STANDPUNKTE • Wenn Kinder des Mittelstandes demonstrieren

für Ziele der Regierenden.

von Jochen Mitschka.

Nein, ich denke nicht, dass Kinder oder besser gesagt Schüler kein Recht auf Demonstrationen haben. Jedem sollte erlaubt sein, laut und deutlich seine Meinung zu verkünden. Ob das nun wieder gegen gesetzliche Regelungen notwendig ist, d.h. gegen die gesetzlich vorgeschriebene Schulpflicht, oder besser in der Freizeit stattfinden sollte, ist eine Nebendiskussion. Viel wichtiger, und sehr verdächtig ist, wenn Kinder des im Prinzip gut situierten Mittelstandes im Sinne der Regierenden demonstrieren.

Der Eindruck entsteht, dass hier eine Politik populärer gemacht werden soll, welche die Schwachen und Armen besonders hart trifft. Jene, für die eine Strompreiserhöhung eben bedeutet, dass sie noch weniger Geld für andere Dinge ausgeben können. Während die großen Strom-Konzerne Rekordgewinne einfahren, Unternehmen von den Belastungen durch höhere Elektrizitätskosten befreit werden, der Mittelstand durch Subventionierung von Solarkollektoren einen Weg aus der Negativzinsfalle erhält, müssen Mieter mit niedrigem Einkommen nicht nur gegen gestiegene Mieten, sondern auch explodierende Strompreise kämpfen. Strompreise, die in Deutschland schon heute, gemeinsam mit Dänemark, die höchsten in Europa sind (1). Aber das ist nicht die einzige Frage, die sich ein nachdenklicher Beobachter stellen sollte.

Eine weitere Frage, die sich aufdrängt ist: Ist dieses Problem der Stromerzeugung aus Kohle in Deutschland wirklich das wichtigste aller Probleme? Sehen wir mal davon ab, dass weltweit 120 Kohlekonzerne ca. 1400 NEUE Kraftwerke in Planung und Bau haben, auf die wir in Deutschland keinerlei Einfluss erhalten (2), gibt es nicht Probleme, die hier und jetzt, ja gerade in diesen Wochen, während demonstriert wird, hunderttausende von Menschen töten, verstümmeln, in den Hunger treiben, in Krankheiten dahinvegetieren lassen, sie vertreiben? Wäre es nicht sinnvoller, gegen etwas zu demonstrieren, was nicht erst in 20 oder 30 Jahren die Welt vielleicht verändert, sondern gegen Leid, das auch durch deutsche Politik erzeugt wird?

Immer wieder wird behauptet, dass der menschgemachte Klimawechsel von der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler als gegeben angesehen würde. Aber hatten wir solche Situationen nicht schon in der Vergangenheit mehrmals? Hatten nicht die meisten Wissenschaftler, ganz im Sinne der katholischen Kirche, erklärt, die Erde wäre eine Scheibe? Oder wie war es noch gleich mit der Eugenik um 1900 herum? „ … bei der wichtige Meinungsträger (z. B. Francis Galton, Alexander Graham Bell, George Bernard Shaw, Winston Churchill sowie Margaret Sanger) wie eine breite Weltöffentlichkeit der wissenschaftlichen Untermauerung damals politisch genehmer Thesen bedurften und diese von einer Vielzahl von Wissenschaftlern trotz entgegenlaufender Forschungsergebnisse auch geliefert bekamen.“ (3)

Oder wer erinnert sich nicht an die euphorischen Berichte einer breiten Wissenschaftlergemeinde, was man alles mit Atomenergie und seiner Strahlung machen kann, sogar in Zahnpasta wurde sie eingesetzt. „Ich bin die radioaktive Substanz. Meine Strahlen massieren das Zahnfleisch“, stellten sich in den 30er Jahren possierliche Männchen mit Schrubbern vor, die in einer Anzeige für eine radioaktive biologisch wirksame Zahncreme der Auer AG Reklame machten“ (4). Beispiele für die Irrtümer der „Mehrheit der Wissenschaftler“ könnten noch lange fortgeführt werden.

Hoch renommierte Forscher, wie Richard Lindzen (5), werden als „Klimaskeptiker“ diskreditiert, obwohl es immer Dissidenten waren, die früher oder später zum Zusammenbruch eines wissenschaftlich nicht mehr haltbaren Mehrheitsmeinungskonstruktes führten. Dann sollte man sich fragen, ob Lindzen mit seiner Erklärung nicht Recht haben könnte, nach der die große Mehrheit der Wissenschaftler zunächst aus Geltungsdrang, dann aus Angst vor eben jener Diskreditierung, das Narrativ vom durch den Menschen verursachten Untergang des Planeten durch Erderwärmung, vertreten.

Und wenn der deutsche Bundespräsident mit einem Kurzstreckenjet zur Schülerdemo eilt, um seine Unterstützung für die Klimademos bekannt zu geben, und die Eltern mit einem Kreuzfahrtschiff Urlaub machen, das so „dreckig ist wie 21,45 Millionen VW Passat“ (6), dann ist das alleine vielleicht auch noch kein Grund von Heuchelei zu sprechen.

Nein, das soll nicht heißen, dass der Einfluss der menschlichen Zivilisation nicht zerstörend für die Welt ist. Sicher nicht. Aber dieser zerstörerische Effekt ist viel allumfassender als dass er durch die simple Reduzierung von CO2 Ausstoß verhindert werden könnte.

Unsere Meere ersticken an menschlichem Müll, obwohl wir noch gar nicht richtig wissen, welche Wesen darin leben und wie die Meere funktionieren. Unsere Erde wird mit Chemikalien vollgepumpt, um mit Fracking den letzten Rest von Öl und Gas heraus zu pressen. Strahlung aus versenktem Atommüll und aus havarierten Anlagen wie Fukoshima verbreitet sich langsam aber sicher über die Weltmeere und bedrohen eine der wichtigsten Nahrungsquelle der Menschen. Ja eigentlich alle Nahrungsquellen, wenn es dann über den Regen irgendwann auch auf unsere Felder regnet. Bomben mit abgereichertem Uran (Deadly Dust) werden immer mehr weltweit eingesetzt, verseuchen diese Regionen und sorgen für Generationen für exorbitant gestiegene Zahlen von Missbildungen bei Neugeborenen.

Ein ganzes Buch könnte man bequem voll schreiben mit Sünden der Menschheit, welche die Welt zu einer Müllkippe verkommen lässt. Aber all das ist Nichts gegen das jeden Augenblick, jede Minute, jede Stunde stattfindende Leid, das auch Deutschland hilft über die Welt zu bringen, nämlich die neo-kolonialen Kriege, an denen sich auch Deutschland immer stärker beteiligt.

Deshalb noch einmal die Frage: Warum nicht gegen die Ursachen von Leid kämpfen, auf die wir heute und direkt Einfluss haben, und deren Bekämpfung natürlich auch einen Einfluss auf den Erhalt der Welt hätte, und das ohne wissenschaftlichen Streit. Nun wäre das allerdings nicht im Sinne der Herrschenden. So lange Kinder, ja die Gesellschaft, gegen „Klimawechsel“ aktiviert werden, haben sie keine Zeit, sich über andere Dinge Gedanken zu machen.

Gier und Kriege

Kriege, die aus Machtgier betrieben werden, im Geiste nachkolonialer Dogmen, mit vorgeschobenen Gründen, die zu einer neuen Religion aufgebaut wurden wie „Demokratie“ und „Freiheit“, sind Verbrechen, an denen Deutschland beteiligt ist, und gegen sie zu demonstrieren könnte sofort und jetzt für viele Menschen eine Verbesserung der Lebenssituation mit sich bringen, ja ihr Leben retten. Sofort, nicht erst in 20 oder 30 Jahren.

Und Sanktionen sind Teil dieser Kriege. Sanktionen sind eine verlogene und einfach zu durchschauende Art der Kriegsführung. Denn mit diesen Sanktionen soll die Bevölkerung eines Landes gegen die Führung aufgehetzt werden, damit der Aggressor eine ihm genehme Führung etablieren kann. Dabei gibt es nur ein Problem: Handelt es sich um eine „grausame Diktatur“ kann die Bevölkerung die Führung gar nicht stürzen, oder nur unter unglaublichen Opfern, welche der westliche Aggressor offensichtlich in Kauf nimmt. Während das Volk bisher diese Kosten als zu hoch ansah. Handelt es sich aber bei der zu stürzenden Führung NICHT um eine grausame Diktatur, sondern um eine Führung, die dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung entspricht, widerspricht der in der Regel westliche Aggressor seiner eigene Doktrin, nach der er ja „Demokratie“ und „Freiheit“ bringen will.

Syrien

Nehmen wir zunächst den Krieg gegen Syrien. Deutschland beteiligt sich im Rahmen der „Koalition“ mit der Sammlung von Daten, um die Bomben der USA und anderer Länder möglichst effektiv auf syrischem Gebiet einzusetzen. Entgegen der Behauptung nicht nur gegen Terroristen, sondern auch gegen reguläre Kräfte, die gerade gegen jene Terroristen kämpfen.

Und mit Sanktionen werden jene Menschen getroffen, die nicht unter dem Bombenhagel als „Kollateralschaden“ starben oder Gliedmaßen verloren.

„Der Bericht der UNO beschreibt, wie die Sanktionen und der Krieg jeden Sektor der Wirtschaft Syriens destabilisiert haben, die Wirtschaft eines Landes, das einmal fast vollkommen Selbstversorger war, und keinerlei Auslandsschulden hatte. Nun wird Syrien zu einem Land das Hilfe benötigt. Aber die Hilfe ist kaum möglich, weil die Sanktionen Ausrüstungen zur Blutverarbeitungs-Sicherheit, medizinische Geräte, Nahrungsmittel, Treibstoff, Wasserpumpen, Ersatzteile für Kraftwerke und vieles andere verhindern. (…)

In dem 40-seitigen Papier der UNO, das erstellt wurde, um die Auswirkungen der Sanktionen auf die humanitäre Hilfe festzustellen, wird beschrieben, dass die Maßnahmen der USA und der EU das ‚weitreichendste Sanktionsregime ist, das jemals verhängt wurde‘. In dem Papier wird detailliert ein komplexes System von ‚unberechenbaren und zeitraubenden‘ Finanz-Restriktionen und Lizenz-Erfordernissen beschrieben. Der Bericht stellt fest, dass die Sanktionen der USA ‚außergewöhnlich hart hinsichtlich der Lieferung von Humanitärer Hilfe‘ sind.“ (7)

Ja, Deutschland hat erklärt, dass es über eine Milliarde Euro an humanitärer Hilfe für Menschen in Lagern rund um Syrien bereitstellen würde. Also für jene Menschen, die durch die „Rebellen“, andere nennen sie „Terroristen“, vertrieben wurden, oder geflüchtet sind. Rebellen, welche durch Deutschland finanziell und in vielerlei anderer Art unterstützt wurden. So sehr unterstützt wurden, dass ein BND Mitarbeiter stolz erklärte, dass der deutsche Geheimdienst einen großen Beitrag „zum Sturz Assads“ geleistet hätte. Zwar war es nie zum Sturz gekommen, aber das Land liegt zerstört am Boden, die Kriegsschäden, verursacht durch Proxyarmeen bewaffnet von NATO-Ländern (), belaufen sich auf dreistellige Milliardenbeträge, mehr als 250.000 oder 500.000 Menschen, je nach Quelle, verloren ihr Leben, das Land, das vor dem Krieg Selbstversorger war, ist nun vollständig auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Und Deutschland erklärt, auf keinen Fall beim Wiederaufbau helfen zu wollen, so lange nicht das Kriegsziel, der Sturz der Regierung, erreicht wurde. Als die USA mörderische Rebellen in Nicaragua unterstützt hatten, waren sie von einem Weltgericht zur Zahlung von Reparationsleistungen verurteilt worden (8). Anders als die USA wird es Deutschland nicht so leicht fallen, ein solches Urteil einfach zu ignorieren.

Jemen

Die Unterstützung der Anstrengungen der Verbündeten im Jemen ist entscheidend um den Iran daran zu hindern, seine autoritäre Herrschaft von Teheran bis zum Mittelmeer auszudehnen und den Jemen in einen Marionettenstaat zu verwandeln.“ So US-Außenminister Pompeo am 15. März 2019 in einem Tweet (9).

Das ist natürlich wesentlich ehrlicher, als die verlogene vorgeschobene Behauptung, die wir in Deutschland zu hören bekommen, nämlich dass es darum ginge, die „legitime Regierung“ wieder an die Macht zu bringen (10). Denn der Präsident, für den das Land zerbombt wird, war längst illegitim an der Macht, und trotz Bombardierung war eine andere, legitimere Regierung gebildet worden (11). Auch wenn der Iran in Wirklichkeit kaum eine Rolle im Jemen spielt, und es im Wesentlichen darum geht, den Jemen wieder zu einem Marionettenstaat von Saudi-Arabien zu machen, und diesem US-Vasallen zu ermöglichen, beim Öl-Export den durch den Iran beherrschbaren Persischen Golf mit einer Pipeline zu umgehen. Und außerdem den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) beim Aufbau einer globalen Hafeninfrastruktur behilflich zu sein.

