STANDPUNKTE • Warum die USA unbedingt eine „Koalition“ für die Irankrise brauchen.

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Sicher haben die meisten Medienkonsumenten gehört, dass die USA versuchen, eine „Koalition“ zusammen zu schweißen, welche „die Sicherheit in der Meerenge von Hormus“ sicherstellen soll. Aber wenige verstehen die Hintergründe, weil unsere Medien diese nicht erwähnen. Ich will versuchen, die Lücke zu schließen. Die USA haben wichtige Seerechts-Abkommen nicht ratifiziert, berufen sich aber darauf, während sie für sich eine Kanonenboot-Diplomatie betreiben. Vom Völkerrecht und Seerecht her gesehen sind die USA daher ohne eine Koalition von Staaten, welche die entsprechenden Seerechts-Abkommen ratifiziert haben, vor der Küste des Iran in einer prekären Situation.

Auch wenn die USA in der Vergangenheit wenig Rücksicht auf das Völkerrecht genommen haben, um Angriffskriege durchzuführen, versucht die Regierung doch immer die Vasallen mit in die Verantwortung zu nehmen, um eine spätere Verfolgung der Verbrechen bestmöglich zu verhindern. Im Moment scheint es so, dass die Bundesregierung eine richtige Entscheidung fällt, nämlich sich fern von der Straße von Hormus zu halten. Hier nun die Details:

Das Seerecht 

Die Übernahme, das Kapern des ersten Tankers durch Großbritannien vor Gibraltar, erfolgte an einer Stelle, an welcher der Wasserweg so eng war, dass er innerhalb der territorialen Grenzen von zwölf nautischen Meilen liegt. Das gilt übrigens sowohl für den Fall von Gibraltar, als auch für die Straße von Hormus. Die Straße von Gibraltar ist sieben nautische Meilen breit, die Straße von Hormus einundzwanzig nautische Meilen. Und wenn Schiffe ausschließlich in internationalen Gewässern fahren sollen, muss ein Wasserweg mindestens vierundzwanzig nautische Meilen breit sein, zuzüglich von sechs weiteren nautischen Meilen für die aktuellen Bewegungen. Diese sechs nautische Meilen bestehen aus zwei Meilen für jede Richtung und einen „Grünstreifen“ von zwei Meilen in der Mitte. Eine Wasserautobahn sozusagen.

Mit anderen Worten: Da ein Wasserweg in jedem Fall mindestens sechs nautische Meilen beansprucht, muss er zwangsläufig sowohl vor Gibraltar britisches Hoheitsgebiet, als auch vor dem Iran, territoriale Gewässer des Iran berühren. Wobei die Hoheit Großbritanniens durch Spanien ja entschieden bestritten wird. Das heißt man könnte sagen, dass das Hoheitsrecht Großbritanniens vor Gibraltar „umstritten“ ist.

Um diese Fälle, bei denen internationale Wasserwege zwangsweise die territorialen Gewässer von Anrainerstaaten berühren zu regeln, wurde eine UNO-Konvention vereinbart. Die „United Nations Convention on the Law of the Sea“ (UNCLOS) (2). Diese Konvention trat 1994 in Kraft. Die Mitglieder der Konvention erklären, sowohl „arglosen“ zivilen als auch militärischen Schiffen das Recht einzuräumen, solche Straßen zu nutzen, auch wenn sie die eigenen territorialen Gewässer durchqueren. Dies ist in Artikel 19 festgelegt(1). 19 erklärt zunächst, was unter „argloser“ Nutzung des Wasserweges zu verstehen ist. Nämlich die Passage ist als arglos anzusehen, so lange „sie keine Gefährdung des Friedens, der Ordnung oder Sicherheit des Küstenstaates“ bedeuten. Und in 19 (2) wird dann festgelegt, unter welchen Bedingungen solche „arglosen“ Passagen erlaubt werden.

So sieht diese Regel eine ganze Reihe von Ausnahmen vor. Zum Beispiel, wenn diese Schiffe drohen, „Gewalt gegen die Souveränität, territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit des Küstenstaates“ anzuwenden. Aber es gibt noch wesentlich mehr Ausschlüsse, die von a) bis l) genannt werden. Und im Fall des Einsatzes von Kriegsschiffen aus den USA oder aus Großbritannien, welche „den Seeweg sichern“, könnte man gleich eine ganze Reihe von Ausnahmen als gegeben ansehen. Nicht zuletzt würde ein solcher Einsatz die Souveränität des Iran beschränken, wäre damit illegal und ein Verstoß gegen die Konvention.

Der Iran ist ein Mitgliedsstaat dieser Konvention (UNCLOS), allerdings mit einer Einschränkung. Der Iran erklärte, nur Unterzeichnerstaaten (natürlich nur solchen, welche den Vertrag auch ratifiziert, also für völkerrechtlich verbindlich erklärt haben), der Konvention die in der Konvention erklärten Rechte einzuräumen. Staaten, welche die UNO-Konvention nicht ratifiziert haben, benötigen demnach eigentlich eine ausdrückliche Erlaubnis des Iran für das Eindringen in die entsprechen- den Hoheitsgewässer.

Nun haben die USA aber diese UNO-Konvention, auf die sie sich jedoch jeden Tag berufen, selbst zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert.

Das heißt, sie bestreiten die völkerrechtliche Wirksamkeit, insbesondere für den Fall, dass die Regeln gegen die USA angewandt werden. Nochmal, weil es so wichtig ist: Die USA haben zwar maßgeblich bei der Gestaltung der Bestimmungen mitgewirkt, dann aber erklärt, sich selbst nicht an diese Bedingungen halten zu müssen, und die Konvention nie ratifiziert. Ein Vorgehen, ähnlich zu dem mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, nun dem Atomabkommen mit dem Iran (JCPOA) und anderen internationalen Vereinbarungen.

Die USA haben sich ihr eigenes Seerecht gebastelt, von dem sie behaupten, dass dieses die UNCLOS-Regeln durchsetzen würde, und welches sie „Freedom of Navigation Program“ (FON) (3) nennen und in dessen Namen sie überall auf der Welt Aktionen durchführen. Dabei ist das nichts Anderes als die Kanonenboot-Politik des vorigen Jahrhunderts, was unter dem Mantel von FONOPS (4) (gemeint sind Operationen zur Durchsetzung der freien Schiffahrt) durchgeführt wird. Denn die USA haben unter Verzicht der Ratifizierung von UNCLOS ihre eigenen Interpretationen als „Gewohnheitsrecht“ definiert, und behaupten, dass dies gleichbedeutend wäre mit UNCLOS.

Um es noch einmal klar zu machen. Die so genannten Aktionen für „Freiheit der Seewege“ sind nichts anderes, als die Durchsetzung der von den USA festgesetzten Regeln mit Hilfe von Kriegsschiffen. Die FONOPS-Maßnahmen haben keine völkerrechtliche Basis, und sind nicht zu verwechseln mit UNCLOS. Diese Kanonenbootdiplomatie (FONOPS) der USA führt übrigens auch zu den Spannungen mit China im Südchinesi- schen Meer, welche jederzeit eskalieren können und vermutlich auch demnächst werden.

