und inwiefern muss Russland für diese Schulden heute noch einstehen, steht also in der Bringschuld fremden Mächten gegenüber?
      Putin hat es 2016 versäumt darüber irgendeine Klarheit zu schaffen, obwohl das dringend geboten wäre.
      Sicher ist, dass Jelzin ein Proxy der USA war.
      Könnte aber angesichts dieser Saufnase gewesen sein, dass man einen offiziellen ‚Bruch‘ brauchte (als Sündenbock für die desaströsen Verhältnisse unter seiner Regierung war er ja bereits verbrannt) und ‚alternativ‘ Putin installierte.
      Niemand weiß hier genau, inwieweit Öl, Gas, Waffenindustrie ausländischen Gruppierungen zuarbeitet, Geld dahin abfließt.
      Da Putin nicht durch einen Putsch an die Macht kam, muss er ein Protegé von jemandem gewesen sein.
      Ein Parvenu und Protegé ist verpflichtet.
      Würde er diese Verpflichtungen missachten, kann er ohne weiteres gestürzt werden.
      Denn so mächtig Putin auch sein mag, seine Macht ist verliehen und kann dementsprechend auch wieder entzogen werden.
      Er mag sich vielleicht (Spekulation) mittlerweile davon befreien wollen, um seine eigenen Pläne zu verfolgen, aber bei so mächtigen und in der Zahl vielen Feinden, die er sich so macht in der Riege der ‚Königsmacher‘ hat er wohl wenig Chancen dabei erfolgrecih zu sein.
      Wie dem auch sei, die Rolle Russlands ist mehr als ambivalent zu sehen und werten!
      Die Eindeutigkeit, die uns medial zwangsweise täglich eingetrichtert wird, existiert nicht.

  3. Huuch, Herr Esser, ich hab` jetzt auf einmal total Angst vor China – vor allem mussten wir alle schon seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, ja sogar schon seit Jahrtausenden von Jahren Angst vor China haben…..Spaß beiseite….
    Wissen Sie, vor wem ich wirklich Angst habe, Herr Esser?
    Vor einem wild um sich schlagenden Imperium, das alle noch in seine eigene Scheiße mit hineinzieht – davor habe ich Angst – vor dem Tiefenstaat des Imperiums, werter Herr Esser, davor sollte uns allen grauen…..
    Aber dagegen hilft nur eines – nämlich eine positive Vision zu haben – so eine zum Beispiel, die vor kurzer Zeit Peter König hier bei Kenfm beschrieben hat („Die Welt entledigt sich des Dollars“) – und wenn sich dabei so viele Menschen wie nur möglich, anschließen, dann wird sich das Positive materialisieren….
    Aber Ihnen wünsche ich noch viel Spaß bei der Angst vor China….!

  4. Na Herr Karl Bernd Esser,
    da hat sie aber die Community ganz schoen demontiert.
    (Leute,ich bin stolz auf euch!)
    Versuchen Sie es mal mit „Einsicht“ statt „Ansicht“.
    Wissen wird durch Ansicht erlangt, Erkenntnis durch Einsicht.

    • Die Community und Sie wissen offenbar nicht, dass ein Standpunkt nur mit max. 6 DIN A 4 Seiten geschrieben werden kann, mehr Seiten gibt das Format nicht her. Eine Story wird damit begrenzt. Leider. China war mir in diesem kurzen Beitrag jedenfalls wichtiger, als im Vergleich dazu wieder auf die USA-Politik einzugehen.

      Außerdem gehe ich bei regelmäßigen KENFM-Lesern, welche es auch in Sachsen gibt, davon aus, dass sie wissen, was die USA so umtreibt. Ich bin der Meinung, dass man nicht in jedem Beitrag immer wieder auf die allseits bekannte USA-Politik hinweisen und Vergleiche stellen muss.

      Schade, das gerade Sie das nicht erkennen.

  5. Der Begriff „Wettrüsten“ ist sehr oberflächlich, schon allein an den Militärausgaben kann man erkennen, dass es mit Russland und auch China keinen Gleichstand, sondern eine Überlegenheit der NATO gibt. Bei einem Gleichstand in einzelnen Parametern gibt es bei vielen anderen einen gravierenden Unterschied.