Am 15. November 2017 hatte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Rainer Breul erklärt, dass es sich im Jemen um einen „innerjemenitischen Konflikt“ handeln würde, bei dem die „Saudis nur einer Seite Hilfe leisten“. Schauen Sie sich seine Körpersprache im Video an (12). Aus einem UNO-Bericht:

„Die UNO stellte bereits 2017 fest, dass der Krieg gegen den Jemen die größte humanitäre Krise der Welt sei (13). Und 2018 sieht die Situation noch schlimmer aus. Eine Hungersnot einmaligen Ausmaßes bedroht Millionen Menschen.

Denn durch fast 100.000 Luftangriffe  wurde die gesamte Infrastruktur des Landes zerstört. Brücken, Straßen, Lagerhäuser, Lebensmittelbetriebe, sogar Transporte wurden angegriffen und zerstört. Und immer wieder werden zivile Ziele bombardiert. Beerdigungen, Hochzeiten, gerade zu Beginn des Monats August im Jahr 2018, war es der Angriff auf das größte Krankenhaus des Landes mit hunderten Toten und Verletzten. Unzählige Kriegsverbrechen, die niemals gesühnt werden. Dazu kommt die Blockade des Landes, die insbesondere die Zivilbevölkerung trifft.

( …) Nachdem auch die Wasserversorgung bombardiert wurde, befürchtet man einen erneuten Ausbruch der Cholera, die in jüngster Vergangenheit bereits zur größten Choleraepidemie in der Geschichte geführt hatte.

Die Koalition, bestehend hauptsächlich aus Saudi-Arabien, den USA und Großbritannien, blockieren nicht nur den wichtigsten Hafen für die Versorgung von 20 Millionen Menschen. Sie verhindern auch Flüge der UNO-Hilfsorganisationen zum wichtigsten Flughafen der Region in Sanaa, so dass nicht einmal überlebenswichtige Medikamente geliefert werden können. Kinder sterben an Unter- und Fehlernährung.“ (14)

Aufgrund der immer deutlicher werdenden Kriegsverbrechen, welche die Koalition aus Saudi-Arabien, den VAE, den USA und Großbritannien im Jemen begehen, hatte Deutschland dann doch ein „Moratorium“ für Waffenlieferung an Saudi-Arabien verkündet, und prompt drohten deutsche Rüstungsproduzenten mit Schadenersatzforderungen.

Und in deutschen Medien wurde von deutschen Rüstungslieferungen berichtet, die nun doch in einem Krisengebiet auftauchten, wo sie eigentlich gar nicht sein dürften. Obwohl die Bundesregierung angeblich keinerlei Informationen hat, dass deutsche Waffentechnologie im Bürgerkriegsland Jemen verwendet wird, erschienen schon vor Monaten Fotos im Internet, welche deutsche G36 Sturmgewehre zeigten, die von Houthis erbeutet worden waren. Und schließlich ergaben auch Recherchen von Stern und Report München den Einsatz von Großgerät im Krieg gegen den Jemen.

„Den Recherchen zufolge setzen vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate deutsche Kriegsschiffe und Panzertechnologie ein. Satellitenbilder belegen beispielsweise, dass die Emirate seit Jahren aus der Bundesrepublik exportierte Kriegsschiffe am Bab al Mandab, dem ‚Tor der Tränen‘, kreuzen lassen, in der Meerenge zwischen dem Jemen und dem Horn von Afrika. (…) Zudem sind etwa Raketenboote der Emirate vom Typ Muray Jib, die in Bremen gebaut wurden, immer wieder im Hafen von Assab in Eritrea auszumachen. Auch Minenräumboote der deutschen Frankenthal-Klasse liefen diesen Hafen an.“ (15)

Aber das war nur der Anfang einer Liste deutscher Militärtechnik, die eigentlich gar nicht hätte dort sein dürfen, wo sie gefunden wurde.

So werden weiter Kriegsverbrechen am laufenden Band begangen, die Menschen in den Hungertod getrieben, und wir müssen mit den Bildern von verhungerten Kindern und zerbombten Schulbussen leben. Für die Menschen des Jemen ist eine Klimaveränderung ein Luxusproblem, das sie gerne erleben würden. Sie können über die Demonstrationen der Schüler in Deutschland nicht einmal mehr lächeln.

Venezuela

Deutschland beteiligt sich auch an dem Wirtschaftskrieg gegen Venezuela. Auch hier ist die Heuchelei der neokolonialen Erpressung ganz offensichtlich. Da wird dem Land Gold und Vermögen vorenthalten, so dass es keine Nahrungsmittel kaufen kann, der Verkauf von Öl wird verhindert, so dass Venezuela kein neues Geld zum Kauf von Nahrungsmittel erhält, und die Lieferung von schon bezahlten Arzneimitteln werden blockiert. Und dann wird behauptet: „Das Land lässt seine Bevölkerung verhungern und ohne Arzneimittel sterben“.

Gegen diese Blockaden und Kriege zu demonstrieren statt gegen vom Establishment schon fast peinlich geförderte „Demonstrationen gegen den Klimawandel“, der kommt oder nicht kommt, das würde die Welt verbessern, und zwar sofort.

Fazit

Den Kindern und Jugendlichen ist kein Vorwurf zu machen. Ich erinnere mich gut an meine Zeit als Schüler Anfang der 1970er Jahre. Damals war ich fasziniert von den wissenschaftlichen Verkündungen des Club of Rome. Und als der Bericht über die Grenzen des Wachstums erschien, der schon nach 10 bis 20 Jahren eine globale Krise wegen Ausfall von wichtigen Ressourcen voraussagte, entstand damals eine kleine erste Weltuntergangsstimmung. 1992 und 2004 gab es dann Updates, die zeigten, dass zwar grundsätzliche Aussagen richtig waren, aber die Panikerzeugung des ersten Berichtes sogar der Bemühung einer nachhaltigeren Politik geschadet hatte.

Natürlich gibt es Grenzen des Wachstums. Natürlich gibt es einen zerstörerischen Einfluss der menschlichen Zivilisation auf den Planten Erde. Und beides muss bekämpft werden. Aber der Kampf muss dort ansetzen, wo er den größten und nachhaltigsten Effekt hat. Und das ist zuallererst der Kampf gegen Sanktionen, Kriege, die Gier nach Macht über andere, ja die Welt zu bekommen.

Nicht nur, weil Kriege die am meisten die Umwelt zerstörenden Aktionen der Menschen sind, die man sich überhaupt vorstellen kann, die Luft, Gewässer, Boden vergiften, jetzt auch mit abgereichertem Uran, die Ressourcen zerstören und Menschen unvorstellbares Leid erleben lassen, und zwar jetzt, und nicht erst in 20 Jahren. Sondern auch, weil die westlichen Armeen die größten CO2 Erzeuger der Welt sind.

„In Sachen Erdölverbrauch ist das Pentagon somit weltweiter Spitzenreiter. Laut der amerikanischen Umweltjournalistin Johanna Peace ist die US- Armee für 80% des amerikanischen Energieverbrauches verantwortlich. Dem CIA-Factbook zufolge verbrauchen nur 35 von 210 Ländern täglich mehr Öl als das Pentagon. Mittlerweile machen Wissenschaftler das US- Militär für den Klimawandel mitverantwortlich. Steve Kretzmann, Direktor der Organisation ‘Oil Change International’, hatte errechnet, dass amerikanische Streitkräfte während des Irakkrieges allein im Zeitraum 2003 bis 2007 an die 141 Millionen metrischer Tonnen an CO2 freigesetzt haben.“ (17 )

Mit Demonstrationen gegen Krieg und Sanktionen hätte man nicht nur das Leid von Menschen sofort und unmittelbar bekämpft, sondern auch den Klimawandel, gegen den die Jugend gerade auf die Straße geht. Einziger Haken an der Sache: Das Establishment würde diese Demonstrationen nicht verständnisvoll wohlwollend begleiten, denn …

Im November 2003 unterschrieb der ehemalige US- Präsident George W. Bush ein Gesetz, welches das US- Militär von jeglichen Umweltauflagen befreite.“ (18)

Quellen:

  1. https://1-stromvergleich.com/strompreise-in-europa/
  2. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiepolitik-deutschland-treibt-den-ausstieg-voran-doch-weltweit-boomt-die-kohle/23141178.html?ticket=ST-1600777-HMHvg2B4xvGZfPyzocIS-ap1
  3. Wikipedia zu Richard Lindzen verweist auf: Science and Politics: Global Warming and Eugenics (PDF; 49 kB) von Richard S. Lindzen, Sloan Professor of Meteorology, M.I.T., 31. August 1995, in: From Risks, Costs, and Lives Saved, R.W. Hahn, editor, Oxford University Press, New York, 1996.
  4. Jung, Matthias, Öffentlichkeit und Sprachwandel – Zur Geschichte des Diskurses über die Atomenergie, Springer 1994. Seite 27.
  5. https://www.gegenfrage.com/co2-klimawandel-richard-lindzen/
  6. https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/schiffe-sind-besonders-dreckige-verkehrsmittel-schiffffahrt-will-die-maritime-energiewende-a2266359.html
  7. https://jomenschenfreund.blogspot.com/2016/10/todliche-sanktionen.html
  8. https://www.rubikon.news/artikel/woher-kommen-die-waffen
  9. https://de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua_v._United_States_of_America
  10. https://twitter.com/SecPompeo/status/1106647777700990977
  11. https://www.rubikon.news/artikel/der-verschwiegene-krieg
  12. Ebd.
  13. Jung, Tilo (2018) Krieg der Saudis im Jemen, 15. November, online: https://www.youtube.com/watch?time_continue=20&v=Y3DvQWx4lAI Seite zuletzt aufgerufen am 03.08.2018.
  14. Al Jazeera (2017) EU and UN: Saudi easing of Yemen blockade not enough, 12. November, online: https://www.aljazeera.com/news/2017/11/eu-saudi-easing-yemen-blockade-171112114335190.html Seite zuletzt aufgerufen am 03.08.2018.
  15. https://www.rubikon.news/artikel/der-verschwiegene-krieg
  16. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-Waffen-werden-im-Jemen-eingesetzt-article20875756.html
  17. https://denkbonus.wordpress.com/2011/01/31/die-schmutzige-wahrheit/
  18. Ebd.

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61 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Wenn Kinder des Mittelstandes demonstrieren

  1. Ich bin der Meinung, dass Greta genau das sagt, was sie denkt, Dass sie so erfolgreich war, und viele ihr geholfen haben, macht sie natürlich verdächtig. Aber vielleicht wollen die Leute ja ihre Haut retten, weil sie auch den Klimawissenschaftlern glauben. Denn Greta vertritt ja nur das, was die überwiegende Klimawissenschaft aus allen beteiligten Ländern sagt…
    Und natürlich ist das Pentagon einer der Hauptsünder, was das CO2 angeht, von ihren völkerrechtswidrigen Morden ganz abbesehen… Mal sehen, was jetzt passiert. Greta hat ja inzwischen viel Unterstützung und alle werden sie nicht fallen lassen…
    Unsere Merkel hatte ja in München die These vertreten, Greta sei ein Teil der hybriden Kriegsführung der Russen… Als sie den Hype sah, den Greta losgetreten hat, hat sie, wie sie das so gut kann, pragmatisch ihre Haltung um 180° geändert…

    • Ich finde, daß Herr Rupp eine tolle Arbeit abgeliefert hat; er macht vor, wie es sein könnte und wie es sein müßte, wenn die Bewegung wahrhaftig wäre und nicht im Sinne der Herrschenden.
      Besser konnte er eigentlich schwerlich entlarven, was da passiert. Ein paar Sekunden lang habe ich mir gewünscht, es wäre tatsächlich zu einem Selbstdenken gekommen.
      Aber wie Sie sagen: dazu bedarf es wohl der Wunder.

      Aus Ihrem verlinkten Artikel: “ …dass man über eine generelle “Bepreisung” von Kohlendioxid-Emissionen nachdenken müsse.“
      Dieser Wahnsinn soll also bis zur letzten Konsequenz durchgezogen werden. Es ist unglaublich, wie unverfroren da vorgegangen wird.
      Wie kann jemand für 5 G sein und gleichzeitig der CO2-Religion angehören?
      (Da wegen 5 G Hundertausende von Bäumen draufgehen werden, wahrscheinlich sogar mehrere Millionen – die besten CO2-Speicher, die wir kennen?)

      Allein das müßte doch eigentlich genügen, den Schwindel für aller Augen sichtbar zu machen.