Zurück zur Straße von Hormus. Diese Seestraße ist also mitnichten „internationales Gewässer„. Sondern es ist zum Teil Hoheitsgewässer des Iran, durch welches lediglich auf Grund der UN-Konvention Schiffen, die das Gebiet „arglos“ durchqueren, die freie Durchfahrt gewährt wird. Dies bedeutet auch, dass alleine der Iran für die Durchsetzung der Gesetze in diesen Gebieten zuständig ist. Wenn die USA und Großbritannien nun mit Kriegsschiffen „die Sicherheit der internationalen Schiff- fahrt“ in der Straße und auf Teilen, welche iranische Hoheitsgewässer sind, durchsetzen will, ist dies eine Einschränkung der Souveränität des Iran, ein Verstoß gegen UNCLOS und im Prinzip ein kriegerischer Akt.

Die Tanker-Kaperungen 

Die Tankerkrise begann mit der Kaperung des iranischen Tankers Grace 1 mit 2 Millionen Barrel Rohöl durch Großbritannien vor Gibraltar. Da es keine völkerrechtliche Legitimation dafür gibt, handelt es sich um einen Kriegsakt. Die Sanktionen der EU sind völkerrechtlich lediglich mit den Kaperbriefen des Mittelalters vergleichbar, nicht aber mit völkerrechtlich relevanten Sanktionen, die nur von der UNO verhängt werden können. Dabei ist vollkommen unerheblich, ob der Tanker nun wegen EU oder US-Sanktionen „beschlagnahmt“ wurde. Darüber wurde bereits ausführlich berichtet (1).

Nun führte der Iran eine fast spiegelgleiche Aktion durch, mit von Hubschraubern abgeseilten Soldaten und Schnellbooten, und kaperte die Stena Impero, einen britischen Tanker, vor der Küste des Iran in der Straße von Hormus, innerhalb ihrer Hoheitsgewässer. Auf Videos, die im Internet kursieren, kann man hören, wie der iranische Kommandeur das in der Nähe befindliche britische Kriegsschiff auffordert, sich nicht in die Aktion einzumischen, und dieses tatsächlich klugerweise passiv blieb. Während Großbritannien sich auf EU-Sanktionen berief, welche wie gesagt keine völkerrechtliche Relevanz haben, erklärte der Iran, dass der britische Tanker ein Fischerboot gerammt hätte, und mehrere Fischer dabei verletzt worden wären. Daraufhin hätte die Stena Impero illegalerweise seinen Transponder ausgeschaltet, also die Erkennungs- zeichen, mit denen man Standort und Schiff identifizieren kann. Ein solches Vorgehen ist unverantwortlich in einer so stark befahrenen Re- gion. Dabei hatte nach Angabe des Iran das Schiff versucht eine 180 Grad Wende zu machen, um auf die gegenüberliegende Seite der See- straße zu entkommen. Daraufhin haben die Revolutionsgarden das Schiff geentert um die Verantwortlichen vor einem iranischen Gericht zur Verantwortung zu ziehen.

Dabei wird dem Kapitän vorgeworfen, nicht nur gegen iranische Gesetze, sondern auch gegen Seerecht und insbesondere die Regeln für den Transit durch die Straße von Hormus verstoßen zu haben.

Natürlich könnte die Kollision mit einem Fischerboot ein absichtlich hervorgerufener Vorwand gewesen sein, um ein britisches Schiff beschlagnahmen zu können. So lange dies aber nicht bewiesen ist, erscheint die völkerrechtliche Grundlage der Kaperung deutlich günstiger zu sein, als die Begründung Großbritanniens „EU-Sanktionen“ durchgesetzt zu haben.

Wäre die Sperrung der Straße von Hormus illegal? 

Unisono erklären westliche Politiker und Medien, dass eine Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran illegal wäre. Nur ist die Lage keineswegs so einfach und klar. Für den Teil der Straße, der durch iranisches Hoheitsgewässer führt, behält der Iran die Souveränität und braucht lediglich „arglosen“ Schiffsverkehr zu dulden. Die besagten Regeln erklären zu Kriegsschiffen anderer Nationen deutlich, dass diese den Anweisungen des Anrainerstaates Folge zu leisten haben.

„Falls ein Kriegsschiff nicht in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Regeln des Küstenstaates hinsichtlich der Passage durch seine territorialen Gewässer handelt, und eine Aufforderung nicht nachkommt, sich entsprechend zu verhalten, hat der Küstenstaat das Recht, das sofortige Verlassen seiner territorialen Gewässer zu verlangen.“ 

Kuros Yalpani weist in einem Artikel in Heise (14) darauf hin, dass es Vorläuferregelungen von UNCLOS gibt, welche sowohl der Iran als auch die USA ratifiziert hatten, und welches explizit das Recht auf Schlie- ßung der Straße von Hormus vorsieht. Diese Version habe ich hier nicht berücksichtigt. Yalpani erklärt aber, dass auch unter der neuen Version des Seerechts, der Iran zwar nicht mehr explizit das Recht zur Sperrung hat, aber dass das Land das Recht hat, die Transitrechte zurückzu- ziehen, wenn es von den USA politisch und militärisch bedroht wird. Wie vorhin von mir dargelegt.

Der Autor weist auch darauf hin, dass die USA in der Vergangenheit ver- sucht hatten, das Transitrecht zu härten, um dem Iran die rechtliche Basis für eine Sperrung zu nehmen. Dies war aber nicht weiter verfolgt worden, wohl weil die USA im Prinzip für sich selbst in Anspruch nehmen, über dem Völkerrecht zu stehen.

Die „Koalition der Willigen“ 

Seit Jahren erkläre ich den Krieg der USA gegen den Iran (5). Und ein neuer Bombenkrieg ist nur eine Frage der Zeit, auch wenn viele Analysten behaupten, er würde nicht stattfinden. Spätestens nach der Wiederwahl Trumps als Präsident der Vereinigten Staaten wird es soweit sein. Beginnt er vor der Wahl, ist die Wiederwahl in Gefahr. Aus diesem Grund sieht der Iran keinen Grund, sich zurück zu halten. Sollte ein Krieg vor der Wahl ausbrechen, besteht immerhin die Chance, durch einen neuen Präsidenten mehr Spielraum für friedliche Regelungen zu erhalten.

Dies vorausgeschickt erkennt man, dass der Ruf der USA nach einer „Koalition der Willigen“ nichts anderes ist als das Zusammenstellen einer Koalition für den zukünftigen Krieg gegen den Iran. Und es scheint, als ob Deutschland dies erkannt hätte, und sich daher nicht an dieser Koalition beteiligen will. Was aber die Gefahr einer Einbeziehung in die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht reduziert, ist die Erklärung Berlins, eine separate Koalition aus EU-Staaten zur „Sicherung der Seewege“ zusammen stellen zu wollen. Der Iran wird jeden Einsatz eines Kriegsschiffs innerhalb seiner Hoheitsgewässer, die nicht als „arglos“ im Sinne des Seerechts bzw. der UNCLOS-Regelungen anzusehen ist, kon- sequent bekämpfen. Deshalb sollte sich Deutschland vollkommen aus diesem Konflikt heraushalten, und sich so sogar eine Möglichkeit eröffnen, zu einem späteren Zeitpunkt vermittelnd auftreten zu können.

