STANDPUNKTE • Von der digitalen Verwahrlosung der analogen Welt

Von Dr. Christoph Quarch.

Ich fahre häufig mit der Bahn. Seit neuestem nutze ich sogar den DB-Navigator, der mir sicher sagt, in welcher Wagenreihung der ICE dieses Mal fahren wird, wo sich mein Platz befindet und wie groß die Verspätung sein wird. Selbst ein digitaler „Komfort Check-in“ ist damit inzwischen möglich. Alles tolle Technik, leistungsstarke Algorithmen. Doch dann sitze ich im Zug, der selbstverständlich wieder mal verspätet ist, die Toiletten sind defekt und bei den Wagentüren findet sich die eine oder andere, die sich nicht mehr öffnen lässt. Und dann frage ich mich, was da los ist: Offenkundig hat die Bahn gewaltig in den digitalen Service investiert –gleichzeitig jedoch ihr eigentliches Produkt aus den Augen verloren. Denn im Ernst: Wer braucht einen DB-Navigator, wenn die Züge chronisch unpünktlich fahren, die Toiletten gesperrt sind und die Zugtüren nicht aufgehen?

Manchmal fahre ich mit dem Auto. Da ist neueste Technik drin verbaut. Automatisch wird der Abstand zu dem Wagen vor mir eingehalten, automatisch wird von Abblendlicht zu Fernlicht umgeschaltet, automatisch sucht das Navi meinen Weg durchs Straßenwirrwar. Und schon bald fährt meine Kiste – wenn’s so kommt, wie man’s verspricht – ohnehin ganz autonom und freihändig. Bloß blöd, dass ich dauernd im Stau stehe, dass gefühlt jede zweite Brücke saniert wird, dass die Parkplätze überquillen und dass die Straßen marode sind. Und ich frage mich: Was ist hier los? Tolle digitale Technik, doch die analoge Welt wird immer sperriger und unbequemer. Merkwürdiges Missverhältnis.

Hingerotzte Vintage-Welt

Neulich war ich in Berlin, hatte Zeit und suchte mir per Smartphone einen coolen Space zum Arbeiten; kam dahin und sah die Leute, die sich dort in Vintage-Klamotten auf Vintage-Stühlen biegen und an schlichten Holztischen in ihren Laptop starren. Neben sich ein Pappbecher und irgendeine Tüte von dem Food-Provider nebenan. Alles Sachen, die auf einem Smartphone-Monitor ganz schick und lässig rüberkommen, doch bei näherer Betrachtung einfach billig, schmuddelig und lieblos hingerotzt erscheinen. Wieder frage ich mich, was da los ist. Wieder stelle ich die große Diskrepanz fest, die zwischen den immer hübscheren, aufgehellten, optisch optimierten Bildern aus der virtuellen Welt locken und der runtergekommenen, zunehmend hässlichen und ungepflegten analogen Wirklichkeit besteht. Und in meinem Kopf brennt sich ein Wort ein, das mich schon seit Wochen nicht mehr loslässt: Verwahrlosung.

Eines der Juwelen im Schatzhaus der deutschen Sprache ist das Verbum wahren. Es ist, zugegeben, nicht mehr recht gebräuchlich, doch man kennt es von Wendungen wie: „Die Bayern haben sich eine Chance aufs Finale gewahrt.“ Oder: „Sie wahrte ihre Contenance.“ Wenn man etwas wahrt, dann hält man es in der Präsenz und hütet es vor dem Verschwinden. Von dem Verbum wahren lassen sich noch andere wundervolle Worte herleiten: gewahren, bewahren, verwahren. Sie weisen alle in dieselbe Richtung:

Wer etwas gewahrt, vergegenwärtigt sich das Gewahrte. Es ist ihm in seiner Wahrnehmung präsent, wird ihm durch seine Wahrnehmung zu dem, was ihm in Wahrheit gegenwärtig ist. Wer etwas bewahrt, sorgt dafür, dass ihm das zu Bewahrende nicht mehr abhanden kommt und sucht einen Ort, an dem er es präsent und gegenwärtig hält. Wer jedoch etwas verwahrt, sperrt das zu Verwahrende so sicher weg, dass es ihm selber nicht mehr gegenwärtig ist. Das Präfix ver- weist hier auf ein entgegenwärtigendes Verschwinden, so dass das Verwahren eine paradoxe Weise des Wahrens ist.

