STANDPUNKTE • Rufer in der Wüste oder die Realität der Alternativen

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Heute will ich einmal über die Gedanken eines alternativen Autoren berichten, wie er sonst kaum wahrgenommen wird. Wir Menschen müssen ja immer wieder als stark und entschlossen wirken, dürfen uns keine Blößen geben, und wollen Irrtümer selten zugeben. Ich habe in meinem Alter beschlossen, mit diesen Vorgaben abzuschließen. Ich brauche das nicht mehr. Fehler? Na und, jeder macht Fehler, aus Fehlern kann man lernen. Stark und entschlossen wirken?

Warum?

Ich will ja keine „Führer“position ausfüllen, weder in Politik, noch Wirtschaft und auch nicht in der „Wahrheitsvermittlung“. Weshalb muss ich da stark und entschlossen sein? Keine Blößen geben? Na und, wenn jemand meine Schwächen ausnutzen will, wird es letztlich auf ihn zurückfallen. Aber da ich kein Problem damit habe, sie zuzugeben, wie soll man sie da ausnutzen? Und so beschloss ich diesen PodCast einmal der inneren Psyche eines die Wahrheit Suchenden und Vermittelnden zu widmen.

Als ich Mitte der 1960er Jahre zur Schule ging, war ich etwa eine Stunde mit Bus und Straßenbahn unterwegs. Meine Eltern gaben mir das Geld für eine Wochenkarte, aber ich nutzte es manchmal, wenn das Taschengeld nicht gereicht hatte, um die neueste Ausgabe des Spiegels zu kaufen. Ich verschlang jede Ausgabe bis auf die letzte Zeile, einschließlich der Leserbriefe. Und ich dachte: „Man müsste der Welt nur die Wahrheit sagen, dann wird sich alles zum Besten wenden“. 50 Jahre später ist mir nicht nur die Achtung vor dem Spiegel, sondern auch dieser Glaube abhanden gekommen.

Nun hatte ich schon länger nicht mehr gedacht, dass die Menschen wirklich daran interessiert sind, eine Erklärung zu erhalten, die möglichst nahe an der „objektiven“ Wahrheit ist, soweit es die überhaupt gibt. Aber von den Bundestagsabgeordneten, die sich ja im politischen Kampf haben durchsetzen müssen, war ich der Meinung, dass sie zumindest teilweise dieses Interesse hätten, wenn sie auch aus ideologischen Gründen nicht immer danach handelten.

Der 17. Mai 2019 war dann aber eine Zäsur in meiner Einschätzung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Da waren dann auch noch E-Mails von Abgeordneten (2), (3), die so viel Unwissenheit oder bewusste Irreführung ausstrahlten, dass ich zunächst nicht wusste, wie man das einordnen sollte. Die Statements allgemein waren so voller Verdrehungen, Halbwahrheiten und schlicht Unwahrheiten, dass ich kurz fassungslos war.

Und durch die Diskriminierung der BDS-Bewegung als „antisemitisch“ wurde vorhersehbar die Tür geöffnet, jedwede Kritik an der rechtsextremen Politik Israels, die nun droht ins faschistoide abzugleiten, in Deutschland zu verhindern (4). Wie konnte das passieren? Ich schrieb ein Buch (1), das auch als Nachschlagewerk für jene dienen könnte, die auf die immer wieder auftretenden Behauptungen zionistischer Politiker in Deutschland oder Israel Antworten suchen. Aber die Resonanz war minimal.

Um mich nicht von dem Thema „auffressen“ zu lassen, um Abstand zu gewinnen, fokussierte ich mich auf die Hintergründe von Greta Thunberg und die Klimabewegung, woraus ein Buch entstand, und daraus vielleicht bald eine PodCast-Serie. Aber danach entschloss ich mich, doch noch einmal die Situation in Israel genauer zu beschreiben. Ich wollte anhand von Medienmeldungen nur aus dem Jahr 2019 darstellen, welche Art von Regime in Israel herrscht, und wozu die Bundestagsabgeordneten ihre bedingungslose Unterstützung erklärt hatten, indem sie jede Kritik an seinem Vorgehen in Deutschland abwürgen.

Daraus wird wohl ein dickes Buch im Format A4-Quer mit 600 Seiten werden. Wobei die Größe alleine durch die Druckmöglichkeiten limitiert wird. Ich will das Buch bis zum März fertig bekommen. Aber es fällt mir immer schwerer, mich darauf zu konzentrieren. Die Menge an Informationen über Verbrechen gegen die Würde des Menschen, gegen die Selbstbestimmung des Menschen, gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht allgemein sind atemberaubend. Wer in der Schule und im Elternhaus noch zu Empathie erzogen wurde, und nicht für diese Ellenbogengesellschaft, die im Laufe der neoliberalen „Reformen“ entstand, muss zwangläufig anfangen, an grundsätzlichen Dingen zu zweifeln. Und so muss ich immer häufiger Abstand gewinnen, tief durchatmen, um mich nicht von dieser Realität überwältigen zu lassen.