Der Iran hat das Völkerrecht auf seiner Seite, wenn er jeden Eingriff ausländischer Kriegsschiffe innerhalb seiner Hoheitsgewässer bekämpft. Und der Iran wird dieses Recht wahrnehmen, denn er hat nichts zu ver- lieren. Der Wirtschaftskrieg der USA schadet dem Land enorm. Durch Erpressung der meisten Länder, haben die USA Unternehmen und Staa- ten gezwungen, sich aus dem Iran zurück zu ziehen. Gerade eben wur- den sogar die angeblichen Vermögenswerte des iranischen Außenminis- ters in den USA eingefroren. Was bedeutet, dass er zu seinen Lebzeiten sicher nicht mehr darauf zugreifen kann, sollte es sie denn überhaupt geben, denn er bestreitet das.

Sicher ist es ein eher symbolischer, beleidigender Akt, aber er zeigt, dass die USA wieder auf dem Weg sind zu erklären, dass 500.000 tote Kinder „den Preis Wert waren“, den die „Sanktionen“ brachten. So wie Außenministerin Albright zu den Folgen der Sanktionen gegen den Irak (11). Aber dazu wird es der Iran nicht kommen lassen.

Jedes deutsche Schiff, dass sich tatsächlich in iranische Gewässer begibt, ist ein legitimes Ziel für iranische Raketen. Wer das nicht begreift und daher nicht deutlichen Abstand hält, der will teilhaben am Krieg der „Koalition der Willigen“ gegen den Iran. Und wenn der Abgeordnete Nouripour im deutschen öffentlich-rechtlichen Radio sinngemäß erklärt, dass man „die USA und den Iran trennen müsse“, sich dazwischen stellen müsse, um zu deeskalieren, ist das das sichere Rezept, um zwischen den beiden Seiten zerrieben zu werden.

Die transatlantische Lobbyarbeit 

Die Bundesregierung erklärte Radioberichten zufolge also am Donnerstag, den 1. August, sich nicht an einer Koalition unter Leitung der USA beteiligen zu wollen. Da sich anscheinend Großbritannien entschlossen hat, genau dies zu tun, so lautet die Regierungsbegründung, ist eine EU-Aktion auch fraglich. Das ist die beste Politik, welche die Bundesregierung derzeit verfolgen kann. (Ja wer kritisiert muss auch mal loben können.) Aber natürlich bleibt diese kluge zurückhaltende Politik nicht ohne Angriffe aus dem transatlantischen Kriegslager.

So twitterte Norbert Röttgen, stellvertretender Vorsitzender der pro amerikanischen Lobbyorganisation „Atlantikbrücke“ (6), aber als „Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses“ im ZDF-Heute-Journal vorgestellt,

Die Staatspiraterie des #Iran mit rechtswidriger Beschlagnahmung von europ. Schiffen dürfen wir nicht dulden. Einsatz einer europ. Beobach- termission mit dt. Beteiligung ist auch Frage der Glaubwürdigkeit – aus Rhetorik muss konkrete Politik werden! #Hormus (7)“ (8)

Natürlich unterschlägt Röttgen geflissentlich, dass Großbritannien mit der Kaperung von Schiffen begonnen hatte, und dass sich der Iran bis- her streng an Völkerrecht und rechtsstaatliche Verfahren hält, solange nicht bewiesen ist, dass der Unfall mit dem Fischerboot eine provozier- te Aktion war, oder nie stattfand. Aber selbst in diesem Fall hatte der Versuch des Tankers, durch gefährliche Navigationsaktionen und Aus- schalten des Transponders, aus iranischen Gewässern zu entkommen, Verstöße gegen gesetzliche Regeln bedeutet. Deshalb ist die Aussage reinste Kriegspropaganda von zwei Vertretern der Atlantikbrücke (Der interviewende Claus Kleber ist Mitglied, jedenfalls entsprechend einer Veröffentlichung der Atlantikbrücke von 2015, war er damals sogar Mitglied des Kuratoriums (8).).

Und natürlich schlägt der Vorsitzende der Atlantikbrücke, Friedrich Merz der nur knapp als Kanzlerkandidat gescheiterte Interessenvertre- ter des größten US-Anlegers, Blackrock, in die gleiche Kerbe:

„Niemand kann bestreiten, dass unsere Freiheit auch von offenen See- wegen abhängt. Deshalb werden wir etwas mehr tun müssen für die Offenheit von Handelswegen.“ ™ (10)

Es ist der Geist des „Trickle Down“ an den jene Transatlantiker möglicherweise glauben. Was gut ist für die USA, wäre letztlich auch für Deutschland gut. Es ist der gleiche Fehler, den Gandhi machte, als er für das britische Imperium als Sanitäter half, Aufstände in Afrika blutig nieder zu schlagen (9). Was zeigt, dass niemand vor solchen Irrtümern gefeit ist.

Das Sicherheitskonzept auf Basis der Staaten der Region 

Es gibt längst ein Konzept zur Reduzierung der Spannungen und Sicherung der Seewege OHNE die neokolonialen Kanonenboote der USA und Großbritanniens, nämlich auf der Basis der Anrainerstaaten. Keines der Länder der Region ist wirklich an einer Ausweitung der Krise und vielleicht sogar vorübergehenden Sperrung der Straße von Hormus interessiert. Zu groß wäre der Einfluss auf die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Das Konzept basiert auf folgenden Überlegungen:

  • Alle Parteien, die an der Auslöschung der Brutstätte für Extremismus und Terrorismus im Mittleren Osten interessiert sind, sollten sich in einer einzigen, konsolidierten Koalition zusammen finden und eine nachhaltige politische Lösung in Syrien, im Jemen und anderen Ländern der Region als Priorität fördern. (…)
  • Es wird die Mobilisierung der Öffentlichen Meinung quer durch alle islamischen und andere Länder benötigt, um gemeinsam der Gefahr des Terrorismus entgegen zu treten, dabei werden auch integrierte Anstrengungen im Medienbereich benötigt.
  • Alle Parteien müssen sich strikt an das Völkerrecht, die UNO-Charta und die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates halten. (…)
  • Friedenschaffende Maßnahmen können nur auf der Basis relevanter Resolutionen des UN-Sicherheitsrates durchgeführt werden, oder auf Anforderung der legitimen Autoritäten der angegriffenen Staaten. (…)
  • Das Sicherheitssystem in der Golfregion sollte universell und umfassend sein. Es sollte auf dem Respekt vor den Interessen allerregionaler und sonstigen Parteien basieren. Und dies in allen Bereichen der Sicherheit, einschließlich der militärischen, wirtschaftlichen und energiepolitischen Dimension. Es sollte die Notwendigkeit humanitärer Hilfe für Länder und Menschen der Region, welche in Not sind beinhalten (…).
  • Multilateralismus wird als ein Mechanismus angesehen, durch den Interessengruppen gemeinsam die Situation bewerten, die Entscheidungen fällen und die Durchführung der Entscheidungen vollziehen. Der Ausschluss einer Interessengruppe, egal aus welchen Gründen, ist unzulässig.
  • Der Fortschritt bei der Errichtung eines Sicherheitssystems sollte auf einem Schritt für Schritt -Ansatz basieren, der mit den wichtigsten und dringendsten Problemen beginnt. Dies betrifft zuallererst den Kampf gegen den internationalen Terrorismus, die Beilegung der Krisen im Irak, im Jemen und Syrien, und die Implementierung aller Vereinbarungen, die unter dem iranischen Atomprogramm vereinbart wurden.
  • (…) In diesem Zusammenhang sind die Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität, die Lösung innerpolitischer Probleme durch nationalen Dialog, innerhalb des verfassungsmäßigen Rahmens, und ohne äußere Einflüsse, entscheidend. (12)

Fazit 

Bleibt die deutsche Regierung bei ihrem Nein zu einer Koalition mit den USA vor der Küste des Irans, und wird mangels Masse keine europäische Kriegsvorbereitung getroffen, ist dies das beste mögliche Ergebnis für Deutschland. Hoffen wir, dass es dabei bleibt, obwohl die Grünen heftig für eine kriegsvorbereitende Aktivität der Bundeswehr in der Region werben. Und hoffen wir, dass die Bundespressekonferenz vom 5. August keine Veränderung der Politik einläutet, und Deutschland in den nächsten Angriffskrieg führt (15).