  2. Lieber Herr Mitschke sorry für den scharfen Ausdruck „lächerlich“ weiter unten . Ich habe Ihre Antwort gelesen und ich sollte vielleicht sagen, dass ich den Artikel im restlichen Teil sehr gut finde . ( bis auf das angedeutete bezweifeln des Klimawandels ). Aber es ist so: es gibt extrem wenig politisches Bewusstsein was kein Zufall ist aber wir werden es bestimmt nicht erreichen, dass es steigt wenn wir jene als Handlanger der Regierung darstellen, die am Weg sind politisches Bewusstsein zu erlangen . ja es gibt auch NGOs die den Regierungen zuarbeiten. Und ich habe auch eine Zeit gebraucht, bis ich das durchschaut habe. Und, ja wir müssen alle schnell lernen es bleibt nicht viel Zeit, Aber wir werden auf jeden Fall scheitern, wenn wir nicht alle nur möglichen Menschen mit einbeziehen, ( außer Provokateure und Spitzel). stellen Sie sich vor, die Kids gehen auf kenfm und lesen Ihren Artikel . es ist klar, dass sie dann nicht mehr auf kenfm gehen werden. Das ist es, was ich meinte
    Liebe Grüße Bertram

    • Hallo Herr Bertram,

      danke für die Mühe der Stellungnahme. Bei KenFM und bei Rubikon kommen beide Meinungen zur Sprache. Einerseits die bedingungslose Unterstützung des Entstehen eines politischen Bewusstseins, andererseits das kritische Hinterfragen der Förderer und Quellen der spezifischen Bewegung. Beides hat seine Berechtigung.

      Es ist wichtig. Die Kinder sollten von Anfang an lernen, dass a) ALLES zu hinterfragen ist und b) andere Meinungen zu respektieren sind, und auch ihre Gründe haben. Außerdem sollten sie c) darauf aufmerksam gemacht werden, was #TeileUndHerrsche bedeutet. Denn woanders werden sie nichts davon hören.

      Als ich Anfang der 1970er Jahre ähnlich wie die Jugend heute, voll dem Club of Rome und seinen wissenschaftlichen Analysen vertraute, und in eine ähnliche Panikattacke verfiel, wie die jungen Leute heute, hat sich niemand mit mir auseinandergesetzt, sondern ich musste mir erst viele Jahre später mühevoll erarbeiten, was passiert war.

    • Hallo, Herr Mitschka, ich freue mich sehr, daß mal ein Artikel von Ihnen so aktiv kommentiert wird. Ich habe Ihre so sorgfältige, gut recherchierte und behutsame Arbeit in vielen Artikeln sehr genossen und bedauert, daß so gar keine sichtbare Resonanz (im Kommentarverhalten) zu beobachten war. Ist bestimmt nicht einfach, meist so in den leeren Raum hineinzuschreiben, denn wer freut sich nicht über Feedback?

      Auf dieser Seite bin ich vor allem bei RALO und finde nicht, daß Ihnen irgend ein Desinformationsstandpunkt vorgeworfen werden kann. Es könnte ja kaum etwas weniger zutreffend sein, wie ich finde. Schade finde ich, daß man seitens KenFm dem destruktiven Tun eines Kommentierenden kein Riegel vorgeschoben wird. Da werden wichtige Diksussionen zerstört und ein vernünftiger Austausch unmöglich gemacht.
      Ich bin der Meinung, daß jener Kommentierende schon unter vielen verschiedenen Namen aufgetaucht ist, alle kulturell positiv konnotiert, was er dann aber leider völlig ad absurdum führt.

      Gestern abend habe ich ein Video entdeckt, das mich die halbe Nacht nicht hat schlafen lassen. Ich verlinke es unten, vor allem auch wegen des Punktes b), den Sie hier anführen und ganz ohne jetzt vollständig das, was diese mutigen, gepeinigten, angespuckten und bedrohten Frauen, die sich in einer unmenschlichen Streß- und Notsituation am Mikrophon aussprachen, verteidigen zu wollen. Deren Position ist jedoch für mich in vielem nachvollziehbar und nachfühlbar und sollte nicht durch Trillerpfeifen übertönt werden. Völlig entsetzt war ich angesichts dessen, was die M-Jugend da aufgeführt hat, auch noch angestachelt und aufgehetzt, so wie ich das sah, von mindestens zwei Politikern mit öffentlichen Ämtern. Was für ein Armutszeugnis.
      Ich glaube nicht, daß die noch zu erreichen sind. Der Vergleich zur HJ und den Gauleitern liegt nahe. Und es drängt sich der Verdacht auf, daß diese Greta-Geschichte vor allem dazu dient, die Jugend in genau der Richtung zu indoktrinieren, wie wir sie hier hautnah miterlegen müssen.
      Übrigens nur was für Menschen mit starken Nerven und vielleicht auch einem dicken Fell.

      https://www.youtube.com/watch?v=jAL-5iElSrE

    • Ob dieses Video irgend jemand angesehen hat?
      Und falls ja, was löst das bei Euch aus?

      Angesichts des Ausmaßes der Hysterie, des Wahnsinns und der Gewalt, die da an den Tag gelegt wurde,
      fragte ich mich, ob da nicht bereits völlig verrückt machende Mikrowellen zum Einsatz gekommen sind.

      Ist das sehr abwegig?

      Interview mit Mikrowellenexperte (ex) der englischen Navy:
      60 verschiedene Frequenzen wurden erforscht, die ca. 200 verschiedene Krankheiten beim Menschen erzeugen können.
      Wer glaubt, daß nicht zur Anwendung käme, was das Militär erforscht …..

      kla.tv/14078?autoplay=true

      „In diesem ersten Teil des Interviews berichtet er über die Kriegsführung mit Mikrowellen, die bereits seit 1949 eingesetzt werden. Sehr kurzwellige Mikrowellen wie bei 5G, auch Millimeterwellen genannt, können laut Dr. Trower beim Menschen zu schweren Schäden an Gehirn und Nerven führen. Er stellte in seinen Militärzeiten eine Liste von ca. 60 verschiedenen Impulsfrequenzen zusammen, die ca. 200 verschiedene Krankheiten beim Menschen hervorrufen können. Heutzutage sei die Liste von 60 auf rund 750 verschiedene Impulsfrequenzen gestiegen. Diese wirken im menschlichen Körper auf die ca. 1500 nachgewiesenen biologischen Strukturen ein. Die kombinatorischen Auswirkungen der Schadfrequenzen sind hierbei noch gar nicht berücksichtigt. Dr. Trower erklärt auch, warum Mikrowellenstrahlung Krebs auslösen kann.
      Weiter zeigt er auf, wie ebenso Tiere und vor allem Insekten gefährdet sind. Die aber sorgen zu 80% für die Bestäubung unserer Pflanzen und stellen somit weltweit unsere Nahrungsversorgung sicher.
      Experimente zeigten, dass Mikrowellen bis zu 90% der Insektenarten innerhalb weniger Generationen vernichten. Das dramatische Ausbleiben der Insekten schon im letzten Jahr gibt hiervon ein erschreckendes Zeugnis.“

    • Ich merke gerade, daß die Liste der 60 erforschten Impulsfrequenzen des Militärs inzwischen auf 750 getestete angewachsen ist.
      Was man damit wohl alles auslösen kann?

  3. @RALO
    Was Ihr Wettern gegen CO2-Steuern anbetrifft: Thema verfehlt!
    Weder bei den Schülerdemos, noch im Desinformationsstandpunkt von Herrn Mitschka ist von CO2-Steuern die Rede.
    Und erst Recht nicht bei den über 23000 Wissenschaftlern, welche sich hinter die Anliegen der Schüler stellen.
    Sie selbst gestehen ein, dass CO2-Steuern nichts mit Klimaschutz zu tun hätten. Dennoch drehen sie sich gebetsmühlenartig thematisch verfehlt um CO2-Steuern und glauben damit, ihre krude These zu belegen, während es den Schülern um tatsächlichen Klimaschutz geht! Wie das angeblich zusammenpasst können Sie offensichtlich nicht erklären.

    Mitschka behauptet „Kinder [würden] des im Prinzip gut situierten Mittelstandes im Sinne der Regierenden demonstrieren“.
    Nochmals extra für Sie zum Mitlesen: eine PROTESTdemo im Sinne der Regierenden!? Das allein ist schon ein knallharter innerer logischer Widerspruch! Die Schüler haben eben nicht abgefeiert, dass die Regierung so toll Klimaschutz betreibt, sondern demonstrieren, dass die das Gegenteil macht! Wie soll das im Sinne der Regierenden sein können? Und entgegen ihrer realitätsvergessenen Behauptung ließ sich anhand diverser konkreter Entscheidungen nachweisen, dass die Regierungen tun was sie oder Geldmächtige, Großkonzerne oder das Bankenkartell wollen, ohne „die Menschen mitzunehmen“ – mitunter sogar knallhart gegen deren Willen. Wenn also die Regierung Klimaschutz wollte, dann bedarf es dafür nicht der Unterstützung durch Schülerdemos – das könnten die ganz allein. Aber die Regierung will eben nicht. Ergo: Mitschklas Behauptung ist vollkommen absurd.
    Dennoch pflichten sie diesem logischen Unfug von Mitschka vollumfänglich bei?!

    Überhaupt pauschalisieren sie immer wieder, anstatt angemessen zu differenzieren. Damit werden sie der Sache nicht gerecht. Sie behaupten pauschal bzw. undifferenziert

    1) „die Politik“ unterstütze ohnehin die Schülerdemos. In Wahrheit sind es ein paar Politiker aus der Opposition. Und das auch nur mit Worten. Von einer „Unterstützung“ der Regierung mit Taten kann hingegen keine Rede sein.

    2) „die Finanzindustrie“, aber im Spiegel-Artikel (ein Blatt, welches alles andere als eine glaubwürdige Referenz ist) ist tatsächlich nur von „Finanzkonzerne“ und nicht pauschal „der Finanzindustrie“ die Rede. So heißt es sogar im von ihnen bemühten Spiegelartikel selbst, „zumindest Teile der Wirtschaft“. Teile! Nicht alle! Also eben NICHT „die Finanzindustrie“.

    3) „Noch mehr Steuern kann dieses Land nicht mehr packen“. Doch, die Extremreichen problemlos!

    Sie outen sich, dass es sich Ihrer Nachvollziehbarkeit entzieht, dass die Öl- und Kohlekonzerne auf einer anderen Seite stünden und würden größere Geschäfte machen.

    Dazu gern eine kleine Nachhilfestunde:
    Unter den Top 20-Konzernen der Welt mit dem höchsten Marktwert befinden sich 4 Ölkonzerne, unter den Top 30 sieben. Aber unter den Top 100 nicht ein einziges EE-Unternehmen!
    Dass eine Energiewende weg von fossilen Energieträgern das Geschäftsmodell von Ölkonzernen und der Kohleindustrie fundamental konterkariert können sie nicht nachvollziehen? Das soll man ernst nehmen?

    Einig sind wir uns nur in zwei Punkten:
    I) Dass die Finanzindustrie extremst mächtig ist! Wenn diese also TATSÄCHLICH wollte, dass die Regierung Klimaschutz betreibt, dann wäre das längst der Fall. Nachgewiesenermaßen ist dem aber nicht so. Damit bricht das gesamte Kartenhaus ihrer [und Mitschkas] Pseudoargumentation zusammen.

    II) Dass CO2-Zertifikatshandel (zumindest derzeit) rein gar nichts mit Klimaschutz zu tun hat. Wenn also manche Finanzkonzerne ein Geschäft mit CO2-Zertifikaten machen möchten, dann ist das doch kein Beleg, dass „die Finanzindustrie“ tatsächlich Klimaschutz – also u.a. auch eine Energiewende – will. Erst nachdenken, dann rumtröten!

    Noch etwas: warum unterstellen sie mir zutiefst unehrlich, ich würde das „linke Politik“ nennen, obwohl diese Wortkombination in meinen Kommentaren nicht mal auftaucht ? (DAS ist heftig!) Den asozialen neoliberalen Dreck der Regierung „linke Politik“ zu nennen, würde mir nicht mal im [Alb-]Traum einfallen.

    In Frankreich demonstrieren die Gelbwesten gegen die zutiefst asoziale Politik des Neoliberalen Macron, der erst den ohnehin Extremreichen durch Streichung der Reichensteuer erneut Geldgeschenke macht und dann der Masse der Gesellschaft noch tiefer in die praktisch leeren Taschen greifen will. Dieser Sachverhalt ist doch zum Beleg ihrer kruden These völlig ungeeignet.

    Dass sie behaupten, die nicht nur von mir, sondern vielen anderen Experten ebenso kritisierte Politik existiere nur in meinem Kopf, zeugt einmal mehr vom Realitätsverlust, dem Sie offenkundig unterliegen. Gute Besserung!

    Links bringen sie in der Tat viele: Mitunter aus zutiefst dubiosen Quellen, wie z.B. „die kalte sonne“ – ein absurde Webseite aus dem Klimanwandelleugnerlager. Der Punkt ist nur: diese Links sind nicht ansatzweise in der Lage ihre krude These zu belegen, dass angeblich „die Finanzindustrie“ Klimaschutz wolle. In sofern sind die Links Lesertäuschung und Desinformation.

    Noch etwas an die Claqueure: Dass es Personen gibt, die groben Unfug wie Mitschka oder Ralo behaupten: geschenkt. Aber dass dieser Unfug ausgerechnet bei Teilen der KenFM-Zuhörer- bzw. Leserschaft auf solchen Zuspruch stößt, ist erschreckend.

    • Ich finde es bedauerlich, dass Sie sich derart emotional mit RALO auseinandersetzen.