In diesen Momenten geht mir immer wieder die Szene aus dem Film „Matrix“ durch den Kopf, in der dem Hauptprotagonisten die Auswahl zwischen Roter und Blauer Pille gegeben wird. Und ich glaube, dass dieser Film näher an der Realität ist, als alle anderen kritisch-politischen Science Fiction Filme oder Bücher. Nur suggeriert der Film, dass man nach der Wahl der Roten Pille etwas bewirken könne. Und hier setzt meine Kritik an. In der Realität wird niemand, der die Rote Pille genommen hat, sich am Ende wie Supermann in die Lüfte erheben und erklären, die Menschheit zu retten.

Der Grund liegt in der Widerstandskraft des Status Quo, der in Deutschland ganz besonders groß ist. Und so dienen die „Alternativen“ nicht dazu „die Menschen zu retten“, sondern denjenigen, welche die Blaue Pille genommen haben als Beispiel, dass alles ja demokratisch und frei wäre. Der Status Quo braucht nur zu erreichen, dass diejenigen welche die Blauen Pillen schluckten, daran zweifeln, dass diejenigen der Roten Pille näher an der Wahrheit sind. Der Status Quo braucht nicht zu überzeugen, dass er Recht hat, nur dass die anderen vielleicht auch Unrecht haben. Was mit unerschöpflichen Geldmitteln und den klügsten Köpfen der Eliteuniversitäten ein leichtes Spiel ist. Und so wird im Zweifel der Blaupillenjunkie lieber beim „Bewährten“ bleiben, egal wie sehr er es kritisiert. So geht er, jedenfalls glaubt er das, das geringere Risiko ein.

So war es tausende von Jahren, und so wird es noch viele Generationen nach uns sein. Aber wie kommt man aus dieser psychologischen Zwickmühle, nichts verändern zu können, als Alternativer heraus, ohne Zynismus zu entwickeln oder zu verzweifeln? Mir hilft da eine Einstellung, die ich in meiner Studienzeit gewonnen habe, und die aus Neigung zu Albert Camus stammt, und insbesondere zu seiner Arbeit über den Mythos des Sisyphos.

Schon kurz nach dem letzten Weltkrieg hatte Camus beschrieben, dass der Mensch sich in einer absurden Situation befindet. Die Absurdität ergibt sich nach Camus aus der Tatsache, dass der Mensch die Welt als widersinnig empfindet, und sie ist ja auch tatsächlich unglaublich verrückt, andererseits aber „der Mensch“, sagen wir hier „der Alternative“, einen Sinn sucht. Machen wir es kurz. Camus erklärt, dass man mit dieser Absurdität in drei Stufen klar kommen kann.

  • Man erkennt die Absurdität an
  • Man nimmt sie an als unabänderlich
  • Man erklärt seine permanente Rebellion dagegen.

Und das wäre die Lösung für das Rätsel, wie Sisyphos, der von den Göttern verurteilt worden war, einen Felsbrocken den Berg hoch zu rollen, nur damit er auf der anderen Seite wieder runterrollen kann, sein Schicksal bezwingen kann. Es ist der ewig währende Kampf gegen den Gipfel, der den Sinn ergibt, der Sisyphos entgegen den Absichten der Götter nicht zu einem verzweifelten, sondern glücklichen Menschen macht. Wenn der Felsbrocken den Berg hinunterrollt, oder das Buch oder der Artikel des Alternativen veröffentlicht ist, dann gibt es den Moment der Rebellion, das Aufblitzen des Aufbegehrens. Und so lange Sisyphos atmet oder der Alternative sich ausdrücken kann, so lange währt dieser Kampf an, und ist letztlich was für beide den Sinn des Lebens ausmacht.

Das ist jetzt alles etwas kurz gefasst, und Philosophen werden die Stirn runzeln. Aber es ist nichts anderes, als den Weg als Ziel zu erkennen. Auch wenn keine Chance besteht, ein Ziel zu erreichen, kann das Überwinden des Weges, das Begehen des Weges, die Überwindung des eigenen Schicksals, den Sinn des Lebens ausmachen. So dass der „Alternative“ am Ende, wenn er aufhört zu atmen, seinem Leben einen Sinn gegeben hat.

Nun ist so eine Einstellung für jemanden wie mich, in meinem Alter und meiner Position, relativ einfach zu realisieren. Deshalb bewundere ich jene Bundestagsabgeordneten, die jeden Tag aufstehen, und den Kampf, die Rebellion erneut beginnen. Es gibt sie, in fast allen Parteien. Es sind Wenige, aber es gibt sie. Sie werden vom System geduldet, weil es für das System der Beweis ist, wie frei und demokratisch das System ist.