Wenn die Bundesregierung sich sogar dazu durchringen könnte, den Plan der oben skizzierten regionalen Sicherheitspartnerschaft zu unterstützen, wäre das ein Zeichen, dass man in Berlin die Zeichen der Zeit erkannt hat. Da aber der Vorschlag von Russland kommt und von China unterstützt wird, müssen wir wohl davon ausgehen, dass sich die deutsche Politik davon distanzieren wird. Schade.

Aber wie Angela Merkel sinngemäß schon sagte: Alle wichtigen Entscheidungen wurden durch die Parteien gegen den Willen der Mehrheit gefällt (13).

Quellen:

  1. https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-grossbritannien-wiederbelebt-francis-drake-kapert-handelsschiff/
  2. https://www.un.org/depts/los/convention_agreements/texts/unclos/unclos_e.pdf 
  3. https://fas.org/irp/offdocs/nsdd/nsdd-72.pdf
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_navigation
  5. https://www.nibe-versand.de/Politik/Schattenkriege-des-Imperiums-Der-Krieg-gegen-den-Iran-Jochen-Mitschka::64.html
  6. https://www.atlantik-bruecke.org/die-atlantik-bruecke/gremien/
  7. https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/nicht-jeden-aggressiven-akt-dulden-100.html
  8. https://web.archive.org/web/20151213071252/http://www.atlantik-bruecke.org/stiftung
  9. https://www.kopp-verlag.de/Die-Menschenrechtsindustrie-im-humanitaeren-Angriffskrieg.htm?websale8=kopp-verlag&pi=974000 , Seiten 20-24
  10. https://www.youtube.com/watch?v=pFzoPKsABWQ
  11. https://www.youtube.com/watch?v=RM0uvgHKZe8
  12. http://www.mid.ru/ru/foreign_policy/international_safety/conflicts/-/asset_publisher/xIEMTQ3OvzcA/content/id/3733575?p_p_id=101_INSTANCE_xIEMTQ3OvzcA&_101_INSTANCE_xIEMTQ3OvzcA_languageId=en_GB
  13. https://www.youtube.com/watch?v=JTZCp36Y0Eo
  14. https://www.heise.de/tp/news/Waere-eine-Blockade-der-Strasse-von-Hormus-durch-Iran-legal-2021498.html
  15. https://deutsch.rt.com/inland/90932-bpk-kuenftiger-deutscher-einsatz-im/

 

17 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Warum die USA unbedingt eine „Koalition“ für die Irankrise brauchen.

  1. Ratifikation
    (Weitergeleitet von Ratifiziert)

    Die Ratifikation, auch Ratifizierung, Substantivierung von ratifizieren (von lateinisch ratus, ‚berechnet, gültig, rechtskräftig‘, und facere ‚machen, tun‘)[1], ist ein juristischer Fachbegriff. Er bezeichnet die völkerrechtlich verbindliche Erklärung der Bestätigung eines zuvor abgeschlossenen, d. h. unterzeichneten völkerrechtlichen Vertrages durch die Vertragsparteien.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ratifikation

  2. Der Iran hat immer noch die zukunftsweisende Alternative des Landweges. Neben all dieser gefährlichen Eskalation vor der Küste des Landes sollte nicht vergessen werden, dass sich der asiatische Raum immer mehr zu einem geschlossenen ökonomisch eigenständigen Machtblock entwickelt. Alles fing mit den Shanghaier Abkommen, der Eurasischen Union, den ausgebauten Verkehrswegen von Moskau bis Peking, Delhi bis Kuala Lumpur oder Jakarta – Straßen, Eisenbahn, Pipelines etc., etc., etc. an. Asien braucht nicht die hypokritische EU, die abgewirtschafteten Neokolonialisten aus den USA und deren Fast Food-Vasallen in Kanada oder Australien. Die Weltgemeinschaft braucht keinen IWF, keine FED, keine Verschwörungsbanken und westliche Zocker-Casinos. Bodenschätze, Arbeitskraft und echte Zukunftsprojekte für eine gerechte Welt sind in diesem größten Teil der Erde ausreichend vorhanden.
    Erst klammerte sich die Verbrecherorganisation – NATO an ihrem eigenen Verteidigungsgeschwafel fest – war ganz besoffen von der hemmungslosen Osterweiterung, setzte ersten Fuß nach Kolumbien, um dort die westlichen Werte verteidigen zu müssen gegen das „rote“ Venezuela und will jetzt ihr Spiel der blinden Hasardeure in Asien-Pazifik fortsetzen. Wer jetzt in Berlin, Brüssel oder Paris nicht die Notbremse zieht, gehört vor ein neues Nürnberger Kriegsverbrechergericht: „Death by Hanging“ und vorher noch in den Steinbruch bei Wasser und Brot, um den eigenen Strick bezahlen zu können.
    Interessant eben nur, dass die Briten nach ihrem Brexit gerne wieder an die Shanghaier Börse wollen – diesmal aber leider mit einem „limping foot“ in der Türspalte für abgewrackte „sundowners“. Die Zeit des gratis Opium-Business für London mit einseitigen Gewinnen ist jetzt aber vorbei. Cheerio – you lost bumpkins!

  3. Wir erinnern uns, dass sich Länder wie etwa auch die USA und Großbritannien in der Vergangenheit immer wieder nach „Verbündeten“ umgesehen haben.

    Dabei vermittelten die Regierungen dieser Länder ständig den Eindruck, als würden sie mit der völligen Offensichtlichkeit des Notwendigen einige Anlässe für militärische Einsätze sehen.

    Wir kennen sie, die sog. Achse des Bösen, wie George W. Bush sie seinerzeit nannte.
    Zu diesen Ländern gehörten seinerzeit der Iran, der Irak und Nordkorea.

    Komischerweise hatten der Irak wie auch die beiden anderen Länder zu diesem Zeitpunkt wohl noch keine Rothschild Zentralbank.

    Aber wie glaubwürdig könnte die Äußerung einer Person wie George W. Bush allenfalls sein?

    Jedenfalls ist über die politische Handschrift des George W. Bush nach Ablauf seiner Amtszeit immer mehr ans Licht gekommen.

