STANDPUNKTE • Wenn zwei sich streiten, freut sich immer ein Dritter

Ein Standpunkt von Sean Henschel.

Es gibt wohl kaum ein Thema das gegenwärtig derart emotional geführt wird, wie die Klimadebatte. Nicht nur im Mainstream wird 24/7 darüber berichtet, sondern auch längst in der alternativen Presselandschaft kontrovers diskutiert. Im Grunde genommen werden vier Standpunkte vertreten. Während die einen behaupten, es gibt einen Klimawandel, behaupten die anderen es gibt ihn nicht. Während die einen behaupten der Klimawandel wäre menschengemacht, behaupten die anderen der Mensch hätte gar keinen Einfluss darauf. Während die einen behaupten der Mensch wäre die Hauptursache für den Klimawandel, behaupten die anderen der Mensch würde nur eine marginale Rolle spielen.

Halten wir eines fest: Es wird immer Menschen geben, die eine andere Meinung vertreten und anders denken. Es gibt die einen die glauben sie haben absolut Recht und es gibt diejenigen die wissen sie haben absolut Recht. Dann gibt es jene die wissen, dass sie nur glauben und diejenigen die glauben nur zu wissen. Nur was ist wirklich Wissen? Und wer weiß wirklich etwas? Dieses Problem wird schon lange diskutiert (das sog. Gettier-Problem (1))

Wie soll jetzt der eine auf den anderen reagieren? Beide gehen davon aus, Recht zu haben. Die eine Möglichkeit wäre auf den anderen einzuschlagen und sich dann über den Sieg zu freuen. In diesem Spiel gewinnt der stärkere, der skrupelloseste und hinterhältigste. Und dann?

Die andere Möglichkeit wäre sich an einem gemeinsamen Tisch zu setzen und miteinander zu reden. Respektvoll und mit Achtung gegenüber dem anderen. In dem Moment, wo man den anderen Gesprächspartner kein Gehör mehr schenkt, negiert man unausweichlich seine Urteilsfähigkeit. Wer die Urteilsfähigkeit negiert, negiert zugleich die Vernunft des anderen. Wer die Vernunft des anderen nicht anerkennt, ist nicht weit davon entfernt, den anderen nur noch als Mittel zu sehen.

Was ist denn wirklich der gemeinsame Nenner? Nun ja, der Mensch ist von Natur aus ein philosophisches Wesen, ein Wesen das Fragen stellt und nach der Wahrheit sucht, wohlwissend, dass er die absolute Wahrheit nie finden wird. Der Mensch staunt über die Dinge. Der Mensch versucht zu verstehen. Wir wollen alle einfach nur reden und unsere Gedanken austauschen. Wir hoffen insgeheim darauf, mehr Licht in die dunklen, verborgenen Schubladen unserer Existenz zu bringen. Auch wenn vieles nur Zerstreuung ist. Die ruhelose Geschäftigkeit des Menschen zeigt uns allen, dass wir eigentlich nur versuchen mit uns selbst klarzukommen, der Langeweile zu entkommen und einen Sinn in unseren Handlungen zu finden. Das Thema Klimawandel ist nicht ausgenommen. Die Motive sich mit etwas zu beschäftigen können vielfältig sein, aber im tiefen Inneren geht es um dasselbe.

Kommen wir zurück zur menschlichen Kommunikation. Ich möchte hier keine persönliche Stellungnahme abgeben, sondern versuchen die beobachteten Probleme aufzuzeigen.

Am 30.08.2019 veröffentlichte KenFM den Beitrag Klimabetrug: Gerichtsurteil stürzt CO2-Papst vom Thron von Rainer Rupp (2). In dieser Tagesdosis äußerte sich der Autor über eine Zivilrechtsstreitigkeit zwischen dem amerikanischen Klimaforscher Michael Mann und Timothy Ball. Im groben ging es um eine Klage des Michael Mann gegen Timothy Ball. Timothy Ball soll  in einem Interview Mann beleidigt/verleumdet haben.

In Deutschland ist die Verleumdung z.B. in § 187 StGB geregelt: Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe (…) bestraft.

Der Autor Rainer Rupp verweist diesbezüglich auf die Anklageschrift. Daraufhin spricht R.Rupp von gehackten Emails, die aufzeigen würden, dass die gegenwärtige Klimaforschung stark manipuliert wird. Rupp weist auf die starke Vermutung hin, dass die IPCC akkreditierten CO2-Wissenschaftler Absprachen treffen und bei Notwendigkeit, die tatsächlichen Ergebnisse den erhofften Ergebnissen anpassen würden.