Zurück zu meiner augenblicklichen Arbeit über Israel. Ich werde das Buch noch fertig stellen. Aber dann will ich mich wieder auf andere Themen konzentrieren. Ich kann mir nicht die Last der Palästinenser immer schwerer auf die Schultern heben, sonst schaffe ich es nicht mehr, den Felsen weiter den Berg hinauf zu rollen.

Das Jahr neigt sich dem Ende

Aber zuerst kommt wieder die Zeit, in der Spitzenpolitiker zum Mikrofon greifen, und erhabene Worte von sich geben. Hören Sie diesmal nicht einfach weg, weil sie die Heuchelei leid sind. Sondern hören Sie gut zu.

Denn man wird von Verantwortung reden und Angriffskriege meinen (6). Man wird von Demokratie reden und das Primat der Parteien (5) meinen. Man wird von Freiheit reden, und die Unterordnung unter den Willen der NATO meinen. Man wird von „mehr Verantwortung in der Welt“ reden, aber damit ankündigen, dass der normale Bürger noch mehr Opfer bringen muss, weil dafür natürlich Geld ausgegeben werden muss, und man wird damit meinen, dass man mehr dafür tun müsse, um Ressourcen für die in Deutschland noch tätigen Konzerne zu Niedrigpreisen sichern.

Und wenn man von Mitgefühl, Empathie oder Leiden der Menschen redet, denkt einfach dran, wie sie kaltlächelnd Menschen durch Sanktionen traktieren und töten (7), während sie andererseits einen Heiligenschein von Ihresgleichen verliehen erhalten, weil sie mit Steuergeldern Wohltaten verteilten.

Und denkt immer daran, dass die Aufklärung ungefähr 90 Jahre bis zur französischen Revolution brauchte, aber noch hundert Jahre später nicht vollständig umgesetzt worden war. Und wenn wir uns derzeit in einer Phase der Gegenaufklärung befinden, wird es wohl noch viel länger dauern, bis unsere Erkenntnisse von heute einmal politische Wirkung entfalten. Und so ist der Kampf episch. Trotzdem gilt, was Bertolt Brecht einst singen ließ:

Nicht einmal den Kampf vermeidet
Wer den Kampf vermeiden will: denn
Es wird kämpfen für die Sache des Feinds
Wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.

Und so kämpfe jeder wie er kann. Der eine als „alternativer“ Autor, der andere als Agitator, der dritte als Unterstützer, jeder wie er kann.

Auf ins Neue Jahr!

Quellen:

  1. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26320
  2. https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-die-abgehobenheit-der-volksvertreter/
  3. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25963
  4. https://www.haaretz.com/israel-news/.premium.MAGAZINE-neither-israel-s-nor-germany-s-slide-into-fascism-was-accidental-1.7338787
  5. https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-das-primat-der-politischen-parteien/
  6. https://www.kopp-verlag.de/a/deutschlands-angriffskriege
  7. https://jomenschenfreund.blogspot.com/2016/10/todliche-sanktionen.html

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: / Shutterstock

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13 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Rufer in der Wüste oder die Realität der Alternativen

  1. Was sich heute auch alles tut, von dem man kaum erfährt:

    https://christinavondreien.ch/news
    " Ihr Lieben,

    Ich freue mich riesig, euch nun ein Neujahrsgeschenk zu machen. Während dem Durchsehen der über 500 eingereichten Projekte wurde mir noch viel mehr bewusst, wie viel wirklich schon da ist. Wie viele Leute schon wunderbare Ideen haben und diese auch in die Tat umsetzen. Danke!

    Es war gar nicht einfach gewesen, eine Auswahl zu treffen. So viel Schönes wurde uns geschickt. Ich hätte am liebsten nicht 30´000.- zur Verfügung, sondern 30 Millionen!
    So traf ich nun aber trotzdem meine Auswahl. Allerdings wurden mehr Projekte ausgewählt als am Anfang vorgesehen.

    Der Newsletter wird länger, lest euch bitte trotzdem alles durch, es würde mich wirklich freuen.

    Zuerst hier die 5 Projekte, denen wir jedem CHF 5000.- schenken.

    Geomediation von Caroline Wünsche

    Ein Projekt, bei dem Caroline an 3 Standorten etwas verwirklichen möchte. In Neuseeland möchte sie einen Ort erschaffen, an dem Menschen auch durch die Natur lernen können. Der Ort trägt den Namen „UniversiTree“ und soll zu einem Retreat Center werden. In Bolivien soll ein Baum- Pilgerweg für den Frieden entstehen und in der Türkei wurde energetisch gearbeitet.