      Es wäre wichtig eine Diskussion zu führen, ob nicht die Tatsache des menschengemachten Klimawandels von interessierten Kreisen für ganz andere Zwecke instrumentalisiert werden soll. Dass die Tatsache, dass nicht alle Mächtigen im real existierenden Kapitalismus die gleichen Interessen haben, ist eine Binsenweisheit und so kann es nicht verwundern, dass es auch im Mainstream unterschiedliche Meinungen dazu gibt, was aber die Möglichkeit der Instrumentalisierung nicht ausschließt.

      Dass ein gutes Ziel für ganz andere Interessen benutzt wird, ist historisch die Regel: Mir ist keine Dikatur bekannt, die mit dem Ziel der Unterdrückung der Massen angetreten wäre – obwohl es der Zweck war, was auch für die unterschiedlichen Spielarten des Sozialismus gilt. Stets war es das materielle und/oder spirituelle Heil, um das sich die Herrschenden oder herrschen Wollenden „sorgten“.

      So wie der Sozialismus nicht zur Befreiung der Massen geführt und nur eine Herrschaftsschicht gegen eine andere ausgetauscht hat, so könnte auch der Kampf gegen den Klimawandel dadurch entgleisen, dass zwar viele Elektroautos fahren, wir aber in der einen oder anderen Dystopie aufwachen. Und wenn man sich dabei unseriöser Webseiten bedienen muss, um auf eine interessante Spur zu stoßen, dann sei es so. Schließlich muss auch ein Kriminalist bei seiner Arbeit allen, auch den unangenehmen Spuren nachgehen.

    • @etwasvernunft:
      Danke, aber ich lasse es. Logos lebt in seiner eigenen Welt in seinen fest umrissenen Grenzen, da haben andere keinen Zutritt. Die Hälfte seiner Beiträge sind Selbstgespräche über Themen, die mich weder interessieren noch von mir angesprochen wurden. Ansonsten wiederholt er zum x-ten Mal, er habe mich widerlegt (leider weiss er nicht was eine Widerlegung eigentlich ist.). Das Beste ist, ihn in diesem Glauben zulassen. Besser als noch mehr von diesen Ergüssen lesen zu müssen. Auch hier wieder so ein Beispiel, bei dem ich mir nur an den Kopf langen kann: In Frankreich sind die Menschen nachweislich auf die Straße gegangen, weil sie sich 2 Euronen pro Liter nicht leisten können (Nachweise habe ich vorgebracht). Logos dreht das einfach um. CO2 kommt nicht mehr vor und nun kommen lauter Dinge, die er machen würde, wäre er Präsident in Frankreich (nicht falsch verstehen: die würde ich auch machen, aber wen interessiert das??). Und weil seine Sicht nicht umgesetzt wurde, deswegen demonstrieren die Menschen. Sorry, aber das ist mir dann doch zu abgefahren 😉 Wir haben nicht einen Quadratmillimeter gemeinsame Basis, auf der man aufbauen könnte. Deshalb bin ich hier weg. Viel Spaß noch mit dieser Ego-Ralley 😉

    • @etwasvernunft
      Ich finde es bedauerlich, dass sie mir emotionales Auseinandersetzen mit Ralo unterstellen, obwohl ich in Wahrheit jede Menge Sachargumente vorgebracht habe, mit denen Sie sich augenscheinlich überhaupt nicht auseinandergesetzt haben. Ich habe Ralo doch in multipler Hinsicht Desinformation nachweisen können. Juckt Sie das nicht?

      Die haarsträubenden und unsachlichen Unterstellungen von Ralo in https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-wenn-kinder-des-mittelstandes-demonstrieren/#comment-159991 mir gegenüber kritisieren sie nicht. Warum nicht?
      Zweierlei Maß?

      Sicher muss eine Diskussion geführt werden. Aber doch bitte mit validen und stichhaltigen Sachargumenten und nicht der themenverschiebenden Pseudoargumentation von Ralo. Und wenn Sie schon „Instrumentalisierung“ ansprechen, warum dann nicht die der Öl- und Kohleindustrie in Richtung Torpedierung einer Energiewende?
      Doppelstandard?

      Es gibt auch jenseits eines menschengemachten Klimawandels genug valide Sachargumente für eine kompetent geregelte Energiewende! Das ist, was zählt. In erster linie sollte der Missbrauch thematisiert werden. Die Instrumentalisierung ist demgegenüber nachrangig.

      Hier geht es übrigens nicht um „Meinungen“, sondern harte Naturwissenschaft und technische Fachexpertise.
      Aber wenn Sie schon Binsen ansprechen: dass die mächtigsten Konzerne (u.a. Ölkonzerne, aber nicht EE-Unternehmen) auch über die größten finanziellen Mittel verfügen, um in ihrem Sinne Lobbyismus zu betreiben, d.h. den menschengemachten Klimawandel zu leugnen und eine Energiewende zu hintertreiben, sollte doch unstrittig anerkannt werden. Ralo aber kritisiert nicht diese Elefanten, sondern irgendwelche Mücken.

      Es liegt in der Natur der Sache, dass Konzerne versuchen, gute Ziele für ihre Interessen zu missbrauchen. Aber der Missbrauch ändert doch nichts am guten Ziel. Also muss doch der Missbrauch und nicht das gute Ziel kritisiert werden.

      Schon mal in Erwägung gezogen, dass kritisch denkende Menschen instrumentalisiert und missbraucht werden, um im Sinne der Ölkonzerne und Kohleindustrie gegen die Energiewende zu hetzen? Einfach mal die Schlussbemerkung von https://kenfm.de/tagesdosis-16-3-2019-das-netzwerk-wie-neoliberale-think-tanks-systemkritiker-lenken/ lesen!

      Ohne Zweifel muss mit hinreichnder Fachexpertise geprüft werden, ob Maßnahmen auch geeignet sind, das Ziel zu erreichen. Ob in diesem Sinne Elektorautos wirklich zielführend sind, wage ich als Maschinenbau-Ing zu bezweifeln. Mir schwebt da ein ungleich bessere und ressourcenschonendere Maßnahme vor.

      Dass unseriöse Webseiten eine „interessante Spur“ eröffnen, ist eher abwegig. Also bitte gern auch unangenehmen Spuren folgen, aber bitte keinen gefakten. Und wenn man eine Mäusespur findet, möge man doch bitte zuerst und vor allem die Elefantentrampelspuren (Ölkonzerne und Kohleindustrie) überall herum thematisieren.
      Danke.

    • @Ralo: es ist genau diese selten dreiste Faktenumkehr, die hinreichend wahrheitsbewußte Menschen auf die Palme treibt: Ihr unsachlicher Vorwurf ist doch reine Projektion.
      Ich gehe im Detail auf ihre Behauptungen ein und widerlege diese mit stichhaltigen Sachargumenten und Belegen
      Sie hingegen tragen mir ihre haltlosen Unterstellungen an, lenken vom Thema ab und gehen eben nicht auf meine Gegenargumente und Fakten ein, welche ihre Behauptungen widerlegen, sondern flüchten sich in Ignoranz.
      Das spricht doch für sich:
      Offenkundig sind sie selbst es doch, der in seiner eigenen Welt in seinen fest umrissenen Grenzen lebt.
      Ihre haarsträubender Anwurf strotzt nur so vor unfreiwilliger Selbstbezüglichkeit.

      Der Rest ihres Ergusses zeugt vom ihrem tief gespaltenen Verhältnis zur Wahrheit.
      Möglicherweise funktioniert es bei ihresgleichen, anderen ihr Versagen, Unvermögen und Beratungsresistenz anzudichten. Bei mir nicht.

      Dass CO2 bei mir nicht mehr vorkommt ist doch eine glatte Lüge! Nichts dergleichen hatte ich geschrieben. Wenn aber Ralo nicht einmal zwischen CO2 und einer CO2-Steuer (DAS war Ralos themenverschiebender Fetisch, den ich kritisierte) unterscheiden kann oder will, dann zeugt das entweder von dessen intellektueller Überforderung oder seiner Unehrlichkeit.

      Nirgendwo schrieb ich, was ich machen würde, wenn ich Präsident in Frankreich wäre. Auch das ist glatt gelogen.
      Eben wie dessen Implikation, ich hätte behauptet, deswegen demonstrieren dort die Menschen, weil meine Sicht nicht umgesetzt wurde. Auch ne glatte Lüge.
      Das angesichts dieser multiplen Lügen ausgerechnet der Lügner von „doch zu abgefahren“ fabuliert, ist erneut nur Projektion.

  4. RALO, vielen Dank für die Informationen, die ich nicht kannte.
    Für mich sind das jetzt weitere Puzzle-Teile; aber klar ist für mich überhaupt nichts.
    Ich hoffe, dass sich jemand wie z.B. Norbert Häring des Themas annimmt und von
    allen Seiten beleuchtet.
    Von Weizsäcker spricht ab Min. 30:24 von der US-Finanzwirtschaft
    und welchen Einfluss die Koch-Brüder hätten. Trump würde einerseits offiziell das
    Klima-Thema abtun, würde aber Geoingineering extrem forcieren, also finanzieren.
    Als Bsp. solcher Forschung nennt er die Sulfatwolke, um die Sonneneinstrahlung
    zu reduzieren.
    https://www.youtube.com/watch?v=ukBJaF16kHw
    Was auch interessant ist in diesem Video, ist das, was er über die Forschung im B
    Bereich synthetischer Biotechnologie sagt. In Min. 32:09.

    https://www.youtube.com/watch?v=NNnwdhnlkcs

    Alles in allem sind seine Argumentationen im Technik-Effizienz-Bereich für mich
    nachvollziehbar. Und von ökonomischen Zusammenhängen versteht er sehr viel.
    https://www.youtube.com/watch?v=JyDvSBRScMc

    https://www.youtube.com/watch?v=v1rtnQJLdiY

    Was mir nicht gefällt, sind seine politischen Ansichten, z.B. über die Erfolge der EU-
    Erweiterung und sein EU-Optimismus.
    Das mindert für mich aber nicht das, was er als Physiker schlussfolgert.

    RALO, dass Umweltverbrauch einen Preis haben soll, sagen alternative Ökonomen
    schon lange. Gleichzeitig wird dann eine Beschäftigungs- und Sozialpolitik gefordert,
    die es den Menschen ermöglicht, ein gutes Auskommen zu haben, und das sogar mit
    eingepreistem ‚Umweltverbrauch‘ (ehrliche Preise, nennt man das schon sehr lange).
    Das mag utopisch klingen, wäre aber sicher sinnvoller, als den ‚Umweltverbrauch‘
    zu behandeln, als hätte er den Wert Null mit irrsinnigen Folgekosten für die Steuerzahler,
    wenn ‚Reparaturen‘ nötig werden bzw. hochgiftige Abfälle ordentlich entsorgt werden sollen. .

    Beunruhigt bin ich über all die Aussagen um das Thema Nudging oder steuern und kontrollieren. V. Weizsäcker spricht von Individualität im Privaten, aber von einer
    Gemeinschaft wie bei den Bienen zum Wohle der Allgemeinheit.
    Ich bin sogar sehr für Gemeinwohl, Gemeinwohlökonomie, meine aber, dass gut
    informierte Menschen unter demokratischen Verhältnissen (Prof. Maus,
    Prof. Mausfeld) zu Abstimmungsergebnissen kommen, die das Gemeinwohl zum
    Ziel haben, ohne die Freiheit der Menschen mehr als nötig einzuschränken (durch
    gemeinsam festgelegte Regeln).
    Inwieweit v.Weizsäcker & Co. so eine Demokratie begrüßen, das wäre neben dem
    Status Umweltpolitik mein 2. Anliegen, das mich interessiert und wobei ich mir
    eine Klärung wünsche.

    • Ich danke Ihnen für die Links zu den beiden Interviews mit U. Weizsäcker!
      Sehr Aufschlussreich – denen ist so manches Erhellendes zu entnehmen.
      Der kruden These von Ralo hingegen, wonach angeblich „die Finanzindustrie“ für Klimaschutz wäre, kann ich mangels Fakten und Logik rein gar nichts abgewinnen.

      Auch die in dieser Tagesdosis https://kenfm.de/tagesdosis-16-3-2019-das-netzwerk-wie-neoliberale-think-tanks-systemkritiker-lenken/ erläuterten Zusammenhänge widerlegen Ralos Behauptung. Die Schlussbemerkung scheint auf Ralo und Konsorten wie die Faust aufs Auge zu passen:

      „Dass es den marktradikalen Profit-Globalisten mit einer ausgefeilten neoliberalen Propaganda-Maschine gelungen ist, sich selbst von Scharen vermeintlich „Aufgewachter“ als Vorhut der „Systemkritik“ bejubeln zu lassen, ist wahrlich der Clou des 21. Jahrhunderts.“

      Was Ralo neben vielem anderen nicht begriffen zu haben scheint:
      Die Absicht gewisser Akteure, mit CO2-Zertifikaten mehr Gewinn zu machen ist das Eine – und berechtigte Kritik an diesem Unwesen rennt bei mir offene Türen ein – eine sinnvolle Umweltschutzabgabe, welche verantwortungslose Unternehmen zur Kasse bittet und verantwortungsvolle unterstützen würde, etwas ganz anderes.