  6. ich habe den Eindruck, dass ich Angst vor China haben soll. China als Gegner und Feind verinnerlichen. Angriff auf Europa von Piräus.
    Nee Herr Esser, ich bin dafür nicht geeignet. Noch nicht mal leichte Sorgen mache ich mir.
    Eher finde ich ihre Kaffeesatzleserei sogar lustig, obwohl Traurigkeit angemessen wäre.
    Was ich alles für Feinde haben soll, …nee, nicht mit mir.

  7. Vielen Dank sehr geehrter Herr Esser für diese Analyse, sie kommt ja vermutlich aus einer NATO Quelle.
    Dem gesagten MUSS man entgegen halten:
    Betrachten Sie die Dokumentation von John Pilger: „The comming WAR on CHINA“, sie dauert fast 2 Std.und ist sehr umfassend und informativ
    Ich kann nur feststellen: Nach dem Betrachten dieser Dokumentation von Pilger und mehren Anfällen von akuter Übelkeit und bleibenden Schock über die Methoden und Machenschaften des Militärs der USA:

    Ergo: ICH BIN FÜR CHINA !

    Ihr Beitrag schließt mit den Worten:
    Zitat:
    Chinas Entwicklung nach außen ist eine impertinente Scheinheiligkeit. In Wahrheit ist sie ein „schleichender Griff nach der Weltmacht“.
    Weitere Zitate:
    – Der wahre Hintergrund für die Auflösung des INF-Vertrages (Intermediate Range Nuclear Forces) von Russland und den USA ist – China.
    – China unterläuft praktisch alle atomaren Waffenabkommen, weil es solche mit China gar nicht gibt. Die Bedrohung durch atomare Mittelstreckenraketen aus dem Reich der Mitte aber nimmt ständig zu. Das Land soll mittlerweile über 2.000 ballistische Marschflugkörper verfügen, die unter das Abkommen gefallen wären. Der INF-Vertrag ermöglichte es China heimlich aufzurüsten, ohne dass die Großmächte etwas dagegen unternehmen konnten, weil sie sich gegenseitig durch den INF-Vertrag blockiert hatten.
    – Das „stets lächelnde unscheinbare China“ baute sich bereits die ersten eigenen Militärstützpunkte im Ausland. Der Trick: Es verleiht hohe Kredite an arme Drittländer für Seehäfen und Flughäfen mit der Auflage, dass dort nur eigene Bauunternehmen eingesetzt werden dürfen.
    – Offiziell ist lediglich von einer logistischen Basis die Rede, tatsächlich kann sie aber als Zeichen der militärischen Expansion Chinas gewertet werden.

    Meine Bewertung unterscheidet sich von der Ihren:
    China hat jedes Recht sich zu verteidigen, dabei auch präventive Maßnahmen zu ergreifen. Alles andere wäre Selbstmord – schauen Sie sich diese o.g. Dokumentation, die viele Jahre der „Aktivitäten“ – um es neutral zu formulieren – der USA abbildet an. Herr Pilger ist einer der rennomiertesten und qualifizierten Jounalisten, und seine Doku ist SCHON sehr aussagefähig.

    Wichig ist diese Dinge ans Licht zu bringen. Vielleicht fällt bei manchen der Profiteure der Kriegs-„Wirtschaft“ der Groschen, dass es so nicht weiter geht.
    Ich bin da Pessimist: die Zahl der Profiteure in den Aktiengesellschaften der Kriegsindustrie ist zu groß (Boeing, Raytheon, u.a.m), die Zahl der Schlafschafe noch größer…

    Schau´n wir mal, dann sehen mers scho – wie ein Fußballkomiker – sorry -Kaiser einmal sagte.