    Webseite:
    https://www.geomediation-foundation.earth

    Kindergärtnerei himmelgrün

    Dörte Lienau hat in Deutschland schon eine Kindergärtnerei eröffnet in Damendorf. Diese soll als schlussendlich weltweites Modell dienen und es sind bereits mehrere Projekte im Entstehungsprozess oder in Planung. Sie hat eine wunderbare Idee, wie wir den Kindern die Natur ganzjährig näher bringen können, und das auch in städtischen Gebieten. Sie baute ihre ehemalige Staudengärtnerei um, so dass nun die ganze Zeit verschiedene Kindergärten zu ihr kommen können mit ihren Kindern um Pflanzen auf ihrem Gelände anzupflanzen und so die verschiedenen Zyklen der Natur zu erleben.

    Webseite:
    https://www.himmel-gruen.com

    Imkerei von Marc La Fontaine

    Dieses Projekt haben wir ausgewählt, da ganz klar ist, dass Bienen sehr wichtig sind für die Natur, für das ganze Gleichgewicht, für uns Menschen. Dass es aber wichtig ist, dass wir verstehen, dass Bienenhaltung, wie es meistens gelehrt wird, eben nicht das Gelbe der Blume ist, haben wir uns entschieden, Marc, der schon als Kind mit Bienen arbeitete, zu unterstützen.

    Webseite:
    https://bievital.com/index.php/bievital/regenerative-bienenhaltung/

    Desertgreening von Madjid Abdellaziz

    Es gibt eine Möglichkeit, wie wir Landschaften, die komplett ausgetrocknet sind, in denen kaum mehr Lebensraum vorhanden ist, wieder begrünen können, indem Regen mittels noch wenig bekannter Technologie erzeugt wird. So dass wieder Pflanzen wachsen können. Auf diese Weise wird mitgeholfen, dass sich die Erde wieder erholen kann und Schäden repariert werden. Dass sich die Natur wieder ausgleichen kann.

    Webseite:
    https://desert-greening.com

    NET Journal

    Das NET Journal ist eine Zeitschrift, die von Adolf und Inge Schneider herausgegeben wird. Zwei Menschen, die ihre Lebensaufgabe darin gefunden haben, den Menschen zu zeigen, wie weit die Entwicklungen im Bereich freie Energie schon sind. Denn es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass eigentlich schon alles da wäre. Nur unser Bewusstsein ist kollektiv noch nicht so weit, dass wir mit der Technologie ausschliesslich zum Wohle der Menschheit umgehen würden. Ausserdem wird die Technologie bis jetzt noch aus verschiedenen Interessen weitgehend unterdrückt.

    Webseite:
    http://www.borderlands.de/inet.jrnl.php3

    Das waren die 5.

    Da wir aber so begeistert waren von der ganzen Fülle, haben wir uns entschieden, dass wir nochmals ein paar Projekte auswählen, die je 2000 Franken erhalten. Wir haben einfach so viel Schönes erhalten.
    Dazu gehören:

    Die Kinderklinik in Hawaii

    Uns hat dieses Projekt so angesprochen, weil dieser Mann in aller Stille und völlig selbstlos wirkt. Er hat jeglichen eigenen Besitz dafür aufgegeben. In seiner Klinik betreut er sterbende Kinder und Jugendliche oder solche, die chronisch krank sind.

    Webseite:
    http://lovingservicefoundation.org

    GaiAma

    Ihr Ziel ist es, bedrohte Regenwaldflächen freizukaufen und ein offizielles Naturreservat zu gründen, um die große Lücke zwischen den letzten unangetasteten Wäldern und einem Indianer Reservat für die Tiere und deren Wege endlich zu schließen, den Ureinwohnerm wieder mehr Platz zurückzugeben, tausende von Wasserquellen zu schützen und bereits abgebrannte Flächen zu reforestieren.

    Webseite:
    https://www.gaiama.org/en/

    Herzengel

    Dies ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, völlig unbürokratisch Menschen zu helfen, wie es gerade möglich ist. Es ist ihr Herzensanliegen, Menschen zu helfen, wenn sie in schwierigen Situationen sind. Und wenn es nur ist, dass man Streit mit einer geliebten Person hat. Damit mehr Toleranz, Akzeptanz, Mitgefühl und Liebe in unsere Gesellschaft kommt.

    Webseite:
    https://www.herzengel.ch

    Felsentor

    Die Tierschutzstelle Stiftung Felsentor an der Rigi hilft Tieren, damit sie auf der Alp so frei wie möglich leben können, wenn sie vorher stark genutzt wurden und klärt über die Situation der Tiere auf.

    Webseite:
    https://www.felsentor.ch

    Project Peace

    Project peace ist ein Bildungs- und Entwicklungsjahr für Menschen von 18 bis 28 Jahren, die gerne mithelfen möchten, etwas zu ändern, eventuell auch auf politischer Ebene. Bei Project peace können junge Menschen auf eine Art und Weise sein und lernen, die in unserem staatlichen Schul- und Bildungssystem üblicherweise nicht vorkommt. Sie lernen in Gemeinschaft, leben naturnah und widmen sich ihren Fragen zu Frieden, Ökologie und gesellschaftlichem Wandel. Es bietet ein Lernfeld für späteren “sacred activism”, wie es bei ihnen genannt wird.