Wandel der Wahrheit

Warum dieser Ausflug in die Sprache? Weil die Sprache uns auf etwas hinweist, das mit unserem Eingangsthema viel zu tun hat: Wenn Verwahrlosung zum Thema wird, hat das immer etwas damit zu tun, was und wie wir wahren: wie wir die Welt gewahren, was uns bewahrenswert erscheint, was wir verwahren – und was wir verwahrlosen lassen. Dies alles entscheidet sich nämlich einzig daran, was einer Kultur als wahr erscheint. Ändert sich das in einer Kultur in Geltung stehende Verständnis von Wahrheit, kommt es unweigerlich dazu, dass dasjenige, was einst als Wahres galt, nicht mehr als wahr gewahrt oder bewahrt wird, und folglich der Verwahrlosung anheim fällt.

Eben dies geschieht zu eben dieser Zeit in eben dieser Welt. Und die eingangs lose gesammelten Erfahrungen sind nichts anderes als die Symptome eines Wandels, der viel tiefer greift als man gemeinhin ahnt. Denn mitnichten handelt es sich bei der beschriebenen Verwahrlosung bloß um die bedauerlichen Auswüchse von Schlamperei und Misswirtschaft. Nein, das Problem liegt tiefer: Es liegt darin, dass sich in der Matrix des Denkens vieler Menschen die Weise ihres Weltgewahrens nachhaltig verändert hat. Sie gewahren nämlich längst nicht mehr allein die analoge Welt der Dinge, sondern ihre Wahrnehmung weilt immer mehr und immer intensiver im virtuellen Raum der Apps und Games.

Was sie dort gewahren, prägt nicht nur die Wahrnehmungsgewohnheiten, sondern auch die Denkgewohnheiten: Ohne dass wir es merken, scheint uns das, was so hübsch und aufgeräumt, was so optimiert und maximiert aus unseren Monitoren flimmert, wahrer oder wirklicher zu sein, als das, was wir da draußen auf den Straßen, in den Zügen oder den Cafés zu riechen, schmecken und fühlen bekommen.

Schattenspiele

Darin gleichen wir den Höhlenmenschen Platons: jenen beklagenswerten Kreaturen, die zeit ihres Lebens gezwungen sind auf eine Wand zu starren, auf der ihnen – einer Kinoleinwand gleich – fortwährend Schattenspiele vorgeführt werden: Bilderfluten, die sie in Unkenntnis der Technik der Projektion und des Gebrauchs einer Lichtquelle für die einzige und unumstößliche Wahrheit halten. Diese Menschen, so Platon, können allein durch einen mühsamen und aufwendigen Prozess der Bildung zu der Einsicht geführt werden, dass das, was sie zu gewahren gewohnt sind, nicht das wahrhaft Seiende ist. Bildung wird so als eine Neuausrichtung oder Schulung des Gewahrens vorgestellt, die den Menschen dazu bringt, seine Wahrnehmung nicht allein auf artifiziell generierte Projektionen zu lenken, sondern auf dasjenige, was da jeweils projiziert wird: erst die realen, analogen Dinge dieser Welt, später dann – und damit wird die Sache kompliziert – die Ideen, der Sinn der Dinge, der an ihnen je verständlich ist. Aber das muss uns an dieser Stelle nicht beschäftigen.