    Es seien etwa Terrorverdächtige aus CIA-Geheimgefängnissen nach Guantanamo verlegt worden.

    Dann hatte der Oberste Gerichtshof der USA in 2006 in einem Grundsatzurteil die von der Regierung eingerichteten Militär-Tribunale für die Häftlinge des US-Gefangenenlagers Guantanamo Bay auf Kuba für unrechtmäßig erklärt.

    Uno und Menschenrechtsgruppen fordern es immer wieder, dass die Verantwortlichen für die Folterungen der CIA zur Rechenschaft gezogen werden.

    Aber wie aufrichtig war George W. Bush, als er die Koalition der Willigen für den Irakkrieg zusammentrommelte?
    Ich finde diesbezüglich Überschriften wie:
    „Curveball“ bereut Lüge, die zu Irak-Krieg führte

    Irak-Krieg 2003: Es begann mit einer Lüge
    Rafid Ahmed Alwan behauptete, Mitarbeiter einer Anlage im Irak gewesen zu sein, ….

    Ebenso erklärt es doch Markus Kompa in seinen Vorträgen und sonstigen Veröffentlichungen, welche Rolle der Großvater und Vater der beiden ehemaligen US-Präsidenten, Prescott Bush, beim Zweiten Weltkrieg gespielt hatte.

    Jedenfalls haben wir ein weltweites Geld- und Bankensystem, das den Krieg regelrecht benötigt.

    Es ist in diesem Zusammenhang zwar zu loben, dass Donald Trump etwa die Geldpolitik der Fed attackiert, aber mir kommt es trotzdem immer wieder so vor, als würde er die Funktionsweise des weltweiten Geld- und Bankensystems nicht so richtig verstehen. Aber selbst wenn er diese verstehen würde, dann wäre der einzige Ausweg doch nur der große Bankencrash.

    Wenn Donald Trump es etwa fordert, dass Deutschland in Höhe von 2 % seines BIPs aufrüsten soll, dann fordert er doch von uns letztlich nur immer mehr Schulden, die wir nie wieder zurückzahlen können. Aber wem schulden wir eigentlich dieses viele Geld?

    Es darf nicht sein, dass Politiker wie insbesondere Donald Trump, Emmanuel Macron oder etwa Sebastian Kurz ihre Wahlen mit Parteispenden, insbesondere auch vom Finanzsektor, und eben gerade nicht mit Inhalten gewinnen.

    Ich leiste daher immer wieder Anstrengungen um die wirkliche Funktionsweise unseres fehlerhaften Geld- und Bankensystems, etwa auch in den sozialen Netzwerken, besser bekannt zu machen.
    Habe in diesem Zusammenhang für einen gestrigen Post in der facebook-Gruppe von Frau S. W. bis heute morgen 189 mal gefällt mir bekommen.

  4. Ich hatte fest dran geglaubt, dass der Präsident das mit dem „America first“ ganz anders gemeint hatte. Aber jetzt legt er sich mit übermächtigen Rivalen an. Zuerst leitet er den NATO-Selbstmord ein, indem er den INF-Vertrag beendet. Die russischen Militärs im Generalstab haben ihre Regierung bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass dieser Vertrag Russland nur Nachteile bescheren würde. Die konnte der Herr Amerika -Fürst endlich befrieden.
    Seit Jahren erklären iranische Politiker und hochrangige Militärs übereinstimmend, dass sie sich militärisch überlegen fühlen und die JewSA alles verlieren würde, wenn sie einen Krieg gegen den Iran begännen. Der würde ihn dann beenden, so wie immer die Russen. Zu Israel erklären sie sogar dass der Iran nur eine halbe Stunde brauchte, es zu vernichten. Und die Länder hinter Israel würde die Flutwelle vermutlich nicht, oder nur abgeschwächt treffen.

  5. Die BASIS der Überlegung verstehe ich so:
    Die USA haben die UNCLOS III (1982 geschlossen, 1994 in Kraft getreten) „selbst zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert“, berufen sich jedoch darauf. WEGEN ihrer Nichtratifikation suchen die USA die Koalition mit Verbündeten die selbst das Seerechtsabkommen ratifiziert haben, „um eine spätere Verfolgung der Verbrechen bestmöglich zu verhindern“.

    Der Angaben der UNO (bzw. UNTC) zufolge haben die USA aber UNCLOS III (obwohl bei den Verhandlungen mitwirkend) NICHT unterschrieben. Ausser dass die USA doch noch nie international auch nur Abmahnungen ihrer Verbrechen ernsthaft befürchtet haben, ist die Prämisse des Gedankengangs also nicht korrekt.

    https://treaties.un.org/pages/ViewDetailsIII.aspx?src=TREATY&mtdsg_no=XXI-6&chapter=21&Temp=mtdsg3&lang=en

    Später heisst es:
    „Der Iran ist ein Mitgliedsstaat dieser Konvention (UNCLOS), […] mit einer Einschränkung […], nur Unterzeichnerstaaten (natürlich nur solchen, welche den Vertrag auch ratifiziert, also für völkerrechtlich verbindlich erklärt haben), der Konvention die in der Konvention erklärten Rechte einzuräumen. Staaten, welche die UNO-Konvention nicht ratifiziert haben, benötigen demnach eigentlich eine ausdrückliche Erlaubnis des Iran für das Eindringen in die entsprechenden Hoheitsgewässer.“

    Das suggeriert eindeutig (obwohl nicht explizit gesagt), dass der Iran UNCLOS III ratifiziert hat, da er ja sonst schlecht auf die Seerechts-Konvention sich berufen (wie es oben von den USA behauptet wird) und von diesbezüglich völkerrechtlich unverbindlichen Staaten die Anfrage um Erlaubnis einfordern könnte. Das ist aber gemäss der UNTC-Liste FALSCH: der Iran hat zwar unterschrieben, aber NICHT ratifiziert (eben so wie oben von den USA gesagt). — (Ich kenne die genaueren Hintergründe nicht, die Vermutung liegt ja aber nahe, dass der Iran doch logischerweise wohl nicht ratifiziert, so lange die USA sich nicht auch in die Vertragspflicht nehmen lässt.)

    Klar ersichtlich auch auf der immer noch gültigen Wikipedia-Darstellung von 2011:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Seerechts%C3%BCbereinkommen#/media/Datei:Law_of_the_Sea_Convention.svg

    Die ganze Darlegung, „warum die USA unbedingt eine ‚Koalition’ für die Irankrise brauchen“, mit Hauptbezug auf die UNCLOS, scheint mir damit im Grunde nicht gut abgestützt. (Basis wäre eben: USA hat nicht unterzeichnet (bekanntes Problem ‚dominanter Hegemon vs. Vielvölkerrecht’) & Iran hat nicht ratifiziert.) Der Essay ist aber trotzdem anregend. Danke.

    • Tut mir leid, dass Unklarheiten entstanden. UNCLOS III haben die USA und der IRAN unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. Mit der Unterschrift hatte der Iran die erklärte Einschränkung zu Papier gegeben. Der Iran hat vermutlich bisher nicht ratifiziert, um sich die Möglichkeiten der Sperrung auf Grund der Vorläufervereinbarung offen zu halten, sollten z.B. die USA oder Großbritannien die Einschränkungen, die mit der Unterzeichnung erklärt wurden, nicht anerkennen.