    Webseite:
    https://projectpeace.de

    Bitte meldet euch mit euren vollständigen Bankangaben auf kontakt@christinavondreien.ch

    Ich möchte zu der Auswahl der Projekte noch Folgendes sagen: Wir wollten die Auswahl möglichst breit streuen.

    Ihr wundert euch jetzt vielleicht, dass ich kein Schulprojekt ausgewählt habe. Das liegt daran, dass einfach dermassen viele, wundervolle Schulprojekte dabei waren, dass ich keinem den Vorzug geben konnte. Ich habe auch festgestellt, dass ich ein Schulprojekt persönlich kennen müsste, um es zu unterstützen.

    Auch wenn wir bloss die Spitze des Eisbergs von allen uns zugesandten Projekten finanziell berücksichtigen konnten, finde ich es sehr wichtig, das alle Projekte, die eingingen, trotzdem eine Möglichkeit für Unterstützung erhalten können. Darum möchte ich euch noch über Folgendes informieren:

    Ihr kennt vielleicht schon die Plattform “Vision des Guten”, die ich ins Leben gerufen hatte zum Zweck der Vernetzung. Ich möchte nun dieses Feld mit den über 500 Projekten, die zu uns gelangt sind, mit “Vision des Guten” zusammenbringen.

    Das Ganze wird in Zukunft unabhängig von mir weitergeführt von Coco Tache von 7sky.life. Die Übergabe findet etwa Ende Januar statt. Wenn ihr möchtet, dass euer Projekt sichtbar wird auf der Plattform, schickt ihr bitte bis 15. Januar 2020 folgende Angaben auf die Mailadresse coco@7sky.life:

    Ein schönes, aussagekräftiges Bild ihres Projekts (ohne Text), in JPG Format, ca. 1200 px. breit

    Dann Titel des Projektes – und Bezeichnung

    Z.B. Christina von Dreien – Die Vision des Guten

    Projektbeschrieb
    Dann ca. 500, max. 700 Zeichen für den Projektbeschrieb.
    Dieser sollte beinhalten
    WAS es ist
    WIE es ausgeführt wird, was dazu benötigt wird und wie man helfen kann und
    WARUM es gemacht wird
    Evtl. mit LINK auf eine Crowdfunding-Plattform.

    Social-Media Links
    Inkl. allen Links zu facebook, Insta, Twitter, LinkedIn, Homepage, Donation

    Video
    Und wenn vorhanden ein Link zum Youtube- oder Vimeo-Video, das mit dem Beschrieb präsentiert werden sollte.

    Meine Vision für dieses Projektesammeln auf Vision des Guten ist, dass all die Projekte auch bekannter werden, dass sie die Möglichkeit bekommen, sichtbarer zu werden. Dass die Möglichkeit zu einer Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung entsteht. Alle Projekte, die ihre Unterlagen einreichen, werden nach Ländern und Thematik geordnet.

    Ich wünsche mir, dass Menschen, die vielleicht schon lange irgendwo helfen wollten, aber nicht wussten, wo und wie, sich durch die Projekte klicken können, um etwas zu finden, das sie unterstützen möchten. Egal, ob das mit einer finanziellen Spende ist, ob man sich an der Arbeit beteiligt oder ob man einfach sein Wissen zur Verfügung stellt.

    Damit ein Kreislauf ins Rollen kommt von gegenseitigem Beschenken und Helfen. Einfach, weil man Freude und Spass an der Sache hat, weil man es gut findet. Ohne Hintergrundgedanken.

    Damit im kollektiven Feld diese Art der Vernetzung noch stärker verankert wird.

    Ich danke euch allen, dass ihr so Wunderbares und Vielfältiges mit so viel Herz und Engagement ins Leben gerufen habt.

    Ich wünsche euch allen nun einen wundervollen Start ins neue Jahr.

    Eure Christina
    Newsletter abmelden | Kontakt

  2. Die Absurdität des Lebens ist groß, denn ein nicht Nichtverhalten gibt es nicht. Sisyphos nimmt sein Schicksal an und nutzt das Quentschen Freiheit seinem Leben einen Sinn zu geben, indem er der Selbstzerstörung keinen Raum gibt sondern sich fügt, aber sein Selbst als Daseinsgrund entgegenstellt.

    Er besinnt sich auf sein inneren Kern und lässt sich diesen nicht auch noch nehmen, denn hier ist er König seines eigenen Reiches das möglicher Weise größer ist als irdische Errungenschaften … aber das muss jeder selbst für sich herausfinden, denn hier könnte ein Zipfel der Freiheit versteckt sein.

    Den meisten Menschen geht es nicht um den Kern der inneren Wahrheit, sie wollen nur eine Geschichte bzw. eine Erzählung um ihren Seelenfrieden, das nicht Aufwachen,zu bewahren. Seelererfahrung und Seelenerkenntnis ist ihnen respekt. So besitzt die Lüge insbesondere die Selbstlüge als eine fremde Macht großen Einfluss in unserem Dasein.