Was für uns besorgte Interpreten unserer Welt bedenkenswert sein dürfte, ist der Umstand, dass die Verwahrlosung der Welt die unabdingbare Folge ihrer zunehmenden Digitalisierung ist. Je mehr sich Menschen aus der analogen Welt in den virtuellen Raum ihrer digitalen Maschinen zurückziehen und das, was sie dort präsentiert bekommen, als die Wahrheit gewahren — verwahrlost unsere analoge Welt. Erst die Klotüren, dann die Straßen, dann die Cafés, dann die Kleidung, dann das Essen, dann die Wohnungen, die Gärten, Felder, Wälder, die Natur. Nicht aus Schlamperei und Fahrlässigkeit, sondern weil sich unbemerkt unsere Wahrnehmung verschoben hat und wir die analoge Welt der Dinge für weniger wahr erachten als die digitale Welt der projizierten Bilder. Oder trauen Sie nicht auch eher den Anweisungen ihres Navigationssystems als dem fremden Passanten am Straßenrand, den sie nach dem Weg gefragt haben?

Wir sind auf dem Weg zurück in die Höhle. Caveman ist kein testosterongesteuerter Blödian, sondern der User, der dem Monitor vor seiner Nase mehr Realität zubilligt als dem Stuhl, auf dem er sitzt. Caveman ist nicht einer, der die Keule schwingt und grölt, sondern einer,  der vor seinen digitalen Zauberbildern ganz verstummt ist. Unsere digitale Höhle ist so aufgeräumt, steril und sicher, dass sich niemand darin vor Säbelzahntigern oder Mikroorganismen fürchten muss. Alles ist so einfach und bequem. Müllrausbringen oder Spülen ist nicht angezeigt, Kloputzen und Straßenteeren findet hier nicht statt. Blöd ist bloß, wenn die Verwahrlosung zuletzt auf unsere Leiber und auf unsere Seelen überspringt; denn dann könnte es zu spät sein, noch der Wahrheit ins Gesicht zu schauen: draußen, im Freien, wo das Leben ist. Denn zu leben könnte unser digitaler Caveman dann bereits verlernt haben.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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9 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Von der digitalen Verwahrlosung der analogen Welt

  1. Wenn diese Worte heute in der Bildzeitung stünden, würde ich auch ruhiger atmen, aber da steht, dass ein Milliardär 70.Mio Euro für ein Klitschko-Comeback bietet: Wladimir.

    Was natürlich weitaus interessierter ist, als die Tatsache lebenslanges Opfer einer psychologischen Kriegsführung geworden zu sin(Gehirnwäsche), aber ich verstehe aber auch dass man sowas vielleicht nicht so gerne hört, oder nicht wahrhaben will.

    Der gezielte Bewusstseinsentzug ist flächendeckend gelungen und durch die Digititalisierung hat die Entfremdung leldiglich eine neue, sehr potente Spielwise gefunden: die digitale Welt bietet unendlich viele Zerstreuungsmöglichkeiten, aber vorher gab es auch schon genügend Zerstreuungsmöglichkeiten, andere halt: das Problem der Entfremdung ist alt.

    Die INNERE Verwahrlosung, wie Nana schon sagte, zeigt sich schon immer im Aussen. Jetzt Neu: digital aus dem Hier & Jetzt, analoge Flucht ist out!

    Denn die BindungsUNfähigkeit zwischen den Menschen aus dem Westen ist erfolgreich flächendeckend hergestellt, wo nicht? – Und wo ist heute nicht Westen? Ich wünsche mir so sehr Vernetzung und Orte wo der Heilungsprozess gefördert wird, aber bis dahin ist der Diskussionsbedarf vermutlich noch sehr hoch.

    Die Frage lautet: Ist es möglich Bindungsfähigkeit wieder zu erlernen, können wir lernen wieder konstruktiv miteinander zu kommunizieren? Wie können wir aktive Hilfestellung geben?

    Wir sind alle voneinander abhängig, weil wir durcheinander wachsen, weil wir uns spiegeln, uns nären, uns inspirieren, uns animieren, uns motivieren, uns beflügeln.