  8. Der Münchner Historiker Karl Bernd Esser hatte sich vor einigen Monaten für die Konstruktionsunterlagen interessiert und sich an das Archiv gewandt. Dadurch flog der ganze Betrug auf. Dieses Militärarchiv hatte nie existiert sondern war das Münchner Stadtbüro des BND. Der Bundesnachrichtendienst hätte sich bisher in Schweigen gehüllt.
    aus
    https://www.radio-utopie.de/2010/03/23/bnd-in-verschwundene-unterlagen-des-ddr-sturmgewehrs-wieger-verwickelt/

  9. Ich glaube nicht, das China eine Weltmacht anstrebt, so wie es die USA bzw. der Westen tut. China hat eine sehr alte Kultur, die vom Westen bisher nicht respektiert wurde. China will sich nicht länger vom Westen auf der Nase herumtanzen lassen. Dass der Westen nur die Sprache der Gewalt versteht und beherrscht, dafür kann schließlich China nichts aber es hat verstanden, dass dem Westen nur mit militärischer Abschreckung Respekt abzuverlangen ist. Leider!

  10. China könnte, könnte ….., alles mögliche, wenn es so wie das jetzige Imperium handeln würde.
    Der Schurkenstaat USA umkreist mit seinen Flugzeugträgern und zahllosen Militärstützpunkten Russland und China, bombardiert missliebige Vasallen, stürzt Regierungen. Die NATO gibt bald insgesamt 1.000 Millarden für ihre Militärmaschine aus. Wer bedroht wen ? Herr Esser sieht einzelne Bäume, andere Bäume werden verschwiegen, er sieht den Wald nicht mehr.

    • Das waren auch meine ersten Gedanken. Die Nato bzw. der Westen hatten immer die Chance fair mit allen anderen Staaten dieser Erde zu kooperieren. Sie zogen es seit Jahrhunderten vor, arogant und unfair den anderen ihren Willen aufzuzwingen. Wer hat die ersten und einzigen Atombomben in Asien ( Japan also in der Nähe Chinas) über Städten abgeworfen? Wer war schuld am Opiumkrieg? Wer hat die beiden Weltkriege angezettelt? Wer hat ein schwächeres Land nach dem anderen in die Steinzeit gebombt? Wer hat über 800 Militärbasen weltweit?usw, usf. Wie hat der Westen immer versucht China klein zumachen als Werkbank und Land, dass nur alles kopieren kann! Hochmut kommt vor dem Fall!!! Und das ist auch gut so. Ich freue mich über jeden, der dem kriegstreibenden, überheblichen Westen etwas entgegensetzt. Das ewige Morden des Westens muss endlich ein Ende haben!!! Die anderen Völker lassen sich die Butter nicht mehr länger vom Brot nehmen! Nun zu jammern, dass China auch weltweit möglicherweise Militärbasen baut ist Demagogie und einfach nur lächerlich. Der Westen hat immer noch die Möglichkeit zur Kooperation aber ich befürchte, die dummen selbsternannten Eliten werden lieber erweiterten Suizid begehen. Der weiße Mann/Frau hat fertig, endlich!!!

    • Naja, Herrn Essers Antwort (weiter unten) ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Chinesen sind eben auch nur Menschen, wie die Ami’s auch und wenn ein Imperium das andere nur ablöst, wird die Welt nicht friedlicher. Deshalb ist jede missbrauchsfähige Macht mit Argusaugen zu überwachen.

  11. Zitat:
    „Chinas Entwicklung nach außen ist eine impertinente Scheinheiligkeit. In Wahrheit ist sie ein schleichender Griff nach der Weltmacht“

    Unter uns: mir ist ein ’schleichender Griff nach der Weltmacht‘ lieber als die Alternative mit dem Knall der USA & Co. 😉

    Aber dieses Procedere als ‚impertinente Scheinheiligkeit‘ unapostrophiert zu titulieren geht zu weit.
    Scheinheilig ist, wer vorgibt irgendwelche ‚Werte‘ zu verteidigen und dieselben im gleichen Atemzug mit den Füßen tritt.
    Impertinent ist, wer anderen die Vorwürfe macht, die auf ihn selber im Faktor 10 zutreffen!