Um es einfach zu formulieren: R.Rupp stellt die gehackten Emails, als Beweis für Manipulation zu Gunsten der mehrheitlich in der Öffentlichkeit propagierten Meinung dar (der Klimawandel wäre menschengemacht und vom CO2 Gehalt in der Luft abhängig. Profiteur dieser Einschätzungen wäre dann die Industrie). Rupp spricht von einem „CO2 getriebenen Investitionsboom.“

R.Rupps Beschreibung der Umstände stellt eine Meinungsäußerung und zugleich eine Tatsachenbehauptung dar. Beides ist oftmals juristisch schwer zu trennen. Bei einem Dafürhalten, würde man eher von einer Meinungsaüßerung ausgehen. Bei Tatsachenbehauptungen geht es um Geschehnisse, die dem Beweis zugänglich sind. Eine Tatsachenbehauptung kann aber auch zugleich eine Meinung beinhalten. Vieles hängt vom Kontext der Äußerung ab.

R.Rupp stellt leider keine Quellen zu den Emails zur Verfügung. Die einzige Möglichkeit die Schlüssigkeit der Behauptungen festzustellen, wäre eine Lektüre der „gehackten“ Emails. Was R.Rupp geschrieben hat kann stimmen, muss aber nicht.

Weiterhin behauptet R.Rupp, Michael Mann hätte vor Gericht sich geweigert seine Methodik (seine rohen, unbehandelten Kimamessdaten vorzulegen usw) offenzulegen. Dies stellt eine Tatsache, die sich einfach aus den Dokumenten über das Gerichtsverfahren ergeben müsste (Urteilsfindung, Anträge, Protokoll). Jedoch fehlen leider die jeweiligen Quellen.

R.Rupp geht schließlich auch davon aus, dass das Gericht aufgrund der fehlenden Verweigerung die jeweiligen Informationen über die Arbeitsmethode zur Verfügung zu stellen, zu dem Schluss gekommen sei, diese Informationen müssten dementsprechend manipuliert und gefälscht worden sein. Ob dies eine Meinung oder eine Tatsachenbehauptung darstellt, lässt sich schwer sagen. Die Antwort müsste sich ebenfalls aus den Dokumenten über das Gerichtsverfahren ergeben.

R.Rupp geht weiterhin davon aus, dass die Verweigerung Manns, die jeweiligen Informationen über seine Arbeitsmethode zur Verfügung zu stellen, den materiellen Beweis liefern würde, dass das Ganze ein „krimineller Betrug“ gewesen sei. Dies stellt eine Meinungsäußerung dar und muss dementsprechend immer mit einer gewissen einkalkulierten Spekulation verstanden werden.

Sein Fazit: eine Gruppe von bekannten Wissenschaftlern, vor allem Michael Mann, haben gewaltig Dreck am stecken und verheimlichen wichtige Informationen. Die Presse spielt mit und alles wird versucht, die Story unter den Tisch zu kehren. Michael Mann hat sich laut Rupp durch sein gerichtliches Vorgehen selbst ins Bein geschossen, da er unvorhergesehenerweise aufgefordert wurde seine Arbeitsmethode vorzulegen.

Egal wie man jetzt zu dem Text steht, der Text hat öffentlich für enorme Resonanz gesorgt. Positiv wie auch negativ. Während manche Rainer Rupp für seine Ehrlichkeit loben, scheinen andere ihn regelrecht dafür zu hassen. Im Endeffekt hat er nur das geschrieben was er denkt.

R.Rupp hat seine Meinung zu diesem Thema geäußert und Tatsachen behauptet, die er bislang nicht mit Quellen untermauert hat. Ob die behaupteten Tatsachen stimmen oder nicht, lässt sich nur feststellen, wenn man die Quellen heranzieht. Dies wäre zum einen die gehackten Emails, sowie die gerichtlichen Dokumente selbst.

Wie kontrovers der Text in der „alternativen“ Presselandschaft gesehen wird, zeigt sich gut an dem Beitrag von Mathias Bröckers : Die Anti-Umwelt-Demagogie (3), die auf seiner Homepage, später bei Rubikon (4) veröffentlicht worden ist und als Reaktion auf den Text von Rupp geschrieben wurde.

Mathias Bröckers versucht in seinem Text die Aussagen Rupps zu widerlegen und seinen Standpunkt darzustellen. Während Rupp behauptet, Mann würde die Kosten für den Rechtstreit tragen, widerpricht Bröckers und verweist auf den Twitteraccount von Michael Mann selbst.