      Ralos Pseudokritik ist ähnlich verfehlt wie die Schuld für steigende Strompreise der Energiewende anstatt den wahren Ursachen zuzuweisen:

      1) Dem Umstand, dass 60% des Stroms immer noch aus fossilen oder nuklearen Energieträgern gewonnen werden, die auch ständig teuer werden.

      2) Der Privatisierung der Energieversorgung und der Netzinfrastruktur, so dass sich nun im Gegensatz zu früher wenige Extremreiche auf Kosten der Gesellschaft bereichern können.

      3) Ein Energieerzeugeroligol, welches seine Marktmacht missbraucht, um Großverbrauchern Sonderkonditionen gewähren zu können, was von den Normalverbrauchern mit umso höheren Kartellpreisen wieder reingeholt wird.

      4) Eine verfehltes EE-Gesetz, wo die Politik Normalverbraucher nötig, die Großindustrie zu zwangssubsventionieren, die sich nahezu komplett von der EEG-Abgabe freistellen lässt.

      5) Dem Umstand, dass eine hinreichend kompetent gesteuerte Energiewende von der Regierung torpediert wird, wo es nur geht, obwohl diese sowohl Arbeitsplätze schaffen wie auch die Stromkosten senken würde (zumindest langfristig).

  5. Ich bin da ganz bei Jochen Mitschka. Die Dinge sind eigentlich völlig klar und ich sehe den Diskussionsgegenstand gar nicht. Die Finanzindustrie drängt uns zu radikalem Klimaschutz:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/klimakonferenz-in-katowice-finanzkonzerne-fordern-regierungen-zum-handeln-auf-a-1242765.html
    Die Finanzindustrie steckt beim Klimaschutz bis zum Hals mit drin und verdient sich dumm und dämlich am Klimaschutz:
    https://www.washingtontimes.com/news/2015/aug/11/climate-change-industry-now-15-trillion-global-bus/
    Und die Politik, die ja ohnehin die Schülerdemos unterstützt, will eine CO2-Steuer erreichen, die sich die mittleren und unteren Schichten nicht leisten können:
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gutachten-benzin-und-heizoel-koennten-teurer-werden-merkels-berater-fordern-co2-steuer/24042222.html?fbclid=IwAR2XKvTaDYbWfv4RMasGdw8s-n4tk5dvdzCuRG2c5ILfzGPY51ne17pBgUo&ticket=ST-165899-PYvdVaucvt4a9wogctqx-ap1
    Noch mehr Steuern kann dieses Land nicht mehr packen, und mit Klimaschutz haben diese Steuern nur insofern zu tun, als dass die Menschen mit wenig Geld in der Tat weniger CO2 verbrauchen werden, weil sie es sich schlicht nicht leisten können. Das ist alles Mögliche, nur ist das sicher keine linke Politik.
    Bei diesem Thema sind eine Menge Mythen im Umlauf, die zwischenzeitlich ein Buch füllen würden. Da ist z.B. der Mythos, die Autonindustrie würde sich ja gegen den Klimaschutz stellen (Folgerung: Autos = CO2 = schlecht = Industrie will nur Geld verdienen – was stimmt, nur andersrum). Edenhofer vom PIK sitzt im Nachhaltigskeitskomitee bei VW und VW und BMW stopfen Unmengen Knete in PIK-Projekte:
    https://www.pik-potsdam.de/research/projects/externally/@@externally-funded-projects-table/completed?fbclid=IwAR01sc0_6k5l8yxQbT83zGgiFPlmYsqkw5Tk5Lw671yRpVCX8Z2L5ZgrQKQ
    Und Edenhofer sitzt nicht nur um PIK und sondern auch bei der Mercator-Stiftung, die solche Sachen wie die klimafakten.de finanziert:
    https://www.oekologische-plattform.de/2014/09/vorsicht-beim-think-tank-mercator-institut-ratschlaegen-des-ipcc-weltklimarats-und-der-agora-energiewende/
    Der andere Finanzierungspartner ist die European Climate Foundation, die ihr Geld von den US-Milliardären bezieht
    http://www.kaltesonne.de/?p=20772
    Und jetzt schauen wir mal wer wirklich die Lobbyisten hat:
    https://lobbyfacts.eu/representative/6a52f0daed7f4c71b9aa3907469c3fa4/european-climate-foundation
    Sieben akkreditierte Lobbyisten allein im EU-Parlament und 79 Treffen allein im Jahr 2017 mit der EU-Kommission.
    Ich kann nur empfehlen nochmal drüber nachzudenken, auf welcher Seite das Großkapital beim Thema Klima wirklich steht und was wirklich deren ZIel ist. Obwohl das absolut offensichtlich und alles andere als geheim ist, muss ich es nochmal hier hin schreiben, weil bei diesem Thema die Uhren anders ticken: es geht um die Einführung einer CO2-Steuer. Nach meiner bescheidenen Meinung ist das der neoliberale Endsieg.

    • Ich bin da überhaupt nicht bei Mitschka. Offenkundig sind Ihnen die Dinge nicht klar, denn sonst wären Sie nicht „ganz bei ihm“. Siehe auch meine Einwände [0].

      Dass uns „die Finanzindustrie zu radikalem Klimaschutz drängt“ ist nur eines: radikaler Unfug. Wäre dem tatsächlich so, wie der Spiegel behauptet, dann würde die Politik dem längst nachkommen. Das glatte Gegenteil ist der Fall: die Energiewende wird von der Regierung torpediert, wo es nur geht.

      BTW: die anti-Climate change industry (z.B. Ölkonzerne und Kohleindustrie) macht ungleich größere Geschäfte.

      Außerdem ist es eine glatte Unwahrheit, dass angeblich „die Politik“ die Schülerdemos unterstützt. Manche Politiker tun dies – mit WORTEN . I.d.R von der Opposition, die ohnehin keine entsprechende Gesetze machen können. TATEN auf der Regierungsseite jedoch sind eben nicht zu sehen:

      Die Kohlekommission fabuliert, dass ein Ausstieg aus der Kohle angeblich nicht vor 2035-2038 möglich sei [1]. Das sind die Fakten. Alles andere ist nur leeres Politikergewäsch: Dass Politiker schnell bei schönen Versprechungen und sehr langsam bei deren Umsetzung sind – bis hin zu glattem Wortbruch, muss ich Ihnen doch hoffentlich nicht erst erklären:

      „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch nach den Wahlen gilt.“
      – Angela Merkel,

      Berechtigte Kritik an einer verkommenen und pflichtvergessenen Politik ist doch kein Argument gegen eine kompetent geregelte Energiewende

      Selbst ihre leere Behauptung „Noch mehr Steuern kann dieses Land nicht mehr packen“ ist bestenfalls zu pauschal und schlimmstenfalls schlicht weg falsch: doch, die Extremreichen können sogar weit mehr Steuern packen! Im Gegenzug könnten die Mittel- und Unterschicht steuerlich entlastet werden. Die Regierung jedoch macht mit einem kaputten EE-Gesetz das glatte Gegenteil: Normalverbraucher werden genötigt, die Großindustrie zu zwangssubventionieren.
      Telepolis hat errechnet, dass der Strompreis bis zu 7,5 ct/kWh niedriger liegen KÖNNTE (Konjunktiv), wenn die Politik nur wollte und die Interessen der Gesellschaft repräsentieren würde [2]. Beides tut sie nicht. DAS sind die Fakten.

      Dass das Großkapital angeblich für Klimaschutz sei, ist doch hanebüchen: wäre es so, sähe die Realpolitik doch ganz anders aus! Unternehmen und Konzerne haben sich seit jeher gegen Umwelt- und Naturschutzgesetze gewehrt. Die mussten stets gegen deren Widerstand durchgedrückt werden. Die beherrschende Wirtschaftsdogmatik ist der Neoliberalismus, eine Umverteilungsideologie von arm nach reich im Sinne der Extremreichen. Und für diese Ideologie sind jegliche Umwelt- oder auch Klimaschutzgesezte „Verzerrungen des [heiligen] Marktes“, die es abzubauen gilt!

      Noch etwas Generelles:
      Die Behauptung, die Energiewende wäre zu teuer, ist reine FUD-Demagogie. Echte Fachleute, nicht verlogene Politiker und Maulhuren der Ölkonzerne, attestieren, dass in einer hinreichend fachmännisch gesteuerten Energiewende jede Menge Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland liegt [3].
      Als Dipl.-Ing. Maschinenbau habe ich mich intensiv in das Thema Energiewende eingearbeitet und gehe sogar einen Schritt weiter: langfristig würde eine hinreichend kompetent und zielführend geregelte Energiewende sogar für uns alle billiger werden, als ein „weiter so wie bisher“: es würden nicht nur jede Menge Arbeitsplätze geschaffen (weit mehr, als in der Kohleindustrie verloren gehen können), sondern obendrein würde der Strompreis SINKEN! Das würde zu wirtschaftlichem Aufschwung und einer steigenden Wohlstand für die Masse der Gesellschaft führen.

      Daher:
      Überhaupt gar keinen Dank für Ihre Desinformation (Neoliberalismus ist gegen, nicht für Klimaschutz). Im Gegenteil!

      [0] https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-wenn-kinder-des-mittelstandes-demonstrieren/#comment-159908
      [1] https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-09/kohleausstieg-kohle-kommission-2038-ronald-pofalla
      [2] „Wenn denn noch die oben beschriebene Last der Industriesubventionen mittels der EEG-Umlage von den Schultern der Verbraucher genommen würde, könnte der Haushaltsstrompreis auf einen Schlag um rund 7,5 Cent pro Kilowattstunde niedriger ausfallen“ https://www.heise.de/tp/features/Angstvokabel-Strompreis-4299360.html?view=print
      [3] https://youtu.be/OAoPkVfeTo0?t=2126

    • Ich will mal versuchen Ihren Argumenten zu begegnen:

      „Wäre dem tatsächlich so, wie der Spiegel behauptet, dann würde die Politik dem längst nachkommen.“

      Das wäre in einer Simulation so, aber nicht in der wirklichen Welt. Hier muss man immer noch die Menschen mitnehmen (s.u.), und bei Themen, bei denen das nicht geht, werden Möglichkeiten der Manipulation geschaffen, die das ermöglichen. Hier ein paar Beispiele in Stichwörtern, die sattsam bekannt sind: Brutkasten-Babies, Krankschwestern, Hilfslieferungen, Tonkin, Giftgas, Massenvernichtungswaffen, Bedrohung aus dem Osten… es ist leicht ersichtlich, dass es noch immer eine Notwendigkeit gibt die Menschen mitzunehmen.

      „Das glatte Gegenteil ist der Fall: die Energiewende wird von der Regierung torpediert, wo es nur geht.“

      Werfen wir mal einen Blick auf die Nachrichten von heute:

      https://www.focus.de/auto/news/eu-parlament-entscheidet-heute-zahlen-sie-bald-1500-euro-co2-steuer-im-jahr_id_10509331.html?fbclid=IwAR1UM1o-z0iZCVvXdXBR1Eq3qQFkgbDYSBF5fg5zt9vSKkilW-LJ_nnQQ78

      „BTW: die anti-Climate change industry (z.B. Ölkonzerne und Kohleindustrie) macht ungleich größere Geschäfte.“

      Sie hätten den Bericht aus dem Spiegel auch wirklich lesen sollen. Die dort angeführte Finanzindustrie ist 32 Billionen schwer. Vielleicht können Sie mit der Zahl nichts anfangen? Der US-Haushalt besteht aus 3,6 Billionen Dollar, und es ist eigentlich bekannt, dass sie die nicht haben und die Differenz gehört schon wieder der Finanzindustrie. Oder anders formuliert: diese Finanzindustrie muss die Welt nicht kaufen. Sie gehört ihr bereits. Wir befinden uns auch in einer ganz anderen Phase: es geht nicht darum Macht zu gewinnen. Die haben sie längst. Es geht darum diese Macht umzusetzen. Da sind wir gerade: wir erleben die Machtdemonstration des Kapitals.