    Und wenn Menschen isoliert sind (in analoger oder digitaler Weise), dann können sie sich gegenseitig nicht mehr spiegeln, nähren, inspirieren, animieren, motivieren, beflügeln, dann schmoren sie im eigenen Saft, dann drehen sie sich im Kreis, kein sozialer INput und OUTput mhr.

    Die digitale Welt ist dann ein sehr trauriges Trostpflaster für den Verlust unseres eigenen und kollektiven Gewahrseins – aufghellte Bildchen in den asozialen Netzwerkn sind dafür ein gutes Bild.

    Aber das was wir verlieren, dieses Gewahrsein ist das Paradies, und dieses Paradies können wir gemeinsam betreten, Jederzeit, HIER & JETZT, und das ist doch eine gute Nachricht!

    Wer ein schlechtes Gewissen hat könnte sich dabei schwer tun, abre es ist nie zu spät umzukhren, nichtmal für Herrn Sorros.

    Ansonsten freu ich mich auf das Klitschto-Comback.

    Liebe Grüsse,
    Bibi

    • „Do not be dismayed by the brokenness of the world.
      All things break.

      And all things can be mended.
      Not with time, as they say,
      but with intention.“

      https://projectdragonfly.ca

      Je mehr wir GEWAHR sind, deso mehr kriegen wir unsere INTENTION zurück, gleichzeitig Leidenschaft, Flow, Kreativität, Synergie und Herzenswärme… ausserdem so Gefühle wie Geborgenheit, Ausgelassenheit, Befreitheit. Und ja: das sind Gefühle.

      Und je intuitiver wir handeln, desto gesünder handeln wir für uns selbst und für die Gemeinschaft. Dann wird unser Klima sozial, wie es der natürliche Kreislauf des gesamten Lebens im Universum ist.

      Die künstliche Abgrenzung von dem natürlichen Kreislauf des Lebens die wir ZIVILISATION nennen ist nur eine sehr oberflächliche Decke. Und wer die Decke erstmal gelüftet hat, der wird mir recht geben was den dringenden Handlungsbedarf betrifft.

      Denn je mehr die intuitive Bindungsfähigkeit wiederhergestellt ist, desto mehr lernen wir voneinander bis hin zur Schwarmintelligenz, dem kollektiven Bewusstsein, was ja von vielen bis Heute geleugnet wird, da man nicht Hundertfünfzig Gramm davon abschneiden kann.

      Man muss nichts glauben, denn man kann es erfahren mit Haut, Herz und Haaren.

      Und dadurch erhöhen sich die Fähigkiten, die Wahrnhmung wird schärfer: das Bewusstsein heilt, es ist ein schönes Gefühl, ein befreiendes Gefühl, ein Gefühl des Ankommens.

      (Jetzt krieg ich wahrscheinich wieder nen Shitstorm, weil ich zu hoch hinausgschossen bin, aber zur Beruhigung:: ich hab immer noch Klitschko im Hinterkopf und höre im Radio grade etwas über Schiller, Morast und ein Reklamfeft: ja: man könnte mal lesen 🙂

    • bibi 🙂

      Du kannst gar nicht hoch genug hinausschießen. Hab kürzlich nen tollen Satz gelesen (weiß aber nicht mehr von wem):
      „Wenn die Vernunft uns an diesen Punkt in der Geschichte gebracht hat, dann wird es Zeit das Unvernünftige zu tun.“

  2. Die Verwahrlosung ist dir Grundlage der Politik von Merkel, SPD, Grünen, Linken und CDU. Es soll ja kein deutsches Volk geben, keinen Staat. Es gibt nichts Gutes in Deutschland nichts Schützenwertes und schon gar keine Menschen und Kultur die es gilt zu bewahren. Vielmehr wird der Verwahrlosung ja freudig entgegengesehen. So kann dann Harz IV eingeführt werden. Grenzkontrollen und Grenzschutz aufgegeben werden. Jeden Monat eine Kleinstadt an Menschen importiert werden. Und alle die damit nicht einverstanden sind können als Nazis und Rechtsradikale verurteilt werden.