Mathias Bröckers versucht ebenfalls die Aussagen Rupps über die Erkenntnisse des Gerichts zu widerlegen. Dabei geht es vordergründig um diesen Satz: „Dr. Manns Totalverweigerung ließ auch für das Gericht nur den Schluss zu, dass die Hockeyschläger-Daten manipuliert und gefälscht sind.“

Zugegebenermaßen ist dieser Satz durchaus interpretierungsfähig. Er könnte einerseits bedeuten, Rupp meint das Gericht hat die Hockeyschläger-Daten überprüft und verworfen wie Bröckers die Aussage versteht. Andererseits könnte es aber auch derart gemeint sein, dass das Gericht die Hockeyschläger-Daten tatsächlich nicht überprüft und verworfen hat und aus der reinen Verweigerung Michael Manns, die Arbeitsweise, also die Informationen über die Methodik die zu den Hockeyschläger-Daten geführt haben herauszurücken, den Schluss gezogen hat, diese könnte dementsprechend nur gefälscht oder manipuliert worden sein. Nach dem Motto: Wer Informationen über die eigene Arbeitsweise geheim hält, manipuliert und verfälscht seine Ergebnisse. Ich denke letzteres wollte Rupp sagen. Letzteres wäre aus dem was Rupp vorher behauptet auch schlüssig, auch wenn die Aussage nicht stimmen mag, weil sie auf einer möglicherweise falschen Annahme beruht. Es ist durchaus möglich logisch zu argumentieren, auch wenn das Ergebnis falsch ist.

Um Klarheit darüber zu bekommen, müsste man mehr Quellen zur Verfügung haben. Und am besten direkte Quellen und keine Verweise auf anderweitige Artikel.

Bröckers nimmt in vielerlei Hinsicht eine entgegenstellende Sichtweise ein, aber eine Überprüfung der Aussagen ist ebenfalls schwierig.

In Hinblick auf die Gerichtsverhandlungen, ob jetzt das Gericht X oder Y überprüft, nicht überprüft, verworfen, nicht verworfen hat, müsste sich ebenfalls aus den gerichtlichen Dokumenten ergeben.

Unabhängig davon, was man für glaubwürdig hält, kommt man an einer Überprüfung der Inhalte nicht vorbei. Beide Texte lassen ausführliche Quellenangaben vermissen. Gewiss handelt es sich um Kommentare und dementsprechend gehört es dazu mehr zu interpretieren als zu beweisen. Dennoch fällt momentan einiges an dieser ganzen Debatte auf, nämlich, dass sie mit wenig Respekt und der Achtung vor dem anderen geführt wird. Man versucht den anderen zu diskreditieren indem man den anderen sofort verurteilt, unterstellt, als Trottel darstellt. Wie Debatten geführt werden sollten ist schon lange ein philosophisches Thema gewesen und wurde schon oft diskutiert. Vielleicht wäre es hilfreich sich an (Karl) Popper (5) und (John Stuart) Mill (6) zu orientieren. Vielleicht wäre es hilfreich sich an dem Dalai Lama oder Gandhi zu orientieren. Mit einer aggressiven Haltung vermag man niemanden zu überzeugen. Allianzen zu schmieden und gegen den anderen zu obsiegen ist ebenfalls wenig erfolgsversprechend. Der Mensch ist widersprüchlich und irrt sich ebenfalls. Wer wirklich an einer Veränderung interessiert ist und ein friedliches Leben wünscht, muss erstmal friedlich werden und Neid, Hass und Eitelkeit bei Seite legen.

Und zu guter letzt ein Zitat zur Pressefreiheit: „Ich lehne ab, was Sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.“ Voltaire

Wer schon die reine Meinungsäußerung anderer vehement unter Beschuss nimmt und mit Wut reagiert, ist nicht mehr weit von der Zensur und nicht mehr weit von der Gedankenpolizei entfernt. Die Meinungsäußerung findet auch in Deutschland seine Grenzen (Persönlichkeitsrecht anderer), aber das Recht seine Meinung erstmalig frei zu äußern, ohne dafür verhaftet zu werden ist ein über Jahre umkämpftes Privileg, was manche immer wieder gerne vergessen.

Kleine Anekdote: Als Jean-Paul Sartre in den Knast gehen sollte, weil er sich vehement gegen den Algerienkrieg einsetzte, soll der damalige französische Präsident Charles de Gaulle daraufhin gesagt haben: „on n‘emprisonne pas Voltaire „ – Voltaire ist nicht inhaftiert.

Wer andere dafür hasst, für das was sie denken und öffentlich sagen und daraufhin versucht diesen möglichst effektiv mundtot zu machen, ist bereits im Inneren totalitär geworden. 