    Wir wollen mal nicht vergessen, dass China eine ganz andere Denkweise hat als die westlichen Propagandeure sie auch nur im Ansatz verstünden, sofern sie dies je versuchten.
    ‚Global dominance‘ ist zu 100% ausgewiesenermaßen durch die USA selbst deren erklärtes Ziel. Punkt.
    Vergleichbares existiert bei den Chinesen überhaupt nicht, da die unter ‚Dominanz‘ etwas ganz anderes verstehen als die USA.

    Wenn irgendein militärischer Idiot der USA etwas vom Schutz wichtiger Rohstoffe, namentlich ’seltene Erden‘, daher faselt, dann vergisst er, dass diese z.B. legitimes Eigentum Chinas sind und die selbstverschuldete Abhängigkeit der USA davon nicht das Problem von China darstellt.

    Wenn irgendein politischer Idiot der USA etwas vom Schutz der Versorgungslinien mit wichtigen Rohstoffen faselt, dann vergisst er, dass die USA wie Westeuropa jahrhundertelang diese einfach geraubt haben (wobei es allen scheißegal war, was das mit den betroffen Ländern und Völkern anrichtete) und jetzt ein selten dämliches Gewohnheitsrecht daraus ableiten, das es zu schützen gälte eben noch mit dem Bezug auf ‚Schutzwürdigkeit‘ eben dieser Verbrechernationen.

    Wenn ich von meiner Terrasse auf den Kopf meines Nachbarn offen mit Granatwerfern ziele und jeden Tag so tue als ob ich gerne abdrücken wollte, und der baut sich einen Schutzbunker mit Bewaffnung gegen diese offensichtliche Bedrohung und ich schreie dann: „Da seht nur, dieses aggressive Schwein! Was hat er denn jetzt Übles vor!?“ – dann sollte man meinen, dass ich in die Klapse komme und nicht der Nachbar in den Knast.

    Artikel diese Qualität sind geistige Epigonen der früheren religiösen Eiferer und selbstgerechten Empörung von Pfeffersäcken, die ihre usurpierten Profite in Gefahr sehen.

    • Mein Beitrag ist keine pejorative unbedeutende Nachahmung früherer religiöser Eiferer, denn der Glaube fällt in den Bereich der Religion, und diesen religiösen Bereich erkenne ich im Beitrag nun wirklich nicht. China ist übrigens auch ein Usurpator, denn aus reiner Profitgier werden Kredite an Kleinstaaten gewährt, mit dem Ziel einer kalten Übernahme des fremden Staatsgebietes für militärische und/oder zivile Zwecke. China ist eine auf Wachstum ausgelegte Profitmaschine. Die laufende Verharmlosung der chinesischen Politik dient dem tiefen Staat im Westen und auch in China, dass muss man doch auch mal begreifen.

      Der Beitrag betrifft weitgehend China, falls Sie das nicht gemerkt haben, da können Sie doch nicht wieder die böse US-Keule schwenken. Ich bin bestimmt kein US-Freund, aber die bösen bösen USA kennen wir jetzt schon ausreichend. Ihr Ansatz: Scheinheilig ist, wer vorgibt irgendwelche ‚Werte‘ zu verteidigen und dieselben im gleichen Atemzug mit den Füßen tritt. Impertinent ist, wer anderen die Vorwürfe macht, die auf ihn selber im Faktor 10 zutreffen!

      Genau das trifft doch auf China zu. Nur ein überzeugter Kommunist würde eine gegenteilige Schutzbehauptung verbreiten.

      Es ist keine „Angstmacherei“ auf Fakten hinzuweisen. Der Beitrag ist ja nicht aus Gebrüder Grimm´s Märchenstunde. Es macht mir aber Angst, wenn man bei so einem wichtigen Thema, wie den vorhandenen 2.000 chinesischen Marschflugkörpern, einfach wegschaut. Warum braucht China soviele Marschflugkörper? Diese Massenvernichtungswaffen sind doch in China real vorhanden. Wenn der INF-Vertrag weiter Bestand hätte, dürfte dann China Ihrer Meinung nach, weitere 1.000 Marschflugkörper bauen? Wieviele Flugkörper braucht China für seine Verteidigung? 3.000 oder 4.000 oder 5.000? Hier rede ich nur von Marschflugkörpern und nicht von ballistischen chinesischen Raketen. Diese Anzahl habe ich im Beitrag gar nicht angegeben. Bitte jetzt nicht wieder auf die bösen USA oder andere böse Staaten verweisen, ich schreibe hier über China.