  3. Die anderen.

    Man selbst (in diesem Fall der Autor des Artikels) nimmt die reale Welt wahr, aber DIE ANDEREN:
    „Sie gewahren nämlich längst nicht mehr allein die analoge Welt der Dinge, sondern ihre Wahrnehmung…“
    Immer die anderen.

    Und schwache Beispiele:

    Man überlege mal, was es finanziell für die Großaktionäre der Autokonzerne bedeuten würde, wenn die Bahn funktionieren würde.
    Ja klar ist die Bahn Meister im Vergraulen der potentiellen Kunden.
    Wie man auf die Idee kommen kann, dass Digitales der Bahn irgendwas anderes als die gleiche alte Verarxxxyyy in neuen Schläuchen sein könnte, erschließt sich mir nicht.

    Die Autokonzerne selbst sind ihren Großaktionären verpflichtet und versuchen das tote Pferd noch zu melken – ja klar steht man da halt digital im Stau, was bitteschön sonst?!
    Je mehr Autos, um so mehr Straßen und Brücken, um so mehr müssen instandgehalten werden, um so mehr Baustellen … das hat doch nix damit zu tun, ob in die Karre drei Computer reingebaut sind oder ein analoges ukw-Radio, das ist das Grundproblem des Konzeptes Auto.

    Es gibt Menschen, die es nicht mögen, wenn die Realität unwirklich hochglanzpoliert wird, um wie in der Werbung auszusehen.
    Die sitzen nicht an schmuddlig wirkenden Tischen und Stühlen, trotzdem die schmuddlig wirken, sondern weil die schmuddlig wirken.

    Über mittelmäßigen Kaffee in hippen Cafes könnte man ja diskutieren, aber die angeführten Beispiele taugen m.E. nicht.
    Es ist keine Verwahrlosung der anderen oder anderer Bereiche.
    Digitale Angebote der thematisierten Formen sind weitgehend modernere Werbung.
    Und auch wenn Selbstgerechtigkeit weh tun kann: wenn man selber auf leicht durchschaubare Werbeversprechen reinfiel, dann waren das nicht die anderen, das war man selber.

  4. Wir gleichen nicht den Höhlenmenschen Platons. Wir SIND die Höhlenmenschen Platons. Wir wissen doch so gut wie nichts und hier rennen auch immernoch Menschen rum, die glauben es gäbe nur Dinge die man sehen kann.

    Und es sind auch nicht die Auswüchse von Schlamperei und Misswirtschaft. Es wurde weder geschlampt, noch missgewirtschaftet. Es handelt sich um die Ergebnisse von Planung, Machtmissbrauch und Lügen. Und diese Ergebnisse waren gewollt.

    „…Verwahrlosung der Welt die unabdingbare Folge ihrer zunehmenden Digitalisierung ist…“

    Das seh ich komplett andersrum. Die Flucht in die digitale, anscheinend heile, Welt ist die Folge der Verwahrlosung und das tiefe innere Wissen, dass Flucht wahrscheinlich erfolgreicher ist, als Kampf gegen Windmühlen.

  5. Ich befürchte, die Menschen sind schon viel „verwahrloster“ als Herr Dr. Quarch es hier doch eher dezent zu beschreiben versucht.
    Heißt es nicht bei den Weisen: Wie oben so unten, wie innen so außen? Der Prozess geht von der Seele, des Geistes, des Bewusstseins, der Vernunft nach außen.
    Was wir sehen, ist der Piek des Verlustes der göttlichen Anbindung an die Weisheit, die dem „gesunden, natürlichen Menschen“, inhärent ist.
    Wir sind schon lange innerlich verwahrlost, lieber Herr Quarch. Das was wir jetzt sehen ist das Resultat dieses ungeheuren Verlustes an Gewahrsein unserer Selbst.

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