Die Geschichte hat oft gezeigt, was passiert wenn man nicht miteinander redet und alles mit Argwohn betrachtet.

Verantwortungsbewusst handeln, bedeutet einen Waffenstillstand zu vereinbaren und sich wieder an den Verhandlungstisch zu setzen. Sei es privat oder öffentlich. Den anderen zu verletzen hat noch nie jemals genützt. Ein giftiges Klima beizubehalten ist ebenfalls keine Lösung gewesen. Ist es nicht genau das, was an (Egon) Bahrs und (Willy) Brandts Ostpolitik so bemerkenswert war? Die Fähigkeit und der Mut die andere Seite verstehen zu wollen und an die Gemeinsamkeiten zu appellieren. Den anderen trotz großer Differenzen erstmal respektvoll wahrzunehmen und zu achten? Man sollte den anderen nicht vorschnell aufgeben.

Sich zu streiten ist normal, die entscheidende Frage ist aber wie dieser Streit geführt wird. Dies gilt ausnahmslos für alle Bereiche des Lebens.

Quellen:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Gettier-Problem
  2. https://kenfm.de/tagesdosis-30-8-2019-klimabetrug-gerichturteil-stuerzt-co2-papst-vom-thron/
  3. https://www.broeckers.com/2019/09/03/immer-dieselben/
  4. https://www.rubikon.news/artikel/die-anti-umwelt-demagogie
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Offene_Gesellschaft
  6. https://books.google.de/books/about/%C3%9Cber_die_Freiheit.html?id=AzKytAEACAAJ&source=kp_book_description&redir_esc=y

Bildquelle:  KieferPix/shutterstock

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17 Kommentare zu: “STANDPUNKTE • Wenn zwei sich streiten, freut sich immer ein Dritter

  1. Wenn man die Wahrheit sagen will, kann sie einem schon mal sehr holprig aus dem Mund fallen. Klingt sie doch oft so unglaubwürdig, dass man mitunter ins stottern gerät. Die Lüge bügelt man sich vorher im Kopf glatt, bevor man sie raus lässt. Der Wahrheit würde man diese Verkleidung nicht gestatten. Deshalb muss aber nicht jeder der sich an der Wahrheit versucht ins stottern kommen. Dass macht es manchmal so schwierig, Gesagtes als Versuch zur Wahrheitsfindung zu outen.
    Bei KenFM sind, davon gehe ich aus, bis auf die amtlichen Schreiber des „tiefen Staates“, nur gutwillige Wahrheitssucher am Werk. Es muss verhindert werden, uns in 2 oder mehrere Gruppen zu spalten, sondern im Gegenteil; wir müssen versuchen die intelligenten Agenten, Soldaten und Polizisten auf unsere, also die Wahrheitssuchende Seite zu ziehen.
    Wo ist die richtige Seite in Sachen CO2?
    Es ist immer die weiterhin suchende Seite. Wer gefunden hat, liegt langfristig daneben. Alle Wissenschaft ist immer nur vorläufiges Wissen, meinetwegen auch eine zivile Religion, nach Spinoza, für die, die rutschfesten Boden unter den Füßen brauchen, die aber Bewegung zulassen muss, um mit ihr arbeiten zu können.
    Was wir brauchen ist Einfühlungsvermögen, Empathie, guten Willen und Vertrauen in unserem Gegenüber.
    Wir sollten also Rainer Rupp und Bröckers, je nach Positionierung nicht tolerieren (ertragen,erleiden, erdulden), sondern vertrauensvoll erzählen lassen, nicht ehrfürchtig, ohnmächtig schweigen, sondern respekt- und würdevoll hoffentlich auch
    liebevoll mit ihnen umgehen. Das üben wir jetzt.

  2. Danke Herr Henschel!
    Bei aller Liebe zur Überprüfbarkeit und Neutralität hinsichtlich diverser Ausagen, Meldungen und Analysen sowie nüchterner Betrachtung ohne versteckten Meinungstransport zu diesem Thema: Wer klar denkt und Geld und Geld zusammen zählen kann, muss unweigerlich an dem Punkt landen, der förmlich nach Unlogik zum Thema stinkt! Egal was diese Herrn vor Gericht ausfochten – allein, dass es wegen der Aussagen des Beklagten vor Gericht kam, spricht Bände – diese CO2-Hysterie ist verdächtig. Immer wird uns allein eine ganz toll isolierte Ursache für eine Folge präsentiert. Das kann nicht stimmen in einer Umwelt, die täglich durch millionen Einflüsse malträtiert wird. Es allein auf diese Gelddruckmaschine CO2-Verteufelung zu reduzieren ist höchst unwissenschafltich und verdient keine so präzise Sezierung wie diese ihrerseits. Das ist wohlfeiles und sinnfreies Plauschen, da ihm der Nutzen der Allgemeinheit fehlt, am Kamin bei nicht CO2 neutralem Rotwein! Hier verquatschen wir uns an einer Front, die gegen uns aufgemacht wurde!