    Wir identifizieren uns mit der uns zugeschriebenen Rolle, sehen uns nur als Funktion eines größeren Zusammenhanges und verfallen in kalte Ideologische Machtkämpfe. Wir erleben uns zwar frei in der Wahl aber merken nicht, dass wir den Stab der Eigenverantwortung schon längst abgegeben haben.

    In diesem Sinne ein Neues Ja(hr) Die Absurdität des Lebens ist groß, denn ein nicht Nichtverhalten gibt es nicht. Sisyphos nimmt sein Schicksal an und nutzt das Quentschen Freiheit seinem Leben einen Sinn zu geben, indem er der Selbstzerstörung keinen Raum gibt sondern sich fügt, aber sein Selbst als Daseinsgrund entgegenstellt.

    Er besinnt sich auf sein inneren Kern und lässt sich diesen nicht auch noch nehmen, denn hier ist er König seines eigenen Reiches das möglicher Weise größer ist als irdische Errungenschaften … aber das muss jeder selbst für sich herausfinden, denn hier könnte ein Zipfel der Freiheit versteckt sein.

    Den meisten Menschen geht es nicht um den Kern der inneren Wahrheit, sie wollen nur eine Geschichte bzw. eine Erzählung um ihren Seelenfrieden, das nicht Aufwachen,zu bewahren. Seelererfahrung und Seelenerkenntnis ist ihnen respekt. So besitzt die Lüge insbesondere die Selbstlüge als eine fremde Macht großen Einfluss in unserem Dasein.

    Wir identifizieren uns mit der uns zugeschriebenen Rolle, sehen uns nur als Funktion eines größeren Zusammenhanges und verfallen in kalte Ideologische Machtkämpfe. Wir erleben uns zwar frei in der Wahl aber merken nicht, dass wir den Stab der Eigenverantwortung schon längst abgegeben haben.

    In diesem Sinne ein Neues Ja(hr) Die Absurdität des Lebens ist groß, denn ein nicht Nichtverhalten gibt es nicht. Sisyphos nimmt sein Schicksal an und nutzt das Quentschen Freiheit seinem Leben einen Sinn zu geben, indem er der Selbstzerstörung keinen Raum gibt sondern sich fügt, aber sein Selbst als Daseinsgrund entgegenstellt.

    Er besinnt sich auf sein inneren Kern und lässt sich diesen nicht auch noch nehmen, denn hier ist er König seines eigenen Reiches das möglicher Weise größer ist als irdische Errungenschaften … aber das muss jeder selbst für sich herausfinden, denn hier könnte ein Zipfel der Freiheit versteckt sein.

    Den meisten Menschen geht es nicht um den Kern der inneren Wahrheit, sie wollen nur eine Geschichte bzw. eine Erzählung um ihren Seelenfrieden, das nicht Aufwachen,zu bewahren. Seelererfahrung und Seelenerkenntnis ist ihnen respekt. So besitzt die Lüge insbesondere die Selbstlüge als eine fremde Macht großen Einfluss in unserem Dasein.

    Wir identifizieren uns mit der uns zugeschriebenen Rolle, sehen uns nur als Funktion eines größeren Zusammenhanges und verfallen in kalte Ideologische Machtkämpfe. Wir erleben uns zwar frei in der Wahl aber merken nicht, dass wir den Stab der Eigenverantwortung schon längst abgegeben haben.

    In diesem Sinne ein Neues Ja(hr) für seine innere Wahrheitssuche

  3. Und vergessen wir eines nie: Jede(r) von uns ist nur eine(r) von derzeit 7.750.000.000 Menschen. Und wenn man all diejenigen dazu rechnet, die vor uns waren und nach uns kommen, dann fällt das Verhältnis noch viel ungünstiger aus.
    Aber wieso denn ungünstig: warum sollten wir depressiv werden, wenn es uns, uns ganz allein, jedem für sich, nicht gelingt und partout nicht gelingen will, durch einen heroischen Akt die Welt mit einem Schlag endlich entscheidend zu verbessern?
    Was bilden wir uns denn ein?
    Sein wir bescheiden. Tun wir doch einfach jederzeit im jeweils möglichst richtigen Augenblick das, was wir nach bestem Wissen und Gewissen für richtig halten, konsequent, mutig und unerschrocken. Oder wie es Goethe ausdrückt:
    Tut nicht ein braver Mann genug
    die Kunst, die man ihm übertrug,
    gewissenhaft und pünktlich auszuüben?
    Und sollte sich dann am Ende tatsächlich alles als ein einziges "Meer des Irrtums" (Goethe) herausstellen: so what! Denn selbst dann haben wir unserem Leben auf jeden Fall immerhin einen Sinn gegeben, wie Hermann Hesse sagt.