      Wie Sie auf die Idee kommen, die öl- und Kohlekonzerne stünden auf einer anderen Seite und würden größere Geschäfte machen, entzieht sich vollständig jeder Nachvollziehbarkeit. Mehr als 32 Billionen US-Dollar?? Sie blicken hier nicht richtig durch. Was glauben Sie denn, wer darf denn Emissionsrechte handeln?? Glauben Sie ernsthaft, die Öl- und Gasindustrie lebt noch von Öl und Gas?

      https://www.zeit.de/2000/48/Schmutz_im_Angebot/komplettansicht

      https://www.erneuerbareenergien.de/archiv/legale-milliarden-gewinne-mit-gratis-zertifikaten-150-437-94547.html

      https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-03/emissionshandel-unternehmen-wettbewerbsfaehigkeit-europa

      https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/zertifikate/nachrichten/emissionszertifikate-das-milliardengeschaeft-mit-dem-abgashandel-seite-2/3531832-2.html?ticket=ST-1067856-KEQIcSa7hxhkLe7np0m9-ap4

      https://background.tagesspiegel.de/warum-der-europaeische-emissionshandel-wirksamen-klimaschutz-nicht-garantiert

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/emissionshandel-luftverschmutzung-macht-grosskonzerne-reich-a-1124172.html

      Ich gebe Ihnen auch eine kleine Rechnung mit auf den Weg, um Ihnen den Irrwitz einer CO2-Abgabe auf Sprit zu veranschaulichen, damit Sie sehen, dass das alles längst bezahlt ist und es nicht um CO2 sondern um das Abzocken geht: 1 Tonne CO2 wird für 5,- Euro gehandelt (schon jetzt muss was bei Ihnen klingeln). Der Staat nimmt 36,7 Milliarden aus der Energiesteuer für KFZs ein. Umgelegt auf den Gesamtausstoss auf CO2 von 152 Millionen Tonnen ergibt sich, dass der Autofahrer für eine Tonne bereits 237 Euro bezahlt (seite 11 in nachfolgendem Link).

      https://www.afm-verband.de/files/2714/9855/4362/MEW_Studie_01_17_Komplett.pdf

      Hier soll also der Arbeiter, der jeden Tag zur Arbeit fahren muss und dafür nichts weiter bekommt, noch weiter draufzahlen, nämlich nach Rechnung von Focus oben 90,- Euro pro 1000 km. Die Industrie aber handelt die Tonne für 5 Euro. Mit etwas Glück kommt Ihnen das wenigstens komisch vor. Und das nennen Sie dann linke Politik??? Ernsthaft?? Kommt Ihnen gar nicht in den Sinn, dass anhand der pausenlos demonstrierten Vergleiche das Ziel ein ganz anderes ist? Einschränkung der Mobilität des Fussvolks bei gleichzeitiger Rundum-Beraubung?? Und hier muss ich an das oben Gesagt anschließen: In Frankreich sind die Gelbwesten auf die Straße gegangen, WEGEN der CO2-Steuer, weil die sich den Irrsinn nicht länger leisten können:

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/frankreich-zwei-euro-fuer-den-liter-benzin-co2-abgabe-loest-proteste-aus-a-1238749.html

      Das soll links sein?? Makkaroni soll links sein??? Leben Sie auf dem Mond???
      Ihr „steigender Wohlstand für die Masse“ ist irgendwo am Champs-Élysées in Flammen aufgegangen…

      In Ihrer Antwort mache ich nun einen großen Sprung bis zum Ende, weil ich keinen Sinn darin erkennen kann, dass ich eine Politik kritisiere, die allein in Ihrem Kopf existiert. Ich würde auch viel anders machen, aber das interessiert außer mir selbst niemanden. Und so geht es mir mit Ihnen. Auch Ihre Wiederholungen („hahnebüchen“) kann ich mir schenken. Ich habe meine Belege abgeliefert. Was Sie damit machen ist allein Ihre Angelegenheit. Desweiteren fabulieren Sie im Fortgang vor sich hin. Ich habe an keiner Stelle behauptet, die Energiewende wäre zu teuer. Sie haben ja wirklich eine blühende Fantasie. Schlußendlich antworten Sie nicht mir sondern sich selbst, und zwar mit dem was Sie mir in den Mund legen, und so kommen Sie zu Schlußfolgerungen, die Ihnen bereits widerlegt habe. Sie bringen sogar Quellen um zu widerlegen was ich gar nicht gesagt habe. Ich habe wirklich gerade viel Spaß 🙂 Eine sonderbare „Diskussion“. Mir aber schließlich noch Desinformation zu unterstellen, wo ich mich sorgsam darum kümmere, überwiegend und manchmal sogar ausschließlich namhafte Quellen anzugeben, finde ich schon deftig.

    • RALO

      Ich füge meinem Danke noch ein Chapeau hinzu. Die beiden Beiträge sind hochinformativ. Da könnt Ken glatt ne Tagesdosis draus machen.

    • @RALO: Um auf Ihre Behauptungen einzugehen:
      Hier muss man die Menschen mitnehmen? Wie kommen Sie darauf? In welchen der folgenden Sachverhalte wurden die Menschen mitgenommen? Ein Realitätscheck:
      * Neoliberalismus? NOPE
      * Freihandelsabkommen? NOPE
      * Vertrag von Lissabon – Volksabstimmung in BRD? NOPE
      * Kriegseinsätze? NOPE
      * Rigoroses Vorgehen gegen Dieselskandalbetrüger? NOPE
      * EU-Urheberrechtsreform? NOPE!
      * Privatisierung von Bildung und Autobahnen? NOPE
      Praktisch alle relevanten relevanten Sachverhalte werden von der Politik entschieden, ohne die Menschen „mitzunehmen“. Sogar gegen eindeutig artikulierten Willen der Menschen (Freihandelsabkommen und EU-Urheberrechtsreform). Gerade hier auf KenFM wird regelmäßig der Sachverhalt thematisiert, dass wir in eine SCHEINdemokratie leben, wo die Regierung entgegen ihres Anspruch eben NICHT die Interessen der Gesellschaft vertritt. Die Studie des Armuts- und Reichtstumsberichtes (KenFm-Interview mit Paul Schreyer) hat das sogar glasklar bewiesen!
      In welcher Märchenwelt leben Sie?

      Nein, ersichtlich ist nur die Möglichkeit, Teile der Gesellschaft über die Massenmedien zu manipulieren, zu täuschen und zu belügen. Auch wenn sie das als „mitnehmen“ verbrämen wollen, dann widerlegt das nicht ansatzweise die Feststellung, dass eben nicht die Interessen der Menschen, sondern die von Geldmächtigen und Großkonzernen politisch umgesetzt werden:

      Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und Diejenigen, die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden“
      – Horst Seehofer

      „Deutschland ist ein Supertanker, aber im Führerhäuschen sitzt nicht der Bundeskanzler, sondern da sitzen die Leute, die hier auf dem Podium sind“
      – ehemaliger Dresdner-Bank-Vorstand Ernst-Moritz Lipp mit Blick auf rund 500 feiernde Finanzstrategen und Topleuten aus der Wirtschaft

      „Was wir haben ist eine Scheindemokratie … Was wir haben ist tatsächlich eine Plutokratie, eine Herrschaft des Geldes … im Monument haben wir eine Herrschaft des Geldes, des Geldadels und dem ist eine domokratische Fassade vorgeschaltet, die aber keine große Wirkung … hat. Die wichtigen Entscheidungen werden von Leuten gefällt, die nicht gewählt werden und die gewählt werden treffen i.d.R gar nicht so viele Entscheidungen, wie man meint.“
      – „Mr Dax“ Dirk Müller, im Interview „Der fehlende Part“

      Zur Energiewende:
      Werfen wir lieber einen Blick auf folgende Sachverhalte, die sich zum tatsächlichen Thema äußern:
      * Regierung Merkel torpediert Energiewende [1]
      * ALTMAIERS STROMPREISLÜGE TORPEDIERT ENERGIEWENDE [2]
      * BUNDESREGIERUNG TORPEDIERT ENERGIEWENDE WEITER [3]
      * Telepolis, „Neue Huerden fuer Buergerenergieprojekte“ [4]
      * Die Gegner der Energiewende, Volker Quaschning

      Um sie mal auf das Thema zurück zu führen:
      I. Sie behaupteten, die Finanzindustrie dränge uns zu radikalem Klimaschutz.
      II. Diese leere Behauptung konnte hiermit auf multiple Weise und sehr konkret widerlegt werden
      III Dennoch halten sie an ihrer offenkundig absurden Behauptung fest, indem sie darauf verweisen, dass EU-Parlament heute über Co2-Steuern entscheidet. Dabei haben Sie selbst im Zuge von I. eingestanden, dass CO2 Steuern praktisch nichts mit Klimaschutz zu tun hätten!

      Mit anderen Worten: Auch noch so viele Links auf CO2-Steuern sind kategorisch ungeeignet, ihre krude These aus I. zu belegen. Mir hingegen ist der klare Gegenbeweis gelungen.

      Es bleibt also beim Vorwurf Desinformation. Mit dem Unterschied, dass dieser nun belegt ist.

      [1] http://www.zeitpunkt.ch/index.php/news/a…ergiewende.html
      [2] https://www.greenpeace.de/themen/energie…rt-energiewende
      [3] https://www.photovoltaik.eu/article-4513…de-weiter-.html
      [4] https://heise.de/-3367522
      [5] https://www.volker-quaschning.de/artikel/2013-06-Gegner-der-Energiewende/index.php

  6. Sehr geehrter Herr Mitschka, leider wird bei der Diskussion des Klimawandels immer wieder übersehen, dass Naturwissenschaft immer zwei Aspekte hat: den deskriptiven, d. h. die Beschreibung, was ist (mit der entsprechenden Modellbildung) und den normativen, d. h. was macht man mit der Erkenntnis. Beim Menschen gemachten Klimawandel gibt es keinen vernünftigen Grund an seiner Existenz zu zweifeln und die ernsthaften Wissenschaftler halten sich von normativen Aussagen fern, denn für normative Aussagen kann es keine wissenschaftliche Begründung geben. Wissenschaftlich kann nur die Beurteilung unterschiedlicher Lösungsmöglichkeiten sein mit den – dann auch angegebenen – Fehlergrenzen. Und wenn sich Wissenschaftler für bestimmte Lösungswege aussprechen, dann tun sie das als Bürger und nach ihrem persönlichen politischen Standpunkt und Geschmack.

    Dies vorausgeschickt halte ich es nicht für zweckmäßig, den deskriptiven Teil der Klimaforschung in Frage zu stellen um deren Instrumentalisierung durch bestimmte Kreise zu kritisieren, wie dies allenthalben geschieht, denn man macht sich dadurch nur unglaubwürdig. Man muss sich im Gegenteil darüber Gedanken machen, warum sich bestimmte Kreise auf einen – vielleicht auch nur angeblichen – Lösungsweg festlegen und dies mit großem Propagandaaufwand als wissenschaftlich einzig richtigen unter die Leute bringen. Und in diesem Zusammenhang ist die Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen, die über die politischen Vorgänge noch gar kein Urteil fällen können, grundsätzlich zu verurteilen. Der Zweck darf nie die Mittel heiligen und wenn dies doch geschieht, dann ist höchste Wachsamkeit geboten.

    Es gilt immer noch die Lehre aus dem Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein: Auch wenn der Wolf Kreide gefressen hat und mit sanfter Stimme spricht, so bleibt er doch ein Wolf. Wenn diejenigen, die die Macht haben und die Mittel der Propaganda, sich für edle Ziele einsetzen, so ist höchste Wachsamkeit geboten. Wahrscheinlich sind die Opfer bereits festgelegt.

  7. Meine lieben Kommentatoren! Jeder Beitrag hier hat einen Teil des gesamten Problems erfasst. Dass die „Kids“ ein recht einseitiges Thema wählen, weil die meisten es ja nicht besser wissen wollen, liegt auf der Hand. Es wird gefollowert, was gerade Hype ist…Jedes Elend dieser Welt hat was mit Geld, Macht und Rassismus und seinen Verwandten zu tun. Auch das Wetter und die recht sinnfreien Debatten hierüber. Es ist kontraproduktiv, sich hier die Einzelteile der Erdprobleme um die Ohren zu hauen und sich gegenseitig Wissen und Unwissen vorzuwerfen. Wie wäre es, wenn wir uns den Schülern anschließen und die dringenderen Themen mit zur Sprache bringen würden? Machtinteressen der USA, der Scheichs, der ewig Gierigen, Kriege, Transportwahn, Flüge, Manöver, Regierungen und die Katastrophe immer mehr und immer alles zu jeder Zeit haben zu wollen – also auch einige von hier wären betroffen. All dieses als Ganzes betrachtet und der Reihe nach die richtig ernsten Sorgen entschärft bis gelöst (Illusion) bekommen ist Vorraussetzung. Dann darf man auch wieder gegen den Klimawandel demonstrieren. Aber es wird ihn wieder nicht interessieren…Denn es gibt soviele Baustellen auf der Welt und die retten wir etwas sehr naiven bunten Bürger nicht…nicht ohne das böse Wort! Ja, die „Kids“ nehmen das locker, mal Friday eben schwänzen…wobei ich das „Schwänzen“ durchaus befürworte bei diesen gruseligem (Un-)Bildungsmisthaufen – mal so ganz allgemein gesprochen. Es gibt Ausnahmen, die keine Regel sind! Unsere Welt muss mit der chinesischen Heilmethode angefasst werden – ganzheitlich und nicht nach der Mode oder dem was genehm erscheint! Gruß!

    • Auf die Gehirnwäsche wär ich auch fast reingefallen. Und dabei les ich eigtl gern bei RT.

      Aber denkt mal drüber nach, was da propagiert wird. Wir sollen nicht moralisch, sondern rational agieren und argumentieren? Ja genau DAS ist doch unser Problem.

      Wir MÜSSEN moralisch argumentieren. Dann ist weder ein „humanitärer“ Kriegseinsatz möglich, noch können die momentanen Hetzkampagnen (Geiz ist geil, Unterm Strich zähl ich) weiterhin fruchten. Rational gesehen ist es doch völlig ok die ganze Welt zu unterdrücken und zu zerstören. Ist ja für unser Fortkommen bisher wirklich positiv gelaufen. Warum sollten wir das ändern?