    • Eine Front wurde gegen uns aufgemacht? Richtig ist auch, eine Tür wurde aufgemacht. Da können wir jetzt mit unserer verkopften Version vom CO2 durchgehen, oder, das wäre die Alternative, unser Herz öffnen und uns an der anderen Perspektive der Wahrheit versuchen. Ich übe das noch.
      Es fällt mir leicht, ihrer Argumentation zu folgen. Aber das wäre ja der einfache, der bekannte Weg. Mich in Bröckers, Fleck oder Kirner rein zudenken ist anstrengender, aber ergiebiger. Gibt mir der Weg doch die Gewissheit, alles versucht zu haben.

  3. Es bleibt, ohne Kontext, ein Ablenkthema. Ein Großes, neben der Migration. Einfach davon auszugehen, daß sich hier zwei Lager der Besorgten, der Abgehängten gegenüberstehen, die nur miteinander reden müßten, ist unaufrichtig. Es wird massiv von interessierter Seite eingewirkt.

    Belegt ist dies alleine schon durch die fortwährende und übliche Trollerei. KenFM, ob hier im Forum oder Sonstwo, ist ohnehin ein Magnet dafür.

    Nebenbei sei noch angemerkt, es ist Herr Rupp der stets sehr kleinteilig ist, der die zwei Themen meist ohne eine weitere Einbindung und einseitig bedient. Das neben einer sehr forschen Tonart gegenüber Anderen. Das zu ignorieren, ist nicht besser als wenn andere Doppelagenten darüber lügen.

    Sie sehen wer lesen kann, ist klar im Vorteil. (Das Sprichwort setzt wohl voraus, daß man das Gelesene auch in’s Gesamtbild einfügt. Denn was würde es sonst nützen, daß man z.B. zehn Bücher gelesen hat und danach fünf bereits wieder vergessen sind.)

  4. Moin, Sean Henschel,
    ich verstehe Ihren Beitrag so, dass er die Entwicklung der Debattenkultur befluegeln soll. Was mich hier befremdet ist das gleichwertige Nebeneinanderstellen beider Kommentare. In der Tat ist es ein Manko beider Kommentate, dass sie zu wenig Belegstellen anfuehren. Das trifft aber auf beide Kommentare zu. Was aber die beiden Kommentare eklatant unterscheidet sind die persönlichen Ausfälle, besser gesagt die Kränkungen, die man in Bröckers Kommentar gegen Rupp lesen kann. Geht es um die Verbesserung der Debattenkultur, dann haben solche Formulierungen wie sie bei Bröckers zu lesen sind „Ex-Stasi Mann“, „Querfront“(ler), mMn nichts zu suchen in einem Kommentar. DAS hätte zumindest in Ihrem Beitrag Erwähnung finden sollen.
    Eine andere Geschichte ist, warum gerade der Neoliberale Popper als Beispiel fuer eine Orientierung bei der Debattenkultur herangezogen wird. Dieses Geschafel von ‚Freiheit‘ und ‚freier Gesellschaft‘ erinnert mich fatal an Soros und seine Farbenrevolutionen; aber mehr noch an die Kriegsfuehrung des US-Imperialismus, der auch seine „Freiheit“ in die Welt exportiert und nichts anderes hinterlässt als Mord, Totschlag, Chaos und mehr.Wie kann eine Debattenkultur uns voranbringen, wenn Exponenten dieser Debattenrichtung genau dafuer als Beispiel dienen.
    Desweiteren gehen Sie auf Brandt und Bahr ein und loben deren Ostpolitik, weil eben friedensfördernd. Dabei unterschlagen Sie geflissentlich, dass es Kräfte im Westen gab, die an einer Destabilisierung des sog. Ostblocks interessiert waren, auch und gerade mit jener Ostpolitik, wozu es letztenendes auch kam.
    Dass dieser Brandt ganz nebenbei auch noch die Berufsverbotepraxis in der damaligen BRD einfuehrte und damit viele Linke aus der Studentenbwegung kommende brotlos machte, steht auf einem anderen Blatt. Hat mit Demokratie (Debattenkultur) aber herzlich wenig zu tun.
    Wenn man hier in diesem Forum etwas untersuchen will, wie z.B. Rupp’s Ansatz, oder auch die vielen Foristen hier sich redlich muehen, so ist es unabdingbar, sich mit den geschichtlichen Fakten, und dem ganzen Drumherum zu beschäftigen!