      Wenn Sie sich die Arbeit machen würden, die Quellen mal zu lesen, erkennen Sie, dass der Beitrag auf aktuelle Fakten beruht. Wahrscheinlich sind Sie auf beiden Augen politisch blind, ein glühender Anhänger der Kommunisten oder sind der englischen Sprache nicht mächtig, die Wahrheit in Form von Fakten zu erkennen. Sorry, Deagel-Beagle.

    • @Karl Bernd Esser

      Sie mögen keinen religiösen Bezug in Ihrem Artikel erkennen?
      Sie GLAUBEN aber nur an ihrer Exegese von Fakten (die Zahlen ziehe ich ja gar nicht in Zweifel), denn Fakten alleine ergeben noch keine Schlussfolgerung.
      Die muss erst gezogen werden und das geschieht auf Basis Ihres persönlichen Kontextes.
      Würden Sie einfach bilanziert haben, also eine ausgewogene Darstellung der Kräfteverhältnisse, Rüstungsaufwendungen, Völkerrechts-/UN-Beschluss-Verfehlungen, die faktische geographische Ursurpation in ein globales Verhältnis gesetzt haben, dann wäre das solide.
      OHNE den Vergleich mit den USA (es ist dabei völlig unerheblich, ob Sie sich thematisch einzig auf China ausrichten Sie kommen nicht darum herum eine Verhältnismäßigkeit für den Rezipienten anbieten zu müssen, sonst steht Ihr Urteil im luftleeren Raum!), ist eine Beurteilung der chinesischen Aktualitäten weder seriös bewertbar noch verstehbar.
      DARUM vergleiche ich den Artikel mit religiösen Elaboraten, die durch die Bank kein aufrichtiges Interesse daran zeigen faktisch orientiert zu bilanzieren und dies zu verifizieren.

      Die USA sind die größten Kritiker Chinas und deshalb meine Bemerkung:
      ‚Scheinheilig ist, wer vorgibt irgendwelche ‚Werte‘ zu verteidigen und dieselben im gleichen Atemzug mit den Füßen tritt. Impertinent ist, wer anderen die Vorwürfe macht, die auf ihn selber im Faktor 10 zutreffen!‘
      Denn das, was die USA China vorwerfen trifft zum Faktor 10 auf den Kläger selbst zu.
      So.
      Das werden Sie schwerlich konterkarieren, aber umso leichter ignorieren können – was aber Ihren Artikelaussagenschwerpunkt nicht triftiger macht.

      „Warum braucht China so viele Marschflugkörper?..ff“
      (Nebenbei:
      Warum braucht Israel über 200 Atombomben und atombombenfähige U-Boote???
      Warum braucht Deutschland eine nukleare Aufrüstung?
      Warum braucht Indien militärische Satelliten?
      etc.etc.)
      Einfach mal einen kessen Blick auf die Karte werfen:
      h ttps://browse.startpage.com/do/show_picture.pl?l=deutsch&rais=1&oiu=http%3A%2F%2Fnews.infoshop.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2019%2F01%2Fbackpage-11601.jpg&sp=e19981aa4ab78b91c7dda8c5c5655953&t=default
      Unschwer zu erkennen, dass die USA mit Mittelstreckenwaffen, U-Boot-Basen und Airbases China eingekreist haben und von 3 Seiten leicht attackieren können (Pakistan, Thailand, Australien, Philippinen, Japan und als Proxy vor der Haustür Taiwan).
      Das war übrigens schon zu Zeiten so, als China noch nicht mal 1 Atombombe selber hatte 😉
      Tja, wie schützt sich China also demnach gegen Übergriffigkeiten durch die USA, was natürlich Ihrer Denke gemäß völlig absurd ist, da die USA ja aus ihren verlorenen Kriegen in Korea, Vietnam sehr viel gelernt haben und nicht einmal öffentlich darüber spekulieren, ob und wie man China angreifen sollte?!