      „Kuros Yalpani weist in einem Artikel in Heise (14) darauf hin, dass es Vorläuferregelungen von UNCLOS gibt, welche sowohl der Iran als auch die USA ratifiziert hatten, und welches explizit das Recht auf Schließung der Straße von Hormus vorsieht.“

      Die Vorläufervereinbarung hatten beide Staaten unterzeichnet und ratifiziert.
      —————————————–
      Besonders gefährlich wird die Situation nun, da Israel Teil der Koalition wurde. Sollten israelischen Kriegsschiffen vom Iran die Durchfahrt verweigert werden, da kein „argloser“ Transit vorliegt, sondern ein Eingriff in die Souveränität des Iran, wird die Lage schnell eskalieren.

  6. Danke für den erhellenden Artikel. Eigentlich würde ich mir so etwas von den öffentlich rechtlichen Medien erwarten, denn das wäre ihre Aufgabe, z. B. über das Seerecht aufzuklären. Deutschland macht nicht mit, klärt aber nicht auf warum. Es liegt offenbar ein mächtiger medialer Druck auf diesem Land.

    Wir erleben eine spannende Zeit, die sich als Kampf von Licht (im Sinne von Offenheit, Kooperation, Einbeziehung aller) und Schatten (Geheimhaltung, Konfrontation, Abgrenzung) darstellt.
    Eigentlich gibt es diesen „Kampf“ schon seit Anbeginn des Universums und er wird erst mit der „Aufhebung des Alls“ enden, denn nur durch Polarität spannt sich das Feld der Erfahrung auf. Man wünsche sich also die Dunkelheit nicht generell weg, wie man sich auch den Minuspol der Batterie nicht weg wünschen kann, ohne die Funktion des elektrischen Gerätes aufzuheben.

    Luzifer begehrte gegen Gott auf, er widersetzte sich ihm, was nur geht, wenn man einen eigenen Willen hat. Diese Abgrenzung gegen das Licht, das Begreifen von sich selbst als etwas von der Welt getrenntem, das Ego, eröffnet nun den Kampf gegen alles, was nicht mehr als „Ich“, sondern als „Gott“ und „Welt“ gesehen wird.

    Wo will ich hin? Die Luziferaner haben das Problem, dass sie die „Dunkelheit“ brauchen, um erfolgreich agieren zu können. Das kostet ihr System unheimlich viel Energie. Alles mit seinem Willen, unter Geheimhaltung, unter Kontrolle halten zu wollen, ist extrem anstrengend.
    Es gibt keine Luziferaner? Dann empfehle ich die Interviews mit Roland Bernard bei You Tube, er beschreibt auch, wie sehr man seine Seele verwüstete, damit er Teil dieses Systems werden konnte, aus dem er sich später mit Mühe und Not befreien konnte, vermutlich nach einem Nahtoderlebnis.

    Es ist ein typisches Handlungsmuster von Luziferanern, sich von allen moralischen und ethischen Vorstellungen frei zu fühlen, während sie diese gern nutzen, um anderen Handlungsbeschränkungen aufzuerlegen. Alles, was einem persönlich einen Vorteil verschafft, erscheint nicht nur zulässig sondern geradezu geboten, erscheine es anderen auch noch so grausam und niederträchtig. Verkauft wird es natürlich immer anders. Die Lüge ist immanenter Bestandteil des Systems. Es funktioniert nicht ohne.
    Die Methoden müssen im Dunkeln bleiben. Nichts wird mehr gefürchtet, als die Offenlegung der eigenen Denk- und Handlungsweise. Darum diese heftigen Reaktionen auf Assange, Snowden oder Dr. Gansers Vorträge zu WTC7 zum Beispiel.

    Diese Form der Selbstvergottung und angeblichen totalen Freiheit durch Knechtung Anderer hat in Wirklichkeit einen extrem hohen persönlichen Preis. Das Abschneiden vom Licht drückt einen immer tiefer in Finsternis und Materie, so tief, dass eine Umkehr daraus irgendwann nicht mehr möglich ist. Was einen befreien soll, führt in Wahrheit in die Knechtschaft. Denn, wie Goethe es im Faust schrieb:

    „Die Hölle selbst hat ihre Rechte?
    Das find ich gut, da ließe sich ein Pakt,
    Und sicher wohl, mit euch, ihr Herren, schließen?“

    Genau das tun die Vertreter der Finsternis auch. Es ist die wahre Quelle ihrer Macht und letztlich Ursache der eigenen Verderbnis.

    Darum ist persönliche Schattenarbeit so wichtig, sie befreit von der Vorstellung der Getrenntheit ohne die Existenz es Schattens zu negieren. Man kann Dunkelheit nicht bekämpfen, nicht weg schaufeln oder aussperren, die ist Teil dieser Welt. Aber man kann in sich selbst ein Licht anzünden und es leuchten lassen.

    Diesen Artikel empfinde ich als ein solches Lichtlein. Und ja, es gibt auf dieser Welt nicht nur die Anbeter der Finsternis, der Materie und der Spaltung.
    Es gibt auch die Welt des Lichtes und seine Anbeter. Platons Höhlengleichnis weist den Weg, schon seit Jahrhunderen.
    Jedem Menschen steht es frei sich zu entscheiden, denn er hat gleich Luzifer einen eigenen Willen. Entdecke also den Luzifer in Dir! 😉

    • @Nevyn
      Luzifer heisst „Lichtbringende“.
      Ist er jetzt ein Freiheitskaempfer oder ein Terorrist?
      Ist jetzt schwarz oder weiss?
      Ligen zwischen schwarz und weiss alle Grauschattierung?
      Oder doch alle leuchtenden Farben der goettlichen Regenbogenbruecke?
      Was ist das Goettliche ohne das Teuflische ?
      Nichts ist wahr ohne sein Gegenteil.
      Wer liebt hat keine Angst und wer Angst hat liebt nicht.
      Der Weg aus der Angst fuehrt immer durch die Angst.
      Der Weg ist das Ziel und die Zeit eine Tochter der Wahrheit.

    • „off topic“

      Lucifer heißt „Lichtträger“ und wird in Verbindung gebracht mit dem Planeten Venus.
      Venus ist Morgenstern UND Abendstern, sie geht der Sonne morgens voraus und abends hinterher, sie ist so etwas wie der „Fackelträger“. Geburt und Tod der Sonne. Venus erscheint von der Erde aus immer als Sichel, hat also eine helle und eine dunkle Seite, obwohl sie aufgrund der Lichtbeugung mit bloßen Auge als Lichtscheibe wahrgenommen wird, eine Täuschung mit hohem Symbolwert.
      Venus hat von der Erde aus gesehen eine Bahn, die einem Pentagramm sehr nahe kommt, wobei dieses nie ganz geschlossen wird. Goethe weist im Faust darauf hin.
      Venus gilt als das kleine Glück; wer das größere erlangen will, muss das kleinere loslassen.
      Lucifer ist eine Übersetzung aus dem ursprünglichen הילל בן שחר“ hillel ben schachar‚ Hêlêl, Sohn des Morgengrauens“. Er ist der „Erstgeborene“ der Antichrist zum Christus, der Minuspol zum Pluspol. Die Dunkelheit, die es braucht, um Licht überhaupt wahrzunehmen.
      Das gleiche Motiv findet sich auch auf der weiblichen Seite mit Lilith und Eva.