    Das was ich bedingungslos unterschreibe ist das Zitat von Voltaire.

    mfG

    • Bröckers hat sich mit seiner aggressiven Sprache gegen Rupp keinen Gefallen getan, Da bin ich mir aber ziemlich sicher, dass Rupp darauf noch antworten wird.
      Was Willi Brandt angeht, der Radikalenerlass war vermutlich der größte Fehler den er sich in seiner Kanzlerschaft erlaubt hat, ist von seiner Wertigkeit aber eine Ebene tiefer angesiedelt. Gerade zur Zeit bräuchten wir Politiker mit Brandts Erkenntnis, dass Frieden nicht alles, aber ohne Frieden alles andere nichts ist.

    • Wie unten schon betont geht es hier vor allem um die Wissenschaftstheorie Poppers. Ob man ihn wirklich zu den hardcore- Neoliberalen zählen kann, bezweifle nicht nur ich. Es gab schon in den 1970er jahren Debatten dazu, als besonders dei Deutschen FDP- Liberalen massiv vrsuchten , Popper gegen „Links“ in Stellung zu bringen.
      Aber lesen Sie wirklich mal in den Orginaltexten Poppers nach. An Marx kritisiert er keineswegs dessen Aufgreifen der „Sozialen Frage“ (Ernennt ihn einen „großen oder „wichtigen “ Philosophen). Bei seiner Marxkritik geht es ihm vor allem um die (falsche) „Geschichtstheologie“ , das heißt die seiner Ansicht nach falsche Auffassung, dass man geschichtliche Abläufe irgendwie „voraussehen“ könne, weil sie irgendwie auf „festen Bahnen“. verliefen. Und vor allem diese falsche Auffassung von Geschichte hätte (vor allem die aktiv-politischen) „Epigonen von Marx zum (Stalinschen) Totalitarismus verleitet.
      Nun vermute ich aber , dass die meisten gegenwärtigen (philosophischen) Marxisten dagegen gar nichts mehr einzuwenden haben, bzw. dass sie diese Marxkritik „stillschweigend“ akzeptiert und übernommen haben. In seinen Schriften verneint Popper keineswegs die Antihumanität prekärer Verhältnisse, betont aber die Notwendigkeit, diese auf vernünftig- rationalem Wege (quasi mehr „Nachhaltigkeit) kontrolliert „Schritt für Schritt“ zu verändern. Weil er befürchtet, dass der (gewaltsame ) „revolutionäre“ Weg (historisch nachweislich) eine zu große Gefahr zu erneuter (totalitärer) Inhumanität in sich birgt. Und ich glaube, kaum einer von den heutigen „humanistischen Sozialisten“ hat dagegen etwas einzuwenden.
      Etwas ganz andere Geschichte ist die propagandistische Vereinnahmung von Poppers Schrift „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ durch die hardcore- neoliberalen. (Soros usw.) Denn Popper ging es darin vor allem um die historischen und ideologischen Ursachen des faschistischen (und auch Stalinschen) Totalitarismus.

      Aber nochmal: In der Klimadebatte geht es (bezüglich Popper) vor allem um die wissenschaftstheoretischen Methodenfragen bzw. um die Gefahr der wisssenschaftlichen Dogmatisierung. Was aber natürlich auch wieder mit „Politik“ zu tun hat. Deswegen : Kritiklose Wissenschaftleranbetung bzw. die (polemische) Immunisierung von politischen und besonders wissenschaftlichen Meinungsgegnern ist natürlich ein „Popper- Thema“. Wobei es diesbezüglich auch noch weitere Theoretiker wie (nur z. B. ) Thomas Kuhn oder Paul Feyerabend dabei zu berücksichtigen gilt.

  5. Zum Folgenden Zitatvon oben:

    „… Vielleicht wäre es hilfreich sich an (Karl) Popper (5) und (John Stuart) Mill (6) zu orientieren…….“ (Zitatende)

    Bezüglich Karl.R. Popper geht es hier vor allem um (dessen) wissenschaftstheorie bzw sein philosophische Erkenntnistheorie. (Und nicht um die Marxismuskritik oder die ökonomischen Fragen).