      Ohne die Aufklärung und ihre Fixierung auf Rationalität wäre den Menschen vielleicht etwas klarer was sie, moralisch gesehen, die ganze Zeit tun. Sie wissen nichts von den Gesetzen des Universums, glauben an Zufall, Glück und Pech. Und rennen dadurch immer mehr in die komplett andere Richtung, als wo sie eigtl hinwollen.

    • danke für die links @phlox und dacor @kristina.
       
      ergänze ein Paar Brainstormig-Fragen zu  Vernunft vs Moral:
       
      GILT eine Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?
      Wenn ja, wodurch?
       
      Kann es sein, dass die (angeschulte) Vernunft den Einzelnen davon abhält, diese Frage ohne (die von außen angebotenen) Angst (-Meme) für/vor sich selbst zu beantworten?
       
      Es IST Zeit, die(se) Vernunft abzulegen und auf die eigene Sittlichkeit zu vertrauen?
       
      Die größte/erste Schuld ist die, die ich mir vor mir selbst mache, oder?
       
      Fragen über Fragen
      … und viele Grüße in die Runde

    • Moin rhabarbeer 🙂

      Warum Vernunft vs Moral? Warum nicht die Vernunft auf die Moral draufsetzen? Es ist doch vernünftig, moralisch zu sein, wenn man das Weltbild vorher verändert hat. Wenn ich weiß, dass alles mit allem zusammenhängt und weiß, dass ich en Karma hab, dann ist es absolut vernünftig (wenn nicht schon fast egoistisch) moralisch zu handeln.

      Oder hab ich nen Knoten im Kopf grad?

      Gilt eine Pflicht wider dem eigenen Gewissen? NEIN!

    • moin zurück @Kristana
      denke, die Vernunft kann, wenn notwendig der Moral folgen … wenn man das Weltbild vorher verändert hat …
      Da der `Wahnsinn`, der sich um uns herum offenbart, ein als rechtlich Begründbarer daherkommt, schaue ich gerne nach den Bedeutungen der Worte im Recht.
      Auch Vernunft ist ein Begriff des Rechtes zb hier
      „Jeder Mensch hat angeborene, schon durch die Vernunft einleuchtende Rechte, und ist daher als eine Person zu betrachten.
       
      oder hier
      Can. 97 — § 2. Ein Minderjähriger vor Vollendung des siebenten Lebensjahres wird Kind genannt und gilt als seiner nicht mächtig, nach Vollendung des siebenten Lebensjahres aber wird vermutet, daß er den Vernunftgebrauch erlangt hat.
       
      Um deinen „Knoten im Kopf“ noch etwas anzuspannen zwei Definitionen entsprechend einem Juristischen Wörterbuch:
       
       
      Menschenwürde … besteht darin, dass der Mensch als geistig-sittliches Wesen von Natur darauf angelegt ist, in Freiheit und Selbstbewusstsein sich selbst zu bestimmen und in der Umwelt auszuwirken.
       
      und
      Sittlichkeit … Sittliches Verhalten ist das auf das Gute um seiner selbst willen gerichtete Verhalten. Die Ausrichtung am Gewissen und am Guten unterscheidet die Sittlicheit vom Recht.
       
      Hier kann man `im Recht`gut nachlesen, wie der Begriff der Vernunft sich von dem der Sittlichkeit (Moral) unterscheidet und dieser bewusst gewordene Unterschied einem helfen kann, wenn man die Frage:
       
      GILT eine Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?
       
      für andere nachvollziehbar zb mit `nein` beantwortet.
       
      Viele Grüße in die Runde

    • Meiner Meinung nach kann man Vernunft und Moral nicht trennen. Das Völkerrecht ist ein Beispiel, wie aus moralischen Überlegungen und Vernunft ein Regelwerk wurde, das nicht immer moralischen Ansprüchen gerecht werden wird, aber auch nicht immer Grundsätzen der Vernunft. Aber es ist vernünftig und moralisch zu rechtfertigen, wenn man den vereinbarten Regeln des Völkerrechtes folgt. Wenn man sie in Ausnahmefällen überschreitet, muss man bereit sein, sich anschließend zu verantworten.

      Genau dies ist nicht mehr der Fall. Das Völkerrecht wird seit dem Jugoslawienkrieg einseitig durch die NATO ausgehebelt, begründet durch angebliche moralische Ansprüche. Ohne dass sich die Verletzer des Völkerrechts aber dafür verantworten müssen.

    • rhabarbeer

      Danke für den Input. Da war anscheinend echt ein Knoten. 🙂 So ganz aufgedröselt hab ich ihn auch noch nicht. Juristendeutsch… Uff… Ist jetzt nicht gerade meine Kernkompetenz, aber sobald ichs in meine Sprache übersetzt hab, platzt dann hoffentlich der Knoten ganz.

    • @Jochen-Mischka
       
      Ich stimme zu, auf der Ebene der eigenen Wertmassstäbe bzw. der eigenen Interpretationen würden die meißten, auch ich, Moral(Sittlichkeit) und Vernunft nicht trennen (wollen).
       
      Die Frage die sich dann daraus für mich jedoch ableitet ist, warum genau das Gegenteil aus dem spricht, was sich in `unserem gesellschaftlichen Umfeld`* -wahrnehmbar Schaden verursachend – so fast alles umfassend Bahn bricht:
      die Abwesenheit von Moral(Sittlichkeit), dh. von einer Ausrichtung am Guten und am Gewissen.
      (* eine `westliche Werte`-Welt, dh. va auf Recht und Ordnung gegründet)
       
      Dies fällt auch den meißten auf und wenn man dazu bei den `Verantwortlichen` nachfragt, wird genau dieser Zustand mit rechtlichen Formulierungen und Begründugnen erläutert und die, die (`repräsentativ demokratisch legitimiert`) `für uns` entschieden, fühlen sich `im Recht`.
       
      Ich denke hier wird deutlich, dass das Wort Vernunft aus Sicht `des Systems` eine StatusQuo-erhaltende Schutz-Bedeutung hat.
       
      Heilbar wird dies, in dem der `repräsentativ demokratisch legitimierende` Einzelne die eigene Moral (Sittlichkeit) wird vor der Zustimmung zur Übertragung von Verantwortung befragt.
       
      Die Frage:
       
      GILT eine Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?
       
      macht die Problematik für mich relativ einfach deutlich.
       
      Es erinnert auch irgendwie an das Milgram-Experiment.
       
      Viele Grüße in die Runde

    • Korrektur:
      „Heilbar wird dies, in dem der `repräsentativ demokratisch legitimierende` Einzelne die eigene Moral (Sittlichkeit) wieder vor der Zustimmung zur Übertragung von Verantwortung befragt.“
      sorry 😉

    • Hallo Herr Mitschka,
      wir können aber doch nicht die Moral dafür verantwortlich machen, dass sie durch Lügen für niedere Ziele missbraucht wird. Sie deshalb als irreführend anzusehen, würde doch dem Ganzen noch einen drauf setzen.

    • @Kristana hier
       
      ein berechtigter Einwand.
       
      Für mich zeigt sich, dass die `StatusQuo-Erhaltungs-Mechanismen` (die man auch bei sich im eigenen Alltag finden kann) die Begriffe, die für die Lösung wesentlich sind aus `Angst` mit Schein-(Be-)Deutungen zu überlagern:
      dh. die Moral, die Sittlichkeit, die Ausrichtung am Guten und am Gewissen sind der richtige Weg, das `Recht und Ordnung`-Spiel gewaltfrei zu heilen
      … oder so
       
      … nur keine Angst(-Meme)
       
      … das `neue Spiel` heißt dann vielleicht irgendwas mit Kooperation und Meisterschaft (weil den Gesellen haben wir hinter uns gelassen) 😉

  8. Eine Gegenrede:
    1) Für die Ziele der Regierenden sind jegliche Demos überflüssig: das machen die von ganz allein. Dennoch fabuliert Herr Mitschka von PROTESTdemo für „Ziele der Regierenden“? Das ist doch absurd! Die Schüler demonstrieren, weil die Politik der Regierenden die Belange des Klimaschutzes mit Füßen tritt.

    2) Der Mittelstand ist „gut situiert“? Mittelstand ist eine Bezeichnung für Unternehmen. Meint Herr Mitschka, alle Schüler wären Unternehmerkinder? Wie kommt er darauf? Oder meint er „Mittelschicht“? Die aber ist in gar keinem Fall „gut situiert“? Herr Mitschka, bitte bringen sie mal Licht ins Dunkel ihrer Worte!

    3) Eine Politik, welche sich endlich einmal verantwortungsvoll der Energiewende annehmen würde, führt nicht zu steigenden Strompreisen, sondern eine verantwortungslose neoliberale Politik, welche erst Infrastruktur privatisiert, damit sich wenige Extremreiche auf Kosten der Gesellschaft bereichern und durch ein kaputtes EE-Gesetz, welche normale Stromverbraucher nötigt, die Großindustrie zu zwangssubventionieren.

    4) Als die Kirche meinte, eine flache Erde vertreten zu müssen, gab es nichts, was dem Anspruch „Wissenschaft“ gerecht geworden wäre. Schon gar nicht auf Seiten der Flacherdler.

    5) Eugenik war doch ein verkommenes politisches Ziel und hatte niemals etwas mit Wissenschaft zu tun, auch wenn sich gewisse Maulhuren nicht zu schade waren, sich vor diesen Karren spannen zu lassen. Hingegen sind der sog „Treibhauseffekt“ und die daraus resultierende Klimaerwärmung in allererster Linie physikalische Phänomene, welche sich auch mit harten Zahlen untermauern lassen. NICHTS davon trifft auf die von Mitschka bemühten Pseudobeispiele zur Diskreditierung der Fachexpertise eines antropogenen Klimawandels zu.

    FAZIT
    Die Pseudoargumentation von Hr. Mitschka ist haarsträubend und absurd. Ohnehin macht dieses Machwerk den Eindruck, als wären die Schülerdemos nur der von Mitschka missbrauchte Anlass, um auf die von ihm bevorzugten Themen umzubiegen. Kann mich nicht erinnern, dass mich jemals ein Standpunkt ob seiner [imo verantwortungslosen] Desinformation derart zornig machte.

  9. Lieber Herr Mitschka,

    leider erschließt sich mir nicht, wie die das gebetsmühlenartige Thematisieren von Kriegstreiberei mit dem Klimawandelthema einhergehen soll. Irgendwo am Rande können da Schnittmengen entstehen, aber ich hätte mir eine etwas fundiertere Debatte darüber gewünscht, ob und wie Klimawandel unser und aller Leben beeinflusst. Ja, Sie erwähnen die Meervermüllung, aber dann schlagartig in Geopolitik zu wechseln erscheint mir eher wie das Tausendsassa-Gehabe von hyperaktiven Menschen, die nicht mal beim Kernthema bleiben können. Tut mir leid, aber der Text schweift so dermaßen ab, dass er sinnlos erscheint.

  10. Mir ist eben so krass klar geworden, wie krank unsere Gesellschaft schon ist.

    Art. 13, der jetzt 17 heißt und natürlich trotz Protest durchging (eben ARD geguckt) zeigt etwas ganz deutlich.
    ARD meldet: der größte Protest kam aus Deutschland, mit 5,1 Mio Protestierenden.

    Ich glaub wir sind bereits hochgradig süchtig.
    5,1 Mio Menschen, die sich fürs Internet einsetzen, aber nicht für Frieden? Alter… Das is hardcore!

  11. Mit verlaub, der Ansatz diese Artikels ist einfach kindisch und lächerlich. Kids gehen auf die Straße, weil sie merken, was mit ihrem Leben gespielt wird und schlaue Autoren erklären ihnen wie dumm sie sind, weil es doch um viel mehr Probleme geht, die ihr Leben bedrängen. Tut mir leid, dieser Ansatz ist eine Katastrophe . Geht es nicht darum genau diese Kids, zu gewinnen? – Für ein Verständnis all der Fragen, die der Autor zu Recht anspricht? Oder soll die ganze Mittelschicht ausgeschlossen werden? Na dann viel Vergnügen beim retten der Welt. Schade, aber so kommen wir bestimmt nicht weiter

    • Die Zeit wird zeigen, ob die Kids die Ausdauer haben, “weil sie ja selbst“ merken, dass was nicht stimmt, schauen wir mal, ich war in dem Alter noch nicht soweit… Womit wir nicht “weiterkommen“ ist, Gedanken von anderen als lächerlich zu bezeichnen, ohne Frieden, keine Umwelt, zum schützen.

    • Wenn der Autor das Thema „Schulpflicht“ noch etwas bearbeitet hätte, ja dann hätte der Artikel vermutlich das Zeug zum Schlager bei den Nationalkonserativen.
      Ich gehe da mit Bertram konform, der Ansatz „Oberlehrer“ ist absolut kontraproduktiv. Erwachsene die noch nie auf einer Demo waren spielen sich zu tausenden im Zuckerberg Kosmos auf und wollen den Kids erklären wie naiv sie doch sind weil sie einer künstlichen Ikone hinterherlaufen.
      Da stehen pubertierende Jugendliche voll drauf 🙂 Ich weiß wovon ich rede, ich habe drei Kinder.