    In diesem Sinne: ruhig weiter so und allseits ein gutes neues Jahr!

  4. Lieber Herr Mitschka,
    danke für ihren ermunternden Artikel. Er ist ermunternd, weil er ehrlich ist. Trotzdem würde ich folgendes zu bedenken geben: "Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht". "Aus einem Funken kann ein Steppenbrand werden". "Aus einem Sandkorn kann eine Lawine werden" (Buch: "Das Sandkorn, das die Erde zum Beben bringt") usw.

    Unsere kollektive Erfahrung ist voll vom Wissen über sprunghafte Veränderungen. Ja, es gibt lange Trockenzeiten, aber es gibt auch die Momente der Sprunghaften Veränderungen, der "Fulgurationen", wie sie Konrad Lorenz auch in der Natur gezeigt hat.

    Wenn wir noch bedenken, dass das Denken der Milliarden auch von wenigen, die konsequent der Wahrheit folgen zumindest dann gewonnen werden kann, wenn plötzlich alle erkenne, dass es eben richtig ist, so sehen wir welche ungeheure Wichtigkeit es hat, dieser Wahrheit und der Lösung der grundlegenden Fragen zu folgen, auch wenn ein schier unendlicher Wust von Reaktionären und Dummköpfen die Sache der Bereicherungsgewinner macht. Daher danke für ihre wunderbare Arbeit!
    Alles kann sich – und wird sich! (irgendwann, vielleicht aber auch bald) ändern. Dann ist es von fundamentaler Wichtigkeit, dass man schon "Vor"-gedacht hat.

    Und dann hat wieder Bertold Brecht in seinem "Lob der Dialektik" recht:

    So wie es ist, bleibt es nicht.  
    Wer lebt, sage nie Niemals.  
    Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?  
    Und aus Niemals wird:
    Heute noch!

    Liebe Grüße
    Bertram

  5. Der Begriff der Alternative leitet sich bekanntlich vom lateinischen "alter" ab , was so viel heißt wie "der Eine von Zweien, der Andere".
    Wer also "alternativ" ist, bildet lediglich den Gegenpol zu etwas, auf das er sich beziehen muss. Das ist nicht besser oder schlechter sondern schlicht das Gegenteil, also das Teil, das ohne das Andere gar nicht existieren kann. Die rote Pille wirkt mit dem Anerkennen dieses Zustandes. Rot steht übrigens für Mars und blau für Mond. Rot steht für Zerstörung einer Illusion und nicht für das Ersetzen der einen Fata morgana durch eine andere, angebliche bessere. Man wechselt nicht die Seite, man erhebt sich im Geiste über beide und entflieht damit dem Weltverbesserungswahn. Die Matrix ist ein durch und durch gnostischer Film. Wer leben in einer Traumwelt und es geht nicht darum, besser zu träumen sondern zu erwachen.
    Hier mal eine Anregung dazu: https://quinque-bibliothek.de/sisyphos-im-amt/

    • Außerdem rettet Neo gar nicht die Welt, wenn ich mich da richtig erinnere. Die Menschen verbleiben in der Matrix und werden auch nicht aufgeklärt. Jetzt wo ich darüber nachdenke, bräuchten die Maschinen die Illusion vielleicht gar nicht, weil die Matrix die weit attraktivere Umgebung bietet. Agent Smith sagt sogar, dass die Matrix erst als Paradies konzipiert war und Leid erst hinzugefügt wurde, weil die Menschen das brauchten.

    • Korrekt, Blechmann. Was sind die "Maschinen"?
      Was ist "Mr. Smith"? Wir erinnern uns an die Szene des Kampfes mit Agent Smith und Neo im ersten Teil am Ende. Beide vereinigen sich und teilen sich wieder. Christ und Antichrist. Alternative. Den Einen gibt es nicht ohne den Anderen. Wenn sie wieder ineinander fallen wie am Ende des dritten Teils, implodiert die Matrix und wird neu erschaffen. Es gibt keine Sache ohne Widersacher, keine Welt der Erfahrung.
      Letztlich sind alle Akteure nur Teil von Einem, damit das große Mysterienspiel möglich wird, das wir Leben nennen. Kasperle, Oma oder Krokodil, immer steckt die gleiche "Hand" drin. Was du bekämpfst, ist ein Teil von dir. Es ist immer die eigene Verlogenheit, die man so scharfsinnig bei anderen entlarvt.

    • Ahoi Nevyn, wie kommst du auf Verlogenheit? Fremdbestimmt und unbewußt sind sie und bleiben damit weit hinter ihren menschlichen Möglichkeiten.