      „Christ“ bildet sich aus dem Buchstaben Kof, Resch, Schin und Tav, was sich zu 1000 addiert und absolute Vollkommenheit symbolisiert. Was könnte aber langweiliger sein als absolute Vollkommenheit? Was liebt und hasst der Mensch mehr als seine scheinbare Unvollkommenheit, die ihn in ständig neue Erfahrungen treibt, um wie Josef Knecht ein „Magister Ludi“ zu werden.

      Wer noch in gut und böse denkt, soll weiter träumen.

    • Muesste es nicht heissen:“Wer nur in gut oder böse denkt, soll weiter träumen?
      Denn gut und boese zusammen genommen sind ja schon wieder rund.
      Kein „Gut“ohne „Boese“
      Goethes Faust:“Ich bin von jener Kraft die Boeses will und Gutes schafft.“
      (Um wahr zu sein gilt natuerlich auch das Gegenteil)
      https://youtu.be/RIinWvteCJE

    • Zitat: „Denn gut und boese zusammen genommen sind ja schon wieder rund.“

      Das sind sie eben gerade nicht. Meine Lektion darin erhielt ich von einem Achtjährigen, der eines Tages in die Küche gelaufen kam und von seinen Legomännchen erzählte, die er in zwei Parteien aufgeteilt hatte, die gegeneinander kämpften, die Lieben und die Bösen. Wie eigentlich auch die Erwachsenen wissen sollten, die nicht durch „christliche Bildung“ verdorben wurden, ist das Gegenteil von böse lieb und das Gegenteil von gut ist schlecht. Es gibt Böse, die richtig gut sind, in dem, was sie tun.
      Gut und böse sind gegensätzlich wie hell und kalt. Der Mensch wird in die Illusion geführt und stirbt damit in die Welt hinein.

      Aber weiter mit der Geschichte. Der Achtjährige erzählte, er habe jetzt eine Lösung gefunden, für das ewig Kämpfen; Die Lieben hätten die Bösen alle geköpft. Damit gebe es jetzt keine Bösen mehr. Bemerkenswert konsequent, der junge Mann.
      Allerdings erschien er einige Tage später erneut und teilt mit, es sei total öde, nur mit den Lieben zu spielen. Darum hätten die sich jetzt wieder geteilt, in Liebe und Böse. Und so blieb es dann auch.

      Vielleicht noch einen Satz zum sogenannten „Baum der Erkenntnis“, Etz ha Daath, der eigentlich Baum des Wissens heißen müsste. Wissen wird durch Ansicht erlangt, Erkenntnis durch Einsicht. Auch diesen feinen Unterschied hat man uns schlicht vorenthalten. Sinnliche Wahrnehmung und damit Unterscheidung, zu der der Mensch fähig wurde, bleibt immer an der Oberfläche und Platon nennt in seinem Liniengleichnis die Ableitungen davon richtig „Doxa“ also Meinung. Es gibt keine Wahrheit in der Ansicht, man findet sie nur in der Einsicht. Dazu muss man „tauchen“. Wenn Sie wollen, können Sie auch meditieren sagen.

      Im Übrigen ernten wir alle die Früchte vom Baum des Wissens, jeden Tag, Es sind unsere sinnlichen Eindrücke. Die meisten ernten sie nicht nur, sie „essen“ sie auch und das ist das eigentliche Problem. Essen heißt, etwas zu seinem Eigen machen, sich mit ihm Eins werden lassen. Das läuft auf eine Identifikation mit der sinnlichen Wahrnehmung, also der Täuschung, der Maya hinaus.
      Warum pflückt die Frau und reicht die Frucht dann dem Mann? Weil die Frau (das Unterbewusstsein) für Suggestionen viel leichter zugänglich ist und darüber schließlich auch das Bewusstsein (Mann) vergiftet wird.

      Rund beginnt es erst dort zu werden, wo der Mensch seine Schritte in Richtung des Baumes des Lebens lenkt. Aber das ist eine andere Geschichte uns soll vielleicht ein andermal erzählt werden.

  7. Der Iran ist (abgesehen von Nord-Korea) das letzte Land auf der „Schwarzen Liste“ der globalistischen Ein-Welt-Geldordnung.
    Danach ist nur noch das Imperium USA selbst (Lei(d)waehrungstraeger) unoetiger Ballast fuer dieBalance der NWO.
    Es wuerde mich nicht wundern ,wenn die USA mit dem Iran in einem Aufwasch eingedampft werden
    und es dem Iran in die Schuhe geschoben wuerde.

    Im Mamon-Zeitalter sind alle Plagen perfide moeglich und die patriotischen Kraefte der USA
    aus der Ueberzeugung der totalen Ueberlegenheit heraus verbledet genug um das das teuflische Spiel dahinter
    gar nicht erst zu durch schauen (b.z.w erst wenn es zu spaet ist).
    Das britische Empire mit der Queen als Reichste Frau der Welt und die USA selbst waren nur
    eine Raketenstufe zur NWO.
    Faellt der Iran zu Gunsten der Regionalmacht Israels ,ziehen die Besitzer der FED den Stecker des Systems
    zu Gunsten der stratgeschische Ein-Welt-Geldordnung ,die sie erschaffen haben und auch erfolgreich
    steuern:China.
    Die patriotischen Kraefte in den USA und Grossbritannien werden mit der Verheizung auf gestolenes iranisches Oel
    in die Falle gelockt.

    • Wer das Öl kontrolliert, der beherrscht die Staaten; wer die Nahrungsmittel kontrolliert, der beherrscht die Völker; und wer das Geld kontrolliert, der beherrscht die Welt!
      -Henry Kissinger-
      (Friedensnobelpreistraeger und Kriegsverbrecher)

    • David Rockefeller: „Manche glauben gar, wir seien Teil einer geheimen Kabale, die entgegen die besten Interessen der USA arbeitet … Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.“

    • NEUE WELTORDNUNG: STEHT DIE NACH DAVID ROCKEFELLER ALLES VERÄNDERNDE, GROSSE KRISE UNMITTELBAR BEVOR
      Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.
      -David Rockefeller-
      (Der Dombau z.B su Koeln hat 1000Jahre gebraucht,Sein Architekt wusste ,dass er seine Fertigstellung
      nicht erleben wuerde)

      Unter der Urknalltheorie verstehen wir heute die Schaffung des Universums bzw. die zeitliche Entwicklung nach dem Urknall, der vor ca. 13,8 Milliarden Jahren stattgefunden haben soll.

      Die Urknalltheorie in einem anderen Kontext gesehen, soll der rote Faden im nachfolgenden Artikel sein.

      Alles deutet daraufhin, dass die Welt, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Kräften (politisch, wirtschaftlich, ökologisch, sozial, usw.) und das zugrunde liegende Schuldgeldsystem seinem natürlichen – weil mathematisch berechenbaren – Ende zueilt.