    Was Popper dabei immer wieder betont hat, ist dass man in der Kontroverse mit dem Meinungsgegner zunächst mal dessen Auffassungen rekapitulieren sollte, und sich die Richtigkeit vom „Gegner“ bestätigen zu lassen. Und zwar um sicher zu sein, ihn auch richtig verstanden zu haben. Was auch dabei hilft, banale Missverständnisse und billige polemische Volten zu vermeiden.
    Was er allerdings noch deutlicher betont, ist, dass man sich (besonderes in bezug auf wissenschaftliche Kontroversen)
    NIEMALS (!) in seinem Denken von irgendwelchen tatsächlichen oder von anderen so dargestelten AUTORITÄTEN beeinflussen oder gar blenden lassen sollte (Ich nenne es hier mal „die ad Hominem- Falle“)

    Denn als einzige „Autorität“ sollten immer der Strigenz der Argumentation (bei metaphisyschen Theorien) und die Möglichkeit der Widerlegung (bei naturwissenschaftlichen Theorien) sein. Und natürlich sollte auch vorher schon Behauptungen möglichst durch Belege untermauert werden.

    Das Problem ist halt, dass man bei der Klimawissenschaft durchaus Zweifel haben kann, ob die Popperschen Anforderungen an Wissenschaftlichkeit wirklich gegeben sind . Und vor allem darum sollte der Streit gehen.

    Leider fallen mir ( wie z.B. aktuell bei bei M. Bröckers wieder) leider gerade auch bei sehr vielen Gegnern der Klimaskeptiker zuallererst die emotionalisieren ad – Hominem – Rhetoriken auf, die dann auch schnell nach „Propagandastrategie “ riechen.
    Und auch die Methode, schwerwiegenden Einwände der „Klimaskeptiker“ auf billige Weise auszuweichen. Und das offenbar oft ohne tiefergehende eigentliche fachliche Kenntnisse über Meterorologie oder z.B Atmosphärenphysik.

    Es wird sich besonders für eine „Linke “ Agenda bitter rächen, eventuell falsche (Natur-) Wissenschaft als politischen Rammbock zur Durchsetzung von vielleicht sogar manchmal richtigen Zielen zu missbrauchen.

    Denn irgendwann mal fliegts auf. Denn die (rechten oder neoliberalen ) Meinungsgegner sind auch nicht blöd.

    Und dann ist die Reputation völlig dahin . (Siehe Reallsozialismus bzw. Stalinismus) und der (linke ) Karren steckt völlig im Dreck . Und nach wem wird „das Volk“ dann wohl rufen………….? Bestimmt nicht nach einem „Führer“ von „Links“.

  6. Danke, Sean Henschel. Endlich! Meine Rede, nur natürlich viel, viel besser ausgeführt.

    Es wäre so einfach gewesen: Herr Bröckers hätte Herrn Rupp einfach in allem Respekt auffordern können, seine Aussagen (ob nun Tatsache oder Meinung) mit Quellen zu belegen. Dann hätte sich eine fruchtbare Diskussion entwickeln können.

    KenFM sollte Henschels Text als exemplarische Anleitung für gepflegten, konstruktiven Diskussionsstil verwenden und allen Mitgliedern hier ans Herz legen als Anleitung, wie künftig Diskussionen geführt werden müssen, wenn sie uns unseren Zielen näherbringen sollen.

  7. Lieber Sean Henschel, vielen Dank für den Schlichtungsversuch.
    „Dennoch fällt momentan einiges an dieser ganzen Debatte auf, nämlich, dass sie mit wenig Respekt und der Achtung vor dem anderen geführt wird“ – das ist genau der springende Punkt.

    Im Standpunkt von Herrn Rupp steht kein Wort zu Herrn Bröcker drin, während in nun auf KenFM gelöschtem Standpunkt von Herrn Bröcker dies drin steht: “ Dass zu diesem Urteil nun ein linker Ex-Stasi-Mann wie Rainer Rupp auf KenFM dieselben triumphalistischen Fake News verbreitet wie die rechte “Achse des Guten” und diese merkwürdige Querfront einen wissenschaftlichen Quacksalber als großen Sieger feiert…“.
    „Wenig Respekt und Achtung „umschreibt die Worte Herrn Bröckers sehr sehr schmeichelnd. Ich hoffe dieser Stil Bröckers unterscheidet sich von Henryk M. Broders Umgang mit Herrn Jebsen! Ich persönlich habe meine Zweifel.

  8. Netzfund:
    „Die Geschichte von der Greta…

    Greta sitzt mit selbstgebasteltem Pappschild an einer Hauswand in
    Schweden auf dem Boden.
    REIN ZUFÄLLIG kommt an genau diesem Tag, in genau dieser Stunde, an genau diesem Ort Ingmar Rentzhog, REIN ZUFÄLLIG PR-Experte, dort vorbei und macht Fotos.