  12. Der Angelsachse würde sagen, „That’s comedy.“

    Zum Einen, die Machteliten versuchen natürlich Alles und Jeden in ihrem Interesse zu beinflussen.
    Dennoch ist dies ist nur eine Seite und bedeutet nicht, daß dabei jeder Aspekt stets unter Kontrolle ist.
    Denn die andere Seite ist die, wie man darauf reagiert. Falls sie ein bildliches Bsp. benötigen, beim Aikido lernt man die Kraft des Gegners zu nutzen.

    Wie hier z.B. Herr Wolf aufzeigt:

    Die ganze Bäckerei – DGB
    25. März 2019 um 14:32
    Ein Artikel von Winfried Wolf | Verantwortlicher: Redaktion
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=50421

    Der Artikel ist zwar nicht allumfassend, enthält jedoch ein verbindendes Element:

    Wir wollen eine Gesellschaft, in der anstelle von Profitgier, Klimazerstörung und Wachstumszwang die Solidarität, die Nachhaltigkeit und die Solidarität im Zentrum stehen.

    Das führt erneut zu folgender Erkenntnis:

    Infolgedessen wurde der gemeinsame Widerstand zersplittert. An Teilproblemen orientierte Protestbewegungen – zum Schutz der Umwelt, gegen die Globalisierung, für den Frieden, für die Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen – werden gezielt und großzügig gefördert, um eine Massenbewegung gegen den globalen Kapitalismus zu verhindern.

    Aus:

    Zur Rolle der „Progressiven“ in der Antikriegsbewegung: Die „linken Intellektuellen“ des Imperiums fordern Regime-Change
    27 Aug 2018

    In Nordamerika und in Westeuropa ist ein auf Täuschung beruhender sozialer Aktivismus entstanden, der vom Konzern-Establishment gefördert und kontrolliert wird.
    von Michel Chossudovsky
    http://www.free21.org/die-linken-intellektuellen/

    Da dies mittlerweile weithin bekannt ist, lassen sich daraus einige unschöne und unvorteilhafte Schlußfolgerungen ziehen.

  13. Ein sehr klarer Artikel, danke, ich schätze ihre Artikel sehr. Wir kommen nicht weiter, wenn wir nicht endlich aufhören, uns gegenseitig zu töten. Das war’s, mehr ist gerade und noch sehr lange Zeit: Ablenkung, Zerstreuung auch Verschwendung – je nach Wahl. Ich habe diese simple These, von Herr Ganser übernommen, lebe sie auch aktiv, d.h. wer andere nicht tötet (direkt oder indirekt), gehört zur Menschheitsfamilie. Klingt banal, ist auch hin und wieder echt anstrengend, man kommt mit den Geburtstagsgeschenken kaum nach 🙂 – aber diese Enstellung hat “etwas mit mir gemacht“, ohne Frieden wird sich rein gar NICHTS ändern, dies meine ich erkannt zu haben. Da wir ja Eltern sind, oder Menschen kennen die Eltern sind, haben wir die Möglichkeit, unsere Kinder (oder ihre Eltern)
    zu überzeugen, (überzeugen nicht bevormunden) – bekommen wir hin! Stellt euch mal vor, am nächsten Freitag, steht auf jedem zweiten Plakat: (z.B.) “Bomben sind schlecht fürs Klima“ oder “Ohne Frieden, haben wir kein Klima zum schützen“…

  14. Dieser Beitrag hat mich zweifach erschüttert:
    1. Die Aufzählung unserer Kriegsverbrechen.
    2. Das Ausspielen unserer Kriegs- und Umweltverbrechen gegeneinander.
    Das kennt man mit anderen Argumenten von der Linken Ausschließeritis oder der Propaganda unserer Herrschenden. Beides passt hier zwar nicht, aber deshalb ist es nicht weniger verwerflich.
    Wenn wir den Atomaren Winter vermeiden werden haben können, dann wird sich anschließend die Umwelt bitter an uns rächen – durch Klimawandel, Artensterben, … . Die jungen Menschen, die sich heute für Klimaschutz einsetzen, werden das auch erkennen und wir sie werden früher oder später auch in Ramstein oder auf den Friedensdemonstrationen auftreten. Sie üben sich gerade in zivilem Ungehorsam – an der „Heimatfront“. Auch der gutsituierte passive Mittelstand wird gebraucht. Alle werden gebraucht.
    §13, §218/19, Bankenregulierung, Verkehrspolitik/Abgasschummelei, Plastikmüll, Neokolonialismus, TTIP, Gleichstellung, frühkindliche Digitalisierung, Energiewende, Sozialpolitik, Kinderarmut, Altersarmut, Hartz 4, …
    Alle diese Baustellen münden in Friedenspolitik und haben einzeln alle ihre Berechtigung!

    • Warum wurden denn die Kriege der letzten 30 Jahre geführt?!
      Irak; damit das dortige Öl und/oder Gas in US-Dollar gehandelt wird.
      Jugoslawien; damit ein Pipelinekorridor verhindert wurde, dessen Durchsatz hätte in anderen Währungen abgerechnet werden können.
      Afghanistan; Nabucco war geplant, ein Pipelinekorridor, dessen Durchsatz in US-Dollar abgerechnet worden wäre.
      Libyen; damit das dortige Öl und/oder Gas in US-Dollar gehandelt wird (und eine regionale nordafrikanische Währung verhindert wird).
      Syrien; damit das dortige Öl in US-Dollar gehandelt wird (welche Gegenden Syriens halten USA und YPG besetzt? 😉 und um eine Pipeline Iran->Mittelmeer->EU zu verhindern.
      Jemen; geostrategisch an einem Nadelöhr der Schiffahrt der Saudi-Arbischen Öltransporte.
      Auch bei der Ukraine geht es u.a. darum; Gastransit Russland->EU ist gut, weil dann die Ukraine Russland erpressen kann und wenn in Kiew „our man“ (Zitat Victoria Nuland) sitzt …
      (und deswegen Nordstream-I schlecht, Nordstream-II gaaanz böse … )
      Darum werden die Kriege geführt und die jüngeren Menschen wissen vielleicht nicht alle Einzelheiten, spüren aber, dass die Mehrheit der älteren Menschen furchtbare ScheiXe baut.
      Jedenfalls hat der Verbrauch an den fossilen Brennstoffen Öl und Gas – auch UNSER Verbrauch – einen Zusammenhang mit den Kriegen.

  15. Wieder so ein bräsiger Artikel, mit dem den Kindern der Mut genommen wird.

    Immer wieder die gleiche armselige Argumentation: „Mein Problem ist aber länger!“. Es soll doch jeder für sein Problem auf die Straße gehen, statt andere zu belehren.

    • Volle Zustimmung! Die simple „entweder/oder“-Denke, die sich in Mitschkas Kommentar widerspiegelt, so nach dem Motto „entweder bist du gegen eine pflichtvergessene Politik, die sich einen Dreck um den menschengemachten Klimawandel schert oder du bist gegen Kriege“ – und gegen Kriege zu sein ist doch viel wichtiger, darum mache ich euch nen Vorwurf, warum ihr nicht gegen Kriege demonstriert – ist einfach kontraproduktiv.

      Und ganz mieses Niveau: das ist spalterisch, demotivierend und spielt genau jenen Kräften in die Hände, deren Geschäftsmodell darauf aufbaut, bei fossilen Energieträgern zu bleiben.

  16. Vielen lieben Dank!!! Endlich mal einer, der es ausspricht!
    Der „menschengemachte“ Klimawandel bindet Unmengen an Energie und Geld, dass wir auf anderen Gebieten
    dringend benötigen und zeitnah sehr viel erreichen könnten. Von der unsinnigen Umstellung auf Elektroautos kann man dass ja leider nicht sagen.

    Ich würde mir auch einmal einen Bericht über „alternative“ Energien wie Brennstoffzellen wünschen.
    Stand der Forschung und Möglichkeiten der Nutzung.

    Vielen Grüße aus München

  17. Zitat: „die Schwachen und Armen besonders hart trifft. Jene, für die eine Strompreiserhöhung eben bedeutet, dass sie noch weniger Geld für andere Dinge ausgeben können.“

    Selbst wenns um Kohlestrom geht, bedient sich die Lobby üblicherweise eines tragfähigeren Arguments, nämlich Arbeitsplätze (tragfähiger deshalb, weil es dort Arbeitsplätze gibt, es also rein faktisch erstmal stimmt).

    Argumentation mit höheren Strompreisen für Ökostrom kennt man von der Radioaktivitäts-Lobby.
    Selbst für die Stromrechnung ist das bereits seit Jahren falsch.
    Unter Einbeziehung aller Kosten – die „Kinder des im Prinzip gut situierten Mittelstandes“ wissen möglicherweise, was Steuern sind, wer die zahlt und wovon die Endlagerung radioaktiven Mülls bezahlt wird – war es schon immer falsch.

  18. Lieber Herr Mitschka,
    vielen Dank für die gut durchdachten und in letzter Zeit häufigen und qualitative hochwertigen Veröffentlichungen hier!

    Noch ein Link zum Zahnpastewahnsinn von damals – ich glaube es waren die 40er 😉

    https://www.mta-r.de/blog/doramad-zahncreme-fuer-strahlend-weisse-zaehne/

    Und hier ein Link zum Klimagemurkse mit einem Zitat von Herrn Kling, das es für mich annähernd auf den Punkt bringt:

    https://www.blogrebellen.de/wp-content/uploads/2017/06/Marc-Uwe-Kling-zum-Klimawandel.jpg

    LGj

  19. Was mich mehr beeindrucken würde als dieser Text mit all dem, was von vielen bereits
    gesagt und geschrieben worden ist (Bernd Duschner, Karin Leukefeld, Frieder Wagner
    z.B.), ist, wenn Sie schreiben würden: „Stehe morgen um soundsoviel Uhr auf dem Marktplatz
    meiner Stadt. Wer schließt sich an? Freue mich über jede/n der/die kommt. Auch
    Nachahmer in anderen Städten wären toll.“
    Warum initiieren Sie nicht einfach spontan etwas?
    Bei Äußerungen zum Thema Umweltzerstörung kann ich mir gar nicht vorstellen, nicht
    zu fordern, aufzuhören Kriege zu führen. Das gehört zusammen und wird auch im
    Aufruf „der Scientists for Future: Abrüstung für Klimaschutz – Frieden und Zukunftsfähigkeit
    gehören zusammen“ erklärt.

    • Nicht nur seit Dagmar Neubronner wissen wir, dass jeder Tag ausserhalb der Schule besser ist, als darin.
      Dass Mittelstandskinder statt nur in Facebook jetzt auch in Klima machen, ist super. Da kann man wieder hoffen: sie machen was. Hoffe, der Autor auch. Dass Mischka was gegen abgereichertes Uran oder Krieg hat, prima. Kenne allerdings niemanden, der dafuer waere.
      Von welchen Gottes Gottes Gnaden allerdings jemand sein Recht ableitet, Zensuren zu verteilen dazu, wer fuer oder gegen was ist anstatt gegen was anderes, hat sich mir in dem wortreichen Artikel nicht erschlossen.

    • „Bei Äußerungen zum Thema Umweltzerstörung kann ich mir gar nicht vorstellen, nicht
      zu fordern, aufzuhören Kriege zu führen. Das gehört zusammen… “

      Exakt! Zumal im Artikel Syrien, Jemen und Venezuela erwähnt werden.
      Ölverbrauch, auch UNSER Ölverbrauch –>> Petrodollar –>> Kriege zum Erhalt des Petrodollar
      (Klar würde USA ohne Öl dann eben was anders versuchen, um den US-Dollar als Leitwährung festzusetzen, aber real IST es nunmal die Bindung von Öl an den US-Dollar und mit Öl geht das auch wirksamer als mit anderen Waren.)
      Ob die demonstrierenden Schüler das wissen oder nicht, so wenig wie möglich fossile Brennstoffe zu verbrauchen würde eben auch den Ölverbrauch senken und damit dem Petrodollar einen Zahn ziehen und damit weniger Kriege um den Erhalt des Petrodollar bewirken – das gehört zusammen.

      Nebenbei bemerkt hätte ich da auch noch eine Verschwörungstheorie auf Lager:
      Wenn in Deutschland vorgemacht worden wäre, wie es ohne fossile Brennstoffe geht, dann hätte das eine Beispiel-/Vorbildwirkung gehabt und wäre weltweit nachgemacht worden.
      Das wäre das Ende für den Petrodollar gewesen.
      Auf der anderen Seite der „transatlantischen Partnerschaft“ wäre man darüber nicht besonders erfreut gewesen.
      Möglicherweise hat die regierungspolitische Verhinderung der Energiewende nicht nur schnöde innenpolitische Gründe.
      Indiz wäre die Figur Joschka Fischer, der hat USA-Interessen durchgesetzt betreffend des Krieges gegen Jugoslawien und gleichzeitig ging es bei den Grünen los „Realpolitik-BLA-BLAAAHHH“ … möglicherweise haben Joschka&Co. ja noch mehr USA-Interessen durchgesetzt; Joschka machte sich auch für das Pipelineprojekt Nabucco stark … also denkbar ist es.
      Wenn man heute Schüler ist, hat man die 1990er und 2000er Vorgänge wahrscheinlich nicht auf dem Schirm, aber die heutigen Politiker sind ja genauso.

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