      Irak, Iran, Syrien, Mali, Israel, Gaza, Libyen, Pakistan, Indien, Argentinien, Brasilien und nicht zuletzt die Ukraine sind kleinere bis sehr große Brandherde, denen man in früheren Zeiten als einzeln zu löschend durchaus Herr geworden wäre. Doch die Ballung dieser Konfliktpunkte in einem kleinen Zeitfenster scheint wie geschaffen zu sein, um als Urknall den entscheidenen Umsturzmoment auszulösen, den schon David Rockefeller 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council) ansprach:

      Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.

      Jeder halbwegs informierte und nicht komnplett blind durch die Landschaft laufende Mensch weiß, spürt und sieht, dass unser auf Wachstum passierendes Schuldgeldsystem kein zukunftfähiges System ist. Umweltverschmutzung, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die Herabwürdigung der Menschen als reines Humankapital und die sich immer mehr verstärkende Diskrepanz zwischen Fleissig und Reich, wie auch die bewusst gesteuerte Positionierung der verschiedenen Weltreligionen (vgl. ISIS/IS/ISIL) gegeneinander und die Propagandaauswüchse auf beiden Seiten im Ukraine-Konflikt zeigen nur eines überdeutlich:

      Das System steht unter massivem Druck und sein Druckventil ist kurz vor dem Versagen.

      Doch ist man seitens der Politik, der Wirtschaft und vor allem der Schattenmännern und -frauen hinter den öffentlichen Köpfen überhaupt bereit das Druckventil zu öffnen, so dass der überschüssige Druck entweichen kann? Oder will man genau jene Gemengelage dazu nutzen, um eine allumfassende Krise auszulösen, die eben alle Nationen dazu veranlassen wird eine Neue Weltordnung zu akzeptieren?

      In zahlreichen Artikeln bin ich bereits auf die Thematik des Schuldgeldsystems, dem ihm innewohnenden Zwang von Nachschuldnern eingegangen, wie auch auf das seit den 1970ern bestehende Petrodollarsystem. Beides sind in meinen Augen die wahren Ursachen für unsere heutige Lage – gerade weil sie fast nie in den “Qualitätsmedien” angesprochen werden.

      Doch sowohl das Schuldgeldsystem als auch der Petrodollar stehen vor dem Aus. Das Schuldgeldsystem findet keine Nachschuldner mehr und damit findet kein Wachstum mehr in ausreichender Höhe statt, um den Zinseszinseffekt zu bedienen. Gleichzeitig haben wir vor gut 10 Jahren Peak-Oil, also den Höhepunkt der Erdölexploration – und -förderung erreicht, und es findet eine Abkehr vom US-Dollar als alleinige Fakturierungseinheit statt.

      Doch gerade auf das kollapierende Schuldgeldsystem und insbesondere auf den Petrodollar stützt sich die Macht der – nach eigenem Bekunden auserwählten – USA. Die Vormachtstellung Washingtons basiert auf diesen beiden Säulen, deren Stabilität immer mehr verloren geht. Doch wie bei jedem fallenden Imperium wird auch die USA notfalls mit all zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen den eigenen Zerfall aufzuhalten – koste es was es wolle.

      Dies geht meiner Meinung nach soweit, dass man seitens der Eliten durchaus bereit ist einen Krieg im größeren Maßstab zu beginnen. Die oben erwähnten, zum Großteil geschürten Konflikte können dabei als Zündfunken dienen, um den eigentlichen Urknall auslösen und vor allem begründen zu können.

      Über eines müssen wir uns im Klaren sein: Die Veränderungen der letzten Jahre (Überwachung, Manipulationen an diversen Märkten, Blasenbildung am Immobilienmarkt und jetzt bei Aktien, Derivate, usw.) dienten nur einem Grund: Dass sich die Eliten so positionieren konnten, dass sie nach einem Urknall wieder die führenden Positionen einnehmen können – ohne als Schuldige dazustehen oder gar als mittellose Menschen, wie es dann für den 99,999% der noch lebenden Bevölkerung der Fall sein wird.

      Und dies führt mich zur eigentlichen Urknalltheorie in diesem Kontext zurück:

      Nach dem Urknall werden die Profiteure des heutigen System auch die neuen Profiteure sein. Deswegen müssen wir diesen Eliten in die Hand fallen und sie daran hindern, dass sie ihre Vorstellungen eines Urknalls und des nachfolgenden Systems realisieren können. Natürlich bedarf es einer grundsätzlichen Haltungsänderung, was Umwelt, Ressourcen, Kapital, Geld, usw. betrifft. Doch vorrangig ist in meinen Augen derzeit, dass wir verhindern, dass per divide et impera die Menschen aufeinander losgelassen werden und sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen gegenseitig ermorden und durch gesteuerte Propaganda den jeweils anderen als das einzig Böse betrachten.

      Es gilt, dass wir uns mit vereinten Kräften gegenseitig zeigen, dass Religion, Weltanschauung oder Neigungen und Nationalität keinerlei Rolle spielen. Noch ist es nicht zu spät, noch können wir als Masse eingreifen. Noch… nur nicht mehr allzu lange.
      (Quelle konjunktion.info 6 August 2014)

  8. Gratulation. Mein Respekt vor Ihrem gut recherchierten Beitrag Herr Mitschka. Leider ist Ihr Beitrag heute in wichtigen Teilen von der NATO überholt worden:

    Am 7. August 2019 unterzeichnete NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit der australischen Verteidigungsministerin Linda Reynolds ein „Partnerschaftsabkommen“ in Sydney.

    Die australische Verteidigungsministerin sagte: «Wir sehen neuen Gebieten der Zusammenarbeit mit der NATO im INDO-PAZIFIK entgegen. Dazu gehört auch das Südchinesische Meer, wo China mit anderen Staaten über verschiedene Territorien im Streit liegt. Zudem soll die Zusammenarbeit bei der Sicherung von bestimmten Rohstoffen ausgeweitet werden. Die sogenannten Seltenen Erden sind auch in der Militärtechnologie sehr wichtig.»

    Generalsekretär Stoltenberg sagte weiter: „Alle unsere Verbündeten sind besorgt über die destabilisierenden Aktivitäten des Iran in der Region. Er unterstützt verschiedene terroristische Gruppen und realisiert seine Raketenprogramme. Die Freiheit der Schifffahrt ist für NATO-Verbündete äußerst wichtig, und einige NATO-Verbündete sind bereits am Persischen Golf beteiligt. Es gibt keine NATO-Präsenz als solche, aber wir verfolgen die Situation natürlich sehr genau. Die NATO wird China´s Einfluss in dieser Region ausgleichen“.

    Die NATO und die USA scheren sich nicht um geregelte UNO-Seerechte.

    Der Deutsche Bundeswehrverband stellt sich schon mal „geistig“ auf die neue Situation ein, dass wir jetzt auch im INDO-PAZIFIK und am Persischen Golf die Heimat verteidigen. Unsere U-Boote und Schiffe müssen nur noch repariert werden und einen neuen TÜV erhalten.

    https://www.dbwv.de/ticker/news/nato-und-australien-unterzeichnen-partnerschaftsabkommen/

    https://www.minister.defence.gov.au/minister/lreynolds/transcripts/doorstop-nato-secretary-general-sydney

    https://www.theaustralian.com.au/nation/defence/nato-has-eyes-on-iran-as-pressure-grows-for-australia-to-join-coalition/news-story/21ad21cc26f385c1d5f89dee36800b9b

Hinterlasse eine Antwort