      Im Chinesischen Bürgerkrieg haben die USA massiv Chiang Kai-shek unterstützt gegen die Kommunisten unter Mao-Zedong.
      1949-1972 wurde China von den USA nicht anerkannt (weil die Kommunisten gegen sie gewonnen hatten) – Taiwan galt als das rechtmäßige China.
      Dazu kommt, dass es kolportiert wird, dass General McArthur ernsthafte Pläne hatte Nordkorea und China mit Atombomben zu bepflastern.
      Seit geraumer Zeit werden systematisch Unruhen in den Randprovinzen erzeugt, die eindeutig den USA als Urheber zuzurechnen sind, um China zu destabilisieren.
      Das alles haben die Chinesen überraschenderweise nicht vergessen.

      Zitat:
      „China ist übrigens auch ein Usurpator, denn aus reiner Profitgier werden Kredite an Kleinstaaten gewährt, mit dem Ziel einer kalten Übernahme des fremden Staatsgebietes für militärische und/oder zivile Zwecke. China ist eine auf Wachstum ausgelegte Profitmaschine.“
      Zitatende
      Achja richtig, das machen die Weltbank und der IWF und die Fed = die USA, ja nicht.
      Es waren ja auch nicht die USA, die die ‚economical hitmen‘ erfunden und eingesetzt haben – bis heute.
      Hatte ich ganz vergessen.
      Deutschland ist übrigens auch so eine ‚Profitmaschine‘, die auf Expansion ausgelegt ist – z.B. über den Export.
      Aber das sind natürlich erbsenzählerische Petitessen – da haben Sie schon recht.

      Man muss also schon sehr ahistorisch sein, um die Vorgehensweise der Chinesen nicht zu verstehen.
      Und die ’subtile‘ Unterstellung, dass ich irgendetwas mit dem Kommunismus zu tun habe, macht Ihre Replik wirklich nicht intelligenter.
      Woraus Sie arroganterweise schließen, dass ich des Englischen nicht mächtig sei, interessiert mich nicht mal, weil es einfach nur dummdreistes ‚ad hominem‘ ist.
      Intellektuell völlig uninteressant.

      Der INF-Vertrag ist Geschichte und bleibt es.
      Wozu soll da eine Spekulation über ‚was wäre wenn der INF-Vertrag Bestand hätte‘ und ’sollten dann Ihrer Meinung nach die Chinesen 1000 weitere bauen dürfen?‘ denn gut sein???

      Mein Quellenstudium zum Thema kann das Ihrige locker konterkarieren.
      Wenn Sie wissen wollen, wie es um Ihre sachliche Kompetenz zum Thema bestellt ist, müssen Sie nur weiter so ‚argumentieren‘ – ich gebe Ihnen gerne Recherchehilfe (sogar auf englischsprachigen Seiten z.B. 😉 ).

      Fazit:
      Es ist völlig richtig und legitim obendrein, das politisch-militärische Gebaren Chinas zu beobachten und die Ereignisse wertend einzustufen.
      Nicht richtig und legitim ist es aber, wenn das unter Ausschluss von Referenzen geschieht, die eine Relativierbarkeit ermöglichen und so zur maximalen Einseitigkeit, um nicht zu sagen Propaganda verkommen.
      Wer relativiert, ‚verharmlost‘ nicht, sondern ist interessiert an den tatsächlichen VERHÄLTNISMÄSSIGKEITEN, wo schon das Wort erkennen lässt, dass dies nur möglich ist, wenn man eben die Verhältnisse, die Relationen relationiert, also Dinge/Daten/Fakten in Bezug zu ANDEREM setzt und damit isolierte Fakten erst zu einer brauchbaren Wertigkeit gelangen lässt und sei es um den Preis der Relativierung!

      Da könnten Sie artikelhalber durchaus noch aufholen, anstatt sich beleidigt zu zeigen, dass man Ihnen nicht einfach Einseitigkeit als Information abkauft, denn eine Information die unilateral ist, ist keine.

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