    REIN ZUFÄLLIG hat Herr Rentzhog auch exzellente Kontakte zu Organisationen, die mit viel Geld ausgestattet sind und dichte, global verzweigte Netze und Geldgeber haben.
    REIN ZUFÄLLIG ist er auch Vorsitzender des Think Tanks
    „Global Challenge“.
    REIN ZUFÄLLIG bringt Gretas Mutter auch wenige Tage
    später ein neues Buch über sich und Greta heraus.
    Und natürlich REIN
    ZUFÄLLIG postet Ingmar Rentzhog sein anrührendes Foto von Greta auf Instagram und Facebook samt einem langen, herzerweichenden Artikel genau am Tag der Buchvorstellung.
    REIN ZUFÄLLIG hatten sich Rentzhog und
    Gretas Mutter aber schon früher mal getroffen. Am 4. Mai 2018 bei einer
    Klimakonferenz.
    REIN ZUFÄLLIG wurde er an genau diesem Tag auch Vorsitzender des genannten Think Tanks. Der REIN ZUFÄLLIG von
    Milliardärin und Ex-Ministerin Kristine Person von der
    Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens gesponsert wird.

    Und ab geht die PR-Kampagne für die linksgrünen naiven jungen Menschen rund um die Welt. Ein dauerschulschwänzender Teenager mit Asperger-Syndrom als Zugpferd für Spendengelder und zur Verbreitung linker Botschaften, das zieht wie verrückt und wird perfekt gemanagt.
    Als Krönung ein Auftritt im schwedischen TV mit einem flammenden
    Plädoyer für die Klimarettung.
    Was die linientreuen Merkel-Medien
    natürlich nicht zeigten und erst ein Clip am folgenden Tag offenbarte:
    der Saal war nahezu leer…

    REIN ZUFÄLLIG ist Gretas Papa aber nicht nur Geschäftsführer sowohl bei „Ernman Produktion AB“ wie auch bei „Northern Grace AB“, beides aktiennotierte Gesellschaften in Schweden mit identischer Adresse in
    einem Nobelviertel Stockholms, deren Aktien seit dem ersten Auftreten
    Gretas quasi durch die Decke gehen.
    REIN ZUFÄLLIG ist er auch Promoter der Firma „WeDontHaveTimeAB“, deren Gründer
    REIN ZUFÄLLIG
    Ingmar Rentzhog ist und die ihr Geschäftsmodell mit der Verbindung über
    das Pariser Abkommen und der Förderung des großen Geschäfts mit
    Klima-Informationen und CO2-Zertifikaten finanziert.
    Diese Firma betreibt ausschließlich PR für die Pariser Verträge und dieCO2-Agenda zur „Klimarettung“, die
    REIN ZUFÄLLIG diese CO2-Zertifikate in die Welt gerufen hat.
    Hinter „WeDontHaveTime“ stehen „Aktivisten“ von „Extinction Rebellion“, einer internationalen linksradikalen Umweltschutzbewegung.

    Nachdem Rentzhog mit Greta für die Neuemission von „WeDontHaveTime“
    geworben hat wurden etwa eine Million Euro eingesammelt. Überflüssig zu erwähnen, dass auch diese Aktie seit der „Greta“ steil nach oben geschossen ist. Dass diese CO2-Zertifikate ein Riesengeschäft sind und
    alles andere als eine wirksame Waffe gegen die Umweltverschmutzung und CO2, ist mittlerweile bekannt.
    Die Idee des Handels mit
    Verschmutzungslizenzen, durch den die Wirtschaft zum Energiesparen und
    Klimaschutz angespornt werden sollte, wurde von der Industrie schlicht
    in ihr Gegenteil verkehrt. Sogar eine hochoffizielle in Berlin
    vorgestellte Studie besagt, dass die Firmen durch den europäischen
    Emissionshandel nicht etwa draufzahlen, sondern millionenschwere
    Geschäfte machen.

    • Ist Greta von ihren Eltern missbraucht worden? Psychisch vergewaltigt? Oder ist Greta, durch Gespräche am Frühstückstisch nach und nach mit den Themen ihrer Eltern, den CO2 bedingten Klimawandel, konfrontiert worden und hat ihn für sich angenommen, als den richtigen erachtet?
      Ich glaube eher Letzteres. Kinder in dem Alter, würden sich eine reine PR-Story nicht einpflanzen lassen. Sie glauben erstens, wirklich was sie sagen und verdienen, na‘, ob sie’s verdienen, sagen wir, kriegen zweitens, eine ganze Menge Geld dafür.
      Für diese Familie wird es schwer werden, von ihrem Glauben ab zu fallen. Dazu zu lernen. Aber sie werden sicher damit leben können.

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