  6. ich hatte meine Überdosis bereits, seitdem werde ich ein Bild nicht mehr los, daß mich besonders häufig in sehr normalen, eher friedlichen Augenblicken ereilt – dann fallen den Menschen ihre Larven vom Gesicht und hervor kommen gierige, geifernde und bleckende blutige Fratzen. Sie fallen nach vorn und zerren an ihren Ketten, alle mit scheinbar dem gleichen Ziel und völlig unfähig zur Interaktion, nicht mehr von dieser Welt.

    Einen Sinn im Leben? Bin mir gar nicht sicher, ob es den gibt. Aber das Leben ist so wunderbar, vielfältig, schön und überraschend, daß allein dafür es sich immerzu lohnt, möglichst aufrecht und Mensch zu bleiben.

    Kommt gut nach 2020!

  7. Alternative Neujahrsansprache

    Das erste ist ja immer nach einem solchen Text die Fragestellung: „Was will uns der Autor damit sagen?“
    Neben sehr viel Selbstdarstellung findet sich eigentlich wenig inhaltliche Aussage darin, zu wenig für einen solch langen Text, den man ja immer auch mit der Erwartung ließt, dass nun bald auch mal etwas Verwertbares kommt. Das Alternativ-Sein wird sehr betont: „Die Realität der Alternativen“, „Und so dienen die „Alternativen“ nicht dazu „die Menschen zu retten“, „ Gedanken eines alternativen Autoren“, „der Alternative“ und einige Textstellen mehr. Man muss sie nicht alle zitieren. Nur: Worin besteht denn das Alternative, was der Autor für sich in Anspruch nimmt und womit er sich herauszuheben versucht oder scheint? Inhaltlich ist das nichts zu erkennen. Und wozu will er eine Alternative sein? Zum parlamentarischen Politik-Betrieb? Andererseits aber bewundert er „jene Bundestagsabgeordneten, die jeden Tag aufstehen, und den Kampf, die Rebellion erneut beginnen.“ Meint er damit unseren Bundestag? Den teuersten Schlafsaal der Republik? DAS soll alternativ sein? Na dann gute Nacht, Marie! Da sind die Alternativen aber ganz gewaltig auf den Hund gekommen, wenn sie die Pantoffelhelden des Parlaments für Rebellen halten.
    Soll das Botschaft und Ausblick sein fürs neue Jahr? Nein! Die Botschaft lautet: „den Weg als Ziel zu erkennen.“ Das ist nicht neu. Das ist die Botschaft all derer, die keine Botschaft haben, aber glauben, etwas Wichtiges sagen zu müssen oder zu können. Was bedeutet es, dass der Weg das Ziel ist? Ein Weg ohne Ziel führt in die Irre. Wer kein Ziel hat auf seinem Weg, hat keine Orientierung. ER vergeudet seine Kraft wie der Sisyphos, bei dessen Bemühungen nichts herauskommt als die ständige und stumpfsinnige Wiederholung eines nutzlosen Aktes. Am Ende steht dann die Unterwerfung unter das Diktat der Herrschenden (Götter), das bei intellektueller Wendung dann sogar noch als Rebellion empfunden und verherrlicht werden kann. Brecht besingt diesen nutzlosen Akt der Kräftevergeudung in der „Ballade vom Weib und dem Soldaten“ mit den Worten: „Er verging wie der Rauch, und die Wärme ging auch. Und es wärmten euch nicht seine Taten.“
    Insofern ist der Text, der als Sturm daherkommen wollte, nichts weiter als die Windstille der Ausweglosigkeit. Er bietet keine Erfrischung, keine Orientierung, öffnet keine Horizonte. Da wird vermutlich die Neujahrsansprache der Kanzlerin alternativlos sein.

  8. Hier ein wenig Aufmunterung zum Jahresende.

    Als ich auf der Suche nach aktuellen Informationen zur derzeitigen Offensive der Syrischen Armee Google bemühte und dabei wahllos auf einen Artikel von Zeit Online klickte, um zu wissen, wie gerade das Barometer der Heuchelei steht, stieß ich auf diesen Artikel:

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-12/idlib-syrien-fluechtlinge-krise

    Dieser ist zwar das übliche "Best of Syrienbullshitbingo" (Russe bombardiert Schule, "Rettungsorganisation" Weißhelme, Humanitäre Korridore werden verhindert, Kinder gestorben laut SOHR, "Rebellen", uvm.) und ist den Strom der Googleanfrage nicht wert, aber die fast 200 Kommentare zeigen deutlich: Die Alternativen und ihre Aufklärung haben die Zeitleser erreicht.

    Der Terroristenversteher von der Zeit, bzw. Dpa, bekommt Argumentativ den Hintern versohlt, von locker 95%(!) der dortigen Kommentatoren. Und die Gegenstimmen sind argumentativ so in der Defensive, dass sie bezahlt wirken. Das zu sehen hat mir viel Freude gemacht und die möchte ich gern mit Ihnen teilen.

    Herzlichen Glückwunsch dafür, auch und gerade an Sie, Herr Mitschka. Kommen Sie gesund ins Neue Jahr!

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